Die Axon Active Holding AG hat am 17. April den Beginn des Aus- und Umbaus ihres Hauptsitzes im Schlössli Schönegg hoch über Luzern begonnen. Nach dem Umbau soll das Schlössli unter dem Namen Schlössli Collab Luzern firmieren, heisst es in einem entsprechenden Beitrag der „Luzerner Zeitung“ zum Spatenstich. Von hier aus wolle die Axon-Gruppe die digitale Transformation vorantreiben, wird Axon-Mitgründer und -Inhaber Stefan Muff dort zitiert. Dafür will Schlössli Collab Luzern Innovatoren ein Zuhause bieten.
Bei der Veranstaltung zum Spatenstich lobte der Luzerner Bau- und Wirtschaftsdirektor Fabian Peter (FDP) das Bekenntnis der international aktiven Gruppe von Softwareunternehmen zum Standort Luzern. Dem Bericht zufolge wird Axon Active rund 15 Millionen Franken in den Aus- und Umbau des Hauptsitzes investieren. Die Arbeiten sollen bis Herbst 2026 abgeschlossen sein. Die etwa 40 Angestellten der Gruppe im Schlössli sind solange in einem Gebäude des Energieversorgers EWL an der Sternmattstrasse in Luzern untergebracht.
Die Anwendung nutzt eine hochentwickelte Technologie, um physische Dokumente und Objekte zu authentifizieren. Abweichungen vom Original werden dabei in Echtzeit auf dem Bildschirm dargestellt. Das Verfahren basiert auf dem Scannen eines QR-Codes und der darauf folgenden Analyse des Dokuments durch die App. Diese vergleicht die aufgenommenen Bilder mit dem Original, das verschlüsselt auf einem Server hinterlegt ist. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass die App nur relevante Abweichungen anzeigt, ohne dabei Beeinträchtigungen wie Kaffeeflecken oder Falten zu berücksichtigen.
Die Thenti-App ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Martín Ochoa und David Basin, die das ETH Spin-off Thenti ins Leben gerufen haben. Sie verbindet digitale Authentifizierungsprinzipien mit der physischen Welt, ein Schritt, der als notwendig erachtet wurde, um der Dualität von digitalen und physischen Dokumenten gerecht zu werden. Die Stadt Zürich hat sich als idealer Partner für das Pilotprojekt erwiesen, da die Authentizität von Betreibungsregisterauszügen von essentieller Bedeutung ist.
Ausweitung auf dreidimensionale Objekte Die Forschungsarbeit, die der App zugrunde liegt, wird durch das Zentrum für digitales Vertrauen der Werner Siemens Stiftung finanziert. Die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt in Zürich sollen zur finalen Entwicklung der Lösung beitragen. Interessant ist das Geschäftsmodell von Thenti, welches die kostenfreie Nutzung der App für bestimmte Überprüfungen vorsieht, darüber hinaus aber ein Abonnementmodell anbietet.
Ein zukünftiges Ziel der Thenti-App ist es, ihre Fähigkeiten auf dreidimensionale Objekte, wie beispielsweise Luxusuhren, auszuweiten. Damit würde die App eine neue Dimension der Authentizitätsprüfung erreichen und sowohl für Konsumenten als auch für Hersteller einen Mehrwert bieten. Die Technologie verspricht, selbst geringfügige, individuelle Merkmale von Produkten erkennen zu können, was einen wirksamen Schutz vor Fälschungen darstellt.
Ein Beitrag zur Sicherheit und Vertrauensbildung Die Entwicklung und Implementierung der Thenti-App stellt einen signifikanten Fortschritt im Kampf gegen die Fälschung von Dokumenten und Waren dar. Für Fachleute und Führungskräfte im Bereich Immobilien und Standortförderung bietet diese Technologie eine neue Ebene der Sicherheit und des Vertrauens. Indem sie die digitale und physische Welt miteinander verbindet, leistet die Thenti-App einen wertvollen Beitrag zur Integrität von Dokumenten und Produkten.
Die sechste Ausgabe des «Digital Real Estate Index» weist erstmals seit 2020 einen leichten Rückgang in der digitalen Reife der Branche auf, mit einer Bewertung von 4,6 auf einer Skala von 1 bis 10. Trotz Fortschritten durch Building Information Modeling (BIM) bei Planern und Bauunternehmen bleibt die Entwicklung bei Eigentümern und Investoren hinter den Erwartungen zurück.
Obwohl zwei Drittel der befragten Unternehmen mehr als ein Prozent ihres Umsatzes in Digitalisierung investieren, zeigt sich ein rückläufiger Trend bei grösseren Firmen. Externe Faktoren wie Zinswenden und Lieferkettenprobleme scheinen die digitale Transformation zu hemmen, während regulatorische Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit als Katalysator für Digitalisierungsbestrebungen dienen.
Während KI und maschinelles Lernen hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und Integration in die Branche noch hinter den Erwartungen zurückbleiben, festigt sich BIM als wichtige Technologie für den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden. Die Nutzung von Smart Building-Technologien nimmt zu, wobei der Fokus auf Ressourcenschonung liegt und andere Vorteile wie Nutzererlebnis und Komfort zunächst in den Hintergrund treten.
Die Studie zeigt, dass die Immobilienbranche an einem kritischen Punkt in ihrer digitalen Evolution steht. Trotz des offensichtlichen Potenzials digitaler Technologien und der Notwendigkeit einer stärkeren Integration zur Steigerung der Effizienz und Nachhaltigkeit, bedarf es konkreter Massnahmen und Investitionen, um die digitale Transformation voranzutreiben. Die Studie liefert wichtige Erkenntnisse und dient als Richtschnur für zukünftige Entwicklungen in der digitalen Landschaft der Immobilienwirtschaft.
Die Baubranche steht zunehmend vor der Herausforderung, ihre Prozesse nachhaltig und effizient zu gestalten. Laut Moritz Lüscher spielt die Digitalisierung eine Schlüsselrolle bei der Realisierung dieser Ziele. Durch die Optimierung von Bauprozessen mit digitalen Werkzeugen können auch kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken, ohne in hohe Anschaffungen investieren zu müssen.
Die Digitalisierung beeinflusst verstärkt die Vergabe von Bauaufträgen, wobei Nachhaltigkeits- und Digitalisierungskompetenzen zunehmend in den Vordergrund treten. Der SBV unterstützt seine Mitglieder dabei, die Anforderungen der Auftraggeber mit den eigenen Kompetenzen in Einklang zu bringen und somit den digitalen Wandel effektiv zu vollziehen.
Die Entwicklung in Richtung Sharing Economy bietet auch im Bauwesen neue Möglichkeiten. Bauunternehmen können dadurch Maschinen und Geräte effizient teilen und damit Kosten sowie Ressourcen sparen. Digitale Plattformen, wie Faroo, erleichtern das Mieten und Vermieten von Baugeräten und fördern die gemeinsame Nutzung von Ressourcen.
Um die Digitalisierung strategisch anzugehen, ist es für Bauunternehmen entscheidend, den digitalen Reifegrad zu ermitteln und basierend darauf eine passende Strategie zu entwickeln. Der SBV unterstützt dies durch persönliche Beratung und Werkzeuge zur Selbsteinschätzung und Strategieentwicklung. Ziel ist es, eine massgeschneiderte digitale Transformation zu erreichen, die von reiner Prozessautomatisierung bis hin zu umfassenden digitalen Masterplänen reichen kann.
Schliesslich ist die Einbindung der Mitarbeitenden in den digitalen Transformationsprozess von zentraler Bedeutung. Die Förderung von digitalen Kompetenzen und die Schaffung eines einheitlichen Verständnisses sind essenziell, um die neuen Technologien effektiv zu nutzen und den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern. In den kommenden Jahren wird die Digitalisierung im Bauhauptgewerbe weiter an Bedeutung gewinnen. Neue Technologien und Anforderungen, wie KI und BIM, werden die Branche vorantreiben und in zehn Jahren könnte das modellbasierte Bauen zum neuen Standard avancieren. Der SBV ist bestrebt, seine Mitglieder auf diese Zukunft vorzubereiten und sie auf dem Weg der digitalen Transformation zu begleiten.
Im Rahmen seiner Bestrebungen, die Verwaltungsprozesse zu modernisieren und zu digitalisieren, hat der Kanton Zürich einen entscheidenden Schritt unternommen, um das Baubewilligungsverfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen. Ab dem 1. April 2024 wird das Verfahren für die Einreichung von Baugesuchen durch die Einführung der Plattform komplett digitalisiert. Diese Entwicklung markiert einen Fortschritt in der Verwaltung und Abwicklung von Bauvorhaben, indem sie den Papierverbrauch reduziert und die Effizienz steigert.
Seit dem Start im Februar 2020 hat die Plattform bereits wesentlich zur Vereinfachung des Baubewilligungsprozesses beigetragen. Sie ermöglicht einen reibungslosen Informationsaustausch zwischen Antragstellern, Behörden und anderen beteiligten Parteien und unterstützt den gesamten Prozess von der Einreichung bis zur Genehmigung eines Bauvorhabens. Bislang war das Verfahren jedoch nicht vollständig papierlos, da gesetzliche Bestimmungen die ausschliessliche Nutzung digitaler Mittel verhinderten.
Die jüngsten Änderungen im Planungs- und Baugesetz sowie in der Bauverfahrensverordnung (BVV) und der Besonderen Bauverordnung I, die vom Regierungsrat beschlossen wurden, beseitigen diese Hürden. Mit der neuen Rechtsgrundlage ist der Weg frei für ein vollständig digitales Baubewilligungsverfahren. Baudirektor Martin Neukom hebt die Bedeutung dieser Entwicklung hervor und betont, dass mit der Umsetzung dieses digitalen Vorhabens ein kundenorientierter und ressourcenschonender Service geschaffen wird, der den heutigen Anforderungen entspricht und die Abwicklung von Baugesuchen für alle Beteiligten vereinfacht.
Um die vollständige Umsetzung zu gewährleisten, müssen alle Städte und Gemeinden im Kanton Zürich innerhalb von drei Jahren auf das neue, ausschliesslich elektronische Verfahren umstellen. Diese Umstellung verspricht eine effizientere und umweltfreundlichere Gestaltung des Baubewilligungsprozesses, was eine bedeutende Neuerung für Fachleute im Management der Immobilienbranche darstellt.
In Wittenbach-St.Gallen, am 22. Januar 2024, gab die Abacus Research AG die erfolgreiche Einführung ihrer neuen Branchensoftware AbaPlato bekannt. Diese ist eine der ersten in der Schweiz, die direkt mit Justitia 4.0, der Justizplattform von Justitia.Swiss, verbunden ist. Laut COO Raffaelle Grillo ist AbaPlato in der Lage, gerichtliche Dokumente automatisch in Mandatsdossiers einzugliedern und sie sicher an Justitia.Swiss zu übermitteln, inklusive digital signierter Empfangsbestätigungen. Durch die direkte Anbindung entfällt die Notwendigkeit einer Zwischenspeicherung, was eine sofortige Verfügbarkeit der Dokumente im Mandatsdossier und eine deutliche Effizienzsteigerung in der Kanzleiarbeit ermöglicht. Darüber hinaus wird der gesamte Prozess sicherer und transparenter gestaltet.
Anfang Oktober 2023 begann eine bemerkenswerte Verschiebung auf dem Hypothekenmarkt. Die Richtsätze für drei- und fünfjährige Festhypotheken fielen unter den Saron-Zinssatz. Zehnjährige Hypotheken zogen Anfang November nach, wobei der durchschnittliche Zinssatz für diese von 3.11% im Juni auf 2.39% im Dezember sank.
Stabilität bei Saron-Hypotheken Die Saron-Hypothek, die seit der Entscheidung der Schweizer Nationalbank (SNB), den Leitzins im September bei 1.75% zu belassen, stabil geblieben ist, liegt aktuell bei 2.63%.
Ergebnisse der Hypothekaranbieter-Umfrage Eine Umfrage unter 50 Hypothekaranbietern ergab, dass über 90% erwarten, dass die SNB den Leitzins am 14. Dezember 2023 unverändert lässt. Für kürzere Laufzeiten bis zu fünf Jahren prognostizieren die Anbieter stabile Zinsen, während bei längeren Laufzeiten mehr Volatilität und tendenziell niedrigere Zinsen erwartet werden. Die grössten Bedenken der Befragten liegen bei der Inflation, einer möglichen Rezession und der wirtschaftlichen Situation in Europa.
Empfehlungen für Hypothekennehmer
Ein Wechsel zu Festhypotheken kann sich aktuell lohnen, da diese günstiger als Saron-Hypotheken sind.
Langfristige Festhypotheken bleiben für Kunden, die Planungs- und Budgetsicherheit suchen, empfehlenswert.
Für benötigte Flexibilität könnten variable Hypotheken oder eine Kombination aus Saron- und Festhypothek sinnvoll sein.
Eine umfassende Beratung, die verschiedene finanzielle Aspekte berücksichtigt, ist für eine nachhaltige Finanzierungsentscheidung essenziell.
Schlussfolgerung: Diese Entwicklungen auf dem Schweizer Hypothekenmarkt verdeutlichen die Notwendigkeit einer sorgfältigen und informierten Entscheidungsfindung für Hypothekennehmer, besonders in einem sich schnell verändernden Zinsumfeld.
Wie aus einer gemeinsamen Medienmitteilung von SMG Swiss Marketplace Group und Mobiliar hervorgeht, hat das in Zürich angesiedelte digitale Netzwerkunternehmen die Mehrheit an der Mobiliar-Tochter Flatfox übernommen. Mit dem Erwerb und der alleinigen Kontrolle durch die SMG wird Flatfox in SMG Real Estate integriert. Flatfox hat sich bereits in den vergangenen Jahren an den Standorten Zürich, Bern und Freiburg in der Digitalisierung des Mietprozesses engagiert. Mit den Portalen ImmoScout24 und Homegate will die SMG Real Estate diesen Prozess nun schweizweit vorantreiben. Dabei sollen die Nutzerinnen und Nutzer von den digitalen Lösungen von Flatfox entlang des Mietprozesses auf den Immobilienmarktplätzen der SMG effizient profitieren, heisst es in der Mitteilung.
«Für Mieterinnen und Mieter wird es zukünftig noch einfacher, ein neues Zuhause zu finden – digital und auf kürzestem Weg», wird Martin Waeber, Managing Director Real Estate bei der SMG, in der Mitteilung zitiert. Auch für Unternehmenskundinnen und -kunden ergeben sich mit der Übernahme von Flatfox Vorteile. «Das Zusammenführen der Leistungen von Flatfox und SMG Real Estate ermöglicht es ihnen, ihr Business künftig noch effizienter, sichtbarer und somit erfolgreicher zu gestalten», so Waeber. In der SMG Swiss Marketplace Group sind digitale Marktplätze von TX Group, Ringier und Mobiliar vereint.
Die Stadt Schaffhausen unternimmt entscheidende Schritte in Richtung Digitalisierung, indem sie ihre städtischen Baulinienpläne digitalisiert und in das Geoportal überträgt. Dieser Umzug markiert nicht nur den Übergang zu einer modernen, digitalen Plattform, sondern bietet auch die Möglichkeit, die Baulinien zu bereinigen, wo es nötig erscheint. Der Stadtrat hat grünes Licht für die aktualisierten Pläne gegeben, die nun auf der E-Mitwirkungsplattform öffentlich zugänglich gemacht werden.
Baulinien sind integraler Bestandteil der Nutzungsplanung und definieren den Mindestabstand von Gebäuden und Einrichtungen zu öffentlichen Verkehrs- und Versorgungsanlagen sowie Waldgebieten. Sie dienen nicht nur der Sicherheit, sondern auch ästhetischen Zwecken, wie im Artikel 12 des Baugesetzes (BauG) festgelegt.
Im Zuge der Erstellung des Katasters der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB-Kataster) wurde die Gemeinde vom Kanton Schaffhausen beauftragt, die kommunale Nutzungsplanung als Geo-Basisdaten bereitzustellen. Dazu müssen die über 60 rechtsgültigen Baulinienpläne der Stadt digitalisiert und im Anschluss in den ÖREB-Kataster integriert werden. Im Geoportal wird dieser Abschnitt der Nutzungsplanung als „linienbezogene Festlegungen“ sichtbar sein.
Die Digitalisierung bietet die perfekte Gelegenheit zur Aktualisierung der kommunalen Baulinien. Veraltete oder nicht mehr benötigte Linien bzw. Teilstücke werden entfernt, während keine Veränderungen im Verlauf der Baulinien vorgenommen oder neue Linien hinzugefügt werden. Auf der Grundlage der digitalen Erfassung wurde ein neuer, übersichtlicher Baulinienplan für das gesamte Stadtgebiet erstellt, der sich aus fünf Teilplänen zusammensetzt.
Nach der kantonalen Vorprüfung hat der Stadtrat die Baulinienpläne genehmigt, und nun werden sie im Geoportal für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Pläne sind auch auf der E-Mitwirkungsplattform einsehbar und liegen bei der Stadtplanung auf. Betroffene Grundeigentümer werden direkt über Änderungen oder die Digitalisierung informiert. Nach der öffentlichen Auflage werden etwaige Einsprüche behandelt, und die Planungsunterlagen werden dem Kanton zur endgültigen Genehmigung vorgelegt.
Der Schlieremer Immobilienentwickler Halter AG ordnet seine Führungsstruktur neu. Laut einer Mitteilung ist rund um die Firma in den vergangenen zehn Jahren ein Ökosystem an Schwesterunternehmen mit unterschiedlichen Bau- und Immobilienleistungen entstanden. Daraus ergebe sich die Notwendigkeit der Weiterentwicklung an der Spitze. Die Halter Holding sei bisher als „stille“ Holding in der Öffentlichkeit kaum aufgetreten.
Künftig werden sie sich verstärkt im Markt positionieren. Der Weg der Bau- und Immobilienwirtschaft zu einer Kreislaufwirtschaft könne nur mit integrierten Wertschöpfungsprozessen und Modellen der Zusammenarbeit in Planung, Ausführung und Betrieb erfolgreich umgesetzt werden könne. Das sei verbunden mit Nutzung der Digitalisierung und digitaler Technologien.
Im Zuge der Organisationsentwicklung ergeben sich laut der Firmenmitteilung ab 1. Januar 2024 personelle Änderungen. So übernimmt Maik Neuhaus von Markus Mettler die Aufgabe als CEO der Halter AG. Mettler wird neu Verwaltungsratspräsident der Halter AG und Delegierter des Verwaltungsrates der Halter Gruppe. Balz Halter bleibt Verwaltungsratspräsident der Halter Gruppe. Alexandra Stamou nimmt Einsitz im Verwaltungsrat der Halter AG und wird neu Leiterin Innovation und Produkte der Halter Gruppe.
Die Geschäftseinheit Gesamtleistungen der Halter AG, die mit mehr als 200 Mitarbeitenden die grösste Einheit darstellt, wird aufgeteilt. Ab Januar 2024 wird es die Halter Gesamtleistungen Deutschschweiz und die Halter Gesamtleistungen Westschweiz geben. Neue Geschäftsführer werden Diego Frey für die Deutschschweiz und Fréderic Boy für die Westschweiz. Beide gehören dann zur Geschäftsleitung der Halter AG.
«Unserer Branche geht es nach drei Jahren Dauerkrise gut», begrüsste Zentralpräsident Gian-Luca Lardi am Tag der Bauwirtschaft im Kulturzentrum LAC Lugano Arte e Cultura die über 550 Gäste. «Die Baumeister haben gelernt, mit den Auswirkungen des Ukraine-Krieges umzugehen, ebenso wie sie es zuvor mit den Preissteigerungen und Lieferengpässen in Folge der Corona-Pandemie getan haben.» Und die Zukunftsaussichten sind gemäss Lardi mittel- bis langfristig ebenfalls recht positiv. Die Bautätigkeit dürfte weiter wachsen, «wenn auch etwas langsamer». Während für den Wohnungsbau bis 2040 ein starkes Wachstum prognostiziert wird, sind im Wirtschaftsbau, im öffentlichen Hochbau sowie im öffentlichen Tiefbau ein mildes Wachstum bis hin zu einer Stagnation zu erwarten. Gleichzeitig dürfen sich die Baumeister darauf freuen, dass die Preise für Baumaterial allmählich wieder sinken.
SBV-Studie zeigt: Fachkräftemangel gefährdet Arbeitsplätze Der Fokus des diesjährigen Netzwerk-Events lag auf dem Fachkräftemangel und mit welchem Massnahmenmix dieser bekämpft werden kann. Die Suche nach geeigneten Mitarbeitenden auf allen Ebenen stellt heute viele Gewerbetreibende vor grosse Herausforderungen, auch die Baumeister. Und es ist davon auszugehen, dass sich die Situation noch verschärfen wird. Mit weitreichenden Konsequenzen. «Ohne genügend qualifizierte Handwerker können wichtige Bauprojekte in unserem Land nicht mehr realisiert werden», erklärte Lardi. Um ein solches Szenario zu verhindern, erteilte der Schweizerische Baumeisterverband dem Kompetenzzentrum Demografik den Auftrag für eine «Studie zur langfristigen Entwicklung der Konjunktur und Fachkräfte im Bauhauptgewerbe». Nun sind die Studienergebnisse öffentlich: Während der Bedarf an Fachleuten im Bauhauptgewerbe weiter ansteigt, sinkt das Angebot. Bis 2040 dürfte der Fachkräftemangel in den wichtigsten Berufen im Bauhauptgewerbe – gemessen am Bauvolumen – 16 Prozent erreichen. Ohne Gegenmassnahmen würden allein bei den Maurern und Maurerinnen rund 30 Prozent der benötigten Mitarbeitenden, also etwa 2500 Fachkräfte, fehlen. Das wirkt sich auf den Umsatz aus: Sollten keine Massnahmen ergriffen werden, würden dem Bauhauptgewerbe durch die fehlenden Fachkräfte jährlich bis zu 800 Millionen Franken entgehen, über die nächsten 20 Jahre. gesamthaft und preisbereinigt 13 Milliarden Franken.
Digitalisierung und Personalrekrutierung als Hoffnungsträger Die Studie zeigt mehrere Lösungen gegen den Fachkräftemangel auf. «Wenn wir den Umsatz pro Kopf jährlich um 0.5 Prozent steigern, können wir 50 Prozent des Fachkräftemangels wettmachen», beruhigte Gian-Luca Lardi aber. Diese Produktivitätssteigerung soll hauptsächlich mit Hilfe der Digitalisierung und durch Innovationen erfolgen. Zugleich müsse die Branche alles daran setzen, «mehr Lernende auszubilden, die Fachkräfte länger im Beruf zu halten und letztlich auch mehr Quereinsteiger zu rekrutieren». Auf diese Weise könnte die andere Hälfte der Fachkräftelücke geschlossen werden. Die Studie zeigt hier mehrere Stellschrauben auf. Bei Bauführern und Bauführerinnen, bei denen sich der Mangel weniger prekär entwickeln wird als in anderen Bauberufen, spielen Quereinsteiger und Quereinsteigerinnen schon heute eine wichtige Rolle. Mit gezielter Karriere- und Nachwuchsplanung und -begleitung kann der Bestand auf den Kaderfunktionen gesteigert werden. Bei der Lehrlingsausbildung ist es sehr wichtig, die jungen Leute zu motivieren, ihre Maurerlehre erfolgreich zum Abschluss zu bringen und auch langfristig im Bauhauptgewerbe zu bleiben. Entscheidend sei nicht nur die Führung und Betriebskultur, sondern vor allem auch die vielen tollen, «coolen» Bauprojekte, welche die jungen Menschen aktiv mitgestalten können. Dann sehen sie, dass ihre Arbeit Sinn bietet und nachhaltige Werte schafft.
Lardi beendete sein Votum mit einem Appell an alle Projektbeteiligten, also Bauherren, Planer, Spezialisten, Bauunternehmen und politische Entscheidungsträger gleichermassen: «Wir werden unseren zukünftigen Gebäudepark und unsere Infrastrukturen nur dann realisieren können, wenn wir in echter Partnerschaft und auf Augenhöhe zusammenarbeiten.»
Der Zürcher Innovationspartner für die Digitalisierung von Bauproduktinformationen, buildup, hat eine strategische Zusammenarbeit mit der auf digitale Auftragsakquise spezialisierten Zuger Firma smartconext vereinbart. Gemeinsam wollen die beiden Partner die Digitalisierung der Baubranche und hier insbesondere der Zulieferindustrie fördern, erläutert buildup in einer Mitteilung. Dazu wird ein gemeinsames Angebot für Hersteller im Schweizer Markt geschaffen.
Konkret sollen Produktinformationen aus der Datenbank von buildup in die automatisierte Auftragsakquise von smartconext eingebunden werden. Dies bilde für Dominik Mahn, Gründer und CEO von smartconext, einen logischen und konsequenten Schritt in der Weiterentwicklung der Technologie des Unternehmens, heisst es in der Mitteilung. Durch die Weiterleitung zu den Produkten auf der buildup-Plattform, werde „eine intuitive Customer Journey mit deutlichen Mehrwerten sowohl für Architekten und Planer, als auch für die Bauindustrie selbst” geschaffen. Für buildup wiederum wird durch die Kooperation mit smartconext „die Anbindung an verschiedene Vertriebskanäle stark konkretisiert, um neben etablierten Partnerschaften weitere digitale Touchpoints für die Hersteller-Partner zu erschliessen”.
Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) geht von einem steigenden Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft aus. Er hat daher vom Kompetenzzentrum Demografik eine „Studie zur langfristigen Entwicklung der Konjunktur und Fachkräfte im Bauhauptgewerbe“ anfertigen lassen, informiert der Verband in einer Mitteilung. Der Ende Juni am Tag der Bauwirtschaft in Lugano vorgestellten Studie zufolge könnte der am Bauvolumen gemessene Fachkräftemangel bis 2040 etwa 16 Prozent erreichen. Dies würde jährlich Umsatzeinbussen von bis zu 800 Millionen Franken verursachen und damit Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft gefährden.
In Lugano zeigte SBV-Zentralpräsident Gian-Luca Lardi aber auch Lösungsansätze auf. „Wenn wir den Umsatz pro Kopf jährlich um 0,5 Prozent steigern, können wir 50 Prozent des Fachkräftemangels wettmachen“, wird Lardi in der Mitteilung aus seiner Ansprache an der traditionellen Netzwerk-Veranstaltung der Branche zitiert. Diese Produktivitätssteigerung soll nach Ansicht des Verbands hauptsächlich über Digitalisierung und Innovation erfolgen. Gleichzeitig schlug Lardi vor, „mehr Lernende auszubilden, die Fachkräfte länger im Beruf zu halten und letztlich auch mehr Quereinsteiger zu rekrutieren“. Damit könne die andere Hälfte der Lücke geschlossen werden, so der Zentralpräsident.
Als IT- und Digitalisierungspartnerin für Schweizer Banken und Versicherungen adressiert Inventx den stetig wachsenden Kundenbedarf an Security-Kompetenz mit einem umfassenden Lösungsportfolio. Das Unternehmen berät Kunden in den Bereichen Information Security, Cyber-Crime, Cyber-Risiken, sichere Enterprise-Architekturen und Zonenkonzepte sowie zukunftsgerechtes Risikomanagement. Dank ihrem unabhängigen Cyber Resilience Center mit bestausgebildeten Analysten bleibt diese rund um die Uhr am Puls der aktuellen Cyber-Crime-Trends.
Reto Zeidler stösst zu Inventx vom Prozess- und Digitalisierungsberater Pragmatica, wo er als Head of Information and Cyber Security die Beratungskompetenz des Unternehmens in diesen Bereichen verantwortete und als Principal Consultant Security-Projekte leitete. Davor war Reto Zeidler Chief Managed Services Officer und Mitglied der Geschäftsleitung beim IT-Sicherheitsdienstleister ISPIN. Weitere Stationen seiner Laufbahn waren unter anderem Associate Partner / Executive Advisor für IBM Security und Head of Cloud Security Services bei Swisscom.
Als aktives Mitglied der Cyber Security Community engagiert er sich in der Information Security Society Switzerland (ISSS) und in der Cloud Security Alliance. Er ist zudem Dozent und Experte für Informationssicherheit an der Hochschule Luzern.
Bei Inventx verantwortet Reto Zeidler den gesamten Cyber Security Cluster, stellt die Leistungserbringung nachhaltig und in hoher Qualität sicher und richtet diese strategisch auf Kundenbedürfnisse aus. Er entwickelt den Bereich laufend weiter und baut ihn personell und technologisch aus.
Fabio Cortesi, CTO und Mitglied der Geschäftsleitung der Inventx AG, begrüsst den neuen Head of Cyber Security: «Wir freuen uns, einen erfahrenen und hochkompetenten Security-Experten gewonnen zu haben. Reto verknüpft Fach- und Führungskompetenz auf höchstem Niveau, immer mit klarem Blick auf aktuelle und künftige Kundenbedürfnisse.»
Reto Zeidler zu seiner neuen Rolle: «Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit meinem Team den Cyber Security Cluster für unsere Kunden noch weiter nach vorne zu bringen. Wir können auf einer hervorragenden Basis aufbauen. Nun wollen wir den nächsten Entwicklungsschritt machen.»
An der diesjährigen Generalversammlung der Wüest Partner AG hat die Partnerschaft Jacqueline Schweizer in den Verwaltungsrat des Immobiliendienstleisters gewählt. Die 38-jährige ist seit 2012 bei Wüest Partner tätig und seit 1. Januar 2022 Mitglied der Partnerschaft.
Mit ihrer Ernennung wird der Verwaltungsrat von vier auf fünf Mitglieder erweitert. Dieser Ausbau erfolgt vor dem Hintergrund der dynamischen Unternehmensentwicklung und mit dem Ziel, die starken Wachstumsbereiche Nachhaltigkeit und Digitalisierung fester im Verwaltungsrat zu verankern. Ferner soll damit auch der Generationenwechsel im Gremium vorangetrieben werden.
«Mit der Wahl von Jacqueline Schweizer konnten wir dem gewünschten Profil eines zusätzlichen VR-Mitgliedes voll und ganz gerecht werden. Als Partnerin mit fundierten Kenntnissen in Data Science, Ökonometrie, geographischen Informationssystemen (GIS) und Nachhaltigkeit wird sie das Gremium optimal ergänzen» erklärt Verwaltungsratspräsident Andreas Bleisch.
Jacqueline Schweizer fügt an: «Ich freue mich, mein Wissen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Verwaltungsrat einzubringen und so noch stärker zum Erfolg von Wüest Partner beizutragen.» Der Verwaltungsrat der Wüest Partner AG besteht ab Mai 2023 aus Dr. Andreas Bleisch, Andreas Ammann, Patrick Schnorf, Martin à Porta und Jacqueline Schweizer.
Im Verarbeitenden Gewerbe senden Indikatoren für den Bereich Maschinen- und Fahrzeugbau sowie für den Bereich Holz- und Papierwaren das stärkste negative Signal. Ein schwaches negatives Signal senden Indikatoren, welche die Textilindustrie sowie die Papier- und Druckbranche erfassen.
Das Facility-Management ist eine Branche, die lange Zeit wenig digitalisiert war. Noch immer werden Hauswarts-Dienstleistungen manuell geplant und das Ergebnis nirgends festgehalten. Es fehlt bereits eine Erfassung der erbrachten Dienstleistungen. ImmoTrack-Gründer Ofer Becker erläutert: „Heute werden Hauswarts-Dienstleistungen immer noch mit Papier und Stift geplant. Niemand hat eine Übersicht über die Wartungsarbeiten, sehr zum Leidwesen der Mieter.“ Das Resultat sind unzufriedene Kunden und teure Wartungskosten.
Um diese Probleme zu lösen, hat ImmoTrack eine neue Software entwickelt, welche mittels künstlicher Intelligenz den gesamten Prozess digitalisiert. Künftig wird mittels ImmoTrack der gesamte Prozess optimiert und automatisiert, wodurch wesentliche Effizienzverbesserungen erzielt werden können. Im neuen Produkt stecken über 3.5 Jahre Entwicklungsarbeit und eine Gesamtinvestition von CHF 2.5 Mio. Damit kommt ImmoTrack eine Pionierrolle in diesem Bereich zu. Anfangs begegneten Hauswartungen künstlicher Intelligenz gemäss Becker noch mit Skepsis, aktuell profitiert ImmoTrack jedoch stark vom ChatGPT-Moment und Hauswartungen zeigen sich offenfür neue Lösungen, welche repetitive Arbeiten automatisieren und die Ergebnisse optimieren.
Sorgen machen, dass künftig die Arbeit aufgrund künstlicher Intelligenz ausgehen könnte, müssen sich Hauswarte gemäss Beckerallerdings nicht: «Wir haben festgestellt, dass in der Facility-Management-Branche rund 40% der geplanten Arbeiten nicht ausgeführt werden. Indem Hauswarte vollständig digital unterwegs sind, bleibt mehr Zeit für anstehende Arbeiten übrig, wovon namentlich Mieter, Immobilienbewirtschafter und Hausbesitzerprofitieren». Dies steht im Einklang mit der kürzlich veröffentlichten Studie von Amosa, der kantonalen Arbeitsmarktbehörde, wonach Lowtech-Industrien, wie Hauswartungen, weniger stark von der Digitalisierung negativ beeinträchtigt werden. Es ist nicht damit zu rechnen, dass Hauswarte künftig durch künstliche Intelligenzoder Roboterersetzt werden.
Momentan führt ImmoTrack eine Fundraising-Kampagne durch, um das Produkt weiterzuentwickeln. So sollen beispielsweise künftig Wetterdaten direkt mit dem System vernetzt werden,um die Wartungsarbeiten zu optimieren. Investoren können bis zum 30. Juni in ImmoTrack investieren. Für mehrInformationen melden Sie sich beim CEO Ofer Becker becker@immotrack.com.
Über ImmoTrack ImmoTrack ist ein Proptech Start-up aus dem Kanton Zug, welches im Jahr 2019 gegründet wurde. Mit seiner von KI-gesteuerten Software digitalisiert, optimiert und automatisiert ImmoTrack die Arbeitsabläufe der Facility-Management-Industrie.
FinanceScout24 und Abilect haben eine strategische Partnerschaft geschlossen und bieten ab sofort digitale Lösungen für die Sanierung und Finanzierung von Immobilien an. Die Kooperation bietet Kundinnen und Kunden von Abilect attraktive Finanzierungslösungen für ihre Renovierungsvorhaben. Im Gegenzug profitieren Kundinnen und Kunden von FinanceScout24 von einer einfachen und effizienten Lösung für die Organisation, Verwaltung und Umsetzung von Modernisierungs- und Sanierungsvorhaben über die Abilect-Plattform.
Partnerschaft erfüllt zentrales Bedürfnis im Bauwesen Diese Partnerschaft bringt zwei im Bauwesen zentrale Anforderungen auf einen gemeinsamen Nenner: Finanzierungsmöglichkeiten für Immobiliensanierungen und digitale Lösungen, die eine nahtlose Vergabe, Verwaltung und Ausführung dieser Arbeiten durch geeignete und geprüfte Anbieter:innen in der Region gewährleisten. FinanceScout24 und Abilect decken diese Bedürfnisse zum Vorteil der Kundinnen und Kunden gemeinsam ab. Dank der strategischen Partnerschaft können Kundinnen und Kunden ab jetzt nicht nur ein Projektdossier erstellen, qualifizierte Anbieter:innen finden, ihre Vorhaben verwalten und umsetzen, sondern erhalten gleichzeitig die beste, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Finanzierungslösung.
Grosses Potenzial für alle Beteiligten «Das neue Angebot bedeutet einen erheblichen Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden. Durch die Partnerschaft mit FinanceScout24 erweitern wir unser Ökosystem, das nun auch Finanzierungslösungen beinhaltet», so Esha Indani, Gründerin und CEO von Abilect. «Noch nie war es für unsere Kundinnen und Kunden einfacher, die gewünschten oder notwendigen Arbeiten an ihrem Haus nahtlos und ohne böse Überraschungen bei den Kosten durchzuführen.»
Auch Jochen Pernegger, Managing Director bei FinanceScout24, SMG Swiss Marketplace Group, sieht in der neuen Partnerschaft grosses Potenzial für alle Beteiligten: «Gerade heute, wo Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei der Renovierung von Wohnimmobilien zunehmend im Vordergrund stehen, hängen die Machbarkeit und nicht zuletzt die Realisierung eines Projekts entscheidend von der Finanzierung ab.» Er ist überzeugt: «Diese Partnerschaft wird das Wachstum von FinanceScout24 weiter vorantreiben und einem noch breiteren Kundenkreis die Möglichkeit zu einfachen, schnellen und unabhängigen Vergleichen für alle ihre Finanzierungsbedürfnisse bieten. Das macht ihnen das Leben noch einfacher, ganz im Sinne unserer Vision – ‹so digital wie möglich, so persönlich wie gewünscht›.»
Kunden von Inventx profitieren in Zukunft von spezifischem zertifizierten Know-how rund um Microsoft-Azure-Lösungen und der gestärkten Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen. Inventx setzt in der Begleitung von Projekten strategisch auf einen hybriden Ansatz in der Befähigung ihrer Kunden, das volle Potenzial von Multi-Cloud-Ökosystemen auszuschöpfen. So können Inventx-Kunden ihre Leistungen agiler, effizienter und resilienter sowie besser skalierbar erbringen und gleichzeitig ihre digitale Transformation beschleunigen. Der jeweils spezifische Cloud-Mix stellt sicher, dass Kunden für ihre Bedürfnisse langfristig optimal aufgestellt sind und bleiben.
«Wir sind stolz auf die Bestätigung unserer Expertise. Inventx pflegt seit 2015 eine intensive Zusammenarbeit mit Microsoft. Jetzt ist der Weg frei, die aufgebaute Community Cloud mit der Azure Cloud zu erweitern und so das volle Potenzial der Cloud zu nutzen», so Markus Stutz, Cluster Leader Multi-Cloud & PaaS bei Inventx.
2022 wurde aus dem Microsoft Partner Network (MPN) ein ausdifferenziertes Microsoft Cloud Partner Program (MCPP). Das neue Programm ermöglicht Endkunden eine detailliertere und transparentere Beurteilung der Kompetenzen ihres Dienstleisters.
Was ist Datenschutz und was nicht? Es ist keine Regelung zum Umgang mit Sachdaten, wie etwa zur Verwendung von definierten Datenformaten oder Vorgaben zur Datendurchgängigkeit in Bauprojekten. An einer solchen Regelung fehlt es heute leider weitestgehend, letztlich zum Nachteil der Immobilieneigentümer. Das Datenschutzgesetz (DSG) regelt die Bearbeitung von Personendaten unter anderem durch Privatpersonen und Unternehmen. Jede Person soll grundsätzlich über die Verwendung ihrer Daten selbst bestimmen können. Das Schweizer Datenschutzrecht ist so konzipiert, dass die Bearbeitung von Personendaten durch Private grundsätzlich erlaubt ist, sofern die im DSG bestimmten Grundsätze (z.B. Zweckbindung, Datenminimierung) eingehalten werden. Das revidierte DSG tritt am 1. September 2023 in Kraft. In einem Immobilienzyklus finden sich zahlreiche Ansatzpunkte für den Umgang mit Personendaten. Nachfolgend werden einige Bereiche beleuchtet:
Vermarktung durch Makler Durch ihre Aktivität gelangen Makler in Kontakt mit Interessenten, deren Kunden- und Personendaten sie bearbeiten. Makler sind deshalb neu gesetzlich verpflichtet, eine Datenschutzerklärung aufzusetzen. Darin müssen sie die betroffene Person unter anderem darüber informieren, welche Daten zu welchem Zweck erhoben resp. verarbeitet werden, wie die Verarbeitungsmodalitäten aussehen und welche Rechte ihr zustehen. Die Erklärung kann auf der Website oder in den AGB publiziert werden. Werden für den Verkaufsprozess Mieterspiegel verwendet, so ist Vorsicht geboten. Entweder sind Personendaten zu schwärzen oder die Mieterschaft hat der Weitergabe an Kaufinteressenten explizit zuzustimmen bzw. die Mietverträge enthalten Klauseln, die die Weitergabe im Verkaufsprozess zulassen.
Bewirtschaftungsdaten Im Rahmen der Bewirtschaftung werden häufig Daten bearbeitet: Mieterchecks vor Vertragsabschluss, Nutzerdaten über den Betrieb einer Liegenschaft, Daten aus Zutrittskontrollen (ausserhalb der Liegenschaft oder zur Mietereinheit), Netzwerkdaten, elektronischer Concierge oder smarte Lösungen, welche seitens Vermieterschaft angeboten werden (wie Tablets in Mieträumen, Smart Homes etc.). Das DSG schafft für jeden Leistungserbringer eine Verpflichtung, über die von ihm bearbeiteten Daten Rechenschaft abzulegen und eine gesetzeskonforme Handhabung sicherzustellen. Es ist daher zu empfehlen, eine individualisierte datenschutzrechtliche Analyse durchzuführen. Bei einer solchen sind unter anderem die konkreten Umstände und Datenflüsse, Art der Daten und Leistungserbringung sowie die Speicherorte zu beachten. Die Mieterschaft ist jeweils über sämtliche Bearbeitungen ihrer Personendaten zu informieren, sofern nicht entsprechende Grundlagen im Mietvertrag vorhanden sind.
Angebot ins Ausland Richten sich Verkaufsangebote auch an Personen im EU-Raum, so sind die Vorgaben der europäischen Datenschutzverordnung (DSGVO) zu beachten. Diese sind in einigen Punkten wesentlich strenger als die Regelungen des DSG. Allenfalls ist der Einsatz von Geoblockern zu prüfen.
Seidel & Partner Rechtsanwälte AG ist spezialisiert auf Rechtsfragen für Bau, Planung und Immobilien. Unser Fokus liegt auf wertschöpfungs- und lösungsorientiertem Support für KMU’s, Investoren, Genossenschaften und Behörden. Wir streben wirtschaftlich sinnvolle Lösungen an; anwaltstypische Prozessführungen sind für uns nur das letzte Mittel.
Sie sind seit 2011 als Regierungsrat tätig und kandidieren im April für eine vierte Amtszeit. Was gefällt Ihnen an Ihrem aktuellen Amt als Finanzdirektor des Kantons Luzern?
Auch nach 12 Jahren empfinde ich es als Privileg, Regierungsrat im Kanton Luzern sein zu dürfen. Für mich ist das eine spannende, vielseitige und herausfordernde Aufgabe. Als Finanzdirektor kümmere ich mich neben den Finanzen um die Informatik, Immobilien und das Personal. Diese Querschnittsfunktionen und die daraus resultierenden Verantwortlichkeiten bereiten mir Freude. Unser Departement darf die Ressourcen zur Verfügung stellen, die die anderen Departemente benötigen, um die entsprechenden Dienstleistungen an der Bevölkerung zu erbringen.
Wo sehen Sie derzeit die grössten Herausforderungen?
Bei übergeordneter Betrachtung gehören nebst der Gesundheitsversorgung die Mobilität und Nachhaltigkeit dazu. Innerhalb des Finanzdepartements haben wir mehrere interessante Immobilienprojekte, die wir vorantreiben dürfen – beispielsweise den Ausbau des Campus Horw. Mit einem Budget von 365 Millionen Franken ist dies das bislang grösste Projekt des Kantons Luzern. Zudem haben wir gerade das Baugesuch für die kantonale Verwaltung am Seetalplatz in Emmen aufgelegt. In diesem Neubau für rund 175 Millionen Franken wollen wir die Verwaltung bündeln. Zu den anspruchsvollen Aufgaben gehört die laufende Suche nach einem Standort in der Stadt Luzern für das Luzerner Museum sowie für das Kantonsgericht. Da wir für beide einige Tausend Quadratmeter Platz benötigen, gestaltet sich das Vorhaben nicht ganz einfach.
Sie arbeiten momentan an der Steuergesetzrevision 2025. Finden dabei die weltweiten Unsicherheiten wie die Klimaproblematik oder der Krieg in der Ukraine Beachtung?
Im Kanton Luzern registrieren wir eine sehr positive Entwicklung. Die Steuergesetzreform soll die Voraussetzungen schaffen, damit der Kanton Luzern auch weiterhin ein attraktiver Standort für natürliche und juristische Personen bleibt und sich optimal weiterentwickeln kann. Im Jahr 2000 hatten wir noch 2,5 Milliarden Franken Schulden – heute verfügen wir über ein Nettovermögen von mehr als 300 Millionen Franken. Dies ist uns dank einer ambitionierten und anspruchsvollen Steuer- und Finanzpolitik gelungen. Im Parlament haben wir einen Klima- und Energiebericht besprochen und setzen die entsprechenden Massnahmen um. Die Situation in der Ukraine wirkt sich natürlich auf viele Bereiche aus. Wir haben unter Berücksichtigung der aktuellen Lage ein stabiles Fundament für die Steuergesetzreform geschaffen und blicken dieser positiv entgegen.
Sie sehen sich als Brückenbauer zwischen Stadt und Land. Wo liegen die Diskrepanzen?
Neben der Stadt und der Agglomeration als urbanes Zentrum gibt es viele landwirtschaftlich geprägte Regionen, insbesondere im Luzerner Hinterland. Gerade diese Vielseitigkeit macht den Kanton interessant. Wir liegen zentral, sind gut erreichbar und können attraktive Naherholungsgebiete bieten. Insofern möchte ich nicht von Diskrepanzen sprechen, sondern von unterschiedlichen Ausgangslagen. Unsere Aufgabe ist es, bei allen Entscheidungen diese unterschiedliche Betroffenheit im Auge zu behalten. Eine Agglomerationsstadt hat andere Bedürfnisse als eine ländlich geprägte Gemeinde im Entlebuch. Dank dem kantonalen Finanzausgleich können wir in allen Gemeinden vergleichbare Dienstleistungen für die Bevölkerung anbieten.
Sie haben eine Lehre als Bauzeichner und danach ein Studium zum Bauingenieur absolviert. Inwiefern fliessen Ihre damals erworbenen Kenntnisse in Ihre jetzige Tätigkeit ein?
Ich bin ein grosser Freund des dualen Bildungssystems: Eine Berufsausbildung ist nicht besser oder schlechter als der akademische Weg. Sie ist einfach anders. Während meiner Lehre habe ich gelernt, Verantwortung für die von mir ausgeführte Arbeit zu übernehmen und diese sehr exakt zu erledigen. Das kommt mir in meiner heutigen Aufgabe als Finanzdirektor zugute. Gerade im Immobilienbereich weiss ich, wie Bauprojekte aufgegleist werden und kenne die Abläufe. Grundsätzlich ist eine Ausbildung wie ich sie geniessen durfte eine gute Basis für eine breite Bandbreite an Aufgaben.
Welche Strategie verfolgen Sie in Ihrem Departement in Sachen Digitalisierung?
Ich bin überzeugt, dass der digitale Wandel eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft und Wirtschaft darstellt. Insofern haben wir eine Digitalstrategie erarbeitet, die auf den gesamten Kanton ausgerichtet ist und dessen zukunftsgerechte Entwicklung sicherstellen soll. Verwaltungsintern wollen wir unsere Dienstleistungen zeitgemäss – sprich digital – erbringen. Das Service-Portal haben wir gemeinsam mit den Luzerner Gemeinden aufgegleist. Dieses soll kommunale und kantonale Dienstleistungen online anbieten. Geplant ist ein digitales Zugangstor für sämtliche Angebote der öffentlichen Hand des Kantons Luzern. Uns geht es nicht nur darum, eine optimale Lösung für die Verwaltung zu finden, sondern auch eine, die den Bewohnerinnen und Bewohnern das Leben erleichtert.
Was macht den Kanton Luzern für Unternehmen attraktiv?
Wir bieten gute Rahmenbedingungen, etwa bei der Gewinnbesteuerung, die wir im Jahr 2012 halbiert haben. Damit waren wir einige Jahre der Kanton mit der tiefsten Gewinnbesteuerung juristischer Personen – das hat sich positiv ausgewirkt. Mit der geplanten Steuergesetzrevision stellen wir sicher, dass wir auch in Zukunft ein attraktiver Wirtschaftsstandort sind. Aber auch unsere Bildungsinstitutionen sind ein wichtiger Faktor. Wir haben bewusst in die Bildung investiert und gehören zu den eher jüngeren Bildungskantonen. Ausserdem profitieren wir von unserer zentralen Lage und den ausreichend zur Verfügung stehenden Flächen für Unternehmen. Uns ist bewusst, dass wir uns mit den angrenzenden Kantonen in einem kompetitiven Umfeld bewegen. Wir müssen uns stetig bewegen, um attraktiv zu bleiben.
Der Kanton Luzern setzt bei der Wirtschaftsförderung auf ein Sondermodell.
Richtig. Wir sind der einzige Kanton der Schweiz, der die Wirtschaftsförderung nicht kantonal regelt, sondern in eine Stiftung ausgelagert hat. Dort sind die Unternehmen als Partner der Kantone und Gemeinden vertreten. Wir sind überzeugt, dass es wichtig ist, dass die Wirtschaft mitentscheiden kann und sich wertgeschätzt fühlt. Wir legen deshalb grossen Wert auf die Bestandespflege und möchten für gute Rahmenbedingungen für die Privatwirtschaft sorgen. Wir streben ein qualitatives Wachstum an und erhalten für unser Modell gute Feedbacks.
Wie steht es um die Zersiedelung im Kanton Luzern und was wird dagegen unternommen?
Wir unterstützen den haushälterischen Umgang mit dem Boden und versuchen, dies mit gesetzlichen Grundlagen zu fördern. Verdichtetes Bauen ist in unserem Richtplan und in den kommunalen Zonenplänen das Gebot der Stunde. Aufgrund des eidgenössischen Raumplanungsgesetzes zählen wir heute 21 Gemeinden, die ihre Bauzonen um bis zu 70 Hektaren reduzieren müssen – sogenannte Rückzonungs-Gemeinden. Dies ist kein einfacher Prozess, aber wir bleiben dran. Mit unserem Richtplan möchten wir die Entwicklung ermöglichen und gleichzeitig unserer Kulturlandschaft Sorge tragen.
Vor allem in den Zentren herrscht Wohnungsnot. Welche Massnahmen müssen getroffen werden, um die Situation zu entschärfen?
Dieses Problem kann die öffentliche Hand alleine nicht lösen. Hier ist ein Zusammenspiel zwischen der Privatwirtschaft, Investoren und der öffentlichen Hand gefragt. Wir schaffen Anreize zu verdichtetem Bauen, indem wir höhere Ausnutzungen ermöglichen. Zudem stellen wir geeignete Flächen für Wohnungsbauten zur Verfügung wie beispielsweise beim Seetalplatz oder in Ebikon. So können rund 200 Wohnungen realisiert werden.
Agieren statt reagieren – der nächsten Krise immer einen Schritt voraus Die Welt verändert sich anders und schneller als erwartet. Verschiedene Krisen entwickeln sich parallel und in unterschiedlichen Geschwindigkeiten: So kommen zum Fachkräftemangel höhere Rohstoff- und Energiekosten, Inflation und steigende Zinsen. Der JLL-Wertentwicklungsindex Victor für Top-Bürohäuser ist beispielsweise in den deutschen Metropolen so stark gesunken wie noch nie. So haben die Werte im Jahresverlauf 2022 um 11,2 Prozent nachgegeben. Immobilienunternehmen befinden sich seit Corona dauerhaft im Krisenmodus. „Egal ob steigende Preise oder Materialknappheit, darauf muss ich als Unternehmen schnell und flexibel reagieren können. Was bedeutet das für interne Strukturen? Nur, wenn ich meine Dokumente und Daten jederzeit in hoher Qualität ohne größere Sucherei zur Hand habe, kann ich flexibel Assets kaufen oder verkaufen, Projekte transparent gestalten, Prozesse straffen. Und bin so der nächsten Krise immer einen Schritt voraus. Eine digitale Datenstrategie und ein darauf aufbauendes Dokumentenmanagement setzen genau hier an. Sie bilden die Grundlage für jede Entscheidung“, sagt Digitalisierungsexperte Penn.
Gewährleistungsansprüche durchsetzen In herausfordernden Zeiten suchen Immobilienunternehmen nach Wegen, um ihre Margen zu schützen. Ein Dauerbrenner beim Asset und Property Management ist das Thema Gewährleistung. Gewährleistungsansprüche werden häufig nicht fristgerecht oder gar nicht geltend gemacht, so dass Sanierungskosten einzelner Gewerke zusätzlich anfallen. Dabei geht Gewerbeimmobilien-Bestandshaltern so viel Geld verloren. Oft liegt das Wissen hierüber bei einzelnen Mitarbeitern oder gar externen Partnern für das Property Management. Falls diese ein Unternehmen verlassen oder der externe Property Manager gewechselt wird, weiß niemand mehr, wer jetzt wie verpflichtet ist. Oder, wenn Dateien und Dokumente gar nicht auffindbar oder nicht schnell genug verfügbar sind, laufen teilweise einfach Fristen ab. Dann hat der Bestandshalter oder Property Manager das Nachsehen und bleibt auf den Kosten sitzen und die Portfolio Performance sinkt. Auch hier kann ein systematisches DMS Transparenz bringen und Abhilfe schaffen.
Ehrlicher über Digitalisierung sprechen Die Immobilienbranche braucht digitale Lösungen, die auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten sind und gleichzeitig Standards etablieren. Das trifft insbesondere auf große Unternehmen zu, die Immobilien in allen Lebenszyklusphasen managen müssen. „Software-Anbieter haben in der Vergangenheit viele Versprechungen abgegeben, die zu übersteigerten Erwartungshaltungen geführt haben, welche nicht eingehalten wurden und verbrannte Erde hinterlassen haben“, sagt Penn und fordert: „Wir müssen ehrlicher über die Digitalisierung sprechen. Ehrlicher in unseren Erwartungen an eine Lösung. Ehrlicher in dem, was eine Lösung leisten kann. Und ehrlicher darüber, wie der Weg in eine digitale Immobilienwirtschaft aussieht. Denn erfolgreiche digitale Projekte haben immer eines gemeinsam: Eine ehrliche Zusammenarbeit zwischen Anbieter und Kunde mit einem gemeinsamen Ziel und den Anwendern im Fokus.“
Mit der Botschaft zur Standortförderung 2024-2027 entwickelt der Bundesrat die strategischen Grundlagen der Standortförderung des Bundes weiter. Er verfolgt mit der Standortförderung in den Jahren 2024-2027 die folgenden fünf Ziele: Rahmenbedingungen für KMU verbessern, Regionen stärken, zur nachhaltigen Entwicklung beitragen, Chancen der Digitalisierung nutzen sowie die Attraktivität des Wirtschafts- und Tourismusstandorts stärken. Im Vergleich zur Periode 2020-2023 wird die Bedeutung der nachhaltigen Entwicklung und der Digitalisierung aufgewertet. Zudem wird die Standortförderung noch stärker auf die Bedürfnisse der Haupt-Zielgruppen – KMU und Regionen – ausgerichtet. Für die Umsetzung der Ziele werden in den kommenden Jahren durch das SECO und die mandatierten Organisationen (Bürgschaftsgenossenschaften, Schweizerische Exportrisikoversicherung, Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit, Schweiz Tourismus, Switzerland Global Enterprise) 23 konkrete Aktivitäten definiert. Die Umsetzung erfolgt zum Teil in Zusammenarbeit mit den Kantonen und weiteren Partnern.
Die Schwerpunkte der Standortförderung Bei der KMU-Politik liegt der Schwerpunkt im Ausbau von EasyGov.swiss, des One-Stop-Shops von Bund, Kantonen und Gemeinden für Unternehmen. Dieser kann wesentlich zur administrativen Entlastung der Unternehmen beitragen. In der Periode 2024-2027 soll der Leistungsumfang von EasyGov weiter ausgebaut werden, um dem Bedürfnis der Unternehmen nach weiteren elektronischen Behördenleistungen gerecht zu werden. Im Rahmen des Ausbaus von EasyGov ist beispielsweise geplant, den Unternehmen künftig einen gebündelten Prozess für den Unternehmensumzug (Adressänderung) anbieten zu können. Geplant ist auch ein weiterer Ausbau im Bereich der ausländerrechtlichen Meldungen und Bewilligungen für Unternehmen.
Bei der Tourismuspolitik liegen die inhaltlichen Schwerpunkte auf der Weiterentwicklung der Investitionsförderung, der nachhaltigen Entwicklung sowie der digitalen Transformation des Tourismus. Einen Schwerpunkt stellt in den Jahren 2024-2027 zudem die Umsetzung des Recovery-Programms für den Schweizer Tourismus dar, mit dem den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie entgegengewirkt wird.
Die Neue Regionalpolitik NRP startet 2024 in ihre dritte achtjährige Mehrjahresperiode (2024-2031). Die bisherigen thematischen Förderschwerpunkte «Industrie» und «Tourismus» werden weitergeführt. Als Querschnittthemen erhalten neben der Digitalisierung insbesondere die nachhaltige Entwicklung und die «lokale Wirtschaft», welche die Exportorientierung der NRP ergänzt, besonderes Gewicht.
Schliesslich soll das Angebot zur Unterstützung der Exportwirtschaft, beispielsweise in Bezug auf handelstechnische Fragestellungen, und insbesondere der Zugang von Schweizer Exporteuren zu grossen ausländischen Infrastrukturprojekten, bedarfsgerecht weiterentwickelt und der «Team Switzerland»-Ansatz erweitert werden. So führen diverse Verbände, Bundesstellen, Switzerland Global Enterprise und die Schweizerische Exportrisikoversicherung vermehrt gemeinsame Promotionsauftritte im Ausland durch. Diese richten sich unter anderem an Generalunternehmer, welche grosse Infrastrukturprojekte ausführen. In wichtigen Märkten werden weitere Geschäftsmöglichkeiten identifiziert.
Verpflichtungskredite und Zahlungsrahmen Um die Instrumente der Standortförderung fortzuführen und weiterzuentwickeln, beantragt der Bundesrat dem Parlament für die Jahre 2024-2027 Verpflichtungskredite und Zahlungsrahmen im Umfang von insgesamt 428,83 Millionen Franken. Für die Jahre 2020-2023 stand ein Betrag von rund 399 Millionen Franken zur Verfügung. Hinzu kommt ein Zahlungsrahmen für die Äufnung des Fonds für Regionalentwicklung in den Jahren 2024-2031 im Umfang von 217,3 Millionen Franken (reduziert um 12,7 Mio. CHF gegenüber der Vorperiode 2016-2023).
Die Umsetzung der Standortförderung erfolgt anhand der Instrumente der KMU-Politik, der Tourismuspolitik, der Neuen Regionalpolitik (NRP) sowie der Aussenwirtschaftsförderung.
Mit der Botschaft zur Standortförderung 2024-2027 entwickelt der Bundesrat die strategischen Grundlagen der Standortförderung des Bundes weiter. Er verfolgt mit der Standortförderung in den Jahren 2024-2027 die folgenden fünf Ziele: Rahmenbedingungen für KMU verbessern, Regionen stärken, zur nachhaltigen Entwicklung beitragen, Chancen der Digitalisierung nutzen sowie die Attraktivität des Wirtschafts- und Tourismusstandorts stärken. Im Vergleich zur Periode 2020-2023 wird die Bedeutung der nachhaltigen Entwicklung und der Digitalisierung aufgewertet. Zudem wird die Standortförderung noch stärker auf die Bedürfnisse der Haupt-Zielgruppen – KMU und Regionen – ausgerichtet. Für die Umsetzung der Ziele werden in den kommenden Jahren durch das SECO und die mandatierten Organisationen (Bürgschaftsgenossenschaften, Schweizerische Exportrisikoversicherung, Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit, Schweiz Tourismus, Switzerland Global Enterprise) 23 konkrete Aktivitäten definiert. Die Umsetzung erfolgt zum Teil in Zusammenarbeit mit den Kantonen und weiteren Partnern.
Die Schwerpunkte der Standortförderung Bei der KMU-Politik liegt der Schwerpunkt im Ausbau von EasyGov.swiss, des One-Stop-Shops von Bund, Kantonen und Gemeinden für Unternehmen. Dieser kann wesentlich zur administrativen Entlastung der Unternehmen beitragen. In der Periode 2024-2027 soll der Leistungsumfang von EasyGov weiter ausgebaut werden, um dem Bedürfnis der Unternehmen nach weiteren elektronischen Behördenleistungen gerecht zu werden. Im Rahmen des Ausbaus von EasyGov ist beispielsweise geplant, den Unternehmen künftig einen gebündelten Prozess für den Unternehmensumzug (Adressänderung) anbieten zu können. Geplant ist auch ein weiterer Ausbau im Bereich der ausländerrechtlichen Meldungen und Bewilligungen für Unternehmen.
Bei der Tourismuspolitik liegen die inhaltlichen Schwerpunkte auf der Weiterentwicklung der Investitionsförderung, der nachhaltigen Entwicklung sowie der digitalen Transformation des Tourismus. Einen Schwerpunkt stellt in den Jahren 2024-2027 zudem die Umsetzung des Recovery-Programms für den Schweizer Tourismus dar, mit dem den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie entgegengewirkt wird.
Die Neue Regionalpolitik NRP startet 2024 in ihre dritte achtjährige Mehrjahresperiode (2024-2031). Die bisherigen thematischen Förderschwerpunkte «Industrie» und «Tourismus» werden weitergeführt. Als Querschnittthemen erhalten neben der Digitalisierung insbesondere die nachhaltige Entwicklung und die «lokale Wirtschaft», welche die Exportorientierung der NRP ergänzt, besonderes Gewicht.
Schliesslich soll das Angebot zur Unterstützung der Exportwirtschaft, beispielsweise in Bezug auf handelstechnische Fragestellungen, und insbesondere der Zugang von Schweizer Exporteuren zu grossen ausländischen Infrastrukturprojekten, bedarfsgerecht weiterentwickelt und der «Team Switzerland»-Ansatz erweitert werden. So führen diverse Verbände, Bundesstellen, Switzerland Global Enterprise und die Schweizerische Exportrisikoversicherung vermehrt gemeinsame Promotionsauftritte im Ausland durch. Diese richten sich unter anderem an Generalunternehmer, welche grosse Infrastrukturprojekte ausführen. In wichtigen Märkten werden weitere Geschäftsmöglichkeiten identifiziert.
Verpflichtungskredite und Zahlungsrahmen Um die Instrumente der Standortförderung fortzuführen und weiterzuentwickeln, beantragt der Bundesrat dem Parlament für die Jahre 2024-2027 Verpflichtungskredite und Zahlungsrahmen im Umfang von insgesamt 428,83 Millionen Franken. Für die Jahre 2020-2023 stand ein Betrag von rund 399 Millionen Franken zur Verfügung. Hinzu kommt ein Zahlungsrahmen für die Äufnung des Fonds für Regionalentwicklung in den Jahren 2024-2031 im Umfang von 217,3 Millionen Franken (reduziert um 12,7 Mio. CHF gegenüber der Vorperiode 2016-2023).
Die Umsetzung der Standortförderung erfolgt anhand der Instrumente der KMU-Politik, der Tourismuspolitik, der Neuen Regionalpolitik (NRP) sowie der Aussenwirtschaftsförderung.
Der Bundesrat entwickelt die strategischen Grundlagen zur Standortförderung des Bundes weiter. Mit seiner Botschaft für die Jahre 2024 bis 2027 verfolgt er laut einer Medienmitteilung fünf Ziele: Rahmenbedingungen für KMU verbessern, Regionen stärken, zur nachhaltigen Entwicklung beitragen, Chancen der Digitalisierung nutzen sowie die Attraktivität des Wirtschafts- und Tourismusstandorts stärken. Diese sind auch Bestandteile der Neuen Regionalpolitik, die 2024 in ihre dritte achtjährige Periode startet. Für die mandatierten Organisationen wurden 23 konkrete Aktivitäten formuliert.
Im Vergleich zur Periode 2020 bis 2023 wird die Bedeutung der nachhaltigen Entwicklung und der Digitalisierung aufgewertet. Ausserdem soll sich die Standortförderung noch stärker an den Bedürfnissen der Hauptzielgruppen, den KMU und den Regionen, ausrichten. So liegt der Schwerpunkt bei der KMU-Politik im Ausbau von EasyGov.swiss, dem Online-Schalter für Unternehmen zur elektronischen Abwicklung von Bewilligungs-, Antrags- und Meldeverfahren an einem einzigen Ort.
Den Fokus in der Tourismuspolitik setzt die Botschaft bei der digitalen Transformation der Branche und der Weiterentwicklung der Tourismusförderung. Zudem will der Bundesrat die Exportorientierung weiterentwickeln. So sollen sich etwa Promotionsauftritte im Ausland an Generalunternehmer mit grossen Infrastrukturprojekten richten.
Für die Instrumente der Standortförderung beantragt der Bundesrat dem Parlament Finanzmittel in Höhe von 428,83 Millionen Franken, rund 40 Millionen mehr als in der ablaufenden Periode. Dagegen soll der Zahlungsrahmen für die Äufnung des Fonds für Regionalentwicklung in den Jahren 2024 bis 2031 gegenüber der Vorperiode um 12,7 Millionen Franken auf 217,3 Millionen Franken reduziert werden.
Zur Person: Markus Weber ist ein ausgewiesener Experte für das digitalbasierte Planen, Bauen und Betreiben von Bauobjekten. Als Mitinitiator und Präsident von «Bauen digital Schweiz» hat er die digitale Transformation der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft nachhaltig geprägt. «Bauen digital Schweiz» ist zugleich «home of buildingSMART Switzerland» und damit Teil der weltumspannenden internationalen BIM Community. Als Mitinitiator und Vorstandsmitglied vom «netzwerk_digital» engagiert er sich national für einen geordneten und effi- zienten Weg der Schweiz in die Digitalisierung. Er ist zudem Co-Studiengangleiter für die Bachelorstudiengänge BA/BSc Digital-Construction und das Weiterbildungsprogramm CAS/DAS/MAS Digital Construction an der Hochschule Luzern (HSLU).
Herr Weber, was fasziniert Sie am Thema Digitalisierung? Sie bietet riesige Chancen und stellt neue Technologien beziehungsweise Werkzeuge zur Verfügung. Digitalisierung bedeutet Vernetzung: Damit können wir Prozesse effizienter und mit höherer Qualität sowie Auswirkung auf die Nachhaltigkeit umsetzen. Emissionen werden reduziert, und die Kreislaufwirtschaft wird gefördert. Zudem schaffen digitale Technologien beziehungsweise diese neuen Werkzeuge attraktivere Arbeitsplätze, was dem Fachkräftemangel entgegenwirken dürfte.
Welche Ziele verfolgt «Bauen digital Schweiz»? Wir möchten ein digitales Ökosystem schaffen, in dem Daten, Technologien, Prozesse und Methoden vernetzt werden und miteinander interagieren. Wir vernetzen die verschiedenen Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette, koordinieren und schaffen Synergien. Wir machen «Practice» sichtbar und moderieren den Weg von der «Practice» Schritt für Schritt hin zur «Best Practice».
Womit beschäftigt sich «netzwerk_digital»? Der Vorstand arbeitet seit einem guten Jahr daran, eine Vision oder besser gesagt ein gemeinsames Ziel für die Schweizer Bauwirtschaft zu skizzieren. Ein erster Entwurf steht Anfang 2023 zur Verfügung. Damit möchten wir mit den weiteren Stakeholdern in Dialog treten und an der Swissbau im Januar 2024 eine konsolidierte Version der Öffentlichkeit vorstellen.
Die Baubranche gilt als einer der am wenigsten digitalisierten Wirtschaftszweige. Woran liegt das? Unter anderem liegt das an der Fragmentierung – wir finden hier eine sequenzielle Wertschöpfungskette vor, die durch viele unterschiedliche Akteure geprägt ist. Diese vielen Schnittstellen, die Rahmenbedingungen und die zunehmenden Gesetze und Vorschriften stellen eine grosse Komplexität dar. Deshalb braucht die Digitalisierung in dieser Branche länger als anderswo.
PropTech ist zurzeit in aller Munde. Übertreibt die Immobilien- und Baubranche bei diesem Thema? Im Kontext der Digitalisierung entstehen viele kleine Unternehmen, die sich auf neue Produkte fokussieren, Prozesse vereinfachen und die Nachhaltigkeit fördern. Das ist einerseits ein Segen, weil diese Unternehmen mit neuem Wissen und viel Leidenschaft die Digitalisierung vorantreiben. Andererseits ist die Bauwirtschaft mit den daraus resultierenden heterogenen Möglichkeiten und Werkzeugen überfordert.
Wie wirken Sie dem entgegen? Unsere Aufgabe ist es, den Umgang mit diesen neuen Werkzeugen und deren Möglichkeiten zu erlernen. Ich bin unter anderem Co-Studiengangleiter für die neuen Bachelorstudiengänge BA/BSc Digital Construction an der Hochschule Luzern – die Vermittlung dieses Wissens und der Umgang mit den digital basierten Prozessen, Methoden und Technologien sind ein wichtiger Teil des Studiengangs.
Die Schweiz bestimmt das Thema open BIM auf internationaler Ebene mit. Darf man sagen, dass BIM in der Schweiz heute zum Standard gehört? Diese Frage ist schwierig zu beantworten. Ich schätze, dass BIM bei etwa 30 Prozent der Neubau- und Umbauprojekte zum Standard gehört. Das heisst umgekehrt: Bei 70 Prozent tut es das nicht. Zu den Anwendern von BIM gehören mehrheitlich professionelle Bauherren und vor allem solche, die den gesamten Lifecycle im Fokus haben – also die entwickeln, planen, bauen und am Ende auch betreiben. Ein gutes Beispiel sind Spitäler – praktisch alle Schweizer Spitalneubauten werden mit BIM geplant. Allerdings ist BIM nicht gleich BIM: Hier gibt es grosse Unterschiede in der Implementierungstiefe und Nutzung. Und vor allem viel Luft nach oben.
Sie haben einmal gesagt, dass Schweizer BIM-Projekte ihr Potenzial nicht ausschöpfen. Hat sich das inzwischen geändert oder – was ist nötig, um eine Veränderung zu bewirken? Wir stehen noch immer am Anfang der Digitalisierung in der Bau- und Immobilienwirtschaft. Insofern sehe ich sehr viel Potenzial nach oben. Wir müssen die erwähnte komplexe Wertschöpfungskette näher zusammenbringen und vernetzen. Am Ende geht es um durchgängige und datenbasierte Prozesse. Hier befinden wir uns in einem Kulturwandel: Die Kultur heute ist geprägt von Abgrenzung und Absicherung: Jeder Akteur bearbeitet seinen Teil der Wertschöpfungskette. Digitalisierung bedeutet, dass jeder Akteur zum Teil dieses durchgängigen Prozesses wird. Um diesen Kulturwandel weg von der Abgrenzung hin zum Miteinander nachhaltig voranzutreiben, benötigen wir einfach noch etwas Zeit.
Wo stufen Sie die Schweiz im Bereich «smart home» ein, und wo sehen Sie noch Verbesserungspotenzial? Der Begriff «smart home» ist nicht klar definiert. Für mich ist ein «smart home» ein Gebäude, das die vielfältigen Anforderungen der Zukunft bestmöglich erfüllt: Dazu gehört primär, dass ein Gebäude als System verstanden wird. Die einzelnen Disziplinen wie beispielsweise Wärmedämmung, Heizung und Lüftung sind optimal aufeinander abgestimmt, und das Gebäude reagiert automatisch auf innere und äussere Einflüsse. Das Gebäude wiederum ist Bestandteil von übergeordneten Systemen: So sind zum Beispiel heute viele Gebäude imstande, selber Energie zu produzieren und damit Teil des Energieversorgungssystems Schweiz.
Sie engagieren sich für das «Gebäude als System» mit Fokus auf die Energiestrategie 2050. Wie kann man sich das in der konkreten Umsetzung vorstellen? Kurz zusammengefasst: Das Gebäude ist ein System und ist gleichzeitig in verschiedene Systeme integriert. Es muss die verschiedensten Anforderungen erfüllen: Die einzelnen Disziplinen müssen optimiert zusammenarbeiten – gleichzeitig ist das Gebäude in Systeme int -egriert. Auch die Kreislaufwirtschaft ist als geschlossenes System zu betrachten, wobei die einzelnen Gebäude zum Teil dieses Systems werden.
Können Sie das ausführen? Die in einem Gebäude verbauten Materialien können mit Hilfe von digitalen Technologien inventarisiert werden und so wird der Gebäudepark Schweiz zum strukturierten und maschinenlesbaren Materialdepot. Wenn ein Gebäude oder ein Teil davon zurückgebaut wird, können so die verbauten Materialien geordnet in den Kreislauf zurückgeführt, allenfalls aufbereitet und wieder verbaut werden.
Wie sensibel ist die Schweizer Baubranche heute beim Vermeiden von grauer Energie, und wie lässt sie sich bei Bauprojekten weiter reduzieren? In diesem Bereich gibt es grosses Potenzial, wie das vorherige Beispiel zur Kreislaufwirtschaft zeigt. Beim Bauen wird viel Abfall produziert, der nicht in den Kreislauf zurückgeführt wird. Die digitale Planung beziehungsweise digitale Gebäudemodelle helfen dabei, einerseits das benötigte Material präziser zu bestimmen und andererseits so vorzufertigen, dass beim Verbauen praktisch kein Abfall entsteht. Ein Beispiel hierzu ist die modellbasierte Planung, Vorfertigung und Verlegung der Bewehrung von Betonkonstruktionen, womit der Abfall von Bewehrungs-Eisen wesentlich reduziert wird.
Wie sieht für Sie das ideale Gebäude der Zukunft aus? Mein Gebäude der Zukunft muss nachhaltig mit dem Siedlungsraum umgehen, darf keine Emissionen emittieren und muss aus Materialien bestehen, die beim Rückbau einfach getrennt und gegen 100 Prozent in den Kreislauf zurückgeführt werden können. Das Raumkonzept sollte in einem gewissen Masse wandelbar sein und sich an verändernde Bedürfnisse der Bewohner anpassen können. Es muss mit den Bewohnern kommunizieren: Sind beispielsweile alle für die nächsten acht Stunden bei der Arbeit oder in der Schule, muss der Energieverbrauch automatisch auf ein Minimum reduziert werden. Auf eine kurzfristige Stromunter- oder Überproduktion soll es intelligent reagieren können.
Die LUKB hatte im Januar 2022 bekanntgegeben, ihre Aufbauorganisation anzupassen, um ihre Schlagkraft bei den Themen IT und Digitalisierung zu erhöhen. So wechselt der Bereich Informatik, der aktuell CFO Marcel Hurschler unterstellt ist, per 1. Januar 2023 in das bisherige Departement Marktservices. Gleichzeitig werden der Bereich Asset Management vom Departement Marktservices in die Zuständigkeit von Marcel Hurschler verschoben und der Bereich Spezialberatungen (Finanzplanung, Vorsorge-, Steuer- und Erbrechtsberatung) neu dem Vertrieb, sprich dem Departement Firmenkunden & Private Banking zugewiesen. Das Departement Marktservices wird in Zukunft noch stärker auf IT und Digitalisierung fokussiert sein und ab 2023 die neue Bezeichnung «Technologie & Services» tragen.
Im Zuge dieser Reorganisation kommt es auch zu personellen Wechseln: Leo Grüter, seit 2010 Geschäftsleitungsmitglied der Luzerner Kantonalbank AG (LUKB), wird per Ende Jahr 2022 aus der Geschäftsleitung austreten. Nachfolger als Leiter Firmenkunden & Private Banking wird Beat Hodel, der noch bis Ende Jahr 2022 das bisherige Departement Marktservices führt.
Per 1. Januar 2023 wird Simon Kauth die Leitung des neu strukturierten Departements Technologie & Services übernehmen. Simon Kauth hat im Jahr 1997 an der Universität St. Gallen HSG in Wirtschaftswissenschaften promoviert. Er verfügt über langjährige Berufserfahrung sowohl im Banking als auch auf der Seite der Anbieter von Kernbanken-Software (Avaloq und Finnova), zuletzt auf Geschäftsleitungsstufe. Der gebürtige Thurgauer Simon Kauth wohnt mit seiner Familie in Zollikon ZH.
«Simon Kauth erfüllt mit seinem Profil und seinem bisherigen Leistungsausweis unseren Anforderungskatalog für die Leitung des Departements Technologie & Services optimal: Ausgeprägter IT-Hintergrund und profundes Knowhow im Banking», begründet LUKB-CEO Daniel Salzmann die Wahl des neuen Geschäftsleitungsmitglieds. Die LUKB führte unter der Leitung von Daniel Salzmann und mit Unterstützung von externen Spezialistinnen und Spezialisten einen mehrstufigen Auswahlprozess durch.
Siemens Smart Infrastructure bringt eine offene, interoperable und vollständig cloud-basierte Smart-Building-Suite auf den Markt, informiert die in Zug ansässige Siemens-Tochter in einer Mitteilung. Die verschiedenen Interessengruppen wie Gebäudenutzer, Immobilieninvestoren, Immobilienunternehmen und Facility-Manager können ihre Gebäudedaten aus unterschiedlichen Quellen auf Building X digital vereinen, heisst es dort weiter. Die Smart-Building-Suite kann die Software anderer Anbieter integrieren, verfügt über eine Reihe auf Künstlicher Intelligenz basierender Applikation und integrierte Cybersicherheit.
„Wir können jetzt alle Daten, die von Systemen in intelligenten Gebäuden erzeugt werden, in einem einzigen Datenpool zusammenführen“, wird Matthias Rebellius in der Mitteilung zitiert. Damit liessen sich „intelligente Gebäude schneller realisieren“ womit die „Vision von autonomen, klimaneutralen Gebäuden“ näher rücke, so das Vorstandsmitglied der Siemens AG und CEO von Smart Infrastructure. „Building X schafft messbare datenbasierte Resultate in Bezug auf Effizienz, Leistung und Nutzererfahrung.“
Derzeit stehen auf Building X ein Energiy Manager, ein Operations Manager, ein Security Manager und ein 360° Viewer bereit. Die Suite kann in Form von Software als Dienstleistung im Abonnement bezogen werden. Darüber hinaus bietet Siemens mit den Xcelerator Building Services ein auf Building X basierendes Programm an, bei dem Siemens die Verantwortung für das Erreichen von Kundenzielen übernimmt. Als Beispiele werden in der Mitteilung unter anderem die Senkung der Energiekosten und die Optimierung der Anlagen genannt.
Das Institut für Digitales Bauen der FHNW hat Eder Martinez als Professor gewonnen. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Lehre werden einer Mitteilung zufolge die Bereiche digitale Zwillinge und Information Lifecycle sein. „Wer künftig digital unterstützt und bedürfnisorientiert bauen will, muss Informationen zielgerichtet erheben, automatisieren, abbilden und verarbeiten können“, erklärt Manfred Huber, Leiter des Instituts, den Hintergrund des Schwerpunkts.
Martinez hat seinen Master- und Doktortitel in Bau- und Umweltingenieurwesen an der University of California, Berkeley (UCB) erlangt. Er war unter anderem als Bauingenieur und Spezialist für Zusammenarbeitsprozesse an Baustellen in Chile und Ecuador tätig. Ausserdem hat er auch Firmen wie Hilti und Implenia bei digitalen Bauprojekten unterstützt.
Die FHNW hat das Institut für Digitales Bauen erst 2018 gegründet. Seither ist es den Angaben der Hochschule zufolge stark gewachsen. Mit Martinez werde in diesem Jahr bereits die zweite Professorenstelle im Bereich Informationsmanagement besetzt.
Das Event wurde von Monika Schärer moderiert, welche die Gäste souverän durch den Nachmittag führte. Nach einer kurzen Begrüssung wurden Arun Banovi, Inhaber immo!nvest/immoTable und Christoph Lang, Geschäftsführer der FRZ Flughafenregion Zürich kurz über die Wirstchaftsregion und den Zusammenhang mit dem immo!nvest ausgefragt.
Ergänzend dazu hielt Fabian Streiff von der Standortförderung Zürich das erste Referat und stellte die Region genauer vor. Draus ging hervor, dass der Kanton Zürich ein global bedeutender Hub für künstliche Intelligenz (KI) ist. Er stellte uns auch die Innovationhubs der Flughafenregion Zürich vor, dazu gehören das Digital Health Center (Bülach), The Circle (Kloten) und der Innovationspark Zürich (Dübenorf).
Als zweiter Referent brachte uns Hans Egloff, Präsident der HEV Schweiz das Thema Digitalisierung in der Immobilienbranche näher. Mit verschiedenen Beispielen erklärte er die Chancen und die Risiken der Digitalisierung. Wie zum Beispiel, dass im elektronischen Grundbuch die AHV-Nummer als Personenidentifikator dient und dies ein grosser Kreis der Zugriffsberechtigten und somit auch ein grosses Missbrauchpotential mit sich bringt.
Vor der Pause stellte und Tindaro Milone, Leiter Grossanlagen die EKZ vor und erzählte was im Energiebereich aktuell ist. So zum Beispiel die Ressourcenknappheit, der Klimawandel, die Politik und Kundenbedürfnisse. Anschliessend stellte er die Zukunft der Energie vor, es geht hauptsächlich darum zu Dekarbonisierung, zu Digitalisierung und zu Dezentralisierung. Natürlich ist die Nachhaltigkeit auch ein Thema das sehr aktuell ist und sie in Zukunft auch noch stark beschäftigen wird. Abgeschlossen hat er sein Referat mit dem Thema Stromspeicherung.
Nach dem ersten Programmteil gab es eine Pause die bereits für die ersten Gespräche genutzt wurde. Dazu gab es kühle Getränke, erfrischende Früchte und feine Kuchen.
Es folgte Dadvan Yousuf der uns seine Plattform „Dohrnii“ vorstellte, wo sich jedes spielerisch leicht Wisse über Kryptowährungen aneignen kann. Teil des Referats waren such der Dohrnii Markplace, der DHN Token und die Dohrnii DAO. Zum Schluss stellte er noch die Verbindung und Möglichkeiten zwischen Kryptowährungen und der Immobilienbranche her.
Anschliessend kam Christoph Axmann, Chartered Surveyor MRICS bei Wüest Partner auf die Bühne. Mit Übersichten der Bevölkerungs- und Beschäftigungsentwicklung zeigte er die Nachfrage in der Region Glattal-Furttal auf. Dann zeigte er mit welchem Angebot Nachfragen gedeckt werden können. Daruter fallen die Investitionen, Mengen, das Angebot im Verhältnis zum Bestand und die Preise. Zum Schluss zeigte er das Entwicklungspotezial in der Flughafenregion auf.
Als letzter Referent trat René Götz aus der Wirtschaftsförderung der Stadt Bülach hervor. Er stellte den Wirtschaftsstandort Bülach vor, zeigte die Positionierung, sprach über die Ziele und verfügbaren Entwicklungsflächen. Auch die Schlüsselbranchen der Region, die Flächenbedürnisse der Unternehmen sowie das Digital Health Center Bülach durften in der Präsentation nicht fehlen.
Als krönender Abschluss kam die spannende Podiumsdiskussion mit Doris Meier (Gemeindepräsidentin Bassersdorf), Christoph Lang (Geschäftsführer der FRZ Flughafenregion Zürich), Fabian Streiff (Standortförderung Kanton Zürich) und Heinz Eberhard (Eberhard Unternehmungen).
Beim Apéro mit köstlichen Häppchen und Glacé wurde fleissig Networking betrieben. Die Atmosphäre war sehr gut und gelassen. Vorallem als die Auslosung des Wettbewerbs anstand. Zu gewinnen gab es eine Reise zum Top of Europe – Jungfrau Joch mit Übernachtung und Dinner für 2 Personen. Gesponsort wurde dieser tolle Preis von eSMart, welche letztes Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum feierten. Monika Schärer machte es spannend und übergab den Preis dem erfreuten Gewinner Markus Nussbaum.
Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei allen Gästen und Referenten für den spannenden Nachmittag bedanken. Ein grosses Dankschön geht auch an die Eventalm für die tolle und flexible Organisation, die freundliche Bedienung und die guten Leckereien. Unsere Partner wollen wir aber auch nicht vergessen, ohne euch wäre so ein Anlass nicht möglich gewesen! Danke an EKZ, eternit, eSMART, Seitzmeir, Sunrise, SVIT Zürich, Rigips, PropTechMarket, Woonig und FRZ.
Wir hoffen einige von Ihnen am 6. Oktober in Lausanne und am 24. November in Basel begrüssen zu dürfen. Bis dahin wünschen wir Ihnen einen schönen Sommer!
Das Dietiker Bauunternehmen Walo Bertschinger führt laut Mitteilung auf Facebook für alle 13 Geschäftsbereiche des Asphaltstrassenbaus den digitalen Bestell- und Lieferprozess mit Q Site ein. Von der Planung des Einbauablaufs über die Koordination der Mischgutbestellung mit dem Asphaltwerk bis hin zur Steuerung des Einbauprozesses werden die Mitarbeitenden von Walo künftig auf die Q Site-Software zurückgreifen, heisst es in der Mitteilung.
Die Softwareanwendung Q Site ist von Q Point in Langenthal BE entwickelt worden. Dabei gibt es mehrere Anwendungsfelder. Zu Q Asphalt heisst es auf der speziellen Internetseite von Q Point, das System biete sowohl im Büro als auch auf der Baustelle mit der Baustellen-App über den gesamten Zyklus eines Bauprojekts Unterstützung. Es liefere von der Planung über die Ausführung bis hin zur abschliessenden Dokumentation hilfreiche Kennzahlen, um einfacher, schneller und erfolgreicher zu bauen.
Als Beispiel wird die Projektplanung angeführt. Nach Angaben von Q Point liefert das System automatisch ein fertig aufbereitetes Einbau- und Logistikkonzept inklusive vollständigem Mitarbeiter- und Geräteeinsatzplan sowie einer Berechnung der benötigten Lastwagen.
Bei Walo Bertschinger geht man laut der Facebook-Meldung davon aus, dass mit diesem „Upgrade“ noch effizientere Arbeitsprozesse geschafft werden können.
Wir verwenden Cookies zur Unterstützung und Verbesserung unserer Dienste. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.