Kategorie: immoNews

immoNews – Aktuelle Immobiliennews, Branchenmeldungen & Entwicklungen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft auf einen Blick.

  • Neue Wärmezentrale stärkt Energieversorgung in Villmergen

    Neue Wärmezentrale stärkt Energieversorgung in Villmergen

    Der AEW Wärmeverbund Villmergen liefert nach rund zweijähriger Bauzeit und 15 Millionen investierten Franken nachhaltige Wärme für lokale Unternehmen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Der Wärmeverbund, der erneuerbare Wärme aus regionalem Altholz und Holz aus Kaskadennutzung mit moderner Speicher- und Regeltechnik kombiniert, stärkt die regionale Versorgungssicherheit im Rahmen der Energiestrategie 2050, so die Mitteilung.

    Im Mittelpunkt der Wärmezentrale steht ein effizienter Altholz-Heizkessel mit einer Leistung von 2000 Kilowatt. Geplant sind ausserdem ein weiterer Altholzkessel, Wärmepumpen und ein Spitzenlastkessel, die eine Gesamtleistung von bis zu 10’000 Kilowatt erbringen werden.

    Ein moderner Wärmespeicher mit einem Volumen von 160’000 Litern sichert dabei die Betriebseffizienz, eine Photovoltaikanlage mit einer Jahresproduktion von 220 Megawattstunden (MWh) produziert nachhaltigen Strom. 145 MWh des produzierten Stroms werden für den Eigenverbrauch der Anlage genutzt. Mittels der Power-to-Heat-Technologie wandelt die Anlage überschüssigen Strom in Wärme um und passt sich so Schwankungen im Energiesystem an. Dies führe zu einer besonders effizienten Energienutzung, während man gleichzeitig die Stabilität des Stromversorgungsnetzes unterstütze, erklärt die AEW.

    Nach Endausbau liefert die Wärmezentrale jährlich bis zu 14’500 MWh Wärme und deckt den Bedarf von rund 700 Einfamilienhäusern. Dadurch spare man jährlich rund 710’000 Kubikmeter Erdgas sowie 1500 Tonnen CO2, erklärt Daniel Wernli, Leiter der Wärmeproduktion der AEW.

    Von der Planung über die Bauausführung bis zum Betrieb hat die AEW bewusst Unternehmen aus der Region beauftragt. Auch die lokale Bevölkerung wird mit einbezogen: am Frühjahr 2026 richtet die AEW einen Tag der Offenen Tür im Wärmeverbund aus und erklärt, wie aus regionalem Holz nachhaltige Wärme entsteht.

  • Startups setzen Impulse für nachhaltige Energiezukunft

    Startups setzen Impulse für nachhaltige Energiezukunft

    Der Energy Startup Day ist am 19. November im Kultur & Kongresshaus Aarau durchgeführt worden. Die Veranstaltung bot Start-ups die Gelegenheit, sich zu präsentieren und Kontakte zu knüpfen. Zudem standen mehrere Vorträge auf dem Programm. Und schliesslich sind fünf Start-ups mit Preisen ausgezeichnet worden.

    Den Jury Award und damit ein Energate PR & Event Package konnte die Borobotics AG mit Sitz im Technopark Winterthur gewinnen. Das Unternehmen arbeitet an einem neuartigen Geothermalbohrer für den Einsatz in urbanen Gebieten. Der erste von zwei Swissolar Awards ging an SmartHelio aus Prilly VD für ihre auf Künstlicher Intelligenz basierende Software für den Einsatz von Photovoltaikanlagen. Das Start-up hat dafür ein Swissolar Marketing & Event Package gewonnen. Der zweite Swissolar Award und damit ein Swissolar Event Package ging an Synergi Solutions aus Helsinki. Das finnische Start-up hat eine App zur Optimierung des Energieverbrauches entwickelt.

    Voltiris aus Epalinges VD hat den Publikumspreis und damit ein Communication Package von Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), Electrosuisse und Swisspower gewonnen. Voltiris entwickelt Module für die Agri-Photovoltaik in Gewächshäusern. Und der Investor Award ging an die SensorXSolutions, die damit den SICTIC-Preis (Swiss ICT Investor Club) gewonnen hat, der einer Einladung zu einem Investor Event entspricht. Das Jungunternehmen aus Sarnen hat intelligente Systeme für die Entdeckung von und den Umgang mit Gasen wie Methan entwickelt, um damit den Treibhauseffekt einzudämmen.

    Die Veranstaltenden konnten insgesamt rund 230 Teilnehmende begrüssen. ZHAW, Electrosuisse und Swisspower haben den Anlass durchgeführt und sind dabei von zahlreichen Partnern unterstützt worden.

  • Ausbau der Wachstumsmärkte durch regionale Produktion

    Ausbau der Wachstumsmärkte durch regionale Produktion

    Sika hat die Absicht, in Nahen Osten weiter zu wachsen. Vor diesem Hintergrund hat das Unternehmen der Spezialitätenchemie für die Baubranche und die Industrie die saudi-arabische Firma Gulf Seal übernommen. Sie fertigt in der Hauptstadt Riad Bitumen-Abdichtungsmembrane. Dieses Angebot ergänze die in der Region bereits verfügbaren Abdichtungstechnologien von Sika optimal, heisst es in einer Mitteilung.

    Nach Angaben der vor 20 Jahren gegründeten saudischen Firma Gulf Seal arbeitet sie mit der „modernsten französischen Technologie“, die vom Schwesterunternehmen Axter France bezogen werde. Damit sei Gulf Seal im Nahen Osten der einzige zertifizierte Hersteller von wasserdichten Bitumen-Membranen mit europäischer CE-Zertifizierung.

    Sika verspricht sich von Gulf Seals Produktionswerk und den etablierten Exportkanälen in die Länder des Golf-Kooperationsrats (GKR) eine deutliche Stärkung der eigenen Marktposition in diesen Wachstumsmärkten. In Saudi-Arabien selbst stärke diese Übernahme Sikas Fähigkeiten, bedeutende Bauprojekte im Zusammenhang mit Saudi-Arabiens Vision 2030, der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2034 und der fortschreitenden Urbanisierung zu realisieren.

    „Die etablierte Marktposition und die lokalen Produktionskapazitäten von Gulf Seal in Kombination mit Sikas breitem Sortiment und globaler Expertise bieten spannende Chancen für weiteres Wachstum in der GKR-Region“, wird Christoph Ganz, Sikas Regional Manager EMEA, zitiert. „Wir freuen uns darauf, das Gulf-Seal-Team in der Sika-Familie willkommen zu heissen.“

  • Neubau soll veraltetes Einkaufszentrum ersetzen

    Neubau soll veraltetes Einkaufszentrum ersetzen

    Eine Machbarkeits- und Potenzialstudie hat ergeben, dass das Migros-Einkaufszentrum im Areal „Im Funken“ in Zofingen hinsichtlich Nutzung und Betrieb veraltet ist. Ein geprüfter Teilerhalt ist laut einer Mitteilung der Stadt Zofingen keine Option, so dass nun ein Ersatzneubau geplant werden soll. Dieser Neubau steht im Zentrum der Pläne für ein „durchmischtes Quartier für Einkauf, Wohnen und Arbeiten“, welches von Migros Aare, der Stadt Zofingen und dem Immobilienunternehmen Zofimmo AG geplant wird.

    Nachdem mit der Studie nun ein „erster Meilenstein“ erreicht wurde, sollen nun durch einen Studienauftrag von mehreren Teams „tragfähige und konkrete Projekte“ entwickelt werden. In einem folgenden Schritt sollen diese dann rechtlich gesichert werden, durch entsprechende kommunale Planungsinstrumente beziehungsweise einen Gestaltungsplan.

    Die Ergebnisse des Studienauftrages sollen bis Ende 2026 vorliegen, der Baustart wäre frühestens 2029 möglich. Während der möglichen Bauphase würde ein Provisorium Einkäufe auch weiterhin ermöglichen. Mit Abschluss der Arbeiten soll auf dem bisherigen Parkplatz an den Bahngleisen Wohnraum entstehen. Auch für den begrünten Arealteil gegenüber der Altstadt sind neben Gewerbe- auch Wohnflächen angedacht – der grüne Charakter soll aber erhalten bleiben.

  • Restaurierung bringt Eaumorte-Brücke zurück ins Ortsbild

    Restaurierung bringt Eaumorte-Brücke zurück ins Ortsbild

    Das Bauunternehmen MAULINI SA mit Sitz in Satigny informiert in einem LinkedIn-Beitrag über den Abschluss der Restaurierung der Eaumorte-Brücke. Die Brücke zwischen Avully und Cartigny wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut und gilt als eine der ältesten des Kantons Genf. Die Arbeiten begannen am 2. Juni 2025 und wurden Ende Oktober abgeschlossen. Die Gemeinde Avully beschreibt die Brücke vor Beginn der Restaurierung als in einem „fortgeschrittenen Zustand der Zerstörung“.

    MAULINI führte sämtliche Arbeiten aus, darunter die Instandsetzung, die Entfernung der Vegetation, den Nachbau der Steine gemäss dem Original und die Gestaltung des Zugangs zur Brücke. Laut dem Unternehmen bestanden „die Arbeiten darin, die Steine mit historischem Mörtel neu zu verfugen, einen neuen Überbau zu erstellen und eine Brüstung aus einheimischem Holz anzubringen, um der Brücke ihre ursprüngliche Stabilität und ihren Charme zurückzugeben“. Ziel der Restaurierung war es, die Brücke für Fussgänger, Velos und Pferde wieder zugänglich zu machen. MAULINI arbeitete für dieses Projekt mit dem Ingenieurbüro EDMS aus Petit-Lancy GE zusammen.

    Die 1910 gegründete MAULINI SA ist auf Hochbau und Tiefbau spezialisiert. Dazu gehören insbesondere Projekte zum Bau von Mehrfamilienhäusern, Industrie- und Verwaltungsgebäuden sowie Restaurierungsprojekte wie das des Conservatoire de Musique de Genève. Das Unternehmen ist einer der fünf Finalisten des Prix SVC Genève 2025, der am 27. November 2025 im Bâtiment des Forces Motrices in Genf verliehen wird.

  • 27 Jahre Engagement für Schlierens Transformation

    27 Jahre Engagement für Schlierens Transformation

    Seit 1998, also über 27 Jahre, prägt Albert Schweizer die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Schlieren. In dieser Zeit hat er nicht nur Unternehmen angesiedelt und Flächen organisiert, sondern auch Dialoge zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung geführt. Stets mit einer klaren Philosophie, Netzwerke und Vertrauen statt blinder Zahlenoptimierung.

    «Schlieren ist rasant gewachsen, aber kontrolliert, mit einer Standortförderung, die nicht nur auf Zahlen, sondern auf Netzwerke und Vertrauen baut», beschreibt diese Herangehensweise von Albert Schweizer  treffend. Aus einer klassischen Industriestadt wurde ein dynamischer Technologiestandort.

    Von der Industrie zur Biotechnologie
    Schweizers Fähigkeit, Chancen konsequent in Projekte umzusetzen, machte den Unterschied. Er organisierte Flächen, löste Knoten, lancierte Feste und schuf die Bedingungen für Unternehmen, um sich in Schlieren niederzulassen und zu wachsen. Besonders beeindruckend ist die Umwandlung früherer Industriebrachen zu Zentren der Biotechnologie und Medizintechnik. Ein strategischer Wandel, der Schlieren neu positionierte.

    Verdiente Pensionierung
    Im kommenden Frühling 2026 tritt Albert Schweizer seine wohlverdiente Pensionierung an. Für die Stadt Schlieren endet damit eine Ära, deren Spuren aber bleiben – in den Netzwerken, die er aufgebaut hat, in den Projekten, die er initiierte, und in der Kultur der Standortförderung, die er mitgestaltete.

    «Wir sind stolz darauf, wie sich Schlieren entwickelt hat», würdigt auch Stadtpräsident Markus Bärtschiger die Leistungen von Albert Schweizer.

    Mit der Pensionierung von Albert Schweizer geht nicht nur ein erfahrener Standortförderer, sondern auch der Architekt des modernen Schlieren. Seine Auszeichnung ist ein verdientes Finale einer einflussreichen Karriere, die zeigt, dass nachhaltige Entwicklung von Menschen kommt – von solchen, die nicht nur Wirtschaft managen, sondern Vertrauen aufbauen.

  • ImmoTable Basel – Von Superclustern, neuen Brücken und dem Weg aus der digitalen Antike

    ImmoTable Basel – Von Superclustern, neuen Brücken und dem Weg aus der digitalen Antike

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    Den Auftakt machte Christof Klöpper, CEO von Basel Area Business & Innovation. Er zeichnete das Bild einer Region, die weit mehr ist als «nur» ein Pharma-Standort. Zwar bleibt der Life Sciences Supercluster weltweit führend, doch das Innovationsökosystem hat sich diversifiziert.

    Getragen von den drei Kantonen Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Jura, fokussiert sich die Organisation auf internationale Start-ups und eine Public Private Partnership, die stark von der Industrie getrieben wird. Klöppers Botschaft war klar, die Aufgabe ist nicht nur klassische Standortpromotion, sondern das aktive Bereitstellen von Innovationsinfrastrukturen für ein Ökosystem, das stetig wächst.

    Basel-Stadt und der 500-Millionen-Hebel
    Julian Kamasa vom Amt für Wirtschaft und Arbeit unterstrich, wie der Kanton Basel-Stadt seine Position als führender Innovationsstandort, gestützt auf rund 800 Life-Sciences-Firmen und zahlreiche Start-ups, weiter ausbauen will. Im Zentrum dieser Offensive steht das neue «Basler Standortpaket», mit dem der Kanton ab 2025 eine schweizweite Pionierrolle einnimmt.

    Mit einem jährlichen Budget von 150 bis zu 500 Millionen Franken werden gezielt Investitionen gefördert. 80 Prozent der Mittel fliessen in einen Innovationsfonds, der insbesondere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten am Standort belohnt. Die restlichen 20 Prozent unterstützen gesellschaftliche und ökologische Ziele wie Elternzeit oder Klimaschutzmassnahmen.

    Die Kernbotschaft ist klar. Wer substanziell in Basel forscht, profitiert am meisten. Mit diesem finanziellen Hebel will der Kanton seine Position als führender europäischer Gesundheitsstandort festigen, gezielt Tech-Kompetenz aufbauen und die Wirtschaft in Richtung Kreislaufwirtschaft transformieren. Das grosse Potenzial der städtischen Transformationsareale spielt dabei eine Schlüsselrolle.

    Ein städtebaulicher Befreiungsschlag
    Konkret wurde es beim Referat von Marko Kern (SBB) und Marc Février (Kanton Basel-Stadt), die das Siegerprojekt für die neue Margarethenbrücke und den Perronzugang vorstellten. Ein Schlüsselprojekt für die künftige Mobilität. Angesichts massiv steigender Passagierzahlen durch den SBB-Ausbauschritt 2035 und dem Wunsch nach mehr Platz für Tram- und Veloverkehr muss die alte Brücke ersetzt werden.

    Nach einem Studienauftragsverfahren, bei dem die denkmalgeschützte Halle SNCF eine besondere Herausforderung darstellte, überzeugte das Projekt der Penzel Valier AG. Es sieht eine schlanke, erhöhte Brücke mit grüner Überdachung vor. Diese schafft mehr Raum für alle Verkehrsteilnehmer und integriert eine neue, barrierefreie Tramhaltestelle in der Brückenmitte.

    Der Nutzen des Projekts ist vielfältig. Es verbessert das Umsteigen am Bahnhof SBB, entlastet den Centralbahnplatz, optimiert die Velo- und Fusswegverbindungen zwischen Gundeldingen und der Innenstadt und schafft mit über 11’000 neuen Veloabstellplätzen und zusätzlichen Grünflächen einen klaren städtebaulichen Mehrwert. Die Kosten im niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionenbereich werden von Bund und Kanton gemeinsam getragen, wobei das Projekt als Paradebeispiel für eine gelungene Zusammenarbeit gilt.

    Raus aus der «digitalen Antike»
    Einen kritischen Spiegel hielt Isabel Gehrer (pom+) der Branche vor. Ihr Referat «Von der digitalen Antike zur Zukunftsbranche» zeigte die Diskrepanz zwischen der Schweiz als Innovationsweltmeisterin und einer Bau- und Immobilienwirtschaft, die beim digitalen Reifegrad provokant in der «digitalen Antike» verharrt.

    Während die Schweiz im Global Innovation Index 2025 erneut den ersten Platz belegt und Basel mit Roche, Novartis und Syngenta drei der Top-10-Investoren in beheimatet, investiert die Immobilienbranche deutlich weniger in Innovation als andere Sektoren. Einzig BIM hat sich wirklich durchgesetzt.

    Gehrer verwies auf Bill Gates‘ Konzept der «Green Premium». Nachhaltige Lösungen müssen so effizient werden, dass sie keinen Aufpreis mehr kosten. Als Erfolgsbeispiel nannte sie die Automobilindustrie, wo Batteriekosten seit 2010 um 80 Prozent sanken und Elektroautos massentauglich machten.

    Ihr Lösungsansatz umfasst vier Punkte. Forschungsinfrastruktur sichern durch bessere Vernetzung von Hochschulen und Wirtschaft, Forschungs- und Entwicklungsintensität erhöhen, Venture Capital für PropTechs mobilisieren und Strategic Foresight betreiben, um Transformationsareale wie Klybeckplus als Experimentierräume zu nutzen. Ihr Appell an die Branche: «Lasst es uns real machen.»

    Immobilienpreis 2026
    Zum Abschluss des ImmoTable richtete Mara Schlumpf den Blick auf das kommende Jahr. Der nächste Real Estate Award findet am 22. Oktober 2026 im Trafo Baden statt und wird rund 300 Entscheidungsträger aus der Branche zusammenbringen. Die Gala kombiniert Award-Verleihungen mit hochkarätigem Networking. Ausgezeichnet werden herausragende Projekte und Unternehmen in fünf Kategorien, wie Nachhaltigkeit, Digital, Vermarktung, Projektentwicklung & Innovation sowie die Immobilien-Persönlichkeit des Jahres. Die Zielgruppe umfasst Projektentwickler, Immobilien- und Bauunternehmen, Investoren, Politik und Medien. Für Partner bietet der Award exklusive Sichtbarkeit und Zugang zu einem erstklassigen Netzwerk.

    Der immoTable Anlass zeigte eindrücklich, dass Basel über das Kapital, die Infrastruktur und den politischen Willen zur Veränderung verfügt. Nun liegt es an der Immobilienbranche selbst, die bereitgestellten Mittel und Areale mit der nötigen Innovationsfreude zu nutzen und den Sprung aus der digitalen Antike in die Zukunft zu wagen.

  • Zwischen Stabilität, Wohnraumschutz und Wachstumsdruck

    Zwischen Stabilität, Wohnraumschutz und Wachstumsdruck

    Aktuelle Stimmung der Basler Immobilienwirtschaft
    Die Ausgangslage präsentiert sich ambivalent. Einerseits herrschen in Basel eine grosse wirtschaftliche Stabilität und eine starke realwirtschaftliche Basis, wie aktuelle Marktanalysen bestätigen. Andererseits drückt der Schuh bei der eigentlichen Produktion von Wohnraum. Im internationalen Vergleich, etwa mit Paris, San Francisco oder London, ist die Kostenbelastung für Wohnen im Verhältnis zu den Löhnen in Basel zwar noch moderat. Doch die Stimmung ist getrübt. Der Wohnungsproduktion geht es nicht gut. Das liegt weniger an fehlenden Investoren, sondern vielmehr an komplexen Planungsprozessen und hausgemachten Hürden.

    Herausforderung Wohnraumschutz
    Ein zentrales Thema der Debatte ist der Basler «Wohnraumschutz». Das Gesetz, ursprünglich gedacht, um die Sozialverträglichkeit von Sanierungen zu sichern und Mieter zu schützen, erweist sich in der Praxis als Investitionshemmnis.

    Kritisiert wird, dass der Wohnschutz zwar gut gemeint ist, aber faktisch das Angebot verknappt. Wenn Sanierungen durch überbordende Vorgaben unwirtschaftlich werden, finden sie schlicht nicht statt. Zwar wurden bereits Anpassungen an der Verordnung vorgenommen, um beispielsweise energetische Erneuerungen zu erleichtern, doch die Unsicherheit bleibt. Es kommen weniger neue Wohnungen auf den Markt, während die Zuwanderung anhält. Dies verschärft genau jene Knappheit, die man eigentlich bekämpfen wollte. Wer heute eine Wohnung sucht, sei es wegen Familiären belangen, Jobwechsel oder Zuzug, der trifft auf einen ausgetrockneten Markt und hohe Preise. Die Regulierung schützt somit den Bestand, benachteiligt aber jene, die neu in den Markt eintreten wollen.

    Learnings für andere Kantone
    Der Blick über die Kantensgrenzen zeigt, Basel dient derzeit eher als Warnung denn als Vorbild in Sachen Regulierung. Die Einführung strenger Schutzbestimmungen erinnert an Fehler der Vergangenheit (Zins- und Regulierungspolitik vor 40 Jahren). Die Lehre für andere Kantone lautet deshalb, man darf das Angebot nicht künstlich verknappen, wenn die steigt.

    Ein weiteres Phänomen ist die Umnutzung von Büroflächen. Was vor vier Jahren aufgrund der Renditeerwartungen noch kaum denkbar war, wird durch gestiegene Zinsen und veränderte Büromärkte plötzlich attraktiv. Doch diese Transformationen schaffen meist keinen günstigen Wohnraum, sondern eher hochpreisige Angebote.

    Basel in der 10-Millionen-Schweiz
    Die Schweiz wächst und Basel wächst mit. Die Stadt verfügt über enorme Potenziale durch ehemalige Industrieareale (z. B. Klybeck Plus) und Transformationsgebiete. Investoren wären bereit, diese Flächen zu entwickeln und zu verdichten. Doch die Problematik ist die Zeitdauer. Planungsprozesse, wie jene für das Klybeck-Areal, ziehen sich über 5 bis 6 Jahre hin, bevor überhaupt gebaut werden kann.

    Für eine Schweiz mit 10 Millionen Einwohnern ist die Innenverdichtung alternativlos. Dabei müssen Kompromisse gefunden werden, wie etwa bei der «Klimakardinals»-Initiative. Areale über 30’000 m² sollen dichter bebaut werden dürfen, müssen dafür aber strenge ökologische und soziale Kriterien erfüllen. Wichtig ist hier das Verständnis für die Investorenseite, insbesondere Pensionskassen. Diese verwalten Treuhandgelder für die Altersvorsorge und können Wohnraum nicht einfach quersubventionieren. Planungssicherheit ist hier die härteste Währung.

    Zukunft und Lösungsansätze
    Wie sieht die Zukunft aus? Die Branche fordert vor allem Beschleunigung und Flexibilität. Ähnlich wie in Deutschland sollten wir den Planungs-Turbo diskutieren und es bräuchte Mechanismen, um Bewilligungsverfahren drastisch zu verkürzen. Die Immobilien der Zukunft müssen flexibel sein. Was heute ein Büro ist, muss morgen eine Wohnung sein können und übermorgen vielleicht wieder ein Büro oder eine Logistikfläche. Fragmentierte Monostrukturen sind nicht mehr zeitgemäss. Die Angst vor dem Wachstum muss einer Gestaltungslust weichen. Qualität entsteht durch gute Innenverdichtung und Nutzungsmischung, nicht durch Stillstand.

    Die Mittel und das Kapital wären vorhanden, um den Basler Wohnraummangel zu lindern. Was fehlt, ist ein regulatorisches Umfeld, das Investitionen ermöglicht statt verhindert und ein Planungsprozess, der mit der Geschwindigkeit der gesellschaftlichen Veränderungen Schritt hält.

  • Generationenwechsel bei suissetec mit Dennis Reichardt

    Generationenwechsel bei suissetec mit Dennis Reichardt

    Dennis Reichardt ist seit fast zwei Jahrzehnten im Verband engagiert und bringt als Unternehmer mit 120 Mitarbeitenden in den Bereichen Heizung, Lüftung, Klima und Sanitär ausgeprägte Praxisnähe ein. Seine «idée suisse» verbindet den Anspruch, suissetec als Treiberin von Energieeffizienz und erneuerbaren Lösungen zu positionieren, mit einem klaren Bekenntnis zur Zusammenarbeit über alle Sprachregionen hinweg.

    Mit Fokus auf Qualität, Nachwuchsförderung und Zusammenhalt will Reichardt den Verband in einer Phase führen, in der Gebäudetechnik eine Schlüsselrolle für das Erreichen der Klimaziele und die Dekarbonisierung des Gebäudebestands spielt. Für die Branche bedeutet dies eine Fortsetzung des eingeschlagenen Kurses, aber mit noch stärkerem Gewicht auf Innovation, Fachkräfteentwicklung und integraler Systembetrachtung.

    Kontinuität durch Ehrenpräsidium und rollende Planung
    Mit dem Übergang von Daniel Huser ins Ehrenpräsidium bleibt suissetec eng mit einer Führungspersönlichkeit verbunden, die den Verband über elf Jahre geprägt und das gewerkeübergreifende Denken konsequent gefördert hat. Sein Führungsstil, der interdisziplinär, kooperativ und auf den Gesamtnutzen der Branche ausgerichtet ist, bildet einen Referenzrahmen für das neue Präsidium.

    Parallel sichert die schrittweise Erneuerung des Zentralvorstands die institutionelle Stabilität. Mit klar geplanten Amtsübergaben und Amtszeitbeschränkungen wird Know-how kontinuierlich weitergegeben, ohne den Erneuerungsimpuls zu bremsen. Damit positioniert sich suissetec als Verband, der langfristig denkt, personell vorausschauend plant und zugleich offen für neue Gesichter und Perspektiven bleibt.

  • Norman Gobbi setzt auf Nachhaltigkeit im Tessin

    Norman Gobbi setzt auf Nachhaltigkeit im Tessin

    Herr Gobbi, Sie sind seit kurzem für das Bauwesen im Kanton Tessin zuständig. Was sind Ihre ersten Prioritäten in diesem Bereich?
    „In meiner neuen Funktion als Leiter der Bauabteilung, die ich seit dem 1. September innehabe, besteht die Priorität darin, Kontakte mit allen wichtigen Akteuren des Tessiner Bausektors zu knüpfen, um deren Sicht auf die aktuelle Situation und die Aussichten – kurz-, mittel- und langfristig – zu verstehen.“

    Wie wollen Sie die Raumplanung im Tessin nachhaltiger gestalten, insbesondere im Hinblick auf das empfindliche Gleichgewicht zwischen Verdichtung und Landschaftsschutz?
    „Der Kanton Tessin hat eine ganz andere geografische Beschaffenheit als die Kantone des Mittellandes. Alles konzentriert sich auf die wenigen Quadratmeter der Talsohlen, die bereits im 20. Jahrhundert stark anthropisiert wurden: Das macht es sehr schwierig, alle Funktionen, die das Gebiet erfüllen muss, unter einen Hut zu bringen und gleichzeitig ein Höchstmaß an Nachhaltigkeit und Lebensqualität zu gewährleisten. Der Schlüssel liegt in einer vorausschauenden Planung und in der Geduld, die Fehler der Vergangenheit Schritt für Schritt zu korrigieren.“

    Welche Rolle spielt der Klimawandel in Ihrer Baupolitik? Gibt es konkrete Pläne für klimaresilientes Bauen im Kanton?
    „Das Tessin erstreckt sich von 200 bis über 3.000 Meter über dem Meeresspiegel und ist daher den Auswirkungen des Klimawandels besonders ausgesetzt. Der Staatsrat ist sich dessen bewusst und hat die Abschwächung dieser Phänomene in die Ziele seines langfristigen Programms aufgenommen.“

    Wie stehen Sie zur Förderung des Einsatzes von Holz und modularer Bauweise in öffentlichen Gebäuden?
    „Mehr als 50 Prozent der Fläche unseres Kantons sind von Wäldern bedeckt. Es ist daher klar, dass wir ein Interesse daran haben, die Nutzung dieser reichlich vorhandenen und hochwertigen Ressource zu fördern. Der Staat ist da und wird seinen Teil dazu beitragen: Ich erwarte auch kreative Impulse von unserer Akademie für Architektur und natürlich eine wachsende Sensibilität seitens des Privatsektors.“

    Der Wohnraum im Tessin wird immer knapper und teurer. Welche Strategien wollen Sie anwenden, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen?
    „Unsere Verfassung überträgt die Verwaltung dieser Fragen in erster Linie den Gemeinden: Ich halte dies für eine kluge Entscheidung, denn die lokalen Behörden kennen das Geschehen vor Ort sehr genau und können daher rasch auf Veränderungen im Wohnungswesen reagieren. Abgesehen davon verfolgt der Kanton das Thema sehr genau und ist bereit, auf regulatorischer Ebene zu intervenieren, wenn es angebracht ist.“

    Wie gedenkt der Kanton mit den Gemeinden zusammenzuarbeiten, um eine kohärente und einheitliche Raumplanung zu gewährleisten?
    „Das neue Bundesgesetz hat einen völligen Paradigmenwechsel bewirkt, den das Tessin in seinen Masterplan aufgenommen hat: Es ist klar, dass das Thema der Verdichtung – aus Gründen, die mit der von mir erwähnten Beschaffenheit des Gebiets zusammenhängen – für unseren Kanton besonders heikel ist. Die Umsetzung dieser Strategie wird eine breite Debatte sowohl unter den Institutionen als auch in der Gesellschaft insgesamt erfordern.“

    In der deutsch- und französischsprachigen Schweiz ist die Wirtschaftsförderung sehr aktiv. Wie viel Energie investieren der Kanton bzw. die einzelnen Wirtschaftsbezirke in die Positionierung, und was tun sie konkret?
    „Das Tessin arbeitet ständig daran, sich als dynamische Region zu positionieren, die offen für Innovationen ist. Wir sind nur knapp zwei Stunden von den wirtschaftlichen Zentren Zürich und Mailand entfernt, und wir können in Zukunft danach streben, Realitäten zu beherbergen, die mit der Dynamik dieser Metropolen verbunden bleiben wollen, ohne notwendigerweise Nachteile in Bezug auf die Lebensqualität in Kauf nehmen zu müssen.“

    Welche Lehren ziehen Sie aus Ihrer Zeit als Sicherheitsdirektor für Ihre neue Rolle in der Bauindustrie?
    „Die Aufmerksamkeit für Sicherheit ist eine ‚Denkweise‘, und sie hilft in allen Lebenssituationen – besonders in Berufen, in denen Menschen dem Risiko schwerer oder sogar tödlicher Unfälle ausgesetzt sind. Daher wird es für mich eine Priorität sein, das Bewusstsein für diese Themen zu schärfen und eine Bauindustrie anzustreben, in der Menschen arbeiten können, ohne jemals um ihre Sicherheit fürchten zu müssen.“

    Wie schaffen Sie den Übergang von einem stark auf Sicherheit ausgerichteten Bereich zu einem eher technischen?
    „Unser Milizsystem ermutigt uns, ‚aufgeklärte Amateure‘ zu sein, eine Überspezialisierung zu vermeiden und das Bewusstsein zu bewahren, dass die Arbeit des Staates nicht aus wasserdichten Abteilungen besteht, sondern aus miteinander verbundenen Organen, die in ständigem Dialog arbeiten müssen.“

    Sehen Sie Ihre neue Rolle als eine langfristige Aufgabe oder eher als eine Übergangslösung bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2027?
    „Wie ich schon oft gesagt habe, ist die Landverwaltung meine große Leidenschaft nach den Institutionen.“

  • Strom aus dem Parkett

    Strom aus dem Parkett

    Statt auf knapper werdende Eiche setzt das Projekt auf Pappelholz, das als schnell wachsender, klimatoleranter Laubbaum bisher kaum im Parkettmarkt genutzt wird. Mit «grüner Chemie» und der Einlagerung von Lignin aus der Papierindustrie wird das weiche Pappelholz verdichtet und gehärtet, sodass mechanische Eigenschaften und Oberflächenqualität mit Eichenparkett vergleichbar werden.​

    Damit geht die Entwicklung gleich zwei Herausforderungen an. Die Sicherung der Holzversorgung unter Klimawandelbedingungen und die Substitution von erdölbasierten Bodenbelägen durch biobasierte, kreislauffähige Produkte. Für Hersteller eröffnet dies zudem die Möglichkeit, regionale, bislang «zweitrangige» Holzarten in hochwertige Designböden zu überführen.​

    Parkett Sensor und Energiequelle
    Der zweite Innovationsschritt liegt in der Integration von piezoelektrischer Funktionalität. Wird das Holz beim Gehen elastisch verformt, entsteht elektrische Spannung, die im Naturzustand zu gering ist, um praktisch nutzbar zu sein. Durch das Einbetten von Rochelle-Salz, einem Nebenprodukt der Weinproduktion mit starker piezoelektrischer Wirkung, in eine speziell strukturierte Holzmatrix entsteht eine hybride Struktur, die deutlich höhere Spannungen liefert und dennoch recycelbar bleibt.​

    Diese «Salt-in-Wood»-Technologie ermöglicht Parkettlamellen, die selbst als Sensor wirken. Sie erkennen Trittfolgen, Präsenz oder Bewegungsmuster und können perspektivisch genügend Energie erzeugen, um drahtlose Sensorik oder Signale lokal zu versorgen.​

    Anwendungen von Smart Home bis Flughafen
    Kurzfristig zielen die Forschenden auf Sensoranwendungen im Smart Home, etwa zur Zutrittsüberwachung an Türen und Fenstern oder zur präsenzabhängigen Licht- und Klimasteuerung. Mittelfristig rücken hochfrequentierte Flächen wie Flughäfen, Bahnhöfe, Einkaufszentren oder auch kulturelle Orte wie das Tanzhaus Zürich in den Fokus, wo Millionen von Schritten pro Jahr ein erhebliches Energiewandlungspotenzial bieten.​

    Die grosse Herausforderung liegt nun in der Skalierung. Materialprozesse, Sensorintegration, Dauerhaftigkeit und Kosten müssen so industrialisiert werden, dass «Piezo-Parkett» vom Demonstrator zur marktreifen Produktfamilie wird. Ein Ziel, das durch Industriepartnerschaften und Auszeichnungen wie die Nominierung für den «Evergreen Prize for Innovation» Rückenwind erhält.

  • Zürich justiert Wohnbau- und Verkehrspolitik neu

    Zürich justiert Wohnbau- und Verkehrspolitik neu

    Mit rund 51 Prozent Ja-Stimmen wird der Gegenvorschlag zur Initiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» angenommen. Der Kredit für die kantonale Wohnbauförderung steigt von 180 auf 360 Millionen Franken. Genossenschaften und gemeinnützige Bauträger erhalten damit zusätzliche Mittel, um Projekte im preisgünstigen Segment zu realisieren, ohne in die Eigentumsverträge direkt einzugreifen.​

    Die eigentliche Vorkaufsinitiative fällt mit knapp 60 Prozent Nein-Stimmen deutlich durch, obwohl die Wohnungsnot breit anerkannt ist. Das Stimmvolk akzeptiert damit die Diagnose eines angespannten Markts, lehnt aber das Instrument eines systematischen Vorkaufsrechts der Gemeinden als zu starken Eingriff in Eigentums- und Vertragsfreiheit ab.​

    Kanton übernimmt das Tempo-Zepter
    Die Mobilitätsinitiative wird mit knapp 57 Prozent Ja angenommen und verankert Tempo 50 als Regelfall auf Hauptverkehrsachsen, Tempo 30 bleibt auf kurzen Abschnitten und in begründeten Ausnahmefällen möglich. Künftig entscheidet nicht mehr Zürich und Winterthur, sondern der Kanton über Temporeduktionen auf Hauptstrassen. Ein Machtwechsel, der städtischen Verkehrspolitiken enge Grenzen setzt.​

    Damit stärkt die Stimmbevölkerung die kantonale Steuerung des motorisierten Verkehrs und schwächt kommunale Versuche, mittels Tempo 30 Lärm- und Sicherheitsziele breiter umzusetzen. Für Planerinnen und Investoren bedeutet dies mehr Regulierungsklarheit auf der Netzebene, aber weniger Spielraum für quartierbezogene verkehrs- und stadtentwicklungspolitische Experimente.​

    Digitale Rechte und Prämienverbilligung scheitern
    Die Initiative «Für ein Grundrecht auf digitale Integrität» findet mit rund 25 Prozent Ja-Stimmen kaum Unterstützung. Auch der moderatere Gegenvorschlag wird mit gut 55 Prozent Nein verworfen. Weder ein explizites Recht auf ein «handyfreies Leben» noch zusätzliche verfassungsmässige Garantien gegen Überwachung und Datenanalyse überzeugen. Der Kanton erhält damit keinen verfassungsrechtlich aufgewerteten Auftrag im digitalen Raum.​

    Ebenfalls abgelehnt wird die Erhöhung der kantonalen Prämienverbilligung, obwohl bereits heute rund 1,3 Milliarden Franken in diesen Topf fliessen. Das Nein zu zusätzlichen 50 Millionen Franken pro Jahr signalisiert finanzpolitische Zurückhaltung und lässt einkommensschwache Haushalte im Spannungsfeld steigender Gesundheitskosten und stagnierender Transferleistungen zurück.​

    Signale für Wohnungsmarkt und Planung
    Für die Wohnbaupraxis im Kanton Zürich bedeutet das Paket, mehr Fördergelder, aber keine neuen planungsrechtlichen Zwangsinstrumente wie ein allgemeines Vorkaufsrecht. Gemeinden und Genossenschaften müssen ihre Strategien damit stärker auf Kooperation, Mobilisierung von Bauland und Beschleunigung von Bewilligungsverfahren ausrichten, statt auf direkte Markteingriffe.​

    In der Summe zeigt die Abstimmung eine städtisch-ländliche Spannungslinie. Die Wohnungsnot wird anerkannt, doch bevorzugt werden finanzielle Anreize und kantonale Steuerung gegenüber tiefgreifenden Eingriffen in Eigentumsrechte oder Alltagsmobilität. Für die Immobilienwirtschaft, Planung und Politik öffnet sich damit ein Feld, in dem die Umsetzung der erhöhten Wohnbauförderung zum entscheidenden Hebel wird.

  • Warum 2026 zum Bau-Streikjahr werden könnte

    Warum 2026 zum Bau-Streikjahr werden könnte

    Der Landesmantelvertrag für rund 80’000 Beschäftigte im Bauhauptgewerbe regelt Löhne, Arbeits- und Reisezeiten, Zuschläge sowie Kündigungsschutz und läuft Ende 2025 aus. Nach mehreren ergebnislosen Verhandlungsrunden warnen Unia und Syna, dass ohne Einigung ein vertragsloser Zustand entstehe und ein landesweiter Arbeitskampf wahrscheinlich werde.​

    Parallel dazu verschärfen die Protesttage, zuletzt im Tessin in mehreren Städten, den Druck auf die Arbeitgeberseite und signalisieren eine hohe Streikbereitschaft an der Basis. In einer grossen Befragung sprachen sich rund 90 Prozent von 20’000 Bauarbeitern für Streikmassnahmen aus, sollte kein tragfähiger Kompromiss zustande kommen.​

    Forderungen der Gewerkschaften
    Im Zentrum der Gewerkschaften stehen drei Themen, familienfreundlichere Arbeitszeiten, rechtssichere Reisezeiten und Sicherung der Kaufkraft. Gefordert werden unter anderem maximal acht Stunden pro Tag, bezahlte Znüni-Pause, volle Anrechnung der Reisezeit zur Baustelle, ein garantierter Teuerungsausgleich sowie reale Lohnerhöhungen nach Jahren sinkender Reallöhne.​

    Die bisherige Praxis, wonach Reisezeiten oft nur teilweise oder gar nicht bezahlt werden, wurde vom Seco als nicht konform mit zwingendem Arbeitsrecht kritisiert, was den Druck erhöht, diesen Punkt im neuen Vertrag verbindlich zu klären. Aus Sicht der Gewerkschaften ist die Verbesserung der Bedingungen zugleich Antwort auf den Fachkräftemangel, der das Bauhauptgewerbe seit Jahren beschäftigt.​

    Position der Baumeister
    Der Schweizerische Baumeisterverband verweist auf bereits europaweit hohe Mindestlöhne und bietet automatische Teuerungsanpassung auf die Mindestlöhne sowie zusätzliche Lohnerhöhungen über Zulagen in den kommenden Jahren an. Gleichzeitig pocht er auf mehr Flexibilität, Tages- und Jahresarbeitszeiten, mehr Gleitzeit, Arbeit an ausgewählten Samstagen ohne Zuschlag und Anpassungen bei Schlechtwetterregelungen.​

    Aus Sicht des Verbandes treiben die Forderungen der Gewerkschaften die Lohnkosten um 12 bis 15 Prozent nach oben und gefährden die Wettbewerbsfähigkeit der Branche, insbesondere angesichts steigender Baukosten und unsicherer Auftragslage. Beim Kündigungsschutz älterer Arbeitnehmender signalisiert der Verband gewissen Entgegenkommen, knüpft dies aber an eine Einigung beim Lohnpaket.​

    Eskalation oder Kompromiss?
    Die Gewerkschaften warnen, dass das Flexibilitätsmodell der Arbeitgeber im Ergebnis längere Präsenzzeiten bis zu 50 Stunden pro Woche, mehr Überstunden ohne Zuschlag und höhere Unsicherheit bei Auftragsflauten bringe, mit besonderen Risiken für ältere Bauarbeiter. Der Baumeisterverband kritisiert umgekehrt die Protesttage als Verstoss gegen die vertragliche Friedenspflicht und wirft den Gewerkschaften vor, mit Maximalforderungen einen zukunftsfähigen LMV zu blockieren.​

    Ob 2026 tatsächlich mit einem landesweiten Bau-Streik startet, entscheidet sich in den nächsten Wochen am Verhandlungstisch. Dort, wo aus harten Positionen ein tragfähiger Kompromiss für eine Branche werden muss, die gleichzeitig unter Kosten- und Fachkräftedruck steht.

  • Basel Area hat sich zum Life Sciences Supercluster entwickelt

    Basel Area hat sich zum Life Sciences Supercluster entwickelt

    Konkret bemüht sich Basel Area Business & Innovation einerseits darum, ausländische Firmen, die sich auf Expansionskurs befinden, in der Region Basel anzusiedeln. Anderseits unterstützt die Non-Profit-Organisation innovative Startups bei der Gründung. Bei beiden Tätigkeitsgebieten liegt der Fokus auf den in der Region führenden Industrien Life Sciences, Gesundheitstechnologie und Produktionstechnologie.  

    Als drittes Standbein betreibt Basel Area Business & Innovation den Switzerland Innovation Park Basel Area, wo auch die eigenen Accelerator-Programme BaseLaunch und DayOne beheimatet sind. Der Innovationspark bietet an seinen drei Standorten auf dem Main Campus in Allschwil, dem Novartis Campus in Basel und im Kanton Jura einer Vielzahl von Startups eine hochmoderne Infrastruktur sowie ein breites Spektrum an Dienstleistungen, damit sie sich auf Forschung und zukunftsträchtige Vorhaben konzentrieren können. 

    Die Basel Area hat sich wirtschaftlich in den vergangenen Jahrzehnten enorm entwickelt. Entscheidend war die konstante Transformation des Wirtschaftsstandorts. Aus der Seidenbandproduktion im 19. Jahrhundert entstand die Chemie- und Pharmaindustrie. Ende des 20. Jahrhunderts gingen Chemie und Pharma schliesslich getrennte Wege und die Pharmakonzerne Roche und Novartis prägten den Standort in der Folgezeit. In den vergangenen 20 Jahren bereicherten kleine, agile Biotechstartups sowie private Forschungsinstitutionen das Ökosystem. Heute gilt die Basel Area als Europas wichtigster Standort für Pharma und Biotech und als eigentlicher Life Sciences Supercluster, in dem auch die Bereiche Healthtech and Medtech stark vertreten sind. 

    Aktuell besteht das Life Sciences Ökosystem der Basel Area aus mehr als 800 Unternehmen, über 1‘000 Forschungsgruppen und rund 35‘000 Fachkräften. Europaweit einmalig ist, dass in der Region Basel die gesamte Wertschöpfungskette vertreten ist. Von der Grundlagenforschung an universitären Instituten über die Weiterentwicklung von Innovationen im Labor durch Startups oder den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der etablierten Pharmaunternehmen bis hin zur Markteinführung, Herstellung und dem Vertrieb von Arzneimitteln.  

    Zudem besteht in der Basel Area die Möglichkeit, an hiesigen Spitälern klinische Studien durchzuführen und von diversen Pharmazulieferern mit Wirkstoffen versorgt zu werden. So sind die CDMO Lonza, Bachem, Primopus, Celonic, Corden Pharma und ten23 health in der Region Basel präsent. Ebenfalls ausreichend vor Ort vorhanden sind Dienstleister, die für das Funktionieren der Life Sciences Industrie nötig sind, zum Beispiel in den Bereichen Logistik, Beratung oder ICT.  

    Die akademische Landschaft hat sich parallel zum Wachstum der Industrie entwickelt. Während die Universität Basel seit Langem einen Schwerpunkt auf Life Sciences legt, ist vor einigen Jahren das Department of Biosystems Science and Engineering der ETH Zürich dazu gekommen. Es erweitert die Forschungskapazitäten der privat finanzierten Institute wie beispielsweise dem Friedrich-Miescher-Institut, dem Institut für Humanbiologie von Roche und dem Botnar Institute of Immune Engineering. 

    Schliesslich ist auch die Infrastruktur ein As, das die Basel Area aus dem Ärmel schütteln kann. In den vergangenen Jahren sind zusätzliche Laborflächen erstellt worden, weitere werden in den kommenden Jahren folgen. Wer als Unternehmen auf Labore angewiesen ist, kann mittlerweile aus zahlreichen Anbietern auswählen wie beispielsweise Superlabs, iCITY Reinach, Tech Park Basel oder Switzerland Innovation Park Basel Area. Auch Büroflächen mit Sitzungsräumen sind leicht zu finden, sei es in einem Coworking-Bereich, in einem eigenen Office oder einem Grossraumbüro. 

    Kurzum: Die Basel Area besticht mit einer einmalig hohen Dichte an Unternehmen und Fachkräften im Bereich Life Sciences. Kein anderer Standort weltweit hat auf so wenig Raum so viel zu bieten.

    Mehr erfahren:
    www.baselarea.swiss 
    www.baselsupercluster.com

  • Basel baut Zukunft mit Verantwortung

    Basel baut Zukunft mit Verantwortung

    Herr Hess, Sie begleiten den Wirtschaftsraum Basel seit vielen Jahren in unterschiedlichen Funktionen. Welche Meilensteine oder prägenden Entwicklungen sind Ihnen in dieser Zeit besonders in Erinnerung geblieben? 
    Heute interessieren sich Politik und Verwaltung viel stärker für die Bedürfnisse der Wirtschaft als zu Beginn meiner Tätigkeit für den Kanton. Sichtbare Beispiele des gegenseitigen Vertrauens sind die Arealentwicklungen von Novartis, Roche oder Lonza und die milliardenschweren Investitionen dieser und weiterer Unternehmen am Standort. Neben der Pflege der bestehenden Unternehmen hat Basel-Stadt auch die Innovationsförderung massiv verstärkt. Knapp 68 Millionen Franken fliessen seit 2024 über acht Jahre in neun Programme in den Bereichen Life Sciences, Digitale Innovation und Nachhaltige Wirtschaft. Das jüngste Kind ist das Basler Standortpaket. Der Kanton investiert hier je nach Haushaltslage 150 bis 500 Mio. Franken pro Jahr in die Stärkung der Standortattraktivität. Die Gelder gehen fast gänzlich an baselstädtische Unternehmen. 

    Basel gilt als einer der dynamischsten Wirtschaftsstandorte der Schweiz.  
    Wie beurteilen Sie die aktuelle wirtschaftliche Lage im Kanton Basel-Stadt? 
    Dank unserer Branchenstruktur geht es Basel-Stadt wirtschaftlich gut. Auch die erratische Wirtschaftspolitik der USA hat noch kaum Spuren hinterlassen, auch wenn sie unsere Unternehmen vor Herausforderungen stellt. Die aktuelle Position des Standorts lässt sich zum Beispiel am kantonalen Wettbewerbsindikator der UBS ablesen, wo Basel-Stadt auch dieses Jahr den zweiten Platz aller Schweizer Kantone belegt. Oder am Triple A-Rating, das die Ratingagentur S&P dem Kanton erneut verliehen hat. Beides ermutigt uns, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen – als innovative und verlässliche Partnerin der Wirtschaft. 

    Was ist der aktuelle Fokus der Standortförderung bei urbanen Arealen und beim Wohnungsbau? 
    Der kantonale Richtplan sieht vor, bis 2035 eine Einwohner- und Beschäftigtenzahl von je 220’000 anzustreben. Menschen benötigen Wohnraum, aber auch Flächen zum Arbeiten und idealerweise kurze Wege zwischen Wohn- und Arbeitsort. Wir streben an, Unternehmen im Kanton Basel-Stadt genügend verfügbare Flächen in hoher Qualität als Standortvorteil bereitzustellen. Ein besonderer Fokus gilt dabei der Sicherung von Produktionsflächen und einem optimierten Flächenangebot für Scale-Ups.  

    Welche Herausforderungen ergeben sich durch knappe Flächen und eine hohe Nachfrage? Wie löst Basel-Stadt diese? 
    Eine grosse Herausforderung ist in Basel-Stadt die Flächenkonkurrenz im durch Kantons- und Landesgrenzen begrenzten verfügbaren Raum. Von Akteuren aus der Immobilienprojektentwicklung hören wir oft, dass es in Basel kein Problem sei, in die Höhe zu bauen. Wichtig ist auch, das Potenzial der Transformationsareale optimal zu nutzen, um mehr Raum für Wohn- und Arbeitsflächen zu schaffen.  

    Was sind die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Basler Standortpaket für die Arealentwicklung? 
    Das Basler Standortpaket ist für Arealentwickler und Investorinnen attraktiv, da in Basel-Stadt steuerpflichtige Unternehmen mit Ausgaben für Forschung und Entwicklung, Elternzeit sowie Klimaschutz und Energieeffizienz substanzielle Förderbeiträge erhalten können. Dies erleichtert die Ansiedlung und fördert das Wachstum von Unternehmen auf Arealen im Kanton.   

    Wie begleitet und unterstützt der Kanton Basel-Stadt die Umwandlung von Industriearealen in moderne Wohn- und Arbeitsquartiere? 
    Durch einen aktiven und systematischen Austausch mit Unternehmen und mit Grundeigentümerinnen. Im AWA wissen wir nicht nur über vertrauliche, potenzielle Entwicklungsschritte eines Unternehmens Bescheid, sondern können dem Unternehmen auch dafür benötigte Entwicklungsflächen vermitteln.  

    Welche Rolle spielen Investoren und Entwickler heute für den Standort Basel? 
    Beide spielen eine wichtige Rolle. Sie investieren in unternutzten, teilweise brach liegenden Boden, um diesen zu entwickeln und einen substanziellen Mehrwert für den Standort Basel zu generieren. Transformationsareale stehen aufgrund ihrer Grösse aber auch im Fokus der Öffentlichkeit. Dieser Verantwortung müssen alle Beteiligten Rechnung tragen. 

    Wie trägt die Förderung von Start-ups und Life Sciences zur Immobilienentwicklung bei? 
    Ein konkretes Beispiel: Der Kanton betreibt seit 14 Jahren den Tech Park Basel. Wir bieten dort kleinteilige Labor- und Büroflächen zu attraktiven Mietkonditionen an. Startups, die dem Tech Park Basel entwachsen, suchen dann grössere Flächen zu kommerziellen Konditionen. Wir produzieren also eine Pipeline von reifen, gut finanzierten Startups (meist Biotechs) zu Gunsten des privaten, nicht subventionierten Immobilienmarktes. 

    Welche Zukunftstrends sehen Sie für Basel bis 2030, vor allem hinsichtlich Digitalisierung und neuer Arbeitsformen? 
    Die Arbeitsplatzqualität ist heute viel wichtiger als früher. Die Digitalisierung könnte die Flexibilisierung der Flächenanmietung weiter vorantreiben. Unsere Erfahrung zeigt, dass einige Unternehmen Mietflächen suchen, bei denen etwa ein Meetingraum flexibel per App gebucht werden kann. Derartige Büroflächen sind, obwohl Basel ein gesundes Flächenangebot hat, bei Immobilienvermittlungen noch gar nicht so einfach zu finden.  

    Sie werden in den nächsten Jahren in den wohlverdienten Ruhestand treten.  
    Welche Fähigkeiten sind für Ihre Nachfolge besonders wichtig?
    Fähigkeiten sind wichtig. Noch wichtiger sind aber persönliche Eigenschaften. Zu diesen zählen unternehmerisches Denken, Begeisterungsfähigkeit, Lernbereitschaft, Ausdauer und Freude, gemeinsam in einem tollen Team jeden Tag den Standort weiterzuentwickeln. Mit dem Begriff «Ruhestand» habe ich ohnehin etwas Mühe. Ich liebe meine Arbeit als «öffentlicher Unternehmer» und möchte mich auch nach dem Abschied von meiner heutigen Position im Mai 2027 auf Gebieten, die mir persönlich wichtig sind, engagieren.

  • Dezentrale Abwasserlösungen gewinnen an Bedeutung

    Dezentrale Abwasserlösungen gewinnen an Bedeutung

    In der Schweiz werden wie in anderen europäischen Staaten Abwässer aus Haushalten zentral entsorgt und aufbereitet. Abwässer aus Toilette, Küche, Wasch- oder Spülmaschinen mischen sich dabei. Ein Rezyklieren wird dadurch deutlich erschwert. Um diese Erschwernis einzudämmen, arbeiten Forschende des Wasserforschungsinstituts Eawag aus Dübendorf an möglichen dezentralen Lösungen, heisst es in einer Mitteilung.

    Bei diesen Lösungen sollen die verschiedenen Abwasserströme bereits am Ort ihres Entstehens getrennt werden. Anschliessend könnten sie vor Ort oder in der Nähe aufbereitet und Ressourcen wie sauberes Wasser, Nährstoffe und Energie zurückgewonnen werden. Um Architektinnen und Architekten sowie Bauplanern die Möglichkeit zu geben, sich einen Überblick über Technologien und praktische Anwendungen zu verschaffen, hat das Wasserforschungsinstitut jetzt eine Toolbox lanciert. Unter anderem werden darin verschiedene Umsetzungsbeispiele vorgestellt. Diese reichen von Lösungen für Einzelhaushalte bis zur Abwasserbehandlung ganzer Quartiere. Die Toolbox enthält dabei drei Gruppen von Faktenblättern von der Definition der Ziele, der Auswahl der Strategie bis hin zu möglichen Anwendungstechnologien.

  • Neue Rohrbrücke stärkt regionales Fernwärmenetz

    Neue Rohrbrücke stärkt regionales Fernwärmenetz

    BRUGG Pipes aus Kleindöttingen, Teil der in Brugg ansässigen BRUGG Group AG, hat vorisolierte Fernwärmerohre für eine Querung der Autobahn A4 geliefert. Das Brückenelement zwischen Holzhäusern und Rotkreuz wurde Ende Oktober eingehoben, heisst es in einer Mitteilung. Bei der Montage sind zwei für Brückenbauwerke taugliche Rohrleitungen mit einer Länge von 48 Metern montiert worden. Sie wiegen ohne Wasser 4,9 Tonnen.

    Die Rohrbrücke verbindet bereits bestehende mit neuen Abschnitten des Wärmeverbundes Ennetsee. Dabei sollen weitere Quartiere und Gewerbestandorte in Rotkreuz ZG, Cham ZG und angrenzenden Gebieten an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Bauherrin des Projekts ist die WWZ. Für die Planung und Bauleitung der Brücke war das Unternehmen B+S AG verantwortlich, unterstützt von der Hodel SHLK AG als Rohrbauer. „Ich bin begeistert, wie die WWZ, B+S, Hodel SHLK und die weiteren Partner dieses Projekt partnerschaftlich und mit grösster Präzision umgesetzt haben. Eine solche Verlegung unserer Rohre mit einer eigenen Brücke ist definitiv nicht alltäglich. Umso mehr freut es mich, dass die Installation erfolgreich verlief und unsere vorisolierten Rohrsysteme nun den Ausbau des Wärmeverbunds Ennetsee sowie die Dekarbonisierung unterstützen“, wird Martin Rigaud, CEO von BRUGG Pipes, in der Mitteilung zitiert.

    Als Wärmequelle nutzt die WWZ die Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen LU. Bis Herbst 2026 soll auch Cham mit Fernwärme aus dem Projekt versorgt werden. Insgesamt rechnet man beim Ausbau des Verbunds mit einer Einsparung von etwa 12‘000 Tonnen Kohlendioxid jährlich.

  • Preise für Immobilien bleiben hoch

    Preise für Immobilien bleiben hoch

    Die Preise für Immobilien bleiben auch 2026 im Aufwärtstrend. Prognosen der Zürcher Kantonalbank (ZKB) gehen von einer Preissteigerung um 4,5 Prozent aus. Die Abschaffung des Eigenmietwerts habe darauf keinen Einfluss, auch die Babyboomer ändern nichts an der Situation, heisst es in einer Mitteilung zur jüngsten Studie Immobilien aktuell.

    Auf dem Wohnungsmarkt gesamt wachse infolge von Wohnungsknappheit und Zuwanderung der Druck auf Eigentümer, Mietende und Handwerker. Die Schweiz sei auf Zuwanderung angewiesen, doch verschärfe der Zuzug „die Wohnraumnachfrage in ohnehin angespannten Märkten“. Jeder vierte Zugezogene ziehe in die fünf grössten Städte – jeder zehnte nach Zürich.

    Infolge eines Nachfragestaus bei Mietwohnungen rechnen die Experten der ZKB mit einer gleichbleibend angespannten Lage. Die Wohnungsleerstände zeigten ein Rekordtief und wirkten sich besonders auf das Umzugsverhalten junger Erwachsener aus. Im Jahr 2023 seien 15 Prozent weniger Menschen im Alter zwischen 21 und 25 Jahren umgezogen als noch 2020. „Viele bleiben im Hotel Mama, weil kein passender Wohnraum verfügbar ist“, heisst es.

    Der demografische Wandel wird sich nicht preissenkend auswirken. „Babyboomer erhöhen bis 2035 das Angebot an Einfamilienhäusern voraussichtlich um rund 14%, beim Stockwerkeigentum um 10%“, heisst es. „Der demografische Wandel wird den Markt zwar verändern, aber keinen Preiseinbruch auslösen“, wird Ursina Kubli, Leiterin Immobilien Research bei der ZKB, zitiert. Die Preise von Zweitwohnungen sind 2019 und 2024 um 40 Prozent gestiegen, bleiben aber nach einem leichten Rückgang 2025 auf hohem Niveau.

    Die Prognosen der ZKB stützen sich auf Untersuchungen der Eigenmietwertsabschaffung, der Angebotsbeschränkung bei Mietwohnungen, einer möglichen Verkaufswelle durch die Babyboomer-Generation, von Markteinflüssen durch Zuwanderung und vom geänderten Ferienwohnungsmarkt.

  • Videotechnologie verbessert Arbeitssicherheit auf Baustellen

    Videotechnologie verbessert Arbeitssicherheit auf Baustellen

    Zurich North America und Zurich Resilience Solutions (ZRS), der Risikomanager des Versicherers Zurich, verlangen künftig die Nutzung von Arrowsight-Technologie bei allen von Zurich versicherten Bauabschlussprojekten in New York City. Arrowsight aus Katonah im US-Bundesstaat New York fokussiert auf videobasierte Verhaltensmodifikation und Coaching-Analysen für erhöhte Sicherheit auf Baustellen und zur Reduktion von Arbeitsfällen.

    Hintergrund der in einer Mitteilung angekündigten Zusammenarbeit ist ein dreijähriges Pilotprogramm, in dessen Rahmen Arrowsight-Videoanalysen und Coaching auf acht Grossbauprojekten sowie einem komplexen Tiefbauprojekt angewendet wurden. Verglichen mit zwölf Bauprojekten, auf denen die Sicherheitstechnologien nicht zum Einsatz kamen, verzeichneten die Arrowsight-Arbeiten 50 Prozent weniger Arbeitsunfallmeldungen.

    „Die erhöhte Sicherheit für Arbeitnehmer bei gleichzeitiger Verringerung von Risiken und möglichem Betrug durch unsere kostengünstigen Videogeräte ist ein Meilenstein für die Branche. Dass die Häufigkeit und die Kosten von Schadenfällen so stark zurückgegangen sind, ist ein direktes Ergebnis der Einhaltung von Arbeitssicherheitsvorschriften – von 70 Prozent vor der Einführung von Arrowsight auf 97 bis 100 Prozent nach Anwendung unserer Technologie“, wird Adam Aronson in der Mitteilung zitiert, Gründer und CEO von Arrowsight. „Seit 2024 spannen wir mit Zurich und Arrowsight bei einem Grossprojekt in New York City zusammen und sind sehr zufrieden damit, wie wenige Schadenfälle wir bisher verzeichnen“, heisst es von Deborah Broom, VP Risk Management bei Tutor Perini Corp., einer beteiligten Baufirma.

    Arrowsight operiert in den gesamten USA künftig als exklusiver Anbieter für kamerabasierte Baustellentechnologie für Zurich North America. Zurich Resilience Solutions wird exklusiver Risikomanagementdienstleister für Arrowsight.

  • Neue digitale Lösungen für den Immobilienmarkt

    Neue digitale Lösungen für den Immobilienmarkt

    Die SMG Real Estate, Teil der SMG Swiss Marketplace Group, vergrössert ihr Portfolio mit dem Zukauf des Schweizer Geschäfts von immoverkauf24 aus Hamburg. Die Übernahme stärkt laut einer Mitteilung besonders den Bereich der digitalen Akquise von Verkaufsobjekten. Mit diesem Schritt stärke die SMG Real Estate die Geschäftsbasis von verpartnerten Maklerinnen und Maklern und kreiere neue Möglichkeiten, Immobilien effizienter zu vermitteln.

    Die Integration des www.immoverkauf24.ch-Portals findet im Rahmen eines Asset-Geschäfts statt, Mitarbeitende werden also nicht übernommen oder integriert. Das Deutschland- und Österreich-Geschäft der Immobilienplattform wird unverändert fortgeführt. Hintergrund der Übernahme ist laut Mitteilung der umkämpfte Schweizer Wohnungsmarkt, besonders bei zu verkaufenden Eigenheimen. Mandatsakquise ist dabei für Immobilienprofis „wichtiger denn je“, ist jedoch auch mit einem steigenden Wettbewerb um Kontakte für Verkaufsinteressenten verbunden.

    „Mit immoverkauf24 ergänzen wir unser bestehendes Plattform-Portfolio um ein weiteres Puzzleteil. Die Plattform fügt sich nahtlos in unsere Strategie ein, Makler:innen über den gesamten Vermarktungsprozess hinweg – von der Akquise neuer Verkaufsmandate bis zum erfolgreichen Abschluss – die besten digitalen Werkzeuge zur Verfügung zu stellen“, wird Martin Waeber zitiert, Managing Director von SMG Real Estate

    Die SMG Real Estate betreibt bereits ImmoScout24, Homegate und Flatfox. Sie ist Teil der SMG Swiss Marketplace Group, einem Netzwerk der digitalen Marktplätze von TX Group, Ringier und Mobiliar.

  • Erneuerbares Gas stärkt lokale Versorgung

    Erneuerbares Gas stärkt lokale Versorgung

    Das Klärgas aus der Abwasserreinigungsanlage (ARA) des Abwasserverbandes Aargau und Umgebung (AVAU) in der Telli in Aarau wird seit Oktober zu einem Teil auch für die lokale Wärmeversorgung genutzt. Dabei bereitet laut einer Mitteilung die Green Power Aarau AG das Gas auf, das dann in das Erdgasnetz der Eniwa AG eingespeist wird.

    Damit wird fossiles Erdgas durch erneuerbares Gas ersetzt. Die Mengen seien derzeit noch überschaubar, heisst es in der Mitteilung. Sie sollten aber mit dem ARA-Ausbau erheblich ausgeweitet werden.

    „Wir zeigen mit diesem Projekt, wie aus dem Nebenprodukt Klärgas ein wertvoller Energieträger wird“, wird Hans-Kaspar Scherrer, CEO von Eniwa und Verwaltungsratspräsident der Green Power Aarau AG, in der Mitteilung zitiert. „Die Zusammenarbeit zwischen AVAU, Green Power Aarau und Eniwa ist ein starkes Beispiel dafür, wie Kreislaufwirtschaft in der Region konkret funktioniert.“ Die drei Unternehmen leisteten gemeinsam einen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung und zur Reduktion der CO2-Emissionen und stärkten die lokale Wertschöpfung, so Scherrer.

  • Erste alpine Solaranlage der Zentralschweiz geht ans Netz

    Erste alpine Solaranlage der Zentralschweiz geht ans Netz

    energieUri hat laut einer Mitteilung auf der Sidenplangg in der Gemeinde Spiringen die erste alpine Solaranlage der Zentralschweiz ans Netz genommen. Die Anlage auf einer Höhe von 1800 bis 2000 Metern soll im Vollausbau bei einer Gesamtleistung von 8 Megawatt pro Jahr 12,5 Gigawattstunden Strom erzeugen. Davon soll knapp die Hälfte im Winter produziert werden.

    Derzeit liefert die Anlage 13 Prozent des anvisierten Stromes. Damit qualifiziert sie sich für die Förderung im Rahmen des Solarexpresses. Die Arbeiten sollen im Frühjahr wieder aufgenommen und bis Ende 2028 abgeschlossen sein.

    An der APV Sidenplangg AG beteiligen sich der Urner Energieversorger energieUri AG als Initiantin und die aventron AG mit Sitz in Münchenstein BL.  „Solche Kraftwerksprojekte schaffen und sichern hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Region – sei es bei der Planung, Realisierung oder dem zukünftigen Betrieb sowie der Energiebewirtschaftung durch energieUri“, wird Werner Jauch. CEO von energieUri und Verwaltungsratspräsident der APV Sidenplangg AG, in der Mitteilung zitiert.

  • Auszeichnung für nachhaltigen Spitalbau

    Auszeichnung für nachhaltigen Spitalbau

    Das Kantonsspital Baden (KSB) ist auf dem World Architecture Festival in Miami im US-Bundesstaat Florida ausgezeichnet worden. Die Architektur des KSB-Neubaus erhielt in der Kategorie Health einen Siegerpreis, heisst es in einer Mitteilung. Das World Architecture Festival wurde vom 12. bis 14. November abgehalten.

    Bei der Veranstaltung im Miami Beach Convention Center stimmten 160 internationale Juroren über 460 Projekte ab. Der von Nickl & Partner Architekten Schweiz sowie weiteren Planungspartnern realisierte Spitalbau wurde für seine klare Formensprache, nachhaltige Bauweise und den konsequenten Fokus auf eine heilungsfördernde Umgebung für Patientinnen und Patienten ausgezeichnet, heisst es in der Mitteilung. „Diese Auszeichnung ist eine eindrucksvolle Bestätigung unserer Vision: ein Spital zu bauen, das medizinische Exzellenz und einen effizienten Betrieb mit modernster Architektur verbindet“, wird Pascal Cotrotzo, CEO des KSB, zitiert. „Wir sind stolz darauf, dass unser Neubau in Miami internationale Anerkennung erhält. Unser Dank gilt allen, die dieses Grossprojekt möglich gemacht haben.“

    Bereits im Juni 2025 hat das KSB in London den European Healthcare Design Award erhalten. Um den gesamten Neubau voll zu Geltung zu bringen, soll auf dem Areal des alten Spitals eine stadtverbundene Grünanlage errichtet werden. Das KSB weist auf eine Beschwerde des Aargauer Heimatschutzes gegen den Rückbau des Altbaus sowie eine Petition mit 7000 Unterschriften gegen diese Beschwerde hin.

  • Neuer Tracker macht Schweizer Power-to-X-Landschaft sichtbar

    Neuer Tracker macht Schweizer Power-to-X-Landschaft sichtbar

    Erneuerbarer Strom kann in chemischen Energieträgern wie Wasserstoff, synthetischem Kraftstoff und Methan gespeichert werden (Power-to-X). Laut einer Mitteilung des Swiss Power-to-X Collaborative Innovation Network SPIN sind bereits mehr als 50 Projekte in diesem Bereich in der Schweiz im Gang.

    SPIN lanciert deshalb gemeinsam mit der Coalition for Green Energy & Storage (CGES) gemeinsam einen Tracker, der einen Überblick über die bekannten Projekte in der Schweiz ermöglicht. Die daraus resultierende Karte macht diejenigen Projekte sichtbar, die über Laborversuche hinaus bereits Demonstrationsprojekte oder gar kommerzielle Anwendungen geworden sind. SPIN sammelt die Daten, CGES visualisiert sie.

    „Der Tracker erleichtert die Zusammenarbeit, indem er eine strukturierte Datenbank bereitstellt, die Synergien zwischen den Akteuren fördert und die Entscheidungsfindung unterstützt“, werden Christoph Sutter und Antonello Nesci, die Co-Direktoren von CGES, in der Mitteilung zitiert.

    Martin Bäumle sieht in den Power-to-X-Technologien den Schlüssel zur Defossilisierung der Wirtschaft. „Mit dem Tracker schaffen wir Transparenz, stärken die Zusammenarbeit und helfen, vielversprechende Ideen in skalierbare Lösungen umzusetzen“, so der Nationalrat (Grünliberale/ZH) und Co-Präsident von SPIN. „Zuverlässige Daten können politischen Entscheidungsträgern dabei helfen, Vorschriften anzupassen, und Investoren dabei unterstützen, neue Möglichkeiten zu erkennen.“

    Die Karte wird an der CGES-Jahresveranstaltung vorgestellt, die am 21. November bei Swissgrid in Aarau stattfindet. CGES ist eine Koalition von Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichem Sektor für grüne Energien, die vom ETH-Bereich gegründet worden ist.

  • Moderner Logistikbau setzt auf Effizienz und Nachhaltigkeit

    Moderner Logistikbau setzt auf Effizienz und Nachhaltigkeit

    Die zu Pestalozzi gehörende Transstahl AG soll künftig die Transporte von Lang- und Sperrgut noch effizienter und flexibler schweizweit durchführen können. Deshalb baut die Pestalozzi Gruppe in Pieterlen ein neues Logistikzentrum, für welches nun laut einer Mitteilung der feierliche Spatenstich gesetzt wurde. Daran haben neben Vertretern von Pestalozzi und Transstahl auch Beat Rüfli, Gemeindepräsident von Pieterlen, und Simon Enderli, Leiter Standortförderung Kanton Bern, sowie weitere Gäste teilgenommen.

    Das Logistikzentrum wird 100 Meter lang, 30 Meter breit und 12 Meter hoch sein. Eine energieeffiziente Heizung ist ebenso geplant wie eine Photovoltaikanlage sowie Ladestationen für Elektro-Last- und Personenwagen. Ein Grossteil der verbauten Materialien stammt aus dem Sortiment der auf Stahltechnik und Haustechnik spezialisierten Pestalozzi Gruppe.

    „Mit diesem Spatenstich investieren wir in die Entwicklung unserer Unternehmensgruppe und bekennen uns klar zum Werkplatz Schweiz und zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Gemeinden und Regionen“, wird Matthias Pestalozzi in der Mitteilung zitiert. Er ist Inhaber und Delegierter des Verwaltungsrates der Pestalozzi Gruppe.

  • Doppelte Flächennutzung steigert Solarstromproduktion

    Doppelte Flächennutzung steigert Solarstromproduktion

    Die ARA Thunersee hat laut einer Mitteilung das grösste bewegliche Solarfaltdach der Welt, HORIZON, eingeweiht. Realisiert wurde es vom Cleantech-Unternehmen dhp Technology aus Zizers. Mit einer installierten Leistung von 3,6 Megawatt Peak und rund 3 Gigawattstunden Strom soll die Anlage 700 Haushalte versorgen.

    Wie ARA Thunersee mitteilt, basiert die mehr als 20’000 Quadratmeter grosse Anlage auf einer Technologie der Firma dhp Technology. dhp-CEO Gian Andri Diem sieht grosses Potenzial darin, Energie auf bestehenden Flächen zu erzeugen. „So schaffen wir Fortschritt, ohne zusätzlichen Raum zu beanspruchen“, wird er zitiert.

    Um bei der Energiewende durch Photovoltaik voranzukommen, ist laut dem Projektbeschrieb von dhp eine effiziente Flächennutzung relevant. Speziell Kläranlagen, Logistikareale, Wasserwerke und Parkflächen eignen sich durch bisher ungenutzte Flächen besonders gut für die Solarstromproduktion. Nach den Worten von Ingo Schoppe, Geschäftsführer der ARA Thunersee, leiste eine „intelligente Flächennutzung“ einen aktiven Beitrag zu Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz“.

    Das Solarfaltdach überspanne mehrere Klärbecken und nutze bestehende Infrastrukturflächen doppelt – zur Abwasserreinigung am Boden und zur Solarstromerzeugung darüber. Der dort erzeugte Strom sei für die Abwasserreinigung und Nahversorgung bestimmt.

    Angelehnt an Schweizer Seilbahntechnik sei das Dach imstande, auf extreme  Wetterbedingungen zu reagieren. So falte es sich bei Sturm, Schnee oder Hagel automatisch zusammen. Damit lassen sich Betriebssicherheit und Energieproduktion erreichen, ohne dass in laufende Prozesse eingegriffen werden muss.

  • Neue Impulse für die Region Schwarzbubenland

    Neue Impulse für die Region Schwarzbubenland

    Das Forum Schwarzbubenland hat die Standortförderung für die Bezirke Dorneck und Thierstein neu besetzt. Wie die Vereinigung mitteilt, hat es den Nationalrat Christian Imark mit dem Mandat betraut. Sie wolle damit den Bedürfnissen einer dynamischen Wirtschaftslage noch besser gerecht werden.

    Der Standortförderer soll zum einen neue Unternehmen ansiedeln helfen, um die Wirtschaftsbasis zu stärken. Zum anderen soll er lokale Unternehmen bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen und beim Wachstum unterstützen. Schliesslich soll Imark die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Bildung und Politik intensivieren.

    „Christian Imark bringt als erfahrene Persönlichkeit aus Politik und Wirtschaft das ideale Rüstzeug mit, um unsere Region bekannter zu machen, erfolgreich zu positionieren und neue Impulse zu setzen“, wird Dieter Künzli, Präsident des Forums Schwarzbubenland, in der Mitteilung zitiert.

    Christian Imark (Jahrgang 1982) gehört seit 2015 für die Schweizerische Volkspartei (SVP) dem Nationalrat an. Er ist zugleich Inhaber der Airboxx GmbH, einem auf die Vermietung von Festzelten spezialisierten Unternehmen mit Sitz in Fehren SO. Das Mandat Standortförderung umfasst ein Pensum von 30 Prozent.

    Imark tritt an die Stelle von Karoline Sutter, welche die Standortförderung 2022 übernommen hat. Damals bestand das Mandat noch aus der Standortförderung des Schwarzbubenlandes und des angrenzenden Baselbieter Laufentals. Sutter hatte das Mandat zusammen mit Rita Stoffel-Meury übernommen.

  • Frauenfeld integriert Parkhaus Altstadt ins Smart Parking

    Frauenfeld integriert Parkhaus Altstadt ins Smart Parking

    Die Stadt Frauenfeld erweitert ihr Smart Parking-System um das Parkhaus Altstadt. Das hat die Stadt jetzt mitgeteilt. Dafür ist es mit Sensoren ausgestattet worden, die in der Regio Frauenfeld-App freie Parkplätze anzeigen. Das Pilotprojekt war 2023 begonnen und nach einer umfassenden Bewertung 2024 weitergeführt worden. Es umfasst mittlerweile insgesamt sechs Parkanlagen und 24 Kameras.

    Dort wird die Belegung im Zweiminutentakt erfasst und auf der App sichtbar gemacht. Damit sollen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer schneller zu einem freien Parkplatz kommen und von flüssigerem Verkehr profitieren.

    Das Parkhaus Altstadt ist als einziges davon nicht mit Kameras ausgestattet. Eigentümer ist die Wohnpark Promenade AG, verwaltet wird es von der Tobler Immobilien AG. Mit den Verantwortlichen beider Firmen wurde ein einjähriger Versuchsbetrieb vereinbart. Die Tiefgarage bietet 66 Parkplätze in zentraler Lage.

    Nach dem Umbau des Einkaufszentrums Passage wird auch dessen Parkhaus mit seinen rund 260 Parkplätzen aufgeschaltet werden. Die Baumassnahmen sollen Ende 2027 beendet sein.

    Das Smart Parking-Konzept von Frauenfeld basiert auf einem Projekt der Innovation-Sandbox für Künstliche Intelligenz im Kanton Zürich. Dabei hat die Parquery AG aus Zürich, eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), mit ihrer Bilderkennung eine effiziente Erfassung und Analyse der Parkplatzbelegung in Echtzeit ermöglicht.

  • Innovationsimpulse für die Bau- und Immobilienwirtschaft

    Innovationsimpulse für die Bau- und Immobilienwirtschaft

    Professor Adrian Wildenauer wird neuer Leiter des Center for Smart Building & Real Estate an der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ). Das Zentrum wird Bereich des ebenfalls neu geschaffenen Departements Banking & Finance, Controlling und Real Estate, heisst es in einer Mitteilung. Das Departement nimmt im Januar 2026 seine Arbeit auf und wird von Nadine Rusch-Schenker geleitet.

    Mit der Übernahme des neuen Amtes will Adrian Wildenauer die Weiterentwicklung der Bau- und Immobilienwirtschaft aktiv mitgestalten. Bislang ist er als Professor für digitales Bauen an der Berner Fachhochschule (BFH) tätig. Zuvor arbeitete er unter anderem bei der SBB AG als Leiter BIM Standardisierung & Branchenaktivitäten sowie in weiteren leitenden Funktionen im Immobiliensektor. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Building-as-a-Service und digitalem Bauen.

    „Mit Adrian Wildenauer gewinnen wir einen international vernetzten Experten, der Theorie und Praxis auf einzigartige Weise verbindet. Seine Arbeit zu Smart Building, Digital Twins und datenbasierten Services stärkt die Innovationskraft der HWZ im Bereich Real Estate Management“, wird Brian Rüeger, Rektor der HWZ, in der Mitteilung zitiert.

  • Ausbau des Unternehmensstandorts für zukünftiges Wachstum

    Ausbau des Unternehmensstandorts für zukünftiges Wachstum

    Das in der Gebäudetechnik und Energieberatung angesiedelte Unternehmen HKG aus Aarau bezieht in Baden neue Räumlichkeiten. Vom 1. März 2026 an wird es an seinem Standort in der Täfernstrasse 14a im Badener Stadtteils Dättwil tätig sein. Aktuell ist HKG noch auf der Suche nach zusätzlichen Mitarbeitenden für den neuen Standort, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Dort werden die neuen Büros als „topmoderner Arbeitsplatz mit Licht, Raum und Atmosphäre zum Wohlfühlen“ sowie als „Workplace der Zukunft“ mit Dachterrasse, Fokuszonen und moderner Infrastruktur beschrieben.

    Die 1978 gegründete Herzog Kull Group Holding operiert in verschiedenen Feldern der Elektrotechnik. Dazu gehören Elektroengineering, Gebäudeautomation, Gebäudeinformatik und Sicherheit ebenso wie Beratung, Energie, Digitalisierung und die Gesamtplanung. Während die Herzog Kull Group Holding ihren Sitz in Rotkreuz hat, sind zur Gruppe gehörende Firmen wie HKG Engineering und HKG Consulting in Aarau ansässig.