Schlagwort: ErneuerbareEnergien

  • Renercon leitet Vorprojekt für Abwärmenutzung in Beringen

    Renercon leitet Vorprojekt für Abwärmenutzung in Beringen

    Die Stack Infrastructure Switzerland SA errichtet in Beringen bis 2025 ein Rechenzentrum. Das Schweizer Tochterunternehmen des global tätigen Spezialisten für grosse Datenzentren, der Kanton und die Gemeinde wollen die Abwärme für die Fernwärmenetze der Region nutzen. Das Zürcher Ingenieurunternehmen Amstein + Walthert hatte dazu im März im Auftrag des Schaffhauser Baudepartements eine Machbarkeitsstudie vorgelegt.

    Nun wurde laut einer Mitteilung des Kantons unter Koordination der Wirtschaftsförderung Schaffhausen eine Projektgruppe für die Ausarbeitung eines Vorprojekts gebildet. Die Gruppe wir durch Renercon geleitet, eine Genossenschaft für erneuerbare Energien mit Sitz in Knonau. Ihr gehören auch die regionalen Energiedienstleister EKS, Holzenergie Beringen und SH Power sowie Stack Infrastructure als Grundeigentümer an.

    Die Projektgruppe soll bis Ende 2024 die Grundlagen für ein ausschreibungs- und investorenfähiges Projekt vorlegen. Dabei geht es unter anderem um einen Energiehub, der die Abwärme in die Wärmeverbünde der Region verteilt. Die Gruppe soll auch prüfen, ob dieser Hub für die saisonale Speicherung von Energie genutzt werden kann.

  • Neue Plattform soll Gründung von Solargenossenschaft erleichtern

    Neue Plattform soll Gründung von Solargenossenschaft erleichtern

    Die Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie (SSES) und der Verband unabhängiger Energieerzeuger (VESE) haben die neue Plattform SolEctif ins Leben gerufen. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, soll das Projekt Solargenossenschaften sowohl bei ihrer Gründung als auch beim nächsten Schritt, der Professionalisierung, unterstützen.

    Solargenossenschaften spielen in der Schweiz eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der Energiewende mit erneuerbaren Energien. Diese Gesellschaften werden jedoch zumeist ehrenamtlich geführt und stehen häufig vor grossen finanziellen oder Eigentumsproblemen, die es verhindern, dass effektive Anlagen installiert und betrieben werden können. SSES und VESE wollen nun mit Unterstützung von EnergieSchweiz Solargenossenschaften auf dem weiteren Weg begleiten. Mit dem Projekt SolEctif stehen die Partner bei Neugründungen, der Professionalisierung sowie bei der Suche nach geeigneten Dachflächen den Genossenschaften zur Seite.

    Kernstück der Plattform ist das Handbuch „Wie gründen und führen wir eine Solargenossenschaft“, welches kostenlos heruntergeladen oder kostenpflichtig als Print-Version bestellt werden kann. Hier erfahren Interessenten, welche Pflichten und Abläufe bei der Gründung einer Genossenschaft zu beachten sind. Ergänzend werden im Mai 2024 erste Starterworkshops in Zürich Oerlikon durchgeführt. Ab Januar 2024 werden Interessierte halbjährlich mit dem neuen SolEctif-Newsletter bedient.

  • Wärmeverbund Birstal montiert Holzheizkessel

    Wärmeverbund Birstal montiert Holzheizkessel

    Der nachhaltige Wärmeverbund Birstal hat mit der Montage der ersten Holzheizkessel einen weiteren Entwicklungsschritt vollzogen. Das von Primeo Energie aus Münchenstein und uptownBasel initiierte Projekt hat laut einer Medienmitteilung mit der Montage der Kessel die Heizanlage auf dem Areal von uptownBasel erweitert. In einem späteren Schritt soll noch eine Wärmepumpe installiert werden. Bei den Holzheizkesseln handelt es sich um zwei Biomassekessel mit Leistungen von 8 und 11 Megawatt. Moderne Filteranlagen und Technologien sollen zu geringstmöglichen Abgaswerten führen, heisst es in der Mitteilung. Zu einem späteren Zeitpunkt soll die Heizzentrale eine Leistung von 40 Megawatt liefern und damit die grösste von Primeo Energie betriebene Anlage in der Schweiz sein.

    Der Wärmeverbund Birstal besteht aus 25 Wärmeanlagen und -verbünden in Reinach, Arlesheim und Münchenstein. Er wird zunehmend auf erneuerbare Energien umgestellt. Energiequelle soll zum einen Teil die Abwärme aus dem Bereich uptownBasel in Arlesheim sein, zum anderen wird in kalten Jahreszeiten oder bei Spitzenbelastungen Biomasse und Holz aus regionalem Anbau verfeuert.

    Mit der neuen Energiezentrale und dem Wärmeverbund Birstal will Primeo Energie einen Beitrag zur Energiewende und zu einer nachhaltigen Wärme- und Kälteversorgung in der Region leisten, heisst es in der Mitteilung weiter.

  • Stäfa erhält erneuerbare Wärme und Kälte

    Stäfa erhält erneuerbare Wärme und Kälte

    Mit einem nachhaltigen Energieprojekt soll die Wärme- und Kälterversorgung der Gemeinde Stäfa erneuert werden. Laut einer Medienmitteilung werden die lokale Industrie und 500 Liegenschaften in Stäfa ab 2026 mit erneuerbarer Wärme aus dem Zürichsee versorgt. Die Industriebetriebe sollen zusätzlich erneuerbare Kälte für ihre Kühlprozesse aus dem See erhalten. Das Projekt wird von  Energie 360° realisiert. Das Projekt sieht vor, mit dem Ersatz von Gas- und Ölheizungen künftig 7000 Tonnen Kohlendioxid einzusparen. Diese Emissionseinsparung entspricht dem Verbrauch von 2,6 Millionen Litern fossilen Heizöls, heisst es in der Mitteilung. Die Wärmegewinnung soll mit Wärmetauschern in einem unterirdischen System erfolgen. Der Bau der Seewasserfassung und der unterirdischen Energiezentrale beginnt im Sommer 2024. Die ersten Leitungen des Wärme- und Kältenetzes werden 2025 verlegt, ab 2026 werden dann die Industriebetriebe und die ersten Liegenschaften an die neue Wärme- und Kälteversorgung angeschlossen.

    „Energie 360° hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Kund*innen bis 2040 ausschliesslich erneuerbare Energie zu liefern“, wird Romeo Deplazes, Leiter Lösungen bei Energie 360°, in der Mitteilung zitiert. „Der Energieverbund Stäfa ist ein weiterer Schritt zur Transformation der Schweiz von fossil zu erneuerbar.“

  • Flughafen Zürich will Eiszeitrinne für Klimatisierung nutzen

    Flughafen Zürich will Eiszeitrinne für Klimatisierung nutzen

    Die Flughafen Zürich AG erkundet derzeit eine eiszeitliche Rinne unter dem Flughafen. Sie liegt 300 Meter tief und ist insgesamt etwa 30 Kilometer lang. Da sie mit wasserführendem Schotter gefüllt ist, könnte sie als Wärme- und Kältespeicher dienen, um einen wesentlichen Teil der Flughafengebäude emissionsfrei zu heizen und zu kühlen.

    «Indem wir von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas abrücken, kommen wir unserem Ziel, null Treibhausgas-Emissionen bis 2040 zu erreichen, deutlich näher», wird Lydia Naef, Chief Real Estate Officer der Flughafen Zürich AG, in einer Medienmitteilung zitiert. «Geothermie spielt dabei eine zentrale Rolle.»

    Zusammen mit der IG Rinne, einer Arbeitsgemeinschaft bestehend aus der Ingenieursberatung Geo Explorers, der Sieber Cassina & Partner AG und der E-Axiom GmbH, erarbeitet die Flughafen Zürich AG ein mehrstufiges Verfahren, um das Potenzial der Rinne als Speicher zu analysieren. Die bisherigen Untersuchungsresultate sind den Angaben zufolge vielversprechend.

    Im Erfolgsfall will der Flughafen Zürich die Rinne ab 2026 als Wärme- und Kältespeicher nutzen. Die Investitionskosten für die Erforschung der Rinne und den Bau der Brunnen schätzt sie je nach Menge der benötigten Brunnen auf 4 bis 8 Millionen Franken. Hinzu kämen Erschliessungskosten für Leitungen und weitere technische Massnahmen.

    Das Projekt wird vom Bundesamt für Energie als Pilotprojekt gefördert und begleitet, so Emanuel Fleuti, Leiter Nachhaltigkeit und Umwelt bei der Flughafen Zürich AG. «Wir stellen alle Erkenntnisse der Wissenschaft zur Verfügung und können so einen Beitrag zur Erforschung emissionsfreier Kühl- und Heizsysteme leisten.»

  • Faltdach von dhp auf Kläranlage erhält Deutschen Solarpreis

    Faltdach von dhp auf Kläranlage erhält Deutschen Solarpreis

    Die Servicebetriebe Neuwied (SBN) in Rheinland-Pfalz haben auf ihrer Kläranlage das erste faltbare Solardach Deutschlands installiert. Es bedeckt 1600 Quadratmeter und kann bei Wartungsarbeiten oder Sturm und Hagel wieder eingefahren werden. Die Anlage der dhp technology AG mit Sitz in Zizers soll 180‘000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Damit kann die Eigenstromproduktion von 9 auf 24,5 Prozent erhöht werden.

    Die SBN haben sich von Berichten über Vorbilder in der Schweiz anregen lassen, schreiben sie in einer Mitteilung. „Unser Vorstand hat dann den Mut gehabt, das Projekt in Neuwied anzugehen und auch der Verwaltungsrat liess sich schnell überzeugen“, wird SBN-Bereichsleiter Joachim Kraus darin zitiert.

    Die grossen Abstände zwischen den Stützen des Faltdachs und dessen lichte Höhe von 5 Metern ermöglichen die Solarproduktion, ohne die Bewirtschaftung der Kläranlage zu beeinträchtigen. Das hat auch wirtschaftliche Vorteile: „Die Anlage trägt dazu bei, die Betriebskosten zu senken und dass die Gebühren bezahlbar bleiben“, wird Jan Einig zitiert, Oberbürgermeister von Neuwied und Vorsitzender des SBN-Verwaltungsrates.

    Nun haben die SBN für das Solarfaltdach den Deutschen Solarpreis 2023 erhalten. „Das Leuchtturmkonzept der Servicebetriebe Neuwied animiert zur kommunalen Implementierung Erneuerbarer Energien“, schreibt die Jury des von Eurosolar zusammen mit der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate verliehenen Preises.

  • IBI bringt erste Solargemeinschaft ans Netz

    IBI bringt erste Solargemeinschaft ans Netz

    Die erste Solargemeinschaft der IBI liefert Strom. Wie der Interlakener Energieversorger mitteilt, hatten Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, sich mit 250 Franken pro Quadratmeter an der Anlage zu beteiligen. Dafür erhalten sie während der nächsten 20 Jahre eine vierteljährliche Gutschrift auf ihre Stromrechnung.

    Die Anlage auf dem Dach des Pferdesportcenters Matten hat eine Fläche von 2200 Quadratmetern und soll rund 500‘000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Sie wurde nun von IBI-CEO Helmut Perreten und Remo Zumbrunn von der Energiewendegenossenschaft offiziell in Betrieb genommen.

    IBI prüft nun weitere Solargemeinschaften. Kundinnen und Kunden können bereits jetzt ihr Interesse an einer solchen Beteiligung bekunden.

  • AMAG baut Photovoltaik aus

    AMAG baut Photovoltaik aus

    AMAG hat an seinem Standort Châtelaine in Vernier bei Genf eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Laut einer Medienmitteilung des Unternehmens sind auf dem Dach des Gebäudes für Audi, Seat und Cupra auf einer Fläche von 1737 Quadratmetern insgesamt 891 Solarpaneele installiert worden. Insgesamt kann die neue Photovoltaikanlage in Vernier pro Jahr voraussichtlich rund 400’000 Kilowattstunden Energie produzieren. Diese wird am Standort selbst für den Eigenbedarf eingesetzt. Eine mögliche Überproduktion soll ins öffentliche Stromnetz eingespeist, heisst es in der Mitteilung.

    „Dass auch wir eine Photovoltaikanlage erhalten haben, erfüllt mich mit grosser Freude und mit Stolz“, wird Francine Varga, die Geschäftsführerin der AMAG Châtelaine, in der Mitteilung zitiert. „Ich erachte es als überaus sinnvoll und nachhaltig, die Kraft der Sonne zu nutzen, um den grössten Teil des Strombedarfs in unserem Betrieb zu decken.“

    Bis 2025 sollen 75’000 Quadratmeter der Dächer von AMAG-Betrieben mit Solarpaneelen ausgestattet werden. Die AMAG-Gruppe hat in den vergangenen Jahren schrittweise die Solarkapazitäten ausgeweitet. So entstanden auf den Dächern zahlreicher Betriebe entsprechende Anlagen.

  • Klärbecken der ARA Thunersee erhält Solardach

    Klärbecken der ARA Thunersee erhält Solardach

    Die ARA Thunersee wird künftig auch Solarstrom erzeugen. Wie die Delegierten des Gemeindeverbandes am 1. November beschlossen haben, soll auf dem Dach des Klärbeckens ein Solarfaltdach installiert werden. Sie haben dafür eine Investition von 12,4 Millionen Franken beschlossen, heisst es in einer Mitteilung. Diese soll sich innerhalb von 17 Jahren amortisiert haben.

    Das Faltdach des Herstellers dhp technology mit Sitz in Zizers wird eine Solarmodulfläche von 23‘000 Quadratmetern aufweisen. Damit wird sie die grösste Photovoltaikanlage einer Schweizer Kläranlage und eine der grössten im Kanton Bern sein. Sie soll eine Leistung von 3000 Kilowatt Peak erreichen und jährlich 3 Gigawattstunden Strom erzeugen.

    Die ARA Thunersee produziert ausserdem bereits 13 Gigawattstunden Biomethan pro Jahr und speist diese ins Erdgasnetz der Energie Thun AG ein.

  • Förderung von Energieeffizienz: Zwei Schweizer Plattformen intensivieren ihre Zusammenarbeit

    Förderung von Energieeffizienz: Zwei Schweizer Plattformen intensivieren ihre Zusammenarbeit

    Zahlreiche Organisationen und Verbände engagieren sich leidenschaftlich für die Energiewende. Die gemeinsamen Anstrengungen und die Kollaboration verschiedener Akteure erzeugen Synergien, die für eine wirkungsvollere Sensibilisierung sowohl von Fachpersonal als auch der allgemeinen Bevölkerung genutzt werden können. In diesem Kontext sind wir erfreut, die intensivierte Kooperation zwischen energie-cluster.ch und energieportalschweiz.ch anzukündigen!

    Der energie-cluster.ch, als landesweit anerkannte Plattform für Bildung und Wissenstransfer, trägt massgeblich zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 der Schweiz bei. Es handelt sich hierbei um ein renommiertes Netzwerk, das auf eine CO₂-neutrale Energiezukunft abzielt und kontinuierlich Schulungen, Fachveranstaltungen und Events zu Energieeffizienz und erneuerbaren Energien organisiert. Durch die intensive Kooperation mit diversen Akteuren aus Industrie, öffentlichem Sektor und Bildungseinrichtungen unterstützt energie-cluster.ch den Wirtschaftsstandort Schweiz und fördert innovative, CO₂-neutrale Produkte und Lösungen.

    Das energieportalschweiz.ch hingegen fokussiert sich auf Energieeffizienz und stellt eine optimal ergänzende Plattform dar, die über alle Aspekte der Gebäudetechnik informiert. Es bietet einen Überblick über verschiedene Einsatzmöglichkeiten, von Wärmeerzeugung und Photovoltaik bis hin zu Stromspeichern und Gebäudeautomation. Zudem sind aktuelle Nachrichten, Veranstaltungshinweise und eine Liste offener Stellen in der Gebäudetechnik- und Energiebranche auf der Plattform zu finden. Die Plattform hilft auch bei der Suche nach Beratern, Planern und Installationsunternehmen und bietet Informationen zu Fördermitteln, Fachkräften und Weiterbildungsmöglichkeiten der Branche. Hersteller und Verbände berichten über aktuelle Entwicklungen und Anwendungsmöglichkeiten technischer Gebäudeausstattungen, sodass Besucher sich mit qualitativ hochwertigen Informationen weiterbilden können.

    In Zukunft werden der energie-cluster.ch und das energieportalschweiz.ch ihre Kooperation verstärken, um ein breiteres Publikum für die essenziellen Aspekte des CO2-neutralen Gebäudebestands zu sensibilisieren und gemeinsam die Energiewende erfolgreich umzusetzen.

  • Umwelt Arena zeigt Sonderausstellung Solarstrom

    Umwelt Arena zeigt Sonderausstellung Solarstrom

    Die Umwelt Arena in Spreitenbach präsentiert gemeinsam mit dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) die Sonderausstellung Solarstrom. Schwerpunkte der Sonderausstellung, die vom 3. November bis zum 28. April 2024 ganztägig geöffnet ist, werden laut Ankündigung die Entwicklungsgeschichte von Solarstrom, Funktion und Installation von Solarstrom sowie das Potenzial der Sonne zur Stromgewinnung sein.

    Die ewz-Sonderausstellung zeige, welches riesige Potenzial für eine klimafreundliche Solarstromproduktion auf den Dächern schlummert und wie grundsätzlich unkompliziert es sei, selbst aktiv zu werden, um eine Solaranlage installieren zu lassen, heisst es in der Mitteilung. Noch immer gebe es allerdings Vorbehalte und veraltete Mythen zu Bau und Nutzung von Solaranlagen. Die Ausstellung beleuchtet deshalb verschiedene Aspekte, zum Beispiel auch, wie sich eine Solaranlage und eine Flachdachbegrünung ideal ergänzen können. Auf einer Entdeckungsreise erhalten die Besuchenden Informationen über die Entwicklung der Solarenergie über die letzten Jahrzehnte. Auch können sie an einem Solarquiz teilnehmen.

    Die Umwelt Arena verweist auf die Möglichkeit für besonders am Thema Solarstrom Interessierte und Besuchergruppen wie Firmen, Vereine oder Schulen, den Besuch der Sonderausstellung mit der Buchung einer Themenführung SonnenTrail zu kombinieren. Dabei werden die Nutzungsmöglichkeiten von Solarthermie und Photovoltaik dargestellt.

    Für Führungen sei vorab eine telefonische oder Online-Anmeldung nötig, heisst es in der Mitteilung der Umwelt Arena.

  • Trunz nimmt Solaranlage auf seinem Dach in Betrieb

    Trunz nimmt Solaranlage auf seinem Dach in Betrieb

    Die Trunz Holding AG hat am 18. Oktober ihre neue Solaranlage auf dem Dach des Trunz Technologie Centers in Steinach in Betrieb genommen. Ihre 2660 Photovoltaikmodule haben laut einer Mitteilung insgesamt eine Fläche von 8000 Quadratmetern. Die Module bestehen aus bifacialen Zellen und sind damit auch für die Stromproduktion bei diffusem Licht geeignet.

    Die Anlage hat eine Leistung von 1,1 Megawatt peak und soll pro Jahr 1,1 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Davon sind 750‘000 Kilowattstunden für den Eigenverbrauch vorgesehen. Das entspricht rund einem Drittel des Stromverbrauchs von Trunz in Steinach. Der übrige Strom wird in das Netz der Elektra Steinach eingespeist. Die Anlage wurde von Solar21 mit Sitz in Zürich installiert.

    An der Einweihung der Anlage haben auch die St.Galler FDP-Nationalrätin Susanne Vincenz-Stauffacher und der Mitte-Ständerat Benedikt Würth teilgenommen.

  • EWD und Swisspower planen alpine Solaranlage im Persenngebiet

    EWD und Swisspower planen alpine Solaranlage im Persenngebiet

    Die EWD Elektrizität Davos investiert mit dem geplanten Bau einer alpinen Solaranlage in der Region Parsenn in die einheimische Stromproduktion. Dies soll zu mehr Unabhängigkeit von Stromimporten führen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    An der Planung beteiligen sich die Gemeinde Davos und die Stadtwerke-Allianz Swisspower. Weitere Unterstützer sind Energie Wasser Bern und die Basler Energieversorgerin IWB sowie die Energie Thun AG. Die Jahresproduktion im Vollbetrieb wird mit 10 Gigawattstunden beziffert, was dem Strombedarf von 3000 Vierpersonenhaushalten entspreche.

    Als Standort für die Photovoltaikanlage wurde Totalp im Parsenngebiet gewählt. Durch die Lage in einem Skigebiet mit bestehender Bergbahninfrastruktur sei der Ort gut erschlossen. Die Planungen seien mit Rücksicht auf wertvolles Kultur- und Weideland in der Skiregion erfolgt. Eine Stromproduktion in unmittelbarer Nähe zu Verbrauchern sowie zu Sesselliftanlagen und Gondelbahnen reduziere Transportverluste. Zudem sei die Anlage talseitig abgeschirmt, so dass mit „keinerlei Reflexion oder Beeinträchtigung für die Bevölkerung“ zu rechnen sei. Bereits vor der Strommangellage sei die nachhaltige Energiezukunft durch Photovoltaikanlagen im Gebirge in Davos ein Thema gewesen. Im Vergleich zum Mittelland profitiere die Region auch im Winter von vielen Sonnenstunden.

    Nach der Zustimmung der Davoser Regierung soll das Projekt Anfang November im Davoser Parlament debattiert werden. Im Anschluss stimmt die Bevölkerung ab. Bei positivem Volksentscheid soll 2024 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Ziel ist es, die ersten Teile der Anlage bis Dezember 2025 in Betrieb zu nehmen.

  • IWB plant Photovoltaikanlage im Skigebiet Meiringen-Hasliberg

    IWB plant Photovoltaikanlage im Skigebiet Meiringen-Hasliberg

    Die Basler Energieversorgerin IWB (Industrielle Werke Basel) plant auf Käserstatt im Skigebiet von Meiringen-Hasliberg im Nordosten des Kantons Bern eine alpine Photovoltaikanlage (PV). Die Installation soll laut einer Medienmitteilung zusammen mit lokalen Partnern realisiert werden und rund 17 Gigawattstunden Strom für rund 4500 Haushalte liefern.

    Neben sehr viel Sonne habe der Standort weitere Vorteile, heisst es in der IWB-Mitteilung. Er verfüge über einen leistungsfähigen Netzanschluss, und ein nicht mehr genutztes Bergrestaurant könnte Transformatoren und Gleichrichter beherbergen. Es bestehe bereits eine Zufahrt, über die Material und Baumaschinen bis nahe an den Projektperimeter angefahren werden können. Die Region sei ein idealer Standort für die seit dem Herbst 2022 vom Bund geförderten alpinen Gross-Photovoltaikanlagen.

    „Mit einer gemeinsam mit lokalen Partnern realisierten alpinen PV-Anlage im Hasliberg leisten wir einen konkreten Beitrag zur Energiewende. Durch die Nähe des Standorts zu den touristischen Anlagen ergeben sich viele Vorteile beim Bau und im Betrieb“, wird Stefan Wittwer zitiert, Leiter Beschaffungsportfolio bei IWB.

    Die projektierte Anlage berge verschiedene Synergiemöglichkeiten. Die Bergbahnen werden zeitgleich ihre Beschneiungsanlagen ausbauen, Landwirte erhalten zusätzliche Viehtränken. Die landwirtschaftliche Nutzung wird weitergeführt. Zudem profitieren Grundeigentümer und Standortgemeinden von Nutzungsentgelten und Steuerabgaben.

    Der Projektperimeter Käserstatt liegt über der Waldgrenze zwischen 1900 und 2100 Metern über Meer. Die Nutzung von unberührten Landschaften werde vermieden. Zudem existiere ein leistungsfähiger, vor wenigen Jahren erneuerter, erdverlegter Netzanschluss über den der produzierte Strom abtransportiert werden kann.

  • Energie Ausserschwyz erhöht Kapital für Ausbau von Fernwärme

    Energie Ausserschwyz erhöht Kapital für Ausbau von Fernwärme

    Energie Ausserschwyz hat in einer Medienmitteilung das Ergebnis einer Ende September abgeschlossenen Kapitalerhöhung von 25,5 Millionen Franken zum Ausbau des Fernwärmenetzes bekannt gegeben. Geldgeber sind die Hauptaktionärin EW Höfe AG sowie die 100 Mitglieder zählende Energiegenossenschaft Ausserschwyz.

    Mit den neuen Finanzmitteln strebt die Energieversorgerin zunächst einen beschleunigten Ausbau in Richtung Pfäffikon an, heisst es. Fernwärmeleitungen sollen demnach zur Kantonsschule Ausserschwyz in Pfäffikon sowie in die Zentren von Lachen und Altendorf verlegt werden. Weitere Ausbaupläne für das bestehende Fernwärmenetz betreffen zusätzliche Areale am Stammsitz der Energieversorgerin in Galgenen.

    Auf Initiative von Energie Ausserschwyz entsteht in den Bezirken March und Höfe seit 2021 ein Fernwärmenetz. Von der Energiezentrale aus sollen Liegenschaften in Galgenen, Siebnen, Lachen, Altendorf und Pfäffikon ihre Wärme aus erneuerbaren Quellen wie Holzschnitzeln und Biomasse erhalten. Im Jahr 2023 wurde Fernwärmeinfrastruktur im Wert von 20 Millionen Franken installiert. Weitere Ausbaupläne sehen für 2024 Gesamtinvestitionen von 15 Millionen Franken vor.

    Energie Ausserschwyz reagiert mit der Kapitalerhöhung zudem auf die Teuerung bei Baukosten, Zinsen und Rohstoffpreisen, heisst es vom Unternehmen. „Das Geschäftsmodell der Fernwärme bringt es mit sich, dass zuerst namhafte Vorleistungen in den Netzausbau erbracht werden müssen, bevor Wärme fliesst und verkauft werden kann. Je stärker die Teuerung, desto kostenintensiver sind diese Vorleistungen.“

  • ARA Thunersee plant Solarfaltdach auf dem Klärwerk

    ARA Thunersee plant Solarfaltdach auf dem Klärwerk

    Die ARA Thunersee will die Erzeugung erneuerbarer Energien ausbauen. Sie plant laut ihrem jetzt veröffentlichten Jahresbericht eine grosse Solar-Faltdachanlage auf dem Dach des Vorklär- und des Biologiebeckens. Das Solarfaltdach soll von der dhp technology AG in Zizers GR geliefert werden.

    Die  Anlage soll auf einer Fläche von 20’000 Quadratmeter installiert werden mit einem Leistungsumfang von 3000 Kilowatt Peak und einer Strommenge von jährlich 3 Gigawattstunden. Die Kapazität der Anlage decke bis zu einem Drittel des ARA-Eigenbedarfs ab. Da das Investitionsvolumen 5 Millionen Franken übersteigt, muss es von der Delegiertenversammlung am 1. November genehmigt werden.

    Bereits im Bau ist eine kleinere Solardachanlage von dhp technology mit 600 Kilowatt Peak über dem Becken für die Pulveraktivkohledosierung (PAK). Ab Februar 2024 soll sie Solarstrom produzieren. Diese kostet 2,26 Millionen Franken.

    Die ARA Thunersee produziert ausserdem bereits 13 Gigawattstunden Biomethan pro Jahr und speist diese ins Erdgasnetz der Energie Thun AG ein. Ingo Schoppe kann sich auch vorstellen, die beim Reinigungsprozess erzeugte Abwärme aus Abwasser in Strom umzuwandeln. „Die technischen Lösungen hierfür stehen bereit, es ist an uns und unseren Partnern, diese technischen Lösungen so zu gestalten, dass sie nicht nur gut für die Umwelt sind, sondern auch wirtschaftlich umsetzbar werden“, schreibt der Geschäftsführer der ARA Thunersee in seinem Bericht

    Der Vorstand hat für die Gesamtanlage einen Kreditantrag in Höhe von 12,37 Millionen Franken bei der Delegiertenversammlung eingereicht. Diese habe ebenfalls über die Auftragsvergabe an dhp technology zu entscheiden, mit der ein Servicevertrag ausgearbeitet werden soll. Im Rahmen des Förderprogramms der Pronovo kann der Anlagenbetreiber für die geplante Anlage mit einem einmaligen Investitionszuschuss (GREIV) von 985’000 Franken rechnen. Der Zeitplan sieht die Inbetriebnahme der Gesamtanlage im Sommer 2025 vor.

  • Cowa Thermal Solutions entwickelt hocheffizienten Wärmespeicher

    Cowa Thermal Solutions entwickelt hocheffizienten Wärmespeicher

    Cowa Thermal Solutions hat eine Methode entwickelt, mit der die Kapazität von Wärmespeichern für kombinierte Photovoltaik-Wärmepumpen-Anlagen um ein Vielfaches gesteigert werden kann. An dieser Technologie für Heizung und Warmwasser haben die Gründer des Start-ups aus dem Kanton Luzern bereits im Rahmen ihrer Masterarbeit an der Hochschule Luzern geforscht.

    Anschliessend arbeiteten sie laut einer Mitteilung der Hochschule weitere vier Jahre an der Marktreife ihres Produkts, des cowa Booster Speichers. Während der vergangenen Heizperiode wurde er intensiv im Feld getestet. Die Tests hätten gezeigt, dass sich dank der cowa-Technologie die Heizautarkie verdoppelte und sich so die Abhängigkeit vom Stromnetz halbierte. Der cowa Booster Speicher ist jetzt im Handel erhältlich. Vertriebspartner ist das Gebäudetechnikunternehmen Meier Tobler. Erste Gespräche für die Expansion nach Deutschland und Europa sind den Angaben zufolge im Gange.

    Wie die Hochschule Luzern mitteilt, vergrössert er die Kapazitäten, ohne mehr Raum in Anspruch zu nehmen. „Das Kernstück unserer Technologie ist das Speichermaterial“, erklärt cowa-Gründer und Co-CEO Remo Waser. „Es basiert auf kostengünstigen Salzhydraten, deren Speicherdichte um bis zu drei Faktoren höher ist als diejenige von Wasser. Entsprechend leistungsfähiger sind unsere Wärmespeicher.“

    Die Salzhydrate befinden sich den Angaben zufolge in Kapseln. Der Speicherbehälter wird zu etwa 40 Prozent mit Heizwasser befüllt und zu 60 Prozent mit Kapseln, in denen sich die Salzhydrate befinden. „So kann der cowa-Pufferspeicher zwei- bis dreimal mehr Energie speichern als ein gleich grosser herkömmlicher Wasserspeicher ohne Kapseln“, so CRO Jan Allemann.

  • Parlament einigt sich auf Ausbau der erneuerbaren Energien

    Parlament einigt sich auf Ausbau der erneuerbaren Energien

    Der Nationalrat hat am 26. September den Weg freigemacht für eine Einigung mit dem Ständerat über das Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien. Der sogenannte Energie-Mantelerlass setzt verbindliche Zielwerte für den Ausbau der erneuerbaren Energien und verlängert bisher befristete Förderinstrumente. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sicherung der Stromversorgung nach dem Ausstieg aus der Kernkraft und namentlich auf der Stromversorgung im Winter.

    Zuletzt hatte Kurt Egger (GP/TG) den Weg zur Einigung freigemacht. Er zog laut dem Wortprotokoll des Nationalrats einen Antrag der Minderheit zurück, der den Bau von Photovoltaikanlagen auf neuen Parkplätzen ab einer Grösse von 500 Quadratmetern ab 2030 vorgeschrieben hätte. Egger bedauerte auch, dass das neue Gesetz eine Solarpflicht bei Neubauten erst ab einer Grundfläche von 300 Quadratmetern vorschreibt.

    Zuvor war der Ständerat der grossen Kammer entgegengekommen. So darf weniger Restwasser bei Wasserkraftwerken nur bei einer drohenden Strommangellage zugelassen werden. Die kleine Kammer stimmte auch der vom Nationalrat vorgeschlagenen Einführung eines Marktes für Massnahmen zur Energieeffizienz zu.

    Bundesrat Albert Rösti dankte beiden Kammern für ihre Kompromissfähigkeit. Er hoffe, dass das Parlament damit eine „mittlere Zufriedenheit“ auf alle Seiten erreicht habe. Das Gesetz werde dazu führen, dass die Schweiz in den nächsten fünf bis zehn Jahren 3 bis 5 Terawattstunden mehr Winterstrom erzeuge. „Dann sind wir wieder auf der sicheren Seite“, so Rösti. Dazu brauche es aber neue Wasserkraftprojekte, namentlich Grimsel, Trift und Gorner, sowie alpine Solaranlagen.

    Das neue Bundesgesetz soll auf den 1. Januar 2025 in Kraft treten. Die politische Debatte geht aber weiter. So verwies Kurt Egger darauf, dass die Grünen ihre Solar-Initiative für die Solarpflicht auf Dächern und an Fassaden von Neubauten lancieren würden.

  • Wärmeverbund Ennetsee nimmt Arbeit auf

    Wärmeverbund Ennetsee nimmt Arbeit auf

    Mit der Öffnung der Transportleitung zwischen Perlen und Rotkreuz hat WWZ den ersten Abschnitt seines Wärmeverbunds Ennetsee in Betrieb genommen. „Ab jetzt fliesst Abwärme von der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Renergia, Perlen ins Verteilnetz Rotkreuz und versorgt erste Liegenschaften in der Gemeinde mit regionaler, umweltfreundlicher und CO2-neutraler Energie für Heizung und Warmwasser“, erläutert der Zuger Energie-, Telekom- und Wasserversorger in einer entsprechenden Mitteilung.

    Nach Fertigstellung soll der Wärmeverbund Ennetsee neben Rotkreuz auch das zu Risch ZG gehörende Dorf Holzhäusern, das Gebiet Bösch in der Gemeinde Hünenberg ZG, Hünenberg See und Cham mit Abwärme aus der KVA Renergia versorgen können. WWZ rechnet damit, dass dann mit dem Wärmeverbund jährlich mehr als 12’000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden. Aktuell arbeitet das Unternehmen an weiteren Fernwärmeleitungen in Rotkreuz und am nächsten Abschnitt der Haupttransportleitung von der Kehrichtverbrennungsanlage bis nach Cham.

  • Solardächer von Megasol können Hagelschäden vermeiden

    Solardächer von Megasol können Hagelschäden vermeiden

    Das Solardachsystem „Level“ von Megasol ist mit der höchsten Hagelschutzklasse 5 zertifiziert worden. Laut einer Medienmitteilung reagiert das im Kanton Solothurn angesiedelte Unternehmen mit seinem Solardachsystem „Level“ auf extremer werdende Wetterereignisse. Jüngste Erfahrungen aus dem Tessin hätten gezeigt, dass viele konventionelle Dächer Starkhagel nicht standhalten.

    Solardächer von Megasol werden daher im Labor gegen Hagelschlag getestet. Dabei würden Hagelkörner mit einem Durchmesser von etwa 5 Zentimetern mit einer Geschwindigkeit von 110 Kilometern pro Stunde gegen die Paneele verschossen. „Wir haben das Solardach ‚Level‘ speziell dafür entwickelt, heftigen Umwelteinflüssen wie Starkhagel, hohen Schneelasten und Windsogkräften zu widerstehen“, wird Michael Reist, Head of Communications bei Megasol, in der Mitteilung zitiert. Das System basiert auf sogenannten Glas-Glas-Solarmodulen, die eine besonders hohe Widerstandskraft aufweisen.

    Das Level-Solardach ist geschuppt, die Solarmodule brauchen keine Rahmen. Das System soll sich rasch an alle Dächer anpassen lassen, so dass die gesamte Dachfläche für die Produktion von Strom genutzt werden könne. Dank den Befestigungshaken und kurzen Dichtungsschienen lasse es sich rasch montieren. „Das Solardach Level ist deshalb über die Lebensdauer günstiger als ein konventionelles Dach”, so Reist. Denn die Mehrkosten für das Solarsystem, die einem Viertel der Kosten für das Dach entsprächen, amortisierten sich in wenigen Jahren. „Danach bezahlt die Solaranlage das Dach.“

  • Venture Kick unterstützt Borobotics mit 150‘000 Franken

    Venture Kick unterstützt Borobotics mit 150‘000 Franken

    Borobotics aus Winterthur erhält von Venture Kick mit Erreichen der dritten Stufe des Programms 150‘000 Franken für die Weiterentwicklung seines innovativen Bohrroboters. Als Antwort auf das Problem der bisher energieintensiven und teuren Bohrung von Löchern für Erdwärmesonden revolutioniert Borobotics laut einer Medienmitteilung geothermische Wärmeprozesse mit einem Bohrroboter, der auf bis zu 90 Prozent weniger Raum und zu deutlich geringeren Kosten arbeiten kann.

    Zusätzlich zu den hohen Kosten und dem grossen Platzbedarf bringen bisherige Verfahren laut der Mitteilung Nachteile wie Energieintensität, Ungenauigkeit, Lärmbelästigung und Landschaftszerstörung mit sich. Borobotics beschreibt seine Entwicklung als „einen regenwurmartigen Roboter, der sich senkrecht in die Erde bewegt“, ohne Bohrturm oder Bohrgestänge. Er soll eine wesentlich grössere Verbreitung von Erdwärmeheizungen ermöglichen.

    Borobotics ist laut der Mitteilung aus einem Forschungsprojekt der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hervorgegangen. Das Start-up will die 150‘000 Franken in mehrere Bohrtests seines Roboters investieren, um auf der Geothermie-Messe GeoTHERM 2024 in Offenburg bei Demonstrationsbohrungen am 29. Februar und 1. März 2024 bei Demonstrationsbohrungen einen funktionstüchtigen Prototyp vorstellen zu können.

  • Helion Energy und Meyer Burger gehen Partnerschaft ein

    Helion Energy und Meyer Burger gehen Partnerschaft ein

    Photovoltaik-Hersteller Meyer Burger hat mit dem Anbieter von Komplettlösungen für die Solarenergie und AMAG-Tochter Helion Energy eine strategische Partnerschaft vereinbart. Einer Medienmitteilung zufolge wird die AMAG Gruppe bei allen eigenen noch zu bauenden Photovoltaikanlagen bevorzugt Solarmodule von Meyer Burger verwenden. Die AMAG Gruppe wird im Rahmen ihrer Klimastrategie bis 2025 an ihren eigenen Standorten rund 75‘000 Quadratmeter Solaranlagen bauen.

    Helion Energy und die Meyer Burger Technology engagieren sich im Rahmen der strategischen Partnerschaft für den Wiederaufbau der Photovoltaik-Wertschöpfungskette in der Schweiz, heisst es in der Mitteilung weiter. Aktuell importiert die Schweiz ihre Solarmodule zu über 90 Prozent aus asiatischen Ländern.

    „Meyer Burger Hochleistungsmodule bieten eine Reihe von Vorteilen für die Kundschaft: Sie werden in der Schweiz entwickelt und nachhaltig in Deutschland produziert“, wird Helion-CEO Noah Heynen zitiert. Die Module zeigten geringere Leistungseinbussen über die Jahre und durch bessere Temperatur-Koeffizienten und Schwachlichtverhalten höhere Erträge zu allen Jahreszeiten. Sie seien für eine Lebensdauer von über 30 Jahren ausgelegt und mit einer branchenführenden Garantie von mindestens 25 Jahren ausgestattet.

    Laut CEO Gunter Erfurt ist Meyer Burger dabei, seine Produktion für Solarzellen und -module „massiv auszubauen“. Die Schweizer Solarmodule verfügten über einen Technologievorsprung gegenüber der asiatischen Konkurrenz und erwirtschafteten deutlich höhere Erträge über die gesamte Laufzeit.

  • Wallis lehnt vereinfachte Zulassung grosser Solaranlagen ab

    Wallis lehnt vereinfachte Zulassung grosser Solaranlagen ab

    Die Stimmberechtigten im Kanton Wallis haben sich gegen eine Vereinfachung und Beschleunigung des kantonalen Bewilligungsverfahrens für grosse Photovoltaikanlagen ausgesprochen. In der kantonalen Abstimmung vom 10. September wurde ein entsprechendes Dekret von 53,94 Prozent der Abstimmenden abgelehnt, informiert der Staatsrat des Kantons Wallis in einer Mitteilung. Er „nimmt dieses Ergebnis zur Kenntnis“.

    Das vom Grossen Rat bereits angenommene Dekret sah unter anderem ein konzentrierteres Verfahren für die Bewilligung und die Verlagerung der Bewilligungsinstanz von der kantonalen Baukommission zum Staatsrat vor. Beschwerden gegen eine Bewilligung hätten dadurch ohne Umweg beim Kantonsgericht geltend gemacht werden können. Nach der Ablehnung des Dekrets in der kantonalen Volksabstimmung bleibt das bisherige kantonale Verfahren in Kraft. Bewilligungen fallen danach weiter in die Zuständigkeit der Baukommission. Rechtsmittel müssen zunächst beim Staatsrat eingelegt werden. In zweiter und dritter Instanz kommen Kantonsgericht und Bundesgericht zum Zug.

    Mit der Vereinfachung des kantonalen Verfahrens wollte der Staatsrat die Umsetzung des neuen Artikels 71a im nationalen Energiegesetz unterstützen. Er zielt auf den verstärkten Aufbau grosser Photovoltaikanlagen ab. Das entsprechende Bundesrecht bleibt von dem Ergebnis der kantonalen Abstimmung unberührt. Dort sind unter anderem die Bedingungen für die Bewilligung von grossen Photovoltaikanlagen geregelt.

  • Parlament beschliesst Solarpflicht für grosse Neubauten

    Parlament beschliesst Solarpflicht für grosse Neubauten

    Der Nationalrat hat sich mit 98 zu 95 Stimmen für eine Solarpflicht bei Neubauten mit mehr als 300 Quadratmetern anrechenbarer Fläche von Dächern und Fassaden ausgesprochen. Er folgte damit einem Minderheitenvotum seiner Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie, informieren die Parlamentsdienste in einer Mitteilung. Eine Ausweitung der Solarpflicht auch auf Umbauten wurde abgelehnt. Der Beschluss des Nationalrats entspricht einer bereits gefassten Entscheidung des Ständerats im Rahmen der Diskussionen um den Energie-Mantelerlass.

    In anderen Punkten des Energie-Mantelerlasses konnten die beiden Kammern bisher dagegen keine Einigung erzielen. Abweichend vom Ständerat sprach sich der Nationalrat am Montag weiterhin für eine Solarpflicht auch bei Parkplätzen ab einer bestimmten Grösse aus. Bei den Restwasservorschriften für Wasserkraftwerke votierte der Nationalrat für eine schärfere Eingrenzung der Ausnahmen als der Ständerat. Einigkeit besteht hingegen bei der Planung von Wasserkraftwerken, deren Restwasserstrecke durch ein Schutzgebiet von nationaler Bedeutung verlaufen würde. Derartige Projekte sollen nicht von vornherein ausgeschlossen werden.

    Das Energie-Mantelerlass genannte Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien dient der Umsetzung der Energiewende. Um die Gefahr eine Mangellage möglichst rasch zu bannen, solle der Mantelerlass möglichst noch  im laufenden Herbst von den Räten verabschiedet werden, wird Energieminister Albert Rösti in der Mitteilung zitiert. Nach dem Votum des Nationalrats geht die Vorlage nun zurück an den Ständerat.

  • Windpark Quatre Bornes nimmt nächste Hürde

    Windpark Quatre Bornes nimmt nächste Hürde

    Der Windpark Quatre Bornes hat eine weitere Hürde genommen. Laut einer Mitteilung der Groupe E hat das Kantonsgericht Neuenburg die Einsprache der Gegner des Projekts gegen die drei Windräder auf dem Gebiet der Neuenburger Gemeinde Val de Ruz zurückgewiesen. Das Gericht habe seine Entscheidung unter anderem damit begründet, dass das Projekt von nationaler Bedeutung und der kantonale Richtplan nicht zu beanstanden sei. Die Einsprecher können nun Einsprache beim Bundesgericht erheben.

    Auch die sechs Windräder des Windparks, die auf dem Gebiet der Berner Gemeinde Sonvilier geplant sind, sind noch Gegenstand laufender Verfahren. Die Initianten hatten dort ursprünglich sieben Windräder geplant.

    Der Windpark wird von den beiden Gemeinden sowie 23 Landwirten und anderen Personen geplant. Groupe E investiert über seine Tochter greenwatt in das Projekt. Die ersten Windmessungen wurden 2006 vorgenommen. Der Windpark soll 63 Millionen Kilowattstunden pro Jahr erzeugen.

  • Konsortium bringt Solarfaltdächer auf Autobahnrastplätze

    Konsortium bringt Solarfaltdächer auf Autobahnrastplätze

    Die Stromproduzentin Aventron aus Münchenstein, BG Ingenieure und Berater aus Lausanne, Cargo sous terrain (CST) aus Basel und dhp technology aus Zizers haben das Konsortium ABCD-Horizon gegründet, um entlang von Autobahnen Photovoltaikanlagen zu installieren.

    Einer Medienmitteilung zufolge sollen auf 45 Autobahnrastplätzen „in der Romandie und den Kantonen Wallis und Bern“ innovative Photovoltaikanlagen Strom zu erzeugen. Dieser soll vorrangig in die Ladeinfrastruktur entlang der Autobahnen fliessen. Die Gesamtleistung der Anlagen wird mit bis zu 35 Megawatt angegeben. Mit der Menge könnten rund 7800 Haushalte mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von jährlich 4500 Kilowattstunden versorgt werden.

    Der Anstoss für die Solarstromproduktion auf nicht genutzten Flächen von Autobahnraststätten und Lärmschutzwänden kam der Mitteilung zufolge vom Bundesamt für Strassen (ASTRA). Im Rahmen einer nationalen Ausschreibung erhielt das Solarfaltdach Horizon von dhb Technology den Zuschlag für sämtliche Autobahnraststätten in der Region Romandie sowie in den Kantonen Wallis und Bern.

    Die erzeugte Energie wird den Angaben zufolge gespeichert in bestehenden Ladesäulen und Batterien. Käufer der überschüssigen Elektrizität seien die drei Hauptaktionäre von Aventron: Primeo Energie, Stadtwerke Winterthur und ewb sowie das ebenfalls zu ABCD-Horizon gehörende Unternehmen CST.

    Das Solarfaltdach Horizon zeichnet sich Unternehmensangaben zufolge durch „eine ästhetische Leichtbaukonstruktion mit seilbasiertem Tragwerkskonzept und einem patentierten Faltmechanismus“ aus. Dies erlaube weite Stützenabstände und grosse Höhen bis 6 Meter über dem Boden. Es verfügt zudem über einen Wetteralgorithmus, so dass auch im Winter Energie erzeugt werden kann. Die Bauphase ist von 2024 bis 2027 geplant.

  • Frühe Planungsphase ist entscheidend für Netto Null bei Immobilien

    Frühe Planungsphase ist entscheidend für Netto Null bei Immobilien

    Eine breit angelegte Portfoliostudie von Implenia zeigt, wie klimaneutrale Gebäude realisiert werden können. Für diese Studie hat die Division Real Estate des Bauunternehmens 36 eigene Entwicklungsprojekte in der Schweiz untersucht. Wie es dazu in einer Medienmitteilung heisst, lassen sich aus dieser Studie die wichtigsten Hebel zur Dekarbonisierung von Gebäuden über ihren gesamten Lebenszyklus ableiten, sowohl hinsichtlich der Emissionen während ihrer Erstellung als auch im Betrieb.

    Diese Einflussfaktoren hat Implenia in einem White Paper aufbereitet. Es richtet sich an Investorinnen und Investoren, Entwickelnde und Auftraggebende, die ihr Projekt auf einen Netto-Null-Zielpfad bringen wollen.

    Laut dieser Analyse sind die wirksamsten Hebel zur Dekarbonisierung in der frühen Planungsphase zu finden, beginnend mit der Standortwahl. Denn wenn die Standortbedingungen hinsichtlich erneuerbarer Energien ungünstig sind, sei es viel schwieriger, eine Netto-Null-Nutzung zu erreichen.

    Daneben hätten auch früh festgelegte Gebäudeparameter „einen erheblichen Einfluss auf die Emissionsziele“. Dazu zählen Form, Kompaktheit, Ausrichtung, Unterkellerung und Tragstruktur. „Mit der richtigen Kombination aus Standort, Design, dem Einsatz erneuerbarer Energien, intelligenten Systemen und ökologischen Materialien entwickeln wir Gebäude, in denen künftige Generationen nachhaltig wohnen und arbeiten können“, so Marc Lyon, Head Real Estate Development Schweiz bei Implenia.

  • Megasol nimmt auf seinem Parkplatz eigene Solardächer in Betrieb

    Megasol nimmt auf seinem Parkplatz eigene Solardächer in Betrieb

    Megasol hat seine Parkplätze am Hauptsitz in Deitingen in einen Solar-Carport mit 22 Ladestationen umgewandelt. „Wir haben ihn rund um unser bewährtes Solardach Nicer X entwickelt“, wird Daniel Sägesser, Geschäftsleitungsmitglied der Megasol Energie AG, in einer entsprechenden Mitteilung des international aktiven Solothurner Solarherstellers zitiert. Beim Schnellmontagesystem Nicer X werden die Solarmodule mit einem Schnappverschluss in vertikal verlaufende Profile eingeklinkt. Das Solardach kann auf Stahl- oder Holzkonstruktionen montiert werden und schützt auch bei geringer Neigung vor Regen, Hagel und Schnee.

    Megasol hat seinem am eigenen Hauptsitz eingerichteten Solarparkplatz den Namen Wingport verliehen. Auch die Mojen Solar GmbH will das für Grossparkplätze gedachte System mit den charakteristischen Auslegern vertreiben. „Ein solch gut ausgearbeitetes Komplettsystem hat uns bisher noch niemand angeboten“, wird Frank Helmcke, Geschäftsführer der deutschen Solarfirma, in der Mitteilung zitiert. „Da in vielen Teilen Deutschlands und auch Frankreichs eine Solare-Parkplatz-Überdachungspflicht besteht, nehmen die Anfragen seit einiger Zeit sehr stark zu.“ Hier will Mojen Solar im Zusammenspiel mit Megasol Lösungen anbieten. Dabei stellt der Solothurner Solarhersteller neben Nicer X alle Detailpläne für die Gesamtkonstruktion zur Verfügung. Für deren Umsetzungen arbeitet Mojen Solar mit weiteren Zulieferern für Fundament und Stahlkonstruktion zusammen.

  • dhp bringt sein grösstes Solarfaltdach nach Stuttgart

    dhp bringt sein grösstes Solarfaltdach nach Stuttgart

    Die in Zizers ansässige dhp Technology baut ihr bisher grösstes Solarfaltdach für das Hauptklärwerk in Stuttgart-Mühlhausen. Bis Frühjahr 2026 sollen auf einer Fläche von 17’000 Quadratmeter 5280 Module installiert werden. Laut einer Mitteilung handelt es sich bei der Anlage mit einer Leistung von 2745 Kilowatt Peak um das grösste von dhp installierte Solarfaltdach.

    Mit der Bündner Technik kann das Klärwerk in Baden-Württembergs Landeshauptstadt bis zu 11 Prozent seines Jahresverbrauchs selbst erzeugen. Mittelfristig werde ein Wert von 18 Prozent angestrebt.

    Laut den Plänen des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Stuttgart (SES) sei eine Überspannung mit Solarmodulen nicht nur für das Belebungsbecken im Norden der 25 Hektare grossen Anlage vorgesehen, sondern auch für das südlich gelegene und ähnlich grosse Areal. Wie SES informiert, lassen sich durch die Investition mehr als 900 Tonnen Kohlendioxid einsparen.

  • Borobotics baut Prototypen seines Bohrroboters für Geothermie

    Borobotics baut Prototypen seines Bohrroboters für Geothermie

    Borobotics geht seiner ersten Testbohrung über 20 Meter entgegen. Dem Firmen-Newsletterzufolge soll diese Ende September mit dem Prototypen des selbst entwickelten Bohrroboters namens Grabowski stattfinden. Die meisten Teile und die Motoren seien nun eingetroffen, mit der Montage könne begonnen werden. Er soll den Bohrprozess für erdgekoppelte Wärmepumpen revolutionieren.

    Problematisch bei den derzeitigen Techniken zur Erschliessung von Erdwärme sind laut Borobotics der grosse Platzbedarf für die Baumaschinen von mindestens 50 Quadratmetern und der zur nächsten Bohrung notwendige Abstand von 10 Metern. Zudem könne die Schlagenergie des herkömmlichen Bohrers Erdbeben auslösen. Wasserschichten würden zu spät erkannt und durchdrungen. Zudem seien diese Geräte sehr laut, teuer und personalintensiv.

    Im Gegensatz dazu ist beim Grabowski alle Gerätschaft für das Bohren im Bohrloch integriert. Der Roboter gräbt sich autonom und energieeffizient bis in 250 Meter Tiefe. Durch die Kompaktheit des Systems können Bohrungen auch dort realisiert werden, wo bisher nicht genug Platz war. Und die Kosten sollen nur einen Bruchteil betragen.

    „Während der erste Prototyp kurz vor seinen ersten Einsätzen steht, sind wir bereits mit dem Bau des zweiten, weiter entwickelten Prototyps beschäftigt“, so Borobotics in seinem Newsletter. Er wird über ein System von Fluid-Muskeln verfügen. Sie werden es ihm ermöglichen, sich wie ein Wurm im Bohrloch auf und ab zu bewegen. Diese Bewegungseinheit wird in einem 50-Meter-Test Anfang 2024 getestet. Borobotics ist derzeit im RUNWAY Startup Incubator am Technopark Winterthur ansässig.