Schlagwort: Bauwesen

  • Bauunternehmen W. Schmid AG heisst neu WSG

    Bauunternehmen W. Schmid AG heisst neu WSG

    Das Bauunternehmen W. Schmid AG hat ein Rebranding vorgenommen. Die 1966 durch Walter Schmid in Glattbrugg gegründete Firma tritt neu als WSG auf. Laut Mitteilung auf LinkedIn wird dies bei dem inhabergeführten KMU als Meilenstein gesehen. Aufgrund des dynamischen Wandels durch die Digitalisierung habe man bereits Geschäftsmodell, Kompetenzen und Firmenkultur angepasst. Nun folge das passende moderne Kleid dazu, heisst es in der Mitteilung. Das grosszügig gestaltete neue Logo in hellgrüner Schrift trägt neben dem neuen Firmenzeichen WSG den Zusatz „Sehen, was sein wird.“ Damit solle der „frische Wind“ im Traditionsunternehmen signalisiert werden, heisst es auf LinkedIn.

    Auf der Internetseite des Unternehmens wird die Entwicklung vom ursprünglichen Bauunternehmen zur heutigen WSG beschrieben. Das Unternehmen sei in der Deutschschweiz tätig, mit drei Büros in Glattbrugg, Zug und Basel und beschäftige rund 70 Mitarbeiter. WSG sei als innovativer Immobilienentwickler aktiv und zeichne verantwortlich für die Erstellung von mittlerweile mehr als 10’000 Wohnungen in den vergangenen 55 Jahren.

    Als Bauunternehmen direkt am Flughafen habe die Flughafenregion um Kloten die Aufträge und die Kunden der W. Schmid AG geprägt. Als Stammkunden werden die Swissair und die Hotelketten mit ihren Airport-Hotels genannt. Auch habe das Unternehmen schon früh auf Nachhaltigkeit geachtet. Schon 1988 sei die erste Solarfassade erstellt und 1998 das erste Mehrfamilienhaus mit Minergie-Zertifikat fertiggestellt worden. 2016 sei das weltweit erste energieautarke Mehrfamilienhaus von der W. Schmid AG gebaut worden.

  • Forster und ConReal Swiss spannen zusammen

    Forster und ConReal Swiss spannen zusammen

    Forster geht eine strategische Partnerschaft mit dem Technologie-Start-up ConReal Swiss AG ein. Der Küchenbauer steigt dafür über seine Investmentgesellschaft e-comm Beteiligungen AG mit Sitz in Baar in das Jungunternehmen zur Digitalisierung der Bau- und Immobilienbranche aus Winterthur ein, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Investitionssumme geben die Unternehmen darin nicht bekannt.

    Die Zusammenarbeit werde sich am Anfang auf Haushaltsgeräte konzentrieren. Bestehenden Partnern aus dem Handwerk sollen neue Leistungen angeboten werden. Ausserdem unterstütze die Partnerschaft die „laufende Weiterentwicklung des digitalen Marktplatzes“ für Innenausbau.

    „Mit dieser Partnerschaft gelingt es uns, die Kompetenzen und Marktkenntnisse von Forster mit den Digitalisierungs-Fähigkeiten von ConReal zu kombinieren, um gemeinsam sowohl für Handwerker als auch den Endkonsumenten ein besseres Angebot und ein einmaliges Einkaufserlebnis zu schaffen”, wird Joachim Wallishauser, Geschäftsführer der e-comm, in der Medienmitteilung zitiert.

  • Jaisli-Xamax stattet Heilpädagogische Schule Bern aus

    Jaisli-Xamax stattet Heilpädagogische Schule Bern aus

    Beim Neubau der Heilpädagogischen Schule Bern (HPS) übernimmt das Dietiker Elektrounternehmen Jaisli-Xamax die Elektroinstallationen. Die Arbeiten haben im März begonnen und sollen laut einer Mitteilung auf Facebook bis Januar 2023⁠ gehen. Jaisli-Xamax erbringt demnach folgende Dienstleistungen: Stark- und Schwachstrominstallationen, Gebäudeautomation sowie die Lieferung von Schaltanlagen.

    Die Heilpädagogische Schule ist eine Sonderschule für die Stadt und die Region Bern. Die Gebäude der HPS entsprechen laut der Mitteilung von Jaisli-Xamax nicht mehr den heutigen betrieblichen Anforderungen, sind altersbedingt sanierungsbedürftig und können räumlich und strukturell nicht weiterentwickelt werden.⁠ Deshalb entstehe der Neubau der Schule mit einer Turnhalle auf einem unbebauten Grundstück auf dem Areal der Volksschulen Bümpliz und Statthalter.⁠

  • Holcim will Meeresabfälle verringern

    Holcim will Meeresabfälle verringern

    Holcim, die Tochtergesellschaft Geocycle und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) wollen gemeinsam die Kreislaufwirtschaft voranbringen, um die Verschmutzung der Meere zu verringern. Zu diesem Zweck haben sie eine Partnerschaft geschlossen.

    Laut einer Medienmitteilung von Holcim konzentriert sich diese strategische Allianz auf die Reduzierung von Plastik- und Meeresmüll in Indien, Mexiko, Marokko und auf den Philippinen. In dortigen Küstengemeinden soll die Abfallbewirtschaftung verbessert werden. Vorgesehen ist auch die Einrichtung von Anlagen zur Materialrückgewinnung. Zudem wollen die Partner Sensibilisierungskampagnen starten und die Tourismus- und Hotelbranche mit einbeziehen.

    Die teilnehmenden Gemeinden sollen in die Sammlung grosser Mengen von Kunststoffen für die Wiederverwertung oder Mitverwertung zur Energiegewinnung eingebunden werden. Das soll Mitarbeitenden Zugang zum legalen Arbeitsmarkt, bessere Löhne und Sozialschutzleistungen verschaffen.

    Holcim hat bereits im vergangenen Jahr mit der GIZ und der Fachhochschule Nordwestschweiz zusammengearbeitet. Damals überarbeiteten die Organisationen gemeinsam den Leitfaden zur Verwertung von Abfällen in der Zementproduktion. Sie gälten der Abfall- und Zementbranche als Referenzdokument für eine sichere und umweltgerechte Abfallbewirtschaftung.

  • Holcim verkauft Geschäfte in Brasilien

    Holcim verkauft Geschäfte in Brasilien

    Holcim veräussert seine Geschäfte in Brasilien. Wie der Konzern bekanntgibt, beläuft sich der Unternehmenswert auf 1,025 Milliarden Dollar. Er umfasst fünf Zementwerke, vier Mahlwerke, sechs Werke für Zuschlagstoffe und 19 Transportbetonwerke. Käuferin ist die Companhia Siderúrgica Nacional. „Diese Veräusserung ist ein weiterer Schritt in unserer Transformation zum weltweit führenden Anbieter von innovativen und nachhaltigen Baulösungen“, wird Holcim-CEO Jan Jenisch zitiert. „Sie gibt uns die Flexibilität, in attraktive Wachstumsmöglichkeiten zu investieren.“

    Mit diesem Verkauf werde die Bilanz des Unternehmens gestärkt und der Verschuldungsgrad deutlich reduziert, so Holcim. Er sei im Rahmen einer Optimierung des Portfolios erfolgt. Der Erlös werde für Investitionen in den Geschäftsbereich Lösungen & Produkte verwendet. Dieser baue auf der Anfang Januar erfolgten Akquisition von Firestone Building Products, einem amerikanischen Hersteller von Flachdachsystemen, auf. Diese Transaktion hatte einen Wert von 3,4 Milliarden Dollar. Als ersten Schritt habe Holcim in Mexiko die Firestone GacoFlex-Linie zur Abdichtung von Dächern eingeführt.

    Trotz des Verkaufs des Brasiliengeschäfts bleibe Lateinamerika für Holcim eine zentrale strategische Wachstumsregion. So habe der Konzern kürzlich in eine zusätzliche Klinkeranlage im argentinischen Malagueño und in eine neues Mahlwerk im mexikanischen Yucatán investiert. Zudem werde der Ausbau des eigenen Einzelhandelsnetzes Disensa kontinuierlich betrieben.

  • Implenia verkauft Hochbau-Geschäft in Österreich

    Implenia verkauft Hochbau-Geschäft in Österreich

    Implenia beabsichtige, ihr Hochbau-Geschäft in Österreich an die Zech Bau Austria GmbH zu verkaufen, informiert die Bau- und Immobiliengesellschaft aus Dietlikon in einer Mitteilung. Der Verkauf soll per Ende Oktober abgeschlossen werden. Über den Kaufpreis haben die beiden Partner Stillschweigen vereinbart.

    „Wir freuen uns, mit Zech Group einen strategisch passenden Eigentümer für unsere Hochbau-Aktivitäten gefunden zu haben, der gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden in Österreich eine nachhaltige Wachstumsstrategie umsetzen wird“, erläutert Jens Vollmar, Head Division Buildings von Implenia, in der Mitteilung. Bereits im Bau befindliche Projekte will Implenia in Eigenverantwortung abschliessen.

    Der Verkauf des Hochbau-Geschäfts in Österreich erfolgt im Rahmen der Strategie von Implenia, sich auf das Kernportfolio des Unternehmens zu konzentrieren. Die Gruppe wolle sich „auf integrierte Bau- und Immobiliendienstleistungen in der Schweiz und in Deutschland sowie Tunnelbau und damit verbundene Infrastrukturprojekte in weiteren Märkten“ ausrichten, heisst es dazu in der Mitteilung. Ende 2020 hat Implenia bereits die Tüchler Ausbau GmbH in Österreich verkauft. Das Unternehmen für Innen- und Trockenausbau wurde von der HK-A Ausbau Holding GmbH übernommen.

  • SUPSI startet Vortragsreihe über Klima- und Umweltkrise

    SUPSI startet Vortragsreihe über Klima- und Umweltkrise

    Das Departement für Umwelt, Bau und Design der SUPSI startet am 22. September seine hochkarätig besetzte öffentliche Vortragsreihe zur Klima- und Umweltkrise. Darin werden laut einer Medienmitteilung „die Herausforderungen für unser gesamtes Wissen“ reflektiert. Sie trägt den Titel „Earth Emergency ­– Leben, bauen, eine nachhaltige Zukunft denken“. Insgesamt sind in diesem Rahmen auf dem SUPSI-Campus in Mendrisio vier Veranstaltungen geplant. Sie richten sich nicht nur and Studiernende,  sondern für alle Bürgerinnen und Bürger- Die Teilnahme ist jeweils kostenlos, Anmeldungen sind jedoch erforderlich.

    Den ersten Abend wird Thomas Stocker von der Universität Bern bestreiten. Die SUPSI führt ihn in ihrer Ankündigung als „einen der wichtigsten Protagonisten der internationalen Klimaforschung“ ein. Der Professor für Klima- und Umweltphysik befasst sich seit 30 Jahren mit dem Klima und war massgeblich an der Ausarbeitung der UNO-Berichte zum Klimawandel beteiligt. Am 22. September hält er um 18.30 Uhr einen Vortrag mit dem Titel „Klimakrise – Gibt es einen Impfstoff?“.

    Am 27. Oktober referiert der Geophysiker und ehemalige Präsident des römischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie, Domenico Giardini, zum Thema „Auf dem Weg zum Mars“. Am 9. Dezember heisst der Vortrag von Telmo Pievani, Professor am ersten Lehrstuhl Italiens für Philosophie der biologischen Wissenschaften an der Fakultät für Biologie der Universität Padua, „Wir verändern die Welt und die Welt verändert uns: Ein evolutionärer Blick auf die Umweltkrise“.

    Zum Abschluss spricht Francesca Bria, Präsidentin des Nationalen Innovationsfonds Italiens und Honorarprofessorin am Institut für Innovation und öffentliche Belange an London’s Global University, am 23. Februar 2022 über „Die Revolution der Stadt: Datendemokratie, Partizipation und ökologischer Wandel“.

  • Grundstein für Rieter Campus ist gelegt

    Grundstein für Rieter Campus ist gelegt

    Mit seinem Bauprojekt für den Rieter Campus bekennt sich Rieter zum Standort Winterthur und zum Werkplatz Schweiz, wie aus einer Medienmitteilung des  Textilmaschinenherstellers hervorgeht. Am Mittwoch wurde der Grundstein für das neue Kunden- und Technologiezentrum sowie das Verwaltungsgebäude gelegt. Dafür investiert das seit 225 Jahren in Winterthur ansässige Unternehmen rund 80 Millionen Franken

    Der Rieter Campus soll ab 2024 auf einer Geschossfläche von über 30’000 Quadratmetern Platz für rund 700 Arbeitsplätze bieten. Dafür habe das Unternehmen mit einem Spezialisten für Büroarchitektur ein offenes Raumkonzept entwickelt. Mit einer Wärmeerzeugung via Erdsonden und einer 1300 Quadratmeter grossen Photovoltaikanlage setze Rieter auf erneuerbare Energien. „Die unternehmerische Ausrichtung auf nachhaltige und energieeffiziente Lösungen für die Garnproduktion spiegelt sich damit im Gesamtkonzept des Campus wider“, wird CEO Norbert Klapper zitiert.

    Rieter habe im Laufe seiner Firmengeschichte die Stadt Winterthur mitgeprägt, so Verwaltungsratspräsident Bernhard Jucker. „Jetzt entsteht mit dem neuen Campus das Fundament für die Zukunft als führendes Technologieunternehmen.“

  • BKW Building Solutions stärkt sich mit Übernahmen

    BKW Building Solutions stärkt sich mit Übernahmen

    Die BKW Building Solutions AG kauft die Firmen Aerovent Crissier SA und die Aerovent Service SA. Mit der Übernahme baut das Tochterunternehmen der BKW-Gruppe seine Kompetenzen in den Bereichen Lüftung, Klima und Service in der Westschweiz aus, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Die Firma Aerovent Crissier SA ist in Crissier VD ansässig. Die Aerovent Service SA hat ihren Sitz in Villars-Ste-Croix VD. Mit ihren rund 40 Mitarbeitenden sind sie in den Bereichen Gebäude- und Haustechnik tätig. Der Inhaber beider Firmen, José del Castillo, sowie Mitinhaber und Co-Geschäftsleiter Pascal Baudois bleiben den Unternehmen erhalten.

    „Durch ihr umfassendes Know-how von Haustechnik-Lösungen für kleinere Umbauten bis hin zu grossen Verwaltungs-, Industrie-, Gewerbe- und Schulkomplexen, verfügen die beiden Unternehmen über ein grosses Potenzial zur Weiterentwicklung – besonders im Service-Bereich“, heisst es in der Medienmitteilung.

    BKW Building Solutions ist neben Engineering und Infra Services eine von drei Dienstleistungsgruppen des Energiedienstleistungsunternehmens BKW. BKW Building Solutions bietet landesweit Dienstleistungen in den Bereichen Gebäudetechnik, Automation und IT an.

  • Holcim will Wasserressourcen und Biodiversität stärken

    Holcim will Wasserressourcen und Biodiversität stärken

    Holcim ist eigenen Angaben zufolge das erste Unternehmen der Baubranche, das sich zu messbaren positiven Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und ein ökologischeres Wassermanagement verpflichtet hat. Gleichzeitig will der Konzern mehr Natur in die Städte bringen.

    Laut einer Medienmitteilung will Holcim bis 2030 etwa die Wasserintensität in allen Produktlinien. So soll bei der Herstellung von Zement eine Reduktion von 33 Prozent erreicht werden. Bei Zuschlagstoffen sollen es 20 Prozent und bei Transportbeton 15 Prozent sein. Bis 2030 verspricht der Baustoffkonzern die Wiederauffüllung des Süsswassers in wassergefährdeten Gebieten: 75 Prozent der Standorte sollen bis dahin „wasserpositiv“ sein. Zudem will Holcim im selben Zeitraum 100 Prozent aller Standorte mit Systemen zur Wiederaufbereitung von Wasser ausstatten.

    Messbare positive Auswirkungen möchte Holcim auch auf die Biodiversität erzielen. Dabei wolle sich der Konzern an dem Berichtssystem für Biodiversitätsindikatoren (Biodiversity Indicator and Reporting System, BIRS) der Weltnaturschutzunion IUCN orientieren. So sollen etwa bis 2022 für alle Steinbrüche Sanierungspläne vorliegen. Die BIRS-Grundlagen für alle bewirtschafteten Flächen sollen bis 2024 erfüllt sein. Zudem soll der Einsatz von Lösungen wie der wasserdurchlässige Holcim-Beton Hydromedia und Gründachsysteme für lebenswertere Städte beschleunigt werden.

    Eva Zabey, Executive Director bei Business for Nature, lobt Holcim zu diesen ehrgeizigen Zielen. Sie könnten „sowohl im Baustoffsektor als auch in der Industrie insgesamt zu skalierbaren Veränderungen führen.“ Alle Ökosysteme und Gesellschaften seien auf solche Massnahmen und Verpflichtungen von Unternehmen angewiesen.

  • Geschäftsführer Audergon verlässt arv Baustoffrecycling

    Geschäftsführer Audergon verlässt arv Baustoffrecycling

    Nach fünf Jahren an der Spitze der Geschäftsführung des Verbandes arv Baustoffrecycling Schweiz scheidet Laurent Audergon aus. Er wolle sich einer neuen beruflichen Herausforderung stellen, heisst es in einem Schreiben von Verbandspräsident Adrian Amstutz und der beiden Vizepräsidenten Stefan Eberhard und Laurent Steidle an alle Mitglieder und Partner des Verbandes arv Baustoffrecycling Schweiz.

    Der Vorstand habe sich mit Audergon auf ein sofortiges Arbeitsende geeinigt. Der ausscheidende Geschäftsführer steht dem arv jedoch für eine geordnete Übergabe zur Verfügung, heisst es in dem Schreiben. Der Verband suche deshalb einen neuen Geschäftsführer oder eine neue Geschäftsführerin.

    In der Zwischenzeit werde der stellvertretende Geschäftsführer Gregor Schguanin die Geschäftsführung des Verbandes mit Unterstützung des Vorstandes übernehmen. Er verfüge über ein breites und langjähriges Fachwissen in den Bereichen Inspektorat und Umweltschutz sowie über fundierte Erfahrungen in der Projekt- und Teamführung. Schguanin hat an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) Kulturtechnik und Vermessung studiert und ist Diplomingenieur sowie zertifizierter Berater für Organisationsentwicklung.

    Audergon ist Diplomchemiker und Bauingenieur ETH. In seinen fünf Jahren als Geschäftsführer habe er die Neupositionierung und stetige Weiterentwicklung des arv massgeblich geprägt, stellen die Präsidenten in ihrem Schreiben fest. Er habe den Verband mit grossem Engagement geführt.

    Der Verband arv Baustoffrecycling Schweiz hat seinen Sitz in Schlieren.

  • NEST-Büroeinheit belegt Kreislaufpotenzial

    NEST-Büroeinheit belegt Kreislaufpotenzial

    Im Forschungs- und Innovationsgebäude NEST der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und des Wasserforschungsinstituts des ETH-Bereichs (Eawag) ist am Dienstag eine neue Einheit in Betrieb genommen worden. Wie die Empa in einer Mitteilung betont, sei das Büromodul namens Sprint in nur zehn Monaten fertiggestellt worden. Das demonstriere, dass das Bauen mit wiederverwendeten Materialien und Bauteilen „eine valable Alternative zum Bauen mit Neumaterial“ sei. Es werde „den Marktanforderungen an flexibles und schnelles Bauen gerecht“.

    Die gesamte Einheit folge dem sogenannten Design for Disassembly-Ansatz. Bei Bedarf könnten die flexiblen Trennwände rückgebaut werden. Dies ermögliche eine flexible Raumnutzung und die kreislaufgerechte Rückgewinnung verbauter Stoffe.

    Die noch bestehende Skepsis der Bauwirtschaft gegenüber der Wiederverwendung von Materialien sei unberechtigt. Entgegen anfänglicher Bedenken bezüglich des knappen Zeitplans „konnten wir die Re-Use-Materialien sogar schneller als neues Material finden“, wird Kerstin Müller zitiert, Architektin und Geschäftsleistungsmitglied beim Basler baubüro in situ, das die Sprint-Unit geplant hat.

    Zudem sei Wiederverwendung bei der heutigen Marktlage noch nicht billiger. Das werde sich jedoch ändern, sobald sich ein wettbewerbsfähiger Markt gebildet habe, glaubt Bauteiljäger Oliver Seidel von in situ. Ausserdem brauche es eine CO2-Besteuerung, „die kostenmässig neue Materialien be- und gebrauchte Materialien entlastet, um so den ökologischen Mehrwert beziffern zu können.“

  • Hilcona legt Dachwiese an

    Hilcona legt Dachwiese an

    Hilcona hat auf dem ersten fertiggstellten Neubau am Firmensitz in Schaan eine 1200 Quadratmeter grosse Dachwiese angelegt. Auch die Dächer der auf fünf Jahre ausgelegten Werkserweiterung sollen „ökologisch wertvoll“ bepflanzt werden, heisst es in einer Medienmitteilung. „Die Grünflächen sorgen für mehr Versickerungsflächen als betonversiegelte Areale, entlasten die Kanalisation und bieten wesentlichen Schutz vor Starkregenereignissen“, so der Leiter Technischer Service, Peter Ritzer, zur Begründung.

    Wie Hilcona weiter ausführt, seien Gründächer in der Lage, Wasser zurückzuhalten und zu speichern. Deshalb sei beim Bau des neuen Firmengebäudes darauf geachtet worden, möglichst wenig Fläche zu versiegeln. Zudem nähmen sie Schadstoffe wie CO2 auf und reinigten Wasser und Luft. Dagegen fliesse das Wasser auf versiegelten Flächen wie herkömmlichen Dächern, Teer- und Betonflächen sofort in die Kanalisation und auf offene Böden ab. Das verursache Hochwasser und Überschwemmungen. Die begrünten Dächer könnten dies abfedern.

    Darüber hinaus heizten sie sich weniger auf als etwa Kiesdächer. Sie seien zudem langlebiger und pflegeleicht. „Mit der Dachwiese wollen wir der Natur so viel wie möglich zurückgeben“, so Ritzer.

  • Sto AG ersetzt Erdöl durch Kiefernöl

    Sto AG ersetzt Erdöl durch Kiefernöl

    Die Sto AG ersetzt in den Beschichtungen ihres Fassadendämmsystems StoTherm AimS ein Drittel des Bindemittels durch einen nachwachsenden Rohstoff auf der Grundlage von Kiefernöl. Dadurch lassen sich bei einem Einfamilienhaus mit 200 Quadratmetern Fassadenfläche rund 43 Liter Erdöl einsparen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Ein kompletter Ersatz von Erdöl durch Kiefernöl sei jedoch nicht möglich gewesen. Dies hätte sich nachteilig auf Qualität und Haltbarkeit ausgewirkt.

    StoTherm AimS ist laut Medienmitteilung das einzige Fassadendämmsystem mit Unter- und Oberputzen sowie einer Fassadenfarbe, die zum Teil auf nachwachsenden Rohstoffen basieren. Es ist mit dem deutschen Umweltzeichen Blauer Engel zertifiziert ist. Ausserdem ist es riss- und schlagsicher und kann nicht brennen. Daher eignet es sich auch für Hochhäuser.

  • Schilliger Holz AG plant neues Werk in Perlen

    Schilliger Holz AG plant neues Werk in Perlen

    Die Schilliger Holz AG aus Küssnacht plant die Realisierung eines neuen Produktionswerks für Holzfaserdämmplatten in Perlen. Dieses soll laut einer Medienmitteilung auf dem Fabrikareal der Perlen Papier AG entstehen. Die CPH-Gruppe, zu der die Perlen Papier AG gehört, werde dafür eine Landfläche von 20’000 Quadratmetern im Baurecht an das Holzverarbeitungsunternehmen abgeben.

    Die Schilliger Holz AG ist eine der Hauptlieferanten von Holzschnitzeln der Perlen Papier AG. Eine ihrer Sägereien ist heute schon direkt neben der Papierfabrik in Perlen angesiedelt. Dank des neuen Werkes werden die beiden Unternehmen noch enger zusammenarbeiten: Die Perlen Papier AG wird das neue Werk mit Strom, Prozessdampf, Frischwasser und vollentsalztem Wasser beliefern. Ausserdem wird sie das anfallende Abwasser in der betriebseigenen Kläranlage aufbereiten.

    „Wir freuen uns, gemeinsam mit Schilliger Holz AG am Standort Perlen Synergien in der industriellen Holzverarbeitung realisieren zu können. Damit wird Perlen zum Zentrum der nachhaltigen Wiederverwertung der wichtigen Ressource Holz in der Schweiz“, wird Peter Schildknecht, CEO der CPH-Gruppe, in einer Medienmitteilung seines Unternehmens zitiert.

    Laut der Schilliger Holz AG gibt es in der Schweiz „seit längerem keine Dämmplattenproduktion mehr“. Mit der Realisierung des neuen Werks will das Unternehmen daher eine „grosse Lücke in der Schweizer Holzverarbeitungskette“ schliessen. Holzfaserdämmplatten werden beispielsweise zur Wärmedämmung der Aussenhüllflächen von Gebäuden eingesetzt.

    Derzeit befindet sich das Projekt in der Planungsphase. Die Inbetriebnahme ist für 2023 vorgesehen.

  • Recycling von Baustoffen braucht mehr Akzeptanz

    Recycling von Baustoffen braucht mehr Akzeptanz

    Bei der Fachtagung Blickpunkt des Verbands arv Baustoffrecycling standen in diesem Jahr die Qualitätssicherung der Wiederverwertung und Aufbereitung von Baustoffen auch in kleineren Betrieben sowie die Anforderungen an die damit geschaffenen Bauprodukte im Fokus. Laut Medienmitteilung fand der Blickpunkt 2021 am Mittwoch digital statt.

    Nationalrätin Isabelle Chevalley sprach am französischsprachigen digitalen Blickpunkt, dem „Point de Mire“, in einem Referat über die Stärkung der Kreislaufwirtschaft in Bezug auf Baustoffe. Die Bedeutung der Wiederverwertung von Baustoffen zur Schonung der natürlichen Ressourcen und knappen Deponievolumen sei inzwischen auch politisch erkannt und in die Beratungen des Parlaments aufgenommen worden. In der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK) würden Massnahmen zur Förderung von Baustoffrecycling erarbeitet, wird sie zitiert. Dennoch seien noch mehr Anstrengungen nötig, so Chevalley. Unternehmen sollten Bauherren solche Produkte gezielt anbieten. Auch im Beschaffungswesen seien Massnahmen nötig.

    Zentral ist dabei die Sicherung der Qualität. Die referierenden Fachleute informierten über die Umsetzung einer werksinternen Produktionskontrolle wie auch über die Wiederverwendung von Ausbauasphalt. Die Normen dazu werden derzeit überarbeitet. Hier engagiere sich der Verband arv Baustoffrecycling Schweiz für die Förderung der Wiederverwertung und für mehr Akzeptanz bei allen beteiligten Akteuren, heisst es in der Medienmitteilung.

  • 3S Solar Plus weiht neue Produktionslinie ein

    3S Solar Plus weiht neue Produktionslinie ein

    Die 3S Solar Plus AG hat am 20. August eine neue Produktionslinie an ihrem Standort in Thun eröffnet. An der Feier waren mehrere Gäste aus Wirtschaft und Politik mit dabei – unter ihnen auch der Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz.

    „Mit der hochmodernen Linie erhöhen wir unsere Kapazität und Flexibilität um ein Vielfaches“, wird Patrick Hofer-Noser, Inhaber und Geschäftsführer von 3S Solar Plus, in einer Medienmitteilung zitiert. Der Ausbau soll insbesondere die Lieferfähigkeit unterschiedlicher Produkte für gebäudeintegrierte Photovoltaik erhöhen. Diese werden an Kunden in der Schweiz und im europäischen Ausland ausgeliefert.

    3S Solar Plus ist auf die Herstellung von Bauprodukten spezialisiert, die dank integrierter Solartechnik Energie erzeugen. Die Firma hat sich 2018 vom Solarunternehmen Meyer Burger losgelöst. Seither hat sie die Zahl ihrer Mitarbeitenden mehr als verdoppelt.

  • Lumineo verbaut lichtdurchlässigen Beton für Vinci

    Lumineo verbaut lichtdurchlässigen Beton für Vinci

    Lumineo, ein junges Unternehmen aus dem Jura, ist eingeladen worden, einen Teil der repräsentativen Eingangshalle im neuen Konzernsitz von Vinci mit seinem innovativen Material zu gestalten. Für den grössten Baukonzern Europas und den fünftgrössten der Welt hat Lumineo eine 80 Quadratmeter grosse Wand aus lichtdurchlässigem Beton errichtet. Das verwendete Material heisst Lumistone. Es ist eine Eigenentwicklung des in Porrentruy ansässigen Unternehmens.

    Laut einer Mitteilung ist dies die grösste Wand, die die Lumineo Group je mit diesem Material gebaut hat. Lumistone sieht aus wie Beton. Mittels LEDs können animierte Bilder durch diese Wand projiziert werden. Der Weg zur erfolgreichen Entwicklung dieses transluziden Materials sei „so hart wie Beton“ gewesen, so Lumineo auf seiner Internetseite. Unzählige Schichten von Glasfasern hätten in den Beton gegossen werden müssen, „bevor das Rezept entdeckt wurde“.

    Darüber hinaus ist dies eine geschwungene Wand, „was bedeutet, dass die Struktur anders bearbeitet werden musste“, wird Lumineo-CEO und eine der Projektleiterinnen, Aurélie Pezzotta, zitiert. Sie war Mitte Juni Gast der neuen Veranstaltungsreihe Femmes Fondatrices im Switzerland Innovation Park Basel Area, Standort Jura. Pezzotta sei froh darüber, diesen Bau fertiggestellt zu haben, denn „die Nächte waren in den vergangenen Monaten sehr kurz“.

    Eine Wand im Empfangsbereich des weltweit führenden Bauunternehmens könne für die Lumineo Gruppe nur von Vorteil sein. „Viele Architekten und Projektmanagerinnen werden hier vorbeikommen“, es sei also ein grossartiges Schaufenster für das Unternehmen. Nun wolle sich Lumineo auf nationaler Ebene weiterentwickeln und weitere Mitarbeitende einstellen.

  • Halter AG legt Grundstein für neues Quartier

    Halter AG legt Grundstein für neues Quartier

    Ein neues Quartier soll die Verbindung zwischen Suhr Süd und dem Zentrum schaffen. Neben einem zwölfstöckigen Hochhaus werden drei vier- bis sechsstöckige Gebäude errichtet. Die Schlieremer Halter AG ist für die Projektentwicklung und Realisierung verantwortlich, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Am Mittwoch ist der Grundstein gelegt worden.

    Das Quartier entsteht auf einem ehemals von der Ferroflex AG genutzten Areal. Dort werden Flächen für das Wohnen, für Dienstleistungen und das Gewerbe entstehen. Zwischen den Gebäuden sind öffentliche Freiräume mit Wegen und Plätzen, ein Kinderspiel- und ein Grillplatz vorgesehen. Im Hochhaus und im sogenannten Gartenhaus werden 59 Wohnungen mit 2,5 bis 5,5 Zimmern als Wohneigentum entstehen. In den beiden weiteren Gebäuden entstehen 143 Mietwohnungen.

    Das Entwicklungsprojekt wird nach den Zielsetzungen der 2000-Watt-Gesellschaft umgesetzt. Dazu wird Fernwärme der Kehrichtverbrennungsanlage Buchs AG für die Wärmeerzeugung genutzt. Solaranlagen werden einen Teil der benötigten elektrischen Energie liefern.

  • Museum Langmatt stellt Gewinnerprojekt aus

    Museum Langmatt stellt Gewinnerprojekt aus

    Das Stiftung Langmatt hat gemeinsam mit der Stadt Baden und dem Kanton Aargau das Projekt Museum Langmatt – Generalsanierung lanciert. Insgesamt haben sich 50 Architekturbüros an einem Wettbewerb beteiligt, von denen sechs in die zweite Runde eingeladen wurden. Deren Entwürfe zeigen einen Pavillon im Park und einen neuen Eingangsbereich für das Museum. Sie werden ab dem 28. August im Museum ausgestellt, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

    Im Zentrum der Ausstellung steht der siegreiche Entwurf von Ernst Niklaus Fausch Partner AG. Deren Pavillon schafft eine visuelle Verbindung zum Ökonomiegebäude, ohne mit diesem tatsächlich verbunden zu sein. Der Pavillon soll für Vernissagen und andere Veranstaltungen genutzt werden. Der neue Eingangsbereich entsteht im Ökonomiegebäude und umfasst die Kasse, ein Ladengeschäft oder auch die Garderoben.

    „Wir freuen uns über die substanziellen Verbesserungen einer zukünftigen Nutzung“, wird Langmatt-Direktor Markus Stegmann in der Mitteilung zitiert. „Mit dem neuen Pavillon und Eingangsbereich ist die Langmatt für die Zukunft hervorragend aufgestellt. Der transparente Pavillon symbolisiert mit seiner starken visuellen Präsenz die neue Langmatt für alle.“

  • Menziken gibt grünes Licht für Wohnsiedlung Unity

    Menziken gibt grünes Licht für Wohnsiedlung Unity

    Die Baubewilligung für die neue Wohnsiedlung namens Unity in der Gemeinde Menziken hat Rechtskraft erlangt. Damit kann die Steiner AG mit den Bauarbeiten starten.

    Wie der Zürcher Projektentwickler sowie Total- und Generalunternehmer mitteilt, werden nahe des Bahnhofs insgesamt sechs Mehrfamilienhäuser mit 47 Eigentumswohnungen und 51 Parkplätzen entstehen. Die kantonalgeschützte Villa Zur Eintracht, die 1811/12 errichtet wurde, werde sich harmonisch in die Gesamtsituation einfügen.

    Steiner leiste damit einen Beitrag zur Förderung bezahlbaren Wohnraums. Durch eine funktionale Gestaltung könne kostenoptimiert gebaut werden. Dazu trügen unter anderem einheitliche Fenster in allen Gebäuden, minimierte Wohnflächen und normierte Nasszellen in allen Wohnungen bei.

  • Graubünden wirbt für wiederverwertbare Baustoffe

    Graubünden wirbt für wiederverwertbare Baustoffe

    Graubünden will die Nachfrage nach Recyclingbaustoffen erhöhen. Wie der Kanton jetzt mitteilt, hat er zu diesem Zweck zusammen mit dem Verband der Bündner Beton- und Kiesindustrie eine Broschüre erarbeitet. Sie soll Projektentwickelnden und Bauherrschaften die Möglichkeiten der Verwendung wiederaufbereiteter Baustoffe aufzeigen.

    Pro Jahr würden auf den 42 Aufbereitungsplätzen im Kanton Graubünden etwa 250’000 Kubikmeter mineralischer Bauabfälle angeliefert. Das entspreche etwa dem Volumen von 1300 Einfamilienhäusern. Wie der Kanton in seiner Mitteilung weiter ausführt, werde Betonabbruch bereits gut wiederverwertet und in neuen Betonkonstruktionen eingesetzt.

    Doch würden Mischabbruch und Strassenbelag oft noch nicht in gleichwertige Kreislaufanwendungen zurückgeführt, sondern lose etwa in Fundamenten verwendet oder auf Deponien abgelagert. Das sei weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll. Deshalb sehe auch die von der Regierung verabschiedete Botschaft zum Aktionsplan Green Deal Massnahmen zur Schliessung von Materialkreisläufen und zur Steigerung des Baustoffrecyclings vor.

    Was oft fehle, sei die Nachfrage nach diesen zurückgewonnenen Baumaterialien. Dabei lägen sie preislich mit den Primärmaterialien gleichauf. Zudem böten sie den Mehrwert einer nachhaltigen Ressourcennutzung. Jedoch werde häufig übersehen, dass auch Baustoffe mit CO2 belastet seien. Die nun vorgelegte Broschüre zeige „für alle denkbaren Anwendungen im Hoch- und Tiefbau auf, welche Recyclingprodukte angewendet werden können“.

  • Hochschule Luzern widmet sich klimagerechtem Bauen

    Hochschule Luzern widmet sich klimagerechtem Bauen

    Die Studie „Bereit für den Klimawandel?“ der Hochschule Luzern (HSLU) will Bauherrinnen und Bauherren dafür sensibilisieren, klimagerecht zu bauen. Aber auch Käuferinnen und Mietern soll sie eine Hilfestellung zur Bewertung einer Immobilie geben.

    Die Studie legt nahe, dass dabei künftig nicht nur Wärme-, sondern auch Kühlkonzepte berücksichtigt werden müssen. „Noch immer richtet sich die Architektur der Schweiz zu sehr darauf, Wohnungen im Winter angenehm und energieeffizient zu machen“, wird Gianrico Settembrini vom Institut für Gebäudetechnik und Energie der Hochschule Luzern in einer Medienmitteilung zitiert. Entscheidend sei jedoch, dass Gebäude mit Klimadaten der Zukunft geplant würden und nicht wie heute mit solchen, die auf vergangenen Werten beruhen.

    Der Gebäudepark verbrauche rund 40 Prozent des Endenergiebedarfs der Schweiz, führt die HSLU weiter aus. Dieser müsse weiter gesenkt werden. Würde jedoch ein vermehrter Einsatz von Klimageräten nötig, drohe dieser Wert stattdessen noch zu steigen. „Der Einsatz von Kühl- oder Klimageräten soll vermieden werden, technische Lösungen dürfen erst zum Zug kommen, wenn die passiven Möglichkeiten ausgeschöpft sind“, so Adrian Grossenbacher vom Bundesamt für Energie. Es hat diese Studie finanziell unterstützt.

    Insgesamt identifizierte das Studienteam elf Parameter, die einen Einfluss auf den Energieverbrauch sowie die thermische und visuelle Behaglichkeit eines Wohnraums haben. Diese Parameter wie Eigenschaften der Fenster, Sonnenschutz- und Beschattungselemente wurden in einem für das Mittelland typischen Referenzgebäude in Basel-Binningen simuliert.

    Einen Leitfaden für Planende stellt die HSLU online zum Herunterladen bereit. Um den Niederschlag verfügbarer Erkenntnisse in der neuen Architektur zu beschleunigen, bringt die Hochschule im September mit dem dreitägigen Weiterbildungskurs „Bauen im Klimawandel – Wirksame Massnahmen für Bauherrschaften und Planende“ auch Fachleute auf den neuesten Stand.

  • Die Symbiose von Stahl- und Trockenbau

    Die Symbiose von Stahl- und Trockenbau

    Der Trockenbauer war gefordert: Es sollten eine umfangreiche Elektro- und Lüftungsinstallation sowie eine Sprinkleranlage integriert werden. Ebenfalls war ein Brandschutzwert von REI60 verlangt. Da er bereits eine Produktschulung bei der Rigips AG abgeschlossen und er die Vorteile des neuen Systems kannte, war der Fall klar: RiModul®. Der Architekt war ebenfalls schnell überzeugt: «Wir hatten auch die Variante Holz geprüft, aber wir stiessen bei den Spannweiten an Grenzen und hätten den Brandschutz nicht erfüllt», sagt Peter Fässler von MFW Architekten. Ausserdem bringen die schlanken Wandkonstruktionen mehr Nutzfläche.

    Begehbare Raum-in-Raum-Lösung
    Coop hatte sich schon länger mit dem Gedanken befasst, einen komfortablen Aufenthaltsraum für seine Mitarbeitenden zu bauen. Dafür bot sich ein zum Regallager hin offener, gut 5 Meter hoher Raum an, eine Art Galerie, wo sich angrenzend auch andere Räume befinden. Er wäre aber viel zu gross gewesen, mit seinen Mauern aus Kalksandstein nicht behaglich und nicht geheizt. Eine Raum-in-Raum-Lösung bot sich also an, die schnell, ohne viel Dreck, aber unter Einhaltung aller Statik- und Brandschutzanforderungen realisiert werden konnte. Weil die Montage bei laufendem Betrieb des Hochregallagers erfolgte, musste alles gut vorbereitet sein und schnell gehen.

    Nur einen halben Tag für die Unterkonstruktion
    Wie bei allen Bausystemen mit hohem Vorfertigungsgrad waren genaue Plandaten und die fehlerfreie Übermittlung an den Hersteller entscheidend. Sämtliche Stahlprofile wurden auf Mass geschnitten und bereits mit den Schraub- und Stanzlöchern versehen, zur Erleichterung der Vor-Ort-Montage. Die einzelnen Profile konnten anhand von Nummern und einem Montageplan effizient zusammengeschraubt werden. Die ganze Konstruktion bringt dank der entsprechenden Beplankung eine Brandschutzleistung von REI60. Gipserunternehmer Hansjörg Alder war begeistert: «In nur einem halben Tag stand die Stahlkonstruktion im Verteilzentrum, und innerhalb von drei Tagen war sie beplankt und ausbaufähig.» Dem stilvollen Raum und seiner Aufenthaltsqualität merkt man nicht an, dass er quasi als Bausatz angeliefert und innert kürzester Zeit aufgebaut wurde.

    Wie Leichtbau, einfach viel stabiler
    RiModul® ist eigentlich nichts anderes als Leichtbau mit stärkeren Profilen. Sie erzielen ein bestmögliches Verhältnis der Festigkeit zum Gewicht, was unter anderem zu formstabilen Konstruktionen – sprich begeh- und belastbaren Decken mit zusätzlicher Nutzfläche – und erhöhtem seismischen Widerstand (Erdbebensicherheit) führt. Und das System basiert auf dem Prinzip der Vorfertigung, wodurch sich die gesamte Bauzeit um bis zu 60% verkürzen lässt. RiModul® Stahl-Leichtbausysteme haben auch erheblich geringere Lasten auf den Fundamenten zur Folge als herkömmliche Bauweisen. Komplexe Objekte im Neu- und Umbau lassen sich damit sicher, wirtschaftlich und mit beinahe unbegrenzter gestalterischer Flexibilität realisieren. Besonders geeignet sind die RiModul® Stahl-Leichtbausysteme für Aufstockungen, Erweiterungsbauten und, wie im Fall von Coop, Raum-in-Raum-Konstruktionen. Sinnvoll ist ihr Einsatz auch als Aussenwandsystem zur Ausfachung in Hybridbauten.

    In Einzelteilen, vorgefertigt oder vormontiert
    Die Kunden können aus drei Vorfertigungsstufen wählen, nach der die Lieferung erfolgen soll. RiModul® flat bestellt man, wenn man die Einzelteile wünscht und selber zusammenbauen will. Die Profile werden nach der Bearbeitung nummeriert und pro Wand- oder Deckenelement gebündelt angeliefert. Mit Hilfe eines Montageplans lassen sie sich auf der Baustelle oder in einem Zwischenlager einfach zusammenbauen. Bei RiModul® frame werden die Profile im Produktionswerk zu Rahmenelementen vormontiert und so auf die Baustelle geliefert. Beplankung und Dämmung erfolgen anschliessend bauseits. Bei RiModul® frameX schliesslich werden die Rahmenelemente bereits mit hochwertigen Platten beplankt. Es empfiehlt sich, die Wahl des Vorfertigungsgrades objektspezifisch und bereits in der Planungsphase zu treffen. Rigips entwirft, basierend auf den Plänen der Kunden, das Projekt in 3D und erstellt eine statische Dimensionierung und Bemessung. Dazu gehört insbesondere auch die Definition der Verbindungs- und Knotentechnik für die kaltgeformte Stahlstruktur. Auf Basis dieser Unterlagen entstehen die Pläne für die Produktion im Werk.

    Erfahren Sie mehr über RiModul®

  • Tschopp Holzindustrie kommt mit Sägewerk voran

    Tschopp Holzindustrie kommt mit Sägewerk voran

    Die Tschopp Holzindustrie AG gibt einen Meilenstein beim Bau ihres neuen Sägewerks am Hauptsitz in Buttisholz bekannt. So konnten die Tiefbauarbeiten im Bereich Sägehalle abgeschlossen werden. Nun sollen die Hochbauarbeiten beginnen. Das Gebäude soll eine Länge von 125 Metern, eine Breite von 50 Metern und eine Höhe von 20 Metern aufweisen.

    Das neue Sägewerk soll seinen Betrieb im Frühjahr 2023 aufnehmen. Tschopp Holzindustrie investiert insgesamt 75 Millionen Franken in den Ausbau. Es handelt sich um die bisher grösste Investition in der 100-jährigen Firmengeschichte.

    Tschopp Holzindustrie ist auf die Herstellung von Schalungsplatten für die Baubranche spezialisiert. Seit 2005 werden aus dem Restholz Pellets für die Energiebranche produziert. Nach der Inbetriebnahme des neuen Sägewerks sollen Holzbaufirmen auch Produkte angeboten werden, die im Inland bisher gar nicht oder nicht industriell hergestellt werden und deshalb aus dem Ausland importiert werden müssen, etwa Dreischicht-Naturholzplatten.

  • Drohne führt Messflüge in Zementwerk durch

    Drohne führt Messflüge in Zementwerk durch

    Im Zementwerk von Holcim in Siggenthal ist diese Woche ein wichtiger Meilenstein erreicht worden. Nach mehreren Jahren Forschungsarbeit hat die Spezialdrohne des Zürcher Start-ups Voliro dort eine erste offizielle Messflugkampagne durchgeführt. Dabei wurden laut einer Medienmitteilung wichtige Messungen zur Bestimmung der Stahlwandstärken des Zementofens und des Zyklonvorwärmers vorgenommen.

    Voliro, eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), ist auf die Entwicklung fliegender Roboter zur Inspektion und Wartung industrieller Anlagen spezialisiert. Ihre Drohnen können mit unterschiedlichen Sensoren ausgestattet werden und sowohl visuelle als auch thermische und kontaktbasierte Messungen durchführen. Eine Besonderheit an den Drohnen ist, dass sie sich dank eines speziellen Rotorsystems um alle Achsen drehen können, was ihnen Manöver in vertikalen Positionen und sogar kopfüber erlaubt. Dank des 360-Grad-Designs sind sie auch für den Einsatz bei Messungen an gekrümmten und schrägen Oberflächen geeignet.

    Der Medienmitteilung zufolge gilt der Einsatz solcher Spezialdrohnen in grosser Höhe als eine Weltneuheit. Mit der Methode liessen sich sowohl Zeit als auch Kosten sparen. Ausserdem erhöhe der Einsatz von Drohnen die Arbeitssicherheit.

    Holcim begleitet die Produktentwicklung von Voliro den Angaben zufolge bereits seit 2019. Dabei stellt der weltweit tätige Zuger Zementkonzern dem Start-up seine Infrastruktur in Siggenthal für Testflüge zur Verfügung und unterstützt es mit seinem Fachwissen.

  • Student erstellt Konzept für Bündner Crotti

    Student erstellt Konzept für Bündner Crotti

    Lucas Buschauer ist für seine Semesterarbeit vom Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein (SIA) mit einer Anerkennung ausgezeichnet worden. Das hat die Fachhochschule Graubünden jetzt mitgeteilt. Der Absolvent des Architekturstudiums an der Fachhochschule Graubünden sieht für einige ungenutzte Crotti im Bündnerischen Bondo eine Wiederbelebung als Brauerei vor.

    Die SIA-Fachgruppe für die Erhaltung von Bauwerken prämiert schweizweit Diplom- und Semesterarbeiten, die herausragende Konzepte für den vorbildlichen Umgang mit bestehenden Bauwerken und deren Erhalt vorstellen. In diesem Jahr wurden insgesamt elf Arbeiten ausgewählt.

    Buschauers Semesterarbeit sieht eine erneute Nutzung einiger Crotti vor, die 2017 vom Bergsturz verschont wurden. Diese in schattiger Hanglage stehenden kleinen Häuschen wurden einst als natürliche Kühlschränke genutzt. Er möchte sie zu einer Brauerei und zu einem Treffpunkt für das Dorf umbauen. Dabei sind für die einzelnen Crotti verschiedene Nutzungen vorgesehen. So würde etwa das erste Crotto das vorbeifliessende Quellwasser auffangen, zwei weitere würden zu Mälzereien umgebaut. Vier dieser Crotti sind für den Brauprozess vorgesehen. Auch eine Gastwirtschaft und eine Braumeisterwohnung hat er eingeplant.

    „Die Semesterarbeit von Lucas Buschauer besticht durch eine sorgfältige Recherche, eine bestechende Konzeptidee, welche sorgfältig und detailliert umgesetzt wurde sowie überzeugend dargestellt ist“, heisst es in der Begründung der Jury. Wie Studienleiter Christian Auer betont, gehöre neben der architektonischen Gestaltung auch „die Klärung konstruktiver und ökonomischer Fragestellungen zu den Ausbildungszielen unseres Architektur-Studiengangs. Genau dieses Know-how war in dieser Aufgabe gefragt. Es freut mich sehr, dass die Fachhochschule Graubünden mit ihrem Angebot schweizweit konkurrenzfähig ist.“

  • Gesundheitszentrum nutzt ökologische Heizzentrale

    Gesundheitszentrum nutzt ökologische Heizzentrale

    Das Gesundheitszentrum Dielsdorf setzt auf eine nachhaltige heiztechnische Lösung. Auf dem Dach der Einrichtung hat das Liechtensteiner Unternehmen Hoval dafür eine Heizzentrale in der Grösse eines kleinen Einfamilienhauses umgesetzt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Über die restliche Dachfläche erstreckt sich eine Solaranlage.

    „Die grosse Fläche bot sich für den Einsatz von Solarenergie an. Die gesamte Anlage wurde mittels Kran auf das Dach gehoben“, erklärt Edgar Stutz, Bereichsleiter Technischer Dienst des Gesundheitszentrums Dielsdorf, in der Mitteilung. Laut Heinz Hitz, Technischer Verkaufsberater bei Hoval, werden in der Schweiz pro Jahr nur etwa 30 Anlagen dieser Grösse in Betrieb genommen.

    Das Herz der Energieversorgung bilden ein Gas-Brennwertkessel und die Solarpanels. Im Untergeschoss befinden sich zwei Energiespeicher. Wenn beide Speicher die nötige Temperatur erreicht haben, wird die überschüssige Energie der Solaranlage automatisch in einen alten Teil der Überbauung weitergeleitet. Die Anlage wird von einem Öl-Brennwertkessel ergänzt, der aber nur im Fall einer Störung zum Einsatz kommt.

    Im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen kann das Gesundheitszentrums mit der neuen Anlage 120ʼ000 Kilowattstunden Energie einsparen, meint Björn Zittra, Leiter Verkaufssupport bei Hoval. „Das entspricht etwa 12ʼ000 Kubikmeter Erdgas – oder rund 29 Tonnen CO2 pro Jahr“, erklärt er.

  • Stadtansicht von Bern ist in 3D zugänglich

    Stadtansicht von Bern ist in 3D zugänglich

    Bern stellt die dreidimensionale Ansicht der gesamten Stadt öffentlich zur Verfügung. Bisher war sie ausschliesslich städtischen Dienststellen und weiteren Interessierten zugänglich. Für den Zugriff genügt ein Internet-Browser oder ein neueres Smartphone.

    Wie die Stadt Bern mitteilt, umfasst das Stadtmodell alle bestehenden und projektierten Gebäude der Stadt. Ausserdem stellt es die wichtigsten Brücken in detaillierter Ausgestaltung dar. Ebenso kann die Vegetation als 3D-Objekt oder als Punktwolke dazugeschaltet werden. Über frei verfügbare Daten des Bundesamts für Landestopografie wurden auch die Aussengemeinden ergänzt.

    Wie ein Video zeigt, lässt sich mit Zoomen, Schieben und Drehen etwa herausfinden, wie hoch das Berner Münster ist. Zudem wird sichtbar, welchen Schattenverlauf ein Gebäude an einem wolkenlosen Tag zeigt. Mit dem Bedienelement Messwerkzeuge lassen sich Distanzen und Gebäudehöhen aus dem Modell abgreifen. So ist etwa auch die Länge der Luftlinie zwischen zwei Ortsmarken bestimmbar. Über einen Link zum Stadtplan sind ausserdem viele weitere Informationen abrufbar.

    Fachleute aus Stadtplanung, Architektur und Landschaftsgestaltung können zudem Daten der amtlichen Vermessung für ihre Projekte zuschalten. Gegen eine Bearbeitungsgebühr bietet die Stadt Bern darüber hinaus an, die Daten nach Kundenwunsch aufzubereiten und abzugeben.

  • KREIS Haus in Feldbach wird eröffnet

    KREIS Haus in Feldbach wird eröffnet

    Zur Eröffnung des KREIS Hauses findet am 4. September ein Tag der offenen Tür statt. Von 13 bis 18 Uhr ist das Synergy Village in Feldbach, auf dem das Forschungsprojekt der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) steht, allen Interessierten zugänglich. Dabei können Bautechniken des KREIS Hauses selbst ausprobiert werden. Zudem wird es einen Markt mit nachhaltigen lokalen Produkten geben.

    Mit dem Bau des klima- und ressourcen-effizienten Suffizienz-Gebäudes wurde im Mai dieses Jahres begonnen. Mit diesem Projekt möchte das ZHAW-Departement Life Sciences und Facility Management (LSFM) zeigen, wie Kreislaufwirtschaft auf einer reduzierten Wohnfläche von 40 Quadratmetern umgesetzt werden kann. Wie die ZHAW in ihrer Einladung schreibt, befinde sich in diesem Haus alles im Kreislauf – von den Baumaterialien bis zu den Nährstoffen aus dem Abwasser für die Düngung des Dachgartens.

    Die Forschung entwickle laufend neue kreislauffähige Technologien, Materialien und Konzepte für den Einsatz in Gebäuden, heisst es in der Projektbeschreibung des LSFM. Doch sei der Weg von der Grundlagenforschung bis zur breiten Anwendung langwierig. Deshalb stelle das KREIS Haus einen Raum zur Verfügung, um diese neuen Technologien und Materialien auszuprobieren. Die Besucherinnen und Besucher steuern mit ihren Rückmeldungen dazu bei, diese zu verbessern.

    Die ZHAW bietet künftig reguläre Besuchstermine an. Sie sind online einsehbar, ebenso wie Termine für regelmässige Workshops zu spezifischen Kreislaufthemen. Die Übernachtungsmöglichkeiten im KREIS Haus sind derzeit ausgebucht. Zudem steht das LSFM für individuelle und kreislauforientierte Bauberatungen zur Verfügung.