Kategorie: immoNews

immoNews – Aktuelle Immobiliennews, Branchenmeldungen & Entwicklungen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft auf einen Blick.

  • Neuer Filterbrunnen sichert Wasserversorgung in Trubschachen

    Neuer Filterbrunnen sichert Wasserversorgung in Trubschachen

    Strabag hat mit seiner Abteilung Spezialtiefbau zum Aufbau einer neuen Trinkwasserleitung in Trubschachen einen Filterbrunnen aus Edelstahl gebaut. Mit einem mehr als 60 Tonnen schweren und 21 Meter hohen Hydro-Seilbagger gruben Mitarbeitende das Bohrloch. Anschliessend wurde der Brunnen laut einer Mitteilung in eine Tiefe von 25 Metern gebracht. Die Installation stelle die Trinkwasserversorgung für die Gemeinden Trub, Trubschachen und Langnau für die nächsten 70 bis 80 Jahre sicher, schreibt das in Schlieren ansässige Bauunternehmen.

    Der neue Brunnenstandort war mit Rücksicht auf neue kantonale Gesetzesvorgaben nötig geworden. Die darin geforderten Schutzzonen insbesondere für Bereiche in Strassennähe könnten jetzt eingehalten werden. Aus technischer Sicht hätte die bestehende Trinkwasserleitung noch einige Jahre funktioniert.

    Die Kantonsstrasse Langnau-Luzern liege nur wenige Meter vom bisherigen Brunnen. «Bei einem Unfall könnte Öl ins Erdreich gelangen. Was ein No-Go in einer Grundwasserschutzzone bedeutet», heisst es.

    Die Vorbereitungen für das besondere Bauvorhaben starteten parallel zur Erneuerung der Trinkwasserleitung in Richtung Langnau, so dass sich der neue Brunnen nahtlos einfügen lasse.

  • Schweiz gehört bei Wind und Solar zu den Nachzüglern

    Schweiz gehört bei Wind und Solar zu den Nachzüglern

    Die Schweiz belegt in einer neuen Studie der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES) einen hinteren Rang bei der Stromproduktion aus Solar- und Windenergie. Ihre Produktion von Solarstrom beträgt pro Kopf 681 Kilowattstunden, von Windstrom 19 Kilowattstunden. Insgesamt kommt sie damit auf 700 Kilowattstunden pro Kopf aus Solar und Wind Im Ranking mit den EU-Mitgliedsstaaten belegt sie damit Platz 22 von 28.

    Schweden ist Spitzenreiter in der Windstromproduktion 3930 Kilowattstunden pro Kopf, gefolgt von Dänemark mit 3448 Kilowattstunden. Selbst Nachbar Österreich kommt auf 1004 Kilowattstunden. Bei der Solarproduktion pro Kopf führen die Niederlande mit 1206 Kilowattstunden pro Kopf, gefolgt von Spanien und Zypern. Doch selbst Österreich kommt auf 941 Kilowattstunden, Deutschland auf 888 Kilowattstunden.

    Die Schweiz konnte innerhalb von fünf Jahren ihre Produktion von Strom aus Wind und Solar von 7,2 Prozent auf 11 Prozent steigern. Andere Länder in Europa erreichten in der gleichen Zeit aber  erreichen allerdings oft höhere Zunahmen von bis zu 20 Prozentpunkten. Im europäischen Vergleich liegen nur noch Malta, Slowenien, Rumänien,Tschechien, Lettland und als Schlusslicht die Slowakei hinter der Schweiz bei der Produktion von Strom aus Wind und Solar pro Kopf.

    Aus der Sicht der SES muss in der Schweiz insbesondere die Windenergie ausgebaut werden, heisst es in einer Mitteilung. Insgesamt 11 Prozent des inländischen Stromverbrauchs werden durch Wind und Solar erzeugt, 7,2 Prozentpunkte mehr als noch vor fünf Jahren. Europäische Nachbarn

    Das neue Stromgesetz zeigt, dass die Schweizer Bevölkerung nachhaltige Stromproduktion zukünftig intensivieren möchte. Politische Instrumente zur Umsetzung des Gesetzes sind bereits aktiv oder werden es ab 2026 sein. Ihre Wirkung wird sich in den kommenden Jahren zeigen, heisst es von der SES.

    Zudem birgt der Stromaustausch mit Nachbarn grosses Potenzial für die Schweiz. Die Schweiz ist in das europäische Stromnetz bereits mit über 40 grenzüberschreitenden Übertragungsnetzen eingebunden. Der europäische Stromhandel sei zentral für die Schweiz, um Winterstrom aus Windenergieanlagen der europäischen Nachbarn zu beziehen, heisst es in der Mitteilung. Das geplante EU-Stromabkommen bilde die Basis für den verstärkten Stromhandel.

  • Neue Broschüren fördern Nutzung von Berner Holz

    Neue Broschüren fördern Nutzung von Berner Holz

    Die kantonale Plattform der Berner Wald- und Holzwirtschaft, Lignum Holzwirtschaft Bern, will das Bewusstsein für den Wald fördern und die Nachfrage nach einheimischem Holz fördern. Um Behörden und Verwaltungen die nachhaltige Waldnutzung zu ermöglichen, hat der der Zusammenschluss aus Berner Waldbesitzern, dem Bernischen Sägereiverband, der Holzbau Schweiz Sektion Bern und Berner Oberland, dem Schreinermeisterverband Bern und Berner Oberland und Holzenergie Kanton Bern unter dem Titel «Wald und Holz Kompass» eine Reihe von Broschüren publiziert. Die praxisnahen Unterlagen wurden mit Unterstützung der Wyss Academy for Nature erarbeitet, informiert Lignum Holzwirtschaft Bern in einer Mitteilung.

    Die Reihe «Wald und Holz Kompass» ist in eine Übersichtsbroschüre und drei themenspezifische Broschüren gegliedert. Die Übersichtsbroschüre trägt den Titel «Wald und Holz Kompass für Berner Regionen». Die drei themenspezifischen Broschüren setzen sich mit regionalem Holz in öffentliche Bauten, effizienten Strukturen der Waldwirtschaft und finanziellen Anreizen zur Sicherstellung gewisser Waldleistungen auseinander. Alle Broschüren können unter lignumbern.ch/wald-holz-kompass/ heruntergeladen werden.

    Das Mandat für Lignum Holzwirtschaft Bern wird von Volkswirtschaft Berner Oberland betreut.

  • Dietikon geht Bau des Bacherlebnispfads im Grunschen an

    Dietikon geht Bau des Bacherlebnispfads im Grunschen an

    Die Stadt Dietikon geht den Bau eines Bacherlebnispfads am Wasserlauf der Reppisch im Park Grunschen an. Am 7. Juli werden die Bauarbeiten beginnen, informiert die Stadtverwaltung in einer Mitteilung. Bereits im Spätsommer soll die natürliche Kneipp-Anlage mit einer maximalen Wassertiefe von 20 Zentimetern fertiggestellt sein.

    Die Baukosten werden in der Mitteilung auf 160’000 Franken veranschlagt. Davon werden rund 110’000 Franken vom Amt für Wasser, Energie und Luft des Kantons Zürich getragen. Für die übrigen 50’000 Franken kommt die Stadt Dietikon auf.

    Der Bacherlebnispfad wird über einen Handlauf aus Edelstahl und drei Zu- und Ausgänge für ein Begehen mit oder gegen die Strömung verfügen. An der Böschung sollen Wurzelstöcke und Findlinge Sitzgelegenheiten bilden. Auch im Wasser werden Findlinge platziert, um unterschiedliche Strömungen zu erzeugen. Ausserdem können sie Jungfischen als Unterschlupf dienen.

  • Neue Empfehlungen für besseren Schutz hochwertiger Böden

    Neue Empfehlungen für besseren Schutz hochwertiger Böden

    Durabilitas hat gemeinsam mit Partnern in einem mehrjährigen Projekt Empfehlungen zur besseren Berücksichtigung von Böden in der Raumplanung erarbeitet. Sie sind auf Agierende auf den drei Staatsebenen Bund, Kantone und Gemeinden ausgerichtet, informiert die Stiftung für nachhaltige Entwicklung in einer Mitteilung. Sie basieren auf der Anwendung des Bodenqualitätsindex (BodenQI), der in Ländern wie Deutschland, Österreich und Belgien bereits seit mehreren Jahren angewendet wird.

    Für die nun vorgestellten Empfehlungen haben Durabilitas und Partner zum einen die Anwendung des BodenQI in diesen Ländern ausgewertet. Zum anderen wurde die Anwendung des BodenQI in Schweizer Pilotprojekten analysiert. Ergänzt wurde das Projekt durch die Auswertung einer nationalen Begleitgruppe aus Fachleuten unterschiedlicher Fachrichtungen.

    Mit dem BodenQI kann die Qualität von Böden erfasst und kartographisch dargestellt werden. Er bietet damit «eine einfache Planungshilfe, um beispielsweise bauliche Tätigkeiten möglichst auf Standorte mit geringerer Bodenqualität zu lenken und hochwertige Böden zu erhalten», heisst es in der Mitteilung.

  • Solarfassade verbindet Energiegewinnung mit Architektur

    Solarfassade verbindet Energiegewinnung mit Architektur

    Megasol Energie hat gemäss einer Mitteilung die Photovoltaiklösung für das Projekt Bern 131 entwickelt. Die 1605 massgeschneiderten Module schimmern blau dank des eingefärbten Rückglases, das auf die Sonne ausgerichtet ist. Das Frontglas ist transparent. Megasol hat die Module in Zusammenarbeit mit dem Berner Architekturbüro Atelier 5 entwickelt, das das Gebäude entworfen hat.

    Megasol hat ausserdem 468 standardisierte M450-Module für die Dachfläche geliefert. Die gesamte Anlage hat eine Leistung von 504 Kilowattpeak. Jährlich sollen damit rund 341‘238 Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Das entspricht einer Eigenversorgung des Gebäudes von 88 Prozent.

    Bern 131 an der Stauffacherstrasse 131 wurde von Atelier 5 als ein Hybrid aus Stahl und Holz gebaut. Das Holz stammt zu 98 Prozent aus dem Kanton Bern. Das Gebäude ist SNBS Gold-zertifiziert.

    Florian Lünstedt, Architekt und Partner bei Atelier 5, lobt die Zusammenarbeit mit Megasol. «Die Fassade ist nicht nur ein wichtiges, das Gebäude prägendes architektonisches Element, sondern auch ein funktionaler Bestandteil für die Energiegewinnung», wird er in der Mitteilung zitiert. «Die gemeinsame Entwicklung der PV-Module mit Megasol hat es ermöglicht, beide Aspekte auf hohem Niveau zu vereinen.»

  • Mai zeigt minimale Steigerung der Mietpreise

    Mai zeigt minimale Steigerung der Mietpreise

    Die Immobilienplattform homegate.ch hat den gemeinsam mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) monatlich erhobenen Mietindex veröffentlicht. Laut einer Mitteilung ist der Index im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent auf 130,5 Punkte gestiegen. Somit hätten die Angebotsmieten im Mai «eine Verschnaufpause» eingelegt.

    Gegenüber dem Vorjahr haben die ausgeschriebenen Mieten schweizweit um 1,7 Prozent zugelegt. Je nach Region wurde sogar ein Anstieg der Angebotsmieten von mehr als 5 Prozent festgestellt.

    Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen Kantonen und Städten. Auf kantonaler Ebene wurden laut der Mitteilung im Jahresvergleich «erstmals seit Längerem wieder durchgehend steigende Angebotsmieten» beobachtet.

    Am deutlichsten betroffen von steigenden Mieten in den vergangenen zwölf Monaten sind die Kantone Zug (plus 7,1 Prozent) und Nidwalden (plus 6,9 Prozent). Dort liegen laut Mitteilung die Werte auch gegenüber dem Vormonat höher – in Zug um 1,4 Prozent, in Nidwalden um 1,1 Prozent. Am stärksten fällt der Anstieg im Monatsvergleich aber im Kanton Graubünden und den beiden Appenzeller Kantonen (plus 1,5 Prozent) aus. Preissenkungen hingegen verzeichne wie im Vormonat der Kanton Schwyz. Mit einem Minus von 2,1 Prozent pendeln sich die dortigen Angebotsmieten wieder auf das Niveau vom Dezember 2024 ein, heisst es.

    Bei den Städten gilt der Grossraum Zürich wie im Mai 2024 als der konstanteste. Die  Angebotsmieten seien «relativ kontinuierlich» um insgesamt 4,4 Prozent gestiegen. Dagegen verzeichne Genf einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr – gegenüber dem Vormonat Mai fielen die Preise um 0,6 Prozent geringer aus. Den höchsten Preisanstieg gab es in der Stadt Lugano mit einem deutlichen Plus von 5,2 Prozent. Diese Entwicklung sei aber zurückführbar auf einen punktuellen Rückgang im Mai 2024.

    Homegate ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX Group, Ringier und Mobiliar vereint.

  • Bahnhof Schlieren erstrahlt in neuem Glanz

    Bahnhof Schlieren erstrahlt in neuem Glanz

    Der Bahnhofsplatz in Schlieren wurde in eine moderne Begegnungszone umgewandelt, die Raum für Erholung, Begegnung und sichtbare Mobilität schafft. Im Zentrum steht ein grosszügiger Platz mit einem markanten Baum als grünes Wahrzeichen. Vor der Stadtbibliothek lädt ein Brunnen mit Sitzbänken zum Verweilen ein und auch bei der SBB-Unterführung West sowie vor den Restaurants sind neue Aufenthaltsflächen entstanden.

    Ein zentrales Element ist der klare Vortritt für Fussgänger, durch die Begegnungszone. Trottoirs wurden überflüssig, der gesamte Raum gehört dem öffentlichen Leben. Fast 70 neue Veloabstellplätze fördern zudem den Umstieg vom Fahrrad auf den öffentlichen Verkehr.

    Grünflächen für das Stadtklima
    Mit der Umsetzung des Schwammstadt-Prinzips wurde ein innovativer Ansatz zur Klimaanpassung gewählt. 1’200 m² wurden entsiegelt, um Regenwasser besser versickern zu lassen. Neu gepflanzte Bäume und rund 500 m² zusätzliche Grünflächen sorgen durch Schatten und Verdunstung für Abkühlung, besonders an heissen Sommertagen.

    Die Bepflanzung ist nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch ästhetisch. Das Stadtbild wirkt lebendiger und einladender.

    Feierliche Eröffnung für die Bevölkerung
    Am Freitag und Samstag, 20. und 21. Juni 2025, wird die neue Begegnungszone mit einem zweitägigen Fest eingeweiht. Den Auftakt bildet eine offizielle Rede von Stadtrat Stefano Kunz am Freitag um 17.00 Uhr, begleitet von der Harmonie Schlieren. Anschliessend startet das Strassenfest mit kulinarischen Angeboten und Live-Musik, unter anderem vom Country-Künstler Tobey Lucas.

    Am Samstag geht es ab 11.00 Uhr weiter. Auf der Bühne beim Bahnhofsplatz treten lokale Musikerinnen und Musiker auf, darunter die Lehrerband der Musikschule Schlieren, Patrick Harbor, der Chor der Musikschule und Valerù mit ihrer Band.

    Während der Feierlichkeiten bleibt die Bahnhofstrasse für den Verkehr gesperrt. Die Stadt gehört an diesem Wochenende den Menschen.

    Ein Projekt mit Signalwirkung
    Die Begegnungszone ist ein Beispiel für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung, die Aufenthaltsqualität, Klimaresilienz und Mobilität vereint. Was 2021 durch eine Volksabstimmung auf den Weg gebracht wurde, steht nun für ein neues Kapitel der Stadtgestaltung in Schlieren.

  • Digitales Werkzeug für die Arealentwicklung

    Digitales Werkzeug für die Arealentwicklung

    Arealentwicklungen gehören zu den anspruchsvollsten Aufgaben kommunaler Planung. Gerade kleinere Gemeinden stehen vor strukturellen Hürden. Es fehlen Ressourcen, der Zugang zu IT-Werkzeugen ist begrenzter und mangelnde Standards erschweren fundierte Entscheidungen. Mit dem digitalen Leitfaden entsteht nun ein Werkzeug das modular aufgebaut, anwenderfreundlich und technisch präzise, diese Lücke schliesst. 

    Zusammenspiel von Wissen und Technik 
    Das Projekt vereint interdisziplinäres Know-how der Institute für Raumentwicklung (IRAP) und Institut für Informations- und Prozessmanagement (IPM). Herzstück ist ein digital unterstützter Leitfaden, der Planungsprozesse systematisch strukturiert und automatisierte Analysen ermöglicht. Recherche, Bewertung und Variantenentwicklung lassen sich damit effizienter gestalten. Gemeinden erhalten ein Instrument, das Planungsqualität verbessert, unabhängig von ihrer Grösse. 

    Arbeitsplatzgebiete im Fokus 
    Während sich die Innenentwicklung bisher vor allem auf Wohn- und Mischzonen konzentrierte, rückt dieses Projekt gezielt Arbeitsplatzgebiete ins Zentrum. Gerade in Zeiten knapper Flächen entscheidet die strategische Entwicklung solcher Gebiete über die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Standorten. Der digitale Leitfaden liefert hierfür eine bislang einzigartige Lösung in der Schweiz. 

    Partizipation durch Echoraum sichert Qualität 
    Um eine praxisgerechte Anwendung zu garantieren, wurde ein Echoraum eingerichtet. Dieses Gremium aus Fachleuten kommunaler Verwaltungen und Planungsbüros bringt wertvolle Expertise ein. Beim ersten Treffen am 24. Januar 2025 in St. Gallen diskutierten die Beteiligten grundlegende Anforderungen und legten das weitere Vorgehen fest. Der Dialog zwischen Forschung und Praxis ist damit früh verankert. 

    Effizient und nachhaltig in die Zukunft planen und entscheiden 
    Die finale Softwarelösung soll einfach zu bedienen sein. Sie ermöglicht eine objektive und systematische Bewertung nach relevanten Nachhaltigkeitskriterien von Entwicklungsszenarien und fördert dadurch fundierte Entscheidungen in Politik und Verwaltung. Der kreative Entwurfsprozess bleibt dabei erhalten, ergänzt durch digitale Effizienz und belastbare Vergleichswerte. 

    Zeithorizont und Perspektive 
    Das Projekt startete im Juni 2024 und läuft bis Mai 2026. Es versteht sich als Beitrag zu einer zeitgemässen, digital gestützten Raumplanung. Die Vision ist eine nationale Kompetenzplattform, die Arealentwicklung greifbar, skalierbar und qualitativ hochwertig macht.   

  • Eigentümerpartizipation «Ziegelbrückstrasse» in Glarus Nord 

    Eigentümerpartizipation «Ziegelbrückstrasse» in Glarus Nord 

    Die Gemeinde Glarus Nord möchte Bauherren dazu motivieren, bei komplexeren Bauprojekten partizipative Verfahren durchzuführen. Ihr «Leitfaden Mitwirkung und Kommunikation für Planungsprozesse» skizziert für unterschiedliche Planungssituationen, wie Bedürfnisse der Bevölkerung und künftiger Nutzer frühzeitig antizipiert werden können. Um als gutes Beispiel voranzugehen, initiierte die Gemeinde für das bauliche Verdichtungsgebiet «Ziegelbrückstrasse» zwischen dem Bahnhof Ziegelbrücke, dem Jennyareal und dem Dorfkern Niederurnen einen partizipativen Prozess: Sie involvierte die betroffenen Eigentümer zwischen Oktober 2024 und Februar 2025 in die Erarbeitung eines Leitbildes, das als Grundlage für die Ausarbeitung eines Rahmenplans für das Gebiet diente.  

    Rahmenbedingungen für die Entwicklung gestalten 
    Mit dem Leitbild sollte das bauliche Mass und die Nutzungsmischung definiert werden. Weil das Gebiet zu den dorftbildprägenden Verdichtungs- und Aufwertungsgebieten gehört, standen auch qualitative Eckpunkte einer Entwicklung, die dem Charakter und der Geschichte des Gebiets gerecht werden, zur Diskussion. Die Gemeinde sah auch die öffentliche Hand in der Pflicht, und hielt deshalb die Erwartungen an die Gestaltung und Aufwertung der Kantonsstrasse fest, die durch das Gebiet führt. Damit stellt sie sich mit einer breit abgestützten Grundlage für den Austausch mit dem Kanton auf, der für die Sanierung der Strasse verantwortlich ist. 

    Das gemeinsam erarbeitete Leitbild diente der Gemeinde als Grundlage für einen behördenverbindlichen Rahmenplan. Der Rahmenplan wiederum definiert die Leitlinien, wie in Zukunft mit der neuen eigentümerverbindlichen Nutzungsplanung entlang der Ziegelbrückstrasse gebaut werden darf. Die involvierten Eigentümer gestalteten mit ihrer Mitwirkung beim Leitbild mit, wie und was sie künftig auf ihren Grundstücken bauen können. 

    Ein schlanker Mitwirkungsprozess 
    Die Eigentümer im Gebiet wurden eingeladen, an zwei Abendveranstaltungen mit der Gemeinde teilzunehmen. Der erste Abend diente der Information und Mitwirkung, der zweite der Präsentation der Ergebnisse. Über 56 Eigentümer von 127 Parzellen nahmen die Gelegenheit wahr und beteiligten sich selbst oder mit einer Stellvertretung an den Veranstaltungen. 

    Im ersten Workshop erhielten sie Einblick in das vorgesehene Planungsinstrument und wurden zu verschiedenen Varianten zu den künftigen Entwicklungsmöglichkeiten konsultiert. Mit der Priorisierung der Varianten konnten sie die Entscheidung zum erwünschten Leitbild beeinflussen. Im zweiten Workshop präsentierte die Gemeinde den auf Basis der erwünschten Variante erarbeiteten Rahmenplan.  

    Ein lohnender Aufwand für die Gemeinde 
    Partizipative Prozesse sind aufwändig, sie kosten Zeit, Geld und politisches Kapital. Für die Gemeinde lohnte sich der aufwändige Weg, weil sich damit die Chancen erhöhen, dass Eigentümer aktiv werden: Mit der frühzeitigen Information über mehr bauliche Möglichkeiten können sie ihre Investitionsplanung anpassen und allfällige bereits vorhandene Absichten auf die Entwicklungsabsichten der Gemeinde abstimmen.  

    Die Diskussion um das Leitbild trägt dazu bei, Eigentümer auf ein gemeinsames Zukunftsbild des Verdichtungs- und Entwicklungsgebiets auszurichten und ihnen zu vermitteln, dass Themen wie die Adressierung von Gebäuden auf die Strasse, die Körnigkeit der Bebauung, die Ausbildung des Sockelgeschosses oder die Materialisierung nicht nur Privatsache sind, sondern auch eine Wirkung auf das Quartierbild haben, und damit die Attraktivität und den Wert des Standorts für alle beeinflussen.  

    Der partizipative Prozess bot der Gemeinde die Gelegenheit, auf ihre Bauberatung aufmerksam zu machen und die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Grundeigentümer mit Investitionsabsichten ihre Planungen zu einem frühen Zeitpunkt mit der Gemeinde besprechen und abstimmen, bevor sie ein kaum mehr anpassbares Vor- oder Bauprojekt ausgearbeitet haben. Im besten Fall regt der Prozess einige Eigentümer an, grösser zu denken und Kooperationen mit anderen Grundeigentümern einzugehen oder Themen wie die Bereitstellung von Parkplätzen bei Bauprojekten gemeinsam anzugehen. 

    Die Gemeinde konnte die Veranstaltungen auch dazu nutzen, Aufwertungen auf öffentlichem Grund mit den Bedürfnissen und Vorstellungen der Eigentümer abzustimmen und zu testen, welche Akzeptanz Massnahmen wie begrünte Mittelstücke auf der Strasse oder eine Temporeduktion auf gewissen Strassenabschnitten haben. 

    Mehr Planungssicherheit für Grundeigentümer 
    Partizipative Prozesse kosten auch die Teilnehmenden Zeit. Im Fall Ziegelbrückstrasse lohnte sich der Aufwand für die Eigentümer allein deshalb, weil sie über die Mitwirkung am behördenverbindlichen Rahmenplan Entscheidungen zu grundeigentümerverbindlichen Themen beeinflussen konnten: die Grundsatzfrage zur Ausgestaltung der mit der neuen Nutzungsplanung möglichen Dichte und Nutzungsmischung. Der Rahmenplan bietet den Eigentümern zudem mehr Planungssicherheit, da er die Gleichbehandlung im Bewilligungsprozess stärkt.  

    Im Rahmen des Prozesses erhielten die Eigentümer ein besseres Verständnis davon, was die Erwartungen der Gemeinde an bauliche Entwicklungen sind, und konnten sich inspirieren, welche Beiträge sie neben baulichen Entwicklungen an die Quartiersaufwertung leisten können – beispielsweise mit der Gestaltung der Gärten und Strassenvorzonen oder kleineren Erneuerungsprojekten. Mit der Gelegenheit, sich an der Veranstaltung über die Pläne der Nachbarinnen und Nachbarn zu informieren, erhalten Eigentümer schliesslich mehr Sicherheit darüber, dass sie mit ihren Investitionen nicht allein handeln.

  • Smart City Aarau vernetzt, nutzerzentriert und umweltschonend

    Smart City Aarau vernetzt, nutzerzentriert und umweltschonend

    Aarau steht vor komplexen gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen. Um darauf zukunftsgerichtet zu reagieren, verfolgt die Stadt mit ihrer Smart City Strategie einen vernetzten, kreativen und effizienten Ansatz. Der Fokus liegt auf konkretem Nutzen für die Zielgruppen und umweltschonenden Verfahren. Digitale Technologien kommen nur dort zum Einsatz, wo sie echten Mehrwert schaffen.

    Fünf Grundprinzipien für smarte Wirkung
    Basierend auf Erfahrungswerten aus der ersten Strategieperiode von 2021 bis 2025 und bewährten Modellen anderer Städte, hat Aarau fünf wirkungsstarke Ansätze definiert.

    Vernetzen: Projekte greifen bereichsübergreifend ineinander und werden kollaborativ umgesetzt.

    Bedürfnisse abholen: Im Dialog mit der Bevölkerung entstehen Lösungen, die tatsächlich gebraucht werden.

    Testen: Innovation heißt auch ausprobieren. Pilotversuche helfen, Risiken zu minimieren und Ideen praxistauglich zu machen.

    Umweltschutz: Nachhaltigkeit ist Pflicht. Alle Projekte berücksichtigen Umweltaspekte und setzen auf erneuerbare Ressourcen.

    Technologie als Mittel zum Zweck: Der Einsatz von Technik erfolgt gezielt und nur, wenn sie zur Lösung beiträgt.

    Smart City Team als Ermöglicherin
    Das städtische Smart City Team unterstützt Mitarbeitende in der Ideen- und Projektphase. Es hilft, Zielgruppen zu identifizieren, Projektideen zu schärfen und testbare Lösungsansätze zu entwickeln. Formate wie Start-Gespräche, Workshops oder Begleitung komplexer Projekte bis zur Umsetzung stehen bereit. Die Devise, Projekte mit echtem Nutzen für Aarau umsetzen oder bewusst verwerfen.

    Zielgerichtete Unterstützung und smarte Gefässe
    Das Smart City Team wirkt auch im Hintergrund. Es beobachtet Trends, vernetzt Akteure und fördert Wissenstransfer über Formate wie den „Smart City Newsroom“. Zudem unterstützt es Projekte finanziell über den Smart City Investitionskredit und hilft, Mitwirkungsgefässe zu schaffen.

    Wirkung messen und lernen
    Die Strategie orientiert sich am IOOI-Wirkungsmodell und misst neben Outputs auch Outcomes und langfristige Impacts. Ziel ist es, dass alle städtischen Fachpersonen bis 2034 nutzerzentrierte Methoden anwenden, ihre Projekte vernetzt planen, ressourcenschonend umsetzen und digitale Technologien sinnvoll integrieren.

    Smart City Aarau denkt weiter
    Die Stadt Aarau interpretiert Smart City neu als Methode zur Entwicklung nachhaltiger, lebenswerter Urbanität. Der Mensch steht im Zentrum, nicht die Technik. So wird aus Komplexität Innovation und aus Ideen konkrete Zukunftslösungen für Aarau.

  • Räte verlangen Recht auf Ladestationen in Wohnhäusern

    Räte verlangen Recht auf Ladestationen in Wohnhäusern

    Mit 24 zu 18 Stimmen hat der Ständerat am Mittwoch eine Motion von Nationalrat Jürg Grossen angenommen. Der Bundesrat soll verbindliche Vorgaben schaffen, damit der Zugang zu privaten Ladestationen in Miet- und Eigentumswohnungen gewährleistet ist. Die Langsamladestationen seien ein zentraler Hebel für die Mobilitäts- und Energiewende, argumentierten die Befürworter.

    Dekarbonisierung braucht Infrastruktur
    Flavia Wasserfallen betonte, dass fehlende Ladeinfrastruktur einer der Hauptgründe für stagnierende Verkaufszahlen bei Elektrofahrzeugen sei. «Autos müssen dort geladen werden, wo sie stehen», sagte sie. Auch Thierry Burkart plädierte für staatliche Rahmenbedingungen,  «Verbrenner hätten sich auch nie ohne Tankstellen durchgesetzt.»

    Eigentumsrecht versus Klimaziel
    Die Mehrheit der ständerätlichen Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie stellte sich gegen eine gesetzliche Pflicht. Sie warnte vor einem zu starken Eingriff in die Eigentumsgarantie und die Privatautonomie. Daniel Fässler argumentierte, der Markt solle bestimmen, wo welche Ladeinfrastruktur entsteht.

    Bundesrat in der Pflicht
    Auch der Bundesrat hatte sich gegen die Motion ausgesprochen. Im geltenden Miet- und Stockwerkeigentumsrecht sei die Situation unklar geregelt, so die Regierung. Dennoch muss sie nun Vorschläge zur Umsetzung der Forderung ausarbeiten.

    Vergangene Förderansätze gescheitert
    Im Rahmen der letzten Revision des CO₂-Gesetzes wollte der Bundesrat jährlich bis zu 30 Millionen Franken für Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern und auf öffentlichen Parkplätzen bereitstellen. Diese Massnahme scheiterte damals jedoch am Widerstand des Parlaments.

  • Wirtschaftsstandort Zürich überzeugt

    Wirtschaftsstandort Zürich überzeugt

    Laut einer Umfrage des Amts für Wirtschaft unter über 400 Unternehmen im Kanton Zürich bewerten 82 % den Standort positiv, 22 % sogar mit «sehr zufrieden», 60 % mit «eher zufrieden». Diese hohe Zustimmung stützt sich vor allem auf drei Faktoren, die ausgezeichnete Verkehrsinfrastruktur, die hohe Lebensqualität und die Verfügbarkeit gut ausgebildeter Fachkräfte. Auch wirtschaftliche Stabilität und politische Verlässlichkeit wurden als Standortvorteile genannt.

    Infrastruktur überzeugt
    Von den 24 bewerteten Standortfaktoren wurden Infrastruktur (71 %) und Lebensqualität (55 %) am häufigsten als Pluspunkte genannt. Der Arbeitsmarkt folgt mit 43 %. Auf der anderen Seite betrachten 90 % der Unternehmen das Kostenumfeld, insbesondere Mietpreise, Löhne und Auflagen, als klaren Nachteil. Ebenso kritisieren 64 % das Steuerumfeld. Zürich rangiert bei der Unternehmenssteuerbelastung schweizweit auf einem der letzten Plätze.

    Verlagerungspläne in jedem vierten Unternehmen
    Ein Viertel der befragten Unternehmen hat in den letzten fünf Jahren über einen Wegzug aus dem Kanton Zürich nachgedacht oder plant diesen konkret. Haupttreiber ist die hohe Steuerbelastung. Gemäss Statistik verlagert jährlich über ein Prozent der Zürcher Unternehmen ihren Sitz in andere Kantone. Ein Trend, der sich mit der Einschätzung vieler Firmen deckt.

    Im europäischen Vergleich gut positioniert
    Die Ergebnisse spiegeln sich auch in einer europäischen Vergleichsstudie des Amts für Wirtschaft wider. Zürich überzeugt im Vergleich mit anderen europäischen Wirtschaftsregionen vor allem durch seine Bildungslandschaft, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Handlungsbedarf sieht die Studie bei Themen wie Arbeitsmarktdynamik, Innovationsförderung und Regulierungsdichte.

    Standort mit Stärken – aber unter Druck
    Der Kanton Zürich bleibt ein führender Wirtschaftsstandort mit hervorragender Infrastruktur, hoher Lebensqualität und einem kompetenten Arbeitsmarkt. Gleichzeitig signalisieren die Rückmeldungen der Unternehmen deutlich, dass das Kosten- und Steuerumfeld Anpassungen braucht, um Abwanderungstendenzen zu stoppen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Für Entscheidungsträger heisst das, Standortpolitik aktiv weiterentwickeln, bevor die Stärken durch strukturelle Schwächen überlagert werden.

  • Parlament bewilligt Neubau IOM-Hauptsitzes in Genf

    Parlament bewilligt Neubau IOM-Hauptsitzes in Genf

    Mit 166 zu 2 Stimmen hat der Nationalrat am 14. Juni 2025 ein zinsloses Bundesdarlehen für die Erneuerung des Hauptsitzes der Internationalen Organisation für Migration bewilligt. Der Entscheid folgte auf ein bereits im März gefälltes Ja des Ständerats. Die IOM, als Teil des UNO-Systems, spielt eine führende Rolle in der globalen Migrationspolitik. Der aktuelle Standort im Genfer Morillons-Quartier stammt aus den frühen 1980er-Jahren und entspricht weder energetischen, funktionalen noch sicherheitsrelevanten Standards.

    Ivestition mit strategischer Bedeutung
    Die Zustimmung des Parlaments erfolgte, obwohl die IOM kürzlich angekündigt hatte, rund 20 Prozent der rund 1000 Stellen in Genf abzubauen. Hintergrund ist ein Hilfsstopp der USA, einer der Hauptgeldgeber der Organisation. Aussenminister Ignazio Cassis betonte jedoch im Rat, dass das Bauprojekt auch mit reduziertem Personalstand, künftig rund 600 Mitarbeitende, sinnvoll dimensioniert sei. Die Schweiz verfolge mit dem Engagement eine klare gaststaatpolitische Strategie zur langfristigen Stärkung des internationalen Genf.

    Finanzierungsstruktur und Zeitplan
    Das vom Bund gewährte Darlehen über 44,7 Millionen Franken ist zinslos und soll innerhalb von 50 Jahren zurückgezahlt werden. Die Gelder fliessen an die FIPOI (Immobilienstiftung für internationale Organisationen), welche das Projekt verantwortet. Der Kanton Genf beteiligt sich zusätzlich mit 21,6 Millionen Franken. Damit tragen Bund und Kanton etwa zwei Drittel der Gesamtkosten. Bereits 2022 hatte das Parlament ein Vorprojekt mit 5,7 Millionen Franken für Planungsarbeiten unterstützt. Der Baustart ist für Januar 2026 vorgesehen, der Bezug für 2029.

    Genf als strategischer Standort internationaler Organisationen
    Die Unterstützung des Bundes ist als Teil der übergeordneten Gaststaatenpolitik zu verstehen. Genf beherbergt heute mehr als 40 internationale Organisationen und gilt weltweit als einer der bedeutendsten multilateralen Standorte. Die Schweiz verfolgt das Ziel, diese Rolle weiter zu festigen. Nicht zuletzt in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld um internationale Sitze. Die Modernisierung der Infrastruktur ist ein zentrales Mittel, um Organisationen wie die IOM dauerhaft an Genf zu binden.

    Signal für Kontinuität trotz Unsicherheiten
    Mit der klaren Zustimmung zum Neubau der IOM-Zentrale bekennt sich die Schweiz einmal mehr zu ihrer Rolle als Gaststaat internationaler Organisationen. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und interner Kürzungen bei der IOM wird mit dem Projekt ein starkes Signal für die Standortattraktivität und die Verlässlichkeit der Schweiz gesetzt. Ein Aspekt, der für Fach- und Führungskräfte in Diplomatie, internationalen Organisationen und Bauwesen gleichermassen von Bedeutung ist.

  • Weltrekord-Solarzaun in Basel realisiert

    Weltrekord-Solarzaun in Basel realisiert

    Im Zuge der Trassenerneuerung der BLT-Tramlinie wurde ein neuer Sicherheitszaun notwendig. Statt einer konventionellen Lösung setzt das Projekt auf einen funktionalen Mehrwert. Einen vertikal installierten Solarzaun. Die Kombination von Sicherheitsinfrastruktur mit bifazialen Photovoltaikmodulen nutzt vorhandene Flächen doppelt und ohne zusätzlichen Landverbrauch, ein entscheidender Vorteil im urbanen Raum.

    Hochleistung entlang der Schiene
    Insgesamt werden über 400 bifaziale Hochleistungs-Module installiert, die auf beiden Seiten Sonnenstrahlung aufnehmen und in Strom umwandeln können. Die prognostizierte Maximalleistung beträgt 194 kWp. Die Integration erfolgt auf einem speziell entwickelten Gestellsystem in Basaltgrau, das sich optisch harmonisch in das Stadtbild einfügt. Entwickelt wurde dieses System in Kooperation mit dem Unternehmen Next2Sun, das auf vertikale Photovoltaiklösungen spezialisiert ist.

    Nachhaltige Energie aus dem Zaun
    Die Umsetzung erfolgt etappenweise. Während die erste Bauphase des Zauns bereits abgeschlossen ist, beginnt nun die Montage der Photovoltaikmodule. Das Projekt wird im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen der Solarzaun GmbH, der BLT sowie Alpsteinzaun + Tor AG realisiert. Die Integration in die bestehende Baustelle der Tram-Sanierung ermöglichte eine reibungslose Umsetzung.

    Forschung und Perspektive
    Auch die Wissenschaft begleitet das Projekt. Professor Hartmut Nussbaumer von der ZHAW sieht im Solarzaun ein zukunftsweisendes Modell für urbane Energielösungen. Besonders hervorzuheben sei die Energieproduktion zu Tageszeiten, in denen klassische PV-Anlagen, etwa auf Dächern, weniger effizient arbeiten. Damit ergänzt das System konventionelle Photovoltaikstrategien und verbessert die saisonale Versorgungssicherheit.

    Modell mit Signalwirkung für Städte weltweit
    Mit dem weltweit längsten Solarzaun setzt Basel ein starkes Zeichen für die intelligente Kombination von Mobilitäts- und Energieinfrastruktur. Das Projekt verbindet technische Innovation mit städtebaulicher Integration und wird voraussichtlich als Vorbild für ähnliche Ansätze in anderen Regionen dienen. Für Fach- und Führungskräfte in Stadtentwicklung, Energieplanung und Infrastrukturmanagement bietet dieses Modell konkrete Anregungen für eine nachhaltige Zukunft im urbanen Raum.

  • Stimmvolk stoppt Bahnhofprojekt Locarno

    Stimmvolk stoppt Bahnhofprojekt Locarno

    Die Vorlage zur Neugestaltung des Bahnhofs Locarno-Muralto wurde bei einer Stimmbeteiligung von 31 Prozent knapp abgelehnt. 33’723 Nein-Stimmen standen 33’621 Ja-Stimmen gegenüber. Damit wurde das Projekt mit einem hauchdünnen Vorsprung von 102 Stimmen gestoppt . Ein Resultat, das zeigt, wie umstritten städtebauliche Eingriffe auch bei regional bedeutsamen Infrastrukturprojekten sein können.

    Geplante Investitionen für mehr Übersicht und Mobilität
    Das Projekt hätte eine umfassende Aufwertung des Verkehrsknotens mit einem Gesamtvolumen von 16 Millionen Franken umfasst. Der Kanton Tessin hätte davon rund 7 Millionen Franken getragen. Geplant war eine stärkere Fokussierung auf den Fuss- und Veloverkehr sowie eine effizientere Organisation der Busperrons. Ziel war es, die multimodale Anbindung des Bahnhofs zu verbessern und den öffentlichen Verkehr übersichtlicher und zugänglicher zu gestalten.

    Widerstand aus dem Gewerbeumfeld
    Gegenwind erhielt das Projekt insbesondere von Geschäfts- und Gastronomiebetrieben rund um die Viale Cattori. Diese befürchteten, dass die erhöhte Busfrequenz, mehr als 250 Busse pro Tag, die Aufenthaltsqualität an der Seepromenade beeinträchtigen würde. Auch der Wegfall direkter Zufahrten für den motorisierten Individualverkehr zu Läden und Restaurants wurde als erheblicher Nachteil gewertet. Die Gegner argumentierten, dass dies die wirtschaftliche Attraktivität der Zone gefährden könnte.

    Infrastrukturprojekt mit lokalem Zielkonflikt
    Die Ablehnung der Bahnhof-Neugestaltung in Locarno zeigt exemplarisch die Spannungsfelder zwischen Mobilitätswende, Stadtentwicklung und lokalem Wirtschaftsinteresse. Trotz klarer verkehrlicher und gestalterischer Vorteile konnte sich das Projekt nicht durchsetze. Vor allem wegen der befürchteten Nachteile für den bestehenden Gewerbestandort. Für künftige Infrastrukturprojekte mit städtebaulicher Wirkung wird dies als Mahnung dienen, betroffene Interessengruppen frühzeitig und umfassend in den Dialog einzubinden.

  • Shanghai verlegt Shikumen-Komplex mit Robotern

    Shanghai verlegt Shikumen-Komplex mit Robotern

    Die Stadt Shanghai stellt mit diesem Projekt ihre Fähigkeit unter Beweis, Denkmalschutz und Stadtentwicklung zu vereinen. Der Huayanli-Komplex, errichtet zwischen 1920 und 1930, ist Teil des Zhangyuan-Viertels, das auf eine über 140-jährige Geschichte zurückblickt. Mit einer Gesamtfläche von 4’030 Quadratmetern und drei Backstein-Holz-Bauten ist er nicht nur architektonisch bedeutsam, sondern auch ein bedeutendes Zeugnis städtischer Identität.

    Die vorübergehende Umsiedlung ist notwendig, um darunter eine dreistöckige unterirdische Anlage von über 53’000 Quadratmetern zu errichten. Diese wird kulturelle und kommerzielle Räume, mehr als 100 Parkplätze und Verbindungen zu drei U-Bahn-Linien schaffen . Ein ehrgeiziges Vorhaben in einem dicht bebauten historischen Umfeld.

    Robotergestützte Präzisionsarbeit im historischen Kern
    Angesichts der engen Gassen und geringen Platzverhältnisse setzte das Bauteam auf eine Kombination aus fortschrittlichen Technologien und massgeschneiderter Robotik. Insgesamt 432 selbstfahrende Roboter bewegen das Ensemble mit einer Geschwindigkeit von rund 10 Metern pro Tag. Eine logistische Meisterleistung, die minimale Störungen bei maximaler Präzision ermöglicht.

    Darüber hinaus kamen miniaturisierte Roboter für Gründungsarbeiten zum Einsatz, die sich dank Fernsteuerung durch schmale Türen und Flure bewegen. Unterstützt von BIM und Punktwolken-Scans, wurden präzise 3D-Modelle des Bestands erstellt, um potenzielle Kollisionen und statische Herausforderungen frühzeitig zu identifizieren.

    Smarte Erdbewegung und minimalinvasive Eingriffe
    Eine weitere technische Innovation stellen die eigens entwickelten Erdbewegungsroboter mit faltbaren Greifarmen dar. Diese können sich in Räumen mit weniger als 1,2 Metern Breite bewegen und nutzen Deep-Learning-Algorithmen, um zwischen Ton und Hindernissen zu unterscheiden. Dadurch wird das Bauprojekt trotz der beengten Verhältnisse mit hoher Effizienz und minimaler Gefährdung des historischen Bestands vorangetrieben.

    Zhang Yi, Generaldirektor der für die Stadterneuerung verantwortlichen Tochtergesellschaft von Shanghai Construction No 2, erläutert das Vorgehen: „Wir haben mehrere kurvige Transportwege für den Erdaushub entworfen und ein Förderbandsystem wie in einer Fabrik implementiert. So lassen sich Störungen reduzieren und gleichzeitig hohe Arbeitsgeschwindigkeiten erzielen.“

    Verknüpfung von Alt und Neu
    Das Vorhaben ist mehr als eine technische Meisterleistung. Es steht exemplarisch für eine städtische Vision, die historisches Erbe nicht als Hemmnis, sondern als Ressource begreift. Nach Abschluss der Arbeiten wird der Huayanli-Komplex an seinen ursprünglichen Standort zurückkehren. Allerdings über einer modernen Infrastruktur, die ihn mit den umliegenden Hochhäusern, Einkaufszentren und Wohnquartieren verbindet. Die Integration oberirdischer Erhaltungsmassnahmen mit modernen unterirdischen Einrichtungen bietet ein Modell für die nachhaltige Revitalisierung historischer Quartiere in wachsenden Metropolen. Für Shanghai und für internationale Stadtplaner und Ingenieure, ist dieses Projekt ein Meilenstein. Es zeigt, wie sich kulturelle Identität und urbane Modernisierung zu einem harmonischen Ganzen verbinden lassen.

  • Bund verzichtet auf neue finanzielle Anreize für Gebäudesanierung

    Bund verzichtet auf neue finanzielle Anreize für Gebäudesanierung

    Energetische Gebäudesanierungen müssen nicht durch weitere finanzielle Anreize zusätzlich zu den bestehenden Finanzierungsmöglichkeiten und Förderprogrammen gefördert werden. Zu diesem Schluss kommt der vom Bundesrat am 6. Juni verabschiedete Bericht zum Postulat «Finanzierungsmöglichkeiten für energetische Gebäudesanierungen». Er zeige auf, dass energetische Gebäudesanierungen nicht vorrangig an fehlenden finanziellen Möglichkeiten scheiterten, erläutert der Bundesrat in einer Mitteilung.

    Zur Förderung von Gebäudesanierungen empfiehlt der Bericht stattdessen grösseren Wert auf Information und Beratung, die Datenqualität zum Zustand der Gebäude, eine nachhaltige Ausgestaltung der Hypotheken und Massnahmen gegen den Fachkräftemangel zu legen. Hinsichtlich Information und Beratung werden Bund und Kantonen ein gutes Angebot attestiert. Die Transparenz zum energetischen Zustand der Gebäude sollte durch das seit 2025 geltende CO2-Gesetz verbessert werden. Darüber hinaus könnte das Sanierungsverhalten zukünftig durch das Klima- und Innovationsgesetz, das revidierte CO2-Gesetz, Weiterentwicklungen der kantonalen Gesetzgebungen und mehr Transparenz bei der Hypothekarvergabe beeinflusst werden.

  • Eigentumswohnungen verteuern sich stärker als Einfamilienhäuser

    Eigentumswohnungen verteuern sich stärker als Einfamilienhäuser

    Wohneigentum liege weiter im Trend, leitet ImmoScout24 eine Mitteilung zum aktuellen ImmoScout24-Kaufindex ein. Er wird monatlich von dem zur SMG Swiss Marketplace GroupAG gehörenden Marktplatz für Immobilien in Zusammenarbeit mit dem auf Immobilien spezialisierten Beratungsunternehmen IAZI erhoben. Der aktuelle Kaufindex zeigt für den Mai einen Anstieg der Preise gegenüber April sowohl bei Eigentumswohnungen als auch bei Einfamilienhäusern.

    Dabei zogen die Preise für Eigentumswohnungen mit 0,8 Prozent schweizweit deutlich stärker als die Preise von Einfamilienhäusern (0,3 Prozent) an. Innerhalb der einzelnen Regionen haben die Fachleute allerdings deutliche Unterschiede ausgemacht. «Besonders gross ist die Auswahl aktuell in der Genferseeregion», wird Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group, in der Mitteilung zitiert. «Am knappsten ist das Angebot hingegen in der Grossregion Zürich, eines der drei bevölkerungsreichsten Gebiete der Schweiz.»

    In der Grossregion Zürich haben denn auch die Preise für Einfamilienhäuser mit 3,9 Prozent im Monatsvergleich besonders stark zugelegt. Am anderen Ende der Skala steht die Ostschweiz. Hier gingen die Preise gegenüber April um 2,1 Prozent zurück. Bei Eigentumswohnungen steht die Ostschweiz hingegen mit einem Plus von 2,7 Prozent an der Spitze. Schlusslicht ist hier das Mittelland mit einem Minus von 0,7 Prozent.

    ImmoScout24 ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Ferienwohnungsmarkt im Alpenraum zeigt stabile Nachfrage bei Preisabschwächung

    Ferienwohnungsmarkt im Alpenraum zeigt stabile Nachfrage bei Preisabschwächung

    Der UBS Alpine Property Focus 2025 bewertet die Entwicklung des Ferienwohnungsmarkts im Alpenraum. Fünf Schweizer Destinationen führen das Preisranking an. Engadin/St.Moritz GR sichert sich Platz 1 mit mindestens 22’300 Franken pro Quadratmeter. Die Top 5 werden von Verbier VS, Zermatt VS, Gstaad BE und Andermatt UR komplettiert. Die Preise für alpine Ferienwohnungen stiegen im vergangenen Jahr bei hoher Nachfrage um 2,3 Prozent.

    Das Aufkommen hybrider Arbeitsformen nach 2020 löste die aktuell hohe Nachfrage aus, heisst es in einer Medienmitteilung der UBS. Seit 2020 verteuerten sich alpine Ferienwohnungen um rund 30 Prozent. Das Jahr 2024 sah eine gedämpfte Preissteigerung im Alpenraum. Die Preise in französischen und italienischen Destinationen verteuerten sich um durchschnittlich 4, in Schweizer Standorten um 3 Prozent. In Österreich gingen sie um 3 Prozent zurück.

    «Kurzfristig dürfte sich die Preisentwicklung im Alpenraum in den nächsten Quartalen weiter abschwächen», sagt Maciej Skoczek, Immobilienökonom bei UBS und Hauptautor der Studie. Alpine Ferienwohnungen erfreuen sich grosser Nachfrage, doch die verhaltenen Wirtschaftsaussichten und die Inflation belasten Haushalte, sagt der Ökonom.

    Die Studie bewertet die Aussichten Schweizer Immobilien positiv. Diese erfreuen sich bei geopolitischen Turbulenzen als sichere Kapitalanlagen grosser Beliebtheit.  Gesenkte Hypothekarzinsen und ein geringes Angebot an Ferienwohnungen stützen Schweizer Preise zudem.

    Risiken für den Ferienwohnungsmarkt sieht die Studie in regulatorischen Eingriffen: Die Lockerung des Zweitwohnungsgesetzes dürfte die Angebotslage entspannen, während die geplante Verschärfung der Lex Koller den Grundstückserwerb für Ausländer stärker reguliert, so die UBS. Diese Eingriffe dämpfen die Preisentwicklung im Luxussegment.

  • Übernahme stärkt Marktposition für Gebäudeinstallationen

    Übernahme stärkt Marktposition für Gebäudeinstallationen

    Die Debrunner Koenig Gruppe übernimmt die Simfloc AG. Die Akquisition des auf Brandschutz, Ausflockungen und Isolation spezialisierten Unternehmens aus Frauenkappelen soll die Grosshandelsgruppe für Bau, Industrie und Gewerbe zur Position der schweizweit ersten Gesamtanbieterin für Gebäudeinstallationen verhelfen, schreibt Debrunner Koenig in einer Mitteilung zur Übernahme. Über den Kaufpreis werden dort keine Angaben gemacht.

    «Die Debrunner Koenig Gruppe strebt nach Innovationen, wodurch stetige Weiterentwicklung bei der Vorfabrikation gesichert ist», wird Simon Engler, Geschäftsführer der Simfloc AG, in der Mitteilung zitiert. «Die Übernahme bedeutet neue Chancen für uns am Markt.» Engler soll die Simfloc AG auch unter dem Dach der Debrunner Koenig Gruppe weiter leiten. Für Kunden und Geschäftspartner ändere sich durch die Übernahme nichts, heisst es in der Mitteilung. Auch der Firmenname und das Erscheinungsbild bleiben unverändert.

  • Digitale Betonanalysen für höhere Qualität und Nachhaltigkeit

    Digitale Betonanalysen für höhere Qualität und Nachhaltigkeit

    Sika hat eine strategische Investition in nicht genannter Höhe in die kanadische Firma Giatec Scientific mit Huaptsitz in Ottawa getätigt. In einer Medienmitteilung bezeichnet sie das Zuger Unternehmen der Spezialitätenchemie als «bedeutenden Meilensein in seiner übergreifenden Digitalstrategie».

    Giatec entwickelt Sensoren, Softwarelösungen und Werkzeuge zur Datenanalyse, die die Qualität, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit von Beton verbessern, von der Herstellung über den Transport bis hin zur Verarbeitung. Sika geht davon aus, dass die auf Künstliche Intelligenz gestützten präzisen Analysen und Optimierungen von Betonmischungen durch Giatec zusammen mit den Zusatzmitteltechnologien von Sika zu «erheblichen» Einsparungen bei Kosten und CO2 führen.

    Pouria Ghods, CEO und Mitgründer von Giatec, will durch diese strategische Partnerschaft mit Sika «die Zukunft des KI-gestützten Betonbaus neu definieren». Die globale Präsenz des neuen Partners sieht er als grosse Chance, «um unsere intelligenten Technologien weltweit zu etablieren».

    Wie Ghods möchte auch Sikas Head of Construction, Ivo Schädler, die Zukunft der Betonindustrie durch die digitale Transformation mitgestalten «und dabei eng mit Giatec und deren Netzwerk von strategischen, globalen Partnern wie beispielsweise Heidelberg Materials zusammenzuarbeiten. Durch den Einsatz digitaler Innovationen bieten wir der Bauindustrie datenbasierte Einblicke, die Nachhaltigkeit und Performance verbessern und die nächste Stufe des modernen Bauens ermöglichen.»

  • Pionierprojekt: Gewächshaus-Solaranlage nutzt Licht doppelt

    Pionierprojekt: Gewächshaus-Solaranlage nutzt Licht doppelt

    Das Start-up Voltiris aus Epalinges hat laut einer Mitteilung des Kanton Aargau seine bisher grösste Solaranlage auf einem Gewächshaus der Meier Gemüse AG in Rütihof installiert. Die Solaranlage basiert auf einer Filtertechnologie, bei der für die Stromerzeugung genutzte Lichtwellen herausgefiltert und auf ein Solarpanel umgeleitet werden, während das für die Photosynthese benötigte Licht ungehindert ins Gewächshaus gelangen kann. Auf diese Weise können Pflanzen ohne Ertragseinbussen angebaut und gleichzeitig erneuerbare Energie erzeugt werden. Der Kanton Aargau unterstützte die Solaranlage mit 50’000 Franken.

    Die Solaranlage in Rütihof erstreckt sich über eine Fläche von rund einem Hektar und liefert mit etwa 1730 Solarpaneele rund 234 Kilowatt Strom. «Als Schweizer Startup sind wir stolz, dass die erste und weltweit grösste Anlage mit unserer Spektral-AGRI-PV Anlage hier im Kanton Aargau ihren Betrieb aufgenommen hat», wird Dominik Blaser, Chefproduktingenieur und Mitgründer von Voltiris, in der Mitteilung zitiert.

    Durch die Filtertechnologie können die Photovoltaik-Module von Voltiris, anders als herkömmliche Solaranlagen, innerhalb von Gewächshäusern eingesetzt werden, ohne Schatten zu werfen. Durch eine konkave Anordnung des Filters wird das Licht ausserdem gebündelt und kann so mit einer vierfachen Intensität auf das Photovoltaik-Modul treffen. Auf diese Weise kann ein höherer Energieertrag erzielt werden als bei herkömmlicher Sonneneinstrahlung.

    Die Solaranlage steht zudem vor dem Hintergrund der kantonalen Energiestrategie, welche vorsieht das Netto-Null-Ziel 2050 zu erreichen und die Versorgungssicherheit zu stärken.

    «Die vorliegende Anlage zeigt beispielhaft, wie Landwirtschaft und Energieproduktion sinnvoll kombiniert werden können», wird Markus Dieth, Regierungsrat und Landwirtschaftsdirektor, in der Mitteilung zitiert.

  • Bau einer Solaranlage auf 2000 Metern

    Bau einer Solaranlage auf 2000 Metern

    Der Bau des Projekts Madrisa Solar von Repower, den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) und der Gemeinde Klosters hat entsprechend einer gleichlautenden Mitteilung der Partner begonnen. Auf rund 2000 Meter Höhe entsteht oberhalb von Klosters eine Solaranlage mit 12 Megawatt Produktionsleistung. Sie soll pro Jahr rund 17 Gigawattstunden Strom liefern. Über 40 Prozent davon sollen im Winter anfallen. Der produzierte Strom wird von EKZ für die Kundschaft im eigenen Versorgungsgebiet und die Klosters-Madrisa Bergbahnen abgenommen.

    Nachdem sich die Bevölkerung der RGemeinde Klosters im Oktober 2023 für Madrisa Solar ausgesprochen hatte, starteten im Herbst 2024 die ersten Vorarbeiten. Mit der Planung und Umsetzung von Madrisa Solar konnten vorwiegend regional ansässige Unternehmen beauftragt werden. Bis Ende 2025 sollen rund 15 Prozent der Anlage in Betrieb genommen werden. Die vollständige Inbetriebnahme ist für Ende 2027 geplant.

    «Nach einer intensiven Planungsphase und nach einem anspruchsvollen Genehmigungsverfahren mit vielen involvierten Parteien erfüllt uns der Start mit grosser Befriedigung», wird Michael Roth, Leiter Produktion & Netz bei Repower und Mitglied der Geschäftsleitung, zitiert. Paul Sidler, der Leiter Erneuerbare Energien bei EKZ, bezeichnet Madrisa Solar als «ein weiteres Engagement für eine sichere und nachhaltige Stromversorgung in der Schweiz. Zudem leistet dieses komplexe Pionierprojekt einen wichtigen Beitrag für den dringend benötigten Winterstrom.»

  • Übernahme in Nordamerika stärkt Portfolio für Betonfertigteile

    Übernahme in Nordamerika stärkt Portfolio für Betonfertigteile

    Holcim hat die kanadische Langley Concrete Group Inc. übernommen. Jaime Hill, Leiter der Region Nordamerika bei Holcim, bezeichnet diesen strategischen Schritt in einer Mitteilung seines Unternehmens als «eine natürliche Erweiterung unserer Wachstumsstrategie». Diese kombiniere die technischen Kompetenzen der Langley Concrete Group bei Betonfertigteilen mit den eigenen Aktivitäten. Zudem erhöhe das vergrösserte Portfolio auch die Reichweite von Holcim.

    Die Übernahme umfasst den Angaben zufolge zwei hochmoderne Produktionsstätten in der Provinz British Columbia, die sich in den Städten Chilliwack und Duncan befinden. Von dort aus wird die Region mit Trocken- und Nassbetonprodukten für ober- und unterirdische Infrastrukturanwendungen beliefert, darunter Schächte, Rohre, Kästen und andere Komponenten für kommunale, gewerbliche und industrielle Anwendungen.

    Der Präsident von Langley Concrete, Mark Omelaniec, äussert sich stolz auf das, was seine Familie in 75 Jahren aufgebaut hat. Die Familie sei «überzeugt, dass Holcim der richtige Partner ist, um es weiterzuführen, da die Wachstumschancen in British Columbia weiter bestehen. Dieser Übergang bietet unserem Team und unserer Kundschaft langfristige Chancen.»

  • Ausbau der S-Bahn-Infrastruktur in Frankfurt

    Ausbau der S-Bahn-Infrastruktur in Frankfurt

    Die DB InfraGO AG hat Implenia mit dem Bau des innerstädtischen Abschnitts der Nordmainischen S-Bahn in Frankfurt beauftragt. Konkret soll das Bau- und Immobilienunternehmen aus Opfikon für das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn den unterirdischen Abschnitt der S-Bahn von der Konstablerwache über die neue S-Bahnstation Frankfurt (Main) Ost (tief) bis nach Fechenheim realisieren. Das Auftragsvolumen beziffert sich auf über 200 Millionen Euro, informiert Implenia in einer entsprechenden Mitteilung.

    Der Auftrag umfasst die Startbaugrube Trog und die Baugrube für die unterirdische S-Bahnstation Frankfurt (Main) Ost (tief), eine Reihe von Nebenbaugruben und Ingenieurbauwerke, sowie zwei etwa 1,2 Kilometer lange Tunnelröhren. Sie werden im maschinellen Vortrieb erstellt. Zudem wird Implenia umfangreiche Wasserhaltungsmassnahmen durchführen und eine Reihe Spezialtiefbauleistungen erbringen. Die Arbeiten sollen Anfang 2026 aufgenommen und bis 2031 abgeschlossen werden.

    «Der weitere Ausbau einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur ist zentral für die nachhaltige Entwicklung unserer Städte», wird Erwin Scherer, Head Division Civil Engineering von Implenia, in der Mitteilung zitiert. «Ich freue mich, dass Implenia mit seiner langjährigen Erfahrung und umfassenden Expertise zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs in der dicht besiedelten Region Rhein-Main beitragen darf.»

  • Immobilienfonds startet neue Kapitalerhöhung

    Immobilienfonds startet neue Kapitalerhöhung

    Die Fondsleitung von Swiss Prime Site Solutions bereitet eine kurzfristige neue Kapitalerhöhung für den Akara Swiss Diversity Property Fund PK (Akara Diversity PK ) vor. Bei der Mitte Mai abgeschlossenen 14. Kapitalaufnahme seien aufgrund der hohen Nachfrage nicht alle Zeichnungen berücksichtigt worden, informiert die Asset Management Division der Zuger Immobilienfirma Swiss Prime Site in einer Mitteilung. Um dies zu korrigieren, will Swiss Prime Site Solutions weitere 85 Millionen Franken einsammeln. Die Zeichnungsfrist für die 15. Kapitalerhöhung beginnt am 11. Juni und endet am 20. Juni.

    Der Akara Diversity PK ist auf in der Schweiz ansässige steuerbefreite Versorgungseinrichtungen, Sozialversicherungs- und Ausgleichskassen sowie aus solchen bestehende Anlagefonds beschränkt. Die neue Kapitalerhöhung wird unter Wahrung der Bezugsrechte der bereits bestehenden Anteilseignenden durchgeführt. Dabei berechtigt der Besitz von 25 bisherigen Anteilen zum Erwerb eines neuen Anteils zum Ausgabepreis von 1148 Franken. Werden nicht alle Bezugsrechte genutzt, können neue Investierende zum Zug kommen. Die Liberierung der Fondsanteile soll am 27. Juni erfolgen.

    Swiss Prime Site Solutions will die eingespielten neuen Mittel zur Erweiterung des Liegenschaftsportfolios des Fonds und der Finanzierung laufender Projekte verwenden. Nach Möglichkeit solle auch die Fremdkapitalquote weiter verringert werden, heisst es in der Mitteilung.

  • KI-basierte Wetterprognosen für Energie und Landwirtschaft

    KI-basierte Wetterprognosen für Energie und Landwirtschaft

    Das in Zürich ansässige Start-up Jua.ai hat laut eines Artikels von startupticker.ch eine Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von über 9 Millionen Franken abgeschlossen. Die Finanzierungsrunde wurde von Ananda Impact Ventures und Future Energy Ventures geleitet und von bestehenden Investoren wie 468 Capital und Promus Ventures unterstützt. Jua plant damit die Markteinführung seiner Earth Intelligence Platform zu beschleunigen. Diese soll eine präzisere Wetterprognose ermöglichen und damit Energiehändler bei schnelleren und profitableren Entscheidungen unterstützen.

    Die Plattform wird von Juas Künstliche Intelligenz (KI)-Modell EPT-2.0 angetrieben und soll die Wetterprognoseleistung herkömmlicher numerischer Wettermodelle sowie KI-Modelle grosser Technologieunternehmen deutlich übertreffen. Präzise Wettervorhersagen seien insbesondere für Sektoren wie Energie, Landwirtschaft, Luft- und Schifffahrt von grosser Bedeutung. Die KI-basierte Erdsimulation soll angesichts zunehmender Wetterextreme und Wetterumschwüngen eine konsistente und physiksimulierende Plattform bieten, um zuverlässige Entscheidungen in verschiedenen Sektoren zu ermöglichen.

    In seiner Seed-Finanzierungsrunde konnte sich Jua 2024 bereits rund 13 Millionen Franken sichern. Im Zuge der diesjährigen Kapitalerhöhung wurde nun Marvin Gabler, Mitgründer und Architekt von EPT-2.0, zum neuen CEO ernannt. Er übernimmt damit die Nachfolge von Andreas Brenner, der Jua seit der Gründung im Jahr 2022 geleitet hat. Mit Gabler in der Führung möchte sich das Unternehmen auf die Skalierung seiner Plattform im Energiesektor sowie der Ausweitung auf neue Märkte konzentrieren. «Mit unserer Earth Intelligence Platform haben wir die weltweit fortschrittlichste Erdsimulation in eine praxistaugliche Entscheidungsmaschine verwandelt», wird Gabler in dem Artikel zitiert. «Dies ist ein grundlegender Schritt zur Gestaltung unserer planetarischen Zukunft.»

  • Aufzugsanierung mit Fokus auf Komfort und Sicherheit

    Aufzugsanierung mit Fokus auf Komfort und Sicherheit

    KONE hat im Stadtzürcher Quartier Im Tiergarten für 466 Mietwohnungen in bewohntem Zustand die veralteten Aufzüge eines Mitbewerbers ersetzt. Innerhalb von 18 Monaten baute der Aufzugshersteller aus Brüttisellen in einer der grössten Wohnanlagen von Zürich insgesamt 46 seiner MonoSpace 500DX-Lifte ein.

    Dieses Modell passt sich einer Unternehmensmitteilung zufolge flexibel und millimetergenau an den bestehenden Schacht an. Die Nutzlast der meisten Personenlifte wurde von 320 auf 480 Kilogramm erhöht. Zudem sind die neuen Kabinen deutlich grösser. Laut KONE werden sie über die digitale Anlagenverwaltung des Unternehmens rund um die Uhr überwacht und vorausschauend gewartet. Das soll zu rund 30 Prozent weniger Störungseinsätzen führen.

    Die Eigentümerschaft hatte entschieden, auf Leerkündigungen zu verzichten und auch weitere Sanierungsmassnahmen im bewohnten Zustand durchzuführen. KONE konnte den eng getakteten Fahrplan seinen Angaben zufolge durch ein spezielles Logistikkonzept mit sogenannter In-Night-Delivery sowie einer engen Abstimmung mit der Eigentümerschaft und den Bewohnenden einhalten.

    Der erfolgreiche Komplettaustausch in der Überbauung Im Tiergarten ist eines der bisher grössten Projekte zur Lift-Modernisierung von KONE in Europa. Es zeigt laut Christian Herbst, KONES Direktor Modernisierung für Deutschland, Österreich und die Schweiz, «dass wir gut aufgestellt sind für eine immer wichtigere Nachfrage im Markt: die effiziente Modernisierung auch einer grossen Anzahl von Anlagen, in enger Abstimmung mit den Partnern und unter erschwerten Bedingungen wie dem Renovieren im bewohnten Zustand».

  • Neues Innovationszentrum für thermische Beschichtungslösungen

    Neues Innovationszentrum für thermische Beschichtungslösungen

    Die OC Oerlikon Corporation AG, ein Unternehmen im Bereich thermischer Spritzverfahren und Beschichtungslösungen mit Hauptsitz in Pfäffikon, hat 40 Millionen Franken in sein neues Innovations- und Produktionszentrum auf dem Campus Reichhold im Kanton Aargau investiert. Nun feiert das Unternehmen die Grundsteinlegung für den neuen Standort, dessen Bau laut Medienmitteilung in Kürze beginnen soll. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 angesetzt. Mit zukünftig 250 Mitarbeitenden soll die Anlage Forschung und Entwicklung, Engineering, Produktion und Vertrieb in einem Gebäudekomplex zusammenführen.

    Oerlikon plant auf dem Campus Reichhold die Entwicklung moderner thermischer Spritztechnologien und laserbasierter Technologien sowie die Bereitstellung von verschiedenen Dienstleistungen. «Der neue Campus Reichhold wird eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung unserer Geschäftsbereiche in der Luft- und Raumfahrt sowie in der allgemeinen Industrie spielen, indem er die gesamte Wertschöpfungskette in einem kollaborativen Umfeld vereint», wird Prof. Dr. Michael Süss, Executive Chairman von Oerlikon, in der Mitteilung zitiert.

    Die im Campus Reichhold entwickelte Technologie soll die Hitzebeständigkeit, Langlebigkeit und den Korrosionsschutz in industriellen Hochleistungskomponenten verbessern. Diese soll zukünftig vor allem bei Kunden aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Automobil und allgemeine Industrie eingesetzt werden. Ein Prüfstand für Turbinenkomponenten der Luft- und Raumfahrt soll zudem die Validierung von thermischen Spritzbeschichtungen unter realen Bedingungen ermöglichen.

    Darüber hinaus plant Oerlikon die Implementierung umfassender Massnahmen, um die Umweltbelastungen in den Bereichen Energieverbrauch, Mobilität und Ressourcenmanagement am neuen Standort zu reduzieren.