Kategorie: Energie

Energie – Aktuelle Immobiliennews zu Energie, erneuerbaren Konzepten, Effizienz & Energietrends in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Politischen Fahrplan zur Klimaneutralität der Schweiz

    Politischen Fahrplan zur Klimaneutralität der Schweiz

    Der Abschlussbericht von POLIZERO nimmt die Schweizer Klimapolitik mit ungewohnter Klarheit ins Visier. Die nächsten zehn Jahre sind entscheidend für Wirtschaft, Energieversorgung und Gesellschaft. Das Forschungsteam modellierte zahlreiche Pfade. Der Ausstieg aus fossilen Technologien, eine massive Ausweitung von Fernwärme und Solarkapazitäten sowie die zügige Einführung von Elektromobilität bilden das Fundament für das Netto-Null-Ziel.

    Ein Blick nach Europa zeigt, dass gerade in unsicheren Zeiten eine gezielte Harmonisierung mit EU-Standards zum Erfolgsfaktor werden. Besonders die Integration in einen gemeinsamen Energiemarkt und abgestimmte Vorschriften stärken die Versorgungssicherheit und beschleunigen Innovationen.

    Von der Strategie zur Skalierung
    Das Fenster für einschneidende Weichenstellungen schliesst sich. Ab 2035 verschiebt sich der Fokus auf das Hochskalieren klimafreundlicher Technologien. Modellrechnungen belegen, dass Wind- und Bioenergie, synthetische Kraftstoffe sowie CO₂-Abscheidung aus Industrie und Abfall ins Zentrum rücken. Durch Investitionen und verpflichtende Vorgaben, etwa für den Ersatz alter Heizsysteme, kann die Schweiz ihre Abhängigkeit von Energieimporten im Winter verringern und gleichzeitig industriellen Wandel ermöglichen.

    Fördermassnahmen und Innovationsanreize wirken als Starthilfe, werden jedoch im weiteren Verlauf gezielt durch strengere regulatorische Instrumente und den Ausbau des Emissionshandels ergänzt. Standhafte, aber anpassungsfähige Politik bleibt notwendig, um geopolitische Unsicherheiten und technologische Überraschungen aufzufangen.

    Flexible Umsetzung, klare Perspektive
    Die Studie empfiehlt einen ausgewogenen Ansatz statt radikaler Einzelschritte. Gelingt es der Schweiz, glaubwürdige eigene Initiativen mit konsequenter EU-Koordinierung zu verbinden, sind die Chancen auf Erreichen des Netto-Null-Ziels intakt. Entscheidend bleibt, dass jede Strategie flexibel bleibt. Anpassungsfähigkeit gewinnt an Bedeutung, je schneller sich Weltmärkte und Forschung verändern.

    Um Klimaneutralität zu realisieren, braucht es nicht das perfekte Rezept, sondern eine klar definierte Richtung und politisches Durchhaltevermögen. Die entscheidenden Schritte müssen jetzt gesetzt werden. Für eine Schweiz, die in Sachen Klimaschutz und Innovationskraft Europa mitprägt.

  • Energie 360° und EKZ führen Übernahmegespräche

    Energie 360° und EKZ führen Übernahmegespräche

    Die Stadt Zürich hat bereits 2024 angekündigt, für Energie 360° neue Partnerschaften zu suchen. Nach dem Rückzug aus der städtischen Wärmeversorgung fokussiert sich das Unternehmen zunehmend auf Projekte ausserhalb des Stadtgebiets. Um seine Zukunft langfristig zu sichern, führte die Stadt mit externer Unterstützung Marktabklärungen durch und sprach mit mehreren Interessenten.

    Nun steht fest, Zürich und EKZ führen exklusive Verhandlungen über eine mögliche Übernahme. Die Gespräche sollen gemäss Mitteilung klären, ob der Zusammenschluss beider Energieunternehmen einen Mehrwert für den Kanton und die Stadt schaffen kann.

    Synergien für die kantonale Energiezukunft
    EKZ verfügt über breite Erfahrung im Aufbau und Betrieb komplexer Energieinfrastrukturen und liefert im Strombereich bereits 100 Prozent erneuerbare Energie. Durch einen Zusammenschluss mit Energie 360° könnte der Kanton Zürich künftig grosse Teile der Energieversorgung aus einer Hand steuern.

    Für Energie 360° würde die Integration in EKZ die konsequente Fortsetzung ihrer Transformation bedeuten. Weg vom fossilen Gas hin zu erneuerbaren Energieverbünden, Biogas und Ladeinfrastrukturen für Elektromobilität. Damit würde der Kanton Zürich im nationalen Vergleich einen markanten Schritt Richtung Netto-Null machen.

    Beobachter sehen in dieser Bündelung eine Chance, die regionale Energieproduktion, Netzinfrastruktur und Versorgungssicherheit stärker zu koordinieren. Gleichzeitig bietet die geplante Übernahme die Möglichkeit, Ressourcen und Know-how in einem zunehmend fragmentierten Markt effizienter einzusetzen.

    Entscheid bis Ende 2026 erwartet
    Ob der Zusammenschluss tatsächlich zustande kommt, entscheiden zwei Gremien. Auf Seiten der Stadt der Gemeinderat, auf Seiten von EKZ der Verwaltungsrat. Die Verhandlungen sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

    Für Zürich wäre der Verkauf ein bedeutender strategischer Schritt. Verbunden mit der Abgabe eines wichtigen Energieunternehmens, aber auch mit der Chance, das Ziel der Dekarbonisierung im Kanton vereint voranzutreiben. Sollte die Übernahme gelingen, entstünde im Raum Zürich ein Energieakteur, der Strom, Wärme und Mobilität konsequent auf erneuerbare Grundlagen stellt und damit die Weichen für eine klimaneutrale Zukunft stellt.

  • Klimafreundliche Wärmeversorgung für Zofingen und Oftringen

    Klimafreundliche Wärmeversorgung für Zofingen und Oftringen

    StWZ Energie AG und Primeo Energie wollen gemeinsam eine nachhaltige Fernwärmeversorgung im unteren Wiggertal schaffen. Dafür haben die Energiedienstleister laut Mitteilung per 19. September 2025 die gemeinsame Gesellschaft Fernwärme Unteres Wiggertal AG (FUWI) gegründet. Dadurch sollen „Infrastruktur, Kundennähe und Energiekompetenz“ gebündelt werden, um die Wärmeversorgung klimafreundlich weiterzuentwickeln.

    Das neue Netz soll aus Abwärme der Kehrichtverwertungsanlage erzo-KVA sowie aus bestehenden dezentralen Energiezentralen von StWZ betrieben werden. Bestehende Wärmeverbünde von StWZ in Zofingen und Primeo Energie in Oftringen sollen integriert werden.

    Ab Sommer 2027 sollen die ersten Haushalte ab dem neuen Netz mit CO2-armer Wärmeenergie beliefert werden. Für den Ausbau sind zwei Etappen vorgesehen. Phase eins soll 2026 ab der Kehrichtverbrennungsanlage erzo-KVA beginnen und in Richtung Oftringen Süd und Zofingen verlaufen. Die zweite Etappe folge frühestens 2030 und hänge vom geplanten Neubau der Kehrichtverbrennungsanlage ab. Hierfür werde die Zustimmung der Oftringer Bevölkerung zur Einzonung eines benötigten Landstücks benötigt. Gehen beide Bauphasen in Betrieb, liessen sich 10’000 Haushalte mit Wärme versorgen und 30’000 Tonnen CO2 einsparen.

    Michael Schneider, Geschäftsführer der Primeo Wärme AG sieht in der Energiewende eine Wärmewende. Mit dem Schritt werde ein „Grundstein für eine langfristig tragfähige Wärmeversorgung im unteren Wiggertal“ gelegt. „Indem wir regionale Energiequellen mit moderner Technik verbinden, reduzieren wir den CO2-Ausstoss gezielt und erweitern das Angebot an verlässlicher, dekarbonisierter Wärme“, wird Paul Marbach, Geschäftsführer der StWZ Energie AG, zitiert.

  • Köniz testet Stromversorgung mit 100 Prozent erneuerbarer Energie

    Köniz testet Stromversorgung mit 100 Prozent erneuerbarer Energie

    Der Berner Energieversorger BKW testet neue Lösungen zur Stromversorgung aus erneuerbaren Energien. Ein über drei Jahre laufendes Pilotprojekt soll dabei Echtzeitdaten über den Strombedarf und -verbrauch im Ortsteil Mittelhäusern der Gemeinde Köniz liefern, heisst es in einer Mitteilung.

    Die Wahl des Testgebiets ging aus einer Machbarkeitsstudie hervor, die die Gemeinde Köniz veranlasst hatte. Der Test liegt dabei seinen Fokus auf die Stromversorgung der 950 Einwohnenden der Gemeinde. In dem zusammenhängenden Versorgungsgebiet soll die Stromversorgung durch erneuerbare Energien realisiert werden. Nach der Testphase haben alle Energiekundinnen und -kunden die Möglichkeit, 100 Prozent erneuerbare Energie zu beziehen, die ökologischer und günstiger ist als bisher, heisst es in der Mitteilung.

    Mittelhäusern könnte die erste Schweizer Ortschaft werden, die ihren gesamten Energiebedarf, also Strom, Wärme, Mobilität und Prozesse, aus erneuerbaren Quellen deckt, so die BKW. Für die Bereiche Wärme und Mobilität ist jedoch noch ein eigenes Folgeprojekt geplant.

    Zentrales Ziel der Studie ist, BKW Power Grid im praktischen Experiment mit Daten und Erfahrungen mit Echtzeit-Sensorik und -Aktorik zu versorgen. Dabei soll allzeit eine stabile und effiziente Stromversorgung gewährleistet sein. Im Effekt soll das Verständnis für ein intelligentes elektrisches Gesamtsystem (Smart Grid) verbessert werden.

  • Helikopter-Einsatz für klimafreundliche Energieversorgung

    Helikopter-Einsatz für klimafreundliche Energieversorgung

    Die Clinique Valmont in Montreux ist von BRUGG Pipes mit einer klimafreundlichen Wärmeversorgung ausgestattet worden. Sie besteht aus einer Siemens-Luftwärmepumpe, die über eine Fernwärmeleitung an die Klinik angeschlossen wird, erläutert BRUGG Pipes in einer Mitteilung. Die Heizleistung der Anlage wird dort auf 321 Kilowatt beziffert. Mit der neuen nachhaltigen Wärmeversorgung kann die zum Swiss Medical Network gehörende Klinik künftig jährlich rund 263 Tonnen CO2-Emissionen vermeiden.

    BRUGG Pipes ist bei der Anlieferung der Fernwärmeleitung ungewöhnliche Wege gegangen. „Da die Platzverhältnisse eingeschränkt waren und zwischen Ablade- und Installationsort eine Steigung überwunden werden musste, setzten wir für den Transport der vier jeweils rund 700 Kilogramm schweren Teilstücke einen Helikopter ein“, wird René Hilty, Projektleiter Fachbauplanung des zur BRUUG GROUP AG aus Brugg gehörenden Unternehmens, in der Mitteilung zitiert. Die Siemens-Wärmepumpe weist gar ein Gewicht von 2,8 Tonnen auf. Ihr Transport soll am 30. September mit einem Super Puma-Helikopter durchgeführt werden.

  • Zirkularität als Schlüssel zur klimafreundlichen Bauzukunft

    Zirkularität als Schlüssel zur klimafreundlichen Bauzukunft

    CircularHub, Wissens- und Austauschplattform für zirkuläres Bauen, lädt am 2. Oktober 2025 zur MasterClass Zirkularität im Bau- und Immobiliensektor ein, wie aus einer Ankündigung hervorgeht. Ziel ist es, Fach- und Führungskräfte bei einer aktiven Wandlung des ressourcenintensiven Bausektors zu unterstützen und einen Beitrag zur Erreichung der Schweizer Netto-Null-Ziele zu leisten.

    Im Laufe der Veranstaltung werden etwa die Rolle der Zirkularität in der Nachhaltigkeit und Stärken von zirkulären Design-Strategien und Geschäftsmodellen, Best Practice-Beispiele und vorhandene Schweizer Ansätze diskutiert. Teilnehmende erhalten eine individuelle Vorbereitung mittels eines Briefing-Dokuments und ein optionales Follow-Up-Telefongespräch mit CircularHub-Spezialisten. „Lösungen für eine zirkuläre Wende liegen längst auf dem Tisch. Jetzt geht es darum, das Wissen, Können und Wollen breit in die Praxis zu tragen – und genau dafür ist die MasterClass da“, heisst es von Marloes Fischer, CEO von CircularHub und Hauptreferentin der Veranstaltung. Neben den fachlichen Inhalten ermöglicht die MasterClass eine aktive Vernetzung von Fach- und Führungskräften, die sich mit Experten und Entscheidungsträgern austauschen und Impulse mitnehmen können.

    Die Schweizer Bau- und Immobilienbranche, die hohe CO2-Emissionen und hohen Ressourcenverbrauch aufweist, steht laut CircularHub vor tiefgreifenden Veränderungen. Die Plattform bemüht sich daher, Branchenakteure bei innovativen Lösungen zu unterstützen und die Bauwirtschaft in Richtung Kreislaufwirtschaft zu transformieren.

  • Bundesrat vereinfacht Bauverfahren

    Bundesrat vereinfacht Bauverfahren

    Bislang verzögern sich viele Bauprojekte und Stadtentwicklungen wegen der starren Direktanwendung des Bundesinventars der schützenswerten Ortsbilder (ISOS). Besonders in Zürich sind Tausende Wohnungen blockiert, wie das Beispiel Brunaupark zeigt. Mit einer Neuregelung will der Bundesrat die Behandlung und Bewilligung von Wohnprojekten vereinfachen und beschleunigen. Die ISOS-Vorgaben sollen in Zukunft nur in jenen Fällen direkt greifen, in denen tatsächlich das Ortsbild betroffen ist. Damit sinkt die Zahl der komplexen Verfahren deutlich und zahlreiche Projekte können rascher realisiert werden.

    Kantone und Gemeinden erhalten künftig mehr Spielraum und klare Abgrenzungen, wann eine Direktanwendung von ISOS wirklich notwendig ist. Die Erhaltungsziele des Inventars werden offener formuliert, was die Siedlungsentwicklung nach innen ermöglicht und die Baukultur dennoch schützt.

    Solaranlagen werden einfacher bewilligt
    Die neuen Massnahmen erleichtern auch die Installation von Solaranlagen auf Neubauten. Künftig ist eine ISOS-Prüfung nur bei bestehenden Gebäuden erforderlich. Damit trägt der Bund den Anforderungen der Energiewende Rechnung und stärkt die Planungs- und Rechtssicherheit für zukunftsorientierte Bauvorhaben.

    Konsens am runden Tisch
    Die Reform entstand bei einem breit abgestützten runden Tisch mit Vertreterinnen und Vertretern von Bund, Kantonen, Städten, Gemeinden, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die regulatorischen Anpassungen sollen bis Herbst 2026 erfolgen. Parallel werden die Prozesse für die Anwendung des ISOS-Inventars verbessert, damit Konflikte schon früh erkannt und gelöst werden können.

    Prominente Kritiker und Befürworter aus Politik und Heimatschutz begrüssen die Neuregelung. Sie sei ein vernünftiger Kompromiss zwischen Schutz und Entwicklung. Die Direktanwendung bleibt für bedeutende Denkmäler möglich, verhindert aber künftig keine wichtigen Innovationsprojekte mehr.

    Neue Dynamik für Wohnungsbau
    Die neuen Regeln geben Kantonen und Gemeinden die nötige Flexibilität, Ressourcenschutz und Baukultur miteinander zu verbinden. Wohnungsbauprojekte wie der Brunaupark könnten künftig deutlich schneller bewilligt und realisiert werden. Das Bundesamt für Kultur, Umweltdepartement und Wirtschaftsdepartement sind mit der Umsetzung der neuen Grundlagen beauftragt, um die gestiegene Nachfrage nach Wohnraum und die Herausforderungen der Energiewende ganzheitlich zu adressieren.

  • Zürich investiert in Grossbatteriespeicher für mehr Versorgungssicherheit

    Zürich investiert in Grossbatteriespeicher für mehr Versorgungssicherheit

    Der Stadtrat von Zürich hat dem Gemeinderat einen Rahmenkredit in Höhe von 20 Millionen Franken beantragt. Laut einer Mitteilung soll der Kredit für den Ausbau von freistehenden Grossbatteriespeichern des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (ewz) dienen.

    Die eigenständig betriebenen Anlagen dienen dem Speichern grosser Energiemengen, wie sie zum Beispiel von erneuerbaren Quellen wie Solar- oder Windenergie erzeugt werden. Zusätzlich zu den bestehenden Kraftwerken können die Grossspeicher in Spitzenzeiten Energie in das Netz einspeisen und somit einen Beitrag zur Stabilität des Energiesystems und zur Versorgungssicherheit liefern. Insbesondere unter den Anforderungen einer zunehmende Elektrifizierung, wie etwa die Umstellung auf Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen, kann hier ein wichtiger Beitrag geleistet werden.

    Wie es in der Mitteilung weiter heisst, kann der Stadtrat innerhalb dieses Rahmenkredites Projekte des ewz eigenständig bewilligen und damit Entscheidungswege deutlich verkürzen. Für das ewz bedeutete dies, mit dem zügigen Abwickeln auch grösserer Projekte in wettbewerbsintensiven Geschäftsfeldern konkurrenzfähig zu bleiben.

  • Mobile Forschungsfabrik optimiert Betonbau für Hyperloop-Testanlage

    Mobile Forschungsfabrik optimiert Betonbau für Hyperloop-Testanlage

    Die EuroTube-Stiftung hat am 16. September die Eröffnung ihrer innovativen Forschungsanlage für nachhaltige Infrastruktur auf dem Gelände des Innovation Park Zürich (IPZ) gefeiert, informiert die Stiftung in einer Mitteilung. Die Smart Mobile Factory stellt Betonkomponenten für die im IPZ entstehende Hyperloop-Testanlage DemoTube her. Die innovative Fabrik wurde von der EuroTube-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, der Technischen Universität Delft, der Technischen Universität Eindhoven und der Freien Universität Bozen entwickelt.

    Die neue Fabrik verdient die Bezeichnung intelligent, da ihre Bausteuerung über Sensordaten an einen digitalen Zwilling gekoppelt ist, schreibt EuroTube. Auf diese Weise können Materialströme, Prozesse und CO2-Emissionen während des Baus kontinuierlich optimiert werden. Die in wenigen Standardcontainern eingerichtete Fabrik lässt sich zudem bewegen und kann entlang von Infrastrukturprojekten flexibel aufgestellt werden.

    Im IPZ soll die Smart Mobile Factory nicht nur Bauteile für DemoTube herstellen, sondern auch anderen Forschenden und Jungunternehmen zur Verfügung stehen, die eigene Technologien direkt auf einer aktiven Baustelle entwickeln und erproben wollen. Dafür hat die EuroTube-Stiftung das Bildungsprogramm Real Labor für Infrastrukturbau lanciert. „Wir sind stolz, als Forschungspartner des Innovation Park Zürich Projekte, Start-ups und Unternehmen bei der Entwicklung neuer Produkte für den Wandel zu nachhaltigen Mobilitätsinfrastrukturen zu unterstützen“, wird Antoine Juge, Managing Director der EuroTube-Stiftung, in der Mitteilung zitiert.

  • Digitale Lösung macht Fortschritte bei Treibhausgasen sichtbar

    Digitale Lösung macht Fortschritte bei Treibhausgasen sichtbar

    Das Zürcher Unternehmen Integrale Planung GmbH (Intep) hat laut einer Mitteilung einen neuen Emission Tracker herausgebracht, der KMUs den Einstieg in die CO2-Bilanzierung deutlich vereinfachen soll. Das web-basierte Tool bereitet zudem die Ergebnisse visuell auf und ermöglicht einen mehrjährigen Vergleich. Auf diese Weise sollen Fortschritte klar sichtbar und messbar gemacht werden.

    Der Emission Tracker orientiert sich an dem Greenhouse Gas Protocol und deckt alle drei Scopes, inklusive der indirekten Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, ab. Die Emissionsfaktoren seien wissenschaftlich validiert und werden regelmässig aktualisiert. Aktivitäts- und Emissionsdaten, die Intep während seinen Projektarbeiten sammeln konnte, ermöglichen ausserdem eine vereinfachte Berechnungsmethodik mithilfe von Branchendurchschnitten.

    Die visuell aufbereiteten Ergebnisse bieten einen Überblick über die wichtigsten Emissionsquellen, von der Energieversorgung bis hin zu den Ausgaben und Investitionen. Ein PDF-Bericht kann zur Kommunikation verwendet werden und bietet gleichzeitig praktische Tipps zur Emissionsreduktion. Mit dem Emission Tracker Plus können Unternehmen zudem eine zusätzliche zweistündige, persönliche Beratung durch Expertinnen und Experten von Intep erhalten.

    „Gerade KMU fehlen oft die finanziellen Mittel, die passenden Werkzeuge und das nötige Know-how,“ erklärt Dr.-Ing. Lisa Winter, Geschäftsführerin bei Intep Berlin. „Mit dem Emission Tracker ermöglichen wir ihnen einen niederschwelligen Einstieg in die Treibhausgasbilanzierung“. Auch Verbände, Gemeinden oder Grossunternehmen können profitieren, indem sie im Rahmen der Emission Tracker Partnerschaft Lizenzen für ihr KMU-Netzwerk erwerben.

  • Leichter und stärker: Neue Generation von Netzwerkbogenbrücken

    Leichter und stärker: Neue Generation von Netzwerkbogenbrücken

    Eine neue Grenzbrücke überspannt seit dem vergangenen Jahr die Oder bei Küstrin. Sie wird von einem Netzwerkbogen mit 130 Meter Spannweite und 88 Carbon-Trägern gehalten. Wie aus einer nun veröffentlichten Mitteilung der Empa hervorgeht, sind diese Carbon-Spannseile von Carbo-Link, einer Empa-Ausgliederung aus Fehraltorf, entwickelt worden. Die Carbon-Träger bestehen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK).

    Der neuartige Werkstoff ermöglicht nicht nur eine flexible Verarbeitung, sondern spart auch eine grosse Menge Kohlendioxid ein, die bei herkömmlichen Stahlkonstruktionen freigesetzt würde. Mit dem Verwenden der Carbon-Träger reduziert sich das Eigengewicht gegenüber sonst eingebauten Flachstahlhängern erheblich. Bei der Konstruktion wurden rund 500 Tonnen Stahl und 1350 Tonnen Stahlbeton eingespart.

    Ein wesentlicher Vorteil der neuen Tragseile liegt in ihrer hohen Zugfestigkeit und in einer geringeren Ermüdung als Stahl. Die Ermüdungsversuche führte grösstenteils ein Team der Empa-Abteilung Structural Engineering durch und bestätigte dabei die nötige Dauerfestigkeit des neuartigen CFK-Materials. „Damit haben wir die Basis geschaffen für eine neue Generation filigraner Netzwerkbogenbrücken mit Carbon-Hänger als tragende Elemente“, wird Giovanni Terrasi, Leiter der Empa-Abteilung Mechanical Systems Engineering, in der Mitteilung zitiert.

    Optisch bieten die neuen Materialien gestalterische Freiheiten, wie die Oderbrücke zeigt. Carbon-Träger sind bereits bei weiteren Brückenbauten eingesetzt worden, das Besondere an der Oderbrücke ist ihre erstmalige Verwendung für den schweren Gütereisenbahntransport. Züge können sie mit einer Geschwindigkeit von 120 Kilometern je Stunde passieren. Die Brücke ist sowohl mit dem Deutschen Brückenbaupreis als auch dem britischen Bridges International Award ausgezeichnet worden.

  • Schwindendes Interesse an Elektroautos in der Schweiz

    Schwindendes Interesse an Elektroautos in der Schweiz

    AXA Schweiz warnt auf Basis der Ergebnisse des dritten AXA Mobilitätstachos davor, dass ein schwindendes Interesse an Elektroautos die Mobilitätswende gefährden könnte. Laut einer Mitteilung des Versicherungsunternehmens mit Hauptsitz in Winterthur geben die Zahlen generell Anlass dazu, von einer Trendwende für den Automobilmarkt zu sprechen: Zwischen 2023 und 2025 ist der Anteil derjenigen, die einen Autokauf planen, um 12 Prozent auf 34 Prozent gestiegen. Gleichzeitig kommt nur für 24 Prozent ein Elektroauto in Frage; 2023 war dies für 34 Prozent eine Option. Die zugrundeliegende repräsentative Umfrage wurde im Mai 2025 in Kooperation mit dem Forschungsinstitut Sotomo in Zürich durchgeführt.

    Elektromobilität wird gemäss der Studie heute von 30 Prozent der Befragten abgelehnt, 25 Prozent waren es 2023. Die wachsenden Vorbehalte beziehen sich auf die Reichweite, den Preis und die Lademöglichkeiten. Dabei bleibt laut der Mitteilung auch der Occasionsmarkt für E-Autos weiterhin hinter demjenigen für Verbrenner zurück. Gründe hierfür seien Bedenken in Bezug auf den Batteriezustand und die schnelle technologische Entwicklung. Parallel dazu ist das Ansehen von Elektroautos im vergangenen Jahr um 9 Prozent gesunken. „Trotz dieser offensichtlichen Durchsetzungsschwierigkeiten von Elektroautos befürwortet weiterhin nur eine Minderheit von 38 Prozent eine stärkere politische Förderung der Antriebstechnologie“, wird Sotomo-Leiter Michael Hermann zitiert.

    Unabhängig von der Antriebstechnologie beobachtet die AXA im Zuge des Aufschwungs für den Automobilmarkt, dass deutsche Fabrikate unangefochten an der Spitze stehen; chinesische, insbesondere BYD, holen auf. Elektroautos aus den USA verlieren an Beliebtheit.

    Abgefragt wurde auch, wie die Bevölkerung zum autonomen Fahren steht: Hier herrscht Skepsis, hauptsächlich wegen Sicherheitsbedenken und möglicher Cyberangriffe. Die Mehrheit der Autobesitzenden sorge sich um den Missbrauch ihrer Fahrzeugdaten, heisst es.

  • Erste Schnellladestation für Stromautos in Adelboden eröffnet

    Erste Schnellladestation für Stromautos in Adelboden eröffnet

    Adelboden hat jetzt seine erste Gleichstrom-Schnellladestation für Stromautos. Die Station bei der Licht- und Wasserwerk Adelboden AG (LWA) an der Dorfstrasse 36 bietet laut einer Mitteilung Leistungen von 50 bis 100 Kilowatt. Damit können Stromautos innert 30 bis 60 Minuten aufgeladen werden. Insgesamt bietet die LWA damit 20 öffentliche Ladepunkte an sechs Standorten in Adelboden an.

    Die LWA sieht in der Schnellladestation einen Meilenstein für die nachhaltige Mobilität Adelbodens. „Jede Ladepause ist eine Einladung, Adelbodens Dorfkern zu erkunden“, wird Pascal von Allmen, Geschäftsführer der LWA, in der Mitteilung zitiert. Davon profitieren nicht nur die Autofahrerinnen und -fahrer, sondern auch das lokale Gewerbe.

  • Solarstrom wird in Kaltenbach erstmals saisonal gespeichert

    Solarstrom wird in Kaltenbach erstmals saisonal gespeichert

    Bei der Post im zur Gemeinde Wagenhausen gehörenden Dorf Kaltenbach kann überschüssiger Solarstrom aus den Sommermonaten künftig im Winter genutzt werden. Möglich wird dies durch eine SeasON-Demonstrationsanlage im Neubau der Zustellstelle der Post in Kaltenbach, informiert die Matica AG in einer Mitteilung. Das von ihr in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern entwickelte thermochemische Verfahren nutzt Natronlauge für die verlustfreie Speicherung von Strom und Abwärme.

    Beim Einspeichern des Stroms wird der Natronlauge Wasser entzogen und in einen separaten Tank überführt. Konzentrierte Lauge und separates Wasser lassen sich dann bei Raumtemperatur aufbewahren. Soll die gespeicherte Energie genutzt werden, wird die konzentrierte Lauge wieder mit dem abgeschiedenen Wasser verdünnt. Die dabei entstehende Mischungswärme wird von Kondensionswärme ergänzt. Sie wird erzeugt, indem das Wasser im geschlossenen System mit Hilfe von Niedertemperaturwärme eines Wärmetauschers verdampft wird.

    „Für uns und das Team der Hochschule Luzern ist die Umsetzung des Projekts in Kaltenbach ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Markteinführung unseres innovativen übersaisonalen Energiespeichers SeasON“, wird Matica-CEO Marc Lüthi in der Mitteilung zitiert. „Die Erfahrungen aus dem Bau der Anlage, ihrer Installation und der Analyse der Betriebsphase sind essenziell für die effiziente Weiterentwicklung unserer zukunftsweisenden Lösung.“

    Das Unternehmen mit Sitz in Wagenhausen hat 2024 eine erste Demonstrationsanlage in Frauenfeld installiert. Eine dritte Anlage ist für Frühjahr 2026 in einer Wohnsiedlung in Nordrhein-Westfalen geplant.

  • Neue Fischaufstiegshilfe für die Aare in Thun gestartet

    Neue Fischaufstiegshilfe für die Aare in Thun gestartet

    Die Energie Thun AG hat mit einem Spatenstich am 1. September den Bau einer neuen Fischaufstiegshilfe in der Selve Thun die Aarewerke offiziell begonnen. Die Bauvorarbeiten hatten bereits im Januar 2025 gestartet. Die neue Fischaufstiegshilfe wird mit zwei Einstiegen eine verbesserte Fischwanderung ermöglichen. Die Inbetriebnahme ist für März 2028 vorgesehen. Finanziert wird das Projekt über den Netzzuschlagsfonds, der über einen Zuschlag auf den Strompreis gespiesen wird.

    Der Bau wurde nötig, weil die Stauung der Aare bei den Aaarewerken durch eine Klappenwehr die ungestörte Fischwanderung behindert. Aktuell gibt es im Unterwasser nur einen Einstieg beim wenig genutzten Kraftwerk 94.

    Energie Thun hat das Projektgesuch bereits 2013 eingereicht, nachdem im Rahmen der Rezertifizierung der Aarewerke mit dem Umweltlabel naturemade star die Notwendigkeit der Wiederherstellung der Fischgängigkeit erkannt worden war. Das Amt für Wasser und Abfall (AWA) genehmigte 2014 die vorzeitige Sanierung. Es folgten mehrere Jahre der Vorprüfung und der Ausarbeitung des Bauprojektes. Der Gesamtbauentscheid fiel 2022, die und Ausschreibungen erfolgten 2024.

    Der Auftrag ging an die IG ThunFisch erteilt worden, einen Zusammenschluss der IUB Engineering AG, Kissling + Zbinden AGsowie der Fachstelle Fischökologie der Kraftwerke Oberhasli AG. Der grösste Bauanteil der Fischtreppe wird durch die Frutiger AG realisiert, die besonders im Spezialtief- und  Wasserbau spezialisiert ist.

  • Strategischer Zugang zum deutschen Regelenergiemarkt

    Strategischer Zugang zum deutschen Regelenergiemarkt

    Die BKW unterstreicht ihre Wachstumsambitionen in Deutschland und übernimmt laut einer Mitteilung die Münchner Südvolt GmbH und ihre 20 Mitarbeitenden. Damit tritt der  Berner Energie- und Infrastrukturkonzern in den deutschen Markt für Regelenergie und Systemdienstleistungen ein. Südvolt ist ein Flexibilitätsanbieter mit Zugang zu allen vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern und damit zum Regelenergiemarkt.

    Das Unternehmen schaltet in seinem virtuellen Kraftwerk Energiegewinnungsanlagen und industrielle Verbraucher flexibel zusammen, um das Netz stabil zu halten. Sein Kundenportfolio umfasst Gross- und Industriekunden aus energieintensiven Sektoren sowie Stadtwerke.

    Wie die BKW in der Mitteilung betont, erfolge diese Übernahme im Rahmen ihrer Strategie Solutions 2030. Damit richtet sie sich darauf aus, durch Investitionen in Energiespeicher und Energieproduktion ihre nachhaltigen Energielösungen zu erweitern.

    Durch diese Akquise „sichern wir uns einen strategischen Zugang zu einem der wichtigsten Energie- und Flexibilitätsmärkte Europas“, wird Stefan Sewckow zitiert, Konzernleitungsmitglied und CCO Energy Markets der BKW. „Wir stärken unsere Position in der Vermarktung von Flexibilitäten und erweitern unser internationales Portfolio.“ Bereits heute deckt die BKW in Deutschland die gesamte Wertschöpfungskette für die Energiewende ab, von der Energieproduktion über Stromleitungsbau bis zur Gebäudeplanung und Projektsteuerung und plant den Angaben zufolge, auch in diesen Bereichen weiter zu wachsen.

  • Photovoltaikanlage auf Firmendächern in Aarau

    Photovoltaikanlage auf Firmendächern in Aarau

    Die HKG Engineering AG installiert in den nächsten sechs Wochen eine Photovoltaikanlage auf Dächern ihrer eigenen Firmengebäude am Standort Aarau. Wie es in einer Mitteilung heisst, sind dort 184 Hocheffizienzmodulen geplant, die jährlich 93’000 Kilowattstunden Strom erzeugen sollen. 

    Die erzeugte Energie reicht aus, um den Eigenbedarf in den Büroräumlichkeiten und zum Laden der Elektrofahrzeuge zu decken. Zudem bringt die Anlage Entlastungen für die derzeit im Bau befindliche benachbarte Liegenschaft Aarhof.

    Mit der Investition setzt HKG ein klares Zeichen für nachhaltiges Handeln. So sollen die CO2-Emissionen im Gebäudebereich reduziert werden und die Abhängigkeit von externer Energie verringert werden.

  • Wärmeverbund Olten-Trimbach startet nach Zusage des Kantonsspitals

    Wärmeverbund Olten-Trimbach startet nach Zusage des Kantonsspitals

    Die Aare Energie AG (a.en) und die IWB gehen die Realisierung eines Wärmeverbunds im Grenzgebiet Hagmatt der Solothurner Gemeinden Olten und Trimbach an. Die Umsetzung der Pläne für den Entzug von Wärmeenergie aus dem Grundwasser hatten die Partnerfirmen von der Einbindung des Kantonsspitals Olten abhängig gemacht. Nun ist die Zusage dieses Schlüsselkunden erfolgt, informieren a.en und IWB in einer gemeinsamen Mitteilung.

    Bereits im nächsten Jahr wollen a.en und IWB mit den Bauarbeiten für den Wärmeverbund beginnen. Seine Netzlänge wird voraussichtlich 6 Kilometer betragen. Als Herzstück der Anlage wird in der Mitteilung eine neue Heizzentrale im Trinkwasserpumpwerk Dellen genannt. Hier sollen zwei Wärmepumpen mit einer Leistung von je rund 2,5 Megawatt dem Grundwasser Wärme entziehen.

    Die Bereitstellung von Wärme aus Grundwasser könne auch bei niedrigen Wassertemperaturen im Winter gewährleistet werden, heisst es in der Mitteilung Die jährliche Wärmeleistung der Anlage wird dort auf 20 Gigawattstunden beziffert. Interessierte, die bereits ein Richtangebot angefragt haben, sollen nun konkrete Angebote erhalten und Verträge abschliessen können. Mit den ersten Wärmelieferungen rechnen die Partner ab 2027.

  • Erfolg für Suissetec im Fall EKS

    Erfolg für Suissetec im Fall EKS

    Seit Jahren engagiert sich Suissetec für „gleich lange Spiesse“ zwischen klassischen Beratungs-, Planungs- und Installationsbetrieben und den zunehmend auch im Gebäudetechnikmarkt aktiven Energiedienstleistern. Im konkreten Fall nutzte EKS Kundendaten aus der Grundversorgung, also aus dem Monopolbereich, zur Bewerbung von Solaranlagen, einem Angebot im freien Markt. Dieser unzulässige Wettbewerbsvorteil verstösst gegen das Stromversorgungsgesetz.

    Nach einer Strafanzeige von Suissetec 2017 kam es am 31. März 2025 zur rechtskräftigen Verurteilung zweier ehemaliger EKS-Mitarbeitender. Vergleichbare Verfahren gegen Repower und Groupe e endeten ebenfalls mit Schuldsprüchen.

    Konsequente Trennung von Marktbereichen
    Das Urteil verdeutlicht: Der Monopolbereich der Energiegrundversorgung muss strikt von den kommerziellen Aktivitäten der Energiedienstleister, etwa in Gebäudetechnik oder Solaranlagen, getrennt bleiben. Unternehmen stehen in der Pflicht, organisatorische und technische Vorkehrungen zu treffen, damit es zu keiner Durchmischung kommt.

    Obwohl im konkreten Fall nur Mitarbeitende und nicht das Unternehmen selbst belangt wurden, unterstreicht das Gericht, dass sich auch Unternehmen strafbar machen können, wenn sie gegen ihre Fürsorgepflicht verstossen.

    Signalwirkung für die Branche
    Für Suissetec ist das dritte Urteil in dieser Sache ein Meilenstein. Direktor Christoph Schaer betont: «Der Fall EKS ist für uns nun abgeschlossen. Gleichzeitig erwarten wir, dass dieses Urteil die Basis für einen kompetitiven, aber fairen Wettbewerb zwischen allen Marktteilnehmenden darstellt.»

    Damit will der Verband nicht nur Missbräuche verhindern, sondern auch die Energiedienstleister, als wichtige Mitglieder von Suissetec, verstärkt für die Bedeutung sauberer Trennlinien sensibilisieren. Ziel ist ein konstruktives Miteinander im Markt, das fairen Wettbewerb mit klaren Regeln ermöglicht.

  • Strompreise 2026 sinken leicht

    Strompreise 2026 sinken leicht

    Gemäss den Berechnungen der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) sinken die Tarife im kommenden Jahr auf einen Medianwert von 27.7 Rp./kWh. Für einen typischen Haushalt mit 4‘500 kWh Jahresverbrauch bedeutet dies eine Stromrechnung von rund 1’247 Franken, rund 58 Franken weniger als 2025.

    Im Detail verändert sich die Preisstruktur
    Energietarif sinkt von 13.7 auf 12.11 Rp./kWh (-11.6%).
    Netztarif fällt von 12.18 auf 10.75 Rp./kWh, enthält neu aber nicht mehr die Messkosten.
    Messtarif neu separat ausgewiesen mit 74.40 CHF/Jahr (entspricht 1.65 Rp./kWh).
    Netzzuschlag bleibt stabil bei 2.3 Rp./kWh.
    Stromreserve steigt von 0.23 auf 0.41 Rp./kWh.
    Solidarisierte Kosten neu mit 0.05 Rp./kWh.
    Abgaben an Gemeinwesen unverändert bei 1 Rp./kWh.

    Unter dem Strich ergibt sich für Haushalte eine leichte Senkung, während kleine und mittlere Unternehmen stärker von tieferen Netz- und Messkosten profitieren.

    Gründe für die Entwicklung
    Die Preissenkung ist vor allem das Resultat sinkender Energiekosten. Zahlreiche hochpreisige Beschaffungsverträge aus den Krisenjahren 2022/23 laufen aus, wodurch günstigere Marktkonditionen zum Tragen kommen. Gleichzeitig weist die Netzbetreiberin Swissgrid tiefere Tarife aus (1.42 Rp./kWh statt 1.71).

    Die Netzkosten steigen inklusive Messtarif im Durchschnitt leicht an, trotz tieferer Standardsätze für die Kapitalverzinsung, die landesweit Einsparungen von rund 120 Mio. Franken ermöglichen.

    Dynamische Tarife ab 2026
    Mit Blick auf die wachsende Verbreitung von Wärmepumpen und Elektromobilität nimmt die Belastung der Stromnetze zu. Ab 2026 können Netzbetreiber erstmals umfassend dynamische Netztarife einführen. Ziel ist es, den Verbrauch stärker am Netzzustand auszurichten und so kostspielige Netzausbauten zu vermeiden.

    Dynamische Tarife orientieren sich an den tatsächlichen Kosten und sollen verursachergerecht ausgestaltet sein. Sie müssen für Standardlastprofile mit bisherigen Tarifen vergleichbar bleiben. Transparenz und Nachvollziehbarkeit in der Rechnungsstellung sind gesetzlich vorgeschrieben. Als Standardtarif hat bislang kein Netzbetreiber ein dynamisches Modell angekündigt, Wahlmöglichkeiten für Endkunden bleiben gewährleistet.

    Transparenz und Vergleichbarkeit
    Seit diesem Monat sind sämtliche Strompreise 2026 der rund 590 Schweizer Netzbetreiber über die Plattform der ElCom abrufbar. Die Werte basieren auf den Medianangaben der Betreiber und können je nach Beschaffungsstrategie und Eigenproduktion regional erheblich variieren. Die ElCom genehmigt die Tarife nicht, kann aber bei Verdacht auf überhöhte Ansätze eingreifen und Senkungen verfügen.

  • Auf dem Weg zur KI-Revolution

    Auf dem Weg zur KI-Revolution

    Die Debatte um den Stromverbrauch von KI-Systemen ist kein reines Politikum. Rechenzentren und hochskalierte Hardware verschlingen enorme Energiemengen und die stetige Vergrösserung von Modellen verstärkt diese Tendenz weiter. «Wir können nicht unbegrenzt skalieren», erklärt Klimovic, «daher ist die Forschung nach nachhaltigeren Lösungen unerlässlich.»

    Sparsame Modellarchitekturen
    Ein Ansatz ist die Einführung von Sparsity (Dichte-Reduktion) in neuronalen Netzen. Modelle aktivieren dabei nur relevante Teile ihres Systems, während klassische Ansätze stets das gesamte Netz nutzen. «Mixture-of-Experts»-Modelle folgen dieser Logik. Sie verteilen Anfragen gezielt auf spezialisierte Module. Das spart Energie, ohne Qualitätseinbussen zu verursachen.

    GPUs sine wertvoll, aber oft ungenutzt
    Ein zentrales Problem sieht Klimovic in der geringen Auslastung von GPUs, obwohl diese enorm viel Strom verbrauchen. Engpässe entstehen insbesondere bei der Datenvorverarbeitung durch sowie bei der Kommunikation zwischen mehreren GPUs. Oft liegt die Rechenauslastung bei unter 50 Prozent. Damit wertvolle Ressourcen nicht brachliegen, braucht es neue Softwarelösungen.

    Effizienz durch intelligente Frameworks
    Ihre Forschungsgruppe entwickelt Systeme, die Automatisierung und Optimierung in den Vordergrund stellen.

    Sailor ist eine Plattform, die Trainings-Jobs automatisch über GPUs parallelisiert und dadurch die GPU-Effizienz steigert.

    Modyn und Mixtera sind Systeme für eine intelligentere Datenauswahl, die Modelle schneller und mit weniger Daten trainieren.

    DeltaZip  ist eine Plattform, die feingetunte Modellvarianten effizient verwaltet. Sie komprimiert Unterschiede zwischen Modellen («Deltas»), wodurch Ladezeiten sinken und Inferenz schneller und ressourcenschonender abläuft.

    Nachhaltigkeit in Training und Inferenz
    Nicht nur beim Training, sondern auch in der Anwendung, der sogenannten Inferenz, spielen Effizienzgewinne eine Schlüsselrolle. Angesichts der Milliarden täglicher Interaktionen mit Chatbots wird die Schonung von Energie- und Hardware-Ressourcen zu einer global dringenden Aufgabe.

    Wissenschaftliche Freiheit und Open Science
    Klimovic betont die Bedeutung der akademischen Forschung. Weniger durch wirtschaftliche Zwänge getrieben, kann sie langfristige Innovationen verfolgen. Sie hebt die Rolle der Schweizer KI-Initiative hervor, die 2023 gestartet ist und auf dem nahezu klimaneutralen Supercomputer Alps des CSCS basiert. Mit über 10 Millionen GPU-Stunden und 20 Millionen Franken Förderung ist sie die weltweit grösste Open-Science- und Open-Source-Initiative für KI-Grundlagenmodelle.

    Die KI-Revolution ist nur dann nachhaltig, wenn Effizienz zur Leitlinie wird. Bei Algorithmen, Hardware und Systemarchitekturen. Projekte wie Sailor, Modyn oder DeltaZip zeigen konkrete Wege auf, wie sich enorme Energieeinsparungen mit technischer Exzellenz verbinden lassen. Für Klimovic steht fest, «Hochwertige KI bedeutet in Zukunft nicht nur Intelligenz, sondern auch Ressourcenschonung.»

  • Schweiz unterschreibt mit Dänemark Abkommen zur CO2-Speicherung

    Schweiz unterschreibt mit Dänemark Abkommen zur CO2-Speicherung

    Die Schweiz hat mit Dänemark am 3. September zwei Abkommen unterzeichnet, die den Export und die dauerhafte Speicherung von Schweizer CO2 in Dänemark ermöglichen. Künftig ist ausserdem eine Zusammenarbeit im Bereich der Negativemissionstechnologie (NET) und Carbon Capture and Storage (CCS) vorgesehen, heisst es in einer Mitteilung. Der Bundesrat hatte die beiden Abkommen bereits am 27. August 2025 genehmigt.

    Die Partnerschaft mit Dänemark reiht sich in die bestehende Partnerschaft mit Norwegen ein, die am 17. Juni 2025 unterzeichnet wurde und ebenfalls die CO2-Speicherung sowie einen bilateralen Emissionshandel ermöglicht. „Die Speicherung von CO2 wird auch für die Schweiz auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel wichtig sein“, wird Bundesrat Albert Rösti in der Mitteilung zum Abkommen mit Norwegen zitiert. „Diese Technologie ergänzt unsere bisherigen Instrumente für die Dekarbonisierung.“

    Die Abkommen mit Dänemark und Norwegen wurden vor dem Hintergrund des Klima- und Innovationsgesetz (KIG) unterschrieben, das die Schweiz bis 2050 dazu verpflichtet, ihren Treibhausgas-Ausstoss auf Netto-Null zu senken. Die Netto-Null soll in erster Linie durch Emissionsminderung erreicht werden, schwer vermeidbare Emissionen, etwa aus der Zementindustrie oder der Landwirtschaft, müssen dagegen durch CCS- oder NET-Technologien ausgeglichen werden. Der Bund fördert seit dem 1. Januar 2025 die Anwendung solcher Technologien im Rahmen des KIG.

  • Dielsdorfer Rechenzentren sollen Fernwärme für die Region liefern

    Dielsdorfer Rechenzentren sollen Fernwärme für die Region liefern

    Die Green Datacenter AG (Green) aus Lupfig AG und BRUGG Pipes aus Kleindöttingen haben eine Zusammenarbeit bei der Versorgung mehrerer Gemeinden im Kanton Zürich mit Fernwärme vereinbart. Wie es in einer Mitteilung heisst, soll die Abwärme des neuen Green Metro-Campus Zürich 11‘500 Haushalte in Dielsdorf und fünf umliegenden Gemeinden sowie Unternehmen aus Industrie und Gewerbe mit Fernwärme versorgen.

    In Zusammenarbeit mit dem Energieversorger Energie 360° soll das CO2-freie Heizen aus der Abwärme des neuen Rechenzentrums gewonnen werden. Eine Energiezentrale entsteht dabei direkt neben dem Green Metro-Campus. Beim Bau des Fernwärmenetzes setzen die beteiligten Unternehmen auf Rohre von BRUGG Pipes. Dafür hat das Aargauer Unternehmen bereits 126 Rohre mit einer Länge von je 12 Metern und einem Aussendurchmesser von 70 Zentimetern geliefert. Das Rohrsystem wird unterirdisch verlegt und ist nach dem Bau nicht mehr zu sehen. Zur Wartung ist die Anlage mit einem smarten Überwachungssystem versehen.

    „Die Rechenzentren in Dielsdorf sind ein gutes Beispiel dafür, wie Abwärme sinnvoll genutzt und CO2 eingespart werden kann“, wird Martin Rigaud, CEO von BRUGG Pipes, in der Mitteilung zitiert.

    Energie 360° will die erste Fernwärme 2026 liefern. Bereits jetzt beheizt Green mit de Abwärme des Rechenzentrums eigene Bürogebäude und einen nahe gelegenen Industriekomplex.

  • Fenster als Kraftwerke

    Fenster als Kraftwerke

    Eine Lösung setzt auf Spezialfolien, die sichtbares Licht gezielt an die Kante der Glasscheibe leiten. Dort nehmen PV-Streifen, oft aus Hochleistungsmaterial wie GaAs, das Licht auf und wandeln es in Strom um. Nur an der Kante braucht es Solarzellen, wodurch Material und Ressourcen gespart werden. Die Durchsicht bleibt erhalten, das Fenster bleibt transparent.

    Ein Forschungsteam der Universität Nanjing konnte mit cholesterischen Flüssigkristallen einen Prototyp entwickeln, der eine optische Effizienz von über 18% erreicht und unter realen Bedingungen stabile Werte liefert. Für ein typisches Fenster mit zwei Metern Höhe ergibt sich eine starke Konzentration des Lichts an der Randzone. Die Beschichtung ist industriell herstellbar und für grosse Fassaden geeignet.

    Durchsichtige Tandemzellen
    Das EU-Projekt CitySolar präsentiert eine andere Innovation. Zwei kombinierte PV-Schichten (oben Halid-Perowskit, unten Organik) holen Energie aus unterschiedlichen Lichtspektren, während sichtbares Licht durchgelassen wird. Somit bleiben Raumhelligkeit und Ausblick unverändert, das Fenster „sieht aus wie ein Fenster“, produziert aber Strom.

    Mit einem Wirkungsgrad von 12,3% und 30% Transparenz wurde ein neuer Rekord für durchsichtige PV-Module erzielt. Der Aufbau eignet sich für Büro- und Wohngebäude sowie Hochhäuser mit grossen Glasfronten.

    Zukunft und Potenzial
    Forschende und Industriepartner arbeiten an noch höheren Wirkungsgraden und besseren Produktionsmethoden. Herausforderungen bestehen bei der Balance von Transparenz und Effizienz sowie bei der Integration in bestehende Bauprozesse. Doch in Projekten wie denen von ZEISS oder dem internationalen CitySolar-Konsortium wird deutlich, wie gross das Marktpotenzial ist.

    Transparente Solarzellen und intelligente Glasflächen ebnen den Weg zu Gebäuden, die ihren Strombedarf teilweise selbst decken. Fenster als Kraftwerke sind in greifbare Nähe gerückt und werden die Energiewende in urbanen Räumen entscheidend mitprägen.

  • Fraunhofer ISE Testlab setzt Standard für Wechselrichter

    Fraunhofer ISE Testlab setzt Standard für Wechselrichter

    Mit dem zunehmenden Ausbau erneuerbarer Energien fehlen im Netz die rotierenden Massen klassischer Kraftwerke, die bisher für eine stabile Spannung und Frequenz gesorgt haben. Netzbildende Wechselrichter müssen diese Aufgabe übernehmen und das Netz auch in kritischen Situationen wie Frequenzänderungen oder Kurzschlüssen zuverlässig stabilisieren. Bislang fehlen für diese Systeme jedoch eine einheitliche Definition und standardisierte Nachweisverfahren.

    Prüfverfahren GFM Benchmark
    Im Projekt GFM Benchmark lud das Fraunhofer ISE führende Hersteller ein, ihre Geräte im Labor zu prüfen. Sieben Unternehmen stellten Wechselrichter mit unterschiedlichen Leistungen und Entwicklungsständen zur Verfügung. Das Prüfverfahren wurde gemeinsam mit deutschen Übertragungsnetzbetreibern entwickelt und bildet verschiedene Netzsituationen ab. Neben Normalbetrieb auch Extremsituationen wie Phasensprünge und Netzkurzschlüsse.

    Während viele Geräte bei klar definierten Anforderungen ähnlich reagieren, offenbaren sich bei komplexeren Bedingungen noch deutliche Unterschiede. So konnte das ISE-Team den Herstellern wertvolle Hinweise zur Optimierung geben und zeigte den Bedarf an Weiterentwicklung auf.

    Wegbereiter für Normung und Marktintegration
    Die Projektergebnisse sind direkt in die europäische Normungsarbeit sowie den VDE FNN-Hinweis „Netzbildende Eigenschaften“ eingeflossen. Der neue Prüfleitfaden bietet erstmals einen anerkannten Rahmen für den Praxistest und die Zertifizierung netzbildender Systeme. Das ist besonders relevant, denn ab 2026 startet in Deutschland ein neuer Markt für Momentanreserve, bei dem beispielsweise Batteriespeicher mit passender Zertifizierung zusätzliche Erlösmöglichkeiten erhalten.

    Marktreife, Best Practice und Branchendialog
    Die Marktanalyse und Testdaten bieten eine solide Entscheidungsgrundlage für Hersteller, Netzbetreiber, Investoren und Normengremien. Durch die nun möglichen Zertifizierungsmessungen wird der Markteintritt neuer, stabilisierender Wechselrichter beschleunigt. Zusätzlich begleitet das Fraunhofer ISE die Überführung der europäischen Anforderungen in nationale Regularien und unterstützt die Branche mit Best-Practice-Leitfäden.

    Mit dem Prüfverfahren für netzbildende Wechselrichter hat das Fraunhofer ISE einen Meilenstein gesetzt. Die Energiewende in Europa wird so nicht nur sicherer, sondern auch messbar schneller Realität.

  • Ölheizung raus, Hauswert rauf?

    Ölheizung raus, Hauswert rauf?

    Simon Lüthi von Wüest Partner empfiehlt, das Haus möglichst bald zu sanieren. Für die Umwelt ist jeder Zeitpunkt richtig. Wirtschaftlich ist es besonders attraktiv, wenn Fördergelder, Steuerersparnisse und tiefere Nebenkosten den gesteigerten Marktwert zusätzlich stützen.

    Energieeffizienz als Wertfaktor
    Die Nachfrage nach energieeffizienten Immobilien steigt. Investoren, Fonds und Pensionskassen achten auf Nachhaltigkeit, oft aus regulatorischen Gründen. Investitionen in Energieeffizienz steigen langfristig den Immobilienwert. Besonders, wenn die Instandsetzung und Modernisierung zusammenfallen.

    Mietrecht und Stadtregionen
    Auch in Städten lohnt sich die energetische Sanierung. Der Markt reagiert dort besonders auf nachhaltige Verbesserungen. Eine Sanierung schützt zudem vor künftigen gesetzlichen Vorgaben. Allerdings können lokale Mietrechtsregelungen die Umlagemöglichkeiten einschränken.

    Heizungsersatz als sinnvoller Schritt
    Wer ohnehin die Heizung ersetzen muss, sollte vom Ölsystem auf Wärmepumpe oder Fernwärme umsteigen. Der Heizungsersatz ist meist alle 25 Jahre sowieso fällig und deckt die Instandsetzung gleich mit ab. Für viele Hauseigentümer ist der reine Heizungswechsel wirtschaftlich am attraktivsten.

    Hauseigentümer sollten mit einem Heizungsersatz beginnen, wenn die Gebäudehülle intakt ist. Ist die Hülle renovierungsbedürftig, lohnt sich eine kombinierte Sanierung von Dach, Fassade und Fenstern mit dem Heizungsersatz.

    Vorschriften, Fördergelder und Gutachten
    Die Regulierung wird strenger. Ziel ist der klimaneutrale Gebäudebestand bis 2050. Fördergelder und steuerliche Vorteile machen eine Sanierung rentabel. Wer unsicher ist, zieht für die Planung einen Fachgutachter bei.

    Finanzierung und graue Energie
    Die Banken bieten für nachhaltige Immobilien oft günstigere Hypotheken. Künftig rückt auch die effiziente Kühlung und die Wiederverwendung von Bauteilen in den Fokus. Die sogenannte graue Energie, also die im Gebäude enthaltene Herstellungsenergie, wird zunehmend wichtiger.

    Das Ersetzen der Ölheizung ist ein echter Mehrwert. Es bietet niedrigere Heizkosten und einen höheren Hauswert, für heute wie für morgen.

  • Schweizer Start-up unterstützt Aufbau digitaler Energiegemeinschaften

    Schweizer Start-up unterstützt Aufbau digitaler Energiegemeinschaften

    Das Zürcher Start-up Exnaton spannt mit dem deutschen Softwarehersteller SAP mit Sitz in Walldorf beim Betrieb der SAP Energiegemeinschaft im SAP Energy Park zusammen. Die SAP Energiegemeinschaft erlaubt es Gebäuden und Mitarbeitenden, erneuerbare Energie zu produzieren, zu speichern und untereinander zu handeln. Die Initiative fokussiert auf den S.MART Shop, eine mit Solarpanelen, EV-Ladegeräten und einem Batteriesystem ausgestattete Räumlichkeit, die den erneuerbaren Energiehandel auf dem SAP-Campus ermöglicht.

    Exnaton unterstützt das Programm mit seinen Energiesharing-Softwarelösungen, die mit einem nutzerfreundlichen Interface die Registrierung vereinfachen, und es Nutzenden ermöglichen, gemeinsam Energie zu managen, verbrauchen und zu handeln. Echtzeitdaten aus SAP-Dashboards, kombiniert mit Exnaton-Software, ermöglichen den Energieverkauf bei günstigen Marktbedingungen sowie die Speicherung für künftigen Nutzen. Auch das Dashboard der Energiegemeinschaft, das Echtzeiteinblicke in den Verbrauch, die Produktion und den Energiehandel gibt und als Kommunikationskanal für Nachhaltigkeitsprogramme dient, wird von Exnaton betrieben. Die SAP Energiegemeinschaft führt zu Kosteneinsparungen durch optimierte Energienutzung, reduzierten CO2-Emissionen und einer gestärkten Widerstandsfähigkeit dank dezentralisierter Energieproduktion und -speicherung.

    Angesichts verschärfter deutscher Energiegesetzgebung ab 2026 kann das Projekt in Walldorf als Vorlage für weitere Energiesharing-Projekte dienen. „Die SAP Energiegemeinschaft ist zentral für die Etablierung eines Standardmodells für Energiesharing in Deutschland“, wird Anselma Wörner, Mitbegründerin und COO von exnaton, in der Mitteilung zitiert. „Mit unserer Erfahrung aus internationalen Energiegemeinschaften, sind wir stolz darauf, SAP dabei zu unterstützen, diese Vision in eine skalierbare, praxisnahe Lösung umzusetzen.“

    Die 2020 gegründete Exnaton AG ist eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich.

  • Nach dem FL-Röhrenverbot: Warum jetzt handeln entscheidend für den Werterhalt Ihrer Immobilie ist

    Nach dem FL-Röhrenverbot: Warum jetzt handeln entscheidend für den Werterhalt Ihrer Immobilie ist

    Stellen Sie sich vor, Sie investieren in eine vielversprechende Liegenschaft, sei es ein Wohnkomplex, ein Bürogebäude oder ein gemischtes Areal. Alles scheint perfekt: Lage, Renditeaussichten, Substanz. Doch bei der ersten Begehung fällt auf: Die Beleuchtung basiert noch auf klassischen Leuchtstoffröhren. Was auf den ersten Blick nebensächlich scheint, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Faktor mit grosser Wirkung auf Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.

    Durchdachte Lichtplanung steigert nicht nur die Atmosphäre, sondern auch die Energieeffizienz.

    Seit September 2023 dürfen in der Schweiz und in der EU keine klassischen Leuchtstoffröhren mehr verkauft werden. Die Lager sind weitgehend leer, Ersatz ist kaum mehr erhältlich. Für Eigentümer:innen bedeutet dies, dass Ausfälle nicht mehr einfach durch das Austauschen einer Röhre behoben werden können und improvisierte Lösungen bergen Sicherheits- und Haftungsrisiken. Wer hier zuwartet, riskiert ungeplante Kosten und den Verlust von Rechtssicherheit.

    Für Immobilienverwalter:innen und Investor:innen stehen nicht technische Details im Vordergrund, sondern die wirtschaftlichen Auswirkungen. Eine veraltete Beleuchtung verursacht höhere Stromkosten, die sich direkt in den Nebenkosten widerspiegeln und die Attraktivität des Objekts mindern. Auch Mieter:innen reagieren sensibel auf steigende Betriebskosten, was sich langfristig auf die Vermietbarkeit auswirkt.

    LED-Beleuchtung erhöht Sicherheit, reduziert Risiken und erfüllt gesetzliche Vorgaben.

    Hinzu kommt der Nachhaltigkeitsaspekt: Energieeffizienz ist heute ein zentrales Kriterium für ESG-Ratings. Diese Bewertungen spielen eine immer grössere Rolle bei Finanzierungen, im Portfoliomanagement und für institutionelle Investoren. Eine Beleuchtung, die nicht mehr dem Stand der Technik entspricht, wirkt sich negativ auf die Nachhaltigkeitsbilanz und damit auf die Marktposition einer Immobilie aus.

    Typische Stolpersteine und warum sie teuer werden können

    • Ungeplante Ausfälle: Ohne passende Ersatzröhren müssen kurzfristige, teure Übergangslösungen organisiert werden.
    • Unsachgemässe Umbauten: Improvisierte Installationen sind nicht nur unsicher, sie können auch Versicherungsansprüche gefährden.
    • Fehlende Planung: Wer das Thema ignoriert, riskiert höhere Wartungskosten und unnötige Mieterausfälle.
    Veraltete Lichtsysteme bergen Risiken – eine Modernisierung sichert Betrieb und Werterhalt.

    Was bedeutet das für Ihre Investition?
    Beim Kauf oder der Verwaltung von Immobilien wird die Beleuchtung häufig nur oberflächlich betrachtet. Doch sie beeinflusst gleich mehrere Parameter: Betriebskosten, Sicherheit, Nachhaltigkeit und rechtliche Konformität. Wer den Zustand frühzeitig prüft, kann Folgekosten vermeiden und Massnahmen sauber in die Budgetplanung integrieren. Damit lassen sich Modernisierungen ohne Hektik umsetzen, ohne dass Mieter:innen oder der laufende Betrieb beeinträchtigt werden.

    Was bedeutet das für Ihre Investition?
    Beim Kauf oder der Verwaltung von Immobilien wird die Beleuchtung häufig nur oberflächlich betrachtet. Doch sie beeinflusst gleich mehrere Parameter: Betriebskosten, Sicherheit, Nachhaltigkeit und rechtliche Konformität. Wer den Zustand frühzeitig prüft, kann Folgekosten vermeiden und Massnahmen sauber in die Budgetplanung integrieren. Damit lassen sich Modernisierungen ohne Hektik umsetzen, ohne dass Mieter:innen oder der laufende Betrieb beeinträchtigt werden.

    Fazit: Wer rechtzeitig handelt, sichert den Wert
    Das FL-Röhrenverbot hat die Spielregeln verändert. Wer jetzt handelt, minimiert Risiken, verhindert ungeplante Ausfälle und schützt den Wert der Immobilie langfristig.

    Wenn Sie mehr dazu wissen möchten, wie Sie die richtigen Schritte für Ihre Liegenschaften planen, gibt es dazu einen kompakten Leitfaden. Er fasst die wichtigsten Punkte für Immobilienprofis verständlich zusammen und gibt Ihnen die Sicherheit, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

    Informieren, bevor es teuer wird.
    Der Leitfaden zeigt Ihnen die zentralen Fakten und hilft, Risiken zu vermeiden und den Wert Ihrer Immobilie zu sichern – kostenlos zum Download verfügbar.

  • Ausbau von 8000 Glasfaseranschlüssen bis 2026 geplant

    Ausbau von 8000 Glasfaseranschlüssen bis 2026 geplant

    Swiss Fibre Net und der lokale Energie- und Wasserversorger StWZ Energie stellen der Zofinger Bevölkerung laut einer Medienmitteilung bis Ende des Jahres knapp 5000 Glasfaseranschlüsse zur Verfügung. Bis Ende 2026 sollen es 8000 sein.

    Wie die beiden Unternehmen weiter mitteilen, werde das Glasfasernetz geöffnet, um die Versorgung der Kundschaft mit einer breiten Vielfalt an Telekomangeboten verschiedener Anbieter zu ermöglichen. „Dank der Zusammenarbeit mit Swiss Fibre Net können die mit StWZ-Glasfaser erschlossenen Zofingerinnen und Zofinger von den zusätzlichen Telekomangeboten von Sunrise und Salt profitieren“, so StWZ-Geschäftsführer Paul Marbach in einer Medienmitteilung. Die Angebote der beiden Telekomanbieter seien sofort verfügbar.

    Dass Kundinnen und Kunden aus diversen Telekomanbietern auswählen können, sei heutzutage ein Muss, so der CEO von Swiss Fibre Net, Andreas Waber: „Nur offene Netze garantieren einen kundenorientierten Wettbewerb. Deshalb engagieren wir uns in Zusammenarbeit mit Energieversorgern, Kabelnetzbetreibern und Gemeinden für den Grundsatz des offenen Glasfasernetzes.“

    Die Swiss Fibre Net AG ist ein Gemeinschaftsunternehmen lokaler Energieversorger und Kabelnetzbetreiber in der Schweiz. Sie verbindet die lokalen Glasfasernetze ihrer Netzpartner zum grossflächigen, homogenen und offenen Swiss Fibre Net und bietet dieses national tätigen Telekomanbietern zur Nutzung an.

  • Forschende arbeiten an sauberem Wasser für Städte der Zukunft

    Forschende arbeiten an sauberem Wasser für Städte der Zukunft

    Forschende des in Dübendorf ansässigen Wasserforschungsinstituts Eawag und der Hochschule für Life Sciences an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) sind am EU-Projekt UrbanM20 beteiligt. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, widmet sich das unter der Leitung der Dänischen Technischen Universität Kopenhagen (DTU) stehende Projekt der Verbesserung des Monitorings und Managements der städtischen Wasserwirtschaft.

    Ziel des internationalen Projekts ist, die Qualität des städtischen Wassers in den Städten der Zukunft zu verbessern. Dabei sollen sowohl Wassernutzung, Verbrauch und Abwasser beobachtet und in Datenaustauschsystemen gespeichert werden. Mit digitalen Zwillingen sollen flexible Programme erarbeitet werden, die das Wasserqualitätsmanagement verbessern.

    An dem Projekt beteiligen sich 20 Partner aus zehn Ländern. Aus der Schweiz sind zum Beispiel das Stadtzürcher Departement für Entsorgung und Recycling (ERZ) sowie der Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) mit an Bord. Die Beteiligten wollen intelligente Sensoren entwickeln, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz die Überwachung der Wasserqualität verbessern. Die digitalen Zwillinge sollen helfen, Verschmutzungsprobleme zu identifizieren und Lösungen zu planen. „Wir wollen die Behörden mit praxisnahen Leitlinien aber auch dabei unterstützen, ihre schon bestehenden Systeme besser zu überwachen und zu unterhalten“, wird Projektkoordinator Luca Vezzaro von der DTU in der Mitteilung zitiert.

    Das Projekt UrbanM20 wird über das Horizon Europe Programm von der EU mit 5 Millionen Euro gefördert. Zusätzlich unterstützt das Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) das Projekt mit 1 Million Euro.