Schlagwort: Digitalisierung

  • Bundesrat will Wohnbau beschleunigen

    Bundesrat will Wohnbau beschleunigen

    Der Bundesrat prüft laut seiner Mitteilung Massnahmen zur Beschleunigung des Wohnungsbaus. Mit seinem Bericht vom 22. April 2026 reagiert er auf fünf Postulate aus dem National- und Ständerat. Er ist Teil des Aktionsplans Wohnungsknappheit des Bundes. Der Bundesrat hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation damit beauftragt, ihm bis Ende 2026 eine Vernehmlassungsvorlage zu unterbreiten.

    Eine dieser Massnahmen soll die rechtliche Grundlage für ein nationales Interesse im Wohnungsbau schaffen. Eine solche Rechtsgrundlage hätten dann etwa Vorrang gegenüber dem Ortsbild- oder Denkmalschutz. Zudem lässt der Bundesrat die Einschränkung der Beschwerdelegitimation für Privatpersonen und der zulässigen Rügen prüfen. Zudem könnten die Verfahrenskosten für nachweislich rechtsmissbräuchliche Einsprachen den Einsprechenden auferlegt werden, nämlich dann, wenn die Einsprache erkennbar einzig zum Ziel hat, ein Projekt zu verhindern oder zu verzögern.

    Jedoch liegt die Hoheit für Planungs- und Baubewilligungsverfahren bei den Kantonen. Deshalb kann ihnen der Bundesrat nur nahelegen, zum Zwecke der Verfahrensbeschleunigung ein digitales Bewilligungsverfahren einzuführen und verbindliche Fristen festzulegen. Zudem empfiehlt der Bundesrat, Baugesuche erst dann zu veröffentlichen, wenn sie vollständig sind. Darüber hinaus weist er auch darauf hin, dass viele Bewilligungsbehörden für die Bearbeitung anspruchsvoller Dossiers personell und fachlich nicht gut genug aufgestellt sind.

  • Zürich testet KI im Baubewilligungsverfahren

    Zürich testet KI im Baubewilligungsverfahren

    Der Kanton Zürich verpflichtet ab April 2027 sämtliche Gemeinden zur Nutzung der Plattform eBaugesucheZH. Damit ist die Basis für die Digitalisierung gelegt, aber eben erst die Basis. Die inhaltliche Bearbeitung der Gesuche läuft weiterhin in unterschiedlichen Systemen ab, je nach Gemeinde oder Kanton. Diese historisch gewachsene Systemlandschaft führt zu Medienbrüchen, manuellen Abstimmungsrunden und Dateninkonsistenzen.

    Was die FHNW-Studie zeigt
    Die Baudirektion beauftragte das Institut Digitales Bauen der FHNW mit einer Potenzialstudie entlang der gesamten Prozesskette. 15 Handlungsfelder wurden identifiziert, von der digitalen Erstinformation bis zur Bauabnahme. Das grösste kurzfristige Potenzial liegt ganz am Anfang.  Chatbots für die Erstberatung, strukturierte Eingabebegleitung und automatisierte Vorabprüfungen könnten die Qualität der eingereichten Gesuche sofort steigern und Rückfragen deutlich reduzieren. Viele Verbesserungen lassen sich bereits mit regelbasierten Systemen erzielen, ohne generative KI.

    Prototyp mit der Stadt Kloten
    Die Innovation-Sandbox für KI des Amts für Wirtschaft testete gemeinsam mit Praxis- und Technologiepartnern, darunter die Stadt Kloten, einen KI-basierten Vorabcheck für das Meldeverfahren. Für einfache Vorhaben wie Solaranlagen oder Wärmepumpen klärt ein regelbasiertes System automatisch Zulässigkeit und Verfahrenswahl, eine KI überprüft anschliessend Vollständigkeit und Qualität der Eingaben. 3336 Tests wurden ausgewertet. Das Resultat stimmt zuversichtlich, auch wenn die zuverlässige Interpretation komplexer Plandarstellungen noch eine offene Herausforderung bleibt.

    Mensch bleibt verantwortlich
    Beide Studien sind sich einig, dass eine vollständige Automatisierung derzeit nicht realistisch ist. Wo Entscheidungslogiken klar definiert sind, sind regelbasierte Systeme der generativen KI vorzuziehen. Die behördliche Entscheidungshoheit bleibt beim Menschen. Rechtliche Fragen rund um Datenschutz, Haftung, Transparenz und die urheberrechtlich geschützten Baupläne als KI-Trainingsmaterial müssen vor jeder Umsetzung vertieft geprüft werden.

    Die Ergebnisse fliessen nun in die Weiterentwicklung von eBaugesucheZH ein. Einzelne Anwendungen sollen in Pilotgemeinden getestet werden. Zürich zeigt damit, wie ein sorgfältiger, schrittweiser Einsatz von KI in einer komplexen Verwaltungsdomäne funktionieren kann.

  • Wenn Kantone vom Bremsklotz zum Standortfaktor werden

    Wenn Kantone vom Bremsklotz zum Standortfaktor werden

    In mehreren Kantonen ist die digitale Baubewilligung keine Zukunftsvision mehr, sondern Alltag. Baugesuche werden über zentrale Plattformen eingereicht, digital verteilt und in standardisierten Abläufen geprüft. Das entlastet Verwaltungen, Planende und Bauherrschaften und macht Verfahren für alle Beteiligten nachvollziehbarer.

    Vorreiter setzen auf klare kantonale Lösungen und Kooperation. Gemeinsame Plattformen senken Kosten, bündeln Know-how und verhindern Insellösungen. Gleichzeitig zeigt sich, Digitalisierung wirkt nur, wenn sie nicht als IT-Projekt, sondern als Veränderung des ganzen Prozesses gedacht wird, von der Eingabe bis zum Entscheid.

    Wer schon digital bewilligt
    Mehrere Kantone haben kantonsweite Plattformen im Einsatz, über die Baugesuche elektronisch eingereicht und bearbeitet werden. Bern mit «eBau», Zürich mit «eBaugesucheZH», Graubünden mit ebau.gr.ch oder Wallis mit «eConstruction» zeigen, wie ein digital geführtes Verfahren aussieht, teils obligatorisch oder mit Übergangsfristen. Andere Kantone wie Solothurn oder Aargau setzen auf die gemeinsame Open-Source-Lösung Inosca und führen ihre Systeme etappiert ein.

    Der Digitalisierungsgrad unterscheidet sich dennoch deutlich. In einigen Kantonen ist die digitale Einreichung verbindlich, in anderen laufen analoge und digitale Kanäle parallel oder es existieren nur Pilotgemeinden. Eine schweizweit vollständige, tagesaktuelle Übersicht fehlt und nicht jede Plattform bildet den Prozess schon Ende-zu-Ende volldigital ab.

    Politik zwischen Tempo und Rechtsschutz
    Politisch steht das Baubewilligungsverfahren im Kreuzfeuer. Auf der einen Seite stehen Wohnungsnot, Energie- und Klimaziele, auf der anderen Seite Föderalismus, Einsprache Recht und komplexe Fachvorgaben. Wirtschaftsverbände fordern kürzere Fristen und mehr Verbindlichkeit, Gemeinden und Kantone pochen auf eigene Zuständigkeiten und begrenzte Ressourcen.

    Die Digitalisierung legt diese Spannungen offen. Sie macht sichtbar, wie viele Stellen ein Dossier berühren, wo es hakt und wie unterschiedlich die Praxis zwischen den Kantonen ist. Sie ersetzt aber keine politischen Entscheidungen. Ob Einsprachen eingeschränkt, Verfahren harmonisiert oder Fristen verkürzt werden, bleibt eine Machtfrage, nicht eine Softwarefrage.

    Kosten, Nutzen und Risiken
    Für Verwaltungen ist die Umstellung auf digitale Verfahren ein Kraftakt. Neue Fachapplikationen, Schnittstellen, Schulungen und Change Management kosten Zeit und Geld. Gerade kleinere Gemeinden sind auf kantonale Plattformen und gemeinsame Lösungen angewiesen, um die Last zu tragen.

    Demgegenüber stehen handfeste Effekte. Weniger Unterbrechung eines Prozesses, weniger Mehrfacherfassungen, schnellere Abläufe. Noch wichtiger sind die indirekten Wirkungen. Jede verkürzte Bewilligungswoche reduziert Projekt- und Finanzierungskosten, erhöht die Planbarkeit und macht einen Standort attraktiver. Gleichzeitig bleibt der Umgang mit Daten sensibel. Transparenz, Datenschutz und Akzeptanz müssen sauber austariert werden.

    Vom E-Dossier zur intelligenten Prüfung
    Die Digitalisierung der Baubewilligung steht erst am Anfang. Kurzfristig geht es darum, kantonale Plattformen flächendeckend einzuführen, Medienbrüche zu beseitigen und Baugesuche durchgängig digital zu führen. Parallel wachsen die Erwartungen. Planende wollen digitale Schnittstellen, Investoren verlässliche Fristen, Kommunen mehr Steuerungsmöglichkeiten.

    Mittelfristig rücken automatisierte Plausibilitäts- und Regelprüfungen, die Integration von Planungs- und Baudaten sowie KI-gestützte Assistenz in den Fokus. Sie können Verfahren beschleunigen, Standardisierung erzwingen und Ressourcen auf jene Fälle lenken, in denen wirklich politisch oder fachlich zu entscheiden ist. Ob die Baubewilligung in der Schweiz vom Bremsklotz zum strategischen Standortvorteil wird, entscheidet sich daran, wie konsequent Politik und Verwaltung diesen Wandel steuern und ob sie bereit sind, auch an Regeln, Rollen und Routinen zu rütteln.

  • Treuhandunternehmen erweitert Angebot mit Branchensoftware für Bau-KMU

    Treuhandunternehmen erweitert Angebot mit Branchensoftware für Bau-KMU

    Die Gewerbe-Treuhand AG mit Sitz in Luzern erweitert ihr Angebot von Branchensoftware. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, bietet das Unternehmen für KMU aus dem Baunebengewerbe die Software AbaBau von Abacus Business Solutions AG an.

    Das Unternehmen in Thalwil ZH ist eine Tochter der Abacus Research AG. Es entwickelt diese Spezialsoftware mit einem Expertenteam von 80 Mitarbeitenden.

    Die Gewerbe-Treuhand als Abacus-Partner organisiert nicht nur den Vertrieb der Bausoftware, sondern begleitet die nutzenden KMU auch bei der praxisorientierten und prozessoptimierenden Einführung und Umsetzung in der Praxis.

    Nutzende Unternehmen erhalten zudem die Möglichkeit, bei personellen Engpässen oder temporären Stellvertretungen für administrative Aufgaben ihren Treuhandpartner beizuziehen, heisst es in der Mitteilung.

    Die Gewerbe-Treuhand ist bereits 2019 Vertriebspartnerin der Abacus Research AG. Die neue Partnerschaft mit der Abacus Business Solutions baut auf dieser Zusammenarbeit auf.

  • PropTech bleibt unsichtbar und unverzichtbar

    PropTech bleibt unsichtbar und unverzichtbar

    Herr Schwyter, Sie zählen zu den Pionieren der Schweizer PropTech-Szene. Wie begann Ihre Reise im digitalen Immobilienmarkt?
    Nach meiner Zeit bei Homegate stellte sich für mich die Frage, wie ich mein Wissen weiter einsetzen möchte. Die Digitalisierung der Immobilienwirtschaft lag nahe. Vor der Pandemie hat dieses Thema allerdings kaum jemanden interessiert. Erst Covid-19 brachte einen enormen Schub. Ab da wurde Digitalisierung breit akzeptiert und ich fand meinen Platz in der PropTech-Szene.

    Welche frühen Erfahrungen bei Homegate prägen noch heute Ihre Sicht auf PropTech?
    Vor allem die Freude am Experimentieren und am gemeinsamen Entwickeln neuer Ansätze. Wir wollten Lösungen schaffen, die die Branche als Ganzes weiterbringen. Diese Haltung begleitet mich bis heute. Offen sein, interdisziplinär arbeiten und mutig testen.

    Wie digital ist die Schweizer Immobilienbranche wirklich, wenn man den Marketing-Sprech weglässt?
    Der Digital Real Estate Index von Pom+ liegt seit Jahren unter fünf auf einer Skala von null bis zehn. Das zeigt deutlich, die Branche hat viel Potenzial nach oben. Es gibt Fortschritte, aber keinen durchgehenden Digitalisierungsschub. Insgesamt stehen wir eher am Anfang einer professionellen digitalen Transformation.

    Wo steht die Schweiz im internationalen Vergleich? Vorreiter oder Nachzügler?
    Die Schweiz hat rund 480 PropTech-Unternehmen, die klein, aber qualitativ stark und vielfältig sind. Deutschland liegt mit mehr als 1’200 Unternehmen deutlich darüber. Wir haben Bereiche, in denen wir sehr gut sind und andere, in denen Ausbaupotenzial besteht. Insgesamt würde ich uns als solides, gut entwickeltes Ökosystem bezeichnen.

    Welche PropTech-Segmente sind Ihrer Ansicht nach am weitesten fortgeschritten?
    Plattformlösungen im breiten Sinn, also nicht nur Marktplätze, wie Datenplattformen, Serviceplattformen, Ökosysteme. Dort sehen wir die stärkste Professionalisierung und Reife.

    Welche Art von Startups wird aus Ihrer Sicht als erstes verschwinden und warum?
    Startups, die nur einen isolierten Prozessschritt abdecken und nicht integrierbar sind. Immobilienfirmen brauchen Lösungen, die mehrere Prozessschritte verbinden oder sich mühelos in bestehende Systeme einfügen. Silo-Produkte sind künftig kaum überlebensfähig, weder technisch noch wirtschaftlich.

    Wo sehen Sie Hemmnisse für die Digitalisierung in Schweizer Immobilienunternehmen?
    Die Branche ist stark kleinteilig organisiert. Eine Firma mit 20 oder 30 Mitarbeitenden gilt schon als gross. Viele haben weder interne IT-Kompetenzen noch Budget für grössere Digitalisierungsprojekte. Für Anbieter bedeutet das zudem hohen Aufwand. Statt fünf Grosskunden betreut man hunderte kleine. Diese Struktur bremst die Digitalisierung.

    Welche drei Megatrends werden die PropTech-Landschaft in den nächsten Jahren prägen und warum?
    Ganz klar Daten, Nachhaltigkeit und künstliche Intelligenz. Daten sind die Grundlage für jede fundierte Entscheidung. Nachhaltigkeit ist ohne Daten nicht möglich, insbesondere bei ESG, und KI ist ein Trend, der stark polarisiert. Die Wirkung entsteht aber erst, wenn Datenqualität und Organisation stimmen.

    Gibt es Technologien, die international längst marktreif sind, in der Schweiz aber noch nicht angekommen sind?
    Nein. Alles, was international relevant ist, ist in der Schweiz grundsätzlich in hoher Qualität vorhanden. Die Herausforderung liegt nicht bei der Technologie, sondern bei der konsequenten Anwendung und Integration.

    Was braucht es, damit Verwaltungen offener für Technologie und mutiger werden?
    Eine klare Digitalisierungsstrategie, denn ohne Zielbild ist jede Tool-Einführung reiner Aktionismus. Firmen müssen verstehen, dass Digitalisierung ein Kultur- und Transformationsprozess ist und kein IT-Projekt. Mitarbeitende müssen begleitet und motiviert werden, gerade in einem Umfeld mit hoher Fluktuation.

    Woran erkennt man die Qualität eines PropTech-Unternehmens?
    Am Team. Die entscheidende Frage lautet, haben die Menschen die Fähigkeiten, Beharrlichkeit und Offenheit, eine Idee wirklich umzusetzen? Märkte drehen sich, Produkte verändern sich und nur ein starkes Team kann diesen Wandel tragen. Das Team steht deshalb über der Idee.

    Welche Ansätze schaffen es, den gesamten Lebenszyklus abzubilden?
    Nicht einzelne All-in-One-Produkte, sondern integrierte Kreisläufe. Wenn etwa Zustandsanalyse, Sanierungsplanung und Facility Management über saubere Datenflüsse verbunden sind, entsteht ein echter Lebenszyklus. Integration ist der Schlüssel.

    In welchen Phasen sehen Sie das grösste ungenutzte Potenzial?
    Ganz klar im Bereich Construction Technology. Wie wir bauen, welche Materialien wir einsetzen, wie Planungs- und Bauprozesse funktionieren, hier stehen grosse Veränderungen bevor. Im Betrieb und in der Vermarktung sind wir schon viel weiter.

    Sind die regulatorischen Rahmenbedingungen eher Treiber oder Bremse?
    Startups wünschen sich weniger Hürden und einiges wurde verbessert. Doch Themen wie steuerliche Behandlung von Gründeranteilen bleiben komplex. Insgesamt sollten wir Regulierung eher abbauen. Innovation entsteht nicht durch neue Vorgaben, sondern durch unternehmerischen Spielraum.

    Welche politischen Schritte wären nötig, damit die Branche schneller digitalisiert?
    Ich bin klar für weniger Staat. Die Immobilienwirtschaft wird sich aus wirtschaftlichen Gründen selbst digitalisieren. Wenn Unternehmen mit denselben Mitarbeitenden mehr Mandate gewinnen und die Qualität steigern können, setzen sie digitale Lösungen ein. Ganz ohne neue politische Vorgaben.

    Welche kulturellen und organisatorischen Stolpersteine begegnen Ihnen am häufigsten?
    Der Irrglaube, die Digitalisierung sei ein Tool-Thema. In Wahrheit geht es um Prozesse, Zusammenarbeit und Rollen. Viele unterschätzen den kulturellen Wandel. Hohe Fluktuation macht es zusätzlich schwierig, eine digitale Kultur zu etablieren.

    Welche Entwicklungen werden die Branche unumkehrbar verändern?
    Alles, was repetitive Aufgaben vereinfacht oder automatisiert und dadurch Produktivitätsgewinne schafft. Ob man das Digitalisierung oder Effizienzsteigerung nennt, spielt wenig Rolle. KI ist ein Baustein, aber nicht der einzige.

    Wenn Sie heute ein neues PropTech gründen müssten, in welchem Bereich wäre das?
    Wahrscheinlich im Bereich Vermarktung, weil dort viel kreatives Potenzial liegt. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass bestehende Lösungen stärker wachsen können. Wir haben genug gute Anbieter, es braucht nicht zwingend weitere.

    Wo steht PropTech Schweiz im Jahr 2030?
    PropTech wird unverzichtbar sein, aber nicht im Rampenlicht. Es ist nicht «sexy» wie Klima- oder Energiethemen. PropTech macht keine grossen Schlagzeilen, sorgt aber dafür, dass die Branche überhaupt digital, datenbasiert und effizient funktioniert. Genau deshalb wird PropTech langfristig eine zentrale Rolle spielen.

  • Strategisches Wachstumsprogramm setzt auf Digitalisierung und Effizienz

    Strategisches Wachstumsprogramm setzt auf Digitalisierung und Effizienz

    Sika hat ein strategisches Wachstumsprogramm vorgestellt. Das weltweit operierende Unternehmen für Spezialchemie mit Sitz in Baar will mit dem Fast-Forward-Programm sowohl Investitionen als auch an anderer Stelle Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich vornehmen, heisst es in einer Mitteilung.

    So will Sika im Bereich digitaler Transformation 120 bis 150 Millionen Franken investieren. Für effiziente Strukturanpassungen in China und anderen Märkten wird für das laufende Jahr mit einem Umfang von 80 bis 100 Millionen Franken gerechnet. Parallel zu den Investitionen will das Unternehmen in verschiedenen Bereichen jährlich 150 bis 200 Millionen Franken einsparen, mit „voller Wirkung ab 2028″. Zudem bestätigt Sika seine Strategie 2028 und damit ein angestrebtes Umsatzwachstum zwischen 3 und 6 Prozent.

    „Sika lanciert das Fast Forward-Programm aus einer Position der Stärke. Wir verzeichnen die höchste Gewinnmarge unserer Unternehmensgeschichte und machen Sika mit Fast Forward fit für die Zukunft“, wird Thomas Hasler, CEO von Sika, in der Mitteilung zitiert. „Wir investieren gezielt in Digitalisierung und Effizienz, um weltweit noch näher an unseren Kunden zu sein. Unser Ziel ist es, digitaler Spitzenreiter in unseren Märkten zu werden – als Grundlage für weiteres Wachstum und zur langfristigen Stärkung unserer hohen Profitabilität.“

  • Smarte Zutrittslösungen

    Smarte Zutrittslösungen

    Salto wurde im Jahr 2000 im Baskenland mit der Vision gegründet, flexibel einsetzbare und kabellose Zutrittssysteme zu entwickeln. Schnell wuchs das Unternehmen zu einer internationalen Unternehmensgruppe mit heute über 1’850 Mitarbeitenden und mehr als 100’000 Installationen an 10 Millionen Zugangspunkten. Zum «Salto Wecosystem» gehören heute auch die Branchenführer Gantner und Vintia.​

    Wegweisende Technologien und kontinuierliche Meilensteine
    Bereits 2002 sorgte das Salto Virtual Network als virtuelles, hochsicheres Schliesssystem für eine Branchenrevolution. Die Einführung von Salto Wireless im Jahr 2008 legte die Basis für kabellose, in Echtzeit vernetzte Zutrittskontrolle. Ein Meilenstein für Grossprojekte und flexible Gebäudestrukturen. Mit JustIN Mobile brachte Salto bereits 2015 Mobile Access Lösungen auf den Markt und entwickelte das Zutrittsmanagement mit Cloud-Plattformen weiter.​

    Neue Lösungen für die Zukunft
    2025 setzt Salto mit XS4 Face auf biometrische Zutrittskontrolle via Gesichtserkennung und verbindet dies mit mobiler Nutzererfassung. Das neue ID-Managementsystem Salto IDM erweitert das Portfolio um umfassende Identitätsmanagement-Funktionen. Kontinuierliche Produktserien und funktionale Erweiterungen sorgen dafür, dass das Unternehmen am Puls der Zeit bleibt.​

    Nutzerzentriertes Design und globale Partnerschaft
    Salto bleibt Innovationstreiber, getrieben von nutzerzentriertem Design, Zuverlässigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung. Die Lösungen ermöglichen über 40 Millionen Menschen täglich einen sicheren und komfortablen Zugang, von Bildungscampus über Gesundheitswesen bis zu Grossunternehmen. Das Jubiläum unterstreicht den Anspruch, auch künftig offene, sichere und smarte Zutrittserlebnisse für die vernetzte Welt zu bieten.

  • Energieautark für Bauwerke und 6G

    Energieautark für Bauwerke und 6G

    Die klassischen Sensorlösungen leiden an Schwerfälligkeit. Sie enthalten umweltschädliche Stoffe wie Blei oder seltene Erden, müssen aufwändig gewartet werden und verursachen oft Sondermüll durch Batterien. Die neuen Sensoren basieren auf bleifreiem Aluminiumnitrid und nutzen spezielle, mit dem 3D-Druck erzeugte Metamaterialien. Diese Fokus-Metamaterialien bündeln Schwingungsenergie, etwa Vibrationen aus dem Bahn- oder Strassenverkehr, exakt dorthin, wo sie auf dem Sensor gebraucht wird («Rainbow Trapping»). So wird Schwingungsenergie maximal effizient in Strom für den Sensor umgewandelt.​

    Das Resultat ist ein Prototyp mit nur 300 Mikrometern Länge, also kleiner als ein Fünfräppler, der seine Energie direkt aus der Umgebung gewinnt, vollkommen ohne Batterie funktioniert und in Echtzeit drahtlos Daten sendet.

    Von der Brücke bis zur 6G-Station
    Die potenziellen Anwendungen sind vielfältig. In der Bauwerksüberwachung erlauben die Sensoren ein kontinuierliches, wartungsfreies Monitoring von Brücken, Tunneln und Hochhäusern, gerade auch an Stellen, die bisher kaum erreichbar waren. Sie liefern kontinuierliche Daten zu Materialermüdung, Schwingungen oder etwaigen Schäden und bieten die Möglichkeit, kritische Infrastrukturen mit Frühwarnsystemen auszustatten. Beispielsweise zur Erkennung von Erdbebenbewegungen oder Geländeschäden.

    Ein weiteres Feld eröffnet sich mit der 6G-Technologie. Hochfrequente, energieautarke Mikrosensoren werden ein sehr dichtes Sensornetz ermöglichen, das für die nächste Generation digitaler Kommunikation essenziell ist. Die neue Technologie wird zum Schlüsselelement für echte Smart Cities.

    Nachhaltigkeit, Ethik und regulatorischer Mehrwert
    Durch den Verzicht auf Blei und seltene Erden wird nicht nur die Umwelt geschont. Die Innovation ist auch regulatorisch von Vorteil, da keine Sonderentsorgung notwendig ist und globale Lieferketten unabhängiger werden. Der Einsatz von frei verfügbaren Materialien steigert zudem die wirtschaftliche Machbarkeit und Skalierbarkeit solcher Lösungen.

    Interdisziplinäre Partnerschaft und Förderlandschaft
    Die Technologie ist das Ergebnis grosser kollektiver Forschungsleistung. Von der mathematischen Modellierung am Imperial College, der Materialforschung in Zürich und Mailand, bis hin zur industriellen Umsetzung durch die Projektpartner Multiwave und STMicroelectronics. Gefördert wurde das Projekt durch das EU-Programm Horizon 2020 und den EIC Pathfinder, die gezielt die Brücke von Grundlagenforschung zu konkreten Anwendungen schlagen.​ Damit gelangt die nachhaltige, mikroskalige Sensorik dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht wird, auf Bauwerke, in entlegene Gebiete und in die Netzwerktechnik der Zukunft. Die Kombination aus Energieautarkie, robuster Materialwahl und integrierter Digitalisierung ist exemplarisch für eine Bau- und Infrastrukturbranche, die ökologische Transformation und technische Innovation vereint. Damit liefert das Projekt einen Baukasten für ein Internet der Dinge, das mit der Umwelt statt gegen sie arbeitet. Zukunftsweisend und sofort in der Praxis einsetzbar.​

  • Hotelschloss gewinnt renommierten Designpreis

    Hotelschloss gewinnt renommierten Designpreis

    Die auf Zutritts- und Schliesssysteme spezialisierte dormakaba hat sich mit ihrem Hotelschloss Quantum Pixel+ den ICONIC AWARD des German Design Councils gesichert. Das digitale Schloss, das sich direkt ins Türblatt integriert, ermöglicht dank seiner Kompatibilität mit NFC,  Bluetooth Low Energy sowie digitalen Wallets jederzeit Zutritt mit mobilen Geräten. Das Quantum Pixel + ist ausserdem mit RFID-Zutrittsmedien (Radio Frequency Identification) wie Zutrittskarten, Schlüsselanhängern und Armbändern aktivierbar.

    Die Vielseitigkeit des Schlosses erhöhe so den Komfort für Hotelgäste, heisst es in einer Mitteilung von dormakaba, und vereinfache gleichzeitig mit der digitalen Vergabe von Zutrittsrechten die Verwaltung des Hotelmanagements. Mit verschieden wählbaren Oberflächen, Türdrücker-Versionen und zwei Rosettendesigns ist die Zutrittslösung ausserdem je nach Geschmack des Hotels konfigurierbar.

    „Bei der Gestaltung sind globale technologische und nutzerzentrierte Aspekte ausschlaggebend. Die Auszeichnung unseres elektronischen Hotelschlosses Quantum Pixel+ mit dem renommierten ICONIC AWARD zeigt einmal mehr – dormakaba bringt innovative Lösungen mit hohem Kundenutzen auf den Markt“, wird Bernhard Heitz in der Mitteilung zitiert, Leiter des Bereichs Strategic Product Designs.

    Der ICONIC AWARD prämiert nach Angaben des German Design Councils herausragende Leistungen in Architektur, Interior Design und Produktinnovation und stärkt den internationalen Austausch in der Bau- und Designbranche. Aus über 560 Einsendungen wurden 2025 in fünf Haupt- und 42 Unterkategorien die Gewinner ausgewählt.

  • G15 Symposium: Fortschritt statt Vorschrift – Fesseln lösen, Zukunft gestalten

    G15 Symposium: Fortschritt statt Vorschrift – Fesseln lösen, Zukunft gestalten

    Die Schweiz gilt trotz ihrer vermeintlichen Resilienz nicht mehr als Insel, auf der globale Branchenimpulse wirkungslos bleiben. Themen wie Digitalisierung, Wohnraumverknappung und Klimadruck verschärfen den Handlungsdruck für Marktteilnehmer. Gleichzeitig bleibt die Regulierung ein zentrales Spannungsfeld. Wie viel staatlicher Eingriff ist angemessen, damit Innovation nicht zum Stillstand kommt, aber Fehlentwicklungen korrigiert werden? Genau diesem Wechselspiel widmet sich das Symposium der Group of Fifteen mit bieten Positionen und multiperspektivischen Beiträgen.​

    Positionen von Reputation bis Regulierung
    Das diesjährige Podium versammelt Experten verschiedenster Disziplinen. Prof. Dr. Christian A. Schaltegger widmet sich der Gratwanderung zwischen Image, Einfluss und Innovation. Für ihn ist ein vertrauensvolles Umfeld essentiell, damit die Branche nachhaltige und zukunftsgerichtete Investmentmodelle entwickeln kann.

    Prof. Dr. Christian Kraft beleuchtet mittels empirischer Beispiele, inwiefern der Einsatz von KI helfen kann, Investitionsentscheidungen trotz regulatorischer Unsicherheiten abzusichern. Seine Erfahrungen zeigen, dass datenbasierte Entscheidungshilfen immer wichtiger werden. Dabei jedoch sowohl neue Chancen als auch Risiken schaffen.

    Nutzungskonzepte und Partizipation als Hebel
    Dr. Sibylle Wälty von der ETH Zürich bringt mit dem 10-Minuten-Nachbarschaftsmodell eine neue stadtplanerische Perspektive ein. Sie zeigt, wie verdichtete, heterogene Quartiere urbane Qualitäten stärken und nachhaltigen Mehrwert erzielen. Der Aspekt der sozialen Akzeptanz und die frühzeitige Einbindung lokaler Akteure stehen dabei im Mittelpunkt.

    Rechtsexperte Dr. Wolfgang Müller schildert den oft unterschätzten Einfluss von Einsprechrechten und deren Wirkung auf Projektträgerschaft und Zeithorizonte, zwischen demokratischer Mitsprache und Innovationsbremse.

    Transformative Ansätze und Branchendialog
    Wichtig wird der Blick nach vorn. Paolo Di Stefano präsentiert praxistaugliche Strategien, damit Immobilienportfolios auch unter veränderten Rahmenbedingungen resilient bleiben. Im «Zukunftstalk» diskutieren Nationalrat Beat Walti und Regierungsrätin Esther Keller, wie die Branche in zehn Jahren aussehen könnte. Insbesondere, wie Gesetzgebung, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Wandel ineinandergreifen sollten, um Fortschritt statt Stillstand zu ermöglichen.

    Plattform für Dialog und Transformation
    Die Group of Fifteen ist mehr als ein Branchennetzwerk. Sie bietet eine unabhängige Dialogplattform, die Fachleute aus Immobilien, Recht, Politik und Wissenschaft regelmässig zusammenbringt, um neue Denkansätze zu entwickeln. Die den Transformationsprozess der Branche konstruktiv unterstützen, Orientierung bieten und das Bewusstsein schärfen und dass letztlich die Zusammenarbeit, Offenheit und Engagement die Grundlage für echte Innovation bilden.

    Weitere Informationen finden Sie unter:
    https://group-of-fifteen.ch/

  • Digitale Steuerung von Immobilienportfolios

    Digitale Steuerung von Immobilienportfolios

    Immobilien sind hinsichtlich Nutzung, Typologie und Bauweise höchst unterschiedlich. Was alle eint, ist ein Lebenszyklus mit verschiedenen Erneuerungsintervallen. Um den baulichen Alterungsprozess mit gezielten Massnahmen auszugleichen und das Portfolio zukunftsorientiert zu planen, braucht es aktuelle Daten zu Zustand, Nutzung und Potenzial der einzelnen Objekte. Die systematische Zusammenführung dieser Informationen stellt sicher, dass sowohl kurzfristige Unterhaltsarbeiten als auch langfristige Investitionsprojekte termin- und sachgerecht gesteuert werden können.​

    Systemstufen und Lebenszyklen als Steuerungstool
    Für die Planung von Anpassungen und Erneuerungen ist die Einordnung in Systemstufen hilfreich.

    • Das Primärsystem umfasst die tragende Struktur
    • Das Sekundärsystem die Gebäudehülle und langlebige Installationen
    • Weitere Stufen betreffen Innenausbau, technische Apparate sowie kurzlebige Elemente

    Definiert man die Nutzungsdauern der Systemstufen gestaffelt (z.B. 12, 24, 48, 96 Jahre), entstehen fast automatisch abgestimmte Erneuerungszyklen, aus denen Investitionspakete abgeleitet werden können. Besonders relevant ist die Gesamterneuerung. Ein Wendepunkt, an dem in der Gebäudemitte des Lebenszyklus alle wichtigen Bauteile grundlegend instand gesetzt und das Objekt auf neue Anforderungen ausgerichtet werden kann.​

    Hebel für Transparenz und Steuerung
    Die Digitalisierung ist längst die zentrale Triebkraft für gezieltes und nachhaltiges Immobilienmanagement. Spezialisierte Softwarelösungen wie Portfolio- und Asset-Management-Plattformen ermöglichen die effiziente Sammlung, Bewertung und Analyse grosser Datenmengen. Anwendungsbeispiele zeigen, dass sich Erneuerungszyklen und Investitionsvolumen einfach kalkulieren, simulieren und dokumentieren lassen. Die gesamte Portfolio-Performance wird transparenter, die Steuerung flexibler, Entscheidungen sind faktenbasiert statt intuitiv.​

    Ein besonders wirkungsvoller Ansatz ist die Visualisierung der Portfoliodaten in Form von Matrizen oder Bubbles. Einzelne Objekte werden hinsichtlich Bewertungskennzahlen strategisch positioniert, Historisierungen machen langfristige Entwicklungslinien sichtbar. Dadurch werden Schwächen, Chancen und kritische Zeitpunkte für Investitionen erkennbar und können zielorientiert adressiert werden.​

    Lebenszyklusmanagement und Vernetzung
    Die Integration einer Lebenszyklusperspektive und digitaler Tools wird zum Standard für zukunftsfähiges Portfoliomanagement. Frühzeitige Analysen und prognosebasierte Investitionsplanung schaffen Mehrwert für Eigentümer, Nutzer und Steuerungsgremien. Technologie, etwa Cloudlösungen oder KI-gestützte Analytik, erhöht die Skalierbarkeit und Effizienz der Steuerung, erleichtert das Zusammenspiel von Nachfrage und Angebot und schafft eine belastbare Basis für Nachhaltigkeits- und ESG-Reporting.​

    Für Eigentümer öffentlicher Immobilienportfolios sind diese Ansätze essenziell, da langfristige Nutzungsstrategien und Erhaltungsmanagement im Fokus stehen. Die Gesamterneuerung eines Gebäudes wird zum strategischen Entscheidungszeitpunkt für Weiterentwicklung, Umnutzung oder Verkauf. Erfolgreiche Portfoliosteuerung bedeutet, dass alle relevanten Daten konsolidiert und im Dialog zwischen Stakeholdern fortlaufend reflektiert werden – gestützt durch digitale Werkzeuge, die den Wandel der Immobilienbranche aktiv vorantreiben.

  • «Die Baubranche ist agiler, als viele denken»

    «Die Baubranche ist agiler, als viele denken»

    „Ich liebe, was wir tun“, sagt Kull. „Wenn man es professionell macht, ist Bauen wirtschaftlich nach wie vor attraktiv.“ Sie betont jedoch, dass gesetzliche Vorgaben, Einsprachen und langwierige Verfahren die Bauprozesse erheblich verlangsamen. Die Pandemie habe allerdings gezeigt, wie anpassungsfähig die Branche ist: „Wir mussten keine Baustellen schliessen. Das war gelebte Resilienz.“

    Für Kull liegt die Stärke der Branche in ihrer Fähigkeit, sich auf neue Rahmenbedingungen einzustellen. Sie verweist auf die hohe Rechtssicherheit in der Schweiz, warnt jedoch vor der zunehmenden „Entschleunigung“ durch lange Verfahren und Einsprachen, die Milliarden binden. Dies gleichermassen bei Unternehmen, Investoren und öffentlichen Auftraggebern.

    Digitalisierung hebt Effizienzpotenziale
    Die oft zitierte Produktivitätskrise im Baugewerbe bezeichnet Kull als überholt. Digitalisierung und Building Information Modeling hätten die Produktions- und Kommunikationsprozesse revolutioniert. „Wir arbeiten heute mit klaren Zeitfenstern, just-in-time-Lieferungen und digitaler Koordination zwischen allen Gewerken“, erklärt sie.

    Projekte im Prinzip «BIM to Field» führten beim Unternehmen zu Effizienzsteigerungen von 10 bis 15 Prozent. „Das wirkt sich direkt auf Qualität, Termine und Kosten aus. Es ist die berechtigte Erwartungshaltung unserer Kunden“, so Kull. Besonders komplexe Vorhaben wie der Circle am Flughafen Zürich hätten die digitale Transformation des Unternehmens beschleunigt.

    Neue Zusammenarbeit im Bauwesen
    Kull beobachtet, dass General- und Totalunternehmer offener geworden sind für flexible Vertragsmodelle. Entwicklung Schweiz treibe gezielt integrierte Modelle voran, in denen Planung und Ausführung enger miteinander verzahnt sind. „Viele eiserne Regeln im klassischen GU-/TU-Vertrag sind heute nicht mehr sakrosankt“, erklärt sie.

    Das Ziel sei eine kooperative Kultur, in der Unternehmen Risiken gemeinsam tragen und Chancen gemeinsam nutzen. „Ein Anbieter ist schlecht beraten, wenn er auf Verträgen von gestern beharrt.“ Kull sieht in der Diversität der Modelle, vom Allianzansatz bis zu Gesamtverantwortungsmodellen, eine Antwort auf die zunehmende Projektkomplexität.

    Generationenwechsel und neue Arbeitskultur
    Auch interne Strukturen verändern sich. Der Einsatz digitaler Tools sei für jüngere Generationen selbstverständlich. „Softwarelösungen, KI und Kommunikationstools wie Teams haben unsere Arbeitsweise massiv verändert. Reisezeiten sind reduziert, Entscheidungswege kürzer geworden.“ Damit steigt zugleich die Attraktivität der Branche als Arbeitgeberin.

    Für Kull gehört zur Agilität von GU/TU-Unternehmen auch die Fähigkeit, Talente zu gewinnen und zu halten. „Unsere Projekte sind unsere Visitenkarte“, sagt sie. „Junge Menschen bewerben sich bei uns, weil sie an grossen, sichtbaren Bauprojekten mitwirken wollen.“

    Politische Hürden und Verantwortung
    Neben technologischer und organisatorischer Innovationskraft fordert Kull politischen Realismus. Die immer längeren Bewilligungsverfahren und die Vielzahl an Einsprachen lähmen laut ihr den Wohnungsbau. „Wir haben Projekte, die über ein Jahrzehnt in Vorbereitung sind. Das bindet enorme Ressourcen und schreckt Investoren ab.“

    Die aktuelle Regulierungsspirale bezeichnet sie als „toxisch“. Die Forderung nach mehr und günstigeren Wohnungen sei berechtigt, stehe aber im Widerspruch zu steigenden Auflagen. „Es braucht ein Umdenken in Verwaltung und Politik. Mehr Zusammenarbeit, weniger Misstrauen.“

    Fazit: Offenheit als Erfolgsprinzip
    Rebecca Kull stellt klar, dass die Bauwirtschaft ihre Zukunft selbst gestalten muss, digital, kooperativ und mutig. „BIM ist ein disruptives Prinzip, ähnlich wie früher CAD in der Planung. Wer sich öffnet, profitiert. Wer verharrt, bleibt zurück.“ Die Baubranche, sagt sie, sei längst ein Spiegelbild der Gesellschaft, agiler, anspruchsvoller und vernetzter denn je.

  • Forum Bauen digital Schweiz thematisiert Smart Cities

    Forum Bauen digital Schweiz thematisiert Smart Cities

    Das nächste Forum Bauen digital Schweiz / buildingSMART Switzerland der gleichnamigen und in Zürich ansässigen Plattform findet am 21. Oktober zwischen 13.30 und 17 Uhr in Schlieren statt. Gastgeberin ist das Immobilienunternehmen Halter, wie aus einer Ankündigung hervorgeht.

    Die Plattform digital Schweiz / buildingSMART Switzerland setzt sich für die digitale Transformation der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft ein und führt in diesem Rahmen zweimal jährlich ihr Forum durch. Bei der Veranstaltung am 21. Oktober steht das Thema Smart Cities und nachhaltige Stadtentwicklung im Fokus. Die Keynotes werden von Sarah Schalles, Direktorin der Initiative Seed Next Generation Living, und Ole Bühlmann von der Halter AG gehalten. Weitere Vorträge runden den Anlass ab, der mit einem Apéro zu Ende geht.

    Die Anmeldung für das Forum kann online vorgenommen werden.

  • Fünf Mobilitätstrends bewegen die Immobilienbranche

    Fünf Mobilitätstrends bewegen die Immobilienbranche

    Parken war lange ein Randthema. Heute gilt es als Schlüssel zur Wertoptimierung von Immobilien. Denn Aussenflächen, einst reine Infrastruktur, werden mit digitaler Technologie zu strategischen Ertragsfaktoren. “Parkraum ist nicht länger ein notwendiges Übel, sondern ein Bestandteil der Wertschöpfungskette”, sagt Jakob Bodenmüller, CEO von Wemolo. Sein Unternehmen betreibt europaweit über 3’500 Standorte mit täglich 2,5 Millionen Parkvorgängen und sieht eine Branche, die sich neu erfindet.

    1. Free-Flow-Technologie, der Abschied von der Schranke
    Kameras statt Schranken mit Kennzeichenerkennung ermöglicht Parkplatzmanagement ohne physische Barrieren, Ticketverlust oder Wartungsaufwand. Nutzerfahrzeuge werden digital identifiziert, berechtigte Nutzer parken automatisch. So lassen sich Betriebskosten um bis zu 60 Prozent senken, während die Kundenerfahrung steigt.

    Vor allem Mixed-Use-Quartiere profitieren. Einzelhändler, Dienstleister und Bewohner können Flächen je nach Bedarf steuern, etwa zeitlich begrenzt oder kontingentbasiert. Fremdparker werden automatisch erkannt und sanktioniert. Laut Wemolo sinkt deren Anteil innerhalb der ersten Monate um bis zu 85 Prozent.

    2. Shared Parking die neue Erlösquellen durch Kooperation
    Was tagsüber Supermarkt ist, kann nachts Wohnquartier werden. Shared Parking nutzt freie Zeitfenster auf Privatflächen und öffnet sie kontrolliert für Dritte. Supermärkte, Bürogebäude oder Fachmarktzentren erzielen so Zusatzerlöse von bis zu 80 Euro pro Stellplatz und Monat ohne bauliche Investitionen.

    Für Städte ist das Modell ein Befreiungsschlag. Rund ein Drittel des innerstädtischen Verkehrs entsteht durch Parkplatzsuche. Wenn privater Parkraum digital steuerbar wird, kann Verkehrsaufkommen sinken und Flächeneffizienz steigen. “Wir orchestrieren statt zu öffnen und die Kontrolle bleibt stets beim Betreiber.”, betont Dominic Winkler

    3. E-Mobility als Geschäftsmodell
    Ladepunkte sind nicht nur regulatorische Pflicht, sondern Umsatztreiber. Wer lädt, bleibt länger, ein messbarer Vorteil für den Handel. Studien zeigen, jede zusätzliche Lade-Minute verlängert die Verweildauer und steigert den Umsatz um über ein Prozent.

    Mit der Verknüpfung von E-Mobility und Smart Parking lässt sich Ladeinfrastruktur dynamisch steuern, bepreisen oder als Premium-Service anbieten. Die Integration ins Parkraummanagement-System reduziert den Aufwand erheblich und stärkt gleichzeitig die ESG-Performance einer Immobilie.

    4. Parking Intelligence benutzt Daten als Steuerungsinstrument
    Aus Parkraumdaten wird Unternehmensintelligenz. Automatisch erfasste Kennzahlen geben Aufschluss über Auslastung, Verweildauer, Kundenfrequenzen und saisonale Muster. Facility- und Asset-Manager können auf dieser Basis Mietmodelle anpassen, Personalplanung optimieren oder gezielte Vermarktungsstrategien entwickeln.

    Parking Intelligence schafft erstmals ein datenbasiertes Fundament für Standortentscheidungen. Damit wird Parkraum zum Spiegel der tatsächlichen Asset-Performance und somit messbar, vergleichbar und steuerbar.

    5. KI-Flächenmonitoring, vom Parkplatz zum Portfolio-Sensor
    Die nächste Stufe der Digitalisierung liegt über dem Asphalt. 360-Grad-Kameras und KI-Analytik überwachen Außenflächen in Echtzeit, erkennen Müll, Vandalismus oder Schnee und melden automatisch Service-Tickets an Facility Manager.

    Dadurch sinken Kontrollaufwände drastisch, Wartungsverträge werden objektiv bewertet und Standards lassen sich zentral steuern. Gerade bei portfolioweiten Beständen mit Hunderten Standorten ein Vorteil. Erste Betreiber testen bereits, wie sich Monitoring-Daten zusätzlich zur Standortoptimierung nutzen lassen.

    Parkraum als neues Asset
    Die Zukunft der Immobilienwirtschaft liegt nicht mehr nur im Gebäude, sondern davor. Die Expo Real 2025 hat gezeigt, wer Parkraum digital denkt, verändert das Geschäftsmodell einer Immobilie.

    “Die Herausforderung ist nicht, Trends zu kennen, sondern sie umzusetzen”, sagt Bodenmüller. Parkraummanagement wird zur Schnittstelle von Mobilität, ESG und Wertschöpfung. Ein dynamischer Markt, in dem Stillstand endgültig der Vergangenheit angehört.

  • Neue Wege gegen Lagerleerstand

    Neue Wege gegen Lagerleerstand

    Mit einer Leerstandsquote von etwa einem Prozent bei Wohnungen ist freier Raum im Schweizer Immobilienmarkt äusserst knapp. Abseits des Wohnungsmarkts jedoch zeigen sich bei Lagerflächen andere Probleme. Gerade Lagerräume mit weniger als 100 Quadratmetern Fläche stehen häufig leer, weil der Aufwand für Besichtigungen, fixe Preisverhandlungen und physische Verträge in keinem Verhältnis zum Ertrag steht. Weder für Eigentümer noch für Verwaltungen lohnt sich die aufwändige Vermietung, da Honorare und Monatsmieten gering ausfallen und die Ressourcen besser für margenstarke Objekte eingesetzt werden sollten.

    Digitale Innovation für die Verwaltung kleiner Lagerflächen
    Seit Anfang 2025 setzt das Schweizer Startup storabble auf vollautomatisierte Prozesse, um dieses Problem zu lösen. Das Unternehmen bietet Outsourcing-Lösungen für die Vermietung leerstehender Lagerflächen an und übernimmt alle Verwaltungsaufgaben. Dazu gehören die Mietersuche, Identifikation, Prüfung, Vertragsabwicklung, Schlüsselmanagement sowie das Inkasso. Sogar Risiken wie Inkassoforderungen oder Schäden werden ausgelagert, sodass Eigentümer und Verwaltungen entlastet werden.

    Automatisierte Prozesse für mehr Effizienz
    Das Geschäftsmodell basiert auf einer eigens entwickelten Software und einem digitalen Marktplatz, auf dem schweizweit monatlich rund 12’000 Suchende potenzielle Mietobjekte finden können. Die vollständige Automatisierung reduziert Kosten und Aufwand und ermöglicht es auch, geringwertige Flächen rentabel zu vermieten. Eigentümer namhafter Bestandsportfolios, wickeln bereits Leerstände mit dem Unternehmen ab.

    Wirtschaftliche Relevanz und Ausblick
    Die verpassten Mieteinnahmen durch Lagerleerstände entsprechen jährlich rund 0,02 Prozent des gesamten Portfoliowerts auf dem Schweizer Immobilienmarkt. Angesichts eines Marktwerts von CHF 6 Billionen ergibt sich daraus ein wirtschaftlich relevantes Potenzial für digital effiziente Lösungen. Das Outsourcing-Modell eröffnet Kleinstflächen einen neuen wirtschaftlichen Nutzen und steht beispielhaft für Digitalisierung und Effizienzsteigerung im Immobiliensektor. Die smarte Verwaltung schafft gleichzeitig Entlastung in der Branche und kann als Blaupause für weitere Spezialimmobilien dienen.

  • ZHAW bündelt Expertise in neuer Kompetenzgruppe

    ZHAW bündelt Expertise in neuer Kompetenzgruppe

    Am Institut für Facility Management der ZHAW entsteht eine neue Einheit, die den digitalen Wandel der Immobilien- und Baubranche aktiv mitgestalten soll. Die Kompetenzgruppe Smart Building Management widmet sich der Frage, wie Gebäude und Areale intelligent geplant, genutzt und bewirtschaftet werden können. Ziel ist es, digitale Technologien, datenbasierte Services und integrale Strategien entlang des gesamten Immobilienlebenszyklus nutzerorientiert zu entwickeln. Ein besonderer Fokus liegt auf Smart Buildings, Smart Workplaces und resilienten Infrastrukturen, die auf die Bedürfnisse von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt ausgerichtet sind.

    Internationale Erfahrung und vertiefte Branchenkenntnis
    Die neue Leiterin Andrea González bringt über 15 Jahre internationale Erfahrung in Städtebau, Immobilienentwicklung, Architektur, Nachhaltigkeit und Digitalisierung mit. Sie begleitete grosse und komplexe Projekte in Europa und Asien von der Standortanalyse über Planung und Bau bis hin zu Betrieb, Sanierung und Umnutzung. Besonders hervorzuheben ist ihre Expertise in der Anwendung innovativer Smart-Building-Strategien, dem Einsatz digitaler Werkzeuge wie BIM und künstlicher Intelligenz sowie in nachhaltigen Bauweisen.

    Ihre Führungserfahrung reicht von der Leitung interdisziplinärer Projektteams bis zur Gesamtverantwortung als Head of Real Estate und Architektur eines Schweizer Unternehmens. Als Fachperson verbindet sie ökonomisches Denken mit technologischem Innovationsgeist und nachhaltigen Lösungsansätzen.

    Brückenbauerin zwischen Wissenschaft und Praxis
    Neben ihrer Tätigkeit in der Immobilien- und Baupraxis ist Andrea González seit vielen Jahren in Forschung und Lehre aktiv. Sie lehrte und forschte unter anderem an der ETH Zürich, der Universität Liechtenstein, der Universidad Politécnica de Madrid sowie am Tokyo Institute of Technology. Ihre wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigen sich mit der Integration digitaler Technologien wie künstlicher Intelligenz, digitaler Zwillinge und prädiktiver Analysen in Planungs- und Entwicklungsprozesse.

    In Publikationen und Konferenzbeiträgen hat sie die Transformation urbaner Räume sowie die Zukunft von Smart Buildings und Smart Cities intensiv beleuchtet. Zudem engagiert sie sich in der Lehre auf allen Stufen, von Bachelor- und Masterstudiengängen bis zu Weiterbildungsprogrammen und trägt zur Entwicklung neuer akademischer Formate bei.

    Zukunftsweisende Perspektiven für Smart Building Management
    Mit der Ernennung von Andrea González setzt die ZHAW ein starkes Zeichen für die Weiterentwicklung der Immobilien- und Bauwirtschaft in Richtung Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Resilienz. Die neue Kompetenzgruppe Smart Building Management wird künftig Impulse für praxisnahe Forschung und innovative Lösungen liefern, die sowohl Unternehmen als auch Institutionen bei der Transformation ihrer Infrastrukturen unterstützen.

  • Sunrise-CIO Anna Maria Blengino ausgezeichnet

    Sunrise-CIO Anna Maria Blengino ausgezeichnet

    Mit dem Preis würdigen Confare und EY Schweiz die Rolle von IT-Leiterinnen und -Leitern als zentrale Treiber von Innovation und Unternehmensentwicklung. Blengino habe bei Sunrise in Opfikon ZH die Modernisierung der Prozess-, System- und Datenlandschaft entschlossen vorangetrieben und damit gezeigt, welche strategische Bedeutung moderne IT-Infrastrukturen besitzen.

    „Anna Maria Blengino zeigt, wie IT strategischen Mehrwert schafft – nicht als Supportfunktion, sondern als Motor für Innovation und Transformation“, erklärte Juryvorsitzender Jan Leitermann, Head of Technology Consulting Switzerland bei EY. Besonders hervorgehoben wurden ihre klare Roadmap, die konsequente Kundenorientierung sowie die Positionierung der IT als Wachstumstreiberin.

    Weitere Preisträger als Top CIO des Jahres
    Neben Blengino wurden drei weitere IT-Verantwortliche ausgezeichnet:

    • Raymond Schnidrig, Partner und CTO bei Partners Group
    • Benedikt Schmid, CIO und Data Officer bei MS Reinsurance
    • Matthias Bryner, CIO des Kinderspitals Zürich

    Diese Preisträger stehen exemplarisch für die Vielfalt an Digitalisierungsstrategien, die Schweizer Unternehmen vorantreiben – von global tätigen Finanzakteuren bis hin zu zentralen Einrichtungen des Gesundheitswesens.

    Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft
    Die Jury des Confare Swiss CIOAWARD setzt sich aus namhaften Fachleuten aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Unter dem Vorsitz von Jan Leitermann gehörten 2025 unter anderem Stella Gatziu Grivas (FHNW), Christian Russ (ZHAW), Reinhard Riedl (all-acad.com), Alec Joannou (Global CIO ABB) sowie Daniel Fiechter (CIO Stobag, Preisträger 2024) zum Gremium.

    Sichtbarkeit für die digitale Verantwortungsträger
    Die Preisverleihung in Zürich unterstrich, wie sehr digitale Technologien durch Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing und Data-Driven Business im Zentrum des öffentlichen Interesses stehen. Leitermann betonte: „Wir machen die Menschen hinter diesen Innovationen sichtbar.“

    Damit rückt der Swiss CIOAWARD die Gestaltungskraft von IT-Leitungen in den Vordergrund – als Schlüsselfaktor für Wettbewerbsfähigkeit und Transformation in einer zunehmend digitalen Wirtschaft.

  • Kleine Städte interessieren sich zunehmend für die Smart City

    Kleine Städte interessieren sich zunehmend für die Smart City

    Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit Sitz in Winterthur hat die Swiss Smart City Survey 2024 veröffentlicht. Der Bericht zeigt, dass insbesondere kleine Städte in intelligente Lösungen investieren, heisst es in einer Mitteilung. Die Umfrage der ZHAW habe zudem eine steigende Teilnehmerzahl der Befragten verzeichnet.

    Von den teilnehmenden Städten und Gemeinden sind in der Umfrage insgesamt 403 Projekte zur Gestaltung einer intelligenten Stadt gemeldet wurden. Im Einzelnen zählen dazu Kategorien wie Smart Governance, Smart Environment, Smart Mobility, Smart People, Smart Living und Smart Economy. 97 Projekte fallen in den Bereich Smart Environment, darunter vor allem solche im Bereich Photovoltaik. Dies entspricht einer doppelt so hohen Anzahl wie noch im Jahr 2022.

    Allerdings verzeichnet der Bericht noch hohes Entwicklungspotential. In 29 Prozent der untersuchten Städte wird das Thema Smart City aktiv bearbeitet, 18 Prozent befinden sich noch in der Anfangsphase. „Viele Städte befinden sich noch in keiner definierten Smart-City-Entwicklungsphase – ein deutliches Zeichen, dass es hier enormes Entwicklungspotenzial gibt“, wird Vicente Carabias, Schwerpunktleiter für Nachhaltige Energiesysteme und Smart Cities an der ZHAW, in der Mitteilung zitiert. „Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass immer mehr Städte sich dem Thema Smart City annehmen. Die Daten der Swiss Smart City Survey verdeutlichen das hohe Marktpotenzial für die Wissenschaft und Unternehmen, die beim Aufbau smarter Infrastrukturen eine aktive Rolle übernehmen können.“

  • Kleine Städte treiben smarte Transformation voran

    Kleine Städte treiben smarte Transformation voran

    Im aktuellen Survey wurden 403 Projekte aus 124 Städten erfasst, wobei Digitalisierung und Nachhaltigkeit die wichtigsten Themenfelder darstellen. Die meisten Initiativen entfallen auf den Bereich Smart Environment, insbesondere auf erneuerbare Energien wie Photovoltaik und ressourcenschonende Technologien. Diese Dynamik unterstreicht den Wandel, den Schweizer Städte anstreben, um den CO₂-Fussabdruck zu verringern und innovative Lebensräume zu schaffen.

    Engagement und Wachstumschancen für kleine Städte
    Die Zahl der teilnehmenden Städte ist markant gestiegen. Immer mehr Kommunen formulieren eigene Smart-City-Strategien, benennen Verantwortliche und arbeiten an Pilotprojekten zur digitalen Transformation. Dennoch zeigt die Umfrage, dass fast 80 Prozent der Städte noch keine ausgereiften Prozesse implementiert haben und sich erst in frühen Entwicklungsphasen befinden. Dies ist ein starkes Signal für bestehendes Entwicklungspotenzial und Marktchancen für Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft.

    Governance, Partizipation und Infrastruktur
    Zu den entscheidenden Dimensionen zählen Smart Governance, Citizen Engagement und Co-Kreation. Die Zunahme von Projekten in digitalen Bürgerservices und smarter Infrastruktur, wie Ressourcenschonung oder intelligente Mobilität, deutet auf den notwendigen Ausbau und die Verstärkung von organisationsinternen Kompetenzen innerhalb der Stadtverwaltungen hin.

    Marktpotenzial und nächste Schritte
    Die Studienautoren betonen, die Dynamik bei Smart-City-Initiativen ist hoch, aber die Ausgestaltung und Organisation noch ausbaufähig. Das Marktpotenzial für Unternehmen und Forschung ist entsprechend gross. Smarte Infrastruktur und innovative Projekte bieten zahlreiche Möglichkeiten für Kooperation und Investition.

    Kleine Städte als Treiber der smarten Zukunft
    Kleine Schweizer Städte erweisen sich als Motor der Smart-City-Transformation. Mit wachsendem Engagement, einer klaren Fokussierung auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie einer steigenden Zahl konkreter Projekte gewinnen sie an Bedeutung und schaffen neue Chancen für eine nachhaltige und vernetzte Stadtlandschaft.

  • Digitale Gästeplattform stärkt den Standort Glarus

    Digitale Gästeplattform stärkt den Standort Glarus

    Der GlarnerlandPass bündelt Meldewesen, Gästekarte und Reisebegleiter in einem integrierten System und vernetzt Tourismus, Kultur und Gewerbe auf einer gemeinsamen Plattform. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der Tourismus-Neuausrichtung, die mit dem Zusammenschluss aller Organisationen per 2024 begann. Unter der neuen Dachmarke «Glarnerland» entsteht vor den Toren Zürichs ein alpines Gesamterlebnis mit starker regionaler Identität, das digital sichtbar, kombinierbar und buchbar wird.

    Gästezentrierung und digitale Nähe
    Die Anwendung begleitet den Gast entlang der gesamten Customer Journey und ermöglicht interaktive Kommunikation in Echtzeit. Berücksichtigt werden nicht nur Übernachtungsgäste, sondern auch Tagesgäste, Zweitwohnungsbesitzer und Einheimische. Für Gäste mit Übernachtung ist der öffentliche Verkehr im gesamten Kanton im Pass inbegriffen. Ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität.

    Wertschöpfung durch lokale Vernetzung
    Tourismusbetriebe, Gewerbe und Kulturinstitutionen werden aktiv eingebunden. In Workshops und Fokusgruppen entsteht ein gemeinsames Verständnis für digitale Prozesse, neue Produkte werden entwickelt und zusätzliche Vertriebskanäle erschlossen. Diese enge Zusammenarbeit stärkt die regionale Wirtschaft und sorgt für echte Wertschöpfung im Glarnerland.

    Nachhaltige Steuerung und moderne Technologie
    Die Plattform erlaubt eine flexible Lenkung der Besucherströme und liefert über die gesammelten Daten wertvolle Impulse für eine nachhaltige Destinationsentwicklung. Technologisch basiert das System auf bewährten, modularen Lösungen führender Destinationen und nutzt die Anbindung an discover.swiss.

    Sichtbarkeit durch ESAF 2025
    Mit dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2025 bietet sich eine ideale Gelegenheit, den Pass einem breiten Publikum vorzustellen. Die Kombination aus alpiner Authentizität, digitaler Innovation und integrativer Standortstrategie macht das Projekt zu einem Vorzeigemodell für die Zukunft des Tourismus.

  • Digitalisiertes Strassennetz für den Bezirk Horgen

    Digitalisiertes Strassennetz für den Bezirk Horgen

    Ab Mitte Juli 2025 erfasst iNovitas aus Baden die Strassenräume des Bezirks Horgen. Das Unternehmen erstellt ein dreidimensionales digitales Abbild des öffentlichen Strassennetzes, heisst es in einer Mitteilung. Die aus dem Modell bezogenen Daten sollen eine Grundlage für die Bereiche Verwaltung, Versorgungswirtschaft und Planung bilden. Das digitale Abbild reduziert den Aufwand für Kontrollfahrten und Begehungen und soll damit eine effiziente Organisation für Unterhalt und Planung direkt aus dem Büro liefern.

    Digitalisiert werden die Gemeinde- und Kantonsstrassen von Adliswil, Kilchberg, Langnau am Albis, Rüschlikon, Thalwil und Oberrieden. Die Gemeinde Horgen hatte iNovitas bereits zu einem früheren Zeitpunkt mit entsprechenden Arbeiten beauftragt. Die Erfassung erfolgt ausschliesslich auf öffentlichen Strassen. Dabei werden Personen und Autokennzeichen anonymisiert und somit die Persönlichkeitsrechte geschützt, heisst es in der Mitteilung. Die erfassten Bild- und Geodaten werden über die webbasierte infra3D Plattform bereitgestellt und stehen ausschliesslich autorisierten Fachpersonen oder Verwaltungsstellen mit entsprechender Berechtigung zur Verfügung.

  • Digital Journey Challenge 2025 jetzt bewerben

    Digital Journey Challenge 2025 jetzt bewerben

    Die digitale Transformation ist nicht aufzuhalten und bietet gerade kleinen und mittleren Unternehmen enorme Möglichkeiten. Die Digital Journey Challenge 2025, lanciert vom Centre Suisse d’Électronique et de Microtechnique (CSEM), richtet sich an Unternehmen und Start-ups, die ihre Innovationskraft mit digitaler Technologie auf ein neues Niveau heben wollen.

    Im Zentrum steht die Förderung zukunftsweisender Projekte in Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Internet of Things (IoT), Automatisierung oder anderen Schlüsseltechnologien. Bewerberinnen und Bewerber erhalten professionelle Begleitung, technologische Expertise und bis zu 100’000 Franken finanzielle Unterstützung.

    Drei starke Argumente für Ihre Teilnahme
    Technologie-Boost
    Zugang zu CSEM-Know-how in acht Schlüsseltechnologien

    Finanzielle Förderung
    Bis zu 100’000 CHF für Entwicklungszeiten, Beratung und Technologietransfer

    Marktposition stärken
    Höhere Sichtbarkeit, mehr mediale Präsenz, Zugang zu Expertennetzwerken

    Einfacher Bewerbungsprozess, grosse Wirkung
    Die Teilnahme ist unkompliziert. Interessierte laden das Factsheet herunter, beschreiben ihre Idee und reichen das Formular ein. Alle Informationen und Bedingungen sind auf der CSEM-Website abrufbar. Die Bewerbungsfrist endet am 15. September 2025.

    Erfolgsbeispiel
    Wie wirkungsvoll die Challenge sein kann, zeigt das Siegerprojekt 2024. Die Varioprint AG überzeugte mit ihrer KI-gestützten 3D-Inspektionslösung für Leiterplatten. Ihr Projekt «AI in Every Pixel» adressiert einen globalen Wachstumsmarkt und beschleunigt die Qualitätskontrolle in der Elektronikindustrie nachhaltig.

    Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie Ihre digitale Transformation aktiv mit.

  • Netzwerk 6G Europa gestaltet digitalen Umbruch

    Netzwerk 6G Europa gestaltet digitalen Umbruch

    Die drahtlose Übertragung zeitkritischer Daten galt bislang als technische Hürde, insbesondere in industriellen Anwendungen mit hohem Sicherheitsanspruch. Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme hat nun eine Lösung entwickelt, die neue Massstäbe setzt. Ein modulares Testbed für Time-Sensitive Networking, das Echtzeitanalyse mit energieeffizientem Betrieb verbindet und erstmals drahtlose Datenübertragung über Li-Fi ermöglicht.

    Li-Fi nutzt Licht für die Datenübertragung und bietet hohe Geschwindigkeit, geringe Latenz und hohe Zuverlässigkeit. Ideale Voraussetzungen für den mobilen Einsatz autonomer Roboter oder Maschinen in Fabrikhallen. In Kombination mit TSN entsteht so eine Infrastruktur, die nicht nur flexibler, sondern auch robuster und kosteneffizienter ist. Aufwendige Verkabelungen werden überflüssig, ohne Einbussen bei der Datensicherheit.

    Energieeffizienz als Schlüsselfaktor
    Ein zentrales Thema der Entwicklung war der Energieverbrauch. Gerade in mobilen Anwendungen ist die Energieeffizienz entscheidend für die Betriebsdauer. Mit dem neuen Testbed bietet das Fraunhofer IPMS erstmals eine realitätsnahe Vergleichsgrundlage für TSN-Netzwerke und deren Energieverbrauch.

    Ziel ist es, durch gezielte Optimierung die Einsatzzeit von Geräten zu verlängern und gleichzeitig die Belastung von Infrastrukturen zu senken. Unterstützt wird dies durch TSN-Standards wie IEEE 802.1AS, die für hochpräzise Zeitsynchronisation und redundante Datenpfade sorgen – essenziell für sicherheitskritische Szenarien.

    Forschung für 6G
    Auch an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg wird an der Zukunft der digitalen Kommunikation gearbeitet. Auf der renommierten European Conference on Antennas and Propagation (EuCAP) 2025 präsentierten Professorin Dr. Susanne Hipp und ihr Team neueste Forschung zur Wellenausbreitung im 6G-Frequenzbereich jenseits von 100 GHz.

    Verena Marterer erforscht dielektrische Eigenschaften von Textilien für smarte Sensoren im Gesundheitswesen. Franziska Rasp arbeitet an Antennenkonzepten für die Fahrzeugkommunikation, ein Kernelement für autonomes Fahren. Beide Projekte zeigen eindrucksvoll, wie breit und praxisnah die Anwendungsmöglichkeiten künftiger Mobilfunktechnologien sein werden.

    6G als Plattform für die digitale Transformation
    Mit der Einführung von 6G ab 2030 stehen enorme Veränderungen bevor. Übertragungsraten von bis zu 1’000 Gigabit pro Sekunde, extrem niedrige Latenzzeiten, massive Gerätedichte und neue Dienste wie immersive Umgebungen im Metaversum oder medizinische Fernversorgung in Echtzeit.

    Europa positioniert sich aktiv. Mit Fraunhofer, Telekom, Vodafone und andere Akteure treiben die Grundlagenforschung voran. Deutschland fördert die Entwicklung mit über 700 Millionen Euro. Erste Pilotprojekte sind ab 2028 geplant. Neue Geräte, Chips und Frequenztechnologien werden die technische Basis bilden, mit KI, Cloud-Edge-Computing und Nachhaltigkeit als Leitlinien.

    Europa erfindet die digitale Infrastruktur neu
    Was bisher als Zukunftsmusik galt, wird Realität. Drahtlose Echtzeitkommunikation, energiesparende Netzwerke und ultrapräzise Hochfrequenztechnologie verschmelzen zu einer neuen Infrastrukturgeneration. Die Impulse aus Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer IPMS oder der OTH Regensburg belegen, dass Europa bereit ist, eine führende Rolle in der 6G-Ära einzunehmen, nachhaltig, intelligent und vernetzt.

  • Walz 4.0 bringt Bauen in die digitale Zukunft

    Walz 4.0 bringt Bauen in die digitale Zukunft

    Das am Departement Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen der ZHAW in Winterthur angesiedelte Institut Konstruktives Entwerfen übernimmt die Schweizerische Leitung im Interreg-Projekt Walz 4.0. Gemeinsam mit Hochschulen und Stiftungen aus Deutschland, Österreich und Liechtenstein soll bis 2028 ein Bildungs- und Praxisnetzwerk entstehen, das traditionelles Handwerk mit innovativer Hochschulforschung und digitalen Werkzeugen verschmilzt.

    Walz 4.0 ist dabei mehr als ein symbolischer Name. Es knüpft bewusst an die Wanderschaft der Gesellen an, eine jahrhundertealte Form des Erfahrungslernens und überträgt diese in die Realität moderner Hochschulbildung. Mit konkreten Bauprojekten, nachhaltigen Materialien und digitalen Anwendungen wird die Transformation des Bauens erlebbar gemacht.

    Nachhaltig bauen heisst umdenken
    Zirkuläres Bauen als Fundament für eine neue Baukultur. «Angesichts der Klimakrise ist zirkuläres Bauen im Sinne von Bauen im Bestand und Wiederverwenden von Bauteilen wichtiger denn je», erklärt Projektleiter Andri Gerber von der ZHAW. Genau hier setzt Walz 4.0 an, Historische Bausubstanz wird bewahrt, Materialien werden wiederverwendet und neue Konstruktionen entstehen im Geiste der Ressourcenschonung.

    Ein besonderes Augenmerk liegt auf der praktischen Vermittlung. Handwerker und Studierende arbeiten in gemeinsamen Teams an Sanierungs- und Bauprojekten. Dabei kommen digitale Tools ebenso zum Einsatz wie jahrhundertealte Techniken. So wird aus Theorie gelebte Erfahrung, ein zentraler Erfolgsfaktor im Kampf gegen den Fachkräftemangel und für eine resiliente Bauwirtschaft.

    Ein europäisches Netzwerk für Innovation
    Vier Länder, sieben Institutionen, ein gemeinsames Ziel. Walz 4.0 bringt Partner aus vier Staaten zusammen.

    Schweiz: ZHAW Winterthur (Leadpartner), OST – Ostschweizer Fachhochschule, Denkmalstiftung Thurgau

    Deutschland: HTWG Konstanz (Gesamtkoordination), OTH Regensburg

    Österreich: FH Vorarlberg

    Liechtenstein: Universität Liechtenstein

    Gemeinsam entstehen neue Lernorte, Austauschformate und digitale Werkzeuge. Das Ziel ist ein grenzüberschreitender Dialog, der sowohl die Qualität des Bauens als auch die Attraktivität handwerklicher Berufe steigert. Die Förderung in Höhe von rund 5 Millionen Euro stammt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, aus Mitteln der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein.

    Brücken bauen für die nächste Generation
    Die grosse Stärke von Walz 4.0 liegt in seiner Interdisziplinarität. Architekten, Denkmalpfleger, Bauingenieure und Handwerker denken und bauen gemeinsam. Die Ergebnisse sollen nicht nur in Fachkreisen wirken, sondern auch Impulse für Politik, Ausbildung und Immobilienentwicklung geben.

    Gleichzeitig schafft das Projekt Raum für Experimente. Neue Baumethoden werden getestet, digitale Planungsprozesse optimiert, handwerkliches Können neu bewertet. Ziel ist eine resiliente, lokal verankerte und ökologisch verantwortungsvolle Bauwirtschaft, getragen von Menschen, die ihr Handwerk beherrschen und bereit sind, Neues zu lernen.

  • Smart City Aarau vernetzt, nutzerzentriert und umweltschonend

    Smart City Aarau vernetzt, nutzerzentriert und umweltschonend

    Aarau steht vor komplexen gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen. Um darauf zukunftsgerichtet zu reagieren, verfolgt die Stadt mit ihrer Smart City Strategie einen vernetzten, kreativen und effizienten Ansatz. Der Fokus liegt auf konkretem Nutzen für die Zielgruppen und umweltschonenden Verfahren. Digitale Technologien kommen nur dort zum Einsatz, wo sie echten Mehrwert schaffen.

    Fünf Grundprinzipien für smarte Wirkung
    Basierend auf Erfahrungswerten aus der ersten Strategieperiode von 2021 bis 2025 und bewährten Modellen anderer Städte, hat Aarau fünf wirkungsstarke Ansätze definiert.

    Vernetzen: Projekte greifen bereichsübergreifend ineinander und werden kollaborativ umgesetzt.

    Bedürfnisse abholen: Im Dialog mit der Bevölkerung entstehen Lösungen, die tatsächlich gebraucht werden.

    Testen: Innovation heißt auch ausprobieren. Pilotversuche helfen, Risiken zu minimieren und Ideen praxistauglich zu machen.

    Umweltschutz: Nachhaltigkeit ist Pflicht. Alle Projekte berücksichtigen Umweltaspekte und setzen auf erneuerbare Ressourcen.

    Technologie als Mittel zum Zweck: Der Einsatz von Technik erfolgt gezielt und nur, wenn sie zur Lösung beiträgt.

    Smart City Team als Ermöglicherin
    Das städtische Smart City Team unterstützt Mitarbeitende in der Ideen- und Projektphase. Es hilft, Zielgruppen zu identifizieren, Projektideen zu schärfen und testbare Lösungsansätze zu entwickeln. Formate wie Start-Gespräche, Workshops oder Begleitung komplexer Projekte bis zur Umsetzung stehen bereit. Die Devise, Projekte mit echtem Nutzen für Aarau umsetzen oder bewusst verwerfen.

    Zielgerichtete Unterstützung und smarte Gefässe
    Das Smart City Team wirkt auch im Hintergrund. Es beobachtet Trends, vernetzt Akteure und fördert Wissenstransfer über Formate wie den „Smart City Newsroom“. Zudem unterstützt es Projekte finanziell über den Smart City Investitionskredit und hilft, Mitwirkungsgefässe zu schaffen.

    Wirkung messen und lernen
    Die Strategie orientiert sich am IOOI-Wirkungsmodell und misst neben Outputs auch Outcomes und langfristige Impacts. Ziel ist es, dass alle städtischen Fachpersonen bis 2034 nutzerzentrierte Methoden anwenden, ihre Projekte vernetzt planen, ressourcenschonend umsetzen und digitale Technologien sinnvoll integrieren.

    Smart City Aarau denkt weiter
    Die Stadt Aarau interpretiert Smart City neu als Methode zur Entwicklung nachhaltiger, lebenswerter Urbanität. Der Mensch steht im Zentrum, nicht die Technik. So wird aus Komplexität Innovation und aus Ideen konkrete Zukunftslösungen für Aarau.

  • Kooperation stärkt digitale Präzision im Infrastrukturbau

    Kooperation stärkt digitale Präzision im Infrastrukturbau

    Die zur Amberg-Gruppe gehörende Amberg Technologies AG aus Regensdorf spannt mit Topcon Positioning Systems aus Livermore im US-Bundesstaat Kalifornien zusammen. Die Kooperation hat zum Ziel „die Interoperabilität zwischen den Sensorlösungen von Topcon und den Software- und Hardware-Plattformen von Amberg Technologies für Bahn- und Tunnelanwendungen zu ermöglichen“, schreiben die beiden international agierenden Partnerunternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung. Hintergrund ist das Bestreben von Amberg und Topcon, gemeinsamen Kunden „vollständig integrierte Lösungen“ anbieten zu können.

    Amberg Technologies ist auf Messlösungen für den Bau von Strassen, Schienen, U-Bahnen und anderen Infrastrukturen spezialisiert. Die 1981 gegründete Tochter der Amberg-Gruppe aus Regensdorf bietet zudem Messlösungen für die Überwachung derartiger Infrastrukturen an. Das zur Topcon Corporation aus Tokio gehörende Unternehmen Topcon Positioning Systems entwickelt, produziert und vertreibt Präzisionsmess- und Arbeitsablauflösungen, für die Branchen Bau, Geodaten und Landwirtschaft.

  • Swissbau 2026 denkt Bauwirtschaft neu

    Swissbau 2026 denkt Bauwirtschaft neu

    Mit einem klaren inhaltlichen Fokus und neuen Formaten setzt das Swissbau Lab 2026 ein starkes Zeichen. Die Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft wird nicht länger nur diskutiert, sondern erlebbar gemacht. Die vier Leitthemen «Intelligente Technologien», «Digitalisierung im Planungs- und Bauprozess», «Kreislaufwirtschaft» und «Klimawandel» strukturieren das Programm. Dabei treffen aktuelle Herausforderungen auf reale Lösungen, die gemeinsam von Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Start-ups gestaltet werden.

    Die Veranstaltung startet mit einem deutlichen Appell an die Branche. Tobias Hofmeier und Fabian Cortesi unterstreichen die Rolle des Swissbau Labs als vernetzende Denk- und Umsetzungsplattform für die drängendsten Themen der Gegenwart. Die Innovationswerkstatt wird 2026 nicht nur räumlich größer, sondern auch inhaltlich tiefgreifender. Besonders der neu geschaffene Werkstattbereich schafft Platz für unmittelbare Erfahrungen, praktische Anwendungen und neue Technologien. Dies hands-on, interaktiv und direkt vor Ort. Ein zusätzlicher Messetag am Samstag rückt zudem das Thema Innenarchitektur und den Kontakt mit Endkundinnen und Endkunden stärker ins Zentrum.

    Dialog statt Einzelmeinung
    Auf der Main Stage präsentieren Partner aktuelle Projekte und Pionierlösungen. Pointiert, interdisziplinär und im Austausch mit Expertinnen und Experten. Die Beiträge zeigen, wie technologische und strukturelle Innovation gemeinsam funktionieren können, wenn sie vernetzt gedacht und über disziplinäre Grenzen hinweg realisiert werden. Christoph Schaer von suissetec hebt hervor, wie wichtig Synergien durch Digitalisierung sind. Markus Weber von Bauen digital Schweiz fordert eine gemeinsame Sprache im Datenraum Bau. Margarete Olender von der FHNW sieht in der Kreislaufwirtschaft nicht nur ein ökologisches, sondern vor allem ein wirtschaftliches Potenzial. Sibylle Wälty von Resilientsy plädiert für robuste lokale Infrastrukturen als Reaktion auf den Klimawandel.

    Die täglichen Live-Demonstrationen im Werkstattbereich machen die Swissbau Lab 2026 zu einer Messe der Tat. Innovationen werden nicht nur vorgestellt, sondern in Echtzeit vorgeführt. Technologien, Materialien und Prozesse können ausprobiert, bewertet und diskutiert werden. Ein Highlight ist auch der Speakers Corner, wo Projekte, Workflows und digitale Lösungen im Pitch-Format vorgestellt und im anschließenden Talk kritisch eingeordnet werden.

    Ein Ort, an dem neue Standards entstehen
    Das Swissbau Lab wird 2026 erneut zu einem Ort, an dem die Branche über sich hinauswächst, mit neuen Denkansätzen, echten Kooperationen und dem Willen zur Veränderung. Die Herausforderung besteht nicht mehr darin, ob Digitalisierung kommt, sondern wie sie zur neuen Normalität wird. Inmitten einer Fülle von digitalen Lösungen bleibt die Frage zentral, wie Mensch, Technologie und Wertschöpfung optimal zusammenspielen.

    Für die Schweizer Bau- und Immobilienbranche bietet die Swissbau Lab 2026 Orientierung und Austausch zugleich. Wer Wandel aktiv gestalten will, findet hier Ideen, Partner und Inspiration.

  • Hightech Holzbau trifft Handwerk

    Hightech Holzbau trifft Handwerk

    Holz galt über Jahrhunderte als klassisches Handwerksmaterial. Heute jedoch ist es Träger einer ökologischen und technologischen Revolution im Bausektor. Automatisierung, künstliche Intelligenz und digitale Planung transformieren die Holzbaubranche. Der Mix aus bewährter Zimmermannskunst und moderner Technik ermöglicht es, Projekte schneller, wirtschaftlicher und nachhaltiger umzusetzen.

    Hybride Systeme
    Die Holzhybridbauweise nutzt gezielt die jeweiligen Vorteile von Holz und Beton. Dabei werden Tragkonstruktionen aus Brettschichtholz mit bewehrten Betonschichten kombiniert. Solche Verbunddecken ermöglichen grosse Spannweiten, reduzieren das Gewicht und verbessern die bauphysikalischen Eigenschaften. Die Vorfertigung erhöht die Effizienz auf der Baustelle. Beispiele wie der Timber Peak in Mainz zeigen das wirtschaftliche und städtebauliche Potenzial dieser Technik.

    Das Potenzial von durchsichtigem Holz
    Forschende arbeiten an einem Material, das Glas ersetzt, transparentes Holz. Durch Entfernung des Lignins und das Auffüllen der Zellstruktur mit Polymerharz entsteht ein Material, das Licht durchlässt, robust ist und hervorragende Wärmedämmung bietet. Anwendungen reichen von Fenstern über lichtdurchflutete Fassaden bis hin zu gebäudeintegrierten Solarpaneelen. Ideal für energieeffiziente Architektur mit hoher gestalterischer Qualität.

    3D-Druck mit Holz
    Holzfilamente ermöglichen die additive Fertigung kleinerer Objekte mit der Haptik und Optik von Echtholz. Zwar ist diese Technologie für den konstruktiven Holzbau noch nicht geeignet, doch im Bereich des Interior Designs, Modellbaus oder bei individuellen Bauteilen eröffnen sich neue Geschäftsfelder. Der Großformatdruck mit Holzkompositen in Kombination mit Robotik und generativem Design ist bereits in der Entwicklung.

    Holzschaum der Dämmstoff der nächsten Generation
    Mit Holzschaum entsteht ein vollständig biobasierter Dämmstoff, der aus Restholz gewonnen wird. Ohne synthetische Bindemittel gefertigt, bietet er gute Dämmwerte, ist formstabil und lässt sich recyceln. Erste industrielle Anwendungen stehen kurz vor dem Markteintritt. Gerade für Projekte mit Nachhaltigkeitsfokus ist Holzschaum eine zukunftsträchtige Alternative zu klassischen Schäumen.

    Augmented Reality auf der Baustelle
    AR-Technologien bringen digitale Baupläne direkt auf die Baustelle. Mit Tablets oder AR-Brillen können Monteure Bauteilpositionen und Leitungssysteme millimetergenau einsehen. Dies beschleunigt Montageprozesse, vermeidet Fehler und verbessert die Kommunikation zwischen Planungsbüro und Ausführungsteam. Erste Pilotprojekte zeigen klare Zeit- und Kostenvorteile.

    Künstliche Intelligenz als Planungsassistent
    Von der automatisierten Grundrissentwicklung bis zur Qualitätssicherung auf Holzoberfläche. KI findet zunehmend Anwendung im gesamten Bauprozess. Besonders spannend sind Systeme zur Materialoptimierung, die den Verschnitt minimieren und die Nutzung von Reststoffen maximieren. Auch Alterungssimulationen und lernfähige Maschinensteuerungen werden Realität.

    Robotik revolutioniert die Fertigung
    Roboterarme, die fräsen, schrauben und montieren, längst ist das keine Zukunftsmusik mehr. Kollaborative Roboter arbeiten heute Seite an Seite mit Fachkräften. Sie übernehmen schwere oder monotone Aufgaben und steigern die Präzision. Forschungsprojekte in Zürich, Biberach oder Österreich zeigen, dass Roboter im Holzbau wirtschaftlich einsetzbar sind. Die Kombination aus KI, Sensortechnik und Robotik ermöglicht perspektivisch eine nahezu autonome Fertigung.

    Der Holzbau wird zur Investition in die Zukunft
    Der Holzbau von morgen steht für Effizienz, Nachhaltigkeit und gestalterische Vielfalt. Für Investoren und Projektentwickler bietet er Chancen, Immobilien wirtschaftlich und zukunftssicher zu realisieren. Besonders dort, wo ESG-Kriterien, Bauzeit und Standortqualität über den Markterfolg entscheiden. Der intelligente Holzbau ist mehr als ein Trend, er ist ein strategischer Vorteil für den Standort Schweiz.

  • Neue KI-Agenten sollen Effizienz in der Immobilienberatung steigern

    Neue KI-Agenten sollen Effizienz in der Immobilienberatung steigern

    Die PriceHubble AG will neue Massstäbe für die Finanz- und Immobilienbranche setzen. Dazu hat das auf digitale Lösungen für die Finanz- und Immobilienwirtschaft spezialisierte Zürcher Unternehmen drei spezialisierte KI-Agenten lanciert. „Sie vereinen hochwertige Immobiliendaten mit Automatisierung und generativer KI“, erläutert PriceHubble in einer entsprechenden Mitteilung.

    Der KI-Agent PriceHubble Companion berät und liefert personalisierte Einsichten in Immobilien. Der PriceHubble Copilot unterstützt Arbeitsprozesse von der Bewertung einer Immobilie bis zur Beantwortung von komplexen Kundenanfragen. Der PriceHubble Analyst ist auf die Erkennung und Interpretation von Trends und Entwicklungen geschult. Jeder der drei Agenten kann individuell angepasst und in bestehende interne Prozesse integriert werden.

    Mit den drei neuen Agenten will PriceHubble Banken, Vermögensverwalter, Bewirtschafter, Portfolio-Manager und Immobilienmakler bei der Bewältigung konkreter Herausforderungen unterstützen. „KI Agenten sind der logische nächste Schritt – für uns und für den Markt“, wird Stefan Heitmann, CEO und Gründer von PriceHubble, in der Mitteilung zitiert. „Präzise, transparente Daten in Verbindung mit durchdachten, individuell anpassbaren Lösungen sind der Schlüssel für exzellente Kundenerlebnisse, mehr Effizienz bei der Beratung und echten ROI im Finanz- und Immobilienbereich.“

  • PropTech-Start-up entwickelt KI-Lösung für Immobilien

    PropTech-Start-up entwickelt KI-Lösung für Immobilien

    Das auf KI-gestützte Automatisierungslösungen im Immobiliensektor spezialisierte Start-up Nestermind hat laut Medienmitteilung eine substantiell überzeichnete Pre-Seed-Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen.

    Mit dem frischen Kapital sollen die Technologie weiterentwickelt und die nationale und internationale Marktpräsenz nach vorne gebracht werden. Die von Nestermind entwickelte Software Agentic AI ermögliche ein einfacheres Management von Immobilienangeboten, bessere Kundenkommunikation und schnellere Verkaufsprozesse.

    „Wir sind stolz, so erfahrene und strategisch wertvolle Partner an unserer Seite zu haben, die unsere Vision teilen, die Immobilienvermarktung auf ein neues Level zu heben“, wird Mitgründer und CEO Lucas Pelloni zitiert.

    Die Plattform eröffne Akteuren der Immobilienbranche neue Wege, sich in einem datengesteuerten Ökosystem zu vernetzen. „Damit schaffen wir enorme Effizienzpotenziale und eröffnen den Weg für eine neue Art des Arbeitens in der Immobilienbranche”, wird Mitgründer und CTO Severin Wullschleger zitiert.

    Nach Unternehmensangaben sei die Software insbesondere auf die Bedürfnisse kleinerer KMU der Immobilienbranche zugeschnitten. Sie könnten durch die Automatisierung von Aufgaben wie Lead-Generierung und CRM-Management an Effizienz zulegen und Zeit sparen, ohne Investitionen in komplexe Systeme.

    Der Abschluss der Finanzierung kam gemäss der Mitteilung unter Beteiligung einer Investorenrunde aus „namhaften Persönlichkeiten aus der Immobilienbranche, renommierten Family Offices sowie führenden Immobilienunternehmen“ zustande. Über die Summe wurde nichts bekanntgegeben.