Schlagwort: Nachhaltigkeit

  • Automatisiertes Portfoliobewertungstool revolutioniert Immobilienanalyse

    Automatisiertes Portfoliobewertungstool revolutioniert Immobilienanalyse

    Die neue Version des SSREI-Portfoliobewertungstools zeichnet sich durch erhebliche Automatisierungen aus, die den Bewertungsprozess vereinfachen und beschleunigen. Durch die Partnerschaft mit SFGM können Gebäude- und Standortdaten direkt über die EGID-Nummer abgerufen werden, was die manuelle Eingabe auf ein Minimum reduziert. Eigentümer erhalten so wichtige Informationen zu Denkmalschutz, Altlasten, Lärmbelastung, Radonrisiken sowie zur Energieversorgung und Anbindung an den öffentlichen Verkehr.

    Automatisierte Indikatorenbewertung auf Basis von Stammdaten
    Das optimierte Bewertungstool ermöglicht die automatisierte Bewertung von 23 der 36 Nachhaltigkeitsindikatoren. Die Kombination aus öffentlich verfügbaren Informationen und gebäudespezifischen Daten ermöglicht eine präzise Einschätzung des Potenzials. So können Informationen wie Baujahr und Sanierungsdatum zur Ableitung der Gebäudehülle und Lärmschutzwerte herangezogen werden – unterstützt durch die entsprechenden SIA-Normen.

    Weitere Optimierungen und Schnittstellenanbindung
    Neu entwickelte Hilfstools helfen bei der Ermittlung der Nutzungsdichte und Ausnützung, basierend auf statistischen Daten und ermöglichen eine fundierte Entscheidungsbasis. Zudem bietet das Tool Schnittstellen zu externen Asset- und Portfoliomanagementsystemen, was die Integration in bestehende Prozesse erleichtert und die Datenanalyse und -bewertung noch effizienter gestaltet.

    Das Portfoliobewertungstool bietet Immobilieneigentümern eine wertvolle Grundlage für die nachhaltige Entwicklung ihrer Bestände und leistet einen wichtigen Beitrag zur Werthaltigkeit und regulatorischen Absicherung. Es unterstützt Investoren dabei, ihre Immobilienportfolios zukunftssicher zu gestalten und den Anforderungen an nachhaltige Transformation gerecht zu werden.

  • Trafo Baden erstrahlt im Zeichen des Real Estate Award 2024

    Trafo Baden erstrahlt im Zeichen des Real Estate Award 2024

    Mara Schlumpf, Geschäftsführerin und Organisatorin der Awardverleihung: «Ich habe mich sehr gefreut, mit den zahlreichen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft die Besten der Bau- und Immobilienbranche zu würdigen. Es war ein unvergesslicher Anlass.»

    Die Gewinner der begehrten Kristallglastrophäen wurden in fünf Kategorien ausgezeichnet:
    • Vermarktung: emonitor AG
    • Digital: Novalytica AG
    • Nachhaltigkeit: Flughafen Zürich
    • Projektentwicklung und Innovation: Cham Group
    • Immobilien Persönlichkeit des Jahres: Dr. Hans-Peter Bauer

    Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Impact Speech der Frauenförderin und Fintech-Gründerin Patrizia Laeri, die auf den Gender Property Gap aufmerksam machte. Der inspirierende Beitrag führte eindrücklich die Bedeutung von Gleichberechtigung in der Immobilienbranche vor Augen. Moderatorin Annina Campell leitete ein Sofagespräch mit Ständerat und FDP-Präsident Thierry Burkart, das zusätzlich die politischen Perspektiven auf die Branche und ihr Potenzial aufzeigte.

    Für viele Lacher sorgte derweil der Comedian Joël von Mutzenbecher, während die Band «The B-Shakers» mit ihrem Rockabilly-Sound den Abend stimmungsvoll abrundete.

    Die Real Estate Award AG dankt allen Beteiligten und Gästen für den erfolgreichen Abend und freut sich auf weitere innovative Impulse für die Zukunft der Immobilienbranche.

  • Solarpark-Projekt fünf Monate früher als geplant fertiggestellt

    Solarpark-Projekt fünf Monate früher als geplant fertiggestellt

    Nexans Schweiz hat fünf Monate früher als geplant seinen neuen Solarpark am Standort in Cortaillod in Betrieb genommen. Er besteht aus zehn einzelnen Anlagen, von denen jede auf einem anderen Dach installiert wurde. Diese unabhängigen Einheiten wurden dann zu einem übergeordneten System zusammengeschlossen. Dabei waren laut einer Mitteilung des Kabelherstellers Anpassungen an die architektonischen und strukturellen Besonderheiten erforderlich.

    Dieser Ansatz habe es ermöglicht, Eingriffe in die Produktionstätigkeit am Standort während der Installationsarbeiten vollständig zu vermeiden. «Das Ergebnis: eine zu 100 Prozent gelungene Inbetriebnahme, knapp fünf Monate früher als geplant.»

    Seit dem Sommer 2023 waren durch ein Spezialistenteam der Groupe E Greenwatt vom Standort Boudry NE «unter anspruchsvollen technischen Bedingungen» über 4000 Solarmodule mit einer Kapazität von je 430 Watt installiert worden. Insgesamt verfügt der Solarpark über eine Leistung von 1,7 Megawatt. Zusammen mit einer früher von Groupe E installierten 700 Kilowatt-Anlage erzielt Nexans nun eine auf über 90 Prozent geschätzte Eigenverbrauchsrate.

    «Diese strategische Partnerschaft unterstützt unser Ziel, unseren ökologischen Fussabdruck weiterhin zu verringern und unsere Tätigkeit nachhaltig zu entwickeln, und stärkt unsere Energieresilienz», wird Nexans Schweiz-CEO Marco Spinelli zitiert. «Auch ohne diese Anlagen verbraucht Nexans nur Strom, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammt, und zwar seit Jahresbeginn.»

  • Sursee macht Solaranlagen und Dachbegrünung zum Standard

    Sursee macht Solaranlagen und Dachbegrünung zum Standard

    Dächer von Neubauten oder bei Dachsanierungen in der Gemeinde Sursee sollen künftig grundsätzlich mit Solaranlagen ausgestattet werden. Für Flachdächer wird zudem eine Begrünung angestrebt. Dies hat der Gemeinderat von Sursee am 14. Oktober mit der grossmehrheitlichen Annahme eines Gegenvorschlags zur Gemeindeinitiative für eine unabhängige und ökologische Energieversorgung (Solar-Initiative) beschlossen. Das Initiativkomitee hatte die Solar-Initiative nach der Erarbeitung des Gegenvorschlags durch den Stadtrat zurückgezogen.

    Der Gegenvorschlag steht im Einklang mit dem neuen kantonalen Energiegesetz, das vorbehaltlich eines Referendums per 1. März 2025 in Kraft tritt. Neubauten müssen dann zu 60 Prozent mit Solaranlagen bestückt werden, bei Dachsanierungen gelten 30 Prozent. Werden die Vorgaben nicht erfüllt, ist eine Ersatzabgabe von 1000 Franken pro Kilowatt fällig. Abweichend vom kantonalen Gesetz soll diese Abgabe in Sursee nur möglich sein, wenn Bau und Betrieb der Solaranlage wirtschaftlich unzumutbar sind.

    Zur Begrünung von Dächern werden im neuen kantonalen Energiegesetz keine Vorgaben gemacht. Sursee will begrünte Dächer jedoch zur Verbesserung des Stadtklimas und als Ersatzlebensraum für Pflanzen und Tiere nutzen. Daher wird auf Flachdächern eine Kombination aus Begrünung und Solaranlagen als Standard angestrebt.

    Die in der Solar-Initiative geforderte Solarnutzung von Fassaden ist im Gegenvorschlag nicht vorgesehen. Hier wurden vom Stadtrat negative Auswirkungen auf das Ortsbild befürchtet. Zudem fällt das Kosten-Nutzen-Verhältnis von Fassadenanlagen derzeit noch schlechter als das von Dachanlagen aus.

  • Zug verabschiedet nachhaltige Energieziele

    Zug verabschiedet nachhaltige Energieziele

    Der Energiebedarf im Kanton Zug beträgt fast 3000 Gigawattstunden jährlich, wobei Gebäude und Mobilität den grössten Anteil ausmachen. Die neue Energie- und Klimastrategie (EKS) des Regierungsrats zielt darauf ab, den Energieverbrauch zu reduzieren und verstärkt auf erneuerbare Energien zu setzen. Zugleich will die Regierung die Versorgungssicherheit im Kanton stärken und die Treibhausgasemissionen bis 2050 auf Netto-Null senken. Mit klaren Zwischenzielen bis 2030 konkretisiert die Regierung den Weg zu diesen ehrgeizigen Zielen.

    Investitionen in Solarstrom und Energiespeicherung
    Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist die Steigerung der Produktion von Solarstrom im Kanton. Parallel dazu werden Investitionen in innovative Energiespeichertechnologien wie Wasserstoff geplant. „Durch enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und der Wissenschaft wollen wir die Energieinfrastruktur der Zukunft gestalten“, erklärt Baudirektor Florian Weber. Auch die Gebäude im Kanton sollen vermehrt als Energieproduzenten dienen und so zur Energiedrehscheibe werden.

    Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft und Negativemissionstechnologien
    Im Rahmen des Nachhaltigkeitsprojekts KERB setzt der Kanton auf Massnahmen in der Landwirtschaft zur Reduktion des CO2-Ausstosses. Wälder und Moore spielen eine zentrale Rolle bei der CO2-Bindung. Für unvermeidbare Emissionen setzt der Kanton auf Negativemissionstechnologien, die CO2 dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen sollen. Eine Studie soll das Potenzial dieser Technologien im Kanton ermitteln.

    Anpassungen an den Klimawandel
    Neben der Reduktion von Emissionen bereitet sich der Kanton Zug auch auf die Auswirkungen des Klimawandels vor. Durch eine kantonale Naturgefahrenstrategie sollen klimabedingte Risiken wie Hitze und invasive Schädlinge minimiert werden. Zugleich wird in klimaangepasste Strassenbeläge und nachhaltige Forstbewirtschaftung investiert, um sowohl Schutz als auch Erholungsräume zu sichern.

  • Innovative Ansätze in der Immobilienbewirtschaftung

    Innovative Ansätze in der Immobilienbewirtschaftung

    Nachhaltigkeit im Fokus
    Der Vormittag steht ganz im Zeichen der «Nachhaltigen Liegenschaften». Hier erkunden Sie, wie Sie Ihre Immobilien nicht nur effizient bewirtschaften, sondern auch umweltbewusst gestalten können. Unsere Experten werden Ihnen aufzeigen, welche optionalen Dienstleistungen Sie integrieren können, um den ökologischen Fussabdruck Ihrer Liegenschaften zu minimieren und gleichzeitig Werte für Ihre Kunden zu schaffen.

    Sozialverträgliche Entmietungsprozesse
    Im Nachmittagsteil widmen wir uns dem sensiblen Thema der «Sozialverträglichen Entmietungsprozesse». In diesem Abschnitt lernen Sie, wie unterschiedliche Entmietungsstrategien implementiert werden können, welche sowohl rechtliche als auch ethische Aspekte berücksichtigen. Diskutieren Sie mit unseren Fachreferenten, wie Sie entspannten Dialog und faire Lösungen fördern können, um das Vertrauen Ihrer Mieter zu gewinnen und langfristige Beziehungen aufzubauen.

    Fachreferenten

    • Dr. Joëlle Zimmerli, Zimraum GmbH
    • Dr. Christian Brütsch, Stratcraft GmbH
    • Pascal Stutz, CEO SVIT Zürich

    Nutzen Sie diese Gelegenheit, um sich mit anderen Führungspersönlichkeiten auszutauschen und wertvolle Impulse für Ihre eigene Praxis mitzunehmen. Seien Sie Teil einer Bewegung, die nicht nur auf wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch auf eine nachhaltige und sozial verantwortliche Immobilienbewirtschaftung abzielt.

    Melden Sie sich noch heute an und gestalten Sie aktiv die Zukunft der Branche!

  • Sika fokussiert Innovationsstrategie auf Nachhaltigkeit

    Sika fokussiert Innovationsstrategie auf Nachhaltigkeit

    Sika hat am Capital Markets Day am 3. Oktober in Zürich die Pläne des Unternehmens für zukünftiges Wachstum erläutert. Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft sind dabei von hoher Bedeutung. Darauf wies bereits das Motto des Capital Markets Day hin. Es lautete Wachstum erschliessen – Langlebigkeit und Kreislaufwirtschaft im Bau und in der Industrie.

    Nach Ansicht der weltweit aktiven Gruppe der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie verändern gestiegene Anforderungen hinsichtlich Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft die gesamte Baubranche. „Der Klimawandel und die zunehmende Ressourcenknappheit sind Megatrends, die nachhaltige, langlebige Lösungen im Bau erfordern“, wird Thomas Hasler, Vorsitzender der Konzernleitung von Sika, in einer Mitteilung zum Capital Markets Day zitiert. Langlebigkeit bringe sowohl bei Neubauten als auch bei Sanierungsprojekten ökologische und ökonomische Vorteile. „Diese positiven Aspekte können durch den Einsatz von Recycling-Materialien noch verstärkt werden“, meint Hasler. Sika richte die eigene Innovationsstrategie daher „konsequent auf diese Trends aus“. Zudem verfüge die Gruppe „über ein umfassendes Portfolio an Technologien, die Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit vereinen“.

  • Negativemissionen für eine klimaneutrale Zukunft

    Negativemissionen für eine klimaneutrale Zukunft

    Energie 360° öffnet den Markt für die dauerhafte CO2-Entfernung interessierten Unternehmen und Privatpersonen. Der Zürcher Energieversorger ermöglicht es ihnen laut einer Mitteilung nun, im Netz Zertifikate für Negativemissionen zu kaufen.

    Der physische Entzug von CO2 findet in der Pyrolyseanlage der Energie 360°-Tochter Bioenergie Frauenfeld statt. Dort wird mithilfe von erneuerbaren Energien das CO2 aus Restholz entzogen und als reiner Kohlenstoff gebunden. Dieser wird etwa einem Erdsubstrat beigemischt und kann so dauerhaft der Atmosphäre entzogen werden. Bioenergie Frauenfeld produziert rund 3500 Tonnen Pflanzenkohle im Jahr. Das entspricht über 10‘000 Tonnen gespeichertem CO2.

    Zu den ersten Kunden für die Zertifikate gehört die Zürcher Kantonalbank (ZKB). „Unser Ziel ist es, in unserem Betrieb bis 2030 Netto-Null zu erreichen“, wird ZKB-CEO Urs Baumann in der Mitteilung zitiert. „Um einen Teil unserer unvermeidbaren CO2-Emissionen dauerhaft aus der Atmosphäre zu entfernen, beziehen wir Negativemissions-Zertifikate aus der Anlage Bioenergie Frauenfeld von Energie 360°.“

    Energie 360° hat sich ausserdem im September an zwei deutschen Start-ups beteiligt, um mit ihnen Produkte für den Schweizer Markt zu entwickeln. Ucaneo Biotech in Berlin hat ein elektrochemisches Verfahren zur direkten Entfernung von CO2 aus der Luft entwickelt. Planeteers in Hamburg entfernt gespeichertes CO2 aus Meerwasser und kann so mineralisiertes Wasser herstellen und die Säurebindungsfähigkeit des Meeres verbessern.

  • Zukunftsorientierte Stadtentwicklung in Bern

    Zukunftsorientierte Stadtentwicklung in Bern

    Wankdorfcity 3 befindet sich auf einem 34’000 Quadratmeter großen Areal im Norden Berns. Hier entsteht ein urbaner Lebensraum, der über die bloße Wohnnutzung hinausgeht. Der Immobilienentwickler IMMOFONDS realisiert mit diesem Projekt einen dichten Quartierteil, der sowohl Wohnraum als auch Anlaufstellen für Gewerbe und Freizeitaktivitäten bietet. Durch die direkte Anbindung an den öffentlichen Verkehr entsteht ein lebendiges Ökosystem, das von Interaktion und Austausch geprägt ist.

    Effiziente Planung und schnelle Genehmigung
    Die Komplexität der Planung dieses Projektes erforderte innovative Herangehensweisen und eine enge Zusammenarbeit zwischen den verantwortlichen Architekten, Stadtplanern und Behörden. Gabriela Theus, Geschäftsführerin der Immofonds Asset Management AG, erläutert: „Die effiziente Bearbeitung durch die Stadt Bern und die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Beteiligten führten zu einer baurechtskonformen Genehmigung ohne Einsprachen – ein schweizweit rekordverdächtiger Erfolg.“

    Soziale und ökologische Nachhaltigkeit
    Ein zentraler Bestandteil ist die soziale Nachhaltigkeit. Durch die Schaffung von Begegnungsstätten, Gemeinschaftsräumen und Außenbereichen wird der Austausch zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern gefördert. Der geplante Stadtgarten und die abwechslungsreichen Freiflächen zeichnen einen Ort des Miteinanders aus.

    Vielfalt im Wohnraum
    Um unterschiedlichen Lebensmodellen Rechnung zu tragen, bietet das Projekt eine Vielfalt an Wohnformen. Von Kleinwohnungen und Tiny Houses über familienfreundliche Townhouses bis hin zu multifunktionalen Gemeinschaftsflächen – für jede Zielgruppe ist etwas dabei. Diese Diversität sorgt für einen lebendigen Stadtteil, der den Bedürfnissen der Nutzer gerecht wird.

    Innovationskraft in der Stadtentwicklung
    Wankdorfcity 3 setzt auf das innovative Konzept der Schwammstadt, das eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung in urbanen Räumen fördert. Der Landschaftsarchitekt Maurus Schifferli erklärt, dass Regenwasser in speziellen Systemen gespeichert wird, um es gezielt wieder abzugeben. Dieses Prinzip trägt zur Regulierung des lokalen Klimas bei und zeigt, wie moderne Stadtplanung Ressourcenschonung mit Ästhetik vereinen kann.

    Ausblick auf die nächsten Schritte
    Mit der finalen Baubewilligung beginnt die Realisierungsphase. Etappenweise werden ab 2027 die Wohnungen sowie die dazugehörigen Dienstleistungen und Gewerbeflächen bezugsbereit sein. In den kommenden Jahren wird Wankdorfcity 3 nicht nur zur Lebensqualität in Bern beitragen, sondern auch als innovatives Beispiel für moderne Stadtentwicklung in der ganzen Schweiz dienen.

    Dieses zukunftsweisende Projekt signalisiert eine neue Ära urbanen Wohnens, die Generationsübergreifendes, Inklusivität und Nachhaltigkeit vereint.

  • Gebäude als Kohlenstoffsenken

    Gebäude als Kohlenstoffsenken

    Die Bauwirtschaft gilt als einer der grössten CO2-Emittenten weltweit. Doch mit Projekten wie «Beyond Zero» und der Initiative «Mining the Atmosphere» könnte sich das Blatt wenden. Ziel ist es, das schädliche Treibhausgas nicht nur zu reduzieren, sondern es aktiv in Baumaterialien zu binden. Diese Materialien, die in der neuen NEST-Unit getestet werden, könnten Beton und Dämmstoffe revolutionieren und das Potenzial haben, die Bauwirtschaft klimaneutral oder sogar CO2-negativ zu gestalten.

    Technologie im Praxistest
    Nathalie Casas von der Empa erklärt, dass «negative emissions technologies» (NET) der Schlüssel zur Erreichung der Klimaziele sind: «Wir müssen überschüssiges CO2 aus der Atmosphäre holen, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Dabei helfen uns NET, die bereits im Labor funktionieren und nun im Bauwesen angewendet werden.» Casas betont die Dringlichkeit des Handelns, da die Emissionen weiterhin steigen.

    Nachhaltigkeit in der Baubranche
    Corinne Reimann von Implenia sieht in NET eine grosse Chance für die Bauwirtschaft: «Die neuen Materialien ermöglichen es uns, endlich entscheidende Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit zu machen. Die Branche hat hier einen enormen Hebel, aber auch Herausforderungen. Preis und Akzeptanz werden entscheidend sein.» Reimann betont, dass die Funktionalität und Wirtschaftlichkeit neuer Materialien sichergestellt werden muss, um einen breiten Einsatz zu ermöglichen.

    Der Beitrag von Architekten und Planern
    Christoph Kellenberger, Mitgründer von OOS, sieht in der frühzeitigen Einbindung von Architekten und Planern einen entscheidenden Faktor: «Wir können mit unserem Wissen die richtigen Baustoffe von Anfang an mitentwickeln und in die Baupraxis integrieren. Zudem müssen wir das Potenzial von CO2-speichernden Materialien in die Branche hineintragen und zeigen, welche Effekte damit erzielt werden können.» Für Kellenberger liegt der Schlüssel zum Erfolg in einer transparenten Wissensvermittlung und praxisnahen Lösungen.

    Politische Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Verantwortung
    Neben der technologischen Innovation fordert die Bauwirtschaft auch politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Laut Casas und Kellenberger ist eine klare Kostenwahrheit notwendig, um den breiten Einsatz von NET zu fördern. CO2-Emissionen müssen fair bepreist werden, und Subventionen könnten helfen, die anfänglichen höheren Kosten der neuen Materialien auszugleichen. «Die Transformation wird nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen – Politik, Wirtschaft und Gesellschaft», so Casas.

    Das Projekt «Beyond Zero» zeigt, dass es möglich ist, Gebäude zu Kohlenstoffsenken zu machen. Doch dafür braucht es nicht nur technologische Lösungen, sondern auch den Willen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, neue Wege zu gehen. Die Baubranche hat die Chance, sich von einem der grössten CO2-Emittenten zu einem Vorreiter der Klimawende zu entwickeln – und das Potenzial dazu ist bereits heute vorhanden.

  • Energiestadt stärkt Klimapolitik mit neuen Zertifizierungsstandards

    Energiestadt stärkt Klimapolitik mit neuen Zertifizierungsstandards

    Der Trägerverein Energiestadt will seine 644 Gemeinden und Städte als Mitglieder künftig vor allem auf dem Weg zur Klimaneutralität unterstützen. In 30 Jahren Engagement habe vieles, was anfangs als fortschrittlich galt, zum Standard etabliert werden können, schreibt Energiestadt in einer entsprechenden Mitteilung. Um weiter als Schrittmacher zu agieren, sollen Zertifizierung und Unterstützung der Mitglieder konsequent auf das Netto-Null-Ziel ausgerichtet werden.

    Das Label Energiestadt zeichnet Städte und Gemeinden für eine nachhaltige Energie- und Klimapolitik aus. Der Zertifizierungsprozess wird dabei künftig netto-null-relevante Strategien und Massnahmen besonders stark gewichten. Als Beispiele werde in der Mitteilung der Ausstieg aus Erdgas beim Heizen und die Förderung von Elektromobilität genannt. Für die höchste Auszeichnung als Gold-Stadt muss in Zukunft nachgewiesen werden, dass Strategien und Massnahmen konsequent verfolgt werden und mit dem Netto-Null-Ziel vereinbar sind. Gleichzeitig will Energiestadt den Zertifizierungprozess für kleinere Gemeinden vereinfachen.

    «Mit den neuen Instrumenten stärkt Energiestadt seine Rolle als führendes Kompetenzzentrum für lokale Energie- und Klimapolitik in der Schweiz», wird Maren Kornmann, Co-Geschäftsführerin von Energiestadt, in der Mitteilung zitiert. «So bietet Energiestadt als einzige Organisation ein umfassendes Paket für die Planung, Umsetzung und das Monitoring von Netto-Null-Massnahmen auf lokaler Ebene an.»

  • Solarpaneele für eine zukunftsfähige Energieversorgung

    Solarpaneele für eine zukunftsfähige Energieversorgung

    Die Lustenberger & Dürst SA hat zwei Massnahmen für eine nachhaltige Energieversorgung umgesetzt. Laut einer Medienmitteilung wurden am Hauptsitz in Hünenberg 903 Solarpaneele mit einer Leistung von gut 370 Kilowatt Peak auf verschiedenen Gebäudeteilen der Langrüti 4 in Betrieb genommen. Weitere Solarmodule wurden auf dem Dach und an Fassaden am Standort in der Langrüti 6 montiert, sie verfügen über eine Leistung von knapp 187 Kilowatt Peak.

    Die Gesamtkapazität beider Installationen werde bei 557 Kilowatt Peak liegen und die Basis für „eine maximale Energieausbeute“ schaffen und zur Deckung des eigenen Strombedarfs beitragen. Aktuell erzeugt Lustenberger & Dürst 60 Prozent des Jahresverbrauchs mit selbst produziertem Sonnenstrom.

    Der traditionelle Käsehersteller sieht Potenzial bei der Nachhaltigkeit. Nach den Worten von CEO Simon Grander wird sie „ein zentraler Schlüssel zu einer zukunftsfähigen Welt“ sein. „Aus diesem Grund haben wir unsere Infrastruktur gezielt erneuert, damit wir in unseren Betriebsgebäuden keine fossilen Brennstoffe mehr benötigen“, wird er zitiert.

  • Konnex Baden lädt zur Besichtigung ein

    Konnex Baden lädt zur Besichtigung ein

    Das modernisierte Geschäftshaus Konnex präsentiert sich nach einem umfangreichen Umbau bei einem Pre-Opening am Donnerstag, 26. September 2024, der Geschäftswelt und Öffentlichkeit. Laut einer Mitteilung umfasst der Komplex Büros, möblierte Apartments, Konferenzräume und ein vielfältiges Gastronomieangebot. Die Veranstaltung soll eine neue Ära für modernes Arbeiten einläuten. Als Redner ist Dr. Stephan Sigrist, Gründer der Denkfabrik W.I.R.E. angekündigt. Er wird über die Zukunft der Arbeitswelt in einer von Künstlicher Intelligenz geprägten Zeit sprechen.

    Auf 42‘000 Quadratmetern stehen neben Büro- und Arbeitsflächen Räume für Dienstleistungen und Angebote wie Gastronomie, Läden des täglichen Bedarfs, Fitness, Kinderbetreuung und Coworking zur Verfügung. Beim Energiekonzept werden hohe Umweltstandards erfüllt. Photovoltaikanlagen sowie der CO2-neutrale Energiebezug vom Regionalwerk Baden unterstütze die Klimaziele.

    Die ersten Mieter haben die Räume bezogen: Es sind der Online-Händler Apfelkiste, IT-Dienstleisterin Aveniq, der Maschinenbaukonzern Liebherr, der Energiemanagementexperte Schneider Electric, Coworking-Anbieter Office Lab und der Coliving-Serviced-Apartment-Anbieter Citi Pop. Ein Branchenmix, der „die Attraktivität der flexiblen Flächen und modernen Ausstattung“ unterstreiche. Weitere Unternehmen werden das Umfeld im Konnex weiter bereichern, heisst es.

  • Solartechnologie für die Landwirtschaft im Fokus

    Solartechnologie für die Landwirtschaft im Fokus

    Das international tätige Energieunternehmen Eaton und der ebenfalls in Lausanne ansässige Agrivoltaik-Spezialist Insolight haben eine strategische Zusammenarbeit zur optimalen Nutzung von Solarstrom in der Landwirtschaft vereinbart. Wie es in einer Mitteilung heisst, sollen dabei die Erfahrungen von Eaton in einem intelligenten Energiemanagement mit den Solartechnologien von Insolight gekoppelt werden. Insbesondere wird geprüft, ob die Photovoltaikanlagen von Insolight mit den Batteriespeichersystemen (BESS) und der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge von Eaton gekoppelt werden kann. Dabei plant Insolight, bis 2026 mehr als 100 Projekte mit einer Leistungsfähigkeit von 300 Megawattpeak zu installieren. Eaton seinerseits will die Projekte mit technischem Know-how und Produktschulungen unterstützen.

    Damit sollen seitens beider Unternehmen auch die beteiligten Landwirte bei der Integration, Inbetriebnahme und laufenden Wartung neuer nachhaltiger Energiesysteme unterstützt werden. Die Agrivoltaik-Anlagen von Insolight erzeugen dabei nicht nur Strom, der in den landwirtschaftlichen Betrieben genutzt werden kann, sondern sie bieten auch einen Schutz von Pflanzungen gegen Wind, Hagel und Starkregen.

    «Diese Zusammenarbeit mit Eaton stellt einen wichtigen Meilenstein in unserem Bestreben dar, innovative Agrivoltaik-Lösungen auf den Markt zu bringen», wird Luiggino Torrigiani, Leiter Marketing und Partnerschaften bei Insolight, in der Mitteilung zitiert. «Durch die Partnerschaft mit Insolight können wir unsere Fähigkeiten auf den Agrivoltaik-Sektor ausweiten, wo Energieeffizienz neben landwirtschaftlicher Produktivität einen echten Einfluss haben kann», ergänzt Anne Lillywhite, Senior Vice President und General Manager für Energiewende, Digital und Services bei Eaton.

  • Investition in CO2-armen Zement fördert Markteinführung

    Investition in CO2-armen Zement fördert Markteinführung

    Holcim beteiligt sich finanziell an der Skalierung und raschen Markteinführung des CO2-armen Zements von Sublime Systems. Die Investition des Zuger Unternehmens, eines der grössten Baustoffproduzenten der Welt, bringt den Bau der ersten kommerziellen Produktionsanlage von Sublime voran. Dafür hatte das Start-up vom US-Energieministerium im März bereits 87 Millionen Dollar erhalten.

    Das Team von Sublime Systems hat laut einer Mitteilung von Holcim eine «einzigartige Technologie» zur Dekarbonisierung von Zement entwickelt, die den gesamten Produktionsprozess von der Nutzung sauberer Elektrizität bis hin zu kohlenstofffreien Rohstoffen umfasst. «Wir sind begeistert vom Potenzial dieser Technologie und freuen uns, sie gemeinsam in grossem Massstab auf den Markt zu bringen», wird Holcims Nachhaltigkeitschef Nollaig Forrest zitiert.

    Holcim hat sich durch eine verbindliche Abnahmevereinbarung einen grossen Teil des dort produzierten Sublime Cement gesichert. Beide Partner haben ein eigenes Projektteam eingerichtet, um gemeinsam weitere Anlagen zu entwickeln.

    «In der Zementindustrie ist Grösse alles», so Leah Ellis, CEO und Mitbegründerin von Sublime Systems. «Durch die Kombination der Technologie von Sublime mit den fortschrittlichen globalen Aktivitäten von Holcim, von der Herstellung und Logistik bis hin zum kommerziellen Vertrieb, können wir gemeinsam unsere Wirkung steigern.»

    Das Unternehmen betreibt derzeit an seinem Sitz in Somerville im US-Bundesstaat Massachusetts eine Pilotanlage mit einer Produktionskapazität von bis zu 250 Tonnen pro Jahr und entwickelt seine erste kommerzielle Anlage mit einer Kapazität von jährlich 30’000 Tonnen, die bereits 2026 in der ebenfalls in Massachusetts gelegenen Stadt Holyoke eröffnet werden soll.

  • Fusion im Immobiliensektor: Zwei Unternehmen prüfen den Zusammenschluss

    Fusion im Immobiliensektor: Zwei Unternehmen prüfen den Zusammenschluss

    Die an der SIX Swiss Exchange kotierte Immobiliengesellschaft Ina Invest mit Sitz in Opfikon prüft eine Fusion mit der ausserbörslich gehandelten Immobiliengesellschaft Cham Group. Die Gespräche befinden sich laut einer Mitteilung noch in einem frühen Stadium. Der Zusammenschluss soll im Sinne einer Fusion unter Gleichen erfolgen. Die Verwaltungsräte beider Gesellschaften haben eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

    Die Aktien der zusammengeschlossenen Gesellschaft sollen an der Börse im Segment Immobiliengesellschaften kotiert werden beziehungsweise bleiben. Sollten die Verhandlungen zu einem positiven Ergebnis führen, wird das Aktionariat beider Unternehmen im Frühjahr 2025 an den jeweiligen ordentlichen Generalversammlungen über die Fusion abstimmen können.

    Durch den möglichen Zusammenschluss entstünde „eine der führenden Immobiliengesellschaften der Schweiz mit einem qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Portfolio an erstklassigen Standorten. Ina Invest entwickelt nachhaltigen Wohn-, Arbeits- und Lebensraum mit Fokus auf hybride Immobilien, die langfristig flexibel und rentabel in der Nutzung sind. Die Cham Group entwickelt derzeit auf dem ehemaligen Fabrikgelände im Zentrum von Cham, dem Papieri– und dem angrenzenden Pavatex-Areal, ein neues Quartier mit rund 1000 Wohnungen und 1000 Arbeitsplätzen.

    Implenia als 40-prozentige Eignerin von Ina Invest nimmt die Prüfung eines möglichen Zusammenschlusses zur Kenntnis. In einer eigenen Mitteilung begrüsst das Immobilien- und Baudienstleistungsunternehmen die eventuelle Fusion ausdrücklich.

  • Virtuelle Realität für Stadtplanung

    Virtuelle Realität für Stadtplanung

    Forschende der ZHdK und der ZHAW haben ein innovatives Werkzeug für eine partizipative Stadtgestaltung entwickelt. Mittels Virtueller Realität (VR) wird Einwohnenden und Verantwortlichen die Möglichkeit gegeben, geplante Umgestaltungen virtuell zu erleben. So können beispielsweise die Auswirkungen verkehrsberuhigender Massnahmen auf den Strassenlärm, die Platzverhältnisse oder den Velo- und Fussverkehr über den Seh- und Hörsinn sinnlich erfahrbar gemacht werden.

    Im Projekt Gestalte Zürich unterstützen die Forschenden die Zürcher Stadtverwaltung bei der Planung nachhaltiger Räume in der Stadt, erläutert die ZHdK in der Projektbeschreibung. Gestalte Zürich wird vom Amt für Städtebau der Stadt Zürich, dem städtischen Tiefbauamt und den Verkehrsbetrieben Zürich unterstützt. Weitere Praxispartnerinnen sind die Organisationen myclimate, umverkehR und Fussverkehr Schweiz. Prototypen des VR-Werkzeugs konnten am 20. September am Zürcher Park(ing) Day ausprobiert werden. Das noch bis zum nächsten Jahr laufende Projekt wird von der Digitalisierungsinitiative gefördert. Sie hat das Ziel, die Zusammenarbeit Zürcher Hochschulen beim Thema Digitalisierung zu stärken.

  • Bauarbeiten zur Erweiterung der ZHAW haben begonnen

    Bauarbeiten zur Erweiterung der ZHAW haben begonnen

    An der ZHAW haben Baudirektor Martin Neukom, Bildungsdirektorin Silvia Steiner und ZHAW-Rektor Jean-Marc Piveteau am 13. September den Startschuss für die Bauarbeiten zur Erweiterung und Modernisierung der School of Engineering gegeben. Die ZHAW sei eine der führenden Hochschulen der Schweiz mit über 14’000 Studierenden, heisst es in einer Medienmitteilung. Doch genügten einige der bestehenden Gebäude auf dem Areal des ehemaligen Technikums in Winterthur den heutigen Anforderungen nicht mehr. Ausserdem nehme die Anzahl Studierender weiter zu. Deshalb werde der Campus T über die nächsten Jahre in mehreren Etappen modernisiert und erweitert.

    In der ersten Bauetappe werden zwei neue fünfgeschossige Laborgebäude hinter dem historischen Technikum gebaut. Sie stellen dringend benötigten Raum für Lehre, Forschung und Entwicklung bereit. Dort entstehen verschiedene Versuchsräume sowie eine öffentlich zugängliche Mensa und Cafeteria. Die Neubauten werden an das Fernwärmenetz der Stadt Winterthur angeschlossen und mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet.

    Ebenfalls im Rahmen der ersten Bauetappe wird laut der Mitteilung die Eulach mit einem öffentlichen, naturnahen Park ökologisch aufgewertet und der Hochwasserschutz ausgebaut. Zwei neue Brücken werden die Altstadt und den Campus T mit der Kantonsschule Büelrain und dem umliegenden Wohnquartier verbinden.

    Bis November erfolgt der Rückbau des bestehenden Gebäudes TB, heisst es weiter. Parallel dazu laufe der Aushub der Baugrube für das kleinere Laborgebäude TT. Danach beginnen die Rohbauarbeiten des ersten Neubaus, dessen Fertigstellung im Jahr 2027 vorgesehen ist. Der zweite Neubau soll 2029 bezugsfertig sein.

  • Energievertrag für nachhaltiges Quartier in Romont unterzeichnet

    Energievertrag für nachhaltiges Quartier in Romont unterzeichnet

    Die Energieversorgerin Groupe E mit Sitz in Granges-Paccot und die KAAB haben einen Energievertrag für das Quartier La Maillarde in Romont unterzeichnet. Mit einer Laufzeit von 40 Jahren umfasst der Vertrag laut einer Medienmitteilung die Wärmelieferung und Verwertung der internen Abwärme, die Bereitstellung einer Microgrid-Infrastruktur und die Installation von Solarmodulen. Groupe E liefert Energie im Auftrag der KAAB an den Standort und diese stellt Betrieb, Wartung und Finanzierung der Anlagen sicher.

    Die Wärmeversorgung erfolgt über das Fernwärmenetz der Gemeinde Romont. Das von Groupe E verwaltete Netz wird hauptsächlich durch Holzschnitzel aus der lokalen Forstwirtschaft sowie durch Abwärme der Röstanlagen im Nespresso-Werk gespeist. Für lange Kälteperioden ist eine mit Gas betriebene Zusatzheizung vorgesehen.

    Die Elektrik wird über ein quartiereigenes Microgrid gesteuert. Dieses wird von einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von einem Megawatt gespeist. Sie erzeugt jährlich rund eine Gigawattstunde Strom.

    Das im Eigentum der KAAB befindliche Quartier La Maillarde wurde bis 2016 durch das multinationale Unternehmen Tetra Pak genutzt. Ab 2025 wird sich Uhrenhersteller Rolex dort niederlassen und rund 250 neue Arbeitsplätze in der Region schaffen. Das endgültige La Maillarde-Projekt sieht eine Fläche von 40‘000 Quadratmetern vor. Derzeit werden 19‘000 Quadratmeter genutzt.

  • Zwei Schweizer Immobilienriesen vor Fusion

    Zwei Schweizer Immobilienriesen vor Fusion

    Die Cham Group und Ina Invest, eine an der SIX Swiss Exchange notierte Immobiliengesellschaft, haben eine Absichtserklärung für eine Fusion unterzeichnet. Diese soll als „Merger of Equals“ bis 2025 vollzogen werden. Die Fusion würde eine neue, starke Kraft im Immobiliensektor schaffen, die zu den Spitzenreitern der Branche zählt.

    Ein erstklassiges Portfolio an Schlüsselstandorten
    Das kombinierte Portfolio der beiden Unternehmen umfasst hochwertige Liegenschaften und Entwicklungsprojekte in den wirtschaftlich stärksten Regionen der Schweiz, darunter Basel, Cham, Genf, Lausanne, Winterthur und Zürich. Besonders beeindruckend: Der Wohnanteil wird nach Fertigstellung über 50 % betragen, was den Fokus auf nachhaltiges und zukunftsweisendes Wohnen in urbanen Ballungsräumen unterstreicht.

    Nachhaltigkeit und Synergien als Erfolgsfaktoren
    Beide Gesellschaften legen höchsten Wert auf Nachhaltigkeit und planen, diese Standards bei der Entwicklung und Bewirtschaftung der Liegenschaften konsequent umzusetzen. Der Zusammenschluss bringt nicht nur ein grösseres Portfolio, sondern auch klare Vorteile: Skaleneffekte, mehr Flexibilität in der Projektrealisierung und verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten.

    Aktuell befinden sich die Gespräche noch in einem frühen Stadium. Sollten die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, wird im Frühjahr 2025 auf den Generalversammlungen der beiden Unternehmen über die Fusion abgestimmt. Ein Zusammenschluss würde die Kräfte im Schweizer Immobilienmarkt neu ordnen und Chancen für eine nachhaltige Zukunft schaffen.

  • Herausragende Projekte beim Real Estate Award 2024

    Herausragende Projekte beim Real Estate Award 2024

    Der Anlass beginnt mit einem Networking-Apéro um 17 Uhr, der die Gelegenheit bietet, sich mit führenden Persönlichkeiten aus der Branche auszutauschen. Im Rahmen eines Gala-Dinners werden im Anschluss die Sieger in den Kategorien Nachhaltigkeit, Projektentwicklung/Innovation, Digital und Vermarktung bekanntgegeben. Zudem wird die Immobilien-Persönlichkeit des Jahres ausgezeichnet.

    Als Gastrednerin wird Patrizia Laeri, Einblicke in die Themen Finanzen und Diversität geben. Ständerat und FDP-Präsident Thierry Burkart diskutiert im Gespräch mit Annina Campell die aktuellen Herausforderungen und Chancen der Immobilienbranche.

    Die Auftritte von Comedian Joël von Mutzenbecher und der Rockabilly-Band «the B-Shakers» runden den Abend ab. Der Real Estate Award 2024 bietet ein abwechslungsreiches Programm, das fachlichen Austausch mit Unterhaltung kombiniert.

  • Solartreibstoffe die Zukunft der Energie

    Solartreibstoffe die Zukunft der Energie

    Das Unternehmen macht einen bedeutenden Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilität. Seit August 2024 stellt das Unternehmen seinen Mitarbeitenden eine komplett elektrifizierte Flotte zur Verfügung. Diese Flotte, die in Zusammenarbeit mit Urban Connect aufgebaut wurde, wird bis 2026 auf 46 Elektro-Autos sowie 23 E-Bikes und E-Scooter erweitert. Damit etabliert sich Wincasa in der geteilten Firmenmobilität und setzt ein klares Zeichen für umweltfreundliches Handeln.

    Digital buchbar und flexibel nutzbar
    Besonders hervorzuheben ist die einfache Handhabung des neuen Mobilitätskonzepts. Über eine App können die Fahrzeuge bequem und flexibel gebucht werden – sowohl für dienstliche als auch private Fahrten. Damit bietet Wincasa seinen Mitarbeitenden nicht nur eine nachhaltige, sondern auch eine flexible Mobilitätslösung, die über die üblichen Arbeitszeiten hinaus nutzbar ist.

    CO₂-Reduktion und volle Transparenz
    Mit der Umstellung auf eine elektrische Flotte verfolgt Wincasa klare Nachhaltigkeitsziele. Philipp Schoch, Leiter Bewirtschaftung bei Wincasa, betont: «Durch die Zusammenarbeit mit Urban Connect können wir unsere Ziele im Bereich der Mitarbeitermobilität erreichen, gleichzeitig die Flottenemissionen reduzieren und haben stets die volle Transparenz über unsere elektrifizierte Flotte.» Die Lösung überzeugt durch ihre Einfachheit und die positiven Erfahrungen, die bereits in der Pilotphase gesammelt wurden.

    Partnerschaft mit Urban Connect
    Urban Connect, der führende Anbieter betrieblicher Mobilitätslösungen in der Schweiz, ist der Schlüsselpartner bei diesem Projekt. «Wir freuen uns, durch diese Zusammenarbeit mit Wincasa die Mobilitätslandschaft der Schweiz weiter elektrifizieren, digitalisieren und optimieren zu können», so Judith Häberli, Mitgründerin von Urban Connect.

  • Vision für nachhaltiges Technologiezentrum nimmt Form an

    Vision für nachhaltiges Technologiezentrum nimmt Form an

    FlexBase will gemäss bereits vorgestellter Pläne sein neues Technologiezentrum zeitgetreu realisieren. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, konnte das Technologieunternehmen dafür die ebenfalls in Laufenburg ansässige ERNE Gruppe als Generalauftragnehmer gewinnen. Der Bau soll den Plänen nach 2025 beginnen. Ein entsprechendes aktualisiertes Baugesuch ist bei den zuständigen Behörden eingereicht worden.

    Das Technologiezentrum soll auf den ehemaligen Swissgrid-Gelände errichtet werden. Kernstück soll ein Neubau gegenüber dem existierenden Gebäude sein. Nebst vielen Forschungseinrichtungen soll dort ein Rechenzentrum mit Kapazitäten für die Nutzung von Künstlicher Intelligenz entstehen. Des Weiteren will FlexBase auf dem Gelände einen 20‘000 Quadratmeter grossen Batteriespeicher mit einer Leistung von mehr als 500 Megawatt errichten. Bei dem laut der Mitteilung nicht brennbaren und nicht explosiven Speicher handelt es sich um den «weltweit grössten und modernsten Batteriespeicher seiner Art». Mit dem Bau des neuen Technologiezentrums sollen mehrere hundert Arbeitsplätze für Fachkräfte sowie Ausbildungsplätze entstehen.

    Wie es in der Mitteilung heisst, rechnet Marcel Aumer, CEO der FlexBase Group, trotz der Neuauflage des Projekts nicht mit einer Bauverzögerung. Er begründet die Auffassung mit der engen Zusammenarbeit mit ERNE: «In diesem Projekt habe ich von Anfang an nicht nur die Kompetenz von ERNE, sondern auch die volle Aufmerksamkeit des Top-Managements erfahren.» Auch der CEO von ERNE, Giuseppe Santagada, zeigt sich optimistisch: «Mein persönliches Commitment geht weit über die Realisierung dieses Projektes hinaus; es umfasst auch die Förderung neuer technologischer Kompetenzen und die Steigerung der Standortattraktivität von Laufenburg für die Vision einer prosperierenden Region».

  • Weltneuheit: Intelligente Pflanzenpflege für drinnen und draußen

    Weltneuheit: Intelligente Pflanzenpflege für drinnen und draußen

    „Dieses Jahr hat Boum bei über 1000 Kunden für blühende Balkone und Terrassen gesorgt“, informiert Boum in einem Beitrag auf LinkedIn. Das 2021 als Ausgründung der Universität Bern entstandene Unternehmen hat ein aus Solarpanel, Wassertank, Sensoren und einer App bestehendes intelligentes System entwickelt, mit dem begrünte Balkone und Terrassen autonom gepflegt werden. Aufgrund der positiven Rückmeldungen zu seinem Produkt habe Boum beschlossen, „das System für den Indoor-Betrieb weiterzuentwickeln“, heisst es im Beitrag.

    Nach über einem Jahr Entwicklungszeit hat Boum das Pflanzenpflegesystem für die Begrünung von Wohnzimmern und Büros nun auf den Markt gebracht. Dafür wurde das Substrat für die Pflanzen auf die Bereitstellung der optimalen Bodenfeuchte für Zimmerpflanzen angepasst. Die Genauigkeit der Wasserzufuhr wurde über ein zusätzliches Sicherheitsventil verbessert. Tank und Töpfe sind durch zusätzlichen Schlauch und dezente Kabelkanäle „einfach und unauffällig“ verbunden.

    Die App kann erkennen, ob sich das System im Freien oder in einem Innenraum befindet und entsprechend angepasste Pflegehinweise liefern. Sie gibt auch Bescheid, wenn der Wassertank aufgefüllt werden muss. „Von heute an ist Boum das smarte Pflanzenpflegesystem für drinnen und draussen“, schreibt Boum auf LinkedIn. „Überall dort, wo Menschen ihr Leben aufblühen lassen möchten.“ Laut Unternehmensgründer Matthias Erb handelt es sich bei dem intelligenten Pflanzenpflegesystem um „eine Weltneuheit, die ab heute die Begrünung von Innenräumen einfach und elegant ermöglicht“.

  • Neuer Standort für nachhaltige Kinderernährung in Spreitenbach

    Neuer Standort für nachhaltige Kinderernährung in Spreitenbach

    Menu and More wird laut einer Unternehmensmitteilung von seinem seit 85 Jahren bestehenden Produktionsstandort am Sihlquai in Zürich in den Spreitenbacher  Ecopark Tivoli zügeln. Dort wurde am 6. September die Aufrichte gefeiert. Der Anbieter von nachhaltiger Verpflegung für Kinder und Jugendliche in der Deutschschweiz will den neuen Firmensitz im Sommer 2025 beziehen. «Mit dem Umzug der Menu and More AG gewinnt unsere Gemeinde nicht nur ein erfolgreiches Unternehmen, sondern auch eine starke Partnerin in Sachen Nachhaltigkeit und gesunder Kinderernährung», wird der Spreitenbacher Gemeindepräsident Markus Mötteli zitiert.

    Der neue Standort ermögliche Menu and More, das Engagement für Nachhaltigkeit und Gesundheit weiter auszubauen, heisst es weiter. «Die Energieversorgung des Gebäudes ist fossilfrei und der Einsatz von Fernwärme und -kälte unterstützt unsere Klimastrategie», wird Geschäftsführer Markus Daniel zitiert. «Der Umzug an den neuen Standort ermöglicht uns nicht nur, die steigende Nachfrage aufgrund der Einführung von Tagesschulen zu bewältigen, sondern auch eine erweiterte Angebotsplanung und Menüvielfalt.»

    Die Wurzeln der Menu and More AG reichen bis ins Jahr 1879 zurück. Damals wurde die Volksküche Zürich gegründet, um bedürftige Menschen mit gesundem Essen zu versorgen. Heute ist die Menu and More AG ein Tochterunternehmen der Zürcher Eldora-Gruppe und liefert mit über 70 Mitarbeitenden aus 26 Nationen kindgerechte Menüs für rund 580 Mittagstische von Schulen und Krippen in der Deutschschweiz. Das Unternehmen erwirtschaftet damit einen Umsatz von rund 28 Millionen Franken jährlich.

  • Klimafonds unterstützt nachhaltige Bau- und Heizprojekte in Winterthur

    Klimafonds unterstützt nachhaltige Bau- und Heizprojekte in Winterthur

    Der Klimafonds Stadtwerk Winterthur hat laut einer Medienmitteilung hat an zwei Firmen insgesamt 55’000 Franken an Fördergeldern vergeben. Bereits seit 2007 fördert dieser Fonds im Sinne der Energie- und Klimapolitik der Stadt Winterthur regionale und lokale Projekte zur CO2-Reduktion sowie rund um Energieeffizienz und erneuerbare Energien.

    Die Roto Re-Use aus Winterthur erhält 35’000 Franken. Das in Gründung befindliche Unternehmen versteht sich als schweizweites Kompetenzzentrum für eine kreislaufgerechte Bauwirtschaft. Es entwickelt Workshops, in denen gezeigt wird, wie Kreislaufwirtschaft in der Bauindustrie konkret umgesetzt werden kann. Direkt auf der Baustelle sollen Fachpersonen lernen, wie Bauteile demontiert und wiederverwendet werden können und wie die Wiederverwendung geplant werden muss.

    Gerade die Bauindustrie weise ein hohes Potenzial für CO2-Einsparungen auf, so der Klimafonds und zitiert den Bericht Umwelt Schweiz 2022, wonach das Bauen für mehr als 80 Prozent des Abfalls verantwortlich ist. Zudem verursachen Baumaterialien rund 10 Prozent der Schweizer Treibhausgas-Emissionen.

    Die Firma Trinovent aus Oberengstringen erhält 20’000 Franken aus dem Klimafonds. Sie entwickelt eine Eisspeicherheizung für Einfamilienhäuser. Trinovent eine Eisspeicherheizung für Einfamilienhäuser. Dabei kombiniert das Unternehmen die bewährten Technologien der Luft- oder Wasser-Wärmepumpe mit der des Eisspeichers. Das Förderprojekt soll helfen, in Winterthur Kundschaft für das neue Heizsystem zu finden und den Prototyp in Richtung Serienmodell weiterzuentwickeln.

  • Feuerwehren setzen auf klimafreundliches hydriertes Pflanzenöl

    Feuerwehren setzen auf klimafreundliches hydriertes Pflanzenöl

    Die GVZ testet in einem Pilotprojekt den Einsatz von hydriertem Pflanzenöl (Hydrotreated Vegetable Oil, HVO) als Kraftstoff für Feuerwehrfahrzeuge. «Ab heute betanken Schutz & Rettung Zürich, die Stützpunktfeuerwehren Kloten und Wallisellen, die Feuerwehr Männedorf-Uetikon sowie die Berufsfeuerwehr St.Gallen einen Teil ihrer Fahrzeuge mit HVO», informiert die GVZ in einer entsprechenden Mitteilung. Die fünf Feuerwehren sind für die Mitwirkung am Projekt besonders geeignet, da sie über eigene Betankungsanlagen verfügen.

    «Wir danken den fünf Feuerwehren für die Mitwirkung bei diesem vielversprechenden Projekt und freuen uns auf erste Resultate», wird Renato Mathys, Leiter Feuerwehr bei der GVZ, in der Mitteilung zitiert. «Unser Ziel ist es, einen Beitrag an die verbesserte Umweltbilanz von Feuerwehrfahrzeugen zu leisten.» Für das Pilotprojekt hat die GVZ insgesamt 28’000 Liter HVO beschafft. Sie trägt zudem die Differenz des Preises für den fossilfreien Brennstoff zum aktuellen Dieselpreis.

    Hydriertes Pflanzenöl hat laut Mitteilung eine bedeutend bessere Klimabilanz als Diesel und kann zudem mit einer hohen Energiedichte und Lagerstabilität punkten. Da der Biotreibstoff aus gebrauchten Speiseölen und -fetten hergestellt wird, geht seine Produktion auch nicht zu Lasten der Lebensmittelproduktion. Als weiteren Vorteil nennt die GVZ die unkomplizierte Verwendung: «Dieselmotoren müssen nicht kostspielig umgerüstet, sondern können nach demselben Plan betrieben und gewartet werden, wie im Betrieb mit Dieselkraftstoff.»

  • Energiegewinnung und Kühlung: Fassaden im Fokus der Forschung

    Energiegewinnung und Kühlung: Fassaden im Fokus der Forschung

    Forschende der HSLU haben im Projekt GreenPV das Potenzial für Begrünung und Solarpaneele an Gebäudefassaden ausgelotet. «Während auf Dächern die Vorteile von PV-Systemen und Begrünungen schon vermehrt genutzt werden, finden sie an Fassaden bisher weitestgehend keine Anwendung», wird HSLU-Forscherin Silvia Domingo in einer Mitteilung der Hochschule zum Projekt zitiert. Sie könnten jedoch unter anderem zur Schliessung der Lücke beim Winterstrom beitragen. Denn «der Energieertrag einer PV-Anlage ist an einer Südfassade im Winterhalbjahr aufgrund des jahreszeitlich bedingten tiefen Neigungswinkels der Sonne höher als auf einem Dach», erläutert Domingo.

    Begrünte Fassaden wiederum tragen neben ihrem Kühleffekt zur Biodiversität und zur Verminderung der Schallausbreitung bei. Zudem wird die Luftqualität durch die Bindung von Schadstoffen und die Produktion von Sauerstoff verbessert. Nach Ansicht der Forschenden der HSLU lassen sich Begrünung und Photovoltaik (PV) an Fassaden gut kombinieren. «PV kommt da zum Zug, wo eine hohe Energiegewinnung möglich ist, also an einer unbeschatteten Fassade in den oberen Stockwerken», meint Domingo. Begrünungen sollten hingegen an den unteren Stockwerken und in Innenhöfen eingerichtet werden.

    Als Hemmnisse für Bauherrschaften haben die Autorinnen und Autoren die Finanzierung sowie fehlende Richtlinien und Erfahrungen ausgemacht. Auch die Optik einer vollständig mit schwarzen Solarpaneelen verkleideten Fassade sei nicht jedermanns Geschmack. Deshalb hat die HSLU in einem weiteren Projekt bereits Alternativen bei Farben und Texturen getestet.

  • Portfolio mit drittem Green Bond wird erweitert

    Portfolio mit drittem Green Bond wird erweitert

    Die Zug Estates Holding AG hat am 26. August mit Liberierung zum 30. September ihren bereits dritten Green Bond platziert, informiert die auf Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von Liegenschaften in der Region Zug spezialisierte Immobiliengesellschaft in einer Mitteilung. Der an institutionelle Investoren adressierte Bond im Umfang von 100 Millionen Franken hat eine Laufzeit von sieben Jahren und wird mit 1,65 Prozent verzinst.

    Bereits 2019 hatte Zug Estates den ersten Green Bond emittiert. Im Jahr 2022 stellte die Immobiliengesellschaft ihr Anleihenportfolio dann vollständig auf Green Bonds um. Derzeit machen grüne Gebäude rund 95 Prozent des Gesamtportfolios von Zug Estates aus. Als grüne Gebäude werden dabei Liegenschaften klassiert, die weniger als 1 Kilogramm Treibhausgasemissionen pro Quadratmeter Energiebezugsfläche aufweisen.

    In Zukunft will Zug Estates neben Green Bonds auch andere Arten von grünen Finanzinstrumenten anbieten können. Dazu hat die Immobiliengesellschaft ihr Green Bond Framework auf ein Green Finance Framework erweitert. Im Rahmen der Erweiterung hat Zug Estates dabei eine zweite Meinung von International Shareholder Services (ISS) Corporate Solutions eingeholt. Die auf ESG-Research und -Rating spezialisierte Agentur hat der Immobiliengesellschaft am 23. August die Einstufung C+ und damit den Status Prime verliehen.

  • Studie zeigt Chancen für Fassadenbegrünung und Solarpanels

    Studie zeigt Chancen für Fassadenbegrünung und Solarpanels

    Im Rahmen des Projekts GreenPV hat ein Forschungsteam der Hochschule Luzern innovative Lösungsansätze für die Gestaltung von Gebäudefassaden entwickelt. Ziel war es, die Potenziale von Photovoltaikanlagen (PV) und Begrünung zu erforschen, um den steigenden Herausforderungen durch die Klimaerwärmung zu begegnen. Eine speziell für Planer und Bauherren entwickelte Broschüre fasst die Erkenntnisse und Empfehlungen des Projekts zusammen.

    Die Bedeutung dieser Forschung wird deutlich, wenn man sich die Prognosen des National Center for Climate Services ansieht: Die Jahresmitteltemperatur in der Schweiz könnte bis Ende des 21. Jahrhunderts um bis zu 5,4 Grad ansteigen. Dies wird nicht nur den Energiebedarf, insbesondere für Kühlung, erheblich erhöhen, sondern auch die Behaglichkeit in Gebäuden beeinflussen. Photovoltaikanlagen können genau dann Energie liefern, wenn sie am dringendsten benötigt wird, nämlich bei intensiver Sonneneinstrahlung. Gleichzeitig bieten begrünte Fassaden eine sinnvolle Alternative in urbanen Gebieten, wo neue Grünflächen rar sind.

    Fassaden als ungenutztes Potenzial
    «Während auf Dächern die Vorteile von PV-Systemen und Begrünungen bereits vermehrt genutzt werden, bleiben Fassaden bisher weitgehend ungenutzt», erläutert Dr. Silvia Domingo, Forscherin an der HSLU. Dabei bieten Fassaden eine hervorragende Gelegenheit zur Energiegewinnung und Begrünung, ohne zusätzliche Flächen zu beanspruchen. Besonders in der kalten Jahreszeit erweisen sich PV-Anlagen an Südfassaden als besonders effizient, da sie den niedrigen Neigungswinkel der Sonne optimal nutzen können.

    Die Studie zeigt jedoch auch, dass es Hindernisse gibt, die einer breiteren Anwendung dieser Technologien im Wege stehen. Dazu gehören finanzielle Herausforderungen, fehlende Richtlinien und Bedenken hinsichtlich des Brandschutzes. Diese Faktoren sorgen oft für Verunsicherung bei Bauherren. Um dem entgegenzuwirken, hat das Forschungsteam eine Broschüre mit praxisnahen Empfehlungen für die Anwendung von PV-Anlagen und Begrünungen an Fassaden erstellt.

    Optische Aspekte und funktionale Synergien
    Ein weiteres Hindernis, das Dr. Domingo identifiziert, ist die ästhetische Wahrnehmung von Solarpanels an Gebäudefassaden. Schwarze Solarpanels entsprechen oft nicht den visuellen Vorstellungen der Bauherrschaften. Doch die Forschung zeigt, dass in Zukunft auch Solarpanels in verschiedenen Farben und Texturen erhältlich sein könnten, ohne signifikante Einbussen bei der Effizienz.

    Neben PV-Anlagen bieten begrünte Fassaden zahlreiche Vorteile, die weit über den Kühleffekt hinausgehen. Sie tragen zur Biodiversität bei, verbessern die Luftqualität, mindern die Schallausbreitung und fördern die Regenwasserretention. Diese Vorteile sind besonders in dicht bebauten städtischen Gebieten von grosser Bedeutung, wo sie die Lebensqualität erheblich steigern können.

    Die Kombination von Begrünung und PV-Anlagen
    Die HSLU-Studie zeigt, dass Begrünungen und PV-Anlagen an Fassaden oft gut kombiniert werden können, um Synergien zu nutzen. Während PV-Anlagen an unbeschatteten, höheren Fassadenbereichen für maximale Energiegewinnung sorgen, entfalten begrünte Flächen in bodennahen Bereichen ihre kühlende und lärmabsorbierende Wirkung. Diese Kombination trägt zu einem angenehmeren Quartierklima und einer klimafreundlichen Stromproduktion bei.

    Abschluss des Projekts GreenPV
    Das Projekt GreenPV, das im Dezember 2021 startete und bis Mitte 2024 lief, wurde von einem breiten Netzwerk an Unterstützern finanziert, darunter das Bundesamt für Energie (BFE) und verschiedene Stiftungen. Das Projektteam, unter der Leitung von Gianrico Settembrini, hat wertvolle Erkenntnisse gewonnen, die in einer Broschüre festgehalten sind und nun Planer, Bauherren und Interessierten zur Verfügung stehen.

    Mit den Ergebnissen des Projekts GreenPV liefert die HSLU einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im Bauwesen und zeigt auf, wie Begrünung und Solarpanels an Fassaden kombiniert werden können, um den Herausforderungen des Klimawandels effektiv zu begegnen.