ConReal Swiss hat sich zum Ziel gesetzt „die alten Strukturen der Bau- und Immobilienbranche“ aufzubrechen, erläutert das Proptech-Start-up aus Winterthur in einer Mitteilung. „Wir möchten die Baubranche fairer, transparenter und effizienter gestalten“, wird Mitgründer und Verwaltungsrat Christoph Meili dort zitiert. „Ausserdem möchten wir auch kleinen und mittelgrossen Firmen den Zugang zu Daten und digitalen Tools ermöglichen.“
Um dies zu verwirklichen setzt ConReal auf die Vernetzung der Akteure in der Bau- und Immobilienbranche. Das Jungunternehmen selbst bietet digitale und analoge Leistungen im Immobilienbereich an. Im Innenausbau will ConReal einen umfassenden Marktplatz aufbauen. In einem ersten Schritt werde dafür der derzeitige Marktplatz des Unternehmens fürs Bad neu positioniert, schreibt das Unternehmen. Neu soll Habitects unter der Marke ConReal auftreten.
Mit der Überführung werde ein digitaler Marktplatz für den Badumbau geschaffen, erläutert ConReal. Wohneigentümer können dort ihren Stil wählen und ein individuelles Konzept mit Richtpreis erstellen lassen. In Folge werde ein 3D-Modell des Projekts erstellt und ein Handwerker mit einer Machbarkeitsstudie und einer finalen Offerte betraut. Über den Marktplatz können zudem die gewünschten Artikel bestellt werden.
Von der Kombination klassischen Handwerks und physischer Produkte mit neuen digitalen Werkzeugen könnten alle Beteiligten profitieren, meint ConReal. Das Jungunternehmen plant, die Plattform auf weitere Kategorien auszubauen. In der Mitteilung werden Küche und Bodenbeläge genannt.
Der Begriff Blockchain dürfte mittlerweile bekannt sein. Die meisten Leute verbinden es mit Kryptowährungen wie Bitcoin und es ist teilweise richtig, obwohl Blockchain die Technologie ist, während Bitcoin eine Anwendung davon ist. Die Technologie mag kompliziert erscheinen, sagt der Schweizer Blockchain-Experte Michael Trübestein, aber er ist überzeugt, dass „die Blockchain-Technologie mit dem Debüt des Internets vergleichbar ist und nicht aufhören wird. Vorerst ist nur ungewiss, wie es sich entwickeln wird».
Zunächst einmal müssen Sie verstehen, wie es funktioniert: Eine Blockchain besteht aus einzelnen Blöcken, auf denen jeweils Datensequenzen, beispielsweise Transaktionen, gespeichert sind. Eine Blockchain ist ein dezentrales Netzwerk. Das bedeutet, dass jeder, überall auf der Welt, natürlich mit einem Computer an einer Blockchain teilnehmen kann. Jeder an einer Blockchain teilnehmende Computer speichert dieselben einzelnen Blöcke in der exakten Reihenfolge, die die Kette bildet. Jeder Block hat seine eigene "DNA". Ein neuer Computer ist nur erlaubt, wenn er von allen anderen geprüft und verifiziert wurde. Was auf einer Blockchain programmiert wurde, kann von einem Computer nicht nachträglich verändert werden. Um eine Änderung vorzunehmen, müssten alle anderen Computer im Netzwerk eingebunden werden, und genau deshalb ist die Blockchain so sicher. Wenn ein einzelner Computer versucht, die Blockchain zu ändern, wird die Kette sofort unterbrochen und der Täter wird rausgeschmissen.
In Baar ist «Hello World» die erste Immobilie der Welt, die tokenisiert wird Die Möglichkeiten, die die Blockchain-Technologie in der Immobilienbranche bietet, sind enorm, sagt Michael Trübestein, Professor für Immobilienverwaltung an der Universität Luzern mit den Schwerpunkten Real Estate Investment und Real Estate Asset Management. Zahlreiche Unternehmen forschen derzeit nach möglichen Anwendungsgebieten. „Aktuell gibt es nur vereinzelte Anwendungen, etwa im Grundbuch oder im Anlage-/Finanzierungsbereich. Ein konkretes Beispiel ist die weltweit erste Tokenisierung einer Immobilie, Baars ‚Hello World‘-Eigenschaft“, sagt Trübestein. 20 Prozent (3 Millionen Franken) des Wertes von "Hello World" wurden von der Zuger Firma "Blockimmo" tokenisiert und an vier Investoren verkauft.
Auch Crowdlitoken ist auf Immobilien spezialisiert: Das 2018 gegründete Start-up versteht sich als digitales Immobilienunternehmen. „Anleger können ab einem Betrag von 100 Franken / Euro Beteiligungen an ausgewählten Schweizer Immobilien erwerben. Sie dürfen dann ihr Immobilienportfolio aufbauen, indem sie die gekauften Anleihen (Crowdlitokens ‹CRTs›) individuell auf die verschiedenen Crowdlitoken-Objekte verteilen“, erklärt Domenic Kurt, CEO von Crowdlitoken. Durch die Beteiligung an den Immobilien können Anleger eine jährliche Rendite von 7 Prozent erzielen und sich entscheiden, ob sie monatlich auf ihr Bankkonto oder digital als CRT-Token ausbezahlt werden soll.
Der Zugang zum Finanzmarkt ist liberalisiert Für eine digitale Anleihe wird keine Zwischenbank benötigt und ist daher für den Anleger bequemer. Crowdlitoken hat über 630 Investoren mit einem Volumen von 18 Millionen CRTs und sein Immobilienportfolio wächst stetig. Zu ihren prominenten Nutzern zählen der Schweizer Profifußballer Diego Bena- Sohn. Kurt definiert den Unterschied zwischen Crowdlitoken und anderen auf Blockchain-Technologie basierenden Unternehmen so: «Es gibt keine Konkurrenten, die eine so geringe Investition für eine Beteiligung an verschiedenen Immobilien akzeptieren würden. Um Investitionen zu verwalten, können Benutzer mit ihrem Smartphone auf das Portal zugreifen ».
Dass Blockchain disruptives Potenzial hat, ist sowohl Trübestein als auch Kurt klar. Crowdlitoken-CEO fügt hinzu: „Banken werden für Anlageprodukte wie unseres obsolet. Neue Vertriebswege entstehen und der Zugang zum Finanzmarkt wird liberalisiert ». Einerseits ist die Digitalisierung des Kapitalmarktes völlig disruptiv, da sie zu einer Öffnung des Finanzmarktes führt. "Es gibt keine Barrieren und die Mindestmengen, um darauf zuzugreifen, sind gesunken." Destabilisierend sei dagegen die Digitalisierung von Titeln: „Das bedeutet, dass sie nicht mehr übertragen werden“ Werte durch Dritte übertragen und – da sie auf der Blockchain-Technologie basieren – können ohne vorherige Duplizierung versendet werden“, erklärt Kurt.
Trübestein ergänzt: «Kryptowährungen haben bereits die Welt und das Denken der verschiedenen Marktteilnehmer beeinflusst. Niemand weiß, wie sie sich in Zukunft entwickeln werden, aber die Vorteile sind jetzt schon klar ». Auch in der Schweiz gibt es Voraussetzungen: «Wir haben zielorientierte Rahmenbedingungen und innovative Unternehmen», sagt Trübestein. Bei der Umsetzung von Innovationen ist es wichtig, dass Unternehmen zusammenarbeiten. So ist es zum Beispiel bei «Hello World» passiert: Der Betrieb ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Block-immo, Elea Labs und Swiss Crypto Tokens.
WAS IST EIN TOKEN? Domenic Kurt, Crowdlitoken: ist ein digitales Asset (Token) basierend auf der Blockchain. Es ist die digitale Darstellung eines Titels. Sie enthält die Eigentumsrechte der Anleihe sowie das Rückgaberecht und stellt eine Rückzahlungspflicht dar.
WAS IST BLOCKKETTE? Michael Trübestein, Experte: eine Kette (=Kette) von Informationen (=Block). Sie werden mit einem Zeitstempel versehen und auf verschiedenen Computern gespeichert. Dies gewährleistet eine hohe Fälschungssicherheit. Blockchain-Systeme unterscheiden auch zwischen öffentlichen Netzwerken und privaten Netzwerken. Sie können rund um die Uhr genutzt werden.
WAS KANN BLOCKCHAIN-TECHNOLOGIE BESSER MACHEN ALS EINE BANK? Domenic Kurt, Crowdlitoken: Mit Wertpapieren auf Basis der Blockchain-Technologie ist es möglich, Werte zu senden, ohne sie zu duplizieren. Es ersetzt das Kreditorenbuch und sorgt dafür, dass Transaktionen schlanker, bequemer und effizienter ablaufen.
Die Digitalisierung verändert immer mehr Branchen, denken Sie nur an den Bankensektor, der das Konzept des E-Bankings und die Möglichkeit, Zahlungen unabhängig direkt vom PC oder Smartphone aus zu verwalten, längst eingeführt hat. Wenn es um die digitale Transformation geht, halten sich Immobilien bei der Implementierung neuer Technologien zurück. Schaut man sich das Schweizer PropTech-Szenario an, findet man jedoch über 100 innovative Unternehmen und Start-ups im Bereich Property Management, Construction und Smart Building. Dies ist ein Beweis dafür, dass es an Immobilieninnovationen nicht mangelt. Was hingegen zu fehlen scheint, ist die Neigung der Unternehmer, sie zu begrüßen, zu oft kurzsichtig und an Routineprozesse gebunden. Diese Mechanismen müssen sich daher in den kommenden Jahren anpassen, um zunehmend auf die Bedürfnisse eines digitalen Marktes zu reagieren. Die Mieter von morgen sind die Teenager von heute, "mit dem Smartphone in der Hand geboren", und sie werden wahrscheinlich nicht die gleiche Art der Kommunikation haben wie die derzeitigen Mieter. Aus diesem Grund ist es wichtig, von Anfang an proaktiv mit neuen Technologien umzugehen und diese sukzessive zu implementieren, damit sich einerseits bestehende Mieter und Mitarbeiter anpassen können und andererseits rechtzeitig für die Bedürfnisse der Mieter von morgen.
Wir von FlatMan begleiten Unternehmen bei diesem digitalen Transformationsprozess und ermöglichen ihnen, sich dem Wandel schrittweise zu stellen. In einer ersten Phase schlagen wir vor, unsere digitalen Anzeigetafeln am Eingang der Gebäude zu installieren, über die es möglich ist, jede Art von Anzeige an die Mieter direkt von Ihrem Büro aus zu veröffentlichen. So sparen Sie Papier- und Reisezeiten und generieren durch optionale Inserate zusätzliche finanzielle Einnahmen. In einer zweiten Phase ermöglicht Ihnen die von FlatMan entwickelte Plattform die Kommunikation zwischen Mietern, Immobilienagenturen und Handwerkern via App (www.flatman.ch). Dies ermöglicht es, die meisten Prozesse im Zusammenhang mit der Immobilienverwaltung zu optimieren und ihre Effizienz und Rückverfolgbarkeit zu erhöhen.
Wie allgemein bekannt ist, sind NNH Holding AG und die Next Property AG (NPAG) die Eigentümer. NPAG vereint die Interessen von über 500 Akteuren der Immobilienbranche und entscheidet selbst über den Ausbau ihrer Aktionärsbasis. Entsprechend ist die Akquisition (Aktionärsgewinnung) die Aufgabe der Next Property AG mit Geschäftsführer Mario Facchinetti. Bei newhome.ch werden die NPAG-Aktionäre als Geschäftskunden behandelt, die gewissen Vorzugskonditionen geniessen.
Weshalb beteiligte sich newhome.ch nicht direkt an eMonitor?
Eine direkte Beteiligung ergibt keinen Sinn, da keine Fusionsabsicht besteht. newhome versteht sich als Knotenpunkt eines werdenden Ökosystems und nicht als Orchestrator oder Investor. Die an emonitor AG beteiligten Kantonalbanken haben die Absicht, eine enge Kooperation zwischen newhome und emonitor sicherzustellen und dadurch schrittweise das Ökosystem rund um Immobilien und Wohnen zu erweitern. Mit Blick auf diese Erweiterung wollen die drei Kantonalbanken (SGKB, GKB, LUKB) noch weitere Kantonalbanken für eine Beteiligung gewinnen und so dieses Engagement breiter abstützen.
Der langjährige CEO verlässt das Portal, es entsteht der Eindruck, dass er nicht freiwillig gegangen ist (so fehlt auf der Homepage eine Mitteilung mit dem Dank des Verwaltungsrates)
Jean-Pierre Valenghi verlässt newhome per Ende 2021. Der Verwaltungsrat hat seinem Wunsch entsprochen, sich ab August im Rahmen eines mehrmonatigen Sabbaticals seiner Familie widmen zu können. Offizielle bzw. zu seiner Nachfolge weiterführende Informationen werden zu gegebener Zeit durch newhome erfolgen. newhome wird weiterhin vom zweiten Co-CEO geführt.
Wie will der neue Verwaltungsrat das Portal positionieren?
Die strategische Positionierung ist in Erarbeitung und noch nicht abgeschlossen. newhome wird hier zu gegebener Zeit informieren.
Wie soll das Ökosystem rund um newhome.ch aussehen?
newhome versteht sich als Knotenpunkt eines Ökosystems im Bereich Immobilien und Wohnen. Zukünftige strategische Allianzen und Kooperationen werden situativ in Absprache mit den newhome-Aktionären evaluiert.
Was sagt newhome.ch zur Fusion? Soweit das Interview von Mitte August. In der Zwischenzeit veränderte sich die Situation fundamental. Ich wollte von Jan Werkmann wissen, ob er ein Statement zum Zusammenschluss der Marktplätze von Ringier und TX Group abgeben wolle. Auch interessierte mich, ob die Ankündigung sich auf die Strategie von newhome.ch hätte und ob sich allenfalls die Geschwindigkeit bei der Umsetzung von Massnahmen veränderte? Jan antwortete darauf: Wir geben kein Statement ab über das Joint Venture. Unsere strategische Ausrichtung wird überarbeitet, um der aktuellen Marktsituation noch besser gerecht zu werden.
In alten Unterlagen habe ich die früher definierte Vision gefunden, dass mit newhome.ch innerhalb von 18 bis 24 Monaten der schweizweit dominierende Immobilienmarktplatz geschaffen werden solle. Die Datenhoheit solle bei den Eigentümern, Dienstleistern liegen. Mit dem Westschweizer Marktplatz immobilier.ch sollte kooperiert werden.
Was wurde erreicht? newhome.ch ist weit entfernt vom Anspruch des dominierenden Marktplatzes. Die Kooperation mit immobilier.ch kam nicht zustande. Nach Marktaussagen sollen die Westschweizer Kantonalbanken sich aus dem Aktionariat von newhome.ch verabschiedet haben. Diese Information kann nicht verifiziert werden, da die Logos der Aktionäre auf newhome.ch nicht mehr gezeigt werden. Der bisherige Co-CEO wurde (noch) nicht als alleiniger Geschäftsleiter bestätigt. Was sagt newhome zur Fusion?
„Finden statt suchen“
In der Handelszeitung wird erwähnt, dass sich newhome.ch eine neue Strategie gegeben habe. Mindestens diese Aussage steht im Widerspruch mit der Informationen, die der Verwaltungsratspräsident in meinem Interview gegeben hat. Vor allem wolle newhome.ch laut Handelszeitung mit dem Satz punkten: Finden statt suchen. Damit wird suggeriert, dass auf newhome.ch die grösste Auswahl an Objekten herrscht. Dies ist definitiv nicht der Fall. Der Autor des Artikels in der Handelszeitung sieht den grössten Vorteil der Zusammenarbeit zwischen Immobilienmakler und Kantonalbanken darin, dass die Banken „wissen“, ob das Geld für einen Kauf (und weniger für eine Miete) vorhanden ist. So könnten die potenziellen Käufer „qualifiziert“ werden. Auch hier wird vorgegaukelt, dass nur die Kantonalbanken Hypotheken vergeben. Dem ist aber nicht so. Der Wettbewerb zwischen Banken und Versicherungen tobt und Vermittler wie Moneypark spielen eine immer grössere Rolle. Wir Eigentümer wollen alle das Gleiche: Einen möglichst tiefen Hypothekarzins.
homegate.ch sorgt wieder für rote Köpfe
homegate.ch hat eine neue Auszeichnung mit „homegate.ch Quality Partner“ geschaffen. Nach Aussagen von homegate.ch will das Portal die Qualität einer Immobilie (und damit eines Anbieters) nach einheitlichen Kriterien bewerten. Das Resultat soll transparent an die Kundinnen und Kunden von homegate.ch vermittelt werden. homegate.ch legt Wert darauf, dass das Siegel nicht gekauft werden kann. Vielmehr müssen im voraus bekannte Kriterien erfüllt werden.
Auf Linkedin sorgt die Ankündigung für helle Aufregung. Gepaart mit dem Aufruf, sich nun geschlossen hinter newhome.ch zu scharen. Nun, in der allgemeinen Empörung über den Zusammenschluss der Marktplätze handelt homegate.ch sicher nicht klug. Vor allem scheinen sie vergessen zu haben, dass das Projekt „homeday“ damals Auslöser für Next Property war. Warum also ohne Not noch mehr Geschirr zerschlagen? Sind dies schon erste Anzeichen des kommenden Monopols?
Was sagt newhome zur Fusion? Aktuell sind die Aussagen sehr vage. Warten wir halt auf die seit langem versprochenen Taten.
Wie bei der ersten Durchführung im Jahr 2020, strömten viele interessierte Mitglieder des Schweizer Verband der Immobilienwirtschaft (SVIT) sowie weitere Besucher zur beliebten Eventlocation an der «Europaallee Zürich». Anbieter, User und Interessierte konnten sich an dieser Fachtagung austauschen und den direkten Kontakt zu diversen Softwareentwicklern suchen. Dabei wurden die neusten Softwareapplikationen für die Immobilienbranche seitens der rund 40 Aussteller präsentiert.Ein zusätzliches Highlight am «SVIT Digital Day» sind die praxisorientierten Fachreferate. Mario Facchinetti präsentierte am Mittag den Global Real Estate Run der Personen inner- und ausserhalb der Immobilienwirtschaft auf die Bedeutung der Branche für das Erreichen der Klimaziele aufmerksam gemacht werden. Die Laufveranstaltung steht als Symbol, die notwendigen Veränderungen voranzutreiben, für unsere Gesundheit und Tatkraft. Daniel Bruckhoff von ImmoScout24 präsentierte die neuen und vielfältigen Möglichkeiten auf der neuen Plattform für den Vermarktungserfolg. Wie schafft man es von der klassischen Bewirtschaftung zum vernetzten Immobilienmanagement? Peter Schindlmeier CEO von casavi, zeigte auf, wo die Unternehmen ansetzten, müssen, um ihre Systemlandschaft nachhaltig aufsetzen zu können. Der Geschäftsführer Rolf Truninger von QualiCasa AG, stellte die App «Visits» vor, die es erlaubt, bei Besichtigungen von Liegenschaften deren wichtigste Eigenschaften wie Zustand, Standard und Materialien über ein intuitives und schnelles Interface systematisch zu erfassen und auszuwerten. Der Zugang zur Fachtagung und zu den Referaten waren für alle kostenlos. Wir freuen uns schon heute auf den kommenden Event im Jahr 2022, der in dieser bewegten digitalen Transformation, bestimmt wiederum interessante Wege aufzeigen wird.
Orte zum Leben und Lernen schaffen, Infrastrukturen erhalten, Werte sichern: Die öffentliche Hand als grösste Immobilieneigentümerin trägt eine besondere Verantwortung. Der gesellschaftliche und technologische Wandel stellt die Verantwortlichen vor neue Herausforderungen, hinzu kommen die Auswirkungen von Corona. Wie geht man heute und morgen damit um?
Unter dem Motto «Eigentum verpflichtet» bietet das Swiss Public Real Estate Forum 2021 Denkanstösse und Handwerkszeug. Verschaffen Sie sich einen Überblick: Über innovative Konzepte in der Planung, nützliche Kooperationen in der Entwicklung, das neue Beschaffungsrecht und digitale Realitäten im Lebenszyklus einer Immobilie. Vernetzen Sie sich und tauschen Sie sich aus.
Wir freuen uns auf Sie am 28. Oktober 2021 in Aarau!
Albert Schweizer Vereinigung staatlicher und kommunaler Leiter Immobilien
Prof. Dr. Boris Szélpal Berner Fachhochschule, Architektur, Holz und Bau
Holcim, die Tochtergesellschaft Geocycle und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) wollen gemeinsam die Kreislaufwirtschaft voranbringen, um die Verschmutzung der Meere zu verringern. Zu diesem Zweck haben sie eine Partnerschaft geschlossen.
Laut einer Medienmitteilung von Holcim konzentriert sich diese strategische Allianz auf die Reduzierung von Plastik- und Meeresmüll in Indien, Mexiko, Marokko und auf den Philippinen. In dortigen Küstengemeinden soll die Abfallbewirtschaftung verbessert werden. Vorgesehen ist auch die Einrichtung von Anlagen zur Materialrückgewinnung. Zudem wollen die Partner Sensibilisierungskampagnen starten und die Tourismus- und Hotelbranche mit einbeziehen.
Die teilnehmenden Gemeinden sollen in die Sammlung grosser Mengen von Kunststoffen für die Wiederverwertung oder Mitverwertung zur Energiegewinnung eingebunden werden. Das soll Mitarbeitenden Zugang zum legalen Arbeitsmarkt, bessere Löhne und Sozialschutzleistungen verschaffen.
Holcim hat bereits im vergangenen Jahr mit der GIZ und der Fachhochschule Nordwestschweiz zusammengearbeitet. Damals überarbeiteten die Organisationen gemeinsam den Leitfaden zur Verwertung von Abfällen in der Zementproduktion. Sie gälten der Abfall- und Zementbranche als Referenzdokument für eine sichere und umweltgerechte Abfallbewirtschaftung.
Implenia beabsichtige, ihr Hochbau-Geschäft in Österreich an die Zech Bau Austria GmbH zu verkaufen, informiert die Bau- und Immobiliengesellschaft aus Dietlikon in einer Mitteilung. Der Verkauf soll per Ende Oktober abgeschlossen werden. Über den Kaufpreis haben die beiden Partner Stillschweigen vereinbart.
„Wir freuen uns, mit Zech Group einen strategisch passenden Eigentümer für unsere Hochbau-Aktivitäten gefunden zu haben, der gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden in Österreich eine nachhaltige Wachstumsstrategie umsetzen wird“, erläutert Jens Vollmar, Head Division Buildings von Implenia, in der Mitteilung. Bereits im Bau befindliche Projekte will Implenia in Eigenverantwortung abschliessen.
Der Verkauf des Hochbau-Geschäfts in Österreich erfolgt im Rahmen der Strategie von Implenia, sich auf das Kernportfolio des Unternehmens zu konzentrieren. Die Gruppe wolle sich „auf integrierte Bau- und Immobiliendienstleistungen in der Schweiz und in Deutschland sowie Tunnelbau und damit verbundene Infrastrukturprojekte in weiteren Märkten“ ausrichten, heisst es dazu in der Mitteilung. Ende 2020 hat Implenia bereits die Tüchler Ausbau GmbH in Österreich verkauft. Das Unternehmen für Innen- und Trockenausbau wurde von der HK-A Ausbau Holding GmbH übernommen.
Die Hofer Kommunalmanagement AG in Riniken präsentiert drei neue Verwaltungsräte. Laut Medienmitteilung gehören Otto Müller, bis 2018 Stadtpräsident von Dietikon, der ehemalige CVP Nationalrat Melchior Ehrler sowie der Limmattaler Netzwerk-Manager Jürg Hässig neu dem Verwaltungsrat an. Bruno Hofer, Gründer der seit 2007 auch im Limmattal tätigen Agentur für Standortförderung, wird Verwaltungsratspräsident.
Hofer setze einen neuen Fokus in der Standortförderungsberatung, heisst es in der Medienmitteilung. Dazu werde nun die neu unter Markenschutz stehende eigens entwickelte Methode für Gemeindeführung, das systemische Kommunalmanagement SysKom, schweizweit vermarktet. Eine Marktanalyse habe gezeigt, dass der Bedarf an Standortförderung bei Schweizer Gemeinden vorhanden sei und weiterwachse, wird Hofer zitiert: „Der Wettbewerb der Standorte erzwingt geradezu, eine wirkungsorientierte Standortförderung durchzuführen.“
Der von Hofer und seinen Mitarbeitenden in Riniken geschaffene methodische Ansatz wird in der Medienmitteilung als eine handliche Methode beschrieben, die Städten, Gemeinden und Regionen helfen soll, in einem einfachen Verfahren eine Aufwertung für ihren Standort zu erfahren, die sich auch in Rankings niederschlagen kann. Die Methode umfasst nach Angaben von Hofer Kommunalmanagement acht Schritte von der Standortbestimmung bis zu Raumplanung und Standortkommunikation. Den Schlusspunkt bildet laut der Mitteilung die Standortvermarktung.
Der Herbst nähert sich mit grossen Schritten und mit ihm leider auch wieder die Zeit von steigenden Corona-Fallzahlen. Ein dezentrales Team-Event im Freien gibt Planungssicherheit und erfordert keine Zertifikatspflicht bzw. den damit verbundenen organisatorischen Aufwand. Firmen können sich als gesamtes Unternehmen anmelden oder auch nur mit einzelnen Teams teilnehmen. Eine ideale Möglichkeit für einen Strategy-Walk abseits des hektischen Alltagsgeschehens – oder einfach nur für einen netten Plausch unter Arbeitskollegen.
Dazu nutzten einige Unternehmen die Veranstaltung im letzten Frühling für zusätzliche Teambuilding-Massnahmen und organisierten etwa spontan einen Apéro-Empfang, starteten einen eigenen Slack-Channel um den (internationalen) Team-Spirit zu stärken oder entschieden sich auf der gesamten Strecke Abfall zu sammeln und diese gute Tat über Social Media zu kommunizieren. Mehr Impressionen der vergangenen Veranstaltung finden Interessierte hier.
Für die Teilnahme gibt es keine speziellen Voraussetzungen, nur den Willen 6 Kilometer innerhalb 24 Stunden zu absolvieren. Ob Joggen oder ambitioniertes Gehen ist jeder teilnehmenden Person freigestellt. Nach Anmeldung erhält der Teilnehmer Zugang zu einer geogetaggten App. Die Strecke kann von den Privatpersonen/Teams frei und ortsunabhängig gewählt werden.
Die Organisatoren möchten mit dieser Initiative wieder auf Innovation und Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft aufmerksam machen. Jeder kann hierzu etwas beitragen. Denn Nachhaltigkeit ist kein lokales, sondern ein globales Thema. Genauso wie der Global Real Estate Run. Als «grünes» Zeichen wird dank der Hauptpartner Unispace, Immo!nvest und PropTechMarket für jeden absolvierten Kilometer ein Baum gepflanzt.
Einer Mitteilung der Fundamenta Real Estate AG zufolge hat die Zuger Immobiliengesellschaft im ersten Semester 2021 Nettomieterträge in Gesamthöhe von 17,9 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 10,6 Prozent. Als Wachstumstreiber werden in der Mitteilung die Fertigstellung von Projekten und der Ankauf neuer Liegenschaften genannt. Zudem hatte das Unternehmen seine Leerstandsquote im Jahresvergleich um 0,8 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent senken können.
Als Reingewinn wurden im Berichtssemester 12,0 Millionen Franken ausgewiesen, das sind 36,7 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2020. „Das kräftige Gewinnwachstum“ gehe vorwiegend auf die gute operative Entwicklung und einen Neubewertungserfolg von 5,3 Millionen Franken zurück, schreibt Fundamenta Real Estate. Das Unternehmen weist zudem auf eine „unterproportionale Erhöhung des Betriebsaufwandes“ hin.
Der Bilanzwert des Immobilienportfolios von Fundamenta Real Estate hat zum Stichtag am 30. Juni 2021 erstmals die Milliardengrenze überschritten. Im Vergleich zum Ende 2020 legte der Wert von 991,9 Millionen auf gut 1,06 Milliarden Franken zu. Dabei hatte das Unternehmen im Berichtssemester drei Liegenschaften erworben und zwei Projekte nach Fertigstellung in den Bestand überführt. Zum Stichtag wies das Portfolio insgesamt 66 Bestandsliegenschaften und zwei Entwicklungsprojekte auf. Im Juli hat Fundamenta Real Estate eine weitere Wohnliegenschaft mit 13 Wohneinheiten in Richterswil ZH erstanden.
Die Reisebranche zeichnet regelmässig die interessantesten Start-ups aus. An der vierten Travel Start-up Night des Verbandes Internet Reisevertrieb (VIR) und des Travel Industry Clubs präsentierten sich vier Schweizer Jungunternehmen. Dabei konnte laut einer VIR-Mitteilung open2work die analog und digital Teilnehmenden überzeugen. Das Zürcher Start-up wird sich im Dezember den Vertretern der Reisebranche der deutschsprachigen Länder in Frankfurt vorstellen können.
Die Plattform von open2work ermöglicht es Unternehmen mit überzähligen Büroplätzen, diese Interessierten für die stunden- oder tageweise Nutzung anzubieten. In der Schweiz hat das 2020 gegründete Unternehmen laut Mitgründer und CEO Lionel Ebener bereits 27 Standorte. Das Interesse sei auch auf der Nachfrageseite vorhanden. So konnte die Plattform in der ersten Septemberwoche 30 Buchungen verzeichnen. „Unsere Kunden sehen jetzt, dass wir etwas besonderes sind.“
Das Start-up sucht nun eine Finanzierung in mittlerer sechsstelliger Höhe. „Wir wollen eine professionelle Infrastruktur aufbauen und jetzt alle Schritte skalierbar machen“, so Ebener. open2work wolle das Airbnb für Büros werden.
Das Departement für Umwelt, Bau und Design der SUPSI startet am 22. September seine hochkarätig besetzte öffentliche Vortragsreihe zur Klima- und Umweltkrise. Darin werden laut einer Medienmitteilung „die Herausforderungen für unser gesamtes Wissen“ reflektiert. Sie trägt den Titel „Earth Emergency – Leben, bauen, eine nachhaltige Zukunft denken“. Insgesamt sind in diesem Rahmen auf dem SUPSI-Campus in Mendrisio vier Veranstaltungen geplant. Sie richten sich nicht nur and Studiernende, sondern für alle Bürgerinnen und Bürger- Die Teilnahme ist jeweils kostenlos, Anmeldungen sind jedoch erforderlich.
Den ersten Abend wird Thomas Stocker von der Universität Bern bestreiten. Die SUPSI führt ihn in ihrer Ankündigung als „einen der wichtigsten Protagonisten der internationalen Klimaforschung“ ein. Der Professor für Klima- und Umweltphysik befasst sich seit 30 Jahren mit dem Klima und war massgeblich an der Ausarbeitung der UNO-Berichte zum Klimawandel beteiligt. Am 22. September hält er um 18.30 Uhr einen Vortrag mit dem Titel „Klimakrise – Gibt es einen Impfstoff?“.
Am 27. Oktober referiert der Geophysiker und ehemalige Präsident des römischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie, Domenico Giardini, zum Thema „Auf dem Weg zum Mars“. Am 9. Dezember heisst der Vortrag von Telmo Pievani, Professor am ersten Lehrstuhl Italiens für Philosophie der biologischen Wissenschaften an der Fakultät für Biologie der Universität Padua, „Wir verändern die Welt und die Welt verändert uns: Ein evolutionärer Blick auf die Umweltkrise“.
Zum Abschluss spricht Francesca Bria, Präsidentin des Nationalen Innovationsfonds Italiens und Honorarprofessorin am Institut für Innovation und öffentliche Belange an London’s Global University, am 23. Februar 2022 über „Die Revolution der Stadt: Datendemokratie, Partizipation und ökologischer Wandel“.
Mit seinem Bauprojekt für den Rieter Campus bekennt sich Rieter zum Standort Winterthur und zum Werkplatz Schweiz, wie aus einer Medienmitteilung des Textilmaschinenherstellers hervorgeht. Am Mittwoch wurde der Grundstein für das neue Kunden- und Technologiezentrum sowie das Verwaltungsgebäude gelegt. Dafür investiert das seit 225 Jahren in Winterthur ansässige Unternehmen rund 80 Millionen Franken
Der Rieter Campus soll ab 2024 auf einer Geschossfläche von über 30’000 Quadratmetern Platz für rund 700 Arbeitsplätze bieten. Dafür habe das Unternehmen mit einem Spezialisten für Büroarchitektur ein offenes Raumkonzept entwickelt. Mit einer Wärmeerzeugung via Erdsonden und einer 1300 Quadratmeter grossen Photovoltaikanlage setze Rieter auf erneuerbare Energien. „Die unternehmerische Ausrichtung auf nachhaltige und energieeffiziente Lösungen für die Garnproduktion spiegelt sich damit im Gesamtkonzept des Campus wider“, wird CEO Norbert Klapper zitiert.
Rieter habe im Laufe seiner Firmengeschichte die Stadt Winterthur mitgeprägt, so Verwaltungsratspräsident Bernhard Jucker. „Jetzt entsteht mit dem neuen Campus das Fundament für die Zukunft als führendes Technologieunternehmen.“
Holcim ist eigenen Angaben zufolge das erste Unternehmen der Baubranche, das sich zu messbaren positiven Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und ein ökologischeres Wassermanagement verpflichtet hat. Gleichzeitig will der Konzern mehr Natur in die Städte bringen.
Laut einer Medienmitteilung will Holcim bis 2030 etwa die Wasserintensität in allen Produktlinien. So soll bei der Herstellung von Zement eine Reduktion von 33 Prozent erreicht werden. Bei Zuschlagstoffen sollen es 20 Prozent und bei Transportbeton 15 Prozent sein. Bis 2030 verspricht der Baustoffkonzern die Wiederauffüllung des Süsswassers in wassergefährdeten Gebieten: 75 Prozent der Standorte sollen bis dahin „wasserpositiv“ sein. Zudem will Holcim im selben Zeitraum 100 Prozent aller Standorte mit Systemen zur Wiederaufbereitung von Wasser ausstatten.
Messbare positive Auswirkungen möchte Holcim auch auf die Biodiversität erzielen. Dabei wolle sich der Konzern an dem Berichtssystem für Biodiversitätsindikatoren (Biodiversity Indicator and Reporting System, BIRS) der Weltnaturschutzunion IUCN orientieren. So sollen etwa bis 2022 für alle Steinbrüche Sanierungspläne vorliegen. Die BIRS-Grundlagen für alle bewirtschafteten Flächen sollen bis 2024 erfüllt sein. Zudem soll der Einsatz von Lösungen wie der wasserdurchlässige Holcim-Beton Hydromedia und Gründachsysteme für lebenswertere Städte beschleunigt werden.
Eva Zabey, Executive Director bei Business for Nature, lobt Holcim zu diesen ehrgeizigen Zielen. Sie könnten „sowohl im Baustoffsektor als auch in der Industrie insgesamt zu skalierbaren Veränderungen führen.“ Alle Ökosysteme und Gesellschaften seien auf solche Massnahmen und Verpflichtungen von Unternehmen angewiesen.
Das Engineering- und Consulting-Unternehmen Helbling konzipiert mittels innovativer Technologien Belüftungssysteme für Innenräume, unter anderem um die Luftqualität an Arbeitsplätzen zu steigern. Nicht zuletzt die COVID19-Pandemie hat die verlässliche Qualität der Raumluft ganz oben auf die Agenda von Unternehmen und Institutionen gehoben. Laut einem Fachartikel von Helbling werden Belüftungssysteme auch deshalb bedeutender, da immer mehr Bauten etwa nach dem energiesparenden Minergie-Standard erstellt werden. Verbesserte thermische Isolation und geringere Frischluftzufuhr helfen, Energie zu sparen. Somit beeinflussen aber auch Fremdstoffquellen wie Baumaterialien im Innenraum die Luftqualität.
Ziel gut konzipierter Belüftungssysteme ist es, sowohl gasförmige Stoffe wie Gerüche als auch irritierende Substanzen und Partikel wie Staub oder Viren aus der Umgebungsluft zu eliminieren. Dabei geht es auch um Kohlendioxid aus der menschlichen Atmung und kleinste Flüssigkeitströpfchen, sogenannte Aerosole. Im Fachartikel betonen die Autoren Reto Wäger und Christian Seiler, für eine effiziente Analyse mache man sich die Transporteigenschaften von Aerosolen zunutze. Da sich Aerosole mit der ausgestossenen Atemluft mitbewegen, können Konzentration und Verteilung des Kohlendioxids im Raum mittels Sensoren gemessen und analysiert werden. Flössen reale Messwerte bereits in die Planungsphase etwa für Arbeitsplätze oder Werkhallen ein, könne „gleich zu Beginn mit gezielten Massnahmen eine bestimmte Luftqualität am Arbeitsplatz erreicht werden“, heisst es im Artikel.
Dafür setzt das Unternehmen etwa Strömungssimulationen ein. Sie werden mittels geeigneter Software-Tools wie Ansys oder COMSOL erstellt. Auch typische Bewegungsszenarien werden bereits bei der Planung berücksichtigt. Darüber hinaus können dabei laut Helbling weitere innovative Systeme zur Optimierung der Raumluft wie UV-Photokatalyse oder Plasma-Reinigung zum Einsatz kommen.
Die Sto AG ersetzt in den Beschichtungen ihres Fassadendämmsystems StoTherm AimS ein Drittel des Bindemittels durch einen nachwachsenden Rohstoff auf der Grundlage von Kiefernöl. Dadurch lassen sich bei einem Einfamilienhaus mit 200 Quadratmetern Fassadenfläche rund 43 Liter Erdöl einsparen, heisst es in einer Medienmitteilung.
Ein kompletter Ersatz von Erdöl durch Kiefernöl sei jedoch nicht möglich gewesen. Dies hätte sich nachteilig auf Qualität und Haltbarkeit ausgewirkt.
StoTherm AimS ist laut Medienmitteilung das einzige Fassadendämmsystem mit Unter- und Oberputzen sowie einer Fassadenfarbe, die zum Teil auf nachwachsenden Rohstoffen basieren. Es ist mit dem deutschen Umweltzeichen Blauer Engel zertifiziert ist. Ausserdem ist es riss- und schlagsicher und kann nicht brennen. Daher eignet es sich auch für Hochhäuser.
Alle zwei Jahre richten die Industrie- und Wirtschaftsvereinigung Schaffhausen (IVS) und das ITS Industrie- und Technozentrum Schaffhausen den IVS Innovationspreis der Schaffhauser Platzbanken aus. Mit ihm werden Unternehmen aus dem Wirtschaftsraum Schaffhausen für die Entwicklung und erfolgreiche Marktplatzierung eines innovativen Produkts ausgezeichnet. Kriterium für die Verleihung des Preises sind unter anderem die Wirtschaftlichkeit und das volkswirtschaftliche Potenzial der Innovation.
In diesem Jahr hatten sich 23 Unternehmen um den Preis beworben. Von ihnen trug TTS Inova aus Thayngen SH den Sieg und ein Preisgeld von 10’000 Franken davon, informiert die IVS in einer Mitteilung. Das auf Posamente und technische Textilien spezialisierte Familienunternehmen wurde für eine elastische Erdwärmesonde ausgezeichnet. „Unser Produkt ist lebensmittelkonform, damit ist es auch in Gebieten einsetzbar, in denen man sonst keine Erdwärmepumpe installieren dürfte“, wird Inhaber Simon Bernath in der Mitteilung zitiert.
Das Jungunternehmen Imnoo aus Buchberg SH kam mit seiner auf Künstlicher Intelligenz basierenden Anwendung für Fräs- und Drehteile auf den zweiten Platz. „Technische Teile zu kalkulieren ist zeitaufwändig und braucht ein grosses Fachwissen, über das meist nur wenige Personen im KMU – und nicht selten nur der Geschäftsführer selbst – verfügen“, erläutert Inmo-Co-Gründer Jonas Albergatti.
Die Savvy Telematic Systems AG belegte mit ihrem Sensor für Eisenbahntransportwaggons den dritten Platz. Im letzten Wettbewerb 2019 hatte das Unternehmen aus der Kantonshauptstadt für einen Sensor zur automatischen Flachstellenerkennung im Schienenverkehr den ersten Preis erhalten. Das Restaurant Tanne Schaffhausen wurde für sein auf ethische und ökologische Werte ausgerichtetes Geschäftsmodell mit einem Sonderpreis bedacht.
Im Immobilienmarkt steckt enorm viel Dynamik. Entsprechend schnell dreht sich auch das Wohnungskarussell. Über digitale Plattformen finden Angebot und Nachfrage einfach und direkt zueinander. Denn das Web zeigt unverkennbar, was das Mietobjekt zu bieten hat. Im weiteren Prozess jedoch intransparent blieb noch bis vor gut einem Jahr die Bonität des potenziellen Mieters. Trotz des Betreibungsregisterauszugs, den der am Mietobjekt Interessierte einreichen musste. Denn auch dieses, damals noch alternativlose und deshalb unverzichtbare Dokument mit umständlichem Namen und ebensolchem Beschaffungsweg brachte dem Vermieter keine Klarheit. Zum einen bildet der herkömmliche Auszug lediglich die Betreibungssituation am aktuellen Wohnort ab. Allfällige Betreibungen an früheren Wohnorten bleiben unsichtbar – die über 400 Betreibungsämter in der Schweiz sind nicht vernetzt. Zum anderen kann das Dokument, das noch immer in Papierform ausgegeben wird, ziemlich einfach ‚korrigiert‘ werden. Entsprechend häufig wird hier bei unliebsamen Einträgen getrickst.
Mit CreditTrust mehr Vertrauen, weniger Ungewissheit … Somit erstaunt nicht, dass sich das neu entwickelte und 2020 lancierte CreditTrust-Zertifikat als innovativer und äusserst zuverlässiger Bonitätsausweis innert weniger Monate bei den Immobilienbewirtschaftern etabliert hat. Das digitale, Blockchain-gesicherte Zertifikat kann nicht gefälscht werden, greift für die Ermittlung der Zahlungsfähigkeit die beiden grössten Bonitätsdatenbanken in der Schweiz ab und bringt allseits nur Vorteile: Der Vermieter minimiert sein Risiko von Mietausfällen um ein Vielfaches und der Mietinteressent kann sich mit diesem binnen drei Minuten ausgestellten Zertifikat als wirklich zahlungsfähig und vertrauenswürdig ausweisen.
… und ein Vielfaches an Sicherheit und Aussagekraft gewinnen Fast so schnell hat es das CreditTrust-Zertifikat in den Kreis der für den diesjährigen Real Estate Award Nominierten der Kategorie Bewirtschaftung geschafft. Der Award zeichnet Schlüsselprojekte und Innovationen aus, die den Markt verändern und der Schweizer Immobilienwelt Impulse geben. Die Freude aller drei an der Entwicklung des CreditTrust-Zertifikats beteiligten Firmen – Intrum AG, CRIF AG und Certifaction AG – über die Nomination war entsprechend gross: Manuel Zollikofer, CRIF AG, Benoit Henry, Certifaction AG sowie Martin Honegger, Intrum AG, sind sich einig: «Die Nomination ist eine wertvolle Anerkennung. Sie bestätigt uns, dass wir mit CreditTrust eine radikale Innovation geschaffen haben, auf die der Markt gewartet hat.» Die Schwierigkeiten der Real Estate Branche mit dem Betreibungsauszug sind den Gründern und Innovatoren gut bekannt: «Wir sind stolz darauf, gemeinsam einen neuen digitalen Standard gesetzt zu haben. CreditTrust hat den Betreibungsregisterauszug nicht einfach nur ersetzt. Das digitale Zertifikat ist um ein Vielfaches sicherer, aussagekräftiger und digitaler als ein herkömmlicher Betreibungsregisterauszug.»
Dem zuverlässigen, digitalen Zertifikat steht ein grosser Markt offen Der Markteintritt ist dem CreditTrust-Zertifikat überaus erfolgreich gelungen. Es ist zu erwarten, dass das digitale Zertifikat aufgrund seiner Qualitäten und Vorteile den herkömmlichen Betreibungsregisterauszug bald komplett ablösen wird. In Anbetracht der 3,2 Millionen jährlich in der Schweiz für vielerlei Zwecke bestellten Betreibungsregisterauszüge trifft das Prädikat ‚radikale Innovation‘ für CreditTrust nicht nur auf seine Wirkung in der Immobilienbranche zu.
Bereits bei der ersten Durchführung im Jahr 2020 strömten viele interessierte Mitglieder des Schweizer Verband der Immobilienwirtschaft (SVIT) sowie weitere Besucher zur beliebten Eventlocation an der «Europaallee Zürich». «Die Digitalisierung ist seit vielen Jahren ein grosses Thema in der Immobilienbranche», sagt Pascal Stutz, CEO von SVIT Zürich. «Aber viele kleinere Unternehmen tun sich recht schwer mit dem Thema. Wir geben schon seit längerem unseren Mitgliedern auf den Weg, dass die Digitalisierung einfach kommt – ganz egal, ob sie nun mitmachen oder nicht.» Einerseits gibt es den Digital-Kompass, um die digitale Fitness einer Firma zu prüfen. Das Ausprobieren, Anschauen, aber auch der persönliche Kontakt steht beim SVIT Digital Day im Vordergrund.
Meet & Greet Auch in diesem Jahr können sich Anbieter, User und Interessierte an der Fachtagung austauschen und den direkten Kontakt zu diversen Softwareentwicklern der digitalen Angebote suchen. Dabei werden die neusten Softwareapplikationen für die Immobilienbranche seitens der rund 40 Aussteller präsentiert. Zudem lanciert die Kommission «SVIT Digital» an diesem Tag ein «Meet and Greet» für alle Besuchenden. Spezifische digitale Anliegen und Fragen können direkt mit ausgewiesenen Profis vor Ort und anderen Usern intensiv diskutiert werden, um so effiziente Lösungsansätze zu erarbeiten. Ein zusätzliches Highlight am «SVIT Digital Day» sind die praxisorientierten Fachreferate. Und das Allerschönste: Der Zugang zur Fachtagung und zu den Referaten ist für alle kostenlos.
Mittels Drohnenaufnahmen lassen sich Neubauprojekte digital modellieren. Das geplante Objekt wird mit Hilfe einer Software in die von der Drohne erhaltenen Grundstücks- und Umgebungsaufnahmen sozusagen «hineingesetzt». Mit diesem Building Information Modeling (BIM) entstehen so realitätsgetreueVisualisierungen eines Neubauprojekts in zwei- oder dreidimensionaler Ansicht. Objektstrategische Aussagen können so zuverlässig, schnell und günstig getroffen werden.
Drohnen werden aber auch für baubezogene Arbeiten selbst eingesetzt. Zu den jüngsten Anwendungen zählt der computergesteuerte Einsatz von Drohnen für Fassadenanstriche. Die fliegenden Robotik-Helfer lassen sich sehr präzise steuern und können ganz nahe an eine Wand fliegen. So ist es möglich, Fassaden ohne Arbeitsvorbereitung und Aufstellung von Gerüsten zu streichen. Neben der Zeitersparnis ist dies auch ein Fortschritt in puncto Sicherheit auf dem Bau.
Ein weiterer Anwendungsbereich ist jener für Inspektionen und Schadensprüfungen von Gebäuden und Bauwerken – beispielsweise der Einsatz von Drohnen für die Dachinspektion. Aufgrund der hohen Flughöhen und guten Stabilisierung im Flug können Drohnen auch bei historischen Gebäuden – beispielsweise Kirchen – eingesetzt werden. Aber auch zur Prüfung von Gebäuderissen, Glasschäden oder schwer zugänglichen Stellen lassen sich Drohnen komfortabel und sicher einsetzen. Dank der hohen Auflösung der Bilder können auch feinste Schäden erkannt werden und diese Aufnahmen für spätere Dokumentationszwecke gespeichert werden.
Impulse rund um Innovationen in der Immobilien- und Bauwirtschaft finden Sie hier: https://hubs.li/H0RQl480
Das Forschungsprojekt namens Quality of Air in School Buildings (QAES) hat zum Ziel, konkrete technologische Lösungen zur Verbesserung der Luftqualität an Schulen finden. Das Institut für angewandte Nachhaltigkeit in der bebauten Umwelt der SUPSI ist daran ebenso beteiligt wie die Sektion Logistik des Tessiner Finanz- und Volkswirtschaftsdepartements, der Verein Minergie sowie die Gemeinden Bellinzona und Mendrisio. Im Rahmen eines Interreg-Projekts des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung arbeiten Tessiner Forschung, Industrie und öffentliche Einrichtungen mit Südtiroler Partnern zusammen.
Laut einer Medienmitteilung ist das Ziel dieser Studie, die Luftqualität in Klassenzimmern zu messen und Instrumente zu deren Verbesserung zur Verfügung zu stellen, die die Schadstoffbelastung verringern. Ausgangspunkt war eine Studie des Bundesamts für Gesundheit. Dabei hatten Stichproben in 200 Klassenzimmern ergeben, dass der Grenzwert von 2000 ppm (parts per million) CO2 in der Raumluft bei zwei Dritteln überschritten wurde.
Diese Studie zeigte, dass die Konzentration in minergiezertifizierten Gebäuden mit systematischem Luftaustausch geringer ist. Bei den Messungen seien auch Fälle gefunden worden, in denen flüchtige organische und mikrobielle Verbindungen die Sicherheitsgrenze überschritten oder sehr nahe daran lagen. Die Empfehlungen der Studienautoren reichen von Luftüberwachunssystemen in Klassenzimmern über den Einsatz von Luftreinigern bis zum Austausch von Fenstern und Türen.
Am 15. und 16. September führt die SUPSI für Fachleute aus dem Bausektor einen Weiterbildungskurs zum Thema durch. Dafür ist eine Anmeldung erforderlich. Zudem findet am 16. September eine öffentliche Konferenz zum Thema statt.
Das Dübendorfer Urban Energy Systems-Labor der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat Massnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase der 1,8 Millionen Gebäude im Land erarbeitet. Das Labor wolle aufzeigen, welches die passenden Schritte sind und in welcher Reihenfolge sie sinnvollerweise unternommen werden sollten, heisst es in einer Mitteilung. Ziel ist eine entscheidende Absenkung des CO2-Ausstosses für Heizen und Kühlen, um das Netto-Null-Ziel der Schweiz bis 2050 zu erreichen. Denn ginge die ökologische Sanierung des Gebäudebestands im augenblicklichen Tempo voran, würde dies noch 100 Jahre dauern, rechnet die Empa vor.
Unter der Leitung von Kristine Orehounig teilten die Forschenden mittels des Datenschürfens alle Wohn- und Gewerbegebäude der Schweiz je nach Baujahr, Heizungstyp, Lage und Anzahl der Nutzenden in über 100 Archetypen ein. Anschliessend wurden alle auf ihre Eignung für Photovoltaik und den Anschluss an ein Wärmenetz geprüft.
Diese Sortierarbeit habe laut Empa ergeben, dass es sich lohne, die Erneuerung von Dächern und Fenstern älterer Gebäude besonders rasch anzugehen. Darauf solle die Sanierung von Heizanlagen bei fast allen Haustypen folgen. Wichtig sei es, fossile Brennstoffe so rasch wie möglich durch Photovoltaik auf Dächern und an Fassaden zu ersetzen. Das Forschungsteam empfiehlt Wärmeerzeugung durch Wärmepumpen und Biomasseheizungen. „Wenn die vorgeschlagenen Massnahmen ergriffen werden“, glaubt Kristine Orehounig, „können die Treibhausemissionen im bestehenden Gebäudepark der Schweiz um 60 bis 80 Prozent gesenkt werden“.
Kompotoi befindet sich unter den sechs Finalisten für den Swiss Excellence Produkt Award 2021. Das hat Swiss Excellence jetzt mitgeteilt. Das Zürcher Start-up überzeugte die Jury mit seinen mobilen und auf Nachhaltigkeit fokussierten Komposttoiletten. Die Preisverleihung findet am 16. September im Technopark Winterthur statt. Mit dem Swiss Excellence Produkt Award leistet die Swiss Excellence Stiftung eigenen Angaben zufolge einen Beitrag zur Förderung des Unternehmertums sowie des Technologie- und Innovationsstandortes Schweiz.
Kompotoi bietet eigenen Angaben zufolge eine „schöne, benutzerfreundliche und nachhaltige Alternative“ zu den herkömmlichen Toilettenhäuschen. Sie seien „absolut geruchsfrei“ und werden „in Schweizer Handarbeit“ aus Holz gefertigt. Sie kommen ohne Plastik, Chemie, Strom und Spülwasser aus. „Wir haben für den Bereich der mobilen Toiletten eine bessere Lösung entwickelt als die herkömmliche. Sie ist einfach und einleuchtend. Deshalb sind die Kunden begeistert von unserem Produkt“, so Kompotoi in seiner Präsentation für den Green Business Award, für den das Unternehmen ebenfalls nominiert ist.
Stattdessen werden die gesammelten Reststoffe durch eine kombinierte Verfahrenstechnik von Fermentation und Kompostierung in stabile Humuserde umgewandelt. „In einem Kilo Kompost wird durchschnittlich 0,2 kg CO2 gespeichert“, so Kompotoi auf die Frage nach dem Umweltnutzen ihres Produkts. „Kompotoi produzierte 2019 rund 100 Tonnen Kompost, das sind circa 20’000 Kilogramm gespeichertes CO2. Wenn alle mobilen Toiletten der Schweiz als Komposttoiletten betrieben würden, könnten so 13‘200 Tonnen CO2 nachhaltig in den Böden gespeichert werden.“
Kompotoi vermietet seine Holztoiletten etwa für grössere Festivals. Das Unternehmen plant aber auch Anlagen im öffentlichen Bereich oder für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Ausserdem verkauft Kompotoi Toilettenlösungen für Gartenhäuser, Jagd- und Alphütten.
Mit Kompotoi bewerben sich weitere zwei Start-ups um den Swiss Excellence Produkt Award: Hivewatch und Smartbreed. In der Kategorie KMU sind ebenfalls drei Unternehmen nominiert: Advanced Osteotomy Tools – AOT AG, Qumea und Rheonics. Alle Start-up-Finalisten werden bereits mit einem dreijährigen Coaching des Start-up-Förderers genisuisse unterstützt.
Der Kanton Zürich will die Hitzebelastung im Siedlungsraum des Kantons mindern. Dazu stellt der Kanton eine neue Internetseite mit dem Namen Hitze im Siedlungsraum zur Verfügung, informiert die Kantonsverwaltung in einer Mitteilung. Die Seite bietet ein interaktives Werkzeug an, mit dem die aktuelle Klimasituation für ein beliebiges Areal analysiert werden kann. Für allfällige Weiterentwicklungen des gewählten Areals hält die Website zudem Empfehlungen und konkrete Massnahmen gegen eine Überwärmung bereit.
Darüber hinaus werden auf dem neue Internetauftritt Beispiele für eine klimaangepasste Siedlungsentwicklung vorgestellt. Dabei werden 18 mögliche Massnahmen gezeigt, mit denen die klimatische Situation bei Städtebau, Gebäuden und Freiräumen verbessert werden kann.
Weiterhin stellt der Kanton eine digitale Anwendung zur Verfügung, mit der Messdaten zur Lufttemperatur von rund 50 Standorten im Kanton untersucht und visualisiert werden, erläutert die Kantonsverwaltung. Dazu stützt sich die Anwendung auf ein vom kantonalen Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft bereits seit zwei Jahren betriebene Messnetz. Das digitale Werkzeug soll zur besseren Analyse von Hitzewellen und der Wirkung städtebaulicher Massnahmen zur Hitzeminderung beitragen.
Avobis bringt eine neue Immobilienplattform an den Markt. Property Captain soll das gesamte Spektrum von der Suche über die Finanzierung, Versicherung und Pflege bis hin zu Bewertung, Kauf oder Verkauf von Liegenschaften abdecken, informiert der Zürcher Immobilien- und Hypothekendienstleister in einer Mitteilung. Dazu setzt die Plattform Künstliche Intelligenz ein. „Property Captain verfolgt die Vision, die über vier Millionen Wohnobjekte mit den individuellen Wohnträumen der Schweizer Bevölkerung zu matchen und so die Zufriedenheit mit der Wohnsituation zu verbessern“, wird Avobis-Co-CEO Patrick Schmid in der Mitteilung zitiert.
Die neue Tochter von Avobis ist als offene Plattform mit einem unabhängigen Netzwerk von Partnern konzipiert. Bereits zur Lancierung hätten sich rund 120 Finanzierungspartner und 150 Maklerunternehmen einbinden lassen, informiert Avobis. Als Innovationspartnerin konnte die Gruppe die Bank CIC (Schweiz) AG gewinnen.
Avobis werde sämtliche eigenen Angebote für Privatkunden, insbesondere die entsprechenden Hypothekardienstleistungen, in der neuen Property Captain Tech AG bündeln, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Die Leitung des Proptech soll Myriam Reinle übernehmen. In der Mitteilung weist Avobis auf die langjährige Erfahrung von Reinle in der Leitung von Online-Marktplätzen und Tech-Start-ups hin. In der Immobilienbranche war die designierte Leiterin von Property Captain für ImmoStreet und das zur TX Group gehörende Unternehmen Homegate aktiv.
Die Hochschule für Architektur, Bau und Geomantik der FHNW offeriert ab Januar an ihrem Standort in Olten einen Zertifikatslehrgang in Spatial Data Analytics, zu deutsch Geodatenanalyse. Dieser soll Fachpersonen etwa aus den Datenwissenschaften, Verkehr, Logistik, Raumplanung sowie Natur- und Umweltwissenschaften befähigen, die Städte der Zukunft digital zu planen und die Daten von Infrastrukturen auszuwerten. Damit reagiere die Hochschule auf ein Bedürfnis der Bau- und Planungsbranche, heisst es in ihrer Medienmitteilung.
Das Certificate of Advanced Studies (CAS) Spatial Data Analytics solle in 16 Kurstagen und in Zusammenarbeit mit Fachleuten aus der Praxis das erforderliche Wissen vermitteln, um Geodaten zielgerichtet modellieren, verarbeiten und interpretieren zu können. Dafür sei „eine ausgewogene Mischung aus Vorträgen, Fallstudien, Gruppenarbeiten und praktischen Übungen“ vorgesehen, so die FHNW. Zudem seien Zeitblöcke für das Selbststudium eingeplant.
„Die Frage, wo räumlich messbare Ereignisse stattfinden, reicht nicht mehr aus“, wird Prof. Dr. Pia Bereuter in der Mitteilung zitiert. „In Zukunft müssen wir auch verstehen, warum sich diese ereignen. Dazu braucht es fundierte Analyseprozesse, welche in die Digitalisierungsstrategie von Unternehmen oder Organisationen eingebunden sind.“ Diese Expertise stelle „in nahezu jeder Branche“ die Grundlage für Entscheide mit Raumbezug dar.
Lumineo, ein junges Unternehmen aus dem Jura, ist eingeladen worden, einen Teil der repräsentativen Eingangshalle im neuen Konzernsitz von Vinci mit seinem innovativen Material zu gestalten. Für den grössten Baukonzern Europas und den fünftgrössten der Welt hat Lumineo eine 80 Quadratmeter grosse Wand aus lichtdurchlässigem Beton errichtet. Das verwendete Material heisst Lumistone. Es ist eine Eigenentwicklung des in Porrentruy ansässigen Unternehmens.
Laut einer Mitteilung ist dies die grösste Wand, die die Lumineo Group je mit diesem Material gebaut hat. Lumistone sieht aus wie Beton. Mittels LEDs können animierte Bilder durch diese Wand projiziert werden. Der Weg zur erfolgreichen Entwicklung dieses transluziden Materials sei „so hart wie Beton“ gewesen, so Lumineo auf seiner Internetseite. Unzählige Schichten von Glasfasern hätten in den Beton gegossen werden müssen, „bevor das Rezept entdeckt wurde“.
Darüber hinaus ist dies eine geschwungene Wand, „was bedeutet, dass die Struktur anders bearbeitet werden musste“, wird Lumineo-CEO und eine der Projektleiterinnen, Aurélie Pezzotta, zitiert. Sie war Mitte Juni Gast der neuen Veranstaltungsreihe Femmes Fondatrices im Switzerland Innovation Park Basel Area, Standort Jura. Pezzotta sei froh darüber, diesen Bau fertiggestellt zu haben, denn „die Nächte waren in den vergangenen Monaten sehr kurz“.
Eine Wand im Empfangsbereich des weltweit führenden Bauunternehmens könne für die Lumineo Gruppe nur von Vorteil sein. „Viele Architekten und Projektmanagerinnen werden hier vorbeikommen“, es sei also ein grossartiges Schaufenster für das Unternehmen. Nun wolle sich Lumineo auf nationaler Ebene weiterentwickeln und weitere Mitarbeitende einstellen.
Die Mobiliar und Raiffeisen haben Anfang Jahr das Gemeinschaftsunternehmen Liiva gegründet. Dieses geht nun mit einer gleichnamigen digitalen Wohneigentumsplattform an den Start. Nutzerinnen und Nutzer sollen bei allen Bedürfnissen rund um Wohneigentümer unterstützt werden, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.
Konkret bietet Liiva verschiedene digitale Werkzeuge an. So hilft sie etwa beim Wohnungskauf, indem sie passende Inserate der grössten Immobilienmarktplätze übersichtlich darstellt. Die Plattform bietet Wohneigentümerinnen und Wohneigentümern aber beispielsweise auch Unterstützung bei der Einschätzung des Marktwerts, bei der Beurteilung des aktuellen Gebäudezustands sowie bei Sanierungen. Bald sollen auch Funktionen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Immobilien aufgeschaltet werden.
„Wir möchten die Kundennähe unserer Mutterhäuser digital spiegeln und sowohl bestehenden als auch künftigen Wohneigentümerinnen und Wohneigentümern das Leben spürbar vereinfachen“, lässt sich Phil Lojacono, CEO von Liiva, in der Mitteilung zitieren. Lojacono ist auch Gründer des Zürcher Fintech-Unternehmens Advanon, welches von CreditGate24 übernommen wurde.
Die Mobiliar und Raiffeisen wollen mit Liiva den traditionellen Immobilienmarkt aufmischen und die Digitalisierung der Industrie vorantreiben, heisst es. Sie sind je zu je 50 Prozent an der in Zürich ansässigen Gemeinschaftsfirma beteiligt. Verwaltungsratspräsident ist Philipp Ries, der auch als Head of EMEA Assistant Distribution Partnership bei Google in Zürich tätig ist. Er ist ausserdem Verwaltungsratspräsident des Ferienanbieters Hapimag.
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