Kategorie: Energie

Energie – Aktuelle Immobiliennews zu Energie, erneuerbaren Konzepten, Effizienz & Energietrends in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Schneeabschmelzung und Wirtschaftlichkeit in der Praxis bei PVT-Module

    Schneeabschmelzung und Wirtschaftlichkeit in der Praxis bei PVT-Module

    In ihrer prämierten Bachelorarbeit an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften untersuchen Fabian Maag und Marc Willi das Potenzial von photovoltaisch-thermischen Modulen zur Steigerung der Winterstromproduktion. Die PVT-Module der Sunmaxx PVT GmbH nutzen eine Flüssigkeitserwärmung, um Schnee von den Modulen abzuschmelzen und so den Stromertrag zu erhöhen. Ihre Messungen zeigen, dass durch das gezielte Abschmelzen des Schnees die Stromproduktion im Winter um durchschnittlich 34 % gesteigert werden kann.

    Effizienz durch Schneeabschmelzung
    Die Untersuchung ergab, dass die Kombination aus höherer Eintrittstemperatur und kontinuierlichem Abschmelzen während des Schneefalls besonders effektiv ist, um Schneebedeckungen zu minimieren. Diese Methode bewährt sich vor allem in schneereichen Regionen und auch in tieferen Lagen, da der zusätzliche Stromertrag die benötigte Schmelzenergie stets übersteigt.

    Wirtschaftliche Rentabilität
    Die Wirtschaftlichkeitsanalyse zeigt, dass sich die Mehrkosten für die Installation einer PVT-Anlage durch das Abschmelzen von Schnee ab einem Strompreis von 0,39 CHF/kWh amortisieren. Somit sind die PVT-Module nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich attraktiv, insbesondere in Regionen mit hohem Schneefall.

    Anerkennung und Förderung junger Talente
    Für ihre praxisorientierte und zukunftsweisende Arbeit wurden Maag und Willi mit dem regionalen Siemens Excellence Award ausgezeichnet und sind für den nationalen Siemens Excellence Award 2025 nominiert. Gerd Scheller, Country CEO von Siemens Schweiz, betont die Bedeutung der Förderung junger Talente: «Mit dem Excellence Award möchten wir junge Menschen motivieren, sich mit wissenschaftlichen Themen zu beschäftigen, die in der Praxis umsetzbar sind.»

    Zukunftsperspektiven im Bereich MINT
    Der Siemens Excellence Award ist Teil des Programms «Future Creators», das den Dialog mit dem Nachwuchs fördert und junge Talente im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) unterstützt. Gerd Scheller unterstreicht: «Mit diesem Engagement begleiten wir junge Menschen in ihrer Entwicklung und Ausbildung und unterstützen sie dabei, ihre Zukunftschancen zu nutzen.»

    Die Arbeit von Maag und Willi bietet wertvolle Einblicke in die Anwendung von PVT-Modulen zur Effizienzsteigerung der Winterstromproduktion. Ihre Erkenntnisse tragen nicht nur zur wissenschaftlichen Diskussion bei, sondern bieten auch praktische Lösungen für die Herausforderungen der Energiewende.

  • Stadtrat bewilligt 300 Millionen Franken für CoolCity

    Stadtrat bewilligt 300 Millionen Franken für CoolCity

    Am 10. Juli 2024 bewilligte der Zürcher Stadtrat Ausgaben von 303,7 Millionen Franken aus dem Rahmenkredit «Thermische Netze» für die Realisierung des Energieverbunds CoolCity. Dieser soll die Innenstadt Zürichs mit erneuerbarer Energie aus dem Zürichsee heizen und kühlen und stellt damit einen bedeutenden Schritt zur Reduktion des CO2-Ausstosses der Stadt auf Netto-Null bis 2040 dar.

    Ausbau der thermischen Netze
    Der Ausbau der thermischen Netze ist einer der grössten Hebel, den die Stadt Zürich hat, um den CO2-Ausstoss zu senken. Fossile Heizungen können durch den Anschluss an die Fernwärme ersetzt und das örtliche Gasverteilnetz etappenweise abgelöst werden. Der Energieverbund CoolCity, der mit 100 Prozent erneuerbarer Energie betrieben wird, soll einen grossen Beitrag dazu leisten.

    Verbundgebiet und Nutzung von Seewasser
    Das Verbundgebiet erstreckt sich vom Hauptbahnhof bis zum Bürkliplatz, begrenzt durch Limmat, Sihl und Schanzengraben. Es umfasst die Perimeter City, Energieverbund Fraumünster und Altstadt. Die dortigen Liegenschaften sollen künftig mit Zürcher Seewasser geheizt und gekühlt werden, was eine Reduktion der Treibhausgasemissionen der angeschlossenen Liegenschaften auf Netto-Null ermöglicht.

    Seewasser- und Energiezentralen als Herzstücke des Verbunds
    Für die Realisierung des Verbunds sind der Bau einer Seewasser- und einer Energiezentrale notwendig. In einer Tiefe von 28 Metern wird auf Höhe des Zürichhorns das Seewasser gefasst und über eine zwei Kilometer lange Leitung zur Seewasserzentrale in der Kurt-Guggenheim-Anlage transportiert. Dort wird dem Seewasser mithilfe von Wärmetauschern Energie entzogen, die dann zum ewz-Unterwerk Selnau geleitet wird. Das abgekühlte Seewasser wird anschliessend in die Limmat zurückgeführt.

    Das Herz des Energieverbunds wird die Energiezentrale im ehemaligen ewz-Unterwerk Selnau sein. Hier wird die aus dem Seewasser gewonnene Wärme bzw. Kälte mittels Wärmepumpen und Kältemaschinen auf die notwendige Temperatur gebracht. Nach umfassenden Untersuchungen hat sich das ewz-Unterwerk Selnau als optimaler Standort herausgestellt, um die technischen und wirtschaftlichen Anforderungen zu erfüllen.

    Etappenweiser Bau zwischen 2025 und 2039
    Die Realisierung des Energieverbunds erfolgt etappiert von 2025 bis 2039 und wird in Abstimmung mit den Straßen- und Werkleitungsprojekten des Tiefbauamts umgesetzt. Die erste Energielieferung ist für 2031 geplant, wobei der kontinuierliche Ausbau bis 2035 das Versorgungsgebiet (ohne den Perimeter Altstadt) grösstenteils erschlossen haben wird. Der Anschluss der Altstadt ist für 2035 bis 2039 vorgesehen.

    Bereits 2023 bewilligte der Stadtrat 8,5 Millionen Franken für Vorinvestitionen aus dem Rahmenkredit. Das ewz hat mit den ersten Bauarbeiten begonnen und erstellt ein Verbindungsbauwerk zwischen den Energieverbunden CoolCity und Fraumünster, das im Frühling 2025 fertiggestellt sein wird.

    Ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralität
    Der Energieverbund CoolCity ist ein zentraler Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität der Stadt Zürich. Mit der Nutzung von 100 Prozent erneuerbarer Energie aus dem Zürichsee wird die Innenstadt nachhaltig und umweltfreundlich mit Wärme und Kälte versorgt, was einen bedeutenden Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen leistet.

  • CKW aktiviert Mindestvergütung für Solarstrom

    CKW aktiviert Mindestvergütung für Solarstrom

    CKW will Betreibende von kleinen Solaranlagen vor sehr tiefen Marktpreisen insbesondere im Sommer schützen und sie bei der Amortisation der Anlage unterstützen. Dazu wendet die Axpo-Tochter bereits ab der Abrechnung für das zweite Quartal 2024 die vom Bund geplante Mindestvergütung für Solarstrom an, informiert CKW in einer Mitteilung. Hier sollen Betreibende von Solaranlagen bis 150 Kilowatt Leistung voraussichtlich ab Anfang 2025 einen Mindestpreis für ihren Solarstrom erhalten, falls der vom Bundesamt für Energie festgelegte Referenzmarktpreis besonders tief ausfällt.

    Bei der Höhe der aktuell gezahlten Mindestvergütung orientiert sich CKW am Verordnungsentwurf. Er sieht je nach Grösse der Anlage unterschiedliche Mindestvergütungen pro Kilowattstunde vor. Zusätzlich erwirbt die Luzerner Energiedienstleisterin auf freiwilliger Basis auch den Herkunftsnachweis des Solarstroms. Er beträgt für kleine Solaranlagen 2 Rappen pro Kilowattstunde und für Anlagen ab 100 Kilowatt Leistung 1 Rappen pro Kilowattstunde.

    In der Mitteilung rät CKW den Betreibenden von Photovoltaikanlagen zudem zur Optimierung des Eigenverbrauchs. Er lohne sich insbesondere in Phasen mit tiefen Rückvergütungen. Für die Optimierung des Eigenverbrauchs biete sich neben eigenen Energiemanagementlösungen und Batteriespeichern auch der Zusammenschluss mit Nachbarn an, schreibt die CKW. Mit dem am 9. Juli von der Stimmbevölkerung gutgeheissenen neuen Stromgesetz werden zudem weitere Optionen wie die Bildung lokaler Elektrizitätsgemeinschaften oder virtuelle Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch möglich.

  • ZHAW validiert Ertragsberechnungen alpiner Solaranlagen

    ZHAW validiert Ertragsberechnungen alpiner Solaranlagen

    Forschende der ZHAW haben die Genauigkeit der Berechnungen der Software PVSyst zum Ertrag von alpinen Solaranlagen überprüft. Das Bundesamt für Energie empfehle diese Software im Rahmen des Ausbaus alpiner Solaranlagen, erläutert die ZHAW in einer entsprechenden Mitteilung. Die Ergebnisse der Forschungen zeigten, „dass die vom Bund vorgeschlagene Vorgehensweise sinnvoll ist und die Erträge eher unterschätzt werden“, heisst es in der Mitteilung.

    Für die Validierung haben die Forschenden der ZHAW im Winterhalbjahr 2023/24 mit einer flexiblen mehrreihigen Miniaturanlage eine Vielzahl von Messungen auf der Totalp in Davos GR vorgenommen. Die Messdaten stimmten weitgehend mit gleichzeitig erhobenen Daten aus der bestehenden Versuchsanlage am selben Standort überein. Die über die Simulation von PVSyst errechneten Erträge lagen dagegen durchgehend tendenziell tiefer.

    Die Forschenden führen dies auf die von der Software genutzten Albedo-Werte von Meteonorm zurück. Unter der Albedo wird ein Wert für den Anteil des vom Untergrund reflektierten Sonnenlichts verstanden. Gleichzeitig konnten die Forschungen zeigen, dass eine rückseitige Einstrahlung auf ein bifaziales Solarpanel den Ertrag um rund 25 bis 35 Prozent steigert.

  • BKW erwirbt Mehrheitsbeteiligung an HelveticWind

    BKW erwirbt Mehrheitsbeteiligung an HelveticWind

    Die BKW hat ihre Beteiligung an der Kooperation HelveticWind auf 60 Prozent erhöht. Die restlichen 40 Prozent verbleiben bei den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ). Diese strategische Entscheidung, die am 5. Juli 2024 unterzeichnet wurde, markiert eine bedeutende Neuausrichtung der Zusammenarbeit zwischen den Energieversorgungsunternehmen. Zuvor hielt die BKW 29 Prozent und EKZ 20,2 Prozent der Anteile an HelveticWind.

    Erfolgreiche Kooperation in Deutschland und Italien
    HelveticWind betreibt insgesamt sechs Windparks, vier davon in Deutschland mit einer installierten Leistung von 67 Megawatt (MW) und zwei in Italien mit 52 MW. Die BKW, die bereits als Serviceprovider für die Anlagen tätig ist, verfügt über umfassendes Know-how in der Wartung und Optimierung dieser Windparks. Mit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung kann die BKW ihr Bestandsportfolio an erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen weiter ausbauen.

    Zukunftsorientierte Planung und CO2-Neutralität bis 2040
    Margarita Aleksieva, Leiterin des Bereichs Wind & Solar bei der BKW, äußert sich begeistert über den Mehrheitserwerb: «Wir wollen die Energiewende in den kommenden Jahrzehnten mitgestalten und bis 2040 im Energiegeschäft CO2-neutral sein. In diesem Zusammenhang prüfen wir zudem das Repowering-Potenzial der sechs Windparks. Unser Ziel ist es, die bestehenden Flächen in Zukunft zu optimieren und unsere Energieausbeute dank neuster Technik zu erhöhen.»

    Dank an langjährige Partner und Ausblick
    Die BKW dankt den ausscheidenden Partnern Energie Wasser Bern, der Genossenschaft Elektra Baselland und SN Erneuerbare Energie für die langjährige Zusammenarbeit. Die Neustrukturierung der Kooperation ermöglicht es der BKW und EKZ, ihre Partnerschaft erfolgreich weiterzuführen und gemeinsam die Energiewende voranzutreiben.

    Historie und Ziele der HelveticWind Kooperation
    Die Kooperation HelveticWind wurde im März 2010 von Energie Wasser Bern und der BKW gegründet. Ursprüngliches Ziel war es, ein Windkraft-Portfolio mit über 100 MW installierter Leistung zu realisieren, was inzwischen übertroffen wurde. Zu den deutschen Windparks zählen Gross Welle, Lüdersdorf-Parstein, Sendenhorst und Wulkow, während in Italien die Windparks Ventisei und Eolo dazugehören.

    Mit der Mehrheitsbeteiligung an HelveticWind stärkt die BKW ihre Position im Bereich der erneuerbaren Energien und setzt einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energiezukunft.

  • Emissionen aus Heizöl und Gas werden weniger

    Emissionen aus Heizöl und Gas werden weniger

    In der Schweiz sind 2023 die Emissionen aus Brennstoffen gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken, nämlich um 8,8 Prozent. Dabei wurden die unterschiedlich kalten Wintermonate auf eine durchschnittliche Witterung umgerechnet. Im Vergleich zu 1990 lagen diese Emissionen um 41,7 Prozent niedriger. Das zeigt die soeben veröffentlichte CO2-Statistik 2023. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) legt diese Statistik jährlich vor.

    Laut seiner diesbezüglichen Medienmitteilung ist diese Abnahme vor allem auf die bessere Energieeffizienz von Gebäuden und den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien beim Heizen zurückzuführen. Insbesondere sei der Gasverbrauch im zweiten Jahr in Folge deutlich zurückgegangen.

    Dagegen blieb der durch Treibstoffe wie Benzin und Diesel verursachte CO2-Ausstoss gegenüber dem Vorjahr gleich. Gegenüber 1990 sind die Emissionen um 5,2 Prozent zurückgegangen. Dass sie nach der Pandemie, also nach 2022, nicht wieder angestiegen sind, liegt den Angaben zufolge zum einen an der damals begonnenen Veränderung des Mobilitätsverhaltens: mehr Heimarbeit und weniger Geschäftsreisen. Zum anderen führt das BAFU als Grund dafür auch den wachsenden Anteil der Elektromobilität an. Der Anteil biogener Treibstoffe am gesamten Treibstoffverbrauch ist von 3,4 leicht auf 3,6 Prozent gestiegen.

  • Nachhaltiger Sonnenschutz im Olympischen Dorf

    Nachhaltiger Sonnenschutz im Olympischen Dorf

    Das französische Architekturbüro KOZ gehört zu den Hauptarchitekten, die mit dem Bau des Olympischen Dorfes in Paris beauftragt wurden. Bei der Beschattung im Quartier Belvédères des Dorfes setzt KOZ auf das Thurgauer Unternehmen Griesser. Der international aktive Entwickler von Sonnenschutzprodukten für Gebäude hat in Belvédères verschiedene Gebäude mit drei unterschiedlichen Sonnenschutzlösungen ausgestattet.

    Dabei kamen zum einen 265 Lamellenstore des Modells Lamisol 70 zum Einsatz, erläutert Griesser in einer Mitteilung. Vom Lamellenstoren-Modell Grinotex III wurden insgesamt sieben Einheiten verbaut. Vervollständigt wurde der Sonnenschutz durch 108 Rollläden des Modells Tradi PUR. Im Verbund schaffen die Sonnenschutzlösungen ein angenehmes Raumklima und tragen zur Einsparung von Heiz- und Kühlenergie bei.

    «Griesser hat sich mit seinen Qualitätsprodukten durchgesetzt», wird das Architekturbüro KOZ in der Mitteilung zitiert. «Zudem haben sich die Sonnenschutzprodukte bereits bei anderen Projekten von uns bewährt.» Beim Olympischen Dorf hat sich KOZ dabei für einen eigens von Griesser für das Projekt entwickelten metallischen Rosaton bei Lamellenstoren und Rollläden entschieden.

  • Energie Wasser Bern plant Ausbau der Wärmeverbünde in Köniz

    Energie Wasser Bern plant Ausbau der Wärmeverbünde in Köniz

    Energie Wasser Bern plant, sein bestehendes Netz an Wärmeverbünden in der Gemeinde Köniz auszubauen. Die beiden neuen thermischen Netze in den Könizer Ortsteilen Niederwangen und Wabern bei Bern sollen dabei auch Teile der Stadt Bern mit klimaschonender Wärme versorgen. Aktuell werden die Voraussetzungen für die Umsetzung geprüft. Ein definitiver Realisierungsentscheid wird voraussichtlich im kommenden Jahr getroffen werden, informiert ewb in einer Mitteilung.

    Das neue Wärmenetz Niederwangen soll von den bereits bestehenden Energiezentralen der ewb Forsthaus und Rehhag in Bern versorgt werden. Für den Wärmeverbund Bern-Wabern ist eine eigenständige Wärmeerzeugung über Energie aus überschüssigem Wasser angedacht. Der Ausbau der klimaschonenden Wärmeversorgung unterstützt die Pläne der Stadt Bern und der Gemeinde Köniz, die eigenen Treibhausgasemissionen bis spätestens 2045 auf Netto Null zu senken.

    Der Berner Energieversorger übernimmt die operative und finanzielle Verantwortung für das Projekt. Die Gemeinde Köniz unterstützt das Vorhaben durch die Schaffung der bestmöglichen Voraussetzungen. Insbesondere obliegt der Gemeindeverwaltung die Koordination der bau- und raumplanerischen Aktivitäten sowie die Information der Einwohnenden von Köniz. Ein entsprechender Kooperationsvertrag soll Ende dieses Jahres unterzeichnet werden.

  • Kanton Zürich schlägt Gebiete für die Nutzung von Windkraft vor

    Kanton Zürich schlägt Gebiete für die Nutzung von Windkraft vor

    Der Zürcher Regierungsrat will die planerischen Grundlagen für eine verstärkte Nutzung der Windkraft im Kanton schaffen. Dafür hat er nun laut einer Mitteilung den Eintrag von 20 sehr gut geeigneten und von 15 gut geeigneten Gebieten in die Anhörung gegeben. Die sehr gut geeigneten Gebiete befinden sich vor allem im Nordosten des Kantons zwischen Cholfirst, Stammerberg, Zünikon und Bergbuck. Weitere Gebiete im Süden des Knonauer Amts, auf dem Pfannenstiel und im Oberland gelten als gut geeignet. Insgesamt hatte der Kanton 52 Potenzialgebiete angeschaut.

    Die Anhörung dauert bis zum 31. Oktober. Anschliessend erarbeitet der Regierungsrat den entsprechenden Antrag an den Kantonsrat. Windkraftanlagen können nur in Gebieten errichtet werden, die im Richtplan als geeignet eingetragen sind.

    Der Regierungsrat schlägt auch Massnahmen vor, um die Gemeinden und die Bevölkerung an der Errichtung der Anlagen zu beteiligen. So sollen sich Gemeinden und Private freiwillig an den Investitionen beteiligen können. Umgekehrt sollen Betreiber von Anlagen freiwillig Gemeinden an den Erträgen beteiligen.

    Dagegen sieht der Regierungsrat kaum Potenzial für den Ausbau der Wasserkraft im Kanton. Einzig am Rheinfall könnten 20 Prozent des Wassers für ein unterirdisches Kraftwerk genutzt werden. Er schlägt einen entsprechenden Eintrag in den Richtplan vor.

  • Galliker nimmt Ladestation der Superlative von Designwerk in Betrieb

    Galliker nimmt Ladestation der Superlative von Designwerk in Betrieb

    Die Galliker Transport AG verfügt neu über eine Ladestation der Superlative: Im Rahmen des Innovation Day by Galliker hat der Logistiker aus Altishofen den ersten Stationary Battery Backed Mega Charger von Designwerk in Betrieb genommen, informiert die Designwerk Technologies AG in einer Mitteilung. Die Pilotanlage des batteriegepufferten Schnellladesystems verfügt über eine Gesamtkapazität von 1 Megawattstunde und wird mit von Galliker selbst produziertem Solarstrom betrieben.

    „Durch den Einsatz der batteriegepufferten Ladestation können wir den tagsüber produzierten Solarstrom nutzen, um unsere elektrischen Nutzfahrzeuge rund um die Uhr effizient zu laden“, wird Felix Felder, Leiter Flottenmanagement bei der Galliker Transport AG, in der Mitteilung zitiert. „Dabei kann der Mega Charger zur Stabilität unseres Arealnetzes beitragen, indem er Lastspitzen glättet.“

    Die Ladestation hat die Grösse eines Standardcontainers. Die Pilotanlage bei Galliker ist mit zwei Ladepunkten mit einer Leistung von je 420 Kilowatt Gleichstrom ausgestattet. In der Maximalversion des Mega Chargers kann eine Gesamtkapazität von bis zu 2 Megawattstunden untergebracht werden.

    „Die Inbetriebnahme des Mega Chargers bei Galliker ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung zukunftsfähiger Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge“, erläutert Thorben Maier, Leiter Vertrieb und Kundendienst Ladetechnik der Designwerk Technologies AG. „Unsere Technologie ermöglicht es Logistikunternehmen, eine Vielzahl von Ladeszenarien nachhaltig abzudecken, wobei die Pufferspeicher das Stromnetz entlasten.“

  • Gewerbliche Nutzung und Solarenergie: Entwicklung des Papieri-Areals schreitet voran

    Gewerbliche Nutzung und Solarenergie: Entwicklung des Papieri-Areals schreitet voran

    Die Immobilienentwicklerin HIAG weitet die Übergangsnutzung des Papieri-Areals in Biberist aus. So sollen bis Ende Jahr rund 6000 Quadratmeter Fläche im Westteil für die gewerbliche Nutzung ertüchtigt werden, wie HIAG-Projektentwickler Dominik Ulrich im Rahmen einer Veranstaltung des Netzwerkes Standort Schweiz erläuterte. Zu den Nutzern der zusätzlichen Flächen gehört unter anderem die Padelta AG. Das Unternehmen will dort acht moderne Spielfelder für die Sportart Padel betreiben, die mexikanische Variante des Tennisspiels. Ergänzt wird das Freizeitangebot durch den Trampolinpark der Jump Factory. Bereits im Februar ist die Speed-E GmbH mit ihrer Werkstatt und ihrem Showroom für Elektrovelos ins Areal gezogen.

    Im industriellen Ostteil des Areals hat die HIAG Solar AG, ein Gemeinschaftsunternehmen von HIAG und aventron, Mitte April eine Solaranlage mit einer Leistung von 620 Kilowattpeak auf dem Dach eines Ende 2023 fertiggestellten Neubaus aufgeschaltet. Der dort erzeugte Strom wird vor Ort vom Start-up Librec genutzt, das hier Lithium-Ionen-Batterien in industriellem Massstab wiederverwerten will. Die zweite Photovoltaikanlage auf dem Areal wird bereits geplant.

    Das rund 270‘000 Quadratmeter grosse Areal an der Aare war von 1862 bis 2011 als Papierfabrik genutzt worden. HIAG übernahm das Areal 2012. Der Masterplan von 2015 sieht im westlichen Arealteil eine Mischnutzung mit Wohnanteil und im Ostteil eine gewerblich-industrielle Nutzung vor. Derzeit arbeitet die Immobilienentwicklerin am Teilzonenplan, der den gesamten Arealperimeter umfasst. Die Zwischennutzungen belegen bereits rund 30 Prozent des Areals. Zu den grossen Nutzern gehören etwa Sieber Transport und Vigier.

  • Gewinner des Architekturwettbewerbs für die Schule in Confignon

    Gewinner des Architekturwettbewerbs für die Schule in Confignon

    Das Siegerprojekt „Cé Qu’É Lainô“ zeichnet sich durch eine innovative Strategie der Fragmentierung des umfangreichen Schulprogramms aus. Dieser Ansatz ermöglicht eine große Flexibilität in den Phasen der zukünftigen Nutzung der Klassenzimmer, der Turnhallen und des Jugendbereichs. Die geschickte Anordnung der Gebäude erleichtert den Zugang zu den verschiedenen Aktivitäten, die in dieser Schule vorgesehen sind und trägt zur Belebung des zukünftigen zentralen Platzes des Viertels bei, der als sozialer Treffpunkt dienen wird.

    Integration und Standortbedingungen
    Das Projekt integriert die verschiedenen Einschränkungen des Standorts auf optimale Weise, einschließlich der Notwendigkeit, eine markante architektonische Präsenz im Herzen des Viertels zu schaffen. Die teilnehmenden Büros mussten Aspekte wie die interne Organisation des Programms, die Wahl der Bauweise, die Integration in den zukünftigen Stadtteil Cherpines und den Dialog mit den wichtigsten öffentlichen Räumen berücksichtigen. Das Mobilitätsmanagement und die Landschaftsgestaltung waren ebenfalls von besonderer Bedeutung. Darüber hinaus galt es, eine große Anzahl von Schülern und Lehrern unterzubringen und ihnen ein Lebensumfeld zu bieten, das die Vermittlung von Wissen fördert.

    Ehrgeizige Energieziele und Nachhaltigkeit
    Das Programm der neuen Schule ist Teil eines ehrgeizigen Energiekonzepts, das auf den Anschluss an Fernwärme setzt, die aus erneuerbaren Energiequellen gespeist wird. Natürliche Belüftung und eine großflächige photovoltaische Solaranlage auf dem Dach, kombiniert mit Begrünung, sollen den Standard einer sehr hohen Energieeffizienz (THPE) erfüllen. Diese Maßnahmen unterstützen die nachhaltige Entwicklung des gesamten Projekts.

    Ein vollständiger Wettbewerb
    Gemäß der SIA-Norm 142 wurde der Architekturwettbewerb in einem zweistufigen, offenen Verfahren durchgeführt. In der ersten Phase lag der Schwerpunkt auf dem Konzept für die Gestaltung des Perimeters, einschließlich der Definition der Außenbereiche, der Nachhaltigkeitsprinzipien und der funktionalen Organisation der Programmkomponenten. In der zweiten Phase wurde der architektonische Entwurf für das Bildungs- und Sportprogramm sowie für die Außenanlagen festgelegt. Insgesamt wurden 46 Entwürfe eingereicht.

    Zukunftsperspektiven für den Stadtteil Cherpines
    Nach der ersten Bauphase in Rolliet und der Ankunft der ersten Unternehmen im Ökopark Cherpines wird die Sekundarschule II von Confignon den Grundstein für die zweite Phase des Cherpines-Projektes legen. Die Schule wird dem Place des Cherpines Gestalt verleihen und den Platz ab seiner Eröffnung mit 1.400 Schülern und Lehrern beleben. Der Bau der Schule wird die erste bebaute Front dieses öffentlichen Platzes bilden, während die anderen Blöcke des Wohnviertels nach und nach errichtet werden.

    Kontinuierliche Entwicklung
    Der Wettbewerb fand parallel zur Entwicklung des Entwurfs für einen lokalen Stadtteilplan (PLQ) statt, der sich zwischen dem industriellen Ökopark und den Sportplätzen befindet. Der PLQ soll dem Staatsrat Anfang 2025 vorgelegt werden.

  • Eislaufbahn in Tréfle Blanc von den Architekten des Büros Chabanne

    Eislaufbahn in Tréfle Blanc von den Architekten des Büros Chabanne

    Die Eislaufbahn Tréfle Blanc wurde als herausragendes Projekt im Rahmen des internationalen Architekturwettbewerbs ausgewählt. Die Architekten von Chabanne arbeiteten an diesem ehrgeizigen Projekt in Zusammenarbeit mit Partnern wie Architech SA, WSP-BG Ingénieurs Conseils, Ingeni, Oxalis und RR-A.
    Das Projekt „Tréfle Blanc“ umfasst eine Vielzahl von Attraktionen, darunter eine Hauptbahn mit über 8.600 Sitzplätzen, eine zusätzliche Eisbahn und großzügige Bereiche für VIPs, Catering und Ausstellungen auf einer Gesamtfläche von 2.700 m². Die Gestaltung der Außenanlagen und der umliegenden Bereiche wurde ebenfalls sorgfältig geplant, um eine nahtlose Integration zu gewährleisten.

    Besondere Aufmerksamkeit wurde der Ästhetik des Gebäudes gewidmet, insbesondere den skulpturalen Fassaden, die das dynamische Volumen des Gebäudes betonen. Die Architektur des Projekts spiegelt auch die Identität des Geneva-Servette Hockey Clubs wider, der symbolisch als Club des Adlernestes aufgenommen wurde.

    Nachhaltigkeit spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Das Projekt setzt auf die Verwendung von umweltfreundlichen Materialien, wie Holz, das nicht nur für den Bau der Hauptbahn, sondern auch für die Rahmen der Eisbahnen verwendet wird. Darüber hinaus wird Energie aus erneuerbaren Quellen erzeugt, wie z.B. durch die Nutzung von Bodenenergie und Photovoltaikanlagen, um einen großen Teil des Energiebedarfs des Projekts zu decken.

    Das Projekt wurde auch durch die Integration von Grünflächen und 150 gepflanzten Bäumen bereichert, die nicht nur die Atmosphäre verbessern, sondern auch zur Förderung der Biodiversität und zur Schaffung angenehmer öffentlicher Räume rund um die Eisbahn beitragen.
    Mit „Trèfle blanc“ setzen die Architekten von Chabanne einen beeindruckenden Meilenstein in der Welt der Eisbahnen und bieten sowohl den Sportlern als auch den Besuchern ein außergewöhnliches Erlebnis.

  • Das Naturhistorische Museum in Genf enthüllt seine Energievision

    Das Naturhistorische Museum in Genf enthüllt seine Energievision

    Der neue Erweiterungsbau für die Sammlungen, der von MAK Architecture entworfen wurde, wird die bestehenden Flügel aus den 1960er Jahren ergänzen. Mit über 15 Millionen Ausstellungsstücken, darunter Tiere, Gesteine und Mineralien aus der ganzen Welt, ist das MHNG das größte naturhistorische Museum der Schweiz und eines der zehn wichtigsten in Europa. Die Erweiterung wird nicht nur eine bessere Organisation und Präsentation der Sammlungen ermöglichen, sondern auch neue Arbeitsräume schaffen, die Besucherbereiche verbessern und einen neuen Raum für temporäre Ausstellungen einrichten.

    Energieeffizienz als zentrales Element
    Eines der zentralen Ziele des Projekts ist die Verbesserung der Energieeffizienz des Museums. Der historische Teil des Gebäudes wurde bereits 2012 energetisch saniert und die neue Erweiterung wird nach dem Standard der sehr hohen Energieeffizienz gebaut. Dies entspricht der Strategie der Stadt Genf, bis 2050 100% erneuerbare Energien zu nutzen und die CO²-Emissionen zu eliminieren.

    Photovoltaikanlage und nachhaltige Beleuchtung
    Einer der Höhepunkte der Renovierung ist die Installation des zweitgrößten Photovoltaiksystems der Stadt Genf. Darüber hinaus wird das gesamte Gebäude mit hocheffizienten LED-Leuchten ausgestattet und nutzt die natürliche Beleuchtung, um den Energieverbrauch weiter zu senken.

    Heizungs-und Klimasysteme
    Der Heizbedarf der neuen Erweiterung wird vollständig durch erneuerbare Energien gedeckt und insgesamt wird der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Standort schrittweise auf 80% erhöht. Eine Wärmepumpe wird die Hauptenergiequelle für die Heizung sein und 70 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr im Vergleich zu herkömmlichen Systemen einsparen. Im Notfall wird eine Gasheizung als Notfalllösung zur Verfügung stehen.

    Optimierte Belüftung und Klimatisierung
    Besondere Aufmerksamkeit wurde der Belüftung und Klimatisierung gewidmet, um die empfindlichen Sammlungen vor schädlichen Feuchtigkeitsschwankungen zu schützen. Dies wird es dem Museum ermöglichen, wertvolle Leihgaben von anderen Institutionen zu erhalten, die hohe Anforderungen an die Konservierungsbedingungen stellen.

  • Genf auf dem Weg zur Smart City 3.0

    Genf auf dem Weg zur Smart City 3.0

    Mit der Initiative „Smart Geneva“ verfolgt der Kanton Genf das Ziel, eine Smart City 3.0 zu werden, wie es in den skandinavischen Ländern bereits praktiziert wird. Im Gegensatz zu Top-down-Ansätzen soll hier ein nachhaltiger und intelligenter Wandel durch Vernetzung und die Förderung konkreter Projekte erreicht werden. Patrick Montier, Smart City Manager des Kantons Genf, unterstreicht die Bedeutung eines partizipativen Ansatzes: „Es geht darum, ein Ökosystem zu schaffen, das Innovationen fördert, indem es innovative Projekte unterstützt und den Zugang zu Ressourcen und Finanzmitteln erleichtert“.

    Koordination und Vernetzung von Projekten
    Bisher waren die Smart City-Projekte in Genf zwar vielversprechend, aber verstreut und wenig koordiniert. Dies soll sich nun ändern. Private, staatliche und wissenschaftliche Akteure werden über eine Online-Plattform und verschiedene Veranstaltungen miteinander vernetzt, um eine lebendige Gemeinschaft zu bilden. Eine zentrale Datenbank soll Informationen über Smart City und gemachte Erfahrungen sammeln und zugänglich machen.

    Förderung durch den Kanton und Integration der Gemeinschaft
    Für den Start der Initiative hat der Kanton Genf neun Projekte ausgewählt, die insbesondere im Bereich der Kommunikation unterstützt werden. Beispiele sind ein Projekt zur urbanen Landwirtschaft, eine Crowdfunding-Plattform und ein Routenplaner für Fahrradpendler. Eine Telemedizin-Plattform des Universitätskrankenhauses HUG und Pilotprojekte mit vernetzten Bushaltestellen gehören ebenfalls dazu.

    Technologie im Dienste des Klimaschutzes
    Die Vision von Smart City 3.0 stellt die Technologie in den Dienst der Region, um den Herausforderungen der Urbanisierung und der globalen Erwärmung zu begegnen. „Unsere Vision setzt digitale Technologien sinnvoll ein, indem sie beispielsweise darauf achtet, Sensoren sparsam einzusetzen, da sie sehr energieintensiv sein können“, erklärte Montier. Sie zielt darauf ab, die Vorteile für die Umwelt, die Mobilität, die Gesundheit, die Kreislaufwirtschaft und das Wohlbefinden der Einwohner zu maximieren.

    Zukunftsperspektiven und regionale Integration
    Eines der langfristigen Ziele der Initiative ist es, auch das französische Grenzgebiet in die Smart-City-Strategie einzubeziehen. Die Verantwortlichen versprechen, dass Genf bis 2030 eine vollwertige Smart City sein wird. Die Umsetzung der Initiative „Smart Geneva“ ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen und innovativen Stadtentwicklung, die den Bedürfnissen der Einwohner gerecht wird und gleichzeitig den Herausforderungen des Klimawandels begegnet.

  • Alpiq verkauft sieben Photovoltailanlagen an Panneaux Solaires

    Alpiq verkauft sieben Photovoltailanlagen an Panneaux Solaires

    Alpiq hat den Verkauf von sieben Aufdach-Photovoltaikanlagen an PS Panneaux Solaires SA bekanntgegeben. Die Stromanbieterin mit Sitz in Lausanne will mehr Solarenergie ins Energienetz bringen, die Kraftwerke werden darum als Einheit veräussert, heisst es in einer Medienmitteilung. An ihren Standorten in den Kantonen Freiburg, Solothurn und Waadt erreichen die Anlagen eine Gesamtleistung von 5,5 Megawatt Peak.

    Alpiq möchte sich mehr auf ihr Kerngeschäft der hochflexiblen Kraftwerkslösungen konzentrieren, heisst es. Auf Planung, Bau und Betrieb von Photovoltaikanlagen, „welche nicht nahe am Kerngeschäft angesiedelt sind“, soll deshalb verzichtet werden. „Die Herausforderung ist, die wetterabhängige Stromproduktion aus Wind- und Sonnenenergie ins Energiesystem zu integrieren“, wird Amédée Murisier, Leiter des Geschäftsbereichs Schweiz und Mitglied der Alpiq-Geschäftsleitung, zitiert. PS Panneaux Solaires SA, Betreibergesellschaft des Gefiswiss Energy Transition Fund, sei die ideale „Käuferin, um die sieben Anlagen, welche noch für viele Jahre Solarstrom produzieren werden, weiter zu betreiben“, heisst es.

    Die Energiewende erfordere flexible Lösungen für mehr Versorgungssicherheit. Alpiq will mit seinem Portfolio sowohl die Nutzung von erneuerbaren Energien als auch den Ausbau von Speicherlösungen und die Erzeugung von Winterstrom vorantreiben. Mit ihrem Bestand an hochflexiblen Kraftwerksparks sieht sich das Unternehmen laut eigener Angaben in der Position einer „Wegbereiterin der Energiewende“.

    Alpiq ist vor allem an Wasserkraftwerken beteiligt – etwa an den Pumpspeicherkraftwerken Nant de Drance und FMHL. Deren effiziente Grossbatterien mit einer Leistung von 1400 Megawatt seien ein ideales Mittel, um als kurzfristige Tages- oder Wochenspeicher den wachsenden Anteil von Photovoltaikstrom in die Netze einzuspeisen.

  • Tiefengeothermie hat hohes Potenzial im Baselland

    Tiefengeothermie hat hohes Potenzial im Baselland

    Tiefengeothermie könnte im Kanton Basel-Landschaft möglicherweise zwischen 200 und 1800 Gigawattstunden nutzbares Wärmepotenzial pro Jahr liefern. Das entspricht zwischen 10 und 100 Prozent des künftigen Energiebedarfs für Raumwärme und Warmwasser. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Bericht zum Potenzial der tieferen Geothermie im Kanton Basel-Landschaft. Sie wurde vom Amt für Umweltschutz und Energie in Auftrag gegeben und geht auf das Postulat 2022/346 von Rolf Blatter zurück.

    Das tatsächliche Potenzial hängt laut einer Medienmitteilung des Kantons von verschiedenen technischen und ökonomischen Rahmenbedingungen ab und lässt sich daher nur mit einer weiteren Erkundung genauer beziffern. Weil das Baselland zu den geologisch vielfältigsten Kantonen gehöre, sei die Anzahl von Situationen, die sich für eine geothermische Nutzung eignen, entsprechend gross.

    Über das Potenzial der Tiefengeothermie im Kanton hätten bis jetzt keine Schätzungen vorgelegen. Die weitverbreitete oberflächennahe Geothermie mit Erdwärmesonden trägt den Angaben zufolge etwa 100 Gigawattstunden zur genutzten Umweltwärme bei. Der Bund wird mit dem neuen CO2-Gesetz ab 1. Januar 2025 die hydrothermale Geothermie für die Wärmeversorgung fördern.

  • Neuenburg stattet drei historische Bauten mit 33’300 Solardachziegeln aus

    Neuenburg stattet drei historische Bauten mit 33’300 Solardachziegeln aus

    In der Stadt Neuenburg werden gemäss einer Medienmitteilung künftig Dachflächen auf drei denkmalgeschützten Gebäude für die nachhaltige Energiegewinnung genutzt. Hierfür werden das städtische Collège des Parcs sowie die kantonalen Schul- und Universitätsgebäude Beaux-Arts und A.-L. Breguet mit insgesamt 33’300 Solarziegeln von Freesuns ausgestattet. Unterstützt wird das Renovierungsvorhaben vom Forschungs- und Entwicklungszentrum CSEM. Für Stadt und Kanton bedeute es einen weiteren Schritt zur Energiewende.

    Das Collège kann laut der Mitteilung jährlich 150’000 Kilowattstunden Strom selbst erzeugen, was dem Verbrauch von 50 Schweizer Haushalten entspricht. Auf den Kantonsgebäuden liege die installierte Leistung bei 130 Kilowatt Peak für A.-L. Breguet und 95 Kilowatt Peak für Beaux-Arts.

    Architektonische Gegebenheiten hätten spezielle Lösungen erfordert: Beim Collège des Parcs mussten die Ziegel so montiert werden, dass sie den geschwungenen Linien des Dachs folgen, ohne es zu beschädigen.

    Die Umrüstung historischer Bausubstanz auf Solarenergie könnten ein inspirierendes Vorbild für andere Kantone und Gemeinden liefern. Die Ziegel könnten «das Gleichgewicht zwischen kulturellem Erhalt und nachhaltiger Entwicklung ermöglichen», wird Deborah Learoyd, General Manager bei Freesuns, zitiert.

    Die Renovierungsprojekte zeigen «exemplarisch, wie wir Dachziegel, Photovoltaik, Energiewende und Erhalt des architektonischen Erbes miteinander verbinden können», wird Matthieu Despeisse, Group Leader Solar Modules am CSEM, zitiert.

    Zwischen September und November 2024 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. CSEM und Freesuns denken an eine Weiterführung ihrer Kooperation.

  • Ressourceneffizienz durch Mittelspannung in der Photovoltaik

    Ressourceneffizienz durch Mittelspannung in der Photovoltaik

    Der Umbau des Energiesystems erfordert erhebliche Mengen an Rohstoffen wie Kupfer und Aluminium. Ein vielversprechender Ansatz zur Einsparung dieser Ressourcen ist der Übergang von Niederspannung zu Mittelspannung bei der erneuerbaren Energieproduktion. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE identifiziert besonders bei Photovoltaik-Grosskraftwerken ein enormes Einsparpotenzial durch höhere Systemspannungen und plant erste Pilotprojekte sowie eine breite Markteinführung.

    Vorteile höherer Systemspannungen
    Eine Erhöhung der Systemspannung von 800 VAC auf 1.500 VAC führt zu einer Reduktion des Kabelquerschnitts um etwa 75 Prozent. Dies erleichtert die Verlegung und den Anschluss, wodurch die Installationskosten gesenkt werden. Andreas Hensel, Gruppenleiter »Hochleistungselektronik und Systemtechnik« am Fraunhofer ISE, betont die Einsparungsmöglichkeiten: «Nachdem die PV-Modulkosten seit 2010 um 90 Prozent gesunken sind, bieten Installation und Balance-of-System Komponenten nun die grössten Einsparungshebel.»

    Zusätzlich kann die Leistung der Subsysteme durch den Schritt in die Mittelspannung erhöht werden. Bei einer Spannung von 1.500 V sind bereits 10 bis 12 MVA statt der heute üblichen 3 bis 5 MVA in einem Transformator möglich. Dies reduziert die Anzahl der benötigten Transformatoren und Schaltanlagen, was die Bau- und Installationskosten weiter verringert.

    Technologische Fortschritte und erste Erfolge
    Der Fortschritt in der Mittelspannungstechnik wurde durch die Entwicklung hochsperrender Siliziumkarbid-Bauelemente mit hohen Schaltgeschwindigkeiten ermöglicht. SiC-Bauteile bis zu 3,3 kV sind inzwischen marktreif. Im Projekt »MS-LeiKra« hat das Fraunhofer ISE 2023 den weltweit ersten MS-PV-Stringwechselrichter entwickelt und erfolgreich in Betrieb genommen. Der Wechselrichter erreicht eine Ausgangsspannung von 1.500 VAC bei einer Leistung von 250 kVA. «Technologisch sind die Weichen gestellt, und es geht nun darum, wer die ersten Akteure an diesem aussichtsreichen Markt sind», so Christian Schöner, Projektleiter »Mittelspannung« am Fraunhofer ISE. Eine erste Photovoltaik-Pilotanlage auf Basis dieses Wechselrichters ist bereits in Planung.

    Zusammenarbeit für den Durchbruch
    Im April wurde ein europäisches Konsortium gebildet, das Vertreter aller an einem PV-Grosskraftwerk beteiligten Gewerke vereint. Ziel ist es, die technologischen und normativen Voraussetzungen für den Sprung in die Mittelspannung gemeinsam zu untersuchen und zu überwinden. «Als schlagkräftiges Konsortium können wir die bestehenden Hürden gemeinsam angehen und eine Optimierung für das komplette Kraftwerk erzielen», erklärt Christian Schöner.

    Zukunftsperspektiven und Anwendungsbereiche
    PV-Grosskraftwerke sind erst der Anfang. Die Mittelspannungstechnologie bietet auch Potenzial für Ladeinfrastrukturen, Industrienetze, Grosswärmepumpen, Batteriespeicher, Elektrolyseure und Windkraftanlagen. Höhere Systemspannungen ermöglichen neben erheblichen Material-, Kosten- und Flächeneinsparungen auch neue Systemarchitekturen regenerativer Hybridkraftwerke. Diese können über die Mittelspannung miteinander verknüpft werden und somit eine effiziente und nachhaltige Energieversorgung sicherstellen.

  • Erleichterungen beim Bauen in lärmbelasteten Gebieten

    Erleichterungen beim Bauen in lärmbelasteten Gebieten

    Im Zuge der Revision des Umweltschutzgesetzes möchte die UREK-N das Bauen in lärmbelasteten Gebieten vereinfachen. Grundsätzlich soll in neuen Wohnungen mindestens die Hälfte der lärmempfindlichen Räume über ein Fenster verfügen, das die Lärmgrenzwerte einhält. Erleichterungen sind möglich, wenn kontrollierte Lüftungen installiert werden oder ein ruhiger, privat nutzbarer Aussenraum zur Verfügung steht. Diese Regelungen sollen eine Balance zwischen Verdichtung und Lärmschutz schaffen.

    Positionen des Nationalrates und des Ständerates
    Der Ständerat schlägt vor, dass bei Wohnungen mit kontrollierter Lüftung die Grenzwerte an keinem offenen Fenster mehr eingehalten werden müssen. Die UREK-N hält jedoch die nationalrätliche Version für ausgewogener, da sie eine pragmatische Lösung zur Bewältigung der Wohnungsknappheit bietet. Die Kommission betont, dass Baubewilligungen nur erteilt werden, wenn die Gebäude verschärften Schallschutzanforderungen entsprechen und Massnahmen zur Begrenzung von Lärmemissionen weiterhin vorgeschrieben sind.

    Kein Abbau der Lärmschutzvorschriften in Fluglärm-Gebieten
    Die UREK-N verzichtet auf spezifische Fluglärm-Grenzwerte und schliesst sich dem Ständerat an. Damit sollen keine weiteren gesetzlichen Anpassungen notwendig sein, um Bauten in Flughafennähe zu ermöglichen. Die Kommission sieht keine zusätzlichen Einschränkungen für Gemeinden bezüglich der Senkung des Tempolimits vor.

    Altlastensanierung und VOC-Lenkungsabgabe
    Im Bereich Altlastensanierung hält die UREK-N daran fest, dass Eigentümer für die Kosten der Untersuchung und Sanierung privater Spielplätze und Hausgärten aufkommen müssen. Zudem beantragt die Kommission, Alternativen zur VOC-Lenkungsabgabe zu prüfen und fordert eine vertiefte Analyse des Bundesrates.

    Geoinformationsgesetz und Energieforschung
    Die UREK-N hat beschlossen, den Entwurf zur Änderung des Geoinformationsgesetzes zur gründlichen Überprüfung an den Bundesrat zurückzuweisen. Im Bereich Energieforschung wird eine Harmonisierung der Kreditperiode des SWEETER-Programms mit dem vierjährigen Geltungszeitraum der BFI-Botschaft angestrebt.

    Zustimmung zur Stromreserve
    Die Kommission tritt ohne Gegenstimme auf die Änderung des Stromversorgungsgesetzes ein und betont die Bedeutung einer sicheren Stromversorgung auch in extremen Lagen. Sie wird das Konzept der Stromreserve vertieft prüfen und verschiedene Varianten analysieren, um die Versorgungssicherheit zu garantieren und dabei die Umweltauswirkungen und Kosten zu minimieren.

    Zudem empfiehlt die UREK-N dem Bundesrat, stärkere Anreize für die Bildung lokaler Elektrizitätsgemeinschaften zu setzen und diese von Netznutzungsentgelten zu entlasten. Die Sitzung fand unter dem Vorsitz von Nationalrat Christian Imark und teilweise in Anwesenheit von Bundesrat Albert Rösti statt.

  • Forscher plädieren für Paradigmenwechsel bei Gebäude- und Energieplanung

    Forscher plädieren für Paradigmenwechsel bei Gebäude- und Energieplanung

    Matthias Sulzer von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und sein Kollege Michael Wetter vom Lawrence Berkeley National Laboratory in Kalifornien setzen sich für einen Paradigmenwechsel in der Planung von Gebäude- und Energiesystemen ein. «Aufgrund der Komplexität und der geforderten Flexibilität künftiger Energiesysteme sowie der Dringlichkeit eines Wandels sind heutige Planungsprozesse nicht geeignet», erklärt der die Empa-Abteilung Urban Energy Systems leitende und parallel am Lawrence Berkeley National Laboratory forschende Sulzer in einer Mitteilung der Empa. «Es gibt wenig bis keine Interaktion zwischen den Disziplinen, um Gebäude oder Energieinfrastrukturen als ganzheitliches System zu entwerfen.»

    Sulzer und Wetter plädieren dafür, das für die Automatisierung der Chip-Produktion entwickelte sogenannte platform-based Design auf die Planung von Gebäude- und Energiesystemen zu übertragen. Die Methodik basiert auf verschiedenen Abstraktionsebenen, auf denen sich gegenseitig beeinflussende Systeme ganzheitlich analysiert und optimiert werden. Auf jeder Ebene werden dabei allgemeingültige Modelle geschaffen, die vorgeben, wie ein System definiert und zu bauen ist. Die einzelnen Modelle lassen sich in der Praxis dann individuell kombinieren. Ein derartiger Paradigmenwechsel könne «unsere Planungs-, Bau- und Betriebsprozesse revolutionieren und die Digitalisierung und Automatisierung fördern, die für das Erreichen unserer ehrgeizigen Dekarbonisierungsziele unerlässlich sind», meint Sulzer.

  • SAK und Tisca nehmen Photovoltaikanlage in Betrieb

    SAK und Tisca nehmen Photovoltaikanlage in Betrieb

    Die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) aus St.Gallen und der Textilhersteller Tisca aus Bühler AR haben eine grosse Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Wie es in einer Mitteilung heisst, haben die SAK Solarpaneele in einer Fläche von 4250 Quadratmetern auf den rekonstruierten Dächern der Tisca-Produktionshallen am Standort Urnäsch verbaut. Für Tisca war der Bau sowie der Unterhalt der Solaranlage ohne Kostenbeteiligung, das Unternehmen ist jedoch mit einem Photovoltaik-Contracting an die Refinanzierung gebunden. Tisca erhält zu einem Fixpreis Solarstrom aus der auf der eigenen Immobilie produzierten Elektroenergie. Beide Unternehmen tragen dabei zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 bei.

    „Beim Photovoltaik-Contracting stellt ein Gewerbe- oder Industriegebäudebesitzer sein Dach für einen Photovoltaikausbau zur Verfügung. Planung, Bau und Unterhalt finanziert und verantwortet die SAK“, wird Ralph Egeter, Leiter der Projektentwicklung bei SAK, in der Mitteilung zitiert. „Die Unternehmen können nach Abschluss des Projekts den von der Anlage zeitgleich produzierten Solarstrom im Eigenverbrauch zu einem Fixpreis im eigenen Unternehmen nutzen. Als Entschädigung für die Dachnutzung erhalten die Unternehmen je nach Anlagengrösse eine definierte Menge an Solarenergie zum Nulltarif. Mit diesem Engagement geben wir dem Gewerbe und der Industrie eine einfache und kostengünstige Gelegenheit in die Energiezukunft Ostschweiz zu investieren.“

    SAK hat insgesamt drei Photovoltaikanlagen bei Tisca installiert. Die jetzt in Betrieb genommene ist die gegenwärtig grösste im Kanton Appenzell Ausserrhoden.

  • KVA Linth erhält Spezialpreis für CO2-Abscheidungsprojekt

    KVA Linth erhält Spezialpreis für CO2-Abscheidungsprojekt

    Die Kehrichtverbrennungsanlage Linth (KVA Linth) ist von InfraWatt mit einem Spezialpreis ausgezeichnet worden. Der im Kanton Waadt ansässige Verein für die Energienutzung aus Abwasser, Abfall, Abwärme und Trinkwasser würdigte damit das Projekt der KVA Linth, bis 2029 eine Grossanlage für die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid zu errichten, heisst es in einer Mitteilung.

    Derartige CCS-Anlagen (Carbon Capture and Storage) sind geeignet, Kohlendioxid aus der Verbrennungsluft zu filtern und in eigens konstruierte Speicher zu leiten. Dabei wird in der Anlage der KVA Linth abgeschiedenes CO2 komprimiert und mit tiefen Temperaturen verflüssigt und in Kesselwagen abtransportiert. Für die Abscheidungsanlage in der KVA Linth ist eine Leistung von 90 Prozent prognostiziert, dies entspräche etwa 15,5 Tonnen abgeschiedenes CO2 je Stunde. Bei der Fertigstellung der Anlage 2029 können somit bei 8000 Betriebsstunden jährlich 120‘000 Tonnen Kohlendioxid abgeschieden und gespeichert werden.

    Das Projekt wird gemeinsam mit der KVA Linth und dem Zentrum für nachhaltige Abfall- und Ressourcennutzung erarbeitet. Sämtliche Entwicklungsschritte werden transparent allen KVA in der Schweiz zugänglich gemacht, die dann entsprechende Technologien umsetzen können.

  • Paradigmenwechsel in der Energieplanung

    Paradigmenwechsel in der Energieplanung

    Zahlreiche Länder haben sich verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu sein. Dies erfordert für Gebäude- und Energiesysteme einen raschen Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energien und eine stärkere Vernetzung verschiedener Sektoren. Gebäude, Mobilität, Industrie sowie Strom, Wärme und synthetische Brennstoffe müssen interagieren und integriert geplant werden. Matthias Sulzer von der Empa und Michael Wetter vom Lawrence Berkeley National Laboratory argumentieren, dass die aktuellen Planungsprozesse dieser Komplexität nicht gerecht werden und daher ein Paradigmenwechsel notwendig ist.

    Aktuelle Planungsprozess – ein Silo-Denken
    Heutige Planungsprozesse sind nach Disziplinen organisiert, was zu ineffizienten und suboptimalen Ergebnissen führt. Ingenieure und Architekten arbeiten nacheinander, anstatt interdisziplinär zusammen. Diese lineare, «Wasserfall»-artige Vorgehensweise lässt wenig Raum für Iterationen und Optimierungen im Gesamtsystem. Sulzer betont, dass dieser Ansatz nicht mehr ausreicht, um den Anforderungen zukünftiger, flexibler Energiesysteme gerecht zu werden.

    Inspiration aus der Chip-Industrie
    Sulzer und Wetter schlagen einen Planungsansatz vor, der von der Chip-Industrie inspiriert ist. Der Elektronik- und Computer-Wissenschaftler Alberto Sangiovanni-Vincentelli hat mit seinem «Platform-based Design» die Chip-Herstellung revolutioniert. Dieses Konzept nutzt verschiedene Abstraktionsebenen zur ganzheitlichen Analyse und Optimierung von Systemen und schafft allgemeingültige, modular kombinierbare Modelle. Dieses Modell könnte auch auf Gebäude- und Energiesysteme angewendet werden, um die Planung zu automatisieren und zu modularisieren.

    Vorteile eines modellbasierten Planungsprozesses
    Ein modellbasierter Planungsprozess würde bedeuten, dass Modelle nicht nur zur Analyse, sondern auch zur Spezifikation und zum Bau von Systemen genutzt werden. Diese Blaupausen könnten modular kombiniert werden, um das Design und die Funktionalität eines Systems eindeutig zu bestimmen. Dies würde die Planungs-, Bau- und Betriebsprozesse revolutionieren und die notwendige Digitalisierung und Automatisierung fördern, um die ehrgeizigen Dekarbonisierungsziele zu erreichen.

    Pilotprojekt an der Empa
    Das EU-Projekt GOES, geleitet von der Empa, ist ein erster Schritt zur Anwendung des «Plattform-based Design» im Energiesektor. Auf dem Empa-Campus in Dübendorf wird eine Pilotanlage mit 144 Erdsonden als erste Anwendung dieses Konzepts entwickelt. Ziel ist es, die verschiedenen Abstraktionsebenen der Entscheidungsfindung zu definieren und die Schnittstellen zu standardisieren.

    Die Umsetzung eines automatisierten und modularen Planungsprozesses ist entscheidend für die Erreichung der Klimaneutralität bis 2050. Sulzer und Wetter sind überzeugt, dass dieser Paradigmenwechsel die Flexibilität und Effizienz der Energiesysteme erheblich steigern wird. Der Ansatz bietet eine vielversprechende Lösung, um die Herausforderungen der Dekarbonisierung zu meistern und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

  • Neues Stadtteilprojekt in Solothurn erhält Fernwärmeversorgung

    Neues Stadtteilprojekt in Solothurn erhält Fernwärmeversorgung

    Regio Energie Solothurn wird das Solothurner Gebiet Weitblick künftig mit Fernwärme versorgen. Der Leitungsbau hat Anfang Juni begonnen und wird voraussichtlich bis Spätherbst 2024 andauern. Weitblick Solothurn ist ein Projekt für die Entwicklung eines neuen Stadtteils im westlichen Solothurn, bei dem der ökologische Aspekt eine gewichtige Rolle spielt. Laut einer Mitteilung von Regio Energie Solothurn kann das Gebiet durch die Erschliessung mit Fernwärme künftig mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Diese wird aus der Abwärme der Abfallverwertung in der KEBAG AG, der Kehrichtverwertungsanlagen in Zuchwil SO, gewonnen. Im Bereich des neuen Steinlagers soll bis spätestens 2026 eine Energiezentrale, ein sogenannter Energiehub, fertiggestellt werden. Er wird die Neubauten im Gebiet Weitblick mit Niedertemperatur-Fernwärme beliefern.

    Die Anschlussarbeiten werden in Etappen auf verschiedenen Teilstrecken ausgeführt. Die Strecke der Fernwärmeleitungen beträgt insgesamt knapp 1,5 Kilometer. Verkehrseinschränkungen gibt es seit dem 3. Juni bis voraussichtlich Oktober 2024 von der Hermesbühlstrasse bis zur Brühlhofpromenade. Dabei werden die BLS– und SBB-Gleise in der Gibelinstrasse mittels einer Unterstossung gequert. Die Bushaltestelle Gibelinstrasse in Fahrtrichtung Solothurn ist bis 17. August ausser Betrieb. Die Parkplätze in der Küngoltstrasse, teilweise auch in der Hermesbühlstrasse, stehen während der Arbeiten nicht zur Verfügung.

    In der Brühlhofpromenade bis Segetzstrasse werden vom 10. Juni bis Mitte August Leitungen verlegt. Auf der Teilstrecke Segetzstrasse bis zur Wohnbaugenossenschaft VEBO in der Oberhofstrasse 1 werden die Bauarbeiten bis Ende November im Bereich der Kreuzung Segetzstrasse/Gibelinstrasse zeitweise zu grösseren Verkehrseinschränkungen führen. Für den Zusammenschluss muss ausserdem die Westtangente grabenlos unterquert werden, was von Sommer bis Oktober geschehen wird.

  • Studie zu Wohneigentum in der Schweiz veröffentlicht

    Studie zu Wohneigentum in der Schweiz veröffentlicht

    Houzy, in Zürich angesiedelte Plattform für Wohneigentümer, hat eine aktuelle Studie in Auftrag gegeben und veröffentlicht. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, wollte das Unternehmen Daten sammeln, wie sich Wohneigentümer in der Schweiz aktuell und künftig verhalten. Für die repräsentative Studie wurden online 80‘000 Haushalte von Houzy befragt. 1906 Haus- und Wohneigentümer beantworteten den Fragebogen von Januar bis Ende März 2024. Von ihnen waren drei Viertel Haus- und ein Viertel Wohnungseigentümer.

    Im Fokus der Studie stehen die Bereiche Sanierung, Heizung und Energieversorgung. Dabei zeigte sich, dass im vergangenen Jahr 69,4 Prozent aller Wohneigentümer Handwerkerdienstleistungen in Anspruch genommen haben. Im Durchschnitt lag ein Auftragsvolumen bei 15‘000 Franken.

    Neben Sanierungen richtete sich der Blick auch auf alternative Heizungen. 5 Prozent der Eigentümer planen für 2024, ihre Heizungen zu modernisieren und Alternativen zu fossilen Brennstoffen zu finden. Dabei wollen 33,5 Prozent der Haushalte, die noch mit Öl, und 8,85 Prozent derjenigen, die mit Gas heizen, ihre Heizungen umstellen. Ein Zehntel der Schweizer Wohneigentümer plant für das laufende Jahr, Solaranlagen zu installieren, um benötigten Strom zumindest teilweise selbst zu produzieren.

    Ein weiterer Blick richtete sich auf Absichten, das Wohneigentum zu veräussern. Ein Siebtel der befragten Wohneigentümer bekundete derartige Absichten. 20 Prozent davon möchten ihr Wohneigentum noch 2024 verkaufen. Hochgerechnet bedeutete dies, dass in diesem Jahr 3,2 Prozent aller Häuser und Wohnungen in der Schweiz auf den Markt kämen, heisst es in der Mitteilung.

  • Solarenergie-Potenziale aus dem All ermitteln

    Solarenergie-Potenziale aus dem All ermitteln

    Die Frage, welche Dächer sich für Solaranlagen eignen und welche Leistung dort erzielt werden kann, beantwortet der neue Solaratlas des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt). Diese Karte, die auf der ILA 2024 in Berlin vorgestellt wurde, nutzt aktuelle Luftbilder und Geobasisdaten, verarbeitet durch Methoden des maschinellen Lernens. So konnte das Solarenergie-Potenzial für rund 20 Millionen Gebäude in Städten wie Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg ermittelt werden. Die Ergebnisse sind öffentlich zugänglich unter eosolar.dlr.de.

    Technologie trifft Nachhaltigkeit
    Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR, betont die Bedeutung des Solaratlas für die Energiewende: „Um effektive Strategien und Instrumente zum Ausbau von Solaranlagen auf Dächern zu entwickeln und umzusetzen, benötigen Entscheidungsträger genaue Informationen zum aktuellen Bestand und zum Ausbaupotenzial. Die satellitengestützten Informationen, die das DLR bereitstellt, unterstützen die Energiewende und werden zum Treiber für innovative Produkte und Geschäftsmodelle.“ Der Solaratlas zeigt, wie erfolgreich Erdbeobachtung für den Klimaschutz und den nachhaltigen Ausbau der Energiegewinnung eingesetzt werden kann.

    Datenauswertung und Methodik
    Im Projekt EO Solar kombinieren die Wissenschaftler des Earth Observation Center des DLR mehrere Terabyte an Daten. Diese umfassen digitale, verzerrungsfreie Luftbilder mit einer Auflösung von 20 Zentimetern und hochaufgelöste Oberflächenmodelle, die das Bundesamt für Kartografie und Geodäsie bereitstellt. „Um das aktuelle Ausbaupotenzial für Solarenergie zu beschreiben, berechnen wir die mögliche elektrische Leistung anhand der Sonnenstunden, der Strahlungsintensität, der Ausrichtung der Dachflächen sowie der Verschattung durch benachbarte Gebäude oder Vegetation“, erklärt Annekatrin Metz-Marconcini, Leiterin des Projekts EO Solar.

    Künstliche Intelligenz und praktische Anwendungen
    Das DLR hat ein Verfahren entwickelt, das künstliche Intelligenz nutzt, um weltweit Dächer mit verbauten Solarpaneelen aus hochaufgelösten Fernerkundungsdaten zu identifizieren. In Deutschland wird zusätzlich das Marktstammdatenregister einbezogen, das tagesaktuell alle angemeldeten Solaranlagen erfasst. Diese Methode nutzt digitale Oberflächenmodelle des Geländes, wodurch automatisch Verschattungen durch Bäume und das umgebende Gelände berücksichtigt werden. So können auch Länder ohne detaillierte Gebäudemodelle ihr Solarenergie-Potenzial berechnen und in die Planung einbeziehen.

    Unterstützung für politische Entscheidungsträger
    Der DLR-Solaratlas bildet im Gegensatz zu bestehenden Solarkatastern der Bundesländer, Landkreise oder Gemeinden das ganze Land systematisch und aktuell ab. Dies bietet politischen Entscheidungsträgern und Planern eine fundierte Grundlage, um den Ausbau von Solaranlagen gezielt zu fördern. Bereits im Rahmen eines ESA-Projekts wurde eine ähnliche Karte für Österreich erstellt. Aus Datenschutzgründen wird in Deutschland der Solarausbau auf Gemeinde-, Landkreis- oder Bundeslandebene dargestellt.

    Zukunftsweisende Energieplanung
    Mit dem neuen Solaratlas schafft das DLR eine wertvolle Ressource für die Planung und Umsetzung nachhaltiger Energieprojekte. Er ermöglicht eine präzise Einschätzung des Solarenergie-Potenzials und unterstützt damit den Übergang zu einer klimafreundlichen Energieversorgung.

  • Neuer Akteur im britischen Recyclingmarkt

    Neuer Akteur im britischen Recyclingmarkt

    Holcim übernimmt die in der britischen Grafschaft Cheshire ansässige Schotter-Recyclingfirma Land Recovery. Mit ihren 85 Mitarbeitenden verwendet sie Schienenschotter und Abbruchmaterial für die Produktion von Transportbeton, Fertigteilen und Asphalt.

    Wie es in einer Medienmitteilung heisst, erweitert diese Akquisition den Zugang von Holcim zu Bauschutt. Davon hat Land Recovery im vergangenen Jahr 300’000 Tonnen verarbeitet.

    «Land Recovery stärkt die führende Position von Holcim im zirkulären Bauen», wird Holcim-CEO Miljan Gutovic zitiert. «Das bringt uns unserem Konzernziel näher, in 2024 10 Millionen Tonnen Bauschutt zu rezyklieren.»

    Land Recovery wurde 1982 von der Familie Beecroft gegründet. Mit vier Standorten in Grossbritannien bietet das Unternehmen unter anderem die Lieferung von Primärschotter für den Schienenverkehr, den Umschlag und die Aufbereitung von verbrauchtem Schotter sowie dessen Wiederverwertung in neuen Baulösungen an.

    Die Transaktion folgt auf Holcims Übernahme von Sivyer Logistics im vergangenen Jahr, einem Hersteller von recyceltem Abbruchmaterial für den Londoner Baumarkt.

  • Klimastiftung Schweiz fördert zehn Projekte

    Klimastiftung Schweiz fördert zehn Projekte

    Die Klimastiftung Schweiz hat in ihrer ersten Förderrunde 2024 aus einer Vielzahl von Einsendungen zehn innovative klimarelevante Projekte für eine Förderung ausgesucht. Sie werden mit insgesamt über 1,3 Millionen Franken unterstützt, informiert die Stiftung in einer Mitteilung. «Wir registrieren eine gesteigerte Anzahl hochwertiger Anfragen mit reellem Potential für den Klimaschutz», wird Geschäftsführer Vincent Eckert dort zitiert.

    In der Mitteilung stellt die Klimastiftung fünf der Projekte im Kurzportrait vor. So wird das Projekt Grabowski der Borobotics GmbH aus Winterthur unterstützt. Sie hat einen Bohrroboter für geothermische Bohrungen auf engem Raum entwickelt.

    Die VentoStream AG aus Liestal wird bei der Entwicklung ihres Mini-Windrads unterstützt. «Unsere Technologie ist dreimal effektiver und wirtschaftlicher als herkömmliche Windkraftanlagen», meint VentoStream-CEO Manuel Bernsau. Durch die innovative Bauweise werden zudem Schatten-, Vogel- und Eisschlag vermieden.

    Die HILLBOT GmbH aus Risch ZG hat einen Leichtbau-Mäher entwickelt. Mit ihm könne «ein durchschnittlicher Landwirtschaftsbetrieb im Jahr 4 Tonnen CO2 einsparen», wird Projektinitiant Amadeo Knüsel in der Mitteilung zitiert.

    SolidWatts aus Pully VD wird bei der Entwicklung von Mikrowellengeneratoren unterstützt, die grossindustriell Mikrowellen erzeugen. Sie können in Materialien von Industrieprozessen effizient Wärme produzieren.

    Die Terrabloc SA entwickelt innovative Lehmblöcke für die Deckenproduktion. Das Genfer Unternehmen wurde bereits in den Jahren 2019 und 2020 von der Klimastiftung unterstützt.

  • Beachtliches Wirtschaftswachstum steigende Lebensqualität

    Beachtliches Wirtschaftswachstum steigende Lebensqualität

    Die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons Zürich ist beeindruckend. In den letzten 40 Jahren hat sich das inflationsbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 74 auf 159 Milliarden Franken mehr als verdoppelt. Pro Kopf stieg die Wirtschaftsleistung von 65.000 auf 101.000 Franken, wobei dieser Wertschöpfungszuwachs überwiegend in höhere Löhne umgesetzt wurde. Zudem hat die durchschnittliche Arbeitszeit seit 1991 um fast einen halben Nachmittag pro Woche abgenommen, was zu einem kontinuierlichen Anstieg des Wohlstands der Zürcherinnen und Zürcher führte. Technologischer Fortschritt und Innovationen waren dabei die treibenden Kräfte.

    Steigende Lebensqualität – differenzierte Entwicklungen
    Wirtschaftswachstum bringt mehr als nur höhere Einkommen und Freizeit mit sich. Die Steuereinnahmen stiegen, was in vielen Bereichen die Lebensqualität im Kanton Zürich verbesserte. Die OECD nutzt die «Regional-Well-Being-Indikatoren» und den «Better-Life-Index», um Lebensqualität anhand elf verschiedener Kategorien zu messen. Zürich verzeichnete Verbesserungen in Bildung, Beschäftigung, Work-Life-Balance, Gesundheit und Technologie. Im Bereich Sicherheit und Wohnen waren die Ergebnisse gemischt, während die subjektive Lebenszufriedenheit konstant hoch blieb.

    Rückgang der Umweltbelastungen trotz Wachstum
    Entgegen dem traditionellen Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch zeigen die letzten 30 Jahre eine Entkopplung in reichen Regionen. Im Kanton Zürich stieg das reale BIP seit 1990 um 69 Prozent, während die Umweltqualität in den meisten Bereichen zunahm. Materialverbrauch, Recyclingquote, Luft- und Wasserqualität sowie der Umweltbelastungs-Fussabdruck verbesserten sich. Eine relative Entkopplung ist bei Kehrichtmengen, Bodenversiegelung und Biodiversität zu beobachten. Besonders bei den Treibhausgasemissionen zeigt sich eine deutliche Reduktion um 17 Prozent seit 1990, trotz stetigen Wirtschaftswachstums.

    Gedankenexperiment zu den Auswirkungen von Nullwachstum
    Das Forschungsbüro INFRAS modellierte im Wirtschaftsmonitoring die möglichen Auswirkungen eines Szenarios ohne Wirtschaftswachstum bis 2050. Dieses Szenario zeigt, dass Nullwachstum zu deutlich tieferen Einkommen und einem erhöhten Armutsrisiko führen würde. Gleichzeitig würden finanzielle Herausforderungen zunehmen, da weniger Steuereinnahmen und Gelder für Sozialversicherungen zur Verfügung stünden, was Verteilungskonflikte zur Folge hätte. Obwohl die Umweltqualität in einigen Bereichen profitieren würde, wären die Kosten hoch, und es stünden weniger finanzielle Mittel für den Umweltschutz bereit.

    Der Kanton Zürich demonstriert, dass Wirtschaftswachstum, Lebensqualität und Umweltschutz erfolgreich kombiniert werden können. Die kontinuierliche Verbesserung in verschiedenen Lebensbereichen zeigt, dass technologischer Fortschritt und nachhaltige Entwicklung Hand in Hand gehen können. Das Gedankenexperiment zu Nullwachstum verdeutlicht die Wichtigkeit eines ausgewogenen Wachstums, um sowohl wirtschaftliche als auch gesellschaftliche und ökologische Ziele zu erreichen.