Kategorie: Regionen

  • BeOne Medicines verankert sich in der Basel Area

    BeOne Medicines verankert sich in der Basel Area

    BeOne Medicines, ehemals BeiGene, hat seinen Sitz offiziell in die Schweiz verlegt. Bereits seit 2018 in Basel präsent, verankert sich das global tätige Onkologieunternehmen nun dauerhaft im Herzen eines der innovativsten Biotech-Hotspots Europas. Basel überzeugt nicht nur mit mehr als 30’000 hochqualifizierten Life-Sciences-Fachkräften, sondern auch durch exzellente Rahmenbedingungen für regulatorische Zusammenarbeit und internationale Vernetzung.

    Strategischer Impuls für Forschung und Entwicklung
    BeOne verfolgt eine vertikal integrierte Innovationsstrategie, die Grundlagenforschung, klinische Entwicklung und Produktion unter einem Dach vereint. Das Unternehmen verfügt über eine der umfangreichsten Onkologie-Pipelines weltweit. Mit mehr als 50 Prüfpräparaten, darunter ein bereits in 75 Ländern zugelassener BTK-Inhibitor, adressiert BeOne sowohl hämatologische Erkrankungen als auch solide Tumore. Die Entwicklung basiert auf Zukunftstechnologien wie multispezifischen Antikörpern und Proteinabbauprodukten.

    Standortwahl als Teil einer globalen Expansionsstrategie
    Die Basel Area wird damit zur europäischen Drehscheibe der klinischen Aktivitäten von BeOne. Bereits 2024 wurden 13 neue Wirkstoffkandidaten in klinische Studien überführt. Ein Spitzenwert selbst im Vergleich zu Big Pharma. Mehr als 40 Studien laufen derzeit in Europa, mit über 3’000 Patientinnen und Patienten. Weltweit beschäftigt BeOne mehr als 11’000 Mitarbeitende auf sechs Kontinenten, mit stark wachsendem Anteil in der Schweiz.

    Ein Gewinn für den Standort und für Investoren
    Für den Standort Basel bedeutet die Entscheidung von BeOne einen klaren Zugewinn an internationaler Sichtbarkeit, Arbeitsplätzen und Investitionsdynamik. Für Investorinnen und Projektentwickler in den Life Sciences ergeben sich neue Chancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von Laborflächen über klinische Studienzentren bis zur Produktion. Die Nähe zu Wissenschaft, Talenten und regulatorischen Behörden schafft ideale Voraussetzungen für weitere Wachstumsschritte.

  • Grundstein für biomedizinische Spitzenforschung gelegt

    Grundstein für biomedizinische Spitzenforschung gelegt

    Die Universität Basel hat am 23. Mai zusammen mit Projektpartnern sowie Gästen aus Politik und Wissenschaft die Grundsteinlegung für den Neubau Biomedizin auf dem Life-Science-Campus Schällemätteli gefeiert. Ab 2030/31 sollen hier rund 700 Forschende eine hochmoderne Infrastruktur zur Verfügung gestellt bekommen, informiert die Universität Basel in einer Mitteilung. „Mit diesem Gebäude schaffen wir nicht nur Raum für exzellente Forschung, sondern fördern auch die enge räumliche Vernetzung zwischen Universität, Kliniken und Industrie“, wird dort Rolf Borner, Direktor Infrastruktur & Betrieb der Universität Basel, aus seiner Ansprache an der Grundsteinlegung zitiert.

    Die Universität will im Neubau Biomedizin ihre derzeit über sechs verschiedene Standorte verteilten Einheiten des Departements Biomedizin zusammenführen. Es forscht an der Schnittstelle zwischen Grundlagenwissenschaft und medizinischer Anwendung hauptsächlich zu Tumorerkrankungen, Immunsystem, regenerativer Medizin und Neurowissenschaften.

    Die Bauarbeiten für das über 40 Meter hohe Gebäude mit elf Geschossen laufen seit 2023, im nächsten Jahr soll der Rohbau stehen. Neben Laborräumen sehen die Planungen Hörsäle, Seminarräume und eine Lounge zur Förderung des wissenschaftlichen Austauschs vor. Das Projekt wird von der Bau- und Immobiliengesellschaft Implenia aus Opfikon als Totalunternehmerin realisiert.

    An der Grundsteinlegung hat die Universität Basel zudem die neue Konferenzreihe Basel BioMed Symposium lanciert. Die erste Ausgabe am 23. Mai war den Wertschöpfungsketten der biomedizinischen Forschung gewidmet.

  • Geothermie in unterirdischen Bauwerken

    Geothermie in unterirdischen Bauwerken

    Ingenieurinnen und Ingenieure des Labors für Bodenmechanik (LMS) an der EPFL haben laut ihrer Mitteilung die Nutzung von Geothermie in zwei sehr unterschiedlichen Anwendungsfällen untersucht: in einer U-Bahn-Station und in einem unterirdischen Rechenzentrum. Dabei ging es den Forschenden in diesem Innosuisse-Projekt gemeinsam mit dem international tätigen Ingenieursbüro Amberg Engineering aus dem Kanton Zürich um die Optimierung der Klimatisierung durch eine verbesserte Nutzung von energetischen Geostrukturen.

    Dies sind Bauteile von Gebäuden, die sich im Boden befinden und für die Wärmeleitung verwendet werden können. Dazu zählen Energiepfähle, Bodenplatten und Wände von Untergeschossen. Die zwei Studien wurden in der Fachzeitschrift „Tunnelling and Underground Space Technology” veröffentlicht.

    Für die von dem Team entwickelten übertragbaren Modelle wurden entweder die meisten physikalischen Faktoren der unterirdischen Eisenbahninfrastruktur berücksichtigt oder aber neben der Geometrie des Gebäudes und der mechanischen Belüftung auch die Kapazität zur Ableitung überschüssiger Wärme durch geothermische Aktivierung.

    Die Forschenden fanden unter anderem heraus, dass sich ein geothermisches System in einem unterirdischen Rechenzentrum in drei bis sieben Jahren amortisiert. Ersetzt die geothermische Energie die von Gasheizkesseln erzeugte Wärme, könnten die jährlichen CO2-Emissionen am typischen Standort dieser Fallstudie um 45 Prozent gesenkt werden.

    Sofie ten Bosch, Bauingenieurin im LMS und Studienhauptautorin, konnte in diesen beiden Untersuchungen ihre Doktorarbeit in zwei konkreten Anwendungen umsetzen. Sie sagt: „Die Technologie zur Bewertung des Potenzials von Geothermie in einem bestimmten Gebiet ist mittlerweile ausgereift, und wir sehen, dass die Branche bereit ist, neue Möglichkeiten für die optimale Nutzung dieser nachhaltigen Wärmequelle zu erkunden.”

  • Regionale Unternehmen im Rampenlicht der Preisverleihung Zentralschweiz

    Regionale Unternehmen im Rampenlicht der Preisverleihung Zentralschweiz

    Obrist interior ist der Sieger des Prix SVC Zentralschweiz 2025. Das 1895 gegründete KMU aus Inwil ist auf hochwertigen Ladenbau und Innenausbau spezialisiert. Laut einer Mitteilung des Swiss Venture Club (SVC) realisiert es weltweit mit rund 120 Fachleuten aussergewöhnliche Interieurs für Luxusmarken, Geschäftsräume und private Wohnbereiche. Wie Urban Camenzind, Jurypräsident und Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Uri, bei der Preisverleihung hervorhob, war die Expertenjury «beeindruckt von der gelungenen Verbindung aus traditionellem Handwerk und modernster Technik. In enger Zusammenarbeit verarbeiten Kundenberater, Projektleiter, Planer und Produktionsfachleute verschiedenste Materialien wie Holz, Metall und Glas zu hochwertigen Laden- und Inneneinrichtungen – wahre Kunstwerke, geschaffen in der Zentralschweiz für den Weltmarkt.»

    Platz 2 ging an die Axon Active Gruppe aus Luzern. Sie unterstützt Unternehmen und Organisationen in verschiedenen Branchen mit skalierbaren digitalen Lösungen bei der Transformierung und der Optimierung ihrer Geschäftsprozesse. Das Unternehmen zeichnet sich durch Agilität, Nachhaltigkeit und Kundennähe aus, urteilt die SVC-Jury.

    Platz 3 ging an Schiltrac Fahrzeugbau. Das Unternehmen aus Buochs baut individuelle Spezialtransporter für unterschiedliche Anwendungen, von landwirtschaftlichen und Kommunalfahrzeugen bis hin zu Feuerwehrautos. Schiltrac, so der SVC, sei bekannt für hohe Fertigungsqualität und Flexibilität.

    Als weitere Preisträger wurden Stadler Form aus Zug und Impact Acoustic aus Luzern prämiert. Stadler Form optimiert mit seinen Luftbefeuchtern, Entfeuchtern und Aroma-Diffusern das Raumklima. Impact Acoustic entwickelt kreislauffähige Produkte, die die Raumakustik in Büros, Restaurants, Hotels und öffentlichen Gebäuden verbessern.

  • Kooperation stärkt digitale Präzision im Infrastrukturbau

    Kooperation stärkt digitale Präzision im Infrastrukturbau

    Die zur Amberg-Gruppe gehörende Amberg Technologies AG aus Regensdorf spannt mit Topcon Positioning Systems aus Livermore im US-Bundesstaat Kalifornien zusammen. Die Kooperation hat zum Ziel „die Interoperabilität zwischen den Sensorlösungen von Topcon und den Software- und Hardware-Plattformen von Amberg Technologies für Bahn- und Tunnelanwendungen zu ermöglichen“, schreiben die beiden international agierenden Partnerunternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung. Hintergrund ist das Bestreben von Amberg und Topcon, gemeinsamen Kunden „vollständig integrierte Lösungen“ anbieten zu können.

    Amberg Technologies ist auf Messlösungen für den Bau von Strassen, Schienen, U-Bahnen und anderen Infrastrukturen spezialisiert. Die 1981 gegründete Tochter der Amberg-Gruppe aus Regensdorf bietet zudem Messlösungen für die Überwachung derartiger Infrastrukturen an. Das zur Topcon Corporation aus Tokio gehörende Unternehmen Topcon Positioning Systems entwickelt, produziert und vertreibt Präzisionsmess- und Arbeitsablauflösungen, für die Branchen Bau, Geodaten und Landwirtschaft.

  • Neues Zertifikat überprüft Energieeffizienz im Betrieb

    Neues Zertifikat überprüft Energieeffizienz im Betrieb

    Der in Basel ansässige Verein Minergie hat am 22. Mai in Bern sein neues Zertifikat Minergie-Betrieb vorgestellt. Es wird an Eigentümerschaften vergeben, die mit einem geringen Energieverbrauch und geringen Betriebskosten einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, erläutert Minergie in einer Mitteilung zur Lancierung. Während der bereits bekannte Minergie-Baustandard bauliche Energieeffizienz attestiert, sollen mit Minergie-Betrieb fehlerhafte oder ineffiziente Einstellungen der Gebäudetechnik vermieden werden.

    „Das neue Zertifikat Minergie-Betrieb schlägt nun die Brücke zwischen Planung, Bau und Betrieb, in dem es die Einstellungen der Gebäudetechnik und den damit verbundenen Energieverbrauch anhand von automatisch erfassten Energiedaten und Auswertungen prüft und zertifiziert“, wird Sabine von Stockar, Leiterin Bildung und Entwicklung bei Minergie, in der Mitteilung zitiert. „So wird sichergestellt, dass das Potenzial der Energieeffizienz im laufenden Betrieb gewährleistet ist.“

    Erstmals kann Minergie-Betrieb nach mindestens einem Jahr Betrieb der Gebäudetechnik vergeben werden. Das Zertifikat richtet sich insbesondere an „Immobilienbesitzende mit grossen Portfolios und nachhaltigen Ambitionen“, erläutert Minergie. In Ergänzung zum Minergie-Baustandard könne der Zertifizierungsprozess für Minergie-Betrieb über das gesamte Portfolio hinweg Energie-Einsparungen von 15 Prozent bringen. Der Verein empfiehlt eine Rezertifizierung nach drei Jahren.

  • Finanzielle Realität beendet visionäres Raumkonzept

    Finanzielle Realität beendet visionäres Raumkonzept

    „Dies ist der Post, den wir nie machen wollten“, leitet Tadah einen Beitrag auf LinkedIn ein, in dem die Gründerinnen Klara Zuercher, Diana Wick Rossi, Sarah Steiner und Julia Cebreros die Schliessung ihres Coworking und Kids Space bekanntgeben. Ihnen zufolge hat das Geschäftsmodell trotz grosser Nachfrage und positiven Rückmeldungen „den finanziellen Anforderungen nicht standhalten“ können. Per Ende Juni wird der Betrieb daher eingestellt.

    Tadah an der Albisriederstrasse 253 in Zürich war als „nachhaltig eingerichteter Coworking Space für Eltern, für Teams, für Start-ups“ konzipiert, heisst es in der Selbstbeschreibung von Tadah. „Mit voller Flexibilität, auch in der Kinderbetreuung.“ Mit Tadah hatten die vier Gründerinnen einen Beitrag dazu leisten wollen, die Schweiz familienfreundlicher zu machen.

    Für die Coworking-Räumlichkeiten hat Tadah bereits einen Nachmieter gefunden. Die Räumlichkeiten werden als Start-up-Hub von der Norm Technologies AG übernommen. Für den Kids Space müssen noch Nachmieter gefunden werden.

  • Bundesgericht bestätigt Zuständigkeit der Preisaufsicht für Siedlungsabfall

    Bundesgericht bestätigt Zuständigkeit der Preisaufsicht für Siedlungsabfall

    Das Bundesgericht in Lausanne überprüft nicht, ob der Preisüberwacher für die Annahmepreise von Siedlungsabfall zuständig ist. Es sei gemäss eines Urteils vom 11. April aus prozessualen Gründen nicht auf eine Beschwerde von Limeco eingetreten, schreibt das Limmattaler Regiowerk in einer Mitteilung.

    Limeco hatte gegen ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in St.Gallen vom 10. November 2023 Beschwerde eingelegt. Damit hatte das Unternehmen die Zuständigkeit des Preisüberwachers überprüfen lassen wollen.

    Das St.Galler Urteil von 2023 hatte Limeco allerdings in der Sache recht gegeben. Der Preisüberwacher habe 2018 seine Verfügung einer Preissenkung auf falsche Berechnungen abgestützt, hatte das Gericht geurteilt. Limeco hatte für die thermische Verwertung 150 Franken pro Tonne Siedlungsabfall verlangt. Der Preisüberwacher reduzierte den Preis in seiner Verfügung auf 102 Franken.

    Mit dem jetzigen Entscheid des Bundesgerichts in Lausanne kann der Preisüberwacher auch in Zukunft die Annahmepreise für Siedlungsabfall beurteilen. Er muss sich dabei aber an den Rahmen halten, den das St.Galler Gericht gesetzt hat.

    Zu den Limeco-Trägergemeinden gehören Dietikon, Geroldswil, Oberengstringen, Oetwil a.d.L., Schlieren, Unterengstringen, Urdorf und Weiningen.

  • immoTable Glarus zeigt Perspektiven für den alpinen Raum

    immoTable Glarus zeigt Perspektiven für den alpinen Raum

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    Monika Schärer eröffnete die Veranstaltung mit einem klaren Impuls. Die Region Glarus ist bereit, sich neu zu erfinden und als Modell für urbane Entwicklung im alpinen Raum zu dienen. Andreas Binkert, Architekt, Dozent und Verwaltungsrat der Nüesch Gruppe, führte die Gäste durch das Raumkonzept Schweiz 2050. Er betonte die Notwendigkeit polyzentraler Strukturen, vorausschauender Standortentwicklung und umweltgerechter Mobilitäts- und Energielösungen. Nach SIA brauche es eine gesamtschweizerische Entwicklungsstrategie bis 2070, die als verbindliche Grundlage für Priorisierung, Interessenabwägung und Investitionssicherheit dient.

    Smart Valley Glarus
    Im Zentrum stand die Frage, wie alpine Regionen wie Glarus vom Wandel profitieren können.  Die Vision eines «Smart Valley Glarus» wurde skizziert, nicht als künstlich geschaffene Stadt, sondern als clusterartig entwickeltes Raumgefüge mit hoher Dichte, gemischter Nutzung und nahtloser Integration bestehender Dörfer. Bildung, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und energieeffizientes Bauen bilden dabei die Grundlagen. Glarus könnte damit zur Pilotregion für eine alpine Smart City werden, in der nachhaltige Lebens- und Arbeitsformen entstehen.

    Standortqualität und Pioniergeist
    Marianne Lienhard, Volkswirtschaftsdirektorin des Kantons, unterstrich in ihrem Gespräch den ausgeprägten Pioniergeist und die hohe Standortqualität. Der Kanton Glarus sei eine «industrielle Perle mit Bodenhaftung», die wirtschaftlich stark aufgestellt ist und gleichzeitig Raum für Lebensqualität, Erholung und Innovation bietet. Die Heterogenität der Ortschaften und die enge Verbindung der Bevölkerung zu ihren Wohnorten seien entscheidende Standortvorteile, die den sozialen Zusammenhalt stärken.

    Aktive Standortentwicklung
    Andreas Mächler von der kantonalen Kontaktstelle für Wirtschaft zeigte auf, wie aktiv Standortentwicklung betrieben wird. Dank revidierter Nutzungsplanung stehen in Glarus Nord mehrere Hektaren Bauland bereit. Gut erschlossen, zentral gelegen und deutlich günstiger als im Landesdurchschnitt. Unternehmen profitieren von attraktiven Rahmenbedingungen, kurzen Wegen zur Verwaltung und einer dynamischen Ansiedlungspolitik.

    Immobilienmarktanalyse
    Andrea Bernhard von Wüst und Partner analysierte die aktuelle Lage am Glarner Immobilienmarkt. Trotz wachsender Nachfrage und fast leergefegtem Angebot stagniert das Preisniveau im Vergleich zu anderen Regionen. Besonders in Glarus Süd ist die Neubautätigkeit gering, die Wohnsubstanz mehrheitlich überaltert. Doch genau hier liegen die Chancen. Verdichtung, flexible Bauzonen und eine gezielte Entwicklung könnten neue Impulse bringen, vorausgesetzt, es gelingt die Balance zwischen Wachstum und Identität.

    Real Estate Award
    Zum Abschluss präsentierte Tim Caspar von der Real Estate Award AG den kommenden Award-Anlass am 2. Oktober 2025. Mit über 400 Entscheidungsträgern, einer Gala und Preisverleihung in fünf Kategorien wird hier die Innovationskraft der Branche sichtbar gemacht. Ein starker Anknüpfungspunkt für alle, die Zukunft mitgestalten wollen.

    Der immoTable Glarus hat gezeigt, der Kanton steht am Beginn einer neuen Etappe. Mit einer klaren Haltung, einem offenen Blick für Kooperation und dem Mut zur Transformation kann Glarus zum Vorbild für nachhaltige Entwicklung im alpinen Raum werden, Als Raum für Investitionen, Innovationen und ein gutes Leben.

  • Protektionismus als Standortrisiko

    Protektionismus als Standortrisiko

    Was als US-Zollpolitik unter Donald Trump begann, entwickelt sich zur globalen Bedrohung für offene Volkswirtschaften. Für die exportabhängige Schweiz ist diese Entwicklung mehr als nur ein geopolitisches Störfeuer. Sie trifft den Kern des Geschäftsmodells, internationale Vernetzung, stabile Rahmenbedingungen und verlässliche Märkte.

    Laut einer repräsentativen Umfrage unter 800 Schweizer Unternehmen mit Aussenhandelsbezug rechnen 70 Prozent mit negativen Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Besonders betroffen sind exportstarke Branchen wie die Pharma-, Uhren- und Maschinenindustrie sowie Zulieferbetriebe in der Immobilienwirtschaft, dem Baugewerbe und der Logistik.

    Standortstrategien unter Druck
    Die Reaktionen der Unternehmen zeigen, dass der Protektionismus längst kein abstraktes Risiko mehr ist. Über 60 Prozent der Befragten erwarten höhere Kosten und Engpässe in der Lieferkette. Jede zweite Firma plant Preiserhöhungen, um die Zusatzkosten weiterzugeben. Gleichzeitig setzen viele auf Effizienzsteigerung und die Suche nach neuen Absatzmärkten.

    Besonders Grossunternehmen denken strategisch um. 40 Prozent erwägen den Aufbau eigener Standorte im Ausland, um Handelsbarrieren zu umgehen. Damit entstehen neue Anforderungen an Standortentwicklung, Immobilienprojekte und Investitionsplanung, sowohl im Inland als auch international.

    Klare Forderungen an die Politik
    Die Schweizer Wirtschaft verlangt eine aktive und zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik. Im Fokus stehen, Freihandelsabkommen, insbesondere mit den USA, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern , Regulierungsabbau und steuerliche Entlastung, um die Investitionsbereitschaft im Inland zu stärken.

    Forschung und Innovation als Schlüssel
    Eine breite Unterstützung erfährt auch die Weiterentwicklung der Bilateralen Abkommen mit der EU, insbesondere im Energiesektor. Mehr als 60 Prozent der Firmen sehen hier eine Chance zur Stärkung der Versorgungssicherheit und zur Integration in zentrale europäische Märkte.

    Zukunftstechnologien sichern – gemeinsam mit Europa
    Mit dem wachsenden Protektionismus wächst auch die Sorge, beim Zugang zu Schlüsseltechnologien wie KI, Quantencomputing oder Hochleistungs-Chips abgehängt zu werden. Drei Viertel der befragten Unternehmen sehen hier akuten Handlungsbedarf.

    Aus Unternehmerseite wird der Aufbau eigener Kapazitäten in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern empfohlen. Besonders in technologieintensiven Branchen fordern Unternehmen staatliche Impulse, auch wenn dies einen Paradigmenwechsel in der Schweizer Industriepolitik bedeuten würde.

  • Swissbau 2026 denkt Bauwirtschaft neu

    Swissbau 2026 denkt Bauwirtschaft neu

    Mit einem klaren inhaltlichen Fokus und neuen Formaten setzt das Swissbau Lab 2026 ein starkes Zeichen. Die Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft wird nicht länger nur diskutiert, sondern erlebbar gemacht. Die vier Leitthemen «Intelligente Technologien», «Digitalisierung im Planungs- und Bauprozess», «Kreislaufwirtschaft» und «Klimawandel» strukturieren das Programm. Dabei treffen aktuelle Herausforderungen auf reale Lösungen, die gemeinsam von Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Start-ups gestaltet werden.

    Die Veranstaltung startet mit einem deutlichen Appell an die Branche. Tobias Hofmeier und Fabian Cortesi unterstreichen die Rolle des Swissbau Labs als vernetzende Denk- und Umsetzungsplattform für die drängendsten Themen der Gegenwart. Die Innovationswerkstatt wird 2026 nicht nur räumlich größer, sondern auch inhaltlich tiefgreifender. Besonders der neu geschaffene Werkstattbereich schafft Platz für unmittelbare Erfahrungen, praktische Anwendungen und neue Technologien. Dies hands-on, interaktiv und direkt vor Ort. Ein zusätzlicher Messetag am Samstag rückt zudem das Thema Innenarchitektur und den Kontakt mit Endkundinnen und Endkunden stärker ins Zentrum.

    Dialog statt Einzelmeinung
    Auf der Main Stage präsentieren Partner aktuelle Projekte und Pionierlösungen. Pointiert, interdisziplinär und im Austausch mit Expertinnen und Experten. Die Beiträge zeigen, wie technologische und strukturelle Innovation gemeinsam funktionieren können, wenn sie vernetzt gedacht und über disziplinäre Grenzen hinweg realisiert werden. Christoph Schaer von suissetec hebt hervor, wie wichtig Synergien durch Digitalisierung sind. Markus Weber von Bauen digital Schweiz fordert eine gemeinsame Sprache im Datenraum Bau. Margarete Olender von der FHNW sieht in der Kreislaufwirtschaft nicht nur ein ökologisches, sondern vor allem ein wirtschaftliches Potenzial. Sibylle Wälty von Resilientsy plädiert für robuste lokale Infrastrukturen als Reaktion auf den Klimawandel.

    Die täglichen Live-Demonstrationen im Werkstattbereich machen die Swissbau Lab 2026 zu einer Messe der Tat. Innovationen werden nicht nur vorgestellt, sondern in Echtzeit vorgeführt. Technologien, Materialien und Prozesse können ausprobiert, bewertet und diskutiert werden. Ein Highlight ist auch der Speakers Corner, wo Projekte, Workflows und digitale Lösungen im Pitch-Format vorgestellt und im anschließenden Talk kritisch eingeordnet werden.

    Ein Ort, an dem neue Standards entstehen
    Das Swissbau Lab wird 2026 erneut zu einem Ort, an dem die Branche über sich hinauswächst, mit neuen Denkansätzen, echten Kooperationen und dem Willen zur Veränderung. Die Herausforderung besteht nicht mehr darin, ob Digitalisierung kommt, sondern wie sie zur neuen Normalität wird. Inmitten einer Fülle von digitalen Lösungen bleibt die Frage zentral, wie Mensch, Technologie und Wertschöpfung optimal zusammenspielen.

    Für die Schweizer Bau- und Immobilienbranche bietet die Swissbau Lab 2026 Orientierung und Austausch zugleich. Wer Wandel aktiv gestalten will, findet hier Ideen, Partner und Inspiration.

  • Empa gewinnt Brückenbauer

    Empa gewinnt Brückenbauer

    Matthias Sulzer ist kein typischer Forscher. Sein Weg führte ihn vom Handwerk über ein Ingenieurstudium bis zur Unternehmensgründung und schliesslich zurück in die Forschung. Heute steht er an der Spitze des Empa-Departements Ingenieurwissenschaften, wo er die gebaute Umwelt von morgen mitgestaltet. Sein Büro ist ebenso strukturiert wie seine Denkweise. Auf einem selbst gezeichneten Poster zeigt eine Bergstrasse die Etappen einer strategischen Entwicklung. Für Sulzer sind Visualisierungen nicht nur Arbeitsmittel, sondern Ausdruck eines pragmatischen, zielgerichteten Denkens.

    Früh erkannte er, dass nachhaltige Veränderungen nur gelingen, wenn Forschung und Praxis eng zusammenarbeiten. Bereits bei der Gründung seines Unternehmens setzte er auf wissenschaftliche Kooperationen. Diese Haltung führte ihn später als Senior Researcher an die Empa, wo er nationale Innovationsprojekte leitete und wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Anwendungen übersetzte.

    Innovation als Verbindung von Systemdenken und Verantwortung
    Heute beschäftigt sich Sulzer mit einer breiten Palette an Themen, von nachhaltiger Robotik über neue Werkstoffe bis zur Dekarbonisierung ganzer Energiesysteme. Besonders eindrücklich ist seine Arbeit im Kontext des Klimawandels. Denn die gebaute Umwelt ist für einen Grossteil des Ressourcenverbrauchs verantwortlich. Sulzer sieht darin nicht nur eine technologische, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe. Seine Vision reicht vom geschlossenen Materialkreislauf bis zur Rückgewinnung atmosphärischen Kohlenstoffs. Der Klimaschutz beginnt für ihn im Labor, aber er endet in der Anwendung.

    Dabei deckt sein Departement die gesamte Skala der Forschung ab, von molekularen Materialentwicklungen bis hin zur Bewertung nationaler Energiestrategien. Ob Drohnen für Infrastrukturreparaturen oder biokompatible Implantate, die Arbeit der Empa-Teams ist so vielfältig wie relevant. Entscheidend sei, so Sulzer, dass die verschiedenen Disziplinen zusammenarbeiten. Wo früher einzelne Experten nebeneinander arbeiteten, wird heute auf echte Teamarbeit gesetzt.

    Forschung, die Menschen stärkt
    Für Sulzer steht jedoch nicht die Technologie im Zentrum, sondern der Mensch. Forschung dürfe sich nicht nur an Exzellenz messen, sondern müsse die nächste Generation befähigen, Verantwortung zu übernehmen. Er versteht sich als Ermöglicher, der Räume für wissenschaftliche Exzellenz schafft. Und er glaubt an den Mehrwert von Teams, in denen sich individuelle Stärken zu kollektiver Intelligenz verbinden. Dort, wo disziplinäre Grenzen überschritten werden, entstehen neue Lösungen, nicht selten mit Wirkung über die Forschung hinaus.

    Mit Matthias Sulzer gewinnt die Empa nicht nur einen fachlich versierten Departementsleiter, sondern eine Führungspersönlichkeit, die Wissenschaft, Unternehmertum und gesellschaftliche Verantwortung zusammenführt. In einer Zeit, in der technologische Entwicklungen allein nicht mehr genügen, setzt Sulzer auf Haltung, Kooperation und eine klare Vision. Forschung, die wirkt durch Menschen, für Menschen.

  • Hightech Holzbau trifft Handwerk

    Hightech Holzbau trifft Handwerk

    Holz galt über Jahrhunderte als klassisches Handwerksmaterial. Heute jedoch ist es Träger einer ökologischen und technologischen Revolution im Bausektor. Automatisierung, künstliche Intelligenz und digitale Planung transformieren die Holzbaubranche. Der Mix aus bewährter Zimmermannskunst und moderner Technik ermöglicht es, Projekte schneller, wirtschaftlicher und nachhaltiger umzusetzen.

    Hybride Systeme
    Die Holzhybridbauweise nutzt gezielt die jeweiligen Vorteile von Holz und Beton. Dabei werden Tragkonstruktionen aus Brettschichtholz mit bewehrten Betonschichten kombiniert. Solche Verbunddecken ermöglichen grosse Spannweiten, reduzieren das Gewicht und verbessern die bauphysikalischen Eigenschaften. Die Vorfertigung erhöht die Effizienz auf der Baustelle. Beispiele wie der Timber Peak in Mainz zeigen das wirtschaftliche und städtebauliche Potenzial dieser Technik.

    Das Potenzial von durchsichtigem Holz
    Forschende arbeiten an einem Material, das Glas ersetzt, transparentes Holz. Durch Entfernung des Lignins und das Auffüllen der Zellstruktur mit Polymerharz entsteht ein Material, das Licht durchlässt, robust ist und hervorragende Wärmedämmung bietet. Anwendungen reichen von Fenstern über lichtdurchflutete Fassaden bis hin zu gebäudeintegrierten Solarpaneelen. Ideal für energieeffiziente Architektur mit hoher gestalterischer Qualität.

    3D-Druck mit Holz
    Holzfilamente ermöglichen die additive Fertigung kleinerer Objekte mit der Haptik und Optik von Echtholz. Zwar ist diese Technologie für den konstruktiven Holzbau noch nicht geeignet, doch im Bereich des Interior Designs, Modellbaus oder bei individuellen Bauteilen eröffnen sich neue Geschäftsfelder. Der Großformatdruck mit Holzkompositen in Kombination mit Robotik und generativem Design ist bereits in der Entwicklung.

    Holzschaum der Dämmstoff der nächsten Generation
    Mit Holzschaum entsteht ein vollständig biobasierter Dämmstoff, der aus Restholz gewonnen wird. Ohne synthetische Bindemittel gefertigt, bietet er gute Dämmwerte, ist formstabil und lässt sich recyceln. Erste industrielle Anwendungen stehen kurz vor dem Markteintritt. Gerade für Projekte mit Nachhaltigkeitsfokus ist Holzschaum eine zukunftsträchtige Alternative zu klassischen Schäumen.

    Augmented Reality auf der Baustelle
    AR-Technologien bringen digitale Baupläne direkt auf die Baustelle. Mit Tablets oder AR-Brillen können Monteure Bauteilpositionen und Leitungssysteme millimetergenau einsehen. Dies beschleunigt Montageprozesse, vermeidet Fehler und verbessert die Kommunikation zwischen Planungsbüro und Ausführungsteam. Erste Pilotprojekte zeigen klare Zeit- und Kostenvorteile.

    Künstliche Intelligenz als Planungsassistent
    Von der automatisierten Grundrissentwicklung bis zur Qualitätssicherung auf Holzoberfläche. KI findet zunehmend Anwendung im gesamten Bauprozess. Besonders spannend sind Systeme zur Materialoptimierung, die den Verschnitt minimieren und die Nutzung von Reststoffen maximieren. Auch Alterungssimulationen und lernfähige Maschinensteuerungen werden Realität.

    Robotik revolutioniert die Fertigung
    Roboterarme, die fräsen, schrauben und montieren, längst ist das keine Zukunftsmusik mehr. Kollaborative Roboter arbeiten heute Seite an Seite mit Fachkräften. Sie übernehmen schwere oder monotone Aufgaben und steigern die Präzision. Forschungsprojekte in Zürich, Biberach oder Österreich zeigen, dass Roboter im Holzbau wirtschaftlich einsetzbar sind. Die Kombination aus KI, Sensortechnik und Robotik ermöglicht perspektivisch eine nahezu autonome Fertigung.

    Der Holzbau wird zur Investition in die Zukunft
    Der Holzbau von morgen steht für Effizienz, Nachhaltigkeit und gestalterische Vielfalt. Für Investoren und Projektentwickler bietet er Chancen, Immobilien wirtschaftlich und zukunftssicher zu realisieren. Besonders dort, wo ESG-Kriterien, Bauzeit und Standortqualität über den Markterfolg entscheiden. Der intelligente Holzbau ist mehr als ein Trend, er ist ein strategischer Vorteil für den Standort Schweiz.

  • Erstes Zürcher Kantonsgebäude mit Platin ausgezeichnet

    Erstes Zürcher Kantonsgebäude mit Platin ausgezeichnet

    Der Kanton Zürich schreibt Geschichte. Das 2023 fertiggestellte Asylzentrum in Adliswil ist das erste kantonale Gebäude, das mit der höchsten SNBS-Auszeichnung Platin zertifiziert wurde. Damit zählt es zu einer Handvoll Bauprojekte schweizweit, die diese Stufe überhaupt erreicht haben.

    Anders als viele herkömmliche Nachhaltigkeitszertifikate berücksichtigt der SNBS Hochbau nicht nur ökologische Kriterien, sondern bewertet den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes und dessen Wirkung auf Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft.

    Kontextstarke Architektur und modulare Effizienz
    Der Neubau überzeugt mit einem differenzierten architektonischen Ansatz, der sowohl funktionale als auch soziale Aspekte einbezieht. Entstanden ist ein Ort, der nicht nur Unterkunft bietet, sondern auch Integration ermöglicht. Halboffene Begegnungszonen, Pflanzgärten und ein Sportfeld fördern Austausch und freiwilliges Engagement.

    Die modulare Holzbauweise garantiert nicht nur hohe Qualität und Kosteneffizienz, sondern zahlt gleichzeitig auf ökologische Ziele ein. Der kurze Bauprozess, die gute Rückbaubarkeit und der hohe Vorfertigungsgrad machen das Projekt auch wirtschaftlich attraktiv.

    Ein Schritt über den eigenen Standard hinaus
    Mit der erreichten Gesamtnote von 5.5 übertrifft das Projekt sogar die kantonalen Zielvorgaben. Zürich fordert bei Neubauten mindestens eine Gold-Zertifizierung, das Asylzentrum erreicht jedoch Platin. Eine Bestätigung für das Engagement des Hochbauamts und der projektbeteiligten Teams.

    Signalwirkung für den öffentlichen Hochbau
    Für Investoren, Planende und Entscheidungsträger ist das Projekt ein eindrücklicher Beweis dafür, dass anspruchsvolle Nachhaltigkeit auch bei öffentlichen Bauten realisierbar ist und sich langfristig rechnet. Das Asylzentrum Adliswil steht damit nicht nur als funktionaler Bau, sondern als zukunftsweisender Standortfaktor.

  • Glarus – echt sagenhaft

    Glarus – echt sagenhaft

    Auch auf anderen Ebenen, beispielsweise bei der Digitalisierung, ist der Kanton Glarus fortschrittlich. Mit der MINTGL Initiative wird bei Kindern und Jugendlichen die Begeisterung für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gefördert. Die Abdeckung mit UHB-Internet über Mobilfunk oder Glasfaser hat stark zugenommen und wird kontinuierlich ausgebaut. Und die Wirtschaft profitiert von Förderbeiträgen zur digitalen Transformation ihrer Produkte und Geschäftsmodelle.

    Raum für die Entwicklung
    Glarus hat infolge der Gemeindestrukturreform aussergewöhnlich grosse Baulandreserven. Durch die geografische Nähe zu Zürich, St. Gallen, Graubünden oder Liechtenstein haben die Unternehmen Zugang zum Know-how der Hochschulen, zu dynamischen Wirtschaftsräumen und zu Fachkräften.

    Die implementierten Nutzungsplanungen in Glarus und in Glarus Nord ermöglichen die zielgerichtete Entwicklung der Schlüsselareale und die unbürokratische Reaktion auf die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Unternehmen. Enormes Entwicklungspotenzial bieten die Areale rund um die Bahnhöfe Glarus, Näfels und Ziegelbrücke – in unmittelbarer Nähe zum Zentrum und mit hervorragender Verkehrsanbindung. In den Arbeitszonen stehen 170’000 Quadratmeter Landreserven zur Verfügung. Gleichzeitig sind im Kanton Glarus über 2’000 neue Wohnungen geplant – modernster Wohnraum für rund 6’000 Menschen. Das entspricht etwa 15 Prozent der heutigen Bevölkerung.

    Die Kontaktstelle für Wirtschaft unterstützt Investoren bei der Suche nach geeigneten Flächen und Landreserven. Grundlage ist das Arbeitszonenmanagement, das Informationen zu Baureife, Erschliessung und möglichen Naturgefahren liefert. Bei strategisch wichtigen Arealen kann der Kanton selbst aktiv werden – entweder indem er direkt in deren Entwicklung investiert oder als Partner auftritt.

    Fachkräfte für den Erfolg
    Wer Unternehmen ansiedeln will, braucht Platz – auch für Fachkräfte. Genau das bietet Glarus. Hier haben die Menschen die Möglichkeit, dort zu leben, wo sie arbeiten: das Mittagessen mit der Familie zu geniessen, nach Feierabend die Natur zu erleben – und das alles bei tiefen Lebenshaltungskosten, entspanntem Immobilienmarkt und in einem sicheren, gesellschaftlich intakten Umfeld. So verbindet das Glarnerland die wirtschaftliche Stärke der «Greater Zurich Area» mit naturnaher Lebensqualität.

    Auch in der Aus- und Weiterbildung zeigt sich der Kanton Glarus engagiert. Mit dem Pilotprojekt Arbeit 4.0 stärkt er gezielt die Arbeitsmarktfähigkeit von Fachkräften, indem er Aus- und Weiterbildungen mitfinanziert. Ergänzt wird das Engagement durch drei kantonale Berufsfachschulen, zwei Höhere Fachschulen in Ziegelbrücke sowie die Nähe zu den Universitäten und Hochschulen in Zürich, Rapperswil, St. Gallen und Chur. Zusammen mit Angeboten in der Erwachsenenbildung, Berufs- und Laufbahnberatung steht den Menschen im Glarnerland nahezu jeder Aus- und Weiterbildungsweg offen. Einen kompakten Überblick über Bildungsangebote, Förderprogramme und Services bietet die Plattform smartglarus.com – ein digitales Schaufenster für alle, die im Glarnerland lernen, arbeiten oder sich weiterentwickeln wollen.

    Innovation für die Zukunft
    Oft heisst es, Innovation entstehe vor allem an Universitäten und Hochschulen. Das stimmt nur zum Teil. Denn Start-ups brauchen mehr als gute Ideen: Sie sind auf Partner aus Industrie und Wirtschaft angewiesen, die mit Erfahrung und Know-how die Produktentwicklung vorantreiben. Genau das bietet die Glarner Wirtschaft. Wenn es darum geht, zu wachsen, zählen praktische Faktoren: bezahlbare Flächen, qualifizierte Fachkräfte und weiterhin der Zugang zu Hochschulen. All das vereint der Kanton Glarus. Und ist damit ein idealer Standort für Start-ups mit Ambitionen.

    Innovationsförderung ist im Kanton Glarus breit abgestützt – unter anderem durch die Zusammenarbeit mit starken Partnern wie InnoSuisse und dem Innovationsnetzwerk Ostschweiz (INOS). Start-ups und Unternehmen profitieren von Coachings, Fachwissen und finanzieller Unterstützung für die Entwicklung ihrer Produkte und Dienstleistungen. Ein Beispiel: Der schnell wachsende Drohnenhersteller ANAVIA hat sich bewusst für den Standort Näfels entschieden – ein klares Zeichen dafür, wie innovationsfreundlich das Glarnerland ist.

    Kreislaufwirtschaft in der Nahrungsmittel- und Verpackungsindustrie

    Im Glarnerland wird Kreislaufwirtschaft gelebt – von der Entwicklung energieeffizienter Maschinen über innovative Verpackungslösungen bis hin zur Nahrungsmittelproduktion und zum Recycling: Der Wirtschaftsraum verbindet industrielle Stärke mit ökologischer Verantwortung. So entsteht ein regionales Ökosystem, das Nachhaltigkeit nicht nur denkt, sondern konkret umsetzt.

    Am Anfang steht die Netstal Maschinen AG, die Hochleistungs-Spritzgiessmaschinen entwickelt. Diese kommen bei der Resilux Schweiz AG in Bilten zum Einsatz – zusammen mit hochpräzisen Formen der Glaroform AG. Resilux produziert damit sogenannte Preforms, also PET-Vorformlinge, sowie fertige Flaschen. Diese wiederum werden in Elm bei den Mineralquellen abgefüllt.

    Nach der Nutzung beginnt der Kreislauf von vorn: Die leeren Flaschen landen im Recyclingwerk von Resilux, wo sie wieder zu hochwertigem Rezyklat verarbeitet werden – bereit für die nächste Produktionsrunde. So entsteht ein regionales Ökosystem, das auf Innovation, Effizienz und Ressourcenschonung basiert. Die Unternehmen profitieren vom gegenseitigen Know-how und treiben so die Kreislaufwirtschaft voran.

    Kunststoff neu gedacht
    Auch die Kunststoff Schwanden AG ist Teil dieses nachhaltigen Netzwerks: Sie entwickelt und fertigt anspruchsvolle Kunststoffteile im Mehrkomponenten-Spritzguss – mit Fokus auf Rezyklate und energieeffiziente Prozesse.

    Wo Ideen in Wellkarton Gestalt annehmen, und Papier im Kreis läuft
    Massgeschneiderte Lösungen liefert die Müller Kartonagen AG. Ihre Wellkartonverpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen werden regional gefertigt – effizient, ressourcenschonend und auf Kundenbedürfnisse, wie beispielsweise Läderach, abgestimmt. Der Rohstoff stammt aus der Papierfabrik Netstal, die jährlich rund 50’000 Tonnen Recyclingpapier produziert – aus Altpapier, das grösstenteils aus der Schweiz stammt, und mit geschlossenen Stoff- und Wasserkreisläufen verarbeitet wird.

    Verpackung ist nur der Anfang. Im Glarnerland wird auch der Inhalt mit Verantwortung produziert: In der Nahrungsmittelindustrie treffen regionale Zutaten auf moderne Verarbeitung – nachhaltig und effizient.

    Traditionell steht der Glarner Schabziger für die lokale Nahrungsmittelproduktion. Heute ist das Spektrum breiter. Lebensmittel von Schokolade bis Lachs übernehmen den Lead. Vom wachsenden Potenzial der Nahrungsmittelindustrie profitiert die gesamte Region.

    Schokoladenkunst mit globalem Erfolg
    Seit der Erfindung der Truffes-Hohlkugel 1970 hat Läderach stetig expandiert – und ist heute in Europa, Asien und Nordamerika präsent. Die neue Fabrik in Bilten ermöglicht die Kontrolle der gesamten Wertschöpfung – von der Kakaobohne bis zum Endprodukt.

    Ebenfalls von Bilten aus vertreibt die GUMA AG die traditionsreiche Stalden-Crème – ein Schweizer Dessertklassiker in vier Sorten mit über 120-jähriger Geschichte.

    Mexikanischer Biss mit Glarner Wurzeln
    MiAdelita produziert seit 1995 frische Mais-Tortillas und Chips – heute als grösste Anbieterin ihrer Art in der Schweiz. Geführt in zweiter Generation, setzt das Unternehmen konsequent auf Regionalität: Der Mais stammt aus der Mühle Landolt im nahen Näfels. Gemeinsam mit dem Delikatessen-Anbieter IMEX entsteht in Bilten ein neuer Produktionsstandort mit rund 40 Arbeitsplätzen.

    Nordatlantischer Lachs aus landbasierter Zucht
    In Mollis plant die Swiss Blue Salmon AG die grösste landbasierte Fischzucht der Schweiz. Mit sieben Prozent Marktanteil soll sie einen wichtigen Beitrag zur klimaschonenden Lebensmittelversorgung leisten. Die Kreislaufanlage wird mit Wasser aus dem Walensee versorgt und passiv gekühlt – ideale Bedingungen für eine nachhaltige Lachszucht. Die Lage im Industriegebiet «Biäsche» bietet zudem eine erstklassige Verkehrsanbindung an Zürich und Chur.

    Überfliegerin – die Aviatikbranche im Glarnerland

    Im Kanton Glarus hat das Fliegen Tradition. 1939 lockte der erste Flugtag tausende Schaulustige an, um den tollkühnen Männern in ihren fliegenden Kisten zuzuschauen. Heute ist die Aviatik einer der zentralen Entwicklungsschwerpunkte im Kanton Glarus. Mit der Einzonung von zusätzlichem Bauland bietet der Flugplatz Mollis neue Flächen für Unternehmen aus der Luftfahrt.

    Für die bauliche Entwicklung des Areals erarbeitet die Gemeinde Glarus Nord bis Sommer 2025 einen Masterplan. Ebenfalls im Sommer schwingen sich auf dem Flugplatz Mollis für einmal Athleten durch die Lüfte – und landen zielsicher im Sägemehl: Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (ESAF) werden täglich 150’000 Besucherinnen und Besucher erwartet.

    Hoch hinaus – mit festem Stand im Glarner Boden
    Rund um den Flugplatz Mollis dreht sich alles um Präzision und Höhenflüge. Was die hier angesiedelten Unternehmen verbindet: Sie nutzen die Synergien eines spezialisierten Clusters. Allen voran die Kopter Group. Der Helikopterhersteller will sich mit dem einmotorigen AW09 international etablieren. Der Standort überzeugt mit Raum für Testflüge, kurzen Wegen in der Montage und technikfreundlichem Umfeld.

    Zu den jüngsten Glarner Aviatik-Unternehmen gehört Anavia. Das Start-up entwickelt unbemannte Helikopter – wie den HT-100, der bis zu sechs Stunden fliegt, 60 Kilogramm trägt und ideal ist für Grenzüberwachung, Infrastrukturinspektionen oder Rettungseinsätze. Gründer und Co-CEO Jon Andri Jörg sagt: «Glarus eignet sich hervorragend für unsere Bedürfnisse. Wir erhalten Zugang zu hochqualifizierten Fachkräften. Und die Nähe zum Flugplatz Mollis bietet einen idealen Standort sowohl für Produktion als auch für Tests.»

    Ein weiteres Start-up hat sich 2025 bewusst für den Standort Glarus entschieden: Marenco Aviation arbeitet an einer neuen Generation leichter Helikopter mit Fokus auf alternative Antriebssysteme.
    Ein bewährter Player ist die Rega, die seit 2010 in Mollis eine eigene Basis betreibt. Die strategisch günstige Lage erlaubt schnelle Einsätze im alpinen Raum. Der Ausbau zur permanenten Station zeigt, wie zentral der Standort für die Luftrettung geworden ist.

    Bereits seit 1972 ist die Heli-Linth AG hier aktiv. Sie fliegt Touristen über Gletscher, versorgt Alphütten, transportiert Material – oder rettet gelegentlich Kühe aus unwegsamem Gelände. Für ein umfassendes Flugzeug-Management sorgt die international tätige Linth Air Service AG, die seit über 20 Jahren am Standort verankert ist. Auch die Flugschule Ecoflight hebt hier ab.

    Am Boden bleibt einzig die Sauter, Bachmann AG und das mit gutem Grund: Der Netstaler Spezialist für Zahnräder und Antriebssysteme beliefert auch die Aviatik und profitiert vom direkten Draht zu Partnern am Flugplatz, dem technischen Know-how in der Region und der industriellen Tradition des Glarnerlands.

    Gemeinsam setzen diese Unternehmen auf Qualität, Nähe und ein klares Bekenntnis zum Glarnerland. Sie heben ab und bleiben doch geerdet.

  • Strategieanpassung bringt personelle Veränderungen

    Strategieanpassung bringt personelle Veränderungen

    Jacques Mauron zieht die Konsequenzen aus dem strategischen Umbau von Groupe E und tritt als Generaldirektor zurück. Der Verwaltungsrat hat laut einer Mitteilung Alain Sapin, den Direktor Elektrische Energie des Freiburger Energieversorgers, zum Generaldirektor ad interim ernannt. Mauron war seit 2004 bei der Groupe E tätig, seit November 2019 als Generaldirektor.

    Groupe E hatte im April mitgeteilt, dass es seine Aktivitäten im Bereich Photovoltaik und Wärmepumpen im eigenen Kanton und anderen Teilen der Westschweiz überprüfen will. Das Unternehmen reagierte damit auf einen seit 2023 anhaltenden Absatzrückgang in diesem Bereich. Es will nun die Struktur der Direktion Technik und Infrastruktur anpassen, so dass die einzelnen Niederlassungen mehr Selbstständigkeit erhalten.

    Dieser strategische Umbau ist mit einem Stellenabbau verbunden. Das Unternehmen ging im April noch von einer Entlassung von 188 der 2600 Mitarbeitenden aus. Die Zahl der Entlassungen konnte im Mai nach einer Konsultation mit den Sozialpartnern auf 168 verringert werden.

    Der bisherige Chef der Direktion Technik und Infrastruktur, Michel Beaud, hat die Groupe E inzwischen verlassen. Seine Nachfolge wird jetzt interimistisch von Johann Ruffieux übernommen, dem Leiter Beschaffung und Handel.

  • Bund wählt fünf Reservekraftwerke

    Bund wählt fünf Reservekraftwerke

    Der Bundesrat wird nach seiner Sitzung am 14. Mai 2025 Verträge mit Energiedienstleistern zum Betrieb von fünf Reservekraftwerken abschliessen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, hat das Bundesamt für Energie (BFE) im Vorfeld Direktverhandlungen mit möglichen Anbietern geführt. Nach Beendigung der Ausschreibung im Februar 2025 hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) entschieden, fünf Projekte mit einer Gesamtleistung von 583 Megawatt (MW) auszuwählen.

    Zu den ausgewählten Projekten gehören das Reservekraftwerk Monthey VS mit 55 MW von CIMO, das Reservekraftwerk Sisslerfeld 1 in der Gemeinde Eiken AG mit 13 MW von Getec, das Reservekraftwerk Stein AG mit 44 MW von Getec, das Reservekraftwerk Sisslerfeld 2 in Eiken AG mit 180 MW von Sidewinder sowie das Reservekraftwerk Auhafen in Muttenz BL mit 291 MW von Axpo. Alle fünf Anlagen werden mit CO2-neutralem Brennstoff gefahren, heisst es in der Mitteilung.

    Die fünf Projekte sollen im Zeitraum zwischen 2027 und 2030 einsatzbereit sein. Für den Übergang arbeitet das UVEK derzeit an Varianten aus Wasserkraft, Notstromaggregaten und Verbrauchsreserven.

  • Stromabkommen mit EU löst Öffnung des Strommarktes aus

    Stromabkommen mit EU löst Öffnung des Strommarktes aus

    Das geplante Stromabkommen der Schweiz mit der EU sieht eine Öffnung des Strommarktes auch für die Endverbrauchenden vor. Der Bundesrat hat deshalb laut einer Mitteilung am 14. Mai Eckpunkte für diese Öffnung vorgelegt.

    Die Eckpunkte des Bundesrates sehen vor, dass die Endverbrauchenden wahlweise in der Grundversorgung des lokalen Anbieters mit seinen regulierten Preisen bleiben als auch ihren Stromversorger frei wählen können. Sie können zudem frei zum Grundversorger zurückkehren, auch während des Jahres. Die Grundversorger können für den Aus- oder Wiedereintritt in die Grundversorgung eine Gebühr erheben.

    Parallel dazu sollen Massnahmen für den Konsumentenschutz eingeführt werden. So soll ein Vergleichsportal eine Übersicht über die Angebote schaffen. Eine Ombudsstelle bietet Schlichtungsmöglichkeiten. Die Verträge mit den anbietenden Unternehmen müssen bestimmte Anforderungen erfüllen. Die Eidgenössische Elektrizitätskommission wird den Markt beobachten.

    Der Strommarkt ist in der EU seit 2007 geöffnet. Eine Öffnung des Schweizer Strommarktes scheiterte 2002 in einer Volksabstimmung. Seit 2009 ist der Markt für Grosskunden mit einem Verbrauch von mindestens 100‘000 Kilowattstunden pro Jahr geöffnet.

  • Smart City Aarau Strategie 2034

    Smart City Aarau Strategie 2034

    Mit «Smart Aarau 2034» verfolgt die Stadt einen zukunftsorientierten Ansatz. Die Strategie setzt nicht auf technologische Impulse allein, sondern versteht Digitalisierung als Werkzeug, um komplexe Herausforderungen zu lösen. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse der Bevölkerung, die Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen und eine ressourcenschonende Umsetzung. Aarau orientiert sich an den bestehenden Entwicklungszielen der Stadt und integriert das smarte Denken in sämtlichen städtischen Vorhaben.

    Ein Methodengerüst für echten Fortschritt
    Der Strategiewechsel bedeutet auch ein Umdenken in der Umsetzung. Projekte sollen künftig nicht mehr im stillen Kämmerlein geplant, sondern im Dialog mit den Betroffenen entwickelt werden. Dabei unterstützt ein städtisches Team, das Mitarbeitende methodisch begleitet. Von der ersten Idee bis zum real getesteten Vorhaben. Die Erfahrungen aus der bisherigen Smart-City-Periode zeigen, dass dieser Ansatz Wirkung entfaltet, wenn er konsequent angewendet wird.

    Smart bedeutet vernetzt und nutzbar
    Die neue Strategie macht Schluss mit isolierten Innovationsinseln. Stattdessen sollen Projekte künftig systemisch gedacht und stadtweit vernetzt sein. Ziel ist eine Stadt, die ihre Ressourcen effizient einsetzt, auf Veränderungen reagieren kann und neue Lösungen einführt, wo sie tatsächlich gebraucht werden. Digitale Mittel kommen nur dann zum Einsatz, wenn sie zur Lebensqualität oder zur Effizienz beitragen.

    Wirksamkeit statt Symbolpolitik
    Aarau misst den Erfolg nicht an der Anzahl digitaler Projekte, sondern an deren Wirkung. Der neue strategische Rahmen setzt auf messbare Fortschritte. Dies in der Umsetzung, im Verhalten, im Bewusstsein und in der alltäglichen Nutzung. Damit wird das smarte Denken zur neuen Basis der Stadtentwicklung, nachvollziehbar, nutzerzentriert und klimaverträglich.

  • Raumkonzept Schweiz ohne Substanz

    Raumkonzept Schweiz ohne Substanz

    Mit der Überarbeitung des Raumkonzepts Schweiz sollte ein strategischer Kompass für die räumliche Entwicklung bis 2050 entstehen. Doch das im Dezember 2024 vorgelegte Dokument behandelt entscheidende Themen wie Verdichtung, Infrastruktur und Nutzungskonflikte unzureichend. Dabei ist die Nachfrage nach intelligent genutztem Raum, belastbare Infrastruktur und zukunftsfähigen Lösungen für wachsende Städte und Regionen dringend wie nie zuvor.

    Verdichtung bleibt ungelöst
    Die Darstellung einer fortgeschrittenen Innenentwicklung steht im Widerspruch zur Realität. Ersatzneubauten, ein zentrales Mittel für verdichtetes Bauen, sind weiterhin mit Unsicherheiten und Hürden behaftet. Es mangelt an einem pragmatischen Umsetzungskonzept, das klare Spielregeln schafft, Investitionen erleichtert und Standortentwicklung beschleunigt . Ein Versäumnis mit Folgen für den Wohnungsbau und die Wettbewerbsfähigkeit urbaner Räume.

    Verkehr wird blockiert statt ermöglicht
    Ein weiteres Defizit zeigt sich bei der Verkehrsinfrastruktur. Das Raumkonzept vernachlässigt den Bedarf an leistungsfähigen Verkehrswegen und fördert ein Gegeneinander von Strasse und Schiene. Für eine nachhaltige Standortentwicklung braucht es jedoch vernetzte Mobilitätsstrategien, die den wirtschaftlichen Anforderungen ebenso gerecht werden wie den gesellschaftlichen.

    Ohne politische Rückendeckung bleibt alles Theorie
    Neben inhaltlichen Schwächen fehlt dem Konzept eine klare politische Legitimation. Ohne breit abgestützte Governance-Strukturen bleibt das Papier wirkungslos. Der Schweizerische Baumeisterverband hat daher Änderungsanträge eingereicht und lehnt den Entwurf in seiner jetzigen Form ab.

    Fazit für die Immobilienwirtschaft
    Wer Standorte entwickeln und die Schweiz als attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum mitgestalten will, braucht solide Rahmenbedingungen und eine realitätsnahe Planungspolitik. Das aktuelle Raumkonzept bietet beides nicht. Es ist Zeit für ein praxisorientiertes Leitbild, das Planungssicherheit schafft, Investitionen ermöglicht und die Standortattraktivität langfristig stärkt.

  • MFO-West wird zum Stadtquartier

    MFO-West wird zum Stadtquartier

    Der Kauf des 25’500 m² grossen ABB-Areals durch die Stadt Zürich für netto 106 Millionen Franken ist mehr als ein Grundstückserwerb. Er ist der strategische Entscheid mit langfristiger Wirkung. Dank des 2021 abgeschlossenen städtebaulichen Vertrags und der 2025 in Kraft gesetzten Sonderbauvorschriften kann Zürich auf einem zentral gelegenen Stück Stadt Zukunft gestalten. Dies mit hoher Dichte, durchmischten Nutzungen und konsequenter Bürgerbeteiligung.

    Transformation durch Teilhabe
    Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die frühzeitige und transparente Einbindung von Anwohner, Verbänden und Quartierorganisationen. Die Bedürfnisse aus dem Quartier flossen direkt in den partizipativen Strategieprozess ein. So wurde aus einem Industrieareal ein urbanes Entwicklungskonzept mit hoher gesellschaftlicher Akzeptanz. Die Stadtplanung gewinnt damit nicht nur Fläche, sondern Vertrauen.

    Nutzungsmix als Innovationstreiber
    Das Nutzungskonzept sieht drei Neubauzonen und drei Bestandsareale vor. Geplant ist ein Mix aus gemeinnützigem Wohnraum, quartiernaher Versorgung, kreativer Gewerbenutzung und öffentlich zugänglichen Freiräumen. Mit dem Haus für Kultur- und Kreislaufwirtschaft entsteht ein Leuchtturmprojekt für innovative urbane Nutzung. Die Verbindung von Kultur, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Aktivität macht das Areal zu einem Katalysator für neue Wertschöpfungsmodelle im urbanen Raum.

    Zwischennutzung als Impuls für Standortqualität
    Bevor die Bautätigkeit beginnt, werden Hallen und Freiflächen gezielt zwischengenutzt. Eine Strategie, die Leben ins Quartier bringt, soziale Kontakte fördert und bereits vor Baubeginn Identität stiftet. Zwischennutzungen gelten zunehmend als Erfolgsfaktor für Standortattraktivität und Resilienz in Transformationsräumen.

    Public-Private-Partnerschaft mit Vorbildfunktion
    ABB bleibt mit 500 Arbeitsplätzen in Oerlikon verankert und unterstützt die Entwicklung. Das Projekt zeigt, wie eine vorausschauende Stadtentwicklung mit privaten Eigentümern konstruktiv zusammenarbeitet. Ein Modell, das auf andere urbane Konversionsflächen übertragbar ist. Die Kombination aus städtischer Steuerung und unternehmerischer Kooperationsbereitschaft ist richtungsweisend.

    MFO-West ist kein Einzelfall, sondern ein beispielhaftes Modell für die urbane Transformation ehemaliger Industrieareale. Wer in solche Entwicklungsräume investiert, kann neue städtische Qualitäten mitgestalten. Von der sozialen Integration über innovative Nutzungskonzepte bis zur nachhaltigen Wertschöpfung. In Zeiten von Wohnraummangel, Klimazielen und neuen Mobilitätsformen sind Areale wie MFO-West der Schlüssel zur Stadt von morgen.

  • Business-Chancen im Urner Talboden

    Business-Chancen im Urner Talboden

    Die Werkmatt Uri ist eine der letzten grossen Landreserven im Urner Talboden. Bereits während des Ersten Weltkriegs entstanden hier erste industrielle Nutzungen mit direktem Bahnanschluss. Besonders prägend sind die denkmalgeschützten Getreidemagazine der Architekten Eduard Züblin und Robert Maillart aus den Jahren 1912/13. Diese Bauten bleiben als Wahrzeichen erhalten und werden als Ausstellungsort und Kunstlager umgenutzt. Der Kanton investiert in die Infrastruktur, um das Gebiet zwischen dem neuen Kantonsbahnhof Altdorf und dem künftigen Autobahn-Halbanschluss Altdorf Süd weiterzuentwickeln.

    Optimale Lage und wirtschaftliche Impulse
    Uri liegt strategisch an der wichtigsten europäischen Nord-Süd-Achse mit dem Gotthard-Basistunnel und der Autobahn A2. Die unmittelbare Nähe zum Intercity-Bahnhof Altdorf sowie ein modernes Buskonzept fördern die Erreichbarkeit der Werkmatt. Aus der besseren Erreichbarkeit entstehen Impulse für Wirtschafts- und Siedlungsprojekte. Mit «Vena», «Cubo» und der «Strickermatte» realisierten private Investoren moderne Wohnbebauungen in Gehdistanz.

    Entwicklung mit Weitblick
    Die Kässbohrer Schweiz AG hat den Mehrwert der Werkmatt bereits erkannt und verlegte ihren Hauptsitz 2019 nach Altdorf. Mit dem neuen Dienstleistungsgebäude entstanden 30 qualifizierte Arbeitsplätze in den Bereichen Verwaltung, Verkauf, Service, Schulung, Endmontagen und Produktion von Spezialfahrzeugen, hauptsächlich von Pistenfahrzeugen. Daneben entwickelt die Werkmatt AG auf den Baufeldern 9 und 13 ein innovatives Nutzungskonzept. Geplant ist ein multifunktionales Zentrum mit einem Business-Hotel mit 80 Zimmern, Co-Working-Spaces, Gewerbe- und Kulturräumen, Gastronomie sowie Fitness- und Erholungsbereichen.

    Gezielte Planung für nachhaltiges Wachstum
    Als Eigentümerin strebt der Kanton Uri eine Win-win-Situation mit den zukünftigen Besitzern, Nutzern und Investoren im Areal an. In den nächsten Jahren sollen die Parzellen schrittweise verkauft und bebaut werden. Der Kanton entwickelt das Areal Werkmatt Uri koordiniert, so dass nachhaltige wirtschaftliche Nutzungen im regionalen Gesamtinteresse entstehen. Darum stellt er Richtlinien auf – unter anderem bezüglich der Arbeitsplatzdichte. Der Quartiergestaltungsplan dient bauwilligen Investoren und Firmen als eigentümerverbindliches, parzellenscharfes Planungsinstrument. Er setzt Leitplanken hinsichtlich Nutzung, Gestaltung und Infrastruktur.

    Erfolg durch Zusammenarbeit
    Die Werkmatt Uri ist ein Beispiel für eine koordinierte und nachhaltige Standortentwicklung. Unternehmen profitieren von einer engagierten Verwaltung, kurzen Entscheidungswegen und bedarfsgerechten Lösungen. Die Region erwartet durch das Projekt langfristige wirtschaftliche Impulse und eine Schaffung von mehr als 1’000 Arbeitsplätzen.
    Die Werkmatt Uri ist somit weit mehr als ein Industriegebiet, sie ist Wirtschaftsmotor und ein attraktiver Standort für zukunftsweisende Unternehmen.

  • Innovationscampus im Herzen des Engadins

    Innovationscampus im Herzen des Engadins

    Das Engadin ist bekannt für seine kulturelle Vielfalt und seine atemberaubende Natur. Gleichzeitig setzt die Region verstärkt auf Innovation und nachhaltige Entwicklung. Mit dem InnHub La Punt entsteht ein Ort, an dem Forschung, Unternehmertum und Bildung aufeinandertreffen.

    Das Zentrum bietet auf einer Fläche von 7’700 Quadratmetern eine breite Palette an Nutzungsmöglichkeiten. Dazu gehören Workshop- und Unterrichtsräume, Coworking-Arbeitsplätze, ein Auditorium mit 250 Sitzplätzen, eine sportliche Trainingsinfrastruktur, ein Spa, ein Restaurant mit Bar und Lounge, ein Sportgeschäft, eine Tourist-Info sowie 44 Hotelzimmer und 8 touristisch bewirtschaftete Wohnungen. Die multifunktionalen Räumlichkeiten schaffen ein dynamisches Umfeld für Innovation und interdisziplinären Austausch.

    Bau beginnt im Frühjahr 2025
    Nach einer umfassenden Planungsphase, in der das Konzept weiter verfeinert wurde, beginnt im Frühjahr 2025 der Bau des InnHub La Punt. Die Gemeinde erteilte die Baubewilligung im Herbst 2023. Zunächst erfolgt der Rückbau bestehender Gebäude, gefolgt vom Aushub und der Errichtung der Tiefgarage bis Sommer 2026. Mitte 2027 wird der Rohbau stehen, bevor der Innenausbau beginnt. Die Eröffnung ist für Ende 2028 vorgesehen.

    Parallel zu den Zukunftsprojekten der Gemeinde La Punt Chamues-ch, darunter die Strassenumfahrung und die Renaturierung des Chamuerabachs, wird mit dem InnHub ein neues Zentrum geschaffen, das den Ort belebt und neue Impulse setzt.

    Nachhaltigkeit als zentraler Baustein
    Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist sein nachhaltiger Ansatz. Das Gebäude wird aus lokalem Holz, Granit und Kalkmörtel gebaut und steht exemplarisch für Kreislaufwirtschaft und ökologisch verantwortliches Bauen. «Der InnHub ist für mich eine Herzensangelegenheit, da ich seit Jahren im Engadin lebe. Er ist ein Beispiel für Nachhaltigkeit und innovative Bauweise», betonte Architekt Norman Foster in einer Videobotschaft.

    Auch der Betrieb des Campus wird nachhaltig gestaltet. Die Initianten, darunter Caspar Copetti, legen den Fokus nicht auf kurzfristige Gewinne, sondern auf langfristige positive Effekte für die Region. Der InnHub soll neue Arbeitsplätze schaffen, den Ganzjahrestourismus fördern und ein Innovationsökosystem im Engadin etablieren.

    Neue Impulse für die Wirtschaft und die Gemeinschaft
    Der InnHub La Punt wird nicht nur Unternehmen, Start-ups und Fachkräfte anziehen, sondern auch eine starke Vernetzung mit der lokalen Bevölkerung ermöglichen. Die Gemeinde La Punt Chamues-ch sieht das Projekt als bedeutenden Schritt für die Weiterentwicklung der Region. «Der Campus schafft einen kulturellen und gesellschaftlichen Treffpunkt in unserem Dorf. Die Projekte, die hier entstehen, werden künftige Generationen für La Punt begeistern», so Gemeindepräsident Peter Tomaschett.

    Zusätzlich zu den langfristigen Effekten für die Region bietet der InnHub bereits vor seiner Fertigstellung einen InnHub PopUp, der bis zur Eröffnung als Co-Working- und Veranstaltungsort für Einheimische, Feriengäste und Fachkräfte genutzt werden kann.

    Ein Meilenstein für das Engadin
    Der InnHub La Punt vereint Innovation, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft auf einzigartige Weise. Mit einem klaren Fokus auf verantwortungsbewusste Entwicklung wird er weit über das Engadin hinausstrahlen und als Modell für nachhaltige Innovationszentren im Alpenraum dienen. Die Kombination aus modernster Architektur, innovativen Arbeitswelten und regionaler Verankerung macht den InnHub zu einem zukunftsweisenden Projekt, das neue Impulse für den Wirtschaftsstandort Graubünden setzt.

  • Neues Start-up-Zentrum fördert Unternehmertum in Uzwil

    Neues Start-up-Zentrum fördert Unternehmertum in Uzwil

    Auf dem Gelände des Mahlwerks Uzwil, das sich auf dem Areal der Bühler Group befindet, wird ein zweiter startup space des IFJ Instituts für Jungunternehmen entstehen. Die Uze AG, das Immobilien- und Family-Office der Bühler Group, entwickelt diesen Teil des Areals auf dem Spickel zwischen Bahnhof- und Fabrikstrasse gemeinsam mit dem IFJ zum Innovationshub. Sein erstes Zentrum dieser Art betreibt das IFJ bereits seit zehn Jahren in Schlieren.

    Wie die Uze AG mitteilt, soll das Mahlwerk in Uzwil ab 2027 ein «lebendiger Ort für Startups, Unternehmer:innen und kreative Köpfe» sein, «mit modernen Office- & Engineer-Spaces, Events & Meetings sowie viel Platz für Innovation». Der Baustart erfolgt laut einer Mitteilung des IFJ am 12. Juni 2025.

    Im Zuge der Verdichtung und der Erneuerung von Immobilien verlagerte die Bühler Group die von ihr genutzten Flächen auf das angrenzende Hauptareal. Dadurch wurden 18’680 Quadratmeter frei für Neues. «Hier schlägt die Uze AG mit dem Mahlwerk ein neues Kapitel auf und führt die industrielle Tradition mit unternehmerischem Weitblick, Innovationskraft und internationaler Vernetzung weiter», so das IFJ.

    Das Mahlwerk schaffe «Raum für Wachstum, Begegnung und Bewegung – und vor allem für Sichtbarkeit und starke Verbindungen zu Unternehmen, Experten, Organisationen und Investor/innen». Zusätzlich zu den Flächen für Start-ups und KMU sollen auch Räumlichkeiten für Industrie- und Gewerbebetriebe entstehen.

  • LG-Areal wird zum urbanen Stadtquartier

    LG-Areal wird zum urbanen Stadtquartier

    Die Transformation des LG-Areals verfolgt das Ziel, einen lebendigen, offenen Stadtteil zu schaffen, der sich durch architektonische Qualität und urbanes Flair auszeichnet. Grundlage für das Projekt bildet ein Bebauungsplan, der sicherstellt, dass die städtebaulichen und architektonischen Standards sowie soziale und ökologische Aspekte in die Planung einfliessen. In einem Studienverfahren wurde das Team Salewski Nater Kretz, pool Architekten, Studio Vulkan Landschaftsarchitektur und mrs partner als Sieger gekürt, deren Konzept die Basis für die Quartiersentwicklung bildet.

    Grundstückskauf durch die Stadt Zug
    Um die städtische Nutzung und die Preisentwicklung auf dem LG-Areal langfristig zu beeinflussen, plant die Stadt Zug den Kauf einer zentralen Parzelle am Theilerplatz. Die Kosten für das Grundstück belaufen sich auf CHF 65 Millionen. Dieses Geschäft wird demnächst vom Grossen Gemeinderat behandelt. Durch diesen Erwerb kann die Stadt Zug Einfluss auf die Quartiersgestaltung nehmen und sicherstellen, dass im Herzen der Stadt Zug zeitnah bezahlbarer Wohnraum entsteht, so wie dies im Juni 2023 von der Stadtzuger Bevölkerung mit der Annahme der 2000-Wohnungen- Initiative gefordert wurde.

    Umbauarbeiten auf dem LG-Areal
    Während die langfristigen Entwicklungsabsichten für die Aufwertung des LG-Areals im politischen Planungsverfahren sind, werden auf dem Grundstück der UBS Fund Management (Switzerland) AG aktuell bereits zwei bestehende Gebäude saniert. Es handelt sich um die Gartenstadt 2a und das Backsteingebäude am Zählerweg 3-9, welche beide an die Shedhalle mit dem «Freiruum» angrenzen. Dieser Umbau wird von der Immobilienentwicklerin und Totalunternehmerin Losinger Marazzi AG ausserhalb des ordentlichen Bebauungsplanverfahrens auf dem LGAreal durchgeführt und etappenweise umgesetzt.

    Bezug bis 2027
    Das Gebäude an der Gartenstadt 2a soll bis Mitte 2026 fertiggestellt sein und neuen Gewerbemietern Platz bieten. Die rund 60 Wohnungen am Zählerweg 3-9 wiederum werden voraussichtlich anfangs 2027 bezugsbereit sein. Läuft alles nach Plan, wird der «Freiruum» zu diesem Zeitpunkt ins Erdgeschoss des 200 Meter langen Gebäudes übersiedeln. Mit der Rechtskraft des Bebauungsplans LG-Areal kann in einer weiteren Etappe die Shedhalle saniert werden, um dem «Freiruum» ab 2029 seine langfristig nutzbaren Räumlichkeiten anzubieten.
    Neues Stadtquartier
    Bis 2032 wird die einst «verbotene Stadt» zum offenen und durchmischten Quartier mit Industriecharakter und städtischem Flair. Rund 1200 Wohnungen und 2300 Arbeitsplätze sollen dereinst angeboten werden. Der Theilerplatz, das Herzstück des neuen Stadtquartiers, wird mit einladenden Aufenthaltsorten und grünen Freiräumen zu einem zentralen Ort der Begegnung für Quartierbewohnende und die städtische Bevölkerung umgestaltet.

  • Stadt Winterthur verlängert Vereinbarung mit Standortförderung

    Stadt Winterthur verlängert Vereinbarung mit Standortförderung

    Die neue Leistungsvereinbarung der Stadt Winterthur mit dem House of Winterthur sieht eine Anpassung der Aufgaben der Organisation vor. Das House of Winterthur solle sich auf die Stärkung der Marke Winterthur Switzerland und auf die strategische Vermarktung des Standorts für Wirtschaft, Bildung, Kultur und Tourismus konzentrieren, heisst es in einer Mitteilung der Stadt.

    Dazu gehört, die Hidden Champions unter den Unternehmen und die Vielfalt der lokalen Unternehmenslandschaft sichtbar zu machen. Die Innovation und der Wissenstransfer sollen unter anderem durch die gezielte Vernetzung und neue Veranstaltungsformate gestärkt werden. Das House of Winterthur soll auch Start-ups aktiv unterstützen.

    Die operative Standortförderung wird dagegen wieder von der Stadt übernommen. Dazu gehören Unternehmensansiedlungen, Bestandespflege und Flächenvermittlung.

    Die Stadt will das House of Winterthur zwischen 2026 und 2029 pro Jahr mit 760‘000 Franken unterstützen, 100‘000 Franken pro Jahr weniger als bisher. Das letzte Wort liegt beim Stadtparlament.

    Das House of Winterthur erinnert in einer Stellungnahme daran, dass der Beitrag der Stadt bei der Gründung der Organisation 2017 bei 960‘000 Franken pro Jahr gelegen habe. Beat Schwab, der Präsident des als Vereins organisierten House of Winterthur, verweist auf die neue Geschäftsleitung und die anderen Wechsel im Personal. «Bei House of Winterthur herrscht Aufbruchstimmung», wird er in der Mitteilung zitiert. «Es wäre schade, wenn ein übermässiger Spardruck diese Entwicklung gefährden und die nachhaltige Standortförderung sowie das Ansiedlungsmanagement von Firmen ernsthaft beeinträchtigen würde.»

    Der Verein wird von der Stadt, den Umlandgemeinden und über 400 Mitgliedern getragen.

  • Neuer Verteilstandort mit Zuganbindung

    Neuer Verteilstandort mit Zuganbindung

    Die Grosshändlerin Pistor AG hat in Sennwald eine Verteilzentrale für Kunden in der Ostschweiz eröffnet. Pistor beliefert laut Medienmitteilung seit Montag, 12. Mai, von dort aus Bäckereien, Gastrounternehmen und Spitäler mit Lebensmitteln und Waren. Nach einer Bauzeit von rund einem Jahr werden die Ostschweizer Kunden der Grosshändlerin direkt ab Sennwald versorgt. «Der Start hat reibungslos geklappt», wird Pistors Logistikleiter Richard Betschart zitiert.

    «Wir rechnen ab Sennwald mit täglichen Auslieferungen von bis zu 85 Tonnen», so Betschart weiter. 21 Mitarbeitende sind vor Ort tätig, darunter grösstenteils Lastwagenfahrerinnen und fahrer. Drei der 14 Lastwagen werden elektrisch angetrieben. Diese Zahl soll in den nächsten Jahren auf acht steigen.

    Bei dem Projekt hat das Unternehmen laut der Mitteilung auf Nachhaltigkeit gesetzt. So  ermögliche die Verteilzentrale Ostschweiz kürzere Wege und eine nachhaltige Belieferung. Pistor transportiert die Waren über Nacht per Zug vom Hauptsitz in Rothenburg nach Sennwald, bevor sie mit Lastwagen weiterverteilt werden. Dies spare jährlich über 400‘000 Strassenkilometer ein, heisst es weiter. Auch sei das Gebäude aus Holz gebaut, was 670 Tonnen CO2 verhindert habe. Es gebe eine Solaranlage, ein Erdspeicher sowie eine Regenwasser-Waschstrasse für die Last- und Bahnwagen.

    Pistor ist ein Handels- und Dienstleistungsunternehmen für die Bäckerei- und Confiseriebranche, die Gastronomie und den Gesundheitsmarkt. Gegründet im Jahr 1916 zählt die Firma heute mehr als 700 Mitarbeitende. Das Pistor-Sortiment umfasst nach eigenen Angaben über 20‘000 Produkte, Dienstleistungen und ein grosses Spezialistennetzwerk. Im Jahr 2024 erwirtschaftete Pistor einen Umsatz von 827 Millionen Franken.

  • Photovoltaik-System gewinnt Nachhaltigkeitspreis

    Photovoltaik-System gewinnt Nachhaltigkeitspreis

    Die Solnow AG hat in diesem Jahr einen der drei jährlich von Naturpark Beverin, Viamala Tourismus und Region Viamala an der MUMA verliehenen Nachhaltigkeitspreise erhalten, informiert Viamala Tourismus in einer Mitteilung. Konkret wurde das Jungunternehmen aus Zillis-Reischen an der Schau der Gewerbetreibenden aus den Bündner Kreisen Avers, Rheinwald und Schams für sein Photovoltaik-InDach-System mit dem Preis in der Kategorie Innovation ausgezeichnet. Der Preis für Tourismus und der Publikumspreis gingen an das Projekt Bachhuus aus Hinterrhein GR beziehungsweise das Projekt Pumptrack Val Schons in Andeer.

    «Ziegel weg, Solnow drauf», beschreibt die Solnow AG ihr Geschäftsmodell. Das vollständig wiederverwertbare Photovoltaik-InDach-System wird anstelle von Ziegeln oder einer anderen Dachhaut montiert und kann auch unter alpinen Bedingungen betrieben werden. Damit leiste es einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige und regionale Energieversorgung, schreibt Viamala Tourismus in der Mitteilung.

  • Grossflächige Dekarbonisierung durch Fernwärmeausbau in Zürich

    Grossflächige Dekarbonisierung durch Fernwärmeausbau in Zürich

    Die Stadt Zürich will bis 2040 den CO2-Ausstoss auf Netto-Null reduzieren. Um dieses Zeil zu erreichen, sollen thermische Netze und ein Fernwärmeverbund deutlich ausgebaut werden. Wie es in einer Mitteilung heisst, beantragt der Stadtrat den Stimmberechtigten einen neuen Rahmenkredit in Höhe von 2,26 Milliarden Franken. In diesen Kredit fliessen die Mittel der bereits 2021 und 2022 beschlossenen Kredite in Höhe von 330 Millionen Franken und 573 Millionen Franken ein.

    Mit den neuen kreditierten Mitteln soll sowohl der gestiegene finanzielle Bedarf beim Ausbau thermischer Netze als auch deren Ökologisierungsgrad berücksichtigt werden. Derzeit werden 70 Prozent der Energie der bestehenden Verbunde fossilfrei erzeugt, angestrebt werden 100 Prozent.

    «Wir wollen den mit Fernwärme versorgten Teil der Stadt bis 2040 verdoppeln auf rund 60 Prozent des Siedlungsgebiets. Das ist ein Generationenprojekt und setzt einen starken Ausbau der Infrastruktur voraus. Dafür braucht es grosse Investitionen», wird Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe, in der Mitteilung zitiert.

    Das gesamte Projekt der Neuorganisation der städtischen Wärmeversorgung einschliesslich der Zusammenführung sämtlicher thermischer Netze im Stadtgebiet soll unter dem Dach des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (ewz) erfolgen.

  • Bebauungspläne werden in Hünenberg überarbeitet und erweitert

    Bebauungspläne werden in Hünenberg überarbeitet und erweitert

    Die OSRI AG aus Luzern unterstützt die Zuger Gemeinde Hünenberg bei der Umsetzung zweier Bebauungspläne. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, soll das Unternehmen für Städteplanung und Raumentwicklung die Gemeinde bei der Überführung bestehender Bebauungspläne Hilfe leisten, Planungsgrundlagen bereinigen und mit kantonalen Behörden abstimmen. Dabei soll eine konsistente, rechtskonforme Basis geschaffen werden.

    Parallel zu diesen Arbeiten soll OSRI einen Bebauungsplan für die Ortsschutzzone Langrüti erarbeiten. Hier sollen sowohl die bauliche Struktur, die Freiraumplanung sowie die ortsbauliche Anbindung integriert werden.

    Mit dem gemeinsamen Projekt will Hünenberg eine nachhaltige Gemeindeentwicklung vorantreiben, in der der Bestand mit zukünftigen Entwicklungen vereinbart wird.