Die Komponenten der Pilzbatterie werden mittels 3D-Druck gefertigt. Hierbei werden die Pilzzellen direkt in die Drucktinte eingearbeitet. Diese besondere Tinte, auf Cellulose-Basis entwickelt, unterstützt das Wachstum der Pilze und ist gleichzeitig elektrisch leitfähig. Der Herstellungsprozess stellt hohe Anforderungen. Die Tinte muss biologisch abbaubar, leicht extrudierbar und nährstoffreich sein, ohne die empfindlichen Pilzzellen zu schädigen.
Einsatzmöglichkeiten und Potenziale Die Pilzbatterie erzeugt zwar nur geringe Strommengen, doch sie reicht aus, um Sensoren in der Landwirtschaft oder Umweltforschung über mehrere Tage zu betreiben. Durch einfache Zugabe von Wasser und Nährstoffen kann die Batterie am Einsatzort aktiviert werden. Nach der Nutzung zersetzen sich die Materialien durch die Pilze selbstständig.
Herausforderungen und Zukunftspläne Die Arbeit mit lebenden Materialien erfordert interdisziplinäres Wissen aus Mikrobiologie, Materialwissenschaft und Elektrotechnik. Die Forschenden planen, die Leistung und Lebensdauer der Pilzbatterie zu verbessern und weitere Pilzarten als Stromlieferanten zu erforschen. Das Ziel ist die Entwicklung einer noch effizienteren, nachhaltigen Energiequelle.
Grüne Biotechnologie mit Holz und Pilzen Holz, ein nachwachsender Rohstoff, wird von Empa ebenfalls für innovative Anwendungen genutzt. Neben der Pilzbatterie entstehen hier Umweltsensoren und grüne Elektronik aus Cellulose-Fasern. Diese Projekte fördern eine nachhaltige Nutzung von Holz und Pilzen in der Materialwissenschaft und tragen zur Energiewende bei.
Mit der REMMS-Integration hebt des Unternehmen die Nachhaltigkeitsanalyse in der Immobilienbranche auf ein neues Niveau. REMMS (Real Estate Meta-rating and Monitoring on Sustainability) ermöglicht eine umfassende Beurteilung von Immobilien hinsichtlich ökonomischer, ökologischer und sozialer Kriterien. Nutzer der Lösungen können die Immobilien einfach analysieren und Benchmark-Vergleiche erstellen und das alles unter Berücksichtigung relevanter Standards wie AMAS, ASIP, CRREM, GRI, ICMA, SBVg und SFDR.
Nahtlose Integration für maximale Effizienz Das zentrales Ziel der Integration ist die Benutzerfreundlichkeit. Asset- und Portfoliomanager können die REMMS-Plattform ohne zusätzliche Anmeldung oder Vertragsabschluss nutzen. Das Nachhaltigkeitsmonitoring-Modul in der Software-Suite ermöglicht es, Immobilienportfolios anonymisiert und datengestützt auszuwerten. Martin Schnider, Geschäftsführer von reamis, betont: «Unsere Lösung unterstützt Kunden dabei, Nachhaltigkeitsziele effizient zu erreichen und regulatorische ESG-Anforderungen zu erfüllen.»
Ein Schritt in Richtung nachhaltige Immobilienbranche In der REMMS-Integration wird nicht die eine Erweiterung der digitalen Lösungen, sondern auch einen Beitrag zur nachhaltigen Transformation der Immobilienwirtschaft geschaffen. Die datengestützte Plattform bietet Portfoliomanagern präzise Analysen, die strategische Entscheidungen erleichtern.
Die SBB, in Kooperation mit der Stadt Bern und der BLS, startet eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der Region, die «Leistungssteigerung Bern West». Ziel ist es, den Bahnknoten Bern flexibler, stabiler und leistungsfähiger zu machen. Das Grossprojekt umfasst fünf Teilprojekte, darunter den neuen Holligentunnel, den Bahnhof Europaplatz Nord und die Passerelle Steigerhubel.
Ein Meilenstein für den Bahnknoten Bern Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung des Regionalverkehrs. Durch den neuen Holligentunnel können Regionalzüge kreuzungsfrei verkehren, wodurch stabile und häufigere Verbindungen ermöglicht werden, wie der Viertelstundentakt zwischen Münsingen und Flamatt. Auch das urbane Quartier Europaplatz erhält durch den neuen Bahnhof und eine grössere Unterführung direkten Anschluss an den öffentlichen Verkehr.
Herausforderungen für Reisende und Anwohnende Während der Bauzeit, die bis mindestens 2036 dauern wird, bleibt der Bahnbetrieb aufrechterhalten. Dennoch müssen sich Reisende auf Fahrplanänderungen und Ersatzbusse einstellen. Der Bahnhof Stöckacker wird im Dezember 2025 geschlossen und bis zur Eröffnung des Europaplatz Nord im Jahr 2027 durch die Tramlinie 8 kompensiert.
Für Anwohnende bringen die Arbeiten Einschränkungen durch Baulärm, Staub und Logistikverkehr mit sich. Die Bauherren versichern jedoch, Emissionen so gering wie möglich zu halten und Ersatzpflanzungen für gefällte Bäume durchzuführen.
Nachhaltige Zukunft und Finanzierung Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 900 Millionen Franken und werden durch den Ausbauschritt 2025 des Bundes finanziert. Die neue Personenunterführung am Europaplatz Nord, ein Beitrag der Stadt Bern, wird durch einen Rahmenkredit von 60 Millionen Franken gedeckt.
Mit der Fertigstellung der «Leistungssteigerung Bern West» wird Berns Bahninfrastruktur den Anforderungen einer modernen, nachhaltigen Mobilität gerecht – ein Gewinn für die gesamte Region.
Im Jahr 2024 erlebte Deutschland eine beeindruckende Verdopplung der Balkonkraftwerke. Laut Bundesnetzagentur sind mittlerweile über 780’000 Anlagen registriert, mit einer kombinierten Leistung von fast 0,7 Gigawatt. Die Rekordzahlen aus dem Vorjahr von über 430’000 neue Geräte, könnten durch Nachmeldungen noch steigen. Prognosen zufolge könnte das millionste Balkonkraftwerk bereits im ersten Halbjahr 2025 installiert werden.
Gesetzgebung und Technik fördern die Entwicklung Der Boom wird massgeblich durch eine verbesserte Gesetzgebung unterstützt. Seit Herbst 2023 sind Vermieter und Wohnungseigentümer verpflichtet, die Installation von Balkonkraftwerken grundsätzlich zu genehmigen. Gleichzeitig haben sinkende Preise und eine grössere Auswahl an leistungsstarken Modellen den Zugang zur eigenen Solarenergie erheblich erleichtert. Dadurch wird es für immer mehr Menschen attraktiv, ihren eigenen Beitrag zur Energiewende zu leisten.
Stabilität trotz politischer Unsicherheiten Selbst ein möglicher Regierungswechsel nach der Bundestagswahl dürfte den Trend nicht stoppen. Laut Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, besteht parteiübergreifender Konsens, die Rahmenbedingungen für Balkonkraftwerke weiter zu verbessern. Entbürokratisierung und Kostensenkungen bleiben zentrale Ziele, um Mietern und Wohnungseigentümern eine aktive Rolle in der Energiewende zu ermöglichen.
Deutschland als internationales Vorbild Mit über 780’000 Anlagen ist Deutschland Leitmarkt für Balkonkraftwerke. Das deutsche Modell zieht internationale Aufmerksamkeit auf sich, da regulatorische und technische Standards hier die sichere Nutzung fördern. Diese Erfolgsgeschichte könnte anderen Ländern als Inspiration dienen, ihre eigenen Rahmenbedingungen für die Energiewende zu schaffen.
Regionale Unterschiede im Ausbau Ein Blick auf die Bundesländer zeigt grosse Unterschiede in der Verteilung. Nordrhein-Westfalen führt mit 157’000 Anlagen, gefolgt von Bayern mit 119’000. Niedersachsen und Baden-Württemberg verzeichnen jeweils rund 103’000 Balkonkraftwerke. Am unteren Ende der Skala stehen die Stadtstaaten Bremen und Hamburg sowie das Saarland mit jeweils weniger als 10’000 Anlagen.
Rund 50% der CO2-Emissionen im Kanton Zug stammen aus der Wirtschaft, was den dringenden Handlungsbedarf in diesem Bereich verdeutlicht. Die Zuger Wirtschaftskammer, das Institut WERZ (OST), das Technologie Forum Zug und der Switzerland Innovation Park Central haben gemeinsam mit dem Kanton Zug die Klima Charta Zug+ gegründet, um insbesondere KMU in der Umsetzung klimaschonender und wirtschaftlicher Massnahmen zu unterstützen.
Beratung, CO2-Fussabdruck und Massnahmen Das Beratungsangebot der Klima Charta bietet Unterstützung und Werkzeuge, um CO2-Emissionen im eigenen Unternehmen zu erkennen und zu reduzieren. Der Kanton Zug übernimmt 50% der Beratungskosten und hat dafür 1,6 Millionen Franken zugesagt, rund 60 Prozent des Budgets. Die restlichen Mittel kommen aus der Privatwirtschaft. Die Geschäftsstelle der Initiative, beim Zuger Umweltinstitut WERZ angesiedelt, bietet Fachwissen und Beratung, von Energieeinsparungen über Emissionssenkungen bis hin zu praxisorientierten Lösungen für konkrete Herausforderungen im Unternehmen.
Klimaschutz als Standortvorteil Klimaschutz ist längst mehr als ein Trend – er wird zum wichtigen Unternehmens- und Standortvorteil. Die Klima Charta Zug+ unterstützt KMU dabei, Emissionen zu reduzieren und nachhaltige Standards zu setzen. Gleichzeitig entsteht eine wachsende Charta-Community, in der engagierte Zuger Unternehmen Erfahrungen austauschen und voneinander lernen. Die Bereitschaft, in klimafreundliche Innovationen zu investieren, stärkt langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und des Kantons.
Konkrete Unterstützung für KMU Alex Beck, Co-Leiter der Initiative, betont: «Wir haben als Wirtschaft die Pflicht, eine intakte Umwelt für die nächsten Generationen zu schaffen.» Unternehmen, die ihre CO2-Emissionen senken möchten, erhalten durch die Klima Charta individuelle und praxistaugliche Lösungen – von nachhaltigen Heizsystemen bis hin zur Bereitstellung von Solarstrom für E-Ladestationen.
Nachhaltige Investitionen für eine klimafreundliche Zukunft Als Teil der Klima Charta Zug+ erfüllen Unternehmen die steigenden Anforderungen im Klimaschutz und positionieren sich als verantwortungsbewusste Akteure. Alex Beck betont, dass die Vorbildwirkung einzelner Firmen eine «Eigendynamik» schafft, die über das Unternehmen hinauswirkt. Durch die Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz wird eine Kultur des Engagements gefördert, die eine nachhaltige Entwicklung für den Kanton Zug ermöglicht.
Der 2022 gegründete Verein zur Dekarbonisierung der Industrie setzt sich zum Ziel, Emissionen durch innovative Technologie auf ein Minimum zu senken. An vorderster Front steht das Verfahren der Methan-Pyrolyse, das durch die Abspaltung von Wasserstoff aus Methan eine emissionsfreie Energienutzung ermöglicht. Der verbleibende Kohlenstoff wird als Ressource genutzt, etwa als Humus in der Landwirtschaft oder als Baustoff, wodurch der Kohlenstoff langfristig gebunden wird.
Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Forschung und Politik Ohne die Zusammenarbeit von 16 führenden Unternehmen, der Empa und der Politik des Kantons Zug wäre das Projekt kaum realisierbar. Gemeinsam leisten sie einen Beitrag zur Entwicklung und Skalierung des Pyrolyse-Verfahrens, das bis 2026 von der Labor- auf die Industriegrösse hochskaliert werden soll. Die Partner stellen finanzielle Mittel von über 8 Millionen CHF bereit und setzen damit ein starkes Zeichen für die Dekarbonisierung der Industrie.
Methan-Pyrolyse Reduktion von CO2-Emissionen Der Verein konzentriert sich auf die Methan-Pyrolyse, ein Verfahren, das den CO2-Ausstoss bei der Nutzung von Erdgas minimiert. Anstelle der traditionellen Verbrennung wird Wasserstoff aus Methan gewonnen, während der Kohlenstoff in fester Form vorliegt und so keine Emissionen verursacht. Diese Technologie könnte pro erzeugter Kilowattstunde bis zu 270 g CO2 einsparen und ist damit ein potenzieller Schlüssel für die Netto-Null-Ziele bis 2050.
Nachhaltiges Ökosystem ohne Abfall Der Verein arbeitet daran, ein Ökosystem zu schaffen, das alle Komponenten des Verfahrens optimal nutzt. Durch den Kreislaufgedanken sollen nicht nur Wasserstoff, sondern auch Kohlenstoff und Abwärme effizient weiterverwendet werden, um Abfälle zu vermeiden. Diese ganzheitliche Strategie schafft ein Modell, das sich ideal in eine klimafreundliche Zukunft einfügt.
Mitgliedschaft im Verein zur Dekarbonisierung der Industrie Unternehmen, die sich für die klimaneutrale Zukunft der Industrie engagieren und von den Erkenntnissen des Vereins profitieren möchten, können Mitglied werden. Der Verein ist steuerbefreit und Spenden sind im Kanton Zug abzugsfähig. Mitglieder gewinnen Zugang zu fortschrittlichem Wissen und unterstützen eine Initiative, die den Grundstein für eine emissionsfreie Industrie legt.
Mit den Jahren haben sich immer mehr Unternehmen aus den gleichen Industrien angesiedelt, wodurch sich verschiedene Branchencluster, so wie sie genannt werden, gebildet haben. Dazu zählt auch die Bildung, Forschung und verschiedene Plattformen wie der Innovationspark oder Verbände, in welchen ein reger Austausch stattfindet. Die Vielzahl an Unternehmen, Dienstleistern, Zulieferern und privaten Institutionen sorgen für gegenseitige Unterstützung und fördern eine serviceorientierte und effiziente Verwaltung. Zudem profitieren die ansässigen Unternehmen von den hohen Bildungsstandards und der exzellenten Infrastruktur.
Blockchain, Fintech und IT Zug hat sich zu einem globalen Hotspot für Blockchain, Fintech und IT entwickelt. Hier entfalten sich Innovationen in einem symbiotischen Ökosystem, in welchem sich wegweisende Technologien treffen und eine Fülle grenzenloser Möglichkeiten schaffen. Zug erntet Anerkennung für transparente Regulationen, kryptofreundliche Banken und Verwaltungen, einen dynamischen Arbeitsmarkt für Kryptowährungen und einen abwechslungsreichen Veranstaltungskalender. Aufgrund seiner räumlichen Nähe zur Region Zürich entwickelt Zug im «Crypto Valley» ein attraktives Ökosystem für die etwa 600 Krypto-Unternehmen und ist der Geburtsort von Ethereum. Dieses Umfeld wird durch positive regulatorische Rahmenbedingungen, attraktive Steuern, Incubators wie der CV VC, sowie eine grosse Anzahl von Fintech-Unternehmen begünstigt. Der Kanton Zug unterstützt die Forschung in diesem Bereich finanziell, indem sie sich mit fast 40 Millionen Schweizer Franken an der Blockchain Forschungsinitiative der Hochschule und Universität Luzern beteiligt.
Zugs «Fintech-Cluster» verkörpert ein Zentrum der Innovation im Bereich Finanztechnologie. Innerhalb des «Crypto Valley» agiert dieses «Cluster» als dynamischer Treffpunkt für Fintech-Unternehmen, Startups und Finanzinstitutionen. Hier in Zug befindet sich auch das Nationale Testzentrum für Cybersicherheit (NTC) sowie verschiedene Labs und Forschungszentren im Bereich Blockchain, AI, ML und Robotics der HSLU, situiert in Rotkreuz.
Life Science (Pharma/Biotech und Medtech) Der Kanton Zug ist ein führender Standort für Life Sciences mit rund 300 Unternehmen und 9’000 Mitarbeitenden. Neben dem starken Fokus auf kommerzielle Funktionen wachsen auch die Bereiche der medizinischen und klinischen Bereiche. Die regionale Innovationskraft wird durch weitere führende Cluster in Deep Tech, KI und ICT verstärkt, was innovative Synergien schafft.
Pharma/Biotech Zug zieht zahlreiche internationale Pharma- und Biotech-Konzerne an, darunter z. B. Biogen, Amgen oder Astra Zeneca und Johnson & Johnson. Zudem haben in den letzten Jahren rund 60 US-Biotech-Firmen hier ihren europäischen Sitz gewählt. Die hohe Dichte von Pharma- und Biotech-Unternehmen im Kanton Zug sowie die grosse Anzahl von Dienstleistern, die sich auf Life Sciences spezialisiert haben, schaffen ein vorteilhaftes Geschäftsumfeld.
Medtech In der Medizintechnik sind mehr als 100 Unternehmen in der Diagnostik und Medizinproduktion mit Produktionsstandorten und globalen Hauptsitzen vertreten. Repräsentative Beispiele für globale Hauptsitze sind Roche Diagnostics, Medela, SHL Medical, Schiller und Johnson & Johnson Medtech mit wichtigen weltweiten Funktionen auf ihrem internationalen Campus in Zug.
Zug bietet auch aufstrebenden Medtech-Startups wie z. B. Deep Breath Intelligence und Heart Force oder Sedimentum optimale Bedingungen für Wachstum und Innovation.
Neubau SHL Medical AG
Das 5’000m² Büro- und 10’500m² Produktionsgebäude für die Mieterin SHL Medical AG entsteht auf dem Areal Tech Cluster Zug. Das kompakte Design, die Materialreduktion und die innovative Hybridbauweise aus Holz, Stahl und Beton fördern ressourcenschonendes, effizientes Bauen. Sichtbares Holz im Innenraum und eine schützende Aluminiumschicht aussen spiegeln den hohen Qualitätsanspruch. Eine Reduktion von 20% an CO2-Emissionen wird durch die Betonproduktion mit Jura Eco Zement vor Ort ermöglicht.
Die Energieversorgung der SHL wird als Teil des arealweiten Multi-Energy Hubs konzipiert. Die Energieversorgung wird ergänzt durch Seewasserkühlung und grossflächige PV-Anlagen auf Dächern und Fassade. Die überschüssige Wärme und Energie wird zur weiteren Verwendung im Hub zurückgewonnen.
Neubau Produktionsgebäude Roche
Roche investiert 215 Millionen in ein neues Diagnostik-Produktionsgebäude in Rotkreuz, das bis 2027 auf 29’000 m² fertiggestellt wird. Das flexible Design ermöglicht Anpassungen an zukünftige Produktionsbedürfnissen und steigert so die langfristige Effizienz. Nachhaltigkeit hat höchste Priorität: Geplant sind eine fossilfreie Energieversorgung, Wasserkreislaufsysteme sowie ressourcenschonende Bauweisen. Die Umgebung wird naturnah gestaltet, mit Feuchtwiesen, einem Flachmoor und einem Dachgarten in 23 Metern Höhe zur Förderung der Biodiversität.
Tech Industrie Die Tech Industrie gilt als einer der grössten Beschäftigungssektoren in der Schweiz. Mit gegen 14’000 Mitarbeitenden und 750 Unternehmen hat dieser Sektor zudem eine wichtige Bedeutung für den Kanton Zug. Der Fokus im High-Tech-Cluster in Zug liegt auf der Entwicklung, Gestaltung und Fertigung von elektronischen Produkten und Dienstleistungen. Darüber hinaus spielen Digitalisierung, das Internet der Dinge (IoT),m Robotics und künstliche Intelligenz (KI) ebenfalls bedeutende Rollen.
Zug zeichnet sich als eines der dynamisch expandierenden Technologiezentren in Europa aus. Innerhalb des Kantons Zug haben zahlreiche bemerkenswerte KMUs und Startups, die sich auf modernste und wegweisende Technologien spezialisiert haben, ihren Platz gefunden. Ihr Einfluss erstreckt sich über verschiedene Branchen, da sie bahnbrechende Lösungen auf der Grundlage aufkommender Technologien entwickeln. Der Zugang zu verschiedenen Forschungs- und Netzwerkinstitutionen wie z. B. der Hochschule für Informatik und Technik (HSLU), dem Innovation Park Central Switzerland und dem Technologieforum Zug schaffen die idealen Rahmen für innovative, technologiegetriebene Unternehmen.
Siemens Campus
Der 81’000 m2 grosse Siemens Campus Zug ist ein Vorzeigeprojekt für Digitalisierung und Nachhaltigkeit und demonstriert, wie moderne Produkte und Lösungen die digitale Transformation beschleunigen können. Er setzt in jeder Hinsicht technologische Massstäbe und zeigt, wie Gebäude und Infrastrukturen von statischen, inaktiven Objekten zu reaktionsfähigen und reaktiven Objekten entwickelt werden können. Der Campus vereint, was eine Gemeinschaft benötigt: Brandschutz, Zutritts- und Einbruchskontrolle, CCTV, CO-Erkennung, Löschung, sprachgesteuerte Evakuierung, Raumautomation und vieles mehr.
Finanzdienstleister Rund 2’000 Unternehmen bilden ein dynamisches Umfeld für Finanzdienstleistungen im Kanton Zug. Hunderte von Unternehmen aus den Bereichen Vermögensverwaltung, Family Offices und Hedgefonds haben ihren Sitz im Kanton Zug.
Im Bereich Private Equity/Venture Capital sind beispielsweise Partners Group, Capital Dynamics, HBM Healthcare Investments, CAPVIS und Invision zu nennen. Auch führende Schweizer Finanzinstitute und Plattformen sind hier ansässig, darunter das Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ, die Swiss Private Equity and Corporate Finance Association SECA, das Swiss CFO Forum und der VQF, die führende selbstregulierende Organisation im Nichtbankensektor.
Neubau Partners Group Campus
Partners Group, Switzerland
Der neue globale Hauptsitz der Partners Group besteht aus drei Gebäuden.Das «Green Building», einen langgestreckten, elliptischen Baukörper, der mit seinen unterschiedlich geschwungenen, terrassierten Schichten einen reich begrünten, in die Zukunft weisenden Gegenakzent zu den die Vergangenheit zitierenden zwei Ziegelbauten setzt, welche historischen Fabrikgebäuden nachempfunden sind. Damit will die Partners Group ihren Fokus als Firmenbauer betonen.
Das Gebäude besticht nicht nur mit seiner Architektur, sondern auch durch eine hochwertige Infrastruktur mit einem hauseigenen Gym, Kantine, Kita und Parkplätzen.
Konsumgüter Im Kanton Zug sind zudem über 1700 Konsumgüterunternehmen mit rund 14 000 Beschäftigten ansässig, die etwa ein Drittel des BIP ausmachen. Zug ist Sitz internationaler und regionaler Hauptquartiere führender Marken in den Bereichen Nahrungsmittel und Getränke (z. B. Anheuser-Busch InBev, Burger King, Coca Cola HBC), Körperpflege (z. B. Galderma, Kenvue), Textilien (z. B. Odlo, Hugo Boss) und Sportartikel (z. B. Specialized). Auch der Automobilzuliefersektor und der Grosshandel mit Rohstoffen und pharmazeutischen Produkten spielen eine wichtige Rolle.
Rohstoffhandel Zug ist ein global führendes Handelszentrum für Rohstoffe, besonders in den Bereichen Metalle, (Erneuerbare-) Energie und Agrarrohstoffe, mit über 200 Unternehmen (z. B. Glencore, Shell) und spezialisierten Fachkräften. Die Schlüsselbereiche beinhalten Firmenhauptsitze, Handel, Lieferketten, Produktion, Verarbeitung und Vermarktung.
Firmenhauptsitze, Supply Chain Management & Procurement In den letzten Jahrzehnten hat sich die Schweiz mit über 1’000 Unternehmen zu einem führenden Standort für internationale Firmenhauptsitze entwickelt. Der Kanton Zug weist die höchste Dichte von Hauptsitzen mit global führenden Branchenclustern auf.
Dabei hat sich ein spezielles Zentrum für Firmen im Bereich Supply Chain & Procurement entwickelt.
Die Zentralisierung ermöglicht eine kostengünstige Beschaffung sowie ein effizientes Management der Produktionsressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Grosse multinationale Unternehmen wie z. B. Bossard, Glencore, Johnson & Johnson oder auch die V-Zug haben hier globale Funktionen für ihre Lieferketten und Beschaffungen angesiedelt.
Das Projekt will über drei Jahre erforschen, wie die Nutzung lokaler Erde zur Zirkularität im Bauwesen beitragen kann. Gefördert wird es mit 400’000 Euro von der Liechtensteiner Agentur für internationale Bildungsangelegenheiten. Die nationale Einrichtung betreut und koordiniert dort unter anderem das europäische Programm Erasmus+.
Da es mittlerweile möglich ist, den weitestgehend in Vergessenheit geratenen Baustoff Lehm mit modernen mechanischen Verfahren und zusammen mit anderen Materialien herzustellen, sollen dessen neue Möglichkeiten auch hinsichtlich einer Kreislaufwirtschaft analysiert werden. Vor dem Hintergrund des Klimawandels sollen so Alternativen im Bauwesen definiert und etabliert werden.
Durch die Kombination unterschiedlicher Ansätze mit praktischem Fachwissen aus der Bauindustrie wird das Projekt den Angaben zufolge «eine einzigartige und bereichernde Grundlage für neues Wissen im europäischen Kontext» schaffen, «sowohl in der akademischen Welt als auch für die Baupraxis». Die Ergebnisse werden im Rahmen eines Symposiums, über die Internetseiten der teilnehmenden Partneruniversitäten und in einer Publikation im Zürcher Park Books Verlag vorgestellt.
Der Kanton Aargau hat sich um eine erneute Mitgliedschaft in der GZA beworben. Der Wiederanschluss an die Regionalvermarktungsorganisation biete bei kleinstem Risiko die beste Wirkung, um den Wirtschaftsstandort Aargau besser im Ausland zu präsentieren, erläutert die kantonale Staatskanzlei in einer Mitteilung. Als Alternativen waren der Aufbau einer eigenen Präsenz im Ausland und der Ausbau bestehender eigener Vermarktungsaktivitäten erwogen worden.
Der Kanton Aargau gehörte der GZA bereits von 2007 bis 2010 im Rahmen einer Probemitgliedschaft an. Die Mitgliedschaft wurde jedoch nicht verlängert, da die regionale Standortförderung «damals auf steueroptimierende Unternehmen» fokussierte, «für die der Kanton Aargau uninteressant war», heisst es in der Mitteilung. Inzwischen richte sich das Interesse der GZA aber «auf innovative Branchen, die im Kanton Aargau bereits stark vertreten sind». Über die erneute Anbindung an die GZA will der Kanton Aargau Neuansiedlungen von Unternehmen etwa aus den Branchen Life Sciences, Energietechnologie, Maschinenindustrie und digitale Technologien erreichen.
«Wir wollen nicht Wachstum um jeden Preis, sondern gezielt Unternehmen mit hoher Wertschöpfung, guten Arbeitsplätzen und innovativen Produkten ansiedeln», wird der Aargauer Landammann Dieter Egli in der Mitteilung zitiert. «Damit dies gelingt, müssen wir Unternehmen direkt in den ausländischen Zielmärkten ansprechen können.» Dafür soll die GZA den Standort Aargau im Ausland bekannt machen und an einer Niederlassung in der Schweiz interessierte Unternehmen finden. Die Standortförderung des Kantons Aargau schlägt ihnen in Folge konkrete mögliche Standorte vor und klärt weitere Fragen.
Die Swiss Estates AG mit Sitz in Freienbach hat mehrere Immobilien an der Badenerstrasse in Zürich mit Wirkung zum Jahresende 2024 an eine private Aktiengesellschaft veräussert, informiert die Immobilienfirma in einer Mitteilung. Aus dem Verkauf der 2007 erworbenen und in Folge kontinuierlich entwickelten Liegenschaften wurde ein Gewinn realisiert, der die Verbindlichkeiten von Swiss Estates um rund 30 Millionen Franken reduziert. Gleichzeitig sei die Liquidität des Unternehmens «nennenswert gestärkt» worden, schreibt Swiss Estates.
Den durch die Transaktion im Jahresabschluss realisierten Gewinn will die Immobilienfirma für die Ausschüttung einer Dividende nutzen. Sein genauer Betrag hängt derzeit noch von der Ermittlung der Grundstücksgewinnsteuer durch das Steueramt der Stadt Zürich ab. Swiss Estate erwartet für den Jahresabschluss 2024 einen Gewinn von mehreren Millionen Franken.
Als Begründung für den Verkauf der Immobilien an der Badenerstrasse 288 – 296 gibt die Immobilienfirma einerseits an, dass der Wertsteigerungszyklus der Liegenschaften im Wesentlichen abgeschlossen gewesen sei. Zudem will sich Swiss Estate künftig auf Immobilien mit reiner Wohnnutzung konzentrieren. Hier führt das Unternehmen aktuell Verhandlungen über den Erwerb von fünf neuen Liegenschaften.
Dem Swiss Center for Design und Health (SCDH) wird auch für die Periode von 2025 bis 2028 ein Förderbeitrag gewährt. Damit, so das SCDH in einer Meldung, spreche der Bund sein Vertrauen in die Arbeit der Forschungseinrichtung aus und zeige, «dass die Frage, wie sich mittels Design Gesundheit verbessern lässt, von nationaler Bedeutung ist».
Das SCDH versteht sich als nationales Technologiekompetenzzentrum von internationalem Gewicht, das an der Schnittstelle von Design und Gesundheit interdisziplinäre Hochschulforschung und Privatwirtschaft mit Blick auf den Wissens- und Technologietransfer verbindet. Die Organisation wurde 2019 als öffentlich-private Partnerschaft gegründet und wird sowohl durch öffentliche wie private Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft getragen. Bund und Kanton finanzieren dem Aufbau mit. Ab 2030 soll das Zentrum selbsttragend sein.
Wie es in der Meldung weiter heisst, wird das SCDH während dieser zweiten Förderperiode sein Portfolio erweitern. «Hierzu gehören zum Beispiel der Aufbau einer evidenzbasierten Materialkollektion, eines realitätsnahen Operationssaales und die Möglichkeit der Simulation im Rohbau vor Ort bei den Kund:innen.» Nach der Konzentration auf den Gesundheitsbereich soll das Geschäftsfeld um die Industrie, die Pflege im häuslichen Umfeld und um öffentliche Bauten erweitert werden.
(CONNECT) Die Dorfstrom AG mit Sitz in Buttisholz hat am 1. Januar 2025 ihre Tätigkeit aufgenommen. Der Handelsregistereintrag war laut einer Mitteilung am 3. Dezember 2024 erfolgt. Das neue Unternehmen wolle Impulse für die lokale Energieversorgung in Buttisholz und anderen Gemeinden setzen, heisst es in der Mitteilung.
Über das Projekt und die geplante Kooperation von lokalen Energieproduzenten und einer Plattform für die Zusammenarbeit informiert eine eigene Internetseite, die mit Beginn der Geschäftstätigkeit freigeschaltet worden ist. «Die Webseite ist ein zentraler Anlaufpunkt, um die Menschen in Buttisholz und darüber hinaus über unsere Ziele und Angebote zu informieren», wird Oscar Küng zitiert, Verwaltungsratspräsident der Dorfstrom AG.
Mit dem Eintrag ins Handelsregister sei ein wichtiger Meilenstein erreicht, um die lokale Stromversorgung neu zu denken und die Energiewende in Buttisholz aktiv voranzutreiben, heisst es von der Dorfstrom AG. Die Firma setzt einen Schwerpunkt in der Förderung von virtuellen Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch (vZEV) und die Entwicklung lokaler Elektrizitätsgemeinschaften (LEGs). Damit soll lokal produzierter Strom direkt in der jeweiligen Gemeinde genutzt werden. Das stärke die lokale Wertschöpfung und verringere die Abhängigkeit von grossen Energieversorgern.
Die Dorfstrom AG organisiert den lokalen Stromhandel, um eine effiziente Verteilung sicherzustellen und bringt Produzenten und Abnehmer zusammen. Sie will erneuerbare Energieanlagen planen, bauen und betreiben, von Solaranlagen über Biogasanlagen bis zu lokalen Windkraftprojekten. Auch soll der Strom gespeichert werden, um Schwankungen auszugleichen und Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die Dorfstrom AG will lokale Energieprojekte durch Investitionen und Partnerschaften unterstützen.
Das Limmattaler Regiowerk Limeco mit Sitz in Dietikon stellt sechs Entwürfe für das neue Energiezentrum vor. Laut einer Ankündigung findet dazu eine öffentliche Ausstellung am Wochenende des 18. und 19. Januar von 14 bis 17 Uhr am Limeco-Sitz in Dietikon statt. Sie ist auch am Samstag, 1. Februar, noch einmal geöffnet. Gezeigt werden die «zukunftsweisenden Entwürfe» für die neue Kehrichtverwertungsanlage (KVA) und Abwasserreinigungsanlage (ARA).
Sechs Teams aus den Fachdisziplinen Architektur, Landschaftsarchitektur und Bauingenieurwesen hatten Entwürfe entwickelt. Diese basieren auf Erkenntnissen aus der Testplanung und rund 250 Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Ein Gremium habe das Siegerprojekt gewählt, welches den Auftrag für die Projektierung und Realisierung der neuen KVA und ARA erhält, heisst es weiter.
Die Abwasserreinigungsanlage und die Kehrichtverwertungsanlage von Limeco in Dietikon müssen bis 2034 und in einem zweiten Schritt bis 2050 erweitert beziehungsweise erneuert werden. KVA und ARA liegen nah beisammen in Dietikon und funktionieren im Verbund. Dadurch werde gesichert, dass zum richtigen Zeitpunkt die richtige Menge der richtigen Energie in der richtigen Qualität am richtigen Ort zur Verfügung steht, heisst es von Limeco zu dem Projekt.
Ziel der neuen Gesellschaft ist es, innovative und klimafreundliche Wärme-Verbundlösungen in den Ostschweizer Kantonen Thurgau, St.Gallen, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden sowie in angrenzenden Regionen zu entwickeln und zu betreiben. Als überregionaler Energiedienstleister unterstützt die WNO laut der Mitteilung Gemeinden sowie Privat- und Geschäftskunden dabei, auf eine nachhaltige Wärmeversorgung umzusteigen. Die jeweiligen Standortgemeinden sowie regionale Unternehmen werden beim Aufbau und Betrieb der Wärmenetze eingebunden.
«Die Gründung der WNO ist ein entscheidender Schritt hin zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung in der Ostschweiz. Gemeinsam treiben wir die Energiewende voran, stärken unsere Region und setzen innovative Technologien ein», wird Marco Huwiler zitiert, Verwaltungsrat der WNO und Geschäftsleiter der Technischen Betriebe Wil.
Bis Mitte 2025 liegt der Fokus laut der Mitteilung auf der Konstituierung, also Personalaufbau, Erarbeitung der Geschäftsgrundlagen und Finanzierungslösungen sowie Gespräche mit Gemeinden und möglichen Aktionären. Mitte nächsten Jahres soll die erste Projektentwicklung in einer Gemeinde starten.
Der Wärmebereich macht rund 50 Prozent des Energieverbrauchs in der Schweiz aus und verursacht über 35 Prozent der Treibhausgasemissionen, heisst es weiter. Die WNO will fossile Brennstoffe durch erneuerbare Wärmelösungen ersetzen.
Forschende der ETH vollen Energie aus dem Untergrund zur Erzeugung von Strom und Wärme nutzbar machen. Gleich mehrere Forschungsgruppen der Hochschule erkunden Möglichkeiten der Geothermie, informiert die ETH in einer Mitteilung. Ihr zufolge ist die Schweiz technisch, regulatorisch und hinsichtlich der Akzeptanz der Bevölkerung besser auf die Nutzung von Geothermie vorbereitet als noch vor einigen Jahren.
Eine Gruppe um Stefan Wiemer, Professor am Departement Erd- und Planetenwissenschaften der ETH und Direktor des Schweizerischen Erdbebendienstes, forscht im BedrettoLab an der Minimierung von Erdbebenrisiken bei sogenannten Enhanced Geothermal Systems. Ein sensorgestütztes System überwacht die Erzeugung der nötigen künstlichen Risse, in denen sich Wasser erwärmt. Die im BedrettoLab gewonnenen Erkenntnisse werden bei der Planung des Geothermie-Pilotkraftwerks in Haute-Sorne JU genutzt.
Die Gruppe von Martin Saar, Professor für Geothermische Energie und Geofluide im Departement der Erd- und Planetenwissenschaften an der ETH, erkundet die Möglichkeiten von geschlossenen Rohkreisläufen, in denen CO2 zirkuliert. Diese sogenannten deep closed-loop Advanced Geothermal Systems könnten «eine klimafreundliche Alternative zu CO₂-intensiven Reservegaskraftwerken sein», erläutert Saar in der Mitteilung. Die Gruppe hat sich zudem bereits sogenannte CO2-Plume Geothermal Systeme patentieren lassen. Hier wird die dauerhafte Speicherung von CO2 in Gestein mit dessen Nutzung zur Produktion von Wärme und Strom verbunden. Darüber wird die Speicherung von Prozess- und Sommerwärme von Gebäuden im Gestein untersucht, die im Winter zum Heizen genutzt werden kann.
Windturbinen mit einer Höhe von bis zu 30 Metern sollen künftig auch ausserhalb von Bauzonen gebaut werden können. Das hat der Ständerat am 18. Dezember mit einer Mehrheit von 26 gegen zwölf Stimmen ohne Enthaltungen beschlossen. Er folgt damit einer Standesinitiative Appenzell Ausserrhodens.
Der Halbkanton hatte im Juni 2023 vorgeschlagen, den Bau von Solar- und Kleinwindanlagen zu erleichtern. Er begründete das mit seiner besonderen Bebauungsweise: «Der Kanton Appenzell Ausserrhoden ist als ländlicher Kanton mit ausgeprägter Streusiedlung speziell von der sehr restriktiven Bundesgesetzgebung betroffen», schreibt er in seiner Begründung. «Nebst den vielen Landwirtschaftsbetrieben wohnen auch sonst besonders viele Menschen in Häusern, die ausserhalb der Bauzonen stehen.» Der Kanton könne bis zu 15 Prozent seines Strombedarfs aus der Windkraft ziehen.
Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Ständerates hatte den Vorschlag mit dem Stichentscheid seines Präsidenten Beat Rieder (Mitte/VS) abgelehnt. Mathilde Crevoisier Crelier (SP/JU) als Sprecherin der Kommission begründete die Ablehnung mit dem geringen Ertrag kleiner Windanlagen. Dieser rechtfertigte die Eingriffe in die Landschaft nicht, anders als im Fall grosser Windanlagen, die bereits ausserhalb der Bauzonen errichtet werden können.
Jakob Stark sprach sich im Namen der Kommissionsminderheit für die Initiative aus. «Man muss berücksichtigen, dass Kleinwindanlagen technisch grosse Fortschritte gemacht haben und in sehr unterschiedlicher Form daherkommen», sagte der Thurgauer SVP-Ständerat laut dem Wortprotokoll. «Sie können einen wertvollen Beitrag für die Stromversorgungssicherheit im Winter leisten.»
CIEC ist offizieller Anbieter der Enerdrape-Lösung zur Wärmegewinnung geworden. Die auf Wärmelösungen spezialisierte ENGIE-Tochter mit Sitz in Paris will die Geothermiepaneele des Waadtländer Start-ups zur Energiegewinnung in unterirdischen Infrastrukturen nutzen.
Ein erstes Projekt soll nun im 11. Bezirk von Paris umgesetzt werden, teilt Enerdrape auf LinkedIn mit. Dort sollen 130 Paneele verlegt werden, die mit einer Leistung von 23 Kilowatt pro Jahr 40 Megawattstunden Wärmeenergie erzeugen sollen.
Die Enerdrape-Paneele werden im Untergrund von Gebäuden installiert, etwa in Tiefgaragen. Dort nehmen sie die Energie des Untergrundes auf, die über eine Wärmepumpe in die Gebäude geführt und dort für die Heizung und Kühlung genutzt wird.
H2 Bois erhält einen neuen Minderheitsaktionär. Auf Januar 2025 steigt der Waadtländer Energieversorger Romande Energie laut einer Mitteilung mit einem Anteil von 33,7 Prozent ein. Die in der Holzwirtschaft tätige Groupe Corbat mit Sitz in Vendlincourt JU wird dann 50,3 Prozent und das Beratungsunternehmen Planair Vision SA mit Sitz in La Sagne NE 16 Prozent des 2021 von ihnen gegründeten Unternehmens halten.
H2 Bois will 2025 eine Anlage zur Herstellung von Wasserstoff aus Holzabfällen bauen und 2026 in Betrieb nehmen. Bei der Herstellung entsteht auch Biokohle, welche das im Holz enthaltene CO2 zu einem Teil dauerhaft speichern kann. Im für 2030 geplanten Vollausbau sollen so aus 14‘000 Tonnen Holz und Holzabfällen insgesamt 450 Tonnen sauberer Wasserstoff hergestellt und 2500 Tonnen CO2 pro Jahr gespeichert werden können. H2 Bois nutzt eine Technologie der französischen Haffner Energy.
Der Wasserstoff wird über eine 1,5 Kilometer lange Gasleitung in eine Industriezone im Ort transportiert. Dort wird er von Industrieunternehmen und über eine Tankstelle für die Mobilität genutzt. Die Biokohle wird in der Landwirtschaft verwendet.
Für Romande Energie bildet die Beteiligung einen Schritt in Richtung einer dekarbonisierten Westschweiz. «Diese Beteiligung erlaubt uns, an einem kühnen Projekt mitzuarbeiten, das in der Nutzung einer innovativen Negativemissionstechnologie ein Pionier in der Schweiz ist», wird Jérémie Brillet in der Mitteilung zitiert, bei Romande Energie für den Bereich Wasserstoff zuständig.
Benjamin Corbat, Generaldirektor der Groupe Corbat, begrüsst die Beteiligung von Romande Energie. «Wir freuen uns auf den Start der Produktion, aber auch darauf, neue Wege in der lokalen Holznutzung zu gehen.»
Die Hälg Facility Management AG ist vom neuen Jahr an auch in St.Gallen präsent. Damit erweitert das im Jahr 2000 gegründete und in Zürich ansässige Unternehmen sein Netzwerk auf die Ostschweiz. Es unterhält bereits Niederlassungen in Zürich, Bern, Münchenstein BL und Rotkreuz ZG. Das Unternehmen gehört zur Hälg Holding AG mit Sitz in St.Gallen. Die Gruppe ist mit 1144 Mitarbeitenden an 27 Standorten in der Schweiz in Gebäudetechnik und der Bewirtschaftung von Liegenschaften tätig.
Markus Haldimann, der langjährige Geschäftsführer der Hälg Facility Management AG, übernimmt laut einer Unternehmensmitteilung die strategische Leitung in der neuen Filiale. Daniel Weber wird als Standortleiter die operative Führung innehaben. Weber schloss nach seiner Ausbildung als Polymechaniker ein Studium im Facility Management ab und bildete sich bezüglich neuer Energien weiter. Er soll die Leistungserbringung vor Ort verantworten und das St.Galler Team weiterentwickeln.
«Die Erweiterung unseres Angebots hier am Standort St.Gallen stärkt nicht nur unsere regionale Präsenz, sie bietet auch unseren Kundinnen und Kunden einen echten Mehrwert», wird Marcel Baumer, Mitinhaber der Hälg Group, zitiert. «Zusätzlich zu den Dienstleistungen im Bereich Gebäudetechnik können wir unsere hohe Servicequalität und unser Fachwissen nun auch im Bereich Facility Management umfassend einbringen.»
Die Schweiz strebt Netto-Null bis 2050 an. Holz spielt auf diesem Weg eine Schlüsselrolle. Es bindet CO₂ aus der Atmosphäre, ist vielseitig einsetzbar und bietet nachhaltige Alternativen zu fossilen Rohstoffen. Doch wie viel Holz steht für Bauwesen, Industrie oder Energiegewinnung überhaupt zur Verfügung? Antworten liefern Forschende der Empa und WSL, die im Rahmen des Projekts SCENE erstmals die Materialflüsse von Holz in der Schweiz detailliert untersucht haben.
Für ihre Analyse verwendeten die Forschenden Daten aus 21 verschiedenen Quellen für das Jahr 2020, von der Holzernte bis zur Entsorgung. «Im Gegensatz zu anderen Studien, die oft nur modellierte Werte verwenden, konnten wir auf echte Daten zurückgreifen», erklärt Nadia Malinverno von der Empa. Der Aufwand zahlte sich aus, denn die Untersuchung bietet ein präzises Bild des gesamten Holzflusses in der Schweiz.
Recyclingpotenziale und der richtige Einsatz von Holz Derzeit werden nur acht Prozent des Holzes recycelt, im Vergleich zu etwa 70 Prozent bei Papier. Zudem werden 40 Prozent des jährlich geernteten Holzes direkt als Brennstoff genutzt. «Das ist aus ökologischer Sicht nicht optimal», betont Claudia Som, Co-Autorin der Studie. Damit Holz seine Rolle als CO₂-Speicher erfüllen kann, sollte es so lange wie möglich als Material genutzt werden.
Die Vision der Forschenden ist Kaskadennutzung Hierbei wird Holz zunächst zu langlebigen Produkten wie Balken und Brettern verarbeitet, die möglichst lange im Bauwesen verbleiben. Erst nach mehrfachem Gebrauch wird das Holz zu Holzspänen oder Faserstoffen weiterverarbeitet, bevor es schliesslich verbrannt wird. «Holz sollte nur dann als Energiequelle dienen, wenn es als Material nicht mehr verwendbar ist», erklärt Som.
Der Weg zu nachhaltigen Holzströmen Im Rahmen des SCENE-Projekts wollen die Forschenden künftig genauer untersuchen, welche Holznutzungen ökologisch und wirtschaftlich am sinnvollsten sind. Dabei konzentrieren sie sich auf konkrete Materialströme. In welcher Form liegt das Holz vor? Wie wird es verarbeitet? Wo gibt es Optimierungspotenzial?
«Die nachhaltige Holznutzung ist ein zentraler Baustein der Energiewende», so Malinverno. «Unsere Arbeit zeigt, dass die Schweiz hier noch viele ungenutzte Chancen hat, sowohl für den Klimaschutz als auch für die Ressourceneffizienz.»
Seit der ersten Smart-City-Strategie von 2018 hat sich Winterthur als eine der fortschrittlichsten Städte der Schweiz etabliert. Damals standen Lebensqualität und Ressourceneffizienz im Fokus, ergänzt durch Themen wie Energie, Mobilität, Bildung und Gesundheit. Mit der Überarbeitung der Strategie hin zu Smart City Winterthur 2030 rückt der Stadtrat nun neue Querschnittsthemen wie Innovation, Bedürfnisorientierung und Co-Kreation in den Mittelpunkt. Diese Themen sind entscheidend, um den Anforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft gerecht zu werden.
Zwei Programme treiben die Umsetzung voran Die neue Strategie wird durch zwei Programme realisiert, das Innovationsprogramm und das WinLab. Das Innovationsprogramm unterstützt Mitarbeitende der Stadtverwaltung bei der Entwicklung und Umsetzung innovativer Projekte. Ziel ist es, die Innovationskultur innerhalb der Verwaltung zu stärken.
Das WinLab hingegen agiert als urbanes Reallabor, in dem Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und städtischen Institutionen zusammenarbeiten. In diesem kreativen Raum werden zukunftsweisende Lösungen für die Stadt entwickelt und getestet. Beide Programme schaffen Freiräume für Experimente und fördern nachhaltige Innovationen, die den Bedürfnissen der Bürger entsprechen.
Eine Strategie für die Zukunft Die Strategie Smart City Winterthur 2030 tritt am 1. Januar 2025 in Kraft und ist Teil des langfristigen Ziels, Winterthur als nachhaltige und anpassungsfähige Stadt zu gestalten. Nach spätestens fünf Jahren wird die Strategie erneut überprüft, um sicherzustellen, dass sie weiterhin den Anforderungen der Stadt und ihrer Bevölkerung entspricht.
Mineralien und Metalle wie Kupfer, Lithium und Seltene Erden sind essenziell für Technologien der Energiewende, darunter Batterien, Elektromobilität und erneuerbare Energien. Die zunehmende Nachfrage trifft jedoch auf begrenzte Produktionsstandorte, wodurch geopolitische Spannungen und Exportbeschränkungen die Versorgung erschweren. Konsumentenländer reagieren mit industriepolitischen Massnahmen und internationalen Kooperationen, um Engpässe zu vermeiden.
Die besondere Rolle der Schweiz Die Schweizer Industrie importiert hauptsächlich Halbfabrikate und Komponenten aus der EU, was die direkte Abhängigkeit von Rohstoffproduzenten reduziert. Dennoch ist auch die Schweiz nicht vor globalen Versorgungsrisiken gefeit. Der Bundesrat hat deshalb Massnahmen entwickelt, um eine stabile Rohstoffversorgung langfristig zu sichern.
Handlungsoptionen für die Versorgungssicherheit Der Bericht des Bundesrats nennt zentrale Massnahmen. Die Aussenwirtschaftspolitik setzt auf den Ausbau bilateraler Handelsabkommen und einen verstärkten Dialog mit internationalen Partnern, insbesondere der EU. Gleichzeitig liegt der Fokus auf Nachhaltigkeit durch die Diversifizierung von Bezugsquellen, die Förderung der Kreislaufwirtschaft und nachhaltiger Beschaffungspraktiken. Im Bereich Forschung und Innovation wird die Entwicklung neuer Recycling-Technologien und alternativer Materialien unterstützt.
Darüber hinaus wird ein enger Dialog mit der Industrie empfohlen, um Versorgungsrisiken frühzeitig zu erkennen und gezielt zu steuern. Eine Vertiefung der Beziehungen zu politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Partnern soll die Grundlage für eine verlässliche Rohstoffversorgung bilden.
Nachhaltige Bewirtschaftung und Kreislaufwirtschaft Eine zentrale Empfehlung des Berichts ist die Förderung einer nachhaltigen Nutzung von Mineralien und Metallen. Der Lebenszyklus der Rohstoffe soll stärker berücksichtigt werden, etwa durch Recycling und die Stärkung der Kreislaufwirtschaft. Diese Ansätze tragen nicht nur zur Versorgungssicherheit bei, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.
Die Energiewende bringt Herausforderungen für Fernwärmenetze, da die Einspeisung erneuerbarer Energien und die Dezentralisierung eine effiziente Steuerung komplexer macht. Mit der Simulationssoftware bietet das Fraunhofer-Institut ITWM eine Lösung, die Netze in Echtzeit überwachen, stabilisieren und optimieren kann.
Digitaler Zwilling für präzise Steuerung Kern der Innovation ist ein Digitaler Zwilling, der physikalische Prozesse des Netzes nachbildet. Basisdaten wie Netzstruktur, Wetter- und Verbrauchsdaten fliessen in die Simulation ein, um Wärmeströme, Lastspitzen und kritische Betriebszustände frühzeitig zu erkennen. Stadtwerke profitieren von einem stabileren Netzbetrieb und können unnötige Energieverluste durch optimierte Vorlauftemperaturen reduzieren.
Effizienzsteigerung bei Planung und Betrieb Die Software ermöglicht eine vorausschauende Planung neuer Netze. Szenarien wie die Platzierung von Energiequellen oder der Verbrauch zu unterschiedlichen Zeiten werden simuliert, um Ressourcen effizient zu nutzen. Materialeinsparungen durch kleinere Rohrquerschnitte und die präzise Nutzung erneuerbarer Energien senken Kosten und fördern eine klimaneutrale Wärmeversorgung.
Zukunftsweisende Erweiterungen Neben der Optimierung der Benutzeroberfläche arbeiten die Forschenden daran, den Rechenkern der Software auch für andere Energienetze wie Strom und Gas nutzbar zu machen. Damit könnte «AD Net Heat» ein Vorbild für die Digitalisierung weiterer Infrastrukturprojekte werden.
Mit der Zustimmung beider Räte zum neuen Bundesgesetz wurde ein lang ersehnter Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung beschlossen. Die Eigenmietwertsteuer, die als unbefriedigend und ungerecht galt, gehört damit der Vergangenheit an. Künftig entfällt die Einkommensbesteuerung der fiktiven «Eigenmiete» für selbstgenutztes Wohneigentum, was das Steuersystem deutlich vereinfacht.
Förderung von Finanzstabilität und Wohneigentum Ein weiterer zentraler Punkt des neuen Gesetzes ist der Abbau der Privatverschuldung. Die Begrenzung des Abzugs für private Schuldzinsen sowie die Streichung zusätzlicher Abzugsmöglichkeiten führen zu einer Stärkung der Finanzstabilität. Junge Familien profitieren von einem zeitlich begrenzten Schuldzinsabzug, der ihnen den Erwerb von Wohneigentum erleichtert. Damit wird der Verfassungsauftrag zur Förderung des Wohneigentums erfüllt.
Anpassungen bei Steuerabzügen Die Abschaffung der Eigenmietwertsteuer bringt eine systemkonforme Streichung bisheriger Abzüge wie Unterhaltskosten oder Versicherungsprämien mit sich. Gleichzeitig bleibt es den Kantonen überlassen, Abzüge für energetische Sanierungen oder Umweltschutzmassnahmen beizubehalten, um diese weiterhin zu fördern.
Keine Benachteiligung von Vermietern Für private Vermieter bleibt die Möglichkeit erhalten, Kosten wie Unterhalt oder Schuldzinsen steuerlich abzusetzen. Dadurch wird sichergestellt, dass die neue Regelung keine negativen Auswirkungen auf die Vermietung privater Immobilien hat.
Verfassungsänderung zur Kompensation Das Inkrafttreten des neuen Gesetzes ist an eine Verfassungsänderung gebunden. Diese erlaubt Kantonen, eine Objektsteuer für Zweitliegenschaften einzuführen, um Steuerausfälle bei selbstgenutzten Zweitwohnungen auszugleichen. Insbesondere Tourismuskantone sollen so die finanziellen Auswirkungen kompensieren können.
Gebäude sind im Kanton Zürich für über 40 Prozent des Energieverbrauchs und 30 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Seit September 2022 gilt darum, Öl- und Gasheizungen in bestehenden Gebäuden müssen am Ende ihrer Lebensdauer durch klimafreundliche Alternativen ersetzt werden, wenn dies technisch und finanziell möglich ist. 2025 stehen für diesen Wandel 61 Millionen Franken an Fördergeldern bereit. Diese Mittel fliessen gezielt in Massnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Förderung nachhaltiger Heizsysteme.
Stärkere Förderung für grössere Heizungsersätze Das Förderprogramm legt 2025 einen besonderen Schwerpunkt auf den Ersatz grösserer fossiler Heizungen. Während die Sockelbeiträge für kleinere Anlagen leicht gesenkt wurden, profitieren grössere Heizungen ab etwa 30 Kilowatt Leistung von erhöhten, leistungsabhängigen Förderungen. Dies trägt den höheren technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen bei solchen Projekten Rechnung.
Belohnung für umfassende Gebäudemodernisierungen Eine gut gedämmte Gebäudehülle spart Heizenergie, reduziert Heizkosten und verbessert das Wohnklima. Daher wird bei Gesamtmodernisierungen ein zusätzlicher Anreiz gesetzt. Wer mindestens 90 Prozent der Dämmfläche von Dach, Fassaden und Böden modernisiert, erhält einen Zusatzbeitrag. Förderungen für Modernisierungen nach MINERGIE-Standard sind ab 2025 an die Zusatzzertifizierung «ECO» geknüpft, um auch Aspekte wie Kreislauffähigkeit und graue Energie zu berücksichtigen.
Unterstützung für dezentrale Heizsysteme Dezentral installierte Elektro- oder fossile Heizungen stellen eine besondere Herausforderung dar. Ab 2030 sind stromintensive Elektroheizungen im Kanton Zürich verboten. Hauseigentümer, die solche Systeme durch klimafreundliche Alternativen ersetzen, profitieren neu von mindestens 15 000 Franken Zuschuss für die Installation eines Wärmeverteilsystems. Dies soll die aufwändige Umrüstung erleichtern und beschleunigen.
Der vom digitalen Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im November auf dem Stand von 128,1 Punkten geschlossen. Im Vergleich zum Vormonat legte der Index damit um 0,3 Prozent zu, informiert Homegate in einer Mitteilung. Somit habe sich „der kurzzeitige Rückgang im Oktober wieder egalisiert und die ausgeschriebenen Mietpreise befinden sich erneut auf dem Niveau von September 2024“. Im Jahresvergleich wurde schweizweit ein Anstieg der Angebotsmieten um 3,1 Prozent beobachtet.
Innerhalb der Kantone haben die Fachleute von Homegate nur in einzelnen Fällen grössere Veränderungen gegenüber dem September ausgemacht. Am stärksten sticht dabei der Kanton Graubünden mit einem Rückgang der Angebotsmieten um 4,4 Prozent hervor. Bei „derartigen Ausreissern“ handele es sich aber meist um kurzfristige Veränderungen, heisst es in der Mitteilung. Einen Anstieg der Mieten um mehr als 2 Prozent im Monatsvergleich legte lediglich der Kanton Nidewalden mit 2,1 Prozent vor.
Den im Index erfassten acht Schweizer Städten attestieren die Fachleute eine Rückkehr „zur erwarteten Normalität“. Sie machen dies vor allem am Wachstum der Angebotsmieten um 1,6 Prozent in Zürich und in Lausanne fest. Die übrigen sechs betrachteten Städte weisen nur marginale Veränderungen gegenüber September auf. Im Jahresvergleich wurde jedoch bei allen acht Städten ein deutliches Wachstum beobachtet. Am stärksten fiel dieses mit 7 Prozent in der Stadt Luzern aus.
Golf Sempach hat das Angebot für den Golfsport um einen Indoor-Bereich erweitert. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, können ab 17. Januar 2025 Golferinnen und Golfer in Hildisrieden in geschlossenen Räumen zu erstklassigen Bedingungen trainieren. Moderne Technologien erlauben maximale Trainingseffizienz. So lassen sich mittels Projektion präzise Ziellinien fürs Putting auf dem Indoor-Feld erzeugen. Die Übungsanlage für das Pitching und Chipping dient für effektives Training sämtlicher Schlagvarianten.
Bei der Schwunganalyse stellen Radarsysteme detaillierte Schläger- und Balldaten mit mehr als 40 Parametern zur Verfügung. Die Datenerfassung wird ergänzt von einem beweglichen Boden, der variable Neigungen des Untergrunds simulieren kann. Zudem halten drei Highspeed-Kameras Bewegung und Ballkontakt aus jedem Winkel fest für spätere Videoanalysen.
In einem Fitnessbereich können Golferinnen und Golfer an Technogymgeräten der neusten Generation ein gezieltes Training von Ausdauer, Stabilität und Kraft in Angriff nehmen und damit „die perfekte Grundlage für einen biodynamisch optimierten und präzise kontrollierten Golfschwung“ schaffen.
Wie Golf Sempach meldet, setzt das Performance Center europaweit neue Massstäbe. „Die eingesetzte Highendtechnik entspricht Professional Tour Standards und ermöglicht ambitionierten Spielerinnen und Spielern auch in der Schweiz Zugang zu Trainingsmöglichkeiten auf Weltklasseniveau“, wird Daniel Weber, Geschäftsführer und Eigentümer von Golf Sempach, zitiert.
Colliers Switzerland hat im Konnex Baden eine 1530 Quadratmeter grosse Bürofläche im fünften Obergeschoss an die Harting Technologiegruppe vermietet. Dort soll laut Medienmitteilung der neue globale Hauptsitz des Anbieters für industrielle Verbindungstechnik entstehen und im Oktober 2025 seinen Betrieb aufnehmen.
Harting hat seinen Hauptsitz im nordrhein-westfälischen Eskelkamp und seinen Schweizer Sitz in Volketswil ZH. Die Harting-Verbindungstechnik kommt bei der Übertragung von Daten und Strom unter anderem in den Bereichen Transportwesen, Elektromobilität, erneuerbare Energiegewinnung, Automatisierung und Maschinenbau zum Einsatz, heisst es in der Mitteilung. Vom neuen Zentralbüro aus sollen überregional tätige Top-Manager die globale Steuerung des Unternehmens übernehmen. Für die Entscheidung von Harting, ins Konnex zu ziehen, seien unter anderem die hohen Nachhaltigkeitsstandards im Konnex entscheidend gewesen.
Im Konnex soll ein innovatives Stadt-in-Stadt-Konzept verwirklicht werden, mit einer Reihe von Dienstleistungen und Annehmlichkeiten, darunter Gastronomie, Läden des täglichen Bedarfs, Fitness, Kinderbetreuung und Co-Working. Das Konnex-Gebäude befindet sich im Stadtzentrum, nur fünf Gehminuten vom Badener Bahnhof und 20 Minuten von Zürich entfernt.
Colliers Switzerland mit Sitz in Zollikon firmierte früher als SPGI Zurich AG. Die Immobilienverwalterin ist ein Tochterunternehmen der Intercity Group.
Die Nutzung von Holz als einem der wichtigsten Rohstoffe auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft haben Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und der in Birmensdorf ansässigen Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) untersucht. Die Analyse kommt laut einer Medienmitteilung zu dem Schluss, dass in der Schweiz noch erhebliches Potenzial bestehe, was die nachhaltige Holznutzung betrifft. So betrage die Recycling-Rate beim Holz gerade einmal knapp 8 Prozent, beim Papier sind es an die 70.
„Von den fünf bis sieben Millionen Kubikmetern Holz, die wir in der Schweiz jährlich ernten, werden rund 40 Prozent direkt energetisch genutzt – sprich verbrannt“, wird die Erstautorin der Studie, Nadia Malinverno aus dem Empa-Labor Technologie und Gesellschaft zitiert. Das sei keineswegs ideal, denn Holz werde vielseitig genutzt, als Rohholz, Schnittholz, Holzspäne, Holzfasern für die Papierindustrie und vieles mehr.
Die Schweiz habe sich Netto-Null als Ziel bis 2050 gesetzt. Holz sei auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft einer der wichtigsten Rohstoffe. Es binde beim Wachstum CO2 aus der Atmosphäre und biete sowohl als Material als auch als Energieträger Alternativen zu fossilen Rohstoffen, heisst es in der Mitteilung, die gleichlautend von Empa und WSL veröffentlicht wurde. Viele Industriezweige wollen in Zukunft vermehrt auf Holz setzen, sei es im Bau, bei der Produktion von Textilien und sogar in Sektoren wie Elektronik oder Pharma und Chemie, heisst es weiter.
Die Arbeiten wurden im Rahmen von SCENE(Swiss Center of Excellence on Net-Zero Emissions) durchgeführt, einer Initiative der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH).
Der Verband Smart City Hub Switzerland hat zum ersten Mal seine Smart City Hub Awards für innovative Ansätze intelligenter und nachhaltiger städtischer Lösungen verliehen. Aus insgesamt 20 Einreichungen waren sieben Projekte nominiert worden, informiert der aus Vertretenden von Städten und bundesnahen Dienstleistern zusammengesetzte Verband in einer Mitteilung. Von diesen sieben Nominierten wurden nun die Projekte Smartes Appenzellerland, Generative KI-Assistenz für Winterthur und Zuri Accessible CiTy (ZuriACT) in den Kategorien Newcomer, Innovation und Smart Citizen Services ausgezeichnet.
In der Kategorie Newcomer trug die Organisation Verein Smartes Appenzellerland (VSAL) den Sieg davon. Ihr Projekt fördert die digitale Transformation im Appenzellerland. In der Mitteilung werden dabei die Entwicklung einer Plattform für das Internet der Dinge und Bildungsinitiativen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik hervorgehoben.
Der Preis in der Kategorie Innovation ging an die Stadt Winterthur. Sie testet im Projekt Generative KI-Assistenz den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in praxisnahen Nutzungen, die von Schulungen und ethischer Reflexion begleitet werden.
Stadt und Universität Zürich wurden mit dem Award für Citizen Services ausgezeichnet. Ihr Projekt Zuri Accessible CiTy (ZüriACT) will die Barrierefreiheit in Zürich durch digitale Werkzeuge und bessere Daten verbessern. In Zusammenarbeit mit Betroffenen werden innovative Technologien zur Vereinfachung von Zugänglichkeitsdaten eingesetzt.
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