Schlagwort: immobilien

  • Weiterentwicklung der Fernwärmeleitung zwischen Konstanz und Kreuzlingen

    Weiterentwicklung der Fernwärmeleitung zwischen Konstanz und Kreuzlingen

    Im Sommer 2022 hatten Energie Kreuzlingen, KVA Thurgau und Stadtwerke Konstanz über ihre Pläne zum Bau einer grenzübergreifenden Fernwärmeleitung informiert. Nun geht das Projekt in die nächste Phase, informiert Stadtwerke Konstanz in einer Mitteilung. Die drei Partner haben sich darauf geeinigt, die Eckpunkte des Projekts zu definieren und ein Vorprojekt zu erarbeiten. Auf dessen Grundlage soll dann der Realisierungsentscheid gefällt werden.

    Die geplante Fernwärmeleitung soll von der künftigen Ersatz-Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) in Weinfelden nach Kreuzlingen und weiter nach Konstanz verlaufen. In einer Absichtserklärung haben die Partner die Rollen und die Verteilung der Aufgaben bei der Planung festgelegt. Danach wird KVA Thurgau Finanzierung und Umsetzung der für die Projektierung nötigen Arbeiten übernehmen. Energie Kreuzlingen und Stadtwerke Konstanz steuern die technischen und planerischen Grundlagen bei.

    KVA Thurgau soll auf Grundlage der vorgegeben technischen und betrieblichen Parameter die bereits durchgeführte Machbarkeitsstudie aktualisieren und die Planung der Linienführung einleiten. Gleichzeitig wollen die Partner Gespräche mit potenziellen Partnern für die Finanzierung des Projekts führen. In einer zweiten Etappe sollen die Grundlagen für die Erwirkung eines Realisierungskredits entwickelt werden. Gemäss aktueller Planung könnte die Ersatz-KVA Ende 2031 erste Wärme liefern. Zu diesem Zeitpunkt soll möglichst auch die Fernwärmeleitung stehen.

  • KI-gestützte Analyse bewertet führende Bau- und Immobilienfirmen der Schweiz

    KI-gestützte Analyse bewertet führende Bau- und Immobilienfirmen der Schweiz

    Die Zürcher swissreputation.group hat gemeinsam mit dem Hamburger IMWF-Institut die mediale Reputation der bedeutendsten Bau- und Immobilienunternehmen der Schweiz untersucht. Für die Benchmarkstudie «Reputation von Bau- und Immobilienunternehmen in der Schweiz 2024» wurden im Zeitraum von Juni 2023 bis Mai 2024 alle reputationsrelevanten Aussagen zu den ausgewählten Unternehmen aus Schweizer Medien und weiteren Online-Quellen mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) ausgewertet.

    Insgesamt 46 Bauunternehmen, Immobiliendienstleister, -gesellschaften und -eigentümer wurden laut Medienmitteilung untersucht, darunter 21 Bauunternehmen und Immobiliendienstleister und 25 Immobiliengesellschaften und -eigentümer. Insgesamt wurden über 26‘000 Aussagen in Schweizer Medien mittels Künstlicher Intelligenz analysiert.

    Wie 2023 belegt Implenia aus Opfikon ZH den Spitzenplatz bei Bauunternehmen und Immobiliendienstleistern. Grundlage dafür ist die überragende Sichtbarkeit des Unternehmens. Keines der anderen Bauunternehmen erreicht nur annähernd die mediale Präsenz von Implenia, heisst es in der Mitteilung. Auf  Platz zwei steht ERNE in Laufenburg AG, gefolgt von SENN in St.Gallen und  LosingerMarazzi in Bern. Es folgen die Frutiger AG in Thun BE, Eiffage in Glattbrugg, Strabag und die Halter AG in Schlieren ZH, Anliker in Emmenbrücke LU und Marti in Luzern.

    Für die Reputationsmessung wurde eine hochentwickelte, KI-gestützte Textanalyse eingesetzt, heisst es in der Mitteilung. Der speziell trainierte Algorithmus wertet nach einer Vorfilterung aller Medienbeiträge der ausgewählten Unternehmen die Aussagen semantisch aus und ordnet sie den thematischen Reputationsdimensionen Produkt & Service, Innovation, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Management und Arbeitgeber zu.

    In der Rangliste der Immobiliengesellschaften und -eigentümer liegt Swiss Prime Site aus Zug auf Platz 1. Es folgen Mobimo aus Küsnacht ZH, PSP Swiss Property aus Zug und Swiss Life Asset Managers aus Zürich auf Platz 4. Zwischen die Plätze 5 und 8 schaffen es SFP Swiss Finance & Property Group aus Zürich, HIAG aus Basel, Fortimo aus St.Gallen und Intershop aus Basel. Die Top 10 wird von UBS Asset Management aus Zürich und Investis aus Zürich komplettiert.

  • Bauinvestitionen haben 2023 leicht zugenommen  

    Bauinvestitionen haben 2023 leicht zugenommen  

    Die Bauinvestitionen sind in der Schweiz im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr nominal um 0,2 Prozent angestiegen. Dabei sanken laut einer Medienmitteilung die Investitionen in den Hochbau um 0,3 Prozent und jene in den Tiefbau nahmen um 2,7 Prozent zu. In Neubauprojekte wurden im Jahresvergleich 2,5 Prozent weniger und in Umbauprojekte 4,4 Prozent mehr investiert. Dies zeigen die provisorischen Resultate der Baustatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS).

    Die gesamten Bauausgaben, also Bauinvestitionen plus öffentliche Unterhaltsausgaben, nahmen 2023 um 0,3 Prozent zu, wobei preisbereinigt ein Rückgang von 2,5 Prozent verzeichnet wurde.

    Die öffentlichen Auftraggeber – Bund, Kantone und Gemeinden – erhöhten die Investitionssummen in den Tiefbau um ein Plus von 3,9 Prozent sowie in den Hochbau um 8,5 Prozent. Die privaten Auftraggeber gaben dagegen im Jahr 2023 sowohl weniger für den Tiefbau, minus 2,3 Prozent, wie auch für den Hochbau (-1,9 Prozent) aus.

    Ein Rückgang um 2,5 Prozent wurde bei den Neubauinvestitionen verzeichnet. Die privaten Auftraggeber gaben um 4,8 Prozent weniger für Neubauprojekte aus. Zugelegt haben dagegen die Investitionen in Umbauten mit einem Plus von 4,4 Prozent.

    Neben der privaten Umbautätigkeit mit plus 3,9 Prozent habe auch die öffentliche Hand im Jahresvergleich mehr in Neubauten (+6,9 Prozent) und in Umbauten (+5,2 Prozent) investiert, heisst es in der Mitteilung des BFS.

  • Immobilienfonds sammelt 610 Millionen Franken ein

    Immobilienfonds sammelt 610 Millionen Franken ein

    Swiss Life Asset Managers hat eine Kapitalerhöhung seines Immobilienfonds Swiss Life REF (CH) ESG Swiss Properties erfolgreich abgeschlossen. Bei der laut einer entsprechenden Mitteilung des Vermögensverwalters der Swiss Life-Gruppe bisher grössten Kapitalerhöhung eines börsenkotierten Schweizer Immobilienfonds wurden rund 610 Millionen Franken eingesammelt. Damit erreicht der Swiss Life REF (CH) ESG Swiss Properties eine Marktkapitalisierung von rund 2,5 Milliarden Franken und steigt in die Gruppe der fünf grössten börsenkotierten Immobilienfonds der Schweiz auf.

    Swiss Life Asset Managers will die neuen Mittel zum einen für den Kauf eines Immobilienportfolios im Wert von rund 700 Millionen Franken verwenden. Ein weiterer Teil der Mittel soll in die Sanierung und Verdichtung bestehender Wohnbauten investiert werden. Zudem plant das Unternehmen, seine Fremdfinanzierungsquote auf rund 23 Prozent zu senken.

  • Neue Partnerschaft fördert regionale Vernetzung in der Ostschweiz

    Neue Partnerschaft fördert regionale Vernetzung in der Ostschweiz

    Der in St.Gallen ansässige Verein IT rockt! und die collektiv AG arbeiten künftig zusammen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, wird IT rockt! Räumlichkeiten im Coworking Space collektiv (st.gallen) beziehen. Dadurch sei IT rockt! «am Puls des Geschehens», wodurch der Ostschweizer IT-Cluster auch in der Lage sei, sein Angebot für Mitglieder und Mitarbeitende zu erweitern. Ab September ist IT rockt! dann auch bei der Durchführung von Veranstaltungen im collektiv (st.gallen) flexibler als bislang.

    Durch die Zusammenarbeit beider Organisationen werde der Austausch vor Ort gefördert, heisst es in der Mitteilung. So werde die regionale Vernetzung gefördert. «Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit collektiv (st.gallen)», wird Eva De Salvatore, Geschäftsführerin von IT rockt!, in der Mitteilung zitiert. «Die anregende Atmosphäre schafft ideale Bedingungen für unsere IT-Community, und die Region wird von einem solch bereichernden Angebot profitieren.»

    «Toll, einen Partner wie IT rockt! an unserer Seite zu haben», ergänzt Majid Parente, Gründer und CEO der collektiv AG.

  • Wohnungsmarkt verliert an Liquidität

    Wohnungsmarkt verliert an Liquidität

    Die Zahl der auf den wichtigsten Immobilienportalen ausgeschriebenen Mietwohnungen ist zwischen April 2023 und März 2024 im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 340’000 Inserate gesunken, informieren Swiss Real Estate Institute, SVIT Schweiz und der Schweizerische Hauseigentümerverband (HEV) in ihrem aktuellen Online-Wohnungsindex. «Mieter bleiben in ihren Wohnungen, weil sie keine neue zu vergleichbaren Mietzinsen finden, was wiederum das Angebot verkleinert», heisst es dort. Dabei haben die Immobilienfachleute der drei Organisationen insbesondere beim Angebot an kleinen bis mittelgrossen günstigen Wohnungen einen Rückgang ausgemacht. Bei grossen Wohnungen ist das Angebot dagegen gestiegen.

    In der Berichtsperiode wurden schweizweit rund 625’000 Umzüge gezählt, das sind 75’000 Umzüge weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Tatsache, dass die Bestandsmieten im Berichtszeitraum weniger stark gestiegen sind als die Angebotsmieten, verstärke diesen Lock-in-Effekt, so die Immobilienfachleute. Dadurch verliert der Wohnungsmarkt an Liquidität.

    Trotz des gesunkenen Angebots an Objekten haben sich die Insertionszeiten für Mietwohnungen aber nur wenig verkürzt. Es sei also nicht schwieriger geworden, eine neue Wohnung zu finden, erläutern die Immobilienfachleute. Interessierte müssten jedoch wahrscheinlich tiefer in die Tasche greifen oder den Flächenverbrauch verkleinern.

    Steigende Mieten führten zu einer sinkenden Wohnfläche pro Kopf, erläutert Studienleiter Peter Ilg vom Swiss Real Estate Institute. «Dies führt zu weniger Wohnungsknappheit in den Städten, zudem wird mit weniger Wohnflächenkonsum pro Kopf die allseits angestrebte Innenverdichtung erreicht.»

  • Marktplatz für Gewerbeimmobilien

    Marktplatz für Gewerbeimmobilien

    Die maison (Schweiz) AG hat in einer Finanzierungsrunde einen «substanziellen sechsstelligen Betrag» eingenommen, informiert das auf die Vermarktung von Büro- und Gewerbeflächen spezialisierte Unternehmen in einem Beitrag auf LinkedIn. Damit sei die Finanzierung des Marktplatzes maison.work gesichert, heisst es dort weiter. Die eingespielten Mittel sollen «in technologische Fortschritte, Marketinginitiativen und den Ausbau des Kernteams» fliessen.

    Die maison (Schweiz) AG mit Sitz in Zürich ist eigenen Angaben zufolge seit fünf Jahren in der Vermarktung von Büro- und Gewerbeflächen aktiv. Im August letzten Jahres wurde der Marktplatz maison.work lanciert. Hier werden kommerzielle Immobilien von Büros über Coworking-Spaces und Bürogemeinschaften bis zu Produktionsstätten, Lagern und Verkaufsflächen angeboten.

  • Halter realisiert Hochhausprojekt BirsTower in Muttenz

    Halter realisiert Hochhausprojekt BirsTower in Muttenz

    Der Schlieremer Immobilienentwickler Halter AG wird laut Medienmitteilung in Muttenz auf dem ehemaligen Gewerbeareal Hagnau West ein Hochhaus bauen. Der BirsTower soll eine Kombination aus Wohn- und Gewerbeflächen bieten und auch Eigentumswohnungen umfassen.

    Mit dem Abschluss des Baurechtsvertrages wurde ein weiterer Schritt für die Entwicklung des neuen Quartiers Hagnau West erreicht, heisst es in der Medienmitteilung. Die Rietpark Immobilien AG in Kriens LU werde als Investorin und Entwicklerin mit der Halter AG als Realisierungspartnerin auf dem 4446 Quadratmeter grossen Areal den 73 Meter hohen BirsTower mit einer Bruttogeschossfläche von 16‘150 Quadratmetern realisieren.

    Die Stiftung Kunsthaus Baselland als Eigentümerin des Grundstücks suchte mittels einer Investorenausschreibung nach einem geeigneten Käufer und entschied sich für die Rietpark Immobilien AG. Das Kunsthaus Baselland fand nach 25 Jahren an seiner Wirkungsstätte in Muttenz einen neuen Standort, heisst es in der Mitteilung.

    Das Grundstück in Muttenz liegt direkt an der Kantonsgrenze zu Basel-Stadt. Das Quartier ist durch die Nähe zur Autobahn und die Anbindung an den öffentlichen Verkehr sehr gut erschlossen. Die Nähe zur Birs und die Anbindung an den nahegelegenen Grün- und Bewegungsraum Schänzli bieten zusätzlichen Mehrwert, heisst es in der Mitteilung.

    Für alle Bauten des Quartiers werde der Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) mit dem Label Gold angewendet oder ein gleichwertiger Massstab für nachhaltiges Bauen mit Zustimmung des Gemeinderates. Die Projektabwicklung werde nach dem Design-Build-Modell des partnerschaftlichen Bauens umgesetzt, um das Nachhaltigkeitsziel zu erreichen.

  • Antworten auf die Herausforderungen der urbanen Zukunft

    Antworten auf die Herausforderungen der urbanen Zukunft

    Derzeit leben rund 56 % der Weltbevölkerung in Städten, eine Zahl, die bis 2050 auf 70 % ansteigen wird. Diese Urbanisierung bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich, darunter steigende Ansprüche an Raum und Flächennutzung sowie Zielkonflikte zwischen verschiedenen Sektoren. Eine vorausschauende Planung ist unerlässlich, um Städte, ländliche Räume und die Gebiete dazwischen zukunftsfähig zu gestalten. Die BAU 2025 zeigt, welche Antworten es bereits gibt und wo neue Wege entwickelt werden müssen.

    Verschwimmende Grenzen zwischen Stadt und Land
    Traditionell waren Stadt und Land durch klare geographische und funktionale Grenzen definiert: Städte als Bevölkerungs-, Industrie- und Dienstleistungszentren und das Land als landwirtschaftlich geprägter Raum. Diese Grenzen verschwimmen jedoch zunehmend, und die Herausforderungen für Stadt, Land und den Raum dazwischen werden immer ähnlicher. Themen wie demografischer Wandel, notwendige Infrastruktur, Mobilität sowie nachhaltige Raumplanung und Siedlungsentwicklung betreffen alle Regionen gleichermassen.

    Raumordnung und Raumentwicklung
    Zentral für die nachhaltige Gestaltung unserer Lebensräume sind die Aufgaben der Raumordnung und Raumentwicklung. Diese reichen von der nachhaltigen Flächennutzung und Vermeidung von Flächenversiegelung bis hin zur Förderung sozialer Integration und Lebensqualität. Die «Neue Leipzig Charta» dient als Grundsatzdokument der Nationalen Stadtentwicklungspolitik und bietet einen Leitfaden für innovative und nachhaltige Lösungen in der Stadtplanung und Quartiersentwicklung. Die digitale Transformation und veränderte Ansprüche an Konsum und Mobilität erfordern eine neue Mischung aus Produktion, Arbeit und Wohnen zugunsten lebendiger Quartiere.

    Transformation des Bestands
    Die Anpassung und Aufwertung bestehender Bausubstanz ist eine zentrale Zukunftsaufgabe der Bauwirtschaft. Intelligente Konzepte für die flexible Um- und Weiternutzung bestehender Gebäude helfen, die kulturelle Identität zu bewahren und Emissionen zu minimieren. Beispiele dafür sind die Umnutzung ehemaliger Industrieareale zu lebendigen Stadtquartieren sowie die Innenentwicklung im ländlichen Raum, die vorhandene Bausubstanz revitalisiert und nutzt. Innovative Projekte verknüpfen öffentliche Infrastruktur und soziale Dienstleistungen, fördern nachhaltige Ressourcennutzung und beleben Ortskerne.

    Ökologische Transformation als Zukunftsinvestition
    Die ökologische Transformation unserer Städte und ländlichen Räume ist eine echte Zukunftsinvestition. Sie führt zu klimagerechten Lebensverhältnissen und bietet wirtschaftlichen Mehrwert für alle Beteiligten. Architekten, Innen- und Landschaftsarchitekten sowie Stadtplaner verbinden ökologische, soziale, ökonomische, funktionale und gestalterische Aspekte und unterstützen die Harmonisierung von Einzelinteressen mit dem Gemeinwohl. Prof. Lydia Haack, Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, betont die Bedeutung der «KlimaKulturKompetenz» und die Verantwortung der Mitglieder, die ökologische Transformation im Planen und Bauen voranzutreiben.

    Bezahlbarer Wohnraum
    Bezahlbarer Wohnraum ist entscheidend für die Stabilisierung lokaler Gemeinschaften und der Wirtschaft. Die Schaffung von 400.000 Wohnungen pro Jahr, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, steht im Gegensatz zum Rückgang der Wohnungsbaugenehmigungen. Neue Strategien zur Umnutzung von Bestandsgebäuden, wie Bürogebäuden oder Krankenhäusern, sowie innovative Wohnformen, die auf Gemeinschaft und Offenheit setzen, sind Ansätze zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums und zur Förderung der sozialen Interaktion.

    Neue Formate und Prozesse
    Nachhaltige Entwicklung in der Stadt-, Raum- und Regionalplanung erfordert neue Prozesse, Methoden und Instrumente, um schnell auf aktuelle Herausforderungen reagieren zu können. Die rasante Digitalisierung und der technologische Fortschritt der letzten 20 Jahre erfordern dynamische Prozesse, die kontinuierlich angepasst werden müssen. Szenarienentwicklung und innovative Beteiligungsformate fördern neue Wege der Mitgestaltung und Akzeptanz. Best Practices und skalierbare Impulse werden auf der BAU 2025 ebenso präsentiert wie die dafür notwendigen Produkt- und Systeminnovationen.

  • Manor zieht ins Jelmoli-Haus

    Manor zieht ins Jelmoli-Haus

    Im Februar 2023 entschied Swiss Prime Site, das Jelmoli-Haus umzubauen und nachhaltig weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die Retailflächen an die aktuellen Marktbedürfnisse anzupassen und das Gebäude zukunftsfähig zu machen. Mit Manor hat Swiss Prime Site nun einen langfristigen Mieter gefunden, der die Attraktivität des Hauses und der unteren Bahnhofstrasse nachhaltig sichern wird.

    Ein inspirierendes Einkaufserlebnis im Herzen von Zürich
    Manor wird eine Fläche von rund 13’000 m² anmieten und voraussichtlich 2027 das Erdgeschoss, das Untergeschoss sowie das erste Obergeschoss übernehmen. Hier wird Manor einen «Flagship Store» eröffnen, der direkt von der Sihlstrasse und Seidengasse zugänglich sein wird. Roland Armbruster, CEO von Manor, verspricht ein inspirierendes Einkaufserlebnis mit einem vielseitigen und kuratierten Produktangebot in den Bereichen Fashion, Beauty, Home & Living. Ein vielfältiges Restaurationsangebot wird das Einkaufserlebnis abrunden.

    Neue Büroflächen und Gastronomieangebote
    Nach dem Umbau werden die oberen Geschosse des Jelmoli-Hauses rund 20’000 m² Büroflächen bieten, die eine neue Topadresse in der Zürcher Innenstadt darstellen. Diese Büroflächen werden durch ein breites Gastronomie- und Freizeitangebot ergänzt. Auf der neu konzipierten Dachterrasse entstehen weitere Räumlichkeiten für Gastronomieangebote.

    Partnerschaft zwischen Swiss Prime Site und Manor
    Der langfristige Mietvertrag zwischen Swiss Prime Site und Manor ist ein bedeutender Schritt für beide Unternehmen. Manor wird sich auch an den Investitionen für den Umbau beteiligen, um attraktive Verkaufsflächen zu schaffen. Während des Umbaus und auch danach bleiben bestehende Mietverhältnisse, insbesondere mit dem Fitnessclub Holmes Place, bestehen. Holmes Place wird sein Angebot auch während der Umbauphase für die Kundschaft offenhalten. Mit Manor und Holmes Place sind somit bereits rund die Hälfte der Flächen vor Baubeginn vermietet.

    Ein einzigartiger Begegnungsort für Zürich
    René Zahnd, CEO von Swiss Prime Site, betont: «Unser prioritäres Ziel war es, das Jelmoli-Gebäude als einzigartige Destination und offenen Begegnungsort zu erhalten. Mit dem Einzug der Warenhausgruppe Manor und ihrer langjährigen Tradition wird das Jelmoli-Haus für Zürich und die Zürcher Bevölkerung mit neuem Leben gefüllt und wird über die Stadtgrenzen hinaus strahlen.»

    Die grösste Warenhausgruppe der Schweiz
    Manor, die grösste Warenhausgruppe der Schweiz, ist in allen Landesteilen vertreten und beschäftigt rund 7’500 Mitarbeitende. Zur Manor Gruppe gehören 59 Manor Warenhäuser, 27 Manor Food Supermärkte und 23 Manora Restaurants. Das Unternehmen verfolgt eine Omnichannel-Strategie, die Online-Shop und Services verknüpft. Manor wirtschaftet nachhaltig profitabel und gehört zur Maus Frères Holding, zu der auch führende Lifestyle-Marken wie Lacoste zählen.

    Die Neupositionierung des Jelmoli-Hauses durch den Einzug von Manor markiert einen wichtigen Schritt für die Zukunft der Zürcher Bahnhofstrasse und unterstreicht die Bedeutung von Swiss Prime Site in der nachhaltigen Stadtentwicklung.

  • Baustart für Erweiterung und Sanierung des Gymnasiums Hofwil

    Baustart für Erweiterung und Sanierung des Gymnasiums Hofwil

    Das Gymnasium Hofwil wird durch den Bau eines neuen Schulgebäudes und einer Dreifachsporthalle erweitert, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden. Ursprünglich für zehn Klassen und 200 Schülerinnen und Schüler ausgelegt, beherbergt die Schule aktuell 21 Klassen mit rund 460 Schülerinnen und Schülern. Provisorien, die 2013 und 2017 errichtet wurden, sollen durch die Neubauten ersetzt werden. Das neue Schulgebäude wird Unterrichts- und Praktikumsräume, darunter zwei Chemielabore, umfassen. Eine Aussenstation zur Erweiterung der Mensa ist ebenfalls geplant. Die neue Dreifachsporthalle wird mit Garderoben, sanitären Einrichtungen, einem Arbeitsraum für Lehrpersonen und einem Theorieraum ausgestattet.

    Bezug der Neubauten voraussichtlich im Sommer 2026
    Die Fertigstellung des neuen Schulgebäudes und der Dreifachsporthalle ist für den Sommer 2026 geplant. Nach der Fertigstellung wird der Fokus auf die bauliche Ertüchtigung der bestehenden denkmalgeschützten Gebäude gelegt, die bis Herbst 2027 abgeschlossen sein soll. Diese Sanierungen umfassen notwendige Raumwechsel und Unterhaltsmassnahmen, um den aktuellen Bildungsstandards gerecht zu werden. Gleichzeitig sollen die bisherigen Schulraumprovisorien zurückgebaut und für andere Zwecke weiterverwendet werden.

    Nachhaltige Bauweise und Energiekonzept
    Beide Neubauten werden nach dem Minergie-P-ECO Standard erstellt und mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet, um einen nachhaltigen und energieeffizienten Betrieb zu gewährleisten. Dieses Engagement für Nachhaltigkeit unterstreicht die zukunftsorientierte Ausrichtung des Gymnasiums Hofwil und setzt ein starkes Zeichen für ökologische Verantwortung im Bildungsbereich.

    Finanzierung und Gesamtkosten
    Die Gesamtkosten für die Erweiterung und Sanierung des Gymnasiums Hofwil belaufen sich auf insgesamt 65,63 Millionen Franken. Diese Investition wird nicht nur den aktuellen Raumbedarf decken, sondern auch zukünftigen Generationen eine moderne und gut ausgestattete Lernumgebung bieten. Die Finanzierung dieser umfangreichen Baumassnahmen ist ein Zeichen des Engagements des Kantons für die Bildung und die infrastrukturelle Entwicklung in Münchenbuchsee.

    Historische Bedeutung und Zukunftsperspektive
    Das Gymnasium Hofwil, zuletzt Anfang der 1980er Jahre saniert, ist ein wichtiger Bestandteil der Bildungslandschaft in der Region. Die geplanten Erweiterungen und Sanierungen sind nicht nur eine Antwort auf den aktuellen Raumbedarf, sondern auch eine Investition in die Zukunft. Mit der neuen Infrastruktur wird die Schule in der Lage sein, den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden und gleichzeitig moderne Bildungsanforderungen zu erfüllen.

    Die Umbau- und Erweiterungspläne des Gymnasiums Hofwil sind ein bedeutender Schritt zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Bildung in der Region. Mit modernen Unterrichts- und Sporteinrichtungen wird die Schule optimal auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler vorbereitet sein und ihnen eine umfassende, zeitgemässe Bildung bieten.

  • Vier Ostschweizer Kantone stärken Zusammenarbeit für eine vernetzte Zukunft

    Vier Ostschweizer Kantone stärken Zusammenarbeit für eine vernetzte Zukunft

    Am 4. Juli 2024 haben die Regierungen der Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau eine Erklärung zur engeren strategischen Zusammenarbeit unterzeichnet. Dieser Schritt markiert den Beginn eines intensiven Kooperationsprozesses, der die Ostschweiz stärken und vernetzen soll. Die gemeinsame Erklärung unterstreicht das Engagement der vier Kantone, zusammen Lösungen für gemeinsame Herausforderungen zu finden und umzusetzen.

    Gemeinsames Engagement für den Bodenseeraum
    Bereits zuvor hatten die vier Kantone angekündigt, sich gemeinsam für die Etablierung des internationalen Bodenseeraums auf nationaler Ebene im Rahmen des Raumkonzepts Schweiz zu engagieren. Dieses Vorhaben wurde in Wirtschaft und Öffentlichkeit positiv aufgenommen und verdeutlichte das Potenzial einer engeren Zusammenarbeit zur Stärkung der gesamten Ostschweiz.

    Strategische Handlungsfelder und jährliche Diskussionen
    Die Erklärung hebt die Zusammenarbeit auf eine strategische Ebene. Die Regierungen der vier Kantone werden jährlich Handlungsfelder für eine Zusammenarbeit diskutieren und das Kooperationspotenzial bewerten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltungen sind eingeladen, Vorschläge einzubringen und bei der Auswahl der Handlungsfelder mitzuwirken.

    Zu den möglichen strategischen Handlungsfeldern gehören unter anderem die Raumentwicklung, Verkehr, Bildung und Kultur, Innovation und Digitalisierung, Abwehr von Naturgefahren, Krisenbewältigung und Sicherheit. Durch die strategische Zusammenarbeit erhoffen sich die Kantone effizientere und wirkungsvollere Lösungen für diese Bereiche.

    Flexible Kooperationsmodelle
    Die Zusammenarbeit kann je nach Bedarf und Situation in unterschiedlichen Formen stattfinden. Lösungen können entweder von allen vier Kantonen gemeinsam oder von zwei oder drei Kantonen umgesetzt werden. Auch andere Kantone, insbesondere aus der Ostschweiz, können sich an Projekten beteiligen. Jeder Kanton entscheidet individuell, ob eine gemeinsame Lösung für ihn sinnvoll ist und einen Mehrwert bietet.

    Institutionalisierung der Zusammenarbeit
    Ein zentrales Anliegen der Regierungen ist es, den Prozess der strategischen Zusammenarbeit zu starten und anschliessend zu institutionalisieren. Durch diesen Schritt setzen die vier Kantone ein starkes Zeichen für eine engere Zusammenarbeit und eine vernetzte Zukunft der Ostschweiz.

    Die Unterzeichnung der Erklärung zur engeren Zusammenarbeit markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer stärkeren und effizienteren Ostschweiz. Gemeinsam wollen die Kantone Herausforderungen meistern und die Region nachhaltig weiterentwickeln.

  • Industriegelände in Serrières wird zum Neuenburger Innovationspark

    Industriegelände in Serrières wird zum Neuenburger Innovationspark

    Der Staat und die Stadt Neuenburg haben in Zusammenarbeit mit der Caisse cantonale d’assurance populaire und der Etablissement cantonal d’assurance et de prévention einen Industriekomplex an der Rue des Usines in Serrières erworben. Ziel ist es, dort einen neuen Innovationspol zu entwickeln und zu betreiben. Zu diesem Zweck wurde die Aktiengesellschaft Usinnove SA gegründet, an der der Staat mit 40 % und die Stadt Neuchâtel mit 20 % beteiligt sind. Die restlichen Aktienanteile halten die CCAP und die ECAP. Der Industriekomplex umfasst 7.000 m² Fläche und kann fast 400 neue Arbeitsplätze schaffen.

    Zentrale Rolle der Microcity SA
    Der neue Standort wird von der Microcity SA verwaltet und betrieben. Die Einrichtung eines Kompetenzzentrums für Diagnostik und verwandte Technologien ist vorgesehen, das Unternehmen aus den Bereichen Diagnostik und Automatisierung als Drehscheibe dient. Ein Teil des Komplexes wird zu einem Wirtschaftszentrum umfunktioniert, das mit Laborinfrastruktur ausgestattet ist und ein kollaboratives Projektumfeld für Grossunternehmen, KMUs und Start-ups bietet.

    Stärkung des Neuenburger Innovationsclusters
    Der erworbene Industriekomplex soll die Position Neuenburgs im Schweizerischen Innovationspark weiter stärken. Der Standort Serrières bietet Potenzial für die Erweiterung des Neuenburger Innovationsclusters und ermöglicht die langfristige Sicherung eines Industriestandortes. Neuenburg wird somit sein Angebot erweitern und seinen Platz als Innovationszentrum festigen.

    Strategische Nutzung von Altgebäuden
    Der Kauf des Industriekomplexes ist Teil einer Strategie des Staates, alte Gebäude für industrielle Leichtbauaktivitäten zu nutzen. Diese Politik zielt darauf ab, Start-ups, KMUs, Grossunternehmen und Forschungszentren an einem Standort zusammenzuführen, um die wirtschaftlichen Herausforderungen des Kantons zu bewältigen. Ähnliche Projekte sind bereits an den Standorten Rue Jaquet-Droz 7 in Neuenburg und Hôtel-de-Ville 7 in Le Locle umgesetzt, wo ebenfalls Spitzenaktivitäten in der angewandten Forschung stattfinden.

    Ein bedeutender Schritt für Neuenburg
    Der Erwerb des Industriekomplexes in Serrières und die geplante Umwandlung in ein Innovationszentrum sind ein bedeutender Schritt für die wirtschaftliche Entwicklung Neuenburgs. Durch die enge Zusammenarbeit von Staat, Stadt und institutionellen Partnern wird die Region gestärkt und die Grundlage für zukünftige Innovationen geschaffen.

  • Wohnraumerschwinglichkeit in der Schweiz

    Wohnraumerschwinglichkeit in der Schweiz

    Die durchschnittliche Mietbelastung aller Haushalte in der Schweiz liegt je nach Definition des Verhältnisansatzes zwischen 17% und 27,8%. Die Analyse zeigt, dass die Bewertungen zur Unerschwinglichkeit von Wohnraum je nach gewähltem Messansatz erheblich variieren: Der Anteil der Haushalte, für die Wohnraum nicht erschwinglich ist, reicht von 6,7% bis 26%. Diese Unterschiede verdeutlichen die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung der Wohnkostenbelastung.

    Einfluss der Einkommensklasse und Haushaltstypen
    Die Differenzierung der Haushalte nach Einkommensklasse und Haushaltstyp beeinflusst die Mietbelastung erheblich. Haushalte im untersten Einkommensquintil wenden bis zu 51% ihres verfügbaren Einkommens für die Bruttomiete auf, während Haushalte im obersten Quintil maximal 17,2% zahlen. Besonders stark betroffen sind Single-Haushalte über 65 im untersten Einkommensquintil mit einer Mietbelastung von bis zu 64%.

    Verhältnisansatz als bevorzugte Methode
    Der Verhältnisansatz, der die Wohnkostenbelastung als Anteil des Einkommens misst, gilt als praktikabler als der theoretisch optimale Residualeinkommensansatz. Der differenzierte Verhältnisansatz, der nach Einkommensklasse und Haushaltstyp variiert, ermöglicht eine genauere Beurteilung der Wohnraumerschwinglichkeit und ist besser anwendbar als reine Mietkostenbenchmarks. Granulare Daten zu Bevölkerung, Einkommen und Wohnungen unterstützen diese differenzierte Analyse.

    Notwendigkeit einer klaren Definition und weiterer Forschung
    Für die Planung von erschwinglichem Wohnraum müssen Konzept und Ziele klar definiert sein. Eigentümer und Entwickler können nur dann zielgerichtete Angebote schaffen, wenn präzise Schwellenwerte für verschiedene Haushaltstypen und Einkommensklassen vorliegen. Zukünftige Forschung sollte sich auf die Bestimmung geeigneter Schwellenwerte konzentrieren und klären, welche spezifischen Komponenten der Wohnkosten und des Einkommens in der Erschwinglichkeitsanalyse berücksichtigt werden sollten.

    Optimierung der Preisgestaltung zur Förderung von Investitionen
    Eine differenzierte Preisgestaltung, die sich an den faktischen Einkommen orientiert, kann Leerstands- und Vermietungsrisiken mindern und Investitionen in neue Wohnungen fördern. Die Anwendung eines differenzierten Verhältnisansatzes bietet eine solide Grundlage zur Beurteilung der Wohnraumerschwinglichkeit in der Schweiz und trägt zur Schaffung von nachhaltigem und bezahlbarem Wohnraum bei.

  • Gesamtverkehrskonzept Raum Zurzibiet beschlossen

    Gesamtverkehrskonzept Raum Zurzibiet beschlossen

    Das Konzept zielen darauf ab, ein zuverlässiges Gesamtverkehrssystem sicherzustellen und die Erreichbarkeit von Siedlungen und Gewerbe zu gewährleisten. Zudem soll die verkehrliche Anbindung an Nachbarräume wie Baden und Umgebung, Brugg-Windisch und die süddeutsche Region Hochrhein sichergestellt werden. Weiterhin ist eine Verkehrslenkung auf Hauptachsen und Bereiche ausserhalb des Siedlungsgebiets vorgesehen, um Immissionen wie Lärm und Luftschadstoffe zu reduzieren und die Trennwirkung von Verkehrsinfrastrukturen zu minimieren.

    Strategische Stossrichtungen und Massnahmenansätze
    In drei Handlungsfeldern wurden strategische Stossrichtungen und Massnahmenansätze diskutiert.

    Im Bereich des Mobilitätsmanagements soll die Siedlungsentwicklung an zentralen und gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossenen Lagen konzentriert werden. Die Förderung der kombinierten Mobilität ist ein weiteres Ziel, ebenso wie die Aufwertung der Strassenräume innerorts zur Steigerung der Aufenthaltsqualität sowie des Fuss- und Veloverkehrs. Auch die Parkplatzbewirtschaftung spielt eine wichtige Rolle in diesem Handlungsfeld.

    Zur Sicherstellung zuverlässiger Reisezeiten und Erreichbarkeit wird ein umfassendes Verkehrsmanagement angestrebt. Dies beinhaltet die Stabilisierung des öV-Fahrplans sowie Massnahmen zur Verkehrsberuhigung und Erhöhung der Verkehrssicherheit. Die Organisation von Güterverkehr und Logistik ist ebenfalls ein zentrales Element der Verkehrslenkung.

    Das Verkehrsangebot soll durch den Ausbau des öV-Angebots, einschließlich grenzüberschreitender Busverbindungen, deutlich verbessert werden. Zudem ist der Ausbau der Veloinfrastruktur vorgesehen, sowohl innerorts als auch zwischen den Gemeinden und grenzüberschreitend auf Korridoren mit viel Potenzial. Die Optimierung der Strasseninfrastruktur und die Ausgestaltung von Bahnhöfen als Verkehrsdrehscheiben sind weitere wichtige Massnahmen, ebenso wie der Ersatz der Rheinquerung.

    Nächste Schritte und erwartete Ergebnisse
    In der ersten Phase des GVK Raum Zurzigebiet erfolgt eine umfassende Verkehrsplanung unter Berücksichtigung aller Verkehrsträger und der prognostizierten Siedlungsentwicklung. Die Ergebnisse dieser Phase werden bis Ende 2024 erwartet. Anschliessend werden in der zweiten Phase spezifische Massnahmen für alle Verkehrsträger weiterbearbeitet.

    Das Steuerungsgremium des GVK Raum Zurzibiet umfasst Vertreterinnen und Vertreter des Kantons Aargau, des Regierungspräsidiums Freiburg, des Zolls Deutschland, des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit, des Regionalplanungsverbands Zurzibiet Regio, des Regionalverbands Hochrhein-Bodensee, des Landkreises Waldshut, der Stadt Waldshut-Tiengen sowie der Gemeinden Koblenz, Full-Reuenthal und Leuggern. Die Begleitgruppe des GVK besteht aus Vertretern zahlreicher Gemeinden beiderseits der Grenze, darunter Böttstein, Döttingen, Ehrendingen, Waldshut-Tiengen und Dogern.

  • Aktionärsgemeinden der GZO AG Spital Wetzikon unterstützen Sanierungsoptionen

    Aktionärsgemeinden der GZO AG Spital Wetzikon unterstützen Sanierungsoptionen

    Die Ausarbeitung von Sanierungsoptionen für die GZO AG Spital Wetzikon schreitet voran. Die Aktionärsgemeinden stehen weiterhin hinter dem Spitalbetrieb und sind bereit, eine finanzielle Beteiligung bei einer Sanierung zu prüfen. Sie haben den Verantwortlichen des Spitals aufgezeigt, welche Voraussetzungen notwendig sind, damit eine solche Massnahme von den Aktionärsgemeinden geprüft werden kann.

    Stabile Versorgung trotz Nachlass-Stundung
    Das Spital Wetzikon befindet sich seit Anfang Mai in der Nachlass-Stundung. Wie die Verantwortlichen der GZO AG gegenüber den Aktionärsgemeinden versichern, läuft der Spitalbetrieb trotz der anspruchsvollen Rahmenbedingungen gut. Eine umfassende Notfall- und Gesundheitsversorgung bleibt weiterhin gewährleistet.

    Bedingungen für finanzielle Beteiligung
    Verwaltungsrat und Geschäftsleitung der GZO AG stehen in der Pflicht, tragfähige Lösungen für eine Sanierung auszuarbeiten. Die Aktionärsgemeinden gehen nach heutigem Wissenstand davon aus, dass ein finanzieller Beitrag von ihrer Seite zur Sanierung erwartet wird. Sie haben dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung der GZO AG dargelegt, welche Voraussetzungen und Unterlagen für eine solche finanzielle Beteiligung erfüllt sein müssen. Ein zentraler Punkt ist das Vorliegen eines wirtschaftlich tragfähigen Konzepts für das Spital Wetzikon der Zukunft. Die Spitalverantwortlichen arbeiten derzeit intensiv an den entsprechenden Grundlagen, was jedoch aufgrund der komplexen Situation (laufender Spitalbetrieb, Neubau etc.) noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

    Sistierung der Beschwerde beim Regierungsrat
    Die GZO AG hatte gegen den Beschluss des Regierungsrats, dem Spital Wetzikon keine finanzielle Unterstützung zu gewähren, umgehend Beschwerde beim Verwaltungsgericht eingereicht. Nach einer vertieften Situationsanalyse und sorgfältiger Abwägung sind der GZO-Verwaltungsrat und die mandatierten Fachexperten der Aktionärsgemeinden übereingekommen, eine Sistierung der Beschwerde anzustreben. Die Aktionärsgemeinden haben der Gesundheitsdirektion schriftlich mitgeteilt, dass sie das Gesuch um Sistierung im Sinne der Sache unterstützen.

    Zukunft des Spitals Wetzikon
    Die Aktionärsgemeinden haben klar gemacht, dass sie eine finanzielle Beteiligung an der Sanierung des Spitals prüfen werden, sobald ein tragfähiges wirtschaftliches Konzept vorliegt. Dies zeigt ihr Engagement und ihre Unterstützung für das Spital Wetzikon, um eine weiterhin stabile und umfassende Gesundheitsversorgung sicherzustellen.

  • CKW aktiviert Mindestvergütung für Solarstrom

    CKW aktiviert Mindestvergütung für Solarstrom

    CKW will Betreibende von kleinen Solaranlagen vor sehr tiefen Marktpreisen insbesondere im Sommer schützen und sie bei der Amortisation der Anlage unterstützen. Dazu wendet die Axpo-Tochter bereits ab der Abrechnung für das zweite Quartal 2024 die vom Bund geplante Mindestvergütung für Solarstrom an, informiert CKW in einer Mitteilung. Hier sollen Betreibende von Solaranlagen bis 150 Kilowatt Leistung voraussichtlich ab Anfang 2025 einen Mindestpreis für ihren Solarstrom erhalten, falls der vom Bundesamt für Energie festgelegte Referenzmarktpreis besonders tief ausfällt.

    Bei der Höhe der aktuell gezahlten Mindestvergütung orientiert sich CKW am Verordnungsentwurf. Er sieht je nach Grösse der Anlage unterschiedliche Mindestvergütungen pro Kilowattstunde vor. Zusätzlich erwirbt die Luzerner Energiedienstleisterin auf freiwilliger Basis auch den Herkunftsnachweis des Solarstroms. Er beträgt für kleine Solaranlagen 2 Rappen pro Kilowattstunde und für Anlagen ab 100 Kilowatt Leistung 1 Rappen pro Kilowattstunde.

    In der Mitteilung rät CKW den Betreibenden von Photovoltaikanlagen zudem zur Optimierung des Eigenverbrauchs. Er lohne sich insbesondere in Phasen mit tiefen Rückvergütungen. Für die Optimierung des Eigenverbrauchs biete sich neben eigenen Energiemanagementlösungen und Batteriespeichern auch der Zusammenschluss mit Nachbarn an, schreibt die CKW. Mit dem am 9. Juli von der Stimmbevölkerung gutgeheissenen neuen Stromgesetz werden zudem weitere Optionen wie die Bildung lokaler Elektrizitätsgemeinschaften oder virtuelle Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch möglich.

  • SMG führt AI-Label für visuelle Inhalte ein

    SMG führt AI-Label für visuelle Inhalte ein

    Die Gruppe hat ein AI-Label eingeführt, das alle AI-generierten visuellen Darstellungen in der Werbung kennzeichnen wird. Ziel dieses Labels ist es, die Nutzung von künstlicher Intelligenz im Marketing transparent zu gestalten und gleichzeitig die Effizienz und Kreativität der Kampagnen zu steigern. Ab sofort ist das Label auf der SMG-Webseite lizenzfrei verfügbar und downloadbar, sodass auch andere Unternehmen dieses für ihre AI-generierten Medien nutzen können.

    Interne Richtlinien für die Anwendung
    Um die korrekte Anwendung des neuen AI-Labels sicherzustellen, wurden interne Richtlinien entwickelt. Diese Richtlinien umfassen die Kennzeichnung fotorealistischer AI-generierter Inhalte und die Nutzung plattformeigener Funktionen zur Kennzeichnung, wie beispielsweise native Funktionen auf Instagram. Sollte eine solche Funktion nicht verfügbar sein, wird das eigene Label verwendet. Ein reduziertes Icon steht zudem für kleinere Formate zur Verfügung.

    Verantwortung und Effizienz
    Das Unternehmen präsentiert diese Initiative als wertvollen Beitrag zu ihrer Rolle als Pionierin in der Schweizer Digitalindustrie. Das Unternehmen setzt AI ein, um die Effizienz zu steigern, während es gleichzeitig verantwortungsvoll und transparent handelt. Das AI-Label wird ab sofort bei allen SMG-Marken verwendet.

    Erfolgreicher Start mit Homegate
    Die erste Kampagne, die das neue AI-Label bereits erfolgreich integriert hat, läuft aktuell für Homegate. Diese Kampagne zeigt, wie das Label in der Praxis angewendet wird und unterstützt die Transparenz gegenüber den Kunden.

    Mit dieser Einführung setzt SMG ein Zeichen für Transparenz und Innovation in der Nutzung von künstlicher Intelligenz in der Werbung.

  • Aargau und Thurgau gewinnen für Zürcher Firmen an Bedeutung

    Aargau und Thurgau gewinnen für Zürcher Firmen an Bedeutung

    Jedes Jahr wandern mehr Betriebe aus dem Kanton Zürich in andere Kantone ab, als von dort zuwandern. Im Mittel des Jahrzehnts von 2012 bis 2021 betrug der negative Saldo 116 Firmen. Das entspricht etwa einem Promille des Zürcher Bestands. Auch bezüglich der Zahl von Vollzeitstellen ist der Saldo zwar negativ, doch bezogen auf die 1,1 Millionen Stellen, die die Zürcher Wirtschaft 2021 angeboten hat, marginal. Das geht aus einer Analyse des Politikwissenschaftlers Peter Moser hervor, die die Zürcher Handelskammer veröffentlicht hat.

    Wird ein Betriebsstandort verlegt, so häufig in oder aus einem Nachbarkanton. Klar an der Spitze steht von 2012 bis 2021 mit 18 Prozent der zusammengezählten Betriebswanderungen der Aargau. Das könnte laut Moser auch daran liegen, «dass dessen Wirtschaftsgebiet, etwa im Limmattal, mit dem des Kantons Zürich zusammengewachsen ist». Es folgen die Tiefsteuerkantone Zug (16 Prozent) und Schwyz (13 Prozent) vor St.Gallen (10 Prozent) und der ebenfalls steuergünstige Thurgau (9 Prozent). Finanzdienstleister bevorzugen hingegen die Kantone Zug (40 Prozent) und Schwyz (25 Prozent).

    Für wegwandernde Zürcher Industrie-, Bau- und Logistikbetriebe ist der Aargau eine beliebte Destination. «Man profitiert von Netzwerkeffekten und für diese tendenziell flächenintensiven Wirtschaftszweige dürfte dort auch das Land noch etwas günstiger sein als im teuren Zentrum des Zürcher Metropolitanraums», so Moser. Dass dort wie im Thurgau die Produktionsfaktoren Boden und Arbeit vergleichsweise kostengünstig sind, hält er für den Hauptgrund dafür, dass insbesondere diese beiden Kantone als Zielkantone für wegwandernde Betriebe an Bedeutung gewonnen haben.

  • BKW erwirbt Mehrheitsbeteiligung an HelveticWind

    BKW erwirbt Mehrheitsbeteiligung an HelveticWind

    Die BKW hat ihre Beteiligung an der Kooperation HelveticWind auf 60 Prozent erhöht. Die restlichen 40 Prozent verbleiben bei den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ). Diese strategische Entscheidung, die am 5. Juli 2024 unterzeichnet wurde, markiert eine bedeutende Neuausrichtung der Zusammenarbeit zwischen den Energieversorgungsunternehmen. Zuvor hielt die BKW 29 Prozent und EKZ 20,2 Prozent der Anteile an HelveticWind.

    Erfolgreiche Kooperation in Deutschland und Italien
    HelveticWind betreibt insgesamt sechs Windparks, vier davon in Deutschland mit einer installierten Leistung von 67 Megawatt (MW) und zwei in Italien mit 52 MW. Die BKW, die bereits als Serviceprovider für die Anlagen tätig ist, verfügt über umfassendes Know-how in der Wartung und Optimierung dieser Windparks. Mit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung kann die BKW ihr Bestandsportfolio an erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen weiter ausbauen.

    Zukunftsorientierte Planung und CO2-Neutralität bis 2040
    Margarita Aleksieva, Leiterin des Bereichs Wind & Solar bei der BKW, äußert sich begeistert über den Mehrheitserwerb: «Wir wollen die Energiewende in den kommenden Jahrzehnten mitgestalten und bis 2040 im Energiegeschäft CO2-neutral sein. In diesem Zusammenhang prüfen wir zudem das Repowering-Potenzial der sechs Windparks. Unser Ziel ist es, die bestehenden Flächen in Zukunft zu optimieren und unsere Energieausbeute dank neuster Technik zu erhöhen.»

    Dank an langjährige Partner und Ausblick
    Die BKW dankt den ausscheidenden Partnern Energie Wasser Bern, der Genossenschaft Elektra Baselland und SN Erneuerbare Energie für die langjährige Zusammenarbeit. Die Neustrukturierung der Kooperation ermöglicht es der BKW und EKZ, ihre Partnerschaft erfolgreich weiterzuführen und gemeinsam die Energiewende voranzutreiben.

    Historie und Ziele der HelveticWind Kooperation
    Die Kooperation HelveticWind wurde im März 2010 von Energie Wasser Bern und der BKW gegründet. Ursprüngliches Ziel war es, ein Windkraft-Portfolio mit über 100 MW installierter Leistung zu realisieren, was inzwischen übertroffen wurde. Zu den deutschen Windparks zählen Gross Welle, Lüdersdorf-Parstein, Sendenhorst und Wulkow, während in Italien die Windparks Ventisei und Eolo dazugehören.

    Mit der Mehrheitsbeteiligung an HelveticWind stärkt die BKW ihre Position im Bereich der erneuerbaren Energien und setzt einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energiezukunft.

  • Baubeginn für temporären Überbrückungsbau des Opernhauses Zürich

    Baubeginn für temporären Überbrückungsbau des Opernhauses Zürich

    Das historische Opernhaus Zürich und der angrenzende Erweiterungsbau müssen in der ersten Hälfte der 2030er-Jahre saniert werden. Im April 2023 wurde das Projekt «Zukunft Oper» lanciert, um diese umfassende bauliche Massnahme zu planen und die Zukunftsfähigkeit des Opernhauses sicherzustellen. Aufgrund des akuten Platzmangels werden derzeit an vielen Stellen die gesetzlichen Richtlinien für Arbeitssicherheit und Arbeitsplatzgestaltung nicht eingehalten.

    Dialogverfahren und Stiftungsgründung
    Ein umfassendes Dialogverfahren mit verschiedensten Stakeholdern sowie die Gründung einer Stiftung, die eine bedeutende Rolle in der Finanzierung spielt, haben den Weg für das Projekt geebnet. Machbarkeitsstudien wurden durchgeführt, um die beste Vorgehensweise zu ermitteln.

    Entwurf des Architekturbüros EM2N
    Der Entwurf für den Überbrückungsbau stammt vom Architekturbüro EM2N. Geplant ist eine eingeschossige, pavillonartige Holzkonstruktion auf dem Dach des Erweiterungsbaus an der Ecke Utoquai/Falkenstrasse. Die Bauvorbereitungen beginnen am 4. Juli 2024, der eigentliche Holzbau wird im August 2024 aufgerichtet. Die Konstruktion legt Wert auf Flexibilität, Funktionalität und Wiederverwendbarkeit.

    Kosten und Zeitplan
    Die Gesamtkosten für den temporären Überbrückungsbau betragen 4,57 Millionen Franken. Die zusätzliche Nutzfläche von 330 Quadratmetern soll die räumliche Situation der Mitarbeitenden zeitnah verbessern, bis die langfristigen baulichen Massnahmen abgeschlossen sind.

    Verbesserung der Arbeitsbedingungen
    Der Überbrückungsbau wird nicht die generelle Platzproblematik lösen, aber er wird helfen, die akute Situation zu entschärfen und die Arbeitsbedingungen bis zur Fertigstellung der umfassenden baulichen Entwicklungen deutlich zu verbessern.

    Projekt «Zukunft Oper»
    Das Projekt «Zukunft Oper» zielt darauf ab, das Opernhaus Zürich und seinen Erweiterungsbau langfristig zu sanieren und gleichzeitig einen Mehrwert für Stadt und Kanton zu schaffen. Diese Massnahmen sollen sicherstellen, dass das Opernhaus auch in Zukunft den hohen Anforderungen an Sicherheit, Funktionalität und Gestaltung gerecht wird.

  • Fünf Jahre digitale Offensive auf dem Bau

    Fünf Jahre digitale Offensive auf dem Bau

    Vor fünf Jahren, im Jahr 2019, startete eine Allianz aus mehr als einem Dutzend Arbeitgeberverbänden und drei Gewerkschaften das Informationssystem Allianz Bau (ISAB). Ziel war es, die Ergebnisse real erfolgter Kontrollen effizienter zu nutzen und so die Einhaltung der allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsverträge (GAV) sicherzustellen. Was mit Informationen zu rund 1000 Betrieben im Bauhauptgewerbe begann, hat sich mittlerweile zu einer umfangreichen Datenbank entwickelt, die Informationen von über 45.000 Betrieben enthält.

    Ein umfassendes digitales Arbeitsinstrument
    ISAB hat sich durch die Einführung der drei Module ISAB-Portal, ISAB GAV-Bescheinigung und ISAB Card als umfassendes digitales Arbeitsinstrument etabliert. Zum ersten Mal stehen branchen- und regionenübergreifend Informationen zur Verfügung, welche Firmen welchem Gesamtarbeitsvertrag unterstellt sind, ob sie kontrolliert wurden und ob notwendige Nachzahlungen geleistet wurden. Die Nutzung der ISAB GAV-Bescheinigung hat stark zugenommen: Während im Jahr 2019 3300 Abrufe verzeichnet wurden, stieg diese Zahl bis Februar 2024 auf über 59.000.

    Bedeutung für die Schweizer Bauwirtschaft und Politik
    ISAB spielt nicht nur eine zentrale Rolle in der Bauwirtschaft, sondern hat auch eine politische Dimension. Es ist das effektivste Instrument zum Schutz der hohen Schweizer Löhne. In der politischen Debatte, insbesondere im Kontext der EU-Verhandlungen, setzt ISAB ein starkes Zeichen gegen Forderungen nach zusätzlichen flankierenden Massnahmen, die die Unternehmer belasten könnten.

    Ein erfolgreiches digitales Transformationsprojekt
    Die digitale Offensive, die mit ISAB 2019 gestartet wurde, zeigt eindrucksvoll, wie digitale Tools die Effizienz und Transparenz in der Bauwirtschaft steigern können. Mit gesicherten Informationen zu mehr als 45.000 Betrieben und der breiten Nutzung der ISAB GAV-Bescheinigungen hat sich ISAB als unverzichtbares Werkzeug etabliert, das den hohen Standard der Schweizer Löhne schützt und die Einhaltung von GAVs sicherstellt.

  • Emissionen aus Heizöl und Gas werden weniger

    Emissionen aus Heizöl und Gas werden weniger

    In der Schweiz sind 2023 die Emissionen aus Brennstoffen gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken, nämlich um 8,8 Prozent. Dabei wurden die unterschiedlich kalten Wintermonate auf eine durchschnittliche Witterung umgerechnet. Im Vergleich zu 1990 lagen diese Emissionen um 41,7 Prozent niedriger. Das zeigt die soeben veröffentlichte CO2-Statistik 2023. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) legt diese Statistik jährlich vor.

    Laut seiner diesbezüglichen Medienmitteilung ist diese Abnahme vor allem auf die bessere Energieeffizienz von Gebäuden und den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien beim Heizen zurückzuführen. Insbesondere sei der Gasverbrauch im zweiten Jahr in Folge deutlich zurückgegangen.

    Dagegen blieb der durch Treibstoffe wie Benzin und Diesel verursachte CO2-Ausstoss gegenüber dem Vorjahr gleich. Gegenüber 1990 sind die Emissionen um 5,2 Prozent zurückgegangen. Dass sie nach der Pandemie, also nach 2022, nicht wieder angestiegen sind, liegt den Angaben zufolge zum einen an der damals begonnenen Veränderung des Mobilitätsverhaltens: mehr Heimarbeit und weniger Geschäftsreisen. Zum anderen führt das BAFU als Grund dafür auch den wachsenden Anteil der Elektromobilität an. Der Anteil biogener Treibstoffe am gesamten Treibstoffverbrauch ist von 3,4 leicht auf 3,6 Prozent gestiegen.

  • Nachhaltiger Sonnenschutz im Olympischen Dorf

    Nachhaltiger Sonnenschutz im Olympischen Dorf

    Das französische Architekturbüro KOZ gehört zu den Hauptarchitekten, die mit dem Bau des Olympischen Dorfes in Paris beauftragt wurden. Bei der Beschattung im Quartier Belvédères des Dorfes setzt KOZ auf das Thurgauer Unternehmen Griesser. Der international aktive Entwickler von Sonnenschutzprodukten für Gebäude hat in Belvédères verschiedene Gebäude mit drei unterschiedlichen Sonnenschutzlösungen ausgestattet.

    Dabei kamen zum einen 265 Lamellenstore des Modells Lamisol 70 zum Einsatz, erläutert Griesser in einer Mitteilung. Vom Lamellenstoren-Modell Grinotex III wurden insgesamt sieben Einheiten verbaut. Vervollständigt wurde der Sonnenschutz durch 108 Rollläden des Modells Tradi PUR. Im Verbund schaffen die Sonnenschutzlösungen ein angenehmes Raumklima und tragen zur Einsparung von Heiz- und Kühlenergie bei.

    «Griesser hat sich mit seinen Qualitätsprodukten durchgesetzt», wird das Architekturbüro KOZ in der Mitteilung zitiert. «Zudem haben sich die Sonnenschutzprodukte bereits bei anderen Projekten von uns bewährt.» Beim Olympischen Dorf hat sich KOZ dabei für einen eigens von Griesser für das Projekt entwickelten metallischen Rosaton bei Lamellenstoren und Rollläden entschieden.

  • Siegerprojekt für Hochhaus bei Regensbergbrücke in Zürich

    Siegerprojekt für Hochhaus bei Regensbergbrücke in Zürich

    Bei der Regensbergbrücke in Zürich Oerlikon plant die SBB ein rund 40 Meter hohes Bürogebäude mit öffentlichen Nutzungen im Erdgeschoss. Das Gewinnerprojekt, entwickelt vom «Team Esch Sintzel», nutzt die anspruchsvolle Grundstücksform und Topografie geschickt aus. Es erreicht zudem einen hohen Grad an Energieautarkie, was es besonders zukunftsweisend macht.

    Effiziente Nutzung und Nachhaltigkeit im Fokus
    Das geplante Hochhaus wird zu 80 Prozent energieautark sein. Durch eine fortschrittliche Haustechnik, passive Kühlung sowie Solarzellen auf Dach und Fassade kann das Gebäude seinen Energiebedarf grösstenteils selbst decken. Dies passt perfekt zu den ambitionierten Klimazielen der SBB.

    Acht Bürogeschosse und öffentliche Nutzungen im Erdgeschoss
    Der Neubau wird als neungeschossiger Gewerbebau realisiert, wobei die flexiblen Grundrisse ideal für Dienstleistungen, Gesundheit und Bildung sind. Das Erdgeschoss wird durch gastronomische und Verkaufsflächen belebt, während das Aussenraumkonzept mit naturnaher Gleisebene und barrierefreier Stadtebene für hohe Aufenthaltsqualität sorgt.

    Öffentliche Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge
    Die Wettbewerbsbeiträge werden vom 12. bis zum 15. Juli 2024 im 8. Stock des Franklinturms an der Hofwiesenstrasse 349 in Zürich-Oerlikon ausgestellt. Interessierte können die Ausstellung Freitag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr und am Montag von 11 bis 15 Uhr besuchen.

    Rahmenplan für Bahnhof Zürich Oerlikon Baufeld Südwest
    Die Grundlage für das Projekt bildet der 2012 gemeinsam mit der Stadt Zürich erarbeitete Rahmenplan «Bahnhof Zürich Oerlikon Baufeld Südwest». Dieser legte städtebaulich ein achtgeschossiges Gebäude westlich des Franklinturms fest. Die baurechtlichen Voraussetzungen sind gegeben, der Baubeginn ist für 2027 geplant.

  • Kanton Zürich schlägt Gebiete für die Nutzung von Windkraft vor

    Kanton Zürich schlägt Gebiete für die Nutzung von Windkraft vor

    Der Zürcher Regierungsrat will die planerischen Grundlagen für eine verstärkte Nutzung der Windkraft im Kanton schaffen. Dafür hat er nun laut einer Mitteilung den Eintrag von 20 sehr gut geeigneten und von 15 gut geeigneten Gebieten in die Anhörung gegeben. Die sehr gut geeigneten Gebiete befinden sich vor allem im Nordosten des Kantons zwischen Cholfirst, Stammerberg, Zünikon und Bergbuck. Weitere Gebiete im Süden des Knonauer Amts, auf dem Pfannenstiel und im Oberland gelten als gut geeignet. Insgesamt hatte der Kanton 52 Potenzialgebiete angeschaut.

    Die Anhörung dauert bis zum 31. Oktober. Anschliessend erarbeitet der Regierungsrat den entsprechenden Antrag an den Kantonsrat. Windkraftanlagen können nur in Gebieten errichtet werden, die im Richtplan als geeignet eingetragen sind.

    Der Regierungsrat schlägt auch Massnahmen vor, um die Gemeinden und die Bevölkerung an der Errichtung der Anlagen zu beteiligen. So sollen sich Gemeinden und Private freiwillig an den Investitionen beteiligen können. Umgekehrt sollen Betreiber von Anlagen freiwillig Gemeinden an den Erträgen beteiligen.

    Dagegen sieht der Regierungsrat kaum Potenzial für den Ausbau der Wasserkraft im Kanton. Einzig am Rheinfall könnten 20 Prozent des Wassers für ein unterirdisches Kraftwerk genutzt werden. Er schlägt einen entsprechenden Eintrag in den Richtplan vor.

  • Fachkräftemangel – eine Branchenanalyse von SVIT Zürich

    Fachkräftemangel – eine Branchenanalyse von SVIT Zürich

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    Die Untersuchung der Rollenverteilung in der Bewirtschaftung und die Entwicklung spezialisierter Profile könnten den Frust bei der Verwaltung grosser Portfolios mindern. Insgesamt fordert der Fachkräftemangel im Immobiliensektor tiefgehende strukturelle Anpassungen, um die Arbeitsbedingungen und die Zufriedenheit der Fachkräfte zu verbessern. Ob die Branche diese Strategien erfolgreich umsetzen wird, bleibt abzuwarten.

    Strukturprobleme und Lösungsvorschläge
    Experten sind sich einig, dass es strukturelle Herausforderungen gibt, die schwer zu ändern sind. Dennoch gibt es zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten, wie etwa die Vereinfachung und Standardisierung von Prozessen, effiziente Systeme und intelligente Digitalisierungen. Darüber hinaus könnte die Förderung von Führungskompetenzen organisatorische Herausforderungen besser bewältigen. Ein verbessertes Konfliktmanagement und die proaktive Förderung von Talenten und Quereinsteigern sind weitere mögliche Schritte zur Bewältigung des Fachkräftemangels.

    Die Rollenverteilung in der Bewirtschaftung beleuchten
    Die Aufgabenbereiche der «Bewis» (Bewirtschafter) umfassen Tätigkeiten, die spezifische Fähigkeiten und Kompetenzen erfordern. Die Zuweisung dieser Aufgaben innerhalb eines Unternehmens wird massgeblich durch das Geschäftsmodell für die Bewirtschaftung bestimmt. Um den Frust im Umgang mit grossen Portfolios zu reduzieren, wurden vier unterschiedliche «Bewi»-Profile identifiziert und entsprechende Lösungsansätze entwickelt. Allrounder werden dabei von Juniors und Sachbearbeitern unterstützt. Ein effizienteres Unterstützungssystem könnte dazu beitragen, den Frust bei der Verwaltung grosser Portfolios zu verringern.

    Die digitale Bewirtschaftung fördert klare Prozesse, integrierte Systeme und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Eine fortschrittliche IT-Infrastruktur ist hierbei essenziell. Spezialisten und integrierte «Bewis» arbeiten in Teams mit anderen spezialisierten Fachleuten. Attraktive Karrierewege und komplementäre Kompetenzen sind hier wesentliche Erfolgsfaktoren. Ein eng definierter Aufgabenbereich könnte zudem dazu beitragen, den Arbeitsfrust zu mindern.

    Schlüssel zur Lösung des Fachkräftemangels
    Der Fachkräftemangel im Immobiliensektor ist ein vielfältiges und komplexes Problem, das tiefgehende strukturelle und organisatorische Anpassungen erfordert. Durch kluges Konfliktmanagement, gezielte Förderung von Talenten und die Anpassung von Rollen innerhalb der Bewirtschaftung können einige der bestehenden Herausforderungen angegangen werden.

    Es bleibt abzuwarten, wie die Branche diese Strategievorschläge umsetzt, um die Arbeitsbedingungen und Zufriedenheit ihrer Fachkräfte zu verbessern.

  • Festkörperbatterien aus Gestein

    Festkörperbatterien aus Gestein

    Forschende der DTU haben ein innovatives Material entwickelt, das Lithium in Batterien ersetzen könnte: Kaliumsilikat, ein weit verbreitetes Mineral, das aus gewöhnlichem Gestein gewonnen wird. Laut den Wissenschaftlern könnte diese Festkörperbatterie in etwa zehn Jahren eine umweltfreundliche, effiziente und sichere Alternative zu den aktuellen Lithium-Ionen-Batterien sein.

    Herausforderungen der aktuellen Lithium-Ionen-Batterien
    Lithium-Ionen-Batterien, die derzeit in Elektroautos eingesetzt werden, haben ihre Grenzen. Die Kapazität, Sicherheit und Verfügbarkeit von Lithium sind eingeschränkt. Der Abbau von Lithium ist nicht nur teuer, sondern findet oft unter fragwürdigen Bedingungen statt. Zudem ist das Metall relativ selten, was die Skalierung erschwert und den Übergang zu einer nachhaltigen Elektromobilität behindert.

    Angesichts des wachsenden Interesses an Elektroautos steigt der Bedarf an neuen, leistungsfähigen und umweltfreundlicheren Batterien. Dies erfordert die Entwicklung neuer Materialien für Anode, Kathode und Elektrolyt sowie innovative Batteriekonzepte. Forschende weltweit arbeiten daran, diese neuen «Rezepte» zu finden, um die Kohlenstoffemissionen des Verkehrssektors zu reduzieren.

    Der Durchbruch mit Kaliumsilikat als Festkörperelektrolyt
    Der Forscher Mohamad Khoshkalam von der DTU hat ein superionisches Material patentiert, das auf Kaliumsilikat basiert. Dieses Mineral gehört zu den häufigsten auf der Erde und ist in gewöhnlichen Steinen zu finden. Ein grosser Vorteil dieses neuen Materials ist seine Unempfindlichkeit gegenüber Luft und Feuchtigkeit, was es ideal für den Einsatz in Batterien macht.

    Das milchig-weisse, hauchdünne Material kann bei etwa 40 Grad Celsius Ionen leiten und bleibt dabei feuchtigkeitsbeständig. Diese Eigenschaften erleichtern die Skalierung und Produktion zukünftiger Batterien erheblich. Da das Material in einer offenen Atmosphäre und bei Raumtemperatur hergestellt werden kann, reduziert es die Produktionskosten erheblich. Zudem benötigt es keine teuren und umweltschädlichen Metalle wie Kobalt, die in aktuellen Lithium-Ionen-Batterien verwendet werden.

    Potenzial und Perspektiven
    Die Entwicklung der Kaliumsilikat-Festkörperbatterie könnte eine bedeutende Wende in der Elektroauto-Industrie darstellen. Durch die Nutzung weit verbreiteter, umweltfreundlicher Materialien könnte die Abhängigkeit von seltenen und umweltschädlichen Metallen reduziert werden. Dies würde nicht nur die Produktionskosten senken, sondern auch die Nachhaltigkeit und Effizienz der Batterien erhöhen.

    Die DTU-Forscher sind zuversichtlich, dass ihre Entdeckung in den kommenden Jahren zur Marktreife gebracht werden kann. Sollte dies gelingen, könnten Festkörperbatterien aus Gestein die Zukunft der Elektromobilität entscheidend prägen und einen grossen Beitrag zur Reduktion der Kohlenstoffemissionen leisten.

    Mit dieser bahnbrechenden Technologie zeigt sich einmal mehr, dass innovative Ansätze und Forschungsergebnisse entscheidend sind, um die Herausforderungen der modernen Welt zu meistern und nachhaltige Lösungen zu finden.

  • Erste Etappe Attisholz mit UBS-Investition

    Erste Etappe Attisholz mit UBS-Investition

    Das Attisholz-Areal in Riedholz erhält durch die Investition der Pensionskasse der UBS neuen Auftrieb. Die «Kocherei», einst ein zentraler Ort in der Cellulose-Produktion, wird umfassend umgestaltet. Das Siegerprojekt von Burckhardt Architektur aus Basel sieht etwa 150 Mietwohnungen und 4.000 m² Geschäftsflächen vor, die dem historischen Gebäude neues Leben einhauchen sollen.

    Zusammenarbeit von UBS und Halter AG
    Die Pensionskasse der UBS, die bereits 2022 das ca. 73.000 m² umfassende Kernareal erworben hat, hat nun auch die Investition für die «Kocherei» bestätigt. Am 28. Juni 2024 wurde ein Werkvertrag zwischen der Pensionskasse der UBS und der Halter AG unterzeichnet. Während die Pensionskasse der UBS als Investorin und Eigentümerin fungiert, übernimmt die Halter AG als Gesamtleisterin die Planung und Ausführung des Projekts.

    Erste Etappe der Arealentwicklung
    Die Entwicklung des Attisholz-Areals, das in den nächsten 25 Jahren zu einem nachhaltigen Lebensraum umgestaltet werden soll, beginnt mit der ersten Etappe. Diese umfasst neben der «Kocherei» auch das «Lagerhaus» und öffentlich zugängliche Freiräume. Der derzeit in Arbeit befindliche Gestaltungsplan für diese erste Etappe wird in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Riedholz und dem Kanton Solothurn erstellt und bald in das öffentliche Mitwirkungs- und Auflageverfahren gehen.

    Nachhaltige und lebendige Zukunft
    Die Transformation des Attisholz-Areals zu einem lebendigen und nachhaltigen Quartier ist ein bedeutendes Projekt für die Region. Die Revitalisierung der «Kocherei» und die Schaffung von Wohn- und Geschäftsflächen sind zentrale Bausteine dieser Vision. Die Realisierung der Projekte ist für den Zeitraum 2025 bis 2028 vorgesehen und wird maßgeblich zur Aufwertung des gesamten Areals beitragen.

    Mit der Pensionskasse der UBS als starkem Partner und der Halter AG als erfahrenem Entwickler wird die Umgestaltung des Attisholz-Areals zügig und professionell vorangetrieben, um einen neuen, nachhaltigen Lebensraum für die Gemeinde Riedholz zu schaffen.

  • Regierungsrat verdoppelt Wohnbauförderung

    Regierungsrat verdoppelt Wohnbauförderung

    Der Regierungsrat des Kantons Zürich lehnt die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen im Kanton Zürich» ab, die ein Vorkaufsrecht für Gemeinden zur Förderung von gemeinnützigem Wohnungsbau vorsieht. Stattdessen setzt der Regierungsrat auf bewährte Strukturen und Instrumente zur raschen und effektiven Förderung von preisgünstigem Wohnraum.

    Der Gegenvorschlag sieht eine Verdoppelung des Rahmenkredits für kantonale Wohnbauförderungsdarlehen von derzeit 180 Millionen auf 360 Millionen Franken vor. Dies ermöglicht eine Mitfinanzierung auf kommunaler Ebene und schafft so ein Potential von 720 Millionen Franken. Damit können mehr Wohnungen gefördert und höhere Darlehenssummen pro Objekt gewährt werden. Die Wohnbauförderungsverordnung soll entsprechend angepasst werden, um die Obergrenze der Darlehen von 20 auf 25 Prozent der Gesamtinvestitionskosten zu erhöhen.

    Kritik am Vorkaufsrecht – Eingriff in die Eigentumsgarantie
    Der Regierungsrat kritisiert das vorgeschlagene Vorkaufsrecht der Volksinitiative als Eingriff in die Eigentumsgarantie und Vertragsfreiheit. Private Unternehmen, darunter institutionelle Anleger wie Pensionskassen, würden benachteiligt, was zu Rechtsunsicherheit und Abschreckung privater Investitionen führen könnte. Dies könnte die Wohnungsbauaktivitäten hemmen und die bestehende Wohnungsknappheit verschärfen.

    Zudem birgt das Vorkaufsrecht das Risiko langwieriger Rechtsmittelverfahren und könnte Gemeinden sowie deren Steuerzahlende belasten. Der Regierungsrat sieht den Gegenvorschlag als effizientere Lösung, um schnell und preisgünstigen Wohnraum zu schaffen.

    Wohnraumknappheit im Kanton Zürich
    Die Nachfrage nach Wohnungen im Kanton Zürich übersteigt seit Jahren das Angebot. Die Bautätigkeit ist unterdurchschnittlich, was zu einer zunehmenden Wohnraumknappheit führt. Obwohl ein Grossteil der Zürcher Bevölkerung in langjährigen Mietverhältnissen lebt und daher weniger von steigenden Mietkosten betroffen ist, bleibt der Handlungsbedarf gross.

    Der Regierungsrat betont die Notwendigkeit, die Bautätigkeit anzuregen, um das Wohnraumangebot insgesamt zu erweitern und die Miet- und Kaufpreise zu dämpfen. Der Gegenvorschlag zielt darauf ab, gezielt Wohnraum für finanziell schlechter gestellte Bevölkerungsschichten bereitzustellen.

    Effektive Förderung statt Vorkaufsrecht
    Der Gegenvorschlag des Regierungsrates verspricht eine rasche und wirkungsvolle Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus durch eine Verdoppelung des Rahmenkredits und Anpassung der Wohnbauförderungsverordnung. Damit wird eine solide Grundlage geschaffen, um die Wohnungsknappheit im Kanton Zürich zu bekämpfen und mehr preisgünstigen Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten bereitzustellen.