Kategorie: Regionen

  • Daniel Leupi über Zürichs Wohnpolitik

    Daniel Leupi über Zürichs Wohnpolitik

    Seit 2013 ist Daniel Leupi als Finanzvorstand für die Liegenschaftenpolitik der Stadt Zürich verantwortlich und verweist auf handfeste Resultate. Mit den Wohnsiedlungen Leutschenbach, Letzi, Hard und Hardau I sind knapp 830 neue gemeinnützige Wohnungen geschaffen worden. Parallel dazu hat die Stadt in den letzten Jahren 24 Liegenschaften erworben. Ein Erfolg, den Leupi auch auf die verstärkte Akquisitionsabteilung zurückführt.

    Mit dem neuen Wohnraumfonds können neu auch gemeinnützige Bauträger finanzielle Beiträge für Grundstückskäufe und Neubauten beantragen. Die daraus finanzierten Abschreibungsbeiträge ermöglichen tiefere Mieten trotz steigender Marktpreise. Gleichzeitig sorgt eine neue Vermietungsverordnung dafür, dass die rund 10’000 städtischen Wohnungen sozial verträglich und transparent vergeben werden.

    Ein wachsendes Portfolio mit Verantwortung
    Ende 2024 wird das kommunale Portfolio 58 Siedlungen und über 500 Einzelwohnliegenschaften umfassen, insgesamt 1’400 Gebäude mit knapp 10’000 gemeinnützigen Wohnungen. Hinzu kommen 220 aktive Baurechte für über 6’000 Wohnungen sowie weitere Projekte in Vorbereitung. Die Stadt tritt damit nicht nur als Planerin, sondern auch als bedeutende Immobilieneigentümerin auf, mit einem klaren Fokus auf preisgünstigen Wohnraum.

    Herausforderungen eines dynamischen Marktes
    Trotz aller Anstrengungen bleibt die Herausforderung gross. Der Wohnraummangel sei ein strukturelles Problem, meint Leupi, das in jeder attraktiven Kernstadt auftrete. Besonders problematisch sei, dass viele Investoren vor allem hochpreisige Neubauten realisieren, während Bestandswohnungen verdrängt werden. Der Markt wächst zwar, aber nicht sozial ausgewogen. Die Stadt könne nicht für alle, aber für immer mehr bezahlbare Wohnungen schaffen.

    Marktintervention oder Mieterschutz?
    Die Diskussion um den Fall der sogenannten «SUGUS-Häuser» hat die Debatte über soziale Durchmischung neu entfacht. Leupi sieht darin kein Problem, sondern ein funktionierendes Beispiel für günstigen Wohnraum in privater Hand. Gleichzeitig warnt er vor einer Blockade durch überzogene Regulierung, wie sie in manchen Kantonen durch Wohnschutzgesetze entstanden sei. In Zürich unterstützt der Stadtrat deshalb die Volksinitiative «Bezahlbare Wohnungen schützen», die Leerkündigungen unterbinden und gleichzeitig flexible Umsetzungsoptionen auf Gemeindeebene erhalten will.

    Investoren in der Verantwortung
    Für Leupi liegt ein Teil der Lösung in der Eigenverantwortung der Branche, allerdings mit klaren Erwartungen. Während einige Eigentümer weiterhin fair agierten, nutzten andere die Marktlage rücksichtslos aus. Überrissene Mietaufschläge bei Mieterwechseln seien keine Einzelfälle. Deshalb brauche es mehr staatliches Engagement für untere und mittlere Einkommen. Nicht als Eingriff in den Markt, sondern als Ausgleich zu dessen Dynamik.

    Wachstum ja – aber sozial verträglich
    Ein zentrales Problem bleibt, dass viele Ersatzneubauten günstige Wohnungen verdrängen. Neue Projekte schaffen zwar Wohnraum, erhöhen aber oft die Preise. Institutionelle Investoren und Bauträger seien gefordert, künftig sozialverträglicher zu planen. Die gesellschaftliche Akzeptanz für Zuwanderung, Bilaterale und das liberale Wirtschaftssystem insgesamt stehe sonst auf dem Spiel.

    Das «langsame» Baubewilligungsverfahren
    Ein häufig kritisiertes Thema ist die vermeintlich schleppende Baubewilligung. Leupi relativiert dies und unterstreicht, die Verwaltung arbeite effizient. Der Median für Neubaugesuche liegt bei 121 Tagen. Tendenz sinkend trotz steigender Fallzahlen. Was allerdings Zeit koste, seien Rekurse, Projektänderungen und Auflagenbereinigungen. Deren Zahl sei in den letzten Jahren markant gestiegen, von 229 auf 410 Fälle jährlich.

    Zur Lösung setzt Zürich auf Beratung, Digitalisierung und Prozessoptimierung. Ziel sei es, Planungssicherheit zu schaffen und die Rekursfestigkeit zu erhöhen.

    Airbnb, Sanierungen und neue Standards
    Der Einfluss von Kurzzeitvermietungen ist ein brisantes Thema. Zürich hat bereits 2020 eine Anpassung der Bau- und Zonenordnung beschlossen, um regulierende Vorgaben für Airbnb & Co. zu schaffen. Die Umsetzung stockt aktuell, weil der Entscheid vor Bundesgericht liegt. Doch Leupi sieht die Stadt auf dem richtigen Weg.

    Gleichzeitig plädiert er für verbindliche Branchenstandards im Umgang mit Sanierungen, die soziale Härten abfedern sollen. Positive Beispiele gebe es bereits, wie wenn beim Umzug innerhalb derselben Siedlung der Mietzins konstant bleibt. Solche Modelle wünscht sich Leupi häufiger, auch von privaten Akteuren.

    Drei zentrale Handlungsfelder
    Für die Stadtregierung sieht Leupi aktuell drei vordringliche Aufgaben. Als erstens der gezielte Ausbau des städtischen Wohnportfolios durch Bau und Kauf. Zweitens die breite Etablierung des Wohnraumfonds, um auch gemeinnützige Trägerschaften zu stärken und drittens eine politische Offensive für mehr Engagement von Bund und Kanton im Bereich des gemeinnützigen Wohnbaus.

    Zürich habe gezeigt, was möglich ist. Jetzt gehe es darum, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, mit sozialem Augenmass, ökonomischer Weitsicht und politischer Konsequenz.

  • Neue Impulse durch Properstar

    Neue Impulse durch Properstar

    Digitale Vermittlung und kosteneffiziente Prozesse gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sonja Honauer, Director DACH bei Properstar, treibt den Ausbau digitaler Strukturen voran und analysiert, wie digitale Werkzeuge die Markttransparenz verbessern können.

    Kundenzentrierte Philosophie
    Das Unternehmenr setzt auf Einfachheit und Kosteneffizienz im Sinne der Kundschaft. Mit globalen Erfahrungen aus über 50 Ländern bietet das Unternehmen ein Immobilienportal an, das sich durch Tiefstpreis-Garantien auszeichnet. Transparente Preise und einfache Prozesse stehen im Vordergrund, ohne unnötigen Schnickschnack oder überteuerte Zusatzprodukte.

    Erfolgsmodell aus der Vergangenheit
    Gérard Paratte, Eigentümer von Properstar, hat bereits mit Immostreet gezeigt, wie erfolgreich faire und klare Preismodelle sein können. Diese Philosophie setzt er nun mit Properstar fort. Maximale Effizienz bei minimalen Kosten für die Kundschaft. Das macht Properstar zu einem flexiblen und verlässlichen Partner für die Immobilienbranche.

    Zukunftsorientierte Vision
    „Die Digitalisierung hat den Immobilienmarkt revolutioniert, aber gerade in der Schweiz gibt es noch viel Potenzial“, sagt Honauer. Mit ihrer neuen Aufgabe will sie bewährte Strukturen hinterfragen und innovative, kundenfreundliche Lösungen etablieren und ist bereit, den Immobilienmarkt in der Deutschschweiz nachhaltig zu verändern.

  • Begleitung von 91 ausländischer Firmen bei Ansiedlung

    Begleitung von 91 ausländischer Firmen bei Ansiedlung

    Das Jahr 2024 übertrifft hinsichtlich des Standortmarketings die Vorjahre in Qualität, Grösse und Exzellenz. So lautet die Bilanz der GZA bezüglich ihrer Aktivitäten des vergangenen Jahres. Wie der Standortförderer in einer Medienmitteilung darlegt, unterstützte die GZA in diesem «Jahrgang mit Spitzenqualität» gemeinsam mit den öffentlichen Standort- und Wirtschaftsförderungen des gemeinsamen Wirtschaftsraums insgesamt 91 internationale Unternehmen bei ihren Expansionsprojekten.

    Dabei bezeichnet die GZA als «besonders erfreulich», dass vier von fünf dieser Ansiedlungen aus den aktiv vermarkteten Schlüsseltechnologien Cleantech und Künstliche Intelligenz stammen, dem strategischen Fokus für 2024. «Im Jahr 2025 rücken Nachhaltigkeit und Innovation noch stärker in den strategischen Fokus der GZA», wird Geschäftsführer Lukas Huber zitiert. «Seit Anfang 2024 evaluieren wir Projekte nicht nur nach wirtschaftlichen Aspekten, sondern auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten.»

    Zu den bedeutendsten Neuzugängen zählen laut GZA Unternehmen wie Revolut, Anthropic, OpenAI, das Robotics and AI Institute, BYD und Estun Automation. Die starke internationale Ausrichtung dieser Ansiedlungen bestätige die Attraktivität des Wirtschaftsraums Zürich für Firmen aus Fintech, Robotik, Elektromobilität und Künstliche Intelligenz.

    Besonders hervorzuheben sei zudem das Projekt Starlab Space. Damit positioniere sich die Greater Zurich Area auch im Zukunftssektor der New Space Economy als zentraler Innovationsstandort. «Die Standortfaktoren, die den Erfolg der Greater Zurich Area ausmachen – von Lebensqualität und Sicherheit über Steuerattraktivität, unternehmerisch denkenden Verwaltungen bis hin zu Infrastruktur und Talentpool – müssen weiterhin aktiv gepflegt werden», resümiert GZA-Verwaltungsratspräsident Dr. Balz Hösly.

  • Kanton bewilligt Stadionausbau mit deutlicher Mehrheit

    Kanton bewilligt Stadionausbau mit deutlicher Mehrheit

    Am 27. März dieses Jahres hat der Kanton Zug einen Kredit für den Stadionausbau des Eissportvereins Zug (EVZ) gebilligt. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, stimmten 71 Mitglieder des Kantonsrat bei einer Gegenstimme für die Erweiterung der Arena.

    Damit kann das Projekt Keep Building, das vom Architektenbüro studiomatt entwickelt wurde, vorangetrieben werden. Das Projekt sieht den Ausbau während des Spielbetriebes vor. Der Baustart ist für den Sommer 2025 vorgesehen. Der Ausbau soll zu Beginn der Saison 2027/28 abgeschlossen werden.

    „Wir danken dem Regierungsrat, insbesondere dem Finanzdirektor Heinz Tännler sowie den Kommissionen für ihre vorbereitende Arbeit für unser Anliegen“, wird Patrick Lengwiler, CEO des EVZ, in der Mitteilung zitiert. „Wir schätzen die überaus deutliche Zustimmung des Kantonsrats zur Vorlage. Es ist eine Anerkennung der grossen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung des EVZ für die Region seitens der Zuger Politik und ein Bekenntnis zur wichtigen Erweiterung der Arena.“

    Bereits in der Sitzung am 30. Januar 2025 hatte die Stadt Zug dem Projekt zugestimmt.

  • Neue Solaranlage liefert Solarstrom für Sport- und Freizeitbetrieb

    Neue Solaranlage liefert Solarstrom für Sport- und Freizeitbetrieb

    Der Stromproduzent aventron AG mit Sitz in Münchenstein hat laut Medienmitteilung am 27. März seine neue Solaranlage in Näfels eröffnet. Die Anlage befindet sich auf dem Dach der Boulderhalle, die zum Gebäudekomplex der Lintharena gehört. Während der Verein Kletteranlagen Linthgebiet (VKL) das Dach der Boulderhalle für die Solaranlage zur Verfügung stellt, ist die Anlage selbst vollständig im Besitz von aventron.

    Die Solaranlage verfügt über eine Fläche von 660 Quadratmetern und weist eine Leistung von 145 Kilowatt auf. Pro Jahr können somit etwa 124 Megawattstunden Solarstrom erzeugt werden, die vollständig an die Lintharena AG fliessen und rund 10 Prozent ihres Strombedarfs decken sollen. Laut Samuel Leuzinger vom VKL hat die Solaranlage für den Verein einen doppelten Nutzen: „Wir erhalten durch die Dachmiete von aventron Zusatzeinnahmen und tun etwas für den Klimaschutz und die Energiewende“, wird Leuzinger in der Medienmitteilung zitiert.

    Der Bau dieser sowie einer weiteren Solaranlage im benachbarten Mollis wurde durch das Organisationskomitee des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests (ESAF) 2025 unterstützt. Aventron ist Energiepartner des ESAF im Glarnerland. Durch diese Partnerschaft vermittelte das ESAF-Organisationskomitee aventron den Kontakt zu geeigneten Dacheigentümern wie dem VKL. „Wir setzen diese Photovoltaikanlage in Kooperation mit unseren Partnern, der Lintharena, VKL und dem ESAF im Glarnerland um“, äusserte sich aventron-CEO Eric Wagner laut Medienmitteilung zu der neuen Anlage. „Dies ist ein wichtiger Schritt für mehr Schweizer Solarstrom und die Umsetzung der Energiestrategie 2050.“

    Aventron erzeugt seinen Strom ausschliesslich aus erneuerbaren Quellen. Das Unternehmen weist nun landesweit eine Solarleistung von rund 65 Megawatt auf. Ziel ist es, diese bis 2027 auf eine Leistung von 100 Megawatt zu erhöhen.

  • Landwirtschaftliche Reststoffe effizient verwerten

    Landwirtschaftliche Reststoffe effizient verwerten

    Die Renergon International AG will neue Massstäbe für die dezentrale Energiegewinnung setzen. Dazu hat die auf Technologien zur Erzeugung von sauberer Energie, organischem Dünger und Kompost aus organischen Abfällen und Reststoffen spezialisierte Firma aus Lengwil eine Mini-Biogasanlage mit Brennstoffzelle entwickelt. Die RSD XS „wurde speziell für landwirtschaftliche Betriebe in der Schweiz entwickelt und bietet maximale Effizienz auf minimaler Fläche“, schreibt Renergon in einer Mitteilung zur Produktlancierung.

    Das Herzstück der Anlage bildet ein 2-Fermenter-System. Hier können jährlich 2800 bis 3500 Tonnen Festmist vergärt werden. Das dabei erzeugte Biogas wird in der Brennstoffzelle mit einem Wirkungsgrad von bis zu 80 Prozent verwertet. Dabei wird neben grünem Strom auch Prozesswärme für den Betrieb erzeugt.

    Jede der beiden Fermenterboxen ist 15 Meter lang, 5,5 Meter breit und 4,5 Meter hoch. Sie beherbergen ein Gasspeicherdach sowie einen Technik- und einen Perkolatkeller. Insgesamt benötigt die Anlage eine Fläche zwischen 750 und 1000 Quadratmeter.

  • Stadt übernimmt Areal in Oerlikon

    Stadt übernimmt Areal in Oerlikon

    Das Zürcher Technologieunternehmen ABB hat laut Medienmitteilung den Verkauf eines «bedeutendem städtischen Entwicklungsareals» an die Stadt Zürich abgeschlossen. Die Stadt plant auf dem rund 25‘500 Quadratmeter grossen Gelände in Zürich Oerlikon eine gemischte Nutzung einschliesslich preisgünstigem Wohnraum, gewerbliche und soziokulturelle Nutzungen sowie die Schaffung von Aussenräumen. Das Baugebiet befindet sich in der Nähe des globalen Hauptsitzes von ABB. Der am 27. März abgeschlossene Verkauf war 2021 in einem städtebaulichen Vertrag zwischen beiden Parteien vereinbart worden, heisst es in der Mitteilung.

    ABB wird im ersten Quartal 2025 einen operativen Veräusserungsgewinn von rund 120 Franken vor Steuern ausweisen und Netto-Barmittel von rund 90 Millionen Franken erhalten. In diesen Beträgen enthalten ist der Effekt des Mehrwertausgleichs von fast 17 Millionen Franken aus der Bebauungsplanänderung und eine Entschädigung für die zonenweise Verlagerung von bezahlbarem Wohnraum in Höhe von rund 22 Millionen Franken, die ABB laut dem Vertrag zu leisten hatte.

    ABB unterstützt mit der Transaktion die Stadt Zürich nicht nur beim Bau von zusätzlichem preisgünstigem Wohnraum, sondern auch bei der Weiterentwicklung des Quartiers Neu-Oerlikon, heisst es in der Mitteilung von ABB. Im Rahmen des Vertrags bleibt die ehemalige ABB-Produktionsstätte und heutige Veranstaltungsstätte Halle 550 langfristig erhalten.

    Die Konzernzentrale von ABB in Zürich-Oerlikon und das historische ABB-Gebäude bleiben von dem Verkauf unberührt.

  • Baukonzern setzt auf Wachstum durch nachhaltige Lösungen

    Baukonzern setzt auf Wachstum durch nachhaltige Lösungen

    Holcim versteht Nachhaltigkeit als Treiber für profitables Wachstum. Laut einer Ad-hoc-Mitteilung über seine neue Strategie NextGen Growth 2030 will der Baustoffkonzern den Umsatzanteil des Unternehmensbereiches für nachhaltige Baulösungen auf 50 Prozent steigern. Durchschnittlich soll der Umsatz jährlich um 3 bis 5 Prozent und das Betriebsergebnis zwischen 6 und 10 Prozent wachsen. Im Jahr 2024 erzielte das Unternehmen ohne das Nordamerikageschäft einen Umsatz von 16,3 Milliarden Franken und eine Ebit-Marge von 17,4 Prozent.

    Holcim sieht sich nach den Worten seines CEO Miljan Gutovic „optimal aufgestellt, um von den bedeutenden Megatrends zu profitieren, die die Zukunft des Bauens prägen – von Urbanisierung bis hin zu energieeffizienter Sanierung. Der Ausbau des wertschöpfungsstarken Bereichs Building Solutions ist ein zentraler Bestandteil der Transformation von Holcim. Mit der neuen Strategie erschliessen wir signifikante Wachstumspotenziale, um den Mehrwert für Aktionäre zu steigern.»

    In Europa, Australien und Nordafrika will der Baukonzern von der steigenden Nachfrage nach seinen nachhaltigen Produkten und Lösungen profitieren. In Europa soll der Schwerpunkt eher auf der Wiederverwertung von Bau- und Abbruchmaterialien liegen. Bis 2030 will Holcim dabei auf 20 Millionen Tonnen kommen. In Lateinamerika will das Unternehmen von Industrialisierungstrends und der Nachfrage nach Megabauprojekten profitieren und in der Region Asien, Naher Osten und Afrika vom generell starken Wachstum in seinen Märkten.

    Das Amrize genannte Nordamerikageschäft, das im vergangenen Jahr 11,7 Milliarden Dollar erwirtschaftet hat, soll bis zur Jahresmitte in den USA und der Schweiz an die Börse kommen. Nach der Abspaltung will Holcim aus einer geschätzten Gesamtkapazität für Kapitalallokationen in Höhe von 18 bis 22 Milliarden Franken bis 2030 einige kleinere Zukäufe realisieren. Überschüssiges Kapital soll für grosse strategische Akquisitionen und Aktienrückkäufe verwendet werden.

  • Auszeichnung für gesundheitsorientierte Unternehmenskultur

    Auszeichnung für gesundheitsorientierte Unternehmenskultur

    Die Immobiliendienstleisterin Welcome Immobilien AG hat laut einer Mitteilung als erstes Immobilienberatungsunternehmen das Zertifikat „Friendly Work Space“ für erfolgreiches Betriebliches Gesundheitsmanagement BGM erhalten. Das Label wurde 2009 von Gesundheitsförderung Schweiz mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis eingeführt, um Unternehmen dabei zu unterstützen, BGM systematisch umzusetzen und zu fördern.

    Gewürdigt wurde eine Vielzahl von Massnahmen, mit der die in Emmenbrücke ansässige Immobiliendienstleisterin für ein nachhaltiges Arbeitsumfeld, das Mitarbeiterwohl und eine gute Unternehmenskultur sorgt. Dazu zählen systematisches Human-Ressource-Management, flexible Arbeitszeitmodelle, Angebote für das Wohlbefinden, Weiterbildungsangebote und flache Hierarchien.

    „Wir sind überzeugt, dass ein attraktives Arbeitsumfeld entscheidend für unseren Unternehmenserfolg ist“, wird CEO Marc Furrer zitiert. Motivierte und zufriedene Mitarbeitende könnten eine bessere Kundenbetreuung sicherstellen und das Unternehmen langfristig stärken. „Bereits heute erkennen wir die Vorteile dieser Massnahmen und profitieren beispielweise von einer im Vergleich tiefen Fluktuationsrate.“ 

    Die Welcome Immobilien AG hat 80 Mitarbeitende und ist ausser in Emmenbrücke auch in Zug, Sursee und Luzern vertreten.

  • Modulares Aufstiegssystem für anspruchsvolle Infrastrukturen

    Modulares Aufstiegssystem für anspruchsvolle Infrastrukturen

    Ein Expertenteam der HighStep Systems AG hat die Installation eines HighStep-Steigschutzsystems in Baku an einem Flaggenmast begleitet. Dabei handele es sich um den höchsten Flaggenmast Europas mit einer Höhe von 162 Metern, heisst es in einem Projektbeschrieb des Unternehmens mit Hauptsitz in Dietikon ZH. Nun ermögliche ein HighStep Lift einen gesicherten und komfortablen Aufstieg, selbst bei schwierigen Umweltbedingungen wie etwa starken Winden. Dieses Projekt markiere ein weiteres Kapitel in der Mission des Unternehmens, vertikale Infrastrukturen sicherer zu machen – unabhängig von Standort, Witterung oder Höhe.

    „Die Kräfte, die an einem solchen Bauwerk wirken, sind gewaltig“, wird erklärt. „Starkwinde in Höhenlagen, Materialspannungen, Temperaturunterschiede und die enorme Masse der Flagge selbst – all das macht den Mast zu einem der anspruchsvollsten Einsatzorte für jede Art von Höhenzugang.“ Anders als bei klassischen Leitersystemen, seien Mitarbeitende mithilfe eines HighStep-Systems jedoch stets gesichert und mobil.

    Das HighStep-System ist modular aufgebaut und besteht aus zwei Komponenten: zum einen aus einer Aluminiumschiene als Systemträger und zum anderen aus einem Steiggerät in den Varianten HighStep Easy und HighStep Lift. Letzterer ist portabel und kommt in Baku zum Einsatz.

    Weltweit sind nach Angaben des Unternehmens mehrere Tausend seiner Anlagen in Betrieb, vornehmlich in Europa, aber auch in asiatischen Ländern wie China und Indien. In der Anwendung liegt der Fokus auf Strommasten, Windkraftanlagen, Sendetürmen wie auch Industrieanlagen.

  • Neue Grossaufträge stärken Infrastrukturprojekte im DACH-Raum

    Neue Grossaufträge stärken Infrastrukturprojekte im DACH-Raum

    Die Implenia AG wird in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich mehrere Aufträge in den Bereichen Datacenter, Energie- und Verkehrsinfrastruktur sowie Gesundheit durchführen. Das Gesamtvolumen der Projekte belaufe sich auf über 150 Millionen Franken, informiert die im Opfiker Stadtquartier Glattpark ansässige Bau- und Immobiliengesellschaft in einer entsprechenden Mitteilung. Zudem entsprächen sie „der strategischen Ausrichtung der Gruppe auf grosse und anspruchsvolle Projekte sowie der sektorenorientierten Spezialisierung auf Bereiche mit hoher Nachfrage“.

    In Deutschland ist Implenia in den Neubau des Heidekreis-Klinikums in Bad Fallingbostel involviert. Hier wird Implenia Fassadenbau die Fassade beisteuern. In Österreich hat die Gruppe zusammen mit zwei Partnerfirmen das Hauptbaulos für das Wasserkraftwerk Imst-Haiming bekommen. Es umfasst unter anderem einen 14 Kilometer langen Triebwasserweg, die Kaverne und das Unterwasserbecken für das Kraftwerk am Inn.

    Die übrigen Aufträge betreffen Projekte in der Schweiz. So wird Implenia für den Datenzentren-Anbieter Green ein weiteres Hochleistungsrechenzentrum auf dem Metro-Campus Zürich West in Lupfig realisieren. In Basel ist Implenia Teil der ARGE USB K2, die vom Universitätsspital Basel mit den Baumeisterarbeiten für den Neubau es Klinikums 2 beauftragt wurde. Ebenfalls im Zusammenspiel mit Partnerfirmen wird Implenia eine neue Tramlinie im Kanton Genf realisieren. Für die SBB saniert die Gruppe den Hagenholztunnel im Kanton Zürich. Das Bundesamt für Strassen hat Implenia mit der Neugestaltung der Verzweigung Versoix in Bellevue GE betraut.

  • Zusammenschluss stärkt Elektrokompetenz in der Ostschweiz

    Zusammenschluss stärkt Elektrokompetenz in der Ostschweiz

    Der in Arbon ansässige Energiedienstleister EKT Holding AG hat die Edelmann Ingenieurbüro AG mit Sitz in Thalheim an der Thur übernommen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, soll das Unternehmen vorerst eigenständig unter dem Dach der EKT agieren. Alle zwölf Arbeitsplätze bleiben erhalten.

    Das Ingenieurbüro, das neben dem Hauptsitz Thalheim Filialen in Winterthur, Schaffhausen und Frauenfeld unterhält, ist auf die Bereiche Planungen, Beratungen, Studien, Kostenvoranschläge, Projektierungen und Bauleitungen von Elektroprojekten spezialisiert. Mit dem Zusammenschluss sollen seine Expertisen die Angebote des ebenfalls zur EKT-Gruppe gehörenden Gebäudeplanungs-Unternehmen NEGXT AG, Kreuzlingen, in optimaler Form ergänzen, heisst es in der Mitteilung.

    „Für uns ist dieser Schritt, diese Übernahme, ein echter Glücksfall. Auf der Suche nach einer Nachfolgelösung für unser Unternehmen war die EKT stets unsere Wunschpartnerin“, wird Roman Edelmann, Geschäftsführer der Edelmann Ingenieurbüro AG, in der Mitteilung zitiert.

    Thorsten Specker, Geschäftsführer der NEGXT AG, zeigt sich seinerseits zufrieden: „Als Schwester-Unternehmen erweitern wir unsere Marktaktivitäten gemeinsam auf die Ostschweiz und werden alles daran setzen, die sich uns dadurch bietenden Synergien optimal, für unsere Kundinnen und Kunden, zu nutzen“.

    Mit dem Zusammenschluss wächst die Zahl der Mitarbeitenden der EKT Holding auf 188.

  • Unternehmensgebäude wird zum Kraftwerk der Zukunft

    Unternehmensgebäude wird zum Kraftwerk der Zukunft

    Energie 360° hat seinen Hauptsitz in Zürich zu einem grünen Kraftwerk umgebaut, informieren der schweizweit aktive Energieversorger und die Stadt Zürich in einer gemeinsamen Mitteilung. Bei den nun abgeschlossenen Umbau- und Instandsetzungsarbeiten wurde dafür eine grossflächige Photovoltaik-Fassade realisiert. Ihre insgesamt 1600 Module sollen jährlich etwa 325 Megawattstunden Strom erzeugen.

    „Künftig produziert Energie 360° rund die Hälfte des jährlichen Energiebedarfs ihres Gebäudes selbst“, wird Michael Baumer, Vorsteher der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich und Verwaltungsratspräsident von Energie 360°, in der Mitteilung zitiert. Der erzeugte Solarstrom soll unter anderem auch die eigene E-Autoflotte betreiben. Für die Zulassung der Anlage hatte Energie 360 nachweisen müssen, dass sich ein Brand der Module nicht über mehr als zwei Stockwerke ausbreiten kann.

    Bis 2040 will Energie 360° seinen Direktabsatz ausschliesslich auf Erneuerbare umstellen. Das Unternehmen sei auf gutem Kurs das für Ende 2025 gesteckte Zwischenziel von 30 Prozent zu erreichen, informiert Energie 360° in einer weiteren Mitteilung. Im am 30. September 2024 abgeschlossenen Geschäftsjahr wurde ein Anteil von 27 Prozent erreicht. Konkret stammten 1238 von insgesamt 4590 abgesetzten Gigawattstunden Energie aus erneuerbaren Quellen. „Wir spüren die breite Unterstützung und Anerkennung für unsere Transformation – bei Mitarbeitenden, Partnerunternehmen und Kund*innen“, wird Energie 360°-CEO Jörg Wild in der Mitteilung zitiert.

  • Zürich plant Mobilität der nächsten Generation

    Zürich plant Mobilität der nächsten Generation

    Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat die neuen Agglomerationsprogramme der fünften Generation verabschiedet. Sie sind ein zentrales Instrument, um das rasante Wachstum der Städte und Gemeinden mit einer leistungsfähigen, nachhaltigen und zukunftsorientierten Verkehrsinfrastruktur zu begleiten. Die Programme ermöglichen es, Siedlungs- und Verkehrsentwicklung besser zu koordinieren und schaffen die Voraussetzung dafür, dass sich der Bund mit einem Beitrag von 30 bis 50 Prozent an den Investitionskosten beteiligt.

    Die rund 350 vorgesehenen Massnahmen verteilen sich auf fünf Agglomerationsräume, in denen gezielt an einer verbesserten Mobilität gearbeitet wird. Im Raum Zürich-Glattal liegt der Fokus auf dem Ausbau von Umsteigebahnhöfen zu leistungsfähigen Verkehrsdrehscheiben und auf der Weiterentwicklung des Velonetzes gemäss kantonalem Veloplan und der Velostrategie der Stadt Zürich. In der Region Winterthur soll das Angebot im öffentlichen Verkehr sowie im Fuss- und Velobereich gestärkt werden, um das steigende Verkehrsaufkommen stadtverträglich aufzufangen. Zugleich wird die Elektrifizierung des Busverkehrs weiter vorangetrieben.

    Erstmals wird mit dem Programm «Unterland-Furttal» ein gemeinsamer Beitrag der Planungsregionen Zürcher Unterland und Furttal eingereicht. Hier stehen eine siedlungsverträgliche Gestaltung der Strassenräume und die Verbesserung der Lebensqualität im Zentrum. Im Zürcher Oberland wiederum geht es um die bessere Erreichbarkeit regionaler Zentren wie Uster, Wetzikon, Pfäffikon und Hinwil. Auch hier sollen Strassenräume gezielt aufgewertet, Knotenpunkte gestärkt und der öffentliche Verkehr elektrifiziert werden.

    Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Limmattal, wo der Kanton Zürich gemeinsam mit dem Kanton Aargau ein umfassendes Programm eingereicht hat. Im Fokus stehen dabei die Weiterentwicklung von Umsteigepunkten sowie die Elektrifizierung des öffentlichen Busverkehrs. Gleichzeitig sollen über zwanzig Massnahmen die Entwicklung hochwertiger Wohn- und Freiräume ermöglichen.

    Rückblick mit Wirkung
    Seit der ersten Einreichung im Jahr 2007 hat der Kanton Zürich mit seinen Agglomerationsprogrammen eindrückliche Resultate erzielt. Der Bund hat seither Beiträge von über 1,5 Milliarden Franken zugesprochen. Damit konnten nicht nur Grossprojekte wie das Tram Hardbrücke oder die Limmattalbahn realisiert werden, sondern auch zahlreiche kleinere Massnahmen zur Förderung des Fuss- und Veloverkehrs sowie zur Aufwertung von Strassenräumen. Die Programme bauen auf zentralen kantonalen Planungsgrundlagen auf,  darunter das Gesamtverkehrskonzept 2018, das Konzept S-Bahn 2G sowie der Velonetzplan und der Massnahmenplan Fussverkehr.

    Gemeinsame Verantwortung für eine mobile Zukunft
    Die Erarbeitung der AP5 erfolgte in enger Abstimmung mit Gemeinden, Regionen und weiteren Partnern. Der Regierungsrat hat die Programme nun offiziell verabschiedet und die Trägerschaft übernommen. Mit der Einreichung beim Bund setzt Zürich ein starkes Zeichen für eine abgestimmte und zukunftsfähige Raum- und Verkehrsplanung – getragen von einem breiten Konsens und dem Willen, den Wandel aktiv zu gestalten.

  • Investition in Tiefe spart Kosten und verbessert Klimabilanz

    Investition in Tiefe spart Kosten und verbessert Klimabilanz

    Pistor zieht eine erste positive Bilanz des ersten Winters mit seinem neuen Erdwärmespeicher: „Das klappt derart reibungslos, dass wir bislang keinen Tropfen Heizöl verheizen mussten“, wird Michael Waser, Pistors Verantwortlicher für Infrastruktur, in einer Unternehmensmitteilung zitiert.

    Pro Jahr spare Pistor dadurch an seinem Hauptsitz in Rothenburg über 100’000 Liter Heizöl und verhindere die Freisetzung von 330 Tonnen CO2. Dieses Menge werde etwa bei mehr als 200 Direktflügen von Zürich nach Tokio freigesetzt. Waser erwartet, „dass uns der Erdspeicher mittelfristig Geld sparen wird“.

    Für die Bauarbeiten hat Pistor 1 Million Franken investiert. Dabei wurden in einer Tiefe von 250 Metern 75 Bohrungen vorgenommen. Entstanden ist einer der grössten Erdwärmespeicher der Zentralschweiz, so das Handels- und Dienstleistungsunternehmen für die Bäckerei- und Confiseriebranche sowie für Gastronomie und Pflegeeinrichtungen.

    Die Pistor-Genossenschaft reagiert nach den Worten von Waser damit auf die Wünsche der Kundschaft, die vermehrt Ansprüche an möglichst sozial- und umweltverträgliche Lieferketten stelle: „Wir erfüllen sie.“ Dazu trügen auch die zwölf elektrischen Lastwagen der Flotte und Renovierungen mit nachhaltigen Materialien bei.

    Ausserdem transportiere Pistor seine über 27’000 Produkte per Zug von einer Verteilzentrale zur anderen. Dank dieses Bahntransports würden jährlich zusätzlich 785 Tonnen CO2 eingespart.

  • Kompakter Wärmespeicher gewinnt Innovationspreis für Energielösungen

    Kompakter Wärmespeicher gewinnt Innovationspreis für Energielösungen

    Die internationale Jury des SET Award 2025 hat Cowa Thermal Solutions zum Gewinner in der Kategorie Clean Energy & Storage gekürt. Der SET Award fördert innovative Ideen und Lösungen für eine nachhaltige Energiezukunft und beschleunigt so die Energiewende.

    Der Wettbewerb wird von der Deutschen Energie-Agentur in Kooperation mit dem World Energy Council weltweit ausgeschrieben und veranstaltet. Unterstützt wird er vom deutschen Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Der Award zeichnet Innovationen aus, die die globale Energiewende vorantreiben. Die Verleihung fand im Rahmen des SET Tech Festivals 2025 in Berlin statt.

    Wie die Veranstalter in einer Mitteilung herausstellen, entwickelt Cowa „kompakte Wärmespeicher mit Phasenwechselmaterialien, die fünfmal kleiner sind als wasserbasierte Systeme. Mit dem Ziel, den wachsenden europäischen Wärmepumpenmarkt zu bedienen, verbessert Cowa die Integration erneuerbarer Energien und die städtische Energieeffizienz.“

    Cowa-CEO Simon Maranda bezeichnet diese Auszeichnung in einem Communiqué seines 2019 gegründeten und im Technopark Luzern ansässigen Unternehmens als „eine grosse Anerkennung für unsere Arbeit und unser Engagement für innovative Energiespeicherlösungen. Unsere kompakten thermischen Wärmespeicher sind eine ideale Lösung zur Integration erneuerbarer Heizsysteme, insbesondere Wärmepumpen, in urbanen Gebäuden mit geringen Platzverhältnissen. Wir sind stolz darauf, diese Technologie weiter voranzutreiben und die Energiewende aktiv mitzugestalten.“

    Auch in diesem Jahr wurden wegweisende Start-ups in fünf Kategorien ausgezeichnet: Saubere Energie und Speicherung, Mobilität & Transport, Industrie, Gebäude & Bauwesen sowie Zugang zu hochwertiger Energie & SDG-7. Die Sieger aller fünf Kategorien stellten ihre Lösungen im Anschluss auch beim Berlin Energy Transition Dialogue vor.

  • Neues Rechenzentrum stärkt digitale Infrastruktur in Winterthur

    Neues Rechenzentrum stärkt digitale Infrastruktur in Winterthur

    Der Rechenzentrenbetreiber NorthC Schweiz AG hat am 20. März sein neues Rechenzentrum in Winterthur eingeweiht. Das neue Rechenzentrum befindet sich auf einer Fläche von rund 1100 Quadratmeter im Turm Areal. Es soll eine zentrale Rolle als Knotenpunkt für die regionale Datenkommunikation spielen, so heisst es in einer Medienmitteilung.

    Das Rechenzentrum bietet KMU und grossen Unternehmen in der Region individuelle Colocation-Lösungen, sichere und direkte Cloud-Verbindungen sowie garantierte Bandbreiten und Geschwindigkeiten für geschäftliche Anwendungen. Durch die Anbindung an die Rechenzentren in Münchenstein BL und Biel sollen zuverlässige Verbindungen zu einer Vielzahl von Cloud- und IT-Dienstleistern gewährleistet werden.

    Das Rechenzentrum verfügt über eine derzeitige Leistungskapazität von 1,8 Megawatt und wird vollständig mit erneuerbarer Energie betrieben. NorthC plant laut der Mitteilung mit seiner 2030 Strategie, Projekte zu initiieren, mit denen die entstehende Abwärme in Winterthur zukünftig sinnvoll genutzt werden kann.

    NorthC setzt laut Patrik Hofer auf regionale Rechenzentren mit internationaler Reichweite. „Mit unserem regionalen Ansatz können wir massgeschneiderte Lösungen für die Region Winterthur anbieten, die den hohen Ansprüchen an Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit gerecht werden“, wird der Managing Director Schweiz bei NorthC in der Medienmitteilung zitiert.

    In Winterthur sind nach Ralph Peterli, Geschäftsführer der Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur, bereits viele führende Technologieunternehmen ansässig. „Es ist gut zu wissen, dass mit NorthC ein regionales Unternehmen stabile und sichere IT-Infrastrukturen auf Stadtgebiet anbietet“, äusserte sich Peterli der Medienmitteilung zufolge.

    NorthC Schweiz hat seinen Sitz in Biel und ist ein Tochterunternehmen der NorthC Group mit Sitz in Oude Meer in den Niederlanden.

  • Online-Tool soll Fernwärme-Ausbau vereinfachen

    Online-Tool soll Fernwärme-Ausbau vereinfachen

    Die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) will laut einer Medienmitteilung mit einem neuen Service den Ausbau von Fernwärme beschleunigen. Mit wärmecheck.ch liege ein Angebot vor, welches Haus­be­sit­ze­rin­nen, Haus­be­sit­zern und Un­ter­neh­men rasch die Frage beantwortet, ob ihre Immobilie an ein Fernwärmenetz der EBL angeschlossen werden kann.

    wär­me­check.ch sei über den Brow­ser in­tui­tiv be­dien­bar und voll­stän­dig in­ter­ak­tiv. Nutzende können den Angaben zufolge am Desktop oder per Smartphone auf ei­ner di­gi­ta­len Kar­te sämtliche Adres­sen, die in Wär­me­ver­sor­gungs­ge­bie­ten der EBL liegen, an­­steu­ern. Damit seien zu je­dem Ob­jekt die pas­sen­den In­for­ma­tio­nen aus öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Da­ten verfügbar. Eine Registrierung sei nicht nötig.

    Besteht eine Anschlussmöglichkeit, erstellt wärmecheck.ch schnell und un­kom­pli­ziert eine un­ver­bind­li­che Mo­dell­rech­nung oder bietet Kontakt zu einer An­sprech­per­son der EBL für eine persönliche Ab­klä­rung. Ist zum Zeit­punkt der An­fra­ge ein Anschluss nicht mög­lich, bekommen Interessierte Al­ter­na­ti­ven aufgezeigt und eine Übersicht über relevante In­for­ma­ti­ons­platt­for­men.

    Hintergrund der Massnahme ist das Ziel von EBL, mehr Fern­wär­me­ver­bün­de zu schaffen. Wie EBL schreibt, müs­sten dafür In­for­ma­tio­nen zum An­schluss an die Fern­wär­me oder zu al­ter­na­ti­ven Heiz­mög­lich­kei­ten für Interessierte auf ein­fa­chem Wege zugänglich sein.

    Die Resonanz auf wärmecheck.ch soll es dem Energieversorger ermöglichen, gezielt auf die Nach­fra­ge der Be­völ­ke­rung und dem Ge­wer­be ein­zu­ge­hen, be­ste­hen­de Wär­me­ver­bün­de zu ver­dich­ten und die Er­schlies­sung wei­te­rer Ge­bie­te zu prü­fen.

  • 3D-Datenplattform optimiert Verkehrs- und Infrastrukturprojekte

    3D-Datenplattform optimiert Verkehrs- und Infrastrukturprojekte

    Die in Baden ansässige iNovitas AG und die Geoinfra Ingenieure AG mit Sitz in Wetzikon haben einen digitalen Zwilling des Strassennetzes im Zürcher Oberland geschaffen. Wie aus einer gemeinsamen Mitteilung hervorgeht, sollen etwa 800 Kilometer der Strassen in der hochauflösenden infra3D-Datenplattform zur Verfügung stehen. Interessierte Nutzergruppen können die Daten ab sofort lizensieren und für ihre Planungs- und Entscheidungsfindungen einsetzen, heisst es in der Mitteilung.

    Die beiden Unternehmen haben das Strassennetz der Gemeinden Bäretswil, Bauma, Bubikon, Dürnten, Fehraltorf, Fischenthal, Gossau, Greifensee, Grüningen, Hittnau, Hombrechtikon, Männedorf, Mönchaltorf, Oetwil a.S., Russikon, Rüti, Seegräben, Stäfa, Uetikon a. S, Wald, Wetzikon, Wila und Wildberg digitalisiert. Die Region Zürcher Oberland erhält mit dem Projekt eine präzise und aktuelle Basis für Verkehrs-, Stadt- und Raumplanungen. Damit können datenbasierte Simulationen verbessert und Begehungen vor Ort reduziert werden.

    „Daten sind die Grundlage für fundierte Entscheidungen“, wird Hannes Eugster, CEO und Gründer der iNovitas AG, in der Mitteilung zitiert. „Mit der digitalen Erfassung der Region Zürich Oberland stellen wir eine präzise und sofort verfügbare Datenbasis bereit, die von verschiedensten Akteuren genutzt werden kann – sei es für Verkehrsplanung, Infrastrukturprojekte oder Stadtentwicklung“.

    Patrick König, Mitglied der Geschäftsleitung der Geoinfra Ingenieure AG, betont die Bedeutung des digitalen Projekts: „Der Zugang zu georeferenzierten, hochauflösenden 3D-Daten bedeutet einen Paradigmenwechsel für die Infrastrukturplanung. Unsere Zusammenarbeit mit iNovitas ermöglicht es, dass Verwaltungen und Unternehmen in der Region Zürich Oberland von einer datengetriebenen, effizienten und nachhaltigen Planung profitieren“.

  • Life Sciences beflügeln gesamte Basel Area

    Life Sciences beflügeln gesamte Basel Area

    2024 entschieden sich 36 internationale Unternehmen für eine Ansiedlung in der Basel Area, davon 26 aus der Life Sciences-Branche. Diese Entwicklung unterstreicht die herausragende Rolle des Clusters als Wachstums- und Innovationsmotor. Immer mehr Firmen wählen Standorte in Basel-Landschaft und Jura, was zur regionalen Diversifizierung beiträgt und die Wirtschaftsstruktur insgesamt resilienter macht.
    Mit Flächen wie dem Switzerland Innovation Park Basel Area in Allschwil, dem Novartis Campus und dem Standort Jura entstehen hochattraktive Ökosysteme für Biotech-, Medtech- und Healthtech-Unternehmen.

    Starkes internationales Interesse
    Insgesamt kamen die 2024 neu angesiedelten Firmen aus 16 Ländern. Hauptsächlich aus Europa, aber auch aus Amerika und Asien. Diese Internationalität stärkt nicht nur das Know-how der Region, sondern erhöht auch deren globale Sichtbarkeit.

    Die strategische Ausrichtung von Basel Area Business & Innovation zeigt Wirkung. Im europäischen Vergleich kleinerer Städte belegt die Region laut fDi Intelligence den Spitzenplatz bei der Standortpromotion. Ein klares Zeichen für die Qualität und Reichweite der regionalen Strategie.

    Startups sichern künftige Wachstumsimpulse
    Auch im Startup-Bereich konnte die Region punkten. Obwohl die Zahl der unterstützten Gründungen mit 67 leicht rückläufig war, liegt sie im langjährigen Mittel. Beeindruckend sind vor allem die Kapitalzuflüsse. 478 Millionen Franken flossen 2024 in Startups der beiden Programme BaseLaunch und DayOne, ein starkes Signal für Innovationskraft und Investorenzugang.

    Laut Rückmeldungen der neu angesiedelten Firmen sollen in den kommenden fünf Jahren über 700 neue Arbeitsplätze entstehen. Auch das ein klares Bekenntnis zur Region mit langfristigem Unternehmensstandort.

  • Roman Mayer übernimmt Leitung des Bundesamts für Raumentwicklung

    Roman Mayer übernimmt Leitung des Bundesamts für Raumentwicklung

    Am 1. Oktober 2025 übernimmt Roman Mayer die Leitung des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE). Der 51-jährige Nidwaldner bringt profunde Kenntnisse aus seiner bisherigen Funktion als Vizedirektor im Bundesamt für Energie mit und gilt als Kenner komplexer Bewilligungsverfahren, Gesetzgebungsprozesse und Sachplanung.

    Mit seiner juristischen Ausbildung und seinen Stationen in verschiedenen kantonalen Verwaltungen, Luzern, Basel-Landschaft und Bern, steht Mayer für eine ausgewogene Verbindung von Fachwissen, Verwaltungspraxis und strategischer Weitsicht.

    Raumentwicklung als Schlüssel zur Standortattraktivität
    Das ARE steht im Zentrum raumrelevanter Zukunftsthemen, wie Gesamtverkehr, Siedlungsentwicklung, nachhaltige Nutzung der Ressourcen, Erhalt der Lebensqualität und Förderung wirtschaftlicher Räume. Unter der neuen Leitung wird erwartet, dass diese Herausforderungen noch vernetzter angegangen werden – mit einer kohärenten, zukunftsgerichteten Planung über Sektoren und Raumtypen hinweg.

    Für Investoren, Projektentwickler und Standortverantwortliche ist das eine zentrale Botschaft. Der Bund stärkt die planerischen Rahmenbedingungen und fördert damit langfristig stabile und attraktive Investitionsräume.

    Generationswechsel mit Weitblick
    Roman Mayer tritt die Nachfolge von Maria Lezzi an, die das Bundesamt seit 2009 geleitet hat und Ende September in den Ruhestand tritt. Ihre Ära war geprägt von tiefgreifenden Impulsen in der Raumplanung und der nachhaltigen Entwicklung der Schweiz. Der Bundesrat dankt ihr für ihren langjährigen Einsatz.

    Mit Mayer übernimmt nun eine profilierte Persönlichkeit, die die Raumentwicklung im Kontext gesellschaftlicher, ökologischer und wirtschaftlicher Transformation weiterdenken und prägen wird.

  • Neue Fachmesse in Luzern

    Neue Fachmesse in Luzern

    Die Messe Luzern AG lanciert mit Terra Solid eine Fachmesse, die sich ganz dem komplexen Zusammenspiel von Grundbau, Infrastruktur und Naturgefahren widmet. In einer Zeit, in der Tiefbauprojekte zunehmen und klimabedingte Risiken wachsen, reagiert die Messe auf ein dringendes Bedürfnis der Branche, Austausch, Orientierung und konkrete Lösungen in einem spezialisierten Format. Messeleiter Elio Cavazzutti betont: «Die Terra Solid ist mehr als eine Produktschau, sie ist Plattform, Wissenszentrum und Treffpunkt für Fachleute mit Verantwortung.»

    Zukunftsthemen im Zentrum
    Die B2B-Plattform richtet sich an Fachpersonen aus Planung, Wissenschaft, Behörden und Bauwirtschaft. Im Fokus stehen Innovationen zu Baustoffen, digitalen Lösungen im Risikomanagement, nachhaltigen Bauverfahren sowie Schutzsystemen gegen Naturgefahren. Die Aussteller sind in zwei klar strukturierten Segmenten organisiert. Einerseits in Planungs- und Dienstleistungsanbieter und Hersteller und Ausführende andererseits.

    Ein Fachforum mit Expertenreferaten, Diskussionsrunden und Networking-Zonen ergänzt das Angebot. Der Austausch soll Impulse für nachhaltige, resiliente und technisch fortschrittliche Lösungen liefern und dies von der Siedlungsplanung bis zur Hangsicherung.

    Starke Partnerschaften – hohe Glaubwürdigkeit
    Mit dem Bundesamt für Umwelt BAFU als Patronatspartner sowie weiteren Organisationen wie InfraSuisse erhält die Terra Solid starke Unterstützung aus Forschung, Praxis und Politik. Der direkte Zugang zu Fachwissen und aktuellem Forschungsstand macht die Messe auch für strategisch denkende Investoren und Standortentwickler attraktiv.

    Hybrid gedacht und 365 Tage im Jahr aktiv
    Dank des Content-Live-Marketing-Konzepts agiert Terra Solid nicht nur während der Messetage, Aussteller können ihre Expertise, Projekte und Veranstaltungen auch online präsentieren. Damit entsteht eine digitale Plattform, die Vernetzung, Wissenstransfer und Sichtbarkeit über das ganze Jahr hinweg ermöglicht, eine moderne Antwort auf die Anforderungen des Marktes.

  • Luzern reagiert auf Steuerdruck mit Milliardenpaket

    Luzern reagiert auf Steuerdruck mit Milliardenpaket

    Der internationale Steuerwettbewerb wird durch die OECD-Mindestbesteuerung neu justiert und trifft Luzern ins Mark. Der bisherige Vorteil tiefer Unternehmenssteuern für international tätige Konzerne fällt weg. Die Folge könnten abwandernde Firmen, sinkende Investitionen und massive Ausfälle bei den Steuereinnahmen sein. Über eine Milliarde Franken stehen für Bund, Kanton und Gemeinden auf dem Spiel – ein Szenario, das Luzern nicht tatenlos hinnehmen will.

    Wirtschaftsstandort stärken, Lebensqualität sichern
    Der Regierungsrat reagiert mit einem weitreichenden Standortförderungsprogramm, das jährlich rund 300 Millionen Franken umfasst. Rund zwei Drittel davon sollen direkt in Massnahmen zur Förderung von Innovation, Digitalisierung, Wirtschaftsflächen und einer unternehmensfreundlichen Verwaltung fliessen. Auch für Immobilienentwickler und Investoren entstehen dadurch neue Chancen. Insbesondere in der Planung und Realisierung zukunftsweisender Gewerbe- und Infrastrukturprojekte.

    Das restliche Drittel ist der Lebensqualität gewidmet. Die Massnahmen reichen von steuerlicher Entlastung über Familienfreundlichkeit bis zur Förderung von Kultur und digitaler Teilhabe, zentrale Standortfaktoren, wenn es darum geht, Talente zu binden und neue Arbeitskräfte anzuziehen.

    Partizipativ und zukunftsgerichtet
    Die Erarbeitung des Programms erfolgte in enger Abstimmung mit Wirtschaft, Gemeinden und Sozialpartnern. Bis zum 9. Juni 2025 läuft die öffentliche Vernehmlassung über das Tool «E-Mitwirkung». Der finale Entscheid liegt beim Volk. Im September 2026 wird über das Paket abgestimmt, Inkrafttreten ist für den 1. Oktober 2026 geplant.

    Mit dieser Vorlage setzt Luzern ein starkes Signal. Standortförderung ist nicht mehr Kür, sondern strategische Pflicht – und sie erfordert klare, langfristige Investitionen.

  • Basler Immobilienmarkt unter Druck

    Basler Immobilienmarkt unter Druck

    Trotz moderater Preisentwicklung im Vergleich zur übrigen Deutschschweiz bleibt Wohneigentum in der Region Basel begehrt. Insbesondere in ländlichen Gemeinden steigen die Preise deutlich, was potenzielle Käufer zunehmend dazu bewegt, ihren Suchradius zu erweitern. Laut Marco Pirelli von der Basellandschaftlichen Kantonalbank hat der Rückgang der Hypothekarzinsen in den vergangenen zwei Jahren die Nachfrage zusätzlich angeheizt. Allerdings bei gleichzeitig wachsender Tragbarkeitsproblematik. Während Einfamilienhäuser preislich stabil blieben, legten Eigentumswohnungen leicht zu. Die Folge ist eine Zunahme der Hypothekaranfragen um 35 Prozent innerhalb eines Jahres.

    Frühzeitig finanzielle Möglichkeiten prüfen
    Pirelli rät Kaufinteressierten, sich frühzeitig mit der Finanzierung auseinanderzusetzen. «Die Wahl der Hypothekenprodukte und Laufzeiten ist individuell verschieden. Eine rechtzeitige Abklärung des finanziellen Spielraums mit der Bank schafft Planungssicherheit.» Für viele sei dies heute entscheidend, um im angespannten Marktumfeld überhaupt noch erfolgreich zu sein.

    Trotz Wohnschutz steigen die Preise
    Auch auf dem Mietmarkt zeichnet sich in Basel eine Fortsetzung der Teuerung ab. Fabian Halmer von der Holinger Moll Immobilien AG verweist auf strukturelle Ursachen wie einen veralteten Gebäudebestand mit hohem Sanierungsbedarf. Trotz Wohnschutz steigen die Mietpreise weiter, insbesondere in Basel-Stadt, wo 84 Prozent der Bevölkerung zur Miete wohnen. Zwar ist die Lage nicht so angespannt wie in Zürich oder Genf, doch die geringe Leerstandsquote von 0.7 Prozent signalisiert eine akute Wohnungsnot.

    Engpass durch zu wenige Baugesuche
    Besonders alarmierend ist die Anzahl der eingereichten Baugesuche im Kanton Basel-Stadt ist stark rückläufig. Während von 2014 bis 2020 jährlich durchschnittlich 784 Baugesuche verzeichnet wurden, sank der Wert zwischen 2021 und 2023 auf lediglich 190. Halmer sieht im neuen Wohnraumfördergesetz eine Mitursache. Es schützt Bestandsmieter, behindert jedoch neue Bauprojekte und erschwert Zuzug oder Umzüge. Der dadurch entstehende Angebotsengpass dürfte zu weiter steigenden Mietpreisen führen.

    Reformbedarf in Gesetzgebung und Planung
    Die Experten sind sich einig, ohne gezielte Anpassungen im Wohnraumfördergesetz und beschleunigte Bewilligungsverfahren droht der Wohnungsmarkt in Basel weiter unter Druck zu geraten. Entwicklungsareale wie Klybeckplus oder Dreispitz Nord könnten Entlastung schaffen. Vorausgesetzt, sie werden konsequent verfolgt. Eine nachhaltige Wohnbaupolitik muss nicht nur auf Bestandsschutz setzen, sondern auch künftiges Wachstum aktiv mitdenken.

  • Unterschiede bei Ökobilanzen für Bauprodukte im Vergleich

    Unterschiede bei Ökobilanzen für Bauprodukte im Vergleich

    Die Firma conspark hat ein Faktenblatt veröffentlicht, das die Unterschiede zwischen den Bilanzierungsregeln der EU und der Schweiz für Bauprodukte aufzeigt. Es steht ab sofort in deutscher und englischer Sprache zum Download zur Verfügung und soll eine kompakte Orientierungshilfe für Fachleute der Baubranche bieten, die mit Planung, Herstellung und Nachhaltigkeit betraut sind. Immerhin bilden die Ökobilanzergebnisse von Bauprodukten die Grundlage für die künftige Bilanzierung von Gebäuden.

    In der Schweiz gibt die Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren (KBOB) Bilanzierungsregeln für die Ökobbilanz von Bauprodukten vor und veröffentlicht diese Ergebnisse in der Liste Ökobilanzdaten im Baubereich. In der EU werden die Ökobilanzen nach EN 15804+A2 erstellt und deren Ergebnisse als Umweltproduktdeklarationen (EPDs) dargestellt.

    Zum Vergleich wurde beispielhaft die Ökobilanz verschiedener Sorten Recyclingbetons nach den beiden Standards erstellt. Dabei zeigte sich, dass die Treibhausgasemissionen und der Energiebedarf desselben Betons je nach Regelwerk sehr unterschiedlich ausfallen, wobei die KBOB-Ökobilanz jeweils höhere Werte ausweist. Das, so conspark, resultiert aus den verwendeten Hintergrunddatensätzen: Die EPD-Ökobilanz basiert auf aktuelleren Daten, die bereits technologische Fortschritte wie geringeren Klinkergehalt und den verstärkten Einsatz alternativer Brennstoffe berücksichtigen.

    «Die Vergleichbarkeit von Ökobilanzdaten spielt eine entscheidende Rolle für kommende Regulierungen und CO2-Grenzwerte», so der Geschäftsführer und Co-Autor dieses Faktenblatts, Florian Robineck, in einer Mitteilung. Dementsprechend lautet die Empfehlung der Autoren des Faktenblatts: «Eine regelmässige Aktualisierung der KBOB-Hintergrunddatensätze und eine stärkere Harmonisierung der beiden Ansätze würden dazu beitragen, bestehende Unterschiede zu verringern und vergleichbare Nachhaltigkeitsbewertungen zu ermöglichen.»

  • Wärmeverbund Bern-Wabern fördert Energiewende und CO2-Reduktion

    Wärmeverbund Bern-Wabern fördert Energiewende und CO2-Reduktion

    Das Energieunternehmen Energie Wasser Bern (ewb) und die Gemeinde Köniz wollen mit dem Energieverbund Bern-Wabern einen Beitrag zur CO2-Reduktion und zur Erreichung der klimapolitischen Ziele von Köniz und Bern leisten, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der Verwaltungsrat von ewb hat den Bau des Wärmeverbunds Bern-Wabern am 7. März 2025 und getragen von einem per Umfrage ermittelten „grossen Interesse“ der Bevölkerung beschlossen. Der Bau der Produktionsanlagen soll 2027 starten. Ab 2028 sei mit der ersten Wärmelieferung zu rechnen.

    Das Wärmeproduktionskonzept sieht konkret vor, die Energie aus Überschusswasser der Pumpstation Schönau zur thermischen Nutzung zu verwenden. Die Produktionsanlagen werden in die bestehende Heizzentrale der Wohnüberbauung Morillon an der Bondelistrasse eingebaut, heisst es.

    Mit dem jetzt unterzeichneten Zusammenarbeitsvertrag geht die Wärme- und Kälteversorgung in Wabern in die Zuständigkeit der ewb, die auch verantwortlich ist für die operative und finanzielle Verantwortung beim Bau.

    Der Wärmeverbund könne helfen, die Energiewende und den Klimaschutz zu fördern. Durch das nachhaltige Energieprojekt werde ein Ersatz geschaffen für viele Öl- und Gasheizungen in Wabern und in den angrenzenden Quartieren von Bern. „Ein Wärmeverbund ist in dicht bebauten Gebieten oft die einzige Lösung, um die Gebäude CO2-frei und wirtschaftlich mit erneuerbarer Energie zu heizen“, wird der Könizer Gemeinderat Hansueli Pestalozzi zitiert.

  • Modulare Schulhauspavillons als Übergangslösung sichern den Schulbetrieb in Dietikon

    Modulare Schulhauspavillons als Übergangslösung sichern den Schulbetrieb in Dietikon

    Die Stadt Dietikon saniert die Schulanlage Wolfsmatt. Um den Schulunterricht weiterführen zu können, wurden auf dem stadteigenen Grundstück am Vogelauweg drei neue Schulhauspavillons errichtet. Dadurch stehen zusätzliche 27 Schulzimmer zur Verfügung. Mit der Planung und Ausführung der kompletten Elektroinstallationen wurde die Aare Limmat Elektro AG beauftragt. Die gesamte Elektroinstallation wurde neu erstellt und entspreche dem heutigen Stand der Technik, heisst es in der Mitteilung des Unternehmens mit Sitzen in Baden und in Olten SO.

    Die drei Schulhäuser wurden komplett in Modulbauweise gebaut und vorgefertigt. Die temporären Bauten dienen während dem Umbau der Schulanlage Wolfsmatt als vollwertig nutzbare Übergangslösung, heisst es weiter.

    Rund 500 Kinder besuchen in der Schuleinheit Wolfsmatt Kindergarten und Primarschule, heisst es von der Schule Dietikon. Die Schuleinheit umfasst 21 Regelklassen. In den Wohnquartieren um das Schulhaus herum sind acht Kindergärten verteilt. Auf dem Schulareal werden Tagesstrukturen mit Mittagstisch angeboten.

    In Dietikon besuchen rund 3000 Schülerinnen und Schüler die öffentliche Schule vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe. Es gibt insgesamt sechs Schuleinheiten in der Stadt.

  • Rheinwasser und Abwärme als Energiequelle für Wärmeverbund

    Rheinwasser und Abwärme als Energiequelle für Wärmeverbund

    Der Stromversorger AEW Energie AG mit Sitz in Aarau investiert laut Medienmitteilung über 8 Millionen Franken in den neuen Wärmeverbund Augst BL. Dieser soll die bestehende AEW Contracting-Anlage in Pratteln BL ersetzen, die auf Basis von Holzpellets und Öl betrieben wird.  Das Baugesuch für den Wärmeverbund, der mit 100 Prozent erneuerbarer Energie betrieben wird, wurde eingereicht. Die erste Wärmelieferung soll während der Heizperiode 2025/26 erfolgen.

    Die Wärmezentrale wird in der Maschinenhalle des Kraftwerks Augst errichtet und nutzt die Abwärme der Kraftwerksgeneratoren sowie Rheinwasser als Wärmequellen.  Die Abwärme der Generatoren wird heute ungenutzt in den Rhein abgeführt. Mit dieser Kombination könne eine zuverlässige und nachhaltige Wärmeversorgung gewährleistet werden, heisst es von AEW. Drei Wärmespeicher mit je 16‘000 Litern dienen dem Ausgleich von Schwankungen und der Sicherung einer konstanten Versorgung.

    Die Wärme wird über ein rund 1,3 Kilometer langes Fernwärmenetz an die angeschlossenen Gebäude verteilt. Insgesamt wird laut der Mitteilung eine thermische Leistung von 2 Megawatt bereitgestellt, mit einem geplanten jährlichen Wärmeabsatz im Endausbau von 4400 Megawattstunden. Verglichen mit fossilen Heizsystemen entspreche das einer Reduktion von rund 1200 Tonnen CO2 jährlich.

    AEW begann laut der Mitteilung Anfang der 1990er-Jahre mit dem Aufbau von Anlagen für die Wärmeversorgung. Der erste Wärmeverbund wurde vor 30 Jahren in der Gemeinde Möhlin in Betrieb genommen. Heute betreibt die AEW 75 Wärmeverbunde und Contracting-Anlagen für Wärme und Kühlung im Kanton Aargau sowie den angrenzenden Kantonen. Die aktuelle Produktionskapazität beträgt über 230 Gigawattstunden im Jahr und vermeidet den Ausstoss von rund 55‘000 Tonnen CO2 pro Jahr.

  • Neue Bahnlinie in Schweden nimmt Form an

    Neue Bahnlinie in Schweden nimmt Form an

    Die Baudienstleisterin Implenia hat von der schwedischen Behörde für Verkehrsinfrastruktur (Trafikverket) den Auftrag für den ersten Bauabschnitt der neuen Bahnlinie East Link erhalten. Das Projekt hat laut einer Medienmitteilung einen Auftragswert von 130 Millionen Franken. Implenia wird bis 2031 den 8 Kilometer langen Streckenabschnitt Bibana Nyköping realisieren.

    Dabei handelt es sich um einen Abschnitt, welcher die Zentren Skavsta und Nyköping mit der Haupttrasse von East Link verbindet. East Link dient der Verbindung mehrere Küstenstädte in Ostschweden mit Stockholm. Zu dem Auftrag von Implenia gehören Brücken, Bahngleise, Sanierungen von Bestandsbauten sowie weitere Arbeiten.

    Nach den Worten von Erwin Scherer, Head Division Civil Engineering, leistet Implenia einen Beitrag, um «die Mobilitätsinfrastruktur in Ostschweden auf ein neues Level zu heben».

  • Haus der Zukunft sichert sich weitere Mieter in Winterthur

    Haus der Zukunft sichert sich weitere Mieter in Winterthur

    Das Projekt Green Spin will die Arbeitswelt nachhaltig verändern. Dafür wird in Winterthur das Haus der Zukunft mit 100 Prozent Nachhaltigkeit und 100 Prozent Arbeitsqualität gebaut, heisst es auf dem Internetauftritt von Green Spin. Mit der Stiftung Sprachheilschulen im Kanton Zürich hat das Projekt nun seine bereits zweite Ankermieterin gefunden, informiert Green Spin in einer Mitteilung.

    «Green Spin bietet den perfekten Rahmen für innovative Bildungsansätze», wird Peter Felix von Felix Partner Architektur Design, die das Projekt initiiert und entwickelt hat, dort zitiert. «Mit der Stiftung Sprachheilschulen im Kanton Zürich gewinnen wir einen weiteren Mieter, der unser Konzept von Offenheit, Vernetzung und zukunftsweisender Entwicklung ideal ergänzt.» Derzeit ist die Stiftung an vier Standorten in Zürich, Winterthur, Fahrweid im Limmattal und Stäfa aktiv.

    Green Spin hat im vergangenen Jahr seine Baugenehmigung erhalten, der Baustart soll noch in diesem Jahr erfolgen. Der Bezug kann voraussichtlich 2027 erfolgen. Neben der Stiftung hat sich bereits der Freizeitsportanbieter Padelta Räumlichkeiten im Green Spin reserviert.

    Green Spin soll jungen und etablierten Unternehmen ein ideales Umfeld bieten. Das Gebäude ist im modularen Holzbau angelegt und wird über eine Photovoltaikfassade und Windkraft für die eigene Energieversorgung verfügen. Das Projekt sieht neben hellen Arbeitswelten Orte der Begegnung wie einen Dachgarten, einen Hofwald und Marktgassen vor.