Kategorie: Neubau

  • Tschopp Holzindustrie kommt mit Sägewerk voran

    Tschopp Holzindustrie kommt mit Sägewerk voran

    Die Tschopp Holzindustrie AG gibt einen Meilenstein beim Bau ihres neuen Sägewerks am Hauptsitz in Buttisholz bekannt. So konnten die Tiefbauarbeiten im Bereich Sägehalle abgeschlossen werden. Nun sollen die Hochbauarbeiten beginnen. Das Gebäude soll eine Länge von 125 Metern, eine Breite von 50 Metern und eine Höhe von 20 Metern aufweisen.

    Das neue Sägewerk soll seinen Betrieb im Frühjahr 2023 aufnehmen. Tschopp Holzindustrie investiert insgesamt 75 Millionen Franken in den Ausbau. Es handelt sich um die bisher grösste Investition in der 100-jährigen Firmengeschichte.

    Tschopp Holzindustrie ist auf die Herstellung von Schalungsplatten für die Baubranche spezialisiert. Seit 2005 werden aus dem Restholz Pellets für die Energiebranche produziert. Nach der Inbetriebnahme des neuen Sägewerks sollen Holzbaufirmen auch Produkte angeboten werden, die im Inland bisher gar nicht oder nicht industriell hergestellt werden und deshalb aus dem Ausland importiert werden müssen, etwa Dreischicht-Naturholzplatten.

  • Von der Metallfabrik zum gemischten Quartier

    Von der Metallfabrik zum gemischten Quartier

    Das Wydeneck war über 100 Jahre lang ein geschlossenes Areal und wurde ausschliesslich von der «Schweizerischen Metallwerke AG Dornach» zur Metallverarbeitung genutzt. Swissmetal produziert noch heute und nutzt etwa die Hälfte des Areals. Daneben arbeiten kleine Handwerksbetriebe und produzierende KMUs.

    2015 erwarb die Hiag das Areal in Dornach und begann mit der Planung der künftigen Nutzung. In enger Zusammenarbeit mit Kanton und Gemeinde entwickelte die Eigentümerin eine stimmige Grundlage für die Transformation des Wydeneck. Federführendes Büro für den Testplanungsprozess war das Zürcher Städtebaubüro Feddersen & Klostermann in Zusammenarbeit mit Brühlmann Loetscher . 90 interessierte Anwohner brachten anlässlich eines zweitägigen Mitwirkungsverfahrens ihre Wünsche und Anregungen in den Planungsprozess ein. Auf dieser Grundlage wurde der Masterplan ausgearbeitet und 2018 vom Gemeinderat verabschiedet. In diesem Zusammenhang wurde auch der neue Namen bekanntgegeben: Wydeneck – Metalli im Wandel.

    Zurzeit stehen die arealspezifische Teilzonenplanrevision auf der Agenda und die Ausarbeitung eines nachhaltigen Mobilitätskonzepts. Zentrale Themen sind die Erschliessung des Quartiers mit einer Buslinie, eine eigene S-Bahn-Haltestelle und die Integration des Zubringers zur Autobahn A18. Entlang der Birs soll Bauland rückgezont und der Flussraum revitalisiert werden.

    Die Öffnung des Aerals findet zunächst mittels Übergangsnutzungen statt. So wird Raum für Gewerbe, Freizeit und Kultur geschaffen. Die Angebote sollen Kunden und Besucher anziehen. Mit Beginn der ersten Bauetappe werden diese Nutzungen sukzessive abgelöst oder verlagert. In den kommenden 20 bis 25 Jahren entstehen mehrere Hundert Wohnungen sowie gewerbliche und dienstleistungsorientierte Angebote. Ein Teil der historischen Bestandesbauten wird saniert und bleibt als Zeitzeuge der Industriegeschichte bestehen.

    Das Wydeneck soll ein belebtes, gemischtes und städtisch geprägtes Quartier werden. Rund 1800 Bewohner sowie ein vielfältiges Gewerbe- und Dienstleistungsangebot mit bis zu 400 Arbeitsplätzen sind geplant. Der öffentlich zugängliche Uferpark sowie der Erhalt der historischen Substanz sorgen zudem für das besondere Flair.

  • KREIS Haus in Feldbach wird eröffnet

    KREIS Haus in Feldbach wird eröffnet

    Zur Eröffnung des KREIS Hauses findet am 4. September ein Tag der offenen Tür statt. Von 13 bis 18 Uhr ist das Synergy Village in Feldbach, auf dem das Forschungsprojekt der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) steht, allen Interessierten zugänglich. Dabei können Bautechniken des KREIS Hauses selbst ausprobiert werden. Zudem wird es einen Markt mit nachhaltigen lokalen Produkten geben.

    Mit dem Bau des klima- und ressourcen-effizienten Suffizienz-Gebäudes wurde im Mai dieses Jahres begonnen. Mit diesem Projekt möchte das ZHAW-Departement Life Sciences und Facility Management (LSFM) zeigen, wie Kreislaufwirtschaft auf einer reduzierten Wohnfläche von 40 Quadratmetern umgesetzt werden kann. Wie die ZHAW in ihrer Einladung schreibt, befinde sich in diesem Haus alles im Kreislauf – von den Baumaterialien bis zu den Nährstoffen aus dem Abwasser für die Düngung des Dachgartens.

    Die Forschung entwickle laufend neue kreislauffähige Technologien, Materialien und Konzepte für den Einsatz in Gebäuden, heisst es in der Projektbeschreibung des LSFM. Doch sei der Weg von der Grundlagenforschung bis zur breiten Anwendung langwierig. Deshalb stelle das KREIS Haus einen Raum zur Verfügung, um diese neuen Technologien und Materialien auszuprobieren. Die Besucherinnen und Besucher steuern mit ihren Rückmeldungen dazu bei, diese zu verbessern.

    Die ZHAW bietet künftig reguläre Besuchstermine an. Sie sind online einsehbar, ebenso wie Termine für regelmässige Workshops zu spezifischen Kreislaufthemen. Die Übernachtungsmöglichkeiten im KREIS Haus sind derzeit ausgebucht. Zudem steht das LSFM für individuelle und kreislauforientierte Bauberatungen zur Verfügung.

  • Institut veröffentlicht Leitfaden für Raumentwicklung

    Institut veröffentlicht Leitfaden für Raumentwicklung

    Das Institut für Raumentwicklung (IRAP) der OST – Ostschweizer Fachhochschule hat eine kostenlose Schritt-für-Schritt-Anleitung für Nachverdichtungsfragen in kleinen Gemeinden veröffentlicht. Sie soll Gemeinden mit weniger als 10’000 Einwohnern unterstützen, selbst eine Siedlungsstrategie anzufertigen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Insgesamt 95 Prozent der Gemeinden in der Schweiz haben weniger als 10‘000 Einwohner. Die dementsprechend kleinen Verwaltungen beschäftigen häufig kein Fachpersonal für Raumplanung. Das führt laut Medienmitteilung dazu, dass sich niemand Gedanken über eine qualitätsvolle Siedlungsverdichtung macht. Seit der Revision des Raumplanungsgesetz 2014 dürfen sich Ortschaften allerdings nur noch innerhalb ihres bestehenden Gebietes entwickeln, um Zersiedlung zu verhindern.

    Der kostenlose Leitfaden des IRAP soll hier eine Starthilfe geben. Das Papier umfasst sieben Kapitel auf 40 Seiten und soll Fragen beantworten wie „wieviel Wachstum hat unsere Gemeinde zu erwarten?“, „wo in unseren Bauzonen ist Verdichtung am sinnvollsten?“ und „wie lancieren wir diese Projekte?“.

    „Für qualifizierte RaumplanerInnen sollte es mit dieser Methodik möglich sein, für Gemeinden mit bis zu 10’000 Einwohner innert höchstens 200 bis 300 Stunden Facharbeit und damit für weniger als 50’000 Franken eine Innenentwicklungs-Strategie für das gesamte Gemeindegebiet auszuarbeiten“, wird IRAP-Professor Andreas Schneider in der Medienmitteilung zitiert.

    Die vollständige Methodenanleitung steht online kostenfrei zum Download zur Verfügung.

  • Papieri Biberist – Das Quartier von morgen entsteht heute

    Papieri Biberist – Das Quartier von morgen entsteht heute

    Mitte 2012 erwarb die Hiag das Betriebsgelände der ehemaligen Papierfabrik in Biberist. Das Areal mit rund 277’000 m² Industriefläche diente gut 150 Jahre lang der Papierherstellung. Entsprechend ist es als Industriestandort in der Region bestens verankert und gilt als Entwicklungsgebiet von kantonaler Bedeutung. Das Areal liegt an strategisch optimaler Lage entlang der A1 und A5, zwischen den Metropolitan-Räumen Zürich, Basel und Bassin lémanique. Innerhalb des Industrieclusters Solothurn profitiert das Papieri-Areal von der Vernetzung mit zahlreichen Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowie einer einmaligen, leistungsstarken Infrastruktur auf dem Areal. Neben der weitgehend gewerblich-industriellen Nutzung sollen auf dem Areal Orte geschaffen werden, wo Arbeit, Kultur und Freizeitnutzungen sowie Wohnen Platz finden können.

    Das Papieri-Areal ist optimal gelegen und soll zur Destination im suburbanen Land werden.

    Belebung des Areals
    In Zusammenarbeit mit Gemeinde und Kanton wird an der Überführung in einen verbindlichen Teilzonenplan gearbeitet: «Zurzeit läuft die Teilzonenplanrevision, welche den gesamten Arealperimeter umfasst», sagt der zuständige Arealentwickler Michele Muccioli gegenüber Immo!nvest. «Bis zum Erlangen der Rechtskraft des Zonenplans rechnen wir mit 12 bis 18 Monaten. Nachdem in den letzten Jahren drei komplette Papiermaschinen-Linien verkauft wurden, findet aktuell der Verkauf der noch verbliebenen Anlagen statt. Zudem wird die Ansiedlung und Bereitstellung von Nutzflächen weiter vorangetrieben.» Momentan sind rund 20 Unternehmen auf dem Areal angesiedelt, gegen 120 Personen haben ihren Arbeitsplatz auf der Papieri. Angesiedelt sind Firmen aus den verschiedensten Bereichen. Der nächste Schritt ist die Teilöffnung des Areals im Bereich des Bahnhofs Biberist Ost. Ziel sei die Aktivierung und Belebung des Areals. Diese wird gemäss Muccioli jetzt möglich, da die Verkäufe und Demontagen der grossen Maschinen nun abgeschlossen seien.

  • Spinnerei, Mädchenheim und bald Wohnquartier

    Spinnerei, Mädchenheim und bald Wohnquartier

    Der Emmenhof liegt im Zentrum von Derendingen und blickt auf eine vielseitige Geschichte zurück: Diese begann vor 150 Jahren mit der Gründung einer Baumwollspinnerei. 1897 wurde zusätzlich ein Mädchenheim erstellt. 1932 gab es erneut einen Besitzerwechsel: Mit dem Einzug der Scolari AG diente der Emmenhof bis zum Jahr 1973 als Produktionsstätte für Pasta. Ab dann siedelten sich verschiedene KMUs auf dem 50›000 m² grossen Areal an. Auch heute noch finden sich rund 100 Betriebe, die hier ihren Bürostandort oder ihre Lagerhalle haben. Das bislang nur im südlichen Teil bebaute Areal wird vom eigenen Wasserkraftwerk, der markanten Fabrik sowie der ehemaligen Fabrikantenvilla geprägt.

    Die Emmenhof Immobilien AG hat eine grundlegende Transformation des Areals geplant: Bis 2030 soll hier ein neues Quartier mit Wohnangeboten, Freizeiteinrichtungen, diversen Büro- und Gewerbeflächen sowie einem Gastronomiekonzept entstehen. Neben dem Erhalt einiger alleinstehender historischer Gebäude sind mehrere Neubauten geplant. Insgesamt sind 270 Wohnungen projektiert, die sich in ihrer Bauweise an der Geschichte des Areals orientieren.
    Der Zugang zum neuen Quartier wird auf der Südseite durch den «Wollturm» mit zehn Stockwerken, Tiefgarageneinfahrt und einem vorgelagerten Besucherparkplatz markiert. Diesem Zugang folgt der «Baumwollhof», der von zwei Gebäuden umrahmt und vom historischen Fabrikgebäude abgeschlossen wird. Im Norden des Geländes entstehen die Gebäude «Garnwerk», «Turbinenhaus» und «Färberei». Grosszügige Grünflächen und ein direkter Zugang zum Emmenkanal und dem Schluchtbach verleihen dem Quartier einen naturnahen Charakter.

    Die Entwicklung des Areals ist in sechs Etappen geplant. Die erste Etappe ist bereits vollendet und umfasst das Projekt «Spindelgut» im Südwesten. Der Neubau aus der Hand der Architekten Liechti Graf Zumsteg besteht aus drei Trakten mit 14 Wohnungen.

    Die Emmenhof Energie AG ist der Stromproduzent des Areals. Dies ermöglicht den Mietern und Eigentümern, nachhaltige Energie zu beziehen: aus Photovoltaikanlagen, die auf den Dächern der Neubauten installiert werden, und aus Wasserkraft. Warmwasser und Heizung gelangen mittels Fernwärme in die Häuser.

  • Riverside profitiert von Pop-up-Beiz

    Riverside profitiert von Pop-up-Beiz

    Das Riverside in Zuchwil vereint das Beste zweier Welten: Urbane Annehmlichkeiten und ländliche Beschaulichkeit. Eigentümerin ist die Swiss Prime Anlagestiftung, die nicht nur bei dieser sensiblen Entwicklung besonderen Wert auf einen sorgsamen Umgang mit der Umwelt legt. «Zu einer ganzheitlich nachhaltigen Entwicklung dieses ehemaligen Sulzer-Industrieareals gehört für uns ausserdem der regelmässige Austausch mit dem Umfeld und der Gemeinde, um bei der Weiterentwicklung des bestehenden Masterplans auf die aktuellen Bedürfnisse der Gesellschaft eingehen zu können», sagt Tobias Hossfeld, Head Development bei der Swiss Prime Site Solutions AG, dem Asset Management-Team der Anlagestiftung. Für die baulichen Entwicklungen ist mit Markus Hauri ein waschechter Solothurner mit seinem Team der mha GmbH zuständig. Parallel dazu arbeitet Andreas Brunner mit seinem Team von Wincasa MUSM an der bestmöglichen Bewirtschaftung und Vermarktung des neuen Quartiers, das Raum für die unterschiedlichsten Nutzungen wie Wohnen, Freizeit und Geschäftsleben bietet. So gesehen sind rund 20 Leute permanent mit dem Riverside-Areal beschäftigt.

    Viel Eigendynamik
    Letztes Jahr entstand die RiverYard-Gartenbeiz im Industrie-Look, die nicht nur viel Zuspruch aus der Region erhielt, sondern auch wunderbar als Marketinginstrument funktioniert. So interessierten sich viele Gäste schon für eine Mietwohnung, obwohl noch nicht einmal der Rohbau fertig war. «Eine solch rasante Eigendynamik hätten wir nicht erwartet», sagt Leo Smeets, Head Letting bei der Swiss Prime Site Solutions AG. Er glaubt, dass diese Entwicklung in Zukunft anhalten wird. Auch der Gastronom möchte gerne langfristig auf dem Areal bleiben und arbeitet dafür mit dem Entwicklungsteam bereits an neuen Ideen. Auch im Bereich Wohnen wird die Entwicklung mit Umsicht und Kontinuität vorangetrieben. Verschiedene Projekte sind entsprechend der anhaltenden Nachfrage in Ausarbeitung und werden in den kommenden Jahren umgesetzt.

    Nähe zum Quartier
    Aktuell freut sich das Riverside-Management über Anfragen anderer Interessenten, etwa aus dem Retail- und Dienstleistungsbereich oder der Gastronomie. So gesehen funktioniert die Entwicklung vom einstigen Industrieareal zum lebendigen, vielfältigen Quartier sehr gut. Immer mehr Leute erkennen gemäss Hauri die Qualitäten des Areals und können eine Nähe aufbauen. Auch haben die Auswirkungen der Pandemie nur zu wenigen Veränderungen bei Mietanfragen geführt.

  • Solothurn erhält eine neue Kehrichtverwertungsanlage

    Solothurn erhält eine neue Kehrichtverwertungsanlage

    Die Kebag in Zuchwil entsorgt jährlich 221’000 Tonnen Abfall und versorgt die Region mit Fernwärme und Strom. Sie ist der drittgrösste Kehrichtverwertungsbetrieb der Schweiz. Aus den 1178 Gemeinden der Kantone Bern und Solothurn stammen 85 Prozent der Abfälle. Allerdings wird das Werk im 2025 bereits 50 Jahre alt – und stösst damit an seine Altersgrenze. Um die umweltverträgliche Entsorgung auch in Zukunft sicherzustellen, ist eine neue Anlage unumgänglich. Denn mit zunehmendem Alter häufen sich Ausfälle, die zu teuren Betriebsunterbrüchen und Entsorgungsengpässen führen, wie das Unternehmen auf seiner Webseite schreibt.

    Der Betrieb im Emmenspitz ist bereits heute der grösste Stromproduzent der Region. Schweizweit wird hier der grösste Anteil an elektrischer Energie aus dem Kehricht gewonnen. Die geplante Anlage namens Kebag Enova kann in Zukunft dank neuster Technik bis zu 15 Prozent mehr Energie aus derselben Menge Abfall gewinnen. Ein spezieller Gewebefilter und eine mehrstufige Rauchgasreinigung führen zu einer fast vollständigen Reduktion der Schadstoffe. Die Investitionskosten belaufen sich auf 450 bis 500 Millionen Franken. Doch ganz ohne Kompromisse kann der Neubau nicht umgesetzt werden: 11’000 Quadratmeter Wald mussten gerodet werden. Die Kebag leistet als Kompensation im gleichen Umfang Ersatzaufforstungen an anderen Orten im Kanton Solothurn.
    Die Firma TBF+Partner AG aus Zürich wurde mit dem Planungsmandat beauftragt. Den Architekturwettbewerb konnte im 2017 die Penzel Valier AG für sich entscheiden. Die Kebag Enova wird zwei statt bislang vier Verbrennungslinien aufweisen. Dafür sind grössere Ofenlinien vorgesehen, die für mehr Energieeffizienz sorgen. Die Gebäudehülle wird mit Solarpanels bestückt und dadurch die zurzeit grösste Photovoltaik-Fassadenanlage der Schweiz. Der Kamin ist seitlich an den Bau angegliedert und ragt 80 Meter in die Höhe. An der Spitze dieses Betonschaftes befindet sich ein Aussichtsraum.

    Die eine oder andere Herausforderung galt es aber vorgängig zu bewältigen: Eine bedeutende Änderung musste 2018 bei der Kühlung vorgenommen werden. Seit jeher nutzt die Kebag die Flusswasserkühlung. Die Kühlung ist massgebend, damit die Stromproduktion und die dazu benötigte Dampfverwertung möglich sind. Durch die revidierte Gewässerschutzverordnung, die Mitte 2018 in Kraft trat, hat man sich beim Neubau für eine Luft- statt eine Flusswasserkühlung entschieden. Zudem erwies sich der Baugrund bei einer Prüfung als zu wenig stabil für die Kebag Enova. Dank einer Pfahl-Platten-Fundation konnte auch dieses Problem gelöst werden.

    2019 wurde schliesslich das Baugesuch eingereicht. Der Spatenstich erfolgte am 7. Mai 2020. Die Inbetriebnahme ist auf Anfang 2025 geplant.

  • Neuen Lebensraum schaffen

    Neuen Lebensraum schaffen

    Das Attisholz-Nord-Areal ist sehr gross und verfügt über wuchtige Industriebauten aus vergangen Zeiten. Während 130 Jahren wurde auf dem Attisholz-Areal industriell Cellulose produziert. In den kommenden 20 Jahren soll aus dem Gebiet ein lebendiger Ort für Wohnen, Arbeiten, Gewerbe, Bildung, Forschung, Leben, Erleben und Geniessen entstehen. «Es werden sich Angebote für sämtliche Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen in
    allen Lebensphasen finden», sagt Andreas Campi von der Immobilienentwicklerin Halter AG. «Das Areal birgt ein riesiges Entwicklungspotenzial für die Realisierung eines neuen Lebensraums in einer intakten Landschaft mit vielfältigen Typologien, sanierten Fabrikgebäuden und Neubauten. Zudem ist die Stadt Solothurn mit ihrer hohen kulturellen Angebotsdichte in kurzer Distanz gelegen.»

    Die einstigen Fabrikhallen können als Event-Location genutzt werden.

    Baustart im Herbst 2023
    Gerade eben wurde die öffentliche Auflage der Nutzungsplanung abgeschlossen. Als nächster Planungsschritt werden Studienaufträge durchgeführt, welche die Grundlage für den nachfolgenden Gestaltungsplan sowie das Baubewilligungsverfahren bilden. Faktisch hatte die Pandemie keine Auswirkungen auf die Planung: «Da wir entsprechende Informationen digital und online zur Verfügung gestellt haben, konnte die Planauflage wie ursprünglich terminiert stattfinden. Video-Präsentationen haben eine umfassende Information möglich gemacht. Dies war auch dank der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde Riedholz möglich.» Geplanter Baustart für die erste Etappe ist nun im Herbst 2023.

  • Alles neu vor dem Bahnhof Olten

    Alles neu vor dem Bahnhof Olten

    Der Bahnhof Olten ist einer der am stärksten frequentierten Bahnknotenpunkte der Schweiz. Der Platz davor ist eine wichtige Verkehrsdrehscheibe und hat ein hohes Aufkommen an Autoverkehr, Bussen, Fuss- und Veloverkehr. Ausserdem ist er ein wichtiges Aushängeschild für die Stadt.

    Der Bahnhofplatz ist jedoch in die Jahre gekommen – er kann die wachsenden Anforderungen immer weniger erfüllen. Deshalb sieht das Projekt Neuer Bahnhofplatz Olten nbo eine umfassende Reorganisation und Neugestaltung vor.

    Der Platz und seine anliegenden Strassen sollen den verschiedenen Mobilitätsbedürfnissen von Stadt und Region gerecht werden – mit ausreichender Kapazität für den Verkehr, einem ausgebauten Bushof, einer grossen Velostation, unterirdischem Parking sowie separaten Bereichen für Taxis, Kurzzeitparking und «Kiss and Ride». Ein grosses, dem Perronverlauf folgendes Dach soll den Eingangsbereich zum Bahnhof markieren und diesem ein neues Gesicht geben.

    Beidseits der Bahnhofbrücke sollen durchgängige Terrassen an der Aare zum Verweilen einladen. Ein neuer Steg soll als Spannbandbrücke für Fuss- und Veloverkehr einen direkten Zugang vom linken Flussufer zum Bahnhof und zur neuen Velostation bieten. Mit der Verlängerung der Personenunterführung Hardegg wird ein neuer, direkter Zugang vom Bahnhof zum Aareraum geschaffen.

    2012 schlossen sich der Kanton Solothurn, die Stadt Olten und SBB Immobilien zu einer Bauherrengemeinschaft zusammen. 2019 haben sie das Projekt der Bevölkerung im Rahmen einer öffentlichen Mitwirkung präsentiert. Die Ausschreibung für die Baumeisterarbeiten soll 2024 erfolgen. Die etappenweise Realisierung des neuen Bahnhofplatzes bei laufendem Betrieb ist für den Zeitraum 2025 bis 2028 vorgesehen.

  • Vom Guetzli-Backbetrieb zum Zentrumsquartier

    Vom Guetzli-Backbetrieb zum Zentrumsquartier

    Die Gemeinde Trimbach verabschiedet sich im 2022 von ihrem langjährigen Aushängeschild: der Wernli-Biskuitfabrik. Diese hat seit Anfang des 20. Jahrhunderts auf dem Breiti-Gelände ihre in der ganzen Schweiz bekannten Guetzli hergestellt.

    Nach der im 2008 erfolgten Übernahme der Wernli AG durch die Hug AG wird der Produktions-Standort bald an den Firmensitz der neuen Eigentümerin ins luzernische Malters verlagert. Damit ist der Platz an bester Lage mitten im Zentrum von Trimbach für eine neue Nutzung frei.

    Die neue Eigentümerin des Areals, die Aare Liegenschaften AG, entwickelt in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde ein neues Wohnquartier. Um das stimmigste Konzept zu eruieren, wurde ein Studienauftrag vergeben. Aus den eingereichten Vorschlägen ging das Projekt der Rykart Architekten AG als Sieger hervor. Die Architekten überzeugten die Jury mit einem städtebaulichen Gesamtkonzept, das eine Wohnüberbauung mit rund 150 Wohnungen vorsieht. Die wenigen, kompakten Bauten fügen sich harmonisch in die bestehende Quartierstruktur ein.

    Im vorderen, flacheren Teil des Geländes sind vier 4- bis 6-geschossige Bauten geplant. Drei höhere Gebäude mit bis zu 9 Geschossen werden im hinteren Teil entlang des Waldrands errichtet. Durch die Höhenstaffelung passen sich die verschiedenen Gebäude fliessend in die Umgebung ein. In den drei hinteren Gebäuden sind Eigentumswohnungen und in den vier vorderen Bauten Mietwohnungen vorgesehen. Eine Tiefgarage und Veloabstellplätze sind ebenfalls projektiert.
    Das «Wernli-Haus» an der Baslerstrasse bleibt als Zeitzeuge der industriellen Vergangenheit erhalten und bildet den Eingang der Überbauung. Als Begegnungsort dient ein Platz mit Baumbestand, der auch den umliegenden Quartieren zur Verfügung steht. Die zukünftigen Bewohner sollen einen eigenen Quartierplatz erhalten, der im Zentrum der Siedlung im oberen Bereich liegt. Seitlich davon finden sich zwei Baumhaine, ein Spielplatz sowie eine Rasenfläche. Der offengelegte Gämpfibach fliesst durch das gesamte Gelände.

    Entlang der Strassen sind publikumsorientierte Gewerbenutzungen in den Erdgeschossen geplant. Dank der Lage mitten im Zentrum bietet das neue Quartier bereits optimale Anschliessungen an den öffentlichen wie auch an den Individualverkehr. Das Areal selber bleibt autofrei und ist geprägt von einem gut erschlossenen Wegnetz.

    Das Siegerprojekt wird zurzeit weiter aus- und überarbeitet. Zeitgleich wird der Erschliessungs- und Gestaltungsplan erstellt. Mitte 2022 sollen die Planungsarbeiten abgeschlossen sein.

  • Bautätigkeit geht zurück

    Bautätigkeit geht zurück

    Dem Immobilienbarometer der Zürcher Kantonalbank (ZKB) für das zweite Quartal 2021 zufolge hat die Zahl der projektierten Wohnungen in Baugesuchen gegenüber 2018 um 23 Prozent abgenommen. Den Analysten der ZKB zufolge hängt dies mit hohen Leerständen in peripheren Regionen zusammen, auf die Investoren entsprechend reagiert hätten. In urbanen Zentren mit geringem Leerstand ziehe die Bautätigkeit teilweise wieder an, heisst es im Barometer.

    Als Beispiel werden dort Lausanne und Zürich genannt. In den Kantonen Genf und Basel-Stadt haben die Analysten hingegen einen Rückgang der Bautätigkeit beobachtet. Sie führen diesen auf für urbane Gebiete typische hohe regulatorische Hürden und knappes Bauland zurück. Insgesamt halten die Analysten jedoch fest, „dass neue Wohnungen vermehrt dort geplant werden, wo die Nachfrage nach Wohnraum hoch ist“.

    Im Kanton Zürich halte der von der Pandemie verstärkte Wunsch nach den eigenen vier Wänden weiter an, wird im Barometer weiter erläutert. Die Preise für Eigenheime haben ihm zufolge gegenüber Vorjahr um 5,5 Prozent und gegenüber dem Vorquartal um 2,9 Prozent zugelegt. Gleichzeitig machen die Analysten ein Schrumpfen des auf Immobilienportalen inserierten Angebots aus. Sie erklären dies damit, dass viele Objekte von regionalen Maklern vermarktet oder bereits vor Baubeginn verkauft werden. Für dieses und das folgende Jahr gehen die Analysten schweizweit von einem Nachfrageüberhang auf dem Markt für Wohneigentum aus.

  • SV Hotel plant in Hamburg zwei Konzepte in einem Neubau

    SV Hotel plant in Hamburg zwei Konzepte in einem Neubau

    SV Hotel setzt seine Wachstumsstrategie in einem der wichtigsten und stärksten Hotelmärkte Deutschlands fort. In der Hamburger Innenstadt, unmittelbar an der berühmten Mönckebergstrasse, wird SV Hotel in einem Neubau zwei Konzepte umsetzen. „Es ist ein einzigartiges Projekt, das wir an dieser prominenten Lage mit unserem Partner Redevco entwickeln konnten,“ wird Beat Kuhn, Managing Director von SV Hotel, in einer Medienmitteilung zitiert.

    Der Immobilien-Investment-Manager Redevco ersetzt das heutige C&A-Gebäude durch einen klimaneutralen Neubau mit gemischter Nutzung für Hotels, Einzelhandel und Gastronomie. Entworfen hat ihn das renommierten Londoner Architekturbüro Sergison Bates. Es hatte den von Redevco und der Stadt Hamburg ausgeschriebenen Architekturwettbewerb gewonnen.

    Auf acht Stockwerken vereint das Haus ein Hyatt Centric-Boutique-Hotel mit dem von SV Hotel selbst entwickelten sogenannten Extended Stay-Konzept Stay KooooK. Die 185 eleganten Zimmer und Suiten des Hyatt Centric werden die zweite bis achte Etage einnehmen. Dachterrasse und Hotelbar geben den Blick auf den Hafen frei. Dafür wird SV Hotel neue Franchisenehmerin der Hyatt Hotels Corporation. Beat Kuhn sieht das als „ideale Ergänzung“ des Portfolios von SV Hotel: „Mit Hyatt verbinden uns gemeinsame Werte und das Verständnis, dass durch die Qualität von Design und Service gutes Gastgebertum erlebbar wird.“

    Die 85 Studios des Stay KoooK-Konzepts liegen auf der fünften bis achten Etage. Dort finden längerfristige Gäste sowie Geschäfts- und Freizeitreisende eine Sharing-Lösung mit dem Service eines guten Hotels, inklusive Dachterrasse mit Blick auf Rathaus und Binnenalster.

    Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten war laut Volker Thamm, Director Business Development SV Hotel, so „professionell und effizient“, dass sich SV Hotel „sehr gut“ vorstellen könne, „gemeinsam weitere Projekte zu entwickeln“.

  • Mit Beton 3D-gedruckte Brücke in Venedig enthüllt

    Mit Beton 3D-gedruckte Brücke in Venedig enthüllt

    Am Montag ist auf der Architektur-Biennale in Venedig die Bogenbrücke Striatus enthüllt worden. Entworfen wurde sie von der Block Research Group am Institut für Technologie in der Architektur der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), der Zaha Hadid Architecs Computation and Design Group und den Innsbrucker Spezialisten für additive Fertigung mit Beton, incremetal3D. Ermöglicht wurde sie vom Baustoffproduzenten Holcim Schweiz.

    Striatus ist Teil der Ausstellung „Time Space Existence“. Sie wird vom Europäischen Kulturzentrum im Rahmen der Biennale gezeigt. Ihr Name (lateinisch: gerippt, gerillt, gestreift) reflektiere die strukturelle Logik und den Herstellungsprozess der Brücke, so Philippe Block von der ETH in einer Medienmitteilung von Holcim. „Bei Bogen- und Gewölbestrukturen wird das Material so platziert, dass die Kräfte in reiner Kompression auf die Stützen übertragen werden können. Die Festigkeit wird durch die Geometrie erzeugt, wobei nur ein Bruchteil der Materialien verwendet wird, die bei herkömmlichen Trägern zum Einsatz kommen.“ Dies eröffnet eine Vielzahl von Möglichkeiten, mit geringerer Festigkeit und umweltfreundlich zu bauen.

    „Striatus steht auf den Schultern von Giganten“, sagt Shajay Bhooshan von Zaha Hadid Architects. „Sie belebt uralte Techniken der Vergangenheit wieder.“ Ihre „taktile Qualität, Ästhetik und Stärke“ spiegelten die Vision wider, „dass Schönheit ein Versprechen von Leistung ist“. Die gemeinsame Arbeit mache die Striatus-Brücke „grösser als die Summe ihrer einzelnen Teile“, so Johannes Megens, Mitbegründer von incremental3D. Laut Holcim-CEO Jan Jenisch nutzt das digitale und zirkuläre Design der Brücke „Beton von seiner besten Seite, mit minimalem Materialeinsatz und Blöcken, die immer wieder neu zusammengesetzt und unendlich oft wiederverwendet werden können“.

    Holcim arbeitet eigenen Angaben zufolge an einer Reihe von 3D-Druck-Anwendungen, von komplexer Infrastruktur bis zu erschwinglichem Wohnraum für Afrika. In Malawi hat Holcim die weltweit erste Schule aus 3D-Betondruck in Betrieb genommen. Der Bau der Wände habe nur 18 Stunden gedauert und 70 Prozent weniger Material verbraucht als bei herkömmlichen Bauverfahren.

  • UZH will auf begrüntem Dach Strom erzeugen

    UZH will auf begrüntem Dach Strom erzeugen

    Die Universität Zürich soll bis 2028 mit dem FORUM UZH ein neues Lehr- und Lernzentrum erhalten. Das kantonale Hochbauamt hat laut einer Mitteilung am Montag die Bauvoreingabe eingereicht. Danach wird das vom Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfene siebenstöckige Gebäude als Holzhybridbau mit einem Tragwerk aus Beton errichtet werden. Die Verwendung von Holz soll so viel CO2 einsparen, wie für den Bau von 77 Einfamilienhäusern benötigt wird.

    Das Dach soll intensiv begrünt werden und damit die Kühlung im Sommer und die Wärmedämmung im Winter verbessern. Zugleich erhält das Dach eine Photovoltaikanlage. Diese soll etwa 150 Megawattstunden pro Jahr erzeugen, genug Strom für 50 Haushalte.

    Der Bau soll 2024 beginnen. Das Gebäude soll künftig 700 Arbeitsplätze für Studierende umfassen und Arbeitsraum für 6000 Angehörige der Universität.

  • Neuer Platz und Trinkbrunnen am JED eingeweiht

    Neuer Platz und Trinkbrunnen am JED eingeweiht

    Der neue Platz am JED in Schlieren ist eingeweiht worden. Laut Mitteilung von Gianfranco​ Basso von der Swiss Prime Site Immobilien AG sind nach einer dreijährigen, intensiven Bauphase und einer gestaffelten Inbetriebnahme des neuen Zentrums die wesentlichen Umgebungsarbeiten abgeschlossen worden. Die Bauzäune seien verschwunden und das umgebaute ehemalige Druckzentrum der NZZ sei nun zum offenen Areal und damit Teil des öffentlichen Raums geworden.

    Der neue Platz ist am Donnerstag offiziell eröffnet und der Trinkbrunnen eingeweiht worden. Die Eröffnung begann mit einer Ansprache von Basso. Danach folgte ein Grusswort von Stefano Kunz, Stadtrat und Ressortvorsteher Bau und Planung. Danach hiess es „Wasser Marsch“ für den Trinkbrunnen und es gab am Brunnen einen Apéro. Es folgte ein gemeinsames Mittagessen der Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Behörden, von den Projektbeteiligten und JED-Verantwortlichen im Restaurant eve’s kitchen, direkt am Platz.

    Die Bezeichnung JED für das alte und für die heutige Verwendung umgebaute Druckzentrum hat die Eigentümerin Swiss Prime Site gefunden. Es steht für Join. Explore. Dare – verbinden, entdecken, wagen. Das JED hat eine gute Anbindung unmittelbar vor den Toren Zürichs. Mit direktem Anschluss an die Limmattalbahn und 500 Meter entfernt vom Bahnhof Schlieren ist der Standort gut an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen.

  • Forest Tower: Kreativzentrum im unteren Aaretal

    Forest Tower: Kreativzentrum im unteren Aaretal

    Als sechsstöckiges Gebäude mit Holzfassade und Bandfenstern ragt der Forest Tower über den Industriepark Kleindöttingen hinaus – ein Areal mit Industriegeschichte im unteren Aaretal, das heute vor allem logistikintensive und produktionsorientierte Unternehmen als Standort nutzen.

    Das ehemalige Produktionsgebäude wurde bereits früher in ein Bürogebäude umgewandelt. Bisher hat die Eigentümerin Hiag die Büroflächen zusammenhängend ausgeschrieben. Jetzt will sie die Räume mit einer neuen Idee beleben: Der Forest Tower soll zu einem Kreativ-Hotspot werden. Um das Projekt zu realisieren, sucht die Hiag kreative Köpfe – Unternehmen, Privatpersonen, Freelancer und Selbstständige –, die sich im Forest Tower ansiedeln wollen. Sobald zwei bis drei Interessierte zusagen, will die Eigentümerin mit dem Umbau des ersten Stockwerks beginnen.

    Für Teams, die ein eigenes Büro benötigen, sollen Büroräumlichkeiten in verschiedenen Grössen und mit viel Tageslicht geschaffen werden. Ein Gemeinschaftsatelier soll Platz für gestalterische Arbeiten bieten, etwa mit einem Werkbereich in der Mitte des Raumes und mit zusätzlichen Arbeitsplätzen an den Wänden. In Planung ist auch ein Co-Working-Space.

    Für Besprechungen, Kundenpräsentationen oder Workshops soll ein gemeinsamer Meetingraum entstehen. Die Community Area, ein Gemeinschaftsbereich mit Kaffeeküche und Lounge, soll als Treffpunkt dienen. Der Ideation Salon, ein Raum mit grossem Bildschirm, Whiteboard und Moderationsmaterial, soll eine kreative Umgebung für Workshops und Networking bieten. Auf dem Dach des Gebäudes könnten schon bald Firmen-Apéros mit Blick auf den Klingnauer Stausee stattfinden. Das schnelle Internet, ein professioneller Drucker und die gemeinsamen Räume sollen der gesamten Forest-Tower-Community zur Verfügung stehen.

    Kleindöttingen ist Teil des sogenannten Zurzibiet, einer Wirtschaftsregion, die auch überregional an Bedeutung gewinnt. Sie umfasst 26 Gemeinden zwischen Baden und Brugg. Das Gebiet zeichnet sich unter anderem durch seine verkehrsgünstige Lage und moderate Kostenstruktur aus. Die Nähe zu Forschungs- und Innovationszentren macht es für qualifizierte Fachkräfte und Firmen besonders attraktiv.

  • Industriebrache wird zum Werkplatz für Unternehmen

    Industriebrache wird zum Werkplatz für Unternehmen

    Früher standen hier eine Zementfabrik und Chemiewerke. Heute ist das 75‘000 grosse Reichholdareal eine riesige Industriebrache. Nun soll daraus der Campus Reichhold werden.

    Im Jahr 2012 kaufte die Hiag das Gelände, das je zur Hälfte auf dem Boden der Gemeinden Hausen und Lupfig steht. Bis 2020 hat sie die Altlastensanierung durchgeführt. Nach der Vision der Eigentümerin sollen hier künftig traditionelle Gewerbebetriebe wie etwa eine Schreinerei genauso Platz finden wie Industriefirmen mit Entwicklungs- und Produktionsabteilungen oder KMUs wie ein Catering-Unternehmen. Das vielseitige Raumangebot soll auf die Bedürfnisse der Mieterschaft angepasst werden.

    Der Sharing-Gedanke wird gross geschrieben auf dem Campus Reichhold. Nicht nur Sitzungsräume und Co-Working-Spaces, sondern auch Velos und motorisierte Fahrzeuge sollen sich über eine App stundenweise buchen lassen. Zudem sollen die geplanten Strukturen die einzelnen Unternehmen dazu animieren, Infrastrukturen wie den Empfang, die Kantine oder Ausstellungsräume gemeinsam zu nutzen. Restaurants, Take Aways, Geschäfte mit Gütern des täglichen Bedarfs, eine Kindertagesstätte und ein Fitnessstudio sollen das Umfeld auch für die Mitarbeitenden der ansässigen Firmen attraktiv machen.

    Die Nachhaltigkeit spielt auf dem Campus Reichhold eine wichtige Rolle. Innovative Materialien an und in den Gebäuden, erneuerbare Energie sowie Solarpanels gehören zum Selbstverständnis des Campus. Rund um die Gebäude gibt es zahlreiche Wiesen und begrünte Plätze.

    Ab 2022 soll die Baueingabe der ersten Projekte erfolgen. Verläuft alles nach Plan, sind ab Sommer 2023 die ersten Objekte bezugsbereit.

  • Küttigen: Ehemalige Baumschule als Wohnquartier

    Küttigen: Ehemalige Baumschule als Wohnquartier

    Der «Baumgarten» entsteht an sonniger Südwest-Lage mit Blick in Richtung Aare und Zentralschweiz. 143 Miet- und Eigentumswohnungen sowie 20 Reihenhäuser sind geplant.

    Die Überbauung besteht aus drei Baubereichen mit unterschiedlichen Wohnraumkonzepten. Ffkb Architekten, Zürich, haben die Reihenhäuser im unteren Teil des Wohnquartiers entworfen. Von ERP Architekten in Baden stammen die rindenbraunen Häuser im mittleren Bereich der Überbauung. Und für die schwedenroten Häuser im nördlichen Teil zeichnet Frei Architekten, Aarau, verantwortlich.

    Die Mehrfamilienhäuser sollen sich durch ihre geschickte Geometrie in die parkartige Landschaft einfügen. Grosse Abstände zwischen den Baukörpern sollen maximale Aussicht und Besonnung für die einzelnen Wohnungen ermöglichen.

    Errichtet werden die Häuser in Hybridbauweise, mit tragenden Innenwänden und nichttragendem Fassadenelement. Als gemeinsamer Nenner kommt bei den Aussenwänden aller Haustypen Holz zum Einsatz. Dies zum einen, weil die Bauherrin in der Holzbaubranche tätig ist. Zum anderen, um damit den Charakter des früheren Baumschul-Areals zu würdigen und dessen Geschichte aufzugreifen.

    Auch die Umgebungsplanung soll die verschiedenen Baubereiche zu einem grossen Ganzen verbinden. Hager Partner, Zürich, nimmt dafür ebenfalls die Themen der ehemaligen Baumschule auf. Ein Teil des Baumbestands bleibt erhalten.

    Markstein wurde von der Bauherrschaft Rombach Immobilien mit dem Bautreuhand-Mandat und der Vermarktung des Neubauprojekts beauftragt. Der Immobiliendienstleister wird es bis zur Inbetriebnahme Anfang 2023 begleiten und hat bereits mit der Marktlancierung der Eigentumsobjekte begonnen.

    Die Baubewilligung liegt seit Ende Januar 2021 vor, die Bauarbeiten haben Mitte März 2021 begonnen.

  • Implenia baut Tunnel in Frankreich mit

    Implenia baut Tunnel in Frankreich mit

    Ein von Implenia geführtes Gemeinschaftsunternehmen hat einen Auftrag von Tunnel Euralpin Lyon Turin (TELT) erhalten. Es geht dabei um die Planung und den Bau eines Teils des Mont-Cenis-Basistunnels in Frankreich. Der betroffene Abschnitt des insgesamt 57,5 Kilometer langen Tunnels ist rund 4 Kilometer lang und verläuft ab dem Portal Villard-Clément.

    Die Partner von Implenia im Rahmen des Projekts sind die Firmen NGE, Itinera und Rizzani de Eccher. Implenia hält 34 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen. Die Projektpartner haben den Auftrag den Angaben zufolge aufgrund der technischen Optimierungen gewonnen, die sie während der Ausschreibungsphase eingebracht haben. Bei der Bewertung der technischen Lösungen haben sie den ersten Platz belegt. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 248 Millionen Franken. Das Projekt wird etwa viereinhalb Jahre dauern.

    „Implenia ist stolz darauf, einen so wichtigen Teil des zukünftigen europäischen Bahnnetzes planen und bauen zu dürfen“, wird Erwin Scherer, Global Head Tunnelling bei Implenia, in der Mitteilung zitiert. „Wir können in solchen Vorhaben unsere grosse Erfahrung in allen Bereichen umfangreicher Infrastrukturprojekte als Stärke ausspielen“, fügt er hinzu.

    Der Auftraggeber TELT ist ein französisch-italienisches Unternehmen, das für den Bau und das Management des grenzüberschreitenden Abschnitts der Neubaustrecke Lyon-Turin beim Mont-Cenis-Basistunnel verantwortlich ist. Dieser Abschnitt soll zu einem zentralen Ring des Mittelmeerkorridors werden – einem, der neun Achsen des europäischen Verkehrsnetzes TEN-T (Trans-European Transport Network). Der Ausbau soll unter anderem die Verlagerung von Transportgütern von der Strasse auf die Schiene fördern.

  • Besser spät als nie

    Besser spät als nie

    Eigentlich hätte der Brown-Boveri-Platz jetzt umgebaut und im Sommer 2022 eröffnet werden sollen. Doch private Bauarbeiten am Parkhaus führten zu Verzögerungen: «Gründe sind der spätere Baubeginn des Parkhauses und umfangreiche Werkleitungsumlegungen», sagt René Zolliker von der Bauplanung der Stadt Baden gegenüber Immo!nvest. Der Baubeginn ist nun für den Sommer 2023 vorgesehen. Etwa ein Jahr später, im Herbst 2024, soll der Brown-Boveri-Platz dann eröffnet werden. Der neugestaltete Platz erfüllt zwei Grundfunktionen: Erstens ist der Platz Durchgangs- und Aufenthaltsort für Passanten, Arbeitnehmende, Kunden und Bewohner während rund 300 Tagen im Jahr. Zweitens finden während rund 50 Tagen öffentliche Veranstaltungen auf dem Platz statt. «Das vorliegende Projekt wird beiden Ansprüchen gerecht. Der zweireihige Baumkranz schafft jene Atmosphäre, die den neuen Stadtplatz auszeichnen soll, und die innere Freifläche von 40 x 50 m schafft den notwendigen Freiraum für Anlässe mit bis zu 2000 Personen», sagt Zolliker. Grundsätzlich ist der Platz frei vom motorisierten Verkehr. Ausnahmen sind die Warenanlieferungen für die Spedition der ABB und das Trafocenter sowie die Fahrten von Einsatzfahrzeugen der Rettungskräfte.

    Nutzung mit Eckwerten
    Aber wie belebt man heutzutage gekonnt einen Platz oberhalb einer Garage? Schon für den Wettbewerb wurde in einem breit angelegten Verfahren das Grundlagenpapier zur Platznutzung mit mehreren Eckwerten erstellt: Tagsüber sollte der Zugang zu Industrie, Gewerbe, Bildung, Kultur und Freizeitaktivitäten gewährleistet sein. Nachmittags soll der Platz als Vorplatz zu den Trafohallen, Kinos und dem Hotel sowie als Aussenraum fürs Kongresszentrum dienen. Im Projektteam unter Führung der Abteilung Planung und Bau waren neben dem beauftragten Planer die städtischen Abteilungen Tiefbau, Werkhof, Stadtökologie, Standortmarketing, Entwicklungsplanung, Kultur und Stadtpolizei vertreten. Die ABB Immobilien AG, die Regionalwerke AG Baden und das Planerteam Hochhaus Ost/Parkhaus Brown-Boveri-Platz waren ebenfalls in den Planungsprozess eingebunden. Grösste Hürde war die Baukreditsprechung durch den Einwohnerrat. Aber nun soll es endlich losgehen.

  • Ein Glasturm für Baden

    Ein Glasturm für Baden

    Fritz Merker von der Merker Liegenschaften AG ist begeistert von Angela Deubers Arbeit: «Am meisten fasziniert mich das leichte, luftige Erscheinungsbild des Gebäudes», sagt er. «Die durch die einspringenden Fassaden entstehenden Nischen ergeben zusammen mit der vertikalen Gliederung durch die auskragende Balkonschicht eine Gesamtkomposition, welche sich gut in die kleinmassstäbliche Umgebung einfügt. Gleichzeitig ist durch die Bauweise eine maximale Flexibilität an Wohnungsgrössen und -grundrissen möglich.» Am meisten freut sich Merker auf die Möglichkeit, an diesem zentralen Ort sowohl städtisches Wohnen als auch Gewerbeflächen anbieten zu können. Aktuell steht die Merker Liegenschaften AG mitten im Anpassungsprozess des Sondernutzungsplans. Ein solcher besteht für dieses Areal bereits seit 2003, allerdings für ein achtstöckiges Bürohaus. «Mit dem Bau von Wohnungen möchten wir einen Beitrag zur Durchmischung von Wohnen und Arbeiten mitten im aufstrebenden Quartier Baden Nord leisten.» Das Grundstück gehört seit 20 Jahren der Merker Liegenschaften AG. Das lange Warten habe sich auf jeden Fall gelohnt: «Der Stadt und der Bevölkerung können wir mit einem Angebot an Wohnraum besser dienen als mit noch mehr Büroflächen.»

    Hybride Nutzung
    Das Projekt von Angela Deuber ist nicht zuletzt deshalb als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen, weil es sich optimal in die bestehende Bausubstanz der Stadt Baden einfügt. Gleichzeitig schafft es einen Bezug zu den bestehenden und geplanten Hochhäusern in der Umgebung. Und wie ist Stand heute die Nutzung des neuen Merker-Turms angedacht? «Es ist eine gemischte Nutzung aus Miet- und Eigentums-Wohnungen vorgesehen. Die unteren Stockwerke sind als sogenannter Hybrid ausgebildet, das heisst, sie können wahlweise zu Wohnzwecken oder als Dienstleistungs- oder Gewerbeflächen genutzt werden. Im überhohen Erdgeschoss ist eine öffentliche Nutzung vorgesehen. Apropos Energiehaushalt: Mit grosser Wahrscheinlichkeit soll das Hochhaus an das städtische Fernwärmenetz angeschlossen werden, welches momentan erweitert und auf erneuerbare Energien aufgerüstet wird.

    Die Churer Architektin Angela Deuber im Element.
  • Leuchtturmprojekt im Kanton Aargau

    Leuchtturmprojekt im Kanton Aargau

    Die Schweiz steht an der Spitze der innovativsten Länder der Welt: «Wir bauen hier ein Hightech Ökosystem, basierend auf den Forschungsschwerpunkten des Paul Scherrer Instituts (PSI) auf», sagt Benno Rechsteiner, CEO der Innovaare AG gegenüber Immo!nvest. «Mit seinen Grossforschungsanlagen der Spitzenklasse ist das PSI das grösste Forschungsinstitut in der Schweiz. Um den Austausch mit der Industrie zu fördern, ziehen mehrere Abteilungen in den Innovationscampus ein, der durch eine Unterführung mit dem PSI-Gelände verbunden ist. Damit hat man den direkten Zugang zum gegenüber liegenden Teilchenbeschleuniger.» Bereits jetzt beherbergt der Park Innovaare 17 Hightech-Unternehmen in bestehenden Gebäuden. Diese Firmen entspringen der Forschung am Paul Scherrer Institut, der ETH, der EPFL und des CERN. «Ideal ist für uns ein Mix aus Forschungsabteilungen, industrieller Grossfirmen, entwicklungsorientierter KMUs und Hightech Start-ups.»

    Grösstmögliche Flexibilität
    Um langfristig dem Anspruch eines modernen Innovationscampus gerecht zu werden, muss die Immobilie so flexibel wie möglich gebaut werden, damit spätere Anpassungen möglich sind: «Die Auslegung der Technikräume, die Abmessungen der Steigzonen und die freigehaltenen Mietflächen werden uns helfen, auf verschiedene Nutzerbedürfnisse der sich ansiedelnden Firmen einzugehen». so Rechsteiner, der den Park Innovaare als Leuchtturmprojekt im Kanton Aargau versteht.

    Erneuerbare Energiequellen
    Der Wärmebedarf des Park Innovaare wird zu rund 95 Prozent durch die Abwärme aus der Kälteerzeugung und zu rund fünf Prozent aus dem Fernwärmenetz des PSI gedeckt. Zur effizienten Erzeugung der Kälteenergie werden hoch effiziente HFO-Maschinen, die ihre Energie aus der Aare beziehen, eingesetzt. So gesehen wird der Energiebedarf des 38’000 m2 grossen Innovationscampus für Heizung und Kühlung grösstenteils aus erneuerbaren Quellen gedeckt.

  • Ein Meilenstein für die Kapo Aarau

    Ein Meilenstein für die Kapo Aarau

    Das Bauprojekt und der Kostenvoranschlag fürs neue Polizeigebäude liegen vor. Die gesetzlich vorgeschriebene öffentliche Anhörung wurde bereits durchgeführt und auch die Baubewilligung ist vorhanden. Im 3. Quartal 2021 entscheidet der Grosse Rat über den Baukredit und die Umsetzung. «Ein Polizeigebäude ist nicht ein Gebäude wie jeder andere kantonale Zweckbau», sagt Markus Richner vom Departement Volkswirtschaft und Inneres des Kantons Aargau. «Einerseits gibt es spezielle Anforderungen bezüglich der Sicherheit, andererseits müssen verschiedene Spezialnutzungen wie ein Labor, Schiessräume oder ein Raum für Nahkampf-Trainings – auch Dojo genannt – gewährleistet sein.» Das Bauvorhaben ist grundsätzlich unbestritten. Aber wie bei jedem anderen grossen und komplexen Vorhaben sei die Einhaltung des Kostenrahmens die grösste Herausforderung gewesen. «Wir gehen davon aus, dass der Grosse Rat dem Vorhaben und dem beantragten Kredit zustimmen wird, um für die Weiterentwicklung der Kantonspolizei gute Rahmenbedingungen zu schaffen», so Richner.

    Das Polizeigebäude ist definitiv.

    Zusätzliche Gesamtsanierung
    Nach 30 Jahren Betrieb im 7×24-Stunden-Modus steht eine Gesamtsanierung des Polizeikommando-Gebäudes an. Diese betrifft insbesondere die Lüftungs- und Sanitäranlagen inklusive Leitungen sowie diejenigen für Stark- und Schwachstrom. Zudem sind bauliche Anpassungen wegen Nutzungsänderungen notwendig. Wesentlich sind auch die Verbesserungen im energetischen Bereich – insbesondere der Fassade. Die Planungsarbeiten wurden laut Richner durch die Coronapandemie nicht gross beeinflusst: «Sämtliche Termine konnten wie geplant eingehalten werden. Viele Sitzungen fanden coronabedingt nicht vor Ort, sondern virtuell statt. Ich freue mich riesig auf den Moment, an dem wir den fertigen Neubau der Kantonspolizei übergeben können. Das ist ein Meilenstein für die Kantonspolizei.»

  • Holzbauprojekt für das Rockwell-Areal

    Holzbauprojekt für das Rockwell-Areal

    Das Aarauer Aeschbachquartier mit 167 Mietwohnungen, 92 Eigentumswohnungen, der Aeschbachhalle und dem Oehlerpark sowie 4600 Quadratmeter Gewerbeflächen wird erweitert. Neu wird ein grosser Teil des Rockwell-Areals, das zum Westteil des Torfelds Süd gehört, ans bestehende Quartier angebunden. Möglich wird dies, weil die Rockwell Automation GmbH den Betrieb dort grösstenteils aufgibt. Lediglich die Bereiche Forschung und Entwicklung verbleiben am Standort.

    Die Eigentümerin des Areals, die Mobimo Management AG, lud fünf Architekturbüros zur Teilnahme an einem Studienauftrag ein. Die Vorgaben waren so definiert: Das Projekt soll in Holzbauweise ausgeführt werden und den Standard SNBS Gold erfüllen. Ausserdem wünschte sich die Bauherrin einen deutlichen Kontrast zu den bereits bestehenden und geplanten Liegenschaften im Torfeld Süd.
    Baumberger & Stegmeier Architekten aus Zürich gingen als Sieger aus dem Verfahren hervor. Ihr Projekt sieht in Zusammenarbeit mit Hoffmann Müller Landschaftsarchitekten und Pirmin Jung Holzbauingenieur eine Aufstockung der historischen Halle 5 vor. Diese wird durch einen hofartigen Neubau in der gewünschten Holzbauweise sowie einen geräumigen Platz ergänzt. So entstehen 110 barrierefreie Mietwohnungen unterschiedlicher Grössen. Zudem sind alternative Wohnformen wie Clusterwohnungen sowie fünf Gewerbeeinheiten projektiert. Der Holzbau wird konsequent auch im Innern der Liegenschaft umgesetzt. Mehrere Grünflächen und Bäume finden sich über das Gelände verteilt und nehmen die Vision des Aeschbachquartiers auf – diejenige eines «Urban Village».

    Mitte 2023 soll der erste Spatenstich erfolgen. Die Fertigstellung ist auf Mitte 2025 vorgesehen.

  • Ein Wohnquartier zum Wohlfühlen

    Ein Wohnquartier zum Wohlfühlen

    Mit diesem Projekt schafft die Steiner AG Wohnraum für junge Menschen, Singles, Paare, Familien und Senioren. Im neuen Quartier wird es attraktive Wohnungsangebote, private Rückzugsmöglichkeiten und gemeinschaftlich genutzte Begegnungszonen geben. Zahlreiche Grünflächen mit Spielwiesen und Spielplätzen laden ein, viel Zeit draussen zu verbringen. Auf den ersten Blick stechen denn auch die vielen Grün- und Erholungsflächen sowie die hellen Wohnungen ins Auge: «Wir haben grossen Wert auf offene, gut belichtete Innenräume mit schöner Aussicht gelegt, die für ein angenehmes Wohlfühlklima, Ruhe und Entspannung sorgen», sagt Stefan Gabriel, Teamleiter Immobilienentwicklung bei der Steiner AG. «Die Wohnungen sind barrierefrei, funktional und flexibel möblierbar. Private Gärten und Gemeinschaftsgärten laden zum Verweilen ein und runden das Mehr-Generationen-Wohnen im Quartier ab.»

    Hier wird ein brachliegendes Industrieareal in einen neuen Wohnort im Grünen verwandelt. Bestehende denkmalgeschützte Gebäude wie die Scheune und die Alte Post werden sorgsam integriert und für Wohn- und Gemeinschaftsräume wiederbelebt. Mit diesem Projekt soll ein Wohnquartier zum Wohlfühlen entstehen, das eine Bereicherung für Fischbach-Göslikon sein soll.

    Zeitgemässe Sanierung
    Die Steiner AG versteht ihr Projekt als Symbol für die Verbindung von Vergangenheit und Zukunft von Fischbach-Göslikon. «Die denkmalgeschützte Scheune ist ein wichtiger kulturgeschichtlicher Zeuge in der Gemeinde und im Quartier – ein Gebäude, das es zu erhalten gilt. Die Scheune wird sanft, aber zeitgemäss saniert und für neue Zwecke genutzt. Im Erdgeschoss sollen eine Kindertagesstätte mit 16 Plätzen und eine Werkstatt entstehen. Im Obergeschoss ist ein Gemeinschaftsraum für verschiedene Anlässe, beispielsweise Geburtstage oder Familienfeiern, geplant. Der Raum kann zudem von der Öffentlichkeit gemietet werden», so Gabriel.

    Baubeginn im 2022
    Der Baubeginn der ersten Etappe ist für das Jahr 2022 vorgesehen. Das Gesamtprojekt, welches drei Etappen umfasst und bis 2032 abgeschlossen sein soll, wird dereinst 165 Wohneinheiten in 10 Mehrfamilienhäusern und 46 Reiheneinfamilienhäusern umfassen. Aufgrund des geltenden Gestaltungsplans muss zwischen den Baueingaben ein Abstand von jeweils vier Jahren eingehalten werden. Gabriel sagt abschliessend: «Wir erwarten nun zeitnah die Rechtskraft der Baubewilligung für die erste Etappe. Wir freuen uns über die hervorragende Zusammenarbeit mit den Behörden und allen Beteiligten. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass ein solches Projekt erfolgreich realisiert werden kann.»

    Die 165 Wohneinheiten sind allesamt sehr hell.
  • Innovatives Quartier auf dem Henz-Areal

    Innovatives Quartier auf dem Henz-Areal

    Beim Bahnhof Suhr Süd entsteht ein innovatives Quartier, das Wohnen und Arbeiten vereint. Dafür wird das Areal Henz – der frühere Standort des gleichnamigen Stahlhandelsunternehmens – komplett umgewandelt. Hier entstehen Eigentums- und Mietwohnungen, in denen sich teils die Möbel auf Knopfdruck verschieben lassen. Die vier- bis zwölfgeschossigen Bauten zeichnen sich unter anderem durch offene Höfe aus. Das neue Quartier schliesst im Norden an das urbane Bahnhofsquartier an. Im Süden gelingt laut der mit dem Projekt beauftragten SSA Architekten AG der «massstäbliche Übergang zu den Bebauungen Helgenfeld und Frohdörfli».
    59 Eigentums- und 143 Mietwohnungen sowie Ateliers und Movements – das sind möblierte Wohnungen mit verschiebbaren Modulen – wie auch Gewerbe-, Gastro- und Dienstleistungsflächen sollen nach der Fertigstellung im Herbst 2023 den Bewohnern einen Treffpunkt für Jung und Alt bieten. Besonders auffallen wird ein 40 Meter hohes Gebäude mit 12 Stockwerken. Hier entstehen auf Flächen von 72 bis 119 Quadratmeter 2,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen mit Loggias, die zum Verkauf stehen. Im Erdgeschoss sollen ein Restaurant sowie mindestens zwei
    Dienstleistungsbetriebe angesiedelt
    werden.

    Das Gartenhaus umfasst vier Stockwerke. Die Eigentumswohnungen sind als 2,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen projektiert. Mit Wohnflächen von 68 bis 129  m2, Loggias, Terrassen oder Gartensitzplätzen sind die grösseren Wohnungen insbesondere für Familien geeignet. Das sogenannte Hofgebäude sieht 15 Eigentumswohnungen vor. Entlang der Gränicherstrasse und der Bernstrasse West entstehen zwei weitere Gebäude mit Mietwohnungen und Ateliers.

    Ein öffentlicher Platz mit Café und Spielplatz sowie verschiedene Freiräume verbinden über ein Wegnetz das Areal mit den umliegenden Quartieren. Zusätzlichen Aussenraum bietet das Grundstück an der Südwestecke des Areals. Hier wird auf der anderen Strassenseite, eine zum Henz-Areal gehörende Grünfläche mit Spielplatz und Pavillon errichtet. In den Erdgeschossen der Gebäude sind verschiedene Gewerbe- und Dienstleistungsflächen geplant. Diese Nutzungen sollen das Quartier beleben und bereichern. Die Atelierflächen lassen flexible Nutzungen von Wohnen und Arbeiten zu.

    Die nachhaltige Energiestrategie umfasst die Versorgung durch Fernwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage Buchs. Die Energie für die sanfte Kühlung der Wohnungen im Hochhaus wird solar erzeugt. Photovoltaikanlagen auf dem Areal generieren einen Teil des Haushaltsstroms. Die Einstellhalle ist mit einer Ladeinfrastruktur für E-Bikes und Elektroautos ausgerüstet.

    Eigentumswohnungen können online von ihren künftigen Bewohnern konfiguriert werden. Auch die Besichtigung der zukünftigen eigenen vier Wände ist schon jetzt dank Virtual Reality (VR) möglich. Die Halter AG verzeichnet laufend Buchungen für dieses Angebot: «Die Kunden sind begeistert, wie gut sie sich die Räumlichkeiten und insbesondere die Aussicht sowie die Raumhöhe von 2,60 bis 2,80 Meter vorstellen können», sagt Agathe Siffrin von der Primus Property AG, die sich für die Halter AG um den Verkauf kümmert. «Die Kombination aus VR, Konfigurator und Showroom ist die optimale Lösung, um Wohnungen zu zeigen, die erst in rund zwei Jahren bezugsbereit sein werden», führt sie weiter aus. Stand heute sind bereits über 50 Prozent der Eigentumswohnungen reserviert. Die Vermietung startet nächstes Jahr. Interessierte können sich via Webseite kostenlos zur ein- bis zweistündigen VR- und Beratungs-Tour anmelden.

  • Swica und Steiner bauen in Aarau

    Swica und Steiner bauen in Aarau

    Die Gesundheitsorganisation Swica aus Winterthur und die Steiner AG aus Zürich wollen im Aarauer Quartier Scheibenschachen eine gemischt genutzte Überbauung realisieren, informiert Steiner in einer Mitteilung. Auf einem rund 4000 Quadratmeter grossen Areal sollen drei Gebäude mit insgesamt rund 90 Miet- und Eigentumswohnungen sowie Gewerbeflächen errichtet werden. Ein bereits auf dem Gelände stehendes schützenswertes Gebäude werde in das Projekt eingebunden, erläutert das Zürcher Projektentwicklungs-, Total- und Generalunternehmen.

    In einem ersten Schritt wollen die beiden Partnerunternehmen einen Studienauftrag für die Entwicklung eines Projektplans durchführen. Er soll anschliessend konkretisiert und zur Genehmigung eingereicht werden. Der Baubeginn ist für 2023 vorgesehen. Ende 2025 sollen die Bauarbeiten fertiggestellt sein.

    Das in Gehdistanz zum historischen Zentrum von Aarau gelegene Quartier Scheibenschachen habe sich im Verlauf von Jahren „zu einem beliebten Wohnquartier“ entwickelt, schreibt Steiner in der Mitteilung. Ihr zufolge hat das Zürcher Unternehmen in Scheibenschachen bereits zwei weitere grössere Wohnüberbauungen realisiert.

  • SV Hotel eröffnet neues Courtyard by Marriott-Hotel

    SV Hotel eröffnet neues Courtyard by Marriott-Hotel

    Die Gastronomie- und Hotelmanagement-Gruppe SV Group mit Sitz in Dübendorf betreibt seit dem 5. Juli ein neues Hotel der Marke Courtyard by Marriott. Es befindet sich in einem von Hadi Teherani designten Neubau an der Bismarckallee in Freiburg und bietet künftig Familien, Individual- und Geschäftsreisenden Übernachtungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten auf 5000 Quadratmetern, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Es ist das erste Courtyard by Marriott-Hotel in der Schwarzwaldregion und das vierte dieser Marke nach Hotels in Zürich, Basel und München. Mit einem durch die Schwarzwaldregion inspirierten Innendesign unterscheidet sich das Hotel von den anderen. „Angefangen bei der Beleuchtung im Eingang, über die Teppiche in den Fluren bis hin zu Wandtapeten mit dezentem Baummuster, treffen unsere Gäste immer wieder auf unser Thema“, wird Johannes Frank, Hotelleader bei SV Hotel, in der Medienmitteilung zitiert.

    Im hoteleigenen Restaurant werde den ganzen Tag internationale Küche mit saisonalen und regionalen Produkten aus dem Schwarzwald serviert. Des Weiteren gibt es einen Fitnessraum und eine Lobby, die rund um die Uhr geöffnet sind. Die Zimmer verfügen über WLAN, Flachbild-Fernseher, einen ergonomischen Arbeitsbereich und Marriott-Betten.

    Die SV Group arbeitet bereits seit 2004 als Franchise-Nehmerin mit Marriott International zusammen. Für den Betrieb des Hotels in dem Neubauprojekt an der Bismarckallee hat sie auch mit der Volksbank Freiburg zusammengespannt. „Mit SV Hotel haben wir einen erfahrenen und verlässlichen Partner gefunden, mit dem wir die gewerbliche Fläche des Areals attraktiv nutzen können“, wird Uwe Barth, Vorstandssprecher der Volksbank Freiburg, in der Medienmitteilung zitiert.

  • Zürcher Businesspark Manufakt8048 ist eröffnet

    Zürcher Businesspark Manufakt8048 ist eröffnet

    Der Businesspark Manufakt8048 ist fertiggestellt. Am Donnerstag haben Bauherrin Swisscanto, die Entwicklerin und ausführende Totalunternehmerin Steiner AG, Architekten, Projektpartner und künftige Mieter die Eröffnung des neuen modularen Gebäudekomplexes in Zürich-Altstetten vor Ort gefeiert. In einer Medienmitteilung kündigt die Steiner AG auch an, dass in den kommenden Jahren mit Manufakt8820 und Manufakt8409 nach demselben Konzept zwei weitere Gewerbepkarks in Wädenswil ZH und Winterthur entstehen werden.

    Die Steiner AG beschreibt ihr besonderes Manufakt-Konzept als nachhaltig und mehrdimensional. Es biete geteilte und ganz nach Bedarf nutzbare Sitzungszimmer, zudem sogenannte Flex Offices und Begegnungszonen. Um die Gewerbemiete vor allem auch für junge Unternehmen bezahlbar zu machen, habe die Steiner AG die Flächeneffizienz etwa mit gemeinsam nutzbaren Flächen verbessert. Das lasse sich „in Empfangsbereichen, bei Sitzungszimmern oder Aufenthaltsräumen gut umsetzen“, so ihr Head Real Estate, Michael Schiltknecht. Das sei gerade für Start-ups interessant, „die dadurch nicht gleich alles anmieten müssen“.

    Wie es weiter heisst, profitiere die Gewerbeliegenschaft Manufakt8048 vom attraktiven Umfeld in dem „aufstrebenden Stadtquartier“ im Westen Zürichs in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Zürich-Altstetten. Damit biete es „ideale Bedingungen für Unternehmen aus den verschiedensten Branchen“.