Schlagwort: ErneuerbareEnergien

  • Swiss Energypark erzielt Produktionsrekord

    Swiss Energypark erzielt Produktionsrekord

    Der Swiss Energypark hat im vergangenen Jahr einen Produktionsrekord bei der Erzeugung von Energie aus Windkraft, Wasserkraft und Solarstrom erzielt. Die Energiemenge wird in einer Medienmitteilung mit 127 Gigawattstunden angegeben. Das entspricht rechnerisch dem Verbrauch von 28’200 Haushalten.

    Der 2016 auf Initiative der Berner BKW Energie AG und der Kantone Bern und Jura gegründete Swiss Energypark produziert Strom im Windkraftwerk Juvent, dem Sonnenkraftwerk Mont-Soleil und dem Wasserkraftwerk La Goule am Doubs. Die Region, die dem Versorgungsgebiet von La Goule entspricht, konnte so 86 Prozent ihres Bedarfs mit lokaler erneuerbarer Energie aus nachhaltigen Quellen decken, heisst es in der Mitteilung. Eine derartige Quote sei in dieser Höhe einmalig in der Schweiz.

    In der Mitteilung von Energypark und BKW wird darauf verwiesen, dass sich die versorgte Region gleichsam als Versuchsfeld für künftige Entwicklungen bei der Energieversorgung eigne. Denn der Energie-Mix aus Windkraft, Wasserkraft und Sonnenergie führe zum Ausgleich von Minderproduktion in einem der Sektoren. So habe das stabile Hochdruckwetter 2020 die Solarstromproduktion verstärkt, während die Ausbeute durch die Wasserkraft durch zeitweises Niedrigwasser des Doubs geringer wurde.

    Das Windkraftwerk Juvent habe 2020 nahezu 85 Gigawattstunden erzeugt, das ist der höchste Wert, der jemals an einem Standort in der Schweiz erreicht wurde und entspricht dem Verbrauch von rund 18’900 Haushalten. Die beim Bau 2016 erstellten Prognosen wurden um 20 Prozent übertroffen.

  • Energie 360° arbeitet an Power-to-Gas-Lösung

    Energie 360° arbeitet an Power-to-Gas-Lösung

    Energie 360° und das Gasspeicherunternehmen RAG Austria arbeiten daran, Solarenergie ganzjährig verfügbar zu machen. Beide verfolgen gemeinsam das innovative Power-to-Gas-Projekt Underground Sun Conversion – Flexible Storage. Es ist im Dezember 2020 gestartet, hat eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren und wird von der Europäischen Kommission gefördert. Am Forschungsstandort der RAG im oberösterreichischen Pilsbach laufen bereits Feldversuche.

    In diesem Projekt wird überschüssige erneuerbare Energie, etwa Solarstrom im Sommer, in Wasserstoff umgewandelt, erklärt Energie 360° in einer Medienmitteilung. Dieser wird dann zusammen mit Kohlenstoffdioxid in natürlichen Untergrundspeichern in über 1000 Metern Tiefe eingelagert. Dort verbinden Mikroorganismen Wasserstoff und Kohlensstoff zu erneuerbarem Methangas. Bei Versorgungslücken, etwa im Winter, kann diese Energie genutzt werden. Der Vorteil gegenüber Pumpspeicherkraftwerken oder Batterien liege in der viel höheren Speicherkapazität bei gleichzeitig geringem Oberflächenbedarf, so Energie 360°.

    In der Schweiz kooperieren die beiden Firmen mit der Universität Bern, der Ostschweizer Fachhochschule und der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). „Wir arbeiten gemeinsam an der Lösung für eine der grössten Herausforderungen des Energiesystems der Zukunft: Wie treiben wir volatile erneuerbare Energieträger wie Sonne und Wind weiter voran und bieten dabei gleichzeitig ganzjährige Versorgungssicherheit?“, so Andreas Kunz, Leiter Energieanlagen bei Energie 360°.

  • Axpo realisiert alpine Solaranlage mit Partnern

    Axpo realisiert alpine Solaranlage mit Partnern

    Die ursprünglich von Axpo initiierte Solar-Grossanlage auf der Muttsee-Staumauer wird zum Gemeinschaftsprojekt AlpinSolar von Denner, Axpo und IWB. Wie es in einer gleichlautenden Medienmitteilung aller heisst, werden die Energieversorgerinnen Axpo und IWB die grösste alpine Solaranlage der Schweiz im Sommer installieren und in Betrieb nehmen. Fast 5000 Solarmodule sollen an der nach Süden ausgerichteten Staumauer pro Jahr rund 3,3 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Discounter Denner wird ihn 20 Jahre lang abnehmen.

    Auf 2500 Metern über dem Meer könne auch in den Wintermonaten viel erneuerbare Energie gewonnen werden. Da die Anlage auf einer bestehenden Staumauer installiert wird, sei sie besonders umweltverträglich. Auch deshalb sei AlpinSolar „eine Anlage, wie sie die Energiewende braucht“.

    Trotzdem seien „solche Anlagen aufgrund der fehlenden Rahmenbedingungen heute noch kaum wirtschaftlich realisierbar“, bedauert Axpo-CEO Christoph Brand. „Wir haben uns dennoch mit starken Partnern dazu entschieden, dieses Leuchtturmprojekt zu realisieren“ und „ein Zeichen zu setzen“. „Wir sehen das Projekt auch als wichtigen Diskussionsbeitrag für die anstehenden Gesetzesrevisionen.“

    IWB, die Energieversorgerin des Kantons Basel-Stadt, beteiligt sich zu 49 Prozent an dem Projekt. Es passe gut zum Unternehmen, sagt IWB-CEO Claus Schmidt, weil „der Ausbau der Stromproduktion aus Solarenergie gezielt auch in der Schweiz“ zur eigenen Strategie gehöre.

  • IWB beteiligt sich an Agro Energie Schwyz

    IWB beteiligt sich an Agro Energie Schwyz

    IWB wächst weiter mit erneuerbaren Energien. Sie steigt nach eigenen Angaben in den Wärmeverbund der Agro Energie Schwyz AG (AES) ein. Diese hat seit 2006 im Schwyzer Talkessel ein modernes Netz von über 100 Kilometern Länge mit modernsten Produktionsanlagen aufgebaut. Ein Holzheizkraftwerk, eine ORC-Anlage und eine Biogasanlage versorgen rund 1500 Abnehmer. Ziel von AES sei der Bau und Betrieb einer regionalen, unabhängigen und CO2-neutralen Energieversorgung in der Region. Grossen Wert lege der Betreiber auch auf eine lokale Wertschöpfung.

    IWB übernimmt Anteile des grössten Anteilseigners, der Vorsorgeeinrichtung Profond. Profond hatte nach einem Investor mit ausgewiesener Kompetenz in der Wärmeversorgung und glaubwürdiger ökologischer Ausrichtung gesucht. Mit dieser Investition folge IWB ihrer Strategie, die Wärmeversorgung zu dekarbonisieren, gezielt auch ausserhalb des Kantons Basel-Stadt.

    „Die Agro Energie Schwyz ist ein innovatives, stark wachsendes Unternehmen mit klarem Fokus auf der erneuerbaren Energieversorgung“, begründet IWB-CEO Dr. Claus Schmidt die Wahl seines Unternehmens. „Als Betreiberin des grössten Schweizer Fernwärmenetzes kann IWB im Wärmeverbund ihre grosse Erfahrung beisteuern und gleichzeitig ihre führende Position bei der erneuerbaren Wärme ausbauen.“

  • Siemens befreit Monte-Rosa-Hütte vom Blei

    Siemens befreit Monte-Rosa-Hütte vom Blei

    Die 2883 Meter hoch gelegene Monte-Rosa-Hütte in den Walliser Alpen ist von Siemens Schweiz mit neuen Batterien zur Speicherung des selber erzeugten Solarstroms ausgestattet worden. Die 2010 eingeweihte neue Hütte, die die alte von 1895 ersetzt hat, gilt mit ihrer modernen Haustechnik – ebenfalls von Siemens – als sogenannte Hightech-Hütte. In der jetzt abgelaufenen Aktion wurden laut Medienmitteilung die 48 alten Bleibatterien mit einem Gesamtgewicht von 8,6 Tonnen, die an das Ende ihrer Nutzungsdauer gelangt waren, durch 14 Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien (LFP) mit einer Kapazität von 215 Kilowattstunden ersetzt. Installation und Abtransport fanden in Kooperation mit der Air Zermatt AG statt.

    Die Monte-Rosa-Hütte ist weitgehend energieautark. In der Südseite der Hütte ist eine Photovoltaikanlage eingebaut. Daneben gibt es thermische Solarkollektoren. Sämtliche Daten zur Gebäudeleistung wie der erzeugte Solarstrom oder die Batterieleistung werden seit 2010 in den Siemens Gebäude-Navigator geleitet. Weil alle technischen Systeme digitalisiert sind, können sie so auch ferngesteuert werden.

    Der Energieautarkiegrad der Hütte soll mit der neuen Batterie-Lösung noch gesteigert werden, heisst es in der Siemens-Mitteilung. Auch werde das für schlechtes Wetter vorgesehene Stromaggregat entlastet. Mit der neuen Anlage soll die Energieversorgung der Monte-Rosa-Hütte zu jeder Tageszeit und bei jeder Wetterlage gesichert sein.

  • ETH-Modell ebnet Weg zur Energiewende

    ETH-Modell ebnet Weg zur Energiewende

    Am Energy Science Center (ESC) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) arbeitet eine interdisziplinäre Forschungsgruppe an der Plattform Nexus-e. Sie soll helfen, die grundlegenden Fragen zu beantworten, die die beschlossene Energiewende jetzt und in den kommenden Jahren für Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft aufwirft. Das Projekt wird vom Bundesamt für Energie unterstützt.

    Wie ein Video der ETH veranschaulicht, soll Nexus-e das ganze komplexe Schweizer Stromsystem abbilden. „Um Lösungen für die Zukunft zu finden, braucht es mehr Flexibilität“, wird Projektmanager Marius Schwarz in einem Artikel der ETH zitiert. „Mit Nexus-e wollen wir eine Plattform bereitstellen, mit welcher wir verschiedene Szenarien modellieren und so die Transformation des Energiesektors in den nächsten Jahrzehnten erleichtern können.“

    Dabei soll diese transparente Plattform eine Art Werkzeugkasten sein. Ihre flexibel einsetzbaren Module sollen die Schweizer Gesamtwirtschaft und den Strommarkt ebenso repräsentieren wie den Strommarkt, Investitionen in dezentrale und zentrale Energieanlagen, die Netzsicherheit und den Netzausbau.

    Sie diene auch als Modellierungsinfrastruktur, die kontinuierlich in Forschung und Lehre zum Einsatz kommt. Damit werde sie zur Modellierungsplattform für die fachübergreifende Forschung innerhalb der Hochschule. Doch auch ausserhalb soll sie als Testumgebung genutzt und weiterentwickelt werden. „Wir sind daher offen für neue Kooperationen im akademischen Bereich, aber auch mit politischen Entscheidungsträgerinnen oder Vertretern der Industrie“, so ESC-Leiter Christian Schaffner.

  • Biomasseanlage produziert Strom und Gas

    Biomasseanlage produziert Strom und Gas

    Ein Team von Forschenden der Group of Energy Materials (GEM) in Sitten, die zur Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) gehört, hat sich in einer zweijährigen Studie der optimalen Konfiguration von Biomasseanlagen gewidmet. Wie die EPFL jetzt berichtet, haben sie eine Methode entwickelt, mittels derer sich lokale Biomasseströme in Stromnetze und Gaspipelines einbinden lassen.

    Ihr System kann zur Erzeugung und Speicherung von Strom und Erdgas verwendet werden. Es kann besonders nützlich sein in Verbindung mit anderen lokalen, aber wetterabhängigen Systemen für erneuerbare Energien wie Sonnenkollektoren und Windparks, indem es eventuelle Lücken in der Stromproduktion schliesst. Errechnet wurden ihre Modelle auf der Basis eines dänischen und eines italienischen Fallbeispiels.

    „Unser Ziel war es, einen effektiven Ansatz für den Netzausgleich zu entwickeln, der sich stärker auf erneuerbare Energien stützt“, erklärt Studienleiterin Maria Perez Fortes. „Strom wird verbraucht, wenn das Angebot hoch ist (um ihn als Gas zu speichern), und erzeugt ihn, wenn das Angebot niedrig ist.“ Deshalb habe sich das Team für den Einsatz reversibler Festoxidzellen entschieden, „die einzige Technologie, die nahtlos zwischen Strom- und Gaserzeugung umschalten kann“.

    Die GEM-Wissenschaftler sind auf diese Technologie spezialisiert, die sowohl Strom als Methan speichern (Power2Gas) als auch das Methan wieder in Strom umwandeln kann – mit hohen Ausbeuten in beide Richtungen. Wie es in der Mitteilung heisst, könne ihre Methode die Strom- und Gasverteilungsnetze und deren Kopplung optimieren, eine kontinuierliche Stromversorgung sicherstellen und es den Versorgungsunternehmen ermöglichen, ihre Anlagen effizienter zu verwalten.

  • Frauenfeld bekommt Holzkraftwerk

    Frauenfeld bekommt Holzkraftwerk

    Die Zürcher Energie- und Mobilitätsdienstleisterin Energie 360° und die Schweizer Zucker AG bauen in Frauenfeld gemeinsam ein Holzheizkraftwerk. Es soll ab Juni 2022 Strom für rund 8000 Haushalte sowie Wärme für die Zuckerfabrik und den Wärmeverbund Frauenfeld West liefern. Zu diesem Zweck werden die beiden Unternehmen die Bioenergie Frauenfeld AG gründen. In einer gleichlautenden Medienmitteilung betonen sie, dass dieses Holzheizkraftwerk „klimapositiv“ sei.

    Dabei werde aus Holz in einem thermochemischen Prozess Holzgas gewonnen. Dieses Gas treibe Motoren an, die daraus erneuerbaren Strom produzieren. Bei diesem thermochemischen Prozess falle weiterverwertbare Biokohle an. Somit würden pro Jahr rund 9000 Tonnen CO2, die im Holz gespeichert sind, nicht freigesetzt, sondern stattdessen der Atmosphäre dauerhaft entzogen.

    Das Herzstück des Kraftwerks werde von der Tiroler Firma Syncraft geliefert und eingebaut. Deren eigenentwickelte und patentierte Technologie zählt laut der Mitteilung zu den effizientesten der Branche.

    „Unser Unternehmen will einerseits diversifizieren“, so Guido Stäger, CEO der Schweizer Zucker AG, „andererseits gestalten wir unsere Produktionsprozesse nachhaltiger. Ab 2022 trägt das Holzheizkraftwerk zu beiden Zielen bei.“

  • Bluefactory setzt innovatives Energie- und Wasserkonzept um

    Bluefactory setzt innovatives Energie- und Wasserkonzept um

    Die Bluefactory Fribourg-Freiburg AG wird am Standort ihres Low carbon-Innovationsquartiers mitten in Freiburg ab Frühjahr ein vorbildliches Konzept umsetzen. Es soll ihre Energie- und Wasserströme steuern. Erarbeitet hat sie es gemeinsam mit der Energieversorgerin Groupe E und der SINEF AG, die sich auf Wasser, Energie und industrielle Rohrleitungen fokussiert. Die erste Realisierungsphase wird laut einer Mitteilung von Groupe E auf 11 Millionen Franken geschätzt. Das Konzept sei auch in anderen Quartieren anwendbar.

    Dafür sollen die zu schaffenden Versorgungsnetze die lokalen natürlichen Ressourcen – Pilettes-Quelle, Geothermie, Sonne – und die in Standortnähe befindlichen Anlagen wie Wasserspeicher, Abwassersammelleitungen, Kabelführungen und das Fernwärmenetz optimal nutzen. All dies hat eine Kreislaufwirtschaft zum Ziel. Sie soll den energetischen und ökologischen Fussabdruck des Quartiers reduzieren und die Biodiversität fördern. Nicht zuletzt sollen sich auch die Nutzerinnen und Nutzer damit wohl fühlen.

    Groupe E werde ein Energiekonzept umsetzen, das auf dem Prinzip des Wärmeaustausches bei niedrigen Temperaturen basiert. Die Wärmeenergie stammt direkt aus dem Boden, aus der Pilettes-Quelle, sowie aus Regen- und Abwasser. Spitzenlasten werden durch die nahegelegene Fernwärmeanlage Freiburg gedeckt. Photovoltaikanlagen liefern den täglichen Strom.

    Das durch die SINEF AG entwickelte Konzept für das Wassermanagement ermöglicht die Wiedereinführung eines natürlicheren Wasserkreislaufs im Stadtzentrum. Dabei wird etwa Regenwasser aufgefangen und Abwasser vor Ort gereinigt. Gesammeltes Wasser wird zur Toilettenspülung, Reinigung und Bewässerung eingesetzt. Urinbasierter Dünger wird am Standort produziert.

  • EZL erhöht Biogasanteil

    EZL erhöht Biogasanteil

    Energie Zürichsee Linth habe bereits vor Jahren einen Biogasanteil bei seiner Gas-Grundversorgung eingeführt, informiert das Versorgungsunternehmen in einer Mitteilung. Nun hat EZL diesen Anteil auf 20 Prozent Biogas aufgestockt, heisst es dort weiter. Für den Kunden sei damit aber keine Preiserhöhung verbunden. Er bekomme schlicht „ein ökologisch besseres Produkt“ mit gleicher Wärmeleistung.

    Im Einzugsgebiet von EZL könnten Kunden zudem „besonders umweltfreundlich fahren“, erläutert das Versorgungsunternehmen in der Mitteilung weiter. Hier bieten alle Tankstellen 100-prozentiges Biogas an. Bei einem Preis von aktuell 1,05 Franken pro Liter würden Kunden somit „gleich doppelt“ profitieren, schreibt EZL. Zum einen liege der Preis rund 30 Prozent unter dem von Benzin. Und zum anderen seien sie mit Biogas CO2-frei unterwegs.

    EZL betreibt bei der Abwasserreinigungsanlage Obersee in Schmerikon SG eine eigene Anlage zur Aufbereitung von Biogas. Laut Unternehmensangaben reicht das dort produzierte Biogas für mehr als 500 Fahrzeuge mit einer jährlichen Laufleistung von rund 15’000 Kilometer jährlich.

  • Stadt Zürich liquidiert Fernwärme Zürich AG

    Stadt Zürich liquidiert Fernwärme Zürich AG

    Das Kehrichtheizkraftwerk Josefstrasse habe das Ende seiner Lebensdauer erreicht und werde daher am 31. März stillgelegt, informiert das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement der Stadt Zürich in einer Mitteilung. Das vom Werk Josefstrasse betreute Gebiet werde künftig über eine neue Verbindungsleitung mit Fernwärme aus dem Werk Hagenholz versorgt, heisst es dort weiter.

    Seit 2011 wurde das Heizkraftwerk Josefstrasse von der Stadt Zürich gemeinsam mit der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) betrieben. Dabei hatte die städtische Dienstabteilung ERZ Entsorgung + Recycling Zürich den operativen Betrieb verantwortet. EnBW war für die Beschaffung von Abfall im grenznahen Ausland zuständig. Für den gemeinsamen Betrieb des Kehrichtheizkraftwerks hatten die beiden Partner die Fernwärme Zürich AG (FWZ) gegründet.

    Mit der Stilllegung des Werks Josefstrasse beenden die beiden Partner nun ihre Zusammenarbeit. Wie zuvor vertraglich vereinbart, kauft die Stadt Zürich daher den von EnBW gehaltenen Anteil von 40 Prozent an der FWZ auf. Der Kaufpreis wird in der Mitteilung auf 480’000 Franken beziffert. Im Anschluss an die vollständige Übernahme durch die Stadt Zürich soll die FWZ liquidiert werden.

  • Aventron und HIAG gründen Solarfirma

    Aventron und HIAG gründen Solarfirma

    Aventron und HIAG tun sich zusammen: Ihre neue gemeinsame Firma HIAG Solar AG will die Produktion von Solarstrom auf den Dächern von HIAG-Immobilien langfristig ausbauen. HIAG hält 49 Prozent an der Gemeinschaftsfirma, aventron 51 Prozent. Eine „optimale Verbindung“, findet aventron-CEO Antoine Millioud: „HIAG besitzt sehr grosse Dachflächen in der Schweiz und aventron verfügt über ausgewiesenes Know-how in der Planung, Umsetzung und im Betrieb leistungsfähiger Solaranlagen.“

    Wie es in einer Medienmitteilung von HIAG heisst, will die HIAG Solar AG mittelfristig zu einem bedeutenden Solarstrom-Produzenten der Schweiz werden und die Kapazität sukzessive ausbauen. Für Photovoltaikmodule stehen ihr derzeit 65’000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Sie sollen rund 10 Mega-Watt-peak Leistung erbringen.

    Angestrebt werde eine jährliche Stromproduktion von 10 Millionen Kilowattstunden. Das entspreche einer Einsparung an CO2-Äquivalenten in Höhe von 4,2 Millionen Tonnen. Die ersten vier Anlagen seien bereits in Planung. Sie sollen in diesem und im kommenden Jahr ihren Betrieb aufnehmen.

  • Repower investiert mit Partnern in deutschen Windpark

    Repower investiert mit Partnern in deutschen Windpark

    Zum Jahresbeginn habe Repower sein Portfolio von Windanlagen in Deutschland erweitert, informiert der Bündner Energieversorger in einer Mitteilung. Konkret hat Repower den Windpark Berlar in Nordrhein-Westfalen übernommen. Die Anlage mit fünf Turbinen und einer Gesamtleistung von 7,5 Megawatt soll jährlich rund 14,4 Gigawattstunden Strom produzieren. Über den Kaufpreis werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht.

    Der Bündner Energieversorger betreibt laut Mitteilung bereits eine ganze Reihe von Windparks in Italien und Deutschland. Die Neuerwerbung soll in die deutsche Repartner Wind GmbH integriert werden. Das Unternehmen gehört zu 100 Prozent zur Bündner Repartner Produktions AG, die sich mit 51 Prozent mehrheitlich im Besitz von Repower befindet. Die LKW halten mit 10,39 Prozent den grössten Minderheitenanteil.

    Über die Repartner Produktions AG will Repower seinen Aktionären „Zugang zu diversifizierter, erneuerbarer Stromproduktion“ bieten, heisst es in der Mitteilung. An der Repartner Produktions AG sind neben Repower und den LKW weitere Schweizer Energieunternehmen beteiligt, darunter Eniva, WWZ und die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ).

    „Für die LKW ist diese Beteiligung ein absoluter Gewinn“, wird Gerald Marxer, Vorsitzender der Geschäftsleitung der LKW, in einer eigenen Mitteilung der LKW zur Übernahme des Windparks zitiert. „Zum einen können wir unsere Eigenproduktion erhöhen und zum anderen investieren wir gemäss unserer Strategie in erneuerbare Produktionstechnologien.“

  • Aarekraftwerk Klingnau erzeugt mehr Strom

    Aarekraftwerk Klingnau erzeugt mehr Strom

    Das Aarekraftwerk Klingnau hat im vergangenen Jahr insgesamt 202 Millionen Kilowattstunden Strom produziert, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Dies entspricht etwa dem Verbrauch von 45’000 Vierpersonenhaushalten. Die Produktion lag aufgrund leicht höherer Abflussmengen höher als im Vorjahr. Damals hatte das Kraftwerk 186 Millionen Kilowattstunden Strom produziert.

    Das Aarekraftwerk Klingnau befindet sich zu 60 Prozent im Besitz des Badener Energieunternehmens Axpo. Die restlichen Anteile gehören der AEW Energie AG mit Sitz in Aarau. Die Jahreskosten zu Lasten der Partner betrugen 2020 insgesamt 9,7 Millionen Franken, was leicht unter den Kosten des Vorjahres liegt (10 Millionen Franken). Die Produktionskosten betrugen damit rund 4,78 Rappen pro Kilowattstunde.

    Der Verwaltungsrat der Aarekraftwerk Klingnau AG hat den Jahresbericht und die Rechnung des Geschäftsjahres 2019/20 den Angaben zufolge Anfang Woche zu Handen der Generalversammlung genehmigt. Diese findet am 12. März statt.

  • Kantonsgericht weist Einsprachen gegen Windpark ab

    Kantonsgericht weist Einsprachen gegen Windpark ab

    Das Kantonsgericht von Neuenburg gibt grünes Licht für den Windpark Montagne de Buttes. Es hat alle Einsprachen gegen das Projekt der Verrivent SA abgewiesen. Die Kläger können nun Berufung einlegen.

    In einer gleichlautenden Medienmitteilung begrüssen Windparkbetreiberin Verrivent und deren hälftige Eignerin, die Energieversorgerin Groupe E Greenwatt, das positive Signal. „Die Entscheidung zeigt, wie wichtig das Projekt Montagne de Buttes für die Zukunft einer ganzen Region ist“, wird Verrivent-Verwaltungsratspräsident Alain Sapin in der Mitteilung zitiert. Die andere Hälfte am Aktienkapital von Verrivent SA hält Services Industriels de Genève (SIG). Vorgesehen sei, das Aktienkapital längerfristig für das Gemeinwesen zu öffnen.

    Diese gerichtliche Entscheidung folgt gemäss der Mitteilung einem Beschluss des Neuenburger Regierungsrats. Dieser hatte im Mai 2019 sämtliche Einsprachen gegen die öffentliche Auflage des kantonalen Ortsplans behandelt. Der Windpark ist ein Bestandteil dieses Plans. Zudem hat auch der Kanton am 28. Dezember 2020 entschieden, alle im Juni 2016 eingereichten Rekurse gegen Baubewilligungsgesuche in den drei betroffenen Gemeinden Val-de-Travers, Les Verrières und La Côte-aux-Fées abzuweisen.

    Auf ihrem Gebiet soll der Windpark Montagne de Buttes mit 19 Windturbinen entstehen. Mit einer jährlichen Stromproduktion von rund 100 Millionen Kilowattstunden soll er 10 Prozent des gesamten derzeitigen jährlichen Stromverbrauchs im Kanton decken und pro Jahr 180’000 Tonnen CO2 einsparen. Die Investitionen belaufen sich auf 140 Millionen Franken.

  • SUSI Partners erwirbt Mehrheit an Genera Group

    SUSI Partners erwirbt Mehrheit an Genera Group

    Der Zuger Fondsmanager SUSI Partners hat über seinen SUSI Energy Transition Fund einen Mehrheitsanteil am italienischen Energiedienstleister Genera Group gekauft. Laut einer Medienmitteilung von SUSI Partners handelt es sich dabei um die erste Eigenkapitalinvestition im Sektor der Energieeffizienz. Sie folge auf eine langjährige Geschäftsbeziehung zwischen den beiden Parteien.

    Die Genera Holding hat ihren Hauptsitz in Rom. Sie sei vornehmlich in Italien tätig, expandiere aber zunehmend, auch ausserhalb Europas. Die Beteiligung von SUSI und die damit einhergehende langfristige Partnerschaft gewährleiste Finanzierungssicherheit für den weiteren Ausbau der „bereits ansehnlichen Projekt-Pipeline“.

    Der SUSI Energy Transition Fund hat im ersten Closing vom Juli 2020 Kapitalzusagen in Höhe von 300 Millionen Euro erhalten. Er investiert in nachhaltige Energieinfrastruktur zur Finanzierung der Energiewende.

  • Batterieprojekt soll Seetransporte nachhaltiger machen

    Batterieprojekt soll Seetransporte nachhaltiger machen

    Das Projekt Current Direct soll die Treibhausgasemissionen im Seetransport um bis zu 482’000 Tonnen CO2-Äquivalente jährlich verringern, erläutert Blackstone Resources in einer Mitteilung. Der Zuger Batterieexperte ist einer von insgesamt 13 Partnern, die das als Energy as a Service angelegte Projekt aufgegleist haben. Die Europäische Union unterstützt Current Direct über ihr Forschungsprogramm Horizon 2020.

    Blackstone Resources steuert zum Projekt im 3D-Druck hergestellte Lithium-Ionen-Batteriezellen bei. Bei deren Herstellung werden laut Mitteilung modernste Materialien angewendet, die die Kosten der Herstellung senken. Zudem können die verwendeten Materialien wiederverwertet werden.

    Insgesamt will Current Direct die Kosten für batterieelektrisch betriebene Schiffsantriebe um die Hälfte reduzieren. Über das Energy as a Service-Modell werden Schiffseigner ausserdem von den Kapitalkosten entlastet. Somit biete Current Direct „Energieunternehmen, institutionellen Investoren und staatlichen Akteuren einen Mechanismus, um sich an der grünen Transformation der europäischen Handels- und Passagierflotte zu beteiligen“, schreibt der Zuger Batterieexperte.

  • Meyer Burger bekommt deutsche Fördergelder

    Meyer Burger bekommt deutsche Fördergelder

    Meyer Burger will am Standort Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt Heterojunction-Solarzellen produzieren, informiert der Technologiekonzern aus Thun in einer Mitteilung. Dafür soll dort eine neue Betriebsstätte eingerichtet werden. Sachsen-Anhalt und die Bundesrepublik unterstützen die Pläne von Meyer Burger mit Zuschüssen in Höhe von bis zu 22,5 Millionen Euro. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme hatte der Technologie von Meyer Burger erhebliche Vorteile für die Umwelt bescheinigt.

    „Wir freuen uns über die Umweltschutzbeihilfe in bedeutender Höhe“, wird Konzernchef Gunter Erfurt in der Mitteilung zitiert. „Sie belegt, dass unsere Heterojunction-Technologie nicht nur effizienter, sondern auch umweltfreundlicher als herkömmliche Solarzellentechnologien ist.“

    Das Unternehmen habe die positiven Bescheide über die Zuwendungen bereits Ende 2020 entgegennehmen können, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Als Voraussetzung für die Auszahlung wird dort eine jährliche Produktionskapazität des Standorts von 1,4 Gigawatt angegeben. Der Ausbau der Kapazitäten auf die erforderlichen 1,4 Gigawatt soll mit Fremdkapital finanziert und schnellstmöglich umgesetzt werden. Der Konzern sei zuversichtlich, diese Vorgabe erfüllen zu können, schreibt Meyer Burger.

    In diesem Jahr will Meyer Burger in Bitterfeld-Wolfen 0,4 Gigawatt Solarzellen produzieren. Sie werden am Standort Freiberg in Sachsen zu Solarmodulen weiterverarbeitet.

  • Grösste Solaranlage von Edisun Power ist am Netz

    Grösste Solaranlage von Edisun Power ist am Netz

    Die Photovoltaikanlage Modouro der Edisun Power Group ist in der vergangenen Woche ans Elektrizitätsnetz angeschlossen worden. Diese bisher grösste Anlage des Solarstromproduzenten im Nordosten Portugals wird laut einer Medienmitteilung auf einer Fläche von gut 65 Hektar jährlich rund 80 Millionen Kilowattstunden Energie produzieren. Das entspricht dem Jahresbedarf von etwa 20’000 Personen.

    Mogadouro ist die erste sogenannte Merchant-Anlage von Edisun Power: sie wurde ohne staatliche Zuschüsse oder Garantien erstellt. Der produzierte Strom wird am Markt verkauft. Zur Absicherung der Erträge in den ersten Jahren sei mit einem portugiesischen Stromhändler ein Power Purchase Agreement mit preislich festen Abnahmeverpflichtungen vereinbart worden.

    Mit dem Netzanschluss habe die Gruppe „einen grossen Meilenstein“ erreicht, heisst es in der Mitteilung weiter. Somit sei sie bezüglich der 2019 angekündigten Wachstumsstrategie auf Kurs. Auch die Entwicklung vier weiterer portugiesischer Projekte mit einer Kapazität von insgesamt 150 Megawatt treibe sie „mit Hochdruck“ voran.

  • Kanton Uri stockt Beteiligung an EWA-energieUri auf

    Kanton Uri stockt Beteiligung an EWA-energieUri auf

    Im Rahmen seiner Energiestrategie strebe der Kanton Uri langfristig eine Mehrheitsbeteiligung an EWA-energieUri an, informieren der Kanton, EWA-energieUri und die Centralschweizische Kraftwerke AG (CWK) in einer gemeinsamen Mitteilung. In den kommenden Jahren soll die kantonale Beteiligung an dem Energie- und Wasserversorger von derzeit 29 auf 40 Prozent ausgebaut werden. Dazu will der Kanton Uri Anteil von CKW übernehmen.

    Eine entsprechende Vereinbarung sei von den drei Partnern bereits unterschrieben worden, heisst es in der Mitteilung weiter. Sie regelt den Erwerb weiterer Anteile durch den Kanton im Zuge der Vergabe von Wasserrechtskonzessionen.

    Konkret soll der Kanton Uri zunächst weitere 5 Prozent der Aktien an EWA-energieUri bei der Vergabe der Urner Lucendro-Anteile erhalten. Hier steht 2024 eine Erneuerung der Konzession an. Dabei wird der Kanton Uri seine Anteile am Kraftwerk Lucendro an EWA-energieUri überschreiben und im Gegenzug Aktien des Urner Energieversorgers erhalten. Die Vergabe der Anteile aus den Kraftwerken Ritom, Wassen und Amsteg an EWA-energieUri soll dem Kanton weitere 6 Prozent des Urner Energieversorgers einspielen. Die Aktien werden jeweils von CWK an den Kanton abgetreten.

  • Methanology setzt auf Schwarmfinanzierung

    Methanology setzt auf Schwarmfinanzierung

    Methanology hat ein Verfahren entwickelt, mit dem aus Wasser, CO2 und erneuerbarem Strom Methanol produziert werden kann, erläutert Methanology in einer Mitteilung. Mit der patentierten willpower energy-Technologie  kann überschüssige Energie aus erneuerbaren Quellen in Form von Methanol gespeichert werden. Der für Menschen giftige Alkohol eignet sich als Kraftstoff für Maschinen oder als Ersatz für Heizöl. Mit seiner Technologie will das Jungunternehmen aus Neuhausen am Rheinfall zur Energiewende beitragen.

    Ein von Methanology entwickelter Prototyp des willpower energy-Reaktors finde als Einzelsystem in den meisten Kellerräumen Platz, schreibt das Jungunternehmen in der Mitteilung weiter. Seine modulare und skalierbare Bauweise ermögliche aber auch die Produktion grösserer Mengen Methanol, wie sie beispielsweise für den Betrieb eines Schiffes nötig wären. Methanology will seine Technologie innert drei Jahren zur Marktreife bringen. Für die entsprechende Weiterentwicklung des Prototypen hat das Jungunternehmen jetzt eine Kampagne für Schwarmfinanzierung lanciert.

  • CKW reicht Konzessionsgesuch für Wasserkraftwerk ein

    CKW reicht Konzessionsgesuch für Wasserkraftwerk ein

    CKW hat das Konzessions- und Baugesuch für das Kleinwasserkraftwerk Waldemme in Flühli LU beim Kanton Luzern eingereicht. In den vergangenen Monaten ist das Projekt mit Einbezug von Umweltschutzorganisationen überarbeitet worden, wie CKW in einer Mitteilung schreibt. Im Gegensatz zum ursprünglichen Plan soll unter anderem die Lammschlucht unberührt bleiben.

    Das Kraftwerk soll nach den Plänen von CKW bis 2023 fertiggestellt werden. Es soll eine Leistung von 1,4 Megawatt aufweisen und rund 6,5 Gigawattstunden Strom im Jahr produzieren. Damit kann den Angaben zufolge der Bedarf von rund 1500 Vierpersonenhaushalten gedeckt werden. CKW rechnet mit einer Investitionssumme von rund 13 Millionen Franken.

    Mit der Investition leiste CKW „einen Beitrag für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung“ und sorge „für Aufträge für die Luzerner Wirtschaft“, sagt CKW-CEO Martin Schwab. Der massgebliche Teil des Auftragsvolumens werde im Kanton Luzern bleiben.

    Regierungsrat Fabian Peter (FDP) begrüsst das Vorhaben. „Auch der Kanton Luzern muss seinen Beitrag zur Energiewende 2050 und zum Erreichen der Klimaziele leisten. Im Bereich der erneuerbaren Energien gibt es dafür Potenzial, das genutzt und mit geeigneten Rahmenbedingungen gefördert werden soll“, lässt er sich in der Mitteilung von CKW zitieren.

  • GOFAST und Fast Food gehen zusammen

    GOFAST und Fast Food gehen zusammen

    Der Schweizer Schnellladeanbieter GOFASTlanciert zusammen mit McDonald’s Schweiz ein Projekt für den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos. Laut Medienmitteilungsollen an zahlreichen Standorten der Schnellrestaurantkette insgesamt 90 Ladestationen für Elektrofahrzeuge neu entstehen. Dass GOFAST mit McDonald’s Schweiz einen neuen Partner für sich gewinnen konnte, sei für die steil wachsende Zahl von E-Autofahrenden ein wahrer Glücksfall, wird Domenic Lanz, Geschäftsführer des 2016 gegründeten E-Mobilitätsunternehmens GOFAST in der Mitteilung zitiert. GOFAST steht als Abkürzung für GOtthard FASTcharge AG mit Sitz in Zürich.

    Die übliche Ladezeit von 20 bis 30 Minuten für eine Reichweite von – je nach Modell und Ladekapazität der Batterien – um die 300 Kilometer kann so genutzt werden, während man sich im Restaurant verpflegt. Bei GOFAST HPC-Ladern (High-Power-Charging) können E-Autofahrende ihr Fahrzeug mit Leistungen von bis zu 150 Kilowatt nachladen, wird in der Mitteilung erläutert. Im Idealfall könnten damit in zehn Minuten bis zu 150 Kilometer Reichweite gewonnen werden. Geladen werde ausschliesslich mit Schweizer Strom aus erneuerbaren Energien.

    Der Ausbau beginnt am McDonald’s-Restaurants an der Autobahnausfahrt Martigny mit sechs Ladeplätzen. Die nächsten Stationen sind dann die McDrives in Hinwil, Kölliken, La Tour-de-Trême und Lugano. Aglaë Strachwitz, Managing Director von McDonald’s Schweiz, wird in der Mitteilung zitiert: „Seit Jahren setzen wir uns bei McDonald’s gemeinsam für die Umwelt ein. So fährt unser Logistikpartner mit Biodiesel und Biogas, hergestellt aus unseren Küchenabfällen. Wir setzen auf den Zug als Transportweg, beim Strom auf Wasserkraft und nun verstärkt auch auf schnelle Ladestationen für unsere Gäste.“

  • Ersatzmodule mehrerer Solarteure bilden neue Anlage

    Ersatzmodule mehrerer Solarteure bilden neue Anlage

    In St.Gallen haben mehrere Solarteure übrig gebliebene Module bereits realisierter Photovoltaikanlagen zusammengetragen. Jetzt produzieren sie auf dem Dach des Lattich genannten Gebäudes am St.Galler Güterbahnhof gemeinsam Solarstrom. Das ungewöhnliche Projekt, über das die Stadt St.Gallen in einer Medienmitteilung informiert, liefert Sonnenenergie für zehn Vierpersonenhaushalte.

    Bei dieser Photovoltaikanlage handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der St.Galler Stadtwerke (sgsw) und fünf Solarteurfirmen, die über das Qualitätslabel Solarprofi von Swisssolar verfügen: Helion, Etavis Grossenbacher AG, Grob AG Gebäudehüllen, Huber + Monsch AG und solarmotion gmbh. Sie alle lieferten die nicht mehr benötigten Solarmodule. Die Anlage haben sie gemeinsam mit den sgsw projektiert und erstellt.

    Die beteiligten Partner erhalten als Gegenleistung für ihr Mitwirken an dem Projekt Solarstromeinheiten auf dem Lattich-Dach und profitieren so von einer Gutschrift auf ihren Stromrechnungen. Für die Öffentlichkeit sind weiterhin Solarstromeinheiten der St.Galler Solar Community auf dem Dach der Eishalle Lerchenfeld erhältlich.

  • Leclanché baut grösste Solaranlage der Karibik

    Leclanché baut grösste Solaranlage der Karibik

    Das Energiespeicherunternehmen Leclanché hat zusammen mit der Regierung des karibischen Inselstaats St. Kitts und Nevis und der staatlichen Electric Company (SKELEC) den ersten Spatenstich „für ein bahnbrechendes Projekt“ unternommen. Wie es in einer Medienmitteilung des Energiespeicherunternehmens heisst, soll in den kommenden 18 Monaten auf einem 102 Hektar grossen Grundstück der Regierung das grösste Solarstromerzeugungs- und Speichersystem der Karibik entstehen. Im ersten Betriebsjahr werde es etwa 61’300 Megawattstunden Strom erzeugen.

    Das 70-Millionen-Dollar-Mikronetz-Projekt wird von Leclanché gebaut. Es solle ein Modellprojekt auch für andere Inselstaaten darstellen. Gemeinsam mit dem wichtigsten Subunternehmer, der spanischen Grupotec, werde das Walliser Unternehmen eine schlüsselfertige Solar- plus Speicherlösung bereitstellen. Leclanché werde die Anlage im Rahmen seines strategischen Bau-, Eigentums- und Betriebsmodells über seine Tochtergesellschaft SOLEC Power Ltd. mit Partner Solrid Ltd. besitzen und betreiben.

    Bisher liefern Tanker wöchentlich Dieselkraftstoff an. Premierminister Timothy Harris bezeichnete das Projekt laut der Mitteilung als Meilenstein für sein Land, den Tourismus, die Wirtschaft und die gesamte karibische Region: „Dieses visionäre Projekt wird dazu beitragen, unsere Energieunabhängigkeit zu sichern.“ Es werde in 20 Jahren „fast eine dreiviertel Million Tonnen“ Kohlendioxidemissionen einsparen.

    Gemeinsam habe man vor Ort ein System entworfen, das SKELEC kostspielige Vorabinvestitionen erspart, so Leclanché-Geschäftsführer Anil Srivastava: Im Rahmen einer 20-jährigen Stromabnahmevereinbarung werde Leclanché an SKELEC zu einem Pauschalpreis über diesen gesamten Zeitraum saubere, erneuerbare Energie verkaufen.

  • ewz soll mehr erneuerbaren Strom produzieren

    ewz soll mehr erneuerbaren Strom produzieren

    Der Stadtrat von Zürich hat dem Gemeinderat laut einer Medienmitteilung für das ewz einen dritten Rahmenkredit von 200 Millionen Franken beantragt. Diese Mittel sollen in Energieproduktionsanlagen fliessen, die Strom aus erneuerbaren Quellen produzieren. Ob dieser Antrag bewilligt wird, entscheiden abschliessend die Stimmberechtigten der Stadt Zürich.

    Wie in der Mitteilung ausgeführt wird, haben die Stimmberechtigten seit 2007 drei Rahmenkredite für Investitionen in die Produktion von Windenergie und anderen erneuerbaren Quellen genehmigt. In Summe belief sich der Betrag auf 420 Millionen Franken. Damit erwarb das ewz über die hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Zürich, ewz (Deutschland) GmbH, 18 Windparks in Deutschland, Frankreich, Schweden und Norwegen. Damit verfügt das ewz heute über rund eine Terawattstunde Strom aus Wind. Das entspreche dem heutigen ewz-Anteil aus der Stromproduktion des Kernkraftwerks Gösgen.

    Mit den nun beantragten 200 Millionen Franken wolle das ewz vor allem Windkraftanlagen und Wasserkraftwerke in der Schweiz und im europäischen Ausland ausbauen. Das ewz strebe erneut an, ein Drittel des Rahmenkredits in Anlagen in der Schweiz zu investieren.

    Die ewz-Deutschland-Gruppe ist für alle Käufe und Finanzierungen im Ausland zuständig. Die Stadt Zürich bezeichnet sie als eine ihrer bedeutendsten Beteiligungen. Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat daher in einer separaten Vorlage die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für die ewz (Deutschland) GmbH.

  • Energieunternehmen wollen Ausbau von Wasserstoff vorantreiben

    Energieunternehmen wollen Ausbau von Wasserstoff vorantreiben

    Der am Donnerstag neu gegründete Verein der Schweizer H2-Produzenten will sich für bessere Standortbedingungen zur Produktion von grünem Wasserstoff stark machen. Dem Verein gehören bisher sieben Energieunternehmen an. „Gemeinsam werden sie der CO2-neutralen Wasserstoffproduktion in der Schweiz zum Durchbruch verhelfen“, heisst es in ihrer Medienmitteilung.

    Wichtige Anwendungsbereiche fänden sich unter anderem im Schwerlastverkehr, als Ersatz für Diesel auf nicht elektrifizierten Bahnstrecken und in der Chemieindustrie. Vorzugsweise erfolge die Produktion direkt ab einem Wasser- oder Windkraftwerk. Denn nur, wenn der für die Produktion von Wasserstoff notwendige Strom aus erneuerbaren Quellen stamme, sei er CO2-neutral.

    Während das benachbarte Ausland die Wasserstofftechnologie als unverzichtbaren Bestandteil der Energiewende anerkenne und sie entsprechend staatlich fördere, tue sich die Schweiz damit noch schwer. „Zudem ist die Herstellung von Wasserstoff in der Schweiz bisher nur an einer beschränkten Anzahl von Standorten möglich“, wird Arthur Janssen, Präsident des neuen Vereins sowie Leiter Innovation und Strategie bei der Basler Energieversorgerin IWB, in der Mitteilung zitiert.

    Zusätzlich zu diesen regulatorischen Hürden verfügten nur wenige Akteure über ausreichendes Wissen. Deshalb wollen sich die Vereinsmitglieder gegenseitig bei Planung und Bau neuer Produktionsanlagen unterstützen. Auch mit Universitäten und Forschungsinstituten wolle der Verein eng zusammenarbeiten.

    Zu den Gründungsmitgliedern zählen: Elektrizitätswerk Altdorf, Oiken, St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke, Satom, SIG und die Gemeinschaftsunternehmen Swiss H2 Generation AG (von ENGIE Services AG und Groupe E) sowie greenH2 (Fritz Meyer AG und IWB).

  • EIP organisiert Kapitalerhöhung zugunsten erneuerbarer Energien

    EIP organisiert Kapitalerhöhung zugunsten erneuerbarer Energien

    Die Energy Infrastructure Partners (EIP), ehemals Credit Suisse Energy Infrastructure Partners, hat zugunsten der BayWa r.e. eine Kapitalerhöhung von 530 Millionen Euro organisiert. Am Dienstag wurde laut einer Medienmitteilung von EIP und einer weiteren von BayWa r.e. ein entsprechender Vertrag unterzeichnet. Die Transaktion führe zu einer Beteiligung von 49 Prozent an einem der weltweit führenden Entwickler, Dienstleister, Grosshändler und Anbieter von Lösungen im Bereich der erneuerbaren Energien. Zudem, so EIP, sei eine „erhebliche Wertschöpfung“ zu erwarten.

    Das in München ansässige Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben über eine „sehr starke Projektpipeline“ von Photovoltaikanlagen und Windanlagen an Land mit einer Kapazität von 13 Gigawatt in mehr als 20 Ländern, vor allem in Europa, den USA und der Asien-Pazifik-Region. Nun wolle sich BayWa r.e. bis 2028 strategisch zu einem unabhängigen Stromproduzenten mit einer Zielkapazität von zunächst 3 Gigawatt weiterentwickeln, heisst es in der Mitteilung von EIP: „Die Partner beabsichtigen, im Laufe der Zeit zusätzliches Kapital einzusetzen, um die eigene erneuerbare Anlagenbasis erheblich zu erweitern.“

    „Wir freuen uns über diese einmalige Chance für unsere Anleger, sich an einer umfangreichen globalen Plattform für erneuerbare Energien zu beteiligen“, wird Tim Marahrens, Co-Leiter Origination & Transactions bei EIP, in der Mitteilung zitiert. Damit unterstreiche er die Bedeutung der Transaktion angesichts der anhaltenden Marktkonsolidierung in der Branche.

  • Zürcher Architekten erhalten Europäischen Solarpreis

    Zürcher Architekten erhalten Europäischen Solarpreis

    Eurosolarhat bei der Vergabe der diesjährigen Eurosolar-Preise das Zürcher Unternehmen Felix Partner Architektur in der Kategorie Solararchitektur für die Realisierung eines Projekts bei Bergün GR ausgezeichnet. Dort wurde laut Medienmitteilungein 350 Jahre altes Bündner Bauernhaus in Latsch durch konsequente Nutzung der Sonnenergie zu einem modernen Nullenergiehaus umgebaut. Dabei wurde die historische Substanz erhalten.

    Der Europäische Solarpreis wird seit 1994 für besonders förderwürdige Projekte im Bereich erneuerbarer Energien von Eurosolar verliehen. Eurosolar ist die Kurzform von Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e. V. Der Verein hat seinen Sitz in Bonn. Die Preisträger in den Kategorien Kommunen, Solararchitektur, Industrie, Regionalverbände, Mobilität, Medien und Bildung trügen mit ihren herausragenden Projekten zur regenerativen und dezentralen Energieversorgung in Europa bei, heisst es in der Medienmitteilung.

    Eurosolar-Präsident Peter Droege wird mit der Erklärung zitiert, die preisgekrönten Projekte seien perfekte Beispiele für die laufende Transformation des Energiesystems: „Die heutigen Preisträger zeigen, wie die Welt vollständig erneuerbar werden kann.“

    Neben dem Preis für das beste Projekt in der Kategorie Solararchitektur der Schweizer Architekten werden in der Mitteilung weitere Preisträger hervorgehoben. So eine Inselgemeinde, die ein eigenständiges Energienetz besitzt, verwaltet und unterhält, das alle Bewohner mit erneuerbarem Strom versorgt. Weiter eine Filmregisseurin, die das Bewusstsein für die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Kohlekraft schärft. Und auch an ein sogenanntes Social Enterprise, das mit mobiler Biogastechnologie eine unabhängige und kohlenstoffarme Energieversorgung ermöglicht.

  • Trafigura investiert in H2 Energy

    Trafigura investiert in H2 Energy

    Der niederländische Rohstoffhandelsriese Trafigura mit Niederlassung in Genf investiert in grossem Stil in die Zürcher H2 Energy Holding. In einem ersten Schritt hat sich das Unternehmen laut seiner Medienmitteilung dazu verpflichtet, 62 Millionen Dollar bereitzustellen. 20 Millionen davon fliessen als Kapitaleinlage in die H2 Energie AG. Damit soll die Entwicklung der Produktion, der Speicherung und des Vertriebs von grünem Wasserstoff für Tankstellen und Industriekunden unterstützt werden.

    Trafigura, einer der weltweit grössten Händler fossiler Rohstoffe, werde die verbleibenden gut 40 Millionen Dollar für die Gründung und Finanzierung eines 50:50-Gemeinschaftsunternehmens, H2 Energy Europe mit Sitz in Zürich, zur Verfügung stellen. Es soll grüne, auf Wasserstoff basierende Ökosysteme in die Märkte bringen. Zudem werde es in ganz Europa mit Ausnahme der Schweiz Investitionen in die Wasserstoffinfrastruktur und in Projekte tätigen, die mit Wasserstoff arbeiten.

    H2 Energy habe „ein erfolgreiches Geschäftsmodell entwickelt, das in jedem Teil der Wasserstoff-Wertschöpfungskette präsent ist“, wird Jeremy Weir, Executive Chairman und CEO von Trafigura, in der Mitteilung zitiert. „Und sie haben durch die grossangelegte Bereitstellung von Brennstoffzellenlösungen eine Nachfrage nach Wasserstoff geschaffen.“ Nun werde Trafigura seine Fähigkeit einbringen, traditionelle Lieferketten weiterzuentwickeln und neue Märkte zu erschliessen.

    Der gemeinsame Fokus liege auf einer gewinnbringenden Dekarbonisierung verschiedener Sektoren, so H2 Energy-Chef Rolf Huber. „Das Joint Venture mit Trafigura wird es den Partnern ermöglichen, die geplanten Projekte europaweit durchzuführen. Darüber hinaus wird es uns ermöglichen, Brennstoffzellenanwendungen für den Transportsektor zu Lande und zu Wasser, aber auch für stationäre Anwendungen weiterzuentwickeln.“