Kategorie: Finanzen

Finanzen – Immobiliennews zu Marktanalysen, Finanzierung, Zinsen, Kapitalmärkten, Fonds & Transaktionen in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Direktinvestitionen als Wachstumsmotor

    Direktinvestitionen als Wachstumsmotor

    Direktinvestitionen sind ein zentraler Bestandteil der globalen Wirtschaft. Sie umfassen Kapitalbeteiligungen in ausländischen Unternehmen mit dem Ziel, deren Geschäftstätigkeit dauerhaft zu beeinflussen. Dabei stehen strategische Kontrolle, Marktzugang und Ressourcensicherung im Vordergrund. Im Unterschied zu Portfolioinvestitionen, die primär auf Kapitalerträge abzielen, haben Direktinvestitionen weitreichende wirtschaftliche Auswirkungen für Herkunfts- und Empfängerländer.

    Standortvorteile der Schweiz
    Die Schweiz zählt zu den attraktivsten Investitionsstandorten weltweit. Faktoren wie Rechtssicherheit, eine stabile Wirtschaft, hochqualifizierte Fachkräfte und eine gut ausgebaute Infrastruktur machen das Land besonders interessant für multinationale Unternehmen. Viele international tätige Konzerne wie ABB oder Novartis haben ihren Hauptsitz hier, während globale Unternehmen wie Google oder Liebherr in der Schweiz Niederlassungen unterhalten.

    Globale Vernetzung und wirtschaftliche Effekte
    Als Investorin und Investitionsstandort profitiert die Schweiz von internationalen Kapitalströmen. Schweizer Unternehmen expandieren durch Direktinvestitionen ins Ausland, während ausländische Investoren in Schweizer Unternehmen investieren. Dies fördert nicht nur den Austausch von Know-how und Technologien, sondern stärkt auch die wirtschaftliche Dynamik. Besonders der Pharmasektor spielt eine Schlüsselrolle in den bilateralen Investitionsströmen, insbesondere zwischen der Schweiz und den USA.

    Direktinvestitionen und ihr Einfluss auf das Wachstum
    Direktinvestitionen haben einen messbaren Einfluss auf die Wirtschaftsleistung. Kapitalerträge aus Schweizer Investitionen im Ausland fliessen zurück in die heimische Wirtschaft und beeinflussen Konsum und Investitionen positiv. Gleichzeitig sorgen ausländische Direktinvestitionen in der Schweiz für Beschäftigung und Produktivitätssteigerungen. 2022 entfielen rund 24 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung auf ausländisch kontrollierte Unternehmen, während 11 Prozent der Arbeitsplätze direkt von ihnen abhingen.

    Steigende Regulierungen als Herausforderung
    In den letzten Jahren wurden Direktinvestitionen zunehmend politisch reguliert. Steueranpassungen und Investitionskontrollen sollen Transparenz schaffen und Steuervermeidung verhindern. Gleichzeitig wächst die Debatte über eine verstärkte Kontrolle von Übernahmen durch ausländische Investoren, insbesondere im Hinblick auf nationale Sicherheitsinteressen. Diese Entwicklungen könnten das Wachstumspotenzial zukünftiger Direktinvestitionen beeinträchtigen.

    Direktinvestitionen als Stabilisator und Wachstumsfaktor
    Die Schweiz profitiert in hohem Masse von Direktinvestitionen, sowohl als Herkunfts- als auch als Empfängerland. Sie fördern Innovation, stärken die Wirtschaftskraft und sichern den Wohlstand. Die zunehmenden regulatorischen Eingriffe könnten jedoch langfristige Herausforderungen für den globalen Investitionsfluss und das Wirtschaftswachstum mit sich bringen.

  • Digital Real Estate Index im Sinkflug

    Digital Real Estate Index im Sinkflug

    Zum zweiten Mal in Folge verzeichnet die Bau- und Immobilienwirtschaft einen Rückgang in ihrem digitalen Reifegrad. Der Digital Real Estate Index 2025, erhoben von der pom+Consulting AG, sank um 0,6 Punkte auf 4,0 von 10 Punkten. Besonders betroffen sind Planer, Bauunternehmen, Eigentümer und Investoren, während sich Bewirtschafter und Facility-Management-Dienstleister leicht verbessern konnten.

    Der Negativtrend zieht sich durch alle Unternehmensgrössen. Kleinstunternehmen sind mit einem Rückgang von -1,1 Punkten am stärksten betroffen, während mittelgrosse Unternehmen mit -0,3 Punkten vergleichsweise stabil bleiben. Grosse Firmen verzeichnen ebenfalls eine deutliche Abnahme von -0,7 Punkten.

    Investitionen sinken – Zurückhaltung dominiert
    Die Zurückhaltung zeigt sich auch bei den Investitionen: Jedes fünfte Unternehmen investiert weniger als 1 % seines Umsatzes in digitale Transformation. Zudem nimmt der Anteil der Unternehmen, die mehr als 5 % ihres Budgets für Digitalisierung aufwenden, seit zwei Jahren kontinuierlich ab.

    Wachsende Skepsis gegenüber digitalem Fortschritt
    Die Branche blickt zunehmend kritisch auf die digitale Entwicklung. Mehr als ein Drittel der befragten Fach- und Führungskräfte sieht die Digitalisierung stagnieren oder sogar rückläufig, besonders unter Technologieanbietern. Noch 2024 waren 80 % dieser Unternehmen überzeugt, dass die Digitalisierung zunimmt – heute sind es nur noch 29 %.

    Als zentrale Hürden für den Fortschritt gelten

    • Hohe Integrationskosten und technische Hürden
    • Mangelhafte Datenqualität
    • Fehlendes Change Management, das die Einführung neuer Technologien ausbremst

    Trotz dieser Herausforderungen gewinnt vernetzte Gebäudetechnik an Bedeutung, insbesondere in Kombination mit nachhaltigem Energiemanagement, AI-gestützten Analysen und prädiktiver Wartung.

    Künstliche Intelligenz als Zukunftstreiber?
    Ein Hoffnungsschimmer in der Digitalisierung ist Künstliche Intelligenz. 75 % der Befragten sehen AI als wertvolle Technologie mit hohem Potenzial, doch nur 16 % nutzen sie bereits aktiv. 30 % der Unternehmen befinden sich in der Aufbauphase, was auf eine bevorstehende Dynamik hindeutet.

    Neben AI bleibt auch Building Information Modeling ein zentraler Treiber der Transformation. Zudem gewinnen Data Analytics sowie Sensors & Actuators zunehmend an Bedeutung und unterstützen datenbasierte Entscheidungen im Immobilienmanagement.

    Digitalisierung bleibt herausfordernd
    Die Bau- und Immobilienbranche steht vor einem digitalen Wendepunkt: Während Skepsis und Investitionszurückhaltung den Fortschritt bremsen, könnte Künstliche Intelligenz neue Impulse setzen. Entscheidend wird sein, ob Unternehmen bereit sind, die bestehenden Herausforderungen aktiv anzugehen und in die digitale Zukunft zu investieren.

  • Immobilienunternehmen in Zug mit Rekordgewinn

    Immobilienunternehmen in Zug mit Rekordgewinn

    Die Fundamenta Real Estate AG hat im Geschäftsjahr 2024 mit 21,7 Millionen Franken den höchsten Reingewinn ohne Neubewertung in ihrer Geschichte verbucht, informiert die Zuger Immobiliengesellschaft in einer Mitteilung. Gegenüber 2023 fiel der Gewinn um 6,9 Prozent höher aus. Die Marge auf das Betriebsergebnis (EBIT-Marge) konnte gleichzeitig von 50,8 auf 62,9 Prozent gesteigert werden.

    Fundamenta Real Estate führt die Entwicklung «auf einen konsequent umgesetzten, ganzheitlichen Managementansatz» zurück. «Wir haben in den vergangenen Jahren unsere Ertragsstärke in einem herausfordernden Marktumfeld unter Beweis gestellt und sehen die aktuellen Entwicklungen als eine Chance, unser Wachstum gezielt voranzutreiben», wird Andreas Spahni, Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats der Fundamenta Real Estate AG, in der Mitteilung zitiert. Die Anteilseignenden sollen mit einer um 5 Rappen erhöhten Dividende von 0,60 Franken pro Aktie am Erfolg 2024 beteiligt werden.

    Zum guten Ergebnis haben gestiegene Mieterträge bei gesunkenem Betriebsaufwand beigetragen. Konkret fielen die Mieterträge mit 41,9 Millionen Franken um 2,0 Prozent höher als im Vorjahr aus. Der Betriebsaufwand ging gleichzeitig um 0,4 Prozent auf 12,2 Millionen Franken zurück. Darüber hinaus hat das Unternehmen im Berichtsjahr vier Liegenschaften mit einen Erfolg von 4,8 Millionen Franken veräussern können.

    Die Neubewertungen resultierten nach einem Verlust im Vorjahr im Berichtsjahr in einem Erfolg von 10,9 Millionen Franken. Der ausgewiesene ordentliche Reingewinn zog damit im Jahresvergleich von 8,3 Millionen auf 30,5 Millionen Franken an. Der Wert des Immobilienportfolios fiel zum Stichtag Ende 2024 mit 1,22 Milliarden Franken um 1,5 Prozent höher als zum Vorjahresende aus.

  • Kanton Luzern plant Investitonen in Lebens- und Wirtschaftsstandort

    Kanton Luzern plant Investitonen in Lebens- und Wirtschaftsstandort

    Der Kanton Luzern plant eine Investitionsoffensive zur Standortförderung. Aufgrund internationaler steuerlicher Entwicklungen wie der OECD-Mindestbesteuerung verliere der Kanton «seinen Wettbewerbsvorteil der tiefen Unternehmensgewinnsteuern für grosse internationale Unternehmen», erläutert die kantonale Staatskanzlei in einer Mitteilung. Konkret besteht die Befürchtung, dass betroffene Unternehmen abwandern oder ihre Investitionen im Kanton einschränken. Hier will der Regierungsrat mit gezielten Investitionen in den Lebens- und Wirtschaftsstandort gegensteuern.

    Eine vom Regierungsrat am 10.März in die Vernehmlassung gegebene Vorlage sieht vor, ab 2026 jährlich 300 Millionen Franken in ein breites Massnahmenpaket zu investieren. «Dem Kanton Luzern geht es gut, wir haben damit die Möglichkeit, in unseren Lebens- und Wirtschaftsraum zu investieren und auch langfristig attraktiv zu bleiben», wird Fabian Peter, Vorsteher des kantonalen Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements, in der Mitteilung zitiert. «Das ist das Ziel dieser Vorlage.»

    Zwei Drittel der Mittel dienen der Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Schwerpunkte machen dabei Innovationsförderung sowie Verbesserungen der Rahmenbedingungen bei Digitalisierung, Verfügbarkeit von Wirtschaftsflächen und kundenorientierter Verwaltung aus. Von den übrigen 100 Millionen Franken zu Gunsten der Luzerner Bevölkerung ist der Löwenanteil von 70 Millionen Franken für eine Senkung des Steuerfusses für natürliche Personen vorgesehen.

  • Wohnkosten-Schere öffnet sich weiter

    Wohnkosten-Schere öffnet sich weiter

    Der aktualisierte Monitor Wohnungsmarkt des Bundesamts für Wohnungswesen zeigt für 2024 eine differenzierte Entwicklung. Während die Nachfrage nach hochpreisigen Wohnungen leicht zurückgeht, bleibt die Suche für Haushalte ab dem oberen Mittelstand zunehmend schwierig. Besonders betroffen sind Regionen mit begrenztem Wohnraumangebot wie die Zentralschweiz und Berggebiete.

    Die grösste Herausforderung besteht jedoch für den unteren Mittelstand und einkommensschwächere Haushalte. Der Knappheitsindikator bestätigt, dass insbesondere Familienwohnungen schwer verfügbar sind. Aufgrund steigender Mietpreise entscheiden sich viele Haushalte für kleinere Wohnungen und kompakte Grundrisse, was den Druck in diesem Segment zusätzlich verstärkt.

    Wohnkosten-Schere zwischen Umziehenden und Sesshaften wächst
    Ein bedeutender Trend, den der Wohnmonitor für 2025 aufzeigt, ist die wachsende Kluft zwischen Bestands- und Angebotsmieten. Während sesshafte Mieter und Eigentümer von stabilen oder sogar sinkenden Wohnkosten profitieren könnten, etwa durch eine mögliche Mietzinsreduktion infolge des fallenden Referenzzinssatzes, sind Neumieter und Käufer weiterhin mit steigenden Wohnkosten konfrontiert.

    Besonders stark trifft dies Haushalte, die auf einen Umzug angewiesen sind. Neue Mietverträge werden oft zu deutlich höheren Preisen abgeschlossen als bestehende Mietverhältnisse. Diese Entwicklung verschärft die soziale Ungleichheit auf dem Wohnungsmarkt weiter.

    Baugesuche als Hoffnungsschimmer
    Eine leichte Entspannung könnte sich durch steigende Baugesuche und Baubewilligungen ergeben, die seit 2024 wieder zunehmen. Allerdings werden diese zusätzlichen Wohnungen frühestens ab 2026 auf den Markt kommen. Gleichzeitig bleibt das Wachstum des Wohnungsbestands mit unter 1 % pro Jahr weiterhin unzureichend, um die steigende Nachfrage auszugleichen.

    Langfristige Herausforderungen für den Wohnungsmarkt
    Der Wohnmonitor zeigt, dass die Zuwanderung weiterhin ein wesentlicher Treiber der Wohnraumnachfrage bleibt. Während sich die Unterschiede zwischen inländischen und ausländischen Haushalten in Bezug auf den Wohnbedarf weitgehend aufgelöst haben, bleibt die Gesamtversorgungslage herausfordernd.

  • Erfolgreiche Finanzierungsrunde ermöglicht Expansion der Betonsensorik

    Erfolgreiche Finanzierungsrunde ermöglicht Expansion der Betonsensorik

    Die DuraMon AG aus Dietikon hat laut Medienmitteilung im Februar erfolgreich eine Finanzierungsrunde in Höhe von 1,6 Millionen Franken für die Seed Extension abgeschlossen. Die Runde wurde von Wagniskapital- und Private-Equity-Geber QBIT Capital in Zürich geleitet, die bereits die Seed-Finanzierungsrunde von DuraMon im Juni 2023 angeführt hatte. Sika in Baar, ein Schlüsselinvestor seit Juni 2023, hat sein Engagement durch den erneuten Einstieg als strategischer Partner neben Helbling Equities und anderen verlängert, heisst es weiter. Das frische Kapital schaffe die Voraussetzungen für die Skalierung und Expansion über die DACH-Region hinaus.

    DuraMon ist eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), die sich auf eine neuartige Sensortechnologie spezialisiert hat, die langfristig stabile Korrosionsüberwachung von Betoninfrastrukturen wie Brücken, Tunneln und Parkhäusern, und Parkgaragen gewährleistet. Dies ermöglicht die frühzeitige Erkennung und das Verständnis von Verschlechterungsprozessen in Betonstrukturen, heisst es in der Mitteilung. So kann die richtige Art der Instandsetzung zum richtigen Zeitpunkt und an der richtigen Stelle im Bauwerk bestimmt werden, wodurch Bauherren ihre Instandhaltungsstrategien optimieren und die Reparaturkosten senken können.

    Die neu gesicherte Finanzierung wird es DuraMon ermöglichen, wichtige interne Prozesse zu automatisieren und zu optimieren, nämlich die automatisierte Datenanalyse und Sensorinstallation, heisst es in der Mitteilung. Ein starker Fokus werde auch auf der Kundenentwicklung und Ausweitung der Marktreichweite von DuraMon über die DACH-Region in andere europäische Länder liegen.

  • Höhere Margen durch Optimierung im Bauzuliefersektor

    Höhere Margen durch Optimierung im Bauzuliefersektor

    Der Gebäudezulieferer Arbonia mit Sitz in Arbon hat laut Medienmitteilung im Geschäftsjahr 2024 trotz einer vor allem auf dem deutschen Markt schwierigen Lage seinen Umsatz um 10,2 Prozent auf 556,3 Millionen Franken gesteigert. Darin enthalten sind die Akquisitionen der spanischen Dimoldura und Rozière in Frankreich sowie der tschechischen Gesellschaft Lignis. Ohne Währungs- und Akquisitionseffekte musste jedoch ein Rückgang von minus 5,4 Prozent verzeichnet werden, heisst es weiter. Damit sei dennoch eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (minus 8,2 Prozent) erzielt worden.

    Der Rückgang sei vor allem auf weiterhin gesunkene Volumen als Folge des andauernden Rückganges der Neubautätigkeit im Wohnungsbau in Kombination mit steigenden Durchschnittslohnkosten und negativen Wechselkurseffekten zurückzuführen.

    In den grössten Arbonia-Märkten Europas konnte sich die Baukonjunktur im Jahr 2024 noch nicht spürbar erholen, heisst es in der Mitteilung zum Geschäftsbericht. Stattdessen verlief das 2. Halbjahr im für Arbonia wichtigen Markt Deutschland schwächer als erwartet: Rückläufige Baugenehmigungen und hohe Finanzierungskosten werden hier als Probleme genannt.

    Das EBITDA inklusive Sondereffekte konnte im Geschäftsjahr um 107,8 Prozent auf 66,3 Millionen Franken gesteigert werden. Dies entspricht einer Steigerung der EBITDA-Marge von 6,3 auf 11,9 Prozent, heisst es in der Mitteilung. Enthalten sei ein Gewinn aus dem Verkauf des Areals an der Zelgstrasse in Arbon von rund 29 Millionen Franken. Das EBITDA ohne Sondereffekte konnte um 22,1 Prozent auf 41,7 Millionen Franken gesteigert werden. Dies entspricht einer Steigerung der EBITDA-Marge von 6,8 Prozent auf 7,5 Prozent.

  • Berner Kantonalbank setzt auf klimafreundliche Hypotheken

    Berner Kantonalbank setzt auf klimafreundliche Hypotheken

    Die Berner Kantonalbank will die Treibhausgasemissionen aus ihrem Hypothekarportfolio bis 2030 deutlich senken. Dafür unterstützt die BEKB energetische Sanierungen mit der Einführung von myky-Hypotheken, informiert die BEKB in einer Mitteilung. Sie beruhen auf dem Sanierungsrechner der Online-Plattform myky.

    «Unsere Kundinnen und Kunden profitieren beim ökologischen Sanieren ihrer Eigenheime von Vorzugskonditionen», wird BEKB-CEO Armin Brun in der Mitteilung zitiert. «Gleichzeitig fördern wir als Bank die Reduktion der CO2-Emissionen in unserem Marktgebiet.» Bis 2030 sollen die Emissionen aus finanzierten Wohnliegenschaften um 45 und die aus anderen Liegenschaften um 35 Prozent gesenkt werden.

    Die Plattform myky wurde Ende 2021 von der BEKB gemeinsam mit Energie Wasser Bern und Gebäudeversicherung Bern lanciert. Das Jungunternehmen ist auf praktische Tipps und Werkzeuge zur Unterstützung von Eigenheimbesitzenden spezialisiert. Aktuell sind neben der BEKB 16 weitere Kantonalbanken beteiligt, die von der NNH Holding AG vertreten werden.

  • Nationalrat will Unterstützung für Asbest-Opfer ausbauen

    Nationalrat will Unterstützung für Asbest-Opfer ausbauen

    Der Nationalrat hat am Donnerstag mit 130 Ja- zu 64 Nein-Stimmen eine Änderung des Unfallversicherungsgesetzes beschlossen. Damit soll die finanzielle Unterstützung für Asbestopfer durch die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt sichergestellt werden. Der Entscheid erfolgte gegen den Willen einer SVP-Minderheit.

    Lücke bei der Unterstützung schliessen
    Die Änderung zielt darauf ab, die Zukunft der Stiftung Entschädigungsfonds für Asbestopfer zu sichern. Die Suva soll künftig Beiträge leisten können, um die Stiftung finanziell zu unterstützen. Diese Mittel dürfen jedoch nur aus Mehreinnahmen der Versicherung gegen Berufsunfälle und Berufskrankheiten stammen, um die Prämien nicht zu beeinflussen.

    Entschädigung für Asbest-Opfer
    Asbest, einst beliebt für seine praktischen und feuerfesten Eigenschaften, wurde jahrzehntelang verwendet. Seit 1989 ist der Baustoff in der Schweiz verboten, doch die durch Asbest verursachten Erkrankungen werden oft erst Jahrzehnte später sichtbar. Jährlich erkranken rund 120 Personen an Mesotheliomen, einer Krebsform des Brust- und Bauchfells, verursacht durch Asbestfasern.

    Finanzielle Sicherheit für Betroffene
    Die Stiftung EFA soll jene Asbest-Opfer entschädigen, die nicht von der obligatorischen Unfallversicherung gedeckt sind. Diese Personen erhalten zwar Leistungen von der Krankenkasse und Invalidenversicherung, doch diese decken die Kosten oft nicht vollständig ab. Die Stiftung basiert auf freiwilligen Beiträgen der Industrie, die jedoch in den letzten Jahren abgenommen haben.

    Kritik der Gegner
    Eine SVP-Minderheit kritisierte die Vorlage als «nicht verursachergerecht». Sie befürchtet, dass die Änderung zu höheren Versicherungsbeiträgen führen könnte und fordert mehr Beiträge der verantwortlichen Unternehmungen. Die Minderheit unterlag jedoch im Rat, da alle anderen Parteien die Vorlage unterstützten.

    Ausblick
    Der Suva-Rat wird entscheiden, ob und wie viel Geld an die Stiftung EFA überwiesen wird. Bis 2030 benötigt die Stiftung zusätzliche Mittel von 25 bis 50 Millionen Franken. Als Nächstes muss der Ständerat über die Vorlage entscheiden.

  • Hypothekarischer Referenzzinssatz sinkt auf 1,5 Prozent

    Hypothekarischer Referenzzinssatz sinkt auf 1,5 Prozent

    Der hypothekarische Referenzzinssatz wurde auf 1,5 Prozent festgelegt, was einer Senkung um 0,25 Prozentpunkte gegenüber dem letzten publizierten Satz entspricht. Diese Änderung basiert auf dem volumengewichteten Durchschnittszinssatz der inländischen Hypothekarforderungen, der zum Stichtag 31. Dezember 2024 von 1,63 Prozent auf 1,53 Prozent gesunken ist. Der neue Referenzzinssatz gilt ab dem 4. März 2025 und bleibt bestehen, bis der Durchschnittszinssatz unter 1,38 Prozent fällt oder über 1,62 Prozent steigt.

    Auswirkungen auf Mietverhältnisse
    Die Senkung des Referenzzinssatzes um 0,25 Prozentpunkte kann für Mietende einen Senkungsanspruch von bis zu 2,91 Prozent bedeuten, sofern der bisherige Mietzins auf einem Referenzzinssatz von 1,75 Prozent basiert. Bei einem höheren Referenzzinssatz als 1,75 Prozent fällt die Mietzinsreduktion entsprechend grösser aus.

    Falls der bisherige Mietzins bereits auf einem Referenzzinssatz von 1,5 Prozent basiert, besteht kein Anpassungsanspruch. Bei einem Referenzzinssatz von 1,25 Prozent reduziert sich der Erhöhungsanspruch der Vermietenden auf grundsätzlich 3 Prozent.

    Ausnahmen und zusätzliche Faktoren
    Mietverträge mit indexierten oder gestaffelten Mietzinsen sowie Umsatzmieten bei Geschäftsräumen sind von diesen Regelungen ausgenommen. Auch bei geförderten Wohnungen können spezielle Regelungen gelten.

    Neben dem Referenzzinssatz können weitere Faktoren wie die Veränderung des Landesindexes der Konsumentenpreise (Teuerung) und Änderungen der Unterhalts- und Betriebskosten die Mietzinsgestaltung beeinflussen. Diese Faktoren müssen gegebenenfalls in die Berechnung einbezogen werden.

    Vierteljährliche Anpassung
    Der hypothekarische Referenzzinssatz wird vierteljährlich durch das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) bekannt gegeben und auf der Website www.referenzzinssatz.admin.ch veröffentlicht. Die nächste Bekanntgabe ist für den 2. Juni 2025 vorgesehen.

    Dieser Artikel bietet einen umfassenden und zukunftsorientierten Überblick über die Auswirkungen der Senkung des hypothekarischen Referenzzinssatzes auf Mietverhältnisse in der Schweiz.

  • Fusion mit starken Zahlen Ina Invest und Cham Group

    Fusion mit starken Zahlen Ina Invest und Cham Group

    Die Cham Group hat im letzten Geschäftsjahr eine bemerkenswerte Wertsteigerung ihres Immobilienportfolios um 184,7 Millionen Franken auf insgesamt 703,2 Millionen Franken verzeichnet. Diese positive Entwicklung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Fortschritte in der planerischen und baulichen Entwicklung des Quartiers, eine hohe Nachfrage nach den entstehenden Flächen und ein vorteilhaftes Zinsumfeld. Diese Faktoren haben das Ertragspotenzial der Cham Group markant gesteigert.

    Der Reingewinn der Cham Group belief sich auf 168,2 Millionen Franken, verglichen mit 15,6 Millionen Franken im Vorjahr. Zudem konnte der Mietertrag um 9,8 Prozent auf 8,1 Millionen Franken gesteigert werden. Das Betriebsergebnis vor Neubewertung lag bei 6,7 Millionen Franken. Mit einer Eigenkapitalquote von 73,5 Prozent und einer unveränderten Dividende von 12 Franken je Aktie zeigt die Cham Group eine solide finanzielle Basis.

    Operative Stärke trotz Sonderfaktoren
    Ina Invest hat im vergangenen Geschäftsjahr operativ schwarze Zahlen geschrieben, musste jedoch einen Reinverlust von 17,4 Millionen Franken hinnehmen. Dieser Verlust ist hauptsächlich auf eine Zahlung von 34,7 Millionen Franken an Implenia zurückzuführen, die im Zuge der geplanten Fusion mit der Cham Group erfolgte. Ohne diesen Einmaleffekt und unter Berücksichtigung von Marktwertveränderungen lag der EBIT bei 20,4 Millionen Franken.

    Das Immobilienportfolio von Ina Invest wird per Ende 2024 auf 862 Millionen Franken geschätzt, mit Neubewertungen von 15,4 Millionen Franken. Der Mietertrag blieb mit 15,4 Millionen Franken konstant. Trotz der Herausforderungen plant Ina Invest, eine Dividende von 20 Rappen je Aktie auszuschütten.

    Fusion zur Cham Swiss Properties AG
    Die geplante Fusion von Ina Invest und Cham Group wird eine neue Immobiliengesellschaft mit einem kombinierten Portfolio von rund 1,6 Milliarden Franken schaffen. Das fusionierte Unternehmen wird einen Wohnanteil von etwa 60 Prozent haben und eine Eigenkapitalquote von rund 57 Prozent aufweisen. Diese Zusammenlegung verspricht, die Stärken beider Unternehmen zu vereinen und ein diversifiziertes, nachhaltiges Immobilienportfolio zu bieten.

    Die Aktionäre beider Unternehmen werden an den Generalversammlungen am 31. März über die Fusion abstimmen. Die Zustimmung der Aktionäre wird entscheidend sein, um die strategischen Ziele der neuen Cham Swiss Properties AG zu verwirklichen.

    Eine starke Zukunft
    Die Fusion von Ina Invest und Cham Group bietet die Chance, eine führende Immobiliengesellschaft in der Schweiz zu schaffen. Mit einem hochwertigen und nachhaltigen Portfolio sowie einer soliden finanziellen Basis sind die beiden Unternehmen gut aufgestellt, um gemeinsam in die Zukunft zu gehen. Die Synergien aus dieser Zusammenlegung könnten zu weiteren Wertsteigerungen und einer verbesserten Marktposition führen.

    Die Immobilienbranche wird die Entwicklungen rund um die Cham Swiss Properties AG genau beobachten, da die Fusion ein Zeichen für den Trend zur Konsolidierung und strategischen Neuausrichtung in einem wettbewerbsintensiven Markt setzt.

    Dieser umfangreichere Artikel bietet einen detaillierten und zukunftsorientierten Überblick über die bevorstehende Fusion von Ina Invest und Cham Group sowie deren finanzielle Leistungen und strategische Ausrichtung.

  • Diese Kantone führen die Schweiz an

    Diese Kantone führen die Schweiz an

    Die Hochschule Luzern hat mit dem KIKI ein Analysemodell vorgestellt, das Innovation und Kreativität der Kantone misst. «Der KIKI ist der erste kantonale Index, der diese Schlüsselfähigkeiten regional und im Detail auswertet», erklärt Christoph Hauser, Professor am Institut für Betriebs- und Regionalökonomie der Hochschule Luzern. Der Index besteht aus 101 Einzelindikatoren, die in vier Themenfelder und acht thematische Säulen unterteilt sind. Datenquellen sind unter anderem das Bundesamt für Statistik und die Innovationsagentur des Bundes Innosuisse.

    Kanton Zug führt die Rangliste an
    Basierend auf den Daten des Jahres 2024 belegt der Kanton Zug mit knapp 60 von 100 möglichen Punkten den ersten Platz. Dahinter folgen Basel-Stadt und Zürich. Die Kantone Waadt, Neuenburg und Genf liegen dicht beieinander auf den Plätzen vier bis sechs. Zug führt in den Themenfeldern Wissen, Kreation und Wachstum, während Basel-Stadt den höchsten Wert bei der Kreation aufweist. Zürich liegt in fast allen Indikatoren weit vorne, ausser beim Wachstum.

    Vielfältige Ausdrucksformen von Innovation und Kreativität
    Der KIKI zeigt, dass Innovation und Kreativität auf vielfältige Weise zum Ausdruck kommen. «Es gibt nicht ein einziges, einfaches Mittel zur Förderung davon», betont Hauser. Die Kantone auf den hinteren Rängen erreichen immerhin fast die Hälfte der Punkte von Zug, was angesichts des hohen Niveaus respektabel ist. Besonders hervorzuheben ist Uri mit einem guten Wachstum und Glarus mit starken unterstützenden Faktoren.

    Die acht Säulen des KIKI
    Der KIKI orientiert sich am Global Innovation Index (GII) und besteht aus Input- und Outputfaktoren. Inputfaktoren begünstigen Innovation und Kreativität, während Outputfaktoren deren Wirkung messen. Die acht Säulen umfassen:

    • Bildung und Bildungserfolg: Indikatoren zu Angebot und Erfolgsquoten im Bildungsbereich.
    • Forschung, Entwicklung und Wissen: Statistiken zu Forschungsaktivitäten und -ausgaben.
    • Diversität: Vielfalt der Gesellschaft in Bezug auf ethnische Herkunft, Geschlecht und Kultur.
    • Unterstützende Faktoren: Rahmenbedingungen, die Innovationen fördern.
    • Kunst und Kultur: Kreative Ausdrucksformen und deren Förderung.
    • Patente, Marken und Designs: Schutz und Verwertung geistigen Eigentums.
    • Unternehmen und Startups: Gründungsaktivität und Wachstum von Unternehmen.

    Innovation und Wirtschaftskraft gehen Hand in Hand
    Der KIKI zeigt eine enge Korrelation zwischen Innovation, Kreativität und der Wirtschaftskraft der Kantone. Die Schweiz, die gemäss dem Global Innovation Index als innovativstes Land der Welt gilt, profitiert von diesen Fähigkeiten. Die Analyse unterstreicht die Bedeutung von Bildung, Forschung und unterstützenden Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen Erfolg.

    Dieser Artikel bietet einen umfassenden und zukunftsorientierten Überblick über die innovativsten Kantone der Schweiz und die Bedeutung von Innovation und Kreativität für das Wirtschaftswachstum.

  • Immobiliengesellschaft steigert Gewinn und senkt Leerstand

    Immobiliengesellschaft steigert Gewinn und senkt Leerstand

    Die Zug Estates Gruppe hat im Geschäftsjahr 2024 einen Konzerngewinn ohne Neubewertungen und Sondereffekte in Höhe von 36,9 Millionen Franken realisiert, informiert die auf den Wirtschafts- und Lebensraum Zug konzentrierte Immobiliengesellschaft in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum von 9,0 Prozent. Die Anteilseignerschaft soll mit einer um 6,8 Prozent erhöhten ordentlichen Dividende am Gewinn beteiligt werden.

    Als Wachstumstreiber wird in der Mitteilung der Liegenschaftsertrag der Gruppe genannt. Er legte im Jahresvergleich um 5,5 Prozent auf 69,3 Millionen Franken zu. Das Segment Hotel & Gastronomie trug 15,5 Millionen Franken zum Gesamtertrag bei. Der Betriebsertrag insgesamt legte um 4,7 Prozent auf 88,8 Millionen Franken zu.

    Das Konzernergebnis inklusive Neubewertungen und Sondereffekten fiel 2024 mit 58,7 Millionen Franken um 142,7 Prozent höher als im Vorjahr aus. Hier ist die Steigerung vor allem auf einen Neubewertungserfolg in Höhe von 24,8 Millionen Franken zurückzuführen. Zudem hat Zug Estates im Berichtsjahr insgesamt 8,1 Millionen Franken in Neubauprojekte und Sanierungen investiert. Der Marktwert des gesamten Portfolios der Gruppe lag zum Ende 2024 mit 1,86 Milliarden Franken um 1,7 Prozent über dem Vorjahreswert.

    Darüber hinaus weist Zug Etates per Ende Geschäftsjahr ein praktisch voll vermietetes Immobilienportfolio auf: Die Leerstandquote wurde im Vergleich zum von Umbauten geprägten Vorjahr von 3,9 auf 0,7 Prozent gesenkt. Im Berichtjahr hat die Gruppe Gewerbemietverträge im Umfang von mehr als 5,4 Millionen Franken jährlich verlängern oder neu abschliessen können.

  • Wohnschutzverordnung in Basel-Stadt

    Wohnschutzverordnung in Basel-Stadt

    Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Während 2018 noch 1’074 Wohneinheiten in Basel-Stadt geplant wurden, sank diese Zahl bis 2023 auf nur noch 67, ein Einbruch um 95 %. Damit ist die Bautätigkeit in Basel-Stadt praktisch zum Stillstand gekommen. In anderen Schweizer Städten, die ebenfalls mit steigenden Baukosten und Zinsen zu kämpfen haben, fiel der Rückgang weit weniger drastisch aus.

    Eine der Hauptursachen liegt in der Wohnschutzverordnung, die 2022 in Kraft trat. Sie begrenzt Mietzinsaufschläge nach Sanierungen, unterstellt Umwandlungen in Stockwerkeigentum einer Bewilligungspflicht und legt maximale Mietzinse für Ersatzneubauten fest. Das Ziel war der Schutz von Mietenden, doch die Folgen sind problematisch. Investitionen bleiben aus, Sanierungen verzögern sich oder werden ganz eingestellt, und der Neubau stagniert.

    Zielkonflikt zwischen Wohnschutz und Klimaschutz
    Neben der Wohnungsnot wird nun auch der Klimaschutz von der Verordnung ausgebremst. Energetische Sanierungen werden oft im Rahmen von Totalsanierungen durchgeführt – doch genau diese finden kaum noch statt. In einer Medienmitteilung des Präsidialdepartements vom 15. August 2024 räumt die Basler Regierung ein, dass sich ein Zielkonflikt abzeichnet. „Energetische Sanierungen erfolgen meist im Rahmen von Totalsanierungen. Dadurch besteht ein Zielkonflikt zwischen den Verfassungsbestimmungen des Wohnraumschutzes und des Klimaschutzes (Netto-Null-Ziel 2037).“

    • Weniger energieeffiziente Gebäude → Höhere Energiekosten für Mietende → Verzögerung der Klimaziele.
    • Basel-Stadt im Städtevergleich, Schlusslicht beim Wohnungsbau

    Ein Blick auf andere Städte zeigt, wie gravierend die Auswirkungen der Wohnschutzverordnung in Basel-Stadt sind.

    • Zürich +20 % mehr Baugesuche zwischen 2021 und 2023
    • Luzern, Winterthur, Bern ein Rückgang der Baugesuche um 2–35 %
    • Basel-Stadt Einbruch um 76 %

    Auch der Vergleich mit Basel-Landschaft ist aufschlussreich. Während die Zahl der Baugesuche dort um 40 % zurückging, sank sie in Basel-Stadt um 76 %. Dies zeigt, dass die Flaute im Wohnungsbau hausgemacht ist und nicht allein auf die allgemeine Baukonjunktur zurückzuführen ist.

    Politische Debatte über Anpassungen
    Die restriktiven Vorgaben der Wohnschutzverordnung haben Basel-Stadt in eine Sackgasse geführt. Während das ursprüngliche Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu schützen, nachvollziehbar ist, zeigen die Zahlen, dass die Verordnung das Gegenteil bewirkt.

    • Weniger Bauprojekte → Sinkendes Wohnangebot → Steigende Mieten für neue Wohnungen
    • Weniger Sanierungen → Verzögerung der energetischen Modernisierung → Höhere Betriebskosten für Mietende

    Die politische Debatte über eine Anpassung der Verordnung gewinnt an Fahrt. Erste Parteien fordern Korrekturen, um Investitionen wieder attraktiver zu machen, ohne dabei den Mieterschutz völlig aufzugeben. Die Mitte-Partei hat im August 2024 die Initiative „Ja zum vernünftigen Wohnschutz für alle!“ angekündigt, die eine Anpassung der Gesetze fordert, um den Mietwohnungsbau wieder zu beleben.

    Ein gefährlicher Trend für Basel-Stadt
    Während in Zürich erste Stimmen laut werden, ähnliche Regulierungskonzepte einzuführen, zeigt das Beispiel Basel-Stadt, welche Risiken damit verbunden sind. Die Regulierung führt dazu, dass Mietende in ihren Wohnungen verbleiben, selbst wenn diese nicht mehr ihren Bedürfnissen entsprechen, was den Wohnungsmarkt zusätzlich verknappt.

    Die nächsten Jahre werden entscheidend sein. Schafft Basel-Stadt die Wende oder droht eine anhaltende Wohnungskrise mit steigenden Mieten und stockendem Klimaschutz?

  • Raiffeisen analysiert Wegfall des Eigenmietwerts

    Raiffeisen analysiert Wegfall des Eigenmietwerts

    Raiffeisen hat die geplante Abschaffung der Besteuerung des Eigenmietwerts bei selbstgenutztem Wohneigentum analysiert.  Das Bundesparlament hat in der Wintersession im Dezember den Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung beschlossen. Nun hat das Volk an der Urne das letzte Wort, heisst es in einer Medienmitteilung der zweitgrössten Schweizer Bankengruppe.

    Sollte die Vorlage angenommen werden, würden Wohneigentümerinnen und -eigentümer beim vorherrschenden tiefen Zinsniveau je nach Haushaltstyp zum Teil erhebliche Steuerersparnisse erzielen, heisst es weiter. Der Wohnkostenvorteil von Wohneigentum gegenüber der Miete wachse stetig und könnte im Jahresverlauf auf bis zu 30 Prozent steigen.

    Bei einer Abschaffung des Eigenmietwerts würde Wohneigentum im aktuellen Marktumfeld insgesamt spürbar an finanzieller Attraktivität und folglich auch an Wert gewinnen, so Raiffeisen. Eigenheime in sanierungsbedürftigem Zustand dürften allerdings aufgrund der durch die Reform wegfallenden latenten Steuerabzüge an Wert einbüssen.

    «Zu den potenziellen Verlierern der Reform zählt auch unter anderem das Baugewerbe. Dieses dürfte zwar in der Übergangsphase bis zum Inkrafttreten der Reform kurzfristig von vielen Last-Minute-Aufträgen profitieren, doch langfristig werden wegen des Wegfalls eines Grossteils der steuerlichen Unterhaltsabzüge weniger Mittel in die Sanierung von Wohngebäuden fliessen», wird Fredy Hasenmaile zitiert, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz.

    Bleibe das vorherrschende Zinsumfeld bestehen, hätte im Zuge der Reform auch der Fiskus auf Jahre hinaus mit Mindereinnahmen in Milliardenhöhe zu rechnen.

  • Mietpreise in der Schweiz steigen weiter

    Mietpreise in der Schweiz steigen weiter

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im Januar auf dem Stand von 129,5 Punkten geschlossen. Im Vergleich zum Vormonat legte der Index damit um lediglich 0,2 Prozent zu, informiert Homegate in einer Mitteilung. Gegenüber dem Vorjahr haben die Fachleute des Immobilienmarktplatzes hingegen schweizweit ein Wachstum der Angebotsmieten um 3,1 Prozent registriert.

    Innerhalb der Kantone haben die Fachleute von Homegate in vielen Fällen deutliche Anstiege im Jahresvergleich beobachtet. Im Kanton Graubünden sowie in den beiden zusammengefassten Appenzeller Kantonen fielen die Angebotsmieten im Januar 2025 hingegen um 0,8 beziehungsweise 0,5 Prozent geringer als im Januar 2024 aus. Dabei setzte Appenzell seinen im Vormonat begonnenen Rückgang fort. Graubünden hingegen habe den Rückgang der vergangenen beiden Monate zwar wieder etwas ausgeglichen, bleibe aber weiterhin unter dem Niveau von vor rund einem Jahr, heisst es in der Mitteilung.

    Bei den im Index erfassten acht Schweizer Städten haben die Fachleute durchweg steigende Angebotsmieten in den vergangenen zwölf Monaten ausgemacht. In der Mitteilung heben sie dabei Luzern und Basel mit Steigerungen von 7,7 beziehungsweise 6,6 Prozent hervor. Gegenüber Dezember 2024 fielen die Mieten in Luzern um 1,4 Prozent geringer aus. Lugano weist mit -2,2 Prozent den stärksten Rückgang im Monatsvergleich auf. Die Mieten in der Stadt Bern legten hingegen gegenüber Dezember 2024 um 0,6 Prozent zu.

    Homegate ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Projektierungskredit für Luzerner Theater abgelehnt

    Projektierungskredit für Luzerner Theater abgelehnt

    Mit 15’033 Nein-Stimmen gegenüber 10’914 Ja-Stimmen wurde der Projektierungskredit für das geplante Luzerner Theater am 9. Februar 2025 deutlich abgelehnt. Die Stimmbeteiligung lag bei 49,67 Prozent. Das Ergebnis bedeutet das Ende für das Projekt «überall» von Ilg Santer Architekten, das als neue Bühne für Musik-, Sprech- und Tanztheater vorgesehen war.

    Stadtrat zeigt sich enttäuscht
    Der Stadtrat nimmt die Abstimmung mit grossem Bedauern zur Kenntnis. Die geplante Weiterentwicklung des Luzerner Theaters kann mit diesem Entscheid nicht umgesetzt werden. Stadtpräsident Beat Züsli betont: „Wir haben immer gesagt, dass es keinen Plan B gibt. Wie es weitergeht, ist völlig offen. Dieses Ergebnis ist eine grosse Enttäuschung für die Luzerner Kultur.“

    Besonders der Standort und das Bauvolumen des geplanten Theaters standen in der öffentlichen Diskussion immer wieder in der Kritik. Dennoch sei es noch zu früh, um definitive Schlussfolgerungen zu ziehen. Der Stadtrat will die Abstimmungsergebnisse gemeinsam mit den involvierten Partnerorganisationen sorgfältig auswerten.

    Konsequenzen für die Kulturpolitik
    Die Ablehnung des Kredits stellt die Stadt Luzern vor neue Herausforderungen. Die bisherigen Planungen werden gestoppt und es bleibt unklar, wie die Zukunft des Luzerner Theaters gestaltet werden kann. Dennoch betont der Stadtrat die Wichtigkeit eines konstruktiven Umgangs mit dem Votum: „Es ist nun unsere gemeinsame Aufgabe als Stadtgemeinschaft, eine neue Lösung für die Theaterkultur in Luzern zu finden.“

    Trotz der Niederlage bedankt sich der Stadtrat bei allen, die sich für das Projekt engagiert haben. Die bestehenden Partnerschaften sollen weiterhin gepflegt und die Auswirkungen des Abstimmungsergebnisses auf die Kulturpolitik sorgfältig geprüft werden.

  • Private Investoren treiben Innovation in Zürich voran

    Private Investoren treiben Innovation in Zürich voran

    Der Finanzplatz Zürich ist nicht nur ein bedeutendes Zentrum für Banken und Versicherungen, sondern auch ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung junger Unternehmen. Private Investoren wie Private-Equity- und Venture-Capital-Gesellschaften, Multi und Single Family Offices sowie Stiftungen unterstützen Start-ups durch gezielte Investitionen, die Innovationen und wirtschaftliches Wachstum fördern.

    Laut der neuen Studie «Finanzplatz Zürich 2025/2026», die vom kantonalen Amt für Wirtschaft und der städtischen Abteilung Stadtentwicklung in Auftrag gegeben wurde, sind in der Region Zürich 208 Private-Equity- und Venture-Capital-Gesellschaften sowie über 2800 Stiftungen aktiv. Sie beschäftigen insgesamt rund 3800 Mitarbeitende und haben in den letzten zehn Jahren massgeblich zur Entwicklung des Innovationsstandorts Zürich beigetragen.

    Wachstum und Finanzierungslücken im Start-up-Ökosystem
    Zwischen 2014 und 2024 wurden in der Region Zürich über 900 Start-ups gegründet, die in verschiedenen Finanzierungsrunden insgesamt 9,6 Milliarden Franken Kapital aufgenommen haben. Fast die Hälfte des gesamten Finanzierungsvolumens von Start-ups in der Schweiz. Bei den Unternehmen, deren Investorenstruktur bekannt ist, stammt rund ein Drittel der Mittel von regionalen Geldgebern.

    Die Studie zeigt jedoch, dass viele Start-ups nach der anfänglichen Förderung durch Acceleratoren, Inkubatoren und Stiftungen in der nächsten Wachstumsphase auf Finanzierungshürden stossen. Während Private-Equity- und Venture-Capital-Gesellschaften verstärkt in die Expansionsfinanzierung einsteigen, bleibt eine Finanzierungslücke bestehen. Dies kann dazu führen, dass junge Unternehmen ins Ausland abwandern, um dort Kapital für ihre Skalierung zu sichern.

    Zürich als attraktiver Standort für Beteiligungskapital
    Die Region Zürich bietet aufgrund ihres starken Marktumfelds, der internationalen Vernetzung und der Verfügbarkeit hochqualifizierter Fachkräfte optimale Bedingungen für Investoren. Besonders Single Family Offices spielen eine wachsende Rolle, da sie langfristig orientierte Investitionen in innovative Projekte ermöglichen. Schweizer Single Family Offices investieren durchschnittlich 12 Prozent ihres verwalteten Vermögens in Venture Capital, wovon rund 24 Milliarden Franken in Projekte innerhalb der Schweiz fliessen.

    Laut Michael Grass von BAK Economics, die die Studie durchgeführt hat, ist es entscheidend, die Finanzierungslücke in der Wachstumsphase von Start-ups zu schliessen. Dies würde nicht nur die Innovationskraft der Region sichern, sondern auch das Abwanderungsrisiko reduzieren.

    Initiative «Stärkung Investorenstandort» startet
    Basierend auf den Ergebnissen der Studie startet der Kanton Zürich das Teilprojekt «Stärkung Investorenstandort» im Rahmen der Initiative «Innovationsstandort 2030». Die Volkswirtschaftsdirektion hat den Auftrag, gezielt Massnahmen zur Verbesserung der Standortattraktivität für Risikokapitalgeber zu entwickeln. Ziel ist es, die Investitionsbedingungen für Start-ups und Scale-ups zu optimieren und die Finanzierungsmöglichkeiten in der Region auszubauen.

    Mit Dialogen zwischen Politik, Wirtschaft und Investoren sollen konkrete Strategien entwickelt werden, um Zürich als führenden Standort für Beteiligungskapital weiter zu stärken. Die Stadt Zürich engagiert sich bereits aktiv in der Start-up-Förderung, unter anderem mit Inkubatoren wie BlueLion und Startzentrum Zürich sowie dem städtischen Programm KlimUp für nachhaltige Innovationen.

    Die Ergebnisse der Initiative sollen dazu beitragen, Zürich als dynamischen und wettbewerbsfähigen Investitionsstandort weiterzuentwickeln und den Wirtschaftsstandort langfristig zu sichern.

  • Europa braucht mehr Kapital für Start-ups

    Europa braucht mehr Kapital für Start-ups

    Die wirtschaftliche Stärke Europas hängt massgeblich von technologischen Innovationen ab. Doch der Zugang zu Kapital bleibt für viele Start-ups in der Wachstumsphase eine Herausforderung. Die neue Studie «Mapping investors for European innovators», veröffentlicht von der Beobachtungsstelle für Patente und Technologie des EPA zeigt, dass private und öffentliche Investoren eine entscheidende Rolle bei der Förderung neuer Technologien spielen. Im Vergleich zu den USA fehlt es in Europa jedoch an Kapital für spätere Finanzierungsphasen, was das Wachstum innovativer Unternehmen behindert.

    Technology Investor Score als Orientierungshilfe
    Um technologieorientierten Unternehmen die Suche nach Kapitalgebern zu erleichtern, führt das EPA den Technology Investor Score ein. Diese neue Kennzahl gibt an, welchen Anteil Unternehmen mit Patentanmeldungen am Portfolio eines Investors ausmachen. Der TIS hilft Start-ups, geeignete Partner zu identifizieren und fördert gezielt Investitionen in technologische Innovationen.

    Die Studie analysierte über 6100 Investoren in Europa sowie 8000 Kapitalgeber in den USA und zeigt, dass 88 % der europäischen Investoren Unternehmen mit Patenten in ihrem Portfolio haben. Doch nur 8 % dieser Investoren konzentrieren sich mehrheitlich auf Start-ups mit Patenten. Ein klares Zeichen für zurückhaltende Kapitalflüsse in innovative Wachstumsunternehmen.

    Europa muss in die Skalierung investieren
    Ein zentrales Problem des europäischen Innovationsökosystems ist die unzureichende Finanzierung in späten Entwicklungsphasen. Während öffentliche Investoren wie der Europäische Innovationsrat, die Europäische Investitionsbank oder nationale Innovationsagenturen die Frühphasenfinanzierung stark unterstützen, fehlen in Europa private Kapitalgeber für skalierungsfähige Start-ups.

    Die Analyse zeigt, dass 62 % der 100 grössten europäischen privaten Investoren sich auf Early-Stage-Finanzierungen konzentrieren, während nur 22 % in spätere Phasen investieren. Zum Vergleich: In den USA sind 98 der 100 wichtigsten Investoren private Kapitalgeber, von denen mehr als die Hälfte gezielt in die Skalierung von Start-ups investiert. Diese Finanzierungslücke in Europa führt dazu, dass vielversprechende Technologieunternehmen ins Ausland abwandern, um dort bessere Wachstumsbedingungen zu finden.

    Gezielte Lösungen für mehr Kapitalzugang
    Um diese Herausforderungen zu bewältigen, hat das EPA seinen Deep Tech Finder um eine neue Filterfunktion erweitert. Das kostenlose Onlinetool ermöglicht Start-ups eine gezielte Suche nach Investoren basierend auf Kriterien wie Finanzierungsphase, Standort und Technologiefokus. Damit können technologiegetriebene Unternehmen effizient Kapitalgeber finden, die sich auf ihre spezifischen Bedürfnisse spezialisiert haben.

    Zusätzlich bietet die Beobachtungsstelle für Patente und Technologie eine neue Informationsplattform, die detaillierte Einblicke in Finanzierungsstrategien, Investorenprofile und die Nutzung von Patenten zur Kapitalbeschaffung gibt. Ziel ist es, Start-ups und KMU zu unterstützen, damit sie ihr volles Innovationspotenzial ausschöpfen können.

    Europas Innovationskraft stärken
    Die Ergebnisse der Studie unterstreichen die Notwendigkeit, die Finanzierungsstrukturen in Europa zu optimieren. Öffentliche Gelder allein reichen nicht aus, um den Übergang von der Idee zur Marktreife zu gewährleisten. Mehr privates Kapital für spätere Wachstumsphasen ist erforderlich, um innovative Unternehmen in Europa zu halten und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

  • Preise für Wohneigentum gesunken, Mietpreise weiter im Anstieg

    Preise für Wohneigentum gesunken, Mietpreise weiter im Anstieg

    Die Preise für Wohneigentum haben im ersten Monat dieses Jahres nachgegeben, informiert die SMG Swiss Marketplace Group (SMG) in einer Mitteilung zum aktuellen Swiss Real Estate Offer Index. Konkret fielen die Preise für Eigentumswohnungen im Januar um 0,6 Prozent tiefer als im Dezember 2024 aus. Einfamilienhäuser wurden gleichzeitig sogar 2,1 Prozent günstiger angeboten. Die Angebotsmieten zogen im selben Zeitraum hingegen um 0,9 Prozent an.

    Im Jahresvergleich fielen die Preise für Eigentumswohnungen im Januar um 1,0 Prozent höher aus. Die Preise für Einfamilienhäuser legten gleichzeitig um 1,4 Prozent zu. Der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter beträgt bei Eigentumswohnungen aktuell 8834 Franken, informiert SMG. Bei Einfamilienhäusern müssen durchschnittlich 7591 Franken pro Quadratmeter auf den Tisch gelegt werden.

    «Insgesamt wird der Schweizer Immobilienmarkt weiterhin durch die tiefen und allenfalls nochmals sinkenden Zinsen geprägt», wird Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group, in der Mitteilung zitiert. Der Kauf von Immobilien ist dadurch mit geringeren Finanzierungskosten verbunden. «Wer allerdings einen Mietwohnungswechsel und somit ein neues Mietverhältnis anstrebt, muss aufgrund der angespannten Angebotssituation auch in den kommenden Monaten mit Preisaufschlägen rechnen», erläutert Waeber. In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Immobilienunternehmen steigert Gewinn und expandiert im Asset Management

    Immobilienunternehmen steigert Gewinn und expandiert im Asset Management

    Swiss Prime Site weist für das Geschäftsjahr 2024 einen konsolidierten Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA von 415,1 Millionen Franken aus. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 6,5 Prozent, informiert die Zuger Immobiliengesellschaft in einer Mitteilung. Das zahlungswirksame Ergebnis pro Aktie zog gleichzeitig um 4,2 Prozent auf 4,22 Franken an.

    Zu den guten Entwicklungen haben Mietenwachstum und Immobilienportfolio sowie höhere Erträge im Asset Management beigetragen. So legten die Mieterträge gegenüber Vorjahreszeitraum um 5,7 Prozent auf 463,5 Millionen Franken zu. Im Asset Management wurde das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA um 47 Prozent auf 42,0 Millionen Franken gesteigert. Hierzu trug vor allem die Übernahme des Immobilien Asset Managers der Fundamenta Group im April bei. Der konsolidierte Betriebsaufwand sank im Jahresvergleich von 269,4 Millionen auf 257,0 Millionen Franken.

    Der Wert des Immobilienportfolios von Swiss Prime Site belief sich zum Stichtag Ende 2024 auf 13,1 Milliarden Franken. Dabei konnte das Unternehmen positive Neubewertungen von 113,7 Millionen Franken verbuchen. Im Berichtzeitraum wurden 23 Liegenschaften im Marktwert von insgesamt 345 Millionen Franken verkauft.

    «Im vergangenen Geschäftsjahr stand die Umsetzung unserer Strategie der konsequenten Fokussierung auf unsere Kernkompetenz Immobilien im Vordergrund», wird Swiss Prime Site-CEO René Zahnd in der Mitteilung zitiert. «Mit dem Ankauf der Fundamenta-Gruppe haben wir uns zum mit Abstand grössten unabhängigen Immobilien-Asset Manager der Schweiz entwickelt und decken mit unseren Anlagegefässen fokussierte Strategien sowohl im kommerziellen Bereich als auch im Wohnsegment ab.»

  • Leitzinsentwicklung belebt Immobilienmarkt

    Leitzinsentwicklung belebt Immobilienmarkt

    Der Schweizer Immobilienmarkt erweise sich trotz Herausforderungen weiterhin als resilient, leitet CSL Immobilien eine Mitteilung zu seinem Immobilienmarktbericht 2025 ein. Als solche werden dort makroökonomische Unsicherheiten und zunehmende regulatorische Anforderungen genannt. Positiv auf die Marktdynamik wirkten sich hingegen die schrittweisen Leitzinssenkungen der Nationalbank aus.

    Am Mietwohnungsmarkt hat CSL Immobilien im vergangenen Jahr weiterhin eine starke Nachfrage bei knappem Angebot ausgemacht. In Folge seien die Angebotsmieten deutlich stärker als die Bestandsmieten gestiegen und die Leerwohnziffer auf ein Rekordtief gesunken, heisst es in der Mitteilung. Aufgrund besonders stark steigender Angebotsmieten in Städten wie Zürich und Genf wichen Haushalte vermehrt auf verkehrstechnisch gut angebundene Agglomerationen aus.

    Auch die Preise für Wohneigentum zogen im vergangenen Jahr weiter an. Den Erhebungen von CSL Immobilien sind dabei die Preise im Wirtschaftsraum Zürich besonders stark gestiegen.

    Der Büromarkt hat sich 2024 unterschiedlich entwickelt. Hier legte das Angebot an freien Flächen in den Agglomerationen zu, die Mietpreise in der Peripherie zeigten nach unten. In den Stadtzentren zogen die Mietpreise bei einem weiter sinkenden Angebot an Flächen dagegen an. Allgemein wurden verstärkt ESG-konforme Büroflächen und flexible Nutzungskonzepte nachgefragt.

    Für das laufende Jahr geht CSL Immobilien von einem moderaten aber soliden weiteren Wachstum aus. «Investoren, die agil bleiben und ihre Strategien anpassen, können 2025 erfolgreich Chancen nutzen», wird Thomas Walter, CEO von CSL Immobilien, in der Mitteilung zitiert.

  • Bund passt Kostenlimiten für Wohnraumförderung an

    Bund passt Kostenlimiten für Wohnraumförderung an

    Die Revision reagiert insbesondere auf die hohen Bau- und Transportkosten in alpinen Regionen. Neu erhalten gemeinnützige Bauträger in Berggebieten gezielte Förderungen, da sich gezeigt hat, dass die Kosten für Baumaterialien in diesen Regionen deutlich höher sind als in Tal- und Mittellandgebieten.

    Anstieg der Kostenlimiten für preisgünstigen Wohnraum
    Die Kostenlimiten für die Erstellung, Erneuerung und den Erwerb von Wohnraum wurden zuletzt 2022 angepasst. Seither sind die Land- und Baupreise weiter gestiegen, sodass die neuen Werte erforderlich wurden. Diese Anpassung stellt sicher, dass preisgünstiger Wohnraum weiterhin gefördert und erhalten bleibt.

    • Mietwohnungen durchschnittlicher Anstieg um 5,3 %
    • Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser Erhöhung zwischen 4,0 % und 6,7 % je nach Objektart

    Förderung über Bürgschaften und Darlehen
    Die Wohnraumförderung des Bundes erfolgt weiterhin indirekt, hauptsächlich über Bürgschaften und den Fonds de roulement. Letzterer wird von den Dachorganisationen Wohnen Schweiz und Wohnbaugenossenschaften Schweiz verwaltet und stellt gemeinnützigen Bauträgern zinsgünstige Darlehen zur Verfügung.

    Breite Zustimmung zur Verordnungsanpassung
    Die vorgeschlagene Änderung wurde Kantonen und Dachorganisationen zur Stellungnahme vorgelegt – alle Beteiligten haben die Anpassungen befürwortet. Damit schafft die neue Verordnung die Grundlage, um auch in Zeiten steigender Baukosten weiterhin erschwinglichen Wohnraum zu ermöglichen.

  • Steigende Preise und angespannter Mietmarkt

    Steigende Preise und angespannter Mietmarkt

    Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat ihre jährliche Marktanalyse veröffentlicht und bestätigt den weiteren Anstieg der Immobilienpreise. Nach einem Wachstum von 3,7 % im Jahr 2023 legten die Preise 2024 um 3,3 % zu. Auch wenn sich das Tempo leicht verlangsamt hat, bleibt die Tendenz klar: Innerhalb von 20 Jahren haben sich die Wohnimmobilienpreise in Zürich um das 2,5-Fache erhöht.

    Interessant ist, dass trotz gesunkener Zinsen der erwartete stärkere Preisanstieg ausblieb. Die Nachfrage zeigte sich verhaltener, insbesondere bei Neubauten, deren Verkauf länger dauert. Dennoch registrierte die ZKB im zweiten Halbjahr 2024 eine Zunahme der Transaktionen, was auf eine wieder anziehende Nachfrage hindeutet.

    Zunehmende Knappheit auf dem Mietwohnungsmarkt
    Die angespannte Lage bei Mietwohnungen setzte sich 2024 fort. Erstmals stellte die ZKB fest, dass die Zahl der Verkaufsinserate leicht höher war als die für Mietangebote – ein Zeichen für die weiter schwindenden Kapazitäten auf dem Zürcher Mietmarkt.

    Zwar fiel die Verknappung nicht ganz so drastisch wie befürchtet aus, doch für 2025 rechnet die ZKB mit einem weiteren Rückgang des Leerstandes.

    Mieten steigen auch für Bestandsmieter
    Die Mieten in Zürich stiegen 2024 um durchschnittlich 4,5 % – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt von 3,3 %. Besonders bemerkenswert ist, dass nicht nur Neuvermietungen, sondern auch bestehende Mietverhältnisse von Erhöhungen betroffen waren.

    Dieser Trend ist direkt auf die Referenzzinssatz-Erhöhungen aus dem Jahr 2023 zurückzuführen, die mit Verzögerung auf die Mieten durchschlugen. Im dritten Quartal 2024 lagen die Bestandsmieten in Zürich 5,4 % höher als im Vorjahr, während sie schweizweit nur um 3,3 % anstiegen. Noch stärker fiel die Erhöhung in der Genferseeregion aus.

    Institutionelle Vermieter nutzten ihren Spielraum für Mieterhöhungen intensiver als private Eigentümer. Allerdings zeichnet sich eine Trendumkehr ab: Da der Referenzzinssatz im März 2025 sinken wird, dürften viele Mieter eine Senkung ihrer Miete einfordern.

    Der Zürcher Immobilienmarkt bleibt damit ein dynamisches Feld mit steigenden Preisen für Eigentümer und zunehmenden Herausforderungen für Mieter.

  • Wachstumskurs für solarbetriebene Gewächshäuser

    Wachstumskurs für solarbetriebene Gewächshäuser

    Voltiris hat für die Stromversorgung und Elektrifizierung von High-Tech-Gewächshäusern in einer Startkapitalrunde 4,8 Millionen Franken erhalten. Angeführt wurde die Runde von der Zürcher Risikokapitalgesellschaft Equity Pitcher und 3M Ventures, dem Risikokapitalarm der in St. Paul im US-Bundesstaat Minnesota ansässigen 3M Company. Beteiligt haben sich auch der ClimateTech-Wagniskapitalfonds Satgana aus Luxemburg und mehrere Family Offices.

    Wie es in einer Mitteilung von Voltiris heisst, werden die frischen Mittel «die gross angelegte Kommerzialisierung und weitere Leistungsoptimierung der firmeneigenen Spektralfiltertechnologie beschleunigen und die Rendite für Landwirte in Zeiten steigern, in denen Energieunabhängigkeit und Dekarbonisierung wertvoller sind denn je».

    Derzeit, so Voltiris-Mitgründer und -CEO Nicolas Weber, dehnt die Firma ihre Präsenz «in wichtigen europäischen Märkten wie Frankreich, Niederlande, Belgien und der Schweiz aus. Wir freuen uns auch darauf, unseren technologischen Vorsprung weiter auszubauen und solarbetriebene Gewächshäuser zu einem Eckpfeiler der nachhaltigen Landwirtschaft zu machen.» Ausserdem werde das Unternehmen sein Team in der Schweiz und den Niederlanden erweitern.

    In den vergangenen zwei Jahren ging Voltiris zwölf kommerzielle Projekte mit renommierten Erzeugern in Europa ein, schloss Partnerschaften mit Energieversorgern wie Elektra Baselland und Romande Energie und erhielt mehrere Branchenauszeichnungen. So gewann Voltiris mit Partnern Ende 2024 etwa die Greenhouse of the Future pitch Competition und war im vergangenen Jahr unter den Top 100 Swiss Startups.

  • Neues Verwaltungsratsmitglied stärkt Wachstum nachhaltiger Immobilienplattform

    Neues Verwaltungsratsmitglied stärkt Wachstum nachhaltiger Immobilienplattform

    Optiml hat bekanntgegeben, dass Prof. Dr. Alexander von Erdély als Angel Investor zum Team gestossen ist. Der 55-Jährige promovierte Bauingenieur verfügt über mehr als 30 Jahre Führungserfahrung im Immobiliensektor. Vor drei Monaten hat er sein Amt als Vorstandssprecher der deutschen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben angetreten, die in ihrem Portfolio rund 18’000 bundeseigene Liegenschaften zählt.

    Davor war von Erdély als Deutschland-CEO von CBRE, dem weltweit grössten Anbieter von Dienstleistungen und Investments für Gewerbeimmobilien mit Hauptsitz in Dallas und Schweizer Sitz in Zug, tätig. Als «leidenschaftlicher Interessenvertreter für ESG, Nachhaltigkeit und Innovation» ist er laut der Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich «ein Vorbild in seinem Engagement, den Fortschritt in der Immobilien- und Stadtentwicklung voranzutreiben».

    Das neue Verwaltungsratsmitglied soll Optiml bei der Skalierung seiner Plattform namens Real Estate Decision Intelligence unterstützen. Sie gibt Immobilienverwalterinnen und -verwaltern, Investoren und Beratenden Werkzeuge an die Hand, um ihre Ziele bezüglich Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zu erreichen. Dafür bietet sie den Angaben zufolge wertvolle Einblicke in Portfolios und Gebäudewerte sowie optimale Dekarbonisierungs- und Investitionsstrategien und darüber hinaus detaillierte Aktionspläne für die Netto-Null-Sanierung sowie die Einhaltung etwa von ESG-Vorschriften.

    Derzeit werden laut einem Bericht von startupticker.ch zehn neue Kunden aus der DACH-Region und Grossbritannien in die Plattform integriert. Ausserdem sei das Zürcher Unternehmen damit befasst, seine Lösung an die regulatorischen Besonderheiten und Berechnungsrahmen der USA anzupassen. Die Akquise des ersten Kunden in den USA, eines sogenannten Real Estate Investment Trust, nennt CCO und Mitgründer Nico Dehnert «einen bedeutenden Meilenstein auf unserem Wachstumskurs».

  • Der Ypsomed Innovationspreis 2025 wurde vergeben

    Der Ypsomed Innovationspreis 2025 wurde vergeben

    Die Yuon Control AG aus Oberburg und mit Sitz im Technopark Zürich hat es auf den mit 50’000 Franken dotierten ersten Platz des Ypsomed Innovationspreises 2025 geschafft, informiert Ypsomed in einer Mitteilung. Die Ausgründung der Berner Fachhochschule entwickelt Technologien für Gebäudeautomation und Energiemanagement. Mit den Systemen von Yuon Control können Daten aus verschiedenen Quellen zur Analyse und Optimierung von Energieflüssen und Gebäudefunktionen genutzt werden.

    Zwei weitere Jungunternehmen wurden mit jeweils einem mit 25’000 Franken dotierten zweiten Preis ausgezeichnet. Dabei handelt es sich zum einen um Santella. Das Start-up-Projekt an der Universität Bern will den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung senken. Im ersten Schritt entwickelt Santella dazu Impfstoffe für die Geflügelindustrie.

    Der andere zweite Preis ging an Xemperia aus Bulle FR. Die Ausgründung der Universität Freiburg will die Früherkennung und Überwachung von Krebserkrankungen verbessern. Dazu entwickelt Xemperia Technologien, bei denen Molekulardiagnostik mit Datenanalyse und auf Künstlicher Intelligenz basierender Mustererkennung kombiniert wird.

    Insgesamt hatten sich 34 Projekte um den Innovationspreis beworben. «Wir freuen uns, dass wir auch dieses Jahr drei herausragende Projekte ins Rampenlicht rücken dürfen», wird Simon Michel, Präsident des Ypsomed Innovationsfonds, in der Mitteilung aus seinem Beitrag bei der Preisverleihung zitiert. Sie hätten «das Potenzial, unsere Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig zu prägen – vorausgesetzt, sie finden den Weg in die praktische Anwendung». Dazu will der Ypsomed Innovationspreis einen Beitrag leisten.

  • Waadtländer Wirtschaft zwischen Erholung und Unsicherheit

    Waadtländer Wirtschaft zwischen Erholung und Unsicherheit

    Die weltweiten wirtschaftlichen Spannungen haben in den letzten Monaten zugenommen. Die OECD und das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) verweisen auf Risiken, insbesondere durch die neue US-Regierung und die unklaren Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU. Während die US-Wirtschaft stärker als erwartet wächst, bleibt die europäische Konjunktur durch strukturelle Herausforderungen geschwächt. Der starke Schweizer Franken bremst exportorientierte Branchen, während die Inlandsnachfrage weiterhin eine stabile Säule der Wirtschaft darstellt.

    Bauwirtschaft profitiert von Zinssenkungen
    Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihre Geldpolitik gelockert und den Leitzins von 1,75 % auf 0,5 % gesenkt. Diese Massnahme schafft ein vorteilhaftes Investitionsklima, insbesondere im Baugewerbe, das von sinkenden Finanzierungskosten profitiert. Die Prognosen für die gesamte Schweiz gehen von einem Wachstum von 1,5 % in diesem Jahr und einer Beschleunigung auf 1,7 % im kommenden Jahr aus.

    Branchenentwicklung uneinheitliches Bild
    Während die Industriekonjunktur weiterhin herausgefordert ist, zeigen sich in anderen Bereichen gemischte Entwicklungen. Der Einzelhandel und das Gastgewerbe kämpfen mit einem schwachen Geschäftsklima, während der Dienstleistungssektor positive Impulse verzeichnet. Besonders starkes Wachstum wird für die Chemie- und Pharmaindustrie, Unternehmensdienstleistungen sowie die Finanzbranche prognostiziert. Auch die Maschinen- und Uhrenindustrie könnte mittelfristig von der wirtschaftlichen Erholung profitieren.

    Stabilisierung mit Unsicherheiten
    Die Waadtländer Wirtschaft blickt auf ein Jahr der Chancen, jedoch auch der Herausforderungen. Während zentrale Branchen von einer anhaltenden Erholung profitieren dürften, bleiben geopolitische und währungspolitische Unsicherheiten als Risikofaktoren bestehen. Entscheidend wird sein, wie sich internationale Handelsbeziehungen und die Binnenkonjunktur entwickeln und inwiefern Unternehmen in der Lage sind, auf Veränderungen flexibel zu reagieren.

  • Die steigende Milliardenlast für Rückversicherer

    Die steigende Milliardenlast für Rückversicherer

    Die wirtschaftlichen Folgen von Naturkatastrophen haben 2024 alarmierende Dimensionen erreicht. Munich Re beziffert die globalen Gesamtschäden auf 320 Milliarden Dollar, wovon 140 Milliarden Dollar durch Versicherungen abgedeckt waren. Damit gehört das vergangene Jahr zu den teuersten seit Beginn der Aufzeichnungen. Besonders Hurrikane, Überschwemmungen und Waldbrände verursachten hohe Kosten und zeigen die wachsenden Risiken durch den Klimawandel.

    Die teuersten Katastrophen des Jahres
    Hurrikan Helene verursachte mit 56 Milliarden Dollar den grössten Schaden, wovon nur 16 Milliarden Dollar versichert waren. Hurrikan Milton richtete Schäden in Höhe von 38 Milliarden Dollar an, mit einer Versicherungsdeckung von 25 Milliarden Dollar.

    Auch das Erdbeben in Japan am Neujahrstag 2024 hinterliess mit 15 Milliarden Dollar Schaden erhebliche Verwüstungen. Überschwemmungen in Brasilien, Valencia und Dubai verstärkten die globalen Herausforderungen.

    Klimawandel als Treiber extremer Wetterereignisse
    Studien zeigen, dass der Klimawandel die Häufigkeit und Intensität extremer Wetterphänomene verstärkt. Zwar nimmt die Anzahl tropischer Stürme nicht zu, doch ihre Zerstörungskraft wächst. 93 Prozent der weltweiten Gesamtschäden und 97 Prozent der versicherten Schäden wurden durch Wetterkatastrophen verursacht.

    Die steigenden Risiken führen zu höheren Versicherungsprämien. Besonders gefährdete Regionen mit schwacher Versicherungsabdeckung stehen vor enormen Herausforderungen. Naturkatastrophen forderten 2024 rund 11’000 Menschenleben. Weniger als in früheren Jahren, aber immer noch erheblich.

    Versicherungsbranche unter Druck
    Die Kosten für Naturkatastrophen liegen weit über den Durchschnittswerten der letzten Jahrzehnte. Der 30-Jahres-Schnitt der Gesamtschäden beträgt 181 Milliarden Dollar, der 10-Jahres-Schnitt 236 Milliarden Dollar. Die Schadenssumme von 320 Milliarden Dollar im Jahr 2024 zeigt die zunehmende Bedrohung.

    Steigende Versicherungsansprüche erhöhen die Prämien und Risikobewertungen. Regionen mit hohem Katastrophenrisiko könnten künftig schwerer versicherbar werden. Gleichzeitig sind staatliche Schutzmassnahmen nötig, um Privatpersonen und Unternehmen vor den finanziellen Folgen extremer Wetterereignisse zu schützen.

    Prävention als Schlüssel

    Die steigenden Kosten extremer Wetterereignisse erfordern Investitionen in klimaresiliente Infrastruktur. Tobias Grimm, Chef-Klimatologe bei Munich Re, betont: «Den Preis für schlimmere Wetterextreme zahlen alle, besonders aber Menschen in wenig versicherten Ländern mit geringer Finanzkraft für den Wiederaufbau.» Die Versicherungsbranche und die Politik sind gefordert, nachhaltige Strategien zur Stärkung der Widerstandskraft zu entwickeln. Nur mit präventiven Massnahmen kann die Belastung durch Klimakatastrophen langfristig reduziert werden.

  • Digitale Immobilienplattform erhält Wachstumskapital

    Digitale Immobilienplattform erhält Wachstumskapital

    Das Zürcher Immobilienunternehmen Properti konnte sich laut einer Mitteilung eine Serie-A-Finanzierung in Höhe von insgesamt 1,85 Millionen Franken sichern. Mit dem frischen Kapital plant das auf digitale Immobilientransaktionen spezialisierte Unternehmen einen Ausbau seiner Marktposition. Dabei will Properti seine digitale Plattform Propchain ausbauen. Mit dem Instrument lassen sich verschiedene Funktionen in einer Schnittstelle integrieren. Diese soll Eigentümern wie Nutzern gleichermassen Vorteile bieten.

    «Der Markt ist für junge Unternehmen wie Properti durchaus herausfordernd. Dennoch hat Properti selbst in einem volatilen Wirtschaftsumfeld beachtliche Erfolge erzielt», wird Levent Künzi, CEO von Properti, in der Mitteilung zitiert. «Mit einer offenen Wachstumsstrategie arbeiten wir eng mit Partnern zusammen, um unsere End-zu-End-Plattform weiter auszubauen. Unser Team zeichnet sich durch eine Game Changer-Mentalität aus, die es uns ermöglicht, die Vision von Properti konsequent zu verwirklichen.»