Die zwei Neubauten werden mit Haus M und Haus P bezeichnet. Im neuen Haus M – der Buchstabe steht für Multifunktionsgebäude – sind verschiedene Nutzungen vorgesehen. Dazu zählen beispielsweise Dienstleistungsflächen, Personalzimmer und medizinisch genutzte Flächen. Das Spital Schwyz baut sein Angebot im Bereich Onkologie aus. Ein Teil der Fläche – im EG und im obersten Geschoss – steht externen Mietern zur Verfügung. Sie profitieren durch die Nähe zum Spital Schwyz von verschiedenen Vorteilen. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, das Restaurant oder die Seminarräume im Haus zu nutzen. Um die unterschiedlichen Nutzungen zu ermöglichen, besteht das Gebäude aus einem tragenden Kern sowie Betondecken und Fassadenstützen.
Das neue Haus P (Parking) fasst die momentan verschiedenen Parkflächen auf dem Areal zusammen. Die Einfahrt erfolgt ab der Waldeggstrasse und führt durch das Haus M in ein viergeschossiges, vorwiegend unterirdisches Parkhaus ohne Pfeiler. Die Fassade besteht neben den Fensterflächen aus massiven und verglasten Brüstungsbändern. Die neue Umgebung wird zu einem grossen Teil begrünt und mit Bäumen und Sträuchern ergänzt. Die beiden Gebäude sollen im Frühling 2022 fertig gestellt sein. ■
Auf dem Areal Sennhof wird ein offener Stadtteil von Chur realisiert. Die Stadt erhalte mit dem neuen Sennhof eine Altstadterweiterung mit einem breiten Nutzungsmix, schreibt das Hochbaudepartement des Kantons Graubünden in einer Mitteilung. Mit anderen Worten: Nach zweihundert Jahren wird die Gefängnisanstalt Sennhof für alle wieder frei zugänglich. Die Umnutzung beinhaltet Wohnen, Gewerbe, Gastro und ein Hostel.
Neues Leben in alten Mauern Rund um den neu zugänglichen Innenhof soll künftig gearbeitet und gelebt werden, betonen die Projektverantwortlichen. Im geplanten Neubau auf dem Sennhof-Gelände werden 29 moderne Altstadt-Wohnungen realisiert. Das Herzstück der Anlage bleibt der eigentliche Sennhof, der mit dem Turm aus dem 13. Jahrhundert ein markantes Identifikationsmerkmal darstellt. Dabei bleiben nebst dem Turm, der Bogentrakt und die Gebäude entlang der Sennhofstrasse erhalten. Das vorgesehene Projekt fügt die bestehende Gebäudestruktur harmonisch in die Altstadt ein, so das Fazit des Hochbauamtes. Durch die Abwinklung des Neubauteils wird der Innenhof neu gefasst, öffnet sich gegen den Rebberg und wirkt gesamthaft grosszügiger, so das Architektenteam. Die Gesamtidee werde durch den vielseitigen und gut strukturierten Nutzungsmix mit Restaurant, Gewerbe, Wohnen, Kultur und Raum für Studenten unterstützt. Das Areal soll ausser für Anlieferungen autofrei und nur für den Langsamverkehr freigegeben werden.
Baubeginn ist voraussichtlich im Herbst 2020. Die Baueingabe zum Projekt hat die Projektentwicklungsgesellschaft Sennhof Mitte Februar 2020 eingereicht. Die Gesellschaft besteht aus der Brandis Investment AG und der Miro Immo AG. Für die Architektur ist das Churer Büro Ritter Schumacher zuständig. Einen Einblick in das geplante Projekt ermöglichen die Projektentwickler im Rahmen der Zwischennutzung bis Oktober 2020 auf dem Areal Sennhof in Chur. Läuft alles nach Plan, soll mit den Bauarbeiten im Herbst dieses Jahres begonnen werden. ■
Der Grundstein zum Projekt wurde bereits 2014 mit einem mehrstufigen Generalplanerwettbewerb gelegt. Als Sieger gingen Armon Semadeni Architekten, Zürich, hervor. In den Franklinturm am Bahnhof Zürich Oerlikon investieren die SBB rund 96 Millionen Franken. Der knapp achtzig Meter hohe Neubau wird auf 21 Stockwerken 14’800 Quadratmeter Büroflächen umfassen sowie auf 200 Quadratmeter im Erdgeschoss Läden und Gastronomieangebote. Zudem wird in den Franklinturm eine Velorampe integriert, welche die Hofwiesenstrasse mit der Velostation Passage Oerlikon verbindet. Die Verkaufs- und Gastronomieflächen im Erdgeschoss werden 2021 vermarktet. Mit dem Projekt will die SBB die Arbeits- und Lebensqualität in Zürich Oerlikon weiter aufwerten. Das Bauwerk werde gemeinsam mit dem Andreasturm das Stadtbild im Norden Zürichs massgeblich prägen, betonen die Projektverantwortlichen.Wie bei vorangegangenen Neubauten der SBB, wird auch der Franklinturm nach dem Standard «DGNB/SGNI Platin» der Schweizer Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft realisiert. Das System bewertet ökologische, ökonomische, soziokulturelle und funktionale Qualitäten eines Gebäudes. ■
Die Einwohnerzahlen der Gemeinde sind in den letzten Jahren stark angewachsen, teilt der Bezirk Schwyz mit. Aufgrund dieser Tatsache haben der Bezirksrat Schwyz und der Gemeinderat Arth beschlossen, auf den bezirkseigenen Liegenschaften «Stegweidli» und «Bifang» gemeinsam ein Schul- und Sportzentrum zu realisieren. Die beiden Schulgebäude bilden den Auftakt zum Neubau. Als Sieger des zweistufigen Architekturwettbewerbs ging 2019 das Projekt «Chip & Chap» der BSS Architekten, Schwyz hervor.
Geplant ist, dass in den zwei oberen Geschossen der Schulbetrieb stattfinden wird, aufgeteilt in acht Klassenzimmer, Gruppenräume, Lehrerzimmer und Vorbereitungsräume. Ebenso werden sich hier das Zimmer für Integrative Förderung (IF), die Niveauzimmer sowie das Teamleiterbüro befinden. Sämtliche Schulräume sind entlang der Aussenfassade angeordnet. Sie werden mit einer natürlichen Lüftung versorgt, und die Räume bieten Tageslicht und Aussicht.
Die Erstellung einer zentralen Sportanlage und eine Dreifachsporthalle, die auch für grosse Veranstaltungen genutzt werden kann, ergänzt in sinnvoller Weise das Infrastrukturangebot der Gemeinde, schreibt die Gemeinde Arth im Voranschlag 2019. Eine abgestufte Zuschauergalerie ermöglicht den Überblick über die gesamte Sporthalle, erklären die Projektverantwortlichen. Auf der linken Seite angeordnet sind der Abgang zu den Umkleideräumen und die Zugänge zu den Sporthallen. Diese sind klar sichtbar und von der Schulnutzung abgetrennt. Daneben befinden sich Multifunktionsräume, die weitere Nutzungen zulassen. Die Fertigstellung der beiden Bauten ist für Sommer 2021 geplant. ■
Die zu bebauende Fläche befindet sich nur wenige Gehminuten von der Zuger Altstadt entfernt und verfügt über ein hervorragendes Entwicklungspotenzial, schreibt das Hochbauamt des Kantons Zug in einer Mitteilung. Für das Areal besteht ein rechtsgültiger Bebauungsplan. Dieser umfasst verschiedene Baubereiche mit öffentlichen Nutzungen, Gastronomie- und Hotelnutzungen, Wohnungen sowie Wohnen im Alter. In einem zweistufigen Wettbewerbsverfahren soll ein geeignetes Team aus Investoren, Betreibern und Planern evaluiert werden, um ein konkurrenzfähiges Baurechtsangebot sowie das beste Bebauungskonzept für das Areal zu finden.
Verbindliche Offerte einreichen In der laufenden Phase 1b «Engere Auswahl» würden die aus der Phase 1a «Präqualifikation» selektierten Teams die Möglichkeit erhalten, ihre Vorschläge weiter zu vertiefen und eine verbindliche Offerte zum Baurecht einzureichen. Nach rechtskräftigem Abschluss des Baurechtsvertrags sowie der Entwicklungsvereinbarung zwischen dem Kanton und dem Investor des Siegerkonzepts übernimmt dieser die Verantwortung für die Durchführung der Stufe 2 «Architekturwettbewerb/Studienauftrag». Dabei soll das Projekt evaluiert werden, welches die Rahmenbedingungen des Bebauungsplans sowie des ausgewählten Entwicklungskonzepts aus der 1. Stufe umzusetzen vermag, schreibt das Hochbauamt weiter. ■
Kontakt
Baudirektion Kanton Zug Hochbauamt Telefon +41 (0) 41 728 54 00 Info.hba@zg.ch www.zg.ch/hochbauamt
Der Neubau der Wohnsiedlung besteht aus zwei u-förmigen, sieben- bis neunstöckigen Hauptgebäuden, die Richtung Riedbach geöffnet sind und so einen grosszügigen Innenhof mit Parkflächen über beide Areale hinweg schaffen, erklärten die Projektverantwortlichen. Der Innenhof wird ausserdem mit kleineren Bauten ergänzt, die unterschiedliche Nutzungen wie beispielsweise die vier Kindergärten und die Betreuung aufnehmen. Das Neubauprojekt von Clou Architekten AG, Zürich, und Atelier Oriri Landschaftsarchitekten GmbH, Kehrsiten, ging 2016 als Sieger aus einem Architekturwettbewerb hervor. Das Projekt habe vor allem mit seiner hohen Flächen- und Volumeneffizienz überzeugt, was nebst Kostenvorteilen auch energetischen und betrieblichen Nutzen verspreche, so die Argumente der Jury.
Schwerpunkt sind 4- bis 4½-Zimmer-Wohnungen Die Wohnsiedlung Leutschenbach umfasst 349 2- bis 6½-Zimmer-Wohnungen, zwei Clusterwohnungen mit je sechs 1- bis 2-Zimmer-Studios, sieben Wohnungen für Wohngemeinschaften, elf doppelgeschossige Wohnateliers sowie 41 zumietbare Zimmer. Das Wohnungsangebot sei auf aktuelle Bedürfnisse in unterschiedlichen Wohn- und Lebensphasen zugeschnitten. Flexiblen Raum für unterschiedliche Wohnlösungen würden insbesondere die acht Grosswohnungen und die unterschiedlich ausgebauten Zimmer bieten. Der Anteil an 4- bis 4½-Zimmer-Wohnungen liegt bei rund 46 Prozent und bildet so den Schwerpunkt. Die Räume für Gewerbe und Dienstleistung mit Lagerflächen befinden sich im Erdgeschoss. Die einzelnen Räume verfügen über eine Fläche von 20 bis 130 Quadratmeter.
Beitrag zur 2000-Watt-Gesellschaft Die Wohnsiedlung soll mit verschiedenen Massnahmen einen Beitrag zur 2000-Watt-Gesellschaft leisten. So werden die u-förmigen Hauptgebäude nach Minergie-P-ECO, die Gebäude im Innenhof nach Minergie-ECO-Standard erbaut. Vorgesehen ist, dass die Wärmeversorgung über das Fernwärmenetz der Kehrichtverbrennungsanlage Hagenholz erfolgen soll und kann zusätzlich durch die Abwärme des benachbarten Rechenzentrums von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) ergänzt werden. Ausserdem soll auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage für den Eigengebrauch erstellt. ■
Die Berufsfachschule Winterthur ist ein Kompetenzzentrum für soziale Berufe. Zudem werden die Berufe Detailhandel und Dentalassistenz gelehrt, schreibt das Hochbaudepartement des Kantons Zürich in einer Mitteilung. Das Bauvorhaben umfasst mit dem Neubau rund vierzig Klassenzimmer, eine Dreifachturnhalle sowie Räume für den Schüleraufenthalt und die Verwaltung. Dadurch werden verschiedene Mietflächen in Winterthur aufgehoben und die Anzahl der Schulstandorte reduziert.
Optimale Schul- und Sportnutzung Das Projekt besteche durch seine kompakte Form und der damit verbundenen Lage innerhalb der Parzelle. Dadurch würde Raum für zwei grosszügige Vorplätze entstehen, betonen die Projektverantwortlichen. Die Grundrisse gewährleisten zudem eine optimale Schul- und Sportnutzung, und das lichtdurchflutete Atrium ermögliche eine einladende, innere Erschliessung sowie attraktive Nutzflächen im Erdgeschoss und in den Obergeschossen. Mit dem siebengeschossigen Holz-/Betonbau würden die hohen Vorgaben der Baudirektion an die Nachhaltigkeit erfüllt werden. Das statisch tragende Holzfachwerk bleibt in den Obergeschossen sichtbar. Ziel ist, dem Regierungsrat und dem Kantonsrat 2021 ein bewilligungsfähiges Bauprojekt vorzulegen. Werden sie dem Projekt zustimmen und erfolgen keine Rekurse, kann mit den Bauarbeiten voraussichtlich im Herbst 2022 gestartet werden. ■
Für Zug Estates ist die Ausgangslage klar: Das Quartier rund um das Einkaufszentrum «Metalli» ist zu einem wichtigen Begegnungsort für die Stadt Zug geworden. Damit das Quartier nach über dreissig Jahren seines Bestehens auch künftigen Bedürfnissen gerecht werden könne, müsse es sich weiterentwickeln. Hierfür soll mehr Raum für Wohnen, Arbeiten und Freizeit geschaffen werden. Zudem sollen Freiräume entstehen und neue Nutzungsmöglichkeiten, die der Zuger Bevölkerung einen echten Mehrwert bieten.
Im März dieses Jahres präsentierten Zug Estates und die Stadt Zug das erste Resultat des gemeinsamen Planungsverfahrens «Lebensraum Metalli». Die Jury wählte die Studie des Planungsteams Hosoya Schaefer Architects, NYX architectes, Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau sowie des Zuger Büros der Firma TEAMverkehr.zug zur künftigen Gestaltung aus. Die zentralen Gedanken bei diesem Weiterentwicklungsprojekt liegen gemäss Architekt Markus Schaefer darin, die «Metalli» aus ihrem Inseldasein herauszulösen und sie mit ihrer städtischen Umgebung besser zu verflechten.
Mehrjähriger Entwicklungsprozess Bewährtes erhalten und gleichzeitig viel Raum für Neues schaffen – so lässt sich die Grundidee für die künftige Gestaltung des 30’000 Quadratmeter grossen Lebensraums «Metalli» im Herzen der Stadt Zug zusammenfassen. Die Ergebnisse des Wettbewerbsverfahrens seien der erste Schritt in einem mehrjährigen gemeinsamen Entwicklungsprozess von
Behörden und Bauherrschaft. Die städtebauliche Konzeption des Teams um Hosoya Schaefer sieht vor, die Mehrheit der heutigen Bauten rund um das Einkaufszentrum zu erhalten. Neu hinzukommen soll ein maximal siebzig Meter hohes Wohngebäude an der Ecke Baarerstrasse/Metallstrasse. Mehrere bestehende Gebäude werden zudem aufgestockt. Gesamthaft soll mehr Raum für Wohnungen, Hotellerie, Büros, Gastronomie, Ladengeschäfte und andere, zum Teil publikumsorientierte Nutzungen geschaffen werden. Durch eine räumliche Neuanordnung und den stellenweisen Abbruch bestehender Gebäude entsteht an der Baarerstrasse auf der Achse Bahnhof–Metalli ein neuer Stadtplatz mit Raum für vielfältige Nutzungen.
Akzeptanz in der Bevölkerung «Ein prägendes Merkmal des neuen Gesamtkonzepts ‹Lebensraum Metalli› ist die Aufwertung des Aussenraums durch intensivere Begrünung über alle Plätze hinweg und entlang der Verbindungsachsen», sagt der stellvertretende Leiter Projektentwicklung und Gesamtprojektleiter Florian Diener. Selbst die Dachflächen werden in das Aussenraumkonzept mit einbezogen und – ebenfalls ein Anliegen aus der Zuger Bevölkerung – teilweise öffentlich zugänglich gemacht. «Das Prinzip der gläsernen Überdachung der Einkaufspassage bleibt erhalten und wird erweitert. Die Gegend um das Einkaufszentrum Metalli ist ein zentraler Schnittpunkt an der Achse Zug–Baar und ein wichtiger funktionaler Stadtraum für die Zuger Bevölkerung. Damit er diese Aufgabe auch langfristig erfüllen kann, soll er im Einklang mit der Gesamtentwicklung der Stadt Zug in den nächsten Jahren sorgfältig weiterentwickelt werden. In die Aufgabenstellung für die drei Planungsteams flossen neben Anforderungen von Behörden und Grundeigentümerin bereits auch Anliegen und Wünsche aus der Zuger Bevölkerung ein. «Wir kommunizieren alle Projektfortschritte transparent, denn die Akzeptanz in der Bevölkerung ist das A und O unseres Vorhabens», ergänzt Diener.
Schrittweise Umsetzung in den nächsten Jahren Aus dem favorisierten Entwurf des Planungsteams unter Führung von Hosoya Schaefer Architects wird ein Richtprojekt erstellt, welches die Grundlage für einen späteren Bebauungsplan bildet. Diese Prozessphase wird etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen. Erste bauliche Massnahmen können somit frühestens 2023 erfolgen. «Der endgültige Baustart hängt letztlich auch vom Willen der Politik und der Bevölkerung ab», betont Florian Diener. ■
Das Neubauprojekt ging 2016 als Sieger aus einem Architekturwettbewerb hervor. Das Projekt stammt aus der Feder von Morger Partner Architekten aus Basel. Das Projekt habe vor allem mit seiner hohen Flächen- und Volumeneffizienz überzeugt, was nebst Kostenvorteilen auch energetischen und betrieblichen Nutzen verspreche, betonen die Projektverantwortlichen. Das Bauvorhaben «Tramdepot und Wohnsiedlung Depot Hard» umfasst neben der Teilsanierung des bestehenden, denkmalgeschützten Tramdepots aus dem Jahr 1912 den Neubau einer modernen Depothalle mit insgesamt 25 Tramabstellplätzen. Hinzu kommen Bereitstellungs-, Wartungs- und Instandsetzungsbereichen sowie Betriebs- und Diensträumen für die Verkehrsbetriebe Zürich.
Wohnraum für rund 550 Menschen Zusätzlich entsteht eine neue städtische Wohnsiedlung mit insgesamt 193 Wohnungen in unterschiedlichen Grössen. Sie bietet Wohnraum für rund 550 Menschen. Neben Wohnungen im Sockelbau an der Limmat entstehen Maisonette-Wohnungen (Townhouses). Sie bieten direkten Zugang zum Wohnhof. Das Angebot soll mit Geschosswohnungen in den beiden Hochhäusern ergänzt werden. Sie reichen bis ins 22. respektive 23. Obergeschoss. Ausserdem sind verschiedene Atelier- und Gewerbe- respektive Dienstleistungsflächen sowie ein öffentlicher Fuss- und Veloweg mit Aufenthaltsbereichen entlang der Limmat vorgesehen.
Tramdepot als Sockel der Überbauung Das neue Tramdepot bildet den Sockel der Überbauung und wird mit zweigeschossigen Zeilenbauten als geometrische Anbindung an die Wohnhäuser der bestehenden Anlage überbaut, erklären die Projektverantwortlichen. Damit werde sowohl über die Gebäudehöhe als auch über die Geometrie ein Bezug zum Bestand geschaffen. Die Fläche zwischen den Zeilenbauten soll als grosszügiger und vielseitig nutzbarer Hofraum für die Bewohnenden der Wohnsiedlung genutzt werden. Die zwei Wohnhochhäuser, die gemeinsam mit den beiden bestehenden Hochhäusern auf der gegenüberliegenden Seite der Hardturmstrasse zu stehen kommen, markieren die Eingangssituation zum Quartier Zürich-West. ■
Auf dem östlichen Teil des Bahnhofs Thalwil sollen mit dem Projekt «Talevo» im bestehenden Güterschuppen Verkaufs- und Büroflächen entstehen. Ausserdem sind durch eine Aufstockung Attikawohnungen oder Büros geplant. Neben dem Güterschuppen ist eine architektonisch und energetisch hochwertige Wohnüberbauung vorgesehen, die – gemäss den Projektverantwortlichen – optimal mit den Quartieren vernetzt werden soll. Im Erdgeschoss sind Verkaufs- und Büroflächen geplant. Vorgesehen ist ebenso, die Bahnhofstrasse mit rund dreissig Bäumen zu begrünen und so einen Allee-Charakter zu schaffen. Die Thalwiler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger werden an einer der nächsten Gemeindeversammlungen darüber abstimmen. ■
Die erste Etappe, das Bürogebäude «Stellwerk 1» wurde 2010 direkt neben dem historischen Bahnhofsgebäude fertiggestellt. Daneben verblieb an exponierter Lage, neben der Unterführung Wülflingerstrasse, das längliche Grundstück zwischen Gleisen und Bahnhofplatz. Auf dieser zentral gelegenen Freifläche, auf der sich ehemals das Personalrestaurant der SBB befand und die im Untergrund eine zu erhaltende Stellwerkzentrale beherbergt, wird der Neubau «Stellwerk 2» realisiert. Das Areal bildet den nordöstlichen Abschluss eines hochwertigen Stadtraums, der in den letzten Jahren markante Änderungen erfahren hat, betont das Architektenteam. Ein Neubau in dieser exponierten Lage werde von vielen Seiten her sehr gut einsehbar sein, was seine Bedeutung als wichtiger Baustein in Winterthurs Stadtkörper unterstreiche, so die Architekten. Das «Stellwerk 2» ist ein gemischt genutztes Gebäude mit siebzig Wohnungen, zwei Bürogeschossen sowie Retail- und Gastronomieflächen im Erdgeschoss sowie 500 Veloabstellplätzen im Untergeschoss. ■
Zwischen 2021 und 2025 wird in Zürich-Altstetten der Neubau Letzibach D realisiert. Die Stadt Zürich hat das 10’000 Quadratmeter grosse Areal im Jahr 2014 von den SBB erworben. Das Areal weist auf der Nordseite das offene Gleisfeld und auf der Südseite die stark befahrene Hohlstrasse auf. Unter der Bauherrschaft der Liegenschaftenverwaltung, der Stiftung Alterswohnungen sowie der Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien der Stadt Zürich sollen hier 250 gemeinnützige Wohnungen entstehen. Die drei Bauherrinnen planen jeweils ein Drittel des Bauvolumens. So entstehen drei autonome Gebäudeteile mit eigenen Eingängen.
Die Arealüberbauung ist auf eine Ausnützung von 318 Prozent ausgelegt. Die erforderliche Dichte kann nur mittels Hochhauslösungen erreicht werden. Für die Pläne verantwortlich sind Gut & Schoep Architekten GmbH und Neuland Landschaft GmbH aus Zürich. Vorgesehen ist ein 60 Meter hohes Gebäude mit 24 Stockwerken und einer einprägsamen städtebaulichen Silhouette sowie ein achtgeschossiges, langgezogenes Gebäude, welches sich U-förmig gegen das Gleisfeld hin öffnet. An der Kreuzung Hohlstrasse/Flurstrasse entsteht zudem ein kleiner Stadtplatz.
Der Baukörper ragt im Westen zur Hohlstrasse vor und führt den Strassenraum der angrenzenden Überbauung Letzibach C fort. Im Norden knickt er nochmals im rechten Winkel ab und bildet damit mit dem Hochhaus den Abschluss. Im niedrigen, zusammenhängenden und acht Stockwerke umfassenden Teil der Überbauung finden sich die 53 Wohnungen der Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien und die 81 Wohnungen der Liegenschaften Stadt Zürich. Die Wohnungen im flachen Gebäudeteil bieten südorientierte Essküchen sowie Richtung Norden ausgerichtete Wohnräume – teilweise mit inneren Rundläufen oder mit grosszügigen Entrées. Eingezogene Balkone zwischen Essküche und Wohnraum sind für die 131 Alterswohnungen vorgesehen. Diese Wohnungen der Stiftung Alterswohnungen Stadt Zürich sollen im sechzig Meter hohen Turm entstehen. Die Betonfassade der Gebäude soll Langlebigkeit und einen sparsamen Unterhalt sicherstellen. ■
Das Niderfeld befindet sich im Nordosten der Gemeinde Dietikon und grenzt teils an Spreitenbach. Mit rund 40 Hektaren ist das Niderfeld Dietikons letzte grosse Baulandreserve. Und gut Ding will Weile haben: Die Planung, wie das bis 1890 landwirtschaftlich genutzte Gebiet in Zukunft aussehen wird, läuft bereits seit rund zehn Jahren. Um die 3000 Menschen sollen dereinst hier wohnen und weitere 4000 Leute arbeiten. Hinter dem Vorhaben steht der Ende 2012 gegründete Verein «Grundeigentümer Niderfeld Dietikon» (VGND). Dieser begleitet die Entwicklung im Niderfeld, fördert die Interessen und Anliegen der Grundeigentümer und vertritt diese gegenüber den Behörden. Die drei grössten Eigentümer sind die Firma Planzer Transport AG, die Stadt Dietikon sowie die Josef Wiederkehr AG aus Dietikon.
Zweimal wurden im Laufe der Zeit Anträge gestellt, das Niderfeld ganz oder teilweise in eine Industriezone umzuwandeln. Beide Male wurden die Anträge abgelehnt: erst vom Gemeinderat und dann an der Urne. Im kantonalen Richtplan mass man 1995 dem Niderfeld kantonale Bedeutung als Zentrumsgebiet zu. In einem Zentrumsgebiet sind Siedlungsteile mit hoher baulicher Dichte wie auch Erholungsgebiete vorgeschrieben. So soll ein attraktiver wirtschaftlicher Standort mit einem guten Anschluss an den ÖV geschaffen werden. Anfang 2002 wandte sich die Stadt Dietikon an die Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU) mit dem Ziel, eine politisch tragfähige Zonierung zu finden. Diese sollte eine geordnete, auf ein Gesamtkonzept abgestützte bauliche Entwicklung zulassen. Am offenen Planungsprozess Niderfeld nahmen nebst Vertretern des Stadt- und Gemeinderats auch Grundeigentümer, Wirtschaftsorganisationen, Vertreter des Kantons Aargau, ideelle Organisationen sowie Einwohnerinnen und Einwohner von Dietikon teil. Damit wurde sichergestellt, dass alle Interessensgruppen vertreten waren und sich entsprechend einbringen konnten.
Daraus resultierten zwei Grobkonzepte: Eines sah ein Erschliessungsnetz vor, welches sich weitgehend der bestehenden Parzellierung anpasste. Das zweite skizzierte die Entstehung eines Parks entlang des Teischlibachs, der das Niderfeld in ein Arbeitsgebiet im Westen, einen Park in der Mitte und ein Wohn-/Mischgebiet im Osten unterteilt. Im Jahr 2010 wurde die Einzonungsvorlage schliesslich rechtskräftig: Kernelemente der neuen Zonen sind die Gestaltungsplanpflicht und die Vorgabe eines acht Hektaren grossen Stadtparks. Das im 2013 erarbeitete städtebauliche Konzept bildete die Grundlage für die nachfolgenden Gestaltungs- und Quartierpläne. Der Masterplan wurde schliesslich im Jahr 2015 durch den Stadt- und Gemeinderat verabschiedet und den Grundeigentümern sowie der Öffentlichkeit in die Vernehmlassung gegeben. Der Stadtrat Dietikon leitete Ende August 2017 das Quartierplanverfahren ein. Danach mussten sich die Grundeigentümer auf verschiedene Parameter und die Neuverteilung der Landflächen einigen. Der Gestaltungs- und Quartierplan, die Revision der Bau- und Zonenordnung plus das Wasserbauprojekt Teischlibach wurden dem Kanton Mitte 2020 zur Prüfung vorgelegt. Die Antwort ist noch ausstehend.
So soll das neue Quartier aussehen Der grosse, zentrale Park bildet das Herzstück des Quartiers Niderfeld. Ruhige Parkinseln, Spielmöglichkeiten, Siedlungsgärten und grosszügige Rasenflächen sind vorgesehen und sollen Menschen aus der Umgebung anlocken. Um den Park herum finden sich ein Mischgebiet entlang der Strecke der Limmattalbahn, ein Wohngebiet am nördlichen Rand des Parks sowie ein Arbeitsplatzgebiet im Westen zur Mutschellenstrasse hin. Aus Lärmschutz-Gründen bildet das Mischgebiet zur Ueberlandstrasse hin eine mehrheitlich geschlossene Bebauung. Der Wohnanteil soll aus kleineren Baueinheiten bestehen, die sich höhenmässig gegen den Park hin abstufen.
Den Zutritt zum neuen Stadtquartier markiert der Torplatz beim Dreispitz, wo eine Haltestelle der Limmattalbahn geplant ist. Am Torplatz sollen die Bewohner des Niderfelds Restaurants und verschiedene Shops vorfinden. Östlich schliesst sich der Quartierplatz an, der den Einwohnern als Spiel- und Treffpunkt dienen soll. Ein weiterer Platz wird an der zweiten Haltestelle der Stadtbahn an der Schnittstelle von Arbeitsplatz- und Mischgebiet entstehen. Die Limmattalbahn fährt entlang dem Boulevard auf eigenem Trassee. Es soll darüber hinaus ein dichtes Netz an Wegen für den Velo- und Fussgängerverkehr entstehen. Westlich der Mutschellenstrasse ist das Depot für die Limmattalbahn geplant. Die Wohn- und Mischzonen des Niderfelds werden als Tempo-30-Zone ausgebildet. Das Strassennetz ist so angelegt, dass kein Schleichverkehr vom Arbeitsplatzgebiet im Westen zum Misch- und Wohngebiet im Osten stattfindet.
Bislang erhielt die Stadt Finanzierungskredite von über 1 Million Franken – der Planungsaufwand entpuppte sich als grösser als erwartet und aufgrund der hohen Regelungsdichte gibt es noch viele Hürden zu überwinden. Auch die gewünschte Hochbahn vom Niderfeld nach Silbern ist noch in Arbeit. Der Baustart ist frühestens auf das Jahr 2028 vorgesehen. ■
Die Areale der Brauerei H. Müller AG und Erbengemeinschaft Burger grenzen unmittelbar an den Bahnhof Baden an und befinden sich in Gehdistanz zur Badener Altstadt. Seit 1897 wird auf dem Areal Bier gebraut. Die Areale weisen heute eine dichte Bebauung mit Gewerbenutzungen auf. Die Brauerei H. Müller AG beabsichtigt, das zentral gelegene Firmen- areal zu entwickeln und besser zu nutzen. Die zu bebauende Fläche entspricht der Grösse eines Fussballplatzes. Vorgesehen sind fünf mehrstöckige Bauten mit 145 Wohnungen, die Platz für rund 250 Menschen bieten sowie verschiedene Gewerbeflächen und Dienstleistungen. Die Baufelder A, B, C und E befinden sich in der Projektierungsphase. Der Brauereigarten sowie die Bierproduktion bleiben erhalten. Ebenso das Malzsilo, das Kessel- und Sudhaus, die als historisch eingestuft werden. Angrenzend soll eine Bierhalle gebaut werden. Ausgelagert nach Lupfig werden Logistik, Betrieb und die Administration der Brauerei. Ansonsten wird sich das Gebiet fast vollständig neu präsentieren.
Zentrumsnahe Wohnungen Zudem plant die Erbengemeinschaft Burger eine Aufstockung des südlich an den Brauereigarten angrenzenden Gebäudes. Die Realisierung von zentrumsnahen Wohnungen sowie der Erhalt des Brauereigartens und die neue Wegverbindung durch die zukünftige Brauereigasse waren wesentliche öffentliche Interessen, für welche sich die Stadt engagiert hat. Für die Realisierung eines städtebaulich, architektonisch und marktfähig überzeugenden Gesamtprojekts wurden die Vorarbeiten letztlich in den vorliegenden Gestaltungsplan überführt. Die Bauherrschaften – Brauerei H. Müller AG und die Erbengemeinschaft Burger – rechnen damit, dass im Laufe des Herbstes 2020 erste Baugesuche eingereicht werden können. ■
Die Liste ihrer bisherigen Bauten umfasst die Elbphilharmonie in Hamburg oder die Tate Modern in London. Und nun baut das Basler Duo Jacques Herzog und Pierre de Meuron am Lindenplatz in Zürich-Altstetten. Von 2022 bis 2024 sollen zwischen der Badener- strasse und der Segnesstrasse die bestehende Häuser abgebrochen und durch neue Wohn- und Gewerbehäuser ersetzt werden. Altstetten weist viele alte und im Verhältnis niedrige Bauten auf. Das Potenzial für Verdichtung ist hier gross. Gerade auch in Anbetracht dessen, dass für die Stadt Zürich ein Wachstum von heute 434’000 Einwohner auf 516’00 Einwohner im Jahr 2040 prognostiziert wird. Mit einer guten Verkehrsanbindung und einem Erneuerungsbedarf an alten Bauten bietet Altstetten optimale Bedingungen für Projekte wie dieses.
An der Badenerstrasse 682-690 und an der Segnesstrasse 8–12 sollen in den kommenden vier Jahren also insgesamt sechs neue Bauten entstehen. Die Häuser sollen als eine Ansammlung von Gross und Klein, Hoch und Niedrig wahrgenommen werden. Am promi- nent wird ein 30 Meter hohes Gebäude an der Ecke Badenerstrasse Segnesstrasses hervorstechen; es soll in Dialog zum Lindenplatz treten und sich städtebaulich in die Kette der Hochhäuser entlang der Badenerstrasse einfügen. Die Eigentümerschaft schreibt im Baubeschrieb: «Das Projekt baut auf der ortsspezifischen Qualität Zürcher Stadthäuser auf und versucht, durch ein dichtes und zugleich offenes, kleinteiliges Häuserensemble eine dem Ort angemessene Urbanität zu erreichen.»
Geplant sind insgesamt 72 Wohnungen, davon 38 Mietwohnungen im vorderen Bereich und 34 Eigentumswohnungen um den begrünten Innenhof. Gewerbeflächen im Erdgeschoss sowie eine Einstellhalle mit 31 Parkplätzen ergänzen die Neu- bauten. Die Flachdächer werden mit Photovoltaikanlagen bestückt. Eigen- tümerin ist die Senn Resources AG aus St. Gallen. Das Baugesucht wurde Ende April 2020 eingereicht. ■
Für Urdorf-Nord liegt ein Masterplan vor, der den wirtschaftlich und städtebaulich bedeutenden Wirtschaftsraum in eine moderne und attraktive Zukunft führen will. Aktuell hat der Ortsteil mit strukturellen Schwierigkeiten zu kämpfen, die zu erheblichen Leerständen und qualitativ ungenügenden Stadträumen geführt haben. Obschon der Wirtschaftsraum zu den wichtigsten Arbeitsplatzgebieten im Limmattal gehört, birgt die Standortattraktivität aktuell noch Potenzial. Dabei kann Urdorf-Nord mit seiner Lage punkten: Der Wirtschaftsraum ist dank Autobahnanschluss, der sich im Bau befindenden Limmattalbahn sowie der S-Bahn-Station Glanzenberg ideal erschlossen.
Die Stossrichtung ist klar: Eine umsichtige Struktur von Nutzungen zu generieren, die sich gegenseitig befruchten. Gleichzeitig profitiert Urdorf-Nord dabei von einer baulichen Verdichtung und der Schaffung hochwertiger öffentlicher Räume. Darüber hinaus wird der Entwicklung mit einem optimierten Verkehrskonzept Rechnung getragen – darunter mit einem Ausbau des öffentlichen sowie des Langsamverkehrs. So soll der neue Wirtschaftsraum Urdorf-Nord – der topografisch wie auch verkehrstechnisch das Entrée Urdorfs vom Limmattal her bildet – innovative und zukunftsorientierte Unternehmen anlocken. Gerade für Unternehmen der Sektoren Bildung und Gesundheit dürfte die Nähe zur Kantonsschule und zum Limmattalspital sowie zum Schlieremer Biotech-Cluster besonders attraktiv sein.
Den Grundeigentümern soll die koordinierte Masterplanung eine gemeinsame Entwicklungsidee vermitteln. Durch die nötigen Anpassungen in der Bau- und Zonenordnung (BZO) wird diese später Rechtskraft erhalten. Die Möglichkeiten, die der Masterplan vorsieht, wurden bereits im kantonalen Richtplan verankert. Durch die bauliche Verdichtung soll ein Quartier – die Stadt im Dorf – mit neuartigem, attraktiven Charakter entstehen und andere Gebiete vom Siedlungsdruck entlasten.
Der Plan sieht angrenzend an die Kantonsschule eine repräsentative Zone vor, in welcher nebst Arbeiten neu auch urbanes Wohnen möglich wird. Eine Langsamverkehrs-Achse wertet die Verbindung zum Zentrum Urdorf im Süden auf. Die Strasse in den Luberzen, die die pulsierende Ader des neuen Quartiers bildet, soll zur Flaniermeile werden. An der Limmattalbahn-Haltestelle in der Luberzen ist ein Platz vorgesehen, um den Wirtschaftsraum Nord mit den umliegenden Quartieren zu verbinden. Die neu geschaffene Nord-Süd-Verbindung schliesst an den zentralen Platz an, der wie ein Scharnier die Achse weiter zur S-Bahnstation Glanzenberg leitet. An den Haltestellen der Limmattalbahn werden zudem Velostationen platziert.
Im Rahmen einer BZO-Revision wird diese Strategie den Stimmberechtigten voraussichtlich im Jahr 2023 vorgelegt. Bis dahin sind bereits konkrete Entwicklungen vorgesehen, einerseits die kommunikative Positionierung von Urdorf-Nord als «die Stadt im Dorf», andererseits Zwischennutzungsformen zur Aufwertung des öffentlichen Raums und damit einhergehend vor allem eine Verbesserung der Aufenthalts- und Verpflegungsqualität. ■
Bei Errichtung des Neubaus des Spitals Limmattal in Schlieren musste die alte Spitalskapelle weichen. Der Schlieremer Stadtrat beschloss deshalb vor sechs Jahren laut einem Artikel in der „Limmattaler Zeitung“, die Kapelle aus dem Inventar der kulturhistorischen Objekte zu streichen. Sie stand ab da nicht mehr unter Schutz. Allerdings hat der Stadtrat auch einen Vertrag mit dem Spital abgeschlossen, der dieses zu einer möglichst detailgetreuen Rekonstruktion der Kapelle verpflichtet. Es wurde sogar vereinbart, dass es auch wieder einen Teich an der Spitalskapelle geben müsse,
All das setzt jetzt Stefan Schmid mit seinem Team der S+U Bau AG in Urdorf um. Den Bauauftrag hat sein Unternehmen von Losinger Marazzi erhalten. Das Berner Bauunternehmen hat den Neubau des Spitals Limmattal verwirklicht. Der Auftrag lautet auf originalgetreuen Wiederaufbau der Kapelle aus den 60er Jahren und alle damit verbundenen Baumeisterarbeiten. Die Bauarbeiten sollen rasch beginnen, den ersten Baukran hat Schmid schon aufstellen lassen. Bis zum Frühjahr 2021 hofft man, fertig zu sein und die Kapelle wieder allen Einkehr und Ruhe suchenden Patienten und Besuchern öffnen zu können. Bisher hatte ihnen dazu nur ein dafür freigehaltener Raum im Spital dienen können.
Die alt-neue Kapelle soll auch wieder unter Schutz stehen. Sie werde nach der Rekonstruktion wieder ins Inventar der kulturhistorischen Objekte aufgenommen, hatte der Schlieremer Stadtingenieur Hans-Ueli Hohl beim Beschluss über den Abriss versichert.
Der Neubau des Pavillon Stierenmatt auf dem Areal Hunziker im Gebiet Limmatfeld soll am 1. Oktober beginnen. Entstehen wird ein temporäres Schulhaus der Schuleinheit Stierenmatt. Das soll laut Mitteilungder Stadt Dietikonneun Primarklassen Platz bieten. Die Schaffung von Schulraum im Stadtteil Limmatfeld ist schon länger geplant. „Aufgrund von ausstehenden kantonalen Planungen verzögert sich der Bau des geplanten Schulhauses auf dem der Stadt gehörenden Areal Stierenmatt und kann voraussichtlich frühestens 2028 fertiggestellt werden“, hiess es in einer Mitteilung der Stadt Dietikon anlässlich der Abstimmung über die Kreditfinanzierung des Projekts zur Begründung einer temporären Lösung.
In der Abstimmung im Juni hatten sich laut Mitteilungder Stadt 2056 Stimmberechtigte für und 735 gegen den Kredit ausgesprochen. Damit war die Vorlage für einen Kredit von 15,2 Millionen Franken genehmigt.
Die Bauarbeiten für die temporäre Schule sollen im August 2021 abgeschlossen sein. Zum Spatenstich am Donnerstag, 1. Oktober um 17.30 Uhr, ist die gesamte Bevölkerung eingeladen. Eine Anmeldung sei nicht nötig. Aufgrund der aktuellen Pandemielage stehen allerdings keine Tische und Bänke und auch keine Toilettenanlage zur Verfügung. Jeder Besucher sei gesetzmässig dazu verpflichtet, sich in eine Anwesenheitsliste für das Contact-Tracing einzutragen, macht die Einladung aufmerksam.
Das aus zwei Hochhäusern, einem Mehrfamilienhaus und der umgebauten historischen Halle 22 des ehemaligen Alusuisse-Areals bestehende RhyTech-Quartier soll öffentliche und private Nutzungen vereinen, informiert die Halter AG in einer Mitteilung. Das Zürcher Bauunternehmen wird das RhyTech-Quartier als Totalunternehmerin realisieren. Mit den Bauarbeiten soll im November dieses Jahres begonnen werden. Fertigstellung und Bezug des Quartiers sind für das erste Quartal 2024 angepeilt.
Für das kleinere der beiden Hochhäuser hat die Totalunternehmerin Helvetia Versicherungen als Investorin gewinnen können. Die Versicherungsgesellschaft werde die geplanten Wohnungen als Mietwohnungen realisieren und auch das Restaurant im 17. Stock vermarkten, erläutert Halter. „Das Projekt ist hervorragend auf das Marktumfeld zugeschnitten und bietet eine nachhaltige Investition in einer aufstrebenden Gemeinde in der Region Schaffhausen“, wird Daniel Wehrli, verantwortlicher Projektleiter von Helvetia, in der Mitteilung zitiert. Ihr zufolge ist für das Restaurant im Hochhaus bereits ein Mieter gefunden worden.
Das zweite Hochhaus und das Mehrfamilienhaus sind als Stockwerkseigentum angelegt. Dabei seien von den 96 Stockwerkseigentumswohnungen im Hochhaus bereits 39 und im Mehrfamilienhaus rund ein Viertel der Wohnungen vergeben, schreibt Halter. Im Hinblick auf das rund drei Jahre entfernte Bezugsdatum sei dies „ein sehr guter Reservierungsstand“, meint Halter-CEO Markus Mettler. Für die Halle 22 hat Halter zudem bereits die Migros als Ankermieterin gewinnen können.
Patrick Heeb, Rektor des Bildungszentrum Zürichsee (BZZ), hat am Dienstag gemeinsam mit Regierungspräsidentin und Bildungsdirektorin Silvia Steiner (ZH/CVP) sowie Regierungsrat und Baudirektor Martin Neukom (ZH/GPS) einen Neubau am BZZ in Horgen eingeweiht. Lernende des BZZ sind bereits in das neue Schulgebäude eingezogen.
Der nun eingeweihte Neubau soll den steigenden Raumbedarf der Schule decken, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Mit ihm verfügt die Schule neben neuen Unterrichtszimmern auch über eine neue Dreifachturnhalle. Die Sporthalle wird ausserhalb der Unterrichtszeit dem Sportamt der Gemeinde Horgen zur Verfügung gestellt.
Nach der Fertigstellung des Neubaus wird nun mit der Sanierung des bestehenden Gebäudes begonnen. Nach dem Abschluss der Bauarbeiten wird das BZZ von seiner Lage am Zürichsee profitieren können. So wird es zur Kälte- und Wärmerzeugung das Seewasser nutzen.
Das Projekt umfasste dabei nicht nur Anpassungen bei den Verkaufs- und Dienstleistungsflächen sowie beim Gastronomieangebot, sondern auch den Neubau eines modernen Hotels mit 80 Zimmern. Heute steht das Perry Center für ein neues urbanes Einkaufserlebnis.
Pures Einkaufsvergnügen Nicht nur die hellen und grosszügigen Flächen, das erweiterte Produkte- und Serviceangebot der über 40 Geschäfte sowie ein Kinderparadies sorgen dafür, dass sich Besucherinnen und Besucher des modernisierten Perry Centers rundum wohl fühlen. Um eine möglichst stressfreie Anfahrt zu gewährleisten, wurde auch ein neues Parksystem für die rund 800 Parkplätze eingeführt. Von Aussen erscheint das Perry Center nach Abschluss der Arbeiten natürlich ebenfalls in einem neuen Kleid: eine einzigartige, 15 Meter hohe beleuchtete Lamellenfassade lässt das Einkaufszentrum nun gleich hoch erscheinen wie das neueröffnete Holiday Inn Express Hotel. Nachts fallen die schlanken Paneelen des Perry Centers besonders auf, wenn sie in unterschiedlichen Farben erstrahlen. Insgesamt sind 2600 Laufmeter LED-Bänder in diese Lamellen integriert. Gäste des neuen Hotels gelangen übrigens direkt über eine Passerelle ins Shoppingcenter, wo sie Einkäufe tätigen und sich verpflegen können.
Logistische Meisterleistung Als ausführendes Totalunternehmen hat die Bauherrschaft die Steiner AG beauftragt. Diese hat als führende Immobilienentwicklerin sowie Total- und Generalunternehmerin bereits zahlreiche visionäre Projekte in der ganzen Schweiz realisiert. Da die gesamte Revitalisierung des Perry Centers bei laufendem Betrieb durchgeführt wurde, waren Steiner sowie alle beteiligten Subunternehmen von Beginn weg vor hohe Anforderungen bezüglich Planung, Realisierung und Logistik gestellt. So mussten während der Bauphase nicht nur die Besucherströme optimal gesteuert werden, sondern auch bestehende Mieter innerhalb des Zentrums umziehen. ■
Das neue Einkaufszentrum Porta Samedan wird von der Migros Ostschweiz und der Pfister Immobilien AG realisiert. In diesen Tagen findet die Betonierung der Etagen des Neubaus statt, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Bei den Baumaterialien setzen die Partner auf die Kreislaufwirtschaft. Sowohl beim Beton als auch beim Zement kommen wiederverwertete Produkte zum Einsatz.
Der eine Hauptbestandteil im Beton ist der Zement. Dieser kommt per Bahn aus dem Holcim-Werk in Untervaz GR ins Oberengadin, wo Montebello vor Ort den Recyclingbeton produziert. Eingesetzt wird das Holcim-Produkt Susteno. Dieses ist den Angaben zufolge europaweit der einzige ressourcenschonende Zement, bei dem als Zumahlstoff der feine Anteil von Mischgranulat aus rückgebauten Gebäuden eingesetzt wird, der in der Betonproduktion nicht verwertet werden kann. Holcim kann den Baustoffkreislauf mit Susteno vollständig schliessen, da dieses Material sonst deponiert werden müsste.
Der andere Hauptbestandteil im Beton sind die Gesteinskörnungen. „Hier setzen wir auf Recycling: Statt natürlichem Kies verwenden wir Abbruchmaterial aus der Region“, erklärt Flurin Wieser vom Engadiner Bauunternehmen Montebello.
„Die Überbauung Porta Samedan zeigt, dass die Baustoffbranche mit innovativen Produkten und Lösungen eine immer wichtigere Rolle beim Übergang zur Kreislaufwirtschaft spielt und massgeblich zu einer nachhaltig gebauten Zukunft beiträgt“, so Philippe Rey, Leiter Zementverkauf Deutschschweiz bei Holcim Schweiz.
Porta Samedan soll 2021 fertiggestellt werden. Es wird unter anderem den ersten Migros-Supermarkt im Engadin beherbergen.
„Die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) für den Spitalneubau Dreiklang des Kantonsspitals Aarau (KSA) auf Ebene Totalunternehmer setzt sich neu aus BAM Swiss AG / BAM Deutschland AG und Implenia zusammen“, informiert Implenia in einer entsprechenden Mitteilung. Die beiden Partner wollen das Projekt technisch und kaufmännisch gleichteilig realisieren. Mit den Baumeisterarbeiten hat die ARGE das Bauunternehmen Marti AG beauftragt.
Ursprünglich hatte die Schweizer Tochtergesellschaft BAM Swiss AG der niederländischen Royal BAM-Gruppe zusammen mit Marti als ARGE für den Neubau Dreiklang des KSA fungiert. Das KSA habe der neuen Zusammensetzung der ARGE seine Zustimmung erteilt, erläutert Implenia in der Mitteilung. Ihr zufolge befindet sich das Projekt „zeitlich und finanziell weiterhin auf Kurs“. Das Baugesuch soll in einigen Wochen eingereicht werden.
Die Bausumme des Projekts verbleibe unverändert bei rund 560 Millionen Franken inklusive Mehrwertsteuer, heisst es in der Mitteilung weiter. In diesem Betrag sind die Kosten für die Medizintechnik nicht enthalten. Ein entsprechender Werkvertrag war mit der ARGE im Januar abgeschlossen worden und behält auch unter deren neuer Zusammensetzung seine Gültigkeit.
Bei Prime 2 handelt es sich um einen siebengeschossigen Neubau, der nach dem Standard für ökologisches Bauen Leadership in Energy and Environmental Design (LEED) mit Gold zertifiziert wurde, wie es in einer Mitteilung von HKG heisst. Das Gebäude neben dem Prime Tower verfügt über eine Fläche von 21’000 Quadratmetern, die für Büros, Handel und Gastronomie vorgesehen sind.
Die Ingenieurs- und Beratungsfirma HKG hat bei dem Projekt mehrere Aufgaben übernommen. So hat sie einerseits das Elektroengineering verantwortet. Zusätzlich hat sie sich in den Bereichen Brandschutz und Sicherheit eingebracht. Und schliesslich hat HGK den Integralen Test (IGT) durchgeführt. Bei diesem werden sowohl behördliche Auflagen als auch nutzerspezifische Anforderungen und Auflagen der Eigentümer geprüft.
Die W. Schmid AG errichtet an der Buckhauser-/Flurstrasse in Zürich ein siebengeschossiges Mehrfamilienhaus mit 101 Wohnungen. Laut einer Medienmitteilung ist nach Ende der Abbrucharbeiten mit dem Aushub der Baustart erfolgt. Nachdem die W. Schmid AG 2019 bereits die Wohnüberbauung Burbel in Oberglatt ZH für die Swiss Life AG realisiert hat, handelt es sich bei dem neuen Projekt um einen Folgeauftrag.
Diesen setzt die W. Schmid AG als Generalunternehmerin um. Neben den 101 Mietwohnungen entstehen in dem Neubau auch zwei Gewerbeflächen. Das Mehrfamilienhaus wird in U-Form gebaut, so dass ein Innenhof entsteht, „welcher zukünftige Bewohner vom Strassenlärm schützt und einen Platz für Begegnungen schafft“. Zudem werden Fassade und weitere Elemente begrünt, „wodurch das Wohnumfeld noch mehr aufgewertet wird“.
Die Arbeiten an der neuen Turnhalle für Bergdietikon schreiten gut voran. Vor dem Spatenstich werden noch die Bauabschrankungen um das Gebäude sowie eine Passerelle als Verbindung zwischen den beiden Schulhäusern aufgebaut. Laut Mitteilung der Gemeinde Bergdietikon findet der Spatenstich am 25. Mai statt.
Die Gemeindeversammlung hatte im November 2019 einem Verpflichtungskredit von über 9,91 Millionen Franken zugestimmt. Die Zustimmung für den Neubau der Turnhalle im Minergie-Standard wurde im Januar 2020 rechtskräftig. Gegen diesen Zusatzkredit in Höhe von 355’000 Franken hatte es nur elf Gegenstimmen gegeben. Dagegen war der Bau einer Photovoltaik umstritten. Dem Kredit in Höhe von 185‘000 Franken stimmten 110 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu, immerhin 59 lehnten ihn ab.
Der Bau des neuen Möbelfachmarkts XXXLutz beginnt im Herbst 2020. Dafür hat HIAG die rechtskräftige Genehmigung erhalten. Mit dem Bau von rund 18’000 Quadratmetern Nutz- und Verkaufsfläche wird das Einkaufsgebiet Silbern nachhaltig und sichtbar aufgewertet. Der Einkaufsstandort bietet bereits jetzt durch die grosse Anzahl von Branchenübergreifenden Fachmärkten und Outlets über 5000 Arbeitsplätze.
Als Initialprojekt am Seetalplatz soll «4Viertel» der Gemeinde Emmen und dem zukünftigen Stadtzentrum Luzern Nord neue Impulse verleihen und einen unverwechselbaren Auftakt zum neuen Stadtteil machen. Es lasse den industriellen Charakter des Gebiets nachklingen und setze gleichzeitig auf neue urbane Plätze und Gassen zwischen den Baukörpern, betonen die Projektverantwortlichen. Dass das neue Quartier «4Viertel» heisst, hat folgenden Grund: Das städtebaulich und architektonisch markante Gebäudeensemble besteht aus vier Bauten. Diese würden eine unverwechselbare Gesamteinheit, das grosse Ganze bilden. Mit anderen Worten: die Nummer eins am Seetalplatz.
Vielseitiger Nutzungsmix Zu dem bestehenden Gebäude mit dem heutigen Kino Maxx gesellen sich drei Neu- und Anbauten mit rund 45 000 Quadratmeter Nettogeschossfläche. Vorgesehen ist ein Nutzungsmix aus rund 180 Wohnungen, Büros und Läden, Gastronomie und Freizeitangeboten. Das öffentliche Parkhaus soll bestehen bleiben. Die vier Bauten, die das architektonisch markante Ensemble bilden, integrieren sich harmonisch in die Umgebung, ist einer Medienmitteilung zu entnehmen. Das «4Viertel» ist ein gemeinsames Projekt der Viscosuisse Immobilien AG sowie des Investmentfonds «CS 1a Immo PK» der Credit Suisse.
Förderung der Durchmischung von LuzernNord Das Projekt sieht einen Nutzungsmix aus Wohnungen, Büros, Retail, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen wie Kino und Bowling vor. Um die Flächenbedürfnisse der zukünftigen Mieter abzudecken, sei das Raum- und Flächenangebot flexibel konzipiert. Das öffentliche Parkhaus bleibt bestehen. Für Christoph Zurflüh, Gebietsmanager Luzern Nord, ist klar: «Das vielseitige Projekt fördert die Durchmischung von LuzernNord weiter ,und das neue Stadtzentrum am Fluss ist der Ort, wo Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Bildung zusammentreffen.» Ausserdem biete es grosse zusammenhängende Büro- und Dienstleistungsflächen, was für die Ansiedlung neuer Unternehmen von Interesse sein könnte. Läuft alles nach Plan, soll im Frühling 2020 mit den Bauarbeiten begonnen werden. ■
Abb. 2: Schlüsselfaktoren der Flächennachfrage 2030 – ein dynamisches Netzwerk vielschichtiger Determinanten (Grafik A.K.). In Gelb: Endogene (unternehmensinterne) Schlüsselfaktoren; In Blau: Exogene Faktoren, durch die Angebotsseite beeinflussbar.
Zwischen allen immobilienwirtschaftlichen Akteuren besticht der Konsens, dass der Nutzer und dessen Nachfrage zentrales Element bei der Entwicklung von Immobilienprojekten darstellt. Vor allem im Hinblick auf mittel- und langfristig zu planende Arealentwicklungen, die aufgrund ihrer Grösse und häufig nicht am knappen Gut der A-Lagen realisiert werden, ist die vorausschauende Perspektive sowie das Treffen zahlreicher Annahmen, wie sich die Nutzeranforderungen über die Zeit am Nachfragemarkt gestalten, unerlässlich. Gleichwohl zeigen die immobilienwirtschaftliche Forschung und Praxis, dass die Nachfrageseite noch immer die grosse, unbekannte Variable am Immobilienmarkt darstellt. Einfache Nutzerbefragungen, die den groben Status quo überblickshaft abbilden, sind bekannt. Im Hinblick auf den mittel- bis langfristigen Planungshorizont von Arealentwicklungen stehen diese vorliegenden Momentaufnahmen auf einem eher dünnen Fundament.
Die Betrachtung der Grossunternehmen als Ankermieter einerseits und wertvoller Inkubator für Belebung andererseits ist für Arealentwicklungen von Relevanz. Ein Fokus am Büroangebotsmarkt liegt generell in der kontinuierlichen Beobachtung der Bewegungen und Nachfragetreiber arbeitsplatzintensiver Grossunternehmen. Die hohe Dynamik der auch für den Schweizer Immobilienmarkt bedeutenden Nutzersegmente der Banken- und Finanz- sowie der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche (IKT) haben in den letzten Jahren starke Bewegungen, was ihre Flächennutzungen und Objektstrategien betrifft, aufgewiesen. Insbesondere vor dem Hintergrund des technologischen Fortschritts – der Digitalisierung – wird innerhalb der Banken- und Finanzunternehmen mit einer stark spürbaren Reduktion von Arbeitsplätzen gerechnet, der IKT-Branche tendenziell grosses Wachstum durch ihre (vermuteten) Wettbewerbsvorteile im Zuge der Digitalisierung der Arbeitsplatzwelten und weiterer für die Immobilienbranche relevanter Technologien suggeriert. Festzustellen ist, dass die Schnelllebigkeit in einem Arbeitsumfeld, das durch den Wandel infolge des technologischen Fortschritts geprägt ist, von den Unternehmen eine zunehmende Agilität erfordert, die ihrerseits zu einem Bedürfnis nach flexibleren Angeboten an Büroflächen führt. Klar ist, die Nachfrage und Anforderungen an Büroimmobilien der Zukunft werden sich auf unterschiedlichen Ebenen und in vielschichten Ausprägungen entwickeln. Welche Rahmenbedingungen müssen in der Planung berücksichtigt werden, damit sich die Zielgruppen für den jeweiligen Standort, das konkrete Areal, entscheiden? Und welchen Einfluss hat die vieldiskutierte «Digitalisierung» auf die Treiber der Nachfrage? – vgl. Abb. 1. Gehen wir basierend auf einer aktuellen Studie1 von folgenden, möglichen Zukunftsbildern der Büroflächennachfrage von Grossunternehmen der Branchen IKT und Finanzen und von einer mittelfristigen, prospektiven Betrachtung für 2030 aus:
Der sichere Planungshorizont für die Entwicklung des Büroflächenbedarfs bewegt sich heute zwischen 1 und 3 Jahren. Erkennbar ist die Kongruenz betreffend des Zeithorizonts bei der Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben. Die Prognoseunsicherheit, die eigene Unternehmensentwicklung betreffend, eint die Unternehmen und Branchen. Diese Unsicherheit wird sich in Kombination mit auf Unternehmensebene geforderter Agilität in Zukunft verstärkt auf die Angebotsseite am Immobilienmarkt im Sinne von strategischen Handlungsoptionen in immer kürzeren zeitlichen Etappen übertragen, sobald die (vertragliche) Möglichkeit hierfür besteht.
Die quantitative Nachfrage von Büroflächen der Finanzbranche wird auf Basis der Annahme der eigenen Unternehmensentwicklung (Arbeitsplatzentwicklung, Bedarf Bürofläche in m2) bis zu 35 % abnehmen. Die IKT-Unternehmen werden sich – u.a. auch abhängig vom Innovations- und Digitalisierungsgrad – in einer Spannbreite von mehrheitlich –25 % bis +50 % die Büroflächennachfrage betreffend im Vergleich zu 2018 entwickeln. Der Büroflächenbedarf pro Mitarbeiter (m2 / MA) wird sich innerhalb beider Branchen auf angestrebte ca. 9 – 10 m2 / MA reduzieren.
Durch Digitalisierungseffekte und -tools sieht das Corporate Real Estate Management (CREM) ein Flächeneinsparungspotenzial von bis zu 30 % bzw. ein CREM-relevantes Kosteneinsparungspotenzial bei bis zu ca. 25 %. Digitalisierung / Daten / Tools sind bis 2030 entscheidende Hebel, um vielschichtige CREM-Ziele zu realisieren und zu optimieren – z.B. Finanzkennzahlen, Portfolio- und Objektstrategien oder auch die Nutzungsintensität der Flächen.
Während die Auslagerung an externe, zeitlich flexibel nutzbare Büroflächenangebote (z.B. für Projektarbeit, Standorte von geringerer strategischer Bedeutung) in 2018 bei ca. 5 % lag, wird die Nutzung flexibler Angebote mehrheitlich ca. 15 %, vereinzelt bis zu 50 % des Büroflächenportfolios in 2030 betreffen.
Dieser Auszug endogener Faktoren der internen Unternehmensentwicklung mit vermutlich starkem Einfluss auf die Flächennachfrage, belegt die Transformationsbestrebungen, der Grossunternehmen in punkto Büroflächenallokation und CREM-Management. Gleichwohl können diese möglichen Entwicklungsszenarien nur teilweise durch den Angebotsmarkt beeinflusst werden. Daher empfiehlt sich, das Augenmerk auf qualitative Kriterien und den Trends der Nachfrage zu richten, die im Einflussbereich der Planerkonsortien und Eigentümer / Vermieter sind und im Standortwettbewerb genutzt werden können.
Der qualitative Zukunftsblick zeigt ein homogenes Bild die Nachfragetreiber von Standortkriterien betreffend: Das Lagerkriterium wird nach wir vor mit sehr starkem Einfluss auf Standortentscheide bewertet. Diese treibende Kraft der Nachfrage ist bis 2030 unter anderem mit weiteren vier Schlüsselfaktoren zu ergänzen:
Daten (gleich Wissen): Das Rückgrat der Digitalisierung zeigt sich als vielschichtiger Hebel und erfolgskritische Determinante für sämtliche Kennzahlen des CREM. Bis 2030 erwarten die Nutzer eine umfassend digitalisierte Gebäudeinfrastruktur als Standard. Zum Beispiel durch Implementierung technischer Komponenten, sowohl die Gebäudestrukturen als auch die Nutzung / den Betrieb betreffend, um die Ziele und Anforderungen der Nutzer zu unterstützen. Anforderungen an die Standort-Konnektivität werden analog zum zunehmenden Datenaufkommen und -transfer steigen.
Flexibilität und Agilität werden seitens der Nutzer auf sämtlichen Ebenen gefordert. Dies spiegelt sich in der Präferenz von Campus-Angeboten mit gemeinsamen und flexibel nutzbaren Services wider. Modularität im Sinne der einfachen Adaptierbarkeit von Büro-Raumeinheiten durch den Nutzer, Standardisierung von Büroausbauten (eine An- und Herausforderung auch für die Unternehmen selbst) sowie der Einbau von Realoptionen können sowohl die Wiedervermietung bei Mieterwechsel sowie die Drittverwertbarkeit für andere Nutzungen optimieren.
Know-how und Talente: Die junge, digitalisierte Mitarbeitergeneration zeigt Bereitschaft, längere Arbeitswege in Kauf zu nehmen, wenn das Image des Unternehmens, der Unternehmensstandort insgesamt sowie die Unternehmenskultur als attraktiv bewertet werden. Auch die Unternehmen selbst sind in Zukunft wieder verstärkt bestrebt, das Arbeiten im Büro durch Well-being, Kollaboration und Innovation im Zuge der Gestaltung der Bürolandschaft zu fördern. Die Möglichkeit der Verschmelzung von Arbeiten, Wohnen, Erholung und Entertainment / Freizeit am Areal wird vermutlich in Zukunft seitens der Unternehmen (noch) höher bewertet werden.
Nachhaltigkeit: Green Buildings – vor dem Hintergrund des Leitgedankens eines nachhaltigen und ressourceneffizienten Lebenszyklus, Green Leases, die entsprechende Vereinbarungen zwischen Vermieter und Nutzer bereits im Mietvertrag regeln; sowie grüne Mobilität werden bis 2030 als Standortkriterien an Bedeutung gewinnen. Flexibilität und Daten werden die ökonomische wie ökologische Nutzung u.a. in punkto Flächeneffizienz bzw. Nutzungsintensität / Auslastung als Aspekte nachhaltiger Büroinfrastruktur massgeblich unterstützen.
Die Eröffnung folgender Fragestellungen zur weiterführenden Diskussion scheint auf Basis dieser Erkenntnisse legitim: Können und sollen Schlüsselfaktoren der Nachfrage in zukunftsfähige (Zahlungs-)Modelle und Formeln integriert werden? Sind bestehende Prognosemodelle und -formeln zur Ermittlung der Büroflächennachfrage zukunftsfähig? Nähern sich Grossunternehmen unter dem Einfluss der Determinanten Agilität und Flexibilität und der dynamischen Entwicklung von Arbeitsmodellen dem qualitativen Nachfragebedarf und dem Verhalten der Klein- und Mittelunternehmungen an?
Auch Unsicherheit und Dynamik ob der zukünftigen Anforderungen der Nutzer kollidieren mit der traditionell langfristigen Planung der Immobilieninfrastruktur. Somit lohnt sich der vertiefte Blick in die Analyse zukünftiger Nutzerbedürfnisse. Der Einbezug von Vermarktungswissen – durch ein gebündeltes Verständnis für die Nachfragetrends der Nutzer, Kenntnis übergeordneter strategischer Kriterien bis hin zu konkreten Empfehlungen für vermietbare Projektplanungen bereits im frühen Planungsprozess – ist insbesondere für B- und C-Lagen entscheidend für die langfristige Wertschöpfung und Drittverwertbarkeit. Eine vielfältige Nutzungsdurchmischung für belebte Areale ist als Positionierung / Kommunikationsansatz nicht ausreichend. Vision, Kommunikation und Kenntnis über zukünftige Treiber der Nachfrage sowie die Realisierung / das tatsächliche Angebot von Schlüsselfaktoren für Standortkriterien aus Nutzerperspektive sind erfolgskritische Determinanten für zukünftige Immobilienprodukte und Arealentwicklungen. ■
Die Dienstleistungen für Altenrhein sind besonders auf die Bedürfnisse der Mieter aus den Bereichen Industrie, Handwerk und Logistik zugeschnitten.
Von damals zu heute Das Areal Altenrhein blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück: Mit dem Bau der Dornier-Werke und des Flugplatzes in den 1920er-Jahren erlebte das ehemalige Fischerdorf Altenrhein einen Aufschwung ohnegleichen. Der Flugzeughersteller Dornier galt damals als eines der modernsten Unternehmen der europäischen Luftfahrtindustrie. Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte das unter dem Namen FFA Flugzeugwerke Altenrhein AG bekannte Areal mehrmals den Besitzer. 1997 übernahm Schindler Waggon einen Grossteil davon. Zehn Jahre später wurde der Waggonbaubereich von Stadler Rail übernommen. 2018 gab der Schienenfahrzeughersteller bekannt, dass er 2021 mit einem Grossteil der Produktion in seinen Neubau nach St. Margrethen umziehen werde.
Etwas ist aber immer gleich geblieben: Seit 100 Jahren wird in Altenrhein Grosses erschaffen. Die Lage im Vierländereck ist kaum zu überbieten, und das direkte Umfeld ist für alle Seiten bereichernd. Die Nähe zum Flughafen St. Gallen-Altenrhein sowie der eigene Gleisanschluss zum Streckennetz der SBB sorgen für eine hervorragende Anbindung an nationale und internationale Beschaffungs- und Absatzmärkte. Mit einer Grösse von ca. 110 000 m2 und einer vermietbaren Fläche von 55 000 m2 hat das Areal in Altenrhein zudem eine grosse Bedeutung in der gesamten Ostschweiz.
Individuelles Arealmanagement gefordert Der Bereich Mixed-Use Site Management von Wincasa betreut seit Anfang 2017 erfolgreich gemischt genutzte Grossareale in der ganzen Schweiz. Mit dem Gewinn des Swisscanto-Mandats Werkplatz Altenrhein Mitte 2019 kommt nun eine ganz neue Dimension hinzu. Die Herausforderungen unterscheiden sich stark von herkömmlichen Arealen, die schweizweit durch die Spezialisten von Wincasa betreut werden.
Beim Management von Industriearealen geht es vor allem um Tätigkeiten und Anforderungen rund um produzierende Unternehmen. Damit in der Schweiz konkurrenzfähig und hochwertig produziert werden kann, müssen die Bedürfnisse der Kunden schnell erkannt sowie umgehend und sehr individuell darauf eingegangen werden. Hinzu kommen auch die strategischen Bereiche der Weiterentwicklung, Kostenoptimierung und optimale Positionierung im Markt. Professionalität, Sicherheit und Eingespieltheit zwischen den verschiedenen Disziplinen sind das A und O eines reibungslosen Betriebs. Fehler im Betrieb hätten grosse Folgen.
Die Dienstleistungen für Altenrhein sind speziell auf die Bedürfnisse der Mieter aus den Bereichen Industrie, Handwerk und Logistik zugeschnitten. Es handelt sich um Leistungen wie z.B. Botendienste, Reparaturservices, individuelle Reinigung oder die Organisation von Kundenanlässen. Nebst der Entsorgung, welche den höchsten Anforderungen des Kantons St. Gallen entspricht, bietet das Areal auch die Entsorgung von Sondermüll an. Da Produktionsfirmen immer flexibler arbeiten und produzieren möchten, ist darüber hinaus ein stetiger Ausbau der Dienstleistungen für die Mieter im Areal geplant.
Aktuelle Herausforderungen Durch den angekündigten Wegzug von Stadler Rail bot sich Eigentümer und Management die Möglichkeit zu einer Neupositionierung des Areals: von einem Ort mit ein paar wenigen hin zu einem Ort mit mehreren Mietern. Ein umfassendes Rebranding, gepaart mit intensiven Vermarktungsaktivitäten, leitete die ersten Schritte ein. Erste Erfolge sind bereits zu verzeichnen, und das Interesse am Markt ist vorhanden. Durch das clever und flexibel gestaltete Raumangebot ist damit zu rechnen, dass der Vermarktungsprozess erfolgreich zu Ende geführt werden kann. ■
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