Schlagwort: Energie

  • AEW Energie übernimmt 50 Prozent der GA-Werkstatt.ch

    AEW Energie übernimmt 50 Prozent der GA-Werkstatt.ch

    Die GA-Werkstatt.ch (GAW) gehört neu je zur Hälfte der AEW Energie AG und dem bisherigen alleinigen Eigner, der in Rotkreuz ansässigen Herzog Kull Group Holding (HKG). Mit ihrem neuen Gemeinschaftsunternehmen wollen die Partner dem erhöhten Bedarf auf dem Feld des Gebäudemanagements bei Geschäftsliegenschaften begegnen. Wie es in einer gemeinsamen Medienmitteilung heisst, streben sie mit einem ganzheitlichen Ansatz die projektleitende Rolle des Energie-Generalunternehmens beziehungsweise -Totalunternehmens an.

    Beide Firmen zeigen sich davon überzeugt, dass ein Gebäude als Verbraucher, Produzent und Speicher von Energie im künftigen Energiesystem ein zunehmend relevantes Element sein wird. Durch die engere Zusammenarbeit wollen sie landesweit integrierte Energielösungen aus einer Hand anbieten.

    Dabei sollen sich die Kompetenzen der neuen Partner ergänzen: Die HKG erlangt laut der Mitteilung Expertise in der Planung von Mittel- und Hochspannungsanlagen. Die Zusammenarbeit ermögliche auf allen Handlungsfeldern der Zielnetzplanung eine ganzheitliche Sicht auf Gebäude und Netze. Die AEW erweitert mit der Beteiligung an der GAW ihr Portfolio mit netz- und energienahen Dienstleistungen um die Gebäudetechnik und baut damit ihre Position als Anbieterin für integrierte Energiedienstleistungen für ihre Kundschaft aus. Digitalisierungs­kompetenz steuere ihre Beteiligungsgesellschaft Virtual Global Trading AG bei.

  • ABB investiert 500 Millionen Euro in Elektrifizierung

    ABB investiert 500 Millionen Euro in Elektrifizierung

    ABB und die Europäische Investitionsbank (EIB) haben eine Finanzierungsvereinbarung für ein Darlehen in Höhe von 500 Millionen Euro unterzeichnet, informiert ABB in einer Mitteilung. Das Zürcher Technologieunternehmen will die Mittel für die Entwicklung halbleiterbasierter Leistungsschalter, umweltfreundliche Schaltanlagen und Technologien für die Verbesserung von Effizienz und Automation bei Gebäuden nutzen. Die Gelder sollen in entsprechende Forschung von ABB in der Schweiz, Deutschland, Italien, der Tschechischen Republik, Finnland, Norwegen, Polen und anderen europäischen Ländern fliessen.

    „Die Elektrifizierung ist entscheidend im Kampf gegen den Klimawandel“, wird EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle in der Mitteilung zitiert. „Mit unserem Darlehen an ABB unterstützen wir ein Unternehmen, das auf eine lange Tradition der Entwicklung von elektrischen Produkten zurückblickt und mit grossem Engagement praktische Lösungen fördert, welche die europäische Wirtschaft grüner machen.“

    Die neuen Stromverteilungslösungen sind für die Anwendung beispielsweise in Zweckbauten, Industriebetrieben und Mikronetzen gedacht. Entwicklung und Kommerzialisierung von Technologien haben in der Wachstumsstrategie von ABB einen hohen Stellenwert. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen rund 1,67 Milliarden Dollar beziehungsweise rund 4 Prozent seines konsolidierten Umsatzes in Forschung und Entwicklung investiert.

  • Wärmeverbund Birstal montiert Holzheizkessel

    Wärmeverbund Birstal montiert Holzheizkessel

    Der nachhaltige Wärmeverbund Birstal hat mit der Montage der ersten Holzheizkessel einen weiteren Entwicklungsschritt vollzogen. Das von Primeo Energie aus Münchenstein und uptownBasel initiierte Projekt hat laut einer Medienmitteilung mit der Montage der Kessel die Heizanlage auf dem Areal von uptownBasel erweitert. In einem späteren Schritt soll noch eine Wärmepumpe installiert werden. Bei den Holzheizkesseln handelt es sich um zwei Biomassekessel mit Leistungen von 8 und 11 Megawatt. Moderne Filteranlagen und Technologien sollen zu geringstmöglichen Abgaswerten führen, heisst es in der Mitteilung. Zu einem späteren Zeitpunkt soll die Heizzentrale eine Leistung von 40 Megawatt liefern und damit die grösste von Primeo Energie betriebene Anlage in der Schweiz sein.

    Der Wärmeverbund Birstal besteht aus 25 Wärmeanlagen und -verbünden in Reinach, Arlesheim und Münchenstein. Er wird zunehmend auf erneuerbare Energien umgestellt. Energiequelle soll zum einen Teil die Abwärme aus dem Bereich uptownBasel in Arlesheim sein, zum anderen wird in kalten Jahreszeiten oder bei Spitzenbelastungen Biomasse und Holz aus regionalem Anbau verfeuert.

    Mit der neuen Energiezentrale und dem Wärmeverbund Birstal will Primeo Energie einen Beitrag zur Energiewende und zu einer nachhaltigen Wärme- und Kälteversorgung in der Region leisten, heisst es in der Mitteilung weiter.

  • Wärmeverbund in Villmergen nutzt lokales Altholz

    Wärmeverbund in Villmergen nutzt lokales Altholz

    Die AEW Energie AG hat am 16. November den Baubeginn für die Wärmezentrale im Villmerger Industriegebiet mit einem ersten Spatenstich begangen. Die Wärmezentrale wird auf dem Gelände der Cellpack Power Systems errichtet. Sie soll laut einer Mitteilung in einer ersten Phase mit einem Heizkessel für Altholz mit einer Nennleistung von 2000 Kilowatt und einem Ölkessel für die Spitzenlast mit einer Nennleistung von 4000 Kilowatt ausgestattet werden.

    Die Anlage liefert Ende 2024 erstmals Wärme. Sie soll rund 710‘000 Kubikmeter Erdgas ersetzen und damit den Ausstoss von 1500 Tonnen CO2 vermeiden. Im Endausbau soll ein weiterer Altholzkessel von 4000 Kilowatt Nennleistung hinzukommen. Damit sollen auch weitere Unternehmen im Industriegebiet versorgt werden können. Die Erweiterung des Wärmeverbunds auf angrenzende Gebiete ist angedacht.

    Das Altholz soll mehrheitlich aus unbehandelten Holzabfällen des Industriegebiets stammen und nach Bedarf mit Holz aus der Region ergänzt werden. Der Ölanteil für die Spitzenlast soll höchstens 10 Prozent betragen. Auf dem Dach und an zwei Seiten der Wärmezentrale wird eine Photovoltaikanlage errichtet. Diese erreicht eine Spitzenleistung von 260 Kilowatt.

  • GETEC plant Chemieproduktion im Industriepark Muttenz

    GETEC plant Chemieproduktion im Industriepark Muttenz

    Der Energiedienstleister und Industrieparkbetreiber GETECmit Sitz in Muttenz plant am Standort dort eine Chemieproduktion. Laut einer Medienmitteilung soll diese von der CO2-Nutzung bis zur Produktion chemischer Energieträger reichen. Bereits heute verfüge der Standort über geschlossene Kreisläufe zur Wiederverwendung von Abfällen aus der chemischen Industrie. GETEC habe alle Voraussetzungen, um eine Power-to-X-Anlage zu betreiben, aber der Produktionsbeginn hänge von den geeigneten politischen Rahmenbedingungen ab, heisst es in der Mitteilung.

    Innovative Technologien für eine nachhaltige Energiezukunft brauchen bessere Rahmenbedingungen, hiess es bei der Power-to-X Showcase-Veranstaltung im GETEC Park.Swiss in Muttenz in dieser Woche. „Die Technologie ist da und die Industrie bereit, aber auf regulatorischer Seite gibt es noch viel zu tun“, wird Peter Metzinger zitiert, Co-Geschäftsführer des Vereins Swiss Power-to-X Collaborative Innovation Plattform (SPIN).

    Power-to-X ist die Umwandlung von erneuerbarer Energie in synthetische, chemische Energieträger wie zum Beispiel Treib- und Heizstoffe. Die Veranstaltung bot laut der Mitteilung Einblicke in innovative Technologien und Konzepte, die auf vollständiger Kreislaufwirtschaft und CO2-Neutralität basieren. Rund 70 Akteure aus Industrie, Forschung, Verwaltung und Politik der Schweiz nahmen daran teil.

    Gezeigt wurde die provisorische Installation einer Methanol Micro Turbine, die fossile Heizungen durch solche mit Methanol ersetzen kann. Es wurden unter anderem Projekte vorgestellt wie das Forschungsprojekt HyFuelUp in Portugal zur Produktion von E-Methan und BioLNG als Energieträger für Schwerlastverkehr oder Schifffahrt und Projekte im Bereich der CO2-neutralen Luftfahrt. In vier Workshops ging es um synthetisches Kerosin, Power-to-X-Demonstrationsanlagen, synthetisches Methanol und die Defossilisierung der Chemieindustrie.

  • Energie 360° erhält grünes Licht für Solarfassade

    Energie 360° erhält grünes Licht für Solarfassade

    Energie 360° hat laut einer Medienmitteilung grünes Licht für seine geplante Photovoltaikfassade erhalten. Damit und mit der geplanten Solaranlage auf dem Dach kann es seinen Hauptsitz entsprechend umbauen. So will der Spezialist für nachhaltige Energie und Mobilität rund die Hälfte seines jährlichen Strombedarfs selbst decken.

    Mit den Bauarbeiten wurde Ende März 2023 begonnen. Nach Baubeginn änderte die Gebäudeversicherung Kanton Zürich ihre Bewilligungspraxis für Photovoltaikfassaden. Seitdem braucht es den Nachweis, dass sich ein Brand der Solarmodule nicht über mehr als zwei Stockwerke ausbreiten kann.

    In Ermangelung einer geeigneten Prüfanlage in der Schweiz wurden bei der Gesellschaft für Materialforschung und Prüfungsanstalt für das Bauwesen Leipzig (MFPA Leipzig) zwei Brandversuche durchgeführt. Sie machten deutlich, dass Stahlbleche als horizontale Brandriegel zwischen den einzelnen Modulen wirken. Diese Konstruktion erfüllt die von der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen vorgegebenen Testkriterien.

    «Energie 360° wird als erstes Unternehmen unter den neuen Auflagen eine PV-Fassade realisieren», wird CEO Jörg Wild zitiert. «Die Photovoltaikanlagen machen den Hauptsitz in Altstetten zum grünen Kraftwerk.»

  • Energie-Cluster und Energieportal Schweiz arbeiten enger zusammen

    Energie-Cluster und Energieportal Schweiz arbeiten enger zusammen

    Energieportal Schweiz, Informations- und Beratungsplattform für Energiefragen und Gebäudetechnik mit Sitz in Bergdietikon, und das Netzwerk Energie-Cluster mit Sitz in Bern wollen laut Medienmitteilung ihre Zusammenarbeit intensivieren. Ziel sei es, noch mehr Personen auf die wichtigen Schnittstellen rund um den CO2-neutralen Gebäudepark zu sensibilisieren und gemeinsam die Energiewende voranzutreiben.

    Zum Hintergrund heisst es in der Mitteilung, als schweizweit anerkannte Bildungs- und Wissenstransferplattform spiele der Energie-Cluster eine bedeutende Rolle bei der Förderung der Energiestrategie 2050 der Schweiz. Er sei das führende Netzwerk für eine CO2-neutrale Energiewelt und führe regelmässig Aus- und Weiterbildungen, Fachveranstaltung und Veranstaltungen in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien durch. Durch enge Zusammenarbeit mit Akteuren aus dem privaten und öffentlichen Sektor sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen werde der Wirtschaftsstandort Schweiz gestärkt und es würden innovative CO2-neutrale Produkte und Lösungen gefördert.

    Das Energieportal Schweiz sei eine ideal ergänzende Plattform dazu und widme sich allen Themen der Gebäudetechnik, von Wärmeerzeugung, Photovoltaik, Stromspeicher bis hin zur Gebäudeautomation. Nachrichten, Veranstaltungen und eine Übersicht über offene Stellen in der Gebäudetechnik- und Energiebranche seien auf dem Portal zu finden. Zusätzlich unterstütze die Plattform bei der Suche nach Beratenden, Planenden und Installationsfirmen und biete Informationen zu Förderbeiträgen, Fachkräften und Weiterbildungen der Branche an. Weiter gebe es Informationen über die neuesten Entwicklungen und Einsatzmöglichkeiten der technischen Gebäudeausrüstung.

  • Klärbecken der ARA Thunersee erhält Solardach

    Klärbecken der ARA Thunersee erhält Solardach

    Die ARA Thunersee wird künftig auch Solarstrom erzeugen. Wie die Delegierten des Gemeindeverbandes am 1. November beschlossen haben, soll auf dem Dach des Klärbeckens ein Solarfaltdach installiert werden. Sie haben dafür eine Investition von 12,4 Millionen Franken beschlossen, heisst es in einer Mitteilung. Diese soll sich innerhalb von 17 Jahren amortisiert haben.

    Das Faltdach des Herstellers dhp technology mit Sitz in Zizers wird eine Solarmodulfläche von 23‘000 Quadratmetern aufweisen. Damit wird sie die grösste Photovoltaikanlage einer Schweizer Kläranlage und eine der grössten im Kanton Bern sein. Sie soll eine Leistung von 3000 Kilowatt Peak erreichen und jährlich 3 Gigawattstunden Strom erzeugen.

    Die ARA Thunersee produziert ausserdem bereits 13 Gigawattstunden Biomethan pro Jahr und speist diese ins Erdgasnetz der Energie Thun AG ein.

  • Umwelt Arena zeigt Sonderausstellung Solarstrom

    Umwelt Arena zeigt Sonderausstellung Solarstrom

    Die Umwelt Arena in Spreitenbach präsentiert gemeinsam mit dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) die Sonderausstellung Solarstrom. Schwerpunkte der Sonderausstellung, die vom 3. November bis zum 28. April 2024 ganztägig geöffnet ist, werden laut Ankündigung die Entwicklungsgeschichte von Solarstrom, Funktion und Installation von Solarstrom sowie das Potenzial der Sonne zur Stromgewinnung sein.

    Die ewz-Sonderausstellung zeige, welches riesige Potenzial für eine klimafreundliche Solarstromproduktion auf den Dächern schlummert und wie grundsätzlich unkompliziert es sei, selbst aktiv zu werden, um eine Solaranlage installieren zu lassen, heisst es in der Mitteilung. Noch immer gebe es allerdings Vorbehalte und veraltete Mythen zu Bau und Nutzung von Solaranlagen. Die Ausstellung beleuchtet deshalb verschiedene Aspekte, zum Beispiel auch, wie sich eine Solaranlage und eine Flachdachbegrünung ideal ergänzen können. Auf einer Entdeckungsreise erhalten die Besuchenden Informationen über die Entwicklung der Solarenergie über die letzten Jahrzehnte. Auch können sie an einem Solarquiz teilnehmen.

    Die Umwelt Arena verweist auf die Möglichkeit für besonders am Thema Solarstrom Interessierte und Besuchergruppen wie Firmen, Vereine oder Schulen, den Besuch der Sonderausstellung mit der Buchung einer Themenführung SonnenTrail zu kombinieren. Dabei werden die Nutzungsmöglichkeiten von Solarthermie und Photovoltaik dargestellt.

    Für Führungen sei vorab eine telefonische oder Online-Anmeldung nötig, heisst es in der Mitteilung der Umwelt Arena.

  • Aliunid macht Stromzähler von Landis+Gyr zu Echtzeit-Tachometern

    Aliunid macht Stromzähler von Landis+Gyr zu Echtzeit-Tachometern

    Aliunid und Landis+Gyr haben den aliunid Gateway für den intelligenten Stromzähler (Smart Meter) Landis+Gyr E450 erfolgreich getestet. Kombiniert mit einem aliunid Gateway werde der Smart Meter „zu einem Echtzeit-Stromtacho“, so Landis+Gyr, Anbieter von Energiemanagementlösungen. in einer Medienmitteilung.

    Das 2018 gegründete Brugger Start-up aliunid ist ein digitaler Energieversorger, allerdings ohne physische Infrastrukturen. Es erbringt seine Leistung mittels Echtzeitdaten, Konnektivität und einer auf dem Internet der Dinge basierenden Plattform, und zwar als White-Label-Angebot für Energieversorger, Netzbetreiber und Energieproduzenten.

    Mit den je nach Tages- oder Jahreszeit in unterschiedlichen Mengen verfügbaren erneuerbaren Energien und einem immer höheren Stromverbrauch muss das Stromnetz flexibler werden, um schneller auf Schwankungen reagieren zu können. Aliunid nennt das eine „atmende Versorgung“. Und die funktioniert nur mit Echtzeitdaten, die auch die Smart Meter allein nicht liefern. „Wir freuen uns sehr, dass wir dank der Zusammenarbeit mit Landis+Gyr künftig eine getestete Lösung für die Energiewelt von morgen anbieten können“, wird Aliunid-CEO Dr. David Thiel zitiert.

    „Landis+Gyr unterstützt Lösungsanbieter für Echtzeit-Applikationen, die auf existierenden Smart Meter aufbauen und einen Beitrag an die Energiestrategie 2050 leisten“, erklärt Dr. Christian Zaugg, Leiter der Geschäftseinheit Schweiz bei Landis+Gyr. „So werden zusätzliche Mehrwerte für die Stromkonsumenten geschaffen, welche über den primären Zweck der automatisierten Energiemessung und -verrechnung hinausgehen.“

  • Viboo sammelt 1,5 Millionen Franken ein

    Viboo sammelt 1,5 Millionen Franken ein

    Viboo hat eine Seed-Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt konnten 1,5 Millionen von den Investoren High-Tech Gründerfonds, Swisscom Ventures und Rainmaking Impact eingesammelt werden, informiert die Ausgründung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in einer Mitteilung. „Die Runde war überzeichnet, was das starke Vertrauen der Investoren und das Interesse an dem Potenzial des Unternehmens zur Dekarbonisierung von Gebäuden widerspiegelt“, heisst es dort.

    Viboo hat eine Plattform für den optimalen Energieeinsatz in Gebäuden entwickelt. Die Predictive-Control-as-a-Service-Plattform arbeitet mit selbstlernenden Algorithmen, die Wetter- und Gebäudedaten sowie die Präferenzen der Bewohnenden nutzt, um den Energiebedarf in den Räumen zu optimieren. Die in der Finanzierungsrunde eingesammelten Mittel sollen zur Kommerzialisierung der Plattform eingesetzt werden. Hier will sich viboo während der kommenden Heizsaison auf Gewerbegebäude konzentrieren.

    „Die Plattform und die Algorithmen sind eine echte Revolution für bestehende und auch ältere Gebäude“, wird Gregor Haidl, Senior Investment Manager beim High-Tech Gründerfonds, in der Mitteilung zitiert. „Die Ergebnisse der letzten Heizperiode zeigen, dass viboo einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung von Gebäuden leisten kann.“

  • Die angepassten Schweizer Gebäudelabels sind lanciert

    Die angepassten Schweizer Gebäudelabels sind lanciert

    Der GEAK: Die Basis
    Die Konferenz Kantonaler Energiedirektoren (EnDK) definiert im Rahmen der GEAK-Normierung die Methodik für die Bilanzierung von Energie, CO2 und Treibhausgasen für den Betrieb von Gebäuden. Diese wird anschliessend von Minergie und SNBS in allen Produkten übernommen. Neben den Skalen zur Gesamtenergie und Gebäudehüllenqualität wurde bereits 2022 eine Skalierung der CO2-Emissionen ergänzt, die im Einklang mit dem Schweizer Treibhausgasinventar steht. Im März 2023 wurde zusätzlich eine Methode für die Bilanzierung der vorgelagerten Emissionen (Elektrizitätsproduktion, Fernwärme) ergänzt, so dass nun die gesamten in der Betriebsphase verursachten Treibhausgasgasemissionen ausgewiesen werden können.

    Die Minergie-Standards: Komfort, Effizienz und Klimaschutz
    Die Gebäudestandards von Minergie fokussieren auf Komfort, Effizienz und Klimaschutz. Bei der Anpassung der Minergie-Standards stechen drei Massnahmen heraus:

    1.            Treibhausgasemissionen (THGE) in der Erstellung: Neu gelten für alle Neubauten im Minergie-Standard Grenzwerte für die durch die Erstellung verursachten THGE. Die Grenzwerte sind so definiert, dass zu deren Einhaltung in jedem Fall Optimierungen vorgenommen werden müssen, aber weiterhin an allen Standorten und Lagen gebaut werden kann. Zudem wird die Installation von Photovoltaik und Erdsonden-Wärmepumpen dank flexiblen Grenzwerten nicht behindert. In den nächsten Jahren werden die Grenzwerte sukzessive verschärft. Mit dem gleichzeitig optimierten vereinfachten Nachweis wird das Verständnis für die relevantesten Massnahmen zur Reduktion der THGE geschärft. Die Bilanzierung kann auch von (noch) nicht spezialisierten Architektur- und Planungsbüros mit sehr wenig Aufwand vorgenommen werden.

    2.            Hitzeschutz: Auch in der Schweiz überhitzen die Gebäude mit den wärmer werdenden Sommermonaten öfter und stärker. Bisher wurde anhand von Erfahrungswerten vergangener Jahrzehnte modelliert, wie oft das Innenraumklima den minimalen Gesundheits- und Komfortanforderungen nicht mehr genügen kann. Neu muss der Nachweis für den Sommerlichen Wärmeschutz bei Minergie anhand von Klimadaten erbracht werden, welche MeteoSchweiz für die nächsten Jahrzehnte errechnet hat. Wie bisher darf ein Minergie-Wohnbau dabei bei Standardnutzung nicht mehr als 100 Stunden pro Jahr Temperaturen von über 26.5°C aufweisen. Dies bedingt ein adäquates architektonisches Konzept kombiniert mit entsprechend optimierter Gebäudetechnik. Vermehrt wird im Sommer ein Teil der Eigenstromproduktion für die Temperierung (Freecooling) oder sogar Kühlung der Gebäude aufgewendet werden müssen.

    3.            Photovoltaik (PV): Neu wird durch eine objektspezifische Verschärfung der Minergie-Kennzahl sichergestellt, dass die belegbare Dachfläche bei allen Minergie-Gebäuden voll für die Eigenstromproduktion genutzt wird. Darunter wird verstanden, dass Dachaufbauten für Gebäudetechnik, Fenster, Lifte oder Terrassen weiterhin möglich sind, aber die verbleibende Fläche voll mit Modulen belegt wird. Bei Sanierungen sind die Möglichkeiten einer vollständigen Nutzung der Dachfläche eingeschränkter als im Neubau, was im Grenzwert berücksichtigt ist. Bei Gebäuden mit bis zu 4 Stockwerken wird mit dieser Anpassung eine Leistung von 20-40Wp/m2 EBF installiert, im Vergleich zu 10Wp/m2 gem. Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) 2014. Auf die Einführung einer minimalen Leistung der PV-Anlagen von 20Wp/m2 EBF und damit de facto einer Pflicht zu Fassadenanlagen bei hohen Gebäuden wird aufgrund der aktuellen Unsicherheiten beim Brandschutznachweis von Fassadenanlagen vorerst verzichtet. Nach Vorliegen einer von der Branche breit getragenen Lösung wird diese Anforderung eingeführt werden.

    Ausserdem wird die Anforderung an die Gebäudehülle (bei Minergie- und Minergie-A-Bauten) erhöht. Ebenso müssen zur Erfüllung der Minergie-Kennzahl bspw. effizientere Geräte und Beleuchtung (in Zweckbauten) eingesetzt werden – für einen möglichst effizienten und fossilfreien Betrieb. Zur Sicherstellung eines optimalen Betriebs wird die Monitoring-Pflicht auf Gebäude ab 1’000 m2 EBF ausgeweitet. Zudem sind Minergie-Gebäude für die Elektromobilität bereit (und überwiegend mit Strom ausgerüstet). 

    Für alle Anpassungen gilt eine Übergangsfrist von 12 Monaten. Mehr Informationen zu den Anpassungen an den Minergie-Gebäudestandards stehen im entsprechenden Faktenblatt Minergie-Standards oder im Detail im Produktreglement Minergie-Gebäudestandards 2023.1.

    Der Zusatz ECO: Das Plus für Ökologie und Gesundheit
    Die Minergie Baustandards werden mit dem Zusatz ECO um eine besonders gesunde, kreislauffähige und klimafreundliche Bauweise ergänzt. Der erneuerte ECO-Zusatz besticht mit klarer Struktur, vereinfachtem Bewertungssystem und bringt die aktuellen Themen in das Label.

    Neu wurde das Thema «Klimaschutz und Ressourcen» mit 8 Vorgaben gestärkt, davon 2 neue zu «Restwert rückzubauender Bestandsbauten» und zum «Einsatz lokaler Ressourcen». Die Grenzwerte für Graue Energie und Treibhausgase wurden angepasst. Im Thema «Gebäudekonzept und Kreislaufwirtschaft» steht weiterhin die Nutzungsflexibilität und Wiederverwendung bzw. Wiederaufbereitung im Zentrum. Der Bereich «Gesundheit» wurde gekürzt, vereinfacht und im Bereich Baumaterialien verständlicher formuliert. Neu sind die Innovationsvorgaben in den Bereichen Gesundheit und Ökologie.

    Dank des neuen Bewertungssystems und der gemeinsamen Abwicklung mit dem Minergie-Nachweis auf der Label-Plattform vereinfacht sich die Nachweisführung und Zertifizierung. Die Kombination der strengeren Minergie-Baustandards mit dem neuen ECO-Zusatz bietet Bauherrschaften ein Label, das sie auf dem Weg in das zukunftsfähige Bauen unterstützt und die Qualität sicherstellt.

    Für die Anpassung gilt eine Übergangsfrist von 12 Monaten. Mehr Informationen zu den Anpassungen am Zusatz ECO stehen im entsprechenden Faktenblatt Zusatz ECO oder im Detail im Produktreglement, Zusatz ECO 2023.1.

    Der SNBS-Hochbau: Umfassend nachhaltig
    Mit dem SNBS-Hochbau werden Gebäude in allen Dimensionen der Nachhaltigkeit (Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt) geprüft und zertifiziert. Mit der aktuellen Anpassung wird die Anzahl Kriterien und Messgrössen um rund ein Viertel auf 35 Kriterien resp. 98 Messgrössen reduziert. Dies vor allem durch Weglassen, was in Normen und rechtlichen Grundlagen bereits ausreichend geregelt ist.

    Verschärft und ergänzt werden hingegen die Anforderungen für klimaangepasstes und CO2-armes Bauen. So wird bspw. das Denken in Kreisläufen geschärft, die Wiederverwendung von Bauteilen geregelt oder der Einbezug rückzubauender Gebäudeteile in die Bewertung der Treibhausgasemissionen von Neubauten integriert.

    Ein weiteres neues Thema ist das Mikroklima, also die Begrünung von Aussenräumen, Beschattung von Aufenthaltsbereichen oder Gestaltung von Eigenschaften von Oberflächen im Aussenraum.

    Für die Anpassung gilt eine Übergangsfrist von 12 Monaten. Mehr Informationen zu den Anpassungen am SNBS-Hochbau stehen im entsprechenden Faktenblatt SNBS-Hochbau oder im Detail im Kriterienbeschrieb SNBS-Hochbau 2023.1.

    Das SNBS-Areal: Für Nachhaltigkeit auf Arealebene
    Neu können die bekannten Qualitäten des SNBS-Hochbau auch auf Ebene Areal zertifiziert werden. Es wurden 22 Schlüsselkriterien vom SNBS-Hochbau auf das Areal übertragen und 8 neue Kriterien entwickelt. Es handelt sich dabei um Aspekte, deren Thematisierung sich bei Einzelgebäuden oft nicht lohnen, aber in Arealen entscheidend zu deren Nachhaltigkeit beitragen. Dazu gehören beispielsweise die Governance des Areals, Anforderungen an die Entwicklungsphase oder die Einbindung des Areals ins Umfeld. Im Areal sind Kompensationen bei Treibhausgasen, Energie, Mobilität und Bodennutzung möglich. Die Themen ESG und EU-Taxonomie werden im Kriterienbeschrieb ebenfalls adressiert. Zertifizierbar sind sämtliche Nutzungen auf einem Areal.

    Mehr Informationen zum neuen SNBS-Areal stehen im entsprechenden Faktenblatt SNBS-Areal oder im Detail im Kriterienbeschrieb SNBS-Areal 2023.1. Projekte können ab sofort geplant und ab November 2023 eingereicht werden.

    Das Minergie-Areal: Klimaschutz im Areal
    Minergie-Areale orientieren sich an denselben Zielen wie die Minergie-Baustandards, umfassen aber auch arealspezifische Anforderungen. Die einzelnen Gebäude sind mehrheitlich nach Minergie zu zertifizieren und erfüllen so neben höchsten Anforderungen an Energie- und Treibhausgasemissionen überdurchschnittliche Anforderungen an den Hitzeschutz und die Raumluftqualität. Neu bei Minergie sind die Vorgaben ans Arealmanagement, die klimaangepasste Gestaltung des Aussenraums und Anreize zu einer klimafreundlichen Mobilität. Damit soll auf Minergie-Arealen eine besonders hohe Lebensqualität sichergestellt werden.

    Mehr Informationen zum neuen Minergie-Areal stehen im entsprechenden Faktenblatt Minergie-Areal oder im Detail im Produktreglement Minergie-Areal 2023.1. Projekte können ab sofort geplant und ab November 2023 eingereicht werden.

    Ablösung der 2000-Watt-Areale
    Mit der Einführung des SNBS-Areal und des Minergie-Areal wird das bisher durch das Bundesamt für Energie geführte 2000-Watt-Areal abgelöst. Bestehende Areale «in Entwicklung» oder «in Transformation» finden in einem der neuen Areal-Labels eine gleichwertige Anschlusslösung. Für den Übergang ist gegenüber der Neuzertifizierung ein erleichtertes Verfahren vorgesehen.

  • KVA Turgi soll für 325 Millionen Franken erneuert werden

    KVA Turgi soll für 325 Millionen Franken erneuert werden

    Nach 50 Jahren Betrieb soll die KVA Turgi erneuert werden. Dazu wird der Vorstand laut einer Medienmitteilung an der nächsten Abgeordnetenversammlung am 27. September einen Projektierungskredit von 17 Millionen Franken beantragen. Die Gesamtkosten der Erneuerung werden auf 325 Millionen Franken geschätzt. Die Notwendigkeit einer Erneuerung zeigt sich den Angaben zufolge auch in steigendem Aufwand für Reparaturen und Instandhaltung.

    Nach einer mehrjährigen Planungsphase wird der Bau voraussichtlich erst 2028 beginnen können. Die neue KVA könnte dann 2033 in Betrieb gehen. Die letzten Erneuerungsarbeiten an der Anlage waren in den 1990er Jahren durchgeführt worden.

    Die KVA hat dazu auf ihrer Internetseite neben der Einladung zur Abgeordnetenversammlung eine Sammlung von Dokumenten einschliesslich der Machbarkeitsstudie des Projekts sowie den detaillierten Antrag von Präsident Philippe Ramseier zum Projektierungskrediteingestellt.

    Schon seit 2015 beschäftigen sich laut diesen Unterlagen Geschäftsleitung und Vorstand der KVA mit der Erneuerung der veralteten Anlagen. Geprüft wurde eine Zusammenarbeit mit den benachbarten Anlagen in Buchs AG und Dietikon ZH. Beide lehnten diese allerdings ab. Nach der Machbarkeitsstudie von 2022 hat sich der Vorstand der KVA dazu entschieden, die neue Anlagen auf einer benachbarten Parzelle des Abwasserverbandes Region Baden Wettingen zu platzieren. So kann der Betrieb während der Erneuerungsarbeiten weitergehen.

    Die KVA Turgi verarbeitet jährlich rund 120‘000 Tonnen Abfall. Für die daraus gewonnene Fernwärme wird wegen der Erneuerungskosten mit einer moderaten Preisanhebung gerechnet.

  • Heizungssteuerung von Yuon Control spart 20 Prozent Energie

    Heizungssteuerung von Yuon Control spart 20 Prozent Energie

    Die Hochschule Luzern hat nachgewiesen, dass die Heizungssteuerung Yuon ONE des Start-ups Yuon Control aus Oberburg den Verbrauch von Heizenergie um durchschnittlich 20 Prozent reduziert. Yuon Control und die Hochschule Luzern arbeiten laut einer Medienmitteilung an einem Projekt, das die Grundlagen für eine effiziente und intelligente Regelung Grundlagen für eine effiziente und intelligente Regelung für Heizsystemen schaffen soll. Es wird von der Agentur für Innovationsförderung Innosuisse gefördert.

    Yuon Control AG hat eigenen Angaben zufolge mit Yuon ONE eine vorausschauende, selbstlernende Heizungssteuerung entwickelt, die dabei hilft, intelligenter zu heizen und Kosten zu sparen. Damit sei sie auch in der Lage, die Auslastung in Fernwärmenetzen zu optimieren.

    Die Forschungsgruppe Assessment unter der Leitung von Professor Dr. Philipp Schütz am Kompetenzzentrum für Thermische Energiespeicher der Hochschule Luzern hat das in sieben Gebäuden in den Regionen Bern und Luzern überprüft, vom nur mässig isolierten Haus aus den 70er-Jahren bis zum modernen Minergiehaus. Dabei wurde die Heizung abwechselnd zwei Wochen lang mit dem Yuon-Steuerungsgerät und mit einem traditionellen Steuerungsgerät ohne Optimierung reguliert. Die Probanden hätten über die Yuon App während Abwesenheiten die Heizung abgestellt. Dadurch seien die Einsparungen sogar auf 23 Prozent gesteigert worden, heisst es. Zugleich wurde in allen Gebäudetypen eine Senkung der CO2-Emissionen festgestellt.

    Demnach eignet sich Yuon ONE für Neu- und Altbauten, unabhängig vom Heizungstyp und Gebäudealter. Eine auf Maschinellem Lernen basierende Software berücksichtigt die jeweiligen Gebäudeeigenschaften wie Wärmekapazität, passive Solarerträge und Dichtheit. „Die Innovation besteht darin, dass das System automatisch das Verhalten des Gebäudes, seine thermischen Eigenschaften erlernt“, wird Dr. Sebastian Hersberger, Co-CEO von Yuon, zitiert. Zudem beziehe das System die Wetterprognose von MeteoSwiss ein.

  • Parlament einigt sich bei Solarpflicht für Gebäude

    Parlament einigt sich bei Solarpflicht für Gebäude

    Der Nationalrat entschied am Montag wie der Ständerat, auf Antrag einer Minderheit bei der Bereinigung des Energie-Mantelerlasses. Die Mehrheit der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek-N) hatte indes auf der generellen Solarpflicht für Dächer und Fassaden bestanden, unterlag aber knapp.

    Energieminister Albert Rösti hatte vor dieser Formulierung gewarnt und gemahnt, die Vorlage mehrheitsfähig zu halten. Noch nicht einig sind sich die Räte bei der Solarpflicht für Parkplätze. Der Nationalrat will sie für grosse Flächen, der Ständerat nicht. Er hat nun wieder das Wort zur Vorlage.

  • Orientierung für Immobilien und EVU im komplexen Energiesektor

    Orientierung für Immobilien und EVU im komplexen Energiesektor

    Die fortschreitende Digitalisierung der Energiebranche wird massgeblich durch die Integration von Energiemanagementsystemen (EMS) vorangetrieben. Sie nutzen fortschrittliche Messgeräte und Sensoren, um Energieströme im Gebäude und darüber hinaus in Echtzeit zu überwachen und gezielte Optimierungen vorzunehmen. Diese Systeme spielen eine entscheidende Rolle bei der Transformation von zentraler zu dezentraler Energieversorgung. Zudem unterstützen sie Netzbetreibende bei den Herausforderungen einer ungleichmässigen Energieerzeugung, Verbrauchsschwankungen sowie der zunehmenden Elektrifizierung von Wärme und Mobilität.

    Der EMS-Markt hat in den letzten Jahren ein starkes Wachstum erfahren, was jedoch auch zu steigender Komplexität geführt hat. In diesem Kontext bietet die umfassende EMS-Marktübersicht von EZS, eine aktuelle Orientierungshilfe für Schweizer Anwenderinnen.

    Das Vergleichstool ermöglicht eine Erstevaluation unterschiedlicher EMS-Systeme und unterstützt damit sowohl Immobilienbesitzende als auch Energieversorgungsunternehmen bei fundierten Entscheidungen. Es bietet eine Filterfunktion, detaillierte Anbieterinformationen sowie die Möglichkeit, verschiedene Systeme miteinander zu vergleichen.

    Das neue Energie- und Stromversorgungsgesetz, das voraussichtlich ab dem 01.01.2025 in Kraft tritt, sieht unter anderem die Bildung von lokalen Elektrizitätsgemeinschaften sowie die Befreiung von Elektrizitätsspeichern von Netzentgelten vor. Damit entstehen neue Geschäftsmodelle, bei denen EMS eine wichtige Rolle spielen werden. Die EMS-Marktübersicht dient als Leitfaden, sich auf diese Veränderungen vorzubereiten.

    Die Marktübersicht ist kostenlos unter www.ems-vergleich.ch abrufbar.

  • Ecospeed vereinfacht Energiebuchhaltung für Gebäude

    Ecospeed vereinfacht Energiebuchhaltung für Gebäude

    Der auf Bilanzierung von Umweltkennzahlen spezialisierte Zürcher Softwareentwickler Ecospeed hat neue Funktionen in seine Software integriert. Laut einer Medienmitteilung wurden diese im Rahmen eines Relaunch der Enercoach-Software entwickelt und sollen den Kunden des Unternehmens noch in diesem Jahr zur Verfügung stehen.

    Die Software zeigt den Anwendern den energetischen Zustand von Gebäuden auf und vermittelt ein genaues Bild der Entwicklung von Verbräuchen, Emissionen und Kosten über einen bestimmten Zeitraum. Bislang tauchte bei der Berechnung der Verbräuche von Strom, Heizöl, Gas, und Fernwärme die Schwierigkeit auf, dass die Abrechnungen nicht dem Ablauf des Kalenderjahres folgten. Mit der Software-Erneuerung soll dieses Problem behoben und die Berechnung vereinfacht werden.

    „Man gibt einfach in der entsprechenden Maske die Rohdaten ein, d.h. den aktuellen Zählerstand oder den Verbrauchswert und das Erfassungsdatum“, wird Thomas Herzberger, Geschäftsführer von Ecospeed, in der Mitteilung zitiert. „Die Software rechnet die Werte auf das Kalenderjahr um.“

    Somit ist ein genauer Vergleich einschliesslich anschaulicher Visualisierung möglich. Die Daten können in Form von Tabellen, Grafiken und über den Zeitraum von mehreren Jahren angezeigt werden. Ebenso lässt sich die Wirksamkeit von Verbesserungsmassnahmen exakt ermitteln.

  • Nachfrage nach Programm für energetische Sanierungen steigt weiter

    Nachfrage nach Programm für energetische Sanierungen steigt weiter

    Die Kantone haben mit 425 Millionen Franken den höchsten Betrag seit Bestehen des Gebäudeprogrammes für Sanierungs- und Neubauprojekte ausgezahlt. 2021 hatte die Höhe der ausgezahlten Fördermittel noch bei 361 Millionen Franken gelegen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach fiel der grösste Teil der Beträge mit 130 Millionen Franken auf Haustechnikprojekte. Das entspricht einem Anstieg um 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ausserdem wurden mit Hilfe des Förderprogrammes 17‘000 Öl-, Gas- und Elektroheizungen ersetzt, mit 86 Prozent die meisten davon durch Wärmepumpen. 2021 waren 12‘500 ersetzt worden.

    Wärmedämmprojekte wurden mit 128 Millionen Franken ähnlich hoch gefördert wie 2021. Für Systemsanierungen wurden 89,2 Millionen Franken zur Verfügung gestellt, im Vorjahr waren es 81,4 Millionen gewesen.

    Mehr als das Doppelte gegenüber 2021 floss 2022 in Projekte der zentralen Wärmeversorgung. Hier stiegen die Fördergelder von 11,9 auf 25,9 Millionen Franken. Indirekte Massnahmen in den Bereichen Information und Kommunikation, Bildung und Qualitätssicherung schlugen 2022 mit 17,6 Millionen Franken zu Buche. 2021 waren dafür noch 15,9 Millionen Franken ausgezahlt worden.

    Mit 592 Millionen Franken haben auch die Verpflichtungen von Fördermitteln für energetische Massnahmen, die in den nächsten fünf Jahren umgesetzt und ausbezahlt werden, einen Höchstwert erreicht. „Dies ist ein deutliches Zeichen, dass immer mehr Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer ihre Liegenschaften energieeffizient und klimawirksam sanieren oder neu bauen wollen“, heisst es in der Medienmitteilung.

    Das Gebäudeprogramm wurde 2010 als ein wichtiger Pfeiler in der Schweizer Energie- und Klimapolitik aufgelegt. Gebäude verursachen rund 44 Prozent des Energieverbrauchs in der Schweiz und sind für ein Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich.

  • Tarifänderungen im Übertragungsnetz 2024

    Tarifänderungen im Übertragungsnetz 2024

    Warum die Tarife steigen
    Die Gesamttarife für das Übertragungsnetz 2024 steigen deutlich an, hauptsächlich aufgrund von Faktoren, die Swissgrid nicht kontrollieren kann. Dazu gehören etwa Preisschwankungen auf den Strommärkten und regulatorische Auflagen. Ein durchschnittlicher Haushalt wird im Jahr 2024 CHF 92 für die Leistungen von Swissgrid zahlen, was 7% der jährlichen Stromkosten entspricht.

    Bemühungen um Kostenminimierung
    Swissgrid hat seine Produktpalette stetig weiterentwickelt, um die finanzielle Belastung für die Verbraucher zu senken. Dies hat zu einer erhöhten Liquidität und Sicherheit im Netz geführt. Zudem strebt das Unternehmen die Integration in EU-Regelenergieplattformen an, was sich positiv auf die Tarife auswirken könnte.

    Details zu den einzelnen Tarifen

    • Netznutzung: Konstante Tarife unterstützen den Ausbau und die Modernisierung des Übertragungsnetzes.
    • Blindenergie: Der Tarif bleibt stabil bei 1.60 Rappen pro Kilovarstunde.
    • Allgemeine Systemdienstleistungen: Der Tarif steigt von 0.46 auf 0.75 Rappen pro Kilowattstunde.
    • Wirkverluste: Eine Zunahme des Tarifs auf 0.34 Rappen pro Kilowattstunde ist zu verzeichnen.

    Bundesweite Stromreserven
    2024 werden die Kosten für die Stromreserven des Bundes, darunter Wasserkraftreserven und Notstromgruppen, erstmals an die Konsumenten weitergegeben. Der dafür vorgesehene separate Tarif beläuft sich auf 1.20 Rappen pro Kilowattstunde.

  • Windpark Quatre Bornes nimmt nächste Hürde

    Windpark Quatre Bornes nimmt nächste Hürde

    Der Windpark Quatre Bornes hat eine weitere Hürde genommen. Laut einer Mitteilung der Groupe E hat das Kantonsgericht Neuenburg die Einsprache der Gegner des Projekts gegen die drei Windräder auf dem Gebiet der Neuenburger Gemeinde Val de Ruz zurückgewiesen. Das Gericht habe seine Entscheidung unter anderem damit begründet, dass das Projekt von nationaler Bedeutung und der kantonale Richtplan nicht zu beanstanden sei. Die Einsprecher können nun Einsprache beim Bundesgericht erheben.

    Auch die sechs Windräder des Windparks, die auf dem Gebiet der Berner Gemeinde Sonvilier geplant sind, sind noch Gegenstand laufender Verfahren. Die Initianten hatten dort ursprünglich sieben Windräder geplant.

    Der Windpark wird von den beiden Gemeinden sowie 23 Landwirten und anderen Personen geplant. Groupe E investiert über seine Tochter greenwatt in das Projekt. Die ersten Windmessungen wurden 2006 vorgenommen. Der Windpark soll 63 Millionen Kilowattstunden pro Jahr erzeugen.

  • WWZ baut Geschäft mit Fernwärme aus

    WWZ baut Geschäft mit Fernwärme aus

    Die WWZ-Gruppe beobachtet eine steigende Nachfrage nach Fernwärme und Fernkälte. Der entsprechende Geschäftsbereich habe seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2023 im Jahresvergleich um 15 Prozent gesteigert, informiert der Zuger Energie-, Telekom- und Wasserversorger in einer Mitteilung. Im Berichtshalbjahr hat die Gruppe weitere Liegenschaften an ihre Energieverbünde Circulago und Ennetsee anschliessen können.

    Zukünftig soll der nach Ansicht von WWZ zukunftsträchtige Geschäftsbereich weiter ausgebaut werden. In Steinhausen wurde bereits eine Machbarkeitsstudie für einen Wärmeverbund durchgeführt, mit der Gemeinde Baar arbeitet die Gruppe derzeit an einer Machbarkeitsstudie. Investitionen in Fernwärme und Fernkälte führten zwar „vorübergehend zu höheren Betriebskosten, die Investitionen zahlen sich aber mittelfristig mit stabilen Cashflows aus“, schreibt WWZ.

    Auch im ersten Halbjahr 2023 hat der Ausbau des Fernwärme- und Fernkältegeschäfts die Betriebskosten des Unternehmens um knapp 4 Prozent erhöht. Das Betriebsergebnis konnte dennoch um 27 Prozent auf 13,6 Millionen Franken gesteigert werden. Hintergrund sind im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 166,5 Millionen Franken gestiegene Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen. Der Reingewinn fiel mit 15,7 Millionen um 8,4 Millionen Franken höher als im ersten Halbjahr 2022 aus.

  • Coop und Energie 360° bauen gemeinsam Ladenetz aus

    Coop und Energie 360° bauen gemeinsam Ladenetz aus

    Die Coop Genossenschaft mit Sitz in Basel und die Energie 360° AG mit Sitz in Zürich führen ihre Zusammenarbeit beim Bau von Ladestationen für elektrisch angetriebene Fahrzeuge an Coop-Standorten fort. Einer Medienmitteilung zufolge haben sie seit Beginn ihrer Kooperation vor drei Jahren 120 Coop-Standorte mit 250 Ladepunkten ausgestattet. Bis Ende 2026 soll die Zahl auf 200 Standorte steigen.

    Weiterhin sollen über 150 Schnellladestationen mit Leistungen zwischen 50 und 200 Kilowatt entstehen. Die erste ist laut Angaben bereits an einer Coop-Filiale in Dietlikon zu finden. Zwei weitere sind in Winterthur Grüze und Rickenbach TG geplant. Auch dort können Kunden und Kundinnen bald ihre E-Autos während ihres Einkaufes aufladen.

    Während die Ladeleistung aufgrund unterschiedlicher technischer Möglichkeiten zwischen 50 und 200 Kilowatt variieren kann, kostet die Kilowattstunde an Schnellladestationen immer 0,55 Franken. An AC-Ladestationen mit 22 Kilowatt Leistung liegt der Preis für eine Kilowattstunde wie bisher bei 0,29 Franken.

    Die bereits bestehenden 250 Ladepunkte erfreuen sich bereits grosser Beliebtheit. „Nach den erfolgreichen Erfahrungen bauen wir die Partnerschaft mit Energie 360° aus, verdichten das Ladenetz, erhöhen die Ladeleistung und treiben so den Umstieg auf die Elektromobilität voran“, wird Martin Meister, Energiefachmann bei Coop, in der Medienmitteilung zitiert.

    Der Ausbau soll Elektromobilität vorantreiben und das Ladeerlebnis für Fahrende von E-Fahrzeugen verbessern. „Wir vergrössern und verdichten das Angebot an Ladestationen signifikant“, wird Marcel Kobald, Projektleiter bei Energie 360°, zitiert. „Davon profitieren Fahrer*innen von Elektroautos in der ganzen Schweiz.“

  • Konsortium bringt Solarfaltdächer auf Autobahnrastplätze

    Konsortium bringt Solarfaltdächer auf Autobahnrastplätze

    Die Stromproduzentin Aventron aus Münchenstein, BG Ingenieure und Berater aus Lausanne, Cargo sous terrain (CST) aus Basel und dhp technology aus Zizers haben das Konsortium ABCD-Horizon gegründet, um entlang von Autobahnen Photovoltaikanlagen zu installieren.

    Einer Medienmitteilung zufolge sollen auf 45 Autobahnrastplätzen „in der Romandie und den Kantonen Wallis und Bern“ innovative Photovoltaikanlagen Strom zu erzeugen. Dieser soll vorrangig in die Ladeinfrastruktur entlang der Autobahnen fliessen. Die Gesamtleistung der Anlagen wird mit bis zu 35 Megawatt angegeben. Mit der Menge könnten rund 7800 Haushalte mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von jährlich 4500 Kilowattstunden versorgt werden.

    Der Anstoss für die Solarstromproduktion auf nicht genutzten Flächen von Autobahnraststätten und Lärmschutzwänden kam der Mitteilung zufolge vom Bundesamt für Strassen (ASTRA). Im Rahmen einer nationalen Ausschreibung erhielt das Solarfaltdach Horizon von dhb Technology den Zuschlag für sämtliche Autobahnraststätten in der Region Romandie sowie in den Kantonen Wallis und Bern.

    Die erzeugte Energie wird den Angaben zufolge gespeichert in bestehenden Ladesäulen und Batterien. Käufer der überschüssigen Elektrizität seien die drei Hauptaktionäre von Aventron: Primeo Energie, Stadtwerke Winterthur und ewb sowie das ebenfalls zu ABCD-Horizon gehörende Unternehmen CST.

    Das Solarfaltdach Horizon zeichnet sich Unternehmensangaben zufolge durch „eine ästhetische Leichtbaukonstruktion mit seilbasiertem Tragwerkskonzept und einem patentierten Faltmechanismus“ aus. Dies erlaube weite Stützenabstände und grosse Höhen bis 6 Meter über dem Boden. Es verfügt zudem über einen Wetteralgorithmus, so dass auch im Winter Energie erzeugt werden kann. Die Bauphase ist von 2024 bis 2027 geplant.

  • Implenia beteiligt sich an norwegischem Windstromproduzenten

    Implenia beteiligt sich an norwegischem Windstromproduzenten

    Das Bau- und Immobilienunternehmen Implenia hat eine Investitions- und Aktionärsvereinbarung mit dem Windstromproduzenten WindWorks Jelsa mit Sitz in Jelsa in Norwegen unterzeichnet. Implenia und NorSea beteiligen sich mit je 41 Prozent als Minderheitsaktionäre an WindWorks Jelsa, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Ziel der Vereinbarung ist es, im Uferdorf Jelsa eine hochmoderne Anlage für die Produktion und Montage grosser Beton- und Stahlkonstruktionen für schwimmende Windkraftanlagen zu entwickeln. Neben einer Produktions- und Montagefläche von 800‘000 Quadratmetern sollen bis 2032 auch Lagerhallen, Werkstätten sowie speziell entwickelte Stapellaufanlagen und Schwerlastquais entstehen. Implenia soll dabei seine Erfahrung in den Bereichen Konzeption und Planung eines Standortes, Strategie sowie Marktbearbeitung einbringen.

    Für Norwegen ist auf hoher See erzeugte Windenergie von grosser Bedeutung als künftige Energiequelle und als Exportgut. Auch europaweit wird sich Windstrom „voraussichtlich zur bedeutendsten Energieform entwickeln“. WindWorks Jelsa möchte schwimmende Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 1 Gigawatt pro Jahr zu bauen. Diese Kapazität kann den jährlichen Stromverbrauch von bis zu 4 Millionen Haushalten decken.

    Mit seinem Engagement möchte Implenia ein wichtiger Akteur in diesem stark wachsenden Markt werden. „Schwimmende Offshore-Windparks sind ein interessanter neuer Bereich, in dem Implenia seine langjährige Erfahrung und seine umfassende Expertise gewinnbringend einsetzen kann“, wird Christian Späth, Head Division Civil Engineering von Implenia, in der Medienmitteilung zitiert. Implenia hat sich dazu verpflichtet, in den Jahren 2023 und 2024 zwei kleine Investitionstranchen zu tätigen.

  • Energie Wasser Bern tauscht 40‘000 Stromzähler aus

    Energie Wasser Bern tauscht 40‘000 Stromzähler aus

    Der Energieversorger Energie Wasser Bern (ewb) hat kürzlich den 40‘000. Smart Meter in Betrieb genommen. Damit schreitet die Digitalisierung der Stromversorgung termingerecht voran, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach will ewb alle analogen Stromzähler bis Ende 2025 durch digitale Messgeräte ersetzen. Dadurch entfällt das Ablesen. Die Daten werden dann digital, verschlüsselt und automatisiert auf 15 Minuten genau an die Netzbetreiberin übermittelt. Bis 2027 müssen alle herkömmlichen Geräte ersetzt sein. Nach Unternehmensangaben will ewb das schon früher schaffen.

    Die Smart Meter ermöglichen ein besseres Haushalten mit Elektrizität, indem sie den Stromverbrauch detailliert dokumentieren. Sie zeigen beispielsweise an, zu welchen Zeiten der Stromverbrauch besonders hoch ist und wie er sich im Laufe der Zeit entwickelt. Dadurch können Kunden und Kundinnen gezielt eingreifen und zum Beispiel den Standby-Modus ihrer Geräte ausschalten, sparsamere Geräte anschaffen und die Nutzungsdauer anpassen.

    Digitale und intelligente Messsysteme sind wichtiger Bestandteil der Energiestrategie 2050 des Bundes. „Energie Wasser Bern leistet mit der raschen und flächendeckenden Installation der Smart Meter einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Energiezukunft“, heisst es in der Medienmitteilung.

  • ZHAW lädt zu Tagung über Vegetationssysteme für Schwammstadt

    ZHAW lädt zu Tagung über Vegetationssysteme für Schwammstadt

    Die Forschungsgruppe Pflanzenverwendung des ZHAWInstituts für Umwelt und Natürliche Ressourcen in Wädenswil führt am 7. September 2023 die Fachtagung über Vegetationssysteme in der Schwammstadt durch. Sie ist Teil der jährlichen Veranstaltungsreihe zu Pflanzensystemen. Thematisches Zentrum ist laut einer Medienmitteilung die Hitzeminderung in Städten durch Massnahmen für eine Schwammstadt, mit besonderem Augenmerk auf der Wahl geeigneter Pflanzen.

    Die Schwammstadt ist ein Konzept der Stadtplanung, das möglichst viel Regen- und Oberflächenwasser dort aufnehmen möchte, wo es anfällt, anstatt es lediglich zu kanalisieren und abzuleiten. So sollen Überflutungen bei Starkregen vermieden, das Stadtklima verbessert und die Resilienz von urbanen Ökosystemen gefördert werden.

    Solche Massnahmen können in der Erweiterung des Raums für Wurzelwerk unter Strassen, der Bepflanzung von Regenwasserspeichern oder in Pflanzenbeeten als Sickerbecken bestehen. Internationale Fachleute zeigen anhand von Erkenntnissen aus der Forschung und an Praxisbeispielen, wie mit Vegetationssystemen die Herausforderungen des Klimawandels angegangen werden können.

    Mit ihrer Einladung sprechen die Veranstaltenden Fachleute an, die mit Landschaftsarchitektur und der Planung von Freiraum, Verkehr und Infrastruktur befasst oder für Baum- und Naturschutz in Städten und Gemeinden verantwortlich sind. Zudem sind Umweltingenieurinnen und -ingenieure ebenso eingeladen wie Interessierte aus Forschungs- und Lehreinrichtungen.

  • Projektpartner stellen alpines Solarprojekt ScuolSolar vor

    Projektpartner stellen alpines Solarprojekt ScuolSolar vor

    Die Projektpartner für die alpine Photovoltaikanlage im Skigebiet Scuol Motta Naluns wollen die Chancen nutzen, die sich aus dem vom Bund initiierten Solarexpress eröffnen. Deshalb stellen die Gemeinde Scuol und ihre Bürgergemeinde gemeinsam mit EE Energia Engiadina und der Engadiner Kraftwerke AG aus Zernez ihre Pläne für die Umgebung dieser Skigebietsanlagen, genauer im Gebiet Salaniva, vor. Der öffentliche Informationsanlass fand am 25. Juli statt.

    Die Anlage soll insbesondere der Produktion von erneuerbarem Winterstrom dienen. Für die Ableitung der Energie soll laut einer Medienmitteilung weitgehend bestehende Infrastruktur genutzt werden. Die Beweidung der Flächen werde weiterhin möglich sein.

    Die Projektpartner haben ihr Vorhaben im Rahmen einer Projektierungsgesellschaft erarbeitet, an der alle Parteien zu je einem Drittel beteiligt sind. Dieses Beteiligungs- und Mitwirkungsverhältnis soll den Angaben zufolge auch für die weiteren Planungsschritte gelten. Letztlich soll daraus die ScuolSolar AG entstehen. Nach der erforderlichen Zustimmung der Bevölkerung wollen die Partner „dieses wichtige Pionierprojekt für das Unterengadin“ mit Fachleuten weiterentwickeln, es dann umsetzen und schliesslich betreiben.

  • Grösste Solaranlage im Kanton St.Gallen ist installiert

    Grösste Solaranlage im Kanton St.Gallen ist installiert

    Helion, die schweizweit aktive Installationsfirma für Solaranlagen und Wärmepumpen, und der Energiedienstleister Energie Pool Schweiz haben gemeinsam die grösste Photovoltaikanlage des Kantons St.Gallen gebaut. Sie wurde im Auftrag der Detailhändlerin Aldi Suisse auf ihrem regionalen Verteilzentrum in Schwarzenbach installiert.

    Diese Anlage ging laut einer Medienmitteilung nach einem halben Jahr Bauzeit Mitte Juli in Betrieb. Sie weist eine Gesamtfläche von 25’000 Quadratmetern auf, etwa so viel wie drei Fussballfelder. Jedes der 12’900 Photovoltaikmodule hat eine Leistung von je 415 Watt.

    Die jährliche Energieproduktion liegt bei 5765 Megawattstunden. Das entspricht etwa dem Jahresverbrauch von 2000 Dreipersonenhaushalten. Den Angaben zufolge wurden 63 Kilometer Kabel und 23’000 Beschwerungssteine verlegt.

    Aldi Suisse betreibt den Angaben zufolge bereits seit 2020 auf dem regionalen Verteilzentrum in Perlen LU die grösste durchgehende Solaranlage der Schweiz. Darüber hinaus produziert das Unternehmen Solarstrom auf Dächern von über 60 seiner Filialen. Die neue Anlage in Schwarzenbach ist nach Perlen seine zweitgrösste.

  • Exista erwirbt Fabrimex für Wachstum bei hochwertigen Stromversorgungen

    Exista erwirbt Fabrimex für Wachstum bei hochwertigen Stromversorgungen

    Exista aus Fehraltorf hat Fabrimex übernommen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Beide Unternehmen sind langjährig als Entwickler von Stromversorgungslösungen tätig und bündeln ihre Expertise und Produktangebot. Der Zusammenschluss erfolgt rückwirkend zum 1. Januar 2023.

    Exista hat den Schwerpunkt bei kundenspezifischen, hochwertigen Stromversorgungen, Akku- und LED-Systemlösungen für Kunden in der Industrie, Bahn- und Medizintechnik. Es bestehen Netzwerke zu Partnern und Lieferanten in Europa, in den USA und Asien. Mit dem Zusammenschluss strebt das 1988 gegründete inhabergeführte Unternehmen neues Wachstum an. „Durch die Kombination der Kunden- und Lieferantenbeziehungen, des erweiterten Produkteportfolios und der gebündelten Kräfte im Bereich Verkauf, Service und Support bauen wir unsere Spitzenposition bei den hochwertigen Stromversorgungen und individuellen Lösungen weiter aus“, wird Ernst Roth, Geschäftsleiter der Exista AG, zitiert.

    Fabrimex ist seit 1947 ein Anbieter von Stromversorgungslösungen und erstellt DC/DC Wandler, Stromversorgungen und Wechselrichter. In der Schweiz ist die Firma über Handelsmarken präsent: Glassman HighVoltage (Hochspannungsversorgungen), FSP, EPSolar, Hoppecke und weitere. Fabrimex gehörte seit dem Jahr 2007 und bis zur Übernahme durch Exista zur internationalen Holding Werap. Fabrimex übergibt das Geschäft mit Stromversorgung an die Exista.

    Beide Unternehmen haben ihren Firmensitz im Zürcher Oberland und sollen nach der Akquisition als eigenständige Unternehmen fortbestehen. Die Aktien der Fabrimex AG gehen zu 100 Prozent an die Exista AG. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

  • Zubau von Photovoltaik steigt 2022 um 58 Prozent

    Zubau von Photovoltaik steigt 2022 um 58 Prozent

    Trotz Engpässen bei Fachkräften und blockierten Lieferketten wurde 2022 im Vergleich zum Vorjahr 58 Prozent mehr Photovoltaik installiert. Auf die jetzt vom Bundesamt für Energie veröffentlichten Zahlen weist Swissolar in einer Medienmitteilung hin. Demnach waren per Ende 2022 in der Schweiz Solarmodule mit einer Leistung von 4,74 Gigwatt installiert. Dies deckte im Jahresverlauf fast 7 Prozent des Schweizer Strombedarfs ab. Diese Produktion entspreche der Hälfte des Atomkraftwerks Gösgen.

    Diese Solarstrommenge müsse in den nächsten zwölf Jahren versiebenfacht werden, so der Verband: „Mit dem zurzeit vom Parlament beratenen Mantelerlass muss es gelingen, die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Das sei durchaus realistisch, auch mithilfe des Solarexpress-Gesetzes zum beschleunigten Bau alpiner Anlagen. Allein auf geeigneten Dächern und Fassaden könnten jährlich 70 Terawattstunden erzeugt werden. Das wäre das Doppelte dessen, was National- und Ständerat bis 2035 als Ziel für erneuerbare Energien ausgegeben haben.

    Auch die Nachfrage nach Batteriespeichern hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Mit der Speicherkapazität aller bisher installierten Batteriespeicher könnten den Angaben zufolge 35’000 Haushalte einen Tag lang mit Strom versorgt werden.

    Für das laufende Jahr rechnet Swissolar mit einem Photovoltaikzubau von 20 bis 30 Prozent. Dieser soll ab 1. Oktober mit den neuen Berufslehren Solarinstallateur:in EFZ und Solarmonteur:in EBA weiter Fahrt aufnehmen. „Nun“, so Swissolar-Geschäftsführer Matthias Egli, „braucht es ein klares Signal aus der Politik, dass die Solarenergie langfristige berufliche Perspektiven bietet“.