Schlagwort: ErneuerbareEnergien

  • Neuer Grossspeicher soll Netz stabilisieren helfen

    Neuer Grossspeicher soll Netz stabilisieren helfen

    CKW und Axpo reagieren auf den Ausbau volatiler erneuerbarer Energien. Sie realisieren 2021 in Rathausen ein Batteriespeichersystem, das laut einer CKW-Mitteilung erstmals gleichzeitig für drei verschiedene Märkte eingesetzt werden kann. Das System kann zum einen Strom dann zur Verfügung stellen, wenn er gebraucht wird, und damit die Lastspitzen brechen. Es soll zum anderen Swissgrid dabei unterstützen, die Spannung im Netz stabil zu halten. Schliesslich hilft es, Differenzen zwischen dem Angebot an Strom und der Nachfrage jederzeit rasch auszugleichen.

    Die Anlage besteht aus zwei Grossbatterien, die je 50 Tonnen schwer sind und je in einem 12 Meter langen Container untergebracht sind. Sie weist eine Leistung von 6,25 Megawatt auf. Das ist genug, um 15‘000 Haushalte eine Stunde lang mit Strom zu versorgen.

    Die Anlage wird ab Mitte 2021 installiert und in das Mittelspannungsnetz von CKW integriert.

  • Schweiz muss Energiewende beschleunigen

    Schweiz muss Energiewende beschleunigen

    Die Schweiz hat sich für die Energiewende bis 2020 wenig ehrgeizige Ziele gesetzt und dürfte diese auch erreichen. Das zeigt der dritte Monitoringbericht des Bundesamtes für Energie (BFE). Danach erreichten die neuen erneuerbaren Energien 2019 eine Stromproduktion von 4186 Gigawattstunden. Das Ziel von 4400 Gigawattstunden 2020 liege in Reichweite, schreibt das BFE in einer Mitteilung. Wenn aber der Richtwert von 11‘400 Gigawattstunden im Jahr 2035 erreicht werden soll, dann muss der Zubau pro Jahr durchschnittlich 451 Gigawattstunden betragen, anderthalb Mal so viel wie im abgelaufenen Jahrzehnt.

    Ähnlich der Endenergieverbrauch pro Kopf: Das Reduktionsziel von minus 16 Prozent bis 2020 im Vergleich zu 2000 wurde bereits 2016 erreicht. Bis 2019 wurden minus 19,1 Prozent erreicht. Wenn aber der Richtwert für 2035 von minus 43 Prozent erreicht werden soll, dann müsste der durchschnittliche Rückgang pro Jahr bei minus 2,2 Prozent liegen. Im abgelaufenen Jahrzehnt erreichte er nur minus 1,4 Prozent.

    Die gleichzeitig vom BFE herausgegebenen Energieperspektiven 2050+ kamen denn auch zum Schluss, dass die Schweiz mit einer Fortsetzung der bestehenden Praxis ihr Klimaziel langfristig weit verfehlen wird. Die Schweiz hat sich verpflichtet, bis 2050 ihren CO2-Ausstoss auf netto Null zu reduzieren. Doch mit einem „weiter so“ kommt sie gerade mal auf einen Rückgang des CO2-Ausstosses von 30 Prozent im Vergleich zu 2020.

    Die Energieperspektiven 2050+ gehen aber davon aus, dass die Schweiz mit den bereits verfügbaren oder derzeit entwickelten Technologien ihr Klimaziel erreichen könne. Der Investitionsbedarf läge dabei nur um 8 Prozent über dem einer Fortsetzung der bisherigen Praxis, heisst es in einer BFE-Mitteilung. Wenn die bisherige Praxis beibehalten würde, müssten bis 2050 insgesamt 1400 Milliarden Franken in die Energieinfrastruktur, Anlage, Geräte und Fahrzeuge investiert werden. Wenn das Klimaziel von netto Null erreicht werden soll, wären es gut 1500 Milliarden Franken.

  • Erste Freiflächen-Solaranlage von EKZ ist am Netz

    Erste Freiflächen-Solaranlage von EKZ ist am Netz

    Das Solarkraftwerk Algibicos von EKZ nahe der südspanischen Stadt Murcia hat laut einer Medienmitteilung am Dienstag seinen Betrieb aufgenommen. Damit ist das erste grosse Freiflächen-Solarkraftwerk des Züricher Energieunternehmens ans Netz gegangen.

    Auf einer Fläche von 85 Hektar werde es pro Jahr etwas über 90 Gigawattstunden Strom produzieren. Das entspricht dem jährlichen Verbrauch von mehr als 20’000 Haushalten. Das Gebiet zählte mit über 300 Schönwettertagen zu den sonnenreichsten in ganz Europa. Zusätzlich werde der Ertrag durch bewegliche Sonnenpaneele gesteigert, die sich zur Sonne hin ausrichten.

    „Im Vergleich zu Schweizer Anlagen kann so circa doppelt so viel elektrische Energie gewonnen werden“, wird der Senior-Projektleiter bei EKZ Renewables, Jean-Marc Degen, in der Mitteilung zitiert. Zudem seien Anlagen dieser Ausdehnung in der Schweiz kaum realisierbar. Die mittlerweile niedrigen Produktionskosten und der sonnenreiche Standort ermöglichten einen gewinnbringenden Betrieb, auch ohne staatliche Einspeisevergütungen.

  • Film über Energieregion Knonauer Amt feiert Premiere

    Film über Energieregion Knonauer Amt feiert Premiere

    Das Knonauer Amt ist seiner Zeit „zehn Jahre voraus“, sagte Regierungsrat Dr. Martin Neukom im August anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Energieregion Knonauer Amt. „Ein Zugpferd für die Energiewende“, formulierte das Mitglied des New Yorker Nachhaltigkeitsbeirats, Andrew Darrell. Er fand, dass die Welt von diesem Pilotprojekt erfahren sollte, schreibt der „Affolter Anzeiger“. Gemeinsam mit der Schweizer Stiftung Pro Evolution und dem WWF Schweiz gab er den Anstoss für einen Film über die vorbildliche Arbeit der Energieregion Knonauer Amt. Er hatte am Donnerstag Premiere. Sein Titel: „Voller Energie in die Zukunft – eine Region setzt auf Erneuerbare“.

    Der Film berichtet über die Initiativen, welche die 14 Gemeinden dieser Region im Kanton Zürich gemeinsam unternommen haben und unternehmen, um den Klimawandel zu bremsen: das Energiesparhauses in Stallikon, wo Kinder Energie auf spielerische Weise erleben können, das geplante Solarkraftwerk über der A4, die Kreislaufwirtschaft der Biogasanlage in Rickenbach, die überdurchschnittlich hohe Zahl CO2-neutraler Holz-Fernheizwerke. Im Jahr 2010 integrierten die Gemeinden das Schwerpunktprojekt Energieregion Knonauer Amt in die Standortförderung. Ihr Ziel ist, 80 Prozent ihres Energiebedarfs bis 2050 selbst und mit erneuerbaren Energien zu produzieren.

    Zahlreiche Expertinnen und Experten kommen in dem Film zu Wort, darunter Andreas Fischlin, Mitglied des Weltklimarats (IPCC) und Professor an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). „Wir haben dieselbe CO2-Konzentration wie vor 3,5 Millionen Jahren“, warnt er. Damals habe in der Schweiz eine tropische Tier- und Pflanzenwelt geherrscht. ETH-Professor Anton Gunzinger plädiert für eine stärkere Nutzung einheimischer Energien. Das sorge für mehr Unabhängigkeit und dafür, dass mehr Geld im regionalen Kreislauf bleibe: „Wir brauchen mehr Säuliämter in der Schweiz!“

  • Energy Lab soll Innovationen für Energiewende liefern

    Energy Lab soll Innovationen für Energiewende liefern

    Das NTN Innovation Booster Energy Lab nimmt seine Arbeit offiziell erst im Januar 2021 auf. Doch sei bereits jetzt eine so grosse Dynamik entstanden, dass schon die ersten von insgesamt geplanten 50 Projekten lanciert wurden, schreibt die Hochschule Luzern in einer Medienmitteilung. Sie sollen zu Innovationen bei der effizienten Erzeugung, Speicherung und Nutzung von erneuerbaren Energien führen, die auch marktfähig sind.

    Das Konsortium aus über 200 Mitgliedern wird von der Hochschule Luzern strategisch geführt. Dazu gehören neben dem Innovationspark Zentralschweiz und NEST – der Forschungs- und Innovationsplattform von Eidgenössischer Materialprüfungs- und Forschungsanstalt und Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereiches – zahlreiche weitere Institutionen, sämtliche Fachhochschulen der Schweiz und die ETH Zürich. Gefördert wird das Energy Lab mit 1,5 Millionen Franken für vorerst vier Jahre von der Schweizer Innovationsagentur Innosuisse.

    Über den Innovationspark Zentralschweiz sind schon heute mehr als 200 Unternehmen angeschlossen, „Tendenz steigend“, heisst es weiter in der Mitteilung: „Denn beim Energy Lab handele es sich um ein offenes Netzwerk, in dem sich Interessierte jederzeit einbringen können.“

    „Die Herausforderungen sind so komplex, dass sie nicht mehr nur mit Einzelmassnahmen behoben werden können, sondern nur in gross angelegter Zusammenarbeit von Industrie, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft“, wird Projektleiter und Professor an der Hochschule Luzern, Ludger Fischer, in der Mitteilung zitiert. „Die Lösungen werden einen konkreten Mehrwert für die Wirtschaft bieten und sind somit umsetzbar!“

  • Private können sich an grosser Solaranlage beteiligen

    Private können sich an grosser Solaranlage beteiligen

    Kunden von Romande Energie können in eigene Solaranlagen investieren, ohne über ein eigenes Dach zu verfügen. Der Waadtländer Energieversorger will auf dem Bauernhof Petite Chamberonne von Bertrand Pittet in Etagnières eine Solaranlage von insgesamt 1700 Quadratmetern errichten, schreibt er in einer Mitteilung. Er ermöglicht es seinen Kunden, sich daran zu beteiligen. Im Gegenzug würde ihnen der entsprechende Anteil an der Produktion von Solarstrom auf dem Hof von ihrer privaten Stromrechnung abgezogen.

    Romande Energie will bis Frühjahr 2021 eine genügend grosse Zahl von Investoren für ihr Projekt Jardin Solaire – Sonnengarten – gewinnen. Die Anlage soll noch vor dem Sommer in Betrieb gehen.

    Der Waadtländer Energieversorger hat bereits im Dezember 2019 ein ähnliches Projekt in Mont-sur-Rolle lanciert. Dort beteiligten sich 37 Privatkunden am Jardin Solaire.

  • Kraftwerk Erstfeldertal produziert ersten Strom

    Kraftwerk Erstfeldertal produziert ersten Strom

    Im Kanton Uri können weitere 7200 Haushalte mit CO2-freiem Strom beliefert werden. Das Wasserkraftwerk des Energieversorgers EWA am Eingang des Erstfeldertals ist am Donnerstag angelaufen und hat zum ersten Mal Strom produziert. „In zweieinhalb Jahren vom ersten Bewilligungsschritt bis zur Inbetriebnahme ist bei einem Kraftwerk dieser Grössenordnung absolut einmalig“, wird der Vorsitzende der EWA-Geschäftsleitung, Werner Jauch, in einer Medienmitteilung der EWA zitiert.

    Zuvor seien während gut 100 Jahren verschiedenste Studien und Projekte entwickelt worden. „Alle verschwanden wieder in der Schublade“, schreibt die EWA. Und auch dieses Projekt sei „mehrfach auf Messers Schneide gestanden“. Nun war Eile geboten, weil in einem Monat die Beiträge der nationalen Förderung an das Kraftwerk endgültig verfallen wären. Damit wäre das Projekt gescheitert. „Wir haben an die Machbarkeit geglaubt und es ist uns gelungen, das Kraftwerk bereits mehr als einen Monat vor Ablauf der Frist in Betrieb zu nehmen“, so Jauch.

    Am Bau waren rund 45 Firmen aus Uri beteiligt, erklärt Peter Dittli, Vizepräsident des Verwaltungsrats der KW Erstfeldertal AG. 75 Prozent der Investitionssumme von insgesamt 37 Millionen Franken blieben als Wertschöpfung in Uri. Dazu kämen Wasserzinsen und Steuereinnahmen. Und schliesslich sicherten Betrieb und Unterhalt auch Arbeitsplätze. All dies sei „in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten besonders wertvoll“, so Jauch. „Die Corona-Pandemie führt uns vor Augen, wie wichtig die lokale Produktion ist, wenn die internationalen Lieferketten sehr schnell zusammenbrechen.“

  • Zürich erhält Goldauszeichnung als Energiestadt

    Zürich erhält Goldauszeichnung als Energiestadt

    Zürich ist im Rahmen des Hackathons Climathon Zürich erneut mit dem Energiestadt-Label in Gold ausgezeichnet worden. Damit fördert der Trägerverein Energiestadt die Umstellung auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Laut einer Medienmitteilung der Stadt hätten der Ausbau der Photovoltaikanlagen auf stadteigenen Liegenschaften zu dieser Anerkennung ebenso beigetragen wie die Realisierung des Energieverbunds Altstetten und Höngg. Auch die neue Tramlinie Hardbrücke und die weitere Elektrifizierung des öffentlichen Verkehrs hätten ihren Anteil daran.

    Zum ersten Mal war Zürich die Auszeichnung als Energiestadt vor 20 Jahren verliehen worden. Seither seien die langfristigen Ziele der Stadt „kontinuierlich angepasst worden“. Dazu gehörten etwa die Verankerung der 2000-Watt-Gesellschaft in der Gemeindeordnung und die aktuellen Bestrebungen in Richtung Klimaneutralität. Grundlage dafür seien die im Masterplan Energie der Stadt Zürich definierten energiepolitischen Schwerpunkte.

  • Öffentlicher Verkehr soll Photovoltaik ausbauen

    Öffentlicher Verkehr soll Photovoltaik ausbauen

    Die Photovoltaik bietet allen Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs die Möglichkeit, ihre Energieversorgung zu einem grossen Teil in die eigene Hand zu nehmen. Darauf verweist ein neuer Leitfaden des Bundesamts für Verkehr. Die Behörde hat ihn zusammen mit dem Schweizerischen Fachverband für Solarenergie, Swissolar, erarbeitet.

    Wie Swissolar in einer Zusammenfassung dieses Leitfadens schreibt, könne die Solarenergie einen entscheidenden Beitrag zum Ersatz der nicht erneuerbaren Energien im öffentlichen Verkehr leisten. Augenblicklich liege der Stromverbrauch aller Verkehrsunternehmen bei etwa 2,7 Terawattstunden. Hinzu kommen 120 Millionen Liter Diesel. Soll der gesamte öffentliche Verkehr in Zukunft CO2-neutral betrieben werden, benötigt er rund 3,5 Terawattstunden Strom. Davon würden bereits heute 2 Terawattstunden, also 60 Prozent, von den Wasserkraftwerken der SBB produziert.

    Die Produktion der restlichen 1,5 Terawattstunden mit Sonnenenergie würde etwa 1 Quadratmeter Photovoltaik-Modulfläche pro Einwohner in der Schweiz erfordern. Dieselbe Fläche pro Einwohner liefert die benötigte Energie, um eine Person in einem Jahr 2500 Kilometer weit mit dem Zug zu befördern. Wie das Bundesamt für Energie in seinem Magazin energeia plusangibt, beträgt das Potenzial für Solarstrom am Schweizer Gebäudepark der Verkehrsunternehmen 67 Terawattstunden pro Jahr. Das übertreffe den gesamten aktuellen Schweizer Stromverbrauch um 10 Prozent.

    Der Leitfaden berät kleine und grosse Transportunternehmen bei Investitionsmöglichkeiten und Bewilligungsverfahren für Immobilien, Bahntechnik und Infrastruktur. Zudem geht er auf Fördermöglichkeiten und den Eigenverbrauch ein. Er liefert auch konkrete behördliche Empfehlungen, die den öffentlichen Verkehr dabei unterstützen, klimaneutral zu werden.

  • Designwerk liefert erstes E-Müllfahrzeug nach Basel

    Designwerk liefert erstes E-Müllfahrzeug nach Basel

    Die Designwerk Products AG hat dem Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt das erste vollelektrische Müllfahrzeug zur Verfügung gestellt. In einer ersten Phase liefert Designwerk laut seiner Medienmitteilung bis Anfang Februar „beinahe wöchentlich“ jeweils ein Fahrzeug nach Basel. Insgesamt sollen elf weitere Müllwagen folgen.

    Der erste Basler E-Truck, ein Futuricum Collect 26E, baut auf dem Chassis des Typs Volvo FM auf. Er verfügt über vier Elektromotoren mit einer Leistung von 680 PS. Seine Reichweite liegt bei 160 Kilometern. Die Batterien werden über Nacht aufgeladen. Für den Pressmüllaufbau kooperiert Designwerk mit der Contena-Ochsner AG. Auch dieser wird elektrisch betrieben.

    Das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt nehme schweizweit bei der Elektromobilität eine Vorreiterrolle ein, so Designwerk. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen 85 Prozent der kantonalen Fahrzeuge elektrisch fahren.

  • Klimastiftung Schweiz fördert innovative Projekte

    Klimastiftung Schweiz fördert innovative Projekte

    Die Klimastiftung Schweiz hat insgesamt 1,3 Millionen Franken an Fördermitteln verteilt. In den Genuss dieser finanziellen Unterstützung kommen kleine und mittlere Unternehmen, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Total erhalten neun besonders innovative und fünf Grossprojekte für die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden Gelder der Klimastiftung. „Es ist uns ein grosses Anliegen, solche Innovationen verstärkt zu fördern“, wird deren Geschäftsführer Vincent Eckert in einer Medienmitteilung zitiert.

    So wird etwa das Tessiner Unternehmen iWin neu mit 50’000 Franken unterstützt. Es produziert Fenster mit integrierter photovoltaischer Jalousie. Damit verwandelt es hochverglaste Gebäude in Solarkraftwerke. Die Zürcher Firma Oxara verwendet die Förderung zur weiteren Entwicklung von zementfreiem Beton aus lehmhaltigem Aushubmaterial. FenX mit Sitz in Zürich stellt aus Asche und weiteren mineralischen Abfällen einen Isolierschaum für den Bau her, der nicht brennbar und zu 100 Prozent wiederverwertbar ist. Dafür erhält FenX 200’000 Franken.

    Unter den geförderten Projekten befinden sich zudem die automatisierte Lösung für die Insektenzucht der Aargauer Firma SmartBreed ebenso wie das Tessiner Unternehmen Ponera. Es entwickelt Versandverpackungen für Industriegüter, die eine Kreislaufwirtschaft für Verpackungsmaterial schaffen sollen. Weitere Gelder gehen an die liechtensteinische iWorks AG. Sie zeigt, wie öffentliche Flächen zur Produktion von Solarstrom genutzt werden können.

  • Romande Energie steigt in französische Windparks ein

    Romande Energie steigt in französische Windparks ein

    Romande Energie France und der Windparkentwickler Calycé Développement sind laut einer Medienmitteilung der Walliser Energieversorgerin eine Entwicklungspartnerschaft eingegangen. Damit erweitert Romande Energie ihr Portfolio für erneuerbare Energien in Frankreich um 15 Windparks. Sie übernimmt hohe Beteiligungen an ihnen. Die meisten befinden sich noch in der Planungsphase.

    Der Vertrag zwischen beiden Unternehmen sieht vor, dass Romande Energie an sechs Projekten im Frühstadium eine Beteiligung von 50 Prozent erwirbt. Bei sieben Projekten im Spätstadium wird sie die hundertprozentige Eignerin. An einem gesicherten Projekt übernimmt sie 80 Prozent. Calycé Développement wird alle Projekte bis zur Baureife verwalten. Einen bereits in Betrieb befindlichen Windpark kauft Romande Energie zu 100 Prozent.

    Seit 2013 hat die Romande Energie Gruppe eine Reihe von Wasser-, Solar- und Windkraftanlagen in Frankreich erworben. Damit ergänzte sie ihr Wasserkraftportfolio in der Westschweiz. Diese Investitionen dienten nach Unternehmensangaben der Diversifizierung sowohl ihrer Standorte als auch ihrer Energiequellen. Die Transaktion werde in den kommenden Wochen abgeschlossen.

  • Repower bringt grösste Engadiner Solaranlage ans Netz

    Repower bringt grösste Engadiner Solaranlage ans Netz

    In S-chanf wird eine neue Abwasserreinigungsanlage errichtet. Die ARA Oberengadin soll Mitte 2021 ihren Betrieb aufnehmen. Repower hat auf dem Dach der Anlage eine Solaranlage mit einer Fläche von 5800 Quadratmetern und mit 3447 Solarmodulen errichtet. Die Anlage habe eine Leistung von 1,1 Megawatt und eine erwartete Jahresleistung von 1,45 Gigawattstunden. Das entspreche dem Verbrauch von 325 Haushalten, schreibt der Bündner Energieversorger in einer Mitteilung. Die Anlage wurde so konzipiert, dass sie auch einem hohen Schneeaufkommen standhalten kann. Die Module selbst haben ein Gesamtgewicht von 69 Tonnen.

    Die Anlage wurde nun in Betrieb genommen. Repower hat 1,7 Millionen Franken investiert.

    Die ARA selbst wird mit einem Blockheizkraftwerk betrieben. Damit kann der Stromverbrauch vor Ort optimiert werden mit dem Ziel, möglichst viel Solarstrom vor Ort zu verbrauchen.

  • Riehen erhält grünes Licht für Geothermieausbau

    Riehen erhält grünes Licht für Geothermieausbau

    Riehen kann mit seiner Planung für den Ausbau einer weiteren Geothermie-Anlage fortfahren. Sie würde die Zahl der mit klimafreundlicher Wärmeenergie versorgten Einwohnerinnen und Einwohner von bisher 8500 auf 12’500 erweitern. Die Referendumsfrist ist Ende Oktober abgelaufen. Damit ist der positive Bescheid des Einwohnerrats nun rechtskräftig. Das teilt die Wärmeverbund Riehen AG (WVR) jetzt mit.

    In einem nächsten Schritt stehen im Sommer 2021 seismische Untersuchungen zur Erkundung des Untergrunds für das Projekt geo2riehen an. Damit wird ein geeigneter Standort für die Bohrungen gesucht. Bestätigt sich die Machbarkeit der Anlage, könnte 2023 mit den Bohrungen begonnen werden. Sie sollen mehr natürlich vorkommendes Thermalwasser zur Wärmenutzung erschliessen.

    Eine bereits vorliegende Machbarkeitsstudie bestätige dem Projekt „gute Aussichten auf Erfolg“. Die Bohrungen zur Förderung des Thermalwassers und der Bau der Anlage werden mit rund 20 Millionen Franken zu Buche schlagen. Die Kosten teilen sich die beiden Aktionäre, die Gemeinde Riehen und die Basler Energieversorgerin IWB. Das Bundesamt für Energie hat eine Förderung von 1,2 Millionen Franken zugesichert und weitere 5,1 Millionen Franken in Aussicht gestellt.

    Die Beteiligung von IWB ist von zunächst 27 auf jetzt 50 Prozent gestiegen. Das, so der WVR, erleichtere nicht nur die Finanzierung. Auch der Betrieb der Anlagen und des wachsenden Versorgungsnetzes lasse sich so besser mit IWB koordinieren: „Die schritt- und teilweise Stilllegung der Gasversorgung wird damit optimal auf das Wachstum des Riehener Wärmenetzes abgestimmt.“

  • Gotthard-Windpark ist offiziell eingeweiht

    Gotthard-Windpark ist offiziell eingeweiht

    Der Parco eolico del San Gottardo ist auf dem Gotthard-Pass offiziell eingeweiht worden. Es ist aktuell der einzige Windpark, der in der Schweiz im Bau ist. Er wird seinen regulären Betrieb im November aufnehmen. Für die kommenden Sommermonate sind laut einer Medienmitteilung der Betreiberin Azienda Elettrica Ticinese (AET) „zahlreiche Wiederherstellungs- und Bodensanierungsmassnahmen“ vorgesehen.

    Staatsrat Claudio Zali, Direktor der Territorialabteilung, Airolos Bürgermeister Franco Pedrini, der Generaldirektor von Services Industriels de Genève (SIG),  Christian Brunier, und der Direktor der AET, Roberto Pronini, haben die Anlage symbolisch in Betrieb genommen. Anwesend waren auch Vertreter von Unternehmen und Institutionen, die an dem Projekt beteiligt sind.

    Für die Bauphase wurden die Sommermonate der vergangenen beiden Jahre genutzt. Geplant war die Inbetriebnahme bereits im Herbst 2009. Doch die Verantwortlichen hätten damals laut eines Artikels der „Luzerner Zeitung“ „zugegeben, dass sie den Aufwand des Projekts unterschätzt haben“. Zur Begründung habe der damalige Verwaltungsratspräsident fehlende Erfahrung der Schweiz mit Windparks angeführt.

    Jetzt stehen auf dem Gotthard-Pass fünf statt der ursprünglich sieben geplanten Windräder. Sie wurden von der deutschen Firma Enercon geliefert. Die jährliche Produktion dieser Generatoren von je 2,35 Megawatt wird laut der Mitteilung auf zwischen 16 und 20 Gigawattstunden geschätzt. Sie könne den Strombedarf im Leventina-Tal zwischen den Südportalen des Gotthard-Tunnels bei Airolo bis Biasca abdecken.

    Die Investition in Höhe von 32 Millionen Franken wurde von den Aktionären des Gotthard-Windparks unterstützt: AET hält 70 Prozent, SIG 25 Prozent und die Gemeinde Airolo 5 Prozent. Die Anlage bekommt für 20 Jahre Subventionen aus dem Fond der Kostendecken Einspeisevergütung (KEV) für erneuerbare Energien. Dabei handelt es sich um ein Instrument des Bundes zur Förderung erneuerbarer Energien. Es wird durch eine Abgabe der Konsumentinnen und Konsumenten auf den Strompreis finanziert.

  • Sauberer Ladestrom darf auch etwas mehr kosten

    Sauberer Ladestrom darf auch etwas mehr kosten

    Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Juice Technology AG in Cham hat eine aktuelle Studie zum Ladeverhalten und zur Energienutzung bei E-Autos veröffentlicht. Eine Befragung von 5154 E-Autofahrerinnen und Fahrern sollte klären, wie das Verhalten an der Ladestation ist und welche Rolle die Herkunft des Ladestroms spielt.

    Knapp 50 Prozent der gefahrenen Kilometer werden laut der Medienmitteilung zuhause geladen, rund 22 Prozent am Arbeitsplatz. Nur 17 Prozent der Ladevorgänge werden an sogenannten Super Chargern oder Schnellladestationen durchgeführt. Für 85 Prozent der E-Autofahrer sei die Nutzung von sauberer Energie sehr wichtig oder wichtig, heisst es laut Mitteilung in der Studie.

    Gefragt wurde auch nach der Bereitschaft, für saubere Energie, die in Echtzeit produziert werden würde, einen höheren Betrag zu zahlen. Darauf antworteten 87 Prozent mit „Ja“. Beim Betrag gab es Unterschiede: 60 Prozent würden bis zu 4,89 Cent pro Kilowattstunde mehr zahlen, 27 Prozent bis zu 3,01 Cent pro Kilowattstunde.

    Die Umfrage fand vom 12. bis 14. Oktober 2020 online in der Schweiz, Deutschland und Österreich statt. Befragt wurden insgesamt 5154 Personen. Der Rücklauf lag bei 576 Antworten, davon kamen 82 Prozent aus Deutschland, 12 Prozent aus der Schweiz und 6 Prozent aus Österreich.

  • Coop liefert mit Wasserstoff-Lastwagen aus

    Coop liefert mit Wasserstoff-Lastwagen aus

    Coop wird ihre Verkaufsstellen künftig vermehrt mit Wasserstoff-Lastwagen beliefern. Einen der weltweit ersten serienmässig produzierten Brennstoffzellen-Elektro-Lastwagen hat die Lebensmittelgenossenschaft laut einer Medienmitteilung am Mittwoch in Betrieb genommen. Bis zum Jahresende werden insgesamt sieben davon im Einsatz sein. Weil dabei ausser Wasserdampf keine weiteren Emissionen entstehen, geht Coop von einem Einsparpotenzial von 80 Tonnen CO2 pro Lastwagen und Jahr aus. Zudem etabliere Coop weitere Wasserstofftankstellen in der Schweiz.

    Wie es in der Mitteilung weiter heisst, arbeite Coop dafür mit dem Schweizer Unternehmen H2 Energy AG und der Hyundai Motor Company zusammen. Hyundai gelte als weltweit führend in der Entwicklung der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnik. Leistungsvermögen, Betankungszeit und Reichweite ihrer Wasserstoff-Lastwagen seien vergleichbar mit jenen von konventionellen Lastwagen.

    Coop habe sich zum Ziel gesetzt, bis 2023 in den relevanten Bereichen des Unternehmens CO2-neutral zu sein. Daher leiste der Lebensmittelgross- und -detailhändler „Pionierarbeit“ für eine Elektromobilität mit grünem Wasserstoff. 2018 wurde auf Initiative von Coop der Förderverein H2 Mobilität Schweiz gegründet. Ihm gehören sieben grosse Betreiber von Tankstellen und Lastwagenflotten an.

    „Der Verein H2 Mobilität Schweiz fördert den sauberen, CO2-freien motorisierten Individualverkehr in der Schweiz und implementiert die Technologie der Wasserstoffmobilität im Strassenverkehr auf privatwirtschaftlicher Basis“, so Jörg Ackermann, Mitglied des Coop-Managements und Präsident des Fördervereins. Der Verein hat zum Ziel, bis 2023 in der ganzen Schweiz ein flächendeckendes Netz von Wasserstofftankstellen zu schaffen.

  • Wasserkraftwerk Madulain ist wieder in Betrieb

    Wasserkraftwerk Madulain ist wieder in Betrieb

    Repower hat das Wasserkraftwerk Madulain wieder in Betrieb genommen. Für seine umfassende Erneuerung investierte das Unternehmen laut einer Medienmitteilung rund 2,3 Milionen Franken. Dabei wurden unter anderem die Steuerung, die Leittechnik, die Elektroinstallationen und die komplette Mittelspannungsschaltanlage ersetzt. Ausserdem mussten die Turbine und der Generator generalüberholt werden.

    Das Wasserkraftwerk Madulain produziert jährlich rund sechs Gigawattstunden Strom. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 1300 Haushalten.

    Zuletzt war das 1903 erbaute Wasserkraftwerk im Jahr 1980 erneuert worden. Es nutzt den Zufluss des Bergbachs Ova d’Es-cha auf einer Gefällstufe von rund 400 Metern.

  • Wolkenkratzer sollen Solarstrom produzieren

    Wolkenkratzer sollen Solarstrom produzieren

    Gebäude gehören zu den grössten Energieverbrauchen. In Europa sind sie für ungefähr 40 Prozent des Stromverbrauchs und für 36 Prozent des CO2-Ausstosses verantwortlich, wie Venture Kick in einer Mitteilung schreibt. Insbesondere hohe verglaste Gebäude verbrauchen viel Energie. Im Sommer müssen sie aufgrund der grossen Fenster stark gekühlt und im Winter stark beheizt werden. Das Tessiner Jungunternehmen iWin will diesem Problem entgegenwirken.

    Die Firma arbeitet an einer Lösung, mit der vor allem grosse Gebäude mit Glasfassaden selbst erneuerbare Energie produzieren können. Konkret entwickelt sie spezielle Jalousien, welche als Photovoltaikanlage fungieren. Die zugrundeliegende Technologie wurde bereits an der Fachhochschule der italienischen Schweiz (SUPSI) validiert und zum Patent angemeldet.

    Die Jalousien von iWin sind den Angaben zufolge in einer Isolierglaseinheit versiegelt. Ein Vorteil der Lösung ist, dass sie nicht nur zur Energieproduktion dient, sondern gleichzeitig auch einen Licht- und Sonnenschutz bietet. Ausserdem stört sie die optische Erscheinung des Gebäudes nicht und kann auf einer grossen Fläche installiert werden.

    Mit seiner Entwicklung konnte das Start-up nun die Jury von Venture Kick überzeugen. Es gewinnt einen Förderbeitrag in der Höhe von 150’000 Franken. Damit will es die Entwicklung eines anwendungsfähigen Produkts vollenden, sodass es mit dem Verkauf starten kann.

  • Bund präzisiert Vorgaben für Windenergie

    Bund präzisiert Vorgaben für Windenergie

    „Das Energie- und das Raumplanungsgesetz verpflichten die Kantone seit 2018 explizit, in ihren Richtplänen Gebiete zu bestimmen, die sich für die Nutzung von Windenergie eignen“, erläutert der Bundesrat in einer Mitteilung. Er hat auf seiner Sitzung vom 25. September dadurch nötig gewordene Anpassungen an das Konzept Windenergie verabschiedet. An diesem Konzept müssen sich alle Planungs- und Projektträger orientieren.

    Im Konzept Windenergie werden Nutzungs- und Schutzinteressen gegeneinander abgewogen. Aus dieser Abwägung leite der Bund Gebiete ab, die seiner Ansicht nach für die Nutzung von Windenergie in Frage kommen. Die Interessen des Bundes bei Natur- und Landschaftsschutzgebieten sowie militärischen und zivilen technischen Anlagen des Bundes müssen von den Kantonen bei der Ausweisung von Gebieten für die Nutzung von Windenergie berücksichtigt werden. Das angepasste Konzept legt fest, dass Windanlagen unter bestimmten Bedingungen in Landschaften von nationaler Bedeutung errichtet werden können. In Biotopen von nationaler Bedeutung wird der Bau von Windanlagen hingegen ausgeschlossen.

    Die Kompetenz für die Festlegung der konkreten Gebiete, die für die Nutzung von Windenergie in Frage kommen, verbleibe bei den Kantonen, heisst es in der Mitteilung weiter. In den vom Bund bereits genehmigten Richtplänen der Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Bern, Freiburg, Neuenburg, Schaffhausen, Solothurn, St.Gallen, Waadt und Wallis seien bereits mehr als 50 solcher Gebiete definiert worden. Darüber hinaus weist die Mitteilung auf eine Reihe von in der Planung bereits weit fortgeschrittene Windenergieprojekte hin.

  • Primeo Energie baut neue Wärmezentrale in Allschwil

    Primeo Energie baut neue Wärmezentrale in Allschwil

    Primeo Energie baut laut einer Medienmitteilung zwischen Hallenbad und Musikschule in Neuallschwil eine neue unterirdische Wärmezentrale für den bestehenden Wärmeverbund. Am Mittwoch ist offiziell der Grundstein gelegt worden. Die Anlage wird mit zwei Hackholzkesseln mit einer Leistung von je 840 Kilowatt betrieben. Zusätzlich nutzt eine Wärmepumpe die Umweltwärme und Abwärme des Hallenbads. Damit werden 80 Prozent der benötigten Energie erzeugt. Die Anlage wird im Frühsommer 2021 in Betrieb gehen.

    „Die Gemeinde und Primeo Energie setzen ein weiteres Zeichen für eine erneuerbare, CO2-neutrale Wärmeversorgung“, so Gemeinderatspräsidentin Nicole Nüssli-Kaiser. „Mit dieser Heizzentrale beheizen wir nicht nur das Schulhaus, sondern ermöglichen dem ganzen Quartier, auf erneuerbare Wärmeenergie zu setzen.“

    Diese neue Wärmezentrale sei ein weiteres Puzzlestück im Wärmenetzverbund, heisst es in der Mitteilung weiter. Sie werde durch eine Fernleitung mit dem ebenfalls primär mit Hackholz befeuerten Wärmeverbund beim Alterszentrum am Bachgraben verbunden. Dadurch liessen sich zwischen den beiden Quartierwärmeverbünden Synergien nutzen. An den Verbund sollen weitere Liegenschaften angeschlossen werden. Durch den Zusammenschluss mehrerer Zentralen werde die Versorgungssicherheit zusätzlich erhöht.

  • Erste industrielle Power-to-Gas-Anlage entsteht in Dietikon

    Erste industrielle Power-to-Gas-Anlage entsteht in Dietikon

    Das Vorzeigeprojekt für die Nutzung erneuerbarer Energien entsteht in Zusammenarbeit von acht Energieversorgern und der Stadtwerke-Allianz Swisspower. Das Projekt solle aufzeigen, wie Power-to-Gas-Anlagen die erneuerbare Stromproduktion ergänzen und dabei wirtschaftlich betrieben werden können, heisst es in einer Medienmitteilung. Die bislang grösste Power-to-Gas-Anlage der Schweiz wird eine Elektrolyse-Leistung von 2,5 Megawatt erreichen und ab dem Winter 2021 zu 2022 synthetisches erneuerbares Gas ins Netz einspeisen.

    Das Funktionsprinzip der neuen Anlage wird in der Mitteilung so beschrieben: „Die Power-to-Gas-Anlage nutzt erneuerbaren Strom aus der Kehrichtverwertungsanlage, um Wasserstoff zu produzieren. Dieser wird mit dem CO2 im Klärgas gemischt, wodurch erneuerbares Methangas entsteht. Aus Abfall und Abwasser gewinnt Limeco so einen CO2-neutralen Energieträger.“ Im bestehenden Gasnetz ersetzt das erneuerbare Gas somit fossile Energieträger. Nach den Angaben können dadurch jährlich 4000 bis 5000 Tonnen CO2 eingespart werden.

    Zum Spatenstich des Bauprojekts erklärte Stefano Kunz, Verwaltungsratspräsident von Limeco und Stadtrat von Schlieren: „Mit der Kehrichtverwertung und der Abwasserreinigung am gleichen Standort haben wir die perfekten Voraussetzungen, um grünes Gas zu produzieren.“ Ronny Kaufmann, CEO der Stadtwerke-Allianz Swisspower, welche das Projekt mitinitiiert hat, sagt: „Das Projekt zeigt: Für ein erneuerbares und klimaneutrales Energiesystem müssen wir zusammenarbeiten, über Unternehmensgrenzen hinweg.“ Das Bundesamt für Energie (BFE) unterstützt das Projekt im Rahmen seines Pilot- und Demonstrationsprogramms.

    Anlagen wie die in Dietikon entstehende sind für die Umsetzung der Energiestrategie 2050 wichtig. Die sieht vor, den Strom aus der Kernkraft durch Solar-, Wasser- und Windkraft zu ersetzen. Damit wird künftig im Sommer viel mehr Strom produziert als verbraucht. Im Winter hingegen, wenn der Energiebedarf grösser ist, muss die Schweiz Strom importieren. Power-to-Gas ist eine Schlüsseltechnologie, um überschüssigen erneuerbaren Strom saisonal zu speichern.

  • Agile Wind Power stellt einzigartige Windturbine fertig

    Agile Wind Power stellt einzigartige Windturbine fertig

    Die Dübendorfer Agile Wind Power AG hat auf dem Windtestfeld in Grevenbroich bei Düsseldorf den Bau der ersten Vertical Sky-Windturbine abgeschlossen. Vertical Sky ist die erste Windenergieanlage der Megawattklasse mit vertikal montierten Rotorblättern. Laut einer Medienmitteilung ist sie leise, effizient und „weltweit einzigartig“.

    In den kommenden Wochen nimmt die Anlage schrittweise den Probebetrieb auf. In dieser Zeit werden verschiedene Messungen durchgeführt, die für die Zertifizierung erforderlich sind. Gleichzeitig wird Strom produziert. Vertical Sky-Windturbinen seien umweltverträglich und könnten an Standorten installiert werden, die für herkömmliche Anlagen nicht infrage kommen, etwa nahe an Wohnsiedlungen, so Agile Wind Power. Deshalb eigne sich der Turm zur dezentralen Stromproduktion. Zudem würden Vögel und Fledermäuse die vertikal ausgerichteten Rotorblätter erkennen und ihnen nicht zum Opfer fallen.

    Der erst Produkttyp hat eine Nennleistung von 750 Kilowatt und ist 105 Meter hoch. Sein Rotordurchmesser beträgt 32 Meter. Er zeichne sich durch einfache Logistikkonzepte aus. „Wir orientieren uns am Markt und wollen dazu beitragen, in naher Zukunft eine sichere und zuverlässige Versorgung mit sauberer Energie zu gewährleisten, unabhängig von endlichen Energieträgern“, so der Gründer und CEO, Patrick Richter.

    Der Vertical Sky-Rotor geht auf dem ehemaligen Flughafengelände in Lemwerder nahe Bremen in Serie. Der Zugang zu internationalen Häfen sei ein Vorteil des Standorts, heisst es in der Mitteilung. Das Forschungs- und Entwicklungsteam von Agile Wind Power verbleibe jedoch in Dübendorf.

  • Schweizer Strom ab Steckdose ist zu 75 Prozent grün

    Schweizer Strom ab Steckdose ist zu 75 Prozent grün

    2019 stammte der Strom aus Schweizer Steckdosen zu rund 75 Prozent aus erneuerbaren Energien. Das geht aus den jährlich erhobenen Daten des Bundesamtes für Energie (BFE) hervor.

    Die am Montag veröffentlichten Daten zeigen gemäss einer Medienmitteilung, dass 66 Prozent des verbrauchten Stroms aus Grosswasserkraft stammen. 8,4 Prozent werden per Sonnen- und Windenergie sowie aus Kleinwasserkraft und Biomasse erzeugt. Ihr Anteil stieg 2019 im Vergleich zum Vorjahr von 7,85 Prozent auf 8,4 Prozent. Davon wurden rund 95 Prozent in der Schweiz produziert und gut drei Viertel durch das Einspeisevergütungssystem (ESV) gefördert.

    Im Vergleich zum tatsächlich gelieferten Strom liegen die Anteile von erneuerbaren Quellen an der Schweizer Stromproduktion tiefer: 56 Prozent des in der Schweiz produzierten Stroms stammen aus Wasserkraft und 6 Prozent aus neuen erneuerbaren Energien.Das BFE weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass an die Schweizer Steckdosen nicht nur Strom aus Schweizer Produktion geliefert werde.

    19,1 Prozent des Liefermixes stammen aus Kernenergie (2018: 17,3 Prozent). Der Anteil am Produktionsmix der Schweiz liegt mit 35 Prozent deutlich höher, ein Teil davon wird exportiert. Knapp 2 Prozent im Schweizer Liefermix werden aus Abfällen und fossilen Energieträgern gewonnen.

    Für 4 Prozent des gelieferten Stroms sind Herkunft und Zusammensetzung nicht überprüfbar. Da dieser sogenannte Graustrom ab Lieferjahr 2020 nur noch in Ausnahmefällen zulässig ist, weichen laut BFE Grossverbraucher offenbar vermehrt auf inländische Kernenergie aus. Weil in den meisten Nachbarländern keine Herkunftsnachweise für Strom aus konventionellen Kraftwerken ausgestellt werden, hat die Schweiz Ersatznachweise eingeführt. So könne Kohlestrom aus dem Ausland als solcher deklariert werden und müsse nicht mehr unter Graustrom zusammengefasst werden. Dieser Anteil Kohlestrom hat sich zwischen 2018 und 2019 auf ein halbes Prozent halbiert. Neu beschafften sich jedoch stromintensive Unternehmen Ersatznachweise für Strom aus fossilen und nuklearen Quellen aus europäischen Kraftwerken.

  • EBL investiert bis zu 1,4 Milliarden in Energiewende

    EBL investiert bis zu 1,4 Milliarden in Energiewende

    EBL will die Energiewende in der Schweiz und Europa mit grossen Investitionen vorantreiben. Wie der Baselbieter Energieversorger mitteilt, will er 2021 mit EBL X Invest ein neues Anlagevehikel für professionelle Anleger schaffen. Dieses soll mit Eigenkapital in Höhe von 250 bis 500 Millionen Euro ausgestattet werden. Damit sollen Investitionen in Höhe von 700 Millionen bis 1,4 Milliarden Euro in die Wind-, Solar- und Wasserkraft in der Schweiz und in Europa ausgelöst werden.

    Das neue Anlagevehikel knüpft an die EBL Wind Invest AG an, die 2016 von EBL, institutionellen Anlegern und Pensionskassen gegründet worden ist. Die EBL Invest soll bis Ende 2020 mit einem Eigenkapital von 120 Millionen Euro insgesamt 370 Millionen Euro in Windkraftanlagen in Deutschland investiert haben. Die Anlagen sollen zusammen 370 Gigawattstunden Strom pro Jahr erzeugen.

    EBL setzt auch im eigenen Unternehmen auf erneuerbare Energien. Die eigene Fahrzeugflotte soll bis 2030 zu 97 Prozent auf elektrische Antriebe umgestellt werden. Der Hauptsitz in Liestal wird zu 95 Prozent mit erneuerbaren Energien bewirtschaftet.

  • Mieterplattform zeigt Daten zum Stromverbrauch

    Mieterplattform zeigt Daten zum Stromverbrauch

    Das Basler Unternehmen Allthings bietet eine digitale Plattform für Mieter an, über welche sie beispielsweise mit der Liegenschaftsverwaltung und Mitbewohnern kommunizieren können. Nun spannt Allthings mit dem Berner Unternehmen Blockstrom zusammen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Dabei wird eine Lösung von Blockstrom zur Messung des Energieverbrauchs in Echtzeit in die Plattform von Allthings integriert. Somit können Mieter über die Plattform auch ihren Stromverbrauch verfolgen.

    „Die Schnittstelle zwischen den zwei Systemen ermöglicht eine Übersicht der Verbrauchsdaten in Echtzeit“, erklärt David Gundlach, Produktleiter bei Allthings. „Die Zusammenarbeit mit Blockstrom schafft somit nicht nur einen Mehrwert für die Mieter, sondern erlaubt uns auch einen Beitrag zum sehr relevanten Thema Nachhaltigkeit zu leisten“, fügt er hinzu.

    Die gemeinsame Lösung der beiden Unternehmen wird zunächst im Rahmen eines Pilotprojekts auf dem Wohnareal Schöngrün im Kanton Solothurn getestet. Dort hat die AXA eine ehemalige Strafanstalt in eine Wohnsiedlung umgewandelt. Der Neubau mit 160 Wohnungen setzt einen hohen Wert auf Nachhaltigkeit. Geheizt wird etwa mit Fernwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage. Eine Solaranlage auf dem Dach liefert zudem 200’000 Kilowattstunden Strom im Jahr. Mit Solarstrom werden im Rahmen eines Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch (ZEV) die Wohnungen und die Geschäfte auf dem Areal versorgt.

  • Erste Multi-Energie-Systeme von Soleco sind im Einsatz

    Erste Multi-Energie-Systeme von Soleco sind im Einsatz

    Aus einer preisgekrönten Produktidee von Soleco ist ein einsatzbereites Multi-Energie-Managementsystem geworden. Es wurde bereits in zwei Einfamilienhäusern in Maur im Kanton Zürich in Betrieb genommen. Demnächst soll dort auch ein Mehrfamilienhaus damit bestückt werden. Laut einer Mitteilung von startupticker.ch laufen derzeit auch Gespräche über die Ausstattung eines im Bau befindlichen Quartiers in Zürich.

    Noch im Jahr seiner Gründung hat Soleco gemeinsam mit ihren Partnern Geminise und Vela Solaris 2018 den CSEM Digital Journey Award in Höhe von 100’000 Franken gewonnen. Das private und gemeinnützige Schweizer Elektronik- und Mikrotechnikforschungszentrum (CSEM) fördert nach eigenen Angaben „die Wertschöpfung für eine nachhaltige Welt“. CSEM stellte Soleco technologisches Fachwissen zur Verfügung, um ihre „wegweisende digitale Idee“ zu realisieren.

    Gemeinsam entwickelten sie ein intelligentes und vorausschauendes Steuerungssystem. Die für Laien bestimmte Software basiert auf Wettervorhersagen, der verfügbaren Infrastruktur, Verbrauchsgewohnheiten der Bewohner und Energiekosten auf dem Markt. „Die Plattform funktioniert dann wie ein Dirigent, der die Ressourcen autonom verwaltet und die Kosten reduziert“, heisst es in der Mitteilung.

    „Alle Entscheidungen, die das Steuerungssystem trifft, sind mit einem Kostenoptimum verbunden“, erklärt Tomasz Gorecki, einer der CSEM-Ingenieure. „Ist beispielsweise die Photovoltaik-Anlage in Betrieb, kann die Steuerung bestimmen, ob es besser ist, Ihr Elektrofahrzeug zu laden, die Energie zu speichern oder sie an das Netz zu verkaufen.“ Die Plattform funktioniere für einzelne Haushalte, eigne sich aber vor allem für Eigenverbrauchsgemeinschaften, die gemeinsam verschiedene erneuerbare Energiequellen für mehrere Wohnungen nutzen.

  • Energie Zukunft Schweiz lanciert Klimaprämie für Holzheizungen

    Energie Zukunft Schweiz lanciert Klimaprämie für Holzheizungen

    Energie Zukunft Schweiz fördert gemeinsam mit Holzfeuerungen Schweiz (SFIH) Holzheizungen mit einer neuen Klimaprämie. Damit soll belohnt werden, wer die fossilen Brennstoffe Öl oder Gas durch einheimisches Holz ersetzt. Weil laut einer Medienmitteilung bisherige Förderprogramme vor allem auf kleine Wohngebäude und nicht auf Industrie- und Gewerbebauten zielen, richtet sich diese Prämie auf mittlere und grosse Heizungen.

    „Dank der grosszügigen Klimaprämie aus dem Förderprogramm und der einfachen Abwicklung von Energie Zukunft Schweiz wird diese Lücke nun geschlossen. Und das einheitlich für die ganze Schweiz“, heisst es in der Mitteilung. Damit würden mittlere und grosse Holzheizungen „nicht nur die klimafreundlichste, sondern gleichzeitig auch die wirtschaftlichste Variante“. Heizen mit Holz schone das Klima, fördere die lokale Wertschöpfung und trage zu einem gesunden Wald bei. Reguliert wird dieses Programm durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU).

    Der Förderbetrag beläuft sich auf 18 Rappen pro Kilowattstunde respektive 1,80 Franken pro eingespartem Liter Erdöl oder Kubikmeter Erdgas. Energie Zukunft Schweiz rechnet vor, dass das „bei einer korrekt dimensionierten Heizung“ 360 Franken pro Kilowatt Leistung entspricht. So könnten etwa für einen Wohnblock mit zehn Wohnungen die Investitionskosten um 70 Prozent reduziert werden. Besonders interessant sind laut Energie Zukunft Schweiz die Einsparungen für Grossheizungen mit einer Leistung von mehr als 200 Kilowatt, etwa für Gemeindebauten, Industriebetriebe und grosse Bürogebäude.

  • Basler Nullenergiehaus übertrifft Planungswerte

    Basler Nullenergiehaus übertrifft Planungswerte

    Das erste nach dem höchsten Schweizer Standard Minergie-A-Eco zertifizierte Mehrfamilienhaus im Kanton Basel wurde 2015 bezogen. Als Investorin hat Immobilien Basel-Stadt die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) vor drei Jahren mit einer Studie beauftragt. Dieses lang angelegte Monitoring sollte klären, ob die anspruchsvollen Energieziele erreicht werden und wie das Haus von den Bewohnenden akzeptiert wird.

    Der Neubau an der Basler Aescherstrasse 12 umfasst sieben altersgerechte Wohnungen mit zweieinhalb und dreieinhalb Zimmern. Das Expertenteam vom FHNW-Institut Energie am Bau glich dort laut einer Medienmitteilung von Immobilien Basel-Stadt etwa die berechneten Bedarfswerte aus der Planung mit den tatsächlichen Verbrauchswerten im Betrieb ab. Die Befragung der Bewohnenden ergab, dass die Raumtemperatur in den meisten Wohnungen höher ist als der Standardwert aus der Planung.

    Da das Haus für die Minergie-A-Zertifizierung mindestens so viel Energie erzeugen soll wie ganzjährig für Wärme, Kälte und Lüftung verbraucht wird, wurde im Anschluss untersucht, wie sich die erhöhten Raumtemperaturen auf den Heizenergieverbrauch auswirken. Die Messergebnisse zeigten, dass zum einen die Wärmepumpe „wesentlich effizienter als angenommen“ war. „Zum anderen war der Ertrag der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach bedeutend höher als geplant.“

    Die Energieproduktion im Haus übertreffe heute jahresbilanziert zusätzlich dessen gesamten Strombedarf. Optimierungspotenzial gebe es durch einen teilweisen Verzicht auf die Gebäudeautomation. Dadurch könnte der solare Eintrag im Winter und die Nachtauskühlung im Sommer verbessert werden.

    „Das Gebäudekonzept hat sich im Betrieb bewährt“, resümiert Immobilien Basel-Stadt. „Die anspruchsvollen Ziele des nachhaltigen Bauens konnten auch in der Praxis erreicht werden, ohne dass Abstriche bei der Behaglichkeit hingenommen werden mussten.“

  • Primeo Energie plant zwei Windturbinen in Muttenz

    Primeo Energie plant zwei Windturbinen in Muttenz

    In einem der sechs Windparkgebiete, die der Landrat 2015 im Baselbieter Richtplan ausgewiesen hat, will Primeo Energie bis 2023 zwei Windturbinen realisieren. Der Standort liegt in der Muttenzer Hard zwischen der Autobahn A2 und den Gleisanlagen der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Der Stromanbieter wird dabei einer Medienmitteilung zufolge mit der Gemeinde Muttenz und dem Kanton Basel-Landschaft zusammenarbeiten.

    Die neue Windanlage könne mit ihrer Jahresleistung von 4,5 Millionen Kilowattstunden Strom durchschnittlich 1200 Haushalte mit ökologischer Energie versorgen. Damit folge Primeo Energie den Richtlinien der Energiestrategie des Bundes sowie des Kantons Basel-Landschaft.

    Für den Bau seien bereits „alle nötigen Voruntersuchungen“ ausgeführt worden. „Der Standort der beiden Turbinen ist ideal“, heisst es in der Mitteilung. Das Gebiet liege nicht in einem Landschaftsschutzgebiet. Zudem seien Verbraucher in den Industrie- und Wohngebieten nah. Deshalb lasse sich ein Netzanschluss mit wenig Aufwand realisieren.

    In der trinationalen Region Basel gebe es ausser im Hochschwarzwald bisher noch keine Windparks. Als weitere Pluspunkte führt Primeo Energie die gute Ökobilanz von Windrädern an. Ausserdem beeinträchtigten sie Flora und Fauna nur gering.