Kategorie: Trends

Trends – Immobiliennews zu Innovationen, Marktentwicklungen & Zukunftsthemen der Schweizer Immobilienbranche.

  • HSG weiht Lernzentrum Square ein

    HSG weiht Lernzentrum Square ein

    Am Sonntag den 13. Februar weiht die HSG ihr neues Lernzentrum ein. Square stelle einen „Prototyp der Universität der Zukunft“ dar und solle als „Ort der überraschenden Begegnung und gegenseitigen Inspiration“ dienen, schreibt die HSG in einer Mitteilung. „Die neuen Lern- und Lehrformate, die in Square entwickelt werden, sollen die ganze Universität inspirieren und unsere Studierenden bestmöglich auf die Praxis vorbereiten“, wird HSG-Rektor Bernhard Ehrenzeller dort zitiert.

    Die Arbeit von Square fusst auf drei Säulen, die Fakultät, Alumni und Studierende gemeinsam entwickelt haben. So soll das Lernzentrum zum einen als Experimentierfeld für neue Formate dienen, die bei Erfolg an der HSG und anderen Universitäten umgesetzt werden können. Für das am 21. Februar beginnende Frühjahressemester wurden 80 bestehende Lehrveranstaltungen ausgewählt, die im Square durchgeführt und ausgewertet werden sollen.

    Zum anderen wird Square die Rolle eines Basislagers für einen Austausch zwischen Studierenden, Alumni und Forschenden übernehmen. Dabei hat die HSG den Einbezug von Persönlichkeiten aus diversen Berufen und gesellschaftlichen Gruppen geplant. Für das Frühjahrssemester haben unter anderem Paul Achleitner, Aufsichtsratsvorsitzender Deutsche Bank, Gabriele Fischer, Chefredakteurin und Verlegerin des deutschen Wirtschaftsmagazins „Brand eins“, und Bundeskanzler Walter Thurnherr zugesagt.

    Nicht zuletzt soll Square auch als öffentlicher Raum für einen kritischen Diskurs von und mit denjenigen dienen, die nicht direkt mit der HSG verbunden sind. Um Ansässige St.Gallens sowie Gäste aus nah und fern anzulocken, will Square sich als Marktplatz mit einer offenen Atmosphäre präsentieren. Dazu wird Musik, Barista-Kaffee und eigens für Square gebrautes Bier offeriert.

  • Empa zeigt Vorteile von Hochleistungsdämmstoffen

    Empa zeigt Vorteile von Hochleistungsdämmstoffen

    Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben untersucht, ab wann sich für Bauherren eine Investition in kostspielige Hochleistungsdämmstoffe wie Aerogele lohnen kann. In einer ersten Betrachtung wurden laut einer Medienmitteilung die 25 teuersten Städte in Europa, Nordamerika und Asien einem Vergleich unterzogen. Dabei fand das Forscherteam heraus, dass der lukrative Flächengewinn durch die kostspieligeren Aerogele bei einem Quadratmeterpreis von mehr als 8000 Franken die Mehrkosten der dünneren Dämmvariante übersteigt.

    Zur Begründung heisst es, dass eine Hochleistungsisolation die gleiche Dämmwirkung erzielt wie konventionelle Mineralwolle, aber nur die Hälfte bis zu einem Viertel an Materialeinsatz benötigt wird. Vor dem Hintergrund steigender Immobilienpreise und verdichtetem Bauen in Städten könnten Hochleistungsdämmstoffe wie Aerogele eine wirtschaftliche Bauweise begünstigen. Denn je dünner die Aussenhülle eines Bauwerks ist, desto mehr Raum stehe im Inneren zur Verfügung.

    Die mittels einer Gleichung errechneten wirtschaftlichen Vorteile hätten sich in den 15 teuersten Städten zeigen lassen – darunter die vier Schweizer Städte Zürich, Genf, Lugano und Basel mit den europaweit höchsten Quadratmeterpreisen. Für Nordamerika sei die Amortisation in den 14 teuersten Städten, in Asien in den zehn teuersten Städten ermittelt worden. Die Erkenntnis könne auch künftige Planer bei der Entscheidung nach dem geeigneten Dämmmaterial unterstützen.

  • Schindler und ISS werden Partner bei der vertikalen Mobilität

    Schindler und ISS werden Partner bei der vertikalen Mobilität

    Schindler und der Gebäude-Dienstleister ISS mit Hauptsitz in Zürich haben laut einer Medienmitteilung einen globalen Rahmenvertrag zur Optimierung der vertikalen Mobilitätslösungen von ISS abgeschlossen. Die Zusammenarbeit macht den in Ebikon ansässigen Anbieter von Aufzügen und Fahrtreppen zum „bevorzugten Partner für die Wartung und Modernisierung von Aufzügen und Fahrtreppen“ in ISS-Gebäuden weltweit, heisst es.

    Insbesondere Schindlers „Perfomance- und Wartungsüberwachung in Echtzeit“ sollen in ISS-Services Anwendung finden. ISS ist spezialisiert auf die Gestaltung von Arbeitsräumen und Gebäudemanagement und unterhält Gebäude in mehr als 30 Ländern.

    Im Fokus der Partnerschaft stehen gemäss der Medienmitteilung „massgeschneiderte Lösungen, um den Personenfluss in von ISS gemanagten Gebäuden weltweit zu optimieren und so den Aufenthalt in diesen Gebäuden angenehmer zu gestalten“.

    Die Zusammenarbeit soll zudem helfen, ISS in seinen Nachhaltigkeitsbestrebungen zu unterstützen, wird Paolo Compagna, operativer Leiter bei Schindler, zitiert. Zur Erlangung der beabsichtigten Netto-Null-Emissionen werde auf das Produkt Schindler Port 4D gesetzt. Es könne den Energieverbrauch einer Aufzugsgruppe um bis zu 40 Prozent reduzieren. Weitere Unterstützung zur Erlangung der Nachhaltigkeitsziele sollen „Modernisierungen und die Einführung von adaptiven Wartungslösungen“ bringen.

  • Portfoliowert des HSC Fund leicht höher als Vorjahr

    Portfoliowert des HSC Fund leicht höher als Vorjahr

    Die Zukäufe aus dem Vorjahr trugen erstmals ganzjährig zum Ertrag bei. Dies führte zu einer Steigerung der Mietzinseinnahmen um 8.2% von CHF 38.8 Millionen auf CHF 42.0 Millionen. Der Marktwert des Liegenschaftenportfolios erhöhte sich per Ende Vorjahr um 0.8% auf CHF 750 Millionen. Diese Marktwertsteigerung konnte mehrheitlich durch Vermietungserfolge und dediziertes Asset Management erzielt werden. Aufgrund diverser Zukäufe im Geschäftsjahr 2020 und damit verbundenen einmaligen Aufwertungen betrug die letztjährige Anlagerendite 6.9%. Da 2021 keine Zukäufe erfolgten, wurden bei leicht höheren Nettoerträgen entsprechend weniger Aufwertungen erzielt, was 2021 zu einer Anlagerendite von 5.4% führte.

    Per 31. Dezember 2021 umfasst der Fonds 35 Liegenschaften mit einer vermietbaren Gesamtfläche von über 300’000m2. Weitere Informationen zum HSC Fund finden Sie im Factsheet per 31. Dezember 2021. Der Jahresbericht wird am 15. März 2022 publiziert.

  • Papieri erstes «2000-Watt-Areal» im Kanton Zug

    Papieri erstes «2000-Watt-Areal» im Kanton Zug

    Mehr als 360 Jahre prägte die Papierfabrik die Gemeinde Cham und die Region Zug West. Nun entsteht auf dem ehemaligen Industrie-Areal ein neues Wohn- und Arbeitsquartier mit industriellem Charme. Direkt an der Lorze werden prägende Bestandesbauten mit markanten Neubauten ergänzt und nachhaltig realisiert. Die Geschichte wird weitergesponnen und Brücken werden geschlagen zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Mensch und Natur, zwischen Wohnen und Arbeiten. Dabei spielt «Nachhaltigkeit» seit Beginn der Arealentwicklung als gesamtheitliches Thema eine wichtige Rolle. Die Cham Group als Bauherrschaft hatte sich schon früh im Planungsprozess zu den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft bekannt und den Entscheid einer fossilfreien Wärmeversorgung aus Überzeugung und noch vor der Absicht einer Zertifizierung gefasst. Als krönender Abschluss der stetigen Nachhaltigkeits-Bemühungen wurde der Papieri heute als erstes Areal im Kanton Zug das «2000-Watt-Areal»-Zertifikat überreicht. Im Namen des Bundesamtes für Energie dankte Daniel Kellenberger der Cham Group für ihr Engagement und ihre Beharrlichkeit, nicht nur von Energie- und CO2-Zielen zu reden, sondern diese unter anderem mit dem Zertifikat «2000-Watt-Areal» konkret umzusetzen.

    Null CO2-Emission
    Das Papieri-Areal bietet komplett neue Grundlagen für eine energieeffiziente, klimaneutrale und nachhaltige Gesellschaft. Damit ist es schweizweit ein Pionierprojekt. Praktisch seit Beginn der Arealentwicklung entschied sich die Cham Group, bei der Wärmeerzeugung komplett auf fossile Energieträger zu verzichten, und voll auf die günstigen Standortfaktoren mit Wasserkraft, Erdsondenfeldern und Photovoltaik zu setzen. Highlight des Areals ist das komplett CO2-freie Energiesystem. Die gesamte Energieversorgung auf dem Areal beruht auf 100% erneuerbaren Energien. Erreicht wird dies mittels Erdsonden und einer Flusswasser-Fassung, welche über Wärmepumpen je ein zentrales Wärme- und Kältenetz bedienen. Dank eines ZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch) mit dem erneuerten Kleinwasserkraftwerk an der Lorze und grossflächigen Photovoltaik-Anlagen von 6’500m2 auf den Neubauten können rund 40% der gesamthaft benötigten Energie vor Ort erzeugt werden. «Zudem werden in praktisch jedem Projekt weitere Aspekte einer umfassenden Nachhaltigkeit ausgelotet, sei es durch «Gebäuderecycling», d.h. intelligente Umnutzung des Bestandes, den Einsatz von CO2-optimierten Konstruktionsprinzipien wie Holzbau, oder durch intelligente Sharing-Angebote im Bereich der Mobilität,» führt Lukas Fehr, Leiter Entwicklung der Cham Group aus.

    Leuchtturm-Charakter für Gemeinde und Kanton
    Schweizweit wurden bisher erst 43 Areale vom Bundesamt für Energie mit diesem Label zertifiziert –
    26 davon als 2000-Watt-Areal «in Entwicklung». Dass der Kanton Zug dabei eine Rolle spielt, freut auch Regierungsrat Florian Weber. «100 Prozent für 2000 Watt: Die Cham Group erschliesst beim Papieri-Areal das neue Zeitalter der umfassenden und nachhaltigen Energiekonzeption für Grossüberbauungen», so der Baudirektor. Als Energiestadt Gold feiert auch die Einwohnergemeinde Cham die Auszeichnung der Papieri als «2000-Watt-Areal». «Die Auszeichnung ist ein Gütesiegel für die Areal-Entwicklung der Cham Group, Ansporn für andere und deckt sich zeitgleich mit dem Engagement der Gemeinde für den Klimaschutz. Schliesslich will Cham verwaltungsintern bereits 2030 klimaneutral werden; bis 2050 sollen sogar für das ganze Gemeindegebiet «Netto-Null»-Treibhausgasemissionen erreicht werden», erklärt Drin Alaj, Vorsteher Verkehr und Sicherheit der Einwohnergemeinde Cham. Und Gemeindepräsident Georges Helfenstein ergänzt: «Wir sehen die Entwicklungen auf dem Papieri-Areal als Chance und freuen uns über diese Zertifizierung sowie auf das neue, pulsierende und nun auch zertifiziert nachhaltige Quartier».

    Vermarktungsstart der ersten Büro- und Gewerberäume
    Am 10. Februar 2022 erfolgt auf der Webseite papieri-cham.ch der Vermietungsstart der Laden-, Büro- und Gewerbeflächen in den Erdgeschossen der Objekte der ersten Bauetappe, welche Ende 2022 bezugsbereit sind. Das Papieri-Areal bietet Raum für jedes Businessmodell und unterschiedliche Unternehmensgrössen. Nicht austauschbar und beliebig, sondern nachhaltig, durchdacht und mitten in einem lebendigen Quartier.

  • Walo bringt neuen Bodenbelag bei Stadler auf

    Walo bringt neuen Bodenbelag bei Stadler auf

    Walo Bertschinger hat die Produktionshallen von Stadler Rail in St. Margrethen mit einem neuen Bodenbelag versehen. Laut Mitteilung auf Facebook wurde in den Fertigungshallen für die Montage von Zügen eine Fläche von 19’000 Quadratmetern mit dem Belag Haypanol-D ausgestattet. Der von Walo entwickelte Epoxi-Einstreubelag Haypanol-D bewährt sich laut der Mitteilung seit Jahren bei Industriebauten und Parkanlagen. Der final ausgehärtete Epoxi bilde zusammen mit dem Einstreugut des Quarzsandes eine sehr harte, saubere und gleichmässige Oberflächenstruktur.

    Die fugenlosen Haypanol-D-Einstreu-Beläge haben eine hohe mechanische und chemische Beständigkeit, heisst es in einer technischen Erläuterung auf der speziellen Internetseite von Walo für Bodenbeläge. Das Eigenschaftsprofil der Industriebodenbeläge werde auf die jeweilige Beanspruchungsklasse angepasst. Die Abstimmung der Rutschfestigkeit des Belags erfolge gemäss den Anforderungen des Kunden. Zudem sei das System auch als antistatischer oder elektrisch ableitfähiger Belag ausführbar. Der Belag habe eine Langlebigkeit von bis zu 25 Jahren.

    Der Standort von Stadler in St.Margrethen im Dreiländereck sei das Kompetenzzentrum für Doppelstocktriebzüge innerhalb der Stadler-Gruppe, heisst es auf der Internetseite der Stadler Group. Nach über 20 Jahren in Altenrhein sei diese Produktion 2020 in das neu errichtete Werk in St.Margrethen verlegt worden.

  • Neue Apps bieten 3D-Ansichten von Zürich

    Neue Apps bieten 3D-Ansichten von Zürich

    Die Stadt Zürich macht ein 3D-Stadtmodell der breiten Öffentlichkeit zugänglich. Dafür sind laut einer Medienmitteilung zwei Anwendungen entwickelt worden. Die App Zürich virtuell erlaubt den Angaben zufolge frei wählbare Ansichten von Gebäuden, Bäumen, Wäldern und Brücken. Die App Zürich 4D thematisiert die bauliche Entwicklung in Raum und Zeit. Dort sollen sich aktuelle Hochbauprojekte, Gestaltungspläne und abgeschlossene Architekturwettbewerbe visualisieren lassen. Beide Apps stehen der Bevölkerung, auch etwa Schulen, als offene Daten frei zur Verfügung.

    Vorrangig richten sie sich laut Stadt an Planende sowie an Fachleute aus Architektur und Ingenieurswesen. Für sie werden Funktionen wie das Messen von Gebäudehöhen oder Schattenwürfen von professionellem Interesse sein. Auch die Dokumentation von Immobilien sei damit möglich.

    Wie die Stadt Zürich weiter mitteilt, werden die zugrundeliegenden Technologien innerhalb der Verwaltung bereits zur Visualisierung von Lärmsimulationen, im Rahmen von Architekturwettbewerben und zur integralen Darstellung von Tief- und Hochbauprojekten genutzt.

    Wie die Stadt Zürich weiter mitteilt, seien die beiden Apps im Rahmen des Strategieschwerpunkts Digitale Stadt des Stadtrats entstanden. Sie seien Teil des sogenannten Digitalen Zwillings, der digitalen Repräsentation der Stadt Zürich.

  • Brivo integriert Alarmmanagement von Sitasys

    Brivo integriert Alarmmanagement von Sitasys

    Brivo, Inc. aus dem US-Bundesstaat Maryland ist eine Partnerschaft mit der Sitasys AG aus Solothurn eingegangen. Der nordamerikanische Erfinder der cloud-basierten Zugangskontrolle und der sogenannten Smart Spaces-Technologie integriert das ebenfalls cloud-basierte Alarmmanagement evalink talos von Sitasys in seine Plattform. Diese Integration ist auf evalink marketplace verfügbar.

    „Für Kunden, die Wert auf eine zentrale Überwachung legen, freuen wir uns über die Partnerschaft mit der evalink-Technologie der Sitasys AG“, wird Brivo-Gründer und CEO Steve Van Till in einer Medienmitteilung zitiert. Damit könnten Sicherheitsfachleute den Zugang, Alarme und Videoüberwachung einfacher verwalten und Zeit sparen, „ganz ohne Leistungseinbussen“.

    Die Brivo-Integration vereint den Angaben zufolge Alarmzentralen, Tracking-Systeme, Kameras und Zutrittskontrolle in einer einheitlichen Sicherheitsplattform namens Brivo Access. Sie nutzt Analysen, Business Intelligence und Maschinelles Lernen, „um umsetzbare Erkenntnisse aus Big Data zu generieren“.

    „Wir sind davon überzeugt, dass die Integration von Brivo mit unserer evalink-Technologie unser Gesamtangebot stärkt und einen Mehrwert für unsere gemeinsamen Kunden schafft“, so Peter Monte, CEO und Gründer der Sitasys AG. „Die Integration von Cloud-Systemen erleichtert es den Nutzern, in verschiedenen Tools innerhalb einer Plattform und damit effizienter zu arbeiten.“

  • Bau- und Immobilienprojekte: Modelle der Zusammenarbeit im Überblick

    Bau- und Immobilienprojekte: Modelle der Zusammenarbeit im Überblick

    Bei komplexen und anspruchsvollen Bau- und Immobilienprojekten können Partnerunternehmen eine wertvolle Unterstützung sein – sei es, indem sie die Koordination und Gesamtverantwortung des Projekts übernehmen oder indem sie einzelne Projektphasen begleiten.

    Grob lassen sich die Anbieter solcher Dienstleistungen in die Kategorien einteilen: Gesamtleister, Totalunternehmer und Generalunternehmer. Doch welches Modell der Zusammenarbeit ist das richtige für welches Projekt? Die Informationsbroschüre «Mit dem richtigen Zusammenarbeitsmodell zur erfolgreichen Projektrealisierung» will zur Klärung dieser Frage beitragen. Sie gibt einen Überblick über die drei Modelle, zeigt auf, wofür sich welches Modell am besten eignet und listet wichtige Punkte bei der Zusammenarbeit auf. Erarbeitet hat die Informationsbroschüre der Branchenverband Entwicklung Schweiz. Er vertritt Unternehmen, die Gesamtleistungen in der Entwicklung, Planung und Realisierung von Bau- und Immobilienprojekten anbieten. «Wir sind überzeugt, dass ein Projekt mit einem gemeinsamen Ziel und gemeinsamer Verantwortung erfolgreicher realisiert werden kann. Deshalb wollen wir die Möglichkeiten und Leistungen der bestehenden Zusammenarbeits-Modelle zeigen und auf ihre Potenziale aufmerksam machen», sagt Geschäftsführerin Franziska Bürki.

    Die drei Zusammenarbeitsmodelle im Überblick:
    Gesamtleister übernehmen die Entwicklung, Planung und Realisierung von Bau- und Immobilienprojekten. Mit interdisziplinären Teams arbeiten sie an Aufgaben über den ganzen Prozess bis zur Ausführung oder zum Betrieb. Die Leistung kann dabei unterschiedliche Ausprägungen haben und etwa die Nutzungsplanung, Gestaltungswettbewerbe, Vorstudien und die gesetzlich vorgegebenen Bewilligungsverfahren enthalten. Weil ein Gesamtleister schon früh einbezogen wird, ist das Innovations- und Optimierungspotenzial hoch. Chancen und Risiken können frühzeitig und gemeinsam besser erkannt, definiert und gesteuert werden. Der Bauherr hat die Gewähr, dass sein Projekt aus einer Hand entwickelt, geplant und realisiert wird.

    Totalunternehmer übernehmen die Planung und Realisierung von Bau- und Immobilienprojekten. Der Bauherr überlässt innerhalb eines vorgegebenen Rahmens die Verantwortung für die Planung und Realisierung dem Totalunternehmer, mit mehr oder weniger eng gefassten Vorgaben. Totalunternehmer übernehmen ein Bauvorhaben entweder bereits ab der Projektierung oder mindestens ab der Ausführungsplanung. Die Verantwortung für die Aufgaben bis zur Übergabe (inklusive vorbestehende Planung) verbleibt beim Bauherrn. Das Innovations- und Optimierungspotenzial bei diesem Modell der Zusammenarbeit hängt stark davon ab, wie viel Planungs- und Gestaltungsfreiheit der Bauherr dem Totalunternehmer überlässt. Generalunternehmer übernehmen die Realisierung von ausführungsreifen Bau- und Immobilienprojekten. Ziel ist es, ein Gebäude zu realisieren. Sie übernehmen die Verantwortung für die schlüsselfertige Realisierung eines Bauvorhabens, ihr Einfluss beschränkt sich im Wesentlichen auf den optimierten Bauablauf. Innerhalb dieses Bereichs sind sie verantwortlich für Qualität, Termin und Preis. Die Gesamt- und Planungsverantwortung verbleibt beim Bauherrn. Die Zusammenarbeit mit einem Gesamtunternehmen eignet sich vor allem für professionell geführte Projekte mit einem konkret formulierten Auftrag an den Gesamtunternehmer.

    Wie Verträge mit einem Partnerunternehmen inhaltlich genau aussehen, kann variieren. Es ist abhängig von den Wünschen des Bauherrn, von der Wahl des Zusammenarbeitsmodells, aber auch davon, wann die Zusammenarbeit beginnt. «Das Partnerunternehmen kann umso mehr Verantwortung übernehmen, je früher und integrierter der Bauherr dieses im Rahmen einer Zusammenarbeit einbezieht», sagt Franziska Bürki.

    Entwicklung Schweiz zeigt sich überzeugt: Wer ein Projekt erfolgreich realisieren will, muss dieses ganzheitlich betrachten, alle Anspruchsgruppen einbeziehen und sich frühzeitig für das richtige Zusammenarbeitsmodell entscheiden und dieses auf die konkrete Projektsituation abstimmen.

    Franziska Bürki,
    Geschäftsführerin Entwicklung Schweiz
  • Fachhochschulzentrum auf dem Weg in die Zukunft

    Fachhochschulzentrum auf dem Weg in die Zukunft

    Die Fachhochschule Graubünden (FHGR) – die achte öffentlich-rechtliche Fachhochschule der Schweiz – ist heute auf fünf Standorte in neun Gebäuden innerhalb der Stadt Chur verteilt. Die Anzahl Studierender sowie das Forschungsvolumen der FHGR nehmen weiterhin zu. Die bestehenden Standorte bieten zu wenig Räumlichkeiten und Ausbaumöglichkeiten, um die Hochschule in Zukunft optimal aufzustellen. Bislang fehlt beispielsweise der Raum für den Austausch zwischen den Disziplinen sowie für die informelle Kommunikation zwischen den Studierenden und den Dozierenden. Darüber hinaus sind derzeit zu wenige studentische Arbeitsplätze vorhanden, die den heutigen Anforderungen genügen. Durch die Verteilung der Gebäude über die Stadt fehlt der Hochschule zudem die architektonische Visibilität.

    Aus diesen Gründen hat der Kanton Graubünden entschieden, das Fachholschulzentrum am Standort Pulvermühle neu zu erstellen. Hier befindet sich seit 1993 der Hauptsitz der FHGR. Der Neubau soll ein zusammenhängendes Bildungs- und Forschungszentrum ermöglichen, das von der Diversität und interdisziplinären Zusammenarbeit aller Organisationseinheiten lebt. Die Projektleitung wurde dem Hochbauamt Graubünden übertragen. In einem Wettbewerbsverfahren wurde aus den 57 eingegangenen Bewerbungen ein Generalplanerteam selektioniert, welches die Vorgaben und Ziele der Regierung bezüglich Funktionalität, Ortsbau und Architektur überzeugend umsetzt und die Realisierung in der geforderten Qualität und Wirtschaftlichkeit sowie unter Einhaltung der Kosten- und Terminvorgaben garantieren kann.

    Das Siegerprojekt überzeugt mit Nachhaltigkeit und Funktionalität
    Die Entscheidung fiel auf das Team rund um das Projekt «Partenaris». Den Lead übernimmt dabei das Zürcher Architekturbüro Giuliani Hönger Architekten. Überzeugt hat das Projekt die Jury durch die gleichmässige Berücksichtigung der Kriterien Architektur, Tragwerk, Nachhaltigkeit und Funktionalität. «Partenaris» sieht eine städtebauliche Positionierung des Neubaus vor – unter Einbezug der bestehenden Gebäude und durch die sorgfältige Gestaltung eines parkähnlichen Aussenraums. So wird ein attraktives Hochschulareal geschaffen. Die Planung berücksichtigt ausserdem die gewünschte Nutzungsflexibilität.

    Die erste Etappe sieht einen viergeschossigen U-förmigen Baukörper mit einer zentralen, rund 1200 Quadratmeter umfassenden Eingangshalle vor. Dabei öffnen sich die drei Gebäudeflügel nach Süden zur Pulvermühlestrasse hin und interagieren mit den bestehenden Gebäuden. Der Neubau wird als Hybrid-Skelettbau ausgeführt.

    Mittels Passerelle wird es mit dem Neubau verbunden. Die Obergeschosse sind für Nutzungen der Institute und Departemente vorgesehen, wobei der Öffentlichkeitsgrad und damit die Publikumsintensität mit jedem Stockwerk abnimmt. Das Raumprogramm wird mit vergleichsweise wenig Geschossfläche flächeneffizient umgesetzt. Dank der strukturierten Bauweise und ressourcenschonenden Materialisierung können die Werte bei der Grauen Energie auf einem guten Niveau gehalten werden. Im Westen entsteht zudem eine neue Terrasse. In der zweiten Etappe wird das bestehende Gebäude P57 in Richtung Westen erweitert.

    Aus Sicht des Kantons Graubünden ist die Realisierung des Fachhochschulzentrums hinsichtlich Bildung, Forschung und auch innovationspolitisch von grosser Wichtigkeit. Denn der Mangel an Fachkräften, insbesondere in den technisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen, hat Auswirkungen auf die Bündner Unternehmen: Diesen fehlen das nötige Wachstum und die gewünschte Entwicklung. Die neue Fachhochschule soll junge Leute ausbilden, fördern und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Bündner Volkswirtschaft stärken.

    Das Siegerprojekt wird in einem nächsten Schritt planerisch weiterbearbeitet. Danach muss es vom Grossen Rat genehmigt werden. Erhält «Partenaris» grünes Licht, soll Ende 2024 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Im Jahr 2028 soll der Neubau bezugsbereit sein. Der Studienbetrieb läuft während den Umbauarbeiten weiter wie gewohnt.

    Die Visualisierung zeigt den zukünftigen Campusplatz.
    So soll das Foyer des Neubaus dereinst aussehen.
  • Peach Property verbucht rekordhohen Vorsteuergewinn

    Peach Property verbucht rekordhohen Vorsteuergewinn

    Einer Mitteilung von Peach Property zufolge hat das auf Liegenschaften in Deutschland spezialisierte Immobilienunternehmen mit Sitz in Zürich im Geschäftsjahr 2021 einen Vorsteuergewinn von 258 Millionen Franken verbucht. Dies sei der höchste Vorsteuergewinn in der Unternehmensgeschichte, schreibt Peach Property. Im Geschäftsjahr 2020 wurden 153 Millionen Franken realisiert.

    Der Wert des Immobilienportfolios von Peach Property legte im Jahresvergleich von 2,1 Milliarden auf über 2,6 Milliarden Franken zu. Die Mieteinnahmen stiegen im Vergleich zu 2020 von 54,7 Millionen auf rund 108 Millionen Franken an. Mit Hilfe einer im Berichtsjahr getätigten Pflichtwandelanleihe konnte der Verschuldungsgrad zudem von 57,8 auf rund 52 Prozent gesenkt werden.

    Im Geschäftsjahr habe Peach Property zudem alle externen Ratings verbessern können, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Moody’s bewertet das Unternehmen aktuell mit einem Ba2 mit stabilem Ausblick, von FitchRatings gab es ein BB mit stabilem Ausblick. S&P Global Ratings stuft Peach Property bei BB- mit stabilem Ausblick ein.

    „Unsere Strategie und unser Geschäftsmodell haben sich auch im Geschäftsjahr 2021 herausragend bewährt und wir konnten ein weiteres Jahr mit sehr profitablem Wachstum abschliessen“, wird Thomas Wolfensberger in der Mitteilung zitiert. Laut dem CEO der Peach Property Group AG werden im Fokus des laufenden Geschäftsjahres vor allem „die Modernisierung des Wohnungsportfolios und der Ausbau der Nachhaltigkeitsaktivitäten stehen“. Dafür will Peach Property rund 70 Millionen Franken investieren.

  • Halter errichtet Forschungszentrum in Lupfig

    Halter errichtet Forschungszentrum in Lupfig

    Die Halter AG hat per 1. Februar die Futura Towers in Lupfig von der Wisca Immo SA übernommen. Aus den beiden Gebäuden mit knapp 25‘000 Quadratmetern Gewerbe-, Produktions- und Lagerflächen soll laut Medienmitteilung des Schlieremer Immobilienentwicklers und neuen Eigentümers ein multifunktionales Zentrum für Lehre, Forschung, produzierendes Gewerbe sowie Freizeiteinrichtungen und Gastronomie werden. Dieses solle unter dem Markennamen Futurama neu positioniert werden. Die 1992 fertiggestellte Liegenschaft umfasse elf Obergeschosse und drei Untergeschosse mit 287 Parkplätzen sowie 30 weitere Aussenparkplätze.

    Futurama stehe für eine moderne Arbeitswelt der kurzen Distanzen für Lehr- und Forschungsinstitute, industrielle Fertigung sowie Büro- und Dienstleistungsbetriebe, wird der für Entwicklungen verantwortliche Halter-Geschäftsführer Andreas Campi zitiert. „Dabei werden wir besonderen Wert auf die Aufenthaltsqualität legen und ergänzende Freizeiteinrichtungen und Gastronomieangebote schaffen“, so Campi weiter.

    Der Standort ist direkt an den öffentlichen Verkehr in fünfminütiger Gehdistanz zum Bahnhof Lupfig angeschlossen. Weiter gebe es eine gute Anbindung an die Autobahn A1/3 mit zwei Autobahnanschlüssen, heisst es in der Mitteilung. Futurama liege in direkter Nachbarschaft zum Datacenter Campus Zürich-West von green.ch.

    Die Übernahme der Futura Towers durch Halter „entfacht die grosse Hoffnung, dass in den seit fast 30 Jahren meist ungenutzten Liegenschaften endlich Leben entsteht“, wird der Lupfiger Gemeindeammann Richard Plüss zitiert.

  • Holcim und Eni wollen CO2 in Zement speichern

    Holcim und Eni wollen CO2 in Zement speichern

    Der Zuger Baustoffspezialist Holcim spannt mit dem in Rom ansässigen Energieunternehmen Eni zusammen. Gemeinsam wollen sie untersuchen, wie sich Kohlenstoffdioxid (CO2) abscheiden, in dem Mineral Olivin speichern und anschliessend in Zement einbauen lässt, heisst es in einer Medienmitteilung. Damit will Holcim den ökologischen Fussabdruck seines Betriebes weltweit verringern und sein Angebot an nachhaltigem Zement erweitern.

    Eni verfügt über Wissen, wie sich CO2 abscheiden und mineralisieren lässt, um es in Olivin zu speichern. Im Innovationszentrum von Holcim wollen Forschende „die Verwendung dieses karbonisierten Olivins als neuen emissionsarmen Rohstoff für die Formulierung eines grünen Zements untersuchen“, heisst es in der Medienmitteilung. Das Forschungsteam von Holcim will sich dabei auf die Charakterisierung der mechanischen Eigenschaften von karbonisiertem Olivin in der Betonproduktion konzentrieren.

    Olivin ist ein auf der Erde weit verbreitetes Mineral. Dies in Kombination mit den weltweiten Aktivitäten von Holcim und Eni würde diese Lösung „in hohem Masse skalierbar machen“ und so Materialien für umweltfreundliches Bauen weltweit ermöglichen.

    Die Partnerschaft mit Eni ist eines von weltweit 30 Projekten von Holcim, die sich mit Lösungen zur Abscheidung, Nutzung und Speicherung von Kohlenstoffdioxid beschäftigen.

  • Holcim sucht Ideen für nachhaltiges Bauen

    Holcim sucht Ideen für nachhaltiges Bauen

    Holcim hat am 1. Februar die Bewerbungsfrist für die dritte Ausgabe seines Startup Accelerator Program gestartet. Start-ups aus der ganzen Welt sind aufgerufen, sich dafür zu bewerben und nachhaltiges Bauen mit ihren innovativen Lösungen zu beschleunigen. Das sechsmonatige Programm läuft von Mai bis November 2022.

    „Das Holcim Accelerator Program ermöglicht es uns, mit den klügsten Köpfen der Welt in Kontakt zu treten, um disruptive Durchbrüche voranzutreiben“, wird Holcim-CEO Jan Jenisch in einer Medienmitteilung zitiert. „Ich lade die diesjährigen Start-ups ein, in allen Dimensionen des Bauens über den Tellerrand hinauszublicken, vom zirkulären Bauen bis hin zum intelligenten Gebäude-Design.“

    Wie auch in den vergangenen Jahren ist das Spezialchemieunternehmen Sika Partner des Beschleunigungsprogramms. Zu den neuen Partnern der diesjährigen Ausgabe zählen das französische Unternehmen Bouygues Construction und die britische Ingenieursberatungsfirma Mott MacDonald.

    Der Schweizer Entdecker und Umweltschützer Bertrand Piccard, Gründer der Solar Impulse Foundation, steuert einen Aufruf zum Handeln bei: „Der Bauindustrie kommt eine Schlüsselrolle zu, um den Übergang unserer Welt zu Netto-Null zu beschleunigen. Der Accelerator von Holcim ist ein einzigartiger Inkubator für Start-ups auf der ganzen Welt, um Innovationen für unseren Planeten einzusetzen.“

  • Wenn der Strom spürbar wird

    Wenn der Strom spürbar wird

    Riccardo Pozzi ist Leiter Energiewirtschaft bei der Primeo Energie AG und für die Beschaffung des Stroms, auch für die Kundinnen und Kunden von EKZ, zuständig. Um den Strompreis zu verstehen, muss man auf die Preise für andere Energieträger schauen. Denn der Strompreis ist eng an diese gekoppelt. Schauen wir uns also den Gaspreis an. Denn er bestimmt aktuell den Strompreis und über ihn ist in den Medien viel zu lesen, zu sehen und zu hören: Er erreicht Rekordwerte. Und eine rasche Preiserholung ist noch nicht in Sicht. «Die Gründe für diesen hohen Gaspreis liegen einerseits darin, dass die Gasspeicher im Sommerhalbjahr nicht gefüllt werden konnten», erklärt Riccardo Pozzi. Bereits damals war der Gaspreis am Steigen. In der Hoffnung auf eine Preiserholung hatte man die alljährliche Füllung der Gasspeicher hinausgeschoben. Zum Abwarten kommt die verzögerte Inbetriebnahme der Gaspipeline Nord Stream 2 hinzu. Diese wird künftig russisches Gas über die Ostsee direkt nach Deutschland transportieren. Doch politische und rechtliche Themen haben die Inbetriebnahme bis jetzt verzögert. Somit ist die Nachfrage grösser als das Angebot, was den Preis auf dem Markt hochtreibt.

    Abhängigkeit des Strompreises
    Doch was hat der Gaspreis nun mit dem Strompreis zu tun? Der Strom wird auf dem europäischen Strommarkt an verschiedenen Börsen gehandelt. Preisbestimmend dabei ist die teuerste Technologie, die für die Stromproduktion eingesetzt wird. Denn diese Kraftwerke werden in der Reihenfolge ihrer Grenzkosten (variable Kosten) eingesetzt. Und das so lange, bis die Nachfrage gedeckt ist. Das teuerste, eingesetzte Kraftwerk bestimmt somit den Preis. Dieser Mechanismus wird durch die so genannte «Merit Order Curve» ausgedrückt.

    «Momentan bestimmen hauptsächlich Gaskraftwerke den Preis», erklärt der Energiespezialist. Dies erklärt den starken Anstieg des Strompreises. Es gibt aber noch einen weiteren Grund für den Anstieg der Stromkosten: CO2-Zertifikate. Kraftwerke müssen für den CO2-Ausstoss, den sie produzieren, Zertifikate erwerben. Diese werden ebenfalls gehandelt und zum grossen Teil preislich von der EU beeinflusst. Infolge der hochgesteckten Ziele der EU für die Emissionsreduktionen sind die Preise für die CO2-Zertifikate ebenfalls gestiegen.

    Aussichten Strompreis
    «Aktuell spüren noch vertragslose Geschäftskunden am freien Markt, das heisst Kundinnen und Kunden mit einem Verbrauch von mehr als 100 MWh, den hohen Strompreis stark», erzählt Riccardo Pozzi und ergänzt: «Viele Kundinnen und Kunden haben bis jetzt gehofft, dass die Preise doch noch sinken würden». Da hätten es Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung besser. Denn während bei Geschäftskunden der Strom zum aktuellen Preis eingekauft wird, setzt sich der Preis für Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung aus einem Durchschnitt über zwei Jahre zusammen. «Unsere Kundinnen und Kunden werden den aktuellen Strompreistrend 2023 und 2024 durch einen grösseren Preisanstieg zu spüren bekommen», erklärt Karl Resch, Leiter Regulierungsmanagement und Netzwirtschaft bei EKZ. «Da wir kaum Eigenproduktion in der Schweiz haben und somit von den Marktpreisen abhängig sind, wird unser Preisanstieg etwas grösser ausfallen als derjenige von Energieversorgern, die einen grossen Anteil an Eigenproduktion aufweisen», ergänzt der Experte. Und er sagt: «Diese Unternehmen haben über die Jahre tendenziell höhere Strompreise, die aber nicht so stark schwanken». EKZ gehört auch 2022 zu den günstigsten Stromversorgern der Schweiz. Wie stark sich die Strompreise 2023 erhöhen werden, steht noch nicht fest. Denn die Tarife werden erst im Sommer 2022 bestimmt. EKZ setzt sich jedoch weiterhin dafür ein, die Strompreise so tief wie möglich zu halten.

    Zusammensetzung des Strompreises
    Wenn Sie wissen wollen, wie sich der Strompreis zusammensetzt, lesen Sie den Beitrag auf energie-experten.ch von Claudio Maag, stellvertretender Leiter Netzwirtschaft und Regulierungsmanagement von EKZ.

  • Das neue Immo-Buzzword heisst „API“

    Das neue Immo-Buzzword heisst „API“

    A(pplication) P(rogramming) I(nterface) ist übersetzt eine Programmierschnittstelle zwischen zwei Softwarelösungen – sozusagen eine Art «Vermittler» zwischen zwei unterschiedlichen Systemen, ohne dass das eine System die (Programmier-)Sprache des anderen Systems lernen bzw. verstehen muss und die beiden Systeme dennoch rasch und einfach miteinander kommunizieren können. Die Schnittstelle übersetzt sozusagen die Anfrage der einen Software an die andere. Damit sich die beiden Systeme «verstehen» braucht es eine klare Schnittstellen-Definition.

    Um es vereinfacht mit einer Metapher zu beschreiben – es ist wie die Bestellung in einem Restaurant: Der Gast ordert beim Kellner das gewünschte Gericht, dieser meldet die Bestellung der Küche. Das Gericht kommt fertig aus der Küche und der Kellner serviert es dem Gast. Der Gast muss nicht verstehen, wie die Prozesse und Zubereitungen für diese Speise in der Küche ablaufen – er ist zufrieden, wenn ihm der Kellner das bestellte Gericht wunschgemäss serviert. Im übertragenen Sinn wäre sozusagen hier die Menükarte die klar definierte Schnittstelle. Alles was nicht auf der Menükarte steht kann auch nicht bestellt werden.

    Warum ist das Thema API so spannend für die Immobilienbranche? PropTech-Unternehmen und Digitalisierungsverantwortliche von Immobilienunternehmen beschäftigen sich immer stärker mit der plattformübergreifenden Einbindung neuer Software-Lösungen. Durch die digitale Transformation und den Ökosystem-Gedanken rückt die Schnittstellenproblematik zunehmend in den Fokus. Manuelle Objektimporte und Datenabgleiche sind aufwendig und vergleichsweise ineffizient.

    Möchte man als Immobilienunternehmen eine neue PropTech-Lösung integrieren, so braucht es grundsätzlich eine Schnittstelle der neuen Software zum jeweiligen ERP-System. In der Schweizer Immobilienbranche sind es im Wesentlichen die drei ERP-Anbieter Abacus, GARAIO und W&W, die hier eine Schnittstelle anbieten können. Arbeitet ein Unternehmen mit verschiedenen PropTech-Lösungen so macht es allenfalls Sinn auch über ein Interface zwischen diesen Drittanbietern nachzudenken. Die zunehmende Etablierung von solchen Software-Lösungen oder neuen Services, etwa die digitale Signatur, werden das Thema API weiter in den Fokus rücken – und das nicht nur bei den Digitalisierungs-Verantwortlichen selbst. Ein gewisses Basiswissen wird jede:r Mitarbeitende künftig benötigen, um sich im Dschungel von Software-Lösungen und Flüssen von Datensätzen zurecht zu finden.

    Mehr Impulse zum Thema erhalten Sie hier: https://proptechmarket.net/impulse

  • ConReal und ProMaterial wollen Bauwirtschaft digitalisieren

    ConReal und ProMaterial wollen Bauwirtschaft digitalisieren

    Die Bauwirtschaft gelte als eine der grössten Industrien der Welt und gleichzeitig als noch am wenigsten digitalisiert, schreiben die ConReal Swiss AG und ProMaterial Technologies in einer gemeinsamen Mitteilung. Letzteres wollen die beiden Unternehmen ändern. Sie bauen dazu eine Plattform auf, die Herstellern, Händlern und Bauunternehmern eine direkte und digitale Vernetzung ermöglicht.

    „Wir bauen einen Datenstandard mit hervorragender Qualität auf, der den Online-Handel und die Kommunikation in der Baubranche transparenter und effizienter macht“, wird Nils Gagzow, Geschäftsführer und Mitgründer der ProMaterial Technologies in der Mitteilung zitiert. Über diesen Datenstandard sollen Hersteller ihr Angebot digital am Markt platzieren können. Dabei werden die Produkte durch einen internationalen Industriestandard beschrieben, so dass Händler auf hochqualifizierte Produktinformationen zugreifen können, wird in der Mitteilung erläutert.

    ConReal wiederum steuert zum Projekt die Daten aus dem eigenen digitalen Ökosystem bei. Hier werden Marktinformationen gesammelt, zum Beispiel Daten darüber, was, wann, wo und wie gebaut wird. In Kombination könne so „das physische Produkt und Handwerk zum richtigen Zeitpunkt ins Spiel gebracht werden“, heisst es in der Mitteilung.

  • Ina Invest schliesst Übernahme der Ceres Group ab

    Ina Invest schliesst Übernahme der Ceres Group ab

    Ina Invest hat die Ceres Group vollständig übernommen. Damit ist das Immobilienunternehmen mit Sitz in Opfikon Mehrheitseigentümerin an der Ceres Group mit Sitz in Pratteln, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Herzstück der Akquisition ist das Buss-Areal am Bahnhof Pratteln mit dem Entwicklungsprojekt Bredella. Der Gewerbe- und Industriepark von mehr als 80‘000 Quadratmetern Fläche soll in den kommenden 20 Jahren in ein Stadtquartier mit 70 Prozent Wohnfläche und 30 Prozent kommerziell genutzten Flächen umgewandelt werden. Mehr als 1000 Wohnungen will Ina Invest dort bauen.

    Die Transaktion war am 16. Dezember 2021 angekündigt worden. Ein Teil des Kaufpreises, über den Stillschweigen vereinbart wurde, hat Ina Invest in eigenen Aktien entrichtet. Dazu wurden 886’656 Titel ausgegeben. Nach Abschluss der Transaktion beträgt das Aktienkapital von Ina Invest rund 292’000 Franken, eingeteilt in 9,75 Millionen Namenaktien.

  • Neubau Portal AG und Engel & Völkers kooperieren bei Neubauvermittlung

    Neubau Portal AG und Engel & Völkers kooperieren bei Neubauvermittlung

    Die von der Luzerner Neubau Portal AG betriebenen Plattformen Neubauprojekte und Erstbezug sowie die Engel & Völkers Wohnen Schweiz AG aus Zug tun sich laut einer Medienmitteilung im stark gefragten Neubausektor zusammen. Durch die Partnerschaft sollen Kunden schneller an die gewünschte neue Immobilie kommen. Die rückläufige Bautätigkeit komme nicht hinterher, um den steigenden Bedarf nach Neuimmobilien zu decken. Zudem entstehe infolge von unqualifizierten Anfragen für Engel & Völkers ein hoher Abwicklungsaufwand, der häufig nicht zum Kaufabschluss führe, heisst es.

    Der Bedarf nach Wohneigentum sei ungebrochen, heisst es von Engel & Völkers. Anfragen nach neuen Immobilien hätten dabei die Nase vorn. Dies würden auch die Zahlen aus dem Credit Suisse Immobilienmonitor für das dritte Quartal 2021 untermauern. Um die Nachfragelücke zu schliessen, will Engel & Völkers seinen Kunden über die Partnerschaft einen Zugang auf exklusive Immobilien ermöglichen. Über kostenpflichtige Abonnements bekommen Kunden der Neubau Portal AG monatlich rund 150 bis 200 Neubauprojekte angeboten, die in keinem anderen Portal auftauchen. Der weltweit tätige Vermittler von Wohn-und Gewerbeimmobilien möchte damit die Erfolgschancen seiner Kundschaft erhöhen und Anfragen zeitnah bedienen.

    Engel & Völkers ist laut Unternehmensangaben seit über 40 Jahren Marktexperte für die Vermittlung von hochwertigen Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie Yachten und Flugzeugen im Premium-Segment mit über 900 Standorten in mehr als 30 Ländern.

  • Ein Algorithmus regelt Thermostate

    Ein Algorithmus regelt Thermostate

    Zwei Forscher des Urban Energy Systems Lab an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben einen selbstlernenden Algorithmus für Heizungsthermostate geschaffen. Laut einem Bericht der Empa kann er mittels Cloud-Anbindung in herkömmliche intelligente oder smarte Thermostate eingebunden werden und die Raumtemperatur vorausschauend regeln.

    „Das Potenzial ist enorm“, so Felix Bünning, Co-Gründer der Empa-Ausgliederung viboo, die diesen Algorithmus vermarktet. „Unsere Experimente im NEST haben gezeigt, dass mit diesem Ansatz eine Energieeinsparung zwischen 26 und 49 Prozent erreicht werden kann.“

    Um ein Modell des Gebäudes zu erstellen, genügen Gebäudedaten wie die Ventilpositionen und Messungen der Raumtemperatur von lediglich zwei Wochen. In Kombination mit Vorhersagen zur lokalen Aussentemperatur und zur globalen Sonneneinstrahlung berechnet der Algorithmus dann eigenständig bis zu zwölf Stunden im Voraus den idealen Energieaufwand, um das Gebäude zu heizen oder zu kühlen.

    Ein erster Partner ist den Angaben zufolge die dänische Firma Danfoss. Der international tätige Thermostathersteller prüft derzeit in einem Pilotprojekt gemeinsam mit viboo, wie hoch das Einsparpotenzial in herkömmlichen bestehenden Gebäuden ist. Daneben sei das Start-up bereits mit anderen Industriepartnern im Gespräch. So werde es den Algorithmus etwa in einem Zürcher Bürohaus direkt ins zentrale Gebäudeautomationssystem integrieren.

  • Fünf Start-ups beziehen Büro Züri Innovationspark

    Fünf Start-ups beziehen Büro Züri Innovationspark

    Das Büro Züri Innovationspark ist offiziell eröffnet, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Fünf Start-ups haben die insgesamt 170 Quadratmeter im umgebauten Feuerwehrhaus des ehemaligen Flughafens Dübendorf bezogen. Sie waren im vergangenen Sommer unter zehn Kandidaten per öffentlicher Abstimmung ausgewählt worden.

    Der moderne Bau bietet 16 flexible Arbeitsplätze, Besprechungsräume, eine Küche und grosszügige Infrastruktur. Mit ihrem Einzug ins Dübendorfer Büro Züri werden die Teams auch Teil des Ökosystems im Switzerland Innovation Park Zurich, so die Zürcher Kantonalbank. Die Zürcher Kantonalbank, Mitgründerin des Innovationsparks Zürich, stellt diesen Raum für eine innovative und kollaborative Arbeitsgemeinschaft kostenfrei zur Verfügung. Das Bankhaus bezeichnet das Büro Züri, von dem es in der Zürcher Bahnhofstrasse eine weitere Ausgabe gibt, in einer Mitteilung als sein „Geschenk“ an die Bevölkerung.

    Zu den fünf Start-ups des Büro Züri Innovationspark zählen das Medtech aiEndoscopic und die Datenaufbereitungsplattform für Künstliche Intelligenz, Lightly. Ebenso ist Soma Rem vor Ort, das mit Virtueller und Erweiterter Realität Menschen mit Körperwahrnehmungsstörungen hilft. TerraRad Tech überträgt Weltraum-Fernerkundungstechnologie auf die Landwirtschaft. Und Tethys Robotics entwickelt Unterwasserroboter.

  • Nach erfolgreicher Sanierung kehrt die Novosan AG zu ihrem Ursprung zurück

    Nach erfolgreicher Sanierung kehrt die Novosan AG zu ihrem Ursprung zurück

    Bern, 18. Januar 2022: Die Novosan AG wurde Anfang 2021 von der Spycher Group Holding AG übernommen. Nun, ein Jahr nach der Übernahme und der erfolgreich umgesetzten Unternehmenssanierung kehrt die Novosan AG zurück zu ihrem Ursprung. Rückwirkend per Anfang Januar 2022 geht die Brand- und Wasserschadenspezialistin an den versierten Industriefachmann Martin Schweizer. 

    Der Lebenspartner der Firmen-Mitgründerin Deneshini Santschi übernimmt das Aktienpaket der Spycher Group und die operative Leitung der Novosan AG. Der Gründer Hanspeter Santschi behält seine Firmenanteile und bleibt der Unternehmung weiterhin erhalten. 

    Seit 2021 wurde die Novosan AG durch die Verantwortlichen der Spycher Group Holding AG saniert. Dabei wurden auch neue Geschäftsbereiche geschaffen und die Strukturen angepasst. Die Sanierer konnten so die Novosan AG für die Zukunft wappnen. 

    Die Macherinnen und Macher des Berner Unternehmens setzen seit Jahren Brand- und Wasserschadensanierungen um und sind auch bei Trocknungen, Elektro- und Industriesanierungen, Geruchsneutralisationen sowie bei Spezialreinigungen beliebt und bewährt. Bei einem Schadenfall ist das Team der Novosan AG stets sofort zur Stelle. 

    Die beiden neu geschaffenen Geschäftsbereiche «Schadstoffsanierungen» und «Facility Management» der Novosan AG bleiben der Spycher Group unter neuem Namen erhalten. Neu bilden die beiden Geschäftsbereiche die PuraTec GmbH und haben ihren Sitz im Ey 9 in Ittigen. Die PuraTec GmbH ergänzt das Unternehmensportfolio der Spycher Group Holding AG perfekt und bietet deren Verantwortlichen die Möglichkeit, ihre umfassenden Dienstleistungen rund um Immobilien weiter auszubauen.

    Die Novosan AG

    Die Novosan AG, gegründet durch Hanspeter Santschi im Jahre 1992, wurde unter der gemeinsamen Führung von Deneshini und Hanspeter Santschi ein erfolgreicher Brand- und Wasserschadensanierungsbetrieb. Weit über die Region Bern hinaus ist das Team der Novosan AG nach einem Schaden sofort zur Stelle, um mit Sorgfalt und Respekt das Sanierbare zu retten, die Schäden zu begrenzen und das Eigentum und die liebgewonnenen Gegenstände zu schützen. Sanieren ist für Geschädigte und deren Versicherungen oftmals ökologischer und wirtschaftlicher als ersetzen. Nebst Brand- und Wasserschadensanierungen ist das Team auch auf Elektro- und Industriesanierungen, Geruchsneutralisationen, Trocknungen und Spezialreinigungen spezialisiert. novosan.ch

    Die PuraTec GmbH 

    Kurz nach der Übernahme der Novosan AG durch die Spycher Group Holding AG wurde die Novosan Schadstoffe GmbH gemeinsam mit deren Geschäftsführer, Pascal Meier, aufgebaut. Ausserdem wurde der Bereich Novosan Facility Management geschaffen. Aus der Novosan Schadstoffe GmbH entsteht die PuraTec GmbH, welche auch die ehemalige Novosan Facility Management-Abteilung übernimmt. Die PuraTec Schadstoffe ist spezialisiert auf Analysen und Schadstoffsanierungen bei Bauschadstoffen wie Asbest, PCB und PAK. Das PuraTec Facility Management wiederum bietet ein breites Dienstleistungsangebot rund um Hauswartungen und Liegenschaftsservices. puratec.ch

    Die Spycher Group Holding AG 

    Die Spycher Group hält Tochtergesellschaften und Beteiligungen in der Baubranche, in der Kommunikation sowie in der Tourismusbranche. Im Baugewerbe sind dies die Maler Pfister AG, die Intertapis AG, die Fritschi Fensterbau AG, die Akzent Küchen GmbH und die GIO CERAMICA GmbH. Zum Bereich Kommunikation gehören die Firmen Prolith AG, Werbehorst und Witschi + Partner AG. Im Tourismus ist es die Belpmoos Reisen AG. spychergroup.ch

    Pressestelle Spycher Group Holding AG / Novosan AG / PuraTec GmbH                                

    IMS Marketing AG; Dominik Rothenbühler, dominik.rothenbuehler@ims-marketing.ch, Gartenstadtstrasse 17, 3098 Köniz, +41 79 262 66 60, ims-marketing.ch

  • Verfügbarkeit von Holz hat sich stabilisiert

    Verfügbarkeit von Holz hat sich stabilisiert

    Eine wesentliche Stärke des Bauens mit Holz ist die grosse Planungssicherheit. Hohe Qualität und Termintreue bewegen immer mehr Bauherren dazu, auch umfangreiche Projekte mit Holz zu realisieren. Preisturbulenzen und lange Lieferfristen gingen 2021 allerdings auch am Material Holz nicht vorbei.

    Markt findet zur Normalität zurück
    Inzwischen sind die Lager bei verschiedenen Händlern wieder voll. Die Lieferanten können den Schweizer Markt wieder termingerecht bedienen. «In der Schweiz haben sich die Kosten für die gängigsten Produkte wie Brettschichtholz, Konstruktionsholz C24 oder Mehrschichtplatten auf einem leicht höheren Niveau zum Vorjahr stabilisiert», stellt Hansjörg Steiner fest.

    Teuerung im Bauwesen
    «Die veränderten Materialpreise haben nur eine geringfügige Auswirkung auf die Gesamtkosten im Bauwesen. Bei Umbauten, die, gemessen an Neubauten, weniger Material erfordern, falle die Preissteigerung nicht wesentlich ins Gewicht», meint Hansjörg Steiner. Bauen sei grundsätzlich etwas teurer geworden – verursacht durch die Preissteigerung fast sämtlicher Baumaterialien.

    Regionale Nutzung
    Von den leicht höheren Preisen profitiert die Schweizer Forstwirtschaft, die nun immerhin kostendeckend arbeiten könne, so Florian Landolt von Wald Schweiz. Die Verfügbarkeit von Schweizer Holzprodukten bleibt weiterhin eine grosse Herausforderung. Die Schweizer Holzbaubetriebe sind bei 70% des Materials auf das nahe Ausland angewiesen. Mit einer gezielten Unterstützung von Bauprojekten, welche lokal geerntetes Holz verwenden, würden effiziente Anreize geschaffen, um die gesamte Schweizer Holzkette zu fördern und um die Abhängigkeit vom Ausland zu reduzieren.

    Bauen mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz
    Holz ist das Material der Wahl für energieeffiziente und klimaschonende Projekte. Holz speichert CO2 in der Biomasse – pro Kubikmeter verbautem Holz eine Tonne CO2. Bauen mit Holz leistet einen massgeblichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele. Um den Schweizer Immobilienpark klimafreundlicher zu gestalten, liegt eine Förderung des Holzbaus auf der Hand, sowohl bei Neu- als auch Umbauten.

  • VERIT Immobilien und Flatfox rollen den ersten, komplett digitalen Wiedervermietungsprozess in der Schweiz aus

    VERIT Immobilien und Flatfox rollen den ersten, komplett digitalen Wiedervermietungsprozess in der Schweiz aus

    Kurz vor Jahresende wurde im Rahmen des elektronischen Wiedervermietungsprozesses von VERIT Immobilien und Flatfox das erste digitale Mietzinsdepot eröffnet – rund ein Jahr, nachdem der erste Mietvertrag von Mieter und Vermieter elektronisch signiert wurde. Der äusserst erfolgreiche Pilot, welcher mehrere Meilensteine in der Digitalisierung des Erst- und Wiedervermietungsprozesses setzen konnte, wird nun an allen VERIT-Standorten in der Schweiz fix ausgerollt. Von dieser Zeitersparnis profitieren nicht nur die Mietenden: Auch für die Eigentümer erhöht sich die Chance auf eine nahtlose Anschlussvermietung und somit weniger Leerstand in ihren Portfolios.

    Neue Partner für ein noch besseres Kundenerlebnis
    Während der Pilotphase haben VERIT Immobilien und Flatfox den Prozess nicht nur erweitert, sondern auch weitere Partner dazugewonnen. Für die Umsetzung des digitalen Prozesses setzte VERIT schon früh auf die Kollaboration mit innovativen und starken Partnern, die über ein digitales Mindset verfügen und mit einer «Make-it-happen-Philosophie» neue Wege beschreiten. Heute sind nebst VERIT Immobilien und Flatfox auch ELCA Informatik, Skribble, Helvetia Versicherung, SwissCaution, FirstCaution und die Hypothekarbank Lenzburg mit an Bord. Quickschild als neuester Partner ermöglicht zudem die automatische und digital umgesetzte Bestellung neuer Namensschilder für die Mieterinnen und Mieter.
    «Wir freuen uns sehr über das Interesse unserer Partner, Teil des digitalen Fortschritts im Bereich der Immobilienbewirtschaftung zu sein», sagt Martin Frei, Chief Digital Officer bei VERIT Immobilien. «Nicht nur unsere Mieterinnen und Mieter profitieren von dieser schnellen und unbürokratischen Art und Weise, Mietverträge digital und mobil abzuschliessen. Auch unsere Bewirtschafter schätzen den zeitsparenden, unkomplizierten Prozess.»

    Rundum digital – von Anfang bis Ende
    Die bisherigen, von Medienbrüchen gezeichneten und analogen Abläufe sowie die Koordination verschiedenster Parteien machten den Vermietungs-Prozess mühsam und zeitaufwändig für Mietende und Vermietende. VERIT Immobilien digitalisiert diesen Prozess nun erstmals komplett: Für die Abwicklung des gesamten Prozesses nutzt VERIT Immobilien die Plattform Flatfox. Über diese wird der erste Kontakt zu den Mietinteressenten aufgebaut, und darüber erfolgt auch die weitere Kommunikation. «Der ganze Prozess der Wiedervermietung erfolgt nahtlos digital über die Plattform von Flatfox – ab dem Zeitpunkt, zu dem ein potentieller Mieter auf ein Angebot aufmerksam wird, bis zur formell gültigen Ausstellung des Mietvertrags. Selbstverständlich betrifft dies auch alle Zwischenschritte wie Erstkontakt, Anmeldung, Kaution, Bonitätsprüfung, Schildchenbestellung etc.», sagt Martin Frei.
    Der Austausch der Daten, Dokumente, Tasks und Stati wird digital über standardisierte APIs geführt und steht künftig auch weiteren Marktteilnehmern offen. Silvan Spross, Engineering bei Flatfox: «Dank starken Partnern wie VERIT ist es uns überhaupt erst möglich, Schritt für Schritt die Prozesse rund um die Bewirtschaftung zu digitalisieren. Insbesondere freut es uns, zahlreiche innovative Kooperationspartner auf unserer Plattform integriert zu haben.»

  • Vebego treibt Entwicklung von Reinigungsrobotern voran

    Vebego treibt Entwicklung von Reinigungsrobotern voran

    Vebego will treibende Kraft bei der Entwicklung von Reinigungsrobotern sein. In einer Medienmitteilung der Vebego AG heisst es, die Digitalisierung sei auch in der Reinigungsbranche ein starker Treiber für Innovationen und Weiterentwicklung. „Als innovatives Unternehmen“ wolle Vebego die Digitalisierung mitbestimmen, formen und vorantreiben. Reinigungsroboter und deren Entwicklung seien daher ein grosses Thema im Unternehmen.

    Vebego analysiere schon seit fünf Jahren Markt und Kundenbedürfnisse, um in Zukunft die Reinigung noch innovativer und flexibler gestalten und weiter ausbauen zu können und die Reinigungsqualität dabei zu bewahren. Das Unternehmen arbeite mit Partner zusammen wie Soobr, einem Technologieunternehmen mit Sitz in Stettlen BE.

    Mit der bedarfsorientierten Planung und Ausführung von Reinigungstouren von Soobr habe Vebego den Anfang gemacht. Durch die Ressourcenoptimierung könnten dabei die Einsätze der Mitarbeitenden effizienter geplant werden. Noch sei die Robotik kein Selbstläufer. Reinigungsroboter seien aktuell noch nicht vollständig autonom und benötigten weiterhin regelmässige Unterstützung von Menschen. Vebego prüfe die Roboter und setzte die ausgereiften Modelle in einem Feldtest ein. Derzeit seien zwei Modelle im Dauereinsatz.

    Vebego arbeite mit seinen Partnern daran, die Modelle in Richtung autonomer Roboter weiterzuentwickeln. Dabei sei zu beachten, dass sich die Arbeitsplatzgestaltung in den letzten Jahren stark verändert habe. Die Pandemie mit der daraus resultierenden verstärkten Arbeit von zuhause aus habe nicht nur in Sachen Flächennutzung Veränderungen mit sich gebracht. Auch der damit verbundenen Reinigungsplanung sei ein weiterer Schub verpasst worden.

  • Verit und Flatfox bieten komplett digitale Vermietung an

    Verit und Flatfox bieten komplett digitale Vermietung an

    Die Zürcher Verit Immobilien AG bietet gemeinsam mit dem Vermietungsportal der Berner Flatfox AG einen voll digitalisierten Vermiet- und Mietprozess an. Laut Medienmitteilung wird damit eine mehr als einjährige Pilotprojekt abgeschlossen und das Angebot erstmals auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Von der Bewerbung, über den Abschluss der Mieterkaution bis zur Unterschrift des Mietvertrages läuft der gesamte Prozess digital ab. Das gehe bis hin zur Bestellung der Namensschilder für den neuen Mieter. Von der Zeitersparnis profitieren nicht nur die Mietenden, heisst es in der Medienmitteilung. Für die Eigentümer erhöhe sich die Chance auf eine nahtlose Anschlussvermietung

    Kurz vor Jahresende sei im Rahmen des elektronischen Wiedervermietungsprozesses von Verit Immobilien und Flatfox das erste digitale Mietzinsdepot eröffnet worden, rund ein Jahr, nachdem der erste Mietvertrag von Mieter und Vermieter elektronisch signiert wurde. Das erfolgreiche Pilotprojekt werde nun an allen Verit-Standorten in der Schweiz fix angeboten. Nach dem Start von Verit mit Flatfox seien inzwischen auch ELCA Informatik, Skribble, Helvetia Versicherung, SwissCaution, FirstCaution und für ein Mieterkautionskonto die Hypothekarbank Lenzburg an dem Angebot beteiligt.

    Für die Abwicklung des gesamten Prozesses nutzt Verit Immobilien die Plattform Flatfox. „Der ganze Prozess der Wiedervermietung erfolgt nahtlos digital über die Plattform von Flatfox – ab dem Zeitpunkt, zu dem ein potenzieller Mieter auf ein Angebot aufmerksam wird, bis zur formell gültigen Ausstellung des Mietvertrags“, wird Martin Frei, Chief Digital Officer bei Verit, zitiert. „Selbstverständlich betrifft dies auch alle Zwischenschritte wie Erstkontakt, Anmeldung, Kaution, Bonitätsprüfung und Schildchenbestellung.“

  • Künstliche Intelligenz analysiert CO2-Ausstoss des Verkehrs

    Künstliche Intelligenz analysiert CO2-Ausstoss des Verkehrs

    Eine an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) entwickelte Analysemethode kann Aussagen darüber treffen, wie sich der Verbrauch der Fahrzeugflotte eines Landes von Jahr zu Jahr verändert. Diese neue Methode basiert auf Mathematik und Deep Learning-Techniken. Laut einer Mitteilung ist sie in der Lage aufzuzeigen, wo die Politik sowie Autokäuferinnen und -käufer ansetzen könnten, um die CO2-Emissionen zu reduzieren.

    Das zu analysieren, sei in den vergangenen Jahren zunehmend schwierig geworden. Denn Fahrzeuge liessen sich aufgrund technischer Neuerungen nicht mehr in klassische Segmente wie Klein-, Mittel- und Oberklasse einteilen. Zudem würden Neufahrzeuge immer grösser und schwerer. Dazu nähmen die Hubräume ab, bei gleichzeitig immer besseren Wirkungsgraden der Motoren.

    Deshalb bezeichnet die Empa-Abteilung Fahrzeugantriebssysteme ihre Analysetechnik als „wichtigen Durchbruch“: Sie ermögliche es, „die CO2-Emissionen separat zu bewerten und durch die Analyse grosser Datenbanken eine genaue automatische Fahrzeugklassifizierung vorzunehmen“, erläutert Forscherin Naghmeh Niroomand. „Dies erleichtert die Analyse von Flottenveränderungen in einem Land oder einem grossen Unternehmen.“ Dank dieser neuen Methode würden „subjektive und expertenbasierte Faktoren“ beseitigt und die Datenbanken aus der ganzen Welt vergleichbar.

    Für die Schweiz konnte das Team die durchschnittlichen CO2-Emissionen neu zugelassener Personenwagen berechnen. Wären weniger schwere Fahrzeuge wie SUVs auf Schweizer Strassen unterwegs, würde dies die Dekarbonisierung am wirksamsten voranbringen, so Niroomand. Hilfreich wäre es auch, Fahrzeuge mit geringerer Leistung in derselben Fahrzeugklasse zu kaufen.

  • Ein Jahr zum Vergessen? Nicht für Wohneigentümer:innen und Mieter:innen!

    Ein Jahr zum Vergessen? Nicht für Wohneigentümer:innen und Mieter:innen!

    2021 dürfte den wenigsten als strahlendes Jahr in Erinnerung bleiben – die nicht enden wollende Pandemie lässt grüssen. Ein zuverlässiger Lieferant positiver Nachrichten war jedoch der Immobilienmarkt. Besitzer:innen von Eigentumswohnungen konnten im Jahresverlauf einen Wertanstieg von 7,3 Prozent verbuchen, bei den Einfamilienhäusern lag der Zuwachs mit 6,9 Prozent fast ebenso hoch. Dies zeigt die Auswertung von Verkaufsinseraten im Rahmen des Swiss Real Estate Offer Index, der von der Swiss Marketplace Group in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhoben wird.

    Der Grund für die bedeutenden Wertsteigerungen dürfte nicht allein in den pandemiebedingt veränderten Wohnbedürfnissen liegen. Auch die Wirtschaft entwickelt sich solide, die Zuwanderung hält an und das Angebot an Grund und Boden wird immer knapper. Gleichzeitig sind die Konsumentenpreise stark gestiegen, was die Attraktivität von Sachwerten wie Wohneigentum als Inflationsschutz zusätzlich steigert.

    Auch für Mieter:innen keine Hiobsbotschaften
    2021 meinte es auch mit Mieter:innen nicht schlecht. Wer auf der Suche nach einer neuen Wohnung war, konnte über das Jahr im Landesmittel von einem minimalen Rückgang der Angebotsmieten von 0,3 Prozent profitieren. Dass die Mietentwicklung insgesamt ins Minus kippte, ist einem veritablen Jahresendspurt zu verdanken: Im Dezember wurde landesweit ein Nachlass von 0,9 Prozent registriert. 

    Was bringt 2022 für den Schweizer Immobilienmarkt? «Unter den aktuellen Bedingungen dürfte auch das neue Jahr mit steigenden Liegenschaftspreisen aufwarten. Ob es vielleicht doch zur Trendwende kommt, liegt wesentlich in der Hand der Währungshüter: Die amerikanische Zentralbank (Fed) hat angekündigt, den Leitzins schneller anzuziehen als geplant. Ziehen die europäischen (EZB) und Schweizer Währungshüter:innen (SNB) mit, wäre auch hierzulande mit Preisrückgängen zu rechnen», sagt Martin Waeber, Managing Director Real Estate, Swiss Marketplace Group.

  • BEKB, ewb und GVB lancieren Plattform myky

    BEKB, ewb und GVB lancieren Plattform myky

    Die drei Berner Unternehmen BEKB, ewb und GVB haben die Internetseite myky lanciert. Ihr Ziel ist es, auf der Plattform Expertenwissen und Dienstleistungen für Eigenheimbesitzer aus einer Hand zu bieten, heisst es in einer Medienmitteilung. Myky stehe für my key, mein Schlüssel.

    Zunächst biete die Plattform einen interaktiven Sanierungsplaner. Dieser solle dabei helfen, sinnvolle Sanierungsmassnahmen ausfindig zu machen und umzusetzen. „Kundinnen und Kunden haben jederzeit die Übersicht über den energetischen Zustand ihres Eigenheims und können die Sanierungsmassnahmen ganzheitlich und kostenoptimierend planen“, heisst es in der Medienmitteilung.

    Bei der Weiterentwicklung der Plattform hoffen die Initiatoren auf die rege Beteiligung der Nutzer. Gewünscht ist, dass sich Hauseigentümer, Investoren und Unternehmen untereinander vernetzen und sich „mit eigenen Inputs, Fragen und Aufforderungen aktiv an der Entwicklung des Eigenheim-Universums beteiligen“.

    Für die Unternehmen solle myky die Möglichkeit bieten, Kundenbeziehungen zu pflegen. „Das Projekt myky hilft uns beispielsweise dabei, die Eigentümerinnen und Eigentümer auf dem Weg zum nachhaltig sanierten Eigenheim in allen finanziellen Fragen und darüber hinaus zu begleiten“, wird Armin Brun, CEO der BEKB in der Medienmitteilung zitiert.

  • Implenia baut Fernwärmetunnel in Hamburg

    Implenia baut Fernwärmetunnel in Hamburg

    Implenia wird für Wärme Hamburg einen rund 1,2 Kilometer langen Tunnel erstellen, informiert die Bau- und Immobiliengesellschaft aus Opfikon in einer Mitteilung. Der Tunnel soll den Hamburger Norden an ein neues Wärmenetzwerk anschliessen. Dazu wird er rund 2 Kilometer westlich des Elbtunnels für die Autobahn die Elbe unterqueren.

    Die Arbeiten sind in zwei Phasen gegliedert, wobei die Phase der Planung bereits im Oktober angegangen wurde. Nun habe Implenia den Auftrag für  weitere Planungen und Bauarbeiten ab Anfang 2022 erhalten, heisst es in der Mitteilung. Das Auftragsvolumen insgesamt wird dort auf rund 75 Millionen Franken beziffert.

    Bis zum ersten Quartal 2025 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dazu wird Implenia zunächst Schlitzwände für den Start- und den Zielschaft mit einer Tiefe von bis zu 42 Metern erstellen. Zwischen ihnen soll dann ein 1,16 Kilometer langer und rund 4,5 Meter im Durchmesser messender Tunnel gebohrt und mit Betonfertigteilen ausgekleidet werden. Darüber hinaus ist Implenia auch für die Planung und den Einbau der Betriebstechnik der Fernwärmeleitung zuständig.

    „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses grosse und komplexe Infrastrukturprojekt für unseren Kunden Wärme Hamburg erstellen dürfen“, wird Erwin Scherer, Head Tunnelling von Implenia, in der Mitteilung zitiert. „Dass wir damit einen Beitrag leisten zur Verbesserung der Nachhaltigkeit der Wärmeerzeugung, motiviert uns zusätzlich, denn Nachhaltigkeit ist ein Unternehmenswert von Implenia, den wir auch in diesem Projekt leben werden.“