Schlagwort: ErneuerbareEnergien

  • Woher der Strom 2050 kommt

    Woher der Strom 2050 kommt

    Damit die Schweiz bis 2050 CO₂-neutral wird, müssen Verkehr, Wärmeversorgung und Industrie weitgehend elektrifiziert werden. Der heutige Strombedarf von 56 Terawattstunden wird bis 2050 auf rund 75 TWh steigen. Gleichzeitig entfallen 23 TWh aus der Kernenergie. Der nötige Umbau des Energiesystems ist tiefgreifend, technisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich.

    Massiver Ausbau von erneuerbarer Energie
    Laut EDGE-Bericht müssen bis 2050 rund 60 % des Stroms durch neue erneuerbare Energien gedeckt werden, konkret 45 TWh jährlich. Möglich wäre das mit 28 TWh aus Photovoltaik, 13 TWh aus Windkraft und 4 TWh aus Biomasse. Dafür müsste die Photovoltaikleistung auf 26,8 GW vervierfacht werden. Die Windkraft bräuchte einen 80-fachen Ausbau auf 8,4 GW, insbesondere für den Winterbetrieb. Ohne starke Subventionen sei das kaum realisierbar, so die Forschenden.

    Begrenzung der Stromimporte verteuert das System
    Das neue Stromgesetz begrenzt die Nettostromimporte im Winter auf 5 TWh. Um diese Vorgabe einzuhalten, wären zusätzlich 80 % mehr Windkraft, 11 % mehr Gaskapazität und 10 % mehr Solarleistung nötig. Damit würden die Stromgestehungskosten um 20 % steigen, die Strompreise könnten sich mehr als verdoppeln.

    Europa bleibt entscheidend
    Würde der europäische Stromhandel stark eingeschränkt, z. B. durch eine 70 %-Reduktion grenzüberschreitender Netzkapazitäten, müsste die Schweiz die Windkraft nochmals um 20 % stärker ausbauen. Die Versorgungskosten würden zusätzlich um 8 % steigen. Eine Umfrage des EDGE-Konsortiums zeigt das Spannungsfeld. 60 % der Bevölkerung wünschen sich Kooperation mit Europa, gleichzeitig wollen 70 % energiepolitische Unabhängigkeit und bevorzugen heimische Energiequellen.

    Investitionen fliessen ins Ausland
    Eine weitere Studie zeigt auf, dass über die Hälfte der jährlichen Investitionen von Schweizer Energieversorgern in erneuerbare Grossprojekte fliessen vor allem nach Deutschland, Frankreich und Italien. Nur 1 % dieser Mittel wird in der Schweiz investiert. Im Inland fehlen geeignete Projekte oder Rahmenbedingungen. So finanziert die Schweiz die Energiewende oft indirekt, aber nicht zu Hause.

    Netto-Null hat ihren Preis
    Zwischen 2020 und 2050 könnten die Lebenshaltungskosten steigen, etwa durch CO₂-Steuern, Emissionshandel oder höhere Produktionskosten. Der jährliche Konsumverlust eines Haushalts könnte 0,63–0,75 % betragen, je nach globalem Klimaschutzpfad. Ohne Kompensationsmöglichkeiten im Ausland könnten die Kosten auf bis zu 1 % steigen. Doch langfristig sei das günstiger als die Folgen eines ungebremsten Klimawandels.

    Die Energiewende ist machbarund herausfordernd
    Eine CO₂-neutrale Stromversorgung bis 2050 ist technisch möglich, wenn Photovoltaik und Windkraft massiv ausgebaut, Importe intelligent genutzt und Investitionen gezielt gelenkt werden. Der Zugang zum europäischen Strommarkt bleibt entscheidend. Gleichzeitig braucht es breite gesellschaftliche Unterstützung und ein Verständnis dafür, dass Nicht-Handeln teurer wird als eine mutige Transformation.

  • Hochtemperatur-Solarkraftwerke für durchgehende Energieversorgung

    Hochtemperatur-Solarkraftwerke für durchgehende Energieversorgung

    Das Kernstück der Technologie von 247Solar ist ein von David Gordon Wilson, emeritierter Professor am MIT, entwickelter Hochtemperatur-Wärmetauscher. Durch die Integration dieses Wärmetauschers in eine herkömmliche, einem Düsentriebwerk ähnliche Turbine, wird eine effiziente und emissionsfreie Energieerzeugung möglich. Die Turbine nutzt heisse Luft, die durch Solarenergie auf etwa 1.000 Grad Celsius erwärmt wird, um sowohl Strom als auch Wärme zu produzieren.

    Solarkraftwerk mit integrierter Energiespeicherung
    Eine innovative Komponente dieses Systems ist die Kraft-Wärme-Kopplung, ergänzt durch thermische Energiespeicher. Diese speichern die Hitze in festen Materialien, die dann die Turbine antreiben können, wenn keine Sonneneinstrahlung verfügbar ist. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Energieversorgung, unabhängig von Tageszeit und Wetterbedingungen. Die Erzeugungskapazität des vorgestellten Modells liegt bei 400 Kilowatt Strom und 600 Kilowatt Wärme.

    Das modulare Design des Systems bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere für abgelegene oder autarke Gemeinschaften. Diese Technologie eignet sich hervorragend für die Kombination mit anderen erneuerbaren Energiequellen wie Windkraft, um eine ganzheitliche und nachhaltige Energieversorgung zu gewährleisten.

    Bruce Anderson, der Geschäftsführer von 247Solar, hebt hervor, dass das Hauptziel der Entwicklung dieses Systems die Überwindung der Intermittenzproblematik herkömmlicher erneuerbarer Energien war. Die Fähigkeit, ununterbrochen Energie zu liefern, stellt einen entscheidenden Fortschritt in der Nutzung erneuerbarer Energiequellen dar und könnte eine Schlüsselrolle in der globalen Energiezukunft spielen.

  • ewz verzichtet auf Solarprojekt oberhalb von Splügen

    ewz verzichtet auf Solarprojekt oberhalb von Splügen

    ewz führt seine Planungen für eine hochalpine Solaranlage auf der Tanatzhöhi in der Gemeinde Rheinwald nicht weiter. Zwar seien die Planungen gemeinsam mit dem Gemeindevorstand vorangetrieben worden, heisst es in einer Mitteilung des Stadtzürcher Energieversorgers. «Leider sprachen sich die massgebenden Akteure und Investoren im Tourismus immer deutlicher gegen das Projekt Tambo-Solar aus», wird Philippe Heinzer, Leiter des ewz-Geschäftsbereichs Energie, in der Mitteilung zitiert.

    Gemeindepräsident Christian Simmen begründet die Vorbehalte mit touristischen Projekten zur nachhaltigen Stärkung der regionalen Wirtschaft. «Eine Solaranlage in dieser Grössenordnung ist mit den geplanten künftigen touristischen Plänen leider nicht vereinbar.» Simmen lässt aber die Tür für eine weitere Zusammenarbeit mit der ewz offen. «Wir würden es begrüssen, gemeinsam mit ewz weitere Solarpotenziale in der Gemeinde zu prüfen.»

    ewz wollte beim Skigebiet Splügen-Tambo eine Anlage mit einer jährlichen Jahresproduktion von bis zu 12 Gigawattstunden errichten.

    Das Stimmvolk der Bündner Gemeinde Surses hatte im Januar eine Anlage im Val Nandro abgelehnt. Dort hatte ewz eine Solaranlage mit einer Produktion von 66 Gigawattstunden pro Jahr geplant.

  • Energie Ausserschwyz baut Fernwärme aus

    Energie Ausserschwyz baut Fernwärme aus

    Energie Ausserschwyz, im Kanton Schwyz ansässiges Energieunternehmen, hat Ausbaupläne für die Entwicklung von Fernwärmenetzen vorgelegt. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, erweitert das Unternehmen das Netz vor allem in den Bezirken March und Höfe. In die Verdichtung und den Ausbau der dort örtlichen Fernwärme hat Energie Ausserschwyz 15 Millionen Franken investiert. Die Fernwärme wird mit erneuerbaren Energien wie Biomasse und Holsschnitzeln erzeugt. Zu den ausgebauten Bereichen gehören die Fernwärmeanschlüsse von Galgenen, Lachen, Altendorf und Pfäffikon. Hier werden 2024 Hauptleitungen von Altendorf bis zur Kantonsschule Pfäffikon sowie ins Zentrum von Lachen gebaut. Zudem wird die Feinverteilung in den genannten vier Orten erweitert.

    Wegen des intensiven Feinausbaus wird es gegenüber den ursprünglichen Plänen zu Verzögerungen bei der Erweiterung des Fernwärmenetzes kommen, heisst es in der Mitteilung. Ab 2029 sollen dann im Bezirk March die Ortschaften Schübelbach, Buttikon und Reichenburg angeschlossen werden. Ausbauten im Bezirk Höfe sind erst ab 2040 vorgesehen.

  • Gemeinderat Urdorf beschliesst Rahmen für Energieverbund

    Gemeinderat Urdorf beschliesst Rahmen für Energieverbund

    Energie 360° plant in Urdorf einen Energieverbund auf Basis von CO2-freien Energiequellen. Der Gemeinderat hat die Rahmenbedingungen für die Realisierung an seiner Sitzung vom 26. Februar beschlossen, wie es nun in einer Medienmitteilung heisst. Der Energieverbund umfasst die im kommunalen Energieplan ausgewiesenen Eignungsgebiete Zentrum und Oberurdorf. Damit soll die angestrebte Transformation von fossilen zu klimafreundlichen Energieträgern für die Wärmeproduktion und damit das Ziel «Netto-Null 2050» unterstützt werden.

    Die geplante Anlage sieht eine Wärmeproduktion mit nachhaltigen Energieträgern wie Verbrennung von Holzschnitzeln vor und ermöglicht damit eine Reduktion der Umweltbelastung um jährlich rund 4000 Tonnen CO2. Das bestehende Erdgasnetz soll auf der Basis der Transformationsstrategie von Energie 360° mittelfristig abgelöst werden. Erste Anschlüsse sind im Herbst 2026 vorgesehen, heisst es in der Mitteilung.

    Das Engagement der Gemeinde Urdorf zur Realisierung des geplanten Fernwärmenetzes beschränkt sich auf die Gewährung eines langjährigen Baurechts auf einem Teil des gemeindeeigenen Grundstückes «Lätten» für den Bau der notwendigen Energiezentrale mit einer Energiespeicheranlage sowie die Bewilligung für die Nutzung des öffentlichen Grundes. Realisierung, Finanzierung und Betrieb erfolgen vollumfänglich durch Energie 360°, heisst es weiter. Die Gemeinde trägt kein unternehmerisches Risiko.

    Die allfällige Realisierung der Energiezentrale auf dem gemeindeeigenen Grundstück soll auf der Basis eines der Energie 360° einzuräumenden Baurechts erfolgen. Diesen Vertrag hat der Gemeinderat nach Massgabe der Kompetenzordnung der Gemeindeordnung und von kantonalen Vorgaben mit einer Laufzeit von vorerst 50 Jahren genehmigt.

  • Stadtwerk Winterthur geht vier neue Photovoltaikanlagen an

    Stadtwerk Winterthur geht vier neue Photovoltaikanlagen an

    Stadtwerk Winterthur kann den Bau von vier weiteren Photovoltaikanlagen angehen. Sie sollen auf den Dächern des Theaters Winterthur, des Schwimmbads Wülflingen, der Primarschule Mattenbach und des Provisoriums der Turnhalle Tössfeld installiert werden, informiert der städtische Energie- und Wasserversorger in einer Mitteilung. Die vier neuen Anlagen sollen zusammen jährlich rund 254 Megawattstunden Strom erzeugen.

    Stadtwerk Winterthur ist für den Bau und den Betrieb der Anlagen verantwortlich. Finanziert werden sie aus dem 90-Millionen-Rahmenkredit der Stadt Winterthur, den die Winterthurer Stimmbevölkerung im September 2012 bewilligt hat. Für den Bau der vier konkreten Anlagen stellt der Stadtrat aus diesem Topf insgesamt 707’000 Franken bereit. Der Ausbau von Solarenergie dient dem Ziel der Stadt Winterthur, bis 2040 eine Netto-Null bei den CO2-Emissionen zu schreiben.

  • UZH nimmt Energiezentrale am Campus Irchel in Angriff

    UZH nimmt Energiezentrale am Campus Irchel in Angriff

    Die UZH hat die Planung der ersten Energiezentrale des Anergienetzes auf dem Campus Irchel aufgenommen. Die erste Phase konzentriert sich laut einer Medienmitteilung auf die Planung der Energiezentrale für den dortigen Cluster 4. Dafür arbeitet die UZH mit dem in Rheinfelden AG ansässigen und international tätigen Ingenieurunternehmen J. Willers Engineering zusammen, das auf Hightech-Gebäude und Infrastruktur spezialisiert ist. Die Inbetriebnahme ist für 2028 geplant.

    Noch zählt die UZH zu den Top 20 unter den Energieverbrauchern Zürichs. Doch strebt sie eine Vorreiterrolle beim nachhaltigen Betrieb an. Dazu will die Universität ihren Energieverbrauch ressourcenschonend gestalten und einen deutlichen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen leisten.

    Dazu sollen bis 2050 die Heiz- und Kühlbedürfnisse des Campus durch vier Energiezentralen und entsprechende Erdsondenfelder gedeckt werden. Letztendlich sei das Ziel, dass die UZH ihren Wärmebedarf durch Abwärme aus der Kälteproduktion decken kann. Diese Abwärme soll vollständig genutzt und saisonal gespeichert werden.

    Als Hauptziele dieses Projekts benennt die UZH niedrige Lebenszykluskosten, eine hohe Betriebs- und Versorgungssicherheit sowie Wartungsfreundlichkeit. Und schliesslich sollen in dieser ersten Phase die konzeptionellen Grundlagen für die weiteren geplanten Energiezentralen erarbeitet werden.

  • Accelleron holt in Baden Strom vom Dach

    Accelleron holt in Baden Strom vom Dach

    Die Accelleron Industries AG hat laut einer Medienmitteilung an ihrem Hauptsitz in Baden im Beisein von Stadtammann Markus Schneider die grösste Photovoltaikanlage der Stadt eingeweiht. Die Anlage wurde im Dezember in Betrieb genommen. Sie verteilt sich auf vier Dächer von Betriebsgebäuden mit 2533 Modulen und einer Kapazität von 1 Megawatt Spitzenleistung und soll etwa 1 Gigawattstunde pro Jahr produzieren. Das entspricht nach Angaben des Unternehmens dem jährlichen Energiebedarf von 400 Haushalten oder 150 Fahrten um die Welt mit einem Elektroauto. Accelleron decke nun 10 Prozent seines jährlichen Strombedarfs in Baden mit grüner Energie, heisst es weiter.

    „Als führendes Unternehmen in der Turboladerindustrie setzt sich Accelleron für die Dekarbonisierung ein und leistet einen positiven Beitrag zur  Nachhaltigkeit“, wird Herbert Müller zitiert, Präsident der High Speed Division von Accelleron und Co-Geschäftsführer der Tochterfirma Turbo Systems Switzerland. Accelleron Schweiz leiste mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle bei der Nutzung erneuerbarer Energien, so Müller weiter. Markus Schneider war Ehrengast an der Einweihungsfeier. „Ich danke Accelleron als wichtigem Badener Unternehmen für dieses Engagement für die erneuerbaren Energien. Genau solche Projekte brauchen wir auf den Dächern der Badener Unternehmen“, wird Schneider zitiert.

    Von der internen Projektfreigabe bis zur Inbetriebnahme der Anlage im Dezember 2023 vergingen laut der Firmenmitteilung weniger als acht Monate. Obwohl sich das Projekt noch in einer frühen Betriebsphase befinde, seien bereits wichtige Erkenntnisse gewonnen worden, Das gelte etwa für die Auswirkungen der Schneelage auf die Stromproduktion mit Solaranlagen, so Accelleron.

  • Insgesamt 5 Millionen Dächer sind für die Stromerzeugung geeignet

    Insgesamt 5 Millionen Dächer sind für die Stromerzeugung geeignet

    Mehr als die Hälfte der gesamtschweizerischen Dachfläche – insgesamt 5 Millionen Dächer – ist für die Installation von Solar-/Photovoltaikanlagen geeignet. Das ist laut einer Medienmitteilung an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) das Ergebnis einer Doktorarbeit zum Thema Ausbau der Solaranlagen in der Schweiz. Dadurch könnten mehr als zwei Drittel der Schweizer Städte und Gemeinden energieautark werden.

    Im Rahmen ihrer Doktorarbeit untersuchte Alina Walch das Potenzial erneuerbarer Energiesysteme. In Zusammenarbeit mit Martin Rüdisüli, Experte für Energiesystemmodellierung an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf ZH, entwickelte und verglich sie zwei Szenarien für den Ausbau der Photovoltaik in der Schweiz, um die Ziele der Energiestrategie 2050 zu erreichen oder sogar zu übertreffen.

    „Wir haben die Forschung gemeinsam durchgeführt, wobei ich meine Kenntnisse in der Modellierung der Photovoltaik und Martin Rüdisüli seine Erfahrung in der Bewertung verschiedener Szenarien für den Ausbau dieser Energieform im Rahmen der Energiewende eingebracht hat“, wird Walch zitiert.

    Die beiden untersuchten Strategien waren die Bevorzugung von grossen flache Dächern etwa auf Industriegebäuden und eine ausgewogene Stromerzeugung durch Anbringen von Solarzellen auf den Dächern aller Wohngebäude. Walchs Fazit: „Die beste Option ist ein Kompromiss zwischen den beiden Strategien – eine, die das Potenzial sowohl von Industrie- als auch von Hausdächern nutzbar macht.“

    Im Rahmen seiner Energiestrategie 2050 strebt der Bund einen raschen Ausbau der Solar-/Photovoltaikanlagen an. 2035 sollen 35 Terawattstunden (TWh) Strom aus erneuerbaren Energien (ohne Wasserkraft) erzeugt werden, 2050 sollen es 45 TWh sein.

  • Kanton Luzern will Ausbau von Erneuerbaren beschleunigen

    Kanton Luzern will Ausbau von Erneuerbaren beschleunigen

    Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat seinen Gesetzesentwurf zum Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien. Die Änderung des Kantonalen Energiegesetzes sieht eine bessere Ausnutzung der Dachflächen zur Erzeugung von Solarstrom vor.

    Wie es in einer Medienmitteilung heisst, sollen Neubauten künftig nicht mehr nur einen Teil der selbst benötigten Elektrizität erzeugen, sondern das Stromerzeugungspotenzial der Dachfläche „angemessen ausnutzen“. Auch für bestehende Bauten werden Vorgaben zur Stromerzeugung vorgeschlagen, weil vor allem sie über ein „immenses Potenzial für die Stromerzeugung“ verfügten.

    Dies sei im Interesse eines raschen Ausbaus lokal produzierter erneuerbarer Energie, so Regierungspräsident Fabian Peter: Damit „erreichen wir nicht nur unsere Klimaziele, sondern erhöhen auch unsere Energieversorgungssicherheit“. Immerhin könnten Photovoltaikanlagen auf Dächern im Kanton insgesamt 2,4 Terawattstunden Solarstrom erzeugen. Das ist den Angaben zufolge mehr als das Doppelte des aktuellen Stromverbrauchs aller Privathaushalte.

    Neu sollen Photovoltaikanlagen auch auf einem anderen Dach innerhalb einer bestimmten Häusergruppe errichtet werden dürfen, etwa auf Ställen, Heuböden, Gewerbebauten oder bei Schularealen. Damit reagiert der Regierungsrat auf ein oft geäussertes Anliegen aus der öffentlichen Vernehmlassung. Diese hatte vom 15. Dezember bis 6. April 2023 stattgefunden.

    Die Mehrheit habe der generellen Stossrichtung, den Zielen und den Grundsätzen der neuen Regelungen zugestimmt. Die vorliegende Änderung des Kantonalen Energiegesetzes wird voraussichtlich für die kommende Mai-Session des Kantonsrats traktandiert.

  • St.Galler Energieanbieter heizt mit Abwärme der Industrie

    St.Galler Energieanbieter heizt mit Abwärme der Industrie

    Das Wärmenetz der energienetz GSG AG soll laut einer Medienmitteilung der St.Galler Stadtwerke mit industrieller Abwärme umweltverträglich heizen. Dazu baut die Ende September 2018 von den Städten St.Gallen, Gossau und Gaiserwald sowie der St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK) gegründete Energieversorgerin energienetz GSG im Westen der Stadt St.Gallen ein Niedertemperatur-Wärmenetz, das die Abwärme von Industrie- und Gewerbebetrieben nutzt, um Liegenschaften mit Wärme oder auch Kälte zu versorgen. So können fossile Brennstoffe eingespart und CO2-Emissionen gesenkt werden, heisst es in der Mitteilung. In den nächsten Jahren sollen weitere Gebiete erschlossen werden.

    Abwärme entsteht bei vielen Prozessen wie der Kühlung von Produkten und Räumen, in Rechenzentren und in der verarbeitenden Industrie. Einige Unternehmen verwenden sie selbst, doch bei manchen fällt mehr an als sie intern nutzen können. Mit dem Niedertemperatur-Wärmenetz, auch Anergienetz genannt, wird die überschüssige Energie zum Heizen oder Kühlen der umliegenden Liegenschaften genutzt.

    An der Initiantin und Betreiberin energienetz GSG sind die Stadt St.Gallen und die SAK zu je 47,4 Prozent sowie die Gemeinde Gaiserwald zu 5,2 Prozent beteiligt. Ziel ist es, einen grossen Teil des Gebiets zwischen St.Gallen Winkeln, Gossau Mettendorf und Gaiserwald bis zum Jahr 2050 mit Wärme respektive Kälte zu versorgen, die ihren Ursprung in der Abwärme der Industrie hat.

    «So können wir die CO2-Emissionen im Perimeter substanziell reduzieren, ortsgebundene Ressourcen nutzen und die Energieeffizienz in den Betrieben erhöhen», wird Simon Schoch zitiert, Geschäftsführer der energienetz GSG und Leiter Technischer Verkauf der St.Galler Stadtwerke.

  • Uster Technologies setzt auf sauberen Strom

    Uster Technologies setzt auf sauberen Strom

    Das auf Qualitätskontrolle von Textilien spezialisierte Unternehmen Uster Technologies verbraucht am Hauptsitz in Uster laut einer Medienmitteilung nur Strom aus zu 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen. In der Mitteilung auf LinkedIn heisst es weiter,  der Stromverbrauch in den Produktionsstätten und Büros sei seit 2019 dank Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz und Energiesparmassnahmen der Mitarbeitenden rückläufig.

    «Unsere interne Sensibilisierungskampagne hat zu einem reduzierten Energieverbrauch geführt. Die Mitarbeitenden orientieren sich zunehmend an den Richtlinien zum Energiesparen an ihrem Arbeitsplatz», wird Daniel Schlegel zitiert, Manager Logistics bei Uster Technologies in der Schweiz. Schlegel gibt auch Hinweise an die Mitarbeitenden, wie man mit einfachen Schritten Strom einsparen kann. So empfiehlt er, den PC oder Laptop am Ende des Tages herunterzufahren, anstatt ihn im Stand-by-Modus zu belassen. Mehr Energie könne auch gespart werden, indem die Bildschirmhelligkeit und das Umgebungslicht reduziert werden.

    Die von der Firmenleitung betriebene Sensibilisierungskampagne befasse sich auch mit Möglichkeiten, durch intelligente Beleuchtung und Heizung Energie zu sparen. «Wir sind auf dem richtigen Weg zu einem nachhaltigeren Betrieb. Wir messen und analysieren unseren Energieverbrauch, um daraus weitere Verbesserungen zu lernen», wird Schlegel weiter zitiert.

    Uster Technologies hat erst im November 2023 ein Bulletin für nachhaltiges Wirtschaften in der Textilindustrie erstellt. Es soll praktische Hinweise und spezifisches Branchenwissen in allen Bereichen der textilen Wertschöpfungskette vermitteln. So sollen vor allem Garnhersteller darüber informiert werden, welche rezyklierten Materialien sie bei der Produktion ihrer Fasern verwenden können.

  • Kolbenmaschine soll mehr Strom aus Abwärme generieren

    Kolbenmaschine soll mehr Strom aus Abwärme generieren

    Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat ihrem ehemaligen Doktoranden Andyn Omanovic ein Entrepreneur Fellowship zugeprochen. Es soll zur Entwicklung einer neuartigen Kolbenmaschine beitragen, mit der die Gewinnung von Strom aus Abwärme gesteigert werden kann, erläutert die Empa in einer Mitteilung. Die Realisierung des Projekts wird die von Omanovic und dem Hydraulikexperten Wolfgang Schneider als Ausgründung der Empa und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) entstandene etavalve GmbH aus Zürich übernehmen.

    Derzeit findet die Umwandlung von Abwärme in Strom mehrheitlich mit Turbinen statt. Turbinen seien jedoch „vor allem für hohe Temperaturen und bei Leistungsanforderungen von mehreren hundert Megawatt effektiv“, erläutert Omanovic in der Mitteilung. „Aber für Temperaturbereiche von etwa 500 bis 900 Grad, bei denen die Abwärme unregelmässig anfällt, und bis zum Leistungsbereich von einigen Megawatt ist unsere Kolbenmaschine besser geeignet.“

    Mit der Energieversorgerin IWB in Basel hat das Jungunternehmen bereits eine Partnerin für einen ersten Praxistest gefunden. Bis Anfang 2025 will etavalve eine Pilotmaschine entwickelt haben, die IWB im Prozess der Umwandlung von Biomasse in Pflanzenkohle einsetzen wird. Das bei der sogenannten Pyrolyse anfallende Schwachgas enthält Methan und gasförmige Schadstoffe und muss gesetzlich vorgeschrieben verbrannt werden. Wenig später soll eine erste Kleinserie von Kolbenmaschinen für die Verbrennung von Schwachgasen folgen.

  • Energie 360° baut klimafreundliche Energiezentrale in Dällikon

    Energie 360° baut klimafreundliche Energiezentrale in Dällikon

    Der Energieversorger Energie 360° hat von der Gemeinde Dällikon die Konzession für den Leitungsbau eines klimafreundlichen Energieverbundes erhalten. Laut einer Medienmitteilung verfüge Dällikon als dritte Gemeinde im Furttal neben Regensdorf und Buchs künftig über einen Energieverbund, der mit CO2-neutraler Energie aus dem Rechenzentrum von Green in Dielsdorf versorgt wird.

    Der geplante Energieverbund speist sich aus der Umwandlung von der Abwärme energieintensiver Grossrechner in Nutzenergie. Durch das damit einhergehende Wegfallen fossiler Heizsysteme rechnet die Gemeinde mit einem um 3000 Tonnen geringeren CO2-Ausstoss. „Mit dem Projekt bietet sich uns die Chance, die Energiewende voranzutreiben“, wird Gemeindepräsident René Bitterli in der Mitteilung zitiert.

    Die Bevölkerung in Regensdorf hatte dem erforderlichen Landkauf zugestimmt. Der Baustart dort ist für Herbst 2024 vorgesehen. Die Zentrale soll voraussichtlich ab Herbst 2027 klimafreundliche Energie an öffentliche Gebäude sowie Immobilien von Privatinteressenten in Dällikon liefern. Regensdorf und Buchs sollen bereits ab Herbst 2026 ihre Energie von dort beziehen.

    Energie 360° hat neben der Planung die Finanzierung, den Bau und Betrieb übernommen. Der Energieversorger hat angekündigt, in den nächsten Wochen auf Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer sowie Verwaltungen zuzugehen und über Konditionen eines Anschlusses zu informieren.

  • Primeo Energie unterzeichnet Vertrag für Wärmeverbund Aesch

    Primeo Energie unterzeichnet Vertrag für Wärmeverbund Aesch

    Der Energieversorger Primeo Energie aus Münchenstein hat laut einer Medienmitteilung am Freitag, 9. Februar, mit der Bürger- und Einwohnergemeinde Aesch die für den Bau und Betrieb des neuen Wärmeverbunds notwendigen Verträge unterzeichnet. Aesch und Primeo Energie unterstützen die Energiestrategie 2050 des Bundes und haben das gemeinsame Ziel, die Wärmeenergie zu dekarbonisieren, heisst es weiter. Eine Massnahme dazu sei der künftige Wärmeverbund in Aesch mit seiner neuen Holzheizzentrale.

    „Wir freuen uns, mit der Vertragsunterzeichnung einen weiteren wichtigen Schritt hin zur Dekarbonisierung unserer Wärmeversorgung in der Region und insbesondere der Gemeinde Aesch sichergestellt zu haben“, wird Cédric Christmann zitiert, CEO von Primeo Energie.

    Der künftige Wärmeverbund wird von der neuen Heizzentrale in Aesch gespeist. Die Holzhackschnitzel stammen aus dem gemeindeeigenen Forstrevier und der Region. Durch den kurzen Transportweg sollen wenig CO2-Emissionen entstehen.

    Der Baustart der Zentrale ist laut der Mitteilung für das Frühjahr geplant. Bis zum Herbst 2025 soll sie fertiggestellt sein. Die Arbeiten für die neuen Wärmeleitungen haben bereits begonnen. Erste Wärmelieferungen werde es voraussichtlich ab Herbst 2025 geben, heisst es von Primeo.

    Der neue Wärmeverbund soll in einem ersten Schritt Neubauten im Norden von Aesch versorgen. Danach ist geplant, das Netz in mehreren Etappen auf die restlichen Gemeindegebiete auszuweiten. Bereits bestehende Wärmeverbünde werden dann an das neue Fernwärmenetz angeschlossen.

  • Windenergie stellt Produktionsrekord auf

    Windenergie stellt Produktionsrekord auf

    Die 47 Windenergieanlagen in der Schweiz mit einer installierten Leistung von insgesamt 100,45 Megawatt haben 2023 zusammen 168,5 Gigawattstunden Strom erzeugt. Damit wurde der im Vorjahr aufgestellte Rekord von rund 153 Gigawattstunden um 12,5 Prozent übertroffen, informiert Suisse Eole in einer Mitteilung. Dabei sei insbesondere in den Wintermonaten sehr viel Strom erzeugt worden, wird der Geschäftsleiter des Branchenverbands, Lionel Perret, dort zitiert: „Im November und Dezember wurden alle Rekorde geschlagen“.

    Zur guten Windstromproduktion haben im Berichtsjahr vor allem die seit Herbst beobachteten Winterstürme beigetragen. So fiel etwa die Jahresproduktion des Windparks Peuchapatte im Kanton Jura mit 17,1 Gigawattstunden um 43 Prozent höher als erwartet aus. „Windenergieanlagen produzieren Strom bis zu einer Windgeschwindigkeit von 150 Stundenkilometern“, erläutert Perret. „Erst bei noch stärkeren und langanhaltenden Windböen drehen sich die Flügel aus dem Wind.“

    Nach Ansicht von Suisse Eole sollten die starken Winterwinde in der Schweiz besser genutzt werden. Im europäischen Vergleich belege das Land mit einem Anteil von 0,3 Prozent Windenergie am gesamten Stromverbrauch den letzten Platz, schreibt der Branchenverband. Daran sind nach Ansicht von Perret die langen Planungs- und Bewilligungsverfahren schuld. „Allein die Windparks, die dank dem Windexpress nun etwas schneller gebaut werden, können Haushaltsstrom für rund 500‘0000 Menschen liefern“, so der Geschäftsleiter von Suisse Eole.

  • Pratteln wird klimaneutral mit Wärme versorgt

    Pratteln wird klimaneutral mit Wärme versorgt

    Die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) ist mit dem Energie- und Immobiliendienstleister Getec Schweiz eine weitreichende Vereinbarung zur Wärmeversorgung des Grossraums Pratteln eingegangen. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, soll dafür die Abwärme aus dem nahe gelegenen Industriepark Getec Park.Swiss im Areal Schweizerhalle genutzt werden. Diese Energiequelle soll im Verbund mit den bereits bestehenden Ressourcen aus der Abwärme von ARA Rhein, Holz aus heimischen Wäldern sowie Recyclingholz Wohnhäuser, Büro-, Gewerbe- und öffentliche Gebäude mit Wärme versorgen. «Dabei stimmt der mögliche Leistungsumfang ziemlich genau mit dem Bedarf überein», wird Markus Vögele, Projektmanager bei der EBL, in der Mitteilung zitiert.

    Aus dem Getec Park.Swiss, der von Getec betrieben wird, soll Abwärme in einem Umfang von mindestens 26,5 Gigawattstunden Strom pro Jahr in die Zusammenarbeit einfliessen. Dies entspricht dem Wärmebedarf von circa 4500 Haushalten. Durch die Verarbeitung dieser Wärmemenge in der EBL-Fernwärmezentrale sollen jährlich 8300 Tonnen CO2 eingespart werden. Langfristig soll die Wärmemenge verdoppelt werden.

    «Wir freuen uns, dass wir zusammen mit EBL künftig Pratteln mit klimaneutraler Wärme aus dem Raum Schweizerhalle versorgen dürfen und so einen aktiven Beitrag zur Senkung von CO2-Emissionen leisten», erklärt Urs Zimmerli, CEO von Getec Schweiz.

  • Exnaton und sunvigo entwickeln neue Stromtarife für Prosumer

    Exnaton und sunvigo entwickeln neue Stromtarife für Prosumer

    Eine umweltbewusste Bevölkerung ist auf der Suche nach Energiesicherheit mit Aussicht auf Kosteneinsparungen. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, wollen das in Zürich ansässige Softwareunternehmen Exnaton und der Kölner Energieversorger sunvigo sogenannten Prosumern – Kundinnen und Kunden, die sowohl Strom produzieren als auch konsumieren – einen innovativen Tarif anbieten. Sunvigo bietet einen Stromvertrag an, der aus vom Unternehmen bereitgestellter Solaranlage zu einem Fixpreis von 16 Cent pro Kilowattstunde bezogen werden kann. Ein solcher Vertrag läuft über 20 Jahre, im Anschluss geht der Besitz der Solaranlage an die Hauseigentümer über. Reicht der selbst produzierte Strom vom eigenen Dach nicht aus, profitieren sunvigo-Kundinnen und – Kunden zusätzlich von günstigen Konditionen an der europäischen Strombörse EPEX. Für die Kombination aus Eigenproduktion und dynamischem Reststromtarif setzt sunvigo auf die Abrechnungsplattform PowerQuartier von Exnaton, einer Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH).

    Um ihr gemeinsames Projekt einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, laden Exnaton und sunvigo am 29. Februar von 10 bis 11 Uhr zum Webinar «Smarte Prosumer Tarife als Schlüssel zur Energieunabhängigkeit» ein, heisst es in der Mitteilung. Bereits vom 20. bis 22. Februar können Informationen zu dem Projekt auf der Messe E-World in Essen erhalten werden.

  • Hasliberg lehnt alpine Solaranlage von IWB ab

    Hasliberg lehnt alpine Solaranlage von IWB ab

    Die alpine Solaranlage Käserstatt beim Skigebiet Meiringen-Hasliberg wird nicht gebaut. Wie die Gemeinde Hasliberg mitteilt, haben sich an der Gemeindeversammlung vom 31. Januar 296 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger gegen das Projekt ausgesprochen, nur 106 dafür. Die Stimmbeteiligung betrug 53 Prozent. Die Bäuertgemeinde Hasliberg als Landeigentümerin sowie die Bergbahnen Meiringen-Hasliberg hatten sich zuvor für das Projekt ausgesprochen.

    Die Projektanten um die Basler Energieversorgerin IWB bedauern laut einer eigenen Mitteilung den Entscheid. Sie beenden die Planungsarbeiten und wollen die Hintergründe der Abstimmung analysieren.

    Die Solaranlage sollte laut technischem Bericht auf einer Höhe von 1900 bis 2100 Metern über dem Meer und einer Fläche von rund 60‘000 Quadratmetern mit 31‘960 Solarmodulen insgesamt 21,6 Gigawattstunden Strom im Jahr erzeugen. Davon wären 45 Prozent in den Wintermonaten angefallen. Vorgesehen waren Investitionen in Höhe von 44 Millionen Franken. Der Bau hätte noch im laufenden Jahr beginnen und 2028 abgeschlossen sein sollen.

  • Oiken und Studer Innotec entwickeln virtuelles Kraftwerk

    Oiken und Studer Innotec entwickeln virtuelles Kraftwerk

    Der Walliser Energieversorger Oikenund Studer Innotec starten laut Medienmitteilung  ein Innovationsprojekt zur Nutzung von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern für die allgemeine Stromversorgung durch ein virtuelles Kraftwerk. Die variable und nicht vorab geplante Stromerzeugung in Privathäusern oder Quartieren soll dadurch bestmöglich genutzt und optimiert werden. Das von der Stiftung The Ark finanziell unterstützte Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Institut Icare in Siders VS entwickelt. Die Testphase beginnt noch 2024.

    Ziel des Projekts sei es, kleine Energieerzeuger, die zusammen das Aufkommen eines grossen Kraftwerks haben, zusammenzuschliessen, um ein virtuelles Energiekraftwerk (VPP – Virtual Power Plant) zu schaffen, heisst es in der Mitteilung von Oiken. Die beschleunigte Entwicklung der dezentralen und nicht vorab geplanten Energieerzeugung aus Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) in „Wohnkraftwerken“ verändere Verwaltung und Steuerung des Stromnetzes grundlegend.

    Laut Solarstatistik wurden im Jahr 2022 PV-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 4,7 Gigawatt installiert, die 3,8 Terawattstunden oder 6,7 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs produzierten. Der Anteil der erzeugten Solarenergie übersteige bereits heute tagsüber im Sommer den Anteil anderer Energieträger wie Gas, Wasserkraft oder Biomasse.

    Auf lokaler Ebene wie beim Einfamilienhaus soll der Eigenverbrauch verbessert und die Rückspeisung von Strom in das Netz durch eine optimale Nutzung der Batterien optimiert werden. Auf der nächsthöheren Ebene, wie etwa eines Quartiers, konzentriert sich das Projekt auf die Entwicklung eines intelligenten Energiemanagements für mehrere Anlagen. Auf der Ebene der Region oder des VNB (Verteilnetzbetreiber) geht es darum, die lokale flexible Stromerzeugung durch eine VPP-Lösung zu bewerten und zu vereinen.

  • EWN verzichtet auf alpine Solaranlagen

    EWN verzichtet auf alpine Solaranlagen

    Das Kantonale Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) hat in seinem Versorgungsgebiet insgesamt sechs Standorte auf eine Eignung für den Bau alpiner Solaranlagen geprüft. Zwei Standorte wurden in einem ersten Schritt als grundsätzlich geeignet beurteilt.

    Umfassende Abklärungen hätten aber ergeben, dass die Steilheit des Geländes an beiden Standorten besondere Herausforderungen an den Bau und die Finanzierung der Anlagen stelle, schreibt EWN in einer Mitteilung. EWN verweist auf den Druck des Schnees, Lawinen, Rutschprozesse und mögliche Steinschläge. Mögliche Schutzmassnahmen wären so teuer gewesen, dass die Anlagen nicht mehr wirtschaftlich gewesen wären.

    EWN verzichtet daher vorerst darauf, die beiden Projekte weiterzuverfolgen. Sollten sich die Rahmenbedingungen ändern, könnten sie wieder aktiviert werden.

    EWN betreibt unter anderem das Wasserkraftwerk Dallenwil und eine Solaranlage auf dem Länderpark Stans. Ausserdem ist es an der Repartner Produktions AG beteiligt, einer Gemeinschaftsfirma von Repower und anderen regionalen Energieversorgern zur gemeinsamen Beteiligung an Projekten der erneuerbaren Energie.

  • Studie von Helion zeigt Zustimmung für Erneuerbare

    Studie von Helion zeigt Zustimmung für Erneuerbare

    Helion hat beim Meinungsforschungsinstitut Sotomo eine Studie zur Energiewende in Auftrag gegeben. Laut einer Medienmitteilung des Anbieters von nachhaltigen Energielösungen erklärt die Mehrheit der Bevölkerung ihr Einverständnis für umweltfreundliche und nachhaltige Energienutzung, insbesondere für den Ausbau erneuerbarer Energien wie Wind und Sonne. Zwei Drittel der Befragten sehen den Abbau administrativer Hürden als ein vordergründiges Problem bei der Energiewende. Etwa mehr als die Hälfte, 56 Prozent, schätzt ihr umweltfreundliches Verhalten jedoch höher ein als es in der Realität messbar ist, heisst es in der Studie. Dabei findet der Einsatz von Technologie als Beitrag zur Lösung der Klimakrise mehr Unterstützung als konkrete Verhaltensänderungen im Sinne eines Konsumverzichts. Mit technischen Massnahmen wie Photovoltaik, Wind und Wärmepumpen will die Mehrheit der Befragten die Energiewende unterstützen.

    Laut der „Helion Energie-Index“ genannten Studie tendiert vor allem die ländliche Bevölkerung zu Solaranlagen. Als Wertsteigerung für Immobilien werden auch Wärmepumpen angesehen. Grossen Nachholbedarf sieht die Studie beim Umbau zu erneuerbaren Energien in Grossstädten und Ballungszentren.

    Zum Thema Klimawandel geben 70 Prozent der etwa 3000 Befragten an, er sei von Menschenhand gemacht. Fast zwei Drittel erklären jedoch auch, das Thema nerve sie inzwischen.

    „Für die Umsetzung unserer Vision einer Schweiz mit 100 Prozent erneuerbarer Energie ist es wichtig zu verstehen, wie die Menschen denken und wie sie glauben, dass sich der Klimawandel am wirksamsten bekämpfen lässt“, wird Noah Heynen, CEO von Helion, in der Mitteilung zitiert. „Daraus lassen sich dann realisierbare Lösungen und Angebote für die Bevölkerung und unsere Kundschaft ableiten.“ Helion ist Teil der AMAG Gruppe.

  • Krienser Stromversorger realisieren Wärmeverbund

    Krienser Stromversorger realisieren Wärmeverbund

    Die beiden Stromversorger der Stadt Kriens, Energie Wasser Luzern (ewl) und Centralschweizerische Kraftwerke (CKW), werden auch zu Wärmeversorgern: Der Krienser Stadtrat hat sich laut seiner Medienmitteilung im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung zu Bau und die Planung eines Wärmeverbunds für die ARGE Wärmeverbund Kriens mit ewl und CKW entschieden.

    Der Wärmeverbund soll mithelfen, weitere Liegenschaften in Kriens, nämlich die Gebiete Obernau, Zentrum und Kupferhammer-Kehrhof, mit Wärmeenergie zu versorgen. Dies, so der Stadtrat, entspreche den Zielen der städtischen Klimastrategie, bei Gebäuden bis 2045 das Netto-Null-Ziel für Treibhausgasemissionen zu erreichen.

    Den Angaben zufolge sichert das Siegerprojekt Kriens eine hohe Gebietsabdeckung zu und sieht Übergangslösungen vor, die der Bevölkerung eine hohe Planungssicherheit für den Umstieg bei ihrer Wärmeversorgung garantieren. CKW und ewl planen bei ihrem Projekt mit einem breiten Mix aus verschiedenen erneuerbaren Energiequellen inklusive regionalem Holz. Damit wird nach den Worten von Stadtrat Maurus Frey ein attraktives Angebot geschaffen, „sodass wir gemeinsam einen Schritt auf unsere Klimaziele hin machen können“.

    Bei der bevorstehenden Bauarbeiten in der Hergiswaldstrasse sollen die Sanierungsarbeiten möglichst zeitgleich mit dem Leitungsbau für den Wärmeverbund durchgeführt werden. Weitere Einzelheiten wollen Stadt und ARGE nach Ablauf der rechtlich vorgeschriebenen Fristen bekanntgeben.

  • AMAG nimmt zweite Solaranlage in Zuchwil in Betrieb

    AMAG nimmt zweite Solaranlage in Zuchwil in Betrieb

    Die AMAG Gruppe hat Mitte Dezember an ihrem Standort in Zuchwil eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 153 Kilowatt Peak in Betrieb genommen, informiert die hauptsächlich im Automobilhandel tätige Unternehmensgruppe in einer Mitteilung. Bis 2025 will AMAG rund 75’000 Quadratmeter Fläche auf AMAG-Betrieben mit Solarpanelen bestücken. Damit würde die Gruppe über einen Fünftel ihres Strombedarfs aus Eigenproduktion decken können.

    Die jetzt in Zuchwil installierten 369 Solarpanele bilden bereits die zweite Anlage der Gruppe am Solothurner Standort. Bereits Ende Juni war eine ähnlich grosse Anlage in Betrieb genommen worden. „Unsere erste Photovoltaikanlage hat sich schon sehr bewährt und erfüllt unsere Erwartungen“, wird Raphael Biberstein, Geschäftsführer der AMAG Solothurn, in der Mitteilung zitiert. „Es erfüllt uns mit Stolz, mit den beiden Anlagen den Strom für unseren Eigenbedarf selbst herstellen zu können.“

    Weitere Photovoltaikanlagen hat die AMAG Gruppe bereits in Basel, Wettswil ZH, Lupfig AG, Chur, Baden AG, EtoyVD, Oftringen AG, Buchrain LU, Winterthur, Maienfeld GR, Cham, Noville VD, La Tour-de-Trême FR, Châtelaine GE, Lengwil TG und Lugano installiert. Sie decken insgesamt eine Fläche von rund 34’000 Quadratmetern ab.

  • Swissolar rechnet für 2024 mit Solaranteil von 10 Prozent

    Swissolar rechnet für 2024 mit Solaranteil von 10 Prozent

    Swissolar rechnet für 2023 mit einem Zubau an Photovoltaik von 1500 Megawatt. Der Branchenverband beruft sich dabei in einer Mitteilung auf die Anmeldezahlen der Förderstelle Pronovo und Rückmeldungen aus dem Markt. Damit liegt der Zubau fast 40 Prozent über dem des Vorjahres.

    Damit werden Ende 2023 insgesamt 6200 Megawatt an Photovoltaikleistung installiert sein. Das dürfte im kommenden Jahr eine Jahresproduktion von 6 Terawattstunden ermöglichen. Swissolar rechnet daher damit, dass der Solarstrom 2024 einen Anteil von 10 Prozent erreicht.

    Swissolar macht sowohl bei den kleinen wie bei den grossen Anlagen ein hohes Wachstum aus. Die grossen Anlagen wurden etwa durch die neue Förderung für Anlagen ohne Eigenverbrauch getrieben. Der hohe Strompreis hat den Solarstrom auf dem freien Markt wettbewerbsfähiger gemacht.

    Für 2024 rechnet Swissolar mit einer Steigerung des Zubaus um mindestens 10 Prozent.

  • Dachverband zum Ausbau von Kleinwindanlagen gegründet

    Dachverband zum Ausbau von Kleinwindanlagen gegründet

    Insgesamt 20 Bürgerinnen und Bürger aus verschiedenen Regionen und beruflichen Tätigkeiten haben Smallwindenergy aus der Taufe gehoben, den Schweizerischen Dachverband für Kleinwindanlagen bis zu 50 Metern Gesamthöhe. Grundgedanke ist es, unabhängiger bei der nachhaltigen Stromerzeugung zu werden. Dafür soll die Kleinwindkraft als nützliche Ergänzung zur bestehenden Stromversorgung vorangetrieben werden, heisst es in einer Mitteilung. „Mit Kleinwindanlagen kann die Eigenverbrauchsquote mit geringerer Speicherkapazität erheblich erhöht und auch bei schlechtem Wetter lokal Ökostrom produziert werden“, wird Präsident Max Wyder zitiert.

    Der Verband unterstützt den Einsatz von dezentralen kleinen Windturbinen in verschiedenen Grössen und Bauarten. Zum Vereinszweck zählt zudem die Förderung einheitlicher und definierter Rahmenbedingungen zur Installation der Turbinen auf und neben vorhandenen Gebäuden für Infrastruktur, Landwirtschaft und Industrie. Die Anlagen können auch in Kombination mit Photovoltaik betrieben werden und auch bei Schlechtwetter lokal nachhaltigen Strom erzeugen. Aufgrund ihrer geringen Grösse seien keine Auswirkungen bezüglich Landschafts- und Vogelschutz zu befürchten, so der neue Verband. Sie könnten ohne Umweltverträglichkeitsprüfung regional bewilligt werden und damit schnell zur Gewinnung von Ökostrom in Betrieb genommen werden.

    Der Verein ist wirtschaftlich und politisch unabhängig und steht eigenen Angaben zufolge im Austausch mit Verbänden aus Nachbarländern. Geplant sei es, Schweizer Behörden, Institutionen und die Wirtschaft einzubeziehen. Im Rahmen von regelmässigen Veranstaltungen, Ausstellungen und Anlagenbesichtigungen soll die Technologie und der damit verbundene Beitrag zu einer autarken Stromproduktion den Bürgerinnen und Bürgern näher gebracht werden. Eine Mitgliedschaft steht allen juristischen und natürlichen Personen offen.

  • Davos stimmt alpiner Solaranlage zu

    Davos stimmt alpiner Solaranlage zu

    Die Photovoltaikanlage auf der Totalp kann gebaut werden. Das Stimmvolk von Davos hat dem Projekt am 17. Dezember in einem obligatorischen Referendum mit 75,5 Prozent grünes Licht gegeben. Der Grosse Landrat hatte dem Projekt zuvor mit 15 zu zwei Stimmen zugestimmt.

    Die Anlage wird vom lokalen Versorger EWD geplant zusammen mit den Stadtwerken von Basel, Bern und Thun, die der Stadtwerke-Allianz Swisspower angehören. „Die Unterstützung der Davoserinnen und Davoser freut mich sehr. Das ist ein grosser Schub nach vorn für mehr Sonnenstrom in der Schweiz“, wird Swisspower-CEO Ronny Kaufmann in einer Mitteilung seines Unternehmens zitiert.

    Die Anlage am Südhang des Totalphorns soll auf einer Höhe von 2500 Metern über dem Meer errichtet werden. Damit kann sie eine hohe Sonneneinstrahlung und im Winter die Reflexion des Schnees nutzen. Die Anlage wird laut einer Mitteilung von Swisspower 17‘000 Module umfassen und mindestens 10 Gigawattstunden Strom erzeugen. „Dieses Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Schliessung der Winterstromlücke und der Erreichung des Masterplans 2050 der Swisspower-Aktionäre“, wird Swisspower-Gesamtprojektleiter Pascal Bersier zitiert.

    Die rechtskräftige Baubewilligung und der Investitionsentscheid sollen bis Frühjahr vorliegen. Der Beginn des Baus ist für Sommer vorgesehen.

  • Bund beschleunigt Genehmigung von Windparks

    Bund beschleunigt Genehmigung von Windparks

    Windparkanlagen können in der Schweiz ab dem 1. Februar 2024 beschleunigt genehmigt werden. Der Bundesrat hat gemäss einer Mitteilung an seiner Sitzung vom 15. Dezember die Energieverordnung entsprechend geändert. Sie stützt sich auf den Artikel 71c des Energiegesetzes.

    Neu erteilt der Kanton die Baubewilligung für Windenergieanlagen, falls er intern keine andere Zuständigkeit festgelegt hat. Beschwerden sind dann nur noch an das obere kantonale Gericht möglich. Beschwerden beim Bundesgericht sind nur bei Rechtsfragen von zusätzlicher Bedeutung zugelassen.

    Die Beschleunigung gilt nur bis zu einem Zubau von 600 Megawatt Windenergie schweizweit. Damit Interessierte wissen, ob ihr Projekt noch unter diese Schwelle fällt, werden die Windparkanlagen bereits während den verschiedenen Projektierungs- und Realisierungsphasen vor ihrer Inbetriebnahme in das öffentlich zugängliche Geoinformationssystem aufgenommen.

  • tb.glarus nimmt grösste Glarner Solargemeinschaft ans Netz

    tb.glarus nimmt grösste Glarner Solargemeinschaft ans Netz

    tb.glarus ermöglicht es auch Mieterinnen und Mietern, am Ausbau der Solarenergie teilzuhaben. Wie der Glarner Versorger mitteilt, hat er am 23. November die Anlage am Stall Stampfrüti in Betrieb genommen. Dabei handelt es sich um die sechste Solargemeinschaft des Unternehmens und die bisher grösste im Kanton Glarus.

    Die Anlage soll mit einer Fläche von 707 Quadratmetern 128‘000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Von den 707 Solarpanelen seien bereits 95 Prozent verkauft, teilt tb.glarus mit. Die einmalige Beteiligung an der Anlage Stampfrüti bietet den Kundinnen und Kunden von tb.glarus über 20 Jahre eine fixe Gutschrift von Solarstrom.

    Die sechs Solargemeinschaften weisen insgesamt eine Leistung von 519 Kilowattpeak auf und erzeugen auf einer Fläche von über 2500 Quadratmetern pro Jahr rund 490‘000 Kilowattstunden. tb.glarus ist auf der Suche nach weiteren Dachflächen, die für Solargemeinschaften geeignet sind.

  • Center Fontauna produziert Solarstrom

    Center Fontauna produziert Solarstrom

    Das Center Fontauna wird seit Mai 2022 umgebaut. Die Arbeiten sollen im nächsten Jahr abgeschlossen sein. Bereits jetzt wurde die integrierte Solaranlage auf dem Dach und an der Fassade des Sport- und Kulturzentrums in Betrieb genommen. Sie soll laut einer Mitteilung von Repower auf einer Fläche von 3300 Quadratmetern rund 600‘000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeigen. Das entspricht dem Doppelten des Eigenverbrauchs des Center Fontauna.

    Repower ist die Besitzerin und Betreiberin der Anlage. Der Bündner Stromversorger hat für die Installation auf das lokale Gewerbe zurückgegriffen.

    Clemens Berther sieht in der Anlage ein Vorzeigeprojekt umweltbewussten Handelns. „Die erfolgreiche Integration der Solaranlage im Center Fontauna markiert einen wichtigen Schritt für die nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinde“, wird der Vize-Gemeindepräsident und Präsident der Baukommission von Disentis in der Mitteilung zitiert.