Schlagwort: Unternehmen

  • Erfolgreichstes Geschäftsjahr von Miele mit plus 7,5% Umsatz 

    Erfolgreichstes Geschäftsjahr von Miele mit plus 7,5% Umsatz 

    Das Geschäft der Miele Gruppe wurde im abgelaufenen Jahr von starken gegenläufigen Entwicklungen geprägt. Einerseits sorgte die historische Sonderkonjunktur aufgrund von Corona für kräftigen Rückenwind. Andererseits spürt auch Miele die Störungen in den weltweiten Lieferketten, insbesondere bei den Halbleitern. Dennoch wurden 2021 mehr Geräte produziert und verkauft als jemals zuvor in der 123-jährigen Geschichte der Premiummarke. Der Auftragsbestand zum Start ins neue Jahr ist ebenfalls so hoch wie nie, sodass die Zeichen auch für 2022 auf Wachstum stehen. Um die teils deutlich verlängerten Lieferzeiten wieder zu verkürzen, produziert Miele in allen Werken mit grösstmöglicher Auslastung. 

    Die Perspektiven für den weiteren Verlauf des Jahres sind demgegenüber durch die politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine geprägt, wo Miele, wie auch in Russland, mit einer eigenen Vertriebsgesellschaft vertreten ist. Geschäftsleitung und Belegschaft der Miele Gruppe sind tief erschüttert über das Leid der Menschen im Kriegsgebiet und auf den Fluchtrouten. Es gibt eine grosse Welle der Hilfsbereitschaft im gesamten Konzern, die beim Schutz der 54 Miele-Beschäftigten in der Ukraine und ihrer Familien beginnt, aber auch weit darüber hinaus geht. Aufgrund der geopolitischen Situation und den Unwägbarkeiten, die sich daraus ergeben, hat die Miele Gruppe – über die aktuell verhängten EU-Sanktionen hinaus – die Lieferung von Geräten nach Russland mit sofortiger Wirkung bis auf Weiteres komplett eingestellt. Ausgenommen bleiben Produkte für die medizinische Versorgung, soweit diese nicht auch von Sanktionen erfasst sind. Die eigenen Shops (Miele Experience Center) und der Webshop sind bereits seit vergangener Woche geschlossen und die Investitionen in den Markt eingefroren. Die Arbeitsplätze der mehr als 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch deren Bezahlung bleiben für mindestens sechs Monate erhalten.

    Positive Entwicklung in allen Regionen und Produktbereichen
    Mit dem für 2021 ausgewiesenen Umsatzzuwachs ist die Miele Gruppe deutlich stärker gewachsen als im langjährigen Mittel, wozu vor allem Osteuropa, China und die USA überproportionale Beiträge geleistet haben. In Deutschland hat Miele 1,39 Milliarden Euro Umsatz erzielt und damit auf sehr hohem Niveau weitere 5,1 Prozent hinzugewonnen. Und auch die Schweiz trug mit dem erfolgreichsten Geschäftsjahr seit der Gründung ihren Teil dazu bei. „Wir sind stolz, dass Miele Schweiz auch in diesem Jahr wieder grosses Vertrauen geschenkt wurde. Nicht umsonst haben uns die Kundinnen und Kunden bereits zum fünften Mal in Folge zum Most Trusted Brand gewählt», berichtet Rico Fallegger, Managing Director Miele Schweiz.

    Weitere Informationen unter: www.miele.ch

  • Energie 360° will ab 2040 nur noch Erneuerbare liefern

    Energie 360° will ab 2040 nur noch Erneuerbare liefern

    Der Zürcher Energieversorger Energie 360° will ab 2040 nur noch erneuerbare Energie liefern. Das ist zehn Jahre früher als bisher angestrebt. Grund für den schnelleren Ausstieg aus fossilen Energieträgern wie Gas und Öl ist die Russlandkrise, gibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung zur Jahresbilanz bekannt.

    Demnach hat der Energieversorger im Geschäftsjahr 2021 insgesamt 15,9 Prozent mehr Energie an Endkunden geliefert als im Vorjahr. Von den 4978 Gigawattstunden waren 18,2 Prozent erneuerbaren Ursprungs. Damit sieht sich das Unternehmen „auf Kurs“. Bis 2025 soll der Anteil an Erneuerbaren bei 30 Prozent ansteigen.

    Bei einem Umsatz von 537,1 Millionen Franken erwirtschaftete Energie 360° einen Reingewinn von 61,9 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte der Umsatz bei 466,2 Millionen Franken und der Reingewinn bei 71 Millionen Franken gelegen. Grund für den Rückgang sind niedrigere Beteiligungserträge nach dem Verkauf zweier Tochtergesellschaften.

    Angesichts der Russlandkrise empfiehlt Energie 360° „Kunden, die weg vom russischen Gas wollen, ihre Gasheizung zu ersetzen und auf erneuerbare Energieträger umzusteigen“. Als Alternative wirbt das Unternehmen für die Energieverbünde in der Stadt Zürich, die lokal verfügbare erneuerbare Energie wie zum Beispiel Wärme aus dem Zürichsee verfügbar machen. Als weitere Möglichkeiten nennt es Holzpellets und empfiehlt, den Anteil an Biogas zu erhöhen.

    In Biogas sieht Energie 360° grosses Potenzial und hat dessen Anteil in seinem Gas-Standardprodukt per 1. April 2021 auf 25 Prozent erhöht. Das sparte im Direktversorgungsgebiet rund 200‘000 Tonnen CO2 ein. Energie 360° will weitere Biogas-Anlagen bauen und in innovative Forschungsprojekte investieren.

  • Hächler AG und Wanner fusionieren

    Hächler AG und Wanner fusionieren

    In der Hächler Gruppe mit Sitz in Wettingen werden zwei Tochtergesellschaften zusammengeführt. Per 1. April wird laut Medienmitteilung die Wanner AG in das Bauunternehmen Hächler AG integriert. Damit würden Strukturen vereinfacht, heisst es weiter. Nach dem Motto „Alles aus einer Hand“ solle den Kundinnen und Kunden ein einfacher Zugang zu allen Dienstleistungen der Hächler-Gruppe ermöglicht werden.

    Das fusionierte Unternehmen werde 200 Mitarbeitende beschäftigen und in der neuen Niederlassung der Hächler AG in Dielsdorf ein breites Dienstleistungsangebot präsentieren. Die Niederlassung sei spezialisiert auf Umbau und Renovation, Fassaden und Plattenbeläge. Zudem stünden in Dielsdorf alle weiteren Dienstleistungen der Hächler AG zur Verfügung. Die Wanner AG gehört seit zehn Jahren zur Hächler-Gruppe.

    Die Hächler-Gruppe ist in den Bereichen Bauhaupt- und Baunebengewerbe, Kanalunterhalt und -sanierung, Oberflächenbehandlungen und Lüftungsreinigung tätig.

  • Investoren stehen Schlange vor erstklassigen Immobilien

    Investoren stehen Schlange vor erstklassigen Immobilien

    Wer heute eine Immobilie an bester Lage erstehen will, braucht viel Geld und Geduld. Vor Büro- und Wohngebäuden mit hervorragender Erschliessung bilden sich heute lange virtuelle Schlangen von Investoren, die ihre Mittel möglichst sicher anlegen wollen. Bieterverfahren treiben die Preise auf neue Höchstwerte: In der Zürcher Goldküsten-Gemeinde Zumikon etwa erwarb ein Käufer kürzlich ein nicht mehr benötigtes, nur eine Minute neben einer ÖV-Station gelegenes Feuerwehrgebäude mit einigen Wohnungen für rund CHF 21 Mio. 37 Interessenten hatten sich beworben, der Endpreis lag fast zweieinhalb Mal so hoch wie der von der Gemeinde aufgrund einer professionellen Schätzung vorgegebene Mindestpreis von CHF 8.7 Mio. Im Fokus der Anleger standen 2021 vor allem sogenannte Core-Objekte: „Als risikoarme Anlageklasse sind erstklassige Immobilien nach wie vor ohne Alternative“, begründet Yonas Mulugeta, CEO von CSL Immobilien, diese in den Zentren beobachtbare Entwicklung.

    Die Preisentwicklung führte 2021 dazu, dass die Netto-Anfangsrenditen in den meisten Segmenten des Investmentmarkts weiter auf neue Tiefstwerte sanken – dies, obwohl die meisten Investoren eher eine Seitwärtsbewegung erwartet hatten. Wohnliegenschaften erstklassiger Güte rentierten im Landesschnitt mit 1.85% (Vorjahr 2.1%). Noch stärker sanken die Renditen für Top-Büroobjekte: Diese fielen mit 1.9% (Vorjahr 2.35%) sogar knapp auf das Niveau der Wohnimmobilien.

    Ein Grund dafür: Investoren, die im Wohnmarkt nicht mehr zum Zug kamen, wichen in den Büromarkt aus. Auf Interesse stiessen 2021 auch Gewerbe- und Logistikimmobilien – dies als eine weitere Ausweichbewegung von Investoren, die vom boomenden Onlinehandel profitieren wollen.

    Leere Büros in der Peripherie

    Auch die Unternehmen fokussierten ihre Nachfrage 2021 noch stärker auf zentrale Standorte. Der grössere Teil der in den vergangenen sechs Monaten verfügbaren Büroflächen von 2.43 Mio. m2 (Vorjahr 2.26 Mio. m2) entfiel deshalb auf Liegenschaften ausserhalb der städtischen Zentren. Im Wirtschaftsraum Zürich waren in den vergangenen sechs Monaten rund 910’000 m2 Bürofläche inseriert (Vorjahr 812’000 m2). Damit ist das Angebot innerhalb eines Jahres um 12% gestiegen – ähnlich stark wie in den Wirtschaftsräumen Bern (+14%) und Genf (+12%).

    Der Fokus der Unternehmen auf zentrale Bürostandorte ist insbesondere auch auf die Pandemie zurückzuführen. Viele Mitarbeitende haben sich an das Homeoffice gewöhnt. Um sie zumindest teilweise zurück ins Büro zu holen und dort einen neuen Alltag zu etablieren, muss dieses attraktiv sein. Neben der zentralen Lage mit guter Verkehrsanbindung gehört dazu ein ansprechendes Interieur, das Kreativität und Teamprozesse fördert. Unternehmen, die dies nicht bieten können, haben auf dem Arbeitsmarkt einen Nachteil.

    Eigenheimpreise flächendeckend gestiegen

    Auch im Wohnmarkt machte sich die Pandemie bemerkbar: Das Zuhause gewann an Bedeutung. Gleichzeitig löste das Homeoffice in vielen Haushalten ein Platzproblem aus. Dies führte zu einer steigenden Nachfrage – insbesondere im Eigentumssegment, das weiterhin vom attraktiven Finanzierungsumfeld profitiert. Auf der Angebotsseite kam nur wenig Neues hinzu. Die Folge waren fast flächendeckend steigende Preise für Eigenheime. Dieser Trend dürfte sich 2022 fortsetzen – die Hypothekarzinsen bleiben auf tiefem Niveau, auch wenn sie zuletzt leicht gestiegen sind.

    Im Mietwohnungssegment wirkte sich die gestiegene Nachfrage insbesondere strukturell aus: Gesucht waren 2021 vor allem grössere Objekte, während das Interesse an 1- bis 2.5-Zimmer-Wohnungen an vielen Lagen spürbar abnahm. Die Erfahrung von CSL Immobilien im Markt zeigt: Paare beziehen heute kaum mehr eine 2.5-Zimmer-Wohnung, sondern suchen mindestens eine Wohnung mit 3.5, lieber noch mit 4.5 Zimmern. Dies zeigt sich auch in den Zahlen: Im Kanton Zürich stieg der Anteil der 1- bis 2.5-Zimmer-Wohnungen unter den leerstehenden Wohnungen 2021 auf 27%, ein Jahr zuvor lag dieser noch bei 22%.

    Die Leerstandsquote im Wohnmarkt sank 2021 aufgrund der grossen Nachfrage über das ganze Land gesehen auf 1.54% (Vorjahr 1.72%).

    Allerdings zeigt die Quote grosse regionale Unterschiede. Im Vergleich der grössten Agglomerationen weist Zug mit 0.4% den tiefsten Wert auf, Olten-Zofingen mit 3.8% den höchsten. Im Kanton Zürich lag die Leerstandsquote 2021 bei 0.72% (Vorjahr 0.91%). In der Stadt Zürich stieg die Leerstandsquote 2021 zwar minimal an, zeigte aber mit 0.17% (Vorjahr 0.15%) immer noch einen äusserst ausgetrockneten Markt.

  • Den Innovationsstandort Schweiz stärken und den Vorsprung ausbauen

    Den Innovationsstandort Schweiz stärken und den Vorsprung ausbauen

    Die Schweizer Wirtschaft zeichnet sich durch eine enorm hohe Innovationskraft aus und konnte in den vergangenen Jahren ihre Spitzenposition weltweit trotz des starken Frankens sichern. Das Berufsbildungssystem, das enge Zusammenspiel von Forschung und Wirtschaft, Startups und Konzernen sowie die hohe Bereitschaft zur Gründung neuer Unternehmen sind wesentliche Eckpfeiler des Erfolgsrezepts. Die Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen haben die Wirtschaft in allen europäischen Ländern stark unter Druck gesetzt.
    Dies ist eine wertvolle Gelegenheit für die Schweiz, ihren Vorsprung in Schlüsselbereichen durch gezielte Förderung mit den bestehenden oder auch neuen Instrumenten weiter auszubauen.

  • Holcim und Eni wollen CO2 in Zement speichern

    Holcim und Eni wollen CO2 in Zement speichern

    Der Zuger Baustoffspezialist Holcim spannt mit dem in Rom ansässigen Energieunternehmen Eni zusammen. Gemeinsam wollen sie untersuchen, wie sich Kohlenstoffdioxid (CO2) abscheiden, in dem Mineral Olivin speichern und anschliessend in Zement einbauen lässt, heisst es in einer Medienmitteilung. Damit will Holcim den ökologischen Fussabdruck seines Betriebes weltweit verringern und sein Angebot an nachhaltigem Zement erweitern.

    Eni verfügt über Wissen, wie sich CO2 abscheiden und mineralisieren lässt, um es in Olivin zu speichern. Im Innovationszentrum von Holcim wollen Forschende „die Verwendung dieses karbonisierten Olivins als neuen emissionsarmen Rohstoff für die Formulierung eines grünen Zements untersuchen“, heisst es in der Medienmitteilung. Das Forschungsteam von Holcim will sich dabei auf die Charakterisierung der mechanischen Eigenschaften von karbonisiertem Olivin in der Betonproduktion konzentrieren.

    Olivin ist ein auf der Erde weit verbreitetes Mineral. Dies in Kombination mit den weltweiten Aktivitäten von Holcim und Eni würde diese Lösung „in hohem Masse skalierbar machen“ und so Materialien für umweltfreundliches Bauen weltweit ermöglichen.

    Die Partnerschaft mit Eni ist eines von weltweit 30 Projekten von Holcim, die sich mit Lösungen zur Abscheidung, Nutzung und Speicherung von Kohlenstoffdioxid beschäftigen.

  • Vier Trends für die Immobilien­wirtschaft 2022

    Vier Trends für die Immobilien­wirtschaft 2022

    Weltweite Ressourcenknappheit 
    Aktuell schnellen die Preise für viele Baumaterialien in die Höhe. Das wird sich auch in diesem Jahr nicht ändern – Dämmstoffe, Stahl, alles wird teurer und knapper. Entsprechend steigen auch die Baupreise und drohen, viele Projekt unrentabel werden zu lassen. Zusätzlich fragen gerade die Schwellenländer derzeit viel Material nach und kaufen den Markt leer. Die Situation wird sich also weiter verschärfen. Langfristig kann nur eine verbesserte Projektplanung mit mehr Fokus auf Wiederverwertbarkeit helfen, denn Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz beginnen bereits in der Planungsphase. Wenn ganze Gebäude, Gebäudeteile und Baumaterialien recycelbar sind oder eine Anschlussverwendung finden, senkt das nicht nur den Materialbedarf, sondern trägt gleichzeitig auch zu mehr Nachhaltigkeit bei. Es gilt, Cradle to Cradle in Zukunft groß zu denken.

    Nachhaltigkeit nicht nur durch Energieeinsparung in der Nutzungsphase
    Gerade die deutsche Baubranche hat dringenden Nachholbedarf in Sachen Nachhaltigkeit. In den Niederlanden gibt es bereits eine CO2-Deckelung pro Quadratmeter Neubau. Mit der neuen Regierung unter grüner Beteiligung ist es durchaus vorstellbar, dass eine solche Deckelung auch in Deutschland zur neuen Richtlinie wird. Zudem werden die Entsorgungskosten ein großes Thema bleiben und anteilig in die Höhe schnellen. Aufgrund der noch unausgereiften Rahmenbedingungen für Recyclingverfahren und der geringen Deponiekapazitäten werden Abfälle zu weiteren Baukostentreibern. Hier zeigt sich, wie wichtig es in Zukunft sein wird, Baumaterialien und Gebäudeteile lange zu nutzen und später wiederzuverwenden – wie es bereits im Modulbau durch das Refurbishen nachgenutzter Module möglich ist. Die Kreislaufwirtschaft sollte daher schon früh in der Planung im Fokus des Projekts stehen. 

    Digitalisierung und KI auch beim Bauen
    Um die Nachhaltigkeit über die gesamte Branche hinweg zu steigern und der Ressourcenknappheit entgegenzuwirken, braucht es sowohl eine Optimierung der Planung als auch der Fertigung. Beides muss insgesamt intelligenter werden und sich vernetzen. Hierfür eignet sich der Einsatz „Künstlicher Intelligenz“ optimal. Sie unterstützt Bauprojekte beispielsweise durch generatives Design, vorausschauende Problemerkennung sowie bei der Vermeidung von Verzögerungen und Kostenüberschreitungen. Sie muss aber eben auch in der Produktion ihren Einsatz finden. Ein Beispiel: Die Digitalisierung des Zuschnittes führt zu weniger Verschnitt und Abfall. Dank guter Vorausplanung und des Einsatzes einer KI lässt sich das Restmaterial aus einem Zuschnitt für den weiteren Einsatz bei anderen zukünftigen Projekten verwenden. Das spart nicht nur Material, sondern auch zusätzliche Arbeitsschritte und erhöht so die Effizienz im gesamten Produktionsprozess. Denn auch Restmaterialien sind Ressourcen.

    Industrialisierte Fertigung wie in der Automobilindustrie
    Das Voranschreiten der Digitalisierung innerhalb der Baubranche ermöglicht zudem den Einsatz von halb- oder vollautomatisierten Prozessen. Sie reduzieren Fehlerquellen und machen die Fertigung effizienter. Denn bezahlbarer Wohnraum lässt sich mit robotergestützten Bauverfahren, in Verbindung mit einem erforderlichen digitalen Management der Baudaten – von der Planung bis zur Baustelle – optimal verwirklichen. Mit Blick auf den akuten Fachkräftemangel, der auch in den nächsten Jahren nicht zu lösen sein wird, ist diese Entwicklung die logische Konsequenz. Auch Daiwa House Modular Europe wird in der bereits geplanten deutschen Gigafactory auf automatisierte Prozesse setzen.

    Diese vier Trends sollten die Baubranche zum Umdenken animieren. Dazu kommen eine Reihe weitere Veränderungen wie ein Generationenwechsel in den Reihen der Führungskräfte sowie der politische und gesellschaftliche Wandel. Bauherren sind mittlerweile offen für standardisierte Gebäudelösungen. Modular geplante und gebaute Gebäude bieten eine kurze Bauzeit sowie hohe Qualität durch eine Vorfertigung von ungefähr 90 Prozent im Werk. Gerade in den Segmenten Wohnen, Pflege, Hotels und Bildung sind trotz unterschiedlicher Standorte ähnliche Bedürfnisse gegeben – daher muss nicht jedes Gebäude ein Prototyp sein.

  • Hauseigene Livit Akademie feiert 15 Jahre Jubiläum

    Hauseigene Livit Akademie feiert 15 Jahre Jubiläum

    Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 ging die Akademie wiederholt innovative Wege und entwickelte sich vom Angebot eines einst kompakten Kursprogramms zum heutigen branchenweit bekannten Kompetenzzentrum. Sie ist Ausdruck der strategischen  Ausrichtung der Livit, stark in ihre Mitarbeitenden zu investieren und sie beim Erreichen ihrer Ziele zu unterstützen – das Credo bis heute.

    Für die Ausübung der meisten Berufsgruppen sind heute andere Kenntnisse gefragt als noch vor 15 Jahren. Die (Arbeits-)Welt wird immer digitaler, der Informationsfluss schneller und Jobprofile verändern sich. Livit erkannte die Chancen der neuen Technologien und richtete sich in den letzten Jahren immer moderner aus. Die Livit Akademie entwickelte sich dementsprechend und agierte als Sparring-Partnerin im Change Management. In begleitender Funktion unterstützt sie die Mitarbeitenden dabei, fachlich qualifiziert zu bleiben sowie sich kulturell mit der Organisation und strategischen Ausrichtung mitentwickeln zu können.

    Gerüstet für die Zukunft
    Die Komplexität wird weiter steigen und die Spezialisierung der Jobprofile wird sich auf die beruflichen Anforderungen und den Angebotsbedarf von Aus- und Weiterbildungen auswirken, sagt Judith Engel, Leiterin der Livit Akademie. Das bedeutet auch, dass Kooperationen immer wichtiger werden, um gemeinsam mehr zu erreichen. So hat die Livit Akademie jüngst eine Kooperation mit dem SVIT, der HWZ und Wincasa angestossen und gemeinsam eine Weiterbildung im Bereich Immobilienbuchhaltung entwickelt, die im März 2022 erstmalig startet. Die Zukunft steht ganz im Zeichen der Zusammenarbeit: diese intensiviert Livit auch mit Swiss Life Asset Managers – mit der Lancierung der «AM Academy», von welcher die Livit Akademie einen Teil bildet. Gemeinsam mit dem Mutterhaus baut Livit das Know-how im nationalen und internationalen Immobilienmarkt weiter aus, nutzt Synergien und fördert die Vernetzung.

  • Vier Aargauer Energieversorger spannen zusammen

    Vier Aargauer Energieversorger spannen zusammen

    Die Versorgungsunternehmen im südwestlichen Aargau rücken enger zusammen. Die tba energie ag, die EW Oftringen AG, die EW Rothrist AG und die StWZ Energie AG wollen gemeinsam den Energieversorger Regionale Energie AG (REAG) und die Wasserversorgerin Regionale Wasser AG (RWAG) gründen. Die Stadt Zofingen soll an der REAG knapp über 50 Prozent halten. Die Beteiligung Oftringens, Rothrists und Zofingens an der RWAG soll je zwischen 27 und 33 Prozent liegen. Der Zusammenschluss soll unter anderem die regionale Wertschöpfung steigern und Arbeitsplätze sichern.

    Die vier Unternehmen rechnen mit Synergien von 2 Millionen Franken pro Jahr, schreiben sie in einer Mitteilung. Davon soll etwa die Hälfte über die Tarife an die Kunden zurückgegeben werden. Die Angleichung der Tarife werde aber bis zu zehn Jahre dauern.

    Der Ball liegt nun bei den Verwaltungsräten der vier Unternehmen, den fünf beteiligten Gemeinden und am Ende bei der Stimmbevölkerung. Die beiden neuen Unternehmen sollen am 1. Januar 2023 ihren Betrieb aufnehmen.

  • Aepli Metallbau errichtet neuen Standort in Gossau

    Aepli Metallbau errichtet neuen Standort in Gossau

    Normalerweise baut Aepli Metallbau für andere – vor allem moderne und energieeffiziente Fassaden aus Glas und Metall. Zu den Grossprojekten des Unternehmens gehören zum Beispiel das Learning Center HSG, St. Gallen, das Biozentrum Basel oder auch der Quadrolith in Baar. Heute zählt der Familienbetrieb, der seit 108 Jahren in Gossau beheimatet ist, rund 200 Mitarbeitende.

    Der bisherige Hauptsitz an der Industriestrasse stösst trotz Anbauten und den auf drei Standorte verteilten Produktionshallen an seine Kapazitätsgrenzen. So hat sich der in der dritten Generation tätige Firmenchef, Roman Aepli, für einen Neubau des Hauptsitzes entschieden. Dieser entsteht auf dem Gelände der Sommerau-Nord – direkt neben dem Autobahnanschluss Gossau. Das 100’000 Quadratmeter umfassende Land konnte Aepli vor rund zwei Jahren der Genossenschaft Migros Ostschweiz abkaufen.

    Auf 35’000 Quadratmetern finden das Bürogebäude sowie eine zweigeteilte Produktionshalle Platz. Das Bürogebäude weist fünf Stockwerke auf und erhält eine sich von oben nach unten verjüngende Glasfassade. Diese baut auf vor- und zurückspringenden Aepli-Air-Control-Fassade-Elementen auf. Damit soll die maximale Energieeffizienz sichergestellt werden. Photovoltaik-Anlagen auf dem Flachdach der Produktionshalle sorgen für eine nachhaltige Stromproduktion. Eine Tiefgarage mit 166 Stellplätzen bietet Platz für die Servicefahrzeuge.

    So könne nicht nur die Produktion der Aepli Metallbau an einem Ort gebündelt, sondern auch die langfristige Zukunft des Unternehmens in Gossau sichergestellt werden, wie Roman Aepli sagt. Geplant sei die Investition in neueste Produktionstechniken sowie in die Digitalisierung. Vor allem die Automatisation werde viel Platz beanspruchen, weshalb Sommerau-Nord der ideale Standort sei. Neue Prozesse sollen dank der geplanten Fertigungsstrassen optimiert werden und so die Effizienz und Qualität steigern.

    Der Neubau ist denn auch die grösste Investition in der Geschichte des Unternehmens. Geplant ist, dass die Produktion auf der Sommerau im Herbst 2022 starten kann. Anfang 2023 sollten auch die Büroräumlichkeiten bezugsbereit sein.

    Von den verbleibenden 65’000 Quadratmeter Land hat Aepli 6000 Quadratmeter als Reserve behalten. Das weitere Land wurde in drei Parzellen unterteilt und an drei Unternehmen weiterverkauft: Die neuen Eigentümer sind die Huber Kunststoff AG, die Pulverbeschichterin Gema Switzerland GmbH und die Genossenschaft Metzgermeister St. Gallen und Umgebung.

    Doch nicht nur beim Standort gibt es Veränderungen, sondern auch in der Geschäftsleitung: Das neue Führungsteam besteht seit 1. Januar 2021 aus den langjährigen Mitarbeitern Matthias Elmer (Geschäftsführer), Michael Röthenmund (Technischer Leiter), Thierry Knöpfel (Leiter Verkauf) und Marcel Rechsteiner (Leiter Finanzen und HR). Aepli konzentriert sich auf seine Aufgaben als Verwaltungsratspräsident und auf die Realisierung des neuen Firmensitzes.

  • «Zürich soll als Innovationsstandort noch stärker werden»

    «Zürich soll als Innovationsstandort noch stärker werden»

    Sie haben zu Beginn dieses Jahres die Leitung der Standortförderung übernommen. Welche Massnahmen haben Sie getroffen, um sich gut und schnell einzuleben?
    Fabian Streiff: Ein wichtiger Punkt war für mich die Vernetzung mit kantonalen Akteuren, Vertreterinnen und Vertretern aus der Wirtschaft und der Wissenschaft. Den Umständen geschuldet, musste dies zunächst virtuell geschehen. Aber noch relevanter war für mich die Frage, wie wir die Unternehmen unterstützen können – gerade während der Pandemie. Der Informationsbedarf der Unternehmen war enorm. Vor allem in Zeiten, in denen Instrumente wie beispielsweise die Kurzarbeit und Härtefallhilfe zur Anwendung kamen.

    Was haben Sie konkret unternommen, um die Unternehmen zu unterstützen?
    Das Amt für Wirtschaft und Arbeit hat schon früh den intensiven Austausch mit den Unternehmern gesucht, um zu eruieren, welche Themen wir auf nationaler Ebene adressieren müssen und welche wir innerhalb des Kantons lösen können. Zudem haben wir eine Hotline für die Unternehmen eingerichtet und verschiedene Websites stetig aktualisiert. Nun richten wir unseren Blick auf die Zukunft und widmen uns der Fragestellung, wie wir die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zürich positiv beeinflussen können.

    Wie sieht dieser Plan aus?
    In Gesprächen mit Zürcher Unternehmen hat sich bestätigt, dass wir den Fokus noch stärker auf einen attraktiven Innovationsstandort legen sollten. Innovationen entstehen vermehrt in Netzwerken, weshalb starke Innovationsökosysteme einen bedeutenden Beitrag zum zukünftigen Erfolg der Zürcher Wirtschaft leisten. Diese gilt es zu stärken. Ein zentrales Thema sind neue hybride Arbeitsformen wie Home-Office oder das Arbeiten von Co-Working-Spaces aus. Wir müssen uns fragen, was dies für den Standort und seine Entwicklung bedeutet. Spannend ist auch, wie der Wirtschaftsstandort Zürich für Unternehmen attraktiv bleiben kann. Gibt es Möglichkeiten, den Zugang zu Talenten und Fachkräften zu verbessern, gerade im Kontext des mobilen Arbeitens? Welche Rolle kann der Staat einnehmen, um hier einen Beitrag zu leisten? Das alles sind offene Fragen – wir sehen bereits Tendenzen, aber natürlich auch Folgen daraus, wie zum Beispiel die Diskussion über eine Flexibilisierung des Arbeitsrechts.

    Verliert der Wirtschaftsstandort Zürich jetzt wirklich an Attraktivität?
    Viele Unternehmen beantworten diese Frage mit einem klaren Nein. Es zeichnen sich aber Verschiebungen ab. So prognostizieren grosse Unternehmen innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Konzentration auf einzelne Standorte. Das heisst, gewisse Immobilien könnten frei werden. Andererseits könnten diese schnell wieder für neue Arbeitsformen wie beispielsweise Co-Working-Spaces genutzt werden. Ländliche Zentren dürften dank Home-Office-Möglichkeiten wieder belebter werden. Der Wirtschaftsstandort Zürich wird auch durch die Hochschulen gestärkt, die mit ihren erfolgreichen Spin-offs und Forschungsarbeiten einen super Job machen und in den Rankings ganz vorne dabei sind. Die Unternehmen im Kanton Zürich konnten letztes Jahr zudem in grossem Umfang Risikokapital anziehen, was sehr erfreulich ist.

    Wie kam es zu dieser positiven Entwicklung trotz der Pandemie?
    Zürich hat sich in den vergangenen Jahren gut positioniert, insbesondere mit Blick auf die digitale Transformation. Hier werden Spitzenkräfte benötigt und am Standort Zürich auch gefunden. Dies dank den Hochschulen und des Talentpools, der sich in den letzten Jahren stark weiterentwickeln konnte. Zuerst hatten die Banken Magnetwirkung, nun sind es die grossen Unternehmen aus der Branche der Informations- und Kommunikationstechnologie. Das Zusammenspiel der verschiedenen Branchen ist für die Zukunft vielversprechend. Auch im Bereich der Forschung registrieren wir eine positive Entwicklung. Die genannten Punkte werden im Standortwettbewerb immer relevanter. Aber andere Standorte schlafen nicht und haben sich national und international sehr gut positioniert, weshalb die führende Position des Kantons Zürich keine Selbstverständlichkeit ist. Sie muss weiterhin im Bereich der Innovation gestärkt werden.

    Der Kanton Zürich ist der führende Wirtschaftsstandort der Schweiz. Weshalb?
    Die Attraktivität von Zürich basiert auf verschiedenen Faktoren. Angefangen bei der Bildung, über hochqualifizierte Arbeitskräfte, bis hin zu starken Branchen aus der Finanzwirtschaft und immer mehr aus den Bereichen Life-Science-Technologie, Cleantech sowie der Informations- und Kommunikationstechnologie. Diese Vielfalt an Kompetenzen ermöglicht starke Ökosysteme, wodurch branchenübergreifendes Lernen und Innovieren gestärkt werden. Die Lebensqualität per se spricht ebenfalls für den Standort Zürich.

    Was unternehmen Sie, um diesen Status auch in Zukunft zu sichern?
    Unsere neue Strategie weist drei Schwerpunkte auf: Der erste ist die starke Fokussierung auf Innovationsthemen in den Bereichen Finanztechnologie, Digital Health, Biotech, Cleantech sowie im Bereich neue Mobilität. Hier wollen wir mehr Vernetzung und Möglichkeiten für Kooperationen schaffen. Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit den regionalen Standortförderungen, um die Branchenvielfalt zu stärken. Die Grösse des Kantons Zürich verlangt ein vernetztes Arbeiten, um der Vielseitigkeit der einzelnen Regionen gerecht zu werden. So können wir auch spannende regionale Projekte unterstützen, wie es beispielsweise beim Bio-Technopark in Schlieren der Fall war. Aktuell sehen wir dies auch beim Digital Health Center in Bülach. Den dritten Schwerpunkt setzen wir bei der Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen, insbesondere im Bereich der Innovation. Hier können wir darauf hinwirken, dass es bei den Regulierungen auf Bundesebene nötige Anpassungen für spezifische Innovationsthemen gibt.

    Welche Regulierungen weisen dringenden Anpassungsbedarf auf?
    Mit Blick auf einen starken Innovationsstandort Zürich stehen aktuell die Folgen sowie Lösungen nach dem gescheiterten Rahmenabkommen mit der EU im Fokus. Der Ausschluss aus Horizon Europe wiegt schwer. Weiter sind Anpassungen im Arbeitsrecht aufgrund der veränderten Bedürfnisse zu prüfen – wie zum Beispiel beim mobilen Arbeiten.

    Welche Areale suchen Unternehmen derzeit am meisten?
    Wir sehen von der Kundenseite her einen Bedarf nach Flächen an gut erschlossenen Lagen, die in ein Ökosystem eingebunden sind. Es wird vermehrt die Verbindung zu den Hochschulen gesucht. Biotech-Labors werden auch immer wichtiger. Schlieren konnte sich in diesem Bereich enorm entwickeln. Dennoch verzeichnen wir hier eine Nachfrage, die überregional noch nicht gesättigt werden kann.

    Was ist das Problem?
    Im Biotechbereich sind die auf den Markt kommenden Flächen jeweils sehr schnell wieder besetzt. Es braucht vermehrt Investoren, die bereit sind, in Labors zu investieren. Die Entwicklung eines solchen Projekts dauert in der Regel zwei Jahre oder länger. Eine entsprechend vorausschauende Planung ist zwingend.

    Wie sehen Sie die Zukunft für die Bürogebäude im Kanton Zürich mit dem Hintergrund der sich verändernden Arbeitsmodelle?
    Mit dieser Frage setzen wir uns aktuell stark auseinander. Die Arbeitgeber wollen allgemein noch attraktiver werden. Die Anforderungen an einen Büro-Arbeitsplatz werden also steigen. Doch ob das nun bedeutet, dass man pro Arbeitnehmenden mehr Fläche benötigt, oder ob es zu Zusammenlegungen kommt, werden wir erst in ein bis zwei Jahren sehen. Wir glauben aber, dass das Thema Co-Working noch wichtiger wird. Allerdings in einer umfassenderen Form als heute – im Sinne eines Begegnungsortes, wo ein vertiefter Austausch mit der Wissenschaft, den Behörden und weiteren Akteuren im Ökosystem stattfinden kann. Quasi ein Co-Working-Plus.

    Welche Standorte sind am begehrtesten?
    Die Stadt Zürich und die Flughafenregion bleiben weiterhin sehr attraktiv. Am Flughafen verzeichnen wir beim neu gebauten The Circle eine hohe Nachfrage. Und das Limmattal ist mit der Limmattalbahn und dem Bio-Technopark noch attraktiver geworden. Die Stadt Winterthur und die Region Zimmerberg sind dank der ZHAW ebenfalls beliebte Standorte.

    Welche Unternehmen interessieren sich für The Circle?
    The Circle zieht nicht nur Unternehmen aus dem Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie wie etwa Microsoft oder Oracle an, sondern auch aus dem Bereich Life Sciences. Digital Health ist hier ein wichtiges Thema. Nach einer Corona-bedingten schwierigen Startphase zieht das Geschäft am Circle nun an, und es sind bereits 85 Prozent der Flächen vermietet.

    Welches sind die wichtigsten Quellenmärkte für den Kanton Zürich?
    Die USA ist nach wie vor mit Abstand der stärkste Markt. Wichtig sind auch Europa, insbesondere Deutschland, sowie China und Japan. Neu konzentrieren wir uns auf Korea und Israel. Die Unternehmen denken immer mehr in Forschungs- und Entwicklungs-Hubs. Zürich ist für viele Unternehmen nicht nur eine internationale Business-Location, sondern eben auch ein solcher Hub. Die Vermarktung im Ausland übernimmt die Standortmarketing-Organisation Greater Zurich Area für uns.

    Wie soll sich der Wirtschaftsstandort Zürich in den nächsten 10 Jahren entwickeln?
    Er soll als Innovationsstandort noch stärker werden. Zürich hat eine lange Geschichte und als Finanzplatz eine grosse Bekanntheit. Das ist wichtig – auch mit Blick auf zukünftige Ansiedlungen im Bereich Finanztechnologie. Zürich soll sich zudem in den Bereichen künstliche Intelligenz und neue Mobilität profilieren, wie beispielsweise bei der Entwicklung von autonomen Systemen. Wir glauben an eine Bewegung weg vom klassischen Finanzplatz Zürich hin zu einem Wirtschaftsstandort, der in den genannten neuen Themen und in der Digitalisierung sehr stark sein wird. Die Zürcher Wirtschaft ist bereits jetzt gut aufgestellt und zeigt sich krisenresistent – doch zukünftig soll Zürich noch innovativer, attraktiver und somit noch stärker werden.

    Fabian Streiff mit seinem Team.

  • Kanton Zürich – Am Puls des Geschehens

    Kanton Zürich – Am Puls des Geschehens

    Der Kanton Zürich ist ein wichtiger Wachstumstreiber der Schweizer Wirtschaft. Sein Bruttoinlandprodukt (BIP) betrug 2017 mehr als 143 Milliarden Franken. Das entspricht mehr als 20 Prozent des Schweizer BIP. Damit wird im Kanton Zürich die grösste wirtschaftliche Leistung und Wertschöpfung innerhalb der Schweiz erbracht. Die Wertschöpfung kann gesteigert werden, indem Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie Fachorganisationen entlang der Wertschöpfungskette in Clustern wie Finanzdienstleistungen, Life Sciences, Kreativwirtschaft, Cleantech, Aerospace, Informations- und Kommunikationstechnologie kooperieren. Gemäss dem Statistischen Amt erbringt der Kanton Zürich mit einem jährlichen BIP-Volumen von über 120 Milliarden Franken mehr als 20 Prozent des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP). Das ist die grösste kantonale wirtschaftliche Wertschöpfung in der Schweiz.

    Die Pflege von internationalen Beziehungen ist zudem eine Chance, um internationale Entwicklungen sowohl im wirtschaftlichen wie im politischen Bereich unmittelbar zu verfolgen und aktiv zu beeinflussen. Die dadurch erworbenen Wirtschaftskontakte haben einen unmittelbaren Nutzen für die im Kanton ansässigen Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung.

    In Sachen Lebensqualität und Lebensstandard belegt Zürich seit vielen Jahren in internationalen Rankings Spitzenplätze. Die Stadt Zürich ging sieben Mal in Folge als Siegerin aus der bekannten Mercer-Studie zur Lebensqualität hervor. Seit 2009 liegt sie auf Platz 2. Bei der Studie werden 230 Städte anhand von 39 Kriterien wie Gesundheitsversorgung, Unterhaltungsangebot, Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Wohnsituation, Umweltfragen, politische und wirtschaftliche Situation verglichen.

    Ein neuer Index misst erstmals auch die ökonomische und soziale Verteilung des Wohlstandes, und da kommt die Limmatmetropole unter 113 Städten auf Rang Eins, wie zh.ch schreibt: Der «Prosperity and Inclusion in Cities Seal and Awards Index» misst nicht nur das Wirtschaftswachstum, sondern vor allem dessen Qualität und welchen Anteil die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen daran haben. Zürich schnitt insbesondere bei den Faktoren Arbeit, Wohnen, Freizeit, Sicherheit und Bildung hervorragend ab. Auf Platz zwei folgt Wien vor Kopenhagen, Luxemburg und Helsinki. Im innerschweizerischen Städteranking liegt Zürich auf Rang 1 und Winterthur auf Rang 3.

    Testimonials

    Carmen Walker Späh
    Regierungsrätin,
    Volkswirtschaftsdirektorin

    Dank den erstklassigen Hochschulen, der Verfügbarkeit von Fachkräften, der hervorragenden Infrastruktur sowie der hohen Innovationskraft unserer Wirtschaft ist der Kanton Zürich ein hochattraktiver Standort für Unternehmen.

    David Allemann
    Mitgründer On

    Zürich ist weltoffen, cool und denkt neu. Es ist wichtig, dass in Zürich viele kreative Köpfe wohnen und arbeiten, die den Standort in Sachen Kreativität und Innovation nach vorne treiben. So bleibt Zürich weiter einzigartig.

    René Kalt
    Geschäftsführer
    Innovationspark Zürich

    Hochschulen und zahlreiche innovative Unternehmen machen Zürich zu einem perfekten Standort für die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft. Der Innovationspark Zürich trägt zu diesem Wissens- und Technologietransfer bei, so wird Zürich noch innovativer.

    Mario Jenni
    Co-Founder &
    CEO Bio-Technopark Schlieren-Zürich

    Zürich ist aufgrund zahlreicher Gesundheits- und Technologieunternehmen sowie exzellenter Hochschulen ein ausgezeichneter Life Sciences-Standort. Der «Paradeplatz» der Biotech-Szene befindet sich in Schlieren und wird national und international immer bedeutender.

  • Jaisli-Xamax stattet Heilpädagogische Schule Bern aus

    Jaisli-Xamax stattet Heilpädagogische Schule Bern aus

    Beim Neubau der Heilpädagogischen Schule Bern (HPS) übernimmt das Dietiker Elektrounternehmen Jaisli-Xamax die Elektroinstallationen. Die Arbeiten haben im März begonnen und sollen laut einer Mitteilung auf Facebook bis Januar 2023⁠ gehen. Jaisli-Xamax erbringt demnach folgende Dienstleistungen: Stark- und Schwachstrominstallationen, Gebäudeautomation sowie die Lieferung von Schaltanlagen.

    Die Heilpädagogische Schule ist eine Sonderschule für die Stadt und die Region Bern. Die Gebäude der HPS entsprechen laut der Mitteilung von Jaisli-Xamax nicht mehr den heutigen betrieblichen Anforderungen, sind altersbedingt sanierungsbedürftig und können räumlich und strukturell nicht weiterentwickelt werden.⁠ Deshalb entstehe der Neubau der Schule mit einer Turnhalle auf einem unbebauten Grundstück auf dem Areal der Volksschulen Bümpliz und Statthalter.⁠

  • Industriebrache wird zum Werkplatz für Unternehmen

    Industriebrache wird zum Werkplatz für Unternehmen

    Früher standen hier eine Zementfabrik und Chemiewerke. Heute ist das 75‘000 grosse Reichholdareal eine riesige Industriebrache. Nun soll daraus der Campus Reichhold werden.

    Im Jahr 2012 kaufte die Hiag das Gelände, das je zur Hälfte auf dem Boden der Gemeinden Hausen und Lupfig steht. Bis 2020 hat sie die Altlastensanierung durchgeführt. Nach der Vision der Eigentümerin sollen hier künftig traditionelle Gewerbebetriebe wie etwa eine Schreinerei genauso Platz finden wie Industriefirmen mit Entwicklungs- und Produktionsabteilungen oder KMUs wie ein Catering-Unternehmen. Das vielseitige Raumangebot soll auf die Bedürfnisse der Mieterschaft angepasst werden.

    Der Sharing-Gedanke wird gross geschrieben auf dem Campus Reichhold. Nicht nur Sitzungsräume und Co-Working-Spaces, sondern auch Velos und motorisierte Fahrzeuge sollen sich über eine App stundenweise buchen lassen. Zudem sollen die geplanten Strukturen die einzelnen Unternehmen dazu animieren, Infrastrukturen wie den Empfang, die Kantine oder Ausstellungsräume gemeinsam zu nutzen. Restaurants, Take Aways, Geschäfte mit Gütern des täglichen Bedarfs, eine Kindertagesstätte und ein Fitnessstudio sollen das Umfeld auch für die Mitarbeitenden der ansässigen Firmen attraktiv machen.

    Die Nachhaltigkeit spielt auf dem Campus Reichhold eine wichtige Rolle. Innovative Materialien an und in den Gebäuden, erneuerbare Energie sowie Solarpanels gehören zum Selbstverständnis des Campus. Rund um die Gebäude gibt es zahlreiche Wiesen und begrünte Plätze.

    Ab 2022 soll die Baueingabe der ersten Projekte erfolgen. Verläuft alles nach Plan, sind ab Sommer 2023 die ersten Objekte bezugsbereit.

  • LafargeHolcim wird wieder Holcim

    LafargeHolcim wird wieder Holcim

    Der Verwaltungsrat wird an der diesjährigen Generalversammlung beantragen, den Namen des Konzerns von LafargeHolcim Ltd. in Holcim Ltd. zu ändern, informiert LafargeHolcim in einer Mitteilung. Damit solle „Effizienz und Wirkung“ des weltweit aktiven Unternehmens gesteigert und „auf dem Erbe des Konzerns“ aufgebaut werden. Die diversen Markennamen von LafargeHolcim bleiben von der Namensänderung des Konzerns unberührt.

    Das 1912 in Holderbank AG gegründete Unternehmen hatte bereits seit 2001 unter dem Namen Holcim firmiert. Nach der Fusion mit dem französischen Baustoffproduzenten Lafarge war der Konzern 2015 in LafargeHolcim umbenannt worden.

    Darüber hinaus steht auf der Generalversammlung am 4. Mai die Abstimmung über die Verlegung des Hauptsitzes von Rapperswil-Jona nach Zug an. Damit werde die bereits 2018 eingeleitete Umstrukturierung der Büro-Standorte des Konzern abgeschlossen, schreibt LafargeHolcim.

    Des Weiteren werden in der Mitteilung anstehende Änderungen im Verwaltungsrat kommuniziert. Dessen Vizepräsident Oscar Fanjul habe sich entschlossen, zurückzutreten, informiert LafargeHolcim. Fanjul war 2015 von Lafarge für den Verwaltungsrat nominiert worden. Er habe „bei der erfolgreichen Fusion von Lafarge und Holcim eine zentrale Rolle gespielt und massgeblich dazu beigetragen, das Unternehmen zum führenden globalen Anbieter von Baustoffen und Lösungen zu machen, das es heute ist“, wird Verwaltungsratspräsident Beat Hess in der Mitteilung zitiert.

    Der seit September 2017 als Konzern-CEO amtierende Jan Jenisch soll an der Generalversammlung zusätzlich in den Verwaltungsrat gewählt werden. Dies diene der Sicherstellung der Kontinuität in der Führung, erläutert der Konzern.

  • Schweiz zieht trotz Pandemie Firmen an

    Schweiz zieht trotz Pandemie Firmen an

    Die Standortpromotion von Bund, Regionen und Kantonen kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken, erläutert die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektorinnen und -direktoren (VDK) in einer Mitteilung. Sie erstellt einmal jährlich eine Statistik zu den Zahlen der Neuansiedlungen ausländischer Unternehmen in der Schweiz. Der aktuellen Erhebung der VDK zufolge haben sich 2020 insgesamt 220 ausländische Firmen in der Schweiz niedergelassen.

    Im Vergleich zum Vorjahr entspreche dies einem Rückgang um 9 Prozent, erläutert die VDK in der Mitteilung weiter. Die im Vorjahr verbuchten Neuansiedlungen hätten mit 1168 Arbeitsplätzen gleichzeitig aber 11 Prozent mehr Stellen geschaffen als die Ansiedlungen im Vorjahr. Auch bei den für die nächsten drei Jahre prognostizierten neuen Stellen sei mit voraussichtlich 3583 Arbeitsplätzen der Wert von 2019 um 21 Prozent übertroffen worden.

    Wie bereits im Vorjahr stammten auch im Berichtsjahr die meisten Ansiedlungen aus den Branchen ICT und Life Sciences. Nach Herkunft betrachtet zog es vor allem französische, amerikanische und chinesische Unternehmen in die Schweiz.

    Die nationale Standortpromotion zielt darauf, vor allem wertschöpfungsintensive und innovative Unternehmen zu werben, schreibt die VDK. In der Mitteilung wird dabei auf die „erfolgreiche Zusammenarbeit“ von Bund, Regionen und Kantonen hingewiesen. Zudem streicht die VDK die Rolle der Swiss Business Hubs heraus. Diese Vertretungen der offiziellen Schweizer Organisation für Exportförderung und Standortpromotion, Switzerland Global Enterprise (S-GE), sind im Ausland als Teil der Schweizer Botschaften oder Generalkonsulate aktiv.

    Aufgabe der Swiss Business Hubs ist es, „die Schweiz als führenden Innovations- und Technologiestandort zu vermarkten“ und „Unternehmen mit Ansiedlungspotential“ zu identifizieren, erläutert die VDK. Konkrete Ansiedlungsprojekte werden von S-GE den Regionen und Kantonen vorgestellt, „die sich dann im föderalen Wettbewerb für eine Ansiedlung in ihrem Kanton einsetzen“. Als Erfolgsbeispiel wird in der Mitteilung Align Technology genannt. Die amerikanische Medtech-Firma wird vom ehemaligen ABB-Chef Joe Hogan geführt und hat ihre Europazentrale im Berichtsjahr aus den Niederlanden nach Rotkreuz ZG verlegt.

  • Zug ist der attraktivste Kanton für Unternehmen

    Zug ist der attraktivste Kanton für Unternehmen

    Die Grossbank Credit Suisse hat ihren diesjährigen Standortqualitätsindikator veröffentlicht. Dieser misst die Attraktivität der Kantone aus Sicht von Unternehmen. Der Kanton Zug ist in diesem Jahr auf den ersten Platz vorgerückt und konnte damit den Kanton Basel-Stadt überholen. Die Credit Suisse erklärt dies mit der Anfang 2020 in Kraft getretenen Senkung der Gewinnsteuern. Der effektive maximale Gewinnsteuersatz beträgt in Zug neu 11,91 Prozent – im Vorjahr lag er noch bei 14,35 Prozent.

    Hinter Zug und Basel-Stadt folgt der Kanton Zürich in der Rangliste, gefolgt vom Kanton Genf, der um zehn Ränge vorgerückt ist. Der fünfte Platz wird vom Kanton Aargau belegt, der sechste vom Kanton Schwyz.

    Neben der Steuerpolitik der Kantone bezieht die Credit Suisse unter anderem die Verfügbarkeit von Hochqualifizierten und Fachkräften in ihre Analyse mit ein. Gemäss den Ökonomen der Grossbank hat sich der Bildungsstand der Schweizer Arbeitskräfte in den vergangenen Jahrzehnten stark erhöht. Allerdings zeige sich ein Stadt-Land-Graben bei der Verfügbarkeit von hochqualifizierten Arbeitskräften. So verfügen in urbanen Regionen sowie in den näheren Agglomerationsräumen über 40 Prozent der potenziellen Arbeitnehmenden über eine höhere Ausbildung. In der Stadt Zürich liegt dieser Anteil sogar bei 57 Prozent.

    Die Credit Suisse hat nicht nur Kantone, sondern auch Wirtschaftsregionen unter die Lupe genommen. Sie ist nämlich der Ansicht, dass die Betrachtung auf Kantonsebene insbesondere in grösseren, heterogenen Kantonen zu kurz greift. Den Ergebnissen zufolge zählen wirtschaftliche Ballungszentren wie Zürich, Zug, Basel, Baden und Genf sowie deren Agglomerationen zu den attraktivsten Regionen für Unternehmen.

  • Tag des Gebäudetechnikmanagements findet in Baden statt

    Tag des Gebäudetechnikmanagements findet in Baden statt

    Der diesjährige Gebäudetechnik-Management-Tag findet am 10. November in der Trafohalle Baden statt . Neben den Vorträgen und der Podiumsdiskussion von Experten soll es der gemeinsamen Einladung von energie-cluster.ch und pro clima folgend Gelegenheit zum persönlichen Networking bieten oder Kontakte knüpfen bzw. intensivieren . Nachdem viele Veranstaltungen wegen der Covid-Pandemie abgesagt wurden, sei der direkte Handel zwischen der Branche wichtig, wird pro clima-Präsident Timo Alber in der Einladung zitiert.

    Das Thema der Veranstaltung lautet: Wie können sich Unternehmen etablieren, profilieren und gegebenenfalls im Einzelfall davon profitieren? Der Fokus sollte auf der Führung des Unternehmens und im Unternehmen liegen. Nach dem Begrüßungskaffee um 8.30 Uhr und der Einführung durch Timo Alber hält André Lüthi, CEO der Globetrotter Group AG, die Einführungsrede zum Thema: Unternehmertum als Innovations- und Erfolgstreiber. Welche Fähigkeiten sind in Krisenzeiten besonders gefragt?

    Weitere Referenten sind Carl Elsener, CEO Victorinox AG, und Robert Weinert, Leiter Immo-Monitoring der Wüest Partner AG in Zürich, sowie Norman Alexander, Experte für Lesen und People Influence, und Eva Jaisli, CEO und Mitinhaberin von PB Schweizer Tools AG. An der Mittagsdiskussion nehmen teil: Nationalrat Jürg Grossen und Daniel Huser, suissetec-Zentralpräsident und Inhaber der Huser Gebäudetechnik AG. Außerdem Marco Waldhauser vom Ingenieurbüro Waldhauser + Hermann AG und Norbert Rücker. Der Ökonom ist Head of Economics & Next Generation Research bei Julius Bär.

    Den Abschlussvortrag zum Thema „Teambuilding – Leadership – Mindset“ hält der Trainer des Schweizer Eishockeyteams Patrick Fischer. Die Veranstaltung endet um 16.30 Uhr mit der Schlussrede von Timo Alber und dem neuen Leiter von energie-cluster.ch Christoph Röthlisberger.

  • Mieterplattform zeigt Daten zum Stromverbrauch

    Mieterplattform zeigt Daten zum Stromverbrauch

    Das Basler Unternehmen Allthings bietet eine digitale Plattform für Mieter an, über welche sie beispielsweise mit der Liegenschaftsverwaltung und Mitbewohnern kommunizieren können. Nun spannt Allthings mit dem Berner Unternehmen Blockstrom zusammen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Dabei wird eine Lösung von Blockstrom zur Messung des Energieverbrauchs in Echtzeit in die Plattform von Allthings integriert. Somit können Mieter über die Plattform auch ihren Stromverbrauch verfolgen.

    „Die Schnittstelle zwischen den zwei Systemen ermöglicht eine Übersicht der Verbrauchsdaten in Echtzeit“, erklärt David Gundlach, Produktleiter bei Allthings. „Die Zusammenarbeit mit Blockstrom schafft somit nicht nur einen Mehrwert für die Mieter, sondern erlaubt uns auch einen Beitrag zum sehr relevanten Thema Nachhaltigkeit zu leisten“, fügt er hinzu.

    Die gemeinsame Lösung der beiden Unternehmen wird zunächst im Rahmen eines Pilotprojekts auf dem Wohnareal Schöngrün im Kanton Solothurn getestet. Dort hat die AXA eine ehemalige Strafanstalt in eine Wohnsiedlung umgewandelt. Der Neubau mit 160 Wohnungen setzt einen hohen Wert auf Nachhaltigkeit. Geheizt wird etwa mit Fernwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage. Eine Solaranlage auf dem Dach liefert zudem 200’000 Kilowattstunden Strom im Jahr. Mit Solarstrom werden im Rahmen eines Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch (ZEV) die Wohnungen und die Geschäfte auf dem Areal versorgt.

  • Beginn einer neuen Shopping-Ära

    Beginn einer neuen Shopping-Ära

    Das Projekt umfasste dabei nicht nur Anpassungen bei den Verkaufs- und Dienstleistungsflächen sowie beim Gastronomieangebot, sondern auch den Neubau eines modernen Hotels mit 80 Zimmern. Heute steht das Perry Center für ein neues urbanes Einkaufserlebnis.

    Pures Einkaufsvergnügen
    Nicht nur die hellen und grosszügigen Flächen, das erweiterte Produkte- und Serviceangebot der über 40 Geschäfte sowie ein Kinderparadies sorgen dafür, dass sich Besucherinnen und Besucher des modernisierten Perry Centers rundum wohl fühlen. Um eine möglichst stressfreie Anfahrt zu gewährleisten, wurde auch ein neues Parksystem für die rund 800 Parkplätze eingeführt. Von Aussen erscheint das Perry Center nach Abschluss der Arbeiten natürlich ebenfalls in einem neuen Kleid: eine einzigartige, 15 Meter hohe beleuchtete Lamellenfassade lässt das Einkaufszentrum nun gleich hoch erscheinen wie das neueröffnete Holiday Inn Express Hotel. Nachts fallen die schlanken Paneelen des Perry Centers besonders auf, wenn sie in unterschiedlichen Farben erstrahlen. Insgesamt sind 2600 Laufmeter LED-Bänder in diese Lamellen integriert. Gäste des neuen Hotels gelangen übrigens direkt über eine Passerelle ins Shoppingcenter, wo sie Einkäufe tätigen und sich verpflegen können.

    Logistische Meisterleistung
    Als ausführendes Totalunternehmen hat die Bauherrschaft die Steiner AG beauftragt. Diese hat als führende Immobilienentwicklerin sowie Total- und Generalunternehmerin bereits zahlreiche visionäre Projekte in der ganzen Schweiz realisiert. Da die gesamte Revitalisierung des Perry Centers bei laufendem Betrieb durchgeführt wurde, waren Steiner sowie alle beteiligten Subunternehmen von Beginn weg vor hohe Anforderungen bezüglich Planung, Realisierung und Logistik gestellt. So mussten während der Bauphase nicht nur die Besucherströme optimal gesteuert werden, sondern auch bestehende Mieter innerhalb des Zentrums umziehen. ■