Damit die Schweiz bis 2050 CO₂-neutral wird, müssen Verkehr, Wärmeversorgung und Industrie weitgehend elektrifiziert werden. Der heutige Strombedarf von 56 Terawattstunden wird bis 2050 auf rund 75 TWh steigen. Gleichzeitig entfallen 23 TWh aus der Kernenergie. Der nötige Umbau des Energiesystems ist tiefgreifend, technisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich.
Massiver Ausbau von erneuerbarer Energie Laut EDGE-Bericht müssen bis 2050 rund 60 % des Stroms durch neue erneuerbare Energien gedeckt werden, konkret 45 TWh jährlich. Möglich wäre das mit 28 TWh aus Photovoltaik, 13 TWh aus Windkraft und 4 TWh aus Biomasse. Dafür müsste die Photovoltaikleistung auf 26,8 GW vervierfacht werden. Die Windkraft bräuchte einen 80-fachen Ausbau auf 8,4 GW, insbesondere für den Winterbetrieb. Ohne starke Subventionen sei das kaum realisierbar, so die Forschenden.
Begrenzung der Stromimporte verteuert das System Das neue Stromgesetz begrenzt die Nettostromimporte im Winter auf 5 TWh. Um diese Vorgabe einzuhalten, wären zusätzlich 80 % mehr Windkraft, 11 % mehr Gaskapazität und 10 % mehr Solarleistung nötig. Damit würden die Stromgestehungskosten um 20 % steigen, die Strompreise könnten sich mehr als verdoppeln.
Europa bleibt entscheidend Würde der europäische Stromhandel stark eingeschränkt, z. B. durch eine 70 %-Reduktion grenzüberschreitender Netzkapazitäten, müsste die Schweiz die Windkraft nochmals um 20 % stärker ausbauen. Die Versorgungskosten würden zusätzlich um 8 % steigen. Eine Umfrage des EDGE-Konsortiums zeigt das Spannungsfeld. 60 % der Bevölkerung wünschen sich Kooperation mit Europa, gleichzeitig wollen 70 % energiepolitische Unabhängigkeit und bevorzugen heimische Energiequellen.
Investitionen fliessen ins Ausland Eine weitere Studie zeigt auf, dass über die Hälfte der jährlichen Investitionen von Schweizer Energieversorgern in erneuerbare Grossprojekte fliessen vor allem nach Deutschland, Frankreich und Italien. Nur 1 % dieser Mittel wird in der Schweiz investiert. Im Inland fehlen geeignete Projekte oder Rahmenbedingungen. So finanziert die Schweiz die Energiewende oft indirekt, aber nicht zu Hause.
Netto-Null hat ihren Preis Zwischen 2020 und 2050 könnten die Lebenshaltungskosten steigen, etwa durch CO₂-Steuern, Emissionshandel oder höhere Produktionskosten. Der jährliche Konsumverlust eines Haushalts könnte 0,63–0,75 % betragen, je nach globalem Klimaschutzpfad. Ohne Kompensationsmöglichkeiten im Ausland könnten die Kosten auf bis zu 1 % steigen. Doch langfristig sei das günstiger als die Folgen eines ungebremsten Klimawandels.
Die Energiewende ist machbarund herausfordernd Eine CO₂-neutrale Stromversorgung bis 2050 ist technisch möglich, wenn Photovoltaik und Windkraft massiv ausgebaut, Importe intelligent genutzt und Investitionen gezielt gelenkt werden. Der Zugang zum europäischen Strommarkt bleibt entscheidend. Gleichzeitig braucht es breite gesellschaftliche Unterstützung und ein Verständnis dafür, dass Nicht-Handeln teurer wird als eine mutige Transformation.
Rund die Hälfte der Photovoltaikmodule, die aktuell im Abfallstrom landen, sind grundsätzlich noch funktionsfähig. Das Swiss PV Circle-Projektentwickelte daher in den vergangenen eineinhalb Jahren praxisnahe Instrumente, technische Grundlagen, Marktanalysen und politische Empfehlungen, um die Wiederverwendung von PV-Modulen zu fördern, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Hinter dem Projekt stehen SENS eRecycling, Swissolar und die Berner Fachhochschule.
Politische Empfehlungen konzentrieren sich auf finanzielle Anreize, etwa einen ReUse-Beitrag analog zu bestehenden Recyclingbeiträgen. Ausserdem werden Harmonisierungsmöglichkeiten wie ein schweizweites Label- und Zertifizierungssystem gefordert, um Qualität sichtbar zu machen und Vertrauen in Gebrauchtmodule zu schaffen. Schweizweit harmonisierte Bewilligungsspraxen für den Umgang mit gebrauchten Modulen und systematische Datenerhebungen bei Installation und Rückbau von Solaranlagen bauen weitere Hürden ab, heisst es in der Mitteilung.
Praxisnahe Instrumente wie ein Plattformprototyp mit zugrunde liegendem Datenmodell ermöglichen die frühzeitige Einschätzung der passenden Kreislaufstrategie für gebrauchte Module. Das Projekt berechnete bis 2050 einen Rücklauf von 23’000 bis 90’000 Tonnen gebrauchter Photovoltaikmodule.
Die Marktanalyse des Projekts fand heraus, dass die wirtschaftliche Rentabilität wiederverwendeter Module aufgrund niedriger Neupreise noch begrenzt ist. Gebrauchte Module werden aktuell vor allem in kleineren Anwendungen eingesetzt. Um eine breitere Akzeptanz zu erreichen, braucht es also attraktive Preise, geprüfte Qualität und eine hohe Restleistung der Module.
Das Swiss PV Circle-Projekt will zukünftig Abfallmengen durch eine vermehrte Zweitnutzung von Modulen verringern. Dafür arbeiten SENS eRecycling, Swissolar und Berner Fachhochschule mit Partnern aus der Schweizer PV-Industrie zusammen.
Wenn Wind und Sonne ausfallen, braucht es verlässliche Reserven. Klassische Batteriesysteme stossen bei grossen Energiemengen und langen Speicherzeiten an Grenzen. Genau hier setzen Druckluftspeicher an. Sie wandeln überschüssige Energie in komprimierte Luft um und speichern sie in unterirdischen Kavernen, über Tage, Wochen oder sogar Monate hinweg. Bei Bedarf wird die Luft wieder entspannt und Strom erzeugt. Die AirBattery und modernisierte CAES-Systeme repräsentieren einen Wendepunkt in der Speichertechnologie.
Innovative Kombination aus Druckluft und Wasser Die AirBattery nutzt Salzkavernen, um Druckluft bei bis zu 200 bar zu speichern. Die Entspannung der Luft verdrängt Wasser, das eine Turbine antreibt. Ein geschlossener Wasserkreislauf sorgt für hohe Effizienz bei geringem Ressourceneinsatz. Erste Pilotprojekte zeigen Wirkungsgrade von 47 %, in Deutschland soll 2027/2028 die erste industrielle Anlage entstehen.
CAES mit über 70 % Wirkungsgrad Während ältere CAES-Anlagen bei 40–55 % lagen, zeigen neue Entwicklungen wie an der North China Electric Power University, dass mit thermischer Rückgewinnung und Hybridisierung nun bis zu 70 % erreicht werden. Diese Innovation macht CAES erstmals wirtschaftlich attraktiv, mit Stromgestehungskosten zwischen 55 und 120 €/MWh. Gleichzeitig reduziert sich der Rohstoffverbrauch drastisch, da keine seltenen Metalle benötigt werden.
Das Potenzial ist riesig Allein in Europa gibt es sehr viele geeignete Salzkavernen mit einem Speicherpotenzial von zwei Drittel des Jahresstromverbrauchs. In der Schweiz bieten Granitformationen, alte Festungen oder strategische Hohlräume vergleichbare Chancen. Die Nutzung vorhandener Infrastruktur macht CAES besonders nachhaltig und kosteneffizient.
Wirtschaftlichkeit und Marktpotenzial CAES punktet mit Skaleneffekten und langer Lebensdauer. Investitionen rechnen sich besonders bei grossen Anlagen mit Speicherzeiten über 8 Stunden. Die Amortisationszeit liegt bei 6 bis 11 Jahren, der ROI kann bis zu 12 % betragen. Bis 2030 könnten weltweit 10–20 % des Speicherbedarfs durch CAES gedeckt werden, das entspricht einem Markt von über 100 GW Leistung.
China macht vor, was Europa lernen kann China zeigt, wie gezielte politische Steuerung Speichertechnologien voranbringt. Klare Regulierungen, staatliche Zuschüsse und grüne Kreditlinien treiben dort den Ausbau massiv voran. In Europa fehlt bisher ein vergleichbarer Rahmen. Um das Potenzial zu heben, braucht es technologieoffene Förderinstrumente, schnellere Genehmigungen und Anreize für Netzdienstleistungen.
Klimabilanz und Nachhaltigkeit CAES erreicht Lebenszyklus-Emissionen von nur 20–50 g CO₂/kWh, weit unter Gaskraftwerken und oft besser als Batteriesysteme. Dank langlebiger Komponenten, geringer Flächenbeanspruchung und ressourcenschonender Bauweise wird CAES zum Baustein für eine klimaneutrale Energiezukunft. Die Kombination mit Power-to-Gas oder Batteriesystemen bietet zusätzliche Flexibilität.
Druckluftspeicher werden strategischer Erfolgsfaktor AirBattery und moderne CAES-Systeme könnten zum Rückgrat der Energieversorgung von morgen werden. Ihre Fähigkeit, erneuerbare Energie über lange Zeiträume effizient zu speichern, macht sie zu einer echten Alternative, auch wirtschaftlich und ökologisch. Für Versorger, Stadtwerke und Investoren ist jetzt der Zeitpunkt, Pilotprojekte zu realisieren und regulatorische Voraussetzungen zu schaffen. Die nächsten Jahre entscheiden, ob CAES vom Nischenprodukt zum Systembaustein der Energiewende wird.
Der Klimafonds Stadtwerk Winterthur vergibt in diesem Jahr 70‘000 Franken für umweltfreundliche Projekte, heisst es in einer Mitteilung. Der Klimafonds fördert bereits seit 2007 Projekte zu Klimaschutz, Energieeffizienz sowie CO2-Reduktion.
Mit einer Summe von 30‘000 Franken wird die in Kloten ansässige Next Gas GmbH bedacht. Sie entwickelt Biogasreaktoren für kleine und mittlere Bauernhöfe. Dabei wird das Potential von Gülle für das Erzeugen von dezentraler Wärme und Strom genutzt. Die Fördermittel sollen in ein Pilotprojekt fliessen, in dem bei laufendem Betrieb das Fermentierungsverfahren von Next Gas getestet wird.
Mit 20‘000 Franken wird ein Pilotprojekt des Vereins Soily unterstützt. Hier wird bei Betrieben in der Region Winterthur ein Spezialkompost mit einem idealen Gemisch von Mikroorganismen getestet. Dafür wird zunächst ein Versuchsfeld von 50 Quadratmetern angelegt.
Die in Wallisellen ansässige SimpleTrain GmbH bietet eine Online-Plattform für internationale Bahnreisen an. Die erweiterte Plattform soll auch Buchungen für bislang nicht angebundene Strecken ermöglichen. Mit der Unterstützung von Klimafonds Stadtwerk Winterthur werden konkrete Routen wie die von Winterthur nach Barcelona via Lyon angeboten. Für das Projekt erhält SimpleTrain ebenfalls eine Unterstützung in Höhe von 20’000 Franken.
Der Fonds finanziert sich unter anderem durch freiwillige Beiträge von Stromkunden in Höhe von 2 Rappen pro bezogene Kilowattstunde. Für einen durchschnittlichen vierköpfigen Haushalt bedeutet dies einen Betrag von 8 Franken je Monat, heisst es in der Mitteilung.
Der Bundesrat wird nach seiner Sitzung am 14. Mai 2025 Verträge mit Energiedienstleistern zum Betrieb von fünf Reservekraftwerken abschliessen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, hat das Bundesamt für Energie (BFE) im Vorfeld Direktverhandlungen mit möglichen Anbietern geführt. Nach Beendigung der Ausschreibung im Februar 2025 hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) entschieden, fünf Projekte mit einer Gesamtleistung von 583 Megawatt (MW) auszuwählen.
Zu den ausgewählten Projekten gehören das Reservekraftwerk Monthey VS mit 55 MW von CIMO, das Reservekraftwerk Sisslerfeld 1 in der Gemeinde Eiken AG mit 13 MW von Getec, das Reservekraftwerk Stein AG mit 44 MW von Getec, das Reservekraftwerk Sisslerfeld 2 in Eiken AG mit 180 MW von Sidewinder sowie das Reservekraftwerk Auhafen in Muttenz BL mit 291 MW von Axpo. Alle fünf Anlagen werden mit CO2-neutralem Brennstoff gefahren, heisst es in der Mitteilung.
Die fünf Projekte sollen im Zeitraum zwischen 2027 und 2030 einsatzbereit sein. Für den Übergang arbeitet das UVEK derzeit an Varianten aus Wasserkraft, Notstromaggregaten und Verbrauchsreserven.
Die Weltwirtschaft steht am Beginn eines tiefgreifenden Wandels. Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, bis 2035 einen Wachstumsimpuls von historischer Dimension zu setzen. Global könnten bis zu 15 Prozent zusätzliche BIP-Wachstumsleistung erzielt werden, in Westeuropa bis zu 13,8 %. Doch damit dieser Schub Realität wird, braucht es transparente, ethisch abgestützte Rahmenbedingungen, die Vertrauen in die Technologie schaffen. Unternehmen und Staaten sind gefordert, den gesellschaftlichen und regulatorischen Rahmen aktiv mitzugestalten.
Der Transformationsdruck steigt Die Schweiz ist gut positioniert, um international eine Schlüsselrolle einzunehmen. 84 % der hiesigen CEO’s haben im letzten Jahr KI-Technologien in ihren Unternehmen eingeführt, ein sprunghafter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass allein 2025 weltweit 7,1 Billionen US-Dollar an Wertschöpfung neu verteilt werden. Für Unternehmen in der Schweiz ist jetzt der Zeitpunkt, um Geschäftsmodelle zu überdenken, Potenziale zu nutzen und innovationsfreundliche Standorte strategisch weiterzuentwickeln.
Wachstumsfelder entlang menschlicher Grundbedürfnisse Wachstum der Zukunft wird nicht mehr entlang traditioneller Branchengrenzen verlaufen. Vielmehr entstehen neue Ökosysteme, etwa in den Bereichen Mobilität, Wohnen, Ernährung, Energie und Kommunikation. In diesen Netzen arbeiten Technologieanbieter, Versorger und Industrieunternehmen gemeinsam an integrierten Lösungen. Wer frühzeitig in diese sektorübergreifende Kooperation investiert, kann neue Wertschöpfungsketten erschliessen und Standortvorteile sichern.
Klimawandel als Gegenkraft Dem positiven Potenzial von KI steht die Belastung durch den Klimawandel gegenüber. Bis 2035 droht ein globaler Rückgang des BIP um bis zu 7 %. Gleichzeitig steigt der Energiebedarf durch datenintensive KI-Anwendungen. Durch gezielte Effizienzsteigerungen, etwa in Gebäuden oder Produktionsprozessen, lassen sich CO₂-Emissionen reduzieren und Ressourcen schonen. Die Herausforderung liegt darin, Klimaschutz und Digitalisierung systemisch zu denken.
Die Verknüpfung von technologischer Innovation und nachhaltiger Entwicklung entscheidet über die Standortattraktivität von morgen. Wer in vertrauenswürdige KI-Anwendungen investiert, sektorübergreifende Allianzen bildet und zugleich ökologische Verantwortung übernimmt, positioniert sich im Wettbewerb um Zukunftsmärkte. Die Schweiz hat das Potenzial, zu einem global relevanten Innovationsstandort zu werden, wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft den Wandel aktiv und gemeinsam gestalten.
Die Umstellung der Schweizer Energieversorgung auf erneuerbare Quellen kommt nur langsam voran. Das zeigt die siebte Benchmarkstudie des Bundesamtes für Energie (BfE), an der diesmal 111 Energieversorger aus der ganzen Schweiz teilgenommen haben.
Danach stagniert der Anteil der Erneuerbaren im Vergleich zur sechsten Studie 2021/22 bei den teilnehmenden Versorgern beim Strom bei etwas über 80 Prozent, bei der Wärme leicht darunter, beim Gas bei knapp 10 Prozent. Vier Versorger haben die Ziele beim Strom bereits mit über 90 Prozent erfüllt, darunter Energie Wasser Bern (ewb) und die Services Industriels de Genève mit 95 Prozent und Eniwa in Aarau und EWZ in Zürich mit 94 Prozent. Bei der Wärme liegen EWZ mit 95 Prozent und Energie Uster und Eniwa mit je 92 Prozent Zielerfüllung vorn. Bei der Gasversorgung liegen nur ewb mit 88 Prozent und Technische Betriebe Glarus mit 84 Prozent über 80 Prozent Zielerfüllung.
Die Digitalisierung bildet namentlich für kleine Versorger eine grosse Herausforderung. Ein Viertel von ihnen hat dafür nicht mal eine Strategie. Die knappe Hälfte hat eine Strategie, aber keine konkreten Ziele.
Auch bei Massnahmen zur Energieeffizienz harzt es. Erst 45 Prozent der teilnehmenden Stromversorger haben bereits eine Strategie mit quantifizierten Zielen.
Das Benchmarking selbst hat laut einer Mitteilung des BfE zur Studie mit Webinars, Veranstaltungen und Informationsmaterial einen Beitrag zum Wissenstransfer in der Branche geleistet.
Die Umweltproduktedeklarationen (EPD) nach SN EN 15804 ermöglichen es, die ökologischen Auswirkungen eines Baustoffs über seinen gesamten Lebenszyklus transparent darzustellen. Bauherren erhalten so eine fundierte Entscheidungsgrundlage für nachhaltiges Bauen, die über einzelne Umweltparameter hinausgeht und eine umfassende Bewertung erlaubt.
Baustoff Kreislauf Schweiz stellt seinen Mitgliedern unabhängig verifizierte Durchschnitts-EPD für verschiedene Betonsorten und Gesteinskörnungen zur Verfügung. Diese Daten bilden eine verlässliche Basis für nachhaltige Bauprojekte.
Ökobilanz-Rechner als digitales Hilfsmittel Zur Berechnung von CO₂-Emissionen, Energieverbrauch und weiteren Umweltindikatoren wurde ein branchenspezifischer Ökobilanz-Rechner entwickelt. Dieses verifizierte Berechnungstool bietet der Bauindustrie eine praxisnahe Möglichkeit, Umweltproduktedeklarationen zu ermitteln und zu optimieren.
Das Onlinetool unter oekobilanz-rechner.ch ermöglicht eine orientierende Analyse, ersetzt jedoch keine vollständige EPD-Erstellung. Auf Wunsch können die eingegebenen Daten zur Erstellung einer offiziell verifizierten Umweltproduktedeklaration weiterverarbeitet werden.
Transparenz und Optimierung für die Baubranche Mit dem Ökobilanz-Rechner steht der Bauwirtschaft ein wertvolles Instrument zur Verfügung, um nachhaltige Materialentscheidungen datenbasiert zu treffen. Durch die optimierte Erfassung und Bewertung von Umweltauswirkungen trägt das Tool zur Reduktion des ökologischen Fussabdrucks im Bauwesen bei und unterstützt eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft.
Der kantonale Richtplan regelt die Grundzüge der angestrebten räumlichen Entwicklungen. Dieser hält in Text und Karte fest, wie sich die Kantone und Gemeinden entwickeln sollen.
Das Bedürfnis nach mehr bezahlbaren Wohnraum wird von der Politik und dem Kanton wahrgenommen: In den verschiedenen Arealen entstehen neben «herkömmlichen» Wohnungen auch Wohnungen für Familien, preisgünstige Wohnungen sowie Wohnungen für die ältere Bevölkerungsschicht.
Nahezu auf dem ganzen Perimeter der «Talgemeinden» erstrecken sich verschiedenste Arealentwicklungen. Neben den Arealen wird auch die Verkehrslage weiterentwickelt und an die erhöhte Nutzung angepasst: Beispiele gehen vom Umbau der Bushaltestellen bis zur Umfahrung, um das Stadtzentrum Cham zu entlasten. Dazu zählen auch Car-Sharing Konzepte, wie zum Beispiel auf dem Areal Papieri in Zusammenarbeit mit der AMAG.
Auch im öffentlichen Verkehr tut sich einiges. In Zukunft soll das Papieri Areal in Cham einen Schnellbus über die Schnellstrasse der Umfahrung erhalten und das Areal Unterfeld Süd eine Haltestelle im Quartier.
Insbesondere bei neuen Projekten spielt die Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle. Der Raum Zug nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. Das Papieri-Areal in Cham wurde mit dem renommierten Watt d’Or des Bundesamts für Energie ausgezeichnet. Dies unterstreicht die Initiative des Areals im Bereich erneuerbarer Energien. Hier wird ein klimaneutraler Stadtteil geschaffen, der vollständig auf erneuerbare Energiequellen setzt und 75% seines Energiebedarfs vor Ort deckt. Zu den innovativen Technologien, die zur hohen Energieautarkie beitragen, zählen Wasserkraftwerke und Photovoltaikanlagen. Geothermie wird für die Wärme- und Kälteversorgung genutzt.
Das Nachhaltigkeitszertifikat, vergeben von der Schweizer Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft der Suurstoffi in Rotkreuz, würdigt die nachhaltige Bauweise und die ganzheitliche Planung des Projekts. Die Auszeichnung belegt, dass hier höchste Standards in Bezug auf Energieeffizienz, Mobilität und Biodiversität eingehalten werden. Die Projekte zeigen, dass Zug nicht nur ökologische Verantwortung übernimmt, sondern auch als Modell für zukunftsweisende Stadtentwicklung in der Schweiz dient. Durch den Einsatz innovativer Konzepte und Technologien positioniert sich der Kanton Zug als Vorreiter in der nachhaltigen Gestaltung urbaner Lebensräume.
Auch die übrigen Areale wissen zu überzeugen. Auf dem Tech-Cluster-Areal ist der Bau eines Hochhauses in Holzbauweise vorgesehen. Das «Leuchtturmprojekt» mit dem Namen «Projekt Pi» sieht die Erstellung eines innovativen Wohnhochhauses vor. Mit einer Höhe von 80 Metern ist der Bau eines der höchsten Holzhochhäuser der Schweiz mit preisgünstigen Wohnungen geplant.
Baar – Unterfeld Süd Im Gebiet Unterfeld Süd ist die Erstellung eines gemischt genutzten Quartiers mit rund 400 Wohneinheiten und zirka 1’000 Arbeitsplätzen vorgesehen. Die Grundstrukturen wurden von Vertreterinnen und Vertretern der Bevölkerung von Baar gemeinsam mit Expertinnen und Experten unter der Führung der Gemeinde festgelegt. Der Baarer Bevölkerung wurde am 22. September 2024 der Bebauungsplan der ersten von drei Bauetappen zur Abstimmung vorgelegt. Mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 74 Prozent wurde der Plan angenommen.
Die Realisierung der ersten Etappe umfasst das Hochhaus bei der Stadtbahnhaltestelle Baar Lindenpark sowie das benachbarte Gewerbegebäude. Diese werden in einen gemeinsamen Bebauungsplan überführt. Der frühestmögliche Baubeginn der ersten Etappe ist für das Jahr 2025 vorgesehen. Die übrigen Baufelder werden parallel dazu entwickelt und in nachfolgenden Bauetappen realisiert. Das Projekt von Implenia wird nach derzeitigem Stand der Planung im Jahr 2029 vollendet sein, sofern die nachfolgenden Pläne von den zuständigen Stellen angenommen werden und der Bau nach Plan verläuft.
Hinterberg Süd (Städtler Allmend) Auf dem Areal Hinterberg Süd im Chamer Arbeitsgebiet Städtler Allmend wird ein neuer, lebendiger und gut erschlossener Arbeits- und Einkaufsort für die Bevölkerung entstehen. Er bietet attraktiven Raum für die Ansiedlung neuer Unternehmen und in den Erdgeschossen Nutzungen fürs Quartier. Die Obergeschosse der Bürobauten bieten flexible und auf die individuellen Bedürfnisse zukünftiger Unternehmungen anpassbare Räume. In den Erdgeschossen sind öffentlich zugängliche Nutzungen wie zum Beispiel ein Restaurant, ein Café oder eine Bäckerei angeordnet. Sie bieten den Arbeitenden, Einkaufenden, Besucherinnen, Besuchern sowie Passantinnen und Passanten diverse Konsummöglichkeiten und tragen zur Belebung des Areals bzw. des gesamten Quartiers bei. Die vier Gebäude umfassen einen öffentlichen Platz – das eigentliche Herzstück des Areals, welcher der Allgemeinheit als Aufenthalts- und Begegnungsort offensteht.
Bösch Hünenberg Um den Anforderungen eines wachsenden Dienstleistungs- und Gewerbegebietes gerecht zu werden, ist eine Anpassung der Infrastruktur notwendig. Das Gebiet Bösch soll für Arbeitskräfte und Unternehmen attraktiver werden und künftig Platz für 6000 Arbeitsplätze bieten. Diese Verdichtung ist im kantonalen Richtplan vorgesehen. Er ist für die Gemeinde Hünenberg behördenverbindlich. Die Vision sieht vor, dass sich das Gebiet Bösch zu einem modernen und urbanen Arbeitsort entwickelt, der für Investorinnen und Investoren attraktiv ist. Dafür soll durch bauliche Verdichtung Raum geschaffen werden, was auch zu einer Erhöhung der Arbeitsplätze führen kann. Eine ganzheitliche Landschaftsgestaltung und eine gut organisierte Mobilität sorgen dafür, dass mehr Lebensqualität im Bösch ermöglicht wird. Neue Freizeit-, Versorgungs- und Gastronomieangebote ergänzen den Arbeitsalltag im Bösch ideal.
Am 9. Dezember 2024 entscheidet die Gemeindeversammlung über den Strassenkredit von 2,9 Millionen Franken für die Finanzierung der 1. Etappe zur Umsetzung des Betriebs- und Gestaltungskonzepts im Bösch.
LG Zug Das LG-Areal hat aufgrund seiner Grösse und prominenten Lage eine zentrale Bedeutung für die städtebauliche Wahrnehmung und den urbanen Charakter von Zug. An der Stelle des ehemaligen Industrieareals soll ein lebendiger Stadtteil mit einer überzeugenden architektonischen Gestaltung entstehen. Mit dem erforderlichen Bebauungsplan stellt das Planungs- und Baugesetz des Kantons Zug eine qualitativ hochwertige Entwicklung und Realisierung sicher.
Papieri Cham Auf dem Papieri-Areal entwickelt die Cham Group ein neues Wohn- und Arbeitsquartier mit industriellem Charme. Direkt an der Lorze werden die prägenden Bestandsbauten der ehemaligen Papierfabrik mit markanten Neubauten ergänzt und nachhaltig realisiert. Hier entsteht ein neuer Begegnungsort mit überregionaler Ausstrahlung, an dem sich Geschichte und Gegenwart die Hand reichen. Auf dem Areal der ehemaligen Papierfabrik entsteht in mehreren Etappen auf elf Hektaren ein neuer Stadtteil mit rund 1’000 Wohnungen und 1’000 Arbeitsplätzen. Er entsteht nicht auf der grünen Wiese, sondern inmitten geschichtsträchtiger Bauten: Mit der Umnutzung prägender Bestandesbauten wird der Bezug zur Vergangenheit gewahrt – die industriellen Wurzeln des Quartiers bleiben spürbar.
Ergänzt werden sie durch markante Neubauten, darunter fünf Hochhäuser mit beeindruckender Fernsicht. Das neue Quartier direkt an der Lorze bietet einen attraktiven Mix aus Gewerbeflächen, Wohnungen, Lofts, Arbeitsplätzen, Ateliers, Freiräumen und publikumsorientierten Nutzungen. Dies alles auf einem nachhaltig und ausgewogen gestalteten Areal, das seine eigene Geschichte pflegt – und weiterschreibt.
Das Papieri-Areal schafft neue Grundlagen für eine energieeffiziente, klimaneutrale und nachhaltige Gesellschaft. Es ist ein schweizweit wegweisendes Projekt.
Spinnerei an der Lorze Einst liefen in der grössten Spinnerei der Schweiz viele Fäden zusammen. Der Bau der Spinnerei an der Lorze prägte zur Mitte des 19. Jahrhunderts die Entwicklung Baars. Rund um das historische Spinnereigebäude entsteht ein neues, lebendiges Quartier mit Läden, Cafés und anderem lokalem Gewerbe, welches die öffentliche Fussgängerzone prägt. Neben den Familienwohnungen und preisgünstigen Wohnungen entstehen zudem solche für die ältere Bevölkerung. Diese werden mit Gemüsegärten, begrünten Fassaden und schattenspendenden Bäumen ergänzt.
Suurstoffi Das Suurstoffi-Areal wurde von der Schweizerischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (SGNI) als erstes Areal in der Schweiz mit dem DGNB-Zertifikat in Platin für nachhaltige Quartiere in Planung und Realisierung ausgezeichnet. Die DGNB-Zertifizierung bestätigt, dass Zug Estates mit dem Suurstoffi-Areal in Rotkreuz ein Musterbeispiel für nachhaltige Arealentwicklung realisiert hat. Es erfüllt die umfassenden Qualitätsanforderungen des DGNB-Zertifizierungssystems, das Kriterien wie Energieeffizienz, CO2-Emissionen, Ökobilanz, Graue Energie, Nutzungsflexibilität und Rezyklierbarkeit der eingesetzten Materialien umfasst. Das Suurstoffi-Areal ist eines der ersten Leuchtturmprojekte der letzten 10 Jahre. Dazu gehört auch das Gesundheitsbildungszentrum «XUND», für das derzeit eines der letzten Gebäude fertiggestellt wird.
Tech Cluster Mit einer Gesamtleistungsstudie, an der fünf namhafte schweizer und ein österreichisches Team teilgenommen haben, wurde von Juni 2018 bis Mai 2019 ausgelotet, wie preisgünstiges Wohnen in einem Hochhaus mit modernsten Bauverfahren und nachhaltiger Materialisierung ermöglicht werden kann. Parallel dazu wurde ein Studienauftrag für ein städtebauliches Gesamtkonzept zum umliegenden Geviert der Stadt Zug zwischen Baarerstrasse, Göblistrasse, Industriestrasse und Mattenstrasse erarbeitet.
Der Tech Cluster Zug baut auf den Vorinvestitionen von V-Zug und weiterer Firmen der Metall Zug Gruppe auf. Sein Potenzial liegt in den vielfältigen Beziehungen und Synergien zwischen den zukünftigen Nutzern. Diese verwandeln das heutige Werkgelände in einen innovativen und spannenden Teil der Stadt Zug.
Stadtpräsident André Wicki eröffnete die Veranstaltung mit einem inspirierenden Blick auf die wirtschaftliche Zukunft der Stadt Zug. Unter dem Motto „Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend“ hob er die Herausforderungen hervor, die mit nachhaltigem Wachstum, bezahlbarem Wohnraum und Klimaschutz einhergehen. Seine Visionen unterstreichen den Anspruch, Zug als innovativen und attraktiven Lebens- und Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln.
Nachhaltige Strategien und wirtschaftlicher Erfolg Beat Bachmann präsentierte die Langzeitstrategie „Spirit of Zug“, die ein Gleichgewicht zwischen Wachstum und Ressourcenverbrauch schafft. Durch regionale Kooperationen und attraktive Bedingungen für Unternehmen wird die Region als führender Wirtschaftsstandort gestärkt. Die Innovationsplattformen, wie die HSLU und der Tech Cluster Zug, fördern technologische Fortschritte in Bereichen wie Energie, Mobilität und Dekarbonisierung.
Erfolgreiche Projekte für modernes Wohnen und Gewerbe Lukas Fehr stellte das preisgekrönte Projekt „Papieri Cham“ vor. Das Quartier verbindet historische Substanz mit modernen Neubauten, nachhaltiger Architektur und grünen Freiräumen. Mit rund 1’000 Wohnungen und 40’000 Quadratmetern Gewerbeflächen setzt das Papieri-Areal neue Massstäbe für nachhaltiges Wohnen und Arbeiten.
Materialinnovation im Holzbau Pius Kneubühler sprach über die Vorteile von Brettstapelkonstruktionen, die mit Schweizer Holz und minimalem Leim gefertigt werden. Diese Technologie fördert die nachhaltige Kaskadennutzung und kombiniert hohe Tragfähigkeit mit einer hervorragenden CO₂-Bilanz. Die Materialidentität steht dabei im Zentrum einer nachhaltigen Bauweise.
Wasserbehandlung und Infrastruktursicherheit André Spathelf rundete den Anlass mit einem Vergleich der Schweizer Marktführer in der Wasserbehandlung ab. Er betonte die Bedeutung eines proaktiven Ansatzes bei der Überwachung und Instandhaltung von Wassernetzen. Dieser Ansatz sichert die Qualität und Nachhaltigkeit lebenswichtiger Infrastrukturen.
Der 103. immoTable Zug hat erneut bewiesen, wie wichtig der Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft ist. Visionäre Projekte, technologische Innovationen und wirtschaftliche Strategien stärken Zug als führende Region der Schweiz.
Groupe E hat am 15. und 16. November ihre neue Fernwärmeanlage in Kerzers mit Tagen der offenen Tür eingeweiht. Die Anlage verfügt laut einer Mitteilung im Endausbau über eine Kapazität von 31 Megawatt und kann damit jährlich 61‘000 Megawattstunden Wärme erzeugen. Die Wärme soll an über 90 Haushalte, an Gemüsebauern, das Papiliorama und an öffentliche Gebäude geliefert werden.
Die Anlage soll zu 90 Prozent mit Holzschnitzeln aus der Region geheizt werden. Damit können rund 9000 Tonnen CO2 eingespart werden.
Es handelt sich um die drittgrösste Fernwärmeanlage des Freiburger Energieversorgers nach derjenigen in Freiburg und in der Region Entre-deux-Lacs.
Die BKW hat am 8. November ihre Strategie Solutions 2030 vorgestellt. Diese sieht laut einer Mitteilung vor, das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern bis 2030 auf 1 Milliarde Franken zu erhöhen. 2023 betrug das Betriebsergebnis laut Geschäftsbericht 620,3 MilliBitonen Franken.
Das Betriebsergebnis des Bereichs Energielösungen soll auf 650 Millionen Franken steigen. 2023 lag es bei 534,6 Millionen. Das Ergebnis des Bereichs Netze soll 2030 bei 150 Millionen liegen (2023: 146,7 Millionen). Der stärkste Zuwachs wird im Bereich Infrastruktur- und Gebäudelösungen angestrebt. 2023 soll das Ergebnis bei 200 Millionen Franken liegen, 2023 wurde ein Verlust von 40 Millionen erzielt. Dabei sollen die Generalplanung in Infrastruktur und Hochbau sowie Gebäudetechniklösungen ausgebaut und die Profitabilität stetig erhöht werden.
Dafür will der Berner Energieversorger 4 Milliarden Franken investieren, mindestens die Hälfte in der Schweiz. Die Investitionen sollen aus dem freien Geldfluss finanziert werden, der in diesem Zeitraum über 5 Milliarden Franken betragen soll.
«Mit der umfassenden Weiterentwicklung der Strategie unterstützt die BKW ihre Kundinnen und Kunden mit zukunftsweisenden Lösungen noch stärker bei der Transformation des Energiesystems», wird BKW-Verwaltungsratspräsident Roger Baillod in der Mitteilung zitiert. CEO Robert Itschner verweist auf die Breite des angestrebten Wachstums: «Zur Erreichung dieser Ziele tragen sämtliche Geschäftsfelder der BKW bei. Die BKW investiert in ihre starke Schweizer Basis und wächst gezielt im europäischen Ausland.»
Die BKW will als Gesamtkonzern bis 2040 ihren Netto-Ausstoss von Treibhausgasen auf Null senken.
Die Repower Gruppe baut ihr Portfolio in Italien deutlich aus. Dafür hat sie laut einer Unternehmensmitteilung die 35 Prozent der Anteile an Repower Renewable übernommen, die seit deren Gründung im Jahr 2018 bisher im Besitz der Londoner Investmentfirma Omnes Capital waren. Ebenfalls seit damals hält der Stromproduzent, Verteilnetzbetreiber und Energiehändler mit Sitz in Poschiavo die restlichen 65 Prozent. Damit kontrolliert die Repower Gruppe nun 100 Prozent von Repower Renewable.
Damit ist Repower nun alleiniger Besitzer der italienischen Wind-, Solar- und Wasserkraftwerke von Repower Renewable. Deren Gesamtleistung beläuft sich auf rund 120 Megawatt. Dazu kommt laut der Mitteilung «eine volle Pipeline» bereits genehmigter Kraftwerkprojekte mit einer Gesamtleistung von weiteren 150 Megawatt.
Die Strategie von Repower sieht den Angaben zufolge den konsequenten Ausbau des Portfolios an erneuerbaren Energieanlagen in der Schweiz und in Italien vor. Die bisher 30’000 Kundinnen und Kunden in Italien sollen in Zukunft vollständig mit zertifizierter, erneuerbarer Energie versorgt werden.
Die Stadt Zürich ist 2024 bereits zum sechsten Mal zur Energiestadt Gold gekürt worden, informiert die Stadtverwaltung in einer Mitteilung. Mit dem Label zeichnet der Trägerverein Energiestadt alle vier Jahre Städte und Gemeinden aus, die sich für ambitionierte Energie- und Klimaschutzziele engagieren. In der aktuellen Evaluierung hat die Stadt Zürich dabei ihr bisher bestes Ergebnis erreicht.
Schweizweit tragen 109 Städte und Gemeinden das Label Energiestadt Gold. «Die Stadt Zürich dient als grösste Stadt der Schweiz als Vorbild für andere Energiestädte, die ebenfalls konsequent ihre ambitionierten energie- und klimapolitischen Ziele erreichen wollen», wird Katrin Bernath, Präsidentin des Trägervereins Energiestadt, in der Mitteilung aus ihrer Ansprache bei der Verleihung des Labels zitiert. Die Auszeichnung wurde von Stadtrat Michael Baumer entgegengenommen. «Die Bestnote für die Stadt Zürich zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg zu Netto-Null sind», so der Vorsteher der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich.
Im aktuellen Re-Audit wurde unter den Energie- und Klimazielen der Stadt Zürich erstmals auch der Bereich Klimaanpassung erfasst. Hier konnte Zürich mit der Fachplanung Hitzeminderung und der Fachplanung Stadtbäume punkten. Zudem hat die Stadt ein Programm zur Stadtbegrünung lanciert. Hier wird die ökologisch wertvolle Aufwertung von Aussenräumen, Dachbegrünungen und Vertikalbegrünungen durch Beratungen unterstützt und finanziell gefördert.
Die AEW Energie AG erschliesst ihr Wärmeverbundnetz in Kaiseraugst für neue Kundschaft. Dazu wird sie laut einer Mitteilung am 4. November mit den Bauarbeiten für zwei Nebenstränge des Projekts «Ast Dorf» beginnen.
Diese beiden Nebenstränge befinden sich im Bereich Lindenweg 11 und 13 sowie zwischen der Dorfstrasse, bei der Liegenschaft Nr. 36 und dem Heidemurweg. Die Arbeiten hierfür werden einer Mitteilung zufolge voraussichtlich bis Weihnachten abgeschlossen sein.
Mit den Arbeiten am Hauptstrang der Fernwärme und den anderen Gewerken entlang der Dorfstrasse und dem Lindenweg wird im Januar 2025 begonnen. Abzüglich des Kostenbeitrags der Gemeinde investiert AEW insgesamt rund 3,2 Millionen in die Erweiterung des Wärmeverbunds Kaiseraugst.
Das Wärmeverbundnetz Kaiseraugst ist seit Oktober 2021 in Betrieb. Es ist eines der grösseren des Kantons Aargau. 2023 wurde im Industriegebiet, im Südosten und mit dem Ast zum Altersheim Rinau weitere Kundschaft erschlossen. Aktuell versorgt das Grossprojekt, dessen Erstellung über vier Jahre dauerte, über 1500 Haushalte und zahlreiche Industrie- und Gewerbekunden mit Wärme aus mindestens 80 Prozent erneuerbar erzeugter Energie.
Der Schweizerisch-Liechtensteinische Gebäudetechnikverband suissetec erweitert und modernisiert gemäss einer Medienmitteilung seine Aus- und Weiterbildungsstätte in Lostorf. Bis Jahresanfang 2025 soll auf rund 1800 Quadratmetern ein Gebäude mit Werkstätten, Laboren, Schulungsräumen und Begegnungszonen entstehen. Am 16. November 2024 wird das neue Gebäude bei einem Tag der offenen Tür der Bevölkerung präsentiert.
Die Infrastruktur biete neue Möglichkeiten für die Aus- und Weiterbildungsqualität in Bauberufen, heisst es. In einem betonierten Rohbau an einer Aussenarbeitsstation könne wie auf einer echten Baustelle gelernt werden. Interdisziplinäre Werkstätten für Sanitär- und Heizungsinstallateure sowie die Integration von Bauwerksdatenmodellierungen in das didaktische Konzept hätten Vorbildfunktion. Für den Bau hat die zu Debrunner Acifer gehörende Müller Wüst AG ein digitales Fabrikationsmodell erstellt, welches auch zum Einsatz im Unterricht vorgesehen sei.
Digitale Werkzeuge erlaubten flexible, hybride Lernformen. «Die Lernenden werden mit echten Materialien arbeiten, aber auch mit Virtual-Reality-Brillen digital üben», wird suissetec-Direktor Christoph Schaer zitiert.
Der zweigeschossige Neubau ist der erste Teil einer mehrere Gebäude umfassenden Erweiterung. Ab 2026 sollen in drei Etappen die weiteren Bestandsgebäude saniert werden. Suissetec betreibt den Campus als eines von drei Bildungszentren eigenen Angaben zufolge als einen «Ort der Begegnung sowie der Aus- und Weiterbildung» für die Bauwirtschaft.
Der Campus wurde 2023 als landesweit erstes Minergie-Areal zertifiziert. Das bedeutet, dass strenge energetische Kriterien erfüllt werden. Ziel ist die maximale Selbstversorgung mit erneuerbarer Energie, die ganzjährig auf dem Gelände selbst erzeugt wird.
Die Salzbatterie, ein fester Bestandteil der frühen Elektromobilität, ist ein sicheres und langlebiges Speichermedium, das bei verschiedenen Anwendungen überzeugt. Im Gegensatz zu Lithiumionen-Batterien nutzt die Salzbatterie einen festen, keramischen Elektrolyten, der weder brennbar noch explosionsgefährdet ist. In der Schweiz arbeiten Forscherinnen und Forscher der Empa in Kooperation mit Industriepartnern daran, die Leistung und Effizienz dieser Technologie weiter zu verbessern.
Vorteile gegenüber herkömmlichen Batterien Die Feststoffarchitektur und hohe Betriebstemperatur von rund 300°C machen die Salzbatterie besonders geeignet für extreme Einsatzgebiete wie den Tunnelbau oder Offshore-Anlagen, wo die Sicherheit oberste Priorität hat. Aufgrund der Temperaturresistenz und des wartungsarmen Aufbaus wird sie auch für die Notstromversorgung von Mobilfunkantennen genutzt, die selbst unter harten Bedingungen Jahrzehnte lang zuverlässig arbeiten müssen.
Wirtschaftlichkeit und Herausforderungen Ein Nachteil der Salzbatterie ist ihre hohe Betriebstemperatur, die einen Grundverbrauch an Energie erfordert. Forscher von Empa wie Meike Heinz und Enea Svaluto-Ferro arbeiten daher an Zellstrukturen, die es der Batterie ermöglichen, sich im Einsatz selbst zu erhitzen und somit effizienter zu arbeiten. Trotz des zusätzlichen Energiebedarfs gilt die Salzbatterie in bestimmten Anwendungen als wirtschaftlich und stabiler als viele Alternativen.
Ressourcenschonende Rohstoffe und Recyclingsysteme Ein weiterer Vorteil ist die Verfügbarkeit der benötigten Rohstoffe: Natrium und Aluminium sind preiswert und reichlich vorhanden, was die Batterieproduktion kostengünstig und nachhaltig macht. Der aktuelle Forschungsschwerpunkt bei Empa liegt auf der Reduktion des Nickelgehalts in den Zellen, um den ökologischen Fussabdruck weiter zu verringern. In zukünftigen Projekten könnte sogar Zink das Nickel ersetzen – eine Option, die den Zugang zu nachhaltigen Energiespeichern noch weiter verbessern könnte.
Zukunftsperspektiven Mit fortschreitender Forschung könnte die Salzbatterie ihren Weg aus speziellen Einsatzfeldern hin zu breiten, stationären Anwendungen finden. Ihr Einsatz als langlebiger und sicherer Speicher für Wohngebiete oder Quartiere wird ernsthaft in Erwägung gezogen. Damit bietet sie eine innovative Alternative zu Lithiumionen-Batterien und zeigt, wie die Forschung an der Empa die Weichen für die Zukunft der Energiespeicherung stellen kann.
Die Energieeffizienz, die Energie-Autarkie und der Hitzeschutz sind aktuell grosse Themen und werden in der Zukunft noch zentraler. Seit 2023 kann nicht nur ein einzelnes Haus, sondern ein ganzes Areal von Minergie zertifiziert werden und damit auch die Umgebung verstärkt in die Planung von Wohnbauprojekten einbezogen werden. Das «Fischermätteli» in Burgdorf BE hat am 2. September 2024 von Minergie schweizweit das erste definitive Areal-Zertifikat erhalten und damit ein neues Level im nachhaltigen Bauen erreicht.
Label mit hohen Anforderungen Der neue, umfassende Standard Minergie-Areal wird durch den Verein Minergie, die Kantone, die Wirtschaft und das Bundesamt für Energie getragen. Das Minergie-Areal zeichnet sich durch einen sehr geringen Energieverbrauch, minimierte Treibhausgasemissionen in Erstellung und Betrieb sowie eine maximale Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien aus. Die Gebäude weisen einen überdurchschnittlichen Hitzeschutz sowie einen kontrollierten Luftwechsel aus. Die Gestaltung des Aussenraums erhöht die Klimaresilienz und die Aufenthaltsqualität, beispielsweise durch geeignete Bepflanzung und Beschattungen. Das Minergie-Areal bietet zudem Anreize für eine klimafreundliche Mobilität.
Über 6600 m3 Schweizer Holz Das Wohnbauprojekt Fischermätteli wurde von den Strüby Unternehmungen im Herbst 2023 nach rund dreieinhalbjähriger Bauzeit erfolgreich abgeschlossen. Die zehn Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 168 Eigentumswohnungen entstanden auf einem ehemaligen Gewerbeareal in Burgdorf BE. Gebaut wurde mit über 6600 m3 Schweizer Holz, wodurch das «Fischermätteli» schweizweit das grösste Projekt ist, welches den Minergie-A-ECO-Standard und Schweizer Holz vereint.
Klimataugliche Umgebungsgestaltung
Die Energie für das gesamte Areal stammt zu hundert Prozent aus erneuerbaren Quellen: der Strom von den Photovoltaik-Anlagen auf den Gebäudedächern, die Wärme für Heizung und Warmwasser von einer Heizzentrale, welche mit Schweizer Pellets versorgt wird. Das feinmaschige Mobilitätskonzept setzt auf Elektromobilität, Carsharing, Velos und den öffentlichen Verkehr. Ein Co-Working-Space fördert das Homeoffice und entlastet damit indirekt die Verkehrswege. Ausserdem sorgt die klimataugliche Umgebungsgestaltung nach dem Schwammstadt-Prinzip für eine natürliche sowie effiziente Kühlung im Sommer und macht das «Fischermätteli» dank den unzähligen einheimischen Pflanzen zu einem Hotspot der Biodiversität.
Erfolg dank klimafreundlichem Gesamtkonzept Dass sich das klimafreundliche Gesamtkonzept im Sinne des Standards Minergie-Areal nicht nur für die Bewohner, sondern auch für den Investor bezahlt macht, kann Pius Kneubühler, Managing Director Real Estate Development & Construction bei den Strüby Unternehmungen, bestätigen. «Der Erfolg hat sich bereits bei der Vermarktung der Eigentumswohnungen manifestiert. Die Nachfrage war derart erfreulich, dass alle Wohnungen bis Bauabschluss verkauft werden konnten.»
Die weltweit erste industrielle Anlage zur Produktion von Solartreibstoffen ist inBetrieb. In Zusammenarbeit mit der Empa entwickelte das ETH-Spin-off ein innovatives Material für Hochtemperatur-Wärmespeicher, das es ermöglicht, die Anlage rund um die Uhr zu betreiben – auch ohne Sonnenlicht.
Die Anlage, nutzt die Kraft der Sonne, um CO₂ und Wasser in synthetische Treibstoffe wie Kerosin, Benzin und Diesel umzuwandeln. Dieser geschlossene CO₂-Kreislauf ist ein zukunftsweisendes Modell, das den Weg für eine nachhaltige Energiewirtschaft ebnen könnte. Besonders beeindruckend ist die Energiequelle Sonne und dass der Betrieb auch nachts durch innovative Wärmespeichertechnologie aufrechterhalten wird.
Wärmespeicherung bei 1200 Grad Der Schlüssel zu dieser Innovation liegt im Wärmespeicher der Anlage. Ein grosses Feld von Spiegeln konzentriert Sonnenlicht auf einen Punkt, wodurch Temperaturen von bis zu 1200 Grad Celsius erreicht werden. Diese Hitze treibt den chemischen Prozess an, der aus CO₂ und Wasser wieder Treibstoffe erzeugt. Überschüssige Wärme wird in speziell entwickelten Ziegeln gespeichert, die die Anlage auch in den Nachtstunden weiter betreiben.
Die Herausforderung bei der Materialentwicklung bestand darin, Ziegel zu finden, die den extremen Temperaturen und der korrosiven Wasserdampfatmosphäre standhalten. In einem zweijährigen Projekt entwickelten Empa-Forschende in enger Zusammenarbeit mit Synhelion ein Keramikmaterial, das den hohen Ansprüchen gerecht wird und gleichzeitig kosteneffizient produziert werden kann.
Von der Forschung zur Praxis Für die Forschenden der Empa war es eine einzigartige Erfahrung, ihre Forschung auf solch einer grossen Skala umgesetzt zu sehen. Das Material, das in einem eigens entwickelten Hochtemperatur-Rohrofen getestet wurde, widerstand den extremen Bedingungen und ist nun in der Anlage «DAWN» verbaut. Diese technologische Errungenschaft bietet nicht nur eine nachhaltige Lösung für die Treibstoffproduktion, sondern könnte auch zukünftig eine entscheidende Rolle in der Bau- und Immobilienbranche spielen.
Die Zukunft im Blick Während die Anlage «DAWN» bereits in Betrieb ist, planen Synhelion und Empa weitere Schritte. Ab 2025 soll eine noch grössere Anlage in Spanien entstehen, die höhere Temperaturen und grössere Speicherkapazitäten nutzt, um die Effizienz der Treibstoffherstellung weiter zu steigern. Diese Entwicklung unterstreicht das Potenzial erneuerbarer Energien und zeigt, wie Innovationen die Energie- und Immobilienwirtschaft in eine nachhaltige Zukunft führen können.
FlexBase will gemäss bereits vorgestellter Pläne sein neues Technologiezentrum zeitgetreu realisieren. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, konnte das Technologieunternehmen dafür die ebenfalls in Laufenburg ansässige ERNE Gruppe als Generalauftragnehmer gewinnen. Der Bau soll den Plänen nach 2025 beginnen. Ein entsprechendes aktualisiertes Baugesuch ist bei den zuständigen Behörden eingereicht worden.
Das Technologiezentrum soll auf den ehemaligen Swissgrid-Gelände errichtet werden. Kernstück soll ein Neubau gegenüber dem existierenden Gebäude sein. Nebst vielen Forschungseinrichtungen soll dort ein Rechenzentrum mit Kapazitäten für die Nutzung von Künstlicher Intelligenz entstehen. Des Weiteren will FlexBase auf dem Gelände einen 20‘000 Quadratmeter grossen Batteriespeicher mit einer Leistung von mehr als 500 Megawatt errichten. Bei dem laut der Mitteilung nicht brennbaren und nicht explosiven Speicher handelt es sich um den «weltweit grössten und modernsten Batteriespeicher seiner Art». Mit dem Bau des neuen Technologiezentrums sollen mehrere hundert Arbeitsplätze für Fachkräfte sowie Ausbildungsplätze entstehen.
Wie es in der Mitteilung heisst, rechnet Marcel Aumer, CEO der FlexBase Group, trotz der Neuauflage des Projekts nicht mit einer Bauverzögerung. Er begründet die Auffassung mit der engen Zusammenarbeit mit ERNE: «In diesem Projekt habe ich von Anfang an nicht nur die Kompetenz von ERNE, sondern auch die volle Aufmerksamkeit des Top-Managements erfahren.» Auch der CEO von ERNE, Giuseppe Santagada, zeigt sich optimistisch: «Mein persönliches Commitment geht weit über die Realisierung dieses Projektes hinaus; es umfasst auch die Förderung neuer technologischer Kompetenzen und die Steigerung der Standortattraktivität von Laufenburg für die Vision einer prosperierenden Region».
Die beiden Stromversorgunger Zürichs lancieren laut Medienmitteilung eine gemeinsame Ausbildungs- und Kommunikationskampagne. Sie wollen gemeinsam sie mehr Netzelektrikerinnen und -elektriker ausbilden. Dabei liege ein Fokus auf Quereinsteigenden, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung von EKZ und ewz.
Statt sich die Fachkräfte gegenseitig abzuwerben, erarbeiteten die Stromversorger nun ein gemeinsames Ausbildungskonzept, das speziell auf Quereinsteigende zugeschnitten ist. Angesprochen werden Berufsleute, die bereits über eine abgeschlossene Ausbildung in Elektrotechnik oder einem anderen Handwerk verfügen. Am 13. November organisieren die beiden Energieunternehmen zu diesem Thema einen Infoabend.
Das Programm wird von beiden Unternehmen gemeinsam getragen. Während der internen Ausbildungszeit erhalten die Mitarbeitenden bereits ein volles Gehalt. Sie sind entweder bei EKZ oder ewz angestellt und erhalten ihre praktische Ausbildung in der praktischen Tätigkeit, ergänzt durch Kurse im ewz-Ausbildungszentrum in Zürich-Schwamendingen. Nach rund einem Jahr Weiterbildungszeit erhalten die Absolvierenden dann ein internes Ausbildungszertifikat.
Um Kandidaten für das Quereinsteigerprogramm zu erreichen, lancieren die Stromversorger die Kampagne Komm ins Team Power. Sie wendet sich mit Kurzvideos auf diversen Online-Kanälen an die Zielgruppe und führt sie auf ein spezielle Internetseite. Geplant sind auch Werbeaktionen an Sportveranstaltungen, die Aktivierung über Mitarbeitende der beiden Energieunternehmen und die Zusammenarbeit mit dem Verein netzelektriker-forum.
Die Eidgenössische Elektrizitätskommission hat ihre Berechnungen für die Stromtarife 2025 veröffentlicht. Ein typischer Schweizer Haushalt mit einem Verbrauch von 4.500 kWh wird im kommenden Jahr 29 Rappen pro Kilowattstunde zahlen, was einer Reduktion von 3.14 Rp./kWh im Vergleich zu 2024 entspricht. Diese Preissenkung führt zu einer jährlichen Ersparnis von 141 Franken und senkt die Stromrechnung auf insgesamt 1.305 Franken.
Die Reduktionen betreffen sowohl die Netzkosten als auch die Energietarife. Während die Netzkosten für einen typischen Haushalt um 4 Prozent von 12.71 Rp./kWh auf 12.18 Rp./kWh sinken, fallen die Energietarife um 12 Prozent auf 13.7 Rp./kWh. Unverändert bleiben die Abgaben an die Gemeinwesen (1 Rp./kWh) sowie der Netzzuschlag (2.3 Rp./kWh). Für kleine und mittlere Unternehmen zeichnen sich ähnliche Entlastungen ab.
Schwankende Preise je nach Netzbetreiber Die Stromtarife variieren je nach Netzbetreiber stark. Dies liegt hauptsächlich an Unterschieden in der Eigenproduktion und den Beschaffungsstrategien. Einige Netzbetreiber, die stärker auf langfristige Beschaffung setzen, können kurzfristige Preisschwankungen besser ausgleichen, tragen aber über längere Zeit höhere Kosten. Die Unterschiede in den Energiebeschaffungsstrategien führen zu erheblichen Preisunterschieden zwischen den Regionen.
Gründe für die Preissenkungen Die stabileren Stromgrosshandelspreise sind einer der Hauptgründe für die Entspannung der Tarife. Nach den erheblichen Preissteigerungen in den Jahren 2023 und 2024 notieren die Großhandelspreise derzeit bei etwa 90 EUR/MWh, was einen Rückgang gegenüber den 150 EUR/MWh des Vorjahres darstellt. Diese Marktentspannung wird sich nun schrittweise auf die Energietarife auswirken.
Ein weiterer Faktor ist die Reduktion der Kosten für die Winterreserve. Während diese im Jahr 2024 noch bei 1.2 Rp./kWh lagen, sinken sie 2025 auf 0.23 Rp./kWh. Die Kapitalverzinsung für das Netz, der sogenannte WACC, ist ebenfalls leicht gesunken, was sich ebenfalls kostensenkend auswirkt.
Beschaffungsstrategien und Eigenproduktion als Schlüssel Die Tarife in der Grundversorgung werden stark durch das Produktions- und Beschaffungsportfolio der Energieversorger beeinflusst. Eigenproduktion und der Zeitpunkt der Strombeschaffung sind dabei entscheidende Faktoren. Netzbetreiber, die ihre Beschaffungsstrategien über längere Zeiträume streuen, können Preisschwankungen am Grosshandelsmarkt besser abfedern. Die Höhe der Eigenproduktion beeinflusst dabei ebenfalls die Gestehungskosten, die teilweise unter den Marktpreisen lagen.
Die Netzkosten bleiben jedoch aufgrund der hohen Marktpreise weiterhin relativ hoch, da sie auch von strompreisabhängigen Komponenten wie Wirkverlusten und Systemdienstleistungen (SDL) betroffen sind. Swissgrid stellt diese SDL für die kurzfristige Stabilität des Systems bereit und gibt die Kosten an die Netzbetreiber weiter, die diese wiederum den Endverbrauchern in Rechnung stellen.
Transparenz für Verbraucher Die ElCom hat die Stromtarife 2025 für alle Gemeinden und Netzbetreiber veröffentlicht. Diese sind ab sofort auf der Webseite www.strompreis.elcom.admin.ch einsehbar und bieten Verbrauchern die Möglichkeit, die Tarife zu vergleichen und sich über die Entwicklung der Strompreise zu informieren.
Die GVZ testet in einem Pilotprojekt den Einsatz von hydriertem Pflanzenöl (Hydrotreated Vegetable Oil, HVO) als Kraftstoff für Feuerwehrfahrzeuge. «Ab heute betanken Schutz & Rettung Zürich, die Stützpunktfeuerwehren Kloten und Wallisellen, die Feuerwehr Männedorf-Uetikon sowie die Berufsfeuerwehr St.Gallen einen Teil ihrer Fahrzeuge mit HVO», informiert die GVZ in einer entsprechenden Mitteilung. Die fünf Feuerwehren sind für die Mitwirkung am Projekt besonders geeignet, da sie über eigene Betankungsanlagen verfügen.
«Wir danken den fünf Feuerwehren für die Mitwirkung bei diesem vielversprechenden Projekt und freuen uns auf erste Resultate», wird Renato Mathys, Leiter Feuerwehr bei der GVZ, in der Mitteilung zitiert. «Unser Ziel ist es, einen Beitrag an die verbesserte Umweltbilanz von Feuerwehrfahrzeugen zu leisten.» Für das Pilotprojekt hat die GVZ insgesamt 28’000 Liter HVO beschafft. Sie trägt zudem die Differenz des Preises für den fossilfreien Brennstoff zum aktuellen Dieselpreis.
Hydriertes Pflanzenöl hat laut Mitteilung eine bedeutend bessere Klimabilanz als Diesel und kann zudem mit einer hohen Energiedichte und Lagerstabilität punkten. Da der Biotreibstoff aus gebrauchten Speiseölen und -fetten hergestellt wird, geht seine Produktion auch nicht zu Lasten der Lebensmittelproduktion. Als weiteren Vorteil nennt die GVZ die unkomplizierte Verwendung: «Dieselmotoren müssen nicht kostspielig umgerüstet, sondern können nach demselben Plan betrieben und gewartet werden, wie im Betrieb mit Dieselkraftstoff.»
Forschende des Paul Scherrer Instituts (PSI) haben sich der Frage gewidmet, wo Wasserstoff effizient und kostengünstig hergestellt werden kann, mit dem Ziel den Klimawandel zu stoppen und zukünftig keine neuen Treibhausgase mehr auszustossen. Laut einer Mitteilung haben die Forschenden geografische und ökonomische Daten und Prognosen zusammengestellt, um den Aufbau einer Wasserstoffökonomie zu beschreiben. Dafür haben sie vier Szenarien mit einem Wasserstoffbedarf zwischen 111 und 614 Megatonnen pro Jahr analysiert. Die Studie ist aktuell in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ zu lesen.
Für die Herstellung von Wasserstoff gibt es verschiedene Technologien. Bei der sogenannten Polymerelektrolytmembran-Elektrolyse (PEM) wird der Wasserstoff in einem Elektrolyseur aus Wasser gewonnen. Der grosse Vorteil bei diesem Verfahren besteht darin, dass die Energie für die Umsetzung aus grünem Strom gewonnen werden kann. Zu lösen ist die Frage, wo der hohe Bedarf an Ökostrom am ehesten zu decken ist.
„Wir haben dazu vor allem ökonomische Kriterien angelegt“, wird Tom Terlouw, Doktorand am PSI und Erstautor der Studie, in der Mitteilung zitiert. „Sprich, wo ist die Produktion am günstigsten?“ Dabei kristallisierten sich zwei Schwerpunkte heraus: Wo gibt es genug Wind oder Sonne, um den enormen Bedarf an Ökostrom zu decken? Und wo gibt es ausreichend freie Flächen, um die zur Produktion notwendigen Anlagen aufzustellen? Hier erwies sich Kanada als optimal. „Dort existieren viele freie Flächen, die sehr windig und daher ideal zum Aufstellen von Windturbinen sind“, ergänzt Terlouw. Weiterhin bieten sich die zentralen USA, Teile Australiens, die Sahara, Nordchina und Nordwesteuropa an. Mitteleuropäische Länder wie die Schweiz sind dagegen weniger geeignet, da dort weder freie Flächen noch ausreichende Sonneneinstrahlung vorhanden sind. Des Weiteren weisen die Forscher darauf hin, dass auch bei der Herstellung von grünem Wasserstoff noch Restemissionen an Treibhausgasen aus der Herstellung und dem Transport der benötigten Materialien entstehen. Um diese Restemissionen auszugleichen, müssten entsprechende Mengen Kohlendioxid aus der Atmosphäre gefiltert werden, heisst es in der Studie.
Der Bündner Energieversorger Repower, die Gemeinde Klosters und die Klosters-Madrisa Bergbahnen AG wollen gemeinsam eine alpine Solaranlage bei der Bergbahn errichten. Das Stimmvolk der Gemeinde Klosters hatte dem Vorhaben am 22. Oktober 2023 zugestimmt.
Nun hat auch die Bündner Regierung laut einer Mitteilung den Bau der Anlage durch die Madrisa Solar AG bewilligt. Der Standort sei bereits durch die vorhandene touristische Infrastruktur gut erschlossen und an das Stromnetz angebunden.
Die Anlage im Gebiet Züg soll auf einer Höhe von rund 2000 Metern und einer Fläche von 156‘821 Quadratmetern 25‘000 Solarmodule umfassen und eine Gesamtleistung von 10,8 Megawattpeak aufweisen. Die Stromproduktion dürfte über 15‘000 Megawattstunden aufweisen.
Die Bergbahnen betreiben bereits fünf Solaranlagen mit einer Jahresleistung von 294 Megawattstunden. Diese decken bis zu 20 Prozent des eigenen Strombedarfs.
Die Einkaufsorganisation des Schweizerischen Auto- und Motorfahrzeuggewerbes (ESA) hat laut einer Medienmitteilung mit einer dritten Anlage ihr Netz zur eigenen Stromversorgung komplettiert. Am Donnerstag, 15. August, wurde am ESA-Standort in St.Gallen eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Vor vier Monaten startete die ESA an ihrem Sitz in Burgdorf und vor einem Monat in Giubiasco die ersten beiden Anlagen.
Die Photovoltaikanlage in St.Gallen ist mit rund 1800 Modulen und rund 3500 Quadratmetern die momentan zweitgrösste Anlage der ESA. Die künftig erzeugte Strommenge wird in etwa den Jahresverbrauch von 150 Haushalten abdecken. Die Anlage in Burgdorf deckt 200 Haushalte ab, die in Giubiasco circa 25 Haushalte.
Die Einkaufsorganisation ESA wurde 1930 gegründet. Als Genossenschaft gehört sie rund 7000 Mitinhabern aus dem Automobil- und Motorfahrzeuggewerbe. An elf schweizweiten Standorten sind rund 670 Mitarbeitende, davon rund 60 Lernende, im Einsatz.
In ihrer prämierten Bachelorarbeit an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften untersuchen Fabian Maag und Marc Willi das Potenzial von photovoltaisch-thermischen Modulen zur Steigerung der Winterstromproduktion. Die PVT-Module der Sunmaxx PVT GmbH nutzen eine Flüssigkeitserwärmung, um Schnee von den Modulen abzuschmelzen und so den Stromertrag zu erhöhen. Ihre Messungen zeigen, dass durch das gezielte Abschmelzen des Schnees die Stromproduktion im Winter um durchschnittlich 34 % gesteigert werden kann.
Effizienz durch Schneeabschmelzung Die Untersuchung ergab, dass die Kombination aus höherer Eintrittstemperatur und kontinuierlichem Abschmelzen während des Schneefalls besonders effektiv ist, um Schneebedeckungen zu minimieren. Diese Methode bewährt sich vor allem in schneereichen Regionen und auch in tieferen Lagen, da der zusätzliche Stromertrag die benötigte Schmelzenergie stets übersteigt.
Wirtschaftliche Rentabilität Die Wirtschaftlichkeitsanalyse zeigt, dass sich die Mehrkosten für die Installation einer PVT-Anlage durch das Abschmelzen von Schnee ab einem Strompreis von 0,39 CHF/kWh amortisieren. Somit sind die PVT-Module nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich attraktiv, insbesondere in Regionen mit hohem Schneefall.
Anerkennung und Förderung junger Talente Für ihre praxisorientierte und zukunftsweisende Arbeit wurden Maag und Willi mit dem regionalen Siemens Excellence Award ausgezeichnet und sind für den nationalen Siemens Excellence Award 2025 nominiert. Gerd Scheller, Country CEO von Siemens Schweiz, betont die Bedeutung der Förderung junger Talente: «Mit dem Excellence Award möchten wir junge Menschen motivieren, sich mit wissenschaftlichen Themen zu beschäftigen, die in der Praxis umsetzbar sind.»
Zukunftsperspektiven im Bereich MINT Der Siemens Excellence Award ist Teil des Programms «Future Creators», das den Dialog mit dem Nachwuchs fördert und junge Talente im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) unterstützt. Gerd Scheller unterstreicht: «Mit diesem Engagement begleiten wir junge Menschen in ihrer Entwicklung und Ausbildung und unterstützen sie dabei, ihre Zukunftschancen zu nutzen.»
Die Arbeit von Maag und Willi bietet wertvolle Einblicke in die Anwendung von PVT-Modulen zur Effizienzsteigerung der Winterstromproduktion. Ihre Erkenntnisse tragen nicht nur zur wissenschaftlichen Diskussion bei, sondern bieten auch praktische Lösungen für die Herausforderungen der Energiewende.
CKW will Betreibende von kleinen Solaranlagen vor sehr tiefen Marktpreisen insbesondere im Sommer schützen und sie bei der Amortisation der Anlage unterstützen. Dazu wendet die Axpo-Tochter bereits ab der Abrechnung für das zweite Quartal 2024 die vom Bund geplante Mindestvergütung für Solarstrom an, informiert CKW in einer Mitteilung. Hier sollen Betreibende von Solaranlagen bis 150 Kilowatt Leistung voraussichtlich ab Anfang 2025 einen Mindestpreis für ihren Solarstrom erhalten, falls der vom Bundesamt für Energie festgelegte Referenzmarktpreis besonders tief ausfällt.
Bei der Höhe der aktuell gezahlten Mindestvergütung orientiert sich CKW am Verordnungsentwurf. Er sieht je nach Grösse der Anlage unterschiedliche Mindestvergütungen pro Kilowattstunde vor. Zusätzlich erwirbt die Luzerner Energiedienstleisterin auf freiwilliger Basis auch den Herkunftsnachweis des Solarstroms. Er beträgt für kleine Solaranlagen 2 Rappen pro Kilowattstunde und für Anlagen ab 100 Kilowatt Leistung 1 Rappen pro Kilowattstunde.
In der Mitteilung rät CKW den Betreibenden von Photovoltaikanlagen zudem zur Optimierung des Eigenverbrauchs. Er lohne sich insbesondere in Phasen mit tiefen Rückvergütungen. Für die Optimierung des Eigenverbrauchs biete sich neben eigenen Energiemanagementlösungen und Batteriespeichern auch der Zusammenschluss mit Nachbarn an, schreibt die CKW. Mit dem am 9. Juli von der Stimmbevölkerung gutgeheissenen neuen Stromgesetz werden zudem weitere Optionen wie die Bildung lokaler Elektrizitätsgemeinschaften oder virtuelle Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch möglich.
Im Jahr 2022 erlebten die Baupreise im Hochbau einen starken Anstieg von über 8 Prozent. Im Gegensatz dazu zeigt der Baupreisindex für April 2024 eine moderate Steigerung von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Seit der letzten Veröffentlichung im Dezember 2023 sind die Preise im Hochbau um 0,4 Prozent gestiegen. Trotz dieser Verlangsamung bleiben die Baupreise auf einem hohen Niveau stabil. Im Vergleich zu vor drei Jahren haben sich die Hochbaupreise im April 2024 um 13 Prozent erhöht.
Materialpreise als treibende Kraft Ein wesentlicher Faktor für die Abflachung der Baupreise ist die Entwicklung der Materialkosten. Der Materialpreisindex KBOB für den Hochbau zeigt, dass die Materialpreise zwischen Mai 2023 und Mai 2024 um 2,2 Prozent gesunken sind. Der grösste Teil dieses Rückgangs fand zwischen Mai und Oktober 2023 statt. Seit November 2023 hat sich der Materialpreisindex stabilisiert und sank nur noch leicht um 0,4 Prozent. Besonders deutlich fielen die Preise bei Armierungsstahl, der im Mai 2024 über 10 Prozent günstiger war als im Vorjahr.
Energie- und Treibstoffpreise als Gegenpol Während die sinkenden Materialpreise zu einer Verlangsamung der Baupreisentwicklung beitragen, wirken gestiegene Energie- und Treibstoffpreise diesem Trend entgegen. Laut dem Landesindex für Konsumentenpreise lagen die Energie- und Treibstoffpreise im Mai 2024 6,6 Prozent über dem Vorjahresniveau, was einen Aufwärtsdruck auf die Baupreise ausübt.
Ausblick auf zukünftige Entwicklungen Trotz der aktuellen Stabilisierung gibt es Faktoren, die auf eine mögliche erneute Erhöhung der Baupreise hinweisen. Die Lohnentwicklung und die weiterhin steigenden Energiekosten könnten zu einem Anstieg der Baupreise im Jahr 2024 um etwa 1 Prozent führen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Faktoren langfristig auf den Baupreisindex auswirken werden.
Fazit: Vielseitige Einflüsse auf die Baupreise Die aktuelle Entwicklung der Baupreise wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Während die sinkenden Materialpreise eine stagnierende oder rückläufige Tendenz suggerieren, sorgen gestiegene Energie- und Treibstoffpreise sowie die Lohnentwicklung für einen Aufwärtsdruck. Die Baupreise stabilisieren sich derzeit auf hohem Niveau, und eine moderate Steigerung ist für das Jahr 2024 zu erwarten.
Die BKW hat ihre Beteiligung an der Kooperation HelveticWind auf 60 Prozent erhöht. Die restlichen 40 Prozent verbleiben bei den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ). Diese strategische Entscheidung, die am 5. Juli 2024 unterzeichnet wurde, markiert eine bedeutende Neuausrichtung der Zusammenarbeit zwischen den Energieversorgungsunternehmen. Zuvor hielt die BKW 29 Prozent und EKZ 20,2 Prozent der Anteile an HelveticWind.
Erfolgreiche Kooperation in Deutschland und Italien HelveticWind betreibt insgesamt sechs Windparks, vier davon in Deutschland mit einer installierten Leistung von 67 Megawatt (MW) und zwei in Italien mit 52 MW. Die BKW, die bereits als Serviceprovider für die Anlagen tätig ist, verfügt über umfassendes Know-how in der Wartung und Optimierung dieser Windparks. Mit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung kann die BKW ihr Bestandsportfolio an erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen weiter ausbauen.
Zukunftsorientierte Planung und CO2-Neutralität bis 2040 Margarita Aleksieva, Leiterin des Bereichs Wind & Solar bei der BKW, äußert sich begeistert über den Mehrheitserwerb: «Wir wollen die Energiewende in den kommenden Jahrzehnten mitgestalten und bis 2040 im Energiegeschäft CO2-neutral sein. In diesem Zusammenhang prüfen wir zudem das Repowering-Potenzial der sechs Windparks. Unser Ziel ist es, die bestehenden Flächen in Zukunft zu optimieren und unsere Energieausbeute dank neuster Technik zu erhöhen.»
Dank an langjährige Partner und Ausblick Die BKW dankt den ausscheidenden Partnern Energie Wasser Bern, der Genossenschaft Elektra Baselland und SN Erneuerbare Energie für die langjährige Zusammenarbeit. Die Neustrukturierung der Kooperation ermöglicht es der BKW und EKZ, ihre Partnerschaft erfolgreich weiterzuführen und gemeinsam die Energiewende voranzutreiben.
Historie und Ziele der HelveticWind Kooperation Die Kooperation HelveticWind wurde im März 2010 von Energie Wasser Bern und der BKW gegründet. Ursprüngliches Ziel war es, ein Windkraft-Portfolio mit über 100 MW installierter Leistung zu realisieren, was inzwischen übertroffen wurde. Zu den deutschen Windparks zählen Gross Welle, Lüdersdorf-Parstein, Sendenhorst und Wulkow, während in Italien die Windparks Ventisei und Eolo dazugehören.
Mit der Mehrheitsbeteiligung an HelveticWind stärkt die BKW ihre Position im Bereich der erneuerbaren Energien und setzt einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energiezukunft.
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