Kategorie: Energie

Energie – Aktuelle Immobiliennews zu Energie, erneuerbaren Konzepten, Effizienz & Energietrends in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Einweihung einer Photovoltaikanlage bei Limeco

    Einweihung einer Photovoltaikanlage bei Limeco

    Das Limmattaler Regiowerk Limeco mit Sitz in Dietikon hat laut einer Medienmitteilung auf dem Dach der Abwasserreinigungsanlage (ARA) eine Photovoltaikanlage eingeweiht. Laut eigener Angaben erzeugen 624 Solarpaneele mit einer Kapazität von 265,2 Kilowatt Peak so viel Solarstrom, wie 70 Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 3600 Kilowattstunden verbrauchen.

    Auf einer Fläche von 1220 Quadratmetern sollen 252’000 Kilowattstunden Ökostrom produziert werden, in erster Linie für den Eigenbedarf der ARA und der Kehrichtverwertungsanlage. Energieüberschüsse werden über Einspeisung ins öffentliche Netz der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt.

    Ziel ist es, den Ausbau der erneuerbaren Energieversorgung voranzubringen. Limeco plant, bis 2050 die Versorgung des gesamten Limmattals auf CO2-neutrale Energiequellen umzustellen.

  • Ausbau von Solaranlagen in Zürich

    Ausbau von Solaranlagen in Zürich

    ewz, Stadtzürcher Energieversorger, treibt seinen Ausbau von Solaranlagen voran. Wie einer Mitteilung zu entnehmen ist, schaltet das Unternehmen auf seiner Internetseite 14 neue Standorte auf, an denen sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen können. Mit 250 Franken je Quadratmeter kann man eine Beteiligung an den zusätzlichen 11‘000 Quadratmetern erwerben. Sich Beteiligende erhalten jährlich 80 Kilowattstunden Zürcher Solarstrom auf ewz-Rechnung. Mit den jetzt zugeschalteten Flächen verfügt ewz über 55 Solaranlagen im Zürcher Stadtgebiet. Die jetzt neu hinzukommenden Flächen sollen jährlich 1‘246‘000 Kilowattstunden Elektroenergie produzieren. Das entspricht dem Stromverbrauch von 500 durchschnittlichen Haushalten.

    „Mit der Solarstrategie haben wir in der Stadt Zürich das ambitionierte Ziel, mehr Solarstrom zu produzieren“, wird Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher der Industriellen Betriebe, in der Mitteilung zitiert. „Ich habe deshalb die Gelegenheit genutzt und selbst eine Solarbeteiligung erworben. Nur gemeinsam machen wir Zürich zur Solarstadt – jeder Quadratmeter zählt!“

    Darüber hinaus bietet ewz Wohneigentümern Solarlösungen für das eigene Dach an. So werden bis Juli auf vier Wohngebäuden in Guggach 950 Solarmodule installiert. Die Anlage soll 423‘000 Kilowattstunden produzieren und die 197 Haushalte mit Solarstrom versorgen.

  • Berufliche Perspektiven im Schweizer Holzbau

    Berufliche Perspektiven im Schweizer Holzbau

    Die Bedeutung der Holzbauindustrie
    Die Holzbauindustrie spielt eine entscheidende Rolle in der Schweiz, insbesondere im Bereich des nachhaltigen Bauens und der energetischen Gebäudesanierung. Der Bau mit Holz ist eine umweltfreundliche und klimaneutrale Methode, die einen minimalen Energieverbrauch sowohl während der Bauphase (graue Energie) als auch während des späteren Betriebs der Gebäude gewährleistet. Die Holzbauindustrie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Zukunftsgestaltung der Schweiz.

    Berufliche Perspektiven und Fortbildungsoptionen
    Nach Abschluss der Grundausbildung eröffnen sich für ausgebildete Zimmerleute zahlreiche Optionen: Sie können als hochqualifizierte Fachkräfte im Betrieb arbeiten, Erfahrungen auf der Walz oder im Ausland sammeln oder sich weiterbilden, um Vorarbeiter, Polier, Techniker oder Ingenieur zu werden, bis hin zum Meister. Falls die Berufsmatura nicht bereits während der Grundausbildung absolviert wurde, kann sie innerhalb eines Jahres nach Abschluss der Grundausbildung als Vollzeitstudium abgeschlossen werden. Dies ermöglicht einen nahtlosen Übergang zu einer höheren Fachschule oder Fachhochschule ohne Prüfungen. Der Karriereplan des Holzbaus in der Schweiz bietet die Möglichkeit lebenslangen Lernens, individueller Weiterbildungen und Spezialisierungen sowie verschiedener Fortbildungen. Die Ausbildungen zum Energieberater, Projektleiter für Solaranlagen oder Handwerker in der Denkmalpflege sind nur einige Beispiele. Eine Karriere im Holzbau bietet somit die Möglichkeit, sich individuell nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu entwickeln und auszurichten.

    Zimmerin / Zimmermann EFZ
    Zimmerleute auf Stufe EFZ beschäftigen sich hauptsächlich mit Holz und beherrschen die Tätigkeiten des Holzbaus. Sie arbeiten als Generalisten im Betrieb sowie im Rohbau und Ausbau. Sie kennen die Ansprüche des Baugewerbes und arbeiten mit anderen am Bau beteiligten Handwerkern.

    Holzbearbeiterin / Holzbearbeiter EBA
    Dein Berufsstart mit guten Aussichten. Der Beruf des Holzbearbeiters EBA (eidgenössisches Berufsattest) ist eine eigenständige, zwei Jahre dauernde Grundbildung in der Holzbranche. Sie umfasst vielseitige Tätigkeiten in der holzverarbeitenden Industrie wie auch im Holzbau.

    Dipl. Techniker/in
    HF Holztechnik

    Holzbau-Techniker HF planen selbständig Holzkonstruktionen anhand von Projektplänen und leiten deren Realisierung. Sie übernehmen im Unternehmen Führungsaufgaben oder leiten eine Abteilung. Als Teamleiter auf der Baustelle koordinieren sie den Einsatz mit den anderen Handwerkern.

    Berufsmaturität und Betriebs-wirtschafts-/Unternehmerstudium
    Die Berufsmaturität und das Betriebswirtschaftsstudium NDS sind branchenunabhängige Ausbildungen. Während die Berufsmaturi-tät vorwiegend das Allgemeinwissen vertieft, vermittelt das Betriebswirtschaftsstudium Wissen für unternehmerische Tätigkeiten in höheren Kaderpositionen.

    Holzbau-Meister/in mit eidgenössischem Diplom
    Holzbau-Meister führen ein Holzbau-Unternehmen oder eine grössere Abteilung. Sie tragen die Gesamtverantwortung für die fachliche, wirtschaftliche und personelle Führung, Organisation und Weiterentwicklung des Unternehmens. Sie stehen in engem Kontakt mit Kunden, Lieferanten und Architekten.

    Dipl. Techniker/in
    HF Bauführung Holzbau

    Die Absolventen sind als Konstrukteur oder Betriebsleiter eines Holzunternehmens tätig. Dank ihrer umfangreichen Kompetenzen sind sie «Generalisten für den modernen Holzbau»: von der Offerterstellung über die Planung und Realisation bis zur Ausführungskontrolle und Abrechnung.

    Master of Science in Holztechnik
    Der europaweit einzigartige Studiengang verknüpft Praxisnähe mit Forschung und Entwicklung. Die Ausbildung befähigt die Studierenden, im Holzbau und in allen Verarbeitungsschritten der Holzwirtschaft in technischer, betriebswirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht tätig zu werden.

    Bachelor of Science in Holztechnik
    Das Ausbildungskonzept umfasst ein weites Spektrum – vom Rohstoff über Halbfabrikate bis zu Tragwerken, Möbeln oder energieeffizienten Gebäuden. Im Fokus stehen intelligente und innovative Lösungen für den modernen Holzbau sowie nachhaltige Produkte und Prozesse mit Holz.

  • Mikroben als Kraftwerke

    Mikroben als Kraftwerke

    In einem beispiellosen Ansatz hat das Team von Professorin Boghossian die Eigenschaften exotischer Mikroben, die unter anaeroben Bedingungen leben und Elektrizität als Nebenprodukt ihres Stoffwechsels produzieren, auf das weit verbreitete und gut erforschte Bakterium E. coli übertragen. Diese Neuerung könnte die Tür zu innovativen Anwendungen in verschiedenen Branchen öffnen.

    Von der Natur zum Labor
    Die natürlichen Vorbilder der Forschung, anaerobe Mikroben, nutzen einzigartige Stoffwechselwege, um Elektronen an Metalle abzugeben und dadurch Strom zu erzeugen. Dieser Mechanismus wurde erfolgreich in E. coli implementiert, was das Bakterium für vielfältige technologische Anwendungen prädestiniert. Die Übertragung war komplex und erforderte das Einsetzen spezieller Proteine aus den elektrisch aktiven Mikroben in E. coli, was die Fähigkeit zur Stromproduktion in das Labor brachte.

    Anwendungsmöglichkeiten und praktischer Nutzen
    Das modifizierte E. coli könnte in Brennstoffzellen, bei der Abwasseraufbereitung oder als Biosensor eingesetzt werden. Besonders interessant ist die potenzielle Anwendung in der Abwasseraufbereitung, wo die Bakterien nicht nur helfen würden, das Wasser zu reinigen, sondern gleichzeitig als Nebenprodukt Strom erzeugen könnten. Diese dualen Vorteile stellen eine attraktive Option für eine Kreislaufwirtschaft dar, bei der Abfallprodukte wertvoll genutzt werden.

    Innovative Forschung und Industriekollaboration
    Unterstützt durch das innovative Umfeld der EPFL und die Möglichkeit, interdisziplinär zu arbeiten, erforscht Professorin Boghossians Team weiterhin die praktischen Anwendungen der «elektrischen» Bakterien. Die Entwicklung eines Prototypen für die Lebensmittelindustrie in Zusammenarbeit mit einem neu gegründeten Startup zeigt das kommerzielle Potenzial dieser Technologie. Dieses Engagement bietet nicht nur wissenschaftliche, sondern auch nachhaltige industrielle Lösungen, die zur Reduzierung des Kohlenstoff-Fussabdrucks beitragen können.

    Ausblick und globales Interesse
    Während die Technologie noch in der Entwicklungsphase ist, zeichnet sich bereits ein steigendes Interesse sowohl in der akademischen Welt als auch in der Industrie ab. Die Arbeit von Professorin Boghossian und ihrem Team ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie innovative Grundlagenforschung transformative Auswirkungen auf unsere Energiezukunft haben kann.

  • Zukunftsorientierte Wärmeversorgung in Zürichs innerstädtischen Quartieren

    Zukunftsorientierte Wärmeversorgung in Zürichs innerstädtischen Quartieren

    In einem strategischen Vorstoss zur Dekarbonisierung der Energieversorgung identifiziert die Stadt Zürich Schlüsselquartiere, in denen die herkömmliche Wärmeversorgung durch nachhaltige Alternativen ersetzt werden soll. Trotz der Herausforderung, dass lokal verfügbare, erneuerbare Energiequellen wie Wärmepumpen nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken, zeigt eine umfassende Studie Lösungswege auf.

    Konzept für dicht bebaute Stadtgebiete
    Insbesondere die Quartiere Hard, Wiedikon und Sihlfeld-Werd stehen im Fokus der Energieplanung. Diese Gebiete, die etwa sieben Prozent der Siedlungsfläche der Stadt umfassen, erfordern aufgrund ihrer dichten Blockrandbebauung eine innovative Herangehensweise. Das entwickelte Versorgungskonzept sieht den Aufbau thermischer Netze vor, die bis 2040 etwa ein Viertel der städtischen Neuinstallationen ausmachen werden.

    Neue Heizkraftwerke nötig
    Für die Deckung des ermittelten Wärmebedarfs von 282 GWh/Jahr sind leistungsfähige Heizwerke erforderlich, vergleichbar mit der Kapazität der bestehenden Kehrichtverwertungsanlage Hagenholz. Zusätzliche Heizkessel werden zur Abdeckung der Spitzenlast eingesetzt, die insbesondere an extrem kalten Tagen erforderlich ist.

    Modularer Ausbau und innovative Wärmequellen
    Das Konzept beinhaltet die Nutzung diversifizierter Energiequellen wie Abwasserwärme, Flusswasser, Holzbiomasse und Abwärme von Rechenzentren, die ausserhalb des Versorgungsgebietes gewonnen und durch ein neu zu errichtendes Hauptnetz in die Quartiere geleitet werden. Die Implementierung erfolgt in modularen Schritten, wobei unabhängige Verteilzentralen zeitnah realisiert werden, um eine rasche Anbindung der Endverbraucher zu gewährleisten.

    Die Planung und Umsetzung dieses zukunftsweisenden Projekts ist nun gefordert, um frühzeitig in den 2030er Jahren die ersten Liegenschaften ans Netz zu bringen. Der Ersatz von derzeit 1’500 fossilen Heizungen in diesen Gebieten leistet einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der Klimaziele Zürichs.

  • Energiekrise 2022 hinterlässt Spuren im Geschäftsjahr

    Energiekrise 2022 hinterlässt Spuren im Geschäftsjahr

    Region Energie Solothurn hat auch 2023 die Folgen der Energiekrise 2022 gespürt. Der Regionalversorger hat laut einer Mitteilung einen Verlust von 760‘374 Franken verbucht. Er macht dafür rekordhohe Einkaufspreise verantwortlich, die zeitverzögert bis 2024 wirken. Er habe sie nicht in voller Höhe an die Kundschaft weitergegeben.

    Der Absatz von Gas an Geschäfts- und Kleinkunden ist 2022 um 4,6 Prozent auf 334 Gigawattstunden zurückgegangen. Der Absatz an Grosskunden sank sogar um 19,4 Prozent auf 394 Gigawattstunden. Regio Energie Solothurn verweist auf die Massnahmen des Bundes, unter denen die Industrie zur Umstellung von Gas auf Öl gehalten war.

    Der Absatz von Strom ist um 11,1, Prozent auf 130 Gigawattstunden gestiegen. Das Unternehmen verweist darauf, dass es seit Januar 2023 auch die Gemeinden Lommiswil SO und Nennigkofen SO versorgt. Dagegen ist die Netzabgabe gesunken, weil mehr Solarstrom für den Eigenverbrauch produziert wird, statt in das Netz eingespiesen zu werden.

    Regio Energie hat zudem die Biogasleitung zwischen Utzenstorf BE und Gerlafingen SO fertiggestellt. Damit können die geplanten Biogasanlagen in Utzenstorf realisiert werden.

  • Forschende nutzen KI für Entwicklung neuer Solarzellen

    Forschende nutzen KI für Entwicklung neuer Solarzellen

    Im Rahmen eines Forschungsprojekts der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) wurde eine Methode entwickelt, grosse Datenbanken nach möglichen Materialien für die Nutzung von neuer Solarzellen zu durchsuchen. In einer Mitteilung heisst es, dass durch den Einsatz Maschinellen Lernens (ML) mehrere vielversprechende Halogenid-Perowskite identifiziert werden konnten. ML ist ein Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz, hierbei lernen Computer aus ihnen zur Verfügung gestellten Datensätzen oder Datenbanken.

    Perowskite stellen aufgrund einfacher Herstellungsverfahren verbunden mit geringen Kosten eine vielversprechende neue Materialgruppe für zukünftige Photovoltaikanwendungen dar. Damit diese die Sonnenenergie optimal nutzen können, ist es wichtig, dass die neuen Werkstoffe eine passende sogenannte Bandlücke besitzen. Die Bandlücke hat die Eigenschaft, Photonen mit einer bestimmten Energie zu absorbieren und anschliessend in Strom umzuwandeln.

    Das EPFL-Team unter der Leitung von Haiyuan Wang und Alfredo Pasquarello entwickelte ein Maschinelles Lernmodell, das aus 15‘000 Materialien 14 völlig neue Perowskite identifizieren konnte. Diese seien hervorragende Kandidaten für zukünftige hocheffiziente Solarzellen. Die Forschenden konnten damit zeigen, dass der Einsatz von ML die Entdeckung und Validierung neuer Photovoltaikmaterialien erheblich beschleunigen kann.

  • Baustoff Holz als Schlüssel für die Entwicklung urbaner Gebiete

    Baustoff Holz als Schlüssel für die Entwicklung urbaner Gebiete

    Effiziente Nutzung von Energie und Schutz des Klimas in Gebäuden
    In Anbetracht des hohen Energieverbrauchs von Gebäuden und ihres Beitrags zum CO2-Ausstoss ist es entscheidend, den Energiebedarf sowohl während der Bauphase als auch während der Nutzung von Gebäuden zu senken. Der Holzbau trägt durch seine CO2-speichernde Natur und effiziente Produktionsmethoden wesentlich zur Reduzierung der sogenannten grauen Energie bei.

    Modernisierung und Erneuerung der Gebäudestruktur
    Viele Gebäude in Deutschland sind über 25 Jahre alt und müssen modernisiert und energetisch saniert werden. Der Holzbau bietet hier innovative Lösungen, wie z.B. Aufstockungen zur effizienten Flächennutzung und Nachverdichtung, verbunden mit einer verbesserten Energiebilanz. Die zunehmende Urbanisierung und Landflucht erfordern intelligente Baukonzepte in den Städten.

    Urbanisierung und die Rolle des Holzbaus
    Der Holzbau erweist sich als ideale Lösung für die vertikale und horizontale Nachverdichtung. Durch sein geringes Gewicht und den hohen Vorfertigungsgrad eignet sich der Holzbau besonders für den Einsatz in dicht bebauten Metropolen.

    Der Holzbau ist mehr als nur eine traditionelle Bauweise – er ist eine Antwort auf die drängenden Fragen unserer Zeit nach Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Ähnlich wie Beton und Stahl zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat der Holzbau das Potenzial, zukünftige Bauaufgaben effizient und nachhaltig zu lösen und so zu einer nachhaltigeren Gestaltung unserer Stadtlandschaften beizutragen.

  • Hybridbauweisen aus Holz, Beton und Stahl

    Hybridbauweisen aus Holz, Beton und Stahl

    Einbindung und Verknüpfungstechnologien
    Eine bedeutende Herausforderung bei Hybridkonstruktionen liegt in der Integration verschiedener Materialien. Bei der Verbindung von Holz und Beton müssen spezielle Verbindungselemente verwendet werden, um die unterschiedlichen Eigenschaften der Materialien, wie beispielsweise die feuchte Empfindlichkeit von Holz, zu berücksichtigen.

    Verständnis für Bauteile mit gemischter Struktur entwickeln
    Hybride Bauteile vereinen zwei oder mehr Materialien, die aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften sorgfältig ausgewählt werden. Ein Beispiel hierfür ist die Kombination von Beton, der Druckkräfte aufnehmen kann, und Stahl, der für Zugkräfte verantwortlich ist. Durch diese Zusammenstellung entstehen innovative Konstruktionen, die mit den einzelnen Werkstoffen allein nicht umsetzbar wären.

    Anwendungen im Bereich der vorgefertigten Bauteile
    Im Bereich des Fertigteilbaus werden Hybridbauweisen insbesondere für die Produktion grosser und schwerer Bauteile eingesetzt. Hierbei werden die Bauteile zunächst separat hergestellt und später zu einer Gesamtheit zusammengefügt. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine flexiblere Gestaltung und vereinfacht den Transport sowie die Montage.

    Revolutionäre Kombinationen für Decken
    Innovative Deckenkonstruktionen mit einem Sandwichquerschnitt verwenden Hybridtechnologien, um robuste und gleichzeitig leichte Bauteile herzustellen. Diese fortschrittliche Technologie erlaubt die Einbindung von Installationssystemen und trägt zur Energieeffizienz des Gebäudes bei.

    Verbindung von Holz und Beton
    Die Verbindung von Holz und Beton in Deckenkonstruktionen bietet die Möglichkeit, die Stärken beider Materialien zu kombinieren und ihre Schwächen auszugleichen. Holz kann dabei die tragende Rolle übernehmen, während Beton für Schalldämmung und die Einbindung von Heiz- oder Kühlsystemen genutzt wird.

    Innovative Fortschritte in der Zukunft
    Die Weiterentwicklung von Hybridbauweisen strebt danach, leistungsfähigere, kostengünstigere und umweltfreundlichere Bautechniken zu ermöglichen. Dies beinhaltet verbesserte Herstellungsverfahren, die Steigerung der Tragfähigkeit und die Beschleunigung des Bauprozesses. Insgesamt repräsentieren hybride Bauweisen einen zukunftsorientierten Ansatz im Bauwesen, der die Vorzüge unterschiedlicher Materialien vereint, um effiziente, nachhaltige und ästhetisch ansprechende Bauwerke zu schaffen.

  • Waadt plant Stromautonomie bis 2035

    Waadt plant Stromautonomie bis 2035

    Die von Isabelle Moret, Vorsteherin des Departements für Wirtschaft, Innovation, Beschäftigung und Kulturerbe (DEIEP), vorgestellte Studie, zeigt ermutigende Ergebnisse über das Photovoltaik-Potenzial der Dächer und Fassaden der Waadtländer Kantonsgebäude. In Anwesenheit von Pierre de Almeida, Generaldirektor für Immobilien und Kulturerbe, und Camille Orthlieb, Verantwortlicher für nachhaltiges Bauen bei der DGIP, wurde deutlich, dass die Kantonsverwaltung bis 2035 eine elektrische Autonomie erreichen kann, indem jährlich das Äquivalent von 23 GWh Strom produziert wird.

    Umfassende Photovoltaik-Installation
    Seit den frühen 2000er Jahren wurden fast 19.800 m² Solarpaneele auf den Dächern der Gebäude der Kantonsverwaltung installiert. Bis 2035 soll diese Fläche auf rund 100.000 m² erweitert werden. Alle neuen Gebäude werden mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, sodass sie genauso viel oder sogar mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen. Parallel dazu sieht ein Gebäudesanierungsprogramm vor, den Stromverbrauch durch Energieoptimierung um etwa 30 % zu senken.

    Verantwortung und Vorbildfunktion
    Isabelle Moret betont die Bedeutung dieser Massnahmen: „Dank der Anstrengungen unserer Teams für den massiven Ausbau der Photovoltaikanlagen sollten wir bis 2035 eine elektrische Autonomie erreichen. Damit zeigt der Waadtländer Staat seine Verantwortung gegenüber den Herausforderungen der Nachhaltigkeit und dient als Vorbild für den Energieverbrauch im Immobiliensektor.“

    Finanzierung und Projektkoordination
    Für die Umsetzung dieses Projekts werden über 18 Millionen Franken bereitgestellt, um sowohl den Ausbau der Solaranlagen als auch die Reduktion des Stromverbrauchs zu finanzieren. Die Umsetzung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen der Generaldirektion für Immobilien und Kulturerbe (DGIP), der Abteilung Denkmalpflege, der Energiedirektion (DGE-DIREN) und der Direktion für Ressourcen und Naturerbe (DGE-DIRNA).

    Zukünftige Perspektiven
    Zusätzlich zur Kantonsverwaltung evaluieren auch die Universität Lausanne (UNIL) und das Universitätsspital Lausanne (CHUV) ihr Photovoltaik-Potenzial, um ihre Energieunabhängigkeit zu erhöhen. Diese Massnahmen unterstreichen das Engagement des Kantons Waadt, die Energiewende voranzutreiben und langfristige Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

  • Ein Balanceakt zwischen Ästhetik und Funktionalität – Fassadenbegrünung

    Ein Balanceakt zwischen Ästhetik und Funktionalität – Fassadenbegrünung

    Schon seit der Antike ist die Begrünung von Bauwerken ein Bestandteil der architektonischen Gestaltung, von den Hängenden Gärten der Semiramis bis zu den grünen Fassaden moderner Metropolen. Heute dienen begrünte Fassaden nicht nur der ästhetischen Aufwertung, sondern auch dem praktischen Nutzen: Sie verbessern das Mikroklima, bieten Schutz vor Hitze, filtern Feinstaub, fördern die Biodiversität und wirken schalldämpfend. Zudem schützen sie das Gebäude vor Witterungseinflüssen und erhöhen potenziell den Immobilienwert.

    Herausforderungen und Lösungsansätze
    Trotz der offensichtlichen Vorteile gibt es berechtigte Bedenken hinsichtlich potenzieller Schäden an der Bausubstanz durch Pflanzenwurzeln oder Feuchtigkeit. Moderne Begrünungssysteme, wie wandgebundene und bodengebundene Techniken, bieten jedoch Lösungen, die das Risiko minimieren. Wandgebundene Systeme, darunter lineare, modulare und flächige Konstruktionen, ermöglichen eine präzise Kontrolle über das Wachstum und die Wasserzufuhr und sind besonders für Neubauten geeignet. Die Auswahl der Pflanzen richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten und dem gewählten System, wobei Selbstklimmer und Gerüstkletterpflanzen beliebte Optionen darstellen.

    Zukunftsperspektiven
    Für eine erfolgreiche Integration der Fassadenbegrünung in das städtische Umfeld ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Neben der ästhetischen Komponente müssen auch funktionale Aspekte wie Brandschutz und Wartung berücksichtigt werden. Die Kooperation zwischen Architekten, Stadtplanern und Bauherren spielt dabei eine entscheidende Rolle, um die vielfältigen Vorteile der Fassadenbegrünung nachhaltig zu nutzen und urbane Lebensräume zukunftsfähig zu gestalten.

  • Innovation und Vernetzung in der Schweizer Elektrobranche

    Innovation und Vernetzung in der Schweizer Elektrobranche

    Die neu lancierte ineltec 2024 bietet auf 11’000 Quadratmetern Fläche eine Plattform für über 140 Ausstellende, die ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Elektrotechnik, Gebäudeautomation, E-Mobilität und mehr präsentieren. Die Messe zieht nicht nur eine Vielzahl von Fachleuten an, sondern auch Entscheidungsträger aus der gesamten Branche, die auf der Suche nach innovativen Lösungen und nachhaltigen Technologien sind. Besonders die Themen E-Mobilität und smarte Gebäudetechnologien stehen im Fokus, da diese Bereiche in den kommenden Jahren entscheidende Entwicklungen erwarten lassen.

    Interaktive Plattformen für den fachlichen Austausch
    Neben der herkömmlichen Messeerfahrung bietet die ineltec reloaded auch digitale Zugänge über ihre Content-Plattform ineltec.ch, wo Aussteller und Besucher sich bereits im Vorfeld vernetzen und informieren können. Zusätzlich sorgen die beiden Marktplätze mit Bistros und einer Interaktionszone für einen lebendigen Austausch und bieten Raum für tägliche Veranstaltungen wie Innovation Pitches und moderierte Gespräche. Diese Formate sind darauf ausgelegt, den Teilnehmern neue Impulse und praktisches Wissen für den Arbeitsalltag zu vermitteln.

    Fokus auf Nachwuchs und Netzwerkbildung
    Ein weiterer Schwerpunkt der ineltec 2024 liegt auf der Förderung des Nachwuchses und der Vernetzung der Branchenteilnehmer. Die Veranstaltungen, wie die Startup Pitches und die After Work Events, bieten nicht nur eine Bühne für neue Ideen, sondern auch wertvolle Gelegenheiten zum Networking. Ziel ist es, eine Brücke zwischen den etablierten Unternehmen und innovativen Neugründungen zu schlagen und gleichzeitig junge Talente aktiv in die Branche einzubinden.

    Zukunftsorientierte Diskussionen und Weiterbildung
    Die ineltec 2024 setzt auch ein starkes Augenmerk auf Weiterbildung und Diskussionen zu zentralen Branchenthemen wie der Integration von KI in die Gebäudeautomation und die Auswirkungen von ESG-Richtlinien auf die Elektrotechnik. Durch die Teilnahme an diesen Gesprächsrunden und Präsentationen erhalten die Fachbesucher wertvolle Einblicke in die zukünftige Entwicklung der Elektrobranche und können sich so auf die kommenden Herausforderungen vorbereiten.

    Die ineltec 2024 verspricht, ein unverzichtbarer Termin für alle Fachleute der Elektrobranche zu werden, indem sie nicht nur ein Schaufenster für technologische Neuerungen bietet, sondern auch als eine zentrale Plattform für fachlichen Austausch und Weiterbildung dient.

  • IWB lässt beim Gewinn die Energiekrise hinter sich

    IWB lässt beim Gewinn die Energiekrise hinter sich

    IWB hat seinen Umsatz 2023 um 11 Prozent auf 1265 Millionen Franken gesteigert, einen neuen Rekord. Dazu haben laut einer Mitteilung des Basler Energieversorgers insbesondere höhere Erlöse aus der Stromversorgung im freien Markt, das wachsende Solargeschäft und die Ende 2022 erhöhten Gastarife beigetragen. Der Gewinn erreichte mit 128 Millionen Franken wieder das Niveau vor der Energiekrise. 2021 hatte er bei 127 Millionen gelegen, 2022 war er auf 58 Millionen Franken geschrumpft.

    Die Beschaffungskosten für Energie lagen mit 721 Millionen allerdings nur leicht unter denen des Vorjahres, als sie 738 Millionen betrugen. Zum Vergleich: 2021 lagen die Beschaffungskosten noch bei 363 Millionen. Die Einkaufspreise für Strom lagen 2023 nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres, die für Gas sogar darüber.

    IWB hat 2023 mit 201 Millionen so viel wie noch nie investiert. Dazu hat vor allem der Ausbau der Fernwärme beigetragen. IWB will das Fernwärmenetz in Basel zwischen 2022 und 2037 um 60 Kilometer ausweiten. 2022 und 2023 wurden 7 Kilometer installiert und 630 neue Anschlüsse verkauft.

  • Firma sichert sich 3 Millionen Franken für Druckluft-Energiespeicher

    Firma sichert sich 3 Millionen Franken für Druckluft-Energiespeicher

    Green-Y Energy AG hat eine Finanzierungsrunde unter Führung der Schweizer Kapital Global Impact Fund AG in Höhe von 3 Millionen Franken erfolgreich abgeschlossen. Mit dem zusätzlichen Kapital will das auf Druckluft-Energiespeicher spezialisierte Unternehmen mit Sitz in Hasle bei Burgdorf die neuartige Speichertechnologie weiter optimieren und die Vermarktung der Anlagen vorantreiben, wird CEO Rafik Barhoumi, in einer Medienmitteilung zitiert. Die Lösung gelte als besonders nachhaltig, da sie mit Hilfe von Druckluft Photovoltaikstrom speichere und zudem die Versorgung mit Wärme und Kälte in Gebäuden und bei Prozessen ermögliche.

    Nach einer vierjährigen Entwicklungsphase ging im Jahr 2023 eine Pilotanlage mit einer Gesamtkapazität von 100 Kilowattstunden erfolgreich an den Start, heisst es. Damit lasse sich in Gewerbearealen der Eigenverbrauch optimieren. In Wohn- und Bürogebäuden könne das System die Raumheizung, Warmwasserbereitung und Kühlung unterstützen. Industriebetriebe könnten die erzeugte Wärme und Kälte in Produktionsprozessen nutzen.

    Die Anlage sei „wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll, wenn die Speicherung der elektrischen Energie mit der Nutzung der Wärme oder Kälte kombiniert wird. Deswegen eignen sich die Druckluftspeicher insbesondere für Quartiere, grössere Bürogebäude und die Industrie“, wird Christian Ochsenbein, Experte für Speichertechnologien und Leiter des Swiss Battery Technology Center, zitiert.

  • Hochtemperatur-Solarkraftwerke für durchgehende Energieversorgung

    Hochtemperatur-Solarkraftwerke für durchgehende Energieversorgung

    Das Kernstück der Technologie von 247Solar ist ein von David Gordon Wilson, emeritierter Professor am MIT, entwickelter Hochtemperatur-Wärmetauscher. Durch die Integration dieses Wärmetauschers in eine herkömmliche, einem Düsentriebwerk ähnliche Turbine, wird eine effiziente und emissionsfreie Energieerzeugung möglich. Die Turbine nutzt heisse Luft, die durch Solarenergie auf etwa 1.000 Grad Celsius erwärmt wird, um sowohl Strom als auch Wärme zu produzieren.

    Solarkraftwerk mit integrierter Energiespeicherung
    Eine innovative Komponente dieses Systems ist die Kraft-Wärme-Kopplung, ergänzt durch thermische Energiespeicher. Diese speichern die Hitze in festen Materialien, die dann die Turbine antreiben können, wenn keine Sonneneinstrahlung verfügbar ist. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Energieversorgung, unabhängig von Tageszeit und Wetterbedingungen. Die Erzeugungskapazität des vorgestellten Modells liegt bei 400 Kilowatt Strom und 600 Kilowatt Wärme.

    Das modulare Design des Systems bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere für abgelegene oder autarke Gemeinschaften. Diese Technologie eignet sich hervorragend für die Kombination mit anderen erneuerbaren Energiequellen wie Windkraft, um eine ganzheitliche und nachhaltige Energieversorgung zu gewährleisten.

    Bruce Anderson, der Geschäftsführer von 247Solar, hebt hervor, dass das Hauptziel der Entwicklung dieses Systems die Überwindung der Intermittenzproblematik herkömmlicher erneuerbarer Energien war. Die Fähigkeit, ununterbrochen Energie zu liefern, stellt einen entscheidenden Fortschritt in der Nutzung erneuerbarer Energiequellen dar und könnte eine Schlüsselrolle in der globalen Energiezukunft spielen.

  • Partnerschaft für nachhaltige Energieversorgung in Volketswil

    Partnerschaft für nachhaltige Energieversorgung in Volketswil

    Energie 360° und Vantage Data Centers haben eine Partnerschaft zur Einrichtung eines Energieverbunds abgeschlossen. Der Datenzentrenbetreiber mit Sitz im US-Bundesstaat Colorado plant in Volketswil den Bau eines neuen Datencenter-Campus. Laut einer Medienmitteilung entstehe durch die am neuen Standort geplante Nutzung der Abwärme die «ideale Energiequelle für einen Energieverbund». «Wir freuen uns über diese Partnerschaft und darüber, dass wir einen Beitrag zur Dekarbonisierung des Energiesystems leisten können», wird Wolfgang Zepf, Länderchef von Vantage Schweiz, zitiert.

    Der Baubeginn für die Energiezentrale sei für Sommer 2025 geplant. Ab Ende 2028 sollen 70 Megawatt neutrale Wärmeenergie für 7000 Haushalte in den Gemeinden Volketswil, Greifensee, Schwerzenbach und Effretikon erzeugt werden.

    So lange müssen die Verbraucher voraussichtlich nicht warten. Um möglichst bald Wärme aus dem Energieverbund liefern zu können, wurde mit der Schaffung einer klimafreundlichen Übergangslösung begonnen, heisst es. «Um Synergien mit anderen Bauarbeiten zu nutzen, baut Energie 360° bereits jetzt einen Teil der Transportleitung zwischen Volketswil und Effretikon», heisst es. Die ersten Liegenschaften könnten bereits ab Ende 2026 mit klimafreundlicher Wärme beliefert werden.

  • Baustoff- und Recyclingbranche bündeln Kräfte

    Baustoff- und Recyclingbranche bündeln Kräfte

    Der Fachverband arv Baustoffrecycling Schweiz und der FSKB Fachverband der Schweizerischen Kies- und Betonindustrie bündeln ihre Kräfte für eine nachhaltige Zukunft der Bau- und Recyclingwirtschaft. Sie haben sich im Fachverband Baustoff Kreislauf Schweiz zusammengeschlossen, informiert der neue Fachverband in einer Mitteilung. Baustoff Kreislauf Schweiz repräsentiert mehr als 1000 Schweizer Kiesabbaustellen, Betonwerke und Recyclingstellen und deckt damit über 80 Prozent der in Gewinnung und Wiederverwertung von mineralischen Baustoffen aktiven Unternehmen ab.

    Bei Baustoff Kreislauf Schweiz ist man überzeugt davon, dass die Zukunft der Kreislaufwirtschaft gehört. Im eigenen Bereich will der Verband mit innovativen Technologien und Methoden mineralische Baustoffe umweltschonend abbauen und im Kreislauf halten. Kiesgruben sollen nach Ende des Kiesabbaus als Lebensraum für Fauna und Flora renaturiert werden. Auf diese Weise werde die Natur «ganz selbstverständlich in die Kreislaufwirtschaft eingebunden», heisst es in der Mitteilung.

    Gleichzeitig legt Baustoff Kreislauf Schweiz einen Schwerpunkt auf die Versorgung der Schweiz mit Kies und Beton. Die für die Aufbereitung der mineralischen Baustoffe notwendigen grossen und standortgebundenen Flächen werden aufgrund von Schutzbestimmungen und anderweitiger Verwendung immer knapper, erläutert der Verband. Er will sich daher dafür einsetzen, «dass auch in Zukunft die Versorgung von Baustellen mit hochwertigen Baustoffen gewährleistet bleibt und diese fachgerecht für die Wiederverwendung aufbereitet werden».

  • Ein neues Zuhause für Familien und Kreativität im Leutschenbach

    Ein neues Zuhause für Familien und Kreativität im Leutschenbach

    Das Herzstück der Siedlung besteht aus zwei u-förmigen Gebäudekomplexen, die zum Grünraum hin geöffnet sind und durch Pavillonbauten im Innenhof ergänzt werden. Diese Anordnung schafft einen lebendigen, gemeinschaftlichen Siedlungshof, der Kindergärten und Gemeinschaftsräume beherbergt und somit zu einem sozialen Treffpunkt wird.

    Die Wohnsiedlung bietet eine Vielzahl von 2- bis 6½-Zimmer-Wohnungen sowie spezielle Atelier- und Gemeinschaftswohnungen, um unterschiedlichste Wohnbedürfnisse zu erfüllen. Besonderes Augenmerk wird auf grosszügige Familienwohnungen und kreative Räumlichkeiten gelegt, die flexibles und innovatives Wohnen ermöglichen.

    Nachhaltigkeit und Energieeffizienz stehen im Fokus der Wohnsiedlung. Durch den Bau nach Minergie-P-ECO und Minergie-ECO Standards sowie die Nutzung erneuerbarer Energiequellen für Wärme und Strom leistet sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Die grossflächige Installation von Photovoltaik-Modulen gewährleistet eine umweltfreundliche Stromversorgung.

    Die Gestaltung der Aussenanlagen fördert die Biodiversität und verbessert das Mikroklima im Quartier. Die Aufwertung der Grünflächen entlang des Riedgrabens und der das Quartier verbindende «Innere Garten Leutschenbach» schaffen naturnahe Erholungsräume, die den Bewohnenden eine hohe Lebensqualität bieten.

    Die Wohnsiedlung Leutschenbach ist ein Beispiel für die gelungene Verbindung von urbanem Wohnen, sozialer Durchmischung und ökologischer Verantwortung. Sie spielt eine wesentliche Rolle in der Entwicklung Leutschenbachs zu einem attraktiven und lebendigen Stadtteil, der den Anforderungen eines modernen, nachhaltigen Lebensstils gerecht wird.

  • Greencity Vergé setzt neue Massstäbe in Sachen Nachhaltigkeit

    Greencity Vergé setzt neue Massstäbe in Sachen Nachhaltigkeit

    Vergé ist mehr als ein Wohnprojekt, es ist eine Antwort auf die drängenden Fragen des urbanen Zusammenlebens und der ökologischen Verantwortung. Im Süden Zürichs auf einem ehemals industriell genutzten Areal gelegen, steht Vergé für den Übergang zu einem neuen Verständnis von Wohnen, das sowohl die Bedürfnisse seiner älteren Bewohnerinnen und Bewohner berücksichtigt als auch aktiv zur urbanen Lebensqualität beiträgt.

    Der Entwurf von Vergé verbindet moderne Architektur mit ökologischer Nachhaltigkeit. Durch die Verwendung nachwachsender und leichter Materialien setzt das Projekt nicht nur gestalterische Akzente, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des ökologischen Fussabdrucks. Die Gestaltung des Innenhofs als sozialer Treffpunkt und die sorgfältige Auswahl der Bepflanzung fördern die Biodiversität und bieten den Bewohnern einen Rückzugsort im Einklang mit der Natur.

    Ein oft unterschätzter Hebel liegt in der Wahl der Materialien für die Innenwände. Wenn man nichttragende Innenwände aus Leichtbau anstelle von Beton erstellt, kann dies laut Lennart Rogenhofer, Chief Climate Officer der Losinger Marazzi AG zu einer Reduktion von CO2-Emissionen um etwa 50% führen. Ähnliche Einsparungen ergeben sich, wenn anstelle einer Beton-Putz-Fassade eine Holzfassade verwendet wird. Diese entspricht dem Ziel, nachhaltige und wenig verarbeitete Rohstoffe zu nutzen. Zudem hat sich Losinger Marazzi grundsätzlich dazu entschieden, in ihren Projekten so weit wie möglich CO2-reduzierten Beton einzusetzen. Die Reduktion der grauen Emissionen mit einer schlankeren Tragstruktur, die die Betonmenge durch Optimierung der Deckenstärken und Stützenraster minimiert, ist schwer zu quantifizieren. Rogenhofer erklärt: «Das liegt daran, dass kein ’nicht optimiertes‘ Projekt als Vergleich existiert.». Greencity mit dem letzten Baufeld Vergé zeigt eindrucksvoll, dass der Immobiliensektor eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der Klimaziele spielt. Durch den Einsatz von Wärmerückgewinnungstechnologien und die Einbindung in das Nahwärmenetz wird eine weitestgehend autonome Energieversorgung angestrebt, wobei die Zertifizierung nach dem SNBS Gold Standard angestrebt wird.

    Durch die Fokussierung auf nachhaltiges und energieeffizientes Bauen kann nicht nur die Lebensqualität der Bewohner verbessert, sondern auch ein entscheidender Schritt in eine nachhaltigere Zukunft gemacht werden.

    Das Projekt wird durch Losinger Marazzi erbaut und diese hat sich seit fast 20 Jahren als Vorreiterin in Sachen Nachhaltigkeit in der Immobilien- und Baubranche positioniert und setzt konsequent ihre Klimastrategie um, die der Strategie des Mutterkonzerns Bouygues Construction folgt. Seit Ende 2023 ist das Unternehmen SBTi zertifziert und bleibt weiterhin führend im Bereich Nachhaltigkeit. Diese Zertifizierung bestätigt, dass die firmeneigenen CO2-Reduktionsziele für direkte und indirekte Unternehmensemissionen (inkl. Scope 3) gemäss internationalen Standards (GHG Protocol) berechnet wurden und im Einklang mit den Pariser Klimazielen stehen. Eine externe, unabhängige Prüfungsgesellschaft überprüft zudem, dass die zertifizierten Unternehmen ihre Ziele nicht durch CO2-Kompensation, sondern durch tatsächliche CO2-Reduktion erreichen. Aus diesem Grund wurde bereits im Jahr 2021 ein CO2-Absenkpfad erstellt, um die strategischen Entscheidungen zu lenken.

  • Installationsarbeiten für Smart Meter

    Installationsarbeiten für Smart Meter

    Cablex, in Gümligen ansässiger Spezialist für Netzinfrastruktur, ist in einer Ausschreibung als Vertragspartner der BKW gewählt worden. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, soll cablex den sogenannten Smart Meter Rollout für die BKW übernehmen. Dabei handelt es sich um den Austausch von 400‘000 Stromzählern gegen moderne Smart Meter. Cablex, eine hundertprozentige Tochter der Swisscom, wird dabei täglich 500 neue Smart Meter vom Typ Kamstrup OMNIPOWER installieren. Die Kampagne soll zur Energiestrategie 2050 beitragen.

    Cablex wurde von der BKW ausgewählt, weil das Unternehmen über eine Expertise bei der Umsetzung von flächendeckenden ICT- und Smart-Infrastruktur-Projekten, inklusive einschlägiger Erfahrung mit Smart Meter-Lösungen, verfügt. Die Belastung bei der Umrüstung soll für Kundinnen und Kunden gering sein, heisst es in der Mitteilung: Für den Austausch der Zähler wird für etwa 15 Minuten der Strom abgeschaltet, die Gesamtinstallation dauert etwa eine Stunde.

  • Neuer Beschaffungshub für Bodenbeläge in Luzern eröffnet

    Neuer Beschaffungshub für Bodenbeläge in Luzern eröffnet

    Mohawk, nach eigenen Angaben der weltweit grösste Hersteller von Fussbodenbelägen mit Sitz im US-Bundesstaat Georgia, hat ein Kompetenzzentrum für sein Beschaffungswesen in Luzern gegründet. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, will das Unternehmen so die Präsenz in den DACH-Staaten erhöhen. Luzern mit seiner zentralen Lage bietet günstige Möglichkeiten, alle Lieferketten bezüglich Warenverkehr und Dienstleistungen optimal zu organisieren und auszuschöpfen, heisst es in der Mitteilung.

    Mohawk hat bereits damit begonnen, lokale Mitarbeitende einzustellen, um das Team für das neue Kompetenzzentrum aufzubauen. Dieser Prozess wird auch weiterhin fortgeführt, heisst es in der Medienmitteilung.

    Mohawk verkauft seine Produkte in 170 Länder weltweit, etwa 30 Prozent des Handels werden in Europa abgewickelt. Zu den Produkten zählen Fussbodenkeramik, Holz- und Parkettböden ebenso wie Vinylprodukte oder Teppiche. Zu den bekanntesten Namen unter dem Dach von Mohawk zählen Marazzi, Ragno, EmilGroup, Kai, Quick-Step, Pergo, Moduleo, Unilin Panels und Unilin Insulation.

  • Neue Gewerbeimmobilie mit innovativer Energietechnologie

    Neue Gewerbeimmobilie mit innovativer Energietechnologie

    Die Immatica AG hat Anfang 2024 die Baubewilligung für ein Gewerbegebäude auf dem Gelände der Matica AG in Kaltenbach, zu der sie gehört, erhalten. Die Matica AG ist auf die Herstellung energieeffizienter Speicher und den Bau von Spezialbehältern spezialisiert. Mieterin des 1500 Quadratmeter grossen Neubaus werde ab Anfang 2025 die Post AG, da der bisherige Standort in Stein am Rhein SH zu klein geworden sei, heisst es in einer Mitteilung.

    Das Flachdach wird mit einer 1000 Quadratmeter grossen Photovoltaikanlage (PV) ausgestattet. Eine neuartige Speichertechnologie soll das Gebäude auch im Winter mit Sonnenenergie versorgen können. Mit einer Sorptionswärmepumpe (SWP) lasse sich durch einen chemischen Prozess das Potential der Sonnenenergie beliebig lange speichern. Beim Umkehrprozess entstehe Wärme, die sich im Winter zum Heizen nutzen lasse. Die SWP löst mehrere Herausforderungen der Energiewende: Aus Sicht des Anlagenbetreibers erhöht sie den Eigennutzungsgrad der PV-Anlage und federt so Energiepreisschwankungen besser ab, heisst es in der Mitteilung. Darüber hinaus trägt sie dazu bei, saisonale Schwankungen im Stromnetz zu reduzieren. Damit entlastet sie das Netz und reduziert den notwendigen Netzausbau. Durch den Einsatz der PV-Anlage mit einer Jahresleistung von rund 215 Kilowatt-Peak könnten 33 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

    Die Post AG möchte bis 2030 all ihre Briefe klimaneutral zustellen. Mit dem von der PV-Anlage generierten Strom sollen alle elektrischen Anlagen im Gebäude sowie die elektrische Ladeinfrastruktur für die Elektrofahrzeuge versorgt werden. Die SWP in Kaltenbach ist die zweite Pilotanlage, die von der Matica AG in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern und der Helbling Technik AG umgesetzt wird. Im Sommer 2024 startet eine erste Anlage in der Tierkörpersammelstelle der Stadt Frauenfeld ihren Betrieb.

  • Nachhaltige Infrastrukturerneuerung im Kanton Waadt

    Nachhaltige Infrastrukturerneuerung im Kanton Waadt

    Die in Schaan ansässige Hilcona Gruppe will in die Erneuerung der Infrastruktur am Standort Orbe im Kanton Waadt investieren. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, sollen Rohrleitungen, Kältemaschinen und Druckluftkompressoren getauscht werden. Die Rekonstruktion wird so vorgenommen, dass nach Abschluss der Bauarbeiten die Abwärme der Kältemaschinen für die Warmwasserbereitung im Unternehmen genutzt werden soll. Das Warmwasser wird für die täglichen Reinigungsarbeiten bei Hilcona genutzt. Nach Angaben des Unternehmens können mit der neuen Warmwasserbereitung zwei Drittel der benötigten Erdgasmenge eingespart werden. Dementsprechend wird auch der CO2-Ausstoss reduziert.

    „Die Überholung dieser Kältemaschine ist ein weiterer, wichtiger Schritt auf unserem Weg zu mehr Nachhaltigkeit“, wird Lionel Monteiro von der Hilcona Abteilung Engineering in Orbe in der Mitteilung zitiert. „Der CO2-Fussabdruck des gesamten Unternehmens kann mit der Abwärmenutzung weiter gesenkt werden“, ergänzt Andrea Gerber, Nachhaltigkeitsverantwortliche der Hilcona Gruppe.

  • Mit gutem Beispiel voran: Zirkuläres Bauen der Stadt Zürich

    Mit gutem Beispiel voran: Zirkuläres Bauen der Stadt Zürich

    Kreislaufwirtschaft ist ein wichtiger Hebel, um die politischen Netto-Null-Zielsetzungen zu erreichen. Wie viele andere Städte weltweit bekennt sich auch Zürich zur Kreislaufwirtschaft: 2022 wurd mit «Circular Zürich» eine Strategie zur Kreislaufwirtschaft verabschiedet. 2023 unterzeichnete Zürich als erste Schweizer Stadt die «Circular Cities Declaration».

    Eine intelligente Ressourcennutzung ist besonders beim Bauen gefragt. Mit der «Charta für kreislauforientiertes Bauen» setzen Politik und Wirtschaft 2023 ein Zeichen und verpflichteten sich gemeinsam dazu, Primärressourcen und Deponierraum zu schonen und die CO2-Emissionen der eigenen Bautätigkeit zu senken.

    Erste Erkenntnisse aus zwei Pilotprojekten
    Doch wie wirken sich die politischen Bekenntnisse auf konkrete Bauvorhaben aus? Welche Herausforderungen stellen sich beim zirkulären Bauen? Und wie verändern sich die Planungs- und Bauprozesse? Antworten auf diese Fragen gewinnt das Amt für Hochbauten der Stadt Zürich durch zwei Pilotprojekte.

    Erste Erfahrungen mit der Beschaffung, Lagerung und Aufbereitung von wiederverwendeten Bauteilen sammelte die Stadt beim Umbau des Kindergartens Mööslistrasse 2023 (Bischof Föhn Architekten, Zürich). Lavabos und Toiletten wurden vor Ort abgebaut, gereinigt und aufbereitet. Pflanzentröge von den Balkonen konnten als Aussenraumbegrenzungen wiederverwendet werden. Wo möglich, stammte das eingebaute Mobiliar aus stadteigenen Beständen. Dank eines Bauteil-Screenings konnten Stahlträger, Holzpergola, Brandschutztüren und Küchenelemente bei anderen Bauten identifiziert, demontiert und wiedereingebaut werden. Auf alles, was nicht im städtischen Occasionslager gefunden wurde, wurden so genannte «BauteiljägerInnen» angesetzt.

    Das zweite Pilotprojekt, das neue Recyclingzentrum «Juch-Areal», ist deutlich umfassender. Für das Projekt hat das Amt für Hochbauten 2022 einen Architekturwettbewerb mit Re-Use-Anforderungen ausgeschrieben. Die Wettbewerbsteilnehmenden konnten einen digitalen Bauteil-Katalog nutzen oder andere verfügbare Bauteile aus nicht-städtischen Quellen für ihre Entwürfe verwenden. Die Gebäude mussten ausserdem so konzipiert sein, dass sie später einmal selbst als Bauteilmine genutzt werden können (Design for Disassembly).

    Die eingereichten Projekte zeigen: Ja, es geht. Vor allem die hohe Qualität der Wettbewerbsbeiträge, die trotz oder vielleicht auch dank der neuartigen Vorgaben entstanden sind, überzeugte die Jury. Das Baumaterial des Siegerprojektes von Graber Pulver Architekten AG (Zürich) baut die Halle des bisherigen Recyclinghofes ab und am neuen Ort mit geringen Anpassungen wieder auf. Entsorgte Bücher, Zeitschriften und Kleider werden als Dämmmaterial genutzt. Platten aus rezykliertem Glas und Aluminium, alte Küchenabdeckungen, Türen und Tischplatten schützen die Fassade vor der Witterung. Ausrangierte Baugerüste werden zu Lagerregalen.

    Es liegt in der Natur der Sache, dass Pilotprojekte einer standardmässigen Einführung in der Breite vorausgehen. Das ist auch beim zirkulären Bauen der Fall. Die Realisierung der beiden Projekte in Zürich zeigt, dass noch viele Fragen geklärt werden müssen: Wie können Bauteile katalogisiert werden? Wie lässt sich die Verfügbarkeit prüfen? Wo werden sie gelagert? Wer übernimmt die juristische Haftung?

    Die Planungs- und Bauprozesse werden sich durch das kreislauforientierte Bauen verändern, denn die Bauteilminen müssen – so eine wichtige Erkenntnis – so früh als möglich, am besten zu Beginn der Planungsphase, bekannt sein. Building Information Modeling (BIM) erleichtert die Wiederverwendung von Bauteilen, die Planung ihrer Demontierbarkeit und das Erschliessen künftiger Bauteilminen.

    Deutliche Einsparung von indirekten Treibhausgasemissionen in den Pilotprojekten
    Dass sich dieser Einsatz lohnt, zeigen die Pilotprojekte. Durch die konsequente Wiederverwendung von Bauteilen konnten, gemäss einer nachträglichen Berechnung, bei der Instandsetzung des Kindergarten Mööslistrasse gut 30% Treibausgasemissionen eingespart werden. Die aktuellen Berechnungen prognostizieren für das Recyclingzentrum Juch-Areal sogar eine Einsparung von 40% Treibhausemissionen gegenüber einem konventionellen Neubau.

  • Fortsetzung des Baselbieter Energiepakets bis 2025 geplant

    Fortsetzung des Baselbieter Energiepakets bis 2025 geplant

    Um die Kontinuität des Baselbieter Energiepakets zu gewährleisten, hat der Regierungsrat dem Landrat eine Erhöhung der Ausgabenbewilligung sowie einen Nachtragskredit für das Jahr 2024 vorgeschlagen. Dieses Vorgehen soll sicherstellen, dass das Programm zur Förderung energetischer Gebäudesanierungen und der Nutzung erneuerbarer Energien im Gebäudebereich nahtlos fortgesetzt werden kann. Für 2024 wurde ein Nachtragskredit von 2,28 Millionen Franken beantragt, und die Gesamtausgabenbewilligung bis Ende 2025 soll auf 42,16 Millionen Franken angehoben werden.

    Das Energiepaket hat sich durch eine hohe Investitionsbereitschaft der Gebäudeeigentümer als besonders wirksam erwiesen. Trotz einer Stabilisierung der Nachfrage auf hohem Niveau nach einem Rekordjahr 2022, bleibt das Förderprogramm im interkantonalen Vergleich sehr effektiv. Diese Ergebnisse wurden im jüngsten Zwischenbericht des Regierungsrats an den Landrat detailliert dargelegt.

    Aufgrund der aktuellen finanziellen Engpässe plant der Regierungsrat eine moderate Senkung der Beitragssätze ab dem 1. Januar 2025. Diese Anpassung reflektiert die überdurchschnittlich hohen Sätze im Vergleich zu anderen Schweizer Kantonen und wird durch die kürzlich eingeführte Energieprämie abgefedert, welche einkommens- und vermögensabhängige Unterstützungen bietet. Gleichzeitig wird mit dem neuen nationalen Impulsprogramm, das Anfang 2025 startet, eine weitere finanzielle Förderung für die Umrüstung von Heizsystemen und umfassende Sanierungen von Gebäudehüllen angeboten.

    Für die nächsten Planungsperioden von 2026 bis 2030 bereitet der Regierungsrat eine separate Vorlage vor, die auf den Erkenntnissen aus dem Energieplanungsbericht 2022 und weiteren parlamentarischen Aufträgen basiert. Diese Initiative soll die Ausrichtung und Effektivität des Förderprogramms weiter stärken und an die dynamischen Bedürfnisse des Energiemarktes anpassen.

    Abschliessend unterstreicht der Zwischenbericht, basierend auf dem kantonalen Energiegesetz, die Bedeutung einer regelmäßigen Überprüfung und Anpassung der Fördermassnahmen, um die CO2-Reduktion effektiv zu unterstützen und den legislativen Anforderungen gerecht zu werden. Der Regierungsrat bleibt in seinem Engagement für eine nachhaltige und energieeffiziente Zukunft für Basel-Landschaft verpflichtet.

  • Kanton Zürich fördert Elektromobilität mit über 52’500 Parkplätze

    Kanton Zürich fördert Elektromobilität mit über 52’500 Parkplätze

    Seit der Einführung des Förderprogramms Ladeinfrastruktur hat der Kanton Zürich entscheidende Schritte zur Elektrifizierung des Verkehrs unternommen. Das bis Ende 2026 befristete Programm, das über einen Fördertopf von 50 Millionen Franken verfügt, hat bereits über 18 Millionen Franken an Fördergeldern für die Ausstattung von Parkplätzen mit Ladestationen zugesichert. Bislang wurden über 52.500 Parkplätze für Elektrofahrzeuge ausgerüstet, was die Elektromobilität im Kanton erheblich fördert.

    Baudirektor Martin Neukom zeigt sich über den grossen Zuspruch erfreut: «Die starke Nachfrage nach dem Förderprogramm bestätigt unser Engagement für eine nachhaltige Mobilitätszukunft. Die Unterstützung erleichtert vielen die Umstellung auf Elektrofahrzeuge und trägt zur Reduzierung fossiler Abhängigkeiten bei.»

    Das Programm unterstützt nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen und Gemeinden. So wurden bereits über 800 Förderanträge für Flottenparkplätze eingereicht. Zudem nutzen immer mehr Gemeinden die Fördermöglichkeiten, um ihre Elektromobilitätskonzepte auszuarbeiten. Dies schliesst Machbarkeitsstudien und Standortanalysen für öffentliche Ladeinfrastrukturen ein. Einige Gemeinden haben bereits Interesse bekundet, öffentliche Ladestationen in blauen Zonen zu installieren.

    Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh betont die ökologischen Vorteile: «Unser Förderprogramm leistet einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Umweltbelastung und steigert die Energieeffizienz im Kanton. Da der Verkehrssektor in Zürich für etwa 40 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, ist dies ein wichtiger Schritt in Richtung klimaneutrale Mobilität.»

    Angesichts der hohen Nachfrage könnte der Fördertopf möglicherweise schon vor dem geplanten Ende 2026 ausgeschöpft werden. Der Kanton plant, die Entwicklungen weiterhin genau zu beobachten und regelmässig Updates zum Stand des Programms zu geben. Eine ausführliche Darstellung der Programmergebnisse und -fortschritte ist für die zweite Jahreshälfte 2024 vorgesehen.

  • «Fischermätteli» erstes Areal mit Minergie-Zertifikat

    «Fischermätteli» erstes Areal mit Minergie-Zertifikat

    Das innovative und langfristig ausgerichtete Wohnbauprojekt Fischermätteli wurde von den Strüby Unternehmungen im Herbst 2023 nach einer etappierten Bauzeit von rund dreieinhalb Jahren erfolgreich fertiggestellt. Die zehn Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 168 Eigentumswohnungen entstanden auf einem früheren Gewerbeareal in Burgdorf BE. Bei der Konstruktion wurde über 6600 m3 Schweizer Holz verwendet, das als natürlicher CO2-Speicher dient und aufgrund kurzer Transportwege eine ausgezeichnete Ökobilanz aufweist.

    Der Energiebedarf für das gesamte Areal wird zu hundert Prozent aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Der Strom stammt von den PV-Anlagen auf den Gebäudedächern, während die Wärme für Heizung und Warmwasser aus einer Heizzentrale kommt, die mit Schweizer Pellets betrieben wird. Das durchdachte Mobilitätskonzept setzt auf Elektromobilität, Car-Sharing, Velos und öffentlichen Verkehr. Ein Co-Working Space unterstützt das Arbeiten von Zuhause aus und entlastet somit indirekt die Verkehrswege. Zudem sorgt die Umgebungsgestaltung nach dem Schwammstadt-Prinzip im Sommer für eine natürliche und effiziente Kühlung und macht das Projekt dank der vielfältigen einheimischen Pflanzen zu einem wahren Hotspot der Biodiversität.

    Label mit hohen Anforderungen
    Im April 2024 erhielt das bisher grösste Immo-Projekt vom Verein Minergie das begehrte Zertifikat: das Label Minergie-Areal, nachdem es bereits mit dem Label Minergie-A-ECO ausgezeichnet wurde. Der neue Standard, der seit September 2023 besteht, wird von verschiedenen Organisationen wie dem Verein Minergie, den Kantonen, der Wirtschaft und dem Bundesamt für Energie unterstützt. Das Minergie-Areal zeichnet sich durch einen minimalen Energieverbrauch, minimierte Treibhausgasemissionen während Erstellung und Betrieb sowie eine maximale Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien aus. Die Gebäude verfügen über einen besonders effizienten Hitzeschutz sowie einen kontrollierten Luftaustausch. Zudem wird der Aussenraum des Minergie-Areals so gestaltet, dass die Klimaresilienz und die Aufenthaltsqualität erhöht werden, beispielsweise durch grüne Bepflanzung und Beschattungsmöglichkeiten. Ein weiterer Pluspunkt des Minergie-Areals ist die Förderung einer klimafreundlichen Mobilität.

    Die Überbauung in Burgdorf BE setzt neue Massstäbe im Holzbau für Wohnungen. Mit 168 Eigentumswohnungen in zehn Mehrfamilienhäusern ist es das grösste Bauprojekt seiner Art, das Schweizer Holz und den Minergie-A-ECO-Standard vereint. Von Anfang an standen Nachhaltigkeitsaspekte im Mittelpunkt, was dem Projekt das erste Minergie-Areal-Zertifikat für ein realisiertes Projekt einbrachte.

    Dank der eleganten Holzfassaden fügt sich das Ensemble architektonisch optimal in die natürliche Umgebung ein. Die klar definierten Begegnungs- und Spielzonen mit dörflichem Charme fördern die Beziehungen zwischen den Bewohnern. Gleichzeitig gewährleistet die Architektur die Privatsphäre und schafft Wohnräume mit idealen Luft-, Licht- und Schalleigenschaften. Gemeinschaftsfördernde Elemente wie ein grosszügiger Gemeinschaftspavillon und die professionelle Homeoffice-Zone «fm produktiv» runden das Angebot ab.

    Die Wohnungen bieten 2.5 bis 5.5 Zimmer und sind für Singles, Paare und Familien jeden Alters konzipiert. Die Grundrisse sind flexibel gestaltet, sodass sie zukünftigen Bedürfnissen angepasst werden können. Der Bau erfolgte ab dem Erdgeschoss in Holzelementbauweise.

    Die Energieversorgung basiert konsequent auf erneuerbaren Quellen. Der Strom für die rund 400 Bewohnerinnen und Bewohner stammt von den PV-Anlagen auf den Dächern der Mehrfamilienhäuser (700 MWh/Jahr). Die Wärme wird in einer Heizzentrale mit Schweizer Holzpellets erzeugt.

    Das Mobilitätskonzept setzt auf Veloverkehr, öffentlichen Verkehr, E-Fahrzeuge und Car-Sharing. Es stehen Velounterstände, Ladestationen, Reparatur- und Reinigungsbereiche zur Verfügung. Zusätzlich können Bewohner via App eines der beiden Elektroautos des quartiereigenen Car-Sharing nutzen oder bequem den Bus nutzen, der halbstündlich vom Quartier nach Burgdorf verkehrt. Die Nachfrage nach den Eigentumswohnungen sowie nach den Mietwohnungen war von Anfang an sehr gross. Bereits Monate vor Fertigstellung, waren alle 168 Wohnungen verkauft respektive vermietet. Die fairen Verkaufs- und Mietpreise haben sicher zum grossen Erfolg beigetragen, z.B. war eine Wohnung mit 4.5 Zimmern bereits ab CHF 610’000 erhältlich (abzüglich Minergie-Fördergelder des Kantons Bern).

  • Notstrom für Automatiktüren: Neue Batterie-Backup-Lösung

    Notstrom für Automatiktüren: Neue Batterie-Backup-Lösung

    Dormakaba lanciert laut einer Medienmitteilung ein brandgeprüftes Batteriebackup für die unterbrechungsfreie Stromversorgung in der Türautomation. Der Einbausatz für wiederaufladbare Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFEPO4) sei speziell für das Eigenprodukt ED 100/250 entwickelt worden. Bei Stromausfall schalte sich das Batteriebackup ein und sichere eine kontinuierliche Funktionalität des automatischen Drehtürsystems.

    In umfangreichen wissenschaftlichen Tests durch das staatliche schwedische Forschungsinstitut Research Institutes of Sweden konnten Sicherheitsbedenken ausgeschlossen werden, heisst es. «Unter sehr anspruchsvollen Testbedingungen» habe die Lösung ihren Mehrwert in Bezug auf Sicherheit und Zuverlässigkeit gezeigt. Dabei wurde ein automatisches Türsystem an einer voll ausgestatteten Brandschutztür integriert und ein Worst-Case-Szenario geschaffen.

    «Mit der Einführung haben wir ein wettbewerbsfähiges Produkt entwickelt, das den Kunden einen deutlichen Mehrwert in Bezug auf Sicherheit und Nachhaltigkeit bietet», wird Magin Guardiola, Chief Innovation Officer von dormakaba, zitiert. Als weitere Vorteile werden geringere Installationskosten und weniger Bedarf an teuren Kabelverbindungen zu externen Einheiten genannt.

    Mit der Lösung für das Gebäudemanagement will die Schliesstechnikfirma aus dem Glattal in Skandinavien wachsen. Produkteinführung ist im April und Mai in Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden.

  • SAK und NORM arbeiten für mehr Energieeffizienz zusammen

    SAK und NORM arbeiten für mehr Energieeffizienz zusammen

    Das Energieversorgungsunternehmen St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) geht mit Norm Technologies (NORM) aus Zürich eine Partnerschaft ein. NORM ermittelt die Energieeffizienz von Gebäuden sowie deren CO2-Ausstoss und Sanierungsmöglichkeiten. NORM hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor zu verringern.

    „Diese Partnerschaft mit NORM steht im Einklang mit unserem Engagement, innovative Lösungen zu fördern, die unseren Kundinnen und Kunden helfen, ihre Energieeffizienz zu steigern und einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten“, wird Philipp Inderbitzin, Leiter Energielösungen bei der SAK, in einer Mitteilung zitiert. Durch die Zusammenarbeit könne SAK ihren Kundinnen und Kunden eine ganzheitliche energetische Analyse für deren Immobilien anbieten.

    Der erste Schritt der Analyse erfolgt digital und kostenlos über die SAK-Internetseite. In einem zweiten Schritt erstellen Energieexpertinnen und -experten eine tiefere Analyse und zeigen Möglichkeiten für einen individuellen Sanierungsfahrplan auf. Mit der Expertise von NORM könne die SAK ihr Ziel vorantreiben, bis 2040 Netto-Null Treibhausgasemissionen zu realisieren, was wiederum die Ziele des Schweizer Klima- und Innovationsgesetzes unterstütze, heisst es in der Mitteilung. Im Gegenzug ermögliche „die Zusammenarbeit mit einem etablierten Partner wie der SAK es uns, unserer Vision einer Dekarbonisierung der Immobilienbranche einen Schritt näher zu kommen“, wird der Gründer von NORM, Gian Reto à Porta, zitiert.

  • Umsetzung eines umfangreichen Solarprojekts am Produktionsstandort eines Pharmaherstellers

    Umsetzung eines umfangreichen Solarprojekts am Produktionsstandort eines Pharmaherstellers

    Der Arzneimittelhersteller Takeda errichtet derzeit am Produktionsstandort in Pierre-à-Bot in Neuenburg eine Photovoltaikanlage. Die Solarpaneele werden dort auf einem ungenutzten Grundstück und auf den Überdachungen der Parkplätze installiert. Die Anlage wird eine Kapazität von 3,7 Megawatt pro Jahr haben und 4 Gigawattstunden Strom erzeugen. Das entspricht 25 Prozent des jährlichen Bedarfs. Die Inbetriebnahme ist für Anfang Oktober 2024 geplant. Die Investitionen belaufen sich auf 5 Millionen Franken.

    Mit diesem Solarprojekt leiste der japanische Arzneimittel- und Impfstoffhersteller mit Schweizer Hauptsitz in Opfikon einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung, heisst es in seiner Medienmitteilung. „Wir freuen uns, dass wir dieses ehrgeizige Projekt verwirklichen konnten“, wird die Neuenburger Stadträtin Violaine Blétry-de Montmollin zitiert. „Es passt voll und ganz in unser Energiekonzept.“

    Takeda strebt für seine eigenen Aktivitäten an, bis 2035 weltweit Netto-Null-Emissionen zu erreichen. In diesem Rahmen verfolgt das Unternehmen den Angaben zufolge an seinem Standort in Neuenburg derzeit etwa zehn Projekte. Sie widmen sich neben der Elektrifizierung der Rückgewinnung von Wärme, der Vermeidung fossiler Energieträger und Kältemittel sowie der Biodiversität.

    Die Produktionsstätte in Neuenburg hat Takeda vor fünf Jahren im Rahmen der Übernahme seines irischen Konkurrenten Shire erworben. Der Standort mit seinen fast 700 Mitarbeitenden aus 20 verschiedenen Nationen ist seit 25 Jahren auf die Herstellung von Medikamenten zur Behandlung von Blutgerinnungsstörungen (Hämophilie) spezialisiert. Sie werden in über 80 Länder geliefert.