Kategorie: Energie

Energie – Aktuelle Immobiliennews zu Energie, erneuerbaren Konzepten, Effizienz & Energietrends in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Region Basel wird zum Drehkreuz für Wasserstoff

    Region Basel wird zum Drehkreuz für Wasserstoff

    H2-HUB Schweiz, in Basel ansässiger und im Februar gegründeter Wirtschaftsverein, will die Region Basel zu einem Wasserstoff-Drehkreuz des Landes machen. Wie nun aus einer Medienmitteilung hervorgeht, soll dafür mit Sonnen-, Wasser- und Windenergie grüner Wasserstoff produziert und schweizweit vertrieben werden. Dies soll das Ziel unterstützen, die Schweiz klimaneutral zu gestalten.

    „Die EU treibt den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft seit Jahren entschieden voran“, wird Dirk Mulzer, COO der Industriellen Werke Basel (IWB), in der Mitteilung zitiert. „Dazu wurden bereits europaweit Förderprogramme angestossen. Die Schweiz darf den Anschluss nicht verpassen.“

    Im Februar 2024 haben deshalb IWB, der Tankstellenbetreiber Fritz Meyer AG/AVIA, GETEC, Port of Switzerland, der Energiekonzern VARO und die Handelskammer beider Basel den Verein H2-HUB Schweiz in Basel gegründet. Bestreben des Vereins ist es, die Rheinhäfen Muttenz BL und Birsfelden BL als Zentrum für die Produktion, den Import und den Vertrieb von Wasserstoff für die Schweiz auszubauen.

  • Ein Schritt in die fossilfreie Zukunft

    Ein Schritt in die fossilfreie Zukunft

    Die Energieplanung der Stadt Zürich sieht vor, erneuerbare Energiequellen in Zukunft besser zu nutzen. Mit einer Zustimmung von 88 Prozent sagten die Stadtzürcher Stimmberechtigten damals Ja zum Objektkredit von CHF 128 Millionen für den Energieverbund Altstetten und Höngg.
    Die Stadtgebiete Altstetten und Höngg bieten ideale Voraussetzungen für einen Energieverbund. Sie weisen eine hohe Wärmeverbrauchsdichte auf und liegen nahe an der Wärmequelle, dem Klärwerk Werdhölzli. Die Inbetriebnahme des Energieverbunds Altstetten und Höngg ermöglicht es, das bisher ungenutzte Wärmepotenzial des Klärwerks Werdhölzli einzusetzen.

    Die Temperatur des gereinigten Abwassers liegt zwischen 11 Grad Celsius im Winter und rund 25 Grad Celsius im Sommer. Entsorgung + Recycling Zürich reinigt jährlich bis zu 80 Millionen Kubikmeter Abwasser. Bevor das gereinigte Wasser in die Limmat fliesst, passiert es das Abwärmenutzungsgebäude, wo die Wärme entzogen wird. In der Energiezentrale bringen Wärmepumpen die Temperatur auf das Niveau für die Nutzwärme.

    Ein weiterer Wärmelieferant ist die ebenfalls auf dem Areal angesiedelte Klärschlammverwertungsanlage. Die bei der Verbrennung des Klärschlamms entstehende Abwärme ist eine wertvolle Energiequelle. Der Verbund nutzt sowohl die direkte Überschusswärme aus der Klärschlammverwertungsanlage, als auch die Kondensationswärme aus den Abgasen. Da die Klärschlammverwertungsanlage Temperaturen von 70 bis 80 Grad Celsius aufweist, lässt sie sich direkt ins System einspeisen, ohne den Weg über eine Wärmepumpe zu nehmen.

    Zudem leiten die aus der Eisproduktion abgeführte Abwärme der neuen Swiss Life Arena der ZSC Lions ins Anergienetz. Ab Sommer 2022 produziert die Energiezentrale der Swiss Life Arena Kälte für die angeschlossenen Liegenschaften, welche zur Kühlung der Büro- und Gewerberäume dient. Die Kälteproduktion erfolgt über hocheffiziente Wärmepumpen.

    Der Energieverbund Altstetten und Höngg besteht aus verschiedenen Teilperimetern. Die Gebiete Höngg und Altstetten Nord sind grösstenteils an den Energieverbund angeschlossen. In den Gebieten Höngg-Zentrum und in Altstetten Ost erfolgt die Umsetzung von 2023 bis 2032.

  • Seewasserverbund CoolCity, ein urbanes Powerhouse

    Seewasserverbund CoolCity, ein urbanes Powerhouse

    Mit steigenden Temperaturen verzeichnet Zürich eine Zunahme von Klimaanlagen-Nutzung, was den Energiebedarf in der Stadt signifikant erhöht. CoolCity reagiert auf diesen Trend mit einem ambitionierten Konzept, das den Energiebedarf für Heizung und Kühlung nachhaltig decken soll.

    Ein strategisch positioniertes Energiezentrum
    Im Herzen von Zürich, im ewz-Unterwerk Selnau, wird eine 4.000 m² grosse Energiezentrale errichtet. Diese dient als zentrale Schnittstelle für die effiziente Verteilung von Wärme und Kälte und ist ein Schlüsselelement des städtischen Energieversorgungsnetzes. Das Projekt gewährleistet eine optimale Temperaturversorgung für seine Nutzer: 67°C für Heizung und circa 12°C für Kühlung, direkt aus dem Seewasser. Vor Ort angepasste Temperaturen durch Wärmepumpen und Kühlanlagen sorgen für höchste Effizienz und Komfort.

    Ein nachhaltiges Energieverteilungssystem
    Der Kern von CoolCity bildet ein ausgeklügeltes System aus primären und sekundären Kreisläufen. Diese Struktur ermöglicht eine flexible Bereitstellung von Wärme oder Kälte und wird im Sommer durch energiesparendes Freecooling ergänzt. Es ist nicht nur ein Projekt für die Gegenwart, sondern auch ein zukunftsorientierter Schritt hin zu Zürichs Ziel, bis 2040 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Die Nutzung von Tiefenwasser des Zürichsees zur Gebäudebeheizung und -kühlung reduziert CO²-Emissionen um durchschnittlich 80 Prozent gegenüber fossilen Brennstoffen.

    Überwindung von Herausforderungen
    Trotz breiter Zustimmung sind bei der Realisierung ökologische, gesetzliche und technische Herausforderungen zu meistern. Eine enge Zusammenarbeit zwischen den Fachleuten von ewz, Anex und anderen Beteiligten ist essenziell, um innovative Lösungen für den Tiefbau und die kontinuierliche Energieversorgung zu entwickeln.

    Die schrittweise Inbetriebnahme von CoolCity ist ab 2031 geplant. Dies ermöglicht eine adaptive Optimierung des Systems an die sich wandelnden Bedürfnisse Zürichs. Durch diese Entwicklung übernimmt der Zürichsee eine doppelte Funktion: Neben einem Naherholungsgebiet wird er zur Basis einer nachhaltigen Energieversorgung der Stadt.

    CoolCity steht für den Pioniergeist Zürichs und dessen Streben, innovative Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu schaffen. Durch die intelligente Nutzung von Seewasser für die städtische Energieversorgung setzt das Projekt neue Massstäbe in der ökologischen Stadtentwicklung.

  • Switzerland Innovation Park Biel führt fortschrittliches CO₂-Emissionsmanagement ein

    Switzerland Innovation Park Biel führt fortschrittliches CO₂-Emissionsmanagement ein

    In einer Zeit, in der die Reduktion von CO₂-Emissionen oberste Priorität hat, bringt der Switzerland Innovation Park Biel/Bienne (SIPBB) eine zukunftsweisende Lösung auf den Markt. Mit der Einführung der Technologie, setzt SIPBB neue Massstäbe im Emissionsmanagement. Diese Software nutzt Realdaten statt industrieller Durchschnittswerte zur Berechnung des CO₂-Fussabdrucks von Produkten, wodurch Unternehmen ihre Emissionen gezielt reduzieren können.

    Die Implementierung im SIPBB bietet Industrieunternehmen die Möglichkeit, die CO₂-Werte jedes Produkts genau zu quantifizieren und zu verifizieren. Dies ist ein entscheidender Schritt, um den Herausforderungen der digitalen Transformation und den strengen Klimazielen gerecht zu werden. Es wurden zwei spezifische Anwendungsfälle realisiert, die zeigen, wie das Tool die Emissionen von Firmen effektiv mit denen aus ihrer Lieferkette verknüpft, um eine genaue Ermittlung des wahren CO₂-Fussabdrucks zu ermöglichen.

    Die Swiss Smart Factory des SIPBB in Biel bietet Interessierten die Möglichkeit, die Anwendung und Effektivität der Siemens-Lösung unter realen Bedingungen zu testen. Dr. Dominic Gorecky, Leiter, erläutert: «Kunden können hier direkt erleben, wie die Technologie nicht nur nachprüfbare CO₂-Zertifikate generiert, sondern auch die Basis für nachhaltige Produktionsprozesse schafft.» Ein praktisches Beispiel hierfür ist die Drohnenproduktion, die demonstriert, wie das Tool eine nachhaltige Fertigung von der Konzeption bis zur Lieferkette ermöglicht.

    Zusätzlich können interessierte Industrieunternehmen Marktplace Dienstleistungen für verschiedene Anwendungsfälle buchen und den Zertifizierungsprozess sowie das Datenmanagement verfolgen. Stefan Schnider, Country Head von Siemens Digital Industries in der Schweiz, betont: «Die ‚Sustainability Journey‘ ist ein integraler Bestandteil unseres Angebots in der Swiss Smart Factory und wird als Halbtagesworkshop angeboten.»

    Die Anbindung der Betriebstechnologie in der Fertigung und die IT-Systeme an SiGREEN ist essenziell, um einen effizienten Datenfluss und eine automatisierte Erhebung von CO₂-Emissionen auf Produktebene zu gewährleisten. Die erforderliche Expertise in der Datenintegration liefern die Firmen NTT Com und NTT DATA, die als langjährige Partner im Bereich der IT/OT-Konvergenz fungieren.

    Diese Initiative des SIPBB, entwickelt in enger Zusammenarbeit mit Siemens Schweiz und weiteren Partnern, markiert einen wichtigen Fortschritt in der Bemühung, Industrieemissionen zu senken und trägt dazu bei, die Schweiz in ihren ambitionierten Klimazielen weiter voranzubringen. Eine detaillierte Präsentation des Projekts ist für die zweite Hälfte des Jahres 2024 geplant.

  • Weltweit grössten Elektroschmelzofen für Steinwolle in Betrieb

    Weltweit grössten Elektroschmelzofen für Steinwolle in Betrieb

    Nach einer zweijährigen Bauzeit wurde heute in Flums der grösste Elektroschmelzofen für Steinwolle weltweit eingeweiht. Dieser Meilenstein markiert eine wesentliche Weiterentwicklung für den Schweizer Steinwollproduzenten Flumroc und unterstreicht dessen Engagement für zukunftsweisende Technologien. Der neue Ofen läuft vollständig mit elektrischer Energie aus Schweizer Wasserkraft, wodurch die CO2-Emissionen des Schmelzprozesses um 80 Prozent reduziert werden. Dies entspricht einer jährlichen Einsparung von etwa 25’000 Tonnen CO2, vergleichbar mit den Emissionen von 5’500 ölbeheizten Haushalten.

    Die feierliche Eröffnung wurde von mehr als 100 Gästen aus Politik und Wirtschaft besucht, darunter Bundesrat Albert Rösti, der die Bedeutung dieser Investition für Energieeffizienz und Umweltschutz hervorhob. Er betonte, dass solche Projekte entscheidend sind, um die CO2-Emissionen zu senken und die Umwelt zu schützen.

    Der für die Produktionsstätten in Flums massgeschneiderte Elektroschmelzofen positioniert Flumroc als Vorreiter in der Steinwollindustrie. Damian Gort, Geschäftsführer von Flumroc, erklärte: «Mit dem weltgrössten Elektroschmelzofen setzen wir eine technologische Spitzenleistung um, die die Ökobilanz unserer Produkte signifikant verbessert und einen bedeutenden Beitrag zu einem energieeffizienten und nachhaltigen Gebäudebestand leistet.»

    Die Investition in den Standort Flums bekräftigt das Engagement von Flumroc für regionale Produktion und ökologische Nachhaltigkeit. «Es ist weder sinnvoll noch ökologisch vertretbar, das voluminöse Produkt über Hunderte von Kilometern zu transportieren. Nur durch die inländische Produktion können wir einen geschlossenen Kreislauf wirklich garantieren», so Gort. Flumroc produziert seit über 70 Jahren Steinwolle in Flums und ist mit 225 Mitarbeitenden einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Region.

    Der Einsatz des neuen Elektroschmelzofens macht den Produktionsprozess von Flumroc wesentlich nachhaltiger. Im Vergleich zu herkömmlichen Dämmstoffen weist die Schweizer Steinwolle von Flumroc nun die geringsten Treibhausgasemissionen von der Herstellung bis zur Entsorgung auf. Dies festigt Flumrocs Position als umweltbewusster Produzent in der Baustoffindustrie.

  • Hochtemperatur-Wärmespeicher könnte die Industrie nachhaltiger gestalten

    Hochtemperatur-Wärmespeicher könnte die Industrie nachhaltiger gestalten

    In industriellen Sektoren wie der Stahl- und Zementherstellung sind kontinuierlich hohe Temperaturen erforderlich, die derzeit größtenteils durch fossile Brennstoffe erzeugt werden. Diese Praxis ist für etwa ein Fünftel des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland verantwortlich und steht aufgrund ihrer Umweltauswirkungen zunehmend in der Kritik.

    Um dieser Herausforderung zu begegnen, wird weltweit an der Entwicklung und Implementierung von Technologien gearbeitet, die erneuerbare Energien effizienter in bestehende Industrieprozesse integrieren können. Ein vielversprechender Ansatz ist der Einsatz von Hochtemperatur-Wärmespeichern, die Energie in Form von Wärme speichern, um sie bei Bedarf ohne Qualitätsverlust bereitzustellen.

    Am KIT wird derzeit an einem innovativen Wärmespeicher geforscht, der auf einer Flüssigmetallmischung aus Blei und Bismut basiert. Diese Mischung zeichnet sich durch eine herausragende Wärmeleitfähigkeit aus, die bis zu 100-mal höher ist als die herkömmlich verwendeter Materialien. Im KIT-Labor wird dieses Metallgemisch in einem Kreislaufsystem erhitzt und durch eine Schicht aus kleinen Keramikkügelchen geleitet, die die Wärme aufnehmen und speichern können.

    Dieses System ermöglicht eine flexible und effiziente Nutzung der gespeicherten Energie, indem die Wärme je nach Bedarf wieder freigesetzt wird. Die Verwendung von erneuerbaren Energien zur Erzeugung der initialen Wärme könnte somit die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren und die CO2-Emissionen in energieintensiven Industrien signifikant senken.

    Diese technologische Innovation stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Bemühung dar, Industrieprozesse umweltfreundlicher zu gestalten und könnte langfristig zu einer nachhaltigeren industriellen Produktion führen.

  • Milder Winter senkt Emissionen im Gebäudesektor

    Milder Winter senkt Emissionen im Gebäudesektor

    Die Schweiz hat 2022 insgesamt 41,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente an Treibhausgasen ausgestossen, informiert das Bundesamt für Umwelt (BAFU) in einer Mitteilung zum Schweizer Treibhausgasinventar 2022. Es ist vom BAFU im April beim UN-Klimasekretariat eingereicht worden. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Schweiz im Berichtsjahr 3,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente weniger verursacht. Im Vergleich zum Basisjahr 1990 gingen die Emissionen um 24 Prozent zurück.

    Der Gebäudesektor kann sich dabei den Löwenanteil der Verringerung von Emissionen gutschreiben. Hier lag der Treibhausgasausstoss mit 9,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten 44 Prozent tiefer als 1990. „Wegen des ausserordentlich milden Winters wurden im Vergleich zum Vorjahr weniger Heizöl und Gas für die Beheizung der Gebäude verbrannt“, erläutert das BAFU. Seine Fachleute weisen gleichzeitig darauf hin, dass der Trend trotz starker Zunahme der beheizten Flächen nach unten zeigt. Hintergrund sind Verbesserungen der Energieeffizienz und der Einbau von Wärmepumpen.

    Der Industriesektor konnte seine Emissionen mit 9,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten im Vergleich zu 1990 um 27 Prozent senken. Im Verkehrssektor wurden 13,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente verursacht, dies entspricht einem Rückgang um 8 Prozent gegenüber dem Basisjahr. Die übrigen Emissionen lagen mit 8,9 Millionen Tonnen um knapp 13 Prozent unter dem Wert von 1990.

  • Solstis bietet Photovoltaik in der ganzen Schweiz an

    Solstis bietet Photovoltaik in der ganzen Schweiz an

    Solstis, in Solothurn ansässiges Photovoltaikunternehmen, bietet seine Leistungen jetzt schweizweit an. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, will die BKW Building Solutions unter dieser Marke ihrEngagement für erneuerbare Energien von der Westschweiz aus in das ganze Land erweitern. Mit der Expansion will BKW Buildings Solutions die installierte Leistung in der Deutschschweiz in den kommenden zwei Jahren auf 75 Megawatt erhöhen, das entspricht einer Verdopplung des aktuellen Leistungsangebots. Der Fokus der Dienstleistungen liegt im Privat- und Geschäftskundenbereich, wo BKW die Finanzierung und Solstis die Installation übernehmen soll.

    Unter der Marke Solstis, einer Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), wird auch das Energy Center der ISP Electro Solutions agieren.

    „Erneuerbare Energien sind ein Schwerpunkt unserer Strategie und leisten einen entscheidenden Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050. Die Photovoltaik ist ein wichtiges Puzzlestück hin zu nachhaltigeren Infrastrukturen“, wird Antonin Guez, CEO von BKW Building Solutions, in der Mitteilung zitiert.

  • Effiziente Nutzung der Gebäudewärme — Projekt HEATWISE von EMPA

    Effiziente Nutzung der Gebäudewärme — Projekt HEATWISE von EMPA

    In einer Zeit, in der nachhaltiges Energiemanagement immer wichtiger wird, stellt die ungenutzte Abwärme von IT-Systemen in Gebäuden eine beträchtliche Verschwendung dar. Spitäler, Universitäten und Bürokomplexe verfügen über eine umfangreiche IT-Infrastruktur, deren Betrieb nicht nur Energie verbraucht, sondern auch eine erhebliche Menge an Wärme produziert, die bisher grösstenteils ungenutzt bleibt. Das Horizon Europe-Projekt HEATWISE nimmt sich dieser Herausforderung an und vereint zwölf Forschungs- und Industriepartner aus acht Ländern, um innovative Lösungen für die Nutzung dieser Abwärme zu entwickeln.

    Das Projekt, das Anfang 2024 gestartet wurde und über drei Jahre läuft, wird von der Europäischen Union im Rahmen von Horizon Europe und vom Schweizerischen Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation gefördert. Ein Schlüsselelement von HEATWISE ist die Entwicklung von vorausschauenden Regelalgorithmen, die nicht nur die IT-Infrastruktur und Gebäudetechnik miteinander verknüpfen, sondern auch einen energieeffizienten, CO2-armen und kostengünstigen Betrieb ermöglichen sollen.

    Ein Beispiel für die praktische Umsetzung dieser Ziele ist das Forschungsgebäude «NEST» der Empa in Dübendorf, das als reale Pilotanlage dient. Hier wird die Abwärme eines Mikrorechenzentrums bereits erfolgreich zur Beheizung genutzt, unterstützt durch innovative Kühltechnologien wie die «On-Chip-Flüssigkeitskühlung» des israelischen Projektpartners ZutaCore. Diese ermöglicht eine optimale Wärmerückgewinnung und die Nutzung der gewonnenen Wärme für hochtemperaturintensive Anwendungen, wie beispielsweise die Warmwasserversorgung.

    Für Fachkräfte aus der Immobilien- und Standortförderungsbranche bietet HEATWISE nicht nur Einblicke in zukunftsweisende Technologien der Wärmerückgewinnung und Energieeffizienz, sondern auch konkrete Anwendungsbeispiele, die zeigen, wie IT-Infrastrukturen und Gebäudetechnik synergistisch für ein nachhaltigeres Energiemanagement genutzt werden können.

  • Erster Schweizer Wasserstoffkongress

    Erster Schweizer Wasserstoffkongress

    Am 28. März fand in Yverdon-les-Bains der erste Schweizer Wasserstoffkongress statt. Der Anlass brachte Unternehmerinnen und Unternehmer, Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie politische Entscheidungsträgerinnen und -träger zusammen. Die Vielfalt der Rednerinnen und Redner ermöglichte es, das Thema unter zahlreichen Aspekten abzudecken. Der erste Schweizer Wasserstoff-Kongress wurde in Zusammenarbeit mit Planair, CleanTech Alps und dem Westschweizer H2-Netzwerk organisiert und war ein voller Erfolg.

    Wasserstoff ist kein Allheilmittel, um alle Energieprobleme der Schweiz zu lösen, aber er bietet zahlreiche Möglichkeiten. Beim ersten Schweizer Wasserstoffkongress gab es einen fruchtbaren Austausch und eine starke Zusammenarbeit. Dies verdeutlicht die Bedeutung des Themas für die Schweiz, und alle Beteiligten sind bereit, gemeinsam zu arbeiten, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken und eine nachhaltige Energiezukunft aufzubauen.

    Was von diesem Tag festgehalten werden muss
    Vertreter und Vertreterinnen aus der Energie-, Gas- und Industriebranche, Unternehmer und Unternehmerinnen sowie Politiker sind sich einig: Die Schweiz muss unbedingt an das europäische Netz angeschlossen werden. Es ist entscheidend, dass unser Land diese Chance nicht verpasst.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Forderung nach einer klaren Strategie und geeigneten Rahmenbedingungen seitens des Bundes, um den Markt voranzutreiben.

    Trotz der bestehenden operativen Herausforderungen konnten beim Kongress positive Bilanzen von laufenden Projekten wie Green Gaz in Aigle und Hydrospider gezogen werden. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in die Entwicklung von Wasserstoffprojekten wie H2 Bois, Gruyère Hydrogène Power und Prhysm.

    Zudem präsentierte aeesuisse ihre Positionierung zum Thema Wasserstoff mit der Veröffentlichung der Broschüre «10 Punkte zum Thema Wasserstoff».

    Eine Leidenschaft, die unsere Grenzen übersteigt
    Wasserstoff ist mehr denn je ein aktuelles Thema. Er bewegt die Fachwelt und die Politik über die Grenzen der Schweiz hinaus. In Europa werden die Diskussionen über seine Chancen und Risiken beschleunigt und in vollem Gang gehalten. Der Schweiz und ihrem Kompetenzpool kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. «Wir erleben derzeit eine starke Begeisterung für Wasserstoff, mit grossen Ankündigungen auf internationaler Ebene. Die Schweiz ist in vielen Bereichen führend in der Innovation, z. B. bei der Kompression oder der Speicherung. Wir müssen daher unsere Führungsposition ausbauen und dürfen uns nicht von der europäischen Konkurrenz überholen lassen», sagt Laurent Scacchi Direktor Westschweiz der aeesuisse.

  • Flughafen Zürich baut neue Frachthalle

    Flughafen Zürich baut neue Frachthalle

    Die Flughafen Zürich AG modernisiert mit dem Neubau einer Frachthalle einen Teil ihrer Infrastruktur. Das Gebäude im Osten des Flughafens wird laut einer Mitteilung eine Fläche von 9500 Quadratmetern aufweisen. Die ältesten Frachthallen des Flughafens stammen aus den 50er und 60er Jahren. Sie würden den heutigen Ansprüchen nicht immer gerecht, teilt die Flughafen Zürich AG mit.

    Die neue Fracht Rächtenwisen soll von der dnata Switzerland AG genutzt werden, einem Dienstleister für Bodenabfertigungen und Fracht. In der neuen Frachthalle sollen unter anderem 20 Andockrampen für Lastwagen, Flächen für die Import- und Exportprozesse sowie für die Zoll- und Sicherheitskontrolle entstehen. Zudem sollen hier Pharma- und Gefahrengüter umgeschlagen werden können. Büros sind in einem Zwischengeschoss an der Südseite untergebracht.

    Früher sei vor allem standardisierte Palettenware transportiert worden, heisst es in der Mitteilung. Heute spezialisiert sich der Transport auf kleinteilige Güter und Fracht mit unterschiedlichen Anforderungen an Temperatur und Grössen. Dieser Trend erhöht den Bedarf an passende Frachtflächen.

    Die Halle ist als Betonstützenkonstruktion mit Holztragwerk und Photovoltaikanlage auf dem Dach geplant. Baubeginn ist April 2024, die Inbetriebnahme voraussichtlich 2027.

  • Schréder übernimmt 49 Prozent von Photinus

    Schréder übernimmt 49 Prozent von Photinus

    Schréder aus Brüssel steigt mit einem Anteil von 49 Prozent bei Photinus aus Dornbirn ein. Die beiden im Markt für Solarbeleuchtungen aktiven Unternehmen wollen ihre Kräfte bündeln, um nachhaltige Beleuchtungslösungen im Aussenbereich weltweit stärker zu etablieren. In diesem Bereich hat Phontinus bereits umfangreiche Erfahrungen mit energieautarken Solarbeleuchtungen für Kunden in einer ganzen Reihe von europäischen Ländern und im Nahen Osten gesammelt.

    „Bei Schréder ist man der festen Überzeugung, dass Solarbeleuchtungslösungen Städte und Kommunen dabei unterstützen können, ihre CO2-Bilanz zu verbessern“, wird Schréder-CEO Werner De Wolf in einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Unternehmen zitiert. Für Photinus-CEO Martin Kessler stellt die Fusion mit Schréder „eine einzigartige Gelegenheit dar, unser internationales Vertriebsnetz zu erweitern und unser Ziel zu erreichen, zum weltweit führenden Anbieter von Solarbeleuchtungslösungen zu werden“. Gemeinsam wollen die Partnerunternehmen ein umfangreiches Portfolio anbieten, das unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich Grösse und Leistung erfüllen kann.

    „Photinus verfolgt bei der Entwicklung von Solarbeleuchtungsprodukten eine sehr interessante Strategie im Hinblick auf Innovation, Modularität und Flexibilität“, erläutert Philippe Felten, Chief Commercial Officer von Schréder. Konkret setze das österreichische Unternehmen auf einen engen Kundenfokus bei dem massgeschneiderte Lösungen im Vordergrund stehen. „Die Vertriebsstrategie von Photinus harmoniert dabei ideal mit der Vertriebskultur von Schréder“, so Felten.

  • Infomaniak setzt auf Meyer Burger

    Infomaniak setzt auf Meyer Burger

    Infomaniak will nach Erringung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit auch im Hinblick auf erneuerbare Energien autark werden, informiert der Entwickler von Web-Technologien mit Sitz in Genf in einer Mitteilung. „Wir möchten jedes Jahr ein neues Solarkraftwerk installieren, um bis 2030 50 Prozent unseres jährlichen Stromverbrauchs selbst zu decken“, wird Boris Siegenthaler, Gründer und strategischer Direktor von Infomaniak, dort zitiert. Bei der Umsetzung der Pläne spannt Infomaniak mit dem international aktiven Solarhersteller Meyer Burger aus Thun zusammen.

    In einem ersten Schritt hat Infomaniak zwei Solaranlagen von Meyer Burger mit insgesamt 1085 Modulen in Betrieb genommen. Sie produzieren jährlich rund 400’000 Kilowattstunden Solarstrom der direkt bei Infomaniak verbraucht wird. In diesem Jahr ist eine weitere Anlage mit 364 Modulen geplant.

    Meyer Burger lässt die in der Schweiz entwickelten Module in seinem Werk in Süddeutschland fertigen. Im Vergleich zu in Asien hergestellten Modulen weisen sie aufgrund kurzer Transportwege, lokaler Lieferkette und Herstellung ausschliesslich mit erneuerbarer Energie einen wesentlich geringeren CO2-Fussabdruck auf. „Solarenergie in unseren Breitengraden mit asiatischen Solarmodulen zu erzeugen, ist heutzutage im Hinblick auf den Wirkungsgrad und den CO2-Fussabdruck unsinnig“, meint Siegenthaler. Er gibt zu bedenken, dass für Import und Herstellung mineralische Ressourcen abgebaut werden müssen. „Deshalb sollten lokale Hersteller bevorzugt werden, die ihre Auswirkungen so gering wie möglich halten.“

  • Luzern und ewl installieren in zwei Quartieren E-Ladestationen

    Luzern und ewl installieren in zwei Quartieren E-Ladestationen

    Die Stadt Luzern und ewl lancieren das gemeinsame Pilotprojekt Grüne Zonen. In dessen Rahmen werden an der Eichmattstrasse und an der Bergstrasse innerhalb der blauen Zonen jeweils zwei Parkplätze grün markiert und mit je einer Ladestation inklusive Bodensensor ausgestattet. Laut einer Medienmitteilung beginnen die Bauarbeiten am Montag, den 8. April 2024, und dauern rund zwei Wochen.

    Bis ins Jahr 2040 sollen alle Fahrzeuge, die in der Stadt Luzern eingelöst sind, elektrisch oder erneuerbar angetrieben werden. E-Ladeplätze in Wohnquartieren sollen dieses Ziel unterstützen. Damit das Laden von Elektro- und Hybridfahrzeugen möglichst einfach funktioniert, können Nutzerinnen und Nutzer online abfragen, ob diese Parkplätze frei oder besetzt sind. Dafür stellt eCarUp aus Rotkreuz ZG die Datenschnittstelle bereit. Deren Zugriff wird vom Luzerner ICT-Dienstleister arcade solutions eingerichtet und verarbeitet.

    Das auf fünf Jahre angelegte Pilotprojekt wird durch das Förderprogramm LadenPunkt und den Energiefonds der Stadt Luzern finanziell unterstützt. Dabei wollen die beiden Partner Erfahrungen in Luzerner Wohnquartieren sammeln, etwa hinsichtlich Ladegewohnheiten und Nutzungsdauer. Mit den gewonnenen Erkenntnissen lasse sich einschätzen, ob in Zukunft weitere Parkplätze mit Ladeinfrastruktur in Quartieren ausgerüstet werden.

  • ETH erforscht Rolle von Wasserstoff für Schweizer Stromsystem

    ETH erforscht Rolle von Wasserstoff für Schweizer Stromsystem

    Ein Forscherteam des Energy Science Center der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hat in einem sechsmonatigen Forschungsprojekt herauszufinden versucht, welche Rolle synthetische Brennstoffe im Schweizer Stromsystem spielen können. Mit Hilfe der Modellierungsplattform Nexus-e wurde laut einer Medienmitteilung drei Hauptszenarien für das Schweizer Stromsystem im Jahr 2050 entworfen: die potenzielle Rolle von Wasserstoff und E-Methan für die Schweizer Stromversorgung, wenn sie importiert werden, die saisonale Speicherung von Strom in der Schweiz sowie die potenziellen Kosten der Produktion von Wasserstoff und E-Methan in der Schweiz.

    Die Forschenden kommen zu dem Schluss, dass Wasserstoff- und E-Methan-Importe nur bei niedrigen Importpreisen Teil einer kosteneffizienten Stromversorgung in der Schweiz sein können. Bei sehr niedrigen Preisen könnte Wasserstoff bis zu 12 Prozent des jährlichen Strombedarfs decken. Inländisch produzierter Wasserstoff oder E-Methan sehen sie nicht als kosteneffiziente Lösung für die saisonale Stromspeicherung.

    Die Ergebnisse dieser Studie sollen einen Einblick in die Rolle der synthetischen Brennstoffe in einem Netto-Null-Emissions-Stromsystem in der Schweiz geben, dienen jedoch nicht als Prognosen. Sie wurde von Heinz M. Buhofer, dem früheren Präsidenten des Verwaltungsrats von Metall Zug, in Auftrag gegeben und vom Stromversorger Eniwa mitfinanziert. Den Projektbeirat bildeten Mitglieder der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, des Tech Clusters Zug, des Verbands der Schweizerischen Gasindustrie und der Zuger Unternehmensberatung Steinmann Consulting.

  • WWZ beginnt mit Bau von Wärmeleitung nach Cham

    WWZ beginnt mit Bau von Wärmeleitung nach Cham

    Der Wärmeverbund Ennetsee soll Rotkreuz, Bösch, Hünenberg See, Cham, Städtler Allmend, Äussere Lorzenallmend, Zug und Steinhausen mit CO2-neutraler Wärmeenergie aus der Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen LU versorgen. Dafür verlängert die WWZ AG laut einer Mitteilung die Fernwärmeleitung nun von Rotkreuz nach Cham.

    Im Frühjahr 2024 werden für den Abschnitt Rotkreuz nach Cham zunächst die Installationsflächen für die Leitungen erstellt. Der Bau erfolgt in Etappen. Die Leitungen müssen vorgespannt werden, um einer unkontrollierten Ausdehnung vorzubeugen. „Voraussichtlich im Herbst 2026 werden wir die Etappe Rotkreuz-Cham abschliessen und möglichst viele Liegenschaften mit nachhaltiger Fernwärme versorgen“, wird Marcel Fähndrich, Leiter Energie bei WWZ, in der Mitteilung zitiert.

    Bereits im Sommer 2023 hat die WWZ die Transportleitung von Perlen nach Rotkreuz in Betrieb genommen. Einige Leitungen sind in Rotkreuz schon in Betrieb. So können ab Frühjahr 2024 das Schwimmbad sowie einige private Gebäude und Gemeindeliegenschaften mit der Wärme aus der Kehrichtverbrennung beheizt werden.

    Mit dem Projekt Wärmeverbund Ennetsee sollen künftig 12‘000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

  • 4B investiert 35 Millionen Franken in Hochdorf

    4B investiert 35 Millionen Franken in Hochdorf

    4B investiert am Firmensitz in Hochdorf rund 35 Millionen Franken in eine neue Zerspanungsanlage und vier neue Hallen. Zudem will der Luzerner Fenster- und Fassadenbauer sowohl auf den alten als auch auf den neuen Hallen Photovoltaikanlagen installieren. „Mit der beschlossenen Investition legen wir den Grundstein für eine neue Ära und weitere 125 erfolgreiche Jahre in Hochdorf und der Schweiz“, wird 4B-CEO Jean-Marc Devaud in einer entsprechenden Mitteilung des Unternehmens zitiert.

    Die Bauarbeiten für die vier neuen Hallen sind am 27. März mit dem Spatenstich eingeleitet worden. Sie sollen bis Anfang 2025 beendet sein. Die ersten Photovoltaikanlagen werden noch in diesem Jahr auf den bereits bestehenden Hallen installiert. Nach Abschluss der Montagearbeiten auch auf den neuen Hallen, will 4B in Hochdorf jährlich rund 3 Gigawattstunden Strom aus Solarenergie produzieren. Sie reichen aus, um den gesamten Stromverbrauch des Unternehmens in Hochdorf zu decken. Zudem nutzt 4B die in der Produktion anfallenden Holzreste zur Wärmegewinnung im eigenen Heizkraftwerk.

    „Mit den vier neuen Hallen und der neuen Zerspanungsanlage schaffen wir die Grundlage für die langfristige Optimierung unserer Produktionsprozesse“, erläutert Devaud. Dabei plant 4B auch derzeit ausgelagerte Produktionsprozesse wieder nach Hochdorf zurückzubringen. „Weiter wird die Flexibilität geschaffen, um für die Zukunft gerüstet zu sein“, so der Unternehmenschef.

  • Partino und ecocoach vereinbaren Partnerschaft im Energiebereich

    Partino und ecocoach vereinbaren Partnerschaft im Energiebereich

    Die Partino Mobile Energie AG, ein in Oberentfelden angesiedeltes Unternehmen für Elektroladestationen, und das Schwyzer Technologieunternehmen ecocoach, haben eine strategische Partnerschaft vereinbart. Laut einer Medienmitteilung wollen beide Unternehmen ihrer Kundschaft ein komplexes System zum Energiemanagement anbieten. Die Partnerschaft markiere einen bedeutenden Schritt in eine nachhaltige Energiezukunft, zeigen sich beide Unternehmen überzeugt.

    Dabei werden die Elemente von Photovoltaik-Ladestationen und dem Lastmanagement von Partino mit den Energiespeicherlösungen und -managementsystemen für Wohn- und Industriegebäuden von ecocoach miteinander verbunden. Kundinnen und Kunden können mit den innovativen Lösungen der Kooperation ihre Energieeffizienz weiter steigern, den Eigenverbrauch optimieren und somit Kosten senken, heisst es in der Mitteilung.

  • Energie 360° liefert Fernwärme nach Effretikon

    Energie 360° liefert Fernwärme nach Effretikon

    Die Stadt Illnau-Effretikon hat mit Energie 360° einen Konzessionsvertrag über den Bau und den Betrieb eines Fernwärmenetzes in Effretikon abgeschlossen. Der über 50 Jahre laufende Vertrag sieht laut einer Mitteilung vor, in den Stadtgebieten Vogelbuck und Watt, dem Industriegebiet in Bietenholz und den Gebieten östlich und westlich des Bahnhofs Effretikon rund 3000 Haushalte mit Fernwärme zu versorgen.

    Energie 360° liefert die Fernwärme über eine vier Kilometer lange Transportleitung von seiner Energiezentrale in Volketswil. Der Bau der Leitung hat bereits begonnen. Erste Lieferungen sind für die Heizperiode 2027/28 vorgesehen. Die Erschliessung des gesamten Gebiets ist bis 2030 geplant. Energie 360° investiert einen dreistelligen Millionenbetrag.

    Der Wärmeverbund ist aus Sicht von Stadtpräsident Marco Nuzzo ein wichtiger Schritt in eine fossilfreie Energieversorgung. „Wir unterstützen eine nachhaltige Energieversorgung, weil sie eine Grundlage für die Entwicklungsstrategie unserer Stadt ist“, wird er in der Mitteilung zitiert. Stadträtin Rosmarie Quadranti fügt hinzu: „Der Energieverbund bietet der Bevölkerung von Illnau-Effretikon Wärme aus lokaler, erneuerbarer Quelle.“

  • ewz verzichtet auf Solarprojekt oberhalb von Splügen

    ewz verzichtet auf Solarprojekt oberhalb von Splügen

    ewz führt seine Planungen für eine hochalpine Solaranlage auf der Tanatzhöhi in der Gemeinde Rheinwald nicht weiter. Zwar seien die Planungen gemeinsam mit dem Gemeindevorstand vorangetrieben worden, heisst es in einer Mitteilung des Stadtzürcher Energieversorgers. «Leider sprachen sich die massgebenden Akteure und Investoren im Tourismus immer deutlicher gegen das Projekt Tambo-Solar aus», wird Philippe Heinzer, Leiter des ewz-Geschäftsbereichs Energie, in der Mitteilung zitiert.

    Gemeindepräsident Christian Simmen begründet die Vorbehalte mit touristischen Projekten zur nachhaltigen Stärkung der regionalen Wirtschaft. «Eine Solaranlage in dieser Grössenordnung ist mit den geplanten künftigen touristischen Plänen leider nicht vereinbar.» Simmen lässt aber die Tür für eine weitere Zusammenarbeit mit der ewz offen. «Wir würden es begrüssen, gemeinsam mit ewz weitere Solarpotenziale in der Gemeinde zu prüfen.»

    ewz wollte beim Skigebiet Splügen-Tambo eine Anlage mit einer jährlichen Jahresproduktion von bis zu 12 Gigawattstunden errichten.

    Das Stimmvolk der Bündner Gemeinde Surses hatte im Januar eine Anlage im Val Nandro abgelehnt. Dort hatte ewz eine Solaranlage mit einer Produktion von 66 Gigawattstunden pro Jahr geplant.

  • Energie Ausserschwyz baut Fernwärme aus

    Energie Ausserschwyz baut Fernwärme aus

    Energie Ausserschwyz, im Kanton Schwyz ansässiges Energieunternehmen, hat Ausbaupläne für die Entwicklung von Fernwärmenetzen vorgelegt. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, erweitert das Unternehmen das Netz vor allem in den Bezirken March und Höfe. In die Verdichtung und den Ausbau der dort örtlichen Fernwärme hat Energie Ausserschwyz 15 Millionen Franken investiert. Die Fernwärme wird mit erneuerbaren Energien wie Biomasse und Holsschnitzeln erzeugt. Zu den ausgebauten Bereichen gehören die Fernwärmeanschlüsse von Galgenen, Lachen, Altendorf und Pfäffikon. Hier werden 2024 Hauptleitungen von Altendorf bis zur Kantonsschule Pfäffikon sowie ins Zentrum von Lachen gebaut. Zudem wird die Feinverteilung in den genannten vier Orten erweitert.

    Wegen des intensiven Feinausbaus wird es gegenüber den ursprünglichen Plänen zu Verzögerungen bei der Erweiterung des Fernwärmenetzes kommen, heisst es in der Mitteilung. Ab 2029 sollen dann im Bezirk March die Ortschaften Schübelbach, Buttikon und Reichenburg angeschlossen werden. Ausbauten im Bezirk Höfe sind erst ab 2040 vorgesehen.

  • Juice stattet Ladestation mit Bezahlterminal von Wallee aus

    Juice stattet Ladestation mit Bezahlterminal von Wallee aus

    Die Juice Technology AG und die Wallee Group AG in Winterthur wollen das Aufladen von Stromautos vereinfachen. Dafür stattet die Herstellerin von Ladestationen und -software mit Sitz in Bachenbülach ihre Ladestation Juice Charger me 3 mit dem Bezahlterminal des Winterthurer Zahlungsdienstleisters aus. Künftig können Nutzende dank dem Wallee-Terminal mit Kredit- und Debitkarten, aber auch kontaktlos mit Apple Pay und Google Pay oder Twint bezahlen. Dies solle andere Ladekarten überflüssig machen und zu faireren Tarifen führen, da weniger Parteien am Verdienst beteiligt seien, heisst es in einer Mitteilung.

    «Als Partner, der wie Juice aus dem Kanton Zürich stammt, haben wir die optimale Ergänzung für Juice-Ladestationen im Angebot», wird Sascha Krüsi, CXO und Mitbegründer von Wallee in der Mitteilung zitiert. Christoph Erni, CEO und Gründer von Juice, sieht in der Kombination von innovativer Technologie und vertrauenswürdigen Zahlungsdienstleistungen die Zukunft der E-Mobilität.

    Die Ladestation kann auch von gewerblichen Anbietern genutzt werden. So könnten beispielsweise Gastronomien, Hotellerie, Einzelhandel oder Unternehmen mit Firmenparkplätzen Anbieter der Stationen werden. Das System von Juice und Wallee wird bereits in Laax GR und im Riedmatt Center in Rümlang ZH eingesetzt.

    Der Juice Charger me 3 ist mit allen E-Autos kompatibel.

  • Gemeinderat Urdorf beschliesst Rahmen für Energieverbund

    Gemeinderat Urdorf beschliesst Rahmen für Energieverbund

    Energie 360° plant in Urdorf einen Energieverbund auf Basis von CO2-freien Energiequellen. Der Gemeinderat hat die Rahmenbedingungen für die Realisierung an seiner Sitzung vom 26. Februar beschlossen, wie es nun in einer Medienmitteilung heisst. Der Energieverbund umfasst die im kommunalen Energieplan ausgewiesenen Eignungsgebiete Zentrum und Oberurdorf. Damit soll die angestrebte Transformation von fossilen zu klimafreundlichen Energieträgern für die Wärmeproduktion und damit das Ziel «Netto-Null 2050» unterstützt werden.

    Die geplante Anlage sieht eine Wärmeproduktion mit nachhaltigen Energieträgern wie Verbrennung von Holzschnitzeln vor und ermöglicht damit eine Reduktion der Umweltbelastung um jährlich rund 4000 Tonnen CO2. Das bestehende Erdgasnetz soll auf der Basis der Transformationsstrategie von Energie 360° mittelfristig abgelöst werden. Erste Anschlüsse sind im Herbst 2026 vorgesehen, heisst es in der Mitteilung.

    Das Engagement der Gemeinde Urdorf zur Realisierung des geplanten Fernwärmenetzes beschränkt sich auf die Gewährung eines langjährigen Baurechts auf einem Teil des gemeindeeigenen Grundstückes «Lätten» für den Bau der notwendigen Energiezentrale mit einer Energiespeicheranlage sowie die Bewilligung für die Nutzung des öffentlichen Grundes. Realisierung, Finanzierung und Betrieb erfolgen vollumfänglich durch Energie 360°, heisst es weiter. Die Gemeinde trägt kein unternehmerisches Risiko.

    Die allfällige Realisierung der Energiezentrale auf dem gemeindeeigenen Grundstück soll auf der Basis eines der Energie 360° einzuräumenden Baurechts erfolgen. Diesen Vertrag hat der Gemeinderat nach Massgabe der Kompetenzordnung der Gemeindeordnung und von kantonalen Vorgaben mit einer Laufzeit von vorerst 50 Jahren genehmigt.

  • SAK baut grossen Batteriespeicher für bessere Netzstabilität

    SAK baut grossen Batteriespeicher für bessere Netzstabilität

    Die SAK haben am 13. März mit einem Spatenstich den Bau eines Grossbatteriespeichers östlich des Unterwerks in Rheineck begonnen. Das neue Speichersystem soll laut einer Mitteilung eine Speicherkapazität von 6,24 Megawattstunden umfassen und damit zur Energiewende und Stabilisierung des regionalen Stromnetzes beitragen. Generalunternehmerin ist die Kreuzlinger eSpectrum AG, die Energiespeichersysteme herstellt.

    Die neue Speicheranlage soll hauptsächlich von Swissgrid genutzt werden. Als Übertragungsnetzbetreiber arbeitet Swissgrid an einem sicheren und stabilen Stromnetz. Der Umstieg auf erneuerbare Energien im Rahmen der Energiestrategie 2050 fordert Möglichkeiten zur Stromspeicherung, da wetterbedingte Schwankungen bei der Energiegewinnung immer wieder zu Überschüssen bei der Energieerzeugung führen, auf die in Zeiten von geringer Stromproduktion zurückgegriffen werden kann.

    Batteriespeicher seien besonders wichtig, um Lastspitzen abzufangen und die Netzinfrastruktur zu entlasten. «Es ist zwar nicht das erste oder grösste seiner Art, passt aber optimal zu den Anforderungen und Zielen der SAK in Bezug auf die Energiewende», wird Simon Mettler, Projektleiter für Innovation bei der SAK, in der Mitteilung zitiert.

  • Luzern will bis 2035 frei von fossilen Brennstoffen sein

    Luzern will bis 2035 frei von fossilen Brennstoffen sein

    Die Stadtverwaltung von Luzern will sich bis 2035 vom Verbrauch fossiler Brennstoffe befreien. Wie aus einer Medienmitteilung der Stadt hervorgeht, sollen in einem ersten Schritt bis 2030 die etwa 200 Dienstfahrzeuge von Benzin- und Diesel- durch Elektroantrieb ersetzt werden. Bis zum Zieljahr 2035 sollen zudem in den etwa 150 Liegenschaften der Stadt die Heizungen und Warmwasserversorgungen von Öl- beziehungsweise Gasbefeuerung auf erneuerbare Systeme wie etwa Wärmepumpen umgestellt werden. Auf den Dächern dieser Gebäude sollen Photovoltaikanlagen Strom erzeugen. Damit könnten 35 bis 40 Prozent des derzeitigen städtischen Bedarfs gedeckt werden.

    Bei der bereits vor fünf Jahren begonnenen Umstellung der Heizsysteme konnte die Verwaltung in einem aktuellen Bericht bereits auf 65 umgestellte Objekte verweisen. Ziel beim Heizungsumbau ist, ab 2035 insgesamt 3300 Tonnen CO2 weniger zu emittieren. Die Kosten des Umbaus werden auf etwa 60 Millionen Franken geschätzt.

    „Wir fordern nicht nur andere Liegenschaftsbesitzende auf, aktiv zu werden, wir packen auch selber an“, wird Katja Dürst, Leiterin der Abteilung Umweltschutz, in der Mitteilung zitiert.

  • Bevölkerung fordert beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien

    Bevölkerung fordert beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien

    Die Schweiz steht vor einer entscheidenden Weiche in ihrer Energiepolitik. Mit dem sogenannten «Mantelerlass» haben Regierung und Parlament die Weichen für eine verstärkte Nutzung von Solar-, Wind- und Wasserkraft gestellt. Ein entscheidender Schritt hierfür ist das «Stromgesetz», über das die Bevölkerung am 9. Juni 2024 abstimmen wird. Eine repräsentative Umfrage, durchgeführt von einem Marktforschungsinstitut, offenbart, dass eine überwältigende Mehrheit von 78 % der Bevölkerung den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen möchte.

    Patrick Drack, Geschäftsführer von STIEBEL ELTRON Schweiz, unterstreicht die Bedeutung dieses Gesetzes für die Energiezukunft des Landes: «Das Stromgesetz ist ein fundamentaler Baustein für die Reduktion der Treibhausgasemissionen auf netto null bis 2050 und zielt darauf ab, unsere Energieversorgung nachhaltiger und sicherer zu gestalten.» Besonders die Vermeidung einer Energieknappheit im Winter steht im Fokus der politischen Bemühungen.

    Die Umfrageergebnisse verdeutlichen zudem, dass die Schweizer Bevölkerung eine ausgewogene Berücksichtigung von Natur- und Landschaftsschutz neben der Stromproduktion fordert. Während 42 % gegen einen Vorrang der Stromproduktion vor dem Umweltschutz sind, befürworten 58 % eine solche Priorisierung, sofern sie sorgfältig abgewogen wird.

    Parallel zur Energiewende wird ein Anstieg des Strombedarfs erwartet, insbesondere für das Heizen und Kühlen von Gebäuden. Hier bietet die Wärmepumpentechnologie eine effiziente Lösung, indem sie überwiegend Umweltenergie nutzt. Obwohl bereits ein hoher Anteil neuer Bauten auf Wärmepumpen setzt, basiert die Heizversorgung von über der Hälfte aller Wohngebäude immer noch auf fossilen Brennstoffen. Umweltfreundliche Alternativen werden durch umfangreiche Förderprogramme unterstützt, um den finanziellen Übergang zu erleichtern.

    Die Ergebnisse des «Energie-Trendmonitor 2024» zeigen weiterhin eine starke Zustimmung von 84% der Bevölkerung für finanzielle Unterstützung bedürftiger Haushalte bei der Umrüstung auf umweltfreundliche Heizsysteme. Ebenso befürworten 79 % gezielte Massnahmen zur Senkung der Strompreise für klimafreundliche Heizungen, wie den Wärmepumpentarif.

  • Aarau als zukünftiger Cleantech-Vorreiter

    Aarau als zukünftiger Cleantech-Vorreiter

    Am 18. März 2024 führte die AEW Energie AG in Partnerschaft mit der Stadt Aarau und weiteren wichtigen Akteuren einen Co-Creation-Workshop durch, der als Plattform für die Entwicklung nachhaltiger Technologien diente. Diese Initiative, die in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Aarau und dem Hightech Zentrum Aargau sowie Unternehmen wie der Jura Management AG und Swisscleantech durchgeführt wurde, unterstreicht das gemeinsame Ziel, Aarau in einen innovativen Cleantech-Standort umzuwandeln. Der Workshop konzentrierte sich auf die Förderung von Technologien zur CO2-Reduktion und den Einsatz erneuerbarer Energiequellen.

    Der Aarauer Stadtpräsident Dr. Hanspeter Hilfiker und Marc Ritter, betonten die Bedeutung nachhaltiger Innovationen und die Rolle Aaraus als Vorreiter in diesem Bereich. Der Fokus lag dabei auf der Entwicklung von Cleantech-Lösungen, insbesondere im Hinblick auf Carbon Capture and Storage und die Förderung erneuerbarer Energiequellen. Dieser Ansatz spiegelt das Engagement der AEW wider, CO2-Neutralität zu erreichen und nachhaltige Praktiken zu fördern, die sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile bieten.

    Die Zusammenarbeit im Rahmen des Workshops demonstriert das Potenzial kollektiver Anstrengungen zur Lösung komplexer Herausforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit. Die dabei entstandenen Ideen sollen als Grundlage für zukünftige Pilotprojekte dienen, die Aarau nicht nur als innovativen, sondern auch als attraktiven Wirtschaftsstandort für Unternehmen und Start-ups weiter stärken. Dieser Ansatz unterstreicht das Bestreben, branchenübergreifende Kooperationen zu fördern und innovative Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu entwickeln.

  • Stadtwerk Winterthur geht vier neue Photovoltaikanlagen an

    Stadtwerk Winterthur geht vier neue Photovoltaikanlagen an

    Stadtwerk Winterthur kann den Bau von vier weiteren Photovoltaikanlagen angehen. Sie sollen auf den Dächern des Theaters Winterthur, des Schwimmbads Wülflingen, der Primarschule Mattenbach und des Provisoriums der Turnhalle Tössfeld installiert werden, informiert der städtische Energie- und Wasserversorger in einer Mitteilung. Die vier neuen Anlagen sollen zusammen jährlich rund 254 Megawattstunden Strom erzeugen.

    Stadtwerk Winterthur ist für den Bau und den Betrieb der Anlagen verantwortlich. Finanziert werden sie aus dem 90-Millionen-Rahmenkredit der Stadt Winterthur, den die Winterthurer Stimmbevölkerung im September 2012 bewilligt hat. Für den Bau der vier konkreten Anlagen stellt der Stadtrat aus diesem Topf insgesamt 707’000 Franken bereit. Der Ausbau von Solarenergie dient dem Ziel der Stadt Winterthur, bis 2040 eine Netto-Null bei den CO2-Emissionen zu schreiben.

  • IWB lanciert Nanoverbund für Heizungen

    IWB lanciert Nanoverbund für Heizungen

    Die Basler Energieversorgerin IWB lanciert den Nanoverbund als eine neue Lösung für das Heizen ausserhalb der Fernwärmeversorgung im Kanton Basel-Stadt. Dabei werden laut Medienmitteilung bei einem Austausch von Heizungen in dicht nebeneinander stehenden Häusern oder Reihenhäusern die Heizanlagen miteinander verbunden und mit einer zentralen Steuerung ausgestattet. IWB hat den Nanoverbund am Mittwoch, 6. März, interessierten Eigentümern aus dem Reinacher Mausacker-Quartier zum ersten Mal präsentiert.

    In der Regel kümmert sich jede Eigentümerschaft um eine eigene Heizung. Dabei werden die einzelnen Heizungen aus Sicherheitsüberlegungen oft überdimensioniert ausgelegt, heisst es in der Mitteilung. Installations- und Heizkosten seien höher als notwendig. In einem Nanoverbund werden die Heizungen von zwei bis acht Liegenschaften physisch miteinander verbunden und durch eine intelligente Steuerung ergänzt. Es können alle Arten von Heizungen zusammengeschlossen werden.

    Die Steuerung ermöglicht, dass zuerst die Anlagen eingesetzt werden, die umweltfreundlich heizen. Über eine Internet-Applikation können sich alle angeschlossenen Eigentümer jederzeit einen Überblick über Energieproduktion, den Verbrauch und die Kosten verschaffen. In einem zweiten Schritt können alte, fossile Heizungen ausser Betrieb genommen werden.

    In einem Pilotprojekt habe der Zusammenschluss von drei Liegenschaften zu einer finanziellen Einsparung von bis zu 15 Prozent. Zudem konnten die drei Liegenschaften, in welchen eine Wärmepumpe, Solarthermieanlagen und Gasheizungen eingebaut waren, durch den Zusammenschluss zu 90 Prozent erneuerbar heizen.

  • Neues Whitepaper: Synergien dank integrierter Energielösungen

    Neues Whitepaper: Synergien dank integrierter Energielösungen

    Integrierte Energielösungen für Areale und Überbauungen bringen Mehrwerte für alle Stakeholder*innen. Sie vernetzen sämtliche Komponenten der Energieversorgung intelligent miteinander, wodurch Produktion, Verbrauch und Speicherung als Gesamtsystem optimal zusammenspielen. Auf diese Weise lassen sich Effizienzpotenziale nutzen, der Autarkiegrad erhöhen und die sichere Versorgung neuer und bestehender Liegenschaften langfristig gewährleisten. Das neue Whitepaper «Integrierte Energielösungen für Areale und Überbauungen» von ewz und Faktor dient Eigentümerschaften als Wissensgrundlage bei der Planung.

    Komponenten integrierter Energielösungen
    Um die Synergien nutzen zu können, muss die Energielösung bereits in einer frühen Phase als vernetztes System geplant werden.  

    Wärme und Kälte aus lokalen, erneuerbaren Quellen
    Eine gute Möglichkeit, Areale oder Überbauungen mit CO2-freier bzw. neutraler lokaler Wärme und Kälte zu versorgen, sind thermische Netze. Diese lassen sich in verschiedenen Massstäben (für Überbauungen, Areale und ganze Quartiere) und auf verschiedenen Temperaturniveaus realisieren und betreiben: Hochtemperaturnetze nutzen als Energiequelle meist Holz oder die Abwärme von Kehrichtverbrennungsanlagen. Erdwärme, See-, Fluss- und Grundwasser oder Abwärme (z.B. aus Rechenzentren) kommen meist in Netzen mit einem mittleren oder tiefen Temperaturniveau zum Einsatz. Die tiefsten Betriebstemperaturen erreichen Anergienetze respektive Niedertemperaturnetze, die im Sommer über ein Freecooling Gebäude auch kühlen. Um die Effizienz zu erhöhen, lassen sich verschiedene Netztypen und Energiequellen miteinander kombinieren (siehe Coté Parc und Greencity).

    Solarstrom mit hohem Eigenverbrauchsanteil nutzen
    Ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) trägt dazu bei, einen möglichst hohen Eigenverbrauchsgrad zu erzielen und so die Photovoltaikanlage schneller zu amortisieren. Dazu kommt: Für die ZEV-Teilnehmenden ist der Solarstrom oftmals günstiger als der Strom aus dem öffentlichen Netz. Lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG), deren Einführung auf 2025 oder 2026 zu erwarten ist, ermöglichen die Versorgung mit Solarstrom über Grundstücke hinweg und nutzen dabei das Verteilnetz.

    Microgrids schaffen Planungs- und Versorgungssicherheit
    Mit Strom-Arealnetzen können Überbauungen, Areale oder Quartiere mit elektrischer Energie versorgt werden. Microgrids respektive die mit den smarten Komponenten ausgestatteten Smart Grids integrieren sowohl Stromerzeuger als auch Stromverbraucher. Sie tragen zur Netzstabilität bei, indem Verbraucher selektiv zugeschaltet, Speicher geladen oder die Produktion gedrosselt werden kann.

    Ladeinfrastruktur und Elektromobilität als neuer Standard
    Ein wichtiger Aspekt nachhaltiger Areale ist auch die Elektromobilität. Um der steigenden Nachfrage nach Elektroladestationen gerecht zu werden, ist es ratsam, den Bau der Ladeinfrastruktur frühzeitig anzugehen. Über ein Lastmanagement lässt sich der Strombedarf der Ladestation(en) mit dem der anderen Verbraucher im Gebäude koordinieren und das Aufladen regeln.

    Energiespeicherung für mehr Effizienz
    Da der Anteil erneuerbarer Energien künftig zunehmen wird, kommt der Energiespeicherung eine immer grössere Bedeutung zu. Als Speicher kommen beispielsweise Batterien von Elektroautos infrage, die sich für das bidirektionale Laden eignen. Auch stationäre Batteriespeicher dienen dazu, überschüssigen Solarstrom aufzunehmen und bei Bedarf wieder zur Verfügung zu stellen. Thermische Speicher lassen sich mit Solarstrom aufladen, der sonst ins öffentliche Netz eingespeist werden müsste. Damit können sie Lastspitzen brechen, aber auch dazu beitragen, Wärmeerzeuger kleiner zu dimensionieren. Auch Erdsondenfelder nehmen überschüssige Wärme (z.B. von Sonnenkollektoren oder Abwärme) auf, um das Erdreich zu regenerieren und Räume zu kühlen.

    Emissionen und Kosten langfristig senken
    Um Energiekosten und Treibhausgasemissionen langfristig zu senken, lohnt sich ein kontinuierliches Energiemonitoring. Dieses überwacht die Verbrauchswerte beispielsweise für Strom, Wärme oder Kälte einer Liegenschaft laufend und dient als Basis für die Justierung. Ein Energiemonitoring ist auch mit Blick auf das ESG-Reporting relevant, das für gewisse Firmen bereits heute Vorschrift ist. Die laufende Überprüfung der Verbrauchsdaten und ein professioneller Betrieb bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Effizienz- und Umweltziele zu erreichen und Transparenz gegenüber verschiedenen Anspruchsgruppen zu schaffen.

    Energy-as-a-Service
    Nutzen statt besitzen – dieses Prinzip eignet sich hervorragend für integrierte Energielösungen ganzer Überbauungen oder Areale. Für Kunden reduziert sich neben dem zeitlichen Aufwand auch das finanzielle Risiko bei einer deutlich höheren Versorgungssicherheit. Entscheidet sich eine Bauherrschaft für ein Energy-as-a-Service-Modell, lagert sie Planung, Bau, Betrieb und/oder Finanzierung der gesamten Energieinfrastruktur über Jahrzehnte aus. Damit verbunden ist auch die Gewissheit, dass die Anlagen zuverlässig und effizient betrieben werden.

    Mehr erfahren Sie in unserem neuen Whitepaper «Integrierte Energielösungen für Areale und Überbauungen».