Schlagwort: finanzen

  • Anpassungsstrategien für Immobilienprofis in einer veränderten Welt

    Anpassungsstrategien für Immobilienprofis in einer veränderten Welt

    Die Auswirkungen der globalen Pandemie sind nach Jahren immer noch spürbar und haben uns in eine neue Realität geführt. Dies erfordert von Immobilieninvestoren eine Neubewertung ihrer Strategien, um sich ausgewogen zu positionieren und gleichzeitig diszipliniert und flexibel auf die sich wandelnden Marktbedingungen zu reagieren.

    Die Pandemie führte zu beispiellosen, global synchronisierten Wirtschaftsstillständen, gefolgt von einem raschen Wiederanlaufen. Dies resultierte in einer Rückkehr der Inflation, Arbeitsmarktengpässen und steigenden Zinssätzen. Gleichzeitig führen geopolitische Umwälzungen, darunter Konflikte in Ölregionen und die Entstehung einer nationalen Industrie- und Umweltpolitik, zu einer Neustrukturierung der globalen Landschaft.

    Vor diesem Hintergrund sollten Immobilieninvestoren für das Jahr 2024 ein verhaltenes Wachstum in den USA, ein moderates Wachstum in Europa und in China eine Anpassung an eine neue wirtschaftliche Normalität erwarten. Diese Entwicklungen sprechen für eine Fokussierung auf Qualitätsaktien, auch im Technologiesektor, und für eine vorsichtige Haltung gegenüber Staatsanleihen, da die Zentralbanken voraussichtlich mit Zinssenkungen beginnen werden.

    Politische Entwicklungen werden ebenfalls eine wichtige Rolle spielen und könnten sowohl Chancen als auch Risiken für die globalen Märkte bergen. Investoren sollten daher bereit sein, ihre Marktstrategien entsprechend anzupassen und Kapitalschutzstrategien in Betracht zu ziehen.

    Das nächste Jahrzehnt wird geprägt sein von der fortschreitenden Entwicklung der Künstlichen Intelligenz, einer veränderten Wirtschaft Chinas, der Energiewende und anhaltend hohen Verschuldungen. Diese Faktoren werden weitreichende Auswirkungen haben und bieten Investoren neue Chancen, insbesondere in Sektoren, die von technologischen Innovationen profitieren.

    In dieser neuen Welt ist es für Anleger wichtiger denn je, einen klaren Plan zu haben, ausgewogen zu investieren und flexibel zu bleiben. Die Lehren aus der Vergangenheit unterstreichen den Wert der Diversifikation und die Bedeutung von Geduld und Anpassungsfähigkeit in einem sich ständig verändernden Umfeld.

  • Zürich ist Hochburg der Langzeitmietenden

    Zürich ist Hochburg der Langzeitmietenden

    Regulierungen am Mietwohnungsmarkt schützen Mietende vor Mietzinserhöhungen. Gegenüber um knapp 25 Prozent gestiegenen Angebotsmieten seien die Bestandsmieten seit 2008 relativ unverändert geblieben, erläutert die Zürcher Kantonalbank (ZKB) in einer Mitteilung. Den Erhebungen der ZHK zufolge stellt die Stadt Zürich eine Hochburg der Langzeitmietenden dar. Im Durchschnitt wohnen Mietende hier bereits seit zehn Jahren in ihrer Wohnung, bei 15 Prozent beträgt die Verweildauer sogar 20 Jahre.

    „Strikte Mietregulierungen erleichtern die Situation für Bestandsmieter, sie schaffen aber auch finanzielle Fehlanreize“, wird Ursina Kubli, Leiterin Immobilienresearch bei der ZKB, zitiert. „Mieter bleiben in ihren Wohnungen, obwohl sie zu klein sind, zu gross sind oder aus sonstigen Gründen eigentlich nicht mehr passen.“ Als Lösung schlägt Kubli bessere Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau vor: „Ein wachsendes Angebot würde den Anstieg der Angebotsmieten dämpfen und somit auch das weitere Auseinanderdriften von Angebots- und Bestandsmiete bremsen“. Für dieses Jahr rechnen die Fachleute der ZKB schweizweit mit einem Wachstum der Angebotsmieten um 3,5 Prozent.

    Bei den Preisen für Eigenheime gehen die Fachleute der ZKB von einer leichten Entspannung aus. Schweizweit sollte das Wachstum der Preise in diesem Jahr noch bei 1 Prozent, im kommenden Jahr bei 0,5 Prozent liegen. Im Kanton Zürich wird ein Wachstum von 2 Prozent in diesem und 1 Prozent im kommenden Jahr prognostiziert. „Überrissene Preise, wie wir sie zu Pandemiezeiten gesehen haben, werden aktuell nicht mehr gezahlt“, erklärt Kubli. „Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss Sinn ergeben – das gilt genauso für gute wie für schlechte Lagen.“

  • Die Hamilton Bonaduz AG investiert gezielt in ihre zukünftige Entwicklung

    Die Hamilton Bonaduz AG investiert gezielt in ihre zukünftige Entwicklung

    Die renommierten Domenig Architekten wurden erneut beauftragt, die Gestaltung und Umsetzung des Projekts zu übernehmen. Entlang der Autobahn A13 und in unmittelbarer Nähe zum bereits im Jahr 2018 in Betrieb genommenen Gebäude «1.0» sind die Bauaktivitäten in vollem Gange. Das neunstöckige Gebäude wird durch einen vierstöckigen Zwischentrakt mit dem bestehenden Komplex verbunden. Die herausragende Komponente dieses Neubaus ist das 40 Meter hohe Hochregallager, das Platz für insgesamt 12.000 Europaletten bietet. Das bereits bestehende vollautomatisierte, schienengeführte Transportsystem wird erweitert, und die Intralogistik wird nahtlos mit den bereits vorhandenen Systemen des Gebäudes «1.0» verknüpft.

    Das moderne Erscheinungsbild dieses High-Tech-Gebäudes zeichnet sich durch intelligentes Glas aus, das mit einer Elektrochrom-Beschichtung versehen ist. Dieses Glas, zusammen mit Metall- und Photovoltaikpaneelen, unterstreicht die Vision der Marke Hamilton. Die innovative Glasfassade verdunkelt sich eigenständig bei direkter oder indirekter Sonneneinstrahlung und lässt im vollständig abgedunkelten Zustand lediglich 1% der Lichtenergie durch. Um eigenständig Strom zu erzeugen und zu nutzen, werden insgesamt 5.400 m² Photovoltaikpaneelen auf dem Dach und an der Fassade angebracht. Zudem werden die Wärmeenergie und Feuchtigkeit aus der Lüftung durch einen Wärmetauscher zurückgewonnen. Abgerundet wird das zeitgemässe Energiekonzept durch den Bezug von Heizwärme über eine Grundwasserwärmepumpe, die von einem Wärmeverbund in Domat/Ems betrieben wird. Das Gebäude wird die begehrte Minergie A-Zertifizierung erhalten.

    Ganz im Sinne des Projekts «Hamilton 1.0» wird der Neubau von Anfang bis Ende mithilfe von Building Information Modeling (BIM) detailliert geplant. BIM ist eine ganzheitliche Arbeitsmethode für die integrierte Planung, Konstruktion und Verwaltung von Gebäuden. Dabei werden alle relevanten Daten digital modelliert, und sämtliche beteiligten Parteien arbeiten synchron mit denselben Informationen.

    Bei «Hamilton 2.0 » wird der BIM-Prozess sogar in der Umsetzungsphase konsequent fortgeführt: Zum ersten Mal wird ausschliesslich mit dem digitalen 3D-BIM-Modell gearbeitet, wodurch herkömmliche Papierpläne auf der Baustelle obsolet werden.

  • Stabiler Immobilienmarkt inmitten globaler Unsicherheit

    Stabiler Immobilienmarkt inmitten globaler Unsicherheit

    In einer kürzlichen Medienkonferenz in Zürich erörterte Donato Scognamiglio, CEO von Iazi, die Auswirkungen der aktuellen Zinserhöhung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) auf den Immobilienmarkt. Mit einem Leitzins von 1,75 Prozent sind die Kosten für Haus- und Immobilienkäufe in der Schweiz gestiegen, was Scognamiglio als eine positive Entwicklung ansieht, da es den Wert und Preis des Geldes widerspiegelt.

    Trotz dieser Zinserhöhung hebt Scognamiglio hervor, dass die Schweiz im Vergleich zu ihren Nachbarn eine Art «Insel der Glückseligen» darstellt, da sie bisher keine signifikanten Wertverluste bei Immobilien verzeichnet, wie es in anderen Ländern, beispielsweise Deutschland, der Fall ist. Er betont, dass ein Wertverlust von etwa 10 Prozent in der Schweiz gravierende Auswirkungen hätte, insbesondere für Hypothekarbesitzer, die möglicherweise gezwungen wären, zusätzliches Eigenkapital zu mobilisieren.

    Obwohl die Anzahl der Immobilientransaktionen seit der Corona-Krise zurückgegangen ist, sieht Scognamiglio derzeit kein Anzeichen für eine Krise am Schweizer Immobilienmarkt. Er weist darauf hin, dass die Preise stabil bleiben, da Hausbesitzer nicht unter Verkaufsdruck stehen, trotz der Herausforderungen durch höhere Zinsen. Dies spiegelt sich auch in den aktuell hohen Immobilienpreisen in Städten wie Zürich, Basel und Genf wider.

    Parallel dazu steigen auch die Mieten, angetrieben durch den steigenden Referenzzinssatz, was sowohl für Angebots- als auch für Bestandsmieten gilt. Scognamiglio prognostiziert, dass der Referenzzins gegen 2 Prozent steigen und die SNB die Leitzinsen weiter erhöhen wird.

    Trotz dieser Entwicklungen erwartet Scognamiglio weder einen Preisverfall bei Eigenheimen und Eigentumswohnungen noch eine Entspannung auf dem Mietmarkt. Die robuste wirtschaftliche Lage der Schweiz, gekennzeichnet durch niedrige Inflation, einen starken Arbeitsmarkt und anhaltende Zuwanderung, vor allem von gut ausgebildeten Europäern mit hohem Einkommen, stützt weiterhin den Immobilienmarkt.

  • Angebotsmieten ziehen schweizweit an

    Angebotsmieten ziehen schweizweit an

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im Oktober auf dem Stand von 123,8 Punkten geschlossen. Im Vergleich zum Vormonat legte der Index damit insgesamt um 0,4 Prozent zu, informiert Homegate in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich wurde schweizweit ein Anstieg um 4 Prozent beobachtet.

    Im Jahresvergleich bewegten sich dabei die Mieten in allen Kantonen nach oben, informiert Homegate. Am stärksten zogen sie mit 7,5 Prozent in Glarus an. Es folgen das Wallis, die beiden (zusammengefassten) Appenzeller Kantone, Zürich, Schaffhausen und Schwyz mit Steigerungen zwischen 6,9 und 5,3 Prozent. Auch die im Index erfassten acht Schweizer Städte weisen im Jahresvergleich gestiegene Angebotsmieten auf.

    Im Vergleich zum September zogen die Mieten in den meisten der Kantone und sechs der acht erfassten Städte an. Einen leichten Rückgang der Angebotsmieten haben die Fachleute von Immobilienmarktplatz und Kantonalbank lediglich in den Kantonen Obwalden, Nidwalden und Schwyz sowie in den Städten Genf und St.Gallen beobachtet. Innerhalb der Kantone legten die Mieten am stärksten in Glarus, Schaffhausen und Uri zu. Bei den Städten wurde die höchsten Anstiege in Zürich, Genf, Bern und Lugano beobachtet.

    Homegate ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Erfolgreiche Bilanz trotz herausforderndem Markt

    Erfolgreiche Bilanz trotz herausforderndem Markt

    In den ersten neun Monaten des Jahres 2023 verzeichnete die Unternehmensgruppe einen Umsatzrückgang von 12,3% auf CHF 2’390 Mio. Der Rückgang ist teilweise auf negative Währungseffekte in Höhe von CHF 119 Mio. zurückzuführen, die durch den erstarkten Schweizer Franken verursacht wurden. In lokalen Währungen betrug der Rückgang 7,9%. Trotz dieser Herausforderungen gelang es, die EBITDA-Marge um 320 Basispunkte auf 31,3% zu steigern und das Gewinnwachstum pro Aktie in lokalen Währungen um 5,2% zu erhöhen.

    Der Nettoumsatz im dritten Quartal belief sich auf CHF 728 Mio., was einem Rückgang von 7,9% im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Währungsbereinigt ergab sich eine Abnahme von 4,8%, getrieben durch Volumenrückgänge und einen positiven Preiseffekt von etwa 6%.

    Die europäischen Märkte waren besonders von den schwierigen Bedingungen betroffen, mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang von 9,2% nach neun Monaten. Insbesondere Österreich, Deutschland und Osteuropa verzeichneten zweistellige Rückgänge, während die Region Nahost/Afrika ein Wachstum von 11,5% erzielte.

    Der währungsbereinigte Nettoumsatz sank bei Rohrleitungssystemen um 5,4%, bei Badezimmersystemen um 7,9% und bei Installations- und Spülsystemen um 10,1%.

    Trotz des herausfordernden Marktumfelds gibt es positive Aspekte wie den Bedarf an Renovierungen, den Trend zu höherwertigen Sanitärstandards und das günstige Marktumfeld in Ländern wie Indien und der Golfregion. Die Unternehmensgruppe hat sich für 2023 auf strategische Stabilität und operative Flexibilität fokussiert, um die Herausforderungen zu meistern und das mittelfristige Potenzial nicht zu beeinträchtigen.

    Für das Gesamtjahr 2023 erwartet die Unternehmensleitung einen Rückgang des Nettoumsatzwachstums in lokalen Währungen im mittleren einstelligen Bereich und eine EBITDA-Marge von 29 bis 30%. Die Unternehmensleitung ist überzeugt, dass das Unternehmen aus der aktuellen Marktsituation gestärkt hervorgehen wird. Diese Überzeugung stützt sich auf die stabile Strategie, starke Kundenbeziehungen und die finanzielle Stabilität des Unternehmens.

  • PriceHubble übernimmt WhenFresh

    PriceHubble übernimmt WhenFresh

    PriceHubble, nach eigenen Informationen europäischer Marktführer für Perfomance-Datenlösungen im Bereich von Immobilien und Finanzen, hat die in London ansässige WhenFresh ltd. Übernommen. Laut einer Medienmitteilung führt die hundertprozentige Fusion von WhenFresh in das Portfolio von PriceHubble zum Ausbau der führenden Marktposition.

    WhenFresh stellte bislang Daten und Entscheidungssysteme für Banken, Versicherungen, den öffentlichen Sektor und andere Big-Data-Nutzende bereit und ist ein führender Spezialist für Wohnimmobiliendaten in Grossbritannien. Das Unternehmen bietet Zugang zu über 200 proprietären, privaten und öffentlichen Datensätzen. Die Lösungen und das Fachwissen von WhenFresh ermöglichen es nun der Kundschaft von PriceHubble, schnellere, fundierte und kostengünstigere Entscheidungen im Zusammenhang mit Immobilienrisiken zu treffen.

    „PriceHubble hat sich schnell weltweit als führender B2B SaaS-Anbieter von Performance-Datenlösungen im Immobilienbereich für Banken, Versicherungen und Vermögensverwalter etabliert“, wird Dr. Stefan Heitmann, Gründer und Executive Chairman von PriceHubble, in der Mitteilung zitiert. „Zu sehen, dass unsere sechste Übernahme erfolgreich abgeschlossen wurde und unsere einzigartigen Fähigkeiten im grössten Banken- und Immobilienmarkt Europas und darüber hinaus erweitert werden, erfüllt uns gleichermassen mit Respekt und Freude. Wir freuen uns ausserordentlich, das WhenFresh-Team willkommen zu heissen“.

    WhenFresh Ltd wird eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von PriceHubble UK unter der Leitung von Mark Cunningham, Mitgründer und Direktor von WhenFresh. Alan Dean, Mitgründer und Technischer Direktor von WhenFresh, wird Group Innovation Director von PriceHubble.

  • Neue Immobilienfonds-Initiative in der Schweiz

    Neue Immobilienfonds-Initiative in der Schweiz

    Die Avobis Invest AG hat kürzlich den Start ihrer ersten eigenen Immobilienfonds-Initiative, den Avobis Real Estate Funds SICAV, angekündigt. Der Fokus dieses Fonds liegt auf dem Erwerb von hochwertigen Wohnimmobilien in der Schweiz, die für langfristig stabile Erträge sorgen. Ein besonderes Augenmerk wird auf neuwertige Immobilien gelegt, die sowohl modernen Bau- als auch Umweltschutzgesetzen entsprechen. Durch diese strenge Auswahl wird gewährleistet, dass in den nächsten 5 bis 10 Jahren keine zusätzlichen Investitionen für die Immobilien anfallen.

    Das Hauptziel des Avobis Swiss Residential Fund besteht darin, Immobilien zu erwerben, die jünger als acht Jahre sind oder kürzlich renoviert wurden. Diese Immobilien liegen in wirtschaftlich starken Regionen der Schweiz mit solidem Bevölkerungswachstum und guter Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Der Hauptinvestitionsfokus liegt auf Wohngebäuden in den wirtschaftlichen Zentren der Schweiz, ausgenommen Tessin und Genf.

    In Bezug auf das Finanzziel plant der Fonds, innerhalb von fünf Jahren ein Volumen von rund CHF 500 Millionen zu erreichen. Mit der starken Unterstützung der Avobis Group AG, die über ein umfangreiches Netzwerk und ein erfahrenes Management-Team verfügt, sind die Chancen hoch, dieses Ziel zu erreichen.

    Interessenten sollten beachten, dass die Zeichnungsfrist für den Fonds vom 30. Oktober 2023 bis zum 24. November 2023 läuft. Dabei wird ein Emissionsvolumen von CHF 50 Millionen angestrebt, wobei die Ausschüttungen voraussichtlich mehr als 3% betragen werden. Die Fondsführung obliegt der PvB Pernet von Ballmoos AG, während die Avobis Invest AG das Asset Management und den Vertrieb übernimmt. Als Depotbank wurde die Banque Cantonale Vaudoise ausgewählt.

    Es ist zu betonen, dass der Avobis Swiss Residential Fund sich speziell an qualifizierte Anleger in der Schweiz richtet und keine Börsennotierung des Anlagevehikels vorgesehen ist.

  • Preise für Einfamilienhäuser steigen, Eigentumswohnungen stagnieren

    Preise für Einfamilienhäuser steigen, Eigentumswohnungen stagnieren

    Die Preise für Einfamilienhäuser in der Schweiz sind im dritten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorquartal um durchschnittlich 2,4 Prozent gestiegen, wie Analysen zeigen. Besonders das mittlere Segment verzeichnete einen starken Anstieg von 2,9 Prozent, gefolgt von Anstiegen im unteren und gehobenen Segment, jeweils mit 2,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stiegen die Preise für Einfamilienhäuser insgesamt um 4,3 Prozent.

    Eigentumswohnungen zeigten im dritten Quartal 2023 einen leichten Preisanstieg, sowohl im Vergleich zum Vorquartal (+0,7%) als auch im Vergleich zum Vorjahresquartal (+4,5%). Dieser Anstieg konzentrierte sich jedoch auf das gehobene Segment, das im Vergleich zum Vorquartal um 1,9 Prozent zulegte. Im unteren und mittleren Segment wurden hingegen rückläufige Werte verzeichnet, mit Abnahmen von -0,9 Prozent bzw. -0,5 Prozent.

    Insbesondere im mittleren Segment der Einfamilienhäuser verzeichneten die Regionen Ostschweiz (+4,1%) sowie Basel und Zürich (jeweils +3,8%) deutliche Preisanstiege im Vergleich zum Vorquartal. Bei den Eigentumswohnungen gab es keine vergleichbaren Zuwächse, und regionale Unterschiede waren zu beobachten. Die Region Jura verzeichnete den stärksten Anstieg (+1,1%), während die Südschweiz (-3,3%), der Alpenraum (-1,7%) sowie die Ostschweiz (-1,0%) rückläufige Preise verzeichneten. Kommentierend zu diesen Entwicklungen erklärte Stefan Fahrländer: „Die gesunkene Konsumentenstimmung und das höhere Zinsniveau haben zu einer nachlassenden Nachfrage nach Wohneigentum geführt. Während zuvor zahlreiche Interessenten Schlange standen, ist das Interesse derzeit deutlich gesunken. Die anhaltenden Krisen und Konflikte tragen nicht zur Verbesserung der Stimmung bei.“

  • Studie zur Rolle der Raumplanung bei steigenden Wohnkosten

    Studie zur Rolle der Raumplanung bei steigenden Wohnkosten

    Die Studie «Ursachen für steigende Wohnkosten in der Schweiz mit Fokus auf die Raumplanung» verdeutlicht, dass die Raumplanung eine moderierende Rolle im Immobilienmarkt spielt: Sie hat Auswirkungen auf die Bautätigkeit und beeinflusst somit die Wohnkosten. Die Erhöhung der Nachfrage nach Wohnraum ist hingegen ein treibender Faktor bei den steigenden Wohnkosten. Dabei spielen unter anderem die Verkleinerung der Haushalte, das Bevölkerungswachstum sowie der steigende individuelle Wohnraumkonsum eine Rolle.

    Die Raumplanung kann hier Einfluss nehmen. Sie begrenzt die Baulandverfügbarkeit und Bauzonenkapazitäten. So steuert sie, wie flexibel sich das Angebot an Wohnraum an eine veränderte Nachfrage anpassen kann. Ist die Raumplanung zu strikt, kann das Angebot weniger flexibel auf die stark gestiegene Nachfrage reagieren. Das kann langfristig zu höheren Wohnkosten führen.

    Innenentwicklung als Lösungsansatz
    Allerdings gehört es zu den Aufgaben der Raumplanung, die Zersiedlung zu begrenzen und die Landschaft zu schützen. Die Studie identifiziert denn auch die Innenentwicklung als ein Instrument, das es erlaubt, sowohl den Schutz der Landschaft zu gewährleisten, als auch das Wohnraumangebot zu erhöhen. Die Studie zeigt ausserdem, dass Aufzonungen dort preisdämpfend sind, wo die Bauzonenausschöpfung bereits hoch ist. Als Aufzonung gilt die Ausweitung der Nutzungsmöglichkeiten innerhalb einer Bauzone. Dies ist deshalb ein probates Mittel und kann, wenn gezielt eingesetzt, optimal seine Wirkung entfalten. Die Studienresultate legen zudem einen Zusammenhang zwischen hohen Wohnkosten und hohen Planungs- und Prozesskosten nahe. Langwierige Bewilligungs- und Einspracheverfahren tragen ebenfalls zur Kostensteigerung bei.

    Tagung zu Wohnraum und Raumentwicklung
    Im Rahmen der Schweizer Wohntage 2023, die vom 3. bis 7.  November 2023 in Biel stattfinden werden, diskutiert am 6. November ein Panel von Experten, wie die Innenentwicklung gestaltet werden kann, so dass dabei mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird. Mehr Details und Anmeldung unter www.bwo.admin.ch.

  • Admicasa gründet Fondsleitung und legt eigenen Immobilienfonds auf

    Admicasa gründet Fondsleitung und legt eigenen Immobilienfonds auf

    Bis Anfang 2024 will das Management einen weiteren Immobilienfonds auflegen. Dieser richtet sich an Kommunen, die sich mit dem Bau öffentlicher Einrichtungen wie Schulen, Spitälern und Heimen beschäftigen und die Erstellung von günstigem Wohnbau anstreben.

    Mit diesem Schritt erweitert die Admicasa Gruppe ihren Horizont: Admicasa entwickelt, realisiert und managt Immobilien, wobei das Segment Management insbesondere institutionelle Investoren anspricht. Mit der Fondsleitung richtet sich Admicasa nun auch an einen erweiterten Kreis von Anlegern.

    Das Verwaltungsratspräsidium der Admicasa Fondsleitung AG übernimmt Beat Langenbach. Der versierte Unternehmer ist Gründer einer erfolgreichen Brokergesellschaft und ehemaliger Präsident der Admicasa Gruppe.

    Beat Langenbach stehen drei hochkarätige Verwaltungsräte zur Seite: Professor Michael Trübestein ist Studiengangsleiter für Immobilienmanagement an der Universität Luzern und Träger verschiedener Verwaltungsratsmandate in der Immobilienwirtschaft. Thomas Bergmann ist als langjähriger Unternehmer in der

    Immobilienbranche breit verankert. Und Walter Keller bringt zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Fondsindustrie mit, unter anderem als Head of Depotbank bei BNP Paribas.

    Mit Peter Csoport konnte Admicasa einen erprobten Investment- und Immobilienspezialisten gewinnen, der als CEO das operative Geschäft der Fondsleitung führen wird.

    Damit zählt der Schweizer Finanzplatz 53 bewilligte Fondsleitungen. Eine Mehrheit davon entfällt auf grosse Banken und Versicherungen. Die neue Admicasa Fondsleitung AG gehört zur exklusiven Gruppe der mittleren und unabhängigen Fondsleitungen. «Jetzt kann ein breiter Investorenkreis am Mehrwert teilhaben, den wir in der Immobilienbranche mit kreativen Lösungen schaffen», sagt Serge Aerne, Verwaltungsratspräsident der Admicasa Gruppe. «Wir wollen den Markt aufmischen.»

  • CFO-Wechsel bei SF Urban Properties AG

    CFO-Wechsel bei SF Urban Properties AG

    Reto Schnabel wird sich in seiner Rolle als CFO der Fondsleitungsgesellschaft zukünftig vollumfänglich auf die finanzielle Führung der Swiss Finance & Property Funds AG und deren Produkte und Mandate konzentrieren.

    Alexander Vögele, Verwaltungsratspräsident der SF Urban Properties AG: «Ich danke Reto herzlich für die geschätzte und gewissenhafte Zusammenarbeit. Mithilfe seiner finanziellen Führung konnten wir ein ertragsstarkes Portfolio weiter ausbauen. Mit Sascha Küng können wir die Position ideal und vorausschauend nachbesetzen.»

    Sascha Küng (38) stiess im März 2021 als Finance Manager zur Swiss Finance & Property Funds AG. Er ist diplomierter Wirtschaftsprüfer, verfügt über einen MSc in Wirtschaftsinformatik und ein CAS in der Immobilienbewertung

  • Saron-Hypotheken verlieren an Attraktivität: Der Trend neigt sich zu Festhypotheken

    Saron-Hypotheken verlieren an Attraktivität: Der Trend neigt sich zu Festhypotheken

    Fallende Zinsen bei Festhypotheken
    Der durchschnittliche Zinssatz für eine zehnjährige Festhypothek lag Ende August bei 2,81 Prozent, im Vergleich zu 3,11 Prozent im Juni. Auch bei den kürzeren Laufzeiten von zwei und fünf Jahren wurde ein Rückgang verzeichnet. Bei zweijährigen Festhypotheken beträgt der aktuelle Durchschnittszins 2,72 Prozent, bei fünfjährigen 2,71 Prozent.

    Zinserhöhung bei Saron-Hypotheken
    Während die Festhypothekenzinsen fallen, hat sich der Zinssatz für Saron-Hypotheken um 0,27 Prozent erhöht. Die Differenz zu Festhypotheken schrumpft und liegt jetzt bei lediglich 0,1 bis 0,19 Prozentpunkten. Experten warnen, dass die SNB eine Zinserhöhung in Betracht ziehen könnte, die die Saron-Hypotheken weiter verteuert.

    Stabile Prognosen, aber Unsicherheiten
    Die meisten der befragten Hypothekenanbieter erwarten in den kommenden Monaten stabile Kapitalmarktzinsen. Allerdings werden Inflation und Rezessionsängste als Unsicherheitsfaktoren angesehen. Darauf folgen Bedenken bezüglich der wirtschaftlichen Situation in der EU und den USA.

    Empfehlungen
    Festhypotheken als sichere Wahl: Für Kunden, die Wert auf Planungssicherheit legen, bleiben Festhypotheken weiterhin die erste Wahl.

    Risikofaktor Saron-Hypotheken: Wer auf sinkende Zinsen spekuliert, geht ein erhöhtes Risiko ein, insbesondere bei möglichen weiteren Zinsschritten der SNB.

    Vergleich lohnt sich: Die Zinsunterschiede zwischen den Anbietern sind signifikant, ein Vergleich ist daher empfehlenswert.

    Umfassende Beratung ist entscheidend: Neben dem Zinssatz sollten auch andere Faktoren wie Eigenkapital und Amortisationspflicht berücksichtigt werden. Eine professionelle, unabhängige Beratung ist daher von großer Bedeutung.

  • Der Bund nimmt Bericht über Beschaffungscontrolling zur Kenntnis

    Der Bund nimmt Bericht über Beschaffungscontrolling zur Kenntnis

    Das Reporting Set Beschaffungscontrolling Bundesverwaltung liefert Beschaffungskennzahlen auf Stufe zentrale Bundesverwaltung mit dem Ziel, Handlungsempfehlungen für eine ordnungsgemässe und nachhaltige Beschaffung abzugeben. Der Bericht, der jährlich an den Bundesrat sowie an die Finanzdelegation der Eidgenössischen Räte (FinDel) geht, enthält die Auswertungen der nachfolgenden Instrumente des Beschaffungscontrollings: Statistik Beschaffungszahlungen, Vertragsmanagement und Monitoring Beschaffungsstrategie.

    Neben Auswertungen zu Beschaffungszahlungen und Vergaben bzw. Verträgen enthält das Reporting Set erstmals auch Angaben zur Umsetzung der Beschaffungsstrategie der Bundesverwaltung. Zeitgleich mit dem Reporting Set Beschaffungscontrolling erscheint der gemeinsame Jahresbericht der zentralen Beschaffungsstellen des Bundes sowie die Liste der Beschaffungen ab 50’000 Franken, welche sich auf die Datenbasis des Beschaffungscontrollings abstützen.

    Im Jahr 2022 tätigte die Bundesverwaltung Zahlungen im Umfang von 7,28 Milliarden Franken für Beschaffungen. Damit hat sie rund 190 Millionen Franken mehr als im Vorjahr ausgegeben. Vergaben über dem WTO-Schwellenwert erfolgten im Volumen von 14,93 Milliarden Franken. 85 Prozent davon wurden in einem Wettbewerbsverfahren vergeben.

    Zwei Themengebiete im öffentlichen Beschaffungswesen des Jahres 2022 waren besonders im Fokus: Einerseits führte die Bewältigung der COVID-19-Pandemie das dritte Jahr in Folge zu aussergewöhnlichen Beschaffungen. Andererseits ist bei den Luftfahrtsystemen der Armee (z.B. durch die Beschaffung der Kampfflugzeuge und der Bodenluftabwehr) ein steigendes Beschaffungsvolumen erkennbar.

  • KVA Turgi soll für 325 Millionen Franken erneuert werden

    KVA Turgi soll für 325 Millionen Franken erneuert werden

    Nach 50 Jahren Betrieb soll die KVA Turgi erneuert werden. Dazu wird der Vorstand laut einer Medienmitteilung an der nächsten Abgeordnetenversammlung am 27. September einen Projektierungskredit von 17 Millionen Franken beantragen. Die Gesamtkosten der Erneuerung werden auf 325 Millionen Franken geschätzt. Die Notwendigkeit einer Erneuerung zeigt sich den Angaben zufolge auch in steigendem Aufwand für Reparaturen und Instandhaltung.

    Nach einer mehrjährigen Planungsphase wird der Bau voraussichtlich erst 2028 beginnen können. Die neue KVA könnte dann 2033 in Betrieb gehen. Die letzten Erneuerungsarbeiten an der Anlage waren in den 1990er Jahren durchgeführt worden.

    Die KVA hat dazu auf ihrer Internetseite neben der Einladung zur Abgeordnetenversammlung eine Sammlung von Dokumenten einschliesslich der Machbarkeitsstudie des Projekts sowie den detaillierten Antrag von Präsident Philippe Ramseier zum Projektierungskrediteingestellt.

    Schon seit 2015 beschäftigen sich laut diesen Unterlagen Geschäftsleitung und Vorstand der KVA mit der Erneuerung der veralteten Anlagen. Geprüft wurde eine Zusammenarbeit mit den benachbarten Anlagen in Buchs AG und Dietikon ZH. Beide lehnten diese allerdings ab. Nach der Machbarkeitsstudie von 2022 hat sich der Vorstand der KVA dazu entschieden, die neue Anlagen auf einer benachbarten Parzelle des Abwasserverbandes Region Baden Wettingen zu platzieren. So kann der Betrieb während der Erneuerungsarbeiten weitergehen.

    Die KVA Turgi verarbeitet jährlich rund 120‘000 Tonnen Abfall. Für die daraus gewonnene Fernwärme wird wegen der Erneuerungskosten mit einer moderaten Preisanhebung gerechnet.

  • Venture Kick unterstützt Borobotics mit 150‘000 Franken

    Venture Kick unterstützt Borobotics mit 150‘000 Franken

    Borobotics aus Winterthur erhält von Venture Kick mit Erreichen der dritten Stufe des Programms 150‘000 Franken für die Weiterentwicklung seines innovativen Bohrroboters. Als Antwort auf das Problem der bisher energieintensiven und teuren Bohrung von Löchern für Erdwärmesonden revolutioniert Borobotics laut einer Medienmitteilung geothermische Wärmeprozesse mit einem Bohrroboter, der auf bis zu 90 Prozent weniger Raum und zu deutlich geringeren Kosten arbeiten kann.

    Zusätzlich zu den hohen Kosten und dem grossen Platzbedarf bringen bisherige Verfahren laut der Mitteilung Nachteile wie Energieintensität, Ungenauigkeit, Lärmbelästigung und Landschaftszerstörung mit sich. Borobotics beschreibt seine Entwicklung als „einen regenwurmartigen Roboter, der sich senkrecht in die Erde bewegt“, ohne Bohrturm oder Bohrgestänge. Er soll eine wesentlich grössere Verbreitung von Erdwärmeheizungen ermöglichen.

    Borobotics ist laut der Mitteilung aus einem Forschungsprojekt der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hervorgegangen. Das Start-up will die 150‘000 Franken in mehrere Bohrtests seines Roboters investieren, um auf der Geothermie-Messe GeoTHERM 2024 in Offenburg bei Demonstrationsbohrungen am 29. Februar und 1. März 2024 bei Demonstrationsbohrungen einen funktionstüchtigen Prototyp vorstellen zu können.

  • Einschätzung des Zinsmarktes

    Einschätzung des Zinsmarktes

    Die aktuellen Daten zur Inflation zeigen eine Kerninflation von 1,50%, was als positives Zeichen gesehen wird. Miet- und Energiekosten tragen wesentlich zu den jüngsten monatlichen Anstiegen bei, wobei Mieten sowohl im Quartals- als auch im Jahresvergleich gestiegen sind. Zukünftige Auswirkungen von Mietpreisanpassungen, die durch den im Juni 2023 aktualisierten hypothekarischen Referenzzinssatz verursacht wurden, werden ab November sichtbar sein.

    Das Bundesamt für Wohnungswesen hat bestätigt, dass der Referenzzinssatz im September bei 1,50% bleibt. Dennoch könnte eine Erhöhung des Durchschnittszinssatzes auf über 1,625% im Dezember zu weiteren Mietpreisanstiegen und damit zu Inflationsspitzen im kommenden Jahr führen.

    Die verzögerten Auswirkungen der Geldpolitik werden zunehmend spürbar, insbesondere auf dem Arbeitsmarkt der Schweiz, wo die Arbeitslosigkeit allmählich ansteigt und die Zahl der offenen Stellen abnimmt.

    Die Quartalsdaten für das zweite Quartal zeigen im Vergleich zum starken ersten Quartal (+0,90%) nur ein geringes Wachstum von 0,02%. Die SECO erwartet dennoch ein positives Wirtschaftswachstum für das Jahr 2023 und einen kontinuierlichen Rückgang der Inflation. Diese Trends untermauern die Erwartung, dass keine weiteren Zinsanpassungen durch die SNB erforderlich sind.

    Die Swapkurve hat sich im Vergleich zum letzten Monat abgeflacht und zeigt weiterhin eine gewölbte Struktur. Die kurzfristigen Swapsätze deuten auf eine geringe Chance für eine Zinserhöhung im September hin.

    Prognose von Avobis
    Es erscheint sehr wahrscheinlich, dass die SNB den Leitzins in der kommenden Sitzung am 21. September unverändert lassen wird. Der Einfluss von Mietpreissteigerungen auf die Inflation bleibt eine Variable, die genau beobachtet werden sollte. Falls bis zum Jahresende keine besorgniserregenden Inflationsanstiege festgestellt werden, könnte die Zinskurve eine inverse Struktur annehmen.

  • Hypothekarischer Referenzzinssatz für Mietpreisgestaltung bleibt stabil bei 1,5 Prozent

    Hypothekarischer Referenzzinssatz für Mietpreisgestaltung bleibt stabil bei 1,5 Prozent

    Berechnung und Hintergrund
    Der Referenzzinssatz basiert auf dem volumengewichteten Durchschnitt der inländischen Hypothekarzinsen. Mit Stichtag 30. Juni 2023 ist dieser Durchschnittszinssatz im Vergleich zum Vorquartal von 1,44 auf 1,59 Prozent angestiegen. Der Referenzzinssatz wird in Viertelprozenten gerundet und veröffentlicht.

    Rechtliche Auswirkungen für Mieter und Vermieter
    Ein Senkungsanspruch für Mieter besteht weiterhin, wenn der Mietzins auf einem Referenzzinssatz von 1,75 Prozent oder höher basiert. Bei einem Mietzins, der auf einem Referenzzinssatz von 1,25 Prozent basiert, können Vermieter den Mietzins im Rahmen des Mietrechts um bis zu 3 Prozent erhöhen.

    Zusätzliche Faktoren für Mietzinsanpassungen
    Neben dem Referenzzinssatz können auch der Landesindex der Konsumentenpreise und Veränderungen in den Unterhalts- und Betriebskosten zu einer Anpassung des Mietzinses führen. Die Teuerung kann bis zu 40 Prozent des Mietzinses ausmachen.

    Öffentliche Bekanntgabe
    Das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) gibt den Referenzzinssatz sowie den zugrunde liegenden Durchschnittszinssatz vierteljährlich bekannt. Die nächste Mitteilung ist für den 1. Dezember 2023 geplant.

    Historischer Kontext
    Seit dem 10. September 2008 wird der einheitliche hypothekarische Referenzzinssatz für die Mietzinsgestaltung in der ganzen Schweiz verwendet, ersetzt damit die vorher in den einzelnen Kantonen geltenden variablen Hypothekarzinsen.

  • Auswirkungen der MWST-Änderungen auf die Baubranche

    Auswirkungen der MWST-Änderungen auf die Baubranche

    Die neuen Mehrwertsteuersätze ab 1. Januar 2024 lauten wie folgt:

    aktuell bis 31. Dez. 2023                    neu ab 1. Januar 2024

    Standardsteuersatz                            7.7%                                        8.1%

    reduzierter Steuersatz                       2.5%                                        2.6%

    Sondersatz für Beherbergung           3.7%                                        3.8%

    Massgebend für die Anwendung der jeweiligen Steuersätze ist der Zeitpunkt der Leistungserbringung. Leistungen die jahresübergreifend erbracht werden sind getrennt mit entsprechendem MWST-​Satz auszuweisen und mittels Teilrechnungen abzurechnen.

    Für bereits bestehende Verträge mit Einheitspreis/ Globalpreis-​bzw. Paulschalpreis Abrede hat die Erhöhung der MWST-​Sätze unter Umständen insofern eine massgebende Bedeutung, als dass die Erhöhung nicht in jedem Fall weiterverrechnet werden kann.

    Die nötigen Anpassungen aller Systeme und Unterlagen stellt sich oft komplexer und zeitintensiver heraus als erwartet. Um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen, empfiehlt der Rechtsdienst bereits frühzeitig vorbereitende Änderungen vorzunehmen, Verträge zu prüfen und Mitarbeitende zu informieren und schulen.

    Weitere Infos unter baumeister.swiss

  • ZKB modernisiert Standortnetz

    ZKB modernisiert Standortnetz

    Die ZKB plant, in den nächsten Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag in die Modernisierung ihres Standortnetzes zu investieren. „Die physische Präsenz vor Ort und die Nähe zu unserer Kundschaft ist Teil unserer DNA“, wird Steve Zurschmitten, Projektverantwortlicher Vertrieb und Marktgebietsleiter Winterthur im Private Banking der ZKB, in einer Mitteilung der Bank zitiert. „Darum setzen wir auch langfristig auf das dichteste Standortnetz im Kanton und gestalten alle unsere 51 Filialen entlang eines neu erarbeiteten Standortkonzeptes um.“

    Im Zentrum des neuen Konzepts steht die persönliche Beratung von Privatpersonen und Unternehmen bei wichtigen Ereignissen. Für Alltagsgeschäfte bieten die Filialen Unterstützung bei der digitalen Selbstbedienung an. An einigen Standorten ist die Einrichtung einer sogenannten Eventzone für Veranstaltungen zu Themen wie Eigenheim oder Firmengründung geplant. Seminare zum Umgang mit der Bezahllösung Twint, eBanking oder Mobile Banking sollen den Einstieg in die digitale Umsetzung von Bankgeschäften erleichtern. Beginnend im nächsten Jahr sollen bis 2030 alle Filialen umgebaut sein.

    In die Entwicklung des Standortkonzepts sind die Erkenntnisse aus den beiden Pilotfilialen in Stettbach und Winterthur eingeflossen, informiert die ZKB. Hier hatte die Kantonalbank evaluiert, welche Dienstleistungen auch zukünftig in Filialen nachgefragt und welche in die digitale Welt verlagert werden. „Indem wir ein neues zeitgemässes Angebot mit einladenden Begegnungs- und Beratungsmöglichkeiten vor Ort schaffen, wollen wir auch künftig lokal verankert und nahe bei unserer Kundschaft wie auch der Bevölkerung sein“, erklärt Zurschmitten.

  • Angebotsmieten steigen

    Angebotsmieten steigen

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im Juli auf dem Stand von 122,4 Punkten geschlossen. Im Vergleich zum Vormonat legte der Index damit um 0,6 Punkte beziehungsweise 0,5 Prozent zu, informiert SMG Swiss Marketplace Group AG in einer Mitteilung. Gegenüber dem Vorjahr sind die Angebotsmieten schweizweit um 4 Prozent gestiegen. Dabei gibt es eine Anstiegspause im Kanton und der Stadt Zürich. Mit Blick auf das Vorjahr weisen beide jedoch Zunahmen auf.

    Am stärksten gestiegen sind die Angebotsmieten im Juli in den Kantonen Basel-Stadt, St.Gallen und Waadt um je 0,8 Prozent. In keinem Kanton gab es einen Anstieg von über 1 Prozent. Die Angebotsmieten im Kanton Zürich lagen mit einem Plus von 0,2 Prozent unter dem nationalen Wert.

    Lediglich sechs Kantone weisen eine Abnahme der Angebotsmieten auf, allen voran die Kantone Schwyz (1,9 Prozent) und Graubünden (1,3 Prozent). Gegenüber dem Vorjahr sind die Angebotsmieten indes flächendeckend gestiegen, so auch in Zürich um 6,1 Prozent. Und auch der Kanton Schwyz zeigt einen deutlichen Anstieg über das letzte Jahr (6,4 Prozent).

    Bei den untersuchten Schweizer Städten zeigt sich, dass sich die Angebotsmieten für die Stadt Zürich im Juli nicht verändert haben. Gleichwohl sind sie gegenüber dem Vorjahr um 10,1 Prozent deutlich gestiegen. Auch in den anderen Städten ergeben sich gegenüber Juli 2022 Zunahmen der Angebotsmieten zwischen 2,2 Prozent in Luzern und 7,8 Prozent in Lugano. Im Juli sind die angebotenen Mieten mit Ausnahme der Stadt Zürich überall gestiegen, am meisten in Luzern (1,7 Prozent) und St.Gallen (1,2 Prozent).

    Der nächste Homegate-Mietindex erscheint voraussichtlich am 14. September.

  • Raiffeisen hat schlechte Nachrichten

    Raiffeisen hat schlechte Nachrichten

    Der Anstieg bei den Mieten in der Schweiz dürfte weiter an Fahrt zulegen. Die Erhöhungen nach der Anhebung des Referenzzinssatzes von Anfang Juni werden per Anfang Oktober wirksam. Doch das war erst der Anfang, wie es in einer Studie von Raiffeisen am Donnerstag heisst.

    Bei den Mieten sei «Feuer im Dach», schreiben die Immobilienexperten. Die nächsten Erhöhungen des Referenzzinssatzes seien bereits in Sicht. «Im Dezember dürfte der Referenzzinssatz auf 1,75 Prozent steigen», so die Erwartung. Damit drohe der Mehrheit der Schweizer Mieterinnen und Mieter eine weitere Mieterhöhung per 1. April 2024. Eine nochmalige Erhöhung sei nach dem Zinsszenario dann erst Ende 2024 oder Anfang 2025 möglich.

    Zwei Drittel in zweiter Runde betroffen
    Während in der aktuellen Erhöhungsrunde schätzungsweise knapp die Hälfte aller Mieter potenziell betroffen sind, dürften nach dem zweiten Referenzzinsanstieg bei rund zwei Dritteln aller Mietverhältnisse Erhöhungspotentiale bestehen, heisst es weiter.

    Und die Steigerungen werden klar über den vorgesehenen 3 Prozent liegen. Die Vermieter geben auch einen Teil der aufgelaufenen Teuerung an die Mieter weiter und machen die allgemeinen Kostensteigerungen geltend. Eine genaue Prognose sei in Ermangelung von Erfahrung mit einer solchen Situation mit grossen Unsicherheiten behaftet. Doch die Experten rechnen damit, dass die schweizweite Mietpreisteuerung im Verlauf des nächsten Jahres mit der zweiten Erhöhung des Referenzzinssatzes zeitweise auf 8 Prozent klettern dürfte.

    Doch nicht nur die Erhöhungen treiben die Mieten. Voraussetzung dafür, dass die Vermieter diese überhaupt durchsetzen können, liege vor allem auch an der weiter hohen Nachfrage und dem knappen Angebot. «Die Nachfrage nach Mietwohnungen zieht aufgrund einer dynamisch wachsenden Zuwanderung in schnellen Schritten weiter stark an», heisst es in der Studie.

    Rekord bei Zuwanderungssaldo
    Die Experten halten es für möglich, dass bei der Nettozuwanderung in diesem Jahr sogar das bisherige Rekordsaldo des Jahres 2008 geknackt wird. «Bis im Mai 2023 lag der Wanderungssaldo der ausländischen Wohnbevölkerung in der Schweiz um ein Viertel höher als in der vergleichbaren Vorjahresperiode». Und darin seien die ukrainischen Flüchtlinge im Land noch nicht eingerechnet, die oft unterstützt von den Kommunen auf dem freien Markt eine Wohnung suchen würden.

    Hinzu kommen noch andere Effekte, wie etwa eine hohe Zahl von Haushaltsneugründungen oder der Einfluss des Trends zum Home Office. Dadurch steigen die Ansprüche an die Wohnsituation.

    Keine Besserung beim Angebot in Sicht
    Der Mietwohnungsmarkt trocknet zunehmend aus. Die Leerstandquoten insbesondere in den urbanen Zentren sind tief und die Angebotsmieten steigen.

    Anzeichen für eine angebotsseitige Linderung der Wohnungsknappheit gebe es kaum. Zwar habe sich die Zahl der eingereichten Baugesuche für Wohnungen in den letzten Quartalen immerhin stabilisiert, die dringend nötige Bauoffensive lässt aber weiter auf sich warten. «Die dünne Projektpipeline reicht bei weitem nicht aus, um die aktuell starke Zusatznachfrage nach Wohnungen zu befriedigen.

    Förderung für Wohnungsbau oder individuelle Beihilfen
    Einen kritischen Blick werfen die Raiffeisen-Experten in diesem Zusammenhang auch auf die Forderungen nach einer stärkeren Förderung des gemeinnützigen Wohnbaus. Auch das koste viel Geld und nicht immer würden in den städtischen oder Genossenschaftswohnungen bedürftige Mieter leben. Rund die Hälfte der Bewohner von Genossenschaftswohnungen verfüge nämlich über ein so hohes Einkommen, dass sie auf die Förderung gar nicht angewiesen seien, so die Studienautoren.

    Die starke Verbilligung dieser Wohnungen führe zu gewissen Fehlanreizen. Haushalte, die von diesen günstigen Mieten profitieren, hätten wenig Interesse daran, diese Wohnung später wieder zu verlassen, auch wenn sich die Lebensumstände ändern. Es stelle sich die Frage, ob eine subjektspezifische Förderung – also eine direkte Unterstützung der bedürftigen Haushalte – schlussendlich nicht wünschenswertere Ergebnisse erzielen würde, schreibt Raiffeisen.

  • Energiedienst-Gruppe wächst profitabel

    Energiedienst-Gruppe wächst profitabel

    Die Energiedienst Holding AG hat im ersten Halbjahr 2023 einen Betriebsertrag von 973 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um rund 30 Prozent, informiert die schweizerisch-deutsche Aktiengesellschaft  in einer Mitteilung. Als Hintergrund für die positive Entwicklung werden dort eine positive Absatzentwicklung und gestiegene Strompreise genannt.

    Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT lag mit 81,6 Millionen Euro dicht am Vorjahreswert. Im ersten Halbjahr 2022 hatte das Unternehmen hier einen positiven Bewertungseffekt aus der Personalvorsorge in Höhe von 48 Millionen Euro verbucht. Um diesen Effekt bereinigt sei eine Steigerung von 34,3 Millionen auf 77,3 Millionen Euro realisiert worden, schreibt die Energiedienst-Gruppe. Der Reingewinn fiel mit 68,7 Millionen um 16,8 Millionen Euro niedriger als im Vorjahr aus. Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen von einem bereinigten EBIT in Höhe von rund 100 Millionen Euro aus.

    Zur Steigerung von Umsatz und bereinigtem Betriebsergebnis haben alle Geschäftsbereiche der Gruppe beigetragen. Im Segment Kundennahe Energielösungen fiel der Beitrag zum EBIT mit 3,4 Millionen um 1,4 Millionen Euro höher als im Vorjahr aus. Als Wachstumstreiber hat sich hier vor allem das Endkundengeschäft Photovoltaik in der Schweiz erwiesen.

    Im grössten Geschäftsbereich Erneuerbare Erzeugungs-Infrastruktur konnte der Beitrag zum EBIT von 21,4 Millionen auf 65,4 Millionen Franken gesteigert werden. Hier führt die Gruppe die gute Entwicklung auf eine insgesamt bessere Stromproduktion aus Wasserkraft und das gestiegene Vermarktungsniveau der Erzeugung zurück.

  • Holcim blickt auf hervorragendes Halbjahr zurück

    Holcim blickt auf hervorragendes Halbjahr zurück

    Holcim hat im ersten Halbjahr 2023 einen Umsatz von 13,07 Milliarden Franken erwirtschaftet, informiert der weltweit aktive Zuger Baustoffkonzern in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Rückgang um 11,0 Prozent. Auf organischer Basis wurde ein Wachstum von 7,4 Prozent realisiert, schreibt Holcim.

    Als wiederkehrendes Betriebsergebnis auf Stufe EBIT wies Holcim im Berichtssemester 2,04 Milliarden Franken aus. Im Vorjahressemester lag der Wert bei 2,17 Milliarden Franken. Der organische Zuwachs wird in der Mitteilung auf 13,4 Prozent beziffert. Die Marge auf das Betriebsergebnis legte im Jahresvergleich um 0,8 Prozentpunkte auf 15,6 Prozent zu. Im zweiten Quartal 2023 wurde eine Marge von 21,1 Prozent realisiert. Der Gewinn pro Aktie zog gegenüber Vorjahr um 15,3 Prozent auf den Rekordwert von 2,19 Franken an. Das Unternehmen bezeichnet die Ergebnisse des ersten Halbjahres als „hervorragend“.

    „Wir sind auf dem besten Weg, im Geschäftsjahr 2023 branchenführende Margen zu erzielen“, wird Jan Jenisch, Verwaltungsratspräsident und CEO von Holcim, in der Mitteilung zitiert. „Dies bestätigt die starke Position von Holcim in allen Märkten, in denen unsere führenden nachhaltigen Baulösungen und Marken für überdurchschnittliche Rentabilität und Wachstum sorgen.“

    Im Berichtshalbjahr hat Holcim 1,8 Milliarden Franken in 18 Übernahmen investiert. Darüber hinaus habe das Unternehmen seine Expansion im nordamerikanischen Markt fortgesetzt, heisst es in der Mitteilung. Ihr zufolge hat Holcim für den Zeitraum 2023 bis 2026 bereits den Zuschlag für über 70 Infrastrukturprojekte in den USA erhalten.

  • Pensionskassen: Ausser Rand und Ziel-Band bei Immobilien

    Pensionskassen: Ausser Rand und Ziel-Band bei Immobilien

    Alles ist relativ: für die Verwalter von Pensionskassen mag das dem Nobelpreisträger Albert Einstein zugeschriebene Zitat derzeit einen besonderen Klang haben. So haben ihre Investments in Aktien und Anleihen im vergangenen Jahr stark an Wert verloren. Positionen in Immobilien kamen hingegen weniger unter die Räder. In der Folge haben diese – relativ gesehen – im Anlageportefeuille der Vorsorgewerke oftmals deutlich an Gewicht gewonnen. Was nun nicht nur theoretische, sondern durchaus handfeste Folgen hat.

    Denn bereits Ende letzten Jahres warnten Marktbeobachter, dass ein Viertel der hiesigen Pensionskassen Immobilien-Investments verkaufen oder abwerten müssen, weil deren Gewicht die Vorgaben der Verordnung über die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV2) überschreite. Die Verordnungen schreibt eine fixe Quote für Immobilienanlagen vor, die 30 Prozent nicht überschreiten darf.

    «Ein paar Pensionskassen hatten Bandbreiten-Verletzungen»
    Heinz Rothacher, CEO der bekannten St.Galler Pensionskassenberatung-Firma Complementa, sagt nun zu finews.ch, dass die Quotenverletzungen Ende 2022 noch umfangreicher ausgefallen sind als befürchtet. «Über ein Drittel der Pensionskassen hat eine Immobilien-Quote von über 30 Prozent ausgewiesen», sagt der Marktkenner (siehe Grafik unten). Und er hält fest: «Es gibt ein paar Pensionskassen, die aufgrund des Anstiegs der Quoten eine Bandbreiten-Verletzung hatten.»

    Tatsächlich erlaubt die BVV2-Verordnung gewisse Bandbreiten bei den Portfolioanteilen, nach denen die Vorsorgewerke ihr Anlagestrategie gestalten können. Doch auch dieser Spielraum hat Grenzen. Wenn der Rand der Bänder touchiert wird, gibt es deshalb zwei Taktiken: Aussitzen oder korrigieren.

    Quote erst einmal beibehalten
    Die Vorsorgewerke haben sich in einem ersten Schritt offenbar für das Erstere entschieden. «Da es sich um eine passive Verletzung der Bandbreiten handelt, wurden diese toleriert und beschlossen, die bestehende Quote beizubehalten», berichtet Rothacher. Das Gleiche gelte für Verletzungen der BVV2-Limite von 30 Prozent.

    Complementa hat gut 150 Entscheidungsträgerinnen und -trägern der beruflichen Vorsorge speziell zur Problematik befragt; der CEO weiss deshalb ziemlich genau, in welche Richtung die Branche läuft. Per Ende 2022 lag der Immobilienquote im Schnitt bei 24,1 Prozent, 3 Prozentpunkte höher als im Vorjahr.

    Das Abwarten hat für die Pensionskassen bisher nicht schlecht funktioniert. Die Immobilienquote habe sich durch die positive Performance der Aktienmärkte in diesem Jahr wieder reduziert, berichtet Rothacher. Die Folge: «die Verletzung der Bandbreiten wurde dadurch teilweise behoben.»

    Aktuelle Erhebungen der Credit Suisse zeigen, dass die Schweizer Vorsorgewerke bis Ende vergangenen Juni im Schnitt eine Anlagerendite von 3,86 Prozent erwirtschaftet haben; die Grossbank UBS kommt in ihren Messungen auf eine durchschnittliche Performance nach Abzug von Gebühren von 3,51 Prozent. Damit haben die Kassen die gesetzlich vorgegeben Mindestausschüttung von 1 Porzent pro Jahr bereits übertroffen.

    Die Krux mit der Illiquidität
    Dennoch ist das Problem nicht verschwunden, und die Pensionskassen müssen aufgrund ihrer Anlagestrategie besorgt sein, die definierten Bandbreiten mittelfristig einzuhalten. Dabei ergibt sich ein weiterer Knackpunkt: Aufgrund der Illiquidität der Anlageklasse – zu denken ist etwa an direkt gehaltene Liegenschaften oder Anlagestiftungen – ist eine kurzfristige Anpassung der Quote schwierig zu bewerkstelligen.

    Entsprechend müssen die Kassen dort anpacken, wo Liquidität am ehesten vorhanden ist: bei kotierten Immobilienanlagen. Wie Rothacher von Complementa berichtet, ist dort inzwischen Bewegung auszumachen. «37 Prozent der Kassen, die an der Umfrage teilgenommen haben, planen einen Abbau bei den kotierten Immobilienfonds», erklärt der Finanzprofi. Immerhin 11 Prozent der Befragten denken zudem über einen Abbau von nicht-kotierten Gefässen nach.

    Rücknahmegebühren erhöht
    Wie sich zeigt, haben die Preise von Schweizer Immobilienfonds bereits 2022 stark nachgegeben. Der einschlägige SIX Real Estate Funds Broad Index (SWIIT) verlor im vergangenen Jahr mehr als 15 Prozent an Wert. Dieses Jahr stagnierte der Zähler. Bei den nicht-kotierten Anlagegruppen sei derweil eine geringere Nachfrage nach zusätzlichen Investitionen zu spüren, erklärt Rothacher.

    Diverse Immobiliengefässe hätten bei durchgeführten Kapitalerhöhungen auch deutlich weniger Zusagen erhalten als geplant. «Noch vor Kurzem waren Überzeichnungen die Norm», ruft er in Erinnerung.

    Der Complementa-CEO rechnet zwar nicht mit grösseren Abverkäufen bei solchen Vehikeln. Hingegen weiss er von einzelnen Anlagegruppen, die dieses Jahr bereits die Rücknahmegebühren erhöht haben – dies auch mit dem Verweis darauf, die bestehenden Investoren schützen zu wollen. Das kann für Verkäufer abschreckend wirken. «Die Rücknahmegebühren bei den verschiedenen Anlagegefässen variieren stark und können teilweise einen grossen Teil einer Jahresperformance ausmachen», weiss Rothacher.

    Wann greifen die Schätzer zum Rotstift?
    Doch auch, wer stur an seinen Immobilien-Positionen festhält, muss allenfalls Federn lassen. Dies dann, wenn es zu Bewertungskorrekturen kommt, weil die Immobilienschätzer aufgrund weiterer Zinsschritte gezwungen wären, die Diskontsätze anzuheben.

    Zumindest auf dem Schweizer Markt lassen die derzeit geringe Bautätigkeit, die Zuwanderung und die in der Tendenz steigenden Mieten solche Massnahmen noch als verfrüht erscheinen. Doch weitere Zinserhöhungen seitens der Schweizerischen Nationalbank könnten die Schätzer doch noch dazu bringen, den Rotstift anzusetzen.

    Hiesige Pensionskassen weisen bei ihren Immobilien-Investments oftmals einen ausgeprägten «Home bias» auf und wären gegenüber einem Rückgang der Bewertungen wohl empfindlich.

  • SBV erwartet das Zinserhöhung ein Prozent Umsatz jährlich kostet

    SBV erwartet das Zinserhöhung ein Prozent Umsatz jährlich kostet

    Am 22. Juni 2023 hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Leitzins auf 1.75 Prozent erhöht. Damit nicht genug, die SNB dürfte den Zins im Laufe des Jahres weiter erhöhen, weil sich die Inflation hartnäckiger hält als bisher angenommen. Die Inflation wird in der nächsten Zeit etwa von den steigenden Wohnungsmietpreisen und höheren Stromkosten getrieben. Sowohl im 2023, aber auch in den nächsten beiden Jahren dürfte die Inflation gemäss der SNB-​eigenen Prognose bei etwas über 2 Prozent liegen, was über dem Zielkorridor der SNB liegt.

    Mittels fünf Schritten sind die Zinsen von -0.75 auf nun 1.75 Prozent gestiegen. Weitere Erhöhungen bis Jahresende sind absehbar. Da sich die Schweizer Konjunktur dieses Jahr abkühlt und die Wirtschaft nur noch schwach wächst, darf die SNB jedoch nicht über das eigentliche Ziel hinausschiessen. Daher sei an dieser Stelle davon ausgegangen, dass der Zins bis zum Jahresende noch zwei Mal um jeweils 0.25 Prozentpunkte angehoben wird. Es wird ausserdem angenommen, dass ab 2024 keine weiteren Schritte folgen, der Zins also mittelfristig bei 2.25 Prozent stabil bleibt.

    Bis zu 1.4% tieferes Umsatzwachstum im Jahr
    Ein Rechenmodell des Schweizerischen Baumeisterverbands SBV zeigt, wie stark ein Zinsanstieg die Bautätigkeit negativ beeinflusst. Die Beeinträchtigung dehnt sich langsam und über die Zeit aus. In den ersten beiden Jahren wird das Umsatzwachstum am stärksten beeinträchtigt, aber selbst im fünften Jahr nach den Zinserhöhungen sind noch leichte, negative Auswirkungen spürbar. Die Aussagen beschreiben, wie sich der Umsatz entwickelt im Vergleich zu einer Welt, wenn die Zinsen nicht gestiegen wären.

    In den nächsten fünf Jahren dürfte der Umsatz im Bauhauptgewerbe deswegen kumuliert um 4.65% langsamer wachsen als wenn die Zinsen nicht gestiegen wären. Die grössten realen Umsatzeinbussen sind in den Jahren 2024 (-1.39%) und 2025 (-1.22%) zu erwarten.

    Positive Gegenkräfte könnten Umsatz wachsen lassen
    Die anhaltend starke Zuwanderung, der Nachholbedarf im Tiefbau sowie die Unterstützungsgelder für klimafreundliche Umbauten sind Faktoren, welche den Einbussen durch die Zinsen entgegenstehen und zumindest mittelfristig den Umsatz doch noch positiv wachsen lassen könnten.

    Insgesamt lässt sich also festhalten, dass sich die Leitzinserhöhungen auf den Geschäftsgang der Baufirmen auswirken, auch wenn die Auswirkungen insgesamt begrenzt sind. Das Bauhauptgewerbe bleibt unabhängig vom Zinsniveau eine wichtige Stütze der Schweizer Wirtschaft.

  • Halter will Wohnungsknappheit bekämpfen

    Halter will Wohnungsknappheit bekämpfen

    Die Halter AG will gegen eine sich abzeichnende Wohnungsknappheit angehen. Die Schlieremer Bau- und Immobilienfirma setze sich für nachhaltige und tragfähige Lösungen ein, erläutert Halter in einer Mitteilung. Dazu hat das Unternehmen ein Positionspapier erarbeitet. Die in diesem Papier vorgeschlagenen Lösungsansätze stellte Halter zudem im Mai anlässlich des Runden Tischs mit Bundesrat Guy Parmelin zur Diskussion.

    Im Positionspaper stellt Halter eine Reihe von Forderungen auf. So soll eine Mehrausnützung in Wohnzonen und die Wohnnutzung in reinen Arbeitsplatzzonen erlaubt werden. Hier zusätzlich geschaffene Wohnfläche müsse dabei zur Hälfte als Wohnraum zur Kostenmiete realisiert werden. Die Potenziale des Finanzierumgsmodells Kostenmiete will Halter zudem besser ausschöpfen lassen.

    An die Politik sind Forderungen nach einer Vereinfachung des Qualitätssicherheitsverfahrens und die Beschränkung der digitalen Baubewilligung auf Nutzung und Architektur gerichtet. Von der eigenen Branche erwartet Halter eine Reduktion der Baukosten durch Produktivitätssteigerung.

    „Die Bereitstellung von erschwinglichem Wohnraum stellt eine ähnlich bedeutende gesellschaftliche Herausforderung dar, wie das klimagerechte Um- und Neubauen“, erklärt Halter-CEO Markus Mettler in der Mitteilung. Sein Unternehmen sei bereit, innovative Beiträge zur Lösung beider Aufgaben zu leisten. „Damit einher geht die Einführung von nachhaltigen Rahmenbedingungen für die Bau- und Immobilienwirtschaft, die das Unternehmertum und die Wettbewerbsfähigkeit in der Branche stärken und dem Trend zur ineffizienten und kostspieligen Regulierung und Verstaatlichung entgegenwirken.“

  • Immobilienfonds von Swiss Life Asset Managers generiert stabilen Ertrag

    Immobilienfonds von Swiss Life Asset Managers generiert stabilen Ertrag

    Der Immobilienfonds Swiss Life REF (CH) ESG Swiss Properties hat die erste Hälfte des Geschäftsjahrs 2022/23 „mit tiefen Leerständen und stabilem Ertrag“ abgeschlossen, informiert Swiss Life Asset Managers in einer Mitteilung. Konkret wurde ein Ertrag von 20,26 Millionen Franken realisiert. Dazu kommt ein Kapitalgewinn von 3,81 Millionen Franken aus dem Verkauf eines Wohnportfolios aus fünf kleineren Mehrfamilienhäusern. Die Mietausfallquote konnte gegenüber Ende März 2022 von 2,97 auf 1,76 Prozent gesenkt werden.

    Der Nettoinventarwert stieg im Jahresvergleich von 112,01 Franken auf 114,34 Franken an. Aktuell werden im Fonds 161 Liegenschaften mit einem Gesamtwert von 2,562 Milliarden Franken gehalten. Ende 2022 hatte Swiss Life Asset Managers dabei 15 Liegenschaften im Marktwert von insgesamt 242 Millionen Franken erworben.

    Seit Lancierung des Fonds im November 2015 weist der Swiss Life REF (CH) ESG Swiss Properties eine annualisierte Performance von 6,04 Prozent auf. Damit liegen Kursentwicklung und Ausschüttungen um 2,01 Prozentpunkte über dem Referenzindex SXI Real Estate Funds TR, erläutert der zur Swiss Life-Gruppe gehörende Vermögensverwalter.

  • «Buy-to-let» Eine Modellrechnung aus der Perspektive von Privatanlegern

    «Buy-to-let» Eine Modellrechnung aus der Perspektive von Privatanlegern

    «Buy-to-let» eröffnet Schweizer Privatanlegern einen Weg, am Immobilienmarkt zu partizipieren und erfreute sich im Zuge des Tiefzinsumfeldes an wachsender Beliebtheit. Der Anteil vermieteter Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser machte im Jahr 2019 volumengewichtet 17,0% aller neu abgeschlossenen Wohneigentumsfinanzierungen aus. Somit wurde mittlerweile beinahe jede sechste Immobilie mit der Absicht erworben, diese anschliessend zu vermieten. Zumeist wird aufgrund des zur Verfügung stehenden Geldvermögens in Eigentumswohnungen und damit in kleinere Losgrössen investiert.

    Das Ziel der Abschlussarbeit bestand darin, Privatanlegern die wesentlichen Risiken aufzuzeigen, die mit einer Buy-to-let-Investition einhergehen, und einen relativen Vergleich zu alternativen Kapitalmarktinvestitionen herzustellen. Hierzu wurde ein Modell zur Investitionsanalyse erarbeitet, welches die Rentabilität einer 3,5-Zimmer-Eigentumswohnung seit dem Erwerb 2000 bis zur Veräusserung 2020 betrachtet. Anhand von Untersuchungen in verschiedenen Märkten im Raum Bern und mittels unterschiedlicher Sensitivitäten bezüglich des Einsatzes von Fremdkapital wurden deren Auswirkungen auf die Rentabilitätskennzahlen veranschaulicht.

    Ergebnis
    Riskante Investitionsstrategie: In Bezug auf die Haltephase verdeutlichte sich, dass insbesondere die Wahl des Fremdfinanzierungsgrades und das vorherrschende Zinsniveau über die erzielbare Eigenkapitalrendite entscheidet und gleichzeitig auch die höchste Ausgabenposition bildet. In den ersten Jahren der Haltedauer resultierten bei einer hohen Fremdkapitalquote von 75% und einem Zinsniveau von durchschnittlich 3,70% ausschliesslich negative Nettoerträge. In Hinblick auf die Veräusserung der Immobilie zeigte sich, dass die Wertentwicklung die bedeutendste Determinante für den Erfolg der Buy-to-let-Anlage bildete (s. Abb. 1). Der potenziell erzielbare Marktwert unterliegt dabei zyklischen Schwankungen. Einhergehend mit einer erhöhten Fremdfinanzierungsquote und dem damit verbundenen Verschuldungsrisiko in Bezug auf steigende Zinsen und möglicher Wertverluste, bilden diese Faktoren das Hauptrisiko der Buy-to-let-Anlage. Ist zusätzlich ein grosser Anteil des Vermögens in eine einzige Immobilie gebunden, entsteht daraus ein erhebliches Klumpenrisiko, das durch den Effekt der steigenden Zinsen und Wertverluste zusätzlich erhöht wird. Dabei gilt es zu beachten, dass eine Überwälzung der steigenden Zinsen auf den Mieter aufgrund gesetzlicher Einschränkungen und des träge reagierenden Referenzzinssatzes nur beschränkt stattfinden kann. Zudem gehen höhere Zinsen meist mit steigenden Inflationsraten einher. Da die Wohnungsmieten meist nicht vollständig an den Konsumentenpreisindex gekoppelt sind, führt eine Inflation zu einer teils realen Reduktion der Mieteinnahmen.

    Abb. 1: Zusammensetzung IRR, am Beispiel der Stadt Bern.

    Die Betrachtung über die verschiedenen Märkte – je nach Standort der Liegenschaft – verdeutlichte zudem, dass die regionalen Disparitäten zu grossen Unterschieden in der Rentabilität und im Anlagerisiko des Privatanlegers führen können und ein weiteres Risiko für die Buy-to-let-Anlage darstellen. In Bezug auf den Werterhalt der Immobilie sollte der Privatanleger deshalb vor allem die Lagequalität und das Objekt beurteilen.

    Vergleich Kapitalmarktinvestitionen
    Der Vergleich mit den beiden Anlageklassen Schweizer Aktien und Bundesobligationen zeigte, dass die Buy-to-let-Strategie durchaus eine attraktive Alternative darstellen konnte (vgl. Abb. 2+3). Es war möglich, die Rendite der Immobilie über den Betrachtungszeitraum durch den Einsatz von Fremdkapital nochmals zu verbessern, dies ging allerdings mit einem deutlich höheren Risiko einher (s. Abb. 3). Es gilt ferner zu beachten, dass die Risiko-Rendite-Eigenschaften um die Variable der Liquidität erweitert werden müssen: In einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld ist der Verkauf einer Immobilie nur unter zeitlich gegebenen Umständen möglich und meistens mit finanziellen Einbussen verbunden.

    Abb. 2: Jährliche Renditen von Aktien und Obligationen, Betrachtungszeitraum 2000–2020.

    Fazit
    Die Entscheidung für eine Buy-to-let-Anlage sollte nicht leichtfertigt erfolgen. Ein aus Mangel an alternativen Anlageklassen und tiefen Finanzierungskosten heraus finanzierter Immobilienerwerb berücksichtigt häufig nicht die gleichzeitig eingegangenen Risiken. Die Liegenschaft muss auch in einem höheren Zinsumfeld effektiv tragbar bleiben, und es sollte nicht auf weitere Wertentwicklungsgewinne als Investitionsstrategie gesetzt werden. Daraus lässt sich schliessen, dass insbesondere die Mieteinnahmen über den Erfolg oder den Misserfolg der Buy-to-let-Anlage entscheiden.

    Zur Person
    Anissa Kühni, geboren 1991. Architekturstudium an der Berner Fachhochschule, Abschluss 2016. Master of Advanced Studies UZH in Real Estate, Abschluss 2021. Ab 2016 bei der Frutiger AG in der Projektentwicklung für diverse Arealentwicklungen mit Schwerpunkt «Wohnen» sowie Akquisitionen tätig. Seit 2023 als Projektmanagerin für Immobilienentwicklungen bei der Swiss Prime Site Solutions AG für den Immobilienfonds «Akara Swiss Diversity Property Fund PK» beschäftigt.

  • Schindler wächst im Startquartal

    Schindler wächst im Startquartal

    Schindler hat im ersten Quartal 2023 weltweit Umsätze in Gesamthöhe von 2,80 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 6,2 Prozent, informiert der Luzerner Aufzugsbauer in einer Mitteilung. Der Auftragseingang fiel mit 2,89 Milliarden Franken hingegen um 8,7 Prozent geringer als im ersten Quartal 2022 aus.

    „Verzögerungen auf Baustellen und die Unsicherheit an den internationalen Kapitalmärkten wirken sich zusehends negativ auf die Immobilienbranche aus, trotz starker Nachfrage im Wohnungsbausektor“, wird Silvio Napoli, Verwaltungsratspräsident und CEO von Schindler, in der Mitteilung zitiert. „Auch in diesem herausfordernden Umfeld konnte Schindler Umsatzwachstum in allen Regionen und Produktlinien erzielen.“
    Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT legte im Jahresvergleich von 211 Millionen auf 282 Millionen Franken zu. Der um den Verkauf des ehemaligen Fabrikareals in Suzhou bereinigte Reingewinn fiel mit 186 Millionen Franken um 29,2 Prozent höher als im Vorjahresquartal aus.

    In derselben Mitteilung kommuniziert Schindler auch eine Veränderung in der Konzernleitung. Hier wird der neu ernannte Chief Technology Officer Donato Carparelli den in den Ruhestand tretenden Karl-Heinz Bauer ersetzen.

    Ende März hat Schindler zudem ein seit fast zehn Jahren laufendes Verfahren gewonnen. Hintergrund sind gegen den Willen von Aktionär Schindler vorgenommene Kapitalerhöhungen bei Hyundai Elevator. Der oberste Gerichtshof der Republik Korea habe Schindler in der Verantwortlichkeitsklage gegen verschiedene Verwaltungsratsmitglieder von Hyundai Elevator Recht gegeben, heisst es in der Mitteilung.