Schlagwort: immobilien

  • Neue Holzmehrfamilienhäuser mit innovativer TS3-Technologie

    Neue Holzmehrfamilienhäuser mit innovativer TS3-Technologie

    Es dauert nur wenige Fahrminuten, um die Zürcher Innenstadt von Zollikerberg, einem Dorfteil der Gemeinde Zollikon, zu trennen. Nachdem man gerade noch auf dem Sechseläutenplatz vor der Oper stand, eröffnen sich kurz darauf weite Wiesen und Selbstpflückfelder. Nur einen Steinwurf von der Forchstrasse entfernt, die Stadt und Land auf direktem Weg verbindet, wurden im letzten Jahr zwei Mehrfamilienhäuser in Holzbauweise fertiggestellt – auf dem Grundstück eines Bauernhofs, der immer noch bewohnt und bewirtschaftet wird.

    Harmonie zwischen Tradition und Moderne
    Früher haben regelmässig Schafe auf der grossen Wiese des Anwesens geweidet. Heute ragen zwei vierstöckige Gebäude mit insgesamt 22 Mietwohnungen über das Gras. Die beiden Mehrfamilienhäuser bilden ein harmonisches Ensemble, das möglicherweise später durch einen dritten Baukörper ergänzt werden könnte, falls eine Verdichtung erforderlich sein sollte. Zu Beginn der Planung war noch nicht klar, ob es sich um Holz- oder Massivbauten handeln sollte. Die Bauherren hatten keine spezifischen Vorgaben gemacht, als sie 2018 einen privaten Wettbewerb ausschrieben. Der Zufall begünstigte jedoch den Holzbau: Das Zürcher Büro Merkli Degen Architekten, das zum Wettbewerb eingeladen wurde und diesen gewann, arbeitete zu dieser Zeit mit der Timbatec AG zusammen. Das bekannte Schweizer Ingenieurbüro entwickelte damals gemeinsam mit der Fachhochschule Biel und der ETH Zürich eine neue Verbindungstechnologie, um auch grössere Spannweiten mit Brettsperrholzplatten zu überbrücken – und zwar ohne Unterzüge oder zusätzliche Zwischenstützen.

    Die Zukunft des Bauens
    In Zukunft soll es also möglich sein, mit Holz das zu erreichen, was bisher nur mit Stahlbeton möglich war. Die TS3-Verbindungstechnologie steckte im Jahr 2018 noch in den Kinderschuhen, ist aber mittlerweile etabliert. Vollholzplatten, die ganze Geschossdecken bilden können, eröffnen völlig neue Möglichkeiten für den Holzbau.
    «Es war reiner Zufall, dass wir auf TS3 aufmerksam wurden», erzählt Ueli Degen, einer der Gründer von Merkli Degen Architekten. «Ursprünglich sprachen wir mit den Ingenieuren von Timbatec über ein anderes Holzbauprojekt.»

    Sie berichteten uns über die Entstehung ihres neuesten Verbindungssystems und präsentierten uns ein entsprechendes Beispiel. Diese bahnbrechende Technologie hat uns seitdem nicht mehr losgelassen. Irgendwann kam uns die Idee, TS3 bei dem Bauprojekt in Zollikerberg einzusetzen. Vor der Entscheidung, ob Holz- oder Massivbau verwendet werden sollte, wurden gründliche Untersuchungen und Vergleiche angestellt. Letztendlich setzte sich der Holzentwurf durch, der später von der Firma Holzbau Oberholzer GmbH realisiert wurde. Durch die Verwendung eines Holzgebäudes konnte eine harmonische Verbindung zum bestehenden Bauernhaus hergestellt werden, das ebenfalls aus Holz besteht.

    Die Kombination eines Holzbaus mit der TS3-Technologie versprach zudem eine wirtschaftlich attraktive Lösung zu sein, die auch die Bauzeit erheblich verkürzen würde. Dennoch dauerte es eine Weile, bis sich die Bauherren für den Holzbau entschieden. Vor fünf Jahren, als die Gebäude geplant wurden, war noch viel Überzeugungsarbeit nötig, um einen Holzbau in dieser Grösse durchzusetzen.

  • Grenzgängerboom in Genf – Wachstum und Wohnungsnot

    Grenzgängerboom in Genf – Wachstum und Wohnungsnot

    Der Kanton Genf erlebt einen anhaltenden Anstieg der Grenzgängerzahlen, die in Frankreich wohnen und zur Arbeit nach Genf pendeln. Zwischen dem ersten Quartal 2021 und dem ersten Quartal 2024 ist die Zahl dieser Grenzgänger um 33.000 auf insgesamt 399.000 gestiegen. Diese Entwicklung wurde durch den Léman Express und die Liberalisierung der Homeoffice-Regeln 2023 begünstigt.

    Steigender Anteil der Grenzgänger im Arbeitsmarkt
    Die Anzahl der Grenzgänger aus Frankreich, die in der Genferseeregion arbeiten, ist in den letzten drei Jahren um 26 Prozent gestiegen. Der Anteil der Grenzgänger an den Beschäftigten stieg von 13,2 Prozent im ersten Quartal 2021 auf 14,9 Prozent im ersten Quartal 2024. Dies ist auf den boomenden Arbeitsmarkt, die Wohnungsknappheit in Genf und die attraktiveren Wohnkosten im grenznahen Frankreich zurückzuführen.

    Einfluss des Léman Express
    Der 2020 eröffnete Léman Express hat das grenzüberschreitende Pendeln erheblich erleichtert, indem er die Reisezeit zwischen Annemasse und dem Genfer Hauptbahnhof um rund 40 Prozent reduziert hat. Mittlerweile nutzen täglich 70.000 Pendler den Léman Express, der einen Marktanteil von 43 Prozent erreicht. Dies hat zu einem Bauboom rund um die neuen Bahnhöfe und einer verstärkten Attraktivität des Grenzgängertums geführt.

    Wohnungsmarkt in Genf und grenznahen Regionen
    Genf kämpft seit Jahren mit einer akuten Wohnungsknappheit. Die Leerwohnungsziffer lag 2023 bei lediglich 0,4 Prozent, während die Angebotsziffer von Mietwohnungen zwischen 2021 und 2023 von 5,3 Prozent auf 4,2 Prozent sank. Im Vergleich dazu sind die Wohnkosten im grenznahen Frankreich deutlich niedriger, was viele Arbeitnehmer dazu bewegt, dort zu wohnen. Dies hat die Preise in diesen Gebieten jedoch ebenfalls ansteigen lassen.

    Zukünftige Entwicklungen und Herausforderungen
    Der Trend des Bevölkerungswachstums im französischen Teil des Genfer Metropolraums wird sich voraussichtlich fortsetzen. Von 2024 bis 2030 wird ein jährliches Bevölkerungswachstum von 1 Prozent im Kanton Genf erwartet, während die angrenzenden französischen Arrondissements diesen Wert übertreffen dürften. Dies stellt weiterhin Herausforderungen für die Infrastruktur und den Wohnungsmarkt auf beiden Seiten der Grenze dar.

    Die Genferseeregion steht vor der Herausforderung, den dynamischen Arbeitsmarkt und die steigende Zahl der Grenzgänger mit der bestehenden Wohnungsknappheit in Einklang zu bringen. Innovative Verkehrslösungen wie der Léman Express und die Liberalisierung der Homeoffice-Regeln spielen eine zentrale Rolle, erfordern jedoch auch langfristige Strategien zur Bewältigung der Wohnungsmarktproblematik und zur nachhaltigen Entwicklung der gesamten Region.

  • Beachtliches Wirtschaftswachstum steigende Lebensqualität

    Beachtliches Wirtschaftswachstum steigende Lebensqualität

    Die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons Zürich ist beeindruckend. In den letzten 40 Jahren hat sich das inflationsbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 74 auf 159 Milliarden Franken mehr als verdoppelt. Pro Kopf stieg die Wirtschaftsleistung von 65.000 auf 101.000 Franken, wobei dieser Wertschöpfungszuwachs überwiegend in höhere Löhne umgesetzt wurde. Zudem hat die durchschnittliche Arbeitszeit seit 1991 um fast einen halben Nachmittag pro Woche abgenommen, was zu einem kontinuierlichen Anstieg des Wohlstands der Zürcherinnen und Zürcher führte. Technologischer Fortschritt und Innovationen waren dabei die treibenden Kräfte.

    Steigende Lebensqualität – differenzierte Entwicklungen
    Wirtschaftswachstum bringt mehr als nur höhere Einkommen und Freizeit mit sich. Die Steuereinnahmen stiegen, was in vielen Bereichen die Lebensqualität im Kanton Zürich verbesserte. Die OECD nutzt die «Regional-Well-Being-Indikatoren» und den «Better-Life-Index», um Lebensqualität anhand elf verschiedener Kategorien zu messen. Zürich verzeichnete Verbesserungen in Bildung, Beschäftigung, Work-Life-Balance, Gesundheit und Technologie. Im Bereich Sicherheit und Wohnen waren die Ergebnisse gemischt, während die subjektive Lebenszufriedenheit konstant hoch blieb.

    Rückgang der Umweltbelastungen trotz Wachstum
    Entgegen dem traditionellen Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch zeigen die letzten 30 Jahre eine Entkopplung in reichen Regionen. Im Kanton Zürich stieg das reale BIP seit 1990 um 69 Prozent, während die Umweltqualität in den meisten Bereichen zunahm. Materialverbrauch, Recyclingquote, Luft- und Wasserqualität sowie der Umweltbelastungs-Fussabdruck verbesserten sich. Eine relative Entkopplung ist bei Kehrichtmengen, Bodenversiegelung und Biodiversität zu beobachten. Besonders bei den Treibhausgasemissionen zeigt sich eine deutliche Reduktion um 17 Prozent seit 1990, trotz stetigen Wirtschaftswachstums.

    Gedankenexperiment zu den Auswirkungen von Nullwachstum
    Das Forschungsbüro INFRAS modellierte im Wirtschaftsmonitoring die möglichen Auswirkungen eines Szenarios ohne Wirtschaftswachstum bis 2050. Dieses Szenario zeigt, dass Nullwachstum zu deutlich tieferen Einkommen und einem erhöhten Armutsrisiko führen würde. Gleichzeitig würden finanzielle Herausforderungen zunehmen, da weniger Steuereinnahmen und Gelder für Sozialversicherungen zur Verfügung stünden, was Verteilungskonflikte zur Folge hätte. Obwohl die Umweltqualität in einigen Bereichen profitieren würde, wären die Kosten hoch, und es stünden weniger finanzielle Mittel für den Umweltschutz bereit.

    Der Kanton Zürich demonstriert, dass Wirtschaftswachstum, Lebensqualität und Umweltschutz erfolgreich kombiniert werden können. Die kontinuierliche Verbesserung in verschiedenen Lebensbereichen zeigt, dass technologischer Fortschritt und nachhaltige Entwicklung Hand in Hand gehen können. Das Gedankenexperiment zu Nullwachstum verdeutlicht die Wichtigkeit eines ausgewogenen Wachstums, um sowohl wirtschaftliche als auch gesellschaftliche und ökologische Ziele zu erreichen.

  • Innovationszentrum erweitert seine Dienstleistungen

    Innovationszentrum erweitert seine Dienstleistungen

    Die Startup & Innovation Space AG erweitert das Angebot ihres Start-up-Zentrums Home of Innovation. Geplant sind «mehr Büroflächen und Co-Working-Plätze, mehr Ausbildung für GründerInnen und ein neuer Zugang zu Investoren-Geldern», informiert Home of Innovation in einer Mitteilung. Das bisher an drei Standorten aktive Zentrum wird aktuell von rund 100 Jungunternehmen, innovativen KMU und Co-Workern sowie von fünf Winterthurer Wirtschaftsverbänden genutzt. Für den Ausbau des Innovationsökosystems von Winterthur hat Home of Innovation eine Strategie mit fünf strategischen Themen erarbeitet.

    Danach sollen in Winterthur weitere Büroflächen mit mindestens 2000 Quadratmetern akquiriert werden. Neben der Ansiedlung bereits bestehender Firmen wird ein zweiter Fokus auf Neugründungen gelegt. Sie sollen durch die Einrichtung einer Projektleiter-Position zur Förderung von Start-ups unterstützt werden. Darüber hinaus will Home of Innovation sein bereits erfolgreich durchgeführtes Ausbildungs- und Förderprogramm Launch-Control verstärken. Nicht zuletzt sollen Investoren und Jungunternehmen im Rahmen der Initiative Winti-Ventures zusammengebracht werden.

    In Vorbereitung auf die nächste Wachstumsphase nimmt Home of Innovation zudem Änderungen in der Leitung vor. Thomas Giger wird zum Verwaltungsratspräsidenten ernannt, Thomas Breitenmoser wird als Head of Operations das operative Geschäft leiten. Gründer und Initiator des Home of Innovation, Raphael Tobler, gibt den Verwaltungsratsvorsitz ab, bleibt dem Start-up-Zentrum aber als Verwaltungsratsvizepräsident mit einem Fokus auf Launch Control erhalten.

  • Berufliche Perspektiven im Schweizer Holzbau

    Berufliche Perspektiven im Schweizer Holzbau

    Die Bedeutung der Holzbauindustrie
    Die Holzbauindustrie spielt eine entscheidende Rolle in der Schweiz, insbesondere im Bereich des nachhaltigen Bauens und der energetischen Gebäudesanierung. Der Bau mit Holz ist eine umweltfreundliche und klimaneutrale Methode, die einen minimalen Energieverbrauch sowohl während der Bauphase (graue Energie) als auch während des späteren Betriebs der Gebäude gewährleistet. Die Holzbauindustrie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Zukunftsgestaltung der Schweiz.

    Berufliche Perspektiven und Fortbildungsoptionen
    Nach Abschluss der Grundausbildung eröffnen sich für ausgebildete Zimmerleute zahlreiche Optionen: Sie können als hochqualifizierte Fachkräfte im Betrieb arbeiten, Erfahrungen auf der Walz oder im Ausland sammeln oder sich weiterbilden, um Vorarbeiter, Polier, Techniker oder Ingenieur zu werden, bis hin zum Meister. Falls die Berufsmatura nicht bereits während der Grundausbildung absolviert wurde, kann sie innerhalb eines Jahres nach Abschluss der Grundausbildung als Vollzeitstudium abgeschlossen werden. Dies ermöglicht einen nahtlosen Übergang zu einer höheren Fachschule oder Fachhochschule ohne Prüfungen. Der Karriereplan des Holzbaus in der Schweiz bietet die Möglichkeit lebenslangen Lernens, individueller Weiterbildungen und Spezialisierungen sowie verschiedener Fortbildungen. Die Ausbildungen zum Energieberater, Projektleiter für Solaranlagen oder Handwerker in der Denkmalpflege sind nur einige Beispiele. Eine Karriere im Holzbau bietet somit die Möglichkeit, sich individuell nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu entwickeln und auszurichten.

    Zimmerin / Zimmermann EFZ
    Zimmerleute auf Stufe EFZ beschäftigen sich hauptsächlich mit Holz und beherrschen die Tätigkeiten des Holzbaus. Sie arbeiten als Generalisten im Betrieb sowie im Rohbau und Ausbau. Sie kennen die Ansprüche des Baugewerbes und arbeiten mit anderen am Bau beteiligten Handwerkern.

    Holzbearbeiterin / Holzbearbeiter EBA
    Dein Berufsstart mit guten Aussichten. Der Beruf des Holzbearbeiters EBA (eidgenössisches Berufsattest) ist eine eigenständige, zwei Jahre dauernde Grundbildung in der Holzbranche. Sie umfasst vielseitige Tätigkeiten in der holzverarbeitenden Industrie wie auch im Holzbau.

    Dipl. Techniker/in
    HF Holztechnik

    Holzbau-Techniker HF planen selbständig Holzkonstruktionen anhand von Projektplänen und leiten deren Realisierung. Sie übernehmen im Unternehmen Führungsaufgaben oder leiten eine Abteilung. Als Teamleiter auf der Baustelle koordinieren sie den Einsatz mit den anderen Handwerkern.

    Berufsmaturität und Betriebs-wirtschafts-/Unternehmerstudium
    Die Berufsmaturität und das Betriebswirtschaftsstudium NDS sind branchenunabhängige Ausbildungen. Während die Berufsmaturi-tät vorwiegend das Allgemeinwissen vertieft, vermittelt das Betriebswirtschaftsstudium Wissen für unternehmerische Tätigkeiten in höheren Kaderpositionen.

    Holzbau-Meister/in mit eidgenössischem Diplom
    Holzbau-Meister führen ein Holzbau-Unternehmen oder eine grössere Abteilung. Sie tragen die Gesamtverantwortung für die fachliche, wirtschaftliche und personelle Führung, Organisation und Weiterentwicklung des Unternehmens. Sie stehen in engem Kontakt mit Kunden, Lieferanten und Architekten.

    Dipl. Techniker/in
    HF Bauführung Holzbau

    Die Absolventen sind als Konstrukteur oder Betriebsleiter eines Holzunternehmens tätig. Dank ihrer umfangreichen Kompetenzen sind sie «Generalisten für den modernen Holzbau»: von der Offerterstellung über die Planung und Realisation bis zur Ausführungskontrolle und Abrechnung.

    Master of Science in Holztechnik
    Der europaweit einzigartige Studiengang verknüpft Praxisnähe mit Forschung und Entwicklung. Die Ausbildung befähigt die Studierenden, im Holzbau und in allen Verarbeitungsschritten der Holzwirtschaft in technischer, betriebswirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht tätig zu werden.

    Bachelor of Science in Holztechnik
    Das Ausbildungskonzept umfasst ein weites Spektrum – vom Rohstoff über Halbfabrikate bis zu Tragwerken, Möbeln oder energieeffizienten Gebäuden. Im Fokus stehen intelligente und innovative Lösungen für den modernen Holzbau sowie nachhaltige Produkte und Prozesse mit Holz.

  • Bewerbungsfrist bis Ende Juni verlängert

    Bewerbungsfrist bis Ende Juni verlängert

    Mara Schlumpf, Geschäftsführerin der Real Estate Award AG: «Es gab in diesem Jahr viele Neuerungen beim Real Estate Award eine neue Kategorie, die französische Version der Homepage aus diesem Grund wollen wir potenziellen Bewerbern etwas mehr Zeit einräumen, um ihre Projekte einzureichen.» Um sich zu bewerben , muss lediglich das Formular auf der Homepage ausgefüllt und ein maximal 4 seitiges PDF angehängt werden. «Gerne nehmen wir Bewerbungen in allen Landessprachen und auch in Englisch entgegen», sagt Mara Schlumpf

    Noch bis am 30. Juni können sich Firmen aus der ganzen Schweiz mit ihren Projekten für den diesjährigen Real Estate Award bewerben. Die Verleihung findet am 24. Oktober im Trafo in Baden statt.

  • Frauen im Holzbau

    Frauen im Holzbau

    Ansätze und Herausforderungen
    Professorin Katrin Künzi Hummel von der Berner Fachhochschule (BFH) beschäftigt sich seit langem mit Frauen im Holzbau. Basierend auf ihrer praktischen Erfahrung und wissenschaftlichen Studien präsentierte sie verschiedene Ansätze in ihrem Vortrag, wie Holzbaubetriebe Veränderungen vorantreiben können. Sie betonte, dass Holzbauberufe nicht nur auf die technische Herstellung beschränkt sein sollten, da sie auch einen gestalterischen Aspekt haben. Dies müsse stärker betont werden, um Frauen anzusprechen. Die Branche und die Betriebe sollten ihre Kommunikation überdenken, da Inhalte, Sprache und Bilder oft männliche Stereotypen widerspiegeln. Um Frauen für einen Holzbauberuf zu gewinnen, seien Vorbilder wie die «Zimmerin on Tour» wichtig, um aufzuzeigen, was möglich ist. Wenn Frauen in Holzbaubetrieben arbeiten, können ihre Beispiele als Karrieremodelle dienen. Neben dem Wunsch nach einem zukunftssicheren Beruf spiele für viele Frauen auch die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie eine wichtige Rolle. Betriebe sollten daher Optionen wie flexiblere Arbeitszeiten, Teilzeitarbeit oder Schichtbetrieb in Betracht ziehen, nicht nur um weibliche Fachkräfte anzulocken.

    Herausforderungen für Zimmerinnen
    Es wurde bei der Podiumsdiskussion des Branchen-Events deutlich, dass Zimmerinnen nach wie vor Schwierigkeiten haben, in die Branche einzusteigen. Camille Seidler, heute Holzbauingenieurin bei der Pirmin Jung AG, kritisierte das Fehlen von Unterstützung während ihrer Lehre als Zimmerin. Lara Zwiefelhofer, bekannt als «Zimmerin on Tour» für Holzbau Schweiz, hatte bessere Erfahrungen mit ihren Arbeitgebern gemacht, betonte jedoch, dass Frauen mehr leisten mussten, um akzeptiert zu werden. Astrid Späti zeigte mit ihrem Beispiel, dass Eigeninitiative gefragt ist. Sie stieg in den operativen Betrieb der Späti Holzbau AG ein und schuf sich ihre Verantwortungsbereiche selbst. Späti wies darauf hin, dass Frauen zwar Zugang zur Branche haben, aber hauptsächlich im administrativen Bereich tätig sind. Sie betonte die Bedeutung des Netzwerks zwischen Zimmerinnen und Führungsfrauen für den Wissensaustausch. Jürg Hugener, Fachgruppenleiter Holzbau an der Gewerblichen Berufsschule Wetzikon, freute sich über den Anstieg weiblicher Lernender in seinem Bereich, betonte jedoch die Notwendigkeit von Unterstützung seitens des Lehrpersonals und der Betriebe, um die Ausbildung für Frauen positiv zu gestalten.
    Der Holzbau, ein traditionsreiches Handwerk, befindet sich langsam, aber sicher im Wandel. Lange Zeit von Männern dominiert, öffnen sich die verschiedenen Berufe im Holzbau zunehmend für die vielfältigen Talente und Fähigkeiten von Frauen. Statistiken zeigen jedoch, dass der Weg zu einem ausgewogeneren Verhältnis zwischen Männern und Frauen in handwerklichen Berufen wie dem Zimmermann noch weit ist. In den letzten drei Jahren schlossen nur 1 bis 2 Prozent Frauen eine Lehre als Zimmerin ab.

    Ermutigung für Frauen im Zimmererberuf
    Am Ende der Diskussion wurden Ratschläge für angehende Zimmerfrauen und Anregungen für die Betriebe diskutiert. Lara Zwiefelhofer und Camille Seidler ermutigten dazu, einfach anzufangen. Frauen sollten das Vertrauen haben, dass sie über die gleichen handwerklichen Fähigkeiten wie Männer verfügen. Es erfordert jedoch auch Durchhaltevermögen und den Mut, die eigenen Bedürfnisse offen zu kommunizieren. Von den Betrieben wurde eine wertschätzende Teamkultur und Förderung der Kommunikation sowie Investitionen in moderne technische Hilfsmittel gefordert. Astrid Späti betonte zum Schluss der Diskussion die Bedeutung eines besseren Netzwerks für Frauen im Holzbau. Jürg Hugener unterstützte dies und forderte die Betriebe auf, Berufseinsteigerinnen aktiv zu unterstützen.

  • Hypothekarischer Referenzzinssatz bei 1,75 Prozent stabil

    Hypothekarischer Referenzzinssatz bei 1,75 Prozent stabil

    Der hypothekarische Referenzzinssatz, massgeblich für die Mietzinsgestaltung in der gesamten Schweiz, verbleibt bei 1,75 Prozent. Dies wurde am 3. Juni 2024 bekannt gegeben und beruht auf dem volumengewichteten Durchschnittszinssatz der inländischen Hypothekarforderungen, der am 31. März 2024 bei 1,72 Prozent lag. Dieser Durchschnittszinssatz hat sich seit dem letzten Quartal nicht verändert, wodurch der mietrechtlich relevante Referenzzinssatz weiterhin kaufmännisch gerundet bei 1,75 Prozent bleibt. Diese Stabilität wird bis zu einer signifikanten Veränderung des Durchschnittszinssatzes von unter 1,63 Prozent oder über 1,87 Prozent beibehalten.

    Bedeutung für Mietzinsansprüche
    Der Referenzzinssatz von 1,75 Prozent ist seit dem 2. Dezember 2023 unverändert. Bei Mietverträgen, die auf einem höheren Referenzzinssatz von 2,00 Prozent oder mehr basieren, besteht weiterhin ein Anspruch auf Mietzinssenkung. Umgekehrt ergibt sich für Vermietende ein Anspruch auf Mietzinserhöhung, wenn der zugrunde liegende Referenzzinssatz bei 1,50 Prozent oder darunter liegt, gemäss den mietrechtlichen Bestimmungen, die eine Erhöhung um 3 Prozent pro Viertelprozentpunkt vorsehen.

    Ausnahmen und zusätzliche Einflussfaktoren
    Es gibt Ausnahmen für bestimmte Mietverträge wie indexierte oder gestaffelte Mietzinsen und Umsatzmieten bei Geschäftsräumen. Auch geförderte Wohnungen unterliegen häufig speziellen Regelungen. Darüber hinaus können andere Kostenfaktoren wie die Veränderung des Landesindexes der Konsumentenpreise und die Unterhalts- und Betriebskosten die Mietzinsgestaltung beeinflussen. Die Teuerung kann zu 40 Prozent in die Mietzinsberechnung einfliessen, was zu Anpassungen führen kann.

    Regelmässige Bekanntgabe und rechtliche Grundlage
    Der hypothekarische Referenzzinssatz und der zugrunde liegende Durchschnittszinssatz werden vierteljährlich vom Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) veröffentlicht, mit der nächsten Bekanntgabe am 2. September 2024. Seit dem 10. September 2008 dient der einheitliche Referenzzinssatz als Grundlage für die Mietzinsgestaltung in der Schweiz, gemäss Artikel 12a der Verordnung über die Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen (VMWG). Diese Regelung ersetzte die früher in den einzelnen Kantonen gültigen Zinssätze für variable Hypotheken und sorgt für eine einheitliche und transparente Mietzinsberechnung im ganzen Land.

  • Nachhaltiges Bauen mit wiederverwendbaren Carbonbeton-Platten

    Nachhaltiges Bauen mit wiederverwendbaren Carbonbeton-Platten

    Die Einführung von Carbonfaser-verstärkten Betonplatten durch die ZHAW markiert einen bedeutenden Fortschritt im Hochbau. Diese Platten, die in der Fabrik vorgefertigt und zugeschnitten werden, können vor Ort schnell montiert werden. «Unser Bausystem aus Carbonbeton funktioniert ähnlich wie Lego, aber wie eine moderne Version davon, mit massgeschneiderten Bauteilen», erklärt ZHAW-Forscher Josef Kurath. Dieses System verkürzt nicht nur die Bauzeiten erheblich, sondern ermöglicht auch flexible Anpassungen und Erweiterungen von Gebäuden.

    Nachhaltigkeit und Wiederverwendung
    Ein Paradebeispiel für die Anwendung dieser Technologie ist der 120 Quadratmeter grosse Pavillon in Winterthur, der als Innovationslabor für nachhaltiges Bauen dient. Dank eines neuen Sharing-Modells können rund 90 Prozent des verwendeten Materials wiederverwendet werden, was im Vergleich zu herkömmlichen Methoden, bei denen nur etwa 10 Prozent wiederverwendbar sind, einen erheblichen Fortschritt darstellt. Angesichts der Tatsache, dass Zement für acht Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich ist, stellt diese Entwicklung einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des ökologischen Fussabdrucks dar.

    Carbonfasern als Herzstück
    Die CPC-Betonplatten (Carbon Prestressed Concrete) zeichnen sich durch ihre Langlebigkeit und Umweltfreundlichkeit aus. «Dank der neuen Leichtbauweise in Beton reduzieren wir den CO2-Fussabdruck um den Faktor zwei bis vier und sparen bis zu 75 Prozent Material gegenüber einer herkömmlichen Bauweise», erläutert Kurath. Die Kombination aus vorgespannten Carbonfasern und Beton bietet hervorragende strukturelle Eigenschaften: Carbon absorbiert Zugkräfte, während Beton Druck- und Querkräfte aufnimmt. Dadurch entstehen bei Belastung keine Risse, und die Platten behalten ihre Form und Tragfähigkeit bei geringerer Dicke.

    Industrielle Fertigung und Zukunftsaussichten
    Die CPC-Platten werden im ersten Werk in Deutschland von Holcim hergestellt, während die Carbonfasern in der Schweiz produziert werden, zukünftig mit biobasiertem Kohlenstoff. «Die entwickelten Platten sollen künftig auch hierzulande produziert und das neue Bausystem breit im Hochbau eingesetzt werden können – gerade der Schweizer Markt ist dafür prädestiniert», sagt Kurath. Ein Schwerpunkt der weiteren Forschung liegt auf der Optimierung der Platten für Schall- und Brandschutz sowie auf erdbebensicheren Konstruktionen. Innovative Verbindungstechniken ermöglichen nahezu endlose horizontale Ebenen ohne zusätzliche Verbindungselemente, was die Flexibilität und Effizienz des Bauens weiter erhöht.

  • Professionalisierung der Bewirtschaftung von Wohn- und Gewerbeimmobilien

    Professionalisierung der Bewirtschaftung von Wohn- und Gewerbeimmobilien

    Wincasa will neue Wege in der Immobilienbewirtschaftung gehen. Der zu Implenia gehörende Immobiliendienstleister spaltet seine entsprechenden Dienstleistungen in den Geschäftsbereich Wohnen und den Geschäftsbereich Gewerbe auf, informiert Wincasa in einer Mitteilung. Die Mitarbeitenden werden in neu geschaffenen Funktionen und Arbeitsplatzprofilen geschult.

    Das neue Target Operating Model (TOM) soll die beiden Bereiche professionalisieren und eine noch bedürfnisorientiertere und nutzungsgerechtere Bewirtschaftung unterschiedlicher Liegenschaften ermöglichen. «Ziel des TOM-Projekts ist es, ein Operating Model zu implementieren, das die heutigen Anforderungen an die Bewirtschaftung abdeckt», wird Philipp Schoch, Leiter Bewirtschaftung bei Wincasa, in der Mitteilung zitiert.

    Im Rahmen des Projekts wird Wincasa bis Ende 2025 schweizweit 18 physische Standorte für die Betreuung von Wohnungsmietenden sowie acht Standorte für die Betreuung von Gewerbemietenden einrichten. Die sogenannten Walk-In-Standorte im Wohnbereich können beispielsweise zur Klärung von Fragen zum Mietvertrag oder zur Meldung eines Schadens genutzt werden. Im Bereich Gewerbe ginge es dagegen «um komplexere Liegenschaften, um langjährige Mietverträge und um Leerstände, die stärker ins Gewicht fallen», erläutert Schoch. Hier will Wincasa ausgewiesene Fachkräfte einsetzen, «die Gewerbemietende in allen Phasen des Bewirtschaftungsprozesses hochprofessionell betreuen». Echtzeitüberwachungen wichtiger Kennzahlen wie die Leerstände an den Standorten sollen den Eigentümern der Liegenschaften messbare Erfolge des neuen Bewirtschaftungsmodells aufzeigen.

  • Neue Massstäbe in der Immobilienbewirtschaftung

    Neue Massstäbe in der Immobilienbewirtschaftung

    Mit dem neuen Target Operating Model setzt Wincasa einen bedeutenden Schritt zur Optimierung seiner Dienstleistungen. Die organisatorische und räumliche Trennung der Bewirtschaftung von Wohn- und Gewerbeliegenschaften ermöglicht eine spezialisierte und professionelle Betreuung beider Bereiche. Philipp Schoch, betont, dass das TOM-Projekt auf die aktuellen Anforderungen der Immobilienbewirtschaftung ausgerichtet ist. Durch diese Neuausrichtung profitieren sowohl Mietende und Eigentümer als auch die Mitarbeitenden.

    Persönliche Anlaufstellen für Wohnungsmietende
    Im Bereich Wohnen plant das Unternehmen die Eröffnung von insgesamt 18 Walk-in-Standorten, die es Wohnungsmietenden und anderen Stakeholdern ermöglichen, ihre Anliegen persönlich und ohne Voranmeldung zu klären. Diese physischen Anlaufstellen ergänzen die bestehenden digitalen Kanäle, wie die Mieter-App und den telefonischen Kundendienst. Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt in Basel werden bis Ende 2025 alle 18 Standorte schrittweise in Betrieb genommen.

    Kompetente Betreuung für Gewerbemietende
    Für die Bewirtschaftung von Gewerbeimmobilien werdem acht spezialisierte Standorte eingerichtet. Gewerbemietende profitieren von einer hochprofessionellen Betreuung durch ausgewiesene Spezialisten, die alle Phasen des Bewirtschaftungsprozesses abdecken. Da Gewerbeimmobilien komplexere Anforderungen haben und langjährige Mietverträge sowie Leerstandsmanagement erfordern, wurden die Jobprofile entsprechend angepasst und die Mitarbeitenden umfassend geschult.

    Karrierechancen für Mitarbeitende
    Das innovative Bewirtschaftungsmodell bietet den Mitarbeitenden von Wincasa spannende Karrierechancen und neue Funktionen wie technische Bewirtschafter, Vermietungsspezialisten und Standortleiter. Die Teams erhalten mehr Verantwortung, was die Bindung ans Unternehmen und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden stärkt. Somit trägt das TOM auch dazu bei, Wincasa als modernen und attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

    Messbare Erfolge für Eigentümer
    An allen Standorten wird die Performance in Echtzeit gemessen und auf Dashboards angezeigt, um wichtige Kennzahlen wie Leerstände transparent zu machen. Dies ermöglicht den Teams, schnell und effizient auf Veränderungen zu reagieren und die Bewirtschaftung kontinuierlich zu optimieren. Das neue Modell soll dadurch auch messbare Erfolge für die Eigentümer der Liegenschaften liefern.

  • Effiziente Werkvertragsprüfung mit KI

    Effiziente Werkvertragsprüfung mit KI

    Baumeister sind pragmatische Macher, deren Hauptaugenmerk auf der Umsetzung von Bauprojekten liegt. Juristische Fachkenntnisse sind dabei oft nicht ihre Stärke. Dennoch ist der regelmässige Abschluss und die sorgfältige Prüfung von Werkverträgen unerlässlich. Häufig wird dieser wichtige Schritt aufgrund hoher Anwaltskosten vernachlässigt, was Bauunternehmen unvorteilhafte Vertragsbedingungen und im Streitfall hohe Verluste einbringen kann.

    Einführung der neuen Dienstleistung
    Um diesem Problem entgegenzuwirken, bietet der SBV seinen Mitgliedern nun eine innovative Lösung an. Werkverträge können ab sofort für eine Pauschale überprüft werden – unabhängig vom Umfang des Vertrags oder der Anzahl der Klauseln. Diese Dienstleistung wird durch den Einsatz künstlicher Intelligenz ermöglicht.

    Kooperation mit Legartis
    In Zusammenarbeit mit dem Zürcher Unternehmen Legartis hat der SBV eine Plattform entwickelt, auf der Mitglieder ihre Werkverträge und Allgemeinen Geschäftsbedingungen hochladen können. Die Rechtsabteilung des SBV prüft die Dokumente mithilfe der spezialisierten Software und liefert innerhalb von maximal 48 Stunden ein fundiertes Feedback.

    Funktionsweise der KI-gestützten Prüfung
    Das KI-Modell wurde mit tausenden Werkverträgen trainiert und kann daher Zusammenhänge erkennen und Abweichungen unabhängig von der Formulierung hervorheben. Die Mitglieder können zudem individuelle Vorgaben festlegen, beispielsweise bei speziellen Konditionen mit Bauherren. Simon Lüscher betont: «Unsere Mitglieder können mit einer präzisen Werkvertragsprüfung ihre rechtlichen Risiken massiv reduzieren und Klarheit in den Vereinbarungsdschungel bringen.» Mit dieser neuen Dienstleistung setzt der SBV einen bedeutenden Schritt in Richtung Digitalisierung und unterstützt seine Mitglieder dabei, rechtliche Risiken zu minimieren und Verträge sicherer abzuschliessen. Die Kooperation und der Einsatz von künstlicher Intelligenz ermöglichen eine schnelle, kostengünstige und effektive Vertragsprüfung, die auf dem Markt ihresgleichen sucht.

  • Bundesrat passt vier Schlüsselverordnungen im Sanierungs- und Recyclingprozesse an

    Bundesrat passt vier Schlüsselverordnungen im Sanierungs- und Recyclingprozesse an

    In der Schweiz gibt es etwa 38’000 Standorte mit umweltgefährdenden Stoffen, von denen rund 4’000 saniert werden müssen. Die neue Altlasten-Verordnung, die am 1. Juni 2024 in Kraft tritt, ermöglicht den Wiedereinbau von behandeltem Aushubmaterial am Sanierungsstandort. Dies ist ökologisch vorteilhafter als die bisherige Praxis, die grosse Materialtransporte und -behandlungen erforderte. Der Wiedereinbau muss sicherstellen, dass keine erneute Sanierung notwendig wird, und der Standort wird langfristig überwacht.

    Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung: Anpassungen für Kältemittel und Batterien
    Ab dem 1. Januar 2025 tritt eine überarbeitete Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung in Kraft, die sich an EU-Standards und den neuesten technischen Entwicklungen orientiert. Besonders klimaschädigende Kältemittel in Neuanlagen und -geräten werden dadurch beschränkt, um die Ziele des Montrealer Protokolls zu erreichen und die Ozonschicht zu schützen. Zudem regelt die Verordnung ab dem 1. Juli 2024 die Rücknahme und Entsorgung erheblich beschädigter Batterien und die Rückerstattung der vorgezogenen Entsorgungsgebühr beim Export. Diese Anpassungen bieten den Unternehmen mehr Rechtssicherheit und tragen zur nachhaltigen Entsorgung bei.

    Verlängerung der Übergangsbestimmungen in den Programmvereinbarungen
    Seit 2008 definieren Bund und Kantone gemeinsam Umweltziele und entsprechende Subventionen in Programmvereinbarungen. Für die Periode 2025-2028 werden die Übergangsregelungen der Gewässerschutz- und Waldverordnung um vier Jahre verlängert, um begonnene Projekte fortzuführen und abzuschliessen. Diese Änderungen treten am 1. Januar 2025 in Kraft und sichern die Kontinuität der wichtigen Umweltmassnahmen.

    Die vom Bundesrat beschlossenen Anpassungen stärken den Umweltschutz und optimieren die regulatorischen Rahmenbedingungen. Diese Massnahmen unterstreichen die Verpflichtung der Schweiz zu nachhaltiger Entwicklung und effizientem Ressourcenmanagement, während sie den betroffenen Branchen mehr Klarheit und Sicherheit bieten.

  • Zukunftsorientierte Wärmeversorgung in Zürichs innerstädtischen Quartieren

    Zukunftsorientierte Wärmeversorgung in Zürichs innerstädtischen Quartieren

    In einem strategischen Vorstoss zur Dekarbonisierung der Energieversorgung identifiziert die Stadt Zürich Schlüsselquartiere, in denen die herkömmliche Wärmeversorgung durch nachhaltige Alternativen ersetzt werden soll. Trotz der Herausforderung, dass lokal verfügbare, erneuerbare Energiequellen wie Wärmepumpen nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken, zeigt eine umfassende Studie Lösungswege auf.

    Konzept für dicht bebaute Stadtgebiete
    Insbesondere die Quartiere Hard, Wiedikon und Sihlfeld-Werd stehen im Fokus der Energieplanung. Diese Gebiete, die etwa sieben Prozent der Siedlungsfläche der Stadt umfassen, erfordern aufgrund ihrer dichten Blockrandbebauung eine innovative Herangehensweise. Das entwickelte Versorgungskonzept sieht den Aufbau thermischer Netze vor, die bis 2040 etwa ein Viertel der städtischen Neuinstallationen ausmachen werden.

    Neue Heizkraftwerke nötig
    Für die Deckung des ermittelten Wärmebedarfs von 282 GWh/Jahr sind leistungsfähige Heizwerke erforderlich, vergleichbar mit der Kapazität der bestehenden Kehrichtverwertungsanlage Hagenholz. Zusätzliche Heizkessel werden zur Abdeckung der Spitzenlast eingesetzt, die insbesondere an extrem kalten Tagen erforderlich ist.

    Modularer Ausbau und innovative Wärmequellen
    Das Konzept beinhaltet die Nutzung diversifizierter Energiequellen wie Abwasserwärme, Flusswasser, Holzbiomasse und Abwärme von Rechenzentren, die ausserhalb des Versorgungsgebietes gewonnen und durch ein neu zu errichtendes Hauptnetz in die Quartiere geleitet werden. Die Implementierung erfolgt in modularen Schritten, wobei unabhängige Verteilzentralen zeitnah realisiert werden, um eine rasche Anbindung der Endverbraucher zu gewährleisten.

    Die Planung und Umsetzung dieses zukunftsweisenden Projekts ist nun gefordert, um frühzeitig in den 2030er Jahren die ersten Liegenschaften ans Netz zu bringen. Der Ersatz von derzeit 1’500 fossilen Heizungen in diesen Gebieten leistet einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der Klimaziele Zürichs.

  • Preisanstieg bei Ferienwohnungen in den Alpen

    Preisanstieg bei Ferienwohnungen in den Alpen

    Die Preise von Ferienwohnungen im touristischen Alpenraum sind im ersten Quartal 2024 um 4 Prozent höher ausgefallen als im Vorjahresquartal, informiert die UBS in einer Mitteilung zu ihrer Studie «Alpine Property Focus 2024». Verbier hat dabei mit Preisen von mindestens 21’500 Franken pro Quadratmeter für eine Zweitwohnung im gehobenen Segment den bisherigen Spitzenreiter Engadin/St.Moritz GR abgelöst. Dort sind Ferienwohnungen im gehobenen Segment ab 21’200 Franken pro Quadratmeter zu haben. Zermatt VS vervollständigt das Trio der teuersten Destinationen mit Quadratmeterpreisen ab 19’900 Franken.

    Die Fachleute der Zürcher Grossbank führen den Preisanstieg auf eine generell hohe Nachfrage nach Ferien in den Bergdestinationen zurück. Ausgebuchte Hotels in den Spitzenzeiten erhöhten die Zahlungsbereitschaft für die eigenen vier Wände. Das Preisniveau werde zudem von der starken Immobiliennachfrage bei schwacher Neubautätigkeit gestützt.

    In diesem Jahr gehen die Immobilienfachleute allerdings von einer Stagnation der Preise für Zweitwohnungen aus. «Derzeit spricht vieles gegen eine Fortsetzung des aktuellen Preisbooms», wird Maciej Skoczek, Immobilienökonom bei UBS CIO GWM und Hauptautor der Studie, in der Mitteilung zitiert. «Die konjunkturelle Schwächephase wird die Nachfrage nach Zweitwohnungen dämpfen. Kaufinteressenten dürften die geforderten Preise vermehrt kritisch hinterfragen.» Mittelfristig wird die Nachfrage nach Ansicht der UBS von den kaufkräftigen Angehörigen der geburtenstarken Jahrgänge und aus dem Ausland gestützt.

  • Tragfähigkeit und Nutzbarkeit von Holzgebäuden

    Tragfähigkeit und Nutzbarkeit von Holzgebäuden

    Holzgebäude haben bereits in der Vergangenheit ihre Tragfähigkeit bewiesen: Der um 1700 v. Chr. erbaute Palast von Knossos auf Kreta wurde mit Säulen aus Holz und horizontal in die Mauern eingebauten Zedernhölzern errichtet. Er überstand um 1400 v. Chr. ein schweres Erdbeben nahezu unbeschädigt. Säulen und Gebälk griechischer Tempel sowie das Fachwerk der Lehmziegelwände bestanden bis 600 v. Chr. aus Holz.

    Einhaltung der SIA-Tragwerksnormen
    Moderne Holzbauten gewährleisten durch die Einhaltung der SIA-Tragwerksnormen die Tragsicherheit und Gebrauchstauglichkeit. Fachplaner und Holzbauunternehmen stehen dafür ein. Durch Analysen in verschiedenen Bemessungssituationen werden auch ungewöhnliche Ereignisse wie Brand und Erdbeben untersucht. Die Vielfalt an Bauhölzern, Holzwerkstoffen und Verbindungsmitteln in Kombination mit zeitgemässen Planungs- und Produktionsmitteln ermöglicht es dem Konstrukteur, für jedes neue Bauprojekt ein optimiertes Tragwerk zu entwerfen.

    Erforschung und Vorhersagbarkeit
    Die Entflammbarkeit von Holz ist weit verbreitet, aber sein Verhalten im Brandfall ist gut erforscht und vorhersehbar. Die ähnlichen Festigkeitseigenschaften bei hohen Temperaturen sowie die geringe Wärmeleitfähigkeit aufgrund der isolierenden Kohleschicht und des austretenden Wasserdampfes machen dieses Baumaterial aus. Die effiziente Brandsicherheit von Holzkonstruktionen wird durch umfangreiche Brandtests bestätigt. Durch entsprechende Dimensionierung oder in Kombination mit anderen Materialien können Feuerwiderstände von bis zu 240 Minuten problemlos erreicht werden. Im Gegensatz zu Stahl- und Stahlbetonkonstruktionen bleiben Holzkonstruktionen auch bei extrem hohen Temperaturen stabil.

    Brandschutznormen für Holzbauteile in der Schweiz
    Brandschutztechnisch widerstandsfähige Holzbauteile, die mit nicht-brennbaren Platten geschützt sind, werden gemäss den Schweizer Brandschutzvorschriften als nichtbrennbar betrachtet. Dies zeigt die Anerkennung der Brandschutzbehörden für die Ergebnisse umfangreicher Studien, die belegen, dass die Brennbarkeit eines Baumaterials nicht das entscheidende Kriterium ist, sondern vielmehr die brandschutztechnisch korrekte Ausführung einer Konstruktion einen grösseren Einfluss auf das Brandverhalten hat. Die aktuellen Vorschriften erlauben den Einsatz von Holz in verschiedenen Bauanwendungen ohne Einschränkungen und sogar in Hochhäusern unter bestimmten Bedingungen. Holz findet somit breite Anwendungsmöglichkeiten in allen Gebäudekategorien und Nutzungen.

    Sichere Holzoberflächen in Innenräumen
    Die Anforderungen an Konstruktionen in sicherheitstechnisch sensiblen Bereichen wie vertikalen Fluchtwegen werden durch geeignete Holzbauteile mit nichtbrennbaren Brandschutzbekleidungen erfüllt. Sichtbare Holzoberflächen sind in Innenräumen, mit Ausnahme von Fluchtwegen, zulässig.

    Einhaltung von Qualitätsansprüchen
    Dank dem seit 2001 laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekt «Brandsicherheit und Holz» wurden umfassende technische und methodische Grundlagen sowie sichere Konstruktionen für Holzbauteile erarbeitet. Ein branchenspezifisches Qualitätssicherungssystem legt die brandschutzrelevanten Qualitätsstandards für Holz im Bau fest. In der Schweiz werden hochwertige Holzbauten unter strenger Einhaltung der Qualitätsansprüche errichtet. Die Lignum-Dokumentation Brandschutz dient als Leitlinie und zeigt die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Holz auf, um eine korrekte Umsetzung von Holzbauteilen in kleinen, grossen oder hohen Gebäuden zu gewährleisten. Sie entspricht dem aktuellen Stand der Technik im Brandschutz gemäss den schweizerischen Vorschriften.

  • Ein natürlicher Weg zu höherer Wohnqualität

    Ein natürlicher Weg zu höherer Wohnqualität

    Wärmeempfindung beim Menschen
    Holz kann Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und wieder abgeben, wirkt also wie ein Puffer für Schwankungen in der Luftfeuchtigkeit. Der Mensch spürt in erster Linie nicht die Temperatur, sondern den Zu- und Abfluss von Wärme. Stein und Metall isolieren schlecht und entziehen unserem Körper schnell Wärme – sie fühlen sich kalt an. Im Gegensatz dazu isoliert Holz gut und entzieht unserem Körper langsam Wärme – bei gleicher Oberflächentemperatur fühlt es sich deshalb wärmer an. Dies ist der Kern des U-Werts. Je kleiner dieser U-Wert ist, desto weniger Wärme dringt durch das Material hindurch, und umso geringer sind die Heizkosten. Bauteile aus Holz erreichen dank der integrierten Wärmedämmung in der Tragschicht immer einen niedrigeren U-Wert.

    Effektive Wärmedämmung im Winter
    Um im Winter die Wärmeenergie in den Innenräumen zu bewahren und ein Entweichen nach draussen zu verhindern, wird an der Innenseite der Aussenwände eine luftdichte Schicht angebracht. Diese Schicht muss auch den Feuchtetransport von innen nach aussen blockieren, um schädliche Kondenswasserbildung in den Aussenwänden zu vermeiden – sie wirkt also diffusionshemmend. Das Energielabel Minergie-P setzt sogar einen Blower-Door-Test voraus, um die Luftdichtigkeit des fertig gebauten Hauses zu überprüfen.

    Optimale Belüftung von Räumen
    Die effektivste Methode zur Belüftung von Räumen ist während der Nacht. Danach folgt im Winter die geschätzte Wärmestrahlung der Sonne, die an heissen Sommertagen abgeschirmt werden sollte. Für Fenster gibt es bewegliche Beschattungselemente oder speziell beschichtete Gläser. Die Wärmespeicherkapazität steht an vierter Stelle nach dem Einfluss interner Wärmequellen. Diese kann bei Holzbauten bereits mit einer doppelten Gipsbeplankung erreicht werden.

    Effektiver Lärmschutz
    Im Bauwesen wird zunächst zwischen Bauphysik und Raumakustik unterschieden. Die Bauphysik konzentriert sich auf die Schalldämmung durch Bauteile, während die Raumakustik darauf abzielt, den Nachhall durch Oberflächen zu absorbieren, um Sprache oder Musik klar und präzise hörbar zu machen. Moderne Holzbauten bieten effektiven Schutz vor unerwünschtem Lärm. Insbesondere bei Mehrfamilienhäusern sind Trittschallgeräusche aus benachbarten Wohnungen besonders zu berücksichtigen.

    Luftschall und Körperschall im Fokus
    In der Bauakustik wird unterschieden zwischen Luftschall und Körperschall. Strassenlärm kann beispielsweise als Luftschall durch die Aussenwände in den Wohnraum dringen. Trittschall ist eine Form von Körperschall, die insbesondere bei Deckenkonstruktionen beachtet werden muss. Im Holzbau können durch mehrschalige Konstruktionen ähnlich hohe Schalldämmwerte wie bei einschaligen massiven Bauteilen erreicht werden, jedoch mit deutlich geringerer Masse. Eine mehrschalige Konstruktion bietet besonders gute Schalldämmung, wenn die Kopplung der Schalen gering ist. Wichtige Faktoren sind eine ausreichend grosse flächenbezogene Masse der Schalen, ein grosser Schalenabstand, die Vermeidung von Hohlraumresonanzen und eine elastische Verbindung der Schalen mit der Konstruktion. Massnahmen zur Verbesserung des Schallschutzes von Holz-Deckenkonstruktionen umfassen die Beschwerung der Rohdecke mit zusätzlicher Masse und die Verwendung eines geeigneten Fussbodenaufbaus mit schwerem Estrich und weicher Trittschalldämmung. Eine abgehängte Unterdecke kann zusätzlich den Schallschutz verbessern. Im Holzbau haben Schallnebenwege nur einen geringen Einfluss, wie Studien im Projekt ‹Schallschutz im Holzbau› zeigen. Optimierte Deckenkonstruktionen erzielen gute Resultate sowohl bei Schallnebenwegen als auch bei direkter Schallübertragung über die Geschossdecke. Durch einfache Massnahmen können Nebenwegübertragungen bei Holz-Ständerwandkonstruktionen so reduziert werden, dass sie wesentlich geringer sind als die direkte Schallübertragung über die Geschossdecke.

    Raumakustik in Wohnungen
    In grossen oder stark belegten Räumen ist es wichtig, die Nachhallzeit für die Raumakustik zu berücksichtigen. Eine zu lange Nachhallzeit kann die Behaglichkeit beeinträchtigen. Früher wurden Massnahmen zur Raumakustik hauptsächlich in öffentlichen Gebäuden und Grossraumbüros ergriffen. Heutzutage rücken auch Privatwohnungen in den Fokus, da hier ebenfalls grosse Raumvolumen und harte, schallreflektierende Oberflächen vorhanden sind. Um die optimale Nachhallzeit zu erreichen, sollte ein Teil der Raumverkleidung mit akustisch wirksamen Paneelen versehen sein. Die Raumakustik kann durch Akustikpaneele an abgehängten Decken oder Wandverkleidungen verbessert werden. Diese bestehen oft aus oberflächenbearbeiteten Holzwerkstoffplatten, die aufgrund unterschiedlicher Perforationen oder Schlitze verschiedene Frequenzen absorbieren.

    Effektive Abschirmung von Elektrosmog
    Die Schweiz wird immer mehr von nichtionisierender Strahlung, auch bekannt als «Elektrosmog», durchdrungen. In stark belasteten Gebieten müssen unabhängig von der Bauweise Massnahmen ergriffen werden. Fenster können effektiv mit Wärmeschutzgläsern oder Sonnenschutzfolien abgeschirmt werden. Bei der Rahmengestaltung kann gleichzeitig ein Metallgewebe eingefügt werden, um die elektromagnetischen Strahlen der hauseigenen Elektroinstallationen später im Innenraum abzuschirmen. Da elektromagnetische Strahlen Strom induzieren, müssen alle Abschirmungen mit der Erdung verbunden sein.

    Einfluss auf das Raumklima
    Die Qualität der Luft in einem Raum hängt vor allem von der Verwendung schadstoffarmer Materialien und einem angemessenen Luftaustausch ab. Während Düfte wie Parfüm, Arvenholz oder ätherische Öle als angenehm empfunden werden, sind Gerüche von Reinigungsmitteln, Zigarettenrauch oder Abgasen unangenehm für den Menschen. Flüchtige organische Verbindungen sind vielfältig und können in bestimmten Konzentrationen Mensch und Umwelt schädigen. Wenn ein Raum nicht ausreichend gelüftet wird, können sich flüchtige organische Verbindungen zu störenden oder reizenden Konzentrationen ansammeln. Der in Schafwolle enthaltene Stoff Keratin wirkt als Katalysator für flüchtige organische Verbindungen und wird heutzutage zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit und zur Verbesserung der Raumluftqualität eingesetzt.

  • Neues Kapitel für Hypothekarbroker mit neuen Büroräumen in Zürich

    Neues Kapitel für Hypothekarbroker mit neuen Büroräumen in Zürich

    Der von Rolf Zäch und Karim Schmid geleitete Hypothekarbroker my hypotheca ag arbeitet laut einer Mitteilung neu vom Atmos Tower in Zürich aus. Nach der Gründung von my hypotheca im Jahr 2021 verbrachten die Gründer zwei Jahre im Co-Working Space im JED in Schlieren, um ihre Idee weiterzuentwickeln. Rolf Zäch kommt aus dem Immobiliensektor und Karim Schmid aus dem Finanzierungsbereich. Dank ihrer Unabhängigkeit und dem Zugang zu über 30 Finanzinstituten konnten sie bessere Bedingungen für Immobilienkäufer aushandeln und somit mehr Menschen den Traum vom Eigenheim ermöglichen, heisst es in der Mitteilung. Das heute als my hypotheca ag eingetragene Jungunternehmen beschäftigt inzwischen neun Vollzeitmitarbeitende.

    Das Geschäftsmodell von Zäch und Schmid als Hypothekarbroker ist in mehrfacher Hinsicht kundenorientiert, heisst es weiter. Mit dem Motto «Kraft der Auswahl» bieten sie Kunden Zugang zu über 30 Finanzierungspartnern. Diese breite Auswahl ermöglicht es, die besten Konditionen auf dem Markt zu finden. Ihr grosses Hypothekarvolumen und der direkte Zugang zu den Finanzinstituten sichere zudem Verhandlungsstärke und Expertise, um für die Kunden die optimalen Bedingungen auszuhandeln, heisst es in der Mitteilung.

    Aufgrund des Wachstums hat das Unternehmen im Januar 2024 den Firmensitz nach Zürich in den Atmos Tower verlegt. Dort haben sie flexible Arbeitsflächen im neuen Co-Working von Flexoffice gefunden. Flexoffice eröffnet im Herbst einen weiteren Co-Working Space im Neubau neben dem JED in Schlieren.

  • Fusion zweier Plattformen für Wohnungseigentum und Handwerkervermittlung

    Fusion zweier Plattformen für Wohnungseigentum und Handwerkervermittlung

    Houzy, in Zürich ansässige Plattform für Wohnungseigentum, und Devis.ch, Plattform für die Vermittlung von Handwerkern aus dem Kanton Waadt, haben die Fusion ihrer Unternehmen beschlossen. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, wollen beide Unternehmen damit ihre Palette an Produkten und Dienstleistungen einem breiteren Publikum anbieten können. Dies stärke auch die Intentionen der beiden Investoren Baloise und UBS, ihr gemeinsames Immobilienökosystem weiter zu stärken, heisst es in der Mitteilung.

    Für Kundinnen und Kunden soll die Fusion der beiden Unternehmen nichts ändern. Ebenfalls bleiben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in gewohnter Qualität ihren Arbeitsplätzen verbunden. Beide Standorte Zürich und Nyon werden effektiv zusammenarbeiten und daraus Synergiewerte schöpfen. Das Bestreben von Houzy und Devis.ch mit der Fusion ist, Marktführer auf dem Gebiet der Eigenheimplattformen zu werden.

  • Energiekrise 2022 hinterlässt Spuren im Geschäftsjahr

    Energiekrise 2022 hinterlässt Spuren im Geschäftsjahr

    Region Energie Solothurn hat auch 2023 die Folgen der Energiekrise 2022 gespürt. Der Regionalversorger hat laut einer Mitteilung einen Verlust von 760‘374 Franken verbucht. Er macht dafür rekordhohe Einkaufspreise verantwortlich, die zeitverzögert bis 2024 wirken. Er habe sie nicht in voller Höhe an die Kundschaft weitergegeben.

    Der Absatz von Gas an Geschäfts- und Kleinkunden ist 2022 um 4,6 Prozent auf 334 Gigawattstunden zurückgegangen. Der Absatz an Grosskunden sank sogar um 19,4 Prozent auf 394 Gigawattstunden. Regio Energie Solothurn verweist auf die Massnahmen des Bundes, unter denen die Industrie zur Umstellung von Gas auf Öl gehalten war.

    Der Absatz von Strom ist um 11,1, Prozent auf 130 Gigawattstunden gestiegen. Das Unternehmen verweist darauf, dass es seit Januar 2023 auch die Gemeinden Lommiswil SO und Nennigkofen SO versorgt. Dagegen ist die Netzabgabe gesunken, weil mehr Solarstrom für den Eigenverbrauch produziert wird, statt in das Netz eingespiesen zu werden.

    Regio Energie hat zudem die Biogasleitung zwischen Utzenstorf BE und Gerlafingen SO fertiggestellt. Damit können die geplanten Biogasanlagen in Utzenstorf realisiert werden.

  • Wettbewerb zur Förderung zirkulärer Lösungen im Gebäudebau gestartet

    Wettbewerb zur Förderung zirkulärer Lösungen im Gebäudebau gestartet

    Die sechste Ausschreibung des Circular Building Industry Innovation Booster (CBI Booster) lädt dazu ein, bis zum 19. September 2024 radikale Ideen für zirkuläre Produkt-, Dienstleistungs- oder systemische Innovationen im Innenausbau einzureichen. Der Fokus liegt auf Einbaulösungen in Gebäuden wie Treppen, Dielen, Küchen, Sanitäranlagen, Beleuchtung, Türen oder Aufzügen. Gesucht werden aber auch Dienstleistungen, die die Kreislauffähigkeit von eingebauten Gebäudeelementen erleichtern und systemische Innovationen, die die Bauindustrie dazu bringen, zirkuläre Geschäftsmodelle für Innenausbaulösungen umzusetzen.

    Zudem möchte die Ausschreibung die Zusammenarbeit mit Tessiner Partnern fördern. Deshalb sind die Teams aufgerufen, mindestens einen Partner aus dem Kanton in ihre Reihen aufzunehmen.

    Leading House des CBI Booster ist die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich. Für diesen sechsten Aufruf arbeitet der CBI Booster mit dem Institut für Unternehmensführung der Fachhochschule Nordwestschweiz und dem Humanitas Living LAB powered by Blanco Architecture & Design zusammen. In dem Wohnprojekt, das Nachhaltigkeit und Anpassungsfähigkeit miteinander verbindet und neue Formen des Wohnens testet, sollen die vorgeschlagenen Lösungen umgesetzt werden.

    Sieben Teams erhalten neben methodischer und technischer Unterstützung einen direkten Geldbetrag von 20’000 Franken für die Entwicklung ihres Projekts. Zusätzlich müssen sie je 2000 Franken selbst aufbringen. Die Prämierung findet am 10. Oktober 2024 statt.

  • Forschende nutzen KI für Entwicklung neuer Solarzellen

    Forschende nutzen KI für Entwicklung neuer Solarzellen

    Im Rahmen eines Forschungsprojekts der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) wurde eine Methode entwickelt, grosse Datenbanken nach möglichen Materialien für die Nutzung von neuer Solarzellen zu durchsuchen. In einer Mitteilung heisst es, dass durch den Einsatz Maschinellen Lernens (ML) mehrere vielversprechende Halogenid-Perowskite identifiziert werden konnten. ML ist ein Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz, hierbei lernen Computer aus ihnen zur Verfügung gestellten Datensätzen oder Datenbanken.

    Perowskite stellen aufgrund einfacher Herstellungsverfahren verbunden mit geringen Kosten eine vielversprechende neue Materialgruppe für zukünftige Photovoltaikanwendungen dar. Damit diese die Sonnenenergie optimal nutzen können, ist es wichtig, dass die neuen Werkstoffe eine passende sogenannte Bandlücke besitzen. Die Bandlücke hat die Eigenschaft, Photonen mit einer bestimmten Energie zu absorbieren und anschliessend in Strom umzuwandeln.

    Das EPFL-Team unter der Leitung von Haiyuan Wang und Alfredo Pasquarello entwickelte ein Maschinelles Lernmodell, das aus 15‘000 Materialien 14 völlig neue Perowskite identifizieren konnte. Diese seien hervorragende Kandidaten für zukünftige hocheffiziente Solarzellen. Die Forschenden konnten damit zeigen, dass der Einsatz von ML die Entdeckung und Validierung neuer Photovoltaikmaterialien erheblich beschleunigen kann.

  • Baustoff Holz als Schlüssel für die Entwicklung urbaner Gebiete

    Baustoff Holz als Schlüssel für die Entwicklung urbaner Gebiete

    Effiziente Nutzung von Energie und Schutz des Klimas in Gebäuden
    In Anbetracht des hohen Energieverbrauchs von Gebäuden und ihres Beitrags zum CO2-Ausstoss ist es entscheidend, den Energiebedarf sowohl während der Bauphase als auch während der Nutzung von Gebäuden zu senken. Der Holzbau trägt durch seine CO2-speichernde Natur und effiziente Produktionsmethoden wesentlich zur Reduzierung der sogenannten grauen Energie bei.

    Modernisierung und Erneuerung der Gebäudestruktur
    Viele Gebäude in Deutschland sind über 25 Jahre alt und müssen modernisiert und energetisch saniert werden. Der Holzbau bietet hier innovative Lösungen, wie z.B. Aufstockungen zur effizienten Flächennutzung und Nachverdichtung, verbunden mit einer verbesserten Energiebilanz. Die zunehmende Urbanisierung und Landflucht erfordern intelligente Baukonzepte in den Städten.

    Urbanisierung und die Rolle des Holzbaus
    Der Holzbau erweist sich als ideale Lösung für die vertikale und horizontale Nachverdichtung. Durch sein geringes Gewicht und den hohen Vorfertigungsgrad eignet sich der Holzbau besonders für den Einsatz in dicht bebauten Metropolen.

    Der Holzbau ist mehr als nur eine traditionelle Bauweise – er ist eine Antwort auf die drängenden Fragen unserer Zeit nach Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Ähnlich wie Beton und Stahl zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat der Holzbau das Potenzial, zukünftige Bauaufgaben effizient und nachhaltig zu lösen und so zu einer nachhaltigeren Gestaltung unserer Stadtlandschaften beizutragen.

  • Hybridbauweisen aus Holz, Beton und Stahl

    Hybridbauweisen aus Holz, Beton und Stahl

    Einbindung und Verknüpfungstechnologien
    Eine bedeutende Herausforderung bei Hybridkonstruktionen liegt in der Integration verschiedener Materialien. Bei der Verbindung von Holz und Beton müssen spezielle Verbindungselemente verwendet werden, um die unterschiedlichen Eigenschaften der Materialien, wie beispielsweise die feuchte Empfindlichkeit von Holz, zu berücksichtigen.

    Verständnis für Bauteile mit gemischter Struktur entwickeln
    Hybride Bauteile vereinen zwei oder mehr Materialien, die aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften sorgfältig ausgewählt werden. Ein Beispiel hierfür ist die Kombination von Beton, der Druckkräfte aufnehmen kann, und Stahl, der für Zugkräfte verantwortlich ist. Durch diese Zusammenstellung entstehen innovative Konstruktionen, die mit den einzelnen Werkstoffen allein nicht umsetzbar wären.

    Anwendungen im Bereich der vorgefertigten Bauteile
    Im Bereich des Fertigteilbaus werden Hybridbauweisen insbesondere für die Produktion grosser und schwerer Bauteile eingesetzt. Hierbei werden die Bauteile zunächst separat hergestellt und später zu einer Gesamtheit zusammengefügt. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine flexiblere Gestaltung und vereinfacht den Transport sowie die Montage.

    Revolutionäre Kombinationen für Decken
    Innovative Deckenkonstruktionen mit einem Sandwichquerschnitt verwenden Hybridtechnologien, um robuste und gleichzeitig leichte Bauteile herzustellen. Diese fortschrittliche Technologie erlaubt die Einbindung von Installationssystemen und trägt zur Energieeffizienz des Gebäudes bei.

    Verbindung von Holz und Beton
    Die Verbindung von Holz und Beton in Deckenkonstruktionen bietet die Möglichkeit, die Stärken beider Materialien zu kombinieren und ihre Schwächen auszugleichen. Holz kann dabei die tragende Rolle übernehmen, während Beton für Schalldämmung und die Einbindung von Heiz- oder Kühlsystemen genutzt wird.

    Innovative Fortschritte in der Zukunft
    Die Weiterentwicklung von Hybridbauweisen strebt danach, leistungsfähigere, kostengünstigere und umweltfreundlichere Bautechniken zu ermöglichen. Dies beinhaltet verbesserte Herstellungsverfahren, die Steigerung der Tragfähigkeit und die Beschleunigung des Bauprozesses. Insgesamt repräsentieren hybride Bauweisen einen zukunftsorientierten Ansatz im Bauwesen, der die Vorzüge unterschiedlicher Materialien vereint, um effiziente, nachhaltige und ästhetisch ansprechende Bauwerke zu schaffen.

  • Von Antiken Ursprüngen bis zur modernen Architektur

    Von Antiken Ursprüngen bis zur modernen Architektur

    1. Entwicklung in Europa
      In Europa war Holz bis in die Neuzeit ein beliebtes Baumaterial. Die Bauweisen entwickelten sich von Block- zu Pfostenbauten, wobei letztere besonders in waldarmen Gegenden geschätzt wurden. Diese Pfostenbauten, die weniger Holz benötigten und flexible Füllmaterialien wie Lehm verwendeten, hatten aufgrund der Feuchtigkeit jedoch eine begrenzte Lebensdauer.
    2. Revolution durch Fachwerkbau
      Der Fachwerkbau, der sich seit dem 12. Jahrhundert in Nordalpenregionen etablierte, brachte eine Revolution in der Bautechnik mit sich. Diese Bauweise ermöglichte langlebigere Strukturen durch die Verwendung von Pfosten und Streben, die Feuchtigkeitsschäden reduzierten und den Bau von mehrstöckigen Gebäuden ermöglichten. Fachwerkbauten zeichnen sich durch ihre dekorativen Fassaden und technische Raffinesse aus.
    3. Ostasiatischer Holzbau
      Im Unterschied zum europäischen Holzbau ist der traditionelle ostasiatische Holzbau hauptsächlich ein Skelettbau, der sich durch seine komplexen Dachkonstruktionen auszeichnet. In diesem Baustil tragen nicht die Wände, sondern die Dachkonstruktionen die Hauptlast, was zu einer einzigartigen Raumwirkung und Erdbebensicherheit führt.
    4. Einfluss der Industrialisierung
      Mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert in Europa setzte die Ablösung des herkömmlichen Holzbaus durch Mauerwerk und Stahlbeton ein. Trotzdem erfuhr Holz durch Innovationen wie verleimte Holzträger und neue Konstruktionstechniken eine Wiederbelebung und Weiterentwicklung.
    5. Renaissance des Holzbaus im 21. Jahrhundert
      Seit dem Beginn des neuen Jahrtausends erlebt der Holzbau eine Wiedergeburt, angetrieben von ökologischen Vorteilen und technischen Innovationen. Moderne Bauweisen umfassen hybride Konstruktionen aus Holz, Beton und Stahl. Diese Entwicklungen haben zu einer vielfältigen und energieeffizienten Verwendung von Holz in der Architektur geführt.
    6. Die Zukunft des Holzbaus
      Der Holzbau hat sich nicht nur in der Bauweise, sondern auch in der Wahrnehmung verändert. Von traditionellen Methoden bis zur digitalen Fertigung und BIM ist Holz heute ein hochmoderner, vielseitiger Baustoff. Mit zunehmender Akzeptanz in der Baugesetzgebung und kontinuierlicher technischer Innovation bleibt Holz ein zentrales Element moderner Architektur.

    Holz als Baumaterial hat eine tiefe historische Verwurzelung, die bis in die Jungstein- und Bronzezeit zurückreicht. Wie prägend war das Holz schon damals für den Bau von Pfahlbauten in der Bodenseeregion und der Ostschweiz? Welche faszinierenden Einblicke bieten uns diese frühzeitlichen Holzbauwerke? Sie entstanden aus dem Bedürfnis, Wälder für Ackerflächen zu roden. Und so ermöglichten sie nicht nur die Besiedelung von Seenahen Gebieten, sondern schufen auch Schutz und neue Transportwege. Ein erstaunliches Zeugnis vergangener Zeiten, das uns bis heute beeindruckt.

  • Nachhaltigkeit im Fokus: Unternehmen erreicht Gold-Status

    Nachhaltigkeit im Fokus: Unternehmen erreicht Gold-Status

    Implenia mit Hauptsitz in Opfikon ist wiederholt mit dem Gold-Status von EcoVadis ausgezeichnet worden. EcoVadis ist ein weltweit aktiver Anbieter für Nachhaltigkeitsbewertungen, der 2007 in Paris gegründet wurde. Implenia konnte sich von 70 Punkten im Vorjahr auf 75 Punkte verbessern. «Wir freuen uns ausserordentlich, dass wir trotz strengerer Bewertungskriterien von EcoVadis den Gold-Status weiter halten konnten», wird Anita Eckardt, Vorsitzende des Implenia-Nachhaltigkeitskomitees, in einer Mitteilung zitiert. «Viele unserer öffentlichen und privaten Kunden achten bei der Projektvergabe auf ein gutes EcoVadis-Rating. Und auch von Investoren-Seite wird immer mehr Wert auf Nachhaltigkeitsbewertungen gelegt.»

    Im Bewertungszeitraum habe Implenia einen Verhaltenskodex eingeführt und sich verbindlich zum Einsatz für Menschenrechte sowie für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) verpflichtet. Dies und die Anstrengungen beim Arbeitsrecht- und im Personalwesen haben zu einer besseren Bewertung als im Vorjahr geführt, so die Mitteilung. Bis 2025 hat sich Implenia zwölf «ambitionierte Nachhaltigkeitsziele» gesetzt.

    Unternehmen werden von EcoVadis nach den Aspekten Umwelt, Arbeit & Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung bewertetet. Die höchste Auszeichnung ist die Platin-Medaille. Die Auszeichnungen anerkennen die sozialen und ökologischen Leistungen der Unternehmen, die sich einer Bewertung unterzogen haben. EcoVadis ist laut der Mitteilung «der weltweit grösste Anbieter von Nachhaltigkeitsratings mit mehr als 130’000 bewerteten Unternehmen aus über 180 Ländern».

  • Marktexpansion in Europa: Unternehmen stärkt Position durch Akquisitionen

    Marktexpansion in Europa: Unternehmen stärkt Position durch Akquisitionen

    Der Gebäudezulieferer Arbonia will laut einer Mitteilung die europäische Wettbewerbslandschaft im Bereich Innen- und Spezialtüren konsolidieren. Dazu hat das Unternehmen mit Sitz in Arbon sowohl die spanische Dimoldura, Marktführer für Innentüren in Südwesteuropa, sowie das tschechische Unternehmen Lignis für Spezialtüren akquiriert. Mit den Übernahmen erweitere Arbonia seine Marktpräsenz nach Südwest- und Osteuropa und komme dem eigenen Anspruch der Marktführerschaft in Europa einen grossen Schritt näher, heisst es weiter.

    «Durch die Diversifikation unserer Märkte Richtung Ost- und Südwesteuropa machen wir mit Dimoldura und Lignis einen grossen Schritt in der Weiterentwicklung und Umsetzung der Strategie von Arbonia Doors, von einem primär zentraleuropäischen, hin zu einem marktführenden europäischen Vollsortimenter», wird Claudius Moor zitiert, CEO der Division Türen bei Arbonia.

    Dimoldura in Quintanar de la Orden in der Provinz Toledo erwirtschaftete laut der Firmenmitteilung 2023 einen Umsatz von rund 120 Millionen Euro. Das organische Umsatzwachstum in den vergangenen drei Jahren betrug über 13 Prozent pro Jahr. Die Gruppe hat Produktionswerke in Spanien, Portugal und Frankreich. Das tschechische Unternehmen Lignis in Koritschan (Koryčany) ist Spezialist für Funktionstüren. Wie Dimoldura verfügt auch Lignis über eine kosteneffiziente Produktion. Lignis erwirtschaftete 2023 einen Umsatz von rund 14 Millionen Euro. Das organische Umsatzwachstum in den vergangenen drei Jahren betrug über 25 Prozent pro Jahr.

    Arbonia übernimmt alle Aktivitäten von Dimoldura und Lignis inklusive der rund 600 Mitarbeitenden. Die beiden Akquisitionen werden hauptsächlich durch einen Überbrückungskredit in Höhe von 100 Millionen Euro sowie durch vorhandene Kreditlinien finanziert.

  • Komplexität schreckt private Bauherren ab

    Komplexität schreckt private Bauherren ab

    Aktuell wird nur noch jede zehnte neue Mietwohnung von privaten Bauherren erstellt, informiert Raiffeisen Schweiz in einer Mitteilung zur aktuellen Studie «Immobilien Schweiz 2Q24» der Bankengruppe. Damit hat sich der Anteil der von Privaten erstellen Mietwohnungen innerhalb von 20 Jahren halbiert. Die Fachleute von Raiffeisen Schweiz führen diese Entwicklung unter anderem auf die Pflicht zum verdichteten Bauen und der damit gestiegenen Komplexität von Bauprojekten zurück.

    Seit 2017 hat sich der Anteil der Mietwohnungen in Privatbesitz von 49 auf 45 Prozent verringert. «Lange verlief diese Entwicklung im Verborgenen, denn während der Tiefzinsphase füllten die institutionellen Investoren bereitwillig die Lücke, welche die Privaten hinterliessen», wird Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, in der Mitteilung zitiert. «Erst mit dem Zinsanstieg und der schwindenden relativen Attraktivität von Immobilienanlagen drosselten die Institutionellen ihren Appetit, wodurch der bereits seit vielen Jahren ablaufende Rückzug der privaten Bauherren sichtbar wurde.»

    Nach Ansicht der Fachleute von Raiffeisen Schweiz bringt die Entwicklung des Referenzzinssatzes keine weiteren Steigerungen der Wohnkosten mit sich. Langfristig werden die Mieten allerdings dennoch weiter steigen: «Anpassungen der Preise auf das orts- und quartiersübliche Niveau bei Mieterwechseln sowie die zu marktüblichen Konditionen angebotenen Neubauwohnungen treiben die Mieten insgesamt in die Höhe», meint Hasenmaile. «Früher oder später bedeutet das steigende Wohnkosten für alle Mieterhaushalte.»

  • Marktexpansion in Europa: Unternehmen stärkt Position durch Akquisitionen

    Marktexpansion in Europa: Unternehmen stärkt Position durch Akquisitionen

    Mit der Baueingabe an die Stadt Aarau Ende September hat das Neubauprojekt der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) laut eines Artikels in dem von der AIHK herausgegebenen Magazin „Impulse“ ein wichtiges Etappenziel erreicht. Abhängig von der Baufreigabe starten die Bauarbeiten voraussichtlich Anfang 2025, heisst es weiter. Die Baueingabe für das neue Haus der Wirtschaft wurde vor dem Aarauer Rathaus von AIHK-Präsident Beat Bechtold an Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker und Stadtschreiber Fabian Humbel übergeben, so der Bericht.

    Das Projektteam der AIHK habe schon vorher mit verschiedenen Ansprechpersonen der Stadt in Kontakt gestanden, heisst es weiter. So konsultierte man den Stadtbaumeister und die Stadtbildkommission, als es darum ging, ein möglichst breit abgestütztes Bauvorhaben zu realisieren.

    Mit der Baueingabe startet das Bewilligungsverfahren. Der Rückbau ist für Ende 2024 geplant. Mit dem Bezug des Neubaus ist dann im dritten Quartal 2026 zu rechnen.

    Im neuen Haus der Wirtschaft können zum einen mit den neuen Möglichkeiten professionellere Kurse und Veranstaltungen durchgeführt werden, heisst es in dem Bericht in „Impulse“ weiter. Zum anderen stehe der Neubau für die fortschreitende Digitalisierung und Modernisierung, die beim Verband seit mehreren Jahren schon stattfindet.

  • Baubewilligung erteilt: Spatenstich rückt näher

    Baubewilligung erteilt: Spatenstich rückt näher

    Unter dem Titel «Volle Kraft voraus dank Baubewilligung» berichtet die neueste Ausgabe des von der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) herausgegebenen Magazins «Impulse» vom Fortgang der Planung für das neue Haus der Wirtschaft in Aarau. Am 25. März hat die Stadt Aarau die Baubewilligung erteilt, heisst es dort. Der Weg zum neuen Haus der Wirtschaft sei somit frei und der Spatenstich rücke näher. Das neue Haus der Wirtschaft werde voraussichtlich im Frühjahr 2026 fertiggestellt sein.

    Da die Baubewilligung früher als erwartet vorliegt, konnten die Beteiligten die Planungsarbeiten vorantreiben und die Ausführungsplanung vorziehen, heisst es in dem Bericht weiter. Zurzeit laufen Ausschreibungen für die verschiedenen Arbeiten. Die Vergabeverhandlungen für die wichtigsten Aufträge sollen Anfang Juli stattfinden.

    Der Rückbau des bestehenden Gebäudes startet laut Planung dann Mitte August. Anschliessend erfolgen der Aushub und die Bohrungen für die vorgesehenen sieben Erdsonden. Anfang Oktober 2024 stehen die Rohbauarbeiten an. Im Frühjahr 2026 soll das neue Haus der Wirtschaft bezugsbereit sein.

    Für die Zeit der Bauarbeiten ziehen die Mitarbeitenden der AIHK und der Ausgleichskasse der AIHK im Juli in andere Räumlichkeiten. Noch ist offen, wohin. Gespräche über mögliche Mietobjekte in Aarau laufen, laut AIHK.

    Im neuen Haus der Wirtschaft können mit den neuen Möglichkeiten professionellere Kurse und Veranstaltungen durchgeführt werden, heisst es in einem früheren Bericht in «Impulse». Zudem stehe der Neubau für die fortschreitende Digitalisierung und Modernisierung, die beim Verband seit mehreren Jahren schon stattfinde.