Kategorie: immoNews

immoNews – Aktuelle Immobiliennews, Branchenmeldungen & Entwicklungen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft auf einen Blick.

  • ETH setzt neue Massstäbe Digitale Baukunst

    ETH setzt neue Massstäbe Digitale Baukunst

    Der Turm Tor Alva, entworfen vom ETH-Team um Benjamin Dillenburger und Architekt Michael Hansmeyer, stellt nicht nur einen technologischen, sondern auch einen gestalterischen Meilenstein dar. Über vier Stockwerke hinweg verästeln sich die skulpturalen Betonsäulen zu einer futuristischen Kuppel. Gedruckt wird mit einem robotergestützten System, das Schicht für Schicht aus Feinkornbeton eine einzigartige Architektur schafft – präzise, effizient und gestalterisch wegweisend.

    Forschung trifft Realität
    Was in der Forschungshalle mit Gelbwesten und Steuergeräten beginnt, soll in Mulegns Marktreife beweisen. Der erste reguläre Produktionstag markiert den Übergang von Theorie zur Praxis. Das ETH-Team, unterstützt von Bauingenieuren und Robotik-Spezialisten, testet hier nicht nur neue Materialien und Bauprozesse, es setzt Standards für die Bauwelt von morgen.

    Ein Dorf als Zukunftslabor
    Mulegns, einst Zentrum des Handwerks, heute kaum bewohnt, wird zum Symbol für Wandel. Die Stiftung Nova Fundaziun Origen und die ETH Zürich schaffen hier mehr als nur ein Bauwerk. Sie kombinieren digitale Baukunst mit kultureller Wiederbelebung. In der Turmkuppel sollen künftig Veranstaltungen stattfinden, die Besuchende aus der ganzen Welt anlocken. Der Turm wird zum Leuchtturm für Regionen, die mit Abwanderung kämpfen, ein visionäres Modell für nachhaltige Standortentwicklung.

    Weitere Informationen zum Tor Alva: www.tor-alva.ch

  • Kanton Zürich fordert Bundesrat zum Handeln

    Kanton Zürich fordert Bundesrat zum Handeln

    Der Druck auf den Wohnungsmarkt ist enorm. Die Nachfrage steigt stetig, das Angebot hinkt hinterher. Besonders betroffen ist der Kanton Zürich, wo Bauprojekte immer häufiger durch Rekurse verzögert oder verhindert werden. Die Konsequenzen sind steigende Mietpreise, soziale Spannungen und wachsender politischer Handlungsdruck. Fünf kantonale Volksinitiativen zeigen, wie sehr das Thema Wohnraum die Bevölkerung beschäftigt.

    Verbesserungen verzögern sich unnötig
    Obwohl neue Vorschriften im Bereich Lärmschutz bereits beschlossen wurden, lässt deren Umsetzung auf sich warten. Der Zürcher Regierungsrat fordert vom Bundesrat, die Gesetzesänderungen rasch in Kraft zu setzen. Denn, Schutzinteressen dürfen den Ausbau dringend benötigten Wohnraums nicht blockieren. Klare gesetzliche Grundlagen sind essenziell für Planungssicherheit und beschleunigte Verfahren.

    Schutzinstrument oder strategisches Einspruchswerkzeug?
    Besonders kritisch sieht der Regierungsrat die zunehmende Direktanwendung des Bundesinventars ISOS, das eigentlich dem Schutz bedeutender Ortsbilder dient. Immer öfter wird das Inventar jedoch für Einsprachen gegen Neubauprojekte genutzt. Mit gravierenden Folgen für die innere Verdichtung. In Zürich wird diese Problematik bereits massiv spürbar, sie greift aber zunehmend auch auf andere Kantone über.

    Der Regierungsrat unterstützt zwar den angekündigten Runden Tisch zur ISOS-Thematik, fordert jedoch konkrete und zeitnahe Lösungen, die gemeinsam mit Bund, Kantonen und Gemeinden entwickelt werden müssen.

    Forderung nach politischer Priorisierung
    Die Wohnraumversorgung sei ein zentrales Anliegen von Bevölkerung und Wirtschaft, so der Regierungsrat. Der Bund müsse Schutzinteressen und bauliche Entwicklung in ein neues Gleichgewicht bringen, damit der dringend benötigte Wohnungsbau nicht weiter blockiert wird. Die Verantwortung dafür liegt nun bei den zuständigen Bundesstellen.

  • Baustoffe ohne CO₂ – Der Wandel der Branche hat begonnen

    Baustoffe ohne CO₂ – Der Wandel der Branche hat begonnen

    Die Baubranche zählt zu den grössten CO₂-Emittenten weltweit. Rund 37 Prozent der energiebedingten Emissionen gehen auf ihr Konto. Ein gewichtiger Anteil mit enormem Verbesserungspotenzial. Besonders problematisch ist die Produktion konventioneller Materialien wie Zement, Stahl oder Glas, deren Herstellung einen hohen Energieverbrauch und CO₂-Ausstoss mit sich bringt. Zement allein verursacht acht Prozent der globalen CO₂-Emissionen – mehr als der gesamte internationale Flugverkehr.

    Doch die Branche beginnt umzudenken. Neue Technologien ermöglichen Materialien, die ressourcenschonender, langlebiger und klimaschonend sind. Rezyklierter Beton, alternative Bindemittel oder CO₂-negative Ziegel machen heute bereits vor, was morgen zum Standard werden könnte. Dabei zeigt sich, Nachhaltigkeit muss nicht im Widerspruch zu Stabilität, Qualität oder Wirtschaftlichkeit stehen.

    Innovation aus der Schweiz
    Einen besonders visionären Ansatz verfolgt das ETH-Spin-off Oxara. Das Zürcher Unternehmen hat ein patentiertes Verfahren entwickelt, mit dem mineralische Abfälle aus der Bauwirtschaft in zementfreie, CO₂-arme Baustoffe umgewandelt werden. Der sogenannte Earth Concrete von Oxara reduziert den Energiebedarf um bis zu 80 Prozent und die CO₂-Emissionen um rund 90 Prozent. Das neue Produkt «Oulesse» ersetzt klassischen Zement durch eine innovative Mischung aus mineralischen Salzen und recyceltem Material wie Ziegel und Beton. Damit gelingt nicht nur ein erheblicher Emissionsrückgang, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft im Bauwesen.

    Die Innovationen von Oxara beweisen, dass zukunftsfähiges Bauen skalierbar und wirtschaftlich realisierbar ist. Gleichzeitig fördern sie ein neues Verständnis von Materialeinsatz, bei dem nicht nur der Baustoff zählt, sondern auch dessen Herkunft, Lebenszyklus und Rückbaufähigkeit.

    Der Wert natürlicher Baustoffe
    Auch klassische Materialien wie Holz erleben eine Renaissance. Allerdings in neuer technologischer Form. Brettsperrholz, Verbundsysteme und Hybridkonstruktionen machen Holz zu einem leistungsstarken Baustoff mit exzellenten klimatischen Eigenschaften. Jeder verbaute Kubikmeter bindet rund eine Tonne CO₂, was die Klimabilanz massiv verbessert. Gleichzeitig sorgen neue Fertigungstechniken für höchste Tragfähigkeit, auch im mehrgeschossigen Hochbau.

    Weitere vielversprechende Ansätze liefern Kalksandstein oder CO₂-negative Ziegel, die aktiv Kohlenstoff binden. Damit zeigt sich, auch steinbasierte Baustoffe können ihren Platz in einer nachhaltigen Zukunft haben, wenn sie entsprechend weiterentwickelt werden.

    Vom Trend zur Verpflichtung
    Nachhaltiges Bauen ist längst mehr als ein Imagefaktor. Es wird zunehmend zur regulatorischen und wirtschaftlichen Notwendigkeit. Bauherrschaften, Planer und Investoren stehen unter wachsendem Druck, ökologische Verantwortung zu übernehmen und innovative Lösungen zu fördern. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach emissionsarmen Bauprojekten, sowohl bei institutionellen Investoren als auch bei Endkundinnen und -kunden.

    Die Branche hat die Chance, vom Klimaproblem zur Klimalösung zu werden. Die Technologien sind vorhanden, das Know-how wächst, und der Handlungsdruck ist real. Es liegt an den Akteuren der Bau- und Immobilienwirtschaft, diese Chance zu ergreifen, für den Markt, die Gesellschaft und die kommenden Generationen.

  • Bauen zwischen Stadt und Land

    Bauen zwischen Stadt und Land

    Während auf dem Land noch Platz zur Verfügung steht und Bauprozesse oftmals unkomplizierter verlaufen, ist die urbane Realität von Dichtevorgaben, Vorschriften und langwierigen Bewilligungsverfahren geprägt. Die Kommunikationswege sind auf dem Land kürzer, die Prozesse direkter. In den Städten hingegen erfordern komplexe Projekte wie «The Circle» beim Flughafen Zürich ausgeklügelte Koordination und Geduld.

    Fachkräftemangel kennt keine Grenzen
    Egal ob ländlich oder städtisch, der Kampf um qualifizierte Lehrlinge ist in der gesamten Schweiz spürbar. Bemerkenswert ist, dass Jugendliche aus ländlichen Regionen häufig handwerklich versierter sind . Nicht zuletzt, weil sie früh mit praktischer Arbeit in Kontakt kommen. Dennoch bleibt die Rekrutierung eine Herausforderung, gerade im urbanen Raum, wo akademische oder kaufmännische Laufbahnen dominieren.

    Regionale Verwurzelung als Erfolgsfaktor
    Ob traditionelle Familienbetriebe in Schwyz oder lokal verankerte Bauunternehmen im Thurgau, das Bauhauptgewerbe bleibt in beiden Kantonen ein starker Pfeiler der regionalen Wirtschaft. Besonders auf dem Land sind Baumeister nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich aktiv, als Vereinsmitglieder, OK-Präsidenten und Förderer des lokalen Lebens.

    Einsprachen bremsen überall  Fortschritt
    Ländliche Idylle schützt nicht vor rechtlichen Hürden: Auch ausserhalb der Städte werden Bauprojekte regelmässig durch Einsprachen verzögert. Der Ruf nach einem klareren, schnelleren und rechtssicheren Verfahren wird lauter. Aus Sicht der Praxis längst überfällig.

    Unterschiedliche Ausgangslagen bei der Auftragslage
    Während der Kanton Schwyz aktuell ein solides Auftragsvolumen mit wachsender Bautätigkeit und grossen Projekten verzeichnet, ist die Situation im Thurgau angespannt. Dort werden nicht zwingende Investitionen aus Spargründen vertagt, mit direkten Auswirkungen auf die lokalen Bauunternehmen.

    Nachhaltigkeit und Qualität im Fokus
    Die Anforderungen an Neubauten verändern sich rasant. Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und klimagerechtes Bauen dominieren die Projektanforderungen. Gleichzeitig steigt der Zeitdruck auf den Baustellen, während die rechtliche Komplexität zunimmt. Der Wunsch der Branche, mehr Qualität statt Preisdumping und eine Rückbesinnung auf langfristige, nachhaltige Werte.

  • Führungswechsel in der Schweizerischen Maklerkammer vollzogen

    Führungswechsel in der Schweizerischen Maklerkammer vollzogen

    Mit der Wahl von Patrizia Wachter Tanner reagiert die Schweizerische Maklerkammer auf die steigenden Anforderungen im Immobilienmarkt. Die Betriebsökonomin mit einem Master in Real Estate Management übernimmt die Nachfolge von Kurt Bosshard, der sich nach zehn Jahren engagierter Vorstandstätigkeit nicht mehr zur Wiederwahl stellte. Wachter Tanner leitet die Prefera Immobilien AG in Sargans sowie die Alfina Prefera Immobilien AG in Chur und bringt langjährige Führungserfahrung, Branchenkenntnis und unternehmerisches Denken mit in das Gremium.

    Ihre Wahl durch Akklamation ist Ausdruck des Vertrauens der Mitglieder in ihre Fachkompetenz und ihr Engagement für die Anliegen der Branche. Gleichzeitig wurde Kurt Bosshard, CEO der Bosshard Immobilien AG in Ascona, mit grossem Applaus verabschiedet. Sein langjähriger Einsatz für die Professionalisierung der Maklerbranche wurde vom Präsidium mit Dank und Anerkennung gewürdigt.

    Qualität schafft Vertrauen
    Die SMK steht für geprüfte Qualität in der Immobilienvermittlung und gewinnt damit weiter an Bedeutung. Mit aktuell 127 Mitgliedern zum Ende des Geschäftsjahres 2024 zeigt sich ein klarer Trend. Immer mehr professionelle Maklerinnen und Makler wollen Teil des Netzwerks werden und sich dem anspruchsvollen Qualitätskodex unterwerfen. Die Mitgliedschaft setzt ein strenges Qualitätsmanagement voraus, das regelmässig in Audits überprüft wird. So entsteht Vertrauen, sowohl für Verkäuferinnen und Verkäufer als auch für Kaufinteressenten.

    Gerade in einem zunehmend volatilen und regional stark unterschiedlichen Marktumfeld steigt das Bedürfnis nach fundierter Beratung. Das Label der SMK ist ein verlässliches Signal an den Markt. Wer es trägt, bietet geprüfte Fachkompetenz, Transparenz und Verlässlichkeit in einem sensiblen Geschäftsfeld.

    Strategisch positioniert für die Zukunft
    Mit dem neuen Vorstand, unter der Leitung von Präsident Ruedi Tanner, setzt die SMK ein Zeichen für Beständigkeit und Erneuerung zugleich. Die Kombination aus langjähriger Branchenerfahrung und frischen Impulsen schafft die Grundlage für eine starke Positionierung im anspruchsvollen Marktumfeld. «Mit ihrem zertifizierten Fachwissen und ihrer qualifizierten Beratung schaffen die Mitglieder der Schweizerischen Maklerkammer erfolgsentscheidende Mehrwerte für ihre Kundinnen und Kunden, so Ruedi Tanner.

    Die SMK bleibt damit das führende Netzwerk für Qualitätsmaklerinnen und -makler in der Schweiz und ein zentraler Garant für Glaubwürdigkeit, Fachwissen und nachhaltigen Markterfolg.

  • Investition in Tiefe spart Kosten und verbessert Klimabilanz

    Investition in Tiefe spart Kosten und verbessert Klimabilanz

    Pistor zieht eine erste positive Bilanz des ersten Winters mit seinem neuen Erdwärmespeicher: „Das klappt derart reibungslos, dass wir bislang keinen Tropfen Heizöl verheizen mussten“, wird Michael Waser, Pistors Verantwortlicher für Infrastruktur, in einer Unternehmensmitteilung zitiert.

    Pro Jahr spare Pistor dadurch an seinem Hauptsitz in Rothenburg über 100’000 Liter Heizöl und verhindere die Freisetzung von 330 Tonnen CO2. Dieses Menge werde etwa bei mehr als 200 Direktflügen von Zürich nach Tokio freigesetzt. Waser erwartet, „dass uns der Erdspeicher mittelfristig Geld sparen wird“.

    Für die Bauarbeiten hat Pistor 1 Million Franken investiert. Dabei wurden in einer Tiefe von 250 Metern 75 Bohrungen vorgenommen. Entstanden ist einer der grössten Erdwärmespeicher der Zentralschweiz, so das Handels- und Dienstleistungsunternehmen für die Bäckerei- und Confiseriebranche sowie für Gastronomie und Pflegeeinrichtungen.

    Die Pistor-Genossenschaft reagiert nach den Worten von Waser damit auf die Wünsche der Kundschaft, die vermehrt Ansprüche an möglichst sozial- und umweltverträgliche Lieferketten stelle: „Wir erfüllen sie.“ Dazu trügen auch die zwölf elektrischen Lastwagen der Flotte und Renovierungen mit nachhaltigen Materialien bei.

    Ausserdem transportiere Pistor seine über 27’000 Produkte per Zug von einer Verteilzentrale zur anderen. Dank dieses Bahntransports würden jährlich zusätzlich 785 Tonnen CO2 eingespart.

  • Küchenherstellung setzt auf umweltfreundlichen Werkstoff

    Küchenherstellung setzt auf umweltfreundlichen Werkstoff

    Die beiden Unternehmen Hans Kohler AG aus Zürich und Suter Inox AG aus Brugg beschreiten laut einem Blog-Beitrag einen gemeinsamen Weg und nutzen grünen Edelstahl für eine umweltfreundlichere Produktion von Küchen. Dieser wird mit Wasserstoff statt Kohlenstoff hergestellt. Im Vergleich zum weltweiten Industrieschnitt weist er einen bis zu 92 Prozent geringeren CO2-Ausstoss aus, so die Hans Kohler AG. Produzent der Edelstahlbleche ist das finnische Unternehmen Outokumpu mit Sitz in Helsinki.

    „Die Nachfrage nach umweltfreundlichen und sozial verantwortlichen Produkten hat in den letzten Jahren in diversen Industriezweigen erheblich zugenommen“, wird der CEO der Kohler AG, Marco Borter, im Rahmen des Blog-Beitrags zitiert. „Auch die Edelstahlindustrie legt einen verstärkten Fokus auf die Reduktion des CO2-Ausstosses im gesamten Wertschöpfungsprozess. Outokumpu als Produzent unserer ,Green Steel‘-Edelstahlbleche ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Herstellung von rostfreiem Edelstahl.“ Es wolle bis 2050 klimaneutral produzieren.

    „Durch diese Zusammenarbeit mit Kohler können wir hochwertige, zukunftsweisende Küchenlösungen anbieten, die in der Schweiz gefertigt werden und höchste ökologische Standards erfüllen“, so Suter Inox-CEO Attila Castiglioni. „Unsere Edelstahl-Arbeitsplatten, Spülen und Becken überzeugen damit nicht nur durch Ästhetik und Funktionalität, sondern tragen auch aktiv zur Reduktion von CO2-Emissionen bei. Diese Partnerschaft schafft echten Mehrwert – für uns, unsere Kunden und die Umwelt.

  • Digitale Karte für Speicherlösungen aus erneuerbarer Energie

    Digitale Karte für Speicherlösungen aus erneuerbarer Energie

    Das Swiss Power-to-X Collaborative Innovation Network (SPIN) möchte Informationen über laufende und geplante Power-to-X (PtX)-Projekte leichter zugänglich machen. Deshalb arbeitet das Netzwerk nun mit der Koalition für grüne Energie und Speicherung (CGES) zusammen. Die CGES wurde 2023 von den Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich (ETH) und Lausanne (EPFL) zusammen mit dem Paul Scherrer Institut (PSI) und der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) ins Leben gerufen, um mit der Industrie skalierbare Lösungen für ein klimaneutrales und unabhängiges Energiesystem zu entwickeln.

    Das SPIN führt seit eineinhalb Jahren eine umfassende Liste von PtX-Projekten in der Schweiz. Sie zeigt, wo und von wem an der Umwandlung von erneuerbaren Energien in speicherbare Energieträger wie Wasserstoff, synthetische Kraftstoffe oder Methan gearbeitet wird. Diese Datenbank soll einen Überblick schaffen und dabei helfen, Akteure aus Forschung, Industrie, Politik und Verwaltung miteinander zu vernetzen.

    Im Rahmen der nun vereinbarten Kooperation von SPIN und CGES soll ein interaktiver PtX-Tracker entwickelt werden. Dafür wird SPIN die Daten zur Verfügung stellen und CGES die Projekte auf einer digitalen Karte visualisieren. Beide versprechen sich davon neben einer erhöhten Sichtbarkeit auch eine Erleichterung der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Initiativen und Interessengruppen. Zudem soll sie Entscheidungsträgerinnen und -träger bei der Anpassung von Rechtsrahmen unterstützen. Investierenden soll sie ermöglichen, neue Geschäftsmöglichkeiten zu erkennen.

    Diese Plattform werde auch die Öffentlichkeit für die Bedeutung vpn PtX sensibilisieren, so das SPIN. Die ersten Ergebnisse der Zusammenarbeit werden voraussichtlich im Sommer 2025 vorgestellt.

  • Kompakter Wärmespeicher gewinnt Innovationspreis für Energielösungen

    Kompakter Wärmespeicher gewinnt Innovationspreis für Energielösungen

    Die internationale Jury des SET Award 2025 hat Cowa Thermal Solutions zum Gewinner in der Kategorie Clean Energy & Storage gekürt. Der SET Award fördert innovative Ideen und Lösungen für eine nachhaltige Energiezukunft und beschleunigt so die Energiewende.

    Der Wettbewerb wird von der Deutschen Energie-Agentur in Kooperation mit dem World Energy Council weltweit ausgeschrieben und veranstaltet. Unterstützt wird er vom deutschen Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Der Award zeichnet Innovationen aus, die die globale Energiewende vorantreiben. Die Verleihung fand im Rahmen des SET Tech Festivals 2025 in Berlin statt.

    Wie die Veranstalter in einer Mitteilung herausstellen, entwickelt Cowa „kompakte Wärmespeicher mit Phasenwechselmaterialien, die fünfmal kleiner sind als wasserbasierte Systeme. Mit dem Ziel, den wachsenden europäischen Wärmepumpenmarkt zu bedienen, verbessert Cowa die Integration erneuerbarer Energien und die städtische Energieeffizienz.“

    Cowa-CEO Simon Maranda bezeichnet diese Auszeichnung in einem Communiqué seines 2019 gegründeten und im Technopark Luzern ansässigen Unternehmens als „eine grosse Anerkennung für unsere Arbeit und unser Engagement für innovative Energiespeicherlösungen. Unsere kompakten thermischen Wärmespeicher sind eine ideale Lösung zur Integration erneuerbarer Heizsysteme, insbesondere Wärmepumpen, in urbanen Gebäuden mit geringen Platzverhältnissen. Wir sind stolz darauf, diese Technologie weiter voranzutreiben und die Energiewende aktiv mitzugestalten.“

    Auch in diesem Jahr wurden wegweisende Start-ups in fünf Kategorien ausgezeichnet: Saubere Energie und Speicherung, Mobilität & Transport, Industrie, Gebäude & Bauwesen sowie Zugang zu hochwertiger Energie & SDG-7. Die Sieger aller fünf Kategorien stellten ihre Lösungen im Anschluss auch beim Berlin Energy Transition Dialogue vor.

  • Neues Rechenzentrum stärkt digitale Infrastruktur in Winterthur

    Neues Rechenzentrum stärkt digitale Infrastruktur in Winterthur

    Der Rechenzentrenbetreiber NorthC Schweiz AG hat am 20. März sein neues Rechenzentrum in Winterthur eingeweiht. Das neue Rechenzentrum befindet sich auf einer Fläche von rund 1100 Quadratmeter im Turm Areal. Es soll eine zentrale Rolle als Knotenpunkt für die regionale Datenkommunikation spielen, so heisst es in einer Medienmitteilung.

    Das Rechenzentrum bietet KMU und grossen Unternehmen in der Region individuelle Colocation-Lösungen, sichere und direkte Cloud-Verbindungen sowie garantierte Bandbreiten und Geschwindigkeiten für geschäftliche Anwendungen. Durch die Anbindung an die Rechenzentren in Münchenstein BL und Biel sollen zuverlässige Verbindungen zu einer Vielzahl von Cloud- und IT-Dienstleistern gewährleistet werden.

    Das Rechenzentrum verfügt über eine derzeitige Leistungskapazität von 1,8 Megawatt und wird vollständig mit erneuerbarer Energie betrieben. NorthC plant laut der Mitteilung mit seiner 2030 Strategie, Projekte zu initiieren, mit denen die entstehende Abwärme in Winterthur zukünftig sinnvoll genutzt werden kann.

    NorthC setzt laut Patrik Hofer auf regionale Rechenzentren mit internationaler Reichweite. „Mit unserem regionalen Ansatz können wir massgeschneiderte Lösungen für die Region Winterthur anbieten, die den hohen Ansprüchen an Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit gerecht werden“, wird der Managing Director Schweiz bei NorthC in der Medienmitteilung zitiert.

    In Winterthur sind nach Ralph Peterli, Geschäftsführer der Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur, bereits viele führende Technologieunternehmen ansässig. „Es ist gut zu wissen, dass mit NorthC ein regionales Unternehmen stabile und sichere IT-Infrastrukturen auf Stadtgebiet anbietet“, äusserte sich Peterli der Medienmitteilung zufolge.

    NorthC Schweiz hat seinen Sitz in Biel und ist ein Tochterunternehmen der NorthC Group mit Sitz in Oude Meer in den Niederlanden.

  • Flughafen plant Ausbau zur Verbesserung des Servicequalität

    Flughafen plant Ausbau zur Verbesserung des Servicequalität

    Der EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg hat das Gewinnerprojekt und die Bauleitung für den An- und Ausbau seines Terminals ausgewählt. Laut einer Mitteilung hat er für das Projekt ein französisch-schweizerisches Team beauftragt, bestehend aus den Basler Unternehmen Vischer Architekten AG und Gruner AG sowie den französischen Unternehmen DRLW Architectes, Egis Bâtiment NordEst und LAP’S.

    Das Projekt Evolution Modulaire du Terminal beinhaltet die Renovierung sowie Erweiterung der öffentlich zugänglichen Infrastruktur des EuroAirports. Hauptziel des Projekts ist die Verbesserung der Servicequalität für die Passagiere. Die Arbeiten konzentrieren sich auf die Sicherheitskontrollen und die Wegführung der Passagiere. Das erste Modul Landside mit geplantem Baubeginn im Jahr 2027 wird einen Anbau an der Ostfassade des Terminals mit einer Fläche von rund 14‘000 Quadratmetern sowie die Renovierung des bestehenden Terminals mit einer Fläche von 15‘000 Quadratmetern umfassen.

    Die Fertigstellung des Gebäudes ist für 2030/31 angesetzt. Bis dahin will der Flughafen weitere Massnahmen umsetzen, die bis 2026 die Servicequalität verbessern sollen. Dazu gehören beispielsweise die bereits abgeschlossene Renovierung des Ankunftsbereichs oder die geplante Renovierung der Sanitäranlagen.

  • Online-Tool soll Fernwärme-Ausbau vereinfachen

    Online-Tool soll Fernwärme-Ausbau vereinfachen

    Die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) will laut einer Medienmitteilung mit einem neuen Service den Ausbau von Fernwärme beschleunigen. Mit wärmecheck.ch liege ein Angebot vor, welches Haus­be­sit­ze­rin­nen, Haus­be­sit­zern und Un­ter­neh­men rasch die Frage beantwortet, ob ihre Immobilie an ein Fernwärmenetz der EBL angeschlossen werden kann.

    wär­me­check.ch sei über den Brow­ser in­tui­tiv be­dien­bar und voll­stän­dig in­ter­ak­tiv. Nutzende können den Angaben zufolge am Desktop oder per Smartphone auf ei­ner di­gi­ta­len Kar­te sämtliche Adres­sen, die in Wär­me­ver­sor­gungs­ge­bie­ten der EBL liegen, an­­steu­ern. Damit seien zu je­dem Ob­jekt die pas­sen­den In­for­ma­tio­nen aus öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Da­ten verfügbar. Eine Registrierung sei nicht nötig.

    Besteht eine Anschlussmöglichkeit, erstellt wärmecheck.ch schnell und un­kom­pli­ziert eine un­ver­bind­li­che Mo­dell­rech­nung oder bietet Kontakt zu einer An­sprech­per­son der EBL für eine persönliche Ab­klä­rung. Ist zum Zeit­punkt der An­fra­ge ein Anschluss nicht mög­lich, bekommen Interessierte Al­ter­na­ti­ven aufgezeigt und eine Übersicht über relevante In­for­ma­ti­ons­platt­for­men.

    Hintergrund der Massnahme ist das Ziel von EBL, mehr Fern­wär­me­ver­bün­de zu schaffen. Wie EBL schreibt, müs­sten dafür In­for­ma­tio­nen zum An­schluss an die Fern­wär­me oder zu al­ter­na­ti­ven Heiz­mög­lich­kei­ten für Interessierte auf ein­fa­chem Wege zugänglich sein.

    Die Resonanz auf wärmecheck.ch soll es dem Energieversorger ermöglichen, gezielt auf die Nach­fra­ge der Be­völ­ke­rung und dem Ge­wer­be ein­zu­ge­hen, be­ste­hen­de Wär­me­ver­bün­de zu ver­dich­ten und die Er­schlies­sung wei­te­rer Ge­bie­te zu prü­fen.

  • 3D-Datenplattform optimiert Verkehrs- und Infrastrukturprojekte

    3D-Datenplattform optimiert Verkehrs- und Infrastrukturprojekte

    Die in Baden ansässige iNovitas AG und die Geoinfra Ingenieure AG mit Sitz in Wetzikon haben einen digitalen Zwilling des Strassennetzes im Zürcher Oberland geschaffen. Wie aus einer gemeinsamen Mitteilung hervorgeht, sollen etwa 800 Kilometer der Strassen in der hochauflösenden infra3D-Datenplattform zur Verfügung stehen. Interessierte Nutzergruppen können die Daten ab sofort lizensieren und für ihre Planungs- und Entscheidungsfindungen einsetzen, heisst es in der Mitteilung.

    Die beiden Unternehmen haben das Strassennetz der Gemeinden Bäretswil, Bauma, Bubikon, Dürnten, Fehraltorf, Fischenthal, Gossau, Greifensee, Grüningen, Hittnau, Hombrechtikon, Männedorf, Mönchaltorf, Oetwil a.S., Russikon, Rüti, Seegräben, Stäfa, Uetikon a. S, Wald, Wetzikon, Wila und Wildberg digitalisiert. Die Region Zürcher Oberland erhält mit dem Projekt eine präzise und aktuelle Basis für Verkehrs-, Stadt- und Raumplanungen. Damit können datenbasierte Simulationen verbessert und Begehungen vor Ort reduziert werden.

    „Daten sind die Grundlage für fundierte Entscheidungen“, wird Hannes Eugster, CEO und Gründer der iNovitas AG, in der Mitteilung zitiert. „Mit der digitalen Erfassung der Region Zürich Oberland stellen wir eine präzise und sofort verfügbare Datenbasis bereit, die von verschiedensten Akteuren genutzt werden kann – sei es für Verkehrsplanung, Infrastrukturprojekte oder Stadtentwicklung“.

    Patrick König, Mitglied der Geschäftsleitung der Geoinfra Ingenieure AG, betont die Bedeutung des digitalen Projekts: „Der Zugang zu georeferenzierten, hochauflösenden 3D-Daten bedeutet einen Paradigmenwechsel für die Infrastrukturplanung. Unsere Zusammenarbeit mit iNovitas ermöglicht es, dass Verwaltungen und Unternehmen in der Region Zürich Oberland von einer datengetriebenen, effizienten und nachhaltigen Planung profitieren“.

  • Nachhaltige Erlebniswelt für Weltausstellung in Japan

    Nachhaltige Erlebniswelt für Weltausstellung in Japan

    Die in Hüttwilen ansässige Veranstaltungs- und Baudienstleisterin Nüssli (Schweiz) AG hat vom brasilianischen Staat den Auftrag erhalten, den Innenausbau des Pavillons für die am 13. April öffnende Expo 2025 im japanischen Osaka zu errichten. Der Pavillon soll als lebendes Labor gestaltet werden, in dem die Besucher «mit Hilfe einer interaktiven, sensorischen Installation in die Themen Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und kulturelle Vielfalt eintauchen» können, heisst es in einer Mitteilung.

    Das Konzept des Innenausbaus hat die brasilianische Filmregisseurin Beatriz Ferreira Lessa, bekannt als Bia Lessa, und ihr Team entwickelt. Die Ausstellung gliedert sich in fünf Akte, Sie sollen die Schönheit der Natur, die Vielfalt des Lebens, die globale Vernetzung, den Verfall durch menschliche Ausbeutung und schliesslich die Möglichkeit der Erneuerung darstellen. Die Besuchenden werden mit Spezialeffekten auf einen Entdeckungsreise mitgenommen.

    «Die Arbeit an einem nationalen Pavillon ist an sich schon eine grosse Ehre. Wenn das Konzept dann auch noch auf der Idee einer brasilianischen Kulturlegende basiert, kann man schamlos von einer ‚once-in-a-lifetime‘ Chance sprechen», wird Stefan Sekiguchi, COO Special Projects bei Nüssli, in der Mitteilung zitiert.

    Der Pavillon besteht aus aufblasbaren Installationen. Verwendet werden dabei nachhaltige Materialien aus wiederverwerteter Plastik. So soll einerseits der Atem des Planeten dargestellt, andererseits auf die Themen Abfallwirtschaft und Umweltbewusstsein aufmerksam gemacht werden, heisst es in der Mitteilung.

    Hauptauftragnehmer für den Pavillon ist die NOE Group, die auch die Aussenhülle des Pavillons gestaltet. Als Supervisor sind LC & Partners tätig.

  • Fotoanalyse soll Zustand von Infrastrukturen effizient erfassen

    Fotoanalyse soll Zustand von Infrastrukturen effizient erfassen

    Straintest zählt erste Grossunternehmen zu seiner Kundschaft: die SBB und seit Kurzem auch das Bundesamt für Rüstung armasuisse. In Pilotprojekten loten sie laut einem Bericht von startupticker.ch mit dem im August 2024 gegründeten Zürcher Start-up aus, welchen Nutzen sie aus dessen Technologie zur einfachen Messung und Beobachtung von Rissen in Fassaden und Infrastrukturbauten wie Brücken ziehen können.

    Anders als bei zeit- und energieintensiven Sensormethoden genügt bei Straintest ein Foto, das auch mit einer Smartphone-Kamera aufgenommen werden kann. Dafür wird links und rechts des Risses als Referenzpunkt je ein Metallplättchen angebracht. Die Bilder werden auf die Plattform von Straintest geladen. Dort erfasst und misst die Software sogar feinste Haarrisse und gibt automatisiert einen Bericht aus.

    «Unsere Lösung eignet sich insbesondere für kurze Einsätze etwa an Häusern neben einer Baustelle oder zur Überwachung über längere Zeit, wenn nur wenige Datenpunkte – etwa einmal im Monat – gefragt sind», wird Straintest-Mitgründer Matteo Pariset in dem Bericht zitiert. In solchen Fällen kann es sich lohnen, auf aufwändiger zu installierende Sensormethoden zu verzichten, die konstante Stromzufuhr und Batteriewechsel benötigen. Das bisher ausschliesslich aus eigenen Mitteln finanzierte Proptech-Start-up möchte nun geeignete Vertriebspartner gewinnen und sich dann wieder stärker auf die Weiterentwicklung des Produkts konzentrieren.

  • 75 Jahre Schweizer Nachhaltigkeit

    75 Jahre Schweizer Nachhaltigkeit

    Die Veranstaltung wird in enger Zusammenarbeit mit den Strüby Unternehmungen organisiert, die Hauptsponsor dieser Veranstaltung ist. Der Schwerpunkt liegt auf der nachhaltigen Entwicklung in der Schweiz, ein Bereich, in dem sich die Strüby Unternehmungen auszeichnen, da sie mit Schweizer Holz arbeiten, einem der nachhaltigsten Baumaterialien überhaupt. FIABCI-SUISSE und die Strüby Unternehmungen  freuen sich sehr, gemeinsam ihr jeweiliges über 75-jähriges Bestehen zu feiern!

    Der Verband FIABCI-SUISSE agiert als Drehscheibe und Informationsdienstleister für die Schweizer Immobilienwirtschaft in vorwiegend internationalen Belangen. FIABCI-SUISSE ist ein Dach für alle Schweizer Organisationen mit internationalem Immobilienbezug. Dabei ist der internationale Verband thematisch ungebunden und wirtschaftlich unabhängig

    Als Gesamtleistungsanbieterin mit Schwerpunkt Holz vereinen die Strüby Unternehmungen Entwicklung, Planung und Holzbau unter einem Dach. Dies bildet eine wichtige Voraus­setzung, um mehrgeschossige Bauten sowie Grossprojekte effizient und präzise umzusetzen. Die Firma Strüby ist die schweizweit führende Gesamtleistungsanbieterin mit Schwerpunkt Schweizer Holz.

    PROGRAMM DES TAGES

    10:15 Uhr Treffpunkt vor dem KKL in Luzern und Begrüssung durch FIABCI-SUISSE
    Bustransfer nach Zug mit Abgabe «Strüby’s kleine Zwischenverpflegung»
    11:00 UhrAnkunft in Zug
    Besichtigung Zephyr V-Zug und Alterszentrum Herti
    11:30 Uhr  Bustransfer nach Seewen SZ zum Hauptsitz der Strüby Unternehmungen
    12:00 Uhr Mittagessen in den Räumlichkeiten des Geschäftszentrums Urmiberg (GZU)
    13:30 UhrFührung durch das Geschäftszentrum Urmiberg (GZU), eine Konstruktion von Strüby
    14:00 Uhr Fachkonferenz:
    Die Strüby Unternehmungen – Pius Kneubühler
    Moderne Holzbau-Architektur – Didier Pichonnaz
    Input Holz mit Blick auf NetZero – Andreas Binkert 
    Panel, Fragen und Antworten – Alle
    15:00 UhrBustransfer nach Root LU
    15:30 UhrFührung durch das Produktionszentrum der Strüby Holzbau AG in Root LU
    16:00 UhrAperitif
    16:30 UhrRückfahrt mit dem Bus nach Luzern

    Für weitere Informationen : www.fiabci.ch

  • Stadtbäume und ihr Einfluss auf unsere Sterblichkeit

    Stadtbäume und ihr Einfluss auf unsere Sterblichkeit

    Bäume sind mehr als nur dekoratives Stadtmobiliar, sie sind gesundheitsrelevante Infrastruktur. Eine umfangreiche Studie der ETH Zürich und der National University of Singapore hat den Zusammenhang zwischen der Verteilung von Bäumen in der Umgebung von Wohnhäusern und der Sterblichkeit von über sechs Millionen Menschen in der Schweiz über zehn Jahre hinweg untersucht. Das Ergebnis, je besser Bäume miteinander verbunden sind, desto geringer ist das Risiko, an natürlichen Ursachen zu sterben, insbesondere in stark verdichteten Stadtteilen.

    Nicht die Anzahl, sondern die Vernetzung zählt
    Die Forschenden nutzten hochauflösende Daten zu Baumkronen, die Informationen über Form, Grösse und räumliche Anordnung der Baumflächen enthielten. Diese wurden mit den Sterblichkeitsraten abgeglichen, unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht und sozioökonomischem Status. Die Auswertung zeigt. grosse, zusammenhängende Grünflächen wirken sich deutlich positiver auf die Gesundheit aus als zersplitterte, unregelmässige Baumgruppen. In Quartieren mit Hitzeinseln oder schlechter Luftqualität fällt der Effekt besonders stark aus.

    Neue Impulse für die Stadtentwicklung
    Die Studie liefert damit einen konkreten Handlungsauftrag für Städte. Statt isolierte Bäume zu pflanzen, sollten Planer grüne Netzwerke schaffen, etwa durch Baumalleen oder grüne Korridore. Diese wirken nicht nur mikroklimatisch stabilisierend, sondern laden auch zur aktiven Nutzung durch die Bevölkerung ein. Geometrisch klar strukturierte Flächen könnten dabei effektiver sein als unregelmässige Begrünungen.

    Noch am Anfang mit Potenzial
    Trotz der robusten Datenbasis sind noch viele Fragen offen. So fehlen derzeit verlässliche Schwellenwerte, die sich direkt in Planungsvorgaben übersetzen lassen. Auch individuelle Faktoren wie Vorerkrankungen oder das Verhalten der Menschen wurden bislang nicht vollständig berücksichtigt. Dennoch ist klar, Stadtgrün wirkt und klug gestaltet kann es einen messbaren Beitrag zur öffentlichen Gesundheit leisten.

  • Roman Mayer übernimmt Leitung des Bundesamts für Raumentwicklung

    Roman Mayer übernimmt Leitung des Bundesamts für Raumentwicklung

    Am 1. Oktober 2025 übernimmt Roman Mayer die Leitung des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE). Der 51-jährige Nidwaldner bringt profunde Kenntnisse aus seiner bisherigen Funktion als Vizedirektor im Bundesamt für Energie mit und gilt als Kenner komplexer Bewilligungsverfahren, Gesetzgebungsprozesse und Sachplanung.

    Mit seiner juristischen Ausbildung und seinen Stationen in verschiedenen kantonalen Verwaltungen, Luzern, Basel-Landschaft und Bern, steht Mayer für eine ausgewogene Verbindung von Fachwissen, Verwaltungspraxis und strategischer Weitsicht.

    Raumentwicklung als Schlüssel zur Standortattraktivität
    Das ARE steht im Zentrum raumrelevanter Zukunftsthemen, wie Gesamtverkehr, Siedlungsentwicklung, nachhaltige Nutzung der Ressourcen, Erhalt der Lebensqualität und Förderung wirtschaftlicher Räume. Unter der neuen Leitung wird erwartet, dass diese Herausforderungen noch vernetzter angegangen werden – mit einer kohärenten, zukunftsgerichteten Planung über Sektoren und Raumtypen hinweg.

    Für Investoren, Projektentwickler und Standortverantwortliche ist das eine zentrale Botschaft. Der Bund stärkt die planerischen Rahmenbedingungen und fördert damit langfristig stabile und attraktive Investitionsräume.

    Generationswechsel mit Weitblick
    Roman Mayer tritt die Nachfolge von Maria Lezzi an, die das Bundesamt seit 2009 geleitet hat und Ende September in den Ruhestand tritt. Ihre Ära war geprägt von tiefgreifenden Impulsen in der Raumplanung und der nachhaltigen Entwicklung der Schweiz. Der Bundesrat dankt ihr für ihren langjährigen Einsatz.

    Mit Mayer übernimmt nun eine profilierte Persönlichkeit, die die Raumentwicklung im Kontext gesellschaftlicher, ökologischer und wirtschaftlicher Transformation weiterdenken und prägen wird.

  • Neue Fachmesse in Luzern

    Neue Fachmesse in Luzern

    Die Messe Luzern AG lanciert mit Terra Solid eine Fachmesse, die sich ganz dem komplexen Zusammenspiel von Grundbau, Infrastruktur und Naturgefahren widmet. In einer Zeit, in der Tiefbauprojekte zunehmen und klimabedingte Risiken wachsen, reagiert die Messe auf ein dringendes Bedürfnis der Branche, Austausch, Orientierung und konkrete Lösungen in einem spezialisierten Format. Messeleiter Elio Cavazzutti betont: «Die Terra Solid ist mehr als eine Produktschau, sie ist Plattform, Wissenszentrum und Treffpunkt für Fachleute mit Verantwortung.»

    Zukunftsthemen im Zentrum
    Die B2B-Plattform richtet sich an Fachpersonen aus Planung, Wissenschaft, Behörden und Bauwirtschaft. Im Fokus stehen Innovationen zu Baustoffen, digitalen Lösungen im Risikomanagement, nachhaltigen Bauverfahren sowie Schutzsystemen gegen Naturgefahren. Die Aussteller sind in zwei klar strukturierten Segmenten organisiert. Einerseits in Planungs- und Dienstleistungsanbieter und Hersteller und Ausführende andererseits.

    Ein Fachforum mit Expertenreferaten, Diskussionsrunden und Networking-Zonen ergänzt das Angebot. Der Austausch soll Impulse für nachhaltige, resiliente und technisch fortschrittliche Lösungen liefern und dies von der Siedlungsplanung bis zur Hangsicherung.

    Starke Partnerschaften – hohe Glaubwürdigkeit
    Mit dem Bundesamt für Umwelt BAFU als Patronatspartner sowie weiteren Organisationen wie InfraSuisse erhält die Terra Solid starke Unterstützung aus Forschung, Praxis und Politik. Der direkte Zugang zu Fachwissen und aktuellem Forschungsstand macht die Messe auch für strategisch denkende Investoren und Standortentwickler attraktiv.

    Hybrid gedacht und 365 Tage im Jahr aktiv
    Dank des Content-Live-Marketing-Konzepts agiert Terra Solid nicht nur während der Messetage, Aussteller können ihre Expertise, Projekte und Veranstaltungen auch online präsentieren. Damit entsteht eine digitale Plattform, die Vernetzung, Wissenstransfer und Sichtbarkeit über das ganze Jahr hinweg ermöglicht, eine moderne Antwort auf die Anforderungen des Marktes.

  • Mehr Transparenz, mehr Klarheit im Mietrecht

    Mehr Transparenz, mehr Klarheit im Mietrecht

    Mit der per 1. Oktober 2025 in Kraft tretenden Verordnungsänderung reagiert der Bundesrat auf die anhaltende Kritik an der Intransparenz bei der Festlegung des Anfangsmietzinses. Neu müssen bei Neuvermietungen in Formularpflicht-Kantonen die zuletzt gültigen Werte des Referenzzinssatzes sowie des Landesindexes der Konsumentenpreise auf dem Formular ausgewiesen werden.

    Ziel ist es Mieter sollen einfacher erkennen können, ob ein Mietzins gerechtfertigt oder anfechtbar ist. Dies stärkt nicht nur das Vertrauen in den Mietwohnungsmarkt, sondern auch die Planbarkeit für Investoren und institutionelle Vermieter.

    Betroffen sind insbesondere urbane Zentren
    Die Änderung betrifft Kantone mit Formularpflicht wie Zürich, Genf, Basel, Luzern und Zug. Regionen, in denen ein Grossteil der neuen Mietverhältnisse abgeschlossen wird. Dort müssen die amtlichen und privaten Formulare bis spätestens 1. Oktober 2025 angepasst und genehmigt werden. Bei Nichtbeachtung könnte der Mietvertrag hinsichtlich des Anfangsmietzinses als ungültig eingestuft werden. Ein rechtliches Risiko, das professionell bewirtschaftende Eigentümer nicht ignorieren sollten.

    Gleichzeitig schafft der Bundesrat administrative Entlastung bei Staffelmieten. Neu genügt eine einfache schriftliche Mitteilung der Mietzinserhöhung, ein amtliches Formular ist nicht mehr erforderlich.

    Fundament für ein zukunftsfähiges Mietzinsmodell
    Das bestehende Berechnungsmodell für Mietzinsanpassungen, das aus den 1980er Jahren stammt, soll grundlegend überarbeitet werden. Damit reagiert die Politik auf Studien, die das heutige Modell als nicht mehr zeitgemäss beurteilen. Der Fokus liegt künftig auf realistischen Kostenannahmen für Kapital, Unterhalt und Verwaltung, ebenfalls eine Entwicklung, die insbesondere für institutionelle Investoren und Projektentwickler von grosser Bedeutung ist.

  • Luzern reagiert auf Steuerdruck mit Milliardenpaket

    Luzern reagiert auf Steuerdruck mit Milliardenpaket

    Der internationale Steuerwettbewerb wird durch die OECD-Mindestbesteuerung neu justiert und trifft Luzern ins Mark. Der bisherige Vorteil tiefer Unternehmenssteuern für international tätige Konzerne fällt weg. Die Folge könnten abwandernde Firmen, sinkende Investitionen und massive Ausfälle bei den Steuereinnahmen sein. Über eine Milliarde Franken stehen für Bund, Kanton und Gemeinden auf dem Spiel – ein Szenario, das Luzern nicht tatenlos hinnehmen will.

    Wirtschaftsstandort stärken, Lebensqualität sichern
    Der Regierungsrat reagiert mit einem weitreichenden Standortförderungsprogramm, das jährlich rund 300 Millionen Franken umfasst. Rund zwei Drittel davon sollen direkt in Massnahmen zur Förderung von Innovation, Digitalisierung, Wirtschaftsflächen und einer unternehmensfreundlichen Verwaltung fliessen. Auch für Immobilienentwickler und Investoren entstehen dadurch neue Chancen. Insbesondere in der Planung und Realisierung zukunftsweisender Gewerbe- und Infrastrukturprojekte.

    Das restliche Drittel ist der Lebensqualität gewidmet. Die Massnahmen reichen von steuerlicher Entlastung über Familienfreundlichkeit bis zur Förderung von Kultur und digitaler Teilhabe, zentrale Standortfaktoren, wenn es darum geht, Talente zu binden und neue Arbeitskräfte anzuziehen.

    Partizipativ und zukunftsgerichtet
    Die Erarbeitung des Programms erfolgte in enger Abstimmung mit Wirtschaft, Gemeinden und Sozialpartnern. Bis zum 9. Juni 2025 läuft die öffentliche Vernehmlassung über das Tool «E-Mitwirkung». Der finale Entscheid liegt beim Volk. Im September 2026 wird über das Paket abgestimmt, Inkrafttreten ist für den 1. Oktober 2026 geplant.

    Mit dieser Vorlage setzt Luzern ein starkes Signal. Standortförderung ist nicht mehr Kür, sondern strategische Pflicht – und sie erfordert klare, langfristige Investitionen.

  • Digitale Grundstücksinformationen im Aufbruch

    Digitale Grundstücksinformationen im Aufbruch

    Der ÖREB-Kataster ist längst ein zentrales Werkzeug für die Raumplanung und Projektentwicklung in der Schweiz. Er gibt interaktiv Auskunft über öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen, von Bauzonen bis zu Schutzgebieten. Nun will der Bundesrat die gesetzlichen Grundlagen dafür modernisieren. Die Regeln zur Aufnahme von Informationen in den Kataster sollen vereinfacht, Zuständigkeiten geklärt und Doppelspurigkeiten mit dem Grundbuch reduziert werden.

    Ein zentrales Ziel ist es, die Rechtssicherheit zu erhöhen. So wird etwa die bisherige Annahme gestrichen, dass der Katasterinhalt als allgemein bekannt gilt. Dies ist ein wichtiger Schritt zur besseren Abgrenzung von Verantwortung und Haftung.

    Zukunftsmodell Nationales Grundstücksinformationsportal
    Neu soll der Kataster auch generell-abstrakte und behördenverbindliche Anordnungen wie Bau- und Abstandslinien enthalten. Diese spielen eine entscheidende Rolle bei der Beurteilung von Nutzungspotenzialen, etwa bei Arealentwicklungen oder Neubauprojekten in der Nähe von Strassen und Gewässern.

    Künftig sollen alle Informationen aus dem ÖREB-Kataster zentral über ein nationales Portal zugänglich gemacht werden. Eine enorme Erleichterung für alle Akteure, die mit Grundstücken arbeiten. Damit erhalten Investoren, Behörden, Planungsbüros und Projektentwickler auf einen Klick transparente Daten zur Eigentums- und Nutzungsstruktur.

    Weichenstellung bis Sommer
    Die Vernehmlassung zur Gesetzesänderung läuft bis zum 30. Juni 2025. Damit ist nun der Weg offen für ein Grundstücksinformationssystem, das den digitalen Anforderungen der modernen Raum- und Standortentwicklung gerecht wird. Der Bund setzt damit ein starkes Signal für Planungsvereinfachung, Investitionssicherheit und datenbasierte Standortförderung.

  • Unterschiede bei Ökobilanzen für Bauprodukte im Vergleich

    Unterschiede bei Ökobilanzen für Bauprodukte im Vergleich

    Die Firma conspark hat ein Faktenblatt veröffentlicht, das die Unterschiede zwischen den Bilanzierungsregeln der EU und der Schweiz für Bauprodukte aufzeigt. Es steht ab sofort in deutscher und englischer Sprache zum Download zur Verfügung und soll eine kompakte Orientierungshilfe für Fachleute der Baubranche bieten, die mit Planung, Herstellung und Nachhaltigkeit betraut sind. Immerhin bilden die Ökobilanzergebnisse von Bauprodukten die Grundlage für die künftige Bilanzierung von Gebäuden.

    In der Schweiz gibt die Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren (KBOB) Bilanzierungsregeln für die Ökobbilanz von Bauprodukten vor und veröffentlicht diese Ergebnisse in der Liste Ökobilanzdaten im Baubereich. In der EU werden die Ökobilanzen nach EN 15804+A2 erstellt und deren Ergebnisse als Umweltproduktdeklarationen (EPDs) dargestellt.

    Zum Vergleich wurde beispielhaft die Ökobilanz verschiedener Sorten Recyclingbetons nach den beiden Standards erstellt. Dabei zeigte sich, dass die Treibhausgasemissionen und der Energiebedarf desselben Betons je nach Regelwerk sehr unterschiedlich ausfallen, wobei die KBOB-Ökobilanz jeweils höhere Werte ausweist. Das, so conspark, resultiert aus den verwendeten Hintergrunddatensätzen: Die EPD-Ökobilanz basiert auf aktuelleren Daten, die bereits technologische Fortschritte wie geringeren Klinkergehalt und den verstärkten Einsatz alternativer Brennstoffe berücksichtigen.

    «Die Vergleichbarkeit von Ökobilanzdaten spielt eine entscheidende Rolle für kommende Regulierungen und CO2-Grenzwerte», so der Geschäftsführer und Co-Autor dieses Faktenblatts, Florian Robineck, in einer Mitteilung. Dementsprechend lautet die Empfehlung der Autoren des Faktenblatts: «Eine regelmässige Aktualisierung der KBOB-Hintergrunddatensätze und eine stärkere Harmonisierung der beiden Ansätze würden dazu beitragen, bestehende Unterschiede zu verringern und vergleichbare Nachhaltigkeitsbewertungen zu ermöglichen.»

  • Digitalisierung und KI als Antwort auf Fachkräftemangel und Klimaziele

    Digitalisierung und KI als Antwort auf Fachkräftemangel und Klimaziele

    Das Baugewerbe braucht als Reaktion auf die zunehmende Komplexität und Datendichte sowohl Digitalisierung als auch KI. Wie es in einer Mitteilung der HSLU zum Seminar ihres Instituts für Gebäudetechnik und Energie (IGE) weiter heisst, benötige man beides jedoch auch zugunsten einer Steigerung der Effizienz in Zeiten des Fachkräftemangels, abnehmender Produktivität und einer dringend nötigen Senkung der Treibhausgase bei Gebäuden.

    Diese alljährliche IGE-Veranstaltung richtet sich an Fachleute für Energie, Gebäude- und Bautechnik sowie Architektur. In diesem Jahr zählte sie 110 Teilnehmende.

    Mehrere Referierende beleuchteten die neuesten Entwicklungen der KI für die Baubranche. So sprach Bruno Michel von IBM Research über «Künstliche Dummheit», wenn generative KI mit schlechten Trainingsdaten aus dem Internet falsche Informationen generiere. Dass fehlende Trainingsdaten für die Baubranche ein grosses Problem darstellen, hielt auch Jörn Plönnings von der Universität Rostock fest. Doch sei KI weder Fluch noch Segen, sondern angesichts der zunehmenden Komplexität und Datenflut schlicht eine Notwendigkeit.

    Über Intelligente Mobilität, die etwa verdichtetes Bauen oder weniger Parkplätze im Quartier ermöglicht, referierten Marcel Imfeld von Schindler Aufzüge und Roman Steffen von Trafiko. Auch das automatisierte Monitoring von Gebäuden wurde in diversen Referaten behandelt.

    Die HSLU stellte ihr Projekt Lightscore vor, das eine evidenzbasierte integrative Lichtbewertung auf den Weg bringen will. Ausserdem arbeitet sie an einer neuen SIA-Norm für die Energieeffizienz von Rechenzentren. Und schliesslich berichtete Roger Buser von der HSLU mit Bildern über seine Reise mit dem emissionsfreien Solarfahrzeug Solar Butterfly aus Ozean-PET durch Indien, wo er zahlreichen innovativen Lösungen gegen den Klimawandel begegnete.

  • Intelligentes Energiemanagement optimiert Stromverbrauch in Gebäuden

    Intelligentes Energiemanagement optimiert Stromverbrauch in Gebäuden

    Ein vorausschauender Kontrollalgorithmus der Empa optimiert das Energiemanagement in Gebäuden so, dass die Versorgungssicherheit im gesamten Energiesystem gewährleistet wird. Dabei kommunizieren automatisierte Gebäudesysteme direkt mit Energieanbietern und dem Stromnetz.

    Laut einem Bericht der Empa können automatisierte Systeme den Stromverbrauch dahingehend optimieren, dass sowohl Netzstabilität als auch Flexibilität der Verbrauchenden stets garantiert werden. Gleichzeitig werden Energieüberschüsse nicht zwangsläufig lokal gespeichert, sondern nach Möglichkeit ins Stromnetz eingespeist, so dass die Nachfrage jederzeit gedeckt werden kann.

    Beim Praxistest des Urban Energy Systems Lab der Empa in ihrem Dübendorfer Versuchsgebäude NEST standen die Reduktion der CO2-Emissionen, die Flexibilität der Energienachfrage und der Komfort der Bewohnenden im Fokus. Mittels des prädiktiven Kontrollalgorithmus gelang es dem Team, das Energiemanagement innerhalb des Gebäudes mit folgendem Setup zu optimieren: einer Photovoltaikanlage zur Stromproduktion, einem Batteriespeicher, einer Wärmepumpe sowie einer bidirektionalen Ladestation für E-Fahrzeuge.

    Das System senkte den CO2-Ausstoss des Gebäudes den Angaben zufolge um mehr als 10 Prozent. Das Gebäude war in der Lage, Verbrauch und Einspeisung von Strom vorausschauend zu kommunizieren. „Das Experiment hat also gezeigt, dass die flexible Verfügbarkeit erneuerbarer Energien nicht a priori ein Problem darstellt“, so die Empa.

    Doch für die grossangelegte Umsetzung dieser Ergebnisse müssten Gebäude künftig konsequent digitalisiert werden. Die Technologie der Wissenschaftlerin Federica Bellizio soll durch das Start-up Kuafu auf den Markt kommen. Dafür wurde sie erst kürzlich mit dem Stipendium Empa Entrepreneur Fellowship ausgezeichnet.

  • Wärmeverbund Bern-Wabern fördert Energiewende und CO2-Reduktion

    Wärmeverbund Bern-Wabern fördert Energiewende und CO2-Reduktion

    Das Energieunternehmen Energie Wasser Bern (ewb) und die Gemeinde Köniz wollen mit dem Energieverbund Bern-Wabern einen Beitrag zur CO2-Reduktion und zur Erreichung der klimapolitischen Ziele von Köniz und Bern leisten, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der Verwaltungsrat von ewb hat den Bau des Wärmeverbunds Bern-Wabern am 7. März 2025 und getragen von einem per Umfrage ermittelten „grossen Interesse“ der Bevölkerung beschlossen. Der Bau der Produktionsanlagen soll 2027 starten. Ab 2028 sei mit der ersten Wärmelieferung zu rechnen.

    Das Wärmeproduktionskonzept sieht konkret vor, die Energie aus Überschusswasser der Pumpstation Schönau zur thermischen Nutzung zu verwenden. Die Produktionsanlagen werden in die bestehende Heizzentrale der Wohnüberbauung Morillon an der Bondelistrasse eingebaut, heisst es.

    Mit dem jetzt unterzeichneten Zusammenarbeitsvertrag geht die Wärme- und Kälteversorgung in Wabern in die Zuständigkeit der ewb, die auch verantwortlich ist für die operative und finanzielle Verantwortung beim Bau.

    Der Wärmeverbund könne helfen, die Energiewende und den Klimaschutz zu fördern. Durch das nachhaltige Energieprojekt werde ein Ersatz geschaffen für viele Öl- und Gasheizungen in Wabern und in den angrenzenden Quartieren von Bern. „Ein Wärmeverbund ist in dicht bebauten Gebieten oft die einzige Lösung, um die Gebäude CO2-frei und wirtschaftlich mit erneuerbarer Energie zu heizen“, wird der Könizer Gemeinderat Hansueli Pestalozzi zitiert.

  • Modulare Schulhauspavillons als Übergangslösung sichern den Schulbetrieb in Dietikon

    Modulare Schulhauspavillons als Übergangslösung sichern den Schulbetrieb in Dietikon

    Die Stadt Dietikon saniert die Schulanlage Wolfsmatt. Um den Schulunterricht weiterführen zu können, wurden auf dem stadteigenen Grundstück am Vogelauweg drei neue Schulhauspavillons errichtet. Dadurch stehen zusätzliche 27 Schulzimmer zur Verfügung. Mit der Planung und Ausführung der kompletten Elektroinstallationen wurde die Aare Limmat Elektro AG beauftragt. Die gesamte Elektroinstallation wurde neu erstellt und entspreche dem heutigen Stand der Technik, heisst es in der Mitteilung des Unternehmens mit Sitzen in Baden und in Olten SO.

    Die drei Schulhäuser wurden komplett in Modulbauweise gebaut und vorgefertigt. Die temporären Bauten dienen während dem Umbau der Schulanlage Wolfsmatt als vollwertig nutzbare Übergangslösung, heisst es weiter.

    Rund 500 Kinder besuchen in der Schuleinheit Wolfsmatt Kindergarten und Primarschule, heisst es von der Schule Dietikon. Die Schuleinheit umfasst 21 Regelklassen. In den Wohnquartieren um das Schulhaus herum sind acht Kindergärten verteilt. Auf dem Schulareal werden Tagesstrukturen mit Mittagstisch angeboten.

    In Dietikon besuchen rund 3000 Schülerinnen und Schüler die öffentliche Schule vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe. Es gibt insgesamt sechs Schuleinheiten in der Stadt.

  • Neuer CEO übernimmt Führung bei Raumklimaspezialisten

    Neuer CEO übernimmt Führung bei Raumklimaspezialisten

    Die in Pfäffikon ansässige Condair Group hat Martin Plüss mit sofortiger Wirkung zum neuen CEO berufen, heisst es in einer Mitteilung. Der erfahrene Manager soll in der neuen Funktion die Wachstumsstrategien des auf Raumklima spezialisierten Unternehmens vorantreiben.

    Vor seinem Eintritt in die Condair Group war Martin Plüss als CEO der Gilgen Door Systems AG tätig, einem international agierenden Tochterunternehmen der japanischen Nabtesco Corporation. Plüss verfügt darüber hinaus über 20 Jahre Erfahrung in internationalen Unternehmen der Gebäudetechnik.

    «Wir freuen uns, Martin als unseren neuen CEO begrüssen zu dürfen», wird Silvan G.-R. Meier, Eigentümer und Vorstandsvorsitzender von Condair, in der Mitteilung zitiert. «Seine Technologie- und Fertigungskompetenz, seine ausgeprägten Fähigkeiten in Organisation und Teambildung sowie sein strategisches Gespür werden uns beim weiteren Ausbau unserer Marktpräsenz und Technologieführerschaft entscheidend voranbringen.»

    Der neue CEO zeigt sich erfreut über seine Aufgabe und überzeugt, dass «wir auf dem Fundament des Unternehmens aufbauen und einen erfolgreichen Weg in die Zukunft beschreiten» werden.

  • Rheinwasser und Abwärme als Energiequelle für Wärmeverbund

    Rheinwasser und Abwärme als Energiequelle für Wärmeverbund

    Der Stromversorger AEW Energie AG mit Sitz in Aarau investiert laut Medienmitteilung über 8 Millionen Franken in den neuen Wärmeverbund Augst BL. Dieser soll die bestehende AEW Contracting-Anlage in Pratteln BL ersetzen, die auf Basis von Holzpellets und Öl betrieben wird.  Das Baugesuch für den Wärmeverbund, der mit 100 Prozent erneuerbarer Energie betrieben wird, wurde eingereicht. Die erste Wärmelieferung soll während der Heizperiode 2025/26 erfolgen.

    Die Wärmezentrale wird in der Maschinenhalle des Kraftwerks Augst errichtet und nutzt die Abwärme der Kraftwerksgeneratoren sowie Rheinwasser als Wärmequellen.  Die Abwärme der Generatoren wird heute ungenutzt in den Rhein abgeführt. Mit dieser Kombination könne eine zuverlässige und nachhaltige Wärmeversorgung gewährleistet werden, heisst es von AEW. Drei Wärmespeicher mit je 16‘000 Litern dienen dem Ausgleich von Schwankungen und der Sicherung einer konstanten Versorgung.

    Die Wärme wird über ein rund 1,3 Kilometer langes Fernwärmenetz an die angeschlossenen Gebäude verteilt. Insgesamt wird laut der Mitteilung eine thermische Leistung von 2 Megawatt bereitgestellt, mit einem geplanten jährlichen Wärmeabsatz im Endausbau von 4400 Megawattstunden. Verglichen mit fossilen Heizsystemen entspreche das einer Reduktion von rund 1200 Tonnen CO2 jährlich.

    AEW begann laut der Mitteilung Anfang der 1990er-Jahre mit dem Aufbau von Anlagen für die Wärmeversorgung. Der erste Wärmeverbund wurde vor 30 Jahren in der Gemeinde Möhlin in Betrieb genommen. Heute betreibt die AEW 75 Wärmeverbunde und Contracting-Anlagen für Wärme und Kühlung im Kanton Aargau sowie den angrenzenden Kantonen. Die aktuelle Produktionskapazität beträgt über 230 Gigawattstunden im Jahr und vermeidet den Ausstoss von rund 55‘000 Tonnen CO2 pro Jahr.

  • Neue Bahnlinie in Schweden nimmt Form an

    Neue Bahnlinie in Schweden nimmt Form an

    Die Baudienstleisterin Implenia hat von der schwedischen Behörde für Verkehrsinfrastruktur (Trafikverket) den Auftrag für den ersten Bauabschnitt der neuen Bahnlinie East Link erhalten. Das Projekt hat laut einer Medienmitteilung einen Auftragswert von 130 Millionen Franken. Implenia wird bis 2031 den 8 Kilometer langen Streckenabschnitt Bibana Nyköping realisieren.

    Dabei handelt es sich um einen Abschnitt, welcher die Zentren Skavsta und Nyköping mit der Haupttrasse von East Link verbindet. East Link dient der Verbindung mehrere Küstenstädte in Ostschweden mit Stockholm. Zu dem Auftrag von Implenia gehören Brücken, Bahngleise, Sanierungen von Bestandsbauten sowie weitere Arbeiten.

    Nach den Worten von Erwin Scherer, Head Division Civil Engineering, leistet Implenia einen Beitrag, um «die Mobilitätsinfrastruktur in Ostschweden auf ein neues Level zu heben».