Schlagwort: ErneuerbareEnergien

  • Erste hochalpine Solar-Grossanlage produziert ab September

    Erste hochalpine Solar-Grossanlage produziert ab September

    Ab September wird das erste hochalpine Solarprojekt im Bergell Naturstrom liefern. Wie die Betreiberin Elektrizitätswerke der Stadt Zürich (ewz) in einer Medienmitteilung bekanntgibt, sind mittlerweile die meisten der über 1200 Photovoltaik (PV)-Paneele an der Albigna Staumauer installiert.

    Für die Montagearbeiten war ein sogenanntes Brückenuntersichtgerät mit der Albigna-Seilbahn auf die Staumauer transportiert worden. Die Bauarbeiten wurden grösstenteils durch die Bergeller ewz-Mitarbeitenden ausgeführt.

    Bürgerinnen und Bürger aus Zürich und Graubünden haben die Möglichkeit, einen halben, einen, drei oder fünf Quadratmeter der PV-Fläche zu erwerben und damit einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Das Bürgerbeteiligungs-Modell ewz.solarzürisieht vor, dass ewz-Kundinnen und -Kunden pro Quadratmeter und Jahr 180 Kilowattstunden Solarstrom auf ihrer Stromrechnung gutgeschrieben werden. Die Laufzeit beträgt 20 Jahre. Die Kosten pro Quadratmeter belaufen sich einmalig auf 560 Franken.

    Interessierte können sich ab dem 14. August auf den Internetseiten ewz.ch/solargrischun und ewz.ch/solar-für-alle informieren und Paneelenfläche bestellen. Bis dahin führen diese Links auf die aktuelle Seite von ewz.solarzüri.

  • Sonnenstrom könnte Schweizer Energieproblem lösen

    Sonnenstrom könnte Schweizer Energieproblem lösen

    Nur die Photovoltaik kann der Schweiz den Weg in eine CO2-freie Zukunft weisen, schreibt der stellvertretende Direktor der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), Peter Richner, in einem Beitrag für Avenir Suisse. Er orientiert sich dabei an der sogenannten Kaya-Identität, mit der der japanische Wissenschaftler Yoichi Kaya 1993 die die gesamte Menge der anthropogenen CO2-Emissionen in Abhängigkeit von vier Faktoren beschrieb. Allein der vierte, eine Verringerung des CO2-Fussabdrucks, hat laut Richner genügend Potenzial, um die Klimaziele der Schweiz zu erreichen – durch einen massiven Ausbau der Photovoltaik.

    Würden nur 50 Prozent aller Schweizer Dächer mit Solarmodulen ausgerüstet, wäre die Stromproduktion aus Atomkraftwerken überflüssig. Richner weist das exemplarisch an Stromangebot und -nachfrage für das Jahr 2015 nach. Würden jedoch alle Dächer und zunehmend auch Gebäudefassaden mit Sonnenpaneelen ausgestattet, könnte auch die Produktionslücke im Winter aufgefangen werden. Gleichzeitig müssten jedoch Lösungen gefunden werden, um einen möglichst grossen Anteil des Stromüberschusses im Sommer sowohl auf Tagesbasis als auch zu anderen Jahreszeiten verwerten zu können.

    Für eine erhöhte Nutzungsflexibilität könnten Tagesspeicher Lasten verschieben, etwa durch Batterien oder Wasserstoff. Die Digitalisierung biete Chancen bei der notwendigen Schaffung von Flexibilitäten in Verbrauch und Produktion. Überschüssiger Strom könnte im Sommer in Wasserstoff und eventuell zusammen mit CO2 aus der Luft in Methan oder flüssige synthetische Kohlenwasserstoffe umgewandelt werden. Diese chemischen Energieträger liessen sich gut lagern und vielfältig verwenden. Und schliesslich könnten saisonale Wärmespeicher mit Überschussstrom aufgeladen werden, um so den Energiebedarf im Winter zu reduzieren.

    Das Potenzial der Energieeffizienz, einem weiteren beeinflussbaren Faktor der Kaya-Identität, sei bei weitem noch nicht ausgeschöpft, so Richner. Doch würden Errungenschaften in diesem Bereich etwa durch eine höhere Stromnachfrage, fossile Stromimporte aus dem Ausland im Winter oder erhöhten Stromkonsum kompensiert.

    Um eine klimaneutrale Schweiz zu erreichen, müsse einer der vier Faktoren in der Kaya-Identität null werden oder das verbleibende Produkt wird mit CO2-negativen Technologien wie der Abspaltung von CO2 aus der Luft und dessen Speicherung ausgeglichen. Dafür müsse die Politik einen entschiedenen Rahmen vorgeben, solange die Kernkraftwerke noch laufen.

  • Axpo-Präsident fordert gleitende Marktprämie

    Axpo-Präsident fordert gleitende Marktprämie

    Zwei führende Vertreter der Schweizer Energiewirtschaft gehen in einem gemeinsamen Gastkommentar für den „Tages-Anzeiger“ hart mit den Plänen des Bundesrates zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 ins Gericht. „Die Schweiz hat die falschen Instrumente für die Förderung der erneuerbaren Energien. Wir haben einen Vorschlag, wie man das ändern kann“, schreiben Thomas Sieber, Verwaltungsratspräsident des Energiekonzerns Axpo, und Gianni Operto, Präsident von AEE Suisse, der Dachorganisation der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

    Der angesprochene Vorschlag lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: Gleitende Marktprämie. Der Bundesrat schlägt für die Energiegesetzrevision ein Modell mit Investitionsbeiträgen vor. Die Beträge werden im Vornherein fix festgelegt. Problematisch ist aus Sicht der Autoren, dass es kaum möglich sein werde, die volkswirtschaftlich effizienteste Beitragshöhe zu ermitteln. Entweder gebe es eine nicht notwendige Überförderung oder es würden zu wenig Mittel veranschlagt, was zur Stilllegung nicht mehr rentierlicher Anlagen führe. Die gleitende Marktprämie, für die sich eine „breite Allianz der Schweizer Energiewirtschaft“ einsetze, werde in anderen Ländern schon erfolgreich angewandt. Dabei würden Produktionskapazitäten in einem Wettbewerb ausgeschrieben. „Den Interessenten mit den tiefsten Angeboten wird darauf über eine gewisse Laufzeit eine minimale Vergütung für den produzierten Strom zugesichert – aber nur, falls der Marktpreis diesen nicht abdeckt.“ Die gleitende Marktprämie fördere genau und nur so viel wie nötig. Sie ist deshalb keine Subvention, sondern das faire Preisschild einer zentralen Dienstleistung.

    Da sich derzeit der Ausbau von erneuerbaren Kapazitäten in der Schweiz für Stromversorger nicht lohne, investierten Schweizer Energieversorger und institutionelle Investoren im Ausland. Zum Ende 2019 habe sich der so finanzierte Ausbau von erneuerbaren Kapazitäten auf 11,5 Terawattstunden erhöht, knapp ein Fünftel der gesamtschweizerischen Jahresproduktion.

  • Kantonspolizei St.Gallen fährt mit Wasserstoff

    Kantonspolizei St.Gallen fährt mit Wasserstoff

    „Ökologisches und nachhaltiges Handeln der Organisationen ist längst nicht mehr erwünscht, sondern wird erwartet“, leitet die Kantonspolizei St.Gallen eine Mitteilung zur neuesten Errungenschaft der Behörde ein. Konkret will die Kantonspolizei ihrer Verantwortung für die Umwelt nun auch mit dem Einsatz eines Wasserstoffautos gerecht werden. Bisher wurden bei der Kantonspolizei St.Gallen bereits insgesamt 20 Elektrofahrzeuge genutzt.

    Der neue Hyundai Nexo stosse genau wie Elektroautos keine schädlichen Emissionen aus, heisst es in der Mitteilung weiter. Als weitere Vorteile des Wasserstoffautos werden dort die schnelle Betankung und eine Reichweite von 600 Kilometer pro Tankfüllung genannt.

    Allerdings gebe es in der Region derzeit noch kaum Wasserstofftankstellen, erläutert die Kantonspolizei. Sie hat die Osterwalder St.Gallen AG als zurzeit einzigen Betreiber einer Wasserstofftankstelle in der Ostschweiz ausgemacht. Der neuerworbene Hyundai Nexo soll daher der in St.Gallen stationierten Verkehrsinstruktion zugeteilt werden.

  • Axpo platziert grüne Anleihe über Loanboox

    Axpo platziert grüne Anleihe über Loanboox

    Axpo hat einen sogenannten Green Bond über die digitale Kapitalmarktplattform des Zürcher Fintechs Loanboox platziert, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Die festverzinsliche Anleihe in Höhe von 133 Millionen Franken hat eine Laufzeit von sieben Jahren.

    Axpo will den Nettoerlös der Anleihe für Investitionen in erneuerbare Energien einsetzen. Das Unternehmen hebt dabei Windenergie- und Photovoltaikprojekte hervor. Insgesamt wolle Axpo mit dem Green Bond „ihre Stellung als grösste Schweizer Produzentin von erneuerbaren Energien“ stärken und den Kreis ihrer Investoren erweitern, heisst es.

    Den Angaben von Loanboox zufolge ist Axpo die erste Emittentin, die einen Green Bond vollständig digital über die Fremdkapitalmarktplattform platziert. „Diese erste Anleihe ist ein Beweis dafür, dass unser digitaler Prozess einen Mehrwert für alle Marktteilnehmer schafft“, sagt Philippe Cayrol, CEO von Loanboox. „Wir sind stolz und freuen uns, zusammen mit innovativen Kunden und Partnern neue Standards in Sachen Transparenz, Preisbildung und Zuteilung im Primärmarkt zu schaffen – in der Schweiz und Europa“, fügt er hinzu.

  • Hans Eberle AG produziert eigenen Öko-Strom

    Hans Eberle AG produziert eigenen Öko-Strom

    Rund 10 Prozent des Stromverbrauchs der Metallwarenfabrik Hans Eberle AG kommen seit diesem Sommer aus hauseigener Produktion. Heizung, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung des ebenfalls diesen Sommer fertiggestellten neuen Betriebsgebäudes werden laut Medienmitteilung des Unternehmens durch saubere Energie aus der neu installierten Wasserkraftschnecke im Ortsbach betrieben. Die früher eingesetzte Francis-Turbine sei nach über 100-jährigem Betrieb im Jahr 2014 „ausgestiegen“, wie das Unternehmen mittteilt. Mit dieser Investition will die Hans Eberle AG ihr Bekenntnis zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen unterstreichen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

    Die Hans Eberle AG nutzt zusammen mit anderen Genossenschaftern den Ennendaner Ortsbach, um eigenen Strom zu produzieren. Das Wasser wird aus der Linth in den Ortsbach geleitet und weist einen konstanten Durchfluss von drei Kubikmeter Wasser pro Sekunde auf, was zur Stromproduktion durchaus genügt. Nutzung der Wasserkraft des Ortsbachs hat in Ennenda Tradition, früher wurde sie in der Textilindustrie für das Weben von Stoffen genutzt.

  • Kanton Schaffhausen will Rheinkraftwerk ab 2030 selber nutzen

    Kanton Schaffhausen will Rheinkraftwerk ab 2030 selber nutzen

    Der Kanton Schaffhausen will das Rheinkraftwerk bei Neuhausen in zehn Jahren selber übernehmen. Die Konzession des seit 1948 gebauten und 1950 in Betrieb genommenen Kraftwerks läuft Ende 2030 aus.  Die Rheinkraftwerk Neuhausen AG (RKN) hat die Verlängerung ihrer von den Kantonen Schaffhausen und Zürich vor 80 Jahren eingeräumten Wasserrechtskonzession beantragt. Der Schaffhauser Regierungsrat will diese aber in Abstimmung mit dem Kanton Zürich nicht verlängern, sondern den sogenannten Heimfall für das Werk am Rheinfall erklären und die Anlage selber übernehmen. Das muss laut Medienmitteilung des Kantons dem bisherigen Betreiber mit zehn Jahren Vorlauf mitgeteilt werden, konkret bis zum 27. Dezember 2020.

    Regierungspräsident und Energiedirektor Martin Kessler erklärt das Vorgehen: „Der Kanton hat auf das Ende der Konzession hin die einmalige Gelegenheit, das Kraftwerk zu übernehmen. Das wirtschaftliche und energiepolitische Potential des Kraftwerks ist für den Kanton Schaffhausen sehr interessant und bietet erhebliche Chancen. Im Übrigen entspricht die Fortführung des Wasserkraftwerks der Energiestrategie von Bund und Kanton und ist auch aus klimapolitischer Sicht sinnvoll.“

    Damit bleibt auch die aus dem Kraftwerk resultierende Wertschöpfung im Kanton. Das RKN nutzt derzeit 29,9 Kubikmeter pro Sekunde und erbringt eine jährliche Energieproduktion von rund 45 Gigawattstunden. Die Energieproduktionskosten gelten mit 2,9 Rappen als ausgesprochen günstig.

  • Meyer Burger will in Glarus Solarmodule herstellen

    Meyer Burger will in Glarus Solarmodule herstellen

    Der Thuner Anlagenbauer Meyer Burger will in Linthal GL eine Produktion von Solarpanelen aufbauen. Das geplante Werk soll eine Kapazität von 400 Megawatt aufweisen und über 100 Mitarbeiter im Dreischichtbetrieb beschäftigen, heisst es in einer Mitteilung des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE).

    Das Projekt steht im Zusammenhang mit der geplanten Neuausrichtung von Meyer Burger. Das in Gwatt BE ansässige Unternehmen will künftig nicht mehr Maschinen zur Herstellung von Paneelen bauen und verkaufen, sondern selbst in die Panel-Produktion einsteigen.

    Das Hauptargument für eine Ansiedlung des Werks in Linthal ist ein Solar-Park-Projekt auf dem in 1860 Metern über dem Meer gelegenen Limmernsee in Glarus Süd. Dort soll eine schwimmende Photovoltaikanlage mit einer Kapazität von 250 Megawatt pro Jahr installiert werden. Der Solar-Park Limmern (SPL) auf dem Speichersee der Kraftwerke Linth-Limmern AG (KLL, Axpo) könnte 300 Gigawattstunden Strom erzeugen und damit den Bedarf von 75’000 bis 100’000 Vierpersonenhaushalten decken.

    Für Glarus sprechen auch noch weitere Vorteile. So sei nicht nur die günstige Energieversorgung durch die Technischen Betriebe Glarus Süd (tbgs) garantiert, sondern auch das Bauland verfügbar. Zudem sei der Kanton Glarus bereit, steuerliche Anreize zu setzen. Darüber hinaus profitiere das Werk auch vom effizienten Bewilligungsverfahren, dem Bahnanschluss für den Warentransport und dem interessanten Schweizer Markt.

  • Eishalle produziert Solarstrom

    Eishalle produziert Solarstrom

    Mit der Eishalle P1 auf der Hochebene St. Leonhard in Freiburg haben die Projektpartner laut einer Medienmitteilung „ein beispielhaftes Gesamtkonzept“ geschaffen. Solarmodule auf dem Dach produzieren seit März mit rund 700 Megawattstunden pro Jahr etwa den jährlichen Stromverbrauch von 200 Haushalten. 75 Prozent davon nutzt die Eislaufanlage selbst. Die Photovoltaikanlage wurde jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.

    Dieses Gemeinschaftsprojekt der Stadt Freiburg, der Immobiliengesellschaft L’Antre SA und der Groupe E habe Modellcharakter und füge sich optimal in Freiburgs Energiestrategie ein, heisst es in der Mitteilung. Die dort erzeugte erneuerbare Energie mache allein bereits knapp die Hälfte des Jahresziels für die Entwicklung von Solaranlagen im Gemeindegebiet aus.

    Das Gesamtkonzept sieht auch eine hohe Wärmerückgewinnung bei der Eisbereitung vor. Sie soll in der gesamten Sportstätte, auch im künftigen Schwimmbad, für Heizung und Warmwasser genutzt werden. Überschüssige Wärme wird in das Fernwärmenetz von Groupe E eingespeist. Deckt die Wärmemenge den Bedarf der vier Gebäudekomplexe punktuell nicht, schliesst das Fernwärmenetz Freiburg die Lücken.

  • NewGreen Tec bietet Wind-Solar-Anlagen fürs Dach

    NewGreen Tec bietet Wind-Solar-Anlagen fürs Dach

    Die hybriden Wind-Solar-Geräte der NewGreen Tec GmbH liefern ökologischen Strom sowohl an sonnigen Tagen wie auch bei Nacht, Schnee und Regen. Dazu werden geräuscharme Windturbinen mit Photovoltaikmodulen in einem Kleinkraftwerk vereint.

    Bei Wind erzeugen die Windräder mit neuartigen dualen Vertikalachsturbinen Strom. Sie sollen auch turbulente Windströmungen auf niedriger Höhe optimal nutzen. Die immer häufiger werdenden Winde und Stürme begünstigen diese Technologie, heisst es in einer Medienmitteilung des Unternehmens. Bei Sonnenschein übernehmen das die Photovoltaikmodule. Anders als grosse Photovoltaikanlagen eignen sie sich auch für kleinere Gebäude und Dachflächen. Damit werde fast jedes Gebäude zum ökologischen Kraftwerk, heisst es.

    Walter Schmid, „der bekannt Pionier für ökologische Bauten“, habe zwei dieser hybriden Wind-Solar-Kleinkraftwerke auf zwei neu erstellten Mehrfamilienhäusern installiert. „Das ist Kunst am Bau, die gleich noch saubere Energie erzeugt“, wird er in der Mitteilung zitiert. Diese Gebäude sollen überschüssigen Strom erzeugen, der in der Hochschule Rapperswil SG in eine Power-to-Gas-Anlage fliesst. Dort wird das erzeugte Gas in das Erdgasnetz eingespeist.

    NewGreen Tec ist im Innovationspark Zürich auf dem Areal des Flugplatzes Dübendorf ansässig.

  • Zürcher Energietram macht umweltbewusst

    Zürcher Energietram macht umweltbewusst

    Umweltbewusstes und klimafreundliches Handeln jeder und jedes Einzelnen setzt Wissen um die vorhandenen nachhaltigen Energielösungen voraus. „Wir tragen mit der Wahl des Energieträgers einen grossen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele bei. Ob beim Fahren, Heizen oder Kochen – der richtige Energieträger beeinflusst den CO2-Ausstoss nachhaltig“, heisst es in der Medienmitteilungvon Energie 360º. Das neue EnergieTramZüri soll dieses Wissen vermitteln. Das Informationsangebot des in den kommenden zwölf Monaten auf verschiedenen Linien des VBZ-Netzes rollenden EnergieTramZüri wechselt vierteljährlich. Das Tram ist von Energie 360° gestaltet, dem Unternehmen, das landesweit Energie- und Mobilitätslösungen vor allem zur Transformation von fossiler zu erneuerbarer Energie anbietet.

    „Nur wenn wir weniger fossile Energie verbrauchen und den CO2-Ausstoss konsequent senken, erreichen wir unsere Klimaziele. Diese Aufgabe bleibt für die Stadt Zürich zentral“, sagte Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher der Industriellen Betriebe und Verwaltungsratspräsident von Energie 360°, bei der Einweihung.

    Wie wichtig ein solches Informationsangebot ist, machte Jörg Wild, CEO von Energie 360°, deutlich. Energie sei für viele noch immer ein abstraktes Thema: „Energie sieht, riecht und hört man nicht. Leitungen von Wärmeverbünden verlaufen unbemerkt unter unseren Füssen und wer weiss schon genau, was die Energieeffizienz ausmacht.“ Gerade deshalb sei das Info-Tram wichtig, um Fahrgästen und Interessierten auf spielerische Weise entsprechende Inhalte zu vermitteln.

  • ewz baut erste hochalpine Solar-Grossanlage

    ewz baut erste hochalpine Solar-Grossanlage

    Auf über 2100 Metern über Meer haben an der Albigna-Staumauer in der Gemeinde Vicosoprano die Arbeiten zur Schaffung der ersten hochalpinen Solaranlage im Grossformat begonnen, Laut einer Medienmittelung von ewz haben Mitarbeitende damit begonnen, zunächst die Kabelkanäle zu verlegen. Insgesamt werden sechs Kilometer Kabel verbaut. Dann folgt die Montage der 670 Meter langen Tragekonstruktion unterhalb der nach Süden gerichteten seeseitigen Mauerkrone, auf der 1200 Photovoltaikmodule angebracht werden. Die Bauphase soll Ende August abgeschlossen sein, im September soll die Anlage ans Netz gehen.

    „Auch für uns ist es eine nicht alltägliche Arbeit. Aber wir sind entsprechend vorbereitet und sicherheitstechnisch geschult worden“, sagt Willi Roganti, Leiter Betrieb und Instandhaltung Bergeller Kraftwerke bei ewz, der die Bauarbeiten führt.

    Mit einer Gesamtleistung von 410 Kilowatt Peak können pro Jahr rund 500 Megawattstunden Naturstrom produziert werden. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von circa 210 städtischen Zürcher Haushalten. Hochalpine Solaranlagen ermöglichen bessere Ertragswerte als tiefergelegene. Grund sind die intensivere Sonneneinstrahlung sowie die reflektierende Schneedecke. Auch steigt die Effizienz von Photovoltaikanlagen mit sinkenden Aussen- und somit Modultemperaturen. Rund die Hälfte der Stromproduktion der Anlage wird im Winter anfallen.

  • Liestal heizt künftig mit Holz aus der Region

    Liestal heizt künftig mit Holz aus der Region

    Die Stadt Liestal will ihre sieben Wärmeverbünde sanieren und bis 2030 zu einem neuen Grosswärmeverbund zusammenschliessen. Wie die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) mitteilt, wird dazu in einem ersten Schritt die Heizzentrale Liestal für 42 Millionen Franken modernisiert. Sie soll ab 2023 zu 90 Prozent mit Holz aus der Region geheizt werden, je zur Hälfte mit Recyclingholz und Waldhackschnitzel. Bisher beträgt der Anteil erneuerbarer Energieträger 45 Prozent. Pro Jahr sollen so 24‘000 Tonnen CO2-Ausstoss eingespart werden.

    Ausserdem sollen drei weitere lokale Wärmeverbünde an das Netz der Heizzentrale angeschlossen und das Fernwärmenetz auf 31 Kilometer verlängert werden. Der Ausbau des Netzes soll in drei Etappen bis 2030 abgeschlossen werden.

    Der Kanton Basel-Landschaft will sukzessive die 48‘000 fossilen Heizungen im Kanton ersetzen. „Wir sind davon überzeugt, dass für eine nachhaltige Energieversorgung die Energie zunehmend aus erneuerbaren Ressourcen stammen muss“, wird EBL-CEO Tobias Andrist in der Mitteilung zitiert.

  • Meyer Burger wird zum Hersteller von Solartechnik

    Meyer Burger richtet sich strategisch neu aus, um sein geistiges Eigentum besser zu schützen. Der Verwaltungsrat des Maschinenbauers mit Sitz in der Gemeinde Thun hat laut einer Medienmitteilung entschieden, seine Fertigungsanlagen für Solarzellen und Solarmodule nur noch exklusiv zum eigenen Gebrauch herzustellen. Für eine eigene, gross skalierte Zell- und Modulproduktion wird Meyer Burger auf einer ausserordentlichen Generalversammlung am 10. Juli eine Kapitalerhöhung von 165 Millionen Franken beantragen.

    Ein Grossteil der heute weltweit produzierten Solarmodule basierten auf den Technologien von Meyer Burger. Dennoch habe das Unternehmen aus seiner Technologieführerschaft in den vergangenen Jahren keinen Gewinn erzielen konnte. Mit dem Verkauf seiner Maschinen habe Meyer Burger die proprietäre Technologie aus der Hand gegeben und die Realisierung des geschaffenen Mehrwerts weitestgehend seinen Kunden überlassen.

    „Der Wandel vom Maschinenanbieter zum vertikal integrierten Zell- und Modulhersteller ist der richtige und konsequente Schritt, um uns einen angemessenen Anteil am Wert zu sichern, den unsere global führende Technologie generiert“, erklärt Verwaltungsratspräsident Franz Richter. „Der nächste Technologieschritt ist vergleichbar mit dem Übergang von 4G auf 5G in der mobilen Kommunikation“, so CEO Gunter Erfurt. „Nur Meyer Burger hat die 5G-Technologie der PV-Industrie zur Marktreife geführt. Wir können mit unseren Produkten bereits in einem Jahr am Markt sein.“

    Meyer Burger will die Produktion im ersten Halbjahr 2021 starten. Aktuell lägen Kaufabsichtserklärungen von potenziellen Kunden aus Europa und den USA im Umfang von über 2 Gigawatt pro Jahr vor. Dieser zu erwartenden Nachfrage entsprechend sei beabsichtigt, durch Aufnahme von insgesamt rund 180 Millionen Franken Fremdkapital im Jahr 2021/22 die jährliche Kapazität bis 2022 auf 1,4 Gigawatt Zell- und 0,8 Gigawatt Modulproduktion auszuweiten. Meyer Burger erwartet auf dieser Basis innerhalb von drei Jahren einen jährlichen Umsatz von 400 bis 450 Millionen Franken und eine EBITDA-Marge von 25 bis 30 Prozent.

    Langfristig werde ein Ausbau auf mindestens 5 Gigawatt angestrebt. Bei entsprechender Nachfrage seien weitere Modulfertigungen im europäischen und amerikanischen Raum geplant, die aus zentraler Zellenfertigung beliefert werden können.

  • Wasserstoff kann günstiger produziert werden

    Wasserstoff kann günstiger produziert werden

    Fachleute des Instituts für Innovation und Technologiemanagement der Hochschule Luzern (HSLU) haben den wirtschaftlichen Mehrwert einer umweltfreundlichen Herstellung von Wasserstoff untersucht. Ihre Arbeit hat laut einer Medienmitteilung nachgewiesen, dass der Einsatz von Wasser-Elektrolyseuren zur Stabilisierung des Stromnetzes bei Über- oder Unterlasten die Herstellungskosten um bis zu 15 Prozent reduziert.

    Bei der Wasser-Elektrolyse wird Wasser mithilfe von Strom in Sauerstoff und Wasserstoff zerlegt. Noch ist dabei der Wirkungsgrad problematisch: Bei der Herstellung entsteht Abwärme, die sich nicht immer gut nutzen lässt. Zudem ist der Preis für Strom aus erneuerbaren Energien hoch. Beides macht klimafreundlichen Wasserstoff zum heutigen Zeitpunkt vergleichsweise teuer. Auch das Tankstellennetz für Autos ist noch dünn. „Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich das ändert. In der Schweiz sind grössere Offensiven dafür bereits in Vorbereitung“, so Christoph Imboden, Dozent für Energiewirtschaft an der HSLU.

    Das EU-Projekt QualyGrid untersuchte mit elf Partnern aus acht Ländern eine vielversprechende Lösung, um die Herstellungskosten zu senken. Ziel des Projekts war, Präqualifikationstests für Wasser-Elektrolyseure zu standardisieren und damit ihre Zulassung zu vereinfachen.

    Die Forschenden der HSLU berechneten in diesem Rahmen den geldwerten Vorteil von Wasser-Elektrolyseuren. Weil es dafür noch keine Datengrundlage gab, musste der Wert ihrer Dienstleistung für die verschiedenen Netzbetreiber in Europa erst zusammengetragen werden. Schliesslich konnte die Forschungsgruppe nachweisen, dass der Einsatz von Wasser-Elektroyseuren zur Stabilisierung des Stromnetzes die Herstellungskosten von Wasserstoff um bis zu 15 Prozent reduziert. „Damit wird der Schritt zu einer breiten Einführung der Wasserstofftechnologie deutlich erleichtert“, heisst es in der Medienmitteilung.

  • Bevölkerung will Import-Energie senken

    Bevölkerung will Import-Energie senken

    Insgesamt 66 Prozent der Schweizer Bevölkerung möchten gern von Öl- und Gasimporten unabhängig sein. Zwei Drittel sprechen sich dafür aus, die inländische Stromproduktion mit Wind und Sonne deutlich zu erhöhen. Das sind Ergebnisse des Energie-Trendmonitors Schweiz 2020. Die repräsentative Befragung wurde vom Wärmepumpenspezialisten Stiebel Eltron in Auftrag gegeben.

    „Wie die Umfrage zeigt, möchte eine breite Mehrheit der Bevölkerung den Strombedarf des Landes stärker mit heimischen Energiequellen decken“, sagt der Geschäftsführer von Stiebel Eltron Schweiz, Paul Stalder. „Grüner Strom ist der Schlüssel für eine nachhaltige Energieversorgung in der Schweiz.“

    Wie es in einer Medienmitteilung heisst, sei jedoch 43 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer nicht bekannt, dass eine Kopplung der Haustechnik mit der eigenen Stromversorgung möglich ist. Zudem sei sich knapp jeder Dritte nicht bewusst, dass die Wärmepumpe klimaschädliche fossile Brennstoffe wie Öl und Gas im Heizungskeller ersetzt und damit klimafreundlich arbeitet.

    „Die Ziele des Klimaabkommens von Paris lassen sich nur erreichen, wenn die Wärmeversorgung bis 2050 komplett auf grüne Technologie umgestellt wird“, so Stalder weiter. „Raumwärme sollte in der Schweiz also künftig ohne fossile Energieträger erzeugt werden.“ Zudem hätten Bund, Kantone und Gemeinden Förderprogramme für den Wechsel auf umweltfreundliches Heizen aufgelegt.