Kategorie: immoNews

immoNews – Aktuelle Immobiliennews, Branchenmeldungen & Entwicklungen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft auf einen Blick.

  • Wirtschaftsraum Basel – Facts and Figures

    Wirtschaftsraum Basel – Facts and Figures

    Wer in der Region Basel lebt und arbeitet, ist Teil einer der dynamischsten Metropolitanräume Europas. Zwischen Pharma-Campus, Architekten-Ikonen und wachsendem Start-up-Ökosystem zeigt sich die Region als kraftvoller Motor der Schweiz. Die Metropolregion Basel zählt zu den leistungsstärksten Wirtschaftsstandorten des Landes. Mit einer aussergewöhnlich hohen Exportquote und international führenden Unternehmen in den Bereichen Life Sciences, Medtech, Chemie und ICT. Über 30’000 Menschen arbeiten hier in der Forschung, Entwicklung und Produktion von Zukunftstechnologien.

    In der Region Basel entsteht mit Arealen wie dem uptownBasel oder dem Klybeckplus ein neues Zeitalter der Wertschöpfung, vernetzt, klimabewusst und international orientiert. Firmen finden kurze Wege zur Forschung, Talente finden neue berufliche Horizonte und die Standortförderungen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft, wie auch Basel Area  begleiten Unternehmen von der Idee bis zur Expansion. Ob Innovationsförderung, Fachkräfteentwicklung oder ESG-konforme Neubauprojekte, die Region investiert gezielt in nachhaltiges Wachstum.

    Wussten Sie, dass…

    • auf dem bikantonalen Dreispitz-Areal ein Stadtquartier entsteht, das Arbeiten, Wohnen und Kultur neu kombiniert?
    • das Klybeckplus-Areal nach dem SNBS-Standard entwickelt und 15’000 Menschen Raum zum Wohnen und Arbeiten bieten wird?
    • das BaseLink-Areal in Allschwil als Zentrum der biomedizinischen Forschung weltweite Beachtung findet?
    • Basel weltweit zu den Topregionen für Life Sciences zählt?
    • innovative Energielösungen aus der Region zur Dekarbonisierung der Schweiz beitragen?
    • sich Start-ups aus der ganzen Welt hier wegen der Nähe zu Spitzenforschung und Kapital ansiedeln?

    Wo Wirtschaft und Lebensqualität zusammenspielen
    Basel ist stark durch grenzüberschreitendes Denken. Die trinationale Zusammenarbeit mit dem Elsass und Südbaden schafft einen grenzüberschreitenden Wirtschaftsraum mit hoher Innovationskraft. Die Region profitiert von internationaler Anbindung über den EuroAirport, leistungsfähiger Bahnlogistik und und der Anbindung an die Weltmeere über die Schweizerischen Rheinhäfen. Hinter den Kulissen wirken engagierte Standortförderungen, die Unternehmen bei der Ansiedlung, Flächensuche, Bewilligungen und Vernetzung begleiten. Vom Start-up bis zum Industriekonzern – Basel bietet alles aus einer Hand. Basel ist kein Entweder-oder. Basel ist das Ganze. Hier entsteht heute Zukunft.

    Wirtschaftsraum Basel in Zahlen

    Basel-Stadt

    WIRTSCHAFT – KENNZAHLEN
    Unternehmen16’000
    Führende SektorenChemie/Pharma, Life Sciences,  Finanzdienstleistungen, Handel, Logistik, Gesundheitswesen
    Arbeitsplätze / Beschäftigte200’000
    Beschäftigte 1. Sektor (Landwirtschaft)100
    Beschäftigte 2. Sektor (Industrie/Bau)34’000
    Beschäftigte 3. Sektor (Dienstleistungen)166’000
    BIP/ Kopf in CHF (2022)209’782
    Arbeitslosenquote (2024)3,7%
    Start-up-Gründungen1’304 (2024)

    IMMOBILIEN – KENNZAHLEN
    Leerstandsquote Wohnungen0,9%
    Leerstandsquote Büro/Gewerbeimmobilien1%
    Wohneinheiten in Planung/Bau11’000
    Büro- und Gewerbeimmobilien in Planung/Baujährlich 10-15 Projekte
    Neubauprojekte40-50
    Durchschnittliche Baukosten für Gewerbe in CHF3’000 – 4’800/m²

    STANDORT  – KENNZAHLEN
    Fläche in km²37
    Bevölkerungsanzahl (2024)207’515
    Bevölkerungswachstum zum Vorjahr0,58%
    Bezirke Anzahl3
    Gemeinden Anzahl3
    Wohnungseinheiten138’000
    Hochschulen4
    Haltestellen Öffentlicher Regional- und Fernverkehrüber 100

    Basel-Land

    WIRTSCHAFT – KENNZAHLEN
    Unternehmen21’700
    Führende SektorenMaschinenbau, Chemie/Pharma, Nahrungsmittelindustrie, Handel, Gesundheitswesen
    Arbeitsplätze / Beschäftigte142’000
    Beschäftigte 1. Sektor (Landwirtschaft)1’000
    Beschäftigte 2. Sektor (Industrie/Bau)28’400
    Beschäftigte 3. Sektor (Dienstleistungen)112’100
    BIP/ Kopf in CHF (2022)77’693
    Arbeitslosenquote (2024)2,3%
    Start-up-Gründungen1’000 -1’200
    IMMOBILIEN – KENNZAHLEN
    Leerstandsquote Wohnungen1,2%
    Leerstandsquote Büro/Gewerbeimmobilien1%
    Wohneinheiten in Planung/Baujährlich ca. 2.000
    Büro- und Gewerbeimmobilien in Planung/Baujährlich 12-18 Projekte
    Neubauprojekte30-45
    Durchschnittliche Baukosten für Gewerbe in CHF2’200 – 3’800/m²
    STANDORT  – KENNZAHLEN
    Fläche in km²518
    Bevölkerungsanzahl (2024)303’285
    Bevölkerungswachstum zum Vorjahr0,70%
    Bezirke Anzahl5
    Gemeinden Anzahl86
    Wohnungseinheiten140’000
    Hochschulen1
    Haltestellen Öffentlicher Regional- und Fernverkehrca. 215
  • La Rasude Lausanne

    La Rasude Lausanne

    La Rasude gehört zu den sechs städtischen Transformationspolen Lausannes und liegt direkt am Bahnhof sowie an einem der wichtigsten ÖV-Knoten der Romandie. Aus Sicht der Stadt ist dies der ideale Ort für eine Verdichtung, die kurze Wege, hohe Nutzungsdichte und bessere Lebensqualität verbindet. Der Plan d’affectation definiert hierfür die zulässigen Nutzungen, Gebäudevolumen und Anforderungen an Umwelt, Mobilität und Denkmalschutz.​

    Weiterbauen im Bestand statt Tabula rasa
    Rund 70 Prozent der bestehenden Bauten werden erhalten, darunter das markante, von Alphonse Laverrière entworfene Gebäude an der Avenue de la Gare, dessen Schutz nach Kritik von Bund und Fachleuten in einem überarbeiteten Projekt ausdrücklich gesichert wurde. Einzelne Gebäude wie «Gare 45» und «Horizon» dürfen um zwei Geschosse erhöht werden, dazu kommen zwei neue Baukörper. Einer entlang der Gleise, einer im Quartierzentrum, deren Höhen so definiert sind, dass die bestehende Skyline und Sichtbezüge respektiert bleiben und der Edipresse-Turm nicht überragt wird.​

    Wohnen, Arbeiten und soziale Mischung
    Etwa 30 Prozent der Geschossflächen sind für Wohnen vorgesehen, mindestens 20 Prozent davon als logements d’utilité publique, also gemeinnützige Wohnungen. Insgesamt sollen so knapp 500 Personen in einem heute nicht bewohnten Quartier leben können. Parallel entsteht ein vielfältiger Nutzungsmix mit Büros, einem Hotel, Läden, frühkindlicher Betreuung, Kultur- und Freizeiträumen sowie quartiernahen Dienstleistungen. Rund 500 Quadratmeter werden zu kontrollierten, günstigen Mieten für Kulturschaffende und öffentliche Nutzungen reserviert.​

    Öffentlicher Raum, Begrünung und Mobilität
    Der heute geschlossene, stark versiegelte Komplex wird in ein offenes, fussgängerorientiertes Quartier überführt. Etwa die Hälfte des Areals soll künftig als öffentlicher Raum zur Verfügung stehen, ein grosser Teil davon mit Bäumen und Grünflächen, ergänzt durch begrünte Dächer, Photovoltaikanlagen und den Anschluss an erneuerbare Wärmequellen, um die CO₂-Bilanz deutlich zu verbessern. Die Erschliessung an der Oberfläche erfolgt primär zu Fuss und mit dem Velo, während eine Tiefgarage mit rund 275 Autoparkplätzen und rund 1200 Velostellplätzen die notwendigen Mobilitätsangebote unterirdisch bündelt.​

    Politischer Prozess und Ausblick
    Der Plan liegt bis zum 18. Dezember zur öffentlichen Einsicht auf. Einwendungen und Einsprachen fliessen in die weitere Überarbeitung ein, bevor der Beschlussweg über den Gemeinderat zum Kanton führt. Parallel sind Wettbewerbe für Architektur und öffentliche Räume mit partizipativen Formaten vorgesehen, um die Qualität der Umsetzung zu sichern. Der Baubeginn wird derzeit ab etwa 2029 anvisiert, mit einer gestaffelten Inbetriebnahme des neuen Quartiers zwischen 2031 und 2033. Vorausgesetzt, allfällige politische Referenden ändern den Zeitplan nicht.

  • Vom Werkhof zum klimaresilienten Stadtquartier

    Vom Werkhof zum klimaresilienten Stadtquartier

    Ausgangspunkt der Entwicklung ist der Rückzug des CKW-Werkhofs im Kontext der grossräumigen Transformation rund um den Seetalplatz. Auf Basis eines zweistufigen Studienauftrags der CKW und der Stadt Luzern setzte sich 2022 das Projekt «Habitat – Quartier im Hain» durch. Entscheidend waren der sorgfältige Umgang mit Bestandesbauten. Insbesondere der Shedhalle sowie die konsequente Integration von Freiräumen und Regenwasserbewirtschaftung.

    Die Ideen des Siegerprojekts wurden anschliessend auf den gesamten Perimeter des Bebauungsplans übertragen und planungsrechtlich verankert. Damit entsteht eine koordinierte Gesamtfigur, die private Grundstücke und das ehemalige Werkhofareal zu einem städtebaulichen Ganzen verbindet.

    Städtebau, Nutzungsmischung und Schwammstadt
    Der nordöstliche Teil des Gebiets wird aus lärm- und stadträumlichen Gründen von grösseren, gemischt genutzten Baukörpern in geschlossener Bauweise geprägt. Hier bündeln sich Wohnen, Arbeiten, Dienstleistungen und Erdgeschossnutzungen entlang von Strassen und Plätzen. Der westliche Teil setzt auf offene Wohnbauten, zusammenhängende Grünräume und Wege, welche die angrenzenden Quartiere anbinden.

    Zentrales Element ist eine topographische Mulde im Westen, eine frühere Aue. Sie dient als Retentionsraum für Regenwasser und bildet die Grundlage des «Stadthains», der mit Baumbestand, Versickerungsflächen und kühlendem Mikroklima das Quartier prägt. Regenwassermanagement, klimaangepasste Freiraumgestaltung und das Schwammstadt-Prinzip werden so zu tragenden Bausteinen der Quartiersidentität.

    Soziale Durchmischung und Vielfalt
    Im Endausbau sind in Reussbühl West rund 700 bis 800 zusätzliche Wohnungen vorgesehen, mindestens 20 Prozent davon gemeinnützig. Ergänzt werden sie durch Mehrzweckräume und rund 15’000 bis 18’000 Quadratmeter Arbeitsflächen für Gewerbe und Dienstleistungen. Kurzzeitvermietungen bleiben auf die bereits heute vorhandenen Flächen beschränkt und sind nur im Baufeld C9 zugelassen. Ein bewusstes Signal zugunsten langfristiger Wohn- und Quartiersstrukturen.

    Die Bestandes-Shedhalle wird für publikumsorientierte Nutzungen geöffnet und fungiert als Adresse für Kultur, Freizeit oder kleinteiliges Gewerbe. Zusammen mit den Erdgeschossnutzungen der Neubauten entsteht ein nutzungsgemischtes, ganztägig belebtes Umfeld, das Wohnen, Arbeiten und öffentliche Angebote eng verzahnt.

    Planungsrechtliche Grundlage und zeitliche Perspektive
    Der Bebauungsplan «Reussbühl West» legt die wesentlichen Hauptelemente der städtebaulichen Figur und der Nutzungsverteilung grundeigentümerverbindlich fest und ermöglicht eine etappierte Umsetzung. Vom 24. November bis 23. Dezember 2025 liegt er öffentlich auf. Einsprachen und Verhandlungen fliessen in die weitere Bearbeitung ein, bevor der Plan dem Grossen Stadtrat vorgelegt wird.

    Gemeinsam mit dem bereits rechtskräftigen Bebauungsplan «Reussbühl Ost» entsteht damit ein planungsrechtlicher Rahmen für ein aufgewertetes, gemischt genutztes Quartier mit insgesamt rund 1’000 zusätzlichen Wohnungen und 15 bis 20 Prozent Gewerbeflächen. Die Verdichtung erfolgt schrittweise. Bereits heute sind in Reussbühl Ost erste gemeinnützige Wohnungen und neue Gewerbeflächen im Bau und markieren den Übergang vom industriell geprägten Areal zum urbanen Stadtbaustein der nächsten Generation.

  • Erdarchitektur als Vorbild für das Bauen von morgen

    Erdarchitektur als Vorbild für das Bauen von morgen

    Die Gruben- und Höhlenwohnungen im chinesischen Löss-Plateau gehen auf Siedlungsformen der Jungsteinzeit zurück und gelten als lebendes Fossil der Wohnbaugeschichte. Trotz begrenzter Lebensdauer einzelner Bauten bleibt das Prinzip des eingegrabenen Hofhauses über Jahrtausende erhalten und prägte das Leben von Millionen Menschen.

    Historisch dienten die unterirdischen Hofanlagen vor allem der Landbevölkerung, später wohnten auch politische Akteure wie Mao Zedong oder Xi Jinping zeitweise in solchen Höhlenhäusern. Die Siedlungsstrukturen reichen von einzelnen Höfen bis zu nahezu unsichtbaren, zusammenhängenden Dorfnetzen im Untergrund.

    Löss als Baumaterial und Bauphysikträger
    Tragfähiger, zugleich leicht bearbeitbarer Lössboden bildet die Grundlage dieser Architektur. Wohn- und Nebenräume werden direkt in den gewachsenen Boden geschnitten, meist ohne aufwendige Stützkonstruktionen oder industriell hergestellte Baustoffe. Die Baukosten liegen deutlich unter denen konventioneller Häuser.

    Der zentrale, bis zu zehn Meter tiefe Grubenhof mit acht bis zwölf Metern Seitenlänge ist Erschliessung, Lichtquelle und Lüftungsraum zugleich. Über Rampen oder Treppen wird die Hofebene erreicht, während Sickergruben das Regenwasser aufnehmen und Überschwemmungen verhindern.

    Thermische Trägheit als Klimamaschine
    Die Stärke der Dikengyuan liegt in der konsequent genutzten thermischen Trägheit der Erdmasse. Im Sommer hält die Erdüberdeckung Hitze fern und stabilisiert die Innentemperatur bei rund 14 Grad Celsius, im Winter wirkt die gespeicherte Erdwärme als Puffer gegen tiefe Aussentemperaturen.

    So funktionieren die Häuser als weitgehend passive Klimasysteme, die ohne Heizung und Klimaanlage auskommen. Die Bauweise ist damit kein folkloristisches Relikt, sondern ein frühes, hochwirksames Modell für energieeffizientes, an das Lokalklima angepasstes Bauen.

    Impulse für energieeffiziente Architektur heute
    Für Kader und Fachleute in Planung und Immobilienwirtschaft eröffnen die Dikengyuan wichtige Denkansätze. Lokale Materialien, reduzierte Technik, robuste Bauphysik und die Integration von Gebäuden in den Boden als Klimahülle. Angesichts von Netto-null-Zielen und Ressourcenknappheit zeigen sie, wie resiliente, kostengünstige Wohnformen jenseits hochkomplexer Haustechnik aussehen können.

    Die Herausforderung besteht darin, diese Prinzipien in zeitgemässe Typologien, Normen und Bauprozesse zu übersetzen, Von teilweise eingegrabenen Gebäuden bis zu hybriden Lösungen im verdichteten urbanen Kontext. So wird aus jahrtausendealter Erdarchitektur ein Labor für zukunftsorientiertes, klimaresilientes Bauen.

  • Digitaler Zwilling macht Unsichtbares sichtbar

    Digitaler Zwilling macht Unsichtbares sichtbar

    Im Herzen des Projekts steht ein digitaler Co-Pilot, der als intelligenter Assistent agiert und restauratorische Entscheidungen unterstützt. Mittels Laserscans und photogrammetrischer Aufnahmen entsteht ein präziser 3D-Zwilling der Kathedrale, ergänzt um detaillierte Daten zu jedem Stein. Alter, Materialzusammensetzung und Zustand werden wissenschaftlich dokumentiert.​

    Gleichzeitig werden die mechanischen Lasten im Bauwerk mit Methoden wie Thrust Network Analysis simuliert. Schäden werden nicht nur sichtbar, sondern im Raum verortet und in ihrer Entwicklung nachvollziehbar. Die XR-Technologien zeigen Restauratoren, Ingenieuren und Architekten interaktive Hologramme direkt am Originalbauwerk.​

    Klima als Herausforderung
    Das Team der ETH Zürich korreliert lokale Wetterextreme wie windgetriebenen Regen mit den realen Schadensbildern an den Sandsteinen. Sensoren messen Feuchtigkeit und Mikroklima; die daraus gewonnenen Daten fliessen in Modelle, die künftige Entwicklungen bei zunehmender Klimaänderung prognostizieren. So entstehen Strategien für den langfristigen Erhalt der Bausubstanz, angepasst an die individuellen klimatischen Belastungen am Standort.​

    Neue Standards für Bauwerke weltweit
    Das Projekt «Heritage++» ist ein Vorbild für die Digitalisierung im Denkmalschutz. Die Kombination aus digitalem Zwilling, XR und KI ist übertragbar auf Brücken, Schlösser und weitere historische Bauten. Die öffentliche App zum Jubiläum der Kathedrale vermittelt Restaurierung transparent und partizipativ an die Besucher. Der Denkmalschutz wird nicht nur effizienter, sondern für alle erlebbar.

  • Neues Stadtquartier am Bahnhof Winterthur

    Neues Stadtquartier am Bahnhof Winterthur

    Direkt beim Bahnhof entsteht auf einem nur 2’000 Quadratmeter grossen Areal das Projekt Stellwerk 2. Es kombiniert Wohnen, Arbeiten und Mobilität auf engem Raum. Der Neubau umfasst 66 Stadtwohnungen und rund 2’000 Quadratmeter Flächen für Büro, Bildung und Gesundheit. Im Erdgeschoss wird eine grosszügige Verkaufszone von 700 Quadratmetern für publikumsorientierte Nutzungen sorgen. Ziel ist die optimale Nutzung bestehender Bahngrundstücke, ohne zusätzliche Versiegelung.

    In den oberen Geschossen entstehen kompakte Einheiten mit ein bis dreieinhalb Zimmern. Gästezimmer und Gemeinschaftsräume fördern flexible Wohnformen und soziale Interaktion. Ein Ansatz, der auf veränderte urbane Lebensstile reagiert. Entwickelt wurde das Projekt vom Zürcher Büro Esch Sintzel Architekten, das 2021 den Wettbewerb der SBB in enger Kooperation mit der Stadt gewann.

    Drehkreuz für Zweirad und Alltag
    Das Stellwerk 2 wird nicht nur gebaut, um zu wohnen und zu arbeiten, sondern um Bewegung zu ermöglichen. Im Untergeschoss entstehen 360 neue Veloabstellplätze mit Lademöglichkeiten für E‑Bikes, Lastenvelo-Zonen und Schliessfächern. Zusammen mit 150 kürzlich geschaffenen Plätzen im Bestand erweitert sich die Kapazität der benachbarten Velostation auf rund 510 Einheiten. Über einen neuen Durchgang wird der Neubau mit der bestehenden Anlage unter Stellwerk 1 verbunden.

    Für Stadträtin Christa Meier steht das Projekt sinnbildlich für den Wandel zur Mobilitätsstadt: Das Stellwerk werde zum eigentlichen Velohub Winterthurs und stärke die Rolle des Bahnhofs als multimodales Zentrum.

    Realisierung in Etappen
    Mit Stellwerk 2 zeigen SBB Immobilien und die Stadt Winterthur, wie städtebauliche Nachverdichtung und Verkehrswende ineinandergreifen können. Ein Ort, an dem Wohnen, Arbeiten und nachhaltige Mobilität zu einer neuen urbanen Einheit verschmelzen.

  • Smarte Zutrittslösungen

    Smarte Zutrittslösungen

    Salto wurde im Jahr 2000 im Baskenland mit der Vision gegründet, flexibel einsetzbare und kabellose Zutrittssysteme zu entwickeln. Schnell wuchs das Unternehmen zu einer internationalen Unternehmensgruppe mit heute über 1’850 Mitarbeitenden und mehr als 100’000 Installationen an 10 Millionen Zugangspunkten. Zum «Salto Wecosystem» gehören heute auch die Branchenführer Gantner und Vintia.​

    Wegweisende Technologien und kontinuierliche Meilensteine
    Bereits 2002 sorgte das Salto Virtual Network als virtuelles, hochsicheres Schliesssystem für eine Branchenrevolution. Die Einführung von Salto Wireless im Jahr 2008 legte die Basis für kabellose, in Echtzeit vernetzte Zutrittskontrolle. Ein Meilenstein für Grossprojekte und flexible Gebäudestrukturen. Mit JustIN Mobile brachte Salto bereits 2015 Mobile Access Lösungen auf den Markt und entwickelte das Zutrittsmanagement mit Cloud-Plattformen weiter.​

    Neue Lösungen für die Zukunft
    2025 setzt Salto mit XS4 Face auf biometrische Zutrittskontrolle via Gesichtserkennung und verbindet dies mit mobiler Nutzererfassung. Das neue ID-Managementsystem Salto IDM erweitert das Portfolio um umfassende Identitätsmanagement-Funktionen. Kontinuierliche Produktserien und funktionale Erweiterungen sorgen dafür, dass das Unternehmen am Puls der Zeit bleibt.​

    Nutzerzentriertes Design und globale Partnerschaft
    Salto bleibt Innovationstreiber, getrieben von nutzerzentriertem Design, Zuverlässigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung. Die Lösungen ermöglichen über 40 Millionen Menschen täglich einen sicheren und komfortablen Zugang, von Bildungscampus über Gesundheitswesen bis zu Grossunternehmen. Das Jubiläum unterstreicht den Anspruch, auch künftig offene, sichere und smarte Zutrittserlebnisse für die vernetzte Welt zu bieten.

  • Neuer Spatenstich in Bergdietikon

    Neuer Spatenstich in Bergdietikon

    Der Spatenstich für das Alters- und Pflegezentrum Hintermatt, die Oase, ist am 5. November erfolgt, wie die Gemeinde Bergdietikon in einer Mitteilung informiert. Mit der Fertigstellung im Sommer 2028 wird das Alterszentrum in Bergdietikon 66 Seniorenwohnungen und 44 Pflegeplätze bereitstellen können.

    Das Projekt hatte bereits 2012 seine Zustimmung von der Gemeindeversammlung erhalten, auch der Verkauf des Grundstücks war genehmigt worden. Es folgten jedoch 13 Jahre der Planung und mit rechtlichen Auseinandersetzungen. Der nun erfolgte Spatenstich sei ein „entscheidender Moment“ in der Realisierung des Projekts, das nun „nach einer langen Phase von Einsprachen und Rechtsstreitigkeiten endlich umgesetzt wird“, so die Gemeinde Bergdietikon.

    Für die Gemeinde ist das Projekt insofern besonders wichtig, dass damit nicht nur den Bedürfnissen der älteren Bevölkerung entsprochen wird. Auch die lokale Infrastruktur soll durch öffentlich zugängliche Angebote bereichert werden.

  • Neuausrichtung der Standortförderung in Schlieren

    Neuausrichtung der Standortförderung in Schlieren

    Christina Doll leitet ab 1. Dezember die Stelle der Standortförderung in der Stadt Schlieren. Die 44-Jährige übernimmt laut städtischer Mitteilung den Posten von Albert Schweizer, der nach 27 Jahren Tätigkeit bei der Stadt in Pension geht. 

    Der Stellenwechsel ist verbunden mit einer Intensivierung der Standortförderung. Christina Doll wird die Funktion in einer 80-Prozent-Stelle ausführen. Vorgänger Schweizer hatte die Position mit 30 Prozent zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Liegenschaftsleiter ausgefüllt. Die Anhebung der Arbeitszeit ist aus Sicht des Stadtrats nötig, „um den Wirtschaftsstandort Schlieren erfolgreich weiterzuentwickeln“. Unternehmen sollen künftig eine direkte Ansprechpartnerin für ihre Anliegen haben.  

    Die Wirtschaftsgeografin mit einem Abschluss an der Universität Hannover gilt aufgrund langjähriger Erfahrung in der Standortförderung als gut vernetzt. Zuletzt machte sie sich als stellvertretende Geschäftsführerin beim Aufbau der Flughafenregion Zürich als Wirtschaftsnetzwerk und Standortentwicklung verdient. Nebenberuflich habe die 44-Jährige als Gastdozentin an verschiedenen Hochschulen vermittelt, wie Organisationen durch partizipative Methoden und Nutzung kollektiver Intelligenz ihre Entwicklungspotenziale besser ausschöpfen können. Sie ist Gewinnerin des Scholarship für den EMBA Digital Leadership der Hochschule für Wirtschaft Zürich 2022. 

  • Neuer Hauptsitz stärkt Zukunft des Wasserkraftunternehmens in Kriens

    Neuer Hauptsitz stärkt Zukunft des Wasserkraftunternehmens in Kriens

    ANDRITZ Hydro zieht in einen neuen Hauptsitz um, bleibt jedoch weiterhin in Kriens ansässig. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sollen Forschung und Entwicklung, Vertrieb, Projektabwicklung und Verwaltung mit etwa 130 Mitarbeitenden in das Schappe Center nahe dem rekonstruierten Firmengelände der ehemaligen Bell Maschinenfabrik ziehen. Auf dem Areal des Vorläuferunternehmens wird ein neuer Stadtteil entstehen.

    Mit dem Umzug in das moderne Firmenzentrum will ANDRITZ Hydro seine Optionen für weiteres Wachstum sichern, heisst es in der Mitteilung. Der Umzug der Firmenleitung in das Schappe Center soll bis zum Ende 2026 abgeschlossen sein. Bereits im Frühjahr teilte das Unternehmen mit, dass der Umzug seiner Servicewerkstatt vom Zentrum in Kriens in das rund 10 Kilometer entfernte Industriegebiet von Buchrain im Norden von Luzern bis 2028 geplant ist. Das Unternehmen bietet Dienstleistungen wie elektromechanische Ausrüstungen und Serviceleistungen für Wasserkraftwerke weltweit für neue und bestehende Wasserkraftwerke, von Kleinwasserkraftwerken bis hin zu Grossanlagen.

    „Für uns ist das eine gute Lösung“, wird Standortleiter Claudio Nold zitiert. „Wir können so unter optimalen Bedingungen weiterarbeiten und wachsen.“ Auch für Logis Suisse, die Grundeigentümerin des Bell-Areals, sei die Verlegung des Hauptsitzes von ANDRITZ Hydro ein Gewinn, um das ehemalige Industrieareal zu einem neuen Stadtquartier zu entwickeln, heisst es in der Mitteilung.

  • Modernisierung der Trinkwasserversorgung im Kopfholz

    Modernisierung der Trinkwasserversorgung im Kopfholz

    Das in Schlieren ansässige Bauunternehmen STRABAG hat im Auftrag der Gemeinden Horgen, Thalwil, Rüschlikon und Kilchberg mit dem Rückbau und Neubau des Reservoirs Kopfholz begonnen. Das Modernisierungsprojekt soll laut einer Mitteilung von STRABAG die dortige Trinkwasserversorgung bis ins Jahr 2050 sichern. Um die Versorgung mit Wasser durchgängig sicherzustellen, seien für den geplanten Ersatzneubau drei Bauetappen vorgesehen. Die erste Bauetappe soll bis Februar 2026 realisiert werden, als Projektabschluss wird März 2027 angegeben.

    Die Gemeinden betreiben laut der Mitteilung seit 1905 eine gemeinsame Wasserversorgung. Die Verbindung wird mit dem Projekt fortgesetzt, das aus Sicht der Gemeinden „ein starkes Zeichen für eine nachhaltige, sichere und zukunftsorientierte Wasserversorgung“ setzt. Für Rüschlikon wird mit einem Zuwachs an Speicherkapazität von 1000 auf 1600 Kubikmeter gerechnet, in Kilchberg von 1500 auf 2800 Kubikmeter.

    Als besondere Herausforderung für die ausführenden Teams der vier Bauherrschaften wird in der Mitteilung auf das Bauen im laufenden Betrieb hingewiesen. „Das Reservoir versorgt mehr als 6000 Haushalte mit Trinkwasser, die Versorgung muss zu jeder Zeit sichergestellt sein“, wird Beat Spörndli Bauführer, Tiefbau und Strassenbau Nord-Ost, zitiert. Betont werden auch „hohe Anforderungen an Koordination und Hygiene auf der Baustelle“. Voraussetzung sei neben der Einhaltung von SIA-Normen (Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein) die Verwendung eines speziellen Trinkwasserbetons. Weil der Bau dem Lebensmittelgesetz unterliege, müsse eine keimfreie Wasserlagerung sichergestellt sein. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden ermögliche koordinierte Planung, halte Eingriffe ins Waldgebiet gering und stosse Synergien bei Ausschreibungen und Bauabläufen an.

  • Elektroinstallationen im historischen Bahnhof mit moderner Technik vereint

    Elektroinstallationen im historischen Bahnhof mit moderner Technik vereint

    Die Ernst Selmoni AG zeichnet für die gesamte Elektroanlage in der neuen Migros-Filiale im historischen Badischen Bahnhof verantwortlich. Die Räume im ehemaligen Theater der Förnbacher Compagnie im südlichen Teil des Empfangsgebäudes sind wie das ganze Gebäude denkmalgeschützt. Der Badische Bahnhof, einer von sechs Bahnhöfen in Basel und heute der zweitgrösste, wurde in seiner heutigen Form 1913 in Betrieb genommen.

    Der Auftrag umfasste die vollständige Elektroinstallation, von der Energieversorgung über moderne Beleuchtung bis hin zu den technischen Anlagen, die einen reibungslosen Betrieb ermöglichen. „Besonders spannend“, so Selmoni in einer Unternehmensmitteilung, „war die Arbeit im denkmalgeschützten Gebäude. Die historische Substanz verlangte kreative Lösungen, sorgfältige Planung und eine enge Abstimmung mit den Behörden, damit Tradition und moderne Technik im Einklang stehen“.

    Christophe Hassler, Geschäftsbereichsleiter der Selmoni Installation AG, bezeichnet dieses Projekt als „eine spannende Herausforderung: moderne Elektroinstallationen in einem denkmalgeschützten Gebäude umzusetzen, ohne dessen historische Substanz zu beeinträchtigen. Mein Team hat mit grosser Sorgfalt und innovativen Lösungen bewiesen, dass Technik und Geschichte perfekt harmonieren können.“

    Selmoni wurde 1934 gegründet. Die rund 600 Mitarbeitenden bedienen Weltkonzerne ebenso wie Privatleute. Das Unternehmen setzt auf innovative Lösungen und die Digitalisierung am Bau. Neue Technologien wie Vorfertigung, Bohrroboter, Building Information Modeling und Hololens gehören bei Selmoni bereits zum Arbeitsalltag, um Bauprojekte schneller, sicherer und nachhaltiger zu machen.

    Selmoni ist beim Prix SVC Nordschweiz einer von fünf Finalisten. Dieser Preis des KMU-Netzwerks Swiss Venture Club (SVC) wird am 13. November vor rund 1000 Gästen im Congress Center Basel verliehen.

  • Inländische Immobilien bleiben für institutionelle Anleger attraktiv

    Inländische Immobilien bleiben für institutionelle Anleger attraktiv

    Die IFZ-Studie Hypothekar und Immobilieninvestitionen 2025 der Hochschule Luzern hat laut einer Mitteilung das Anlageverhalten 228 institutioneller Schweizer Investoren untersucht, darunter Pensionskassen, Versicherungen, Anlagestiftungen und Fonds. Das Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der Hochschule Luzern befindet sich in Rotkreuz ZG. Laut der Studie bleiben besonders inländische Immobilien als Anlage attraktiv.

    Pensionskassen (PK) halten ihre durchschnittliche Immobilienquote von 24,3 Prozent hoch und wollen diese zu grossen Teilen weiter ausbauen: 47 Prozent wollen ihren Schweizer Immobilienbestand stärken, 49 Prozent diesen stabil halten und bloss 3 Prozent wollen reduzieren. Dabei ist bei allen PKs laut Studie eine „Home Bias“ zu spüren: die Schweizer Allokation des Immobilienvermögens liegt zwischen 85 Prozent (grosse PKs) und 92 Prozent (mittlere PKs).

    „Einerseits wirken die seit über 25 Jahren steigenden Preise wie eine Bestätigung der Stabilität des Marktes. Andererseits erscheinen Investitionen im Ausland aufgrund von Währungsabsicherungskosten und höherer Volatilität weniger attraktiv“, wird Co-Studienleiter John Davidson zur Präferenz für Schweizer Bestände in der Mitteilung zitiert.

    Nur 9 Prozent der befragten Investoren glauben allerdings an eine Fortführung des Aufwärtstrends. Als grösste Sorge für Anleger im Schweizer Immobilienmarkt gilt die zunehmende Regulierung. Diese führt laut 82 Prozent der institutionellen Anleger zu einem baldigen Ende des Immobilienaufschwungs. Besonders komplexe Bauvorschriften (92 Prozent), Einsprachen (90 Prozent) und ein stärkerer Mieterschutz (88 Prozent) hindern weiteres Wachstum.

    Risiken wie Einbruch des Wirtschaftswachstums (45 Prozent), höhere Zinsen über längere Zeit (37 Prozent) oder ein schwächeres Bevölkerungswachstum (35 Prozent) treten, verglichen mit politischen und regulatorischen Druck, in den Hintergrund.

    Die Studie basiert auf Umfragen bei Schweizer Immobilienfonds, Anlagestiftungen und Versicherungen sowie 135 Pensionskassen. Die befragten Pensionskassen decken mit einem Anlagevolumen von 568 Milliarden Franken rund 50 Prozent des Gesamtvermögens der Kassen ab.

  • Fortschritt bei CO2-Reduktion durch moderne Zementproduktion

    Fortschritt bei CO2-Reduktion durch moderne Zementproduktion

    Die Holcim AG mit Sitz in Zug hat im rumänischen Câmpulung eine Anlage für Kohlenstoffabscheidung bei der Zementproduktion initiiert. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, konnte sich der international tätige Baustoffhersteller für das Projekt EU-Fördermittel sichern. Die Anlage in Câmpulung ist das achte von der EU geförderte Projekt Holcims zur Kohlenstoffabscheidung.

    Die Anlage Carbon Hub CPT 01 in Rumänien ist das erste Festlandprojekt zur Kohlenstoffabscheidung- und speicherung (Carbon Capture and Storage/CCS) in Osteuropa. Vor Ort wird Kohlendioxid aus den Rauchgasen eliminiert und in komprimierter Form dauerhaft unterirdisch gespeichert. Die geografischen und geologischen Bedingungen in Câmpulung bieten dafür gute Voraussetzungen, heisst es in der Mitteilung. Bis 2032 will Holcim mit seinen Partnern, so Carmeuse aus dem belgischen Louvain-la-Neuve, jährlich etwa 2 Millionen Tonnen emissionsarmen Zement in Rumänien produzieren.

    „Das CCS-Projekt in Rumänien unterstützt damit Holcims Bestrebungen, nachhaltiges Wachstum in profitables Wachstum umzuwandeln – ein zentraler strategischer Treiber unserer NextGen Growth 2030-Strategie“, wird Simon Kronenberg, Regionalleiter Zentral- und Osteuropa bei Holcim, in der Mitteilung zitiert. „Die Förderung durch den EU-Innovationsfonds unterstreicht die Leistungsfähigkeit unserer Ingenieurteams, die Reife unserer Technologien und unsere fortschrittlichen Partnerschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“

  • Zirkuläres Bauen als neuer Standard im Kanton Zürich

    Zirkuläres Bauen als neuer Standard im Kanton Zürich

    Das Immobilienamt und Hochbauamt des Kantons Zürich integriert mithilfe des Circular Hub als Plattform für Kreislaufwirtschaft systematisch die Prinzipien des zirkulären Bauens in seine Prozesse. Diese Initiative geht auf die 2024 veröffentlichte Kreislaufwirtschaftsstrategie zurück. Laut einer Mitteilung von Circular Hub wurde zu diesem Zweck das Format der Community of Practice mit dem Titel „KreislaufLAB –Planen und Bauen für Zürichs Zukunft“ etabliert. Ziel sei, das dazu notwendige Wissen nachhaltig in den vorhandenen Rollen des kantonalen Immobilienmanagements zu verankern. Circular Hub habe in enger Zusammenarbeit mit kantonalen Verantwortlichen die Konzeption, Moderation und Wirkungsmessung des Formats übernommen, heisst es im Projektbeschrieb. Zudem werde die interne Verankerung durch eine Kommunikationsstrategie unterstützt.

    Fachwissen und Praxisbeispiele sollen es erleichtern, zirkuläres Bauen zu planen und umzusetzen. Konkret spielten Themen wie Rückbau, Materialwahl und Lebenszyklusdenken eine zentrale Rolle. „So entsteht ein lebendiges Netzwerk, in dem Wissen geteilt und in konkreten Anwendungshilfen verankert wird. So kann Wirkung sichtbar werden“, beschreibt Circular Hub die Stossrichtung.

    Konkret handele es sich um fünf interaktive Workshops, bei denen Fachinputs, Paneldiskussionen und praxisnahe Gruppenarbeiten kombiniert würden. Im Ergebnis sollen praxistaugliche Tools und Anwendungshilfen entwickelt werden. Intern werde der Prozess unter anderem durch Bulletins und eine Abschlussveranstaltung flankiert. Letztlich soll eine Wirkungsmessung Aufschluss darüber geben, wie Kompetenzen entwickelt und die Kreislauf-Prinzipien verankert wurden.

  • Neues Kompetenzzentrum stärkt Logistik und Bodenlösungen in Oberhasli

    Neues Kompetenzzentrum stärkt Logistik und Bodenlösungen in Oberhasli

    Die SHARKGROUP AG, eine Spezialistin für Bodenlösungen aus Oberhasli, bezieht gemeinsam mit der Dietiker Planzer Transport AG ihr neues Kompetenzzentrum in Oberhasli. Wie Planzer in einem LinkedIn-Beitrag berichtet, werden die beiden Unternehmen nun unter einem Dach ihre Kompetenzen bündeln. Während Planzer die Logistik der SHARKGROUP auf den 4000 Quadratmetern Lagerfläche übernimmt, kann die SHARKGROUP mit dem neuen Standort ihr Wachstum voranbringen und ihr Angebot weiter ausbauen.

    Das Kompetenzzentrum hat eine Fläche von 10‘000 Quadratmetern und besitzt eine 3000 Quadratmeter grosse Solaranlage auf ihrem Dach. Sie ermöglicht den Unternehmen zudem kurze Wege und CO2-reduzierte Transporte und ist damit ein Schritt in Richtung nachhaltiger Logistik.

    Wie die SHARKGROUP in einer Mitteilung erklärt, kann das Unternehmen mit dem neuen Standort seine Präsenz in der Region Zürich weiter stärken und eine bessere Verfügbarkeit des Sortiments ermöglichen. Zudem schaffen die erweiterten Kapazitäten und Ausstellungsflächen mehr Raum für individuelle Betreuung und Dienstleistungen. „Wir sind stolz auf das Wachstum unserer Gruppe und darauf, unseren Kunden künftig noch mehr Nähe und Service bieten zu können“, so Geschäftsführer Moritz Mühlebach, Geschäftsführer der SHARKGROUP. „Dieses Projekt ist Ausdruck unseres unternehmerischen Weitblicks und unseres Anspruchs, die Branche aktiv mitzugestalten.“

  • Transformation eines Militärflugplatzes zu zivilem Innovationsstandort

    Transformation eines Militärflugplatzes zu zivilem Innovationsstandort

    Die zivile Umnutzung des Militärflugplatzes St.Stephan im oberen Simmental kommt voran. Das  Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat laut einer Mitteilung die Umnutzung in einen zivilen Flugplatz bewilligt. Damit können nicht mehr benötigte Bauten und Anlagen zurückgebaut und die Infrastruktur für den zivilen Flugbetrieb errichtet werden. Das BAZL hat zugleich der Prospective Concepts Aeronautics AG (PCA) die unbefristete Betriebsbewilligung erteilt und das Betriebsreglement genehmigt.

    Das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung wird voraussichtlich Anfang 2026 die Überbauungsordnung für das Gelände genehmigen, welche die Gemeindeversammlung 2024 angenommen hat. Anschliessend soll armasuisse Immobilien das Areal aus dem Bundesbesitz der Einwohnergemeinde St.Stephan übertragen. PCA wird den Flugplatz im Baurecht nutzen.

    Der Flugplatz soll künftig sowohl zivil-aviatisch als auch gewerblich genutzt werden. Die Flüge dürften vor allem von Entwicklungs-, Hersteller- und Unterhaltsunternehmen ausgelöst werden.

    Auch gelegentliche Tourismus- und Geschäftsreiseflüge sind vorgesehen. Der Flugbetrieb ist im Objektblatt Sachplan Verkehr, Teil Infrastruktur (SIL) geregelt, das der Bundesrat am 30. August 2023 verabschiedet hat.

    Der Flugplatz war während des Zweiten Weltkrieges 1941 angelegt worden. Er liegt nahe der Skigebiete Gstaad-Zweisimmen-St.Stephan und Adelboden-Lenk.

  • Genfer Wohnraumpolitik unter Druck

    Genfer Wohnraumpolitik unter Druck

    Seit 1983 kontrolliert das Gesetz über den Abriss, die Umwandlung und die Renovation von Wohnhäusern in Genf den Wohnungsmarkt rigoros. Mit dem Ziel Mieter schützen, Lebensqualität sichern und Spekulation eindämmen. Die Mietpreise nach Umbauten und Renovationen werden per Dekret gedeckelt, genehmigungspflichtige Projekte sind eng reguliert.​

    Die Studie von Ters (FHNW) und Kholodilin (DIW Berlin) analysiert erstmals dynamisch, wie diese Eingriffe wirken. Das Ergebnis zeigt Wohnungsrationierung und Mietkontrollen bremsen den Neubau signifikant. Private und institutionelle Investoren verlagern Kapital vermehrt in Renovationen. Kurzfristig steigen die Ausgaben für Modernisierungen, während echte Wohnflächenzuwächse ausbleiben. Gleichzeitig nehmen Leerstände weiter ab, die Auslastung steigt, der Markt wird noch enger. Insbesondere für neue Mieter steigen die Einstiegskosten, Bestandsmieter profitieren von stabilen, oft günstigen Mieten und langen Mietdauer.​

    Neue Dynamik im Bestand
    Institutionelle Investoren sind besonders stark betroffen. Projektverzögerungen, sinkende Restwerte und komplexe Genehmigungsverfahren machen den Neubau unattraktiv. Die Studie zeigt, dass ein regulatorischer Schock das Volumen neuer Investitionen um bis zu 600 Millionen CHF reduziert. Das entspricht rund 1% des gesamten Genfer BIP. Für den städtischen Bestand bedeutet dies in erster Linie, Investitionen gehen vor allem in kurzfristige, compliance-getriebene Upgrades statt in Tiefenerneuerungen oder neue Einheiten.​

    Die Mietkontrolle wirkt primär über den Preiskanal. Sie schützt bestehende Mieter vor Erhöhungen, drückt aber die Rendite für Eigentümer und dämpft neue Projekte. Renovierungen werden attraktiver als Neubauten, was die Modernisierung fördert, aber kaum neue Wohnungen schafft.​

    Lock-in-Effekt und Chancenungleichheit
    Ein unerwarteter Nebeneffekt der Regulierung ist der sogenannte Lock-in-Effekt. Mieter bleiben aus Kostengründen deutlich länger in ihren Wohnungen, was die Mobilität einschränkt und die Fehlverteilung von Wohnraum verstärkt. Gleichzeitig verschärfen sich die Mietdifferenzen im Markt. Neuankömmlinge zahlen hohe Marktmieten, während Langzeitmieter profitieren. Qualität und Zustand der Wohnungen bleiben oft auf niedrigem Niveau, da tiefgreifende Sanierungen wirtschaftlich schwer darstellbar sind.​

    Balance zwischen Schutz und Angebot gesucht
    Die Studie zeigt, dass die Genfer Regulierungen die Mieter vor Preissprüngen schützen, belasten aber den Neubau und verschärfen so mittelfristig die Wohnungsnot. Investoren weichen auf Bestandserhalt und punktuelle Modernisierungen aus, während Wachstumsimpulse durch Neubauten ausbleiben. Für die Politik bedeutet das, eine nachhaltige Balance zwischen Schutz und Markterneuerung ist unerlässlich. Neue Verdichtungsgenehmigungen und eine differenzierte Mietregelung könnten Abhilfe schaffen.

  • Einfacher bauen?

    Einfacher bauen?

    Die Motion des Ständerats Benedikt Würth (Mitte/SG) verlangt, dass der Bund künftig nur noch für Objekte von nationaler Bedeutung zuständig ist. Während der Schutz von Ortsbildern vollständig an die Kantone übergeht. Damit entfiele das nationale Inventar der schützenswerten Ortsbilder als gemeinsame Bewertungsgrundlage. Die Folge wären unterschiedliche kantonale Regelwerke, langwierige Umstellungen und mehr Rechtsstreitigkeiten.

    Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats hält den eingeschlagenen Weg des Bundesrats für zielführender. Die am Runden Tisch ISOS vereinbarten Massnahmen stärken Effizienz und Klarheit, ohne bewährte Standards aufzugeben.

    Reform statt Bruch
    Bereits beschlossen sind konkrete Vereinfachungen. Wie eine präzisere Anwendung des ISOS auf Bundesaufgaben, klarere Ermessensspielräume für Kantone und Gemeinden sowie Erleichterungen bei Projekten mit Photovoltaik. Diese Schritte verkürzen Verfahren, ohne an Qualität zu verlieren und wird unterstützt von Kantonen, Städten und Gemeinden.

    Das zentrale Problem liegt nicht im ISOS selbst, sondern in mangelnder Koordination und zu später Interessenabwägung. Wo diese frühzeitig erfolgt, lassen sich Konflikte vermeiden und Projekte beschleunigen.

    Bewährte Beispiele aus der Praxis
    Erfolgreiche Modelle existieren bereits. In Genf reduziert die Plattform „Patrimoine–Paysage–Territoire“ durch gemeinsame Projektentwicklung die Zahl der Einsprachen deutlich. Neuenburg zeigt, wie sich Verdichtung mit ISOS vereinbaren lässt, durch klare Zoneneinteilung und qualitätsvolle Planung. Diese Ansätze stärken Transparenz, Akzeptanz und Baukultur.

    Beschleunigen mit Substanz
    Anstatt Rechtsunsicherheit zu schaffen, sollte die laufende ISOS-Weiterentwicklung konsequent umgesetzt werden. Qualität und Planungssicherheit sind der Schlüssel für schnelleres, nachhaltiges Bauen, nicht föderale Flickenteppiche. Nur wer beides verbindet, erreicht das Ziel einfach bauen, ohne unsere gewachsene Baukultur zu gefährden.

  • Power-to-X-Tracker zeigt Dynamik in der Schweiz

    Power-to-X-Tracker zeigt Dynamik in der Schweiz

    Mit dem neuen Power-to-X-Tracker legen das Swiss Power-to-X Collaborative Innovation Network (SPIN) und die Coalition for Green Energy & Storage (CGES) eine landesweite Übersicht zu Power-to-X-Aktivitäten vor. Die interaktive Plattform kartiert alle bekannten Projekte, von Pilotanlagen bis zu kommerziellen Anwendungen. Damit zeigt sich das rasante Wachstum einer Technologie, die zum Herzstück der Energiewende werden könnte.

    Das Ziel ist klar, Wissen bündeln, Synergien fördern und Investitionen erleichtern. „Der Tracker schafft eine gemeinsame Datengrundlage, die Zusammenarbeit und Entscheidungsprozesse beschleunigt“, betonen die CGES-Co-Direktoren Christoph Sutter und Antonello Nesci.

    Schlüssel zur Defossilisierung
    Power-to-X-Verfahren ermöglichen, erneuerbaren Strom in chemische Energieträger umzuwandeln. Damit wird erneuerbare Energie speicherbar und vielseitig nutzbar, etwa in der Industrie, Mobilität oder Wärmeversorgung. Für SPIN-Co-Präsident Martin Bäumle sind diese Technologien entscheidend für den Übergang zu einer klimaverträglichen Wirtschaft. „Transparente Daten und vernetzte Akteure sind die Basis, um aus Ideen skalierbare Lösungen zu machen“, erklärt Bäumle.

    Vernetzung von Forschung, Wirtschaft und Politik
    Präsentiert wird der Tracker an der CGES-Jahresveranstaltung bei Swissgrid in Aarau. Hinter der Initiative steht eine breite Allianz aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichem Sektor – getragen vom ETH-Bereich. Durch die systematische Erhebung und Visualisierung der Projekte entsteht erstmals ein Überblick über die Schweizer Power-to-X-Landschaft, der Forschung, Politik und Investoren gleichermassen Orientierung bietet.

  • Zürich führt Härtefallklausel beim Eigenmietwert wieder ein

    Zürich führt Härtefallklausel beim Eigenmietwert wieder ein

    Mit 136 zu 29 Stimmen nahm der Kantonsrat die Wiedereinführung der Härtefallregelung in zweiter Lesung an. Ziel ist es, Situationen zu verhindern, in denen Wohneigentümer aufgrund steigender Eigenmietwerte und Steuerlast ihr Haus veräussern müssten. Auslöser war ein Bundesgerichtsurteil, das die bisherige Rechtsgrundlage aufgehoben hatte.

    Finanzdirektor Ernst Stocker hatte daraufhin die alte Klausel gestrichen, beantragte aber eine neue Übergangsregelung, bis der Eigenmietwert ganz entfällt. Nach dem Volksentscheid vom September zur Abschaffung des Eigenmietwerts wird die Regelung nur noch wenige Jahre Bestand haben.

    Politische Kontroverse
    Während breite Zustimmung bestand, lehnten Grüne, AL und EVP das Modell ab. Sie bemängelten, dass Steuererleichterungen im Erbfall nicht zurückgezahlt werden müssen und sahen darin eine Ungleichbehandlung gegenüber Mieterinnen und Mietern. Der entsprechende Rückzahlungsantrag scheiterte jedoch deutlich.

    Der Regierungsrat muss noch über Stockers Übergangsregelung entscheiden. Beide Massnahmen, Härtefallklausel und Übergangsregelung, gelten nur bis zur voraussichtlichen Abschaffung des Eigenmietwerts in den Jahren 2027 oder 2028. Damit setzt Zürich ein klares Signal für sozialverträgliche Eigentumspolitik in der Übergangsphase zur Steuerreform.

  • Digitale Zwillinge formen die Industrie von morgen

    Digitale Zwillinge formen die Industrie von morgen

    Auf der NVIDIA GTC in Washington präsentierten Siemens und NVIDIA eine neuartige, KI-gestützte Systemarchitektur, die das Siemens-Xcelerator-Portfolio mit der NVIDIA-Omniverse-Plattform verknüpft. Dieser “Industrial-Tech-Stack” ermöglicht digitale Zwillinge, die Fabriken in Echtzeit visualisieren, simulieren und optimieren. Damit entsteht ein Fundament für das industrielle Metaversum. Ein vernetztes Ökosystem, das Design, Betrieb und Energieversorgung nahtlos zusammenführt.

    Die neue Lösung beschleunigt Planungs- und Engineeringprozesse dramatisch. Fabriklayouts lassen sich in wenigen Stunden anstatt in Wochen simulieren und anpassen. KI-gesteuerte Workflows treffen datenbasierte Entscheidungen und erhöhen Präzision, Effizienz und Nachhaltigkeit.

    Chip-to-Grid durchgängige industrielle Wertschöpfung
    Herzstück des Ansatzes ist die “Chip-to-Grid”-Wertschöpfungskette, die Halbleiterdesign, Fabrikbetrieb, Energieversorgung und Gebäudetechnik integriert. Sie sorgt dafür, dass Strom, Kühlung und Rechenleistung als einheitliches System funktionieren, ob bei Neubauten oder Bestandsmodernisierungen. Mithilfe KI-basierter Simulation können Betreiber Produktionsanlagen in Monaten statt Jahren optimieren.

    Dieser integrierte Ansatz korrespondiert mit dem Blueprint für “AI Factories” mit Gigawatt-Kapazität. Gemeinsam legen beide Unternehmen neue Standards für Effizienz, Skalierbarkeit und Energieintelligenz in KI-Rechenzentren und Fertigungsanlagen.

    Industrielle KI als Innovationstreiber
    Die beiden Unternehmen unterstreichen mit dieser Kooperation den globalen Umbruch in der Fertigung. Digitale Zwillinge, KI-Automatisierung und Echtzeitsimulation entwickeln sich zur Basis neuer industrieller Intelligenz.

    Indem Planung, Engineering, Energie- und Gebäudemanagement in einer Plattform verschmelzen, erhalten Unternehmen ein Werkzeug, das komplexe Prozesse entschlackt, Ressourcen schont und Innovation beschleunigt. Ein klarer Schritt in Richtung selbstoptimierender Industrieumgebungen.

  • Starke Holz-Präsenz beim ‹Swiss Arc Award› 2025

    Starke Holz-Präsenz beim ‹Swiss Arc Award› 2025

    Am 30. Oktober würdigte die Jury unter über 400 Einreichungen die besten Bauten des Jahres. Die Auszeichnung, vergeben im Trafo Baden vor über 500 Gästen aus Architektur und Bauwirtschaft, unterstreicht die gestalterische Vielfalt und technische Reife der Schweizer Planungskultur. Mit dem Lifetime Achievement Award wurden Kaschka Knapkiewicz und Axel Fickert geehrt, deren Werk die hiesige Architektur über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt hat.

    Nachhaltigkeit und Funktionalität
    Das Bürogebäude Hortus in Allschwil von Herzog & de Meuron überzeugte in der Kategorie «Arbeit, Produktion & Infrastruktur» durch konsekten Klimaschutz und Materialintelligenz. Ebenfalls von Herzog & de Meuron stammt das neue Universitäts-Kinderspital Zürich, Siegerprojekt in der Kategorie «Bildung & Gesundheit». Sein horizontaler Aufbau schafft helle, offene Wege und eine neue Typologie des Spitalbaus, die Funktionalität mit Menschlichkeit verbindet.

    Holz als gestalterisches Leitmotiv
    Im Bereich «Wohnen» gewann die Wohn- und Gewerbesiedlung Guggach in Zürich von Donet Schäfer Reimer Architekten. Mit klimaoptimiertem Beton und Holzbauelementen wird gezeigt, wie nachhaltige Baustoffe konstruktiv und ästhetisch zusammenspielen können. Den erstmals vergebenen Preis für Innenarchitektur erhielten Andreas Fuhrimann und Gabrielle Hächler für den sensiblen Umbau eines Reihenhauses in Gockhausen. Holz durchzieht dort Oberflächen, Möbel und Konstruktion, als verbindendes Element und emotionaler Träger von Raumqualität.

    Publikumspreis für Mehrzweckbau im Lavaux
    Das Mehrzweckgebäude in Forel von Samir Alaoui Architectes gewann den Publikumspreis. Durch das Stapeln von Industrie- und Wohnnutzung entsteht eine architektonische Einheit mit hoher räumlicher Intelligenz. Die Holzkonstruktion unterstreicht auch hier, dass nachhaltiges Bauen und architektonische Ausdruckskraft kein Gegensatz sind.

    Der Swiss Arc Award 2025 bestätigt, Holz ist nicht nur Baustoff, sondern Ausdruck einer neuen Verantwortungskultur im Schweizer Bauwesen.

  • Neue Serviceanlage stärkt den Bahnstandort Weinfelden

    Neue Serviceanlage stärkt den Bahnstandort Weinfelden

    Die SBB und ihre Thurgauer Tochtergesellschaft Thurbo AG mit Sitz in Kreuzlingen nehmen laut einer Mitteilung am 1. November die neue Serviceanlage in Weinfelden in Betrieb. Hier sollen die bestehende Thurbo-Flotte gewartet sowie die neue Flotte von 329 Flirt-Evo-Zügen in Betrieb genommen und gewartet werden. Die ersten neuen Züge sollen 2026 eingeführt werden und werden auch von der SBB und ihrer Tochter RegionAlps mit Sitz in Martigny VS genutzt. Die Nähe zu den Standorten Bussnang und Erlen des Bahnbauers Stadler ermöglicht eine effiziente Instandhaltung, Schulung und Einführung.

    Thurbo hat 18,4 Millionen Franken in die Anlage investiert. Sie wurde in Holzbauweise errichtet und um 30 auf 100 Meter verlängert. Sie trägt auch eine Photovoltaikanlage, deren 866 Module pro Jahr knapp 400 Megawattstunden Strom erzeugen sollen. Hier werden künftig bis zu 30 Mitarbeitende tätig sein.

    Die Anlage wird am 1. November mit einem Tag der offenen Tür eröffnet. Dabei wird auch der erste Zug der neuen Flirt-Evo-Flotte getauft.

  • Neue Anteile zur Finanzierung von Bauprojekten und Zukäufen

    Neue Anteile zur Finanzierung von Bauprojekten und Zukäufen

    Die Zurich Invest AG stockt die Mittel für den Fonds ZIF Immobilien Direkt Schweiz auf. Vom 10. bis zum 21. November sollen rund 100 Millionen Franken eingeworben werden, informiert die zur Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG gehörende Fondsleitung in einer Mitteilung. Sie will die Mittel zur Finanzierung laufender Bauprojekte und für selektive Zukäufe verwenden.

    Anteilseignende haben das Recht, für jeweils zehn bestehende Anteile einen neuen Anteil zu erwerben. Maximal sollen 960’411 neue Anteile zum Ausgabepreis von 112,16 Franken emittiert werden. Die Liberierung der neuen Anteile ist für den 28. November 2025 vorgesehen.

    Der Fonds ZIF Immobilien Direkt Schweiz umfasst aktuell 60 Liegenschaften mit einem Marktwert von insgesamt 1,5 Milliarden Franken. Wohnliegenschaften, hauptsächlich in den Regionen Zürich und Genfersee, stellen einen Anteil von 86 Prozent. Der Ende 2018 lancierte Fonds wurde 2023 an der SIX Swiss Exchange kotiert.

  • Energieversorger plant Umzug in ehemalige Bankräumlichkeiten

    Energieversorger plant Umzug in ehemalige Bankräumlichkeiten

    Die AEW wird ihren neuen Hauptsitz nicht wie bisher vorgesehen auf das Areal Obere Vorstadt verlegen. Wie der Energieversorger mitteilt, habe die im Mai 2024 gestartete Testplanung gezeigt, dass die mögliche Arealentwicklung nicht ausreichend mit den Entwicklungszielen der AEW übereinstimmt.

    Die Suche nach einem neuen Standort war nötig geworden, weil der jetzige Hauptsitz an der Industriestrasse 20 im Aeschbachquartier in Aarau die kurz- bis mittelfristigen Kapazitäts- und Flächenbedürfnisse der AEW nicht erfüllt. Aus diesem Grund wird der per Mitte 2027 auslaufende Mietvertrag nicht verlängert.

    Nun hat die AEW in der Bahnhofstrasse 49 ein passendes Quartier gefunden: die Räumlichkeiten der ehemaligen Credit Suisse. Den Angaben zufolge bieten sie den Raumbedarf, den die AEW langfristig benötigt.

    Da der Kanton Aargau aktuell „bedeutende Flächen“ im Areal Obere Vorstadt für das Obergericht und die Justizleitung anmietet, will die AEW „in einem ersten Schritt“ Verhandlungen mit dem Kanton über einen Verkauf des Gesamtareals Obere Vorstadt aufnehmen. Der Umzug an die Bahnhofstrasse ist für 2027 geplant.

  • Schweizer Solartechnologie setzt neue Standards für Aesthetik und Leistung

    Schweizer Solartechnologie setzt neue Standards für Aesthetik und Leistung

    Die Megasol Energie AG, nach Eigenangaben führender Schweizer Hersteller für Solarpaneele für Dächer und Fassaden, will mit seinem neuem Solarmodul M450 neue Massstäbe für blendreduzierte, leistungsstarke und ästhetische Solartechnologie setzen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Das 450 Watt Peak starke M450 ist das erste Solarmodul von Megasol, das mit der ZRM+ Oberflächentechnologie ausgestattet ist und dank mikrostrukturiertem Glas, spezieller Oberflächenbehandlung und matter Optik spiegelartige Reflexionen deutlich reduziert. Die niedrige Leuchtdichte des M450, die je nach Sonneneinfallswinkel zwischen 3000 bis 9000 Candela pro Quadratmeter (cd/m2 – Leuchtdichte) variiert, bleibt deutlich unter internationalen Grenzwerten von etwa 20’000 cd/m2, die in der Umgebung von Flughäfen vorgeschrieben sind.

    Ohne störende Blendung für Piloten, Autofahrer oder Anwohner eignet sich das Modul so für Einsätze in sensiblen Gebieten wie Flughäfen oder Wohnquartieren. Das Solarmodul verfügt laut Hersteller ausserdem über eine überdurchschnittliche Produkt- und Leistungsgarantie von 30 Jahren und ist mit Hagelwiderstand 5 (HW 5) zertifiziert, dem aktuell höchsten verfügbarem Branchenwert. Das M450 Modul ist ab sofort zur Lieferung erhältlich.

    Megasol ist ein Hersteller von Solarmodulen und Systemlösungen für die gebäudeintegrierte Photovoltaik. Mit eigener Produktion in der Schweiz und internationaler Präsenz entwickelt Megasol Solardach- und Fassadensysteme.

  • Swiss Logistics feiert Eröffnung von Campus Zofingen

    Swiss Logistics feiert Eröffnung von Campus Zofingen

    Die Schweizerische Vereinigung für die Berufsbildung in der Logistik gibt die feierliche Eröffnung ihres Swiss Logistics Campus in Zofingen bekannt. Das neue Ausbildungszentrum wurde am 25. Oktober mit einem Tag der offenen Tür offiziell eingeweiht. „Es war ein Tag voller spannender Erlebnisse, inspirierender Begegnungen und herzlicher Gespräche“, schreibt Swiss Logistics in einer Mitteilung zur Eröffnung.

    Die Vereinigung will ihren neuen Campus als „Ort des Lernen, der Entwicklung und der Begegnung“ verstanden wissen. Im Ausbildungszentrum werden Grund- und Weiterbildung sowie Höhere Berufsbildung unter einem Dach vereint. Bei der Vermittlung von Bildung setzt Swiss Logistics auf moderne Lernformen und flexible Räume. Das Angebot der Vereinigung ist auf die zukünftigen Anforderungen der Branche ausgerichtet.

  • Ein neues Forschungszentrum stärkt den Standort Basel.

    Ein neues Forschungszentrum stärkt den Standort Basel.

    Roche geht den Bau eines 15-stöckigen neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums am Hauptsitz in Basel an. Am 29. Oktober wurde der Grundstein für das speziell auf die frühen Phasen der Medikamentenentwicklung angelegte Zentrum gelegt, informiert der weltweit aktive Pharmakonzern in einer Mitteilung. Im rund 500 Millionen Franken teuren Bau 12 will Roche derzeit über das Areal verteilte Funktionen der Forschungs- und Entwicklungsabteilung zusammenlegen. Im vierten Quartal 2029 sollen die Arbeiten für das 72 Meter hohe Gebäude abgeschlossen sein.

    „Bau 12 ist ein wesentlicher Bestandteil unserer langfristigen Vision für den Standort Basel“, wird Jürg Erismann, Standortleiter Roche Basel/Kaiseraugst, in der Mitteilung zitiert. „Die Investition von 500 Millionen Franken ist ein klares Bekenntnis zu Basel und unterstreicht Roches langfristiges Engagement für den Forschungsstandort und für die Schweiz.” Der Mitteilung zufolge hat Roche seit 2015 rund 8 Milliarden Franken in seine Schweizer Standorte investiert. Weitere 33 Milliarden Franken sind in Forschung und Entwicklung in der Schweiz geflossen.

  • Neues Logistikzentrum sichert Arzneimittelversorgung in der Schweiz

    Neues Logistikzentrum sichert Arzneimittelversorgung in der Schweiz

    Die Spirig HealthCare AG hat in Wangen an der Aare ein neues Logistikzentrum eröffnet, informiert die auf Generika spezialisierte Arzneimittelfirma aus Egerkingen in einer Mitteilung. Hier sind auf 2600 Quadratmetern Fläche über 2000 Kommissionierplätze sowie Kühl- und Speziallager untergebracht. Über die Höhe der Investition, bei der bereits acht neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht.

    Mit dem neuen Logistikzentrum will Spirig HealthCare die eigenen Lagerkapazitäten erhöhen und den Vertrieb flexibilisieren. Über eine eigene Flotte können Medikamente im Bedarfsfall innerhalb weniger Stunden an jeden Ort in der Schweiz geliefert werden, schreibt das Unternehmen.

    „Die zuverlässige Grundversorgung mit wichtigen Arzneimitteln in der Schweiz ist unser zentraler Auftrag“, wird Hans-Peter Borger, General Manager von Spirig HealthCare, in der Mitteilung zitiert. „Mit gezielten Investitionen in eigene Lagerkapazitäten stellen wir sicher, dass wir diesem Anspruch gerecht werden können. Das neue Logistikzentrum steht für Flexibilität, Schnelligkeit und nachhaltige Distribution – und ist unser klares Bekenntnis zur Versorgungssicherheit.“