Schlagwort: Energie

  • Emissionen aus Heizöl und Gas werden weniger

    Emissionen aus Heizöl und Gas werden weniger

    In der Schweiz sind 2023 die Emissionen aus Brennstoffen gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken, nämlich um 8,8 Prozent. Dabei wurden die unterschiedlich kalten Wintermonate auf eine durchschnittliche Witterung umgerechnet. Im Vergleich zu 1990 lagen diese Emissionen um 41,7 Prozent niedriger. Das zeigt die soeben veröffentlichte CO2-Statistik 2023. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) legt diese Statistik jährlich vor.

    Laut seiner diesbezüglichen Medienmitteilung ist diese Abnahme vor allem auf die bessere Energieeffizienz von Gebäuden und den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien beim Heizen zurückzuführen. Insbesondere sei der Gasverbrauch im zweiten Jahr in Folge deutlich zurückgegangen.

    Dagegen blieb der durch Treibstoffe wie Benzin und Diesel verursachte CO2-Ausstoss gegenüber dem Vorjahr gleich. Gegenüber 1990 sind die Emissionen um 5,2 Prozent zurückgegangen. Dass sie nach der Pandemie, also nach 2022, nicht wieder angestiegen sind, liegt den Angaben zufolge zum einen an der damals begonnenen Veränderung des Mobilitätsverhaltens: mehr Heimarbeit und weniger Geschäftsreisen. Zum anderen führt das BAFU als Grund dafür auch den wachsenden Anteil der Elektromobilität an. Der Anteil biogener Treibstoffe am gesamten Treibstoffverbrauch ist von 3,4 leicht auf 3,6 Prozent gestiegen.

  • Kanton Zürich schlägt Gebiete für die Nutzung von Windkraft vor

    Kanton Zürich schlägt Gebiete für die Nutzung von Windkraft vor

    Der Zürcher Regierungsrat will die planerischen Grundlagen für eine verstärkte Nutzung der Windkraft im Kanton schaffen. Dafür hat er nun laut einer Mitteilung den Eintrag von 20 sehr gut geeigneten und von 15 gut geeigneten Gebieten in die Anhörung gegeben. Die sehr gut geeigneten Gebiete befinden sich vor allem im Nordosten des Kantons zwischen Cholfirst, Stammerberg, Zünikon und Bergbuck. Weitere Gebiete im Süden des Knonauer Amts, auf dem Pfannenstiel und im Oberland gelten als gut geeignet. Insgesamt hatte der Kanton 52 Potenzialgebiete angeschaut.

    Die Anhörung dauert bis zum 31. Oktober. Anschliessend erarbeitet der Regierungsrat den entsprechenden Antrag an den Kantonsrat. Windkraftanlagen können nur in Gebieten errichtet werden, die im Richtplan als geeignet eingetragen sind.

    Der Regierungsrat schlägt auch Massnahmen vor, um die Gemeinden und die Bevölkerung an der Errichtung der Anlagen zu beteiligen. So sollen sich Gemeinden und Private freiwillig an den Investitionen beteiligen können. Umgekehrt sollen Betreiber von Anlagen freiwillig Gemeinden an den Erträgen beteiligen.

    Dagegen sieht der Regierungsrat kaum Potenzial für den Ausbau der Wasserkraft im Kanton. Einzig am Rheinfall könnten 20 Prozent des Wassers für ein unterirdisches Kraftwerk genutzt werden. Er schlägt einen entsprechenden Eintrag in den Richtplan vor.

  • Erleichterungen beim Bauen in lärmbelasteten Gebieten

    Erleichterungen beim Bauen in lärmbelasteten Gebieten

    Im Zuge der Revision des Umweltschutzgesetzes möchte die UREK-N das Bauen in lärmbelasteten Gebieten vereinfachen. Grundsätzlich soll in neuen Wohnungen mindestens die Hälfte der lärmempfindlichen Räume über ein Fenster verfügen, das die Lärmgrenzwerte einhält. Erleichterungen sind möglich, wenn kontrollierte Lüftungen installiert werden oder ein ruhiger, privat nutzbarer Aussenraum zur Verfügung steht. Diese Regelungen sollen eine Balance zwischen Verdichtung und Lärmschutz schaffen.

    Positionen des Nationalrates und des Ständerates
    Der Ständerat schlägt vor, dass bei Wohnungen mit kontrollierter Lüftung die Grenzwerte an keinem offenen Fenster mehr eingehalten werden müssen. Die UREK-N hält jedoch die nationalrätliche Version für ausgewogener, da sie eine pragmatische Lösung zur Bewältigung der Wohnungsknappheit bietet. Die Kommission betont, dass Baubewilligungen nur erteilt werden, wenn die Gebäude verschärften Schallschutzanforderungen entsprechen und Massnahmen zur Begrenzung von Lärmemissionen weiterhin vorgeschrieben sind.

    Kein Abbau der Lärmschutzvorschriften in Fluglärm-Gebieten
    Die UREK-N verzichtet auf spezifische Fluglärm-Grenzwerte und schliesst sich dem Ständerat an. Damit sollen keine weiteren gesetzlichen Anpassungen notwendig sein, um Bauten in Flughafennähe zu ermöglichen. Die Kommission sieht keine zusätzlichen Einschränkungen für Gemeinden bezüglich der Senkung des Tempolimits vor.

    Altlastensanierung und VOC-Lenkungsabgabe
    Im Bereich Altlastensanierung hält die UREK-N daran fest, dass Eigentümer für die Kosten der Untersuchung und Sanierung privater Spielplätze und Hausgärten aufkommen müssen. Zudem beantragt die Kommission, Alternativen zur VOC-Lenkungsabgabe zu prüfen und fordert eine vertiefte Analyse des Bundesrates.

    Geoinformationsgesetz und Energieforschung
    Die UREK-N hat beschlossen, den Entwurf zur Änderung des Geoinformationsgesetzes zur gründlichen Überprüfung an den Bundesrat zurückzuweisen. Im Bereich Energieforschung wird eine Harmonisierung der Kreditperiode des SWEETER-Programms mit dem vierjährigen Geltungszeitraum der BFI-Botschaft angestrebt.

    Zustimmung zur Stromreserve
    Die Kommission tritt ohne Gegenstimme auf die Änderung des Stromversorgungsgesetzes ein und betont die Bedeutung einer sicheren Stromversorgung auch in extremen Lagen. Sie wird das Konzept der Stromreserve vertieft prüfen und verschiedene Varianten analysieren, um die Versorgungssicherheit zu garantieren und dabei die Umweltauswirkungen und Kosten zu minimieren.

    Zudem empfiehlt die UREK-N dem Bundesrat, stärkere Anreize für die Bildung lokaler Elektrizitätsgemeinschaften zu setzen und diese von Netznutzungsentgelten zu entlasten. Die Sitzung fand unter dem Vorsitz von Nationalrat Christian Imark und teilweise in Anwesenheit von Bundesrat Albert Rösti statt.

  • Zukunftsorientierte Wärmeversorgung in Zürichs innerstädtischen Quartieren

    Zukunftsorientierte Wärmeversorgung in Zürichs innerstädtischen Quartieren

    In einem strategischen Vorstoss zur Dekarbonisierung der Energieversorgung identifiziert die Stadt Zürich Schlüsselquartiere, in denen die herkömmliche Wärmeversorgung durch nachhaltige Alternativen ersetzt werden soll. Trotz der Herausforderung, dass lokal verfügbare, erneuerbare Energiequellen wie Wärmepumpen nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken, zeigt eine umfassende Studie Lösungswege auf.

    Konzept für dicht bebaute Stadtgebiete
    Insbesondere die Quartiere Hard, Wiedikon und Sihlfeld-Werd stehen im Fokus der Energieplanung. Diese Gebiete, die etwa sieben Prozent der Siedlungsfläche der Stadt umfassen, erfordern aufgrund ihrer dichten Blockrandbebauung eine innovative Herangehensweise. Das entwickelte Versorgungskonzept sieht den Aufbau thermischer Netze vor, die bis 2040 etwa ein Viertel der städtischen Neuinstallationen ausmachen werden.

    Neue Heizkraftwerke nötig
    Für die Deckung des ermittelten Wärmebedarfs von 282 GWh/Jahr sind leistungsfähige Heizwerke erforderlich, vergleichbar mit der Kapazität der bestehenden Kehrichtverwertungsanlage Hagenholz. Zusätzliche Heizkessel werden zur Abdeckung der Spitzenlast eingesetzt, die insbesondere an extrem kalten Tagen erforderlich ist.

    Modularer Ausbau und innovative Wärmequellen
    Das Konzept beinhaltet die Nutzung diversifizierter Energiequellen wie Abwasserwärme, Flusswasser, Holzbiomasse und Abwärme von Rechenzentren, die ausserhalb des Versorgungsgebietes gewonnen und durch ein neu zu errichtendes Hauptnetz in die Quartiere geleitet werden. Die Implementierung erfolgt in modularen Schritten, wobei unabhängige Verteilzentralen zeitnah realisiert werden, um eine rasche Anbindung der Endverbraucher zu gewährleisten.

    Die Planung und Umsetzung dieses zukunftsweisenden Projekts ist nun gefordert, um frühzeitig in den 2030er Jahren die ersten Liegenschaften ans Netz zu bringen. Der Ersatz von derzeit 1’500 fossilen Heizungen in diesen Gebieten leistet einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der Klimaziele Zürichs.

  • Baustoff Holz als Schlüssel für die Entwicklung urbaner Gebiete

    Baustoff Holz als Schlüssel für die Entwicklung urbaner Gebiete

    Effiziente Nutzung von Energie und Schutz des Klimas in Gebäuden
    In Anbetracht des hohen Energieverbrauchs von Gebäuden und ihres Beitrags zum CO2-Ausstoss ist es entscheidend, den Energiebedarf sowohl während der Bauphase als auch während der Nutzung von Gebäuden zu senken. Der Holzbau trägt durch seine CO2-speichernde Natur und effiziente Produktionsmethoden wesentlich zur Reduzierung der sogenannten grauen Energie bei.

    Modernisierung und Erneuerung der Gebäudestruktur
    Viele Gebäude in Deutschland sind über 25 Jahre alt und müssen modernisiert und energetisch saniert werden. Der Holzbau bietet hier innovative Lösungen, wie z.B. Aufstockungen zur effizienten Flächennutzung und Nachverdichtung, verbunden mit einer verbesserten Energiebilanz. Die zunehmende Urbanisierung und Landflucht erfordern intelligente Baukonzepte in den Städten.

    Urbanisierung und die Rolle des Holzbaus
    Der Holzbau erweist sich als ideale Lösung für die vertikale und horizontale Nachverdichtung. Durch sein geringes Gewicht und den hohen Vorfertigungsgrad eignet sich der Holzbau besonders für den Einsatz in dicht bebauten Metropolen.

    Der Holzbau ist mehr als nur eine traditionelle Bauweise – er ist eine Antwort auf die drängenden Fragen unserer Zeit nach Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Ähnlich wie Beton und Stahl zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat der Holzbau das Potenzial, zukünftige Bauaufgaben effizient und nachhaltig zu lösen und so zu einer nachhaltigeren Gestaltung unserer Stadtlandschaften beizutragen.

  • Fortsetzung des Baselbieter Energiepakets bis 2025 geplant

    Fortsetzung des Baselbieter Energiepakets bis 2025 geplant

    Um die Kontinuität des Baselbieter Energiepakets zu gewährleisten, hat der Regierungsrat dem Landrat eine Erhöhung der Ausgabenbewilligung sowie einen Nachtragskredit für das Jahr 2024 vorgeschlagen. Dieses Vorgehen soll sicherstellen, dass das Programm zur Förderung energetischer Gebäudesanierungen und der Nutzung erneuerbarer Energien im Gebäudebereich nahtlos fortgesetzt werden kann. Für 2024 wurde ein Nachtragskredit von 2,28 Millionen Franken beantragt, und die Gesamtausgabenbewilligung bis Ende 2025 soll auf 42,16 Millionen Franken angehoben werden.

    Das Energiepaket hat sich durch eine hohe Investitionsbereitschaft der Gebäudeeigentümer als besonders wirksam erwiesen. Trotz einer Stabilisierung der Nachfrage auf hohem Niveau nach einem Rekordjahr 2022, bleibt das Förderprogramm im interkantonalen Vergleich sehr effektiv. Diese Ergebnisse wurden im jüngsten Zwischenbericht des Regierungsrats an den Landrat detailliert dargelegt.

    Aufgrund der aktuellen finanziellen Engpässe plant der Regierungsrat eine moderate Senkung der Beitragssätze ab dem 1. Januar 2025. Diese Anpassung reflektiert die überdurchschnittlich hohen Sätze im Vergleich zu anderen Schweizer Kantonen und wird durch die kürzlich eingeführte Energieprämie abgefedert, welche einkommens- und vermögensabhängige Unterstützungen bietet. Gleichzeitig wird mit dem neuen nationalen Impulsprogramm, das Anfang 2025 startet, eine weitere finanzielle Förderung für die Umrüstung von Heizsystemen und umfassende Sanierungen von Gebäudehüllen angeboten.

    Für die nächsten Planungsperioden von 2026 bis 2030 bereitet der Regierungsrat eine separate Vorlage vor, die auf den Erkenntnissen aus dem Energieplanungsbericht 2022 und weiteren parlamentarischen Aufträgen basiert. Diese Initiative soll die Ausrichtung und Effektivität des Förderprogramms weiter stärken und an die dynamischen Bedürfnisse des Energiemarktes anpassen.

    Abschliessend unterstreicht der Zwischenbericht, basierend auf dem kantonalen Energiegesetz, die Bedeutung einer regelmäßigen Überprüfung und Anpassung der Fördermassnahmen, um die CO2-Reduktion effektiv zu unterstützen und den legislativen Anforderungen gerecht zu werden. Der Regierungsrat bleibt in seinem Engagement für eine nachhaltige und energieeffiziente Zukunft für Basel-Landschaft verpflichtet.

  • Luzern und ewl installieren in zwei Quartieren E-Ladestationen

    Luzern und ewl installieren in zwei Quartieren E-Ladestationen

    Die Stadt Luzern und ewl lancieren das gemeinsame Pilotprojekt Grüne Zonen. In dessen Rahmen werden an der Eichmattstrasse und an der Bergstrasse innerhalb der blauen Zonen jeweils zwei Parkplätze grün markiert und mit je einer Ladestation inklusive Bodensensor ausgestattet. Laut einer Medienmitteilung beginnen die Bauarbeiten am Montag, den 8. April 2024, und dauern rund zwei Wochen.

    Bis ins Jahr 2040 sollen alle Fahrzeuge, die in der Stadt Luzern eingelöst sind, elektrisch oder erneuerbar angetrieben werden. E-Ladeplätze in Wohnquartieren sollen dieses Ziel unterstützen. Damit das Laden von Elektro- und Hybridfahrzeugen möglichst einfach funktioniert, können Nutzerinnen und Nutzer online abfragen, ob diese Parkplätze frei oder besetzt sind. Dafür stellt eCarUp aus Rotkreuz ZG die Datenschnittstelle bereit. Deren Zugriff wird vom Luzerner ICT-Dienstleister arcade solutions eingerichtet und verarbeitet.

    Das auf fünf Jahre angelegte Pilotprojekt wird durch das Förderprogramm LadenPunkt und den Energiefonds der Stadt Luzern finanziell unterstützt. Dabei wollen die beiden Partner Erfahrungen in Luzerner Wohnquartieren sammeln, etwa hinsichtlich Ladegewohnheiten und Nutzungsdauer. Mit den gewonnenen Erkenntnissen lasse sich einschätzen, ob in Zukunft weitere Parkplätze mit Ladeinfrastruktur in Quartieren ausgerüstet werden.

  • ETH erforscht Rolle von Wasserstoff für Schweizer Stromsystem

    ETH erforscht Rolle von Wasserstoff für Schweizer Stromsystem

    Ein Forscherteam des Energy Science Center der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hat in einem sechsmonatigen Forschungsprojekt herauszufinden versucht, welche Rolle synthetische Brennstoffe im Schweizer Stromsystem spielen können. Mit Hilfe der Modellierungsplattform Nexus-e wurde laut einer Medienmitteilung drei Hauptszenarien für das Schweizer Stromsystem im Jahr 2050 entworfen: die potenzielle Rolle von Wasserstoff und E-Methan für die Schweizer Stromversorgung, wenn sie importiert werden, die saisonale Speicherung von Strom in der Schweiz sowie die potenziellen Kosten der Produktion von Wasserstoff und E-Methan in der Schweiz.

    Die Forschenden kommen zu dem Schluss, dass Wasserstoff- und E-Methan-Importe nur bei niedrigen Importpreisen Teil einer kosteneffizienten Stromversorgung in der Schweiz sein können. Bei sehr niedrigen Preisen könnte Wasserstoff bis zu 12 Prozent des jährlichen Strombedarfs decken. Inländisch produzierter Wasserstoff oder E-Methan sehen sie nicht als kosteneffiziente Lösung für die saisonale Stromspeicherung.

    Die Ergebnisse dieser Studie sollen einen Einblick in die Rolle der synthetischen Brennstoffe in einem Netto-Null-Emissions-Stromsystem in der Schweiz geben, dienen jedoch nicht als Prognosen. Sie wurde von Heinz M. Buhofer, dem früheren Präsidenten des Verwaltungsrats von Metall Zug, in Auftrag gegeben und vom Stromversorger Eniwa mitfinanziert. Den Projektbeirat bildeten Mitglieder der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, des Tech Clusters Zug, des Verbands der Schweizerischen Gasindustrie und der Zuger Unternehmensberatung Steinmann Consulting.

  • Dienstleistungen belasten Ergebnis der BKW

    Dienstleistungen belasten Ergebnis der BKW

    Die BKW hat 2023 laut einer Mitteilung das finanziell zweitbeste Jahr ihrer Geschichte erzielt. Die Berner Energieversorgerin hat bei einem Umsatz von 4598 Millionen Franken ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 620 Millionen und einen Reingewinn von 488 Millionen Franken erzielt. Der Umsatz liegt damit um 12 Prozent unter dem Rekordjahr 2022, aber um 29 Prozent über 2021. Ähnlich beim Ergebnis und beim Gewinn: Der Reingewinn lag 2023 um 40 Prozent unter dem von 2022 und um 76 Prozent über dem von 2021.

    Das Ergebnis wird vor allem vom Geschäftsfeld Energie getragen. Dieses trug laut dem Geschäftsbericht bei einer Gesamtleistung von 2953 Millionen Franken insgesamt 535 Millionen Franken zum Ergebnis bei, ein Rückgang um 24 Prozent bei der Leistung und um 40 Prozent beim Ergebnis. Die Investitionen stiegen im Geschäftsfeld Energie von 147 Millionen auf 276 Millionen Franken.

    Die Netze lieferten bei einer Gesamtleistung von 540 Millionen ein Ergebnis von 147 Millionen Franken ab, ein Plus von 5 Prozent bei der Leistung und von 0,6 Prozent beim Ergebnis. Die Investitionen stiegen von 113 Millionen 2022 auf 136 Millionen Franken 2023.

    Der Umsatz der Dienstleistungen stieg 2023 um 4 Prozent auf 1838 Millionen Franken. Beim Ergebnis wies das Geschäftsfeld einen Verlust von 40 Millionen Franken aus. Im Vorjahr war es noch ein Plus von 53 Millionen gewesen. Das Ergebnis wurde durch Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von 132 Millionen belastet. Die Investitionen sanken von 333 Millionen auf 75 Millionen Franken. Die BKW will bis Ende 2024 die Profitabilität des Geschäftsfeldes nachhaltig steigern. Sie prüft zudem Verkäufe und Zukäufe.

  • Juice stattet Ladestation mit Bezahlterminal von Wallee aus

    Juice stattet Ladestation mit Bezahlterminal von Wallee aus

    Die Juice Technology AG und die Wallee Group AG in Winterthur wollen das Aufladen von Stromautos vereinfachen. Dafür stattet die Herstellerin von Ladestationen und -software mit Sitz in Bachenbülach ihre Ladestation Juice Charger me 3 mit dem Bezahlterminal des Winterthurer Zahlungsdienstleisters aus. Künftig können Nutzende dank dem Wallee-Terminal mit Kredit- und Debitkarten, aber auch kontaktlos mit Apple Pay und Google Pay oder Twint bezahlen. Dies solle andere Ladekarten überflüssig machen und zu faireren Tarifen führen, da weniger Parteien am Verdienst beteiligt seien, heisst es in einer Mitteilung.

    «Als Partner, der wie Juice aus dem Kanton Zürich stammt, haben wir die optimale Ergänzung für Juice-Ladestationen im Angebot», wird Sascha Krüsi, CXO und Mitbegründer von Wallee in der Mitteilung zitiert. Christoph Erni, CEO und Gründer von Juice, sieht in der Kombination von innovativer Technologie und vertrauenswürdigen Zahlungsdienstleistungen die Zukunft der E-Mobilität.

    Die Ladestation kann auch von gewerblichen Anbietern genutzt werden. So könnten beispielsweise Gastronomien, Hotellerie, Einzelhandel oder Unternehmen mit Firmenparkplätzen Anbieter der Stationen werden. Das System von Juice und Wallee wird bereits in Laax GR und im Riedmatt Center in Rümlang ZH eingesetzt.

    Der Juice Charger me 3 ist mit allen E-Autos kompatibel.

  • Gemeinderat Urdorf beschliesst Rahmen für Energieverbund

    Gemeinderat Urdorf beschliesst Rahmen für Energieverbund

    Energie 360° plant in Urdorf einen Energieverbund auf Basis von CO2-freien Energiequellen. Der Gemeinderat hat die Rahmenbedingungen für die Realisierung an seiner Sitzung vom 26. Februar beschlossen, wie es nun in einer Medienmitteilung heisst. Der Energieverbund umfasst die im kommunalen Energieplan ausgewiesenen Eignungsgebiete Zentrum und Oberurdorf. Damit soll die angestrebte Transformation von fossilen zu klimafreundlichen Energieträgern für die Wärmeproduktion und damit das Ziel «Netto-Null 2050» unterstützt werden.

    Die geplante Anlage sieht eine Wärmeproduktion mit nachhaltigen Energieträgern wie Verbrennung von Holzschnitzeln vor und ermöglicht damit eine Reduktion der Umweltbelastung um jährlich rund 4000 Tonnen CO2. Das bestehende Erdgasnetz soll auf der Basis der Transformationsstrategie von Energie 360° mittelfristig abgelöst werden. Erste Anschlüsse sind im Herbst 2026 vorgesehen, heisst es in der Mitteilung.

    Das Engagement der Gemeinde Urdorf zur Realisierung des geplanten Fernwärmenetzes beschränkt sich auf die Gewährung eines langjährigen Baurechts auf einem Teil des gemeindeeigenen Grundstückes «Lätten» für den Bau der notwendigen Energiezentrale mit einer Energiespeicheranlage sowie die Bewilligung für die Nutzung des öffentlichen Grundes. Realisierung, Finanzierung und Betrieb erfolgen vollumfänglich durch Energie 360°, heisst es weiter. Die Gemeinde trägt kein unternehmerisches Risiko.

    Die allfällige Realisierung der Energiezentrale auf dem gemeindeeigenen Grundstück soll auf der Basis eines der Energie 360° einzuräumenden Baurechts erfolgen. Diesen Vertrag hat der Gemeinderat nach Massgabe der Kompetenzordnung der Gemeindeordnung und von kantonalen Vorgaben mit einer Laufzeit von vorerst 50 Jahren genehmigt.

  • SAK baut grossen Batteriespeicher für bessere Netzstabilität

    SAK baut grossen Batteriespeicher für bessere Netzstabilität

    Die SAK haben am 13. März mit einem Spatenstich den Bau eines Grossbatteriespeichers östlich des Unterwerks in Rheineck begonnen. Das neue Speichersystem soll laut einer Mitteilung eine Speicherkapazität von 6,24 Megawattstunden umfassen und damit zur Energiewende und Stabilisierung des regionalen Stromnetzes beitragen. Generalunternehmerin ist die Kreuzlinger eSpectrum AG, die Energiespeichersysteme herstellt.

    Die neue Speicheranlage soll hauptsächlich von Swissgrid genutzt werden. Als Übertragungsnetzbetreiber arbeitet Swissgrid an einem sicheren und stabilen Stromnetz. Der Umstieg auf erneuerbare Energien im Rahmen der Energiestrategie 2050 fordert Möglichkeiten zur Stromspeicherung, da wetterbedingte Schwankungen bei der Energiegewinnung immer wieder zu Überschüssen bei der Energieerzeugung führen, auf die in Zeiten von geringer Stromproduktion zurückgegriffen werden kann.

    Batteriespeicher seien besonders wichtig, um Lastspitzen abzufangen und die Netzinfrastruktur zu entlasten. «Es ist zwar nicht das erste oder grösste seiner Art, passt aber optimal zu den Anforderungen und Zielen der SAK in Bezug auf die Energiewende», wird Simon Mettler, Projektleiter für Innovation bei der SAK, in der Mitteilung zitiert.

  • Luzern will bis 2035 frei von fossilen Brennstoffen sein

    Luzern will bis 2035 frei von fossilen Brennstoffen sein

    Die Stadtverwaltung von Luzern will sich bis 2035 vom Verbrauch fossiler Brennstoffe befreien. Wie aus einer Medienmitteilung der Stadt hervorgeht, sollen in einem ersten Schritt bis 2030 die etwa 200 Dienstfahrzeuge von Benzin- und Diesel- durch Elektroantrieb ersetzt werden. Bis zum Zieljahr 2035 sollen zudem in den etwa 150 Liegenschaften der Stadt die Heizungen und Warmwasserversorgungen von Öl- beziehungsweise Gasbefeuerung auf erneuerbare Systeme wie etwa Wärmepumpen umgestellt werden. Auf den Dächern dieser Gebäude sollen Photovoltaikanlagen Strom erzeugen. Damit könnten 35 bis 40 Prozent des derzeitigen städtischen Bedarfs gedeckt werden.

    Bei der bereits vor fünf Jahren begonnenen Umstellung der Heizsysteme konnte die Verwaltung in einem aktuellen Bericht bereits auf 65 umgestellte Objekte verweisen. Ziel beim Heizungsumbau ist, ab 2035 insgesamt 3300 Tonnen CO2 weniger zu emittieren. Die Kosten des Umbaus werden auf etwa 60 Millionen Franken geschätzt.

    „Wir fordern nicht nur andere Liegenschaftsbesitzende auf, aktiv zu werden, wir packen auch selber an“, wird Katja Dürst, Leiterin der Abteilung Umweltschutz, in der Mitteilung zitiert.

  • BKW weist zweitbestes Ergebnis der Firmengeschichte aus

    BKW weist zweitbestes Ergebnis der Firmengeschichte aus

    Die BKW AG hat im Geschäftsjahr 2023 Umsätze in Gesamthöhe von knapp 4,60 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im Vergleich „zum ausserordentlichen Vorjahr mit den fundamentalen Verwerfungen an den Energiemärkten“ fiel der Umsatz damit 12 Prozent geringer aus, informiert die Berner Energieversorgerin in einer Mitteilung. Gegenüber 2021 wurde hingegen ein Umsatzwachstum um 29 Prozent realisiert.

    Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT lag mit 620 Millionen Franken um 40 Prozent unter dem Vorjahreswert und um 57 Prozent über dem Wert von 2021. Der operative Reingewinn betrug 432 Millionen Franken, das sind 40 Prozent weniger als 2022 aber 76 Prozent mehr als 2021. Insgesamt hat die BKW nach dem ausserordentlichen Vorjahr damit das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte realisiert.

    Zu den guten Entwicklungen hat insbesondere das Geschäftsfeld Energie beigetragen. Hier wurde ein Beitrag zum EBIT in Höhe von 535 Millionen Franken realisiert. Das Geschäftsfeld Netze leistete mit 147 Millionen Franken „erneut einen soliden Beitrag“ zum Ergebnis, heisst es in der Mitteilung. Die Gruppe investiert jährlich mehr als 120 Millionen Franken in eine sichere und moderne Netzinfrastruktur.

    Im Dienstleistungsgeschäft konnte der Umsatz im Jahresvergleich um 4 Prozent auf 1,84 Milliarden Franken gesteigert werden. Der Beitrag zum Betriebsergebnis blieb mit einem Verlust von 40 Millionen Franken hingegen „klar unter den Erwartungen“, schreibt die BKW. Hintergrund sind Sondereffekte wie Projektwertberichtigungen und Wertminderungen. Für das laufende Jahr rechnet die Gruppe mit einer verbesserten Ertragslage im Dienstleistungsgeschäft.

  • Parlament stimmt CO2-Gesetz deutlich zu

    Parlament stimmt CO2-Gesetz deutlich zu

    Das revidierte CO2-Gesetz hat in der Schlussabstimmung im Parlament deutliche Zustimmung erzielt. Der Ständerat nahm es mit 42 Stimmen gegen eine Stimme bei einer Enthaltung an. Der Nationalrat nahm es mit 122 zu 42 Stimmen bei 27 Enthaltungen an.

    Damit ist klar, wie die Schweiz aus der Sicht des Parlaments ihren CO2-Ausstoss bis 2030 im Vergleich zu 1990 halbieren soll. Der Grossteil der Reduktion soll im Inland erzielt werden.  Allerdings hat das Parlament entgegen dem Wunsch des Nationalrates keine festen Inlandreduktionen vereinbart. Diese müssen nun vom Bundesrat festgelegt werden. Auch Basisinstallationen für die Ladeinfrastruktur von Elektroautos sollen nicht vom Bund gefördert werden. Die CO2-Abgabe bleibt wie bisher bei 120 Franken pro Tonne. Neue Abgaben werden nicht eingeführt, anders als bei der 2021 gescheiterten Vorgängervorlage, die eine Flugticketabgabe vorsah. Allerdings soll Flugbenzin künftig erneuerbarer Treibstoff beigemischt werden.

    Economiesuisse begrüsst das Gesetz als „wirksam und vernünftig“. Es zeige, „wie mehrheitsfähige und wirksame Klimapolitik auch ohne Symbolpolitik und unrealistische Forderungen geht“, schreibt der Wirtschaftsdachverband in einer Mitteilung. Die Gefahr eines Referendums sei gebannt, komme es dennoch, so habe es an der Urne kaum Chancen.

    Anders swisscleantech. „Das Resultat ist enttäuschend“, schreibt der Energiewendeverband. Angesichts des fehlenden Inlandziels und der stagnierenden Lenkungsabgaben sei klar, dass die Schweiz ihr Halbierungsziel bis 2030 nur mit vielen Auslandkompensationen erreichen könne.

  • IWB lanciert Nanoverbund für Heizungen

    IWB lanciert Nanoverbund für Heizungen

    Die Basler Energieversorgerin IWB lanciert den Nanoverbund als eine neue Lösung für das Heizen ausserhalb der Fernwärmeversorgung im Kanton Basel-Stadt. Dabei werden laut Medienmitteilung bei einem Austausch von Heizungen in dicht nebeneinander stehenden Häusern oder Reihenhäusern die Heizanlagen miteinander verbunden und mit einer zentralen Steuerung ausgestattet. IWB hat den Nanoverbund am Mittwoch, 6. März, interessierten Eigentümern aus dem Reinacher Mausacker-Quartier zum ersten Mal präsentiert.

    In der Regel kümmert sich jede Eigentümerschaft um eine eigene Heizung. Dabei werden die einzelnen Heizungen aus Sicherheitsüberlegungen oft überdimensioniert ausgelegt, heisst es in der Mitteilung. Installations- und Heizkosten seien höher als notwendig. In einem Nanoverbund werden die Heizungen von zwei bis acht Liegenschaften physisch miteinander verbunden und durch eine intelligente Steuerung ergänzt. Es können alle Arten von Heizungen zusammengeschlossen werden.

    Die Steuerung ermöglicht, dass zuerst die Anlagen eingesetzt werden, die umweltfreundlich heizen. Über eine Internet-Applikation können sich alle angeschlossenen Eigentümer jederzeit einen Überblick über Energieproduktion, den Verbrauch und die Kosten verschaffen. In einem zweiten Schritt können alte, fossile Heizungen ausser Betrieb genommen werden.

    In einem Pilotprojekt habe der Zusammenschluss von drei Liegenschaften zu einer finanziellen Einsparung von bis zu 15 Prozent. Zudem konnten die drei Liegenschaften, in welchen eine Wärmepumpe, Solarthermieanlagen und Gasheizungen eingebaut waren, durch den Zusammenschluss zu 90 Prozent erneuerbar heizen.

  • Abwärme von Fassaden wird zu Strom

    Abwärme von Fassaden wird zu Strom

    Die Frage, ob die Abwärme von Fassadenverkleidungen aus Nanomaterialien künftig zur Stromerzeugung genutzt werden kann, beschäftigt Forscher weltweit. Ein Team der TU Darmstadt hat nun einen vielversprechenden Ansatz vorgestellt, der dies ermöglichen könnte. Mithilfe von Nanokanälen und Salzlösungen gelingt es, auch Abwärme geringerer Temperaturen in elektrische Energie umzuwandeln.

    Die Energieumwandlung basiert auf einem Material mit mikroskopisch kleinen Kanälen, die eine hochkonzentrierte Salzlösung enthalten. Ein minimaler Temperaturunterschied zwischen den Seiten des Materials führt zu einem thermoelektrischen Effekt, der eine überraschend hohe elektrische Spannung erzeugt. Dieser Mechanismus könnte die effiziente Nutzung von Abwärme unter 100 Grad Celsius revolutionieren.

    Das Forschungsteam erklärt, dass die Stromerzeugung in den Nanokanälen und der Salzlösung auf der Bewegung von Ionen und der Bildung von ladungsneutralen Clustern basiert. Wenn ein Bereich des Materials erwärmt wird, zerfallen die Cluster und erzeugen Ladungen, die zur kälteren Seite wandern und dabei eine hohe elektrische Spannung erzeugen.

    Aktuell arbeiten die Forscher daran, ihr theoretisches Modell mit experimentellen Ergebnissen in Einklang zu bringen. Dazu kooperieren sie mit einem Team vom University College Cork, das die beschriebenen Phänomene experimentell untersucht. Obwohl die Technologie noch nicht marktreif ist, sind die Forscher optimistisch und sehen ein grosses Potenzial für zukünftige Anwendungen. Eine mögliche Anwendung könnte eine Fassadenverkleidung aus speziellem Nanomaterial sein, die einen Teil der Abwärme eines Gebäudes in elektrischen Strom umwandeln kann.

    Obwohl die Entwicklung noch in den Anfängen steht, halten die Forscher die Verfolgung dieser Vision für entscheidend. Angesichts der Energieverschwendung durch ungenutzte Abwärme in Industrie und Haushalten ist die Suche nach effizienten Lösungen dringend geboten.

  • Alpiq steigert Gewinn bei geringerem Umsatz

    Alpiq steigert Gewinn bei geringerem Umsatz

    Alpiq hat 2023 von der grossen Nachfrage in der Schweiz und Europa nach flexibler Stromproduktion profitiert. Der Energieversorger mit Sitz in Lausanne hat zwar mit 8420 Millionen Franken eine deutlich niedrigere Gesamtleistung als im Vorjahr (14‘899 Millionen Franken) erzielt; ein Spiegel des Rückgangs der Strompreise auf dem Markt. Der Reingewinn stieg dagegen laut einer Mitteilung von 172 Millionen auf 820 Millionen Franken.

    Der Kraftwerkspark mit seinen flexiblen Schweizer Wasserkraftwerken und seinen Gaskombikraftwerken in Italien, Spanien und Ungarn hat mit 1040 Millionen Franken den grössten Anteil am Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abgaben beigetragen. Dieses lag mit 1184 Millionen Franken um 150 Prozent über dem Vorjahr.

    Der Energie- und Zertifikatehandel brachte 2023 insgesamt 54 Millionen ein, der Bereich Origination – die Vermarktung der Stromproduktion Dritter – 169 Millionen Franken.

    Alpiq setzt auch in Zukunft auf die Produktion von Strom dann, wenn er auch aufgrund des Wechsels zu erneuerbaren Energien knapp ist. „Unser sehr gutes Ergebnis gibt uns die Möglichkeit, weiter massiv in die dringend erforderliche Winterproduktion und in zusätzliche Speicher zu investieren“, wird Alpiq-CEO Antje Kanngiesser in der Mitteilung zitiert. 2022 und 2023 hat Alpiq insgesamt 316 Millionen Franken in den Unterhalt, die Erneuerung und die Effizienzsteigerung des Kraftwerkparks investiert.

  • The Ark und CleantechAlps suchen Start-ups für smarte Energienutzung

    The Ark und CleantechAlps suchen Start-ups für smarte Energienutzung

    CleantechAlps, der Cluster der Cleantech-Unternehmen in der Westschweiz, und The Ark, Stiftung für Innovation im Wallis, richten bereits den zweiten Pitch-Contest für Smart Energy Start-ups aus. Der Wettbewerb wird am 30. August im Rahmen der Smart Energy Events auf dem Energypolis Campus in Sitten stattfinden, informieren die Veranstaltenden in einer Mitteilung. Interessierte Jungunternehmen können sich noch bis zum 7. Juni online für die Teilnahme bewerben.

    Gesucht werden Start-ups, die nach 2014 gegründet wurden und im Energiebereich tätig sind. Für die Vorauswahl der letztendlich am Wettbewerb teilnehmenden Jungunternehmen ist eine Jury zuständig. Auf dem Pitch Contest selbst konkurrieren die Start-ups um die beste Idee, die besten Kurzpräsentation und den Publikumspreis. Alle drei Auszeichnungen sind mit einem Preisgeld von je 5000 Franken verbunden. Zudem biete der Wettbewerb den Teilnehmenden «eine einmalige Chance, Ihr Unternehmen ins beste Licht zu rücken und wichtige Akteure der Branche zu treffen», schreiben die Veranstaltenden.

  • BASE-Initiative soll mehr Energieeffizienz bringen

    BASE-Initiative soll mehr Energieeffizienz bringen

    Die Initiative Servetia von BASE – Basel Agency for Sustainable Energy will Schweizer Unternehmen zu mehr Energieeffizienz verhelfen und hat dazu laut einer Medienmitteilung das Modell Servitisation lanciert. Für Unternehmen wirken sich die Energiekosten erheblich auf die Rentabilität aus, was die Energieeffizienz zu einer wichtigen Chance macht, heisst es weiter. Durch die Optimierung des Energieverbrauchs können Unternehmen nicht nur ihre Kosten senken, sondern auch ihren CO2-Ausstoss verringern, ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen und sich auf künftige Energievorschriften vorbereiten.

    Servetia stelle einen innovativen Ansatz vor, um diese Herausforderungen durch Servitisation zu bewältigen. Das zugrunde liegende Modell, das auch als Energy Efficiency-as-a-Service (EaaS) bezeichnet wird, verlagert den Schwerpunkt vom Besitz von Energiesystemen auf die Nutzung der von ihnen erbrachten Dienstleistungen, wie Heizen oder Kühlen, ohne die Notwendigkeit von Kapitalinvestitionen. Die Lösungsanbieter bleiben Eigentümer der Anlagen und kümmern sich um Implementierung, Betrieb, Wartung und Aufrüstung.

    Durch die Zusammenarbeit mit BASE, dem Enterprise for Society Center (E4S) und der Fondation Valery ermöglicht Servetia den Zugang zu diesen hochmodernen Technologien. Unter Nutzung der umfangreichen Erfahrung von BASE seien Instrumente wie standardisierte Verträge und Finanzanalysen entwickelt worden, die die Einführung des Modells unterstützen.

    Im Laufe des vergangenen Jahres hat Servetia laut der Mitteilung ein Partnernetzwerk aufgebaut, das Lösungsanbieter von Energietechnologien bis zu Messung und Digitalisierung, Finanziers, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen umfasst, um das volle Potenzial der Servitisation in der Schweiz auszuschöpfen.

  • Wegweisende Solarinitiative in Glarus

    Wegweisende Solarinitiative in Glarus

    Die energierechtliche Bewilligung durch den Glarner Regierungsrat ermöglicht der Swisspearl AG, ihre Solar-Grossanlage auf den Dächern ihrer Produktionshallen deutlich auszubauen. Mit einer beeindruckenden Gesamtleistung von 3100 Kilowatt (kW) wird diese Anlage nicht nur die grösste ihrer Art im Kanton sein, sondern auch bis zu 50 Prozent des Strombedarfs des Unternehmens decken können. Die Entscheidung, auf eine jährliche Abgabe von rund 30’000 Franken zu verzichten, begründet sich durch den innovativen und vorbildlichen Charakter des Projekts, das als wegweisend für ähnliche Grossanlagen in der Industrie gilt.

    Die Förderung der Fotovoltaikanlage durch den Verzicht auf die Gebühr reflektiert das Bestreben des Kantons und der Firma, führend in der Nutzung und Expansion erneuerbarer Energiequellen zu sein. Dieses Projekt stellt nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der nationalen Energieziele dar, sondern dient auch als inspirierendes Beispiel für andere Unternehmen, den Übergang zu nachhaltigeren Energiequellen zu beschleunigen.

    Mit der Realisierung der Fotovoltaikanlage bekräftigt der Kanton Glarus sein Engagement für eine umweltfreundlichere und nachhaltigere Zukunft. Die Swisspearl AG demonstriert, wie Unternehmen aktiv zur Reduzierung des CO2-Fussabdrucks beitragen und gleichzeitig ihre Energieeffizienz steigern können. Diese Initiative markiert einen entscheidenden Schritt vorwärts in der regionalen Energiepolitik und setzt neue Massstäbe für die Integration von erneuerbaren Energien in die industrielle Produktion.

    Die Genehmigung der Fotovoltaikanlage in Niederurnen durch den Glarner Regierungsrat verkörpert einen signifikanten Meilenstein im Streben nach einer nachhaltigeren und energieeffizienteren Wirtschaft. Die Swisspearl AG steht exemplarisch für das Potenzial der Industrie, eine Vorreiterrolle im ökologischen Wandel zu übernehmen, und unterstreicht die Bedeutung von innovativen Energielösungen für die regionale und nationale Wirtschaft.

  • EPFL-Forschende machen Strom aus Glasscheiben

    EPFL-Forschende machen Strom aus Glasscheiben

    Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) haben einen innovativen Weg zur Herstellung fotoleitender Schaltkreise entwickelt. Dabei werden diese mit einem ultraschnellen Femtosekundenlaser direkt auf eine Glasoberfläche gedruckt. Diese neue Technologie ist lichtdurchlässig und erfordert ein einziges Material. Sie könnte eines Tages zur Energieerzeugung genutzt werden, heisst es in einer Mitteilung der EPFL.

    Was passiert, wenn Telluritglas Femtosekundenlaserlicht ausgesetzt wird? Diese Frage versuchte Gözden Torun vom Galatea Laboratory an der EPFL in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der japanischen Hochschule Tokyo Tech in ihrer Dissertation zu beantworten, als sie eine Entdeckung machte, die Fenster eines Tages in Lichtsensoren aus einem einzigen Material verwandeln könnte, heisst es in der Mitteilung.

    Durch die Untersuchung, wie sich Atome in Telluritglas neu anordnen, wenn sie schnellen Impulsen hochenergetischen Femtosekundenlaserlichts ausgesetzt werden, entdeckten Wissenschaftler die Bildung nanoskaliger Kristalle aus Tellur und Telluroxid, zwei Halbleitermaterialien, die genau dort in das Glas geätzt wurden, wo das Glas freigelegt worden war. Eine wichtige Entdeckung, ein dem Tageslicht ausgesetztes Halbleitermaterial kann Strom erzeugen.

    «Da Tellur ein Halbleiter ist, haben wir uns gefragt, ob es möglich ist, dauerhafte Muster auf die Oberfläche von Telluritglas zu drucken, die bei Lichteinwirkung zuverlässig Elektrizität induzieren können, und es stellte sich heraus, dass ja», wird Yves Bellouard zitiert, Direktor des Galatea-Labors an der EPFL. «Ein interessanter Aspekt dieser Technik ist, dass bei diesem Prozess keine zusätzlichen Materialien benötigt werden. Alles, was Sie brauchen, ist Telluritglas und ein Femtosekundenlaser, um ein aktives fotoleitfähiges Material herzustellen.»

  • Aarauer Klimapreis geht an AEW Energie AG

    Aarauer Klimapreis geht an AEW Energie AG

    Die AEW Energie AG hat den Aarauer Klimapreis 2023 gewonnen. Der Preis wird jährlich vom Stadtrat von Aarau für speziell innovative Leistungen, ausserordentliches Engagement oder umfangreiche Projekte vergeben, die zur Nachhaltigkeit beitragen, erläutert AEW Energie in einer Mitteilung. Der Aargauer Energiedienstleister wurde für seine Massnahmen für ein fortschrittliches und nachhaltiges Mobilitätsmanagement im eigenen Unternehmen ausgezeichnet.

    AEW Energie hat sich zum Ziel gesetzt, bis spätestens 2040 CO2-neutral zu agieren. Dafür setzte der Energiedienstleister auf CO2-neutrale Stromproduktion aus Wasserkraft, Photovoltaik und Windkraft. Ein beträchtlicher Teil der Emissionen wird derzeit jedoch durch die Mobilität der Mitarbeitenden des Unternehmens generiert.

    Hier hat AEW Energie auch im Rahmen des Umzugs vom Hochhaus an der Oberen Vorstadt ins Aeschbachquartier eine Reihe von Massnahmen erarbeitet und umgesetzt. Dabei wurde zum einen das Arbeiten im Homeoffice flexibler möglich gemacht. Zum anderen wurde die nachhaltige Mobilität der Mitarbeitenden unterstützt, etwa durch die Bereitstellung von Sharing-Velos, Velo-Parkplätzen und elektrisch betriebenen Pool-Fahrzeugen. Die verschiedenen Initiativen wurden massgeblich von Nicola Ruch, Leiter Geschäftsentwicklung bei der AEW und Projektleiter des Mobilitätsmanagements, vorangetrieben.

    «Wir freuen uns sehr über den Klimapreis der Stadt Aarau», wird AEW-CEO Marc Ritter in der Mitteilung zitiert. «Wir haben zwar mit dem Mobilitätsmanagement noch nicht alles umgesetzt, was geplant ist, aber die Auszeichnung würdigt das bisher Geleistete, und wir sehen den erhaltenen Klimapreis als grosse Motivation, um unsere CO2-Ziele weiter konsequent zu verfolgen.»

  • EWN verzichtet auf alpine Solaranlagen

    EWN verzichtet auf alpine Solaranlagen

    Das Kantonale Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) hat in seinem Versorgungsgebiet insgesamt sechs Standorte auf eine Eignung für den Bau alpiner Solaranlagen geprüft. Zwei Standorte wurden in einem ersten Schritt als grundsätzlich geeignet beurteilt.

    Umfassende Abklärungen hätten aber ergeben, dass die Steilheit des Geländes an beiden Standorten besondere Herausforderungen an den Bau und die Finanzierung der Anlagen stelle, schreibt EWN in einer Mitteilung. EWN verweist auf den Druck des Schnees, Lawinen, Rutschprozesse und mögliche Steinschläge. Mögliche Schutzmassnahmen wären so teuer gewesen, dass die Anlagen nicht mehr wirtschaftlich gewesen wären.

    EWN verzichtet daher vorerst darauf, die beiden Projekte weiterzuverfolgen. Sollten sich die Rahmenbedingungen ändern, könnten sie wieder aktiviert werden.

    EWN betreibt unter anderem das Wasserkraftwerk Dallenwil und eine Solaranlage auf dem Länderpark Stans. Ausserdem ist es an der Repartner Produktions AG beteiligt, einer Gemeinschaftsfirma von Repower und anderen regionalen Energieversorgern zur gemeinsamen Beteiligung an Projekten der erneuerbaren Energie.

  • Nationalrat setzt neue Akzente für Umwelt, Raumplanung und Energie

    Nationalrat setzt neue Akzente für Umwelt, Raumplanung und Energie

    Die nationalrätliche Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK-N) hat beschlossen, das Beschwerderecht von Umweltschutzorganisationen bei kleineren Wohnbauprojekten einzuschränken. Die Änderung des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz zielt darauf ab, den Rechtsrahmen für kleinere und mittlere Wohnbauprojekte anzupassen, um ungleiche finanzielle Mittel zwischen Parteien auszugleichen.

    Darüber hinaus hat die Kommission die Beratung des Bundesgesetzes über die Aufsicht und Transparenz in den Energiegrosshandelsmärkten begonnen, um eine angemessene Aufsicht und Transparenz sicherzustellen. Im Zuge der Diskussion über ein Strommarkt-Abkommen mit der EU erörterte die Kommission die volkswirtschaftliche Bedeutung einer sicheren Stromversorgung und die Notwendigkeit, die Schweizer Regelungen mit denen der EU in Einklang zu bringen.

    Im Bereich der Kreislaufwirtschaft hat die Kommission die meisten Differenzen mit dem Ständerat ausgeräumt, insbesondere bezüglich der Lockerung des Siedlungsabfallmonopols. Es bleibt jedoch noch Uneinigkeit in der Frage, ob unverkaufte biogene Produkte entpackt werden sollen.

    Weitere Diskussionen der Kommission umfassten die Teilrevision des Umweltschutzgesetzes, die sich auf den Lärmschutz und Altlastensanierungen konzentriert. Die Motion «Mit Verdichtung und gemeinnützigem Wohnungsbau gegen die Wohnungsnot» wurde von der Kommission abgelehnt, da sie der Meinung ist, dass die bestehenden gesetzlichen Grundlagen bereits ausreichend sind. Zudem wurde ein Postulat zur Optimierung der Nutzung von Energieholz eingereicht.

    Die Sitzungen der Kommission am 22. und 23. Januar 2024 standen unter der Leitung von Nationalrat Christian Imark und wurden teilweise in Anwesenheit von Bundesrat Albert Rösti in Bern abgehalten.

  • BFE verleiht Energiepreis Watt d’Or 2024

    BFE verleiht Energiepreis Watt d’Or 2024

    Der renommierte Schweizer Energiepreis Watt d’Or wird 2024 zum 17. Mal vom Bundesamt für Energie (BFE) vergeben. Die Auszeichnung gibt es in drei Bereichen: Erneuerbare Energien, Energietechnologien und energieeffiziente Mobilität und die Kategorie Gebäude und Raum. Die Preisverleihung findet laut Medienmitteilung am Donnerstag, 11. Januar, im Kongresszentrum Kursaal in Bern statt. Die Watt d’Or Trophäe – eine Schneekugel – wird den Gewinnern von Nationalrätin Susanne Vincenz-Stauffacher überreicht.

    Gewinner des Jahres 2024 sind in der Kategorie Energietechnologien der  Energieversorger AEW Energie AG mit Sitz in Aarau gemeinsam mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Sie betreiben gemeinsam ein Pilotprojekt, um eine smarte Lösung für das Stromnetz zu finden. Dabei wird das AEW Netz „virtuell“, ohne physischen Ausbau, um bis zu 10 Prozent verstärkt.

    In der Kategorie Erneuerbare Energien wird die Cham Group AG gemeinsam mit Andy Wickart Haustechnik AG, Alfacel AG und pom+Consulting AG ausgezeichnet. In Cham entsteht ein klimaneutrales Quartier, das zu 100 Prozent auf erneuerbare Energie setzt.

    Die CLEMAP AG erhält gemeinsam mit der Otto Fischer AG – beide aus Zürich – den Preis in der Kategorie Energieeffiziente Mobilität. Sie entwickelten gemeinsam kosteneffiziente Ladeinfrastrukturen mit Solar-Laden, wodurch ein  Netzausbau vermieden werden kann.

    Die Sekundarschule Knonau-Maschwanden-Mettmenstetten wird gemeinsam mit der Pro-Energie GmbH aus Eschlikon TG in der Kategorie Gebäude und Raum mit dem Goldpreis gewürdigt. Inhaber Roger Balmer entwickelte die intelligente Energiezentrale Hybridbox. Die Schulanlage mit fünf Gebäuden und einem Hallenbad ist klimaneutral und erreicht dank Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Wärme-Kraft-Kopplung eine Selbstversorgung von 54 Prozent und beim Strom 70 Prozent.

  • Unbound Potential erhält weitere Fördergelder aus Deutschland

    Unbound Potential erhält weitere Fördergelder aus Deutschland

    Vier Jungunternehmen haben sich für die finale zweite Stufe des Innovationswettbewerbs SPRIND Challenge Long-Duration Energy Storage der deutschen Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND qualifizieren können. Eines davon ist Unbound Potential aus Thalwil. Die Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich bekommt damit für die kommenden 18 Monate weitere 3 Millionen Euro Fördermittel, um ihre membranlose Batterietechnik weiterzuentwickeln, erläutert Unbound Potential in einer Mitteilung auf startupticker.ch. In der ersten Stufe hatte das Start-up 1 Million Euro an Fördermitteln bekommen.

    Unbound Potential hat bereits einen ersten kommerziellen Kunden für seine 0,5 Megawattstunden Energie fassende membranlose Redox Flow Batterie gefunden. Das Jungunternehmen will die Fördermittel aus Deutschland zum Ausbau seiner Produktionskapazitäten und für weitere Pilotsysteme zur Validierung der Technologie nutzen.

    „Durch den Wettbewerb können wir vielversprechenden Technologien zum Durchbruch verhelfen, für die es noch kein ausreichendes privates Wagniskapital gibt“, wird Jano Costard, Challenge Officer der Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND, in der Mitteilung zitiert. „Indem wir die Weiterfinanzierung in der zweiten Phase der SPRIND Challenge an Zwischenergebnisse knüpfen, sorgen wir für Wettbewerb unter den Teams und stellen sicher, dass in die vielversprechendsten Technologien und Teams investiert wird.“

  • Bühler nimmt Anlage für Rückgewinnung von Energie in Betrieb

    Bühler nimmt Anlage für Rückgewinnung von Energie in Betrieb

    Das Technologieunternehmen Bühler hat an seinem Hauptsitz Uzwil ein neues Energy Recovery Center (ERC) in Betrieb genommen. Laut einer Medienmitteilung ist die mit dem belgischen Unternehmen Vyncke erbaute Anlage mit modernster Technologie ausgerüstet und bietet eine optimale Energieausbeute. Die als Brennstoff verwandte Biomasse wird über Feinvermahlung aufbereitet und führt neben einem geringeren CO2-Ausstoss auch zu vermindertem Abfall. Erstmalig wurde auch die von Vyncke entwickelte mehrstufige Pyrovergasungs-Turbix Verbrennung für landwirtschaftliche Kraftstoffe eingesetzt.

    Die jetzt in Betrieb genommene Anlage verfolgt zwei Ziele. Zum einen soll nachhaltige Energie erzeugt und verwaltet werden. Dabei werden verschiedene Ströme wie Brennstoff, Warmwasser und Heizenergie genutzt, die von den Anwendungs- und Trainingszentren in Uzwil erzeugt und verteilt werden. Zum anderen werden Biomassen von Materialien wie Weizenkleie, Reishülsen und Kakaoschalen, die von Kundinnen und Kunden von Bühler weltweit erzeugt werden, als Brennstoffe getestet. Bei der Realisierung des ERC-Projekts wird Bühler von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) unterstützt.

    „Indem wir die Energierückgewinnungsprozesse von Vyncke in unser Portfolio aufnehmen, können wir unseren Kundinnen und Kunden neue Prozesse für eine nachhaltigere Produktion anbieten“, wird Johannes Wick, CEO Grains & Food bei Bühler, in der Mitteilung zitiert. „Mit dem Energy Recovery Center und den Anwendungs- und Trainingszentren von Bühler haben unsere Kunden die ideale Plattform und die Expertise, um sicherzustellen, dass ihre Investitionen in die Zukunft fundiert und erprobt sind.“

  • Netzbetreiber planen Markt für Stabilisierung der Stromnetze

    Netzbetreiber planen Markt für Stabilisierung der Stromnetze

    Die Energiewende führt zu einer Zunahme dezentraler Quellen und Speicherungsmöglichkeiten von Energie. Das schafft neue Herausforderungen und Chancen für die Stabilisierung des Stromnetzes. Swissgrid als Betreiber das nationalen Übertragungsnetzes und sieben regionale Betreiber von Verteilnetzen planen deshalb einen gemeinsamen Markt für Netz- und Systemdienstleistungen aus dezentralen Energiequellen.

    Die Teilnehmenden wollen laut einer Mitteilung ein Marktdesign entwickeln, dass die Skalierbarkeit und die Effizienz der Koordination zwischen den Anbietern der Systemdienstleistungen und den Betreibern der Übertragungs- und Verteilnetze verbessert. Die Konzeptphase soll bis Ende 2024 abgeschlossen sein.

    Das Vorhaben baut auf einem Pilotprojekt von Swissgrid und ewz auf, das im Dezember 2022 abgeschlossen worden ist. Ausser Swissgrid und ewz beteiligen sich an ihm die Azienda Elettrica di Massagno, CKW, Groupe E, Primeo Energie, Romande Energie und die St.Galler Stadtwerke.

  • Nachhaltigkeit trifft Lebensqualität in Spiez

    Nachhaltigkeit trifft Lebensqualität in Spiez

    Diese Siedlung stellt nicht nur eine Antwort auf die Bedürfnisse von Singles, Paaren und Familien dar, sondern berücksichtigt auch die Anforderungen älterer Menschen durch besondere bauliche Merkmale. Bei der Umsetzung des Projekts stehen sowohl die Qualität des Baus als auch die Verwendung nachhaltiger Materialien im Vordergrund, wobei ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis nicht aus den Augen verloren wird.

    Die Gestaltung der Wohnanlage orientiert sich an modernen architektonischen Prinzipien. Sie besteht aus fünf kleeblattförmigen Hauptgebäuden und einem abschliessenden Gebäude. Diese Konfiguration bildet einen zentralen Innenhof, der sich ideal für Gemeinschaftsaktivitäten eignet. Sternförmig ausgehende Wege erschliessen weitere Grün- und Freizeitflächen. Insgesamt beherbergt das Projekt 81 Wohneinheiten, von denen ein Grossteil zur Miete und 35 Einheiten zum Kauf, inklusive vier luxuriösen Attikawohnungen und 2 Ateliers vorgesehen sind.

    Abseits der Wohnräume bietet die Anlage zahlreiche Annehmlichkeiten wie eine Tiefgarage mit 96 Parkplätzen, Fahrrad- und Technikräume sowie Ateliers. Doch was dieses Projekt besonders hervorhebt, ist sein Engagement für erneuerbare Energie. Das Herzstück bildet ein Eisspeicher-Heizsystem, welches komplett auf fossile Brennstoffe verzichtet. Dieses innovative System nutzt einen unter Terrain Wassertank als Energiespeicher, aus dem durch eine Wärmepumpe Energie gewonnen wird. Ein Solar-Luftabsorber optimiert diesen Vorgang, was das Projekt zu einem Vorreiter in Sachen nachhaltiger Energiekonzepte macht.