Kategorie: immoNews

immoNews – Aktuelle Immobiliennews, Branchenmeldungen & Entwicklungen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft auf einen Blick.

  • Neues Energiezentrum für das Limmattal

    Neues Energiezentrum für das Limmattal

    Ein Team um das Architekturbüro Penzel Valier AG aus Zürich hat den Studienauftrag für das Limmattaler Energiezentrum (LEZ) von Limeco gewonnen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Das von Limeco als Generationenprojekt bezeichnete Vorhaben umfasst den Neubau der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) und die Erweiterung der Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Dietikon. Limeco wird dort aus Abfall und Wasser CO2-neutrale Energie für das Limmattal produzieren.

    Der Studienauftrag zielte laut Limeco darauf ab, ein Gesamtkonzept zu entwickeln, bei dem sich das LEZ in die Umgebung einfügt und die verschiedenen Ansprüche der umliegenden Gebiete berücksichtigt werden. Gleichzeitig soll das Projekt einfach aus- und umgebaut werden können.

    Das Siegerprojekt «vermittelt erfolgreich zwischen dem Gewerbegebiet Silbern und der Auenlandschaft», wird Stefano Kunz, Präsident des Verwaltungsrats von Limeco und Vorsitzender im Beurteilungsgremium, in der Mitteilung zitiert. Es vereine «schlüssig und stringent die gesellschaftlichen, örtlichen und betrieblichen Anforderungen» und schaffe so einen grossen Mehrwert.

    Die KVA erreicht bis 2034 das Ende ihrer Lebensdauer und muss daher neu gebaut werden. Die ARA soll bis 2050 erweitert werden. Limeco setzt sich eigenen Angaben zufolge bei der Planung des Projekts für einen Dialog mit ihren Trägergemeinden, der Bevölkerung, dem Kanton sowie Natur- und Umweltschutzorganisationen ein. Das Ergebnis des 2020 gestarteten Mitwirkungsprozesses ist in zwei Weissbüchern dokumentiert. Es sei als Grundlage in den Studienauftrag eingeflossen.

    Die Projektentwürfe der insgesamt sechs Teams, die sich um den Studienauftrag bemüht haben, werden am 18. und 19. Januar sowie am 1. Februar in der Heimstrasse 46, 8953 Dietikon, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

  • Immobilienmarkt bleibt attraktiv

    Immobilienmarkt bleibt attraktiv

    Für 93 Prozent der Immobilieninvestoren bleibt der Schweizer Immobilienmarkt weiterhin attraktiv, informiert EY Schweiz in einer Mitteilung. Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen stützt sich dabei auf seine aktuelle Ausgabe des jährlichen «Trendbarometers Immobilien-Investmentmarkt». Dafür hat EY Schweiz einen repräsentativen Querschnitt von 106 am Immobilienmarkt Agierenden befragt.

    Sechs von zehn Befragten gehen in diesem Jahr von Wachstum beim Investitionsvolumen aus. 85 Prozent erwarten eine steigende Attraktivität von Immobilien gegenüber alternativen Investitionsmöglichkeiten. «Dieses Ergebnis zeugt von einem bemerkenswerten Konsens hinsichtlich der Einschätzung zukünftiger Entwicklungen am Immobilieninvestmentmarkt und offenbart das kollektive Vertrauen, das Investoren in die Assetklasse Immobilie setzen», wird Daniel Zaugg, Sector Leader Real Estate, Construction & Building Material bei EY in der Schweiz, in der Mitteilung zitiert.

    Innerhalb des Immobilienmarkts legten Wohnimmobilien weiter an Attraktivität zu. Neu wollen 74 Prozent der Befragten ihren Fokus verstärkt auf Wohnimmobilien richten, im Vorjahr hatte dieser Wert bei 67 Prozent gelegen. Investitionen in Mehrfamilienhäuser werden von 96 Prozent als sichere Anlagestrategie gesehen. Die Investitionsbereitschaft in Logistik- und Büroimmobilien legte im Jahresvergleich um 9 bis 10 Prozentpunkte auf 52 beziehungsweise 48 Prozent zu. Demographischer Wandel und Zinsentwicklung werden nach überwiegender Ansicht in den kommenden Jahren den grössten Einfluss auf den Immobilienmarkt haben.

  • Facility-Management-Unternehmen geht in neue Hände über

    Facility-Management-Unternehmen geht in neue Hände über

    Die in der St.GallenBodenseeArea ansässige Hälg Group übernimmt laut einer Mitteilung die auf Facility Management spezialisierte Löwen Bau- und Betriebs AG aus Luzern. Zu den bisherigen Kunden des Luzerner Unternehmens zählen fünf Einkaufszentren, mehrere Parkhäuser sowie 100 Wohnungen. Zum Portfolio gehören ferner Restaurants und Fitnesszentren.

    Das Unternehmen wird im ersten halben Jahr weiterhin unter seinem Namen agieren. Zum 1. Juli 2025 wird es in die Hälg Facility Management AG integriert und der bisherige Firmenname aufgegeben. Der bisherige Geschäftsführer von Löwen Bau, Markus Belser, wird das Unternehmen weiter führen. Des Weiteren werden alle Mitarbeitenden weiterbeschäftigt.

    «Ich freue mich, mein Unternehmen in die Hände eines erfolgreichen Familienunternehmens zu legen. Mit der Hälg Facility Management AG als Teil der Hälg Group teilen wir gemeinsame Werte und eine langfristige strategische Ausrichtung. Dies bietet unseren Mitarbeitenden eine gesicherte Zukunft und schafft die Basis für eine positive Weiterentwicklung», wird Markus Belser in der Mitteilung zitiert. Die Hälg Gruppe zeigt sich überzeugt, mit der Übernahme ihre Marktposition in der Zentralschweiz zu stärken.

  • Kräftiger Preisanstieg bei Stockwerkeigentum

    Kräftiger Preisanstieg bei Stockwerkeigentum

    Raiffeisen sieht für das vierte Quartal 2024 einen weiteren Anstieg der Preise für Wohnimmobilien. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, verzeichnete der Transaktionspreisindex für Einfamilienhäuser im Vergleich zum Vorquartal zwar einen leichten Rückgang um 0,1 Prozent, stieg jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent. Deutlicher fiel die Bilanz für Stockwerkeigentum aus. Hier lag der Anstieg zum Vorquartal bei 1,4 Prozent und zum Vergleichszeitraum im Jahr 2023 bei 2,4 Prozent.

    «Dank deutlich gesunkener Finanzierungskosten und sehr guten Aussichten auf weiter sinkende Zinsen, dürfte zu Beginn des neuen Jahres die Nachfrage weiter zunehmen und sich die Preisentwicklung damit nochmals beschleunigen», wird Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, in der Mitteilung zitiert.

    Die stärksten Preisanstiege für Einfamilienhäuser wurden im Vergleich zum Vorjahr wieder aus der Südschweiz (+7,7 Prozent) und der Innerschweiz (+6,3 Prozent) vermeldet. Auch in der im Vorjahr rückläufigen Westschweiz konnte ein Plus von 0,7 Prozent und um den Genfersee von 1,0 Prozent verzeichnet werden. Beim Stockwerkeigentum liegen die Innerschweiz (+4,4 Prozent) und die Ostschweiz (+3,5 Prozent) vorn. Bevorzugt sind wiederum touristische Zentren mit einem Preisanstieg für Wohnimmobilien von 3,8 Prozent.

    Der Index wird vierteljährlich erstellt und erscheint zu Beginn eines jeden Quartals. Er basiert auf Handänderungsdaten von Raiffeisen und des Swiss Real Estate Datapools (SRED).

  • Start des Baues der Waldstadt Im Pantli

    Start des Baues der Waldstadt Im Pantli

    Die Halter AG hat mit dem Bau der Waldstadt im Pantli begonnen. Am 10. Januar ist der Spatenstich für das Wohnprojekt auf der Waldlichtung Im Pantli in Schaffhausen begangen worden, informiert die Schlieremer Immobilienentwicklerin in einer Mitteilung. Die in der Waldstadt geplanten 214 Eigentumswohnungen werden von Halter in Zusammenarbeit mit der DOST Architektur GmbH aus Schaffhausen realisiert.

    «Das Projekt Waldstadt im Pantli leistet einen wertvollen Beitrag zur Stadtentwicklung», wird Stadtpräsident Peter Neukomm in der Mitteilung aus seiner Ansprache am Spatenstich zitiert. «Die Siedlung soll als Vorbild für zukünftige Bauprojekte dienen und Schaffhausen als Standort für nachhaltiges und innovatives Wohnen stärken.» Die Waldstadt ist als Wohnraum für verschiedene Lebensmodelle angelegt.

    Konkret will das Wohnprojekt sowohl Familien und Paare als auch Singles und Pendler ansprechen. Dazu sind unter anderem ein Kindergarten und eine Kindertagesstätte geplant. Freiräume und gemeinschaftlich nutzbare Einrichtungen sollen «ideale Bedingungen für ein harmonisches Zusammenleben» schaffen, heisst es in der Mitteilung.

    Planung und Umsetzung richten sich an den Vorgaben des Schweizer Nachhaltigkeitsstandards aus. Als Bauzeit für die erste Etappe wurden rund zweieinhalb Jahre veranschlagt. Bereits im kommenden Jahr sollen die ersten der 2,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen bezugsbereit sein.

  • Nachhaltige Wandelemente entfeuchten Innenräume

    Nachhaltige Wandelemente entfeuchten Innenräume

    Ein Forscherteam der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat Bauelemente entwickelt, mit denen sich Räume entfeuchten lassen. Laut einer Mitteilung sind die Elemente in der Lage, Feuchtigkeit zu binden und damit temporär einzulagern. Die Wandelemente bestehen aus einem hygroskopischen Feuchtigkeit bindendem Material. Dieses ist in der Lage, bei Bedarf eine höhere Luftfeuchtigkeit in einem Innenraum aufzunehmen und anschliessend durch Lüften des Raumes wieder an seine Umgebung abzugeben. «Unsere Lösung empfiehlt sich für stark frequentierte Räume, für die die installierten Lüftungsanlagen ungenügend sind», wird der Betreuer des Forschungsprojekts, Guillaume Habert, Professor für Nachhaltiges Bauen an der ETH, in der Mitteilung zitiert.

    Die Bauelemente entstehen aus wiederverwendbaren Materialien, dabei kommen Abfälle aus Marmorsteinbrüchen zum Einsatz. Diese werden feinst vermahlen und mit einem Bindematerial, einem sogenannten Geopolymer, zu einem festen Baustoff verarbeitet. Das Geopolymer besteht dabei aus einer wässrigen Kaliumsilikatlösung und Metakaolin, welches traditionell bei der Herstellung von Porzellan verwendet wird. Produziert wird mittels 3D-Drucktechnik. Bei dieser Technik wird das Marmorpulver schichtenweise aufgetragen und mittels Geopolymer verbunden. «Mit diesem Verfahren lassen sich Bauteile in einem grossen Formenreichtum effizient herstellen», heisst es von Benjamin Dillenburger, Professor für Digitale Bautechnologien der ETH. Bisher konnte das Team so Prototypen eines 20 mal 20 Zentimeter grossen und 4 Zentimeter dicken Wand- und Deckenelements herstellen. Die Forschenden sehen nach diesem Machbarkeitsnachweis Chancen, die Technologie auf industriellen Massstab zu skalieren.

  • Effiziente Vermietung dank KI

    Effiziente Vermietung dank KI

    Die Schweizer Immobilienbranche trägt rund 20 Prozent zum BIP bei, doch die Digitalisierung hinkt hinterher. SMG Real Estate setzt mit einer Innovationsoffensive neue Massstäbe. Plattformen wie ImmoScout24, Homegate und Flatfox bieten nun volldigitale Lösungen, die Inserate schneller erstellen, Besichtigungen vereinfachen und den gesamten Mietprozess optimieren.

    Ein zentraler Baustein ist der Flatfox-Messenger, der auf den genannten Plattformen integriert wird. Diese WhatsApp-ähnliche Kommunikationslösung bündelt den gesamten Austausch zwischen Mietinteressenten und Vermietern. Besichtigungstermine, Bewerbungen und Zusagen lassen sich nahtlos verwalten – ohne die übliche E-Mail-Flut.

    KI-gestützte Inserate für maximale Effizienz
    Auch bei der Inserateerstellung setzt SMG Real Estate auf Automatisierung. Makler und Bewirtschafter können mit wenigen Klicks ein vollständiges Inserat generieren. Durch Eingabe der Immobilienadresse werden alle relevanten Daten wie Grösse und Ausstattung automatisch ergänzt, und ein KI-gestützter Text wird erstellt.

    Diese Innovation spart pro Inserat durchschnittlich 14 Minuten. Hochgerechnet auf die Vielzahl an täglichen Inseraten ergeben sich erhebliche Zeit- und Kosteneinsparungen. So bleibt mehr Zeit für das Kerngeschäft – den direkten Kontakt mit Interessenten.

    Zukunftssichere Lösungen für die Branche
    Das Unternehmen will die Schweizer Immobilienbranche fit für die digitale Zukunft machen. Die neuen Technologien bieten nicht nur Komfort und Effizienz, sondern tragen auch zur Professionalisierung und Wettbewerbsfähigkeit der Branche bei.

    Mit dieser Initiative beweist SMG Real Estate, dass digitale Innovationen den Immobilienmarkt nachhaltig verändern und einen echten Mehrwert für alle Beteiligten schaffen.

  • Erkenntnisse vom «Fokus Standort» des Kantons Zürich

    Erkenntnisse vom «Fokus Standort» des Kantons Zürich

    Um den Kanton Zürich langfristig als attraktiven Wirtschaftsstandort zu positionieren, setzt die Volkswirtschaftsdirektion auf Dialog und Zusammenarbeit. Beim «Fokus Standort» wurden aktuelle Trends und Herausforderungen analysiert, darunter Digitalisierung, Fachkräftemangel und regulatorische Entwicklungen.

    Die Diskussion basierte auf der «Trendanalyse Standort Kanton Zürich», die vier zentrale Einflussfaktoren identifizierte: Künstliche Intelligenz und Automatisierung, demografischer Wandel, zunehmende Regulierungsdichte sowie die wirtschaftliche Unsicherheit im Verhältnis zur EU.

    Workshops zu zentralen Standortthemen
    In vier themenspezifischen Workshops wurden Herausforderungen und Lösungsansätze vertieft behandelt.

    Fachkräfte: Wie kann die Arbeitsmarktsituation durch bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, technologische Innovationen und längere Lebensarbeitszeiten stabilisiert werden?

    Technologie: Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz in Unternehmen und Bildungseinrichtungen, und wie können digitale Kompetenzen gezielt gefördert werden?

    Regulierung: Wie lassen sich Unternehmen trotz steigender administrativer Anforderungen entlasten, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern?

    Mobilität: Welche Konzepte können Wegdistanzen reduzieren und nachhaltige Verkehrslösungen fördern?

    Die erarbeiteten Massnahmen sollen nun in Arbeitsgruppen weiterentwickelt und in konkrete Handlungsempfehlungen überführt werden.

    Demografischer Wandel und Arbeitskräftemangel
    Regierungsrätin Carmen Walker Späh eröffnete die Diskussion zur demografischen Entwicklung. Sie betonte, dass der steigende Renteneintritt und die geringe Zahl an Nachwuchskräften eine grosse Herausforderung für den Arbeitsmarkt darstellen. Neben einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie seien technologische Effizienzsteigerungen sowie eine längere Lebensarbeitszeit zentrale Lösungsansätze.

    In der abschliessenden Paneldiskussion mit führenden Wirtschafts- und Branchenvertreter wurden weitere Strategien gegen den Arbeitskräftemangel erörtert. Der Kanton Zürich setzt damit gezielt auf einen konstruktiven Austausch, um den Wirtschaftsstandort zukunftssicher zu gestalten.

  • Kostenmiete und steigende Landpreise

    Kostenmiete und steigende Landpreise

    Das Modell der Kostenmiete basiert auf der kostendeckenden Verzinsung der Gesamtanlagekosten eines Neubaus. In vielen Städten entfällt inzwischen bis zur Hälfte dieser Kosten auf das Bauland. Besonders in Zürich sind die Landpreise in den letzten 15 Jahren massiv gestiegen, von CHF 1’419 pro m² im Jahr 2007 auf über CHF 5’800 im Jahr 2023.

    Selbst bei einer konservativen Berechnung liegt der Anteil des Landwerts an den Gesamtanlagekosten heute bei knapp 50 %. Das bedeutet, dass eine Senkung oder Erhöhung des Landpreises direkte Auswirkungen auf die Mietkosten hat. Um eine 10-prozentige Landpreissteigerung auszugleichen, müsste die Kostenmiete um rund 5 % steigen.

    Kostenmiete im Vergleich zur Marktmiete
    Eine Analyse der Wohnsiedlung Werdwies in Zürich Altstetten zeigt, dass die Baukosten seit 2007 um 32,5 % gestiegen sind. Die Kostenmiete einer neu errichteten Siedlung läge aktuell kaum unter der Marktmiete.

    Laut einer Berechnung mit einer Bruttorendite von 4,25 % würde die Marktmiete für eine 70-m²-Wohnung bei CHF 2’567 pro Monat liegen. Eine Reduktion der Bruttorendite auf 4 % könnte die Miete senken, doch ohne Subventionierung wäre sie nur für 56,6 % der lokalen Haushalte leistbar.

    Subventionen als Steuerungsinstrument
    Um die Mietbelastung zu reduzieren, sind verschiedene Subventionsmodelle denkbar.

    Landsubventionen: Eine öffentliche Subventionierung von 20 % des Landwerts könnte die Leistbarkeit um 7,1 Prozentpunkte erhöhen.

    Subjektförderung: Direkte Zuschüsse an Haushalte könnten gezielt jene entlasten, die es am meisten benötigen.

    Objektförderung: Eine Reduktion von Mehrwertabgaben könnte die Entwicklung von bezahlbarem Wohnraum fördern, sofern klare Kontrollmechanismen bestehen.

    Raumplanung und Planungssicherheit als Schlüssel
    Ein entscheidender Hebel zur Steuerung der Wohnkosten ist die frühzeitige und transparente Festlegung von Bauvorschriften. Unsicherheit über künftige Mietregelungen oder Mehrwertabgaben kann zu Fehlinvestitionen führen.

    Um langfristig bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen, sollten Gemeinden Planungsmehrwerte konsequent zur Mietzinsreduktion oder zur Subjektförderung einsetzen. Zudem müssen Massnahmen darauf abzielen, die steigenden Landpreise in den Griff zu bekommen, denn ohne Eingriffe wird die Kostenmiete zunehmend auf Marktniveau steigen.

  • Mehr Klarheit bei Baulinien im Kanton Zürich

    Mehr Klarheit bei Baulinien im Kanton Zürich

    Im Kanton Zürich sichern Verkehrsbaulinien den Raum für Infrastrukturen. Bauten, die in diesen Bereich hineinragen, sind nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Aufgrund rechtlicher Anpassungen in der Vergangenheit sind jedoch Unklarheiten entstanden, insbesondere bei vorspringenden Gebäudeteilen wie Balkonen und Erkern.

    Mit der geplanten Revision des Planungs- und Baugesetzes will der Regierungsrat diese Unsicherheiten beseitigen. «Wir wollen Balkone und Erker nur so weit einschränken, wie es für die Landsicherung und ortsbauliche Gestaltung erforderlich ist», erklärt Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh.

    Zusätzlich soll der Bau leicht entfernbarer Kleinbauten wie Velounterstände, Solarpanels oder Containerboxen erleichtert werden. Während solche Bauten im Baulinienbereich bereits heute bewilligt werden können, soll dies künftig auch im Strassenabstandsbereich möglich sein.

    Vereinfachte Anpassung von Baulinien
    Ein weiteres zentrales Element der Gesetzesrevision betrifft die Anpassung von Baulinien, die im Rahmen eines Quartierplanverfahrens festgesetzt wurden. Künftig sollen diese Änderungen im ordentlichen Verfahren möglich sein, wodurch aufwendige Quartierplanrevisionen vermieden werden.

    Positive Vernehmlassung und nächster Schritt
    Die vorgeschlagenen Änderungen stiessen in der Vernehmlassung auf breite Zustimmung. Die Mehrheit der rund 70 Teilnehmenden unterstützte die Anpassungen, wobei einige Eingaben zur Präzisierung der Vorlage führten.

    Die überarbeitete Gesetzesvorlage wurde nun an den Kantonsrat zur weiteren Beratung und an die zuständige Kommission zur Prüfung übergeben. Ziel ist es, durch klare gesetzliche Regelungen eine höhere Planungs- und Rechtssicherheit zu schaffen.

  • Vorbereitungen für Hafenbahn-Verlegung in Basel starten

    Vorbereitungen für Hafenbahn-Verlegung in Basel starten

    Die Stadt Basel plant eine gross angelegte Transformation der Gebiete Klybeck und Westquai. Dort sollen Wohn- und Arbeitsflächen für rund 8’000 Menschen entstehen, ergänzt durch Grün- und Freiräume. Damit die Quartiere besser an den Rhein und die Wiese angebunden werden, muss die bestehende Hafenbahn weichen.

    Der Grosse Rat hat hierfür im Juni 2024 einen Kredit von 36 Millionen Franken bewilligt. Diese Mittel dienen der Verlagerung der Hafenbahn sowie weiterer Infrastruktureinrichtungen, darunter die Zollmessstation des Gasverbunds Mittelland AG (GVM).

    Ersatzbau der Zollmessstation als erster Schritt
    Als erstes wird die Zollmessstation, die das regionale Gasnetz speist, an einen neuen Standort in den Langen Erlen bei der Freiburgerstrasse verlegt. Die Bauarbeiten beginnen im März 2025 und sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Da der Bau einer Gashochdruckleitung im Siedlungsgebiet nicht zulässig ist, wurde dieser Standort als einzig bewilligungsfähige Lösung gewählt.

    Besondere Schutzmassnahmen gelten für den bestehenden Baumbestand sowie die Gewässerschutzzonen. Notwendige Baumfällungen werden durch Aufforstungen und Ersatzflächen kompensiert.

    Baustellenkoordination für minimale Beeinträchtigungen
    Parallel zum Bau der neuen Zollmessstation erfolgen weitere Grossprojekte in der Umgebung. Die Deutsche Bahn errichtet eine neue Wiesenbrücke, während das Tiefbauamt Basel-Stadt gemeinsam mit IWB die Freiburgerstrasse erneuert. Alle Arbeiten werden eng koordiniert, um Umleitungen für den Verkehr klar zu signalisieren und Beeinträchtigungen zu minimieren.

    Mit diesen Massnahmen setzt Basel-Stadt einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Stadtentwicklung und schafft die Grundlage für neue, lebenswerte Quartiere am Wasser.

  • Beton als CO₂-Speicher

    Beton als CO₂-Speicher

    Die Reduktion von Treibhausgasemissionen allein reicht nicht aus, um den Klimawandel zu bremsen. Es ist ebenso wichtig, bereits ausgestossenes CO₂ aktiv aus der Atmosphäre zu entfernen. Forschende der Empa haben berechnet, dass durch gezielte CO₂-Speicherung in Beton jährlich bis zu zehn Milliarden Tonnen Kohlenstoff gebunden werden könnten. Dieser Prozess könnte langfristig helfen, das CO₂-Niveau der Atmosphäre auf den Zielwert von 350 ppm zurückzuführen.

    Das Konzept basiert auf der Umwandlung von CO₂ in feste Kohlenstoffverbindungen, die als Betonzuschlagstoffe genutzt werden. Neben Beton könnten auch andere Baumaterialien wie Asphalt oder Kunststoffe zur Speicherung beitragen. Die Herausforderung liegt darin, grosse Mengen Kohlenstoff effizient und schnell in diese Materialien einzubringen, ohne deren Eigenschaften zu verschlechtern.

    Siliziumkarbid als Schlüsseltechnologie
    Ein vielversprechender Ansatz ist die Herstellung von Siliziumkarbid als Betonzuschlagstoff. Diese Verbindung kann Kohlenstoff nahezu dauerhaft binden und verbessert gleichzeitig die mechanischen Eigenschaften des Betons. Allerdings ist die Produktion von Siliziumkarbid sehr energieintensiv, weshalb der vollständige Einsatz dieser Technologie erst nach der Energiewende realistisch ist.

    Ohne den Einsatz von Siliziumkarbid würde es mehr als 200 Jahre dauern, das überschüssige CO₂ aus der Atmosphäre zu entfernen. Durch eine Kombination aus porösem Kohlenstoff und Siliziumkarbid liesse sich dieser Prozess jedoch erheblich beschleunigen.

    Neue Wege für eine CO₂-bindende Wirtschaft
    Die Forschungsinitiative «Mining the Atmosphere» verfolgt das Ziel, CO₂ nicht nur zu reduzieren, sondern als wertvollen Rohstoff zu nutzen. Neben der Speicherung in Baumaterialien kann Kohlenstoff auch für die Herstellung von Polymeren, Karbonfasern oder Graphen genutzt werden.

    Für eine erfolgreiche Umsetzung sind jedoch technologische Fortschritte sowie wirtschaftliche und regulatorische Anreize erforderlich. Die Forschenden betonen, dass eine Kombination aus CO₂-Reduktion und aktiver Entfernung notwendig ist, um den Klimawandel langfristig einzudämmen.

    Mit der Nutzung von Beton als Kohlenstoffspeicher könnte ein entscheidender Beitrag zur Stabilisierung des Klimas geleistet werden. Eine nachhaltige Lösung für die Zukunft der Bauindustrie.

  • Graubünden unterstützt digitale Innovation im Holzbau

    Graubünden unterstützt digitale Innovation im Holzbau

    Der Kanton Graubünden fördert die digitale Transformation des Bauprozesses im Elementholzbau. Konkret stellt die Kantonsregierung bis zu 666’131 Franken für das Projekt SmartFlow System der QUADRIN AG bereit. Das zu Uffer in Surses gehörende Holzbausystem QUADRIN ermöglicht die Erstellung von an individuelle Wünsche angepasste Holzbauten aus modularen Bauteilen.

    Uffer will QUADRIN digitalisieren, um «der steigenden Nachfrage an vermehrt grossvolumigen Temporärbauten gerecht zu werden», erläutert die Kantonsregierung in einer Mitteilung zu ihrem Förderbeschluss. Die Investitionskosten für SmartFlow System insgesamt werden dort auf rund 1,61 Millionen Franken beziffert.

    Im Projekt SmartFlow System will Uffer bereits vorhandene digitalisierte Elemente seines modularen Systems wie die Planung der Bauteile und die Ansteuerung der Produktionsmaschinen miteinander verbinden und durch weitere digitale Elemente ergänzen. Dafür plant das Unternehmen, digitale Werkzeuge zur Prozesssteuerung, Qualitätssicherung und Effizienzsteigerung einzuführen. Zur Minimierung von Fehlern im Bauprozess ist zudem der Einsatz von Mixed Reality geplant, bei der natürliche und künstliche Wahrnehmung verbunden werden.

    Nach Ansicht der Regierung des Kantons Graubünden bringt das Projekt «einen innovativen, nachhaltigen Ansatz in die Baubranche», der als Vorbild für zukünftige Prozessentwicklungen dienen und weitere Mitglieder der Branche dazu motivieren könne «ähnliche Initiativen anzustossen». Die Mittel für die QUADRIN AG werden nach dem Gesetz zur Förderung der digitalen Transformation in Graubünden bereitgestellt.

  • Neues Führungsteam für amerikanisches Baugeschäft vorgestellt

    Neues Führungsteam für amerikanisches Baugeschäft vorgestellt

    Der Baustoffproduzent Holcim mit Hauptsitz in Zug wird seine Niederlassung in den Vereinigten Staaten vollständig ausgliedern und als Holcim United States an der New Yorker Börse kotieren. Laut Medienmitteilung wurde Jan Jenisch zum designierten Präsidenten und CEO der geplanten Gesellschaft ernannt. Jenisch ist derzeit Verwaltungsratspräsident von Holcim und wird den geplanten Börsengang in New York leiten. Er war von 2017 bis 2024 CEO von Holcim und wird bis zur Generalversammlung von Holcim am 14. Mai als Präsident des Verwaltungsrats tätig sein. Für die Nachfolge ist laut einer weiteren Mitteilung Kim Fausing vorgeschlagen worden. Der Däne ist seit 2020 Mitglied des Verwaltungsrates und seit 2017 Präsident und CEO der dänischen Danfoss Gruppe.

    Mit Blick auf die geplante Börsennotierung des nordamerikanischen Geschäfts hat Holcim auch die künftigen Verwaltungsratsmitglieder bestimmt. Der Verwaltungsrat wird aus zehn Mitgliedern bestehen und wird nach dem Vollzug der geplanten Abspaltung Ende des ersten Halbjahres 2025 in Kraft treten, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre und der üblichen Genehmigungen, heisst es in der Mitteilung des Unternehmens. «Heute erreichen wir einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg, das Nordamerikageschäft von Holcim als unabhängiges Unternehmen an die Börse zu bringen», wird Jan Jenisch zitiert.

    Der Holcim-Verwaltungsrat hat neben Jenisch auch neun unabhängige Mitglieder in den Verwaltungsrat der amerikanischen Gesellschaft berufen: Theresa Drew, Nicholas Gangestad, Dwight Gibson, Holli Ladhani, Michael E. McKelvy, Jürg Oleas, Robert S. Rivkin, Katja Roth Pellanda und Cristina A. Wilbur. Bei den künftigen Mitgliedern handele es sich um sehr erfahrene Führungskräfte mit fundiertem Fachwissen in Schlüsselsektoren wie dem Baugewerbe, der verarbeitenden Industrie, dem Industriebetrieb und den Finanzdienstleistungen, heisst es in der Holcim-Mitteilung.

  • Innovative Windturbine geht in Testphase

    Innovative Windturbine geht in Testphase

    VentoStream stellt derzeit die Beta-Version des ersten hochskalierten Prototypen seiner neuartigen Windenergieanlagen fertig und plant für dieses Jahr eine Testphase. Das 2023 gegründete Unternehmen hat eine Technologie entwickelt, die auf fast zwölf Jahren der Entwicklung basiert. VentoStream bezeichnet seine Anlagen als «innovatives Produkt zur Stromproduktion aus Wind ohne Nebenwirkungen».

    Laut Firmenangaben eliminieren die VentoStream-Turbinen viele Nachteile konventioneller Propeller-Windkraftanlagen: Sie sind kleiner und leichter, lassen sich daher einfacher transportieren und installieren. Zudem beeinträchtigen sie das Landschaftsbild deutlich weniger und sie sind geräuscharm. «Sie entkräftigen damit praktisch alle Gründe für Einsprachen gegen Windparks», so VentoStream. Dazu bestehen sie hauptsächlich aus wiederverwertbarem Aluminium und Kupfer. Dagegen sind die Flügel herkömmlicher Windräder nicht rezyklierbar.

    Die VentoStream-Technologie basiert auf der klassischen Strömungslehre, Aerodynamik und moderner Turbinentechnologie. Sie besteht aus unterschiedlichen Systemeinheiten, die im Zusammenspiel erheblich mehr Leistung erzeugen sollen als konventionelle Propellerwindkraftanlagen. Als mögliche Nutzer nennt VentoStream Unternehmen, die eigenen Strom erzeugen möchten, Elektrizitätswerke, die öffentliche Hand, Bergbahnen und Pistenbetreiber, Eisenbahn und Solargesellschaften.

    Im Sommer 2025 soll die zweistufige Testphase beginnen. Die ersten Tests werden Unternehmensangaben zufolge an einem Standort im Baselbiet durchgeführt. Dabei soll die Funktionalität optimiert und die Leistungskennlinie validiert werden. «Im zweiten Schritt», so CEO Manuel Bernsau, «möchten wir die Windturbine an einem hochalpinen Standort testen».

  • Schweizer Datenökosystem

    Schweizer Datenökosystem

    Daten sind eine zentrale Ressource für wirtschaftliche Entwicklung, Forschung und gesellschaftlichen Fortschritt. Um zu verhindern, dass Daten in isolierten Silos verbleiben, setzt der Bund auf ein nationales Datenökosystem. Dieses umfasst themenspezifische Datenräume, in denen Unternehmen, Hochschulen, Behörden und Organisationen sicher und kontrolliert Daten austauschen können.

    Der Bundesrat hat die Bundeskanzlei beauftragt, eine zentrale Anlaufstelle zur Koordination dieser Datenräume zu schaffen. Die Anlaufstelle Datenökosystem Schweiz, die am 15. Januar 2025 ihren Betrieb aufgenommen hat, wird von der Bundeskanzlei in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Kommunikation, dem Bundesamt für Statistik und der Direktion für Völkerrecht betrieben.

    Koordination, Beratung und internationale Vernetzung
    Die Hauptaufgabe der Anlaufstelle besteht darin, Grundlagen für ein interoperables Datenökosystem zu schaffen. Dazu gehören Regelwerke, technische Standards und organisatorische Strukturen. Gleichzeitig unterstützt sie laufende Datenraumprojekte mit konzeptioneller, organisatorischer und rechtlicher Beratung.

    Ein zentrales Element ist die Vernetzung der relevanten Akteure. In sogenannten Communities of Practice können Fachleute Wissen und Erfahrungen austauschen, um die Entwicklung gemeinsamer Datenlösungen zu beschleunigen. Darüber hinaus arbeitet die Anlaufstelle mit internationalen Partnern wie dem Fraunhofer-Institut zusammen, um die Kompatibilität schweizerischer Datenräume mit europäischen und globalen Initiativen sicherzustellen.

    Daten für Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft nutzbar machen
    Mehrere Datenraumprojekte befinden sich bereits im Aufbau, etwa in den Bereichen Gesundheit («DigiSanté»), Tourismus («Nationale Dateninfrastruktur für den Tourismus») und Landwirtschaft («agridata.ch»). Ein weiteres Beispiel ist der geplante Mobilitätsdatenraum, in dem Akteure des öffentlichen Verkehrs, der Logistik und der Behörden Mobilitätsdaten austauschen. Dies ermöglicht effizientere Verkehrssteuerung, optimierte Routenplanung für Spediteure und schnellere Reaktionszeiten für Blaulichtorganisationen.

    Mit der neuen Anlaufstelle setzt die Schweiz einen wichtigen Schritt, um das Potenzial von Daten nachhaltig zu nutzen und digitale Innovationen über Branchen- und Verwaltungsgrenzen hinweg zu fördern.

  • Rekordumsatz von Schweizer multinationaler Spezialchemiekonzern

    Rekordumsatz von Schweizer multinationaler Spezialchemiekonzern

    Sika hat im Geschäftsjahr 2024 einen neuen Umsatzrekord aufgestellt. Mit 11,76 Milliarden Franken wurde das Rekordergebnis von 2023 um 4,7 Prozent übertroffen, informiert das weltweit aktive Unternehmen der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie in einer Mitteilung. Zum Umsatzwachstum haben erhöhte Synergien aus der Integration des 2022 erworbenen Bauchemiegeschäfts MBCC und lokale Akquisitionen von Kwik Bond in den USA, Vinaldom in der Dominikanischen Republik und Chema in Peru beigetragen. Das organische Umsatzwachstum betrug 1,1 Prozent.

    Zum Rekordumsatz haben neben den Akquisitionen auch alle Regionen beigetragen. Am stärksten legten dabei die Umsätze mit 11,2 Prozent in Lokalwährungen in der Region Americas zu. In den Regionen EMEA und Asien/Pazifik wurden Wachstumsraten von 7,3 beziehungsweise 2,4 Prozent in Lokalwährungen realisiert.

    «Sika hat sich in den vergangenen zwölf Monaten in einem weiterhin sehr anspruchsvollen Marktumfeld erfolgreich behauptet und eine neue Bestmarke beim Umsatz erzielt», wird Thomas Hasler, Vorsitzender der Konzernleitung, in der Mitteilung zitiert. «Unsere Wachstumsinitiativen, unsere leistungsstarken und nachhaltigen Innovationen und unsere konsequente Vertriebsstrategie zur weiteren Marktdurchdringung sind erfolgreich und demonstrieren eindrücklich, dass wir weitere Marktanteile gewinnen.» Seinen vollständigen Jahresbericht 2024 wird Sika am 21. Februar kommunizieren. Die Gruppe geht von einer zum Umsatz überproportionalen Steigerung des Betriebsergebnisses auf Stufe EBITDA aus. 

  • Ökobilanz-Rechner unterstützt nachhaltiges Bauen

    Ökobilanz-Rechner unterstützt nachhaltiges Bauen

    Die Umweltproduktedeklarationen (EPD) nach SN EN 15804 ermöglichen es, die ökologischen Auswirkungen eines Baustoffs über seinen gesamten Lebenszyklus transparent darzustellen. Bauherren erhalten so eine fundierte Entscheidungsgrundlage für nachhaltiges Bauen, die über einzelne Umweltparameter hinausgeht und eine umfassende Bewertung erlaubt.

    Baustoff Kreislauf Schweiz stellt seinen Mitgliedern unabhängig verifizierte Durchschnitts-EPD für verschiedene Betonsorten und Gesteinskörnungen zur Verfügung. Diese Daten bilden eine verlässliche Basis für nachhaltige Bauprojekte.

    Ökobilanz-Rechner als digitales Hilfsmittel
    Zur Berechnung von CO₂-Emissionen, Energieverbrauch und weiteren Umweltindikatoren wurde ein branchenspezifischer Ökobilanz-Rechner entwickelt. Dieses verifizierte Berechnungstool bietet der Bauindustrie eine praxisnahe Möglichkeit, Umweltproduktedeklarationen zu ermitteln und zu optimieren.

    Das Onlinetool unter oekobilanz-rechner.ch ermöglicht eine orientierende Analyse, ersetzt jedoch keine vollständige EPD-Erstellung. Auf Wunsch können die eingegebenen Daten zur Erstellung einer offiziell verifizierten Umweltproduktedeklaration weiterverarbeitet werden.

    Transparenz und Optimierung für die Baubranche
    Mit dem Ökobilanz-Rechner steht der Bauwirtschaft ein wertvolles Instrument zur Verfügung, um nachhaltige Materialentscheidungen datenbasiert zu treffen. Durch die optimierte Erfassung und Bewertung von Umweltauswirkungen trägt das Tool zur Reduktion des ökologischen Fussabdrucks im Bauwesen bei und unterstützt eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft.

  • Bioinspiriertes «Solar Gate» reguliert klimaneutral

    Bioinspiriertes «Solar Gate» reguliert klimaneutral

    In der Natur passen sich Pflanzenstrukturen auf intelligente Weise an ihre Umgebung an, diese Prinzipien nutzt nun auch die Architektur. Forschende der Universitäten Freiburg und Stuttgart haben mit dem «Solar Gate» ein Fassadensystem entwickelt, das auf Veränderungen von Luftfeuchtigkeit und Temperatur reagiert, ohne mechanische oder elektrische Komponenten zu benötigen.

    Dieses adaptive Verschattungssystem wurde an der livMatS Biomimetic Shell installiert, einem Forschungsgebäude der Universität Freiburg. Es basiert auf hygromorphen Materialien, die sich wie Kiefernzapfen selbstständig öffnen und schliessen. Dadurch lässt das System im Winter Sonnenlicht zur natürlichen Erwärmung ins Gebäude und schützt im Sommer vor übermässiger Hitze – vollkommen energieautark.

    4D-Druck ermöglicht intelligente Fassaden
    Das Geheimnis hinter der Innovation liegt in der Kombination aus biobasierten Zellulosematerialien und modernster 4D-Drucktechnologie. Zellulose, ein erneuerbarer und reichlich vorhandener Rohstoff, reagiert auf Feuchtigkeitsschwankungen, indem sie sich ausdehnt oder zusammenzieht. Das Forschungsteam hat diese natürliche Eigenschaft genutzt, um eine zweischichtige Struktur zu entwickeln, die sich je nach Wetterlage automatisch anpasst.

    Die mit 4D-Druck hergestellten Elemente rollen sich bei hoher Luftfeuchtigkeit ein und öffnen sich, während sie sich bei trockenen Bedingungen abflachen und schliessen. Damit bietet das «Solar Gate» eine völlig neue Möglichkeit, Gebäude klimaneutral zu regulieren.

    Energieeffiziente Bauweise der Zukunft
    Der Gebäudesektor ist für einen grossen Teil der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich. Durch intelligente, biobasierte Materialien können Gebäude ihren Energieverbrauch für Heizung, Kühlung und Lüftung erheblich reduzieren. Das «Solar Gate» zeigt, wie natürliche Prinzipien und moderne Fertigungstechnologien zu nachhaltigen architektonischen Lösungen führen können.

    Mit diesem innovativen Verschattungssystem beweisen die Forschenden, dass nachhaltige Bauweisen nicht nur umweltfreundlich, sondern auch effizient und kostengünstig sein können. Die Zukunft der Architektur könnte damit ein grosses Stück näher an der Natur liegen.

  • Schweizer Energiepreis würdigt Innovationen in Technologie und Nachhaltigkeit

    Schweizer Energiepreis würdigt Innovationen in Technologie und Nachhaltigkeit

    Das BFE zeichnet am Abend des 9. Januar im Kongresszentrum Kursaal in Bern die siegreichen Projekte des Energiepreises Watt d’Or 2025 aus. Der Watt d’Orist nicht dotiert. In dem bereits zum 18. Mal durchgeführten Wettbewerb werden Trophäen in Form einer Schneekugel in den Kategorien Energietechnologien, Erneuerbare Energien, energieeffiziente Mobilität sowie Gebäude und Raum vergeben. Zudem würdigt das BFE in diesem Jahr vier Projekte mit einem Sonderpreis, informiert das BFE in einer entsprechenden Mitteilung.

    In der Kategorie Energietechnologien trug die von der Hochschule Luzern und der Matica AG aus Kaltenbach TG entwickelte Sorptionsspeicher-Wärmepumpe SeasON den Sieg davon. Die Schneekugel in der Kategorie Erneuerbare Energien ging an die Agri-Photovoltaikanlage der ewb bei der Lubera AG in Buchs SG, die das Sonnenlicht sowohl zum Pflanzenwachstum als auch zur Stromproduktion nutzen kann. Die Kategorie Energieeffiziente Mobilität konnte der Elektropower-Tunnel der Galliker Transport AG in Altishofen LU für sich entscheiden. Er wurde in Zusammenarbeit mit der Fent AG aus Seon AG, der Thomas Lüem Partner AG aus Baar ZG und der CKW AG aus Luzern entwickelt. Der Mini-Wärmeverbund des Basler Energieunternehmens IWB bekam dem Watt d’Or für die Kategorie Gebäude und Raum.

    Vier Projekte der Genossenschaft Elektra in Jegenstorf BE, der Freiburger Groupe E, dem Tessiner Verteilnetzbetreiber Azienda Elettrica di Massagno sowie der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich wurden mit einem Spezialpreis der Jury zu innovativen Netztarifen bedacht. Insgesamt hatten sich 40 Projekte für den diesjährigen Watt d’Or beworben.

  • Immobiliengesellschaft sichert Finanzierung für grüne Projekte ab

    Immobiliengesellschaft sichert Finanzierung für grüne Projekte ab

    Die HIAG Immobilien Holding AG mit Sitz in Basel hat laut Medienmitteilung ihren ersten Green Bond über 100 Millionen Franken mit einer Laufzeit von 5,25 Jahren und einem Coupon von 1,42 Prozent platziert. Die Emissionserlöse werden zur Finanzierung und Refinanzierung von nachhaltigen Gebäuden und Projekten gemäss dem Green Financing Framework von HIAG verwendet, heisst es weiter. Die Liberierung, also die Einzahlung von gezeichneten Gesellschaftsanteilen, erfolgt per 23. Januar 2025. Der Handel des Green Bonds an der SIX Swiss Exchange sei beantragt.

    Mit dieser Emission habe HIAG vom günstigen Zinsumfeld profitieren und die Finanzierungen über einen längeren Zeithorizont absichern können, heisst es weiter. Der Green Bond und auch die im Sommer 2023 lancierte nachhaltig ausgerichtete Syndikatskreditlinie über 500 Millionen Franken stehen im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie von HIAG, heisst es weiter.

    Die Immobiliengesellschaft HIAG ist an der SIX Swiss Exchange kotiert und verfügt nach eigenen Angaben über ein Immobilienportfolio im Gesamtwert von 1,95 Milliarden Franken. HIAG arbeitet auf einer Fläche von rund 743’000 Quadratmetern mit derzeit 58 Projekten und einem erwarteten Investitionsvolumen von 3 Milliarden Franken. Das Portfolio umfasse 41 Areale mit gut erschlossenen Büro-, Gewerbe- und Logistikimmobilien sowie ausgewählten Wohnobjekten in zukunftsorientierten Wachstumsregionen der Deutsch- und Westschweiz, heisst es  von HIAG.

  • Büroangebot wächst weiter

    Büroangebot wächst weiter

    Der Leerstand von Büroflächen in der Schweiz hat 2024 weiter zugenommen, informiert Jones Lang LaSalle (JLL) in einer Mitteilung zu seiner neuen Büromarktstudie. In ihr hat das Gewerbeimmobilien- und Investmentmanagementunternehmen die Entwicklungen an den grössten Flächenmärkten untersucht. In den fünf grössten Büromärkten Zürich, Genf, Bern, Basel und Lausanne ist das Angebot an verfügbaren Büroflächen per Jahresende 2024 im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 995’500 Quadratmeter gestiegen.

    Die Bautätigkeit für Büroflächen habe im Berichtsjahr mit 57’000 Quadratmetern voraussichtlich ihre Talsohle erreicht, heisst es in der Mitteilung. Nach einem Höchstwert von rund 343’000 Quadratmeter. im Jahr 2020 hatten die neu erstellten Büroflächen in den folgenden Jahren kontinuierlich abgenommen. Für das laufende und die kommenden beiden Jahre geht JLL wieder mit ansteigender Bautätigkeit aus.

    Insgesamt sei die Flächennachfrage weiter intakt, schreibt JLL. Das Unternehmen hat bei modernen, flexibel nutzbaren Flächen mit guter Verkehrsanbindung eine hohe Nachfrage beobachtet. Flächen in älteren Gebäuden ohne Bahnhof in Gehdistanz liessen sich hingegen schwerer vermieten.

    Für die Zukunft geht JLL von einem Anzug der Dynamik am Markt für Büroflächen aus. «Viele Marktakteure blicken zuversichtlich auf die kommenden Monate und möchten das bessere Investitionsumfeld für Transaktionen nutzen», wird Jan Eckert in der Mitteilung zitiert. Diese Tendenz zeige sich sowohl bei der Menge als auch der Qualität eingehender Gebote, so der CEO Switzerland & Capital Markets Lead DACH bei JLL. «Die kurzfristigen Perspektiven sind so günstig wie seit drei Jahren nicht mehr.»

  • Vertikale Windturbine erreicht Entwicklungsmeilenstein

    Vertikale Windturbine erreicht Entwicklungsmeilenstein

    Agile Wind Power hat mit dem erfolgreichen Aufbau einer Testanlage in der Nähe von Zürich laut eigenen Angaben einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung seiner neuartigen vertikalen 1-Megawatt-Windturbinen erreicht. Die 23 Meter hohe Testanlage dient vor allem der Erprobung und Optimierung der Technologie unter realen Wetter- und Lastbedingungen. Seit Oktober 2024 werden Testläufe und Messungen durchgeführt. Im Februar 2025 startet der automatische Betrieb.

    «Mit ihrer Kombination aus Forschung, Demonstration und Optimierung bildet die Testanlage die Basis für eine neue Generation von Windturbinen», so das in Dübendorf bei Zürich beheimatete Unternehmen. Es will mit dieser Technologie «einen erheblichen Beitrag zur dezentralen, umweltschonenden Energieversorgung leisten – insbesondere in Regionen, in denen herkömmliche Windkraftanlagen aus Akzeptanz- oder Umweltgründen nicht realisierbar sind».

    Die Rotoren der Anlage von Agile Wind Power drehen sich um den Mast statt wie bei herkömmlichen Windanlagen um eine Nabe. Bei einer Höhe der Vertical Sky-Turbine in der Version A40 von bis zu 130 Metern und einer Rotorlänge von maximal 65 Metern beträgt der Durchmesser der Anlage dennoch nur 40 Meter. Zudem sollen die Rotoren besonders leise sein.

    Nicht zuletzt dient die Testanlage auch zu Demonstrationszwecken. Laut Agile Wind Power wird sie «als Schlüsselinstrument zur Kommunikation der Vorzüge der Technologie genutzt» und soll damit «wesentlich zur Markteinführung 1-MW-Turbinen» für Gewerbe und Industrie beitragen.

    Seine neuartigen Windturbinen stellt Agile Wind Power vom 14. bis 16. Januar 2025 auf dem World Future Energy Summitvor. Das Unternehmen ist dort im Rahmen der Abu Dhabi Sustainability Week einer von acht Ausstellern im SWISS Pavilion.

  • Erweiterung der Stromversorgung in Graubünden

    Erweiterung der Stromversorgung in Graubünden

    Die Bündner Repower AG hat eine Erweiterung ihres Verbreitungsgebiets angekündigt. Wie der Stromproduzent, Verteilnetzbetreiber und Energiehändler mit Sitz in Poschiavo per Medienmitteilung bekanntgibt, werden ab 2027 zusätzliche Gemeinden in der Region Misox und im Calancatal ihren Strom von Repower beziehen.

    Gemäss der Erweiterungspläne werden Buseno und Cama sowie die Elektrizitätsgesellschaft Media Mesolcina Energia, welche die Gemeinden Grono, Lostallo und Soazza beliefert, von der Repower-Tochter Moesano SA mit Sitz in Grono versorgt.

    Hintergrund sind die hohen Stromtarife in der Moesa. Laut Mitteilung zählen sie zu den höchsten in Graubünden. Der Zeitpunkt für die Umstellung sei an die Energielieferverträge gekoppelt, welche erst per Ende 2027 enden. Repower sieht eine Kostenminimierung in den genannten Gemeinden bereits ab 2026 über eine Unterstützung des Strombezugs in Höhe von 5 Rappen/Kilowattstunde vor.

    «Da Repower den Strom, den sie liefert, in den eigenen Kraftwerken produziert, bilden die Gestehungskosten die Grundlage für den Energietarif», heisst es. Den Strombeziehenden sichere es einen «langfristig stabilen Strompreis, der nicht den volatilen Märkten ausgesetzt ist».

  • Wärmeabweisende Beschichtung für energieeffiziente Gebäude

    Wärmeabweisende Beschichtung für energieeffiziente Gebäude

    Das auf Textiltechnologien und Synbiotika spezialisierte Unternehmen HeiQ mit Sitz in Schlieren wird seine wärmedämmende Beschichtung Xpectra auf der Messe BAU 2025 vom 13. bis 17. Januar in München präsentieren. Laut einer Mitteilung steigert diese transparente wärmereflektierende Beschichtung für Wände die Energieeffizienz in Gebäuden.

    Die als Sprühlösung angebotene Beschichtung verbessere den Wärmedurchgangskoeffizient um bis zu 25 Prozent, heisst es weiter. Der U-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient und gibt den Wärmestrom durch ein Bauteil abhängig vom Temperaturgefälle zwischen warmer und kalter Seite an.

    Zu der Beschichtung heisst es vom Schlieremer Unternehmen, HeiQ Xpectra biete der Bauindustrie grosse Vorteile in der Wärmedämmtechnik. Ziel sei es, durch eine kosteneffiziente, einfache Wandbeschichtung eine hervorragende Dämmwirkung zu erzielen. Dies werde es Häusern ermöglichen, einen reduzierten Energieverbrauch zu erreichen, der die strengen Anforderungen der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden erfülle und dazu beitrage, dass Gebäude in der EU bis 2050 klimaneutral werden.

    Neben Wandbeschichtungen kann HeiQ Xpectra nach Firmenangaben auch für transparente Heizungen, Signaturmanagement, gedruckte Elektronik und mehr verwendet werden. HeiQ Xpectra könne somit zahlreiche Branchen verändern.

    HeiQ ist eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), hat seinen Sitz im IJZ Innovations- und Jungunternehmerzentrum und ist Mitglied von Start Smart Schlieren.

  • Drei Gemeinden verstärken die Standortförderung im Limmattal

    Drei Gemeinden verstärken die Standortförderung im Limmattal

    Die Limmatstadt AG zählt seit Jahresbeginn drei neue Vertragsgemeinden: Aesch, Oberengstringen und Oetwil an der Limmat. Wie die Standortförderung in einer Medienmitteilung betont, stärke das Engagement der neuen Gemeinden das gemeinsame Selbstverständnis und die wirtschaftliche Vernetzung. Mit über 200’000 Einwohnenden und mehr als 100’000 Arbeitsplätzen sei die Region des Zürcher und Aargauer Limmattals «schon heute ein bedeutender Wirtschaftsmotor. Durch den Beitritt der neuen Gemeinden setzen wir gemeinsam ein Zeichen für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Entwicklung.»

    Rahel von Planta, die Gemeindepräsidentin von Oetwil a.d.L., ist wie der Gemeinderat der Ansicht, «dass die Stärkung des wachsenden Limmattals nur gemeinsam, mit allen Zürcher und Aargauer Gemeinden und Städten im Limmattal, erfolgreich gestaltet werden kann. Im Hinblick auf die ,Aufhebung der Regionalen 2025′ ist ein Beitritt zur Standortförderung der Limmatstadt sinnvoll.» Durch den Verbundgedanken verstehe ihre Gemeinde den Beitritt als Solidaritätsbeitrag.

    Laut André Guyer, dem Gemeindepräsidenten von Aesch, ermöglicht eine Mitgliedschaft auch kleinen Gemeinden wie der seinen «Zugang zu einer professionellen Standortförderung. Es ist unser Ziel, damit die regionale Vernetzung in den Bereichen Kultur, Wirtschaft und Verkehr zu fördern.»

    André Bender, der Gemeindepräsident von Oberengstringen, hält den Kontakt zur Wirtschaft, zum Gewerbe und zu den Interessensgruppen für sehr wichtig für die künftige Entwicklung seiner Gemeinde: «Die engere Zusammenarbeit mit der Limmatstadt AG ist auch in den Leitgedanken des Gemeinderates für einen attraktiven Wohn- und Arbeitsort enthalten.»

  • KI-Lösung optimiert Solaranlagen

    KI-Lösung optimiert Solaranlagen

    SmartHelio hat eine auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte prädiktive Diagnoselösung für Photovoltaikanlagen entwickelt und Anfang 2024 auf den Markt gebracht. Sie trägt den Namen Autopilot. Seither konnte diese Plattform für Steuerung, Betrieb und Wartung von Solarkraftwerken laut Hersteller die Effizienz von 218 solcher Anlagen mit mehr als 2 Gigawatt-Peak optimieren. Deren Leistung habe um durchschnittlich 8 Prozent angehoben werden können.

    Den Angaben zufolge liefert das Plug-in-System mit mehr als 50 proprietären Algorithmen ab dem ersten Tag eine 95-prozentige Genauigkeit bei der Erkennung von Fehlern, bevor sie sich auf die Leistung auswirken. Im Durchschnitt werden laut SmartHelio durch den One-Time-Diagnostikprozess behebbare Energieverluste von bis zu 7 Prozent identifiziert. Die Datenqualität werde um über 98 Prozent verbessert.

    Die Lebensdauer erhöhe sich um acht Jahre, die Solarenergieproduktion um 10 Prozent und die Kapitalrendite um bis zu 600 Prozent. Vor allem reduziere Autopilot die Diagnosezeiten erheblich, so CEO und Gründer Govinda Upadhyay: «Von 358 Stunden auf nur 3 Stunden – so hilft uns die Technologie, die Diagnose neu zu definieren und den Betreibern von Solaranlagen Zeit zu sparen.» Das Unternehmen plant, die Anwendungsgebiete auf Batteriespeicher und den Energiehandel auszudehnen und so die Energiewende weltweit voranzutreiben.

    SmartHelio ist eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne mit Sitz im Kanton Waadt und betreibt eine Aussenstelle im indischen Uttar Pradesh. Seine Technologie stellt das 2019 gegründete Unternehmen vom 14. bis 16. Januar 2025 auf dem World Future Energy Summitvor. Es ist dort im Rahmen der Abu Dhabi Sustainability Week einer von acht Ausstellern im SWISS Pavilion.

  • Zürcher Wirtschaft vor grossen Herausforderungen

    Zürcher Wirtschaft vor grossen Herausforderungen

    Die sogenannte Arbeitsmarktschere, das Verhältnis zwischen Ein- und Austritten in den Arbeitsmarkt, entwickelt sich zunehmend zum Problem. Seit einigen Jahren verlassen mehr Personen altersbedingt den Arbeitsmarkt, als junge Arbeitnehmende nachrücken. Im Jahr 2029 wird der Kanton Zürich rund 16 % mehr 65-Jährige als 20-Jährige zählen, schweizweit liegt diese Differenz bei 30 %. Zwar könnte die Schere in den 2030er Jahren kurzzeitig wieder enger werden, doch ab den 2040er Jahren wird eine noch grössere Differenz erwartet.

    Zuwanderung allein reicht nicht aus
    Studienergebnisse zeigen, dass selbst doppelt so hohe Zuwanderung wie im Durchschnitt der letzten 10 Jahre den Rückgang der Erwerbsbevölkerung nicht kompensieren könnte. Ohne Zuwanderung würde die Arbeitsmarktschere noch dramatischer auseinandergehen, mit einem jährlichen Defizit von über 5700 Personen bis 2050. Der Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung im Kanton Zürich wird bis 2050 voraussichtlich von 63 % auf 59 % sinken – eine Entwicklung, die auch die Wirtschaftsleistung und die Dynamik des Arbeitsmarktes beeinträchtigen wird.

    Zürcher Wirtschaft besser positioniert als Gesamtschweiz
    Dank der Attraktivität des Standorts Zürich als Arbeits-, Wohn- und Ausbildungsort steht der Kanton Zürich im Vergleich zur Gesamtschweiz besser da. Hier sinkt der Anteil der Erwerbsbevölkerung weniger stark als im nationalen Durchschnitt. Doch auch Zürich bleibt von den Auswirkungen des demografischen Wandels nicht verschont.

    Lösungsansätze und strategische Massnahmen
    Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh unterstreicht die Bedeutung strategischer Massnahmen, um den Arbeitskräftemangel zu bewältigen. Eine zentrale Rolle spielt die bessere Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotenzials, etwa durch eine stärkere Integration von Frauen und älteren Arbeitnehmenden in den Arbeitsmarkt. Ebenso wichtig ist die Steigerung der Produktivität, die durch technologische Innovationen und Fortschritte erreicht werden kann. Darüber hinaus könnten Anpassungen des Rentenalters dazu beitragen, das Erwerbspotenzial länger zu nutzen.

  • Ternäre Datenspeicherung

    Ternäre Datenspeicherung

    Seit Jahrzehnten basiert Datenspeicherung auf dem binären Code, der lediglich zwei Zustände kennt: «0» und «1». Die neue Technologie bringt eine bahnbrechende Veränderung, indem sie einen dritten Zustand «2»einführt. Dadurch wird eine vierfach höhere Speicherdichte erreicht. Inspiriert von der Keilschrift, nutzt das neue Polymer winzige Dellen als Speicherpunkte: keine Vertiefung steht für «0», eine flache Delle für «1» und eine tiefere Einkerbung für «2».

    Präzision und Effizienz durch moderne Materialien
    Das Polymer, bestehend aus Schwefel und Dicyclopentadien, wird mit atomarer Genauigkeit bearbeitet. Eine mikroskopisch kleine Spitze erzeugt die Dellen, wodurch herkömmliche Methoden wie Laserstrahlen ersetzt werden. Dies bietet zahlreiche Vorteile.

    • Energieeffizienz: Die mechanische Bearbeitung benötigt keine Wärme.
    • Wiederverwendbarkeit: Durch Erhitzen können Daten gelöscht und das Material erneut beschrieben werden.
    • Langlebigkeit: Das Polymer hält zahlreiche Schreib-Lese-Lösch-Zyklen aus.

    Wirtschaftlich und nachhaltig
    Die Hauptbestandteile des Polymers sind kostengünstig und umweltfreundlich, im Gegensatz zu bestehenden Speichertechnologien, die auf seltene Erden und energieintensive Prozesse angewiesen sind. Das neue Material bietet eine nachhaltige Alternative, die den steigenden Anforderungen des digitalen Zeitalters gerecht wird.

    Weitreichende Auswirkungen
    Die Einführung des ternären Codes könnte die Grenzen der bisherigen Speichertechnologien sprengen. Grosse Technologieunternehmen wie IBM und Intel zeigen bereits Interesse an der neuen Technik. Die vierfache Speicherdichte, kombiniert mit geringem Energieverbrauch und Nachhaltigkeit, macht diese Entwicklung zu einem Schlüssel für die Zukunft von Big Data und künstlicher Intelligenz.

  • Regierungsrat lehnt Flughafen-Nachtruhe-Initiative ab

    Regierungsrat lehnt Flughafen-Nachtruhe-Initiative ab

    Die Volksinitiative «Flughafen-Nachtruhe-Initiative» fordert eine gesetzlich festgelegte Nachtruhe von 23.00 bis 6.00 Uhr am Flughafen Zürich. Der Regierungsrat lehnt die Initiative ab, da sie gegen Bundesrecht verstösst und rechtliche Unsicherheiten schafft. Die Gesetzgebung über die Luftfahrt liegt in der alleinigen Kompetenz des Bundes, der eine Nachtflugordnung bereits abschliessend geregelt hat.

    Eine wortwörtliche Umsetzung der Initiative würde unerfüllbare Erwartungen wecken, ohne die tatsächliche Lärmbelastung spürbar zu reduzieren. Der Regierungsrat betont, dass bestehende Regelungen bereits den maximalen Spielraum des kantonalen Rechts ausschöpfen.

    Fokus auf reduzierte Flugbewegungen nach 23.00 Uhr
    Trotz Ablehnung der Initiative unterstützt der Regierungsrat Massnahmen zur Förderung der Nachtruhe. So sollen operationelle Verbesserungen und eine optimierte Flughafeninfrastruktur zur Reduktion von Flugbewegungen nach 23.00 Uhr beitragen. Die 2024 vom Zürcher Stimmvolk bewilligten Pistenverlängerungen sind ein zentraler Schritt, um die Pünktlichkeit und Effizienz des Flughafens zu steigern.

    Zudem wird die Lärmbelastung durch technologische Fortschritte weiter sinken. Neue, leisere Flugzeuge sollen den Schutz der Anwohner langfristig verbessern.

    Wirtschaftsstandort und internationale Anbindung sichern
    Der Flughafen Zürich ist für die wirtschaftliche Stärke des Kantons unverzichtbar. Als einziges interkontinentales Drehkreuz der Schweiz ermöglicht er tägliche Direktverbindungen zu internationalen Metropolen, die für Unternehmen und Bevölkerung gleichermassen essenziell sind.

    Die Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens hängt dabei von seinen Betriebszeiten ab. In den letzten 20 Jahren wurden diese bereits um zwei Stunden reduziert. Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh betont, dass die bestehende Regelung einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Lärmschutz und den Anforderungen von Wirtschaft und Reisenden darstellt.

    Mit dieser Haltung will der Regierungsrat sowohl die Lebensqualität der Anwohner sichern als auch die wirtschaftliche Zukunft des Kantons stärken.