Kategorie: immoNews

immoNews – Aktuelle Immobiliennews, Branchenmeldungen & Entwicklungen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft auf einen Blick.

  • Potenziale der Wohnbautätigkeit und Innenentwicklung

    Potenziale der Wohnbautätigkeit und Innenentwicklung

    Die Wohnbautätigkeit ist ein zentraler Faktor in der nachhaltigen Stadt- und Raumentwicklung. Die Schweiz steht vor der Aufgabe, neuen Wohnraum zu schaffen, ohne dabei wertvolle Flächen ausserhalb bestehender Siedlungsgebiete unnötig zu beanspruchen. Die Erkenntnisse des Bundesamts für Raumentwicklung zeigen, dass insbesondere der Wohnungsbau im Bestand eine zentrale Rolle für die künftige Entwicklung einnimmt. Dieser ist jedoch mit komplexeren Herausforderungen verbunden als ein Neubau auf bisher unbebauten Flächen.

    Wo entstehen neue Wohnungen?
    Eine Analyse der Wohnbautätigkeit zwischen 2018 und 2022 zeigt klare Muster. Ländliche und periurbane Gemeinden weisen im Verhältnis zu ihrem Erstwohnungsbestand eine höhere Neubautätigkeit auf als städtische Gebiete. Dennoch hat der Anteil an Neubauten auf bisher unbebauten Bauparzellen insgesamt abgenommen, während der Anteil des Bauens im Bestand mittlerweile 59 Prozent der Baubewilligungen ausmacht. In urbanen Gebieten konzentriert sich der Wohnungsbau zunehmend auf bereits bestehende Siedlungsgebiete, während am Siedlungsrand weiterhin Wachstum verzeichnet wird.

    Herausforderung Bauen im Bestand
    Der Wohnungsbau auf bereits bebauten Flächen ist vielschichtiger als die Erschliessung neuer Baugebiete. Eine zentrale Erkenntnis ist, dass Gemeinden mit grossen unbebauten Baulandreserven eine geringere Bautätigkeit im Bestand aufweisen. Der Druck zur Nachverdichtung ist dort niedriger, wo noch ausreichend Flächen für Neubauten vorhanden sind. Gleichzeitig können gezielte Massnahmen der Gemeinden sowie hochwertige Bauprojekte einen positiven Beitrag zur Innenentwicklung leisten und Anreize für die Nutzung bestehender Strukturen schaffen.

    Treiber und Hemmnisse der Bautätigkeit
    Die Bautätigkeit auf unbebauten Flächen ist einfacher zu analysieren, da sie stark von messbaren Faktoren wie Immobilienpreisentwicklung und Mietniveaus beeinflusst wird. Fallstudien zeigen , dass Gemeinden mit einer aktiven Wohnbaupolitik eine höhere Innenentwicklung aufweisen. Kommunale Massnahmen wie gezielte Beratungen, Bodenpolitik oder attraktive öffentliche Räume können entscheidende Anreize für die Nachverdichtung setzen.

    Qualität als Schlüssel zur Akzeptanz
    Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Qualität der Bauprojekte. Die gesellschaftliche Akzeptanz ist höher, wenn Bauprojekte nicht nur zusätzlichen Wohnraum schaffen, sondern auch zur Siedlungsqualität beitragen. Dies umfasst unter anderem öffentlich zugängliche Freiflächen, Biodiversitätsförderung oder sozialverträglichen Wohnraum. In der Innenentwicklung sind solche Qualitätskriterien besonders wichtig, da bauliche Veränderungen oft im direkten Wohnumfeld der Anwohner erfolgen.

    Siedlungsentwicklung ein langfristiger Wandel
    Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Raumplanungsgesetzes zeigen erste Daten, dass die Transformation in Richtung Innenentwicklung begonnen hat. Besonders in städtischen Gebieten wie Zürich, Basel und Lausanne entstehen immer mehr Wohnungen durch Umnutzungen oder Aufstockungen bestehender Gebäude. Doch auch in periurbanen und ländlichen Gemeinden zeigt sich eine zunehmende Tendenz zur Nutzung bereits bebauter Flächen.

    Strategien für Wohnbautätigkeit
    Die Analyse der Wohnbautätigkeit zeigt, dass eine gezielte Steuerung durch die Raumplanung möglich ist. Gemeinden, die aktiv die Innenentwicklung fördern, können die Herausforderungen des Wohnungsbaus besser bewältigen. Erfolgreiche Strategien umfassen eine vorausschauende Bodenpolitik, hochwertige Bauprojekte und eine enge Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privaten Akteuren. Die Innenentwicklung bleibt eine der zentralen Aufgaben für eine zukunftsorientierte Raumentwicklung, um wachsenden Wohnraumbedarf ressourcenschonend zu decken.

  • Refinanzierung sichert Stabilität und Investitionsspielraum

    Refinanzierung sichert Stabilität und Investitionsspielraum

    Der Bau- und Immobiliendienstleister Implenia AG hat laut Medienmitteilung erfolgreich eine Anleihe über 220 Millionen Franken platziert. Die  festverzinsliche, nicht nachrangige Anleihe wurde zum Nennwert mit einer Laufzeit von vier Jahren und einem Zinssatz von 2,50 Prozent emittiert. Die Anleihe soll an der SIX Swiss Exchange zum Handel zugelassen und kotiert werden.

    Das Settlement der Anleihe, der verpflichtende Beitritt der Investoren, werde voraussichtlich am 30. April stattfinden, heisst es weiter. UBS AG, Commerzbank Aktiengesellschaft, Raiffeisen Schweiz Genossenschaft und Zürcher Kantonalbank fungierten bei der Emission als Joint Lead Manager (JLM) und Bookrunner oder Konsortialführer. JLMs sind für die Vermarktung der Verbriefung an Investoren und für termingerechte und budgetgerechte Abwicklung der Transaktion verantwortlich.

    Der Emissionserlös werde für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet, heisst es in der Mitteilung. Dazu gehört auch die Refinanzierung bestehender Schulden, wie die Rückzahlung der am 26. November 2025 fälligen Anleihe über 175 Millionen Franken und des am 9. Juni fälligen Schuldscheins über 30 Millionen Euro. Die erfolgreiche Emission ermöglicht es Implenia, die Finanzierungsstruktur des Unternehmens weiter zu stärken, heisst es in der Mitteilung.

    Als Bau- und Immobiliendienstleister entwickelt, realisiert und bewirtschaftet Implenia Lebensräume, Arbeitswelten und Infrastruktur für künftige Generationen in der Schweiz und in Deutschland, heisst es vom Unternehmen.

    Implenia mit Hauptsitz in Opfikon beschäftigt demnach europaweit über 9000 Mitarbeitende und erzielte 2024 einen Umsatz von 3,6 Milliarden Franken.

  • Neue Fabrik wird in Ecuador eröffnet

    Neue Fabrik wird in Ecuador eröffnet

    Die Sika AG baut ihre Präsenz in Ecuador aus. Zusätzlich zum bereits bestehenden Standort im Wirtschaftsraum von Guayaquil hat das weltweit aktive Unternehmen der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie am 3. April in Quito eine zweite Fabrik für Mörtel eröffnet, informiert Sika in einer Mitteilung. Mit dem neuen Standort in der Hauptstadt Ecuadors will das Unternehmen seine landesweite Lieferkette durch kürzere Transportwege und geringere CO2-Emissionen optimieren.

    Zudem setzt Sika darauf, von der wachsenden Bautätigkeit in Ecuador zu profitieren. «Unser neues Werk in Quito kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt, da sich die Bautätigkeit in Ecuador stark erholt», wird Mike Champion, Regionalleiter Americas bei Sika, in der Mitteilung zitiert. «Sika ist gut positioniert, um die wachsenden Märkte im Norden und Süden des Landes mit hochwertigen, innovativen Lösungen zu versorgen und der steigenden Nachfrage gerecht zu werden.» Der Mitteilung zufolge hat sich Sika in Ecuador bereits eine führende Position beim Vertrieb von Fliesenklebern und Mörtel aufgebaut.

  • Automatisierte Produktion für nachhaltige Energienutzung

    Automatisierte Produktion für nachhaltige Energienutzung

    Die in Opfikon ansässige Libattion AG hat in Biberist ein neues Werk für die Aufbereitung ausgedienter Batterien aus Elektroautos in Betrieb genommen. Hier werden aus den Batterien modulare stationäre Energiespeicher gefertigt. Laut Unternehmensangaben handelt es sich dabei um Europas grösste Anlage dieser Art. Die Produktionsstätte wurde auf dem Gelände eingerichtet, das auch vom Batterierecylingunternehmen Librec genutzt wird.

    Die neue Anlage verfügt über einen hohen Automatisierungsgrad. „Unsere neue Produktionshalle ermöglicht es uns, flexibel auf die Marktanforderungen zu reagieren und dabei einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung in Europa zu leisten“, wird Stefan Bahamonde, CEO und Mitgründer von Libattion, in der Mitteilung zitiert. „Durch die Automatisierung unserer Produktion können wir nicht nur effizient, sondern auch wirtschaftlich agieren und unsere Kapazitäten präzise an die Nachfrage anpassen.“

    Im Jahr 2022 hat Libattion stationäre Speicher mit einer Gesamtkapazität von 7 Megawattstunden hergestellt, im vergangenen Jahr wurden bereits 27 Megawattstunden Gesamtkapazität erreicht. Bis 2026 will das Unternehmen die Gesamtkapazität auf 500 Megawattstunden steigern. Die Speichersysteme von Libattion sind modular aufgebaut und können Kapazitäten von 97 Kilowattstunden bis zu 60 Megawattstunden aufweisen. Sicherheit stehe dabei an erster Stelle, erklärt Bahamonde: „durch die automatisierte Produktion und strenge Qualitätskontrollen können wir für jeden Speicher höchste Sicherheitsstandards garantieren“.

  • Übernahme von Baufirma in Peru

    Übernahme von Baufirma in Peru

    Holcim hat laut einer Unternehmensmitteilung die Übernahme der Compañía Minera Luren abgeschlossen. Mit der in Lima ansässigen Firma für Spezialbaulösungen sieht sich der in Zug ansässige Baustoffkonzern gut aufgestellt, um sein Geschäft in Peru auszubauen und das Wachstum in Lateinamerika zu beschleunigen. Holcim geht davon aus, dass diese Übernahme in Peru und Lateinamerika «erhebliche Synergien» schaffen wird. Denn wie es heisst, ergänze das Produktportfolio das bestehende Geschäft von Holcim in Peru «in hohem Masse».

    Das 1956 gegründete Familienunternehmen Compañía Minera Luren stellt unter seiner Marke La Casa Mauerwerksysteme und andere Spezialbaustoffe her, darunter Mineralien für industrielle Anwendungen. Spezialisiert ist das Unternehmen auf Wandsysteme, die energieeffiziente Dämmung und Spezialmörtel kombinieren.

    «Die Übernahme der Compañía Minera Luren wird das Produktportfolio von Holcim erweitern», so Oliver Osswald, Leiter der Region Lateinamerika. Deren Wandsysteme würden es Holcim ermöglichen, «der Kundschaft vollständig integrierte Komplettlösungen anzubieten, von Fundamenten und Bodenbelägen bis hin zu Wänden und Dächern».

  • Mobiles Büro bringt Coworking aufs Land und ans Wasser

    Mobiles Büro bringt Coworking aufs Land und ans Wasser

    Der Coworking-Anbieter Westhive aus Zürich und AMAG setzen laut einer Medienmitteilung gemeinsam eine Idee für mobiles Arbeiten in modern ausgestatteten Oldtimer-Doppeldeckerbussen um. Diese wurden zu Expressbussen umgebaut und mittels Kaffeebar, WLAN und Stromanschlüssen in rollende Arbeitsplätze umfunktioniert.

    Interessierte können das fahrbare Büro über die Plattform Airbnb buchen. Das neuartige Angebot soll zunächst für die Schweiz gelten, später auch international ausgeweitet werden, als Teil des «globalen Live & Work Anywhere-Programms» von Airbnb.

    «Westhive Express bringt das Büro auf Rädern – mobil, flexibel und überall dort, wo bisher kein Coworking-Angebot existierte», heisst es. Nach den Worten von Andreas Widmer, Mitgründer von Westhive, steht die Arbeitsform für «Freiheit und Bewegung».

    Der Westhive Express schlage eine Brücke zwischen klassischer Mobilität und moderner Arbeitskultur mit einem Konzept, das an Cafés im Freien denken lässt. «Vor dem Bus laden kleine Tische mit Sonnenschirmen zur kreativen Pause im Grünen ein – sei es am Seeufer, bei einem Festival oder in einer ländlichen Gemeinde», heisst es.

    Für den in der Mitteilung zitierten Philipp Wetzel, Managing Director AMAG Corporate Development, Innovation & Venture LAB, verbinden sich Mobilität, Gastfreundschaft und produktives Arbeiten als «logische Weiterentwicklung des digitalen Lifestyles».

    Der erste Westhive-Expressbus wird laut Mitteilung in Kürze zu seiner Jungfernfahrt aufbrechen. Weitere mobile Einheiten seien in Planung.

  • Jetzt bewerben: Wer gewinnt den Real Estate Award 2025?

    Jetzt bewerben: Wer gewinnt den Real Estate Award 2025?

    Der Real Estate Award ist mehr als eine Auszeichnung – er ist ein Spiegel der Innovationskraft in der Schweizer Immobilien- und Bauwelt. Seit Jahren steht er für Qualität, Weitblick und Pioniergeist. Wer sich bewirbt, wird Teil einer Community, die bereit ist, neue Wege zu gehen, bestehende Denkmuster aufzubrechen und die Branche aktiv mitzugestalten.

    Jedes Jahr werden herausragende Projekte ins Rampenlicht gerückt – egal ob Start-up oder Grossunternehmen, ob ausgereifte Idee oder fertiges Gebäude. Der Award bietet nicht nur Anerkennung, sondern auch eine nationale Bühne für zukunftsweisende Ideen und Lösungen, die wirklich etwas bewegen.

    Warum eine Bewerbung jetzt Sinn macht
    Ein Platz unter den Nominierten oder gar ein Gewinn bringt enorme Sichtbarkeit, sowohl innerhalb der Branche als auch darüber hinaus. Alle Finalistinnen und Finalisten werden im Rahmen der grossen Award Verleihung am 2. Oktober 2025 vor Medien, Fachpublikum und Entscheidungsträgern präsentiert.

    Neben der Präsenz in relevanten Medien erhalten Teilnehmende Zugang zu einem exklusiven Netzwerk aus Expertinnen, Investoren, Vordenkern und führenden Köpfen der Immobilienwelt. Der Award bietet Sichtbarkeit, Glaubwürdigkeit und Strahlkraft – und das nicht nur für Gewinnerinnen und Gewinner.

    Bereits die Teilnahme signalisiert Innovationsfähigkeit und Relevanz. Sie ist ein starkes Statement und eine Chance, das eigene Projekt auf die grosse Bühne zu heben – vor den richtigen Augen.

    Moderne Kategorien
    2025 wird der Real Estate Award wieder in fünf Kategorien vergeben:

    1. Digital
      Für Projekte, Tools oder Plattformen, die mit digitalen Mitteln echte Fortschritte für die Branche erzielen.
    2. Vermarktung
      Für innovative Vermarktungsstrategien und Konzepte, die Zielgruppen effektiv und kreativ erreichen.
    3. Nachhaltigkeit
      Für Lösungen, die ökologische, soziale oder ökonomische Nachhaltigkeit messbar und zukunftsfähig umsetzen.
    4. Projektentwicklung & Innovation
      Für visionäre Projekte, die neue Wege in der Planung, Realisierung oder Nutzung von Immobilien beschreiten.
    5. Immobilien Persönlichkeit des Jahres
      Die Jury kürt eine Person aus er Branche, die mit ihrem Wirken die Bau- und Immobilienwirtschaft der Schweiz prägt. Für diese Kategorie kann man sich nicht bewerben.

    Jede Bewerbung wird von einer unabhängigen Fachjury mit Expertise und Branchenkenntnis bewertet. Die Finalisten werden öffentlich vorgestellt und zur Preisverleihung eingeladen. Die Gewinner erhalten nicht nur eine Trophäe – sondern ein Qualitätssiegel mit Strahlkraft.

    Ein Event mit Wirkung
    Der Höhepunkt des Wettbewerbs ist die feierliche Preisverleihung am 2. Oktober 2025. Die Real Estate Award Verleihung bringt das Who’s Who der Schweizer Immobilienbranche zusammen – ein Abend voller Inspiration, Austausch und Anerkennung. Neben der feierlichen Ehrung der Gewinner erwartet die Gäste ein hochwertiges Rahmenprogramm, Networking auf Augenhöhe und beste Unterhaltung.

    Ein Abend, der in Erinnerung bleibt und neue Türen öffnet.

    Jetzt bewerben – noch bis 30. April 2025
    Der Bewerbungsprozess ist einfach und vollständig digital. Ob Einzelperson, Start-up, KMU oder Grossunternehmen – erlaubt ist, was überzeugt. Ein gutes Projekt ist oft nur ein paar Klicks vom Scheinwerferlicht entfernt.

    Die Bewerbungsfrist endet am 30. April 2025. Also jetzt handeln, einreichen und Teil von etwas Grossem werden.

  • Der 104. immoTable im Zeichen von Energie, Standortattraktivität und Innovation

    Der 104. immoTable im Zeichen von Energie, Standortattraktivität und Innovation

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    Weichenstellungen für starke Standorte
    Samuel Mösle, Co-Leiter der kantonalen Wirtschaftsförderung Zürich, eröffnete mit einem umfassenden Lagebild. Er skizzierte die aktuellen Herausforderungen im globalen Kontext und betonte die Rolle der Bauwirtschaft für die Weiterentwicklung des Standorts Zürich. Themen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und die Sicherung von bezahlbarem Wohnraum spielen dabei eine zentrale Rolle. Ziel ist es, den Kanton Zürich als innovativen und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsraum weiter zu profilieren.

    Björn Slawik und Frank Koster vom ewz präsentierten die Perspektiven einer dezentralen und nachhaltigen Energiewelt. Im Fokus standen die dynamische Entwicklung des Schweizer Solarmarktes und neue regulatorische Rahmenbedingungen ab 2026. Mit der Einführung lokaler Elektrizitätsgemeinschaften, etwa durch das Konzept ewz.solarquartier, wird der Eigenverbrauch von Solarstrom auf Quartiersebene gestärkt. Ziel ist es, Überschüsse effizient zu nutzen und den Solarzubau marktorientiert zu fördern.

    Jan Frenzel von SMG veranschaulichte, wie KI-gestützte Systeme die Welt des Customer Relationship Managements revolutionieren. Neben dem Vergleich von CRM- und ERP-Systemen beleuchtete er das Potenzial von SaaS-Lösungen zur Automatisierung von Geschäftsprozessen. Mit intelligenten Tools lassen sich Kundenbedürfnisse künftig noch präziser erkennen – ein Schlüsselfaktor für die Positionierung am Markt.

    Standortentwicklung und Zukunftstrends
    Unter dem Titel «Wie bleiben Standorte attraktiv?» diskutierten Beat Bachmann (Kanton Zug), Jakob Bächtold (House of Winterthur), Marc Lyon (Implenia Schweiz AG) und Albert Schweizer (Stadt Schlieren) über die Zukunftsfähigkeit von Standorten. Die Themen reichten von demografischem Wandel über neue Wohn- und Arbeitsformen bis hin zur Frage, wie Innovation und Nachhaltigkeit konkret in die Arealentwicklung einfliessen können. Die Diskussion zeigte, erfolgreiche Standorte müssen heute mehr bieten als nur Infrastruktur. Sie brauchen Identität, Vernetzung und Zukunftsvisionen.

    Ausblick auf den Real Estate Award 2025
    Mara Schlumpf informierte über den kommenden Real Estate Award, der am 2. Oktober 2025 im Trafo Baden stattfindet. In fünf Kategorien werden herausragende Projekte und Persönlichkeiten der Immobilien- und Bauwirtschaft ausgezeichnet. Der Event verspricht nicht nur eine Gala mit Netzwerkcharakter, sondern auch exklusive Sichtbarkeit für Innovation und Qualität in der Branche.

  • Innovationsstandort der Zukunft gestalten

    Innovationsstandort der Zukunft gestalten

    Die Schweizer Regierung schafft durch gezielte Förderprogramme, Steuererleichterungen und Investitionen in der Forschung ein Umfeld, das Innovationen begünstigt. Initiativen wie das Innovationsförderungsprogramm unterstützen Unternehmen bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten, während Start-ups durch Beratungen und Finanzierungen wachsen können. 

    Auch die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie spielt eine entscheidende Rolle. Hochschulen wie die ETH Zürich, die Universität Zürich und das Paul Scherrer Institut arbeiten eng mit Unternehmen zusammen, um technologische Fortschritte in marktfähige Produkte zu überführen. Diese Synergien sind ein Schlüssel zum Erfolg. 

    Unternehmenskultur und Start-up-Ökosystem 
    Die Schweiz fördert eine kreative und unternehmerische Kultur, in der Risikobereitschaft belohnt und Misserfolge als Lernprozess angesehen werden. Diese Denkweise hat zu einer Vielzahl erfolgreicher Start-ups geführt. MindMaze revolutioniert die Rehabilitation durch Neurotechnologie, während Ava mit innovativen Fertilitäts-Trackern die Medizinbranche prägt. 

    Technologiezentren wie der Technopark Zürich bieten jungen Unternehmen optimale Bedingungen, um Innovationen voranzutreiben. Das Unternehmen Google betreibt hier eines seiner grössten Forschungszentren ausserhalb der USA. Ein Beweis für das attraktive Umfeld der Region. 

    Infrastruktur und globale Vernetzung 
    Die Schweiz investiert kontinuierlich in ihre Infrastruktur und Forschungslandschaft. Moderne High-Tech-Labors, Technologieparks und spezialisierte Innovationszentren ermöglichen Forschern und Unternehmern, neue Ideen schnell umzusetzen. 

    Zudem setzt die Schweiz auf internationale Zusammenarbeit. Programme wie Horizon Europe und die Beteiligung am European Research Area stärken die Verbindungen zu internationalen Partnern und sichern den Wissenstransfer. Die Multilingualität der Schweizer Bevölkerung begünstigt den globalen Austausch. 

    Zwischen Klimazielen und wirtschaftlichem Wachstum 
    Die Schweiz sieht sich als Vorreiter für nachhaltige Technologien. Investitionen in erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft und CO²-Reduktion sollen langfristig eine umweltfreundliche Wirtschaft sichern. 

    Innovationsmotor mit Warnsignalen 
    Der Wirtschaftsraum Greater Zurich Area hat sich als führender Technologie-Hub Europas etabliert. Laut Experten hat die Region zwischen 2009 und 2021 über 1’280 Unternehmen angesiedelt, die 9’400 Arbeitsplätze geschaffen und 647 Millionen Franken an Steuereinnahmen generiert haben. Balz Hösly, Präsident von Greater Zurich Area: «Wir sind wohl der einzige Standort, der seine attraktivsten Rahmenbedingungen ohne Not immer wieder selbst infrage stellt.» 

    Obwohl die Schweiz seit Jahren an der Spitze des Global Innovation Index steht, sind Entwicklungen wie verschärfte Regulierungen oder steigende Unternehmenssteuern ein Risiko für den Standort. Die wirtschaftsfreundlichen Rahmenbedingungen, die massgeblich zum Erfolg beigetragen haben, dürfen nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. 

    Innovationskraft bewahren, aber wie? 
    Die Schweiz steht an einem Scheideweg. Bleibt sie ein globaler Innovationsführer oder gefährdet sie durch Überregulierung ihre eigene Attraktivität? 

    Mit hervorragenden Bildungs- und Forschungsinstituten, einer unternehmerfreundliche Kultur, weltweiter Vernetzung und eines leistungsstarken Start-up-Ökosystem sind die Erfolge unbestritten. Doch regulatorische Eingriffe, steigende Kosten und unsichere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen könnten den Fortschritt ausbremsen.

  • Neues Leben auf dem Landolt-Areal

    Neues Leben auf dem Landolt-Areal

    Eingebettet zwischen Mühlebach und Kleinlinthli, besticht das Landolt-Areal durch seine zentrale Lage. Erschlossen durch Bahn und Autobahn A3, bietet das Areal eine ideale Ausgangslage für eine zukunftsorientierte Quartiersentwicklung. Die Nachbarschaft zu historischen Ensembles und Freiräumen verleiht dem Projekt einen besonderen Charme. Die erste Planungsstudie zeigt ein Zielbild, das bauliche Verdichtung vorsieht und Freiraumsequenzen aus der Landschaft heraus entwickelt. Von Westen und Osten entsteht ein Innenraum, geprägt von Wasserlandschaften, grünen Strassenräumen und vielfältig nutzbaren Flächen. 

    Partizipation und Planung als Auftakt zur Transformation 

    Das partizipative Verfahren der Planungsstudie wurde Ende 2024 abgeschlossen und bis Mitte 2025 soll ein Schlussbericht erstellt werden. Bereits gegen Ende 2025 ist ein Richtprojekt geplant, das ab 2026 in einen Gestaltungsplan überführt wird. Dieser Prozess wird in Zusammenarbeit mit dem Raumplanungsbüro und der Gestaltungskommission des Kantons Glarus begleiten. Die Planung erfolgt parallel zur Sanierung des Bestandes, wodurch Leerstände vermieden und bestehende «Schätze» erhalten werden können. 

    Etappierte Entwicklung mit klarer Strategie 

    Das Projekt wird in aufeinander abgestimmten Etappen umgesetzt. Zunächst liegt der Fokus auf den mittelfristig freiwerdenden Flächen durch den Wegzug der Firma Landolt. Bestehende Bauten erhalten in dieser Phase eine wertvolle Zwischennutzung, zum Beispiel als Mobility-Hub oder als Ausweichfläche für die bestehende Mieterschaft. Die Etappierung erfolgt unter Einbezug der bestehenden Gewerbemieter. 

    In einer weiteren Phase entstehen innerhalb der so genannten Talentzonen erste neue Nutzungen sowie solide, dauerhafte Freiräume. Rückgebautes und zum weiteren Gebrauch definiertes Material wird vor Ort zwischengelagert und in den folgenden Bauetappen wiederverwendet. 

    Die letzte Etappe bringt eine gezielte Verdichtung entlang der Kantonsstrasse. Diese erhöht nicht nur die Aufenthaltsqualität, sondern schafft durch die neu geplante Fabrikgasse auch eine bessere Vernetzung innerhalb des Areals. Den Abschluss bildet der Innovationscampus und das Multitalent am Chli Linthli, welcher bedarfsorientiert und unabhängig voneinander entwickelt wird. 

    Raum für Innovation, Identität und Zukunft 

    Das Landolt-Areal wird nicht nur verdichtet, sondern neu gedacht. Historische Substanz trifft auf flexible Raumstrukturen. Plätze und kompakte Rückzugsorte schaffen ein lebendiges, vielfältiges Quartier. Die Vision, ein durchmischtes, nachhaltig erschlossenes und identitätsstiftendes Areal für das regionale Gewerbe und neu auch einen kleinen Anteil an durchmischtem Wohnen.

  • Hören Sie, wie Quantenatome miteinander sprechen

    Hören Sie, wie Quantenatome miteinander sprechen

    In den Laboren der EPFL in Lausanne entsteht derzeit ein wissenschaftlicher Meilenstein. Ein akustisches System, das es erlaubt, Quantenphänomene auf einer hörbaren, makroskopischen Ebene zu simulieren. Entwickelt wurde es vom Doktoranden Mathieu Padlewski gemeinsam mit den Forschern Hervé Lissek und Romain Fleury. Ziel ist es, die hochkomplexen Zustände kondensierter Materie zugänglich zu machen, nicht über Elektronen, sondern über Schallwellen.

    Metamaterial als Forschungsplattform
    Das System basiert auf einem sogenannten akustischen Metamaterial, einer künstlichen Struktur, die sich aus 16 miteinander verbundenen Würfeln zusammensetzt. Über integrierte Lautsprecher und Mikrofone erzeugen und messen die Forschenden gezielt Schallwellen. Diese «akustischen Atome» lassen sich flexibel konfigurieren, um verschiedenste physikalische Phänomene zu modellieren, auch solche, die jenseits der klassischen Festkörperphysik liegen.

    Schrödingers Katze wird hörbar
    Im Gegensatz zu realen Quantenwellen, die durch jede Messung zerstört werden, können akustische Wellen direkt beobachtet und analysiert werden. Dadurch wird das Quantenkonzept der Überlagerung, symbolisiert durch Schrödingers Katze, im Klang erfahrbar. So wie eine Stimme gleichzeitig aus Grundfrequenz und Oberschwingungen besteht, kann das EPFL-System viele «akustische Zustände» gleichzeitig hör- und messbar machen.

    Von der Physik zur Anwendung
    Die potenziellen Anwendungsfelder reichen von der Entwicklung neuartiger Energieleitsysteme bis zur medizinischen Diagnostik. Das Metamaterial könnte, ähnlich dem menschlichen Innenohr, auf bestimmte Frequenzen abgestimmt werden. Ein möglicher Weg zur Erforschung von Hörstörungen wie Tinnitus. Noch ambitionierter ist das Fernziel eines «akustischen Analogcomputers», der inspiriert vom Quantencomputing , Informationen in überlagerten Zuständen verarbeiten könnte, ohne deren Zerfall zu riskieren.

    Standort Schweiz als Innovationsmotor
    Diese Forschung verdeutlicht die Rolle der Schweiz als führender Standort für disruptive Wissenschaft. Die Verbindung von Grundlagenphysik, Technik und Anwendungsvisionen zeigt eindrücklich, welches Potenzial in interdisziplinärer Forschung steckt. Für Investorinnen, Entwickler und Innovationsförderer ergeben sich neue Möglichkeiten, akustische Technologien als skalierbare Alternativen im Bereich Computing, Sensorik und Materialtechnik zu etablieren.

  • Wirtschaftliche Resilienz der Schweiz im Fokus

    Wirtschaftliche Resilienz der Schweiz im Fokus

    Die Schweiz steht vor neuen Herausforderungen, doch ihre wirtschaftliche Stärke beruht auf klaren Erfolgsfaktoren wie Eigenverantwortung, Dezentralität, Innovationskraft und internationale Vernetzung. Diese Kernpunkte stellte Wirtschaftsminister Albert Rösti in seiner Keynote eindrücklich heraus. Mit dem Verweis auf historische Wurzeln und aktuelle Risiken machte er deutlich, Wohlstand ist kein Selbstläufer. Statt auf Etatismus zu setzen, brauche es ordnungspolitische Klarheit und die Rückbesinnung auf bewährte Prinzipien wirtschaftlicher Freiheit.

    Zollschocks und Verhandlungsgeschick
    Staatssekretärin Helene Budliger Artieda gewährte Einblicke in die weltwirtschaftlichen Verhandlungen und betonte: «Die jüngsten US-Zölle kamen überraschend. Doch die Schweiz bleibe handlungsfähig, weil sie ihre Handelsbeziehungen breit diversifiziert und aktiv pflegt.» Offenheit gegenüber Partnern wie der EU, den USA und China sei nicht Beliebigkeit, sondern strategische Notwendigkeit. Die Resilienz der Schweizer Wirtschaft gründe auf dieser breiten Basis und einem klaren Blick für geopolitische Realitäten.

    Robuste Fundamente, kluge Zurückhaltung
    In mehreren Panels wurde deutlich, die Schweiz verfügt über starke institutionelle Rahmenbedingungen, doch sie muss wachsam bleiben. Ökonom Gunther Schnabl und Ex-Finanzdirektor Serge Gaillard warnten vor einem Aufweichen der Schuldenbremse und mahnten zu fiskalischer Disziplin. Gleichzeitig lobten sie das Niveau der politischen Debatten in der direkten Demokratie, die breite Beteiligung an wirtschaftlichen Grundsatzfragen ermögliche.

    Wirtschaftsmodell zwischen Globalplayern und KMU
    Die Schweizer Stärke liegt nicht nur in multinationalen Konzernen, sondern ebenso in regional verwurzelten KMU. Diese Kombination, so Historiker Tobias Straumann, sorge für Innovationskraft und Stabilität. Vertreterinnen wie Suzanne Thoma (Sulzer) und Urs Furrer (SGV) forderten praxisnahe Lösungen für die Fachkräftesicherung und weniger regulatorische Hürden. Die neue Verhandlungsbasis mit der EU biete Chancen, müsse aber klug umgesetzt werden.

    Wachsamkeit ist kein Widerspruch zu Stärke
    Die Schweiz steht auf einem starken Fundament, doch dieses verlangt Pflege. Institutionelle Stabilität, hohe Innovationsfähigkeit, aussenwirtschaftliche Offenheit und politische Souveränität machen den Standort zukunftsfähig. Das Wirtschaftspodium sendet ein klares Signal, Selbstvertrauen ja, Selbstzufriedenheit nein. Wer die Schweiz stärken will, muss Spielräume klug nutzen, statt auf vermeintliche Sicherheiten zu bauen.

  • Wirtschaftsstandort Zürich – Fit für die Zukunft?

    Wirtschaftsstandort Zürich – Fit für die Zukunft?

    Sie leiten das Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich. Welche Aufgaben übernehmen Sie in dieser Funktion und wie können Sie die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen?
    Der Kanton Zürich ist ein führender Wirtschaftsstandort mit internationaler Strahlkraft. Als Amt für Wirtschaft tragen wir dazu bei, dass er auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt, Innovationen fördert und nachhaltige Wertschöpfung generiert. 

    Dank eines starken Teams mit breit gefächerter Expertise in verschiedenen Bereichen und fundierter Fachkenntnis stärken wir den Wirtschaftsstandort und begleiten Unternehmen in verschiedenen Phasen. Unser Wissen und unsere Erfahrung setzen wir gezielt ein, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu analysieren, weiterzuentwickeln und auf neue Herausforderungen zu reagieren. Im engen Austausch mit der Wirtschaft und Wissenschaft analysieren wir die Standortfaktoren und setzen Impulse, um Zürich als attraktiven Standort für Unternehmen zu positionieren. Gleichzeitig übernehmen wir zentrale Vollzugsaufgaben: Wir sorgen für reibungslose Bewilligungsverfahren und schaffen so Planungssicherheit für Unternehmen und Arbeitskräfte. Indem wir die Einhaltung von Arbeitsbedingungen und gesetzlichen Vorgaben sicherstellen, tragen wir zu einem attraktiven und verantwortungsvollen Arbeitsmarkt bei. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Förderung von bezahlbarem Wohnraum – ein entscheidender Faktor für die Standortattraktivität. Damit verfügen wir über zahlreiche wirkungsvolle Hebel, um Veränderungen aktiv zu gestalten. 

    Dabei ist mir eine ausgeprägte Dienstleistungsorientierung besonders wichtig. Ein gutes Verständnis für unsere Anspruchsgruppen und ihre Bedürfnisse bildet die Grundlage unserer Arbeit. Denn nur wenn wir die Herausforderungen und Anliegen der Unternehmen kennen, können wir gezielt unterstützen und den Wirtschaftsstandort Zürich nachhaltig stärken. 

    Kurz gesagt: Wir schaffen attraktive Rahmenbedingungen für ein wirtschaftliches Umfeld, das Unternehmen und Bevölkerung gleichermassen zugutekommt. 

    Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Situation im Kanton Zürich? 
    Der Kanton Zürich steht wirtschaftlich insgesamt sehr solide da und zählt zu den innovativsten Wirtschaftsregionen Europas. Für das laufende Jahr wird ein moderates Wirtschaftswachstum von 1,1% prognostiziert. Eine hohe Innovationskraft, erstklassige Hochschulen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft machen den Standort besonders attraktiv. Die Unternehmen profitieren von gut ausgebildeten Fachkräften, einer ausgezeichneten Infrastruktur und einer starken internationalen Vernetzung.  

    Gleichzeitig stehen wir vor wichtigen Herausforderungen: Kurz- und mittelfristig könnten sich die jüngsten geopolitischen Spannungen auf den Standort Zürich auswirken. Eng damit verknüpft ist die Frage, wie wir uns strategisch gegenüber unseren europäischen Nachbarn positionieren, insbesondere mit Blick auf das Verhältnis zur EU. 

    Langfristig wird der demografische Wandel eine zentrale Rolle spielen. Die Alterung der Gesellschaft, steigende Pensionierungszahlen und die Verfügbarkeit von Fachkräften werden entscheidend dafür sein, wie wettbewerbsfähig der Wirtschaftsstandort bleibt. Hier gilt es, rechtzeitig Massnahmen zu ergreifen, um den Fachkräftepool zu sichern. 

    Der Kanton Zürich ist jedoch dank seiner wirtschaftlichen Stabilität, Innovationskraft und Lebensqualität aus meiner Sicht gut aufgestellt, um auch langfristig erfolgreich zu bleiben. 

    In welchen Bereichen hat der Kanton Zürich noch ungenutztes wirtschaftliches Potenzial? 
    Der Kanton Zürich verfügt über eine starke Innovationskraft. Dennoch gibt es Bereiche mit noch ungenutztem Potenzial: Im Bereich der Künstlichen Intelligenz hat der Kanton Zürich mit der «Innovation Sandbox für Künstliche Intelligenz» einen wichtigen Schritt unternommen, um das dynamische KI-Ökosystem zu stärken. Doch gesamtwirtschaftlich betrachtet gibt es weiterhin grosse Chancen, KI noch breiter in verschiedenen Branchen zu verankern. Insbesondere KMU könnten durch den gezielten Einsatz von KI ihre Produktivität steigern und neue Geschäftsfelder erschliessen. Hier braucht es praxisnahe Unterstützung, um KMU den Zugang und das Wissen zu KI-Technologie an die Hand zu geben.  

    Ein weiteres wirtschaftliches Potenzial liegt in der Skalierung von Start-ups. Zürich bietet ein exzellentes Umfeld für Unternehmensgründungen. Doch viele Start-ups stehen vor der Herausforderung, ihr Geschäft über die Anfangsphase hinaus zu erweitern. Es besteht Bedarf an zusätzlichen Finanzierungsmöglichkeiten und gezielte Unterstützungsstrukturen, um Start-ups bei ihrem Wachstum zu unterstützen und auf ihrem Weg in den internationalen Markt zu begleiten. 

    Auch im Bereich der Digitalen Gesundheit schöpfen wir das vorhandene Potenzial noch nicht aus. Der steigende Kostendruck im Gesundheitssystem, die immer älter werdende Gesellschaft und der zunehmende Fachkräftemangel machen eine Transformation dringlicher denn je. Dabei hat der Wirtschaftsstandort Zürich alle Zutaten, um hier erfolgreich zu sein: führende Hochschulen, starke Akteure im Gesundheitswesen und innovative Unternehmen. Mit dem «digital health center Bülach» haben wir einen Innovations-Hub geschaffen, der einen wichtigen Beitrag leistet, indem es Innovationen fördert und Brücken zwischen Wissenschaft und Wirtschaft schlägt.  

    Welche wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sind entscheidend für den Erfolg des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area aus Sicht des Kantons Zürich?  
    Ein zentraler Erfolgsfaktor ist der Zugang zu hochqualifizierten Fachkräften. Der Kanton Zürich verfügt über exzellente Hochschulen und Forschungsinstitute, die Talente aus der ganzen Welt anziehen. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, müssen die Hochschulen auch für ausländische Studierende attraktiv bleiben – sowohl durch erstklassige Ausbildungsbedingungen als auch durch einen erleichterten Zugang zum Arbeitsmarkt nach dem Studium. 

    Auch steuerliche Rahmenbedingungen spielen eine entscheidende Rolle. Ein wettbewerbsfähiges Steuerumfeld ist essenziell, damit der Kanton Zürich attraktiv bleiben. Aktuell wird das Steuerumfeld jedoch von Unternehmen zunehmend als negativer Standortfaktor wahrgenommen. Im kantonalen Vergleich liegt der Kanton Zürich bei der Steuerbelastung von Unternehmen auf dem zweitletzten Platz – ein Risiko für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit. 

    Unsere Beziehung zu Europa ist ein weiterer Schlüsselfaktor für den wirtschaftlichen Erfolg. Der Zugang zum europäischen Markt ist für viele Unternehmen entscheidend, insbesondere für exportorientierte Branchen. Gleichzeitig profitieren Unternehmen am Wirtschaftsstandort Zürich von den schlanken und pragmatischen Regulierungen der Schweiz.  

    Wie attraktiv ist des Wirtschaftsraums Greater Zurich Area für Investoren im internationalen Vergleich mit anderen europäischen Metropolitanregionen? 
    Die Greater Zurich Area zählt zu den attraktivsten Wirtschaftsstandorten Europas und behauptet sich international als führender Standort für Unternehmen und Investoren. Sie überzeugt durch eine einzigartige Kombination aus wirtschaftlichem Potenzial, Innovationskraft und unternehmensfreundlichen Rahmenbedingungen. Gleichzeitig bietet die Region ein stabiles, transparentes und verlässliches wirtschaftliches Umfeld mit attraktiven steuerlichen und regulatorischen Bedingungen.  

    Unternehmen profitieren von einem erstklassigen Umfeld für Forschung und Entwicklung – geprägt von der engen Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Start-ups und global agierenden Unternehmen.  

    Ein weiterer zentraler Vorteil für Investoren ist der Branchenmix in der Region. Zürich ist längst nicht mehr nur der bedeutendste Finanzplatz der Schweiz, sondern ein dynamischer und vielfältiger Innovationsstandort. Die starke Präsenz von ICT, Hightech, Space und Robotics, Life Sciences, Food und Cleantech sorgt für eine hohe Innovationsdichte und minimiert das Risiko von Abhängigkeiten. Für Investoren bedeutet dies nicht nur Stabilität, sondern auch attraktive Diversifikationsmöglichkeiten. 

    Die Schweiz ist weder EU-Mitglied noch ein kostengünstiger Standort. Warum sollte sich ein internationales Unternehmen trotzdem für den Wirtschaftsraum Greater Zurich Area entscheiden? 
    Der Wirtschaftsraum Greater Zurich Area bietet Unternehmen ein einzigartiges Gesamtpaket, das weit über Kostenfaktoren hinausgeht. Sie kombiniert ein wirtschaftsfreundliches und politisch stabiles Umfeld mit erstklassigen Talenten, führender Forschung und einer hohen Lebensqualität – Faktoren, die für nachhaltigen Unternehmenserfolg entscheidend sind. 

    Die Schweiz rangiert weltweit auf Platz 1, wenn es um die Innovationskraft wie auch um die Anziehung und Bindung von Talenten geht. Dank eines exzellenten Bildungssystems, international anerkannten Universitäten und hoher Lebensqualität gelingt es, Fachkräfte aus der ganzen Welt für den Standort zu gewinnen. Unternehmen profitieren von einem hochqualifizierten Arbeitsmarkt, der entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit beiträgt. 

    In einem Bereich gibt es jedoch noch ungenutztes Potenzial: Die Verfügbarkeit attraktiver und zukunftsfähiger Flächen für Unternehmen, damit Ansiedlungen und Expansionen erfolgreich sichergestellt werden können.  

    Welche strategischen Vorteile bietet die Schweiz als Drehscheibe für europäische oder globale Geschäftsaktivitäten? 
    Die Schweiz bietet als Wirtschaftsstandort eine einzigartige Kombination aus Stabilität, Innovationskraft und internationaler Vernetzung. Dank ihrer zentralen Lage im Herzen Europas ist sie ein idealer Ausgangspunkt für Unternehmen mit globaler oder europäischer Ausrichtung. 

    Ein entscheidender Vorteil ist die hervorragende Erreichbarkeit: Der Flughafen Zürich bietet direkte Verbindungen zu wichtigen Wirtschaftsmetropolen weltweit und macht den Wirtschaftsraum Greater Zurich Area zu einem strategischen Knotenpunkt für internationale Geschäftsaktivitäten. 

    Dass der Kanton Zürich bereits ein gefragter Standort für global agierende Unternehmen ist, zeigen die jüngsten Ansiedlungen. Internationale Tech-Unternehmen wie «OpenAI», «Anthropic» oder «Boston Dynamics» haben Standorte in Zürich eröffnet – ein Beweis für die Attraktivität des Standorts und sein Potenzial als Hub für zukunftsweisende Branchen. Die hohe Dichte an führenden Unternehmen schafft ein dynamisches Ökosystem, das auch lokalen KMU neue Chancen eröffnet. 

    Welche Bedeutung nehmen moderne Infrastruktur und digitale Vernetzung für international tätige Unternehmen ein? 
    Der Wirtschaftsraum Greater Zurich Area bietet international tätigen Unternehmen eine erstklassige Infrastruktur und nahtlose digitale Vernetzung – zentrale Faktoren für Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiges Wachstum.  

    Dank des international ausgezeichneten Flughafens Zürich, eines hochmodernen Bahn- und Strassennetzes sowie direkter Verbindungen zu den wichtigsten Wirtschaftszentren Europas profitieren Unternehmen von maximaler Mobilität und Erreichbarkeit. Die Schweiz belegt im aktuellen IMD-Ranking Platz 1 für ihre Infrastruktur, was die hohe Qualität und Verlässlichkeit der Standortbedingungen unterstreicht. 

    Zudem überzeugt die Region auch mit einer fortschrittlichen digitalen Infrastruktur. Leistungsfähige Netzwerke und modernste Technologien schaffen optimale Voraussetzungen für Innovation, datengetriebene Geschäftsmodelle und den Einsatz zukunftsweisender Technologien wie Künstlicher Intelligenz oder Cloud Computing. 

    Mit dieser Kombination aus physischer und digitaler Exzellenz bietet der Wirtschaftsraum Greater Zurich Area Unternehmen die idealen Rahmenbedingungen, um sich global erfolgreich zu positionieren.

  • Meilenstein für den modernen Lehmbau

    Meilenstein für den modernen Lehmbau

    Grundlage bildet die neue Norm DIN 18940, die tragendes Lehmsteinmauerwerk erstmals umfassend regelt. Das Dünnbettverfahren spart über ein Drittel der Arbeitszeit gegenüber dem Dickbettverfahren und reduziert den Materialverbrauch. Neben der Verarbeitung punktet Lehm auch ökologisch. Er wird nicht gebrannt, ist vollständig recycelbar und sorgt durch seine feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften für ein gesundes Raumklima.

    CO₂-neutrale Produktion und zirkuläres Bausystem
    Die Herstellung der Lehmziegel erfolgt bei GIMA CO₂-neutral. Getrocknet mit Solarstrom und Abwärme. Der Wandaufbau ist vollständig rückbaubar. Für Aussenwände wird eine zweischalige Konstruktion empfohlen: Lehmziegel als tragende Schicht, Lehmputz innen, aussen eine vorgehängte Fassade. Alle Materialien können sortenrein getrennt und wiederverwertet werden.

    Formate und Einsatzmöglichkeiten
    Die GIMA-Ziegel erreichen die Druckfestigkeitsklasse 5 und sind in Breiten von 115 bis 365 mm erhältlich, angepasst an gängige Mauerziegelformate. Sie lassen sich mit konventionellem Werkzeug und bekannten Verfahren verarbeiten.

    Pilotprojekt „GreenConceptLehm“
    In Meissen wurde mit dem neuen System bereits das erste Projekt realisiert. Bauunternehmer und Wissenschaftler loben das gesunde Raumklima und die Wiederverwertbarkeit. Damit zeigt sich, der Lehmbau ist bereit für den breiten Einsatz in der modernen Bauindustrie.

  • Daniel Leupi über Zürichs Wohnpolitik

    Daniel Leupi über Zürichs Wohnpolitik

    Seit 2013 ist Daniel Leupi als Finanzvorstand für die Liegenschaftenpolitik der Stadt Zürich verantwortlich und verweist auf handfeste Resultate. Mit den Wohnsiedlungen Leutschenbach, Letzi, Hard und Hardau I sind knapp 830 neue gemeinnützige Wohnungen geschaffen worden. Parallel dazu hat die Stadt in den letzten Jahren 24 Liegenschaften erworben. Ein Erfolg, den Leupi auch auf die verstärkte Akquisitionsabteilung zurückführt.

    Mit dem neuen Wohnraumfonds können neu auch gemeinnützige Bauträger finanzielle Beiträge für Grundstückskäufe und Neubauten beantragen. Die daraus finanzierten Abschreibungsbeiträge ermöglichen tiefere Mieten trotz steigender Marktpreise. Gleichzeitig sorgt eine neue Vermietungsverordnung dafür, dass die rund 10’000 städtischen Wohnungen sozial verträglich und transparent vergeben werden.

    Ein wachsendes Portfolio mit Verantwortung
    Ende 2024 wird das kommunale Portfolio 58 Siedlungen und über 500 Einzelwohnliegenschaften umfassen, insgesamt 1’400 Gebäude mit knapp 10’000 gemeinnützigen Wohnungen. Hinzu kommen 220 aktive Baurechte für über 6’000 Wohnungen sowie weitere Projekte in Vorbereitung. Die Stadt tritt damit nicht nur als Planerin, sondern auch als bedeutende Immobilieneigentümerin auf, mit einem klaren Fokus auf preisgünstigen Wohnraum.

    Herausforderungen eines dynamischen Marktes
    Trotz aller Anstrengungen bleibt die Herausforderung gross. Der Wohnraummangel sei ein strukturelles Problem, meint Leupi, das in jeder attraktiven Kernstadt auftrete. Besonders problematisch sei, dass viele Investoren vor allem hochpreisige Neubauten realisieren, während Bestandswohnungen verdrängt werden. Der Markt wächst zwar, aber nicht sozial ausgewogen. Die Stadt könne nicht für alle, aber für immer mehr bezahlbare Wohnungen schaffen.

    Marktintervention oder Mieterschutz?
    Die Diskussion um den Fall der sogenannten «SUGUS-Häuser» hat die Debatte über soziale Durchmischung neu entfacht. Leupi sieht darin kein Problem, sondern ein funktionierendes Beispiel für günstigen Wohnraum in privater Hand. Gleichzeitig warnt er vor einer Blockade durch überzogene Regulierung, wie sie in manchen Kantonen durch Wohnschutzgesetze entstanden sei. In Zürich unterstützt der Stadtrat deshalb die Volksinitiative «Bezahlbare Wohnungen schützen», die Leerkündigungen unterbinden und gleichzeitig flexible Umsetzungsoptionen auf Gemeindeebene erhalten will.

    Investoren in der Verantwortung
    Für Leupi liegt ein Teil der Lösung in der Eigenverantwortung der Branche, allerdings mit klaren Erwartungen. Während einige Eigentümer weiterhin fair agierten, nutzten andere die Marktlage rücksichtslos aus. Überrissene Mietaufschläge bei Mieterwechseln seien keine Einzelfälle. Deshalb brauche es mehr staatliches Engagement für untere und mittlere Einkommen. Nicht als Eingriff in den Markt, sondern als Ausgleich zu dessen Dynamik.

    Wachstum ja – aber sozial verträglich
    Ein zentrales Problem bleibt, dass viele Ersatzneubauten günstige Wohnungen verdrängen. Neue Projekte schaffen zwar Wohnraum, erhöhen aber oft die Preise. Institutionelle Investoren und Bauträger seien gefordert, künftig sozialverträglicher zu planen. Die gesellschaftliche Akzeptanz für Zuwanderung, Bilaterale und das liberale Wirtschaftssystem insgesamt stehe sonst auf dem Spiel.

    Das «langsame» Baubewilligungsverfahren
    Ein häufig kritisiertes Thema ist die vermeintlich schleppende Baubewilligung. Leupi relativiert dies und unterstreicht, die Verwaltung arbeite effizient. Der Median für Neubaugesuche liegt bei 121 Tagen. Tendenz sinkend trotz steigender Fallzahlen. Was allerdings Zeit koste, seien Rekurse, Projektänderungen und Auflagenbereinigungen. Deren Zahl sei in den letzten Jahren markant gestiegen, von 229 auf 410 Fälle jährlich.

    Zur Lösung setzt Zürich auf Beratung, Digitalisierung und Prozessoptimierung. Ziel sei es, Planungssicherheit zu schaffen und die Rekursfestigkeit zu erhöhen.

    Airbnb, Sanierungen und neue Standards
    Der Einfluss von Kurzzeitvermietungen ist ein brisantes Thema. Zürich hat bereits 2020 eine Anpassung der Bau- und Zonenordnung beschlossen, um regulierende Vorgaben für Airbnb & Co. zu schaffen. Die Umsetzung stockt aktuell, weil der Entscheid vor Bundesgericht liegt. Doch Leupi sieht die Stadt auf dem richtigen Weg.

    Gleichzeitig plädiert er für verbindliche Branchenstandards im Umgang mit Sanierungen, die soziale Härten abfedern sollen. Positive Beispiele gebe es bereits, wie wenn beim Umzug innerhalb derselben Siedlung der Mietzins konstant bleibt. Solche Modelle wünscht sich Leupi häufiger, auch von privaten Akteuren.

    Drei zentrale Handlungsfelder
    Für die Stadtregierung sieht Leupi aktuell drei vordringliche Aufgaben. Als erstens der gezielte Ausbau des städtischen Wohnportfolios durch Bau und Kauf. Zweitens die breite Etablierung des Wohnraumfonds, um auch gemeinnützige Trägerschaften zu stärken und drittens eine politische Offensive für mehr Engagement von Bund und Kanton im Bereich des gemeinnützigen Wohnbaus.

    Zürich habe gezeigt, was möglich ist. Jetzt gehe es darum, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, mit sozialem Augenmass, ökonomischer Weitsicht und politischer Konsequenz.

  • Begleitung von 91 ausländischer Firmen bei Ansiedlung

    Begleitung von 91 ausländischer Firmen bei Ansiedlung

    Das Jahr 2024 übertrifft hinsichtlich des Standortmarketings die Vorjahre in Qualität, Grösse und Exzellenz. So lautet die Bilanz der GZA bezüglich ihrer Aktivitäten des vergangenen Jahres. Wie der Standortförderer in einer Medienmitteilung darlegt, unterstützte die GZA in diesem «Jahrgang mit Spitzenqualität» gemeinsam mit den öffentlichen Standort- und Wirtschaftsförderungen des gemeinsamen Wirtschaftsraums insgesamt 91 internationale Unternehmen bei ihren Expansionsprojekten.

    Dabei bezeichnet die GZA als «besonders erfreulich», dass vier von fünf dieser Ansiedlungen aus den aktiv vermarkteten Schlüsseltechnologien Cleantech und Künstliche Intelligenz stammen, dem strategischen Fokus für 2024. «Im Jahr 2025 rücken Nachhaltigkeit und Innovation noch stärker in den strategischen Fokus der GZA», wird Geschäftsführer Lukas Huber zitiert. «Seit Anfang 2024 evaluieren wir Projekte nicht nur nach wirtschaftlichen Aspekten, sondern auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten.»

    Zu den bedeutendsten Neuzugängen zählen laut GZA Unternehmen wie Revolut, Anthropic, OpenAI, das Robotics and AI Institute, BYD und Estun Automation. Die starke internationale Ausrichtung dieser Ansiedlungen bestätige die Attraktivität des Wirtschaftsraums Zürich für Firmen aus Fintech, Robotik, Elektromobilität und Künstliche Intelligenz.

    Besonders hervorzuheben sei zudem das Projekt Starlab Space. Damit positioniere sich die Greater Zurich Area auch im Zukunftssektor der New Space Economy als zentraler Innovationsstandort. «Die Standortfaktoren, die den Erfolg der Greater Zurich Area ausmachen – von Lebensqualität und Sicherheit über Steuerattraktivität, unternehmerisch denkenden Verwaltungen bis hin zu Infrastruktur und Talentpool – müssen weiterhin aktiv gepflegt werden», resümiert GZA-Verwaltungsratspräsident Dr. Balz Hösly.

  • Kanton bewilligt Stadionausbau mit deutlicher Mehrheit

    Kanton bewilligt Stadionausbau mit deutlicher Mehrheit

    Am 27. März dieses Jahres hat der Kanton Zug einen Kredit für den Stadionausbau des Eissportvereins Zug (EVZ) gebilligt. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, stimmten 71 Mitglieder des Kantonsrat bei einer Gegenstimme für die Erweiterung der Arena.

    Damit kann das Projekt Keep Building, das vom Architektenbüro studiomatt entwickelt wurde, vorangetrieben werden. Das Projekt sieht den Ausbau während des Spielbetriebes vor. Der Baustart ist für den Sommer 2025 vorgesehen. Der Ausbau soll zu Beginn der Saison 2027/28 abgeschlossen werden.

    „Wir danken dem Regierungsrat, insbesondere dem Finanzdirektor Heinz Tännler sowie den Kommissionen für ihre vorbereitende Arbeit für unser Anliegen“, wird Patrick Lengwiler, CEO des EVZ, in der Mitteilung zitiert. „Wir schätzen die überaus deutliche Zustimmung des Kantonsrats zur Vorlage. Es ist eine Anerkennung der grossen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung des EVZ für die Region seitens der Zuger Politik und ein Bekenntnis zur wichtigen Erweiterung der Arena.“

    Bereits in der Sitzung am 30. Januar 2025 hatte die Stadt Zug dem Projekt zugestimmt.

  • Neue Solaranlage liefert Solarstrom für Sport- und Freizeitbetrieb

    Neue Solaranlage liefert Solarstrom für Sport- und Freizeitbetrieb

    Der Stromproduzent aventron AG mit Sitz in Münchenstein hat laut Medienmitteilung am 27. März seine neue Solaranlage in Näfels eröffnet. Die Anlage befindet sich auf dem Dach der Boulderhalle, die zum Gebäudekomplex der Lintharena gehört. Während der Verein Kletteranlagen Linthgebiet (VKL) das Dach der Boulderhalle für die Solaranlage zur Verfügung stellt, ist die Anlage selbst vollständig im Besitz von aventron.

    Die Solaranlage verfügt über eine Fläche von 660 Quadratmetern und weist eine Leistung von 145 Kilowatt auf. Pro Jahr können somit etwa 124 Megawattstunden Solarstrom erzeugt werden, die vollständig an die Lintharena AG fliessen und rund 10 Prozent ihres Strombedarfs decken sollen. Laut Samuel Leuzinger vom VKL hat die Solaranlage für den Verein einen doppelten Nutzen: „Wir erhalten durch die Dachmiete von aventron Zusatzeinnahmen und tun etwas für den Klimaschutz und die Energiewende“, wird Leuzinger in der Medienmitteilung zitiert.

    Der Bau dieser sowie einer weiteren Solaranlage im benachbarten Mollis wurde durch das Organisationskomitee des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests (ESAF) 2025 unterstützt. Aventron ist Energiepartner des ESAF im Glarnerland. Durch diese Partnerschaft vermittelte das ESAF-Organisationskomitee aventron den Kontakt zu geeigneten Dacheigentümern wie dem VKL. „Wir setzen diese Photovoltaikanlage in Kooperation mit unseren Partnern, der Lintharena, VKL und dem ESAF im Glarnerland um“, äusserte sich aventron-CEO Eric Wagner laut Medienmitteilung zu der neuen Anlage. „Dies ist ein wichtiger Schritt für mehr Schweizer Solarstrom und die Umsetzung der Energiestrategie 2050.“

    Aventron erzeugt seinen Strom ausschliesslich aus erneuerbaren Quellen. Das Unternehmen weist nun landesweit eine Solarleistung von rund 65 Megawatt auf. Ziel ist es, diese bis 2027 auf eine Leistung von 100 Megawatt zu erhöhen.

  • Landwirtschaftliche Reststoffe effizient verwerten

    Landwirtschaftliche Reststoffe effizient verwerten

    Die Renergon International AG will neue Massstäbe für die dezentrale Energiegewinnung setzen. Dazu hat die auf Technologien zur Erzeugung von sauberer Energie, organischem Dünger und Kompost aus organischen Abfällen und Reststoffen spezialisierte Firma aus Lengwil eine Mini-Biogasanlage mit Brennstoffzelle entwickelt. Die RSD XS „wurde speziell für landwirtschaftliche Betriebe in der Schweiz entwickelt und bietet maximale Effizienz auf minimaler Fläche“, schreibt Renergon in einer Mitteilung zur Produktlancierung.

    Das Herzstück der Anlage bildet ein 2-Fermenter-System. Hier können jährlich 2800 bis 3500 Tonnen Festmist vergärt werden. Das dabei erzeugte Biogas wird in der Brennstoffzelle mit einem Wirkungsgrad von bis zu 80 Prozent verwertet. Dabei wird neben grünem Strom auch Prozesswärme für den Betrieb erzeugt.

    Jede der beiden Fermenterboxen ist 15 Meter lang, 5,5 Meter breit und 4,5 Meter hoch. Sie beherbergen ein Gasspeicherdach sowie einen Technik- und einen Perkolatkeller. Insgesamt benötigt die Anlage eine Fläche zwischen 750 und 1000 Quadratmeter.

  • Stadt übernimmt Areal in Oerlikon

    Stadt übernimmt Areal in Oerlikon

    Das Zürcher Technologieunternehmen ABB hat laut Medienmitteilung den Verkauf eines «bedeutendem städtischen Entwicklungsareals» an die Stadt Zürich abgeschlossen. Die Stadt plant auf dem rund 25‘500 Quadratmeter grossen Gelände in Zürich Oerlikon eine gemischte Nutzung einschliesslich preisgünstigem Wohnraum, gewerbliche und soziokulturelle Nutzungen sowie die Schaffung von Aussenräumen. Das Baugebiet befindet sich in der Nähe des globalen Hauptsitzes von ABB. Der am 27. März abgeschlossene Verkauf war 2021 in einem städtebaulichen Vertrag zwischen beiden Parteien vereinbart worden, heisst es in der Mitteilung.

    ABB wird im ersten Quartal 2025 einen operativen Veräusserungsgewinn von rund 120 Franken vor Steuern ausweisen und Netto-Barmittel von rund 90 Millionen Franken erhalten. In diesen Beträgen enthalten ist der Effekt des Mehrwertausgleichs von fast 17 Millionen Franken aus der Bebauungsplanänderung und eine Entschädigung für die zonenweise Verlagerung von bezahlbarem Wohnraum in Höhe von rund 22 Millionen Franken, die ABB laut dem Vertrag zu leisten hatte.

    ABB unterstützt mit der Transaktion die Stadt Zürich nicht nur beim Bau von zusätzlichem preisgünstigem Wohnraum, sondern auch bei der Weiterentwicklung des Quartiers Neu-Oerlikon, heisst es in der Mitteilung von ABB. Im Rahmen des Vertrags bleibt die ehemalige ABB-Produktionsstätte und heutige Veranstaltungsstätte Halle 550 langfristig erhalten.

    Die Konzernzentrale von ABB in Zürich-Oerlikon und das historische ABB-Gebäude bleiben von dem Verkauf unberührt.

  • Baukonzern setzt auf Wachstum durch nachhaltige Lösungen

    Baukonzern setzt auf Wachstum durch nachhaltige Lösungen

    Holcim versteht Nachhaltigkeit als Treiber für profitables Wachstum. Laut einer Ad-hoc-Mitteilung über seine neue Strategie NextGen Growth 2030 will der Baustoffkonzern den Umsatzanteil des Unternehmensbereiches für nachhaltige Baulösungen auf 50 Prozent steigern. Durchschnittlich soll der Umsatz jährlich um 3 bis 5 Prozent und das Betriebsergebnis zwischen 6 und 10 Prozent wachsen. Im Jahr 2024 erzielte das Unternehmen ohne das Nordamerikageschäft einen Umsatz von 16,3 Milliarden Franken und eine Ebit-Marge von 17,4 Prozent.

    Holcim sieht sich nach den Worten seines CEO Miljan Gutovic „optimal aufgestellt, um von den bedeutenden Megatrends zu profitieren, die die Zukunft des Bauens prägen – von Urbanisierung bis hin zu energieeffizienter Sanierung. Der Ausbau des wertschöpfungsstarken Bereichs Building Solutions ist ein zentraler Bestandteil der Transformation von Holcim. Mit der neuen Strategie erschliessen wir signifikante Wachstumspotenziale, um den Mehrwert für Aktionäre zu steigern.»

    In Europa, Australien und Nordafrika will der Baukonzern von der steigenden Nachfrage nach seinen nachhaltigen Produkten und Lösungen profitieren. In Europa soll der Schwerpunkt eher auf der Wiederverwertung von Bau- und Abbruchmaterialien liegen. Bis 2030 will Holcim dabei auf 20 Millionen Tonnen kommen. In Lateinamerika will das Unternehmen von Industrialisierungstrends und der Nachfrage nach Megabauprojekten profitieren und in der Region Asien, Naher Osten und Afrika vom generell starken Wachstum in seinen Märkten.

    Das Amrize genannte Nordamerikageschäft, das im vergangenen Jahr 11,7 Milliarden Dollar erwirtschaftet hat, soll bis zur Jahresmitte in den USA und der Schweiz an die Börse kommen. Nach der Abspaltung will Holcim aus einer geschätzten Gesamtkapazität für Kapitalallokationen in Höhe von 18 bis 22 Milliarden Franken bis 2030 einige kleinere Zukäufe realisieren. Überschüssiges Kapital soll für grosse strategische Akquisitionen und Aktienrückkäufe verwendet werden.

  • Auszeichnung für gesundheitsorientierte Unternehmenskultur

    Auszeichnung für gesundheitsorientierte Unternehmenskultur

    Die Immobiliendienstleisterin Welcome Immobilien AG hat laut einer Mitteilung als erstes Immobilienberatungsunternehmen das Zertifikat „Friendly Work Space“ für erfolgreiches Betriebliches Gesundheitsmanagement BGM erhalten. Das Label wurde 2009 von Gesundheitsförderung Schweiz mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis eingeführt, um Unternehmen dabei zu unterstützen, BGM systematisch umzusetzen und zu fördern.

    Gewürdigt wurde eine Vielzahl von Massnahmen, mit der die in Emmenbrücke ansässige Immobiliendienstleisterin für ein nachhaltiges Arbeitsumfeld, das Mitarbeiterwohl und eine gute Unternehmenskultur sorgt. Dazu zählen systematisches Human-Ressource-Management, flexible Arbeitszeitmodelle, Angebote für das Wohlbefinden, Weiterbildungsangebote und flache Hierarchien.

    „Wir sind überzeugt, dass ein attraktives Arbeitsumfeld entscheidend für unseren Unternehmenserfolg ist“, wird CEO Marc Furrer zitiert. Motivierte und zufriedene Mitarbeitende könnten eine bessere Kundenbetreuung sicherstellen und das Unternehmen langfristig stärken. „Bereits heute erkennen wir die Vorteile dieser Massnahmen und profitieren beispielweise von einer im Vergleich tiefen Fluktuationsrate.“ 

    Die Welcome Immobilien AG hat 80 Mitarbeitende und ist ausser in Emmenbrücke auch in Zug, Sursee und Luzern vertreten.

  • Neue Schulbauten schaffen Raum für wachsende Schülerzahlen

    Neue Schulbauten schaffen Raum für wachsende Schülerzahlen

    Die Kantonsschule Limmattal in Urdorf bietet mehr Platz für den Unterricht. Am Dienstag, 1. April, sind laut Medienmitteilung der Baudirektion des Kantons Zürich zwei Erweiterungsbauten offiziell eingeweiht worden. Sie bieten moderne Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht, zwei Doppelsporthallen, eine Aula sowie eine Aussenanlage, heisst es in der Mitteilung. Laut Bevölkerungsprognosen soll die Zahl der Schülerinnen und Schüler an der Kantonsschule in den kommenden Jahren stark zunehmen. Die Neubauten schaffen den benötigten Raum für die steigende Zahl von Schülerinnen und Schülern.

    Die neuen Räumlichkeiten wurden im Beisein des Baudirektors Martin Neukom, der Bildungsdirektorin Silvia Steiner und des Rektors der Kantonsschule Limmattal, Andreas Messmer, eingeweiht. Die Einweihung wurde von den musikalischen Darbietungen von rund 90 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule untermalt, heisst es weiter.

    Eines der neuen Gebäude beinhaltet zwei Doppelsporthallen, Unterrichtsräume für Musik und eine Aula mit 500 Sitzplätzen. Im zweiten Gebäude sind auf vier Etagen Räume für Physik, Chemie, Informatik und Biologie sowie einige Klassenzimmer untergebracht. Die Neubauten stammen von PenzisBettini Architekten aus Zürich.

    Wärmeenergie wird für die Neubauten über Erdsonden generiert. Auf den Dächern der beiden Erweiterungstrakte sind Photovoltaikanlagen installiert, die die Gebäude der Kantonsschule mit Strom versorgen.

    Am Samstag, 5. April, gibt es einen Tag der Offenen Tür für die Schulbesichtigung.

  • Modulares Aufstiegssystem für anspruchsvolle Infrastrukturen

    Modulares Aufstiegssystem für anspruchsvolle Infrastrukturen

    Ein Expertenteam der HighStep Systems AG hat die Installation eines HighStep-Steigschutzsystems in Baku an einem Flaggenmast begleitet. Dabei handele es sich um den höchsten Flaggenmast Europas mit einer Höhe von 162 Metern, heisst es in einem Projektbeschrieb des Unternehmens mit Hauptsitz in Dietikon ZH. Nun ermögliche ein HighStep Lift einen gesicherten und komfortablen Aufstieg, selbst bei schwierigen Umweltbedingungen wie etwa starken Winden. Dieses Projekt markiere ein weiteres Kapitel in der Mission des Unternehmens, vertikale Infrastrukturen sicherer zu machen – unabhängig von Standort, Witterung oder Höhe.

    „Die Kräfte, die an einem solchen Bauwerk wirken, sind gewaltig“, wird erklärt. „Starkwinde in Höhenlagen, Materialspannungen, Temperaturunterschiede und die enorme Masse der Flagge selbst – all das macht den Mast zu einem der anspruchsvollsten Einsatzorte für jede Art von Höhenzugang.“ Anders als bei klassischen Leitersystemen, seien Mitarbeitende mithilfe eines HighStep-Systems jedoch stets gesichert und mobil.

    Das HighStep-System ist modular aufgebaut und besteht aus zwei Komponenten: zum einen aus einer Aluminiumschiene als Systemträger und zum anderen aus einem Steiggerät in den Varianten HighStep Easy und HighStep Lift. Letzterer ist portabel und kommt in Baku zum Einsatz.

    Weltweit sind nach Angaben des Unternehmens mehrere Tausend seiner Anlagen in Betrieb, vornehmlich in Europa, aber auch in asiatischen Ländern wie China und Indien. In der Anwendung liegt der Fokus auf Strommasten, Windkraftanlagen, Sendetürmen wie auch Industrieanlagen.

  • Neue Grossaufträge stärken Infrastrukturprojekte im DACH-Raum

    Neue Grossaufträge stärken Infrastrukturprojekte im DACH-Raum

    Die Implenia AG wird in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich mehrere Aufträge in den Bereichen Datacenter, Energie- und Verkehrsinfrastruktur sowie Gesundheit durchführen. Das Gesamtvolumen der Projekte belaufe sich auf über 150 Millionen Franken, informiert die im Opfiker Stadtquartier Glattpark ansässige Bau- und Immobiliengesellschaft in einer entsprechenden Mitteilung. Zudem entsprächen sie „der strategischen Ausrichtung der Gruppe auf grosse und anspruchsvolle Projekte sowie der sektorenorientierten Spezialisierung auf Bereiche mit hoher Nachfrage“.

    In Deutschland ist Implenia in den Neubau des Heidekreis-Klinikums in Bad Fallingbostel involviert. Hier wird Implenia Fassadenbau die Fassade beisteuern. In Österreich hat die Gruppe zusammen mit zwei Partnerfirmen das Hauptbaulos für das Wasserkraftwerk Imst-Haiming bekommen. Es umfasst unter anderem einen 14 Kilometer langen Triebwasserweg, die Kaverne und das Unterwasserbecken für das Kraftwerk am Inn.

    Die übrigen Aufträge betreffen Projekte in der Schweiz. So wird Implenia für den Datenzentren-Anbieter Green ein weiteres Hochleistungsrechenzentrum auf dem Metro-Campus Zürich West in Lupfig realisieren. In Basel ist Implenia Teil der ARGE USB K2, die vom Universitätsspital Basel mit den Baumeisterarbeiten für den Neubau es Klinikums 2 beauftragt wurde. Ebenfalls im Zusammenspiel mit Partnerfirmen wird Implenia eine neue Tramlinie im Kanton Genf realisieren. Für die SBB saniert die Gruppe den Hagenholztunnel im Kanton Zürich. Das Bundesamt für Strassen hat Implenia mit der Neugestaltung der Verzweigung Versoix in Bellevue GE betraut.

  • Zusammenschluss stärkt Elektrokompetenz in der Ostschweiz

    Zusammenschluss stärkt Elektrokompetenz in der Ostschweiz

    Der in Arbon ansässige Energiedienstleister EKT Holding AG hat die Edelmann Ingenieurbüro AG mit Sitz in Thalheim an der Thur übernommen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, soll das Unternehmen vorerst eigenständig unter dem Dach der EKT agieren. Alle zwölf Arbeitsplätze bleiben erhalten.

    Das Ingenieurbüro, das neben dem Hauptsitz Thalheim Filialen in Winterthur, Schaffhausen und Frauenfeld unterhält, ist auf die Bereiche Planungen, Beratungen, Studien, Kostenvoranschläge, Projektierungen und Bauleitungen von Elektroprojekten spezialisiert. Mit dem Zusammenschluss sollen seine Expertisen die Angebote des ebenfalls zur EKT-Gruppe gehörenden Gebäudeplanungs-Unternehmen NEGXT AG, Kreuzlingen, in optimaler Form ergänzen, heisst es in der Mitteilung.

    „Für uns ist dieser Schritt, diese Übernahme, ein echter Glücksfall. Auf der Suche nach einer Nachfolgelösung für unser Unternehmen war die EKT stets unsere Wunschpartnerin“, wird Roman Edelmann, Geschäftsführer der Edelmann Ingenieurbüro AG, in der Mitteilung zitiert.

    Thorsten Specker, Geschäftsführer der NEGXT AG, zeigt sich seinerseits zufrieden: „Als Schwester-Unternehmen erweitern wir unsere Marktaktivitäten gemeinsam auf die Ostschweiz und werden alles daran setzen, die sich uns dadurch bietenden Synergien optimal, für unsere Kundinnen und Kunden, zu nutzen“.

    Mit dem Zusammenschluss wächst die Zahl der Mitarbeitenden der EKT Holding auf 188.

  • Unternehmensgebäude wird zum Kraftwerk der Zukunft

    Unternehmensgebäude wird zum Kraftwerk der Zukunft

    Energie 360° hat seinen Hauptsitz in Zürich zu einem grünen Kraftwerk umgebaut, informieren der schweizweit aktive Energieversorger und die Stadt Zürich in einer gemeinsamen Mitteilung. Bei den nun abgeschlossenen Umbau- und Instandsetzungsarbeiten wurde dafür eine grossflächige Photovoltaik-Fassade realisiert. Ihre insgesamt 1600 Module sollen jährlich etwa 325 Megawattstunden Strom erzeugen.

    „Künftig produziert Energie 360° rund die Hälfte des jährlichen Energiebedarfs ihres Gebäudes selbst“, wird Michael Baumer, Vorsteher der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich und Verwaltungsratspräsident von Energie 360°, in der Mitteilung zitiert. Der erzeugte Solarstrom soll unter anderem auch die eigene E-Autoflotte betreiben. Für die Zulassung der Anlage hatte Energie 360 nachweisen müssen, dass sich ein Brand der Module nicht über mehr als zwei Stockwerke ausbreiten kann.

    Bis 2040 will Energie 360° seinen Direktabsatz ausschliesslich auf Erneuerbare umstellen. Das Unternehmen sei auf gutem Kurs das für Ende 2025 gesteckte Zwischenziel von 30 Prozent zu erreichen, informiert Energie 360° in einer weiteren Mitteilung. Im am 30. September 2024 abgeschlossenen Geschäftsjahr wurde ein Anteil von 27 Prozent erreicht. Konkret stammten 1238 von insgesamt 4590 abgesetzten Gigawattstunden Energie aus erneuerbaren Quellen. „Wir spüren die breite Unterstützung und Anerkennung für unsere Transformation – bei Mitarbeitenden, Partnerunternehmen und Kund*innen“, wird Energie 360°-CEO Jörg Wild in der Mitteilung zitiert.

  • Zürich plant Mobilität der nächsten Generation

    Zürich plant Mobilität der nächsten Generation

    Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat die neuen Agglomerationsprogramme der fünften Generation verabschiedet. Sie sind ein zentrales Instrument, um das rasante Wachstum der Städte und Gemeinden mit einer leistungsfähigen, nachhaltigen und zukunftsorientierten Verkehrsinfrastruktur zu begleiten. Die Programme ermöglichen es, Siedlungs- und Verkehrsentwicklung besser zu koordinieren und schaffen die Voraussetzung dafür, dass sich der Bund mit einem Beitrag von 30 bis 50 Prozent an den Investitionskosten beteiligt.

    Die rund 350 vorgesehenen Massnahmen verteilen sich auf fünf Agglomerationsräume, in denen gezielt an einer verbesserten Mobilität gearbeitet wird. Im Raum Zürich-Glattal liegt der Fokus auf dem Ausbau von Umsteigebahnhöfen zu leistungsfähigen Verkehrsdrehscheiben und auf der Weiterentwicklung des Velonetzes gemäss kantonalem Veloplan und der Velostrategie der Stadt Zürich. In der Region Winterthur soll das Angebot im öffentlichen Verkehr sowie im Fuss- und Velobereich gestärkt werden, um das steigende Verkehrsaufkommen stadtverträglich aufzufangen. Zugleich wird die Elektrifizierung des Busverkehrs weiter vorangetrieben.

    Erstmals wird mit dem Programm «Unterland-Furttal» ein gemeinsamer Beitrag der Planungsregionen Zürcher Unterland und Furttal eingereicht. Hier stehen eine siedlungsverträgliche Gestaltung der Strassenräume und die Verbesserung der Lebensqualität im Zentrum. Im Zürcher Oberland wiederum geht es um die bessere Erreichbarkeit regionaler Zentren wie Uster, Wetzikon, Pfäffikon und Hinwil. Auch hier sollen Strassenräume gezielt aufgewertet, Knotenpunkte gestärkt und der öffentliche Verkehr elektrifiziert werden.

    Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Limmattal, wo der Kanton Zürich gemeinsam mit dem Kanton Aargau ein umfassendes Programm eingereicht hat. Im Fokus stehen dabei die Weiterentwicklung von Umsteigepunkten sowie die Elektrifizierung des öffentlichen Busverkehrs. Gleichzeitig sollen über zwanzig Massnahmen die Entwicklung hochwertiger Wohn- und Freiräume ermöglichen.

    Rückblick mit Wirkung
    Seit der ersten Einreichung im Jahr 2007 hat der Kanton Zürich mit seinen Agglomerationsprogrammen eindrückliche Resultate erzielt. Der Bund hat seither Beiträge von über 1,5 Milliarden Franken zugesprochen. Damit konnten nicht nur Grossprojekte wie das Tram Hardbrücke oder die Limmattalbahn realisiert werden, sondern auch zahlreiche kleinere Massnahmen zur Förderung des Fuss- und Veloverkehrs sowie zur Aufwertung von Strassenräumen. Die Programme bauen auf zentralen kantonalen Planungsgrundlagen auf,  darunter das Gesamtverkehrskonzept 2018, das Konzept S-Bahn 2G sowie der Velonetzplan und der Massnahmenplan Fussverkehr.

    Gemeinsame Verantwortung für eine mobile Zukunft
    Die Erarbeitung der AP5 erfolgte in enger Abstimmung mit Gemeinden, Regionen und weiteren Partnern. Der Regierungsrat hat die Programme nun offiziell verabschiedet und die Trägerschaft übernommen. Mit der Einreichung beim Bund setzt Zürich ein starkes Zeichen für eine abgestimmte und zukunftsfähige Raum- und Verkehrsplanung – getragen von einem breiten Konsens und dem Willen, den Wandel aktiv zu gestalten.

  • Zukunft sichern durch Bewirtschaftung mit Verantwortung

    Zukunft sichern durch Bewirtschaftung mit Verantwortung

    Immobilien sind weit mehr als gebaute Substanz. Sie sind Investition, Lebensraum, Energieverbraucher und langfristige Verpflichtung zugleich. Um ihren Wert über Jahrzehnte hinweg zu sichern oder gar zu steigern, braucht es ein professionelles, ganzheitliches Lebenszyklus-Management. Die fünf Fachkammern des SVIT, die SVIT five, demonstrierten am Real Estate Symposium 2025 in Zürich, wie ihre gebündelte Expertise Eigentümer, Investoren, Projektentwickler und Betreiber entlang des gesamten Immobilienlebenszyklus begleitet.

    Mit fundiertem Fachwissen, Marktkenntnis und operativer Kompetenz entwickeln sie zukunftsorientierte Strategien, die ökonomisch tragfähig sind und gleichzeitig ökologische Verantwortung mitdenken. Dabei reichen die Herausforderungen von regulatorischen Veränderungen über technische Entwicklungen bis hin zu wandelnden Nutzerbedürfnissen – Themen, auf die eine strategische Immobilienbewirtschaftung gezielt Antworten liefern muss.

    Von Verantwortung zu Wertschöpfung
    Marie Seiler, Vorsitzende der Geschäftsleitung der Pensimo Management AG, unterstrich in ihrer Keynote die Komplexität des Immobilienbesitzes. Es gehe dabei nicht nur um Verwaltung, sondern um strategisches Denken und kreatives Handeln. Der Mehrwert einer Immobilie entstehe nicht von selbst, er werde durch aktives und verantwortungsvolles Management geschaffen und gesichert. Werthaltigkeit sei keine Konstante, sondern das Resultat bewusster Entscheidungen.

    Diese These fand Unterstützung bei Dominik Stamm, Vice President bei Jones Lang LaSalle AG, der eindringlich vor den Risiken ungenutzter Potenziale warnte. Immobilien könnten bei fehlender Anpassung an Markt, Technologie oder Regulierung rasch zu «Stranded Assets» werden. Umgekehrt erzeugen Investitionen in Effizienz, Digitalisierung und Flexibilität langfristige Werteffekte und sichern die Wettbewerbsfähigkeit der Objekte.

    Verantwortung in der Praxis
    Besonderes Augenmerk galt auch dem Thema Stockwerkeigentum, wo Verantwortung oft dezentral verteilt ist. Michel de Roche, Advokat und ehemaliger Präsident der Fachkammer Stockwerkeigentum SVIT, hob die Rolle der Verwaltung hervor. Sie müsse das Bewusstsein für den Zustand und die Lebensdauer der Bauteile schärfen, Wissen vermitteln und Investitionen in die Zukunft ermöglichen. Dabei gehe es nicht nur um den Werterhalt, sondern ausdrücklich auch um Wertsteigerung.

  • SBB entwickelt Basel weiter

    SBB entwickelt Basel weiter

    Mit dem Projekt «Wolf Basel» verwandelt die SBB ein 160’000 Quadratmeter grosses Areal im Osten der Stadt in ein lebendiges, zukunftsfähiges Stadtquartier. Die Transformation steht exemplarisch für die intelligente Verdichtung urbaner Räume. Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Logistik sollen hier in neuer Form koexistieren  und dies ressourcenschonend, nachhaltig und integriert in die bestehende Stadtstruktur.

    Ab 2027 starten die Bauarbeiten im westlichen Teil des Areals. In zwei Wettbewerbsverfahren hat die SBB architektonische und funktionale Spitzenlösungen gesucht und gefunden. Die Jury, bestehend aus unabhängigen Fachpersonen sowie Vertreterinnen der Bauherrschaft und des Kantons Basel-Stadt, hat nun die Projekte «Janus» von ARGE Experience aus Paris mit M-AP Architekten aus Lausanne sowie «Binaria» von ARGE Parabase GmbH und Confirm AG aus Basel zur Umsetzung empfohlen. Die beiden zehngeschossigen Neubauten sollen rund 300 Wohnungen bieten und setzen Massstäbe in Sachen Nachhaltigkeit, Wohnqualität und architektonischer Einbettung.

    Nachhaltigkeit trifft urbane Innovation
    Die geplanten Wohnbauten spiegeln den Wandel im Städtebau. Die Wohnungen sind für unterschiedliche Lebensformen konzipiert, Gemeinschaftsräume in den Erdgeschosszonen fördern das soziale Miteinander. Die Dächer dienen nicht nur als Energiequelle durch Photovoltaik, sondern auch als Wasserspeicher und teilweise als begehbare Aufenthaltsflächen. Photovoltaikelemente an den Fassaden, Begrünungen, erneuerbare Heizsysteme und ausgeklügelte Systeme zur Kühlung im Sommer sind Teil eines umfassenden Energiekonzepts.

    Auch in der Bauweise setzt das Projekt neue Standards. Schraubverbindungen ersetzen Klebeverbindungen, modulare Strukturen ermöglichen eine spätere Umnutzung oder Demontage, so wird Design for Disassembly zur Realität. Damit zeigt sich Wolf Basel nicht nur als städtebauliches, sondern auch als technisches Zukunftsmodell.

    Identität entsteht im Dialog
    Noch vor Baubeginn wird das Areal für Zwischennutzungen, Experimente und Beteiligung geöffnet. Eine historische Bahnhalle dient seit Kurzem als temporäre Pickleball-Fläche und bringt Bewegung ins Zentrum des Entwicklungsgebiets. Darüber hinaus stehen diverse Räume für längerfristige Nutzungen in den Bereichen Kultur, Freizeit und Gastronomie zur Verfügung. Die SBB ruft dazu auf, kreative Ideen einzureichen und das künftige Quartier aktiv mitzugestalten.

    Die Öffnung ist mehr als eine Geste, sie ist Teil einer Strategie, bei der Stadtentwicklung als partizipativer Prozess verstanden wird. So entsteht früh eine emotionale Bindung an das Quartier und seine künftige Identität.

    Etappierter Aufbau mit Weitblick
    Der Baustart für Wolf Basel ist für 2027 geplant. In der ersten Phase entstehen die Wohngebäude im westlichen Teil des Areals, darunter ein Drittel im preisgünstigen Segment durch gemeinnützige Bauträger. Parallel dazu wird im mittleren Abschnitt der Urban Hub entwickelt, ein öffentlicher Raum mit Angeboten aus Gastronomie, Sport, Kultur und Dienstleistungen. In einer zweiten Phase, voraussichtlich ab 2031, folgen im östlichen Bereich Gewerbe- und Dienstleistungsbauten mit rund 1’000 Arbeitsplätzen.

    Das gesamte Projekt basiert auf dem rechtskräftigen Bebauungsplan vom 2. Mai 2023 und steht beispielhaft für die qualitätsvolle Entwicklung innerstädtischer Potenzialflächen in der Schweiz.