Kategorie: Projekte

  • Basel testet CO2-freien Betrieb von Baustellen

    Basel testet CO2-freien Betrieb von Baustellen

    Auf der Basis eines Pilotversuchs analysiert das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt Möglichkeiten für die Elektrifizierung von Baustellen. In Kooperation mit der Hochschule Luzern, dem Planungsbüro EcoForce GmbH aus Schötz LU und Partnern wird an Grundlagen für den künftigen Einsatz von E-Baumaschinen gearbeitet, heisst es in einer gemeinsamen Medienmitteilung.

    In einem ersten Schritt wird seit Ende August und bis voraussichtlich Ende Oktober 2025 eine oberirdische Müllsammelstelle für Glas, Weissblech, Aluminium und Batterien im Spalenring durch eine unterirdische in der Hegenheimerstrasse ersetzt. Befinden sich Sammelcontainer unter der Erdoberfläche, seien sie „benutzer- und behindertenfreundlicher, verursachen weniger Lärm, fügen sich besser ins Stadtbild ein und müssen dank grösserem Fassungsvermögen seltener geleert werden“.

    Als Testumgebung dient den Angaben zufolge der Bau einer Wertstoffsammelstelle mit E-Baumaschinen. „Vom Bagger über den Radlader bis zum Dumper“ laufen die Maschinen rein elektrisch. Damit will das Bau- und Verkehrsdepartement Erkenntnisse über die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für die Elektrifizierung von künftigen Tiefbauprojekten gewinnen.

    Um einen Vergleich mit herkömmlichen Baustellen zu ziehen, wird eine zweite unterirdische Wertstoffsammelstelle am St. Johann-Platz mit Dieselmaschinen errichtet. Von Interesse seien dabei der CO2-Ausstoss, Strombedarf und Lärmverursachung sowie Bedingungen an die Infrastruktur. Schritt zwei sehe vor, zusammen mit regionalen Baumeistern ein Konzept für notwendige Anpassungen bei der Umstellung auf Elektrobetrieb zu erstellen. Ab 2037 soll laut kantonaler Klimaschutzstrategie der Betrieb von Baustellen im Kanton Basel-Stadt CO2-neutral sein.

  • Einfaches Bauen braucht Mut und weniger Bürokratie

    Einfaches Bauen braucht Mut und weniger Bürokratie

    Der Begriff „Gebäudetyp E“ steht für schnörkelloses, pragmatisches Bauen mit reduzierten Normen. In Deutschland gesetzlich verankert, in der Schweiz möglich, solange die gesetzlichen Mindestanforderungen wie Brandschutz oder Statik eingehalten werden. Hindernisse entstehen nicht durch Paragraphen, sondern durch überhöhte Komfortansprüche, fehlende Expertise bei Behörden und den Druck von Investoren.

    Umbau statt Neubau als Hebel
    Besonders im Bestand stossen die geltenden Vorschriften an Grenzen. Umbauten werden oft nach den Standards eines Neubaus bewertet, was Kosten und Hürden in die Höhe treibt. Beat Flach, Jurist, Nationalrat und SIA-Rechtskonsulent, fordert mehr Verhältnismässigkeit. Umbauten müssten pragmatischer behandelt werden, auch bei energetischen Vorgaben. So könnten schneller neue, günstigere Wohnungen entstehen und gleichzeitig CO₂ eingespart werden.

    Normen als Chance, nicht als Fessel
    SIA-Normen sind kein starres Korsett, sondern lassen alternative Wege zu. Planende können Ziele auch auf anderen Wegen erreichen oder über Vereinbarungen definieren. Entscheidend sei, dass Architekten, Ingenieure und Behörden diese Spielräume erkennen und nutzen. Die Angst vor Einsprachen und die Abhängigkeit von Richtlinien Dritter führen heute zu unnötiger Bürokratie und steigenden Baukosten.

    Reformen für Baubewilligungen
    Die Verfahren gelten als überkomplex. Flach plädiert für zweistufige Bewilligungsverfahren. Zuerst eine vereinfachte Prüfung der zentralen Fragen mit Einsprache Möglichkeit, danach die Detailabklärung. Das gäbe Investoren Sicherheit, beschleunigt den Bauprozess und senkt Kosten.

    „Einfaches Bauen“ bedeutet nicht weniger Qualität, sondern mehr Mut zu pragmatischen Lösungen. Der Schlüssel liegt im Umbau, in flexibleren Normen und in klaren politischen Leitplanken. Nur wenn Planende, Behörden und Politik an einem Strang ziehen, kann Bauen schneller, günstiger und nachhaltiger werden.

  • Neuer Tower für den Flughafen Zürich genehmigt

    Neuer Tower für den Flughafen Zürich genehmigt

    Der heutige Tower wurde 1985 gemeinsam mit dem Dock A in Betrieb genommen und hat nach fast 40 Jahren das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Der neue Tower entsteht nördlich des bestehenden Standorts und soll den Fluglotsinnen und -lotsen einen optimierten Überblick über den Boden- und Luftverkehr verschaffen. Funktionalität, Nachhaltigkeit und Arbeitsplatzqualität werden dabei auf ein neues Niveau gehoben.

    Teil eines Grossprojekts
    Der Neubau des Towers ist eng mit dem Ersatzneubau des Dock A verbunden. Beide Projekte wurden von der Flughafen Zürich AG 2023 eingereicht und in einem gemeinsamen Verfahren geprüft. Während der Tower nun in einem Teilentscheid genehmigt wurde, läuft das Verfahren für das neue Dock A weiter. Bis zu dessen Fertigstellung wird der Tower zunächst als eigenständiges Gebäude betrieben.

    Nachhaltigkeit im Fokus
    Das Projekt wird vom Architekturbüro Bjarke Ingels Group geleitet und setzt auf eine Bauweise mit Holz als Hauptmaterial. Das Dach des neuen Docks wird vollständig mit Photovoltaik ausgestattet und soll bis zu zwei Drittel des Strombedarfs decken. Mit einem Investitionsvolumen von rund 700 Millionen Franken ist der Ersatzneubau Dock A eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der kommenden Jahre.

    Einsprachen und Ausblick
    Gegen das Vorhaben gingen mehrere Einsprachen ein, unter anderem von betroffenen Gemeinden. Laut UVEK führt der Bau selbst jedoch nicht zu zusätzlichem Fluglärm. Im Gegenteil, die Immissionen in der Umgebung könnten sogar sinken. Der Baustart des Towers ist für 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme des neuen Dock A wird nicht vor 2030 erwartet. Ein Drittel aller Passagiere am Flughafen Zürich nutzt das Dock A, seine Erneuerung gilt daher als zentral für den Flughafenbetrieb der Zukunft.

    Mit dem neuen Tower und Dock A setzt der Flughafen Zürich auf eine nachhaltige und funktionale Infrastruktur, die den steigenden Anforderungen an Luftverkehr und Umweltschutz gerecht wird. Das Projekt verbindet Hightech-Flugsicherung mit moderner Baukultur, ein starkes Signal für die Zukunft des Schweizer Luftverkehrs.

  • Höhere Erträge und Projektfortschritte treiben Halbjahreszahlen

    Höhere Erträge und Projektfortschritte treiben Halbjahreszahlen

    Die Immobiliengesellschaft HIAG hat im ersten Halbjahr 2025 laut einer Mitteilung ihren Reingewinn um 23,3 Prozent auf 44,6 Millionen Franken gesteigert (Vorjahreszeitraum: 36,2 Millionen Franken). Bereinigt um Neubewertungseffekte liegt der Reingewinn bei 20,5 Millionen Franken, nach 25,5 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2024.

    Auch der EBIT stieg um 20 Prozent auf 54,9 Millionen Franken. Grund sind höhere Liegenschaftserträge, gestiegene Bewertungen, Verkaufserfolge aus nicht strategiekonformen Liegenschaften sowie eine hohe Kostendisziplin. Die Immobiliengesellschaft steigerte ihre Liegenschaftserträge um 5,8 Prozent auf 39,3 Millionen Franken (Vorjahreszeitraum: 37,1 Millionen Franken) durch mehrere Vermietungserfolge freier Flächen und erfolgreiche Projektabschlüsse, wie die Fertigstellung des Fahrwerks in Winterthur. Im Berichtszeitraum ist zudem die Vermarktung des Livingstone-Projekts in Cham ZG gestartet.

    Die Projektfortschritte im ersten Halbjahr führen zu einer Netto-Aufwertung des Entwicklungsportfolios um 17,2 Millionen Franken (2,2 Prozent). Das Bestandsportfolio wurde um 9,4 Millionen Franken (0,8 Prozent) aufgewertet; das Gesamtportfolio erfuhr damit eine Aufwertung von 26,6 Millionen Franken. Erträge aus dem erfolgreichen Verkauf von nicht strategiekonformen Liegenschaften beliefen sich auf 3,5 Millionen Franken, ein Plus im Vergleich zum Vorjahr, in dem keine Liegenschaften verkauft wurden.

    Für 2025 erwartet die HIAG dank weiterer Projektfortschritte, der Beurkundungen der Eigentumswohnungen des Livingstone-Projekts, einer geschärften Unternehmensstrategie, einer starken Bilanz und flexible Finanzierungsstruktur weiterhin positive Entwicklungen.

  • Studierende denken über Food Factory in Basel nach

    Studierende denken über Food Factory in Basel nach

    Unter dem Thema Feed the city haben sich Studierende des Instituts Architektur der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) über ein Jahr hinweg mit der Frage nach einer nachhaltigen Versorgung mit Nahrungsmitteln auseinandergesetzt. Dabei wurden Konzepte erarbeitet, auf dem Areal Rosental Mitte in Basel eine Food Factory einzurichten, informiert Immobilien Basel-Stadt in einer Mitteilung. Der kantonale Ansprechpartner für Immobilienmanagement will das ehemalige Firmenareal in einen Stadtteil für Wohnen, Arbeiten, Forschen, Freizeit und Sport transformieren.

    Als Standort einer Food Factory bietet sich nach Ansicht der Studierenden der FHNW das achtgeschossige ehemalige Farbstoff-Packmagazin in Rosental Mitte an. Die „robuste Struktur mit den grossen Spannweiten, hohen Decken und grossen Traglasten“ eigene sich „sehr gut für neue Nutzungsideen“, schreiben sie in der Mitteilung. Der erhaltenswerte Bau 1055 könne zudem „als Treffpunkt im Quartier dienen und gleichzeitig Wissen über die Lebensmittelproduktion vermitteln“.

    Die angedachte Food Factory mitten in Basel soll den gesamten Kreislauf des Essens von der Produktion über Verarbeitung und Konsum bis zur Abfallverwertung sichtbar machen. Dafür haben die Studierenden Konzepte für Produktion und Vertrieb erarbeitet und Schnittstellen zu Gastronomie und Forschung untersucht. Auch die Potenziale neuer Lebensmittel wie beispielsweise Algen sind in die Überlegungen eingeflossen.

  • Lokale Gemeinschaften sollen Solarausbau fördern

    Lokale Gemeinschaften sollen Solarausbau fördern

    Die Stadt Zürich ist an einem möglichst raschen Ausbau der Solarstromproduktion im Stadtgebiet interessiert. Dazu lanciert das stadteigene Elektrizitätswerk (ewz) ein neues Angebot über lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG). Hier können Eigentümerschaften grosser Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) ihren überschüssigen Strom künftig direkt an Haushalte im Quartier verkaufen, informiert die Stadtverwaltung in einer Mitteilung. Bisher gab es nur die Möglichkeit, überschüssigen Strom ins Netz des ewz einzuspeisen.

    Im Angebot ewz.solarquartier übernimmt das ewz die Vernetzung von interessierten Produzierenden und Verbrauchenden von Solarstrom sowie Administration und Abrechnung. Die Eigentümerschaften erhalten einen stabilen Erlös von 12 Rappen pro abgegebener Kilowattstunde. „So lassen sich mit der LEG bis zu 10 Prozent mehr Erlöse erzielen als nur mit der Rücklieferung“, erläutert ewz-Direktor Benedikt Loepfe. Die Haushalte beziehen den Strom zum Preis des Standardprodukts ewz.natur.

    „Die installierte Leistung von PV-Anlagen in der Stadt Zürich hat sich in den letzten rund zehn Jahren mehr als vervierfacht“, informiert Stadtrat Michael Baumer. Die Stadt will diesen Wachstumstrend nach Möglichkeit weiter stärken, erläutert der Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe, in dem das ewz angesiedelt ist. „Ergänzend zu den verschiedenen bereits laufenden Massnahmen trägt ein gutes Angebot für LEG dazu bei, die Realisierung von Solaranlagen in der Stadt noch attraktiver zu machen.“

  • Gebäudeversicherung Bern spannt mit Designform für nachhaltigen Umbau zusammen

    Gebäudeversicherung Bern spannt mit Designform für nachhaltigen Umbau zusammen

    Die Designform GmbH von Björn Ischi hat bei der GVB – Gebäudeversicherung Bern in Ittigen am Umbau des ersten Stocks mitgearbeitet. Gemeinsam mit dem Team der GVB sei dabei „Upcycling by Design in seiner schönsten Form“ realisiert worden, schreibt Ischi in einem Beitrag auf LinkedIn. Konkret wurde beim Umbau ausgebautes Material nicht entsorgt, sondern direkt vor Ort wieder neu eingesetzt.

    So entstanden aus ehemaligen Wandteilen des alten Designs „coole Sitzecken“ für die neue Einrichtung. Weil dort nicht nur Handys und Laptops aufgeladen werden können, sondern die Nutzenden auch selber Energie tanken, habe das Team der GVB diesen Sitzecken den Namen „Powerbanks“ gegeben, erklärt Ischi. Für den Inhaber und Product Designer der Designform GmbH war das Projekt in Ittigen jedoch „mehr als nur Upcycling mit Style“.

    Denn die GVB-Mitarbeitenden wurden beim Umbau über zwei Workshops in Planung und Umsetzung eingebunden. Im ersten Workshop wurden dabei Bedürfnisse ermittelt und Ideen entwickelt. Im zweiten Workshop legten die Mitarbeitenden dann selbst beim Bau der Möbel Hand an. „Schraubenzieher statt Tastatur und plötzlich standen die Teams wortwörtlich hinter der Einrichtung“, meint Ischi. Der Möbelspezialist Girsberger aus Thunstetten BE leistete dem Projekt professionelle Unterstützung.

  • Schweiz braucht schnellere Bewilligungsverfahren

    Schweiz braucht schnellere Bewilligungsverfahren

    Die Wohnungsnot in der Schweiz spitzt sich weiter zu. Obwohl die Bautätigkeit im Vergleich zu den Vorjahren leicht zugenommen hat, reicht das Tempo nicht aus, um den steigenden Bedarf zu decken. Prognosen zeigen, 2025 werden lediglich 42’000 neue Wohnungen erstellt, rund 20 Prozent weniger, als für eine stabile Versorgung notwendig wäre. Angesichts der starken Zuwanderung, des wachsenden Binnenbedarfs und der geringen Leerstände in urbanen Regionen führt dies zu spürbar steigenden Mieten und wachsendem Druck auf den Wohnungsmarkt.

    Studie des BWO legt Probleme offen
    Am 1. Juli 2025 hat das Bundesamt für Wohnungswesen eine umfassende Studie zu den Ursachen der langen Planungs- und Bewilligungsverfahren sowie der zunehmenden Zahl von Einsprachen publiziert. Das Ergebnis zeigt klar, die Verfahren sind oft zu komplex, zu langwierig und anfällig für Verzögerungen durch Einsprachen, die nicht immer im öffentlichen Interesse erfolgen. Gleichzeitig zeigt die Studie auch auf, dass es Möglichkeiten gibt, Verfahren zu beschleunigen, ohne Umwelt- oder Denkmalschutz auszuhebeln. Damit bestätigt sie, was der SBV seit Jahren betont, ohne gesetzliche Anpassungen lassen sich die Engpässe im Wohnungsbau nicht beheben.

    SBV fordert entschlossenes Handeln
    Der SBV sieht in den Ergebnissen der BWO-Studie einen klaren Auftrag an die Politik. Jetzt sei der Moment, Reformen konsequent anzupacken und damit Investitionen auszulösen. Bauherren und Investoren brauchen Planungs- und Rechtssicherheit, um Projekte umzusetzen und dringend benötigten Wohnraum auf den Markt zu bringen. „Die Zeit drängt. Wir müssen jetzt handeln, um die Wohnungsnot einzudämmen“, so der Verband.

    Konkret setzt sich der SBV für folgende Massnahmen ein

    1. Schnellere Planungs- und Bewilligungsverfahren
    Beschleunigung und Straffung von Prozessen auf kantonaler und kommunaler Ebene.
    Einschränkung von Einsprachen auf schützenswerte Eigeninteressen.
    Eindämmung missbräuchlicher Einsprachen, etwa durch Verfahrenskosten oder Schadenersatzpflichten bei Verzögerungen.

    2. Angepasste raumplanerische Grundlagen
    Erhöhung der Ausnützungsziffern, beispielsweise durch zusätzliche Stockwerke.
    Reduktion von Grenzabständen, um bestehende Flächen effizienter zu nutzen.
    Schaffung zusätzlicher Mischzonen für Wohnen und Arbeiten, um lebendige Quartiere zu fördern.

    3. Faire Interessenabwägung zwischen Wohnungsbau und Denkmalschutz
    Gleichgewichtige Gewichtung von Wohnraumbedarf und Schutzinteressen.
    Direktanwendung des ISOS (Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz) nur bei bundesrechtlichen Verfahren mit direktem Bezug zum Ortsbildschutz.
    Frühzeitige Klärung der Abwägung zwischen Denkmalschutz und Verdichtung bereits im Richtplan und in Bau- und Zonenordnungen.

    Politische Unterstützung vorhanden
    Im nationalen Parlament liegen verschiedene Vorstösse vor, die genau diese Punkte adressieren. Sie geniessen breite Unterstützung über die Parteigrenzen hinweg. Der SBV fordert deshalb, dass diese Arbeiten nun rasch in konkrete Gesetzesänderungen überführt werden. Nur so können die Verfahren vereinfacht, Rechtsunsicherheiten beseitigt und Blockaden gelöst werden.

    Wohnungsbau als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
    Die Schaffung von ausreichend Wohnraum ist nicht nur eine Aufgabe für die Bauwirtschaft, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Städte und Gemeinden benötigen verlässliche Instrumente, um die Nachfrage zu decken, ohne wertvolle Zeit in langwierigen Verfahren zu verlieren. Gleichzeitig gilt es, die Balance zwischen verdichtetem Bauen, ökologischen Anforderungen und dem Schutz von Ortsbildern zu wahren.

    Die BWO-Studie bringt es auf den Punkt. Die Schweiz braucht strukturelle Reformen, damit Wohnraum wieder schneller entsteht. Der SBV begrüsst die klaren Erkenntnisse und fordert, dass Politik und Verwaltung jetzt Verantwortung übernehmen. Ohne Reformen droht die Wohnungsnot in den kommenden Jahren weiter zuzunehmen, mit allen negativen Folgen für Mieterinnen, Familien und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Schweiz.

  • Upcycling-Projekt verwandelt Restmaterial in Büroeinrichtung

    Upcycling-Projekt verwandelt Restmaterial in Büroeinrichtung

    Restemöbel hat bei der Photovoltaikfirma Planeco mit Hauptsitz in Münchenstein BL in der Alten Papieri Arlesheim ein grosses Innenausbauprojekt abgeschlossen. In Zusammenarbeit mit dem Basler Baubüro in situ hat restemöbel laut seiner Mitteilung erstmals Restmaterial im grossen Massstab zu hochwertigem Mobiliar verarbeitet.

    Unter anderem hat restemöbel Schliessfächer geplant und hergestellt, die bis auf die Beschläge zu 100 Prozent aus Restmaterial bestehen. Die Firma verwertet Ausschuss, der bei der Produktion in Schreinereien und verschiedenen Nebengewerken im Raum Lörrach anfällt und der für gewöhnlich weggeworfen oder verbrannt wird.

    „Um das zu ändern, haben wir im Sommer 2019 restemöbel erfunden: kleine, feine Möbel, für deren Herstellung fast ausschliesslich Materialreste verwendet werden“, so die Firma in ihrer Selbstdarstellung. „Auf diese Weise versuchen wir, etwas gegen Ressourcen- und Energieverschwendung zu tun und machen zugleich die Welt ein bisschen schöner.“

    Aktuell ist restemöbel noch ein Projekt des Baslers Florian Oeschger und von Markus Schier, der auf der deutschen Rheinseite in Rheinweiler zuhause ist. Es wird sowohl von der Oe Moebel GmbH mit Sitz in Basel als auch von der Möbelwerkstatt Florian Oeschger und Holzwerkstatt Markus Schier im deutschen Rheinfelden getragen. Wie die beiden, die seit 2022 Partner sind, ankündigen, ist in nächster Zeit die Firmierung von restemöbel in Basel geplant.

  • Erster Turmdrehkran mit Eigenstromerzeugung im Einsatz in Baden

    Erster Turmdrehkran mit Eigenstromerzeugung im Einsatz in Baden

    Das Kantonsspital Baden (KSB) arbeitet bei der Sanierung für den anstehenden Rückbau ihres stillgelegten Bettenhauses mit dem Greenpower Kran der Obwaldner Firma rollende Werkstatt Kran AG. Laut Medienmitteilung ist es weltweit der erste Turmdrehkran, der selbst Strom erzeugen kann.

    Je nach Einsatzsituation lasse sich mit dem Kran der Stromverbrauch um bis zu 50 Prozent senken. Zudem sei sein Betrieb mit einem kleineren Netzanschluss möglich, der weniger Installationskosten verursacht und Kraneinsätze auch an Orten mit begrenzter Stromkapazität erlaubt.

    Möglich macht dies die Bauweise mit integriertem Energierückgewinnungssystem und Batteriespeicher. „Beim Senken von Lasten oder beim Abbremsen der Kranfunktionen wird elektrische Energie erzeugt, gespeichert und für spätere Arbeitsschritte wiederverwendet“, heisst es.

    Mit Greenpower setze der Hersteller auf eine nachhaltige Weiterentwicklung des Kraneinsatzes. „Das System ist eine Antwort auf steigende Anforderungen bezüglich Energieeffizienz und Netzverfügbarkeit auf Baustellen“, wird Hansheini Dillier, Geschäftsführer der rollende Werkstatt Kran AG, zitiert.

    Das Gerät kommt der Mitteilung zufolge beim Abtransport von Baumaterialien zum Einsatz. Sie enthalten Asbest, PCB, PAK und Schwermetalle und stammen aus der Bauzeit in den 1970er-Jahren. Damals wurde unter anderem für Arbeiten auf Fliessen und Bodenbelägen mit Materialien gebaut, die aus heutiger Sicht als gesundheits- oder umweltschädlich gelten, wie das KSB informiert. Für Baustellen am Altbestand gelten darum strenge Vorsichtsmassnahmen gemäss der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt und dem Bundesamt für Gesundheit.

    Erst nach fachgerechter Entsorgung der Schadstoffe und Altlasten könne mit dem Rückbau des Gebäudes begonnen werden. Das Rückbaugesuch ist nach Aussage von KSB-CEO Pascal Cotrotzo noch nicht rechtskräftig. Die Altlastensanierungsarbeiten laufen unabhängig davon und sollen im Frühjahr 2026 abgeschlossen sein. Bis dahin hoffe man auf „grünes Licht“ von den zuständigen Behörden.

  • Moderne Beschattungslösung ersetzt altes Sonnensegel in Solothurn

    Moderne Beschattungslösung ersetzt altes Sonnensegel in Solothurn

    Die Bieri Tenta AG aus Grosswangen hat das alte Sonnensegel im Freibad an der Aare in Solothurn mit einem neuen mechanisch gespannten Membrandach ersetzt. Laut Medienmitteilung war das ursprüngliche Sonnensegel altersbedingt nicht länger instandsetzbar. Das von Bieri installierte Sonnensegel wurde mit moderner Technik konstruiert und soll als dauerhafte und sichere Schattenlösung für den Spielplatz dienen.

    Eine einfache Nachspannung der Konstruktion sei laut Bieri aufgrund der ursprünglichen technischen Ausführung nicht mehr möglich gewesen. Beim bestehenden Sonnensegel handelte es sich um ein textiles Tragwerk ohne statische Unterlagen. Im Rahmen eines Vorprojekts entwickelte Bieri unter Berücksichtigung aktueller Normen und mit statischer Neuberechnung eine neue Lösung. Das neue mechanisch gespannte Membrandach sei eine Rekonstruktion der ursprünglichen Form mit modernen Detaillösungen und erfülle jegliche Sicherheitsanforderungen. Die temporäre Winterabstützung sei ausserdem weiterhin Bestandteil des Konzepts und wurde an die neue Struktur angepasst.

    Das Membrandach zeichnet sich durch seine textile Bauweise aus und spendet nun für ausreichend Schatten beim Spielplatz des Freibads. Das Freibad sei insbesondere in heissen Sommertagen ein beliebter Treffpunkt und wird bis heute modernisiert.

  • Milliardeninvestition treibt Ausbau von Energiespeichern voran

    Milliardeninvestition treibt Ausbau von Energiespeichern voran

    Energy Vault kündigt die Gründung der Tochtergesellschaft Asset Vault an. Dies soll über eine Vorzugskapitalinvestition in Höhe von 300 Millionen Dollar eines namentlich nicht genannten Multi-Milliarden-Dollar-Infrastrukturfonds finanziert werden. Laut einer Medienmitteilung erwartet sich der in Lugano und Kalifornien beheimatete Entwickler von Energiespeicheranlagen davon die Freisetzung von mehr als 1 Milliarde Dollar an Investitionen. Damit soll die Bereitstellung von Energiespeicherprojekten mit einer neu installierten Leistung von 1,5 Gigawatt in den USA, in Europa und Australien beschleunigt werden.

    Asset Vault wird sich den Angaben zufolge der Entwicklung, dem Bau, dem Besitz und dem Betrieb von Energiespeicheranlagen in den weltweit attraktivsten Energiemärkten widmen, entweder eigenständig oder in Verbindung mit Erzeugungsanlagen. Entscheidend sei, dass Energy Vault die Stimm- und operative Kontrolle über Asset Vault behalte. Energy Vault erwartet den Abschluss der Transaktion innerhalb der nächsten 30 bis 60 Tage. Danach soll Asset Vault als vollständig konsolidierte Tochtergesellschaft gegründet werden. In dieser sollen alle Energiespeicheranlagen gebündelt werden, die durch langfristige Abnahmeverträge abgesichert sind und die die Monetarisierung der Projekte gewährleisten. Asset Vault soll in den kommenden drei bis vier Jahren ein wiederkehrendes EBITDA von über 100 Millionen Dollar erzielen, dass das bestehende Energiespeichergeschäft von Energy Vault ergänzt.

    Dies erschliesse „das volle Potenzial unserer Own-and-Operate-Strategie für Speicher-IPP mit sofortiger Investitionsflexibilität“, wird Robert Piconi, Vorstandsvorsitzender und CEO von Energy Vault, zitiert. „Durch die Kombination von langfristigen vertraglich vereinbarten Einnahmen mit strategischem Kapital und einer integrierten, selbst durchgeführten Projektabwicklung sind wir gut positioniert, um eine widerstandsfähige, missionskritische Energieinfrastruktur zu skalieren, die den aktuellen Anforderungen aufgrund des Ausbaus erneuerbarer Energien und des massiven Anstieg des Energiebedarfs durch die KI-Infrastruktur von Rechenzentren gerecht wird.“ 

  • Stadt Zürich präsentiert Baukultur

    Stadt Zürich präsentiert Baukultur

    Die Denkmalpflege und Stadtarchäologie Zürich präsentieren im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals 2025 am 11. und 13. September das baukulturelle Erbe der Stadt Zürich. Die Zürcher Denkmalpflege eröffnet am 11. September laut einer Mitteilung der Stadt die Denkmaltage im neuen Schulhaus und Musikzentrum Brunnenhof und feiert mit Katrin Gügler, Direktorin des Amts für Städtebau, und Bauvorsteher Andre Odermatt das 50-jährige Jubiläum des Denkmalschutzjahres 1975. Am Abend folgt die Vernissage der Publikation „erhalten&umnutzen“, die mit einer Podiumsdiskussion und musikalischer Begleitung des Musikkonservatoriums Zürich (MKZ) gestaltet wird.

    Gemeinsam organisieren die Denkmalpflege und die Stadtarchäologie Zürich am 13. September ausserdem zahlreiche Führungen, die die Erzählungen der Zürcher Baudenkmäler zum Thema haben. Umnutzungen, Restaurierungen, Funde und Befunde werden erörtert. Beide Anlässe am 11. und 13. September sind kostenlos. Für die Teilnahme an den Führungen am 13. ist eine vorherige Anmeldung erwünscht

    Die Europäischen Tage des Denkmals, die 2025 das 50-jähriges Jubiläum des Denkmalschutzjahres 1975 feiern, widmen sich dieses Jahr dem Thema Architekturgeschichten.

  • Eigentumswohnungen zwischen Stadtleben und Natur

    Eigentumswohnungen zwischen Stadtleben und Natur

    „Urban Living trifft Natur“, leitet die Halter AG einen Beitrag auf LinkedIn über ein Neubauprojekt der Firma ein. Konkret realisiert die Schlieremer Immobilienentwicklerin an der Leimbachstrasse 28 bis 32 ein Gebäude mit 43 Eigentumswohnungen und rund 80 Quadratmeter Gewerbefläche. In den 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen sollen „naturverbundene Stadtmenschen“ ihr ideales Zuhause finden können, heisst es auf dem Internetportal des Projekts. Interessierte können sich dort in eine Liste eintragen lassen, über die noch vor dem anstehenden offiziellen Vermarktungsstart Informationen zum Projekt verschickt werden.

    Die insgesamt 43 Eigentumswohnungen, darunter Attika- und Gartenwohnungen, teilen sich auf 10 Wohnungen mit jeweils 2,5 Zimmern, 30 Wohnungen mit 3,5 Zimmern und drei Wohnungen mit 4,5 Zimmern auf. Als Pluspunkte des Projekts werden in der Beschreibung eine hervorragende Anbindung, vielfältige Infrastruktur und nahe gelegene Erholungsgebiete genannt. Die Bauarbeiten sollen im Frühling 2026 beginnen und zwei Jahre später abgeschlossen sein.

  • Visionärer Campusprojekt nimmt Gestalt an

    Visionärer Campusprojekt nimmt Gestalt an

    Im März hatten die Bauarbeiten für den Zugang zum InnHub La Punt begonnen. Am 9. Juli wurde nun ein neues Kapitel des Projekts für einen Innovationscampus in La Punt aufgeschlagen, informiert InnHub La Punt in einem Beitrag auf LinkedIn: „Der Baustart vom InnHub markiert den Übergang von der Vision zur Realität“.

    Der InnHub La Punt ist als Mischung aus Sport-, Gesundheits- und Bildungsangeboten sowie einer Reihe von Zweitwohnungen angelegt. Der Innovationscampus soll als Ort des Schaffens und des Austauschs für Einheimische, Gäste und Unternehmen dienen. Für den Entwurf des neuartigen Coworking-Spaces auf einer Gesamtfläche von 7700 Quadratmetern zeichnet der im Engadin wohnende, international bekannte britische Architekt Norman Foster verantwortlich. Er will mit der Verwendung lokalen Holzes, Granits und Kalkmörtels ein Beispiel für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft setzen.

    Die Bauarbeiten für den InnHub sollen Ende 2028 abgeschlossen sein. Ab dann will der Innovationscampus Unternehmen einen Rückzugs- und Inspirationsort im Engadin bieten. Wer nicht solange warten möchte, kann bereits jetzt die Dienste des InnHub PopUp in La Punt in Anspruch nehmen.

  • TourismusRegion Baden AG übernimmt Geschäftsführung von city com baden

    TourismusRegion Baden AG übernimmt Geschäftsführung von city com baden

    Die city com baden richtet ihre Geschäftsführung neu aus. Per Anfang August wird die TourismusRegion Baden AG (TRB) die operative Leitung der Vereinigung der Gewerbetreibenden und Detaillisten der Stadt Baden übernehmen, informiert city com baden in einer Mitteilung. Damit soll sichergestellt werden, „dass die zunehmenden Schnittmengen in den Bereichen Innenstadtentwicklung, Destinationsmarketing und Gewerbeförderung optimal genutzt werden“, heisst es dort weiter.

    Als Geschäftsführerin von city com baden wird Andrea Protmann aus dem Team der TRB fungieren. Sie soll den Mitgliedern von city com baden als zentrale Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen. Der Vorstand von city com baden kann sich durch die Abgabe der operativen Leitung künftig auf die gewerbliche und politische Interessenvertretung konzentrieren. Im Rahmen der Übergabe der Geschäftsführung tritt Alfredo Biffi als Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der city com baden zurück.

    Über die verstärkte Zusammenarbeit mit der TRB will city com baden von Struktur, digitaler Kompetenz und Vernetzung der regionalen Destinationsorganisation profitieren. Bei der Verbindung zur regionalen Wirtschaft sieht die Vereinigung zahlreiche nutzbare Synergien. Zudem erhofft sich city com baden aus der Zusammenarbeit professionelle Betreuung und strategische Weiterentwicklung von Veranstaltungen, Kommunikation, Mitgliederbetreuung und City Card.

  • Holzgigant und Wahrzeichen des ESAF 2025

    Holzgigant und Wahrzeichen des ESAF 2025

    Die Idee entstand 2021 im „Säntis Innovations-Cluster Holz“. Aus der „Holzvision Max“ wurde ein Grossprojekt, an dem über 220 Firmen und Institutionen beteiligt sind, unterstützt von einem Patronatskomitee mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Tourismus und Sport. Rund 1000 Fachkräfte aus Waldwirtschaft, Holzindustrie, Holzbau und Schreinerei arbeiteten mit, darunter viele Lernende, die in überbetrieblichen Kursen einzelne Elemente fertigten. Das Holz,  vorwiegend Fichte und Tanne, stammt aus Schweizer Wäldern, im Rahmen regulärer Forstnutzung.

    Technik und Konstruktion
    Für die Stabilität sorgen Stützen und Fachwerke im Rumpf und in den Beinen. Das Gerippe ist teilweise mit Brettschindeln gedeckt, während die Wandelemente offen gestaltet sind. Allein 18’727 Schrauben wurden verbaut. Das Tragwerk besteht aus 40 Kubikmetern Brettschichtholz, ergänzt durch Rundholz aus dem Toggenburg. Das Projekt ist auf eine Lebensdauer von bis zu 25 Jahren ausgelegt.

    Finanzierung und Kooperation
    Die Gesamtkosten liegen bei rund 4 Millionen Franken. Dank der breiten Unterstützung aus der Branche, in Form von Materialspenden, Arbeitsleistung und finanzieller Beteiligung, ist das Projekt gesichert. Für die Nachnutzung wird ein Käufer gesucht. Der Restwert beträgt rund 1,3 Millionen Franken, hinzu kommen Kosten für Lagerung und Wiederaufbau.

    Touristische Perspektiven
    Nach dem ESAF könnte Muni Max in Tourismusdestinationen wie Elm, Braunwald oder Herisau aufgestellt werden. Geplant ist, ihn begehbar zu machen mit Treppen, Lift, Ausstellungsflächen und einer Aussichtsplattform. So soll er nicht nur als Symbol für Schweizer Holz und Handwerk, sondern auch als nachhaltiger Besuchermagnet dienen.

    Symbol für die Branche
    Muni Max ist mehr als ein Blickfang. Er zeigt, wie die Schweizer Holzwirtschaft Tradition und Innovation verbindet, die regionale Wertschöpfungskette stärkt und junge Fachkräfte in ein ambitioniertes Projekt einbindet. Am ESAF in Mollis wird er das eigentliche Stadion, mit 56’500 Plätzen das grösste temporäre Stadion der Welt, optisch überragen.

    Mit Muni Max hat die Schweizer Holzbranche ein Projekt geschaffen, das weit über den Anlass hinausstrahlt, ein starkes Zeichen für Handwerkskunst, Zusammenarbeit und die Zukunftsfähigkeit eines traditionsreichen Rohstoffs.

  • Europas grösstes Bauprojekt nimmt Gestalt an

    Europas grösstes Bauprojekt nimmt Gestalt an

    Auf dem stillgelegten Flughafengelände Hellinikon südlich von Athen entsteht das ehrgeizige Projekt Ellinikon. Hier baut Griechenland eine neue Stadt von Grund auf, die als Musterbeispiel für nachhaltige und digital vernetzte Stadtentwicklung dienen soll. In wenigen Jahren soll dieses Gebiet ein Lebensraum für über 10’000 Menschen, ein Arbeitsort für bis zu 80’000 Beschäftigte und ein Reiseziel für Millionen von Touristen werden. Das Ziel ist eine Stadt, die ökologisch, technologisch und sozial die Anforderungen des 21. Jahrhunderts erfüllt.

    Vom Geisterflughafen zum Hoffnungsträger
    Das Gelände des ehemaligen Hellenikon International Airport, einst das Tor zur Welt, war jahrzehntelang ungenutzt und marode. Mit der Schuldenkrise kam Bewegung in das Projekt. 2014 erhielt Lamda Development den Zuschlag, das Gelände für 915 Millionen Euro auf 99 Jahre zu pachten und zu entwickeln. Die Planung lag in den Händen renommierter Architekturbüros, darunter Foster + Partners aus London. Seit 2020 rollen die Bagger, und bis 2036 soll alles fertig sein.

    Eine Stadt der kurzen Wege
    Ellinikon ist als sogenannte „15-Minuten-Stadt“ konzipiert. Alles, was man zum Leben braucht, Schule, Arztpraxis, Lebensmittelgeschäft, Sportplatz oder Café, soll in 15 Minuten zu Fuss oder per Fahrrad erreichbar sein. Die Planer wollen so den motorisierten Individualverkehr deutlich reduzieren. Öffentlicher Nahverkehr, Mikromobilität mit E-Scootern, Bike-Sharing und ein modernes Fuss- und Radwegenetz ersetzen das klassische Auto.

    Europas grösster Küstenpark
    Mitten im neuen Stadtgebiet entsteht ein Park, der Massstäbe setzen soll. 2,6 Millionen Quadratmeter Grünfläche, mehr als der Londoner Hyde Park. Der Ellinikon Park bietet Platz für Spaziergänge, Sport, Kulturveranstaltungen und Naturbeobachtung. Etwa 80 % des verwendeten Wassers stammen aus natürlichen Quellen, die bereits auf dem Gelände vorhanden sind.

    Wiederverwenden statt verschwenden
    Bevor die Hochhäuser in den Himmel wachsen, wurde zuerst tief gegraben. Mehr als 300 Stahlbetonpfeiler mit einer Tiefe von bis zu 55 Metern stützen das Fundament des neuen Wahrzeichens des Riviera Towers. Der Beton der ehemaligen Landebahnen wird vor Ort recycelt und für Strassen und Hangsicherungen wiederverwendet. Ein zentrales Ziel des Projekts sind Netto-Null-Emissionen. Gebäude werden nach dem LEED-Standard zertifiziert.

    Das höchste Wohngebäude Griechenlands
    207 Meter hoch, 53 Etagen, 169 Wohnungen, der Riviera Tower wird das höchste Gebäude des Landes. Neben dem Riviera Tower entsteht ein weiteres Hochhaus, der Vouliagmenis Mixed Use Tower mit 150 Metern Höhe. Er bietet Büroflächen, ein Hotel für Geschäftsreisende und direkten Anschluss an zwei U-Bahn-Stationen.

    Smart City Ellinikon
    Ellinikon versteht sich als Smart City. Daten, Sensoren, Vernetzung und digitale Dienste spielen eine zentrale Rolle. Intelligente Strassenbeleuchtung, Sensoren für Luftqualität und Lärm, Apps für Navigation, Buchung und Zahlung sowie 5G- und Glasfasernetze für hohe Konnektivität sind nur einige Beispiele. Mit intelligenten Stromnetzen, energieeffizienter Architektur und Mikroklima-Analysen soll der Energieverbrauch optimiert werden.

    Soziales Engagement und Tourismus
    Ellinikon soll nicht nur schick, sondern auch sozial sein. Bereits 2023 wurde das erste fertiggestellte Gebäude übergeben, ein Zentrum für Menschen mit Behinderungen. Weitere öffentliche Einrichtungen sind in Planung, wie Kindergärten, Schulen, eine Klinik, Kulturzentren und Sportanlagen. Zwei grosse Einkaufszentren, die Vouliagmenis Mall und die Riviera Galleria, sollen internationales Publikum anziehen. Noch spektakulärer dürfte jedoch der Kasinokomplex werden, der gemeinsam mit Hard Rock International realisiert wird.

    Ökonomischer Schub für Griechenland
    Das Projekt soll langfristig 2,4 % zum Bruttoinlandsprodukt Griechenlands beitragen. 70’000 bis 80’000 direkt und indirekt neue Jobs sind geplant und der Tourismus soll jährlich um über eine Million zusätzliche Gäste wachsen. Die erwarteten Steuereinnahmen belaufen sich auf 14 Milliarden Euro über die Projektlaufzeit.

    Wie es weitergeht
    Die erste grosse Bauphase soll bis 2026/2027 abgeschlossen sein. Dann sollen zentrale Infrastruktureinrichtungen wie Verkehrswege, erste Wohngebäude, Grünflächen und Bildungseinrichtungen stehen. Bis 2036 folgt die vollständige Fertigstellung. Ellinikon soll nicht nur ein neues Stadtviertel Athens sein, sondern ein Aushängeschild dafür, wie urbane Entwicklung in Zukunft aussehen kann.

  • Kapitalerhöhung bei drei Immobilienfonds geplant

    Kapitalerhöhung bei drei Immobilienfonds geplant

    Die Procimmo SA plant eine Kapitalerhöhungen ihrer Real Estate SICAV. Konkret sollen drei Teilvermögen der Investitionsgesellschaft mit variablem Kapital um insgesamt 170 Millionen Franken aufgestockt werden. Alle drei Kapitalerhöhungen sollen nach Veröffentlichung des Jahresergebnis von Procimmo am 30. September erfolgen.

    Die Fondsleitung des Teilvermögens Industrial hat dabei eine Kapitalerhöhung von rund 100 Millionen Franken geplant, informiert Procimmo in einer Mitteilung. Der Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Industrial ist auf Immobilien für Industrie, Gewerbe und Logistik ausgerichtet. Derzeit wird dort ein Bruttovermögen von 2 Milliarden Franken gehalten.

    Die Fondsleitung des Teilvermögens Residential plant laut einer gesonderten Mitteilung eine Aufstockung um 30 Millionen Franken. Der Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Residential hält aktuell ein Bruttovermögen von rund 505 Millionen Franken, von denen drei Viertel in Immobilien in Lausanne und Genf investiert sind.

    Für das Teilvermögen Residential PK hat die Fondsleitung eine Kapitalerhöhung um 40 Millionen Franken anvisiert, informiert Procimmo in einer dritten Mitteilung. Im Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Residential PK sind derzeit rund 520 Millionen Franken hauptsächlich in Wohnimmobilien in der Westschweiz investiert.

    Die 2007 gegründete Procimmo SA ist als Real Estate Asset Manager am Hauptsitz in Renens sowie in Zürich und Genf aktiv. Seit 2017 gehört das Unternehmen zur Procimmo Group AG. Die an der BX Swiss kotierte Unternehmensgruppe mit Sitz in Zug bietet Investment und Dienstleistungen im Immobilienbereich an.

  • Intelligente Mobilität für den öffentlichen Verkehr in Bogotá

    Intelligente Mobilität für den öffentlichen Verkehr in Bogotá

    Schindler liefert als alleiniger Anbieter Aufzüge und Fahrtreppen für die Linie 1 des neuen Hochbahnsystems in Bogotá. Die Metrolinie soll mit vollautomatischen, fahrerlosen Bahnsystemen einen modernen, zuverlässigen Nahverkehr in der kolumbianischen Hauptstadt ermöglichen. Die Schindler-Systeme werden daher auf die besonderen Anforderungen des öffentlichen Verkehrs zugeschnitten, informiert das Unternehmen in einer Mitteilung. Die Aufzüge werden mit leicht zugänglichen Bedientasten ausgestattet, um barrierefreie Zugänge zu den Stationen zu ermöglichen.

    Das Schindler Technical Operations Center (TOC) in Medellín wird jeden Aufzug und jede Fahrtreppe rund um die Uhr fernüberwachen. Das Schindler ActionBoard liefert ausserdem Statusmeldungen aller Aufzüge und Fahrtreppen in Echtzeit und hilft, die Betriebszeit und die Fahrqualität für Passagiere zu optimieren.

    „Wir sind unglaublich stolz darauf, mit unseren Aufzügen und Fahrtreppen bei diesem historischen Projekt dabei zu sein“, wird Vikén Martarian in der Mitteilung zitiert, verantwortlich für die Region Amerika und Fahrtreppen. „Bogotá wird damit für die Menschen, die in der Hauptstadt leben, arbeiten und sie besuchen, zugänglicher. Dank unserer Aufzüge und Fahrtreppen werden sie sich in den Metrostationen einfacher und bequemer bewegen können.“

    Die Linie 1 der Bogotá Metro transportiert ab 2028 als erste Metrolinie der kolumbianischen Hauptstadt über 1 Million Passagiere täglich. Die Linie umfasst 16 Stationen auf einer Länge von 23,9 Kilometern.

  • Neue Grossaufträge für Hochbauprojekte in Bern und Zürich

    Neue Grossaufträge für Hochbauprojekte in Bern und Zürich

    „Implenia hat weitere grosse und anspruchsvolle Hochbau-Aufträge gewonnen“, informiert die Bau- und Immobilienfirma aus Opfikon in einer Mitteilung. Das Auftragsvolumen wird dort auf insgesamt über 400 Millionen Franken beziffert. Die beiden grössten Projekte betreffen einen Neubau für die Universität Bern und eine Wohnüberbauung im Zürcher Oberland.

    Der Kanton Bern hat Implenia mit den Baumeisterarbeiten für eine neues medizinisches Forschungs- und Ausbildungszentrum der Universität Bern beauftragt. Hier will die Universität fünf Institute ihrer Medizinischen Fakultät vereinen. Die Bauarbeiten sollen im Mai 2026 beginnen und im Juli 2028 abgeschlossen sein.

    In Oetwil am See im Zürcher Oberland wird Implenia als Totalunternehmerin für die Seraina Investment Foundation den Neubau Überbauung Schachenweid realisieren. Hier sind acht Mehrfamilienhäuser mit 90 Wohnungen im Stockwerkeigentum geplant. Der Beginn der Bauarbeiten ist für September 2025 vorgesehen. Im Oktober 2027 sollen die Wohnungen bezugsbereit sein.

    Als weitere neue Aufträge zählt Implenia in der Mitteilung die Modernisierung und Umnutzung eines innerstädtischen Gebäudes, die Umnutzung eines alten Fabrikareals in der Westschweiz zu einem Stadtquartier und zwei Neubauprojekte von Schulhäusern in der Schweiz und in Deutschland auf. Die neuen Projekte „entsprechen der Strategie von Implenia mit Fokus auf spezialisierte Immobilien, die umfassende Expertise und langjährige Erfahrung voraussetzen“, schreibt Implenia.

  • Baustellensicherheit und Hochwasserschutz für Winterthurer Grossprojekt

    Baustellensicherheit und Hochwasserschutz für Winterthurer Grossprojekt

    Die outsec AG hat die Ausschreibung für die sicherheitsrelevante Begleitung beim Bau des neuen Campus T der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur gewonnen, informiert die Sicherheitsfirma aus Dietikon in einer Mitteilung. Ihr zufolge wird outsec in den nächsten vier Jahren für Baustellensicherheit und Hochwasserschutz zuständig sein. Die Sicherheitsfirma war bereits in der Planungsphase in die Schnittstellenkoordination des Projekts involviert.

    „Die Komplexität dieses Projekts liegt nicht nur in der Grösse oder den Bauphasen, sondern auch in der Nähe zu bestehenden Infrastrukturen und der Durchquerung durch ein fliessendes Gewässer“, wird Robin Hüttenmoser, operativer Leiter von outsec, in der Mitteilung zitiert. „Gerade in der Bauzeit muss der Hochwasserschutz jederzeit gewährleistet sein – hier leisten wir mit gezielter Überwachung und frühzeitiger Alarmierung einen wichtigen Beitrag.“

    Zu den Aufgaben von outsec gehören die Zutrittskontrolle, die Koordination von Anlieferungen und die Bereichskontrolle entlang der wechselnden Baustellenzonen. Für den Hochwasserschutz überwacht das Unternehmen die wasserführenden Systeme und ist auch für die Auslösung des Alarms im Falle von Hochwasser zuständig. „Die ZHAW bietet mit diesem Campus nicht nur Studierenden und Forschenden neue Perspektiven, sondern auch uns als Sicherheitsanbieter die Chance, unsere digitale und vernetzte Kompetenz unter Beweis zu stellen“, meint outsec-Geschäftsführer René Leuenberger. Das Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Dietikon über Standorte in Winterthur, Baden AG und Wallisellen ZH.

  • Alpines Solarprojekt über 2000 Meter gestartet

    Alpines Solarprojekt über 2000 Meter gestartet

    Die Axpo mit Sitz in Baden hat STRABAG mit der Umsetzung eines alpinen Solarprojekts neben dem Stausee Lai da Nalps oberhalb der Ortschaft Serdun in Graubünden beauftragt. Auf über 2000 Meter über Meer werden im Projekt NalpSolar rund 1500 Solartische und ein Technikzentrum installiert, informiert das Bauunternehmen aus Schlieren in einer Mitteilung. Die ersten 10 Prozent der Anlage sollen bereits in diesem Dezember in Betrieb gehen.

    „Die Bauarbeiten sind technisch anspruchsvoll, logistisch herausfordernd und ökologisch sensibel, aber vor allem ein Meilenstein für die Energiewende in der Schweiz“, schreibt STRABAG. So müssen die einzelnen Solartische und anderen Bauteile über eine schmale, einspurige Bergstrasse transportiert werden. Die normalerweise gesperrte Strasse wurde von der Axpo in den 1960er-Jahren als Zufahrtsstrasse für den Stausee eingerichtet.

    Da auf der Baustelle keine Lagermöglichkeiten bestehen, wird zudem jeweils nur das unmittelbar benötigte Material transportiert. „Die Logistik läuft inzwischen wie am Schnürchen“, erklärt Bauführer François Borner in der Mitteilung. „Statt stressig ist sie heute gut planbar.“ Als weitere Herausforderungen im Projekt führt STRABAG in der Mitteilung den unebenen Untergrund und die Achtung der Naturschutzzonen im Baugebiet an.

    Aufgrund der Höhenlage werde NalpSolar besonders im Winterhalbjahr viel Strom produzieren, erläutert STRABAG. Das Bauunternehmen strebt den Abschluss der Arbeiten für das Jahr 2028 an. Der Strom aus NalpSolar ist für die nächsten 20 Jahre für das Stromnetz der SBB reserviert.

  • Bühne frei für die besten Projekte der Branche

    Bühne frei für die besten Projekte der Branche

    Wenn sich am 2. Oktober 2025 die Türen des Trafo Baden öffnen, versammelt sich das Who’s who der Schweizer Immobilien-, Bau- und Finanzwelt zur Verleihung des Real Estate Award 2025. Neben der feierlichen Gala mit Dinner stehen inspirierende Impulse, Networking und der Austausch über die Zukunft der Branche im Zentrum.

    Ein besonderes Highlight ist der Unternehmer und Visionär Samih Sawiris, der beim Kamingespräch persönliche Einblicke gibt, ein Gespräch, das neue Perspektiven auf unternehmerisches Denken und Standortentwicklung verspricht.

    Vier Kategorien, zwölf Finalisten
    Mit dem Start des Ticketverkaufs wurde auch das öffentliche Online-Voting eröffnet. Bis zum 17. August 2025 kann täglich eine Stimme abgegeben werden  in vier zukunftsweisenden Kategorien mit je drei Finalisten.

    Digital: Evorest, Optiml, Quanthome

    Nachhaltigkeit: IAZI CIFI, Mobimo, Neustark

    Projektentwicklung & Innovation: Element, UmweltArena, Xania

    Vermarktung: Avendo, maison.work, tRaumplaner

    Die Siegerinnen und Sieger werden live am Galaabend ausgezeichnet und gemeinsam bestimmt von Jury und Publikum.

  • CO2-neutrales Gewerbegebäude mit Rampe und Dachgarten

    CO2-neutrales Gewerbegebäude mit Rampe und Dachgarten

    Felix Partner Architektur und Design aus Zürich haben zum Baustart ihres Projekts Green Spin in Winterthur die ersten demontierten Bauteile des früheren Stewi-Hauptsitzes in Winterthur-Grüze zur Wiederverwertung symbolisch an deren Abnehmer übergeben. Denn die meisten Abbruchteile landen laut einer Medienmitteilung nicht auf der Deponie, sondern werden in anderen Bauten wiederverwendet. Ebenso werde der Abrissbeton geschreddert und zur Herstellung von Recycling-Beton genutzt.

    An gleicher Stelle wird ein Dienstleistungsgebäude für gewerbliche Mieter entstehen. Einziehen sollen ab Spätsommer 2027 Unternehmen, die auch selbst den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit legen.

    Der Rohbau ist als CO2-neutrale Holzkonstruktion geplant. Ausserdem werden ein begrünter Innenhof sowie ein Dachgarten realisiert. Photovoltaikmodule an den Fassaden und Windräder liefern ökologischen Strom, geheizt wird mit Erdwärme. Das Gebäude soll nach dem internationalen Nachhaltigkeitsstandard BREEAM zertifiziert werden.

    Herzstück ist eine bis zu sechs Meter breite und sanft um den Innenhof herum ansteigende Rampe. Sie erschliesst die Mietflächen auf allen Ebenen, auch mit dem Velo. Ergänzt werden die Flächen für Gewerbe, Büros, Produktion oder Sport durch Gastronomiebetriebe sowie einzelne Detailhandelsgeschäfte.

    «Ich hoffe, dieses Projekt inspiriert andere, ebenfalls gross zu denken und mutig zu handeln», habe FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt in seiner Ansprache anlässlich des Baustarts gesagt. Der Winterthurer Stadtbaumeister Jens Andersen habe betont, das Projekt «passt bestens zu unserer Strategie einer nachhaltigen Stadtentwicklung».

  • Neubau in Sursee für Radsportteam

    Neubau in Sursee für Radsportteam

    Das aktuell in Schenkon ansässige Tudor Pro Cycling-Team steht laut eines Artikels der «Luzerner Zeitung» vor einem Umzug nach Sursee. Dort möchte es demnach 18 Millionen Franken in ein sechsgeschossiges neues Hauptquartier investieren. Initiant ist die Sette Immo AG, die über ihre Sette Sports Group nicht nur das Profi-Team, sondern auch eine Nachwuchsmannschaft unterhält. Fabian Cancellara, ehemaliger Rennvelofahrer, ist nicht nur Teamchef beim Tudor Pro Cycling-Team, sondern auch bei der Sette Immo AG aktiv.

    Im September 2026 soll der neue Sitz des Teams fertiggestellt sein und Platz für Lager, Werkstätten, Trainings- und Besprechungsräume bieten. Büros für die Verwaltung und Aufenthaltsräume für die Fahrer sollen ebenso entstehen wie ein Ausstellungsraum des Teams. Auf dem Dach wird zudem eine Photovoltaikanlage installiert.

    Aktuell nimmt das vom Uhrenhersteller Tudor aus Genf gesponserte Team noch bis Ende Monat an der Tour de France teil.

  • Flugzeugbau-Hauptsitz wird umfassend modernisiert und verdichtet

    Flugzeugbau-Hauptsitz wird umfassend modernisiert und verdichtet

    Der Flugzeugbauer Pilatus will seinen Hauptsitz in Stans modernisieren. Wie es in einer Mitteilung dazu heisst, sollen die teilweise stark veralteten und energetisch ineffizienten Gebäude umfassend rekonstruiert werden. Die Produktions- und Verwaltungsflächen werden darüber hinaus mit neuen Gebäuden verdichtet. Dabei wird die architektonische Struktur den landschaftlichen Bedingungen angepasst. In vertikaler Bauweise werden die Flächen besser ausgenutzt, ohne dass die Bauten Höhen von 32, 36 oder 56 Metern überschreiten.

    Wie das Unternehmen mitteilt, sollen die Bauten den Prinzipien der Nachhaltigkeit folgen und den internationalen Standards (LEED) angepasst sein. Verwendet werden dabei rezyklierter Beton sowie einheimische Hölzer. Alle Bauten unterliegen hohen Energiestandards. Grossflächige Photovoltaikanlagen sollen die Eigenproduktion von Strom gewährleisten.

    Mit der umfassenden Renovierung bekennt sich Pilatus zum Standort Stans und zum Wohl seiner 2500 Mitarbeitenden. Deren umweltfreundliche Anreise zum Arbeitsplatz mit dem öffentlichen Verkehr wird mit finanziellen Unterstützungen bis zu 1000 Franken jährlich gefördert, heisst es in der Mitteilung.

    Am 26. November 2025 soll die Bevölkerung von Stans über eine Anpassung der Nutzungsplanung entscheiden können.

  • Das Möbeliareal Glarus nimmt Gestalt an

    Das Möbeliareal Glarus nimmt Gestalt an

    Nach der Umzonung von der Industrie- in die Mischzone Wohnen und Arbeiten wurde der Grundstein für eine neue Nutzung gelegt. Mit der Einreichung des Überbauungsplans wird diese Vision nun konkret.

    Dialog als Basis für nachhaltige Entwicklung
    Ein intensives Dialogverfahren, das 2022 lanciert wurde, bildete die Grundlage für das nun vorliegende Richtprojekt. In diesem kooperativen Prozess wurden zentrale Fragen zu Städtebau, Nutzungsmix, Freiraum und Ökologie gemeinsam mit Fachleuten, Nachbarn und Interessierten erörtert. Die Ergebnisse münden in eine sorgfältige Planung, die ein Gleichgewicht zwischen historischen Bauten und neuen architektonischen Elementen anstrebt. Die ehemaligen Produktionsgebäude der ag möbelfabrik horgenglarus werden ab 2027 verfügbar und können in die erste Bauetappe integriert werden.

    Ein neuer Stadtbaustein im Zentrum von Glarus
    Die möbeliareal ag verfolgt mit dem Projekt das Ziel, einen lebendigen, offenen und durchmischten Ort zu schaffen. Bestehende Bauten wie die sanierte ehemalige Polsterei, ein Hans-Leuzinger-Bau sowie der etablierte Coworking-Space RAUMSTATION zeigen bereits heute, wie neue Nutzungen in bestehende Strukturen integriert werden können. Der geplante Neubau ergänzt die Anlage mit spannungsvollen Freiräumen und gibt dem Areal eine neue städtebauliche Lesbarkeit.

    Vorgesehener Baustart im 2027
    Der Überbauungsplan, basierend auf dem Richtprojekt von agps architecture ltd. und Böe Studio GmbH, wurde Ende 2023 zur Vorprüfung bei der Gemeinde eingereicht. Nach einer allfälligen Überarbeitung wird der rechtskräftige Plan erwartet. Danach könnten erste Baugesuche folgen, der Baustart in Etappen ist ab 2027 vorgesehen. Damit geht ein Entwicklungsprozess weiter, der mit fundierten Marktanalysen und planerischen Studien vorbereitet wurde und nun in eine konkrete Realisierungsphase übergeht.

    Perspektiven für urbane Lebensräume
    Mit dem Möbeliareal entsteht inmitten des Kantonshauptorts ein Projekt mit Vorbildcharakter. Historisch verwurzelt, sozial durchmischt, architektonisch weitsichtig geplant und wirtschaftlich tragfähig. Der sorgfältig orchestrierte Übergang vom industriellen Produktionsstandort zu einem vielfältigen Lebensraum zeigt beispielhaft, wie Standortentwicklung im Spannungsfeld von Tradition und Zukunft gelingen kann.

  • Neue Sporthalle in Sissach entsteht unter der Erde

    Neue Sporthalle in Sissach entsteht unter der Erde

    Die ERNE AG Bauunternehmung sieht sich bei der Realisierung einer Dreifachsporthalle in Sissach auf gutem Kurs. Das Projekt wird von ERNE plus als Totalunternehmer umgesetzt, informiert das Unternehmen der ERNE Gruppe aus Laufenburg in einer Mitteilung. Seit Spatenstich am 12. April vergangenen Jahres laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren.

    ERNE plus übernimmt als Totalunternehmer die Koordination aller am Bau beteiligten Gewerke. Durch die enge Zusammenarbeit werde die termingerechte und hochqualitative Ausführung des Bauprojekts sichergestellt, schreibt die ERNE AG. Bei Planung und Umsetzung setzt ERNE digitale Werkzeuge ein.

    Der von der Architekten Penzel Valier AG aus Zürich erarbeitete Entwurf der Dreifachsporthalle setzt auf nachhaltige Bauweise, heisst es in der Mitteilung. Ein Grossteil der Halle wird unterirdisch entstehen, so dass auf dem Hallendach ein Allwetterplatz angelegt werden kann. Oberirdisch ist die Halle über einen Pavillon mit dem bestehenden Schulgebäude verbunden.

  • Unterirdische Anlage soll CO2-Emissionen senken

    Unterirdische Anlage soll CO2-Emissionen senken

    Die Flughafen Zürich AG baut eine unterirdische Energiezentrale, gelegen zwischen Parkhaus 6, dem Hotel Radisson Blu und dem Operation Center 1.  Die Zentrale wird mit Wärmepumpen und Kältemaschinen mit einer Gesamtleistung von 12 bis 15 Megawatt ausgestattet. Mittelfristig deckt sie so rund zwei Drittel des Wärme- und Kältebedarfs des Terminals und der umliegenden Gebäude am Flughafenkopf. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2027 geplant, informiert die Flughafen Zürich AG in einer Mitteilung.

    Das Unternehmen erkundet zeitgleich eine eiszeitliche Rinne in 300 Metern Tiefe, um dort thermische Energie zu speichern und wieder nutzbar zu machen. Einen ersten Brunnen gibt es bereits seit 2024, ein zweiter wird gebaut. Die Erkundung der Rinne wird vom Bundesamt für Energie gefördert.

    Die Rinne soll zukünftig zusammen mit der Energiezentrale und einem geplanten Niedertemperaturnetz jährlich rund 6500 Tonnen CO2 einsparen und dazu beitragen, die CO2- Emissionen am Flughafenkopf bis 2030 um 35 Prozent auf 15’900 Tonnen jährlich zu senken. Bis 2040 will die Flughafen Zürich AG ihre unternehmenseigenen CO2-Emissionen auf Netto-Null senken.

    «Technisch setzen wir mit unserem Plan zur Dekarbonisierung der Infrastruktur auf innovative Systeme. Die Kombination aus Wärmepumpen, saisonaler Energiespeicherung in einer eiszeitlichen Rinne oder über Erdsondenfelder sowie einem Niedertemperaturnetz erlaubt es uns, die Klimawirkung beim Heizen und Kühlen signifikant zu reduzieren», wird Guido Hüni, Leiter Energie und Dekarbonisierung der Flughafen Zürich AG, zitiert.