Schlagwort: Nachhaltigkeit

  • Der Weg zu nachhaltigen Metropolen

    Der Weg zu nachhaltigen Metropolen

    Das Diskussionspapier von ULI und BNP stellt herausragende internationale Beispiele für Stadttransformationen vor, die in Metropolen wie Hamburg, Paris, Kopenhagen und Bogotá umgesetzt wurden. Diese Städte haben innovative Konzepte für Verkehrsnetze, nachhaltige Stadtentwicklung und Städtenetzwerke entwickelt, um ihre urbanen Räume zukunftsfähiger zu machen. Das Papier hebt hervor, wie diese Ansätze zu einer höheren urbanen Resilienz beitragen, indem sie ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte integrieren.

    Strategien zur Förderung der urbanen Resilienz
    Die zehn Wege zur resilienten Stadt, die im Diskussionspapier beschrieben werden, bieten konkrete Handlungsempfehlungen für öffentliche und private Akteure. Diese reichen von der Formulierung von Anpassungsstrategien und dem Aufbau von Bewusstsein für Krisen bis hin zur Integration eines städtischen Risikomanagements in die Stadtplanung. Besondere Bedeutung wird der Schaffung von ausreichendem Wohnraum und sozialer Infrastruktur beigemessen, um inklusive und tragfähige soziale Angebote zu bieten, die eine breite Teilnahme der Stadtgesellschaft ermöglichen.

    Die Rolle der öffentlichen und privaten Hand
    Das Diskussionspapier betont, dass die Transformation zu resilienten Städten eine gemeinschaftliche Aufgabe ist, die nicht allein in der Verantwortung der öffentlichen Hand liegt. Isabella Chacón Troidl und Honoré Achille Simo erläutern, dass auch Immobilieninvestoren eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung resilienter urbaner Räume spielen. Sie tragen dazu bei, soziale, ökologische und wirtschaftliche Aspekte in die Stadtentwicklung zu integrieren und fördern damit eine umfassende Erneuerung des Siedlungswesens.

    Fazit und Ausblick
    Das Diskussionspapier «Stadttransformation versus urbane Resilienz» dient als Impulsgeber für eine neue Ära der Stadtplanung. Es fordert Entscheidungsträger und Stakeholder auf, innovative und nachhaltige Massnahmen zu ergreifen, die nicht nur die Resilienz der Städte stärken, sondern auch ihre Lebensqualität verbessern. Sabine Georgi betont, dass die zukünftige Entwicklung urbaner Räume ein gesellschaftliches Anliegen ist, das aktives und gemeinsames Handeln erfordert, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden.

  • Die Kunst der Raumgestaltung –  Zürichs Weg in die Zukunft

    Die Kunst der Raumgestaltung – Zürichs Weg in die Zukunft

    Sie sind Direktorin der Raumplanung der Stadt Zürich. Können Sie uns einen Überblick Ihre Zuständigkeiten geben?
    Gemeinsam mit meinen MitarbeiterInnen, plane ich als Direktorin des Amts mit an der Zukunft der Stadt Zürich. Um die Chancen einer Stadt im Wandel ideal zu nutzen, haben Fachbereiche bei uns wie Architektur und Planung, dazu gehören Archäologie, Denkmalpflege, das Baugeschichtliche Archiv oder ein Kompetenzzentrum für Geoinformationen. Der Austausch bietet uns einen sehr genauen Blick auf Zürich – von seiner Vorgeschichte bis 2040.

    Welche Ziele verfolgt die Stadt- und Raumentwicklung in Zürich und welche Rollen übernehmen Sie in der Standort- und Arealentwicklung?
    Wir möchten die hohe Lebensqualität in der Stadt Zürich nicht nur erhalten, sondern ausbauen. Sie soll sich punktuell verbessern können, ökologisch wie sozial nachhaltig. Dazu benötigt es geeignete nutzungsplanerische Instrumente – da sind wir bei der Erarbeitung und Weiterentwicklung federführend.

    Der kommunale Richtplan für Siedlung, Landschaft, öffentliche Bauten und Anlagen ist dabei essenziell. Mit ihm konkretisieren wir, welche Gebiete für die bauliche Verdichtung geeignet sind. Zudem bezeichnen wir Flächen für die Versorgung mit öffentlichen Freiräumen sowie für kommunale öffentliche Bauten und Anlagen – etwa für die Volksschule oder für Sportnutzungen. Darüber hinaus ist er ein wichtiges Koordinationsinstrument, da er aufzeigt, wie die bauliche Dichte mit dem Verkehr und Angebot an erneuerbarer Energie abgestimmt werden muss und er macht Vorgaben für weitere räumliche Aspekte einer umwelt- und sozialverträglichen Stadtentwicklung.

    Vor welchen Herausforderungen steht die Stadtentwicklung, im Vergleich zu anderen Schweizer Städten und welche Vorteile bietet Zürich?
    Zürich teilt sich viele Herausforderungen mit anderen Städten in der Schweiz und Europa. Das Wachstum und der einhergehende Bedarf nach Wohnraum stehen im Fokus, wobei vor allem preisgünstiges Wohnen in der Stadt gesichert werden muss. Der demographische Wandel und die Pluralisierung der Lebensstile bringen eine Vielfalt an Wohnformen und Wohnraumbedürfnissen – denen wir begegnen müssen.

    Neben einer sozialräumlich verträglichen Verdichtung ist das Klima zentral. Rund ein Viertel aller CO2-Emissionen stammt aus dem Gebäudesektor. Städtische Planung und Architektur muss heute klima- und umweltfreundlich sein, Ressourcen schonen und Landschaften bewahren können. Neben dem Klimaschutz müssen wir Hitzeinseleffekte eindämmen.
    Was wir im Gegensatz zu anderen Städten nicht mehr haben, sind freie Industrieareale zur Umnutzung. Die Dichte verstärkt die verschiedenen Interessen an Flächen und Gebäuden einer Stadt. Ausserdem steht Zürich als Wirtschaftsmotor der Schweiz unter besonderem Blick der Öffentlichkeit. Planerische Entscheidungen erfordern die politische Diskussion – Mitsprache wird eingefordert. Findet keine Debatte statt, wird bei etlichen Neubauten rekurriert.

    Was sind die bedeutendsten Bauprojekte in Zürich und wie tragen sie zur Stadt und Raumentwicklung bei?
    Ich zähle hier die Planung mit dazu. Beispielsweise das Josef-Areal, das Schlachthof-Areal, das Seeufer Wollishofen oder das Papierwerd-Areal. Sie sind aufgrund der zuvor angesprochenen Flächenknappheit von Bedeutung für die Zürcher Stadtentwicklung. Daraus entsteht die anspruchsvolle Aufgabe, diese Areale planerisch nachhaltig und effizient zu nutzen.
    Die Stadt baut auch selbst – besonders preisgünstigen Wohnraum. Allein die Wohnsiedlungen Leutschenbach und Tramdepot Hard, werden über 550 Wohnungen bieten. Bei der Thurgauerstrasse oder dem Koch-Areal vergibt die Stadt Bauland an gemeinnützige Wohnbauträger.

    Im Zusammenhang mit solchen Grossprojekten ist die Planung der dazugehörigen sozialen Infrastruktur wichtig. Insbesondere die Bereitstellung von genügend Schulraum, Kulturbauten wie das Schauspielhaus oder Opernhaus, sind gesamtstädtisch bedeutend.
    Ergänzend zu den benannten Arealentwicklungen und Bauten gehören die Aktualisierung der Hochhausrichtlinien sowie die Revision der Bau- und Zonenordnung, zu den bedeutendsten Aufgaben, mit denen die Zürcher Stadtplanung betraut ist. Bei diesen Planungsinstrumenten geht es darum, den Umgang mit dem Denkmalschutz bzw. Inventar und dem ISOS zu finden und diesen mit den angestrebten baulichen Entwicklungen zu vereinbaren.

    Welche Gebiete in Zürich sind besonders attraktiv für Unternehmen und warum?
    Das ist stark abhängig von der Grösse und Art des Unternehmens, jedes Unternehmen definiert seine individuellen Anforderungen an die Standortwahl. Für einen Konzern, der sein eigenes Areal langfristig weiterentwickeln und ausbauen möchte, gelten sicherlich andere Standorte als attraktiv, als für ein KMU, das auf eine Entwicklung innerhalb des Quartiers abzielt.

    Grundsätzlich sind in Zürich alle Quartiere attraktiv, da überall eine gute Erschliessung mit dem ÖV gegeben ist. Hier hat es eine positive Entwicklung im Vergleich zu den letzten Jahren und Jahrzehnten gegeben – eine eigentliche «Peripherie» kennt Zürich nicht mehr.

    Wo sehen Sie noch Entwicklungspotenzial und wie könnte dieses erschlossen werden?
    Potenzial gibt es in der Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden. Eine der Besonderheiten der räumlichen Planung liegt darin, dass sie nicht an der Stadtgrenze endet , auch wenn diese Grenzen einen politischen Wechsel bedeutet. Beispiele hierfür sind der Limmatraum oder das Glattal mit dem gemeinsamen ÖV-Service. Dort gilt es, die Planung über die Grenzen hinweg gemeinschaftlich zu koordinieren, um das Angebot und die Vernetzung der Quartiere zu sichern.

    Potenzial besteht auch in der Abstimmung mit dem Kanton oder Bund, was u.a. die Themen Lärm und ISOS betrifft. Bundesweite oder kantonale Vorgaben haben in einer Stadt wie Zürich eine grosse Auswirkung. In einer engeren Abstimmung mit dem Städteverband sehe ich grosses Potenzial.

    Wie positioniert sich Zürich im Bereich der Mobilitätsentwicklung und -planung?
    Im kommunalen Richtplan steht bei der städtischen Mobilität ein effizienter und gut ausgebauter ÖV sowie die Weiterentwicklung von funktionsfähigen und attraktiven Stadt- und Strassenräumen im Fokus. Wir streben eine Stadt der kurzen Wege an. Die Quartierzentren werden gestärkt und Neue entwickelt. Für die Wohnbevölkerung wird es attraktiver, sich vor Ort zu versorgen, der Detailhandel eröffnet neue Läden im Quartier, da er auf KundIinnen zählen kann.

    Es zeigt sich in den Zahlen zur Mobilität, dass die Stadtbevölkerung vermehrt auf Velo und ÖV setzt. Insbesondere der Fuss- und Veloverkehr werden städtisch gezielt gefördert. Die Stadt berät mit dem Programm «Impuls Mobilität» ganz gezielt Unternehmen und Liegenschaftsverwaltungen.

    Hat die Pandemie Veränderungen in der Planung von Zürich bewirkt?
    Der öffentliche Raum hat während der Corona-Pandemie an Bedeutung gewonnen. Gerade für Kinder und Jugendliche, die auf Freiräume im direkten Wohnumfeld angewiesen sind. Insgesamt gesehen haben die Individualverkehrsmittel Fuss, Velo und Auto bei der Verkehrsmittelwahl mehr Gewicht erhalten, während der ÖV wegen möglicher Ansteckungsgefahrengemieden wurde. Es gilt, die positiven Effekte der Pandemie wie die Velonutzung und Glättung der Verkehrsspitzen durch vermehrtes Homeoffice, in die Zukunft mitzunehmen.

    Pandemie und mobile Arbeitsweise haben Veränderungen gebracht, deren stadtplanerischen Auswirkungen wir erst in ein paar Jahren sehen werden. Vom Home-Office-Trend profitieren in Zürich vor allem auch die Quartierzentren. In der Pandemie waren schnelle Erreichbarkeit von Einkauf, Gesundheitseinrichtungen, Sportzentren, Gastronomie und Grünräumen, die keinen öffentlichen Transport erforderten zentral. Dem Bedürfnis nach lebenswerter Stadträumen muss zukünftig mehr Rechnung getragen werden.

    Welche Faktoren machen Zürich zu einem attraktiven Wohnort?
    Zürich ist attraktiv und bietet eine hohe Lebensqualität. Das hat viele Gründe: Etwa das breite und attraktive Angebot von Betreuungs- sowie Kultureinrichtungen, attraktive Freiräume, Bildungsstätten, gute Infrastrukturen und die hohe architektonische Qualität. Anziehend ist auch die Lage am See und die Nähe zur Natur. Trotz reger Bautätigkeit ist es gelungen, dass die Stadtquartiere ihre Identität nicht verloren haben. Das ist meiner Meinung nach eine grosse Stärke unserer Stadt.

    Wie stellen Sie sich die ideale Entwicklung der Stadt Zürich vor?
    Was wären die Kernelemente?

    Ideal ist in diesem Kontext die falsche Formulierung, eine ideale Entwicklung gibt es nicht. Vielmehr ist die Stadtplanung dynamisch und wird massgeblich durch politische Entscheidungen beeinflusst. Sie muss kontinuierlich auf die aktuellen und zukünftigen sozialräumlichen wie ökologischen Belange reagieren. Es ist wichtig, dass wir eine gemeinsame Vorstellung davon haben, was Zürich sein soll und wie es sich zukünftig entwickeln soll. Der Kommunale Richtplan formuliert ein Zielbild, von einer differenzierten baulichen Verdichtung über genügend Freiräume für die Erholung bis hin zu den Zentren und Infrastrukturen der Stadt. Darunter gibt es unzählige kleinerer Ebenen, Projekte und Ereignisse, die Teil der Stadt im Wandel sind. Zürich hat viel Potenzial, das es durch die Stadtplanung zu sichern und zu nutzen gilt. Nicht von heute auf morgen, sondern auch für künftige Generationen von ZürcherInnen.

  • Greencity Vergé setzt neue Massstäbe in Sachen Nachhaltigkeit

    Greencity Vergé setzt neue Massstäbe in Sachen Nachhaltigkeit

    Vergé ist mehr als ein Wohnprojekt, es ist eine Antwort auf die drängenden Fragen des urbanen Zusammenlebens und der ökologischen Verantwortung. Im Süden Zürichs auf einem ehemals industriell genutzten Areal gelegen, steht Vergé für den Übergang zu einem neuen Verständnis von Wohnen, das sowohl die Bedürfnisse seiner älteren Bewohnerinnen und Bewohner berücksichtigt als auch aktiv zur urbanen Lebensqualität beiträgt.

    Der Entwurf von Vergé verbindet moderne Architektur mit ökologischer Nachhaltigkeit. Durch die Verwendung nachwachsender und leichter Materialien setzt das Projekt nicht nur gestalterische Akzente, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des ökologischen Fussabdrucks. Die Gestaltung des Innenhofs als sozialer Treffpunkt und die sorgfältige Auswahl der Bepflanzung fördern die Biodiversität und bieten den Bewohnern einen Rückzugsort im Einklang mit der Natur.

    Ein oft unterschätzter Hebel liegt in der Wahl der Materialien für die Innenwände. Wenn man nichttragende Innenwände aus Leichtbau anstelle von Beton erstellt, kann dies laut Lennart Rogenhofer, Chief Climate Officer der Losinger Marazzi AG zu einer Reduktion von CO2-Emissionen um etwa 50% führen. Ähnliche Einsparungen ergeben sich, wenn anstelle einer Beton-Putz-Fassade eine Holzfassade verwendet wird. Diese entspricht dem Ziel, nachhaltige und wenig verarbeitete Rohstoffe zu nutzen. Zudem hat sich Losinger Marazzi grundsätzlich dazu entschieden, in ihren Projekten so weit wie möglich CO2-reduzierten Beton einzusetzen. Die Reduktion der grauen Emissionen mit einer schlankeren Tragstruktur, die die Betonmenge durch Optimierung der Deckenstärken und Stützenraster minimiert, ist schwer zu quantifizieren. Rogenhofer erklärt: «Das liegt daran, dass kein ’nicht optimiertes‘ Projekt als Vergleich existiert.». Greencity mit dem letzten Baufeld Vergé zeigt eindrucksvoll, dass der Immobiliensektor eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der Klimaziele spielt. Durch den Einsatz von Wärmerückgewinnungstechnologien und die Einbindung in das Nahwärmenetz wird eine weitestgehend autonome Energieversorgung angestrebt, wobei die Zertifizierung nach dem SNBS Gold Standard angestrebt wird.

    Durch die Fokussierung auf nachhaltiges und energieeffizientes Bauen kann nicht nur die Lebensqualität der Bewohner verbessert, sondern auch ein entscheidender Schritt in eine nachhaltigere Zukunft gemacht werden.

    Das Projekt wird durch Losinger Marazzi erbaut und diese hat sich seit fast 20 Jahren als Vorreiterin in Sachen Nachhaltigkeit in der Immobilien- und Baubranche positioniert und setzt konsequent ihre Klimastrategie um, die der Strategie des Mutterkonzerns Bouygues Construction folgt. Seit Ende 2023 ist das Unternehmen SBTi zertifziert und bleibt weiterhin führend im Bereich Nachhaltigkeit. Diese Zertifizierung bestätigt, dass die firmeneigenen CO2-Reduktionsziele für direkte und indirekte Unternehmensemissionen (inkl. Scope 3) gemäss internationalen Standards (GHG Protocol) berechnet wurden und im Einklang mit den Pariser Klimazielen stehen. Eine externe, unabhängige Prüfungsgesellschaft überprüft zudem, dass die zertifizierten Unternehmen ihre Ziele nicht durch CO2-Kompensation, sondern durch tatsächliche CO2-Reduktion erreichen. Aus diesem Grund wurde bereits im Jahr 2021 ein CO2-Absenkpfad erstellt, um die strategischen Entscheidungen zu lenken.

  • Neue Gewerbeimmobilie mit innovativer Energietechnologie

    Neue Gewerbeimmobilie mit innovativer Energietechnologie

    Die Immatica AG hat Anfang 2024 die Baubewilligung für ein Gewerbegebäude auf dem Gelände der Matica AG in Kaltenbach, zu der sie gehört, erhalten. Die Matica AG ist auf die Herstellung energieeffizienter Speicher und den Bau von Spezialbehältern spezialisiert. Mieterin des 1500 Quadratmeter grossen Neubaus werde ab Anfang 2025 die Post AG, da der bisherige Standort in Stein am Rhein SH zu klein geworden sei, heisst es in einer Mitteilung.

    Das Flachdach wird mit einer 1000 Quadratmeter grossen Photovoltaikanlage (PV) ausgestattet. Eine neuartige Speichertechnologie soll das Gebäude auch im Winter mit Sonnenenergie versorgen können. Mit einer Sorptionswärmepumpe (SWP) lasse sich durch einen chemischen Prozess das Potential der Sonnenenergie beliebig lange speichern. Beim Umkehrprozess entstehe Wärme, die sich im Winter zum Heizen nutzen lasse. Die SWP löst mehrere Herausforderungen der Energiewende: Aus Sicht des Anlagenbetreibers erhöht sie den Eigennutzungsgrad der PV-Anlage und federt so Energiepreisschwankungen besser ab, heisst es in der Mitteilung. Darüber hinaus trägt sie dazu bei, saisonale Schwankungen im Stromnetz zu reduzieren. Damit entlastet sie das Netz und reduziert den notwendigen Netzausbau. Durch den Einsatz der PV-Anlage mit einer Jahresleistung von rund 215 Kilowatt-Peak könnten 33 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

    Die Post AG möchte bis 2030 all ihre Briefe klimaneutral zustellen. Mit dem von der PV-Anlage generierten Strom sollen alle elektrischen Anlagen im Gebäude sowie die elektrische Ladeinfrastruktur für die Elektrofahrzeuge versorgt werden. Die SWP in Kaltenbach ist die zweite Pilotanlage, die von der Matica AG in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern und der Helbling Technik AG umgesetzt wird. Im Sommer 2024 startet eine erste Anlage in der Tierkörpersammelstelle der Stadt Frauenfeld ihren Betrieb.

  • Investition in zementfreies Bauen

    Investition in zementfreies Bauen

    Oxara gibt eine erfolgreiche Vor-Serie-A-Finanzierung durch zwei hochkarätige Investoren aus der Bauindustrie bekannt. Die neuen Partner sind laut einer Medienmitteilung buildify.earth, eine Evergreen Investment Holding, die auf zirkuläre und nachhaltige Tech-Unternehmen spezialisiert ist, und Samih Sawiris, der unter anderem als Investor mit seinem Unternehmen Andermatt Swissalps die Region im Kanton Uri zur Premium-Destination entwickelt.

    Die erhaltenen Mittel werden den Angaben zufolge zur Stärkung der betrieblichen Aktivitäten und zum Bau des ersten zementfreien Gebäudes zusammen mit seinen Industriepartnern verwendet. Darin sollen exklusiv die Produkte von Oxara präsentiert werden.

    Die Ausgründung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hat den Angaben zufolge seit ihrer Gründung im Jahr 2019 sieben kommerzielle Pilotprojekte erfolgreich abgeschlossen. Für die Produktion ihres zementfreien Zusatzstoffs und Bindemittels zur Herstellung von Beton hat Oxara einen Industriepartner gewonnen. Darüber hinaus sei das Patentportfolio durch aktive Forschung und Entwicklung neuer Produkte erweitert und das Team deutlich vergrössert worden. Nun bereite sich Oxara darauf vor, sein Geschäft auf eine breitere Basis zu stellen sowie seine vollständig kommerzialisierten Produkte mit nationalen und globalen Partnern und Kunden in der DACH-Region sowie in Europa, Afrika und dem Nahen Osten anzubieten. 

  • Nachhaltige Infrastrukturerneuerung im Kanton Waadt

    Nachhaltige Infrastrukturerneuerung im Kanton Waadt

    Die in Schaan ansässige Hilcona Gruppe will in die Erneuerung der Infrastruktur am Standort Orbe im Kanton Waadt investieren. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, sollen Rohrleitungen, Kältemaschinen und Druckluftkompressoren getauscht werden. Die Rekonstruktion wird so vorgenommen, dass nach Abschluss der Bauarbeiten die Abwärme der Kältemaschinen für die Warmwasserbereitung im Unternehmen genutzt werden soll. Das Warmwasser wird für die täglichen Reinigungsarbeiten bei Hilcona genutzt. Nach Angaben des Unternehmens können mit der neuen Warmwasserbereitung zwei Drittel der benötigten Erdgasmenge eingespart werden. Dementsprechend wird auch der CO2-Ausstoss reduziert.

    „Die Überholung dieser Kältemaschine ist ein weiterer, wichtiger Schritt auf unserem Weg zu mehr Nachhaltigkeit“, wird Lionel Monteiro von der Hilcona Abteilung Engineering in Orbe in der Mitteilung zitiert. „Der CO2-Fussabdruck des gesamten Unternehmens kann mit der Abwärmenutzung weiter gesenkt werden“, ergänzt Andrea Gerber, Nachhaltigkeitsverantwortliche der Hilcona Gruppe.

  • Firma eröffnet in Peru Werk für Makrofasern

    Firma eröffnet in Peru Werk für Makrofasern

    Sika hat in Lima einen neuen Hub für synthetische Makro-Kunststofffasern eröffnet. Damit kann das Zuger Unternehmen sein Sortiment um eine Produktreihe erweitern, die laut einer Medienmitteilung ein enormes Wachstumspotenzial aufweist. Sika spricht davon, dass ein Viertel des weltweit steigenden Bedarfs an Makrofaser-Bewehrung in Lateinamerika entstehe und erwartet dort über die nächsten fünf Jahre ein jährliches Wachstum von 25 Prozent. Mit dem grössten Volumenwachstum der Region rechnet Sika in Peru, dem Land mit der grössten Bergbauindustrie Lateinamerikas.

    Makro-Kunststofffasern basieren auf einer neuen Technologie für die konstruktive und statische Bewehrung von Betonbauteilen. Sie ersetzen Stahlarmierungen und verbessern die Eigenschaften von ausgehärtetem Beton. Das verlängert den Angaben zufolge die Lebensdauer von Betonteilen signifikant. All dies wirke sich auch positiv auf die Klassifizierung nachhaltiger Bauwerke im Rahmen von internationalen Zertifizierungssysstemen wie etwa LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) aus.

    Die zunehmende Mobilität in urbanen Ballungsräumen verlange nach neuen, effizienten Verkehrsinfrastrukturen wie Strassentunnels und U-Bahnsystemen, erklärt Sikas Regionalleiter Americas, Mike Campion. Gleichzeitige steige der Bedarf an Makrofaser-Bewehrungssystemen für Bergbauprojekte: „Mit dem neuen, hochmodernen Werk in Peru sind wir in der Lage, unseren Kunden in ganz Lateinamerika sämtliche Betontechnologien von Sika anzubieten und gleichzeitig die höchsten nachhaltigen Bauanforderungen zu erfüllen.“

  • Neuer Investor für nachhaltige Baustartups

    Neuer Investor für nachhaltige Baustartups

    Buildify.earth wurde mit der Vision ins Leben gerufen, nachhaltige Innovationen in der Baubranche zu unterstützen. Die Investmentgesellschaft engagiert sich besonders in den frühen Entwicklungsphasen von Startups und bietet neben Kapital auch Zugang zu einem umfassenden Netzwerk. Dieses Netzwerk wurde über Jahre im Rahmen des Aufbaus des Switzerland Innovation Park Central, NEST und anderen Organisationen etabliert und ist ein wertvolles Asset für die geförderten Unternehmen.

    Strategische Partnerschaften und langfristige Ziele
    Vor acht Jahren begann die Planung für den Standort des Innovation Parks in der Zentralschweiz, der 2019 in Rotkreuz seine Türen öffnete und seit 2021 offiziell Teil von Switzerland Innovation ist. Der Park zählt heute über 100 Mitglieder, darunter namhafte Akteure der Schweizer Baubranche sowie Forschungseinrichtungen. Diese Vernetzung bietet direkten Zugang zu Entscheidungsträgern und eine Plattform für Startups, um in einer traditionell risikoaversen Branche wichtige Kooperationen zu schmieden.

    Bereitstellung finanzieller Mittel und Ressourcen
    Die von privaten Investoren, der Zuger Kantonalbank und dem Park selbst bereitgestellten Mittel, die sich auf einen einstelligen Millionenbetrag belaufen, ermöglichen es buildify.earth, signifikante erste Investitionen zu tätigen, die bald angekündigt werden sollen. Die Investmentpipeline ist reich gefüllt, einschliesslich 40 Startups, die bereits Mitglieder des Parks sind. Die buildify.earth AG nimmt dabei eine flexible Rolle als Co-Investor ein, der schnell agieren und als Katalysator für weitere Investitionen dienen kann.

    Langfristige Planung und offene Türen für weitere Investoren
    Reto Largo und Sem Mattli, die Leiter von buildify.earth, suchen nicht nur nach vielversprechenden Startups, sondern auch nach weiteren Investoren, um das Kapital der Evergreen-Struktur der Gesellschaft zu stärken. Diese Struktur passt gut zu den langen Innovationszyklen im Baubereich und ermöglicht es, einen Teil der Erträge wieder zu investieren, während gleichzeitig attraktive Renditen für die Investoren angestrebt werden. Dies ist nur der Beginn einer langfristigen Strategie, die darauf abzielt, substanzielle Investitionen in aussichtsreiche Startups zu tätigen und die Zukunft der nachhaltigen Bauindustrie aktiv mitzugestalten.

  • Klimaneutrales Vorzeigequartier

    Klimaneutrales Vorzeigequartier

    Die Stadt Zürich setzt neue Massstäbe in puncto Klimaschutz. Mit dem Beschluss, ein «Pilotquartier Netto-Null» im Raum Binz/Alt-Wiedikon zu etablieren, unterstreicht der Stadtrat sein Engagement für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Dieser Bereich, der industrielle sowie Wohnzonen umfasst, wurde gezielt ausgewählt, um eine breite Palette von Klimaschutzmassnahmen unter realen Bedingungen zu testen. Das Quartier soll zu einem Modell für umweltbewusstes Zusammenleben werden, wobei die Förderung des Gemeinschaftsgefühls eine zentrale Rolle spielt. Der Ansatz, dass Klimaschutz eine gemeinschaftliche Verantwortung ist, soll durch die Einbindung aller BewohnerInnen, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem beruflichen Hintergrund, in die Projektentwicklung verstärkt werden.

    Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der direkten Partizipation der Quartiersbewohner. Sie werden ermutigt, eigene Vorschläge für Klimaschutzmassnahmen einzubringen und aktiv an deren Umsetzung mitzuwirken. Ergänzend dazu werden zum Start 15 Initiativen aus vorgeschlagen, die unmittelbar angegangen werden. Diese beinhalten unter anderem Massnahmen zur Abfallreduktion und zur Förderung nachhaltiger Ernährung in Gastronomiebetrieben.

    Das «Pilotquartier Netto-Null» dient nicht nur als Testfeld für nachhaltige Stadtentwicklung, sondern auch als Lernumgebung, in der auch das Scheitern von Projekten als wertvolle Erfahrung angesehen wird. Die erfolgreichen Ansätze haben das Potential, auf andere Quartiere übertragen zu werden und somit einen Beitrag zur Erreichung der städtischen Klimaziele zu leisten.

    Für die Realisierung dieses ambitionierten Projekts stellt der Stadtrat einen Kredit in Höhe von 7,7 Millionen Franken bereit, wovon 3 Millionen für Projekte aus lokalen Initiativen und weitere 2,5 Millionen für Partizipationsprojekte vorgesehen sind. Obwohl der Vorschlag breite Unterstützung findet, gibt es auch kritische Stimmen, die ein detaillierteres Konzept für die Umsetzung fordern. Das Parlament der Stadt Zürich, der Gemeinderat, stimmte den Plänen des Stadtrats jedoch mit grosser Mehrheit zu. Mit diesem Vorhaben unterstreicht Zürich seine Führungsrolle im Bereich der klimafreundlichen Stadtentwicklung und setzt ein Zeichen für die Bedeutung lokaler Klimaschutzinitiativen.

  • JURA ECO3 – der sichtbar nachhaltige Zement

    JURA ECO3 – der sichtbar nachhaltige Zement

    Klinker ist der wichtigste Bestandteil von Zement und besteht aus gemahlenem Kalk- und Mergelgestein, welches bei 1450° Celsius gebrannt wird. Der Kohlenstoff aus dem Kalkstein wird beim Brennvorgang in die Atmosphäre freigesetzt. Dies macht rund zwei Drittel der CO2-Emissionen pro Tonne Klinker aus. Einige Zementhersteller ersetzen Klinker mit Hüttensand oder Flugasche, um die CO2-Emissionen zu senken. Allerdings sind diese Stoffe reduziert verfügbar oder müssen importiert werden.

    «In unserem neuesten Zement JURA ECO3 ersetzen wir einen erheblichen Anteil des Klinkers durch Ton», erklärt Emanuel Meyer, Leiter des Technical Competence Center TCC der JURA Materials-Gruppe. «Ton wird bei einer halb so hohen Temperatur gebrannt als Klinker und generiert zwei Drittel weniger CO2-Emissionen. Den Ton gewinnen wir aus der eigenen Tongrube. Der JURA ECO3 Zement enthält zudem am wenigsten graue Energie im Vergleich zu allen anderen Schweizer Zementen. Wird ein Beton mit JURA ECO3 Zement produziert, entstehen insgesamt ca. 20 % weniger CO2-Emissionen pro m3 Beton verglichen mit Hochbaubetonen mit Portlandkalksteinzement.»

    Zertifiziert und erprobt
    Der JURA ECO3 ist der einzige in der Schweiz zugelassene CEM II/C-M (Q-LL) Zement mit Festigkeitsklasse 42.5 N, extern geprüft und zertifiziert nach
    SN EN 197-5. Er ist für den Hochbau (Betonsorten A-C) freigegeben. Die Tiefbauzulassung folgt «Das Produkt bedient den steigenden Bedarf an nachhaltigen Lösungen», erklärt Ralf Schumann, Commercial Director Cement der JURA Materials-Gruppe, «ob von Architekten oder Investoren wie Städten und Gemeinden, Pensionskassen und Versicherungen, bei denen die Klimabilanz eines Bauprojekts eine immer grössere Rolle spielt. Dank dem JURA ECO3 können sie diese wesentlich verbessern.»

    Der JURA ECO3 Zement ist von ecobau als eco1 Produkt zertifiziert. Er eignet sich für Minergie (A-/P-)-ECO Projekte und entspricht der 1. Priorität ecoBKP/ecoDevis. Mit seinem warmen Erdfarbton setzt er auch visuell ein Zeichen für nachhaltiges Bauen. Der JURA ECO3 Zement ist demnächst im KBOB*-Rechner zu finden. Mit diesem können die Umweltwirkungen von einem m³ Beton nach Wahl berechnet werden.

    *KBOB = Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren

    Nebst kleinem CO2-Fussabdruck weist Beton aus JURA ECO3 Zement mit kalziniertem Ton einen wärmeren Farbton auf und setzt auch visuell ein Zeichen für nachhaltiges Bauen. ECAP– Baustelle, Couvet (zVG)

  • Umsetzung eines umfangreichen Solarprojekts am Produktionsstandort eines Pharmaherstellers

    Umsetzung eines umfangreichen Solarprojekts am Produktionsstandort eines Pharmaherstellers

    Der Arzneimittelhersteller Takeda errichtet derzeit am Produktionsstandort in Pierre-à-Bot in Neuenburg eine Photovoltaikanlage. Die Solarpaneele werden dort auf einem ungenutzten Grundstück und auf den Überdachungen der Parkplätze installiert. Die Anlage wird eine Kapazität von 3,7 Megawatt pro Jahr haben und 4 Gigawattstunden Strom erzeugen. Das entspricht 25 Prozent des jährlichen Bedarfs. Die Inbetriebnahme ist für Anfang Oktober 2024 geplant. Die Investitionen belaufen sich auf 5 Millionen Franken.

    Mit diesem Solarprojekt leiste der japanische Arzneimittel- und Impfstoffhersteller mit Schweizer Hauptsitz in Opfikon einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung, heisst es in seiner Medienmitteilung. „Wir freuen uns, dass wir dieses ehrgeizige Projekt verwirklichen konnten“, wird die Neuenburger Stadträtin Violaine Blétry-de Montmollin zitiert. „Es passt voll und ganz in unser Energiekonzept.“

    Takeda strebt für seine eigenen Aktivitäten an, bis 2035 weltweit Netto-Null-Emissionen zu erreichen. In diesem Rahmen verfolgt das Unternehmen den Angaben zufolge an seinem Standort in Neuenburg derzeit etwa zehn Projekte. Sie widmen sich neben der Elektrifizierung der Rückgewinnung von Wärme, der Vermeidung fossiler Energieträger und Kältemittel sowie der Biodiversität.

    Die Produktionsstätte in Neuenburg hat Takeda vor fünf Jahren im Rahmen der Übernahme seines irischen Konkurrenten Shire erworben. Der Standort mit seinen fast 700 Mitarbeitenden aus 20 verschiedenen Nationen ist seit 25 Jahren auf die Herstellung von Medikamenten zur Behandlung von Blutgerinnungsstörungen (Hämophilie) spezialisiert. Sie werden in über 80 Länder geliefert.

  • Dietikons Fassaden sollen zur Phänomena begrünt werden

    Dietikons Fassaden sollen zur Phänomena begrünt werden

    Mehrere Organisationen, Firmen und die Stadt Dietikon rufen laut einer Medienmitteilung zur Beteiligung an der Phänomena Open Innovation Challenge „Vertikalbegrünung von Fassaden“ auf. Der Innovation Booster Applied Circular Sustainability (IB ACS) und der Cleantech Hub Dietikon Limmattal (CTHD) laden zu der Open Innovation Challenge ein. Neben dem IB ACS, einem breit aufgestellten Konsortium, dessen Fokus auf der Realisierung kreislauffähiger Lösungen liegt, und dem CTHD, einem  Innovationsnetzwerk aus Firmen, Bildungs- und Forschungsinstituten, sind laut der Mitteilung Unternehmen wie die zur Pestalozzi Gruppe gehörende Gabs AG und das Bauunternehmen Josef Wiederkehr AG an der Durchführung der Challenge beteiligt.

    Interdisziplinäre Teams entwickeln laut Medienmitteilung neue Ideen und Konzepte, damit mehr Projekte zur Vertikalbegrünung von Fassaden realisiert werden. Unterstützt werden die Teams von Coaches und von Experten aus den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Cleantech und Digitalisierung. Die besten Vorschläge sollen weiterverfolgt und im Rahmen der Phänomena, welche 2025/2026 in Dietikon stattfindet, dem breiten Publikum präsentiert werden. Eine Jury vergibt der Idee mit dem grössten Potenzial einen Förderbeitrag von 24‘000 Franken, damit ein Pilotprojekt umgesetzt werden kann.

    Die Challenge beginnt mit zwei Workshops. Der erste findet am Montag, 3. Juni, von 10 bis 17.30 Uhr im Stadthaus Dietikon statt. Dabei wird die Problemstellung erörtert, ein gemeinsames Verständnis des Problems entwickelt, erste Lösungsansätze erarbeitet und Teams gebildet. Am Montag, 17. Juni, arbeiten die Teams daran, konkrete Ideen zu generieren, Lösungen zu entwickeln und mögliche Projekte zu konzipieren,

    Die Bewerbungs- und Anmeldefrist läuft bis Freitag, 3. Mai 2024. Zu den Details gibt es einen Flyer.

  • Seewasserverbund CoolCity, ein urbanes Powerhouse

    Seewasserverbund CoolCity, ein urbanes Powerhouse

    Mit steigenden Temperaturen verzeichnet Zürich eine Zunahme von Klimaanlagen-Nutzung, was den Energiebedarf in der Stadt signifikant erhöht. CoolCity reagiert auf diesen Trend mit einem ambitionierten Konzept, das den Energiebedarf für Heizung und Kühlung nachhaltig decken soll.

    Ein strategisch positioniertes Energiezentrum
    Im Herzen von Zürich, im ewz-Unterwerk Selnau, wird eine 4.000 m² grosse Energiezentrale errichtet. Diese dient als zentrale Schnittstelle für die effiziente Verteilung von Wärme und Kälte und ist ein Schlüsselelement des städtischen Energieversorgungsnetzes. Das Projekt gewährleistet eine optimale Temperaturversorgung für seine Nutzer: 67°C für Heizung und circa 12°C für Kühlung, direkt aus dem Seewasser. Vor Ort angepasste Temperaturen durch Wärmepumpen und Kühlanlagen sorgen für höchste Effizienz und Komfort.

    Ein nachhaltiges Energieverteilungssystem
    Der Kern von CoolCity bildet ein ausgeklügeltes System aus primären und sekundären Kreisläufen. Diese Struktur ermöglicht eine flexible Bereitstellung von Wärme oder Kälte und wird im Sommer durch energiesparendes Freecooling ergänzt. Es ist nicht nur ein Projekt für die Gegenwart, sondern auch ein zukunftsorientierter Schritt hin zu Zürichs Ziel, bis 2040 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Die Nutzung von Tiefenwasser des Zürichsees zur Gebäudebeheizung und -kühlung reduziert CO²-Emissionen um durchschnittlich 80 Prozent gegenüber fossilen Brennstoffen.

    Überwindung von Herausforderungen
    Trotz breiter Zustimmung sind bei der Realisierung ökologische, gesetzliche und technische Herausforderungen zu meistern. Eine enge Zusammenarbeit zwischen den Fachleuten von ewz, Anex und anderen Beteiligten ist essenziell, um innovative Lösungen für den Tiefbau und die kontinuierliche Energieversorgung zu entwickeln.

    Die schrittweise Inbetriebnahme von CoolCity ist ab 2031 geplant. Dies ermöglicht eine adaptive Optimierung des Systems an die sich wandelnden Bedürfnisse Zürichs. Durch diese Entwicklung übernimmt der Zürichsee eine doppelte Funktion: Neben einem Naherholungsgebiet wird er zur Basis einer nachhaltigen Energieversorgung der Stadt.

    CoolCity steht für den Pioniergeist Zürichs und dessen Streben, innovative Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu schaffen. Durch die intelligente Nutzung von Seewasser für die städtische Energieversorgung setzt das Projekt neue Massstäbe in der ökologischen Stadtentwicklung.

  • Eröffnung des Innovationsparks Innovaare

    Eröffnung des Innovationsparks Innovaare

    Am 25. April 2024 wurde der Innovaare Park, der grösste Innovationshub seiner Art, feierlich eröffnet. Bundesrat Guy Parmelin und weitere bedeutende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Forschung, darunter der Vizepräsident des Aargauer Regierungsrates Dieter Egli und PSI-Direktor Prof. Dr. Christian Rüegg, nahmen an der Zeremonie teil. Der Park, der bereits zu 80 Prozent vermietet ist, dient als strategischer Knotenpunkt und grösster Mieter des angrenzenden Paul Scherrer Instituts.

    Dr. Christian Brönnimann, der Vorstandsvorsitzende von Park Innovaare, betonte die Bedeutung dieser Einrichtung: «Die offizielle Eröffnung des Park Innovaare ist das Ergebnis einer gemeinschaftlichen Anstrengung vieler Beteiligter, einschliesslich Aktionäre, des Kantons, der Bundesregierung, Investoren und des PSI. Diese Zusammenarbeit hat einen zukunftsweisenden Treffpunkt für Industrie und Spitzenforschung geschaffen.»

    Der Park Innovaare bietet dank seiner direkten Nachbarschaft zum PSI und der Nutzung dessen Forschungsinfrastruktur ideale Voraussetzungen für den Technologietransfer von der Wissenschaft in die Industrie. Er konzentriert sich auf Schlüsseltechnologien in den Bereichen Photonik und Quantentechnologien, Life Sciences, fortgeschrittene Fertigungstechnologien sowie Energie und Nachhaltigkeit.

    Andreas Rickenbacher, Präsident der Schweiz Innovation, erklärt die übergeordnete Vision: «Die Schweiz ist weltweit für ihre Innovationskraft bekannt. Park Innovaare spielt eine zentrale Rolle dabei, unsere akademischen Einrichtungen optimal mit der Wirtschaft zu vernetzen und so die Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu überführen.»

    Park Innovaare hat bereits eine hohe Akzeptanz gefunden: «Wir haben bis jetzt 21 Unternehmen angezogen, darunter 15 Spin-offs von PSI, ETH oder FHNW, zwei Technologietransferzentren und mehrere grosse internationale Firmen», so Robert Rudolph, CEO von Park Innovaare. Mit einer aktuellen Auslastung von etwa 80 Prozent zeigt sich der Park bereits kurz nach der Eröffnung von seiner besten Seite und blickt optimistisch in die Zukunft.

  • Genossenschaft Stadion St.Jakob-Park macht Kassensturz

    Genossenschaft Stadion St.Jakob-Park macht Kassensturz

    Die Genossenschaft Stadion St.Jakob (GSS) hat auf einer Mitgliederversammlung über die finanzielle Situation informiert. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, sind für Unterhalt und dringende Renovierungskosten jährlich 3 Millionen Franken aufzubringen. Das seit 2001 im Betrieb befindliche Stadion, Hauptsitz des FC Basel, ist in seiner derzeitigen Infrastruktur nicht mehr zeitgemäss. Ein notwendiger Umbau soll daher langfristig Kosten senken und zu einem wirtschaftlichen und nachhaltigen Betrieb des Stadions zum Nutzen des FC Basel beitragen, heisst es in der Mitteilung. Um das nötige Kapital zu akquirieren, sollen Eigen- und Fremdmittel aufgebracht werden. Die GSS prüfe derzeit, wie durch Sponsoring, Spenden, Schwarmfinanzierungen und Vermarktung des Namens Fremdmittel aufgebracht werden können. Appelliert wird auch an die Unterstützung der zuständigen Kantonsbehörden.

    „Das Joggeli ist ein Wahrzeichen der Region. Es ist eine Institution von öffentlichem Interesse, die unterhalten und gepflegt werden muss“, wird Mathieu Jaus, Geschäftsführer der GSS, in der Mitteilung zitiert. „Eine zeitgemässe Infrastruktur ist ein wichtiges Puzzleteil für den sportlichen Erfolg, das Vergnügen der Fans, aber auch für die Strahlkraft des Stadions. Daran glauben wir, das wollen wir gemeinsam mit all unseren Partnern und der Region gewährleisten.“

  • RTAG errichtet Neubau in Altstätten

    RTAG errichtet Neubau in Altstätten

    RTAG, in der St.GallenBodenseeArea ansässiger Immobiliendienstleister, hat den ersten Spatenstich zu seinem neuen Geschäftssitz getätigt. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, ist das 1000 Quadratmeter Bürofläche umfassende Gebäude vom Architektenbüro göldipartnerarchitekten ag aus Altstätten geplant und konstruiert worden. Es enthält auf drei Etagen 40 moderne Büroarbeitsplätze. Das Gebäude selbst soll ein funktionaler und gestalterischer Schwerpunkt an der Churerstrasse, einem der Eingangstore nach Altstätten, sein, heisst es in der Mitteilung. Zudem zeichnet es sich über eine umweltfreundliche Bauweise aus. Heizung und Kühlung erfolgen über Erdwärmepumpen sowie über eine Photovoltaikanlage. Die Gebäudeumhüllung wird in den oberen Geschossen mit einer Holzfassadenverkleidung versehen. Die Umgebung wird mit einheimischen Pflanzen gestaltet, das Dach erhält eine extensive Begrünung. Auch die verwendeten Holz-Alu-Fenster sollen umweltfreundlich gestaltet sein. Der Neubau soll im Sommer 2025 bezugsfertig sein.

    Der Entscheid, in Altstätten zu bleiben und einen Neubau zu planen, sei folgerichtig, wird Roger Stieger, Gründer und dritter Partner bei RTAG, in der Mitteilung zitiert. „Unsere Wurzeln sind in Altstätten, von hier aus sind wir gewachsen, von hier aus wollen wir uns auch künftig erfolgreich weiterentwickeln.“

  • Halter baut Kompetenzzentrum für Städtebau und Architektur auf  

    Halter baut Kompetenzzentrum für Städtebau und Architektur auf  

    Der Schlieremer Immobilienentwickler Halter schafft das neue Kompetenzzentrum Städtebau und Architektur. Laut einer Medienmitteilung wird es innerhalb des Unternehmens unter der Verantwortung von Christof Glaus eingerichtet, dem ehemaligen Senior Partner bei Stücheli Architekten in Zürich. Es soll die Bereiche Entwicklungen, Gesamtleistungen und Renovationen insbesondere in frühen strategischen Phasen bei der Projektentwicklung unterstützen. Mit der Einrichtung des Kompetenzzentrums soll noch im April begonnen werden.

    Als ein Unternehmen der Halter Gruppe teile die Halter AG die Vision einer Etablierung der Kreislaufwirtschaft, um das Nachhaltigkeitsziel Netto-Null für alle Projekte zu erreichen. Dafür sei ein struktureller Wandel in der Immobilien- und Baubranche vonnöten, der integrierte Zusammenarbeitsmodelle fördert und fordert, heisst es weiter.

    Das neue Team für Städtebau und Architektur sei direkt beim CEO der Halter AG angegliedert und unterstütze die Bereiche Entwicklungen, Gesamtleistungen und Renovationen in frühen strategischen Phasen der Projektentwicklung durch städtebauliche und architektonische Machbarkeitsstudien. Das enge und partnerschaftliche Zusammenwirken mit externen ausgewiesenen Städteplanern, Architekten sowie Freiraumplanern bleibe dabei unverändert von zentraler Bedeutung.

    „Mit Christof Glaus konnten wir einen renommierten Stadtplaner und Architekten gewinnen, der in seiner erfolgreichen Karriere für viele hervorragende Entwürfe und deren Realisierung verantwortlich zeichnete“, wird Maik Neuhaus zitiert, CEO der Halter AG. Unbestritten seien auch die Fähigkeiten von Glaus als Jurymitglied oder Vorsitzender bei zahlreichen Wettbewerbsverfahren.

  • NEST dient EU-Projekt als Pilotanlage

    NEST dient EU-Projekt als Pilotanlage

    Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) ist Teil des internationalen Konsortiums für das jüngst gestartete und auf drei Jahre angelegte HorizonEurope-Forschungsprojekt HEATWISE. Dabei soll in Gebäuden mit umfangreicher IT-Infrastruktur die Abwärme dieser Systeme vollständig in die Gebäudetechnik integriert werden.

    „Das Ziel ist ein Zero-Waste-Prinzip“, erklärt Binod Koirala vom Urban Energy Systems Lab der Empa in einer Medienmitteilung. „Das heisst, wir wollen möglichst die ganze Abwärme zurückgewinnen und in das Heizsystem der Gebäude integrieren.“ In diesem Rahmen kommt dem Team der Empa in einem ersten Schritt die Aufgabe zu, im Empa-Forschungsgebäude NEST das Potenzial für Wärmegewinne zu identifizieren. Dabei sollen neben der Abwärme aus dem Mikrorechenzentrum in dessen Untergeschoss und der Computer in den Büroräumen auch der Einfluss anwesender Personen auf die Raumtemperatur berücksichtigt werden.

    Aus den so gewonnenen Daten wollen die Forschenden vorausschauende Regelalgorithmen ableiten, die das Energiemanagement der IT-Infrastruktur mit der Gebäudetechnik koppeln. Sie werden dann neben dem NEST in drei weiteren Pilotanlagen installiert: in Gebäuden der dänischen Universität Aalborg, in eine Autofabrik in der Türkei und in ein IT-Forschungs- und Entwicklungszentrum in Polen.

    Im NEST wird zudem die Luftkühlung des Rechenzentrums um die neu entwickelte sogenannte On-Chip-Flüssigkeitskühlung des israelischen Projektpartners ZutaCore ergänzt. Mit der dadurch zurückgewonnenen Wärme von bis zu 70 Grad können etwa die Duschen im Gebäude betrieben werden.

  • UBS und Wincasa lancieren neue Beratung für Liegenschaften

    UBS und Wincasa lancieren neue Beratung für Liegenschaften

    UBS und der Immobiliendienstleister Wincasa bieten Eigentümern von Renditeimmobilien eine neue Beratungslösung an. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, wollen beide Unternehmen mit diesem Angebot Eigentümer bei der Renovierung und energetischen Sanierung ihrer Liegenschaften unterstützen. Die Expertisen des Zürcher Finanzinstituts UBS und des zur Implenia Gruppe gehörigen Immobilienunternehmens erleichtern die Renovation von Renditeliegenschaften und machen sie nahtloser, heisst es in der Mitteilung. Insbesondere ist das Augenmerk auf die Emission von Treibhausgasen gerichtet. Der Immobiliensektor ist hier mit etwa 25 Prozent der zweitgrösste Emittent in der Schweiz.

    Im Beratungsgespräch mit UBS und Wincasa werden die Bedürfnisse der Eigentümer von Renditeimmobilien besprochen und ein modulares Angebot erstellt. UBS-Experten ermitteln die Finanzierbarkeit geplanter Projekte.

    „Wir freuen uns, gemeinsam mit Wincasa diese umfassende Beratungslösung für energetische Sanierungen von Renditeliegenschaften im Schweizer Markt zu lancieren“, wird Alain Conte, Head Corporate & Real Estate Banking Switzerland bei UBS, in der Mitteilung zitiert. „Mit diesem neuen Angebot wollen wir dem nachhaltigen Denken im Immobiliensektor zusätzlichen Schub verleihen.“ „Wincasa und Implenia haben umfassende Kompetenzen und Erfahrung in der Beratung, Planung und Umsetzung von Renovationsprojekten, insbesondere in der energetischen Sanierung von älteren Bestandsliegenschaften. Diese Expertise werden wir in das neue Angebot einbringen und damit Mehrwert für die Kunden von UBS schaffen“, ergänzt Jens Vollmar, Verwaltungsratspräsident von Wincasa und Head Division Buildings bei Implenia. 

  • Glarner Kantonalbank sucht Projekte für Nachhaltigkeitspreis

    Glarner Kantonalbank sucht Projekte für Nachhaltigkeitspreis

    Die Glarner Kantonalbank (GLKB) vergibt einmal pro Jahr den Glarner Nachhaltigkeitspreis. Die GLKB möchte damit Projekte und Initiativen von Glarnerinnen und Glarnern fördern, die zur nachhaltigen Entwicklung im Kanton beitragen. Der Preis ist mit 10´000 Franken dotiert. Wie die GLKB mitteilt, können Bewerbungen für die dritte Auflage des Preises ab jetzt und bis zum 30. Juni eingegeben werden.

    Eingereicht werden können Projekte, die sich mit mindestens einer der drei Säulen Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft auseinandersetzen. Unter Umwelt fallen die Reduktion von Treibhausgasen und erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Ressourcenschonung, Reduktion schädlicher Stoffe oder Biodiversität. Im Bereich Gesellschaft sollten sich die Projekte mit Fairness und Gerechtigkeit, sozialem Engagement oder der Förderung der Glarner Kultur befassen. Für die Wirtschaftsförderung sind Ideen gefragt, die zur Schaffung lokaler Arbeitsplätze beitragen oder nachhaltige Geschäftsmodelle mit Entwicklungspotenzial sowie innovative Technologien umfassen.

    Teilnehmen können Privatpersonen und juristische Personen wie zum Beispiel Vereine. Auch Forschungsarbeiten und Anträge zu wissenschaftlichen Arbeiten sind zugelassen, sofern sie „eine deutliche Nachhaltigkeitswirkung auf den Kanton Glarus haben“ oder bei überregionaler Wirkung eine direkte Verbindung der designierten Preisgewinnerinnen und -gewinnern zum Kanton Glarus bestehe, heisst es in der Mitteilung.

    Im vergangenen Jahr gewann der Wärmeverbund Obstalden den Preis. Der Wärmeverbund wird allein mit lokalen und erneuerbaren Energien gespiesen und sichert Arbeitsplätze. Das Projekt war aus insgesamt 21 Einsendungen ausgewählt worden.

  • Mischa Bosshard führt Haupt + Studer AG

    Mischa Bosshard führt Haupt + Studer AG

    Mischa Bosshard hat am 1. April die Geschäftsleitung der Haupt + Studer AG übernommen. Der bisherige Projektleiter legt laut einer Mitteilung des Unternehmens besonderen Wert auf ein partnerschaftliches Verhältnis mit den Kunden, auf Nachhaltigkeit und auf die Förderung von Mitarbeitenden und Lernenden. „Fundiertes Fachwissen ist in unserer Branche unabdingbar, und die Jungen sind unsere Zukunft“, wird Bosshard in der Mitteilung zitiert. „Was wir ihnen beibringen, können sie weiterführen und ausbauen.“

    Bosshard tritt an die Stelle von René Hasler. Der langjährige Geschäftsleiter konnte mit den Jubiläumsfeiern Ende März zum 100. Geburtstag der Firma einen weiteren Meilenstein in der Geschichte von Haupt + Studer setzen.

    Haupt + Studer ist in den Bereichen Elektroinstallationen, Gebäudetechnik und Telematik tätig. Es beschäftigt 41 Fachkräfte sowie zehn Lernende. Seit 2007 gehört es zur Baumann Koelliker Gruppe.

  • Flughafen Zürich baut neue Frachthalle

    Flughafen Zürich baut neue Frachthalle

    Die Flughafen Zürich AG modernisiert mit dem Neubau einer Frachthalle einen Teil ihrer Infrastruktur. Das Gebäude im Osten des Flughafens wird laut einer Mitteilung eine Fläche von 9500 Quadratmetern aufweisen. Die ältesten Frachthallen des Flughafens stammen aus den 50er und 60er Jahren. Sie würden den heutigen Ansprüchen nicht immer gerecht, teilt die Flughafen Zürich AG mit.

    Die neue Fracht Rächtenwisen soll von der dnata Switzerland AG genutzt werden, einem Dienstleister für Bodenabfertigungen und Fracht. In der neuen Frachthalle sollen unter anderem 20 Andockrampen für Lastwagen, Flächen für die Import- und Exportprozesse sowie für die Zoll- und Sicherheitskontrolle entstehen. Zudem sollen hier Pharma- und Gefahrengüter umgeschlagen werden können. Büros sind in einem Zwischengeschoss an der Südseite untergebracht.

    Früher sei vor allem standardisierte Palettenware transportiert worden, heisst es in der Mitteilung. Heute spezialisiert sich der Transport auf kleinteilige Güter und Fracht mit unterschiedlichen Anforderungen an Temperatur und Grössen. Dieser Trend erhöht den Bedarf an passende Frachtflächen.

    Die Halle ist als Betonstützenkonstruktion mit Holztragwerk und Photovoltaikanlage auf dem Dach geplant. Baubeginn ist April 2024, die Inbetriebnahme voraussichtlich 2027.

  • Schréder übernimmt 49 Prozent von Photinus

    Schréder übernimmt 49 Prozent von Photinus

    Schréder aus Brüssel steigt mit einem Anteil von 49 Prozent bei Photinus aus Dornbirn ein. Die beiden im Markt für Solarbeleuchtungen aktiven Unternehmen wollen ihre Kräfte bündeln, um nachhaltige Beleuchtungslösungen im Aussenbereich weltweit stärker zu etablieren. In diesem Bereich hat Phontinus bereits umfangreiche Erfahrungen mit energieautarken Solarbeleuchtungen für Kunden in einer ganzen Reihe von europäischen Ländern und im Nahen Osten gesammelt.

    „Bei Schréder ist man der festen Überzeugung, dass Solarbeleuchtungslösungen Städte und Kommunen dabei unterstützen können, ihre CO2-Bilanz zu verbessern“, wird Schréder-CEO Werner De Wolf in einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Unternehmen zitiert. Für Photinus-CEO Martin Kessler stellt die Fusion mit Schréder „eine einzigartige Gelegenheit dar, unser internationales Vertriebsnetz zu erweitern und unser Ziel zu erreichen, zum weltweit führenden Anbieter von Solarbeleuchtungslösungen zu werden“. Gemeinsam wollen die Partnerunternehmen ein umfangreiches Portfolio anbieten, das unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich Grösse und Leistung erfüllen kann.

    „Photinus verfolgt bei der Entwicklung von Solarbeleuchtungsprodukten eine sehr interessante Strategie im Hinblick auf Innovation, Modularität und Flexibilität“, erläutert Philippe Felten, Chief Commercial Officer von Schréder. Konkret setze das österreichische Unternehmen auf einen engen Kundenfokus bei dem massgeschneiderte Lösungen im Vordergrund stehen. „Die Vertriebsstrategie von Photinus harmoniert dabei ideal mit der Vertriebskultur von Schréder“, so Felten.

  • Infomaniak setzt auf Meyer Burger

    Infomaniak setzt auf Meyer Burger

    Infomaniak will nach Erringung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit auch im Hinblick auf erneuerbare Energien autark werden, informiert der Entwickler von Web-Technologien mit Sitz in Genf in einer Mitteilung. „Wir möchten jedes Jahr ein neues Solarkraftwerk installieren, um bis 2030 50 Prozent unseres jährlichen Stromverbrauchs selbst zu decken“, wird Boris Siegenthaler, Gründer und strategischer Direktor von Infomaniak, dort zitiert. Bei der Umsetzung der Pläne spannt Infomaniak mit dem international aktiven Solarhersteller Meyer Burger aus Thun zusammen.

    In einem ersten Schritt hat Infomaniak zwei Solaranlagen von Meyer Burger mit insgesamt 1085 Modulen in Betrieb genommen. Sie produzieren jährlich rund 400’000 Kilowattstunden Solarstrom der direkt bei Infomaniak verbraucht wird. In diesem Jahr ist eine weitere Anlage mit 364 Modulen geplant.

    Meyer Burger lässt die in der Schweiz entwickelten Module in seinem Werk in Süddeutschland fertigen. Im Vergleich zu in Asien hergestellten Modulen weisen sie aufgrund kurzer Transportwege, lokaler Lieferkette und Herstellung ausschliesslich mit erneuerbarer Energie einen wesentlich geringeren CO2-Fussabdruck auf. „Solarenergie in unseren Breitengraden mit asiatischen Solarmodulen zu erzeugen, ist heutzutage im Hinblick auf den Wirkungsgrad und den CO2-Fussabdruck unsinnig“, meint Siegenthaler. Er gibt zu bedenken, dass für Import und Herstellung mineralische Ressourcen abgebaut werden müssen. „Deshalb sollten lokale Hersteller bevorzugt werden, die ihre Auswirkungen so gering wie möglich halten.“

  • Sika übernimmt Kwik Bond Polymers

    Sika übernimmt Kwik Bond Polymers

    Der Spezialchemiker Sika hat laut einer Mitteilung Kwik Bond Polymers (KBP) mit Sitz im kalifornischen Benicia übernommen. KBP ist seit über 30 Jahren auf die Sanierung von Brückenfahrbahnen spezialisiert. Seine Polymertechnologien bieten einen dauerhaften Schutz für Brückenfahrbahnen und andere Betoninfrastrukturen.

    „Der anerkannte Sachverstand des Unternehmens in den USA und die beeindruckende Erfolgsbilanz bei langfristigen Sanierungsprojekten passen optimal zur Kultur von Sika“, wird Mike Champion, Regionalleiter bei Sika America, in der Mitteilung zitiert. „Durch die Erhaltung und Verlängerung der Lebensdauer unserer Betoninfrastrukturen bieten wir der Bauindustrie einen hervorragenden Kundennutzen und erhebliche Nachhaltigkeitsvorteile.“

    Neben dem Hauptsitz in der Nähe von San Francisco unterhält KBP zusätzliche Produktions- und Lagerflächen bei Pittsburgh in Pennsylvania. Sika erweitert mit der Übernahme seine Präsenz und Expertise und stärkt damit seine Lieferketten und seinen Service.

  • Lara Albanesi ist neue VR-Präsidentin der Limmatstadt AG

    Lara Albanesi ist neue VR-Präsidentin der Limmatstadt AG

    Der nach der Generalversammlung am 12. März neu zusammengesetzte Verwaltungsrat der Limmatstadt AG hat sich im Rahmen seiner ersten Sitzung konstituiert. Er hat laut Medienmitteilung Lara Albanesi, Verwaltungsdirektorin des Kurtheaters Baden, zur Präsidentin gewählt. Zusätzlich wurden die Geschäftsführerin Jasmina Ritz als Vize-Präsidentin und Mario Okle, Gemeindepräsident Weiningen und CTO Weytec, als Delegierter des Verwaltungsrats gewählt.

    „Das Limmattal bildet einen attraktiven Lebensraum für Arbeit, Wohnen und Freizeit. Die Bevölkerung schätzt dies und betrachtet die gesamte Region jenseits von kommunalen und kantonalen Grenzen. Diese ganzheitliche Perspektive fördert die Wertschöpfung und stärkt die Vernetzung. Deshalb engagiere ich mich für die Standortförderung Limmatstadt“, wird Albanesi zitiert.

    Der Verwaltungsrat werde in den kommenden Monaten Wege und Möglichkeiten ausloten, um die Grundlagen für den Fortbestand der regionalen Standortförderung über das Jahr 2024 hinaus zu schaffen, heisst es in  der Mitteilung. Dazu werde ein Dialog mit den Gemeinden und der Wirtschaft geführt.

    Der Planungsverband Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL) und vier Wirtschaftsverbände aus der Region – Industrie, Dienstleistung, Handel (IDH) Spreitenbach, Industrie- und Handelsverein Dietikon (IHV), KMU- und Gewerbeverband Limmattal und Wirtschaftskammer Schlieren – haben laut der Mitteilung bereits ihr Interesse an einer Fortführung und gemeinsamen Ausgestaltung bekundet.

  • ETH erforscht Rolle von Wasserstoff für Schweizer Stromsystem

    ETH erforscht Rolle von Wasserstoff für Schweizer Stromsystem

    Ein Forscherteam des Energy Science Center der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hat in einem sechsmonatigen Forschungsprojekt herauszufinden versucht, welche Rolle synthetische Brennstoffe im Schweizer Stromsystem spielen können. Mit Hilfe der Modellierungsplattform Nexus-e wurde laut einer Medienmitteilung drei Hauptszenarien für das Schweizer Stromsystem im Jahr 2050 entworfen: die potenzielle Rolle von Wasserstoff und E-Methan für die Schweizer Stromversorgung, wenn sie importiert werden, die saisonale Speicherung von Strom in der Schweiz sowie die potenziellen Kosten der Produktion von Wasserstoff und E-Methan in der Schweiz.

    Die Forschenden kommen zu dem Schluss, dass Wasserstoff- und E-Methan-Importe nur bei niedrigen Importpreisen Teil einer kosteneffizienten Stromversorgung in der Schweiz sein können. Bei sehr niedrigen Preisen könnte Wasserstoff bis zu 12 Prozent des jährlichen Strombedarfs decken. Inländisch produzierter Wasserstoff oder E-Methan sehen sie nicht als kosteneffiziente Lösung für die saisonale Stromspeicherung.

    Die Ergebnisse dieser Studie sollen einen Einblick in die Rolle der synthetischen Brennstoffe in einem Netto-Null-Emissions-Stromsystem in der Schweiz geben, dienen jedoch nicht als Prognosen. Sie wurde von Heinz M. Buhofer, dem früheren Präsidenten des Verwaltungsrats von Metall Zug, in Auftrag gegeben und vom Stromversorger Eniwa mitfinanziert. Den Projektbeirat bildeten Mitglieder der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, des Tech Clusters Zug, des Verbands der Schweizerischen Gasindustrie und der Zuger Unternehmensberatung Steinmann Consulting.

  • Life Sciences und ICT dominieren Ansiedlungen auch 2023

    Life Sciences und ICT dominieren Ansiedlungen auch 2023

    Die Standortpromotion von Bund, Regionen und Kantonen kann 2023 die Neuansiedlung von insgesamt 206 Firmen in der Schweiz verbuchen, informiert die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektorinnen und -direktoren (VDK) in einer Mitteilung. Sie erstellt einmal jährlich eine Statistik zu den Zahlen der Neuansiedlungen ausländischer Unternehmen in der Schweiz. Im Berichtsjahr wurden die Neuansiedlungen wie bereits in den Vorjahren von Unternehmen aus den Branchen Life Sciences und ICT dominiert. Vier von zehn Neuansiedlungen stammen aus den USA, Deutschland oder Frankreich.

    Die 206 im vergangenen Jahr neu angesiedelten Unternehmen tragen zur Stärkung der kantonalen und regionalen Wertschöpfung bei. Bereits im ersten Betriebsjahr haben sie schweizweit 640 Stellen geschaffen. In den nächsten drei Jahren soll der Stellenzuwachs auf insgesamt über 2500 neue Arbeitsplätze steigen.

    Die als Verbundsaufgabe von Bund und Kantonen angelegte nationale Standortpromotion hat die offizielle Schweizer Organisation für Exportförderung und Standortpromotion Switzerland Global Enterprise (S-GE) mit der nationalen Promotionstätigkeit beauftragt. In der Leistungsvereinbarung für 2024 bis 2027 zwischen Bund und Kantonen sowie S-GE wird die Fokussierung auf innovative und nachhaltige Industrien und Technologien verstärkt. Dabei geht Qualität vor Quantität. So sollen die angesiedelten Unternehmen „mit ihrem innovativen Knowhow in ihrem Netzwerk auch zur Stärkung der gesamten regionalen und lokalen Wertschöpfung sowie der KMU-Landschaft beitragen“, heisst es in der Mitteilung.

  • 4B investiert 35 Millionen Franken in Hochdorf

    4B investiert 35 Millionen Franken in Hochdorf

    4B investiert am Firmensitz in Hochdorf rund 35 Millionen Franken in eine neue Zerspanungsanlage und vier neue Hallen. Zudem will der Luzerner Fenster- und Fassadenbauer sowohl auf den alten als auch auf den neuen Hallen Photovoltaikanlagen installieren. „Mit der beschlossenen Investition legen wir den Grundstein für eine neue Ära und weitere 125 erfolgreiche Jahre in Hochdorf und der Schweiz“, wird 4B-CEO Jean-Marc Devaud in einer entsprechenden Mitteilung des Unternehmens zitiert.

    Die Bauarbeiten für die vier neuen Hallen sind am 27. März mit dem Spatenstich eingeleitet worden. Sie sollen bis Anfang 2025 beendet sein. Die ersten Photovoltaikanlagen werden noch in diesem Jahr auf den bereits bestehenden Hallen installiert. Nach Abschluss der Montagearbeiten auch auf den neuen Hallen, will 4B in Hochdorf jährlich rund 3 Gigawattstunden Strom aus Solarenergie produzieren. Sie reichen aus, um den gesamten Stromverbrauch des Unternehmens in Hochdorf zu decken. Zudem nutzt 4B die in der Produktion anfallenden Holzreste zur Wärmegewinnung im eigenen Heizkraftwerk.

    „Mit den vier neuen Hallen und der neuen Zerspanungsanlage schaffen wir die Grundlage für die langfristige Optimierung unserer Produktionsprozesse“, erläutert Devaud. Dabei plant 4B auch derzeit ausgelagerte Produktionsprozesse wieder nach Hochdorf zurückzubringen. „Weiter wird die Flexibilität geschaffen, um für die Zukunft gerüstet zu sein“, so der Unternehmenschef.

  • Partino und ecocoach vereinbaren Partnerschaft im Energiebereich

    Partino und ecocoach vereinbaren Partnerschaft im Energiebereich

    Die Partino Mobile Energie AG, ein in Oberentfelden angesiedeltes Unternehmen für Elektroladestationen, und das Schwyzer Technologieunternehmen ecocoach, haben eine strategische Partnerschaft vereinbart. Laut einer Medienmitteilung wollen beide Unternehmen ihrer Kundschaft ein komplexes System zum Energiemanagement anbieten. Die Partnerschaft markiere einen bedeutenden Schritt in eine nachhaltige Energiezukunft, zeigen sich beide Unternehmen überzeugt.

    Dabei werden die Elemente von Photovoltaik-Ladestationen und dem Lastmanagement von Partino mit den Energiespeicherlösungen und -managementsystemen für Wohn- und Industriegebäuden von ecocoach miteinander verbunden. Kundinnen und Kunden können mit den innovativen Lösungen der Kooperation ihre Energieeffizienz weiter steigern, den Eigenverbrauch optimieren und somit Kosten senken, heisst es in der Mitteilung.