Kategorie: Regionen

  • Erfolgsfaktor Work-Life-Balance

    Erfolgsfaktor Work-Life-Balance

    Die Greater Zurich Area gilt als einer der bedeutendsten Wirtschaftsstandorten Europas. Doch neben der wirtschaftlichen Strahlkraft bietet die Region einen entscheidenden Vorteil, eine optimale Work-Life-Balance. Die Balance zwischen beruflichem Erfolg und privatem Wohlbefinden ist hier kein Zufall, sondern das Resultat gezielter wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen.

    Flexible Arbeitsmodelle als Standard
    Die Unternehmen der Wirtschaftsregion Greater Zurich Area setzen auf moderne Arbeitsstrukturen. Homeoffice, Teilzeitmodelle und Gleitzeit sind weit verbreitet. Diese Flexibilität ermöglicht es Fachkräften, Beruf und Privatleben ideal zu verbinden. Die hohe Produktivität in der Schweiz zeigt, dass effizientes Arbeiten und reduzierte Arbeitszeiten kein Widerspruch sind, sondern sich gegenseitig ergänzen.

    Lebensqualität auf höchstem Niveau
    Die Schweiz belegt regelmässig Spitzenplätze in internationalen Rankings zur Lebensqualität. Die Infrastruktur, die Sicherheit und die erstklassige Gesundheitsversorgung sind essenzielle Faktoren, die die Attraktivität des Wirtschaftsregion unterstreichen.

    Dazu kommt die unmittelbare Nähe zur Natur. Wer morgens in einem innovativen Unternehmen arbeitet, kann nach Feierabend in den Alpen wandern, in einem der zahlreichen Seen schwimmen oder in den urbanen Zentren ein vielfältiges kulturelles Angebot geniessen.

    Effizienz durch kurze Wege
    Ein weiteres Erfolgsmerkmal der Region ist die hervorragende Verkehrsinfrastruktur. Pendelzeiten sind im Vergleich zu anderen Metropolen weltweit gering. Die eng getakteten öffentlichen Verkehrsmittel sorgen dafür, dass Fachkräfte weniger Zeit mit hin und her fahren verbringen und mehr Zeit für Beruf, Familie und Freizeit bleibt.

    Ein Magnet für Talente und Unternehmen
    Der Wirtschaftsraum Greater Zurich Area ist nicht nur für Fachkräfte attraktiv, sondern auch für Unternehmen, die von der einzigartigen Standortqualität profitieren. Zahlreiche internationale Konzerne sowie innovative Start-ups haben sich hier angesiedelt, insbesondere in den Bereichen Finanzen, Technologie, Life Sciences und Maschinenbau.

    Herausforderungen und Chancen
    Trotz aller Vorteile gibt es auch Herausforderungen. Die Lebenshaltungskosten sind hoch und der Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt intensiv. Doch Unternehmen begegnen diesen Herausforderungen mit attraktiven Zusatzleistungen, wie Gesundheitsprogrammen, Kinderbetreuung und Weiterbildungsangeboten.

    Die perfekte Balance zwischen Karriere und Freizeit
    Die Wirtschaftsregion Greater Zurich Area bietet eine unvergleichliche Kombination aus wirtschaftlicher Exzellenz und hoher Lebensqualität. Wer hier lebt und arbeitet, profitiert von einer Umgebung, die es ermöglicht, erfolgreich zu sein und gleichzeitig das Leben in vollen Zügen zu geniessen. Die Work-Life-Balance ist kein theoretisches Konzept, sondern gelebte Realität.

  • Die neue Lokstadt: Urban,vielseitig, geschichtsträchtig

    Die neue Lokstadt: Urban,vielseitig, geschichtsträchtig

    Das «Rocket»-Hochhaus ist eines der höchsten in Planung befindlichen Holzwohnhäuser. Mit der Lokstadt entwickelt Implenia einen neuen, urbanen und vielseitigen Stadtteil mit 750 Wohnungen für rund 1500 Menschen. Die Lokstadt liegt südöstlich des Bahnhofs Winterthur. Früher befanden sich auf diesem Gebiet die Werkhallen der schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) – die bedeutendste Lokschmiede der Schweiz. Die benachbarte Fabrik Sulzer übernahm in den 1960er-Jahren die SLM.

    Einige der aus der Produktion der SLM stammenden Lokomotiven fungieren als Namensträger für die verschiedenen Baufelder. So zum Beispiel der «Tender»: Hier wurden Eigentumswohnungen realisiert, die seit Mitte 2023 bezogen sind, sowie Gewerbeflächen. Ebenfalls zum Verkauf standen 11 «Stadthäuser»: Dabei handelt es sich um vier- bis fünfgeschossige Maisonettewohnungen, die bereits fertiggestellt wurden. In einer zweiten Bauetappe entstanden sechs viergeschossige «Townhouses »: Diese umfassen insgesamt 24 Wohnungen und sind seit Frühjahr 2023 bezugsbereit. Ebenfalls seit Sommer 2024 bezogen ist das Bürogebäude «Elefant», das unmittelbar an der Zürcherstrasse liegt.

    Der zentrale Dialogplatz wird künftig von drei Gebäuden umrahmt. Das erste ist das «Krokodil» in Holzbauweise. Hier entstanden 254 Wohnungen, die die unterschiedlichsten Wohnbedürfnisse von drei Genossenschaften sowie individuellen Wohneigentümern erfüllen. Vertikale Fensterbänder erinnern an die ehemaligen Industriehallen und geben dem Gebäude eine klare Struktur. An der Stirnseite des Dialogplatzes liegt «BIGBOY». Der 50 Meter hohe Bau mit 16 Stockwerke beheimatet 125 Mietwohnungen sowie Büro- und Gewerbeflächen zwischen 55 und 370 Quadratmeter. Die Dachterrasse bietet einen einmaligen Blick über die Lokstadt und ganz Winterthur. Der industriellen Vergangenheit des Areals wird durch die Backsteinfassade Rechnung getragen. BIGBOY war im Sommer 2023 bezugsbereit. Das dritte Gebäude befindet sich noch in der Entwicklung und ist derzeit eines der höchsten geplanten Holzwohnhäuser: «Rocket», entwickelt und realisiert im Auftrag von Ina Invest, wird 100 Meter hoch und mit 33 Stockwerken zum Wahrzeichen des neuen Stadtteils und der Winterthurer Skyline. Geplant sind 272 Wohnungen. Im Sockelbau «Tigerli» sind zudem gemeinnützige Wohnungen vorgesehen. Ein Hotel ist ebenfalls projektiert. Der Bezugstermin ist auf 2028 geplant.

    Die Lokstadt steht für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, eine umsichtig geplante Nutzungsvielfalt sowie die innovative Belebung denkmalgeschützter Bauten. Zu diesen gehören die ehemaligen Fabrikhallen. Unter der Federführung von Implenia werden diese zu Erlebnisräumen umgestaltet, welche die lokale Geschichte und das moderne Stadtleben widerspiegeln. Der Stadtteil wird Schritt für Schritt nach Vorgaben des SIA-Effizienzpfads 2040 entwickelt. Trotz der dichten Bauweise wird Wert auf genügend Freiräume und eine hohe Aufenthaltsqualität gelegt. Das Areal wird mit einer baufeldübergreifenden Tiefgarage für den motorisierten Verkehr erschlossen. Oberirdisch haben Fussgänger und Velofahrer dank einer grosszügig gestalteten Fussgängerzone Vorrang.

    Mit der Lokstadt verbindet Winterthur das 19. mit dem 21. Jahrhundert. Hier werden die Industriegeschichte der Stadt mit Winterthurs Zukunft als Wohn-, und Dienstleistungsstadt zusammengebracht. Der Stadtteil wird für Menschen gebaut, die das Stadtleben lieben und denen Nachhaltigkeit am Herzen liegt.

  • Flughafen testet Wasserspeicher unter eiszeitlicher Rinne

    Flughafen testet Wasserspeicher unter eiszeitlicher Rinne

    Die Flughafen Zürich AG geht den Bau eines zweiten Testbrunnens einer etwa 300 Meter unter dem Flughafengelände liegenden eiszeitlichen Rinne an, informiert die Flughafenbetreiberin in einer Mitteilung. Sie plant, die wasserführende Rinne als Wärme- und Kältespeicher für emissionsfreies Heizen und Kühlen des Flughafengebäudes zu nutzen. Ein im vergangenen Herbst angelegter Testbrunnen hatte bereits erfolgversprechende Resultate geliefert.

    „Die Wassermengen, die gepumpt werden konnten, sowie die Fliessgeschwindigkeit des Wassers stimmen uns weiter zuversichtlich, dass die Rinne als Wärme- und Kältespeicher dienen kann“, wird Guido Hüni, Leiter Energie und Dekarbonisierung der Flughafen Zürich AG, in der Mitteilung zitiert. „Nun braucht es weitere Tests, um festzustellen, in welchem Ausmass dieser Speicher nutzbar ist.“

    Aktuell wird ein geeigneter Standort für den zweiten Brunnen gesucht. Einmal angelegt, soll er für Zirkulationstests mit dem ersten Brunnen verbunden werden. „Mit diesem nächsten Schritt prüfen wir die Effizienz eines solchen Speichers und können bei positiven Resultaten schliesslich den konkreten Ausbau planen“, erläutert Hüni.

    Die Flughafenbetreiberin setzt darauf, über die Rinne den überwiegenden Teil des Heiz- und Kühlbedarfs für das Flughafengebäude decken zu können. Je nach Ergiebigkeit könnte der Wasserspeicher dabei mit Erdsondenfeldern kombiniert werden. Als voraussichtliche Kosten für die Investition werden in der Mitteilung rund 8 Millionen Franken genannt. Dabei kann sich die Flughafen Zürich AG auf finanzielle Förderung durch das Bundesamt für Energie stützen.

  • Historische Technik trifft moderne Forschung

    Historische Technik trifft moderne Forschung

    Forschende der Abteilung Mechanical Systems Engineering der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf beteiligten sich am Bau eines Wasserschöpfrades in Steffisburg. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, wurde der Bau erforderlich, nachdem die Zulg wegen Hochwasserschutzes des Ortes um zwei Meter abgesenkt wurde. Der Mühlebach, der jahrhundertelang die Betriebe von Steffisburg mit Wasserenergie versorgt hatte, drohte ebenso wie das umliegende Ökosystem auszutrocknen.

    Die Herausforderung war, die Anlage den Erfordernissen bei Steffisburg anzupassen. „Sie muss bei einem minimalen Abfluss der Zulg von einem Kubikmeter pro Sekunde mindestens 125 Liter Wasser in den Mühlebach speisen“, wird Silvain Michel, Projektleiter der Empa, in der Mitteilung zitiert, „und selbst bei geringeren Zuflüssen müssen noch mindestens 100 Liter pro Sekunde gefördert werden, um die Biotope zu erhalten“.

    Vorbild für die Wasserschöpfanlage war das 1849 von Walter Zuppinger entwickelte Schöpfrad. Das Wasserrad, dessen Effizienz 2016 in aufwendigen Versuchen wissenschaftlich bestätigt wurde, ist bereits im von der Empa installierten Glattfelden-Projekt verwendet worden.

    Im aktuellen Projekt in Steffisburg wurde das Wasserschöpfrad nochmals modifiziert und mit einem separatem Antriebsrad versehen. Beteiligt an der technischen Umsetzung waren neben der Empa das Konstruktionsbüro EKZ in Thun sowie die CFD-Schuck GmbH.

  • Tourismusforum beleuchtet Wandel der Gastfreundschaft

    Tourismusforum beleuchtet Wandel der Gastfreundschaft

    Das diesjährige Tourismusforum Berner Oberland stand unter dem Motto Gastfreundschaft im Wandel, informiert die Volkswirtschaft Berner Oberland in einer Mitteilung. Sie hat den Branchenanlass am 2. April im Kultur- und Kongresszentrum Thun gemeinsam mit dem Hotelier-Verein Berner Oberland und der Made in Bern AG organisiert. Rund 150 Teilnehmende, hauptsächlich aus Tourismus und Hotellerie, tauschten sich über theoretische und praktische Fragen zur Gastfreundschaft aus.

    Im theoretischen Teil stellte Adrian Müller von der Forschungsstelle Tourismus der Universität Bern das Projekt Monitoring und Stärkung der Interaktionsqualität im Schweizer Tourismus vor. Hier wird Künstliche Intelligenz zur Analyse der Qualität von Interaktionen zwischen Gast und Gastgebenden eingesetzt. Konkret sollen mittels natürlicher Spracherkennung Inhalte, Stimmungen und Themen in Beiträgen auf Bewertungsportalen erkannt und ausgewertet werden.

    Im eher praktischen Teil legte David Romanto von den Hauenstein Hotels die Herangehensweise der Hotelgruppe an das Thema dar. Für den General Manager der Hotels stellt Gastfreundlichkeit eine zu trainierende Kompetenz dar. Inwieweit dazu auch die Vermittlung von kulturellen Kompetenzen gehört, legte Alice Leu von der Höheren Fachschule für Tourismus in Thun dar.

    Die Podiumsdiskussion am Forum setzte sich mit der Einbindung der Bevölkerung auseinander. Dabei habe sich gezeigt, „dass ein differenzierter Umgang mit diesem Thema nötig ist und dass die Sorgen und Ängste der lokalen Bevölkerung im Hinblick auf die Tourismusentwicklung ernst zu nehmen sind“, heisst es in der Mitteilung.

  • Standortförderung bringt über 700 neue Jobs im ersten Jahr

    Standortförderung bringt über 700 neue Jobs im ersten Jahr

    Die von den Standortförderern unterstützte Ansiedlung von insgesamt 231 internationalen Unternehmen im Jahr 2024 stärkt die Schweiz als Innovationsstandort, so die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektionen und Switzerland Global Enterprise, die nationale Schweizer Export- und Standortpromotion, in ihrer gleichlautenden Medienmitteilung. Besonders hebt das Gremium hervor, dass rund zwei Drittel dieser Firmen in den fünf Schlüsseltechnologien Gesundheit, Digitales, Automatisierung, Food und Finanz tätig sind. Sie waren von Bund, Kantonen und Regionen in ihrer gemeinsamen Strategie für die Jahre 2024 bis 2027 als besonders förderungswürdig definiert worden. 

    Mit dieser Strategie, so die Mitteilung, seien die Promotionsaktivitäten aller Akteure noch enger verzahnt worden. Dabei profitiere der Standort Schweiz davon, dass sich die unterschiedlichen Kompetenzen der Promotionspartner gegenseitig ergänzten und verstärkten.

    Im ersten Betriebsjahr haben diese 231 neu angesiedelten Unternehmen in der Schweiz 716 neue Arbeitsstellen geschaffen. Den Angaben zufolge planen sie, in den nächsten drei Jahren insgesamt 2135 Arbeitsplätze einzurichten.

    Von diesen Firmen stammt rund die Hälfte aus den USA, aus Deutschland, Frankreich und Grossbritannien. Wie Regierungsrat Walter Schönholzer, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Thurgau und Co-Präsident des Steuerungsorgans für die nationale Standortpromotion, hervorhebt, tragen die angesiedelten Unternehmen „mit ihrem innovativen Knowhow und ihrem breiten Netzwerk auch zur kantonsübergreifenden Wertschöpfung sowie zur Stärkung der lokalen KMU-Landschaft bei“.

  • Wirtschaftsförderung als Brücke zwischen Gemeinden und Unternehmen

    Wirtschaftsförderung als Brücke zwischen Gemeinden und Unternehmen

    Die Region Unteres Bünztal verfügt neu über eine eigene Fachstelle zur Förderung der regionalen Wirtschaft. Die Wirtschaftsförderung Bünztal hat Anfang April ihre Tätigkeit aufgenommen, informiert die neue Fachstelle in einer Mitteilung. „Mit der neuen Wirtschaftsförderung stärken wir unsere Region nachhaltig und setzen ein wichtiges Zeichen für zukunftsorientierte Wirtschaftsentwicklung“, wird Arsène Perroud, Präsident des Regionalplanungsverbands Unteres Bünztal, dort zitiert.

    Die Leitung der Wirtschaftsförderung Bünztal wird Claudia Heger übernehmen. Die 37-jährige Betriebsökonomin hat insbesondere Public- und Non-Profit-Management studiert. In bisherigen Tätigkeiten unter anderem für Wirtschaftsregion ZUGWEST und IDEE SEETAL habe Heger umfassende Erfahrungen in der Standortförderung gesammelt, heisst es in der Mitteilung. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Gemeinden, Unternehmen und Partnerorganisationen das wirtschaftliche Potenzial der Region Bünztal weiterzuentwickeln und sichtbar zu machen“, wird die neue Leiterin Wirtschaftsförderung Bünztal dort zitiert.

    Wirtschaftsförderung Bünztal soll als „Brückenbauerin zwischen Wirtschaft, Behörden und Bildungsinstitutionen“ fungieren. Aktuelle Aufgaben betreffen den kantonalen Entwicklungsschwerpunkt Wohlen-Villmergen und das Gewerbegebiet Wil/Huebächer. Der Region Unteres Bünztal gehören die Aargauer Gemeinden Büttikon, Dintikon, Dottikon, Hägglingen, Hendschiken, Othmarsingen, Sarmenstorf, Uezwil, Villmergen, Waltenschwil und Wohlen an.

  • Niederlande testen Recycling-Zug für nachhaltigen Strassenbau

    Niederlande testen Recycling-Zug für nachhaltigen Strassenbau

    Schotter, Sand, Kies und erdölbasiertes Bitumen in Asphaltstrassen sind die gleichen Stoffe, aus denen auch neue Strassen bestehen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Asphalt bereits erhitzt und verlegt wurde.

    Aus diesem Grund haben niederländische Beamte des Infrastrukturamtes Rijkswaterstaat in Utrecht, das zum Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft gehört, in den Asphalt-Recycling-Zug (ART oder Asphalt Recycling Train) investiert. Das ist eine fahrzeugähnliche Maschine, die alte Strassen vor Ort wiederverwendet, anstatt sie aufzureissen und zu entsorgen und dann neue Materialien zu verwenden und damit mehr Kohlenstoff zu emittieren. Damit wird an gleicher Stelle neuer Asphalt verlegt.

    „Mit dem ART können wir Strassen auf eine weitaus nachhaltigere Weise erneuern“, wird Fredy Sierra-Fernandez in einer Medienmitteilung zitiert, der den ART im Ministerium entwickelt. „Im Moment testen wir eine einzelne Maschine, um zu sehen, was sie in der Praxis leistet.“

    ART lockert die verschlissene Deckschicht von Strassen, erhitzt den alten Asphalt, nimmt das geschmolzene Material auf, rührt und mischt es und trägt dann den erneuerten Asphalt wieder auf die Strasse auf. Die Maschine verdichtet auch die Strasse, so dass eine glatte Oberfläche entsteht.

    Fernandez untersucht nun, wie sich die Strassen nach diesem Verfahren verhalten. Seit Juni und ab  Oktober letzten Jahres wird eine Provinzstrasse in Gelderland im Osten der Niederlande und ein Abschnitt der Autobahn A2 beobachtet, nachdem dort der ART eingesetzt wurde.

    Die Strasse in Gelderland ist in einem guten Zustand. Der Abschnitt der Autobahn A2 ist etwas stärker abgenutzt, aber immer noch ausreichend. „Wir werden so lange weitermachen, bis wir zu 100 Prozent zufrieden sind“, so Fernandez. Tests in anderen Regionen sind für April und Mai 2025 geplant.

    Die niederländische Regierung hofft, dass bis 2030 drei oder vier ARTs im ganzen Land in Betrieb sein werden, um eine Kreislaufwirtschaft für Asphalt zu schaffen.

    Der ART wurde mit dem InfraTech Innovatieprijs 2025 ausgezeichnet.

  • Neue Erlebnisgastronomie entsteht am Flughafen Zürich

    Neue Erlebnisgastronomie entsteht am Flughafen Zürich

    Die am Flughafen Zürich geplante neue Foodhall TREATS wird laut Medienmitteilung von the food collective ag als Betreiberin geleitet. Food collective ist ein Unternehmen der Veranstaltungsmanagementfirma Pointbreak Group in Zürich. Der 2000 Quadratmeter grosse Neubau der Foodhall TREATS ist Teil der umfassenden Erneuerung des Einkaufsbereichs am Flughafen. Die Eröffnung ist für Herbst 2027 vorgesehen. Ab sofort können sich Gastronominnen und Gastronomen bewerben, um dort ihre Produkte anzubieten. Die gesamten Investitionen belaufen sich auf rund 250 Millionen Franken und werden durch die Flughafen Zürich AG getragen.

    Auf rund 2000 Quadratmetern bietet TREATS über 1000 Sitzplätze und wird damit zu einer der grössten Foodhalls der Schweiz, heisst es in der Mitteilung. Die zwölf Meter hohe Halle verfüge über zwei Ebenen und biete 16 sogenannte Foodstalls, wechselnde Foodtrucks, vier Bars und ein Café. Hinzu kommen eine Bühne für Veranstaltungen sowie mehrere Aussenterrassen.

    Die neue Foodhall entsteht zwischen den Parkhäusern P1 und P2 auf der Ebene des Busbahnhofs und verbindet verschiedene Bereiche vom Shopping über Ankunft und Abflug bis hin zum Bahnhof, dem Circle und den Parkhäusern. Insgesamt fünf Ein- und Ausgänge sollen zu einer direkten Erreichbarkeit von verschiedenen Seiten führen.

    „Im TREATS stehen die Freude am Essen und das Miteinander im Vordergrund – ganz nach dem Motto: Treat yourself!“, wird Stefan Gross, Chief Commercial Officer der Flughafen Zürich AG, zitiert.

  • Neues Werk stärkt Bauchemieproduktion in Zentralasien

    Neues Werk stärkt Bauchemieproduktion in Zentralasien

    Die Sika AG setzt den Wachstumskurs in Kasachstan mit der Inbetriebnahme eines neuen Produktionsstandort fort. Das Werk liegt in der Stadt Ust-Kamenogorsk im Osten des Landes und vereint Produktionslinien für Mörtel und Betonadditive und ein Labor.

    Laut einer Medienmitteilung ist es das vierte Werk für Sika-Produkte aus der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie. In der Region herrsche eine hohe Bautätigkeit. Insbesondere die Bergbauindustrie verzeichne starkes Wachstum. Auch dort ansässige Unternehmen aus den Branchen Chemie, Energie und Automotive expandieren. In der Folge steige der Bedarf an Wohngebäuden.

    Das Bauchemie-Unternehmen kündigt an, auch an Grossprojekten beteiligt zu sein. Kasachstan zählt zu den rohstoffreichsten Ländern der Welt. Prognosen gehen für die Bauindustrie in Kasachstan bis 2028 von einem jährlichen Wachstum um 4,2 Prozent aus. Treiber seien Investitionen in Energieprojekte, Wasserspeicher, Verkehrsinfrastruktur und Industrieparks. Schätzungen zufolge betrage das Volumen der landesweiten Bauprojekte 160 Milliarden Franken.

  • Wärme aus 2000 Metern Tiefe geplant

    Wärme aus 2000 Metern Tiefe geplant

    Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) hat eine Erkundungsbohrung für ein geplantes Geothermie-Projekt in Magglingen angekündigt. Sofern die erforderliche Kreditbewilligung der Eidgenössischen Räte und die Bohrbewilligungen der Kantonalen Behörden vorliegen, soll in einer Tiefe von rund 1’500 bis 2’300 Metern ein Nachweis von Tiefenwasser gelingen.  

    Laut einer Medienmitteilung werden dort „mehrere potenzielle Tiefenwasserreservoire“ vermutet, welche für eine Geothermieanlage im Nationalen Sportzentrum Magglingen des Bundesamtes für Sport (BASPO) genutzt werden sollen. Die Anlage könnte ab 2029 Wärme dorthin liefern.

    Vorausgegangen waren Untergrunduntersuchungen im Jahr 2023 durch das BBL. Diese sollten helfen, um ein „möglichst präzises geologisches Abbild des Untergrunds“ zu erhalten. Mit dem jetzt bekanntgegebenen Erkundungsschritt soll weiter geklärt werden, ob im Falle eines positiven Nachweises das Tiefenwasser für die wirtschaftliche Nutzung einer Geothermieanlage infrage kommt.

    Seismische Untersuchungen seien Grundlage vieler Geothermie-Vorhaben, zur Klärung der exakten Lage des Tiefenwassers und weil Kennzahlen wie Wassertemperatur, Wassermenge und Fliessrate fehlten. Die vorgesehene Erkundungsbohrung reduziere Unsicherheiten und Projektrisiken.

  • Weniger Hürden für Solaranlagen

    Weniger Hürden für Solaranlagen

    Die Schweiz steht vor einer potenziell bahnbrechenden Änderung im Bau- und Energierecht. Eine eidgenössische Volksinitiative fordert, dass Solaranlagen auf bestehenden Bauten und Anlagen künftig keine Baubewilligung mehr benötigen sollen. Dies soll auch für geschützte Ortsbilder und Landschaften gelten, mit wenigen Ausnahmen wie national bedeutenden Kulturdenkmälern.

    Diese Forderung könnte für Immobilienentwickler, Investoren und Standortförderer neue Perspektiven eröffnen. Denn bislang verzögern Denkmalpflege, Ortsbildkommissionen oder langwierige Verfahren oft dringend notwendige Energieprojekte. Die Initiative, lanciert durch den Verein IG Solaranlagen, reagiert auf diesen Stillstand mit einem klaren Appell, vereinfachen, beschleunigen, umsetzen.

    Verfassungsänderung mit Wirkung
    Die Initiative schlägt einen neuen Verfassungsartikel vor, der klarstellt, für Solaranlagen ist keine Baubewilligung erforderlich, unabhängig vom Standort. Einzige Ausnahmen sind Anlagen auf schützenswerten Kulturobjekten. Sollte die Initiative angenommen werden, hat das Parlament nur ein Jahr Zeit, die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen. Andernfalls tritt automatisch eine bundesrätliche Verordnung in Kraft.

    Diese klare Fristsetzung schafft Rechtssicherheit. Ein wichtiger Punkt für Projektentwicklungen und Investitionsentscheidungen im Bereich nachhaltiger Immobilien.

    Ein Signal für den Standort Schweiz
    Die Initiative trifft den Nerv der Zeit. Der rasche Ausbau der Solarenergie ist zentral für die Versorgungssicherheit, den Klimaschutz und die Zukunftsfähigkeit des Standorts Schweiz. Gleichzeitig eröffnet sie Chancen für die Immobilienwirtschaft. Neue Geschäftsmodelle, Wertsteigerung durch energetische Sanierungen und nachhaltige Quartierentwicklungen rücken in greifbare Nähe.

    Die Initiative ist auch eine klare Botschaft an Politik und Verwaltung. Die Energiewende darf nicht an überholten Prozessen scheitern. Standortattraktivität entsteht dort, wo Innovation nicht behindert, sondern beschleunigt wird.

  • Was Baustellen von Raumfahrtmissionen lernen können

    Was Baustellen von Raumfahrtmissionen lernen können

    Baustellen und Weltraummissionen, zwei Welten die kaum unterschiedlicher sein könnten. Trotzdem wer genauer hinsieht, entdeckt zentrale Gemeinsamkeiten. Beide Arbeitsumfelder sind geprägt von Unsicherheiten, hoher Komplexität und potenziell lebensbedrohlichen Situationen. Genau hier setzt das Wissen der Astronautin Maria Martini an. Sie simuliert Weltraumeinsätze unter realen Extrembedingungen auf der Erde. In Höhlen, Wüsten oder unter Wasser und bringt Erkenntnisse mit, die auch für Bauarbeitende hochrelevant sind.

    Routine rettet Leben
    In der Raumfahrt wie im Baugewerbe zählt vor allem eines, absolute Verlässlichkeit in jeder Bewegung. Ob Sicherung am Gerüst oder Anseilen in der Grotte, Sicherheitsprotokolle müssen so verinnerlicht sein, dass sie auch unter Stress fehlerfrei ablaufen. «Ein einziger Fehler kann fatale Folgen haben», sagt Maria. Deshalb wird trainiert, bis jeder Handgriff sitzt. Eine Disziplin, die sich auch auf der Baustelle bezahlt macht.

    Technologieeinsatz mit System
    Die persönliche Schutzausrüstung ist nicht nur Pflicht, sondern Hightech. Marias Raumanzug ist ausgestattet mit Helm, Licht, Funkverbindung und Videoübertragung zur Leitstelle. Auf modernen Baustellen kommen ähnliche Systeme zum Einsatz. Smarte Helme, sensorgestützte Sicherheitslösungen, Echtzeitkommunikation. Die Botschaft ist klar, wer Innovation in der Ausrüstung fördert, steigert nicht nur Effizienz, sondern auch Sicherheit.

    Kommunikation als Sicherheitsgarant
    In gefährlichen Situationen entscheidet oft die Qualität der Kommunikation. Was in Raumfahrtmissionen als «Mission Control» bekannt ist, entspricht auf der Baustelle der klar strukturierten Kommunikation zwischen Vorarbeitenden, Sicherheitsbeauftragten und Bauleitung. Für Maria ist klar: «Nur wenn alle wissen, was zu tun ist und sich gegenseitig vertrauen, kann ein Team in Extremsituationen bestehen.»

    Stressresistenz und Führungskompetenz
    Kritische Momente verlangen kühlen Kopf. Als Maria während einer Mission in einer schlammigen Höhle fast den Halt verlor, half ihr die ruhige Führung ihres Commanders, die Situation sicher zu lösen. Auch auf der Baustelle gilt, Führungskräfte müssen Risiken erkennen, deeskalieren und das Team durch schwierige Situationen leiten können. Eine Fähigkeit, die trainiert und gefördert werden muss.

    Raumfahrtprinzipien für mehr Sicherheit am Bau
    Die Parallelen sind deutlich, Disziplin, Teamgeist, Technologieeinsatz und professionelles Krisenmanagement sind Erfolgsfaktoren, auf der Baustelle genauso wie bei Weltraummissionen. Wer als Unternehmen in der Bauwirtschaft oder im Standortmanagement heute auf zukunftsfähige Sicherheitskultur setzt, profitiert nicht nur von weniger Unfällen, sondern steigert auch die Attraktivität als moderner, verantwortungsvoller Arbeitgeber.

  • Wirtschaft unter Druck, wie krisenfest ist die Schweiz?

    Wirtschaft unter Druck, wie krisenfest ist die Schweiz?

    Seit der Verschärfung globaler Handelskonflikte unter der aktuellen US-Administration rücken Fragen zur wirtschaftlichen Resilienz wieder stärker in den Fokus. Eine neue Untersuchung der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich beleuchtet, wie verletzlich die Schweizer Volkswirtschaft gegenüber internationalen Verwerfungen tatsächlich ist.

    KOF-Co-Direktor Hans Gersbach bringt es auf den Punkt und sagt, die Schweiz ist zugleich robust und anfällig. Während kurzfristige Schocks meist gut abgefedert werden können, drohen bei langanhaltenden Handelskonflikten dauerhafte BIP-Verluste von über einem Prozent pro Jahr. Besonders hart träfe es Schlüsselbranchen wie Maschinenbau, Pharma oder Präzisionsindustrie Branchen, die auch für den Wirtschaftsstandort Schweiz und die Immobilienmärkte eine zentrale Rolle spielen.

    Szenarien zeigen Gefahren für Standort und Stabilität
    Die Analyse basiert auf dem neuen «KOF Handelsmodell». Einem innovativen Gleichgewichtsmodell, das globale Lieferketten, Preisveränderungen und Nachfrageeffekte detailliert abbildet. Die Simulationen zeigen, dass nahezu alle untersuchten Szenarien für die Schweiz negativ ausfallen, vor allem wenn protektionistische Massnahmen ganze Handelsblöcke betreffen.

    Besonders kritisch wäre eine Eskalation zwischen den USA und Europa, in deren Folge auch die Schweiz von Gegenzöllen betroffen wäre. In diesem Fall wären Wachstumsrückgänge über ein Prozent BIP pro Jahr möglich. Ein schwerwiegender Einschnitt, insbesondere für exportorientierte Branchen und deren Standortumfeld.

    Risiken früh erkennen und Resilienz gezielt stärken
    Die Studie nennt auch konkrete Handlungsfelder. Freihandelsabkommen und eine strategische Diversifikation von Import- und Exportmärkten gehören zu den wichtigsten Hebeln, um die Resilienz der Schweizer Wirtschaft zu stärken. Ebenso entscheidend sind stabile Rahmenbedingungen für Investitionen in Schlüsseltechnologien sowie ein innovationsfreundliches Umfeld.

    Vorausschau statt Alarmismus
    Die KOF-Studie zeigt, die Schweiz ist auf globaler Ebene verwundbar, verfügt aber über Instrumente zur Risikominimierung. Eine kluge Handelspolitik, strategische Innovationsförderung und stabile institutionelle Rahmenbedingungen stärken nicht nur die Volkswirtschaft, sie machen auch den Wirtschaftsstandort krisenfester und attraktiver für langfristige Investitionen.

  • Minergie-Zertifikat bringt messbare Renditevorteile

    Minergie-Zertifikat bringt messbare Renditevorteile

    Klimafreundliche Baumassnahmen gelten oft als Kostenfaktor. Bei ganzheitlich zertifizierten Minergie-Gebäuden kehrt sich dieses Bild jedoch. Die aktuelle Studie von Dr. Constantin Kempf zeigt, Minergie-zertifizierte Mehrfamilienhäuser, die zwischen 2010 und 2020 realisiert wurden, verursachen zwar Mehrkosten von 1,6 bis 5,1 Prozent. Diese zahlen sich jedoch aus mit Anfangsmieten, die im Durchschnitt 2,6 bis 6,6 Prozent über vergleichbaren, nicht zertifizierten Objekten liegen.

    Einzelne Massnahmen wie Wärmepumpen oder Fernwärme erhöhen zwar die Baukosten. Ohne das Minergie-Gesamtkonzept lassen sich daraus jedoch keine höheren Mieten generieren. Erst die konsequente Umsetzung des Standards schafft einen marktfähigen Mehrwert, für Investoren, Eigentümer und Bauherrschaften.

    Standortvorteil durch Qualität und Transparenz
    Minergie steht nicht nur für Energieeffizienz, sondern auch für kontrollierten Luftwechsel, besseren Hitzeschutz und Nutzung erneuerbarer Energien. Mit über 60’000 zertifizierten Gebäuden hat der Standard massgeblich zur CO2-Reduktion beigetragen. Für Investoren interessant, Minergie kann den Immobilienwert steigern, die Ausnutzbarkeit erhöhen und wirkt sich positiv auf Finanzierungskonditionen aus.

    Der neue Standard Minergie-Areal zeigt, dass auch auf Quartier- und Arealebene eine Transformation in Richtung Nachhaltigkeit messbar und planbar möglich ist. Besonders in der Standortentwicklung bietet dies neue Argumente für zukunftsfähige und renditestarke Bauprojekte.

    Mehr Komfort, weniger Betriebskosten
    Nicht nur Vermietende profitieren. Auch Mietende geniessen einen deutlich spürbaren Mehrwert. Zwar liegen die Nettomieten geringfügig höher, doch tiefere Nebenkosten und mehr Wohnqualität, etwa durch automatische Lüftungssysteme und besseren sommerlichen Wärmeschutz, gleichen dies aus.

    Minergie ist damit mehr als ein Umweltlabel. Es ist ein wirtschaftliches, politisches und gesellschaftliches Instrument, das sowohl Rendite als auch Klimaziele in Einklang bringt. Für Investoren, Entwickler und Standortförderer eröffnet sich hier ein klarer Weg, der ökologische Verantwortung und ökonomischen Nutzen vereint.

  • Immobilienmonitor schafft Markttransparenz im Kanton Freiburg

    Immobilienmonitor schafft Markttransparenz im Kanton Freiburg

    Der Immobilienmonitor Freiburg ist ein wegweisendes Beispiel dafür, wie datenbasierte Analysen den Mietwohnungsmarkt transparenter und steuerbarer machen. In den Städten Freiburg, Bulle und Estavayer ermöglicht das neue Monitoring-System erstmals detaillierte Einblicke in Verfügbarkeit, Mietpreisentwicklung und Fluktuationsraten. Differenziert nach Wohnungstyp und Quartier.

    Erarbeitet wird der Monitor von der Hochschule für Wirtschaft Freiburg, was eine unabhängige wissenschaftliche Fundierung garantiert. Damit entsteht ein Instrument, das Investoren, Planungsbehörden, Standortförderer und Immobilienentwickler gleichermassen nutzen können, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

    Partnerschaftlich zur Datenqualität
    Die Stärke des Immobilienmonitors liegt in seiner öffentlich-privaten Trägerschaft. 18 Akteure der regionalen Immobilienwirtschaft haben sich unter dem Motto «Mehr Wissen, besser agieren» zusammengeschlossen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es, Marktdaten direkt aus der Vermietungspraxis zu erheben. Ein Novum in dieser Detailliertheit.

    Die Ergebnisse werden quartalsweise aktualisiert und öffentlich zugänglich gemacht. Ihre flexible Aufbereitung erlaubt individuelle Analysen für verschiedenste Nutzergruppen. Dieses Vorgehen schafft nicht nur Transparenz, sondern fördert Vertrauen, Standortentwicklung und zukunftsgerichtete Investitionen.

    Wohnungsmarkt im Wandel erkennen
    Seit dem zweiten Quartal 2022 zeigt der Monitor einen Rückgang der Verfügbarkeit von Mietwohnungen in allen drei Pilotregionen. Besonders auffällig sind Unterschiede je nach Wohnungsgrösse und Quartier. Während in Freiburg kleinere Wohnungen noch relativ gut verfügbar sind, wird es bei grösseren Objekten enger, insbesondere im Quartier Schönberg. In Bulle wiederum liegen die Mieten bei grösseren Wohnungen über dem Niveau von Freiburg, begleitet von höheren Fluktuationsraten.

    Diese detaillierte Datentiefe ermöglicht es, nicht nur aktuelle Entwicklungen nachzuvollziehen, sondern auch künftige Trends frühzeitig zu erkennen. Ein entscheidender Vorteil für Akteure, die in einem sich wandelnden Markt agieren.

    Modell für die Schweiz
    Mit Unterstützung des Bundesamts für Wohnungswesen zeigt das Projekt, wie regionale Märkte datenbasiert analysiert und transparent gestaltet werden können. Ein auf dem Projekt basierender Leitfaden steht bereits zur Verfügung und bietet anderen Regionen eine strukturierte Vorlage zur Nachahmung.

    Der Immobilienmonitor Freiburg ist damit mehr als ein technisches Werkzeug, er ist ein strategisches Instrument für nachhaltige Standortentwicklung und professionelles Immobilienmanagement in der Schweiz.

  • Zukunft der Standortförderung im Kanton Zürich

    Zukunft der Standortförderung im Kanton Zürich

    Sie leiten seit über 15 Monaten zusammen mit Markus Müller in Co-Leitung die Standortförderung des Kantons Zürich.  
    Welche Erkenntnisse haben Sie gewonnen? 
    Der Standort Zürich sticht durch seine wirtschaftliche Grösse innerhalb der Schweiz heraus. Dies verlangt auch, dass wir uns nicht nur in kantonalen Themen stark engagieren, sondern auch auf der nationalen und teilweise auch internationalen Bühne bewegen. So machen wir uns für den KI-Standort Schweiz stark oder lassen internationale Partner an unseren Erkenntnissen zu KI-Anwendungen in der Wirtschaft teilhaben.  

    Zugleich finde ich die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie Politik zielführend, wenn es um die Schaffung von nachhaltig attraktiven Rahmenbedingungen geht. 

    Könnten Sie uns einen kurzen Überblick über die aktuellen Schwerpunkte der Standortförderung im Kanton Zürich geben? 
    Zentrale Schwerpunkte sind:  

    Wie eben angesprochen, die Entwicklung von attraktiven, langfristigen Standortfaktoren. Durch den engen Dialog mit Wirtschaft und Wissenschaft erkennen wir Trends frühzeitig und setzen gezielt Impulse für die Standortentwicklung. 

    Die Förderung der Innovation und Stärkung unserer Schlüsselbranchen Finance, ICT, Life Science, Food, Clean- und Hightech.  

    Die Erhaltung und Stärkung der Vielfalt der Branchenstruktur. In diesem Zusammenhang begleiten wir auch Unternehmen, die sich hier ansiedeln wollen – von der Standortsuche bis zu Bewilligungen. 

    Auf diesen drei Pfeilern basieren unsere Projekte, Programme oder Initiativen.  

    Welche langfristigen Visionen verfolgt die kantonale Standortförderung in Bezug auf die Standortentwicklung? 
    Die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts hängt von einer Vielzahl an diversen Standortfaktoren ab. Diese reichen von zielgruppenfreundlichen Regulierungen und digitalen Behördenleistungen über eine starke Innovationskraft bis hin zur zukunftsfähigen Gestaltung der Wirtschaftsflächen.Wir verfolgen das Ziel, ein für Unternehmen und die Bevölkerung attraktiver, führender und zukunftsgerichteter Innovations- und Wirtschaftsstandort mit internationaler Strahlkraft zu sein. 

    Zürich gehört zu den teuersten Wohnorten weltweit. Die hohen Immobilienpreise und Mieten werden auch für Unternehmen immer mehr zu einer Belastung. Was kann die Standortförderung dagegen tun? 
    Wir setzen uns auf verschiedenen Ebenen nicht nur für die Attraktivität und Prosperität des Wirtschaftsraumes, sondern auch für eine hochwertige und ausgezeichnete Lebensqualität ein. Diesbezüglich spielt die Verfügbarkeit von Wohnraum auch dazu. Eine konkrete Anwendung findet sich so z.B. in unserer Innovation Sandbox für Künstliche Intelligenz. In der aktuellen Phase begleiten wir den Einsatz von KI bei Baugesuchen. Durch die gewonnenen Ergebnisse hoffen wir, Ansätze zur Verringerung des Baustaus und zur Verschlankung der Baubewilligungsprozesse zu finden.  

    Auf Amtsebene angesiedelt ist zudem die Wohnbauförderung. Sie fördert die Bereitstellung von preisgünstigen Mietwohnungen mit attraktiven Darlehen.  

    Die Alterung der Bevölkerung beeinflusst die Immobilienbranche und den Arbeitsmarkt. Welchen Stellenwert hat diese Tatsache für den Kanton Zürich und wie können Sie darauf reagieren? 
    Das Thema der demografischen Verschiebungen und der sich öffnenden Arbeitsmarktschere beschäftigt uns schon länger auf verschiedenen Ebenen. In den nächsten Jahren werden viele erfahrene Arbeitskräfte pensioniert – das verstärkt den Wettbewerb um Talente.  

    Einerseits erarbeiten wir verschiedene Projekte im Bereich der Fachkräftegewinnung und -haltung sowie Arbeitsmarktpartizipation. Zugleich sind wir aktuell daran, neue übergreifende Ansätze zum Thema Demografie zu entwickeln, die längerfristig wirken sollen. Denn eines ist klar, dass die Bewältigung der Herausforderung «Demografie» systemisch gedacht werden muss und somit viele involvierte Parteien und Stakeholder mit an den Tisch gebracht werden müssen.  

    Wie sehen Sie die Rolle des Kantons im Wirtschaftsraum Greater Zurich Area? 
    Die Greater Zurich Area ist einer der innovativsten Wirtschaftsstandorten Europas – und der Kanton Zürich spielt dabei eine zentrale Rolle. Als führender Innovationsstandort schaffen wir die Rahmenbedingungen, die Unternehmen benötigen, um sich erfolgreich zu entwickeln. So profitieren schlussendlich auch die weiteren Kantone innerhalb des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area von unserer starken Position. 

    Als Wirtschaftsmotor der Schweiz ist der Kanton Zürich auch der grösste Mittelgeber des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area. Zugleich ist unsere Direktionsvorsteherin, Regierungsrätin Walker Späh, Stiftungsratspräsidentin des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area. Der Kanton Zürich ist zudem mit den beiden Städten Winterthur und Zürich zusätzlich in dem Wirtschaftsraum Greater Zurich Area aktiv vertreten. So können wir unsere Interessen optimal einbringen und die Aktivitäten des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area mit den unsrigen abstimmen. 

    Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit anderen Kantonen innerhalb des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area?  
    Welche gemeinsamen Projekte sind aktuell? 
    Die Zusammenarbeit innerhalb der Organisation des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area fokussiert primär auf Fragen der Ansiedlung. In diversen weiteren Konstellationen und Gremien arbeiten wir sehr eng mit anderen Kantonen zusammen. So z.B. im Metropolitanraum Zürich aber auch auf kleinerer räumlicher Ebene wie im Limmattal. Wobei nicht immer alle Kantone auch Mitglieder des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area sind. 

    Aktuelle Projekte in der Zusammenarbeit sind beispielsweise die 2. Phase der Innovation Sandbox für Künstliche Intelligenz, in der auch das angesprochene Baubewilligungsprojekt untergeordnet ist, oder auch die Neupositionierung der regionalen Standortförderung Limmatstadt, bei der wir über die Kantonsgrenze in funktionalen Räumen denken und Lösungen suchen.

  • Innovation Park Ticino strategisches Zukunftsprojekt

    Innovation Park Ticino strategisches Zukunftsprojekt

    Der Switzerland Innovation Park Ticino wird sich auf einer 25’000 Quadratmeter grossen Fläche mitten im neuen Quartier ansiedeln. Die Nähe zum Bahnhof Bellinzona und die hervorragende Anbindung an die Wirtschaftszentren Zürich und Mailand machen den Standort besonders attraktiv. Im Zentrum des Quartiers wird die historische «Kathedrale» der ehemaligen Werkstätten bewahrt und als Wahrzeichen der industriellen Vergangenheit in das moderne Stadtbild integriert. 

    Förderung von Forschung und Entwicklung 
    Der Innovationspark wird zum Dreh- und Angelpunkt für hochmoderne Forschungsprojekte und Unternehmenskooperationen. Geplant sind Kompetenzzentren für Drohnentechnologie, Life Sciences und Lifestyle-Tech. Diese sollen die Innovationskraft der Region stärken und die Zusammenarbeit zwischen Start-ups, etablierten Unternehmen und akademischen Einrichtungen intensivieren. Das Life Sciences Competence Center beispielsweise wird neue Wege in der Biotechnologie erschliessen und an tierversuchsfreien Arzneimitteltests arbeiten. 

    Ein strategisches Gemeinschaftsprojekt 
    Die Finanzierung erfolgt durch eine breite Partnerschaft aus öffentlichen und privaten Akteuren, darunter der Kanton, die BancaStato, Industrie- und Wirtschaftsverbände sowie renommierte Hochschulen wie die Università della Svizzera italiana (USI) und die Fachhochschule SUPSI. Die Switzerland Innovation Park Ticino SA wurde als gemeinnützige Organisation gegründet und wird die Entwicklung des Parks leiten. 

    Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung des Tessins 
    Mit der offiziellen Anerkennung durch das nationale Innovationsnetzwerk Switzerland Innovation wird der Standort Ticino eng mit dem Innovationspark Zürich vernetzt. Diese Zusammenarbeit soll Synergien zwischen den beiden Regionen schaffen und den Wissensaustausch zwischen Forschung und Industrie fördern. Die Verbindung zum MIND Milano Innovation District unterstreicht die internationale Ausrichtung des Projekts und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Tessins als Hightech-Standort. 

    Die Staatsräte Christian Vitta und Marina Carobbio Guscetti betonen die strategische Bedeutung des Innovationsparks für das Tessin. Für den Wirtschaftsstandort Tessin ist der Innovationspark ein strategisches Projekt für die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons. Ziel ist es, die Region als Innovationshub zu etablieren, hochqualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen und Investitionen anzuziehen. Der Switzerland Innovation Park Ticino wird somit zu einem zentralen Motor der wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung der Region und festigt die Position des Tessins als bedeutender Akteur im schweizerischen Innovationsökosystem.

  • Potenziale der Wohnbautätigkeit und Innenentwicklung

    Potenziale der Wohnbautätigkeit und Innenentwicklung

    Die Wohnbautätigkeit ist ein zentraler Faktor in der nachhaltigen Stadt- und Raumentwicklung. Die Schweiz steht vor der Aufgabe, neuen Wohnraum zu schaffen, ohne dabei wertvolle Flächen ausserhalb bestehender Siedlungsgebiete unnötig zu beanspruchen. Die Erkenntnisse des Bundesamts für Raumentwicklung zeigen, dass insbesondere der Wohnungsbau im Bestand eine zentrale Rolle für die künftige Entwicklung einnimmt. Dieser ist jedoch mit komplexeren Herausforderungen verbunden als ein Neubau auf bisher unbebauten Flächen.

    Wo entstehen neue Wohnungen?
    Eine Analyse der Wohnbautätigkeit zwischen 2018 und 2022 zeigt klare Muster. Ländliche und periurbane Gemeinden weisen im Verhältnis zu ihrem Erstwohnungsbestand eine höhere Neubautätigkeit auf als städtische Gebiete. Dennoch hat der Anteil an Neubauten auf bisher unbebauten Bauparzellen insgesamt abgenommen, während der Anteil des Bauens im Bestand mittlerweile 59 Prozent der Baubewilligungen ausmacht. In urbanen Gebieten konzentriert sich der Wohnungsbau zunehmend auf bereits bestehende Siedlungsgebiete, während am Siedlungsrand weiterhin Wachstum verzeichnet wird.

    Herausforderung Bauen im Bestand
    Der Wohnungsbau auf bereits bebauten Flächen ist vielschichtiger als die Erschliessung neuer Baugebiete. Eine zentrale Erkenntnis ist, dass Gemeinden mit grossen unbebauten Baulandreserven eine geringere Bautätigkeit im Bestand aufweisen. Der Druck zur Nachverdichtung ist dort niedriger, wo noch ausreichend Flächen für Neubauten vorhanden sind. Gleichzeitig können gezielte Massnahmen der Gemeinden sowie hochwertige Bauprojekte einen positiven Beitrag zur Innenentwicklung leisten und Anreize für die Nutzung bestehender Strukturen schaffen.

    Treiber und Hemmnisse der Bautätigkeit
    Die Bautätigkeit auf unbebauten Flächen ist einfacher zu analysieren, da sie stark von messbaren Faktoren wie Immobilienpreisentwicklung und Mietniveaus beeinflusst wird. Fallstudien zeigen , dass Gemeinden mit einer aktiven Wohnbaupolitik eine höhere Innenentwicklung aufweisen. Kommunale Massnahmen wie gezielte Beratungen, Bodenpolitik oder attraktive öffentliche Räume können entscheidende Anreize für die Nachverdichtung setzen.

    Qualität als Schlüssel zur Akzeptanz
    Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Qualität der Bauprojekte. Die gesellschaftliche Akzeptanz ist höher, wenn Bauprojekte nicht nur zusätzlichen Wohnraum schaffen, sondern auch zur Siedlungsqualität beitragen. Dies umfasst unter anderem öffentlich zugängliche Freiflächen, Biodiversitätsförderung oder sozialverträglichen Wohnraum. In der Innenentwicklung sind solche Qualitätskriterien besonders wichtig, da bauliche Veränderungen oft im direkten Wohnumfeld der Anwohner erfolgen.

    Siedlungsentwicklung ein langfristiger Wandel
    Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Raumplanungsgesetzes zeigen erste Daten, dass die Transformation in Richtung Innenentwicklung begonnen hat. Besonders in städtischen Gebieten wie Zürich, Basel und Lausanne entstehen immer mehr Wohnungen durch Umnutzungen oder Aufstockungen bestehender Gebäude. Doch auch in periurbanen und ländlichen Gemeinden zeigt sich eine zunehmende Tendenz zur Nutzung bereits bebauter Flächen.

    Strategien für Wohnbautätigkeit
    Die Analyse der Wohnbautätigkeit zeigt, dass eine gezielte Steuerung durch die Raumplanung möglich ist. Gemeinden, die aktiv die Innenentwicklung fördern, können die Herausforderungen des Wohnungsbaus besser bewältigen. Erfolgreiche Strategien umfassen eine vorausschauende Bodenpolitik, hochwertige Bauprojekte und eine enge Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privaten Akteuren. Die Innenentwicklung bleibt eine der zentralen Aufgaben für eine zukunftsorientierte Raumentwicklung, um wachsenden Wohnraumbedarf ressourcenschonend zu decken.

  • Neue Fabrik wird in Ecuador eröffnet

    Neue Fabrik wird in Ecuador eröffnet

    Die Sika AG baut ihre Präsenz in Ecuador aus. Zusätzlich zum bereits bestehenden Standort im Wirtschaftsraum von Guayaquil hat das weltweit aktive Unternehmen der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie am 3. April in Quito eine zweite Fabrik für Mörtel eröffnet, informiert Sika in einer Mitteilung. Mit dem neuen Standort in der Hauptstadt Ecuadors will das Unternehmen seine landesweite Lieferkette durch kürzere Transportwege und geringere CO2-Emissionen optimieren.

    Zudem setzt Sika darauf, von der wachsenden Bautätigkeit in Ecuador zu profitieren. «Unser neues Werk in Quito kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt, da sich die Bautätigkeit in Ecuador stark erholt», wird Mike Champion, Regionalleiter Americas bei Sika, in der Mitteilung zitiert. «Sika ist gut positioniert, um die wachsenden Märkte im Norden und Süden des Landes mit hochwertigen, innovativen Lösungen zu versorgen und der steigenden Nachfrage gerecht zu werden.» Der Mitteilung zufolge hat sich Sika in Ecuador bereits eine führende Position beim Vertrieb von Fliesenklebern und Mörtel aufgebaut.

  • Automatisierte Produktion für nachhaltige Energienutzung

    Automatisierte Produktion für nachhaltige Energienutzung

    Die in Opfikon ansässige Libattion AG hat in Biberist ein neues Werk für die Aufbereitung ausgedienter Batterien aus Elektroautos in Betrieb genommen. Hier werden aus den Batterien modulare stationäre Energiespeicher gefertigt. Laut Unternehmensangaben handelt es sich dabei um Europas grösste Anlage dieser Art. Die Produktionsstätte wurde auf dem Gelände eingerichtet, das auch vom Batterierecylingunternehmen Librec genutzt wird.

    Die neue Anlage verfügt über einen hohen Automatisierungsgrad. „Unsere neue Produktionshalle ermöglicht es uns, flexibel auf die Marktanforderungen zu reagieren und dabei einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung in Europa zu leisten“, wird Stefan Bahamonde, CEO und Mitgründer von Libattion, in der Mitteilung zitiert. „Durch die Automatisierung unserer Produktion können wir nicht nur effizient, sondern auch wirtschaftlich agieren und unsere Kapazitäten präzise an die Nachfrage anpassen.“

    Im Jahr 2022 hat Libattion stationäre Speicher mit einer Gesamtkapazität von 7 Megawattstunden hergestellt, im vergangenen Jahr wurden bereits 27 Megawattstunden Gesamtkapazität erreicht. Bis 2026 will das Unternehmen die Gesamtkapazität auf 500 Megawattstunden steigern. Die Speichersysteme von Libattion sind modular aufgebaut und können Kapazitäten von 97 Kilowattstunden bis zu 60 Megawattstunden aufweisen. Sicherheit stehe dabei an erster Stelle, erklärt Bahamonde: „durch die automatisierte Produktion und strenge Qualitätskontrollen können wir für jeden Speicher höchste Sicherheitsstandards garantieren“.

  • Übernahme von Baufirma in Peru

    Übernahme von Baufirma in Peru

    Holcim hat laut einer Unternehmensmitteilung die Übernahme der Compañía Minera Luren abgeschlossen. Mit der in Lima ansässigen Firma für Spezialbaulösungen sieht sich der in Zug ansässige Baustoffkonzern gut aufgestellt, um sein Geschäft in Peru auszubauen und das Wachstum in Lateinamerika zu beschleunigen. Holcim geht davon aus, dass diese Übernahme in Peru und Lateinamerika «erhebliche Synergien» schaffen wird. Denn wie es heisst, ergänze das Produktportfolio das bestehende Geschäft von Holcim in Peru «in hohem Masse».

    Das 1956 gegründete Familienunternehmen Compañía Minera Luren stellt unter seiner Marke La Casa Mauerwerksysteme und andere Spezialbaustoffe her, darunter Mineralien für industrielle Anwendungen. Spezialisiert ist das Unternehmen auf Wandsysteme, die energieeffiziente Dämmung und Spezialmörtel kombinieren.

    «Die Übernahme der Compañía Minera Luren wird das Produktportfolio von Holcim erweitern», so Oliver Osswald, Leiter der Region Lateinamerika. Deren Wandsysteme würden es Holcim ermöglichen, «der Kundschaft vollständig integrierte Komplettlösungen anzubieten, von Fundamenten und Bodenbelägen bis hin zu Wänden und Dächern».

  • Jetzt bewerben: Wer gewinnt den Real Estate Award 2025?

    Jetzt bewerben: Wer gewinnt den Real Estate Award 2025?

    Der Real Estate Award ist mehr als eine Auszeichnung – er ist ein Spiegel der Innovationskraft in der Schweizer Immobilien- und Bauwelt. Seit Jahren steht er für Qualität, Weitblick und Pioniergeist. Wer sich bewirbt, wird Teil einer Community, die bereit ist, neue Wege zu gehen, bestehende Denkmuster aufzubrechen und die Branche aktiv mitzugestalten.

    Jedes Jahr werden herausragende Projekte ins Rampenlicht gerückt – egal ob Start-up oder Grossunternehmen, ob ausgereifte Idee oder fertiges Gebäude. Der Award bietet nicht nur Anerkennung, sondern auch eine nationale Bühne für zukunftsweisende Ideen und Lösungen, die wirklich etwas bewegen.

    Warum eine Bewerbung jetzt Sinn macht
    Ein Platz unter den Nominierten oder gar ein Gewinn bringt enorme Sichtbarkeit, sowohl innerhalb der Branche als auch darüber hinaus. Alle Finalistinnen und Finalisten werden im Rahmen der grossen Award Verleihung am 2. Oktober 2025 vor Medien, Fachpublikum und Entscheidungsträgern präsentiert.

    Neben der Präsenz in relevanten Medien erhalten Teilnehmende Zugang zu einem exklusiven Netzwerk aus Expertinnen, Investoren, Vordenkern und führenden Köpfen der Immobilienwelt. Der Award bietet Sichtbarkeit, Glaubwürdigkeit und Strahlkraft – und das nicht nur für Gewinnerinnen und Gewinner.

    Bereits die Teilnahme signalisiert Innovationsfähigkeit und Relevanz. Sie ist ein starkes Statement und eine Chance, das eigene Projekt auf die grosse Bühne zu heben – vor den richtigen Augen.

    Moderne Kategorien
    2025 wird der Real Estate Award wieder in fünf Kategorien vergeben:

    1. Digital
      Für Projekte, Tools oder Plattformen, die mit digitalen Mitteln echte Fortschritte für die Branche erzielen.
    2. Vermarktung
      Für innovative Vermarktungsstrategien und Konzepte, die Zielgruppen effektiv und kreativ erreichen.
    3. Nachhaltigkeit
      Für Lösungen, die ökologische, soziale oder ökonomische Nachhaltigkeit messbar und zukunftsfähig umsetzen.
    4. Projektentwicklung & Innovation
      Für visionäre Projekte, die neue Wege in der Planung, Realisierung oder Nutzung von Immobilien beschreiten.
    5. Immobilien Persönlichkeit des Jahres
      Die Jury kürt eine Person aus er Branche, die mit ihrem Wirken die Bau- und Immobilienwirtschaft der Schweiz prägt. Für diese Kategorie kann man sich nicht bewerben.

    Jede Bewerbung wird von einer unabhängigen Fachjury mit Expertise und Branchenkenntnis bewertet. Die Finalisten werden öffentlich vorgestellt und zur Preisverleihung eingeladen. Die Gewinner erhalten nicht nur eine Trophäe – sondern ein Qualitätssiegel mit Strahlkraft.

    Ein Event mit Wirkung
    Der Höhepunkt des Wettbewerbs ist die feierliche Preisverleihung am 2. Oktober 2025. Die Real Estate Award Verleihung bringt das Who’s Who der Schweizer Immobilienbranche zusammen – ein Abend voller Inspiration, Austausch und Anerkennung. Neben der feierlichen Ehrung der Gewinner erwartet die Gäste ein hochwertiges Rahmenprogramm, Networking auf Augenhöhe und beste Unterhaltung.

    Ein Abend, der in Erinnerung bleibt und neue Türen öffnet.

    Jetzt bewerben – noch bis 30. April 2025
    Der Bewerbungsprozess ist einfach und vollständig digital. Ob Einzelperson, Start-up, KMU oder Grossunternehmen – erlaubt ist, was überzeugt. Ein gutes Projekt ist oft nur ein paar Klicks vom Scheinwerferlicht entfernt.

    Die Bewerbungsfrist endet am 30. April 2025. Also jetzt handeln, einreichen und Teil von etwas Grossem werden.

  • Der 104. immoTable im Zeichen von Energie, Standortattraktivität und Innovation

    Der 104. immoTable im Zeichen von Energie, Standortattraktivität und Innovation

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    Weichenstellungen für starke Standorte
    Samuel Mösle, Co-Leiter der kantonalen Wirtschaftsförderung Zürich, eröffnete mit einem umfassenden Lagebild. Er skizzierte die aktuellen Herausforderungen im globalen Kontext und betonte die Rolle der Bauwirtschaft für die Weiterentwicklung des Standorts Zürich. Themen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und die Sicherung von bezahlbarem Wohnraum spielen dabei eine zentrale Rolle. Ziel ist es, den Kanton Zürich als innovativen und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsraum weiter zu profilieren.

    Björn Slawik und Frank Koster vom ewz präsentierten die Perspektiven einer dezentralen und nachhaltigen Energiewelt. Im Fokus standen die dynamische Entwicklung des Schweizer Solarmarktes und neue regulatorische Rahmenbedingungen ab 2026. Mit der Einführung lokaler Elektrizitätsgemeinschaften, etwa durch das Konzept ewz.solarquartier, wird der Eigenverbrauch von Solarstrom auf Quartiersebene gestärkt. Ziel ist es, Überschüsse effizient zu nutzen und den Solarzubau marktorientiert zu fördern.

    Jan Frenzel von SMG veranschaulichte, wie KI-gestützte Systeme die Welt des Customer Relationship Managements revolutionieren. Neben dem Vergleich von CRM- und ERP-Systemen beleuchtete er das Potenzial von SaaS-Lösungen zur Automatisierung von Geschäftsprozessen. Mit intelligenten Tools lassen sich Kundenbedürfnisse künftig noch präziser erkennen – ein Schlüsselfaktor für die Positionierung am Markt.

    Standortentwicklung und Zukunftstrends
    Unter dem Titel «Wie bleiben Standorte attraktiv?» diskutierten Beat Bachmann (Kanton Zug), Jakob Bächtold (House of Winterthur), Marc Lyon (Implenia Schweiz AG) und Albert Schweizer (Stadt Schlieren) über die Zukunftsfähigkeit von Standorten. Die Themen reichten von demografischem Wandel über neue Wohn- und Arbeitsformen bis hin zur Frage, wie Innovation und Nachhaltigkeit konkret in die Arealentwicklung einfliessen können. Die Diskussion zeigte, erfolgreiche Standorte müssen heute mehr bieten als nur Infrastruktur. Sie brauchen Identität, Vernetzung und Zukunftsvisionen.

    Ausblick auf den Real Estate Award 2025
    Mara Schlumpf informierte über den kommenden Real Estate Award, der am 2. Oktober 2025 im Trafo Baden stattfindet. In fünf Kategorien werden herausragende Projekte und Persönlichkeiten der Immobilien- und Bauwirtschaft ausgezeichnet. Der Event verspricht nicht nur eine Gala mit Netzwerkcharakter, sondern auch exklusive Sichtbarkeit für Innovation und Qualität in der Branche.

  • Innovationsstandort der Zukunft gestalten

    Innovationsstandort der Zukunft gestalten

    Die Schweizer Regierung schafft durch gezielte Förderprogramme, Steuererleichterungen und Investitionen in der Forschung ein Umfeld, das Innovationen begünstigt. Initiativen wie das Innovationsförderungsprogramm unterstützen Unternehmen bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten, während Start-ups durch Beratungen und Finanzierungen wachsen können. 

    Auch die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie spielt eine entscheidende Rolle. Hochschulen wie die ETH Zürich, die Universität Zürich und das Paul Scherrer Institut arbeiten eng mit Unternehmen zusammen, um technologische Fortschritte in marktfähige Produkte zu überführen. Diese Synergien sind ein Schlüssel zum Erfolg. 

    Unternehmenskultur und Start-up-Ökosystem 
    Die Schweiz fördert eine kreative und unternehmerische Kultur, in der Risikobereitschaft belohnt und Misserfolge als Lernprozess angesehen werden. Diese Denkweise hat zu einer Vielzahl erfolgreicher Start-ups geführt. MindMaze revolutioniert die Rehabilitation durch Neurotechnologie, während Ava mit innovativen Fertilitäts-Trackern die Medizinbranche prägt. 

    Technologiezentren wie der Technopark Zürich bieten jungen Unternehmen optimale Bedingungen, um Innovationen voranzutreiben. Das Unternehmen Google betreibt hier eines seiner grössten Forschungszentren ausserhalb der USA. Ein Beweis für das attraktive Umfeld der Region. 

    Infrastruktur und globale Vernetzung 
    Die Schweiz investiert kontinuierlich in ihre Infrastruktur und Forschungslandschaft. Moderne High-Tech-Labors, Technologieparks und spezialisierte Innovationszentren ermöglichen Forschern und Unternehmern, neue Ideen schnell umzusetzen. 

    Zudem setzt die Schweiz auf internationale Zusammenarbeit. Programme wie Horizon Europe und die Beteiligung am European Research Area stärken die Verbindungen zu internationalen Partnern und sichern den Wissenstransfer. Die Multilingualität der Schweizer Bevölkerung begünstigt den globalen Austausch. 

    Zwischen Klimazielen und wirtschaftlichem Wachstum 
    Die Schweiz sieht sich als Vorreiter für nachhaltige Technologien. Investitionen in erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft und CO²-Reduktion sollen langfristig eine umweltfreundliche Wirtschaft sichern. 

    Innovationsmotor mit Warnsignalen 
    Der Wirtschaftsraum Greater Zurich Area hat sich als führender Technologie-Hub Europas etabliert. Laut Experten hat die Region zwischen 2009 und 2021 über 1’280 Unternehmen angesiedelt, die 9’400 Arbeitsplätze geschaffen und 647 Millionen Franken an Steuereinnahmen generiert haben. Balz Hösly, Präsident von Greater Zurich Area: «Wir sind wohl der einzige Standort, der seine attraktivsten Rahmenbedingungen ohne Not immer wieder selbst infrage stellt.» 

    Obwohl die Schweiz seit Jahren an der Spitze des Global Innovation Index steht, sind Entwicklungen wie verschärfte Regulierungen oder steigende Unternehmenssteuern ein Risiko für den Standort. Die wirtschaftsfreundlichen Rahmenbedingungen, die massgeblich zum Erfolg beigetragen haben, dürfen nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. 

    Innovationskraft bewahren, aber wie? 
    Die Schweiz steht an einem Scheideweg. Bleibt sie ein globaler Innovationsführer oder gefährdet sie durch Überregulierung ihre eigene Attraktivität? 

    Mit hervorragenden Bildungs- und Forschungsinstituten, einer unternehmerfreundliche Kultur, weltweiter Vernetzung und eines leistungsstarken Start-up-Ökosystem sind die Erfolge unbestritten. Doch regulatorische Eingriffe, steigende Kosten und unsichere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen könnten den Fortschritt ausbremsen.

  • Neues Leben auf dem Landolt-Areal

    Neues Leben auf dem Landolt-Areal

    Eingebettet zwischen Mühlebach und Kleinlinthli, besticht das Landolt-Areal durch seine zentrale Lage. Erschlossen durch Bahn und Autobahn A3, bietet das Areal eine ideale Ausgangslage für eine zukunftsorientierte Quartiersentwicklung. Die Nachbarschaft zu historischen Ensembles und Freiräumen verleiht dem Projekt einen besonderen Charme. Die erste Planungsstudie zeigt ein Zielbild, das bauliche Verdichtung vorsieht und Freiraumsequenzen aus der Landschaft heraus entwickelt. Von Westen und Osten entsteht ein Innenraum, geprägt von Wasserlandschaften, grünen Strassenräumen und vielfältig nutzbaren Flächen. 

    Partizipation und Planung als Auftakt zur Transformation 

    Das partizipative Verfahren der Planungsstudie wurde Ende 2024 abgeschlossen und bis Mitte 2025 soll ein Schlussbericht erstellt werden. Bereits gegen Ende 2025 ist ein Richtprojekt geplant, das ab 2026 in einen Gestaltungsplan überführt wird. Dieser Prozess wird in Zusammenarbeit mit dem Raumplanungsbüro und der Gestaltungskommission des Kantons Glarus begleiten. Die Planung erfolgt parallel zur Sanierung des Bestandes, wodurch Leerstände vermieden und bestehende «Schätze» erhalten werden können. 

    Etappierte Entwicklung mit klarer Strategie 

    Das Projekt wird in aufeinander abgestimmten Etappen umgesetzt. Zunächst liegt der Fokus auf den mittelfristig freiwerdenden Flächen durch den Wegzug der Firma Landolt. Bestehende Bauten erhalten in dieser Phase eine wertvolle Zwischennutzung, zum Beispiel als Mobility-Hub oder als Ausweichfläche für die bestehende Mieterschaft. Die Etappierung erfolgt unter Einbezug der bestehenden Gewerbemieter. 

    In einer weiteren Phase entstehen innerhalb der so genannten Talentzonen erste neue Nutzungen sowie solide, dauerhafte Freiräume. Rückgebautes und zum weiteren Gebrauch definiertes Material wird vor Ort zwischengelagert und in den folgenden Bauetappen wiederverwendet. 

    Die letzte Etappe bringt eine gezielte Verdichtung entlang der Kantonsstrasse. Diese erhöht nicht nur die Aufenthaltsqualität, sondern schafft durch die neu geplante Fabrikgasse auch eine bessere Vernetzung innerhalb des Areals. Den Abschluss bildet der Innovationscampus und das Multitalent am Chli Linthli, welcher bedarfsorientiert und unabhängig voneinander entwickelt wird. 

    Raum für Innovation, Identität und Zukunft 

    Das Landolt-Areal wird nicht nur verdichtet, sondern neu gedacht. Historische Substanz trifft auf flexible Raumstrukturen. Plätze und kompakte Rückzugsorte schaffen ein lebendiges, vielfältiges Quartier. Die Vision, ein durchmischtes, nachhaltig erschlossenes und identitätsstiftendes Areal für das regionale Gewerbe und neu auch einen kleinen Anteil an durchmischtem Wohnen.

  • Hören Sie, wie Quantenatome miteinander sprechen

    Hören Sie, wie Quantenatome miteinander sprechen

    In den Laboren der EPFL in Lausanne entsteht derzeit ein wissenschaftlicher Meilenstein. Ein akustisches System, das es erlaubt, Quantenphänomene auf einer hörbaren, makroskopischen Ebene zu simulieren. Entwickelt wurde es vom Doktoranden Mathieu Padlewski gemeinsam mit den Forschern Hervé Lissek und Romain Fleury. Ziel ist es, die hochkomplexen Zustände kondensierter Materie zugänglich zu machen, nicht über Elektronen, sondern über Schallwellen.

    Metamaterial als Forschungsplattform
    Das System basiert auf einem sogenannten akustischen Metamaterial, einer künstlichen Struktur, die sich aus 16 miteinander verbundenen Würfeln zusammensetzt. Über integrierte Lautsprecher und Mikrofone erzeugen und messen die Forschenden gezielt Schallwellen. Diese «akustischen Atome» lassen sich flexibel konfigurieren, um verschiedenste physikalische Phänomene zu modellieren, auch solche, die jenseits der klassischen Festkörperphysik liegen.

    Schrödingers Katze wird hörbar
    Im Gegensatz zu realen Quantenwellen, die durch jede Messung zerstört werden, können akustische Wellen direkt beobachtet und analysiert werden. Dadurch wird das Quantenkonzept der Überlagerung, symbolisiert durch Schrödingers Katze, im Klang erfahrbar. So wie eine Stimme gleichzeitig aus Grundfrequenz und Oberschwingungen besteht, kann das EPFL-System viele «akustische Zustände» gleichzeitig hör- und messbar machen.

    Von der Physik zur Anwendung
    Die potenziellen Anwendungsfelder reichen von der Entwicklung neuartiger Energieleitsysteme bis zur medizinischen Diagnostik. Das Metamaterial könnte, ähnlich dem menschlichen Innenohr, auf bestimmte Frequenzen abgestimmt werden. Ein möglicher Weg zur Erforschung von Hörstörungen wie Tinnitus. Noch ambitionierter ist das Fernziel eines «akustischen Analogcomputers», der inspiriert vom Quantencomputing , Informationen in überlagerten Zuständen verarbeiten könnte, ohne deren Zerfall zu riskieren.

    Standort Schweiz als Innovationsmotor
    Diese Forschung verdeutlicht die Rolle der Schweiz als führender Standort für disruptive Wissenschaft. Die Verbindung von Grundlagenphysik, Technik und Anwendungsvisionen zeigt eindrücklich, welches Potenzial in interdisziplinärer Forschung steckt. Für Investorinnen, Entwickler und Innovationsförderer ergeben sich neue Möglichkeiten, akustische Technologien als skalierbare Alternativen im Bereich Computing, Sensorik und Materialtechnik zu etablieren.

  • Wirtschaftliche Resilienz der Schweiz im Fokus

    Wirtschaftliche Resilienz der Schweiz im Fokus

    Die Schweiz steht vor neuen Herausforderungen, doch ihre wirtschaftliche Stärke beruht auf klaren Erfolgsfaktoren wie Eigenverantwortung, Dezentralität, Innovationskraft und internationale Vernetzung. Diese Kernpunkte stellte Wirtschaftsminister Albert Rösti in seiner Keynote eindrücklich heraus. Mit dem Verweis auf historische Wurzeln und aktuelle Risiken machte er deutlich, Wohlstand ist kein Selbstläufer. Statt auf Etatismus zu setzen, brauche es ordnungspolitische Klarheit und die Rückbesinnung auf bewährte Prinzipien wirtschaftlicher Freiheit.

    Zollschocks und Verhandlungsgeschick
    Staatssekretärin Helene Budliger Artieda gewährte Einblicke in die weltwirtschaftlichen Verhandlungen und betonte: «Die jüngsten US-Zölle kamen überraschend. Doch die Schweiz bleibe handlungsfähig, weil sie ihre Handelsbeziehungen breit diversifiziert und aktiv pflegt.» Offenheit gegenüber Partnern wie der EU, den USA und China sei nicht Beliebigkeit, sondern strategische Notwendigkeit. Die Resilienz der Schweizer Wirtschaft gründe auf dieser breiten Basis und einem klaren Blick für geopolitische Realitäten.

    Robuste Fundamente, kluge Zurückhaltung
    In mehreren Panels wurde deutlich, die Schweiz verfügt über starke institutionelle Rahmenbedingungen, doch sie muss wachsam bleiben. Ökonom Gunther Schnabl und Ex-Finanzdirektor Serge Gaillard warnten vor einem Aufweichen der Schuldenbremse und mahnten zu fiskalischer Disziplin. Gleichzeitig lobten sie das Niveau der politischen Debatten in der direkten Demokratie, die breite Beteiligung an wirtschaftlichen Grundsatzfragen ermögliche.

    Wirtschaftsmodell zwischen Globalplayern und KMU
    Die Schweizer Stärke liegt nicht nur in multinationalen Konzernen, sondern ebenso in regional verwurzelten KMU. Diese Kombination, so Historiker Tobias Straumann, sorge für Innovationskraft und Stabilität. Vertreterinnen wie Suzanne Thoma (Sulzer) und Urs Furrer (SGV) forderten praxisnahe Lösungen für die Fachkräftesicherung und weniger regulatorische Hürden. Die neue Verhandlungsbasis mit der EU biete Chancen, müsse aber klug umgesetzt werden.

    Wachsamkeit ist kein Widerspruch zu Stärke
    Die Schweiz steht auf einem starken Fundament, doch dieses verlangt Pflege. Institutionelle Stabilität, hohe Innovationsfähigkeit, aussenwirtschaftliche Offenheit und politische Souveränität machen den Standort zukunftsfähig. Das Wirtschaftspodium sendet ein klares Signal, Selbstvertrauen ja, Selbstzufriedenheit nein. Wer die Schweiz stärken will, muss Spielräume klug nutzen, statt auf vermeintliche Sicherheiten zu bauen.

  • Wirtschaftsstandort Zürich – Fit für die Zukunft?

    Wirtschaftsstandort Zürich – Fit für die Zukunft?

    Sie leiten das Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich. Welche Aufgaben übernehmen Sie in dieser Funktion und wie können Sie die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen?
    Der Kanton Zürich ist ein führender Wirtschaftsstandort mit internationaler Strahlkraft. Als Amt für Wirtschaft tragen wir dazu bei, dass er auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt, Innovationen fördert und nachhaltige Wertschöpfung generiert. 

    Dank eines starken Teams mit breit gefächerter Expertise in verschiedenen Bereichen und fundierter Fachkenntnis stärken wir den Wirtschaftsstandort und begleiten Unternehmen in verschiedenen Phasen. Unser Wissen und unsere Erfahrung setzen wir gezielt ein, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu analysieren, weiterzuentwickeln und auf neue Herausforderungen zu reagieren. Im engen Austausch mit der Wirtschaft und Wissenschaft analysieren wir die Standortfaktoren und setzen Impulse, um Zürich als attraktiven Standort für Unternehmen zu positionieren. Gleichzeitig übernehmen wir zentrale Vollzugsaufgaben: Wir sorgen für reibungslose Bewilligungsverfahren und schaffen so Planungssicherheit für Unternehmen und Arbeitskräfte. Indem wir die Einhaltung von Arbeitsbedingungen und gesetzlichen Vorgaben sicherstellen, tragen wir zu einem attraktiven und verantwortungsvollen Arbeitsmarkt bei. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Förderung von bezahlbarem Wohnraum – ein entscheidender Faktor für die Standortattraktivität. Damit verfügen wir über zahlreiche wirkungsvolle Hebel, um Veränderungen aktiv zu gestalten. 

    Dabei ist mir eine ausgeprägte Dienstleistungsorientierung besonders wichtig. Ein gutes Verständnis für unsere Anspruchsgruppen und ihre Bedürfnisse bildet die Grundlage unserer Arbeit. Denn nur wenn wir die Herausforderungen und Anliegen der Unternehmen kennen, können wir gezielt unterstützen und den Wirtschaftsstandort Zürich nachhaltig stärken. 

    Kurz gesagt: Wir schaffen attraktive Rahmenbedingungen für ein wirtschaftliches Umfeld, das Unternehmen und Bevölkerung gleichermassen zugutekommt. 

    Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Situation im Kanton Zürich? 
    Der Kanton Zürich steht wirtschaftlich insgesamt sehr solide da und zählt zu den innovativsten Wirtschaftsregionen Europas. Für das laufende Jahr wird ein moderates Wirtschaftswachstum von 1,1% prognostiziert. Eine hohe Innovationskraft, erstklassige Hochschulen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft machen den Standort besonders attraktiv. Die Unternehmen profitieren von gut ausgebildeten Fachkräften, einer ausgezeichneten Infrastruktur und einer starken internationalen Vernetzung.  

    Gleichzeitig stehen wir vor wichtigen Herausforderungen: Kurz- und mittelfristig könnten sich die jüngsten geopolitischen Spannungen auf den Standort Zürich auswirken. Eng damit verknüpft ist die Frage, wie wir uns strategisch gegenüber unseren europäischen Nachbarn positionieren, insbesondere mit Blick auf das Verhältnis zur EU. 

    Langfristig wird der demografische Wandel eine zentrale Rolle spielen. Die Alterung der Gesellschaft, steigende Pensionierungszahlen und die Verfügbarkeit von Fachkräften werden entscheidend dafür sein, wie wettbewerbsfähig der Wirtschaftsstandort bleibt. Hier gilt es, rechtzeitig Massnahmen zu ergreifen, um den Fachkräftepool zu sichern. 

    Der Kanton Zürich ist jedoch dank seiner wirtschaftlichen Stabilität, Innovationskraft und Lebensqualität aus meiner Sicht gut aufgestellt, um auch langfristig erfolgreich zu bleiben. 

    In welchen Bereichen hat der Kanton Zürich noch ungenutztes wirtschaftliches Potenzial? 
    Der Kanton Zürich verfügt über eine starke Innovationskraft. Dennoch gibt es Bereiche mit noch ungenutztem Potenzial: Im Bereich der Künstlichen Intelligenz hat der Kanton Zürich mit der «Innovation Sandbox für Künstliche Intelligenz» einen wichtigen Schritt unternommen, um das dynamische KI-Ökosystem zu stärken. Doch gesamtwirtschaftlich betrachtet gibt es weiterhin grosse Chancen, KI noch breiter in verschiedenen Branchen zu verankern. Insbesondere KMU könnten durch den gezielten Einsatz von KI ihre Produktivität steigern und neue Geschäftsfelder erschliessen. Hier braucht es praxisnahe Unterstützung, um KMU den Zugang und das Wissen zu KI-Technologie an die Hand zu geben.  

    Ein weiteres wirtschaftliches Potenzial liegt in der Skalierung von Start-ups. Zürich bietet ein exzellentes Umfeld für Unternehmensgründungen. Doch viele Start-ups stehen vor der Herausforderung, ihr Geschäft über die Anfangsphase hinaus zu erweitern. Es besteht Bedarf an zusätzlichen Finanzierungsmöglichkeiten und gezielte Unterstützungsstrukturen, um Start-ups bei ihrem Wachstum zu unterstützen und auf ihrem Weg in den internationalen Markt zu begleiten. 

    Auch im Bereich der Digitalen Gesundheit schöpfen wir das vorhandene Potenzial noch nicht aus. Der steigende Kostendruck im Gesundheitssystem, die immer älter werdende Gesellschaft und der zunehmende Fachkräftemangel machen eine Transformation dringlicher denn je. Dabei hat der Wirtschaftsstandort Zürich alle Zutaten, um hier erfolgreich zu sein: führende Hochschulen, starke Akteure im Gesundheitswesen und innovative Unternehmen. Mit dem «digital health center Bülach» haben wir einen Innovations-Hub geschaffen, der einen wichtigen Beitrag leistet, indem es Innovationen fördert und Brücken zwischen Wissenschaft und Wirtschaft schlägt.  

    Welche wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sind entscheidend für den Erfolg des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area aus Sicht des Kantons Zürich?  
    Ein zentraler Erfolgsfaktor ist der Zugang zu hochqualifizierten Fachkräften. Der Kanton Zürich verfügt über exzellente Hochschulen und Forschungsinstitute, die Talente aus der ganzen Welt anziehen. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, müssen die Hochschulen auch für ausländische Studierende attraktiv bleiben – sowohl durch erstklassige Ausbildungsbedingungen als auch durch einen erleichterten Zugang zum Arbeitsmarkt nach dem Studium. 

    Auch steuerliche Rahmenbedingungen spielen eine entscheidende Rolle. Ein wettbewerbsfähiges Steuerumfeld ist essenziell, damit der Kanton Zürich attraktiv bleiben. Aktuell wird das Steuerumfeld jedoch von Unternehmen zunehmend als negativer Standortfaktor wahrgenommen. Im kantonalen Vergleich liegt der Kanton Zürich bei der Steuerbelastung von Unternehmen auf dem zweitletzten Platz – ein Risiko für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit. 

    Unsere Beziehung zu Europa ist ein weiterer Schlüsselfaktor für den wirtschaftlichen Erfolg. Der Zugang zum europäischen Markt ist für viele Unternehmen entscheidend, insbesondere für exportorientierte Branchen. Gleichzeitig profitieren Unternehmen am Wirtschaftsstandort Zürich von den schlanken und pragmatischen Regulierungen der Schweiz.  

    Wie attraktiv ist des Wirtschaftsraums Greater Zurich Area für Investoren im internationalen Vergleich mit anderen europäischen Metropolitanregionen? 
    Die Greater Zurich Area zählt zu den attraktivsten Wirtschaftsstandorten Europas und behauptet sich international als führender Standort für Unternehmen und Investoren. Sie überzeugt durch eine einzigartige Kombination aus wirtschaftlichem Potenzial, Innovationskraft und unternehmensfreundlichen Rahmenbedingungen. Gleichzeitig bietet die Region ein stabiles, transparentes und verlässliches wirtschaftliches Umfeld mit attraktiven steuerlichen und regulatorischen Bedingungen.  

    Unternehmen profitieren von einem erstklassigen Umfeld für Forschung und Entwicklung – geprägt von der engen Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Start-ups und global agierenden Unternehmen.  

    Ein weiterer zentraler Vorteil für Investoren ist der Branchenmix in der Region. Zürich ist längst nicht mehr nur der bedeutendste Finanzplatz der Schweiz, sondern ein dynamischer und vielfältiger Innovationsstandort. Die starke Präsenz von ICT, Hightech, Space und Robotics, Life Sciences, Food und Cleantech sorgt für eine hohe Innovationsdichte und minimiert das Risiko von Abhängigkeiten. Für Investoren bedeutet dies nicht nur Stabilität, sondern auch attraktive Diversifikationsmöglichkeiten. 

    Die Schweiz ist weder EU-Mitglied noch ein kostengünstiger Standort. Warum sollte sich ein internationales Unternehmen trotzdem für den Wirtschaftsraum Greater Zurich Area entscheiden? 
    Der Wirtschaftsraum Greater Zurich Area bietet Unternehmen ein einzigartiges Gesamtpaket, das weit über Kostenfaktoren hinausgeht. Sie kombiniert ein wirtschaftsfreundliches und politisch stabiles Umfeld mit erstklassigen Talenten, führender Forschung und einer hohen Lebensqualität – Faktoren, die für nachhaltigen Unternehmenserfolg entscheidend sind. 

    Die Schweiz rangiert weltweit auf Platz 1, wenn es um die Innovationskraft wie auch um die Anziehung und Bindung von Talenten geht. Dank eines exzellenten Bildungssystems, international anerkannten Universitäten und hoher Lebensqualität gelingt es, Fachkräfte aus der ganzen Welt für den Standort zu gewinnen. Unternehmen profitieren von einem hochqualifizierten Arbeitsmarkt, der entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit beiträgt. 

    In einem Bereich gibt es jedoch noch ungenutztes Potenzial: Die Verfügbarkeit attraktiver und zukunftsfähiger Flächen für Unternehmen, damit Ansiedlungen und Expansionen erfolgreich sichergestellt werden können.  

    Welche strategischen Vorteile bietet die Schweiz als Drehscheibe für europäische oder globale Geschäftsaktivitäten? 
    Die Schweiz bietet als Wirtschaftsstandort eine einzigartige Kombination aus Stabilität, Innovationskraft und internationaler Vernetzung. Dank ihrer zentralen Lage im Herzen Europas ist sie ein idealer Ausgangspunkt für Unternehmen mit globaler oder europäischer Ausrichtung. 

    Ein entscheidender Vorteil ist die hervorragende Erreichbarkeit: Der Flughafen Zürich bietet direkte Verbindungen zu wichtigen Wirtschaftsmetropolen weltweit und macht den Wirtschaftsraum Greater Zurich Area zu einem strategischen Knotenpunkt für internationale Geschäftsaktivitäten. 

    Dass der Kanton Zürich bereits ein gefragter Standort für global agierende Unternehmen ist, zeigen die jüngsten Ansiedlungen. Internationale Tech-Unternehmen wie «OpenAI», «Anthropic» oder «Boston Dynamics» haben Standorte in Zürich eröffnet – ein Beweis für die Attraktivität des Standorts und sein Potenzial als Hub für zukunftsweisende Branchen. Die hohe Dichte an führenden Unternehmen schafft ein dynamisches Ökosystem, das auch lokalen KMU neue Chancen eröffnet. 

    Welche Bedeutung nehmen moderne Infrastruktur und digitale Vernetzung für international tätige Unternehmen ein? 
    Der Wirtschaftsraum Greater Zurich Area bietet international tätigen Unternehmen eine erstklassige Infrastruktur und nahtlose digitale Vernetzung – zentrale Faktoren für Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiges Wachstum.  

    Dank des international ausgezeichneten Flughafens Zürich, eines hochmodernen Bahn- und Strassennetzes sowie direkter Verbindungen zu den wichtigsten Wirtschaftszentren Europas profitieren Unternehmen von maximaler Mobilität und Erreichbarkeit. Die Schweiz belegt im aktuellen IMD-Ranking Platz 1 für ihre Infrastruktur, was die hohe Qualität und Verlässlichkeit der Standortbedingungen unterstreicht. 

    Zudem überzeugt die Region auch mit einer fortschrittlichen digitalen Infrastruktur. Leistungsfähige Netzwerke und modernste Technologien schaffen optimale Voraussetzungen für Innovation, datengetriebene Geschäftsmodelle und den Einsatz zukunftsweisender Technologien wie Künstlicher Intelligenz oder Cloud Computing. 

    Mit dieser Kombination aus physischer und digitaler Exzellenz bietet der Wirtschaftsraum Greater Zurich Area Unternehmen die idealen Rahmenbedingungen, um sich global erfolgreich zu positionieren.

  • Meilenstein für den modernen Lehmbau

    Meilenstein für den modernen Lehmbau

    Grundlage bildet die neue Norm DIN 18940, die tragendes Lehmsteinmauerwerk erstmals umfassend regelt. Das Dünnbettverfahren spart über ein Drittel der Arbeitszeit gegenüber dem Dickbettverfahren und reduziert den Materialverbrauch. Neben der Verarbeitung punktet Lehm auch ökologisch. Er wird nicht gebrannt, ist vollständig recycelbar und sorgt durch seine feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften für ein gesundes Raumklima.

    CO₂-neutrale Produktion und zirkuläres Bausystem
    Die Herstellung der Lehmziegel erfolgt bei GIMA CO₂-neutral. Getrocknet mit Solarstrom und Abwärme. Der Wandaufbau ist vollständig rückbaubar. Für Aussenwände wird eine zweischalige Konstruktion empfohlen: Lehmziegel als tragende Schicht, Lehmputz innen, aussen eine vorgehängte Fassade. Alle Materialien können sortenrein getrennt und wiederverwertet werden.

    Formate und Einsatzmöglichkeiten
    Die GIMA-Ziegel erreichen die Druckfestigkeitsklasse 5 und sind in Breiten von 115 bis 365 mm erhältlich, angepasst an gängige Mauerziegelformate. Sie lassen sich mit konventionellem Werkzeug und bekannten Verfahren verarbeiten.

    Pilotprojekt „GreenConceptLehm“
    In Meissen wurde mit dem neuen System bereits das erste Projekt realisiert. Bauunternehmer und Wissenschaftler loben das gesunde Raumklima und die Wiederverwertbarkeit. Damit zeigt sich, der Lehmbau ist bereit für den breiten Einsatz in der modernen Bauindustrie.