Kategorie: Unternehmen

Unternehmen – Immobiliennews zu Firmen, Strategien, Innovationen & Marktbewegungen der Schweizer Immobilienbranche.

  • Kooperation für mehr Solarstrom in Zürich und Ostschweiz

    Kooperation für mehr Solarstrom in Zürich und Ostschweiz

    Die Basler Energieversorgerin IWB hat den in Winterthur ansässigen Solarspezialisten Senero AG übernommen. Wie es in einer Mitteilung heisst, will IWB damit ihre Position auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien ausbauen. Die Position von Senero wird demnach mit dem Zugang zu Struktur, Grösse und dem integrierten Lösungsangebot von IWB deutlich erweitert.

    In der Kooperation will IWB in die eigene und den Ausbau der dezentralen Solarstromproduktion investieren und damit einen Beitrag zur Versorgungssicherheit und Energiewende leisten, heisst es in der Mitteilung. Bis 2030 will das Unternehmen 150 bis 200 Megawatt Photovoltaikleistung (Megawatt peak/MWp) auf Dächern und Fassaden bei Privat- und Geschäftskunden installieren. Derzeit sind bereits 55 MWp installiert. Des Weiteren bietet IWB seinen Kunden umfangreiche Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) an. Kundinnen und Kunden werden bei Gründung, Betrieb und Verwaltung von ZEV unterstützt.

    Senero bringt in die neue Partnerschaft die Expertise in der Installation von Photovoltaikanlagen (PV), Batterien und Ladestationen für Elektroautos ein. Jährlich installiert das Unternehmen 120 Photovoltaikanlagen.

    «Zusammen mit unseren Solarfirmen Planeco und Kunz Solartech kann IWB dank Senero in der gesamten Deutschschweiz Solaranlagen bei Firmen und Privatkunden realisieren. Vor allem im Raum Zürich und in der Ostschweiz können wir nun unsere Vertriebsaktivitäten verstärken», wird Markus Balmer, Leiter Vertrieb von IWB, in der Mitteilung zitiert. «Wir rechnen mit weiterhin starkem Wachstum in der Solarbranche, auch wenn das gegenwärtige Marktumfeld schwieriger geworden ist. Es gibt noch viel zu viele Dächer ohne PV, und die gesetzlichen Rahmenbedingungen für PV-Anlagen haben sich mit der neuen Energiegesetzgebung verbessert.»

    Fabian Krämer, Co-Geschäftsführer von Senero, sieht in der Übernahme durch IWB Sicherheit und eine langfristige Perspektive. «IWB ist ein grosser und etablierter Partner, der unseren Mitarbeitenden eine sichere Zukunftsperspektive bietet. Gemeinsam mit IWB können wir unsere Erfolgsgeschichte im Solarmarkt fortsetzen und viele weitere Anlagen für unsere Kunden realisieren», wird Krämer zitiert.

  • Starke Follower statt schwache Chefs

    Starke Follower statt schwache Chefs

    Die klassische Annahme lautet, wer Leistung bringt, wird befördert. Doch das sogenannte Peter-Prinzip erklärt bereits, warum gute Mitarbeitende oft bis zur Inkompetenz aufsteigen. Eine neue Perspektive bringen nun die Forscher Christian Zehnder, Benjamin Tur und Matthieu Légeret ein. Sie argumentieren, dass beim Aufstieg einer Führungskraft nicht nur deren Kompetenzen zählen, sondern auch der Verlust ihres Beitrags als Follower.

    Ein Zielkonflikt mit Folgen
    Wird eine Person mit hoher Teamkompetenz zur Führungskraft, verliert die Gruppe oft einen produktiven und engagierten Mitarbeitenden auf der operativen Ebene. In manchen Fällen kann es daher strategisch klüger sein, eine weniger kompetente Person zu befördern, einfach, um das funktionierende Teamgefüge zu erhalten.

    Führung ist nicht immer der Schlüssel zum Erfolg
    «Unsere Forschung zeigt, dass es unter bestimmten Umständen optimal sein kann, weniger kompetente Personen in Führungsrollen zu bringen», erklärt Zehnder. Das gelte vor allem dann, wenn die Führungsfunktion zeitaufwändig, aber operativ wenig entscheidend sei und wenn der beste Follower für die tägliche Arbeit unverzichtbar ist.

    Rolle der Unternehmenskultur
    Ein zentrales Element ist dabei die Wertschätzung guter Follower-Rollen. Belohnungssysteme könnten so gestaltet werden, dass Top-Performer auf unteren Hierarchiestufen bleiben möchten, ohne dass dies als Karrierestillstand empfunden wird. Zudem brauche es eine interne Kommunikation, die erklärt, warum nicht jede Beförderung gleichbedeutend mit dem höchsten Beitrag zur Organisation ist.

    Führung überdenken heisst Effizienz steigern
    Die Studie fordert ein radikales Umdenken in der Talentstrategie. Nicht immer ist die klassische Aufstiegsidee die beste Lösung für das Unternehmen. Manchmal ist es effektiver, Kompetenz dort zu lassen, wo sie den grössten Nutzen bringt, auch wenn das bedeutet, dass nicht die Besten an der Spitze stehen. Der wahre Erfolg liegt möglicherweise in der Stärke derer, die nicht führen.

  • Neue Sporthalle in Sissach entsteht unter der Erde

    Neue Sporthalle in Sissach entsteht unter der Erde

    Die ERNE AG Bauunternehmung sieht sich bei der Realisierung einer Dreifachsporthalle in Sissach auf gutem Kurs. Das Projekt wird von ERNE plus als Totalunternehmer umgesetzt, informiert das Unternehmen der ERNE Gruppe aus Laufenburg in einer Mitteilung. Seit Spatenstich am 12. April vergangenen Jahres laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren.

    ERNE plus übernimmt als Totalunternehmer die Koordination aller am Bau beteiligten Gewerke. Durch die enge Zusammenarbeit werde die termingerechte und hochqualitative Ausführung des Bauprojekts sichergestellt, schreibt die ERNE AG. Bei Planung und Umsetzung setzt ERNE digitale Werkzeuge ein.

    Der von der Architekten Penzel Valier AG aus Zürich erarbeitete Entwurf der Dreifachsporthalle setzt auf nachhaltige Bauweise, heisst es in der Mitteilung. Ein Grossteil der Halle wird unterirdisch entstehen, so dass auf dem Hallendach ein Allwetterplatz angelegt werden kann. Oberirdisch ist die Halle über einen Pavillon mit dem bestehenden Schulgebäude verbunden.

  • BRUGG Pipes eröffnet Produktion in den USA

    BRUGG Pipes eröffnet Produktion in den USA

    BRUGG Pipes steht vor der Auslieferung der ersten Rohrringe seines flexiblen Rohrsystems CALPEX PUR-KING, informiert das zur BRUGG Group AG aus Brugg gehörige Unternehmen aus Kleindöttingen in einer Mitteilung. Die Rohrringe wurden in der neuen Produktionshalle von BRUGG Pipes und Rovanco Piping Systems in Joliet im US-Bundesstaat Illinois gefertigt. Für den Produktionseintritt in den USA hatten BRUGG Pipes und Rovanco im April vergangenen Jahres die Einrichtung einer Gemeinschaftsfirma in Joliet vereinbart.

    In das neue Werk haben die Partnerunternehmen rund 20 Millionen Dollar investiert. Unter der Leitung des Schweizers Pirim Dahinden sollen dort jährlich zwischen 3000 und 5000 Fuss des Rohrsystems CALPEX PUR-KING hergestellt werden. BRUGG Pipes ist auf die Produktion von Rohrsystemen für Flüssigkeiten, Gase und Wärme spezialisiert.

    «Mit der neuen Produktion in den USA erhöhen wir die Planungssicherheit für unsere Kundinnen und Kunden, reduzieren Lieferzeiten und Transportkosten und sind zudem nicht von möglichen US-Zöllen betroffen», wird Martin Rigaud, CEO von BRUGG Pipes, in der Mitteilung zitiert. «Das verschafft uns in der aktuellen Marktsituation einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.» Angaben von BRUGG Pipes zufolge stammen rund 80 Prozent der im neuen Werk verarbeiteten Rohmaterialien aus den USA.

  • Führungswechsel bei Immobilienfirma aus Schlieren

    Führungswechsel bei Immobilienfirma aus Schlieren

    Die Geistlich Immobilia AG gibt einen Wechsel an der Spitze bekannt: Per Anfang Juli hat Ladina Esslinger die Leitung der Immobilienentwicklerin aus der Geistlich Gruppe übernommen, informiert Geistlich Immobilia in einer Mitteilung. Die bisherige Leiterin Projektentwicklung übernimmt die operative Leitung von Martin Geistlich. Der bisherige Geschäftsführer bleibt im Unternehmen aber als Verwaltungsratspräsident aktiv.

    Die Geistlich Immobilia AG nimmt innerhalb der Geistlich Gruppe die Neuausrichtung des ehemaligen Firmenareals in Schlieren war. Hier entsteht auf über 125’000 Quadratmetern der Stadtteil amRietpark. Um einen 600 Meter langen Park sind dabei rund 650 Wohnungen sowie Geschäfts- und Büroflächen angelegt. Aktuell geht Geistlich Immobilia die Realisierung des Projekts Lymhof an.

    «Unser Ziel ist es, Projekte zu realisieren, die Schlieren als Wohn- und Wirtschaftsstandort langfristig stärken, mit echtem Mehrwert für die Menschen, die hier leben, ebenso wie für ansässige und neue Unternehmen», wird Esslinger in der Mitteilung zitiert. Die neue Leiterin der Geistlich Immobilia AG hat Architektur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich studiert und einen Executive Master of Business Administration an der Universität St.Gallen erworben.

  • Mietverhältnis beenden: Zwischen Schlichtungsverfahren, Erstreckung und Ausweisung

    Mietverhältnis beenden: Zwischen Schlichtungsverfahren, Erstreckung und Ausweisung

    Schlichtungsverhandlung Kündigung Mietwohnung
    Kündigt der Vermieter die Mietwohnung, kann der Mieter die Kündigung innert 30 Tagen nach Erhalt bei der Schlichtungsbehörde anfechten und eine Erstreckung verlangen. Können sich die Parteien nicht auf einen Vergleich einigen, kann die Schlichtungsbehörde einen Entscheidvorschlag unterbreiten oder dem Mieter die Klagebewilligung für das Mietgericht ausstellen. 

    Erstreckung Mietverhältnis
    Falls die Kündigung gültig ist, schlägt die Schlichtungsbehörde in der Regel eine Erstreckung vom Mietverhältnis vor, diese beträgt für Wohnräume maximal vier Jahre. Das Mietrecht bestimmt in Art. 272a OR wann eine Erstreckung ausgeschlossen ist. Zusätzlich hat das Bundesgericht mehrfach bestätigt, dass der Mieter bereits vor der Schlichtungsverhandlung konkrete Suchbemühungen nach einem Ersatzobjekt nachweisen muss. Ohne konkrete Suchbemühungen besteht kein Anspruch auf Erstreckung. 

    Bei einer letztmaligen Erstreckung endet das Mietverhältnis definitiv, eine weitere Erstreckung ist nicht möglich. Dagegen kann der Mieter bei einer erstmaligen Erstreckung bis 60 Tage vor Ablauf der ersten eine zweite Erstreckung verlangen. Möchte der Vermieter eine letztmalige Erstreckung, muss dies in der Vereinbarung explizit stehen, sonst gilt eine erstmalige Erstreckung. 

    Ausweisungstitel
    Einigen sich die Parteien auf einen definitiven Auszugstermin, sollte der Vermieter auf einen Ausweisungsbefehl im Vergleich bestehen. Damit kann der Vermieter direkt beim Gemeindeammann die Ausweisung verlangen, falls der Mieter auf den vereinbarten Zeitpunkt doch nicht auszieht. 

    Empfehlungen für Vermieter
    Ist eine Erstreckung ausgeschlossen, kann es für den Vermieter unter Umständen trotzdem sinnvoll sein, eine kurze letztmalige Erstreckung zu gewähren. So kann ein langwieriges Gerichtsverfahren mit entsprechender «kalten Erstreckung» vermieden werden. In einer Vereinbarung sollte der Vermieter darauf achten, dass eine letztmalige Erstreckung klar formuliert ist und auf einen Ausweisungsbefehl bestehen. 

  • CH Media steigt bei Immobilienportal ein

    CH Media steigt bei Immobilienportal ein

    Die Kapitalerhöhung bei Newhome führt zu einer Neuverteilung der Anteile. Die 19 beteiligten Kantonalbanken reduzieren ihren Anteil auf 39,25 %, die Next Property AG  mit 536 Unternehmen der Immobilienbranche, hält neu 23,35 %, AXA 17,4 % und CH Media steigt mit 20 % als neuer Aktionär ein. Ziel ist eine langfristige Stärkung der Plattform als regional führendes Immobilienportal.

    Medienkraft trifft Immobilienkompetenz
    Mit der Beteiligung verschmelzen zwei unterschiedliche, aber komplementäre Kompetenzen. Während Newhome über langjährige Erfahrung in der digitalen Vermarktung und im Plattformbetrieb verfügt, bringt CH Media seine mediale Marktmacht und regionale Verankerung ein. Diese Kombination soll insbesondere die Sichtbarkeit und Relevanz der Plattform im Markt weiter ausbauen.

    Ein strategischer Schritt in einen Wachstumsmarkt
    CH Media baut damit seine Aktivitäten im digitalen Kleinanzeigengeschäft weiter aus. Neben Jobportalen wird nun auch der Immobilienbereich als attraktives Wachstumsfeld erschlossen. CEO Michael Wanner sieht in der Beteiligung ein konsequentes Element der Unternehmensstrategie und betont das Potenzial, die Nutzerbasis zu erweitern.

    Fairness und Partnerschaft
    Die bestehenden Anteilseigner begrüssen die Beteiligung von CH Media ausdrücklich. Für sie bleibt klar, Newhome soll als transparentes und fair gestaltetes Immobilienportal wachsen, ohne Datenverkauf, ohne Eingriff in Transaktionen, ohne einseitige Preisgestaltung. Das gemeinsame Ziel lautet, nachhaltiger Ausbau des Portals im Dienst der Nutzerinnen und Nutzer.

    Stärkung aus eigener Kraft
    Die Beteiligung von CH Media steht exemplarisch für eine neue Phase im digitalen Immobilienmarkt. Plattformen, die durch Zusammenarbeit von Medienhäusern und Branchenakteuren getragen werden, gewinnen an Bedeutung. Newhome positioniert sich als regional verwurzelte, unabhängige Alternative und setzt ein klares Zeichen gegen die Monopolisierung im Online-Immobiliengeschäft.

  • Digital Journey Challenge 2025 jetzt bewerben

    Digital Journey Challenge 2025 jetzt bewerben

    Die digitale Transformation ist nicht aufzuhalten und bietet gerade kleinen und mittleren Unternehmen enorme Möglichkeiten. Die Digital Journey Challenge 2025, lanciert vom Centre Suisse d’Électronique et de Microtechnique (CSEM), richtet sich an Unternehmen und Start-ups, die ihre Innovationskraft mit digitaler Technologie auf ein neues Niveau heben wollen.

    Im Zentrum steht die Förderung zukunftsweisender Projekte in Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Internet of Things (IoT), Automatisierung oder anderen Schlüsseltechnologien. Bewerberinnen und Bewerber erhalten professionelle Begleitung, technologische Expertise und bis zu 100’000 Franken finanzielle Unterstützung.

    Drei starke Argumente für Ihre Teilnahme
    Technologie-Boost
    Zugang zu CSEM-Know-how in acht Schlüsseltechnologien

    Finanzielle Förderung
    Bis zu 100’000 CHF für Entwicklungszeiten, Beratung und Technologietransfer

    Marktposition stärken
    Höhere Sichtbarkeit, mehr mediale Präsenz, Zugang zu Expertennetzwerken

    Einfacher Bewerbungsprozess, grosse Wirkung
    Die Teilnahme ist unkompliziert. Interessierte laden das Factsheet herunter, beschreiben ihre Idee und reichen das Formular ein. Alle Informationen und Bedingungen sind auf der CSEM-Website abrufbar. Die Bewerbungsfrist endet am 15. September 2025.

    Erfolgsbeispiel
    Wie wirkungsvoll die Challenge sein kann, zeigt das Siegerprojekt 2024. Die Varioprint AG überzeugte mit ihrer KI-gestützten 3D-Inspektionslösung für Leiterplatten. Ihr Projekt «AI in Every Pixel» adressiert einen globalen Wachstumsmarkt und beschleunigt die Qualitätskontrolle in der Elektronikindustrie nachhaltig.

    Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie Ihre digitale Transformation aktiv mit.

  • Zusammenschluss stärkt Gebäudetechnik im Thurgau

    Zusammenschluss stärkt Gebäudetechnik im Thurgau

    Die NEGXT AG, ein Planungsunternehmen für Netz- und Gebäudetechnik mit Sitz in Kreuzlingen, übernimmt die Edelmann Ingenieurbüro AG aus Thalheim rückwirkend per 1. Januar 2025. Das Edelmann Ingenieurbüro soll laut einer Medienmitteilung organisatorisch und operativ in die bestehenden Strukturen von NEGXT integriert werden. Beide Unternehmen gehören der energie thurgau (EKT) Gruppe aus Arbon an.

    Mit dem Zusammenschluss möchte NEGXT seine regionale Präsenz im Raum Zürich und Thurgau stärken. Gleichzeitig kann das Unternehmen so seine Kompetenzen in den Bereichen Elektroplanung, Bauleitung und Fachkoordination für elektrische Gebäudeinfrastrukturen ausbauen. Zu den weiteren Vorteilen gehören laut Mitteilung eine stärkere Leistungsbasis, eine gebündelte Fachkompetenz von zwei etabliertern Teams, erweiterte Kapazitäten für grössere und komplexere Projekte sowie eine stärkere regionale Verankerung.

    Die bisherigen Ansprechpersonen sollen unverändert bleiben. Dabei übernimmt Roman Edelmann, bisheriger Geschäftsführer der Edelmann Ingenieurbüro AG, innerhalb der NEGXT AG die Position als Leiter Gebäude am Standort Thalheim. Darüber hinaus wird er in die Geschäftsleitung von NEGXT aufgenommen.

  • CEO wird Teilhaber bei Baugruppe

    CEO wird Teilhaber bei Baugruppe

    Die ERNE Gruppe nimmt ihren CEO Giuseppe Santagada als Teilhaber auf. Der seit Jahresbeginn 2024 amtierende CEO steigt auch als Minderheitsaktionär bei der Bau- und Immobiliengruppe aus Laufenburg ein, informiert die ERNE Gruppe in einer Mitteilung. Das Familienunternehmen wird in vierter Generation von der Gründerfamilie gehalten.

    «Die Zusammenarbeit mit Giuseppe Santagada verläuft seit dem ersten Tag partnerschaftlich, engagiert und auf Augenhöhe» werden Daniel und Christoph Erne, Verwaltungsratspräsident und -vizepräsident, in der Mitteilung zitiert. Der promovierte Ökonom trage mit unternehmerischen Weitblick und Führungserfahrung zur strategischen Weiterentwicklung der Gruppe bei. «Die Aufnahme als Minderheitsaktionär ist Ausdruck unseres gegenseitigen Vertrauens und unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitenden, Kunden, Partnern und der Familie.»

    Die Gesellschaften der ERNE Gruppe sind auf die gesamte Bauwirtschaft von der Rohstoffgewinnung über Planung und Realisierung von Projekten bis hin zu Rückbau, Entsorgung und Wiederverwertung spezialisiert. Das Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Laufenburg über weitere Standorte in der Schweiz sowie in Deutschland und ist in der Schweiz, in Deutschland und in Luxemburg aktiv.

  • SVIT Schweiz mit neuer Führung

    SVIT Schweiz mit neuer Führung

    Mit der Übergabe des Präsidiums von Andreas Ingold an Michel Molinari hat der SVIT Schweiz einen bedeutenden Generationenwechsel vollzogen. Molinari, bisher Vizepräsident und CEO der BLKB Fund Management AG, übernimmt damit die Verantwortung für einen Verband mit über 2’600 Mitgliedern. Zeitgleich wurden Cécile Berger-Meyer und David Zumsteg ins Präsidium gewählt. Ihre Vorgänger, Andreas Ingold und Jean-Jacques Morard, wurden für ihr langjähriges Engagement zu Ehrenmitgliedern ernannt.

    Ein Verband in Bewegung
    2024 war ein intensives Jahr, mit gezielter politischer Positionierung, strategischen Projekten wie der DACH-Kooperation und dem Mietrechtskommentar. Der erfolgreichen Neuauflage der «SVITPedia» sowie einer hohen Bildungsnachfrage zeigt sich der SVIT Schweiz dynamisch und anpassungsfähig. Die Zertifizierung nach «eduQua» wurde erneuert, Lehrgänge und Prüfungen erfolgreich in allen Landesteilen durchgeführt.

    Strategische Klarheit und operativ stark
    Die positive Entwicklung des Verbands in den letzten acht Jahren ist auf klare strategische Entscheidungen und die Professionalisierung der Strukturen zurückzuführen. Die Trennung von Strategie und Operative, die Einführung eines CEO-Modells sowie die Neuausrichtung der Plattformen Forum, Campus und Summit schaffen ein stabiles Fundament. Ein strategischer Massnahmenplan zur Positionierung wurde erarbeitet und befindet sich in der Umsetzung. Ziel ist es, die Sichtbarkeit und Wirksamkeit des Verbands weiter zu steigern.

    Politische Relevanz gestärkt
    Die Delegiertenversammlung 2025 zeigte einmal mehr die wachsende politische Relevanz des SVIT Schweiz. Die Delegierten stimmten einem Antrag zu, künftig keine Sponsoringverträge mehr mit der Swiss Marketplace Group AG abzuschliessen. Ebenso werden laufende Verträge bis zum Ablauf gekündigt. Der Verband setzt damit ein Zeichen für Unabhängigkeit und klare Interessenvertretung der Branche.

    Sichtbar, präsent, konsequent
    Mit der neuen Führung und einer gestärkten Position will der SVIT Schweiz seine Rolle als führender Berufs- und Branchenverband weiter ausbauen. Die drei strategischen Pfeiler, Ausbildung, Politik, Networking bilden das stabile Fundament für ein zukunftsorientiertes Engagement. Die Delegiertenversammlung als Teil des Swiss Real Estate Forums bot dafür auch 2025 die passende Bühne, mit inspirierenden Impulsen von Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Wirtschaft.

  • EMPA gewinnt Building Award 2025

    EMPA gewinnt Building Award 2025

    Rund 8 Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen entfallen auf die Zementherstellung, ein enormer Hebel für den Klimaschutz. Die Empa setzt genau hier an. Mit CO₂-speicherndem Beton, dem speziell entwickelte Kohlenstoff-Pellets aus Pflanzenkohle beigemischt werden. Diese ersetzen einen Teil der konventionellen Gesteinskörnung. Der Clou, die Pellets nehmen CO₂ auf und können als dauerhafte Kohlenstoffsenke wirken, ohne die Baustoffeigenschaften negativ zu beeinflussen. Damit wird der Beton nicht nur klimaneutral, sondern potenziell CO₂-negativ und bleibt dabei praxistauglich einsetzbar im Hoch- und Infrastrukturbau.

    Ausgezeichnete Ingenieurleistung mit Perspektive
    Für diese Innovation wurde die Empa Ende Juni 2025 mit dem Building Award in der Kategorie «Forschung, Entwicklung, Start-ups» ausgezeichnet. Dem bedeutendsten Preis für Bauingenieurwesen in der Schweiz. Die Preisverleihung im KKL Luzern würdigte herausragende Projekte, die Wissenschaft und Praxis zusammenbringen. Die Empa überzeugte mit einer Lösung, die das Potenzial hat, die Emissionsbilanz ganzer Bauprojekte signifikant zu verbessern und das mit Blick auf industrielle Umsetzbarkeit.

    Pilotprojekt bereits geplant
    Das Empa-Team um Pietro Lura und Mateusz Wyrzykowski entwickelt die CO₂-negativen Pellets bereits mit Partnern für den Markteinsatz weiter. Erste Anwendungen sind in Vorbereitung, unter anderem in der NEST-Unit «Beyond Zero», einem Modul des experimentellen Forschungsgebäudes der Empa und Eawag. Dort werden CO₂-reduzierte und -negative Baustoffe unter realen Bedingungen getestet, was die praktische Relevanz der Forschung zusätzlich unterstreicht.

    CO₂ als Rohstoff der Zukunft
    Die Beton-Innovation ist Teil einer umfassenderen Strategie. Mit der Forschungsinitiative «Mining the Atmosphere» verfolgt die Empa ein visionäres Ziel, den Umbau der Wirtschaft hin zu einem CO₂-basierten Stoffkreislauf. Das Konzept, CO₂ wird direkt aus der Atmosphäre abgeschieden und in chemische Grundstoffe wie Methan oder Methanol umgewandelt. Diese wiederum ersetzen fossile Rohstoffe in der Produktion von Baumaterialien oder Energieträgern. Am Ende ihres Lebenszyklus sollen die Produkte in speziellen Lagerstätten gebunden werden, ein langfristiger Speicher für Kohlenstoff.

    Weitblick für Bau, Energie und Wirtschaft
    Der Ansatz reicht weit über das Bauwesen hinaus. Mit synthetischem Methan könnten künftig saisonale Energieungleichgewichte überwunden und CO₂-intensive Materialien ersetzt werden. Voraussetzung ist eine enge Verzahnung von Materialforschung, Prozessentwicklung und wirtschaftlicher Skalierbarkeit. Die Empa fordert deshalb neben technologischem Fortschritt auch regulatorische Rahmenbedingungen, die CO₂-Bindung wirtschaftlich attraktiv machen.

    Innovationskraft als Hebel für die Transformation
    Die Auszeichnung der Empa markiert mehr als einen wissenschaftlichen Erfolg. Sie steht sinnbildlich für den Wandel im Bauwesen. CO₂-speichernde Materialien sind keine ferne Vision mehr, sondern konkrete Werkzeuge für die Bauwende. Damit könnte die Branche vom Problemverursacher zum Teil der Lösung werden und Gebäude künftig helfen, das Klima aktiv zu stabilisieren.

  • Auszeichnung für nachhaltigen Spitalneubau

    Auszeichnung für nachhaltigen Spitalneubau

    Das Kantonsspital Baden hat bei den European Healthcare Design Awards 2025 den Preis für Einrichtungen über 25’000 Quadratmeter gewonnen. Er wurde im Rahmen des 11. European Healthcare Design Congress in London verliehen. Diese jährlich vergebene Auszeichnung würdigt herausragende Bauten des Gesundheitswesens.

    Wie das KSB mitteilt, habe die Jury «nach einem hochkompetitiven Auswahlverfahren» insbesondere den integrativen Ansatz des Entwurfs gelobt: «ein Spital, das funktionale Effizienz, Aufenthaltsqualität, architektonische Identität sowie das Wohl von Patienten und Mitarbeitenden gleichermassen in den Fokus rückt». Die von Salus Naturarzneimittel und Architects for Health organisierte Jury setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern aus Australien, Grossbritannien und den USA zusammen. In ihrer Bekanntmachung der Gewinner betonen die Veranstalter, dass das Schweizer Projekt «Nachhaltigkeit und heilende Architektur auf ein neues Niveau hebt».

    Der auch Agnes-Spital genannte Neubau war vom Kantonsspital Baden in Auftrag gegeben und von Nickl & Partner Architekten, Ghisleni Partner sowie Amstein + Walthert Zürich geplant worden. Sein Name geht auf Königin Agnes von Ungarn aus dem Haus Habsburg zurück, die der Stadt Baden 1349 ein Spital stiftete, das seither immer an die medizinischen Entwicklungen angepasst wurde.

    «Wir sind stolz, auf unserem Gesundheitscampus eine Infrastruktur geschaffen zu haben, die auch international begeistert», so das KSB. «Ein Grund zur Freude für das gesamte KSB – und für den Kanton Aargau!»

  • KI-gestützte Plattform für dynamische Stromtarife

    KI-gestützte Plattform für dynamische Stromtarife

    Exnaton und der Energiekonzern TotalEnergies Power & Gas Belgium sind eine Partnerschaft eingegangen. Dies haben die beiden Unternehmen auf der VivaTech-Messe in Paris im Rahmen einer gemeinsamen Präsentation öffentlich bekanntgegeben. Wie die 2020 gegründete Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich jetzt in einer Mitteilung ausführt, zeige diese Kooperation, wie agile Energie-Start-ups etablierte Versorger bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen für die Energiewende unterstützen können. Exnaton war im vergangenen Jahr Teil des Start-up-Beschleunigers TotalEnergies On.

    Die Abrechnungsplattform von Exnaton ermöglicht es Energieversorgern, dynamische Tarife für erneuerbaren Strom anzubieten. Dabei orientieren sich die Strompreise für Verbrauchende an der je aktuellen Stromnachfrage. Dafür verarbeitet Exnaton mit seiner auf Künstlicher Intelligenz basierenden Softwarelösung pro Kundin oder Kunde im Jahr 35’000 Datenpunkte und stellt stündlich aktuelle und prognostizierte Strompreise bereit.

    Ausserdem können Preissignale an intelligente Geräte wie Ladesäulen für Elektrofahrzeuge oder Energiemanagementsysteme im Haushalt übermittelt werden, sodass der Energieverbrauch automatisch auf günstigere Zeitfenster verschoben werden kann. Die Technologie hilft laut Exnaton, «Netzengpässe infolge der zunehmenden Elektrifizierung zu reduzieren, ermöglicht Verbrauchern spürbare Einsparungen bei den Stromkosten und gibt den Energieversorgern die Möglichkeit, ihr Angebot im Sinne der Energiewende weiterzuentwickeln.»

  • Internationale Expansion mit Fokus auf Schwellenländer

    Internationale Expansion mit Fokus auf Schwellenländer

    Im Rahmen seiner Local-for-Local-Strategie baut Sika seine Präsenz in China, Brasilien und Marokko aus. In China hat das das weltweit aktive Unternehmen der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie seinen bestehenden Standort in der Metropolregion Suzhou ausgebaut, informiert Sika in einer entsprechenden Mitteilung. Hier werden Klebe- und Dichtungslösungen aus Polyurethan für den Automobil-, Bau- und Industriesektor hergestellt.

    In Brasilien hat Sika seinen Standort in der Nähe von Belo Horizonte erweitert. In dieser laut Mitteilung strategisch wichtigen Industrieregion des Landes stellt Sika Zusatzmittel für Fertigbeton, Zement und Bergbau her. In der Nähe von Agadir hat das Unternehmen ein neues Werk für Mörtel und Zusatzmittel gebaut. Von hier aus will Sika den Süden von Marokko und angrenzende Märkte beliefern.

    «Diese Standortinvestitionen spiegeln das Vertrauen unserer Kunden in uns und unser langfristiges Engagement in unseren Märkten wider», wird Sika-CEO Thomas Hasler in der Mitteilung zitiert. «Durch den Ausbau unserer lokalen Produktionskapazitäten verbessern wir nicht nur die Flexibilität, sondern schaffen auch eine resiliente, nachhaltige Grundlage für unser weiteres Wachstum an der Seite unserer langjährigen Kunden und Partner.» Sika rechnet damit, dass die Baubranche in den drei Ländern bis 2028 ein jährliches Wachstum von über 4 Prozent vorlegen wird.

  • Neues Wohnquartier in Weggis mit 44 Eigentumswohnungen geplant

    Neues Wohnquartier in Weggis mit 44 Eigentumswohnungen geplant

    Die Halter AG hat die Arbeiten für die Wohnüberbauung Chalet Weggis mit dem Spatenstich eingeweiht, informiert die Schlieremer Immobilienentwicklerin in einem Beitrag auf LinkedIn. Die Zeremonie wird dort als «ein bedeutender Meilenstein für dieses einzigartige Projekt auf dem Grundstück Wyermatt» bezeichnet. Die Wohnüberbauung nahe dem Vierwaldstättersee umfasst vier Gebäude mit insgesamt 44 Eigentumswohnungen.

    Alle vier Wohngebäude stehen auf einem gemeinsamen Sockelgeschoss und sind zudem durch zwei zusammenhängende Untergeschosse verbunden, erläutert Halter in der Projektbeschreibung. In den Untergeschossen sind 62 Garagenplätze, Veloräume, private Kellerabteile sowie Technik- und Schutzräume untergebracht. Wer eine Wohnung kauft, kann deren Innenausbau über den Trend AG-Konfigurator selbst gestalten.

  • Kreislaufwirtschaft beginnt oft im Stillen

    Kreislaufwirtschaft beginnt oft im Stillen

    Wie viel Kreislauf steckt schon heute im Unternehmensalltag? Diese Frage stellte sich ein Forschungsteam um Prof. André Podleisek von der  Ostschweizer Fachhochschule und Nicolas Hofer vom IPEK Institut. Ihre Erkenntnis aus über zehn analysierten Strategien, zwei Drittel der Unternehmen setzen bereits zirkuläre Prinzipien um  oft unbewusst.

    Reparaturdienste, Wiederverwendung, Rücknahmeprogramme oder ressourcenschonendes Design, all das sind Bausteine der Circular Economy. Doch weil Begriffe wie «Kreislaufwirtschaft» selten explizit verwendet werden, bleibt das Potenzial dieser Massnahmen oft unerkannt.

    Wirtschaftlicher Nutzen klar erkennbar
    Die Studie zeigt deutlich, dass Unternehmen die Kreislaufprinzipien strategisch ins Kerngeschäft integrieren, profitieren häufiger von wirtschaftlichen Vorteilen. Dazu zählen Umsatzsteigerungen, höhere Margen und technologische Fortschritte. Besonders stark wirkt sich das auch auf die Aussenwirkung aus, 86 % der Unternehmen berichten von einem besseren Image.

    Während Recycling seltener als eigenständige Strategie genannt wurde, stehen vor allem Designanpassungen, Reparaturmodelle und Wiederverwendung hoch im Kurs, quer durch Branchen hinweg.

    Einstieg für KMU
    Für kleine und mittlere Unternehmen oder Startups lautet die Empfehlung: pragmatisch beginnen. Das von den Autoren entwickelte Rapperswil Circular Economy Model hilft dabei, den eigenen Standort zu bestimmen und gezielt erste Schritte zu planen, sei es bei Prozessen, Produkten oder Services.

    Der modulare Ansatz senkt die Einstiegshürde. Kreislaufwirtschaft muss nicht perfekt sein, sie kann wachsen. Ein Reparaturservice, eine neue Verpackungslösung oder ein Rücknahmesystem sind reale Ansätze mit messbarer Wirkung.

    Zirkulär handeln, bewusst und erfolgreich
    Kreislaufwirtschaft ist nicht nur ein ökologisches Konzept, sondern ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor. Unternehmen, die sich aktiv mit zirkulären Strategien befassen, stärken nicht nur ihre Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch ihre Zukunftsfähigkeit oft mit einfachen Mitteln.

  • Übernahme stärkt Marktposition für Gebäudeinstallationen

    Übernahme stärkt Marktposition für Gebäudeinstallationen

    Die Debrunner Koenig Gruppe übernimmt die Simfloc AG. Die Akquisition des auf Brandschutz, Ausflockungen und Isolation spezialisierten Unternehmens aus Frauenkappelen soll die Grosshandelsgruppe für Bau, Industrie und Gewerbe zur Position der schweizweit ersten Gesamtanbieterin für Gebäudeinstallationen verhelfen, schreibt Debrunner Koenig in einer Mitteilung zur Übernahme. Über den Kaufpreis werden dort keine Angaben gemacht.

    «Die Debrunner Koenig Gruppe strebt nach Innovationen, wodurch stetige Weiterentwicklung bei der Vorfabrikation gesichert ist», wird Simon Engler, Geschäftsführer der Simfloc AG, in der Mitteilung zitiert. «Die Übernahme bedeutet neue Chancen für uns am Markt.» Engler soll die Simfloc AG auch unter dem Dach der Debrunner Koenig Gruppe weiter leiten. Für Kunden und Geschäftspartner ändere sich durch die Übernahme nichts, heisst es in der Mitteilung. Auch der Firmenname und das Erscheinungsbild bleiben unverändert.

  • Digitale Betonanalysen für höhere Qualität und Nachhaltigkeit

    Digitale Betonanalysen für höhere Qualität und Nachhaltigkeit

    Sika hat eine strategische Investition in nicht genannter Höhe in die kanadische Firma Giatec Scientific mit Huaptsitz in Ottawa getätigt. In einer Medienmitteilung bezeichnet sie das Zuger Unternehmen der Spezialitätenchemie als «bedeutenden Meilensein in seiner übergreifenden Digitalstrategie».

    Giatec entwickelt Sensoren, Softwarelösungen und Werkzeuge zur Datenanalyse, die die Qualität, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit von Beton verbessern, von der Herstellung über den Transport bis hin zur Verarbeitung. Sika geht davon aus, dass die auf Künstliche Intelligenz gestützten präzisen Analysen und Optimierungen von Betonmischungen durch Giatec zusammen mit den Zusatzmitteltechnologien von Sika zu «erheblichen» Einsparungen bei Kosten und CO2 führen.

    Pouria Ghods, CEO und Mitgründer von Giatec, will durch diese strategische Partnerschaft mit Sika «die Zukunft des KI-gestützten Betonbaus neu definieren». Die globale Präsenz des neuen Partners sieht er als grosse Chance, «um unsere intelligenten Technologien weltweit zu etablieren».

    Wie Ghods möchte auch Sikas Head of Construction, Ivo Schädler, die Zukunft der Betonindustrie durch die digitale Transformation mitgestalten «und dabei eng mit Giatec und deren Netzwerk von strategischen, globalen Partnern wie beispielsweise Heidelberg Materials zusammenzuarbeiten. Durch den Einsatz digitaler Innovationen bieten wir der Bauindustrie datenbasierte Einblicke, die Nachhaltigkeit und Performance verbessern und die nächste Stufe des modernen Bauens ermöglichen.»

  • Übernahme in Nordamerika stärkt Portfolio für Betonfertigteile

    Übernahme in Nordamerika stärkt Portfolio für Betonfertigteile

    Holcim hat die kanadische Langley Concrete Group Inc. übernommen. Jaime Hill, Leiter der Region Nordamerika bei Holcim, bezeichnet diesen strategischen Schritt in einer Mitteilung seines Unternehmens als «eine natürliche Erweiterung unserer Wachstumsstrategie». Diese kombiniere die technischen Kompetenzen der Langley Concrete Group bei Betonfertigteilen mit den eigenen Aktivitäten. Zudem erhöhe das vergrösserte Portfolio auch die Reichweite von Holcim.

    Die Übernahme umfasst den Angaben zufolge zwei hochmoderne Produktionsstätten in der Provinz British Columbia, die sich in den Städten Chilliwack und Duncan befinden. Von dort aus wird die Region mit Trocken- und Nassbetonprodukten für ober- und unterirdische Infrastrukturanwendungen beliefert, darunter Schächte, Rohre, Kästen und andere Komponenten für kommunale, gewerbliche und industrielle Anwendungen.

    Der Präsident von Langley Concrete, Mark Omelaniec, äussert sich stolz auf das, was seine Familie in 75 Jahren aufgebaut hat. Die Familie sei «überzeugt, dass Holcim der richtige Partner ist, um es weiterzuführen, da die Wachstumschancen in British Columbia weiter bestehen. Dieser Übergang bietet unserem Team und unserer Kundschaft langfristige Chancen.»

  • Immobilienfonds startet neue Kapitalerhöhung

    Immobilienfonds startet neue Kapitalerhöhung

    Die Fondsleitung von Swiss Prime Site Solutions bereitet eine kurzfristige neue Kapitalerhöhung für den Akara Swiss Diversity Property Fund PK (Akara Diversity PK ) vor. Bei der Mitte Mai abgeschlossenen 14. Kapitalaufnahme seien aufgrund der hohen Nachfrage nicht alle Zeichnungen berücksichtigt worden, informiert die Asset Management Division der Zuger Immobilienfirma Swiss Prime Site in einer Mitteilung. Um dies zu korrigieren, will Swiss Prime Site Solutions weitere 85 Millionen Franken einsammeln. Die Zeichnungsfrist für die 15. Kapitalerhöhung beginnt am 11. Juni und endet am 20. Juni.

    Der Akara Diversity PK ist auf in der Schweiz ansässige steuerbefreite Versorgungseinrichtungen, Sozialversicherungs- und Ausgleichskassen sowie aus solchen bestehende Anlagefonds beschränkt. Die neue Kapitalerhöhung wird unter Wahrung der Bezugsrechte der bereits bestehenden Anteilseignenden durchgeführt. Dabei berechtigt der Besitz von 25 bisherigen Anteilen zum Erwerb eines neuen Anteils zum Ausgabepreis von 1148 Franken. Werden nicht alle Bezugsrechte genutzt, können neue Investierende zum Zug kommen. Die Liberierung der Fondsanteile soll am 27. Juni erfolgen.

    Swiss Prime Site Solutions will die eingespielten neuen Mittel zur Erweiterung des Liegenschaftsportfolios des Fonds und der Finanzierung laufender Projekte verwenden. Nach Möglichkeit solle auch die Fremdkapitalquote weiter verringert werden, heisst es in der Mitteilung.

  • KI-basierte Wetterprognosen für Energie und Landwirtschaft

    KI-basierte Wetterprognosen für Energie und Landwirtschaft

    Das in Zürich ansässige Start-up Jua.ai hat laut eines Artikels von startupticker.ch eine Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von über 9 Millionen Franken abgeschlossen. Die Finanzierungsrunde wurde von Ananda Impact Ventures und Future Energy Ventures geleitet und von bestehenden Investoren wie 468 Capital und Promus Ventures unterstützt. Jua plant damit die Markteinführung seiner Earth Intelligence Platform zu beschleunigen. Diese soll eine präzisere Wetterprognose ermöglichen und damit Energiehändler bei schnelleren und profitableren Entscheidungen unterstützen.

    Die Plattform wird von Juas Künstliche Intelligenz (KI)-Modell EPT-2.0 angetrieben und soll die Wetterprognoseleistung herkömmlicher numerischer Wettermodelle sowie KI-Modelle grosser Technologieunternehmen deutlich übertreffen. Präzise Wettervorhersagen seien insbesondere für Sektoren wie Energie, Landwirtschaft, Luft- und Schifffahrt von grosser Bedeutung. Die KI-basierte Erdsimulation soll angesichts zunehmender Wetterextreme und Wetterumschwüngen eine konsistente und physiksimulierende Plattform bieten, um zuverlässige Entscheidungen in verschiedenen Sektoren zu ermöglichen.

    In seiner Seed-Finanzierungsrunde konnte sich Jua 2024 bereits rund 13 Millionen Franken sichern. Im Zuge der diesjährigen Kapitalerhöhung wurde nun Marvin Gabler, Mitgründer und Architekt von EPT-2.0, zum neuen CEO ernannt. Er übernimmt damit die Nachfolge von Andreas Brenner, der Jua seit der Gründung im Jahr 2022 geleitet hat. Mit Gabler in der Führung möchte sich das Unternehmen auf die Skalierung seiner Plattform im Energiesektor sowie der Ausweitung auf neue Märkte konzentrieren. «Mit unserer Earth Intelligence Platform haben wir die weltweit fortschrittlichste Erdsimulation in eine praxistaugliche Entscheidungsmaschine verwandelt», wird Gabler in dem Artikel zitiert. «Dies ist ein grundlegender Schritt zur Gestaltung unserer planetarischen Zukunft.»

  • Neues Innovationszentrum für thermische Beschichtungslösungen

    Neues Innovationszentrum für thermische Beschichtungslösungen

    Die OC Oerlikon Corporation AG, ein Unternehmen im Bereich thermischer Spritzverfahren und Beschichtungslösungen mit Hauptsitz in Pfäffikon, hat 40 Millionen Franken in sein neues Innovations- und Produktionszentrum auf dem Campus Reichhold im Kanton Aargau investiert. Nun feiert das Unternehmen die Grundsteinlegung für den neuen Standort, dessen Bau laut Medienmitteilung in Kürze beginnen soll. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 angesetzt. Mit zukünftig 250 Mitarbeitenden soll die Anlage Forschung und Entwicklung, Engineering, Produktion und Vertrieb in einem Gebäudekomplex zusammenführen.

    Oerlikon plant auf dem Campus Reichhold die Entwicklung moderner thermischer Spritztechnologien und laserbasierter Technologien sowie die Bereitstellung von verschiedenen Dienstleistungen. «Der neue Campus Reichhold wird eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung unserer Geschäftsbereiche in der Luft- und Raumfahrt sowie in der allgemeinen Industrie spielen, indem er die gesamte Wertschöpfungskette in einem kollaborativen Umfeld vereint», wird Prof. Dr. Michael Süss, Executive Chairman von Oerlikon, in der Mitteilung zitiert.

    Die im Campus Reichhold entwickelte Technologie soll die Hitzebeständigkeit, Langlebigkeit und den Korrosionsschutz in industriellen Hochleistungskomponenten verbessern. Diese soll zukünftig vor allem bei Kunden aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Automobil und allgemeine Industrie eingesetzt werden. Ein Prüfstand für Turbinenkomponenten der Luft- und Raumfahrt soll zudem die Validierung von thermischen Spritzbeschichtungen unter realen Bedingungen ermöglichen.

    Darüber hinaus plant Oerlikon die Implementierung umfassender Massnahmen, um die Umweltbelastungen in den Bereichen Energieverbrauch, Mobilität und Ressourcenmanagement am neuen Standort zu reduzieren.

  • Börsengang für Nordamerikageschäft gestartet

    Börsengang für Nordamerikageschäft gestartet

    Holcims neue Nordamerikagesellschaft Amrize soll am 23. Juni erstmals an der Börse gehandelt werden. Das hat der Zuger Baustoffkonzern jetzt mitgeteilt. Die Genehmigungen dafür lägen jetzt vor.

    Dass das Geschäft im Norden des amerikanischen Kontinents abgespalten werden soll, hatte Holcim auf dem Investorentag im März 2025 angekündigt. Hintergrund sind die billionenschweren Investitionsprogramme der US-Regierung für die kommenden acht bis zehn Jahre, deren Potenzial Holcim durch sein in Chicago ansässiges Tochterunternehmen voll ausschöpfen will.

    Das Aktionariat erhält pro gehaltener Holcim-Aktie eine Amrize-Aktie. Die Abspaltung soll in der Schweiz steuerneutral und in den USA steuerfrei behandelt werden. Die Amrize-Aktien werden den Handel zum selben Datum sowohl an der New York Stock Exchange als auch in Zürich starten. Dort werden sie in den Swiss Market Index (SMI) und den Swiss Leader Index (SLI) aufgenommen.

    Das Unternehmen hat sich den Angaben zufolge eine Fremdfinanzierung in Höhe von 3,4 Milliarden Dollar in Form von Anleihen, eine Kreditlinie von 2 Milliarden Dollar und ein Commercial-Paper-Programm in Höhe von 2 Milliarden Dollar gesichert. Darüber hinaus verfügt Amrize über einen Überbrückungskredit in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar.

    Mit über 1000 Standorten und 19’000 Mitarbeitenden wird Amrize zum grössten Anbieter von Baulösungen mit ausschliesslichem Fokus auf den nordamerikanischen Markt. Laut Holcims Strategie NextGen Growth 2030 soll Amrize aus einer geschätzten Gesamtkapazität für Kapitalallokationen in Höhe von 18 bis 22 Milliarden Franken bis 2030 einige kleinere Zukäufe realisieren. Überschüssiges Kapital soll für grosse strategische Akquisitionen und Aktienrückkäufe verwendet werden. Der operative Hauptsitz wird Chicago sein, der Sitz der Gesellschaft bleibt in Zug.

  • Schweizer Steuerlandschaft im Wandel

    Schweizer Steuerlandschaft im Wandel

    Im Jahr 2025 ist der durchschnittliche Gewinnsteuersatz für Unternehmen in der Schweiz von 14,6 auf 14,4 Prozent gesunken. Spitzenreiter bleibt der Kanton Zug mit nur 11,85 Prozent, während Bern (20,54%), Zürich (19,61%) und Wallis (17,12%) die oberen Ränge im Steuerranking besetzen. Auf den ersten Blick ein Zeichen für die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts, doch die Dynamik ist differenzierter.

    Tatsächlich haben einige Kantone ihre Steuersätze sogar leicht erhöht. Genf etwa stieg von 14 auf 14,7 Prozent, Basel-Stadt wird 2026 auf 14,53 Prozent anheben. Hintergrund ist die Einführung der globalen Mindestbesteuerung von 15 Prozent für Unternehmen mit hohen Gewinnen. Kantone, die bislang als Tiefsteuerstandorte galten, passen sich an, um die drohende Ergänzungssteuer abzufedern und Einnahmen selbst zu behalten. Für Investoren bedeutet das, während der steuerliche Vorteil bleibt, ist Flexibilität gefragt, um auf kantonale Unterschiede und die künftigen Anpassungen reagieren zu können.

    Standort bleibt wettbewerbsfähig
    Auch bei den Spitzensteuersätzen für Privatpersonen zeigt sich ein leichter Rückgang. Von durchschnittlich 32,7 auf 32,5 Prozent. Besonders Genf (-1,7 Prozentpunkte) und Schwyz (-0,61) haben die Sätze gesenkt. Doch die Rangliste bleibt stabil. Schwyz (21,98%), Zug (22,68%) und Nidwalden (24,1%) bilden weiterhin die Spitze. Genf, Waadt und Bern bleiben die teuersten Kantone für Top-Verdienende. Für Immobilienentwickler und hochqualifizierte Arbeitskräfte sind diese Standortunterschiede bei der Einkommenssteuer weiterhin ein entscheidender Faktor, insbesondere bei internationalen Projekten.

    Globale Mindeststeuer Stabilität in der Schweiz, Unsicherheiten international
    Über 50 Länder weltweit haben die Mindeststeuer von 15 Prozent für grosse Unternehmen bereits umgesetzt. Doch die USA, ursprünglich Treiber der Initiative, haben die OECD-Vorgaben bislang nicht in nationales Recht übernommen. Im Gegenteil, die neue US-Administration stellt das Projekt zunehmend in Frage. Experten wie Stefan Kuhn von KPMG Schweiz betonen, dass diese Unsicherheiten im schlimmsten Fall zu einer Rückkehr des Steuerwettbewerbs oder zu digitalen Sondersteuern führen könnten. Für die Schweiz ist das Signal dennoch klar, die globale Mindeststeuer wird auch hier zur Realität. Die Stabilität der Umsetzung und die Planbarkeit bleiben ein Standortvorteil gegenüber ungewissen internationalen Entwicklungen.

    Kantone stärken Standortattraktivität mit gezielten Projekten
    Parallel zu den Steueranpassungen investieren viele Kantone in Projekte zur Standortförderung. Luzern, Basel-Stadt, Zug und andere haben bereits Programme beschlossen, die ansässige Unternehmen und Neuansiedlungen unterstützen. Für Immobilienentwickler bedeutet das, Chancen für neue Projekte, Anreize für Investitionen in Gewerbeflächen und Wohnraum sowie eine solide Grundlage für langfristig tragfähige Geschäftsmodelle.

    Gleichzeitig wird deutlich, nicht die Steuerpolitik entscheidet über die Attraktivität eines Standorts, sondern auch die begleitenden Massnahmen wie Infrastruktur, Fachkräftesicherung und Digitalisierung. Hier entstehen für Entwickler und Investoren neue Räume für innovative Projekte,

     gerade auch in einem Marktumfeld, das von wachsenden Anforderungen an Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz geprägt ist.

    Industriepolitik und Zölle
    Neben den Steuern gewinnen internationale Handelsfragen wieder an Gewicht. Die Diskussionen um US-Zölle, bilaterale Handelsabkommen und strategische Industriepolitik treiben weltweit eine Reindustrialisierung voran. Für Schweizer Standorte heisst das, die Nachfrage nach geeigneten Produktions- und Logistikflächen könnte steigen. Gleichzeitig wird der Schutz strategischer Industrien wieder stärker politisch unterstützt, was neue Investitionsfelder im Bereich der Hightech- und Industrieproduktion eröffnen könnte.

    Schweiz bleibt stark – Augen auf Irland und Asien
    Im internationalen Vergleich liegt die Schweiz weiterhin auf Augenhöhe mit anderen europäischen Top-Standorten. Irland besteuert Unternehmensgewinne mit 12,5 Prozent, Ungarn mit 9 Prozent. Guernsey, die Bahamas und die Cayman Islands bleiben mit null Prozent Tiefsteuerparadiese, für die Schweiz jedoch kein Vergleich. Stattdessen konkurriert der Standort mit attraktiven Metropolen wie Hongkong (16,5%) oder Singapur (17%), die mit zusätzlichen Förderprogrammen locken. Auch China, Indien und Brasilien setzen mit hohen Sätzen (25-34%) weiterhin auf andere Steuerstrategien, bieten aber selektiv tiefe effektive Belastungen für strategische Industrien. Die Schweiz bleibt wettbewerbsfähig und ergänzt diesen Vorteil durch stabile politische und rechtliche Rahmenbedingungen.

  • BeOne Medicines verankert sich in der Basel Area

    BeOne Medicines verankert sich in der Basel Area

    BeOne Medicines, ehemals BeiGene, hat seinen Sitz offiziell in die Schweiz verlegt. Bereits seit 2018 in Basel präsent, verankert sich das global tätige Onkologieunternehmen nun dauerhaft im Herzen eines der innovativsten Biotech-Hotspots Europas. Basel überzeugt nicht nur mit mehr als 30’000 hochqualifizierten Life-Sciences-Fachkräften, sondern auch durch exzellente Rahmenbedingungen für regulatorische Zusammenarbeit und internationale Vernetzung.

    Strategischer Impuls für Forschung und Entwicklung
    BeOne verfolgt eine vertikal integrierte Innovationsstrategie, die Grundlagenforschung, klinische Entwicklung und Produktion unter einem Dach vereint. Das Unternehmen verfügt über eine der umfangreichsten Onkologie-Pipelines weltweit. Mit mehr als 50 Prüfpräparaten, darunter ein bereits in 75 Ländern zugelassener BTK-Inhibitor, adressiert BeOne sowohl hämatologische Erkrankungen als auch solide Tumore. Die Entwicklung basiert auf Zukunftstechnologien wie multispezifischen Antikörpern und Proteinabbauprodukten.

    Standortwahl als Teil einer globalen Expansionsstrategie
    Die Basel Area wird damit zur europäischen Drehscheibe der klinischen Aktivitäten von BeOne. Bereits 2024 wurden 13 neue Wirkstoffkandidaten in klinische Studien überführt. Ein Spitzenwert selbst im Vergleich zu Big Pharma. Mehr als 40 Studien laufen derzeit in Europa, mit über 3’000 Patientinnen und Patienten. Weltweit beschäftigt BeOne mehr als 11’000 Mitarbeitende auf sechs Kontinenten, mit stark wachsendem Anteil in der Schweiz.

    Ein Gewinn für den Standort und für Investoren
    Für den Standort Basel bedeutet die Entscheidung von BeOne einen klaren Zugewinn an internationaler Sichtbarkeit, Arbeitsplätzen und Investitionsdynamik. Für Investorinnen und Projektentwickler in den Life Sciences ergeben sich neue Chancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von Laborflächen über klinische Studienzentren bis zur Produktion. Die Nähe zu Wissenschaft, Talenten und regulatorischen Behörden schafft ideale Voraussetzungen für weitere Wachstumsschritte.

  • Grundstein für biomedizinische Spitzenforschung gelegt

    Grundstein für biomedizinische Spitzenforschung gelegt

    Die Universität Basel hat am 23. Mai zusammen mit Projektpartnern sowie Gästen aus Politik und Wissenschaft die Grundsteinlegung für den Neubau Biomedizin auf dem Life-Science-Campus Schällemätteli gefeiert. Ab 2030/31 sollen hier rund 700 Forschende eine hochmoderne Infrastruktur zur Verfügung gestellt bekommen, informiert die Universität Basel in einer Mitteilung. „Mit diesem Gebäude schaffen wir nicht nur Raum für exzellente Forschung, sondern fördern auch die enge räumliche Vernetzung zwischen Universität, Kliniken und Industrie“, wird dort Rolf Borner, Direktor Infrastruktur & Betrieb der Universität Basel, aus seiner Ansprache an der Grundsteinlegung zitiert.

    Die Universität will im Neubau Biomedizin ihre derzeit über sechs verschiedene Standorte verteilten Einheiten des Departements Biomedizin zusammenführen. Es forscht an der Schnittstelle zwischen Grundlagenwissenschaft und medizinischer Anwendung hauptsächlich zu Tumorerkrankungen, Immunsystem, regenerativer Medizin und Neurowissenschaften.

    Die Bauarbeiten für das über 40 Meter hohe Gebäude mit elf Geschossen laufen seit 2023, im nächsten Jahr soll der Rohbau stehen. Neben Laborräumen sehen die Planungen Hörsäle, Seminarräume und eine Lounge zur Förderung des wissenschaftlichen Austauschs vor. Das Projekt wird von der Bau- und Immobiliengesellschaft Implenia aus Opfikon als Totalunternehmerin realisiert.

    An der Grundsteinlegung hat die Universität Basel zudem die neue Konferenzreihe Basel BioMed Symposium lanciert. Die erste Ausgabe am 23. Mai war den Wertschöpfungsketten der biomedizinischen Forschung gewidmet.

  • Kooperation stärkt digitale Präzision im Infrastrukturbau

    Kooperation stärkt digitale Präzision im Infrastrukturbau

    Die zur Amberg-Gruppe gehörende Amberg Technologies AG aus Regensdorf spannt mit Topcon Positioning Systems aus Livermore im US-Bundesstaat Kalifornien zusammen. Die Kooperation hat zum Ziel „die Interoperabilität zwischen den Sensorlösungen von Topcon und den Software- und Hardware-Plattformen von Amberg Technologies für Bahn- und Tunnelanwendungen zu ermöglichen“, schreiben die beiden international agierenden Partnerunternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung. Hintergrund ist das Bestreben von Amberg und Topcon, gemeinsamen Kunden „vollständig integrierte Lösungen“ anbieten zu können.

    Amberg Technologies ist auf Messlösungen für den Bau von Strassen, Schienen, U-Bahnen und anderen Infrastrukturen spezialisiert. Die 1981 gegründete Tochter der Amberg-Gruppe aus Regensdorf bietet zudem Messlösungen für die Überwachung derartiger Infrastrukturen an. Das zur Topcon Corporation aus Tokio gehörende Unternehmen Topcon Positioning Systems entwickelt, produziert und vertreibt Präzisionsmess- und Arbeitsablauflösungen, für die Branchen Bau, Geodaten und Landwirtschaft.

  • Finanzielle Realität beendet visionäres Raumkonzept

    Finanzielle Realität beendet visionäres Raumkonzept

    „Dies ist der Post, den wir nie machen wollten“, leitet Tadah einen Beitrag auf LinkedIn ein, in dem die Gründerinnen Klara Zuercher, Diana Wick Rossi, Sarah Steiner und Julia Cebreros die Schliessung ihres Coworking und Kids Space bekanntgeben. Ihnen zufolge hat das Geschäftsmodell trotz grosser Nachfrage und positiven Rückmeldungen „den finanziellen Anforderungen nicht standhalten“ können. Per Ende Juni wird der Betrieb daher eingestellt.

    Tadah an der Albisriederstrasse 253 in Zürich war als „nachhaltig eingerichteter Coworking Space für Eltern, für Teams, für Start-ups“ konzipiert, heisst es in der Selbstbeschreibung von Tadah. „Mit voller Flexibilität, auch in der Kinderbetreuung.“ Mit Tadah hatten die vier Gründerinnen einen Beitrag dazu leisten wollen, die Schweiz familienfreundlicher zu machen.

    Für die Coworking-Räumlichkeiten hat Tadah bereits einen Nachmieter gefunden. Die Räumlichkeiten werden als Start-up-Hub von der Norm Technologies AG übernommen. Für den Kids Space müssen noch Nachmieter gefunden werden.

  • Protektionismus als Standortrisiko

    Protektionismus als Standortrisiko

    Was als US-Zollpolitik unter Donald Trump begann, entwickelt sich zur globalen Bedrohung für offene Volkswirtschaften. Für die exportabhängige Schweiz ist diese Entwicklung mehr als nur ein geopolitisches Störfeuer. Sie trifft den Kern des Geschäftsmodells, internationale Vernetzung, stabile Rahmenbedingungen und verlässliche Märkte.

    Laut einer repräsentativen Umfrage unter 800 Schweizer Unternehmen mit Aussenhandelsbezug rechnen 70 Prozent mit negativen Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Besonders betroffen sind exportstarke Branchen wie die Pharma-, Uhren- und Maschinenindustrie sowie Zulieferbetriebe in der Immobilienwirtschaft, dem Baugewerbe und der Logistik.

    Standortstrategien unter Druck
    Die Reaktionen der Unternehmen zeigen, dass der Protektionismus längst kein abstraktes Risiko mehr ist. Über 60 Prozent der Befragten erwarten höhere Kosten und Engpässe in der Lieferkette. Jede zweite Firma plant Preiserhöhungen, um die Zusatzkosten weiterzugeben. Gleichzeitig setzen viele auf Effizienzsteigerung und die Suche nach neuen Absatzmärkten.

    Besonders Grossunternehmen denken strategisch um. 40 Prozent erwägen den Aufbau eigener Standorte im Ausland, um Handelsbarrieren zu umgehen. Damit entstehen neue Anforderungen an Standortentwicklung, Immobilienprojekte und Investitionsplanung, sowohl im Inland als auch international.

    Klare Forderungen an die Politik
    Die Schweizer Wirtschaft verlangt eine aktive und zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik. Im Fokus stehen, Freihandelsabkommen, insbesondere mit den USA, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern , Regulierungsabbau und steuerliche Entlastung, um die Investitionsbereitschaft im Inland zu stärken.

    Forschung und Innovation als Schlüssel
    Eine breite Unterstützung erfährt auch die Weiterentwicklung der Bilateralen Abkommen mit der EU, insbesondere im Energiesektor. Mehr als 60 Prozent der Firmen sehen hier eine Chance zur Stärkung der Versorgungssicherheit und zur Integration in zentrale europäische Märkte.

    Zukunftstechnologien sichern – gemeinsam mit Europa
    Mit dem wachsenden Protektionismus wächst auch die Sorge, beim Zugang zu Schlüsseltechnologien wie KI, Quantencomputing oder Hochleistungs-Chips abgehängt zu werden. Drei Viertel der befragten Unternehmen sehen hier akuten Handlungsbedarf.

    Aus Unternehmerseite wird der Aufbau eigener Kapazitäten in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern empfohlen. Besonders in technologieintensiven Branchen fordern Unternehmen staatliche Impulse, auch wenn dies einen Paradigmenwechsel in der Schweizer Industriepolitik bedeuten würde.