Schlagwort: Innovation

  • Standortförderung bringt über 700 neue Jobs im ersten Jahr

    Standortförderung bringt über 700 neue Jobs im ersten Jahr

    Die von den Standortförderern unterstützte Ansiedlung von insgesamt 231 internationalen Unternehmen im Jahr 2024 stärkt die Schweiz als Innovationsstandort, so die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektionen und Switzerland Global Enterprise, die nationale Schweizer Export- und Standortpromotion, in ihrer gleichlautenden Medienmitteilung. Besonders hebt das Gremium hervor, dass rund zwei Drittel dieser Firmen in den fünf Schlüsseltechnologien Gesundheit, Digitales, Automatisierung, Food und Finanz tätig sind. Sie waren von Bund, Kantonen und Regionen in ihrer gemeinsamen Strategie für die Jahre 2024 bis 2027 als besonders förderungswürdig definiert worden. 

    Mit dieser Strategie, so die Mitteilung, seien die Promotionsaktivitäten aller Akteure noch enger verzahnt worden. Dabei profitiere der Standort Schweiz davon, dass sich die unterschiedlichen Kompetenzen der Promotionspartner gegenseitig ergänzten und verstärkten.

    Im ersten Betriebsjahr haben diese 231 neu angesiedelten Unternehmen in der Schweiz 716 neue Arbeitsstellen geschaffen. Den Angaben zufolge planen sie, in den nächsten drei Jahren insgesamt 2135 Arbeitsplätze einzurichten.

    Von diesen Firmen stammt rund die Hälfte aus den USA, aus Deutschland, Frankreich und Grossbritannien. Wie Regierungsrat Walter Schönholzer, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Thurgau und Co-Präsident des Steuerungsorgans für die nationale Standortpromotion, hervorhebt, tragen die angesiedelten Unternehmen „mit ihrem innovativen Knowhow und ihrem breiten Netzwerk auch zur kantonsübergreifenden Wertschöpfung sowie zur Stärkung der lokalen KMU-Landschaft bei“.

  • Niederlande testen Recycling-Zug für nachhaltigen Strassenbau

    Niederlande testen Recycling-Zug für nachhaltigen Strassenbau

    Schotter, Sand, Kies und erdölbasiertes Bitumen in Asphaltstrassen sind die gleichen Stoffe, aus denen auch neue Strassen bestehen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Asphalt bereits erhitzt und verlegt wurde.

    Aus diesem Grund haben niederländische Beamte des Infrastrukturamtes Rijkswaterstaat in Utrecht, das zum Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft gehört, in den Asphalt-Recycling-Zug (ART oder Asphalt Recycling Train) investiert. Das ist eine fahrzeugähnliche Maschine, die alte Strassen vor Ort wiederverwendet, anstatt sie aufzureissen und zu entsorgen und dann neue Materialien zu verwenden und damit mehr Kohlenstoff zu emittieren. Damit wird an gleicher Stelle neuer Asphalt verlegt.

    „Mit dem ART können wir Strassen auf eine weitaus nachhaltigere Weise erneuern“, wird Fredy Sierra-Fernandez in einer Medienmitteilung zitiert, der den ART im Ministerium entwickelt. „Im Moment testen wir eine einzelne Maschine, um zu sehen, was sie in der Praxis leistet.“

    ART lockert die verschlissene Deckschicht von Strassen, erhitzt den alten Asphalt, nimmt das geschmolzene Material auf, rührt und mischt es und trägt dann den erneuerten Asphalt wieder auf die Strasse auf. Die Maschine verdichtet auch die Strasse, so dass eine glatte Oberfläche entsteht.

    Fernandez untersucht nun, wie sich die Strassen nach diesem Verfahren verhalten. Seit Juni und ab  Oktober letzten Jahres wird eine Provinzstrasse in Gelderland im Osten der Niederlande und ein Abschnitt der Autobahn A2 beobachtet, nachdem dort der ART eingesetzt wurde.

    Die Strasse in Gelderland ist in einem guten Zustand. Der Abschnitt der Autobahn A2 ist etwas stärker abgenutzt, aber immer noch ausreichend. „Wir werden so lange weitermachen, bis wir zu 100 Prozent zufrieden sind“, so Fernandez. Tests in anderen Regionen sind für April und Mai 2025 geplant.

    Die niederländische Regierung hofft, dass bis 2030 drei oder vier ARTs im ganzen Land in Betrieb sein werden, um eine Kreislaufwirtschaft für Asphalt zu schaffen.

    Der ART wurde mit dem InfraTech Innovatieprijs 2025 ausgezeichnet.

  • Zukunft der Standortförderung im Kanton Zürich

    Zukunft der Standortförderung im Kanton Zürich

    Sie leiten seit über 15 Monaten zusammen mit Markus Müller in Co-Leitung die Standortförderung des Kantons Zürich.  
    Welche Erkenntnisse haben Sie gewonnen? 
    Der Standort Zürich sticht durch seine wirtschaftliche Grösse innerhalb der Schweiz heraus. Dies verlangt auch, dass wir uns nicht nur in kantonalen Themen stark engagieren, sondern auch auf der nationalen und teilweise auch internationalen Bühne bewegen. So machen wir uns für den KI-Standort Schweiz stark oder lassen internationale Partner an unseren Erkenntnissen zu KI-Anwendungen in der Wirtschaft teilhaben.  

    Zugleich finde ich die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie Politik zielführend, wenn es um die Schaffung von nachhaltig attraktiven Rahmenbedingungen geht. 

    Könnten Sie uns einen kurzen Überblick über die aktuellen Schwerpunkte der Standortförderung im Kanton Zürich geben? 
    Zentrale Schwerpunkte sind:  

    Wie eben angesprochen, die Entwicklung von attraktiven, langfristigen Standortfaktoren. Durch den engen Dialog mit Wirtschaft und Wissenschaft erkennen wir Trends frühzeitig und setzen gezielt Impulse für die Standortentwicklung. 

    Die Förderung der Innovation und Stärkung unserer Schlüsselbranchen Finance, ICT, Life Science, Food, Clean- und Hightech.  

    Die Erhaltung und Stärkung der Vielfalt der Branchenstruktur. In diesem Zusammenhang begleiten wir auch Unternehmen, die sich hier ansiedeln wollen – von der Standortsuche bis zu Bewilligungen. 

    Auf diesen drei Pfeilern basieren unsere Projekte, Programme oder Initiativen.  

    Welche langfristigen Visionen verfolgt die kantonale Standortförderung in Bezug auf die Standortentwicklung? 
    Die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts hängt von einer Vielzahl an diversen Standortfaktoren ab. Diese reichen von zielgruppenfreundlichen Regulierungen und digitalen Behördenleistungen über eine starke Innovationskraft bis hin zur zukunftsfähigen Gestaltung der Wirtschaftsflächen.Wir verfolgen das Ziel, ein für Unternehmen und die Bevölkerung attraktiver, führender und zukunftsgerichteter Innovations- und Wirtschaftsstandort mit internationaler Strahlkraft zu sein. 

    Zürich gehört zu den teuersten Wohnorten weltweit. Die hohen Immobilienpreise und Mieten werden auch für Unternehmen immer mehr zu einer Belastung. Was kann die Standortförderung dagegen tun? 
    Wir setzen uns auf verschiedenen Ebenen nicht nur für die Attraktivität und Prosperität des Wirtschaftsraumes, sondern auch für eine hochwertige und ausgezeichnete Lebensqualität ein. Diesbezüglich spielt die Verfügbarkeit von Wohnraum auch dazu. Eine konkrete Anwendung findet sich so z.B. in unserer Innovation Sandbox für Künstliche Intelligenz. In der aktuellen Phase begleiten wir den Einsatz von KI bei Baugesuchen. Durch die gewonnenen Ergebnisse hoffen wir, Ansätze zur Verringerung des Baustaus und zur Verschlankung der Baubewilligungsprozesse zu finden.  

    Auf Amtsebene angesiedelt ist zudem die Wohnbauförderung. Sie fördert die Bereitstellung von preisgünstigen Mietwohnungen mit attraktiven Darlehen.  

    Die Alterung der Bevölkerung beeinflusst die Immobilienbranche und den Arbeitsmarkt. Welchen Stellenwert hat diese Tatsache für den Kanton Zürich und wie können Sie darauf reagieren? 
    Das Thema der demografischen Verschiebungen und der sich öffnenden Arbeitsmarktschere beschäftigt uns schon länger auf verschiedenen Ebenen. In den nächsten Jahren werden viele erfahrene Arbeitskräfte pensioniert – das verstärkt den Wettbewerb um Talente.  

    Einerseits erarbeiten wir verschiedene Projekte im Bereich der Fachkräftegewinnung und -haltung sowie Arbeitsmarktpartizipation. Zugleich sind wir aktuell daran, neue übergreifende Ansätze zum Thema Demografie zu entwickeln, die längerfristig wirken sollen. Denn eines ist klar, dass die Bewältigung der Herausforderung «Demografie» systemisch gedacht werden muss und somit viele involvierte Parteien und Stakeholder mit an den Tisch gebracht werden müssen.  

    Wie sehen Sie die Rolle des Kantons im Wirtschaftsraum Greater Zurich Area? 
    Die Greater Zurich Area ist einer der innovativsten Wirtschaftsstandorten Europas – und der Kanton Zürich spielt dabei eine zentrale Rolle. Als führender Innovationsstandort schaffen wir die Rahmenbedingungen, die Unternehmen benötigen, um sich erfolgreich zu entwickeln. So profitieren schlussendlich auch die weiteren Kantone innerhalb des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area von unserer starken Position. 

    Als Wirtschaftsmotor der Schweiz ist der Kanton Zürich auch der grösste Mittelgeber des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area. Zugleich ist unsere Direktionsvorsteherin, Regierungsrätin Walker Späh, Stiftungsratspräsidentin des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area. Der Kanton Zürich ist zudem mit den beiden Städten Winterthur und Zürich zusätzlich in dem Wirtschaftsraum Greater Zurich Area aktiv vertreten. So können wir unsere Interessen optimal einbringen und die Aktivitäten des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area mit den unsrigen abstimmen. 

    Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit anderen Kantonen innerhalb des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area?  
    Welche gemeinsamen Projekte sind aktuell? 
    Die Zusammenarbeit innerhalb der Organisation des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area fokussiert primär auf Fragen der Ansiedlung. In diversen weiteren Konstellationen und Gremien arbeiten wir sehr eng mit anderen Kantonen zusammen. So z.B. im Metropolitanraum Zürich aber auch auf kleinerer räumlicher Ebene wie im Limmattal. Wobei nicht immer alle Kantone auch Mitglieder des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area sind. 

    Aktuelle Projekte in der Zusammenarbeit sind beispielsweise die 2. Phase der Innovation Sandbox für Künstliche Intelligenz, in der auch das angesprochene Baubewilligungsprojekt untergeordnet ist, oder auch die Neupositionierung der regionalen Standortförderung Limmatstadt, bei der wir über die Kantonsgrenze in funktionalen Räumen denken und Lösungen suchen.

  • Der 104. immoTable im Zeichen von Energie, Standortattraktivität und Innovation

    Der 104. immoTable im Zeichen von Energie, Standortattraktivität und Innovation

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    Weichenstellungen für starke Standorte
    Samuel Mösle, Co-Leiter der kantonalen Wirtschaftsförderung Zürich, eröffnete mit einem umfassenden Lagebild. Er skizzierte die aktuellen Herausforderungen im globalen Kontext und betonte die Rolle der Bauwirtschaft für die Weiterentwicklung des Standorts Zürich. Themen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und die Sicherung von bezahlbarem Wohnraum spielen dabei eine zentrale Rolle. Ziel ist es, den Kanton Zürich als innovativen und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsraum weiter zu profilieren.

    Björn Slawik und Frank Koster vom ewz präsentierten die Perspektiven einer dezentralen und nachhaltigen Energiewelt. Im Fokus standen die dynamische Entwicklung des Schweizer Solarmarktes und neue regulatorische Rahmenbedingungen ab 2026. Mit der Einführung lokaler Elektrizitätsgemeinschaften, etwa durch das Konzept ewz.solarquartier, wird der Eigenverbrauch von Solarstrom auf Quartiersebene gestärkt. Ziel ist es, Überschüsse effizient zu nutzen und den Solarzubau marktorientiert zu fördern.

    Jan Frenzel von SMG veranschaulichte, wie KI-gestützte Systeme die Welt des Customer Relationship Managements revolutionieren. Neben dem Vergleich von CRM- und ERP-Systemen beleuchtete er das Potenzial von SaaS-Lösungen zur Automatisierung von Geschäftsprozessen. Mit intelligenten Tools lassen sich Kundenbedürfnisse künftig noch präziser erkennen – ein Schlüsselfaktor für die Positionierung am Markt.

    Standortentwicklung und Zukunftstrends
    Unter dem Titel «Wie bleiben Standorte attraktiv?» diskutierten Beat Bachmann (Kanton Zug), Jakob Bächtold (House of Winterthur), Marc Lyon (Implenia Schweiz AG) und Albert Schweizer (Stadt Schlieren) über die Zukunftsfähigkeit von Standorten. Die Themen reichten von demografischem Wandel über neue Wohn- und Arbeitsformen bis hin zur Frage, wie Innovation und Nachhaltigkeit konkret in die Arealentwicklung einfliessen können. Die Diskussion zeigte, erfolgreiche Standorte müssen heute mehr bieten als nur Infrastruktur. Sie brauchen Identität, Vernetzung und Zukunftsvisionen.

    Ausblick auf den Real Estate Award 2025
    Mara Schlumpf informierte über den kommenden Real Estate Award, der am 2. Oktober 2025 im Trafo Baden stattfindet. In fünf Kategorien werden herausragende Projekte und Persönlichkeiten der Immobilien- und Bauwirtschaft ausgezeichnet. Der Event verspricht nicht nur eine Gala mit Netzwerkcharakter, sondern auch exklusive Sichtbarkeit für Innovation und Qualität in der Branche.

  • Innovationsstandort der Zukunft gestalten

    Innovationsstandort der Zukunft gestalten

    Die Schweizer Regierung schafft durch gezielte Förderprogramme, Steuererleichterungen und Investitionen in der Forschung ein Umfeld, das Innovationen begünstigt. Initiativen wie das Innovationsförderungsprogramm unterstützen Unternehmen bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten, während Start-ups durch Beratungen und Finanzierungen wachsen können. 

    Auch die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie spielt eine entscheidende Rolle. Hochschulen wie die ETH Zürich, die Universität Zürich und das Paul Scherrer Institut arbeiten eng mit Unternehmen zusammen, um technologische Fortschritte in marktfähige Produkte zu überführen. Diese Synergien sind ein Schlüssel zum Erfolg. 

    Unternehmenskultur und Start-up-Ökosystem 
    Die Schweiz fördert eine kreative und unternehmerische Kultur, in der Risikobereitschaft belohnt und Misserfolge als Lernprozess angesehen werden. Diese Denkweise hat zu einer Vielzahl erfolgreicher Start-ups geführt. MindMaze revolutioniert die Rehabilitation durch Neurotechnologie, während Ava mit innovativen Fertilitäts-Trackern die Medizinbranche prägt. 

    Technologiezentren wie der Technopark Zürich bieten jungen Unternehmen optimale Bedingungen, um Innovationen voranzutreiben. Das Unternehmen Google betreibt hier eines seiner grössten Forschungszentren ausserhalb der USA. Ein Beweis für das attraktive Umfeld der Region. 

    Infrastruktur und globale Vernetzung 
    Die Schweiz investiert kontinuierlich in ihre Infrastruktur und Forschungslandschaft. Moderne High-Tech-Labors, Technologieparks und spezialisierte Innovationszentren ermöglichen Forschern und Unternehmern, neue Ideen schnell umzusetzen. 

    Zudem setzt die Schweiz auf internationale Zusammenarbeit. Programme wie Horizon Europe und die Beteiligung am European Research Area stärken die Verbindungen zu internationalen Partnern und sichern den Wissenstransfer. Die Multilingualität der Schweizer Bevölkerung begünstigt den globalen Austausch. 

    Zwischen Klimazielen und wirtschaftlichem Wachstum 
    Die Schweiz sieht sich als Vorreiter für nachhaltige Technologien. Investitionen in erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft und CO²-Reduktion sollen langfristig eine umweltfreundliche Wirtschaft sichern. 

    Innovationsmotor mit Warnsignalen 
    Der Wirtschaftsraum Greater Zurich Area hat sich als führender Technologie-Hub Europas etabliert. Laut Experten hat die Region zwischen 2009 und 2021 über 1’280 Unternehmen angesiedelt, die 9’400 Arbeitsplätze geschaffen und 647 Millionen Franken an Steuereinnahmen generiert haben. Balz Hösly, Präsident von Greater Zurich Area: «Wir sind wohl der einzige Standort, der seine attraktivsten Rahmenbedingungen ohne Not immer wieder selbst infrage stellt.» 

    Obwohl die Schweiz seit Jahren an der Spitze des Global Innovation Index steht, sind Entwicklungen wie verschärfte Regulierungen oder steigende Unternehmenssteuern ein Risiko für den Standort. Die wirtschaftsfreundlichen Rahmenbedingungen, die massgeblich zum Erfolg beigetragen haben, dürfen nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. 

    Innovationskraft bewahren, aber wie? 
    Die Schweiz steht an einem Scheideweg. Bleibt sie ein globaler Innovationsführer oder gefährdet sie durch Überregulierung ihre eigene Attraktivität? 

    Mit hervorragenden Bildungs- und Forschungsinstituten, einer unternehmerfreundliche Kultur, weltweiter Vernetzung und eines leistungsstarken Start-up-Ökosystem sind die Erfolge unbestritten. Doch regulatorische Eingriffe, steigende Kosten und unsichere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen könnten den Fortschritt ausbremsen.

  • Wirtschaftliche Resilienz der Schweiz im Fokus

    Wirtschaftliche Resilienz der Schweiz im Fokus

    Die Schweiz steht vor neuen Herausforderungen, doch ihre wirtschaftliche Stärke beruht auf klaren Erfolgsfaktoren wie Eigenverantwortung, Dezentralität, Innovationskraft und internationale Vernetzung. Diese Kernpunkte stellte Wirtschaftsminister Albert Rösti in seiner Keynote eindrücklich heraus. Mit dem Verweis auf historische Wurzeln und aktuelle Risiken machte er deutlich, Wohlstand ist kein Selbstläufer. Statt auf Etatismus zu setzen, brauche es ordnungspolitische Klarheit und die Rückbesinnung auf bewährte Prinzipien wirtschaftlicher Freiheit.

    Zollschocks und Verhandlungsgeschick
    Staatssekretärin Helene Budliger Artieda gewährte Einblicke in die weltwirtschaftlichen Verhandlungen und betonte: «Die jüngsten US-Zölle kamen überraschend. Doch die Schweiz bleibe handlungsfähig, weil sie ihre Handelsbeziehungen breit diversifiziert und aktiv pflegt.» Offenheit gegenüber Partnern wie der EU, den USA und China sei nicht Beliebigkeit, sondern strategische Notwendigkeit. Die Resilienz der Schweizer Wirtschaft gründe auf dieser breiten Basis und einem klaren Blick für geopolitische Realitäten.

    Robuste Fundamente, kluge Zurückhaltung
    In mehreren Panels wurde deutlich, die Schweiz verfügt über starke institutionelle Rahmenbedingungen, doch sie muss wachsam bleiben. Ökonom Gunther Schnabl und Ex-Finanzdirektor Serge Gaillard warnten vor einem Aufweichen der Schuldenbremse und mahnten zu fiskalischer Disziplin. Gleichzeitig lobten sie das Niveau der politischen Debatten in der direkten Demokratie, die breite Beteiligung an wirtschaftlichen Grundsatzfragen ermögliche.

    Wirtschaftsmodell zwischen Globalplayern und KMU
    Die Schweizer Stärke liegt nicht nur in multinationalen Konzernen, sondern ebenso in regional verwurzelten KMU. Diese Kombination, so Historiker Tobias Straumann, sorge für Innovationskraft und Stabilität. Vertreterinnen wie Suzanne Thoma (Sulzer) und Urs Furrer (SGV) forderten praxisnahe Lösungen für die Fachkräftesicherung und weniger regulatorische Hürden. Die neue Verhandlungsbasis mit der EU biete Chancen, müsse aber klug umgesetzt werden.

    Wachsamkeit ist kein Widerspruch zu Stärke
    Die Schweiz steht auf einem starken Fundament, doch dieses verlangt Pflege. Institutionelle Stabilität, hohe Innovationsfähigkeit, aussenwirtschaftliche Offenheit und politische Souveränität machen den Standort zukunftsfähig. Das Wirtschaftspodium sendet ein klares Signal, Selbstvertrauen ja, Selbstzufriedenheit nein. Wer die Schweiz stärken will, muss Spielräume klug nutzen, statt auf vermeintliche Sicherheiten zu bauen.

  • Unternehmen aus Rapperswil BE gewinnt renommierten Wirtschaftspreis

    Unternehmen aus Rapperswil BE gewinnt renommierten Wirtschaftspreis

    Gasser Ceramic hat den diesjährige Prix SVC Espace Mittelland gewonnen. Das in Rapperswil im Berner Seeland ansässige Familienunternehmen stellt Ziegel für Dächer und Fassaden sowie Backsteine und in Dachziegel integrierte Photovoltaiksysteme her. Mit rund 200 Mitarbeitenden, zehn Produktionslinien und sechs Brennöfen an vier Standorten ist die Siegerfirma laut einer Mitteilung des Swiss Venture Club (SVC) einer der führenden Schweizer Betriebe in diesem Bereich.

    «An Gassers kommt keiner vorbei», wird Jurypräsident Jürg Schwarzenbach in einer Mitteilung aus seiner Laudatio zitiert. «Während dem Jurybesuchstag spürten wir die Begeisterung für die Produkte und den Stolz der Mitarbeitenden, für das Traditionsunternehmen tätig zu sein.»

    Auf Platz 2 folgt die Platit AG aus Selzach. Die Firma stellt Hightech-Anlagen für die PVD-Beschichtung her. Mit ihren Maschinen werden Fünfliber und Goldmedaillen geprägt sowie Hüftgelenke und Zifferblätter von Luxusuhren beschichtet. Weltweit sind über 650 Beschichtungssysteme von Platit installiert. Zudem unterhält das Unternehmen Niederlassungen in Europa, Amerika und Asien.

    Der dritte Platz ging an die Schwob AG aus Burgdorf. Das Traditionsunternehmen entwickelt und fertigt mit rund 240 Mitarbeitenden in seiner eigenen Jacquard-Weberei hochwertige Tisch- und Bettwäsche für Hotellerie, Gastronomie, Kliniken und Residenzen. Für deren Reinigung verfügt Schwob über fünf eigene und 30 lokale Partnerwäschereien. Schwob exportiert an Einrichtungen rund um den Globus. Megasol Energie aus Deitingen SO, Entwickler von Solarmodulen und Montagesystemen, und Olwo, Produktions-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen der Holzbranche aus Worb BE, wurden mit einem Diplomrang ausgezeichnet.

    Die Preisverleihung fand vor 1300 Gästen im Kursaal Bern statt. «Der Prix SVC ist weit mehr als eine Auszeichnung», wird der Präsident des SVC-Organisationskomitees, Reto Portmann, zitiert. «Diese renommierte Veranstaltung symbolisiert Unternehmergeist, Innovationskraft und den Mut, den es braucht, um in unserer dynamischen und wettbewerbsorientierten Welt erfolgreich zu sein.»

  • Bernapark stärkt Unterstützung für KMU

    Bernapark stärkt Unterstützung für KMU

    Das Zentrum für Innovation und Digitalisierung (ZID) der ZID Bernapark AG stellt sich neu auf. Ursprünglich als Impulsgeber für Early-Stage-Start-ups gegründet, soll der Handlungsradius künftig KMU und Jungunternehmen aller Stadien umfassen, informiert das ZID in einer Mitteilung. «Die neue Strategie ist ein wichtiger Schritt für das ZID», wird Hans-Ulrich Müller, Präsident des Verwaltungsrates der ZID Bernapark AG, dort zitiert. «Sie schafft die Basis für nachhaltiges Wachstum und stärkt unsere Position als Innovationshub für KMU im Espace Mittelland.»

    Die Angebote des ZID sind darauf ausgelegt, praxisnahe Lösungen für aktuelle Herausforderungen in Unternehmen zu bieten. Inhaltlich wird der Schwerpunkt dabei auf Künstliche Intelligenz, digitale Transformation und Nachfolgeregelung gelegt. Im ersten Schritt der Transformation werden die beiden Formate KMU Update und KMU Upgrade eingeführt. Dabei bietet KMU Update kostenlose Netzwerkformate wie Skill Share Lunches und Input-Workshops an. KMU Upgrade ist als kostenpflichtiges Format für konkrete Umsetzungen angelegt.

    Anfang Jahr hat zudem der Swiss Venture Club seine Geschäftsstelle ins ZID verlegt. Damit erweitere das ZID «den Zugang zu einem der grössten KMU-Netzwerke der Schweiz», heisst es in der Mitteilung. «Wir schaffen eine Plattform, die KMU und Jungunternehmen nicht nur vernetzt, sondern ihnen auch konkrete Werkzeuge zur digitalen Transformation in die Hand gibt», erläutert Martin Hofer, Interim Geschäftsführer des ZID. «Unsere Programme sind darauf ausgelegt, Innovationen praxisnah und effizient umzusetzen.»

  • Flughafenregion Zürich gibt sich Fachbeirat für Nachhaltigkeit

    Flughafenregion Zürich gibt sich Fachbeirat für Nachhaltigkeit

    Die FRZ Flughafenregion Zürich verstärkt ihr Engagement für Nachhaltigkeit. Sie habe am 6. Februar einen Nachhaltigkeits-Fachbeirat gegründet, informiert das Wirtschaftsnetzwerk in einer entsprechenden Mitteilung. «Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen und die Gesellschaft», heisst es dort zu den Hintergründen der Entscheidung.

    Der neue Fachbeirat soll als «führendes Kompetenzzentrum» für nachhaltige Innovationen in der Region fungieren. Konkret hat er das Ziel, Unternehmen, Städten und Gemeinden bei der Einführung nachhaltiger Geschäftsmodelle zur Seite zu stehen. Dazu sollen Best Practices gefördert und Agierende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik miteinander in Verbindung gebracht werden.

    Zu den Aufgaben des neuen Fachbeirats wird auch die Vergabe des FRZ Excellence Awards gehören. Mit ihm werden jährlich herausragende Leistungen in Ökologie, sozialer Verantwortung und Innovation von Mitgliedsunternehmen der FRZ Flughafenregion Zürich gewürdigt.

    Dem Nachhaltigkeits-Fachbeirat gehören unter anderem Mario Angst von der Universität Zürich, Willi Gärtner von Planzer, Thomas Meier vom Swiss Safety Center und die ehemalige Geschäftsführerin der Greater Zurich Area, Sonja Wollkopf, an. Insgesamt sind im Fachbeirat vier Frauen und neun Männer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vertreten. Die vollständige Liste der Mitglieder inklusive Verlinkung auf ihre LinkedIn-Profile hält die FRZ Flughafenregion Zürich in der Mitteilung bereit.

  • Regulierung von Künstlicher Intelligenz in der Schweiz

    Regulierung von Künstlicher Intelligenz in der Schweiz

    Künstliche Intelligenz durchdringt zunehmend alle Lebensbereiche. Von der Wirtschaft über die Wissenschaft bis hin zur Verwaltung. Während KI enorme Chancen eröffnet, bringt sie auch Herausforderungen mit sich. Wie kann Fairness, Transparenz und Sicherheit gewährleistet werden? Welche Regeln braucht es für die Nutzung von KI-Systemen? Und wie bleibt die Schweiz international wettbewerbsfähig?

    Das Bundesamt für Kommunikation hat in der „Auslegeordnung KI“ verschiedene regulatorische Optionen analysiert. Der Bundesrat folgte dieser Analyse und entschied für einen sektoriellen Regulierungsansatz, der bestehende Gesetze gezielt ergänzt und branchenspezifische Vorgaben schafft.

    Sektorale Regulierung statt umfassendem KI-Gesetz
    Der Bundesrat verfolgt einen differenzierten Regulierungsansatz, indem er auf bestehende Gesetze aufbaut und diese spezifisch für verschiedene Branchen anpasst. Gleichzeitig wird die KI-Konvention des Europarats ratifiziert, um übergeordnete ethische und rechtliche Standards sicherzustellen.

    Laut Franziska Barmettler, Geschäftsleiterin von digitalswitzerland, ist dieser Mittelweg zielführend. „Eine zu starre Regulierung könnte Innovationen bremsen. Der Bundesrat hat einen klugen Weg gewählt, der sowohl die Chancen als auch die Risiken von KI berücksichtigt“. Sie betont zudem die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, um KI verantwortungsvoll zu nutzen und zu gestalten.

    Was bedeutet der Entscheid für die Schweiz?
    Der sektorale Regulierungsansatz ermöglicht branchenspezifische Regeln für unterschiedliche Anwendungsgebiete, etwa im Finanzwesen, Gesundheitswesen oder Verkehr. Zudem wird sichergestellt, dass die Schweizer Regulierung mit europäischen und globalen Standards kompatibel bleibt.

    Dennoch gibt es Herausforderungen. Bis Ende 2026 müssen die neuen Regeln konkretisiert werden, um klare Leitlinien für Unternehmen und Institutionen zu schaffen. Offene Fragen zur Datenethik, Transparenz und internationalen Wettbewerbsfähigkeit müssen dabei gelöst werden. Entscheidend wird sein, dass die Schweiz eine Balance zwischen Regulierung und Innovationsfreiheit findet.

    Die Schweiz im globalen Wettbewerb
    Die internationale KI-Entwicklung wird zunehmend von einem Wettlauf zwischen den USA, China und der EU bestimmt. Während die EU auf detaillierte Vorschriften setzt, verfolgen die USA einen liberaleren Ansatz. Die Schweiz muss sich strategisch positionieren. Wie bleibt sie technologisch anschlussfähig? Welche Auswirkungen haben globale Handelskonflikte auf KI-Entwicklungen? 

    Der Bund setzt auf eine digitale Geostrategie, um die Schweiz als innovationsfreundlichen, aber zugleich verlässlichen Standort im globalen Wettbewerb zu positionieren. Gleichzeitig muss die Regierung auf Forderungen von Branchenverbänden und Unternehmen eingehen, um eine praxisnahe Regulierung sicherzustellen.

    Die Entscheidung des Bundesrates, auf ein sektorielles Modell zu setzen, entspricht der Schweizer Rechtstradition der Technologieneutralität und prinzipienbasierten Regulierung. So können Vorschriften flexibel auf spezifische Branchen zugeschnitten werden.

    Einschätzung zur KI-Strategie des Bundesrates
    Der Schutz der Grundrechte bildet die Grundlage für das Vertrauen in Künstliche Intelligenz. Durch die Ratifizierung der KI-Konvention des Europarats wird sichergestellt, dass die Rechte der Bürgerinnen und Bürger gewahrt bleiben und gleichzeitig das Vertrauen in den Einsatz von KI-Technologien gestärkt wird.

    Die Regulierung folgt einem technologieneutralen Ansatz, der nicht auf bestimmte Technologien beschränkt ist, sondern sich an übergeordneten Prinzipien orientiert. Dadurch bleibt die Regulierung zukunftsoffen, sodass neue technologische Entwicklungen nicht von vornherein ausgeschlossen werden. Dies trägt dazu bei, Innovationshemmnisse zu vermeiden und Fortschritt zu ermöglichen.

    Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität durch branchenspezifische Regelungen. KI-Anwendungen werden je nach Einsatzgebiet unterschiedlich reguliert, um den spezifischen Anforderungen verschiedener Branchen gerecht zu werden. Während der Einsatz von Gesichtserkennungssoftware zur Überwachung am Arbeitsplatz als kritisch angesehen wird, könnte dieselbe Technologie im medizinischen Bereich, beispielsweise zur Diagnose von Depressionen, wertvolle Erkenntnisse liefern.

    Umsetzung bis 2026
    Die kommenden Jahre werden massgeblich dafür sein, die Regulierung von Künstlicher Intelligenz in der Schweiz konkret auszugestalten. Bis spätestens Ende 2026 soll die Umsetzung der KI-Konvention abgeschlossen sein. Dabei sind drei zentrale Aspekte zu berücksichtigen.

    Erstens müssen die Prinzipien der Konvention effizient und praktikabel in bestehende Gesetze integriert werden, um eine reibungslose Anwendung sicherzustellen. Zweitens ist eine aktive Mitgestaltung der Wirtschaft erforderlich, sodass Unternehmen in die Entwicklung nicht-rechtlich bindender Massnahmen eingebunden werden. Drittens müssen die Schweizer Regelungen mit europäischen und globalen Standards kompatibel sein, um den internationalen Marktzugang für Schweizer Unternehmen nicht zu gefährden.

    Mit der Entscheidung für eine sektorielle KI-Regulierung verfolgt der Bundesrat eine pragmatische und innovationsfreundliche Strategie, die einerseits Unternehmen Rechtssicherheit bietet und andererseits die Grundrechte schützt sowie eine nachhaltige technologische Entwicklung fördert.

    Die konkrete Umsetzung wird entscheidend sein. Eine zu strenge Regulierung könnte Innovationen ausbremsen, während eine zu lasche Regulierung das Vertrauen in KI-Technologien untergraben könnte.

    Neben technologischen und wirtschaftlichen Aspekten spielt auch die gesellschaftliche Dimension eine wichtige Rolle. Hochschulen, Unternehmen und öffentliche Institutionen müssen gemeinsam daran arbeiten, KI-Kompetenzen zu vermitteln und ethische Standards zu etablieren.

    Die Schweiz hat nun die Chance, sich als führender KI-Standort langfristig zu positionieren – mit einem regulatorischen Rahmen, der Innovationen ermöglicht und gleichzeitig das Vertrauen der Gesellschaft in KI stärkt.

  • Strategische Partnerschaft für hochpräzise Vermessungstechnik

    Strategische Partnerschaft für hochpräzise Vermessungstechnik

    Das auf Photogrammetrie spezialisierte Unternehmen Pix4D in Prilly bei Lausanne hat laut Medienmitteilung eine strategische Vereinbarung mit dem Messspezialisten Topcon Positioning Systems abgeschlossen. Topcon mit Hauptsitz im kalifornischen Livermore ist Entwickler, Hersteller und Vertreiber von Präzisionsmess- und Workflow-Lösungen für den weltweiten Bau-, Geodaten- und Landwirtschaftsmarkt.

    Topcon wird autorisierter Vertriebspartner für das Pix4D-Softwareportfolio im Bereich Photogrammetrie, welches einen besseren Zugang zu hochpräzisen Positionierungs- und 3D-Kartierungstechnologien bietet. Das Angebot richtet sich an  Fachleute aus den Bereichen Vermessung und Kartierung, Architektur, Ingenieur- und Bauwesen, Energie- und Versorgungsinfrastruktur sowie öffentliche Sicherheit und Forensik, heisst es in der Mitteilung.

    Die Vereinbarung über eine enge Zusammenarbeit mit Topcon sei «ein wichtiger Meilenstein in der Wachstumsstrategie von Pix4D», wird Andrey Kleymenov zitiert, CEO von Pix4D. «Die Kombination aus der Präzisionspositionierungstechnologie von Topcon und den fortschrittlichen Photogrammetrie- und GeoFusion-Algorithmen von Pix4D schafft eine leistungsstarke Reihe von Lösungen für Fachleute in den Bereichen Versorgungswirtschaft, Infrastruktur und horizontale Bauvorhaben weltweit.»

    «Die Integration der Präzisionspositionierungstechnologie von Topcon mit dem Photogrammetrie-Know-how von Pix4D ist ein weiteres grossartiges Beispiel für die Art der Zusammenarbeit, von der die Geospatial-Industrie schon immer profitiert hat», wird  Murray Lodge zitiert, Executive Vice President von Topcon Positioning Systems.

  • Innenausbau-Spezialist blickt auf 130 Jahre Unternehmensgeschichte

    Innenausbau-Spezialist blickt auf 130 Jahre Unternehmensgeschichte

    Die Obrist interior AG feiert in diesem Jahr ihr 130-jähriges Bestehen. Das 1885 als kleine Schreinerei gegründete Unternehmen habe sich in dieser Zeit «zu einem globalen Branchenleader entwickelt», schreibt Obrist interior in einer Mitteilung. Mit den Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr will der Spezialist für hochwertige Interieurs im Laden- und Innenausbau vor allem seine Mitarbeitenden würdigen. «Ohne ihr Können, Engagement und Streben nach höchster Kundenzufriedenheit wären wir nicht da, wo wir heute stehen», wird CEO und Inhaber Stefan Slamanig in der Mitteilung zitiert.

    Das Erfolgsrezept von Obrist interior beruhe auf unternehmerischer Agilität, schreibt das Unternehmen. So habe das Unternehmen mit Sitz in Inwil auf innovative Technologien wie CNC-Maschinen, 3D-Druck, Virtuelle Realität oder Lean-Management gesetzt, lange bevor diese zum Standard in der Branche wurden. «Auch bei der Transportlogistik und der Montage vor Ort, arbeiten wir ausschliesslich mit den Branchenbesten zusammen und sind zwecks Qualitätssicherung flankierend immer auch mit unseren eigenen Experten vor Ort», erklärt Chief Sales Officer Corrado Tona.

    In der Mitteilung geht CEO Slamanig auch auf die im vergangenen Jahr angekündigten Pläne für einen Erweiterungsbau in Inwil ein. Hier soll ein modulares Konzept umgesetzt werden, um Platz für weitere Mitarbeitende, zusätzliche Fertigungskapazitäten sowie Forschung und Co-Working zu schaffen. Aktuell steht Obrist interior zusammen mit weiteren vier Unternehmen im Finale des Prix Zentralschweiz 2025 des Swiss Venture Clubs.

  • Mehr Innovation, mehr Handwerk, mehr Möglichkeiten Swissbau 2026

    Mehr Innovation, mehr Handwerk, mehr Möglichkeiten Swissbau 2026

    Die Swissbau zählt seit über 50 Jahren zu den wichtigsten Plattformen der Bau- und Immobilienbranche. 2026 präsentiert sie sich mit neuen inhaltlichen Schwerpunkten und strategischen Partnerschaften. Erstmals offiziell in das Programm aufgenommen wurden die Fachbereiche Putz, Farbe, Trockenbau, Solartechnik und Energiespeicherung. Besonders hervorzuheben ist die Kooperation mit dem Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband (SMGV), die für eine zusätzliche Erweiterung des Aussteller- und Besuchersegments sorgt.

    Die Zusammenarbeit mit dem SMGV spiegelt sich in verschiedenen Messebereichen wider. Neben neuen Live-Demos und Fachveranstaltungen wird in diesem Rahmen auch der renommierte «Schweizer Preis für Putz und Farbe» auf der Messe verliehen. Diese zusätzlichen Formate sorgen für eine stärkere Branchenvernetzung und ermöglichen es Ausstellern, gezielt mit Fachkräften in Kontakt zu treten.

    Treffpunkt Handwerk: Mehr Interaktion und Swissness
    Unter dem Motto «Swissness» entsteht in Halle 1.0 ein neuer, interaktiver Bereich für das Bauhandwerk. Der Messeveranstalter will hier das Handwerk als zentralen Bestandteil der Bauwirtschaft stärker in den Fokus rücken und dabei insbesondere junge Talente für die Branche begeistern.

    Ein besonderes Highlight ist die interaktive Hausbau-Fläche, auf der verschiedene Gewerke parallel arbeiten und ihr Können demonstrieren. Begleitend dazu präsentieren führende Handwerksbetriebe ihre Materialien, Werkzeuge und Technologien. In der angrenzenden BauBeiz entsteht ein lebendiger Treffpunkt für den Austausch zwischen Fachkräften, Herstellern und Interessierten. Die Kombination aus Fachwissen, praxisnaher Demonstration und Networking macht diesen Bereich zu einem wichtigen Bestandteil der Swissbau 2026.

    Kreative Inszenierung für mehr Erlebnis
    Die Trendwelt für Innenausbau wird erstmals in Halle 1.2 inszeniert und bietet ein modernes, hochwertiges Ambiente für Aussteller aus den Bereichen Bad, Küche, Boden/Wand/Decke, Licht und Objekteinrichtung. Die Neugestaltung ermöglicht eine stärkere inhaltliche Vernetzung zwischen den Ausstellern und sorgt für ein ganzheitliches Messeerlebnis.

    Zusätzlich kehrt mit dieser Neuausrichtung der Samstag als Messetag zurück – allerdings ausschliesslich für Halle 1.2 und das Swissbau Focus. Durch die verlängerten Öffnungszeiten erhalten sowohl beruflich stark eingebundene Fachbesucher als auch private Bauherren eine weitere Möglichkeit, die Messe zu besuchen.

    Wissenstransfer und praxisnahe Lösungen
    Mit den etablierten Swissbau Focus und Swissbau Lab setzt die Messe weiterhin auf interdisziplinären Austausch und praxisnahe Lösungen. Während Swissbau Focus als Plattform für politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Diskussionen dient, bietet das Swissbau Lab einen Ort, an dem Besucher innovative Produkte und nachhaltige Technologien entdecken und selbst ausprobieren können.

    Aussteller profitieren zudem vom neuen Werkstatt-Angebot, das ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Anwendungen in einem praxisnahen Umfeld live zu demonstrieren. Damit wird der Mehrwert für Besucher weiter erhöht, da sie nicht nur Informationen erhalten, sondern die Lösungen direkt erleben können.

  • Europa braucht mehr Kapital für Start-ups

    Europa braucht mehr Kapital für Start-ups

    Die wirtschaftliche Stärke Europas hängt massgeblich von technologischen Innovationen ab. Doch der Zugang zu Kapital bleibt für viele Start-ups in der Wachstumsphase eine Herausforderung. Die neue Studie «Mapping investors for European innovators», veröffentlicht von der Beobachtungsstelle für Patente und Technologie des EPA zeigt, dass private und öffentliche Investoren eine entscheidende Rolle bei der Förderung neuer Technologien spielen. Im Vergleich zu den USA fehlt es in Europa jedoch an Kapital für spätere Finanzierungsphasen, was das Wachstum innovativer Unternehmen behindert.

    Technology Investor Score als Orientierungshilfe
    Um technologieorientierten Unternehmen die Suche nach Kapitalgebern zu erleichtern, führt das EPA den Technology Investor Score ein. Diese neue Kennzahl gibt an, welchen Anteil Unternehmen mit Patentanmeldungen am Portfolio eines Investors ausmachen. Der TIS hilft Start-ups, geeignete Partner zu identifizieren und fördert gezielt Investitionen in technologische Innovationen.

    Die Studie analysierte über 6100 Investoren in Europa sowie 8000 Kapitalgeber in den USA und zeigt, dass 88 % der europäischen Investoren Unternehmen mit Patenten in ihrem Portfolio haben. Doch nur 8 % dieser Investoren konzentrieren sich mehrheitlich auf Start-ups mit Patenten. Ein klares Zeichen für zurückhaltende Kapitalflüsse in innovative Wachstumsunternehmen.

    Europa muss in die Skalierung investieren
    Ein zentrales Problem des europäischen Innovationsökosystems ist die unzureichende Finanzierung in späten Entwicklungsphasen. Während öffentliche Investoren wie der Europäische Innovationsrat, die Europäische Investitionsbank oder nationale Innovationsagenturen die Frühphasenfinanzierung stark unterstützen, fehlen in Europa private Kapitalgeber für skalierungsfähige Start-ups.

    Die Analyse zeigt, dass 62 % der 100 grössten europäischen privaten Investoren sich auf Early-Stage-Finanzierungen konzentrieren, während nur 22 % in spätere Phasen investieren. Zum Vergleich: In den USA sind 98 der 100 wichtigsten Investoren private Kapitalgeber, von denen mehr als die Hälfte gezielt in die Skalierung von Start-ups investiert. Diese Finanzierungslücke in Europa führt dazu, dass vielversprechende Technologieunternehmen ins Ausland abwandern, um dort bessere Wachstumsbedingungen zu finden.

    Gezielte Lösungen für mehr Kapitalzugang
    Um diese Herausforderungen zu bewältigen, hat das EPA seinen Deep Tech Finder um eine neue Filterfunktion erweitert. Das kostenlose Onlinetool ermöglicht Start-ups eine gezielte Suche nach Investoren basierend auf Kriterien wie Finanzierungsphase, Standort und Technologiefokus. Damit können technologiegetriebene Unternehmen effizient Kapitalgeber finden, die sich auf ihre spezifischen Bedürfnisse spezialisiert haben.

    Zusätzlich bietet die Beobachtungsstelle für Patente und Technologie eine neue Informationsplattform, die detaillierte Einblicke in Finanzierungsstrategien, Investorenprofile und die Nutzung von Patenten zur Kapitalbeschaffung gibt. Ziel ist es, Start-ups und KMU zu unterstützen, damit sie ihr volles Innovationspotenzial ausschöpfen können.

    Europas Innovationskraft stärken
    Die Ergebnisse der Studie unterstreichen die Notwendigkeit, die Finanzierungsstrukturen in Europa zu optimieren. Öffentliche Gelder allein reichen nicht aus, um den Übergang von der Idee zur Marktreife zu gewährleisten. Mehr privates Kapital für spätere Wachstumsphasen ist erforderlich, um innovative Unternehmen in Europa zu halten und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

  • Neue Messtechnik erkennt Korrosion in Stahlbeton ohne Eingriffe

    Neue Messtechnik erkennt Korrosion in Stahlbeton ohne Eingriffe

    Stützmauern, Tunnel und Brücken aus Stahlbeton prägen das Schweizer Stadtbild und die Infrastruktur. Doch viele dieser Bauwerke haben bereits mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel – und chemische Veränderungen im Beton setzen dem verbauten Stahl zu. Beginnt der Bewehrungsstahl zu rosten, verliert das Bauwerk an Stabilität. Besonders problematisch sind die Schäden an unzugänglichen Stellen, wo herkömmliche Prüfmethoden versagen.

    Elektrochemische Messungen als neue Lösung
    Bislang mussten Ingenieure Teile des Betons aufbrechen, um Korrosionsschäden zu überprüfen. Ein aufwendiges und oft unzureichendes Verfahren. Talpa hat eine neue Methode entwickelt, die über Drainagerohre funktioniert. Eine spezielle Sonde wird in das Rohr eingeführt und misst mithilfe von elektrochemischen Signalen die Korrosionswahrscheinlichkeit im umgebenden Stahlbeton.

    «Das gab es bisher nicht», erklärt Lukas Bircher, einer der Entwickler. «Bisher musste man ganze Betonflächen abtragen, um Schäden zu finden und konnte trotzdem leicht einen kritischen Bereich übersehen.» Mit der neuen Technik können nun ganze Mauerabschnitte systematisch geprüft werden, ohne Zerstörung oder aufwendige Bauarbeiten.

    Messungen im laufenden Betrieb – ohne Baustelle
    Das Verfahren wurde bereits erfolgreich getestet, unter anderem an einer 200 Meter langen Stützmauer in Zürich-Höngg. Das Prinzip ist eine Sonde die in das Drainagerohr eingeführt und mit aufblasbaren Dichtungen fixiert wird. Anschliessend leitet das System Wasser in den Messbereich, wodurch eine leitfähige Verbindung zwischen den Elektroden der Sonde und dem Stahl im Beton entsteht. Anhand der aufgezeichneten elektrischen Signale kann das Team erkennen, ob und in welchem Ausmass Korrosion vorliegt.

    Alle 25 Zentimeter wird eine neue Messung vorgenommen, um den Zustand des gesamten Mauerabschnitts zu erfassen. «So können wir gezielt diejenigen Bereiche identifizieren, die tatsächlich eine Gefahr darstellen», sagt Bircher. «Das spart nicht nur Zeit, sondern auch hohe Kosten für unnötige Eingriffe.»

    50 Jahre nach dem Bauboom – Sanierungsbedarf wächst
    Viele der heute betroffenen Stahlbetonbauten stammen aus der Boomphase zwischen 1960 und 1980. Besonders Stützmauern aus den 1970er-Jahren enthalten häufig Hohlräume, die Korrosion begünstigen. Bislang mussten Schäden aufwendig durch Stichproben ermittelt werden, mit hohem Risiko, kritische Stellen zu übersehen. Die neue Methode bietet erstmals eine flächendeckende und zuverlässige Analyse.

    Von der Forschung zum Start-up Talpa-Inspection
    Die Technologie hat so grosses Potenzial, dass Bircher gemeinsam mit zwei Kollegen das Start-up Talpa-Inspection gründet. Der Name «Talpa», lateinisch für «Maulwurf», steht sinnbildlich für die innovative Art, tief verborgene Schäden sichtbar zu machen. Unterstützt durch ein ETH Pioneer Fellowship entwickelt das Team die Technologie weiter und bereitet den Markteintritt vor.

    Zukunftsperspektiven, Automatisierung und Skalierung
    Aktuell erfolgt die Messung noch teilweise manuell, doch das Team arbeitet bereits an einer automatisierten Version. Ziel ist es, die Sonde robuster zu machen und den Messvorgang weiter zu beschleunigen. Die Nachfrage ist gross. Allein in der Schweiz gibt es über 1’000 Kilometer potenziell betroffener Stahlbetonbauwerke.

    «Unsere Methode bietet eine echte Chance, die Lebensdauer bestehender Bauwerke zu verlängern», sagt Bircher. «Wir hoffen, dass sie sich bald als Standardverfahren für die Bauwerksdiagnostik etabliert.»

  • Europas Innovationsfinanzierung stärken

    Europas Innovationsfinanzierung stärken

    Technologie-Start-ups sind entscheidend für den Fortschritt disruptiver Innovationen. Doch finanzielle Hürden hemmen ihr Wachstum, wie eine neue Studie des EPA verdeutlicht. Der Vergleich mit den USA zeigt, dass es in Europa insbesondere in späteren Finanzierungsphasen an privatem Kapital fehlt. Dies zwingt viele innovative Unternehmen dazu, ausserhalb Europas nach Investoren zu suchen.

    Ein neues Bewertungssystem
    Mit dem TIS hat das EPA eine präzise Kennzahl entwickelt, um die Spezialisierung von Investoren auf patentierte Technologien zu bewerten. Der TIS basiert auf über 1000 Einzelwerten und gibt an, wie hoch der Anteil patentaktiver Unternehmen im Portfolio eines Investors ist. Damit können Start-ups gezielt nach Kapitalgebern suchen, die besonders innovationsfreundlich sind.

    Öffentliche Investoren als zentrale Stütze
    Die Studie zeigt, dass öffentliche Institutionen eine tragende Rolle bei der Innovationsförderung spielen. Programme wie der Europäische Innovationsrat, nationale Förderagenturen wie Innosuisse oder Bpifrance und die Europäische Investitionsbank bieten essenzielle Unterstützung in frühen Finanzierungsphasen. Allerdings fehlt es an einer nahtlosen Anschlussfinanzierung durch private Investoren, was die Skalierung innovativer Technologien erschwert.

    Europäische und US-amerikanische Finanzierungsmodelle im Vergleich
    Während in Europa 62% der privaten Investoren auf Early-Stage-Finanzierungen fokussiert sind, liegt der Anteil bei den 100 grössten US-Investoren mit späterem Finanzierungsfokus deutlich höher. 98 der Top-100-Investoren in den USA sind privat, über die Hälfte davon spezialisiert auf Wachstumsfinanzierung. Diese Unterschiede verdeutlichen die Lücke in der europäischen Kapitalstruktur.

    Neue digitale Tools zur Investorenfindung
    Um Start-ups den Zugang zu Kapital zu erleichtern, erweitert das EPA seine digitalen Werkzeuge. Der Deep Tech Finder wurde um einen Filter ergänzt, der Investoren gezielt nach Finanzierungsphase, Standort und Technologiefeld auffindbar macht. So können Start-ups effizient passende Kapitalgeber identifizieren und ihre Finanzierungschancen verbessern.

    Wege zu einem stärkeren Innovationsökosystem
    Die Studie unterstreicht den Handlungsbedarf für eine bessere Vernetzung von öffentlicher und privater Innovationsfinanzierung in Europa. Mit neuen digitalen Hilfsmitteln wie dem TIS und dem Deep Tech Finder setzt das EPA entscheidende Impulse, um die Finanzierungslücke zu schliessen und Start-ups langfristig im europäischen Markt zu halten.

  • Smart-City-Strategie Zug

    Smart-City-Strategie Zug

    Die Herausforderungen des Stadtwachstums, von der Klimakrise über die Verkehrslogistik bis zur Siedlungsverdichtung, verlangen nach ganzheitlichen Ansätzen. Zug setzt dabei auf die Digitalisierung als Schlüsselstrategie. Mit ihrer starken technologischen Basis und dem aktiven Einbezug aller städtischen Akteure bietet die Smart-City-Strategie Zug innovative Antworten auf die Fragen der Zukunft.

    Intelligente Verwaltung und bürgernahe Dienstleistungen
    Die Stadt Zug strebt eine effiziente, bürgernahe Verwaltung an, die den Zugang zu Dienstleistungen erleichtert und Transparenz fördert. Digitale Technologien, wie etwa Open Data und smarte Verwaltungsprozesse, bieten Bürgerinnen und Bürgern orts- und zeitunabhängige Zugänge zu städtischen Angeboten. Dieser kundenfreundliche Ansatz stärkt den Dialog zwischen Stadt und Bevölkerung und macht Zug zur Vorreiterin für eine moderne Stadtverwaltung.

    Gesellschaftliche Teilhabe und digitale Kompetenzen stärken
    Mit der Smart-City-Strategie schafft Zug neue Plattformen für die Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen. Digitale Kanäle erweitern den Dialog und fördern das Mitspracherecht, insbesondere für jüngere Generationen und weniger mobile Personen. Bildungsangebote sollen die digitalen Kompetenzen sowohl der Bevölkerung als auch der Verwaltung verbessern und die Zugerinnen und Zuger für die Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation fit machen.

    Smart Mobility für nachhaltige Mobilität und Lebensqualität
    Eine zentrale Säule der Strategie ist die smarte Mobilität. Innovative Technologien und alternative Verkehrsformen sollen den Pendelverkehr entlasten, Emissionen reduzieren und die Aufenthaltsqualität erhöhen. Zug setzt dabei auf Echtzeitdaten, intermodale Mobilität und den Ausbau emissionsfreier Verkehrsträger. Das Ziel: eine saubere, sichere und nachhaltige Mobilität, die das Stadtleben bereichert.

    Innovationsstarker Wirtschaftsstandort
    Mit seiner dynamischen Start-up-Szene und innovativen Branchen wie Fintech und Blockchain schafft Zug ein attraktives Umfeld für Hightech-Unternehmen und qualifizierte Fachkräfte. Die Smart-City-Strategie stärkt das Standortprofil und vernetzt Unternehmen, die sich für eine nachhaltige Wirtschaft und Kreislaufprozesse einsetzen. Zug wird so nicht nur als Lebensraum, sondern auch als Wirtschaftsstandort zukunftsfähig aufgestellt.

    Nachhaltigkeit und Umweltschutz durch smarte Technologien
    Die Förderung von Energieeffizienz und CO2-Reduktion ist ein zentrales Ziel der Strategie. Digitale Anwendungen wie «Smart Metering» ermöglichen eine transparente Darstellung des Energieverbrauchs und fördern den bewussten Umgang mit Ressourcen. Die Stadt setzt auf den Ausbau erneuerbarer Energien und eine intelligente Nutzung der bestehenden Infrastruktur – ein klares Bekenntnis zu Klimaschutz und nachhaltiger Stadtentwicklung.

  • Vertikale Windturbine erreicht Entwicklungsmeilenstein

    Vertikale Windturbine erreicht Entwicklungsmeilenstein

    Agile Wind Power hat mit dem erfolgreichen Aufbau einer Testanlage in der Nähe von Zürich laut eigenen Angaben einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung seiner neuartigen vertikalen 1-Megawatt-Windturbinen erreicht. Die 23 Meter hohe Testanlage dient vor allem der Erprobung und Optimierung der Technologie unter realen Wetter- und Lastbedingungen. Seit Oktober 2024 werden Testläufe und Messungen durchgeführt. Im Februar 2025 startet der automatische Betrieb.

    «Mit ihrer Kombination aus Forschung, Demonstration und Optimierung bildet die Testanlage die Basis für eine neue Generation von Windturbinen», so das in Dübendorf bei Zürich beheimatete Unternehmen. Es will mit dieser Technologie «einen erheblichen Beitrag zur dezentralen, umweltschonenden Energieversorgung leisten – insbesondere in Regionen, in denen herkömmliche Windkraftanlagen aus Akzeptanz- oder Umweltgründen nicht realisierbar sind».

    Die Rotoren der Anlage von Agile Wind Power drehen sich um den Mast statt wie bei herkömmlichen Windanlagen um eine Nabe. Bei einer Höhe der Vertical Sky-Turbine in der Version A40 von bis zu 130 Metern und einer Rotorlänge von maximal 65 Metern beträgt der Durchmesser der Anlage dennoch nur 40 Meter. Zudem sollen die Rotoren besonders leise sein.

    Nicht zuletzt dient die Testanlage auch zu Demonstrationszwecken. Laut Agile Wind Power wird sie «als Schlüsselinstrument zur Kommunikation der Vorzüge der Technologie genutzt» und soll damit «wesentlich zur Markteinführung 1-MW-Turbinen» für Gewerbe und Industrie beitragen.

    Seine neuartigen Windturbinen stellt Agile Wind Power vom 14. bis 16. Januar 2025 auf dem World Future Energy Summitvor. Das Unternehmen ist dort im Rahmen der Abu Dhabi Sustainability Week einer von acht Ausstellern im SWISS Pavilion.

  • Appenzellerland, Winterthur und Zürich mit Awards geehrt

    Appenzellerland, Winterthur und Zürich mit Awards geehrt

    Der Verband Smart City Hub Switzerland hat zum ersten Mal seine Smart City Hub Awards für innovative Ansätze intelligenter und nachhaltiger städtischer Lösungen verliehen. Aus insgesamt 20 Einreichungen waren sieben Projekte nominiert worden, informiert der aus Vertretenden von Städten und bundesnahen Dienstleistern zusammengesetzte Verband in einer Mitteilung. Von diesen sieben Nominierten wurden nun die Projekte Smartes Appenzellerland, Generative KI-Assistenz für Winterthur und Zuri Accessible CiTy (ZuriACT) in den Kategorien Newcomer, Innovation und Smart Citizen Services ausgezeichnet.

    In der Kategorie Newcomer trug die Organisation Verein Smartes Appenzellerland (VSAL) den Sieg davon. Ihr Projekt fördert die digitale Transformation im Appenzellerland. In der Mitteilung werden dabei die Entwicklung einer Plattform für das Internet der Dinge und Bildungsinitiativen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik hervorgehoben.

    Der Preis in der Kategorie Innovation ging an die Stadt Winterthur. Sie testet im Projekt Generative KI-Assistenz den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in praxisnahen Nutzungen, die von Schulungen und ethischer Reflexion begleitet werden.

    Stadt und Universität Zürich wurden mit dem Award für Citizen Services ausgezeichnet. Ihr Projekt Zuri Accessible CiTy (ZüriACT) will die Barrierefreiheit in Zürich durch digitale Werkzeuge und bessere Daten verbessern. In Zusammenarbeit mit Betroffenen werden innovative Technologien zur Vereinfachung von Zugänglichkeitsdaten eingesetzt.

  • Neue Projekte für Dekarbonisierung der Gasbranche starten 2025

    Neue Projekte für Dekarbonisierung der Gasbranche starten 2025

    Die EPFL und der Westschweizer Gasversorger Gaznat haben laut einer Mitteilung eine Rahmenvereinbarung über den Ausbau ihrer Zusammenarbeit unterzeichnet. Diese sieht drei Ausschreibungen für Projekte der Forschung und Entwicklung vor, die einen erheblichen Beitrag zu einer sauberen Gasversorgung leisten können. Die erste Ausschreibung ist für Anfang 2025 vorgesehen.

    Die Siegerprojekte werden von einem wissenschaftlichen Beirat ausgewählt, dem jeweils vier Vertreter beider Seiten angehören.  Dazu gehören der Gaznat-CEO Gilles Verdan, Wendy Lee Queen und Yasmine Calisesi vom EPFL Energy Center sowie EPFL-Vizepräsident Edouard Bugnion. Ein Programmmanager wird die Ausschreibungen koordinieren und die ausgewählten Projekte begleiten.

    Die EPFL und Gaznat haben im Rahmen von drei Ausschreibungen bereits 17 Projekte gemeinsam finanziert. Gaznat eröffnete 2023 sein Innovationslabor in Aigle.

    Gaznat mit Sitz in Lausanne beschafft und transportiert Gas für Partnerunternehmen in der Westschweiz. Das Unternehmen will sein Angebot bis 2050 klimaneutral gemacht haben. „Dank unserer Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit mit der EPFL kommen wir unserem Ziel der Klimaneutralität näher und können unsere Branche dekarbonisieren“, werden Gaznat-Verwaltungsratspräsident René Bautz und CEO Gilles Verdan in der Mitteilung zitiert.

  • Wertsteigerung durch globale Präsenz und technologische Innovation

    Wertsteigerung durch globale Präsenz und technologische Innovation

    Siemens Smart Infrastrukture legt die Latte höher. Der in Zug ansässige Geschäftsbereich von Siemens hat zwischen 2020 und 2024 seine Umsätze jährlich durchschnittlich um 11 Prozent gesteigert, informiert Siemens in einer Mitteilung. Beim Betriebsergebnis wurde 2024 eine Rekordmarge von 17,3 Prozent realisiert. Sie liegt deutlich über dem 2021 gesetzten Mittelfristziel von 11 bis 16 Prozent.

    In den kommenden Jahren wird ein Umsatzwachstum von 6 bis 9 Prozent sowie eine Ergebnismarge von 17 bis 18 Prozent angestrebt. „Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt und diese auch erreicht“, wird Matthias Rebellius, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO von Smart Infrastructure, in der Mitteilung zitiert. „Jetzt legen wir die Messlatte noch höher, um die nächste Stufe der Wertsteigerung zu erreichen.“

    In den kommenden Jahren will SI seine globale Präsenz stärken und lokale Kapazitäten erweitern. Gleichzeitig ist die Förderung von Talenten in wachstumsstarken Märkten wie Indien und den USA geplant. Beides soll zu skalierbaren Ergebnissen in den etablierten Endmärkten von SI, wie Rechenzentren, Gesundheitswesen und Energieversorgungsunternehmen führen. Das Unternehmen geht mittelfristig von einem Wachstum des von ihm adressierten Marktes um jährlich 5 bis 6 Prozent aus. Hier habe SI „in allen Bereichen ein über dem Markt liegendes Wachstum“ realisiert, heisst es in der Mitteilung.

  • Wirtschaftsraum Zug – Facts and Figures Zug

    Wirtschaftsraum Zug – Facts and Figures Zug

    Innerhalb des Wirtschaftraums Greater Zurich Area (GZA) gelegen gehört Zug zu einer der weltweit führenden Wirtschaftsregionen. Der Standort überzeugt durch eine exzellente Infrastruktur, ein grosses Potenzial an jungen Talenten sowie politische und wirtschaftliche Stabilität.

    Sowohl die Gemeinden als auch der Kanton Zug entwickeln sich stetig weiter und passen sich den Anforderungen an. Mit innovativen Projekten, wie z. B. einer Umfahrung, um das Stadtzentrum Cham zu entlasten, mit Seewasser, das künftig die Temperatur in den Häusern der Wohngebiete regulieren wird, sowie mit spannenden Projekten, wie z. B. dem Verein zur Dekarbonisierung oder der Klima Charta Zug, prägt der Kanton mit Ambitionen ein modernes Bild.

    Zahlreiche Areale, die von historischer Bedeutung sind, werden renoviert und umgebaut, um attraktive Nutzungsmischungen aus Wohn-, Arbeits- und Gewerbeflächen zu schaffen.

    Damit bleibt Zug ein der lebenswerter Kanton, was sich auch in einer hohen Lebenszufriedenheit widerspiegelt.

    Zug wird nicht nur von den 133’000 Bewohnerinnen und Bewohnern geschätzt, auch zahlreiche unabhängige Ratings und Studien bestätigen Zugs herausragende Position. So belegt Zug seit 24 Jahren in den Ranglisten von Credit Suisse und UBS den ersten Platz unter den Schweizer Kantonen. Die Grundprinzipien der Wirtschaftsfreundlichkeit, Serviceorientierung und Innovationskultur machen den Kanton Zug zu einem idealen Partner für Unternehmen, Bildungsseinrichtungen sowie auch Forschungsinstitute.

    Testimonials

    Andreas Klopp
    General Manager Roche Diagnostics International AG

    «Rotkreuz liegt im Life Sciences Cluster Zürich–Zug und bietet dank ausgezeichneter Infrastruktur und hoher Lebensqualität ideale Rahmenbedingungen, um Innovation voranzutreiben. Seit über 50 Jahren leistet Roche in Rotkreuz mit diagnostischen Lösungen einen Beitrag zur Gesundheit von Patient:innen weltweit.»

    Dr. Katja Buller
    Vice President, Head of Corporate Affairs International, Biogen

    «Lokale und internationale Fachkräfte,
    eine vielschichtige Infrastruktur und die professionelle Zusammenarbeit mit den Behörden machen den Kanton Zug seit mehr als 20 Jahren zum idealen Standort für unseren internationalen Hauptsitz»

    Katharina Gasser
    Präsidentin Zuger Wirtschaftskammer

    «Unsere Mitglieder schätzen die wirtschaftsfreundlichen Rahmenbedingungen im dynamischen und innovativen Kanton Zug. Die Behörden sind dienstleistungsorientiert, entscheiden rasch und arbeiten effizient; der einzigartige «Spirit of Zug» ist spürbar.»

    Hanspeter Rhyner
    Präsident der Geschäftsleitung, Zuger Kantonalbank

    «Die Zuger Kantonalbank verbindet Tradition und Moderne. Genau das ist die DNA des attraktiven Standortes Kanton Zug. Digital UND persönlich –
    so decken wir entlang dieser DNA die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden ab. Und wir können alle Bedürfnisse erfüllen und begleiten Sie im Leben.»

  • Verstärkung für die Real Estate Award AG

    Verstärkung für die Real Estate Award AG

    2024 war ein Meilenstein für die Real Estate Award AG. Ein erfolgreiches Rebranding, die neu formierte Jury und starke Eventpartnerschaften sorgten für positive Resonanz. Der Real Estate Award im Oktober 2024 verzeichnete grossen Zuspruch und unterstreicht die starke Position der Plattform innerhalb der Bau- und Immobilienbranche.

    Mara Schlumpf, Geschäftsführerin der Real Estate Award AG, zeigt sich zufrieden: „Es war ein schnelles und grossartiges Jahr, in dem wir den Award substanziell weiterentwickeln konnten. Ich bin stolz auf diese Leistung.“

    Tim Caspar bringt frischen Wind ins Team
    Um diesen Erfolgskurs fortzusetzen, stösst ab Januar 2025 Tim Caspar als stellvertretender Geschäftsführer zur Real Estate Award AG. Tim Caspar ist aktuell als selbstständiger Videograf tätig und hat bereits in der Vergangenheit mehrere Projekte für den Award realisiert.

    „Wir freuen uns sehr, mit Tim Caspar einen Teamplayer zu gewinnen, der mit seinem Background im Social Media Marketing und der Videografie dem Real Estate Award viele neue Möglichkeiten in Sachen Visibilität eröffnet. Davon werden nicht zuletzt unsere Bewerber und Eventpartner profitieren“, so Mara Schlumpf. „Dass Tim die Abläufe und Werte des Awards durch unsere bisherige Zusammenarbeit bereits kennt, ist ein grosser Bonus.“

    Real Estate Award 2025
    Der nächste Real Estate Award findet am 2. Oktober 2025 im Trafo Baden statt. Die Bewerbungsphase ist bereits eröffnet. Unternehmen aus der Schweizer Bau- und Immobilienbranche können ab sofort ihre Projekte für die kommende Ausgabe einreichen. Mit Tim Caspar als stellvertretendem Geschäftsführer setzt die Real Estate Award AG ein klares Zeichen für Innovation und Wachstum. Der Award bleibt eine wichtige Plattform, um herausragende Leistungen der Branche zu würdigen und sichtbar zu machen.

  • Innovationspreis für Schiebelösungen im Wirtschaftsraum Zürich

    Innovationspreis für Schiebelösungen im Wirtschaftsraum Zürich

    Die Hawa Sliding Solutions mit Sitz in Mettmenstetten ist Gewinnerin des vom Swiss Venture Club (SVC) aus Gümligen durchgeführten Prix SVC Wirtschaftsraum Zürich 2024. Eine unabhängige, regionale Expertenjury hat laut einer Medienmitteilung den weltweit tätigen Anbieter für Schiebelösungen aus fünf Finalisten ausgewählt.

    Die Plätze zwei und drei gingen an Schneider Umweltservice aus Meilen und RepRisk aus Zürich. Auch LUZI aus Dietlikon (Platz 4) und die Hauenstein AG aus Rafz (Platz 5) erreichten Finalplätze.  

    Jurypräsident Christopher Blaufelder, Partner bei McKinsey & Company Switzerland, würdigte die Qualität und Innovationskraft der Hawa Sliding Solutions. „Es zeigt, dass Schiebetüren weit mehr als nur praktische Bauelemente sind. Sie machen ganze Raumteile unsichtbar, verwandeln sie in Designelemente und verbinden Funktionalität mit Ästhetik auf höchstem Niveau“, wird er in der Mitteilung zitiert.

    Wie das Familienunternehmen informiert, erschaffen 240 Mitarbeitende an zwei Standorten Schiebelösungen für Möbel, Türen, Trennwände und Fassaden. „Unsere Lösungen inspirieren Architekten, Designer und Verarbeiter zu Ideen, die sie gemeinsam mit uns erfolgreich umsetzen.“

    Der Swiss Venture Club hat den regionalen Mittelstandspreis zum neunten Mal verliehen. Der unabhängige Verein zur Förderung und Unterstützung von Schweizer KMU knüpft die Vergabe eigenen Angaben zufolge an verschiedene Kriterien wie innovative Produkte, Dienstleistungen, Firmenkultur, Qualität der Mitarbeitenden und des Managements sowie einen nachhaltigen Erfolgsausweis.

  • Start des EU-Forschungsprojekts TIMBERHAUS zur Förderung des Holzbaus

    Start des EU-Forschungsprojekts TIMBERHAUS zur Förderung des Holzbaus

    Anfang November ist das europäische Forschungsprojekt TIMBERHAUS in Kopenhagen gestartet, informiert die Empa in einer Mitteilung. Sie ist eine der 19 Partnerinnen und Partner aus insgesamt zehn Ländern, die an dem von der EU und dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation finanzierten Projekt zur Förderung des Holzbaus in Europa teilnehmen. Innerhalb von vier Jahren sollen innovative Holzbautechnologien und Konstruktionen entwickelt werden, mit denen die CO2-Emissionen im Bausektor deutlich gesenkt werden können.

    Im Bausektor entstehen 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen, schreibt die Empa. Der Einsatz von Holz könnte hier Abhilfe schaffen. Derzeit werden die zur Hälfte aus Laubholz bestehenden europäischen Waldressourcen aber nur «sehr ineffizient» und auf wenige Arten Nadelholz begrenzt für den Bau genutzt, erläutert Projektkoordinator Anders Kjellow vom Dänischen Technologischen Institut. «Mit TIMBERHAUS versuchen wir, diese Herausforderung zu bewältigen, um die nachhaltige Nutzung von Holz im Bauwesen zu erhöhen.»

    Die Empa trägt zum Projekt mit innovativen Prototypen bei, die mit digitalen Werkzeugen wie maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz erstellt werden. «Die Prototypen werden als praktische Beispiele dafür dienen, wie wir eine breitere Palette von Holzressourcen effektiv nutzen können», wird Empa-Forscher Mark Schubert in der Mitteilung zitiert. «Unser Ziel ist es, dem Bausektor praktikable und leistungsfähige Produkte zur Verfügung zu stellen, die den aktuellen Baustandards entsprechen und gleichzeitig die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft fördern und die europäischen Klimaziele unterstützen.»

  • DroneHub im NEST

    DroneHub im NEST

    Der «DroneHub» im NEST der Empa bietet eine Plattform für die Entwicklung zukunftsweisender Technologien, die die Interaktion von Drohnen und Robotern mit der natürlichen und gebauten Umwelt revolutionieren. Im Fokus stehen Drohnen, die autonome Aufgaben wie Inspektionen, Reparaturen und Datenerhebungen übernehmen können. Ziel ist es, Umweltbelastungen zu reduzieren und den Klimaschutz zu fördern.

    Forschung am Puls der Zeit
    Der «DroneHub» verfügt über drei zentrale Testumgebungen, die reale Bedingungen simulieren. Additive Fertigung aus der Luft ermöglicht Drohnen ein vertikaler Bereich mit 3D-Druck aus der Luft Infrastrukturreparaturen durchzuführen und dabei Wind und Wetter zu trotzen. In der Biosphäre testen Forschende Roboter, die sich in der Natur bewegen, Daten sammeln und biologisch abbaubare Materialien nutzen, die sich nach ihrem Einsatz zersetzen. Bei den Gebäudefassade dient eine modulare Fassade als Testfeld, um zu erforschen, wie Drohnen in Gebäuden integriert werden können, um Wartung und Sicherheit zu gewährleisten.

    Autonome Systeme als Umwelt-Immunsystem
    «Unsere Vision ist es, Drohnen als eine Art Immunsystem für die Umwelt zu etablieren», erklärt Mirko Kovac, Leiter des Projekts. Diese Roboter sollen präzise Aufgaben übernehmen, wie die Reparatur von Bauwerken oder die Überwachung von Ökosystemen, und dabei sowohl Kosten als auch Risiken minimieren.

    Zusammenarbeit für nachhaltige Lösungen
    Die Entwicklung des «DroneHub» wurde von der Empa in Zusammenarbeit mit dem Imperial College London initiiert. Diese Kooperation ermöglicht den Austausch von Wissen und Technologien, um globale ökologische Herausforderungen effektiv anzugehen.

    Nachhaltige Technologien für globale Ziele
    Der «DroneHub» spielt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung autonomer, nachhaltiger Technologien, die einen Beitrag zu den globalen Klimazielen leisten können. Durch praxisnahe Tests und interdisziplinäre Ansätze entsteht hier eine Schnittstelle zwischen Technologie, Umwelt und Alltag.

  • Über 200 Projekte für mehr Nachhaltigkeit ausgewählt

    Über 200 Projekte für mehr Nachhaltigkeit ausgewählt

    Die Klimastiftung Schweiz hat in ihrer zweiten Förderrunde weitere sechs klima-innovative Projekte und Technologien für eine Förderung ausgewählt. Damit sind seit Gründung 2008 bereits mehr als 200 Förderungen vergeben worden, informiert die Stiftung in einer Mitteilung. «Es ist toll zu sehen, mit welchen ausgefeilten Projekten die einzelnen KMUs zusammen eine enorm positive Wirkung auf den Klimaschutz erzeugen», wird Stiftungspräsident Thomas Hügli dort zitiert.

    Die in der zweiten Förderrunde bedachten Projekte decken ein breite thematische Spanne ab. So wird Laborex aus Mendrisio TI für sein Mini-Biogaskraftwerk gefördert, mit dem Energie aus der Biomasse von Vieh gewonnen wird. Auch Digit Soil aus Adliswil ZH ist im Bereich Landwirtschaft aktiv. Die Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich arbeitet an einem digitalen individuellen Düngeplaner.

    Zwei weitere geförderte Projekte sind in der Wiederverwertung angesiedelt. WasteFlow aus Lausanne setzt intelligente Sensoren zur Optimierung von Recyclingraten ein. Grensol aus Thalwil ZH wiederum arbeitet an einer Methode, mit der aus Kunststoffabfällen von Autos und Haushaltsgeräten wiederverwertbare Rohstoffe gewonnen werden können.

    Mycrobez wird für seine Alternative zu erdölbasierten Schaumstoffen gefördert. Das Unternehmen aus Basel stellt Naturschaumstoff aus dem Wurzelgeflecht von Pilzen und lokal bezogenen biologischen Nebenströmen her. Lumatics will die CO2-Emissionen in der Baubranche über die Optimierung der Zementproduktion verringern. Im Vier-Schritte-Programm des Jungunternehmens aus Brugg AG werden Brennstoffe und Rohmaterialien eingespart.

  • Neue Lösungen für Dreh- und Falt-Einschiebetüren

    Neue Lösungen für Dreh- und Falt-Einschiebetüren

    Hawa Sliding Solutions hat sein Angebot um eine neue Beschlaggeneration für Dreh- und Falt-Einschiebetüren erweitert. Der neue Dreh-Einschiebebeschlag Hawa Concepta III erweitert den Variantenreichtum des Hawa Folding Concepta III, erläutert das auf Schiebelösungen für Räume, Möbel und Fassaden spezialisierte Unternehmen aus Mettmenstetten in einer Mitteilung. Geschlossen sehen die Dreh- und Falt-Einschiebetüren von Hawa wie eine Wand aus. Mit Hawa Concepta III lassen sie sich um 90 Grad drehen, falten und in eine seitliche Versenkung einführen.

    Das Öffnen und Schliessen kann mittels Griff oder aber über wenige Touchpoints erfolgen. «Das wird jeder von Anfang an richtig machen», erläutert Matthias Rothbrust vom Hawa-Innovation-Team in der Mitteilung. Die Türen werden dabei mittels Magneten spielfrei in die seitliche Versenkung und wieder hinaus geführt.

    Bereits Mitte Oktober hat Hawa zudem die in Barcelona ansässige Klein-Gruppe übernommen. Der international aktive Spezialist für Schiebelösungen soll Portfolio und Marktposition von Hawa stärken, schreibt Hawa in einer entsprechenden Mitteilung. Standorte und Marken von Klein werden auch unter dem Dach von Hawa beibehalten.

    Hawa Sliding Solutions ist eines von fünf Unternehmen, die für den diesjährigen Prix SVC Wirtschaftsraum Zürich nominiert sind. Der Preis des Swiss Venture Club (SVC) zeichnet innovative Unternehmen in der Region für herausragende Leistungen mit grossem wirtschaftlichem Potenzial aus. Er wird am 26. November verliehen.

  • Zukunft für den Metropolitanraum Strategie 2027

    Zukunft für den Metropolitanraum Strategie 2027

    Die MKZ fokussiert darauf, Zürichs Innovationskraft und Attraktivität als Wirtschaftsstandort weiter auszubauen. Plattformen sollen den Wissensaustausch fördern, während gezielte Projekte und Gesetzgebungsinitiativen ein positives Innovationsklima schaffen. So reagiert die MKZ auf Herausforderungen wie den Klimawandel und geopolitische Unsicherheiten.

    Bildungs- und Forschungsstandort fördern
    Zürich soll seine Spitzenposition im Bildungs- und Forschungsbereich behalten. Ein Leitbild wird die verschiedenen Akteure im Metropolitanraum stärker vernetzen. Gleichzeitig fördert die MKZ die Digitalisierung in der Verwaltung, um den Standort national und international zukunftsfähig zu positionieren.

    Ressourcennutzung und Mobilität neu denken
    Neue Arbeitsmodelle wie Homeoffice und Flexworking werden als Chance gesehen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern und die Raumnutzung effizienter zu gestalten. Pilotprojekte sollen klären, wie mit begrenzten Landressourcen im wachsenden Raum Zürich umgegangen werden kann.

    Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken
    Die MKZ setzt sich für Chancengleichheit und Partizipation ein. Integrationsprojekte, soziale Durchmischung und Antidiskriminierungsinitiativen sollen den Zusammenhalt in der Gesellschaft fördern und das Vertrauen in politische Institutionen stärken.

    Plattform, Interessenvertretung, Innovationslabor
    Die MKZ agiert in drei strategischen Rollen. Sie ist eine Plattform für den Austausch, eine Interessenvertretung gemeinsamer Anliegen und ein Innovationslabor für neue Ansätze. Diese Rollen ermöglichen es, Mitglieder und externe Akteure einzubinden und Synergien zu schaffen.

    Organisatorische Umsetzung
    Die Strategie ist in Handlungsfelder unterteilt, die durch konkrete Mittler- und Handlungsziele operationalisiert werden. Expertengruppen bringen das notwendige Wissen ein, um die strategischen Ziele effektiv umzusetzen.

    Die Strategie 2027 der Metropolitankonferenz Zürich bietet einen klaren Rahmen, um Innovation, Nachhaltigkeit und sozialen Zusammenhalt im Metropolitanraum zu fördern. Durch gezielte Aktivitäten und Kooperationen trägt die MKZ zur positiven Entwicklung des Wirtschafts- und Lebensraums Zürich bei.

  • Neue Partnerschaft stärkt Bautechnologie in Mexiko

    Neue Partnerschaft stärkt Bautechnologie in Mexiko

    Leica Geosystems, Teil von Hexagon, und Dimanor haben ihre neue Partnerschaft bekanntgegeben. Die beiden Unternehmen haben vereinbart, dass Dimanor, ein Anbieter von Maschinenlösungen in Landwirtschaft, Bergbau und Bauwesen mit Sitz in Mexiko-Stadt, sein Portfolio um die Maschinensteuerungslösungen von Leica Geosystems erweitert. Dimanors Präsenz in Mexiko erstreckt sich über die Bundesstaaten Baja California Nord und Süd, Sonora, Sinaloa, Chihuahua, Nayarit, Jalisco, Michoacán, Guerrero, Estado de México, Hidalgo und Mexiko-Stadt. In diesen Regionen erhalten Kunden der Schwerindustrie Zugang zu den Bautechnologien von Leica Geosystems.

    «Die Aufnahme der fortschrittlichen Maschinensteurungslösungen von Leica Geosystems in unser Angebot ist ein strategischer Schritt, um die Effizienz und Produktivität der Projekte unserer Kundschaft weiter zu steigern», so Produktmanager Ricardo Ortega zur Motivation seines Unternehmens, eine Partnerschaft mit Leica Geosystems einzugehen.

    Evandro Manffra, Leiter von Leica Geosystems Segment für den schweren Baubereich in Lateinamerika, bezeichnet Dimanor als idealen Partner: «Gemeinsam freuen wir uns darauf, unsere hochmodernen Maschinensteuerungslösungen einem breiteren Publikum in Mexiko zugänglich zu machen und die Effizienz und Präzision von Bauprojekten in der gesamten Region zu verbessern.»