Kategorie: Regionen

  • Campus in Biel/Bienne feiert Grundsteinlegung

    Campus in Biel/Bienne feiert Grundsteinlegung

    Am 6. Mai ist der Grundstein für den neuen Campus Biel/Bienne der Berner Fachhochschule auf dem ehemaligen Feldschlösschen-Areal beim Bahnhof Biel gelegt worden. Bis 2028 soll hier ein Bildungs- und Forschungsstandort für rund 2350 Studierende und Dozierende entstehen, informiert die Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern in einer Mitteilung. Der Kanton Bern bringt gemeinsam mit dem Bund und einem privaten Partner die rund 400 Millionen Franken für den Bau des neuen Campus auf.

    Die Fachhochschule Bern wird am Campus Biel/Bienne ihre Departemente Technik und Informatik sowie Architektur, Holz und Bau vereinen. Fachübergreifender Austausch und kreative Zusammenarbeit sollen durch die offene Architektur des neuen Standorts gefördert werden, heisst es in der Mitteilung. Der Campus ist als Kleeblatt aus drei Gebäudeflügeln rund um ein gemeinsames Zentrum angelegt.

    «Hier entsteht ein inspirierendes Umfeld, das auf Offenheit, Interdisziplinarität und hohe Standards in Infrastruktur und Qualität setzt», wird Regierungsrat Christoph Neuhaus, Bau- und Verkehrsdirektor des Kantons Bern, in der Mitteilung zitiert. «Der neue Campus entsteht als moderner Holzbau – ein Projekt, das für nachhaltiges, klimafreundliches Bauen steht.» Glenda Gonzalez Bassi, Stadtpräsidentin Biel, sieht den zukünftigen Campus «als einen zentralen Ort für die Entwicklung unserer Region, für die Ausbildung unserer jungen Generation und für die Gewinnung von Talenten, die unsere Wirtschaft heute mehr denn je braucht.»

  • Vorprojekt Kantonsschule Ausserschwyz in Nuolen

    Vorprojekt Kantonsschule Ausserschwyz in Nuolen

    Der Rückbau des Schulgebäudes von 1947 bietet die einmalige Gelegenheit, die Anlage städtebaulich neu zu definieren. Ein neuer Schul- und Dorfplatz wird entstehen, der sich zur Seestrasse und zum Dorf hin öffnet. Das historische Patres-Gebäude wird von Anbauten befreit und als Solitär inszeniert, wodurch es seine ursprüngliche Pracht zurückerhält.

    Moderne Schulbauten
    Der neue Schultrakt wird als kompakter Holzbau umgesetzt, der neben Unterrichtsräumen auch eine Mensa mit Blick auf den See beherbergt. Die bestehende Turnhalle wird zur Aula umgebaut und kann flexibel als Singsaal genutzt werden. Ergänzt wird das Raumangebot durch neue Musikräume und verbesserte Verwaltungsbereiche. Die Bauten aus den Jahren 1967 und 1982 bleiben erhalten und werden mit gezielten Eingriffen den heutigen Anforderungen angepasst. Dabei sorgt eine neue Erschliessungsstruktur für eine klare Trennung zwischen Schulbetrieb und Fluchtwegen, was eine vielseitige Nutzung ohne brandschutztechnische Einschränkungen ermöglicht.

    Freiraumgestaltung mit historischem Bezug
    Das Freiraumkonzept verbindet das Schulareal mit seiner Umgebung und schafft hochwertige Aufenthaltsbereiche. Der neu gestalteter Platz mit zahlreichen Bäumen und einem Wasserbecken erinnert an die Geschichte des Geländes als ehemaliges Badhotels. Die bestehende Sportfläche bleibt erhalten, ergänzt durch Parkierungsflächen und Geräteräume. Ein Metallsteg führt über den Mühlebachkanal und verbindet den Campus mit dem Seeufer.

    Bauweise und Energieversorgung
    Der Neubau erfüllt die hohen Nachhaltigkeitsstandards und wird nach SNBS sowie Minergie-A zertifiziert. Die Beheizung erfolgt über eine Grundwasserwärmepumpe, die auch eine Rückkühlung im Sommer ermöglicht. Zudem wird die Dachfläche mit Photovoltaikelementen ausgestattet, um einen Teil der Betriebsenergie selbst zu erzeugen. Eine effiziente mechanische Belüftung sorgt für ein angenehmes Raumklima.

    Ein Bildungsstandort mit Zukunft
    Mit der Sanierung und dem Teilneubau der Kantonsschule Ausserschwyz in Nuolen entsteht ein zukunftsorientiertes Schulzentrum, das Tradition und Moderne verbindet. Gleichzeitig fügt sich das neue Schulareal harmonisch in das Ortsbild ein und wird zu einem offenen, lebendigen Treffpunkt für die ganze Gemeinde.

  • Historisches Areal wird zu neuem Kultur- und Bildungszentrum

    Historisches Areal wird zu neuem Kultur- und Bildungszentrum

    Die Stadt Schaffhausen verfolgt mit der Sanierung des Kammgarnareals ein ambitioniertes Ziel: Die Transformation des historischen Areals in einen attraktiven Standort für Kultur, Bildung und Begegnung. Bereits im August 2020 hat die Schaffhauser Stimmbevölkerung diesem Vorhaben zugestimmt.
    Die umfassende Neugestaltung schafft nicht nur eine bessere Anbindung an das städtische Gefüge, sondern auch neue Nutzungsmöglichkeiten. Neben den bestehenden Zugängen von der Baumgartenstrasse, der Rheinuferstrasse und der Rheinstrasse wird ein neuer Durchgang entlang der Klosterstrasse realisiert. Dies stärkt die Vernetzung mit der Altstadt und erhöht die Attraktivität des Quartiers. Das Kammgarnareal wird Teil einer «Perlenkette» von Begegnungsorten entlang des Rheinufers, die das Gebiet nachhaltig aufwerten.

    Mehr Aufenthaltsqualität durch neue Freiräume
    Mit der Neugestaltung des Kammgarnhofs wird der bisher als Parkplatz genutzte Innenhof in eine autofreie Zone verwandelt. Grünflächen, Sitzgelegenheiten und ein Wasserspiel erhöhen die Aufenthaltsqualität und machen den Hof zu einem zentralen Begegnungsort. Die Umgestaltung ermöglicht eine vielseitige Nutzung für Veranstaltungen, Kultur und Erholung.

    Ein weiteres Kernelement der Entwicklung ist der Bau einer einstöckigen Tiefgarage mit rund 90 Parkplätzen, die unter dem Hof entsteht. Damit wird der gesamte Bereich oberirdisch autofrei gestaltet und erhält neue Nutzungsmöglichkeiten. Vor dem Westflügel wird eine Pergola errichtet, während vor dem Nordflügel eine grosszügige Terrasse entsteht.

    Moderne Infrastruktur für Kultur und Bildung
    Der Westflügel des Kammgarnareals wird im Zuge der Sanierung für neue Nutzungen vorbereitet. Die Bibliothek und die Ludothek ziehen ins Erdgeschoss und das erste Obergeschoss ein. Verglaste Fassaden bieten Passanten Einblick in die Welt der Bücher und Spiele.
    Die Pädagogische Hochschule Schaffhausen wird das zweite und dritte Obergeschoss beziehen, während das vierte Obergeschoss für weitere Mieter zur Verfügung steht. Die vielfältige Nutzung stärkt die Bedeutung des Areals als Bildungs- und Kulturzentrum.

    Baufortschritt und archäologische Arbeiten
    Der offizielle Baubeginn erfolgte im September 2024 mit dem symbolischen Spatenstich. Im Vorfeld wurden archäologische Rettungsgrabungen durchgeführt, bei denen bedeutende Funde aus den letzten 1000 Jahren entdeckt wurden.

    Aktuell laufen die Arbeiten an der Tiefgarage und der Neugestaltung des Hofs. Gleichzeitig schreitet die Sanierung des Westflügels voran. Neben statischen Massnahmen werden die Fassaden und das Dach saniert sowie der Innenausbau vorbereitet.

    Die erste Bodenplatte für den neuen Hof wurde im Januar 2025 betoniert. Um den wertvollen Baumbestand zu schützen, wird eine Stützwand (Rühlwand) um die grosse Kastanie im Hof errichtet.

    Ein neuer Treffpunkt für Schaffhausen
    Nach der Umgestaltung wird der Kammgarnhof ein attraktiver Aufenthaltsort für die Bevölkerung und Besucher der Stadt. Lesen, Freunde treffen oder Konzerte geniessen – all das wird in der neugestalteten Umgebung möglich sein.

    Der Bau der Tiefgarage wird gemeinsam mit der IWC Schaffhausen, der direkten Nachbarin des Areals, finanziert. Durch diese enge Zusammenarbeit entsteht eine nachhaltige Lösung, die sowohl den Verkehrsfluss als auch die Aufenthaltsqualität verbessert.

    Ein lebendiger Stadtteil mit Zukunft
    Mit der umfassenden Sanierung und Neugestaltung wird das Kammgarnareal zu einem modernen Kultur-, Bildungs- und Begegnungszentrum. Die Verbindung zur Altstadt und zum Rhein wird gestärkt, während neue Nutzungen das Stadtbild von Schaffhausen bereichern. Die Fertigstellung des Projekts ist für Ende 2026 geplant – ein bedeutender Schritt für die langfristige Stadtentwicklung.

  • Schwamendingen erhält seinen Ueberlandpark

    Schwamendingen erhält seinen Ueberlandpark

    Nach fünfeinhalb Jahren Bauzeit wurde die Einhausung Schwamendingen offiziell eingeweiht. Mit der Verlagerung des Verkehrs in den erweiterten Schöneichtunnel verschwindet der Autobahnlärm und an seiner Stelle entsteht ein Park, der neue Massstäbe setzt. Der Überlandpark ist rund einen Kilometer lang, dreissig Meter breit und verbindet das Quartier mit einem begrünten Band.

    Mehr als Lärmschutz, ein Symbol für städtebaulichen Mut
    Bundesrat Albert Rösti würdigte das Projekt als Paradebeispiel für siedlungsverträglichen Nationalstrassenbau. Die Einhausung sei Resultat klaren politischen Willens auf allen föderalen Ebenen. Auch Regierungsrätin Carmen Walker Späh betonte die Bedeutung grosser Visionen für die Gestaltung lebendiger, widerstandsfähiger Städte.

    Grünflächen als Klimastrategie und Begegnungsorte
    Für Stadträtin Simone Brander ist der Park weit mehr als ein gestalterisches Element. Er wirkt der Überhitzung des Stadtklimas entgegen, schafft Aufenthaltsqualität und stärkt den sozialen Zusammenhalt. Gepflanzt wurden robuste, einheimische Pflanzen, ein bewusster Entscheid, da der Park ohne künstliche Bewässerung auskommt.

    Ein Park für alle und Begegnung
    Am 10. Mai 2025 wurde der Überlandpark der Bevölkerung übergeben. Das Quartier feiert mit Pavillon, Informationsständen und vielfältigem kulinarischem Angebot. Der neue Park ist offen für alle. Ein Raum für Erholung, Begegnung und Zukunft.

  • Wie Luzern aktiv neue Arbeitsflächen gestaltet

    Wie Luzern aktiv neue Arbeitsflächen gestaltet

    Anfang April 2025 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Luzerner Gemeinden sowie regionale Entwicklungsträger zum dritten Forum «Standort- und Wirtschaftsförderung in den Gemeinden». Eingeladen hatten die Wirtschaftsförderung Luzern und der Verband Luzerner Gemeinden. Im Zentrum des Forums an der Hochschule Luzern stand die Frage, wie Gemeinden strategisch Flächen für wirtschaftliche Aktivitäten sichern und entwickeln können.

    Kantonaler Rahmen und digitale Hilfsmittel
    Nach der Eröffnung durch Ivan Buck, Direktor der Wirtschaftsförderung Luzern, und VLG-Präsidentin Sibylle Boos-Braun, stellte das Team Unternehmensentwicklung praxisorientierte Werkzeuge vor. Darunter ein Leitfaden und das digitale Tool von start.swiss, das automatisierte Willkommensprozesse für neue Unternehmen in der Gemeinde ermöglicht. Ein Schritt in Richtung effizienter Verwaltung und Standortpflege.

    Kantonale Planung als Impulsgeber
    André Duss vom Kanton Luzern präsentierte die geplanten Massnahmen zur Entwicklung von Arbeitsplatzgebieten im Entwurf des kantonalen Richtplans. Im Fokus standen dabei Flächen für die Expansion lokaler Unternehmen und attraktive Standorte für Neuansiedlungen. Die Abstimmung zwischen Kanton und Gemeinden soll dabei zentrale Rolle spielen.

    Regionale Praxisbeispiele setzen Impulse
    Anhand konkreter Projekte wurde sichtbar, wie Gemeinden bereits heute aktiv werden. LuzernPlus demonstrierte mit LuzernNord ein erfolgreiches Gebietsmanagement, flankiert von Entwicklungen in LuzernSüd, LuzernOst und Rothenburg-Station. Das Pilotprojekt von Sursee Plus, präsentiert von Matthias Senn, zeigte zudem, wie verdichtetes Bauen in Arbeitszonen auch für flächenintensive Unternehmen funktionieren kann. Florian Furrer aus Schüpfheim gab Einblick in den kommunalen Prozess der Einzonung neuer Arbeitsflächen.Ein Beispiel für vorausschauende Planung auf Gemeindeebene.

    Gemeinden gestalten Zukunft aktiv mit
    Das Forum machte deutlich, Standort- und Wirtschaftsförderung beginnt vor Ort. Mit innovativen Ansätzen, digitalen Tools und gezielter Zusammenarbeit zwischen Kanton, Gemeinden und Regionen entstehen neue Räume für unternehmerische Entwicklung. Luzern zeigt, wie Zukunft konkret gemacht wird.

  • Qualitätslabel stärkt Keramikbranche mit 121 Platinium-Zertifizierungen

    Qualitätslabel stärkt Keramikbranche mit 121 Platinium-Zertifizierungen

    Insgesamt 121 Plattenleger-, Händler- und Mischbetriebe aus der Keramikbranche haben in diesem Jahr die Platinium-Zertifizierung erhalten, informiert CERUNIQ in einer Mitteilung. Mit dem Qualitätslabel zeichnet der Verband der führenden Verlegeunternehmen und des Fachhandels in der Keramikbranche Unternehmen für die hohe Qualität und Professionalität ihrer Arbeit aus. „Platinium verkörpert Beständigkeit, Qualität und Stabilität“, wird CERUNIQ-Zentralpräsident Konrad Imbach in der Mitteilung aus seiner Ansprache anlässlich der Verleihung des Labels zitiert.

    Von den zertifizierten Unternehmen haben fünf Betriebe das Label erstmalig erhalten, die übrigen wurden rezertifiziert. Der Kanton Luzern ist unter den rezertifizierten Firmen mit neun Unternehmen vertreten. Konkret wurden die Bacchetta Baukeramik GmbH aus Horw, die Bühlmann Keramik AG aus Hochdorf, die DÄHLER KERAMIK GmbH aus Weggis, die Häfliger Plattenbeläge AG aus Rain, die JÖRI PLATTEN AG aus Egolzwil, die MUHEIM KERAMIK AG aus Weggis, die P. Bachmann AG aus Urswil/Hochdorf, die Ziswiler GmbH, Keramik, Naturstein, Ofenbau aus Eschenbach und die Zwimpfer – Platten AG aus Sursee ausgezeichnet.

    Die Zertifizierung habe in diesem Jahr „unter strengeren Anforderungen“ stattgefunden, schreibt CERUNIQ. Besonderer Wert wurde dabei auf die Aus- und Weiterbildung von Lernenden und Mitarbeitenden, die Qualität der Beratung, die Präzision bei der Ausführung der Arbeiten sowie auf professionellen und kundenorientierten Umgang mit Reklamationen gelegt. Die nächste Platinium-Zertifizierung soll 2027 erfolgen.

  • Forscherin untersucht Sonnenreflektion für bessere Erträge

    Forscherin untersucht Sonnenreflektion für bessere Erträge

    SLF-Forscherin Anja Mödl untersucht, wie verschneites Gelände Sonnenlicht reflektiert. Ihre Erkenntnisse sollen Photovoltaikanlagen effizienter machen. Die Messungen finden im Meierhoftälli bei Davos auf rund 2400 Meter über dem Meeresspiegel statt.

    Die Forscherin untersucht das von der Schneedecke zurückgeworfene Sonnenlicht mithilfe von Sensoren. Der Grossteil des Sonnenlichts werde vom Schnee in Einfallsrichtung reflektiert, heisst es in der Mitteilung. Sonnenlicht wird so grösstenteils in Richtung anderer Berghänge reflektiert.

    Die Schneeoberfläche reflektiert verschiedene Wellenlängen verschieden stark. Die Intensität bestimmter Wellenlängen wird so mit der Zeit stärker als im ursprünglich einfallenden Licht. Mödl untersucht, wie sich Spektren an unterschiedlichen Orten unterscheiden.

    Die Messungen sollen eine noch effektivere Stromerzeugung von Photovoltaikanlagen ermöglichen. Optimal platzierte Anlagen sollen dann auch das von benachbarten Hängen reflektierte Licht nutzen können.

    Die Sensoren messen Wellenlängen zwischen 340 und 2500 Nanometern. Photovoltaik nutzt lediglich den Bereich zwischen 500 und 1100 Nanometern. Das grössere Spektrum ermögliche es, weitere Erkenntnisse über Felserwärmung und Schneeschmelze zu ziehen, heisst es von Mödl.

    Messungen sind auch kommende Saison geplant. „Um eine fundierte Aussage zu treffen, muss ich Daten bei verschiedenen Bedingungen aufnehmen“, so die Forscherin.

  • Studie zeigt Potenziale für erneuerbare Energie in Frauenfeld

    Studie zeigt Potenziale für erneuerbare Energie in Frauenfeld

    Die Stadtwerke von Frauenfeld, Thurplus, und Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben die Ergebnisse der zweijährigen Studie „Energieperspektiven 2050“ vorgestellt. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sind in der Studie Szenarien entwickelt worden, die aufzeigen, mit welchen Technologien, Energiebedarfen und Infrastrukturen Netto-Null-Emissionen im genannten Zeitraum zu erzielen wären.

    Laut der Studie werden heute noch 80 Prozent der Gebäude in Frauenfeld mit Öl oder Erdgas beheizt. Eine Dekarbonisierung wäre jedoch mit den bereits heute verfügbaren Technologien wie Fernwärme, Wärmepumpen, Photovoltaik und Batteriespeichern erreichbar. Um die bestehenden fossilen Heizsysteme bis 2040 auszutauschen, müssten jedoch jährlich 250 Gebäude mit erneuerbaren Heiztechniken ausgerüstet werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Fernwärme, doch auch Solaranlagen haben ein hohes Potential. Solarenergie, die heute 18 Prozent des Strombedarfs Frauenfelds abdeckt, könnte bis 2040 um fast das Fünffache gesteigert werden, heisst es in der Mitteilung.

    Die Studie ist gemeinsam mit der Urban Sympheny AG, einer Ausgliederung der Empa, erarbeitet worden. Das Projekt wurde vom Bundesamt für Energie (BFE), dem Amt für Energie des Kantons Thurgau und dem Amt für Hochbau und Stadtplanung der Stadt Frauenfeld unterstützt.

  • Mehr Zuzüge ins Wallis, Verluste in Zürich und Waadt

    Mehr Zuzüge ins Wallis, Verluste in Zürich und Waadt

    Im vergangenen Jahr sind insgesamt 37’816 Unternehmen innerhalb der Schweiz umgezogen, informiert die CRIF AG in einer Mitteilung. Die Wirtschaftsauskunftei hat die entsprechenden Wanderbewegungen der Firmen innerhalb der Schweiz untersucht. Ihren Erhebungen zufolge haben 80,6 Prozent der Unternehmen ihren Sitz innerhalb des Kantons verlegt. Nur 7470 Firmen wanderten in einen anderen Kanton ab.

    Bei den Zuzügen aus anderen Kantonen rangiert das Wallis mit einer Nettozuwanderung von 88 Firmen an erster Stelle. Dabei konnte der Kanton Wallis vor allem Firmen aus den Kantonen Waadt und Genf gewinnen. Die Kantone Appenzell Ausserrhoden und Freiburg verzeichneten ebenfalls hohe Nettozuwanderungen von 65 beziehungsweise 39 Firmen. In den Kanton Appenzell Ausserrhoden zog es vor allem Firmen aus St.Gallen, Zürich und Zug. Nach Freiburg siedelten vorrangig Firmen aus den Kantonen Waadt, Bern und Genf um.

    Am anderen Ende der Skala stehen die Kantone Zürich, Waadt und Luzern. Der Kanton Zürich verlor netto 133 Unternehmen an andere Kantone der Schweiz. Aus den Kantonen Waadt und Luzern wanderten 87 beziehungsweise 61 Unternehmen in andere Kantone ab.

    Von den Abwanderungen aus dem Kanton Zürich konnten vor allem die Kantone Zug, Aargau und Schwyz profitieren. Aus Waadt wanderten viele Firmen in die Kantone Genf, Wallis und Freiburg ab. Firmen aus Luzern verlegten ihren Sitz hauptsächlich in die Kantone Zug, Zürich und Aargau.

  • Modernisierung sorgt für frisches Wasser im Spa

    Modernisierung sorgt für frisches Wasser im Spa

    Kurz vor Ostern hat das Wellness Hotel Stoos die Wassertechnik seines Wellness & Spa modernisiert. Als Partner war die Aqua Innovation GmbH mit dabei, informiert die auf Wasser- und Luftaufbereitungsanlagen spezialisierte Firma aus Rotkreuz in einem Beitrag auf LinkedIn. Damit die Anlage rechtzeitig auf Ostern wieder in Betrieb war, hat das Team von Aqua Innovation ein paar Zusatzstunden geleistet.

    Konkret zeichnet Aqua Innovation für die Installation einer hochpräzisen speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) und den Einbau einer Chlordosieranlage mit integrierter pH-Regelung verantwortlich. Die neue Steuerung ermöglicht es, alle Parameter von Temperatur über Wasserdurchfluss und Filterzyklen bis zur chemischen Wasseraufbereitung zentral über das Gebäudemanagement zu kontrollieren und zu steuern. „Einen persönlichen Test der Anlage sparen wir uns auf später auf“, schreibt Aqua Innovation augenzwinkernd im Beitrag.

  • Schweizer Fördertechnikhersteller steigert Ergebnis

    Schweizer Fördertechnikhersteller steigert Ergebnis

    Die Schindler-Gruppe hat im ersten Quartal 2025 weltweit Umsätze in Gesamthöhe von 2,73 Milliarden Franken erwirtschaftet, informiert die auf Aufzüge, Rolltreppen und Personenförderbänder spezialisierte Unternehmensgruppe aus Ebikon in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 2,5 Prozent in Lokalwährungen. Der Auftragseingang legte im selben Zeitraum um 6,0 Prozent in Lokalwährungen auf 2,95 Milliarden Franken zu.

    Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT fiel mit 329 Millionen Franken um 13,4 Prozent in Lokalwährungen höher als im ersten Quartal 2024 aus. Die EBIT-Marge konnte um 1,1 Prozentpunkte auf 12,0 Prozent gesteigert werden. Als Reingewinn wurden 257 Millionen Franken ausgewiesen, gegenüber 232 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum.

    „Im ersten Quartal konnten wir mehr Aufträge, gesteigerte Margen und einen höheren Cashflow verzeichnen“, wird Schindler-CEO Paolo Compagna in der Mitteilung zitiert. „Unser Fokus liegt weiterhin auf unseren strategischen Prioritäten, wobei wir gleichzeitig das volatile makroökonomische Umfeld, insbesondere die sich abschwächenden Marktindikatoren für die Region Amerika, im Auge behalten.“ Für das Gesamtjahr geht Schindler von einem Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich aus. Die EBIT-Marge soll bei etwa 12 Prozent gehalten werden. Mittelfristig will die Gruppe eine EBIT-Marge von 13 Prozent erreichen.

  • FORUM UZH Zentrum für Bildung und Forschung

    FORUM UZH Zentrum für Bildung und Forschung

    Das FORUM UZH ist ein Meilenstein für die bauliche und akademische Entwicklung der Universität Zürich. Der Neubau umfasst insgesamt 37’000 m² Hauptnutzfläche und wird nicht nur das prognostizierte Wachstum der Studierendenzahlen auffangen, sondern auch neue Massstäbe in Lehre, Forschung und Nachhaltigkeit setzen. In dem neuen Zentrum werden die Fakultäten für Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaften und Neuere Philologien zusammengeführt. Ergänzt werden diese durch moderne Bibliotheken, Sportanlagen für Mittelschulen und den Akademischen Sportverband sowie öffentlich zugängliche Cafeterias und Gewerbeflächen.

    Architektur und Raumkonzept
    Das FORUM UZH besteht aus einem terrassierten Sockel für Lehre und universitäres Leben, einem darüber schwebenden trapezförmigen Baukörper für Forschung sowie einem zentralen Innenhof. Der Baukörper wird von der Rämistrasse zurückversetzt, um eine grosszügige Vorzone mit Stadtbalkonen zu schaffen, die sich in die städtebauliche Umgebung einfügt. Die Fassadengestaltung mit horizontalen Deckenplatten und vertikalen Brise Soleils verleiht dem Gebäude eine markante Tiefenwirkung und ermöglicht eine flexible Lichtregulierung im Inneren.

    Im Zentrum des Gebäudes liegt das namensgebende Forum, eine lichtdurchflutete Halle, die Aufenthalts-, Begegnungs- und Arbeitsraum zugleich ist. Sie verbindet sämtliche Ebenen und kann für universitäre sowie öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 2’000 Personen genutzt werden.

    Flexibles Lernumfeld und moderne Infrastruktur
    Das FORUM UZH bietet eine Vielzahl an innovativen Lehr- und Lernräumen. Fünf Hörsäle und mehrere Seminarräume sind flexibel nutzbar und mit modernster Technik ausgestattet, um hybride Lehrmodelle zu ermöglichen. Zudem entsteht ein grosszügiges Lehr- und Lernzentrum mit über 700 studentischen Arbeitsplätzen. Auf den oberen Stockwerken wird die Universitätsbibliothek unter einem Dach vereint.

    Nachhaltigkeit und innovative Bauweise
    Das FORUM UZH setzt auf eine nachhaltige Holz-Beton-Hybridbauweise, die CO²-Emissionen reduziert und gleichzeitig eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Das intensiv begrünte Dach dient nicht nur als fünfte Fassade, sondern auch als ökologische Ausgleichsfläche mit Lebensraum für Flora und Fauna. Eine Photovoltaikanlage liefert eigenen Strom, während über 50 Grossbäume auf dem neugestalteten Stadtplatz das Mikroklima positiv beeinflussen.

    Dank der modularen Bauweise spart die UZH so viel CO², wie durch die Erstellung von 77 Einfamilienhäusern freigesetzt würde. Das Gebäude wird gemäss SGNI-Standard Gold und nach Minergie P zertifiziert.

    Einbindung in das städtische Umfeld
    Das FORUM UZH wird nicht nur der universitären Gemeinschaft, sondern auch der Stadtbevölkerung offenstehen. Die Bibliotheken, Gastronomiebereiche und Quartierläden sind öffentlich zugänglich und die Gloriaterrasse wird als grüner Treffpunkt zum Verweilen einladen. Durch die städtebauliche Gestaltung entsteht eine direkte Verbindung zwischen dem Hochschulquartier und den umliegenden Stadtteilen.

    Bauzeitplan und nächste Schritte
    Nach dem Abschluss des Vorprojekts wurde im August 2024 mit den Bauarbeiten begonnen. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant, der Bezug erfolgt 2029. Bis dahin werden die Studierenden und Forschenden der Universität Zürich die Entwicklung dieses Jahrhundertprojekts hautnah mitverfolgen können.

  • Effizientere Reinigungslösungen für Bau und Industrie

    Effizientere Reinigungslösungen für Bau und Industrie

    Die Frutiger Company mit Sitz in Winterthur hatte laut einer Medienmitteilung eine erfolgreiche Messewoche mit viel fachlichem Austausch bei der Bauma in München. Viele Besucherinnen und Besucher hätten die Weltleitmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte genutzt, um sich über die neu strukturierte Produktpalette zu informieren.

    Besonderes Interesse galt der von Frutiger produzierten Reifenwaschanlage MobyDick On, laut Mitteilung eine gemeinsame Entwicklung mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Sie setze mit einer strömungsoptimierten Geometrie und innovativen Düsenstellungen neue Massstäbe in Bezug auf Effizienz und Waschkraft.

    Frutiger ist neben der Herstellung der MobyDick-Reifenwaschanlagen spezialisiert auf Reinigungssysteme zur Staubbindung und zur Grobreinigung von Rad- und Kettenfahrzeugen sowie weiteren Baumaschinen (Demucking).

    Alle drei Geschäftsbereiche waren bei der Bauma zu sehen, neu unterteilt in die Standard Line und die Tailor Made Line. Die neue Strukturierung des Portfolios erlaube eine schnelle und effiziente Bereitstellung von standardisierten Lösungen für gängige Anforderungen und massgeschneiderten Systemen für individuelle Herausforderungen, heisst es.

    Als Neuheit bei der Staubbekämpfung wurden adaptive MobyDick-Systeme gezeigt. Sie wurden um autarke Varianten erweitert und bringen Verbesserungen bei der Flexibilität auf Plattformen mit integriertem Generator und Wassertank oder auf mobilen Türmen. Zudem demonstrierte Frutiger eine vollumfängliche Demucking-Anlage zur Reinigung von Bau- und Militärfahrzeugen. Die Lösung helfe dabei, Kosten für Personal, Standzeiten und Wasserverbrauch zu sparen.

  • Eröffnung Klanghaus am Schwendisee

    Eröffnung Klanghaus am Schwendisee

    Mit dem Klanghaus hat das Toggenburg ein kulturelles Wahrzeichen erhalten, das weit über die Region hinausstrahlt. Gebaut aus Holz und eingebettet in die voralpine Landschaft, versteht sich das Klanghaus nicht nur als akustischer Raum, sondern als Plattform für Begegnung, Kreativität und Klangforschung. Vier speziell konzipierte Klangräume und zwei Aussenbühnen bieten Platz für Proben, Konzerte, Workshops und Klangexperimente, offen für Profis und Laien gleichermassen.

    Von der Idee zur Wirklichkeit
    Die Vision eines Hauses, das Klänge hör- und spürbar macht, wurde 2019 mit einem Volksentscheid besiegelt. Nach intensiver politischer und gesellschaftlicher Vorarbeit begannen 2022 die Bauarbeiten. Mit Investitionen von 23,3 Millionen Franken wurde ein Projekt realisiert, das Fortschritt im ländlichen Raum exemplarisch verkörpert. Das Klanghaus ist Ausdruck von Mut und Wertschätzung für das kulturelle Erbe und den Innovationsgeist der Klangwelt Toggenburg.

    Mehr als ein Gebäude – ein Impuls für die Region
    Das Klanghaus wirkt über den künstlerischen Bereich hinaus. Es stärkt den Kulturtourismus, schafft Resonanzräume für neue Gäste, belebt das lokale Gewerbe und inspiriert zur Auseinandersetzung mit Klang, Raum und Identität. Als Brücke zwischen Tradition und Moderne fördert es gesellschaftlichen Dialog, mitten in der Natur.

    Eröffnung mit Klangvielfalt und Begegnung
    Am 24. und 25. Mai 2025 ist die Bevölkerung zum grossen Eröffnungswochenende eingeladen. Höhepunkt ist ein Musikmarathon mit zwölf Stunden Live-Konzerten, von Jodel und Gospel über Jugendmusik bis Indie-Rock. Der Eintritt ist grösstenteils frei, das Klanghaus wird zum Erlebnisraum für alle.

  • Zürcher Wohnschutzinitiative erhöht Value at Risk für Immobilienportfolios

    Zürcher Wohnschutzinitiative erhöht Value at Risk für Immobilienportfolios

    Im Februar 2024 wurde die Zürcher Wohnschutzinitiative mit über 20’000 Unterschriften eingereicht. Initiiert von Mieterverband, SP, Grünen und AL, soll sie Gemeinden künftig mehr Spielraum für Eingriffe in den Wohnungsmarkt geben. Die Abstimmung ist für 2026 geplant. Doch bereits heute sollten Bestandshalter die möglichen Effekte auf ihre Portfolios analysieren.

    Flexibler Rahmen mit unklaren Folgen
    Die kantonale Vorlage beschränkt sich auf Rahmendefinitionen. Gemeinden erhalten das Recht, bei Wohnungsengpässen sowie bei Umbauten, Abbrüchen oder Umwandlungen in Eigentum zeitlich befristete Mietzinsobergrenzen zu definieren. Ob und wie diese umgesetzt werden, liegt im Ermessen der Gemeinden. Jeder kommunale Erlass wäre referendumsfähig. Doch orientiert an Vorbildern wie Basel-Stadt oder Genf dürften viele Gemeinden ähnliche Instrumente übernehmen.

    Risiken für Werterhalt und Investitionsdynamik
    Der potenzielle «Value at Risk» für Immobilienportfolios liegt in Einschränkungen bei Mietzinsanpassungen, Unsicherheit in der Projektentwicklung und sinkender Investitionsbereitschaft. Erfahrungen aus anderen Kantonen zeigen, Mietpreisdeckel dämpfen Neubau- und Sanierungsaktivitäten, was mittelfristig zu Angebotsengpässen und zur Erosion von Wohnqualität führen kann. Besonders betroffen sind Bestandesliegenschaften in angespannten Märkten.

    Strategien zur Risikominimierung gefragt
    Für institutionelle Investoren empfiehlt sich eine differenzierte Szenarioanalyse, die neben möglichen Wertminderungen auch steuerliche und regulatorische Folgewirkungen berücksichtigt. Eine strategische Diversifikation, aktives Asset Management und rechtzeitige Kommunikation mit Gemeinden werden entscheidend sein, um Handlungsspielräume zu sichern.

  • Wie effizient arbeiten Wärmepumpen

    Wie effizient arbeiten Wärmepumpen

    Wärmepumpen gelten als Schlüsseltechnologie für die Energiewende im Gebäudesektor. Doch wie effizient arbeiten sie im Alltag? Forschende der ETH Zürich haben im Rahmen der bisher grössten Feldstudie 1023 Anlagen in zehn europäischen Ländern über zwei Jahre hinweg analysiert. Das Ergebnis zeigt, die tatsächliche Effizienz variiert stark mit etlichen dramatischen Abweichungen von den technischen Standards.

    Fehlkonfiguration und Überdimensionierung
    Zahlreiche Wärmepumpen sind falsch eingestellt oder überdimensioniert. Die Heizkurve ist oft zu hoch angesetzt, Nachtabsenkungen führen zu unnötigem Nachheizen und hohe Heizgrenzen verlängern die Laufzeiten. In der Schweiz wurde bei 41 % der getesteten Anlagen ein überhöhter Temperaturhub festgestellt. 17 % der Luftwärmepumpen in der internationalen Studie lagen sogar unterhalb der geltenden Effizienzstandards.

    Digitale Hilfsmittel als Lösungsansatz
    Die Forschenden fordern europaweit einheitliche Standards für die digitale Überwachung von Wärmepumpen. Intelligente Steuerungssysteme und Algorithmen könnten die Betriebseffizienz kontinuierlich analysieren und Optimierungsvorschläge liefern. Erste Pilotprojekte mit Smart Metern und KI-gestützter Datenauswertung in der Schweiz bestätigen dieses Potenzial.

    Effizienz steigert Akzeptanz
    Ein effizienter Betrieb senkt nicht nur den Stromverbrauch, sondern erhöht auch das Vertrauen in die Technologie. Dies ist entscheidend, um Wärmepumpen als klimafreundliche Lösung flächendeckend zu etablieren. Die ETH-Studien zeigt, die Technik ist bereit, nun braucht es Standards, Kontrolle und mehr Bewusstsein für den Betrieb.

  • Cyberbedrohungen erfordern grenzüberschreitende Lösungen

    Cyberbedrohungen erfordern grenzüberschreitende Lösungen

    Cyberangriffe nehmen zu in ihrer Raffinesse und in ihrer Reichweite. Der aktuelle Halbjahresbericht des BACS zeigt, wie international Täter agieren und welche Methoden sie einsetzen, um Filter zu umgehen und neue Opfer zu erreichen. Im Jahr 2024 gingen über 62’000 Meldungen zu Cybervorfällen ein. Besonders häufig betroffen sind Privatpersonen, aber auch Unternehmen melden zunehmend CEO-Betrug, Phishing und betrügerische Gewinnspiele.

    Neue Technologien, neue Tricks
    Die Angreifer passen sich an. Statt klassischer SMS nutzen sie RCS und iMessage, um Sicherheitsmechanismen zu umgehen. Auch täuschend echte Fake-Anrufe oder das gezielte Überfluten von E-Mail-Konten mit Spam gehören mittlerweile zum Repertoire. Dabei schrecken Kriminelle nicht davor zurück, bekannte Markennamen für ihre Zwecke zu missbrauchen und Schadsoftware zu verbreiten.

    Digitale Abhängigkeiten als Risiko
    Globale Zwischenfälle wie das fehlerhafte Software-Update von CrowdStrike, mit Auswirkungen auf über 8,5 Millionen Systeme, zeigen, wie fragil die digitale Infrastruktur ist. Auch Verzögerungen bei Sicherheitsstandards wie dem CVE-Programm unterstreichen die Risiken einseitiger technologischer Abhängigkeit.

    Schweizer Antwort Meldepflicht
    Am 1. April 2025 trat in der Schweiz die gesetzlich verankerte Meldepflicht für Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen in Kraft. Betreiber im Energie-, Verkehrs-, Verwaltungs- oder Gesundheitsbereich sind verpflichtet, schwerwiegende Angriffe innerhalb von 24 Stunden an das BACS zu melden. Die Regelung wurde eng mit internationalen Normen und EU-Richtlinien abgestimmt und stärkt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Ernstfall.

    Frühwarnung durch internationale Vernetzung
    Um globale Risiken besser zu managen, intensiviert die Schweiz den bilateralen Austausch mit Partnerstaaten und Organisationen. Ziel ist national wie international ein effizienter, international abgestimmter Informationsfluss über aktuelle Bedrohungslagen und ein robuster Schutz für kritische Infrastrukturen.

  • Swissgrid investiert in das Netz der Zukunft

    Swissgrid investiert in das Netz der Zukunft

    Das Übertragungsnetz ist die Grundlage der sicheren Stromversorgung in der Schweiz und seine Bedeutung wächst. Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung verändern das Energiesystem grundlegend. Mit dem Projekt „Strategisches Netz 2040“ reagiert Swissgrid auf diese Entwicklungen und identifiziert 31 Schlüsselprojekte, die bis 2040 realisiert werden müssen. Rund 5,5 Milliarden Franken sollen in Ausbau, Modernisierung und Steuerbarkeit des Netzes fliessen.

    Wachsende Anforderungen an das Netz
    Der Umbau der Energieversorgung führt zu neuen Belastungen. Der Stromverbrauch steigt durch Wärmepumpen, Elektromobilität und Rechenzentren stark an. Gleichzeitig nimmt die Einspeisung aus volatilen, dezentralen Quellen zu. Internationale Stromflüsse steigen durch Windparks und Solarfarmen in Europa. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzt Swissgrid auf gezielte Netzverstärkungen, neue Phasenschiebertransformatoren zur Steuerung der Stromflüsse und die umfassende Sanierung bestehender Infrastrukturen.

    Planen mit Weitblick und Rücksicht
    Das NOVA-Prinzip (Netzoptimierung vor Netzverstärkung vor Netzausbau) steht im Zentrum der Strategie. Ein Netzausbau erfolgt nur, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Damit werden Kosten und Umweltbelastungen minimiert. Zugleich wird durch koordinierte Planung mit Kantonen und Partnern sowie frühzeitige Einbindung der Bevölkerung die Akzeptanz erhöht und der Planungsprozess beschleunigt.

    Vernetzung über Landesgrenzen hinaus
    Swissgrid plant nicht nur für die Schweiz, sondern auch für die europäische Energiezukunft. Eine engere Anbindung ans europäische Netz sowie die Integration in ein künftiges Supergrid sollen dazu beitragen, Strom effizienter über Kontinente hinweg zu transportieren. Entscheidend für diese Integration bleibt ein geregeltes Stromabkommen mit der EU.

  • Digital sichtbar, lokal präsent

    Digital sichtbar, lokal präsent

    In der digitalen Welt bleiben zwei Aspekte ebenso relevant wie herausfordernd: Sichtbarkeit und Nähe. Ihre erfolgreiche Umsetzung bildet gerade auch für Immobilienprofis den Schlüssel zum Erfolg. Denn sowohl Verkäufer:innen und Käufer:innen, als auch Makler:innen sind oftmals regional verwurzelt.

    Gleichzeitig leitet sich daraus eine Chance ab, die mit Visibility+ von SMG Real Estate optimal in die Tat umgesetzt wird. Die innovative Lösung platziert Immobilienagenturen genau dort, wo potenzielle Verkäufer:innen besonders präsent sind – und dies in Kombination mit der Fokussierung auf die Wunschregion. Bereits ab 99 Franken unterstützt Visibility+ Agenturen dabei, sich auf ImmoScout24 und Homegate optimal in Szene zu setzen. Damit werden sie dort sichtbar, wo aktuelle sowie potenzielle Verkäufer:innen nach verlässlichen Partnern suchen. Dies erhöht nicht nur die Reichweite in der jeweils relevanten Region, sondern stärkt die Professionalität des Auftritts – was zu mehr Verkaufsmandaten führt. Darüber hinaus bleibt die Sichtbarkeit dauerhaft erhalten, auch wenn zeitweise keine Inserate aufgeschaltet werden.

    Erfahren Sie mehr:

    swissmarketplace.group

  • Fernwärme erreicht Schloss auf dem Felsen

    Fernwärme erreicht Schloss auf dem Felsen

    BRUGG Pipes mit Sitz in Kleindöttingen hat im Frühjahr 2025 das Schloss Vaduz in Liechtenstein über sein flexibles Rohrsystem an ein Fernwärmenetz angeschlossen. Wie es in einer Mitteilung heisst, war die logistische Herausforderung das Überwinden der steilen Hanglagen von der Basisstation zum Schloss.

    Bei der Verlegung der 300 Meter langen Leitung musste ein Höhenunterschied von 120 Metern zu dem auf einer Felsterrasse gelegenen Schloss überwunden werden. Die Installation wurde mittels Helikoptern vorgenommen. Die verwendeten FLEXWELL-FHK-Rohre wurden dabei an vorher am Fels verankerten Haltepunkten fixiert. „Diese innovative Methode ermöglichte, die Herausforderungen des Geländes sicher, schnell und effizient zu bewältigen“, wird Daniel Schneider, Verkaufsleiter Fernwärme Schweiz bei BRUGG Pipes, in der Mitteilung zitiert.

    Das Schlossareal und die angrenzenden Gebäude werden künftig mit Fernwärme aus der VfA Buchs versorgt. Die Fernwärme liefert das Kehrichtheizkraftwerk des Vereins für Abfallentsorgung (VfA) in Buchs SG. 2023 sind hier rund 200‘000 Megawattstunden Fernwärmenergie erzeugt und geliefert worden, das entspricht einer Energiemenge aus dem Verbrennen von 12,5 Millionen Litern Heizöl, heisst es in der Mitteilung.

  • Neue KI-Agenten sollen Effizienz in der Immobilienberatung steigern

    Neue KI-Agenten sollen Effizienz in der Immobilienberatung steigern

    Die PriceHubble AG will neue Massstäbe für die Finanz- und Immobilienbranche setzen. Dazu hat das auf digitale Lösungen für die Finanz- und Immobilienwirtschaft spezialisierte Zürcher Unternehmen drei spezialisierte KI-Agenten lanciert. „Sie vereinen hochwertige Immobiliendaten mit Automatisierung und generativer KI“, erläutert PriceHubble in einer entsprechenden Mitteilung.

    Der KI-Agent PriceHubble Companion berät und liefert personalisierte Einsichten in Immobilien. Der PriceHubble Copilot unterstützt Arbeitsprozesse von der Bewertung einer Immobilie bis zur Beantwortung von komplexen Kundenanfragen. Der PriceHubble Analyst ist auf die Erkennung und Interpretation von Trends und Entwicklungen geschult. Jeder der drei Agenten kann individuell angepasst und in bestehende interne Prozesse integriert werden.

    Mit den drei neuen Agenten will PriceHubble Banken, Vermögensverwalter, Bewirtschafter, Portfolio-Manager und Immobilienmakler bei der Bewältigung konkreter Herausforderungen unterstützen. „KI Agenten sind der logische nächste Schritt – für uns und für den Markt“, wird Stefan Heitmann, CEO und Gründer von PriceHubble, in der Mitteilung zitiert. „Präzise, transparente Daten in Verbindung mit durchdachten, individuell anpassbaren Lösungen sind der Schlüssel für exzellente Kundenerlebnisse, mehr Effizienz bei der Beratung und echten ROI im Finanz- und Immobilienbereich.“

  • Übernahme stärkt Ladeinfrastruktur im E-Mobility-Markt

    Übernahme stärkt Ladeinfrastruktur im E-Mobility-Markt

    Die AVIA VOLT Suisse AG kauft den Ladeinfrastrukturanbieter Plug’N Roll und erweitert ihre Ladeinfrastruktur um 2345 Ladepunkte. Plug’N Roll-Kunden profitieren vom Zugang zu einem europaweiten Netzwerk aus über 850‘000 Ladepunkten. Die Bündner Repower AG, bisherige Eigentümerin von Plug’N Roll, richtet mit Repower E-Mobility ihren Fokus neu aus.

    AVIA VOLT prüft nun laut einer Mitteilung Verträge und Geschäftsprozesse von Plug’N Roll. Deren 24‘600 Kunden werden nahtlos in den AVIA-Verbund integriert.  Die Übernahme ermöglicht eine integrierte Abrechnung elektrischer und fossiler Energie für Plug’N Roll-Flottenbetreiber. Die Systemarchitektur von AVIA VOLT biete Kompatibilität mit den Soft- und Hardwarelösungen vieler Hersteller, heisst es in der Mitteilung.

    Die AVIA VOLT mit Sitz in Frauenfeld ist eine Tochter mehrerer Schweizer AVIA-Unternehmen. Sie sieht die Übernahme als wichtigen Schritt, um sich als führender Service-Anbieter im Bereich Elektromobilität zu etablieren. „Für uns bedeutet die Übernahme eine gezielte Stärkung unserer Position als Anbieterin für verlässliche Ladeinfrastruktur in der Schweiz“, wird Martin Osterwalder, Verwaltungsratspräsident von AVIA VOLT, zitiert.

    Plug’N Roll ist die E-Mobility Abteilung der Repower AG. Die E-Mobility Anbieterin entwickelt seit 2012 Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum, für Unternehmensflotten und für Immobilien. Bis Ende 2025 wird die Marke Plug’N Roll von AVIA VOLT genutzt. Drei Plug’N Roll-Mitarbeitende werden von AVIA VOLT übernommen.

  • Nachhaltige Produkte treiben Ergebnisstabilität in der Baustoffbranche

    Nachhaltige Produkte treiben Ergebnisstabilität in der Baustoffbranche

    Die Holcim AG hat im ersten Quartal 2025 weltweit Umsätze in Gesamthöhe von 5,54 Milliarden Franken erwirtschaftet, informiert der Zuger Baustoffkonzern in einer Mitteilung. Im Vorjahreszeitraum hatten die Umsätze mit 5,59 Milliarden Franken auf gleichem Niveau gelegen. Das wiederkehrende Betriebsergebnis auf Stufe EBIT fiel mit 515 Millionen Franken um 3,1 Prozent schwächer als im ersten Quartal 2024 aus. In Lokalwährungen wurde jedoch ein EBIT-Wachstum von 1,7 Prozent erzielt.

    „Wir haben im ersten Quartal einen überproportionalen Anstieg des Recurring EBIT erreicht und das Margenniveau gehalten“, wird Holcim-CEO Miljan Gutovic in der Mitteilung zitiert. „Die wachsende Nachfrage unserer Kunden nach unseren nachhaltigen Baulösungen hat dazu beigetragen, dass die Umsatzanteile von ECOPact und ECOPlanet in den jeweiligen Produktlinien neue Höchstwerte erreicht haben.“ Konkret zog der Umsatzanteil des kohlenstoffarmen ECOPact-Betons im Jahresvergleich von 26 auf 32 Prozent an. Der kohlenstoffarme ECOPlanet-Zement verbesserte seinen Umsatzanteil gleichzeitig von ebenfalls 26 auf 29 Prozent.

    Vor dem Hintergrund des stabilen Quartalsergebnisses hält Holcim an seinen Zielvorgaben für das Geschäftsjahr 2025 fest. Danach soll ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich in lokaler Währung und ein dazu überproportionaler Anstieg des wiederkehrenden EBIT realisiert werden. Die Ausgliederung des Nordamerikageschäfts von Holcim (Amrize) verläuft nach Plan. Am 25. März habe Amrize seinen ersten Investorentag in New York abgehalten, erläutert Holcim. Im Juni soll die Ausgründung an der NYSE und der SIX Swiss Exchange kotiert werden.

  • Neue Technologien für nachhaltiges Bauen im Praxistest

    Neue Technologien für nachhaltiges Bauen im Praxistest

    Swiss Prime Site (SPS) hat zusammen mit dem Schlieremer Start-up-Förderer Venturelab vielversprechende Start-ups aus den Bereichen Cleantech, PropTech, EnterpriseTech und anderen für die Immobilienbranche relevanten Sektoren identifiziert. Das Immobilienunternehmen mit Hauptsitz in Zug hat laut einer Mitteilung von Venturelab die 25. Ausgabe seines Start-up Accelerator-Programms abgeschlossen. In Zusammenarbeit mit Venturelab zielt die Initiative von SPS darauf ab, Kontakte zu Start-ups zu knüpfen, die Lösungen entwickeln, die in das Unternehmen integriert werden können, und konzentriert sich dabei auf Bereiche wie intelligente Gebäude, gesunde Architektur, intelligente Materialien und Kreislaufwirtschaft, heisst es weiter.

    Unter den 70 Bewerbern wurden zehn Start-ups ausgewählt, die ihre Lösungen Ende März in einer virtuellen Pitch-Session vorstellten. Aus dieser Gruppe wurden vier zur Teilnahme am Beschleunigungsprogramm eingeladen, um ihre Geschäftsmodelle dem SPS-Vorstand vorzustellen. Bei drei Jungunternehmen wird der „innovative Ansatz für Nachhaltigkeit und die Ausrichtung auf die Umweltprioritäten der SPS“ hervorgehoben. Dabei handelt es sich um das auf Lösungen zum Bauen mit klimaneutralem Beton fokussierte ecoLocked mit Sitz in Berlin, das auf Wasserreinhaltung spezialisierte Unternehmen Vunanexus in Küsnacht ZH und Quanthome in Lausanne, das datengesteuerte Intelligenz für Investitionsentscheidungen anbietet. Sie werden weitere Gespräche mit SPS für kommende Projekte und Tests der Lösung führen, heisst es in der Mitteilung.

    „Selten findet man einen Pitch-Wettbewerb, bei dem die Organisatoren so sehr bemüht sind, es einem leicht zu machen und einen während des gesamten Prozesses zu beraten“. wird Ruth Beniermann von ecoLocked zu dem Auswahlprozess zitiert.

  • Flughafen Zürich testet Solarzäune

    Flughafen Zürich testet Solarzäune

    Die Flughafen Zürich AG in Kloten will mit einem deutlichen Ausbau erneuerbarer Energien ihrem Netto-Null-Ziel für unternehmenseigene Emissionen bis 2040 näher kommen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sollen dabei die Photovoltaikanlagen deutlich ausgebaut werden. Neben Anlagen auf Dächern und an Fassaden testet der Flughafen nun die Installation von Solarzäunen. Eine erste Anlage wurde neben der Heizzentrale des Flughafens installiert.

    Die senkrecht montierten Paneele bieten mehrere Vorteile. Da sie beidseitig solar bestrahlt werden können, erhöht sich die Stromausbeute um 10 bis 30 Prozent. Die Stromproduktion kann somit auch über den ganzen Tag ausgedehnt werden. Gleichzeitig dienen die Solarpaneele als Sicherheitszaun für den Flughafenbereich.

    „In einem ersten Schritt wollen wir Erfahrungen mit den vertikalen Solaranlagen sammeln und prüfen, ob diese Technologie für weitere Standorte in Frage kommen könnte. Denkbar sind zum Beispiel Parkplätze. Die Testphase wird mindestens ein Jahr dauern, um die Saisonalitäten abbilden zu können“, wird Guido Hüni, Leiter Energie und Dekarbonisierung der Flughafen Zürich AG, in der Mitteilung zitiert.

    Derzeit sind auf zwölf Gebäudedächern Photovoltaikanlagen installiert. In einer Machbarkeitsstudie werden weitere Standorte geprüft. Dabei muss unter anderem die Blendsicherheit für Piloten und Tower gewährleistet werden. Bis 2040 sollen die Photovoltaikanlagen des Flughafens eine Strommenge produzieren, die zum Versorgen von 5000 Haushalten ausreicht.

  • Freiburg trotzt globalen Unsicherheiten

    Freiburg trotzt globalen Unsicherheiten

    Trotz weltweiter Turbulenzen, verstärktem Protektionismus und neuen Zöllen der US-Regierung behauptet sich die Freiburger Wirtschaft mit beeindruckender Stabilität. Die Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg begleitete 2024 insgesamt 32 Unternehmensprojekte, darunter 16 Neuansiedlungen. Diese Projekte sichern über 1000 Arbeitsplätze und schaffen mittelfristig 527 neue Stellen, verbunden mit Investitionen von 116 Millionen Franken.

    Das Beschäftigungswachstum im Kanton übertrifft mittlerweile das Bevölkerungswachstum. Das Bruttoinlandprodukt von Freiburg ist zwischen 2011 und 2024 um 27,5 % gestiegen. Ein klares Zeichen nachhaltiger Wertschöpfung trotz globaler Unsicherheiten.

    Erfolgreiche Standortentwicklung und Investitionen
    Die Neuansiedlungen verteilen sich gleichermassen auf Schweizer und internationale Unternehmen, unter anderem aus Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien und den USA. Parallel dazu startete das neue kantonale Umsetzungsprogramm 2024–2027 der Neuen Regionalpolitik, das mit 19 geförderten Projekten strategische Schwerpunkte in Biowirtschaft, digitaler Transformation, Industrie 4.0, Tourismus und Unternehmertum setzt.

    Für Olivier Curty, Staatsrat und Volkswirtschaftsdirektor, unterstreichen diese Ergebnisse die Relevanz einer konsequent verfolgten Wirtschaftsstrategie, die den Standort Freiburg auch in anspruchsvollen Zeiten stärkt.

    bluefactory und die EPFL als Wachstumsmotoren
    Das Innovationsquartier bluefactory entwickelt sich rasant. Mit der Einweihung des Gebäudes B und der nahezu vollständigen Belegung durch 17 Unternehmen und 340 Arbeitsplätze wird Freiburg als Technologie-Hub weiter gestärkt. Gleichzeitig baut die EPFL ihr Engagement aus – sechs neue Lehrstühle im Bereich nachhaltiges Bauen sollen bis 2030 entstehen. Der Baubeginn für das neue Experimentalgebäude des Smart Living Lab ist für 2025 vorgesehen.
    Diese Dynamik festigt Freiburgs Positionierung im Bereich der gebauten Umwelt und unterstreicht das Engagement des Kantons für Nachhaltigkeit und Innovation.

    Strategische Erfolge im Bereich Life Sciences
    Ein Meilenstein 2024 war die Ansiedlung von Cellap Laboratoire AG in Châtel-Saint-Denis. Mit mehr als 4000 m² Produktionsfläche und ambitionierten Wachstumszielen auf internationalen Märkten setzt das Unternehmen neue Impulse im Sektor der Zellkosmetik. Die Life Sciences entwickeln sich zur tragenden Säule der Freiburger Wirtschaft und machen bereits 10 % des kantonalen BIP aus – ein Ergebnis, das durch eine Studie von BAK Economics bestätigt wird.

    Jerry Krattiger, Direktor der WIF, betont, dass die Biowirtschaft und die Life Sciences strategische Prioritäten bleiben. Gleichzeitig werden weitere Schlüsselbereiche wie Industrie 4.0 aktiv gefördert, um die wirtschaftliche Vielfalt und Resilienz des Kantons weiter auszubauen.

    Wachsamkeit und Anpassungsfähigkeit als Erfolgsfaktoren
    Die Volkswirtschafts- und Berufsbildungsdirektion bleibt angesichts der weltweiten Unsicherheiten wachsam. Mit bewährten Instrumenten wie der Kurzarbeitsentschädigung ist Freiburg in der Lage, rasch auf konjunkturelle Schwankungen zu reagieren und die Stabilität des Wirtschaftsgefüges zu sichern.

  • Flugroboter als Baumaschinen der Zukunft

    Flugroboter als Baumaschinen der Zukunft

    Während schwere, bodengebundene Robotersysteme längst auf Baustellen Einzug gehalten haben, stossen sie in unwegsamem Gelände oder in grossen Höhen schnell an ihre Grenzen. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Empa und der EPFL untersucht nun, wie Flugroboter diese Lücken schliessen können. Ihre Vision sind die mobile, flexible und autonome Baudrohnen, die Materialien transportieren, Strukturen errichten und dabei klassische Maschinen gezielt ergänzen. Wie etwa bei Reparaturen an Hochhausfassaden oder im Einsatz nach Naturkatastrophen.

    Flexibilität und Präzision aus der Luft
    Im Zentrum der aktuellen Forschung steht die Entwicklung sogenannter «Aerial Additive Manufacturing»-Technologien. Drei Konzepte werden verfolgt, die Konstruktion mit modularen Bauelementen, das Spannen von Zugstrukturen und das schichtweise Auftragen von Baumaterialien. Erste Versuche im Empa-«DroneHub» zeigen, wie Schwärme von Drohnen gemeinsam Bauaufgaben übernehmen könnten. Es gibt etliche Vorteile wie, kein fester Bauplatz, kürzere Transportwege, reduzierte Materialverluste und gesteigerte Sicherheit auf der Baustelle.

    Zusammenspiel von Robotik, Material und Design
    Damit der Einsatz von Baudrohnen Realität wird, müssen mehrere Disziplinen zusammenwirken. Robuste und leichte Baumaterialien sind ebenso entscheidend wie intelligente Bauentwürfe, die auf die begrenzte Präzision der Drohnen abgestimmt sind. Gleichzeitig erfordert die Technologie Fortschritte in der Flugautonomie. Vom programmierten Routenflug bis hin zur eigenständigen Analyse und Anpassung während des Bauprozesses reicht das Spektrum der künftigen Fähigkeiten.

    Ergänzung statt Ersatz
    Trotz aller Fortschritte bleiben Drohnen eine Ergänzung zu bestehenden Robotersystemen. Ihre begrenzte Flugzeit und Nutzlast schränken den Einsatz derzeit noch ein. Die Forschenden sehen deshalb hybride Konzepte als Schlüssel. Konventionelle Systeme errichten die unteren Bereiche eines Bauwerks, während Drohnen ab bestimmten Höhen übernehmen. So könnten künftig flexibel und effizient Strukturen entstehen. Selbst dort, wo heute kein klassischer Bau möglich ist.

  • Internationale Plattform für die Raumplanung

    Internationale Plattform für die Raumplanung

    Unter dem Motto «P:ITte alle umsteigen ‘Raum & Mobilität’ integriert» lud die Ostschweizer Fachhochschule vom 9. bis 13. April 2025 zum 76. Treffen ein. Rund 150 Studierende der Stadt-, Verkehrs- und Raumplanung folgten der Einladung nach Rapperswil-Jona. Das von engagierten Bachelor-Studierenden organisierte Treffen bot eine Plattform für den internationalen Austausch, für Networking und fachliche Diskussionen über die Zukunft der Raum- und Verkehrsplanung.

    Fachliche Impulse für die Verkehrswende
    Im Zentrum stand die Frage, wie Mobilität nachhaltig gestaltet und mit der Stadtentwicklung sinnvoll verzahnt werden kann. Anhand konkreter Beispiele aus der Region untersuchten die Teilnehmenden unter anderem die Bahnhofstrasse in Rapperswil und die Funktion von Verkehrsdrehscheiben wie dem Bahnhof Jona. Die interaktiven Workshops und Exkursionen machten deutlich, erfolgreiche Raumplanung erfordert integrierte Lösungen, die Siedlung und Verkehr als Einheit denken.

    Vernetzung über Landesgrenzen hinweg
    Das PlanerTreffen ist die wichtigste Konferenz der Studierenden für Stadt- und Raumplanung im deutschsprachigen Raum. In rotierender Organisation durch die Fachschaften bietet das Treffen fachliche Weiterbildung und auch wertvolle internationale Vernetzung. Das nächste Treffen wird an der TH Lübeck und der HCU Hamburg stattfinden und die Diskussion über zukunftsfähige Raumkonzepte fortsetzen.

  • Erholung trotz Lärmbelastung

    Erholung trotz Lärmbelastung

    Städte wachsen, der Lärmpegel steigt und gleichzeitig schrumpfen die natürlichen Erholungsräume. Eine umfassende Untersuchung der Empa und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft belegt nun erstmals für die Schweiz, wie entscheidend begrünte Umgebungen für die Stressbewältigung in lärmbelasteten Städten sind. Körperliche und mentale Erholungsprozesse werden durch den Zugang zu Grünflächen deutlich gefördert, und dieser Effekt ist sogar langfristig messbar.

    Virtuelle Realitäten belegen reale Wirkung
    Im Auralab der Empa tauchten Probandinnen und Probanden mithilfe virtueller Realität in verschiedene Umgebungen ein, von ruhigen Stadtlandschaften bis hin zu naturnahen Szenarien. Nach einer gezielten Stressphase, ausgelöst durch kognitive Aufgaben unter Verkehrslärm, zeigte sich ein klarer Trend. Natürliche Klanglandschaften wie Wälder oder Seen senkten den physiologischen Stress stärker als urbane Kulissen. Schweissproduktion an den Fingern und Kortisolkonzentrationen im Speichel belegten die Wirkung auf den Körper eindeutig.

    Langzeitstudie bestätigt nachhaltige Erholung
    Die Erkenntnisse aus dem Labor bestätigten sich auch in der Feldforschung. In einer Studie mit über 230 Teilnehmenden in Zürich zeigte sich, dass Grünräume in der Nachbarschaft den chronischen Stresspegel senken. Haarproben belegten eine niedrigere Konzentration des Stresshormons Kortisol bei Personen, die in begrünten und ruhigeren Umgebungen leben. Selbst moderat begrünte Stadträume können damit einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Stressbewältigung leisten.

    Wegweiser für gesunde Städte der Zukunft
    Das RESTORE-Projekt («Restorative green spaces in noise-polluted areas») fasst die Ergebnisse der vier Teilstudien zusammen und liefert wichtige Grundlagen für Politik, Stadtplanung und Gesundheitsschutz. Insbesondere sollen die Erkenntnisse Einfluss auf die Weiterentwicklung der schweizerischen Lärmgesetzgebung sowie die Raum- und Umweltplanung nehmen. In einer Zeit, in der drei Viertel der europäischen Stadtbevölkerung von Lärmbelastung betroffen sind, eröffnet die Integration von Grünräumen neue Perspektiven für eine resiliente, lebenswerte urbane Zukunft.

  • Swissbau Lab öffnet neue Horizonte

    Swissbau Lab öffnet neue Horizonte

    Vom 20. bis 23. Januar 2026 wird die Messe Basel zum Treffpunkt der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft. Im Zentrum steht das Swissbau Lab in Halle 1.1, ein Raum für Ideen, Innovationen und neue Partnerschaften. Themen wie Kreislaufwirtschaft, digitale Planungschancen, veränderte Bauprozesse und Klimaschutz prägen die Diskussionen. Mit dem Start der Programmgestaltung am 6. Mai 2025 beginnt eine intensive Phase der Konzeptentwicklung, zu der Unternehmen, Verbände und Institutionen eingeladen sind.

    Workshop als Sprungbrett für Innovation
    Der Kick-off Workshop am 6. Mai 2025 in Zürich bildet den Auftakt. Hier erhalten sowohl bestätigte als auch interessierte Unternehmen alle Informationen zum Konzept und zu Beteiligungsmöglichkeiten am Swissbau Lab. Die Messeverantwortlichen koordinieren die anschliessende Programmentwicklung. Zunächst im Plenum, dann in spezifischen Themengruppen. Kurzfristige Anmeldungen zum Workshop sind bis zum 2. Mai 2025 möglich.

    Vernetzung als Schlüssel zum Fortschritt
    Ob Startup oder etabliertes Unternehmen, entscheidend ist die Motivation, aktiv die Zukunft der Bauwirtschaft mitzugestalten. Mit dem Swissbau Lab entsteht ein dynamisches Innovationsnetzwerk, getragen vom Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein SIA als Leading Partner. Die Plattform fördert den offenen Austausch und setzt auf Kooperation statt Einzelkampf.

    Markus Weber, Präsident von Bauen digital Schweiz und Co-Studiengangleiter Digital Construction an der Hochschule Luzern, unterstreicht die Bedeutung: «Für uns ist die Swissbau eine einmalige Gelegenheit, das Prinzip ‹Miteinander statt jeder für sich› ins Zentrum zu stellen. Gemeinsam Impulse setzen für eine vernetzte, digitale und zukunftsfähige Bau- und Immobilienwirtschaft.»