Kategorie: Menschen

Menschen – Immobiliennews zu Persönlichkeiten, Meinungen, Interviews & Stimmen aus der Schweizer Immobilienbranche.

  • Suisse Romande ist wieder in der Geschäftsleitung vertreten

    Suisse Romande ist wieder in der Geschäftsleitung vertreten

    Mit Christophe Chatelet wird die Bereichsleitung im Construction Management von einem ausgewiesenen Experten übernommen. Er verantwortete seit Anfang dieses Jahres das Bauherrentreuhand und Baumanagement in der Suisse Romande als Regionalleiter. Seit April 2018 war er in diversen Funktionen für Wincasa tätig – unter anderem als Projekt- und Teamleiter BHT Ost Mitte sowie als KAM Bau. Davor arbeitete er unter anderem als Projekt-manager in der Immobilienabteilung der SRG und zwischen 2000 und 2002 als Planungsarchitekt des Kongresshauses Biel für die Expo02. Christophe Chatelet ist diplomierter Architekt ETH und verfügt über ein Diplom of Advanced Studies in Baumanagement der Hoch- schule für Technik + Architektur in Luzern.

    «Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung. Dass ich das Team bereits gut kenne und aktiv mit den Mitarbeiter:innen zusammengearbeitet habe, ist ein grosser Vorteil. Ich bin überzeugt, dass wir im Baumanagement noch sehr viel Potential haben», sagt Chatelet zu seiner neuen Aufgabe.

    Bereich wird neu strukturiert
    Gleichzeitig wird mit dieser Personalentscheidung der Bereich CFM neu strukturiert. Die Abteilungen Strategie & Nachhaltigkeit, CAFM und strategisches Facility Management werden künftig in der Bewirtschaftung bei der Abteilung Solutions & Innovation von Jörg Engeler angesiedelt. Grund dafür sind die unterschiedlichen Ausrichtungen der beiden Spezialgebiete. Construction Management fokussiert mit dem Bauherrentreuhand und dem Baumanagement stark auf den eigentlichen Bau einer Liegenschaft – während das Facility Management sowie Strategie und Nachhaltigkeit näher am Betrieb sind. Daher wird der neue Be- reich zu einer reinen Bauabteilung und heisst neu Construction Management. Mit dieser Anpassung wird eine noch stärkere Customer Centricity angestrebt. «Dass wir mit Christophe Chatelet einen Romand und erfahrenen Experten für die Bereichsleitung des Construction Management gewinnen konnten, freut mich sehr. Da er sowohl die Kunden als auch das Unternehmen bereits kennt, ist eine nahtlose Übernahme der Abteilung gewährleistet», so CEO Oliver Hofmann.

  • Martin Sturzenegger neuer Geschäftsführer des Innovationsparks Zürich

    Martin Sturzenegger neuer Geschäftsführer des Innovationsparks Zürich

    Martin Sturzenegger, zurzeit Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn AG und vormals Direktor von Zürich Tourismus, übernimmt per 1.4.2023 die Geschäftsführung der Stif- tung Innovationspark Zürich. Der neue Geschäftsführer ist seit Anbeginn – damals noch in seiner Rolle als Direktor von Zürich Tourismus – mit dem Projekt vertraut und freut sich auf diese neue Herausforderung: «Die Übernahme der nächsten Entwicklungsschritte bei diesem Generationenprojekt ist für mich eine Herzensangelegenheit.»

    Dank Planungsrecht am Anfang einer neuen Entwicklungsphase
    Das Schlüsselprojekt im Wirtschaftsraum Zürich auf dem Flugplatz Dübendorf verfügt seit dem positiven Entscheid des Bundesgerichts über Planungsrecht. In der Zwischenzeit wurde mit allen Partnern rund um den Flugplatz ein gemeinsames Zielbild verabschiedet und in einem Synthesebericht festgehalten. In der nächsten Phase werden Renovationsarbeiten und Mieterausbauten an den Bestandesbauten vorgenommen und die Planung neuer Gebäude für die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft vorangetrieben. Dies bedingt eine inhaltliche und operative Weiterentwicklung der heutigen Stiftungsaufgaben. Stiftungsratspräsident Peter E. Bodmer freut sich denn auf die Inputs des neuen Geschäftsführers: «Martin Sturzenegger bringt Fähigkeiten mit, welche das Projekt in der nächsten Stufe benötigt. Mit seiner Resilienz, der Kenntnisse über den Standort Zürich und seiner Erfahrung im Destinationsmanagement kann er aus dem Innovationspark Zürich eine erste Adresse der Innovationsförderung in der Schweiz machen.»

    Bis Martin Sturzenegger seine neue Herausforderung beginnt, führt Corinna Müller ad interim die Geschäftsstelle. Sie kommt von der Angst+Pfister Group und leitete dort gruppenweite Marketingprojekte und internationale Kampagnen. «Ich glaube an die Vision des Innovationsparks Zürich und die grosse Bedeutung, die damit verbunden ist. Hier entsteht etwas ganz Besonderes. Ich freue mich sehr, einen Beitrag zu diesem spannenden Projekt leisten zu dürfen.»

    Einsatz und Verdienst für den Innovationspark während einer Dekade
    Während 10 Jahren führte René Kalt die Aufbauarbeiten rund um den Innovationspark und legte damit mit seiner umsichtigen Führung und Passion für das Projekt die solide und nachhaltige Basis für die weiteren Entwicklungsschritte. Während dieser Zeit ist es ihm gelungen aus einer Idee und Vision den funktionierenden Nukleus Innovationspark Zürich und damit eine für die Region richtungsweisende Entwicklung zu schaffen. «Für mich war es eine unheimlich bereichernde und inspirierende Zusammenarbeit und ich danke René im Namen des Stiftungsrates ganz herzlich für sein Engagement und seine Verdienste um dieses Generationenprojekt.» sagt Peter E. Bodmer, Präsident des Stiftungsrates.

  • Rückblick 94. immoTable Suisse Romandie

    Rückblick 94. immoTable Suisse Romandie

    Anne Chessaux, stellte uns die höchst interessanten Aktivitäten der Romandie mit «Facts and Figures» vor, Thierry Müller von HRS präsentierte uns den Werdegang und die Hintergründe des Projekts «Coté Gare» in Bussigny, auch Stefan Zanetti, Allthings Technologies AG, erläuterte die Komplexität von digitalen Dienstleistungen an den Projekten Bussigny und Coté Gare. Die beiden Referenten David Faehndrich und Dominique Perritaz, von Energie 360° zeigten die Herausforderungen und neuen Wege die beim Projekt «Pont.rouge-Lancy» im Energiebereich zu lösen waren.  

    Wir hoffen Sie am 24. November in Basel begrüssen zu dürfen. Bis dahin wünschen wir Ihnen schöne, erholsame Herbsttag.

  • «Die Kreislaufwirtschaftgewinnt an Bedeutung»

    «Die Kreislaufwirtschaft
    gewinnt an Bedeutung»

    Zur Person
    Donald Vogt ist Dipl. Architekt FH /SIA und seit 2013 Geschäftsführer der Marti Gesamtleistungen AG. Zuvor war er als Leiter Bauten + Investments bei Die Mobiliar und danach als Stv. Direktor Akquisition + Projektentwicklung bei Losinger Marazzi SA tätig. Er ist seit 2015 Vorstandsmitglied bei Entwicklung Schweiz sowie seit 2020 Schulrat bei der Berner Fachhochschule BFH.

    Das Familienunternehmen Marti Gruppe wurde vor rund 100 Jahren als einfache Bauunternehmung gegründet. Mittlerweile gehören über 80 Konzerngesellschaften zur Gruppe. Wohin führt der Weg?
    Wir forschen, tüfteln und versuchen, der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein. Im Bereich Nachhaltigkeit möchten wir noch stärker werden. Schon heute produzieren wir unseren eigenen Recycling-Beton und denken vermehrt in Richtung Kreislaufwirtschaft. Auch in den kommenden Jahren legen wir Wert auf die Förderung der Vielfalt: So finden sich unter unseren 80 Unternehmungen die unterschiedlichsten Spezialisierungen. Darüber hinaus legen wir Wert auf die Ausbildung des Nachwuchses sowie auf die Förderung unserer Mitarbeiter:innen.

    Sie können umfangreiche Bauprojekte aus einer Hand anbieten. Welche Rolle spielen die digitalen Möglichkeiten bei den Schnittstellen?
    Eine grosse Rolle. Wir binden die digitale Wertschöpfung schon früh in unsere Projekte ein: Bei der Kalkulation wie natürlich auch bei der Planung. Unsere Baumeister arbeiten ebenfalls grösstenteils digital – so reduzieren wir die Fehlerquote und steigern die Qualität. Alle Beteiligten arbeiten am selben Modell, und Abläufe werden automatisiert. Wir haben eine starke IT-Abteilung, die die einzelnen Firmen unserer Gruppe bei digitalen Vorhaben unterstützt.

    Wie digital sind die Schweizer Bauunternehmen im Vergleich zum restlichen Europa?
    Wir arbeiten mit unterschiedlichen Partnern, Architekten und Planern aus Ländern der EU zusammen. Hier mache ich im Bereich der Digitalisierung keine grossen Unterschiede aus, eher die Arbeits- und Planungsabläufe unterscheiden sich etwas. Ich würde sagen, wir sind in der Schweiz im Vergleich zum internationalen Umfeld gut aufgestellt.

    Was bedeutet die Energiestrategie 2050 für Ihre Gruppe?
    Wir sind bestrebt, die energiebedingte Umweltbelastung der Schweiz zu reduzieren. In unserem Fall betrifft das zum einen die Wahl der Baumaterialien. Wir beschäftigen uns damit, welche Materialien wir möglichst nachhaltig und energiesparend im Bau einsetzen können. Hier kommt wieder die Kreislaufwirtschaft zum Tragen. Zum anderen wird es immer wichtiger, wo man baut: Ist das auf einer Wiese irgendwo abseits der Stadt oder beispielsweise in Nähe eines gut erschlossenen Zentrums.

    Nachhaltigkeit und günstige Preise schliessen sich nicht aus


    Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf ihre Bauprojekte?
    Wir errichten zum Teil begrünte Fassaden. Auch das Thema Beschattung wird immer wichtiger sowie die Wahl der beim Bau eingesetzten Materialien. Ausserdem sorgen wir in der Projektgestaltung vermehrt für die Integration speicherfähiger Orte. Die Elektromobilität sowie Photovoltaikanlagen gewinnen ebenfalls an Bedeutung – genauso der Einsatz neuer Technologien.

    Wie handhaben Sie Ressourcen Engpässe während der Planung und Umsetzung?
    Wir setzen schon lange auf den Einsatz von Photovoltaikanlagen sowie Wärmepumpen. Materialengpässe versuchen wir dank geschickter Planung und frühzeitigem bestellen zu vermeiden. Personalengpässe lassen sich nicht immer vermeiden. Wir zählen aber glücklicherweise auf viele langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

    Wie reduzieren Sie die «graue Energie», die bereits bei der
    Gewinnung von Rohstoffen anfällt?

    Hier setzen wir auf die Wiederverwertung von Materialien sowie auf kurze Transportwege. Wie arbeiten grundsätzlich möglichst mit Dienstleistern aus der Region zusammen. Wir achten auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Unsere Baumeister betreiben ein Baustoffcenter mit Bodenwaschanlage, Materialbewirtschaftung sowie Produktion von Recycling-Beton.

    Welches sind aus Ihrer Perspektive die derzeit wichtigsten Projekte für Bern?
    Aus meiner Sicht zählen hierzu das Viererfeld, WankdorfCity 3, die Campus Biel und Bern sowie das geplante neue Polizeizentrum in Niederwangen bei Köniz oder auch das Quartier «Papillon» in Niederwangen.

    Sie sind bei Entwicklung Schweiz im Vorstand. Welche Bedeutung hat der Verband für Bern und die Marti Gruppe?
    Insbesondere der Austausch mit der Politik, Behörden und anderen Verbänden erachte ich als wichtig. Es ist essenziell, dass wir uns gegenseitig verstehen, die Bedürfnisse des anderen akzeptieren und die Zusammenarbeit fördern. Ausserdem werden übergeordnete Themen wie beispielsweise Nachhaltigkeit, Qualitätsverständnis oder auch über Baukultur diskutiert. Damit bietet Entwicklung Schweiz einen Mehrwert für alle Akteure.


    Wohin geht die Reise der Prop-Tech-Unternehmen?
    Grundsätzlich ist ein grosser Hype um die Prop-Tech-Firmen festzustellen. Ich sehe hier viele spannende und zukunftsorientierte Startups. Ich begrüsse Technologien, die Abläufe vereinfachen und die Digitalisierung fördern. Man darf dabei nur nicht das Zwischenmenschliche vergessen. Die Immobilienbranche lebt von Menschen, persönliche Kontakte bleiben wichtig und müssen auch in Zukunft gepflegt werden.

  • Gemächlichkeit als Erfolgsfaktor

    Gemächlichkeit als Erfolgsfaktor

    Misstrauisch blicken viele Menschen auf die Gemächlichkeit – insbesondere, wenn es um die Wirtschaft geht. Der Wirtschaftsleistung wird Tempo zugeschrieben. Behäbigkeit ist verantwortlich für Stagnation – wenn nicht sogar Rückschritt.

    Nun wird den Bernerinnen und Bernern genau diese Gemächlichkeit nachgesagt. Die Wissenschaft hat tatsächlich belegt, dass in Bern langsamer gesprochen und gelaufen wird. Na und? Offenbar begünstigt die Gemächlichkeit in Bern Wachstum. Punkto Wirtschaftsleistung pro Kopf liegt der Wirtschaftsraum Bern nämlich mit rund 120’000 Franken hinter dem Raum Zürich und Basel an dritter Stelle. Vor dem Raum Genf, Lausanne und über dem Schweizer Durchschnitt – trotz aller Berner Gemächlichkeit. Oder gerade deswegen?

    Natürlich wird in Bern viel für die Wirtschaft getan: Ortskerne werden belebt, um den Detailhandel zu stützen; es gibt unzählige Netzwerk-Veranstaltungen; Startup-Förderung wird grossgeschrieben; im Medtech-Bereich gehört der Kanton Bern zur internationalen Spitze; Bern verfügt über sehr gut qualifizierte Arbeitskräfte. Die gute Stimmung wirkt sich in der jährlich steigenden Anzahl Firmen aus. Im Jahr 2021 resultierte ein Plus von knapp 100 Firmen.

    Was, bitte, ist das Erfolgsrezept der Wirtschaftsregion Bern? Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» titelte im Juli: «Langsam ist besser.» Die Hirnforschung hat die hohe Bedeutung von Bremserzellen im menschlichen Gehirn nachgewiesen. Die Hemmung spiele bei Hirnprozessen eine sehr wichtige Rolle. Ob die Region Bern diese Hemmung bewirkt? Sie fördert? Es gibt keinen Grund, misstrauisch auf die Gemächlichkeit zu blicken. Die Gemächlichkeit ist in Bern gar Erfolgsrezept. Und das Beste kommt zum Schluss: Sie wirkt ansteckend. Wer in Bern seine Geschäfte betreibt, wird unweigerlich mit dem Erfolgsrezept infiziert.

    Testimonials

    Pascal Bärtschi
    CEO Losinger
    Marazzi AG

    Wenn die Kund:innen und Mitarbeitenden einer Unternehmung aus verschiedenen Kulturen stammen und geographisch verstreut sind, dann hat der Standort ihres Hauptsitzes eine symbolische Wirkung. Sie brauchen u.a. einen Standort, welcher es bereits aufgrund seiner DNA gewohnt ist, kulturübergreifende Akzeptanz und Einigung zu ermöglichen. Welche Stadt kann das besser als die Hauptstadt unseres Landes?

    Prof. Dr. Kim Oliver Tokarski
    Leiter Weiterbildung
    Berner Fachhochschule Wirtschaft

    Durch die Zusammenarbeit mit dem WIRTSCHAFTSRAUM BERN können wir unsere Arbeit besser auf die Bedürfnisse der Wirtschaft ausrichten und unseren Kund:innen marktgerechte Lösungen anbieten.

    Kontaktstelle

    Der WIRTSCHAFTSRAUM BERN
    Nägeligasse 2
    3011 Bern
    wirtschaftsraum@bern.ch
    Tel: +41 31 321 77 00

  • «Wir wollen ein aktives sozialesZusammenleben fördern»

    «Wir wollen ein aktives soziales
    Zusammenleben fördern»

    Zur Person
    Alec von Graffenried (1962) ist seit 2017 Stadtpräsident von Bern. Von 2000 bis 2007 amtete er als Regierungsstatthalter des Amtsbezirks Bern. Von 2007 bis 2015 vertrat er die Grünen im Nationalrat. Zwischen 2007 und 2016 war von Graffenried bei Losinger Marazzi in Bern verantwortlich für nachhaltige Entwicklung (2007–2011) und Direktor «Immobilienentwicklung Mitte» (2012–2016). Der Vater von vier Kindern lebt mit seiner Familie im Berner Quartier Murifeld.

    Die Stadt Bern betreibt eine aktive Baupolitik. Welches sind die Leuchttürme der nächsten Jahre?
    Für die Stadt Bern ist es wichtig, im Immobilienmarkt aktiv zu sein. Traditionell war vor allem von der Wohnbaupolitik die Rede, und hier bleiben wir selbstverständlich sehr aktiv. Für den Werkplatz brauchen wir aber auch Gewerbezonen, in denen bestehende Gewerbe weiterexistieren und neue Gewerbe dazukommen können.

    Eine Herausforderung ist es, Industrieflächen zu erneuern und zu verdichten. Dafür braucht es neue Konzepte und Ideen. Wenn der private Sektor hier etwas weniger aktiv ist, kann ich mir auch vorstellen, dass die Stadt hier mit einer aktiven Bodenpolitik eingreift. Das ist für uns eine Zukunftsaufgabe.

    Mit dem Projekt Zukunft Bahnhof Bern wird einiges ändern. Was heisst das für die Stadt Bern?
    Die Stadt Bern hat nur 143’000 Einwohnerinnen und Einwohner, aber fast 193’000 Arbeitsplätze – also einen extrem hohen Anteil an Pendlerinnen und Pendlern. Viele von ihnen pendeln über den Bahnhof Bern, der täglich von über 200’000 Personen genutzt wird. Aktuell wird er für rund CHF 1,3 Mia. mit einem neuen Tiefbahnhof ergänzt. Das ist eine herausfordernde Baustelle. Der Bahnhof ist eng gebaut zwischen der Schanze und der Altstadt. Bauen im Betrieb ist immer anspruchsvoll, aber in diesen sehr beengten Verhältnissen ist es noch eine Stufe anspruchsvoller als an anderen Orten.

    Ist Bern auf dem Weg zur digitalen Smart City?
    Die Digitalisierung schreitet unaufhaltbar voran. Smart heisst für mich, durch digitale Lösungen nachhaltiger zu werden, weniger Ressourcen zu brauchen und natürlich einen Mehrwert zu bieten. Damit die Leute mitmachen bei der Digitalisierung, müssen digitale Lösungen auch «gäbig» sein. In meinen Augen bietet Digitalisierung schon heute vieles, was «gäbig» ist. In diesem Sinn wird es natürlich in Zukunft weitergehen.

    In Zukunft wollen wir Lösungen von Anfang an digital entwickeln und nur digital entwickeln. Wichtig ist uns, die ganze Gesellschaft mitzunehmen auf unseren digitalen Weg. Jene Menschen, die noch nicht digital unterwegs sind, möchten wir unterstützen.

    Die Stadt Bern steht durch den Bau von neuem Wohnraum vor einem grossen Innovationsschub. Wie gehen Sie diese Herausforderung an?
    Wie in allen Städten haben wir einen angespannten Wohnungsmarkt. Wir schaffen es nicht, genügend Wohnungen zu bauen. Leider nimmt der Wohnflächenkonsum auch immer etwas zu. Was mir persönlich wichtig, aber in der Immobilienentwicklung nicht immer mitgedacht ist: Dass wir nicht nur Wohnraum zur Verfügung stellen, sondern zum sozialen Miteinander animieren. Wir wollen keine anonyme Schlafstadt sein, sondern ein aktives soziales Zusammenleben fördern. Das geht am besten, wenn die Bevölkerung Verantwortung übernehmen kann für ihr eigenes Wohnumfeld. Je mehr Gestaltungsspielraum Menschen haben, desto mehr übernehmen sie auch Verantwortung für ihre Umgebung und in der Gesellschaft – das stärkt unser soziales System.

    Wie sieht es mit dem Fusionsprojekt «Kooperation Bern» der anliegenden Gemeinden aus?
    Wir sind im Austausch mit Ostermundigen, unserer zweitgrössten Nachbarsgemeinde, und haben einen Vorschlag für eine Fusion erarbeitet. Ziel dabei ist, dass Ostermundigen als neuer Stadtteil ein gutes Stadtteilleben hat und gleichzeitig mitprofitieren kann von den Vorteilen, die eine Stadt als grössere Einheit bietet. In einem Jahr stimmt Ostermundigen darüber ab, ob unser Angebot für sie stimmt. Ich hoffe sehr auf ein Ja und dass wir danach gemeinsam einen ersten Schritt machen können in Richtung Zukunft der Stadtregion Bern.

    Gibt es genügend Wohnraum in und um Bern?
    Eigentlich haben wir sehr viel Wohnraum, wenn man den Kreis um Bern etwas grösser zieht und bereit ist, 20 oder 30 Minuten zu fahren. In der Kernstadt herrscht jedoch Wohnungsnot. Wir haben hier nur etwa 0.5 Prozent Leerwohnungsbestand. Offensichtlich ist es den Leuten wichtig, in der Kernstadt zu wohnen. Dieser Nachfrage wollen wir gerecht werden, namentlich im Bereich des preisgünstigen Wohnraums, der natürlich besonders fehlt.

    Wie sieht es denn genau aus mit günstigen Wohnungen in der Stadt Bern?
    Durch die allgemeine Wohnungsnot ist der günstige Wohnraum natürlich auch knapp. Der günstige Wohnraum ist nicht der, der neu gebaut wird. Wir profitieren heute von den Leistungen der Vergangenheit und haben sehr günstige Wohnungen aus den 50er- und 60er-Jahren, die laufend erneuert werden. Aber wie gesagt zu wenige – auch deshalb wollen wir heute neue Wohnungen bauen, die unseren Kindern und Kindeskindern in ein paar Jahrzehnten als günstiger Wohnraum zur Verfügung stehen.

    Konnten mit der BO-Revision des Zwischennutzungsartikels der Stadt Bern die Zwischennutzungen weiter vereinfacht werden?
    Zwischennutzungen in der Stadt Bern sind wichtig, weil die Verfahren viel zu lange dauern. Der Zwischennutzungsartikel ist erst dieses Jahr in Kraft getreten. Um zu sehen, welche Wirkung er entfaltet, ist es jetzt noch zu früh – dafür braucht es noch ein paar Monate oder Jahre Zeit.

    Wichtig finde ich, dass man nicht nur an die definitive Endnutzung denkt, sondern experimentiert und ausprobiert, Provisorien zulässt und flexibel reagiert, wenn sich eine neue Nutzung entwickelt. Das versuchen wir an möglichst vielen Orten zu ermöglichen, sei es im öffentlichen Raum oder im Immobilienbereich.

  • Velux Gruppe ernennt Lars Petersson zum neuen CEO als Nachfolger von David Briggs, der in den Ruhestand geht

    Velux Gruppe ernennt Lars Petersson zum neuen CEO als Nachfolger von David Briggs, der in den Ruhestand geht

    Lars Petersson kommt aus einer Position als Präsident und CEO bei Hempel, einem globalen Unternehmen der Beschichtungsbranche mit Sitz in Dänemark. Vor Hempel war Lars Petersson in leitenden Positionen bei Inwido, einem schwedischen Fenster- und Türen-Hersteller, und dem französischen Hersteller von Bodenbelägen Tarkett tätig. Seit 2019 ist Lars Petersson Mitglied des Verwaltungsrats bei Dovista, welches wie auch Velux im Besitz der VKR Holding A/S ist.

    «Lars Petersson bringt umfassende Erfahrung und eine starke Erfolgsbilanz aus globalen Produktionsunternehmen in verwandten Branchen mit. Unter seiner Führung hat Hempel erfolgreich eine ehrgeizige Wachstumsstrategie mit einem klaren Fokus auf Kunden und einem ebenso starken Engagement für die Übernahme einer Führungsrolle im Bereich der Nachhaltigkeit gestartet. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit Lars Petersson die richtige Person gefunden haben, um die weitere Entwicklung von Velux zu leiten», sagt Jørgen Jensen, Vorstandsvorsitzender der Velux Gruppe.

    «Ich fühle mich geehrt und freue mich, dass ich die Möglichkeit habe, die Velux Gruppe weiterzuführen. Ich bin seit zwei Jahrzehnten in der Baustoffbranche tätig und habe Velux immer für seine starke Marke und Qualität bewundert. Das Unternehmen hat eine ganze Branche geprägt und gleichzeitig ein starkes soziales Verantwortungsbewusstsein bewahrt. Ich freue mich sehr darauf, Teil von Velux zu werden und dabei zu helfen, die in der kürzlich gestarteten Strategie zum Wachstum des Unternehmens dargelegten Ambitionen zu verwirklichen und gleichzeitig die Messlatte für die Führung eines nachhaltigen Unternehmens höher zu legen», sagt Lars Petersson. Der künftige CEO ist 53 Jahre alt und Schwede. Er lebt mit seiner Frau Annica, mit der er zwei erwachsene Kinder hat, in der Nähe von Kopenhagen.

    David Briggs verabschiedet sich von Velux und geht in den Ruhestand
    Nach fünf Jahren an der Spitze der Velux Gruppe wird David Briggs im September als CEO zurücktreten. «David kann auf eine fast 30-jährige erfolgreiche Karriere bei Velux zurückblicken. Unter seiner fünfjährigen Führung als CEO hat sich die Erfolgsgeschichte von Velux fortgesetzt und beschleunigt. Ich bedaure, dass er uns verlässt, aber ich respektiere seinen Wunsch, mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen», sagt der Vorsitzende des Verwaltungsrats von Velux, Jørgen Jensen. «Gemeinsam mit dem Vorstand und einem starken Managementteam hat David eine spannende Strategie entwickelt, die darauf abzielt, bis zum Jahr 2030 ein signifikantes Wachstum zu erzielen und im Bausektor eine echte Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit zu übernehmen. Wir halten an den Grundsätzen dieser Strategie fest», fährt Jørgen Jensen fort.

    «Es war die grösste Ehre und das grösste Privileg meines Lebens, Velux zu leiten und dieses grossartige Unternehmen und alle meine hervorragenden Kollegen zu vertreten. Seit 2018 haben wir Ergebnisse erzielt, auf die wir alle stolz sein können – Ergebnisse, die weit über das hinausgehen, was viele für möglich hielten. Und das ist dem Engagement meiner Kollegen zu verdanken, aber auch unseren Partnern, unseren Lieferanten und natürlich unseren Kunden», sagt CEO David Briggs. «Ich glaube fest daran, dass das Beste für Velux noch vor uns liegt, so wie es in der Unternehmensstrategie festgelegt ist, die wir 2021 auf den Weg gebracht haben und die bereits jetzt starke Ergebnisse zeigt. Es ist schwer, sich von etwas zu trennen, das ich liebe und an das ich so sehr glaube. Aber ich habe das Gefühl, dass die Zeit für mich und meine Familie reif ist. Mit einem starken Vorstand, der von den unglaublich unterstützenden, langfristigen Aktionären von Velux unterstützt wird, habe ich keinen Zweifel daran, dass Velux weiter wachsen und noch viele Jahre lang das wahrscheinlich beste Baustoffunternehmen der Welt sein wird», so David Briggs weiter.

  • CBRE baut Hotels & Operational Real Estate Team in der Schweiz weiter aus

    CBRE baut Hotels & Operational Real Estate Team in der Schweiz weiter aus

    In ihrer neuen Position verantwortet Wyss zusammen mit Alessia Breda die Weiterentwicklung vom Hotels & Operational Real Estate Business in der Schweiz und begleitet Investoren, Entwickler und Betreiber bei ihren Hotel und anderen operationellen Immobilieninvestitionen. Unterstützt wird das Team durch Mona Walder, welche bereits im März als Neuzugang vermeldet wurde.

    «Letztes Jahr hat CBRE unsere Kunden mit Verkaufs- und Beratungsmandaten von Hotelimmobilien im Wert von rund CHF 1.5 Milliarden unterstützt. Unser Ziel ist es, im Bereich Hotel & Operational Real Estate weiter zu wachsen und mit Julia Wyss und Alessia Breda sind wir hervorragend aufgestellt, um unsere Kunden entsprechend zu beraten und unser Wachstum voranzutreiben.», sagt Florian Kuprecht, Managing Director bei CBRE in der Schweiz.

    «Hotels und andere operationelle Immobilien rücken vermehrt in den Fokus unserer Kunden. Ich freue mich darauf sie bei Entscheidungen in diesen Bereichen zu unterstützen und unsere Plattform gemeinsam mit Alessia und Mona weiter auszubauen. Dieser interne Wechsel mit CBRE bedeutet für mich zudem eine Rückkehr in die Heimat – I fröie mi.», sagt Wyss.

  • EPFL-Studentin macht aus Plastikabfall Steine für das Bauen

    EPFL-Studentin macht aus Plastikabfall Steine für das Bauen

    Für ihre Masterarbeit im Bauingenieurwesen hat Selina Heiniger eine Methode zur nachhaltigeren Herstellung von Baumaterial entwickelt. Dazu benutzt sie laut Medienmitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) Plastikabfälle, schon einmal verwendeten Beton und klein gemachte Terrakotta-Ziegel.

    In ihrer Masterarbeit wollte Heiniger laut der Mitteilung der EPFL zwei miteinander verbundene Herausforderungen angehen: die Verringerung der Umweltverschmutzung durch Plastikabfälle und die Entwicklung von Bauweisen, die weniger Rohstoffe verbrauchen.

    Sie entwickelte Ziegel aus wiederverwertetem Kunststoff – Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC) und Polyethylen hoher Dichte (HDPE) – sowie aus zerkleinerten Terrakotta-Ziegeln und wiederverwertetem Beton. Ihre Ziegel seien so konzipiert, dass sie ineinander greifen, so dass kein Mörtel erforderlich ist, heisst es weiter. Erste Tests seien ermutigend, aber die Erfindung befinde sich noch im Prototypenstadium. Bei Erfolg könne Heinigers Arbeit einen erheblichen Beitrag zur Verringerung des CO2-Fussabdrucks der Bauindustrie leisten.

    Heiniger hat im Kanton Bern die Matura gemacht und sich anschliessend an der EPFL für das Studium des Bauingenieurwesens eingeschrieben. Sie studierte zunächst nur in Teilzeit, da sie zusätzlich in einem Lausanner Tiefbauunternehmen arbeitete.

    Die Masterarbeit von Selina Heiniger wurde gemeinsam von Corentin Fivet, dem Leiter des EPFL-Labors für Strukturexploration in der Fakultät für Architektur, Bau- und Umweltingenieurwesen, und Yves Leterrier, einem leitenden Wissenschaftler des EPFL-Labors für die Verarbeitung fortgeschrittener Verbundwerkstoffe in der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, betreut.

  • Führungswechsel bei Allreal

    Führungswechsel bei Allreal

    Roger Herzog hat Allreal in den vergangenen Jahren massgeblich geprägt, vorerst als CFO und seit dem Jahr 2015 als CEO. Unter seiner Leitung wurde das Geschäftsmodell mit den beiden Geschäftsfeldern Immobilien und Generalunternehmung konsequent weiterentwickelt und das Immobilienportfolio strategiekonform ausgebaut. 

    Bis zu seinem Austritt im Frühjahr 2023 wird Roger Herzog seine Aufgaben als CEO unverändert wahrnehmen und eine geordnete Übergabe an seine Nachfolgerin oder seinen Nachfolger sicherstellen. 

    Der Verwaltungsrat der Allreal Holding AG bedauert den Entscheid von Roger Herzog, dankt ihm bereits jetzt herzlich für sein engagiertes und wertvolles Wirken und wünscht ihm für die Zukunft weiterhin viel Erfolg. Die Suche für seine Nachfolge wurde eingeleitet. 

  • Immobilien Stadt Zürich mit neuer Direktorin

    Immobilien Stadt Zürich mit neuer Direktorin

    Dr. Jennifer Dreyer (48) ist im hessischen Giessen aufgewachsen und hat ihre Studien in Darmstadt, Stuttgart und Zürich absolviert. Sie ist Bauingenieurin mit Zweitabschluss in Betriebswirtschaft und ETH-Doktoratsstudium zur Public Private Partnership. Dr. Jennifer Dreyer arbeitet seit 2016 für die IMMO: zunächst als Leiterin Stab, seit 2019 als Leiterin des neu gegründeten Bereichs Schulbauten und als stellvertretende Direktorin. Zuvor war sie Geschäftsleitungsmitglied eines Zürcher Beratungsbüros für Erhaltungsmanagement im Hoch- und Tiefbau. 

    Dr. Jennifer Dreyer tritt per 1. November 2022 die Nachfolge von Cornelia Mächler an, die sich künftig auf die Leitung von strategischen Grossprojekten konzentrieren wird. Cornelia Mächler wird dazu ebenfalls per 1. November die Position der stellvertretenden Direktorin einnehmen. Seit deren Gründung 2001 arbeitet Cornelia Mächler für die IMMO und stand dieser während der letzten 17 Jahre vor.  

    Stadtrat André Odermatt, Vorsteher Hochbaudepartement, dankt Cornelia Mächler für ihr grosses Engagement beim Aufbau und bei der permanenten Weiterentwicklung ihrer Dienstabteilung: «Die IMMO zählt heute schweizweit zu den führenden öffentlichen Eigentümervertretungen. Das ist massgeblich das Verdienst von Cornelia Mächler.» Gleichzeitig freut er sich über die Neubesetzung der IMMO-Direktionsstelle: «Dr. Jennifer Dreyer kennt die Herausforderungen einer wachsenden Stadt. Sie hat ihre Kompetenz unter anderem mit dem Aufgleisen der Schulraumoffensive bewiesen.» 

  • Luzerner Kantonalbank: Simon Kauth wird neues Mitglied der Geschäftsleitung

    Luzerner Kantonalbank: Simon Kauth wird neues Mitglied der Geschäftsleitung

    Die LUKB hatte im Januar 2022 bekanntgegeben, ihre Aufbauorganisation anzupassen, um ihre Schlagkraft bei den Themen IT und Digitalisierung zu erhöhen. So wechselt der Bereich Informatik, der aktuell CFO Marcel Hurschler unterstellt ist, per 1. Januar 2023 in das bisherige Departement Marktservices. Gleichzeitig werden der Bereich Asset Management vom Departement Marktservices in die Zuständigkeit von Marcel Hurschler verschoben und der Bereich Spezialberatungen (Finanzplanung, Vorsorge-, Steuer- und Erbrechtsberatung) neu dem Vertrieb, sprich dem Departement Firmenkunden & Private Banking zugewiesen. Das Departement Marktservices wird in Zukunft noch stärker auf IT und Digitalisierung fokussiert sein und ab 2023 die neue Bezeichnung «Technologie & Services» tragen.

    Im Zuge dieser Reorganisation kommt es auch zu personellen Wechseln: Leo Grüter, seit 2010 Geschäftsleitungsmitglied der Luzerner Kantonalbank AG (LUKB), wird per Ende Jahr 2022 aus der Geschäftsleitung austreten. Nachfolger als Leiter Firmenkunden & Private Banking wird Beat Hodel, der noch bis Ende Jahr 2022 das bisherige Departement Marktservices führt.

    Per 1. Januar 2023 wird Simon Kauth die Leitung des neu strukturierten Departements Technologie & Services übernehmen. Simon Kauth hat im Jahr 1997 an der Universität St. Gallen HSG in Wirtschaftswissenschaften promoviert. Er verfügt über langjährige Berufserfahrung sowohl im Banking als auch auf der Seite der Anbieter von Kernbanken-Software (Avaloq und Finnova), zuletzt auf Geschäftsleitungsstufe. Der gebürtige Thurgauer Simon Kauth wohnt mit seiner Familie in Zollikon ZH. 

    «Simon Kauth erfüllt mit seinem Profil und seinem bisherigen Leistungsausweis unseren Anforderungskatalog für die Leitung des Departements Technologie & Services optimal: Ausgeprägter IT-Hintergrund und profundes Knowhow im Banking», begründet LUKB-CEO Daniel Salzmann die Wahl des neuen Geschäftsleitungsmitglieds. Die LUKB führte unter der Leitung von Daniel Salzmann und mit Unterstützung von externen Spezialistinnen und Spezialisten einen mehrstufigen Auswahlprozess durch.

  • Neuer Niederlassungsleiter in Solothurn

    Neuer Niederlassungsleiter in Solothurn

    Die PRIVERA Niederlassung in Solothurn wird ab dem 01.08.2022 von Matthias Räber geleitet. Herr Räber ist Immobilienbewirtschafter mit eidg. Fachausweis und verstärkt die PRIVERA seit Oktober 2021 als Senior Bewirtschafter. Er war zuvor als Leiter Bewirtschaftung bei einem renommierten Immobilienunternehmen in der Region Olten/Gäu/Solothurn tätig und hat mehrjährige Erfahrung in der Immobilienbranche.

    Matthias Räber tritt damit die Stelle von Roger Kiefer an. Herr Kiefer verlässt PRIVERA per Ende Juli 2022, um eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Bis zum Stellenantritt von Matthias Räber wurde die Zeit optimal für die Übergabe genutzt. «Die Niederlassungsleitung in Solothurn intern besetzten zu können, ist ein Gewinn für PRIVERA. Matthias Räber wird die Niederlassung mit grossem Engagement weiterführen.», sagt Andrea Jürg Wegmüller, COO der PRIVERA.

  • Hansueli Loosli wird in Verwaltungsrat von Avobis gewählt

    Hansueli Loosli wird in Verwaltungsrat von Avobis gewählt

    Mit der Wahl von Hansueli Loosli ist der Verwaltungsrat der Avobis Group AG laut Medienmitteilung komplettiert worden. Der frühere CEO und Verwaltungsratspräsident der Coop-Gruppe bringe unternehmerisches Denken und Fachexpertise sowie ein umfassendes Netzwerk mit, heisst es weiter. Er werde dazu beitragen, die Wachstums- und Innovationsstrategie von Avobis voranzutreiben.

    Avobis investiert neben anderen Bereichen auch im Limmattal. Laut einem Bericht im „Badener Tagblatt“ geschieht das über die beiden Immobiliendienstleister Rimaplan und Centerio, die in Wettingen AG an attraktiver Lage bauen und die Center Passage betreiben. Die Avobis Gruppe hatte beide 2021 gekauft. Die Rimaplan AG hatte bis Anfang 2020 ihren Hauptsitz in Würenlingen AG und danach in Zug. Sie ist als Projektentwicklerin im Häfliger-Areal an der Wettinger Landstrasse engagiert, wo unter anderem zwei fünfgeschossige Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 35 Wohnungen und einem kleinen Gewerbeanteil erstellt werden sollen. Rimaplan übernahm Anfang 2016 die Bewirtschaftung des Wettinger Einkaufszentrums Center Passage. Dies wurde 2019 von der Centerio AG übernommen.

    Hansueli Loosli bringe „grosse strategische Erfahrung und vielseitige Kompetenz mit und sei eine wertvolle Ergänzung zum heutigen Gremium“, wird Thomas Abegg zitiert, Verwaltungsratspräsident der Avobis Group AG. Avobis sei ein „agiles, innovatives und mutiges Unternehmen, das den Immobilienmarkt in der Schweiz seit 25 Jahren erfolgreich revolutioniert“, wird Hansueli Loosli zitiert, der im Verwaltungsrat den Vorsitz des Ausschusses Kunden und Markt übernimmt und damit die strategische Bearbeitung des Marktes und die Betreuung von Grosspartnerschaften verantwortet.

    Loosli war 2010 Schweizer Unternehmer des Jahres und hat 2003 den SwissAward erhalten.

  • Nachhaltige Wohnquartiere: großer Sprung statt kleiner Schritte

    Nachhaltige Wohnquartiere: großer Sprung statt kleiner Schritte

    Nur mit der Wohnungswirtschaft ist die Energiewende zu schaffen. Denn fast 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen stammen aus Gebäuden, und der größte Teil davon wiederum aus Wohngebäuden. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, zielt die europäische und nationale Regulierung daher immer stärker auf die Bau- und Wohnungsbranche.  

    Doch nicht nur immer schärfere Vorschriften zwingen Bauherren und Eigentümer, auf die Nachhaltigkeit zu achten. Auch unabhängig davon fordern Investoren zunehmend ein, dass bei Immobilienprojekten ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt werden, und die EU-Offenlegungsverordnung sorgt in dieser Hinsicht für mehr Transparenz. Objekte, die Nachhaltigkeitskriterien unzureichend erfüllen, werden an Wert verlieren und es immer schwerer haben, Käufer und Mieter zu finden.  

    So schafft der Markt Anreize für Bauherren und Eigentümer, ihre Objekte nachhaltiger zu machen. Dabei tritt der «Impact»-Gedanke immer mehr in den Vordergrund: Es geht nicht darum, mit geringstmöglichem Aufwand die Vorschriften zu erfüllen, sondern mit angemessenem Aufwand größtmöglichen Nutzen für Umwelt und Gesellschaft zu stiften.  

    Es kommt dabei nicht in erster Linie darauf an, am Reißbrett Neubauten nach den neuesten ökologischen Standards zu planen. Denn die allermeisten Häuser, in denen wir in zehn, 20 oder 30 Jahren wohnen werden, sind längst gebaut. Und viele davon haben den energetischen Standard der siebziger Jahre und damit keinerlei Features, um Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen im Rahmen zu halten. Abriss und Neubau sind oftmals nicht finanzierbar. Hinzu kommt die sogenannte graue Energie, die für Förderung, Herstellung und Transport von Baustoffen und den Bau selbst aufgewendet wird. Eine Sanierung mit unspektakulären, aber intelligenten Maßnahmen hat damit oftmals mehr ökologischen Impact als ein ökologischer Musterneubau.  

    Starker Hebel 
    Quartiere, also ganze Gebäudeensembles oder Stadtviertel, bieten besondere Möglichkeiten, Impact zu erzielen. Zum einen natürlich, weil entsprechende Projekte eine Vielzahl von Wohneinheiten umfassen. Damit multipliziert sich die Wirkung von Maßnahmen auf Gebäudeebene wie verbesserte Dämmung, Einbau besser isolierender Fenster oder Austausch der Heizanlage durch energieeffizientere Technologie.  

    Vor allem aber ist dank der Skaleneffekte der Bau aufwendiger Anlagen erheblich kostengünstiger möglich, weil sich mehrere Gebäude gemeinsame Infrastruktur teilen können. Energieeffiziente Blockheizkraftwerke können damit ebenso wirtschaftlich werden wie Nutzung von Solarenergie, Klein-Windkraftanlagen oder Geothermie. Auch Elektromobilitätskonzepte, zu denen zum Beispiel das Angebot von Ladeinfrastruktur für Elektroautos oder -fahrräder gehört, lassen sich in einem Quartier erheblich leichter realisieren als in einem Einzelgebäude. Weitere Möglichkeiten betreffen gemeinsame Grünanlagen, die das Mikroklima verbessern oder Biotope für Pflanzen und Insekten beherbergen.  

    Zudem haben größere Quartiersprojekte Ausstrahlungswirkungen auf die Nachbarschaft und unter Umständen sogar darüber hinaus. Das betrifft insbesondere die soziale Komponente. So können Einrichtungen wie etwa Kindergärten oder Arztpraxen, die im Rahmen der Quartiersentwicklung mitgeplant werden, auch von Anwohnern aus dem weiteren Umkreis genutzt werden. Die Planung bezieht daher die soziale Struktur über die Grenzen des Quartiers hinaus ein und sollte in enger Abstimmung mit Kommune und Anwohnern erfolgen. Bei größeren Projekten sollte es auch eine Verkehrsplanung in Zusammenarbeit mit externen Stellen geben, die auf Fußgänger- und Fahrradfreundlichkeit und eine stärkere Nutzung von öffentlichem Personennahverkehr und Elektromobilität hinwirkt.  

    Je stärker ein Projekt auf die Nachbarschaft ausstrahlt, umso größer ist das Gewicht, das Bauherren und Eigentümer in Verhandlungen mit Kommunen und Behörden auf die Waage bringen. Das kann auch zu städtebaulichen Entscheidungen führen, die die Nachhaltigkeit und damit auch den Marktwert des Projekts steigern, etwa wenn für ein neues oder umgestaltetes Quartier eine neue Straßenbahnhaltestelle angelegt wird.  

    Gute Kontakte und Verhandlungsgewicht im Austausch mit Behörden sind auch wichtig, um bürokratische Prozesse im Sinne der Nachhaltigkeit des Projekts zu beeinflussen oder zu beschleunigen. Ein Beispiel ist der Milieuschutz, der nicht selten verhindert, dass umweltschädliche Heizungssysteme durch effizientere Technologie ersetzt werden. Behörden haben bei Genehmigungen aber einen gewissen Spielraum und werden diesen eher nutzen, wenn eine Genehmigung für ein umfangreiches Projekt großen Nutzen für den Umweltschutz bringt.  

    Mögliche Konflikte zwischen ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit sind dabei zu berücksichtigen. So ist es denkbar, dass energetische Sanierungen die Mieten erhöhen. Dem steht eine Entlastung der Mieter bei den Nebenkosten gegenüber, was wegen der jüngst stark gestiegenen Energiekosten stärker ins Gewicht fällt. Mit staatlichen Hilfen ist es denkbar, energetische Sanierungen gesamtmietenneutral zu gestalten.  

    Der Klimaschutz ist eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit, und die Immobilienbranche hat hier eine besondere Verantwortung. Bei Quartiersprojekten haben die Akteure einen besonders starken Hebel in der Hand, schnell spürbare Wirkungen zu erzielen. 

  • SVIT Swiss Real Estate Forum 2022 – Digitalisierung, Disruption und Datenflut im Fokus 

    SVIT Swiss Real Estate Forum 2022 – Digitalisierung, Disruption und Datenflut im Fokus 

    Nach der offiziellen SVIT Delegiertenversammlung am Donnerstagvormittag referierte im Konferenzsaal des Verkehrshaus Luzern zunächst der Strategie- und Innovationsberater Maks Giordano. Er zeigte auf, was passiert und wie man reagieren kann «wenn Zukunft in exponentiellen Schritten kommt». Giordano ist überzeugt, dass nach Mobilfunk und World Wide Web unsere Industrien jetzt durch die dritte Welle der digitalen Disruption und mit deren exponentiellen Entwicklungen der Technologie, nochmals grundlegend verändert werden. «In diesen Zeiten der Hyper-Innovation und des Hyper-Wachstums ist es zwingend erforderlich, dass wir alle die notwendigen Fähigkeiten erlernen, um diesen Wandel zu bewältigen», so seine Botschaft. 

    Comedy und Politgeflüster 
    Im Anschluss bot Comedian Kaya Yanar ein «Best Of» seines bisherigen Schaffens in der Fernseh- und Komikerszene, ehe dann am Nachmittag eine erste Podiumsdiskussion anstand. SVIT Forum-Moderator Urs Gredig begrüsste die Politiker Hans Egloff (SVP, Präsident HEV Schweiz) und Michael Töngi (Grüne, Vize-Präsident des Schweizerischen Mieterinnen- und Mieterverbands) sowie Martin Tschirren, Direktor des BWO Bundesamts für Wohnungswesen, auf der Bühne. Sie analysierten gemeinsam die derzeitige politische und gesellschaftliche Stimmungslage hinsichtlich einer möglichen Totalrevision des Schweizer Mietrechts, das aus dem Jahr 1990 stammt. Generell halten sie angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Nationalrat nur kleinere Änderungen für möglich, auch wenn Egloff und Töngi grundlegende Modifikationen und Teilrevisionen verlangten. Bundesamtleiter Tschirren gab zu bedenken, dass in der vor uns liegenden Zeit eine Verschärfung der Wohnungsknappheit droht. Dies sei vorrangig in den Grossstädten und -zentren festzustellen. 

    Bundesrat sieht Handlungsbedarf bei Mieten 
    Am Ende des ersten Tages des SVIT Forum 2022 richtete Bundesrat Guy Parmelin, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung und Bundespräsident im 2021, eine Grussbotschaft an die SVIT-Delegierten und -Gäste. Er betonte, die neue Bedeutung für das Wohnen als eine Folge der Corona-Pandemie. Vor allem Arbeitende in Büros hätten sich nun angesichts von Homeoffice und Videokonferenzen vom Zuhause aus vermehrt Gedanken über ihre Wohnsituation gemacht. Es gelte heute zu reagieren auf stark steigende Wohnungs- und Energiepreise. Zudem sei die Wohneigentumsquote in der Schweiz wieder im Rückwärtsgang: Während diese noch im 2015 bei 38,4 Prozent lag, habe sie im 2019 bereits nur noch 36,4 Prozent betragen, zitierte Parmelin aus den Zahlen des BFS und des Bundesamts für Wohnungswesen. Bei der Mietzinsgestaltung sieht er einen «gewissen Handlungsbedarf». Konkret wurde er bei einer allfälligen Überprüfung der Orts- und Quartiersüblichkeit. Hier werde es schon bald eine Expertengruppe geben, die sich dieses Themas annehme. Zu den jüngsten Entwicklungen auf der Zinsseite sagte Parmelin: «Die Schweizerische Nationalbank kommt zurück auf den normalen Weg.» 

    Schifffahrt und Achterbahn 
    Der erste Event-Tag wurde mit einer Schiffrundfahrt auf dem Vierwaldstättersee auf der MS Diamant abgerundet. Der zweite Tag des SVIT Forum 2022 am Freitag begann mit einem eindrücklichen Impulsreferat des früheren AMD-Chefs und heutigen Start-up-Investors Carsten Maschmeyer, der die Hohen und Tiefen seiner Wirtschaftskarriere schilderte und dem Publikum seine «Erfolgsformel durch Chancen und Krisen hindurch für ein erfülltes Leben» verriet. 

    Datenrechte digitalisierter Dienstleister 
    Die zweite Podiumsdiskussionsrunde, moderiert von «Immobilia»-Herausgeber Ivo Cathomen, beschäftigte sich mit der Zukunft der Immobiliendienstleister. Er hatte hierzu Oliver Hofmann, CEO der Wincasa AG, Béatrice Schaeppi, Chefin des gleichnamigen Familienunternehmens, sowie Severin Krebs, Geschäftsführer der Pfannenstiel Immobilien AG, auf das Podium eingeladen. Die drei Unternehmensleader schilderten, wie die Digitalisierung die Arbeit des Bewirtschafters heute in vielerlei Hinsicht beeinflusst und bestimmt. Als die wichtigsten Baustellen für Dienstleistungen in der Immobilienbranche identifizierten sie die Datenhoheit bzw. den Datenschutz sowie die Befriedigung der unterschiedlichen Kundenbedürfnisse und die Rekrutierung von Fachpersonal. 

    Das SVIT Swiss Real Estate Forum 2022 endete am Freitagmittag im Verkehrshaus Luzern mit einer Verabschiedung durch SVIT-Präsident Andreas Ingold und schliesslich mit einem Thai-Stehlunch im Foyer, während draussen ein erster grosser Gewitterschauer des Tages niederging.

  • «FRZ Flughafenregion Zürich – Der grosse Freundeskreis von mir»

    «FRZ Flughafenregion Zürich – Der grosse Freundeskreis von mir»

    Zur Person
    Christoph Lang ist seit der Gründung im Jahr 2012 Geschäftsführer des Wirtschaftsnetzwerks FRZ Flughafenregion Zürich (FRZ). Dieses umfasst aktuell über 750 Unternehmungen und 14 Städte und Gemeinden. Der Jurist sowie Standort- und Wirtschaftsförderer par excellence hält die FRZ auf Expansionskurs – in der Region und darüber hinaus. Der 68-Jährige ist zudem Gemeinderat in Rickenbach im Kanton Zürich und dort zuständig für die Bereiche Finanzen, Sicherheit und Verkehr.

    Herr Lang, wie hat sich das Wirtschaftsnetzwerk FRZ Flughafenregion Zürich (FRZ) im Laufe der vergangenen Zeit entwickelt?
    Die Flughafenregion hat sich sehr gut entwickelt. Zu Beginn, im Jahr 2012, hatten wir 49 Mitglieder. Inzwischen hat sich diese Zahl weit mehr als verzehnfacht. Wir zählen über 750 Unternehmungen. Was mich ganz besonders freut: Wir konnten in der Zwischenzeit von 8 auf 14 Städte und Gemeinden wachsen. Zuletzt schlossen sich die Gemeinden Volketswil und Bachenbülach an. Die Städte und Gemeinden erkennen, dass wir nur gemeinsam stark sind und die Region dadurch bekannter wird. Sie wird attraktiver sowohl für Firmenansiedlungen als auch für neue Einwohnerinnen und Einwohner. Das sieht man beispielhaft an Bülach. Die Stadt ist in den letzten 15 Jahren von rund 14.000 auf 23.000 Einwohner gewachsen ist. Dank der Überbauung Bülach Nord mit dem Glasi Areal wird die Einwohnerzahl bald gegen 30’000 steigen.

    Was sind die Vorteile der FRZ?
    Die Firmenmitglieder haben realisiert, dass sie durch die vielen FRZ-Veranstaltungen viel Wissen und wichtigen Information erhalten. Vor allem der jährliche Immobilien-Summit erfreut sich grosser Beliebtheit und ist immer ein hochkarätiger und spannender Anlass. Die NZZ hielt fest, dass sich der Immobilien-Summit zu einem der wichtigsten Immobilien-Anlässe der Schweiz positioniert hätte. Die weiteren Networking Events tragen ebenfalls dazu bei, dass es einerseits viele Neuansiedlungen gibt und andererseits untereinander gut kooperiert und gewirtschaftet wird. Ein schönes Beispiel ist der Vermarktungserfolg des Milliardenprojekts The Circle am Airport Zurich, wo inzwischen über 85 Prozent der Flächen vermarktet werden konnten – und dies trotz Corona-Pandemie. Das ist ein Trend, den man vor zwei, drei Jahren nicht erwartet hat. Gemäss neuesten Informationen des Circle steht man mit neuen Interessenten in Kontakt. Wir haben zwar generell immer noch rund zehn Prozent Büroleerstände in der Region. Dennoch zeigen uns die Vermietungen, wie attraktiv dieser Raum ist. Das ist übrigens weltweit ähnlich in den Flughafenregionen: die Menschen wollen dort wohnen und arbeiten. Die Erreichbarkeit ist immer noch das A und O.

    Wie sieht Ihre Definition der Flughafenregion Zürich heute aus?
    Das ist die Region mit rund 20 Städten und Gemeinden rund um den Flughafen Zürich. Die Flughafenregion Zürich im weiteren Sinne erstreckt sich jedoch bis zum Rhein, bis in die Nähe von Winterthur und Uster. Eigentlich gehört das Zürcher Oberland, das Furttal und das Limmattal ebenso dazu. Man kann es auch so sehen: Die Flughafenregion ist überall dort, wo die Menschen dem Fluglärm ausgesetzt sind, dann sind der Kanton Thurgau und die Innerschweiz Teil davon. Der Flugverkehr bringt eine gewisse Lärmbelastung mit sich – allerdings ebenso Arbeitsplätze und weitere Vorteile. In der Zukunft – vielleicht schon in 20 Jahren – werden die Flugzeuge deutlich leiser sein. Dann wird Fluglärm kein Thema mehr sein. Davon bin ich fest überzeugt.

    Wie geht es dem Flughafen momentan und wie sind die weiteren Geschäftsaussichten?
    Der Flughafen hat aufgrund der Corona- Pandemie zwei schwierige Jahre hinter sich. Wir hatten allerdings bereits im Herbst 2021 an gewissen Tagen gute Zahlen. Im Oktober gab es beispielsweise bei Edelweiss Air eine Auslastung von 90 Prozent. Die Reiselust steigt. Ich rechne damit, dass die durchschnittliche Auslastung in diesem Jahr bei über 70 Prozent liegen wird. Dies ist selbstverständlich abhängig von anderen Regionen, ob und wie stark die bisherigen Reise-Restriktionen gelockert werden aufgrund der Entwicklung der Gesundheits- und Sicherheits-Situation. Ich bin zuversichtlich, dass im Jahr 2024 das Passagieraufkommen wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen wird. Der Flughafen investiert sehr viel in seine Entwicklung, bis eine Million Franken pro Tag. Davon profitiert die gesamte Region. Viele Firmen aus der Flughafenregion haben am Bau des Circle mitgearbeitet.

    Und wie sieht es da mit den Nachhaltigkeitsaspekten aus?
    Ich hoffe, dass der Pfad der Nachhaltigkeit konsequent weiterverfolgt wird. Mit effizienteren Flugzeugen und alternativen Treibstoffen ist das möglich. Dabei ist mir sehr wichtig, dass wir als Netzwerk, als Region und als Gesellschaft unseren Beitrag zum Erreichen der globalen Klimaziele leisten.

    Welche Ziele verfolgt die FRZ mit der Strategie 2022-2025?
    Innerhalb dieser Strategie ist die Informations- und Kommunikations-Technologie (ICT) sehr wichtig. Wir haben beispielsweise HP, Isolutions, Microsoft und SAP in der Region. Google hat in Zürich den grössten Standort ausserhalb der Vereinigten Staaten. Es werden viele Rechenzentren in der Flughafenregion gebaut, fast schon so viele wie Einfamilienhäuser. Meine Vision ist, dass die Flughafenregion ein weltweiter ICT-Hub wird.

    Sie haben im Februar 2022 via ZKB ein sogenanntes «Tracker-Zertifikat» der Flughafenregion Zürich lanciert. Warum?
    Hier stecken mehrere Gedanken dahinter. Die Flughafenregion verfügt über viele gute und attraktive Firmen, deshalb macht die Emission eines solches Finanzprodukts Sinn. Wenn man 15 bis 20 dieser erfolgreichen Unternehmen selektioniert, ergibt dies ein sehr interessantes Wachstumsprofil. Die im Finanzprodukt enthaltenen Unternehmen wachsen und performen überdurchschnittlich. Im Weiteren geht es um Werbung für die Flughafenregion Zürich. Wir sind der einzige Standort- und Wirtschaftsförderer in der Schweiz, der eine solche Initiative lanciert hat. Aus diesen Gründen haben wir diesen Schritt zusammen mit der Zürcher Kantonalbank gewagt. Jetzt gibt es natürlich wirtschaftlich eine gewisse Unsicherheit wegen der Unruhe in der Ukraine. Doch wenn die Märkte sich wieder beruhigt haben, werden auch die Firmen im ZKB-Tracker-Zertifikat Aufwärtstendenzen zeigen.

    Die FRZ feiert 2022 ihr Zehn-Jahres- Jubiläum (…)
    (…) Wir sind sehr stolz, dass wir dieses Jubiläum mit unseren über 750 Mitgliedern und den Stadt- und Gemeindevertretern feiern können. Wir werden etwas Spezielles anlässlich des Wirtschaftsforums organisieren, das wieder im Zelt von Salto Natale stattfinden wird. Als Keynote-Speaker haben wir Roland Brack gewinnen können, ein sehr erfolgreicher Guru im Online-Handel. Gian-Luca Bona, langjähriger CEO der Empa wird uns als zweiter Keynote Speaker beehren.

    Wo steht die FRZ in zehn Jahren?
    Wir werden nach wie vor das persönlichste und digitalste Netzwerk der Schweiz sein. Wir wollen weiter den Standort erfolgreich entwickeln, dass er Anziehungskraft für Firmen und Menschen besitzt. Sollte ich mal nicht mehr aktuelle Position innehalten, werde ich ganz sicher gerne möglichst viele FRZ-Anlässe besuchen. FRZ Flughafenregion Zürich – das ist der grosse Freundeskreis von mir. Wir wollen die bereits angesprochene Strategie 2022-2025 erfolgreich umsetzen und natürlich auch mit der FRZ wachsen. Etwa im Bereich Sponsoring, in dem wir momentan rund eine halbe Million Franken pro Jahr einnehmen. Mein Ziel für 2025 ist, in diesem Segment die Millionengrenze zu erreichen und dann total mit der FRZ zwischen drei und fünf Millionen Umsatz erzielen. Aktuell setzen wir über zwei Millionen Franken um.

    Wo sehen Sie noch Platz für weitere Immobilienprojekte?
    Da gibt es noch eine Vielzahl an Möglichkeiten. Ich denke da an Bachenbülach oder an das Glasi-Areal in Bülach sowie an die Städte und Gemeinden östlich der Flughafenregion. Es gibt 15 bis 20 grosse Bauprojekte in der Region mit einem Bauvolumen von über 100 Millionen Franken. Alles was von der Bauzone her möglich ist, wird in der Gegend überbaut. Wir haben in der Schweiz ein jährliches Bevölkerungswachstum von 40.000 bis 50.000. In wenigen Jahren wird die Schweiz zehn Millionen Einwohner zählen. Viele davon wollen in einer Gegend leben, welche gut erreichbar ist. Das ist vor allem für jüngere Mitarbeitende sehr wichtig. Der Druck auf die Ballungszentren bleibt unverändert bestehen, das ist deutlich feststellbar. Hier müssen in der Schweiz Überlegungen angestellt werden: Was machen wir mit den Randregionen? Wichtig ist für mich, dass die Infrastrukturen in Randregionen erhalten bleiben und nicht von der Abwanderung bedroht werden. Eine Initiative von mir wäre eine engere Zusammenarbeit via Organisation miaEngiadina mit der Region Unterengadin. Diese ist sehr stark im digitalen Bereich unterwegs. Das ist eine attraktive Gegend zum Arbeiten und vielleicht ist das auch eine Chance, dass sich verstärkt Firmen in dieser einzigartigen Region der Schweiz ansiedeln.

    Vielen Dank, Herr Lang, für das interessante Gespräch.

  • «Die Immobilienbranche hat die besten Jahre der Digitalisierung noch vor sich»

    «Die Immobilienbranche hat die besten Jahre der Digitalisierung noch vor sich»

    Zur Person
    Giuseppe Giglio verantwortet als Chief Digital Officer der Steiner AG die digitale Transformation und die Entwicklung neuer digitaler Produkte. Zuvor war er bei der Swisscom verantwortlich für die Digitalisierung der Vertriebskanäle und den Aufbau von Supportplattformen für den Privatkundenbereich.

    Herr Giglio, was ist Ihre Aufgabe bei der Steiner AG?
    Ich bin gemeinsam mit meinem Team von rund 25 Personen für die digitale Unternehmensentwicklung zuständig. Unser Ziel: das Unternehmen technologisch fit zu halten und erfolgreich in neuen digitalen Märkten zu etablieren. Dafür hat die Steiner AG vor einem Jahr die Kompetenzen für den digitalen Bereich gebündelt und mir die Verantwortung übertragen.

    Sie waren zuvor ausserhalb der Immobilienbranche tätig. Wo steht aus Ihrer Sicht die Digitalisierung im Immobilienbereich im Vergleich zu anderen Branchen?
    Andere Branchen konnten früher von den Vorteilen der Digitalisierung profitieren. Der Immobilienbereich steht noch am Anfang dieser Reise. In den vielen Gesprächen, die ich mit unterschiedlichen Unternehmen aus unserer Branche führen durfte, spüre ich aber eine grosse Veränderungsbereitschaft. Es herrscht eine Art Aufbruchstimmung. Der Immobilienbereich hat die besten Jahre der Digitalisierung noch vor sich. Dieser Umstand war es auch, der mich persönlich zum Wechsel bewogen hat.

    Wurde diese Aufbruchstimmung durch die Coronapandemie beflügelt?
    Die Pandemie hat sicher einen gewissen Druck auf das Vorantreiben digitaler Themen ausgeübt. Ich glaube aber, dass die Immobilienbranche selbst ohne Corona an diesem Punkt stehen würde. Unternehmen wollen den Anschluss nicht verpassen und wettbewerbsfähig bleiben.

    Wo hat die Steiner AG punkto Digitalisierung die Nase vorn?
    Das Unternehmen konnte sich nicht zuletzt wegen seiner modernen IT-Infrastruktur sehr rasch an die neuen Marktbedingungen der letzten zwei Jahre anpassen. So konnten wir zum Beispiel problemlos von jetzt auf gleich die Belegschaft von den Büros ins Homeoffice schicken und den operativen Betrieb jederzeit sicherstellen. Wir sind erfolgreicher und stärker aus der Pandemie herausgekommen. Auch hat die Steiner AG schon sehr früh bei ihren Eigenentwicklungen konsequent auf BIM gesetzt. Heute können wir auf über zehn Jahre Erfahrung in dieser Technologie zurückgreifen und kennen alle Tricks und Stolperfallen.

    Welche Digitalisierungsthemen werden aktuell besonderes nachgefragt?
    Die Energie- und Klimaziele 2030 fordern die Branche entlang der ganzen Wertschöpfungskette. Insofern werden Themen zur Transparenz bezüglich Umweltkennzahlen stark nachgefragt. Daneben fassen Online-Kollaborationsplattformen – die in anderen Branchen bereits zum Standard gehören – allmählich auch in der Immobilienindustrie Fuss.

    Wie stark hat sich BIM heute bereits durchgesetzt?
    Wir stellen fest, dass BIM oder Teile von BIM bei grösseren Projekten sehr häufig zur Anwendung kommen. Bei Renovationen beziehungsweise Bestandesbauten registrieren wir in den letzten Monaten ebenfalls eine hohe Nachfrage. Bei kleineren Projekten oder auch explizit im Bereich des Gebäudebetriebs haben wir Aufholbedarf. Die Digitalisierung ist stets mit Prozessveränderungen und Investitionen verbunden – viele Firmen sind hier noch vorsichtig. Wir müssen den Entscheidungsträgern die Vorteile von BIM aufzeigen und Beweise erbringen.

    Welche Vorteile bringt BIM?
    BIM schafft die Grundlage für echte Vernetzung von Immobilienprojekten. Konsequent und durchgängig angewendet, lassen sich in einer frühen Phase Planungsfehler vermeiden – und es kann schneller und dadurch günstiger auf neue Rahmenbedingungen reagiert werden. Digitales Planen ermöglicht zudem ein effizientes Betreiben. Die Vorteile für den Gebäudebetrieb sind exponentiell grösser.

    « Künstliche Intelligenz ist bereits heute nicht mehr wegzudenken »

    Können Sie ein Beispiel für Smart Home nennen?
    Bekannteste Beispiele sind die intelligente Steuerung der Gebäudetechnik wie Licht, Heizung und Sicherheitslösungen, etwa Türschlösser oder Alarmanlagen. Solche Lösungen sind mittlerweile weit verbreitet.

    Was sind die Vorteile von Smart Home?
    Man spricht heute von «Ambient Assisted Living». Smarte Technologie im Wohnbereich erlauben es beispielsweise älteren Menschen auch bei gesundheitlichen Einschränkungen länger in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus zu verbleiben und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. So beispielsweise mit Hilfe von Sensoren, die registrieren, wenn jemand umfällt und direkt einen Alarm auslösen. Es gibt auch die Möglichkeit, Licht/Storen etc. barrierefrei über die Sprache und nicht über komplizierte Bedienelemente zu steuern. Diese Thematik birgt nicht zuletzt auch auf Investorenseite viel Potenzial.

    Welches genau?
    Ein smartes Zuhause kann den Verbrauch der Haushalttechnik wie Heizung oder Kühlung messen und steuern, was zu einer Reduzierung des Stromverbrauchs führt. Dies resultiert in tieferen Betriebskosten.

    Wie und wo setzt man Zukunftstechnologien wie Augmented Reality (AR), Virtual Reality (VR), Artificial Intelligence (AI) schon heute ein?
    AR und VR sind derzeit noch Nischenthemen, die oft als Marketinginstrumente zum Einsatz kommen. Sie eignen sich hervorragend zur Visualisierung von Visionen und sind Nährboden für Inspiration.

    AI hingegen ist bereits öfters Realität als man denkt: Beispielsweise bei der Kostenermittlung oder Erkennung von Anomalien im Gebäudebetrieb. Da diese Abläufe meist im Hintergrund ausgeführt werden, bemerkt der Anwender oftmals nicht, dass eine künstliche Intelligenz oder ein Algorithmus im Spiel ist. Wenn man heute digital plant und baut, ist Künstliche Intelligenz nicht mehr wegzudenken.

    Was ist nötig, damit AR und VR ebenfalls alltagstauglich werden?
    Wir müssen Projekte mit einem «Digital-First-Mindset» anpacken. Je früher ein Projekt digital angegangen wird, desto profitabler wird es in der Gesamtbetrachtung. Wir brauchen noch mehr Praxisbeispiele, die aufzeigen, dass Projekte mit einer solchen Denkweise erfolgreicher werden. Gerade VR ist in einer frühen Phase hilfreich, um die Zusammenarbeit zu verbessern und um erfolgskritische Entscheide rasch herbeizuführen. Ich bin überzeugt, dass sich AR und VR im Immobilienbereich in den nächsten fünf Jahren durchsetzen werden.

    Welche Digitalisierungslösungen werden von Partnern und Subunternehmern der Steiner AG am meisten nachgefragt?
    Viele Unternehmen stehen noch am Anfang ihrer Digitalisierungsreise. Deshalb sind Schulungen, BIM-Management sowie die Bestandsaufnahmen von Immobilien für die digitale Inventarisierung des Immobilienportfolios zurzeit besonders gefragt.

    Wie verändert die Digitalisierung die Branche Ihrer Meinung nach in den nächsten fünf Jahren?
    Ich glaube, dass die Digitalisierung uns alle näher zusammenbringt. Bauherrschaft, Öffentlichkeit sowie Unternehmen arbeiten und tauschen sich auf der gleichen Plattform aus und gestalten das Projekt aktiv mit. Dies führt zu einer Demokratisierung von Immobilienprojekten, was wiederum zu erfolgreicheren und nachhaltigeren Ergebnissen führt.

  • So sieht Bürogestaltung heute aus

    So sieht Bürogestaltung heute aus

    Wie und wo arbeiten wir am liebsten beziehungsweise am besten? Das ist die Frage, die Arbeitnehmende beschäftigt. Und die Herausforderung, mit der sich Unternehmen auseinandersetzen.

    Der Wandel von der Präsenzkultur in hierarchischen Strukturen zur Vertrauens- und Leistungskultur in Netzwerken schreitet voran. Wir sind immer mehr gewohnt, uns ungebunden von Ort und Zeit für die gemeinsamen Unternehmensziele zu engagieren. Besonders der unfreiwillige Massentest Homeoffice hat gezeigt, wie sich die Definition des Arbeitsplatzes nachhaltig verändert. Unternehmen reaktivieren ihre Büros und fragen sich: Sind unsere Arbeitsräume noch zeitgemäss? Es liegt auf der Hand: Das Büro mit Zukunftsaussichten geht über die Mauern der Firmenzentrale hinaus. Es entsteht eine neue Gestaltungsnormalität, die eine hybride Nutzung unterstützt und das Büro als Teil eines Ökosystems betrachtet.

    Wie sieht Bürogestaltung Heute aus?

    Auf den Standort kommt es an
    Neben den Räumlichkeiten ist der Standort entscheidend dafür, wie sehr wir motiviert sind, ins Büro zu pendeln. Mitarbeitende erwarten eine gute Erreichbarkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und vor Ort beste Verpflegungs- und Einkaufsmöglichkeiten.

    Ein Hoch auf Vielfalt und Wahlfreiheit
    Als attraktives Büro gilt eine Arbeitsumgebung, in der sich Mitarbeitende jeweils die Zone aussuchen können, die am besten zur aktuellen Tätigkeit passt. Also ein Mix aus Projekt-, Kreativ-, Besprechungs- und Fokusräumen sowie loungeartigen Begegnungszonen. Und nicht zu vergessen: der Arbeitsplatz mit dem höhenverstellbaren Schreibtisch für fokussierte Einzelarbeit. Alternativen wie Homeoffice, Coworking Space oder Kaffeehaus erweitern das Arbeitsangebot ausserhalb des Büros.

    Das Quartier ist unser Revier
    Sogenannte Home Bases oder Hubs schaffen Orientierung im Büro. Es sind Quartiere, in denen Teams zusammenkommen. Förderlich für den gegenseitigen Austausch sind zudem Rituale: zum Beispiel der fixe Bürotag, das Teamfrühstück oder das gemeinsame Mittagessenkochen. Entscheidend dafür, dass sich soziale Aktivitäten unter Mitarbeitenden etablieren, ist die Büroraumgestaltung.

    Bitte nicht stören!
    Online-Meetings bleiben auch in Zukunft fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Klar ist es störend, wenn jede und jeder die Calls im offenen Teambüro durchführt. Die Lösung? Rückzugsmöglichkeiten in Form von «Telefonkabinen» mit guter Akustik, Belüftung und Beleuchtung. Grössere Kabinen sind perfekt für das Vieraugengespräch oder als temporäres Einzelbüro.

    Akustisch optimierter Arbeitsplatz für kollaborative Teamarbeit.

    Am liebsten hybrid
    Zoom & Co. für digitale Besprechungen machen den Anfahrtsweg überflüssig. Gleichzeitig schätzen wir auch physische Begegnungen. Es ist nicht die Frage, ob die Zusammenarbeit hybrid stattfindet, sondern vielmehr wie sehr. Der Schlüssel liegt in der räumlichen Integration und intuitiven Bedienung der Technologie.

    Das Büro als Wohlfühlort
    Wie ein Raum gestaltet ist, beeinflusst nachweisbar das Engagement, die empfundene Wertschätzung sowie die Zufriedenheit. Besonders wichtig ist die Akustik: In Sitzungs- und Kommunikationsräumen sollte die Sprachverständlichkeit hoch sein, in offenen Räumen hingegen sollte es möglichst ruhig sein. Für eine angenehme Arbeitsatmosphäre sorgen zudem eine gezielt eingesetzte Beleuchtung sowie Pflanzen.

    Büro? Ja, natürlich!
    Je natürlicher die Umgebung, desto wohler fühlen wir uns. Natürlichkeit lässt sich mit Möbel und Dekoration auch im Büro erreichen. Auf den ersten Blick nicht sichtbar hingegen ist die Nachhaltigkeit der eingesetzten Materialien. Hölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft, Stoffe aus rezyklierten Materialien oder wiederaufgefrischte Möbel verleihen dem Büro zusätzliche innere Werte.

    Raum für zufällige Begegnungen und Gespräche.

    Nutzen Sie die Chance, mit der physischen Arbeitsumgebung die Identität und die Kultur Ihres Unternehmens zu prägen. Zeigen Sie Ihren Mitarbeitenden, warum es sich lohnt, auch in Zukunft wieder ins Büro zu kommen.

    Zur Person
    Oliver Hauri ist der Vice President von Central & Eastern Europe und Managing Director bei der Haworth Schweiz AG.

    In seiner Rolle ist er verantwortlich für die Führung und das Wachstum von Haworth in Zentral- und Osteuropa. Das Familienunternehmen zählt zu den weltweit führenden Lösungsanbietern für die Ausstattung inspirierender Lern- und Arbeitswelten.

    haworth.com

  • «Eine Generalisten-Ausbildung eignet sich gut für den Beruf als Standortförderer»

    «Eine Generalisten-Ausbildung eignet sich gut für den Beruf als Standortförderer»

    Standortförderer pflegen ein Netzwerk, das von Unternehmen über Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Fachorganisationen und öffentlichen Institutionen bis hin zu kreativen Persönlichkeiten reicht. Sie bewerben zum einen den Standort durch Imagekampagnen, Messeauftritte wie auch durch den persönlichen Kontakt zu Investoren. Zum anderen setzen sie sich für Innovationen ein, begleiten Firmenansiedlungen, unterstützen KMUs und Startups und fördern damit die kontinuierliche Weiterentwicklung, die Branchenvielfalt sowie die Innovationskraft eines Wirtschaftsstandortes.

    In der Schweiz üben etwa 300 Personen die Tätigkeit des Standortförderers aus. Derzeit gibt es keinen anerkannten Berufsabschluss und auch keine einheitliche Ausbildung. Die Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement (SVSM) ist dabei, das Berufsbild zu definieren und die Ausbildung zu koordinieren und zu vereinheitlichen. Dabei setzt sie auf die Zusammenarbeit mit Universitäten, Fachhochschulen und Beratungsfirmen.

    Immo!nvest hat mit zwei erfahrenen Berufsträgern gesprochen, um zu erfahren, welche Talente und Eigenschaften für den Beruf des Standortförderers von Vorteil sind, wo die Herausforderungen liegen und was sie Berufseinsteigern raten.

    Zur Person
    Albert Schweizer ist seit 1998 Leiter Immobilien Stadt Schlieren und seit 1999 auch der Standortförderer. Er absolvierte eine handwerkliche Ausbildung, erlangte in der allerersten SVIT Ausbildung den Dipl. Immobilienverwalter und schloss 2004 an der FHS St. Gallen als Immobilienökonom den Master Real Estate Management ab. Von 1984 bis 1998 baute Schweizer bei einem grösseren Ostschweizer Generalunternehmer den Bereich Bewirtschaftung/Kauf/Verkauf auf. Heute ist er Gründungsmitglied (2001) und Vorstandsmitglied der SVSM sowie Vorstandsmitglied von Bio-Technopark Schlieren, Start-Smart-Schlieren, IG Rietbach und Healthtechpark Zürich-Schlieren.

    Wie sieht Ihr Berufsalltag in fünf Sätzen beschrieben aus?
    In meinem Beruf als Bereichsleiter Immobilien- und Standortförderung der Stadt Schlieren ist vor allem hohe Flexibilität gefragt. Da ich in einem Clustersystem arbeite, delegiere ich stetig Aufgaben an die jeweiligen Verantwortlichen. Daneben betreue ich bis zu 15 parallellaufende Projekte, die viel von meiner Zeit und Aufmerksamkeit fordern. Aus diesem Grund bin ich kurzfristig nicht immer sofort erreichbar.

    Welche Ausbildung eignet sich, um den Beruf des Standortförderers auszuüben?
    Ich habe einen Masterabschluss der Fachhochschule St. Gallen im Bereich Real Estate. Zudem bin ich bereits seit rund 40 Jahren in der Immobilienszene tätig. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass sich eine generelle Ausbildung im Immobilienbereich sehr gut eignet, um den Job eines kommunalen Standortförderers auszuüben.

    Welche Talente und Eigenschaften sind wichtig?
    Von grossem Vorteil sind sicher Weitsicht, Nachhaltigkeit und insbesondere Beharrlichkeit. Man muss Menschen und Immobilien mögen und ist gezwungen, alle geforderten Arbeiten von A bis Z selber zu erledigen.

    Was schätzen Sie an Ihrem Beruf besonders?
    Die Arbeit im Hintergrund sowie die Chance, persönlich etwas bewegen zu können.

    Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen?
    Wie so viele Berufe wird sich auch unserer komplett verändern und digitaler werden. Man benötigt ein sehr grosses Netzwerk. In Zukunft werden die Internationalität und damit verbunden die Sprachen ein grosses Thema sein.

    Wie wird sich das Berufsbild des Standortförderers in Zukunft Ihrer Meinung nach sonst noch verändern?
    Ich denke, es braucht künftig eine einheitliche Berufsbildung, beziehungsweise mindestens einen Lehrgang für den Beruf des Standortförderers mit einem entsprechenden Abschluss.

    Was raten Sie jungen Berufseinsteigern, um erfolgreich im Beruf Fuss fassen zu können?
    Junge Immobilienfachleute sollten sich vor allem Stellenausschreibungen von Standortförderern anschauen und sich permanent weiterbilden.

    Welche Meilensteine und Highlights haben Sie in Ihrem Berufsleben bislang erreicht und erlebt?
    Ich durfte wesentlich dazu beitragen, dass die Stadt Schlieren von 650 Firmenansiedlungen im Jahr 2000 auf 1200 im Jahr 2021 zurückblicken darf. Diese erfreuliche Entwicklung löste auch rund 5000 neue Arbeitsplätze aus. In der Stadt Schlieren konnte ich erfolgreich und nachhaltig die Cluster Biotechnologie, Startup-Förderung sowie Medical-/Healthtech einführen.

    Zur Person
    Mario Epp hat im Jahr 2018 den Master in International Affairs and Governance an der Universität St. Gallen (HSG) abgeschlossen. Nach seinem Praktikum auf der Schweizerischen Botschaft in Baku war er als Projektleiter bei Limmatstadt tätig. Zuletzt war er Mitarbeiter Kampagnen bei der FDP, bevor der gebürtige Urner im Dezember 2021 seine heutige Arbeit als Projektleiter Standortförderung für den Kanton Uri übernahm.

    Welche Ausbildung eignet sich, um den Beruf des Standortförderers auszuüben?
    Die Tätigkeit als Standortförderer umfasst eine grosse Bandbreite. Deshalb ist eine Generalisten-Ausbildung, wie ich sie an der Universität St. Gallen (HSG) in International Affairs and Governance geniessen durfte, von grossem Vorteil. Die perfekte Ausbildung gibt es meiner Meinung nach nicht: Standortförderung lernt man nicht im Studium, sondern in der Praxis. Wirtschaftliche Affinität, gute Fähigkeiten im Projektmanagement und Kontaktfreudigkeit erachte ich als zentrale Voraussetzungen.

    Was schätzen Sie an Ihrem Beruf besonders?
    Die Vielseitigkeit und das in mehrerlei Hinsicht: Man trifft auf eine breite Palette von Persönlichkeiten mit verschiedensten Hintergründen aus allen Branchen. Ebenso abwechslungsreich ist das Tätigkeitsfeld: Es reicht von Arealbesichtigungen mit Ansiedlungsinteressenten über Netzwerkanlässe bis hin zu wirtschaftspolitischen Analysen. Kaum ein Tag gleicht dem anderen. Vor allem aber bin ich überzeugt, dass der Wirtschaftsstandort Uri zu Unrecht unterschätzt wird. Zu Gunsten der Urner Bevölkerung und Wirtschaft kann ich dazu beitragen, das Potenzial des Kantons noch besser auszuschöpfen. Eine derart sinnstiftende Tätigkeit auszuüben, schätze ich sehr.

    Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen?
    Dazu gehört sicherlich der Fokus auf das Wesentliche. Genauso vielseitig wie der Beruf sind auch die Anfragen und Anliegen, die an die Standortförderung herangetragen werden. Abzuschätzen und zu priorisieren, was dem Standort Uri am ehesten zugute kommt, ist eine Herausforderung.

    Wie wird sich das Berufsbild des Standortförderers Ihrer Meinung nach in Zukunft entwickeln und verändern?
    Mit der sich abzeichnenden globalen Mindestbesteuerung entgleitet der Schweiz ein nicht zu unterschätzendes Standortargument. Aber die Schweiz und gerade auch Uri verfügen glücklicherweise über weitere überzeugende Standortvorteile. In der Konsequenz gehe ich von einer Verschärfung des Ansiedlungswettbewerbs in der Schweiz aus. Hinzu kommt, dass befeuert durch die Digitalisierung und den Homeoffice-Trend verstärkt Softfaktoren wie die Wohn- und Freizeitqualität ins Zentrum rücken. Softfaktoren sind aber schwieriger zu vermitteln. Ich gehe darum davon aus, dass die Rolle des Standortförderers noch wichtiger wird und der Beruf in der Konsequenz weiter an Bedeutung gewinnt.

    Was raten Sie jungen Berufseinsteigern, um erfolgreich im Beruf Fuss fassen zu können?
    Das Handwerk des Standortförderers zu kennen, ist das eine. Was aber genauso wichtig ist: Passion für seinen Standort. Ohne diese Leidenschaft wird es schwer, Unternehmen und Menschen für den Standort zu gewinnen. Hier habe ich Glück: Ich bin meinem Heimatkanton stark verbunden. Das macht es einfacher, Interessenten für den attraktiven Gotthardkanton zu begeistern.

    Welche Meilensteine und Highlights haben Sie in Ihrem Berufsleben bislang erreicht und erlebt?
    Hier ist sicherlich die Startup-Woche Uri hervorzuheben, die im Herbst erstmals stattfindet. Damit will die Standortförderung Jungunternehmen und Wissensarbeitende für den Standort Uri begeistern und dessen Vorzüge hervorheben. Ein weiteres Highlight stellt meine Tätigkeit für die Schweizer Botschaft in Baku dar, wo ich während eines Jahres Einblicke in die Diplomatie erhielt und auch Aserbaidschaner über die Schweiz informieren und für unser Land begeistern durfte.

  • «Planerische Rahmenbedingungen mit Weitsicht setzen»

    «Planerische Rahmenbedingungen mit Weitsicht setzen»

    Zur Person
    Balz Halter ist Hauptaktionär und Verwaltungsratspräsident der Halter AG. Die Unternehmensgruppe der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft beschäftigt rund 320 Mitarbeitende an den Standorten Schlieren, Bern, Basel, Luzern, Lausanne, Genf und St. Gallen. Der Ingenieur ETH und Jurist ist bekannt für Unternehmergeist und Innovationskraft. So hat sein Unternehmen «The Branch», ein Do-Tank und eine Kollaborationsplattform für eine innovative und integrierte Immobilienwelt, initiiert.

    Herr Halter, Ihr Unternehmen ist seit über 100 Jahren am Markt tätig. Was hat sich seither in der Stadtplanung verändert und was ist gleichgeblieben?
    Unverändert ist sicher immer noch die Anziehungskraft von Wirtschaftsmetropolen wie Zürich. Den Drang in die Stadt gab es schon vor 100 Jahren und er ist heute nicht geringer, wahrscheinlich sogar grösser. Es ist immer noch der gleiche Kampf um günstigen Wohnraum. Das wird ein ewiges Thema in allen Städten bleiben. Anders als damals macht man sich heute kaum Gedanken zu einer übergeordneten Stadtplanung und der Frage, wie sich Stadt über ihre politischen Grenzen hinaus entwickeln soll. Mit Aufkommen des Individualverkehrs und Ausbau der S-Bahnen wurde primär in Infrastrukturen gedacht und geplant. Entstanden ist die konturlose Agglomeration, die weder Dorf noch Stadt ist und ihre Identität sucht. Den Herausforderungen des Wachstums und die damit verbundene Not an zahlbaren Wohnraum begegneten unsere Ahnen vor 100 Jahren mit dem internationalen Städtebauwettbewerb Gross-Zürich, der sich weit über die damaligen Stadtgrenzen Zürichs erstreckte. Es wäre höchste Zeit, wieder einen derartigen Wettbewerb angepasst auf die aktuellen Anforderungen und Herausforderungen zu veranstalten.

    Gibt es hier vielleicht einen Wechsel durch die aufkommende Elektromobilität?
    Wir wissen, dass sich etwas verändern wird, aber wir sehen noch zu wenig klar, was da auf uns zukommt. Wie und wann sich Konzepte des Selbstfahrens, motorisierter Individualverkehr im Sharing-Modell kommen wird, wissen wir noch nicht. Wie dieser im Zusammenspiel mit öffentlichen Verkehrsträgern wie Tram, Bus und Bahn funktionieren oder diese sogar teilweise ersetzen werden, können wir noch nicht abschätzen. Es ist jedenfalls anzunehmen, dass diese Entwicklungen Auswirkungen auf die Stadtplanung haben werden, insbesondere auf den öffentlichen Raum. Möglicherweise werden weniger Parkplätze als Umschlagplätze gefragt sein.

    Im Wandel der Mobilität, von der Pferdekutsche bis zum Automobil und vielleicht sogar bis zur künftigen Drohne als individuelles Verkehrsmittel, muss man wie früher auch schon die Strukturen grosszügig planen, dann kann sich Vieles ergeben. Wir sehen gerade vor der Tür in Schlieren mit der Limmattalbahn oder auch im Glatttal die Wiedergeburt der Strassenbahn. Das ist möglich, wenn öffentliche Räume zur Verfügung stehen. Deshalb wäre es falsch, grundsätzlich von einem Paradigmenwechsel auszugehen.

    Faktor Flugzeug und Flughafen – wie strahlt das auf die Region Zürich und die Immobilienprojekte aus?
    Der Flughafen ist ein Treiber für Arbeitsplätze, Wohlstand und Prosperität. Wir verdanken wohl dem Airport Zürich auch, dass Zürich die Wirtschaftsmetropole in der Schweiz ist. Es war damals ein strategischer Entscheid, den Landesflughafen im Gebiet des damaligen Waffenplatzes Kloten-Bülach anzusiedeln. Davon profitieren wir alle heute in hohem Mass. Wir müssen diesen Vorteil weiter nutzen und dem Flughafen mit seiner Hub-Funktion Sorge tragen, so dass er direkte Verbindungen in alle Welt auch nach Corona bieten wird. Das Reisen wird wieder zunehmen, wenn auch nicht in dem rasanten Tempo, wie wir es zuvor erlebt haben. Der Flughafen Zürich hat eine enorm grosse Bedeutung und ich hoffe, dass das auch so bleibt.

    Braucht es einen Flughafenausbau, und falls ja, wie und wann?
    Im Wettbewerb der Volkswirtschaften ist die Schweiz als Binnenland und Exportnation auf diese Stärke angewiesen. Wir müssen den Flughafen als langfristiges Projekt verstehen, dass sich wandelnden Bedürfnissen anpassen kann und muss. Deshalb müssen wir planerisch und regulatorisch die Basis schaffen, dass ein weiterer Ausbau möglich bleiben wird. Ob das dann wirklich geschieht, steht auf einem anderen Blatt. Das können und müssen wir nicht heute oder morgen entscheiden. Aber die Rahmenbedingungen müssen mit Weitsicht gesetzt werden.

    Im Moment sind Lärm und Nachhaltigkeit sowie fossile Brennstoffe grosse Themen. Dank Fortschritt bei neuen Antriebsmodellen und bei der Energiegewinnung wird es auch in der Flugindustrie zu Veränderungen kommen. Es wird andere Kraftstoffe geben, die nachhaltiger sind. Die Lärmbelastung durch den Luftverkehr wird von Jahr zu Jahr weiter sinken. Auch deshalb können und sollten wir Weichen stellen, um einen Airport-Ausbau zu ermöglichen und Wachstum zuzulassen.

    In der Flughafenregion sind Sie zuhause und haben bereits eine Vielzahl an Projektentwicklungen mit Ihrer AG realisiert. Die jüngste in dieser Reihe ist eine Neuüberbauung in Wetzikon in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof. Was ist hier der aktuelle Stand und was entsteht dort genau?
    Das Zentrum Metropol, so der Name des Projektes, ist in meinen Augen ein wegweisendes Vorhaben, das als Modell für Zentrumsüberbauungen in Subzentren dienen könnte. Aus der Sicht des Stadtentwicklers ist es deshalb spannend, weil wir es mit der Um- und Neunutzung eines Einkaufszentrums zu tun haben. Shoppingcenter kennt man aus den 1960er und 1970er Jahren und mit dem Projekt Metropol erfolgt in Wetzikon eine Neuinterpretation dieses Modells. Geplant ist ein neuartiges Einkaufskonzept, das auch nach aussen strahlt. Wir bauen einen Stadtbaustein, der die verschiedenen öffentlichen Räume vernetzt und das Leben dort unterstützt. Wir interpretieren Stadt quasi neu. Es wird nicht mehr ein in sich geschlossenes System sein, sondern ein offener, zugänglicher und vielfältiger Ort für alle. Die Nutzungen werden gemischt sein: neben Retail- entstehen Dienstleistungsflächen, Wohnungen sowie Angebote für Coworking und neue Formen des Zusammenarbeitens. Wir streben einen guten Mix an, so dass der Ort lebt, nicht nur zu Büro- oder Geschäftszeiten. Wetzikon soll an Attraktivität gewinnen, gegenüber den grossen Zentren Zürich und Winterthur, so dass die Leute in ihrer Stadt bleiben.

    Stichwort «Digitales Planen und Bauen»: Mit Raumgleiter besitzt Halter hier eine wegweisende und innovative Schwestergesellschaft. Was wird heutzutage noch analog gemacht und was bereits alles digital?
    Raumgleiter ist ein Pionier im Bereich Virtualisierung, digitaler Planungs- und Bauprozesse auf der Basis von 3D-Modellen, respektive des digitalen Zwillings eines Gebäudes. An diesen Themen arbeiten wir bei Raumgleiter, aber eigentlich in allen Unternehmen unserer Gruppe. Doch: Immobilien sind und bleiben real. Deshalb ist deren Realisierung und auch vieles im Betrieb analog und wird es auch in Zukunft bleiben. Die Digitalisierung hilft uns jedoch, die heute sehr komplexen, hoch fragmentierten Bau- und Betriebsprozesse neu zu gestalten. Das Ziel muss sein, dass Gebäude effizienter und nachhaltiger erstellt und betrieben werden können, in hoher Qualität und ausgerichtet auf die tatsächlichen Bedürfnisse ihrer Nutzer. Wir stehen noch am Anfang: die Digitalisierung bietet unserer Industrie jedoch ein enormes Potenzial.

    Welche Rolle spielt dabei der von Ihnen mitinitiierte Do-Tank «The Branch»?
    Im Branch kommen viele verschiedene Beteiligte aus der Bau- und Immobilienwirtschaft zusammen: Unternehmer, Dienstleister, Bauherren, Investoren und finanzierende Institute. Wir als Halter-Gruppe sind auf Planer und Unternehmer angewiesen, wenn es um die Entwicklung und Realisierung von Gebäuden geht. Deshalb müssen wir Partner haben, die denken wie wir und die bereit sind, neue Prozesse, Produkte und Tools zu entwickeln und auszuprobieren. Deshalb laden wir Gleichgesinnte aus der Branche ein, auf unserem Weg in die Digitalisierung mitzumachen und durch innovative Konzepte neue Geschäftsmodelle, Berufsbilder und Plattformen zu schaffen und zu gestalten. Wir sind ein Do-Tank. Es geht nicht nur darum nachzudenken, sondern konkret zu handeln. Das können gemeinsame Pilotprojekte sein oder sogar gemeinsame Unternehmungen. Diese Initiative ist auf sehr offene Ohren gestossen. Wir haben enormen Zulauf von Bauunternehmern, Zulieferern, institutionellen und privaten Investoren und Planern. Wir sind auf einem sehr guten Weg, ein neues Verständnis und neue Denkmodelle in unsere Industrie hineinzubringen. Ziel ist es, über die Innovation hinaus unsere Wirkung zu verbessern, insbesondere auch bezüglich Nachhaltigkeitsaspekten und einer zirkulären Wirtschaft.

    Vieles in der Digitalisierung hängt scheinbar von gemeinsamen Standards ab. Sollten diese national oder besser international sein?
    Ich glaube, man überschätzt die Möglichkeiten einer Standardisierung, eines technokratischen Ansatzes in einer Zeit der sich rasch wandelnden technischen Möglichkeiten. Es ist verführerisch zu sagen, wir handeln alle gleich und wir denken alle gleich. Aber die Bauindustrie ist extrem regional und wenn man diese international und global betrachtet, findet man so viele unterschiedliche Kulturen, Usancen, aber auch Normen und Standards. Man kann sehr viel Energien verschwenden, wenn man versucht, den einen gemeinsamen Standard zu bauen. Man muss sich vielmehr an der Denkweise der Softwareindustrie orientieren. Dort ist nicht die Frage, ob alles nach dem gleichen Modell funktioniert, sondern wie kann man das «Handover» zwischen den verschiedenen Lösungen mit den richtigen Programmierschnitt- stellen hinbekommen. Am Ende werden sich aus diesen technischen Innovationen auch gewisse Industriestandards formieren. Diese sind dann nicht kraft Definition entstanden, sondern aus Bewährtem im Arbeitsalltag.

    Wie schaut Raumplanung und Stadtentwicklung in 20, 50 oder gar 100 Jahren dann aus?
    Ich bin kein «Digital Native» und keiner, der sich in den «Metaverses» herumtreibt. Aber auch zukünftige Generationen werden reale Geschöpfe bleiben und in der analogen Welt leben. Daran wird sich nichts ändern. Deshalb lohnt sich ein Blick zurück und zu schauen, wie Städte vor 100 Jahren gebaut wurden. Sie sind damals menschengerecht geplant und realisiert worden. Wir leben noch heute in diesen Städten und schätzen gerade diese bewährten Stadtstrukturen und Quartiere sehr. Natürlich verändern sich Möglichkeiten und Bedürfnisse. Die Grundstrukturen funktionieren aber noch, die wesentlichen Elemente, die Stadt ausmachen, bleiben die gleichen. Das ist vor allem am öffentlichen Raum abzulesen, den man früher mit Grosszügigkeit und Weitsichtigkeit, aber auch zuweilen mit einer gewissen ‘Verengtheit’ geplant hat. Das sind heute spezifische Qualitäten, die wir sehr schätzen.

    Wenn man Bilder vom Zürcher Bellevue vor 100 Jahren anschaut: Das war ein riesiger Platz, wo nicht viel passierte. Irgendwann kam das Tram, die Pferdekutschen verschwanden und dann sind die Autos, Zweiräder und Busse dazugekommen. Das konnte alles aufgenommen werden und funktionierte. Man muss offen sein für künftige neue Bedürfnisse und auch neue technologische Möglichkeiten. Grosszügige öffentliche Räumen schaffen Identität, Flexibilität und die Chance neue Entwicklungen zuzulassen. Das ist eine Qualität, die auch den Menschen gerecht wird und die die Attraktivität der Stadt ausmacht. Wenn wir an den bewährten Grundelementen weiterarbeiten, wird die Stadt in 100 Jahren zwar grösser und vielzähliger, aber nicht deutlich anders ausschauen. Gewisse Flächen und Räume werden anders bespielt werden als heute. Aber die Anziehungskraft von Städten wird bleiben.

  • SVSM besucht den Glattpark

    SVSM besucht den Glattpark

    Bei einem Rundgang durch das Entwicklungsareal Glattpark in Opfikon haben der Vorstand der Schweizerischen Vereinigung für Standortmanagement (SVSM) und führende Mitglieder und Berater am 15. Juni die Entwicklung in Augenschein genommen. Die vom Schlieremer Standortförderer Albert Schweizer organisierte Begegnung war Teil der Initiative Arealentwicklung – Königsdisziplin der Standortförderung. Dabei geht es um das Zusammenspiel zwischen öffentlicher Hand, Investoren, Architekten, Gebietsmanagement, Nutzern sowie Vereinen von unterschiedlichen Interessen bei der Entwicklung einer gemeinsamen Vision und Strategie.

    Die zweistündige Besichtigung fand unter der Leitung von Beny Ruhstaller, Gebietsmanager Glattpark und SVSM-Präsident, statt. Er hat die Publikation „Glattpark – eine Stadt entsteht“ herausgegeben. Die Teilnehmenden besuchten die verschiedenen Quartiere, sahen sich die Innenhöfe an, begutachteten die Architektur und besuchten den See und Park.

    An der Besichtigung nahm auch Arun Banovi, Verleger von Immoinvest und Medienpartner der SVSM, teil. Ebenso das ehemalige SVSM-Vorstandsmitglied Beat Ritschard und Alexandra Vogel, die Geschäftsführerin der SVSM in Winterthur, sowie Jasmina Ritz, Geschäftsführerin der Standortförderung Limmatstadt AG.

    Zum Zweck des Anlasses heisst es von den Initiatoren, der SVSM-Vorstand pflege aktiv die Beziehung zu seinen Senior-Mitgliedern und erfahrenen Experten. Es gehe dabei um das Erhalten des grossen Wissensschatzes und Netzwerkes dieser Persönlichkeiten. Und es gehe bei solchen Einladungen auch um die Wertschätzung ihrer Verdienste zugunsten des Verbandes und der ganzen Branche. Miteingeladen sind bei Veranstaltungen wie im Glattparkt jeweils auch die SVSM-Sponsoren.

    Nach der Besichtigung am Nachmittag war für 17 Uhr ein Apéro und Nachtessen im Restaurant Casa Cosi angesetzt.

  • Stellungnahme Dadvan Yousuf

    Stellungnahme Dadvan Yousuf

    Jedoch wird aktuell eine früher ausgelöste MROS-Meldung polizeilich ermittelt, folglich ist ausschliesslich ein polizeiliches Ermittlungsverfahren hängig. Zurzeit laufen die polizeilichen Abklärungen, was die MROS-Meldung bedeutet. Danach macht die Polizei beim Staatsanwalt entweder einen Antrag auf Eröffnung eines Untersuchungsverfahrens wegen Geldwäscherei oder auf Einstellung des Vorverfahrens.

    Berichterstattung entbehrt jeglicher Verhältnismässigkeit – Medien abgemahnt
    2021 gab es in der Schweiz 5964 MROS-Verdachts-Meldungen (Jahresbericht MROS). Davon wurden 1351 im Rahmen eines polizeilichen Ermittlungsverfahrens überprüft. Warum in den Medien diese Tatsache aussen vor gelassen und ausschliesslich über Dadvan Yousufs MROS-Meldung auf eine bereits vorverurteilende Art und Weise in den vergangenen Tagen berichtet wurde, ist fragwürdig und entbehrt jeglicher Verhältnismässigkeit. Weiter haben mehrere Medien die Rechtslage nicht korrekt wiedergegeben und wurden anwaltlich abgemahnt, ihre Berichterstattung der Faktenlage anzupassen. Diese haben bis spätestens 28. Mai 2022, 18.00 Uhr, Zeit, eine bereits verschickte Berichtigung zu publizieren. Für den Fall einer ausbleibenden Berichtigung innert vorgewährter Frist werden rechtliche Schritte vorbehalten, zudem wurde eine Gegendarstellung zur umgehenden Publikation mitgeschickt. Bereits die Berichtigung veröffentlicht haben die Handelszeitung.ch sowie Nau.ch.

    Keine Falschmeldungen und Vorverurteilungen
    Bereits in der Vergangenheit wurde in verschiedenen Artikeln erwähnt, dass sich Dadvan Yousuf hohe Beträge von Krypo-Exchanges auf seine Bankkonten hat auszahlen lassen, hierauf sogar «Grossbanken Dadvan Yousuf abgewimmelt haben» (HZ). Alleine dieser Umstand kann zu einer MROS-Meldung führen. Dadvan Yousuf wehrt sich weiterhin gegen Falschmeldungen und Vorverurteilungen.

    Gerne werden wir transparent über die nächsten Schritte informieren, sobald Dadvan Yousuf von den Behörden kontaktiert und über den Fortgang der polizeilichen Vorabklärungen informiert wird.

  • City Com Baden lädt zum 2. Forum Einkaufsstadt ein

    City Com Baden lädt zum 2. Forum Einkaufsstadt ein

    Die Detaillistenvereinigung City Com Baden veranstaltet am Donnerstag, 2. Juni, das 2. Forum Einkaufsstadt Baden. Beginn ist laut Mitteilung auf LinkedIn um 19 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum Trafo in Baden in der Halle 36.2. Saalöffnung ist um 18.30 Uhr.

    Zu dem zweiten Forum dieser Art begrüsst Michael Wicki, Präsident von City Com Baden, die Teilnehmenden. Thema des Abends sind laut dem Programm Fragen im Zusammenhang mit Bauen und Immobilien. Titel des Input-Vortrags ist: „Baustelle Einkaufsstadt – Vorhaben und Herausforderungen“. Dazu sprechen Gabriela Rast, Portfoliomanagerin der Pensionskasse SBB, und Fredy Hasenmaile, Leiter Immobilienanalyse bei der Crédit Suisse. Aus der Praxis berichtet Daniel Lorenzi, Inhaber und Geschäftsführer des gleichnamigen Küchenfachgeschäfts. Die Moderation liegt bei Katia Röthlin von der Kommunikationsagentur Röthlin & Röthlin in Baden-Dättwil.

    Um 19.30 Uhr gibt es Workshops zu den Fragestellungen: Um- und Neubauten – wie bleiben wir für die Kundschaft zugänglich? Attraktiver Ladenmix – wer sorgt für den passenden Mietnachfolger? Neue Raumangebote – was brauchen Start-ups? Die Auswertung der Gruppendiskussionen ist für 20.15 Uhr angesetzt und nach dem Schlusswort von Michael Wicki wartet ein Apéro riche.

    Das Forum Einkaufsstadt ist eine Initiative von City Com Baden und der Kontaktstelle Wirtschaft der Stadt Baden, der früheren Standortförderung. Die Inspirations- und Diskussionsplattform funktioniert hybrid – mit physischen Veranstaltungen zu bestimmten Themen und als virtueller Ort, wo die neusten Entwicklungen der Einkaufsstadt laufend verbreitet und verhandelt werden, heisst es zum Ziel der Veranstaltung auf der LinkedIn-Seite.

  • «Die Aufbruchstimmung ist spürbar»

    «Die Aufbruchstimmung ist spürbar»

    Herr Camenzind, wie hat sich die Urner Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung in den vergangenen Jahren verändert?
    Als ich 2012 ins Amt gekommen bin, haben wir die Ansiedlungsstrategie angepasst und sind eine Zusammenarbeit mit der Greater Zurich Area eingegangen. Das war ein wichtiger Schritt. Dann kam die Tourismusentwicklung in Andermatt dazu. Solche Entwicklungen sind wichtige Standortfaktoren und Verkaufsargumente. Man redet heute im Kanton Uri weniger über die Stausituation vor dem Gotthardtunnel sondern mehr über Andermatt. Die Entwicklung im Urner Talboden ist indes anders gelagert. Hier haben wir es in den letzten sechs, sieben Jahre vor allem mit Quartierentwicklungen zu tun gehabt. Wir als Kanton Uri besitzen im Urner Talboden auch Land, welches wir entwickeln möchten und das für Gewerbe und Industrie zum Verkauf steht. Ein weiterer wichtiger Standortfaktor ist der neue Kantonsbahnhof, an dem seit dem letzten Dezember internationale Züge halten. Bei uns ist in letzter Zeit sehr viel passiert. Diese Entwicklungen nehmen wir dankbar im Standortmarketing auf, damit wir spannende Geschichten erzählen können.

    Was sind die Vor- und Nachteile der neuen Destination Andermatt und des Kantons generell?
    Der Vorteil von Andermatt ist ganz klar: Wir sind als Kanton Uri positiv im Gespräch. Wir können unser Image verbessern und etwas für die Ausstrahlung des ganzen Kantons tun. Alleine in Andermatt sind 1000 Arbeitsplätze neu geschaffen worden. Und das nicht etwa durch Umlagerungen oder Umstrukturierungen. Es sind Arbeitsplätze, die wir in der Art und Vielzahl bislang nicht hatten. Das ist sicher sehr positiv. Und es hilft uns wiederum auch auf anderen Gebieten, wo wir vielleicht noch schwächer aufgestellt sind. Dieser Effekt strahlt mittlerweile in die umliegenden Gemeinden aus. All das wirkt sich positiv aus – bis hinunter in den Urner Talboden um Altdorf.
    Die Nachteile sind gestiegene Immobilienpreise – vor allem in Andermatt. Das ist teils schwierig für die lokale Bevölkerung. Ich bin aber überzeugt, dass Andermatt und seine Bevölkerung unter dem Strich von der Tourismusentwicklung profitieren.

    Wie sieht die Situation im Kantonshauptort Altdorf aus?
    Hier in Altdorf sind wir gut unterwegs – insbesondere dank dem neuen Verkehrsknotenpunkt in Altdorf. Dadurch ist der Kanton noch besser erschlossen. Wir haben hier gute Entwicklungen, etwa mit der Dätwyler in Schattdorf, welche unter anderem Kaffee-Kapseln für Nespresso herstellt. Die Perspektiven des Kantons Uri sind wesentlich besser als noch vor 20 Jahren. Vorher haben wir nur von Arbeitsplatzabbau der RUAG, SBB und beim Militär geredet. Das ist nicht mehr das Thema. Heute suchen
    die Firmen hier händeringend nach Arbeitskräften.

    Wie sehen Angebot und Nachfrage auf dem Urner Immobilienmarkt aus?
    In Altdorf und im Urner Talboden ist in den letzten zehn Jahren so viel gebaut worden wie noch nie. Die Befürchtungen, es gebe aufgrund der Neubauten irgendwann hohe Leerstände, haben sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Wir haben keine hohe Leerwohnungsziffer. Es sind in den vergangenen zehn Jahren etwa 3000 Wohnungen im Kanton neu gebaut worden. Das ist für Urner Verhältnisse viel. Die Preise sind hingegen stabil geblieben und nicht unter Druck geraten. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass wir im Verhältnis wenig Wohnfläche pro Einwohner hatten. Bis vor zehn Jahren waren wir noch bei etwa knapp 40 Quadratmeter pro Person. Im Schweizer Schnitt sind wir mittlerweile bei 50 Quadratmeter pro Person. Da haben wir jetzt ein wenig aufgeholt. In den letzten fünf, sechs Jahren ist darüber hinaus auch ein Bevölkerungswachstum im Kanton Uri festzustellen. Dies absorbiert die Wohnungen, die gebaut werden. Der Markt funktioniert.

    Wie geht es dem Gewerbestandort Uri?
    Eine der stärksten Branchen im Kanton Uri war schon immer die Baubranche. Das hat mit den grossen Infrastrukturprojekten zu tun: Kraftwerke, Bahngeleise, Autobahn, Tunnelbau. Das sind alles Baumeisteraufgaben. Da wird etwas gebaut, später stehen dann Sanierungen in regelmässigen Abständen an. Nehmen wir beispielsweise die Autobahn: Die Gotthardautobahn wird – mit der notwendigen Sanierung – jetzt quasi zum dritten Mal gebaut. In diesem Bereich tut sich also immer etwas. Dann ist Dätwyler mit seinen etwa 900 Angestellten in Uri ein sehr wichtiger Akteur. Die Metallverarbeitung war bei uns schon immer stark. Wir haben sehr viele mechanische Metallverarbeitungsbetriebe mit grossem Knowhow.

    Wir kommen auf den Neubau der Urner Kantonalbank zu sprechen: Welche Impulse gehen davon aus?
    Auf den entstandenen Büroflächen konnten bereits spannende Firmen eingemietet oder angesiedelt werden, unter anderem das norwegische Software-Unternehmen Crayon. Das ist eine internationale Firma, die auch weiterwächst und erst vor wenigen Jahren in den Kanton Uri gekommen ist. Das hilft uns und dem Standort. Auch ziehen solche Erfolgsgeschichten immer weitere Ansiedlungen an. Das hat Ausstrahlung über den Standort Altdorf hinaus. Zusätzlich entstehen noch weitere Bauwerke rund um den Kantonsbahnhof wie Wohnungen und Geschäfts- und Gewerbeflächen. Es ist wichtig, dass wir am verkehrsreichsten Punkt von Uri eine weitsichtige und ausgewogene Entwicklung haben, und der Neubau der Urner Kantonalbank ist hierfür ein guter Start.

    Alles in allem finden auf kleinstem Raum im Kanton Uri gerade sehr viele Investitionen statt. Die positive Aufbruchstimmung und Dynamik gilt es jetzt, gewinnbringend zugunsten des Kantons Uri zu verwenden.

  • Luzerner Jungforscher erhalten Siemens Excellence Award

    Luzerner Jungforscher erhalten Siemens Excellence Award

    Der mit 10’000 Franken dotierte nationale Siemens Excellences Award ist in diesem Jahr an zwei Absolventen des Studiengangs Gebäudetechnik der Hochschule Luzern gegangen, informiert Siemens Schweiz in einer Mitteilung. Patrick Heller und Lorenz Rüegsegger wurden für ihre Bachelorarbeit „Optimale Regelung für ein neuartiges dezentrales Latentspeichermodul in einem Mehrfamilienhaus“ ausgezeichnet. Hier hatten die beiden Luzerner Jungforscher in Zusammenarbeit mit der Berner BMS Energietechnik AG ein System für die dezentrale Brauchwarmwasseraufbereitung entwickelt. Hier wird eine Frischwasserstation von einer dezentralen Wärmepumpe betrieben, die ihre Verdampfungsenergie im Winter aus dem Heizkreislauf und im Sommer aus der Raumwärme bezieht.

    „Das System hat ein hohes energetisches Einsparpotenzial und soll in Neubauten im Wohnsektor eine langfristige Anwendung finden“, erläutert Siemens Schweiz in der Mitteilung. Ihr zufolge ist die Entwicklung der Jungforscher zudem „nicht nur national, sondern auch international skalierbar und somit auch aus wirtschaftlicher Sicht ein vielversprechender Ansatz“. Für die Jury war darüber hinaus wichtig, dass das Projekt gemeinsam mit dem Industriepartner fortgeführt wird.

    „Mit dem Excellence Award möchten wir junge Menschen motivieren, sich mit wissenschaftlichen Themen zu beschäftigen, die in der Praxis umsetzbar sind“, wird Gerd Scheller, Country CEO von Siemens Schweiz, in der Mitteilung zitiert. Die Auszeichnung gehört zum Bildungsprogramm Generation 21 von Siemens, mit dem junge Talente in Naturwissenschaft und Technik gefördert werden.

  • FHNW verstärkt Expertise zu digitalem und nachhaltigem Bauen

    FHNW verstärkt Expertise zu digitalem und nachhaltigem Bauen

    Die Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW baut die eigene Expertise in den Bereichen digitales und nachhaltiges Bauen weiter aus. Dazu hat sie zwei neue Professor*innenstellen errichtet, die von fachkundigen Experten mit hohem Praxisbezug und grosser Innovationskraft angetreten werden.

    Fokus Digitales Bauen: Informationsmanagement
    Am 2018 neu gegründeten und seither rasch wachsenden Institut Digitales Bauen wird Lukas Schildknecht ab 1. Mai 2022 als Professor für Digitales Bauen mit Fokus Informationsmanagement antreten. Der Umweltingenieur und Informatiker ist bereits seit fünf Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent an der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik und am Institut Digitales Bauen engagiert. Als Leiter des Produktbereiches Forschung hat er die Projektakquise und Forschungstätigkeit des noch jungen Instituts aufgebaut und hat unter anderem verschiedenste Projekte zu Fragestellungen des Bauinformationsmanagement im Auftrag von öffentlichen und privaten Partner*innen geleitet. In seiner neuen Funktion wird er wie bis anhin Teil der Institutsleitung sein und seinen Schwerpunkt noch stärker auf das Management komplexer Datensysteme ausrichten. «Mich interessieren insbesondere die interdisziplinären Schnittstellen zwischen Informationstechnologien und (digitalen) Bauwerksmodellen. Hier brauchen wir für die Praxis kompatible Lösungen, so zum Beispiel durch gute Integrationsplattformen zur Harmonisierung heterogener Datenquellen», so Schildknecht. Die Baubranche durchlaufe aktuell mit der Einführung von BIM technologische und methodische Entwicklungen, welche in anderen Branchen bereits vor mehr als zehn Jahren erfolgt seien. Es sei daher an der Zeit, das so etablierte Wissen zu transferieren und auf die Baubranche zu spezifizieren, ohne dass das Rad neu erfunden werden müsse. 

    Fokus nachhaltiges Bauen: Ökobilanzen im Bauwesen
    Nebst der Digitalisierung des Bauwesens gewinnt für die Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW auch der Anspruch auf nachhaltige Bauprozesse an Bedeutung. Das vor zwei Jahren neu ausgerichtete Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau unter der Leitung von Barbara Sintzel belegt deshalb mit einer neuen Professorenstelle ein für die Bauwende in der Schweiz wichtiges Themenfeld: jenes der Ökobilanzierung. 

    Für diese Position konnte die Hochschule den Experten für nachhaltiges Bauen und Ökobilanzen, Daniel Kellenberger, engagieren. Der Kultur- und Umweltingenieur war zuletzt Geschäftsleitungsmitglied und Bereichsleiter «Klimaschutz und Energiemanagement» des interdisziplinären Forschungs- und Beratungsunternehmen Intep und hat unter anderem am Aufbau der international renommierten Ökobilanzdatenbank Ecoinvent mitgearbeitet. Mit seiner neuen Position als Professor für Nachhaltiges Bauen mit Fokus Ökobilanzen im Bauwesen strebt er an, die Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW als Kompetenzzentrum für Ökobilanzen in der Baubranche zu etablieren. «In den vergangenen Jahrzenten wurde sehr erfolgreich zum energieeffizienten und klimafreundlichen Betreiben von Immobilien geforscht. Die Umsetzung erfolgt jedoch oft ohne Rücksichtnahme auf die graue Energie und entsprechende Treibhausgasemissionen. Eine konsequente Netto-Null-Strategie ist aber nur dann erfolgreich, wenn auch die Bau- und Baustoffbranche einen Beitrag leistet. Mit Ökobilanzierungen haben wir hierzu ein wichtiges Instrument in der Hand», so Kellenberger. Er tritt die Stelle auf 2. November 2022 an.

    Ruedi Hofer, Direktor der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW, freut sich über den kompetenten Zuwachs und führt aus: «Unsere Hochschule hat mit diesen beiden Stellen einen weiteren grossen Schritt in eine digital gestützte und nachhaltig bebaute Umwelt gemacht. Ich bin stolz auf die grossartigen Erfolge der Institute unserer Hochschule und freue mich, dass wir mit unserer Arbeit sowohl die Aus- und Weiterbildung aber auch Forschung zu wichtigen Zukunftsthemen der Baubranche vorantreiben können».

  • Avobis bestätigt Ralf Capeder als Geschäftsführer von Verit Immobilien

    Avobis bestätigt Ralf Capeder als Geschäftsführer von Verit Immobilien

    Die Avobis Group AG hat Ralf Capeder offiziell in seiner Funktion als Geschäftsführer der Verit Immobilien AG bestätigt, informiert das seit Frühjahr 2021 zu Avobis gehörende Immobilienunternehmen in einer Mitteilung. Capender hatte Verit Immobilien seit Anfang November vergangenen Jahres ad interim geführt. Der studierte Jurist und Immobilienökonom ist vor sechs Jahren bei Verit eingestiegen. In den vergangenen Jahren habe Capender dabei erfolgreich den Standort Chur geleitet, heisst es in der Mitteilung.

    „Wir freuen uns sehr über die Ernennung von Ralf Capeder“, wird Sandro Sulcis  in der Mitteilung zitiert. Der Co-CEO von Avobis ist überzeugt, dass Capeder „mit seiner grossen Erfahrung und seinem breiten Netzwerk Verit Immobilien als verlässlichen Partner im Immobilienmarkt weiter stärken und das Unternehmen als leistungsfähiges Standbein innerhalb der Avobis Gruppe positionieren wird“.

    Per Anfang März hat Verit Immobilien seine Geschäftsleitung zudem durch Manuela Gläser-Glänzel verstärkt, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Die Expertin für Immobilienbewirtschaftung soll als Leiterin Bewirtschaftung die operativen Geschicke von Verit Immobilien verantworten. Vor ihrem Eintritt bei Verit Immobilien war Gläser-Glänzel unter anderem für die Intercity Bewirtschaftung AG, Livit, Suva und Wincasa tätig.

  • Generalversammlung der Allreal Holding AG stimmt sämtlichen Anträgen zu

    Generalversammlung der Allreal Holding AG stimmt sämtlichen Anträgen zu

    An der Generalversammlung der Allreal Holding AG waren 10’584’282 Aktienstimmen vertreten, entsprechend 63.8 Prozent des Aktienkapitals bzw. 80.0 Prozent des eingetragenen, stimmberechtigten Aktienkapitals.

    Der Jahresabschluss 2021 wurde von der Generalversammlung genehmigt und einer Ausschüttung von insgesamt CHF 7.00 pro Namenaktie am 14. April 2022 wurde zugestimmt. Diese wird in Form einer ordentlichen Dividende von CHF 3.50 (brutto) pro Namenaktie (CHF 2.275 netto nach Abzug der Verrechnungssteuer) verteilt. Zusätzlich wurde eine Ausschüttung aus Reserven aus Kapitaleinlagen von CHF 3.50 pro Namenaktie (ex-Datum 12. April 2022) genehmigt.

    Die Aktionäre haben zudem Ralph-Thomas Honegger als Präsident des Verwaltungsrats wiedergewählt. Mit Philipp Gmür, Andrea Sieber, Peter Spuhler, Olivier Steimer, Thomas Stenz und Jürg Stöckli bestätigte die Generalversammlung auch die Wiederwahl der bisherigen Mitglieder des Gremiums. Neu in den Verwaltungsrat wählte die Generalversammlung zusätzlich Anja Wyden Guelpa.

    Breite Zustimmung fanden auch die Anträge zu den Statutenänderungen, etwa für die Verlängerung und Erhöhung des genehmigten Kapitals von höchstens CHF 1.0 Million nominal und die Reduktion des bedingten Kapitals auf CHF 0.5 Million nominal.

    Die 24. ordentliche Generalversammlung der Allreal Holding AG findet am 21. April 2023 in Zürich statt.

  • Zwei Frauen stärken den Vorstand der SVSM

    Zwei Frauen stärken den Vorstand der SVSM

    An der Generalversammlung der Schweizerischen Vereinigung für Standortmanagement (SVSM) in Baden haben die Mitglieder am 31. März zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt: Jasmina Ritz und Katharina Hopp. Die Generalversammlung fand laut Mitteilung auf der Internetseite der Vereinigung im Rahmen des SVSM Dialog Standortmanagement 2022 im Gartensaal der Villa Boveri in Baden statt. Beim Dialog verfolgten über 30 Personen die praxisnahen Referate zum Standortmanagement in Baden, in der Region Wil und im Oberwallis.

    Mit der Wahl von Jasmina Ritz, Geschäftsführerin der Standortförderung Limmatstadt AG, sind neu drei Limmattaler im siebenköpfigen Vorstand der SVSM. Präsident Beny Ruhstaller ist auch Leiter der Geschäftsstelle der Vereinigung der Grundeigentümer Niderfeld, Albert Schweizer ist SVSM-Gründungsmitglied und Leiter der Standortförderung Schlieren.

    Auf Nachfrage erklärt Ritz zu ihrer Motivation für das Vorstandsamt: „Ich möchte mich für mehr Sichtbarkeit und Bewusstsein für unseren Berufsstand einsetzen, unsere Leistung und Wirkung erkennbarer zu machen. Unsere Arbeit lässt sich nicht auf Firmenansiedlungen reduzieren. Wir sind Gestalter, treiben Projekte voran, bringen Menschen zusammen, öffnen Türen und sind Botschafterinnen für unsere Standorte.“

    Die ebenfalls in den SVSM-Vorstand gewählte Katharina Hopp war bis 2021 als Leiterin Arealentwicklung bei der Standortförderung Baselland tätig. Ab Sommer 2022 arbeitet sie bei AXA Investment Managers als ESG/Asset Management Analyst.