Schlagwort: ErneuerbareEnergien

  • Schlieren geht beim Solarausbau weiter voran

    Schlieren geht beim Solarausbau weiter voran

    Die Stadt Schlieren macht ihrer Medienmitteilung zufolge einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung und Mobilität: Sie nimmt bis Ende August sechs neue Ladestationen für elektrische Fahrzeuge sowie am IJZ Innovations- und Jungunternehmerzentrum an der Rütistrasse die grösste städtische Photovoltaikanlage in Betrieb.

    Jedes ihrer 1278 Module der neuesten Generation erbringt eine Leistung von 425 Watt Peak. Der erzeugte Solarstrom werde nicht nur ins Netz eingespeist, sondern auch für den Eigenverbrauch genutzt: „Das Projekt beim IJZ unterstreicht exemplarisch den Fortschritt in der Energiewende, auf den wir in diesem und vielen weiteren Projekten äusserst viel Wert legen“, wird Dr. Martin Nicklas zitiert, der das Energiecontracting der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) leitet. Denn mit dem dort produzierten Solarstrom werden das IJZ und die darin ansässigen gewerblichen Betriebe sowie die umliegenden Wohnungen versorgt. „Damit wird der PV-Strom am selben Ort produziert und genutzt – mehr Lokalität geht nicht.“

    Gerade angesichts der im Kanton bisher verfehlten Solarziele wolle Schlieren ein positives Zeichen setzen. Die Stadt forciere den Solarausbau auf den eigenen städtischen Liegenschaften, insbesondere auf Flachdächern, so Albert Schweizer, Bereichsleiter Liegenschaften und Standortförderung bei der Stadt Schlieren. „Unsere eigenen städtischen Instanzen sowie der Denkmalschutz und unsere Netzanbieterin EKZ unterstützen uns im Vorantreiben der Solarenergie massgeblich.“

  • Energie-Cluster lädt zu Tageskurs über Photovoltaikfassaden

    Energie-Cluster lädt zu Tageskurs über Photovoltaikfassaden

    Das Netzwerk Energie-Cluster mit Sitz in Bern lädt Interessierte am 12. September zu einem Tageskurs über Photovoltaikfassaden (PV-Fassaden) an die Hochschule Luzern (HSLU). In der Zeit von 8.30 und 17 Uhr beleuchten Referenten und Referentinnen verschiedene Aspekte rund um Hausfassaden zur Produktion von Solarenergie, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach wird David Stickelberger, Leiter Markt und Politik bei Swissolar, ab 9 Uhr auf politische Rahmenbedingungen für PV-Fassaden eingehen. Ab 9.30 Uhr widmet sich Christoph Wangler, Product Owner PV Systems bei 3S Swiss Solar Solutions, der Frage, wie nachhaltig Solarmodule sind.

    Ab 10.40 Uhr geht Roger Buser, Dozent für Gebäudetechnik und Energie an der HSLU, auf die Prozessschritte von einer groben Abschätzung zum Bauprojekt ein. Anschliessend referiert Pierre-Olivier Cuche, Geschäftsleiter bei Solarwall, über die Architektur und Gestaltung von PV-Fassaden. Ab 11.40 Uhr referiert Andreas Haller, Leiter Innovation Solarsysteme bei der Ernst Schweizer AG, über Ausführungsplanung und Installation.

    Nach der Mittagspause geht es weiter mit dem Thema Brandschutz in einem Referat von Christian Renken, Geschäftsleiter der CREnergie GmbH. Ab 14 Uhr widmet sich Renken dem Thema Performance und Wirtschaftlichkeit.

    Auf ihn folgt Stefan Gränicher, Projektleiter Immobilienentwicklung der Frutiger AG, mit seinem Impuls über Rentabilität aus Sicht eines Immobilienentwicklers. Robin Bergamin, Beratung & Verkauf bei der Invisia AG, spricht anschliessend über Energiemanagement und die bestmögliche Nutzung von Strom.

    Letzter Vortrag des Tages ist der von Sina Büttner, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Gebäudetechnik und Energie an der Hochschule Luzern, über die optimale Fassadengestaltung mit Solaranlagen sowie die Begrünung im Hinblick auf den Klimawandel.

  • Synhelion und Cemex skalieren Solarklinker auf Industrieniveau

    Synhelion und Cemex skalieren Solarklinker auf Industrieniveau

    Synhelion, der weltweite Pionier für nachhaltige Solartreibstoffe, hatte im Januar 2022 mit dem Zementproduzenten Cemex in einer spanischen Pilotanlage erstmalig Solarklinker hergestellt. Jetzt haben die beiden Unternehmen gemäss einer gleichlautenden Medienmitteilung die Produktion auf ein industrielles Niveau skaliert.

    Bei dem Prozess erzeugen Solar-Receiver von Synhelion, einer Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, mit konzentriertem Sonnenlicht Temperaturen von über 1500 Grad. Damit wird ein gasförmiges Wärmeträgermedium erhitzt. So kann die für das Zusammenschmelzen von Kalkstein, Ton und anderen Materialien erforderliche Hitze bereitgestellt werden. In der traditionellen Klinkerproduktion werden für den energieaufwändigen Prozess fossile Brennstoffe verwendet, die für etwa 40 Prozent der direkten CO2-Emissionen verantwortlich sind. Ziel der Kooperation von Synhelion und Cemex ist die Entwicklung einer vollständig solarbetriebenen Zementproduktion.

    Die jetzige Entwicklungsstufe sei „ein spannender Meilenstein für alle Beteiligten, der durch die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Teams von Cemex und Synhelion erreicht wurde“, wird Gianluca Ambrosetti, Co-CEO und Mitbegründer von Synhelion, in der Mitteilung zitiert. „Unsere Technologie kann einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Zementproduktion leisten, und wir freuen uns auf weitere bahnbrechende Erfolge in diesem Bereich.“ Cemex-CEO Fernando A. González ergänzt: „Die soliden Fortschritte, die ich hier sehe, beweisen, dass Solarzement nicht nur ein Traum ist, sondern durch kontinuierliche Zusammenarbeit sowie rigorose Forschung und Tests erreicht werden kann.“

  • Faltbares Solardach von iWorks ist validiert

    Faltbares Solardach von iWorks ist validiert

    Ein Team aus sieben Ingenieuren der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat im Rahmen eines Innosuisse-Projekts die Photovoltaiklösung des Liechtensteiner Unternehmens iWorks validiert. Bei der faltbaren Urbanbox handelt es sich um automatisch aus- und einfahrbare Solarmodulträger. Sie wurden für Städte und Unternehmen entwickelt. Das Validierungsteam der beiden Institute für Energiesysteme und Fluid-Engineering (IEFE) und für Mechanische Systeme (IMES) an der ZHAW-School of Engineering wurde von der Klimastiftung Schweiz unterstützt.

    Die Träger der Photovoltaikmodule werden bei extremen Witterungsbedingungen durch eine digitale Steuerung in eine robuste Box zurück- und bei günstigem Wetter wieder ausgefahren. Weil dadurch keine massive Unterkonstruktion nötig ist und die Module bei ihrem Weg in oder aus der Box von einer rotierenden Bürste gereinigt werden, fallen laut iWorks im Vergleich zu permanent installierten Solardächern erhebliche Kosten weg.

    „Mit diesem Meilenstein wird die wirtschaftliche Doppelnutzung von Flächen im urbanen Raum für die Solarstromerzeugung bereits im nächsten Jahr absehbar“, wird Prof. Dr. Franz Baumgartner vom IEFE, der an der ZHAW auch den Studiengang Energie und Umwelttechnik leitet, in einer Medienmitteilung zitiert. „Firmen und Kommunen erhalten damit eine weitere, effektive Möglichkeit ihren CO2-Fussabdruck zu reduzieren und zur Energiewende beizutragen.“

    Das Unternehmen iWorks sei zusammen mit dem Team der beiden ZHAW-Institute nun bereit, in die nächste Projektphase überzugehen, heisst es in der Mitteilung. Auf Basis des bisher Erreichten soll noch in diesem Jahr eine voll industrialisierte Urbanbox-Lösung für den kommerziellen Einsatz realisiert werden.

  • AMAG nimmt zweite Photovoltaikanlage in Cham in Betrieb

    AMAG nimmt zweite Photovoltaikanlage in Cham in Betrieb

    AMAG hat auf dem Dach des eigenen Parkhauses an der Alten Steinhauserstrasse 5 in Cham die zweite Solaranlage an das dortige Stromnetz gebracht. Laut einer Medienmitteilung des Autohändlers wurden auf einer Fläche von 1599 Quadratmetern über 786 Solarmodule installiert. Damit könnten jährlich 320’000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden.

    Das öffentliche Parkhaus wird von der AMAG Parking AG betrieben. Mit der Aktivierung der Anlage arbeitet die AMAG Gruppe weiter an der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeits- und Klimastrategie. Im Juni 2023 hatte der Autohändler bei AMAG Zug eine Photovoltaikdachanlage in Betrieb genommen. Wie dort soll der Strom den Eigenbedarf der AMAG decken. Eine allfällige Überproduktion soll dem öffentlichen Stromnetz zugeführt werden.

    Bis 2025 sollen 75’000 Quadratmeter der Dächer von AMAG-Betrieben mit Solarpaneelen ausgestattet werden. Die AMAG-Gruppe hat in den vergangenen Jahren schrittweise die Solarkapazitäten ausgeweitet. So entstanden auf den Dächern zahlreicher Betriebe entsprechende Anlagen.

  • Energiedienst-Gruppe wächst profitabel

    Energiedienst-Gruppe wächst profitabel

    Die Energiedienst Holding AG hat im ersten Halbjahr 2023 einen Betriebsertrag von 973 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um rund 30 Prozent, informiert die schweizerisch-deutsche Aktiengesellschaft  in einer Mitteilung. Als Hintergrund für die positive Entwicklung werden dort eine positive Absatzentwicklung und gestiegene Strompreise genannt.

    Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT lag mit 81,6 Millionen Euro dicht am Vorjahreswert. Im ersten Halbjahr 2022 hatte das Unternehmen hier einen positiven Bewertungseffekt aus der Personalvorsorge in Höhe von 48 Millionen Euro verbucht. Um diesen Effekt bereinigt sei eine Steigerung von 34,3 Millionen auf 77,3 Millionen Euro realisiert worden, schreibt die Energiedienst-Gruppe. Der Reingewinn fiel mit 68,7 Millionen um 16,8 Millionen Euro niedriger als im Vorjahr aus. Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen von einem bereinigten EBIT in Höhe von rund 100 Millionen Euro aus.

    Zur Steigerung von Umsatz und bereinigtem Betriebsergebnis haben alle Geschäftsbereiche der Gruppe beigetragen. Im Segment Kundennahe Energielösungen fiel der Beitrag zum EBIT mit 3,4 Millionen um 1,4 Millionen Euro höher als im Vorjahr aus. Als Wachstumstreiber hat sich hier vor allem das Endkundengeschäft Photovoltaik in der Schweiz erwiesen.

    Im grössten Geschäftsbereich Erneuerbare Erzeugungs-Infrastruktur konnte der Beitrag zum EBIT von 21,4 Millionen auf 65,4 Millionen Franken gesteigert werden. Hier führt die Gruppe die gute Entwicklung auf eine insgesamt bessere Stromproduktion aus Wasserkraft und das gestiegene Vermarktungsniveau der Erzeugung zurück.

  • Projektpartner stellen alpines Solarprojekt ScuolSolar vor

    Projektpartner stellen alpines Solarprojekt ScuolSolar vor

    Die Projektpartner für die alpine Photovoltaikanlage im Skigebiet Scuol Motta Naluns wollen die Chancen nutzen, die sich aus dem vom Bund initiierten Solarexpress eröffnen. Deshalb stellen die Gemeinde Scuol und ihre Bürgergemeinde gemeinsam mit EE Energia Engiadina und der Engadiner Kraftwerke AG aus Zernez ihre Pläne für die Umgebung dieser Skigebietsanlagen, genauer im Gebiet Salaniva, vor. Der öffentliche Informationsanlass fand am 25. Juli statt.

    Die Anlage soll insbesondere der Produktion von erneuerbarem Winterstrom dienen. Für die Ableitung der Energie soll laut einer Medienmitteilung weitgehend bestehende Infrastruktur genutzt werden. Die Beweidung der Flächen werde weiterhin möglich sein.

    Die Projektpartner haben ihr Vorhaben im Rahmen einer Projektierungsgesellschaft erarbeitet, an der alle Parteien zu je einem Drittel beteiligt sind. Dieses Beteiligungs- und Mitwirkungsverhältnis soll den Angaben zufolge auch für die weiteren Planungsschritte gelten. Letztlich soll daraus die ScuolSolar AG entstehen. Nach der erforderlichen Zustimmung der Bevölkerung wollen die Partner „dieses wichtige Pionierprojekt für das Unterengadin“ mit Fachleuten weiterentwickeln, es dann umsetzen und schliesslich betreiben.

  • Leitfaden soll Planungssicherheit für Solarfassaden schaffen

    Leitfaden soll Planungssicherheit für Solarfassaden schaffen

    Swissolar will für Planungsbüros und Bauherren Planungssicherheit für Installationen von Photovoltaik (PV) an Fassaden schaffen. Medienberichte hätten im Mai ein verzerrtes Bild bezüglich der entsprechenden Bewilligungspraxis geschaffen, schreibt der Verband der Schweizer Solarenergiebranche in einer Mitteilung. In gemeinsamen Gesprächen haben Swissolar, Brandschutzbehörden, Planungsbüros und Bauherrschaften dieses Bild geradegerückt und ein gemeinsames Vorgehen erarbeitet, heisst es dort weiter.

    Swissolar wird danach in Absprache mit der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen einen Leitfaden für die Planung von Solaranlagen an Fassaden publizieren. Er soll als Übergangslösung bis zum Vorliegen eines Stand-der-Technik-Papiers (STP) dienen, heisst es in der Mitteilung. Ein solches STP will Swissolar bis Herbst 2024 zusammen mit Fachleuten für Photovoltaik und Brandschutz erarbeiten.

    „Für die Bewilligung von PV-Fassaden wird gemäss Brandschutzgesetzgebung weiterhin ein Nachweisverfahren notwendig sein“, erläutert Swissolar. Der Leitfaden gibt hier die Fälle an, in denen auf Brandtests an den Fassaden verzichtet werden kann. Für die Erarbeitung des endgültigen STP sollen Brandtests in akkreditierten Laboren im Ausland gemacht werden. „Mit diesem schweizweit abgestimmten Vorgehen wird für betroffene Planer und Bauherren Planungssicherheit gewährleistet und gleichzeitig die Sicherheit in Gebäuden und der Personenschutz sichergestellt“, schreibt Swissolar.

  • Grösste Solaranlage im Kanton St.Gallen ist installiert

    Grösste Solaranlage im Kanton St.Gallen ist installiert

    Helion, die schweizweit aktive Installationsfirma für Solaranlagen und Wärmepumpen, und der Energiedienstleister Energie Pool Schweiz haben gemeinsam die grösste Photovoltaikanlage des Kantons St.Gallen gebaut. Sie wurde im Auftrag der Detailhändlerin Aldi Suisse auf ihrem regionalen Verteilzentrum in Schwarzenbach installiert.

    Diese Anlage ging laut einer Medienmitteilung nach einem halben Jahr Bauzeit Mitte Juli in Betrieb. Sie weist eine Gesamtfläche von 25’000 Quadratmetern auf, etwa so viel wie drei Fussballfelder. Jedes der 12’900 Photovoltaikmodule hat eine Leistung von je 415 Watt.

    Die jährliche Energieproduktion liegt bei 5765 Megawattstunden. Das entspricht etwa dem Jahresverbrauch von 2000 Dreipersonenhaushalten. Den Angaben zufolge wurden 63 Kilometer Kabel und 23’000 Beschwerungssteine verlegt.

    Aldi Suisse betreibt den Angaben zufolge bereits seit 2020 auf dem regionalen Verteilzentrum in Perlen LU die grösste durchgehende Solaranlage der Schweiz. Darüber hinaus produziert das Unternehmen Solarstrom auf Dächern von über 60 seiner Filialen. Die neue Anlage in Schwarzenbach ist nach Perlen seine zweitgrösste.

  • Energie 360° steigt bei Solarmotion ein

    Energie 360° steigt bei Solarmotion ein

    Energie 360° steigt mit einer Minderheitenbeteiligung bei Solarmotion ein. Die Mehrheit des Ostschweizer Solarunternehmens verbleibe bei Gründer Stefan Merz, informiert Energie 360° in einer Mitteilung. Über den Kaufpreis der Beteiligung werden dort keine Angaben gemacht.

    Mit dem Einstieg bei Solarmotion will Energie 360° in den Ausbau von Photovoltaik investieren. „Die Beteiligung an Solarmotion leistet einen Beitrag zur konsequenten Umsetzung unseres Leitsterns: Energie 360° will bis 2040 ausschliesslich erneuerbare Energie liefern“, wird Ruth Happersberger, Bereichsleiterin Strategie und Beteiligungen bei Energie 360°, in der Mitteilung zitiert. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen Energie- und Mobilitätslösungen weiterentwickeln. Als Beispiele werden in der Mitteilung Contracting-Modelle oder Kombinationen von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge mit Photovoltaik genannt.

    Im Zusammenspiel mit weiteren Beteiligungen sowie innovativen Unternehmen aus dem Start-up-Fonds von Energie 360° sind zudem Projekte im Bereich Energiemanagementsysteme geplant. „Ich bin glücklich, dass ich mit Energie 360° die ideale Partnerin gefunden habe“, erklärt Merz in der Mitteilung. „Sie zeichnet sich nebst grossem Netzwerk und Fachexpertise auch durch denselben starken Innovationsgeist aus – wir ergänzen uns auf ideale Weise.“

  • Zubau von Photovoltaik steigt 2022 um 58 Prozent

    Zubau von Photovoltaik steigt 2022 um 58 Prozent

    Trotz Engpässen bei Fachkräften und blockierten Lieferketten wurde 2022 im Vergleich zum Vorjahr 58 Prozent mehr Photovoltaik installiert. Auf die jetzt vom Bundesamt für Energie veröffentlichten Zahlen weist Swissolar in einer Medienmitteilung hin. Demnach waren per Ende 2022 in der Schweiz Solarmodule mit einer Leistung von 4,74 Gigwatt installiert. Dies deckte im Jahresverlauf fast 7 Prozent des Schweizer Strombedarfs ab. Diese Produktion entspreche der Hälfte des Atomkraftwerks Gösgen.

    Diese Solarstrommenge müsse in den nächsten zwölf Jahren versiebenfacht werden, so der Verband: „Mit dem zurzeit vom Parlament beratenen Mantelerlass muss es gelingen, die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Das sei durchaus realistisch, auch mithilfe des Solarexpress-Gesetzes zum beschleunigten Bau alpiner Anlagen. Allein auf geeigneten Dächern und Fassaden könnten jährlich 70 Terawattstunden erzeugt werden. Das wäre das Doppelte dessen, was National- und Ständerat bis 2035 als Ziel für erneuerbare Energien ausgegeben haben.

    Auch die Nachfrage nach Batteriespeichern hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Mit der Speicherkapazität aller bisher installierten Batteriespeicher könnten den Angaben zufolge 35’000 Haushalte einen Tag lang mit Strom versorgt werden.

    Für das laufende Jahr rechnet Swissolar mit einem Photovoltaikzubau von 20 bis 30 Prozent. Dieser soll ab 1. Oktober mit den neuen Berufslehren Solarinstallateur:in EFZ und Solarmonteur:in EBA weiter Fahrt aufnehmen. „Nun“, so Swissolar-Geschäftsführer Matthias Egli, „braucht es ein klares Signal aus der Politik, dass die Solarenergie langfristige berufliche Perspektiven bietet“.

  • Balteschwiler setzt auf Solarstrom

    Balteschwiler setzt auf Solarstrom

    Die Balteschwiler AG lässt auf einer 22’000 Quadratmeter grossen Dachfläche am Firmensitz Laufenburg eine Solaranlage installieren. Geplant sind 8000 Solarmodule auf den Dächern der Logistikhalle und des CNC-Abbundcenters. Sie werden zusammen eine Leistung von 3,092 Megawatt erbringen, informiert das Aargauer Holzwerk in einer Mitteilung. Mit Konzeption, Planung und Umsetzung des Projekts wurde Ampere Dynamic betraut.

    Balteschwiler rechnet mit einer jährlichen Solarstromproduktion von 3,03 Gigawattstunden. „Unser Betrieb erreicht mit der Installation der Anlagen einen Autarkiegrad von ca. 170 Prozent”, wird Firmenchef Jörg Langheim in der Mitteilung zitiert. „Das ermöglicht es uns jährlich bis zu 300 Haushalte zusätzlich mit erneuerbarem Strom zu versorgen und somit einen nicht unerheblichen Beitrag zur Energiewende zu leisten.“ Das Familienunternehmen fühle sich als Unternehmen für Holzbearbeitung und Holzverarbeitung „der Nachhaltigkeit besonders verpflichtet“, erklärt Langheim.

    Mit der Installation der Anlage soll noch in diesem Monat begonnen werden, die Fertigstellung ist für November dieses Jahres vorgesehen. Bereits im September will Balteschwiler den ersten Solarstrom aus der eigenen Anlage nutzen.

  • Klimafonds Stadtwerk Winterthur fördert zwei neue Projekte

    Klimafonds Stadtwerk Winterthur fördert zwei neue Projekte

    Der Klimafonds Stadtwerk Winterthur fördert seit 2007 regionale und lokale Projekte zu nachhaltigem Umgang mit Energie und Klimaschutz. Neu werden dabei zwei Projekte mit insgesamt 100’000 Franken gefördert, informiert die Stadt Winterthur in einer Mitteilung. Bei beiden Projekten handelt es sich um Ausgründungen von Zürcher Hochschulen.

    Borobotics arbeitet an einer Effizienzsteigerung von Erdsondenbohrungen für Wärmepumpen. Das Bohrverfahren Grabowski der Ausgründung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften soll derartige Bohrungen vereinfachen und automatisieren. Zudem benötigt Grabowski weniger Platz und Energie als derzeit gängige Bohrgeräte. Der Förderbeitrag des Klimafonds in Höhe von 80’000 Franken wird in Entwicklung und Bau eines Prototypen fliessen.

    Die Zürich Soft Robotics GmbH verfolgt einen innovativen Ansatz für die Solarstromproduktion. Die Solarfassade Solskin der Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ist aus vielen kleinen und flexiblen Photovoltaikelementen zusammengesetzt. Sie können dem Sonnenstand folgen und beschatten im Zusammenspiel zudem den Gebäudeinnenraum. Auch die Zürich Soft Robotics GmbH wird den Förderbeitrag in Höhe von 20’000 Franken für den Bau einer Pilotanlage nutzen.

    Der Klimafonds Stadtwerk Winterthur spielt seine Mittel über freiwillige Beiträge aus der Kundschaft des Stadtwerks Winterthur ein. Teilnehmende zahlen dafür einen Aufpreis von 2 Rappen auf jede bezogen Kilowattstunde Strom.

  • Energie 360° will Sommerstrom mit Methan im Untergrund speichern

    Energie 360° will Sommerstrom mit Methan im Untergrund speichern

    Die Energiedienstleisterin Energie 360° hat in einer neuen Studie die Geo-Methanisierung als Möglichkeit zur Speicherung überschüssigen Stroms im Sommer zur Verwendung bei Stromknappheit im Winter aufgezeigt. In der gemeinsam mit dem Energiespeicherunternehmen RAG Austria AG in Wien durchgeführten Studie geht es laut Medienmitteilung um die wirtschaftliche Nutzung dieser Methode.

    Bei der Geo-Methanisierung wird im Sommer überschüssige erneuerbare Energie, beispielsweise Solarstrom, in Wasserstoff (H2) umgewandelt. Dieser wird zusammen mit CO2, das etwa aus Biogasanlagen stammt, in einen natürlichen Untergrundspeicher eingebracht. In mehr als 1000 Metern Tiefe verbinden Mikroorganismen Wasserstoff und Kohlenstoff zu Methangas (CH4). Im Winter, wenn der Bedarf an Strom und Wärme hoch ist, lässt sich das erneuerbare Gas ausspeichern und vielseitig nutzen, heisst es zur technischen Erläuterung in der Mitteilung.

    Am Forschungsprojekt Underground Sun Conversion – Flexible Storage (USC-FlexStore) von Energie 360° und RAG Austria arbeiteten die Universität Bern, die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und die OST – Ostschweizer Fachhochschule mit. Die gemeinsame Studie zeigt, dass eine Umsetzung möglich und wirtschaftlich interessant ist, wenn dabei bestehende Gasspeicher genutzt werden. Diese gibt es in den Nachbarländern der Schweiz, wie im österreichischen Pilsbach.

    „Das Potenzial ist enorm: Jährlich kann mit diesem Verfahren erneuerbare Energie von einigen Terawattstunden saisonal gespeichert werden. Damit wird die Winterstromlücke in der Schweiz substanziell entschärft“, wird Jörg Wild zitiert, CEO von Energie 360°. Voraussetzung sei, dass die Schweiz mit ihren Nachbarländern verbindliche Regelungen für den Bezug von erneuerbaren Gasen abschliesst.

  • Zürich Wind – Zürcher Kooperation zur Nutzung der Zürcher Windenergie

    Zürich Wind – Zürcher Kooperation zur Nutzung der Zürcher Windenergie

    Mit der Energiestrategie und Energieplanung 2022 hat der Zürcher Regierungsrat die Stossrichtung im Kanton Zürich festgelegt: weg von importierten, fossilen Energieträgern hin zu erneuerbarer, heimischer Energie. EKZ, ewz und Stadtwerk Winterthur beabsichtigen daher, gemeinsam Windprojekte an den vom Kanton Zürich definierten und im kantonalen Richtplan festgelegten Standorten umzusetzen. Die Regierungen der Städte Zürich und Winterthur haben eine entsprechende Zusammenarbeitsvereinbarung genehmigt. Michael Baumer, Stadtrat der Stadt Zürich: «Mit EKZ, ewz und Stadtwerk Winterthur haben sich drei starke Partner zusammengeschlossen, um die lokale Energieproduktion weiter auszubauen und die Bevölkerung in der Stadt und im Kanton Zürich mit noch mehr erneuerbarer Energie zu versorgen.» Der Winterthurer Stadtrat Stefan Fritschi ergänzt: «Mit Windprojekten im Kanton Zürich leisten wir gemeinsam einen wertvollen Beitrag an die erneuerbare Stromproduktion und an unsere klima- und energiepolitischen Ziele.» Mit Zürich Wind, der Zürcher Kooperation zur Nutzung der Zürcher Windenergie, soll die Entwicklung, aber auch die Finanzierung, der Bau und der Betrieb von Windkraftanlagen im Kanton Zürich sichergestellt werden. Windprojekte werden von der Bevölkerung nicht überall begrüsst. Gemäss Urs Rengel, CEO EKZ, sind sich die Partner dessen bewusst: «Zürich Wind setzt auf den Dialog und wird Windprojekte nur mit Unterstützung der lokalen Bevölkerung realisieren.» Die drei Partner wollen mit Zürich Wind ein deutliches Zeichen für eine erneuerbare Stromversorgung im Kanton Zürich setzen.

    Der Kanton Zürich hat am 7. Oktober 2022 seine Pläne für die Evaluierung der Windenergiegebiete im kantonalen Richtplan vorgestellt. Windkraftanlagen sollen auch im Kanton Zürich einen Beitrag an die künftige Stromversorgung mit erneuerbaren Energien leisten. Die Versorgungssicherheit gewinnt immer mehr an Bedeutung und es sind insbesondere Lösungen für den Strombedarf im Winter zu finden. Windkraftanlagen sind besonders geeignet, einen Beitrag an die Versorgungssicherheit zu leisten, da die Stromproduktion wegen der Windverhältnisse vor allem im Winter anfällt, wenn die Produktion aus Fotovoltaikanlagen mangels optimaler Sonneneinstrahlung im Mitteland gering ist.

    Windpotenzial im Kanton Zürich
    Die Baudirektion des Kantons Zürich hat im Auftrag des Bundes einen Grundlagenbericht Windenergie zur Situation im Kanton Zürich erstellt und im letzten Herbst veröffentlicht. Der Bericht zeigt auf, dass es auch im Kanton Zürich möglich ist, Windenergie zu nutzen. Rund 50 Gebiete sind als Potenzialgebiete definiert. Ob in diesen Gebieten die Realisierung von Windkraftanlagen machbar ist und die Windausbeute wirtschaftlich ist, ist in spezifischen Projekten zu klären. Der Kanton hat das Ziel, die Richtplanung mit der Standortfestlegung bis Ende 2025 abzuschliessen.

     Quelle www.ewz.ch

  • Helion eröffnet Schulungszentrum für die Energiewende

    Helion eröffnet Schulungszentrum für die Energiewende

    Helion hat ein eigenes Schulungszentrum in Betrieb genommen. Am Helion TrainingCenter lernen künftige Fachkräfte der Energiebranche praxisnah „wie auf einer echten Baustelle“, heisst es in einer Medienmitteilung des Anbieters von Energielösungen zur Eröffnung. Das Schulungszentrum bestehe aus einem Modell-Einfamilienhaus mit Schräg- und Flachdach in Originalgrösse. Es biete Raum für die Ausbildung von mehr als 200 Solarfachkräften pro Jahr. Zudem seien 50 Schulungen pro Jahr möglich.

    Ziel seien acht bis zehn Lehrstellen pro Jahr. Auch Quereinsteigende könnten auf dem Weg der Erwachsenenbildung zu Solarspezialisten qualifiziert werden. Dank der Verknüpfung von Photovoltaik, Elektromobilität, bidirektionalem Laden und Wärmepumpen decke das Schulungszentrum die Ausbildung von Fachpersonal sowohl für die Energie- als auch die Mobilitätsbranche ab. „Beide Bereiche werden die Zukunft prägen“, wird Anja Bates, Leiterin HR der AMAG Gruppe, zitiert. Helion ist Teil von AMAG.

    Die Anlage bilde mit einer 200 Quadratmeter grossen Gesamtfläche schweizweit die umfangreichste Lernumgebung für erneuerbare Energien. Das Schulungszentrum könne dem „hohen Qualitätsanspruch an die dringend benötigten Fachkräfte“ nachkommen, wird Frank Rutschmann, Leiter Sektion Erneuerbare Energien beim Bundesamt für Energie, zitiert. Sie seien „unser Kapital für den Ausbau der erneuerbaren Energien“.

    Helion schult bereits seit vier Jahren auf eigene Initiative neues Personal, darunter zahlreiche Quereinsteigende. Diese bekamen vor Schaffung der Solarausbildungen „Solarinstallateur:innen und Solarmonteur:innen mit Eidgenössischem Berufsattest“ in einem zweiwöchigen Kurs die Kenntnisse vermittelt. Damit sei der Grundstein für das hauseigene Helion TrainingCenter gelegt worden. Es wird vom Bundesamt für Energie und vom Kanton Solothurn unterstützt.

  • Lista nimmt Photovoltaikanlage in Betrieb

    Lista nimmt Photovoltaikanlage in Betrieb

    Die neue Photovoltaikanlage der Lista AG ist mit einer Fläche von 15’000 Quadratmetern die grösste im Kanton Thurgau, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Insgesamt 4600 Module werden auf den Dächern der Produktionshallen des Unternehmens jährlich 2 Gigawattstunden Strom produzieren. Damit soll ein Drittel des eigenen Bedarfs gedeckt werden. Zudem wird die Anbieterin für Betriebs- und Lagereinrichtungen auch 800’000 Kilowattstunden ins Netz einspeisen.

    Die Lista AG hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 die Netto Null bei CO2-Emissionen zu erreichen. Dazu trägt einerseits die neue Photovoltaikanlage bei. Und andererseits optimiert das Unternehmen aus der St.GallenBodenseeArea fortlaufend die Energieeffizienz. Dazu werden moderne Produktionslinien und Kompressoren eingebaut. Aber auch die Verwendung von LED-Lichttechnik trägt zum Erreichen des Zieles bei. Lista zeige somit, dass sich „ökologische Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg vereinbaren lassen“, wie es in der Mitteilung heisst.

  • Aufbau der Wärmezentrale Frick startet mit Spatenstich

    Aufbau der Wärmezentrale Frick startet mit Spatenstich

    Die Industriellen Werke Basel (IWB) haben auf dem Firmenareal von der in Frick ansässigen Stahlton Bauteile AG mit dem Bau einer neuen Holzschnitzel-Heizzentrale für die geplante Wärmezentrale begonnen. Am 4. Juli 2023 fand der Spatenstich statt.

    Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, erhalten die ersten Kunden ab Herbst 2024 Zugang zu Wärme aus regenerativer Produktion. Als Rohstoff soll Holz aus dem Forstrevier Thiersteinberg verwendet werden. Aktuell werde jede dritte Heizanlage in Frick noch fossil betrieben.

    Zur Leistungsfähigkeit des Wärmeverbunds heisst es, dass IWB künftig bis zu 20 Gigawattstunden Wärme pro Jahr erzeugen kann. Das Einsparpotenzial der Gemeinde Frick liege bei 2700 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Der Ausbau des Leitungsnetzes für die regenerative Wärmeversorgung soll im Herbst 2023 beginnen.

    Der in der Mitteilung zitierte CEO der Stahlton Bauteile AG, Ernst Gisin, betont das langjährige Engagement des Unternehmens für Nachhaltigkeit. „Wir haben unter anderem vor zwölf Jahren das thermisch aktivierte Bürogebäude nach Minergie-P-Standard gebaut und seit einem Jahr eine PV-Anlage mit einer Leistung von einem Megawatt-Peak in Betrieb.“ Der nächste Schritt sei der Austausch der Erdgasheizung in der Produktion durch den Anschluss an die Wärmezentrale.

  • AMAG produziert nun auch in Zuchwil Solarstrom

    AMAG produziert nun auch in Zuchwil Solarstrom

    Die AMAG Zuchwil/Solothurn hat auf dem Dach des VW- und Škoda-Gebäudes eine Photovoltaikanlage installiert und in Dienst gesetzt. Auf 726 Quadratmetern Fläche sollen 367 Solarpaneele pro Jahr 155’978 Kilowattstunden Energie produzieren. Mit denselben Leistungsdaten will die Garage voraussichtlich Ende Jahr auf dem Dach ihres Audi- und Seat-Gebäudes eine zweite Anlage installiert haben.

    „Dass wir nun auch zu den AMAG-Betrieben zählen, die mit einer Photovoltaikanlage eigenen Strom produzieren können, macht uns nicht nur stolz, sondern auch nachhaltiger und unabhängiger“, wird der Geschäftsführer der AMAG Solothurn, Raphael Biberstein, in einer Medienmitteilung zitiert. „Den Strom brauchen wir vor allem für Kundenfahrzeuge und für unsere eigene Flotte.“

    Bis 2025 werden den Angaben zufolge rund 75’000 Quadratmeter Dachfläche der AMAG mit Solarmodulen bestückt sein. Das entspricht in etwa der Fläche von zehn Fussballfeldern. Damit wird der Autohändler mehr als 20 Prozent des heutigen Stromverbrauchs selbst produzieren.

  • Migros investiert einstellige Millionensumme in Solar-Start-up Rayo

    Migros investiert einstellige Millionensumme in Solar-Start-up Rayo

    Die Migros mit Sitz in Zürich investiert in das Zürcher Start-up Rayo. Dazu lässt die Detailhandelsgruppe via Sparrow Ventures, eine Tochtergesellschaft der Migros und Wachstumskapitalgeberin, sowie die Migrol AG, ebenfalls Teil der Migros-Gruppe, Kapital im einstelligen Millionenbereich in das Start-up fliessen, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

    Rayo will Solarenergie zugänglicher machen, indem es Solaranlagen im Abo-Modell vermietet. Dadurch haben Eigentümer keine Anschaffungskosten. Stattdessen bezahle ein Eigentümer „einen monatlichen Fixbetrag auf 20 Jahre für seine individuelle Solarlösung“. Im Preis sind die Photovoltaikanlage sowie sämtliche Services von Abklärungen, Planung, Installation, Wartung und Reparaturen über Versicherung bis hin zu einer Smart-Home-App enthalten.

    Das Interesse an nachhaltigen, individuellen Solarlösungen sowie Energieautarkie ist zwar vorhanden. Dennoch verfügt den Angaben zufolge nur rund jedes zehnte Einfamilienhaus in der Schweiz über Solarpanels auf dem Dach. Das ist im europäischen Vergleich wenig. Grund für die Zurückhaltung bei Solaranlagen auf dem eigenen Haus sind die Initialkosten und der administrative Aufwand, glaubt laut Medienmitteilung Lorenz Lüchinger, CEO von Sparrow Ventures.

    Genau diese Lücke will Rayo schliessen „und eine Solarlösung bieten, mit der die Schweizer Bevölkerung ihre Stromkosten reduzieren und gleichzeitig den ökologischen Fussabdruck verbessern“ könne, wird Andreas Flütsch, CEO von Migrol, zitiert.

    Abonnenten von Rayo können zu ihrem Solarpaket ausserdem einen Batteriespeicher für überschüssigen Solarstrom dazubuchen. Auch Ladestationen für Elektrofahrzeuge stellt Rayo zur Verfügung und nutzt dafür Synergien mit Migrol und der Migros-Gruppe. Migrol mit Sitz in Adliswil ZH betreibt unter anderem Tankstellen, Ladestationen und Autowerkstätten.

  • Bund will zügigeren Ausbau von Erneuerbaren

    Bund will zügigeren Ausbau von Erneuerbaren

    Der Bundesrat will den Ausbau der Produktion von erneuerbaren Energien beschleunigen. Dazu sollen die Verfahren für Planung und Bau entsprechender grosser Kraftwerke verkürzt werden, informiert der Bundesrat in einer Mitteilung. Er hat an seiner Sitzung vom 21. Juni eine entsprechende Änderung des Energiegesetzes zu Händen des Parlaments verabschiedet.

    Danach sollen neu allein die Kantone für ein konzentriertes Plangenehmigungsverfahren für Solar- und Windenergieanlagen von nationalem Interesse zuständig sein. Dies verhindere, dass ein Projekt in mehrere, einzeln anfechtbare Etappen aufgeteilt wird, erläutert der Bundesrat. Für Wasserkraftwerke soll das bisherige bewährte Verfahren beibehalten werden.

    Die Kantone werden angewiesen, im Richtplan Eignungsgebiete für Solar- und Windenergieanlagen auszuweisen. Entsprechende Anlagen von nationalem Interesse brauchen dann keine projektbezogene Grundlage mehr im kantonalen Richtplan. Bei der Festlegung der Gebiete soll der Schutz von Landschaft, Biotopen, Wald, Kulturland und Fruchtfolgeflächen berücksichtigt werden.

    Zudem will der Bundesrat den Rechtsmittelweg im Zusammenhang mit Planung und Bau von Solar-, Wind- und Wasserkraftwerken verkürzen. Künftig soll auf kantonaler Ebene nur noch eine Beschwerde an das oberste kantonale Gericht möglich sein. Der Kreis der Beschwerdeberechtigten wird auf Standortkantone und -gemeinden und gesamtschweizerisch tätige Organisationen wie WWF oder Pro Natura eingeschränkt.

    Beim Ausbau des Stromnetzes sehen die Pläne des Bundesrats einen Verzicht auf die Festlegung eines Planungsgebiets vor. Stattdessen soll bei der Sachplanung direkt der Planungskorridor definiert werden.

  • AEW baut Wärmeverbund im Industriegebiet Villmergen

    AEW baut Wärmeverbund im Industriegebiet Villmergen

    Die AEW Energie AG hat angekündigt, beim Ausbau der erneuerbaren Wärmeenergie effizienter zu werden und gründet im Villmerger Industriegebiet für 12 Millionen Franken einen Wärmeverbund. Die Gemeinde erteilte laut einer Medienmitteilung die Bewilligung für das im April eingereichte Baugesuch. Die Bauarbeiten sollen im 4. Quartal des laufenden Jahres starten. Als Datum für die erste Lieferung mit erneuerbarer Fernwärme an rund 550 Einfamilienhäuser wird die Heizperiode 2024/2025 genannt.

    David Gautschi, Leiter Produktion bei der AEW, hat bekanntgegeben, dass sich mit der Gesamtwärme jährlich 710’000 Kubikmeter Erdgas einsparen lassen, die 1500 Tonnen CO2-Emissionen verursachen würden.

    Als Brennstoff nutzt der Wärmeverbund den Angaben zufolge Altholz, nach Bedarf Holz aus der Region gemäss ökologischer Kaskadennutzung sowie Sonnenenergie mithilfe einer Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 200 Kilowatt.

    Die Versorgungseinheit soll zwischen der Bünztalstrasse im Südwesten, der Gemeindegrenze im Südosten, der Bahnlinie im Nordosten und der Landwirtschaftszone im Nordwesten entstehen. Die Heizzentrale wird auf dem Areal der Cellpack AG an der Durisolstrasse gebaut. Die Brennstoffe sollen über die Anglikerstrasse und das Areal der Cellpack AG geliefert werden.

    Der Aargauer Stromversorger will mit dem Projekt einen Beitrag zur Energiestrategie 2050 leisten.

  • Armasuisse baut alpine Kleinwind-Solaranlage in der Surselva

    Armasuisse baut alpine Kleinwind-Solaranlage in der Surselva

    Die zum Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) gehörende armasuisse Immobilien testet mit Partnern aus der Schweizer Wirtschaft und Forschung, wie Wind und Sonne im alpinen Raum zur lokalen Stromerzeugung genutzt werden können. Laut einer Medienmitteilung liegt die Baubewilligung für eine Testanlage am Standort La Stadera in der Region Surselva im Kanton Graubünden vor. Die Bauarbeiten beginnen im August und die Testanlage soll im Herbst 2024 in Betrieb gehen.

    Die Anlage kombiniert die Stromgewinnung durch Nutzung von Windenergie und Nutzung der Sonneneinstrahlung durch Photovoltaik. Die Testanlage besteht aus einer kleinen Windanlage und bifazialen (doppelseitigen) Photovoltaikmodulen, die miteinander kombiniert werden. Das Projekt wurde im Rahmen des militärischen Plangenehmigungsverfahrens bewilligt, heisst es in der Mitteilung des Bundesrats. Ab August 2023 wird die Windanlage installiert. Die um die Windanlage angeordneten Photovoltaikmodule folgen bis Herbst 2024 und vervollständigen die Testanlage.

    Bis Ende 2025 soll die Testanlage Daten liefern, damit sich die Effizienz der neuartigen Konstruktion genauer abschätzen lässt. Der erwartete Energieertrag liegt bei rund 60 Megawattstunden pro Jahr. Das entspricht laut der Mitteilung dem Stromverbrauch von rund 15 Schweizer Haushalten. Die Auswertung der Daten bis Ende 2025 bildet die Grundlage für den Entscheid, ob ein Endausbau mit insgesamt neun Kleinwind-Solaranlagen am Standort umgesetzt werden soll.

    Seit Winter liefert ein in La Stadera schon installierter Solar-Prototyp des schweizerischen Systemlieferanten Turn2Sun aus La Sagne NE bereits erfolgreich Strom. Auch der Solar-Prototyp ist mit doppelseitigen Photovoltaikmodulen ausgerüstet.

  • Spreitenbach baut Wärmeverbund Neumatt aus

    Spreitenbach baut Wärmeverbund Neumatt aus

    Die Ortsbürgergemeinde Spreitenbach hat den Auftrag für den Einbau des zweiten Kessels der Holzschnitzelheizung Neumatt vergeben. Laut Medienmitteilung sind die Arbeiten erfolgreich gestartet. Dabei werden künftig weitere Fernwärmeleitungen für den Anschluss der privaten Liegenschaften verlegt, was zu Strassenaufbrüchen führt und zu teilweisen Verkehrsbehinderungen führen kann, heisst es in der Mitteilung. Dem Zusatzkredit von 3 Millionen Franken für die Realisierung der zweiten Ofenlinie hatte die Ortsbürgergemeindeversammlung am 22. November 2022 zugestimmt.

    Die erste Stufe des Wärmeverbunds Neumatt war von der Amstutz Holzenergie AG als Gesamtplaner und Bauleiter realisiert worden. Die neue Heizzentrale in Spreitenbach liegt zentral auf dem Gemeindewerkhof neben dem Einkaufszentrum Shoppi Tivoli. Der längliche Ständerbau bietet Platz für zwei Holzschnitzelkessel mit 550 und 1600 Kilowatt Leistung, heisst es dazu in einer Mitteilung des Unternehmens aus Emmen LU. Der grosse Technikraum enthält zwei Pufferspeicher mit einem Gesamtvolumen von 57 Kubikmetern, die kurzfristige Spitzenlasten abdecken und einen kontinuierlichen Betrieb der Feuerungsanlage ermöglichen.

    Das Fernleitungsnetz war in der ersten Ausbaustufe 380 Meter lang. Die Holzschnitzelheizung liefert seit Anfang Oktober 2022 Wärme und beheizt die bereits angeschlossenen Gebäude in der Umgebung, wie den Werkhof selber sowie das Altersheim Im Brühl und das neue Spreitenbacher Gemeindehaus.

    Für die Heizung werden nach Angaben von Amstutz Holzenergie jährlich 1800 Kubikmeter Holzschnitzel aus dem lokalen Wald benötigt. Nach dem kompletten Endausbau steigt der Jahresbedarf auf 5400 Kubikmeter Holzschnitzel. Auch diese Menge soll ebenfalls mit Holz aus den lokalen Wäldern abgedeckt werden.

  • AEW Energie produziert Solarstrom auf Isemeyer-Areal

    AEW Energie produziert Solarstrom auf Isemeyer-Areal

    Die AEW Energie AG hat in Rheinfelden eine 13’000 Quadratmeter grosse Solaranlage mit 5000 Modulen installiert und in Betrieb genommen. Sie befindet sich auf dem Dach des Isemeyer-Areals und ist eine der grössten im Portfolio des Energieversorgers.

    Einer Mitteilung zufolge erzeugt sie jährlich rund 1,9 Gigawattstunden Sonnenstrom. Ungefähr ein Drittel davon nehmen die eingemieteten Unternehmen direkt vor Ort ab. Der Rest wird in das Netz der AEW eingespeist.

    Die Anlage wird im Contracting-Modell betrieben: Sie gehört der AEW, die für die Installations- und Instandhaltungskosten aufkommt. Die Soluma AG als Eigentümerin erhält als Gegenleistung für die Bereitstellung der Fläche von der AEW während der kommenden 30 Jahre einen vertraglich vereinbarten Fixpreis für den vom Dach bezogenen Strom. Auch den Mietern entstehen keine Zusatzkosten. Vor der Installation der 5000 Solarpanels ist das Dach der Industriehallen auf Kosten der AEW zusätzlich gedämmt und die Gebäudehülle damit energetisch verbessert worden.

    Nicht zuletzt profitiere auch die Umwelt, so die AEW. „Denn allein mit der Menge dieser Anlage könnten 420 Vier-Personen-Haushalte ein ganzes Jahr lang mit Strom versorgt werden.“

  • Megasol will geschupptes Solardach auf Europas Dächer bringen 

    Megasol will geschupptes Solardach auf Europas Dächer bringen 

    Megasol will von der derzeitigen starken Nachfrage nach Solarenergie in Europa profitieren. Der Hersteller mit Sitz in Deitingen setzt dabei auf sein Indachsystem Level. Gerade in Deutschland sei Level sehr beliebt, wird Kommunikationschef Michael Reist in einer Mitteilung zitiert. „Jeder Bauherr fragt bei Dachsanierung und Neubau bei seinem Dachpartner auch eine Solaranlage an – dank Level haben Dachdecker und Zimmereien die richtige Antwort auf die Anfragen.“

    Das Level-Solardach ist geschuppt, die Solarmodule brauchen keine Rahmen. Das Dachsystem lässt sich an alle Dächer anpassen, so dass die gesamte Dachfläche für die Produktion von Strom genutzt werden kann. Dank den Befestigungshaken und kurzen Dichtungsschienen lässt es sich rasch montieren. Die Solarmodule selbst weisen die Hagelschutzklasse 5 auf; auch 5 Zentimeter grosse Hagelkörner beschädigen sie nicht.

    Megasol ist einer der europaweit führenden Hersteller von Solarmodulen und Montagesystemen. Das 1993 von Markus Gisler gegründete Unternehmen ist auf die kundenspezifische Massenproduktion von gebäudeintegrierter Photovoltaik spezialisiert. Megasol entwickelt und produziert in Deitingen und verfügt über einen weiteren Standort im chinesischen Ningbo. 2022 ist der französische Baustoffhersteller Saint-Gobain eine Partnerschaft mit Megasol eingegangen und hat eine Minderheitsbeteiligung übernommen. Im April hat es den Export Award 2023 von Switzerland Global Enterprise gewonnen.

    Megasol wird auch auf der Intersolar vertreten sein, die vom 14. bis zum 16. Juni in München stattfindet.

  • Nationalrat beschliesst Offensive für Windenergie

    Nationalrat beschliesst Offensive für Windenergie

    Der Nationalrat hat sich den Änderungen des Ständerats angeschlossen und ist ihm hinsichtlich der Gesetzesvorlage zur beschleunigten Bewilligung von Windkraftanlagen mit 136 zu 53 Stimmen gefolgt. Ursprünglich stammt diese Vorlage von der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrats. Hintergrund ist das Ziel, die Schweiz in der sonnenarmen Zeit von Stromimporten unabhängiger zu machen.

    Deshalb sei ein Zubau nötig, so Energieminister Albert Rösti (SVP) laut einer Medienmitteilung des Parlaments. Doch müsse dieser „ohne starkes Ritzen der üblichen Mitspracherechte“ realisiert werden. Den Angaben zufolge habe es im Parlament grundsätzlichen Widerstand gegen die Windkraftoffensive nur vonseiten der SVP gegeben. Die übrigen Fraktionen seien sich darüber einig, dass die Windenergie in den Wintermonaten einen wertvollen Beitrag zur Stromversorgung leiste.

    Daher, so der Tenor, könne es nicht sein, dass Projekte über 20 Jahre auf ihre Bewilligung warten müssten. Die Vorlage sieht vor, dass die beschleunigten Verfahren nur angewendet werden dürfen, wenn die Gemeinden die Anlage im Rahmen der Nutzungsplanung bereits bewilligt haben. Das trifft laut Rösti auf 39 Turbinen zu, die jährlich 250 Gigawattstunden Strom liefern sollen. Dazu zählen unter anderem der Windpark Grenchenberg im Kanton Solothurn, die Projekte Eoljorat Sud und Sur Grati im Kanton Waadt sowie das Projekt Crêt Neuron im Kanton Neuenburg.

    Die beschleunigten Verfahren sollen für Windenergieprojekte im nationalen Interesse zur Anwendung kommen, bis eine zusätzliche Leistung von 600 Megawatt installiert ist. Bei diesen Projekten soll neu der Kanton für die Baubewilligung zuständig sein. Zudem werden die Rechtsmittel gegen diesen Entscheid eingeschränkt: Er soll nur vor dem obersten kantonalen Gericht angefochten werden können.

  • Energie 360° stattet Regensdorf mit Schnellladestationen aus

    Energie 360° stattet Regensdorf mit Schnellladestationen aus

    Seit dem 6. Juni können Besuchende des Einkaufszentrums Zänti in Regensdorf ihre Elektrofahrzeuge an sieben Schnellladestationen aufladen, informiert Energie 360° in einer Mitteilung. Der Zürcher Energiedienstleister hat die Ladestationen mit einer Leistung von bis zu 120 Kilowatt im Rahmen einer langfristigen Partnerschaft mit dem Zentrum Regensdorf installiert. „Gemeinsam mit dem Zentrum Regensdorf stellen wir den Kund*innen unsere momentan schnellste Ladelösung in einem Zürcher Shoppingcenter zur Verfügung“, wird  Rami Syväri, Leiter Mobilität bei Energie 360°, in der Mitteilung zitiert.

    Die neuen Stromtankstellen laden den Akku eines E-Autos je nach Modell innerhalb von 30 bis 60 Minuten mit ökologisch produziertem Gleichstrom auf. „Mit den neuen Schnellladestationen möchten wir dem Bedürfnis unserer Kund*innen nachkommen und gleichzeitig die CO2-Emissionen aktiv senken“, erläutert Sandro Engeler, Leiter des Zentrums Regensdorf. Zwei bereits bestehende AC-Ladestationen ergänzen das Angebot an Ladelösungen im Zänti.

    Syväri zufolge betreibt Energie 360° schweizweit bereits über 200 Standorte mit Ladestationen. Das Unternehmen finanziert, plant, baut und unterhält die Stromtankstellen in Zusammenarbeit mit den Eignern geeigneter Standorte. Alle öffentlichen Ladestationen von Energie 360° können mit QR-Code, App oder RFID-Karte genutzt werden und sind in das Netz von Swisscharge eingebunden.

  • Kraftwerk Palanggenbach feiert Eröffnung

    Kraftwerk Palanggenbach feiert Eröffnung

    Am 3. Juni hat die feierliche Einweihung des Kraftwerks Palanggenbach stattgefunden. Damit ist das jüngste Wasserkraftwerk in Uri rund sechs Monate nach Inbetriebnahme, abgeschlossenen Tests und einigen Optimierungsarbeiten auch offiziell eröffnet, informiert EWA-energieUri in einer Mitteilung. Der Energiedienstleister hat das Kraftwerk Palanggenbach gemeinsam mit der aventron AG, der Korporation Uri und der Gemeinde Seedorf realisiert.

    „Wir dürfen stolz auf das sein, was wir mit dem KW Palanggenbach realisiert haben“, wird Werner Jauch, Verwaltungsratspräsident der Kraftwerk Palanggenbach AG, in der Mitteilung aus seiner Ansprache an der Einweihung zitiert. „Das Kraftwerk Palanggenbach leistet mit seiner Jahresproduktion von 11,5 Gigawattstunden Strom zukünftig einen Beitrag an die Versorgungssicherheit und dies CO2-frei, nachhaltig und erneuerbar.“ Darüber hinaus wies Jauch darauf hin, dass über 85 Prozent oder rund 18 Millionen Franken der Investitionen in das Projekt dem Kanton Uri in Form von Aufträgen zugute kamen. Auch im laufenden Betrieb generiere das Kraftwerk „namhafte Abgaben an die Korporation Uri, den Kanton Uri und die Gemeinde Seedorf“.

    Zur offiziellen Einweihung standen die Türen des Kraftwerks der interessierten Bevölkerung offen. Exklusiv wurde dabei die Möglichkeit geboten, den 1,3 Kilometer langen Stollen bis zur Wassererfassung zu erkunden. Zudem konnten Kraftwerkszentrale und Turbine in Augenschein genommen werden.

  • Baumer intensiviert Engagement für Sonnenstrom

    Baumer intensiviert Engagement für Sonnenstrom

    Baumer hat für Juni 2023 die Installation von mehr als 800 Photovoltaikmodulen an Fassaden und Dächern von Werksgebäuden am Stammsitz in der St.GallenBodenseeArea angekündigt. Die Solarstromtechnik soll eine Nennleistung von 340 Kilowatt Peak bringen, heisst es in einer Mitteilung. Zusammen mit dem derzeit entstehenden Innovation Center, das 130’000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt, werde eine Stromausbeute von 305’000 Kilowattstunden pro Jahr erwartet. Damit könne der Sensorspezialist 11 Prozent seines Strombedarfs künftig mit Sonnenkraft abdecken.

    Mit der Investition in die Solargebäudehülle setzt der in Frauenfeld ansässige Sensorspezialist seine Innovationsinitiative Baumer Blue fort. Damit fokussiert das Unternehmen auf Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und moderne Infrastruktur.

    In Frauenfeld und an allen Standorten in Deutschland beziehe das Unternehmen bereits ausschliesslich grünen Strom, heisst es. Auf dem Weg zur Verbrauchsoptimierung setze Baumer zudem Massnahmen zur Energieeinsparung um und ein Heiz- und Kühlkonzept auf Basis von Erdsonden und Wärmepumpe am Innovation Center. ce/heg