Kategorie: Bauwirtschaft

Bauwirtschaft – Immobiliennews zu Baukosten, Projekten, Materialien & Entwicklungen in der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft.

  • Praxisnahes Schulungsprogramm bereitet auf Immobilienkarriere vor

    Praxisnahes Schulungsprogramm bereitet auf Immobilienkarriere vor

    Das Immobilienunternehmen Naef Holding SA hat sein Inhouse-Schulungsprogramm, die Naef Acedémie, lanciert. Wie Naef in einem LinkedIn-Beitrag berichtet, zielt das sechsmonatige Programm darauf ab, die nächste Generation von Immobilienfachleuten auszubilden. Der erste Jahrgang des Programms startet im Herbst. Interessenten können sich ab sofort über Jobup bewerben.

    Die Naef Académie kombiniert unter der Leitung von Experten von Naef praktische Arbeit mit theoretischen Modulen. Zu den Zielen des Programms zählen die Einführung von Studierenden in wichtige Berufe der Immobilienbranche, die Unterstützung von Karrierewechseln und ersten Berufserfahrungen sowie die Gewinnung von Talenten diverser Institute. Im Programm inbegriffen sind unter anderem Einführungen in die Dienstleistungen von Naef wie Verwaltung, Entwicklung von Eigentumswohnungen und Buchhaltung, eine individuelle Betreuung sowie personalisierte Coachings.

    Naef ist bereits in den grössten französischsprachigen Städten der Schweiz etabliert und ist in allen Bereichen der Immobilienbranche aktiv. Mit seinen Tochtergesellschaften bietet Naef zudem diverse Dienstleistungen in den Bereichen Immobilienbewertung, Bau und Architekturprojektmanagement an.

  • Immobilienberatung mit Weitblick: Expertise für den gesamten Lebenszyklus

    Immobilienberatung mit Weitblick: Expertise für den gesamten Lebenszyklus

    Wer Immobilien besitzt oder plant, kennt viele Herausforderungen des Marktes, wie beispielsweise Leerstand zu verhindern und Mietpreise marktgerecht zu bestimmen, ohne Angebot und Nachfrage ausser Acht zu lassen. Genau hier setzt die Migros Bank mit ihrem einzigartigen Beratungsansatz an, der wirtschaftlichen Weitblick, Marktdaten und individuelle Lösungen vereint – für Eigentümerinnen und Eigentümer, die mehr wollen als nur Hypotheken, sondern eine individuelle und auf das Objekt angepasste massgeschneiderte Beratung. Der Beratungsansatz besteht aus verschiedenen Modulen, die je nach Situation und unabhängig voneinander mit der Kundin oder dem Kunden bearbeitet werden können.

    Zusammen mit der CSL Immobilien AG, einer Partnerin der Migros Bank, wird eine umfassende Dienstleistungspalette angeboten, die den gesamten Lebenszyklus von Immobilien abdeckt. Kunden profitieren von Bauherrendienstleistungen und der professionellen Bewirtschaftung ihrer Immobilien. Dieses Angebot wird durch fundierte Research- und Marktanalysen des Schweizer Immobilienmarkts abgerundet, wodurch Eigentümerinnen und Eigentümer zusammen mit der Migros Bank fundierte Entscheidungen treffen können.

    Umfassende Analysetools für zugeschnittene und fundierte Entscheidungen
    So können mit dem Immobiliendialog Verkehrswerte, Kaufpreise, Nettomieterträge, Renditen und Leerstandsquoten mit den Marktdaten der CSL Immobilien AG verglichen werden. Das ermöglicht eine Beurteilung der Positionierung des Kundenportfolios. Es ist für Büro-, Gewerbe- und Wohnimmobilien geeignet. Die Analyse von Wohnimmobilien auf der Ebene Wohneinheit hilft dabei, die Performance der Immobilie zu prüfen und zu managen. So werden die Wohneinheiten mit den Marktdaten verglichen und auf Grösse, Preis und Chancen analysiert. Damit kann mit Kundinnen und Kunden die Positionierung von Projekten frühzeitig ermittelt werden, Altbestand kann auf Marktbedürfnisse und Standards geprüft und Gründe für Leerstände können abgeleitet werden.

    Analyse der Zinsentwicklung: Ausblick auf künftige Hypothekenkosten
    Wer ein Haus kauft oder eine Wohnung als Stockwerkeigentum, muss auch einen Blick in die Zukunft werfen. Die Zinssätze von Hypotheken sind heute vergleichsweise günstig – doch was wird in zehn Jahren sein? Ist die Liegenschaft mit dem voraussichtlichen Einkommen dann noch tragbar? Mit der Zinsentwicklungsanalyse kann das Hypotheken-Portfolio mit verschieden definierten Zinsszenarien 10 Jahre in die Zukunft simuliert werden. Mit diesen geschätzten Zinskosten werden mögliche Absicherungsstrategien, beispielsweise Ablösung einer Hypothek oder Abschluss eines Folgeproduktes, direkt verglichen werden. Die Eigentümerinnen und Eigentümer können damit ihr Portfolio restrukturieren und an die Markterwartung anpassen.

    Nachhaltigkeit als Schlüssel zur Wertsteigerung von Immobilien
    Gerade für Besitzerinnen und Besitzer älterer Liegenschaften ist die Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema, das einen unmittelbaren Einfluss auf den Wert der Liegenschaft hat. Mit der Nachhaltigkeitsanalyse wird aufgezeigt, welche Vorteile es mit sich bringt, Immobilien auf nachhaltiger Basis zu sanieren. Dabei werden die CO2-Emissionen, die Energiekosten und der Energiebedarf einer Liegenschaft ermittelt und mit einem Modernisierungsplan dargestellt, welche Sanierungsmassnahmen einen positiven Einfluss auf diese Werte haben. Richtig getimte Sanierungen sind entscheidend, um den Wert einer Immobilie über den ganzen Lebenszyklus zu erhalten oder sogar zu steigern. Es ist ratsam, sich vor Beginn einer Sanierung von Experten beraten zu lassen, um die besten und kostengünstigsten Lösungen zu finden. Fragen rund um die Sanierung sind anspruchsvoll – vor allem auch, wenn es um alternative Energien geht. Bei besonders alten Liegenschaften gilt es zudem zu entscheiden, ob sich eine Sanierung lohnt oder besser neu gebaut werden soll. Diese Entscheidung hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Zustand des Gebäudes, die finanziellen Mittel und die persönlichen Vorstellungen. Wichtig ist auf jeden Fall eine langfristige Sanierungsstrategie, die hilft, die Kosten zu senken und die Lebensdauer des Hauses zu verlängern.

    Eine starke Partnerschaft mit Synergien
    Die Migros Bank arbeitet eng mit CSL-Immobilien zusammen. Beide Unternehmen sind operativ eigenständig. Durch diese strategische Partnerschaft profitiert CSL Immobilien von einer landesweiten Expansion und dem Zugang zu neuen Märkten, während die Migros Bank ihr Angebot im Immobilienbereich gezielt ausbauen kann. Gemeinsam decken sie mit einer erweiterten Dienstleistungspalette den gesamten Lebenszyklus von Immobilien ab – von der Finanzierung über die Bauherrenberatung bis zur Vermarktung. Die Zusammenarbeit schafft zudem bedeutende Synergien, insbesondere in den Bereichen Beratung und Finanzierung. Ein konkretes Resultat ist die gemeinsame Entwicklung des digitalen Maklerservices Nextkey, der den Verkauf von Immobilien effizient und kundenfreundlich gestaltet. Damit entsteht ein ganzheitliches Angebot, das Kundinnen und Kunden in allen Phasen rund um Wohneigentum begleitet.

    Ganzheitliche Betreuung für Immobilienbesitzerinnen und -besitzer
    Wer eine Immobilie besitzt oder plant, braucht heute mehr als nur eine Finanzierungslösung. Gefragt ist ein Partner, der den gesamten Lebenszyklus eines Objekts im Blick hat. Die Migros Bank positioniert sich mit ihrem Beratungsansatz genau in diesem Feld – als ganzheitlicher Begleiter, nicht nur als Hypothekengeber. In Zusammenarbeit mit CSL-Immobilien bietet sie massgeschneiderte Lösungen für Eigentümerinnen und Eigentümer, die ihre Liegenschaften nachhaltig, rentabel und zukunftsgerichtet entwickeln wollen. Ob Marktwertanalysen, Nachhaltigkeit, Rendite oder Zinsentwicklung: Mit modularen Tools und fundierten Marktdaten aus der Praxis werden individuelle Fragestellungen kompetent und vorausschauend adressiert. Das stärkt nicht nur die Entscheidungsqualität der Kundinnen und Kunden, sondern auch den Wert und die Zukunftsfähigkeit ihrer Immobilien. Die Migros Bank steht damit für eine neue Art von Immobilienberatung – vernetzt, partnerschaftlich und weitsichtig.

    «Wer eine Immobilie besitzt oder plant, braucht heute mehr als nur eine Finanzierungslösung. Gefragt ist ein Partner, der den gesamten Lebenszyklus eines Objekts im Blick hat.»

    «Wer ein Haus kauft oder eine Wohnung als Stockwerkeigentum, muss auch einen Blick in die Zukunft werfen. Die Zinssätze von Hypotheken sind heute vergleichsweise günstig – doch was wird in zehn Jahren sein?»

    Weitere Informationen unter: migrosbank.ch/potenzial

  • Erster Turmdrehkran mit Eigenstromerzeugung im Einsatz in Baden

    Erster Turmdrehkran mit Eigenstromerzeugung im Einsatz in Baden

    Das Kantonsspital Baden (KSB) arbeitet bei der Sanierung für den anstehenden Rückbau ihres stillgelegten Bettenhauses mit dem Greenpower Kran der Obwaldner Firma rollende Werkstatt Kran AG. Laut Medienmitteilung ist es weltweit der erste Turmdrehkran, der selbst Strom erzeugen kann.

    Je nach Einsatzsituation lasse sich mit dem Kran der Stromverbrauch um bis zu 50 Prozent senken. Zudem sei sein Betrieb mit einem kleineren Netzanschluss möglich, der weniger Installationskosten verursacht und Kraneinsätze auch an Orten mit begrenzter Stromkapazität erlaubt.

    Möglich macht dies die Bauweise mit integriertem Energierückgewinnungssystem und Batteriespeicher. „Beim Senken von Lasten oder beim Abbremsen der Kranfunktionen wird elektrische Energie erzeugt, gespeichert und für spätere Arbeitsschritte wiederverwendet“, heisst es.

    Mit Greenpower setze der Hersteller auf eine nachhaltige Weiterentwicklung des Kraneinsatzes. „Das System ist eine Antwort auf steigende Anforderungen bezüglich Energieeffizienz und Netzverfügbarkeit auf Baustellen“, wird Hansheini Dillier, Geschäftsführer der rollende Werkstatt Kran AG, zitiert.

    Das Gerät kommt der Mitteilung zufolge beim Abtransport von Baumaterialien zum Einsatz. Sie enthalten Asbest, PCB, PAK und Schwermetalle und stammen aus der Bauzeit in den 1970er-Jahren. Damals wurde unter anderem für Arbeiten auf Fliessen und Bodenbelägen mit Materialien gebaut, die aus heutiger Sicht als gesundheits- oder umweltschädlich gelten, wie das KSB informiert. Für Baustellen am Altbestand gelten darum strenge Vorsichtsmassnahmen gemäss der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt und dem Bundesamt für Gesundheit.

    Erst nach fachgerechter Entsorgung der Schadstoffe und Altlasten könne mit dem Rückbau des Gebäudes begonnen werden. Das Rückbaugesuch ist nach Aussage von KSB-CEO Pascal Cotrotzo noch nicht rechtskräftig. Die Altlastensanierungsarbeiten laufen unabhängig davon und sollen im Frühjahr 2026 abgeschlossen sein. Bis dahin hoffe man auf „grünes Licht“ von den zuständigen Behörden.

  • Moderne Beschattungslösung ersetzt altes Sonnensegel in Solothurn

    Moderne Beschattungslösung ersetzt altes Sonnensegel in Solothurn

    Die Bieri Tenta AG aus Grosswangen hat das alte Sonnensegel im Freibad an der Aare in Solothurn mit einem neuen mechanisch gespannten Membrandach ersetzt. Laut Medienmitteilung war das ursprüngliche Sonnensegel altersbedingt nicht länger instandsetzbar. Das von Bieri installierte Sonnensegel wurde mit moderner Technik konstruiert und soll als dauerhafte und sichere Schattenlösung für den Spielplatz dienen.

    Eine einfache Nachspannung der Konstruktion sei laut Bieri aufgrund der ursprünglichen technischen Ausführung nicht mehr möglich gewesen. Beim bestehenden Sonnensegel handelte es sich um ein textiles Tragwerk ohne statische Unterlagen. Im Rahmen eines Vorprojekts entwickelte Bieri unter Berücksichtigung aktueller Normen und mit statischer Neuberechnung eine neue Lösung. Das neue mechanisch gespannte Membrandach sei eine Rekonstruktion der ursprünglichen Form mit modernen Detaillösungen und erfülle jegliche Sicherheitsanforderungen. Die temporäre Winterabstützung sei ausserdem weiterhin Bestandteil des Konzepts und wurde an die neue Struktur angepasst.

    Das Membrandach zeichnet sich durch seine textile Bauweise aus und spendet nun für ausreichend Schatten beim Spielplatz des Freibads. Das Freibad sei insbesondere in heissen Sommertagen ein beliebter Treffpunkt und wird bis heute modernisiert.

  • Zürcher Eigenheimpreise bleiben im Aufwärtstrend

    Zürcher Eigenheimpreise bleiben im Aufwärtstrend

    Günstige Finanzierungskosten treiben die Nachfrage nach Wohneigentum im Kanton Zürich weiter an, informiert die Zürcher Kantonalbank in einer Mitteilung. Ihren Erhebungen für das ZHK Immobilienbarometer im 2. Quartal 2025 zufolge lagen die Preise für Eigenheime im Kanton Zürich im Berichtsquartal um 4 Prozent über denen des Vorjahresquartals. Die Preise in den Zürcher Agglomerationsgemeinden und der Stadt Winterthur (Region Regio) zogen gleichzeitig mit 4,3 Prozent noch stärker an. Die Fachleute der ZKB rechnen damit, dass der Trend zu steigenden Preisen aufgrund des anhaltenden Nachfrageüberhangs in den nächsten beiden Jahren anhalten wird.

    Bei den Angebotsmieten haben die Fachleute der Kantonalbank im ersten Halbjahr 2025 „Anzeichen einer Entspannung“ ausgemacht. Nach Wachstumsraten von teils über 10 Prozent in den letzten beiden Jahren beobachten sie aktuell einen Anstieg von unter 4 Prozent. Allerdings reicht die momentane Bautätigkeit auch bei rückläufigem Bevölkerungswachstum nicht aus, um den Nachfrageüberhang abzubauen.

    Mieter im Kanton Zürich könnten jedoch im schweizweiten Vergleich überdurchschnittlich stark von der letzten Senkung des Leitzinses im Juni profitieren. Nach einem Rückgang des von ihm abhängenden Referenzzinssatz auf 1,5 Prozent im März erwarten die Fachleute der ZKB eine weitere Absenkung auf 1,25 Prozent bis Ende Jahr. Damit könnten rund 70 Prozent der Miethaushalte im Kanton Zürich eine Mietzinssenkung verlangen. Schweizweit gilt dies für 46 Prozent der Miethaushalte.

  • Digitale Betontechnologien stärken Zukunftsstrategie

    Digitale Betontechnologien stärken Zukunftsstrategie

    Sika hat im ersten Halbjahr 2025 weltweit Umsätze in Gesamthöhe von 5,68 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich wurde damit ein Wachstum von 1,6 Prozent in Lokalwährungen realisiert, informiert die Gruppe der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie in einer Mitteilung. Das organische Wachstum wird dort mit 0,6 Prozent angegeben, die übrigen 1,0 Prozent Wachstum wurden über Akquisitionen generiert. In Franken fiel der Umsatz hauptsächlich aufgrund des schwächeren Dollars um 2,7 Prozent geringer als im Vorjahressemester aus.

    Auch das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA wurde vom Fremdwährungseffekten beeinträchtigt. Es lag mit 1,07 Milliarden Franken um 2,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die EBITDA-Marge konnte hingegen von 18,7 auf 18,9 Prozent gesteigert werden.

    „In einem herausfordernden Marktumfeld ist es uns wiederum gelungen, über dem Branchentrend zu wachsen und weitere Marktanteile zu gewinnen“, wird Sika-CEO Thomas Halser in der Mitteilung zitiert. Er sieht die Gruppe vor allem im Projekt- und Infrastrukturbereich gut aufgestellt. „Mit mehr als 1’000 Rechenzentren, die mit unseren Technologien bislang gebaut wurden, und einer starken Projekt-Pipeline“ habe sich Sika zudem „als bevorzugte Partnerin von Technologieführern etabliert“.

    Im Berichtsemester hat Sika insgesamt vier Unternehmen übernommen und sieben neue Werke eingeweiht. Die gezielten Investitionen sollen das zukünftige Wachstum der Gruppe stärken. Als strategisch wichtigen Schritt führt Sika in der Mitteilung dabei die im Juni getätigte Minderheitenbeteiligung an Giatec Scientific an. Das Unternehmen aus Ottawa in der kanadischen Provinz Ontario ist auf digitale Betontechnologien spezialisiert.

  • Preise für Wohneigentum steigen weiter an

    Preise für Wohneigentum steigen weiter an

    Laut Erhebungen von Moneypark und Pricehubble verteuerten sich Einfamilienhäuser im landesweiten Durchschnitt um 3,4 Prozent, Eigentumswohnungen um 2,4 Prozent. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Plus von 7,4 Prozent bei Häusern und 4,2 Prozent bei Wohnungen. Regional zeigt sich ein differenziertes Bild. In der Westschweiz legten die Hauspreise um 3,6 Prozent zu, in der Deutschschweiz um 3,2 Prozent. Eigentumswohnungen verteuerten sich in beiden Landesteilen ähnlich, mit einem leichten Vorsprung der Westschweiz im Jahresvergleich.

    Hypotheken mit mittleren Laufzeiten im Trend
    Bei der Finanzierung bevorzugen Käufer zunehmend mittelfristige Hypotheken mit Laufzeiten von fünf bis neun Jahren. Gleichzeitig gewinnen Saron-Hypotheken an Beliebtheit. Insbesondere in der Deutschschweiz, wo ihr Anteil bei Neuabschlüssen 19 Prozent erreicht. In der Romandie liegt dieser Wert bei 7 Prozent. Für Ersthypotheken liegt der Saron-Anteil bei rund 10 Prozent, für Zweithypotheken bei über 20 Prozent. Diese Finanzierungslösung bietet Käufern Flexibilität und erlaubt es, vom aktuell tiefen Leitzins zu profitieren.

    Banken weiten Marktanteile aus
    Die steigende Nachfrage nach Saron-Hypotheken wirkt sich auch auf die Marktverteilung aus. Banken konnten ihren Anteil auf 67 Prozent erhöhen, ein Zuwachs von 12 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr. Versicherungen verlieren dagegen deutlich an Gewicht, ihr Marktanteil sank auf 19 Prozent. Pensionskassen legten zu und halten nun 14 Prozent Marktanteil, profitieren jedoch nicht vom Geschäft mit Saron-Hypotheken, das ausschliesslich Banken anbieten.

    Ausblick
    Mit anhaltend hoher Nachfrage, begrenztem Angebot und einer wachsenden Präferenz für flexible Finanzierungsmodelle dürfte der Preisauftrieb bei Wohneigentum in den kommenden Quartalen anhalten. Gleichzeitig wird die Zinsentwicklung entscheidend dafür sein, ob Saron-Hypotheken ihren Aufwärtstrend fortsetzen können.

  • Holzgigant und Wahrzeichen des ESAF 2025

    Holzgigant und Wahrzeichen des ESAF 2025

    Die Idee entstand 2021 im „Säntis Innovations-Cluster Holz“. Aus der „Holzvision Max“ wurde ein Grossprojekt, an dem über 220 Firmen und Institutionen beteiligt sind, unterstützt von einem Patronatskomitee mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Tourismus und Sport. Rund 1000 Fachkräfte aus Waldwirtschaft, Holzindustrie, Holzbau und Schreinerei arbeiteten mit, darunter viele Lernende, die in überbetrieblichen Kursen einzelne Elemente fertigten. Das Holz,  vorwiegend Fichte und Tanne, stammt aus Schweizer Wäldern, im Rahmen regulärer Forstnutzung.

    Technik und Konstruktion
    Für die Stabilität sorgen Stützen und Fachwerke im Rumpf und in den Beinen. Das Gerippe ist teilweise mit Brettschindeln gedeckt, während die Wandelemente offen gestaltet sind. Allein 18’727 Schrauben wurden verbaut. Das Tragwerk besteht aus 40 Kubikmetern Brettschichtholz, ergänzt durch Rundholz aus dem Toggenburg. Das Projekt ist auf eine Lebensdauer von bis zu 25 Jahren ausgelegt.

    Finanzierung und Kooperation
    Die Gesamtkosten liegen bei rund 4 Millionen Franken. Dank der breiten Unterstützung aus der Branche, in Form von Materialspenden, Arbeitsleistung und finanzieller Beteiligung, ist das Projekt gesichert. Für die Nachnutzung wird ein Käufer gesucht. Der Restwert beträgt rund 1,3 Millionen Franken, hinzu kommen Kosten für Lagerung und Wiederaufbau.

    Touristische Perspektiven
    Nach dem ESAF könnte Muni Max in Tourismusdestinationen wie Elm, Braunwald oder Herisau aufgestellt werden. Geplant ist, ihn begehbar zu machen mit Treppen, Lift, Ausstellungsflächen und einer Aussichtsplattform. So soll er nicht nur als Symbol für Schweizer Holz und Handwerk, sondern auch als nachhaltiger Besuchermagnet dienen.

    Symbol für die Branche
    Muni Max ist mehr als ein Blickfang. Er zeigt, wie die Schweizer Holzwirtschaft Tradition und Innovation verbindet, die regionale Wertschöpfungskette stärkt und junge Fachkräfte in ein ambitioniertes Projekt einbindet. Am ESAF in Mollis wird er das eigentliche Stadion, mit 56’500 Plätzen das grösste temporäre Stadion der Welt, optisch überragen.

    Mit Muni Max hat die Schweizer Holzbranche ein Projekt geschaffen, das weit über den Anlass hinausstrahlt, ein starkes Zeichen für Handwerkskunst, Zusammenarbeit und die Zukunftsfähigkeit eines traditionsreichen Rohstoffs.

  • Beschränkung bei Einsprachen in Projekten

    Beschränkung bei Einsprachen in Projekten

    Angesichts der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage hat der Bundesrat die Höchstbezugsdauer für Kurzarbeitsentschädigung erneut auf 18 Monate verlängert. Unternehmen profitieren dadurch bis 31. Juli 2026 von mehr Flexibilität und Stabilität bei schwankender Auftragslage.

    Neue Anforderungen für smarte Geräte
    Ab sofort gelten striktere Sicherheitsanforderungen für drahtlose, internetfähige Geräte wie Smartphones, Smartwatches oder Babyphones. Ziel ist der Schutz personenbezogener Daten und die Verhinderung von Cyberangriffen. Die Geräte müssen sicherstellen, dass sie nicht für sogenannte DDoS-Angriffe missbraucht werden können. Grundlage ist die neue Verordnung des Bundesamts für Kommunikation über Fernmeldeanlagen.

    Weniger Einsprachen gegen kleinere Projekte
    Ein zentrales Element der Gesetzesänderungen betrifft den Wohnbau. Naturschutz-, Heimatschutz- und Denkmalpflegeorganisationen dürfen bei Projekten mit unter 400 m² Geschossfläche innerhalb von Bauzonen keine Beschwerde mehr einreichen, ausser es handelt sich um geschützte Ortsbilder oder Biotope. Der Entscheid soll den Wohnungsbau erleichtern und Verfahren beschleunigen.

    Richtpreise für Schweizer Holz erlaubt
    Durch eine Änderung des Waldgesetzes können Waldbesitzerinnen und -besitzer gemeinsam mit der nachgelagerten Branche künftig regionale oder nationale Richtpreise für Schweizer Rohholz veröffentlichen. Die Regelung soll mehr Markttransparenz schaffen und den Holzverkauf als Einnahmequelle für die nachhaltige Waldbewirtschaftung stärken.

    Sicherheit im Fokus
    Mehrere Änderungen im Luftfahrtbereich zielen auf eine erhöhte Betriebssicherheit und Unfallvermeidung ab, wie neue Anforderungen für absturzsichere Kraftstoffsysteme bei Helikoptern, ausgeweitete Informationspflichten zum Brandschutz bei Luftfracht, Êinführung einer neuen Privatpilotenlizenz für Tragschrauber und verschärfte Regeln für Luftfracht, -post und Sicherheitspersonal an Flughäfen

    Schweiz vertieft Zusammenarbeit mit EU
    Im Rahmen der Prümer Zusammenarbeit werden nun auch in der Schweiz automatisierte Abgleiche von Fingerabdruckdaten sowie der Zugriff auf Fahrzeug- und Halterdaten ermöglicht. Ziel ist ein effizienterer Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität und Terrorismus. Weitere Regelungen folgen 2027.

    Handyverbot an Schulen in Aargau und Nidwalden
    Die Kantone Aargau und Nidwalden setzen neue Richtlinien zum Umgang mit digitalen Geräten in der Schule um. Mobiltelefone dürfen nur noch zu Unterrichtszwecken oder in Notfällen genutzt werden. Damit reagieren die Behörden auf zunehmende Ablenkung und soziale Konflikte durch übermässige Handynutzung im Schulalltag.

    Reformen mit Wirkung auf Alltag und Wirtschaft
    Die neuen Bestimmungen spiegeln zentrale gesellschaftliche Themen wider, Arbeitskräftemangel, Digitalisierung, Wohnraumbedarf und Sicherheit. Ob in der Schule, im Unternehmen oder im privaten Wohnbau – die Gesetzesänderungen ab August 2025 markieren einen weiteren Schritt in Richtung Anpassung an aktuelle Herausforderungen.

  • Neue Strategie zahlt sich aus – mehr Gewinn und grüner Umsatzanteil steigt

    Neue Strategie zahlt sich aus – mehr Gewinn und grüner Umsatzanteil steigt

    Holcim erzielte einen Halbjahresumsatz von 7,87 Milliarden Franken, ein Anstieg von 1,8 Prozent in lokaler Währung. Das Unternehmen vermeldet in einer Mitteilung einen überproportionalen Anstieg seines Recurring EBIT (wiederkehrender Betriebsgewinn) um 10,8 Prozent in lokaler Währung und 3 Prozent in Schweizer Franken auf 1,44 Milliarden Franken. Die Recurring EBIT-Marge verbessert sich so um 90 Basispunkte auf 18,3 Prozent. Der Gewinn pro Aktie stieg zudem um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 1,57 Franken vor Wertminderungen und Veräusserungen.

    Die Baustofffirma vermeldet ausserdem eine verstärkte Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen. Der Anteil des CO2-armen Betons ECOPact betrug im ersten Halbjahr 31 Prozent des Gesamtumsatzes mit Transportbeton, verglichen mit 25 Prozent im Vorjahr. Der nachhaltige ECOPlanet-Zement machte 35 Prozent des Zementumsatzes aus, verglichen mit 32 Prozent vor einem Jahr.

    „Ich danke allen unseren 48’000 Mitarbeitenden auf der ganzen Welt für ihren Beitrag zu unserem hervorragenden Halbjahresergebnis. Holcim ist der führende Partner für nachhaltiges Bauen, und wir erschliessen signifikante Geschäftschancen durch unsere neue Strategie ‚NextGen Growth 2030‘ – welche die Grundlage für eine neue Ära des Wachstums und der Wertschöpfung bildet“, wird CEO Miljan Gutovic zitiert.

    Holcim prognostiziert für das Gesamtjahr ein 3- bis 5-prozentiges Umsatzwachstum in lokaler Währung, ein 6- bis 10-prozentiges Wachstum des Recurring EBIT in lokaler Währung, eine Recurring EBIT-Marge von mehr als 18 Prozent, einen Free Cashflow vor Leasingverhältnissen von rund 2 Milliarden Franken und über 20 Prozent Zuwachs bei recycelten Bau- und Abbruchmaterialien.

  • 90 Jahre Innovation mit Schweizer Parketttradition

    90 Jahre Innovation mit Schweizer Parketttradition

    Der Parketthersteller Bauwerk blickt dieses Jahr auf sein 90-jähriges Bestehen zurück. Eigenen Angaben zufolge wurde begonnen mit der Einführung des ersten Dispersionsklebers zum Schutz gegen schädliche Dämpfe des damals verwendeten Bitumenklebers. Später folgte die Spezialisierung auf Parkettfussböden. Den Anstoss gab der Zürcher Ernst Göhner, der 1935 einen „aus Holzstücken zusammengesetzten Belag für Fussböden oder Wände“ zur Serienreife brachte. Daraus wurde das „industriell gefertigte Mosaik-Parkett oder Klötzli-Parkett“, welches bis heute im Sortiment von Bauwerk erhältlich ist.

    Seit Markteinführung des ersten 2-Schicht-Fertigparketts im Jahr 1976 hat sich der Hersteller zu einem weltweit tätigen Unternehmen der Holzbodenbranche mit 1600 Mitarbeitenden entwickelt. Allein in der Schweiz werden pro Jahr 2 Millionen Quadratmeter Parkett der Marken Bauwerk Parkett, BOEN und Somerset Hardwood Flooring verlegt.

    Mehr als 60 Prozent der Bodenbeläge werden am Firmensitz in St.Margrethen hergestellt. Seit Anfang der 1950er Jahre ist dort auch der Bereich Forschung und Entwicklung angesiedelt. Für Produktionsverfahren, Zusammensetzung, Gebrauch und die Wiederverwertung aller Komponenten sowie für den Umgang mit Ressourcen im Sinne der Kreislaufwirtschaft erhielt der Hersteller die Cradle-to-cradle-Zertifizierung. Parkett zu verwenden, sei per se umweltschonend und stehe für eine positive Ökobilanz. „Zudem ist jede Diele, die unsere Werke verlässt, ein Unikat – das perfekte Zusammenspiel von Schweizer Ingenieurskunst und der Kraft der Natur“, wird Patrick Hardy, seit 2022 CEO der Bauwerk Group, in der Mitteilung zitiert.

    Neben Beachtung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise engagiert sich das Unternehmen auch sozial. Mit der Aktion Parkettzauber wurden mehrere karitative Organisationen mit Parkettböden unterstützt – darunter eine Kindertagesstätte und eine sozialpädagogische Wohngruppe.

  • Vom Einkaufszentrum zur Immobilienplattform

    Vom Einkaufszentrum zur Immobilienplattform

    Die Shoppi Tivoli Management AG wurde in Tivoli Real Estate Management AG umfirmiert. Wie das Unternehmen mitteilt, sei die Namensänderung Ausdruck einer strategischen Erweiterung ihres Tätigkeitsfeldes. Neben der Verwaltung des Einkaufszentrums in Spreitenbach will das Unternehmen weitere Liegenschaften für Gewerbe und Wohnen im Limmattal betreuen.

    Das erste Projekt unter neuem Firmennamen ist die Bewirtschaftung des Wohnparks Tivoli Garten. In dem laut Unternehmensangaben „neuen lebendigen und bunten Quartier im Herzen des Limmattals“ wurden 445 Mietwohnungen mit mehr Einkaufsmöglichkeiten im angrenzenden Shoppi Tivoli sowie erweiterten Sport- und Freizeitangeboten geschaffen. Zu den Vorzügen gehören zudem der Anschluss an die City und kurze Wege in die Natur.

    Das Shoppi Tivoli gilt eigenen Angaben zufolge flächenmässig als das grösste Einkaufszentrum der Schweiz. „Mit Tivoli Real Estate Management AG behalten wir unsere Identität und Herkunft im Namen und machen zugleich sichtbar, dass wir uns breiter aufstellen, um weiterhin zuverlässig, kompetent und zukunftsorientiert für Kunden und Partner da zu sein“, heisst es in einer Mitteilung.

    Mieter und Lieferanten haben weiterhin dieselben Ansprechpersonen, auch Verträge und Prozesse bleiben bestehen. Auch die Büros bleiben weiterhin im Shopping-Center 9 in Spreitenbach.

  • Holzernte in der Schweiz sinkt 2024 um 2 Prozent

    Holzernte in der Schweiz sinkt 2024 um 2 Prozent

    Im Jahr 2024 sind in der Schweiz 4,8 Millionen Kubikmeter Holz geerntet worden. Das entspricht einem Rückgang von rund 2 Prozent. Das geht aus einer Mitteilung der Bundesämter für Statistik und Umwelt hervor. Damit sank die Gesamternte im zweiten Jahr in Folge.

    Besonders ausgeprägt war die Reduktion bei Stückholz (-11 Prozent), gefolgt von Stamm- oder Sägeholz (-2 Prozent). Die starke Abnahme beim Stückholz geht vor allem auf Privatwälder zurück, die in allen Forstzonen geringer ausfiel, mit Ausnahme des Jurabogens und der Alpensüdseite. Die Forstzonen mit den stärksten Veränderungen waren das Mittelland (-94’000 Kubikmeter) und die Voralpen (-42’300 Kubikmeter).

    Der Kanton mit der grössten Holzerntemenge ist mit 0,89 Millionen Kubikmetern Bern. Dahinter folgen die Kantone Waadt, Zürich, Graubünden und Aargau. Ihre Erntemengen liegen zwischen 0,44 und 0,34 Millionen Kubikmetern. Zusammen lieferten sie im vergangenen Jahr 51 Prozent der gesamten Holzernte.

    Der Anteil von Energieholz in Form von Hackschnitzeln hat weiter zugenommen und beträgt nun 44 Prozent des gesamten Jahreseinschlags. Das entspricht 2,1 Millionen Kubikmetern. Der Anteil Energieholz an der gesamten Holzernte hat sich in den vergangenen 20 Jahren fast verdoppelt.

    Die 638 Forstbetriebe verzeichneten 2024 Einnahmen von 622 Millionen Franken und Ausgaben von 651 Millionen Franken. Damit belief sich das Defizit gesamtschweizerisch auf 29 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahr ist es um 9 Millionen Franken angestiegen. Einzig die Forstbetriebe in den Voralpen verzeichneten eine positive Bilanz.

  • Revolutionäre Schallabsorber

    Revolutionäre Schallabsorber

    Im Kampf gegen Lärm zählt jeder Zentimeter. Klassische Schallabsorber aus voluminösen Materialien wie Steinwolle oder Melaminschaum sind oft zu dick und gestalterisch einschränkend. Die neu entwickelten Schallabsorber aus mineralischen Gips- oder Zementschäumen bieten eine überzeugende Alternative. Sie sind genauso wirksam wie herkömmliche Absorber, aber rund viermal dünner. Dies eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die Integration in bestehende und neue Bauprojekte.

    Die variierende Porenstruktur der mineralischen Schäume zwingt die Luftpartikel auf einen längeren Weg, wodurch trotz geringer Dicke eine hohe Schallabsorption erreicht wird. Diese patentierte Konstruktion ermöglicht es, die Absorber gezielt auf bestimmte Frequenzbereiche abzustimmen. Zudem sind die Schäume feuerfest, recycelbar und setzen keine gesundheitsschädlichen Partikel frei. Zementschäume sind zusätzlich wetterfest und damit ideal für den Aussenbereich geeignet.

    Praxistest in Zürich
    Ein erster Prototyp der neuen Schallabsorber wurde bereits in einer Hofeinfahrt in Zürich getestet. Die Ergebnisse sind vielversprechend. Der Lärmpegel sank um bis zu 4 Dezibel, insbesondere bei vorbeifahrenden Autos. Die 72 Paneele mit einer Gesamtdicke von rund 5,5 Zentimetern zeigten eine zuverlässige Dämpfung tiefer Frequenzen und eine deutliche Reduktion der Schallübertragung im Bereich der Spitzenabsorption.

    Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten
    Die neuen Schallabsorber eignen sich für eine Vielzahl von Anwendungen. Sie können in Einfahrten, unter Balkonen, an Fassaden, in Treppenhäusern oder grossen Innenräumen wie Büros, Kantinen oder Sporthallen integriert werden. Besonders interessant sind sie für Spezialanwendungen, bei denen begrenzter Platzbedarf, Brandschutz und Designansprüche gleichzeitig berücksichtigt werden müssen.

    Die Zukunft der Lärmminderung
    Die Idee für diese innovativen Schallabsorber entstand bereits vor einigen Jahren, doch der Durchbruch gelang erst durch die Kombination von Materialentwicklung und akustischer Modellierung im Rahmen eines Innosuisse-Projekts. Aktuell erfolgt die Fertigung noch teilweise von Hand, doch mit einem geeigneten Industriepartner soll das Material weiterentwickelt und in grösserem Massstab produziert werden.

    Die mineralischen Schallabsorber haben das Potenzial, die Lärmminderung in verschiedenen Umgebungen zu revolutionieren. Sie bieten eine effiziente, platzsparende und gestalterisch flexible Lösung für die Herausforderungen der modernen Bauakustik.

  • Schweiz baut Solarstrom weiter massiv aus

    Schweiz baut Solarstrom weiter massiv aus

    Der Zubau von Solarstrom hat 2024 laut einer Mitteilung von Swissolar einen neuen Rekord erreicht. Laut dem Branchenverband wurden Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 1798 Megawatt errichtet, ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt waren damit Ende 2024 bereits 8170 Megawatt installiert. Damit wurden 5961 Gigawattstunden Strom erzeugt.

    Solarstrom erreichte 2024 einen Anteil von 10,4 Prozent am Strombedarf. Im Vorjahr waren es 8,25 Prozent gewesen. Für 2025 erwartet Swissolar einen Anteil von 14 Prozent. «Solarstrom ist schon heute ein zentraler Bestandteil unserer Energieversorgung und auf bestem Weg neben der Wasserkraft zur zweiten tragenden Säule unserer Stromversorgung zu werden», wird Swissolar-Geschäftsführer Matthias Egli in der Mitteilung zitiert.

    Swissolar verweist auch auf die Bedeutung von Solarstrom für das Winterhalbjahr. So wurden zwischen Anfang Oktober 2024 und Mitte April 2025 rund 2400 Gigawattstunden Solarstrom erzeugt, etwa ein Drittel der Jahresproduktion.

    Die Zahl der neu installierten Batteriespeicher ist 2024 um 4 Prozent gewachsen. In Einfamilienhäusern wurden bereits 47 Prozent aller Solaranlagen mit Batteriespeichern ausgestattet, im Vorjahr waren es erst 42 Prozent. Insgesamt betrug die installierte Speicherkapazität Ende 2024 bereits 896 Megawattstunden, genug für den Verbrauch von 100‘000 Haushalten für einen Tag.

  • CO2-neutrales Gewerbegebäude mit Rampe und Dachgarten

    CO2-neutrales Gewerbegebäude mit Rampe und Dachgarten

    Felix Partner Architektur und Design aus Zürich haben zum Baustart ihres Projekts Green Spin in Winterthur die ersten demontierten Bauteile des früheren Stewi-Hauptsitzes in Winterthur-Grüze zur Wiederverwertung symbolisch an deren Abnehmer übergeben. Denn die meisten Abbruchteile landen laut einer Medienmitteilung nicht auf der Deponie, sondern werden in anderen Bauten wiederverwendet. Ebenso werde der Abrissbeton geschreddert und zur Herstellung von Recycling-Beton genutzt.

    An gleicher Stelle wird ein Dienstleistungsgebäude für gewerbliche Mieter entstehen. Einziehen sollen ab Spätsommer 2027 Unternehmen, die auch selbst den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit legen.

    Der Rohbau ist als CO2-neutrale Holzkonstruktion geplant. Ausserdem werden ein begrünter Innenhof sowie ein Dachgarten realisiert. Photovoltaikmodule an den Fassaden und Windräder liefern ökologischen Strom, geheizt wird mit Erdwärme. Das Gebäude soll nach dem internationalen Nachhaltigkeitsstandard BREEAM zertifiziert werden.

    Herzstück ist eine bis zu sechs Meter breite und sanft um den Innenhof herum ansteigende Rampe. Sie erschliesst die Mietflächen auf allen Ebenen, auch mit dem Velo. Ergänzt werden die Flächen für Gewerbe, Büros, Produktion oder Sport durch Gastronomiebetriebe sowie einzelne Detailhandelsgeschäfte.

    «Ich hoffe, dieses Projekt inspiriert andere, ebenfalls gross zu denken und mutig zu handeln», habe FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt in seiner Ansprache anlässlich des Baustarts gesagt. Der Winterthurer Stadtbaumeister Jens Andersen habe betont, das Projekt «passt bestens zu unserer Strategie einer nachhaltigen Stadtentwicklung».

  • Nachfrage nach Einfamilienhäusern bleibt hoch

    Nachfrage nach Einfamilienhäusern bleibt hoch

    «Einfamilienhäuser bleiben hoch im Kurs», leitet ImmoScout24 eine Mitteilung zum aktuellen ImmoScout24-Kaufindex ein. Er wird monatlich von dem zur SMG Swiss Marketplace Group AG gehörenden Marktplatz für Immobilien in Zusammenarbeit mit dem auf Immobilien spezialisierten Beratungsunternehmen IAZI erhoben. Im Vergleich zum Mai sind die Preise für Einfamilienhäuser um 0,8 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich weisen sie ein Plus von 3,6 Prozent auf.

    Die Preise für Eigentumswohnungen zogen mit 0,2 Prozent deutlich schwächer als die Preise von Einfamilienhäusern an. Sie waren im Mai allerdings mit 0,8 Prozent deutlich gestiegen. Im Jahresvergleich legten die Preise für Eigentumswohnungen um 4,5 Prozent zu.

    Als Nachfragetreiber werden in der Mitteilung die aktuell guten Finanzierungskonditionen nach der Rückkehr der Schweizerischen Nationalbank zum Nullzins genannt. «Für Kaufinteressierte ist jetzt ein günstiger Moment, um den Schritt ins Eigenheim zu prüfen, besonders mit Blick auf die Planungssicherheit», erläutert Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group.

    Regional gesehen wurde der Anstieg der Preise für Eigentumswohnungen vor allem von einem deutlichen Plus in der Zentralschweiz getrieben. Überdurchschnittlich starke Preissteigerungen für Einfamilienhäuser gab es im Juni in den Regionen Genfersee, Nordwestschweiz und Ostschweiz.

    ImmoScout24 ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Das Landolt-Areal im Wandel

    Das Landolt-Areal im Wandel

    Welche Bedeutung hat die Entwicklung des Landolt-Areals für den Wirtschaftsstandort Glarus? Welche Impulse erwarten Sie konkret für die lokale Wirtschaft und die Schaffung neuer Arbeitsplätze?
    Das Areal ist heute bereits gut ausgelastet mit vielen verschiedenen KMU. Mit dem mittelfristigen Wegzug der Firma Landolt wird der Altbestand frei. Besonders interessant dabei ist die Shedhalle, welche wir bereits saniert und das Dach mit einer grossen PV-Anlage ausgestattet haben. Wir sind dabei, neue Mieter anzusiedeln und bieten einen sehr attraktiven Standort mit optimaler Logistikanbindung. Hier entstehen neue attraktive Arbeitsplätze.

    Zwischennutzungen wie der geplante Mobility-Hub sind ein zentrales Element im Konzept. Welche Chancen sehen Sie in diesen temporären Nutzungen zur Belebung des Areals während der Entwicklungsphase?
    Dies ist einer der wichtigsten Teile der Transformation. Die bestehenden Mietenden möchten wir, wenn möglich, alle behalten. Wir pflegen einen direkten Kontakt zu ihnen, damit diese sich auch innerhalb des Areals weiterentwickeln können. Die Gebäude mit Zwischennutzungen werden günstig aber nicht lange vermietet, sei dies als Lager, Parking oder Hub, aber ohne grosse Investitionen von unserer Seite. Hier ist auch Platz für Kreativität.

    Wie sind der Kanton Glarus und die Standortförderung in das Projekt eingebunden? eingebunden? Gibt es eine strategische Abstimmung mit kantonalen Entwicklungszielen?
    Wir stehen in einem regelmässigen Austausch mit der Standortförderung und sind zuversichtlich aufgrund der guten Lage und der Grösse der angebotenen Fläche, auch grössere KMU für den Kanton Glarus gewinnen zu können. Bereits sind mehrere Betriebe interessiert, sich hier niederzulassen.

    Die partizipative Planung wird betont. Wie konnten sich Anwohnerinnen und Anwohner resp. Gewerbetreibende konkret einbringen und welche Erkenntnisse aus diesem Prozess fliessen in die nächsten Schritte ein?
    Mit gut abgestützter Behördenvertretung und einem Fachgremium aus Wirtschaft und Städtebau sowie einem internationalen Planerteam wurden der Städtebau, die Bezüge zu den Nachbarn sowie die Nutzung und Bebauungsverteilung des Areals neu bearbeitet. Viele der alten Spinnereigebäude sollen erhalten und mit neuem Leben erfüllt werden.

    Das heute reine Gewerbeareal wird mit verschieden gewerblichen Angeboten ergänzt, und auch ein kleiner Anteil Wohnen wird möglich. Die sehr attraktive Lage zwischen den Bachläufen Chli Linthli und dem Mühlibach lädt auch Spaziergänger und Anwohner ein, diesen schönen und idyllischen Ort zu erleben.

    Zusammen mit der Gestaltungskommission und der Denkmalpflege erarbeiten die Planenden zurzeit das Richtprojekt. Bis nach dem Sommer 2025 werden die zukünftige Gestalt des Areals, das erweiterte Gewerbeangebot und die Wohnungsvielfalt aufgezeigt werden können. Wir sind sehr froh über die sehr gute Zusammenarbeit und überzeugt, dass durch den sorgsamen Umgang mit dem Bestand und den neuen Gebäuden ein grosser Mehrwert für die Arealnutzenden, aber auch für die Anwohnenden entsteht.

    Die Entwicklung erfolgt in vier Etappen. Wie stellen Sie sicher, dass das Areal bereits in den Zwischenphasen lebendig, nutzbar und attraktiv bleibt und nicht zu einer langjährigen Baustelle wird?
    Wie bereits angesprochen wird ein Teil in den bestehenden Industriegebäuden neu genutzt. Die sehr alten Bestandsbauten, welche mittelfristig nach dem Auszug der Firma Landolt leer stehen, sollen nach einem Umbau oder einer Modernisierung rasch wieder vermietet werden. Dazu wurden die verschieden Talentzonen definiert, und diese bilden die Etappen. Mit der Fertigstellung der jeweiligen Zonen wird die Entwicklung sukzessiv abgeschlossen.

    Der Innovationscampus am Chli Linthli soll sich unabhängig und bedarfsorientiert entwickeln. Welche Zielgruppen möchten Sie hier ansprechen und welche Branchen könnten sich hier ansiedeln?
    Dieses Areal ist heute voll besetzt mit einem breiten Angebot an Gewerbe. Hier wird der Bedarf der Zukunft untergebracht werden. Die Idee ist, ein vielfältiges Angebot an Gewerbe entstehen zu lassen, welches eine gute Vernetzung innerhalb dieses Areals braucht und wie ein Campus funktioniert. Wir sind aber auch offen für andere Ideen. Welche das sind, wird die Zukunft zeigen.

    Wie schaffen Sie auf dem Areal langfristig Identität und Bindung? Welche Rolle spielen dabei soziale, kulturelle oder ökologische Angebote für die künftigen Nutzerinnen und Nutzer?
    Das Areal hat heute bereits eine reichhaltige Geschichte. Dies sieht man hier überall. Mit einer neuen Nutzung und dem richtigen Umgang wird die Kultur gewahrt aber auch neu definiert. Mit unserm Ziel der Nachhaltigkeit wird dieser Prozess auch Ressourcen schonen. Mit dem Einsatz von natürlichen Baustoffen und einer einfachen Architektur wird für die Nutzenden bezahlbarer Arbeits- und Wohnraum geschaffen, welcher gesund und lebenswert ist. Das Areal bietet mit seinen Wasserläufen, dem Grünraum, den neu geschaffen Quartierplätzen etc. viel Raumqualität, aber auch einen sehr attraktiven Ort zum Arbeiten, Wohnen und Bleiben.

  • Serielles Bauen – wann kommt der Durchbruch?

    Serielles Bauen – wann kommt der Durchbruch?

    Gebäude aus vorgefertigten Bauteilen zu errichten, ist keine neue Erfindung. Was einst im Bauhaus propagiert und nach dem Zweiten Weltkrieg als Plattenbau millionenfach realisiert wurde, erlebt heute eine technologische Renaissance. Digitale Planung, nachhaltige Materialien und industrielle Präzision ermöglichen serielle Wohngebäude auf hohem gestalterischem Niveau.

    Effizienzpotenzial im Takt der Fertigung
    Serielles Bauen reduziert Bauzeit, senkt Kosten und verbessert die bauliche Qualität, durch witterungsunabhängige Produktion in Hallen. In Projekten wie dem Hamburger «Woodie» oder dem Mannheimer Franklin Village zeigen sich die Stärken des Verfahrens, kurze Realisierungszeiten, funktionale Standards und architektonische Vielfalt. Moderne Modul- und Elementbauweisen ermöglichen sowohl Individualisierung als auch Skalierbarkeit.

    Nachhaltigkeit trifft Produktivität
    Serielle Prozesse optimieren Materialeinsatz, reduzieren Transportemissionen und erleichtern Rückbaukonzepte. Hybride Systeme, etwa aus Holzmodulen und Betonelementen, verbinden ökologisches Bauen mit industrieller Effizienz. Systeme wie die von Nokera zeigen, dass standardisiertes Bauen nicht gleichförmig sein muss, sondern gezielte Antworten auf urbane Herausforderungen liefern kann.

    Warum der Durchbruch stockt
    Trotz technischer Reife liegt der Marktanteil serieller Verfahren bei unter 12 %. Die Gründe sind langwierige Vergabeverfahren, fehlende kommunale Strategien, begrenzte Grundstücksverfügbarkeit und ein tief verankertes Negativimage hemmen die flächendeckende Umsetzung. Zudem ist die klassische Planungskultur oft nicht kompatibel mit prozessoptimierten Ansätzen.

    Neue Strukturen statt alter Routinen
    Eine nachhaltige Marktverankerung erfordert Systemveränderungen und Planungs- und Vergaberechte müssen seriellen Verfahren Raum geben. Kommunen benötigen strategische Flächenpolitik und koordinierte Konzepte. Gleichzeitig gilt es, gestalterische Vorurteile abzubauen und die gestalterische Vielfalt modularer Systeme sichtbar zu machen, etwa durch differenzierte Fassaden, flexible Grundrisse und gemischte Nutzungstypologien.

    Serielle Sanierung gewinnt an Bedeutung
    Nicht nur Neubauten profitieren vom industriellen Ansatz. Auch die Modernisierung des Bestands lässt sich seriell denken, schneller, günstiger und energieeffizient. Projekte wie jene von ecoworks zeigen, wie vorgefertigte Fassaden- und Dachelemente ganze Mehrfamilienhäuser in kurzer Zeit transformieren können. Der Anteil solcher Sanierungen wächst  von 2 % auf 23 % binnen zwei Jahren.

    Förderpolitik als Hebel
    Zielgerichtete Anreizsysteme könnten serielle Verfahren beschleunigen, etwa durch Bonusförderungen bei modularer Bauweise oder Nachhaltigkeitsnachweis. Bislang fehlt eine klare Lenkung. Förderprogramme sind oft technologieoffen und fördern sozialen Wohnungsbau, koppeln die Mittel jedoch nicht an produktionsnahe Verfahren.

  • Regierungsrat plant Infrastruktur-Schub im Glattal

    Regierungsrat plant Infrastruktur-Schub im Glattal

    Das Glattal zählt zu den dynamischsten Entwicklungsregionen im Kanton Zürich, strategisch gelegen zwischen Zürich, Winterthur und dem internationalen Flughafen. Der Regierungsrat beantragt nun dem Kantonsrat ein Gesamtpaket in Höhe von 543 Millionen Franken, um die Infrastruktur gezielt zu stärken. Geplant sind die Verlängerung der Glattalbahn ins Steinackergebiet, eine Velohauptverbindung Richtung Bassersdorf sowie Hochwasserschutzmassnahmen am Altbach.

    Mobilitäts- und Umweltschub für die Flughafenregion
    Die Kombination aus Bahnausbau, Veloinfrastruktur und Gewässerschutz adressiert gleich mehrere zentrale Ziele des kantonalen Richtplans. Die verlängerte Glattalbahn soll das Industriegebiet von Kloten besser anbinden, während die Velohauptverbindung eine umweltfreundliche Alternative für Pendler schafft. Zugleich schützt der geplante Hochwasserschutz die Bevölkerung und kritische Infrastrukturen wie den Flughafen vor Naturgefahren.

    Effiziente Umsetzung durch Synergien
    Die räumliche Nähe der drei Teilprojekte erfordert eine gemeinsame Planung und bietet damit ideale Voraussetzungen für eine effiziente Umsetzung. Durch gebündelte Bauphasen können Bauzeit, Kosten und Beeinträchtigungen reduziert werden. Der Baustart ist ab Mitte 2027 vorgesehen, die Bauzeit beträgt rund fünf Jahre.

    Kostenbeteiligung durch Bund und Gemeinden
    Obwohl das Projektvolumen 543 Millionen Franken umfasst, wird der Kanton voraussichtlich nur rund 290 Millionen Franken selbst tragen. Der Bund beteiligt sich mit bis zu 40 % an Bahn und Veloweg, beim Hochwasserschutz liegt die Beteiligung zwischen 35 und 45 %. Auch Mehrwertbeiträge der Stadt Kloten und privater Investoren sind eingeplant.

    Klarer Entscheid trotz kommunaler Ablehnung
    Zwar wurden 2024 zwei kommunale Vorlagen zur Gebietsentwicklung im Steinackergebiet von der Klotener Bevölkerung abgelehnt, doch die Glattalbahn selbst war nicht Teil dieser Abstimmung. Nach einer umfassenden Überprüfung sieht der Regierungsrat das bestehende Projekt dennoch als die zweckmässigste Lösung, sowohl wirtschaftlich als auch verkehrs- und raumplanerisch.

  • Neue Dynamik für die Schweiz

    Neue Dynamik für die Schweiz

    Ob digitales Immobilienmanagement, digitale Finanzlösungen oder biobasierte Chemikalien, Schweizer Startups sind derzeit auf Erfolgskurs. Die jüngsten Auszeichnungen zeigen, wie breit die Innovationslandschaft aufgestellt ist und wie stark die internationale Nachfrage nach skalierbaren Lösungen mit gesellschaftlichem Mehrwert wächst.

    Digitales Immobilienmanagement mit Perspektive
    Das Proptech-Startup Bewy überzeugte im Swiss Prime Site Accelerator 2025 und zählt zu den Gewinnern des Programms. Mit digitalen Lösungen für die Verwaltung von Miet- und Eigentumsobjekten will das junge Unternehmen die Immobilienwirtschaft transparenter und nutzerzentrierter machen. Die Auszeichnung ermöglicht Pilotprojekte und kommerzielle Kooperationen mit einem der führenden Immobilienunternehmen der Schweiz.

    Hochtechnologie für die Fusionszukunft
    Mit seinem Fokus auf sichere Wasserstoffisotopenverarbeitung wurde Smolsys beim Neuland Innovation Contest mit dem Transferpreis ausgezeichnet. In Partnerschaft mit dem KIT arbeitet das Unternehmen an zentralen Technologien für die Fusionsforschung, ein hochspezialisiertes, sicherheitskritisches Anwendungsfeld mit hohem Zukunftspotenzial.

    Ernährung neu gedacht mit geistigem Eigentum
    Planetary entwickelt mithilfe von Präzisionsfermentation nachhaltige Proteine und wurde dafür mit einem WIPO Global Award ausgezeichnet. Das Start-up verbindet technologischen Fortschritt mit IP-Strategie und trägt zur Transformation globaler Ernährungssysteme bei, hin zu mehr Resilienz, Nährstoffdichte und Klimaverträglichkeit.

    Finanztechnologie mit Schweizer Präzision
    Das Fintech Bivial wurde bei den PayTech Awards 2025 mit dem Preis Best Use of Tech in Business Payments ausgezeichnet. Die API-basierte Plattform ermöglicht Echtzeit-Zahlungen in über 160 Ländern und kombiniert Schweizer IBANs mit modernen Finanztools. Innerhalb von sechs Monaten nach Marktstart erreichte das Unternehmen die Profitabilität, ein Beleg für effiziente Prozesse, regulatorische Klarheit und marktnahe Entwicklung.

    Nachhaltige Chemie aus Zürich nach Houston
    Das Start-up Biosimo wurde in das renommierte Activate-Programm in Houston aufgenommen. Dort erhält das Team zwei Jahre lang finanzielle und infrastrukturelle Förderung, um biobasierte Essigsäure als Alternative zu fossilen Chemikalien in die Skalierung zu bringen. Mitgründerin Sotiria Mostrou profitiert zudem von gezieltem Zugang zu Expertinnen und Experten sowie Innovationsnetzwerken.

    Prothesen aus Plastikmüll mit Impact
    Das Sozialunternehmen Circleg wurde als einziges Schweizer Unternehmen in die Forbes Accessibility 100-Liste aufgenommen. Mit erschwinglichen, lokal gefertigten Prothesen aus Recyclingkunststoff bietet das Startup nicht nur Mobilität für Menschen mit Amputationen in Ostafrika, sondern stärkt gleichzeitig lokale Wirtschaftskreisläufe und Arbeitsmärkte.

  • Forschung als Fundament für die Bauwende

    Forschung als Fundament für die Bauwende

    Der Wandel in der Bauwirtschaft ist unübersehbar und ohne Innovation nicht zu bewältigen. Ob Kreislaufwirtschaft, neue Baustoffe, digitale Planungsinstrumente oder energieeffiziente Gebäudetechnologien, wer heute in Forschung investiert, sichert sich morgen einen Platz im Markt. Für Harald Kopececk ist klar, Forschung muss zur strategischen Priorität werden, überbetriebliche, anwendungsnahe Kooperationen sind dabei entscheidend.

    Forschungsschwerpunkte
    Die Bauwirtschaft denkt zirkulär und das zunehmend systematisch. Projekte wie CEScaleUP (AIT) oder Mindwood (Holzforschung Austria) zeigen, wie Materialkreisläufe neu gedacht und Sensorik direkt in Holz integriert werden kann. Gleichzeitig nimmt der Fokus auf Bestandsbauten zu. Mit Projekten wie FluccoSan und DyNaBe entwickelt das IBO Sanierungslösungen, die ökologische, ökonomische und komforttechnische Ziele vereinen. Ziel ist es, klimafitte Lösungen auch für kleinere Gemeinden bereitzustellen.

    Kooperation als Innovationsmotor
    Forschung wird zur Gemeinschaftsaufgabe. Fast 80 % der ZAB-Projektpartner stellen Know-how unentgeltlich zur Verfügung. Die Österreichische Bautechnik Vereinigung (ÖBV) macht ihre Forschungsergebnisse öffentlich zugänglich und fördert so die Umsetzung auf Branchenebene. Projekte wie agile Tragwerkplanung oder SusDeCon zielen auf Materialeffizienz und CO₂-Reduktion ab – basierend auf offenen Erkenntnissen, die potenziell Normen beeinflussen können.

    Finanzierung als Schlüssel zur Umsetzung
    Innovative Ansätze brauchen solide finanzielle Grundlagen. Förderprogramme wie die Forschungsprämie, das FFG-Basisprogramm oder Horizon Europe bieten gezielte Unterstützung, von der Gründungsphase bis zum marktfähigen Produkt. Eva Martischnig (BDO Austria) empfiehlt, die Förderlandschaft strategisch zu nutzen, um technologieoffene Projekte mit hoher Praxisrelevanz rasch voranzubringen.

    Die Zukunft beginnt im Bestand
    Im Zentrum der Bauwende steht die Frage, wie lassen sich bestehende Gebäude klimafit machen? Der Fokus verlagert sich von Neubauten auf Transformation. Sanierungsforschung, insbesondere im Kontext von Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und Energienutzung, wird zur Kernaufgabe. Projekte wie Circular Twin oder Klimagemeinschaften zeigen, dass Lösungen möglich sind, wenn Planung, Technik und soziale Akzeptanz zusammen gedacht werden.

  • Tessin zählt zu Europas innovativsten Regionen

    Tessin zählt zu Europas innovativsten Regionen

    Laut dem Regional Innovation Scoreboard 2025 der Europäischen Kommission zählt der Kanton Tessin zu den zehn innovativsten Regionen Europas. In der Schweiz liegt er direkt hinter Zürich auf Platz zwei. Besonders hervorzuheben ist der hohe Anteil an kleinen und mittleren Unternehmen, die Prozess- oder Produktinnovationen einführen. Auch bei der Markenregistrierung belegt der Kanton national einen Spitzenplatz.

    Universitäre Exzellenz mit internationaler Vernetzung
    Die Università della Svizzera italiana (USI) stärkt mit über 20 spezialisierten Forschungsinstituten die akademische Innovationskraft der Region. Schwerpunkte sind u. a. Biomedizin, Computational Science und Finanzwissenschaften. Die enge Einbindung in nationale und internationale Fördernetzwerke macht die USI zu einem zentralen Akteur im Innovationssystem des Tessins.

    Praxisorientierte Forschung für Unternehmen
    Auch die Fachhochschule Südschweiz (SUPSI) ist ein Schlüsselakteur der Innovationslandschaft. Sie verfügt über hohe Fachkompetenz in Industrieautomation, Robotik und Materialwissenschaften und zeichnet sich durch die höchste Erfolgsquote beim Zugang zu europäischen Fördermitteln unter allen Schweizer Fachhochschulen aus. Unternehmen profitieren durch praxisnahe Kooperationen in angewandten Forschungsprojekten.

    Gesetzliche Innovationsförderung mit Breitenwirkung
    Der Kanton unterstützt Innovation gezielt über das Gesetz für wirtschaftliche Innovation. Dieses bietet umfassende Fördermöglichkeiten, von der Unterstützung bei Forschungsprogrammen über Investitionsvorhaben bis hin zur Teilnahme an Messen und Internationalisierungsprojekten. Die Umsetzung erfolgt über das Amt für wirtschaftliche Entwicklung.

    Switzerland Innovation Park Ticino als Drehscheibe
    Mit dem Switzerland Innovation Park Ticino fördert der Kanton den Transfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Die entstehenden Kompetenzzentren fokussieren sich auf Schlüsselbereiche wie Life Sciences, IKT, Drohnentechnologien und Freizeitindustrie. Ziel ist die Entwicklung technischer und technologischer Lösungen mit hoher Relevanz für die kantonale Wirtschaft.

    https://projects.research-and-innovation.ec.europa.eu/en/statistics/performance-indicators/european-innovation-scoreboard/eis#/ris?compare_year=2025&year=2025
  • Mathematik macht Holz dreidimensional

    Mathematik macht Holz dreidimensional

    Die Verbindung von Geometrie, Holztechnik und digitaler Modellierung schafft neue Wege für den architektonischen Holzbau. Das Start-up Beyond Bending, entstanden an der TU Wien, hat ein innovatives System entwickelt, mit dem sich komplexe Freiformen aus flachem Holz realisieren lassen. Das patentierte «FLEXGrid-Aufspannsystem» basiert auf flachen Gitterstrukturen, die sich durch kontrolliertes Aufspannen in eine gewünschte dreidimensionale Form verwandeln, exakt wie zuvor mathematisch berechnet.

    Von flach zu räumlich
    Die Technologie greift auf ein Grundprinzip zurück, das aus der Gartenwelt bekannt ist, elastische, expandierende Gitter aus parallelen Holzleisten. Dieses einfache, aber wirkungsvolle Konstruktionsprinzip wurde ingenieurtechnisch weiterentwickelt und digitalisiert. Designer definieren die Zielgeometrie, der Algorithmus berechnet das passende Gitter. Beim Aufbau nimmt dieses dann exakt die gewünschte Form an.

    Effizienz trifft Ästhetik
    Das System erlaubt nicht nur eine präzise Formgebung, sondern auch material- und ressourcenschonendes Bauen.

    • Einfache Herstellung der flachen Bauteile,
    • schnelle Montage auf der Baustelle,
    • Verzicht auf komplexe Schalungen oder Spezialformen

    Verwendung von regionalem Holz
    Ein erstes Praxisbeispiel ist der Pop-up Pavillon im salzburgischen Kuchl. Die zehn Meter breite und vier Meter hohe Struktur wurde erfolgreich mit dieser Methode umgesetzt und dient als Demonstrator für künftige Anwendungen im Bereich temporärer oder dauerhafter Holzbauten.

    Digitales Design als Schlüssel zur Materialreduktion
    Das System demonstriert eindrucksvoll, wie Mathematik, algorithmisches Design und Nachhaltigkeit zusammenwirken können. Es erlaubt Architekten und Bauherren, frei geformte Konstruktionen zu realisieren, ohne hohe Produktionskosten oder aufwendige Formenbauprozesse.

  • Flugzeugbau-Hauptsitz wird umfassend modernisiert und verdichtet

    Flugzeugbau-Hauptsitz wird umfassend modernisiert und verdichtet

    Der Flugzeugbauer Pilatus will seinen Hauptsitz in Stans modernisieren. Wie es in einer Mitteilung dazu heisst, sollen die teilweise stark veralteten und energetisch ineffizienten Gebäude umfassend rekonstruiert werden. Die Produktions- und Verwaltungsflächen werden darüber hinaus mit neuen Gebäuden verdichtet. Dabei wird die architektonische Struktur den landschaftlichen Bedingungen angepasst. In vertikaler Bauweise werden die Flächen besser ausgenutzt, ohne dass die Bauten Höhen von 32, 36 oder 56 Metern überschreiten.

    Wie das Unternehmen mitteilt, sollen die Bauten den Prinzipien der Nachhaltigkeit folgen und den internationalen Standards (LEED) angepasst sein. Verwendet werden dabei rezyklierter Beton sowie einheimische Hölzer. Alle Bauten unterliegen hohen Energiestandards. Grossflächige Photovoltaikanlagen sollen die Eigenproduktion von Strom gewährleisten.

    Mit der umfassenden Renovierung bekennt sich Pilatus zum Standort Stans und zum Wohl seiner 2500 Mitarbeitenden. Deren umweltfreundliche Anreise zum Arbeitsplatz mit dem öffentlichen Verkehr wird mit finanziellen Unterstützungen bis zu 1000 Franken jährlich gefördert, heisst es in der Mitteilung.

    Am 26. November 2025 soll die Bevölkerung von Stans über eine Anpassung der Nutzungsplanung entscheiden können.

  • Schweizer Kulturbotschaft 2025–28 für Baukultur

    Schweizer Kulturbotschaft 2025–28 für Baukultur

    Der Entwurf der Kulturbotschaft 2025–28 rückt die Baukultur in den Mittelpunkt einer nachhaltigen Raumentwicklung. Angesichts von Klimawandel, Ressourcenknappheit und dem Verlust an Biodiversität gewinnt die Gestaltung des Lebensraums an strategischer Bedeutung. Die Baukultur liefert mit ihrem ganzheitlichen Ansatz Antworten auf zentrale Herausforderungen und ermöglicht eine nachhaltige Zukunft.

    Gestaltung als gesellschaftlicher Auftrag
    Baukultur umfasst alle raumwirksamen Tätigkeiten von der Denkmalpflege über die Stadtplanung bis zur Gestaltung zeitgenössischer Bauwerke. Gut gestaltete Gebäude, Siedlungen und Infrastrukturen fördern das Wohlbefinden der Bevölkerung, stärken das Kulturerbe und vereinen ökologische, soziale, ökonomische und kulturelle Werte. Diese integrative Qualität macht Baukultur zu einem entscheidenden Instrument für die Transformation von Städten und Regionen.

    Zukunftsweisende Impulse aus Davos
    Der internationale Davos Baukultur Prozess und die jüngsten Erklärungen europäischer Kulturministerinnen und -minister bekräftigen die Notwendigkeit eines holistischen Bauverständnisses. Die Schweiz nimmt diese Impulse auf und plant, Baukultur im Natur- und Heimatschutzgesetz zu verankern, ein wichtiger Schritt, um die Vorbildfunktion des Bundes zu stärken und bestehende Förderinstrumente gezielt zu nutzen.

    Kreislaufwirtschaft und Innovation als Leitlinien
    Die künftige Baukultur muss konsequent auf Kreislaufwirtschaft und Suffizienz ausgerichtet werden. Neue Standards wie Lebenszyklus-Grenzwerte für Emissionen, der bewusste Umgang mit Ressourcen und eine Kultur des Umbauens bilden das Fundament. Ergänzend braucht es eine Innovationskultur, die neue Materialien, Technologien und Prozesse fördert.

    Empfehlungen für eine kohärente Umsetzung
    Die unterzeichnenden Organisationen stellen konkrete Forderungen. Der Bereich Umwelt soll stärker integriert, Gemeinden und Städte in Beratungs- und Weiterbildungsangebote einbezogen und die effektive Bauteuerung bei der Fördermittelanpassung berücksichtigt werden. Zudem sei eine konsequente Anwendung des Baukulturbegriffs erforderlich, etwa bei den Schweizer Kulturpreisen oder in der Arbeit von Pro Helvetia. Der Runde Tisch Baukultur Schweiz bietet sich als nationale Plattform für die Koordination mit internationalen Initiativen an.

  • Das Möbeliareal Glarus nimmt Gestalt an

    Das Möbeliareal Glarus nimmt Gestalt an

    Nach der Umzonung von der Industrie- in die Mischzone Wohnen und Arbeiten wurde der Grundstein für eine neue Nutzung gelegt. Mit der Einreichung des Überbauungsplans wird diese Vision nun konkret.

    Dialog als Basis für nachhaltige Entwicklung
    Ein intensives Dialogverfahren, das 2022 lanciert wurde, bildete die Grundlage für das nun vorliegende Richtprojekt. In diesem kooperativen Prozess wurden zentrale Fragen zu Städtebau, Nutzungsmix, Freiraum und Ökologie gemeinsam mit Fachleuten, Nachbarn und Interessierten erörtert. Die Ergebnisse münden in eine sorgfältige Planung, die ein Gleichgewicht zwischen historischen Bauten und neuen architektonischen Elementen anstrebt. Die ehemaligen Produktionsgebäude der ag möbelfabrik horgenglarus werden ab 2027 verfügbar und können in die erste Bauetappe integriert werden.

    Ein neuer Stadtbaustein im Zentrum von Glarus
    Die möbeliareal ag verfolgt mit dem Projekt das Ziel, einen lebendigen, offenen und durchmischten Ort zu schaffen. Bestehende Bauten wie die sanierte ehemalige Polsterei, ein Hans-Leuzinger-Bau sowie der etablierte Coworking-Space RAUMSTATION zeigen bereits heute, wie neue Nutzungen in bestehende Strukturen integriert werden können. Der geplante Neubau ergänzt die Anlage mit spannungsvollen Freiräumen und gibt dem Areal eine neue städtebauliche Lesbarkeit.

    Vorgesehener Baustart im 2027
    Der Überbauungsplan, basierend auf dem Richtprojekt von agps architecture ltd. und Böe Studio GmbH, wurde Ende 2023 zur Vorprüfung bei der Gemeinde eingereicht. Nach einer allfälligen Überarbeitung wird der rechtskräftige Plan erwartet. Danach könnten erste Baugesuche folgen, der Baustart in Etappen ist ab 2027 vorgesehen. Damit geht ein Entwicklungsprozess weiter, der mit fundierten Marktanalysen und planerischen Studien vorbereitet wurde und nun in eine konkrete Realisierungsphase übergeht.

    Perspektiven für urbane Lebensräume
    Mit dem Möbeliareal entsteht inmitten des Kantonshauptorts ein Projekt mit Vorbildcharakter. Historisch verwurzelt, sozial durchmischt, architektonisch weitsichtig geplant und wirtschaftlich tragfähig. Der sorgfältig orchestrierte Übergang vom industriellen Produktionsstandort zu einem vielfältigen Lebensraum zeigt beispielhaft, wie Standortentwicklung im Spannungsfeld von Tradition und Zukunft gelingen kann.

  • Neue Sporthalle in Sissach entsteht unter der Erde

    Neue Sporthalle in Sissach entsteht unter der Erde

    Die ERNE AG Bauunternehmung sieht sich bei der Realisierung einer Dreifachsporthalle in Sissach auf gutem Kurs. Das Projekt wird von ERNE plus als Totalunternehmer umgesetzt, informiert das Unternehmen der ERNE Gruppe aus Laufenburg in einer Mitteilung. Seit Spatenstich am 12. April vergangenen Jahres laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren.

    ERNE plus übernimmt als Totalunternehmer die Koordination aller am Bau beteiligten Gewerke. Durch die enge Zusammenarbeit werde die termingerechte und hochqualitative Ausführung des Bauprojekts sichergestellt, schreibt die ERNE AG. Bei Planung und Umsetzung setzt ERNE digitale Werkzeuge ein.

    Der von der Architekten Penzel Valier AG aus Zürich erarbeitete Entwurf der Dreifachsporthalle setzt auf nachhaltige Bauweise, heisst es in der Mitteilung. Ein Grossteil der Halle wird unterirdisch entstehen, so dass auf dem Hallendach ein Allwetterplatz angelegt werden kann. Oberirdisch ist die Halle über einen Pavillon mit dem bestehenden Schulgebäude verbunden.

  • Preisentwicklung mit geteiltem Bild

    Preisentwicklung mit geteiltem Bild

    Gemäss aktuellen Auswertungen von Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE) erhöhten sich die Preise für Eigentumswohnungen im zweiten Quartal 2025 um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Besonders stark betroffen ist das mittlere Segment mit einem Plus von 2,5 Prozent. Auch das untere (+1,5 %) und das gehobene Segment (+1,2 %) verzeichneten Preisanstiege. Im Jahresvergleich zeigt sich ein signifikanter Zuwachs, vor allem in den Regionen Basel (+9,1 %), Zürich (+7,9 %) und der Südschweiz (+7,7 %).

    Einfamilienhäuser mit stabiler Entwicklung
    Anders stellt sich die Lage bei Einfamilienhäusern dar. Im Vergleich zum Vorquartal stagnieren die Preise weitgehend (–0,6 %). Die Veränderung in den einzelnen Segmenten bleibt moderat negativ,  –1,1 Prozent im unteren, –0,6 Prozent im mittleren und –0,4 Prozent im gehobenen Marktsegment. Über ein Jahr gesehen ergibt sich dennoch ein durchschnittlicher Anstieg von 2,5 Prozent.

    Nachfrage übersteigt Angebot
    Die anhaltende Wohnraumnachfrage trifft weiterhin auf eine zurückhaltende Bautätigkeit. FPRE rechnet deshalb auch für die kommenden zwölf Monate mit steigenden Preisen, sowohl bei Eigentumswohnungen als auch bei Einfamilienhäusern. Besonders zentrale Lagen dürften stärker profitieren. Stefan Fahrländer, Partner bei FPRE, fasst zusammen: «Die Nachfrage nach Wohneigentum bleibt hoch, was sich in steigenden Preisen in fast allen Regionen der Schweiz widerspiegelt.»

  • Vom Randgebiet zum urbanen Quartier mit Vision

    Vom Randgebiet zum urbanen Quartier mit Vision

    Buchholz steht für einen urbanen Neuanfang. Auf einer Fläche von rund 36’300 m² formt sich ein eigenständiges Stadtquartier, das Wohnen, Arbeiten, Bewegung und Begegnung kombiniert. Die bisher heterogene Struktur weicht einem klar gegliederten Nutzungsmix, der räumliche Qualität mit ökologischer Verantwortung verbindet. Kernstück der Entwicklung ist die «Grüne Mitte». Ein Zentrum mit Schule, Sportanlagen und Freiraum, umrahmt von Wohnhochhäusern und Gewerbebauten.

    Vom Industriegelände zum lebendigen Quartier
    Die Entwicklung geht auf einen erfolgreichen Studienauftrag des Zürcher Architektur- und Planungsbüros helsinkizurich zurück. Auf dieser Grundlage entstand ein fein austariertes Richtprojekt mit einer Überbauungsstrategie, die eine etappierte Vertiefung der Planung vorsieht. Die Realisierung erfolgt in drei Abschnitten – abgestimmt auf die unterschiedlichen Interessen der Eigentümerschaft. Besonderes Augenmerk gilt dem baulichen Erbe: Elemente wie der denkmalgeschützte Pulverturm werden behutsam eingebunden und respektvoll in den städtebaulichen Kontext integriert.

    Quartierleben unten, Lebensqualität oben
    Gewerbliche Nutzungen und Gemeinschafts-flächen in den Sockelzonen entlang der Buchholzstrasse prägen das öffentliche Gesicht des Quartiers. Darüber eröffnen lichtdurchflutete Wohnungen weite Ausblicke in die Landschaft. Begegnungsräume, Höfe und Erschliessungsachsen fördern die soziale Interaktion. Die abgestufte Öffentlichkeit erlaubt zugleich Rückzug und Teilhabe, ein Prinzip, das dem urbanen Leben gerecht wird.

    Blau-grüne Infrastruktur als Rückgrat
    Im Quartier Buchholz ist Nachhaltigkeit kein Versprechen, sondern Realität. Ein durchdachtes Wassermanagement mit Regenrückhalt und Verdunstungsflächen entlastet die Infrastruktur und verbessert das Mikroklima. Begrünte Dächer, durchlässige Beläge und klimaaktive Freiräume schaffen Lebensqualität, sind ökologisch wirksam und gestalterisch überzeugend.

    Starke Identität, klare Adresse
    Mit der neuen Promenade entlang der Buchholzstrasse entsteht nicht nur eine funktionale Erschliessung, sondern auch eine identitätsstiftende Adresse für den neuen Stadtteil. Das Quartier positioniert sich damit zwischen dem landschaftlichen Raum der Linth und dem städtischen Zentrum – offen, durchlässig, zukunftsgewandt.

    Stadtentwicklung mit Wirkung
    Buchholz steht exemplarisch für eine Stadtentwicklung, die langfristig denkt und differenziert handelt. Das Projekt schafft neuen Wohnraum und eine moderne Form von urbaner Qualität am Rand von Glarus – vernetzt, nachhaltig und mit Blick auf das Ganze.