Kategorie: immoNews

immoNews – Aktuelle Immobiliennews, Branchenmeldungen & Entwicklungen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft auf einen Blick.

  • Fernwärmeprojekt in Bern nutzt Aare als Energiequelle

    Fernwärmeprojekt in Bern nutzt Aare als Energiequelle

    Energie Wasser Bern will den Nordosten von Bern mit klimafreundlicher Wärme versorgen. Dafür plant der Berner Energieversorger den Aufbau einer entsprechenden Wärmeproduktionsinfrastruktur, informiert ewb in einer Mitteilung. Als Wärmequelle soll dabei unter anderem das Wasser der Aare dienen.

    Konkret will ewb der Aare am westlichen Ufer auf Höhe der Engehalde Wasser entnehmen und in eine bereits bestehende Kaverne leiten. Hier soll dem Wasser Wärme entzogen werden, die im Anschluss zu einer neu zu bauenden Energiezentrale Aare Wyler auf der östlichen Seite des Flusses transportiert wird. Liegenschaften in an die Energiezentrale angrenzenden Quartieren könnten dann mit Fernwärme aus den Wärmepumpen der Energiezentrale beheizt werden. Darüber hinaus denkt ewb die Einrichtung einer zweiten, kleineren Energiezentrale Aare Engehalde auf der Westseite des Flusses an. Sie könnte das Gebiet Tiefenau mit Fernwärme versorgen.

    Das Unternehmen hat bereits ein Konzessionsgesuch für den Bau eines Fassungsbauwerks sowie die Entnahme und Rückgabe des Wassers aus der Aare beim Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern eingereicht, erläutert ewb. Das Unternehmen rechnet mit einem Entscheid im Frühjahr 2026. In der Zwischenzeit soll ein genauer Standort für die geplante Energiezentrale Aare Wyler gefunden werden.

  • Luzern fördert kreislaufgerechte Bauprojekte

    Luzern fördert kreislaufgerechte Bauprojekte

    Der Kanton Luzern spannt mit der Hochschule Luzern für kreislaufgerechtes Bauen zusammen. Die beiden Partner haben die Ausschreibung Eco-Design im Hochbau lanciert, informiert die kantonale Staatskanzlei in einer Mitteilung. Kreislaufgerechte Bauprojekte sollen im kommenden Jahr mit insgesamt 200’000 Franken gefördert werden. Besonders innovative Projekt erhalten zudem einen Materialpass und Beratungsleistungen.

    Bauherrschaften aus dem privaten und öffentlichen Bereich sowie Planende können sich ab 13. Januar und bis 16. Mai digital um eine Förderung bewerben. Dabei ist es unerheblich, ob die Projekte bereits umgesetzt sind oder sich noch in der Planung oder Umsetzung befinden. Voraussetzung für eine Förderung ist jedoch, dass es sich um ein Bauprojekt im Kanton Luzern handelt.

    Gesucht werden Projekte, die dem Gestaltungsansatz Eco-Design folgen. Ihm zufolge werden Gebäude langlebig und zirkulär gestaltet. Um eine Förderung zu erhalten, sollte das Projekt darüber hinaus auch einen Leuchtturmcharakter aufweisen, heisst es in der Mitteilung. Über diesen wollen Kanton und Hochschule Möglichkeiten für nachhaltiges Bauen und Kreislaufwirtschaft sichtbarer machen und Planenden entsprechendes Wissen zur Verfügung stellen.

  • Neuer CEO übernimmt Führung des Bauzulieferers ab Januar 2025

    Neuer CEO übernimmt Führung des Bauzulieferers ab Januar 2025

    Die Arbonia Gruppe wird ab dem 1. Januar wieder von einem CEO geführt, der nicht gleichzeitig dem Verwaltungsrat angehört. Wie das Unternehmen mitteilt, hat der Verwaltungsrat Claudius Moor zum CEO ernannt. Der 1983 geborene Schweizer ist seit 2015 für Arbonia tätig, seit 2020 als CEO der Division Türen. Zuvor war er unter anderem Leiter Konzernstrategie und Unternehmensentwicklung beim Gebäudezulieferer mit Sitz in Arbon.

    Alexander von Witzleben wird „bis auf weiteres“ Verwaltungsratspräsident bleiben. Der 1963 geborene Deutsche präsidiert den Verwaltungsrat seit 2015, war bis 2022 auch Delegierter des Verwaltungsrates und CEO ad interim und seither exekutiver Verwaltungsratspräsident.

    „Wir sind sehr erfreut, Claudius Moor in seiner neuen Rolle als CEO der Arbonia willkommen zu heissen“, wird Alexander von Witzleben in der Mitteilung zitiert. „Mit seiner umfassenden Branchenkenntnis, seinem Engagement und seiner grossen Leidenschaft für das Türen-Business bringt er alle Voraussetzungen mit, um die Arbonia in eine positive Zukunft zu führen.“

  • Neue Projekte für Dekarbonisierung der Gasbranche starten 2025

    Neue Projekte für Dekarbonisierung der Gasbranche starten 2025

    Die EPFL und der Westschweizer Gasversorger Gaznat haben laut einer Mitteilung eine Rahmenvereinbarung über den Ausbau ihrer Zusammenarbeit unterzeichnet. Diese sieht drei Ausschreibungen für Projekte der Forschung und Entwicklung vor, die einen erheblichen Beitrag zu einer sauberen Gasversorgung leisten können. Die erste Ausschreibung ist für Anfang 2025 vorgesehen.

    Die Siegerprojekte werden von einem wissenschaftlichen Beirat ausgewählt, dem jeweils vier Vertreter beider Seiten angehören.  Dazu gehören der Gaznat-CEO Gilles Verdan, Wendy Lee Queen und Yasmine Calisesi vom EPFL Energy Center sowie EPFL-Vizepräsident Edouard Bugnion. Ein Programmmanager wird die Ausschreibungen koordinieren und die ausgewählten Projekte begleiten.

    Die EPFL und Gaznat haben im Rahmen von drei Ausschreibungen bereits 17 Projekte gemeinsam finanziert. Gaznat eröffnete 2023 sein Innovationslabor in Aigle.

    Gaznat mit Sitz in Lausanne beschafft und transportiert Gas für Partnerunternehmen in der Westschweiz. Das Unternehmen will sein Angebot bis 2050 klimaneutral gemacht haben. „Dank unserer Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit mit der EPFL kommen wir unserem Ziel der Klimaneutralität näher und können unsere Branche dekarbonisieren“, werden Gaznat-Verwaltungsratspräsident René Bautz und CEO Gilles Verdan in der Mitteilung zitiert.

  • Übernahme sichert Arbeitsplätze und Aufträge in Freiburg

    Übernahme sichert Arbeitsplätze und Aufträge in Freiburg

    Burkhalter springt bei der in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Etablissements Techniques Fragnière SA mit Sitz in Bulle in die Bresche. Der Zürcher Spezialist für Gebäudetechnik wird Geschäfte und Mitarbeitende an den Standorten von ETF in Bulle und Givisiez übernehmen, informiert Burkhalter in einer Mitteilung. Konkret werden 117 Mitarbeitende, darunter 32 Lernende, zu den für sie bei ETF geltenden Bedingungen übernommen. Mit ihnen will Burkhalter einen Grossteil der Aufträge von ETF der beiden Freiburger Standorte durchführen.

    Für die Übernahme hat Burkhalter die beiden Gesellschaften Bul Elec SA und Fri Elec SA gegründet. Sie sollen die Präsenz des Gebäudetechnikers im Kanton Freiburg verstärken. Darüber hinaus sei Burkhalter „nun in der Lage, ihren Kundinnen und Kunden im Kanton Freiburg das gesamte Portfolio an Elektrotechnikdienstleistungen anzubieten“, heisst es in der Mitteilung. Die Leitung der neuen Gesellschaften werden Laurent Murith und Frédéric Bourguet übernehmen. Beide waren zuvor an den jeweiligen Standorten von ETF als Niederlassungsleiter tätig.

  • Wertsteigerung durch globale Präsenz und technologische Innovation

    Wertsteigerung durch globale Präsenz und technologische Innovation

    Siemens Smart Infrastrukture legt die Latte höher. Der in Zug ansässige Geschäftsbereich von Siemens hat zwischen 2020 und 2024 seine Umsätze jährlich durchschnittlich um 11 Prozent gesteigert, informiert Siemens in einer Mitteilung. Beim Betriebsergebnis wurde 2024 eine Rekordmarge von 17,3 Prozent realisiert. Sie liegt deutlich über dem 2021 gesetzten Mittelfristziel von 11 bis 16 Prozent.

    In den kommenden Jahren wird ein Umsatzwachstum von 6 bis 9 Prozent sowie eine Ergebnismarge von 17 bis 18 Prozent angestrebt. „Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt und diese auch erreicht“, wird Matthias Rebellius, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO von Smart Infrastructure, in der Mitteilung zitiert. „Jetzt legen wir die Messlatte noch höher, um die nächste Stufe der Wertsteigerung zu erreichen.“

    In den kommenden Jahren will SI seine globale Präsenz stärken und lokale Kapazitäten erweitern. Gleichzeitig ist die Förderung von Talenten in wachstumsstarken Märkten wie Indien und den USA geplant. Beides soll zu skalierbaren Ergebnissen in den etablierten Endmärkten von SI, wie Rechenzentren, Gesundheitswesen und Energieversorgungsunternehmen führen. Das Unternehmen geht mittelfristig von einem Wachstum des von ihm adressierten Marktes um jährlich 5 bis 6 Prozent aus. Hier habe SI „in allen Bereichen ein über dem Markt liegendes Wachstum“ realisiert, heisst es in der Mitteilung.

  • Neue Technologie für nachhaltige Gebäudeisolierung in der Entwicklung

    Neue Technologie für nachhaltige Gebäudeisolierung in der Entwicklung

    Aeroskin Tech sucht Investoren. Die Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat eine Technologie zur Dämmung von Gebäuden entwickelt, die auf Aerogelen fusst. Bisher hat Aeroskin Tech Prototypen von Sprühdämmstoffen und Dämmplatten entwickelt, informiert die ETH in einer entsprechenden Mitteilung. Nun soll die Technologie in einer Pilotanlage an die industrielle Produktion herangeführt werden.

    „Wir wollen eine nachhaltige und leistungsfähige Dämmung für Gebäude anbieten“, wird Daniel Sanz Pont, Gründer von Aeroskin Tech und wissenschaftlicher Mitarbeiter von Robert Flatt, Professor für Baustoffe im Bauwesen an der ETH, in der Mitteilung zitiert. Die auf Aerogelen basierenden Dämmstoffe zeichnen sich gegenüber herkömmlichen Isolationsmaterialien durch eine zwei- bis zweieinhalbfach bessere Wirkung aus. Dies liegt an den nanoporösen Strukturen von Aerogelen, erläutert Sanz Pont. In den winzigen Poren kollidieren die Luftmoleküle häufiger mit den Porenwänden als untereinander. „Dieser Effekt macht Aerogele zu den besten Wärmedämmstoffen überhaupt“, so Sanz Pont.

    Der Jungunternehmer hat die ETH-Ausgründung nicht mit Partnern, sondern im Alleingang gegründet. „Dank meiner vielseitigen Ausbildung vereine ich viele Kompetenzen in meiner Person“, erläutert Sanz Pont. „Ich habe auch Coaching erhalten und meine Ausbildung und Erfahrung im Bereich Unternehmensführung erweitert, zudem wurde ich in all diesen Jahren von hervorragenden Fachleuten der ETH unterstützt.“ Für kommende Herausforderungen und den nächsten Schritt stehen dem Jungunternehmer zudem erfahrende Mentorinnen und Mentoren zur Seite, „von denen ich schneller lernen kann“.

  • Hybrides Kleinkraftwerk fördert grüne Energie in Graubünden

    Hybrides Kleinkraftwerk fördert grüne Energie in Graubünden

    Die NewGreenTec AG hat eines ihrer hybriden Wind-Solar-Kleinkraftwerke auf dem Dach des Plantahofs installiert. Dort wird es künftig zur nachhaltigen Stromversorgung der landwirtschaftlichen Ausbildungsstätte des Kantons Graubünden und der Ostschweiz beitragen. Wie das Jungunternehmen weiter mitteilt, soll es ausserdem Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften ermöglichen, die Technologie aus erster Hand zu erleben und ihr Wissen über erneuerbare Energien zu erweitern.

    „Wir sind begeistert, mit diesem Projekt die nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft in Graubünden zu fördern“, wird Frido Stutz, Geschäftsführer der NewGreenTec AG, in einer Unternehmensmitteilung zitiert. „Das Zusammenspiel von Wind- und Solarenergie ist ein zukunftsweisender Schritt hin zu einer umweltfreundlichen und stabilen Stromversorgung über den Tages- und Jahresverlauf.“

    Zudem erkennt NewGreenTec darin auch ein Symbol für die Potenziale einer nachhaltigen Zukunft: „Mit der Kraft von Wind und Sonne soll das Rheintal ein weiteres Beispiel für gelungene Innovation in der grünen Energieversorgung werden.“ Das erste Kleinkraftwerk der Firma auf einem Industriegebäude wurde im Januar 2023 in Betrieb genommen.

    Das hybride Gerät vereint Solarpanele, eine kleine Windturbine und Speichertechnologie in einem Gerät und wurde zusammen mit Schweizer Fachhochschulen entwickelt. Die Windturbinen, die sich um eine Vertikalachse drehen, sind unabhängig von der Windrichtung und nahezu geräuschlos.

  • Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend

    Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend

    Wie geht es der Stadt-Zuger Wirtschaft?
    In zahlreichen Fachpublikationen und in den Medien wird der Standort Zug gelobt für seine diversifizierte Wirtschaft – Dienstleistung, Handel, auch verarbeitende Industrie und Gewerbe. Das Wachstum ist nach wie vor über dem Durchschnitt der Schweizer Wirtschaft von 1.2% und zeigt sich bis jetzt als resilient gegenüber globalen oder technischen Verwerfungen. Aufgrund der positiven Finanzergebnisse ist die Stadt Zug zusammen mit den privaten Haushalten und der florierenden Wirtschaft eine wichtige Stütze für ein weiteres Wachstum in den kommenden Jahren.

    Wie plant die Stadt Zug, ihr wirtschaftliches Wachstum in den nächsten Jahren nachhaltig zu gestalten, insbesondere angesichts des starken Fokus auf die Finanz- und Krypto-Industrie?
    Nachhaltigkeit heisst auch, dass wir die ansässigen Firmen pflegen und es verlässliche Partner und Arbeitgeber sind. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin eine starke Rechtssicherheit in der Schweiz und in Zug aufweisen. Eine starke Bildung anbieten, kurze Wege bei Stadt und Kanton haben, die tollen Naherholungsgebiete pflegen und dass wir gute Verbindungen auf Strasse und Bahn mit Luzern und Zürich aufweisen.

    Zug verzeichnet eine hohe Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeflächen. Welche langfristigen Lösungen sieht die Stadt, um den Wohnungsbau zu fördern und gleichzeitig die Lebensqualität zu erhalten?
    Wir haben schon vor vielen Jahren beim Bebauungsplan V-Zug-Areal /Technologiecluster und auch beim Bebauungsplan LG-Areal mit einem «letter of intent» die Rahmenbedingungen eingefordert. In diesen beiden Fällen haben wir je 10’000 m2 preisgünstigen Wohnungsbau und preisgünstige Gewerbeflächen definiert. Ebenso gibt es seit über 10 Jahren eine enge Zusammenarbeit mit den Zuger Baugenossenschaften. Kürzlich haben wir auch eine Fläche gleich neben dem Bahnhof für 65 Mio. gekauft. Diese soll dazu dienen, dass preisgünstiger Wohnungsbau entsteht. Der Mix der Wohnungen muss noch definiert werden und schlussendlich wird es darüber noch eine Volksabstimmung geben. Auch hier soll es im Baurecht abgeben werden. Denn die Baugenossenschaften wissen, was die Zugerinnen und Zuger an Wohnungen brauchen. Zudem erarbeitet die Stadt Zug in engem Austausch mit den Grundeigentümern Bebauungspläne in kantonalen Verdichtungsgebieten, welche eine hohe Dichte zulassen. Eine wichtige rechtliche Grundlage dazu bildet das kommunale Hochhausreglement. Im Zuge dieser Massnahmen wird erhöhtes Augenmerk auf die Qualität der Freiräume auf den Arealen selbst, aber auch der sonstigen öffentlichen Freiräume gelegt. Im Sinne einer «Stadt der kurzen Wege» sollen die innerstädtischen Freiräume und die Freizeitinfrastruktur, aber auch die Natur- und Landschaftsräume gut erreichbar sein, vor allem mit dem öffentlichen Verkehr, zu Fuss und mit dem Velo.

    Welche neuen Projekte und Initiativen plant die Stadt Zug, um nachhaltige Stadtentwicklung voranzutreiben?
    In der Stadt Zug gibt es viele neue Projekte. Sie alle müssen heute gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Aspekte gleichermassen berücksichtigen. Insofern sollte bereits heute jedes unserer Projekte eine nachhaltige Stadtentwicklung unterstützen. Vielleicht erlauben Sie mir zwei Beispiele, in der wir auch eine Vorreiterrolle wahrnehmen. So läuft beispielsweise ein internes Strategieprojekt zur Überprüfung, ob wir gut organisiert und genügend fit sind, um die zukünftigen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung zu meistern. Oder im Bereich Klimaanpassung: Gegenwärtig installieren wir flächendeckend Temperatursensoren, um die Hitzeinseln unserer Stadt zu identifizieren und um gezielte Massnahmen zu ergreifen.

    Das Thema bezahlbarer Wohnraum wird immer wichtiger. Welche Massnahmen unternimmt die Stadt, um sicherzustellen, dass Zug auch für weniger zahlungskräftige Menschen attraktiv bleibt?
    Bereits heute fordert der Stadtrat, in Wohn- und Mischzonen beim Erlass ordentlicher Bebauungspläne auf mindestens 20% der zusätzlich anrechenbaren Geschossfläche preisgünstiger Wohnraum zu schaffen. Aufgrund der Annahme der Initiative «2000 Wohnungen für den Zuger Mittelstand», ist in den in Verdichtungsgebieten liegenden Wohn- und Mischzonen beim Erlass ordentlicher Bebauungspläne sowie bei Um- und Aufzonungen preisgünstiger Wohnraum von mindestens 40% der neu erstellten Wohnflächen zu schaffen. Ehrlich gesagt wurden dadurch aber auch Bauprojekte gestoppt. Wir sind da am Erarbeiten von Lösungen.

    Wie wichtig ist Ihnen die Bürgerbeteiligung bei städtischen Projekten, und welche Möglichkeiten haben die Bewohner von Zug, ihre Ideen und Meinungen einzubringen?
    Die Stadt Zug hat eine starke und lange Mitwirkungskultur. Seit den 1990er Jahren finden regelmässig öffentliche Mitwirkungsprojekte zu verschiedenen Themen statt. Seit 2020 steht ergänzend dazu auch das Online-Mitwirkungsportal «mitwirken-zug.ch» zur Verfügung.

    Der Verkehr in und um Zug nimmt zu. Wie sieht der Plan der Stadt aus, die Verkehrsinfrastruktur mit dem Wachstum in Einklang zu bringen und gleichzeitig den öffentlichen Verkehr zu stärken?
    Der Stadttunnel wurde leider abgelehnt und nichtdestotrotz müssen Lösungen her. Die Stadt Zug arbeitet eng mit dem kantonalen Tiefbauamt zusammen, um eine gemeinsame Verkehrsplanung für das pulsierende Zentrum von Zug zu entwickeln. Das Ziel der Stadt ist, dass der vorhandene Strassenraum allen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt und flächeneffizient zur Verfügung steht: Autos, öffentlicher Verkehr, Velo und Fussverkehr. Zum Glück ist die Stadt Zug kleinräumig, so dass vieles zu Fuss oder mit dem Velo erledigt werden kann.

    Welche Pläne gibt es, den öffentlichen Nahverkehr weiter auszubauen, um Pendler zu entlasten und den Verkehr in der Stadt zu reduzieren?
    Der nächste grosse Ausbauschritt ist auf die Inbetriebnahme des Zimmerbergtunnels geplant. Dies wird ca. im Jahr 2035 bis 2037 sein. Bis zu diesem Zeitpunkt wird der öffentliche Verkehr auf den heutigen Linienästen weitergeführt und der Takt an die Nachfrage angepasst. Das ÖV-System wird so im «Kleinen» an die Bedürfnisse der Gemeinden angepasst. Gemäss GöV haben die Gemeinden die Möglichkeit, über das vom Kanton bestellte Angebot hinaus Zusatzangebote einzukaufen. Die Stadt Zug macht dies bei der Zugerberg Bahn und auf der Buslinie 5, wo sie zusätzliche Seilzüge und Kurse einkauft. Via dieses Zusatzangebot, welches das Stadtparlament beschliesst, ist die Stadt Zug über das vom Kanton bestimmte Angebot hinaus flexibel. Es zeigt sich allerdings, dass das vom Kanton bestellte Angebot hervorragend ist und die Gemeinden kaum nachbessern müssen. Die Stadt Zug ist in allen Quartieren bereits heute hervorragend an den ÖV angebunden. Zusatzkurse reduzieren dabei den Kostendeckungsgrad massgeblich. Der gemäss GöV zu erreichende Kostendeckungsgrad beträgt 40%. Persönlich würde ich mir wünschen, dass die S-Bahn Doppelstöcker anbieten würde.

    Wie unterstützt die Stadt Zug den Ausbau von Bildungseinrichtungen, um den Fachkräftemangel zu adressieren und gleichzeitig den Bildungsstandort Zug zu stärken?
    Bildung ist unsere einzige Ressource und da investiert die Stadt Zug am meisten Geld. Die Gestaltung attraktiver Schulhäuser als Arbeits- und Lernorte unter Einbezug und Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen bei der Planung sind zentrale Anliegen. Dazu kommen attraktive Betreuungs- und Freizeitangebote für Kinder und Familien sowie eine zeitgemässe ICT-Infrastruktur. Zudem werden zukunftsweisende und innovative Projekte und Kooperationen wie das Schulportal – da können Eltern online mit den Lehr- und Betreuungspersonen und der Schuladministration kommunizieren – die DigiWerkstatt und der Einbezug von KI in den Unterricht vorangetrieben. Wichtig ist aber auch, dass wir die Bedürfnisse der Firmen abholen und das duale Bildungssystem aktiv unterstützen. Ein tolles Projekt ist hier am Anlaufen!

    Welche Rolle spielt die Innovationsförderung in Zug, und wie plant die Stadt, sich als Zentrum für zukunftsweisende Technologien und Unternehmen zu etablieren?
    Die Innovationsförderung spielt in der Stadt und im Kanton Zug eine zentrale Rolle bei der Positionierung für zukunftsweisende Technologien und Unternehmen. Ein wichtiger Punkt ist: wir probieren aus. So haben wir nach einer Präsentation eines Studenten entschieden, Bitcoin als Zahlungsmittel in der Stadt Zug akzeptieren, was weltweit für Furore gesorgt hat. Heute ist die Stadt Zug DAS Crypto Valley weltweit mit über 4000 Mitarbeitenden in über 800 Firmen. Ganz nach dem Motto: «no risk, no fun». Wir werden weiterhin innovationsfreudig bleiben! Durch gezielte Massnahmen und Programme soll die Innovationskraft der Stadt Zug gestärkt werden, damit das Umfeld für Unternehmen und vor allem für die Mitarbeitende noch attraktiver und motivierender wird. Mit innovativen Projekten und motivierten Menschen können Sie Berge versetzen. Den Rahmen dazu bildet die im Herbst 2021 vom Stadtrat verabschiedete Entwicklungsstrategie für die Stadt Zug: «Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend». Sie ist ein übergeordnetes Führungsinstrument mit langfristiger Perspektive, um die Zukunft der Stadt Zug mitzugestalten. Innovative Wirtschaft, Grüne Stadt, Starke Gemeinschaft, Gesunde Finanzen, das sind unsere Credos für die Zukunft.

    Wie sieht Ihre langfristige Vision für die Stadt Zug aus? Welche Ziele möchten Sie in den nächsten Jahren unbedingt erreichen.
    Als wachsender Wirtschaftsstandort mit exzellenten Bedingungen für Unternehmen und Fachkräfte aus nah und fern, pflegen wir unsere wirtschaftliche Vielfalt und positionieren uns gezielt über zukunftsorientierte Branchencluster. Für eine grüne Stadt entwickeln wir den Lebensraum Zug nachhaltig und ressourcenschonend und planen Mobilität, Raum und Energie visionär.

    Im Spannungsbogen zwischen Tradition und Moderne fördern wir den Dialog und schaffen einen inspirierenden Rahmen für eine vitale, vielfältige und weltoffene städtische Gemeinschaft. Und für den Erhalt unserer gesunden Finanzen geht es darum, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu gewährleisten, Investitionen zukunftsorientiert zu tätigen und unser Steuersubstrat langfristig abzusichern. Über alle Wirkungsziele hinaus fördern wir lebenslanges Lernen, nutzen die Potentiale aus der Vielfalt in Bevölkerung, Wirtschaft und Kultur für pionierhafte Leuchtturm-Projekte für den Wandel und steuern mit Anreizen.

    Zug setzt sich für mehr Klimaschutz ein. Können Sie uns einen Überblick über die wichtigsten Massnahmen geben, die aktuell zur CO2-Reduktion und für mehr Nachhaltigkeit in der Stadt umgesetzt werden?
    Beim Klimaschutz steht die Abkehr von fossilen Energieträgern im Vordergrund. Alle Heizungen müssen mittelfristig mit lokaler erneuerbarer Energie betrieben werden können. Hier stehen die Einhaltung moderner Baustandards und zusammen mit den Wasserwerken Zug (WWZ) der Ausbau der Fernwärme im Vordergrund. Wir haben Circulago ins Leben gerufen. Wir entnehmen dem See Kälte und Wärme und haben somit eine «Batterie» vor der Haustür. Gleichzeitig wollen wir auch unsere eigenen Liegenschaften ertüchtigen, selber Strom produzieren und von fossilen Heizungen befreien. Hierbei helfen uns die Einführung eines CO2-Monitorings und viele grössere und kleinere Massnahmen im Rahmen von «Energiestadt», wo wir auch für das Jahr 2023 mit dem «Gold»-Label zertifiziert wurden. Ich bin der Überzeugung, dass wir uns selber mit Energie versorgen können. Wir haben innovative Unternehmen wie Siemens, Landis & Gyr, V-Zug, den Technologiecluster und viele Firmen mehr in Zug, die alle diese Techniken und Innovationen anbieten. Es ist sicherlich 10 Jahre her, seit uns Siemens aufgezeigt hat, dass die Technik für lokale Selbstversorgung bereits besteht, so let’s do it!

    Wo sehen Sie die Stadt Zug in 20 Jahren?
    Die Stadt Zug soll in 20 Jahren ein lebenswerter, innovativer und nachhaltiger Ort sein, der sowohl wirtschaftliche Dynamik als auch hohe Lebensqualität bietet. Das heisst: Wir haben die Attraktivität für Unternehmen und Fachkräfte weiter ausgebaut und dabei gleichzeitig Raum für eine starke Gemeinschaft geschaffen. Die Rolle von Zug als internationales Wirtschafts- und Finanzzentrum ist gestärkt, insbesondere im Bereich der Digitalisierung und neuen Technologien wie Blockchain- und KI-Anwendungen. Durch eine nachhaltige Stadtplanung und umweltfreundliche Infrastrukturen ist die Stadt Zug klimaneutral. Wir haben attraktive Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten, grüne Erholungsräume, attraktive kulturelle Angebote und eine vielfältige Infrastruktur für Bildung, Freizeit und Gesundheit. Zug hat sich als Bildungs- und Innovationsstandort profiliert, der mit Tertiärbildungsinstitutionen und Forschungseinrichtungen vernetzt ist. Wir haben eine intelligente Verkehrssteuerung und eine effiziente Infrastruktur, die den Anforderungen einer wachsenden Bevölkerung gerecht wird und nachhaltig gestaltet ist. Zug um Zug geht es voran – ich freue mich!

  • Wirtschaftsraum Zug – Facts and Figures Zug

    Wirtschaftsraum Zug – Facts and Figures Zug

    Innerhalb des Wirtschaftraums Greater Zurich Area (GZA) gelegen gehört Zug zu einer der weltweit führenden Wirtschaftsregionen. Der Standort überzeugt durch eine exzellente Infrastruktur, ein grosses Potenzial an jungen Talenten sowie politische und wirtschaftliche Stabilität.

    Sowohl die Gemeinden als auch der Kanton Zug entwickeln sich stetig weiter und passen sich den Anforderungen an. Mit innovativen Projekten, wie z. B. einer Umfahrung, um das Stadtzentrum Cham zu entlasten, mit Seewasser, das künftig die Temperatur in den Häusern der Wohngebiete regulieren wird, sowie mit spannenden Projekten, wie z. B. dem Verein zur Dekarbonisierung oder der Klima Charta Zug, prägt der Kanton mit Ambitionen ein modernes Bild.

    Zahlreiche Areale, die von historischer Bedeutung sind, werden renoviert und umgebaut, um attraktive Nutzungsmischungen aus Wohn-, Arbeits- und Gewerbeflächen zu schaffen.

    Damit bleibt Zug ein der lebenswerter Kanton, was sich auch in einer hohen Lebenszufriedenheit widerspiegelt.

    Zug wird nicht nur von den 133’000 Bewohnerinnen und Bewohnern geschätzt, auch zahlreiche unabhängige Ratings und Studien bestätigen Zugs herausragende Position. So belegt Zug seit 24 Jahren in den Ranglisten von Credit Suisse und UBS den ersten Platz unter den Schweizer Kantonen. Die Grundprinzipien der Wirtschaftsfreundlichkeit, Serviceorientierung und Innovationskultur machen den Kanton Zug zu einem idealen Partner für Unternehmen, Bildungsseinrichtungen sowie auch Forschungsinstitute.

    Testimonials

    Andreas Klopp
    General Manager Roche Diagnostics International AG

    «Rotkreuz liegt im Life Sciences Cluster Zürich–Zug und bietet dank ausgezeichneter Infrastruktur und hoher Lebensqualität ideale Rahmenbedingungen, um Innovation voranzutreiben. Seit über 50 Jahren leistet Roche in Rotkreuz mit diagnostischen Lösungen einen Beitrag zur Gesundheit von Patient:innen weltweit.»

    Dr. Katja Buller
    Vice President, Head of Corporate Affairs International, Biogen

    «Lokale und internationale Fachkräfte,
    eine vielschichtige Infrastruktur und die professionelle Zusammenarbeit mit den Behörden machen den Kanton Zug seit mehr als 20 Jahren zum idealen Standort für unseren internationalen Hauptsitz»

    Katharina Gasser
    Präsidentin Zuger Wirtschaftskammer

    «Unsere Mitglieder schätzen die wirtschaftsfreundlichen Rahmenbedingungen im dynamischen und innovativen Kanton Zug. Die Behörden sind dienstleistungsorientiert, entscheiden rasch und arbeiten effizient; der einzigartige «Spirit of Zug» ist spürbar.»

    Hanspeter Rhyner
    Präsident der Geschäftsleitung, Zuger Kantonalbank

    «Die Zuger Kantonalbank verbindet Tradition und Moderne. Genau das ist die DNA des attraktiven Standortes Kanton Zug. Digital UND persönlich –
    so decken wir entlang dieser DNA die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden ab. Und wir können alle Bedürfnisse erfüllen und begleiten Sie im Leben.»

  • Nachwuchskräfte leisten Beitrag zur Erneuerung der Alten Reithalle

    Nachwuchskräfte leisten Beitrag zur Erneuerung der Alten Reithalle

    Das Dietiker Bauunternehmen Josef Wiederkehr AG hat laut Medienmitteilung sein Lehrlingslager in den Dienst der Vorbereitungen für die Phänomena-Ausstellung gestellt, die 2026 in Dietikon stattfinden wird. Vom 2. bis 6. Dezember fand das Lehrlingslager an der Alten Reithalle im Dietiker Niderfeld statt. Lernende aus allen Unternehmungen der Wiederkehr-Gruppe leisteten dabei Arbeiten zur Vorbereitung der Phänomena-Ausstellung. Dabei sollten Naturgesetze, Phänomene und komplexe Zusammenhänge für die Lernenden interaktiv erfahrbar gemacht werden.

    Die Lernenden führten Vorbereitungsarbeiten an der Alten Reithalle durch. So brachen sie laut der Mitteilung von Wiederkehr alte Innenräume ab, mauerten Fensteröffnungen zu, entfernten eine Rampe und bauten einen neuen Betonboden ein. Das Engagement der Lernenden trug massgeblich dazu bei, die Alte Reithalle in einen passenden Rahmen  zu verwandeln, heisst es weiter.

    Seit mehr als 45 Jahren organisiert die Josef Wiederkehr AG Gruppe einmal jährlich ein Lehrlingslager, heisst es vom Unternehmen. Das Lehrlingslager ist eine Arbeitswoche, in der die Lernenden unter fachkundiger Anleitung ein karitatives Projekt verwirklichen. Es nehmen alle Lernenden teil, sowohl aus dem handwerklichen als auch aus dem kaufmännischen Bereich.

    Die Phänomena, „Erlebniswelt zum Staunen“, soll vom März bis zum Oktober 2026 im Niderfeld in Dietikon stattfinden. Die erste Phänomena fand 1984 am Zürichhorn statt und wurde von über 1 Million Menschen besucht. Die Ausstellung wird ausser von der Standortgemeinde Dietikon von den Kantonen Aargau und Zürich und von zahlreichen Partnern unterstützt.

  • Führungswechsel beim Holzbauunternehmen erfolgreich abgeschlossen

    Führungswechsel beim Holzbauunternehmen erfolgreich abgeschlossen

    Bei dem in Seewen angesiedelten Holzbauunternehmen Strüby hat es einen Wechsel in der Unternehmensführung gegeben. Wie es in einer Mitteilung heisst, nimmt Ivo Steiner seit dem 6. Dezember die Aufgaben als neuer CEO vollständig wahr. Der 45-jährige Betriebswirtschaftler aus der Ostschweiz hat die Position als designierter Geschäftsführer bereits am 1. Juni 2024 angetreten und sich einer intensiven Einarbeitungsphase unterzogen.

    Der Verwaltungsrat zeigt sich in der Mitteilung überzeugt, dass Steiner „dank seiner grundsoliden Ausbildung, grossen Führungserfahrung bei mehreren Unternehmen und seiner bodenständigen, pragmatischen Persönlichkeit perfekt an die operative Spitze“ des Unternehmens passe. Strüby verfügt über 400 Mitarbeitende.

    Der bisherige CEO, Anton Strüby, wird künftig als Präsident des Verwaltungsrates seine strategisch wichtige Rolle im Unternehmen wahrnehmen. In dieser Funktion wird er seine Expertise und sein Netzwerk zum Wohle des Unternehmens einbringen, heisst es in der Mitteilung.

  • Aargauer Wald speichert aktuell 40 Millionen Tonnen CO2

    Aargauer Wald speichert aktuell 40 Millionen Tonnen CO2

    Die Abteilung Wald des Aargauer Departements Bau, Verkehr und Umwelt hat den Beitrag des Aargauer Walds zur CO2-Bilanz des Kantons untersucht. „Der Wald leistet bereits heute einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag, um das Ziel Netto-Null Treibhausgasemissionen bis 2050 zu erreichen, das Potenzial ist aber noch nicht ausgeschöpft“, schreibt das Departement in einer Mitteilung zur entsprechenden Studie. Als wesentliche Akteure für Verbesserungen hat die Studie Waldwirtschaft, Holzverarbeitung und Bauwirtschaft identifiziert.

    Der Waldwirtschaft kommt dabei die grösste Bedeutung zu. Aktuell speichert der Aargauer Wald 40 Millionen Tonnen CO2, heisst es in der Mitteilung. Dies entspreche „ziemlich genau den heutigen jährlichen inländischen Gesamtemissionen“. Diese langfristige Speicherung von CO2 muss nach Ansicht der Studienverfassenden durch naturnahe Bewirtschaftung, Bodenschutz und langfristige Anpassung der Wälder an den Klimawandel gestützt werden.

    Holzverarbeitung und Bauwirtschaft können in geringerem Masse zu Verbesserungen beitragen. Die Modellierung eines CO2-optimierten Szenarios hat gezeigt, dass gestärkte Kaskadennutzung der Ressource Holz bis 2100 zusätzlich bis zu 11,1 Tonnen CO2 speichern oder vermeiden kann. Dies entspricht einer jährlichen Senkung der Emissionen im Kanton Aargau um bis zu 3,7 Prozent. Unter Kaskadennutzung wird der mehrmalige Einsatz des Rohstoffes Holz in einer Kreislaufwirtschaft verstanden. Wird dieselbe Menge an Holz hingegen direkt zur Energiegewinnung verwendet, reduziert sich der Beitrag auf 6,5 Millionen Tonnen oder maximal 2,2 Prozent CO2-Reduktion.

  • Kreislaufwirtschaft: Nachhaltige Lösungen für die Bauwirtschaft

    Kreislaufwirtschaft: Nachhaltige Lösungen für die Bauwirtschaft

    Die Schweizer Bauwirtschaft verursacht laut einer Mitteilung der ETH gegenwärtig 70 Prozent des inländischen Materialverbrauchs, 80 Prozent des Abfalls und 24 Prozent der Treibhausgasemissionen. Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat Innosuisse, die schweizerische Agentur für Innovationsförderung, zwei Projekte zur Kreislaufwirtschaft im Bausektor angeschoben, die von der ETH geleitet werden.

    Im Projekt Think Earth werden Baustoffe wie Holz, Lehm und rezyklierter Beton verarbeitet. Ein Beispiel für die Bauweise ist der Manal-Pavillon, der auf dem Campus Horw der Hochschule Luzern eröffnet wurde. Realisiert wurde das Projekt von Oxara, einer Ausgründung der ETH.

    Im Projekt Swircular wird ein digitales Ökosystem für zirkuläres Bauen vorgestellt. Mittels digitaler Gebäudebestandsaufnahme und Produktpässen für Baumaterialien soll eine Grundlage für zirkuläre Bauprozesse hergestellt werden. Dabei können registrierte Bauelemente bei einem eventuellem Abriss wieder neu verwendet werden.

    „Unsere Vision ist ein Netzwerk aus Interessengruppen, digitalen Werkzeugen und verlässlichen Daten, das es ermöglicht, Materialien entlang ihres Lebenszyklus nachzuverfolgen und entsprechende Informationen auszutauschen“, wird Projektmanagerin Arabelle de Saussure in der Mitteilung zitiert.

    An den Projekten ist eine Vielzahl von Einrichtungen, nebst den Genannten die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) sowie die Berner und die Ostschweizer Fachhochschulen, beteiligt.

  • Gletscherschmelze macht Platz für Wasserspeicher

    Gletscherschmelze macht Platz für Wasserspeicher

    Der Rückgang der Gletscher in den Alpen erhöht das Potenzial der Stromproduktion aus Wasserkraft und der Speicherung von Energie. Das zeigt der Bericht „Analyse des Wasserkraftpotenzials der Gletscherschmelze“, den der Bundesrat laut einer Mitteilung am 6. Dezember gutgeheissen hat.

    Laut dem Bericht führt der Rückgang der Gletscher zu einem zusätzlichen Potenzial von 1470 Gigawattstunden bei der Produktion von Strom. Davon stammten 340 Gigawattstunden aus dem Ausbau bestehender Anlagen, 1130 Gigawattstunden aus neuen Anlagen.

    Noch grösser ist mit 2430 Gigawattstunden das Potenzial bei der saisonalen Speicherung von Wasserkraft, die im Winter turbiniert werden könnte. Davon entfallen 1300 Gigawattstunden auf den Ausbau bestehender Speicher, 1130 Gigawattstunden auf Neubauten.

    Die Nutzung des Potenzials dürfte allerdings durch Konflikte mit anderen Interessen eingeschränkt werden. So würden potenzielle Neuanlagen mit einer Produktion von 540 Gigawattstunden in ausgeschiedenen Auengebieten liegen und damit nach heutigem Stand nicht genutzt werden können. Anlagen mit einer Jahresproduktion von 910 Gigawattstunden wiesen Konflikte mit Auengebieten auf, lägen aber nicht in solchen Ausschlussgebieten.

    Die Wirtschaftlichkeit von Speicherprojekten kann zu einem grossen Teil von bereits bestehenden Förderinstrumenten abgesichert werden. Allerdings könnten Erneuerungen und Erweiterungen gebremst werden, weil Konzessionen auslaufen. Die Betreiber müssten ihre Investitionen zuerst in Verhandlungen mit den Gemeinwesen absichern, bevor sie investieren.

    Der Bericht erfüllt das Postulat 21.3974 der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates vom 24. August 2021.

  • Letzte Bauetappe für nachhaltige Entwicklung in Rotkreuz

    Letzte Bauetappe für nachhaltige Entwicklung in Rotkreuz

    Zug Estates geht das letzte Bauprojekt bei der 2010 begonnenen Entwicklung des Suurstoffi-Areals in Rotkreuz an. Anfang Dezember wurde gemeinsam mit Vertretenden von Behörden und Projektpartnern der Spatenstich für die beiden Neubauten Suurstoffi 43 und 45 begangen, informiert die Zuger Immobiliengesellschaft in einer Mitteilung. Sie sollen zusammen mit einer zentralen Parkanlage bis Mitte 2027 fertiggestellt werden.

    In den beiden neuen Liegenschaften realisiert Zug Estates rund 14’400 Quadratmeter Büro- und Schulungsfläche. Weitere 1100 Quadratmeter sind als Wohnfläche für studentisches Wohnen angelegt. In die Liegenschaft Suurstoffi 45 wird nach Fertigstellung das Bildungszentrum Gesundheit Zentralschweiz (XUND) einziehen. Das Bildungszentrum verlegt seinen Standort in Alpnach OW nach Rotkreuz, um den Anforderungen steigender Nachfrage nach praxisnahen Gesundheitsausbildungen und sich ändernder Ausbildungsmodelle nachkommen zu können. XUND und Zug Estates haben im September einen langfristigen Mietvertrag für die Suurstoffi 45 abgeschlossen.

    Das abschliessende Entwicklungsprojekt des Areals füge sich „sowohl architektonisch als auch aus Nachhaltigkeitssicht nahtlos in das Suurstoffi-Areal ein“, schreibt Zug Estates. „Das bestehende, nahezu emissionslose Energiesystem“ bekommt ein weiteres Erdsondenfeld. Der Grauenergieanteil wird durch ein volumenmässig reduziertes Untergeschoss und die Optimierung von Fassaden, Haustechnik und Statik geringer ausfallen als bei vergleichbaren Liegenschaften.

  • immojob.ch wird Teil von immobilienjobs.ch

    immojob.ch wird Teil von immobilienjobs.ch

    Der Online-Stellenmarkt immojob.ch gehört ab sofort zu immobilienjobs.ch. Damit stärkt die Plattform ihre Position als Jobplattform für Fach- und Führungskräfte sowie Arbeitgeber in der Immobilienbranche und der Standortförderung. Ob Jobsuche oder Rekrutierung, immojob.ch baut Brücken zwischen Talenten und Unternehmen, die die Branche gestalten.

    Vielfältige Jobangebote für alle Sektoren
    Die Immobilienwelt ist vielfältig und so auch das Angebot auf immojob.ch. Die Plattform deckt ein breites Spektrum an Tätigkeitsfeldern ab wie Administration, Bauwirtschaft, Bewirtschaftung, Architektur, Entwicklung, Facility Management, IT/Digital, Finanzen, Treuhand, Verkauf, Vermarktung, Öffentliche Hand und viele mehr.

    Egal ob erfahrene Fachkraft oder ambitionierte Führungspersönlichkeit, hier treffen Expertise und Gelegenheit aufeinander. Unternehmen finden die passenden Talente, während Kandidatinnen und Kandidaten gezielt ihren nächsten Karriereschritt planen können.

    Mehr als ein Stellenmarkt
    immojob.ch versteht sich als Karriereplattform, die mehr bietet als einfache Stellenanzeigen. Hier steht die Förderung von Karrieren und die Weiterentwicklung der Immobilienbranche im Mittelpunkt. Durch gezielte Vernetzung werden Arbeitgeber und Fachkräfte zusammengebracht, um gemeinsam Innovationen zu gestalten.

    Ihr Partner für die Zukunft
    Die Integration von immojob.ch in immobilienjobs.ch ist ein wichtiger Schritt, um Fach- und Führungskräften noch gezielter Chancen zu bieten und Arbeitgebern den Zugang zu den besten Talenten zu erleichtern. Ob Sie Ihre nächste Herausforderung suchen oder die perfekte Ergänzung für Ihr Team – immojob.ch begleitet Sie auf diesem Weg.

    Lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft der Immobilienbranche gestalten.

  • Solarstromprojekt in Frauenfeld gestartet

    Solarstromprojekt in Frauenfeld gestartet

    Thurplus produziert auf dem Dach von Signer Elektromotoren in Frauenfeld künftig Solarstrom. Der Frauenfelder Energieversorger hat dort laut einer Mitteilung Ende November eine Photovoltaikanlage mit 140 Modulen auf einer Fläche von 280 Quadratmetern in Betrieb genommen. Sie soll mit einer Leistung von 62 Kilowattstunden jährlich rund 62‘000 Kilowattstunden Strom erzeugen.

    Thurplus hat die Anlage finanziert und mit regionalen Handwerkern gebaut und wird sie auch betreiben.
    Signer Elektromotoren stellt das Dach zur Verfügung und erhält den Solarstrom zu einem stark vergünstigten Tarif. „Wir haben schon lange darüber nachgedacht, eine Photovoltaikanlage zu realisieren“, wird Juniorchef Dominik Signer in der Mitteilung zitiert. „Die Zusammenarbeit mit Thurplus war sehr gut, und wir freuen uns, einen Beitrag zur Förderung der Solarenergie zu leisten.“

    Das 1967 gegründete Familienunternehmen repariert Elektromotoren und baut Sondermotoren.

    Thurplus sucht weitere Dachflächen für die Photovoltaik. „Solche gemeinsamen Projekte tragen zur Energiewende bei und zur Erreichung unserer städtischen Nachhaltigkeitsziele“, wird Fabrizio Hugentobler, Stadtrat und Departementsvorsteher Thurplus, Freizeit und Sport, in der Mitteilung zitiert. Frauenfeld will bis 2027 eine Leistung von 8000 Kilowattpeak hinzubauen.

  • Baustoffanbieter plant Börsengang in den USA

    Baustoffanbieter plant Börsengang in den USA

    Der Baustoffproduzent Holcim mit Hauptsitz in Zug wird seine Niederlassung in den Vereinigten Staaten laut einer laut Medienmitteilung vollständig ausgliedern und als Holcim United States an der New Yorker Börse kotieren. Holcim in den USA hat seinen Hauptsitz in Chicago, ist aber darüber hinaus nach eigenen Angaben an 350 Orten in 43 Bundestaaten präsent und beschäftigt in den USA 7000 Mitarbeitende.

    Holcim mache Fortschritte bei dem vorgesehenen vollständigen Ausgliedern des Nordamerikageschäfts, heisst es in der Medienmitteilung. Das Nordamerikageschäft soll an der New York Stock Exchange als „domestic issuer“ (lokaler Anbieter) gemäss Regularien der Börsenaufsicht SEC kotiert werden, nach US-Regeln berichten und die Aufnahme in relevante US-Aktienindizes anstreben. Eine zusätzliche Kotierung an der Schweizer Börse SIX sei geplant, um den Bedürfnissen europäischer Investoren Rechnung zu tragen.

    Die geplante Ausgliederung unterliegt der Zustimmung der Aktionäre an der ordentlichen Generalversammlung von Holcim am 14. Mai 2025. Die Umsetzung eines positiven Beschlusses werde dann bis Ende des ersten Halbjahres 2025 erwartet, heisst es von Holcim.

    Holcim ist ein weltweit arbeitender Anbieter von Baulösungen mit einem Umsatz von 27 Milliarden Franken im Jahr 2023 und rund 63‘000 Mitarbeitenden. Das Unternehmen bietet nach eigenen Angaben eine breite Palette an fortschrittlichen Lösungen, von den nachhaltigen Baustoffen ECOPact und ECOPlanet über die Kreislauftechnologie ECOCycle bis zu modernen Dach- und Dämmsystemen des Tochterunternehmens Elevate im belgischen Zaventem.

  • Neue Solaranlage auf ehemaliger Deponie genehmigt

    Neue Solaranlage auf ehemaliger Deponie genehmigt

    Der Basler Energieversorger IWB hat die Baubewilligung für das Errichten einer Solaranlage auf der ehemaligen Kehrrichtdeponie Hinterm Chestel in Liesberg erhalten. Der Investitionsbescheid soll Anfang 2025 erfolgen, heisst es in einer Mitteilung. Nach zügigem Baubeginn soll bereits im Frühjahr 2026 der erste Solarstrom fliessen, der etwa 1000 Haushalte versorgen kann.

    Auf einer Fläche von 25‘000 Quadratmetern sollen 7600 Solarmodule verbaut werden. Das entspricht einer installierten Leistung von 3,4 Megawatt. Die Anlage wird in einer bestimmten Höhe installiert, so dass darunter weiter eine Grünflächenbewirtschaftung möglich ist. Dies soll auch der Biodiversität vor Ort dienlich sein.

    „Für uns ist wichtig, dass die Anlage naturverträglich umgesetzt wird. So haben wir bei der Planung in Koordination mit der KELSAG bewusst bestehende Naturobjekte integriert“, wird Daniel Neuenschwander, Projektleiter Photovoltaik Grossanlagen bei IWB, in der Mitteilung zitiert. Die KELSAG (Kehrichtbeseitigung Laufental-Schwarzbubenland AG) ist die Besitzerin der Deponie und stellt die Fläche bis zu 50 Jahre lang zur Verfügung.

    Des Weiteren wird Sorge für den Lebensraum verschiedener Tierarten getragen. „Wir haben bei diesem Projekt von Beginn weg Natur- und Umweltverbände eng involviert. Das war das Erfolgsrezept zu einem ausgewogenen Projekt: Anliegen der Stromproduktion und der Biodiversität werden gleichermassen berücksichtigt“, so Neuenschwander.

  • Wohnraum effizienter nutzen durch innovative Zusammenarbeit

    Wohnraum effizienter nutzen durch innovative Zusammenarbeit

    (CONNECT) Forschende der OST – Ostschweizer Fachhochschule wollen die Nutzung von Wohnraum über bessere Zusammenarbeit optimieren. Ihr Projekt WOGE – Wohnzukunft gestalten unterstützt Menschen, die ihren Wohnraum verkleinern wollen durch lokale Angebote für einen Umzug, einen Umbau oder bei der Suche nach neuen Mitbewohnenden, erläutert die OST in einer Mitteilung. Für WOGE arbeiten die Forschenden der OST mit dem Raumentwicklungsbüro Planteam S (plan:team) aus Luzern zusammen. Das Projekt wird zudem durch die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung (Innosuisse) und das Bundesamt für Wohnungswesen unterstützt.

    WOGE soll als Pilotprojekt in Aarau, Köniz BE und St.Gallen umgesetzt werden. Der Auftakt wird dabei im nächsten Jahr im Aargauer Kantonshauptort gemacht. Anschliessend sollen die Ergebnisse aus Aarau in der Berner Gemeinde Köniz und St.Gallen evaluiert und optimiert werden. Plan:team will die aus den Pilotgemeinden gewonnenen Erfahrungen im Rahmen seiner Beratungstätigkeit auch anderen Gemeinden anbieten.

  • Stillstand bei der Eigenmietwert-Debatte

    Stillstand bei der Eigenmietwert-Debatte

    Die Abschaffung des Eigenmietwerts, einer europaweit einzigartigen Steuer, droht erneut zu scheitern. Zwar besteht in beiden Räten weitgehende Einigkeit darüber, dass das System reformiert werden muss. Doch die Umsetzung bleibt hoch umstritten. Besonders die Fragen zur Objektsteuer für Zweitwohnungen und zum Schuldzinsenabzug sorgen für Konflikte.

    Der Ständerat hielt in seiner dritten Beratung am Donnerstag an der Abschaffung des Eigenmietwerts nur für Erstwohnungen fest. Auch beim Schuldzinsenabzug blieb er bei seiner Position. Zukünftig sollen Abzüge bis zu 70 Prozent der steuerbaren Vermögenserträge erlaubt bleiben. Der Nationalrat hingegen fordert einen vollständigen Systemwechsel und will auch Zweitwohnungen von der Steuer befreien.

    Tourismuskantone als Bremser
    Die mehrheitliche Ablehnung im Ständerat begründet sich vor allem durch die Sorgen der Tourismuskantone. Sie befürchten erhebliche Einnahmeausfälle durch die Abschaffung des Eigenmietwerts bei Zweitwohnungen. Der Vorschlag einer Objektsteuer zur Kompensation stösst dort auf Widerstand. „Es gilt, sich auf die Erstwohnungen zu konzentrieren“, betonte Martin Schmid (FDP/GR). Die Einführung einer Objektsteuer stelle „extrem hohe Hürden“ dar, da sie eine Verfassungsänderung mit doppeltem Mehr erfordert.

    Realistischer Absturz der Vorlage
    Der Absturz der Vorlage scheint zunehmend wahrscheinlich. Selbst bei der Abschaffung des Eigenmietwerts für Erstwohnungen droht Gegenwind. Der Mieterverband kündigte bereits ein Referendum an. Dessen Präsident, Carlo Sommaruga (SP/GE), kritisierte die Vorlage als „Steuergeschenk für reiche Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer“, das die Ungleichheit zwischen Mietern und Eigentümern nicht löse.

    Auch innerhalb der bürgerlichen Parteien wächst der Zweifel. Pascal Broulis (FDP/VD) warnte, dass die Vorlage das Steuersystem unnötig verkompliziere. Zunächst muss der Nationalrat erneut über die Vorlage entscheiden, bevor eine mögliche Einigungskonferenz folgen könnte. Doch eine mehrheitsfähige Lösung ist derzeit nicht in Sicht.

  • Langfristiges Unternehmertum als Erfolgsmodell ausgezeichnet

    Langfristiges Unternehmertum als Erfolgsmodell ausgezeichnet

    Das Bauunternehmen Richi AG in Weiningen ist mit dem Nachfolgepreis Phoenix Award 2024 in der Kategorie KMU von 100 bis 250 Mitarbeitende ausgezeichnet worden. Das Unternehmen wurde laut Medienmitteilung 1924 von Jakob Richi als Kiesgrube gegründet und umfasst heute fünf Betriebsbereiche mit 150 Beschäftigten, ist weiter in Familienhand und wird von der dritten und vierten Generation geführt. Verwaltungsratspräsident Jakob Richi aus der dritten Generation und David Richi (vierte Generation) nahmen den Preis am Mittwoch, 4. Dezember, in Weiningen entgegen. David Richi ist Verwaltungsrat und Mitglied der Geschäftsleitung.

    Die Richi AG umfasst heute fünf Sparten, heisst es weiter. Die sind Baustofflieferung unter Einsatz von Recyclingkies und -beton, das Wiederverwerten von Bauschutt, eine eigene Photovoltaikanlage, ein Biomassekraftwerk sowie Kräne und Spezialtransporte.

    „Dieser Nachfolgepreis ist eine schöne Würdigung für uns als Familie resp. Familienunternehmer*innen, denen die für alle stimmige Nachfolgeregelung ein wichtiges Anliegen ist“, wird David Richi, stellvertretend für die dritte und vierte Generation, aus seiner Dankesrede zitiert. Gleichzeitig sei der Preis eine tolle Anerkennung für das gesamte Firmen-Team und dessen Engagement.

    Der Phoenix Award für langfristiges Schweizer Unternehmertum wird seit  2020 jährlich vom Schweizer Dachverband für Unternehmensnachfolge (CHDU) vergeben. Die Auszeichnung ehrt Schweizer KMU, die ihre Nachfolgeregelung seit mindestens einem Jahrhundert meistern. Dies gelingt laut der Mitteilung im Kanton Zürich mit seinen gut 113‘000 Unternehmen, von denen rund 17‘800 vor einer offenen Nachfolge stehen, nur knapp 20 Firmen jährlich.

  • Übernahme stärkt Portfolio für Kabelschutzsysteme

    Übernahme stärkt Portfolio für Kabelschutzsysteme

    ABB hat am 3. Dezember die Übernahme von Solutions Industry & Building (SIB) mit Sitz in Boulay-Moselle bekannt gegeben. Das seit 2019 dem französischen Investmentfonds Galiena Capital gehörende Unternehmen ist auf Elektroinstallationsausrüstung und Verbindungssysteme für den Bausektor, auf Kabelverschraubungen, -kupplungen und Zubehör für die Elektro-, Bahn-, Schifffahrts- und Bergbauindustrie sowie auf zertifizierte Produkte für explosionsgefährdete Bereiche wie Öl- und Gasanwendungen spezialisiert. Über den Kaufpreis werden in der entsprechenden Mitteilung von ABB keine Angaben gemacht. Im vergangenen Jahr hat SIB weltweit rund 25 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet.

    Die Übernahme soll das Portfolio von ABB für Kabelschutzsysteme vergrössern und die Präsenz des Technologiekonzerns in spezialisierten Märkten in Europa, dem Nahen Osten und Nordamerika stärken. „Der Bedarf an sicheren, zuverlässigen Elektrifizierungslösungen wächst, und mit der Übernahme von SIB erweitern wir unser Know-how und Produktsortiment in hochspezialisierten Märkten um ein branchenführendes Portfolio und 100 Jahre Erfahrung“, wird Khalid Mandri, Leiter der Installation Products Division von ABB, in der Mitteilung zitiert. Ihm zufolge steht die Übernahme im Einklang mit der Strategie von ABB, „in Bereiche zu investieren, die unsere Reichweite in Schlüsselmärkten vergrössern“.

  • Optische Anpassung der Photovoltaik überzeugt

    Optische Anpassung der Photovoltaik überzeugt

    Die soziale Akzeptanz von Photovoltaik-Anlagen (PV) an Gebäuden hängt wesentlich von ihrer visuellen Gestaltung ab. Zu diesem Schluss kommen das Institut für Psychologie der Universität Freiburg und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in einer umfassenden Studie. Während PV an modernen Gebäuden bereits positiv wahrgenommen wird, stellt die Integration an historischen Bauten eine grössere Herausforderung dar. Eine farbliche Anpassung der Module an die Gebäudestruktur schafft hier Abhilfe.

    Angela Zhou, Hauptautorin der Studie, erklärt: „Der optische Eindruck wiegt schwerer als persönliche Werte oder politische Einstellungen. Eine homogene Integration von PV-Modulen kann die Akzeptanz erheblich steigern, besonders bei historischen Gebäuden.“

    Farbliche Anpassung durch innovative Technologien
    Im Rahmen der Studie wurde sowohl online anhand von Fotos als auch in Präsenz mit realen Ansichtsexemplaren geforscht. Hierbei kam die MorphoColor®-Technologie zum Einsatz, die PV-Module in unterschiedlichen Farben ermöglicht. Besonders interessant: Bei einer nahezu unsichtbaren Integration von Photovoltaik waren keine Unterschiede in der Akzeptanz zwischen modernen und historischen Gebäuden mehr feststellbar.

    Andreas Wessels, Co-Autor der Studie, betont: „Für Bestandsbauten ist es entscheidend, PV-Module auszuwählen, die sich optisch ins Gesamtbild einfügen, statt sie als architektonische Akzente zu nutzen.“ Damit eröffnet sich für Architekten und Planer die Möglichkeit, Solarenergie effizienter und ästhetisch ansprechender in bestehende Gebäude zu integrieren.

    Das Potenzial von Photovoltaik an Gebäuden
    Bereits heute befinden sich 75 Prozent der installierten PV-Anlagen an Gebäuden – Tendenz steigend. Um die Energiewende bis 2045 zu erreichen, sind in Deutschland rund 400 Gigawatt Peak an installierter Leistung erforderlich. Das technische Potenzial von 1000 Gigawatt Peak zeigt, wie gross der Beitrag von gebäudeintegrierter Photovoltaik zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors sein kann – und das ohne zusätzliche Flächen zu beanspruchen.

    Weichenstellung für die Zukunft
    Die Ergebnisse der Studie machen deutlich: Eine breite Palette an farblich angepassten PV-Modulen ist notwendig, um verschiedene Gebäudetypen – vom Neubau bis zum historischen Bestand – optimal zu bedienen. Mit innovativen Lösungen für die visuelle Integration kann Photovoltaik nicht nur den Energiebedarf decken, sondern auch die Akzeptanz in der Bevölkerung langfristig sichern.

    Die Kombination von Ästhetik und Funktionalität ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration von Photovoltaik. Farbanpassungen und innovative Technologien bieten enormes Potenzial, um Gebäude als Energiequelle der Zukunft zu etablieren und gleichzeitig den architektonischen Charakter zu bewahren.

  • Nachhaltiger Stadionbau mit wiederverwendbaren Systembauteilen

    Nachhaltiger Stadionbau mit wiederverwendbaren Systembauteilen

    Der in Hüttwilen ansässige Veranstaltungs- und Baudienstleister Nüssli hat vom spanischen Fussball-Zweitligisten Real Zaragoza den Auftrag zum Bau eines Interimsstadions erhalten. Wie es in einer Mitteilung heisst, soll die Sportstätte 20‘000 Zuschauern Platz bieten. Ihr Betrieb ist für die kommenden zwei Spielzeiten geplant und soll somit den ununterbrochenen Spielbetrieb des Vereins aufrechterhalten. Die eigentliche Heimspielstätte Romareda wird umgebaut.

    Das Stadion wird aus drei nicht überdachten Zuschauerräumen und einer überdachten Tribüne bestehen und ein Spielfeld in den Massen von 120 mal 80 Metern umschliessen. Die geplante Bauzeit beträgt sechs Monate, die Fertigstellung ist zum ersten Heimspiel von Real Zaragoza im August 2025 geplant. Wie bereits bei anderen Bauten des Spezialunternehmens besteht die Bauweise in der Nutzung wiederverwendbarer Systembauteile, die nach dem Betrieb wieder zurückgebaut werden können.

    Zu den Einrichtungen gehören ferner Ticketverkaufsstellen, ein Merchandising-Shop, ein Gastronomiebereich sowie Kabinen für Radio- und Fernsehkommentatoren. Des Weiteren wird ein angrenzendes Gebäude mit Umkleidekabinen, Sanitätsraum, Dopingkontrollraum, VIP-Lounges und Ruhezonen entstehen.

    „Das temporäre Stadion zeigt, dass auch in Übergangszeiten höchste Standards und Fanerlebnisse möglich sind“, wird Lluis Herrero, Managing Director von Nüssli Iberia, in der Mitteilung zitiert. „Darüber hinaus setzt das Projekt Massstäbe für andere Vereine, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.“

  • Solarenergie als treibende Kraft der Stromversorgung

    Solarenergie als treibende Kraft der Stromversorgung

    Swissolar sieht für Solaranlagen bis 2035 Potenzial für einen Anteil von 80 Prozent am landesweiten Stromausbau. Der jährliche Solarstromertrag könnte laut dem jetzt veröffentlichten ersten Solarmonitor Schweiz mehr als 28 Terawattstunden erreichen. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, liegen mit dem nun veröffentlichten Solarmonitor Schweiz erstmals aktuelle Zahlen und Fakten zur künftigen Entwicklung des Solarmarkts vor. Darin enthalten seien Prognosen für den Photovoltaikausbau bis ins Jahr 2035.

    Für das laufende Jahr trage Sonnenenergie mit 11 Prozent zur Stromerzeugung bei und sei „damit auf bestem Weg, neben der Wasserkraft die zweite tragende Säule der Schweizer Stromversorgung zu werden“. Voraussetzung seien „deutlich verbesserte Ausführungsbestimmungen“, heisst es. Das neue Stromgesetz habe zu Verunsicherungen geführt, was sich bremsend auf das Marktwachstum in den nächsten zwei Jahren auswirke. Danach sei mit neuen Wachstumsschüben zu rechnen.

    Der Solarmonitor gibt erstmals auch einen Überblick zu Branchenumsatz und Fachkräftesituation. Im laufenden Jahr erwirtschaftet die Branche demnach voraussichtlich 3,7 Milliarden Franken, in zehn Jahren könnten es 6 Milliarden sein. Im Rahmen einer Befragung ermittelte Swissolar Zahlen zur Personalsituation. Aktuell seien 11’000 Vollzeitäquivalente in der Solarbranche tätig. Um die Ausbauziele gemäss Stromgesetz zu erreichen, werden 19’000 Vollzeitbeschäftigte benötigt.

    Der Solarmonitor soll künftig jährlich in einer aktualisierten Version veröffentlicht werden.

  • Zukunftsfähige Netzwerkinfrastruktur für Gebäude

    Zukunftsfähige Netzwerkinfrastruktur für Gebäude

    Reichle & De-Massari (R&M) geht den Ausbau von Datennetzen für die „Next Generation WiFi“ an, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Demnach hat der global tätige Verkabelungsspezialist sein Angebot an Verkabelungssystemen um ein hybrides Konzept erweitert.

    Die Lösung von R&M kombiniere den vorhandenen LAN-Anschluss mit Glasfaser zur Daten- und Stromübertragung. Durch die höheren Übertragungskapazitäten könnten zusätzliche Netzinfrastrukturen realisiert werden.

    Ziel ist eine flächendeckende Verfügbarkeit der Technologien WiFi-7 und 5G. Diese vervielfachten zwar die Übertragungsraten, sprengen aber die Leistungsfähigkeit der bestehenden kupferbasierten LAN-Verkabelungen. „Wer demnächst WiFi 7 und 5G in Gebäuden anwenden will, benötigt eine praktikable und zukunftsfähige Verkabelungslösung“, heisst es.

    Laut Mitteilung wird die Hybridlösung auf Basis der Kupferverkabelung in die modifizierte Gebäude-, Stockwerk- und Deckenverkabelung (Digital Ceiling) integriert und damit die sogenannten Access Points der nächsten Generation über Glasfaser vernetzt. „Gleichzeitig beziehen die Antennen den Strom über die LAN-Verkabelung, was eine zusätzliche separate Stromversorgung erspart“, heisst es.

  • Neue App erleichtert Ausmessung und Montageplanung

    Neue App erleichtert Ausmessung und Montageplanung

    Der in Aadorf ansässige Sonnenschutzhersteller Griesser hat eine digitale Plattform entwickelt, mit der sich der gesamte Bestellprozess für Kunden optimieren lässt. Wie es in einer Mitteilung heisst, können potentielle Kunden in der App MyGriesser OnSite mit automatisierten Prozessen einen Bestellaufwand erheblich reduzieren.

    Die App sieht vor, den Kunden Schritt für Schritt durch den Ausmessprozess zu führen. Parallel kann aus einem digitalen Katalog ein entsprechender Sonnenschutz gewählt werden. Weitere Details zum Aufstellort sowie zur Montage werden in der App ebenso hinzugefügt, wie entsprechende Bild- oder Videodateien. Die Masse werden via Bluetooth auf ein Endgerät übertragen und der gesamte Datensatz mit der Plattform MyGriesser synchronisiert.

    Die App wurde gemeinsam mit Anwendern – Fachpartnern vor Ort – entwickelt und getestet. „Wir wollten eine effiziente, kundenorientierte und insbesondere praxisnahe digitale Lösung schaffen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor war, unsere Fachpartner und unsere eigene Vertriebseinheit, also jene Anspruchsgruppen, welche den Kundinnen und Kunden besonders nah sind, von Anfang an miteinzubinden“, wird Alexander Wimmer, Geschäftsführer der Business Unit Griesser, in der Mitteilung zitiert. „Mit unserer innovativen Griesser-App revolutionieren wir den Baustellenalltag und schaffen zugleich enorme Mehrwerte für unsere Fachpartner und unseren Direktvertrieb. Nebst massiver Zeitersparnis, sowie schneller und kompetenter Beratung vor Ort, schafft die App mehr Übersicht und bietet eine ideale Lösung, um auf individuelle Kundenbedürfnisse noch besser einzugehen.“

  • Neuer Zukauf stärkt Markt für Edelstahlarmaturen

    Neuer Zukauf stärkt Markt für Edelstahlarmaturen

    Die Franke Gruppe hat mit Nokite EcoSmart Water Heating Systems (Guangdong) einen Hersteller von Edelstahlarmaturen und Zubehör für die private Küche gekauft. Finanzielle Details wurden nicht bekannt. Wie es in einer Mitteilung des Küchenspezialisten aus Aarburg heisst, ist Nokite für seine „hervorragende Fertigungsqualität und innovativen Produktlösungen bekannt“ und seit über 20 Jahren im Geschäft. Das Unternehmen beschäftigt rund 150 Mitarbeitende und soll in die Franke-Division Home Solutions integriert werden.

    Die Expertise von Nokite, das als erstes Unternehmen in China Edelstahlarmaturen fertigte, passe „perfekt zur High-End-Positionierung der Marke Franke“. Darüber hinaus erwartet Franke, dass der regulatorische Trend zur Eliminierung von Blei zu einem schnellen Wachstum des Segments Edelstahlarmaturen führen wird. Das mache „das spezifische Know-how und die Erfahrung von Nokite besonders wertvoll“. Die Expertise von Nokite bei multifunktionalen Armaturen ergänzt sich laut Barbara Borra, CEO/President von Franke Home Solutions, gut mit der strategischen Ausrichtung von Franke auf den wachsenden Markt der Wasseraufbereitung und -reinigung.

    Die Franke Group ist ein weltweit tätiger Hersteller und Anbieter von Lösungen und Ausstattungen für Haushaltsküchen, Kettenrestaurants, Convenience Stores und die professionelle Kaffeezubereitung. Sie beschäftigt rund 7700 Mitarbeitende in 35 Ländern und ist Teil der Artemis Group, Schweiz. Franke Home Solutions erwirtschaftete 2023 mit rund 4200 Mitarbeitenden in über 30 Ländern einen Nettoumsatz von 932 Millionen Franken.