Kategorie: Energie

Energie – Aktuelle Immobiliennews zu Energie, erneuerbaren Konzepten, Effizienz & Energietrends in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Abwärme von Fassaden wird zu Strom

    Abwärme von Fassaden wird zu Strom

    Die Frage, ob die Abwärme von Fassadenverkleidungen aus Nanomaterialien künftig zur Stromerzeugung genutzt werden kann, beschäftigt Forscher weltweit. Ein Team der TU Darmstadt hat nun einen vielversprechenden Ansatz vorgestellt, der dies ermöglichen könnte. Mithilfe von Nanokanälen und Salzlösungen gelingt es, auch Abwärme geringerer Temperaturen in elektrische Energie umzuwandeln.

    Die Energieumwandlung basiert auf einem Material mit mikroskopisch kleinen Kanälen, die eine hochkonzentrierte Salzlösung enthalten. Ein minimaler Temperaturunterschied zwischen den Seiten des Materials führt zu einem thermoelektrischen Effekt, der eine überraschend hohe elektrische Spannung erzeugt. Dieser Mechanismus könnte die effiziente Nutzung von Abwärme unter 100 Grad Celsius revolutionieren.

    Das Forschungsteam erklärt, dass die Stromerzeugung in den Nanokanälen und der Salzlösung auf der Bewegung von Ionen und der Bildung von ladungsneutralen Clustern basiert. Wenn ein Bereich des Materials erwärmt wird, zerfallen die Cluster und erzeugen Ladungen, die zur kälteren Seite wandern und dabei eine hohe elektrische Spannung erzeugen.

    Aktuell arbeiten die Forscher daran, ihr theoretisches Modell mit experimentellen Ergebnissen in Einklang zu bringen. Dazu kooperieren sie mit einem Team vom University College Cork, das die beschriebenen Phänomene experimentell untersucht. Obwohl die Technologie noch nicht marktreif ist, sind die Forscher optimistisch und sehen ein grosses Potenzial für zukünftige Anwendungen. Eine mögliche Anwendung könnte eine Fassadenverkleidung aus speziellem Nanomaterial sein, die einen Teil der Abwärme eines Gebäudes in elektrischen Strom umwandeln kann.

    Obwohl die Entwicklung noch in den Anfängen steht, halten die Forscher die Verfolgung dieser Vision für entscheidend. Angesichts der Energieverschwendung durch ungenutzte Abwärme in Industrie und Haushalten ist die Suche nach effizienten Lösungen dringend geboten.

  • Alpiq steigert Gewinn bei geringerem Umsatz

    Alpiq steigert Gewinn bei geringerem Umsatz

    Alpiq hat 2023 von der grossen Nachfrage in der Schweiz und Europa nach flexibler Stromproduktion profitiert. Der Energieversorger mit Sitz in Lausanne hat zwar mit 8420 Millionen Franken eine deutlich niedrigere Gesamtleistung als im Vorjahr (14‘899 Millionen Franken) erzielt; ein Spiegel des Rückgangs der Strompreise auf dem Markt. Der Reingewinn stieg dagegen laut einer Mitteilung von 172 Millionen auf 820 Millionen Franken.

    Der Kraftwerkspark mit seinen flexiblen Schweizer Wasserkraftwerken und seinen Gaskombikraftwerken in Italien, Spanien und Ungarn hat mit 1040 Millionen Franken den grössten Anteil am Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abgaben beigetragen. Dieses lag mit 1184 Millionen Franken um 150 Prozent über dem Vorjahr.

    Der Energie- und Zertifikatehandel brachte 2023 insgesamt 54 Millionen ein, der Bereich Origination – die Vermarktung der Stromproduktion Dritter – 169 Millionen Franken.

    Alpiq setzt auch in Zukunft auf die Produktion von Strom dann, wenn er auch aufgrund des Wechsels zu erneuerbaren Energien knapp ist. „Unser sehr gutes Ergebnis gibt uns die Möglichkeit, weiter massiv in die dringend erforderliche Winterproduktion und in zusätzliche Speicher zu investieren“, wird Alpiq-CEO Antje Kanngiesser in der Mitteilung zitiert. 2022 und 2023 hat Alpiq insgesamt 316 Millionen Franken in den Unterhalt, die Erneuerung und die Effizienzsteigerung des Kraftwerkparks investiert.

  • UZH nimmt Energiezentrale am Campus Irchel in Angriff

    UZH nimmt Energiezentrale am Campus Irchel in Angriff

    Die UZH hat die Planung der ersten Energiezentrale des Anergienetzes auf dem Campus Irchel aufgenommen. Die erste Phase konzentriert sich laut einer Medienmitteilung auf die Planung der Energiezentrale für den dortigen Cluster 4. Dafür arbeitet die UZH mit dem in Rheinfelden AG ansässigen und international tätigen Ingenieurunternehmen J. Willers Engineering zusammen, das auf Hightech-Gebäude und Infrastruktur spezialisiert ist. Die Inbetriebnahme ist für 2028 geplant.

    Noch zählt die UZH zu den Top 20 unter den Energieverbrauchern Zürichs. Doch strebt sie eine Vorreiterrolle beim nachhaltigen Betrieb an. Dazu will die Universität ihren Energieverbrauch ressourcenschonend gestalten und einen deutlichen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen leisten.

    Dazu sollen bis 2050 die Heiz- und Kühlbedürfnisse des Campus durch vier Energiezentralen und entsprechende Erdsondenfelder gedeckt werden. Letztendlich sei das Ziel, dass die UZH ihren Wärmebedarf durch Abwärme aus der Kälteproduktion decken kann. Diese Abwärme soll vollständig genutzt und saisonal gespeichert werden.

    Als Hauptziele dieses Projekts benennt die UZH niedrige Lebenszykluskosten, eine hohe Betriebs- und Versorgungssicherheit sowie Wartungsfreundlichkeit. Und schliesslich sollen in dieser ersten Phase die konzeptionellen Grundlagen für die weiteren geplanten Energiezentralen erarbeitet werden.

  • Kanton Bern setzt auf Solarenergie entlang seiner Strassen

    Kanton Bern setzt auf Solarenergie entlang seiner Strassen

    Unter den Bewerbern konnten sich zwei Zusammenschlüsse aus den Kantonen Zürich und Basel durchsetzen, die mit ihrer Expertise und innovativen Ansätzen überzeugten. Die Vergabe der Projekte an das Konsortium der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ), Helion AG und mha gmbh sowie das Konsortium der Industriellen Werke Basel (IWB) und TNC Consulting AG (TNC) markiert einen entscheidenden Schritt zur Förderung erneuerbarer Energien in der Region.

    Insbesondere die Initiative des EKZ-Helion-mha Konsortiums, grossflächige Solarcarports an kantonalen Raststätten zu errichten, repräsentiert eine doppelte Innovation.

    Neben der Produktion sauberer Energie tragen diese Carports zur Reduzierung des Klimaanlageneinsatzes bei, indem sie Schatten spenden. Mit einer geplanten Kapazität von annähernd 8,5 Megawatt streben sie die Umsetzung von zehn Photovoltaikanlagen an und erkunden zudem die Möglichkeit, Solarpanels auf Lärmschutzwänden, Stützmauern und einer Brücke zu installieren.

    Das IWB-TNC Konsortium konzentriert sich auf die Installation von nahezu 1,8 Megawatt starken Photovoltaikanlagen in der Region Berner Oberland, verteilt auf verschiedene Strukturen wie Stützmauern und Brücken. Die Realisierbarkeit dieser Vorhaben wird durch umfassende Studien sichergestellt.

    Die ersten Planungsschritte für diese zukunftsweisenden Solaranlagen beginnen im April 2024, was den kantonalen Einsatz für die nationale Energiestrategie 2050 und das Erreichen des Netto-Null-Ziels bis 2040 unterstreicht. Dieses Auswahlverfahren unterstreicht den Wunsch des Kantons Bern, eine führende Rolle bei der Implementierung von Energielösungen einzunehmen und fördert zugleich die Beteiligung von lokalen Akteuren an der Energiewende.

  • Neue Wege im Umgang mit grauer Energie und Wohnraumallokation

    Neue Wege im Umgang mit grauer Energie und Wohnraumallokation

    Die Immobilienbranche steht vor der Herausforderung, ihren CO2-Fussabdruck zu reduzieren. Während institutionelle Anleger bereits Fortschritte gemacht haben, zeigt Fredy Hasenmaile auf, dass der nächste Schritt die Berücksichtigung der grauen Energie – die Energie, die für den Bau von Immobilien und deren Materialien aufgewendet wird – ist. Die bisherigen Bemühungen konzentrierten sich vor allem auf die Betriebsphase von Immobilien, doch der Einbezug der grauen Energie in die Berechnungen könnte das Verständnis von Nachhaltigkeit im Bauwesen revolutionieren.

    Hasenmaile weist in seiner Analyse auch auf eine problematische Fehlallokation von Wohnraum in der Schweiz hin, verursacht durch das aktuelle Mietrecht, das zu einer starken Diskrepanz zwischen Angebots- und Bestandsmieten führt. Besonders ältere Haushalte verbleiben in zu grossen Wohnungen, da ein Umzug in kleinere Einheiten finanziell unattraktiv ist. Dies führt zu einer ineffizienten Nutzung des Wohnraums und einer zunehmenden Wohnungsknappheit.

    Die Studie von Raiffeisen Schweiz identifiziert ein enormes Potenzial zur Verbesserung der Wohnraumallokation: Würden die Wohnungen so verteilt, dass jeder Haushalt nur ein Zimmer mehr hätte als Personen, könnten 170’000 Wohnungen eingespart werden. Dies würde nicht nur das Problem der Wohnraumknappheit lindern, sondern auch erhebliche Mengen an grauer Energie einsparen.

    Angesichts des erwarteten Anstiegs der Neumieten und der daraus resultierenden Vergrösserung der Fehlanreize, die auch zu Leerkündigungen und geringer Mietermobilität führen, appelliert Hasenmaile an die Notwendigkeit, die mietrechtlichen Ursachen dieser Fehlallokation zu adressieren und innovative Lösungen für einen effektiveren Wohnraumtransfer zu finden.

  • Accelleron holt in Baden Strom vom Dach

    Accelleron holt in Baden Strom vom Dach

    Die Accelleron Industries AG hat laut einer Medienmitteilung an ihrem Hauptsitz in Baden im Beisein von Stadtammann Markus Schneider die grösste Photovoltaikanlage der Stadt eingeweiht. Die Anlage wurde im Dezember in Betrieb genommen. Sie verteilt sich auf vier Dächer von Betriebsgebäuden mit 2533 Modulen und einer Kapazität von 1 Megawatt Spitzenleistung und soll etwa 1 Gigawattstunde pro Jahr produzieren. Das entspricht nach Angaben des Unternehmens dem jährlichen Energiebedarf von 400 Haushalten oder 150 Fahrten um die Welt mit einem Elektroauto. Accelleron decke nun 10 Prozent seines jährlichen Strombedarfs in Baden mit grüner Energie, heisst es weiter.

    „Als führendes Unternehmen in der Turboladerindustrie setzt sich Accelleron für die Dekarbonisierung ein und leistet einen positiven Beitrag zur  Nachhaltigkeit“, wird Herbert Müller zitiert, Präsident der High Speed Division von Accelleron und Co-Geschäftsführer der Tochterfirma Turbo Systems Switzerland. Accelleron Schweiz leiste mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle bei der Nutzung erneuerbarer Energien, so Müller weiter. Markus Schneider war Ehrengast an der Einweihungsfeier. „Ich danke Accelleron als wichtigem Badener Unternehmen für dieses Engagement für die erneuerbaren Energien. Genau solche Projekte brauchen wir auf den Dächern der Badener Unternehmen“, wird Schneider zitiert.

    Von der internen Projektfreigabe bis zur Inbetriebnahme der Anlage im Dezember 2023 vergingen laut der Firmenmitteilung weniger als acht Monate. Obwohl sich das Projekt noch in einer frühen Betriebsphase befinde, seien bereits wichtige Erkenntnisse gewonnen worden, Das gelte etwa für die Auswirkungen der Schneelage auf die Stromproduktion mit Solaranlagen, so Accelleron.

  • Insgesamt 5 Millionen Dächer sind für die Stromerzeugung geeignet

    Insgesamt 5 Millionen Dächer sind für die Stromerzeugung geeignet

    Mehr als die Hälfte der gesamtschweizerischen Dachfläche – insgesamt 5 Millionen Dächer – ist für die Installation von Solar-/Photovoltaikanlagen geeignet. Das ist laut einer Medienmitteilung an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) das Ergebnis einer Doktorarbeit zum Thema Ausbau der Solaranlagen in der Schweiz. Dadurch könnten mehr als zwei Drittel der Schweizer Städte und Gemeinden energieautark werden.

    Im Rahmen ihrer Doktorarbeit untersuchte Alina Walch das Potenzial erneuerbarer Energiesysteme. In Zusammenarbeit mit Martin Rüdisüli, Experte für Energiesystemmodellierung an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf ZH, entwickelte und verglich sie zwei Szenarien für den Ausbau der Photovoltaik in der Schweiz, um die Ziele der Energiestrategie 2050 zu erreichen oder sogar zu übertreffen.

    „Wir haben die Forschung gemeinsam durchgeführt, wobei ich meine Kenntnisse in der Modellierung der Photovoltaik und Martin Rüdisüli seine Erfahrung in der Bewertung verschiedener Szenarien für den Ausbau dieser Energieform im Rahmen der Energiewende eingebracht hat“, wird Walch zitiert.

    Die beiden untersuchten Strategien waren die Bevorzugung von grossen flache Dächern etwa auf Industriegebäuden und eine ausgewogene Stromerzeugung durch Anbringen von Solarzellen auf den Dächern aller Wohngebäude. Walchs Fazit: „Die beste Option ist ein Kompromiss zwischen den beiden Strategien – eine, die das Potenzial sowohl von Industrie- als auch von Hausdächern nutzbar macht.“

    Im Rahmen seiner Energiestrategie 2050 strebt der Bund einen raschen Ausbau der Solar-/Photovoltaikanlagen an. 2035 sollen 35 Terawattstunden (TWh) Strom aus erneuerbaren Energien (ohne Wasserkraft) erzeugt werden, 2050 sollen es 45 TWh sein.

  • Kanton Luzern will Ausbau von Erneuerbaren beschleunigen

    Kanton Luzern will Ausbau von Erneuerbaren beschleunigen

    Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat seinen Gesetzesentwurf zum Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien. Die Änderung des Kantonalen Energiegesetzes sieht eine bessere Ausnutzung der Dachflächen zur Erzeugung von Solarstrom vor.

    Wie es in einer Medienmitteilung heisst, sollen Neubauten künftig nicht mehr nur einen Teil der selbst benötigten Elektrizität erzeugen, sondern das Stromerzeugungspotenzial der Dachfläche „angemessen ausnutzen“. Auch für bestehende Bauten werden Vorgaben zur Stromerzeugung vorgeschlagen, weil vor allem sie über ein „immenses Potenzial für die Stromerzeugung“ verfügten.

    Dies sei im Interesse eines raschen Ausbaus lokal produzierter erneuerbarer Energie, so Regierungspräsident Fabian Peter: Damit „erreichen wir nicht nur unsere Klimaziele, sondern erhöhen auch unsere Energieversorgungssicherheit“. Immerhin könnten Photovoltaikanlagen auf Dächern im Kanton insgesamt 2,4 Terawattstunden Solarstrom erzeugen. Das ist den Angaben zufolge mehr als das Doppelte des aktuellen Stromverbrauchs aller Privathaushalte.

    Neu sollen Photovoltaikanlagen auch auf einem anderen Dach innerhalb einer bestimmten Häusergruppe errichtet werden dürfen, etwa auf Ställen, Heuböden, Gewerbebauten oder bei Schularealen. Damit reagiert der Regierungsrat auf ein oft geäussertes Anliegen aus der öffentlichen Vernehmlassung. Diese hatte vom 15. Dezember bis 6. April 2023 stattgefunden.

    Die Mehrheit habe der generellen Stossrichtung, den Zielen und den Grundsätzen der neuen Regelungen zugestimmt. Die vorliegende Änderung des Kantonalen Energiegesetzes wird voraussichtlich für die kommende Mai-Session des Kantonsrats traktandiert.

  • Solarfaltdach ein Meilenstein für Appenzell I.Rh

    Solarfaltdach ein Meilenstein für Appenzell I.Rh

    Beim kürzlich abgehaltenen Tag der offenen Tür der Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Appenzell I.Rh. zog das neueste Projekt – ein ausgeklügeltes Solarfaltdach – rund 200 interessierte Besucher an. Diese innovative Anlage demonstriert die Verbindung von Energieeffizienz und Umweltschutz, indem sie 80% des Energiebedarfs der ARA deckt und die Algenbildung in den Klärbecken minimiert.

    Ruedi Ulmann, der Bauherr des Projekts, betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Projekts für die regionale Energie- und Klimastrategie und hob die Unterstützung durch den Grossen Rat hervor. Das Solarfaltdach, welches durch seine Konstruktion sowohl den technischen Betrieb optimiert als auch die Umweltbelastung reduziert, wurde vom Standespfarrer Lukas Hidber gesegnet.

    Das Solarfaltdach beeindruckt durch seine Leichtbauweise, die den uneingeschränkten Zugang zur Anlage ermöglicht und durch eine intelligente Steuerungssoftware vor Witterungseinflüssen schützt. Die daraus resultierende längere Lebensdauer der Module und die Reduktion des Algenwachstums führen zu einer Senkung der Betriebskosten. Der innovative Einsatz von Solar- und Biogastechnologien in der ARA Appenzell I.Rh. ist ein zukunftsweisendes Beispiel für die effektive Nutzung erneuerbarer Energien an kommunalen Einrichtungen.

  • St.Galler Energieanbieter heizt mit Abwärme der Industrie

    St.Galler Energieanbieter heizt mit Abwärme der Industrie

    Das Wärmenetz der energienetz GSG AG soll laut einer Medienmitteilung der St.Galler Stadtwerke mit industrieller Abwärme umweltverträglich heizen. Dazu baut die Ende September 2018 von den Städten St.Gallen, Gossau und Gaiserwald sowie der St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK) gegründete Energieversorgerin energienetz GSG im Westen der Stadt St.Gallen ein Niedertemperatur-Wärmenetz, das die Abwärme von Industrie- und Gewerbebetrieben nutzt, um Liegenschaften mit Wärme oder auch Kälte zu versorgen. So können fossile Brennstoffe eingespart und CO2-Emissionen gesenkt werden, heisst es in der Mitteilung. In den nächsten Jahren sollen weitere Gebiete erschlossen werden.

    Abwärme entsteht bei vielen Prozessen wie der Kühlung von Produkten und Räumen, in Rechenzentren und in der verarbeitenden Industrie. Einige Unternehmen verwenden sie selbst, doch bei manchen fällt mehr an als sie intern nutzen können. Mit dem Niedertemperatur-Wärmenetz, auch Anergienetz genannt, wird die überschüssige Energie zum Heizen oder Kühlen der umliegenden Liegenschaften genutzt.

    An der Initiantin und Betreiberin energienetz GSG sind die Stadt St.Gallen und die SAK zu je 47,4 Prozent sowie die Gemeinde Gaiserwald zu 5,2 Prozent beteiligt. Ziel ist es, einen grossen Teil des Gebiets zwischen St.Gallen Winkeln, Gossau Mettendorf und Gaiserwald bis zum Jahr 2050 mit Wärme respektive Kälte zu versorgen, die ihren Ursprung in der Abwärme der Industrie hat.

    «So können wir die CO2-Emissionen im Perimeter substanziell reduzieren, ortsgebundene Ressourcen nutzen und die Energieeffizienz in den Betrieben erhöhen», wird Simon Schoch zitiert, Geschäftsführer der energienetz GSG und Leiter Technischer Verkauf der St.Galler Stadtwerke.

  • Uster Technologies setzt auf sauberen Strom

    Uster Technologies setzt auf sauberen Strom

    Das auf Qualitätskontrolle von Textilien spezialisierte Unternehmen Uster Technologies verbraucht am Hauptsitz in Uster laut einer Medienmitteilung nur Strom aus zu 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen. In der Mitteilung auf LinkedIn heisst es weiter,  der Stromverbrauch in den Produktionsstätten und Büros sei seit 2019 dank Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz und Energiesparmassnahmen der Mitarbeitenden rückläufig.

    «Unsere interne Sensibilisierungskampagne hat zu einem reduzierten Energieverbrauch geführt. Die Mitarbeitenden orientieren sich zunehmend an den Richtlinien zum Energiesparen an ihrem Arbeitsplatz», wird Daniel Schlegel zitiert, Manager Logistics bei Uster Technologies in der Schweiz. Schlegel gibt auch Hinweise an die Mitarbeitenden, wie man mit einfachen Schritten Strom einsparen kann. So empfiehlt er, den PC oder Laptop am Ende des Tages herunterzufahren, anstatt ihn im Stand-by-Modus zu belassen. Mehr Energie könne auch gespart werden, indem die Bildschirmhelligkeit und das Umgebungslicht reduziert werden.

    Die von der Firmenleitung betriebene Sensibilisierungskampagne befasse sich auch mit Möglichkeiten, durch intelligente Beleuchtung und Heizung Energie zu sparen. «Wir sind auf dem richtigen Weg zu einem nachhaltigeren Betrieb. Wir messen und analysieren unseren Energieverbrauch, um daraus weitere Verbesserungen zu lernen», wird Schlegel weiter zitiert.

    Uster Technologies hat erst im November 2023 ein Bulletin für nachhaltiges Wirtschaften in der Textilindustrie erstellt. Es soll praktische Hinweise und spezifisches Branchenwissen in allen Bereichen der textilen Wertschöpfungskette vermitteln. So sollen vor allem Garnhersteller darüber informiert werden, welche rezyklierten Materialien sie bei der Produktion ihrer Fasern verwenden können.

  • Kolbenmaschine soll mehr Strom aus Abwärme generieren

    Kolbenmaschine soll mehr Strom aus Abwärme generieren

    Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat ihrem ehemaligen Doktoranden Andyn Omanovic ein Entrepreneur Fellowship zugeprochen. Es soll zur Entwicklung einer neuartigen Kolbenmaschine beitragen, mit der die Gewinnung von Strom aus Abwärme gesteigert werden kann, erläutert die Empa in einer Mitteilung. Die Realisierung des Projekts wird die von Omanovic und dem Hydraulikexperten Wolfgang Schneider als Ausgründung der Empa und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) entstandene etavalve GmbH aus Zürich übernehmen.

    Derzeit findet die Umwandlung von Abwärme in Strom mehrheitlich mit Turbinen statt. Turbinen seien jedoch „vor allem für hohe Temperaturen und bei Leistungsanforderungen von mehreren hundert Megawatt effektiv“, erläutert Omanovic in der Mitteilung. „Aber für Temperaturbereiche von etwa 500 bis 900 Grad, bei denen die Abwärme unregelmässig anfällt, und bis zum Leistungsbereich von einigen Megawatt ist unsere Kolbenmaschine besser geeignet.“

    Mit der Energieversorgerin IWB in Basel hat das Jungunternehmen bereits eine Partnerin für einen ersten Praxistest gefunden. Bis Anfang 2025 will etavalve eine Pilotmaschine entwickelt haben, die IWB im Prozess der Umwandlung von Biomasse in Pflanzenkohle einsetzen wird. Das bei der sogenannten Pyrolyse anfallende Schwachgas enthält Methan und gasförmige Schadstoffe und muss gesetzlich vorgeschrieben verbrannt werden. Wenig später soll eine erste Kleinserie von Kolbenmaschinen für die Verbrennung von Schwachgasen folgen.

  • Energie 360° baut klimafreundliche Energiezentrale in Dällikon

    Energie 360° baut klimafreundliche Energiezentrale in Dällikon

    Der Energieversorger Energie 360° hat von der Gemeinde Dällikon die Konzession für den Leitungsbau eines klimafreundlichen Energieverbundes erhalten. Laut einer Medienmitteilung verfüge Dällikon als dritte Gemeinde im Furttal neben Regensdorf und Buchs künftig über einen Energieverbund, der mit CO2-neutraler Energie aus dem Rechenzentrum von Green in Dielsdorf versorgt wird.

    Der geplante Energieverbund speist sich aus der Umwandlung von der Abwärme energieintensiver Grossrechner in Nutzenergie. Durch das damit einhergehende Wegfallen fossiler Heizsysteme rechnet die Gemeinde mit einem um 3000 Tonnen geringeren CO2-Ausstoss. „Mit dem Projekt bietet sich uns die Chance, die Energiewende voranzutreiben“, wird Gemeindepräsident René Bitterli in der Mitteilung zitiert.

    Die Bevölkerung in Regensdorf hatte dem erforderlichen Landkauf zugestimmt. Der Baustart dort ist für Herbst 2024 vorgesehen. Die Zentrale soll voraussichtlich ab Herbst 2027 klimafreundliche Energie an öffentliche Gebäude sowie Immobilien von Privatinteressenten in Dällikon liefern. Regensdorf und Buchs sollen bereits ab Herbst 2026 ihre Energie von dort beziehen.

    Energie 360° hat neben der Planung die Finanzierung, den Bau und Betrieb übernommen. Der Energieversorger hat angekündigt, in den nächsten Wochen auf Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer sowie Verwaltungen zuzugehen und über Konditionen eines Anschlusses zu informieren.

  • The Ark und CleantechAlps suchen Start-ups für smarte Energienutzung

    The Ark und CleantechAlps suchen Start-ups für smarte Energienutzung

    CleantechAlps, der Cluster der Cleantech-Unternehmen in der Westschweiz, und The Ark, Stiftung für Innovation im Wallis, richten bereits den zweiten Pitch-Contest für Smart Energy Start-ups aus. Der Wettbewerb wird am 30. August im Rahmen der Smart Energy Events auf dem Energypolis Campus in Sitten stattfinden, informieren die Veranstaltenden in einer Mitteilung. Interessierte Jungunternehmen können sich noch bis zum 7. Juni online für die Teilnahme bewerben.

    Gesucht werden Start-ups, die nach 2014 gegründet wurden und im Energiebereich tätig sind. Für die Vorauswahl der letztendlich am Wettbewerb teilnehmenden Jungunternehmen ist eine Jury zuständig. Auf dem Pitch Contest selbst konkurrieren die Start-ups um die beste Idee, die besten Kurzpräsentation und den Publikumspreis. Alle drei Auszeichnungen sind mit einem Preisgeld von je 5000 Franken verbunden. Zudem biete der Wettbewerb den Teilnehmenden «eine einmalige Chance, Ihr Unternehmen ins beste Licht zu rücken und wichtige Akteure der Branche zu treffen», schreiben die Veranstaltenden.

  • Grosser Ausstellerzuspruch für BAU 2025

    Grosser Ausstellerzuspruch für BAU 2025

    Im vergangenen Jahr fand die vierzehnte Runde der wettbewerblichen Ausschreibungen statt, die auf die Steigerung der Energieeffizienz in verschiedenen Sektoren abzielt. Mit der Genehmigung von 77 neuen Projekten, die mit insgesamt 17,9 Millionen Franken gefördert wurden, setzte 2023 einen neuen Standard in der Geschichte dieser Initiative. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Gesamtzahl der eingereichten Projektanträge wider, die mit 126 Eingaben einen Zuwachs von rund 30% gegenüber dem Vorjahr verzeichnete. Ein vereinfachtes und beschleunigtes Bewilligungsverfahren, das Ende 2021 eingeführt wurde, hat wesentlich zu dieser Steigerung beigetragen.

    Die Gesamtförderung im Jahr 2023 belief sich auf 33 Millionen Franken, verteilt auf acht Programme und 77 Projekte, mit einem Kosten-Nutzen-Verhältnis von 3,1 Rappen pro kWh einschliesslich Vollzugskosten. Die durch diese Initiativen ermöglichten Energieeinsparungen werden auf jährlich etwa 62 Gigawattstunden geschätzt. Dies entspricht dem Verbrauch von rund 14.000 Schweizer Haushalten und unterstreicht das Potenzial dieser Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs.

    Das Spektrum der geförderten Projekte reicht von der Erneuerung gewerblicher Küchen- und Kühlanlagen bis hin zur Optimierung von Produktionsprozessen durch den Ersatz elektrischer Antriebe in der Industrie. Dies zeigt die Bandbreite der Ansätze zur Verbesserung der Energieeffizienz, die von den Ausschreibungen abgedeckt werden.

    Für 2024 wird eine spezielle Einreichungsrunde für Projekte mit höheren Investitionskosten fortgesetzt, um gezielte Grossinvestitionen in die Energieeffizienz zu fördern. Projektanträge können fortlaufend und vollständig digital eingereicht werden, wobei für grössere Projekte mit einem Fördervolumen von mehr als zwei bis maximal sechs Millionen Franken spezifische Fristen gelten.

    Diese Entwicklungen verdeutlichen die zunehmende Bedeutung energieeffizienter Massnahmen in der Schweizer Wirtschaft und die Rolle der wettbewerblichen Ausschreibungen als zentrales Instrument zur Förderung dieser Bestrebungen. Die kontinuierliche Anpassung und Erweiterung des Programms signalisiert ein starkes Engagement für die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Unterstützung der Nachhaltigkeitsziele im Immobilienmanagement und darüber hinaus.

  • Primeo Energie unterzeichnet Vertrag für Wärmeverbund Aesch

    Primeo Energie unterzeichnet Vertrag für Wärmeverbund Aesch

    Der Energieversorger Primeo Energie aus Münchenstein hat laut einer Medienmitteilung am Freitag, 9. Februar, mit der Bürger- und Einwohnergemeinde Aesch die für den Bau und Betrieb des neuen Wärmeverbunds notwendigen Verträge unterzeichnet. Aesch und Primeo Energie unterstützen die Energiestrategie 2050 des Bundes und haben das gemeinsame Ziel, die Wärmeenergie zu dekarbonisieren, heisst es weiter. Eine Massnahme dazu sei der künftige Wärmeverbund in Aesch mit seiner neuen Holzheizzentrale.

    „Wir freuen uns, mit der Vertragsunterzeichnung einen weiteren wichtigen Schritt hin zur Dekarbonisierung unserer Wärmeversorgung in der Region und insbesondere der Gemeinde Aesch sichergestellt zu haben“, wird Cédric Christmann zitiert, CEO von Primeo Energie.

    Der künftige Wärmeverbund wird von der neuen Heizzentrale in Aesch gespeist. Die Holzhackschnitzel stammen aus dem gemeindeeigenen Forstrevier und der Region. Durch den kurzen Transportweg sollen wenig CO2-Emissionen entstehen.

    Der Baustart der Zentrale ist laut der Mitteilung für das Frühjahr geplant. Bis zum Herbst 2025 soll sie fertiggestellt sein. Die Arbeiten für die neuen Wärmeleitungen haben bereits begonnen. Erste Wärmelieferungen werde es voraussichtlich ab Herbst 2025 geben, heisst es von Primeo.

    Der neue Wärmeverbund soll in einem ersten Schritt Neubauten im Norden von Aesch versorgen. Danach ist geplant, das Netz in mehreren Etappen auf die restlichen Gemeindegebiete auszuweiten. Bereits bestehende Wärmeverbünde werden dann an das neue Fernwärmenetz angeschlossen.

  • Windenergie stellt Produktionsrekord auf

    Windenergie stellt Produktionsrekord auf

    Die 47 Windenergieanlagen in der Schweiz mit einer installierten Leistung von insgesamt 100,45 Megawatt haben 2023 zusammen 168,5 Gigawattstunden Strom erzeugt. Damit wurde der im Vorjahr aufgestellte Rekord von rund 153 Gigawattstunden um 12,5 Prozent übertroffen, informiert Suisse Eole in einer Mitteilung. Dabei sei insbesondere in den Wintermonaten sehr viel Strom erzeugt worden, wird der Geschäftsleiter des Branchenverbands, Lionel Perret, dort zitiert: „Im November und Dezember wurden alle Rekorde geschlagen“.

    Zur guten Windstromproduktion haben im Berichtsjahr vor allem die seit Herbst beobachteten Winterstürme beigetragen. So fiel etwa die Jahresproduktion des Windparks Peuchapatte im Kanton Jura mit 17,1 Gigawattstunden um 43 Prozent höher als erwartet aus. „Windenergieanlagen produzieren Strom bis zu einer Windgeschwindigkeit von 150 Stundenkilometern“, erläutert Perret. „Erst bei noch stärkeren und langanhaltenden Windböen drehen sich die Flügel aus dem Wind.“

    Nach Ansicht von Suisse Eole sollten die starken Winterwinde in der Schweiz besser genutzt werden. Im europäischen Vergleich belege das Land mit einem Anteil von 0,3 Prozent Windenergie am gesamten Stromverbrauch den letzten Platz, schreibt der Branchenverband. Daran sind nach Ansicht von Perret die langen Planungs- und Bewilligungsverfahren schuld. „Allein die Windparks, die dank dem Windexpress nun etwas schneller gebaut werden, können Haushaltsstrom für rund 500‘0000 Menschen liefern“, so der Geschäftsleiter von Suisse Eole.

  • BASE-Initiative soll mehr Energieeffizienz bringen

    BASE-Initiative soll mehr Energieeffizienz bringen

    Die Initiative Servetia von BASE – Basel Agency for Sustainable Energy will Schweizer Unternehmen zu mehr Energieeffizienz verhelfen und hat dazu laut einer Medienmitteilung das Modell Servitisation lanciert. Für Unternehmen wirken sich die Energiekosten erheblich auf die Rentabilität aus, was die Energieeffizienz zu einer wichtigen Chance macht, heisst es weiter. Durch die Optimierung des Energieverbrauchs können Unternehmen nicht nur ihre Kosten senken, sondern auch ihren CO2-Ausstoss verringern, ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen und sich auf künftige Energievorschriften vorbereiten.

    Servetia stelle einen innovativen Ansatz vor, um diese Herausforderungen durch Servitisation zu bewältigen. Das zugrunde liegende Modell, das auch als Energy Efficiency-as-a-Service (EaaS) bezeichnet wird, verlagert den Schwerpunkt vom Besitz von Energiesystemen auf die Nutzung der von ihnen erbrachten Dienstleistungen, wie Heizen oder Kühlen, ohne die Notwendigkeit von Kapitalinvestitionen. Die Lösungsanbieter bleiben Eigentümer der Anlagen und kümmern sich um Implementierung, Betrieb, Wartung und Aufrüstung.

    Durch die Zusammenarbeit mit BASE, dem Enterprise for Society Center (E4S) und der Fondation Valery ermöglicht Servetia den Zugang zu diesen hochmodernen Technologien. Unter Nutzung der umfangreichen Erfahrung von BASE seien Instrumente wie standardisierte Verträge und Finanzanalysen entwickelt worden, die die Einführung des Modells unterstützen.

    Im Laufe des vergangenen Jahres hat Servetia laut der Mitteilung ein Partnernetzwerk aufgebaut, das Lösungsanbieter von Energietechnologien bis zu Messung und Digitalisierung, Finanziers, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen umfasst, um das volle Potenzial der Servitisation in der Schweiz auszuschöpfen.

  • Pratteln wird klimaneutral mit Wärme versorgt

    Pratteln wird klimaneutral mit Wärme versorgt

    Die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) ist mit dem Energie- und Immobiliendienstleister Getec Schweiz eine weitreichende Vereinbarung zur Wärmeversorgung des Grossraums Pratteln eingegangen. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, soll dafür die Abwärme aus dem nahe gelegenen Industriepark Getec Park.Swiss im Areal Schweizerhalle genutzt werden. Diese Energiequelle soll im Verbund mit den bereits bestehenden Ressourcen aus der Abwärme von ARA Rhein, Holz aus heimischen Wäldern sowie Recyclingholz Wohnhäuser, Büro-, Gewerbe- und öffentliche Gebäude mit Wärme versorgen. «Dabei stimmt der mögliche Leistungsumfang ziemlich genau mit dem Bedarf überein», wird Markus Vögele, Projektmanager bei der EBL, in der Mitteilung zitiert.

    Aus dem Getec Park.Swiss, der von Getec betrieben wird, soll Abwärme in einem Umfang von mindestens 26,5 Gigawattstunden Strom pro Jahr in die Zusammenarbeit einfliessen. Dies entspricht dem Wärmebedarf von circa 4500 Haushalten. Durch die Verarbeitung dieser Wärmemenge in der EBL-Fernwärmezentrale sollen jährlich 8300 Tonnen CO2 eingespart werden. Langfristig soll die Wärmemenge verdoppelt werden.

    «Wir freuen uns, dass wir zusammen mit EBL künftig Pratteln mit klimaneutraler Wärme aus dem Raum Schweizerhalle versorgen dürfen und so einen aktiven Beitrag zur Senkung von CO2-Emissionen leisten», erklärt Urs Zimmerli, CEO von Getec Schweiz.

  • Exnaton und sunvigo entwickeln neue Stromtarife für Prosumer

    Exnaton und sunvigo entwickeln neue Stromtarife für Prosumer

    Eine umweltbewusste Bevölkerung ist auf der Suche nach Energiesicherheit mit Aussicht auf Kosteneinsparungen. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, wollen das in Zürich ansässige Softwareunternehmen Exnaton und der Kölner Energieversorger sunvigo sogenannten Prosumern – Kundinnen und Kunden, die sowohl Strom produzieren als auch konsumieren – einen innovativen Tarif anbieten. Sunvigo bietet einen Stromvertrag an, der aus vom Unternehmen bereitgestellter Solaranlage zu einem Fixpreis von 16 Cent pro Kilowattstunde bezogen werden kann. Ein solcher Vertrag läuft über 20 Jahre, im Anschluss geht der Besitz der Solaranlage an die Hauseigentümer über. Reicht der selbst produzierte Strom vom eigenen Dach nicht aus, profitieren sunvigo-Kundinnen und – Kunden zusätzlich von günstigen Konditionen an der europäischen Strombörse EPEX. Für die Kombination aus Eigenproduktion und dynamischem Reststromtarif setzt sunvigo auf die Abrechnungsplattform PowerQuartier von Exnaton, einer Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH).

    Um ihr gemeinsames Projekt einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, laden Exnaton und sunvigo am 29. Februar von 10 bis 11 Uhr zum Webinar «Smarte Prosumer Tarife als Schlüssel zur Energieunabhängigkeit» ein, heisst es in der Mitteilung. Bereits vom 20. bis 22. Februar können Informationen zu dem Projekt auf der Messe E-World in Essen erhalten werden.

  • Stadt Zürich will 300 Millionen in Erneuerbare investieren

    Stadt Zürich will 300 Millionen in Erneuerbare investieren

    Die Stadt Zürich soll auch in Zukunft in erneuerbare Energien investieren können. Der Stadtrat schlägt deshalb laut einer Mitteilung einen Rahmenkredit in Höhe von 300 Millionen Franken vor. Dieser soll unter anderem den Ausbau von bestehenden Wasserkraftanlagen und die Rekonzessionierung von Wasserkraftwerken, alpine Photovoltaikanlagen sowie Windparks finanzieren. Der Rahmenkredit soll es auch ermöglichen, dass sich die Stadt an Unternehmen beteiligt, die Anlagen der erneuerbaren Energien planen, bauen oder betreiben.

    Ausdrücklich sollen die Mittel auch für Beteiligungen des Stadtzürcher Energieversorgers ewz am Ausbau erneuerbarer Energien im Ausland eingesetzt werden können. Derzeit bilden Frankreich, Deutschland, Norwegen und Schweden Schwerpunktländer des ewz-Engagements im Ausland.

    Es handelt sich um den vierten Rahmenkredit für den Ausbau erneuerbarer Energien seit 2008. Er soll es dem ewz erlauben, wettbewerbsfähig zu bleiben. Nach dem Stadtparlament wird das Stimmvolk über den Rahmenkredit entscheiden.

  • 3D-Thermografie Effizienzsteigerung der städtischen Bauplanung

    3D-Thermografie Effizienzsteigerung der städtischen Bauplanung

    Mit nächtlichen Thermografieflügen wird das gesamte Stadtgebiet aus der Luft analysiert, um ein 3D-Wärmebildmodell der urbanen Infrastruktur zu erstellen. Dieses Modell soll wertvolle Einblicke in die energetische Effizienz der Bebauung liefern und den Immobilieneigentümern exklusive Daten über ihre Gebäude zur Verfügung stellen. Ziel ist es, durch die Erkennung von Dämmungsschwachstellen den Sanierungsbedarf präzise zu bestimmen.

    Die Durchführung der Flüge ist Teil des Forschungsprojekts CATCH4D, das sich mit der Klimaanpassung durch Thermografie und Wärmekartierung beschäftigt. Diese Forschungsinitiative, geleitet vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung in Kooperation mit der Stadt Dortmund, nutzt die Flugthermografie, um den Zustand der städtischen Gebäudedämmung zu bewerten und akuten Sanierungsbedarf aufzudecken.

    Die Aufnahmen bieten nicht nur eine Grundlage für effektive Klimaschutzmassnahmen, sondern eröffnen auch die Möglichkeit für umfangreiche Anwendungen. Von der Überwachung von Waldbränden bis hin zur Ertragsschätzung für Solaranlagen reicht das Spektrum der Nutzungsmöglichkeiten. Datenschutz wird dabei grossgeschrieben: Persönliche Daten sind durch die Bildauflösung nicht erfassbar.

    Das Projekt, finanziell unterstützt von Google.org, zeigt die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit für die städtische Entwicklung und den Klimaschutz. Die kombinierten 3D-Thermografie-Luftaufnahmen, die in Zusammenarbeit mit der Hochschule Anhalt entwickelt wurden, ermöglichen eine neue Dimension der Datenerfassung und -analyse für die Immobilienbranche und die Stadtplanung.

  • Neustark wächst dreistellig

    Neustark wächst dreistellig

    Neustark hat im Geschäftsjahr 2023 Umsätze in Gesamthöhe von 10 Millionen Dollar erwirtschaftet, informiert das auf die dauerhafte Speicherung von CO2 (Carbon Dioxide Removal, CDR) spezialisierte Unternehmen aus Bern in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 250 Prozent. „2023 haben wir unsere neuartige Technologie erfolgreich im In- und Ausland ausgerollt“, wird Valentin Gutknecht, Co-CEO und Mitgründer von Neustark, in der Mitteilung zitiert. „Somit haben wir als einer der ersten CDR-Anbieter gezeigt, dass unser Geschäftsmodell der dauerhaften CO₂-Entfernung sowohl in kommerzieller als auch in ökologischer Hinsicht funktioniert.“

    Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Neustark seinen ersten Speicherstandort in Deutschland eröffnet. Im laufenden Geschäftsjahr plant das ClimateTech weitere 20 Standorte, unter anderem in Österreich einzuweihen. Aktuell verfügt Neustark über 14 Abscheidungs- und Speicherstätten mit einer jährlichen Kapazität von insgesamt 5000 Tonnen CO2. In dieser Woche hat das Unternehmen einen neuen Meilenstein erreicht, heisst es in der Mitteilung: „Die 1000. Tonne CO2 wurde dauerhaft entfernt.“

    Bis 2030 will das 2019 gegründete Unternehmen seine Gesamtkapazität auf jährlich 1 Million Tonnen CO2 steigern. Dazu investiert Neustark auch in neue Technologien. In der Mitteilung wird hier die Entwicklung mobiler Anlagen genannt, die von Baustoffwiederverwertenden einfacher eingesetzt werden können.

  • Hasliberg lehnt alpine Solaranlage von IWB ab

    Hasliberg lehnt alpine Solaranlage von IWB ab

    Die alpine Solaranlage Käserstatt beim Skigebiet Meiringen-Hasliberg wird nicht gebaut. Wie die Gemeinde Hasliberg mitteilt, haben sich an der Gemeindeversammlung vom 31. Januar 296 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger gegen das Projekt ausgesprochen, nur 106 dafür. Die Stimmbeteiligung betrug 53 Prozent. Die Bäuertgemeinde Hasliberg als Landeigentümerin sowie die Bergbahnen Meiringen-Hasliberg hatten sich zuvor für das Projekt ausgesprochen.

    Die Projektanten um die Basler Energieversorgerin IWB bedauern laut einer eigenen Mitteilung den Entscheid. Sie beenden die Planungsarbeiten und wollen die Hintergründe der Abstimmung analysieren.

    Die Solaranlage sollte laut technischem Bericht auf einer Höhe von 1900 bis 2100 Metern über dem Meer und einer Fläche von rund 60‘000 Quadratmetern mit 31‘960 Solarmodulen insgesamt 21,6 Gigawattstunden Strom im Jahr erzeugen. Davon wären 45 Prozent in den Wintermonaten angefallen. Vorgesehen waren Investitionen in Höhe von 44 Millionen Franken. Der Bau hätte noch im laufenden Jahr beginnen und 2028 abgeschlossen sein sollen.

  • Wegweisende Solarinitiative in Glarus

    Wegweisende Solarinitiative in Glarus

    Die energierechtliche Bewilligung durch den Glarner Regierungsrat ermöglicht der Swisspearl AG, ihre Solar-Grossanlage auf den Dächern ihrer Produktionshallen deutlich auszubauen. Mit einer beeindruckenden Gesamtleistung von 3100 Kilowatt (kW) wird diese Anlage nicht nur die grösste ihrer Art im Kanton sein, sondern auch bis zu 50 Prozent des Strombedarfs des Unternehmens decken können. Die Entscheidung, auf eine jährliche Abgabe von rund 30’000 Franken zu verzichten, begründet sich durch den innovativen und vorbildlichen Charakter des Projekts, das als wegweisend für ähnliche Grossanlagen in der Industrie gilt.

    Die Förderung der Fotovoltaikanlage durch den Verzicht auf die Gebühr reflektiert das Bestreben des Kantons und der Firma, führend in der Nutzung und Expansion erneuerbarer Energiequellen zu sein. Dieses Projekt stellt nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der nationalen Energieziele dar, sondern dient auch als inspirierendes Beispiel für andere Unternehmen, den Übergang zu nachhaltigeren Energiequellen zu beschleunigen.

    Mit der Realisierung der Fotovoltaikanlage bekräftigt der Kanton Glarus sein Engagement für eine umweltfreundlichere und nachhaltigere Zukunft. Die Swisspearl AG demonstriert, wie Unternehmen aktiv zur Reduzierung des CO2-Fussabdrucks beitragen und gleichzeitig ihre Energieeffizienz steigern können. Diese Initiative markiert einen entscheidenden Schritt vorwärts in der regionalen Energiepolitik und setzt neue Massstäbe für die Integration von erneuerbaren Energien in die industrielle Produktion.

    Die Genehmigung der Fotovoltaikanlage in Niederurnen durch den Glarner Regierungsrat verkörpert einen signifikanten Meilenstein im Streben nach einer nachhaltigeren und energieeffizienteren Wirtschaft. Die Swisspearl AG steht exemplarisch für das Potenzial der Industrie, eine Vorreiterrolle im ökologischen Wandel zu übernehmen, und unterstreicht die Bedeutung von innovativen Energielösungen für die regionale und nationale Wirtschaft.

  • EPFL-Forschende machen Strom aus Glasscheiben

    EPFL-Forschende machen Strom aus Glasscheiben

    Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) haben einen innovativen Weg zur Herstellung fotoleitender Schaltkreise entwickelt. Dabei werden diese mit einem ultraschnellen Femtosekundenlaser direkt auf eine Glasoberfläche gedruckt. Diese neue Technologie ist lichtdurchlässig und erfordert ein einziges Material. Sie könnte eines Tages zur Energieerzeugung genutzt werden, heisst es in einer Mitteilung der EPFL.

    Was passiert, wenn Telluritglas Femtosekundenlaserlicht ausgesetzt wird? Diese Frage versuchte Gözden Torun vom Galatea Laboratory an der EPFL in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der japanischen Hochschule Tokyo Tech in ihrer Dissertation zu beantworten, als sie eine Entdeckung machte, die Fenster eines Tages in Lichtsensoren aus einem einzigen Material verwandeln könnte, heisst es in der Mitteilung.

    Durch die Untersuchung, wie sich Atome in Telluritglas neu anordnen, wenn sie schnellen Impulsen hochenergetischen Femtosekundenlaserlichts ausgesetzt werden, entdeckten Wissenschaftler die Bildung nanoskaliger Kristalle aus Tellur und Telluroxid, zwei Halbleitermaterialien, die genau dort in das Glas geätzt wurden, wo das Glas freigelegt worden war. Eine wichtige Entdeckung, ein dem Tageslicht ausgesetztes Halbleitermaterial kann Strom erzeugen.

    «Da Tellur ein Halbleiter ist, haben wir uns gefragt, ob es möglich ist, dauerhafte Muster auf die Oberfläche von Telluritglas zu drucken, die bei Lichteinwirkung zuverlässig Elektrizität induzieren können, und es stellte sich heraus, dass ja», wird Yves Bellouard zitiert, Direktor des Galatea-Labors an der EPFL. «Ein interessanter Aspekt dieser Technik ist, dass bei diesem Prozess keine zusätzlichen Materialien benötigt werden. Alles, was Sie brauchen, ist Telluritglas und ein Femtosekundenlaser, um ein aktives fotoleitfähiges Material herzustellen.»

  • Aarauer Klimapreis geht an AEW Energie AG

    Aarauer Klimapreis geht an AEW Energie AG

    Die AEW Energie AG hat den Aarauer Klimapreis 2023 gewonnen. Der Preis wird jährlich vom Stadtrat von Aarau für speziell innovative Leistungen, ausserordentliches Engagement oder umfangreiche Projekte vergeben, die zur Nachhaltigkeit beitragen, erläutert AEW Energie in einer Mitteilung. Der Aargauer Energiedienstleister wurde für seine Massnahmen für ein fortschrittliches und nachhaltiges Mobilitätsmanagement im eigenen Unternehmen ausgezeichnet.

    AEW Energie hat sich zum Ziel gesetzt, bis spätestens 2040 CO2-neutral zu agieren. Dafür setzte der Energiedienstleister auf CO2-neutrale Stromproduktion aus Wasserkraft, Photovoltaik und Windkraft. Ein beträchtlicher Teil der Emissionen wird derzeit jedoch durch die Mobilität der Mitarbeitenden des Unternehmens generiert.

    Hier hat AEW Energie auch im Rahmen des Umzugs vom Hochhaus an der Oberen Vorstadt ins Aeschbachquartier eine Reihe von Massnahmen erarbeitet und umgesetzt. Dabei wurde zum einen das Arbeiten im Homeoffice flexibler möglich gemacht. Zum anderen wurde die nachhaltige Mobilität der Mitarbeitenden unterstützt, etwa durch die Bereitstellung von Sharing-Velos, Velo-Parkplätzen und elektrisch betriebenen Pool-Fahrzeugen. Die verschiedenen Initiativen wurden massgeblich von Nicola Ruch, Leiter Geschäftsentwicklung bei der AEW und Projektleiter des Mobilitätsmanagements, vorangetrieben.

    «Wir freuen uns sehr über den Klimapreis der Stadt Aarau», wird AEW-CEO Marc Ritter in der Mitteilung zitiert. «Wir haben zwar mit dem Mobilitätsmanagement noch nicht alles umgesetzt, was geplant ist, aber die Auszeichnung würdigt das bisher Geleistete, und wir sehen den erhaltenen Klimapreis als grosse Motivation, um unsere CO2-Ziele weiter konsequent zu verfolgen.»

  • Oiken und Studer Innotec entwickeln virtuelles Kraftwerk

    Oiken und Studer Innotec entwickeln virtuelles Kraftwerk

    Der Walliser Energieversorger Oikenund Studer Innotec starten laut Medienmitteilung  ein Innovationsprojekt zur Nutzung von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern für die allgemeine Stromversorgung durch ein virtuelles Kraftwerk. Die variable und nicht vorab geplante Stromerzeugung in Privathäusern oder Quartieren soll dadurch bestmöglich genutzt und optimiert werden. Das von der Stiftung The Ark finanziell unterstützte Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Institut Icare in Siders VS entwickelt. Die Testphase beginnt noch 2024.

    Ziel des Projekts sei es, kleine Energieerzeuger, die zusammen das Aufkommen eines grossen Kraftwerks haben, zusammenzuschliessen, um ein virtuelles Energiekraftwerk (VPP – Virtual Power Plant) zu schaffen, heisst es in der Mitteilung von Oiken. Die beschleunigte Entwicklung der dezentralen und nicht vorab geplanten Energieerzeugung aus Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) in „Wohnkraftwerken“ verändere Verwaltung und Steuerung des Stromnetzes grundlegend.

    Laut Solarstatistik wurden im Jahr 2022 PV-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 4,7 Gigawatt installiert, die 3,8 Terawattstunden oder 6,7 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs produzierten. Der Anteil der erzeugten Solarenergie übersteige bereits heute tagsüber im Sommer den Anteil anderer Energieträger wie Gas, Wasserkraft oder Biomasse.

    Auf lokaler Ebene wie beim Einfamilienhaus soll der Eigenverbrauch verbessert und die Rückspeisung von Strom in das Netz durch eine optimale Nutzung der Batterien optimiert werden. Auf der nächsthöheren Ebene, wie etwa eines Quartiers, konzentriert sich das Projekt auf die Entwicklung eines intelligenten Energiemanagements für mehrere Anlagen. Auf der Ebene der Region oder des VNB (Verteilnetzbetreiber) geht es darum, die lokale flexible Stromerzeugung durch eine VPP-Lösung zu bewerten und zu vereinen.

  • Verhandlungen zwischen ewz, Gemeinde Surses und Kanton Graubünden

    Verhandlungen zwischen ewz, Gemeinde Surses und Kanton Graubünden

    Die ursprüngliche Konzessionsanfrage von ewz für die Erneuerung der Wasserrechtskonzessionen der Kraftwerke Tinizong und Nandro, die im Mai 2035 auslaufen, wurde von der Urnengemeinde Surses am 21. Januar 2024 abgelehnt. Trotz dieser Entscheidung bleibt ewz optimistisch und beabsichtigt, den konstruktiven Dialog fortzuführen, um die Vorteile einer erneuerten Konzession zu verdeutlichen.

    Philippe Heinzer, Leiter des Geschäftsbereichs Energie bei ewz, betont die Bereitschaft zu lösungsorientierten Verhandlungen und sieht in der Aufnahme der Konzessionserneuerung als eine der Handlungsoptionen in der Botschaft der Gemeinde einen positiven Vertrauensbeweis.

    Als langjähriger Stromproduzent in der Region verfügt ewz über tiefgreifende Erfahrungen und ist massgeblich in die lokale Wirtschaft und Infrastruktur integriert. Mit einer Jahresproduktion von über 700 GWh, die dem Verbrauch von etwa 280.000 Vierzimmer-Haushalten entspricht, spielt ewz eine zentrale Rolle in der regionalen Energieversorgung. Eine Konzessionserneuerung würde es ewz ermöglichen, die bestehenden Anlagen weiterhin effizient und sicher zu betreiben und die Energieversorgung in der Region weiterhin zu gewährleisten.

    Darüber hinaus investiert ewz jährlich rund 10 Millionen Franken in die Instandhaltung und Modernisierung der Kraftwerke sowie des regionalen Verteilnetzes und trägt mit erheblichen Steuer- und Wasserzinszahlungen zur regionalen Wertschöpfung bei.

    Mit dem Fokus auf die Stärkung der Wasserkraft als erneuerbare Energiequelle bekräftigt ewz sein Engagement für den Erhalt und die Weiterentwicklung dieser wichtigen Ressource. Das geplante Angebot für eine neue Konzessionierung an die Gemeinde Surses und den Kanton Graubünden wird zeigen, wie ewz seine Rolle in der zukünftigen Energieversorgung der Region sieht und wie es zur nachhaltigen Entwicklung der lokalen Gemeinschaft beitragen kann.

  • EWN verzichtet auf alpine Solaranlagen

    EWN verzichtet auf alpine Solaranlagen

    Das Kantonale Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) hat in seinem Versorgungsgebiet insgesamt sechs Standorte auf eine Eignung für den Bau alpiner Solaranlagen geprüft. Zwei Standorte wurden in einem ersten Schritt als grundsätzlich geeignet beurteilt.

    Umfassende Abklärungen hätten aber ergeben, dass die Steilheit des Geländes an beiden Standorten besondere Herausforderungen an den Bau und die Finanzierung der Anlagen stelle, schreibt EWN in einer Mitteilung. EWN verweist auf den Druck des Schnees, Lawinen, Rutschprozesse und mögliche Steinschläge. Mögliche Schutzmassnahmen wären so teuer gewesen, dass die Anlagen nicht mehr wirtschaftlich gewesen wären.

    EWN verzichtet daher vorerst darauf, die beiden Projekte weiterzuverfolgen. Sollten sich die Rahmenbedingungen ändern, könnten sie wieder aktiviert werden.

    EWN betreibt unter anderem das Wasserkraftwerk Dallenwil und eine Solaranlage auf dem Länderpark Stans. Ausserdem ist es an der Repartner Produktions AG beteiligt, einer Gemeinschaftsfirma von Repower und anderen regionalen Energieversorgern zur gemeinsamen Beteiligung an Projekten der erneuerbaren Energie.