Schlagwort: finanzen

  • Im 1. Halbjahr 1,47 Milliarden an Risikokapital an Schweizer Start-ups

    Im 1. Halbjahr 1,47 Milliarden an Risikokapital an Schweizer Start-ups

    Im ersten Halbjahr 2025 flossen 1.47 Milliarden Franken in Schweizer Startups, ein Plus von 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es handelt sich um das drittbeste Resultat seit Beginn der Messungen. Getrieben wurde das Wachstum allerdings von wenigen Startups, die grosse Summen von internationalen Investoren einwarben. Die Zahl der Finanzierungsrunden sank zum dritten Mal in Folge auf 124, was einem Rückgang von zehn Prozent entspricht.

    Biotech als Wachstumsmotor
    Besonders die Biotech-Branche sorgte für ein starkes Ergebnis. Mit 705 Millionen Franken Kapitalzufluss stellte sie einen neuen Rekord auf. Der bisherige Höchstwert von 436 Millionen Franken aus dem Jahr 2021 wurde deutlich übertroffen. Die Gründe für diesen Erfolg liegen in hochqualifizierten Gründerteams und technologischen Entwicklungen auf Basis exzellenter Forschung.

    Erholung bei ICT und Fintech
    Auch die zuletzt schwächelnden Sektoren ICT und Fintech konnten sich erholen. Allgemeine ICT-Startups verzeichneten ein Investitionswachstum von 86 Prozent auf 247 Millionen Franken. Fintech-Unternehmen erhielten 153 Millionen Franken, was einer Steigerung von 93 Prozent entspricht. Die Anzahl der Transaktionen bleibt tief, was auf anhaltende Selektivität der Investoren hinweist.

    Schweizer Startup-Ökosystem bleibt widerstandsfähig
    Trotz unsicherem Marktumfeld zeigt sich das Schweizer Startup-Ökosystem in der Lage, international wettbewerbsfähige Unternehmen hervorzubringen. Ein Beispiel dafür ist die Sygnum Bank, die im ersten Halbjahr 2025 zur Unicorn wurde. Die auf digitale Assets spezialisierte Bank wurde mit über 1 Milliarde Dollar bewertet, ein Signal für das Potenzial von Innovationen auch ausserhalb des Gesundheitssektors.

    Getrübter Ausblick bei Investoren
    Eine breit angelegte Umfrage zeigt, dass die Erwartungen für die kommenden zwölf Monate verhalten sind. Sorgen bereiten insbesondere das eigene Fundraising und die erschwerten Exit-Möglichkeiten. Internationale Handelshemmnisse spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Für viele Startups dürfte der Zugang zu Kapital weiterhin herausfordernd bleiben, trotz einzelner Erfolgsmeldungen.

  • Europas Strommix verändert sich

    Europas Strommix verändert sich

    Deutschland produzierte von Januar bis Juni 2025 rund 40 Terawattstunden Solarstrom, ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch Frankreich, Belgien, Dänemark und Polen verzeichneten Zuwächse bei der Photovoltaik. Der Ausbau zeigt Wirkung, doch die parallele Flaute beim Windstrom belastete die Gesamtbilanz. Mit 60,3 TWh lag die Windstromerzeugung rund 18 % unter dem Vorjahr. Damit fiel der Anteil erneuerbarer Energien an der öffentlichen Nettostromerzeugung in Deutschland leicht auf 60,9 % (2024: 65,1 %).

    Europaweiter Trend mit regionalen Unterschieden
    Innerhalb der EU sank die kombinierte Stromerzeugung aus Wind und Sonne im ersten Halbjahr 2025 leicht auf 344,4 TWh, gegenüber 358,1 TWh im Vorjahr. Die Zahlen des Fraunhofer ISE zeigen, während der Solarausbau in vielen Ländern Früchte trägt, machen sich meteorologische Schwankungen wie Windflauten stärker bemerkbar.

    Der Stromhandel passt sich an
    Deutschland importierte im ersten Halbjahr 7,7 TWh Strom , vor allem aus Skandinavien, wo Wind- und Wasserkraft weiterhin günstige Preise ermöglichen. Diese Importe waren preislich attraktiver als heimischer Strom aus fossilen Kraftwerken. Exporte gingen unter anderem nach Österreich, Tschechien und Polen.

    Strompreise steigen leicht – Kundenpreise stabil
    Nach dem Preisrückgang der letzten Jahre stieg der durchschnittliche Börsenstrompreis im ersten Halbjahr 2025 wieder auf 86,64 Euro/MWh. Die höchsten Preise verzeichneten die windarmen Monate Januar und Februar. Mit durchschnittlich 27 Cent pro Kilowattstunde im Juni lagen die Strompreise für Neukunden wieder auf dem Niveau von 2021.

    CO2-Kosten und Gaspreise steigen wieder
    Parallel zum Strommarkt steigen die CO₂-Zertifikatspreise um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr, auch Erdgas war teurer als im ersten Halbjahr 2024. Diese Entwicklungen verdeutlichen, wie sensibel der Energiemarkt auf Angebotsschwankungen und politische Rahmenbedingungen reagiert und wie wichtig eine zukunftsfähige, resiliente Energieinfrastruktur ist.

  • Digital Journey Challenge 2025 jetzt bewerben

    Digital Journey Challenge 2025 jetzt bewerben

    Die digitale Transformation ist nicht aufzuhalten und bietet gerade kleinen und mittleren Unternehmen enorme Möglichkeiten. Die Digital Journey Challenge 2025, lanciert vom Centre Suisse d’Électronique et de Microtechnique (CSEM), richtet sich an Unternehmen und Start-ups, die ihre Innovationskraft mit digitaler Technologie auf ein neues Niveau heben wollen.

    Im Zentrum steht die Förderung zukunftsweisender Projekte in Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Internet of Things (IoT), Automatisierung oder anderen Schlüsseltechnologien. Bewerberinnen und Bewerber erhalten professionelle Begleitung, technologische Expertise und bis zu 100’000 Franken finanzielle Unterstützung.

    Drei starke Argumente für Ihre Teilnahme
    Technologie-Boost
    Zugang zu CSEM-Know-how in acht Schlüsseltechnologien

    Finanzielle Förderung
    Bis zu 100’000 CHF für Entwicklungszeiten, Beratung und Technologietransfer

    Marktposition stärken
    Höhere Sichtbarkeit, mehr mediale Präsenz, Zugang zu Expertennetzwerken

    Einfacher Bewerbungsprozess, grosse Wirkung
    Die Teilnahme ist unkompliziert. Interessierte laden das Factsheet herunter, beschreiben ihre Idee und reichen das Formular ein. Alle Informationen und Bedingungen sind auf der CSEM-Website abrufbar. Die Bewerbungsfrist endet am 15. September 2025.

    Erfolgsbeispiel
    Wie wirkungsvoll die Challenge sein kann, zeigt das Siegerprojekt 2024. Die Varioprint AG überzeugte mit ihrer KI-gestützten 3D-Inspektionslösung für Leiterplatten. Ihr Projekt «AI in Every Pixel» adressiert einen globalen Wachstumsmarkt und beschleunigt die Qualitätskontrolle in der Elektronikindustrie nachhaltig.

    Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie Ihre digitale Transformation aktiv mit.

  • Robuster Markt in Luzern

    Robuster Markt in Luzern

    Der gewerbliche Immobilienmarkt im Kanton Luzern erweist sich als widerstandsfähig, auch im internationalen Kontext wirtschaftlicher Unsicherheit. Das Bruttoinlandprodukt der Schweiz wuchs 2024 um 1,3 Prozent, für 2025 wird mit einem Anstieg auf 1,5 Prozent gerechnet. Der Kanton Luzern profitiert von seiner breit diversifizierten Wirtschaftsstruktur mit starken Sektoren wie Bau, Finanzen und Dienstleistungen.

    Engpass trifft auf Nachfrage
    Die Nachfrage nach Büroflächen bleibt hoch, gestützt durch das anhaltende Beschäftigungswachstum im Dienstleistungssektor. Gleichzeitig liegt das Bauvolumen mit rund 50 Millionen Franken deutlich unter dem langjährigen Mittel. Diese Zurückhaltung bei Neubauten verknappt das Angebot weiter, wodurch Mietpreise moderat, aber kontinuierlich steigen und dies seit 2015 um durchschnittlich 10 Prozent.

    Strukturwandel belastet
    Trotz stabiler Konsumindikatoren bleibt der Markt für Verkaufsflächen unter Druck. Der Onlinehandel, verändertes Konsumverhalten und geopolitische Unsicherheiten setzen selbst stark frequentierte Lagen unter Zugzwang. Sinkende Angebotsmieten deuten auf eine andauernde Schwächephase hin – eine Erholung ist derzeit nicht in Sicht.

    Solide Basis, neue Risiken
    Der Leerstand bei Industrieflächen liegt mit unter einem Prozent weit unter dem nationalen Schnitt. Die Nachfrage ist stabil, Projekte wie neue Gewerbeparks in Luzern und Umgebung signalisieren Dynamik. Doch handelspolitische Spannungen, insbesondere mit den USA, könnten diesen Trend bremsen und mittelfristig für eine Abschwächung sorgen.

    Viel Potenzial, aber wachsender Druck
    Die neue Studie von Luzerner Kantonalbank und Wüest Partner zeichnet ein differenziertes Bild. Büro- und Industrieflächen profitieren von der Standortattraktivität Luzerns und der starken Binnenwirtschaft. Verkaufsflächen bleiben hingegen das Sorgenkind. Künftige Entwicklungen werden massgeblich durch internationale Rahmenbedingungen bestimmt.

  • BLKB Fund Management AG lanciert nachhaltigen Immobilienfonds

    BLKB Fund Management AG lanciert nachhaltigen Immobilienfonds

    Die BLKB Fund Management AG, in Binningen ansässige Tochtergesellschaft der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB), hat einen ersten nachhaltigen Immobilienfonds lanciert. Wie es in einer Mitteilung heisst, soll der BLKB (CH) Sustainable Property Fund vor allem in energieeffiziente Immobilien in der Nordwestschweiz und auch in den angrenzenden Regionen Bern, Innerschweiz und Zürich investieren. Angesprochen sind qualifizierte Anleger, die in ein hochwertiges Immobilienportfolio mit überwiegender Wohnbebauung investieren wollen.

    Die Erstemission hat ein Volumen von bis zu 160 Millionen Franken. Hier beabsichtigt auch die BLKB, in den Fonds zu investieren. Der Erlös dieser Emission soll für den Erwerb eines Immobilienportfolios mit dem Marktwert von 177 Millionen Franken genutzt werden. Das Portfolio, für welches die BLKB in den vergangenen zwei Jahren bereits sieben der acht Objekte erworben hatte, besteht aus energieeffizienten Liegenschaften an guten Lagen. Es zeichnet sich durch hohen Wohnanteil bei geringem Leerstand aus. Aktuell befinden sich 80 Prozent der Immobilienwerte des BLKB (CH) Sustainable Property Fund in der Nordwestschweiz.

    «Die Lancierung des nachhaltigen Immobilienfonds mit Fokus Nordwestschweiz ist ein wichtiger Meilenstein. Der Immobiliensektor bietet attraktive Renditechancen für Investorinnen und Investoren und hat gleichzeitig einen grossen Einfluss auf die insbesondere für die Klimaneutralität relevante Energieeffizienz», wird Michel Molinari, CEO der BLKB Fund Management AG, in der Mitteilung zitiert.

    Die Zeichnungsfrist läuft voraussichtlich vom 24. Juni bis 23. Juli 2025 mit Liberierung am 30. Juli 2025.

  • Zweistelliges Umsatzwachstum trotz Herausforderungen im Markt

    Zweistelliges Umsatzwachstum trotz Herausforderungen im Markt

    Die Zehnder Group AG rechnet damit, Umsatz und Profitabilität im ersten Halbjahr 2025 im Jahresvergleich zu verbessern. Konkret erwartet die Aargauer Spezialistin für Lüftung und Heizkörper ihren Umsatz zweistellig auf 380 Millionen bis 390 Millionen Euro steigern zu können, informiert Zehnder in einer Mitteilung. Bei der Marge auf das Betriebsergebnis (EBIT-Marge) wird ein Zielband von 8 bis 9 Prozent anvisiert. Im Vorjahreszeitraum hat Zehnder eine EBIT-Marge von 6,6 Prozent realisiert.

    Bei ihrer Prognose stützt sich die international aktive Unternehmensgruppe auf eine gestiegene Nachfrage für das Angebot von Zehnder im Lüftungssegment in Nordamerika und Europa. Verbesserungen bei Umsatz und Profitabilität wurden zudem von der Akquisition der spanischen Firma Siber im Sommer 2024 gestützt. Der Umsatz im Heizkörpersegment fällt aktuell dagegen schwächer als in der Vergangenheit aus. Dies bestätige «die Strategie der konsequenten Fokussierung auf Lüftungs-Systemlösungen», schreibt Zehnder.

    Die Unternehmensgruppe wird die ungeprüften Zahlen für das erste Halbjahr 2025 am 25. Juli kommunizieren. Dabei soll auch ein Ausblick für das Gesamtjahr präsentiert werden. Die Ergebnisse im zweiten Halbjahr hängen nach Ansicht von Zehnder von den Entwicklungen beim Lageraufbau der eigenen Kunden, der Wirkung von Konjunkturprogrammen in wichtigen Märkten und von der US-Zollpolitik ab. Die Auswirkungen allfälliger Zollausweitungen der USA auf die eigene Geschäftstätigkeit schätzt das Unternehmen als gering ein.

  • Wachstumskurs für solarbetriebene Gewächshäuser

    Wachstumskurs für solarbetriebene Gewächshäuser

    Voltiris hat für die Stromversorgung und Elektrifizierung von High-Tech-Gewächshäusern in einer Startkapitalrunde 4,8 Millionen Franken erhalten. Angeführt wurde die Runde von der Zürcher Risikokapitalgesellschaft Equity Pitcher und 3M Ventures, dem Risikokapitalarm der in St. Paul im US-Bundesstaat Minnesota ansässigen 3M Company. Beteiligt haben sich auch der ClimateTech-Wagniskapitalfonds Satgana aus Luxemburg und mehrere Family Offices.

    Wie es in einer Mitteilung von Voltiris heisst, werden die frischen Mittel «die gross angelegte Kommerzialisierung und weitere Leistungsoptimierung der firmeneigenen Spektralfiltertechnologie beschleunigen und die Rendite für Landwirte in Zeiten steigern, in denen Energieunabhängigkeit und Dekarbonisierung wertvoller sind denn je».

    Derzeit, so Voltiris-Mitgründer und -CEO Nicolas Weber, dehnt die Firma ihre Präsenz «in wichtigen europäischen Märkten wie Frankreich, Niederlande, Belgien und der Schweiz aus. Wir freuen uns auch darauf, unseren technologischen Vorsprung weiter auszubauen und solarbetriebene Gewächshäuser zu einem Eckpfeiler der nachhaltigen Landwirtschaft zu machen.» Ausserdem werde das Unternehmen sein Team in der Schweiz und den Niederlanden erweitern.

    In den vergangenen zwei Jahren ging Voltiris zwölf kommerzielle Projekte mit renommierten Erzeugern in Europa ein, schloss Partnerschaften mit Energieversorgern wie Elektra Baselland und Romande Energie und erhielt mehrere Branchenauszeichnungen. So gewann Voltiris mit Partnern Ende 2024 etwa die Greenhouse of the Future pitch Competition und war im vergangenen Jahr unter den Top 100 Swiss Startups.

  • Bezahlbares Wohnen in Zug

    Bezahlbares Wohnen in Zug

    Der Kanton Zug und die Stadt Zug leiden noch mehr als andere Kantone und Städte unter einem Mangel an Wohnraum. Der Kanton Zug weist die landesweit tiefste Leerstandsquote von 0.2% auf, und zwar das vierte Jahr in Folge. Das fehlende Angebot und die anhaltend hohe Nachfrage führen zu einer starken Konkurrenzsituation um die wenigen inserierten Mietwohnungen: die Wiedervermietungsdauer ist rekordverdächtig kurz. Es finden sich genügend zahlungskräftige Zu- und Umziehende, die sich auf immer höhere Mietpreise einlassen¹.

    Weil Angebotsmieten mittlerweile 50% über dem Schweizer Durchschnitt liegen, gehen die Klagen weit in den Mittelstand, dass Mietwohnungen nicht mehr erschwinglich sind². Selbst wer mit normalen Haushaltseinkommen umziehen oder in den Kanton ziehen wolle, habe wenig Chancen auf einen Zugang zum Wohnungsangebot.

    In diesem Kontext stellt sich die Frage, was renditeorientierte Eigentümer, die Wohnungsbestand im Kanton und in der Stadt Zug haben oder entwickeln möchten, zur Versorgung von breiten Bevölkerungsschichten mit Wohnraum beitragen können.

    Wie soll erschwinglicher Wohnraum definiert werden?
    Zunächst stellt sich die Frage, wie «erschwinglicher» Wohnraum definiert werden soll. Dazu gibt es einen objektorientierten, einen marktorientierten und einen zielgruppenorientierten Ansatz³. Als preisgünstig können Wohnungsmieten definiert werden, die über maximal festgesetzte Anlagekosten für ein Wohnobjekt berechnet werden. Damit diese Rechnung für renditeorientierte Eigentümer aufgeht, braucht es einen Konsens darüber, was eine sinnvolle Grenze für Anlagekosten ist. Der marktorientierte Ansatz ordnet preisgünstige Wohnungsmieten in bestimmte Quantile der Marktmieten ein. Dazu braucht es einen Konsens, welche Quantile preisgünstig sind. Als bezahlbar werden schliesslich Wohnungsmieten definiert, die für Mieterinnen und Mieter finanziell tragbar sind. Dazu braucht es einen Konsens, dass Haushalte beispielsweise nicht mehr als ein Drittel ihres Bruttoeinkommens – oder grosszügiger gerechnet ihres steuerbaren Einkommens – für die Miete ausgeben sollen.

    Spielraum über den subjektorientierten Ansatz
    Am aussagekräftigsten für eine breit ausgelegte Wohnraumversorgung ist der Ansatz über die finanzielle Tragbarkeit. Dieser Ansatz berücksichtigt, anders der Ansatz über die Anlagekosten, dass viele Menschen im Kanton Zug mehr verdienen als in anderen Kantonen, und sich dadurch auch höhere Mieten leisten können (Abb. 1). Anders als der Ansatz über die Quantile der Marktmieten orientiert er sich aber nicht an der Zahlungsbereitschaft der Zu- und Umziehenden, sondern an den realen Einkommen der Bevölkerung. Der Ansatz hilft, gezielt auf den Bedarf bestimmter Einkommensgruppen einzugehen.

    Eine bezahlbare Wohnung für eine alleinwohnende Person aus dem unteren Mittelstand, die zwischen 70 und 100% des Medianeinkommens verdient, dürfte in der Stadt Zug somit zwischen 1400 und 1900 Franken, kosten. Wie viel Wohnfläche für den Preis angeboten wird, entscheidet der Anbieter aufgrund seiner Einschätzung der Marktfähigkeit einer Wohnung. Weil sich die Bezahlbarkeit am Stückpreis der Wohnung, und nicht am Quadratmeterpreis orientiert, erhalten renditeorientierte Investoren mehr Spielraum, den bezahlbaren Wohnraum in ihre Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu integrieren.

    Bestehenden bezahlbaren Wohnraum optimal verteilen
    Wohnungen bauen dauert lange und ist oft mit unsicheren Planungsprozessen verbunden. Eigentümer und Investoren können auch nicht frei darüber entscheiden, wo und wieviel zusätzlichen Wohnraum sie realisieren möchten. Unmittelbare Handlungsmöglichkeiten haben Eigentümer mit ihrem Bestand: Sie können zur Versorgung der breiten Bevölkerung beitragen, wenn sie ihre freien Mietwohnungen optimal verteilen. Jeder Wohnungswechsel bietet die Möglichkeit, die im Sinne des «Best Owner Prinzips» am besten passende Mietpartei zu berücksichtigen. Eigentümer können Vermietungsteams die Anweisung geben, die Tragbarkeit bei Mietwohnungen, die für den Mittelstand erschwinglich sind, auszureizen und jenen Interessenten zu wählen, der sich die Wohnung – beispielsweise unter der Annahme eines vollen Lohnes – am wenigsten leisten kann. Vermietungsteams brauchen dazu lediglich eine Matrix, die ihnen pro Zimmerzahl die maximal für den Mittelstand (oder die anvisierte Einkommensgruppe) bezahlbaren Mietpreise aufzeigen. Wird eine freie Wohnung im entsprechenden Preisbereich frei, wäre die Regel anzuwenden.

    Fazit
    Um die Situation auf dem Wohnungsmarkt zu entspannen, müssen die langwierigen Aufgaben angegangen werden, Hürden für den Wohnungsbau zu reduzieren und ein parteienübergreifendes Verständnis zu entwickeln, wie erschwinglicher Wohnraum definiert wird und wie seine Bereitstellung reguliert werden soll. In der Zwischenzeit können renditeorientierte Eigentümer einen Beitrag leisten, indem sie die Versorgung mit bezahlbaren Wohnungen mit einem subjektorientierten Ansatz angehen, der in ihre Marktlogik passt. Damit bleiben sie auch den legitimen Interessen ihrer direkten Anspruchsgruppen gerecht.

  • Rekordumsatz von Schweizer multinationaler Spezialchemiekonzern

    Rekordumsatz von Schweizer multinationaler Spezialchemiekonzern

    Sika hat im Geschäftsjahr 2024 einen neuen Umsatzrekord aufgestellt. Mit 11,76 Milliarden Franken wurde das Rekordergebnis von 2023 um 4,7 Prozent übertroffen, informiert das weltweit aktive Unternehmen der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie in einer Mitteilung. Zum Umsatzwachstum haben erhöhte Synergien aus der Integration des 2022 erworbenen Bauchemiegeschäfts MBCC und lokale Akquisitionen von Kwik Bond in den USA, Vinaldom in der Dominikanischen Republik und Chema in Peru beigetragen. Das organische Umsatzwachstum betrug 1,1 Prozent.

    Zum Rekordumsatz haben neben den Akquisitionen auch alle Regionen beigetragen. Am stärksten legten dabei die Umsätze mit 11,2 Prozent in Lokalwährungen in der Region Americas zu. In den Regionen EMEA und Asien/Pazifik wurden Wachstumsraten von 7,3 beziehungsweise 2,4 Prozent in Lokalwährungen realisiert.

    «Sika hat sich in den vergangenen zwölf Monaten in einem weiterhin sehr anspruchsvollen Marktumfeld erfolgreich behauptet und eine neue Bestmarke beim Umsatz erzielt», wird Thomas Hasler, Vorsitzender der Konzernleitung, in der Mitteilung zitiert. «Unsere Wachstumsinitiativen, unsere leistungsstarken und nachhaltigen Innovationen und unsere konsequente Vertriebsstrategie zur weiteren Marktdurchdringung sind erfolgreich und demonstrieren eindrücklich, dass wir weitere Marktanteile gewinnen.» Seinen vollständigen Jahresbericht 2024 wird Sika am 21. Februar kommunizieren. Die Gruppe geht von einer zum Umsatz überproportionalen Steigerung des Betriebsergebnisses auf Stufe EBITDA aus. 

  • Swiss Life Asset Managers erhöht Dividende für Immobilienfonds

    Swiss Life Asset Managers erhöht Dividende für Immobilienfonds

    Der Immobilienfonds Swiss Life REF (CH) ESG Swiss Properties hat das Geschäftsjahr 2023/24 mit einem Erfolg von 64,2 Millionen Franken abgeschlossen, informiert Swiss Life Asset Managers in einer Mitteilung. Davon will der zur Swiss Life-Gruppe gehörende Vermögensverwalter 58,3 Millionen Franken an die Anlegerinnen und Anleger ausschütten. Dafür wird die Dividende von 2,60 Franken für das vorherige Geschäftsjahr auf 2,70 Franken pro Anteil erhöht.

    Im Berichtsjahr hat Swiss Life Asset Manager 47 neu erworbene Liegenschaften in den Fonds integriert. Gleichzeitig spielte die Veräusserung von sieben Liegenschaften dem Fonds einen Kapitalgewinn von 7,2 Millionen netto ein. Der Wert der über den gesamten Berichtszeitraum gehaltenen Immobilien legte im Jahresvergleich um 0,4 Prozent netto zu. Die Mietzinseinnahmen lagen um 4,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Leerstandsquote zog von 1,5 auf 1,6 Prozent an.

    Zum Ende des Geschäftsjahrs am 30. September 2024 setzte sich der Fonds aus 201 Bestandsliegenschaften im Marktwert von insgesamt 3,21 Milliarden Franken zusammen. Der Nettoinventarwert pro Anteil vor Ausschüttung blieb mit 113,73 Franken gegenüber Vorjahr unverändert.

  • Strategie für steigendes Betriebsergebnis bis 2030 vorgestellt

    Strategie für steigendes Betriebsergebnis bis 2030 vorgestellt

    Die BKW hat am 8. November ihre Strategie Solutions 2030 vorgestellt. Diese sieht laut einer Mitteilung vor, das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern bis 2030 auf 1 Milliarde Franken zu erhöhen. 2023 betrug das Betriebsergebnis laut Geschäftsbericht 620,3 MilliBitonen Franken.

    Das Betriebsergebnis des Bereichs Energielösungen soll auf 650 Millionen Franken steigen. 2023 lag es bei 534,6 Millionen. Das Ergebnis des Bereichs Netze soll 2030 bei 150 Millionen liegen (2023: 146,7 Millionen). Der stärkste Zuwachs wird im Bereich Infrastruktur- und Gebäudelösungen angestrebt. 2023 soll das Ergebnis bei 200 Millionen Franken liegen, 2023 wurde ein Verlust von 40 Millionen erzielt. Dabei sollen die Generalplanung in Infrastruktur und Hochbau sowie Gebäudetechniklösungen ausgebaut und die Profitabilität stetig erhöht werden.

    Dafür will der Berner Energieversorger 4 Milliarden Franken investieren, mindestens die Hälfte in der Schweiz. Die Investitionen sollen aus dem freien Geldfluss finanziert werden, der in diesem Zeitraum über 5 Milliarden Franken betragen soll.

    «Mit der umfassenden Weiterentwicklung der Strategie unterstützt die BKW ihre Kundinnen und Kunden mit zukunftsweisenden Lösungen noch stärker bei der Transformation des Energiesystems», wird BKW-Verwaltungsratspräsident Roger Baillod in der Mitteilung zitiert. CEO Robert Itschner verweist auf die Breite des angestrebten Wachstums: «Zur Erreichung dieser Ziele tragen sämtliche Geschäftsfelder der BKW bei. Die BKW investiert in ihre starke Schweizer Basis und wächst gezielt im europäischen Ausland.»

    Die BKW will als Gesamtkonzern bis 2040 ihren Netto-Ausstoss von Treibhausgasen auf Null senken.

  • Ausbau von erneuerbaren Energieanlagen in Italien

    Ausbau von erneuerbaren Energieanlagen in Italien

    Die Repower Gruppe baut ihr Portfolio in Italien deutlich aus. Dafür hat sie laut einer Unternehmensmitteilung die 35 Prozent der Anteile an Repower Renewable übernommen, die seit deren Gründung im Jahr 2018 bisher im Besitz der Londoner Investmentfirma Omnes Capital waren. Ebenfalls seit damals hält der Stromproduzent, Verteilnetzbetreiber und Energiehändler mit Sitz in Poschiavo die restlichen 65 Prozent. Damit kontrolliert die Repower Gruppe nun 100 Prozent von Repower Renewable.

    Damit ist Repower nun alleiniger Besitzer der italienischen Wind-, Solar- und Wasserkraftwerke von Repower Renewable. Deren Gesamtleistung beläuft sich auf rund 120 Megawatt. Dazu kommt laut der Mitteilung «eine volle Pipeline» bereits genehmigter Kraftwerkprojekte mit einer Gesamtleistung von weiteren 150 Megawatt.

    Die Strategie von Repower sieht den Angaben zufolge den konsequenten Ausbau des Portfolios an erneuerbaren Energieanlagen in der Schweiz und in Italien vor. Die bisher 30’000 Kundinnen und Kunden in Italien sollen in Zukunft vollständig mit zertifizierter, erneuerbarer Energie versorgt werden.

  • Wohneigentum als langfristiges Investment

    Wohneigentum als langfristiges Investment

    Wohneigentum bietet langfristig eine Rendite, die mit der eines reinen Schweizer Aktienportfolios vergleichbar ist, erläutert Raiffeisen Schweiz in einer Mitteilung. Konkret haben die Immobilienmarktfachleute der Bankengruppe eine durchschnittliche jährliche Eigenkapitalrendite von 7,2 Prozent für Wohneigentum seit 1988 errechnet. «In der langfristigen Betrachtung ist Wohneigentum Aktienanlagen daher praktisch ebenbürtig, zumal die Rendite bei deutlich geringerer Volatilität erzielt wird», wird Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, in der Mitteilung zitiert.

    «Der grösste Vorteil von Wohneigentum gegenüber Aktien liegt aber darin, dass dessen Illiquidität die Eigentümer zwingt, langfristig investiert zu bleiben und Krisenzeiten einfach auszusitzen», erläutert Hasenmaile. Wer statt auf Hauseigentum zur Miete lebt und sein Vermögen anlegt, müsse für eine vergleichbare Rendite «äusserst diszipliniert anlegen und nicht in die vielen psychologischen Fallen treten, die an den Finanzmärkten lauern». Wohneigentümer als Langzeitinvestierende folgten dagegen automatisch «einem der wichtigsten Grundsätze des erfolgreichen Anlegens».

    Langfristig betrachtet sind die laufenden Wohnkosten im Eigenheim in etwa dieselben einer Mietwohnung. Aufgrund wieder sinkender Zinsen können Interessierte für Wohneigentum aktuell aber von Einsparungen in Höhe von 10 bis 16 Prozent gegenüber dem Wohnen zur Miete profitieren. Zudem hat sich die Leerstandsquote von Eigenheimen im Jahresvergleich von 0,53 Prozent auf 0,58 Prozent leicht erhöht. Die Leerstandsquote für Mietwohnungen fiel gleichzeitig von 1,60 auf 1,44 Prozent.

  • Sinkende Strompreise 2025

    Sinkende Strompreise 2025

    Die Eidgenössische Elektrizitätskommission hat ihre Berechnungen für die Stromtarife 2025 veröffentlicht. Ein typischer Schweizer Haushalt mit einem Verbrauch von 4.500 kWh wird im kommenden Jahr 29 Rappen pro Kilowattstunde zahlen, was einer Reduktion von 3.14 Rp./kWh im Vergleich zu 2024 entspricht. Diese Preissenkung führt zu einer jährlichen Ersparnis von 141 Franken und senkt die Stromrechnung auf insgesamt 1.305 Franken.

    Die Reduktionen betreffen sowohl die Netzkosten als auch die Energietarife. Während die Netzkosten für einen typischen Haushalt um 4 Prozent von 12.71 Rp./kWh auf 12.18 Rp./kWh sinken, fallen die Energietarife um 12 Prozent auf 13.7 Rp./kWh. Unverändert bleiben die Abgaben an die Gemeinwesen (1 Rp./kWh) sowie der Netzzuschlag (2.3 Rp./kWh). Für kleine und mittlere Unternehmen zeichnen sich ähnliche Entlastungen ab.

    Schwankende Preise je nach Netzbetreiber
    Die Stromtarife variieren je nach Netzbetreiber stark. Dies liegt hauptsächlich an Unterschieden in der Eigenproduktion und den Beschaffungsstrategien. Einige Netzbetreiber, die stärker auf langfristige Beschaffung setzen, können kurzfristige Preisschwankungen besser ausgleichen, tragen aber über längere Zeit höhere Kosten. Die Unterschiede in den Energiebeschaffungsstrategien führen zu erheblichen Preisunterschieden zwischen den Regionen.

    Gründe für die Preissenkungen
    Die stabileren Stromgrosshandelspreise sind einer der Hauptgründe für die Entspannung der Tarife. Nach den erheblichen Preissteigerungen in den Jahren 2023 und 2024 notieren die Großhandelspreise derzeit bei etwa 90 EUR/MWh, was einen Rückgang gegenüber den 150 EUR/MWh des Vorjahres darstellt. Diese Marktentspannung wird sich nun schrittweise auf die Energietarife auswirken.

    Ein weiterer Faktor ist die Reduktion der Kosten für die Winterreserve. Während diese im Jahr 2024 noch bei 1.2 Rp./kWh lagen, sinken sie 2025 auf 0.23 Rp./kWh. Die Kapitalverzinsung für das Netz, der sogenannte WACC, ist ebenfalls leicht gesunken, was sich ebenfalls kostensenkend auswirkt.

    Beschaffungsstrategien und Eigenproduktion als Schlüssel
    Die Tarife in der Grundversorgung werden stark durch das Produktions- und Beschaffungsportfolio der Energieversorger beeinflusst. Eigenproduktion und der Zeitpunkt der Strombeschaffung sind dabei entscheidende Faktoren. Netzbetreiber, die ihre Beschaffungsstrategien über längere Zeiträume streuen, können Preisschwankungen am Grosshandelsmarkt besser abfedern. Die Höhe der Eigenproduktion beeinflusst dabei ebenfalls die Gestehungskosten, die teilweise unter den Marktpreisen lagen.

    Die Netzkosten bleiben jedoch aufgrund der hohen Marktpreise weiterhin relativ hoch, da sie auch von strompreisabhängigen Komponenten wie Wirkverlusten und Systemdienstleistungen (SDL) betroffen sind. Swissgrid stellt diese SDL für die kurzfristige Stabilität des Systems bereit und gibt die Kosten an die Netzbetreiber weiter, die diese wiederum den Endverbrauchern in Rechnung stellen.

    Transparenz für Verbraucher
    Die ElCom hat die Stromtarife 2025 für alle Gemeinden und Netzbetreiber veröffentlicht. Diese sind ab sofort auf der Webseite www.strompreis.elcom.admin.ch einsehbar und bieten Verbrauchern die Möglichkeit, die Tarife zu vergleichen und sich über die Entwicklung der Strompreise zu informieren.

  • Neue Professuren im Bereich Real Estate Economics & Finance ab Herbst 2024

    Neue Professuren im Bereich Real Estate Economics & Finance ab Herbst 2024

    Das CUREM freut sich, eine bedeutende Erweiterung seiner wissenschaftlichen Ausrichtung bekanntzugeben. Ab Herbst 2024 werden zwei neue Professuren im Bereich «Real Estate Economics & Finance» eingerichtet, unterstützt durch drei bedeutende Funding Partner aus der Immobilienbranche. Dieser Schritt markiert nicht nur einen Meilenstein in der Geschichte des CUREM, sondern setzt auch neue Massstäbe für die Zusammenarbeit zwischen akademischer Forschung und Praxis in der Immobilienwirtschaft.

    Mit der Schaffung dieser Professuren unterstreicht das CUREM seine Rolle als führender Anbieter von immobilienwirtschaftlicher Weiterbildung und Forschung in Zürich. Der enge Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis ist dabei von zentraler Bedeutung: «Wir sind der festen Überzeugung, dass das Zusammenspiel von akademischer Forschung und Praxiswissen die Basis exzellenter Weiterbildungen bildet», so die Leitung des CUREM.

    Wissenschaftliche Exzellenz trifft auf praxisnahe Lehre
    Für die neuen Professuren konnten zwei renommierte Wissenschaftler gewonnen werden, die sowohl international als auch national Anerkennung geniessen und die Vision von wissenschaftlicher Exzellenz und praxisorientierter Lehre teilen: Prof. Dr. Christian Hilber und Dr. Francisco Amaral.

    Ein internationaler Experte für Wohnraumpolitik und Stadtentwicklung
    Prof. Dr. Christian Hilber übernimmt ab Herbst 2024 eine Teilzeitprofessur ad personam (20%) an der Universität Zürich. Hilber, der aktuell als Professor für Wirtschaftsgeographie an der London School of Economics (LSE) tätig ist, bringt eine herausragende Expertise im Bereich Wohnraumversorgung und Stadtentwicklung mit. Diese Themen sind auch für die Schweiz von höchster Relevanz, wo die Wohnraumpolitik vor grossen Herausforderungen steht.

    «Für mich ist es eine besondere Freude, meine Erfahrungen in Zürich einbringen zu dürfen. Die Schweiz steht vor grossen Herausforderungen im Bereich der Wohnraumpolitik, und ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam Lösungen entwickeln können, die sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich nachhaltig sind», betont Prof. Hilber.

    Neben seiner akademischen Laufbahn hat Prof. Hilber umfangreiche Erfahrung in der Beratung von Regierungen und internationalen Organisationen wie der OECD und der Asian Development Bank. Seine Tätigkeit am CUREM wird die internationale Vernetzung und den praxisnahen Wissensaustausch weiter stärken.

    Finanz- und Immobilienökonomie im Fokus
    Dr. Francisco Amaral, der ab Oktober 2024 als Assistenzprofessor (100%) an der Universität Zürich tätig sein wird, bringt wertvolle Expertise an der Schnittstelle von Finanz- und Immobilienökonomie mit. Seine Forschung konzentriert sich auf die Wechselwirkungen zwischen Risiko und Rendite auf Wohnungsmärkten unter verschiedenen makroökonomischen Bedingungen.

    «Der Wohnungsmarkt spielt in der Schweiz, wie in vielen westlichen Ländern, eine zentrale Rolle für die finanzielle Stabilität und das Wohl der Gesellschaft. Um nachhaltige Massnahmen zu entwickeln, die den Markt widerstandsfähiger und erschwinglicher machen, müssen wir verstehen, welche Faktoren Risiko und Rendite beeinflussen», erklärt Dr. Amaral, der an der Universität Bonn promoviert wurde.

    Mit seiner umfassenden Forschungserfahrung trägt Dr. Amaral massgeblich zur wissenschaftlichen Vertiefung und Weiterentwicklung des CUREM bei, insbesondere in den Bereichen Finanzmarktanalyse und Immobilienökonomie.

    Stärkung des Standorts Zürich als Zentrum für Immobilienforschung
    Die Einrichtung dieser Professuren ist nicht nur für das CUREM ein entscheidender Schritt, sondern auch für den Standort Zürich. Mit der erweiterten wissenschaftlichen Ausrichtung wird Zürich als führender Hub für immobilienwirtschaftliche Forschung und Lehre in Europa weiter gestärkt. Die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis wird den Wissenstransfer fördern und zur Entwicklung innovativer Lösungen für aktuelle Herausforderungen im Immobiliensektor beitragen.

    Ein zukunftsweisender Schritt für die Immobilienbranche
    Mit den neuen Professuren im Bereich «Real Estate Economics & Finance» setzt das CUREM ein klares Zeichen für die zukünftige Ausrichtung der immobilienwirtschaftlichen Forschung und Lehre in Zürich. Die Verknüpfung von akademischer Exzellenz mit praxisorientiertem Wissen wird nicht nur das CUREM, sondern die gesamte Immobilienbranche nachhaltig stärken. Prof. Dr. Christian Hilber und Dr. Francisco Amaral bringen wertvolle Erfahrungen und frische Impulse mit, die zur Weiterentwicklung des Instituts und zur Bewältigung der Herausforderungen des Wohnungsmarktes beitragen werden.

    Diese spannende Entwicklung markiert den Beginn einer neuen Ära für das CUREM und den Immobiliensektor in der Schweiz. Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit und die neuen Perspektiven, die diese Professuren eröffnen werden.

  • Zug Estates platziert dritten Green Bond

    Zug Estates platziert dritten Green Bond

    Die Zug Estates Holding AG hat einen weiteren bedeutenden Schritt in ihrer nachhaltigen Finanzstrategie gemacht. Nach der erfolgreichen Einführung von Green Bonds im Jahr 2019 und der vollständigen Umstellung des Anleihen Portfolios auf grüne Anleihen im Jahr 2022, hat das Unternehmen nun einen weiteren Green Bond über CHF 100 Mio. platziert. Die Emission, die am 30. September 2024 liberiert wird, verfügt über einen Coupon von 1.65% und eine Laufzeit von sieben Jahren. Damit steigt der Anteil unbesicherter Anleihen im Verhältnis zu sämtlichen verzinslichen Finanzierungen auf rund 45%.

    Mehr Flexibilität für nachhaltige Investments
    Im Vorfeld der Emission hat Zug Estates ihr bestehendes Green Bond Framework zu einem Green Finance Framework erweitert. Diese Neuerung ermöglicht dem Unternehmen, neben Green Bonds auch auf andere grüne Finanzinstrumente zuzugreifen. Damit erweitert Zug Estates seine Flexibilität in der Finanzierung nachhaltiger Projekte und setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft des grünen Investments.

    Unter den neuen, strengen Selektionskriterien werden Gebäude und Areale als grün klassifiziert, die entweder weniger als 1 kg CO2-Äquivalente pro m² Energiebezugsfläche ausstossen oder über renommierte Nachhaltigkeitszertifikate wie BREEAM, DGNB/SGNI, SNBS oder Minergie verfügen. Trotz dieser anspruchsvollen Vorgaben können 95% des gesamten Portfolios von Zug Estates als grüne Liegenschaften eingestuft werden – ein Beleg für die konsequente Strategie des Unternehmens im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit.

    Die Suurstoffi Vorzeigemodell für nachhaltige Immobilien
    Ein grosser Teil der grünen Liegenschaften von Zug Estates befindet sich im Suurstoffi-Areal. Diese hochmoderne, nahezu CO2-frei betriebene Entwicklungsfläche wurde auch den bestehenden sowie dem neu lancierten Green Bond zugewiesen. Zum 30. Juni 2024 beträgt der Marktwert der Suurstoffi-Liegenschaften, die für die Green Bonds bestimmt sind, CHF 418.4 Mio. Dieses Areal ist ein herausragendes Beispiel für die Umsetzung von Zug Estates‘ nachhaltigen Entwicklungsstrategien und setzt neue Massstäbe im Bereich des nachhaltigen Bauens und Betreibens von Immobilien.

    Bestätigung durch internationale Rating-Agenturen
    Zug Estates erhält für ihr Green Finance Framework hohe Anerkennung von ISS Corporate Solutions, einer der weltweit führenden ESG-Research- und Rating-Agenturen. Diese Second Party Opinion (SPO) stärkt das Vertrauen der Investoren in die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Zusätzlich wurde Zug Estates von ISS (International Shareholder Services) am 23. August 2024 mit der Einstufung „C+“ und dem Status „Prime“ ausgezeichnet. Dies unterstreicht den hohen Stellenwert, den Zug Estates auf die ökologische, soziale und governancebasierte Nachhaltigkeit legt.

    Erfolgreiche Platzierung des Green Bonds
    Die Platzierung des neuen Green Bonds von Zug Estates stiess auf grosses Interesse bei institutionellen Investoren. Diese schätzen insbesondere, dass die Mittel direkt in Immobilien investiert werden, die höchsten Nachhaltigkeitsanforderungen entsprechen und bereits heute fast vollständig CO2-frei betrieben werden. UBS AG und die Basler Kantonalbank agierten als Joint Lead Manager der Emission. Die Zulassung zum Handel an der SIX Swiss Exchange wurde beantragt, was die Attraktivität des Green Bonds weiter steigert.

    Nachhaltigkeit als Zukunftsstrategie
    Mit der Platzierung ihres dritten Green Bonds und der Erweiterung ihres Green Finance Frameworks beweist Zug Estates erneut ihre führende Rolle im Bereich der nachhaltigen Immobilienfinanzierung. Das Unternehmen zeigt, wie konsequente ökologische Ausrichtung nicht nur den Wert des Portfolios steigern kann, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen und zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung leistet. Zug Estates setzt damit einen neuen Standard für die gesamte Immobilienbranche.

  • Zürcher Anlagestiftung plant Kapitalerhöhung

    Zürcher Anlagestiftung plant Kapitalerhöhung

    Die Zürich Anlagestiftung plant den Ausbau ihrer Anlagegruppe ZAST Immobilien Wohnen Schweiz. Dazu sollen vom 1. bis zum 30. Oktober rund 300 Millionen Franken von in der Schweiz ansässigen Vorsorgeeinrichtungen aufgenommen werden. Bereits bestehende Anlegende habe ein Vorzugsrecht, informiert die Zurich Invest AG in einer Mitteilung. Die Tochter der Zurich Insurance Group nimmt die Geschäftsführung der Anlagestiftung wahr.

    Zürich Anlagestiftung will die neu eingespielten Mittel für den Erwerb von 19 Liegenschaften mit einem Wohnanteil von insgesamt 90 Prozent verwenden. Etwa zwei Drittel der Objekte liegen in Genf und Lausanne, dazu kommen Liegenschaften in Zürich und Bern. Neben der guten Lage weise das Portfolio attraktive Mietzinspotenziale auf, heisst es in der Mitteilung. Der Ausgabepreis für Anteile am neuen Portfolio wird beim Nettoinventarwert per 31. Oktober 2024 zuzüglich 2,5 Prozent Ausgabeaufschlag liegen.

  • Wohnraumerschwinglichkeit in der Schweiz

    Wohnraumerschwinglichkeit in der Schweiz

    Die durchschnittliche Mietbelastung aller Haushalte in der Schweiz liegt je nach Definition des Verhältnisansatzes zwischen 17% und 27,8%. Die Analyse zeigt, dass die Bewertungen zur Unerschwinglichkeit von Wohnraum je nach gewähltem Messansatz erheblich variieren: Der Anteil der Haushalte, für die Wohnraum nicht erschwinglich ist, reicht von 6,7% bis 26%. Diese Unterschiede verdeutlichen die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung der Wohnkostenbelastung.

    Einfluss der Einkommensklasse und Haushaltstypen
    Die Differenzierung der Haushalte nach Einkommensklasse und Haushaltstyp beeinflusst die Mietbelastung erheblich. Haushalte im untersten Einkommensquintil wenden bis zu 51% ihres verfügbaren Einkommens für die Bruttomiete auf, während Haushalte im obersten Quintil maximal 17,2% zahlen. Besonders stark betroffen sind Single-Haushalte über 65 im untersten Einkommensquintil mit einer Mietbelastung von bis zu 64%.

    Verhältnisansatz als bevorzugte Methode
    Der Verhältnisansatz, der die Wohnkostenbelastung als Anteil des Einkommens misst, gilt als praktikabler als der theoretisch optimale Residualeinkommensansatz. Der differenzierte Verhältnisansatz, der nach Einkommensklasse und Haushaltstyp variiert, ermöglicht eine genauere Beurteilung der Wohnraumerschwinglichkeit und ist besser anwendbar als reine Mietkostenbenchmarks. Granulare Daten zu Bevölkerung, Einkommen und Wohnungen unterstützen diese differenzierte Analyse.

    Notwendigkeit einer klaren Definition und weiterer Forschung
    Für die Planung von erschwinglichem Wohnraum müssen Konzept und Ziele klar definiert sein. Eigentümer und Entwickler können nur dann zielgerichtete Angebote schaffen, wenn präzise Schwellenwerte für verschiedene Haushaltstypen und Einkommensklassen vorliegen. Zukünftige Forschung sollte sich auf die Bestimmung geeigneter Schwellenwerte konzentrieren und klären, welche spezifischen Komponenten der Wohnkosten und des Einkommens in der Erschwinglichkeitsanalyse berücksichtigt werden sollten.

    Optimierung der Preisgestaltung zur Förderung von Investitionen
    Eine differenzierte Preisgestaltung, die sich an den faktischen Einkommen orientiert, kann Leerstands- und Vermietungsrisiken mindern und Investitionen in neue Wohnungen fördern. Die Anwendung eines differenzierten Verhältnisansatzes bietet eine solide Grundlage zur Beurteilung der Wohnraumerschwinglichkeit in der Schweiz und trägt zur Schaffung von nachhaltigem und bezahlbarem Wohnraum bei.

  • Aargau und Thurgau gewinnen für Zürcher Firmen an Bedeutung

    Aargau und Thurgau gewinnen für Zürcher Firmen an Bedeutung

    Jedes Jahr wandern mehr Betriebe aus dem Kanton Zürich in andere Kantone ab, als von dort zuwandern. Im Mittel des Jahrzehnts von 2012 bis 2021 betrug der negative Saldo 116 Firmen. Das entspricht etwa einem Promille des Zürcher Bestands. Auch bezüglich der Zahl von Vollzeitstellen ist der Saldo zwar negativ, doch bezogen auf die 1,1 Millionen Stellen, die die Zürcher Wirtschaft 2021 angeboten hat, marginal. Das geht aus einer Analyse des Politikwissenschaftlers Peter Moser hervor, die die Zürcher Handelskammer veröffentlicht hat.

    Wird ein Betriebsstandort verlegt, so häufig in oder aus einem Nachbarkanton. Klar an der Spitze steht von 2012 bis 2021 mit 18 Prozent der zusammengezählten Betriebswanderungen der Aargau. Das könnte laut Moser auch daran liegen, «dass dessen Wirtschaftsgebiet, etwa im Limmattal, mit dem des Kantons Zürich zusammengewachsen ist». Es folgen die Tiefsteuerkantone Zug (16 Prozent) und Schwyz (13 Prozent) vor St.Gallen (10 Prozent) und der ebenfalls steuergünstige Thurgau (9 Prozent). Finanzdienstleister bevorzugen hingegen die Kantone Zug (40 Prozent) und Schwyz (25 Prozent).

    Für wegwandernde Zürcher Industrie-, Bau- und Logistikbetriebe ist der Aargau eine beliebte Destination. «Man profitiert von Netzwerkeffekten und für diese tendenziell flächenintensiven Wirtschaftszweige dürfte dort auch das Land noch etwas günstiger sein als im teuren Zentrum des Zürcher Metropolitanraums», so Moser. Dass dort wie im Thurgau die Produktionsfaktoren Boden und Arbeit vergleichsweise kostengünstig sind, hält er für den Hauptgrund dafür, dass insbesondere diese beiden Kantone als Zielkantone für wegwandernde Betriebe an Bedeutung gewonnen haben.

  • So kann eine 10-Millionen-Schweiz gelingen

    So kann eine 10-Millionen-Schweiz gelingen

    Lardi betonte die Notwendigkeit besserer Rahmenbedingungen, um der Wohnungsknappheit entgegenzuwirken. Er präsentierte vier zentrale Forderungen. Energetische Sanierungen und Aufstockungen können zusätzliche Nutzfläche schaffen, ohne neue Flächen zu verbrauchen. Es gehe nicht um Wolkenkratzer, sondern um moderate Erhöhungen bestehender Gebäude. Umnutzung von Büro- in Wohnflächen, denn die strikte Trennung zwischen Wohn- und Arbeitszonen sei veraltet. Mischzonen könnten die Verkehrsbelastung verringern und Wohnraum schaffen. Fehlregulierungen im Mietwohnungsrecht und Steuerprivilegien führen zu einer ungerechten Verteilung der Wohnfläche. Eine Liberalisierung könnte älteren Wohnraum freigeben und die Preise stabilisieren. Einsprachen und langwierige Bewilligungsverfahren seien die grössten Hindernisse. Diese müssten gestrafft werden, um schneller neuen Wohnraum zu schaffen.

    Wichtige Volksabstimmung
    Der Bau neuen Wohnraums erfordert auch eine kontinuierliche Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur. Das Strategische Entwicklungsprogramm Nationalstrassen ist hier von zentraler Bedeutung. Im November 2024 wird über diese Vorlage abgestimmt, die sechs grosse Projekte zur Engpassbeseitigung umfasst. Der Schweizerische Baumeisterverband befürwortet ein Ja zur Vorlage und fordert ein leistungsfähiges Mobilitätsangebot, bei dem alle Verkehrsmittel kombiniert werden. Lardi hob auch die Bedeutung des neuen Umweltschutzgesetzes hervor, das Lärmschutzkriterien anpasst und den Bau von Wohnungen ermöglicht, die bisher aus Lärmschutzgründen blockiert waren.

    Illustre Gastauftritte
    Zu den Highlights der Veranstaltung zählte das Referat von Bertrand Piccard, der die Rolle der Bauwirtschaft im Kampf gegen den Klimawandel betonte. Ökonom Martin Neff erläuterte, wie eine wachsende Bevölkerung die Prosperität eines Landes beeinflusst und wie durch Abbau von Regulierungen mehr Wohnraum geschaffen werden kann. Bauingenieur Pirmin Muff zeigte praktische Umsetzungsansätze für die Bauwirtschaft. Regierungsrat Martin Neukom überbrachte das Grusswort des gastgebenden Kantons Zürich.

    HGC-Jubiläum und Bau-Party
    Den Abschluss des von Mascha Santschi moderierten Grossanlasses bildeten ein Networking-Apéro, das Abendessen und die legendäre Bau-Party. Für musikalische Unterhaltung sorgte die 21-jährige Sängerin Joya Marleen aus St. Gallen, eine der aufstrebenden Stars der Schweizer Musikszene.

  • Neues Kapitel für Hypothekarbroker mit neuen Büroräumen in Zürich

    Neues Kapitel für Hypothekarbroker mit neuen Büroräumen in Zürich

    Der von Rolf Zäch und Karim Schmid geleitete Hypothekarbroker my hypotheca ag arbeitet laut einer Mitteilung neu vom Atmos Tower in Zürich aus. Nach der Gründung von my hypotheca im Jahr 2021 verbrachten die Gründer zwei Jahre im Co-Working Space im JED in Schlieren, um ihre Idee weiterzuentwickeln. Rolf Zäch kommt aus dem Immobiliensektor und Karim Schmid aus dem Finanzierungsbereich. Dank ihrer Unabhängigkeit und dem Zugang zu über 30 Finanzinstituten konnten sie bessere Bedingungen für Immobilienkäufer aushandeln und somit mehr Menschen den Traum vom Eigenheim ermöglichen, heisst es in der Mitteilung. Das heute als my hypotheca ag eingetragene Jungunternehmen beschäftigt inzwischen neun Vollzeitmitarbeitende.

    Das Geschäftsmodell von Zäch und Schmid als Hypothekarbroker ist in mehrfacher Hinsicht kundenorientiert, heisst es weiter. Mit dem Motto «Kraft der Auswahl» bieten sie Kunden Zugang zu über 30 Finanzierungspartnern. Diese breite Auswahl ermöglicht es, die besten Konditionen auf dem Markt zu finden. Ihr grosses Hypothekarvolumen und der direkte Zugang zu den Finanzinstituten sichere zudem Verhandlungsstärke und Expertise, um für die Kunden die optimalen Bedingungen auszuhandeln, heisst es in der Mitteilung.

    Aufgrund des Wachstums hat das Unternehmen im Januar 2024 den Firmensitz nach Zürich in den Atmos Tower verlegt. Dort haben sie flexible Arbeitsflächen im neuen Co-Working von Flexoffice gefunden. Flexoffice eröffnet im Herbst einen weiteren Co-Working Space im Neubau neben dem JED in Schlieren.

  • Komplexität schreckt private Bauherren ab

    Komplexität schreckt private Bauherren ab

    Aktuell wird nur noch jede zehnte neue Mietwohnung von privaten Bauherren erstellt, informiert Raiffeisen Schweiz in einer Mitteilung zur aktuellen Studie «Immobilien Schweiz 2Q24» der Bankengruppe. Damit hat sich der Anteil der von Privaten erstellen Mietwohnungen innerhalb von 20 Jahren halbiert. Die Fachleute von Raiffeisen Schweiz führen diese Entwicklung unter anderem auf die Pflicht zum verdichteten Bauen und der damit gestiegenen Komplexität von Bauprojekten zurück.

    Seit 2017 hat sich der Anteil der Mietwohnungen in Privatbesitz von 49 auf 45 Prozent verringert. «Lange verlief diese Entwicklung im Verborgenen, denn während der Tiefzinsphase füllten die institutionellen Investoren bereitwillig die Lücke, welche die Privaten hinterliessen», wird Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, in der Mitteilung zitiert. «Erst mit dem Zinsanstieg und der schwindenden relativen Attraktivität von Immobilienanlagen drosselten die Institutionellen ihren Appetit, wodurch der bereits seit vielen Jahren ablaufende Rückzug der privaten Bauherren sichtbar wurde.»

    Nach Ansicht der Fachleute von Raiffeisen Schweiz bringt die Entwicklung des Referenzzinssatzes keine weiteren Steigerungen der Wohnkosten mit sich. Langfristig werden die Mieten allerdings dennoch weiter steigen: «Anpassungen der Preise auf das orts- und quartiersübliche Niveau bei Mieterwechseln sowie die zu marktüblichen Konditionen angebotenen Neubauwohnungen treiben die Mieten insgesamt in die Höhe», meint Hasenmaile. «Früher oder später bedeutet das steigende Wohnkosten für alle Mieterhaushalte.»

  • Baurechte schaffen bezahlbaren Wohnraum in Zürich

    Baurechte schaffen bezahlbaren Wohnraum in Zürich

    Die Baugenossenschaft Im Gut hat sich das Ziel gesetzt, ihre Wohnsiedlungen an der Gutstrasse in Zürich-Wiedikon, die durch eine etwa 70-jährige Bausubstanz gekennzeichnet sind, umfassend zu erneuern und zu erweitern. Im Rahmen eines Masterplans werden die Möglichkeiten für den Bau gemeinnütziger Wohnungen sowie die Einrichtung eines Doppelkindergartens und die Schaffung gemeinschaftlicher sowie publikumsorientierter Nutzflächen erforscht. Zwei Baufelder, die 2012 und 2014 erneuert wurden, sind dabei erst der Anfang. Die nächsten Schritte umfassen die Neugestaltung zweier weiterer Parzellen, die durch städtische Baurechte ermöglicht werden.

    Neue Wohnkonzepte und die Rolle städtischer Baurechte
    Auf dem Grundstück an der Gutstrasse 146 bis 152 ist der Bau von 28 neuen Wohnungen geplant, während zwei denkmalgeschützte Gebäude, darunter ein Wohnhochhaus mit 46 Wohnungen, instand gesetzt werden. Der jährliche Baurechtszins für dieses Feld beläuft sich auf etwa 69.000 Franken. Parallel dazu wird das angrenzende Grundstück an der Gutstrasse 145 bis 153 vollständig neu bebaut und soll Raum für 72 Wohnungen bieten. Die beiden Baufelder ermöglichen somit insgesamt 146 bezahlbare Wohnungen – ein Zugewinn von 44 Wohnungen im Vergleich zum aktuellen Bestand.

    Finanzielle und planerische Weichenstellung
    Der Stadtrat strebt an, die Baurechte für diese Projekte vorzeitig für weitere 62 Jahre zu erneuern und unterstreicht damit das langfristige Engagement der Stadt zur Förderung bezahlbaren Wohnraums. Die Entscheidung über die Gewährung der Baurechte liegt beim Gemeinderat. In Vorbereitung auf den Baubeginn im September 2023 und den geplanten Bezug der Wohnsiedlung im Winter 2025/2026 wurden bereits einmalige Ausgaben von 1,355 Millionen Franken für die Sanierung des Baugrunds genehmigt. Dieses finanzielle Engagement ist ein bedeutender Beitrag zur Stärkung der urbanen Infrastruktur und zur Sicherstellung der Wohnqualität für breite Bevölkerungsschichten.

  • Zug setzt Massstäbe in der globalen Blockchain-Forschung

    Zug setzt Massstäbe in der globalen Blockchain-Forschung

    Mit der Unterstützung des Kantons Zug entsteht ein interdisziplinäres Forschungszentrum, das sich mit den vielfältigen Anwendungen und Auswirkungen der Blockchain-Technologie beschäftigt. Die Initiative, die in Kooperation mit der Universität Luzern und der Hochschule Luzern umgesetzt wird, soll nicht nur technologische, sondern auch gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Aspekte der Blockchain erforschen. Finanzdirektor Heinz Tännler betont, dass das Projekt nicht nur die wissenschaftliche Forschung vorantreibt, sondern auch den Wirtschaftsstandort Zug stärkt, insbesondere im Licht der neuen OECD-Mindestbesteuerung, die Anfang 2024 eingeführt wurde.

    Weltweit einzigartige Forschungsinitiative
    Das neu gegründete Zuger Institut für Blockchainforschung an der Universität Luzern wird sich den Herausforderungen und Chancen dieser disruptiven Technologie widmen. Dabei werden neun neue Lehrstühle geschaffen, die sich den verschiedensten Facetten der Blockchain-Technologie annehmen. Die Forschung wird dabei einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, der die technologischen Innovationen ebenso umfasst wie die damit verbundenen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Fragestellungen. Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis der Blockchain-Technologie und ihrer potenziellen Auswirkungen auf die Gesellschaft zu entwickeln.

    Stärkung der Forschungskapazitäten an der Hochschule Luzern
    Die Hochschule Luzern wird ihre bestehenden Aktivitäten in der Blockchainforschung durch die neue Initiative signifikant erweitern. Die Hochschule bringt ihre Expertise aus den Bereichen Informatik, Finanzen und Technik in das Projekt ein und arbeitet eng mit der Universität Luzern zusammen, um ein umfassendes Forschungsumfeld zu schaffen. Diese Kooperation bildet die Grundlage für den Hub, eine Plattform für Zusammenarbeit und Kommunikation, die den Austausch zwischen den beteiligten Forschern und der globalen Blockchain-Gemeinschaft fördert.

    Nachhaltige Finanzierung und langfristige Ziele
    Nach der initialen Anschubfinanzierung durch den Kanton ist vorgesehen, dass das Projekt auf nachhaltige Finanzierungsquellen umgestellt wird. Eine externe Evaluation nach drei Jahren soll die Effektivität und die Fortschritte der Forschungsinitiative beurteilen. Durch diese Massnahmen wird sichergestellt, dass die «Blockchain Zug – Joint Research Initiative» langfristig zu einer festen Grösse in der globalen Forschungslandschaft wird und Zug als führendes Zentrum für Blockchain-Technologie etabliert.

  • Neues Luzerner Theater: Zukunftsweisendes Betriebskonzept bestätigt

    Neues Luzerner Theater: Zukunftsweisendes Betriebskonzept bestätigt

    Die Evaluation des Betriebskonzepts des neuen Luzerner Theaters, das 2020 erstellt und später an das Siegerprojekt «überall» der Zürcher Architekten Ilg Santer angepasst wurde, fand unter der Leitung der renommierten METRUM Managementberatung statt. Diese Überprüfung beinhaltete Gespräche mit Fachpersonen und die Sichtung von Dokumenten und Studien zu verschiedenen betrieblichen Aspekten wie Personal-, Raumkosten und Gastronomie.

    Bestätigung und strategische Ausrichtung
    Die Evaluation unterteilte sich in die Bereiche «Kulturpolitische Themen», «Output-Themen» wie Besuchszahlen und Vorstellungszahlen sowie «Input-Themen», die unter anderem Personalplanung und Gebäudeunterhalt umfassen. Die Ergebnisse bestätigten das Betriebskonzept und unterstrichen die Notwendigkeit einer detaillierten Planung für den weiteren Verlauf. Kulturdirektor Dr. Armin Hartmann und der Luzerner Stadtpräsident Beat Züsli, präsentierten die ermutigenden Ergebnisse, die das Theater als Mehrspartenhaus mit eigenem Ensemble bestätigen und seine Bedeutung für die Kulturversorgung sowie die wirtschaftliche Wertschöpfung hervorheben.

    Vertrauensbildung und politische Akzeptanz
    Die Vor-Evaluation dient als wichtige vertrauensbildende Massnahme für das Projekt, das sich politischen und finanziellen Herausforderungen gegenübersieht. Die Ergebnisse bieten eine solide Basis für die anstehenden Entscheidungen und die weitere Projektentwicklung, einschliesslich einer möglichen Volksabstimmung im Winter 2025. Dieser Schritt ist entscheidend, um den Grossen Stadtrat von der Notwendigkeit und Machbarkeit des Projektes zu überzeugen.

    Mit der bevorstehenden Medienkonferenz und der detaillierten Präsentation des Projektes «überall» wird die Stadt Luzern einen umfassenden Bericht und Antrag vorlegen, der die finanziellen und operativen Rahmenbedingungen des neuen Theaters festlegt. Dieser Fortschritt verspricht, die kulturelle Landschaft Luzerns nachhaltig zu prägen und die Stadt als kulturellen Knotenpunkt in der Schweiz weiter zu stärken.

  • Neuer Investor für nachhaltige Baustartups

    Neuer Investor für nachhaltige Baustartups

    Buildify.earth wurde mit der Vision ins Leben gerufen, nachhaltige Innovationen in der Baubranche zu unterstützen. Die Investmentgesellschaft engagiert sich besonders in den frühen Entwicklungsphasen von Startups und bietet neben Kapital auch Zugang zu einem umfassenden Netzwerk. Dieses Netzwerk wurde über Jahre im Rahmen des Aufbaus des Switzerland Innovation Park Central, NEST und anderen Organisationen etabliert und ist ein wertvolles Asset für die geförderten Unternehmen.

    Strategische Partnerschaften und langfristige Ziele
    Vor acht Jahren begann die Planung für den Standort des Innovation Parks in der Zentralschweiz, der 2019 in Rotkreuz seine Türen öffnete und seit 2021 offiziell Teil von Switzerland Innovation ist. Der Park zählt heute über 100 Mitglieder, darunter namhafte Akteure der Schweizer Baubranche sowie Forschungseinrichtungen. Diese Vernetzung bietet direkten Zugang zu Entscheidungsträgern und eine Plattform für Startups, um in einer traditionell risikoaversen Branche wichtige Kooperationen zu schmieden.

    Bereitstellung finanzieller Mittel und Ressourcen
    Die von privaten Investoren, der Zuger Kantonalbank und dem Park selbst bereitgestellten Mittel, die sich auf einen einstelligen Millionenbetrag belaufen, ermöglichen es buildify.earth, signifikante erste Investitionen zu tätigen, die bald angekündigt werden sollen. Die Investmentpipeline ist reich gefüllt, einschliesslich 40 Startups, die bereits Mitglieder des Parks sind. Die buildify.earth AG nimmt dabei eine flexible Rolle als Co-Investor ein, der schnell agieren und als Katalysator für weitere Investitionen dienen kann.

    Langfristige Planung und offene Türen für weitere Investoren
    Reto Largo und Sem Mattli, die Leiter von buildify.earth, suchen nicht nur nach vielversprechenden Startups, sondern auch nach weiteren Investoren, um das Kapital der Evergreen-Struktur der Gesellschaft zu stärken. Diese Struktur passt gut zu den langen Innovationszyklen im Baubereich und ermöglicht es, einen Teil der Erträge wieder zu investieren, während gleichzeitig attraktive Renditen für die Investoren angestrebt werden. Dies ist nur der Beginn einer langfristigen Strategie, die darauf abzielt, substanzielle Investitionen in aussichtsreiche Startups zu tätigen und die Zukunft der nachhaltigen Bauindustrie aktiv mitzugestalten.

  • Das Herz der Schweiz pulsierend in Vielfalt und Innovation

    Das Herz der Schweiz pulsierend in Vielfalt und Innovation

    Die geografische und demografische Struktur Zürichs trägt zu seinem einzigartigen Charakter bei. Mit seiner Gliederung in 12 Bezirke und 34 Quartiere, eingebettet zwischen dem Limmatufer und dem Uetliberg, bietet Zürich eine malerische Kulisse für seine über 428.700 Einwohner und 1,4 Millionen Menschen in der Gesamtagglomeration. Ein bemerkenswerter Anteil von 32 % der Bevölkerung, die aus 172 Nationen stammt, spiegelt die internationale Präsenz und Offenheit der Stadt wider.

    Die wirtschaftliche Landschaft Zürichs ist geprägt von Vielfalt und Stärke. Der Finanzsektor, der ein Viertel der lokalen Wirtschaftsleistung repräsentiert, sowie die boomende Kreativwirtschaft mit 39.000 Arbeitsplätzen unterstreichen Zürichs Rolle als Wirtschaftsmotor. Mit einer hohen Tourismusrate, untermauert durch 3,4 Millionen jährliche Übernachtungen und einem bedeutenden Luft- und Schienenverkehrsknotenpunkt, ist Zürich auch ein zentraler Anziehungspunkt für internationale Besucher. Darüber hinaus bereichert eine vielseitige Kulturszene, mit Museen von Weltrang und einer historisch wertvollen Altstadt, das städtische Leben. Festivals, Kunst- und Musikevents sowie die natürlichen Erholungsgebiete am Zürichsee und auf dem Uetliberg bieten Bewohnern und Besuchern eine hohe Lebensqualität.

    Zürich steht somit nicht nur für eine gelungene Verbindung von kultureller Vielfalt und wirtschaftlicher Dynamik, sondern auch für eine fortschrittliche Haltung gegenüber der Zukunft. Diese Stadt zeigt, wie moderne Urbanität im Einklang mit historischem Erbe und natürlicher Schönheit gestaltet werden kann, und setzt sich als massgebliches Beispiel für Innovation und Lebensqualität im globalen Kontext.

    Grundlagen für eine lebendige Stadt
    Die Stadtentwicklung Zürich ist eine Abteilung des Präsidialdepartements der Stadt Zürich und untersteht direkt der Stadtpräsidentin. Sie umfasst die fünf Bereiche und der Auftrag besteht darin, Grundlagen und Strategien für die sozialräumliche Stadtentwicklung bereitzustellen. Das Team beschäftigen sich mit einer Vielzahl von Themen und setzen sich für ein integriertes und nutzerorientiertes Verständnis von Stadtentwicklung und -planung ein. Dies sind zB. erstellen von Studien und Expertisen, führen von Impulsprojekte, Vertretung sozialräumliche Aspekte in Vorhaben unter Federführung Dritter. Die Stadtentwicklung übernimt auch Koordinations- und Sonderaufgaben. Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit ist die Beteiligung der Bevölkerung. So werden partizipative Prozesse und Workshops organisieren, um Ideen und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in die Stadtentwicklung mit einzubeziehen. Dadurch schafft die Stadt Zürich eine breite Akzeptanz für etlichen Projekte und stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl der Stadtgesellschaft. Zudem wird einen intensiven Austausch mit anderen städtischen Ämtern und externen Partnern gepflegen, um eine ganzheitliche und nachhaltige Stadtentwicklung zu gewährleisten. Zielsetzung ist es, Zürich als lebendige, vielfältige und lebenswerte Stadt weiterzuentwickeln.

    Stärkung des Standortes für morgen
    Die Wirtschaftsförderung fördert den Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft und setzt sich für gute Rahmenbedingungen ein. Sie unterstützt Jungunternehmertum und Projekte, die die Zukunftsfähigkeit des Standorts stärken und ihn national sowie international sichtbar machen. Der nachhaltigen Stadtentwicklung misst die Wirtschaftsförderung einen hohen Stellenwert bei. Sie setzt sich dafür ein, dass die Wirtschaft stärker berücksichtigt und eingebunden wird, um die Nachhaltigkeitsziele der Stadt Zürich zu erreichen. Ein wichtiger Baustein für die Stärkung des Standortes für morgen ist die gezielte Förderung von Bildung und Innovation. Die Wirtschaftsförderung setzt sich dafür ein, dass Bildungsangebote eng mit den Bedürfnissen der Wirtschaft verknüpft werden, um qualifizierte Fachkräfte für die Zukunft zu sichern. Zudem unterstützt sie Innovationsprojekte und Technologietransfer, um die regionale Wirtschaft voranzutreiben und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Durch diesen ganzheitlichen Ansatz trägt die Wirtschaftsförderung dazu bei, den Standort nachhaltig zu stärken und zukunftsfähig zu machen.

    Schlüssel zur Förderung von Wachstum
    Innovationen und Digitalisierung in Unternehmen werden von der Wirtschaftsförderung aktiv gefördern. Durch gezielte Förderprogramme und Beratungsleistungen werden Unternehmen dabei unterstützt, zukunftsorientierte Technologien einzusetzen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Zusätzlich engagiert sich die Wirtschaftsförderung für die Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen und die Ausbildung von Fachkräften. Sie arbeitet eng mit Bildungseinrichtungen und Unternehmen zusammen, um eine passgenaue Ausbildung von Nachwuchstalenten sicherzustellen und den Fachkräftemangel langfristig zu bekämpfen.

    Impulse für die Zukunft
    Ein wichtiger Aspekt der Wirtschaftsförderung ist die Förderung von Start-ups und innovativen Geschäftsideen. Durch gezielte Unterstützung und Beratung sollen junge Unternehmer ermutigt werden, ihre Ideen umzusetzen und zum wirtschaftlichen Erfolg zu führen. Die Wirtschaftsförderung organisiert regelmässig Veranstaltungen und Netzwerktreffen, um den Austausch zwischen etablierten Unternehmen und Start-ups zu fördern und Synergien zu schaffen. So kann Zürich als innovativer und attraktiver Standort für Unternehmensgründungen weiter gestärkt werden.

  • Dienstleistungen belasten Ergebnis der BKW

    Dienstleistungen belasten Ergebnis der BKW

    Die BKW hat 2023 laut einer Mitteilung das finanziell zweitbeste Jahr ihrer Geschichte erzielt. Die Berner Energieversorgerin hat bei einem Umsatz von 4598 Millionen Franken ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 620 Millionen und einen Reingewinn von 488 Millionen Franken erzielt. Der Umsatz liegt damit um 12 Prozent unter dem Rekordjahr 2022, aber um 29 Prozent über 2021. Ähnlich beim Ergebnis und beim Gewinn: Der Reingewinn lag 2023 um 40 Prozent unter dem von 2022 und um 76 Prozent über dem von 2021.

    Das Ergebnis wird vor allem vom Geschäftsfeld Energie getragen. Dieses trug laut dem Geschäftsbericht bei einer Gesamtleistung von 2953 Millionen Franken insgesamt 535 Millionen Franken zum Ergebnis bei, ein Rückgang um 24 Prozent bei der Leistung und um 40 Prozent beim Ergebnis. Die Investitionen stiegen im Geschäftsfeld Energie von 147 Millionen auf 276 Millionen Franken.

    Die Netze lieferten bei einer Gesamtleistung von 540 Millionen ein Ergebnis von 147 Millionen Franken ab, ein Plus von 5 Prozent bei der Leistung und von 0,6 Prozent beim Ergebnis. Die Investitionen stiegen von 113 Millionen 2022 auf 136 Millionen Franken 2023.

    Der Umsatz der Dienstleistungen stieg 2023 um 4 Prozent auf 1838 Millionen Franken. Beim Ergebnis wies das Geschäftsfeld einen Verlust von 40 Millionen Franken aus. Im Vorjahr war es noch ein Plus von 53 Millionen gewesen. Das Ergebnis wurde durch Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von 132 Millionen belastet. Die Investitionen sanken von 333 Millionen auf 75 Millionen Franken. Die BKW will bis Ende 2024 die Profitabilität des Geschäftsfeldes nachhaltig steigern. Sie prüft zudem Verkäufe und Zukäufe.

  • Avobis sieht für 2024 positiven Trend bei Wohnrendite-Immobilien

    Avobis sieht für 2024 positiven Trend bei Wohnrendite-Immobilien

    Der Immobiliendienstleister Avobisgeht in seinem Outlook 2024 von einer günstigen Entwicklung für Wohnrendite-Immobilien aus. Die Prognose für 2024 sei durchwegs positiv, heisst es in einer Medienmitteilung. Demnach dürfte die Attraktivität von Wohnrendite-Immobilien in Erwartung niedrigerer Zinssätze und aufgrund positiver Fundamentalfaktoren erneut zunehmen und verstärkt auf Käuferinteresse treffen. Dies werde voraussichtlich zu einer Wiederbelebung der Liquidität am Transaktionsmarkt führen.

    Trotz einer belebten Marktdynamik seien generelle Preissteigerungen in der nahen Zukunft nicht absehbar. Institutionelle Investoren, die in den letzten Jahren die Käuferseite stützten, könnten zunehmend als Verkäufer agieren. Dies liege auch an den gestiegenen Anforderungen an die Nachhaltigkeit. Umweltbewusste Umgestaltungen von Portfolios führen laut Avobis dazu, dass Liegenschaften verkauft und dafür nachhaltigere Objekte erworben werden.

    Dies könnte auch mit einer gewissen Volatilität einhergehen. Solche Marktbedingungen würden Opportunitäten erzeugen, die für aufmerksame Investoren interessant sein könnten. Im aktuellen Marktumfeld bieten Wohnimmobilien den Angaben zufolge ein breites Spektrum an attraktiven Investitionsmöglichkeiten, von einfachen Buy-to-Rent-Modellen über Bau und Promotion bis hin zur Realisierung von rentablen Nutzungskonzepten.

  • Flughafen Zürich hat Anforderungen des Kantons übertroffen

    Flughafen Zürich hat Anforderungen des Kantons übertroffen

    Der Zürcher Regierungsrat hat am 7. Dezember den Flughafenbericht vorgelegt. Danach hat der Flughafen Zürich 2022 die volks- und verkehrswirtschaftlichen Anforderungen erfüllt. Die Gesamterträge stiegen mit 1024 Millionen Franken erstmals seit Corona wieder über 1 Milliarde, ein Anstieg um 50,5 Prozent. Die Kosten stiegen nur um 22,9 Prozent auf 468 Millionen Franken. Der Gewinn betrug 138 Millionen Franken, ein Anstieg um 149,3 Prozent.

    Die Passagierzahlen erholten sich weiter auf 23 Millionen, für 2023 erwartet der Regierungsrat 28 Millionen Reisende. Auch qualitativ steht der Flughafen gut da: Global steht er bei der Erreichbarkeit auf Platz 7, bei der Qualität auf Platz 8. Beim Fluglärm wurde laut der Präsentation des Regierungsrates mit rund 43‘400 Fluglärmbetroffenen der Richtwert von 47‘000 unterschritten. Auch bei den Flugbewegungen blieb der Flughafen mit 216‘000 – davon 10‘000 nachts – deutlich unter 320‘000.

    Die Komplexität des Flugbetriebs sei aber weiterhin hoch, betont der Regierungsrat. Eine Verlängerung der Pisten, über die das Stimmvolk im Frühjahr abstimmt, verringere die Zahl der Kreuzungspunkte in der Luft und am Boden. Damit werde die Sicherheitsmarge erhöht, heisst es in einer Mitteilung zum Flughafenbericht.

    Der Regierungsrat unterstreicht die Bedeutung des Flughafens für den Standort. Dieser sei entscheidend für die internationale Erreichbarkeit der Schweiz, ein wichtiger Arbeitgeber und ein Wirtschaftsmotor für den Kanton und die Schweiz insgesamt.