Kategorie: Bauwirtschaft

Bauwirtschaft – Immobiliennews zu Baukosten, Projekten, Materialien & Entwicklungen in der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft.

  • Wie der SIA neue Standards im Vergabewesen setzt

    Wie der SIA neue Standards im Vergabewesen setzt

    Projektallianzen gewinnen an Bedeutung und werden nicht nur von Grossauftraggebern wie SBB und ASTRA pilotiert, sondern stehen branchenweit auf der Agenda. Das neue Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB) sorgt in Ausschreibungen für mehr Raum der Qualitätsbewertung. Die rein preisgetriebene Konkurrenz tritt langsam in den Hintergrund. Dennoch bleibt der administrative Aufwand hoch und Dumpingangebote sind weiterhin ein Thema, das noch nicht optimal beherrscht wird.

    Marktbeobachtung und Vergabemonitoring
    Ein weiterer Meilenstein ist der Ausbau der Marktbeobachtung und des Vergabemonitorings durch die Kooperation mit Bauenschweiz. Die SIA-Beobachtungsstellen für Wettbewerbe und Ausschreibungen erfassen sowohl quantitative als auch qualitative Daten. Besonders auf Gemeindeebene erleichtert das eigens entwickelte Online-Tool «Planungsbeschaffung» die Umsetzung der neuen Vorgaben und gibt Planungssicherheit.

    Potenzial für den gesamten Sektor
    Pilotprojekte und der Verein pro-allianz.ch markieren den Wunsch der Branche nach partnerschaftlichen und projektzentrierten Organisationsformen. Die SIA fördert aktiv den Wissensaustausch und begleitet neue Allianzen, mit dem Ziel, das gemeinschaftliche Arbeiten und den Projekterfolg über klassische Konkurrenzmodelle zu stellen.

    Wettbewerbsordnungen aktualisiert
    Die Ordnungen SIA 142 und SIA 143 für Wettbewerbe und Studienaufträge wurden umfassend überarbeitet und seit August eingeführt. Neu werden Aspekte wie Urheberrecht, Vergütungsverfahren, Fairness und Transparenz stärker gewichtet. Die Revision wurde gemeinsam mit öffentlichen Bauherrschaften erarbeitet und erhöht die Akzeptanz auf beiden Seiten.

    Nachhaltigkeitskriterien und Vergütung im Mittelpunkt
    Neben ökologischen Aspekten erhalten Posten wie ökonomische, volkswirtschaftliche, soziale und kulturelle Nachhaltigkeit mehr Gewicht in den Beschaffungsprozessen. In Arbeitsgruppen und mit Veranstaltungsformaten wie «Postfossile Wettbewerbe» wird Inhalt, Definition und Umsetzung von Nachhaltigkeit kontinuierlich weiterentwickelt. Ein weiteres priorisiertes Thema ist die angemessene Vergütung von Planungsleistungen. Digitale Plattformen und neue Honorarordnungen sollen Fairness und Transparenz stärken, sodass Planungsbüros künftig marktgerecht und nachvollziehbar entlohnt werden.

  • Bundesrat vereinfacht Bauverfahren

    Bundesrat vereinfacht Bauverfahren

    Bislang verzögern sich viele Bauprojekte und Stadtentwicklungen wegen der starren Direktanwendung des Bundesinventars der schützenswerten Ortsbilder (ISOS). Besonders in Zürich sind Tausende Wohnungen blockiert, wie das Beispiel Brunaupark zeigt. Mit einer Neuregelung will der Bundesrat die Behandlung und Bewilligung von Wohnprojekten vereinfachen und beschleunigen. Die ISOS-Vorgaben sollen in Zukunft nur in jenen Fällen direkt greifen, in denen tatsächlich das Ortsbild betroffen ist. Damit sinkt die Zahl der komplexen Verfahren deutlich und zahlreiche Projekte können rascher realisiert werden.

    Kantone und Gemeinden erhalten künftig mehr Spielraum und klare Abgrenzungen, wann eine Direktanwendung von ISOS wirklich notwendig ist. Die Erhaltungsziele des Inventars werden offener formuliert, was die Siedlungsentwicklung nach innen ermöglicht und die Baukultur dennoch schützt.

    Solaranlagen werden einfacher bewilligt
    Die neuen Massnahmen erleichtern auch die Installation von Solaranlagen auf Neubauten. Künftig ist eine ISOS-Prüfung nur bei bestehenden Gebäuden erforderlich. Damit trägt der Bund den Anforderungen der Energiewende Rechnung und stärkt die Planungs- und Rechtssicherheit für zukunftsorientierte Bauvorhaben.

    Konsens am runden Tisch
    Die Reform entstand bei einem breit abgestützten runden Tisch mit Vertreterinnen und Vertretern von Bund, Kantonen, Städten, Gemeinden, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die regulatorischen Anpassungen sollen bis Herbst 2026 erfolgen. Parallel werden die Prozesse für die Anwendung des ISOS-Inventars verbessert, damit Konflikte schon früh erkannt und gelöst werden können.

    Prominente Kritiker und Befürworter aus Politik und Heimatschutz begrüssen die Neuregelung. Sie sei ein vernünftiger Kompromiss zwischen Schutz und Entwicklung. Die Direktanwendung bleibt für bedeutende Denkmäler möglich, verhindert aber künftig keine wichtigen Innovationsprojekte mehr.

    Neue Dynamik für Wohnungsbau
    Die neuen Regeln geben Kantonen und Gemeinden die nötige Flexibilität, Ressourcenschutz und Baukultur miteinander zu verbinden. Wohnungsbauprojekte wie der Brunaupark könnten künftig deutlich schneller bewilligt und realisiert werden. Das Bundesamt für Kultur, Umweltdepartement und Wirtschaftsdepartement sind mit der Umsetzung der neuen Grundlagen beauftragt, um die gestiegene Nachfrage nach Wohnraum und die Herausforderungen der Energiewende ganzheitlich zu adressieren.

  • Aufstocken und Anbauen leicht gemacht

    Aufstocken und Anbauen leicht gemacht

    Die Weiterentwicklung bestehender Bauten bietet klare Vorteile. Sie spart Ressourcen, verringert die CO2-Emissionen und reduziert das Bauabfallvolumen. Im Gegensatz zum Abriss bleibt das Quartierbild erhalten und oft entstehen niedrigere Neuvermietungen, was für günstigen Wohnraum sorgt. Auch die lokale Baukultur profitiert davon, denn gewachsene Strukturen und identitätsstiftende Elemente bleiben erhalten, was das Gemeinschaftsgefühl stärkt.

    Hohe Hürden hemmen Umbauten
    Aktuell erschweren veraltete Vorschriften, komplexe Verfahren und mangelnde Rechtssicherheit zahlreiche Erweiterungsprojekte. Gerade ältere Gebäude entsprechen nicht den neuesten Regelwerken, sodass viele Eigentümer vor dem Aufwand zurückschrecken und lieber neu bauen.

    Gesetzesrevision bringt Erleichterungen
    Die neue Vorlage der Baudirektion sieht gezielte Vereinfachungen vor. Das Herzstück ist die Erleichterungsbestimmung, § 220a E-PBG.: Sie erlaubt den Eigentümern, von bestimmten Vorschriften abzuweichen, etwa bei Grenzabständen, Fassadenhöhe und Anzahl Vollgeschosse. Ziel ist, das weiterentwickelte Gebäude besser in die bestehenden Bauordnungen einzupassen, mehr Spielraum beim Umbau zu schaffen und gleichzeitig Rechtssicherheit zu bieten.

    Verdichtung und bessere Ausnützung
    Gerade in Wohnbauten wird es leichter, zusätzliche Wohneinheiten zu realisieren. Die Regelung fördert, dass Grundstücke ihr gesamtes Potenzial gemäss Gemeinde-Zonenordnung ausschöpfen können, ohne den Bestand zu verlieren. Das ist ein wichtiger Schritt zu mehr Verdichtung und smarter Flächennutzung in Stadt und Land.

    Weitere Vereinfachungen und Aktualisierungen
    Die Revision greift auch Forderungen des Kantonsrats auf. So werden Verfahren für Solaranlagen und Treppenlifte vereinfacht. Überholte Vorschriften bei Brandschutz und Mindesthöhen sollen gestrichen werden. Das erleichtert die Umnutzung von Bürogebäuden zu Wohnungen und setzt Impulse für innovative Bauprojekte.

    Chance für Zürich
    Die geplanten Erleichterungen beim Umbau und der Erweiterung bestehender Gebäude ermöglichen nachhaltige Stadtentwicklung, ökologisch, sozial und kulturell. Die Gesetzesrevision schafft Klarheit und motiviert Eigentümer, Potenzial im Bestand zu nutzen statt neu zu bauen.

  • PFAS im Bauschutt

    PFAS im Bauschutt

    Jährlich entstehen in der Schweiz rund 7,4 Millionen Tonnen mineralische Bauabfälle mit Abbruch, Sanierung und Neubau wachsen die Mengen weiter. Nicht nur Asbest und PCB sind problematisch, sondern auch PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen). Diese Chemikalien gelten als krebserregend und reichern sich im menschlichen Körper an.

    Eine Studie der Universität Bern weist in 20 Proben von Abbruchmaterial bis zu sieben PFAS-Substanzen nach, teils in Konzentrationen bis zu 5 Mikrogramm pro Kilogramm. Obwohl die Mengen als gering bewertet werden, empfiehlt das Forschungsteam weitergehende Untersuchungen. Deponien sind meist nicht abgedichtet, PFAS können ausgewaschen werden und so ins Grundwasser gelangen, wo sie die Nahrungskette und das Trinkwasser belasten.

    Messungen und neue Standards
    Der Baustoff-Verband Kreislauf Schweiz sowie das Bundesamt für Umwelt arbeiten gemeinsam mit Kantonen und unabhängigen Laboren an der Ermittlung der PFAS-Belastung in Kieswerken, Betonwerken und bestehenden Gebäuden. Die Untersuchung steht kurz vor dem Abschluss. Erkenntnisse sollen in einen Praxisleitfaden für den Umgang mit PFAS einfliessen. Der Bund plant bis 2026 Grenzwerte für PFAS in Altlasten und Abfällen, die Bauunternehmen künftig einhalten müssen.

    Im Tiefbau hat das Bundesamt für Strassen empfohlen, PFAS-haltige Stoffe vorerst zu meiden. Wegen noch fehlender Gesetzesgrundlagen kann Astra bislang keine Verbote durchsetzen, arbeitet aber an Checklisten für PFAS-freie Bauprodukte.

    Gesundheitsgefahr und Kreislaufwirtschaft
    Das Bundesamt für Gesundheit  beobachtet die PFAS-Problematik in Innenräumen und warnt vor deren Hartnäckigkeit. PFAS binden sich lange an Materialien und werden beim Abschleifen und Inhalieren problematisch, sind aber im Wohnumfeld bislang weniger relevant, denn die Hauptquelle bleibt das Essen. Laut Behörden ist die Gefahr der Belastung durch Bauschutt und Deponien  grösser. Denn Regenwasser schwemmt PFAS ins Grundwasser und damit in die Nahrungskette. Sickerwasser wird zwar technisch gereinigt, das Risiko unkontrollierter Belastungen bleibt jedoch bestehen.

    Der Baustoff-Verband betont, dass die Wiederverwertbarkeit von Abbruchmaterial durch die neuen Grenzwerte gefährdet ist. Gleichzeitig will die Branche die Chemikalien aus dem Kreislauf fernhalten. Fachgerechte Entfernung und Entsorgung sind möglich, fordert aber klare und umsetzbare Vorgaben vom Bund.

    PFAS in Schweizer Böden
    Eine aktuelle Schweizer Studie zeigt, dass PFAS mittlerweile in allen Oberböden nachweisbar sind, selbst in abgelegenen Wald- und Berggebieten. Punktquellen wie Löschübungsplätze und Galvanikbetriebe erhöhen lokal die Belastung. Besonders landwirtschaftlich genutzte Böden enthalten hohe PFAS-Werte, oft durch Klärschlamm als Düngemittel verursacht. Die Vielzahl von Anwendungen macht die Herkunft schwer nachvollziehbar.

    Politische Debatte um PFAS
    Nach PFAS-Nachweisen im Fleisch aus dem Kanton St. Gallen und ersten Verboten hat auch das Parlament die Problematik aufgenommen. Behörden und Branche arbeiten gemeinsam an einem Massnahmenmix zum Schutz der Bevölkerung und Umwelt. Umweltminister Albert Rösti bekräftigt den Ernst der Lage. Die Regierung will mit Grenzwerten, Leitfäden und gestraffter Kontrolle reagieren.

  • Holz im Mittelpunkt: 1500 Gäste bei Event in Worb

    Holz im Mittelpunkt: 1500 Gäste bei Event in Worb

    OLWO, nach eigenen Angaben zentraler Produktions- und Handelsdienstleister in der Schweizer Holzbranche, hat am 12. und 13. September 2025 rund 1500 Gäste in seinem Sägewerk in Worb empfangen. Die Firma wandelte dafür das Areal mit Festzelt und Schwingplatz in einen Ort der Begegnung für Familien, Fachleute und Holzinteressierte um, heisst es in einer Mitteilung. Jungschwinger unter den Holzinteressierten freuten sich ausserdem über den Überraschungsbesuch des ehemaligen Schwingerkönigs Christian Stucki.

    Die Tage des Schweizer Holzes 2025, in deren Rahmen die Veranstaltung stattfand, wurden vom Dachverband Lignum Holzwirtschaft Schweiz und seinen angeschlossenen Unternehmen aus der Wald- und Holzbranche organisiert. Ziel der gesammelten Veranstaltungen war es, für Schweizer Holz und für eine zukunftsfähige Bauwirtschaft, die auf regionale Ressourcen und nachhaltige Wertschöpfung fokussiert, zu werben.

    OLWO, als Familienunternehmen in vierter Generation geführt, verfügt über ein proprietäres Säge- und Hobelwerk und ein umfassendes Sortiment an Holzwerkstoffen für Handwerker, Architekten und Bauherren. Am Firmensitz in Worb wird Kunden neben regionalen Hölzern und Werkstoffen eine lösungsorientierte Verkaufsberatung durch rund 30 Holzspezialisten geboten.

  • Mobile Forschungsfabrik optimiert Betonbau für Hyperloop-Testanlage

    Mobile Forschungsfabrik optimiert Betonbau für Hyperloop-Testanlage

    Die EuroTube-Stiftung hat am 16. September die Eröffnung ihrer innovativen Forschungsanlage für nachhaltige Infrastruktur auf dem Gelände des Innovation Park Zürich (IPZ) gefeiert, informiert die Stiftung in einer Mitteilung. Die Smart Mobile Factory stellt Betonkomponenten für die im IPZ entstehende Hyperloop-Testanlage DemoTube her. Die innovative Fabrik wurde von der EuroTube-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, der Technischen Universität Delft, der Technischen Universität Eindhoven und der Freien Universität Bozen entwickelt.

    Die neue Fabrik verdient die Bezeichnung intelligent, da ihre Bausteuerung über Sensordaten an einen digitalen Zwilling gekoppelt ist, schreibt EuroTube. Auf diese Weise können Materialströme, Prozesse und CO2-Emissionen während des Baus kontinuierlich optimiert werden. Die in wenigen Standardcontainern eingerichtete Fabrik lässt sich zudem bewegen und kann entlang von Infrastrukturprojekten flexibel aufgestellt werden.

    Im IPZ soll die Smart Mobile Factory nicht nur Bauteile für DemoTube herstellen, sondern auch anderen Forschenden und Jungunternehmen zur Verfügung stehen, die eigene Technologien direkt auf einer aktiven Baustelle entwickeln und erproben wollen. Dafür hat die EuroTube-Stiftung das Bildungsprogramm Real Labor für Infrastrukturbau lanciert. „Wir sind stolz, als Forschungspartner des Innovation Park Zürich Projekte, Start-ups und Unternehmen bei der Entwicklung neuer Produkte für den Wandel zu nachhaltigen Mobilitätsinfrastrukturen zu unterstützen“, wird Antoine Juge, Managing Director der EuroTube-Stiftung, in der Mitteilung zitiert.

  • Leichter und stärker: Neue Generation von Netzwerkbogenbrücken

    Leichter und stärker: Neue Generation von Netzwerkbogenbrücken

    Eine neue Grenzbrücke überspannt seit dem vergangenen Jahr die Oder bei Küstrin. Sie wird von einem Netzwerkbogen mit 130 Meter Spannweite und 88 Carbon-Trägern gehalten. Wie aus einer nun veröffentlichten Mitteilung der Empa hervorgeht, sind diese Carbon-Spannseile von Carbo-Link, einer Empa-Ausgliederung aus Fehraltorf, entwickelt worden. Die Carbon-Träger bestehen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK).

    Der neuartige Werkstoff ermöglicht nicht nur eine flexible Verarbeitung, sondern spart auch eine grosse Menge Kohlendioxid ein, die bei herkömmlichen Stahlkonstruktionen freigesetzt würde. Mit dem Verwenden der Carbon-Träger reduziert sich das Eigengewicht gegenüber sonst eingebauten Flachstahlhängern erheblich. Bei der Konstruktion wurden rund 500 Tonnen Stahl und 1350 Tonnen Stahlbeton eingespart.

    Ein wesentlicher Vorteil der neuen Tragseile liegt in ihrer hohen Zugfestigkeit und in einer geringeren Ermüdung als Stahl. Die Ermüdungsversuche führte grösstenteils ein Team der Empa-Abteilung Structural Engineering durch und bestätigte dabei die nötige Dauerfestigkeit des neuartigen CFK-Materials. „Damit haben wir die Basis geschaffen für eine neue Generation filigraner Netzwerkbogenbrücken mit Carbon-Hänger als tragende Elemente“, wird Giovanni Terrasi, Leiter der Empa-Abteilung Mechanical Systems Engineering, in der Mitteilung zitiert.

    Optisch bieten die neuen Materialien gestalterische Freiheiten, wie die Oderbrücke zeigt. Carbon-Träger sind bereits bei weiteren Brückenbauten eingesetzt worden, das Besondere an der Oderbrücke ist ihre erstmalige Verwendung für den schweren Gütereisenbahntransport. Züge können sie mit einer Geschwindigkeit von 120 Kilometern je Stunde passieren. Die Brücke ist sowohl mit dem Deutschen Brückenbaupreis als auch dem britischen Bridges International Award ausgezeichnet worden.

  • Investition in moderne Arbeitsplätze und Ausbildung

    Investition in moderne Arbeitsplätze und Ausbildung

    Die Ferrum Gruppe hat laut einer Mitteilung ihren neuen Erweiterungsbau ferruBase an ihrer Niederlassung in Schafisheim eingeweiht. Mit dem Neubau hat das Maschinenbauunternehmen eine vertikale Produktionsstruktur realisiert, die auf rund 14’000 Quadratfläche Nutzfläche Platz für 240 neue Büroarbeitsplätze, voll ausgestattete Produktionsräume und eine zukunftsorientierte Lehrwerkstatt schafft. Bei der Eröffnung konnten über 1000 Gäste teilnehmen und bei Expertenführungen Einblicke in das neue Gebäude erhalten.

    Das neue Gebäude verknüpft laut der Mitteilung moderne Produktionsprozesse mit ergonomischer Bürogestaltung und Lehrwerkstatt nahtlos miteinander. Bei den Führungen konnten Mitarbeitende, Angehörige und Gäste erste Einblicke in Architektur, Bauweise und den neuen Maschinenpark erhalten. Bei der Eröffnungsfeier stand zudem Verpflegung bereit und es wurde und ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm geboten.

    Der Neubau sei für Ferrum eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und soll langfristig Arbeitsplätze am Standort Aargau sichern. Gleichzeitig sei er auch ein Bekenntnis dafür, wie Tradition und moderne Technologie erfolgreich vereint werden können.

  • Sechs Innovation Awards für Bau- und Werkzeuglösungen

    Sechs Innovation Awards für Bau- und Werkzeuglösungen

    Hilti hat laut einer Mitteilung bei den Pro Tool Innovation Awards (PTIA) 2025 in den USA sechs Auszeichnungen für kürzlich eingeführte Produkte erhalten. Die international tätige Herstellerin und Zulieferin im Bau- und Werkzeugbereich hat ihren Hauptsitz in Schaan, Liechtenstein, und ist in über 120 Ländern aktiv. Am jährlich stattfindenden PTIA-Wettbewerb beteiligte sich Hilti durch seine nordamerikanische Zentrale im texanischen Plano. Insgesamt seien mehr als 400 Produktlösungen von über hundert Herstellern eingereicht worden, heisst es. Eine Jury aus Fachleuten bewertete unter anderem den Innovationsgrad, die Leistung sowie sicherheitsrelevante und ergonomische Aspekte. „Wir freuen uns über das hohe Innovationsniveau in diesem Jahr“, wird Clint DeBoer, General Manager der PTIA, in der Mitteilung zitiert.

    Hilti wurde für Produkte in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet. Bei den Beton- und Mauerkernbohrern setzte sich das neue Diamantbohrgerät DD 150-U-22 durch. Es funktioniert kabellos und ist ausgestattet mit einer Oszillierfunktion, mit deren Hilfe ein Bohrkern aus der Bohrkrone leicht zu entfernen ist. Durchgesetzt haben sich in weiteren Kategorien der Baustaubsauger VC 5, der Rotationslaser PR 400-22, der Benzintrennschleifer DSH 700-X, das neue Anker-System KCCM Kwik Cast Connect und ein Filtersystem für Sauger (VC-CB 20/40/150-X).

    An der Schweizer Innovationskonferenz Open-i im November spricht der CEO der Hilti Gruppe, Jahangir Doongaji, wie in seinem Unternehmen Forschung & Entwicklung (F&E) gewichtet und eingebettet wird. „Bei Hilti treiben wir Innovationen gezielt voran, damit unsere Kunden produktiver, sicherer und nachhaltiger bauen können“, so Doongaji im Vorfeld der Konferenz. In F&E- sowie Testzentren von Hilti arbeiten Fachleute an Lösungen für ausgewählte Bereiche wie Arbeitssicherheit, Produktivität und Technologieintegration.

    Open-i versteht sich als Schweizer Innovationsgemeinschaft und Dialogplattform für Wirtschaft und Wissenschaft. Sie bringt akademische und ökonomische Fachleute zusammen und will den Weg ebnen für Kooperationen, die die führende Rolle der Schweiz als innovativen und erfolgreichen Markt sichern. Veranstaltet wird Open-i von NZZConnect, einer Zweigniederlassung der NZZ mit Sitz in Bern. Die Konferenz findet am 27. November statt, Tickets sind ab sofort erhältlich.

  • Neuer Beton senkt CO2-Ausstoss im Bauwesen

    Neuer Beton senkt CO2-Ausstoss im Bauwesen

    Omya ist neuer Partner im NEST, dem modularen Forschungs- und Innovationsgebäude von Empa und Eawag in Dübendorf. In der dort seit Anfang 2024 angesiedelten Unit Beyond.Zero wollen sie laut einer Mitteilung der Empa einen zementreduzierten Beton testen, den sie in einem gemeinsamen Forschungsprojekt entwickelt haben.

    Omya hatte seine Expertise als weltweit tätiger Spezialist für Industriematerialien beigesteuert. „Dass wir nun gemeinsam nachhaltige Baustoffe entwickeln und diese direkt im NEST unter realen Bedingungen testen können, beschleunigt den Transfer von Innovationen in eine klimaschonende Bauweise“, wird Empa-Direktorin Tanja Zimmermann zitiert.

    Dieser innovative Baustoff ersetzt bis zu 70 Prozent seines Klinkeranteils durch natürliche Mineralien. Wie die Empa ausführt, reduziert das seinen CO2-Fussabdruck deutlich. „Damit ein neuartiger Beton breite Akzeptanz findet, braucht es den Praxistest“, wird Empa-Forscher Mateusz Wyrzyklowski aus der Empa-Abteilung Beton und Asphalt zitiert. „Mit dem Einsatz in der NEST-Unit Beyond.Zero können wir unseren zementreduzierten Beton umfassend validieren: von der Verarbeitung bis zur Dauerhaftigkeit.“

    Das Ziel ist ein Baustoff, „der nicht nur die ökologischen Anforderungen erfüllt, sondern auch in Hinsicht auf Verarbeitbarkeit, mechanische Eigenschaften, Volumenbeständigkeit und Dauerhaftigkeit überzeugt“, so die Empa. Die Unit Beyond.Zero geht über das Netto-Null-Ziel am Bau hinaus. Sie verfolgt die Vision, dass Gebäude in Zukunft als Kohlenstoffsenken dienen können – also unter dem Strich eine negative CO2-Bilanz aufweisen werden. Bislang verursacht der Bausektor in der Schweiz rund 28 Prozent der CO2-Emissionen.

  • Zukunftsweisende Ingenieurbaukunst

    Zukunftsweisende Ingenieurbaukunst

    Die Brücke ersetzt mit ihrer 266 Meter langen Gesamtkonstruktion ein veraltetes Bauwerk aus dem Jahr 1926, das den Anforderungen des modernen Eisenbahnverkehrs nicht mehr genügte. Zentrales Bauteil ist ein strahlend weisser Netzwerkbogen mit einer Spannweite von 130 Metern, der den Grenzfluss Oder stützungsfrei überspannt. Statt klassischer Flachstahlseile kommen 88 Carbon-Zugglieder aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff zum Einsatz. Diese Hänger wurden massgeblich am Empa-Institut in Dübendorf entwickelt, getestet und begutachtet. Sie ersetzen die mehrere Tonnen schweren Stahlsegmente und verringern dadurch das Gesamtgewicht der Tragkonstruktion erheblich. Ein Vorteil für Materialeffizienz und Gestaltungsspielraum.

    Wirtschaftliche und nachhaltige Vorteile
    Die innovative Brückentechnik ermöglichte es, rund 600 Tonnen Stahl und 1350 Tonnen Stahlbeton einzusparen. Im Bauprozess wurde eine projektspezifisch ausgearbeitete Gerüstlösung eingesetzt, um Montage und Verschweissung der Brückensegmente effizient zu gestalten. Dank der hohen Ermüdungs-, Zug- und Korrosionsfestigkeit der Carbonseile ist sowohl der Wartungsaufwand als auch die Lebensdauer der Brücke positiv beeinflusst. Eine Nachhaltigkeitsstudie belegt, dass der Einsatz von Carbon rund 20 Prozent weniger CO₂-Emissionen als eine herkömmliche Stahlkonstruktion verursacht.

    Internationale Ausstrahlung und Zukunftspotenzial
    Die Eisenbahnbrücke kann von Güter- und Personenzügen mit bis zu 120 km/h befahren werden und erfüllt höchste Sicherheitsstandards. Umfangreiche Tests durch die Empa bestätigten die Dauerfestigkeit des Materials unter realen Belastungen. Die Brücke wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bridges International Award und dem Deutschen Brückenbaupreis. Sie gilt als Vorreiter für den Einsatz von Hochleistungsverbundstoffen im Infrastrukturbau.

    Neue Ästhetik und symbolische Bedeutung
    Der markante, elegante Bogen schafft einen architektonischen Akzent im Grenzgebiet und unterstreicht die Verbindung zwischen den Ländern. Die Netzwerkbogenbrücke mit Carbonhängern steht zugleich für technische Innovationskraft und ökologische Verantwortung. Sie könnte künftig als Standard für vergleichbare Grossprojekte im europäischen Bahnverkehr dienen.

  • Schweizer Wohnungsmarkt spitzt sich weiter zu

    Schweizer Wohnungsmarkt spitzt sich weiter zu

    Die aktuelle Situation erinnert an die Jahre 2014 bis 2016, als eine längere Phase massiver Angebotsknappheit herrschte. Heute ist klar, dass kein kurzfristiger Ausgleich zu erwarten ist. Der Wohnungsbau bleibt auch in den kommenden Jahren hinter dem Wachstum der Haushalte zurück. Damit gehört die Schweiz erneut zu den europäischen Ländern, in denen sich die Wohnraumfrage zu einem zentralen Standortthema entwickelt.

    Belastung für Haushalte mit tiefer Kaufkraft
    Besonders stark trifft es Haushalte im unteren Einkommenssegment und des unteren Mittelstands. Während bestehende Mietverträge für rund 80 Prozent dieser Haushalte noch erschwinglich sind, zeigt sich auf dem aktuellen Markt ein deutlich anderes Bild. Nur gut 40 Prozent der neu angebotenen Wohnungen liegen in einem preislichen Rahmen, den diese Gruppen tragen können. In Regionen wie St. Moritz sowie in den urbanen Zentren und Agglomerationen fehlen passende Angebote nahezu vollständig.

    Wohnkosten steigen spürbar
    Ein Szenario aus dem Monitor verdeutlicht die Problematik. Würden alle Haushalte mit tiefer bis mittlerer Kaufkraft umziehen, stiege die durchschnittliche Wohnkostenbelastung von 29,1 auf 35,7 Prozent des Einkommens. Damit würde Wohnen für breite Teile der Bevölkerung klar zu einer finanziellen Überlastung. Bereits jetzt ist der Anteil der Mieterhaushalte, die ihre Wohnkosten nicht mehr im Budget halten können, von 2,6 auf 2,8 Prozent gestiegen. Noch moderat, aber mit klarer Tendenz nach oben.

    Fehlanreize auf der Angebotsseite
    Der Druck auf den Markt wird zusätzlich durch Investitionsmuster verschärft. Viele Investoren setzen auf Ersatzneubauten oder umfassende Sanierungen. Das stützt zwar die Bauwirtschaft, trägt aber kaum zur dringend nötigen Erweiterung des Bestands bei. Neue, bezahlbare Wohnungen kommen damit kaum auf den Markt. Entsprechend öffnet sich die Schere weiter zwischen günstigen Bestandes-Mieten und hohen Angebotsmieten, was die Verknappung zementiert.

    Bedeutung für Politik und Wirtschaft
    Die neue Analyse des BWO rückt die Frage der Wohnkosten im Verhältnis zum Einkommen in den Vordergrund. Für die kommenden Jahre bleibt absehbar, ohne strukturelle Ausweitung des Wohnungsangebots wird die Kluft zwischen Nachfrage und Angebot weiter wachsen. Für Wirtschaft, Gesellschaft und Immobilienbranche gehören damit innovative Wohn- und Baukonzepte ebenso zu den Schlüsselthemen wie regulatorische Anreize, um bezahlbaren Wohnraum effektiv zu sichern.

  • Die Schweizermeister 2025 an den SwissSkills

    Die Schweizermeister 2025 an den SwissSkills

    Vom 17. bis 21. September verwandelte sich das BERNEXPO-Areal zum Zentrum der Schweizer Gebäudetechnik. 62 Teilnehmende aus allen Landesteilen stellten sich anspruchsvollen Wettbewerbsaufgaben unter realistischen Bedingungen. Die jungen Fachkräfte traten in den Disziplinen Heizungsinstallateur/-in, Sanitärinstallateur/-in, Spengler/-in, Lüftungsanlagenbauer/-in sowie in den drei Spezialisierungen der Gebäudetechnikplanung gegeneinander an.

    Die neuen Schweizermeister sind

    • Timo Bruggmann, Heizungsinstallateur (Rorschach SG)
    • Oliver Ihringer, Sanitärinstallateur (Winterthur ZH)
    • Tino Zimmermann, Spengler (Oberbalm BE)
    • Armin Gaiser, Lüftungsanlagenbauer (Erstfeld UR)
    • Camille Svitek, Gebäudetechnikplanerin Sanitär (Limpach BE)
    • Kilian Gendroz, Gebäudetechnikplaner Heizung (Cuarny VD)
    • Mirco Burri, Gebäudetechnikplaner Lüftung (St. Gallen SG)

    Innovation und Praxisorientierung im Mittelpunkt
    Die 35. Schweizer Meisterschaften der Gebäudetechnik standen erneut für praxisnahe Herausforderungen. Auf knapp 1900 Quadratmetern hatten die jungen Berufsleute Gelegenheit, ihre Leistungen vor grossem Publikum und unter Zeitdruck zu demonstrieren. Technisches Können, Kreativität und Teamwork standen gleichermassen im Fokus.  Fähigkeiten, die in einer zunehmend digitalisierten und nachhaltigen Bauwirtschaft an Bedeutung gewinnen.

    Erlebniswelt Gebäudetechnik begeistert das Publikum
    Neben dem Wettkampfgeschehen boten die SwissSkills 2025 in der Halle 19 ein breites Rahmenprogramm. Interaktive Zonen wie die «Try-a-Skill»-Area luden Besucher dazu ein, Technik selbst zu erleben und Berufe mit eigenen Händen zu entdecken. Der Berufsmessestand, spezielle Foxtrails und Erlebnisstationen förderten den Dialog zwischen Nachwuchs, Ausbildnern und Branchenvertretern. Der direkte Austausch und die Möglichkeit, gemeinsam Herausforderungen zu meistern, machen die Gebäudetechnik zum modernen Innovationsfeld.

    Bedeutung für Nachwuchsförderung und Branche
    Die erfolgreichen Schweizermeisterschaften illustrieren eindrücklich, wie attraktiv und zukunftswirksam die Gebäudetechnik für motivierte Lernende ist. Die prämierten Nachwuchstalente blicken mit ihren Fähigkeiten und ihrem Berufsstolz über den Tellerrand hinaus und schlagen die Brücke zu einer nachhaltigen und lebendigen Branche. Für Unternehmen, Bildungsinstitutionen und die Öffentlichkeit sind die SwissSkills ein wichtiger Impuls, um die Gebäudetechnik weiter als Schlüsselbereich der Schweizer Bau- und Energiewende zu etablieren.

  • Zwischen Vision und Realität

    Zwischen Vision und Realität

    Neom und insbesondere «The Line» waren konzipiert, um die Wirtschaft des Landes zu diversifizieren und eine globale Ikone moderner Stadtentwicklung zu schaffen. Die Stadt als 170 Kilometer lange, lineare Megastruktur ohne Autos, vollständig betrieben mit erneuerbaren Energien und urbanen Superlativen, versprach Innovation und weltweite Aufmerksamkeit. Bereits Ende 2024 wurde jedoch bekannt, dass «The Line» statt den ursprünglich vorgesehenen Ausmassen nur in einem 2,4 Kilometer langen Abschnitt verwirklicht wird. Der bisherige Fortschritt beschränkt sich auf Erschliessungen, Infrastruktur, erste Zonen sowie einzelne Demonstrationsanlagen. Vom geplanten Bauvolumen ist in der Wüste wenig sichtbar.

    Finanzielle und strukturelle Herausforderungen
    Der saudische Ölpreis reicht aktuell nicht mehr aus, um den Haushaltsbedarf zu decken und Megaprojekte im ursprünglich geplanten Umfang zu realisieren. Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete das Königreich ein Haushaltsdefizit von rund 25 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig stagnieren die ausländischen Direktinvestitionen, was die Verantwortung umso stärker auf den öffentlichen Investmentfonds PIF konzentriert, dessen Rücklagen und Gewinne in den letzten Jahren deutlich schrumpften. Auch Kostenexplosionen und operative Lücken im Projektmanagement brachten Zweifel am Gesamtprojekt. Interne Studien veranschlagen die Gesamtkosten für «The Line» inzwischen auf bis zu 8,8 Billionen US-Dollar, um ein Vielfaches mehr, als je zuvor angenommen.

    Spaltung und Umverteilung
    Mit dem Baustopp wurden nicht nur tausende Arbeitsplätze verlagert oder gestrichen, sondern wesentliche Teilprojekte neuen Strukturen zugeordnet. Der Bereich «Trojena», geplant als Winterresort und Standort der Asian Winter Games 2029, wurde unter Aufsicht des Sportministeriums gestellt. Das Industrieprojekt «Oxagon» wird neu der staatlichen Ölgesellschaft Aramco zugerechnet. Die Luxusinsel «Sindalah» untersteht seit 2024 dem Tourismuskonglomerat Red Sea Global. Die verbleibenden aktiven Teilprojekte schmelzen den Gesamtanteil von Neom am saudischen Staatsfonds auf nur noch sechs Prozent zusammen. Der massive Personalabbau und die Konsolidierung der Strategien unterstreichen die gravierenden Veränderungen.

    Folgen für Saudi-Arabiens Zukunftsstrategie
    Mit der Redimensionierung des Vorzeigeprojekts stehen zentrale Säulen der Vision 2030 infrage. Weder der geplante symbolische Sprung in eine hypermoderne Gesellschaft noch die wirtschaftliche Unabhängigkeit vom Erdöl sind auf absehbare Zeit gesichert. Grossereignisse wie die Asian Winter Games 2029 oder die Fussball-WM 2034 geraten ins Wanken. Die Führung des Landes demonstriert mit ihrem Kurswechsel auch ein grösseres Bewusstsein für ökonomische Grenzen und Realitäten. Ein Einschnitt, der den Anspruch auf globale Führungsrollen im Städtebau und in der innovativen Staatsentwicklung nachhaltig relativiert.

  • Investition stärkt Wirtschaftsstandort mit 60 neuen Arbeitsplätzen

    Investition stärkt Wirtschaftsstandort mit 60 neuen Arbeitsplätzen

    Die in Emmen ansässigen SME Technik AG hat den ersten Spatenstich zum Bau eines neuen Firmengebäudes gesetzt. Mit dem Bau der neuen Produktionsstätten will der Spezialist für CNC-Fertigung seinen Standort im Kanton Luzern stärken, heisst es in einer Mitteilung. Mit einer Investition von 7 Millionen Franken entsteht ein dreigeschossiges Arbeits- und Produktionsgebäude. Zudem werden 60 neue Arbeitsplätze geschaffen.

    Das Gebäude mit einer 1200 Quadratmeter grossen Produktionsfläche und mit 1100 Quadratmetern Bürofläche soll vor allem die CNC-Fertigung von kleinen Teilen oder Serie für die Aviatik und die Bahn optimieren. In einem ersten Schritt werden dazu zwei neue CNC-Maschinen aufgestellt. Der Bezug ist für Frühling 2026 vorgesehen.

    Der von der Cerutti Partner Architekten AG aus Rothenburg geplante und ausgeführte Bau ist auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ausgelegt. Für einen ressourcenschonenden Betrieb wurden eine Solaranlage auf dem Dach sowie Luft-Wasserwärmepumpen installiert.

    „Mit dem neuen Gebäude schafft die SME Technik moderne Arbeitsplätze, die sowohl für bestehende als auch für zukünftige Mitarbeitende attraktiv sind“, wird Jan Kottucz, Investor, Inhaber und Verwaltungsratspräsident der SME Technik AG, in der Mitteilung zitiert. „Gleichzeitig können wir in den modernen Produktionshallen mit neuen Anlagen unseren Kunden CNC-Teile in höchster Präzision und nach Schweizer Qualitätsmassstäben anfertigen.“ Ramona Gut-Rogger, Gemeindepräsidentin von Emmen, sieht in der neuen Investition der SME Technik ein „starkes Signal für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts.“

  • Aus der Praxis: Warum die Pole Position in der Region zählt

    Aus der Praxis: Warum die Pole Position in der Region zählt

    “Ich habe anfangs gezögert”, erzählt Rita Jeggli, Immobilienmaklerin aus der Zentralschweiz und Inhaberin von Perfect Living AG. „Doch nachdem ich Regional Highlight gebucht hatte, habe ich sehr schnell feststellen können, welchen Unterschied es macht, dass unsere Objekte nun in unserer Region ganz oben platziert werden und die Sichtbarkeit dadurch besser wird. Vor allem, wenn es sich um eine Lage des Objektes handelt, die nicht unbedingt auf den ersten Blick gesucht wird. Die Anfragen kamen spürbar schneller und was mich natürlich besonders freut!“

    Foto: Rita Jeggli

    Das Prinzip ist einfach, aber wirkungsvoll: Immobilien, die mit Regional Highlight beworben werden, erscheinen während der Laufzeit ganz oben in den Suchergebnissen auf ImmoScout24 und Homegate. „Früher musste ich meine Kundinnen und Kunden oft vertrösten, wenn ein Inserat nicht die gewünschte Resonanz brachte“, berichtet Jeggli. „Heute ist die Situation eine andere.“ Besonders attraktiv sei die Exklusivität, ergänzt sie. Pro Bezirk stehen lediglich drei Plätze zur Verfügung. Wer sich einen davon sichert, profitiert von einer Premium-Positionierung, die den Unterschied machen kann, insbesondere aufgrund des starken Wettbewerbsdruck. „Dass es nur drei Plätze pro Bezirk gibt, macht das Produkt für uns besonders reizvoll“, sagt Jeggli. „Perfect Living AG wird dadurch sichtbarer”.

    Das Angebot ist flexibel: 1, 3, 6 oder 12 Monate stehen als Laufzeit zur Auswahl. Damit können Makler:innen entscheiden, ob sie eine Immobilie langfristig prominent positionieren oder kurzfristig eine besonders hohe Aufmerksamkeit erzielen möchten. „Gerade diese Flexibilität schätzen wir sehr“, so Jeggli. „Manchmal braucht ein Objekt nur einen kurzen Schub, manchmal wollen wir ein Prestigeobjekt länger im Rampenlicht halten.“

    Regional Highlight ist Teil des Listing Performance-Portfolios von SMG Real Estate und ergänzt die Produkte Top Listing und Premium Top Listing. Während Letztere schweizweit Reichweite und Flexibilität ermöglichen, zielt Regional Highlight auf nachhaltige Wirkung im lokalen Markt. In einem Immobilienmarkt, der von starker Konkurrenz und der wiederkehrenden Herausforderung hart umkämpfte Mandate zu gewinnen geprägt ist, eröffnet Regional Highlight einen entscheidenden Vorteil: Die richtigen Menschen werden zur richtigen Zeit auf ein Angebot aufmerksam. Für Makler:innen wie Jeggli bedeutet das vor allem eines: zufriedene Kund:innen, schnellere Abschlüsse und ein nachhaltiges Wachstum des eigenen Unternehmens.

    Interessiert? Mehr Informationen, wie Sie auch Ihre Objekte aus der Pole Position heraus inserieren können, finden Sie hier.

    Trefferliste ohne Regional Highlight
    Trefferliste mit Regional Highlight
  • Tradition trifft Innovation bei Fassadensanierung in Davos

    Tradition trifft Innovation bei Fassadensanierung in Davos

    Das 1900 als Luxus-Sanatorium eröffnete Hotel Schatzalp in Davos hat mit Unterstützung von Architekturforschenden der ETH Zürich eine neue Fassade erhalten. Gebaut wurde mit digitalen Hilfsmitteln. Den Auftrag zur Umsetzung erhielten gemäss einer Mitteilung der ETH das ansässige Holzbauunternehmen Künzli Davos AG und das auf Augmented-Reality-Technologie spezialisierte Instructive Construction AG (Incon.ai). Incon.ai ist eine Ausgründung der ETH und hat seinen Sitz im Technopark Zürich.

    Die Entwürfe für die Neuinterpretation hat ein Team um Silke Langenberg, Professorin für Konstruktionserbe und Denkmalpflege an der ETH Zürich, und die Architekturprofessoren Fabio Gramazio und Matthias Kohler am ETH-Departement Architektur entwickelt. Die Aufgabe an die Architekturforschenden war es, das Erscheinungsbild zu erhalten und digitale Technologien in traditionelles Handwerk und in Betriebsabläufe zu integrieren. „Basierend auf der Entwurfslogik des Alten haben wir die Balustraden neu interpretiert“, wird Fabio Gramazio zitiert.

    Matthias Kohler sieht darin eine „grundlegende Veränderung der Art und Weise, wie man baut“. Das Digitalmodell ersetze den Doppelmeter bei klassischen Konstruktionsverfahren. Das mittels Augmented Reality geschaffene Digitalmodell vereinfache die Planung für Handwerkerinnen und Handwerker und der Mensch bringe seine Fingerfertigkeiten und Intuition ein. Wie Kohler betont, behalte der Mensch unverändert die Kontrolle über den Prozess.

    Die Holzbalustraden an dem Gebäude waren in die Jahre gekommen und hätten heutige Sicherheitsstandards nicht mehr erfüllt, heisst es zur Begründung. Zudem sei das typische Erscheinungsbild der Schatzalp mit den geschlossen über die Südfassade angebrachten Loggien durch zahlreiche Veränderungen beeinträchtigt gewesen.

  • Wachstumskurs mit Büroeröffnung in Köln fortgesetzt

    Wachstumskurs mit Büroeröffnung in Köln fortgesetzt

    VELLOWS baut sein Netzwerk weiter aus. Das 2023 gegründete Beratungsunternehmen für Projekte und Organisationsentwicklung in der Bau- und Immobilienbranche betreibt laut einer Mitteilung seit dem 1. September 2025 einen neuen Standort in Köln. Wie es dort heisst, setze VELLOWS mit der Eröffnung des neuen Büros seinen Wachstumskurs konsequent fort. Seinen Sitz unterhält das Unternehmen in Hergiswil und operiert auch unter einer Zürcher Adresse sowie in Basel und Berlin.

    „Köln ist für uns ein zentraler Standort, sowohl im Hinblick auf unsere Kundenstruktur als auch auf unser Leistungsportfolio“, erklärt der neue Standortleiter Stephan Hintzen. Der Wirtschaftsingenieur mit Schwerpunkt Bauingenieurwesen verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung im Projektmanagement, in der Bauherrenvertretung sowie in der Immobilienberatung.

    VELLOWS-Gründer Prof. Jürgen M. Volm spricht von einem erfahrenen und bestens vernetzten Kollegen: „Als Partner und Geschäftsführer wird er eine zentrale Rolle dabei spielen, unsere Marktpräsenz in Deutschland weiter auszubauen.“

  • Erfolg für Suissetec im Fall EKS

    Erfolg für Suissetec im Fall EKS

    Seit Jahren engagiert sich Suissetec für „gleich lange Spiesse“ zwischen klassischen Beratungs-, Planungs- und Installationsbetrieben und den zunehmend auch im Gebäudetechnikmarkt aktiven Energiedienstleistern. Im konkreten Fall nutzte EKS Kundendaten aus der Grundversorgung, also aus dem Monopolbereich, zur Bewerbung von Solaranlagen, einem Angebot im freien Markt. Dieser unzulässige Wettbewerbsvorteil verstösst gegen das Stromversorgungsgesetz.

    Nach einer Strafanzeige von Suissetec 2017 kam es am 31. März 2025 zur rechtskräftigen Verurteilung zweier ehemaliger EKS-Mitarbeitender. Vergleichbare Verfahren gegen Repower und Groupe e endeten ebenfalls mit Schuldsprüchen.

    Konsequente Trennung von Marktbereichen
    Das Urteil verdeutlicht: Der Monopolbereich der Energiegrundversorgung muss strikt von den kommerziellen Aktivitäten der Energiedienstleister, etwa in Gebäudetechnik oder Solaranlagen, getrennt bleiben. Unternehmen stehen in der Pflicht, organisatorische und technische Vorkehrungen zu treffen, damit es zu keiner Durchmischung kommt.

    Obwohl im konkreten Fall nur Mitarbeitende und nicht das Unternehmen selbst belangt wurden, unterstreicht das Gericht, dass sich auch Unternehmen strafbar machen können, wenn sie gegen ihre Fürsorgepflicht verstossen.

    Signalwirkung für die Branche
    Für Suissetec ist das dritte Urteil in dieser Sache ein Meilenstein. Direktor Christoph Schaer betont: «Der Fall EKS ist für uns nun abgeschlossen. Gleichzeitig erwarten wir, dass dieses Urteil die Basis für einen kompetitiven, aber fairen Wettbewerb zwischen allen Marktteilnehmenden darstellt.»

    Damit will der Verband nicht nur Missbräuche verhindern, sondern auch die Energiedienstleister, als wichtige Mitglieder von Suissetec, verstärkt für die Bedeutung sauberer Trennlinien sensibilisieren. Ziel ist ein konstruktives Miteinander im Markt, das fairen Wettbewerb mit klaren Regeln ermöglicht.

  • Review: Swissbau Community Event bei uptownBasel

    Review: Swissbau Community Event bei uptownBasel

    «Enkelfähig» ist das Gebot der Stunde. Hans-Jörg Fankhauser, Gastgeber des Swissbau Community Events bei uptownBasel, akzentuierte: «Es geht nicht darum, was wir heute machen, sondern was wir morgen erreichen können.» Der Begriff «enkelfähig» steht für seine verantwortungsvolle Arealentwicklung, bei der digitale Technologien und nachhaltige Strategien angewendet werden, um langfristigen Wandel zu ermöglichen und eine lebenswerte Umgebung für zukünftige Generationen zu schaffen. Bei der Zusammenarbeit setzt er auf «New Work» mit starken Partnern.

    Quantentechnologie & KI: Ein neues Kapitel der Innovation
    KI hat die Realität bereits verändert. Hans-Jörg Fankhauser (uptownBasel) betonte die disruptiven Chancen durch Künstliche Intelligenz und Quantencomputing. Die Technologien eröffnen nahezu grenzenlose Möglichkeiten für Innovationen in Architektur, Energieplanung und Gebäudetechnik.

    Baustoff-Re-Use: Vertrauen als Erfolgsfaktor
    Kevin Rahner (Schnetzer Puskas Ingenieure AG) beleuchtete die Herausforderungen beim Re-Use von Baustoffen. Die zentrale Frage: «On Site» oder Recycling? Ohne klare Normierung wird sich Re-Use nicht durchsetzen. Echte Innovation benötigt Vertrauen und strukturierte Prozesse.

    Intelligente Energieversorgung für zukunftsfähige Gebäude
    Sascha Wyss (Primeo Netz AG) erklärte, dass ein stabiles Übertragungsnetz nur dann funktioniert, wenn Produktion und Verbrauch im Gleichgewicht stehen. Moderne Gebäude benötigen intelligente Vernetzung, Redundanz und Flexibilität, um die Energieversorgung nachhaltig zu sichern.

    Praxis erleben & Netzwerken
    Nach den Vorträgen konnten die Teilnehmenden das uptownBasel-Gebäude Pioneer und das uptownBasel-Unterwerk live erleben. Ein anschliessender Networking-Apéro bot die perfekte Gelegenheit zum Austausch unter Expertinnen und Experten der Branche.

    [smartslider3 slider=“49″]

    Weitere Informationen
    swissbau.ch

  • NEST testet CO₂-reduzierte Baustoffe

    NEST testet CO₂-reduzierte Baustoffe

    Das Projekt «Beyond.Zero» bringt führende Industrie- und Forschungspartner zusammen, um Innovationen im Bauwesen unter realen Bedingungen zu erproben. Im Fokus steht die Entwicklung neuer Materialtechnologien mit deutlich geringeren Emissionen und hohem Innovationspotenzial für die Bauwirtschaft.

    Ein zentrales Element ist der von Empa und Omya entwickelte zementreduzierte Beton. Durch den Ersatz von bis zu 70 Prozent des Klinkeranteils mit natürlichen Mineralien lassen sich die CO₂-Emissionen spürbar senken, ohne die mechanischen Eigenschaften oder die Dauerhaftigkeit zu beeinträchtigen.

    Praxistest für neue Betontechnologie
    Der Baustoff wird in der NEST-Unit erstmals umfassend im realen Baukontext validiert. Von der Verarbeitung über die Volumenstabilität bis hin zur Beständigkeit im Betrieb. «Nur durch den Test im realen Gebäude können wir zeigen, dass der neuartige Beton nicht nur ökologisch überzeugt, sondern auch den Anforderungen der Praxis standhält», erklärt Empa-Forscher Mateusz Wyrzykowski. Damit entsteht eine Grundlage, um nachhaltige Betone schneller in marktfähige Lösungen zu überführen.

    Industrie trifft Forschung
    Omya bringt als weltweit führender Produzent von Industriemineralien seine Expertise und Produktionskapazitäten in das Projekt ein. «Dass wir nachhaltige Baustoffe direkt im NEST unter realen Bedingungen testen können, beschleunigt den Transfer von Innovationen in eine klimafreundliche Bauweise», betont Empa-Direktorin Tanja Zimmermann.

    Neben dem zementreduzierten Beton sollen im «Beyond.Zero»-Projekt weitere CO₂-reduzierte und CO₂-negative Materiallösungen entwickelt und geprüft werden. Ziel ist ein Bausystem, das den ökologischen Fussabdruck über den gesamten Lebenszyklus, von der Herstellung über den Betrieb bis zum Rückbau, deutlich verringert.

    Signal für die Bauwirtschaft
    Mit diesem Projekt schafft die Empa gemeinsam mit ihren Partnern eine praxisnahe Plattform, die wegweisende Impulse für die Transformation des Bausektors gibt. Angesichts des weltweit hohen Emissionsanteils aus der Zement- und Betonproduktion könnte das Projekt zu einem Meilenstein in Richtung klimaneutraler Bauweise werden.

  • Faire, ökologische Beschaffung mit Toolbox Nachhaltigkeit

    Faire, ökologische Beschaffung mit Toolbox Nachhaltigkeit

    Auslöser für die Entwicklung der Toolbox war die Revision des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen. Neu stehen nicht mehr allein die Kosten im Vordergrund, sondern zunehmend Fragen der Nachhaltigkeit, fairer Arbeitsbedingungen sowie des Ressourcen- und Klimaschutzes. Damit verschiebt sich das Vergabeverfahren von einem reinen Preiswettbewerb hin zu einem Qualitätswettbewerb . Ein Paradigmenwechsel mit Chancen, aber auch mit Herausforderungen.

    Die zentrale Frage dabei ist, wie lassen sich Nachhaltigkeitskriterien objektiv, transparent und praxistauglich in Beschaffungsprozesse integrieren?

    Inhalte und Funktionen der Toolbox
    Die Toolbox Nachhaltigkeit liefert Antworten auf genau diese Frage. Sie ist webbasiert, dreisprachig und so aufgebaut, dass sie Vergabestellen konkrete Werkzeuge an die Hand gibt.

    • Katalog von elf Zuschlagskriterien, die Themen wie Materialbewirtschaftung, Klimaziele oder faire Arbeitsbedingungen abdecken
    • Textbausteine, Formulare und Bewertungstabellen zur direkten Nutzung in Ausschreibungen
    • Rechtliche und praktische Erläuterungen für eine sichere Anwendung der Kriterien
    • Praxisnahe Beispiele, die Orientierung im Vergabeprozess bieten

    Mehr Klarheit und Verbindlichkeit
    Das Instrument schafft ein gemeinsames Verständnis zwischen Auftraggebern und Submittenten, indem Kriterien messbar und überprüfbar formuliert werden. Damit wird auch für KMU die Teilnahme an Ausschreibungen attraktiver, da die Rahmenbedingungen klarer und fairer sind.

    Das übergeordnete Ziel ist es die Ausschreibungspraxis in der Schweiz so weiterzuentwickeln, dass Qualität, Nachhaltigkeit und Innovation honoriert werden. Anstelle eines reinen Wettbewerbs um den tiefsten Preis wie heute.

    Bedeutung für die Branche
    Mit der Toolbox Nachhaltigkeit wird einheitlich nachvollziehbar, wie nachhaltige Kriterien in Bauprojekte einfliessen können. Das stärkt nicht nur die Vergabestellen, sondern schafft auch Vertrauen bei Bauherren und Unternehmen. Das Projekt zeigt, Nachhaltigkeit ist kein Zusatz, sondern integraler Bestandteil zukunftsfähiger Bauwirtschaft.

  • Statiklücke im Holzbau wird geschlossen

    Statiklücke im Holzbau wird geschlossen

    Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), der Berner Fachhochschule und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) eine umfangreiche Versuchsreihe durchgeführt. Ziel dieser Untersuchungen war es laut einer Mitteilung, eine Statiklücke im Holzbau zu schliessen. Mit vielfachen Tests und mathematischen Modellen sollten Erkenntnisse zur Horizontallast von Holzrahmenbauten gewonnen werden.

    „Wir untersuchen die horizontale Aussteifung von Gebäuden mit Holzrahmenbauwänden, die Fensteröffnungen enthalten“, wird Nadja Manser, Projektleiterin an der Empa, in der Mitteilung zitiert. „Weder in der Schweiz noch in anderen europäischen Ländern gibt es heute eine Regelung dazu, wieviel Horizontallast eine Holzrahmenwand trägt, wenn sie eine Fensteröffnung enthält.“

    Um diese Daten zu erhalten, führten die Forschenden in der Bauhalle der Empa zahlreiche Experimente mit zweigeschossigen und eingeschossigen Wänden durch, die jeweils zwei Fensteröffnungen enthielten. Dazu wurden die Horizontalbalken mit einer Last von über 100 Kilonewton belastet.

    Aus einer Vielzahl erhaltener Daten soll in einem weiteren Schritt ein für Bauingenieure einfach zu berechnendes Computermodell erstellt werden, mittels dessen Statikberechnungen für Holzrahmenbauten realisiert werden können. Während des gesamten Projekts arbeiten die Forschenden mit Partnern aus der Industrie wie Swiss Timber Engineers, Holzbau Schweiz oder Ancotech AG zusammen. Ein Ziel ist unter anderem das Einsparen von teuren und arbeitsintensiven Stahlverankerungen sowie bislang notwendigen Betonkernen.

  • Möbel aus Schalungsbrettern als Bildungsprojekt

    Möbel aus Schalungsbrettern als Bildungsprojekt

    Der Industriedesigner BjörnIschi hat das umgebaute Gebäude 1 am Campus Sursee vollständig mit recyceltem Mobiliar ausgestattet. Ischi hat mit seiner Designform GmbH das Seminar- und Bildungszentrum, das namentlich der Ausbildung von Baustellenkadern gewidmet ist, mit nachhaltigen Sitzlandschaften und Lerntischen ausgerüstet. Das Mobiliar wurde aus Schalungsbrettern und anderem Altmaterial den Bedürfnissen der Studierenden entsprechend gefertigt.

    Ischi weist in einer Mitteilung darauf hin, dass die zirkulären Möbel wirtschaftlich konkurrenzfähig sind mit Produkten zu marktüblichen Preisen. Nachhaltigkeit sei daher kein Kompromiss, sondern ein Gewinn, sondern ein Gewinn.

    Das Projekt am Campus Sursee wurde bereits 2022 initiiert. Ischi begann ab 2024, bestehendes Material am Campus zu katalogisieren. Auf dieser Grundlage entwarf der Industriedesigner das zirkuläre Mobiliar. Fachlich koordiniert wurde das Projekt vom Möbelhersteller Girsberger aus Thunstetten BE.

    Ischi betont die gute Zusammenarbeit mit der Leitung des Seminar- und Bildungszentrums. „Wo andere Altes wegwerfen, hat Campus Sursee den Mut bewiesen, neu zu denken“, so Ischi. Kurze Wege und kluge Ideen hätten lange Transporte und die Neuproduktion von Mobiliar geschlagen. „Zukunft entsteht, wenn wir Altes wertschätzen und neu interpretieren.“

  • Pflanzenkohle-Beton eröffnet Perspektiven für klimaneutrale Bauwirtschaft

    Pflanzenkohle-Beton eröffnet Perspektiven für klimaneutrale Bauwirtschaft

    Vier Baufirmen aus der Schweiz haben sich zusammengetan, um am 25. August 2025 die KLARK AG mit Sitz in Landquart GR zu gründen: die Ulrich Imboden AG aus Visp VS, die Logbau AG aus Maienfeld GR, die Novakies AG aus Rapperswil BE und die Toggenburger AG aus Winterthur. Ihr gemeinsames Ziel ist, den durch Beimischung von Pflanzenkohle CO2-neutralen KLARK-Beton im gesamten Land verfügbar zu machen.

    In einer Mitteilung bezeichnen sie die Gründung der KLARK AG als Meilenstein für die Schweizer Bauindustrie: „Sie zeigt, dass ökologische Verantwortung, wirtschaftliches Denken und kooperative Strukturen Hand in Hand gehen können – auch und gerade in einer Branche, die lange als träge galt.“ KLARK stehe für einen Aufbruch hin zu einem Baustoffmarkt, „der Klimaeffekte nicht nur misst, sondern aktiv verändert“. Das sei „Industrieinnovation statt Einzelkampf“.

    Der KLARK-Klimabeton wird mit so viel Pflanzenkohle aus unbehandeltem Restholz aus der regionalen Forstwirtschaft vermischt, bis ein CO2-neutrales Produkt entsteht. Er weist den Angaben zufolge dieselben Eigenschaften auf wie traditioneller Beton, der einen CO2-Ausstoss von bis zu 250 Kilogramm pro Kubikmeter verursacht.

    Die CO2-Senkenleistung ist mit einer verifizierten Ökobilanz nach den Bilanzierungsregeln der Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren (KBOB) nachgewiesen. Die Ökobilanzergebnisse sind auf der KBOB-Liste veröffentlicht. KLARK Beton kann mit 50, 75 oder 100 Prozent Senkenleistung produziert werden und ist vollständig rezyklierbar.

    Als Lizenznehmer zur Produktion des KLARK-Betons sind bereits die Eberhard Bau AG aus Kloten ZH, die Aarebeton Aarau AG und die Arnold & Co. AG Sand- und Kieswerke aus Flüelen UR mit an Bord. „Damit entsteht ein zentrales Kompetenzzentrum für CO2-speicherndes Bauen mit Beton, getragen von regionalen Pionieren mit nationaler Reichweite“, heisst es in der Mitteilung.

  • Bauprojekt verbindet Kunst, Architektur und Kulturentwicklung

    Bauprojekt verbindet Kunst, Architektur und Kulturentwicklung

    Die Nüssli Schweiz AG aus Hüttwilen hat den ersten Spatenstich zum Ausbau der Mack-Pyramide in Monheim am Rhein getätigt, heisst es in einer Mitteilung. Das Thurgauer Veranstaltungsbauunternehmen hat den Generalauftrag im Frühjahr 2025 erhalten. Es ist nach dem Bau einer Achtfach-Sporthalle bereits der zweite Auftrag aus Monheim für Nüssli.

    Der Bau ist eine architektonische und künstlerische Herausforderung. Über die bestehende Mack-Pyramide wird eine zweite gespiegelte Pyramide gesetzt. In der neuen Doppelstruktur sollen weitere Ausstellungs- und Lagerräume entstehen. Darüber hinaus wird die bestehende Fläche saniert und modernisiert.

    Bis Ende Oktober 2025 soll die Tiefgründung, bis zum Jahresende der Rohbau der Treppenhäuser abgeschlossen sein. Die Tragstruktur besteht aus einer Stahlkonstruktion mit Treppenhäusern aus Stahlbeton. Wo möglich, sollen Fertigbauteile aus dem Arsenal von Nüssli Verwendung finden.

    Pünktlich zum 95. Geburtstag des deutschen Künstlers Heinz Mack soll das Richtfest im März 2026 stattfinden. Die vollständige Fertigstellung des Baus ist für den Sommer 2027 geplant.

    „Wir sind stolz, die Vision der Stadt Monheim am Rhein gemeinsam mit unseren Partnern zu realisieren“, wird Udo Baader, Leiter Projektmanagement Special Projects von Nüssli, in der Mitteilung zitiert. „Die Erweiterung der Mack-Pyramide ist nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch ein kultureller Impuls für die ganze Region.“

  • Fenster als Kraftwerke

    Fenster als Kraftwerke

    Eine Lösung setzt auf Spezialfolien, die sichtbares Licht gezielt an die Kante der Glasscheibe leiten. Dort nehmen PV-Streifen, oft aus Hochleistungsmaterial wie GaAs, das Licht auf und wandeln es in Strom um. Nur an der Kante braucht es Solarzellen, wodurch Material und Ressourcen gespart werden. Die Durchsicht bleibt erhalten, das Fenster bleibt transparent.

    Ein Forschungsteam der Universität Nanjing konnte mit cholesterischen Flüssigkristallen einen Prototyp entwickeln, der eine optische Effizienz von über 18% erreicht und unter realen Bedingungen stabile Werte liefert. Für ein typisches Fenster mit zwei Metern Höhe ergibt sich eine starke Konzentration des Lichts an der Randzone. Die Beschichtung ist industriell herstellbar und für grosse Fassaden geeignet.

    Durchsichtige Tandemzellen
    Das EU-Projekt CitySolar präsentiert eine andere Innovation. Zwei kombinierte PV-Schichten (oben Halid-Perowskit, unten Organik) holen Energie aus unterschiedlichen Lichtspektren, während sichtbares Licht durchgelassen wird. Somit bleiben Raumhelligkeit und Ausblick unverändert, das Fenster „sieht aus wie ein Fenster“, produziert aber Strom.

    Mit einem Wirkungsgrad von 12,3% und 30% Transparenz wurde ein neuer Rekord für durchsichtige PV-Module erzielt. Der Aufbau eignet sich für Büro- und Wohngebäude sowie Hochhäuser mit grossen Glasfronten.

    Zukunft und Potenzial
    Forschende und Industriepartner arbeiten an noch höheren Wirkungsgraden und besseren Produktionsmethoden. Herausforderungen bestehen bei der Balance von Transparenz und Effizienz sowie bei der Integration in bestehende Bauprozesse. Doch in Projekten wie denen von ZEISS oder dem internationalen CitySolar-Konsortium wird deutlich, wie gross das Marktpotenzial ist.

    Transparente Solarzellen und intelligente Glasflächen ebnen den Weg zu Gebäuden, die ihren Strombedarf teilweise selbst decken. Fenster als Kraftwerke sind in greifbare Nähe gerückt und werden die Energiewende in urbanen Räumen entscheidend mitprägen.

  • Spatenstich für SBB-Werk in Arbedo-Castione

    Spatenstich für SBB-Werk in Arbedo-Castione

    Das neue SBB-Werk, offiziell Nuovo stabilimento industriale ferroviario (NSIF) genannt, ersetzt das bestehende Werk in Bellinzona, das den Anforderungen an den Unterhalt der modernen Triebzüge nicht mehr genügte. Die neue Anlage schafft Raum für 360 Vollzeitstellen und 80 Lehrstellen und ist auf die künftige Wartung und Instandhaltung von Giruno-, ETR- und FLIRT-TILO-Triebzügen spezialisiert. Der hohe Automatisierungsgrad und die Ausrichtung auf elektromechanische Arbeiten machen die Anlage zum modernsten SBB-Industriewerk Europas.

    Besonders stolz zeigte sich SBB-CEO Vincent Ducrot beim Spatenstich. Der Kanton Tessin sei eine äusserst wichtige Region für die SBB, die mit diesem Projekt in Arbeitsplätze, Know-how und Technik investiere. Der neue Standort umfasst eine Fläche von 150’000 Quadratmetern, das entspricht mehr als 20 Fussballfeldern und setzt mit einem Gründach und integrierten Solaranlagen auch ein Zeichen für Nachhaltigkeit.

    Nachhaltigkeit und grosser Baufortschritt
    Begonnen haben die Arbeiten bereits im Juni 2025 mit der Einrichtung der Baustelle, Aushub- und Fundamentarbeiten sowie ersten Massnahmen für die künftige Zugwaschanlage. Parallel läuft der Ausbau der Bahninfrastruktur. Neue Weichen, zusätzliche Gleise und moderne Steuerungstechnik sorgen für eine optimale Anbindung an das Netz. Die SBB legt Wert auf ökologische Kompensation, 8,4 Hektaren hochwertige Fruchtfolgeflächen werden an alternativen Standorten im Tessin ausgeglichen.

    Ab Mitte 2028 geht das neue Werk schrittweise in Betrieb. Mit dem Umzug des bisherigen Werks Bellinzona nach Arbedo-Castione, erhalten Region und Mitarbeitende eine zukunftsfähige Perspektive. Das neue SBB-Werk steht für Innovation, Wachstum und nachhaltige Entwicklung in einer für die Schweiz strategisch wichtigen Region.

  • Effizienz im Holzbau dank Statik

    Effizienz im Holzbau dank Statik

    Holzrahmenbau punktet als nachhaltige Alternative zu Beton. In der statischen Planung stellt sich jedoch ein Problem. Wände mit Fenstern galten bislang als „statistisch unsichtbar“, da belastbare Daten zum Tragverhalten fehlten. Planung, Materialeinsatz und Kosten litten darunter.

    Grossversuche für mehr Material- und Kosteneffizienz
    Um diese Wissenslücke zu schliessen, starteten Empa, die Berner Fachhochschule und die ETH Zürich ein gemeinsames Forschungsprojekt, unterstützt vom BAFU und Industriepartnern. In der Bauhalle der Empa werden Holzwände gezielt extremen Horizontallasten ausgesetzt, dabei entstehen wertvolle Daten zur Belastbarkeit von Wänden mit Fensteröffnungen. Ziel ist, die horizontalen Aussteifungswerte solcher Elemente künftig verlässlich im Ingenieuralltag zu nutzen.

    Weniger Beton, mehr Holz
    Die Erkenntnisse fliessen in ein neues, einfaches Computermodell ein. Die ersten Resultate zeigen, auch Wände mit Fenstern tragen bedeutend zur Aussteifung bei. Das reduziert den Bedarf an Stahlverankerungen sowie Betonkernen und senkt Material-, Zeit- und Kostenaufwand im Holzbau. Perspektivisch entstehen dadurch wirtschaftlichere und ökologischere Bauten.

    Kooperation von Forschung und Industrie
    Die Praxistauglichkeit des neuen Modells steht im Fokus. Im engen Dialog mit Industriepartnern wird das komplexe Forschungsmodell in eine anwendbare Lösung für die Planungspraxis übersetzt. Damit profitieren Planende, Investoren und Bewohner gleichermassen.

    Mit neuen Testverfahren und Berechnungsmodellen für Fensterwände bringt das Forschungsprojekt den Holzbau einen Schritt weiter, zu mehr Effizienz, Ressourcenschonung und Innovationskraft.

  • Neubau stärkt die Kantonspolizei Solothurn

    Neubau stärkt die Kantonspolizei Solothurn

    Die Aufgaben der Polizei sind vielfältiger geworden. Technik und Gesellschaft wandeln sich rasant. Gesetzliche Vorgaben werden immer komplexer. Um darauf reagieren zu können, braucht die KAPO Solothurn neue Strukturen. Gut ausgebildete Mitarbeitende und laufende Weiterbildung sind wichtiger denn je. Auch eine ausreichende Ausstattung ist heute eine Grundvoraussetzung für effizientes Arbeiten.

    Platzmangel, veraltete Infrastruktur
    Die bestehende Infrastruktur erfüllt die aktuellen Ansprüche nicht mehr. Viele Dienste arbeiten in beengten und ungeeigneten Mietobjekten. Spezielle Räume für Ausbildung und moderne Untersuchungen fehlen. Besonders betroffen sind die Kriminaltechnik sowie der Dienst für Aus- und Weiterbildung. Die Mitarbeitenden müssen deshalb auf externe Räume ausweichen. Das erschwert Abläufe und kostet Zeit.

    Der Neubau als Lösung
    Am Standort Oensingen entsteht eine zentrale Einheit für die Polizei. Mehr als 150 Mitarbeitende aus elf verschiedenen Diensten werden künftig unter einem Dach arbeiten. Das schafft bessere Kommunikation und kürzere Wege. Auch die Zusammenarbeit mit dem Schwerverkehrskontrollzentrum in der Nähe wird einfacher. Der Neubau bietet genügend Platz für heutige und zukünftige Teams. Moderne Arbeits- und Ausbildungsbedingungen sorgen für mehr Effizienz und Motivation.

    Ausbildung und Qualität stehen im Vordergrund
    Ein neues Ausbildungszentrum vor Ort vereinfacht die Schulung der Polizeikräfte. Die Kriminaltechnik bekommt zeitgemässe Labore und Untersuchungsräume. Das steigert die Qualität der Arbeit und verbessert die Bedingungen für alle.

    Mehr Effizienz, geringere Kosten

    Durch die neuen Strukturen werden Abläufe vereinfacht und Kosten gesenkt. Die internen Synergien und die Nähe zum SVKZ führen zu kürzeren Einsatzzeiten. Das macht die Arbeitsplätze für die Polizei attraktiver und steigert die Effektivität.

    Zahlen, Fakten und Ausblick
    Der Bau ist für rund 85 Millionen Franken geplant. Die Nutzfläche beträgt gut 10’400 m². Das Gebäude bietet Räume für alle wichtigen Polizeidienste. Es verfügt über spezielle Trainingsbereiche, Labore und 204 Parkplätze. Die Fertigstellung und der Bezug sind für 2031 vorgesehen. Luna Productions aus Deitingen hat das Siegerprojekt im Wettbewerb geliefert. Die Kosten werden laufend überprüft und optimiert.

    Der Neubau stellt die Kantonspolizei Solothurn für die Zukunft auf. Bessere Arbeitsbedingungen, effizientere Abläufe und moderne Technik sorgen dafür, dass die Polizeiarbeit sich flexibel weiterentwickeln kann.