Schlagwort: Innovation

  • Forschungsprojekt entwickelt globalen Korrosionsindex für Bauanwendungen

    Forschungsprojekt entwickelt globalen Korrosionsindex für Bauanwendungen

    Sky-Frame aus Frauenfeld und das WITG untersuchen gemeinsam, ob auf Basis verfügbarer Wetter- und Klimadaten ein globaler Korrosionsindex entwickelt werden kann. Dieses Projekt wird mit einem Innovationsscheck von Innosuisse unterstützt. Die Fördersumme von maximal 15’000 Franken der Schweizerischen Innovationsagentur ist eine Gutschrift für eine Vorstudie. Sie ermöglicht es, Ideen, Ideenstudien und Analysen zum Innovations- und Marktpotenzial bei einem Schweizer Forschungspartner zu beauftragen und die Zusammenarbeit mit diesem zu testen.

    In das Projekt mit Sky-Frame bringt das WITG seine Expertise bezüglich Korrosion und Bewertung von Werkstoffeigenschaften ein. In einem ersten Schritt werden laut einer Mitteilung reale Projektstandorte mit verfügbaren Klimadatenbanken verknüpft und bestehende Erfahrungswerte aus der Anwendung systematisch ausgewertet. Daraus entsteht unter Berücksichtigung von Faktoren wie Meeresnähe, Windrichtung und projektspezifischen Mikroklimabedingungen ein erster, wissenschaftlich fundierter Ansatz zur Risikoklassifizierung. 

    „Dieses Projekt zeigt exemplarisch, dass sich Innovationsideen nicht im Bereich von ,Rocketscience‘ bewegen müssen, um gefördert zu werden“, so das WITG. Stattdessen sollen sie dem Unternehmen einen nachhaltigen Nutzen und zukünftigen Mehrwert bieten und dabei eine Risikokomponente bei der Umsetzung und damit die Möglichkeit des Scheiterns beinhalten. 

  • Lernfabrik verbindet Industrie, Forschung und Ausbildung neu

    Lernfabrik verbindet Industrie, Forschung und Ausbildung neu

    Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) plant im Tech Cluster Zug – einem Industrie- und Innovationsareal der Metall Zug AG – den Aufbau der ETH Learning Factory Zug. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sollen in der Lernfabrik künftig Studierende, Lernende aus Berufsbildungsberufen sowie Fachleute aus Forschung und Praxis gemeinsam an realen Fragestellungen aus Industrie und Gesellschaft arbeiten.

    Das Projekt wird von der ETH, Kanton und Stadt Zug sowie insgesamt neun in Zug ansässigen Unternehmen getragen. Die Learning Factory konzentriert sich auf Themen wie Automatisierung und Digitalisierung der Industrie, nachhaltige Systeme sowie digitales Lernen. Vor Ort sind rund 20 Vollzeitstellen für Betrieb, Lehre und Forschung vorgesehen. Die neue Lern- und Arbeitsumgebung soll moderne Werkstätten, digitale Lernräume und Begegnungszonen für interdisziplinäre Zusammenarbeit umfassen.

    Die erste Etappe ist auf zehn Jahre ausgelegt und kostet insgesamt rund 110 Millionen Franken. Der Kanton Zug will sich mit 55, die Stadt Zug mit 27,5 Millionen Franken an der Finanzierung beteiligen. Weitere Beiträge kommen von Wirtschaftspartnern sowie aus Leistungen der ETH.

    Vor der Umsetzung müssen noch politische Entscheide erfolgen. Neben Beschlüssen von Kantonsrat und Grossem Gemeinderat ist in der Stadt Zug eine Volksabstimmung vorgesehen. Bei Zustimmung könnte der Umbau 2027 beginnen, eine Inbetriebnahme ist für 2029 geplant.

  • Wirtschaftspreis würdigt Industriekompetenz und regionale Verankerung im Thurgau

    Wirtschaftspreis würdigt Industriekompetenz und regionale Verankerung im Thurgau

    Die GLATZ AG aus Frauenfeld sichert sich den Thurgauer Wirtschaftspreis 2026, der jährlich von der Industrie- und Handelskammer Thurgau, dem Thurgauer Gewerbeverband, der Thurgauer Kantonalbank sowie dem Departement für Inneres und Volkswirtschaft verliehen wird.

    Das Familienunternehmen überzeugte die Jury laut einer Mitteilung mit einer Kombination aus generationenübergreifender Geschäftstätigkeit, internationaler Wettbewerbsfähigkeit und regionaler Loyalität, heisst es zur Begründung. Mit ihren patentierten Schirmgestellen, einer hohen Fertigungstiefe, einer internen Näherei und kompromisslosen Qualitätsstandards sei die GLATZ AG Trendsetter bei Schattenlösungen – und das in Zeiten, in denen der internationale Billigmarkt viele Mitbewerber verdrängt. Die Grossschirme aus Frauenfeld, die Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 Kilometern pro Stunde standhalten, werden so aus dem Thurgau in über 50 Länder exportiert.

    „Seit über 130 Jahren ist das Unternehmen fest im Thurgau verwurzelt – und trägt zugleich die Qualität und den Innovationsgeist des Werkplatzes Thurgau in die Welt hinaus“, wird Thomas Koller zitiert, Jury-Präsident des Thurgauer Wirtschaftspreises.

    Davon, dass die GLATZ AG auch künftig im Thurgau verwurzelt bleibt, zeugt der Umzug in den neuen Stammsitz an der Langfeldstrasse in Frauenfeld im Jahr 2024. Der Neubau, der Forschung und Entwicklung, Produktion, Verwaltung und ein modernes Schulungszentrum unter einem Dach vereint, sei auch mit Fokus auf die Nachhaltigkeit errichtet worden. So reduzieren Photovoltaikanlagen, energieeffiziente Heiz- und Kühlsysteme sowie verkürzte Transportwege den CO2-Fussabdruck.

    Die Preisverleihung findet am 15. April 2026 bei der GLATZ AG in Frauenfeld statt.

  • Baubranche zeigt Vorbildfunktion bei Qualität, Innovation und Tradition

    Baubranche zeigt Vorbildfunktion bei Qualität, Innovation und Tradition

    Die Maulini SA ist laut einer Mitteilung am 27. November mit dem Prix SVC Genève 2025 ausgezeichnet worden. Das 1910 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 270 Mitarbeitende. Es ist im Neubau von Wohn-, Industrie- und Verwaltungsgebäuden sowie in der Renovation, Transformation und Dämmung von denkmalgeschützten und zeitgenössischen Gebäuden in Genf und in der Region tätig. Seit zehn Jahren bietet das Unternehmen zudem Leistungen als Generalunternehmer an.

    Die Jury des Prix SVC war beeindruckt von der Geschichte des Familienunternehmens mit seinen vier Generationen sowie vom Engagement der Teams und der Geschäftsleitung. „In einem Bereich, in dem es nicht einfach ist, Innovation im Alltag zu verankern, konnten wir die Entwicklung eines Familienunternehmens beobachten, das sich konsequent um seine Auswirkungen und seine Nachhaltigkeit bemüht.“, wird die Jurypräsidentin Sophie Dubuis in der Mitteilung zitiert. „Dieser Preis würdigt seine starke lokale Verankerung, seinen Innovationsgeist und seine Exzellenz.“

    Der Swiss Venture Club (SVC) verlieh den Prix SVC Genève bereits zum dritten Mal. An der Preisverleihung im Bâtiment des Forces Motrices in Genf nahmen mehr als 700 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Medien teil. Ziel der Veranstaltung sei es, „die unternehmerische Vielfalt der Region ins Licht zu rücken“, heisst es in der Mitteilung.

    Zu den weiteren Finalisten gehörten der Uhrenzulieferer Fiedler SA in Carouge GE, der Landschaftsbauer Jacquet SA und die Physiotherapie La Colline Gruppe in Genf sowie die Pneus Claude SA in Satigny GE.

  • Basel setzt auf Kreislaufwirtschaft

    Basel setzt auf Kreislaufwirtschaft

    BaselCircular ist keine klassische Förderinitiative, sondern bildet die Grundlage für ein neues Innovationsökosystem in der Region. Als Public-Private-Partnership entwickelt die Initiative gemeinsam mit der Basler Wirtschaft Strukturen, die Wissen, Forschung und Unternehmertum verbinden. Im Zentrum steht dabei die Vernetzung von etablierten Firmen, Start-ups und Hochschulen. Sie bilden ein System, das Innovation fördert, Wissen teilt und zirkuläre Geschäftsmodelle marktfähig macht – nach dem Prinzip „Enabling the Enabler”.

    Wissen, Technologie und Kooperation
    Ein zentrales Handlungsfeld ist die Schaffung digitaler Plattformen für Wissensaustausch und Kooperation. In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz und weiteren wissenschaftlichen Partnern werden praxisnahe Werkzeuge und Expertensysteme entwickelt. Geplant sind KI-basierte Tools, die es Unternehmen erleichtern sollen, zirkuläre Lösungen zu adaptieren. Entscheidend bleibt jedoch der persönliche Austausch, denn Technologie dient hier als Verstärker menschlicher Zusammenarbeit.

    Impulse für die nächste Generation
    Das Netzwerk will junge Menschen gezielt für das Unternehmertum im Bereich Kreislaufwirtschaft begeistern. Gemeinsam mit Bildungsinstitutionen werden Programme zur Förderung von Gründerinnen und Gründern entwickelt. Bereits bestehende Startup-Förderstellen werden dabei unterstützt, Nachhaltigkeit fest in ihre Wettbewerbe und Trainings zu integrieren.

    Zukunft gestalten
    Eine Umfrage unter Basler Unternehmen hat ergeben, dass die Kenntnisse und Umsetzungsgrade in der Kreislaufwirtschaft stark variieren. Darauf reagiert BaselCircular mit maßgeschneiderten Angeboten und engen Kooperationen, zunächst in den Sektoren Bauwirtschaft und Life Sciences. Ab 2025 werden weitere Themenfelder hinzukommen. Dies ist ein klares Signal, dass Basel seine Rolle als Innovationsstandort aktiv stärkt und die Transformation hin zu einer ressourceneffizienten Wirtschaft entschlossen vorantreibt.

  • Neuer Tracker macht Schweizer Power-to-X-Landschaft sichtbar

    Neuer Tracker macht Schweizer Power-to-X-Landschaft sichtbar

    Erneuerbarer Strom kann in chemischen Energieträgern wie Wasserstoff, synthetischem Kraftstoff und Methan gespeichert werden (Power-to-X). Laut einer Mitteilung des Swiss Power-to-X Collaborative Innovation Network SPIN sind bereits mehr als 50 Projekte in diesem Bereich in der Schweiz im Gang.

    SPIN lanciert deshalb gemeinsam mit der Coalition for Green Energy & Storage (CGES) gemeinsam einen Tracker, der einen Überblick über die bekannten Projekte in der Schweiz ermöglicht. Die daraus resultierende Karte macht diejenigen Projekte sichtbar, die über Laborversuche hinaus bereits Demonstrationsprojekte oder gar kommerzielle Anwendungen geworden sind. SPIN sammelt die Daten, CGES visualisiert sie.

    „Der Tracker erleichtert die Zusammenarbeit, indem er eine strukturierte Datenbank bereitstellt, die Synergien zwischen den Akteuren fördert und die Entscheidungsfindung unterstützt“, werden Christoph Sutter und Antonello Nesci, die Co-Direktoren von CGES, in der Mitteilung zitiert.

    Martin Bäumle sieht in den Power-to-X-Technologien den Schlüssel zur Defossilisierung der Wirtschaft. „Mit dem Tracker schaffen wir Transparenz, stärken die Zusammenarbeit und helfen, vielversprechende Ideen in skalierbare Lösungen umzusetzen“, so der Nationalrat (Grünliberale/ZH) und Co-Präsident von SPIN. „Zuverlässige Daten können politischen Entscheidungsträgern dabei helfen, Vorschriften anzupassen, und Investoren dabei unterstützen, neue Möglichkeiten zu erkennen.“

    Die Karte wird an der CGES-Jahresveranstaltung vorgestellt, die am 21. November bei Swissgrid in Aarau stattfindet. CGES ist eine Koalition von Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichem Sektor für grüne Energien, die vom ETH-Bereich gegründet worden ist.

  • Wirtschaftsraum Basel – Facts and Figures

    Wirtschaftsraum Basel – Facts and Figures

    Wer in der Region Basel lebt und arbeitet, ist Teil einer der dynamischsten Metropolitanräume Europas. Zwischen Pharma-Campus, Architekten-Ikonen und wachsendem Start-up-Ökosystem zeigt sich die Region als kraftvoller Motor der Schweiz. Die Metropolregion Basel zählt zu den leistungsstärksten Wirtschaftsstandorten des Landes. Mit einer aussergewöhnlich hohen Exportquote und international führenden Unternehmen in den Bereichen Life Sciences, Medtech, Chemie und ICT. Über 30’000 Menschen arbeiten hier in der Forschung, Entwicklung und Produktion von Zukunftstechnologien.

    In der Region Basel entsteht mit Arealen wie dem uptownBasel oder dem Klybeckplus ein neues Zeitalter der Wertschöpfung, vernetzt, klimabewusst und international orientiert. Firmen finden kurze Wege zur Forschung, Talente finden neue berufliche Horizonte und die Standortförderungen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft, wie auch Basel Area  begleiten Unternehmen von der Idee bis zur Expansion. Ob Innovationsförderung, Fachkräfteentwicklung oder ESG-konforme Neubauprojekte, die Region investiert gezielt in nachhaltiges Wachstum.

    Wussten Sie, dass…

    • auf dem bikantonalen Dreispitz-Areal ein Stadtquartier entsteht, das Arbeiten, Wohnen und Kultur neu kombiniert?
    • das Klybeckplus-Areal nach dem SNBS-Standard entwickelt und 15’000 Menschen Raum zum Wohnen und Arbeiten bieten wird?
    • das BaseLink-Areal in Allschwil als Zentrum der biomedizinischen Forschung weltweite Beachtung findet?
    • Basel weltweit zu den Topregionen für Life Sciences zählt?
    • innovative Energielösungen aus der Region zur Dekarbonisierung der Schweiz beitragen?
    • sich Start-ups aus der ganzen Welt hier wegen der Nähe zu Spitzenforschung und Kapital ansiedeln?

    Wo Wirtschaft und Lebensqualität zusammenspielen
    Basel ist stark durch grenzüberschreitendes Denken. Die trinationale Zusammenarbeit mit dem Elsass und Südbaden schafft einen grenzüberschreitenden Wirtschaftsraum mit hoher Innovationskraft. Die Region profitiert von internationaler Anbindung über den EuroAirport, leistungsfähiger Bahnlogistik und und der Anbindung an die Weltmeere über die Schweizerischen Rheinhäfen. Hinter den Kulissen wirken engagierte Standortförderungen, die Unternehmen bei der Ansiedlung, Flächensuche, Bewilligungen und Vernetzung begleiten. Vom Start-up bis zum Industriekonzern – Basel bietet alles aus einer Hand. Basel ist kein Entweder-oder. Basel ist das Ganze. Hier entsteht heute Zukunft.

    Wirtschaftsraum Basel in Zahlen

    Basel-Stadt

    WIRTSCHAFT – KENNZAHLEN
    Unternehmen16’000
    Führende SektorenChemie/Pharma, Life Sciences,  Finanzdienstleistungen, Handel, Logistik, Gesundheitswesen
    Arbeitsplätze / Beschäftigte200’000
    Beschäftigte 1. Sektor (Landwirtschaft)100
    Beschäftigte 2. Sektor (Industrie/Bau)34’000
    Beschäftigte 3. Sektor (Dienstleistungen)166’000
    BIP/ Kopf in CHF (2022)209’782
    Arbeitslosenquote (2024)3,7%
    Start-up-Gründungen1’304 (2024)

    IMMOBILIEN – KENNZAHLEN
    Leerstandsquote Wohnungen0,9%
    Leerstandsquote Büro/Gewerbeimmobilien1%
    Wohneinheiten in Planung/Bau11’000
    Büro- und Gewerbeimmobilien in Planung/Baujährlich 10-15 Projekte
    Neubauprojekte40-50
    Durchschnittliche Baukosten für Gewerbe in CHF3’000 – 4’800/m²

    STANDORT  – KENNZAHLEN
    Fläche in km²37
    Bevölkerungsanzahl (2024)207’515
    Bevölkerungswachstum zum Vorjahr0,58%
    Bezirke Anzahl3
    Gemeinden Anzahl3
    Wohnungseinheiten138’000
    Hochschulen4
    Haltestellen Öffentlicher Regional- und Fernverkehrüber 100

    Basel-Land

    WIRTSCHAFT – KENNZAHLEN
    Unternehmen21’700
    Führende SektorenMaschinenbau, Chemie/Pharma, Nahrungsmittelindustrie, Handel, Gesundheitswesen
    Arbeitsplätze / Beschäftigte142’000
    Beschäftigte 1. Sektor (Landwirtschaft)1’000
    Beschäftigte 2. Sektor (Industrie/Bau)28’400
    Beschäftigte 3. Sektor (Dienstleistungen)112’100
    BIP/ Kopf in CHF (2022)77’693
    Arbeitslosenquote (2024)2,3%
    Start-up-Gründungen1’000 -1’200
    IMMOBILIEN – KENNZAHLEN
    Leerstandsquote Wohnungen1,2%
    Leerstandsquote Büro/Gewerbeimmobilien1%
    Wohneinheiten in Planung/Baujährlich ca. 2.000
    Büro- und Gewerbeimmobilien in Planung/Baujährlich 12-18 Projekte
    Neubauprojekte30-45
    Durchschnittliche Baukosten für Gewerbe in CHF2’200 – 3’800/m²
    STANDORT  – KENNZAHLEN
    Fläche in km²518
    Bevölkerungsanzahl (2024)303’285
    Bevölkerungswachstum zum Vorjahr0,70%
    Bezirke Anzahl5
    Gemeinden Anzahl86
    Wohnungseinheiten140’000
    Hochschulen1
    Haltestellen Öffentlicher Regional- und Fernverkehrca. 215
  • Switzerland Innovation Park Ticino

    Switzerland Innovation Park Ticino

    Seit 2021 ist der Tessin Teil der nationalen Initiative Switzerland Innovation. Im November 2024 wurde der Park offiziell als Standort Park Zürich anerkannt. Mit der neu gegründeten Switzerland Innovation Park Ticino SA bündeln Kanton, Wirtschaft und Hochschulen ihre Kräfte, um die Innovationskraft der Region nachhaltig zu stärken.

    Synergien mit Europa und der Greater Zurich Area
    Die strategische Lage macht den Park zu einer Brücke zwischen zwei europäischen Wirtschaftszentren Zürich und Mailand. Durch die Mitgliedschaft in der Greater Zurich Area gewinnt das Tessin an internationaler Sichtbarkeit und zieht Investitionen sowie Unternehmen aus innovativen Branchen an. Gleichzeitig bestehen enge Verbindungen mit dem Innovationsviertel MIND Milano, das auf dem Expo-Gelände in Mailand entstanden ist.

    Kompetenzzentren für Zukunftstechnologien
    Im Park Ticino entstehen derzeit drei Kompetenzzentren in Bereichen mit hohem Potenzial,  Drohnentechnologien, Life Sciences sowie Anwendungen im Freizeit- und Gesundheitssektor. Diese Zentren fördern Forschung, Entwicklung und Wissensaustausch und schaffen so ein Ökosystem, das Innovation von der Idee bis zur Marktreife unterstützt.

    Zukunftsstandort New Officine District Bellinzona
    Der endgültige Hauptsitz des Parks wird nach 2032 im New Officine District in Bellinzona eröffnet. Auf 25’000 Quadratmetern entsteht eine Plattform für Forschung und Unternehmertum, eingebettet in ein neues Stadtquartier von 120’000 Quadratmetern mit Wohnraum, Unternehmen, Verwaltung, Kultur und Freizeit. Das Areal profitiert von seiner Lage direkt am Bahnhof Bellinzona, als nördliches Tor des Tessins nach dem Gotthard-Basistunnel.

  • Die Swissbau 2026 schafft neue Synergien

    Die Swissbau 2026 schafft neue Synergien

    Zusammenwirken war schon immer das bestimmende Thema der Swissbau: sich persönlich treffen, gemeinsam handeln, einander weiterbringen. Für die kommende Ausgabe im Januar 2026 setzt der Messeveranstalter verstärkt auf positive Synergien. Nicht nur in den Kollaborations-Plattformen Swissbau Focus & Lab wird gemeinsame Entwicklung gelebt, auch die Ausstellungsflächen der Messe sind räumlich wie thematisch näher zusammengerückt. Deutlich wird dies vor allem in der neu inszenierten Halle 1.2, die dem gesamten Innenausbau eine atmosphärische Bühne bietet.

    Trendwelt Innenausbau für Designaffine
    Neu platziert in der Halle 1.2 trifft das Swissbau Publikum auf eine Erlebniswelt aus Badinnovationen, trendigen Oberflächen, stimmungsvollen Beleuchtungen und hochwertigen Objekteinrichtungen. Die gemeinsame Ebene für den Innenausbau bietet Raum für Entdeckungen und einen vertieften Austausch mit renommierten Herstellern und neuen Marken. Der Clou: Die neue Trendwelt in Halle 1.2 ist auch am Samstag geöffnet. Durch den Swissbau Focus mit Partnerlounges, Infopoints und Veranstaltungen führt der Wochenendbesuch über Rolltreppen direkt in die Trendwelt.

    Das Handwerk hautnah erleben
    Swissbau Blickfang in der im Erdgeschoss gelegenen Halle 1.0 sind zweifellos zwei reale Bauobjekte, die von verschiedenen Handwerksbetrieben erstellt und parallel ausgebaut werden. In einer Stahlhalle zeigen Metallbauer, Elektrikerinnen, Tor- und Türenbauer ihr Können. Im doppelstöckigen Wohnhaus lassen sich Holzbauer, Gipserinnen und Plattenleger bei der Arbeit beobachten. Beide Objekte werden nach der Swissbau auf der Baustelle fertiggestellt. Der «Treffpunkt Handwerk» hat aber noch mehr zu bieten: Neben spielerischen Aktionsflächen und einem Forum mit Praxisthemen präsentieren sich Handwerksbetriebe und themenspezifische Aussteller im Umfeld. Eine grosszügige BauBeiz lädt zum Fachsimpeln ein.

    Vom Austausch mit Experten profitieren
    Swissbau Focus in Halle 1.0 und Swissbau Lab in Halle 1.1 sind die besten Beispiele für einen interdisziplinären Dialog über aktuelle Herausforderungen und zukünftige Trends der Branche.
    Führende Verbände, Institutionen und Hochschulen bringen sich auf der Veranstaltungsplattform Swissbau Focus mit ihren Positionen ein. Passende Produkte und marktreife Lösungen kann das Fachpublikum im Swissbau Lab entdecken und ausprobieren. Besucher profitieren zudem von einer vergrösserten Swissbau Werkstatt, um innovative Anwendungen in der Praxis unter die Lupe zu nehmen. Die Teilnahme am umfangreichen Programm im Swissbau Focus und Lab ist im Eintrittsticket enthalten. Event-Anmeldungen sind auf der Swissbau Website einfach auszuführen und sollten in keiner Messevorbereitung für einen optimalen Know-how-Gewinn fehlen.

    Ein bunter Marktplatz für Putz und Farbe
    Eine neugeborene Kooperation mit dem Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV bietet in Halle 1.1 Einblicke in innovative Techniken, hochwertige Materialien und nachhaltige Lösungen des kreativen Fachbereichs. Mit seiner Präsenz an der Mehrbranchenmesse möchte sich der Verband verstärkt bei Architektinnen, Planern und anderen Bauprofis positionieren. Highlights des Themenbereichs sind die Objektausstellung des «Schweizer Preis für Putz und Farbe» mit Prämierung am 22. Januar im Swissbau Focus, Live-Trainings von zwei frischgekürten Schweizermeisterinnen für die WorldSkills in Shanghai, der Branchentreff «SMGV-Marktblitz Spezial» am 21. und 23. Januar und ein Maler-Gipser-Stübli zum persönlichen Austausch. Die SMGV Bildungszentren präsentieren mit Praxisbeispielen ihre vielfältigen Branchenbereiche. In der Maler-Gipser Werkstatt zeigen erfahrene Handwerker, wie Fassaden mit dekorativen Putzstrukturen gestaltet werden.

    Wertvolle Partnerschaften
    Bevor am Dienstagmorgen Aussteller und Partner das Kommando in den Hallen übernehmen und ihre Neuheiten enthüllen, wird die Swissbau von Bauenschweiz, dem Dachverband der Schweizer Bauwirtschaft, eröffnet. In Diskussion mit Personen aus Politik und Wirtschaft rückt die Stammgruppe Ausbaugewerbe und Gebäudehülle als umsatzstärkste Branche ihre Bedeutung, Bedürfnisse und Weiterentwicklung ins Zentrum der Eröffnungsfeier. Auch 2026 wird die anhaltende Relevanz der Swissbau durch namhafte Partnerschaften belegt. Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA, die Schweizer Marke LAUFEN sowie der neue Partner Abacus Business Solutions engagieren sich in grossem Umfang und bringen ihre fachspezifischen Expertisen in das Angebot der Messe ein.

    Swissbau unter neuer Führung
    Seit 25 Jahren leitet Rudolf Pfander die Geschicke der Swissbau und führte sie erfolgreich in die Neuzeit. Um nach der Ausgabe 2026 neue Aufgaben für MCH Exhibitions & Events zu übernehmen, übergab er im September die Nachfolge an seinen Stellvertreter Tobias Hofmeier. Der 36jährige Lörracher lenkte seit 2020 das Swissbau Projektmanagement sowie die erfolgreiche Entwicklung der Kollaborations-Plattformen Swissbau Focus und Lab. Rudolf Pfander unterstreicht: «Tobias ist die perfekte Nachfolgelösung für die Swissbau. Er kennt die Bedürfnisse der Ausstellerinnen, Partner und Besucher ganz genau und weiss auch um die zukünftigen Entwicklungschancen der Fachmesse.»

    Swissbau 2026 – die führende Plattform der Bau- und Immobilienwirtschaft in der Schweiz

    Messedauer, Öffnungszeiten
    20.- 23./24. Januar 2026
    Dienstag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr
    Samstag Zusatztag Innenausbau und Swissbau Focus, Halle 1.2 und Halle 1.0 Süd, 9 bis 16 Uhr

    Ticket kaufen oder Gutschein einlösen
    swissbau.ch/ticket

    Zu Veranstaltungen anmelden
    swissbau.ch/events

    Alle Informationen
    swissbau.ch

    Veranstalter
    MCH Exhibitions & Events GmbH, Swissbau, CH-4005 Basel

  • G15 Symposium: Fortschritt statt Vorschrift – Fesseln lösen, Zukunft gestalten

    G15 Symposium: Fortschritt statt Vorschrift – Fesseln lösen, Zukunft gestalten

    Die Schweiz gilt trotz ihrer vermeintlichen Resilienz nicht mehr als Insel, auf der globale Branchenimpulse wirkungslos bleiben. Themen wie Digitalisierung, Wohnraumverknappung und Klimadruck verschärfen den Handlungsdruck für Marktteilnehmer. Gleichzeitig bleibt die Regulierung ein zentrales Spannungsfeld. Wie viel staatlicher Eingriff ist angemessen, damit Innovation nicht zum Stillstand kommt, aber Fehlentwicklungen korrigiert werden? Genau diesem Wechselspiel widmet sich das Symposium der Group of Fifteen mit bieten Positionen und multiperspektivischen Beiträgen.​

    Positionen von Reputation bis Regulierung
    Das diesjährige Podium versammelt Experten verschiedenster Disziplinen. Prof. Dr. Christian A. Schaltegger widmet sich der Gratwanderung zwischen Image, Einfluss und Innovation. Für ihn ist ein vertrauensvolles Umfeld essentiell, damit die Branche nachhaltige und zukunftsgerichtete Investmentmodelle entwickeln kann.

    Prof. Dr. Christian Kraft beleuchtet mittels empirischer Beispiele, inwiefern der Einsatz von KI helfen kann, Investitionsentscheidungen trotz regulatorischer Unsicherheiten abzusichern. Seine Erfahrungen zeigen, dass datenbasierte Entscheidungshilfen immer wichtiger werden. Dabei jedoch sowohl neue Chancen als auch Risiken schaffen.

    Nutzungskonzepte und Partizipation als Hebel
    Dr. Sibylle Wälty von der ETH Zürich bringt mit dem 10-Minuten-Nachbarschaftsmodell eine neue stadtplanerische Perspektive ein. Sie zeigt, wie verdichtete, heterogene Quartiere urbane Qualitäten stärken und nachhaltigen Mehrwert erzielen. Der Aspekt der sozialen Akzeptanz und die frühzeitige Einbindung lokaler Akteure stehen dabei im Mittelpunkt.

    Rechtsexperte Dr. Wolfgang Müller schildert den oft unterschätzten Einfluss von Einsprechrechten und deren Wirkung auf Projektträgerschaft und Zeithorizonte, zwischen demokratischer Mitsprache und Innovationsbremse.

    Transformative Ansätze und Branchendialog
    Wichtig wird der Blick nach vorn. Paolo Di Stefano präsentiert praxistaugliche Strategien, damit Immobilienportfolios auch unter veränderten Rahmenbedingungen resilient bleiben. Im «Zukunftstalk» diskutieren Nationalrat Beat Walti und Regierungsrätin Esther Keller, wie die Branche in zehn Jahren aussehen könnte. Insbesondere, wie Gesetzgebung, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Wandel ineinandergreifen sollten, um Fortschritt statt Stillstand zu ermöglichen.

    Plattform für Dialog und Transformation
    Die Group of Fifteen ist mehr als ein Branchennetzwerk. Sie bietet eine unabhängige Dialogplattform, die Fachleute aus Immobilien, Recht, Politik und Wissenschaft regelmässig zusammenbringt, um neue Denkansätze zu entwickeln. Die den Transformationsprozess der Branche konstruktiv unterstützen, Orientierung bieten und das Bewusstsein schärfen und dass letztlich die Zusammenarbeit, Offenheit und Engagement die Grundlage für echte Innovation bilden.

    Weitere Informationen finden Sie unter:
    https://group-of-fifteen.ch/

  • Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus

    Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus

    Das Areal erstreckt sich über 115’000 Quadratmeter, gegliedert um einen zentralen Park, der als sozialer und kreativer Herzschlag die Kommunikation fördert und Begegnungen schafft. Die markanten Hauptgebäude, Main Campus HQ, HORTUS, ALL, SCALE, HOPE, Swiss TPH, ALBA Haus, Innovation Garage sowie Holiday Inn Express und die Parkhäuser, zeichnen eine visionäre Struktur. Jedes Gebäude ist mehr als reine Fläche. HORTUS gilt als Musterbeispiel für Kreislaufwirtschaft und nachhaltigen Städtebau, ALL vereint flexible Arbeits- und Laborlandschaften in einer neuen architektonischen Idee, SCALE und HOPE richten sich an wachsende Biotech- und Medtech-Branchen, während Swiss TPH und ALBA Haus die Expertise für Public Health und Forschung bündeln.

    Nachhaltigkeit und Community
    Das Cluster bietet mehr als Raum. Radikal nachhaltige Bauweise, Energie-Rückgewinnung aus Photovoltaik, begrünte Dachlandschaften und ein selbstregenerierender Campuspark setzen neue Massstäbe für urbane Entwicklung. Mit Coworking, intellektuellen Austauschzonen und Gastronomie entstehen Innovationen im Alltag. Bis zu 8’000 Arbeitsplätze werden auf dem Areal entstehen und mit Sport-, Bildungs- und Freizeitangeboten ergänzt.

    Das Botnar Institute of Immune Engineering
    Im Jahr 2027 zieht das Botnar Institute of Immune Engineering (BIIE) in ein neues Gebäude auf den Campus. Ausgestattet mit einer Milliarde Dollar durch die Fondation Botnar setzt BIIE den Fokus auf internationale immunbasierte Forschung und Therapien, vor allem für Kinder und Jugendliche. Als Ankermieter im Gebäude ALL wird das Institut bis zu 300 Forschende anziehen, die Basel als Standort auf die globale Landkarte für Spitzenforschung stellen. Die Entscheidung für Basel fiel gegen grosse internationale Bewerber aus den USA, England, Israel und Singapur und unterstreicht die Bedeutung des Research Clusters in der Region.

    Innovation, Vernetzung und Perspektiven
    Mehr als 100 Unternehmen, Hochschulen und internationale Teams aus Biotech, Digital Health und Medtech arbeiten hier an den Herausforderungen von morgen. Accelerator-Programme wie BaseLaunch, offene Community-Plattformen und die räumliche Nähe etablieren einen dynamischen Arbeitsraum, in dem Wissenstransfer direkt gelebt wird. Ein Drittel der Nutzfläche wird für Start-ups und Gründer reserviert und die Verknüpfung von Wissenschaft mit unternehmerischer Praxis gefördert.

    Der Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus bringt eine neue Qualität von Zusammenarbeit, Raumkonzept und wissenschaftlicher Exzellenz. Basels Vision, eine Modellstadt für zirkuläre Innovation und angewandte Forschung zu werden, kann hier Wirklichkeit werden, international sichtbar und lokal verwurzelt.

  • Partnerschaft für zukunftsorientierte Ingenieur-Weiterbildung

    Partnerschaft für zukunftsorientierte Ingenieur-Weiterbildung

    Die Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) hat Partnerschaften mit der Vereinigung Wirtschaftsingenieure Schweiz (VWI Schweiz) und der Schweizerischen Expertenkammer STV vereinbart. Die Zusammenarbeit soll Wissenschaft und Praxis einander näher bringen und neue Themen an der Schnittstelle von Wirtschaft und Technik erschliessen, heisst es in einer Mitteilung.

    Das Zusammengehen mit der nationalen Plattform für das Wirtschaftsingenieurwesen und dem Kompetenzzentrum für Fachgutachten in Technik, Bau und Wirtschaft soll sich vor allem im Sektor Weiterbildung niederschlagen. In einem ersten Schritt wird dafür ab Frühling 2026 an der HWZ ein Weiterbildungsprogramm CAS Future Engineering aufgelegt. Es richtet sich an Wirtschaftsingenieure, Technologiemanager, Führungskräfte und Consultants, die technologische Innovationen strategisch einsetzen, agile Methoden in der Praxis anwenden und den Wandel in Unternehmen aktiv mitgestalten möchten, heisst es in der Mitteilung.

    „Mit dem CAS Future Engineering HWZ schaffen wir ein Weiterbildungsangebot, das nicht nur auf die heutigen Anforderungen im technischen Umfeld reagiert, sondern aktiv Kompetenzen für morgen entwickelt“, wird Linard Barth, Leiter Departement Entrepreneurship, Innovation & Academy der HWZ, in der Mitteilung zitiert. „Die Partnerschaft mit der VWI und der Expertenkammer STV erlaubt es uns, Know-how aus Wissenschaft, Wirtschaft und Technik intelligent zu verbinden.“

  • Höhepunkte und Gewinner am Real Estate Award 2025

    Höhepunkte und Gewinner am Real Estate Award 2025

    Bundesrat Guy Parmelin eröffnete den Event mit einer prägnanten und motivierenden Grussbotschaft. Er würdigte die Innovationskraft und den Mut der Akteure, Herausforderungen anzunehmen, und betonte, wie wesentlich die Immobilienwirtschaft für die Zukunft der Schweiz, deren Wohlstand und Standortqualität ist – gerade in Zeiten des globalen Wandels.

    Visionen und Einblicke von Samih Sawiris
    Ein weiterer Höhepunkt war das Kamingespräch mit Samih Sawiris, dem international anerkannten Unternehmer und Stadtentwickler. Sawiris gewährte exklusive Einblicke in die komplexen Aufgaben und Visionen seiner Projekte, insbesondere im alpinen Tourismuszentrum Andermatt. Sein nachhaltiges und partnerschaftliches Vorgehen bei der Entwicklung von Hotels, Wohnimmobilien und Infrastruktur beeindruckte das Publikum und verdeutlichte den Wert von langfristigen Investitionen für regionale Transformation.

    Vernetzung, Unterhaltung und inspirierende Atmosphäre
    Der Event bot viel Raum für Networking und Wissensaustausch. Die Besucher genossen ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit kulinarischen Höhepunkten, musikalischer Begleitung durch die Band „Three of a kind“ sowie humorvollen Auftritten von Comedian Benjamin Delahaye. Die Mischung aus fachlichem Austausch, gesellschaftlichem Beisammensein und Unterhaltung schuf eine gelungene Atmosphäre für den Wissenstransfer und den Branchenzusammenhalt.

    Anspruchsvolle Jury sorgt für Objektivität und Qualität
    Die Auswahl der Gewinner erfolgte durch eine renommierte Jury aus erfahrenen Branchenprofis mit André Robert Spathelf, Karin Aeberhard, Daniel Löhr, Anita Horner und Gaétan Kameni. Die Jury ergänzte das Publikumsvoting mit einer fundierten fachlichen Bewertung, um ein transparentes und ausgewogenes Ergebnis sicherzustellen.

    Die Preisträger 2025 – Innovation, Nachhaltigkeit und Leadership
    Die mit Trophäen ausgezeichneten Gewinner spiegeln die Vielfalt und Zukunftsorientierung der Branche wider.

    Vermarktung: Avendo AG überzeugte mit einer innovativen Plattform, die Immobilienbesitzer, Makler und Mieter digital vernetzt und den Vermietungsprozess optimiert.

    Digital: Evorest AG verdiente für eine digitale Mietzinsdepot-Lösung mit attraktiven Investitionsoptionen den Preis, die auch vom Publikum hoch bewertet wurde.

    Nachhaltigkeit: Mobimo AG, wurde ausgezeichnet für ressourcenschonende Sanierungsprojekte, beispielhaft realisiert im Zürcher Friesenbergquartier.

    Projektentwicklung und Innovation: Stiftung Umwelt Arena Spreitenbach bekam  die Anerkennung für die Entwicklung einer Methanol-Hybridbox zur sommerlichen Stromspeicherung.

    Immobilien-Persönlichkeit des Jahres: Beatrice Bichsel, als strategisch führende Managerin, erhielt die Kristallglas-Trophäe für richtungsweisende Entwicklung bei der SBB und ihr Engagement für moderne Stadtentwicklung rund um Bahnhöfe.

    Der Real Estate Award 2025 war weit mehr als eine Preisverleihung. Er festigt seine Rolle als Leuchtturm für Innovation, Nachhaltigkeit und Exzellenz in der Schweizer Immobilien- und Bauwirtschaft. Innovationsgeist, soziale Verantwortung und fachliche Kompetenz bestimmen die Erfolge von heute und öffnen den Weg für eine prosperierende, nachhaltige Baubranche der Zukunft.

  • Review: Swissbau Community Event bei uptownBasel

    Review: Swissbau Community Event bei uptownBasel

    «Enkelfähig» ist das Gebot der Stunde. Hans-Jörg Fankhauser, Gastgeber des Swissbau Community Events bei uptownBasel, akzentuierte: «Es geht nicht darum, was wir heute machen, sondern was wir morgen erreichen können.» Der Begriff «enkelfähig» steht für seine verantwortungsvolle Arealentwicklung, bei der digitale Technologien und nachhaltige Strategien angewendet werden, um langfristigen Wandel zu ermöglichen und eine lebenswerte Umgebung für zukünftige Generationen zu schaffen. Bei der Zusammenarbeit setzt er auf «New Work» mit starken Partnern.

    Quantentechnologie & KI: Ein neues Kapitel der Innovation
    KI hat die Realität bereits verändert. Hans-Jörg Fankhauser (uptownBasel) betonte die disruptiven Chancen durch Künstliche Intelligenz und Quantencomputing. Die Technologien eröffnen nahezu grenzenlose Möglichkeiten für Innovationen in Architektur, Energieplanung und Gebäudetechnik.

    Baustoff-Re-Use: Vertrauen als Erfolgsfaktor
    Kevin Rahner (Schnetzer Puskas Ingenieure AG) beleuchtete die Herausforderungen beim Re-Use von Baustoffen. Die zentrale Frage: «On Site» oder Recycling? Ohne klare Normierung wird sich Re-Use nicht durchsetzen. Echte Innovation benötigt Vertrauen und strukturierte Prozesse.

    Intelligente Energieversorgung für zukunftsfähige Gebäude
    Sascha Wyss (Primeo Netz AG) erklärte, dass ein stabiles Übertragungsnetz nur dann funktioniert, wenn Produktion und Verbrauch im Gleichgewicht stehen. Moderne Gebäude benötigen intelligente Vernetzung, Redundanz und Flexibilität, um die Energieversorgung nachhaltig zu sichern.

    Praxis erleben & Netzwerken
    Nach den Vorträgen konnten die Teilnehmenden das uptownBasel-Gebäude Pioneer und das uptownBasel-Unterwerk live erleben. Ein anschliessender Networking-Apéro bot die perfekte Gelegenheit zum Austausch unter Expertinnen und Experten der Branche.

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    Weitere Informationen
    swissbau.ch

  • Revolutionäre Schallabsorber

    Revolutionäre Schallabsorber

    Im Kampf gegen Lärm zählt jeder Zentimeter. Klassische Schallabsorber aus voluminösen Materialien wie Steinwolle oder Melaminschaum sind oft zu dick und gestalterisch einschränkend. Die neu entwickelten Schallabsorber aus mineralischen Gips- oder Zementschäumen bieten eine überzeugende Alternative. Sie sind genauso wirksam wie herkömmliche Absorber, aber rund viermal dünner. Dies eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die Integration in bestehende und neue Bauprojekte.

    Die variierende Porenstruktur der mineralischen Schäume zwingt die Luftpartikel auf einen längeren Weg, wodurch trotz geringer Dicke eine hohe Schallabsorption erreicht wird. Diese patentierte Konstruktion ermöglicht es, die Absorber gezielt auf bestimmte Frequenzbereiche abzustimmen. Zudem sind die Schäume feuerfest, recycelbar und setzen keine gesundheitsschädlichen Partikel frei. Zementschäume sind zusätzlich wetterfest und damit ideal für den Aussenbereich geeignet.

    Praxistest in Zürich
    Ein erster Prototyp der neuen Schallabsorber wurde bereits in einer Hofeinfahrt in Zürich getestet. Die Ergebnisse sind vielversprechend. Der Lärmpegel sank um bis zu 4 Dezibel, insbesondere bei vorbeifahrenden Autos. Die 72 Paneele mit einer Gesamtdicke von rund 5,5 Zentimetern zeigten eine zuverlässige Dämpfung tiefer Frequenzen und eine deutliche Reduktion der Schallübertragung im Bereich der Spitzenabsorption.

    Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten
    Die neuen Schallabsorber eignen sich für eine Vielzahl von Anwendungen. Sie können in Einfahrten, unter Balkonen, an Fassaden, in Treppenhäusern oder grossen Innenräumen wie Büros, Kantinen oder Sporthallen integriert werden. Besonders interessant sind sie für Spezialanwendungen, bei denen begrenzter Platzbedarf, Brandschutz und Designansprüche gleichzeitig berücksichtigt werden müssen.

    Die Zukunft der Lärmminderung
    Die Idee für diese innovativen Schallabsorber entstand bereits vor einigen Jahren, doch der Durchbruch gelang erst durch die Kombination von Materialentwicklung und akustischer Modellierung im Rahmen eines Innosuisse-Projekts. Aktuell erfolgt die Fertigung noch teilweise von Hand, doch mit einem geeigneten Industriepartner soll das Material weiterentwickelt und in grösserem Massstab produziert werden.

    Die mineralischen Schallabsorber haben das Potenzial, die Lärmminderung in verschiedenen Umgebungen zu revolutionieren. Sie bieten eine effiziente, platzsparende und gestalterisch flexible Lösung für die Herausforderungen der modernen Bauakustik.

  • Neue Wachstumsdynamik durch strategische Partnerschaft

    Neue Wachstumsdynamik durch strategische Partnerschaft

    Mit einer strategischen Beteiligung eines unternehmerischen Investors stellt das Unternehmen die Weichen für den nächsten Wachstumsschritt. Die neue Partnerschaft verbindet Kapitalstärke mit technologischer und operativer Kompetenz. Ziel ist es, die Marktpräsenz im Heimmarkt zu festigen und international auszubauen, insbesondere in den Schlüsselbereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Künstliche Intelligenz.

    Zukunftsorientierte Strategie mit klarer Ausrichtung
    Im Zentrum der neuen Wachstumsstrategie stehen drei strukturelle Treiber: die digitale Transformation der Immobilienbranche, die wachsende Rolle der Branche im Klimaschutz und der steigende Bedarf an nachhaltigen, vernetzten Lebensräumen. Gleichzeitig bleibt die bewährte Unternehmens-DNA erhalten, das operative Team und alle Partner bleiben an Bord und führen das Geschäft weiter.

    Technologische Skalierung und internationale Expansion
    Die Internationalisierung beginnt mit der bestehenden Präsenz in Deutschland und soll über gezielte Akquisitionen ausgebaut werden. Parallel dazu wird das digitale Leistungsportfolio erweitert, durch die Entwicklung eigener Produkte, die Automatisierung von Kundenprozessen mit «Agentic AI» sowie die Verstärkung des Teams. Die strategische Partnerschaft schafft dafür den notwendigen Spielraum, technologisch, personell und geografisch.

    Neue Chancen für den Standort Deutschland
    Auch für das Team in Deutschland ergeben sich neue Möglichkeiten. Als agiler Standort innerhalb der Gruppe profitiert es von der Stabilität des Unternehmens und den Chancen, die ein strategischer Wachstumspartner mitbringt. Die Verbindung aus bewährter Struktur und frischer Dynamik soll den Weg für eine erfolgreiche Expansion in einem sich stark wandelnden Marktumfeld ebnen.

  • Mensch im Zentrum der KI-Zukunft

    Mensch im Zentrum der KI-Zukunft

    Künstliche Intelligenz ist im Alltag angekommen, von Sprachmodellen wie ChatGPT bis zu personalisierten Empfehlungen. Doch intelligent im menschlichen Sinne ist die KI nicht. Das zeigte Manuel Kaufmann vom ETH AI Center anschaulich. Computer verarbeiten Bilder als Zahlen, während Menschen Inhalte kontextuell deuten. Der Unterschied? «Menschen denken, Computer rechnen», so Fabian Unteregger.

    Von der Mondmission zur Million Nutzer in 5 Tagen
    Mit enormer Rechenleistung haben KI-Systeme einen Technologiesprung hingelegt. Stephan Sigrist vom ThinkTank W.I.R.E sieht in KI eine evolutionäre Entwicklung mit disruptivem Potenzial. Seine Vision ist eine persönliche KI-Assistenz, die für uns verhandeln, planen und untereinander kommunizieren. Damit verändert sich nicht nur das Internet, sondern auch unser Alltag grundlegend.

    Innovation braucht gesellschaftlichen Nutzen
    Für die Schweiz wird ein KI-bedingter Produktivitätsgewinn von 20 Prozent erwartet. Doch Technologie allein genügt nicht. «Innovation ist, was Nutzen stiftet», so Sigrist. Genau deshalb braucht es klare Rahmenbedingungen. Stephanie Gygax von Algorithm Watch fordert eine breite gesellschaftliche Beteiligung an der Ausgestaltung, besonders angesichts ökologischer und ethischer Fragen.

    Die Schweiz als AI-Nation mit ungenutztem Potenzial
    Pascal Kaufmann, Gründer von AlpineAI, sieht die Schweiz als Ursprung und Zukunftsstandort für KI. Mit SwissGPT will er eine lokale Antwort auf globale Entwicklungen schaffen, vertrauenswürdig, wissenschaftlich fundiert und technologisch führend. Für ihn ist klar, dass KI dem Menschen dienen kann, wenn er aktiv gestaltet.

    Dialog mit der Gesellschaft
    Die Veranstaltungsreihe «Der Roboter unser neuer Freund und Helfer?» zeigt, wie wichtig der gesellschaftliche Dialog zur KI ist. Denn nur wenn Ängste, Fragen und Erwartungen der Bevölkerung ernst genommen werden, entsteht eine Technologie, die dem Menschen dient – und nicht umgekehrt.

  • KI-basierte Wetterprognosen für Energie und Landwirtschaft

    KI-basierte Wetterprognosen für Energie und Landwirtschaft

    Das in Zürich ansässige Start-up Jua.ai hat laut eines Artikels von startupticker.ch eine Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von über 9 Millionen Franken abgeschlossen. Die Finanzierungsrunde wurde von Ananda Impact Ventures und Future Energy Ventures geleitet und von bestehenden Investoren wie 468 Capital und Promus Ventures unterstützt. Jua plant damit die Markteinführung seiner Earth Intelligence Platform zu beschleunigen. Diese soll eine präzisere Wetterprognose ermöglichen und damit Energiehändler bei schnelleren und profitableren Entscheidungen unterstützen.

    Die Plattform wird von Juas Künstliche Intelligenz (KI)-Modell EPT-2.0 angetrieben und soll die Wetterprognoseleistung herkömmlicher numerischer Wettermodelle sowie KI-Modelle grosser Technologieunternehmen deutlich übertreffen. Präzise Wettervorhersagen seien insbesondere für Sektoren wie Energie, Landwirtschaft, Luft- und Schifffahrt von grosser Bedeutung. Die KI-basierte Erdsimulation soll angesichts zunehmender Wetterextreme und Wetterumschwüngen eine konsistente und physiksimulierende Plattform bieten, um zuverlässige Entscheidungen in verschiedenen Sektoren zu ermöglichen.

    In seiner Seed-Finanzierungsrunde konnte sich Jua 2024 bereits rund 13 Millionen Franken sichern. Im Zuge der diesjährigen Kapitalerhöhung wurde nun Marvin Gabler, Mitgründer und Architekt von EPT-2.0, zum neuen CEO ernannt. Er übernimmt damit die Nachfolge von Andreas Brenner, der Jua seit der Gründung im Jahr 2022 geleitet hat. Mit Gabler in der Führung möchte sich das Unternehmen auf die Skalierung seiner Plattform im Energiesektor sowie der Ausweitung auf neue Märkte konzentrieren. «Mit unserer Earth Intelligence Platform haben wir die weltweit fortschrittlichste Erdsimulation in eine praxistaugliche Entscheidungsmaschine verwandelt», wird Gabler in dem Artikel zitiert. «Dies ist ein grundlegender Schritt zur Gestaltung unserer planetarischen Zukunft.»

  • Neues Innovationszentrum für thermische Beschichtungslösungen

    Neues Innovationszentrum für thermische Beschichtungslösungen

    Die OC Oerlikon Corporation AG, ein Unternehmen im Bereich thermischer Spritzverfahren und Beschichtungslösungen mit Hauptsitz in Pfäffikon, hat 40 Millionen Franken in sein neues Innovations- und Produktionszentrum auf dem Campus Reichhold im Kanton Aargau investiert. Nun feiert das Unternehmen die Grundsteinlegung für den neuen Standort, dessen Bau laut Medienmitteilung in Kürze beginnen soll. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 angesetzt. Mit zukünftig 250 Mitarbeitenden soll die Anlage Forschung und Entwicklung, Engineering, Produktion und Vertrieb in einem Gebäudekomplex zusammenführen.

    Oerlikon plant auf dem Campus Reichhold die Entwicklung moderner thermischer Spritztechnologien und laserbasierter Technologien sowie die Bereitstellung von verschiedenen Dienstleistungen. «Der neue Campus Reichhold wird eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung unserer Geschäftsbereiche in der Luft- und Raumfahrt sowie in der allgemeinen Industrie spielen, indem er die gesamte Wertschöpfungskette in einem kollaborativen Umfeld vereint», wird Prof. Dr. Michael Süss, Executive Chairman von Oerlikon, in der Mitteilung zitiert.

    Die im Campus Reichhold entwickelte Technologie soll die Hitzebeständigkeit, Langlebigkeit und den Korrosionsschutz in industriellen Hochleistungskomponenten verbessern. Diese soll zukünftig vor allem bei Kunden aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Automobil und allgemeine Industrie eingesetzt werden. Ein Prüfstand für Turbinenkomponenten der Luft- und Raumfahrt soll zudem die Validierung von thermischen Spritzbeschichtungen unter realen Bedingungen ermöglichen.

    Darüber hinaus plant Oerlikon die Implementierung umfassender Massnahmen, um die Umweltbelastungen in den Bereichen Energieverbrauch, Mobilität und Ressourcenmanagement am neuen Standort zu reduzieren.

  • Präzises Timing für perfekte Dünnschichten

    Präzises Timing für perfekte Dünnschichten

    Piezoelektrische Dünnschichten sind unverzichtbare Bestandteile in einer Vielzahl elektronischer Anwendungen. Sie kommen in Frequenzfiltern, Sensoren, Aktoren und in winzigen Energiewandlern zum Einsatz. Ihre Fähigkeit, elektrische Spannung in mechanische Bewegung umzuwandeln und umgekehrt, macht sie zu einem zentralen Baustein moderner Kommunikationstechnik. Doch die Herstellung dieser hochsensiblen Schichten ist eine komplexe Angelegenheit. Ihre Qualität entscheidet über die Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit der Endprodukte.

    HiPIMS Verfahren mit neuen Möglichkeiten
    Das High Power Impulse Magnetron Sputtering (HiPIMS) ist ein bekanntes Verfahren zur Beschichtung von Substraten mit hochdichten Schichten. Dabei werden im Vakuumkammer-Umfeld energiereiche Pulse erzeugt, die Atome aus dem Target-Material herausschlagen. Diese Atome lagern sich als Dünnschicht auf dem Substrat ab. Für piezoelektrische Anwendungen, wie zum Beispiel Aluminiumnitrid-Schichten, bot das Verfahren bislang aber keine optimale Lösung. Denn zusammen mit den gewünschten Target-Ionen gelangen auch Argon-Ionen aus dem Prozessgas auf das Substrat, was zu unerwünschten Einschlüssen führt.

    Argon-Einschlüsse vermeiden
    Argon, ein übliches Prozessgas im Magnetron-Sputtering, ist chemisch inaktiv, aber es kann in Form von Einschlüssen in den Schichten verbleiben. Bei piezoelektrischen Schichten ist dies problematisch, da diese unter hohen elektrischen Spannungen betrieben werden. Selbst geringe Mengen an Argon führen zu einem elektrischen Breakdown und gefährden die Funktionsfähigkeit der Bauteile. In der klassischen HiPIMS-Prozessführung ist es jedoch schwierig, die Argon-Ionen zu eliminieren, da sie gleichzeitig mit den Target-Ionen auf das Substrat treffen.

    Timing als entscheidender Faktor
    Unter der Leitung von Sebastian Siol hat das Team um Doktorand Jyotish Patidar ein präzises Timing entwickelt, um nur die Target-Ionen gezielt zu beschleunigen und Argon-Einschlüsse zu vermeiden. Da die Argon-Ionen schneller sind und zuerst am Substrat eintreffen, wird die Beschleunigungsspannung am Substrat verzögert angelegt. Zu diesem Zeitpunkt sind die Argon-Ionen bereits vorbeigeflogen und können nicht mehr in die wachsende Schicht eindringen. Dadurch entstehen piezoelektrische Schichten von herausragender Qualität, die bisher mit HiPIMS nicht möglich waren.

    Ein neuer Standard für sensible Substrate
    Dieses innovative Verfahren nennen die Forschenden «Synchronized Floating Potential HiPIMS». Besonders bemerkenswert ist dabei die Möglichkeit, Schichten auf nicht leitenden Substraten wie Glas oder Saphir zu erzeugen. Normalerweise können auf solchen Substraten keine elektrischen Felder zur Ionenkontrolle angelegt werden. Durch die Nutzung der sogenannten «Elektronendusche», die mit dem Magnetron-Puls erzeugt wird, können dennoch Ionen im richtigen Moment beschleunigt werden. Dabei wird das Substrat kurzfristig negativ geladen, sodass die gewünschten Ionen gezielt eingebracht werden.

    Praxisrelevanz für Halbleiter- und Quantentechnologien
    Niedrigere Prozesstemperaturen schonen die empfindlichen Bauteile in der Halbleiterfertigung und ermöglichen die Beschichtung temperaturempfindlicher Komponenten. Gleichzeitig wird eine hohe Schichtdichte und damit verbundene Widerstandsfähigkeit erreicht, was für eine lange Lebensdauer der Bauteile entscheidend ist. Die Möglichkeit, Schichten auf isolierenden Substraten abzuscheiden, eröffnet zudem ganz neue Anwendungen in der Photonik und bei Quantentechnologien, die bisherige Methoden nicht leisten konnten.

    Kooperationen und nächste Schritte
    Das Empa-Team ist mit diesen Erfolgen nicht am Ende der Forschung angelangt. Bereits jetzt arbeitet die Gruppe an der Optimierung des Prozesses mit maschinellem Lernen und Hochdurchsatz-Experimenten. Parallel dazu werden Kooperationen mit anderen Forschungsinstitutionen und industriellen Partnern aufgebaut, um die Technologie in die Anwendung zu bringen. Die Forschung an ferroelektrischen Dünnschichten, die ähnliche Herausforderungen an die Präzision und Materialreinheit stellen, ist bereits im Gang.

  • Wirtschaftsstandort und Lebensraum Kanton Glarus – Ein echt sagenhaftes Lebensgefühl

    Wirtschaftsstandort und Lebensraum Kanton Glarus – Ein echt sagenhaftes Lebensgefühl

    Der Kanton Glarus hat eine lange industrielle Tradition. Welche Impulse setzen Sie, um die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen?
    Der Kanton Glarus ist seit jeher ausgesprochen wirtschaftsfreundlich. Als einer der ersten Schweizer Kantone regelten wir die Wirtschaftsförderung (1978) gesetzlich. Zudem ist Glarus mit dem Fabrikgesetz (1864) und der obligatorischen Altersversicherung (1916) Schweizer Pionier in der Sozialgesetzgebung. Vor diesem Hintergrund ist das Glarnerland traditionell ein moderner Unternehmensstandort mit wettbewerbsfähigen Vorteilen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die vielleicht erst auf den zweiten Blick auffallen. Zum Beispiel ist das Glarnerland gross genug, um Unternehmen genügend Platz zu bieten, aber auch klein genug, um schnell und unbürokratisch Entscheidungen zu treffen. Die Kontaktstelle für Wirtschaft unterstützt sowohl Unternehmensgründer als auch bestehende Unternehmen oder Firmen, die sich neu ansiedeln möchten, pragmatisch und verlässlich. In unseren drei schweizweit vorbildlich fusionierten Grossgemeinden finden Investoren günstige Immobilien und Arbeitgeber gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter, die gerne in einer intakten Umwelt mit den Vorteilen eines modernen Umfelds leben.

    Wie fördert das Volkswirtschaftsdepartement innovative digitale Geschäftsideen?
    Die Möglichkeiten der digitalen Transformation dienen einerseits dazu, Prozesse und Produkte neu zu gestalten, sie bilden andererseits aber auch die Basis für die Kreislaufwirtschaft. Dabei geht es sowohl um mehr Ressourceneffizienz als auch um Datenmanagement. Dadurch wissen die Mitarbeitenden von morgen, welche Materialien mit welchen Prozessen verbaut wurden. Eine weitere Chance sind die Lieferketten: Neue digitale Prozesse ermöglichen eine robustere, effizientere und transparentere Supply Chain. Vor diesem Hintergrund unterstützen wir die digitale Transformation in der Glarner Wirtschaft mit Digitalisierungskrediten. Im Förderprogramm stehen bis Ende 2027 zwei Millionen Franken bereit. Gefördert werden innovative Projekte, die neue Technologien in Prozessen und Produktionen berücksichtigen, neue Produkte und Geschäftsmodelle schaffen sowie Kooperationen aufbauen. Konkret führen wir mit der Expertise des Innovationsnetzwerks Ostschweiz (INOS) in teilnehmenden Betrieben eine IST-Analyse durch. Die Analyse wird durch die neue Regionalpolitik (NRP) finanziert und beinhaltet eine Standortbestimmung inklusive Massnahmenplan und Roadmap zur Umsetzung. Diese Grundlagen braucht es für das Gesuch nach finanzieller Unterstützung bis zu 100’000 Franken für einzelbetriebliche und 300’000 Franken für überbetriebliche und/oder branchenweite Projekte.

    Wie wird sich der Immobiliensektor Ihrer Meinung nach im Bereich Industrie und Gewerbe entwickeln?
    Der Druck der Agglomeration ist im Glarnerland spürbar. Das Bevölkerungswachstum ist aber moderat, was einer nachhaltigen Entwicklung entgegenkommt. Bei den Industrie- und Gewerbeflächen verfügt die Gemeinde Glarus Nord über besonders hohe Kapazitäten, die aktuell am Standort Bilten mit mehreren Projekten genutzt werden. Wir setzen mit aktivem Flächenmanagement auf eine nachhaltige Entwicklung mit qualitativen Projekten bei Industrie und Gewerbe.

    Welche Trends sehen Sie in der Entwicklung von Angebot und Nachfrage im Bereich Wohnen?
    Neubauprojekte im Wohnbereich werden zum Grossteil in den Gemeinden Glarus und Glarus Nord umgesetzt. Das hat auch mit den Nutzungsplanungen zu tun, die dank der Gemeindefusion einen gesamtheitlichen und fortschrittlichen Blick einnehmen können. In Glarus Süd befindet sich die Nutzungsplanung noch im anspruchsvollen politischen Prozess, der auch vom Kanton begleitet wird.

    Wie können Sie sicherstellen, dass die Entwicklung des Immobilienmarkts den Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht?
    Wer in einem unserer 29 Dörfer, Ortschaften oder Ortsteilen lebt, schätzt die Eigenheiten seines Wohnorts. Diese zeigen sich zum Beispiel in der Lage oder im Vereinsleben. So lebt es sich in Elm oder Braunwald völlig anders als im Kantonshauptort oder in Näfels. Und dort wieder anders als auf dem Kerenzerberg oder am Walensee. Das schafft Identität und Verbundenheit; dadurch bleiben die Menschen hier. Das deckt sich mit dem moderaten Tempo des Bevölkerungswachstums und den vergleichsweise stabilen Immobilienpreisen.

    Wie können Sie sicherstellen, dass sich Ihr Immobilienmarkt nachhaltig entwickelt?
    Mit unserer einzigartigen Kombination aus Naturverbundenheit und urbaner Nähe, mit der überschaubaren Grösse und dem kompakten Lebens- und Wirtschaftsraum punktet das Glarnerland. Das A und O ist deshalb ein sorgfältiger Umgang mit diesen Vorteilen – sie sind unsere Ressourcen, unser Kapital.

    Welche Infrastrukturprojekte von ASTRA und SBB sind geplant und welche Verbesserungspotenziale erkennen Sie?
    Das Glarnerland wird als ländliche Region wahrgenommen, hat aber durch seine Lage zwischen Zürich und Chur sehr gute Verkehrsanbindungen. Die Stadt Zürich und der Flughafen sind mit Auto oder Zug nur eine Stunde entfernt, eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen führt durch den Kanton, und Privatflugzeuge und -helikopter können in Mollis starten und landen.

    Natürlich setzt sich auch der Kanton Glarus mit den zunehmenden Mobilitätsanforderungen auseinander. In den letzten Jahren hat der Kanton drei von vier grösseren Strassenbauprojekten umgesetzt, um insbesondere den Entwicklungsschwerpunkt Flugplatz Mollis zukunftsgerichtet zu erschliessen. Das vierte Projekt zur optimierten Erschliessung des Industriegebiets im Süden der Gemeinde Glarus steckt in der Planungsphase. Zentrum unserer Bemühungen ist die enge Zusammenarbeit mit dem Bund bei den Umfahrungsprojekten zur Entlastung der heutigen Hauptachse. Vom Bund haben wir die Zusicherung, die Umfahrungen Netstal und Glarus zu einem Gesamtprojekt unter Federführung des ASTRA zu vereinen. Ziel ist, den Kanton Glarus umfassend von den Strassenverkehrsproblemen zu entlasten.

    Beim öffentlichen Verkehr haben wir seit der Landsgemeinde 2025 eine neue gesetzliche Grundlage für das künftige öV-Angebot. Schon heute ist unsere Region mit Direktverbindungen nach Zürich und Rapperswil sowie mit Umsteigevarianten in Ziegelbrücke nach St. Gallen, Chur und Zürich gut erschlossen. Auf diesen Komfort und den an der Landsgemeinde 2025 beschlossenen durchgehenden Halbstundentakt sind unsere Bevölkerung und Unternehmen angewiesen. Dafür setzen wir uns beim Bund und in der Zusammenarbeit mit SBB und SOB konsequent ein. Mit den Firmen kooperieren wir aktiv, um für Mitarbeitende das Pendeln mit dem öV attraktiver zu gestalten – zum Beispiel schafft der Bonus-Pass Anreize, um vom Auto auf den öV zu wechseln.

    Eine zentrale Rolle bei der Mobilität spielen auch die kurzen Wege in und zwischen unseren Ortschaften. Zum Beispiel dauert die Velofahrt von Näfels, Glarus Nord, oder von Schwanden, Glarus Süd, bis zum Kantonshauptort nur 20 Minuten. Dem Trend zum Velo trägt auch das kantonale Veloweggesetz Rechnung, das die Landsgemeinde 2024 beschlossen hat.

    Wie trägt die Standortförderung dazu bei, Glarus als lebenswerte und zukunftsorientierte Region zu präsentieren?
    Der Kanton Glarus erreicht die dritthöchste finanzielle Wohnattraktivität: Neben geringen Wohnkosten bieten wir eine moderate Steuerbelastung und vergleichsweise geringe Krankenkassenprämien. Das sind unsere grossen Pluspunkte bei den finanziellen Faktoren. Dazu kommt die hohe Qualität des Lebensraums, der die Vorteile des Ländlichen mit urbanen Angeboten kombiniert. Das zeigt sich schon auf den ersten Blick bei der Ankunft im Kanton Glarus. Zusammen mit der eindrücklichen Bergwelt prägen die Zeitzeugen der frühen Industrialisierung das Landschaftsbild und Leben in unserem Kanton. Die historischen Industrieareale, Fabrikantenvillen und Arbeitersiedlungen aus dem 19. Jahrhundert und eben die Landschaft sind nicht umsonst auch Kulisse für Filme und TV-Serien. Im Alltag der Menschen zeigt sich das in einem kontrastreichen und lebendigen Umfeld mit zeitgenössischen Siedlungen für Fachkräfte und Familien, die Leben, Arbeiten, Kultur und Freizeit in unseren modernen Gemeinden schätzen.
    Unter diesen Gesichtspunkten betreibt Glarus seit über zehn Jahren aktives und gezieltes Kantonsmarketing. Dieses Jahr nutzen wir unsere Rolle als Gastgeberin des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests (ESAF), um den Kanton Glarus als Lebensmittelpunkt ins Rampenlicht zu stellen. Mit dem bevorstehenden Grossanlass richtet sich der Blick der ganzen Schweiz auf das Glarnerland. Unter dem Motto «Echt sagenhaft» stehen die Themen Arbeiten, Wohnen und Freizeit im Zentrum. Das Gesicht der Kampagne ist der beliebte Glarner Koch und Influencer Noah Bachofen. Er und sein Kollege werden auf ihrer Mission begleitet, einen authentischen Imagefilm über das Glarnerland zu kreieren. Die Kampagne zielt darauf ab, das einzigartige Glarner Lebensgefühl sichtbar und schmackhaft zu machen.

    Wieso bleiben Fachkräfte in der Region und was trägt die Standortförderung dazu bei?
    Natürlich reicht eine gute Kampagne allein noch nicht aus. Einen grossen Beitrag an die hohe Lebensqualität leisten die kommunalen Standortförderungen. Sie entwickeln ihren Wohn- und Freizeitraum mit neuen Projekten und in Zusammenarbeit mit Investoren weiter – Beispiele sind die optimal erschlossenen Entwicklungsschwerpunkte an den Bahnhöfen Näfels/Mollis und Glarus. Die Gemeinden sorgen für zeitgemässe Schulen und familienergänzende Angebote, betreiben Sportanlagen und bieten Detailhandel, Gastronomie, medizinischer Versorgung, Industrie, Gewerbe und Kultur Platz für einen lebendigen und funktionierenden Alltag. Der Kanton stellt den Betrieb der Kantonsschule, der Sportschule sowie der Berufsfachschulen, des Kantonsspitals, der Sicherheit und der sozialen Dienste sicher. Die schlanken Verwaltungsstrukturen ermöglichen einen effizienten und direkten Austausch zwischen den kantonalen Fachstellen und den Verantwortlichen auf Gemeindeebene.

    Welche langfristige Vision haben Sie für den Wirtschaftsstandort Glarus?
    In den kommenden Jahren ist für den Kanton Glarus entscheidend, dass die angestossene Entwicklung koordiniert umgesetzt wird. Es gilt, die privaten Initiativen zu unterstützen und zu begleiten, und gleichzeitig die richtigen Rahmenbedingungen für Unternehmen und Fachkräfte zu schaffen. Wenn das gelingt, ist der Kanton Glarus ein sicherer, vernetzter und wirtschaftsstarker Landsgemeindekanton mit einer starken Mittelschicht, umgeben von intakter Natur.

    Zukunftsgerichtete und effiziente Strukturen sind entscheidend für den Erfolg einer Firma. Das gilt auch für die öffentliche Hand. Glarus ist der einzige Kanton, der seine eigenen Strukturen konsequent den neuen Gegebenheiten angepasst hat. Mit der heutigen sehr effizienten Verwaltung sind wir fit für die Zukunft.

  • BeOne Medicines verankert sich in der Basel Area

    BeOne Medicines verankert sich in der Basel Area

    BeOne Medicines, ehemals BeiGene, hat seinen Sitz offiziell in die Schweiz verlegt. Bereits seit 2018 in Basel präsent, verankert sich das global tätige Onkologieunternehmen nun dauerhaft im Herzen eines der innovativsten Biotech-Hotspots Europas. Basel überzeugt nicht nur mit mehr als 30’000 hochqualifizierten Life-Sciences-Fachkräften, sondern auch durch exzellente Rahmenbedingungen für regulatorische Zusammenarbeit und internationale Vernetzung.

    Strategischer Impuls für Forschung und Entwicklung
    BeOne verfolgt eine vertikal integrierte Innovationsstrategie, die Grundlagenforschung, klinische Entwicklung und Produktion unter einem Dach vereint. Das Unternehmen verfügt über eine der umfangreichsten Onkologie-Pipelines weltweit. Mit mehr als 50 Prüfpräparaten, darunter ein bereits in 75 Ländern zugelassener BTK-Inhibitor, adressiert BeOne sowohl hämatologische Erkrankungen als auch solide Tumore. Die Entwicklung basiert auf Zukunftstechnologien wie multispezifischen Antikörpern und Proteinabbauprodukten.

    Standortwahl als Teil einer globalen Expansionsstrategie
    Die Basel Area wird damit zur europäischen Drehscheibe der klinischen Aktivitäten von BeOne. Bereits 2024 wurden 13 neue Wirkstoffkandidaten in klinische Studien überführt. Ein Spitzenwert selbst im Vergleich zu Big Pharma. Mehr als 40 Studien laufen derzeit in Europa, mit über 3’000 Patientinnen und Patienten. Weltweit beschäftigt BeOne mehr als 11’000 Mitarbeitende auf sechs Kontinenten, mit stark wachsendem Anteil in der Schweiz.

    Ein Gewinn für den Standort und für Investoren
    Für den Standort Basel bedeutet die Entscheidung von BeOne einen klaren Zugewinn an internationaler Sichtbarkeit, Arbeitsplätzen und Investitionsdynamik. Für Investorinnen und Projektentwickler in den Life Sciences ergeben sich neue Chancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von Laborflächen über klinische Studienzentren bis zur Produktion. Die Nähe zu Wissenschaft, Talenten und regulatorischen Behörden schafft ideale Voraussetzungen für weitere Wachstumsschritte.

  • Raumkonzept Schweiz ohne Substanz

    Raumkonzept Schweiz ohne Substanz

    Mit der Überarbeitung des Raumkonzepts Schweiz sollte ein strategischer Kompass für die räumliche Entwicklung bis 2050 entstehen. Doch das im Dezember 2024 vorgelegte Dokument behandelt entscheidende Themen wie Verdichtung, Infrastruktur und Nutzungskonflikte unzureichend. Dabei ist die Nachfrage nach intelligent genutztem Raum, belastbare Infrastruktur und zukunftsfähigen Lösungen für wachsende Städte und Regionen dringend wie nie zuvor.

    Verdichtung bleibt ungelöst
    Die Darstellung einer fortgeschrittenen Innenentwicklung steht im Widerspruch zur Realität. Ersatzneubauten, ein zentrales Mittel für verdichtetes Bauen, sind weiterhin mit Unsicherheiten und Hürden behaftet. Es mangelt an einem pragmatischen Umsetzungskonzept, das klare Spielregeln schafft, Investitionen erleichtert und Standortentwicklung beschleunigt . Ein Versäumnis mit Folgen für den Wohnungsbau und die Wettbewerbsfähigkeit urbaner Räume.

    Verkehr wird blockiert statt ermöglicht
    Ein weiteres Defizit zeigt sich bei der Verkehrsinfrastruktur. Das Raumkonzept vernachlässigt den Bedarf an leistungsfähigen Verkehrswegen und fördert ein Gegeneinander von Strasse und Schiene. Für eine nachhaltige Standortentwicklung braucht es jedoch vernetzte Mobilitätsstrategien, die den wirtschaftlichen Anforderungen ebenso gerecht werden wie den gesellschaftlichen.

    Ohne politische Rückendeckung bleibt alles Theorie
    Neben inhaltlichen Schwächen fehlt dem Konzept eine klare politische Legitimation. Ohne breit abgestützte Governance-Strukturen bleibt das Papier wirkungslos. Der Schweizerische Baumeisterverband hat daher Änderungsanträge eingereicht und lehnt den Entwurf in seiner jetzigen Form ab.

    Fazit für die Immobilienwirtschaft
    Wer Standorte entwickeln und die Schweiz als attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum mitgestalten will, braucht solide Rahmenbedingungen und eine realitätsnahe Planungspolitik. Das aktuelle Raumkonzept bietet beides nicht. Es ist Zeit für ein praxisorientiertes Leitbild, das Planungssicherheit schafft, Investitionen ermöglicht und die Standortattraktivität langfristig stärkt.

  • MFO-West wird zum Stadtquartier

    MFO-West wird zum Stadtquartier

    Der Kauf des 25’500 m² grossen ABB-Areals durch die Stadt Zürich für netto 106 Millionen Franken ist mehr als ein Grundstückserwerb. Er ist der strategische Entscheid mit langfristiger Wirkung. Dank des 2021 abgeschlossenen städtebaulichen Vertrags und der 2025 in Kraft gesetzten Sonderbauvorschriften kann Zürich auf einem zentral gelegenen Stück Stadt Zukunft gestalten. Dies mit hoher Dichte, durchmischten Nutzungen und konsequenter Bürgerbeteiligung.

    Transformation durch Teilhabe
    Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die frühzeitige und transparente Einbindung von Anwohner, Verbänden und Quartierorganisationen. Die Bedürfnisse aus dem Quartier flossen direkt in den partizipativen Strategieprozess ein. So wurde aus einem Industrieareal ein urbanes Entwicklungskonzept mit hoher gesellschaftlicher Akzeptanz. Die Stadtplanung gewinnt damit nicht nur Fläche, sondern Vertrauen.

    Nutzungsmix als Innovationstreiber
    Das Nutzungskonzept sieht drei Neubauzonen und drei Bestandsareale vor. Geplant ist ein Mix aus gemeinnützigem Wohnraum, quartiernaher Versorgung, kreativer Gewerbenutzung und öffentlich zugänglichen Freiräumen. Mit dem Haus für Kultur- und Kreislaufwirtschaft entsteht ein Leuchtturmprojekt für innovative urbane Nutzung. Die Verbindung von Kultur, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Aktivität macht das Areal zu einem Katalysator für neue Wertschöpfungsmodelle im urbanen Raum.

    Zwischennutzung als Impuls für Standortqualität
    Bevor die Bautätigkeit beginnt, werden Hallen und Freiflächen gezielt zwischengenutzt. Eine Strategie, die Leben ins Quartier bringt, soziale Kontakte fördert und bereits vor Baubeginn Identität stiftet. Zwischennutzungen gelten zunehmend als Erfolgsfaktor für Standortattraktivität und Resilienz in Transformationsräumen.

    Public-Private-Partnerschaft mit Vorbildfunktion
    ABB bleibt mit 500 Arbeitsplätzen in Oerlikon verankert und unterstützt die Entwicklung. Das Projekt zeigt, wie eine vorausschauende Stadtentwicklung mit privaten Eigentümern konstruktiv zusammenarbeitet. Ein Modell, das auf andere urbane Konversionsflächen übertragbar ist. Die Kombination aus städtischer Steuerung und unternehmerischer Kooperationsbereitschaft ist richtungsweisend.

    MFO-West ist kein Einzelfall, sondern ein beispielhaftes Modell für die urbane Transformation ehemaliger Industrieareale. Wer in solche Entwicklungsräume investiert, kann neue städtische Qualitäten mitgestalten. Von der sozialen Integration über innovative Nutzungskonzepte bis zur nachhaltigen Wertschöpfung. In Zeiten von Wohnraummangel, Klimazielen und neuen Mobilitätsformen sind Areale wie MFO-West der Schlüssel zur Stadt von morgen.

  • Freiburg trotzt globalen Unsicherheiten

    Freiburg trotzt globalen Unsicherheiten

    Trotz weltweiter Turbulenzen, verstärktem Protektionismus und neuen Zöllen der US-Regierung behauptet sich die Freiburger Wirtschaft mit beeindruckender Stabilität. Die Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg begleitete 2024 insgesamt 32 Unternehmensprojekte, darunter 16 Neuansiedlungen. Diese Projekte sichern über 1000 Arbeitsplätze und schaffen mittelfristig 527 neue Stellen, verbunden mit Investitionen von 116 Millionen Franken.

    Das Beschäftigungswachstum im Kanton übertrifft mittlerweile das Bevölkerungswachstum. Das Bruttoinlandprodukt von Freiburg ist zwischen 2011 und 2024 um 27,5 % gestiegen. Ein klares Zeichen nachhaltiger Wertschöpfung trotz globaler Unsicherheiten.

    Erfolgreiche Standortentwicklung und Investitionen
    Die Neuansiedlungen verteilen sich gleichermassen auf Schweizer und internationale Unternehmen, unter anderem aus Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien und den USA. Parallel dazu startete das neue kantonale Umsetzungsprogramm 2024–2027 der Neuen Regionalpolitik, das mit 19 geförderten Projekten strategische Schwerpunkte in Biowirtschaft, digitaler Transformation, Industrie 4.0, Tourismus und Unternehmertum setzt.

    Für Olivier Curty, Staatsrat und Volkswirtschaftsdirektor, unterstreichen diese Ergebnisse die Relevanz einer konsequent verfolgten Wirtschaftsstrategie, die den Standort Freiburg auch in anspruchsvollen Zeiten stärkt.

    bluefactory und die EPFL als Wachstumsmotoren
    Das Innovationsquartier bluefactory entwickelt sich rasant. Mit der Einweihung des Gebäudes B und der nahezu vollständigen Belegung durch 17 Unternehmen und 340 Arbeitsplätze wird Freiburg als Technologie-Hub weiter gestärkt. Gleichzeitig baut die EPFL ihr Engagement aus – sechs neue Lehrstühle im Bereich nachhaltiges Bauen sollen bis 2030 entstehen. Der Baubeginn für das neue Experimentalgebäude des Smart Living Lab ist für 2025 vorgesehen.
    Diese Dynamik festigt Freiburgs Positionierung im Bereich der gebauten Umwelt und unterstreicht das Engagement des Kantons für Nachhaltigkeit und Innovation.

    Strategische Erfolge im Bereich Life Sciences
    Ein Meilenstein 2024 war die Ansiedlung von Cellap Laboratoire AG in Châtel-Saint-Denis. Mit mehr als 4000 m² Produktionsfläche und ambitionierten Wachstumszielen auf internationalen Märkten setzt das Unternehmen neue Impulse im Sektor der Zellkosmetik. Die Life Sciences entwickeln sich zur tragenden Säule der Freiburger Wirtschaft und machen bereits 10 % des kantonalen BIP aus – ein Ergebnis, das durch eine Studie von BAK Economics bestätigt wird.

    Jerry Krattiger, Direktor der WIF, betont, dass die Biowirtschaft und die Life Sciences strategische Prioritäten bleiben. Gleichzeitig werden weitere Schlüsselbereiche wie Industrie 4.0 aktiv gefördert, um die wirtschaftliche Vielfalt und Resilienz des Kantons weiter auszubauen.

    Wachsamkeit und Anpassungsfähigkeit als Erfolgsfaktoren
    Die Volkswirtschafts- und Berufsbildungsdirektion bleibt angesichts der weltweiten Unsicherheiten wachsam. Mit bewährten Instrumenten wie der Kurzarbeitsentschädigung ist Freiburg in der Lage, rasch auf konjunkturelle Schwankungen zu reagieren und die Stabilität des Wirtschaftsgefüges zu sichern.

  • Flugroboter als Baumaschinen der Zukunft

    Flugroboter als Baumaschinen der Zukunft

    Während schwere, bodengebundene Robotersysteme längst auf Baustellen Einzug gehalten haben, stossen sie in unwegsamem Gelände oder in grossen Höhen schnell an ihre Grenzen. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Empa und der EPFL untersucht nun, wie Flugroboter diese Lücken schliessen können. Ihre Vision sind die mobile, flexible und autonome Baudrohnen, die Materialien transportieren, Strukturen errichten und dabei klassische Maschinen gezielt ergänzen. Wie etwa bei Reparaturen an Hochhausfassaden oder im Einsatz nach Naturkatastrophen.

    Flexibilität und Präzision aus der Luft
    Im Zentrum der aktuellen Forschung steht die Entwicklung sogenannter «Aerial Additive Manufacturing»-Technologien. Drei Konzepte werden verfolgt, die Konstruktion mit modularen Bauelementen, das Spannen von Zugstrukturen und das schichtweise Auftragen von Baumaterialien. Erste Versuche im Empa-«DroneHub» zeigen, wie Schwärme von Drohnen gemeinsam Bauaufgaben übernehmen könnten. Es gibt etliche Vorteile wie, kein fester Bauplatz, kürzere Transportwege, reduzierte Materialverluste und gesteigerte Sicherheit auf der Baustelle.

    Zusammenspiel von Robotik, Material und Design
    Damit der Einsatz von Baudrohnen Realität wird, müssen mehrere Disziplinen zusammenwirken. Robuste und leichte Baumaterialien sind ebenso entscheidend wie intelligente Bauentwürfe, die auf die begrenzte Präzision der Drohnen abgestimmt sind. Gleichzeitig erfordert die Technologie Fortschritte in der Flugautonomie. Vom programmierten Routenflug bis hin zur eigenständigen Analyse und Anpassung während des Bauprozesses reicht das Spektrum der künftigen Fähigkeiten.

    Ergänzung statt Ersatz
    Trotz aller Fortschritte bleiben Drohnen eine Ergänzung zu bestehenden Robotersystemen. Ihre begrenzte Flugzeit und Nutzlast schränken den Einsatz derzeit noch ein. Die Forschenden sehen deshalb hybride Konzepte als Schlüssel. Konventionelle Systeme errichten die unteren Bereiche eines Bauwerks, während Drohnen ab bestimmten Höhen übernehmen. So könnten künftig flexibel und effizient Strukturen entstehen. Selbst dort, wo heute kein klassischer Bau möglich ist.

  • Swissbau Lab öffnet neue Horizonte

    Swissbau Lab öffnet neue Horizonte

    Vom 20. bis 23. Januar 2026 wird die Messe Basel zum Treffpunkt der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft. Im Zentrum steht das Swissbau Lab in Halle 1.1, ein Raum für Ideen, Innovationen und neue Partnerschaften. Themen wie Kreislaufwirtschaft, digitale Planungschancen, veränderte Bauprozesse und Klimaschutz prägen die Diskussionen. Mit dem Start der Programmgestaltung am 6. Mai 2025 beginnt eine intensive Phase der Konzeptentwicklung, zu der Unternehmen, Verbände und Institutionen eingeladen sind.

    Workshop als Sprungbrett für Innovation
    Der Kick-off Workshop am 6. Mai 2025 in Zürich bildet den Auftakt. Hier erhalten sowohl bestätigte als auch interessierte Unternehmen alle Informationen zum Konzept und zu Beteiligungsmöglichkeiten am Swissbau Lab. Die Messeverantwortlichen koordinieren die anschliessende Programmentwicklung. Zunächst im Plenum, dann in spezifischen Themengruppen. Kurzfristige Anmeldungen zum Workshop sind bis zum 2. Mai 2025 möglich.

    Vernetzung als Schlüssel zum Fortschritt
    Ob Startup oder etabliertes Unternehmen, entscheidend ist die Motivation, aktiv die Zukunft der Bauwirtschaft mitzugestalten. Mit dem Swissbau Lab entsteht ein dynamisches Innovationsnetzwerk, getragen vom Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein SIA als Leading Partner. Die Plattform fördert den offenen Austausch und setzt auf Kooperation statt Einzelkampf.

    Markus Weber, Präsident von Bauen digital Schweiz und Co-Studiengangleiter Digital Construction an der Hochschule Luzern, unterstreicht die Bedeutung: «Für uns ist die Swissbau eine einmalige Gelegenheit, das Prinzip ‹Miteinander statt jeder für sich› ins Zentrum zu stellen. Gemeinsam Impulse setzen für eine vernetzte, digitale und zukunftsfähige Bau- und Immobilienwirtschaft.»

  • Greater Zurich Area erstklassiger Wirtschaftsraum

    Greater Zurich Area erstklassiger Wirtschaftsraum

    Der Wirtschaftsraum rund um Zürich erstreckt sich über mehrere Kantone und ist ein Hotspot für Zukunftsbranchen. Neben seiner Rolle als globales Finanzzentrum mit exzellenter FinTech-Kompetenz bietet die Region ein dynamisches Ökosystem für Technologieunternehmen, die von Stabilität, Vertrauen und einem innovationsfreundlichen Umfeld profitieren.

    Wissenschaftlicher Spitzenstandort mit globaler Wirkung
    Forschungseinrichtungen wie die ETH Zürich oder die Universität Zürich sind Motoren wissenschaftlichen Fortschritts. Sie prägen die Region in Bereichen wie Life Sciences, Robotik oder Künstliche Intelligenz. Der enge Austausch zwischen Hochschulen und Unternehmen fördert Innovationen und beschleunigt die Umsetzung marktfähiger Lösungen, ein entscheidender Standortvorteil im globalen Wettbewerb.

    Attraktiv für Unternehmen, überzeugend für Fachkräfte
    Klare politische Verhältnisse, ein transparentes Rechtssystem und attraktive steuerliche Rahmenbedingungen schaffen ein investitionsfreundliches Klima. Unternehmen schätzen zudem die exzellente Infrastruktur, kurze Entscheidungswege und den Zugang zu hochqualifizierten Arbeitskräften. Die internationale Ausrichtung der Bevölkerung stärkt zusätzlich die Wettbewerbsfähigkeit.

    Lebensqualität als strategischer Erfolgsfaktor
    Die Region überzeugt nicht nur wirtschaftlich. Sie bietet auch ein Umfeld mit hoher Lebensqualität. Internationale Rankings führen Zürich regelmässig unter den weltweit lebenswertesten Städten. Dieses Umfeld wirkt anziehend auf Fachkräfte und Unternehmer und fördert langfristige Bindungen an den Standort.

    Zukunftsorientiert, Nachhaltig und Digital
    Die Area investiert gezielt in nachhaltige Entwicklung, digitale Infrastruktur und technologische Zukunftsthemen. Engagement in Bereichen wie erneuerbare Energien, emissionsarme Mobilität und intelligenter Städtebau machen die Region zu einem Pionier nachhaltiger Transformation, mit Vorbildwirkung über die Landesgrenzen hinaus.

    KMU als tragende Säule der Wirtschaftskraft
    Neben globalen Unternehmen ist die Region geprägt von einem leistungsstarken Mittelstand. Hochspezialisierte KMU stärken die Vielfalt und Innovationskraft des Wirtschaftsraums und ergänzen das industrielle Ökosystem mit Flexibilität und Nischenkompetenz.

  • Ein globales Zentrum für Künstliche Intelligenz

    Ein globales Zentrum für Künstliche Intelligenz

    Ein wesentlicher Baustein dieser Initiative ist der neue Alpen-Supercomputer, der im Februar 2024 im Swiss National Supercomputing Centre in Lugano in Betrieb genommen wurde. Mit über 10’000 Grafikprozessoren zählt er zu den leistungsstärksten Computern weltweit und bietet Schweizer Wissenschaftlern eine Infrastruktur, die bislang nur den grössten Technologieunternehmen zur Verfügung stand.

    KI-Entwicklung mit Fokus auf spezialisierte Branchen
    Statt allgemeine KI-Modelle zu entwickeln, konzentriert sich die Schweiz auf branchenspezifische Lösungen, insbesondere in den Bereichen Robotik, Medizin, Klimawissenschaften und Diagnostik. Bereits jetzt wurde an der EPF Lausanne ein medizinisches KI-Modell veröffentlicht, das speziell auf den Gesundheitssektor zugeschnitten ist.

    Offene und transparente KI-Modelle
    Die Organisation setzt bewusst auf Transparenz und Open Source. Im Gegensatz zu den proprietären Modellen grosser Konzerne sollen die neuen grossen Sprachmodelle der Schweiz für alle nachvollziehbar sein. Das betrifft sowohl die verwendeten Daten als auch die Trainingsmethoden und Ergebnisse.

    Forschung für digitale Souveränität
    Der ETH-Vizepräsident für Forschung, Christian Wolfrum, betont die Bedeutung für die digitale Unabhängigkeit der Schweiz: «Die Wissenschaft muss eine Vorreiterrolle übernehmen, um KI nicht allein den multinationalen Konzernen zu überlassen. Nur so können wir unabhängige Forschung und digitale Souveränität garantieren.»

    Grosses Rechenvolumen für ambitionierte Ziele
    Innerhalb der nächsten 12 Monate ist geplant zehn Millionen GPU-Stunden auf dem Alpen-Supercomputer zu nutzen. Dies entspricht einer enormen Rechenleistung, denn mit einem GPU müsste das gleiche Volumen über 1’100 Jahre durchgehend arbeiten. Damit setzt die Schweiz neue Massstäbe in der KI-Forschung.

    KI für Industrie und Verwaltung
    Die Initiative soll nicht nur der Wissenschaft, sondern auch Schweizer Unternehmen, Start-ups und öffentlichen Verwaltungen zugutekommen. Swisscom-CTO Gerd Niehage sieht die Initiative als wichtigen Baustein für die digitale Zukunft der Schweiz: «Sie beschleunigt die digitale Transformation und schafft neue Fähigkeiten, die unser Land braucht, um eine führende Rolle im Bereich generativer KI einzunehmen.»

    Internationale Zusammenarbeit und Netzwerkbildung
    Um ihre Forschung weiter voranzutreiben, arbeiten die ETH Zürich und die EPFL eng mit dem Swiss Data Science Center sowie rund einem Dutzend weiterer Schweizer Universitäten und Forschungsinstitute zusammen. Zudem ist die Initiative Teil des europäischen Netzwerks KI-Exzellenz, das etwa 40 führende KI-Forschungsstandorte in Europa umfasst.

    Die Initiative setzt damit ein klares Zeichen. Die Schweiz positioniert sich als weltweit führende Drehscheibe für die Entwicklung transparenter und verantwortungsbewusster
    KI-Technologien.

  • Zug als globales Zentrum für Blockchain-Technologie

    Zug als globales Zentrum für Blockchain-Technologie

    Mit einem finanziellen Engagement von rund 40 Millionen Franken unterstützt der Kanton Zug den Aufbau der «Blockchain Zug – Joint Research Initiative». Dieses innovative Kooperationsprojekt zwischen der Universität Luzern und der Hochschule Luzern soll das Crypto Valley zum internationalen Zentrum der Blockchain-Forschung entwickeln. Der Kantonsrat gab im Februar 2024 grünes Licht für das Vorhaben.

    Neues Forschungsinstitut an der Universität Luzern
    Ein zentraler Bestandteil der Initiative ist die Gründung eines Zuger Instituts für Blockchain-Forschung an der Universität Luzern. Mit neun neuen Lehrstühlen wird ein interdisziplinäres Forschungsumfeld geschaffen, das sich mit den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekten der Blockchain-Technologie auseinandersetzt. Die HSLU bringt ihre Expertise aus den Bereichen Informatik, Finance und Technik ein und schafft so eine einzigartige Synergie zwischen technologischer Innovation und humanwissenschaftlicher Perspektive.

    Leuchtturmprojekt mit internationaler Strahlkraft
    Ziel der Initiative ist es, Zug als globales Zentrum für Blockchain-Forschung zu etablieren. Finanzdirektor Heinz Tännler betont die Bedeutung dieses Vorhabens: «Blockchain hat das Potenzial, viele Bereiche unseres Lebens zu transformieren. Mit dieser Initiative stellen wir sicher, dass wir an der Spitze dieser Entwicklung stehen.» Dies ist nicht nur eine Investition in die Zukunftstechnologie, sondern auch eine strategische Massnahme zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Zug.

    Technologie trifft Gesellschaft
    Anders als viele reine Technologieforschungen verfolgt die «Blockchain Zug – Joint Research Initiative» einen breiten Ansatz. Neben den technischen Grundlagen werden auch die Auswirkungen auf Wirtschaft, Politik und Gesellschaft untersucht. Dies unterstreicht den einzigartigen Charakter des Projekts, das nicht nur Innovationen vorantreiben, sondern auch gesellschaftliche Transformationen verstehen und gestalten will.

    Langfristige Perspektive und nachhaltige Finanzierung
    Die Initiative ist langfristig angelegt. Nach der fünfjährigen Anschubfinanzierung durch den Kanton Zug soll das Forschungsnetzwerk auf nachhaltige Finanzierungsgrundlagen gestellt werden. Eine externe Evaluation nach drei Jahren wird über den weiteren Weg entscheiden.