Kategorie: immoNews

immoNews – Aktuelle Immobiliennews, Branchenmeldungen & Entwicklungen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft auf einen Blick.

  • Erholung trotz Lärmbelastung

    Erholung trotz Lärmbelastung

    Städte wachsen, der Lärmpegel steigt und gleichzeitig schrumpfen die natürlichen Erholungsräume. Eine umfassende Untersuchung der Empa und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft belegt nun erstmals für die Schweiz, wie entscheidend begrünte Umgebungen für die Stressbewältigung in lärmbelasteten Städten sind. Körperliche und mentale Erholungsprozesse werden durch den Zugang zu Grünflächen deutlich gefördert, und dieser Effekt ist sogar langfristig messbar.

    Virtuelle Realitäten belegen reale Wirkung
    Im Auralab der Empa tauchten Probandinnen und Probanden mithilfe virtueller Realität in verschiedene Umgebungen ein, von ruhigen Stadtlandschaften bis hin zu naturnahen Szenarien. Nach einer gezielten Stressphase, ausgelöst durch kognitive Aufgaben unter Verkehrslärm, zeigte sich ein klarer Trend. Natürliche Klanglandschaften wie Wälder oder Seen senkten den physiologischen Stress stärker als urbane Kulissen. Schweissproduktion an den Fingern und Kortisolkonzentrationen im Speichel belegten die Wirkung auf den Körper eindeutig.

    Langzeitstudie bestätigt nachhaltige Erholung
    Die Erkenntnisse aus dem Labor bestätigten sich auch in der Feldforschung. In einer Studie mit über 230 Teilnehmenden in Zürich zeigte sich, dass Grünräume in der Nachbarschaft den chronischen Stresspegel senken. Haarproben belegten eine niedrigere Konzentration des Stresshormons Kortisol bei Personen, die in begrünten und ruhigeren Umgebungen leben. Selbst moderat begrünte Stadträume können damit einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Stressbewältigung leisten.

    Wegweiser für gesunde Städte der Zukunft
    Das RESTORE-Projekt («Restorative green spaces in noise-polluted areas») fasst die Ergebnisse der vier Teilstudien zusammen und liefert wichtige Grundlagen für Politik, Stadtplanung und Gesundheitsschutz. Insbesondere sollen die Erkenntnisse Einfluss auf die Weiterentwicklung der schweizerischen Lärmgesetzgebung sowie die Raum- und Umweltplanung nehmen. In einer Zeit, in der drei Viertel der europäischen Stadtbevölkerung von Lärmbelastung betroffen sind, eröffnet die Integration von Grünräumen neue Perspektiven für eine resiliente, lebenswerte urbane Zukunft.

  • Swissbau Lab öffnet neue Horizonte

    Swissbau Lab öffnet neue Horizonte

    Vom 20. bis 23. Januar 2026 wird die Messe Basel zum Treffpunkt der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft. Im Zentrum steht das Swissbau Lab in Halle 1.1, ein Raum für Ideen, Innovationen und neue Partnerschaften. Themen wie Kreislaufwirtschaft, digitale Planungschancen, veränderte Bauprozesse und Klimaschutz prägen die Diskussionen. Mit dem Start der Programmgestaltung am 6. Mai 2025 beginnt eine intensive Phase der Konzeptentwicklung, zu der Unternehmen, Verbände und Institutionen eingeladen sind.

    Workshop als Sprungbrett für Innovation
    Der Kick-off Workshop am 6. Mai 2025 in Zürich bildet den Auftakt. Hier erhalten sowohl bestätigte als auch interessierte Unternehmen alle Informationen zum Konzept und zu Beteiligungsmöglichkeiten am Swissbau Lab. Die Messeverantwortlichen koordinieren die anschliessende Programmentwicklung. Zunächst im Plenum, dann in spezifischen Themengruppen. Kurzfristige Anmeldungen zum Workshop sind bis zum 2. Mai 2025 möglich.

    Vernetzung als Schlüssel zum Fortschritt
    Ob Startup oder etabliertes Unternehmen, entscheidend ist die Motivation, aktiv die Zukunft der Bauwirtschaft mitzugestalten. Mit dem Swissbau Lab entsteht ein dynamisches Innovationsnetzwerk, getragen vom Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein SIA als Leading Partner. Die Plattform fördert den offenen Austausch und setzt auf Kooperation statt Einzelkampf.

    Markus Weber, Präsident von Bauen digital Schweiz und Co-Studiengangleiter Digital Construction an der Hochschule Luzern, unterstreicht die Bedeutung: «Für uns ist die Swissbau eine einmalige Gelegenheit, das Prinzip ‹Miteinander statt jeder für sich› ins Zentrum zu stellen. Gemeinsam Impulse setzen für eine vernetzte, digitale und zukunftsfähige Bau- und Immobilienwirtschaft.»

  • Erfolgsfaktor Work-Life-Balance

    Erfolgsfaktor Work-Life-Balance

    Die Greater Zurich Area gilt als einer der bedeutendsten Wirtschaftsstandorten Europas. Doch neben der wirtschaftlichen Strahlkraft bietet die Region einen entscheidenden Vorteil, eine optimale Work-Life-Balance. Die Balance zwischen beruflichem Erfolg und privatem Wohlbefinden ist hier kein Zufall, sondern das Resultat gezielter wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen.

    Flexible Arbeitsmodelle als Standard
    Die Unternehmen der Wirtschaftsregion Greater Zurich Area setzen auf moderne Arbeitsstrukturen. Homeoffice, Teilzeitmodelle und Gleitzeit sind weit verbreitet. Diese Flexibilität ermöglicht es Fachkräften, Beruf und Privatleben ideal zu verbinden. Die hohe Produktivität in der Schweiz zeigt, dass effizientes Arbeiten und reduzierte Arbeitszeiten kein Widerspruch sind, sondern sich gegenseitig ergänzen.

    Lebensqualität auf höchstem Niveau
    Die Schweiz belegt regelmässig Spitzenplätze in internationalen Rankings zur Lebensqualität. Die Infrastruktur, die Sicherheit und die erstklassige Gesundheitsversorgung sind essenzielle Faktoren, die die Attraktivität des Wirtschaftsregion unterstreichen.

    Dazu kommt die unmittelbare Nähe zur Natur. Wer morgens in einem innovativen Unternehmen arbeitet, kann nach Feierabend in den Alpen wandern, in einem der zahlreichen Seen schwimmen oder in den urbanen Zentren ein vielfältiges kulturelles Angebot geniessen.

    Effizienz durch kurze Wege
    Ein weiteres Erfolgsmerkmal der Region ist die hervorragende Verkehrsinfrastruktur. Pendelzeiten sind im Vergleich zu anderen Metropolen weltweit gering. Die eng getakteten öffentlichen Verkehrsmittel sorgen dafür, dass Fachkräfte weniger Zeit mit hin und her fahren verbringen und mehr Zeit für Beruf, Familie und Freizeit bleibt.

    Ein Magnet für Talente und Unternehmen
    Der Wirtschaftsraum Greater Zurich Area ist nicht nur für Fachkräfte attraktiv, sondern auch für Unternehmen, die von der einzigartigen Standortqualität profitieren. Zahlreiche internationale Konzerne sowie innovative Start-ups haben sich hier angesiedelt, insbesondere in den Bereichen Finanzen, Technologie, Life Sciences und Maschinenbau.

    Herausforderungen und Chancen
    Trotz aller Vorteile gibt es auch Herausforderungen. Die Lebenshaltungskosten sind hoch und der Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt intensiv. Doch Unternehmen begegnen diesen Herausforderungen mit attraktiven Zusatzleistungen, wie Gesundheitsprogrammen, Kinderbetreuung und Weiterbildungsangeboten.

    Die perfekte Balance zwischen Karriere und Freizeit
    Die Wirtschaftsregion Greater Zurich Area bietet eine unvergleichliche Kombination aus wirtschaftlicher Exzellenz und hoher Lebensqualität. Wer hier lebt und arbeitet, profitiert von einer Umgebung, die es ermöglicht, erfolgreich zu sein und gleichzeitig das Leben in vollen Zügen zu geniessen. Die Work-Life-Balance ist kein theoretisches Konzept, sondern gelebte Realität.

  • Die neue Lokstadt: Urban,vielseitig, geschichtsträchtig

    Die neue Lokstadt: Urban,vielseitig, geschichtsträchtig

    Das «Rocket»-Hochhaus ist eines der höchsten in Planung befindlichen Holzwohnhäuser. Mit der Lokstadt entwickelt Implenia einen neuen, urbanen und vielseitigen Stadtteil mit 750 Wohnungen für rund 1500 Menschen. Die Lokstadt liegt südöstlich des Bahnhofs Winterthur. Früher befanden sich auf diesem Gebiet die Werkhallen der schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) – die bedeutendste Lokschmiede der Schweiz. Die benachbarte Fabrik Sulzer übernahm in den 1960er-Jahren die SLM.

    Einige der aus der Produktion der SLM stammenden Lokomotiven fungieren als Namensträger für die verschiedenen Baufelder. So zum Beispiel der «Tender»: Hier wurden Eigentumswohnungen realisiert, die seit Mitte 2023 bezogen sind, sowie Gewerbeflächen. Ebenfalls zum Verkauf standen 11 «Stadthäuser»: Dabei handelt es sich um vier- bis fünfgeschossige Maisonettewohnungen, die bereits fertiggestellt wurden. In einer zweiten Bauetappe entstanden sechs viergeschossige «Townhouses »: Diese umfassen insgesamt 24 Wohnungen und sind seit Frühjahr 2023 bezugsbereit. Ebenfalls seit Sommer 2024 bezogen ist das Bürogebäude «Elefant», das unmittelbar an der Zürcherstrasse liegt.

    Der zentrale Dialogplatz wird künftig von drei Gebäuden umrahmt. Das erste ist das «Krokodil» in Holzbauweise. Hier entstanden 254 Wohnungen, die die unterschiedlichsten Wohnbedürfnisse von drei Genossenschaften sowie individuellen Wohneigentümern erfüllen. Vertikale Fensterbänder erinnern an die ehemaligen Industriehallen und geben dem Gebäude eine klare Struktur. An der Stirnseite des Dialogplatzes liegt «BIGBOY». Der 50 Meter hohe Bau mit 16 Stockwerke beheimatet 125 Mietwohnungen sowie Büro- und Gewerbeflächen zwischen 55 und 370 Quadratmeter. Die Dachterrasse bietet einen einmaligen Blick über die Lokstadt und ganz Winterthur. Der industriellen Vergangenheit des Areals wird durch die Backsteinfassade Rechnung getragen. BIGBOY war im Sommer 2023 bezugsbereit. Das dritte Gebäude befindet sich noch in der Entwicklung und ist derzeit eines der höchsten geplanten Holzwohnhäuser: «Rocket», entwickelt und realisiert im Auftrag von Ina Invest, wird 100 Meter hoch und mit 33 Stockwerken zum Wahrzeichen des neuen Stadtteils und der Winterthurer Skyline. Geplant sind 272 Wohnungen. Im Sockelbau «Tigerli» sind zudem gemeinnützige Wohnungen vorgesehen. Ein Hotel ist ebenfalls projektiert. Der Bezugstermin ist auf 2028 geplant.

    Die Lokstadt steht für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, eine umsichtig geplante Nutzungsvielfalt sowie die innovative Belebung denkmalgeschützter Bauten. Zu diesen gehören die ehemaligen Fabrikhallen. Unter der Federführung von Implenia werden diese zu Erlebnisräumen umgestaltet, welche die lokale Geschichte und das moderne Stadtleben widerspiegeln. Der Stadtteil wird Schritt für Schritt nach Vorgaben des SIA-Effizienzpfads 2040 entwickelt. Trotz der dichten Bauweise wird Wert auf genügend Freiräume und eine hohe Aufenthaltsqualität gelegt. Das Areal wird mit einer baufeldübergreifenden Tiefgarage für den motorisierten Verkehr erschlossen. Oberirdisch haben Fussgänger und Velofahrer dank einer grosszügig gestalteten Fussgängerzone Vorrang.

    Mit der Lokstadt verbindet Winterthur das 19. mit dem 21. Jahrhundert. Hier werden die Industriegeschichte der Stadt mit Winterthurs Zukunft als Wohn-, und Dienstleistungsstadt zusammengebracht. Der Stadtteil wird für Menschen gebaut, die das Stadtleben lieben und denen Nachhaltigkeit am Herzen liegt.

  • Greater Zurich Area erstklassiger Wirtschaftsraum

    Greater Zurich Area erstklassiger Wirtschaftsraum

    Der Wirtschaftsraum rund um Zürich erstreckt sich über mehrere Kantone und ist ein Hotspot für Zukunftsbranchen. Neben seiner Rolle als globales Finanzzentrum mit exzellenter FinTech-Kompetenz bietet die Region ein dynamisches Ökosystem für Technologieunternehmen, die von Stabilität, Vertrauen und einem innovationsfreundlichen Umfeld profitieren.

    Wissenschaftlicher Spitzenstandort mit globaler Wirkung
    Forschungseinrichtungen wie die ETH Zürich oder die Universität Zürich sind Motoren wissenschaftlichen Fortschritts. Sie prägen die Region in Bereichen wie Life Sciences, Robotik oder Künstliche Intelligenz. Der enge Austausch zwischen Hochschulen und Unternehmen fördert Innovationen und beschleunigt die Umsetzung marktfähiger Lösungen, ein entscheidender Standortvorteil im globalen Wettbewerb.

    Attraktiv für Unternehmen, überzeugend für Fachkräfte
    Klare politische Verhältnisse, ein transparentes Rechtssystem und attraktive steuerliche Rahmenbedingungen schaffen ein investitionsfreundliches Klima. Unternehmen schätzen zudem die exzellente Infrastruktur, kurze Entscheidungswege und den Zugang zu hochqualifizierten Arbeitskräften. Die internationale Ausrichtung der Bevölkerung stärkt zusätzlich die Wettbewerbsfähigkeit.

    Lebensqualität als strategischer Erfolgsfaktor
    Die Region überzeugt nicht nur wirtschaftlich. Sie bietet auch ein Umfeld mit hoher Lebensqualität. Internationale Rankings führen Zürich regelmässig unter den weltweit lebenswertesten Städten. Dieses Umfeld wirkt anziehend auf Fachkräfte und Unternehmer und fördert langfristige Bindungen an den Standort.

    Zukunftsorientiert, Nachhaltig und Digital
    Die Area investiert gezielt in nachhaltige Entwicklung, digitale Infrastruktur und technologische Zukunftsthemen. Engagement in Bereichen wie erneuerbare Energien, emissionsarme Mobilität und intelligenter Städtebau machen die Region zu einem Pionier nachhaltiger Transformation, mit Vorbildwirkung über die Landesgrenzen hinaus.

    KMU als tragende Säule der Wirtschaftskraft
    Neben globalen Unternehmen ist die Region geprägt von einem leistungsstarken Mittelstand. Hochspezialisierte KMU stärken die Vielfalt und Innovationskraft des Wirtschaftsraums und ergänzen das industrielle Ökosystem mit Flexibilität und Nischenkompetenz.

  • Digitale Finanzdienste wachsen mit Plattformmodellen

    Digitale Finanzdienste wachsen mit Plattformmodellen

    Die Hypothekarbank Lenzburg hat zwei neue Partner für ihr Banking-as-a-Service-Geschäft gewonnen. Die homie AG aus Bern und die arvy AG aus Zürich setzen künftig die bankeigenen Onboarding- und Kontolösung ein, informiert die Hypothekarbank Lenzburg in einer Mitteilung.

    Banking-as-a-Service (BaaS) ist ein neuerer Geschäftsbereich der Bank und bindet Drittanbieter von Finanzdienstleistern ohne Banklizenz an die von der Bank entwickelte Open-Banking-Plattform Finstar an. Die neuen Partnerschaften zeigten, „dass unsere BaaS-Angebote in den Bereichen Mietkaution und digitale Vermögensverwaltung gefragt sind und wir im BaaS-Geschäft im Schweizer Finanzmarkt an Breite gewinnen“, wird Reto Huenerwadel, Bereichsleiter Marktleistungen bei der Hypothekarbank Lenzburg, in der Mitteilung zitiert.

    Das Fintech homie wird die Lösungen der Hypothekarbank Lenzburg für die Eröffnung und den Betrieb digitaler Mietkautionskonten nutzen. „Gemeinsam mit der Hypothekarbank Lenzburg vereinfachen wir den gesamten Prozess für Immobilienverwaltungen und Mieter spürbar“, wird homie-CEO Arben Lekaj in der Mitteilung zitiert.

    Das Fintech arvy wiederum setzt die Lösungen der Hypothekarbank Lenzburg für die eigenen Konten und Wertschriftendepots bei der Hypothekarbank und weitere Dienstleistungen in der digitalen Vermögensverwaltung ein. „Wir wollen, dass unsere Kunden nicht einfach nur investieren, sondern wirklich verstehen, worin sie investieren“, erläutert arvy-Mitgründer Patrick Rissi. „Die Partnerschaft mit der Hypothekarbank Lenzburg ermöglicht es uns, unsere Vision effizient und regulatorisch sauber umzusetzen.“

  • Virtuelles Kraftwerk aus Solaranlagen und E-Autos

    Virtuelles Kraftwerk aus Solaranlagen und E-Autos

    „Das erste virtuelle Kraftwerk der Schweiz für Privatkunden ist live“, überschreibt die Helion Energy AG einen Beitrag auf LinkedIn. Die 2022 von der AMAG Gruppe übernommene Energiefirma will tausende kleine Energiequellen in Privathand zu einem intelligenten virtuellen Kraftwerk zusammenschliessen. Die einzelnen Solaranlagen, Hausbatterien und Elektroautos werden dabei von der Plattform Helion ONE vernetzt.

    „Schon ein Drittel der heutigen PV-Anlagen könnte ein Pumpspeicherkraftwerk ersetzen“, schreibt Helion Energy. Geplant ist, das dezentrale Grosskraftwerk im Regelenergiemarkt zur Stabilisierung des Stromnetzes einzusetzen. Dafür wird das Netz aktuell in Zusammenarbeit mit der Swissgrid AG getestet.

    Privathaushalte, die sich am virtuellen Kraftwerk beteiligen, können von 200 bis 300 Franken Ertrag im Jahr profitieren. Für KMU liege der Betrag aktuell bei über 1000 Franken bei steigender Tendenz, heisst es im Beitrag. Noch in diesem Jahr will Helion weiteren Interessierten die Teilnahme am dezentralen Grosskraftwerk ermöglichen.

  • Luzern will Verkehrsinfrastruktur als Solarkraftwerke nutzen

    Luzern will Verkehrsinfrastruktur als Solarkraftwerke nutzen

    Der Kanton Luzern will zur regenerativen Strom- und Wärmeerzeugung mehr Sonnenenergie nutzen und zusätzliche Flächen der kantonseigenen Strasseninfrastruktur als Solarkraftwerke nutzen. Der Kanton sieht vor, etwa Brücken, Tunnel, Galerien, Lärmschutzwände, Fahrbahnen, Böschungen und Stützmauern mit Photovoltaik auszustatten.

    Wie es in einer Mitteilung heisst, könne durch Sonnennutzung an den am besten geeigneten Standorten zehnmal mehr Energie gewonnen werden als heute. Das Photovoltaikpotenzial auf diesen Flächen sei demnach steigerungsfähig, hält der 2024 erschienene Fachbericht „Potenziale der erneuerbaren Energieproduktion im Kanton Luzern“ fest.

    Konkrete Zahlen zum Stromerzeugungspotenzial sollen zwei Pilotprojekte ergeben. Auf der Lärmschutzgalerie in Knutwil und bei der Rontalbrücke bei Buchrain und Dierikon sollen Photovoltaikanlagen installiert werden. Laut Mitteilung lasse sich auf den Flächen 1 Gigawattstunde regenerativer Strom erzeugen.

    Die Anlage auf der Rontalbrücke soll in Jahr 2025 in Betrieb gehen und wird vom Kanton realisiert, der dort Eigenstrombedarf vorsieht. Über die grösste Fläche der untersuchten Objekte verfüge die Lärmschutzgalerie Knutwil. Sie sei so gross wie ein halbes Fussballfeld, die Anlage dort soll planmässig ab 2026 Sonnenstrom liefern. Vor dem Bau der Anlage stehen verschiedene Sanierungsmassnahmen an der Lärmschutzgalerie an.

  • PropTech-Start-up entwickelt KI-Lösung für Immobilien

    PropTech-Start-up entwickelt KI-Lösung für Immobilien

    Das auf KI-gestützte Automatisierungslösungen im Immobiliensektor spezialisierte Start-up Nestermind hat laut Medienmitteilung eine substantiell überzeichnete Pre-Seed-Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen.

    Mit dem frischen Kapital sollen die Technologie weiterentwickelt und die nationale und internationale Marktpräsenz nach vorne gebracht werden. Die von Nestermind entwickelte Software Agentic AI ermögliche ein einfacheres Management von Immobilienangeboten, bessere Kundenkommunikation und schnellere Verkaufsprozesse.

    „Wir sind stolz, so erfahrene und strategisch wertvolle Partner an unserer Seite zu haben, die unsere Vision teilen, die Immobilienvermarktung auf ein neues Level zu heben“, wird Mitgründer und CEO Lucas Pelloni zitiert.

    Die Plattform eröffne Akteuren der Immobilienbranche neue Wege, sich in einem datengesteuerten Ökosystem zu vernetzen. „Damit schaffen wir enorme Effizienzpotenziale und eröffnen den Weg für eine neue Art des Arbeitens in der Immobilienbranche”, wird Mitgründer und CTO Severin Wullschleger zitiert.

    Nach Unternehmensangaben sei die Software insbesondere auf die Bedürfnisse kleinerer KMU der Immobilienbranche zugeschnitten. Sie könnten durch die Automatisierung von Aufgaben wie Lead-Generierung und CRM-Management an Effizienz zulegen und Zeit sparen, ohne Investitionen in komplexe Systeme.

    Der Abschluss der Finanzierung kam gemäss der Mitteilung unter Beteiligung einer Investorenrunde aus „namhaften Persönlichkeiten aus der Immobilienbranche, renommierten Family Offices sowie führenden Immobilienunternehmen“ zustande. Über die Summe wurde nichts bekanntgegeben.

  • Angebotsmieten entwickeln sich unterschiedlich

    Angebotsmieten entwickeln sich unterschiedlich

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat Ende März auf dem Stand von 130,1 Punkten geschlossen. Im Vergleich zum Vormonat legte der Index damit um 0,2 Prozent zu, informiert Homegate in einer Mitteilung. Gegenüber dem Vorjahr haben die Fachleute des Immobilienmarktplatzes schweizweit ein Wachstum der Angebotsmieten um 2,6 Prozent registriert.

    Dabei fielen die Entwicklungen innerhalb der Kantone unterschiedlich aus. In sieben Kantonen wurde im Monatsvergleich ein Wachstum von mehr als 1 Prozent registriert, weitere sieben Kantone wiesen einen Rückgang der Angebotsmieten um über 1 Prozent auf. Die stärksten Steigerungen legten dabei die Angebotsmieten in Glarus mit 2,1 Prozent und im Wallis mit 1,3 Prozent vor. Die stärksten Rückgänge verbuchten Nidwalden mit 1,7 Prozent und Graubünden mit 1,1 Prozent.

    Auch bei dem im Index erfassten acht Schweizer Städten haben die Fachleute unterschiedliche Entwicklungen beobachtet. Konkret weisen im Monatsvergleich jeweils vier Städte gestiegene beziehungsweise gesunkene Angebotsmieten auf. Die grössten Veränderungen wurden dabei für Bern mit einem Plus von 0,9 Prozent und für Luzern mit einem Minus von 1,0 Prozent registriert.

    Homegate ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Flughafen testet Wasserspeicher unter eiszeitlicher Rinne

    Flughafen testet Wasserspeicher unter eiszeitlicher Rinne

    Die Flughafen Zürich AG geht den Bau eines zweiten Testbrunnens einer etwa 300 Meter unter dem Flughafengelände liegenden eiszeitlichen Rinne an, informiert die Flughafenbetreiberin in einer Mitteilung. Sie plant, die wasserführende Rinne als Wärme- und Kältespeicher für emissionsfreies Heizen und Kühlen des Flughafengebäudes zu nutzen. Ein im vergangenen Herbst angelegter Testbrunnen hatte bereits erfolgversprechende Resultate geliefert.

    „Die Wassermengen, die gepumpt werden konnten, sowie die Fliessgeschwindigkeit des Wassers stimmen uns weiter zuversichtlich, dass die Rinne als Wärme- und Kältespeicher dienen kann“, wird Guido Hüni, Leiter Energie und Dekarbonisierung der Flughafen Zürich AG, in der Mitteilung zitiert. „Nun braucht es weitere Tests, um festzustellen, in welchem Ausmass dieser Speicher nutzbar ist.“

    Aktuell wird ein geeigneter Standort für den zweiten Brunnen gesucht. Einmal angelegt, soll er für Zirkulationstests mit dem ersten Brunnen verbunden werden. „Mit diesem nächsten Schritt prüfen wir die Effizienz eines solchen Speichers und können bei positiven Resultaten schliesslich den konkreten Ausbau planen“, erläutert Hüni.

    Die Flughafenbetreiberin setzt darauf, über die Rinne den überwiegenden Teil des Heiz- und Kühlbedarfs für das Flughafengebäude decken zu können. Je nach Ergiebigkeit könnte der Wasserspeicher dabei mit Erdsondenfeldern kombiniert werden. Als voraussichtliche Kosten für die Investition werden in der Mitteilung rund 8 Millionen Franken genannt. Dabei kann sich die Flughafen Zürich AG auf finanzielle Förderung durch das Bundesamt für Energie stützen.

  • EPFL-Forschende verbessern mit Rubidium Effizienz von Solarzellen

    EPFL-Forschende verbessern mit Rubidium Effizienz von Solarzellen

    Forschende der EPFL haben laut einer Mitteilung eine Methode zur Reduzierung des Energieverlustes von Perowskit-Solarzellen entdeckt. Perowskit-Solarzellen basieren auf Halbleitern mit breitem Bandabstand, die jedoch häufig unter Phasentrennung leiden, welches mit der Zeit einen Leistungsabfall verursacht. Die Integration von Rubidium (Rb) soll das Material der Halbleiter stabilisieren und gleichzeitig die Energieeffizienz der Solarzelle verbessern. Durch das Ausnutzen der Gitterspannung des Perowskit-Films konnten die Forschenden zudem sicherstellen, dass die Rb-Ionen an richtiger Stelle fixiert sind.

    Die Forschenden um Lukas Pfeifer und Likai Zheng der Gruppe von Michael Grätzel an der EPFL nutzten zudem die Methode der Röntgenbeugung, um diesen Effekt zu verifizieren und zu analysieren. Dabei fanden sie heraus, dass neben der Gitterspannung die Einführung von Chloridionen ebenfalls entscheidend zur Stabilisierung des Materials beiträgt. Die Chloridionen gleichen die Grössenunterschiede zwischen den eingebauten Elementen aus und gewährleisten dadurch eine gleichmässigere Ionenverteilung. Das Ergebnis sei ein gleichmässigeres Material mit weniger Defekten und einer stabileren elektronischen Struktur.

    Die neue Perowskit-Zusammensetzung erreichte mit einer Leerlaufspannung von 1,30 Volt 93,5 Prozent ihres theoretischen Grenzwerts. Dies sei einer der niedrigsten Energieverluste, die jemals bei Perowskit-Halbleitern gemessen wurde. Eine verbesserte Photolumineszenzquantenausbeute weist darüber hinaus auf eine effizientere Umwandlung von Sonnenlicht in Strom hin.

    Die Steigerung der Effizienz von Perowskit-Solarzellen könnte zu effizienteren und kostengünstigeren Solarmodulen führen und damit die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren. Perowskite könnten ausserdem für LEDs, Sensoren und andere optoelektronische Anwendungen genutzt werden. Die Ergebnisse der EPFL könnten daher auch die Kommerzialisierung dieser Technologien beschleunigen.

  • Volkswirtschaft Berner Oberland verzeichnet erfolgreiches 2024

    Volkswirtschaft Berner Oberland verzeichnet erfolgreiches 2024

    In seinem soeben veröffentlichten Jahresbericht 2024 blickt die Volkswirtschaft Berner Oberland auf ein erfolgreiches Jahr zurück, in dem der Fokus auf Vernetzung und Projekte stand. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, konnte der Verein „trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen“ Impulse für die Weiterentwicklung der Region setzen.

    Dazu hätten Veranstaltungen wie das Gemeindeforum, das Wirtschaftstreffen oder das Tourismusforum beigetragen. Parallel dazu seien wichtige Projekte weitergelaufen. So wurde etwa die digitale Lehrstellenplattform Lehre BeO den Angaben zufolge weiter professionalisiert und das Modellprojekt Sprechzimmer+ zur medizinischen und nachbarschaftlichen Grundversorgung ausgebaut. Zudem seien erste Abklärungen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft im Berner Oberland erfolgt.

    Präsidentin Marianna Lehmann wird an der 105. Generalversammlung vom 8. Mai in Interlaken letztmalig durch die Traktanden führen. Die ehemalige Gemeindepräsidentin von Wilderswil BE war seit 2019 im Vorstand der Volkswirtschaft Berner Oberland tätig, seit 2021 an deren Spitze.

    Der Vereinsvorstand schlägt den Thuner Grossrat und Unternehmer Carlos Reinhard als ihren Nachfolger vor. Er hat seit 2024 das 2. Vizepräsidium inne. Der Interlakener Unternehmer Patrick Gurtner soll neu in den Vorstand gewählt werden und auch das 2. Vizepräsidium übernehmen.

    „Unsere Stärke liegt in der Vielfalt“, so Reinhard. „Diese möchte ich sichtbar machen und gemeinsam mit allen Regionen weiterentwickeln. „Das Berner Oberland soll wirtschaftlich stark, touristisch attraktiv und als Lebensraum lebenswert bleiben – dafür setze ich mich ein.“

  • Historische Technik trifft moderne Forschung

    Historische Technik trifft moderne Forschung

    Forschende der Abteilung Mechanical Systems Engineering der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf beteiligten sich am Bau eines Wasserschöpfrades in Steffisburg. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, wurde der Bau erforderlich, nachdem die Zulg wegen Hochwasserschutzes des Ortes um zwei Meter abgesenkt wurde. Der Mühlebach, der jahrhundertelang die Betriebe von Steffisburg mit Wasserenergie versorgt hatte, drohte ebenso wie das umliegende Ökosystem auszutrocknen.

    Die Herausforderung war, die Anlage den Erfordernissen bei Steffisburg anzupassen. „Sie muss bei einem minimalen Abfluss der Zulg von einem Kubikmeter pro Sekunde mindestens 125 Liter Wasser in den Mühlebach speisen“, wird Silvain Michel, Projektleiter der Empa, in der Mitteilung zitiert, „und selbst bei geringeren Zuflüssen müssen noch mindestens 100 Liter pro Sekunde gefördert werden, um die Biotope zu erhalten“.

    Vorbild für die Wasserschöpfanlage war das 1849 von Walter Zuppinger entwickelte Schöpfrad. Das Wasserrad, dessen Effizienz 2016 in aufwendigen Versuchen wissenschaftlich bestätigt wurde, ist bereits im von der Empa installierten Glattfelden-Projekt verwendet worden.

    Im aktuellen Projekt in Steffisburg wurde das Wasserschöpfrad nochmals modifiziert und mit einem separatem Antriebsrad versehen. Beteiligt an der technischen Umsetzung waren neben der Empa das Konstruktionsbüro EKZ in Thun sowie die CFD-Schuck GmbH.

  • Tourismusforum beleuchtet Wandel der Gastfreundschaft

    Tourismusforum beleuchtet Wandel der Gastfreundschaft

    Das diesjährige Tourismusforum Berner Oberland stand unter dem Motto Gastfreundschaft im Wandel, informiert die Volkswirtschaft Berner Oberland in einer Mitteilung. Sie hat den Branchenanlass am 2. April im Kultur- und Kongresszentrum Thun gemeinsam mit dem Hotelier-Verein Berner Oberland und der Made in Bern AG organisiert. Rund 150 Teilnehmende, hauptsächlich aus Tourismus und Hotellerie, tauschten sich über theoretische und praktische Fragen zur Gastfreundschaft aus.

    Im theoretischen Teil stellte Adrian Müller von der Forschungsstelle Tourismus der Universität Bern das Projekt Monitoring und Stärkung der Interaktionsqualität im Schweizer Tourismus vor. Hier wird Künstliche Intelligenz zur Analyse der Qualität von Interaktionen zwischen Gast und Gastgebenden eingesetzt. Konkret sollen mittels natürlicher Spracherkennung Inhalte, Stimmungen und Themen in Beiträgen auf Bewertungsportalen erkannt und ausgewertet werden.

    Im eher praktischen Teil legte David Romanto von den Hauenstein Hotels die Herangehensweise der Hotelgruppe an das Thema dar. Für den General Manager der Hotels stellt Gastfreundlichkeit eine zu trainierende Kompetenz dar. Inwieweit dazu auch die Vermittlung von kulturellen Kompetenzen gehört, legte Alice Leu von der Höheren Fachschule für Tourismus in Thun dar.

    Die Podiumsdiskussion am Forum setzte sich mit der Einbindung der Bevölkerung auseinander. Dabei habe sich gezeigt, „dass ein differenzierter Umgang mit diesem Thema nötig ist und dass die Sorgen und Ängste der lokalen Bevölkerung im Hinblick auf die Tourismusentwicklung ernst zu nehmen sind“, heisst es in der Mitteilung.

  • Standortförderung bringt über 700 neue Jobs im ersten Jahr

    Standortförderung bringt über 700 neue Jobs im ersten Jahr

    Die von den Standortförderern unterstützte Ansiedlung von insgesamt 231 internationalen Unternehmen im Jahr 2024 stärkt die Schweiz als Innovationsstandort, so die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektionen und Switzerland Global Enterprise, die nationale Schweizer Export- und Standortpromotion, in ihrer gleichlautenden Medienmitteilung. Besonders hebt das Gremium hervor, dass rund zwei Drittel dieser Firmen in den fünf Schlüsseltechnologien Gesundheit, Digitales, Automatisierung, Food und Finanz tätig sind. Sie waren von Bund, Kantonen und Regionen in ihrer gemeinsamen Strategie für die Jahre 2024 bis 2027 als besonders förderungswürdig definiert worden. 

    Mit dieser Strategie, so die Mitteilung, seien die Promotionsaktivitäten aller Akteure noch enger verzahnt worden. Dabei profitiere der Standort Schweiz davon, dass sich die unterschiedlichen Kompetenzen der Promotionspartner gegenseitig ergänzten und verstärkten.

    Im ersten Betriebsjahr haben diese 231 neu angesiedelten Unternehmen in der Schweiz 716 neue Arbeitsstellen geschaffen. Den Angaben zufolge planen sie, in den nächsten drei Jahren insgesamt 2135 Arbeitsplätze einzurichten.

    Von diesen Firmen stammt rund die Hälfte aus den USA, aus Deutschland, Frankreich und Grossbritannien. Wie Regierungsrat Walter Schönholzer, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Thurgau und Co-Präsident des Steuerungsorgans für die nationale Standortpromotion, hervorhebt, tragen die angesiedelten Unternehmen „mit ihrem innovativen Knowhow und ihrem breiten Netzwerk auch zur kantonsübergreifenden Wertschöpfung sowie zur Stärkung der lokalen KMU-Landschaft bei“.

  • Wirtschaftsförderung als Brücke zwischen Gemeinden und Unternehmen

    Wirtschaftsförderung als Brücke zwischen Gemeinden und Unternehmen

    Die Region Unteres Bünztal verfügt neu über eine eigene Fachstelle zur Förderung der regionalen Wirtschaft. Die Wirtschaftsförderung Bünztal hat Anfang April ihre Tätigkeit aufgenommen, informiert die neue Fachstelle in einer Mitteilung. „Mit der neuen Wirtschaftsförderung stärken wir unsere Region nachhaltig und setzen ein wichtiges Zeichen für zukunftsorientierte Wirtschaftsentwicklung“, wird Arsène Perroud, Präsident des Regionalplanungsverbands Unteres Bünztal, dort zitiert.

    Die Leitung der Wirtschaftsförderung Bünztal wird Claudia Heger übernehmen. Die 37-jährige Betriebsökonomin hat insbesondere Public- und Non-Profit-Management studiert. In bisherigen Tätigkeiten unter anderem für Wirtschaftsregion ZUGWEST und IDEE SEETAL habe Heger umfassende Erfahrungen in der Standortförderung gesammelt, heisst es in der Mitteilung. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Gemeinden, Unternehmen und Partnerorganisationen das wirtschaftliche Potenzial der Region Bünztal weiterzuentwickeln und sichtbar zu machen“, wird die neue Leiterin Wirtschaftsförderung Bünztal dort zitiert.

    Wirtschaftsförderung Bünztal soll als „Brückenbauerin zwischen Wirtschaft, Behörden und Bildungsinstitutionen“ fungieren. Aktuelle Aufgaben betreffen den kantonalen Entwicklungsschwerpunkt Wohlen-Villmergen und das Gewerbegebiet Wil/Huebächer. Der Region Unteres Bünztal gehören die Aargauer Gemeinden Büttikon, Dintikon, Dottikon, Hägglingen, Hendschiken, Othmarsingen, Sarmenstorf, Uezwil, Villmergen, Waltenschwil und Wohlen an.

  • Niederlande testen Recycling-Zug für nachhaltigen Strassenbau

    Niederlande testen Recycling-Zug für nachhaltigen Strassenbau

    Schotter, Sand, Kies und erdölbasiertes Bitumen in Asphaltstrassen sind die gleichen Stoffe, aus denen auch neue Strassen bestehen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Asphalt bereits erhitzt und verlegt wurde.

    Aus diesem Grund haben niederländische Beamte des Infrastrukturamtes Rijkswaterstaat in Utrecht, das zum Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft gehört, in den Asphalt-Recycling-Zug (ART oder Asphalt Recycling Train) investiert. Das ist eine fahrzeugähnliche Maschine, die alte Strassen vor Ort wiederverwendet, anstatt sie aufzureissen und zu entsorgen und dann neue Materialien zu verwenden und damit mehr Kohlenstoff zu emittieren. Damit wird an gleicher Stelle neuer Asphalt verlegt.

    „Mit dem ART können wir Strassen auf eine weitaus nachhaltigere Weise erneuern“, wird Fredy Sierra-Fernandez in einer Medienmitteilung zitiert, der den ART im Ministerium entwickelt. „Im Moment testen wir eine einzelne Maschine, um zu sehen, was sie in der Praxis leistet.“

    ART lockert die verschlissene Deckschicht von Strassen, erhitzt den alten Asphalt, nimmt das geschmolzene Material auf, rührt und mischt es und trägt dann den erneuerten Asphalt wieder auf die Strasse auf. Die Maschine verdichtet auch die Strasse, so dass eine glatte Oberfläche entsteht.

    Fernandez untersucht nun, wie sich die Strassen nach diesem Verfahren verhalten. Seit Juni und ab  Oktober letzten Jahres wird eine Provinzstrasse in Gelderland im Osten der Niederlande und ein Abschnitt der Autobahn A2 beobachtet, nachdem dort der ART eingesetzt wurde.

    Die Strasse in Gelderland ist in einem guten Zustand. Der Abschnitt der Autobahn A2 ist etwas stärker abgenutzt, aber immer noch ausreichend. „Wir werden so lange weitermachen, bis wir zu 100 Prozent zufrieden sind“, so Fernandez. Tests in anderen Regionen sind für April und Mai 2025 geplant.

    Die niederländische Regierung hofft, dass bis 2030 drei oder vier ARTs im ganzen Land in Betrieb sein werden, um eine Kreislaufwirtschaft für Asphalt zu schaffen.

    Der ART wurde mit dem InfraTech Innovatieprijs 2025 ausgezeichnet.

  • Neue Erlebnisgastronomie entsteht am Flughafen Zürich

    Neue Erlebnisgastronomie entsteht am Flughafen Zürich

    Die am Flughafen Zürich geplante neue Foodhall TREATS wird laut Medienmitteilung von the food collective ag als Betreiberin geleitet. Food collective ist ein Unternehmen der Veranstaltungsmanagementfirma Pointbreak Group in Zürich. Der 2000 Quadratmeter grosse Neubau der Foodhall TREATS ist Teil der umfassenden Erneuerung des Einkaufsbereichs am Flughafen. Die Eröffnung ist für Herbst 2027 vorgesehen. Ab sofort können sich Gastronominnen und Gastronomen bewerben, um dort ihre Produkte anzubieten. Die gesamten Investitionen belaufen sich auf rund 250 Millionen Franken und werden durch die Flughafen Zürich AG getragen.

    Auf rund 2000 Quadratmetern bietet TREATS über 1000 Sitzplätze und wird damit zu einer der grössten Foodhalls der Schweiz, heisst es in der Mitteilung. Die zwölf Meter hohe Halle verfüge über zwei Ebenen und biete 16 sogenannte Foodstalls, wechselnde Foodtrucks, vier Bars und ein Café. Hinzu kommen eine Bühne für Veranstaltungen sowie mehrere Aussenterrassen.

    Die neue Foodhall entsteht zwischen den Parkhäusern P1 und P2 auf der Ebene des Busbahnhofs und verbindet verschiedene Bereiche vom Shopping über Ankunft und Abflug bis hin zum Bahnhof, dem Circle und den Parkhäusern. Insgesamt fünf Ein- und Ausgänge sollen zu einer direkten Erreichbarkeit von verschiedenen Seiten führen.

    „Im TREATS stehen die Freude am Essen und das Miteinander im Vordergrund – ganz nach dem Motto: Treat yourself!“, wird Stefan Gross, Chief Commercial Officer der Flughafen Zürich AG, zitiert.

  • Neues Werk stärkt Bauchemieproduktion in Zentralasien

    Neues Werk stärkt Bauchemieproduktion in Zentralasien

    Die Sika AG setzt den Wachstumskurs in Kasachstan mit der Inbetriebnahme eines neuen Produktionsstandort fort. Das Werk liegt in der Stadt Ust-Kamenogorsk im Osten des Landes und vereint Produktionslinien für Mörtel und Betonadditive und ein Labor.

    Laut einer Medienmitteilung ist es das vierte Werk für Sika-Produkte aus der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie. In der Region herrsche eine hohe Bautätigkeit. Insbesondere die Bergbauindustrie verzeichne starkes Wachstum. Auch dort ansässige Unternehmen aus den Branchen Chemie, Energie und Automotive expandieren. In der Folge steige der Bedarf an Wohngebäuden.

    Das Bauchemie-Unternehmen kündigt an, auch an Grossprojekten beteiligt zu sein. Kasachstan zählt zu den rohstoffreichsten Ländern der Welt. Prognosen gehen für die Bauindustrie in Kasachstan bis 2028 von einem jährlichen Wachstum um 4,2 Prozent aus. Treiber seien Investitionen in Energieprojekte, Wasserspeicher, Verkehrsinfrastruktur und Industrieparks. Schätzungen zufolge betrage das Volumen der landesweiten Bauprojekte 160 Milliarden Franken.

  • Ausbau-Start des Hauptsitzes noch in diesem Jahr

    Ausbau-Start des Hauptsitzes noch in diesem Jahr

    Die CSS plant, die Bauarbeiten für den Ausbau ihres Hauptsitzes an der Tribschenstrasse in Luzern im vierten Quartal dieses Jahres zu beginnen. Die Baueingabe werde Anfang April erfolgen, wird die Luzerner Kranken-, Unfall- und Sachversicherung in einem Bericht der «Luzerner Zeitung» zitiert. Gegen Ende 2027 sollen der Neubau und die Sanierung des 2015 von der CSS erworbenen Gewerbegebäudes abgeschlossen sein.

    Die CSS will fast alle Flächen im Neubau und im Gewerbegebäude für den eigenen Bedarf in Anspruch nehmen. Lediglich im Parterre des Gewerbegebäudes ist zusätzlich ein Bistro geplant. Die Höhe der Baukosten wird zumindest zum jetzigen Zeitpunkt von der CSS nicht kommuniziert.

    Das Konzept für den Ausbau des CSS-Hauptsitzes geht auf einen Entwurf von Diener und Diener Architekten zurück. Das Basler Architekturbüro hatte sich in einem von der CSS ausgeschriebenen Wettbewerb gegen neun Mitbewerbende durchgesetzt. Der siegreiche Entwurf Lambris sieht vor, dass das als schützenswert klassifizierte Gewerbegebäude vom Erweiterungsbau umfasst wird.

  • Wärme aus 2000 Metern Tiefe geplant

    Wärme aus 2000 Metern Tiefe geplant

    Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) hat eine Erkundungsbohrung für ein geplantes Geothermie-Projekt in Magglingen angekündigt. Sofern die erforderliche Kreditbewilligung der Eidgenössischen Räte und die Bohrbewilligungen der Kantonalen Behörden vorliegen, soll in einer Tiefe von rund 1’500 bis 2’300 Metern ein Nachweis von Tiefenwasser gelingen.  

    Laut einer Medienmitteilung werden dort „mehrere potenzielle Tiefenwasserreservoire“ vermutet, welche für eine Geothermieanlage im Nationalen Sportzentrum Magglingen des Bundesamtes für Sport (BASPO) genutzt werden sollen. Die Anlage könnte ab 2029 Wärme dorthin liefern.

    Vorausgegangen waren Untergrunduntersuchungen im Jahr 2023 durch das BBL. Diese sollten helfen, um ein „möglichst präzises geologisches Abbild des Untergrunds“ zu erhalten. Mit dem jetzt bekanntgegebenen Erkundungsschritt soll weiter geklärt werden, ob im Falle eines positiven Nachweises das Tiefenwasser für die wirtschaftliche Nutzung einer Geothermieanlage infrage kommt.

    Seismische Untersuchungen seien Grundlage vieler Geothermie-Vorhaben, zur Klärung der exakten Lage des Tiefenwassers und weil Kennzahlen wie Wassertemperatur, Wassermenge und Fliessrate fehlten. Die vorgesehene Erkundungsbohrung reduziere Unsicherheiten und Projektrisiken.

  • Neubau verbindet Lager, Büroflächen und Solaranlage

    Neubau verbindet Lager, Büroflächen und Solaranlage

    Die Schenker Schweiz AG hat am 1. April 2025 den Spatenstich für die Erweiterung des Landesverkehrsterminals in Eiken gesetzt. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, soll das Terminal um 9800 Quadratmeter auf 15‘400 Quadratmeter erweitert werden. Geplant ist das neue Umschlaglager mit einer Tiefgarage von zwei Ebenen zu jeweils 4900 Quadratmetern. Im Obergeschoss soll zusätzlich ein Bürotrakt mit Sozialeinrichtungen gestaltet werden.

    Auf dem Dach des nach modernen Richtlinien herzustellenden Neubaus wird eine Photovoltaikanlage montiert, die auch Ladestationen für E-Lastwagen versorgen soll. Hauptauftragnehmer des Baus ist die für die gesamte Planung und Ausführung zuständige Tierstein AG.

    «Mit dem modernen Erweiterungsbau verfügt Schenker über zusätzliche Kapazität, um sein Landverkehrsnetz weiter auszubauen», wird Basaran Yildirim, Head of Land Transport der Schenker Schweiz AG, in der Mitteilung zitiert. «Wir bedanken uns für das Vertrauen der Gemeinde Eiken sowie die Zusammenarbeit mit allen Projektbeteiligten.»

    Der Standort Eiken spielt für den Import und Export auf dem Landweg aufgrund seiner guten Verkehrsanbindung an der Nordwestgrenze der Schweiz eine zentrale Rolle für die Schenker-Logistik.

  • Weniger Hürden für Solaranlagen

    Weniger Hürden für Solaranlagen

    Die Schweiz steht vor einer potenziell bahnbrechenden Änderung im Bau- und Energierecht. Eine eidgenössische Volksinitiative fordert, dass Solaranlagen auf bestehenden Bauten und Anlagen künftig keine Baubewilligung mehr benötigen sollen. Dies soll auch für geschützte Ortsbilder und Landschaften gelten, mit wenigen Ausnahmen wie national bedeutenden Kulturdenkmälern.

    Diese Forderung könnte für Immobilienentwickler, Investoren und Standortförderer neue Perspektiven eröffnen. Denn bislang verzögern Denkmalpflege, Ortsbildkommissionen oder langwierige Verfahren oft dringend notwendige Energieprojekte. Die Initiative, lanciert durch den Verein IG Solaranlagen, reagiert auf diesen Stillstand mit einem klaren Appell, vereinfachen, beschleunigen, umsetzen.

    Verfassungsänderung mit Wirkung
    Die Initiative schlägt einen neuen Verfassungsartikel vor, der klarstellt, für Solaranlagen ist keine Baubewilligung erforderlich, unabhängig vom Standort. Einzige Ausnahmen sind Anlagen auf schützenswerten Kulturobjekten. Sollte die Initiative angenommen werden, hat das Parlament nur ein Jahr Zeit, die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen. Andernfalls tritt automatisch eine bundesrätliche Verordnung in Kraft.

    Diese klare Fristsetzung schafft Rechtssicherheit. Ein wichtiger Punkt für Projektentwicklungen und Investitionsentscheidungen im Bereich nachhaltiger Immobilien.

    Ein Signal für den Standort Schweiz
    Die Initiative trifft den Nerv der Zeit. Der rasche Ausbau der Solarenergie ist zentral für die Versorgungssicherheit, den Klimaschutz und die Zukunftsfähigkeit des Standorts Schweiz. Gleichzeitig eröffnet sie Chancen für die Immobilienwirtschaft. Neue Geschäftsmodelle, Wertsteigerung durch energetische Sanierungen und nachhaltige Quartierentwicklungen rücken in greifbare Nähe.

    Die Initiative ist auch eine klare Botschaft an Politik und Verwaltung. Die Energiewende darf nicht an überholten Prozessen scheitern. Standortattraktivität entsteht dort, wo Innovation nicht behindert, sondern beschleunigt wird.

  • Was Baustellen von Raumfahrtmissionen lernen können

    Was Baustellen von Raumfahrtmissionen lernen können

    Baustellen und Weltraummissionen, zwei Welten die kaum unterschiedlicher sein könnten. Trotzdem wer genauer hinsieht, entdeckt zentrale Gemeinsamkeiten. Beide Arbeitsumfelder sind geprägt von Unsicherheiten, hoher Komplexität und potenziell lebensbedrohlichen Situationen. Genau hier setzt das Wissen der Astronautin Maria Martini an. Sie simuliert Weltraumeinsätze unter realen Extrembedingungen auf der Erde. In Höhlen, Wüsten oder unter Wasser und bringt Erkenntnisse mit, die auch für Bauarbeitende hochrelevant sind.

    Routine rettet Leben
    In der Raumfahrt wie im Baugewerbe zählt vor allem eines, absolute Verlässlichkeit in jeder Bewegung. Ob Sicherung am Gerüst oder Anseilen in der Grotte, Sicherheitsprotokolle müssen so verinnerlicht sein, dass sie auch unter Stress fehlerfrei ablaufen. «Ein einziger Fehler kann fatale Folgen haben», sagt Maria. Deshalb wird trainiert, bis jeder Handgriff sitzt. Eine Disziplin, die sich auch auf der Baustelle bezahlt macht.

    Technologieeinsatz mit System
    Die persönliche Schutzausrüstung ist nicht nur Pflicht, sondern Hightech. Marias Raumanzug ist ausgestattet mit Helm, Licht, Funkverbindung und Videoübertragung zur Leitstelle. Auf modernen Baustellen kommen ähnliche Systeme zum Einsatz. Smarte Helme, sensorgestützte Sicherheitslösungen, Echtzeitkommunikation. Die Botschaft ist klar, wer Innovation in der Ausrüstung fördert, steigert nicht nur Effizienz, sondern auch Sicherheit.

    Kommunikation als Sicherheitsgarant
    In gefährlichen Situationen entscheidet oft die Qualität der Kommunikation. Was in Raumfahrtmissionen als «Mission Control» bekannt ist, entspricht auf der Baustelle der klar strukturierten Kommunikation zwischen Vorarbeitenden, Sicherheitsbeauftragten und Bauleitung. Für Maria ist klar: «Nur wenn alle wissen, was zu tun ist und sich gegenseitig vertrauen, kann ein Team in Extremsituationen bestehen.»

    Stressresistenz und Führungskompetenz
    Kritische Momente verlangen kühlen Kopf. Als Maria während einer Mission in einer schlammigen Höhle fast den Halt verlor, half ihr die ruhige Führung ihres Commanders, die Situation sicher zu lösen. Auch auf der Baustelle gilt, Führungskräfte müssen Risiken erkennen, deeskalieren und das Team durch schwierige Situationen leiten können. Eine Fähigkeit, die trainiert und gefördert werden muss.

    Raumfahrtprinzipien für mehr Sicherheit am Bau
    Die Parallelen sind deutlich, Disziplin, Teamgeist, Technologieeinsatz und professionelles Krisenmanagement sind Erfolgsfaktoren, auf der Baustelle genauso wie bei Weltraummissionen. Wer als Unternehmen in der Bauwirtschaft oder im Standortmanagement heute auf zukunftsfähige Sicherheitskultur setzt, profitiert nicht nur von weniger Unfällen, sondern steigert auch die Attraktivität als moderner, verantwortungsvoller Arbeitgeber.

  • Wirtschaft unter Druck, wie krisenfest ist die Schweiz?

    Wirtschaft unter Druck, wie krisenfest ist die Schweiz?

    Seit der Verschärfung globaler Handelskonflikte unter der aktuellen US-Administration rücken Fragen zur wirtschaftlichen Resilienz wieder stärker in den Fokus. Eine neue Untersuchung der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich beleuchtet, wie verletzlich die Schweizer Volkswirtschaft gegenüber internationalen Verwerfungen tatsächlich ist.

    KOF-Co-Direktor Hans Gersbach bringt es auf den Punkt und sagt, die Schweiz ist zugleich robust und anfällig. Während kurzfristige Schocks meist gut abgefedert werden können, drohen bei langanhaltenden Handelskonflikten dauerhafte BIP-Verluste von über einem Prozent pro Jahr. Besonders hart träfe es Schlüsselbranchen wie Maschinenbau, Pharma oder Präzisionsindustrie Branchen, die auch für den Wirtschaftsstandort Schweiz und die Immobilienmärkte eine zentrale Rolle spielen.

    Szenarien zeigen Gefahren für Standort und Stabilität
    Die Analyse basiert auf dem neuen «KOF Handelsmodell». Einem innovativen Gleichgewichtsmodell, das globale Lieferketten, Preisveränderungen und Nachfrageeffekte detailliert abbildet. Die Simulationen zeigen, dass nahezu alle untersuchten Szenarien für die Schweiz negativ ausfallen, vor allem wenn protektionistische Massnahmen ganze Handelsblöcke betreffen.

    Besonders kritisch wäre eine Eskalation zwischen den USA und Europa, in deren Folge auch die Schweiz von Gegenzöllen betroffen wäre. In diesem Fall wären Wachstumsrückgänge über ein Prozent BIP pro Jahr möglich. Ein schwerwiegender Einschnitt, insbesondere für exportorientierte Branchen und deren Standortumfeld.

    Risiken früh erkennen und Resilienz gezielt stärken
    Die Studie nennt auch konkrete Handlungsfelder. Freihandelsabkommen und eine strategische Diversifikation von Import- und Exportmärkten gehören zu den wichtigsten Hebeln, um die Resilienz der Schweizer Wirtschaft zu stärken. Ebenso entscheidend sind stabile Rahmenbedingungen für Investitionen in Schlüsseltechnologien sowie ein innovationsfreundliches Umfeld.

    Vorausschau statt Alarmismus
    Die KOF-Studie zeigt, die Schweiz ist auf globaler Ebene verwundbar, verfügt aber über Instrumente zur Risikominimierung. Eine kluge Handelspolitik, strategische Innovationsförderung und stabile institutionelle Rahmenbedingungen stärken nicht nur die Volkswirtschaft, sie machen auch den Wirtschaftsstandort krisenfester und attraktiver für langfristige Investitionen.

  • Minergie-Zertifikat bringt messbare Renditevorteile

    Minergie-Zertifikat bringt messbare Renditevorteile

    Klimafreundliche Baumassnahmen gelten oft als Kostenfaktor. Bei ganzheitlich zertifizierten Minergie-Gebäuden kehrt sich dieses Bild jedoch. Die aktuelle Studie von Dr. Constantin Kempf zeigt, Minergie-zertifizierte Mehrfamilienhäuser, die zwischen 2010 und 2020 realisiert wurden, verursachen zwar Mehrkosten von 1,6 bis 5,1 Prozent. Diese zahlen sich jedoch aus mit Anfangsmieten, die im Durchschnitt 2,6 bis 6,6 Prozent über vergleichbaren, nicht zertifizierten Objekten liegen.

    Einzelne Massnahmen wie Wärmepumpen oder Fernwärme erhöhen zwar die Baukosten. Ohne das Minergie-Gesamtkonzept lassen sich daraus jedoch keine höheren Mieten generieren. Erst die konsequente Umsetzung des Standards schafft einen marktfähigen Mehrwert, für Investoren, Eigentümer und Bauherrschaften.

    Standortvorteil durch Qualität und Transparenz
    Minergie steht nicht nur für Energieeffizienz, sondern auch für kontrollierten Luftwechsel, besseren Hitzeschutz und Nutzung erneuerbarer Energien. Mit über 60’000 zertifizierten Gebäuden hat der Standard massgeblich zur CO2-Reduktion beigetragen. Für Investoren interessant, Minergie kann den Immobilienwert steigern, die Ausnutzbarkeit erhöhen und wirkt sich positiv auf Finanzierungskonditionen aus.

    Der neue Standard Minergie-Areal zeigt, dass auch auf Quartier- und Arealebene eine Transformation in Richtung Nachhaltigkeit messbar und planbar möglich ist. Besonders in der Standortentwicklung bietet dies neue Argumente für zukunftsfähige und renditestarke Bauprojekte.

    Mehr Komfort, weniger Betriebskosten
    Nicht nur Vermietende profitieren. Auch Mietende geniessen einen deutlich spürbaren Mehrwert. Zwar liegen die Nettomieten geringfügig höher, doch tiefere Nebenkosten und mehr Wohnqualität, etwa durch automatische Lüftungssysteme und besseren sommerlichen Wärmeschutz, gleichen dies aus.

    Minergie ist damit mehr als ein Umweltlabel. Es ist ein wirtschaftliches, politisches und gesellschaftliches Instrument, das sowohl Rendite als auch Klimaziele in Einklang bringt. Für Investoren, Entwickler und Standortförderer eröffnet sich hier ein klarer Weg, der ökologische Verantwortung und ökonomischen Nutzen vereint.

  • Immobilienmonitor schafft Markttransparenz im Kanton Freiburg

    Immobilienmonitor schafft Markttransparenz im Kanton Freiburg

    Der Immobilienmonitor Freiburg ist ein wegweisendes Beispiel dafür, wie datenbasierte Analysen den Mietwohnungsmarkt transparenter und steuerbarer machen. In den Städten Freiburg, Bulle und Estavayer ermöglicht das neue Monitoring-System erstmals detaillierte Einblicke in Verfügbarkeit, Mietpreisentwicklung und Fluktuationsraten. Differenziert nach Wohnungstyp und Quartier.

    Erarbeitet wird der Monitor von der Hochschule für Wirtschaft Freiburg, was eine unabhängige wissenschaftliche Fundierung garantiert. Damit entsteht ein Instrument, das Investoren, Planungsbehörden, Standortförderer und Immobilienentwickler gleichermassen nutzen können, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

    Partnerschaftlich zur Datenqualität
    Die Stärke des Immobilienmonitors liegt in seiner öffentlich-privaten Trägerschaft. 18 Akteure der regionalen Immobilienwirtschaft haben sich unter dem Motto «Mehr Wissen, besser agieren» zusammengeschlossen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es, Marktdaten direkt aus der Vermietungspraxis zu erheben. Ein Novum in dieser Detailliertheit.

    Die Ergebnisse werden quartalsweise aktualisiert und öffentlich zugänglich gemacht. Ihre flexible Aufbereitung erlaubt individuelle Analysen für verschiedenste Nutzergruppen. Dieses Vorgehen schafft nicht nur Transparenz, sondern fördert Vertrauen, Standortentwicklung und zukunftsgerichtete Investitionen.

    Wohnungsmarkt im Wandel erkennen
    Seit dem zweiten Quartal 2022 zeigt der Monitor einen Rückgang der Verfügbarkeit von Mietwohnungen in allen drei Pilotregionen. Besonders auffällig sind Unterschiede je nach Wohnungsgrösse und Quartier. Während in Freiburg kleinere Wohnungen noch relativ gut verfügbar sind, wird es bei grösseren Objekten enger, insbesondere im Quartier Schönberg. In Bulle wiederum liegen die Mieten bei grösseren Wohnungen über dem Niveau von Freiburg, begleitet von höheren Fluktuationsraten.

    Diese detaillierte Datentiefe ermöglicht es, nicht nur aktuelle Entwicklungen nachzuvollziehen, sondern auch künftige Trends frühzeitig zu erkennen. Ein entscheidender Vorteil für Akteure, die in einem sich wandelnden Markt agieren.

    Modell für die Schweiz
    Mit Unterstützung des Bundesamts für Wohnungswesen zeigt das Projekt, wie regionale Märkte datenbasiert analysiert und transparent gestaltet werden können. Ein auf dem Projekt basierender Leitfaden steht bereits zur Verfügung und bietet anderen Regionen eine strukturierte Vorlage zur Nachahmung.

    Der Immobilienmonitor Freiburg ist damit mehr als ein technisches Werkzeug, er ist ein strategisches Instrument für nachhaltige Standortentwicklung und professionelles Immobilienmanagement in der Schweiz.

  • Zukunft der Standortförderung im Kanton Zürich

    Zukunft der Standortförderung im Kanton Zürich

    Sie leiten seit über 15 Monaten zusammen mit Markus Müller in Co-Leitung die Standortförderung des Kantons Zürich.  
    Welche Erkenntnisse haben Sie gewonnen? 
    Der Standort Zürich sticht durch seine wirtschaftliche Grösse innerhalb der Schweiz heraus. Dies verlangt auch, dass wir uns nicht nur in kantonalen Themen stark engagieren, sondern auch auf der nationalen und teilweise auch internationalen Bühne bewegen. So machen wir uns für den KI-Standort Schweiz stark oder lassen internationale Partner an unseren Erkenntnissen zu KI-Anwendungen in der Wirtschaft teilhaben.  

    Zugleich finde ich die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie Politik zielführend, wenn es um die Schaffung von nachhaltig attraktiven Rahmenbedingungen geht. 

    Könnten Sie uns einen kurzen Überblick über die aktuellen Schwerpunkte der Standortförderung im Kanton Zürich geben? 
    Zentrale Schwerpunkte sind:  

    Wie eben angesprochen, die Entwicklung von attraktiven, langfristigen Standortfaktoren. Durch den engen Dialog mit Wirtschaft und Wissenschaft erkennen wir Trends frühzeitig und setzen gezielt Impulse für die Standortentwicklung. 

    Die Förderung der Innovation und Stärkung unserer Schlüsselbranchen Finance, ICT, Life Science, Food, Clean- und Hightech.  

    Die Erhaltung und Stärkung der Vielfalt der Branchenstruktur. In diesem Zusammenhang begleiten wir auch Unternehmen, die sich hier ansiedeln wollen – von der Standortsuche bis zu Bewilligungen. 

    Auf diesen drei Pfeilern basieren unsere Projekte, Programme oder Initiativen.  

    Welche langfristigen Visionen verfolgt die kantonale Standortförderung in Bezug auf die Standortentwicklung? 
    Die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts hängt von einer Vielzahl an diversen Standortfaktoren ab. Diese reichen von zielgruppenfreundlichen Regulierungen und digitalen Behördenleistungen über eine starke Innovationskraft bis hin zur zukunftsfähigen Gestaltung der Wirtschaftsflächen.Wir verfolgen das Ziel, ein für Unternehmen und die Bevölkerung attraktiver, führender und zukunftsgerichteter Innovations- und Wirtschaftsstandort mit internationaler Strahlkraft zu sein. 

    Zürich gehört zu den teuersten Wohnorten weltweit. Die hohen Immobilienpreise und Mieten werden auch für Unternehmen immer mehr zu einer Belastung. Was kann die Standortförderung dagegen tun? 
    Wir setzen uns auf verschiedenen Ebenen nicht nur für die Attraktivität und Prosperität des Wirtschaftsraumes, sondern auch für eine hochwertige und ausgezeichnete Lebensqualität ein. Diesbezüglich spielt die Verfügbarkeit von Wohnraum auch dazu. Eine konkrete Anwendung findet sich so z.B. in unserer Innovation Sandbox für Künstliche Intelligenz. In der aktuellen Phase begleiten wir den Einsatz von KI bei Baugesuchen. Durch die gewonnenen Ergebnisse hoffen wir, Ansätze zur Verringerung des Baustaus und zur Verschlankung der Baubewilligungsprozesse zu finden.  

    Auf Amtsebene angesiedelt ist zudem die Wohnbauförderung. Sie fördert die Bereitstellung von preisgünstigen Mietwohnungen mit attraktiven Darlehen.  

    Die Alterung der Bevölkerung beeinflusst die Immobilienbranche und den Arbeitsmarkt. Welchen Stellenwert hat diese Tatsache für den Kanton Zürich und wie können Sie darauf reagieren? 
    Das Thema der demografischen Verschiebungen und der sich öffnenden Arbeitsmarktschere beschäftigt uns schon länger auf verschiedenen Ebenen. In den nächsten Jahren werden viele erfahrene Arbeitskräfte pensioniert – das verstärkt den Wettbewerb um Talente.  

    Einerseits erarbeiten wir verschiedene Projekte im Bereich der Fachkräftegewinnung und -haltung sowie Arbeitsmarktpartizipation. Zugleich sind wir aktuell daran, neue übergreifende Ansätze zum Thema Demografie zu entwickeln, die längerfristig wirken sollen. Denn eines ist klar, dass die Bewältigung der Herausforderung «Demografie» systemisch gedacht werden muss und somit viele involvierte Parteien und Stakeholder mit an den Tisch gebracht werden müssen.  

    Wie sehen Sie die Rolle des Kantons im Wirtschaftsraum Greater Zurich Area? 
    Die Greater Zurich Area ist einer der innovativsten Wirtschaftsstandorten Europas – und der Kanton Zürich spielt dabei eine zentrale Rolle. Als führender Innovationsstandort schaffen wir die Rahmenbedingungen, die Unternehmen benötigen, um sich erfolgreich zu entwickeln. So profitieren schlussendlich auch die weiteren Kantone innerhalb des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area von unserer starken Position. 

    Als Wirtschaftsmotor der Schweiz ist der Kanton Zürich auch der grösste Mittelgeber des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area. Zugleich ist unsere Direktionsvorsteherin, Regierungsrätin Walker Späh, Stiftungsratspräsidentin des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area. Der Kanton Zürich ist zudem mit den beiden Städten Winterthur und Zürich zusätzlich in dem Wirtschaftsraum Greater Zurich Area aktiv vertreten. So können wir unsere Interessen optimal einbringen und die Aktivitäten des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area mit den unsrigen abstimmen. 

    Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit anderen Kantonen innerhalb des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area?  
    Welche gemeinsamen Projekte sind aktuell? 
    Die Zusammenarbeit innerhalb der Organisation des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area fokussiert primär auf Fragen der Ansiedlung. In diversen weiteren Konstellationen und Gremien arbeiten wir sehr eng mit anderen Kantonen zusammen. So z.B. im Metropolitanraum Zürich aber auch auf kleinerer räumlicher Ebene wie im Limmattal. Wobei nicht immer alle Kantone auch Mitglieder des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area sind. 

    Aktuelle Projekte in der Zusammenarbeit sind beispielsweise die 2. Phase der Innovation Sandbox für Künstliche Intelligenz, in der auch das angesprochene Baubewilligungsprojekt untergeordnet ist, oder auch die Neupositionierung der regionalen Standortförderung Limmatstadt, bei der wir über die Kantonsgrenze in funktionalen Räumen denken und Lösungen suchen.

  • Innovation Park Ticino strategisches Zukunftsprojekt

    Innovation Park Ticino strategisches Zukunftsprojekt

    Der Switzerland Innovation Park Ticino wird sich auf einer 25’000 Quadratmeter grossen Fläche mitten im neuen Quartier ansiedeln. Die Nähe zum Bahnhof Bellinzona und die hervorragende Anbindung an die Wirtschaftszentren Zürich und Mailand machen den Standort besonders attraktiv. Im Zentrum des Quartiers wird die historische «Kathedrale» der ehemaligen Werkstätten bewahrt und als Wahrzeichen der industriellen Vergangenheit in das moderne Stadtbild integriert. 

    Förderung von Forschung und Entwicklung 
    Der Innovationspark wird zum Dreh- und Angelpunkt für hochmoderne Forschungsprojekte und Unternehmenskooperationen. Geplant sind Kompetenzzentren für Drohnentechnologie, Life Sciences und Lifestyle-Tech. Diese sollen die Innovationskraft der Region stärken und die Zusammenarbeit zwischen Start-ups, etablierten Unternehmen und akademischen Einrichtungen intensivieren. Das Life Sciences Competence Center beispielsweise wird neue Wege in der Biotechnologie erschliessen und an tierversuchsfreien Arzneimitteltests arbeiten. 

    Ein strategisches Gemeinschaftsprojekt 
    Die Finanzierung erfolgt durch eine breite Partnerschaft aus öffentlichen und privaten Akteuren, darunter der Kanton, die BancaStato, Industrie- und Wirtschaftsverbände sowie renommierte Hochschulen wie die Università della Svizzera italiana (USI) und die Fachhochschule SUPSI. Die Switzerland Innovation Park Ticino SA wurde als gemeinnützige Organisation gegründet und wird die Entwicklung des Parks leiten. 

    Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung des Tessins 
    Mit der offiziellen Anerkennung durch das nationale Innovationsnetzwerk Switzerland Innovation wird der Standort Ticino eng mit dem Innovationspark Zürich vernetzt. Diese Zusammenarbeit soll Synergien zwischen den beiden Regionen schaffen und den Wissensaustausch zwischen Forschung und Industrie fördern. Die Verbindung zum MIND Milano Innovation District unterstreicht die internationale Ausrichtung des Projekts und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Tessins als Hightech-Standort. 

    Die Staatsräte Christian Vitta und Marina Carobbio Guscetti betonen die strategische Bedeutung des Innovationsparks für das Tessin. Für den Wirtschaftsstandort Tessin ist der Innovationspark ein strategisches Projekt für die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons. Ziel ist es, die Region als Innovationshub zu etablieren, hochqualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen und Investitionen anzuziehen. Der Switzerland Innovation Park Ticino wird somit zu einem zentralen Motor der wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung der Region und festigt die Position des Tessins als bedeutender Akteur im schweizerischen Innovationsökosystem.