Kategorie: Finanzen

Finanzen – Immobiliennews zu Marktanalysen, Finanzierung, Zinsen, Kapitalmärkten, Fonds & Transaktionen in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Glarner Investoren entwickeln Kartoni-Quartier

    Glarner Investoren entwickeln Kartoni-Quartier

    Bereits 2013 hatte die Gemeinde Glarus die Gebiete Kartoni-Areal und Untere Allmeind in Glarus im Rahmen ihrer Richtplanung zu Entwicklungsschwerpunkten erklärt, informiert die Projektgesellschaft Kartoni Quartier AG in einer Mitteilung. Hier soll ein gemischtes Wohn- und Arbeitsquartier mit privaten, halbprivaten und öffentlichen Freiräumen entstehen. Ein Steg für Fussgänger und Velos über die Linth wird das Quartier direkt an den Bahnhof und das Zentrum von Glarus anbinden.

    Für die Umsetzung des Projekts habe die Projektleitung Sutter Projects in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Glarus nun zwei lokale Investoren gewinnen können, heisst es in der Mitteilung weiter. Dabei handelt es sich zum einen um die Glarner Pensionskasse. Sie wird in der Mitteilung als Garantin für „ein nachhaltiges und weitsichtiges Projekt, das keine Immobilienspekulationen zulässt“ bezeichnet.

    Zum anderen haben Sutter und Gemeinde die Trümpi Immobilien AG für das Projekt begeistern können. Die Glarner Immobiliengesellschaft sei „eine lokale Partnerin, die Projektentwicklung und das Bauen von Grund auf versteht“, heisst es in der Mitteilung.

    Gemeinsam mit der Immolmpuls AG von Robert Sutter haben die Investoren nun die Projektgesellschaft Kartoni Quartier AG gegründet. Sie wird die Umsetzung der Baupläne auf dem Kartoni-Areal übernehmen. Dafür hat die Kartoni Quartier AG laut Mitteilung bereits alle Liegenschaften des Areals von den bisherigen Eigentümern erworben.

  • Vantage Data Centers baut Rechenzentren in Winterthur

    Vantage Data Centers baut Rechenzentren in Winterthur

    Vantage Data Centers ist ein Betreiber von Rechenzentren in mit Sitz in Kalifornien. Das Unternehmen expandiert derzeit in Europa und investiert dafür insgesamt 2 Milliarden Dollar, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Einer seiner europäischen Standorte wird sich in Winterthur befinden. Das Unternehmen hat dort bereits mit dem Bau seines dortigen Campus begonnen.

    Der drei Hektar grosse Campus in Winterthur wird insgesamt vier Rechenzentren mit einer Gesamtfläche von 37’000 Quadratmetern beherbergen. Er wird eine Leistung von 40 Megawatt aufweisen. Der Rohbau ist bereits fertiggestellt. Vantage Data Centers setzt bei den Rechenzentren auf eine „hocheffiziente Kühlung mit integrierter freier Kühlung und minimalem Wasserverbrauch“, heisst es. Weiter werden etwa eine Photovoltaik-Fassade und Ladestationen für Stromfahrzeuge installiert.

    Vantage Data Centers hat in diesem Jahr mit der Expansion in Europa begonnen. Dafür hat es unter anderem die Unternehmen Etix Everywhere aus Luxemburg und Next Generation Data aus Grossbritannien übernommen. Seinen ersten Campus hat das amerikanische Unternehmen in Offenbach bei Frankfurt gebaut. In Winterthur entsteht nun der zweite europäische Campus.

    „Winterthur ist der erste Standort, an dem wir wortwörtlich auf der grünen Wiese gestartet sind“, wird Wolfgang Zepf, Managing Director Vantage Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Wir freuen uns darauf, unsere Kunden im Herbst nächsten Jahres an diesem hochsicheren und mit bester Konnektivität ausgestatteten Standort begrüssen zu dürfen.“

  • Sika investiert in Cidra Concrete Systems

    Sika investiert in Cidra Concrete Systems

    Sika dehnt ihre Zusammenarbeit mit Cidra Concrete Systems aus. Das Zuger Unternehmen der Bauchemie hat laut einer Medienmitteilung eine Vereinbarung für eine Wachstumsfinanzierung mit Eigenkapital unterzeichnet. Diese Vereinbarung ergänzt die seit Anfang 2019 bestehende globale Partnerschaft mit dem nordamerikanischen Experten für Überwachungs- und Informationssysteme in Betonmischfahrzeugen. Sie wurde zur Einführung dieser Datendienstleistung in den USA und Kanada geschlossen.

    Cidra Concrete Systems mit Sitz in Eden Prairie im US-Bundesstaat Minnesota stellt hochpräzise On-board-Systeme her, die die Betonqualität während des Transports von der Betonmischanlage bis zur Baustelle messen. So können Betonhersteller über ein cloud-basiertes Datenportal zu jedem Fahrzeug ihrer Flotte in Echtzeit Informationen zur Betonqualität wie Verarbeitbarkeit oder Luftmenge abrufen. Jetzt soll diese Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen auf weitere Länder ausgedehnt werden. „Wir freuen uns, dieses Angebot dank Sikas Position als Marktführer weltweit anbieten zu können“, so Cidra-Chef Scott Anderson.

    „Mit dieser IoT-basierten Technologie können wir unseren Kunden in der Betonindustrie neue digitale Lösungen zur Verfügung stellen“, wird Phillippe Jost, Head Construction Sika, in der Mitteilung zitiert. Die „Optimierung des Mix-Designs von Beton“ ermögliche es den Sika-Kunden, „die Leistung ihres Betons und ihre Rentabilität zu verbessern, indem die Anzahl der zurückgewiesenen Lkw-Ladungen verringert wird“.

  • Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien: Die Schweiz bildet eine Ausnahme

    Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien: Die Schweiz bildet eine Ausnahme

    Die Aktivität auf den weltweiten Immobilien-Investmentmärkten wurde im Jahr 2020 durch die Corona-Krise erheblich beeinträchtigt. Das Gesamtvolumen der weltweiten Gewerbetransaktionen belief sich zwischen Januar und September 2020 auf ca. 510 Mrd. US-Dollar, was einem Rückgang von 31% gegenüber demselben Vorjahreszeitraum entspricht. Die grössere Risikoaversion der Investoren bzw. ihre abwartende Haltung angesichts des weiteren Verlaufs der Pandemie, die erhöhte Fragilität der Mietmärkte und die Probleme bei Besichtigungen von Liegenschaften sind dafür verantwortlich.
    Dennoch gab es im dritten Quartal Anzeichen einer Erholung (+23% QOQ), nachdem im zweiten Quartal 2020 ein Zehnjahrestief erreicht wurde. Dieser Anstieg der Transaktionsaktivität wurde durch die sukzessive Lockerung der Bewegungseinschränkungen sowie die allmähliche Anpassung der Akteure an das neue Marktumfeld begünstigt.

    Amerikanischer Kontinent am stärksten von der Krise betroffen, schwächere Erholung in Europa
    Das Tempo und das Ausmass des Aufschwungs zeigen jedoch deutliche geografische Unterschiede:

    • In Asien, wo das Krisenmanagement im Gesundheitsbereich oft als am effektivsten angesehen wird, verbesserte sich die Stimmung der Anleger zwischen dem zweiten und dritten Quartal 2020 deutlich und ermöglichte einen Wiederanstieg des Handelsvolumens (+39% QOQ).
    • Der amerikanische Doppelkontinent, der von der Pandemie stärker betroffen war, hat diesen Sommer zwar wieder ein leichtes Wachstum gesehen, konnte den bis zum September aufgelaufenen Rückgang des Investitionsvolumens von -44% (YOY) jedoch nicht ausgleichen.
    • Dank eines Rekordquartals im ersten Quartal liegt Europa in den ersten neun Monaten 2020 nur leicht unter dem Niveau von 2019 (-11% YOY). Das Vereinigte Königreich und Spanien gehören zu den Ländern, die am stärksten von der Verlangsamung der Investitionstätigkeit betroffen sind, während sich Deutschland besser gehalten hat. Im Durchschnitt war der Aufschwung im dritten Quartal 2020 in Europa jedoch wenig ausgeprägt (+9% QOQ).

    Schweizer Investmentmarkt trotzt der Krise
    Die Schweiz ist das einzige europäische Land, das in den ersten drei Quartalen 2020 einen Anstieg der Handelsaktivitäten verzeichnen konnte (+5% im Vergleich zum Durchschnitt 2015–2020). Obwohl die Handelsvolumen während des Lockdowns im zweiten Quartal in gewissen Regionen leicht zurückgingen, konnte der Schweizer Markt im dritten Quartal von einem Nachholeffekt profitieren. In diesem Sommer konnte durch CBRE sogar die grösste Einzeltransaktion in der Geschichte des Landes (auch die zweitgrösste in Europa in diesem Jahr) abgewickelt werden: Der Verkauf des Glattzentrums in Wallisellen (ZH).

    Wie der Vermietungsmarkt auch ist der Schweizer Immobilien-Investmentmarkt zunehmend durch eine geografische und sektorale Differenzierung gekennzeichnet, die durch die Pandemie nochmals verstärkt wurde. Die Nachfrage der Investoren konzentriert sich mehr auf die Kernstädte und den Wohnungsmarkt, und gleichzeitig steigt das Interesse an Logistikimmobilien. In der Tat haben sich die Fundamentaldaten dieser Segmente seit Anfang des Jahres als die stärksten erwiesen. Im Gegensatz dazu sind Einzelhandelsimmobilien und teilweise auch Büroimmobilien in Sekundärstandorten Gegenstand grösserer Vorsicht.
    Die Liquidität sowie das Preisgefüge auf dem Schweizer Immobilien-Investmentmarkt sind intakt geblieben, da institutionelle Investoren nach wie vor einen hohen Anlagedruck aufweisen. Insbesondere die Dominanz von Schweizer Investoren am hiesigen Investmentmarkt hat zur hohen Widerstandsfähigkeit beigetragen, ganz im Gegensatz zu Ländern, die wie das Vereinigte Königreich oder die Niederlande gegenüber internationalen Kapitalströmen deutlich exponierter sind.
    Während die Erholung der Transaktionsaktivität zu Beginn des vierten Quartals 2020 sogar noch weiter angezogen hat, spricht vieles dafür, dass auch für 2021 eine hohe Marktdynamik fortbestehen bleibt.

  • Obwaldner Firmen gestalten Supermarkt der Zukunft mit

    Obwaldner Firmen gestalten Supermarkt der Zukunft mit

    Die tegut… gute Lebensmittel GmbH & Co. KG ist eine deutsche Tochtergesellschaft der Detailhändlerin Migros. Das Unternehmen betreibt derzeit in erster Linie Supermärkte, die auf Bio-Produkte fokussieren. Nun testet es auch ein neues Ladenkonzept. Der neue Supermarkt ist rund um die Uhr geöffnet und kommt ohne Kassierpersonal aus. Kunden können ihre Artikel scannen und per App oder Kreditkarte bezahlen. Der Laden wird dabei mit mehreren Kameras und 3D-Sensoren überwacht.

    Beim Design und dem Bau des ersten Testladens in Fulda hat sich die tegut… gute Lebensmittel GmbH & Co. KG Fachwissen aus Obwalden geholt. Der rund 50 Quadratmeter grosse Laden wurde von der Neue Holzbau AG und der HP Gasser AG, beide aus Lungern OW, mitentwickelt und realisiert, wie aus einer gemeinsamen Mitteilung hervorgeht. Konkret haben die beiden Firmen den Laden aus vier Elementen gebaut. Der fertige Laden ist anschliessend mit einem Spezialtransport nach Fulda geliefert worden. In erster Linie setzten die Firmen auf Holz, unsichtbare Stahlteile sowie das Hochleistungsverbindungsmittel GSA.

    Das Label „Made in Lungern“ hat sich in Deutschland gut bewährt, heisst es in der Mitteilung. So hat der erste Testladen unter anderem den Innovationspreis des Handels 2020 gewonnen. Dies sei auch der Unterstützung der Obwaldner Wirtschaftsförderung zu verdanken.

  • Appenzell Ausserrhoden ist der freiheitlichste Kanton der Schweiz

    Appenzell Ausserrhoden ist der freiheitlichste Kanton der Schweiz

    In der diesjährigen Ausgabe des Freiheitsindex von Avenir Suisse wurden insgesamt 33 zivile und ökonomische Indikatoren ausgewertet, informiert die Denkfabrik in der Präsentation des Rangliste der Schweizer Kantone. Das in diesem Jahr erstmals berücksichtigte Liechtenstein hat es dabei aus dem Stand auf den Spitzenplatz geschafft. Über alle Indikatoren hinweg konnte Liechtenstein 70 Punkte sammeln.

    Nur einen Punkt weniger weist der der Kanton Appenzell Ausserrhoden auf. Er habe lange „im Schatten des langjährigen Spitzenreiters Aargau und des letztjährigen Siegers Schwyz“ gestanden, schreibt Avenir Suisse in einer Mitteilung zum aktuellen Freiheitsindex. In diesem Jahr aber sei „ihm der Durchbruch an die Spitze der Schweizer Kantone gelungen“. Dabei konnte der Kanton sowohl bei den ökonomischen als auch bei den zivilen Freiheiten punkten. In der Präsentation weisen die Analysten unter anderem auf die niedrige Steuerbelastung einer Durchschnittsfamilie, die Dezentralisierung und liberale Lösungen im Homeschooling hervor.

    Mit einem Aufstieg über acht Ränge auf den elften Platz sei dem Kanton St.Gallen im Jahresvergleich der grösste Sprung nach vorne gelungen, erläutern die Anaylsten in der Präsentation. Fortschritte habe St.Gallen insbesondere bei der Öffentlichen Sicherheit gemacht, beim Öffentlichkeitsgesetz und bei der Schuldenbremse erreiche der Kanton zum wiederholten Male Bestwerte. Als Manko kreiden die Analysten dem Kanton ein Burkaverbot und eine obligatorische Kirchensteuer für Unternehmen an.

    Der insgesamt sechstplatzierte Kanton Jura weist im im Freiheitsranking die besten Werte bei den zivilen Freiheiten auf. Der letztjährige Spitzenreiter Schwyz konnte seinen innerschweizerischen Spitzenplatz in diesem Jahr zumindest bei den ökonomischen Indikatoren behaupten. Insgesamt erreichte der Kanton Schwyz in diesem Jahr den vierten Platz im Freiheitsindex.

  • Migros Zürich trennt sich von Zentrum Witikon

    Migros Zürich trennt sich von Zentrum Witikon

    Die Genossenschaft Migros Zürich verkauft das Zentrum Witikon an den grössten Schweizer Lebensversicherungskonzern Swiss Life. Der Verkaufsentscheid sei im Rahmen einer regelmässigen Überprüfung des Immobilienportfolios gefällt worden, so der Lebensmittelkonzern in einer Medienmitteilung. Er setze einen Schlusspunkt unter die über mehrere Jahre erfolgte Bereinigung des Liegenschaftsportfolios.

    Die Migros-Supermarkt-Filiale besteht seit der Eröffnung des Zentrums Witikon 1970. Im Jahr 2012 wurde es von der Migros Zürich gekauft und 2017 totalsaniert. Über den Verkaufspreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

  • UBS übernimmt Immobilienfonds Residentia

    UBS übernimmt Immobilienfonds Residentia

    Per Anfang Februar 2021 wird die UBS Fund Management (Switzerland) AG die Verwaltung des Schweizer Immobilienfonds Residentia übernehmen, informiert die UBS in einer Mitteilung. Der börsenkotierte Fonds hält hauptsächlich Wohnliegenschaften im Kanton Tessin. Das Gesamtvermögen des Portfolios von Residentia wird in der Mitteilung auf rund 275 Millionen Franken beziffert.

    Mit der Übernahme von Residentia will die Zürcher Grossbank ihr Asset Management im Bereich Immobilien in der Südschweiz stärken. „Wir glauben an den Tessiner Immobilienmarkt“, wird Daniel Brüllmann, Leiter Real Estate DACH bei UBS Asset Management, in der Mitteilung zitiert. Er sieht sein Unternehmen „für diese Übernahme ideal aufgestellt“.

    Die UBS Switzerland AG werde als Depobank für Residentia fungieren, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Die Pagani Real Estate SA von Residentia-Mitgründer Matteo Pagani  soll die Fondsleitung im Tessin als „lokale Präsenz“ unterstützen.

  • Urban Connect baut E-Flotten-Angebot aus

    Urban Connect baut E-Flotten-Angebot aus

    Die Urban Connect AG konnte laut einer Medienmitteilung eine Seed-Finanzierungsrunde erfolgreich abschliessen. Dabei nahm das Mobility-as-a-Service-Unternehmen 2,5 Millionen Franken ein.

    Urban Connect ist laut der Mitteilung Europas erste multimodale Mobilitätsplattform, die Unternehmen den Betrieb emissionsarmer Flotten ermöglicht. Alle Fahrzeuge – vom Elektrofahrrad über Elektroroller bis zu Elektrolastenrad und zum Elektroauto – bietet Urban Connect zur geteilten Nutzung an. Sie sind über eine App zu buchen. Zusätzlich erlaube die App die „einfache“ Integration existierender Fahrzeugflotten. Dieses Angebot helfe Firmen, „grünere, smartere und gesündere Arbeitsumgebungen zu schaffen – und sauberere Städte für alle“, wird CEO Judith Häberli in der Mitteilung zitiert.

    Teil der jetzt abgeschlossenen Finanzierungsrunde ist eine Kreditbürgschaft vom Technologiefonds des Bundesamts für Umwelt. Dieser, so heisst es auf seiner Internetseite, „verbürgt Darlehen an Schweizer Unternehmen, deren neuartige Produkte eine nachhaltige Verminderung von Treibhausgasemissionen ermöglichen“. Diese Unterstützung „erlaubt es uns, unsere Aktivitäten zu intensivieren“, so Judith Häberli.

    Die frischen Mittel würden in die Weiterentwicklung der digitalen Mobilitätsplattform fliessen, „insbesondere zur Steuerung grosser Fahrzeugflotten“, heisst es in der Mitteilung. Desweiteren sei die Entwicklung eigener Datenanalysesoftware geplant. Mit deren Hilfe könne Urban Connect seinen Kunden datenbasierte Empfehlungen zur effektiven Auslastung ihrer Fahrzeugflotten geben.

  • Intelligente Städte arbeiten zusammen

    Intelligente Städte arbeiten zusammen

    Basel, Bern, Lugano, Luzern, St.Gallen, Winterthur und Zürich arbeiten bereits gemeinsam an der nächsten Landesausstellung, „NEXPO – die neue Expo“. Nun wollen sie in diesem Rahmen auch gemeinsam Modelle für eine künftige Zusammenarbeit von intelligenten Städten entwickeln, wie aus einer Medienmitteilung des Kantons Basel-Stadt hervorgeht. Dessen Kantons- und Stadtentwicklung im Präsidialdepartement übernimmt die Federführung bei einem ersten Pilotprojekt der Initiative.

    Mit „Smart Inter-City – unser gemeinsamer Weg in die Zukunft“ möchten die Beteiligten nicht nur Modelle einer Kooperation von sogenannten Smart Cities entwickeln, sondern diese auch implementieren. Durch die Vernetzung der sieben Städte sollen bestehende Synergien genutzt werden. Das Projekt steht zudem für Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bevölkerung offen.

    Das Pilotprojekt soll an den jeweiligen Innovationsstandorten der beteiligten Städte vorangetrieben werden. In Basel zählt dazu beispielsweise das Smart City Lab Basel, welches vom Kanton und der SBB lanciert wurde.

  • Einfamilienhäuser werden teurer

    Einfamilienhäuser werden teurer

    Einer Mitteilung des Bundesamts für Statistik (BFS) zufolge hat der erstmals ermittelte Schweizerische Wohnimmobilienpreisindex (IMPI) im dritten Quartal 2020 auf dem Stand von 100,8 Punkten geschlossen. Im Vergleich zum Vorquartal entspricht dies einem Wachstum von 0,2 Prozent. Im Jahresvergleich hatten die Analysten des BFS einen Anstieg der Preise um 2,6 Prozent gemessen. Der Basiswert des Index war im vierten Quartal 2019 auf 100 Punkte festgelegt worden.

    Bei den Veränderungen zum Vorquartal machen die Analysten im Berichtsquartal gegenläufige Entwicklungen von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen aus. Die Preise für Einfamilienhäuser waren im Quartalsvergleich um 1,1 Prozent gestiegen. Die Preise für Eigentumswohnungen fielen im Berichtsquartal hingegen um 0,6 Prozent niedriger als im Vorquartal aus.

    Besonders deutliche Steigerungen der Preise für Einfamilienhäuser hatten die Analysten dabei mit 2,6 und 2,2 Prozent in den städtischen Gemeinden der Grossagglomerationen und den rualen Gemeinden beobachtet. Die deutlichsten Rückgänge der Preise für Eigentumswohnungen wurden mit jeweils minus 1,1 Prozent in den intermediären und rualen Gemeinden registriert.

  • Vebego spannt mit ETH-Ausgründung zusammen

    Vebego spannt mit ETH-Ausgründung zusammen

    Die Vebego Schweiz Holding AG bietet verschiedene Lösungen in der Immobilienbranche an. Das Zürcher Unternehmen spannt nun mit Archilyse zusammen, einer Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH).

    Archilyse hat eine Software zur Analyse von Immobilien entwickelt. Diese kann virtuelle Modelle von Immobilien erstellen, welche in ein Modell der Umgebung integriert werden. So kann Archilyse beispielsweise berechnen, wie viel Sonnenlicht in die Räume strömt oder wie die Aussicht ist. Die Analysen werden beispielsweise Projektentwicklern, Architekten oder Immobiliengesellschaften angeboten, welche sie vermarkten können.

    Das Ziel der Partnerschaft zwischen Vebego und Archilyse ist es, „an vorderster Front am Markt mitmischen“ zu können und Immobilientechnologien auch international zu vermarkten, heisst es in einer Medienmitteilung. Dabei soll Archilyse unter anderem mit der Vebego-Tochter Move Consultants zusammenarbeiten..

    „Die Kooperation mit Move Consultants als eigentlichem ‚Master of Grundriss und Flächen‘ hebt Archilyse und ihr Geschäftsmodell auf ein neues Level“, wird Matthias Standfest, Gründer und CEO von Archilyse, in der Mitteilung zitiert. „Zum einen ist Move die Nummer Eins, wenn es um die digitale Aufbereitung von Immobiliendaten geht und zum andern können die zahlreichen Kunden von Move ohne grosses Zutun neu von den umfangreichen Archilyse-Analysen profitieren“.

  • T-Systems und Red Hat kooperieren

    T-Systems und Red Hat kooperieren

    T-Systems hat die Akkreditierung als offizieller Red Hat-Partner in der Schweiz erhalten. Laut einer Medienmitteilung von T-Systems setzt der Technologiekonzern auf Red Hat-Lösungen im Anwendungsmanagement. Auch bei allen Cloud-Lösungen und bei DevOps (Development und IT Operations)-basierter Software-Entwicklung auf der T-Systems-Plattform AppAgile wollen beide Firmen zusammenarbeiten. Die Partner arbeiten bereits in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) zusammen.

    Die neue Kooperation in der Schweiz ziele auf den Weiterverkauf, heisst es in der Mitteilung. Zudem solle sie „in Richtung Subskriptionsmodelle und Bereitstellung von Managed Services für die Red Hat-Lösungen durch T-Systems gehen“. Darüber hinaus planen beide Partner, gemeinsam neue Dienstleistungen zu kreieren, die auf bewährten Red Hat-Produkten basieren. Sie sollen um Integrations- und Managed Services-Fachwissen von T-Systems bereichert werden.

    T-Systems Zertifizierung als Red Hat-Partner bringe beiden Unternehmen mehr Wettbewerbskraft. Sie öffne den Zugang zu interessanten Ausschreibungen für regulierte Branchen wie der öffentlichen Hand oder dem Gesundheitswesen.

    „T-Systems ist ein namhafter und aktiver Player in der Schweizer IT-Landschaft“, wird Richard Zobrist, Head of Partner & Alliances Schweiz bei Red Hat, in der Mitteilung zitiert. „Wir versprechen uns viel von der Reputation, dem umfassenden Know-how und dem soliden Leistungsausweis des Digitaldienstleisters für den Ausbau unseres Geschäfts in der Schweiz und speziell für den Vorstoss in neue Branchen und Kundensegmente.“

  • «Gemeinsam kann man mehr bewirken»

    «Gemeinsam kann man mehr bewirken»

    Die Greater Zurich Area (GZA) umfasste zunächst die an Zürich angrenzenden Kantone Glarus, Graubünden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn und Zug. Neu sind Uri und das Tessin dazugekommen. Weshalb hat man sich zu diesem Schritt entschieden?
    Am Anfang waren es Zürich, Schaffhausen und Graubünden, dann über die Jahre kamen weitere Kantone dazu. Zug stiess im Jahr 2007 dazu, Uri im 2015. Das Tessin ist seit 2019 Mitglied in der GZA. Um Mitglied zu werden, muss ein Gesuch gestellt werden, welches von unserem Stiftungsrat geprüft wird. Eine Zusammenarbeit soll für beide Seiten sinnvoll sein. Mit dem Beitritt des Tessins wollte der Stiftungsrat unsere Kompetenzen bezüglich Technologie im Wirtschaftsraum Zürich stärken und das Netzwerk erweitern. Interessant sind vor allem die für uns wichtigen Technologien wie Life Sciences oder Mechatronik. Da hat das Tessin sehr viel zu bieten: Zum Beispiel das Dalle-Molle-Forschungsinstitut, welches sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigt.

    Ist der Name Greater Zurich Area noch passend, wenn sie so viele auch weiter von Zürich weg liegende Gebiete umfasst?
    Der Name ist längst zur Marke geworden – so wie «Switzerland» oder «Geneva». Wir haben den Namen «Greater Zurich Area» zwar erfunden, er wird aber längst nicht nur von uns gebraucht. Das Tessin ist durch den Ceneri-Basistunnel näher an Zürich gerückt. Wichtige Forschungsprojekte im Tessin funktionieren problemlos über den Gotthard hinaus. Kantonsgrenzen sind völlig irrelevant – aber ein funktionierender Wirtschaftsraum, der ist relevant für Unternehmen.

    Dann ist es also denkbar, dass noch weitere Kantone zur GZA dazustossen?
    Geplant ist es nicht. Wenn aber jemand anklopfen würde, würde man dieselben Überlegungen machen wie beim Tessin. In der Schweiz ist vieles freiwillig. In anderen Ländern ist das anders: In Finnland beispielsweise gibt es keine Regionen oder Kantone, da wird alles in Helsinki entschieden. Natürlich kann man auch mit einer zentralistischen Organisation glücklich werden. Aber wir sind föderalistisch organisiert, und deshalb können die Kantone selber entscheiden: Will man Standortmarketing in der eigenen Region betreiben? Oder will man die Kräfte bündeln und mit jemand anderem zusammenarbeiten? Unser Verwaltungsratspräsident betont stets, dass unsere Türen offenstehen.

    Die Zahl der angesiedelten Unternehmen aus dem Ausland in der GZA war 2019 mit 103 rückläufig. Was sind die Gründe dafür?
    Global gesehen gibt es Entwicklungen, die alles andere als wirtschaftsfreundlich sind. Darunter fällt der Handelsstreit zwischen China und den USA oder auch der Brexit. In den letzten Jahren ist die Unsicherheit im globalen Wirtschaftsraum gestiegen. Damit verschlechtert sich das Umfeld für Investitionen. In der Schweiz registrieren wir schon seit dem Jahr 2016 rückläufige Zahlen bei den Ansiedlungen. Im Wirtschaftsraum Zürich kam diese Entwicklung leicht verzögert an: Erst 2019 sind die Anzahl Ansiedlungen zurückgegangen. Spannenderweise ist die Anzahl Arbeitsplätze in der GZA trotzdem gestiegen: Die angesiedelten Unternehmen haben 40 Prozent mehr Arbeitsplätze generiert als im Vorjahr. Auf die nächsten fünf Jahre hochgerechnet, sind ein Viertel mehr neue Stellen geplant, als bei den Unternehmen, die sich im 2018 angesiedelt haben. Die Qualität der Projekte hat zugenommen.

    «Die Schweiz bietet Stabilität und Verlässlichkeit.»

    Dann rechnen Sie weiterhin mit rückläufigen Zahlen?
    Definitiv. Wir rechnen damit, dass die Coronapandemie diesen weltweit rückläufigen Trend weiter verstärkt. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schätzt, dass der weltweite Markt dieses Jahr um 30 Prozent einbrechen wird. Es gibt sicherlich Branchen, die sogar noch mehr Erfolg haben als in der Vergangenheit. Beispielsweise solche, die auf digitale Tools spezialisiert sind. Für Video-Konferenz-Tools wie Teams oder Zoom ist der Aktienkurs während der Pandemie enorm gestiegen. Generell ist Corona aber natürlich ein Dämpfer für die Weltwirtschaft.

    Weshalb soll ein Unternehmen seinen Standort in der GZA oder in der Schweiz wählen?
    Die Schweiz wird gewählt, damit man das Europageschäft von hier aus betreiben kann. Dazu braucht es die richtigen Fachkräfte. Diese findet man in der Schweiz oder kann sie via Personenfreizügigkeit leicht aus dem europäischen Ausland rekrutieren. Wir sind schon heute sehr international aufgestellt: Wir sind nicht das Zentrum von Europa, aber gerade in Westeuropa sind wir doch sehr zentral. Die Schweiz verfügt darüber hinaus über gute bilaterale Verträge mit der EU sowie Innovationskraft. Zudem können wir Stabilität und Verlässlichkeit bieten. Die Unternehmenssteuer sind hierzulande günstig. Man kommt nicht in die Schweiz, damit man hohe Löhne zahlen kann. Man kommt in die Schweiz, weil hier Leute sind, die hohe Löhne verdienen.

    Geht die GZA mehr auf die Unternehmen zu oder umgekehrt?
    Wir haben eine Doppelfunktion: Wir vermarkten den Wirtschaftsraum, aber wir sind auch Ansprechpartner. Kundenanfragen machen aber nur etwa 11 Prozent aller Ansiedlungen in den Kantonen aus. Wir sind offen und prüfen alles. Aber natürlich investieren wir unsere Zeit und Ressourcen vor allem in lohnende Projekte. Bei rund 60 Prozent aller Ansiedlungen akquirieren wir aktiv und etwa 15 Prozent sind Empfehlungen aus dem strategisch gepflegten Netzwerk, welches Partnerorganisationen, Beratungsfirmen und Wirtschaftsanwälte umfasst.

    Als Arbeitgeber sind die ausländischen Unternehmen wichtig. Wie viele Arbeitsplätze generieren sie aktuell in der GZA?
    Die reine Anzahl Arbeitsplätze für die Ansiedlungen aus dem Jahr 2019 betrug 651. Diese Firmen werden in den nächsten fünf Jahren 1676 neue Arbeitsplätze schaffen. Das sind dann 24 Prozent mehr als diejenigen von Unternehmen, die sich im Jahr 2018 angesiedelt haben. Wir haben bereits zum zweiten Mal eine Beratungsfirma beauftragt, eine umfassende Analyse diesbezüglich zu erstellen: Zwischen 2009 und 2018 wurden durch das Standortmarketing mindestens 8618 Arbeitsplätze geschaffen.

    Welchen weiteren Mehrwert schafft die GZA für die zu ihr gehörenden Kantone?
    Wir tragen dazu bei, dass die Innovationskraft gestärkt wird und dass wir vor allem mit den wachsenden Märkten in Asien vernetzt bleiben. Auch innerhalb der Kantone gibt es gewisse kantonale Wertschöpfungseffekte. So arbeitet vielleicht jemand in Zug, wohnt aber in Zürich. Die neun Kantone kommen in der GZA zusammen, um gemeinsam Standortmarketing zu betreiben. Gemeinsam kann man mehr bewirken. Ein einzelner Schweizer Kanton ist zu klein, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Wir bringen wichtige Schnittstellen zusammen und sehen uns auch in der Vermittlerrolle.

    Wie hat sich in den letzten fünf Jahren die Standortqualität in der GZA konkret verändert?
    Die Unsicherheiten haben zugenommen. Gründe dafür sehen wir unter anderen im Brexit wie auch in der EU-Krise. Italienische Banken sind noch immer ein grosses Fragezeichen. Probleme bereiten zudem der Handelsstreit zwischen den USA und China wie auch das ungeklärte Verhältnis zwischen der Schweiz und der EU. Die Schweiz bietet im internationalen Vergleich aber sicherlich sehr stabile Verhältnisse. Die Gesetze ändern nicht über Nacht, die Steuern werden weder plötzlich erhöht noch unvernünftig gesenkt. Die Steuerreform ist mittlerweile auch durch, und gewisse Technologiebereich haben sich extrem weiterentwickelt. Bei der Robotik und im Bereich Drohnen braucht Zürich den Vergleich mit Silicon Valley derzeit nicht zu scheuen. In der Schweiz punkten wir mit qualifizierten Fachkräften: Wir verfügen über sehr gute Abgänger von unseren Hochschulen und bieten gleichzeitig ein attraktives Umfeld für die klügsten Köpfe aus aller Welt.

    «Die Konkurrenz hat zugenommen.»

    Wie wirkt sich die Coronakrise auf die GZA aus?
    Sie hat auch bei uns einen Digitalisierungsschub ausgelöst. Wir reisen weniger und arbeiten mehr virtuell. Das wird wahrscheinlich noch anhalten oder vielleicht sogar gängige Geschäftspraxis werden. Wir haben – wie auch bereits zuvor – Webinare durchgeführt, diese aber zum Beispiel in Korea durch eine Frage-Antwort-Stunde mit Experten ergänzt. Dieses neue Format ist sehr gut angekommen. Allgemein machen wir im Moment Videoschaltungen, anstatt selber in ein anderes Land zu reisen.

    Welche Konsequenzen erwarten Sie längerfristig?
    In nächster Zeit dürften Veranstaltungen vermehrt in hybrider Form durchgeführt werden. Im September ist eine zweitägige Konferenz in Zürich geplant. Diese wird am ersten Tag virtuell stattfinden, am zweiten Tag kann man sich persönlich treffen. Die Veranstalter wollen damit aber nicht nur für dieses Jahr etwas Spezielles kreieren, sondern sie wollen etwas schaffen, das Ihnen Flexibilität schenkt. Gerade auch im Hinblick auf künftige ähnliche Szenarien.

    Mit welchen Herausforderungen hat die GZA sonst noch zu kämpfen?
    Die Konkurrenz hat zugenommen. Als wir vor gut 20 Jahren angefangen haben, gab es noch nicht so viele effiziente Standortförderungs-Organisationen. Heute haben auch die kleinsten Länder und sogar Städte welche. Eine weitere Herausforderung: Es gibt viele ausländische Organisationen, die Benefits anbieten. Beispielsweise Zuschüsse für Anstellungen, damit der Rekrutierungsprozess das Unternehmen weniger teuer zu stehen kommt. So etwas ist in der Schweiz nicht denkbar, weil man dafür Steuergelder einsetzen müsste. Wir leisten auch viel Überzeugungsarbeit – in der Schweiz ist nicht alles teurer. Und wenn jemand 200’000 Dollar in den USA verdient, verdient er sie auch in London, Madrid oder Amsterdam. In Zürich muss man vielleicht sogar weniger Lohn bezahlen, weil bei uns die Steuern für das Individuum günstiger sind als anderswo.

    Wie wirkt die GZA den Einschränkungen und wahrscheinlich auch dem durch die Coronakrise verursachten weiteren Rückgang der Ansiedlungen entgegen?
    Wir werden die Social-Media-Kanäle in Zukunft nicht nur für die Kommunikation nutzen, sondern auch für die Akquisition. Wir versuchen über ein datenbasiertes Vorgehen neue Kunden zu gewinnen.

    Die wichtigsten Märkte der GZA sind die USA, Deutschland, China und Italien. Auf welche anderen Länder/Städte konzentriert sich die GZA noch und weshalb?
    Seit 2014 sind wir in Korea aktiv. In Israel beginnen wir gerade. Sobald die Krise vorbei ist, können wir mit Aktivitäten starten – es ist alles aufgegleist. Wir prüfen regelmässig, wo wir noch tätig sein könnten. Indien war beispielsweise von 2006 bis 2008 ein Fokusmarkt. Mangels Resultate haben wir diesen aber wieder aufgegeben. Wenn Russland oder Brasilien keine Rezession hätten, kämen diese Märkte durchaus in Frage. Innerhalb der von uns bearbeiteten Märkte wählen wir die Regionen nach den Technologie-Hotspots aus. ■

  • Gewerbeimmobilien dürften billiger werden

    Gewerbeimmobilien dürften billiger werden

    Der Swiss Real Estate Sentiment Index von KPMG ist ein Indikator für die erwarteten Entwicklungen am Immobilienanlagemarkt. Im vergangenen Jahr hat der Index ein Allzeithoch erreicht. In diesem Jahr ist er auf dem tiefsten Stand seit dem Messbeginn 2012 gefallen. Er liegt laut einer Mitteilung des Beratungsunternehmens bei -13,1 Punkten.

    Die Einschätzung der Marktteilnehmer zur Wirtschaftsentwicklung trägt 20 Prozent zum Gesamtindex bei. Der entsprechende Wert ist um 60,9 Punkte auf -73,8 Punkte abgestürzt. Die zweite Komponente bildet die Erwartung der Preisentwicklung. Hier liegt der Wert nach 43,5 Punkten im Vorjahr mit 2,1 Punkten noch knapp über der Stabilitätsachse.

    Bei Wohnimmobilien bleiben die Preiserwartungen zwar positiv und sind nahe am Höchstwert von 2015. Entgegen der Erwartungen gehen Akteure auf dem Immobilienanlagemarkt auch nicht von sinkenden Preisen für Immobilien in peripheren Lagen aus. Allerdings dürften die Preise von kommerziell genutzten Immobilien sinken. Insgesamt 76 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Büroflächen im erweiterten Geschäftsgürtel als eine Folge der Corona-Krise abnehmen wird. Auch Verkaufsflächen dürften künftig weit weniger genutzt werden. Insbesondere für Einkaufszentren sehen die Befragten weniger Bedarf. Mehr Bedarf sehen Experten jedoch für Immobilien im Gesundheitsbereich sowie für Logistikflächen.

    Die Ergebnisse zeigen zwar, dass das Corona-Jahr die Stimmung auf dem Immobilienanlagemarkt eingetrübt hat. „Wegen der erwarteten Auswirkungen auf die zukünftige Nachfrage sehen die Marktteilnehmer aber auch Chancen, dass neue Nutzersegmente in den Investitionsfokus rücken“, wird Beat Seger, Partner und Immobilienexperte bei KPMG, zitiert. Ausserdem würden Wohnimmobilien zur Stabilität der Anlageklasse beitragen.

  • Coronavirus: Bundesrat legt Monitoringbericht zur Situation der Geschäftsmieten vor

    Coronavirus: Bundesrat legt Monitoringbericht zur Situation der Geschäftsmieten vor

    Der Bericht Monitoring Geschäftsmieten kommt zu folgenden Resultaten:

    • Aufgrund einer Strukturanalyse von Wüest Partner bestehen in der Schweiz rund 390 000 Geschäfts-Mietverträge mit einem Mietvolumen von schätzungsweise zwei Milliarden Franken pro Monat. Davon entfallen rund 900 Millionen Franken auf Büroflächen, 500 Millionen Franken auf Gewerbe und Industrie, 400 Millionen Franken auf Verkaufsflächen und 200 Millionen Franken auf gastgewerbliche Nutzungen. Zusätzlich zu den 390 000 Mietverhältnissen betreiben rund 60 Prozent der Unternehmen ihr Geschäft in einer eigenen Liegenschaft. Während der Zeit der maximalen Einschränkungen zwischen dem 17. März und dem 26. April 2020 waren rund 113’000 Mietverhältnisse von den Schliessungen durch den Bundesrat betroffen. Die kumulierten Mietzinse der von Schliessungen betroffenen Geschäftsliegenschaften belaufen sich auf 530 Millionen Franken pro Monat. Dies entspricht 27 Prozent des Mietvolumens.
    • Eine repräsentative Umfrage von gfs.bern kam zum Schluss, dass der Anteil der Mieterinnen und Mieter, die im Zusammenhang mit den verordneten Schliessungen Schwierigkeiten haben, ihre Miete zu bezahlen, in den Wochen des Lockdowns von 6 auf 33 Prozent gestiegen ist. Dies trifft vor allem auf die Westschweiz und auf das Tessin zu. Die Umfrage zeigte auch, dass die Mehrheit der Mietparteien (rund 60 %) entlastende Lösungen gesucht – und mehrheitlich auch gefunden haben. Einigungen kamen wesentlich häufiger zustande als Nichteinigungen; für die Mieterseite beträgt das Verhältnis von Einigungen zu Nichteinigungen 3 zu 2, für die Vermieterseite 9 zu 1. Der allergrösste Teil der Einigungen kam vor den Parlamentsentscheiden vom Juni 2020 zustande. In nahezu drei von vier Fällen handelte es sich bei den Einigungen um Mietzinsreduktionen.
    • Die Konjunkturentwicklung weist bislang auf eine rasche und kräftige wirtschaftliche Erholung hin. Die Zahl der Firmenkonkurse und die Anzahl neuer Gesuche in der Statistik der Schlichtungsbehörden liegen derzeit im üblichen Rahmen oder unter dem Vorjahresniveau.
    • Im internationalen Vergleich lässt sich feststellen, dass die meisten europäischen Staaten – ähnlich wie die Schweiz – auf Unterstützungsmassnahmen zur Sicherung der Liquidität der von Schliessungen betroffenen Betriebe setzen. Zu mietrechtlichen Eingriffen kam es eher selten, und wenn, handelte es sich um eine Verlängerung von Zahlungs- oder Kündigungsfristen. Gesetzlich verordnete Mietzinssenkungen sind in den elf betrachteten europäischen Staaten nicht festzustellen.

    Der Bundesrat kommt aufgrund dieser Resultate zum Schluss, dass es derzeit wenig Hinweise für umfassende und flächendeckende Schwierigkeiten im Bereich der Geschäftsmieten gibt. Allerdings schliesst dies nicht aus, dass in Einzelfällen unbefriedigende Konstellationen bestehen. Je nach Entwicklung der Pandemie kann sich die Situation rasch zuspitzen.

    Deshalb sieht der Bundesrat derzeit von Massnahmen (bspw.im gesetzgeberischen Bereich) ab. Er beauftragt aber das Bundesamt für Wohnungswesen BWO, die Arbeitsgruppe Geschäftsmieten weiterzuführen und mit den Kantonen allfällige Unterstützungen im Bereich Beratung und Information zu erörtern. Denn die Erfahrung hat gezeigt, dass regionale Lösungsansätze der Lage vor Ort am besten entsprechen.

  • Blackstone Resources sichert sich 30 Millionen Franken

    Blackstone Resources sichert sich 30 Millionen Franken

    Die Blackstone Resources AG erhält von der Luxemburger GEM Global Yield LLC SCS Eigenkapital in Höhe von 30 Millionen Franken. Wie der Zuger Batteriehersteller, Inhaber von Metallraffinerien und Rohstoffhändler mitteilt, habe er mit GEM eine dreijährige Eigenkapitalverpflichtung unterzeichnet.

    Diese Finanzierung beschleunige laut der Medienmitteilung Blackstones Entwicklung einer kommerziell gedruckten Batterie für die Massenproduktion. Zudem wolle die Holding wichtige Anlagen und Ausrüstungen erwerben und die Investitionen in Batteriemetalle ausbauen.

    „Blackstone repräsentiert die Technologie der nächsten Generation von gedruckten 3D-Batterien mit Festkörperelektrolyt und deren Massenproduktion“, so CEO Ulrich Ernst. „Diese Kapitalerhöhung bringt uns auf den Weg zur Verwirklichung unserer Vision eines führenden Batterieproduzenten, um Batterien mit höherer Dichte zu produzieren.“ Deren umweltfreundlichere Produktion soll zu Kosten unter dem aktuellen Marktpreis gelingen.

    Im Rahmen dieser Vereinbarung werde Blackstone 2,5 Millionen Obligationsscheine (Warrants) mit einem Ausübungspreis von 3,00 Franken ausgeben. Zu gegebener Zeit werde eine Kapitalerhöhung durchgeführt.

    Blackstone Resources investiert in und entwickelt nach eigenen Angaben in erster Linie Bergbauprojekte mit starkem Zukunftspotenzial, die sich auf Batteriemetalle konzentrieren. Das Unternehmen habe strategische Beteiligungen an Bergbauunternehmen übernommen, die diese Batteriemetalle auf ethische Weise in politisch sicheren Ländern suchen, entwickeln und gewinnen. Darüber hinaus habe es mit dem Rohstoffhandel begonnen.

  • «Das Limmattal ist mehr als  eine Alternative zu Zürich»

    «Das Limmattal ist mehr als eine Alternative zu Zürich»

    Vor 6 Jahren wurde die Limmatstadt AG lanciert. Wo sehen Sie Ihre Kernaufgaben als Geschäftsführerin?
    Ich versteh mich als Dienstleisterin und Botschafterin für die gesamte Region von Baden bis Zürich, innerhalb des Limmattals und darüber hinaus. In meinem Job bin ich immer unterwegs und bringe Menschen und Ideen über die Kantonsgrenze hinweg zusammen. Netzwerk ist das A und O. Ich beliefere Standortinteressenten mit Informationen, öffne Türen, bringe mich in Komitees ein oder treibe Projekte voran.

    Welche Meilensteine haben Sie Stand heute erreicht?
    Die Limmatstadt AG hat sich zu einer relevanten Partnerin und regionalen Akteurin etabliert. In den vergangenen Jahren gelang es, wichtige Mitstreiter für die Idee Limmatstadt als vernetzter und starker Lebens- und Wirtschaftsraum zu gewinnen: zunächst Firmen als Aktionäre, zahlreiche Gemeinden als Auftraggeber, dann kam der Planungsverband dazu und verschiedene Netzwerkpartner. Über Publikumsaktien kann sich auch die Bevölkerung beteiligen. Mit dem Aufbau und Betrieb von diversen Kommunikationskanälen – vom Printmagazin «36 km» über das digitale 3D-Limmatstadtmodell bis zum täglichen «punkt4»-Wirtschaftsnewsletter – erreichen wir die Region.

    Welche Ziele werden als Nächstes angegangen?
    Es ist von zentraler Bedeutung, die Kräfte weiter zu bündeln und die Ressourcen sinnvoll einzusetzen. Sprich: Kooperationen einzugehen, wo es sinnvoll ist sowie den Wert unserer Plattformen und Netzwerke noch deutlicher zu machen, um weitere Gemeinden und Partner zu gewinnen. Wer sich in der Limmatstadt niederlassen will oder eine Projektidee verfolgt, muss wissen, dass er bei uns an der richtigen Adresse ist. Zudem ist Image wichtig im Standortwettbewerb. Hier gilt es, die Vorzüge der Gesamtregion in Szene zu setzen.

    Die Limmatstadt AG hat Anfang 2019 die Funktion der Standortförderung Limmattal, dem damaligen Verein der Zürcher Limmattaler Gemeinden, übernommen. Wie wichtig war dieser Schritt?
    Dieser Schritt war zentral. Die Standortförderung des Vereins hörte an der Kantonsgrenze auf. Unser Wirkungsbereich ist die gesamte Region. Die komplexen Herausforderungen machen nicht an Kantonsgrenzen Halt. Der Auflösung ging ein breit abgestützter Strategieprozess voraus. Die Erkenntnis: Mit der privatwirtschaftlichen Limmatstadt AG ist eine Organisation mit Leistungsausweis vorhanden, deren Aufbau privat finanziert wurde und eine nahtlose Nachfolge sichert. Die Gemeinden haben neu Leistungsvereinbarungen mit uns, sind also unsere Kunden, und profitieren unter dem Strich von wesentlich mehr Leistung für das gleiche Geld.

    «Wer sich in der Limmatstadt niederlassen will, ist bei uns an der richtigen Adresse.»


    Wie beliebt ist das Limmattal punkto Firmenansiedlungen?
    In der Region gibt es über 80’000 Arbeitsplätze, die bis 2040 rund 30 Prozent zunehmen sollen. Aufgrund der regen Bautätigkeit können wir ideal gelegene Flächen insbesondere für Retail und Dienstleistung bieten. Die bevorzugte Lage, die Nähe zu führenden Bildungs- und Forschungseinrichtungen und die gute Erschliessung machen den Standort äusserst attraktiv. Mit der Limmattalbahn erhalten wir einen städtischen Verkehrsträger und noch bessere Verbindungen. Das wird auch Unternehmen anziehen, die bisher das Limmattal nicht auf dem Radar hatten.

    Für wie realistisch halten Sie eine Fusion der Gemeinden Schlieren, Urdorf und Dietikon in den kommenden 15 Jahren?
    Unbestritten ist, dass die Gemeinden in Zukunft die Zusammenarbeit intensivieren müssen, denn Probleme von regionaler Tragweite können von kommunaler Ebene allein kaum bewältigt werden. Aber ich glaube nicht, dass Fusionen in jedem Fall einen Gewinn bringen. Wenn wir die Kleinteiligkeit in unserer Region anschauen, könnte ein Zusammenschluss gerade kleineren Gemeinden durchaus zu mehr Kraft verhelfen. Doch eine Grossfusion halte ich nicht für realistisch. Es gibt aber fusionswillige Gemeinden im Aargauer Limmattal: Die Gemeinde Turgi strebt eine Fusion mit der Stadt Baden an.

    Viele Einwohner fürchten bei einer Fusion um ihre Identität.
    Dieses Argument ist immer schnell zur Hand. Nur weil man sich zu einer politischen Einheit zusammenschliesst, muss die lokale Verankerung nicht verloren gehen. Es kann auch eine neue Zugehörigkeit entstehen. Jede Veränderung birgt Verlust und Gewinn. Die Frage ist, was überwiegt. Mit einem frühzeitigen, offenen Dialog kann es der Politik gelingen, die Bevölkerung abzuholen, zu spüren, wo der Schuh drückt und Chancen aufzeigen. Es braucht auch Mut von einem Gemeinderat, dieses heisse Eisen anzurühren. Wie das Beispiel von Turgi zeigt, kann das durchaus erfolgsversprechend sein.

    Was sagen Sie zum Einwand, dass für eine Limmatstadt die Geschichte und Vergangenheit fehle und das Limmattal deshalb nie eine einheitliche Stadt werden könne?
    Jede Geschichte hat einen Anfang. Wieso kann der Wandel von einer Agglomeration zu einem städtischen Raum nicht im 21. Jahrhundert starten und für kommende Generationen identitätsbildend sein? Ich finde es eher absurd, dass wir uns heute noch an politischen Grenzen orientieren, die über 200 Jahre alt sind. Das Limmattal ist bereits eine räumliche Einheit – verbunden durch die Limmat und eingebettet in Hügelzüge mit Wäldern und Rebbergen. Bald verbindet das Tram die Region und die Menschen noch mehr. Beste Voraussetzungen, damit eine neue Zusammengehörigkeit entstehen kann.

    Die Limmattalbahn ist im Bau. Gerade bei Anwohnern des Limmattals war das Projekt umstritten. Hatten Sie mit dieser Reaktion gerechnet?
    Eine lokale Betroffenheit lässt immer die Emotionen hochgehen. Von der Heftigkeit war ich überrascht. Auch das ist ein Beispiel, wie wichtig es ist, bei regional bedeutsamen Projekten den Dialog eng mit der lokalen Bevölkerung zu führen. In der ersten Kampagne ist das schief gelaufen. Aber in der zweiten Abstimmung sprach sich dann das Limmattal grossmehrheitlich für den Bau aus. Die Limmattalerinnen und Limmattaler haben verstanden, dass eine halbe Limmattalbahn keinen Sinn macht.

    «Es ist ein gutes Zeichen, dass Bund und Kantone an unsere Region glauben und Millionen investieren.»

    Weshalb braucht das Limmattal die Limmattalbahn?
    Die Bahn bedeutet eine langfristige Aufwertung für die ganze Region. Es ist ein Generationenprojekt. Ein Argument lautete immer wieder: Busse tun es auch. Aber ein Bus ist kein Bekenntnis zu einer Region. Die Limmattalbahn, das sind Schienen, die man für die nächsten Jahrzehnte in den Boden verlegt. Jede Haltestelle ist eine Keimzelle, wo Neues entstehen kann. Da, wo ein Tram entlangfährt, entsteht Stadt. Es ist ein gutes Zeichen, dass Bund und Kantone an unsere Region glauben und Millionen investieren.

    Besteht da nicht die Gefahr, dass das Gebiet zu sehr mit Wohnungen, Arbeitsstätten und Strassen zugepflastert wird?
    Im Gegenteil: Die Bahn hilft, das Wachstum zu kanalisieren und bestimmte Orte zu schonen. Deshalb fährt die Limmattalbahn nicht entlang der dörflich geprägten rechten Limmatseite. Das würde Entwicklungs-
    schübe auslösen, die man dort nicht haben will. Die Bahn fährt da entlang, wo heute schon das grösste Potenzial vorhanden ist, wo die meisten Leute leben, wo der Verkehr fliesst und noch brachliegende Grundstücke wie das Dietiker Niderfeld liegen.

    Im Limmattal wird sehr viel gebaut. Schlieren beispielsweise hat sich bereits stark verändert. Auch in Dietikon sind völlig neue Quartiere entstanden. Wird das Baupotenzial bald ausgeschöpft sein?
    Die grossen Limmattaler Industriebrachen sind heute umgenutzt in Stadtquartiere. Künftig geht es mehr um die Entwicklung nach innen. Wir müssen umsichtig mit dem beschränkten Boden umgehen. Letztlich ist das höchst ökologisch. Eine pulsierende und attraktive Stadt braucht eine gewisse Dichte an Menschen, Angeboten und Nutzungen. Auch der Verkehr gehört dazu, der private wie öffentliche. Gerade ein cleveres Veloroutennetz im flachen Talboden kann verstopfte Strassen entlasten. Dieses Potenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft.

    Kann sich das Limmattal mit dem Glatttal messen?
    Keine Frage, wir sind die beiden attraktivsten Boom-Regionen. Ich beneide die Flughafenregion und ihren Geschäftsführer Christoph Lang um einige Firmen, die wir auch gerne als Steuerzahler hätten. Gleichzeitig bin ich froh, beschäftigt uns die Flughafen-Thematik nicht so intensiv. Als Standort-Organisationen sind wir allerdings unterschiedlich aufgestellt. Die Flughafenregion ist ein sehr erfolgreiches Wirtschaftsnetzwerk mit unzähligen Events rund ums Jahr. Unser Fokus hingegen liegt auch auf der Gesellschaft und Stadtentwicklung.

    Wie tief ist der Gedanke einer «Limmatstadt» in den Köpfen der Limmattaler Bevölkerung verankert?
    Wenn Sie jetzt eine Strassenumfrage machen würden, wäre das Ergebnis wahrscheinlich ernüchternd. Die einen würden sagen, das ist Zürich, die anderen Baden. Und genau darauf bauen wir ja auf: Wir deuten den Begriff Limmatstadt neu und laden ihn positiv auf. Er dient perfekt als Klammer für die Region zwischen zwei starken Polen. Dabei stellen wir das Limmattal nicht an die Ränder von zwei Kantonsgebieten, sondern in deren Zentrum.

    Mit welchen Massnahmen soll diese Wahrnehmung weiter unterstützt werden?
    Indem wir konsequent daran arbeiten, die Region mit all ihren Vorzügen bei der Wohnbevölkerung ebenso wie bei Firmen und Ansiedlungsinteressenten noch besser bekannt zu machen. Dafür brauchen wir alle Gemeinden hinter uns und eine laufend wachsende Trägerschaft. Wir spüren, dass sich unsere Idee immer mehr verankert. In Spreitenbach hat zum Beispiel kürzlich der grösste Coworking Space der Schweiz unter dem Namen «Office LAB Limmatstadt» eröffnet. Der Begriff Limmatstadt soll genau dieses zukunftsgerichtete neue Selbstverständnis nach aussen tragen.

    Wie soll das Limmattal in fünf Jahren von der Bevölkerung wahrgenommen werden?
    Als ein Ort, wo man hingehen will, eine Destination. Das Limmattal ist mehr als eine Alternative zu Zürich. Es soll wahrgenommen werden als selbstbewusste Region, die es geschafft hat, ihr ödes Aggloimage abzustreifen und sich zu einem attraktiven städtischen Raum zu wandeln, der mit seinen Gegensätzen und Eigenheiten immer wieder überrascht. Die Entwicklung des letzten Jahrzehnts ist beneidenswert – auch die Erneuerung. Es könnte auch anders sein: Stillstand oder Abwanderung – das wären Probleme. Wir können uns mit der Dynamik wahnsinnig glücklich schätzen und definitiv positiv in die Zukunft blicken. ■

  • Zielgruppengerechtes Planen und Vermarkten einfach gemacht

    Zielgruppengerechtes Planen und Vermarkten einfach gemacht

    Von den Sinus-Milieus ® haben die meisten Standortförderer und Immobilien-Fachleute wohl schon gehört: Diese gruppieren auf Grund von über 30 Jahren sozialwissenschaftlicher Forschung Menschen, die sich in ihrer Lebensauffassung und Lebensweise ähneln, in zehn verschiedene Milieus. Grundlegende Wertorientierungen gehen dabei ebenso in die Analyse ein wie Alltagseinstellungen zu Arbeit, Familie, Freizeit, Geld und Konsum. Die Sinus-Milieus ® bieten dem Anwender Informationen und Entscheidungshilfen, indem sie den «roten Faden» für Produktentwicklung, Strategie, Positionierung, Kommunikation, Werbe- und Mediaplanung sowie CRM liefern.

    Praxisnahe Aufbereitung
    Bis anhin waren die Sinus-Milieus ®, die seit 2007 auch spezifisch für die Schweiz erforscht werden, für die Standort- und Wirtschaftsförderung sowie für die Immobilien-Wirtschaft jedoch nur von begrenztem Nutzen, fehlte doch der Einbezug von Wohnbedürfnissen weitgehend. Das ändert sich nun: Für das neue Angebot «Sinus-Milieus ® Wohn- und Lebenswelten Schweiz» wurden zusätzliche Kriterien wie Ansprüche an Architektur, Innenausstattung und Lage des Erstwohnsitzes analysiert und ausgewertet. Bereiche wie Architektur, Ausstattung, Kommunikations- und Nachbarschaftsverhalten sowie Entscheidungs- und Finanzierungsaspekte werden praxisnah und im Tagesgeschäft anwendbar für jedes Milieu dargestellt. Ergänzt werden die Texte, Tabellen und Grafiken mit aussagekräftigen Fotos zu Personen, Architektur und Inneneinrichtung. Das Angebot ist somit eine glaubwürdige und sehr einfach nutzbare Grundlage für zahlreiche Fragestellungen rund um die Entwicklung und Planung von Standorten, Arealen oder Quartieren sowie für die Planung, Produktentwicklung und Positionierung von Immobilien.

    Konkrete Anwendung finden die «Sinus-
    Milieus ® Wohn- und Lebenswelten Schweiz» beispielsweise…
    …im Immobilien-Markt (z.B. Standort- und Marktanalysen, Infrastrukturplanung, Quartierplanung)
    …im Städtebau (z.B. Entwicklungsgebiete, Quartierentwicklung)
    …in der Produktentwicklung (z.B.
    Architektur, Wohnflächen, Ausstattung, Parkplätze)
    …im Preismix und der Finanzierung (z.B. Preisspannen Miete und Eigentum)
    …im Sozialverhalten und der Freizeitgestaltung (z.B. Nachbarschaft, Dienstleistungsangebote)
    …in der Kommunikation und Vermarktung (z.B. Markenaufbau und -positionierung, …Marketingmassnahmen)

    11 Broschüren und ein Online-Tool
    «Sinus-Milieus  ® Wohn- und Lebenswelten Schweiz», herausgegeben von acasa Immobilien-Marketing GmbH und SVIT Schweiz, umfasst die beiden Bausteine Milieus Basis (gedrucktes Werk) und
    Milieus Analyzer (Online-Tool). Milieus Basis bietet in einer Sammlung vertiefte Informationen zu jedem der zehn Sinus-Milieus ® in jeweils einem eigenen Heft sowie ein Heft mit Grundlageninformationen und Erklärungen. Der Milieus Analyzer ist ein passwortgeschütztes Online-Analyseinstrument, mit dem Nutzerinnen und Nutzer mit wenigen Klicks passende Milieus beispielsweise für Immobilien-Projekte identifizieren können. Milieus Basis und Milieus Analyzer bilden eine Einheit und werden nur im Paket angeboten. Das gedruckte Werk (Milieus Basis) umfasst insgesamt 256 Seiten in 11 Heften im Format A4 quer in einer kartonierten Sammelmappe. Das Paket mit gedrucktem Werk und dem Zugang zum Online-Tool kostet CHF 580 (SVIT-Mitglieder 10 % Rabatt).

    Mikrogeografische Auswertungen
    Welche Milieus wohnen an einem bestimmten Ort in der Schweiz? Passt mein Immobilien-Projekt zum Standort? Ist meine Zielgruppe an einem bestimmten Standort vertreten? Antworten auf diese und weitere Fragen geben die Sinus Geo Milieus ® – die ideale Erweiterung und Konkretisierung zu den «Sinus-Milieus ® Wohn- und Lebenswelten Schweiz». Für jede Postleitzahl in der Schweiz liefern Sinus Geo Milieus ® grafisch aufbereitete Informationen und detaillierte Daten zum Vorkommen und zur Verteilung der einzelnen Milieus sowie der Kaufkraftklassen. ■

    Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement SVSM

  • Berner Kantonalbank steigt bei Swiss Immo Lab ein

    Berner Kantonalbank steigt bei Swiss Immo Lab ein

    Die in Zürich ansässige Investmentgesellschaft Swiss Immo Lab AG soll in Proptech- oder Fintech-Jungunternehmen investieren, die zur Digitalisierung der Bau- und Immobilienbranche beitragen. Die Investmentgesellschaft wurde Ende 2019 vom Immobiliendienstleister Avobis, der Hypothekarbank Lenzburg und der Gebäudeversicherung Bern gegründet. Als vierte Partnerin steigt nun die Berner Kantonalbank (BEKB) bei Swiss Immo Lab ein, informiert die BEKB in einer Mitteilung.

    Die Partner wollen die Swiss Immo Lab AG zu jeweils gleichen Anteilen halten, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Dabei haben die vier Unternehmen insgesamt 8 Millionen Franken in die Investmentgesellschaft investiert. Sie sollen innert zwei Jahren in Jungunternehmen investiert werden, die in den Märkten für digitale Marktplätze, Immobilienverwaltung, Bauen, Baumaterialien, Analysesoftware und intelligente Städte aktiv sind, schreibt die BEKB.

    „Mit dieser Plattform wollen wir die Innovation im Bau und Immobilienwesen beschleunigen“, wird Armin Brun, CEO der BEKB, in der Mitteilung zitiert. In diesem Jahr hat Swiss Immo Lab sich bereits an dem Entwickler einer Software für die Analyse von Immobilien, Archilyse, und dem Lausanner Hersteller von Solarmodulen, Insolight, beteiligt.

  • Walde & Partner bezieht neuen Firmensitz

    Walde & Partner bezieht neuen Firmensitz

    Walde & Partner bezieht ab dem kommenden Frühjahr „das markante Geschäftshaus der EBP Schweiz AG an der Zollikerstrasse 65 in Zollikon“, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Für den bisherigen Sitz in der Alten Landstrasse in Zollikon sucht das Immobilienunternehmen ab der zweiten Jahreshälfte 2021 eine neue Mieterin. Der Umzug erfolgt, da die Nachfrage nach den Dienstleistungen von Walde & Partner laut Medienmitteilung stark zunimmt.

    Der neue Firmensitz bietet Platz für rund 100 Arbeitsplätze und soll zu einem Kompetenzzentrum für Immobilien entwickelt werden. „Bei der Entwicklung und Vermarktung von Immobilien sind heute interdisziplinäre Dienstleistungen gefragt – sowohl bei der Entwicklung als auch beim Kauf und Verkauf von Anlageimmobilien und von selbstgenutztem Wohneigentum“, wird Verwaltungsratspräsident Gerhard Walde in der Mitteilung zitiert.

    Für diesen Zweck werden am neuen Sitz auch alle Unternehmensbereiche zusammengefügt. Die Bereiche Anlageimmobilien und Neubau waren zuletzt an anderen Standorten tätig. Aktuell sind 60 Personen für Walde & Partner aktiv, 40 von ihnen arbeiten künftig am neuen Firmensitz. „Aber auch die Mitarbeitenden der Standorte Baden, Luzern, Sursee, Thalwil und Uster werden häufig bei uns anzutreffen sein“, so Gerhard Walde.

  • Projekt Baufeld Hotel in Geroldswil ist gesichert

    Projekt Baufeld Hotel in Geroldswil ist gesichert

    Mit mehr als 60 Prozent haben die Geroldswiler und Geroldswilerinnen einen Zusatzkredit von 650‘000 Franken bewilligt, der den 2017 zu knapp bemessenen Projektierungskredit auf rund 2,6 Millionen Franken erhöht. Damit kann die Arbeit am Projekt weitergehen. Entstehen soll eine Zentrumsüberbauung mit Unterniveaugarage, einem Grossverteiler im Sockelgeschoss und Wohnungen in den Obergeschossen. Für die Bewilligung der zusätzlichen Mittel stimmten laut Medienmitteilung der Gemeinde Geroldswil 872 Stimmberechtigte. Dagegen standen 559 Nein-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 50,45Prozent.

    Die Pachtverträge für das Hotel Geroldswil sowie die Pizzeria am Dorfplatz sind befristet und laufen am 31. Dezember 2021 aus, hatte die Gemeinde bei der Vorstellung des Projekts mitgeteilt. Aufgrund einer Wirtschaftlichkeits- und Machbarkeitsstudie sollen die beiden Geschosse mit den Hotelzimmern in Wohnungen umgenutzt werden. Als Ergänzung soll im nordwestlichen Grundstücksteil ein Neubau mit Familienwohnungen als sogenannter Punktbau erstellt werden. Der heutige Gemeindesaal soll abgebrochen und durch einen neuen, modernen und gut ausgerüsteten Gemeindesaal als Verbindungstrakt zwischen dem heutigen Hotel Geroldswil und dem Mehrfamilienhaus realisiert werden. Am Dorfplatz sollen ein bis zwei Gastronomiebetriebe Platz finden, hiess es dort weiter.

    Der parteilose Gemeindepräsident Michael Deplazes wird in einem Artikel der „Limmattaler Zeitung“ zitiert: „Die Stimmbürger erkennen die Notwendigkeit des Projekts und verstehen, weshalb wir in altersgerechte Wohnungen und in einen Neubau investieren.“  Die Planer und Architekten können laut Deplazes nun ihre Arbeit wieder aufnehmen: „Wir haben bis zur Genehmigung des Zusatzkredits einen Projektstopp verhängt, weil wir nicht Geld ausgeben können, das wir gar nicht haben.“

    Die nächste Urnenabstimmung findet am 13. Juni 2021 statt. Dann soll das Volk über den Baukredit befinden. „Wir rechnen mit schätzungsweise 26 Millionen Franken“, sagte Deplazes.

  • Immobilienfonds der Zurich gehört neu zu Top 3

    Immobilienfonds der Zurich gehört neu zu Top 3

    In nur zwei Jahren sei die Zurich Invest AG zu einem wichtigen Anbieter für Immobilienanlagen geworden, schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung. Ihr Fonds „ZIF Immobilien Direkt Schweiz“ steige mit der Kapitalerhöhung im September und einem künftigen Gesamtvolumen von 1,3 Milliarden Franken zu den grössten nicht-kotierten Schweizer Immobilienfonds auf. Lanciert hatte die Zurich Invest AG den Fonds im Oktober 2018. Im vergangenen Jahr war die erste Kapitalerhöhung erfolgt.

    Das schnelle Wachstum des Immobilienfonds sei möglich, „weil Zurich als globaler Versicherer zu den wichtigsten Immobilienbesitzern der Schweiz gehört und ein Portfolio aus attraktiven Gebäuden über lange Zeit aufbauen konnte“, heisst es in der Mitteilung. Auch das veränderte Angebot der Lebensversicherungen habe ihren Anteil am inzwischen 80-prozentigen Anteil erstklassiger Immobilien im Zurich-Fonds. Da sie inzwischen weniger Garantieprodukte enthalten, seien weniger Immobilien notwendig, um die Verpflichtungen zu garantieren. „Daher hat Zurich die Möglichkeit, Immobilien an den begehrtesten Lagen in einen Fonds überzuführen.“

    Wie es weiter heisst, laufe die zweite Kapitalerhöhung über rund 340 Millionen Franken und erfolgt am 21. Oktober. Die Zeichnungsfrist dauert vom 21. September bis 2. Oktober. Die neue Tranche umfasst insgesamt 20 Liegenschaften. „Neben der erstklassigen Lage zeichnen sich die Gebäude dadurch aus, dass wir das Ziel verfolgen, ihren Betrieb künftig CO2-neutral erfolgen zu lassen“, so Martin Gubler, CEO der Zurich Invest AG. Die ersten beiden Tranchen des Fonds 2018 und 2019 seien stark überzeichnet gewesen. Mit seiner Wertentwicklung sei er „äusserst zufrieden“.

  • Peach Property gewinnt Ares als Ankeraktionär

    Peach Property gewinnt Ares als Ankeraktionär

    Die Peach Property Group plant, in Deutschland weitere Portfolioankäufe zu tätigen, erläutert das auf Wohnungsimmobilien spezialisierte Zürcher Unternehmen in einer Mitteilung. Die Mittel will Peach Property über eine Kapitalbasisaufstockung um 200 Millionen Franken aufbringen. Dazu soll eine Pflichtwandelanleihe platziert werden.

    Der Zeichner von drei Vierteln der Pflichtwandelanleihe stehe bereits fest, informiert Peach Property in der Mitteilung weiter. Konkret wird ein Fonds des global aktiven Managers alternativer Anleihen, Ares Management Cooperation, 150 Millionen Franken zeichnen. Damit sichere sich Ares einen Anteil von rund 30 Prozent an Peach Property und steige zum grössten Einzelaktionär des Zürcher Immobilienunternehmens auf, heisst es in der Mitteilung. Im Zuge des Einstiegs soll der Managing Director der Ares Real Estate Group, Klaus Schmitz, in den Verwaltungsrat der Peach Property Group gewählt werden.

    „Wir freuen uns sehr, Ares als neuen Ankeraktionär gewinnen zu können welcher weitreichende Erfahrungen im deutschen Wohnimmobiliensektor mitbringt“, wird Thomas Wolfensberger, CEO der Peach Property Group, in der Mitteilung zitiert. Ares wiederum sieht die Beteiligung an dem Zürcher Immobilienunternehmen „als hervorragende Möglichkeit, in eine der defensiveren Anlageklassen in Europa zu investieren und gleichzeitig vom attraktiven Wachstum der Peach Property Group zu profitieren“, erläutert John Ruane, Co-Leiter der Ares European Real Estate Group.

  • Kanton Zürich und SBB planen Velo- und Busprojekte gemeinsam

    Kanton Zürich und SBB planen Velo- und Busprojekte gemeinsam

    Der Kanton Zürich will bei anstehenden Projekten enger mit der SBB zusammenarbeiten. Damit wollen beide Partner laut einer kantonalen Medienmitteilung Synergien nutzen und Kosten sparen. Für den Kanton Zürich habe sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, die drei kantonalen Vorhaben zum Ausbau des Velo- und Busnetzes ins Grossprojekt Brüttenertunnel zu integrieren und gemeinsam mit der SBB an diesen Projekten zu arbeiten.

    „Das Projekt Brüttenertunnel bietet die Chance, in der Region Glattal Hand in Hand das bis dato umfangreichste Veloprojekt im Kanton Zürich zu realisieren und den öffentlichen Verkehr auszubauen“, wird Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh in der Mitteilung zitiert. Gemäss Gesamtverkehrskonzept des Kantons Zürich soll der Anteil des Veloverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen bis 2030 kontinuierlich auf 8 Prozent erhöht werden.

    Deshalb hat der Regierungsrat beim Kantonsrat einen Objektkredit in Höhe von 73,1 Millionen Franken beantragt. Damit soll das Pilotprojekt einer Veloschnellroute von Zürich-Oerlikon über Wallisellen und Dübendorf ins Zürcher Oberland „hindernisfrei, zusammenhängend, sicher und komfortabel“ realisiert werden.

    Als Zubringer zu dieser Veloschnellroute ist eine Velohauptverbindung vom Quartier Im Lampitzäckern in Dietlikon entlang der SBB-Strecke in Richtung Baltenswil eine Velohauptverbindung gedacht. Auch sie ist Bestandteil dieses Synergieprojekts. Mit der Umgestaltung der Bahnhofstrasse soll die Velostrecke in Dietlikon und Wangen-Brüttisellen durchgehend zur Hauptverbindung ausgebaut und die Netzlücke Richtung Baltenswil geschlossen werden.

    Schliesslich wird im Zuge der Bauarbeiten am Brüttenertunnel die Unterführung Baltensilerstrasse in Bassersdorf aufgehoben. Als Ergänzung plant der Kanton eine Busspur, um den Busbetrieb von Baltenswil zum Bahnhof Bassersdorf bevorzugen zu können.

    Das Plangenehmigungsverfahren für den Brüttenertunnel und die drei Begleitprojekte läuft von 2023 bis 2025. Die Begleitprojekte werden der Öffentlichkeit vor der frühestens für Ende 2034 geplanten Inbetriebnahme des Tunnels etappenweise übergeben.

  • André Ingold präsidiert neu die Flughafenregion

    André Ingold präsidiert neu die Flughafenregion

    An der achten Generalversammlung der FRZ am 15. September in Dübendorf haben 180 Vertreter von Mitgliedern des Wirtschaftsnetzwerks teilgenommen, informiert die FRZ in einer Mitteilung. Derzeit gehören der FRZ 644 Unternehmen, zwölf Städte und Gemeinden sowie 19 Verbände und Vereinigungen aus der Region an. Per Ende Geschäftsjahr 2019 hatte das Wirtschaftsnetzwerk noch knapp 640 Mitglieder gezählt.

    Zur diesjährigen Generalversammlung war Präsident René Huber von seinem Amt zurückgetreten, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Der seit 2006 als Stadtpräsident von Kloten amtierende Huber (SVP) sei 2011 „massgeblich an der Schaffung“ der FRZ beteiligt gewesen, heisst es dort weiter. Mit seinem Rücktritt wolle der scheidende Präsident eine „gestaffelte Erneuerung der Führungsstrukturen“ des Wirtschaftsnetzwerks einleiten. In Würdigung seiner Verdienste um die FRZ wurde Huber von der Generalversammlung zum ersten Ehrenpräsidenten der FRZ ernannt.

    Als Nachfolger für Huber hatte der Vorstand der FRZ den amtierenden Stadtpräsidenten von Dübendorf, André Ingold (SVP), vorgeschlagen. Die Teilnehmer der Generalversammlung seien diesem Vorschlag einstimmig gefolgt, schreibt die FRZ. Neu in den Vorstand wurden zudem Jan Schibli von der Schibli Gruppe und die Gemeindepräsidentin von Dietlikon, Edith Zuber (SVP), gewählt.

  • Epic Suisse will an die SIX

    Epic Suisse will an die SIX

    Die Epic Suisse AG will in den kommenden Monaten an die Börse. Durch die Ausgabe neuer Aktien will das Unternehmen dabei einen Bruttoerlös von rund 200 Millionen Franken erzielen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

    Den Nettoerlös aus dem Börsengang will Epic Suisse in erster Linie für die Finanzierung von künftigen Zukäufen, für laufende Entwicklungsprojekte und für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden. Ausserdem sollen mit dem frischen Geld Schulden getilgt werden. Nicht zuletzt soll der Börsengang den Bekanntheitsgrad des Unternehmens in der Öffentlichkeit steigern.

    Zum Portfolio von Epic Suisse gehören 24 Immobilien mit einem Marktwert von 1,3 Milliarden Franken. Das Unternehmen ist in erster Linie auf Büro- und Logistikgebäude sowie Einkaufszentren spezialisiert. Die meisten Immobilien in seinem Portfolio befinden sich in der Genferseeregion sowie im Wirtschaftsraum Zürich.

    Seit der Gründung im Jahr 2004 befindet sich Epic Suisse im Besitz der israelischen Alrov Gruppe und der Familie Greenbaum. Sie werden im Rahmen des Börsengangs keine Aktien verkaufen und wollen weiterhin an der langfristigen Entwicklung des Unternehmens beteiligt sein.

  • Vergünstigungen für Forschung stärken Standorte

    Vergünstigungen für Forschung stärken Standorte

    „Mit der Schweizer Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF) wurden anfangs 2020 Instrumente zur steuerlichen Begünstigung von Forschungs-und Entwicklungsaktivitäten eingeführt“, erläutert BAK Economics in einer Mitteilung. Das Wirtschaftsforschungsinstitut hat die Auswirkungen dieser Begünstigungen auf die Steuerbelastung von Unternehmen in den einzelnen Kantonen untersucht.

    Den Ergebnissen zufolge senken sie die effektive Durchschnittssteuerbelastung eines Unternehmens im Schweizer Schnitt von 13,5 auf 12,2 Prozent, erläutert BAK Economics. Sehr forschungsintensive Unternehmen könnten ihre Belastung sogar um durchschnittlich 4,3 Prozentpunkte auf 9,2 Prozent reduzieren. Für die Kantone stellten die Begünstigungen bei Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) neben der Innovationsförderung auch einen international akzeptierten Ersatz für die durch die STAF abgeschafften Steuerprivilegien dar.

    Mit der flexiblen Umsetzung der Vorgaben durch die Kantone habe sich die Rangliste der Kantone bei der Steuerbelastung für sehr forschungsintensive Unternehmen verschoben, erläutert BAK Economics weiter. Die Tiefsteuerkantone Nidwalden und Obwalden belegten hier zwar weiterhin die Spitzenplätze. „Einige Hochsteuerkantone mit einer grosszügigen Ausgestaltung der FuE-Instrumente können ihre Belastung aber deutlich reduzieren“, schreibt BAK Economics.

    Konkret seien „die drei Schlusslichter bei der ordentlichen Besteuerung“, Bern, Zürich und Aargau, „für Unternehmen mit sehr hoher FuE-Intensität in Richtung Mittelfeld des Rankings“ aufgestiegen. Die höchste durchschnittliche Steuerbelastung von Unternehmen mit hohen FuE-Ausgaben weist der Kanton Genf auf.

  • Mieten sind im August gestiegen

    Mieten sind im August gestiegen

    Im August sind die Angebotsmieten in der Schweiz um 0,26 Prozent gestiegen. Die steigende Tendenz bestätige sich insbesondere auch in der Jahresbetrachtung mit einem Plus von 0,88 Prozent. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Mietpreisindexes von homegate.ch und Zürcher Kantonalbank (ZKB). Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise anhand der aktuellen Marktangebote.

    Auffallend sei die Mietpreisentwicklung im Kanton Thurgau, heisst es in einer Medienmitteilung des Immobilienmarktplatzes homegate.ch. Dort ist der Mietzins um 0,71 Prozent und damit um fast das Dreifache des Schweizer Durchschnitts angestiegen. Auch der Kanton Wallis zeigt mit plus 0,62 Prozent einen auffällig höheren Wert. In den Kantonen Zürich, Glarus, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden sehen sich Wohnungssuchende mit um 0,50 Prozent gestiegenen Mieten konfrontiert, in Schaffhausen sind es plus 0,49 Prozent. Hingegen verzeichnet Genf mit einem Minus von 1,48 Prozent den stärksten Rückgang. Einzig in den Kantonen Basel-Stadt und Schwyz stagniert der Mietindex.

    Die Städte Genf (-2,43 Prozent) und Lugano (-1,41 Prozent) verbuchen einen hohen Rückgang. Gestiegen sind dagegen die Angebotspreise in der Stadt Zürich (+1,31 Prozent). Nur in der Stadt Basel bleibt der Mietindex unverändert.

  • Properti steht vor Finanzierungsrunde

    Properti steht vor Finanzierungsrunde

    Vor knapp einem Jahr haben Levent Künzi, vormaliger COO von Betterhomes, und sein Bruder Adrian Künzi das Unternehmen Properti gegründet. Die beiden Brüder wollen mit dem digitalen Immobilienmakler die Immobilienbranche nachhaltig verändern, erläutert Properti in einer Mitteilung. Die Zielgruppe des Jungunternehmens aus dem Wirtschaftsraum Zürich bilden private Eigentümer von Mietwohnungen. Sie machen laut Mitteilung derzeit rund die Hälfte aller Besitzer der schweizweit rund 4,5 Millionen Wohnungen aus.

    Properti arbeitet dabei nach der Devise zentral managen, dezentral vermitteln, wird in der Mitteilung weiter erläutert. „Wir fokussieren uns auf den Nischenmarkt von privaten Eigentümern und bieten einen vollumfänglichen Service rund um den Verkauf und die Vermietung von Immobilien an“, wird Levent Künzi dort zitiert. Dabei sind die Prozesse von Properti vollständig digitalisiert.

    Nach nur zehn Monaten am Markt ist Properti bereits auf 40 Mitarbeiter angewachsen. Sie betreuen aktuell „über 300 aktive Immobilien in der Deutschschweiz und konnten bis dahin schon über 230 Vermittlungen mit einem Umsatzvolumen von rund 40 Millionen tätigen – trotz Corona“, meint Levent Künzi. Die beiden Brüder wollen in Kürze eine erste Finanzierungsrunde durchführen. Als Vorbild wird in der Mitteilung McMakler genannt. Dem deutschen Unternehmen sei es gelungen, 50 Millionen Euro einzusammeln und den Unternehmenswert auf 230 Millionen Euro zu steigern.